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Schaer, Alfred Die altdeutschen fechter und spielleute

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.Die altdeutschen Fechter und Spielleute.

Von der Facultät genehmigt am 3. . März 1900.

Meinen lieben Eltern. .

DD HO] .

.EINLEITUNG. die betreffende Stelle hier aufmerksam gemacht: es in ihrem Wort- laute anzuführen. 389 (§ 84) im Text. pag. Martin besorgten Ausgabe (Basel 1879). WackernageLs Geschichte der deutschen Litteratur. die zu gewissen Zeiten geradezu den Charakter Wechselwirkung angenommen haben. finde ich in W. der Spielleute und Kämpen als und Sänger andererseits. Nachdem der Verfasser davon gesprochen. Ernst Martin. von Prof. Die Anregung zur Behandlung des vorliegenden Stoffes ich meinem hochverehrten Lehrer Herrn Prof. der schon bei verschiedenen Gelegenheiten auf die eigenartigen Zusammenhänge hingewiesen verdanke Dr. hat. Martin in einem Vortrage: Die Meistersänger von Strassburg (gedruckt Strassburg 1882) neuerdings auf diese Thatsache sei mir gestattet. welche zwischen den beiden Berufsarten der Fechter einerseits. auf den ersten Blick vielleicht etwas wunderbar erscheinende Gleichartigkeit der Verhältnisse glaube ich auf einen Parallelismus in der historischen Anlage. sowohl bei und fahrenden Dichter ihren Kunstausdrücken Eben diese teilweise in ihrer Lebensweise bestehen. 323. Den ersten Hinweis auf gegenseitigen Beziehungen. Später hat dann Prof. bereits davon die Rede ist. Anm. wie aus meiner weiteren Darstellung dieses geschichtlichen Vorganges hervordiese gehen einer soll. E. 7 (§ 74) und ebenda pag. welche den Hauptgegenstand unserer Abhandlung zu bilden haben. wo in der zweiten. Diese auffällige. Entwicklung und end- gültigen Gestaltung dieser beiden Vertreter der niedrigeren Volksklassen zurückführen zu dürfen. in Band I. merkwürdigen Übereinstimmungen in Lebensverhältnissen und Existenzbedingungen sind es.

In älterer Form begegnet Barant". Eine «besonders künstliche Wendung wird mit einem «Schirmschlag".» < Diese Anschauung Aufsatze: vertritt auch 0. einem Fechthieb verglichen. Plate der in seinem in Die Kunstausdrücke Studien. welcher sonst rätselhaft ist. 9/10 folgendermassen fort: «Neben diesen Ausdrücken begegnen jedoch «andere. «durchaus untadelhaftes neues Lied wird Bar" ge«nannt. Es ist die Rede vom «Schild* und vom Schwert' des Gesanges.— vielfach an die 6 — und äusseren Formen dass sich die Meistersänger bei der Bildimg ihrer Schulen alten Einrichtungen der Disputationen und Streitgespräche der Gelehrten anzuschliessen pflegten. Strassburger Band III. . Lehrer in seinen Vorlesungen und Seminarübungen oft noch willkommene Gelegenheit. (Strassburg 1888) 147 besonders was den letzten Punkt. den pag. welcher in i « Kreisen Nun finden wir n der «Liederdichtung auch der älteren Zeit Vergleiche «aus dem Fechterwesen. Meistersinger. fährt er pag. Dies ist nun nichts anders als ein Parierhieb: es wird «also das Meisterlied mit einem vollkommen gelungenen Schlag des Fechters verglichen.. waren sie in der Begel ritter- < nur mit liehen dem Fechtunterricht betraut. Schon im frühen Mitteli 1 1 « « alter begegnen wir dieser sein für uns widerwärtigen Menschen- Masse. Und «hieraus erklärt sich wohl auch ein Ausdruck für Ein «Meisterlied. auf Befehl ihres Herrn mit jedem Natürlich beliebigen anzubinden. wodurch in mir das Interesse für diese Fragen bereits stark geweckt wurde. Meine Absicht. in welcher die S p e e u t e zusammen «standen mit den Fechtern. nie fehlte. Weitere Hinweise auf diese Dinge zu geben. die Deutung dieser und einiger ähnlicher Ausdrücke anbelangt. das Studium dieser Verhältnisse einmal genauer zu betreiben. bot sich meinem verehrten ff. Leuten. welche ihr Leben für Geld hingaben und «bereit « mussten. welche auf eine frühere Verbindung hin«weisen.

meine jetzige Dar- angedeuteten Resultate durchweg aufgebaut. «von denen die letzteren vielfach eine merkwürdige «Vorliebe für Figuren und Formeln des Fechterbezeugen.bestärkte der Umstand. die sich allerdings lediglich auf eine gedrängte Übersicht der hauptsächlich in Betracht kommenden Punkte. eine engere Ver« schulmässigen « wandtschaft erkennen Auf Grundlage der lässt. Manches der früher nur kurz soll nun hier seine Erweiterung und ausführlichere Begründung erhalten. dass ich um die für eine derartige Arbeit nun einmal gesteckten Grenzen nicht allzusehr zu überschreiten. nauere Darstellung ihrer frühesten Anfänge und eventuellen Beziehungen derselben zu den Verhältnissen des griechischen und römischen Altertumes. mich. namentlich in ihrem Endergebnisse. dass die philosophische Facultät der Universität für das Studienjahr 1897/98 eine diesbezügliche Preisfrage stellte. Freilich ist auch jetzt.und auf eine ist beschränkt hatte. sowie des bisher Zusammenstellung Beweismaterials stellung Angabe und gesammelten Quellen. So ist denn von vorneherein auf eine geschichtliche Gesamt besonders aber auf eine ge- entwieklung dieser Zustände. zu einer gewissen Beschränkung meiner Auseinandersetzungen genötigt sah. während die Geschichte der « wesens «Fechter und der Spielleute.» eingelieferten damals Vorunter- suchung über diesen Gegenstand. da diese Zusammenhänge ohnehin für uns noch ziemlich dunkel und unsicher sein dürften. an dieser geleistet Stelle und vorläufig wenigstens noch Verzicht worden. Die Aufgabe war formuliert wie folgt: «Die altdeutschen Fechter und ihr Verhältnis «zu den Spielleuten. Zu sammeln sind die Zeug«nisse aus den historischen und poetischen Quellen. bei der inzwischen zu einer so äusserst reichen und fast unübersehbaren Fülle angewachsenen und im Verlaufe der Untersuchung sich stets noch vermehrenden Masse des zu behandelnden Stoffes wieder darauf hinzuweisen. Auch hatte sich unter solchen Umständen .

der Schwelle der Neuzeit zu zu verfolgen. dasselbe nach endgültigem Abschlüsse der Sammzur Abfassung einer all- lungen und Vorstudien gemeinen Geschichte der fahrenden Leute oder wenigstens zu einer Anzahl historischer Ergänzungsstudien über diesen Gegenstand zu verwerten. weitergehende Bearbeitung des zahlreich vorhandenen und weit ausgedehnten Materials sehr und dass ich mich mit der Absicht dereinst angelegen sein wird.— 8 — meine Abhandlung besonders auf die deutsehen Verhältnisse zu beschränken. Dichter. Gaukler und übrigen Fahrenden andererseits und ihre weitere historische Entwicklung bis Mittelalters zum Ausgange des zu geben. trage. oder wo für die Erklärung und Feststellung gewisser Thatstehende sachen das hier mir nicht zur Verfügung schien. die den Geschichtsquellen und Dass Litteraturen bei lich fremdsprachlicher Nationen angehören. liegt ja wohl auf der Hand. Dabei konnte . es waren ferner ihre Lebensverhältbis nisse und Einrichtungen und linden bis zur- zu den schulmässigen End- ergebnissen Bildung von Vereinigungen bereits an und der Brüderschaften. und nur. sondern höchstens andeutungsweise an den betreffenden Stellen gestreift werden Berücksichtigung konnten. dieser Einschränkung des Stoffes auf das unumgängoft notwendige Mass auch zahlreiche. hier zu Was nun die Einteilung des in behandelnden Stoffes anbelangt. Beweismaterial auszureichen habe ich auch ausser- deutsches Gebiet in die Betrachtung einbezogen und Belegstellen anführen müssen. Sänger. Aber gerade aus diesen Gründen wünschte ich hier schon darauf hinzuweisen. wo grössere Lücken auszufüllen oder allgemeinere Beziehungen herzustellen waren. der Spielleute. dass mir eine spätere. die teilweise sind. im Laufe der Unter- suchung sich uns aufdrängende. fragen aus ganz interessante Einzelder vorliegenden Abhandhier keine eingehendere dem engeren Rahmen lung herausfallen mussten und darum mehr erfahren. so war zunächst einem ersten und zweiten Teile kurz die Vorgeschichte der Kämpen und Fechter einerseits.

hier wohl so knapp und kurz als irgend möglich fassen und nur das Wichtigste. Beeinflussungen und Übereinstimmungen in Lebensweise und Standeseinrichtungen. Dieser dritte Teil suchung. möge es mir sein. wie in Berufs. zur Rechtfertigung des methodischen Verdie fahrens dieser Untersuchung und der Principien. was für unsere besonderen Zwecke von Bedeutung war. der schon einen ziemlichen Reichtum an verschiedenen guten Abhandlungen aufweist. wie er zwischen den Kämpen i den Fechtschulen 1 1 F e chtergese Sänger. bei mich der Behandlung meines Gegenstandes geleitet haben. soll sich dann ein als Anhang zu behandelnder in vierter und letzter Teil anschliessen. unserer deutschen Sprachwissenschaft. den eigentlichen Hauptgegenstand unserer Untergewinnen.und Kunstsprache. besonders den zweiten Teil. wicklungsgeschichtlichen Parallelismus zu befassen haben.— 9 — für Verfasser sich aber. noch ein kurzes Wort beizufügen. dem gegenseitigen Verhältnisse der beiden genannten Volks- klassen. was von Einzelfragen noch zu erörtern von Interesse wäre. kurz gesagt mit der Thatsache eines entund Spielleuten. den s ch aft e n P f e ffe r b r ü d e r s c h a ft e n und Hieran ganzen weiten Umkreise dieses Gebietes besteht. in socialer und rechtlicher Stellung. ihren Wechselbeziehungen. hervorzuheben versuchen. Professor Moritz Heyne. um damit um zu so mehr Raum für die Behandlung des dritten wird sich mit Teiles.und Spruchsprechervereinigungen auf dem . um auf diese Weise den fortlaufenden Text möglichst von störenden und unangenehmen Unterbrechungen zu befreien. Indem gestattet ich diese Einleitung beschliesse. Alles Weitere. von den ältesten geschichtlichen Zeiten bis zum . Wenn einer der Altmeister Dr. den die grösseren Belegstücke und im Zusammenhang citierten Stellen verwiesen werden mögen. streife ich nur flüchtig. Meistersingerschulen. im Vorworte seines soeben erschienenen grösseren Sammelwerkes: Fünf Bücher deutscher Hausaltertümer.

wie man oft sieht. Was darin geforscht so nähme der sprachlichen und haben überwiegend Historiker. Heyne ist für unsere Diserneute und hat. 10 — Wohnung. noch allzuwenig be- bautes Arbeitsfeld sehr zu begrüssen und wird hoffentlich auch reiche und erfreuliche Früchte im Laufe der nächsten Jahre zeitigen. Der deutsche «und vorgelegt ist.— 16. habe ich diesem Umstände wenigstens die dass sich mein auf diesen culturgeschichtlichen Gegenstand gelenktes Interesse. Nationalökonomen. . in Jahrhundert.und «Kriegstechniker zustande gebracht. einen Leipzig 1899. dass für das Gebiet. eines der wichtigsten Zeugnisse «methodisch zu verwerten: nur ihm sagt die «Sprache. «Philolog aber soll sich seine Stelle gerade in «dieser Forschung nicht nehmen lassen. Der Verfasser des angeführten Lehrbuches äussert sich nämlich im Vorworte folgendermassen: «Die deutschen Philologen «haben vorzugsweise « in jüngerer Zeit ihre Teil- «Forschung < litteraturhistorischen ausschliesslich zugewendet.» das Programm. hartnäckig verweigert. als auf dem richtigen Wege der Forschung befindlich erweisen möchte. das hier betreten wird. so frohe Zuversicht zu verdanken. und nicht zum wenigsten nach der ety«mologischen Seite hin. aufgestellt das Prof. denn nur «er ist imstande. und er «müsste sogar hier an die erste Stelle rücken. was sie den anderen For«schern. «Kunsthistoriker. «Die Darstellung auch äusseren deutschen Lebens «von einem Germanisten und mit den germanist«ischen Soweit ciplin Mitteln ist eine Notwendigkeit. und gewiss dieser energische Hinweis auf ein weites. zum mindesten in den Augen des erwähnten Gelehrten und der seine Ansicht teilenden Fachgenossen. erster Band: eine dieser Hinsicht Mahnung und Wunsch speciell an die jüngeren Vertreter der germanistischen Wissenschaft gerichtet hat. Jedenfalls aber wird er dazu beitragen. Bau. ihrerseits «wenig Interesse waltete.

s. litterarisch-kritischer und sprachwissenschaftlich-dialektischer Interessen. Berufs. welche die zahl- Vereine für Volkskunde und geschichtliche Alterüberall entfalten. und unter diesen wieder in erster Linie den poetischen Denkmälern zu verdanken gehabt. wie diese in Per- sonennamen. f. der Fall sein konnte. tümer in wieder bedeutend gehoben und gesteigert worden sich das culturgeschichtliche Gebiet streitig seinem ganzen Umfange nicht wird machen und Ausund äusserst entfremden lassen wollen. Verfasser Denn diese in der That hat eine der auch gerade für Arbeit Beihe der wichtigsten Aufschlüsse über gewisse Zusammenhänge und Beziehungen zwischen den Gegenständen derselben. das mir bei der vorliegenden Untersuchung noch besonders zum Bewusstsein gekommen. wie es ja nur auf der wünschenswert erscheint. als es bisher. und .und Kunstausdrücken u. Ortsnamen. besonders in den letzten Zeiten des Überwiegens anderer. solche Fragen durch reichen die rege Thätigkeit. die Bedeutung und Bichtigkeit des Heyne 'sehen Postulates für die zeitgemässe Bestätigung ist der deutschen Philologie in diesen Nachbardisciplinen anzuerkennen und hervorzuheben. Der Hauptanteil jedoch an der Erkenntnis und Erklärungsmöglichkeit bestimmter Beobachtungen und Ergebnisse muss entschieden der sorgfältigen Berücksichtigung der sprach- lichen Verhüll nisse zugesprochen werden. ist. neben den zwar keineswegs bedeutungslosen und geringzuschätzenden historischen und rechtlichen Quellen. Strassenbezeichnungen. germanistische Forschung ihre Studien auf diesem Gebiete weit kräftiger und nachhaltiger aufnehmen und betreiben wird. Wie sehr man aber Grund hat. frisch vorgezeichneten Bahn nunmehr wieder und dass die rüstige Fortschritte gemacht werden. sicht vorhanden. doch speciell den litterarischen. zum Ausdrucke kommen und in unserem Falle besondere Beachtung verdienten.— dass die Germanistik in 11 — wo das Interesse für einer Zeit. die Litteratur Diese beiden letztgenannten Disciplinen aber. Und so ist denn billig die gute dass.

und vollständigsten zugänglich und verständlich Zu unsere dieser neubetonten Auffassung der Dinge. für alle wohl dem gutgeschulten Philologen. oder die modernen Fächer auch die culturseine Forschungen — geschichtlichen mit inbegriffen. die ja für germanistische Wissenschaft eine erfreuliche Er- weiterung des deutet philologisch-kritischen Wirkungskreises be- und ihr auf diesem in frisch zu erschliessenden. erhöhtem Masse Stoffes — und für diese gerade in zu einer gründlichen Behandlung des am notwendigsten. das heisst am leichtesten sein. dürften ja 12 — er mag nun die classischen bearbeiten.— die Sprache. wünschte der Verseinen fasser vorliegender Abhandlung bescheidenen Beitrag beigesteuert zu haben. aber auch als sein eigentliches Arbeitsgebiet am vertrautesten. weiten eulturgeschichtlichen Gebiete noch eine Fülle schönster Erfolge und Resultate mit Aussicht stellt. .

L. sind wohl die beiden bekannten Stellen aus Tacitus Germania. Freytag's schon oft wieder auf die altbekannte Thatwie sehr sache hingedeutet worden. quibus id ludicrum est. sie darf wohl als frühester Beleg für das Kampforakel gelten. das nachher in nach vielfachen Erweiterungen und Umgestaltungen den verschiedenen Formen des Gottesurteils ein so beliebtes und häufig angewendetes Beweismittel der altdeutschen Gerichts- barkeit geworden 24 ist. non in quae«stum tarnen aut mercedem: quamvis audacis lasKapitel und . Teil. eigentliche Kampf und durchgängige Leitmotiv des gesamten germanischen Gultur. Die beiden ältesten Zeugnisse für Freude der Germanen am und als Kampfspiel und die eifrige Pflege desselben einerseits. Unsere zweite Stelle befindet sich hat im « folgenden Wortlaut: «genus spectaculorum unum atque in omni coetu idem. für die systematische Ver- wendung des Zweikampfes Gottesurteil und zu Rechts- entscheidungen andererseits. qua «gravium bellorum eventus explorant. ein Hinweis. captivum quoquo modo intercum electo popularium suorum. Uhland's und Streit das G. exer«citatio artem paravit. eius gentis. der auch für unsere Betrachtung notwendig den Ausgangs- punkt die abgeben musste. Die Seit Kämpen und Fechter.und Geisteslebens bilden. « nudi iuvenes. ars decorem. Die erste lautet Germania. inter gla«diosse atque infestas frameas saltu iaciunt. Kapitel 10: «est et alia observatio auspiciorum. patriis « ceptum «quemque armis committunt: victoria huius vel «illius pro praeiudicio accipitur». den Tagen der Brüder ist Grimm.I. «cum qua bellum est.

abschliessendes Glied in der seit Entwicklung kriegerischer Spiele ihren ersten Anviel- fängen keine geschlossene Kette erkennen lassen. wie sie damals schon allen germanischen Völkerstämmen. seinen Aufsatz über den Schwerttanz tritt. > als Vorläufer der späteren Kampfspiele und sie ritterlichen Übungen betrachtet werden müssen. Germania. Tac. die freilich als letztes. hinsichtlich ihrer Entstehung religiöse und ersten Ausbildung vielfach auf das logische und mythohat. die lyrische Poesie. 48) im Anschluss an Müllenhof f's Äusserungen darüber (vgl. noch unausgefüllte .— * 14 — . Die einer religiösen Annahme Bedeutung dieser ersten Waffentänze. wie Höfe des Mittelalters Gleichzeitig in so grosser Fülle sie die deutschen aufzuweisen haben. gemeinsam waren. aber auch als «Hebung und Kunst bezeichneten Waffentänze. die er kannte. das Schau- und manches andere noch. auch Professor Schweizer-Sidler in den Festgaben für Homeyer. pag. Ausserdem es ja bekannt genug. wie den Tanz. Institution Berlin 1871) ver- darf wohl umsomehr gerechtfertigt erscheinen. spiel die Musik. ») wo t es heisst: deum adesse bellantibus credunt ableiten konnten. die wir über das wohl aus Cultusgebräuchen hervorgegangene Kampfspiel der germanischen Jugend besitzen. civiae pretium est voluptas spectantium» ist diese Schilderung ursprünglich die älteste Nachrieht. Kapitel 7. und mehr auf eine grosse und klaffende. Gebiet des Cultus und Ritus zurückzuführen So werden denn diese bei Tacitus als eine «Belustigung und ein Schauspiel». ihr bilden aber auch als erstes Auftreten den Beweis für das Mittelalter frühe Vorhandensein in die Neuzeit der im späteren den Zünften und Handwerksgilden wieder neuaufgenommenen Schwertbis und hinein von tänze. die in seiner Ausgabe der Germania (Halle 1874. dass man eine ganze Beihe von Er- scheinungen und Gebräuchen im Culturleben der alten Völker. als wir ja soeben auch die rechtliche des Ordalzw^ei- kampfes ausder mythologischen Anschauung des Kampforakels und der göttlichen kampfe ist Hilfe in der Feldschlacht wie im Einzel« (vgl.

die jetzige Behandlung des Gegenstandes noch versagt bis jetzt nicht Sehr wahrscheinlich. wie die Tierhetzen und Tierkämpfe. vielleicht auch die Zweikämpfe von Menschen unter sich oder mit Tieren allmälig durch wandernde . allzu oft um der schaulustigen Menge. eine willkommene Unterhaltung ist zu bieten. das allerdings mit der Abhaltung der in Schwerttänze scheint. zu welchen nur von den übermütigen Herrschern und Siegern germanische Sklaven oder Kriegsgefangene verwendet wurden. Doch haben wir uns zunächst noch mit den Anfängen der Geschichte des deutschen Kämpen.und Fechterwesens etwas näher zu befassen. bar. nun allerdings Aussicht vorhanden. das Fechter- und Fechtschulwesen. die üppigen und ausgelassen-rohen Zeiten jener bekannten entsetzlichen Tierhetzen und grauin samen Gladiatorenkämpfe Betracht. so bedeutenden Umfang auf ein weit geringeres Mass herabzusetzen.). wenn mir auch ein erschöpfendes Eingehen auch auf diese Fragen für ist. zum niedrigsten und schmach- vollsten Dienste gezwungen. falls wir nämlich berechtigt sind. muss auch germanischen Lebens ein engerer Zusammenhang oder doch zum mindesten mit der eine kräftige Beeinflussung von dieser Seite antiken Cultur angenommen werden. wenn durch bestimmte Zeugnisse zu belegen. worauf noch einmal im Einzelnen zurück81 ff.— Vielleicht ist 15 — wenn auch doch ihren Lücke zwischen den beiden. Zeit- dann schon über einen ganz beträchtlichen raum erstrecken würde. dass Unter solchen Umständen es sehr wohl denk- manche der auf fremdem Boden mitangesehenen üblen Belustigungen und schlechten Gewohnheiten. als eine der fehlen- den Übergangsstufen sich in die Entwicklungsreihe einzuschieben. einem engeren Zusammenhange zu stehen ich später (vgl. zukommen die habe pag. mehrere Jahrhunderte auseinanderliegenden Anfangs.und Endstadien derselben hinweisen. völlig nicht diese Lücke zu schliessen. für unsere besonderen für diese Verhältnisse des — — Interessen kämen hier speciell die spätgriechische und spätrömische Cultur.

16

Künstler oder Spielleute auf deutsches Gebiet übertrage» worden
sind,

wie wohl auch die Kriegsfahrten der deutschen Fürsten
Zeitalter die Pflege

und Ritter im Ländern dort
ihrer

der Kreuzzüge nach den südlichen

der obenerwähnten Lustbarkeiten

und Kampfschauspiele durch diese zur Folge gehabt haben. Bei

Rückkehr
begierig

in

die

Heimat mögen solche Gewohnheiten

auch
eifrig

übernommen

und

an

den

eigenen
sein.

Höfen
Ausser

nachgeahmt und

betrieben

worden

diesen nur in vereinzelten Fällen nachweisbaren Vermächtnissen der alten Zeit, die allerdings auch ein Erbstück von
recht

zweifelhaftem Werte

darstellen,

hat

nun aber das

Mittelalter in seiner Blütezeit

noch zwei Erscheinungen von

echt germanisch urwüchsiger Natur aufzuweisen; wir meinen

den höfischen Fechtmeister, den ritterlichen Erzieher

und Berater des jungen Adels in jeder Art der kriegerischen Tüchtigkeit, und den Kämpen, den Berufsfechter niedrigeren Standes, der die Rechte der Könige und Fürsten,
der

Unmündigen und Altersschwachen, wie auch der Frauen,
Anfechtungen ihrer Würden und
gesetzlichen

in Rechtsstreitigkeiten, bei

Rechte, oder bei schweren Anschuldigungen von Verbrechen

durch

das Gottesurteil

des

Zweikampfes verZahldie

treten, schützen

oder wenigstens entscheiden musste.

reiche Gesetze,, Erlasse

und Vorschriften geben
Fällen der
die

näheren

Bestimmungen,
verhalten

in

welchen
hat,

gerichtliche

Zwei-

Kämpfer dabei zu und Tageszeiten dafür zu wählen, welche Ausrüstungen und Waffen von den Gegnern zu tragen sind. Für die Einzelheiten

kampf einzutreten

und wie sich

haben, ferner welche

Örtlichkeiten

über diese Verhältnisse

ist

auf die ausführlichen Artikel in
et infimae latinitatis
»

Du Gange 's
Worten
eine
«

Glossarium mediae
»

zu den

campiones
Anzahl
sich

und
der

»

duellum

zu

verweisen,

wo

grosse

betreffenden

Gesetze

aufgezählt

werden und
nanzen über
alle

aus

verschiedenen

Edikten und Ordon-

die verschiedensten,

in Betracht

kommenden
die hier

Punkte grössere Auszüge und

Belegstellen finden,

wiederzugeben zwecklos sein würde,

um so mehr

da diese


Dinge

17


eigentlichen Kernpunkte

doch

noch

allzuweit

vom

unserer Untersuchung

abliegen.

Ich

will
als

mich

also

hier

damit begnügen, einige wenige Beispiele
weiligen Erörterungen zu geben.
Dafür,
urteil
in.

Belege der je-

dass

selbst

die Völkerschlacht

als

ein Gottesgibt eine
1,

grossem Massstabe

angesehen wurde,
ad. a.

Stelle

aus den Annal. Mettens.

743 (Pertz

328)

einen interessanten Beleg, indem
ein

in derselben die Schlacht als

«Judicium dei, quod

subire

non distulimus

»

bezeichnet

wird. Einer ähnlichen Auffassung wird

man

es zuzuschreiben

wenn die sich schlagfertig gegenüberstehenden Heere Vandalen und Alemannen aus ihrer Mitte einzelne Kämpfer auswählten und den Streit durch deren Zweihaben,
der

kampf zum Austrag bringen
uns Gregor von Tours
« «
«
'<

liessen.
:

Diesen Vorfall erzählt
«

II,

2 wie folgt
oritur

nee multo post scan-

dalum
sibi

inter

utrumque

populum, qaoniam propinqui

erant,

cumque ad bellum armati procederent ac jam-

jamque in conflictu parati essent, ait Alamannorum rex quousque bellum super eunetum populum commovetur? « ne pereant quaeso populi utriusque phalangae, sed proxcedant duo de nostris cum armis bellicis et ipsi
inter se confligant.
consensit
rueret.

tunc

ille,

cuius puer vicerit,
eunetus
in

^regionem sine certamine obtinebit. ad haec
«

populus,

ne

universa

multitudo

ore gladii

confligentibus vero pueris pars Vandalorum vieta suceubuit, interfectoque puero placi« tum egrediendi Transimundus spopondit. » Wie bei den Franken die Fürsten der streitenden Parteien selbst durch ihren eigenen Kampf entscheiden sollen, erzählt Aga«
«

thias

I,

2

:

«

ibövre«; bi ö.\Xr\\ovc,
ec,

^Kcrrepuuöev

r\

-nX^Qvq, aüxiKa tö

XaXeTrcuvov
«

aTToßaX6vTe<;

ö|aoqppoaüvr|v

|aexaxujpoöai,

Kai

xoü^

f^äWov xä d|ucpißo\a biaKpivr|« aaaQai, eibi \\r\, |aovou^ eKeivou^äYiwvi^eaBai». Von einem Kampfurteil zwischen Sachsen und Slaven berichtet Wippo
f\feixövaq KeXeüouai biKri
(Pistor. 3, 479):
« «

dicebant pagani, a Saxonibus
id

pacem
2

pri-

mitus confundi,

per dnellum,

si

caesar praeeiperet,


»

18

«probari. econtra Saxones ad refellendos paganos simi«liter singulare certamen, quamvis injuste contenderen!, imperatori spondebant. Imperator hanc rem «duello dijudicari inter eos permisit; statim duo « pugiles congressi sunt, uterque a suis electus « postremo christianus a pagano vulneratus ceeidit.
Unter den verschiedensten Verliältnissen
Uebereinkunft der
erweist
sich
also,

bald

mehr
be-

durch gerichtliche Bestimmungen festgesetzt, bald mehr auf
freier

beiden

streitenden

Parteien

ruhend,
häufig

das Kampfurteil weit verbreitet

und

angewendet, so dass die Annahme, es werde sich

schon frühzeitig eine Art von Berufsfechtern gebildet haben,
die sich

zum Austrage

solcher Streitfragen

anwerben und be-

zahlen Hessen, gewiss sehr gerechtfertigt erscheint. Auf einige

Anwendung Kampf urteils mag hier noch kurz hingewiesen werden. Osenbrüggen, Rechtsgeschichtliche Studien, pag. 163, verweitere Fälle der gesetzlichen oder sonstigen
des
weist auf die lex Alam. Hloth. XLIV,
ein Freier, der einen andern freien

nach welcher Stelle Mann eines unbewiesenen
seine

todeswürdigen Verbrechens beschuldigt,
Deutsche Rechtsaltertümer 3

Behauptung
J.

durch gerichtlichen Zweikampf erhärten muss.
,

Grimm,

930 und pag. 471/2 (die Neuausgabe, von Heusler besorgt, ist mir noch nicht zugänglich gewesen), erwähnt neben den übrigen, bereits von dort entlehnten Stellen von darauf
bezüglichen gesetzlichen Bestimmungen noch die lex Angli-

Göttingen 1881, pag. 927

orum
16, 2.

et

Werinorum

16,

lex Alam. 56. 84, lex Bajuv. 11, 5.

17, 2,

ferner die lex Roth. 164.
4.

165. 166. 198, dann
4.

(pag.866/7) die lex Rip. 32,
lex Burg. 8, 2.
tiger

51 (pag. 904/5), lex Rip. 59,

Sodann berichtet er von einem Falle streiErbfolge, der im Jahre 941 unter Otto I durch ein
dieser

Gottesurteil
(pag. 471/2)
«

Art

entschieden

wurde.
viros

Die

beiden

dazu angeführten
meliori

Stellen

besagen folgendes:
nobiles ac

Rex autem

consilio usus
tractari,

noluit

«senes populi inhoneste

sed magis rem inter
vicit

«gladiatores discerni

jussit.

igitur pars,

qui


«

19


firmatum
est,

filios

filiorura

computabant

inter filios, et

ut

«

aequaliter

cum

patruis hereditatem dividerent pacto sem-

«piterno». Witich, corb.

p. m. 25. «Ex regis Ottonis om«niumque principura sententia cognitio veritatis com«missa est gladiatorio judicio, cessitque victoria
filios a.

«his qui censebant, fratrum
«

debere

ditare.

»

Sigeb. gembl. ad

942.

cum patruis hereVon einem weiteren

bezeichnenden Vorfalle aus dem Jahre 1095 gibt er uns nach

Ritz
<

I,

56, Kenntnis:

«

Nulla melior visa est sententia,

quam

per judiciarium campum super hoc fieret exa«minatio; sie deinde statuto die et collata utrimque magna
ut.
«

populorum

affluentia,

nobis

et ipsis

praesentibus advocatis,

«duo ex utraque parte homines ad hoc praeelecti,
«ut fieri solet, aggressi sunt singulariter et noster

«homo propitiante deo
gleichen Urkunde heisst es

victor factus est.»
a. a.

In

der

0. weiter, dass der «Gis-

«lebertus campio, qui posuit quasi in mortem ani«mam suam pro nostra fidelitate», Ländereien zur Belohnung für seine mit Gottes Hilfe den Sieg bewirkende Einen ähnlichen Fall der EntTapferkeit empfangen hat. scheidung von Rechtstreitigkeiten durch ein Kampfurteil finde ich bei Schannat, Hist. Wormat. nr. 51 verzeichnet: « Si quis contenderit super agris, vineis, peeunia, « ut devitentur perjuria, duo eligantur ad pugnam, «et duello litem deeidant». Eine Stelle, die auch wegen der darin bezeichneten Ausrüstung der Kämpfer, wozu Sachsenspiegel I, 63, und die entsprechenden Bestimmungen des Schwabenspiegels zu vergleichen sind, von weiterem Interesse ist, entnimmt Grimm a. a. 0., pag. 878/9,

dem Bacharacher
gehört;
« «

Blutrechte, das
dort:

dem
er

14.

Jahrhundert an-

sie lautet

unses herren gerichte,

nu denselben man in er wulde in ansprechen umb den
«sehe

schaich und umb den mort. jehe er is ime, er neme is «mit Urkunde na des lands rechte, leukent er is ime, er «wulde is in beherten mit sime libe uf sinen lip,
*

in

sime einfaren rocke, mit sime roiden Schilde,
2*

235 237 nachzusehen ist. wie sie erst im späteren Mittelalter sich ausgebildet hat. wobei auf Codd. mit sime wissem vilze. . Wurden nun fälle aber Frauen in solche schwere Rechtsnötig. wozu auch Osenbrüggen. qui «reginae crimen ingesserat. dass ein Franke den andern durch reicht eins schaichs und eins mordes gichtig « sal machen». e. Von einem solchen Zweikampfe zu Gunsten einer Frau berichtet schon Paulus Diaconus IV. a rege expetiit. um das schwächere Geschlecht wenigstens einigermassen mit dem männlichen Gegner auf ein Niveau gleicher Chancen zu stellen. pro castitate suae do«minae. «mit sime ufgebunden lniote. Art. qui dum cum erimi- «natore illo singulare certamen iniisset. eine Variation derselben bei Ruprecht von Freysing 51 hingewiesen.— 20 — «mit sime eichinkolben. 270 274 das Nähere. verwickelt. so war es doppelt dass diese sich einen Verfechter und Vorkämpfer ihrer Unschuld anwerben konnten. 5G. monomachia dimicaret.Rechtsgesch. F. Gundiberga regina) cum de crimine adulterii «apud virum accusata fuisset. gar selbst in eigener stellten. 188 cit. ut cum eo. regina vero post hoc Über die «factum ad dignitatem pristinam rediit. proprius ejus servus. 55 für > — diesen Fall vorgesehene Kampfform und auf II. dings falls nicht männliche Verwandte oder. Str.) Einen solchen Kampf zwischen beiden Geschlechtern sieht auch das Stadtrechtbuch von München aus — dem Jahre 1347. Lrb. vergleiche man Majer's Geschichte (Dort ist auf die der Ordalien. eum cuncto «populo astante superavit. bereits oben erwähnte besondere Form des Zweikampfes zwischen Mann und Frau. ad prooem. Person sich zu der im letzteren Falle Kampfe besondere Formen dann ganz dem gerichtlichen annahm. pag. (von cf. 39. der notnunft) vor. 49: «haec (i. mit alle deme daz «man zu kampe begeret. was sein allersie nicht allzuhäufig vorgekommen wird. vom Augsburger Stadtrecht vom Jahre 1270 pag. «Carellus nomine.Studienpag.

als Gottesurteil Ereignis wieder.» und nach die ihm geben noch andere Chroniken das belegt gelten kann. geben zwei Stellen Zeugnis: in den sog.) Dengleichen ausführlicher Fall erzählt zum Geburt Überfluss noch etwas Justinger «von in seiner Berner Chronik pag. wo es pag. Schwbsp. weist schon das bereits genannte Augsburger Stadtrecht von 1276 hin. nahen daz er ez durch reht tun Und «kumpt ez darzu daz ain kämpf darumb ertailt wirt. Davon. für sie Mann und Frau also ohne Vertretung der letzteren durch einen kämpfenden Mann. XVII. das Stadtrecht von München pag. 271. da nu «stat Mure unten am Kilchhofe und kämpfte ein Frow und ein Mann mit ein«andern und gewann die Frow den Kampf. 38: «Da man zalt Gottes 1288 Jare nach Wienachten an dem «achtenden Tage der Kindelein. — v. Germ. Mon. Auer. Männern aus Glarus im Jahre 1423 wo- . ist (s. 229 so zu verstehen. Pertz. beschach ein Kampf zu «Bern. 112 verwiesen Fr. «will denn diu fraue so stelt sie wol» (nämlich «einen kempfen»?). dass «einen kempfen an ist ir stat nemen». 72/73). und Stelle wahrscheinlich auch die etwas unklare im Codex des Jus pro(Ed. das als durch diese verschiedenen Berichte wenigstens genugsam Von der Anwendung des Zweikampfes zur Entscheidung eines Streites zwischen zwei berichtet Tschudi. Frau sich durch einen Kämpfer vertreten lassen könne. der sol. 354. die Augsb.» «In civitate «in duello.» und (Vgl. an der Matten. Scherz 1727) vinciale Alemannicum die sach da ainen cap. Annales Colmarienses majores heisst es zum Jahre 1288: Bernensi mulier vir um vicisse noscitur zum gleichen Jahre in den Annales Bernenses: «In Berna fuit duellum inter vir um et rau«lierem in octava Innocentium sedmulier praevaluit. 135.— Rrb. «hat der mage von dez wegen ist diu clag hergat. wirklich stattgefunden hat. 69 heisst: «so sol si Darauf. 21 Str. welche lautet: «Sprich et ain Fraue ain Man Und «an «im umb alz kämpfe umb ertailt wirt. I. hist. 215. dass ein solcher Zweikampf zwischen persönlich.

vom Jahre 1249 ('s. für Nürnberg vom Jahre 1219.) Zweikampf befassen. si «Nullus burgensis duellum faciet. Stadtrechtsaltertümer. aliquis fuerit qui dicat burgensi: (hier ist autem ego «te per corpus meum probabo wohl ein «contra» «zu ergänzen) corpus tuum «libe an dinen lib'. 310) Eidgenossenschaft ist. 309. Doch weist Zeerleder a. Segesser. 0. B. G. von welcher sich (nach Ed. und ein Privilegium Budolfs von Habsburg für die Bürger von Frankfurt (vgl. im Jahre 1218 der Stadt Bern ausgestellte Handfeste. 22 des Stiftungsbriefes von Freiburg und 32 (Hoc est autem «ins duelli ) mit dem i. Zeerleder bei Behandlung dieser Urkunde in der Berner Jubiläumsschrift von 1891. lautet «Bechtsformel). 1. Luzernische .— ruber 22 — zu vergleichen mit Johann von Müllers III. § 1: 303. auf den Art. 373.» Uli Sculteto Endlich sei noch erwähnt. a. Da wir hier gerade schweizerische Verhältnisse für diese Fragen in Betracht gezogen haben. möge noch auf einiges Weitere verwiesen werden. ein Privileg des gleichen Herrschers für Begensburg von 1230. dazu Gengier. la Handfeste de Fribourg dans LUechtland) folgenden Inhaltes: «si noluerit.ich bewise mit minem emendare tribus die alte Uebersetzung dieser cui dixerit tenetur similiter. Lehr. eine Verordnung für Münden von 1246. so enthalten beispielsweise solche Stellen die Urkunde Friedrich II. § 3. welche die Abschaffung des gerichtlichen Zweikampfes bezweckten. 2. in der Anmerkung zu Artikel 32 der Berner Handfeste von 1218 darauf hin. Ferner gehört hierher Artikel 104 der Handfeste von Freiburg i. 322. «libris et talis (. so zunächst auf die von Friedrich II. dass bereits in der ersten Hälfte des 13. Geschichte der schweizerischen (pag. U. 31 (zu diesem verweist A. dass nach dem ältesten Batsbüchlein von Luzern aus dem Jahre 1373 die «Gotteshausleute» daselbst nach altem Her- kommen vomKampfurteilbefreitwaren und dasselbe auch selbst nicht in Anwendung brachten (vgl. 113). Jahrhunderts in einzelnen Stadtrechten andererseits wieder Bestimmungen vorliegen. Walther citirt) die Artikel 30.

hier mögen es nach II. weil ihre Voraussetzung. ist. e. Miles*. 973 subscribitur a Ita «Roberto de Bain jocis campione Regis. Es ist nun- mehr zu verfolgen. wie sich diese Verhältnisse in der zeitsie genössischen Litteratur widergespiegelt haben und wie zu poetischen Darstellungen kleineren Episoden verwendet allerdings grösseren Umfanges oder zu Zunächst sollen worden freilich sind. i. deren Art von Hofamt mit officiellem Titel als die kräftigste innegehabt zu haben scheint und jedenfalls Stütze des Kronrechts sehr angesehen war. 1. noch einige Worte einer Erscheinung gewidmet die aber werden. 66a finden. Einige Nachrichten dieser Vorkommen und Verlauf doch eine Ceremonie.» qui autem appellatur Anglia coronato Rege. dum ille mensae cum proceribus accumbit. gegen Anfechtung und Widerseines gekrönten Herrschers spruch mit der blanken Waffe zu verteidigen hatte. Königsfechters. gekommen war. DuCange's pag. besonders bei den Krönungsfeierlichkeiten. Glossarium m. französische und englische Verhältnisse bezeugt im engsten Zusammenhange mit unserem Gegenstande steht und darum sehr wohl in den Rahmen dieser Untersuchung einbezogen werden darf.— Rechtsgeschichte rechtlichen 23 — II. gab. Damit mag die Betrachtung dieser Bestimmungen abgeschlossen sein. 617). (Niort 1883) tom. deren Auftreten uns nur für ausserdeutsche.» der die Rechte an dessen Hofe. 65c. . der in Wirklichkeit gar nicht vorhanden ehrwürdige Sitte forderte auch da gebieterisch wo gar kein Grund mehr für ihr Inkrafttreten vorlag. die Einsprache gegen die Rechtmässigkeit der königlichen Rechte und schon längst über Vertreter in Wegfall Würden von irgend einer Seite. wie uns die- selben aus Frankreich und England überliefert sind. oft was zu einer bloss ceremoniellen. ich meine die Institution des «campio regis» des sog. Platz I. Die ihr Recht. ad monomachiam provocat. pag. Henrici Regis Anglorum Monast. Daselbst heisst in zunächst: Angl. tom. weil althergebrachten Hereines ausforderung vermeintlichen Gegners Veranlassung war. «Charta 2.

24

quotquot Regem illum esse negant»: quam quidem ceremoniam ita describit Thomas Walsinghamus, ubi agit
de coronatione Ricardi
«se
«qui clamabat se
«illo
II.

pag.

102:

«Interea

praeparavit

quidam Miles Dominus
die,
etiamsi

Joannes cognomento Dimmock,

habere jus ad defendendum jura Regis opus esset duello confligendum, et «si aliquis praesumeret affirmare Regem non habere «jus in regno Angliae.» Ferner: Froissarts 4. vol. cap.
et

114 ubi de inauguratione
strensis:

coronatione

Henrici

Lanea-

«En

la

moitie de ce disner vint
Diureth, tout arme,

un Chevalier,

«qui se

nommoit

monte sur un cheval
et avoit

«tout eouvert de mailles de vermeil, Chevalier et cheval, et
«estoit

arme pour gage de
lui,

bataille,

un Chevalier

«devant

qui portoit sa lance, et avoit ledit Chevalier a

«son coste l'espee toute nue, et sa clague ä l'autre coste;
«et
bailla
ledit

Chevalier un libelle au

Roy,

qui

fut

leu;

«lequel libelle contenoit, que s'il estoit Chevalier, «Escuier, ou Gentilhomme, qui vousist dire ne main«tenir, que le Roy Henry ne fust vray Roy, il estoit

«tout prest de le combattre present leRoy, quand
»plairoit

il

au Roy assigner journee:
six lieux

et la

fit

le

Roy
lib.

crier par
et

«un heraud d*armes par
«en
la sale.»

en ladite
Milles

ville,

aussi

Endlich noch:

Thomas

de Nobil.

Polit.

nationis

Civili pag. 109 describens ceremoniam coroEdwardi VI. Regis Angliae: «Post secundum fer«culorum apparatum, Regius Agonista (Dimmocus cogno-

vel

«mine) eques auratus undique armatus, equo insidens bellico,
«pannis aureis phalerato, paluclato
«est,
feciali

comitatus ingressus

qui primo gressu

glomerante

superbo ad regem se

«contulit

ipsumque

summa

observantia adoratus est.

Deinde

«equum concitando ovantem quater per aulam clangente tuba «ad duellum provocavit, si quis nimirum Edwardum «ejus nominis VI. Angliae, Franciae, et Hiberniae «verum, indubitatum, legitimumque Regem negaret: «totiesque ehirothecam militarem arrham projecit «humi, quam quum nemo attolleret, fecialis ipsi

25


:

«reddidit.» Dazu hat der Herausgeber und Bearbeiter des Wörterbuches noch folgendes Weitere zu bemerken Videtur

autem

miles

ille

«patriam»

repraesentare,

quia',

inquit

Rex non pugnat, lib. 3. tract. 2. cap. 21. § 11: nee alium habet Campionem, quam patriam". Id porro muneris Marmionorum familiae competiit, a qua per filiam in Dimocorum gentem in agro Lincolniensi transiisse scribit Camdenus in Descript. Staffordensis Comitatus". Im Anschlüsse hieran mögen nach Du Gange tom. VI. sp.
Bracton.

559a, b noch zwei Zeugnisse erwähnt sein, die sich daselbst für die Verwendung des gerichtlichen Zweikampfes finden,
ferner eine Stelle, die meine

Annahme

eines Fechterstandes,
Streitigkeiten herbei-

der sich für Geld
liess,

zum Austrage von

zu bestätigen scheint.

Für Letzteres kann

man

sich

auf die sub voce <pugü' stehende Angabe eines jmgil con-

dueticius',

qui pro alio certamen et duellum susClarimont. ann. 1248. tom.
art.
5.

cipiebat,
reg.

in Libert.

Ordinal.

Franc, pag. 600.

6 berufen;
in Foris

für Ersteres auf die

Belege

zu

pugü'=campio,

Bigorrensibus

art.

20.

Tabular. S. Germani Paris, sub Hugone: «Godefridus quidam

«de saneto
«obsides

Germano Pugilem suum Robertum
assistente

et

suos

coram

multitudine

nobis

exhibuit.
ob-

«Godefridus vero de Braviler
«sides

neque pugilem, neque

suos

exhibuit,

nee
ei

ea die comparuerunt in Curia

«nostra, propter quod

diximus, ipsum deeidisse a causa;»

und zu

pugilare'=duello contendere,

«vita sua cap.

14: «Is

Guibertus lib. 3 de contradatis vadibus bello eura
teilweise

«pugilaturus impetiit.»

Wohl am

besten,

mit

fast

wörtlicher Ver-

wendung der üblichen Rechtsformeln ist der gerichtliche Zweikampf litterarisch verwendet auf dem Gebiete der Tierfabel, von den Verfassern der Gedichte «Van den vos
Reinaerde»

(Ausgabe

v.

E. Martin)

und
Ich

«Reineke

Vos»

(Ausgabe von Fr. Prien,
betreffenden Stellen,

Halle

1887).

gebe hier die

welche deutlich den engen Anschluss

an die bestehenden Bräuche und Redewendungen erkennen


lassen,

26


es

im
II.

Auszuge
«mer

wieder.

Reinaert

(Ed. Martin) v.
ic tie

So heisst 6740 ff.:
allen,

zunächst

in

u hier voor hem
in

«dat ghi een verrader ende een moorder
«ic salt

sijt.

u doen lien

een

crijt

«op enen dach, lijf

teghen

lijf:
kijf.

«ende dus coomt ten einde onse
«siet hier, ic biede u

den hantscoe! «ic wil daer voor sterven of brenghen «die recht heeft, het sei wel bliken.»

toe.

Dazu
bei

führt Prof. Martin in der

Anmerkung

die folgenden

beiden weiteren Belege an; erstens eine Stelle aus Froissart

Du Gange,
mon

lautend:

«je

di

que

tu es faux

mauvais

et

«traistre: tout ce je

prouveray

mon

corps contre

le tien,

«et voici

gage!»

Zweitens einen Ausdruck aus einer

Ordonnanz Philipps des Schönen von Frankreich vom Jahre 1306: «ce luy monstreray je aujourdhui par mon corps «contre le sien.» Ferner Reinaert II. v. 6916 ff.:
«die wolf

swoer voor, dat die vos

«een moorder was ende een verrader,

«ende argher niet wesen mochte noch quader:
«dat soudi

op

hem marken

vvaer.

«Reinaert die vos swoer daer naer,
«dat hijt looch als een vuul katijf: «dat soudi

waer raaken op
lauten
c.

sijn

lijf.»

Cxanz

ähnlich

die
5.
v.

entsprechenden

Stellen

in

Reineke Vos, so B. IV.

6102

f.:

(Vgl. v.

«Ik wyl myt yw slan eynen kamp. «Hebbe gy dan recht, dat vynde gy wol». 100 «De recht lieft, schal wol richtich blyuen.»)

Ferner B. IV. cap. 5. v. 6120 ff.: «Wy wyllen kempen vmme olt vnde nye. «1k essche yw to kampe to desser tyd,
«Ik spreke, dat

gy eyn vorreder vnde morder syd.
lyff,

«Ik

wyl myt yw kempen lyff vmme «Sus mach eyns endygen vnse ky
II'.

«De vthbuth den kamp, dat is dat recht, «Eynen hantschen deme anderen (o donde plecht; «Den hebbe gy hir, nemet to yw!»


Am

27


(vgl.

Schlüsse von Buch IV cap. 5 steht ('olgende Prosapag. 213.):
etlyke

Erläuterung über das Kampfurteil

«Oldynges was yd eyne wyse,

dat

eddelynge

«vaken eyn yegen den anderen plach to kempen, dar vele «van steyt in der ystorien van den Romeren vnde anderen
«böken vnde kroniken; vnde ane
«heren des landes so moste nemant
«lyff
orloff

des konnynges efte
efte

kempen

vechten
in

oinme

lyff.

Denne,

wan

de here efte konnynck des

«landes den

kamp
to

beorlouede,

so

mosten de twey gan

«gevencknysse, edder borgen setten, den ghesatteden dach

komen. Dyt sulue menet de lerer hir, dat Reynke vnde Ysegrym borgen satten. Vnde denne in der myddeltyd twysschen deme dage des kampes heft eyn yslyk «bi synen vrunden ghewest, de em trostlik weren vnde en
«to
-

kampe

«vrimodich makeden,

vnde dar hadden se denne welke «vechters, dede vorvaren weren in sodanen dyngen; «desse lereden de kempers, wo se syk scholden
«h ebben.

Dyt menet de dychter hir na

in deine capittel.»
7. v.

Und

endlich noch die Stelle B. IV, cap.

6269

ff.:

«He swor, dat Reynke were eyn vorreder, «Eyn deff, eyn morder, eyn mysdeder, «Eyn ebreker vnde eyn valsch ketyff. «,Dyt gylt vns beyden lyff vmme lyff.'»

Aber auch in die Dichtung der deutschen Heldensage gerichtlichen Zweikampf sind solche Anklänge an den

und das Gottesurteil in zahlreichen Wendungen eingedrungen, und oft sind derartige Situationen mit Vorliebe geschildert und breit und weitläufig ausgemalt worden, so besonders, wenn es sich um ritterliche Zweikämpfe handelte, die von den Rittern selbst in eigener Person ausgefochten wurden, um die angegriffene Ehre ihrer Dame zu schützen und ihre
Unschuld böswilligen Vorwürfen oder Verrätereien gegenüber
durch einen glänzenden Sieg über den Gegner offenkundig
zu erweisen.
Ritterdichtung

Solchen Darstellungen begegnet
des ganzen Mittelalters
so

man

in

der
es

häufig,

dass

hier zu weit führen würde,

auch nur eine Übersicht über

si vuor ir kempfen suochen. 155. 269. manec kampfwise man sach diesen kämpf an. ich schiet äne kempfen dan. du muost mir min erbeteil län oder einen kempfen hän. der ir kempfen überstrite. an der kampfstat vinden. 254. 213. 210. 261. 252. kempfen harte vrö. einen kämpf bestän. 265. 199. So führt Benecke in seinem Wörterbuche zu Hartmann von Aue's Iwein (2. 222. «ir kempfe wurde die am sigehaft. auf einige als muss mich daher für der naheliegendsten Angaben kurz zu solcher Verhältnisse Beispiele verweisen. . 210. 255. sich mit kämpfe wem. 251. 164». die entweder . sinen kampfgesellen üf den sämen v eilen. 210. wenn auch dafür weiteren Formen desselben sind. Göttingen 1874) manche Ausdrücke dieses Gedichtes an. die entschieden eine Auffassung des Kampfes unter dem die Gesichtspunkte des rechtlichen Ordals an den betreffenden Stellen erkennen lassen. 202. 158. Ähnliche Stellen. heiz den kämpf läzen sin. 193. 278. 213. 213. ich kume ze guoter kampfzit. daz si den kempfen bringe was dar. mit kämpfe unschuldec werden. 213. er muoz ime vierzec tage kampfes biten. daz gotes gnade und gebot ir kempfen erte. vür eine vrouw e n vehten st riten. 202. 209. 211. 163. er wollde in kempfen. si Wendungen gelten. 156. ich vinde kempfen.— die jetzt 28 — ich gesamten Stellen zu geben: begnügen. 222. wider sinen kampfgenöz. Ausgabe von Wilken. ze sehenne ein vehten von zwein so guoten knehten. 165. 181. vom Als Dichter nicht ausführlicher angewendet worden Belege mögen ir folgende erwähnten Orte sich finden: 253. wartet min morgen vruo. daz ein kempfe dri man. 259. 158. 250. 154. einem den kämpf geheizen. sich mit kämpfe loesen. durch einen kempfen. 212. 193. die zwene kämpf wi sen träten zesamene. daz die besten gesellen ein ander kempfen wellen. 255. si suochte einen kempfen. der man den er an mit kämpfe vor gerihte sprach. 267. sol si kempfen hän. 252. ein kämpf ist gesprochen zwischen in beiden über sehs wochen. 218.

der ich einige unseren Zweck wichtige Zeugnisse im Folgenden ent- nommen habe Male in besonders pag. oder doch in der Art und Weise. 168. 176. . treffliche Sammlung unter 1883). pag. Dass bereits althochdeutscher Zeit verschiedene Arten von Kämpen unter- schieden wurden.— schon wird. 1. was die Kampfausdrücke anbelangt. ff. wie der Kampf sind. kemfo bereits einige lat. » a. 12'949— 12959. der Umstand. 1. dem Band für Titel: «Deutsche Wörter für Krieg». Zeitschrift V. wiedergegeben ist. in nach dem vorbildlichen Zweikampfes gebildet noch Fülle häufig. 37 Biterolf 2. 332. Hinrichs. D. gladiator. auch wenn es sich um blosse Privatstreitigkeiten oder Turnierfehden handelt. den ältesten Glossen. Wolfdietrich 2. Berlin im 516 (vgl. wo es durch das Dem entspricht (vgl. beweist das Vorkommen der Ausdrücke: knuttilkempfo und swertkempfo» im Sprachschatze jener Glossenlitteratur.3. athleta' «kemphjo. a. finden sich So mögen. 4. in dessen Kleineren Schriften III. Dar- nach erscheint das ahd. 177. 175. 2. 4. v. etwa noch erwähnt werden. auf Wilhelm Grimm 's von G. 170. 4. da sie meistens genügend bekannt oder doch leicht nachzuschlagen sind. Neben zahlreichen «füstkempho. — 40. anderen von Stellen will Grimm ich in grosser Vollzähligkeit angeführten er- hier nur noch einige derjenigen wähnen. (Ausgabe pag. Begriffe in «ludicrum» und «speetaculum» erklären. 183. 535 ff. um beispielsweise aus der grossen derselben noch die folgenden hier herauszugreifen. 178. Ganz besonders ist an dieser Stelle. ohne dass ich sie jedoch einige im Wortlaute anzuführen für nötig erachtete.). hinzuweisen. in 29 — seinem Verlaufe geschildert Muster des gerichtlichen den verwendeten Ausdrücken. 0. Tristan So wären etwa zu vergleichen : (Ausgabe von Massmann). publiciert. 1 — 19. die durch ihre ausführliche Schilderung der Verhältnisse oder durch bemerkenswerte sprachliche Wen- dungen und stehend gewordene Ausdrücke von besonderem Werte sind. 333. VII. die dass die Schlettstädter Glossen Haupt's durch 346) das Wort ein wie 1 Zweikampf. 3.

4444-4447. 4872/3. 4003-4029. 4 (Variante nach 205. 192. noch gleichartigen Verhältnisse hinzuweisen. 4119/21. 30 2. d. 4902/3. Stuttg. finden sich noch in zahlreichen anderen Werken dieses und So ist etwa im Schwanritter Konrad"s von Würzburg und auf das von zahlreichen Kampfschilderungen durchsetzte Gedicht von Reinfried von Braunschweig (Ausgabe: Bibl. 4128—4133. 2. 4656-4663.4806/7.' 4108-4117. 2201—2205. 4756/7. a. 4088-4093. GIX) des späteren Zeitraumes auf die höfischer Dichtung. Tradition gut erhaltenen und sprachlichen Ausdrücken. 4. Schilderungen v. ganz ähnlicher Art. 349—353. 4672-4675. 4666-4669. 864-868. in Die Konrad von Würzburg's Gedieht «Engelhart und Engeltrüt» und im Lohengrin geschilderten Kampfzwischen den Helden Ritschier von England und episoden Dietrich von Bern einerseits und zwischen dem Gralritter Lohengrin und seinem Gegner Graf Telramund andererseits zeigen — vielleicht unter dem Einflüsse ihrer romanischen Vorbilder und der christlich-kirchlichen Richtung ihrer Entstehungszeit entsprechend — den ausgesprochenen Charakter des Gottesurteils die genau seinen wahren auch in ihrer Darstellung Formen des gerichtlichen Zweikampfes mit allen und durch alte festgefügten. 7157/8. 4745-4749. Lohengrin (Ausgabe Rückert). 2167. 264/5. 506-508.4034-4051. 819/20. selbst Ähnliche Auffassungen als vom Kampfwesen und vom Turnier einer Art gerichtlicher Entscheidung . 378. 688. 590. 4160/1. 511/12. 4462/3.-Ver. 886—888.). 1914/5. Engelhart (Ausgabe Haupt-Joseph). 7167/8. 4848/9. 1. 3. die mit den früher erwähnten eine die gleichen bis auf Ausdrücke gehende Uebereinstimmung zeigen. 4954—4961. e. v. 575/6. 2. 4526-4529. 4710/11. 1997—2000. Zur Bekräftigung dieser Behauptung mögen aus den beiden Gedichten etwa die nachstehend angeführten Stellen als rechtlichen Gebräuchen die bezeichnendsten verglichen werden. 830. 4828-4832. — 199. Litt. 2135—2138.— 187. 188. 2237—2246. 3. 4476/7. 251/2. Bd. 1246—1248.

welche aber ihrer wegen gestellt Ausdehnung werden musste. die zwar einen etwas komischen Charakter hat. Im Übrigen ist noch auf eine längere Schilderung eines Zweikampfes zwischen gemieteten. Sachsenspiegels Home y er in seiner 340 zusammengestellt. 66 ff. manche Einzelheiten aber doch recht genau und ausführlich wiedergibt. 20'017: ich wil ez hiute bringen mit kämpfe üf sinen veigen lip.— ritterlicher 31 — unter göttlichem Beistande zu Gunsten in Anspruch genom- mener Rechte und Ehren finden sich noch bei vielen Dichtern Epen und auch in den verschiedenen Rechtsbüchern hat sich diese Anschauung lange erhalten. Die damit meist übereinstimmenden hat sich veile geben mit sinem kämpfe Wendungen des Ausgabe I. wo ein gerichtlicher Zweikampf zwischen einer Jungfrau und einem Manne geschildert wird. 187. auch 404. isi mir in zwei. Ich will hier noch erwähnen. v. besonders pag. Quellen und Forschungen. Diese Episode. d. pag. das bei einer Fehde zwischen Herzog Heinrich von Brabant und dem Bischöfe von Lüttich sich abspielte. sich III. Ferner im Apollonius. zusehen. ein Ereignis aus dem Jahre 1236. (vgl. etwas um- . deutliche und bezeichnende Wilhelm Orlens in einen strit. Die eine. h.) an zahlreichen Stellen mit dem respectvollen Namen eines Ungetüm «kempen» bezeichnet wird. 48). 539 — 543) v. das zottige Strassburg 1889. wo unter anderen Stellen finden: noch folgende v. dass in dem Gedichte van Heft Bere Wisselauwe Nr. nach11303.8 heisst es: got muoz ez under in scheiden mit kämpfe.45: einen versten mit kämpfe. Aufsatzes Sehr. Für die betreffenden Redensarten und Ausdrücke ist dabei wieder die reichhaltige Sammlung des erwähnten Grimmschen (Kl. im Solde ihrer streitenden Herren stehenden Kämpen zu verweisen. für eines andern Recht kämpfend eintreten (vgl. nicht allzusehr von einander abweichenden notgedrungen in den Anhang Überlieferungen zugänglich gewesen. und ebenda 404. Im Schwabensp. seines Herrn und Führers. 65. gleichsam als der gefürchtete Vorkämpfer Gernots.

Nunmehr verlassen wir das mehr liche Gebiet der religiöse und recht- Kämpen. die das 4. Neben dieser Aufzeichnung soll sich. pag. uitgegeven noor abge- F. zynde de nederlandsche Rym-Chronyk. cap. sich abgedruckt im Spiegel Historiaal. Die zweite. de des Vaderlands. en J. of Rym-Spiegel. wie Willems pag. Willems. Uitgegeven en le met noodige verklaaringen opgeheldert. den Miniaturen der erwähnten Handschrift Belgisch entnommen im Museum voor de nederduitsche Tael-en-Letterkunde Geschieclenis I. (a. 26—32 druckt. Jahrhunderts. was an dieser Stelle noch über die Ueberlieferung des äusserst wertvollen und erheiternden. a. später dann auch ihre entarteten Ausläufer. in welcher dem betreffenden Ereignisse die Blätter LXXVIII und LXXIX gewidmet sind. sittengeschichtlich nicht unwichtigen Zeugnisses für die weite Verbreitung des sogenannten «kampflichen die gruozes» und seine die oft auch ergötzlichen Situationen. oder Anfang des 15. Anwendung etwa noch kurz anzu- führen war.. van ruym 400 Jaaren Lodewyk van Velthem. nämlich in einer anderen Abschrift der Brabant'schen Yeesten>.und Gelegenheits- . 38—42 (I. handvverksmässigen Berufs. ältere Aufzeichnung. door Isaac T'Amsterdam. steht (nach einer jüngere Fassung Ende des 14. dann als Geschenk an das Reichsarchiv in Brüssel überging) vom nebst drei interessanten Abbildungen dazu. die von Hein van Damme für die Stadt Brüssel im Jahre 1444 angefertigt worden war. pag. Deel (Te Gent. kürzere und Papierhandschrift Long. Das ist. mit sich brachte. um zu den Fechtern überzugehen. in Priester. worunter zunächst die höfischen Fechtmeister und Vertreter ritterlicher Waffenübungen. 1837). Boek. die Klopffechter einerseits und die bürgerlichen. 28—30). voor Dichtmaat gebracht. Buch der «Brabant'schen Yeesten» enthielt und früher Eigentum der Abtei von Affligem war. nur noch eine Darstellung dieses Vorfalles vorfinden. 32) mitteilt. nach der Sprache zu schliessen. 0. die sind.— scheint 32 — findet fangreichere und wie mir. 1727.

bettelnden Handwerksburschen. d. zu verstehen sind. . zeichnung speciell der Thätigkeiten der Fechtkims t stehen in vielen unserer Quellen (vgl. rühriges und hastiges Bewegen der Hände in der Luft. Es haben also davon abgeleitete Ausi) Grimm und Klugestellen mhd. sich mit etwas tiges ) «schirmen» aber ein kühlüberlegtes. 1 hastig und unruhig verrichten. h. die auch hierher gehören. und zwar sowohl mit als ohne Waffe (vgl. pugnare. die Ausdrücke fuchteln» und «Fuchtel». das letztere dagegen die Parierhiebe und die Abwehr. Denn als Kunst wurde der Gebrauch der Waffen von dem tüchtigen Manne stets angesehen und gehandhabt. dass das erstere die Angriffshiebe und die Kunstformen der Offensive. wie später «fechten». fight). Zunächst mögen einige Stellen ritterlichen das Auftreten von Fechtmeistern an den Höfen des Mittelalters und die sorgfältige Pflege daselbst. dialektische «fechten» = eine Arbeit eilen). im allgemeinen Sinne für das Ausüben kriegerischer Kunst verwendet. indem «fechten» ein eifriges.und Verteidigungskunst.und Gauklerbanden und den von Ort zu Ort wandernden und «fechtenden». feohtan. sowie das Schweiz. zum nicht ihn-hta 1 . bedäch- und besonnenes Schützen und sich Decken in sich schliesst. wie es auch in der Grandbedeutung der Worte selbst schon liegt. pugil was möglich. sei es zur des edlen Waffenspieles heiteren Er- götzung bei Festlichkeiten oder zur wehrhaften Erziehung belegen. die Defensive. ai'r. lateinischen jpugnus. Zur Befür den kriegerischen Ernstfall. bezeichnete.— fechter der 33 — andererseits. ursprünglich «schirmen» neben- wohl so gebraucht. pugna. die weiter unten angeführten Zeugnisse) die Ausdrücke «fechten» und einander. mnd. vehten. vechten in ihren Wörterbüchern «fechten» etymologisch (ahd. bis herab Fechtergesellschaften zu den vagierenden Seiltänzer. ne. fehtan. aber 3 erwiesen ist. ae. Doch hat «schirmen» die Bedeutung beider Seiten der Fechtkunst in sich vereinigt und wird. mag es friedliches Spiel gewesen sein oder bitteren Ernst gegolten haben.

wie sehr das Kampfmotiv im Mittelpunkte des Interesses und des ganzen geistigen Lebens der germanischen Völker- — . eben weil der Unterschied zwischen Scherz und Ernst im Kampfspiel (vgl. wie überhaupt die ganze Fülle des Wortschatzes der Sprache auf zur Erleichterung breiter dem Gebiete kriegerischer Bethätigung. oder von grösseren Schlachtscenen. drücke. ein so überaus war. ganz in gleicher der eine für den anderen stehend. etc. verwendet werden. das allen Äussegeringer rungen seiner urwüchsigen Kraft das gleiche. ohne Unterschied sowohl zur Bezeichnung der blossen erzieherischen Übung oder des zur Unterhaltung veranstalteten ritterlichen Spieles. als dass den formalen. als auch bei der Schilde- rung des eigentlichen Kampfes und ernsthaften Streites auf Tod und Leben. Schirmschild. Schirmschwert. inhaltliche Sinnesdifferenzen entsprechen würden. warme und rege Interesse entgegenbrachte. 1. B. Schirmwaffe* vollständig u. den umfassenderen Sinn von «Fechtmeister» Zu bemerken auch alle ist noch. pag. bei Darstellung von Zweikämpfen Weise. 2 mit der Formel: «läz äne vride sin unser beider schirmen». Schirmknabe. und die Anmerkung zu für dieser Stelle [Ausgabe Martin. s. sprachlichen Unterschieden auch tiefergehende. wie übrigens anderen auf verwandte kriegerische Leistungen bezüglichen. können uns deutlich beweisen. f. Eben das häufige Streben nach Variation im Ausdruck und wiederholender Ausführung dieser besonders interessanten Partien der Erzählung. den Übergang vom Scheingefechte in zum ernsthaften Wettstreit Kudrun 366. B. — ein Reichtum. so ist das mehr einem Bedürfnis nach poetischer Variation der Darstellung zuzu- schreiben. 84]) das germanische Volksbewusstsein. wie «Schirmmeister.- 34 — Schirmschlag. Wenn wir daher in unseren Kampfschilderungen verschiedene Ausdrücke für die gleiche Sache gebraucht und dieselben häufig wechseln sehen. dass beide Ausdrücke. v. der durch Übernahme einer grossen Anzahl von Fremdworten unter dem Einflüsse romanischer Cultur und Sitte noch sehr erheblich erhöht worden ist. und oft z. z.

war. dass das Fechten ein Hauptbestandteil in der höfischen Erziehung junger Ritter. Kriegsfahrten etc. wo von diesen Künsten oder auch ihrer ernsthaften Anwendung die Rede ist. Zunächst die Zeugnisse dafür. — ein weiterer beredter Und Zeuge teils des mächtigen und tiefgehenden Einflusses. von Formeln und Sprichwörtern. ist der grosse im Volksbewusstsein von heute noch tiefeingewurzelten Redewendungen und sprachlichen Ausdrücken. hat. neben der auch in anderen Künsten geforderten Tüchtigkeit und Ausbildung. die sog.35 schaften gestanden hat. gebe ich in den Beilagen (vgl. wie es in den Zeiten des deutschen Mittelalters in Scherz und Ernst so eifrig gepflegt und so häufig in den Zeugnissen der Heldensage und anderen Ritterdichtungen dargestellt worden ist. ohne indessen hier. sind. I) wieder in Anbetracht ihrer grösseren Ausdehnung und verweise hier nur noch auf mehrere.) beruhende Übergewicht einer kriege- rischen Weltauffassung auf das gesamte deutsche CulturBestand von und Sprachleben ausgeübt kräftigen. wie sie uns das Kudrunlied bietet. als es mir bis heute zu Gebote stand. den niederen. wie gleich bemerkt sein mag. Christianisierung. den Gegenstand etwa schon erschöpfend behandeln zu wollen. Die ausführliche Schilderung eines heiteren Fechter- kampfes. die gerade in naiv-sinnlichen. den dieses auf mythologischer Anschauung. teils auf historischen Ver- hältnissen (Völkerwanderung. Kreuzzügen. denn dazu bedürfte es noch eines viel umfassenderen Materiales. Fechtprobe zwischen den Helden Wate und Hagen. dort Nr. das Alte schichten noch am zähesten festhaltenden Volks- am weitesten verbreitet und am besten erdeutlich halten sind und welche alle noch mehr oder weniger erkennbar dem grossen Gebiete des Kampflebens entstammen oder doch in Anlehnung an jenen kriegerischen Gedankenkreis verwendet. weshalb solche 3* . umgedeutet oder gar neugebildet worden der Nun aber zurück zum «Fechten und Schirmen» ritterlichen Jugend und der tüchtigen Helden an den Höfen der Fürsten oder auf den Turnierplätzen der Städte. kleinere Stellen.

«Aller hande «Lerten in die «ßuhurdieren. gigen.» Tristan v. «Tanzen. «swä er die schirmmeister vant ie «mit Schilde und buckelaeren. 1254—1258. — schirmen. Lanz. unde springen. «schirmen mit den schilden und schiezen manegen Nib.» Wigalois v. ringen. «daz tete er wol nach siner kraft. «und hiez in leren schirmen. «schiezin unti schirmin. «So schirmten die anderswä. «Schiezzen.» riterspil riter vil. 139 143. unde «Dise furnierten da. 2—3. . 279. «und kräm allerhande «von alder weite lande. «Si sähen buhurdieren. unde stechen. springen.» «wol schirmen. 2675 — 2683. «vehten. «er hiez im bewaeren «die kunst bescheidenliche. 2111 — 2114. «loufen.» Lanzelet v. «rotten. «wol loufen. «Schirmen. «mer dan iender anderswä: «des ist der turnei dar geleit. unde singen. 36 — Waffenübungen und Ritterspiele auch bei keinem grösseren Hoffeste unter den üblichen Kurzweilen und Unterhaltungen Dafür geben folgende Stellen eine Anzahl sini Belege «Ninus leirti man «aribeiti lidan. harpfen vil. 307. v. schiezzen. «zabeln unde kugelspil. «daz si vreisin gidorstin irbitin. «dar zuo schiezen den schaft. nu sagen wil. «in gewefinin ritin.» Annolied v.— fehlen durften. «Als ich iu «Aller — Schaft. starke ringen. «daz vint man tegeliches da. hande riterspil «Was da äne mäze vil. 2648 2656. «Die knappen tiostieren. rennen. sere springen. «Diu starchen sper zebrechen.» Wigalois v.

«eins schirmslages er niht vergaz. v. «Man lert die jungen fürsten manic ritterspil: «schirmen unde vehten und schiezen zuo dem «üf satele rehte sitzen: des wurdens dicke sigehaft. «dö wart geturnieret von rittern mit «stechen vor schoenen frouwen vant D. «Man lert sie wie sie solten werfen wol den stein «daz sie den pris behielten: ir kraft was niht klein» Wolfdietr.» Biterolf v. «sin zühte meister Schyron «lert in behendekeite vil: «schächzabel. «daz diu kunst des heldes hant «über alle schirmaere truoc: «daz zuo was er starc genuoc. «herpfen. III. zil. al vil «üf «vant dem velde über man kurzwile aller «und hande ritterspil: «tanzen. «und singen «biz üf ein schirmen. «schirmen unde ringen. 339. springen. «Man lert die jungen fürsten die schilte rehte tragen. 3—5. bühurtieren. singen:» Otte's Eraklius v. «daz muoste er gar von gründe ende kunnen. dise springen. «den lerte in meister Hildebrant. rotten. «ir D. «schermen. «dise würfen den stein. «swä man in herten stürmen gen vinden solte stän. «buhurt unde riterschaft. man dö genuoc. «er schütte ez als ein schirmswert. «jene loufen.» «der vil «truoc Laurin v. «vil eilenthafte stuont sin muot.» 2—3. dem swert. VIII. «mit scharpfen geren schiezen durch halsberc und durch kragen. 2171. Trojanischer Krieg v.— 37 — «den jungen kunic riche «ein meister lerte uz Irlant. «springen nach der wite und schüten wol den schaft. schiezen den schaft. 2. . 2134 —2143. 1476 — 1479. «loufen unde ringen.» 6162 — 6167. 2665 — 2668. «dise tjostieren. seitenspil mit dem munde. Wolfd. starke küene man dem getwerge haz. helme ze rehte binden lerte man die jungen man. Bit.

tjostieren. Fastnachtspiele «ge schermen 266.» Ritterspiegel v. 250.» Fastnachtsp. vihtet in allenthalben sige. Reineke Vos. Nunmehr mögen noch eine Anzahl Stellen hier angewerden zum Belege dafür. «daz er horte «des seitspil. den schaft schiezen. als er gerte. 363. 77. 6 Alexander — 9.» ebenda 157.» Garel v.» 3301. II.2. 271K. wurden jene des si enein. 20'134 — 20'147. was äne mäze «swaz der man gerne sach «nach sinem willen daz geschach «ze vreuden.» «und bab im lant zu Markandeich «mit schirmen gewunnen ritterschaft. «wir schuolen «des flizten sich die herren. » Ruolandesliet. ringen.11 «ich zerhaw im seine brünne — 14. Hildebrandslied. v. «swen des niht wolt verdriezen.» vollen — lO'ii i. «loufen oder springen. «schermen. (Uhland. «wolt er buhurdieren. 2286. «dar sach 1. und gefechtin. vil. wie sie bei den führt harmloseren Uebungen auftreten. und Spielen erscheinen. man wolte leben.» Volksl. 10' 435 «daz schuzzen den schaft. «man vant da vreuden «swie der «diu wal gelt. . 16. «schirmen. «mit ainem schirmenschlag.).— «so 38 — Garel v. mit den s werten «daz uelt mit in ge teilen. «den stein werfen oder ringen. dass die gleichen Ausdrücke des «Fechtens» und «Schirmen s>. v. «tanzen. auch da wo es sich um ernsthaften Streit der einzelnen Helden in der Schlacht oder im Zweikampfe handelt. «mein schirmschleg die haben kraft.» «er 22 3. «:der site was unter guten knechten «si cunden wol uechten «mit spiezen unt mit geren. men schermen unde vechten. was im wol gegeben. tanzen und «ich haisz ritter Fridereich springen.

v. 7501/2. ietweder schermen für starke wunden schermen im began von Berne vor angestlichen began.4.» ebenda 1735. kunig «ez muz dir an din leben gän. 2. wan er was kluoc «und konde ouch rechtes schirm es gnuoc.» Laurin v.» ebenda 10'926 10'929. «ich hän gevochten manigen wunden Princiän. 1430. 2155. 2 — 5. «do entweich im der junge degen «mit scherme «ir « allez den sal. strit.» Heinrich's Tristan «ich v. «des siht man «üf vil hertez striten «schirmen leren da diu kint. im ze schirme bot.» Biterolf. 1 — 2. «wan iu ist gewizzen. 2—3.5.» ebenda. «dem s u 1 1 r wan siege d r i «bieten und deheinen mer. «der vil — starke küene man liaz: «truoc dem getwerge . «Tristan mit sinem kolben vienc «dö si hie bi Etzel «Er vrägte. «da ze Portegäle haben wir gestriten. «daz swert » » » » » » ebenda v. «Nu schirme. 1—2. 688. wä si «alle sine siege. hän vor Troie dicke daz beste getan. 25. «der herre siegen. «ir verlieset lip und ere. 357 — 359.» ebenda v.» zallen ziten ebenda 771. Parzival 707. vähten manegen wie. »daz mir an swertslegen nie misselang: «ich slagen ouch hüte wit. Kudrun 222. 24.» 5291.» 39 — Iwein v. waeren durch vehten hinger iten. «un veht ab «er ir niwan mit zwein. «slaht ir üf mich iht mere.» wile ile. «hien vihtet niemen mit iu zwein. «dö sluoc im der wigant i — — «einen solhen widerswanc «daz Heimen daz swert spranc «sin swert er «von dem slage üz der hant. 5600—5602.» Nib. Parzival 701.» ebenda 2286. 10'K89 1Ö'890.» schirmde manege «dar nach sluog er mit «ein schilt er ze Wigalois truoc. schirmen flf ebenda 7358. 7155/6.» v.— «daz er für mich vehte. 10'882 10'886.» ebenda.» Morolt 75. 512. «der von arde ein künic si. «sprach der helt vermezzen.

ebenda v.» Eraclius v. 3. «do sach man siege mezzen die jungen künege rieh: «baz dan ander zwelve tete ez Wolfdietrich. 4822/3. «do wir uns dar zuo wägen. 3 i. wem sol ich nu vehten? von Riuzen Yljas. D.» Konrad v. 27'128 27'13().9. 1. vähten ebenda D.» Alphart 156.» Troj. «daz swert er im ze scherme bot. Krieg v. «het ich erslagen hiute dich. — — «er gie « doch mit schirmen vor . «daz er im einen grimmen slac «wolte geben do zehant..» Wolfd. «do schermten in die recken «mit den Schilden. Walberan sprach v.. IV. «an Gäwein den ritter spranc «und nam im da sunder danc «den schilt. dise m wan schilt er truoc als embor not. 4P853 — 4P857. 15'191.» «den durch Schirmes ebenda v. «schermet iuch vor minen «mit svvinden siegen.» ebenda v.» fristen 1476 — 1479. hie ze walde. 28'090/l.» Laurin «mit schirmen muoste er sich «vor Walberänes kluogen listen. 360—362. «er vaht gar kreftielichen mit dem werden Kriechen gnot. den er ze scherme bot.. Würzburg's Troj.» — ebenda D. 8.».5.. «nü schirment iuch! daz tuot iu not. 4738.» ebenda v.— 40 — v.» «vil manegen ungevüegen swanc ebenda v.» «mit zorne der ungehiure ebenda v. ebenda v. 324. «daz si da schirmens pflägen. «in dem geschirmet wart also.. «und er mit laezlichen siten «vor Gawein schirmens pflac. 5054. Ortnit IV. «daz wir schirmens pflagen.4. «Paris und Hector wären fxö «getreten beide in einen rinc . 1129/30. 13'282 13'285.. 48. III. 49. «sin herze was versunnen «üf schirmen ouch so rehte wol.» Krone v. die si truogen. Krieg v. «Sie IV. . «er stuont ouch an 34'876. die zvvene küene man» . eins schirmslages er niclit vergaz «den lörte in meister Hildebrant. 4.» 5015. dem ringe breit. «do vant er Pärisen da «schirmende mit Hector iesä «der sich do des mit zorne wac.

» fürst. 27. Diese Stellen.— «man sach «Erec. vehten vor den scharn vil «zwein küenen helden gelich. Bd. Denn in der That ist es auch nur die Hefe dieses ohnehin hoch stehenden Standes. der fürste wert erkant. «heim und «sach «o edler schilte scherten man mit swertes swanke. Wir wenden unseren vielleicht lässt. die «Tierkämpfer und Gladiatoren wurden nicht mehr .» ebenda v.» Reinfried v. kurz und treffend der Übertragung verdorbener römi- wenn auch rohe und urwüchsige. der ir ie daz beste si tet. in seinen Bildern aus der deutschen Vergangenheit.» ebenda v. Die «Kämpfe mit wilden Tieren waren unter den Franken «aber «sicher ebenso blutig als in römischer Zeit. mögen einen kurzen Überblick geben über die bei den verschiedensten Kampfweisen und ihren Schilderungen gebräuchlichen Ausdrücke. leider gleichsam als eine Art von erblicher Belastung zurückbleibend. Bereits Gustav Frey tag hat I. «mit kolben und mit schilten «was vehten daz 19'342/3. ebenda v. zu erkennen sind. von welchen uns Blick später eine grosse Anzahl im übertragenen Sinne verwendet wieder begegnen wird. nicht so raffinierte pag.» 15'134 — 15'136. auf diesen Übelstand scher Sitten auf die. «fecht hie für mich die durch gotes leicht er. 20'118/9. «In den Amphitheatern er sagt daselbst: wurden grosse Jagden veranstaltet. ich pit euch ser. si 41 — Garel v. nun noch auf einen Umstand. «enphienc von siner werden hant «Giläm. 19'928. der es uns ehesten am glaubwürdig erscheinen dass in dem germanischen Kämpen- und Fechterwesen noch gewisse Spuren der alten römischen Gladiatorengebräuche und Tierhetzenschauspiele. noch um ein Beträchtliches vermehrt werden könnten. 15'202/3. Braunschweig v. triben. 276. doch nicht so und mit Vergnügungen gemeinster Art übersättigte germanische Cultarwelt aufmerksam gemacht. die sich früher und später besonders dieser niederen Kampfkunst zugewendet social nicht allzu hat.» Fastnachtspiele 548.

wie uns zahlreiche können. «die «si sahen guote knechte horten sagen unde singin «schiezen unde springen. vrächemphen «von ein ander wenchen «si hiuwen mit den swerten «die chonin «uf den ulins herten «daz daz vür da ohne uz spranc. «aller wunne was da vil. «da si . «mit welchem das Gesetz sie behandelte. «dar zu geweint waren. seinem Garten stattfanden. si sahen daz die adelaren scate baren. aber sie blieben als Raufbolde und Meuchel«mörder verdorbener Grossen. Ich gebe die Stelle hier «da vnndin si entnommenes Sittenbild im Auszug wieder inne lewen also grimme «mit den beren vechten. und trotz «dem Hass der Kirche durch das ganze Mittelalter «lebendig. welche sich an Fürsten und Grosse hing oder abenteuernd in der «Fremde zu Festkämpfen vermietete. was aus der man wohl bereits ein damaligen Zeit verstehen darf. fremde Künstler an den deutschen Höfen ihre Darbietungen ohne Scham und für guten durften.» dass Leider ist es nicht dabei geblieben. noch erhaltene Bezeichnungsweisen für solche Leute bezeugen Schon im Rolandsliede begegnet uns ein Hinweis auf derartige Vergnügungen. trotz dem Hohn. «si «vil rnanigir slachte seitspil. aber sie bildeten immer noch eine Genossenschaft. wenn auch gern zugelassenen Kunst. wo neben den sonstigen Unterhaltungen die in als am Hofe Karls auf Tierkämpfe hingedeutet wird. sie waren «unehrliche Leute auch in den Augen der Germa«nen.in grosser Schola gezüchtet. Lohn abhalten stellte sondern der deutsche Mann selbst sieh als Gaukler und Abenteurer in den Dienst dieser widerwärtigen.

« Ruolandesliet. die ist von gots da das noch katzenritter aus dem 9. mak wol niht gar sinnik sin. 299/300 unter «Katzenritter»).. 21. 22. 14 und ebenso. 7—27.W. «die edelin «wie di valchen spilten «unde andir manic vederspil. Grimm. ad presbyt. «aller werlt wunne was da vil. V. da etwan mit den thieren fechten. So haben wir dafür bereits «mit thieren. > jagen im sand. — ir569. Jahrhundert ein Zeugnis in dem Verbote des Erzbischofs Sprengeis. lewen und das ist auch genaden nit me im bruch. 1. tot.B. Man vergleiche dazu noch die Stelle aus (citiert bei Geiler von Kaisersberg's Narrenschiff 146a reits Bd. mit andern ungezemten verboten. selbst den Geistlichen und Klöstern dargeboten worden zu sein.. Bereits mit deutlicher Beziehung auf eine offenbare Unsitte seiner Zeit und mit schärfstem Tadel dagegen lässt sich Hugo von Trimberg in seinem Renner unter eigener Rubrik dafür vernehmen: «Der «Von ringen mit wilden tiern. da man etwan mit dem narrenwerk umgat. «seint.. mitdenbeidenbe- angeführten bis auf die in ihr erwähnten Tierarten überdritt einstimmt: «das jagen ist «die menschen müszten beren. Schon frühe scheinen übrigens derartige Spiele und Schaustellungen gerade mit Bären. sp.) pag. worin es heisst: vel Hinkmar von Rheims an die Pfarrer seines «nee turpia ioca cum urso ante se tornatrieibus facere permittat» fast (in dessen Capit.— «si 43 — horten die phaht leren iuncherren «unde schermen mit den schilten.. die Grimm. wörtlich wiederholt . 11'564 «wer sagt der konheit im dank? »Da von sprach her freidank» . (Ed. als ein «Der sein leben «Des swin «waget an leben oder an pern. D. des er wol mohte enpern. Renner v. allerdings nicht immer von den ehrbarsten Leuten.

Und nach Öfele. Schindler B. d. 49. 346. mit «den Thieren zu kämpfen. fol.IL in Regino de f. «welche sich um des Gewinnstes willen mit Tieren in ein einliessen: zum Unterschiede besondere für von der mit den Marks- «brüdern und Federfechtern» (die er ebenda sp. Luxbrüdern Leute. erwähnt). Die Bezeichnung «Katzenritter» scheint für solche Kämpfer mit Tieren im eigentlichen und im übertragenen Sinne die übliche gewesen zu sein. Wackernagel in Zeitschft. der Genauer noch ist II. jagen) und zu fechten». II. als so es ein Freyharts« bueb oder ein Gauckler wurde. 177 berichtet de anno 1449: «gab ein katzenritter in Regensburg das wilden thiergefechts. Die Reformation Tit.» Jahre 1518. allerley h.. 2 I. der es folgender- massen «Gefecht umschreibt: Art ehemaliger Klopffechter. 156) bestimmte. vgl. umb Geld bestellen. als Arten Klopffechter. 5 (in der Gemeiner' s Regensburgische Chronik «Schauspiel eines Bd. Vorkommen derartiger Schaustellungen und Unternehmer habe ich noch eine Anzahl von rechtlichen. I. Schindler B. Wb. Mundart. welche sich das Geld des Gewehres fechten thatsächliche ihrer sehen Messen. Bd. 164. III. Lohnkämpfer. 213) vgl. historischen und litterarischen Belegen hier kurz zu erwähnen. dass der Vater den Sohn enterben könne: «so der sun ein katzenritter wäre oder der« gleichen sich understandenhettemit andern thieren «zu peiszen (= hetzen. Alt. pract. eccl. 815 unter «Freyhart») bestimmen die bairischen Landrechte von 1553 und von 1616. 307 (vgl. 185. Rerum Boicarum scriptores I. oder liesse sich. Art. Adelung «eine seinem Wörterbuch hochd. 1520. entnommen mit «qui artem lucri causa in exercet». Frisch 1. disciplina 2. Teil (1775). sp. 208. W. dafür ist im Stadt- . dass ein Kind enterbt werden könne: «so ohne der Eltern Willen sich in leichtfertig «Übung und Buebenleben begebe. VI. des bairischen Landrechtes vom Ausgabe von 1588 fol. 506 a erklärt das Wort aus Besold palaestricam thes. 1641 nebst Arten Für das den d.

«buch verrechnet 12 dn. Auch Michael Behaim in seinem 1462 1465 verfassten Buch von den Wienern spricht an — einigen einige Stellen von dieser Sorte Leute und nennt sogar Katzenrittern: Namen von «auch ainer dez anhebner «nant sich her friedrich ebner. Auf solche Verhältnisse bezogen sind wohl Anspielungen zu verstehen. 343). waz riter der krausen. den grüszt ich und zu red ihn wo er gewest wer untern katzen». und hadden de katte genagelt an den kake «(= J. ihren ersten Ursprung und ihren nunmehr nicht mehr völlig verstandenen Sinn genommen haben. Pranger). zerrissen «und zerkratzten ihne dermaszen. B. Berkmann's do bet v. H. do he se hedde doet gebeten. Simplic. vastelavend und de rat dem olden markede und «segen dat an.— 177) lo — J. wie etwa auch verschiedene in folgenden Stellen. Daher mag auch die für einen übelzugcrichteten und zerzausten Menschen verwendete Redensart «er sei unter den Katzen gewesen». «wu man den wein sol pausen. «ernert er sich mit «er ainem kram. to zum Jahre 1414 folgendes Ereignis: stund up «de kattenridder up dem olden markede «de katte. «Kaczenritter was er genant. s. alz ich ez uernam.» Ferner erzählt uns Stralsunder Chronik (herausgegeben vgl. Sachs 1. «ains fragners sun auss frankenlant. Philander (1650) 2. die schon früh vorkommt stelt. Mohnike und Zober. z. abgerichtete hunde nicht lang zusehen». als ob er mit den katzen gessen hätte». . «solch unserm gefecht (des Springinsfeld mit einer Katze) «konten beide begierige und ohne das zum k atzenkrieg I. de was ein borgermeister und ok «en ridder». Narrenhatz (1617) 336. do schloch herr Culpe ene to ridder. dasz er « einem katzenoder: Soldaten gleich sähe». 519c (1590. welche ich Grimm' s deutschem Wörteralle äffen buche entnehme: «da sprangen auf ihne. «uor Zeiten. (vgl. 389a) oder «im gesicht war er verkratzt. «Wann so yn der wein machet hicz. 432.

pag. Endlich verdanke einer freundlichen Mitteilung von Prof. «die ualschen wiener ich da main. dass sich sogar möge noch noch in die merkung Platz die für das 17.] «der kaczen riter. (Ed. 35. «der petrunken und piter. Be- Zum Beschlüsse dieser Angaben finden. «Wy wal unser herr kaiser in «zu riter slug auff guten sin. mit dem nam «her fridrich ebner. Diese letzten Betrachtungen haben uns ganz von selbst . veranstaltet Notiz. Jahr- hundert eine Nachricht über Bärenhetzen bei Danzig findet. «mit den waz er sich r e i s s e «vnd dy zu tad erpeissen. noch um 1680 Tierhetzen m Wien erwähnt. 19 — 25. «so hat er sein docli nichten «pewert in kainen pflichten. zu Freiburg i. 1843. eine Notiz. «her fridrich ebner mit dem kram. 338. Jahrhundert in den theatergeschichtlichen Forschungen Bd. «[und auch der pinder hans kircham. «an drein kaczen er daz pewert. dass Oldenburger's B. «daz waz der kaczenriter. «daz er dy selben riterschafi't «peweren solt nach rehter kr äfft. 5. Anmerkung 1) noch eine Mitteilung nach Teuber. «Und der kelber arczt hans kircham. pag. fragners gsleht». Martin die > erschienen. Prager Theater I. und 17. Anlass des Auftretens einer Comödiantentruppe die daselbst im Jahre 1643 ich Bolte's erwähnt werden.» pag. Karajan. «der etlicher gen tuln hin kam.» [pag. 66. Wien) 12—31. «Auch so woren dy schelk unrain. «sein riterschaft waz weit uermert. 70 entnehme.— 46 - «so gewann er uil weisshait und wicz.) Itinerariüm politicum (Bibl. wonach im Jahre 1655 in Prag zwei polnische Tänzer und reichhaltiger liärenspieler stellungen ich die wohl ähnliche Schauhaben werden. XU (Hamburg 1895). woselbst sich auch (pag. 30 — 32. 71 findet. Abhandlung über das Danziger Theater im 16.

der allgemeinen Verwilderung der Sitten ging natürlich auch der Verlust Von der kriegerischen Waffentüchtigkeit Hand in Hand. darüber bekannten Thatsachen die Zunächst ist auf die in wichtigsten hier zu erwähnen. Daran mag dann endlich noch Zusammenhang.und Zeugmeister und Hessen ihre Leute durch Fechtmeister schulen und drillen. teilweise noch unausgebeuteten hinzuweisen. anschliessen. sowie ein die seiner Vertretung in der zeitgenössischen Litteratur. Ordnungen und Gebräuche. wurde das Waffenhandwerk jetzt eifriger betrieben. teils aber auch aus reiner Freude an dieser etwas rohen und aufregenden Kunst. teils wohl um die Waffenfähigkeit für den Kriegsfall zu erhöhen und stets angecleihen lassen wollte und wenigstens in verrohter wenn auch — ausgebildete Sachkenner zur Verfügung zu haben.— hinübergeleitet zu dem. Handwerkergilden die Fechtkunst eifrig. die in beständiger Fehde mit ihren adeligen und fürstlichen Nachbarn lagen und deren Bürgerschaft für die grösseren Kriege nunmehr auch die Hauptcontingente an kriegstüchtiger Mannschaft stellte. genauer zu betrachten und diese Verhältnisse noch etwas die öffentlichen. den Städten. zur Darstellung seiner des Fechterwesens der späteren Zeit. Aber auch die Bürgerschaft als solche pflegte jetzt — wie sie dem sinken- den Minnesang in ihren Meistersingerschulen neue Pflege Manches von ihm. dass sich an den he- . und verkünstelter Form noch für mit Hülfe der Zünfte und die Nachwelt gerettet hat. in welchem sich kurzer Blick auf den die Fechtschulen des und Schwerttänze unbestreitbar stehen. Fechtbücher die und Fechterhandschriften vermuten lassen. zahlreichen Bibliotheken liegenden. festlichen von den verschiedenen. Mit dem allmälig sich vollziehenden dem Sinken höfischer Zucht und Verfall Rittertums. sie hielten sich zur Ausbildung ihrer Truppen Waffen. 47 — jetzt was uns noch zu behandeln übrig bleibt. manche willkommene Gelegenheit zu Aufzügen und zu belustigenden SchauEs sind nunmehr stellungen und Volksunterhaltungen bot. Bildung.

poetischen oder prosaischen Beschreibungen ihres Auftretens und ihrer Künste. 3989 fol. 1577 Herzog Albrecht von Bayern badt Ubercbingen im Sauerbrunnen. 1.— treffenden ja 48 — zum sind Orten ihrer Entstehung oder Herausgabe verfasst mindesten Fechtmeister befanden zumeist worden oder ganze Fechterschulen bestanden die wenn nicht auch Fechtergesellschaften zu deren Anleitung In — — da sie von solchen daselbst haben. sind und Gebrauch zeitigen Bücher geschrieben waren. II (Leipzig 1864). In den Ghroniken der deutschen Städte des 14.». von welchen hier einige zusammenstellen Manche davon haben der Roheit ihres Gewerbes entsprechend einen verächtlichen oder tadelnden Gharacter. » . Jahrhunderts. bis 16. iconogr. es sich dabei um seinem einen handelt. . 169 die Mitteilung aO. mir nicht recht städtischen ersichtlich). Leben und Treiben erhalten. R. 8 findet sich die Notiz « 1409 facht der Marschalk und Hächsenacker bis jetzt in amtlichen. . pag. ihr Vorhandensein. Härder zu Cod. mit ainander für die am Weinmarck folgenden » (zu Augsburg) (vgl. zahlreiche und Äusserungen über will. 289. auf die ich nachher noch einmal zurückkommen Zeugnisse werde ich . dazu wie beiden Angaben Schmeller B. ausser der gleich- Litteratur den grösseren. Im Codex germanicus Monacensis Nr. Claus ist Stör . die vielleicht als eine der ältesten Nachrichten über einen ernstlichen falls Zweikampf von Fechtern anzusehen nicht ist. Nürnberg Bd. Urkunden begegnet ist. ain freyfechter aldo zu Minderer berichtet in seiner Und Kriegsarzney (mediana Uberchingen. «Pauls. Do zu « mal lag Dr. maister «Zu den karnpüchsen unter schirmmaister. 687/8). etc. blossen Ehren- handel anderer Persönlichkeiten in : Dann macht 3 Hieron. Wb. der neben der Beliebtheit solcher Fechterkünste auch ihre grossen Schattenseiten und Gefahren deutlich zum Bewusstsein bringt. fol. 19/20 erscheint: die tor: Heincz Widerolt. der einzige der mir Name eines Fechtmeisters (ob in privaten oder in städtischen Diensten stehend.

Eine schwere Schuld trifft endlich alle. Der Verfasser gibt als Erläuterung der oben Stelle erwähnten Auslassung « die nachstehende Anmerkung meint sind die Klopffechter. Balgen. « Wie es dabei herging. die dem barbarischen Balgen und Fechten zusehen und Vorschub leisten. von ihm geheilt worden sei. 29. conseiller du Roy. «geringes schnödes Geld oder um sich ein Ansehen folgt «zu machen. 2e partiej geschildert. Johannes Schmidt lässt sich in seiner langen Duellpredigt unter der Überschrift: «Was seine von Duellen. Kindtaufen und anderen Zusammenkünften auftreten lassen..— 49 - militaris. die ihre «namentlich zu den Messzeiten. einander Schaden tun. 1666. 50 — 52. Deuteronomium 32. Predigten über — Verhältnisse wie vernehmen: «Unrecht thun ferner «die vermessenen Fechter. «oder auch den Fechtschülern Geld auswerfen. etc. im Münster der Gemeine Gottes erklärt und vorgetragen. Augsburg 1620). so Kammeysen gehaissen». ebenso die«jenigen. wie gemeinigum ein « lieh auf unseren Fechtschulen geschieht. wie die folgende lung von A. dass ein «furnemer fechter von Nürnberg. Erichson: pag. die jene bei Trinkgelagen. qui alloient ju'sques au .» Diese. rauffen und schlagen nach « Heiligem Göttlichem » Wort zu halten » (vgl. dont il saignoit bien fort pour parer tous ces coups tant d'espadons que oli : de couteaux et demy piques ils avoient de gros gants « rembourres comme de coussinets. Strassburg 1635. Der Verfasser berichtet im le lieu «Januar 1664 aus Strassburg: Nous entrasmes dans " « « « Ton escrimoit avec des espadons. die sich. « die bei Zankhändeln nicht wehren so viel sie können. Ausforderungen. dont ils se fräppent si fort qu'il y en eut im qui eut la teste fendue. pag. : « de Monsieur de Monconys. pag. wird uns im Journal des Voyages « GeKunst. zur Schau trugen. des demy piques et de certains couteaux de bois. entnehme ich der AbhandDas Duell im alten Strassburg. 517 537) über die dortigen Christliche Weisheit 55.». (Lyon.. 207.

Michael Moscherosch.— « 50 — estoit des plus froids delä des coudes : ce divertissement «qu'on puisse avoir.) mit scharfem Spott in Prosa und Poesie gegen Stelle den Missbrauch der edlen Fechtkunst kräftig vorgegangen Auf die durch eifrige Pflege der Fechtkunst in allen sei. seinen Strassburg 1650 pag. vernünfftig weich « « Und geh dem Esel aus dem Streich. Dein eigen Bossheit überwind. « « Sey mit der Fochtel nicht zu gschwind Dass dir nicht einer kratz den Krind Als manchem Schnarcher widerfährt Der seines Bruders Blut begehrt « « < Und ihn aussfordert mit verdruss Dass er sich mit ihm schlagen muss. Ständen wie es scheint vermehrte und gesteigerte Händelsucht und Streitlust seiner Zeit bezieht sich auch folgende gereimte Mahnung an ist seine Landsleute. Teil. Schweig still. « . So gehe nicht gleich mit blindem Sinn Nauss zu dem dollen Narren hien. dass der gleiche elsässische Satiriker H. 757. « « « « Merk auch wann du in einem Strauss Von einem wirst gefordert auss. der noch in dem von Friedrich Gumpelzhaimer aus Regens- — burg verfassten. duld dicb. die wohl besonders an die rauflustigen Studenten und Soldaten unter diesen gerichtet « « « Wann du mit Ehr wilt werden alt Dess Aussforderns dich nur enthalt. 53 — In der gleichen Schrift Erichson's 57) fand ich auch darauf hingewiesen. Teil Strassburg 1665 pag. 597 ff. 1621 in Strassburg anonym erschienenen und 1652 durch ihn vermehrten und neu herausgegebenen de exercitiis academicorum » dem Fechten « Gymnasma unter den Schulübungen der Studenten eine ganz besondere angewiesen hatte.» (pag. Thu wie ein Christ und Gottes Kind. doch wegen des fatalen Zusammenhanges desselben mit dem einreissenden Duellunwesen in «Gesichten Philanders von Sittewald» (I. und II.

neben zwei anderen. auftraten. stich uud schlag versetzen. Volkes I.» A. wann etwan ein neuer markt« schreier. dass mir gerade auch diese Bemerkung Wagens eil 's. der seine Künste auf Jahrmärkten sehen lässt» erklärt. saltem « animo et voto jungatur. dass daselbst Klopffechter unter grossem lustigen Andränge des schauIdiotikon. tarnen «vix quisquam e vulgo reperitur. eigentlich herumziehender Fechter.— 51 — Kehren wir nach dieser Abschweifung zum Duellunfug wieder zum Fechterwesen zurück. gaukler oder spiler angelanget. gibt die betreffende Stelle wie folgt « Daher kommt. 161. er berichtet daselbst: «varia. «quarum una a S. Klingl. » Im Anschlüsse daran möchte ich gleich erwähnen. 1688. 667 Fechter mit «Landstreicher. dass man den mit : « grossem Zulauf zu sehen und zu hören sucht : insonder- menge zusammen. ante hos aliquot annos tollere necesse fuit. wie dieselben auf einanderen loss gehen. seiner Noribergensi »De Sacri Commentatio ». Das schweizerische das Bd. qui non alterutri factioni Lanistarum. pag. die Berechtigung 4* . Marco. so findet sich auch aus der benachbarten Schweiz für diese Zeit ein Zeugnis.und Waffentüchtigkeit weiss Schrift : auch Joh. quae inde proveniebant. altera a Penna cognomen «habet. hieb. wann neue zweikämpfer und fechter ankommen. gleich noch zu citierenden Stellen. der Marxbrüder und Feder-Fechter. um zu sehen. Und von einem gleich grossen Interesse der G. besonders aber der städtischen Jugend an solchen Darbietungen kriegerischer Kunst. et adeo ne puer «quidem. einanderen parie«ren. «heit lauft die Bürgerschaft. Instituun tur int erim crebro «intra aedes privatas decertationes. der doch Gelegenheit hatte. atque « etsi eorum usum. diese Leute eventuell selbst um die Bedeutung und Ableitung ihres sonderbaren Namens zu befragen. ob ineommoda. B. aus Nürnberg zu erzählen: «Gladiatorii «quoque Ludi vehementer incolas delectant. Christoph Wagenseil in Romani Imperii libera Civitate Altorf 1697.

am hut oder spiess die Schreibfeder in dem von Rudolf in II der Gesellschaft der Federfechter 1607 Prag verliehenen : Wappen fechter hingewiesen.Federfechter. VI und 7—9) und entB. was « Heinrich von Gunterrodt prineipiis artis in Schrift De veris dimicatoriae. 21 über diese Verhältnisse der eine Stelle. «quorum etiam aliqui magistri in arte. Schon in Grimms D. VI) freilich nicht allzuviel anzufangen wusste. in Regum Privilegio. W. oder wenigstens für ihre Beanspruchung eines solchen. (Beleg die gleich noch anzuführende Stelle aus Fischart's Gargantua) die schreibfeder scheint erst das spätere. et eorum seetam qui iurare volunt. Witebergae 1579». pag. qui ex speciali Roma: « — «norum « - Francofurdiensibus. haberi volunt. in nundinis et quos in arte excellere putant. warum 1399/1400 heisst es unter . (Heidelberg 1870. «weil die fechter eine feder «aufgesteckt trugen. sich dieser verein nach der feder nannte. abzugeben scheint. praesertim «gladii traetandi. die mir aber gerade einen neuen Beleg für den sonst immer von den Federfechtern behaupteten Vorrang vor ihren Gegnern und Rivalen. Weiter heisst es dann « waren diese schreiber hervorgegangen? gelten als die fechterischen dem stand der darum für mehr handwerker? jedenfalls war die bloss aus wollten sie benennung schon im 16. den Marxbrüdern. zeichneten Stelle Gunterrodt sagt an der beNunc autem ad nostra tempora veniam. mit Wassmannsdorff (pag. eodem titulo insignire Imperatorum . « Duo factiones extiterunt: una ex parte ut plurimum «pelliones. » Dazu vergleiche seiner man : nun. gladiator. Jahrhundert gebräuchlich. et alii opifices cum his confoederati. pag.— seiner « 52 — Wassmannsdorff benützenden aufgestellte in zu einem Angriffe gegen die von oft von mir hier noch Sechs Fechtschulen der Marxbrüder und Federfechter zu Schrift: etc. III.» Dann ist auf man sollte denken. sagt. freifechtef von der -< feder' : « es ist nicht recht klar. wickelte Ansicht von der Herkunft der Bezeichnung «Federfechter » zu geben scheint.

« quamvis rarissimi etiam certis inter hos reperiantur. welche Handwerksgesellen waren. solent. 187 f. ferner. 0. mitdie Verteilung verschiedenen Gewerbe auf beiden Fechtergesellschaften. dass auch (vgl. Zuge- sich ergebende Differenz in der zünftigen hörigkeit der Vertreter beider Fechterbrüderschaften einigermassen in Einklang gebracht werden. et discipulos suos ratio- instituere possint. pag. aus welchen sich dieselben recru- neben zahlreichen Handwerkern und Gesellen höherer und niederer Gewerbe und neben Trabanten. Derselbe bemerkt ferner a. dass in Leipzig die tierten.Schreibfeder' oder einer . qui certum < fundamentum habeant. 33 ff. die er Kreussler*s Geschichte der Universität Leipzig (Leipzig 1810). 305 ff.» Mit dieser Darstellung der Dinge kann die von Jahn in seiner Deutschen Turnkunst von 1816. Wassmannsdorff. Fechter unter dem Schutze der Universität standen und dass nach einer kurfürstlichen Verordnung um 1567 diejenigen von ihnen.zum Schmucke . die wohl auf eine etwas höhere Wertschätzung ihrer Kunst ganz von selbst gedrungen haben werden. pag. was also wieder auf eine gewisse Scheidung unter ihnen gemäss ihrer verschiedenen socialen Stellung hinzudeuten scheint. von der also bevorzugten Fechtervereinigung ausgeschlossen wurden. die sämtlich einen Vergleich des Schwertes mit einer . von geteilte «nibus Kästner. Kriegsknechten und Söldnern noch besonders Studenten und Schreiber erwähnt. ) unter den Leuten. schulen Abt in seinem Artikel über die Büsching 's wöchentliche Nachrichten.— « 53 — . a. wohl Dazu kommt FechtBd. Alteri his oppositi plerunque studiosi bona- «rum diseiplinarum et aliarum artium minus sor-«didarum periti. Altenburg der 1752). Nimmt man nun die im Folgen- den anzuführenden Stellen. qui certe Ulis arte praestant. entnommen hat. nach einer Mitteilung. 108. 280 nach Bugenhageirs Sammlungen historischer und geographischer Merkwürdigkeiten (herausgeg. sowie die nach den Nürnberger Fechtschulreimen pag. pag.) vom Jahre 1579 (vgl. III.

paratschwerd. stänglin. an der etwas sehr spitzfindigen Anschauung festzuhalten.— oi — aufgesteckten Feder' oder gar mit . nur umgekehrt gebraucht wird: «Da wüst was mit dem breyten Theil. dieser als solche Beziehung Bezeichnung anzunehmen jedenfalls der viel natürlicher. «er. dinten so sträusst sich wider die Marxbrüder. schlug drauf.» Fischart's Gargantua. messer.oder Viterfechter » (nach dem Schutzpatron [St. Dazu ist auch die Stelle 176 a: Kampkcib ein guter federfechter. um ein glas «mit wein. dass der beiz kracht. zu der Thatsache des in dem Federfechter- wappen erscheinenden Federkiels und der obigen Notiz bei Wagenseil «altera so erscheint eine a Penna cognomen habet vergleichende > hinzu. hallenbart. vnnd schirmen mit Feder«klingen vnd Lanmerkengeln manchen auss dem «Land). im schwerd. wüst das recht vnd link «Eck der Feder. jr Spitz vnd schneid. umb die umb die höchst schul.Bettfedern' in spottweiser Anspielung zulassen. er wagts « macht. sowie eine andere. schreib «blut. die frank fortische meister des «langen schwerts. « erzeigt sich in allen wie sie vor äugen lagen. focht blutrur. spiess. scharf oder stumpf.» Fischart's Geschichlklitterung (Ausg. Lucas-] und Marx- Marcus-jbrüder) sein soll. b. ' umb das kränzlin. lederen tusacken « « zum platzmachen. in allen ritterlichen der under- «wis ihne Übungen sehr kunstfertig». 1600). : Die hier in Betracht « zu ziehenden Stellen sind folgende -ritterlichen wehren. trocken oder «nass. wie es der gesell an ihn begert. rapier. die feder mit sieht wie solt musst ihm oben schweben und in gotts «es kosten sein junges leben. stangen. Veiter. analog nach Lux[St. tolchen. an welcher das gleiche Bild wie oben. was mit Fleche »der Feder zu machen. Vitus [Veit] gebildet. nackend oder bloss. dass Name < der « Federfechter » nichts als eine verstümmelte rich- und missverstandene Form eines ursprünglichen und tigen St. < 188 a. zu vergleichen. . wie die «Fechter auf ihren Wehren (dann die von der Feder «geben gute Fechter.

» . scheint durch die Stelle Gargantua 282 a ein « darumb hat allein unter den . 33 Daz ich mein haut vnnder (pag. 56.als «göttern Mercurius hütlin auf und dar zu ein «guter federfechter' federn drauf».» Das schien mir ein deutlicher Beweis. betrachtet werden. 172 b. Alemannia. Findlinge und Guriosa Nr. Eine andere. nicht unkräftig gezu werden. mehr auf die Art des äusseren Vermutung von üblichem Federschmuck an Hut oder Waffe als Auftretens gerichtete Deutungs weise. Wendungen wie: die < Wassmannsdorff. Jahrgang 1886. die «dünkte je einer dem andern in Kopf und Blut ein. die der Amboss -gezogen vnd der Schwertfeger zugericht. Nunmehr noch Deutungen. ff. jedenfalls aber nicht auf einzelne Fälle beschränkt.DO pag. und nahm die Feder. 9) folgenden Wortlautes: «Man Hess Federn «und Dinten. dass dergleichen vergleichende Anschauungen und bildliche Ausdrucksweisen nicht so ungewöhnlich und auch anderwärts als in der Heimat Fi schart 's üblich. *) sondern sollen ziemlich die allgemein verbreitet waren. wie sie aus den Anspielungen und Wortspielen der Nürnberger Fechtschulreime zu In diesen erscheinen (nach citiert) entnehmen sind. Birlinger stützt unter der Überschrift dicus : « Kriegerische Sprache » aus Veri- Germanus (Augsburg 1630) 37 citierten Stelle (vgl. pag. die etwa die Ursache des Namens rechtfertigen könnte. Bd. | der gefider mus laszen» federn gern 34). «Die Marxbrüder Jr vertrieben Vnnd können doch nit *) Man vergleiche zu der oben aus Veridicus führten Stelle aus einer späteren Zeit etwa Germanus angeLogau's noch Spruch «Der Deutschen ihr Papier War ihrer Feinde Leder. welche die Federfechter selbst oder ihre Gegner ihrem Namen gaben. XIV. Eine schöne und einleuchtende Bestätigung aber des obigen Vergleiches zwischen Fechtschwert und Schreibfeder bot sich mir in einer von A. pag. | Der Degen war die Feder: Mi t Blute schrieb man hier.

. | | | | . wie sie Wassmannsdorff 1458 des German.. 42). «Dieweil Jr stets wegen schlag Jch drauff naget an der Feder Vnnd wollt die gar zureissen» (pag. daselbst nach der Papierhs.Ich dan haben der Gennssfedern ehr [ nacht der federn . «Mit einem eisern Flederwisch kher . | j | | | . . . | [ . « federn Jhn ehren. . . Nr. . | . . «Die federn ist Leücht vnnd hellt sich munder Ob schon deine brüeder sich machen willdt Werdens doch offt von der federn gestillt» (pag. 41). (pag..Ich den Staub daruon» (pag. schwebt allen Elle«Die edle feder hat daz Lob «Wölln sie die federn Vnndertrücken. «Dann Jch gedennck was vmb ein gennssfeder mag sein Was Dann solt . Göttliche Mayestat hat die federn aufgericht». 36). . da mir die Originale nicht .— enntbern|Sie sein all 56 — fro | | sonnste müesten sie ligen auf dem Stro Vnnd solten den Winnt ter wol erfrieren All Manschafft thnt die feder zieren . 38). So weit schreiben lesen noch kennen» | > . 43). «Du federn. (pag.Ich Gleichwol die rechten herrn vonn der hallt Jch mit Jrer schrifft vnnd annder kunst | Aber auf zeitt | die ein » geflickten federfechter alle beren (pag. du | bist . . 34). will . Wassmannsdorff entnehme. | | Soll man Jnn den Schreibstuben finnden . . 37).(pag. . 39). 40). . { Gennssfedern Ritterspil | vnnd Khil Braucht man nit zum Dann hert federn dinn Pappier schwartze | Dinnten (pag. . . . 1 Dazu sind der Vollständigkeit wegen noch folgende Angaben. | die Bilder Jahres und Ausdrucksweisen der Fechtschulreime des 1579 aus Nürnberg. die ich auch a — 20a in seiner Schrift abgedruckt hat. preissens Vol Daz hortt man an allen ortten wol» «Die Edel federn schwinng Jch auff Von deinnet . fol. . . . der ist nicht werdt schwerdt soll füeren auf Erdt» «Das Kriegen die von Es thut sich auch mancher der federn Nimmer mehr Von der feder nennen Vnnd kan kein Buchstaben (pag. mennten ob» «Wer die Die feder raus doch schweben ob» Daz er ein federn Vnehrt. Mus.

pag. die andere aber. sich wie man thut. stark an zwei bereits von mir angeführte Stellen erinnernde Herausforderung. Bd. In des Pritschmeisters Beschreibung der Fechtschule dem grossen Schiessen zu Zwickau vom Jahre 1574 findet sich die folgende. Und macht sich wider die gerüst.) auch nicht weniger seinen «Muth und Tapfferkeit sehen lassen. bei Anlass einer Correctur gegeben. Beyer ins Deutsche . wieder «frisch. Hannen-Füss und stoltze schmeiss den Kürschner auf sein Leder: Der <Feder. merkwürdig zu «Gestalten fangen diese an zu fechten. für Alle» a S. wer den Kürschner jagt.— Edlbeck's gereimter 57 — Benedict auf vorliegen. Stelle anführt. «Schwing dich Feder. und änderst den : Und Abraham «Feder-Fechter. 32 noch auch Cantzley-Bossen ein selbst — die will Worte ein : . «Schreib gern mit dintn. (Augspurg 1709) pag. Marcks-Bruder (hier fügt Loncin von Gönn in in seinem «ein Freier fechter bin «fechtenden Narren».). also : frisch her an mich. kehr ab müdem eisenen Flederwisch. zu vergleichen. vonweichen die eine zwar etwas phantastischer Natur ist. muntert sich also mit diesen Worten auf: . 173 «so haben diese nicht «allein seltzame Sprung. « Den wil ich bstehen wie wild er ist. Clara sagt in seiner Schrift «Etwas (Würzburg 1699) pag. 5.bild sich '. wer weiss. etc. frisch. 7 Bücher in lateinischen gedruckt. die eine Anrede an die Fechtwaffe enthält «Wer mir ein von der feder « veracht. solcher Dazu kommen noch zweiDeutungen beiNicodemus Frischlin. dieser spricht ich. Christ. W.» der schon mehrfach erwähnten Erklärungsw eise T Wagenseils stimmt. 13. 205. 1578 ebenda Hexametern verfasst und 1577 zu Tübingen von K. der diese nach W. da hört «man änderst reden den Marcks-Bruder. In einem Gedicht über die Hochzeit Herzog Lud- wigs von Württemberg zu Stuttgart im Jahre 1575. frischher «und unverzagt. sondern auch Spruch. frisch. mit «denen sie sich zum Fechten anfrischen. die sieht wie Blut» (pag.

sagt Frischlin bei der Schilderung gladiatorium seu lati succedunt aequora cainpi.» (vgl. da Streicht auf dem Buldt?» «Bei Leib nein». «Fein ordenlich in zwo Parthey. «Hos vulgo Catiosi). die sehr bösen Fratzen. «Die Kürssner. : Ich Sprach Herr sachs sol ich darnebn dem wie es auch seine färb gebn. «Die ander will Sant Marxen hon. Sant Jörg war jr Patron.» sowie die dazu gehörige Anmerkung Ein heiligen auch in Nürnberg vertretener Fechterorden. «man geb mir dschuldt. delecta iuventus «Gymnasijs passim. umb sein Bardt hier uraer strich. «Die in dem Lufft die Arm her wedern. i) 158 seiner Beschreibung gibt Frischlin die einem Man vergleiche zu dieser Bezeichnung die scherzhaften. «Ein gibt der andern jren nam: «Die Marxbrüder nennens die Katzen*). wie ich sprich. Darumb *) so mallt mirs Ja nit Hirein. ketzlein sicli das ich solt ein marxbruder*) sein. der den Markus zum Schutzpatron hatte und deshalb den Löwen als . auf Hans Sachs darstellenden Bilde von 1577 befindlichen Verse «Als ich in Conterfeyhen wardt. «Die ander diese von der Federn. «Armati ferro pugiles. dazu pag. sprach. «Je eine ist der andern gram.— der Fechtschule «Protinus in (< 58 — gymnicum certamen»): übertragen und vermehrt. Ein Kleines ketzlein. 4-15/6) In der Übersetzung bei lauten die für uns in Betracht Beyer kommenden Verse : «Die wurden abgetheilet l'rey. addicta palaestrae. 159. «Die ein. des Malers am Sie Tisch nach Boetischer art.).» Pag. «Percolit. illos cognomine dicnnt «Pennigeros: volucres quod iactent aere gestus. simul ore fremebant:» (pag. auch: «Pennigeri haec eadem cuncti etc. Hos geminae dirimunt acies: quarum una Georgum antiquum sequitur pars altera Martern. studioq.

Dort heisst es «Die Marcusbrüder Vnd haben einer leyh exercitia.— Verbesserung < 59 D. diesse zu präg gemachet. dass sprachlich eine Bildung «Viterfechter» es müsste zum mindesten Veitsfechter heissen wie der postulirte Übergang von Viter. pag.) Endlich mag noch bemerkt werden. dass ihre Gegner: pugiles a penna cognominati. weyhlen Sie auf St. 16. vulgo Federfechter heissen. entnommen i hat. und bemerkt dabei auch. vnd die übrige theyhlen das geldt. die er dem : Fascikel 27 der Actena. Leipzig und Wien 1897. durch Wappen führte. Wassmannsdorff pag. so muss man wohl zu dem Schlüsse gelangen. . «so ist Er ab. so sich vndernimmet gegen alle vnd jede die Schuhl zu behaupten würdt Er aber bluthrüstig gemachet. so dass die Marxbrüder (Markus-Brüder) auch die Catii (Katzenleute) genannt wurden. (Vgl. Ein Lucas feder fechter v. . 302 f. theyhls handtwerker bekennen sich zu jenen. jetzt beigebrachten Zeugnisse und Erläuterungsversuche für — — die Bezeichnung Federfechter noch einmal zusammen ins Auge. diese werden Veyter fechter genandt. weil man sich dabei jener ursprünglichen. Viti tag ihre privilegia erhallten haben. jene werden zu Meystern hier. stücke über die Marxbrüder im Archive von Frankfurt M. vulgo : «pugiles a.Bruder ist ein Meyster aus denen Marcus oder Veyths fechtern. Marxbrüder > . dass alle diese Stellen gegen die Erklärung Wassmannsdorffs Stelle direct Verstössen. Dieses auch für unsere Frage wichtige und wertvolle Zeugnis habe ich Vogt und Koch's Geschichte der deutschen Litteratur von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart. vnd die andern zu diessen.> von denen Zuauch «schauwern erlössete vorgerufenen — Aber in vielleicht beruht schon diese Angabe auf einem durch falsche Analogie herMissverständnisse der Auslegung dieses Namens.zu Federfechter Fasst man die bis gleich anstössig und unmöglich ist. — Marco cognominati. entnommen. Dieser wurde spottweise als eine Katze bebezeichnet. Für ihn spricht nur eine einzige (Seite 8 seiner Schrift).

gehenden Consequenzen. wenn wir noch Veits-Kirche hin- auf die auf dem Hradschin ja stehende St.oder Veiter- fechter bedeuten solle. . Aber auch diesen Umstand wird wohl niemand als eine ernstliche Begründung dafür anerkennen können.— Thatsachen hat allzuweit 60 — Noch zwei andere seiner mannigfache wortspielerische Beziehungen stark schillernden Bedeutung nicht mehr recht erinnerte. Wassmannsdorff ihm als zur Stütze Ange- sicht beigebracht. sich keine weiteren Zeugnisse mehr St. Jedenfalls dagegen Wassmannsdorff das VerNachdruck auf die Unhaltbarkeit eines. dafür aufbringen dass der der heilige Vitus Freifechter oder der Veit wirklich der Patron von Feder gewesen wäre. H. welche er auch niemand bestreiten zogen hat. Damit. selbst dann nicht. der beiden Verfasser des Fecht- büchleins (Leipzig 1894). nämlich darauf. Prag in der That der Hauptsitz der Federfechter war. wie es scheint auch in neuerer Zeit noch nicht endgültig überwundenen Erklärungsversuches wohl zuerst hingewiesen zu gebührt dienst. und dass zweitens diese Federfechter zu Prag am 10. wie aus verschiedenen Urkunden hervorgeht. Februar 1608 ein Einladungsschreiben zum Besuche ihrer ersten Fecht- einfach mit schule am Sonntage nach Sancti V i t i > erlassen haben. Resultat. darf ich nun wohl von der etwas ausgedehnten . gewiesen werden.Federfechter' auch «Pugiles Prägens es» wiedergibt. über diesen Punkt neuerdings noch seine kräftige Bestätigung gefunden hat. furt derjenige wie Frankin der Marxbrüder. mit haben. abgesehen von den daraus wird. dass der Name Federfechter «nichts anderes» als Viter. J. das durch die weitergehenden Studien der Herren Schmied- Kowarzik und Kufahl. Berlin 1741. die solche. dass die < Annahme einer besonderen Feder» genannten Waffe völlig für die Fechtkunst der Federein fechter verworfen werden muss. doch haben lassen. weshalb Frisch seinem Teutsch-lat. Wörterbuche. nach deren Patron sich diese Fechtergesellschaft allerdings hätte benennen können. dass nämlich erstens.

foret. der dazu noch auf M einer s' Geschichte der hohen Schulen.— meine Pflicht hielt. Und G.) seiner Schrift: um < den ausgesetzten Geldpreis folgendermassen scilicet : «Tertiam dixi. De exercitiis Academicorum». IV. 61 — erörtern für Untersuchung einer so speciellen Frage. seinen Einrichtungen und Gebräuchen. seiner Überlieferung und den Formen seines öffentlichen Auftretens zuwenden. 1386 gegründeten Universität findet sich unter Schon Heidelberg den Bestimmungen des ersten Rectorates für die nach dem Verbote des Würfelspiels Studenten auch noch ne die Notiz : «Prseterea fuit ordinatum ut scolae di- «micantium scolaribus studii nostri interdicentur literis deputati vanitati vacent et Studium praetermittant > und als Randbemerkung steht daneben: «De dimicatoribus et eorum scolis interdictis. Zunächst noch einige weitere Belege für das Vorkommen der Fechter und die Abhaltung ihrer < Fe cht schulen» über in genannten öffentlichen Schaustellungen oder gewöhnlichen Kunstübungen und den Acten der für die zeitgenössische Auffassung den Wert oder Unwert solcher Darbietungen.» (Vgl. Wassm. Gumpelzhaimer äussert sich in «Gymnasma. die ich aber bei Anlass der angeführten Stellen aufs neue zu Abschied nehmen und mich wieder der Betrachtung des Fechterwesens im allgemeinen. pag. 252) über die Teilnahme von Studenten an Fechtschulen im Wettbewerb 146 verweist. Athleticam vitiosam ra- tione studiosorum. seiner Kunst. speciem palaestricae. nummorum. rei et perderent iter <nisi indigentia pecuniae et longius. 1. (editio Moscherosch. quibus ad Hujus percui «ficiendum lex ' inprimis necessitas non posita premat. Argentinae 1652 pag. cor«pusque prostituere certe ignominiosum. ita ut per 'hoc et famae et nominis opinionem abjicerent opus habent. exempla memorare auch das facilimum sed ea supprimo.» Dieses hier angedeutete Verhalten der reisenden Studenten erklärt uns ebenso aufzufassende «Fechtengehen» der wandernden . in «pecuniam a spectatoribus projectam pugnare. quibus lucri causa certare.

Doch scheint diese Redensart lichen Sinne auch sein. Mai 1671» Frankfurt a. pag. vnd ain Heroisch — Vund der vrsach allenthalben In «Lendern und Steten.W./ 19. das in Stuttgart im Sep- tember des Jahres 1560 selbst abgehalten wurde und noch eine Reihe anderer Lustbarkeiten ausser dem Schiessen aufzuweisen hatte. 4). diesen Ausdrücken nicht wenn in auch der Sinn überstandener Mühen und Gefahren. S erlin in «Herrlichs exercitium Ist . seinem Buche «Ritterliches Hauptschiessen vom 9. deren bezeichnender Ausdruck «fech- = sammeln eines milden Zehrpfennigs oder betteln noch heute einen stehenden Bestandteil ihrer Sprache bildet. spricht sich über Zweck und Entstehung der Fechtschulen folgendermassen aus. im gleichen oder wenigstens ähnz. G. überwundener Hindernisse und Schwierigkeiten mitenthalten oder gar vorwiegend zu denken ist. wohl auch mit (vgl. darunter auch eine Fechtschule. Wassm. Rücksicht auf ihre sonstigen Darbietungen. M. eine «Riterliche «vnd Notwendige kurtzweil die nit ain wenig zw kriegs»vbung Dienstlich vnd Nutz sein khinen. anderwärts noch gebraucht worden zu B. auch wenn sein ursprünglich wörtlich zu verstehender Sinn gewiss längst der Vergessenheit anheimgefallen ist. bei 0. so Im langenn Brauch Bliben» und «wol dem Turnieren vnd andern Fürstlichen Vbungen gleich«geschetzt» werden mögen (s. berichtet der Pritschmeister Ulrich Erttell aus Augsburg nennt in seiner Beschreibung desselben in der Bibliothek Gotha) die und Codex Nr. 20 einmal die Wendung «I stimmten Orte aus bis da und dahin durchschlagen.» zu vergleichen wäre.— ten' 62 — Handwerksburschen. Von dem grossen fürstlichen Herrenschiessen. 1671. sich redlich durchs Leben schlagen etc. wie es : jedenfalls der damaligen Zeitanschauung vollständig entsprach: «Unsere Löbliche alte Teutsche Kayser führten bey ihren für die junge Ritterschafft ein. was etwa mit unserem deutschen «sich von einem be- «Vicar of Wakeneid» cap. D. unter fechten) fought my way towards England». Höfen das thurnieren wo- .B. 582 Schützenfeste. denn es findet sich Goldsmith in seinem (vgl.

wie es scheint als Gegner beider. pag. als wenn die Lucas.und «Marcusbrüder mit ihrer federfechterei sich die «köpfe ein wenig blutig schlagen und dabei den «Zuschauern die beutel leeren. die ich D. und sondern auch mit der Lantze. damit «man im « falle der noth Leute haben könnte — dem ge- meinen Vatterlande zu dienste» (s. Eben daher haben auch die Schützenabgerichtet ward. je als «nach < dem die gegenparthei lasse ». und . und «begnadigten dieselbige mit sonder baren Privilegien «und Frey hei ten. entnehme. werden in federfechter und Marx«brüder. Wassm. Ausserdem 1. 63 — allein «durch ein solcher junger Ritter und Edelmann nicht «Speere. Sie ordneten auff seinen auch für die «andere gemeine Jugend Fechtschulen an.. oder mit dem anderm damals üblichen gewehre. dass er sich für «einen federfechter. Seit dem 17. 1). — vornemlich dem ende. Jahrhundert begegnen neben den beiden Fechterbrüderschaften der Marcusbrüder und Federfechter auch noch die Lucasbrüder. Marxbruder und Luxbruder. in grossen und kleinen zu «Städten. worauf schon jene aus dem Frankfurter Fascikel 27 angeführte Stelle hingewiesen hatte. Grimm 's W. so gut sie können». selbigem aber nicht viel weher thun solte. Hübner 's Handlungslexicon von 1722 pag. oder meister des langen schwerdtes von «St. gebrauchen Und in Pasquini Staats- phantasien aus dem Jahre 1697 in lesen wir pag. ihren Ursprung und sonderbare Privilegien und «Freyheiten bekommen. der das lob hat. 992 berichtet: klopffechter . Marco und der Löwenburg abgetheilet. umb «selbige in allerhand Kriegswaffen zu üben.— «im reitten. sinnes ist. ritterlichen bintzel.. B. 323: «damit «der herzog von Savoien «marechal de Catinat ein spie gel fechten mit dem Piemont anstellen. finden sich dieselben noch in folgenden Stellen erwähnt. « mann Gesellschafften hin und wieder.. Bei Phil an der 245 (Ausgabe vom Jahre 1642) heisst es: «ich bin ein examinirter appro- «birter fechtmeister.

a. Überlieferungen Marxbrüdergesellschaft oder der Meister des langen Schwerts Marco und der Feder- von Löwenberg in Frankfurt a.Klopffech ter wird von S t e e r Luxbruder gehe ssen» bei Steinbach 1. : Dazu gehören unter Dresden. allwo unter sich meister und approbirte meister zu schlagen pflegen». 524c als «gladiatores in certamine ludicro». zu finden. habe übrigens bereits einmal Gelegenheit darauf hinzuweisen. Stuttgart anderen besonders Augsburg. Frey tag. M. woran hier noch einmal erinnert werden mag. Neue Bilder der deutschen dass der Vergangenheit sich 146 ff. Danzig. 0. Nürnberg.1004 das Wort durch: «gewisse handwerkspursche. am häufigsten abgehalten finden und am sichersten nachzuweisen vermögen. und I. der Hauptsitz nach verbürgten von St. wie auch später die Schwerttänze. es befinden sich also eine ganze Anzahl von Städten darunter. Breslau. Aufl. s. Wörterbuch (Berlin 1741) bezeichnet sie Bd. Leipzig 1727) 2.— 64 — i 1 «wenn einer unter ihnen wider beide partheien zu l'echten eine schule aufschlaget. Frisch in seinem Teutsch-lat. in welchen wir solche Fechtschulen.) noch weiter meldet: in und schulen sie «sie haben ihre collegia den vornehmsten teutschen städten. von welchen er (a. 471 453 mit «pugnator. 253a als «pugiles publice congredientes». und die in zwei Parteien. I.. die für geld ihre fechtschulen halten und sich auf allerhand gewehre mit einander herum balgen». so wird er ein . und Ulm. i. was für . ' . colluctator» mit «rudibus pugnans» wiedergegeben. den weiteren Verlauf unserer Untersuchung noch von besonderer Bedeutung und daher wohl zu beachten die.. die Federfechter und die Marxbrüder zerfielen. derjenige fechter oder der Freifechter und Meister des langen Schwerts von der Feder und von Greifenfels aber in Prag befand. gei . gehabt. nauer noch erklärt Hübner in seinem Zeitungslexicon (5. Genaueres hierüber aus Ich ist noch bei G. um im Anschlüsse daran noch einige derjenigen Städte zu erwähnen. Strassburg E. Leipzig.

worin es gibt uns Vers 16'477— 16'481 heisst «waz solte ich davon lenger sagen? «Schirmer. sich auch durch eine hervorragende Pflege des und seiner Singschulen ausBeweis dafür. woraus man wohl den Schluss ziehen darf. Bereits früher Spiele hatte ich eine Stelle anzuführen. 85 Anm. ist überhaupt auf alle diese ritter- und Leibesübungen nicht gut zu sprechen. nach einem Citat aus dem Stelle einer von näher den betreffenden Verfassern bezeichneten seiner nicht Werke. aber seine Zeit- . dann auch gegen Steinwerfen. über zu Vor. öfters Studenten und fahrende Schüler zugewendet haben. an einer grösseren Stelle in seinem Renner.— deutschen Meistergesanges 65 — sein wird. an welcher er seinen allerdings w ohl r berechtigten Zorn über das Kämpfen mit im 14. 289). Karajan pag. gaukeler «Siht man werden vil schaler. Jahrhundert bezeichnet der Teichner einen in der Welt herumziehenden Edlen. der die Ritterschaft zu Erwerbszwecken ausübt.und Nachteile der edlen Fechtkunst. kurzweg als einen «vehtaere» (vgl. Tieren geltend macht. Und schon dass diese Bezeichnung bereits im damaligen Sprach- gebrauche nicht Fechtbüchlein desselben als eine sehr ehrenvolle galt. wie auch übrigens auch anderen ähnlichen Bethätigungen . neben einigen anderen überlieferten Thatsachen besonders auch eine Stelle Hugo von Trimberg's in seinem Renner. es scheint ziemlich aussichtsreichen Fechten um Geld. «Die gutes vil ze schul verzerent «und sich mit loter füre nerent. geiger. Ed. Abrahama Sancta Clara aber an leider die spricht sich.» Hugo von Trimberg lichen Unterhaltungen. die ich unter den Beilagen im Auszuge wiedergebe. wendet er sich besonders gegen Thurnieren und Fechten. gemässigter Pflege er deren weiser. dass sich dem wie Den gezeichnet haben. Ringen und Springen. der das betreffende Capitel «Ditz ist von Ribalden «unn von ungezognen leuten» überschrieben hat.

an der Schwelle des 18. (vgl. klopp«fechter fechter». Werke 122. folgendermassen aus: «das Fechten. 1701) Kap. taschenspieler. feuerfresser. B.— 66 — «Was sonsten genossen ermahnt. »in alle Es muss aber niemand vermessenerweise Raufhändel sich einmischen und sich allein auf seine «steueren Fechtkunst. Aufl. 4. Quaek- . zweideutigen und übelberüchtigten Gesellschaft häufig geoft in nannt und auch wirklich derselben als ein besonderer Zweig des Gaunertums gefunden. und in § wie das geschmeiss alles mag genennet «werden». so durch «die Bewegung frisch belebt. So sagt z. : die fechterDanischmend Kap. son< dem gar wohl dabey lassen. Chr. «Seiltänzer.» Dieser letzte Hinweis zeigt deutlich genug auch die Schäden. erscheinen jetzt die Fechter mehr und mehr als eine Art von betrügerischen Landstreichern. dann dergleichen oft «muthwillige Börschel aus göttlicher Verhängnuss gar von »dem allerunerfahrensten Menschen den Rest bekommen. gesetzt hat. Gerber in seiner Schrift «Sünden der Welt» (3. 8. 51. auch wenn sie nur zur festlichen stets Unterhaltung der Volksmenge dienten. und bis tief in dasselbe hinein. dass der solche Uebung nicht Nutzen welche meistens einem Wasser gleicht. Jahrhunderts. an gewissen Orten vertreten. schaffe bei heutigen und lebhaften «verfault. dessen Schul und Regel angehet. die sich bei dem Missbrauche des stark verbreiteten und eifrig betriebenen streitbaren Handwerkes auch da und dort Jedenfalls aber waren solche Darbietungen herausstellten. recht blutige und lebensgefährliche Schauspiele und leider die deutlichsten Zeugnisse einer sinkenden Kunst und eines verrohten Ge- Schon in der letzten Zeit des 17. Auli. 1699. während er in der Überschrift dafür auch «feder- 4 aber bloss noch das einfache schreibt im < Und Wieland Bd. entgegen durch das Stehen «geringen «Jugend. 13 Grimassenmacher. soll «man keineswegs darwider schimpflich reden. comoeclianten. auf den Fechtschulen. § 1: «solche sind nun die unseligen gaukler. ja teilweise noch im 19. sie werden in dieser schmackes.

Taschenspieler. für die Klopffechter Ein weiterer Beweis und die Teile für die grosse Verbreitung dieser Klasse Beliebtheit. wie uns denn auch solche Anspielungen an zahlreichen Stellen der Litteratur zeitgenössischen begegnen. frisch «Den Flederwisch!» 5* . wenn etwa Log au ist. nicht väterlicher Schild vorausgestellet. seinem Sinn- Verbriefter Adel. Beutelschneider «und Klopffechter theilen sich beiden Stellen G. 166): »Hervor den Degen in der Hand. die die auf solche Verhältnisse beziehen. dadurch um in ihrem Ausdrucke um so wahrer und eindrucksvoller zu werden. wenn er sagt: «Heraus mit eurem Flederwisch! «Nur zugestossen! ich pariere. Gaukler. «Raus. «Der Degen war die Feder: «Mit Blute schrieh man hier. DYYB. als wol kein Edelmann.» oder ein andermal sich vernehmen lässt: «Der Deutschen ihr Papier «War ihrer Feinde Leder.) Oder an einer anderen Stelle (57. Nur möge in hier noch dass. bemerkt gedichte: sein. wo Federfechten gilt. 195. Kuppler.» Oder wenn Fleming 134 schreibt: « hängt seine Fochtet an. feurig.» sich die betreffenden Dichter jedenfalls ganz mit Absicht in solchen Stellen der volkstümlichen Anschauung und ihrem Sprachgebrauche angepasst haben.» (Werke 12. durch damaligen Schriftsteller. ist sicher auch die in diesen Zeiträumen häufige bildliche Verwendung von sich Worten. «Die er zu tragen weiss. die hier alle im Einzelnen wiederzusoviel geben zwecklos sein würde. von Leuten wenn auch rohen und unkünstlerischen Darstellungen doch bei dem weitaus grössten deren sich ihre der Bevölkerung zu erfreuen hatten. (vgl. das vielleicht eben gegen das sagt: Klopffechtertum gerichtet -Ist jetzt «Ein federliches Waffen.-< 67 — in die salber. Auch Goethe wirkt damit mit besonderer Frische und Lebendigkeit. unter < Welt» >).

in welchem Jahre und an welchem Orte diese Freibriefe. auf eine Inhaltsangabe oder gar eine auszügliche Wiedergabe derselben muss ich an Es sind demnach als uns dieser Stelle leider verzichten. bis jetzt als vorhanden bekannt gewordene Urkunden zu verzeichnen: 1) Von Kaiser Friedrich III. so «in lautet: mit dem wo 11 wir sein nicht fehlen. Bestätigungen oder Er- weiterungen ausgestellt worden sind.» in die andere heisst: findet sich Fi schart 's Gargantua 135 a und «wir haben unseren fiederwisch gefunden. Im Folgenden mag zunächst eine Zusammenstellung der verschiedenen den beiden Hauptbrüderschaften der Fechter verliehenen Privilegien und Gonfirmationen gegeben werden mit einer Angabe. von welchem Kaiser. eisern fiederwisch strehlen. Ayrer 274c und «fehlt er. am 10. die als Beiträge zur Geschichte der Fechtschulen und der Fechtergesellschaften dienen mögen und eine etwas nähere Bekannt- und stark zerstreuten Überlieferungen vermitteln und bezwecken sollen. Die eine steht nach G. und werde mich auch keiner Behandlung von Einzelfragen aus diesem Gebiete mehr zuwenden. die auch noch Einiges in der Frage über die Herkunft des Namens der Federfechter zu einem der verschiedenen Erklärungsversuche beitragen können. DWB.— Ich vielleicht 68 — möchte im Anschlüsse an diese beiden Gitate. gesell. Fechterwesen Aufschluss geben. die sich mit diesen und schon früher angeführten nahe berühren und mir eben erst wieder zu Gesicht bei gekommen sind. beschaft mit den vielen ziehungsweise ihre Erneuerungen. sondern noch einige allgemeinere Übersichten und Zusammenstellungen hier beifügen. der kan uns abkehren. bist auch noch staubig?» Damit beschliesse ich die uns über das die Aufzählung einzelner Stellen. gleich noch zwei andere Stellen erwähnen. seh. August 1487 in Nürnberg ausgestellt das erste Fechterprivilegium. seh. .

am 26. 7) II. 8) Von Kaiser Mathias am burg erteilt eine 17. Von Kaiser Leopold I. Verleihung eines schaft. am 1627 in Wien 10) Von Kaiser Ferdinand in III. am 15. 27. II. Karl V. 3) Von Kaiser erteilt. Markusbrüderin 5) Von Kaiser Maximilian am 6. Von Kaiser Leopold I. Mai 1541 unter die in Regens- Freibrief gleichzeitiger Wappens an II. März 1607 in Prag verliehen ein Freibrief mit gleichzeitiger Verleihung Wappens und Genehmigung der am August 1606 in Prag festgesetzten Fechterordnimg für die Gesellschaft der Freifechter von der Feder daselbst. Dezember 1640 Regensburg eine desgleichen. am 7. September 1512 in Köln erlassen. Juli Gonfirmation. am April 1521 Worms eine Gonfirmation beider vorhergehender Erlasse. Oktober 1613 in Regens13. am 20. am 18. 6) Von Kaiser Rudolf Von Kaiser Rudolf eines eigenen 4. am 2. V. 9) Von Kaiser Ferdinand eine ebensolche.— 2) 69 — I. die Bestätigung desselben. . März 1670 in Wien erteilt ein Freibrief an die Markusbrüderschaft unter 13) Vermehrung ihres Wappens und daheriger Erweiterung ihres Titels um das Beiwort «von Löwenberg >. Juli in erlassen eine Gonfirmation. Dezember 1688 in Wien der ihres verliehen ein Freibrief an die Gesellschaft Federfeeliter mit gleichzeitiger Vermehrung ihres Wappens und daraus folgender Erweiterung Titels mit dem Zusatz «von Greifenfels». ein am 13. Mai 1566 1579 AugsPrag burg erlassen eine Gonfirmation. II. Von in Kaiser Maximilian am 5. 11) 12) Von Kaiser Leopold I. 4) Von Kaiser Karl burg verliehen. Oktober 1669 in Wien ebenfalls eine Gonfirmation früherer Rechte.

Januar 1596 3) Ratsbeschluss der Fechtschule im Jahre 1700. welche den GymFechtschulen den Besuch Rates öffentlicher 2) Bewilligung des zur Abhaltung von Fecht- schulen Fechter) 3) (mit klingendem Spiel beim Umzüge der 5. Darnach ist anzu- a) 1) aus Augsburg: aus den Jahren 1568. 2) Fechterordnungen der Stadt vom und vom 13.— Documente. Dezember 1614 und vom 9. b) aus 1) Breslau: Schulordnung nasiasten verbietet. 159(3. 70 — Nunmehr gehe ich dazu über. Satzungen und anderweitigen die sich auf das Fechterwesen im Allgemeinen und im Besonderen beziehen. Fechtschulen vom September 1606. Ratserlasse. zur Aufhebung 9. bei Anlass einer Fecht- schule erlassen. Mai 1615. vom April 1598. die Erste Ratsverordnung über 9. Fe- . Bestätigungen von Verordnungen der Fechterschulen durch den Magistrat Kill vorliegend. 6) Renoviertes Patent des Rates. aus welchen dieselben stammen. am 22. und ohne noch weitergehende Einteilungen führen : zu versuchen. Ratsverordnung über diejenigen Zeiten. soweit irgend möglich. zu welchen die Fechtschulen verboten sind. Januar 1611. 7) vom 5. vom 24. April 1625. 4) 5) Erneuerungen dieser Ratsverordnung vom 6. Februar 1616. die übrigen Urkunden. innerhalb dieser sodann in chronologischer Anordnung. Wiederholung des gleichen Ratspatentes bruar 1642. Verordnungen. vom Jahre 1570. zu verzeichnen und zwar in alphabetischer Reihenfolge nach den Städten.

5) Ordnung der Marxbrüderschaft. Erneutes Bittgesuch der gleichen Brüderschaft. f) aus Leipzig: Kurfürstliche Verordnung über die Fechter um 1567. 71 — der Fechtschulen Ratsdecret wegen vom Dezember 1674. dieser Stadt 4) Verzeichnis der in zu Meistern des langen Schwertes geschlagenen Marxbrüder vom Jahre 1583 an weiter geführt (im dortigen Archiv befindlich). welche das Fechten an Sonntagen d) verbietet. September 1575. c) aus Cöslin (in Pommern): Willkühr der Stadtbehörde vom 7. 1) Bittgesuch Markusbrüderschaft an den Senat vom 2) 6. (Ausschluss der Handwerksgesellen versität. 31. 3) Klageschreiben der Marxbrüder an den Senat wegen Benachteiligung durch das Auftreten anderer Fechter daselbst vom Jahre 1578. tober 1660. . aus Danzig: Lehrbrief für den Markusbruder Joseph Georg Koppel 22. aus Leipzig vom e) aus Frankfurt der a. September 1666. festgesetzt am Ok- 6) Bestätigung derselben durch den Rat vom 13. September 1671. dem Senate vorgelegt am 19. April 1576. M.) g) vom Schutze der Uni- aus Mainz: aus Lehrbrief für den Federfechter Rudolf Gebhardt Magdeburg vom 27. Juni 1682. 7) Vidimus oder Transsumpt des Rates zum Privileg von 1669 (1670?) vom 22.— 8) Letztes 6. März 1653. Januar 1719.

und vom 20. Ratsverordnung über die Höhe des Eintrittsgeldes bei Fechtschulen vom die 23.. Mai. zu folgenden Zeiten: 1478. kurz vor Weihnachten 1495. April.. April 1494. 23. Juli 1597 tschechischer Sprache abgefasst und in Bezug auf die Abhaltung von Fechtschulen die Federfechter 2) und <Markuse» rechtlich gleichstellend). . August: 5) 6... um Fastnacht 1479. am 3.. April 1609. 19. schulen (26. 24. 2) und im Jahre 1561 Juli Verbote der Fechtschulen liegen vor von Ende 1503. 4) Verordnung über die Fechtschulen von 1553. erlassen 1(508. Juli 3) 1691. 17. 27... 9. 31. 10. 13. 19.. vom Jahre (Nach Vollendung des neuen Fechthauses.. 5. August 1606. 12..) 7) Ratsbeschluss zur gänzlichen Abstellung der Fechtschulen i) vom Jahre 1698. 26. Juni. Oktober). 20. Juni 1608. 23.— li) 72 — aus Nürnberg: erteilt 1) Bewilligungen des Rates zur Abhaltung von Fechtschulen wurden 1477. festgesetzt am 4. 22 Fechtschulreime zur Eröffnung der vom 26. Satzungen und Ordnung der Freifechter von der Feder. Oktober des Jahres 1579 abgehaltenen Fecht3. Oktober 1492. 14. 30. am 10.'? 2. September: 4.. aus den Jahren 1551 und 1585. 16. Februar 4) Approbationsschreiben (Meisterbrief) für den Fechtmeister Heinrich Schotte vom 15. 20. 6) Beschluss geldes über Verwendung des Zuschauer1628. März 1487.. Oktober 1493. aus Prag: 1) Fechtschulordnung des (in Rates vom 28. 1479... 9. Juli. April bis 4. Fechtschule der 3) Einladungsschreiben zur ersten Federfechter daselbst. Juni Mitte Januar am Oktober am 17. 4..

zu meiner Kenntnis gelangten Orts. Fechterspielen. so doch durch teilweise. 3) Wiederholungen dieser Ratsverordnung aus den Jahren 1590 und 1602. aus Wien: Ankündigung einer Fechtschule durch den Fechtmeister Anton Mire daselbst im Jahre 1781. Schwerttänzen oder das sonstige Auftreten von Fechtern in öffentlichen Schausoweit sie die .und Zeitangaben. in Abdrücken ganz oder wenigstens grösseren oder kleineren Auszügen. möglich war. in die Vermittelung der einschlägigen Litteratur. der Inhalter 1609 und 1613. in anderen dagegen wieder eine notwendige Berichtigung. häufig auch eine Ergänzung und genauere Bestimmung der erwähnten Belege und Zeugnisse erzielen. wenn auch nicht im Originale. k) 1) aus Ulm: Bewilligung der Fechtschulen der Kürschner durch ein Ratsprotokoll vom Jahre 1514. die sämtlichen.— fechters Adolf 73 — (Meisterbrief) 5) Approbationsschreiben des Feder15. : Abhaltung von Fechtschulen. Gleichzeitig unterzog ich mich auch der Mühe. Diese oben angeführten Documente zur Geschichte des Fechterwesens haben mir für diese Untersuchungen. 2) Ratsverordnung über die Fechtschulen daselbst vom Jahre 1589. so dass es nicht immer nachzuprüfen sie alle im Einzelnen immerhin liess sich durch Vergleichung verschiedener Angaben in etlichen Fällen eine willkommene Bestätigung. 5) Klageschreiben der dortigen Fecht- schulen an den Magistrat 1) vom Jahre 1616. Juni Hagenauer aus Wien vom 1735. 4) Weitere Ratsverordnungen von den Jahren 1607. vorgelegen: sind manche von ihnen mir aber auch bloss durch kurze Mitteilungen oder directe Hinweise bekannt geworden.

1636. April 15. 19. September 1614. derselben eckige Klammern gekennzeichnet Unterscheidung jedenfalls sehr um damit die notwendige der beiden. April 1600. solche die zeitliche betreffen. 6) 7) Danzig: Juli September 1582. 5. Juni 1585.Stellungen und ich gebe. kurze tabellarische Darstellung dieser Verhältnisse im Folgenden wieder. 1500. 1592. 1719.] 5. 3. dass ich die Daten sowie sonstige nicht die Schwerttänze der dem engeren Fechteraufin Begriffe Fechtschulen das einzuverleibende führungen durch Einschliessen habe. Juni 1807. 1582. von der Überzeugung dass eine Orientierung über die locale Verbreitung und wie über weder zwecklos noch ohne Interesse sein werde. 18. 3) Braunschweig: Breslau: 10.] 1615. August 1625. Folgende Daten sind überliefert: 1) Augsburg: 1651. Winter 1802/3. 5. 1651. Februar 1620.] 15. 1735. 1637. November 1597. 1575. De- 2) zember 1815. geleitet. 1661. 1509. 1623. 5) Brieg: Mai 1577. [1443. Februar 1646. 1547. die Häufigkeit seiner Darbietungen Auch für hierbei habe ich für die Ortsangaben die alphabetische. Juli 4) 1280. 12. (im Lager von Februar 1808. übersichtlich zusammenzustellen. 5. die innegehalten und für Zeitbestimmungen die chronologische Reihenfolge bemerke nur noch. Berlin: 1581. 25. . (1700?) 1776. April 1715. 23. 14. 8) 9) Darmstadt: 1816. November 1741. 1672. 27. Juli 1808 Lissa). [23. März 1594. 1614. Juni 1567. die so gewonnene. 9. des Ausdehnung Fechterwesens. im Grunde genommen doch nahe verwandten und enge zusammenhängenden Äusserungen der Waffentüchtigkeit zu ermöglichen. September 1644. April 1593. September Düsseldorf: 19. 1589. April 1598. Dresden: 27. [1741. 31. 14.

Hamburg: Heidelberg: Karlsruhe: 5. 1397.] E. [3. Strassburg 5. Mai 1604. 1560. [9. 1603. Frankfurt a. 1581. September 1560. 1518. und 26. XX. April bis 4. 10 ff. (1697?) 1608. Fe- 29) Ulm: 1698. Z. 26) 27) 28) Thorn: 1612. aber undatiertes Schwerttanzspiel. 1477.] 1551. 1539. 13) April 1811. 17) Lollar (bei Giessen) 16) : [1651.] 13.) 27.] Solothurn (Schweiz): [1549.] 18) Lübeck: [vgl. 1546. 21) November 1698. S. Februar 1600. 1582. Oktober 4. April 1494. Troppau: 1583. Januar 1664. 19.] 20) Juni 1478. 1576. [1570. . (1567?) 14. (1670. 17. : 3. 14) 15) Krakau: Leipzig: 8. [1537. 12) 1386. April 181. 1615. 1479. M. 1561. d. 12. 26.] [1581. 1583. 1614. 1593. März 1596. Linz: 1783.] 1540. 14. [um 1580. November. 30) Weimar: Mai 1584. 1561. 1588. 1602. 1587.1) 75 : — Mai 1671. Oktober 1579. Juni Februar 1600. 1537. November 1575. f. Überlingen a. Juli 1612. 25) Stuttgart: 29. [1497. De- zember 1559.OkWeihnachten 1495.0. Fastnacht (1351?)] Januar 1479. tober 1493. Prag: 22) 23) 24) Schmalkalden: [1576.— 10) 1. 16. 1561. 1610. 1511.] 1516.] 17. ein erhaltenes. 1514. [1490. und 5. [1350. März 1487. Pfingsten 1533... 1558.] Oktober 1492. 1612. Februar 1551. Mai 1585. i.] 19) München: Nürnberg: 20. Januar 1607. Bodensee: bruar 1794. A. 21.

Paurnfeindt's Fechtbuch. von Heidelberg. eine Über- arbeitung derselben * vom Jahre 1478 in München.) Zum Beschlüsse dieses noch ein kurzes Wort über den Zusammenhang zwischen den Fechtschulen gefügt und den Schwerttänzen bei- werden. diese August 1573. welche sich sonst Fechterwesen und seine Geschichte. Frankfurt M. 1558. Ausserdem sind auch noch einige Beschreibungen von Fechtschulen in gebundener und ungeder wichtigsten älteren bundener kleinere Rede anzuführen. Wien 1516. adelichen Strassburg erschienen. Augsburg 1600. Joachim Meyer. Augsburg um 1542 verfasst. Nat. des Germ. ritterlichen Gründliche Beschreibung der freien und i. das Fassung auf Bibl.. 1) Schriften das Fechtwesen betreffend: Fechtregeln.) gerichtliche Talhofer's Fechtbuch aus dem Jahre 1467 (auch und andere Zweikämpfe nebst den Kampfregeln enthaltend). 85 Stücke Lufft. wie F e c h t s c h u e n und ihre Kunst beziehen. Zunächst jedoch gebe ich noch die er- wähnten Übersichten. 1660 . herausgegeben von G.121. Prag 1887. 1 (Die von mir selbst eingesehenen Schriften sind durch ein vorgesetztes * Teiles wird gekennzeichnet. gedruckt zu Wittemberg durch Hans 1539. sowie einige grössere und auf das auf die Gedichte namhaft zu machen.— 31) 32) 70 — ein Wien: 1781. Kunst des Fechtens u. Ringerkunst. Nr.) Ritterliche mannliche Kunst a. und Handarbeyt Fechtens und Kempffens». Zwickau 26. Messerfechten. 1610 und s. Johann Lichtenauer 's Lecküchner's (Ältere (Nürnberger Hs. zu Dresden. Paulus Hector Mair's Kunstfechtbuch. «Die (Bibl. Fabian von Auerswald. w. 3227 a vom über Jahre 1389. etc. Hergsell. 1570.-Mus.) Handschrift d. Im Anschlüsse an zeichnis Angaben möge noch Ver- Fechtbücher hier Platz finden. E.

Georg Paschen. d. i. Ritterliches Hauptschiessen M. Leibbeschirmende und FeinNürnberg 1713. De (Editio M. Ritterliche Fechta. . Argentinae 1652.) * Fabri daPadoa. Nürnberg 1616. Gymnasma. Neu Alamodische und Schirmkunst etc. w. Frankfurt a. 9. Tractatus duo juris duellici universi. 1611. G. Der Adelichen Gemüther Wohld. Andreas Schmidt. Fechtschul. zu Paul KaFs Fechtbücher München und Wien befindlich). . S erlin. und Leipzig 1683. vollständige Fecht-. 1612. 271 (bei Erwähnung des Augsburger Schiessens vom Jahre 1509). August Vischer. Werl ich 's Chronik von Augsburg. vom pag. * Sebastian Heussler. den Trotzbietende Fechtkunst. erfahrne Exercitien-Meister. Sutor. Moscherosch. toriae. Neu künstlich Fechtbuch. Joh. Des kunstreichen und weitberümten Fechtmeisters Fechtkunst. zum Fechten durch Michael Hundt.lenae 1617. * Ein new künstlich Fechtbuch und Balgen *J. De Witebergae 1579. Leiden. Fabri Italienische Elzevier 1606 und 1619. Alexander Doyle. s. M. ausführliche Description der Kunst des Fechtens in den gebräuchlichsten Wehren u. 1671. Mai 1671. etc. bis Frankfurt a. und Voultesier-Kunst. Argentinae 1621. Ringa. im Rappier.) Joh. i. * 77 — veris principiis artis dimica- von Gunter r od t. Nürnberg und Frankfurt (auf M. 1715. den Bibliotheken 2) Originalbeschreibungen verschiedener Fechtschulen und sonstige Nachrichten über solche finden sich in folgenden Werken: 19. bei Salvatoris J. * Frankfurt M. Nürnberg 1615. Newkünstliches Fechtbuch. (Neudruck ebenda 1849. exercitiis Aca- demicorum. Gumpelzhaimeri.— H.

7: Gladiatorium seu Gymnicum und pag. Lebensbeschreibung. Stuttg. Hs. 415 K. Bd. . 78 — von II. certamen». Neue des dem Leben deutschen Gedicht Volkes. vgl. Dasselbe ins Deutsche Christ. Tübingen 1578 gedr. Buch 157 ff. Frey tag. herausgegeben in der Bibl. Bl. Reisen und Gefangend. Friedrich von Reichstages daselbst). [Dazu Bilder aus ist auch die Schilderung bei G. Hans Ulrich Krafft's von Ulm Lit. Ulrich Erttell's Beschreibung des Stuttgarter Schiessens von 1560. Vereins. 383 — 386 (Fechtschule zu Troppau im Jahre 1583 bei Gelegenheit der Hochzeitsfeier des Herzogs Hans von Liegnitz und Brieg). übertragen stellenweise vermehrt vgl. Sachsen während des Stuttgart FlexeTs Beschreibung des Herrenschiessens zu vom vgl. 81b — 86b und 107 b— 109 a. Hochzeit Dietrich Graminäus: «Fürstlicher Güligscher etc Colin A° 1587 (enthält die Beschreibung der . im November 1575 Tübingen 1577 gedr. herausgegeben Bd. vgl. — 435.] Nicodemus Frischlin's Dorothea Ursula von Baden (in lateinischen vgl. vgl. 582 der Bibl. Tübingen). zu Gotha. Nr. 61 (1861.. pag. schaft (1616 verfasst). 1560 (veranstaltet von Herzog Christoph von Württemberg). Beyer. Dresden 1574 gedr. 325 der Heidelberger Bibliothek.— Sastrow's Mohnike. Greifswald 1823. pag. von pag. Benedict Edlbeck's Beschreibung des Schiessens zu Zwickau vom August 1573 (gegeben zu Ehren des Kurfürsten August von Sachsen). 146 ff zu vergleichen. Jahre Blatt 18 b. über die Hochzeit des Herzogs Ludwig von Württemberg mit der Markgräfin in Stuttgart Hexametern « verfasst). 47 (Nachricht von Fecht- schulen in Augsburg von 1547 bei Anlass der Gefangenschaft des Kurfürsten Joh. Blatt 10 b. 377 (Fechtschule in Krakau bei Anlass einer Hochzeit im Jahre 1583) und pag. 1862. Cod.

(Beschreibung der Fechtschule vom Mai 1585 in Stuttgart bei Anlass der zweiten Vermählung Herzog Ludwig's von Württemberg mit der Herzogin Ursula von Bayern. zum Liedern Sodann ist zu erwähnen: Hans Sachsens «Fechtspruch. in Beschreibung des Schiessens Fechtschule einer vom Bl. Nat. die uns in der Papierhandschrift Nr. Nicod. ver- . 208. die ich ihres Umfanges wegen hier zur Vervollständigung meiner Angaben nur kurz anführen Hinweis auf die Beilagen im vierten Abschnitte. die (26. Dresden. A.— Fechtschule 79 — in vom 19. Wolf gang F erb er 's September 1614 B. vgl. wo sie in Dahin gehören zunächst Nürnberger FechtschulApril bis 4. > — Hexametern abgefasst]. 3) Einige weitere Zeugnisse für das Fechterwesen und Ver- seine Beliebtheit geben noch folgende litterarische wertungen will unter desselben ab. Vgl. 4b (Beschreibung der 1614 daselbst. 1458 des Nürnberger Germ. Basel 1840. Hs. der (Darin ein Bericht über die Fechtschule bei Gelegenheit der Taufe vom des [Vgl. vom 27. März 1596 zu Stuttgart jungen Herzogs August von Württemberg enthalten. Juni 1585 Düsseldorf bei Anlass der Hochzeitsfestlichkeiten für Herzog Johann Wilhelm von Jülich und die badische Markgräfin Jacoba). Fechter. Ankunfft vnd Freyheit der Kunst». 3. 99/100. [in lat.b. Frischlin. 12.] Thomas und Felix Platter. «Gladiatorum certamen Tübingen 1585. s. Reime vom Jahre 1579 Oktober). Felix Platter's Lebensbeschreibung.). De secundis nuptijs Lvdovici. pag. -Museums aus bei dem Jahre 1671 erhalten sind (gedruckt Wassmannsdorff) oder Meistersinger und uns einen Vergleich mit den nahe «fürwurf» «reizunge» genannten Wettstreite Herausforderungen in der legen.) auch Dr. Septemdurch ber bei Anlass Prinzentaufe Herzog Johann Georg von Sachsen veranstaltet). unverkürzter Wiedergabe ihre Stelle finden sollen. Basler Bibliothek. Dresden 1615 gedr. III.

LXXII eine gereimte Fabel «Von zweien Fechtern». Anno 1 589 Götze Bl. nennen. (in der Hofbibliothek zu Weimar Dieses Gedicht enthält. 176 7 in Das vierdte Buch der Fabeln Esopi. auch von zwei Fechtmeistern handelnden. Weiter begegnen wir den Fechtern weitesten Verbreitung und ihres besten Ansehens noch bei Burkhard Waldis (vgl. Ferner der: «Ehren Tittel vnd Lobspruch «der Ritterlichen Freyen Kunst der Fechter. in auch bei Johannes Schwanksammlung Schimpf vnd Ernst» (1519 verfasst). 1570.— fasst 80 (vgl. etc «gestellet durch Christoff Rösener Bürger in Dreszden. II. deren Stoff übrigens (vgl. 46 ff. sich Dieselbe Geschichte findet dann. Hans Sachsens ner" s Fechtspruch werde beim Ab- drucke der beiden ebenfalls so verfahren. wie in seiner Schrift Wassmannsdorff Namen Ich den Abdruck über die Fechtschulen. die in seinem Esopus». Bd.) gezeigt hat. I. Juni I. dass ich Werk spruch mit RöseSachsens Fechtden ihm zukommenden. 72) aus Brant's Bearbeitung von Steinhöwel's Aesop-Lbertragung 129a [von zweyen Fechtern] und anderweitigen Quellen übernommen worden ist. Leipzig 1862. Freyheit. hat Hundert newer Fabeln» unter Nr. Freyheiten vnd Keyserlichen Privilegien. wo diese. zu pag. die Anmerkungen zu B. IV. (vgl. am 25. Er hat daselbst Ausgabe von H. auch « ihrer Ankunfft. Kurz. 1545 in Nürnberg Ausgabe von 408d—410b. von Rösener natürlich als Rahmen betrachte und weggelassenen Eingangs- dadurch als tum eines und Schlussversen versehe und selbständiges Mittelstück des Ganzen und Eigenandern Verfassers zu bezeichnen und durch in der Litteratur der Zeit ihrer entsprechende Zwischenräume hervorzuheben suche. nebst einer anderen. s. > gedruckt Dreszden A° 1589 befindlich). May. ohne seinen in sich. Meister des Schwerts. was immerhin als ein Beweis dafür gehalten werden darf. vnd « durch Keys. 824 ff. unter Nr. in Prosa wiedergegeben. dass die Einkleidung der Lehre in diese Gestalt damals jedenfalls sehr beliebt und zeitgemäss war. CCCX1 und Pauli seiner . Nr. Ausgabe von L612.).

— CCGXII zu (vgl. für die wenignoch jetzt einige Zeugnisse vorliegen. das wir zwischen den Fechtschulen und den nen Orten Schwerttänzen der Handwerkergilden an den verschiedeihres Vorkommens anzusetzen haben. glaubte ich aber diese Stelle wäre auf ihren Abdruck den Beilagen um so eher verzichten zu dürfen. des Stutt. Qsterley. und Fechtschule. Auch auf die gehörnten Siegfried Prosa-Episode eines (älteste im Volks buche Ausgabe von 1726. Bd. pag. ja fast eine gewisse Verwandt6 . 88 — 93) in eingestreute komischen Zweikampfes zwischen Zivelles den beiden Feiglingen Jorcus und noch zu verweisen. bleibt mir noch übrig. dass mir eine sichere und ausgemachte Thatsache zu zwischen beiden Einrichtungen und Gebräuchen sehr nahe und enge Beziehungen stattgefunden haben. pag. und bei der Darstellung des ersteren manchmal Vertreter der letzteren als Leiter der Aufführung beteiligt. der Bibl. Halle"sche Neudrucke Nr. stens teilweise Manche Angaben und Umstände deuten auf einen solchen Zusammenhang beider hin. unmittelbar oder nur in kurzen Zwischenräu- sind men aufeinanderfolgen. 81 — in die Ausgabe von H. Ehe auf ich diesen Abschnitt meiner Abhandlung be- schliessen kann. mit ein paar Worten das bereits in der Einleitung angedeutete Verhältnis einzugehen. als sich einer ziemlich allgemeinen Bekanntschaft zu erfreuen hat und auch nicht durch besondere nennenswerte Eigentümlichkeiten der Auffassung oder des Sprachgebrauches ausgezeichnet ist. die jeweilen auch in den verschiedenen sind. 198/9) ist. oder der Messerschmiede und von Angehörigen solcher Handwerke abgehalten finden. 81/82. dass wir die Schwerttänze an den meisten Orten von der Zunft der Kürschner. der Schwertfeger. 85 [Stuttgart 1866]. vom vgl. finden Lit. Vereins. Es scheint sein. und nicht zuletzt wohl die Thatsache. Fechtschulen Oft am stärksten und häufigsten vertreten Schwerttanz sehen wir beide Schaustellungen. So könnte man unter solchen eine unzweifelhafte Beziehung.

von Dinkelspiel. 18 in folgende zwei Angaben. auf welche bereits Müllenhoff (vgl. 183 Staatsbibl. des Ulmer Schusters Nr. hiess mit sehn namen Lienhart «Kienly. 14 und Bd. auch ain fechtmayster » «der fechtmayster Lienhart Kienly vff die sclrwerter «hinauff vnd schlug das bariss (wohl ein Paradehieb den vnsynigen gutteintag. dass die Fechtschulen die vermisste und fehlende Übergangsstufe zwischen die ja den frühesten und den späteren Überlieferungen des Schwerttanzes. Berlin 1871) mit Bedauern hingewiesen hat. 3C91 d. w as ain «da stond «schreinergsell. «Alemannia». Sebastian Fischer München. schwertdantz vff offenem «der den dantz «markt vor der burger zech etc. 14 (1886). der so genannt wurde). vnd den rayffdantz vff dem «schuchhauss (Verkaufshalle für die Schuhmacher und Vergnügungslokal wegen des grossen Saales darin). . Zunächst ff. zu aus der Chronik (vgl. tag hornung. Die engere Verbindung zwischen Fechtschule und Schwerttanz. aus Mit«Alemannia». aus der Fechtschulenpraxis. alda hielten sy «auch den schwertdantz. «der letst dantz. «vnd am weyssen suntag hielt der «nestler Lienhart Kienly fechtschul. wie «dan die fechtmayster allweg vff der fechtschul «schlahen». eingeschoben werden dürfen.».— schaf't 82 — vielleicht die nicht beider befürwortenden Umständen allzu als kühne Behauptung aufstellen. Bd. auch was ihre oft fast gleichzeitige Abhaltung anbetrifft. germ. in Cod.« «fiert was ein nestler gsell. scheinen mir besonders Bd. das was Das hiemit war das dantzen auss. in Und so Hesse sich jene Lücke der Entwicklung dieser Sitte wenigstens einigermassen in seiner ersten schliessen. Abhandlung über den Schwerttanz Festgaben für Homeyer. findet sich teilungen über den Schwerttanz in der Zeitschrift entnommen zu erweisen. «hielten die handwerks gsellen ain r . etc. mehrere Jahrhunderte auseinanderliegen. pag. ain mayster des schwerts «vnd der ander der jm halff den dantz fieren. Blatt 398 ab) folgende disem 1551 jar Stelle über einen «vff Schwerttanz Ulm: «In was der 9.

und Jungfrauen auch zwei «mit goldenen Ketten geschmückte Kronbräute teilnahmen». durch Formen wie durch zwischen eine innere Gemeinsamkeit. Lorenz begonnen wurde». 18 (1890). «an Dieser Abschluss der Schwerttanzaufführung durch ein geist dem ausser vielen Frauen wöhnliches Tanzvergnügen auch als eine Sitte beim Uberlinger Schwerttanze überliefert. trachten. nachfolgenden eingerahmtes Mittel- und Hauptstück zu bekein blosser Zufall. oder die Überlieferung wo uns wenigstens und dieser Mangel zu einer derartigen Annahme veranlasst. Sodann eine «weiter: «Am Montag ward gehalten. 249. Vgl. nur dass dort der Tanz ebenfalls im Freien. pag. dazu in «Alemannia». pag. 82/83 worüber «Alemannia». kriegerischen Auffassung Zusammenhang werden. Bd. 14 (1886). gleichsam. ist. welchen fehlt Nürnberg Fechtschulen stattgefunden haben. doch von der Abals von solchen haltung von Schwerttänzen daselbst wissen und umgekehrt. betreffenden Schilderungen über in wie in sie verschiedenen sei Chroniken Nürnbergs vorliegen: seit «Zur «Erläuterung noch bemerkt.— äussere der 83 — begründeten darf wohl als unbestreitbarer Beleg für einen nahen. dass der 1570 vor Nürn- «berg nicht gesehene «am Sonntag den < Schwerttanz 13. zu vergleichen Es heisst dort nach den diese Aufführung. dem Bathause «F echt schule «ein gemeiner am Dienstag und Mittwoch aber Tanz im Hause des Paul Pülzl am Bossmarkte. So haben wir der erwähnten Nürnberger SchwerttanzauftÜhrung die Fechtschule gleichsam als ein von den beiden übrigen Festacten. Bd. beiden Gebräuchen angesehen Eine ganz ähnliche Verbindung von Schwerttanz und Fechtschule ergibt sich aus einer Nachricht über den im Jahre 1600 in Nürnberg abgehaltenen Schwerttanz der Messerschmiede. in Vielleicht ist es auch in dass keine wir aus etlichen Jahren. Februar vor der Messerschmiede 1600 Joachim Nützel's Haus bei St. dem vorausgehenden Waffentanz und dem Tanzreigen. ob das eine Schauspiel zum Ersätze 6* des . etwa als Waffenspiel. auf der Strasse stattfindet.

a. 357) ganz «Man darf wohl die Vermutung aussprechen. wo für Nürnberg mehrmals die Lücken in der Überlieferung derselben durch Angaben von Daten Übrigens hat für die Schwerttänze ausgefüllt erscheinen.) Festschrift für E. Jahrhundert üblichen Fecht« Übungen der Bürger zurückgeht. pag. ich. Jahrhunderts enthalten». «dass die heutige Form unseres Schwerttanzes auf «diese im 14. so würden Anweisung. 1896. die allerdings seine Annahme der eigent- bei Aufführungen zwischen besonderen gewisse lichen Fechtübung des und als dem recht Tanzreigen innerhalb Waffentanzes eine Scheidung hinstellt. wie sie die Fecht«vielleicht in unserer «bücher des ein Gedanke. leider hier ohne jedoch schon für diese als vorläufig geäusserten An- nahmen einen endgültigen. Halle auf die Möglichkeit solcher Zusammenhänge zwischen Fechtschule einer Stelle und Schwerttanz hingewiesen und die Berechtigung einer solchen Vermutung ebenfalls durch Anführung zu es erhärten sei gesucht diesen . wie der Schwert«tanz getanzt werden soll. 15. beobachtet worden. dazu die oben gegebene Tabelle über die Fechtschulen. pag. einleuchtenden Nachweis beibringen zu können. noch Reste jener Kunst«ausdrücke nachweisen lassen. und 15. 0. 352 ff. bereits Wittstoek in seinem Aufsatze «über den Schwerttanz (in der Siebenbürger Sachsen- den Philologischen Studien. Wäre sich «mir die betreffende Litteratur zugänglich. an denen gerade «den Kürschnern vermöge ihrer numerischen und sonstigen «Bedeutung kein geringer Anteil zufallen mochte. An die obige Äusserung schliesst Witt stock sodann noch folgende Anmerkung an: «Selbst die Hermann«stadter Beschreibung des Tanzes scheint ausdrücklich zwischen Fechtübung und dem Beigen zu scheiden. Das ist dem gestützt auf eigene Beobachtungen. Sievers. nur meine lebhafte Zustimmung geben kann. . wahrscheinlich allgemein: Wittstock bemerkt zunächst (a.— gleiche 84 — Man ver- andern bewilligt und abgehalten worden wäre. 0.

358) nämlich: « will. verständlich geblieben. — dass dann eist der Festbezieht sich beginne-. die Gruppe der Schwerttänzer ursprünglich aus den 10 Tänzern. Er sagt (a. dass nach den Überlieferungen zwischen dass die Zahl der Teilnehmer 10 und 15 schwanke. a. Da scheint mir nun mit Rücksicht auf die bei Schwerttänzen aus anderen Gegenden sonst noch überlieferten Teilnehmerzahlen. ein Bruchteil germanischen Hundertschaft taktisch-administrative Einheit des Mittelalters bildet. 85 sie. Dieser Hinweis auf eine 355 wiedergegebene) kurze Anweisung über die der Zunftlade der früheren den Sehwerttanz.» Wittstock erwähnt dann. Das den werden Schwerter scheint allerdings darauf hinzudeuten. auf welche Dagegen ist mir unWeise Wittstock seine Ansicht über den in Frage stehenden Zusammenhang der beiden Bräuche durch die Teilnehmerzahl der Schwerttänze noch kräftiger stützen und begründen pag. bestanden der um dann gestützt darauf einen Zusammendie «die als hang mit der «Zehnschaft». . 0. betrachtet wurden. pag.— «denn in Punkt 19 bemerkt «tanz (a. und zieht daraus den Schluss. wird auch noch durch die Zahl «der Tänzer gestützt. «Meine Annahme. herstellen zu können. in seiner heutigen Form auf die Fechtübungen des «Mittelalters zurückgehe. 0. doch liesse sich Genaueres über diese Unterscheidung wohl nur schwer sagen und für unsichere Vermutungen ist hier nicht der Ort. dass die übrigen. Harlekins dem Vortänzer und einem oder zwei zu haben scheine. vorher erwähnten 18 Punkte des Tanzes mit den betreffenden Figuren mehr als als eine Art von «Fechtübung » und noch nicht eigentlichen Bestandteile des «Festtanzes >. dass unser Schwert- tanz. a. der dann wohl den Abschluss des Schwerttanzes zu bilden hatte. in 19 «Stellen zwei zu zwei zwei linien mit 3ten takt dem Schwerte in der seite die und «auf zusammen«geschlagen und der festtanz wird begonnen». älter als Kürsehnerziemlich enthält zunft zu Hermannstadt die entnommen und Abschrift Vorschrift: jedenfalls vorliegende folgende ist: dieselbe sich unter < Nr.

Ich darf mich bei den Spielleuten und Fahrenden um so eher kürzer fassen. Freilich werden sich uns im Verlaufe unserer Beschäftigung mit diesem Gegenstande noch genug . Teil. welche sowohl diese Verhältnisse im allgemeinen als auch die besonderen. so gleich mag Leben und Treiben seiner Angehörigen handeln kann. zu einer eingehenderen Betrachtung geeigneten Einzelfragen dieses Gebietes ich in ausführlichen jeweils für Erörterungen behandelt hat.— wie 24. aber keineswegs. Die Spielleute und das fahrende Volk. als ja schon eine recht beträchtliche Litteratur vorliegt. zwar wohl einzusehen. zu thun haben sollte. aus welchen die Schwerttänzer sich doch ausschliesslich remitierten und für deren Fechtschulen doch allein die gesuchte Beziehung in Frage kommt. vergleichenden Teile der bunten Untersuchung auch noch kurz des Mannigfaltigkeit Spielmannslebens zu von vorneherein darauf hinsich hier nur um einen gedrängten gewiesen werden. lichen 70. 86 obige — Annahme einer ursprüng- 180 etc. und da also das Nähere nur auf die betreffenden Schriften hinweisen kann. Wenn mit wir uns nunmehr dieser als Übergang zum dritten. die «Zehnschaft doch ich auf Widerstand zu stossen. Jedenfalls scheint mir auch in dieser Frage das letzte Wort vorerst noch nicht gesprochen und noch gar manche neue Erfahrung und Erkenntnis einer späteren Forschung über diesen Gegenstand vorbehalten zu sein. II. was das Ausserdem vermag Princip der «Zehnschaft» etwa mit der Heeresorganisation im Allgemeinen. um mich einer allzugrossen Abschweifung auf allerhand Nachbargebiete und den sich daraus ergebenden Gefahren oft möglichst zu entziehen. dass es Überblick über die geschichtliche Entwicklung desselben und das befassen haben.. was es mit den kriegerischen Fechtübungen im Besonderen oder etwa gar mit den eigentlichen Fechtschulen der Handwerkerzünfte.

öffentlicher Schaustellungen ja sogar der strengen Justiz. die man mit dem stehenden Ausdrucke «varende» oder «gern de diet» bezeichnete. zunächst die Geiger. einen weit umfassenderen Umfang und eine viel allgemeinere Bedeutung als heutzutage. und volkstümlicher Belustigungen. Marktschreier. sie also entweder nach ihrem unstäten Wanderleben oder nach ihrem lohnheischenden Gewerbe characterisierend. Harfenschläger. bei die kriegerischen später die Musikanten Heerpauker und TurmMusik truppen und Herolde bei Hofe. wie friedlichen. Trom- peter und Posaunenbläser. Drehorgelspieler. Akrobaten. was wir meistens mit genaueren Angaben ihrer speciellen Künste oder Beschäftigungsarten als Gaukler. Klopffechter. wie uns zahlreiche Stellen in Glossensammlungen und und wo Wörterbüchern und die verschiedenartige Verwendung desselben in den litterarischen Denkmälern zeigen. Lotter- . Taschenspieler. Ringkämpfer. die Stadtpfeiffer. kleinen Gruppen von Instru- mentisten. Fiedler. Wunderdoctoren und wie sie sonst noch alle heissen. Sa ckpfeiffer. der Kunst in Taufen. Tierbändiger. bläser. benennen. Bänkelsänger. etwa bei Strafumzügen etc. Jongleure. So fiel unter diesen vielumfassenden jetzt Sammelnamen alles. Man verstand darunter die eigentlichen Spielleute. stellten. 87 — eine weitergehende fast wo sich Be- handlung der ich gestreiften Fragen aufdrängen würde. Der Begriff des Spielmanns hatte in früheren Zeiten. Pauker. Messen und Kirchgänge. überhaupt. Zu ihnen rechnete man aber weiter die ganze buntscheckige und ewig ruhelose. Bärenführer. den Dienst der Tanz- Hochzeiten. musik. Athleten. Andererseits gehörten die aber auch die fahrenden Sänger und Dichter.— Gelegenheiten darbieten. beim die die Heere ihre und grossen festlichen Auf- zügen. Zauberer. Trommelschläger. Pfeiffer. Seiltänzer. Possenreisser. leichtlebige Schar aller derjenigen. mich hier leider nur mit einem kurzen Ausblick und einer mageren Andeutung begnügen muss. Kunstreiter.

Raritätenhändler und Jahrmarktsfeilscher.— pfaffen. die bettelnden Handwerksburschen und Landstreicher. Mausfallenhändler und Scherenschleiffer der späteren Zeiten. die wechselvollsten Stellungen und Wert- schätzungen im socialen Leben. in was der der auf möglichst Erwerb ausgehend weiten Welt herumtrieb. die herumziehenden Fechtmeister und Kriegsknechte. es ihnen gleich- thun zu können oder gar noch zu Solche . Komödizu anten sich und Schauspielergesellschaften 'Fahrenden. so haben auch die Spielleute und mit ihnen oft gemeinsame Sache machenden fahrenden Sänger und Dichter von der Zeit ihres frühesten Auftretens bis in die neueste Zeit hinein die verschiedensten Phasen der Entwicklung. Gauner und Betrüger. dass eine von Rechtswegen kaum behandelt werden darf.' leichten dieser Klasse der man darf alles. die Zigeuner. die früher schon auch die wandernden Kurz. so class die Geschichte ihrer Entwicklung und Schicksale getrennte für beide sie Teile eine so gemeinsame als genannt werden muss.und als Volkskreise aufzuweisen. einen Wettstreit ein und sind stolz darauf. zu jener grossen Gruppe fahrenden Leute rechnen. die gewerbsmässigen Falschspieler. Fürsten und Ritter ja sie höchstem Ansehen. Korb. gelten als verehrte Erzieher ritterliehen .und Kesselflicker. Zunächst stehen sie wertvolle Träger und Hüter der schönen Künste an den in Höfen der Könige. die mannigfaltigsten Einflüsse auf Sitten und Gebräuche der verschiedenen Gesell- schafts. Polakken. Studenten Geistlichen. die Hausierer und Wahrsager. die mit den Spielleuten wiederum nahe verwandt war und in den engsten und vertrautesten Beziehungen stand. Ihre Herren ihrer selbst bei der Ausübung sie und Lehrmeister der und Beschützer lassen sich hohen Kunst mit ihnen in übertreffen.lugend. Wie die Kämpen die und Fechtmeister. und 88 — die vagabundierenden Schüler. die Krämer und Quacksalber. die Spruchsprecher und Pritschenmeister.

Bald aber stellen sich diesen übergünstigen Verhältnissen und der verlockenden Aussicht auf leichten und reichen Gewinn im Dienste der vornehmen Fürsten und Herren an den Höfen auch schon die minderwertigen unkünstlerischen und schmarotzenden Elemente ein. wie sie den Dichtern der Heldenweisen. — — die Sängerbrüderschaften und alle derartigen Einrichtun- . So sahen sich denn und weltlichen Herren. von Brotneid hervorgerufenen Streitig- keiten unter einander zu einer wahren Plage die geistlichen ihrer Gönner der werden. wie uns das aus dem angelsächsischen Helden- gedichte von Beowulf und in der häufig angeführten Stelle dem Gesandtschaftsberichte des Priscus ist. des Turnier- wesens und der prächtigen bei Hoffeste und Aufzüge. Die nächste Folge dieser Bedrohung mit Kirchenstrafen und des Ausschlusses von den Festen der vornehmeren Höfe von der rechtlichen Stellung werde ich im dritten war nun der Teile noch eingehender zu handeln haben Zusammenschluss der Spielleute und Fahrenden unter sich. in ersterer Linie aber natürlich kirchlichen Zucht und die Vertreter Ordnung bald genug veranlasst. Andächtig lauschen die Helden und das Hofgesinde den Weisen der Sänger und den Klängen der Kampfmusik und der die Spielleute. durch ihr rücksichtsloses Auftreten und die beständigen.— Verhältnisse finden wir 89 - z. So entstanden die verschiedenen Pfeifferbrüderschaften mit sogenannten Königen oder Spielgrafen an der Spitze. dieses Gesindel von ihren Festen wegzuweisen und mit den schärfsten Strafen und strengsten Massregeln zu bedrohen. die mit unwürdigem Lob und frechem Tadel sich Gunst zu erwerben trachten und durch die grosse Anzahl. und die gepriesenen Ruhmesthaten Begeisterung bei Vorfahren erwecken Mut und in den Nachkommen. vereint mit Streitlieder. des Frauendienstes. B. noch in dem lateinischen Roman von Ruodlieb und im Gudrunliede. Attila's überliefert vom Hofe König Den Höhepunkt dieser Wertschätzung deutschen Rittertums mit seiner bildet die Blütezeit des Pflege der Minnedichtung. zum Vortrage der bringen.

Mit dem Ableben des Rittertums und dem Verfalle höfischer Sitten. oder traten nunmehr in der Form von Brüderschaften wieder direct welche im Anhang aufgeführt mit der Kirche in Beziehung. mit dem zunehmenden Aufschwung des Bürgertums. verweisen rauss. Das Heerwesen geleitet und organisiert und die Städte hatten ihre eigenen Truppen und für diese auch ihre eigenen Spielleute. Und wie das Kriegs. in gänzlich entstellter Fassung und fremd- . des Minnesanges und der Ritterdichtung überhaupt. die sie im Ernstfalle wie bei festlichen Anlässen. was an spärlichen und bereits stark entarteten Resten noch zu retten war. wurden. Es sind die Zeiten der Stadtpfeiffer und Turmbläser.und Waffenwesen allmälig auch von den bürgerlichen Ständen und besonders den zünftigen Handwerkern von den Rittern abgesehen. die sie als einzelne ausgestossene Kinder der Sünde verloren hatten oder doch zu verlieren befürchteten. dem Erblühen der deutschen Reichs. des zünftigen Handwerker. der Heerpauker und Heer- trompeter. die aus jenen Zeiten überliefert sind und für deren nähere betreffenden werden sollen. übernommen und weitergepilegt wurde. so gingen auch die friedlicheren Künste mit der Zeit ganz an diese Stände über. Nach dem Verblühen der höfischen Poesie. jenen beigesellten. diese letzten Überbleibsel einer einst frei kräftigen und ursprünglich und leicht hinfliessenden Dichtung von der philisterhaftbürgerlichen Meistersinger- trockenen und durch Formen.— Betrachtang ich auf die 90 — Einzelabhandlungen. um unter gewissen Bedingungen von dieser die Heilsgnade wieder zu erlangen oder sichergestellt zu erhalten. gen.und Regelzwang eingeengten und verknöcherten Kunst der oft schulen. Diese Verbindungen von Gewerbsgenossen stellten sich dann auch noch besonders unter den Schutz gewisser hoher weltlicher Fürsten und anderer Herren.and Handelsstädte.und Gewerbewesens gingen auch die künstlerischen Betätigungen und Unterhaltungen des früheren Ritterstandes in bürgerliche Hände und volkstümliche Formen wurde nunmehr von den Stadtbehörden über. in die Stadtfarben gekleidet.

und zwar ebenfalls um die gleiche Zeit. nachweisen ihrem Abschlüsse nahe gekommen war und bereits deutliche Spuren des beginnenden Verfalles zu zeigen begann. Zahlreiche Sittenmandate. das sich in früheren Zeiten an den Höfen der weltlichen und geistlichen Fürsten. stellen seine verschiedenen Künste zur Verfügung zu und seine manchmal recht einträglichen Dienste den freigebigen und kunstliebenden Behörden oder dem neugierigen und schaulustigen Publicum anzubieten. heit oft w. unpassendem Gewände der Nachwelt das lustige und leichtlebige Gesindel. die daselbst nur allzu leicht und allzu häufig Gelegen- bot. Processionen. seit der Mitte des 15. Die «Musici und Instrumentisten» schlössen sich den wandernden Schauspielergesellschaften an und standen häufig im Dienste minderwertiger Schaustellungen und schlechter . wo sich ihm bei den vielen Messen. Schiessen und sonstigen Volksbelustigungen. s. Ratserlasse und Verfügungen aus den verschiedensten Städten und Zeitpunkten sind uns noch erhalten. Schauspielaufführungen stattfanden. hinauf in den Anfang des 19. bewirtet teils verachtet und höchstens geduldet. da war es auch sonst mit Musik und Dichtkunst nach alter Tradition schon überall ziemlich schlecht bestellt. oder gar heftig abgewiesen. Märkten. Und nachdem auch die Blütezeit des Meistergesanges. All 91 — überliefert. Tauffeierlichkeiten. wie bei den grossen Festlichkeiten bei Besuchen gekrönter Häupter. beim niederen Volke sowohl als auch bei den höheren Ständen des Bürgertums war. Kirchenfesten. den man fast in den meisten grösseren und kleineren Städten.. die beweisen. herumgetrieben zog sich jetzt in grossen Massen in die sicheren Städte hinein. teils gern gesehen und reichlich hatte. Jahr- hunderts bis kann.— artigem. aus welchen wir auch Zeugnisse für die für das Bestehen von Fechtschulen oder Aufführungen von Schwerttänzen haben. Reichstagen. wie stark oft die Zerstreuungslust und das Bedürfnis. ja selbst in den Vorhöfen mancher Klöster und belohnt. mit möglichst viel Prunk und äusserem Glänze aufzutreten. u. bei Hochzeiten..

mit welchen. annahm. so 92 — und dass sich ihre letzten Überreste Ausläufer heutzutage noch in den Sackpfeiffern und Dreh- orgelspielern unserer Stadt.— Künstlertruppen. Und nicht viel besser war das Schicksal der Sänger. So wäre man denn schliesslich auch mit der früher so hoch stehenden und fast als etwas Heiliges verehrten Kunst des Sängers und Dichters im Laufe ihrer in Entwicklung in rasch absteigender Linie zu einem Tiefstande gelangt. die von den noch leidlichen Erzeugnissen des Meistergesanges zu den schalen und geringwertigen Machwerken der Spruchlassen sprecher und Pritschmeister fand. woselbst es unter bestimmten Gesichts- und ausführlicher dargestellt und mit den entsprechenden Zeugnissen belegt werden soll.und Fechterwesens Parallelismus in worden ist. die mir von Interesse erscheinen.und Landjahrmärkte und Kirchweihen unschwer wiedererkennen lassen. Es mag an dieser Stelle noch auf einige Einzelfragen eingegangen werden. scheinbar so verschiedenartigen und so wenig Beziehungspunkte aufweisenden Stände wird uns im dritten Teile meiner Untersuchung noch näher zu beschäftigen haben. bis auch diese ihre sich erniedrigen musste und zu Hanswurst. in Verbindung mit den entsetzlichsten Genüssen unsere Ohren jetzt noch in und bei bestimmten Gelegenheiten begewissen Gegenden musikalischen . wie das .und Dichterkunst. Dieses nicht zu verkennende Endergebnis eines der gewissen deutlichen Entwicklungs- geschichte dieser beiden. Zunächst kommt für die Anschauungen punkten genauer betrachtet. der in dem «fechtenden» Handwerksburschen als ganz ähnlicher Weise des edlen und stolzen der letzten und niedersten Stufe erreicht Kämpen.und Narrensprüchen Verwendung am tiefsten stehende Erscheinungs- form. verschiedener Zeiten über die Spielleute und Fahrenden und den Wechsel ihrer socialen Stellung und gesellschaftlichen Wertschätzung immer wieder jene Frage in Betracht. leidigt werden. deren weitere Behandlung und endgültige Lösung hier aber noch nicht versucht werden kann. die des «Moritatengesanges und der Bänkelsängerei».

in den Augen der Freien und Vornehmen wie der Gesetzgeber. nach welcher es sich nicht um den «Ehrverlust» dieses Standes handeln soll. Andererseits hat aber Haupt zum Erek v. beide ihre volle Berechtigung haben und beide ganz wohl nebeneinander Sie bestehen können. die mir noch sind keineswegs erledigt zu sein vorhanden. ohne sich gegenseitig auszuschliessen. dass mit der Abhandlung über Freidank pag. so hat er dafür zahlreiche Belege. sind nur aus verschiedenen Gesichtspunkten hervorgegangen.— «guot 93 — sei. eben seinen indem er deren Freigebigkeit in seinen Liedern überall preist und der weiten Welt verkündet. Im Anschlüsse an letztere Erklärung ist dann Burdach in seinem Buche «Reimar der Alte und Walther von der Vogel weide» (Leipzig Spendern «Lob und Ehre» 1880). welche sich für beide aufbringen und noch reichlich vermehren lassen. Wenn Grimm in seiner diesen Ausdruck dahin erklärt. dafür aber auch sich durch reichliche Gaben von diesen entsprechend entschädigen lässt. die das Recht und die Richtigkeit seiner Auffassung erhärten und nicht bestreiten lassen. sondern nur darum. wenn man genauer zusieht. 2167 mit ebenund ebenso zahlreichen und unwiderlegbaren Beweisstellen seine Gegenansicht äussern können. dass die Spielleute und Sänger durch das ihren Herren gespendete Lob auch für sich . umb ere nemen» aufzufassen scheint. die nach den verschiedenen Zeugnissen. hinfällig «Sichzueigengeben» geworden sei. 64 Annahme von Geld und anderen Geschenken für ihre Leistungen bei dieser Klasse von Leuten der germanische Ehrbegriff durch dieses und Verzichtleisten auf die freie Persönlichkeit und willkürliche Äusserung von Lob und Tadel. dass er «für gespenin den Anmerkungen soviel Recht deten Lohn» durch seine Kunstleistungen einträgt. Bis jetzt zwei einander ziemlich schroff gegenüberstehende Erklärungsarten die. eben thatsächlich schon damals bestanden haben und eine doppelte Auffassung der in Frage stehenden Bedewendung zuliessen. 132 noch einen Schritt weiter gegangen und hat darauf hingewiesen. pag.

die eine derartige Unterscheidung in Bezug auf rechtliche und sociale Stellung einigermassen erklären würden. über 94 — sie selber den Preis der Ehre gewannen. über Leben pag. noch auch ist die einzige Geltung zu beanspruchen hat. den mit Stolz dem sie eifersüchtig wachen und den schliesslich sie sich heftig streitig machen. Anm. Guessard et C. dieselbe dem Buche und Dichten Walther's von der Vogelweide (1882. Ich gebe solche Stelle. Aus die ähnlichen Gründen wohl auch weltliche Behandlung dieser Berufszweige durch bei das Recht und das Kirchengesetz so merkwürdig verschieden und inconsequent. chanson de geste. stellt teils teils durch eifersüchtige durch strengkirchliche Verachtung entdie aufrichtige in sind. die gleichsam verschiedene Rangstufen unter den fahrenden Leuten unterscheidet und auch sonst von nicht geringem Interesse ist. höher. Bonn) von Wilmanns entnehmend. VI. oder aber Äusserungen ihrer Gegner und Feinde darstellen und darum Geringschätzung. citiert hat. oder doch wenigstens von Gesinnungsgenossen derselben herstammen. Paris 1860. Grandmaison. Es scheinen allerdings der verschiedenen Behandlung dieser Leute durch Recht in und Kirche Scheidungen derselben verschiedene Kategorien. indem Sänger sie entweder aus den Kreisen der Spielleute und selbst.— beanspruchen. wieder. Jahrhunderts und lautet wie folgt: «Summa de «Cum «igitur meretrices et histriones veniunt ad confessionem. Sie entstammt einer penitentia» des 13. dass nämlich stets eine sehr subjective Färbung zeigen. Freilich bei allen diesen Belegstücken Eines sie wohl zu beachten. so dass man zeigt jener Zeiten nicht mehr immer sich ihnen Anschauungsweise vorfindet. der sie daselbst pag. die sich alle durch Stellen aus der zeitgenössischen Litteratur belegen lassen und von welchen wohl keine weder absolut unrichtig ist. hier doch eine sind dieselben durchaus nicht durchgängig gültig und Spuren davon nur sehr spärlich überliefert. vorzu- liegen. .und niedererstehende. 296/ 7 nach Huon de Bordeaux. publice par F. So haben wir drei verschiedene Auffassungen nebeneinander.

«qui habent instrumenta musica ad delectandum «homines. quare prohibet apostolus cum talibus sumere.. Sed «notandum quod tria sunt his tri onum genera. principum hominibus et vitas sanctorum. Sunt eciam alii histriones «qui nichil operantur sed curiose agunt. eis 95 — nisi penitentia. qui Sunt autem alii. alio modo. non habentes «certum domicilium. sicut « < ut faciant dictum bene possunt sustineri suo.. «abstineret «est do- dummodo (|iii a predictis lascivis turpitudinibus. et omnes tales dampnabiles «sunt nisi relinquant officia sua. sed circumeunt curias magnas «et locuntur opprobria et innominias de «et absentibus: tales dampnabiles sunt.. non «sed cantant gesta principum instrumentis suis. tales. quod omnes peccant mortaliter Notandum danl . quod non. sicut «civiam. alii «dampnabiles sunt. salvari ex toto talia officia quare aliter non possunt . suis faciunt egritudinibus vel «in « angustiis faciunt 1 non faciunt innumeras turpitudines sicut «qui udun vel t saltatores et saltatrices et alii in ymaginibus inhonestis. Est < enim frequentant potaciones publicas gationes ut et lascivas congreet tales < cantent ibi lascivas cantilenas. «vel induendo horribiles larvas. et «cibum «ad dicuntur tales «quare ad nichil aliud utiles sunt nisi scurre sive magi. utrum posset salvare animam suam in «quesivit ab eo papa. sicut ait Alexander papa. solatia hominibus. «minus papa. Cum quidam joculator quereret officio ab eo. qui movent homines ad lasdicuntur joculatores qui et in «cantant «et gesta solacia suis. ad devorandum et tertium genus his tri onum.— «non est danda «relinquant. utrum sciret aliquid aliud opus unde igitur «posset vivere. et quasi «faciunt «tationes vicleri quedam Si fantasmata per faciunt incantalia. Permisit Respondit. «transformant et transfigurant Quid am corpora sua per turpes saltus «vel per turpes gestus. vel denudando corpora sua turpiter. quod ipse viveret de officio suo. autem est. sed talium duo sunt genera: quidam maledicendum.

— « 96 — 1 scurr i s ve 1 «nibus «nichil Bibl. Buch III. 209 und Osenbrüggen. a. während uns weitere Ausfalls führungen über die betreffenden Institutionen. w. solche vorhanden waren. 0. s. Ich weise nunmehr noch auf ein mit dem eben besprochenen Punkte in engem Zusammenhange stehendes Gebiet hin. 137/8 und pag. Gallen II. in den meisten Fällen noch ausstehen. Denn für eine culturgesehiehtliche und sprachwissenschaftliche Erörterung dieser Verhältnisse solange ist. Leider muss auch hier betont werden. Sängergesellschaften u. das auf dem Basler Concil in eine Brüderschaft von unserer lieben Frau umgewandelt wurde (Urkunde von 1502. T gewährt. fol. vor allem ihre Statuten und Mitgliederverzeichnisse.loh. 161/2). in vom heiligen von Arx. J. r°. de la 1552. was für eine zusammenhängende Gesamtbetrachtung ein recht empfindlicher Mangel ist. . dass es aber meistens eben nur stark ver- streute Einze'. aliquid aliud lecatoribus v e predietis histriosuo. nackte Thatsache des Bestehens Elsass. col. der Bruderschaft der fahrenden Leute Kreuze St. Pfeifferbrüderdasjenige schaften. Sorbonne 91. Müller. des zürcherischen Pfeifferkönigreiches (Ur- kunde von 1431). so hier zwischen den «histriones und scurrae» einerseits und den «joculatores» andererseits. wie dieses von der Kirche beurteilt w urde. Stu dien pag. wir nur die solcher Verbindungen — wie etwa der Pfeifferbrüderschaft im vgl. der Spielleuteverbände. de Histrionibus dare est quam perdere etc. bildet zumal es auch sonst noch einen trefflichen Einblick in das Wesen der Spielleute jener Zeit und die Art. Osenbrüggen a. Uznach (vom Jahre 1407. etc. pag. Imp. Bechtsgeschichtl. Wien (1282 oder 1288?) ge- gründeten Nicolai-Bruderschaft der fahrenden Spielleute .. Der Geschichte Schweiz ferner einer in St. 1. 2. weil es einen guten Beleg für die Vornahme jener Scheidungen.) Ich habe dieses Zeugnis hier wiedergegeben. Eidg. dass zwar an vereinzelten An- gaben über solche Einrichtungen eine ziemlich beträchtliche Anzahl vorliegt. vgl.mitteilungen sind.» (Ms. 136). v.

f. Paul's Grundriss d. wie Plate's Aufsatz über die Kunstausdrücke der Meistersinger in den Strassburger StuIII dien. litt. A. dass sich auch auf diesen Gesolche Behand- bieten eine eingehende Detailforschung noch sehr fruchtbar und anregend erweisen kann. 163 und d. für die vorliegende Untersuchung III. Litteratur und Sprache. s. der confrerie de Strassburger Studien. gelehrt. 317 (vgl. Spielleuten bereits dass in zwischen den früheren Zeit.. III. (1888). hat mich die erfolgreiche Benützung solcher Arbeiten. w. Meine Annahme. 147—225. und 322). von ihren Gebräuchen und Einrichtungen aber so die gut wie nichts überliefert erhalten. Vereins. Kämpen und der wie es später zwischen den Fechtschulen und Meistersingerschulen 7 . 97 gerin. Anz. Bd. 213 214 (1897) und anderer ähnlicher einzelne. Stuttg. Drescher's Ausgabe d. pag. Der zwischen den Fechtern und Kämpen einerseits und den Spielleuten und Fahrenden andererseits bestehende. 1 . 245/6). Bd. so dass sich vorerst nur blosse Vermutung gewisser entwicklungsgeschichtlicher Zusammenhänge und Be- ziehungen auch unter diesen gesellschaftlichen Organisationen der Spielleute aussprechen der in lässt. die mir wenig- stens nicht unwichtige Beiträge und Fingerzeige liefern konnten.— (vgl. pag. Bd. II 2. Jedenfalls hat sich mir an Hand vorgenommenen Untersuchungen manche Einzelheit erst ihrem vollen Werte gezeigt und wurde ich dabei zu der Überzeugung geführt. 31. la Sainte Chandelle d'Arras Z. der in Frankreich bestehenden confreries du Puy u. Teil. entParallelismus wicklungsgeschichtliche und seine verin schiedenen Ausdrucksformen in im Rechtswesen und socialen Verhältnissen. nur äusserst wenig ge- wonnen. Bd. — Phil. — kennen. Denn dass gerade lungen von Einzelfragen für unsere Zwecke wertvolles Beweismaterial zuführen können. in der Bibl. der Meistersinger-Protocolle aus Nürnberg von den Jahren 1575-1689 u.

ist nunmehr meine Ausdrücken bezeichnet und dass beide Aufgabe. kempen . 45 lautet die Stelle Scheinbusse. im Verlaufe ihrer geschichtlichen Entwicklung nebeneinander hergehend gewisse Tiefstände und Höhepunkte gemeinsam aufzuweisen haben. 150 zu III. occidere licet-. auf verschiedene am deutlichsten aber in Litteratur und Sprache ihren Ausdruck fanden. die uns teils durch geschichtliche teils und rechtliche Denkmäler. uns von der gleichen oder wenigstens äusserst ähnlichen Behandlung Kämpen und einen durch gesetzliche Bestimmungen den Nachweis sollen. Manche kleine Anhaltspunkte weisen aber des entschiedensten auf derartige Übereinstimmungen zwischen beiden hin. wo C. eben durch sprachliche Ausdrücke und ihre litterarische Verwendung dargeboten werden. die sik to egene geven.— ganz offenbar zu Tage 98 — gegenseitige tritt. mit gemeinschaftlichen es besteht wohl kein Zweifel. wozu auch die vergleichen ist. sine compositione C. erbringen Die «lex Frisionum> hat eigenen Abschnitt «de hominibus. um die Berechtigung der geäusserten Vermutung zu beweisen. Ich beginne die mit der Anführung der einiger rechtSpielleute licher Belege. ohne dass Wergeid zu an erster leisten wäre") occidi possunt». gleich Stelle heisst: «campionem C. «speiluden unde alle den. gewisse Bezieh- ungen und culturgeschichtliche Zusammenhänge bestanden haben. die in der verschiedensten Weise. 1. Vielfach werden die beiden Berutsklassen zusammen genannt. es 5. wenn sich auch dieser Parallelismus bis jetzt oft nur an ganz vereinzelten Stellen seines grossen Verlaufes noch deutlich nachweisen lässt. «en «den gift man to böte den scaden enes mannes. welche diesen zur Rechtlosigkeit erniedrigten Ständen zu Teil wird. folgendermassen: «Papen- «kindere unde die unecht geboren sin. Im Sachsenspiegel über die Art. kann sicli Thatsachen und Zeugnisse stützen. und diesen etwas genauer nachzugehen. qui sine compositione (ungestraft. den gift man to böte vuder houwes alse twene jarge ossen getien mögen.

«kint. zwcn besemen und ein schaere ist «der reht. 38. den gibt man ains mannes schaten von der simnen. nement und die sich ze aigen geben «hant. bezeichnet in folgenden beiden Stellen. mit der räch sol im gebezzert sin». 402. Es dort alle 41: «Kemphen und sint. die sint. swer in iht laides tut. lip und hüt und här die erlediget habent. der sol zu ainer «an schinet und sol da diu sunne der spilman dar gan oder der sich ze stan. sint unehter liute buoze sint git harte fromen und doch darumbe gesät. ob 38 «si elichen hirät tuont: erbent aber niht kein erbeguot». zu welchen sind pag. wende «aigen ergeben hat. Wackern): «Spillüten und allen den. die ire mit düve oder mit «rove oder mit anderen dingen verwerken». «den git man ze buoze den blick von einem kampfschilt «gegen der simnen. das schwäbische Landrecht (305. Ane buoze unehte liute. 1 Dazu ist Sachsenspiegel und Schwabenspiegel I. Lesebuch 3 Wien. Ferner heisst es 283: «Spilliuten git und «allen die sich ze eigen gebent. Noch deutlicher und ausführlicher ist die rechtliche Stellung dieser beiden Stände und die Kategorie von Verbrechern. twene besmen nnde der böte. die (vgl. sint alle «rehtelos. daz der buoze «des richters gewette volge. I. «doch swer so ir einen wandet oder roubet oder toetet . gewinnent ir reht. spilliute und die unelich geborn oder oder «die diubheit oder roub [den rehten sträzroup] süenent oder «widergebent und des vor gerihte überwunden «die ir sint. kemphen und ir kinden. und sol den schaten an der wende «an den hals slahen. I. 255. unelich geborn si I. «daz ist also gesprochen. sie gerechnet werden. Wein hold. stimmt Senkenb. zu vergleichen.— «en schere is 99 — recht «unde iren kinderen den gift man to böte den blik von «eme kampfscilde jegen die simnen. daz man «die gut für ere «in bezzern sol. iriu K. 174). Ähnlich beSchilt. den man ze buoze «den schaten eines mannes. dem Spiegel deutscher Leute entnommen 1875. heisst Mhd. die ir reht mit cliupheit oder roube verwurkent «oder mit «lützel andern dingen.

2. mit der aus Vergleicht man Stelle dem Spiegel deutscher Leute citierten 41) gleichlautende I. welche dieses erklärt als: datvornem van «veddeleren unde eren genot en. um ihn in der Ausübung seines Ge- werbes weil mehr als andere zu sichern. Bestimmung des gleichen Rechtsbuches 50. weil eben ihre Thätigkeit geschätzt doch wurde. einigermassen Kunst betrachtet und alte Es gibt sogar eine Rechtsbestim- mung. die Spielleute im eigentlichsten Sinne des Wortes von der ganzen grossen Gesellschaft weitaus die geachtetsten waren und sowohl in rechtlicher Beziehung wie. so wird man zu der Vermutung kommen. Ho- meyer) «unde «sünet 38. die gerade den Harfenspieler gegenüber dem gewöhnlichen Menschen gegen Verletzungen besonders in Schutz nimmt. was ihre sociale Stellung anbetrifft. welche lautet: «AI si ok en man speleman oder unecht geboren he n'is «doch dieves noch roveres genot nicht. 1: «Kempen unde kindere. alse man «kempen up ine leden möge». mer wete dat gokelere «unde toverere ok speilüde heilen». Grad nachdem «rehtlosen es sich liute» innerhalb der grösseren Kategorie der Musikanten» oder um die «eigentlichen Spielleute um die geringer geachteten «Gaukler Jedenfalls und und dass Zauberer» handelt. mit einer späteren I. und die Glosse zum Worte «speleman». 100 — den fride an in brichet. darf man annehmen. dass wie die geistlichen Würden- träger in ihren Erlassen gegen das fahrende Volk gewisse Unterschiede gemacht haben zwischen den Vertretern der verschiedenen Künste • — ich habe im zweiten Abschnitt jetzt ein Zeugnis davon angeführt. «oder unrehtiu wip nötzoget und über in rihten nach frides rehte». worauf ich verweisen je so auch die Rechtsbücher kann Bestimmungen einen verschiedenen . — in der Schärfe ihrer aufweisen. spelüde. (I. des Sachsenspiegels ir (Ed. eine bessere Lage aufweisen als als die meisten anderen ihrer Berufs. Dieselbe . die diuve alle die unecht geborn sin unde oder rof die sint alle rechtlos».— «man sol die.und Standesgenossen.

ein solcher Spielmann war also gleichsam viermal höher gewertet als ein gemeiner «künsteloser» Mann. [Sitzungsberichte der kais. S. allerdings Zeit fällt als die späteren auch noch in eine viel frühere Bestimmungen widersprechender und Ähnliche Spott. (1854. 141). Bd. qui verbis vel aliqua «indisciplina hoc erga ipsum meruerit. Meiller. quas eidem hilariter superacldat». dem richter darumb nichtes niht. < Joculatoren recht für Haimburg [Cod. Alt- . quam alteri ejusdem conditionis homini». XIV] findet sich die gleiche Bestimmung (vgl. Zappert's «Über das Fragment eines Liber dativus». phil. 151- (vgl. Anglorum art. dazu auch Rössler. si hoc probaverit. entnehme. Eine rechtliche Minderstellung der und Fahrenden bezeugt auch eine Stelle des Stadtrechts von Landshut aus dem Jahre 1279 bei Gaupp. wir lesen dort: «Ob aver ieman siecht einen leichten «man. Archiv d. 10. Thuringorum 20) «compositione. was als das gerade Gegenteil der sonst üblichen Anschauungen erscheint. «nichil det iudici. verberato etiam nichil praeter tres «piagas. denn drei sieg. 134) heisst eine Stelle: «Si autem aliquis verberet aliquam inhonestam personam «garzionem vel levem ioculatorem. Archiv d. XIII. Wa pag. deren Classe Bd. kais. sich I. pag. in 1. wie sie die oben ange- führten Stellen vorschreiben. hoc und lautet: «Qui harpatorem qui cum circulo harpare potest in «manum percusserit.— findet 101 ' — Corpus (lex tit. die er im leicht einen loter oder einen geh «vroeleich zv geb». componat illum quarta parte majori est 5. Art. zeigen auch noch einige ältere Bestimmungen ich der Abhandlung G. «der posenspilman .. vmb den «geslagen auch nicht. 10.. Im Stadthandelt. Akad. Akad. Wien)]. Stadtrechte. Veri- norum.und Scheinbussen für die Spielleute Fahrenden verwandter Art. 150 — 161 über Im Stadtrecht Herzog Friedrich's II für Wien vom Jahre 1244 (vgl. 1 1 her s juris germanici et antiqui 377 f. 1. Akademie der Wissenschaften. die wo er pag.-hist. kais. Spielleute Deutsch.. Stadtreeht.

— prager Stadtr. fügen sowie an jene < andere. dass vor Gericht waren. unter dem Worte Platzmeister 2 ). als Freyhartsbueb oder ein Gauekler wurde. «oder Hesse sich. Ausser diesen verschiedenen BestimLeute besitzen wir auch noch sie nicht mungen über einige die rechtlosen Verordnungen darüber. bereits früher einmal erwähnte Verordnung der bayrischen Landrechte von 1553 und 161(5. wozu [s. wenigstens anerkannt wurden. iz sei dan daz sein vater ein spilman sei gewesen «oder guet vur er hab genuinen». «punitus. i Bössler. der Brünner Schöffensatzung v. Brunn. aevi. 164 (vgl. 1. coram mulinline certantium. . IV] geführten Stellen gezeigt. 253. dieselbe vel Item si civis interdictum civitatis vel raimum meretricem publicam civitatis ex causa laeserit. Halt aus gibt in seinem Glossarium germanicum medii Spalte 1492. 102 — lautet: 152 11'. in leichtfertig kurz erinnern will. rischen Landrechte nicht als gültige zeugnis fähig Zeugen So heisst es im Manuscripte zum bay- vom Jahre 1453: «Freyheit und Bueben «mag man zu Zewg verwerffen» (vgl. 290. Stadtr. 307). noch eine Bestimmung (vgl. Regensburgische Chronik. noch einige die weitere als Beispiele willkommene erwähnt werden mögen. gutes verlustig gingen. Öfele. magister et lanista" («Meister ti t und Schulhalter!») zu der oben erklärt. pag. wonach ein Kind enterbt werden kann: «so ohne der Eltern Willen «sich «so es ein Übung und Buebenleben begebe. damit verleust er auch sein erbtail. III.). 401) folgenden Wortlautes: «Wiert auch der sun ein spilman oder ein solich man der guet «nimpt vur er. 247). quoad Judicium remanet imtales non sunt enim jure hat legali legum «laqueis innodati». Teil pag. mit den Thieren zu kämpfen [als «Katzenritter und Klopffechter also!] urab Geld bestellen». Rerum Boicarum scriptores I. fol. auch Gemeiner's II. In Belege derselben noch kurz angeführten Thatsache. Dass solche Leute auch ihres Erbuns bereits eine der oben anich S. das er durch: vilium pugilum quaestus causa.

Dipl. c «ihren Wirthen» (Dan. ihm noch citierten Stellen. als Gauckler. also das einer ein derglichen «frowenwirt.. Der Schwabenspiegel führt Kapitel 15. vom Jahre 1520. nach dem Texte sint. 524) die Bezeichnungen «onechte Lüte» und «Speellüte» gleichgesetzt werden. ferner die Bestimmung eines Synodalstatutes von Eichstädt vom Jahre 1435. «die ein verläumbt Leben «Zauberer.. Zeugen zu verwerfen sind. Gau ekler vnd dergleichen». de Falckenstein. von Scherz an: «Und freihait [Cod. führen. wonach in den Gesetzen von Goslar (Leibn. die als wo er über Personen. gibt: «Puben mügen nicht tzewgen tump sint. öffentlich Schulderer.»]. fol. oder sich andrer schnöden bübischen » «vssgenommen gew esen «werent».. die so tump daz etc. f'ol. « Nachrichter. Platzmeister. zu kuntschafft». oder ein offner platzmeister «würd.. bemerkt: dabant operam mer- «cenariam. ut non solum inter maleficos «et infames. hat: «vnd freyhart gibt diesen Begriff allgemein oder pube etc. Ebenda. öffentlich Loder. s. fol. seyn vnd die all das. Scherz mit «vilissimae in und ganz das Richtige treffend conditionis homines» wieder. 4. «Frouwenwirt vnd platzmeister sind vntögenerist: «lich wähnt. Ähnliches bestimmt das Landrecht von Württemberg vom Jahre 1554. 72 b werden wo von den Gründen der Enterbung die Rede üppig stend «welcher an sich neme. welche den Genuss des Abendmahls versagt allen: «denen. B. ein hencker. > und Cod. oder Wirt. «Als da seine! Frawenwirt.» w. 17 b. «in ein leichtfertigs «gattungen belübd vnd anneme etc «ob sin vatter oder eitern ouch solich vnlüt* r . u. sed etiam pro nullis' civiliter haberenDazu stimmen auch völlig die an jenem Orte von «tur». . handelt. III. wie seinem Glossar sub «Qui plebi auch Haltaus sp. Wurmbr. voce «Spielleute» 1702 ff. Ingoist. vppigs leben vnnd wesen begebe. und gelohn1 s und lieh Spilleuth' gemeinen Frauen und heil. von dem: «der sich . Schol- derer.. 249. ita eviluere. Antiqu. Cod..dem steht: 103 - Statut von Freiburg i. die.

pag. von der weltlichen Gerichtsbarkeit wie vom Kirchengesetze der Geistlichkeit etwas milder und besser behandelt zu werden. Bibl. vom wieder.) entnommen Wiener findet sich eine Stelle. . «liensis et « quam in Civitatibus. In den Manuscripten der Statuten varen- seinem Mss. :<atque ceteris in Instrumentis musicalibus lusoribus Societatis et confraterniae eiusdem. sab quorum cura «vos.mus «et «Legationis fuisse Dominum Julianum. dieser 75). Caspar von Basel. et Ec«clesiarum Rectores. Basi- Argentinensis constitutis. et Dioces. Argentorati 1719. die ebenfalls Halt aus (a. vobis. Ich füge dafür noch einige Belege an. 134. 48 11. annexo». tarn in . f. sich etwa einem Spielgrafen oder Spielleutekönig. comitatui Rappoltstein. auctoritate suae permissum. Und Joh. vobis singulis vestrum. die besagt: "das ain jeder <der man nyndert antwurten sol dan vor «spilgraven». eunclem et contritis. «dicta villa. nostrae Dioces. in März 1480 aus Pruntrut welchem er den Spielleutebrüderschaften unter gewissen Bedingungen die Teilnahme an Beichte und FistulatoriAbendmahl gewährt. einen Erlass des Erzbischofs datiert. Dienste < und Obrigkeit der Spielleuth. . a. gewöhnlich irgend einem Fürsten oder dessen Stellvertreter. 16. vgl. videlieet in pascali festo. Scheid gibt in seiner «Dissertatio inaug. Nicht so Verhältnisse Leute im Argen. et ostensis. pro tempore. durften sie hoffen. unterordneten. 0. Illud vobis «ministrare debeant: dummodo per quindecim ante . confessis. bus. Anm. ministrari possit. II. de jure in musieos singulari germ. sind. Fried. Dan.— Nordgau. did-ici- nobis pro parte vestra exhibitis per . Tubicinis et Mimis societatis et confraterniae «villae Alten Tann nuncupatae. wenn sie sieh organisierten. pag. degere contigerit. de Uffenbach. communione fidelium existentibus divinissimum «et Eucharistiae Sacramentum. et concessum esse. quibuscunqae. Es heisst dort: «. seu Curati. 104 — immer aber lagen die Append. in . und besonders. vt anno quolibet semel tantum.

quantum in Nobis «et consentimus. 216 «Gebehart gigare». pag. pro parte vestrum. Boic.. subscribitur Monas tico Angli- pag.» lassen. 6. Anhang. ferner aus demselben unter Nr. Chronik. kunde von 1169 stehen als pag. die gold. ioculator». und deutschen Geschichte Studien I. 110 führen 131 dem Schenkungsbuche des Klosters einen Emmeran 1. 6. per «totidem alios dies. W. cl. In Zeugen Herzog Weif mit seinem «Sagelin darunter erscheint Hofgesinde unterzeichnet. Regis Angioruin 973. einen Nr. et id vobis «specialiter inhiberi non contigerit. est. ac permittimus. ab officiorum vestrorum et scur«rilium operum exercitijs. Scher er. Hormayr. Glossarium steht in latinitatis II. et post illam. I. prae- «missa. Urkunde Heinrich's campione Regis'». Toeche. die darauf schliessen sowohl die rechtliche als auch die sociale und gesellschaftliche Stellung dieser Leute nicht überall und zu allen Zeiten eine gleich schlimme gewesen sein kann. 1870. einer Ur- 502].) Die Quellen und Erörterungen zur bayrischen (vgl. abstineatis.— 105 — «hujus Sacramenti perceptionem. fieri sie «vobis permissa et concessa auetoritate «nostra Ordinaria. dass Dazu kommen noch weitere Zeugnisse. wie die folgenden Belege es nach- weisen infimae sollen. per antefatum Dominum Julianum Legatum. 2. pag. als glückliche Besitzer von eigenen Häusern und erblichen Gütern entgegentreten würden. a Roberto de «Bajocis. Deutsche aus Wien. (vgl. ut praescribuntur. 1. concedimus in Dei nomine per prae- «sentes Sigilli appensione in eorum fidem roboratas etc. inclinati. als Spender in Schenkungsbüchern. Ferner findet sich in einer VI. mediae et folgende Angabe: «Charta Henrici «cano tom. nobis desuper factis. Vnde supplicationi«bus. 05 c. unter Nr. «Rupertus. In Du Gange 's tom. 504) [Mon. joculator regis» unterzeichnet Heinrich VI. 252 ist unter 254 auch noch ein «Liupold cithareda an. Ebenda «Perhtold mimus de . vom Jahre 1189 als Zeuge ein (vgl. auch 12) St. da sie uns sonst wohl kaum als Zeugen in Urkunden. 1.

342. dem Gültenbuch der Schottenabtei vom Jahre 1398 die Spielleute mit Namen erhalten. v. MB. Ferner findet quod sich folgende Angabe: «Notum sit omnibus «ulricus ioculator tradidit liberum caput suum super «altare sancti stephani» (Cod. 10. Bd. welche im Dienste uns geistlicher oder weltlicher Fürsten standen. Nr. Boica 13. Stiftb. XIII. Weiter erscheinen die folgenden et filii Namen: «Ghuonrat. Oberaltaich. 69). 146. 12. ducis» (1. «Rudigerus citharedus» (Mon. Patav.. «Engil- eorum» in einer Prüflinger mar. Ferner haben wir . 186). MB.) besprochenen Wiener Frag- ment eines « Liber d ati vus » 1) « E b e r h a r d u s joculator nämlich Herzog Leopokfs V. Boic. MB. Wiener Sitz. «Sigibot Gythareda» (Mon. 8. «Piligrin Gytareda» (Mon. lehalmus ioculator de seala» (M. 353). 12.365).-Ber. 7. 63) nennt «Gebehart Cytarista» (Mon. ff. «Eberhardus mimus» (Mon. Scheftlarn. wie die beigefügten Zusätze erkennen lassen (vgl.. B. a. trad. von Ostreich. in Wien ihres Amtes walteten und teilweise direct dem Hofgesinde anzugehören scheinen. Claustroneob. 106 — Eine Prüflinger Urkunde (Nr. nämwelche daselbst als lich Bischof Ulrich's von Passau Spender von Gaben eingetragen sind. pag. «Isinrich vagus» (Mon. pag. pag. 0. 60).482). 137). Eine Weltenburger Urkunde gibt: «Gebhart tili s Gebehardi histrionis*. Joculator de Walde» (Mon. MB. 2. Weltenburg. Aspacensia MB. 38). «Gozwinus mimus (Mon. welche damals. 472). sind in überliefert dem von Zappert 97 : (a. Trad. Tegernsee. 49). 1 1 Boica 13. 658). M. 6. MB. [S. Weyarens. Scheiren. ebenso eine andere vom gleichen Orte (Mon. 13. zur Zeit Albrechfs IV. Als Spielleute. 269). der Geiger von Weikershoven» (Mon. Endlich findet sich noch ein Spilman» (Fräst.— Roit» einen überliefert. MB. 146). und 2) «Wolfkerus joculator episcopi» (1. MB. «Ghunrat. 344). 468) und «WilCod. Oudalricus joculatores Urkunde des Bischofs Hermann von Bamberg (Mon. XIII] P. Osterhov. «Waltherus. Zwetl. 414). 29. 5. 13. Fischer. Zappert aus .

41b). «Hans pawker» (pag. Versuch einer slaher» (pag. «Johannes fistulator de Retz» (pag. oder jedenfalls auf solche. sich eines wohlverdienten Besitzes ruhig und ungeschmälert erfreuen durften. 65b). «Rueger phiffer» (pag. «Hertel pheifer» (pag. quem dux Karinthiae «misit civibus de quibusdam nuptiis M. 48a). 42a). und endlich vom Jahre 1330: «uni Joculatori. «Heinr.. «Mer. durch ihre hohen Herren begünstigt und gefördert. - a. «Hans pusawner ducis Alberti» (pag. 42a). Lautten- (pag. 42b). «Jorig paukker» (pag. Auf im Fürstendienste stehender Spielleute beziehen sich jedenfalls auch die aus alten Raurechnungen der Stadt Augsburg bei Witz. pag. 161. ferner von 1329: «Item. IIa). 48a). 160) die Nachricht verzeichnet. Joculatoribus domini imperatoris de nuptiis ducis Rudolphi 5 Ti Haller. So findet sich bei Zappert (a. «Peter Schanntunhazz leyrer de domo» (pag. S> «Duobus histrionibus missis Festlichkeiten verliehen wurden. a. 42a). 39a und 40a). 107 145). «Hans Tümpusawner» (pag. 5 ff . 41b).. Alberti» (pag. «Andree Trometer» (pag. dass die Spielleute und Fahrenden. die entweder im festen Dienste der genannten Fürsten standen und von ihnen nach anderen Orten zur Teilnahme an den dortigen civibus «ducis Karinthiae V. infolge davon auch rechtlich und social höher gestellt.— a. pag. fidler» (pag. Nunmehr noch einige Belege dafür. «Seydel pauker» ähnliche Verhältnisse solcher Geschichte der 1876. «Ewerhart pheifer» (pag. 50a). pag. Es sind dort folgende ge- nannt: «Albertus fistulator de domo» (pag. dass sich . «Jacob fistulator duc. 0. 40b). die sonst in näheren Beziehungen zu ihren betreffenden Gönnern standen. Anm. U>> Das scheint doch auf Fahrende zu deuten. theatralischen Vorstellungen in Augsburg wiedergegebenen Einträge zum Jahre 1327: de nuptiis Haller». zu ganz ansehnlichem Reichtum gelangen konnten und dann. 40b). 0. 41b). «Hans Trümeter» (pag. 52a).

162a. Kampfund ist Krieg im Leben der ersten nicht germanischen Völkerschaften von den Bestehens Zeiten ihres an gespielt haben. von Würzburg. was übrigens auch aus Deutschland nachzuweisen ist. 1. Von Herrn Dr. einen als timponator» und man» Eigentümer von «erblichen» Grundstücken (heregefunden hat. und wenn wir in Recht und Gesetz. R. um zu der Untersuchung litterarischen und sprachlichen Zusammenhänge Bei der überaus grossen Rolle. Im Domesday-Book. I.ein St. Nekr. London 1783. gladiator) und einen als saltator. es war. steht die Notiz «Berdic joculator regis habet III. es wunderbar. phil. Eine bekannte Thatsache ist es. Gall. . wenn die Spuren davon sich auf allen möglichen Gebieten des deutschen Gulturlebens schon frühe geltend machen. ditates) bezeichnet noch einen < «scermere» Daneben erwähnt er auch (schirmer. villas >. und ebenda I. der in den Urkunden noch als also als ein 'fahrender Sänger'. Spielleute dort sogar in den Besitz von konnten. 108 — eines Spielmann (lallen einen mit dem Zehnten vf Grundstückes in Jahrtag gestiftet hat. sprengere». E. dass er bei seinen Studien in Rostocker Chroniken einen Musikanten. einen «lire- «basunre». cl. S. ist St. wie in Cultus. welche sich zwischen den beiden Ständen der Spielleute und Fechter in manchen Übereinstimmungen ergeben ihrer hat. latoris de vgl. 2. aber Verfassung und auch in Kunst und Sprache. bezeichnet wird. die zeigt. das < Konrad vagus». die beide Hausbesitzer genannt werden. [1272] Goldast. Damit beschliesse ich die Betrachtung der rechtlichen und gesellschaftlichen Gemeinschaft.) Ferner uns aus England dass vorhanden. eine Überlieferung 100. decima dem Bole in («Berthold Jocusuperiori Berge». Alam. die überzugehen. Dragendorff aus Rostock habe und Stadtbüchern drei ich die gütige Mitteilung anzuführen. 38d heisstes: «Et Adelina joculatrix unam quam comes einem oder mehreren Häusern kommen : cledit ei». wie auch in Freidank Basel ein eigenes Haus besass.

und Turnierwesen aufweisen. die volksdeut- ihre ihr hinter- worauf später noch etwas näher einzugehen sein Zunächst mögen einige Stellen hier Platz finden. Aber neben dem Ernste des die her geht ebenfalls schon in den ältesten Zeiten der Überlieferung das frohe Spiel. Erholung gepflegt werden den kurzen Friedenszeiten. bis heute noch wohl erhalten. in lassen. in welchen das Kampfleben mit dem Treiben der Spielwird. besonders wohl in späterer Zeit.— Sitte. die ursprünglichste Litteraturform der Völker. Freude die zur an Gesang und Musik. Es darf darum auch nicht befrem- wenn die Dichter der einen oder anderen Gattung es ihrer Stoffe die sie sich angelegen sein Hessen. da die Spielleute und Fechter wandernd und auch in ihren und Erwerb suchend von Ort zu Ort zogen. Auch sonst sind Ausdrücke und Redewendungen aus diesen beiden Gebieten. ja 109 — germanischer Weltanverkörpert und Streites fast überall. Und so hat sich denn die Poesie. sie schildert uns das sie « Spiel der Waffen » und den « Streit der Lieder». jeweils eben ihrem nächst verwandten Gebiete entnahmen. wie er nicht nur in der Wirklichkeit bestand. um die Wirkung zu erhöhen. dass andererseits verschiedene Dichtungen die wirksame Form eines Streites angenommen haben und sprachlichen Wendungen häufige Bilder und Anklänge aus dem Kampf. wo unser Auge sich hinwenden mag. einige treffliche ist es wohl zu erklären. dass Kampfschilderungen mit gelungewir nen Anspielungen auf das Spielmannsleben haben. sondern auch in das künstlerische Leben der Poesie eingeführt wurde. sich beliebter Vergleiche zu bedienen. Durch diesen Parallelismus. die Einflüsse in dieses Grundmotives schauung den verschiedensten Formen erhalten finden. den. poesie zu gleicher ist Heldendichtung und SpielmannsZeit. . an in Liedern und Tänzen. in tümliche Sprache übergegangen und haben lichen Spuren. auch der Ausgestaltung und Wiedergabe dieser beiden Seiten des deut- schen Lebens mit gleicher Liebe und Sorgfalt zugewendet.

— leute 110 — sieh verglichen wird. wie solche z. unde ist ein spilman». «Do sprach der küene Fulker 'ein fideler wil ich noch sin. 1913. sin züge sint rot: «ja vellent sine doene manegen hei t tot. alsam ein eber wilde. 1772 Ferner die folgenden Stellen des Nibelungenliedes: « Volker der snelle zöh näher üf der banc 1 «einen videlboge n starken. so wirt iu leide getan. 1—3. der heizet Volker. 1 .2 1759. Volker der vil snelle von dem tische spranc «sin videlboge im lüte an siner hant erklanc. im Nibelungenliede und im Grossen Rosengarten finden. «du gildest mir den gigenstrich. 1—4. « hey waz er im ze vinde der küenen Hiunen gewan » 1903. «swaz ich da mite herreiche. 1512/3.» 1939.1—3. < « — '< ! « 'Daz tuon ich sicherlichen i 1 1 . ». v. « — 3. B. 1520—1525. 1 «er b e g u n d e v d e e n d e durch den p a a s gän: «ein hertez swert im ofte an siner hant erklanc. <' i «swie der hübschen v d e 1 e r b suoze ir Seiten hellent. sprach der spilman. «ich verschroten dir die Seiten sprach der monich Ilsan. Aus dem « letzteren etwa folgende Verse: 1 Do sprach der küene Fulker 'ich nemen ez mich an -ich wil mit eime fidein des besten des icli kan Fulker der fidelaere des moniches ouch niht vergaz. daz muoz von einander gän'. 1758.2. «dö videlte ungefuoge Günthers spilman. daz erz beweinen mac». den du mir hast getan. Roseng. D. «gelich einem swerte scharf unde breit». «ich kan wol gestrichen mit dem fidelbogen min. michel unde lanc. Volker der küene zuo den Hiunen sprach 'wie geturret ir den recken für die füeze gän ? und weit ir iuchs niht miden. «Sin leiche lütent übele.» « Ach we der höhzite sprach der künic her. 1 « dö liefen hät s ?ie aber beide vil grimmeclich einander an». «ineweiz niht waz uns wizet der selbe spilman. « . 1 — 3. < «vil manegen slag er im üf den heim mit sinem bogen maz». Roseng. 1723. i i dem R ir i ne i ht merV ist videlboge kranc». «da vihtet einer inne. «So slah ich eteslichem so swaeren gigen slac. 3. Roseng. 1462/3. 1938. «hat er getriwen iemen.

« . in absichtlicher sprachliche auf das oder ihre deutlicher Geund erst er e Eigentümlichkeit findet sich naturgemäss mehr bei den Erzeugnissen des Minnesanges. künic here. ir «'ich entrihte in so die Seiten. der iwer h e 1 m s c h i ritet gein Rine. 1943.oder Meistergesanges. denn diese standen dem Rittertum am nächsten. 1 ». sprach aber Wolfhart. 2206. «daz er von sinem swerte muose ligeh tot«. also in eine etwas spätere Zeit als die eben an- — geführten Stellen — entweder ganz in der monologischen oder dialogischen oder doch in Form des Streitgedichtes gehalten sind. du hete Betrachten wir nunmehr die Belege zu der bereits erwähnten Thatsache.3. die Fechtschulen bräuche und Sprache beziehen.» 2—4. min «muoz « vil trüebe werden von der minen hant. Nu schowe. Hagne. . «sin videlboge s n d e t durch den h e r t e n s t ä «erbrichet üf denhelmen diu lieht schinenden mal «In gesach nie videlaere so herliche stän. 1 . dass eine grosse Anzahl von Liedern sie gehören meistens zur Gattung des Minne. Kampfwesen. «er spranc im hin engegne. die dort Volker «videlt mit den Hiunen. swie aber ich gerite in der Burgonde lant » 2207. daz irz — 3. «sine leiche hellent durch heim unt durch rant. die letztere mehr bei denjenigen zeigen. Verwendung Die . «ja sol er riten guotiu ros und tragen herlich gewant i 1 ». swenn « die widervart 1 wol muget sagen». Volker ist dir holt 1 «er dient willeclichen d i n s il b e r und d i n g o 1. welche Fechterwe sen.hoert ir die cloene.— 111 — 1 «. « 'Desen lät iuch niht gelangen'. swer zuo den turnen gät? « ez ist ein röter anstrich. 1944.4 — 2222. «Do sprach der videlaere swenn e ir die seiten «verirret g u o t e r doene. 2221. Sigestap verlorn «Von dem videlaere vil schiere daz leben: «er begunde im siner künste al solchen teil da geben. auf ihrem Inhalte zahlreiche Anspielungen auf das sei es auf gerichtlichen Zweikampf oder ritterliches Kampf spiel aufweisen und manche sich Ausdrücke. den er zem videlbogen hat 1941. «also der degen Volker hiute hat getan.

« k ii m e c h s ü e g e i r w e n g e 1 und r munt s r6 «so ist o u c h 1 a s t e r s e h t ein w p mich ä n e wer in kämpfe si i 1 i 1 . Bartsch.» sagt Derselbe (ebenda pag. (vgl. Die Schweizer Minnesänger. < dem riche ob ich lenger trüege die not manicvalt. 28—35: lät der künic daz ungerihtet. din manheit und diu s mute werte und ouch mit sper «er voh ten und er helme und under schilt e «mit heldes hant in lieht er wät. wie es auch die folgenden Zeugnisse erkennen lassen. Deutsche des 12. I. pag.— des Meistergesanges. 41—50: «Nimt daz niht ein ende. «daz ich niht entwiche. XLIX.» «hat mich mit . 7 — 11 in der Frauenstrophe eines Tageliedes « « wie sol es iemer werden rät ? din zuht. dast ein not. «daz kostet ein sterben «mich vil senden man: dar zno bin « « ich gestalt. so hab ich zem «So fürht ich wir müezen beide «kempfen. 197). vertreten. niht läz mich verderben ir « minneclichiu Minne: du hast gewalt. 160). 152).Jahrhunderts. Ich gebe zunächst die Stellen für die Anspielungen der erstgenannten Art: Her Hüc von Werbenwac singt Lederdichter pag. . Frauenfeld 1886. Wan daz si lougent bi dem eide « minen dienest habe genomen. Leipzig 1864. Bartsch. 112 — der mit den Fechtschulen enge Fühlung unterhielt. sowie wir für gerillte komen. «alder ich wil kempfen vor « mit ir sie her liehe. solken schaden wende. 8. XV. «Muoz ich danne vehten. bis 14. 1 i tot' Ebenso klagt auch Winli (vgl. « « kaiser muot.

ich sa f üere i r aller schilt! «min n c dir gilt .» . din kirnst mnoz snaben. 113 — Ed. 11/12: « swäre einer nennen «vuoz gibe ich niht umb iuwern kriec. Spruch Nr.. «Künd ich in 1 disem kriege nu geschaffen daz. 114. M. III.. 163. «ich viht.» Spruch Nr. . S. 163. daz mir min gugele waget. 7: »Der kempfe wil ich aller sin. «und mir den cranz gewinnet an. 14: «verleitet iuch des krieges gäbe.» 8 . 115) finden sich die Stellen: Spruch Nr. « e si din guft verkrenket. 17: vüert in den kriec mit iu ze grabe.. pag. den meist er wil ich kennen.» Spruch Nr. .» Spruch 154. Spruch Nr. wiltu leinen her?» Spruch Nr.» . Leipzig 1843. 108. . 5/6: zwar ir sanges stange «wirt gegen dir ze kämpfe tragen. . 166.. 345 a) fordert den Gegner zum Wettstreit um den Kranz heraus ich üss ein rosenkranz.— Bei Frauenlob (vgl. schilt unde sper hän ich ze kämpf es gaere. «schimpf unde spot. 163. Ettmüller. 163. «wer singet wise wort und auch der töene schanz. 109.. 15 « — 17: c nu merket. 166. 17—19: «des krieges bin ich unverzaget. Spruch Nr. «gar unverzilt Regenbogen (vgl.. «Umb singens willen heng «die silben rimen machen im die bletter ganz. 164. H. Spruch Nr. 14—16: « wo 1 her. 152. wer di z d r i v a « h sper «nach weihet.» . . .» .

so trif ich vür der künste tür. «mit disem lobe ich sige vaht: i i « « her herzöge. 168. «ich wil mit lohe vehten « die Brandenburger vürsten vür «wird' ich bestanden hie. H. «schilt unde swert.» Derselbe ebenda «Ein lop « « III. da mir ist bekant. lät mich in kreizes zil. «Swa ich wider lob e streit. «der b r u c h e ich. . «der nie mit künste wart durchzilt: « zwo die trag ich gegen dem strite. «ein swert von vollen komener snite. den besten singen. III. han ich an iuch gebraht. «von Slesewik. «Stet uf. «so grife ich. der wirt bestanden. «schone in den landen.» Lob den eren gernden jungen wirt gewebet unt gedrungen. . der zwier. « sw e r mir d z lop wil z e strite «tuon. die ich wilz an gernden bringen.— Herman Damen (vgl. «swa min lop sie vür vehten sol. diz lop sit gemeit. — 165. vor schänden « kunt r iuch beschirmen schone. «dar an so haet ein schirme schilt. « So daz man mich vür komen wil « mit lobe an den gerehten. sam ich beste k a n «die 1 « « ez tuot mir durch sie alle wol ir itslich hat wol drier «vürsten tugent ze kleide an. Unde offen sie mit ringer hant. b 8 und 9: sol mir erklingen. wie. i « diz lob « sing 1 ich in iuwer tugent ze löne disem niuwen döne ir «zuht habet « « in banden. « « nu müget ir merken. in die w i t e üf daz siez . «In die h o e h e von der s i t e «uz der enge. 114 M. b 4) singt: S.

swer nfl mit pukelaeren «daz er im wol ein schanze übersaehe. «der schirmet wol vür s wertes snit: «so k a n ich kunst.» .» . — 230: ich wolt ir aller sinnes wäc mit miner kunst erschepfen. «swie daz von leien munt geschiht. «Nu hoeret. «ich tugenthafter schriber trit im zuo mit kampfes (Var.» etc. «so daz min sin im kreize stät. «gen alle singern. « er üf geworfen hat.— 1 115 — 217 «mit der klinge von der zungen «wirk ich lob es bilde. «min üf geworfen kunst mit suoche gein im gät.. H. des hat ein pfaffe schände. Aus dem Streitgedichte des Wartburgkrieges M. die nu leben.. da v a r e n t riutelinge mit. 1 Teil. II. «reht als ein kempfe er stät. «und ich des ungeschröten von im blibe. «und ist ir smalez schirmen in ze swaere.. 8* . wie er des kampfes kan gen allen meistern pflegen «Nu heb ich's hie mit schirme siegen.) kommen noch folgende Stellen in Betracht: «Der meiste r gät in kreizes zil. I. «swie daz sin swert so hohe künde kepfen. «Wolfram von Eschenbach der ist ir pukelaere. so ist der Walther in der selben spaehe.. 2 ff. Im Lohengrin « (Einleitung) heisst es v. und Simrock. pag.. «ob ich in einen vuoz dan hinder tribe. « stät. 3 ff. Der Wartburgkrieg.. benennet er si wenig oder vil. «Mit sänge söst ir vräge scharf. — 24].» (vgl. S. Und ebenda v.» . : 1 ' s a n g e s ) g i r.. «ich sach doch einen sigelös. 271—277: «Swer wirfet riutelinge scharf «üz künste schilte.. der Schriber und der Biterolf « « die saehen lieber bi in einen wilden wolf. sam der Clingzor zuo mir warf. «der den pnkelaere vür den schilt erkös. das Streitgedicht [Nr. «swer hie enphahet si gelosen teil. « Heinrich von Ofterdingen hat «den schilt an mir..

Bd. . pag. : heizt sie kiesen üf ir e t » « r m u g t min m e s t e r n i h t g e s i n als iuwer raunt v e r j a c h. > . der einen und anderen Art lassen sich darum nicht sehr scharf ziehen. haben wir ja doch auch gerade in dem Streitgedichte des Wartburgkrieges die verschiedensten Bilder.» «Wä nu griezwarten? kämpf «Nu w « 1 ist Oster rieh. nid 504/5) noch ausschliesslich die Verwendung . 352 II i lung der Meisterlieder der Golmarer Handschrift Bibl. . . ja schliesslich auch lichen Streite des Kriegszuges eigent- entnommen und mit einander vermengt gefunden. . 68. . doch zeigen sich auch ritterliche in diesen — mit manche Anklänge an das in so gleich unseren ersten Beispielen — Turnierwesen neben den auf- übrigen Darstellungsformen. . . . «noch hiute w i r t von mir verno m e n . unt kan die wider. « Her Walther. i i i ein stürm « daz der von Naribon «gewalteklicher nie g e h i e 1 1 « do er der heiden vil verschriet. «Reinmar von Zweter si dar zuo benant «und der von Eschenbach. sit ich din bedarf. .— «ich bin des kempfe üz 116 — körnen: siege. Stuttg. den ich geren sach » « Her Ferramer. 1862. AusVereins. als im diu menge jach . die Beziehungen hauptsächlich dem Fechterwesen und dessen Kunstausdrücken Die Grenzen zwischen den Zeugnissen weisen. . « 1 . a r e r s t so heb' ich an » Reinmar von Zweter. d. « hoer zuo nach triuwen site «von Eschenbach der wise sol der ander kies er wesen « so sint wir beidenthalben wol gewaltes von in vri. So lassen zwei Gedichte aus der Samm(vgl.» «daz nieman gegen in mege. urteil teils dem dem Gottes- und gerichtlichen Zweikampf. sit wille komen diu h e d e n s c h a f t mit m a n g e r k r e d 6 n « j o dringet mich «her i i : i . welche der Periode des Meister- gesanges entstammen. Nunmehr noch einige Belege. gabe von Bartsch. litt. « daz rehte helfe mir genesen fürste. i rt gesungen äne vride . teils dem ritterlichen Waffenspiel und Turnier.

so mag er gar wol sprechen phi. « ir merker. «er hat verbunden sinen heim und neigt sin sper mit schalle. «Nu sin wir al durch kurzewile her bekomen: * «wir sullen froelich « sin. sanges hän ich mich erwegen. sage ich iueh für war. merkent alle glich an diser schar. «stän ich im abe. das andere eine Herausforderung zum gesanglichen Wettstreit darstellt.» v. «ich halte tretzeclichen hie üf minem ros ze brangen.» «Durch mines liebes willen wil ich heben an. find ich ir einen. ir merker. 27—39. si mit hübschen zühten. lä hoeren wer der beste si. merkent. sehen wer du valle! . lä sehen ob mir ein singer werde bekant «den sines herzen frowe habe ze mir gesant: « er wirt von mir bestanden hie. als das zweite vollständig übrigen Belegen. «Nu wol an daz got unser müeze walten. «Nu hoer ich wol. «mich heischet üz gar üppeclich ein stolzer degen. Nr. Enthält folgende Stellen hän ervarn vil manic lant al umb den Rin: nu hoere ich sagn wie hie die besten singer sin. mag ich geliehen. daz mag uns wol gefromen. Ich gebe vom ersten die bezeichnendsten Stellen. «durch mines liebes willen wil ich fr 6 best an. man wil gesanges gein mir phlegen. lä «wir singen gein ein ander hie. 26. v. aller kriec üz genomen. wer nimt sich singens an? «durch mines liebes willen si ein kreuzel üz gehangen. «so wirt im daz lop gegeben und muoz ich im entwichen. «der wirt von mir bestanden. «Die junefroun hänt mir minen heim verbunden. LXI. «ob ich irn mit gesange müge komen bi. « durch mines liebes willen. «min sper hän ich geneiget über schiltes rant. «Hat er die kunst. v. < Ich < — Ist ieinan hie der mir daz abe genemen tar. hier wieder Einleitung zu den Der kriec von Wirzburc.— ritterlicher 117 — Anschauungen erkennen. «nu dar. 14 22. « lä sehen ob ein frömder gast den pris hie müge behalten. der läz an mir werden schin «mit gesanc sin lioechste kunst: lä sehen. wovon das eine völlig die Form eines Streitgespräches zeigt. sag ich in kurzen stunden».

«halt üz. v. «Ich Regenboge. «Ich Frouwenlop. so bin ichz her Parzifäl. so trüwe ich vor iuch wol genesen. «und singt er mir ein niuvvez liet. « durch frouwen ere var ich in dem lande entwer «swä man ir wir de erstriten sol. «Ir edel kiusche füer ich an mim schilde. «durch frouwen er bind ich den heim: in triuwen ich sie meine. 157. 92. — durch frouwen ere kom ich her. «durch frouwen ere halt ich hie üf dieser ban. läz varn. « ob ich den werden frowen ir höhez lop verlür. «erst saelic der den frouwen hie daz beste tuot. v. « Her Regenboge. «bistuz her Gäwin. müezet läzen mir den pris. 102. 61—65.» «Ich Frouwenlop. «und wer mit kunst behalte hie daz in die merker prisen». « Ir Frouwenlop. «durch iren willen ziehen fr 11 ich in den rinc. ir üf einn kriecwidr aller meister munde. . wer wil der ander kempfe sin? 78.» 235. v. « swer mit mir singen welle. «lä sehen wer under uns ersinge hie den Gral. in frouwen ere ich wil bestän. da bin ich ie der eine. «Ich wil ir gern mit mim gesanc hofieren. sie sint an fugenden milde ». 53 56. lä sehen. «durch frouwen ere hän ich ie daz beste getan. » v. «durch frouwen ere lege ich mine wäfen an. ez komt ein stolzer jungelinc. 83. «Wir sullen kurzewiln und sullen froelich sin. «ir reinikeit füer ich an minem wäpen hin. v. » v. < — «ewoltich singen «Her Frouwenlop. 165. ir grift in höher sinne kür «und ziehent mir gar frömde meister schaff her für. läz varn durch willen schoener frouwen fin. «halt üz. v. «durch kurzewile wel wir ziehen an den Rin «ze liebe und dienst der üzerwelten frouwen min «die mich so friuntlich singen bat durch aller frouwen güete». 66 «Ich Regenboge wil hie der ander kempfe wesen: «und wil ez got. «swer singen wil. mins krieges ich niht abe län. v.— 118 — «Kanstu gesanc und rehte kunst bewisen.» v. die frouwen hänt ie guot getan. der heb üf und dring. vom kriege sult ir wenden. 79/80. » v. 40—52. «wir sullen gein ein ander ziehen üf daz wal.» v. «nu dar. ich danke es im vil schiere». « Ez ist umb sus dazwir hiewider ein ander streben. ich füer ein schilt und ouch ein sper. v. 222—225.

«Frouwen hant min ros bedecket undr ir zuht: «wer gesach ie kein richer decke üf gesanges juste? « Möht ich geloben wol die höchgelopten fruht. so muost dich selber decken. 13 — 24. «und lobe sie ser swaz meister joch gein mir . «der under sol wir einz verjagen hie mit cluogen worten «und stapfen üf gesanges ban. was ich frö. «Saeh ich den an den schoener frouwen tugent jeit «und iren minniclichen gruoz gewinn mit hübeschen sitten! « Diu zarte hat mich tugentlichen an geleit « selber mit irer wizen hant und macht mich wol geritten. «her Frouwenlop. «üf der wale sol sich nieman mit keinem alten rechen. ich var in irm geleite. 1. «Gein dem so füer ich minen van. ir in ir si wize hant dir ein pfant: ist «und sprach « min staete triwe «din ros ich cleide undr einer decke. «geswinder juste er mich üf dem ringe gewer. der sol ouch gein mir treten her. 244. ich wilz beweren und ouch war:» v. sprach. läz « « «ich wilz verdienen umbe dich: des muotes solt niht wesen arn und des dich niht erschrecken'. ich sluocz also. 1 12. diu ganz: sie 1 . « Mir lech ein ros diu tugentrich. — 2.wiltu ze schimpfe varn. «er füer ein wäfen daz von reht sprech . 272. «daz man von uns hie müge gesagen wol an allen orten.» v. « der frouwen tihten lop und er. Ein fürwurf im Brennenberger: «Nu binde ich «üf üf: ist ieman hie der rilen sol glenten rossen und sim liep ein niuwez sper wil brechen «In swinder just. «sie . da muoz geben riehen » glänz 3.nim in dan\ «üf glenten rossen ritet manic biderman. «al mit ge sänge üf den ring so wil ich mich bereiten. wie wol mich des gelüste « Üf frouwen tröst ich üz gereit. sie biten got daz mir geling.— « 119 — eit. swä man sie für den frouwen füert. mit dem so waer mir also wol. « « wizzent. CXXXIII. «si im ouch kunt umb niwe getiht. ir lop ich nie vermeit. » daz sprich ich wol und wilz beswern üf minen ist v. v. No. «der frouwen ere füere ich gerne an minem schilt gezilt.

19/20: «ein schirmemeister schiere siht «wä man blöz wehselt oder niht. 45. 310—313. daz sol mir nieman strafen..) gesängen des XV. die Nr. « . Sodana noch einige Einzelstellen. «mit miner künste buckeler wil ich die streiche enpfähen. III [1858].) so gibe ich im der künste swert in sine hant. Bd. «ist iemen hie der daz well ane schouwen. t «Ich hoer « « von iu. 421) mit folgenden «Du sagst mir vil «die kan ich dir von dinen schirmsiegen. (XLII.) «Ich füere ein swert.— «al mit « s 12() — .. «daz ist genant und heizt der künste wäfen.«ir künnent vil der schirmeslege. » Ferner sind zu vergleichen pag. künste sper) (LXXXIX. Pfeiffer's Germania. » (XLIII. Jahrhunderts Es mögen noch weitere Zeugnisse aus den «Meisterwiedergegeben vonA. «in iuwer künste schuole. «Dar umb so kum ich her an disen anger. pag. «ez ist ze allen orten ganz. » . «Laest du der künste svvert her gein mir swingen. und bei niht langer. ir künnen vil. zunächst wiederum ein zusammen- . XLI— XLIII und LXXXIX Stellen (Bartsch.» (Variante: d. B. geheben und gelegen. du solt dich niht vergällen. des manger niht gelouben wil an iuwer künste wafen.Holtz>>. so heisst es z.).) «so wolt ichz herschelichen wägen «und zerbrechen der künste swert «AI durch den liebsten buolen min. beigefügt werden. in rehter lenge gemezzen. » (XLI. 3101T. mann hier (vgl.. «Da mite wil ich der künste barant houwen. « doch rate ich dir in triuwen ganz. w ä man gesange so wil ich ir kempfe sin: behalte ich kuns t g p r ü e v e n k a n e* \v v. die wil ich under- brechen. «wer rüert mir an daz crenzelin? daz wil ich an im rechen. o 1 den satel min. ich wil sin niht vergezzen. — « der vindet des sin herze begert. » 25 — 3(5. »ich wis dir abe mit miner scharpfen clingen. ebenfalls der Colmarer Handschrift der Meisterlieder entnommen.

«Ich bin ain singer das ist war. dem langen Manier Don ciain. schlag frelich i i trauf «hie mit gesang gar maisterlich. «mir welle abenteure hie. doch das es nit we tut. damit wer ich mich genn aim man. ich sey ain tor. lernet ichs on alles nain. hängendes Stück. «setz sich der maister auf ain stul.dermaintichhetnitkunst. «icn sich in an. «ich lig im Wechsel wen ich wil. die ich schlag mitgesanges schwert. «Ob mir dann ainer kom so nach. wo er auch eines knechts begert. sodann einzelne kleinere Stellen mit ebensolchen oder ähnlichen Fol. « et e r s e 1 b i g n m s e i n s c h w e r t u n d h e b s gen mir in t g u n s t «das mein heb ich auch auf. «maines schulrecht ich mich nicht schem «In meiner mas so fircht ichkain. «das er mir hart entweiche mag. das ich doch sein ein wenig kan. wie bald ich wider i auf in gang. gar freliche den selben man. das zahlreiche Ausdrücke. . «ja ich s a m mich n t lang. «ich vicht wol ainem maister vor. «so tratzigclich ich vor im stan. «mit gutem gsang as ich es main. 52. wie sie in den Fechtschulen üblich waren. die selbig schleg sind also gut. »wa man ficht mit meistergesang. «darmit ich mange wilde zem«.— 121 — Wendungen. «Da «da ich was jung und darzuo da facht mich singen an. enthält. geselle mein. «Ob sich da ainer hinnewer. «mein aufstreiche das tut im zwang. weiche kan. in 1. «on arge mut. wie ich sing heur als vert. das er mir hart ent- 2. das er mich ubertrung «aus seinen schlügen hind er mich so tet ich ainen sprung. ich han es oft bewert. «mein rure die gand nit enbor. «Etlicher spricht. «und kum er mit mir auf ain schür «mit gsang so wolt wir wol beston. «versetze kan ich kurz und lang «darmit ich aim sein schlege dem. «mit schlegen die seind meisterlich als ich gel er et han. den oberha(w) ich han. «drey geng mag ich wol für in ton.

Pag. die were ich auch zu mir nim. 311 von einem Liede sei. (311). «und die sich mir schätzten geleich. «waz uffeinander swinget.) «Hie heb' ich an ich Michel Behamere und tiht in (p. meinem 310. arm und reich. «ob im sein schwert auf mich enpful. wann «er let auf sich der kunsten berck.— «sy 122 — plut. «lobt man ist für daz daz sich verborgenlichen zwinget». . «das selbig las er mich auch hern. «mein schwert das hat mich nie Verlan.) langen dan». «er waist nit was er inne kan. Bezeichnung «in der Slagweis» gebraucht.(316). «heb auf. «daz es mit reimen widerclinget. machen weder wund noch «da tarf es wol sin und Vernunft. «und die da wont im höchste tron. «nun shawe zu. A i n kränz von rotten rosen schien. des «Mit worten gut an manger stat». «singt er dan gern. wie an dem himel stand die stern. ir hilf kaim sinder nit versait. ich hab nider gesetzt. ich dir nit wil weichen». «ob er uns singt von der kretaur. die (310). wan er in erst ansieht. «mein schwert han ich auf in gewetzt. «gebunden fein mit seide grien. lob des wil ich zieren .. und die ich da bestim «singt er von got. das acht ich sicher n icht. (Germania III. sein kempfen und sein streiften (315). «die die die ist auch wol mein fug. da man die singer breiset». das selbig mir auch oft beschicht. das mag ich in auch wol gewern. das er sich selber hab in hut. «sein tet da spotte jeder man». das ist mein zung in maisterticht. «Mich dunckt ainer well mich bestan. «mit gsanges schwert ich von mir streich». «In den vier weren bin ich gut. «Manger verachtet ainen man. (316). «sy habe mich kain halb geletzt. . «wer mir den abgewinnen kan. 319/20. ich wil mit ir hinschern. von ainer rainen mait. s t «im selb nit hailes gan» «der trit wol an der « me i er tanz. «singt er pag. « ob es dir eben trit «so den rei! herbei. 3.

» «so dret er frölich auf den plan». «Nun wel ich geren ru han.» (325). «und rnust auch mir gar lästerlich entweichen.— «Ich «so 123 — und mis die hoch die tief nim ze hilf ain raine mait die weit die hreit. «denn mein geleichen thun ich hie finden. 312. « hüt dich. beruren den grünt. « (323). so her ich wol. (325). .. «Nu hert warumb gieng ich ze schul.» und: «Disist ein Antwort so ein Singer den Andern mit Singen vordert. mag mir meinen heim auch kainr verseren...» (326).iben. wir wein uns pas versuchen... das ich wolt sechen wie man hielt der maister stul. W «es wird gemessen wol. «ich pin warn schwach und beger der stangen. «In seinen künsten ist er also veste.» (322. ich wil dich rüren... 44 sind überschrieben : «Wie ein Singer den Andern vordert. «wol der mir mit seim gesang wil nahen..» ... «Des halt ich hie gar drutzikleich gein dir auf diser pan..» (317).» ir (323).. 2 Gesänge Michel Beheims Cod. «mit seinem gsang wil er mich hie vertreibe» «dein sin sind dir (318). «Ach heri got ich hab gesungen also lange. «er lebt nit zwar der in nit mug verdringen.» (322).» (324). « o 1 a n der singen wolle. «der las hören sein geschelle herestreichen in disen rink.. imandt hie der mit mir singen welle. «so kumet ainer und will mich hie verdre. vor manchem klugen singer woll bestanden. «ich wil in «Ist « schänden noch von im weichen.. mich muttet ainer singens an. ..» (322).» «Mit dem wil ich . (323). verhawen.. ich wil in schon enpfahen.. «Ich hab. ich sing dich dem wirt wol unter die pank. «pey hübschen gesang so kluge. «so bleibt lob von mir schon unverhawen.» das ist .» nit (324).) gewesen ane wer (322)..» (322). «und dein geschrey mach ich « dazu bey deinen tagen «pist dir hie ze nichte. Fol. «wol her an mich. «Ich wil gar frelich heben an mit meiner kunst auf diser pan.» (323).

aufweisen.).) Sodann noch einige Liederanfänge aus der Wiltener Meistersängerhandschrift (herausgenommen aus der Be- sprechung derselben von Dr.» 28b.) «Ist yemand hie der singen well. «. «Er focht als ain zornig fyesz «Vnd wundet siben vf den tod.» (Germania V. H. 67. Bd.. «Ich aht ein cleins. «gut gesell wol her. Wien 1861.» «Dw sprichst dw seyst ain maister hie. du bist mir mer. «Der raicht Jm ainen spiesz. üis leg wir hin «und heben an.» 156b. (399.) man wil gesanges mit mir pflegen. Zingerle. «Ein meister der gesanges schul wil halten «und der sol haben schuler jung mit alten «so mag er wol gesanges fan u fstecken. teils auch unbewusste AnspielunB. <Stadeckh vnd in turney» (397.» II. 37.) Wendungen vertreten : «Geschieht das in der schirmer weis?» II. . 72.» (327). 4. (397. 401.. (402. welche eine ähnliche Behandlung Sitz. hie kein «uff man der singen kann der s o her eilen schnellem just nach herze nlust well wir kürz weilen. 211. und loben got «und auch die muter sein. J. 1 «Wol zu her schir «uf diser ban. Leipzig 1840.» 69.. gen auf diese Verhältnisse enthalten.» 68 b. II"). a.» (328). (403. und kumst mir eben. daz wir hie eins umbs ander geben.) Im Anschlüsse daran mögen noch eine Anzahl welche teils von Stellen aus der Litteratur der betreffenden Zeit Platz finden.-Ber.. folgende im Liederbuch der Clara Hätzlerin (Ed. Regenpogen ich wil der annder kempfer wesen. ich bin gerust «heb an und antwürt mir.— Ist 124 — «nach huld und gnnst uf diser wal »hie singen lüstiglich. weitere Ausdrücke absichtliche oder aus dem Fechtschulwesen So haben wir z. 369—371..) 18b. pag. und sol der kries noch lenser weren. Haltaus. (pag.) «Wie hör ich wol.) «Wer kemphen well in ainem ringe. ihres Stoffes nach den früher erwähnten Gesichtspunkten vermuten «Ich lassen. 101a.

Fab. 166 173. «Den palg hab ich verlorn!» I. «So ist mein perswert nit entzway. Murner. «sobald sy kummendt mit den schirmstreichen. das chainer möcht erlangen.» «Wie wol ich lang geuochten hab. Altd. «Vermagst du drey.. ich wolt mit ir nicht rangen. dy rain. . «Deine zung hat so süss geschmaicht «Mit worten hübsch und suptil. dein perswert pliben gantz. «Es präch. 336.» 3.— «so 125 — werden zwar die stangen geren I. «Ich sprach: der kunst bin ich frey. II. «Das ich mich dir ergeben wil. «Ich sorg. 72. II. 19/20. Kloster 8. II. «Du hast geuochten manigen rantz.. das tuo mir kunt. «Sy sprach: hör uff. waz aber ihre lame schirmstreiche sein. so es amm pesten sey. «Darusz vicht man ymm schranck. 69—74. «denn wenn sy (die weiber) mit dem schirmstreich kummen. ich ger der stangen. «Deine wort hand mich durchwaicht. Man lerts mich nach den newen sitten. Ebenda 958. Blätter Edelstein.. 72. «Ain stuck das haiszt die Eysenpfort. Gcäuchmatt. sijn» . 955. «Dir wirt. «Sy sprach: entraun. I. XXIX. «Die stat an allen ennden. ritter streytten soll.» II. das war der May! «Ist dir II.» Boner's 23/24.» Hoff mann 's Fundgr. dein perswert sey ze krank. 148—153. «czwar ich begert der stangen: «wann mir gepeüt die lieb. 76. «und fechten gleich alsz hetten sie schon den himel erstritten. Ende si mijn schermschilt moet manig man. «Das es pillich verschlissen war.» Kloster 8. «Nun beger ich recht der stang «Sein frümmkait hat mir angesigt.» vgl. ob sy mich lieblich überrung. 103—105. «es dröut mit worten der doch wening schirmen kan.» etc.» Amandus wye eyn geistl. 270. so heisst's den gouch vom nest genummen. be«weisen jre fruchte. «Komm ich Jm an die stangen. «Die siben hew sind dir ze swär.» 29. 174/5. 21. — 33—35.

10. «nu kument schelten trüllen triegen «effen gumpeln unde liegen «mit pärät.. Ebenda 363. «Das ich es iezund nit volbringen mag. mit der macht er ein «aufhebens und satzt sich wider zu pferd.» Keller 1 s Fastnacht- spiele 252. 2. «ein aufheben thuon oder das erst schuolrecht thuon. Sachs (1570). Jüngling. «das ich ein parat hin verhieb. 997 1000. Bechtmg «nimmt eins. 4 a. «das er die schirmenstreich auff fach «einem jeden der auff in schlach.» Griesh. Vorr.» «nun aber zuo disem meinem schuolrecht hab ich euch für «mein aufheben zum richter und grieszwertel erweit.» Ayrer 201 d. 4.» — D. thun ein gang zusammen.» unter Aufheben' 4) . «der monnich auf die canzel trat «und macht sein gleissnerisch parat. praeludium... macht ein aufhebents.» Kalenberger 1557. welcher allein «gerüstet steht auff dem kampffplatz «mit hämisch und schwerd zu dem hatz. v.» Ebenda 1. Ib. schwert.. 8. 3. 17 — 19. Sachs (1560). Städtechron. «so hab ich übergriffen mein haut. «man tregt ihn zwei fechtschwerder entgegen.» Frank. Grimm's DWB. «Ich wolt denn peiten acht tag.253 a. «Mein schirmschleg die haben kraft. «und wider zu seiner kreuzstangen. 14 — 20. 83. als ein gumpelman. 2 1 «mit worten treib er sein parat. 166. 2-. Sprichw. » H. quod dieunt. «ein schirmer und ein vorvehter des volkes. Stieler 806 sagt: «in arte pugillatoria est colli- gere arma ein aufhebens machen. ein Fechter- . «Ich wolt euch gern ein barat sehen lan. 85a.— 126 — «ein weisz mann soll gerüstet sein «wie ein kempffer. «aufheben. «Darumb mich niemant tar best an. cum ceremoniis quibusdam. «mit schirmen wer ich wol so glenk.» «wenn er ein parat machet mit seinem . «das kein kandel am kandelpret plieb.» H. gibt dem jungen «auch eins. «Do ich heut an wolt legen mein gewant. «der niwan leicherie kan. Pred.» Fischart's Garg. 2. 667/8 gibt I.

pag. 331b.. in F.» 3.» Paracelsus 1. und t Aufgehebe' als «Aufheben der es Beginn der Fechterstreiche bei den Klopffechtern». 188b. Singsp. verführt den Fechtgesellen «zum fehlhiew. 7. «wie ein gut fechtschwert aus des unerfahrnen henden.» Bienenkorb 158a. 188a « paratschwert». pag. «da er nun fast hett umbgeschwermt. 17a. Vgl. Courage c.— ausdruck. Bd. «den Hilde brandsstreichsibenklafter in die er d. Strassburger Studien. «und für den blinden gnug geschermt.. ich will dir zwagen!» Ayrer. 167. der ebenda pag. von diesen die Rede ist. 855. Plate. «mit demütiger bitte. Garg.» Waldis 3.» Simpl. macht manch Aufgehebe. Garg. So sagt z. III. schuolrecht». Joh. der seine Bilder ebenda 653 erklärte Schwerter. 165. 127 - das Gefecht begann mit Vorspiel». 106) «. B.» Trag. 182 auch noch auf einige andere Parallelaus.» Fisch. «ein gengly zwei dry mit dem schwert. 7. diese abenteuerliche fechtschul einzu«s teilen.23/4 Diesem Begriffe entspricht bei den Meistersingern der bei B. «kumm her. . »so fechtend wir usz fryem muot Q. 206: des Schulrechtes.» Rompier 105. Logau. der thue vorhin ein Schulrecht». Sp. Fastn. . dem an verschiedenen Orten z. «das parat uud beraitschlag. Kunstausdrücke der Meistersinger. 167 a. «dorumb müszen wir tun ein genglein. «der Teutsche weicht um was.. 10/11. von jedem singer ein Alsatia 1873/4. so «das schwert nicht kau brauchen. so heisst es «Welcher «um die Krön und Gelt singen will.7. des Laurins zwerkzug. öfters diesem Gebiete entnimmt: «was man auch der Gicht immer Schuld gleich gebe. «ist sie fechtrisch doch. «ein genglein will ich wagen «von wegen aller frauen. «blinde schirmstreich fechten. und in der Colmarer Schulordnung (vgl. des Ecken «eckhaw. «und triff ich dich mit meinem stenglein» . 100. vergl.» Fischart. drücke hinweist. Fasolts blindhaw. .

244. VII. aus Mone's Anz. Kunde Vorzeit. DWB. Dict. «praeambl oder praeludium. bel' Grimm"s DWB. das vorfechten. (1571). das heisst man ein «parat. W. Beschlag Q.» Roth. «wenn die fechter ein preambl machen. Dict. Jur. die wärt jm gewondlich. «es steckt «etwas Übles dahinter. 8b. merkchen bewege. 1838.) Simrock 2316. Bd. 2113 «Priamel.— «es stinkt in (vgl. Nacli wie aus der daselbst angeführten Stelle: «ein kleiner Scharmützel. 7. Nr. d. darein sie alle «sprüng und kunst stuck bringen. 509. «des ersten macht er ain «das er die lewt im auf ze preambel oder Vorlauf. oder contrastierende Sätze auf eine bestimmte Spitze einer Betrachtung hinauslaufen.» G. 2041 wird der Ausdruck Präamauch im übertragenen Sinne vom Wortgefechte gebraucht.) Mit der Betrachtung der zuletzt angeführten litterarischen Zeugnisse für verschiedene der Fechtersprache angehörige Ausdrucksweisen sind wir so ganz von selbst hinübergeleitet worden zu dem letzten Punkte. dar- «nach begert er gäbe. NigriDazu ist bei Grimm nus. Ib. entstellt aus Präambel» zu ver1) gleichen mit seinen beiden Bedeutungen: das Vorspiel auf einem Tongerät. darund mensur.VII. f. sie gleichsam vorbereiten und das Vorspiel dazu bilden. M. das nach macht er guet underschidlich tact «er die vor bewegten frölich und unverdrossen mache.» (Wiener Hs. Besonders wichtig ist für uns als aber die dort angezogene d. darnach wehelt er die gab.» Roth. praeambel und praeludium. versuch stuck. bl. Beleg der ersten Erklärung Stelle sp. das mäss i ge s Sp ruchge di cht Praeludium.» Schindler B. 128 — für: der fechtschule» sprichwörtlich 1. zu dem sprachlichen Parallelismus. mit dem ich mich hier noch etwas eingehender zu befassen habe. 2) ein kurzes volksin welchem mehrere gleichartige . alz er gutes «oder arges gemacht hat. civil. 2a hervorgeht. 429: «Ain haerpfer oder spilman hat vier aygenschaft. die Sache geht schief. und dessen . der zwischen dem Fechter- Ulm und dem Spielmannswesen besteht. 162. M.

das im einen Falle den fechterischen «Vorlauf >. anheben. Geselle. Parliet. im andern das spielmännische «vorspil bezeichnete. Beiderseits haben wir die Sitte des «Prüfens» und «Bewährens» der Jungen durch die Alten auf Grund eines Meisterstückes in Lied oder Hieb». Parade a. komische Erzählung. Schulrecht tun. Fechterhieb' bedeutet und erst. meistens volkstümlichen Sprachwendungen bis auf unsere heutigen Tage erhalten Gleich im Anschlüsse an die zuletzt aufgezeigte Gemeinsamkeit des Wortes Präambel oder Priamel. Ausserdem finden sich eine ganze Reihe von Ausdrücken. Verrichtungen und Gebräuchen bezeichnen. dann von dieser auf das dichterische Gebiet übertragenen Ausdruck «Schwank» hinweisen. die auf den beiden Gebieten entweder das völlig Entsprechende oder. sobald man die litterarischen Überlieferungen der Fechter und der Meistersinger zusammen ins Auge fasst.wenigstens ganz etwas Ähnliches an Ämtern. Schirmmeister und Singermeister. s. ferner: «Schule halten. Posse und possenhaftes Schauspiel» angenommen hat. das Beste tun. So die Bezeichnungen: « Schulhalter. von diesen aus soll dann noch ein kurzer Blick auf die bereits erinnerten sprachlichen Reste derselben geworfen werden. ohne weiteres in Parallele setzen. Bar mit Paratswert. befreien etc. will ich noch auf den ursqrünglich der kriegerischen Sprache angehörigen. Befreiung. Ganz abgesehen von all den kleinen einzelnen Beziehungen. allmälig die weitere Bedeutung von «lustiger Streich. angeloben. Schulzettel-. der als mhd. 129 — oder verstan- wenn auch oft kaum mehr bemerkte dene Spuren sieh in vereinzelten. «swanc» noch Schwertstreich. approbieren.— letzte. w. Schulrecht. ehe dieselben haben. Fechtmeister. So lassen wie « F e c h t s c h u 1 e und Sing s chul e sich Ausdrücke Meisterfechter und Meistersinger. mögen hier speciell nur noch einige der augenfälligsten allgemeineren Zusammenhänge zwischen beiden erwähnt werden. die sich notwendig und einleuchtend ergeben. 9 .

sie finden den gleichen Orten und den gleichen den gleichen Gebäulichkeiten. sie werden mit königlichen Privilegien und Rechten. mit verleihungen ausgezeichnet. dass Aulkommen. ein gemeinsames Wander- und beide sind vermöge ihres und Gaunerleben führen ehrwürdigen Alters und ihrer langen Entwicklungsgeschichte zu bedeutenden und wichtigen Bestandteilen im Leben des deutschen Volkes und seiner Sprache geworden und darum als ein nicht wertloser und zum Verständnisse der allge- meinen Geschichte menschlicher Cultur notwendiger Factor zu betrachten. hinterlassen — wie sie auch in heruntergekommenen Vertretern. Blütezeit und Verfall bei beiden ungefähr in den gleichen Zeiträumen sich vollzieht und dass sie in der gleichen Abhängigkeit vom allgemeinen geschichtstellen. durch das gleiche Handwerk.— die 130 — und die mit dieser erhalten «Meisterschaft» Rechte und als in ihrer Kunst verbundenen selbst zugesprochen Inhaber von als und für damit jüngere Leiter oder Singschulen oder Fe cht schulen Wettstreit eine oft Lehrmeister Kunstfreunde auftreten können. eine eigene. zunftmässige Organisation. den Typen des fahrenden Volkes der Neuzeit. Wochen. Beide Schulen linden sieh in einer Anzahl gleicher Städte. erkennen. besonders an zu die Kürschin ner. der Beiderseits finden wir den Einzelnen um den ehrenden Kranz oder voll- wohl noch willkommenere Geldspende sich ziehen. Jahres-. vertreten. dass wir nicht nur mag auch noch .und Tageszeiten. Beide Gaben und Wappenhaben ihre eigenen diese lassen Satzungen und Verordnungen. ihre eigene Sprache und Dichtung. mit Vorliebe an hohen Festtagen und bei Anlass grosser Festlichkeiten oder bei Anwesenheit von hohen weltlichen und geistlichen Fürsten statt. lichen Entwicklungsgange der Dinge unsere Zeil Beide haben endlich gleichartige Reste und Spuren in Sprache und Volks- leben bis auf ihren letzten. Beide Künste sind volkstümlich und beliebt. aller Für den allgemeinen grossen Zusammenhang Vertreter dieser Stände und Berufsarten unter sich der umstand sprechen.

den ich mich freilich hier nur in grossen Umrissen vorzuzeichnen begnügen muss. deren Ämter die gleichen Titel So haben «Pfeifferkönigtum». bei den Fechtern wohl der im' Zusammenhange mit eben dieser heit Handwerker und Gewerbetreibenden. Girregar. verschiedenen Ländern und Zeiten die gleichen Organisa- tionen. und Fahrenden etwa irgend eine folgende Namen auf ihre zu er- wähnen. aus Dragoman (Turcomannus!) Dolmetscher 1 Warmund. ihren Träger Vertreter einer bestimmten Kunst oder eines besonderen Standes kenntlich zu machen.. als Gewohnder Gewelche brauch von gewissen Eigennamen auf. Gehen wir nunmehr noch etwas auf die einzelnen. !)* .— in 131 — antreffen. bei den besonderen Schützern unterstellten Gewerben einen des Inhaber Kesslerlehens. Suchensinn (Such' den lob. den beiden gemeinsamen Spracherscheinungen Ständen Zeit. bei so fällt uns bei den Spielleuten und fahrenden erst in späterer Sängern schon sehr frühe. Irregang. 1 . wir haben einen «Pfeifferkönig. ein. Spilgraven». roy des heraults. einen roy des Menestrels roy d' armes. Dichter. Regenbogen (= Reg' den Bogen zum Aufspielen eines Liedes). andererseits die «Brüderschaften und Confreries». dazu dienten. Spielleutekönig. weite Gebiete mag wohl auf einen umfassenden Zusammenhang gleicher Lebensanschauung und gleicher socialer Verhältnisse hindeuten. die alle Beziehung Kunst (nach oder ihren Stand erkennen lassen: Traugemund Wackernagel entstanden). für sondern dafür meistens auch die gleichen Namen. ähnlich wie im Städtewesen etwa einen Bettelvogt und Hurenweibel oder wir einerseits das » . und seinen wahren Namen wohl meistens sehr rasch vergessen Hessen. Spielleute So sind zunächst für die Sänger. einen «rex ministellorum rex ribaldorum' (beim Heerwesen). FrauenSinguf (= sing auf). ist all und auch dies bei den erhaltenen Schwerttanzüberlieferungen einmal von einem Schwertkönig die Rede: inneren. prince du Puy etc.

Wendenschimpf (= Wend' den Schimpf). schon frühe in Gebrauch und bei Bettlern die sie sind ja Peter Schwenck auch heutzutage in diesen Kreisen. Heft pag. Augenstecher. Vagabund. Cuntz Greuwol. Lebenssich ihrer Inhaber herauslesen finden nun auch bei den Fechtern. I. Georg Spiess. Bartel Heldt. Rumzlant und Raumelant (= Räume das Land. Springindschmitten. Silbernagel. Hans Eisenbeisser. Wassund ich pag. Golman Hacker. 12—45) habe als : folgende zu dieser Kategorie der wissenschaftlich «Etiquetten- namen» bezeichneten gehörige gefunden den Spiess. Freidank. 2(3) findet sich eine ganze Liste solcher Gaunernamen. Suehentrunk steig (=: (= Suochenwirt (= Such' SuchenSchind' s.— Sinn). Sprengseisen z. Auch bei den Gaunern und dem fahrenden Volke. Trifteisen. B. den Wirt). den Wirt). wie es nach den litterarischen Belegen scheint. die teilweise wohl auch dem wirk- . Sigmund! Faulbeiz. Kampfkeib oder den von K. Jäkob Kreiser. und welchen eine mehr oder weniger auf die ungesucht weise deutlich Beziehung lässt. Peter Schwenckschwert. Schantunnhazz (Schand sich w. waren solche Namengebungen. Im «Renner» Hugo's von Trimberg (vgl. Bschlagngaul. bei Schinttenwirt (= und Hass) u. bald Keib kämpf und in ann s d o r f f publizirten Fechtschulbeschreibungen Fechtschulreimen (vgl. Landstreicher). worüber er- Gerichtsprotokolle und einige haltene Gaunerlisten Aufschluss geben können. noch verschiedener Orte üblich. 132 — Such' den Trunk). Ausgabe des histor. Cunrad Fridweg. und Diebsbanden etwa. Such' den Steig). Solche Benennungen entsprechen den damaligen Zeitgebräuchen und waren besonders bei den Zünften gebräuchlich. wie wir etwa in Handwerksgesellengrüssen die Namen Springinsfeld. mit denen ja unsere Spielleute und Fechter oft in Berührung kamen. Vereins von Bamberg 1833. Ähnliche Namen. meister So heisst der Genosse und FechtFischart bald Gargantua's bei ili Kampfkieb. für Schmiedegesellen verwendet sehen. Haw in Schilt.

engl. Anzeiger 1834.Durchdenpusch. BubenLudeber. Stichenwirt> (vgl. 56) den Spielleuten Namen wie Lasterbalc. Setzpfant. 13. Abrust. Lasterbalk. so bilden auch diese allgemeine Kennzeichen für eine Gewohnheit. Zackedenrigel. Galgen- swengel. Hebenstrit. beigelegten Pfeiffer. 1180. Helle- fiwer.— liehen Teil 133 — wenn sie Leben entnommen lebhafte sind. wir treffen da Namen wie Zerrezsloz. und Reinmar (Reimer) aus Reginmär u. Rampus. Landesmort. Sleiffenspiez. a. Reginhardus. Vullensak. ribaldus. Rudenbengel. Vullein. fr. Galgenstrick. wonach lat. scherre. Helmbrecht v. der Verbannte. Vegenpeutel. Slinthart. Lerenstal. v. 1239). Widerspan. Brantrifer. Raubentisch. pag. fr. der Held und bald [vgl. Lerenschrein. 84]. 1710 Dazu gehören 1740). dann der Recke. Wolenber. Diepolt. Nagengast. w. Wien 1862. auch zum andern des betreffenden durch die Erfindungsgabe Dichters vervollständigt sein mögen. Steiguf. Hagelstein und endlich noch einige unserer neueren Galgenvogel. Gebaurnveint. ribaut. vielleicht auch Namenbildungen wie „ribald" aus altem reginbald (regin ahd. Galgenast. Schandolf. dieser Art. Rauvpolt. Hagedorn. Strauchritter. Schinderhannes u. Bezeichnungen Raufbold. Ast) [vgl. Haudegen. Fellnast (Fäll" den Wald. beute in alten Resten und sich in und durch zahlreiche Neubildungen einem volkstümlichen der Sprache noch bis Einen weiteren Zusammenhang der Fechter und Spielleute und all der verschiedenen Arten in ihrer Standes- und Lebensgenossen kann man noeb dem Umstände linden. Zuckezswert. ferner die in Berthold's — = Predigten (Ed. den Räubernamen Schendeslant und die Riesennamen Fellnwald. sp. . ferner Namen wie Reinhard aus Reginhard. Kämpfer. Mitezze. die auf seitiger den verschiedensten Gebieten üblich unter gegenBeeinflussung ist derselben zu Brauche geworden erhalten hat. Raumedazlant. s. Vergleicht man dazu noch die Rezeichnungen: Schlickenwider (Schluck" den Widder) und Slintsgew (vgl. Laibnitb. lat.. vvrecca. Vickel- strigel. bold] kühn tapfer) entstanden. Renard.

Weber. Müller. und Fahrenden. diese Beziehung auf jene Kunstbethätigungen und sind eben zu blossen Benennungen geworden. Pfotenhauer. Küfer. Lautenschläger. und in kleineren Wohnbezirken alpiner Gegenden wo zur Unterscheidung der einzelnen Persönlichkeiten zu dem Vor- namen des Betreffenden nur die Bezeichnung seines eigenen die seines Vaters hinzu- Gewerbes oder Standes oder auch gefügt wird. Springer. Fiedler. welche ihrem besonderen Kreise einst als allgemeine Geschlechtshaben ihre besondere freilich längst abgelegt und Familiennamen erhielten. bis jetzt 134 — Gattungsbezeichnungen dass sich eine grosse Zahl von und Eigennamen. Kämpfer. Schirmer. die vverbegebieten die dem Handwerkerstande und einzelnen Berufs. Sprecher. Schlagdenhaufen. Sänger und ähnliche. Schuhmacher. immer auf er- den eigentlichen Sinn derselben und ihre Herkunft besinnt. die übrigens ebenfalls mit den Vertretern der verschiedenen Handwerke und Gewerbe teilen. Schmied. Schlosser so wenig es natürlich die u. Metzger. A. Singer.— angehört haben. Eine Spielleute weitere Übereinstimmung die sie zeigen die Fechter. ist auch bei den im Folgenden der Volksklasse der wähnten der Fall. So nicht man sich aber heutzutage. Vielfach wird diese in historischen einfachste Bezeichnungs- weise auch noch und rechtlichen Urkunden wenig und Denkmälern angetroffen. etwa in Namen wie «Schneider. alle fahrenden auf oder wenigstens ihren Ursprung Pfeiffer. wie wir ganz die gleiche Erscheinung auch bei den zahlreichen Namen. Leute entstammen diesem Gebiete lassen. Schricker. Fichter. Heute noch haben wir einen Rest in Bezeichnungsweise abgelegenen Dörfern erhalten. nämlich Verwendung von Namen dieser . Spielmann. mit grosser Wahrscheinlichkeit vermuten Dahin gehören etwa Namen wie: Geiger. wenigstens wenn specielle Forschungen oder Fachinteressen uns dazu veranlassen. Becker. Fechter. feststellen noch dieser können. Schuster. Schlagintweit.und Geentnommen sind und ursprünglich wohl eben zum Eigennamen gehörige nähere Bestimmung bildeten. Hauer.

fegergasse bezeichnet die — die Schwertfeger wie überhaupt die Schmiede und unter diesen besonders Waffen- schmiede scheinen mit den Fechtern in nahen Beziehungen gestanden und zu den Fechtschulen und Fechtergesellschaften ziemlich viele Teilnehmer gestellt zu haben ein in Amsterdam Trompetersteg. XIV. welche ich die meine Behauptung hinzuweisen. ein Schwertfegergässchen. Manches was hier als Beweismaterial aus den verschiedensten Gebenden und Zeiten noch beigebracht werden könnte und ohne Zweifel auch wirklich vorhanden ist. hier auf die dies- bezüglichen Zeugnisse für E. in der Feldmark von Spangenberg bei Bothen- burg (Hessen) ein Pfiefergang. Plätzen und einzelnen Häusern und Örtlichkeiten. gasse. Possengasse reisser — — — . ein «vicus gladiatorum». M. Bern eine Kesslergasse eine SterzerZürich eine Geigerdie Kessler — auch und Kaltschmiede gehören zur Sippschaft der fahrenden Leute. Köln (anno 1232) ein Ort «Inter gladiatores». später anno 1378 und 1443 als Schwertinfolge ihres — . Bd. Vorläufig möge es genügen. gasse. Gewerben und Künsten entnommen sind. verdanke. Förstemann's Sammlung von Strassennamen. in Frankfurt a. M. Strassburg eine in Bremen eine Spielin leutestrasse. XVI) die folgenden Bezeichnungen in nach- gewiesen: In Mainz eine Sackpfeifergasse. Gaukler. in Passau eint! Klinger- . Dort finden sich (vgl. in in in Worms eine Sterczirgasse in (= Land- störzer-. Vagabundengasse). in Iglau desgleichen eine Wien Fechtergasse. XV u. hat sich meinen bisherigen Ermittelungen noch entzogen und wird sich erst später einigermassen vollständig gewinnen und zusammenstellen lassen. das sie oft bei Ausübung ihres in Neubrandenburg (Mecklenburg) Handwerkes führten eine Kunstpfeiferstrasse. die betreffenden Angaben in der Germania.— 135 — Berufsarten zur Bezeichnung von Strassen. wohl Wanderlebens. in Basel (anno 1313) eine LotterLotter ist so viel wie Spielmann. Magdeburg eine Schwertfegerstrasse. in Frankfurt a. in Leipzig ein Stadt- pfeifergässchen. in Trompetergasse.

466 mannesperch».— gasse - 136 — — . Boic. Gigerhof. Sitz. nach den Klingenschmieden so benannt in Köln eine Schwertnergasse. ferner einen anderen «Spilepag. Wiener Akad. Giger-Hubel... B. unter dem Worte «Giger» (vgl. Gigers-Berg». ihre gemeinsame Bereicherung des Sprachlebens Die grosse Beliebtheit. Mon. aber sehr beliebten und volkstümlichen Ständen ihre Zuflucht nahm. Endlich Spielleuten ist noch die letzte der zwischen Fechtern und bestehenden Übereinstimmungen zu betrachten. 150 153) eine in Zürich. Bd. d. 164. die nahen Beziehungen hindurch in . deren sich das fahrende Zeil durch Ausdrücke. wie gern und häufig die durch den Volksmund erfolgende Namengebung auch zu diesen niederen. ein Beweis. Bd. Gigeri. 8. ferner bloss: «Giger. ein Ortolfus und ein Albertus (vgl. 1. So gibt z. P. weg eine Turnierwiese Tauber. die sich auf ihre Berufsthätigkeit beziehen. 28. Volk so lange den verschiedensten Schichten der Bevölkerung zu erfreuen halte. Pataviens. et /lere Bezeichnungen sind wohl als Überreste und Zeugen aus den Zeiten ritterlicher Kampfspiele und höfischen Turnierwesens zu betrachten. sowie ein Kempfrasen 1 - — 1 — ganze Reihe von Ortsbezeichnungen an. pag. Zappert (vgl. Mon. 2. Giger-Hus. II. die wohl nicht aus blossem Zufall gerade der Klasse der Fahrenden entnommen sind.-Ber. benannten Ort. Boic. die dort: alle nur auf diese wir finden eine besondere Art der Spielleute zurückgehen. Giger-Gass. wie das ja bei Ortsnamen häufig der Fall ist zwischen ihren Trägern und den betreffenden Namengebern vermuten lassen. 160) einen «ad joculatores» (nach Cod. Gigers-Büel. 274. nf der Gigern. Das schweizerische Idiotikon führt 276) genannt haben. Marburg zu erwähnen. Dazu bei sind noch ein Renn- bei Rothenburg a. sondern irgendwelche Bewenn auch vielleicht nur solche sagenhafter ziehungen Art. XIII [1854] pag. d. Gigernwald etc. nach welchem sich ein Fridericus. Auch einzelne Häuser und kleinere Ortlichkeiten werden öfters mit Namen bezeichnet.

wenigstens einem grossen Teile derselben. Man muss unter bei den verschiedenen hierhergehörenden Worten wieder unterscheiden zwischen solchen. Präambel und Bar bei resp. lichen (lulturlebens. herausfordernden Gewohnheit der Studenten). die seine Darbietungen und damit auch seine technischen Ausdrücke rast- im Zusammenhange mit dem und ruhelosen Wanderleben uud Umherziehen dieser Vertreter einer zwar niedrigen und derben. Priamel resp. grösseren Abteilung gegeben werden. ursprünglich Pflastersteinen vom Aufschlagen der Gassen. besonders seiner bildlichen und übertragenen Ausdrucksweise. dass das Leben und Treiben dieser munteren und leichtfertigen Scharen eine dauernde Bereicherung des deutschen Sprachschatzes.— 137 — desselben zu den niederen Ständen und Berufsklassen. Zahlreichere des mensch- Belege können zu der ersteren. welche den beiden Gruppen der Fahrenden gemeinsam sind. welchen ich Parat (= Parade) einige Hauptbeispiele gegeben. es für jetzt bewenden lassen will. herbeiführen und auch einen starken Anteil an der Bildung sprichwörtlicher Redensarten durch den Volksmund nehmen musstehier Es soll noch ein kurzer Blick auf die zahlreichen Redewendungen und einzelnen Ausdrücke geworfen werden. die weite Verbreitung. und in aller Munde obschon wir uns bei ihrer Verwendung. Turnier. letzteren Art (vgl. Wie aus manchen anderen Gebieten haben sich auch aus dem Kampf-. habe ich bereits in den Ausdrücken Schwank den noch Gassenhauer = derbes volkstümliches der Schwertklingen auf einer Lied. dieses und alles volkstümlichen Kunst überall gefunden konnte dazu beitragen. welche unsere Sprache aus jenen Gebieten hergenommen hat und die noch heute im Gebrauche sind. so . die nur dem einen oder nur dem anderen der von dieser beiden Stände zukommen. aber heiteren haben. und denjenigen.und Fechterwesen hervorgegangene Ausdrücke in grosser Anzahl in unserer Sprache eingebürgert und sind. ihres eigentlichen Ursprunges nicht mehr bewusst werden oder zum mindesten für gewöhnlich nicht darauf besinnen.

einen Ausfall machen. ohne Aufzählung des vollständige versuchen oder gar ihre geschichtliche Ent- wicklung im Einzelnen verfolgen zu wollen. einsetzen sein Leben. einen bis aufs Blut. Bedeutungswechsels zu Worte. beispringen einem. der Kampfplatz abgesteckt war). sich mit Händen und Füssen gegen etwas wehren. scharfe. anheben. sich decken gegen etwas. über die Klinge springen. heben. Zu der Gruppe unter Kampflebens und Fechterwesens gehören Abschlagen etwas (ursprünglich wohl anderen die folgenden Ausdrücke und Redensarten: den Hieb des auf- Gegners). einstehen. wie andererseits auch gern seinen Ausdruck in möglichst sinnlichen Formen der leben gesucht und gefunden hat. zum Guten als oder zum Bösen ausschlagen. eine Anzahl ihre Hier habe ich jedoch nur die Aufgabe. Klopf- fechterstreiche thun. ausfechten. unter die Fuchtel nehmen. herumfuchteln. bekämpfen etwas. sache beruhen bekanntlich die des Anschauung im SprachAuf dieser letzteren Thatzahlreichen Vorgänge der der Sinnesübertragungen. der bildlichen Ausdrucksweise und der Ursprung des Wortspieles. ein Bein stellen. gewandte Klinge führen. einwenden. ausstechen jemanden. sich hüten vor etwas. den Ausschlag geben. welche dann alle lerischer Wirkung in willkommenen Mitteln künstRede und Dichtung geworden sind. einen vor die Klinge fordern. sich eine Blosse geben. einen aufs Haupt schlagen. beikommen. aufs Messer . dieser Wendungen namhaft zu machen. in Harnisch jagen. erkämpfen. behüten. viel Aufhebens machen von etwas. den Gnabis denstoss versetzen. seinen Kopf für etwas. zu allgemeinerer Bedeutung übergegangen. erringen. ausschlagen etwas. ausfallen. auf den Tod hassen. eine gute.— das abstracte Denken concreten 138 — teilweise ihren ursprünglichen besonderen Sinn aufgebend. sich bloss stellen. anbinden (die Klingen) mit einem. brechen für jemanden. eintreten für etwas (nämlich in den Kampfplatz. einen in seine Hut nehmen. ausstossen. eine bis Lanze Lufthiebe führen. einen vor den Kopf stossen. ins Herz treffen. austreten (aus dem Kreis. um dafür zu kämpfen).

etwas aufs Spiel setzen. (ein Fechterbrauch aus den Fechtschulen). auf sich auf den Kopf dem letzten Loche pfeiffen. treten.— bekämpfen. unterwerfen. (löten gehen. einstimmen. einem übel mitspielen. einem den Rest geben. neue. darum aber gerade recht bezeichnend und in der Sprache der unteren Stände besonders beliebt sind. etwas verfechten. wie etwa die folgenden: Anstimmen. der durchdringen. einen aus dem Sattel heben. dann auf das der gelehrten Studien übertragen). die Diesen Kreisen verdanken wir Wendungen. die spielen. schärfere . andere. der oder einen andern etwas hinter Ohren schreiben' (nämlich mit der scharfen Feder des Schwertes so gründlich und deutlich. einen um den Aber auch die Spie Heute und Fahrenden und die mit ihnen im engsten Zusammenhange stehenden Gomödianten haben einen guten Anteil an der Erweiterung des volkstümlichen Sprachgebrauches . (in der sich aufspielen als etwas. dazwischen hängen. werfen. einem die Stange halten (ihm beim Kampfe in helfend beispringen. einem Schutz und Schirm sein. zustossen. einen die den Sack. Hörn blasen. eine böse. seiner Erhaltung und Verbreitung zu beanspruchen. einfallen. einen Vorschlag Finger wickeln. machen. aus der Rolle fallen. einen schirmen. ins gleiche. dass man es nicht so leicht wieder vergisst») gehört wohl auch hierher. in Tasche stecken treten. auf den Kopfstehen. über die Schnur hauen (womit der Kampfplatz eingefriedigt war). über- winden. grosse stellen. einem oder etwas die Spitze bieten. ihn durch Vorhalten der Parierstange vor den Streichen des Gegnes schützen). den Einklang stören. etwas ausposaunen. auf etwas pfeiffen. 139 — auf die über*s einem das Messer Brust setzen. einem eines versetzen. ein Spiegelfechten anstellen. einem zu nahe überwerfen. die Oberhand haben. nach jemandes Pfeiffe tanzen. zwar oft etwas derber Natur. bildliche Ausdruck: die gewinnen. Spiegelfechterei treiben. grosse. unterschlagen. sich einen Ohr hauen. einen harten Schlag versetzen. verversetzen. neue Rolle spielen. sich einpauken Studentensprache auf das erste Geige Gebiet Fechtkunst.

in Cultus Dichtung. denn diese bilden die Grundlage und Erklärung für die anderen Thatsachen und Ergebnisse und können allein zu einem richtigen Verständnisse und einer entsprechenden Würdigung jener Zusammenhänge Parallelen interesse. übertönen. So ergab sich also auch auf diesem sprachlichen Gebiete. deutlich vorliegenden den in Kämpen und Spielleuten. mit klingendem Spiel aufziehen. möglichen . das Spiel verderben. einem einen Streich spielen. ohne auch die rechtlichen. einen anderen Ton anschlagen. Am ich Schlüsse dieser Untersuchungen angelangt. den Ton angeben. lasse noch einmal kurz die Hauptergebnisse der vorliegenden Abhandlung zusammen. mit der eulturgeschichtliehen Entwicklung des Sprachlebens und Sprachschatzes stehen.— mit 140 — Saiten aufziehen. verstimmt sein. neben vielen anderen. übereinstimmen. die auf den ersten Blick hin vielleicht etwas sonder- bar erscheinen. sein Spiel jemandem treiben (von Gauklern und Taschenspielern übernommen). bloss eine merkwürdige Stände. allgemeine Zusammenhang. - Lebensanschauung. der Betrachtung bereits früher unter- Übereinstimmung zwischen den Fechtern und Spielleuten unter sich. wie auf den übrigen. sondern auch der weitere. einem etwas weiss machen. versuchte ich zunächst den zwischen Frage den späteren Zeiten des Verfalles die Parallelismus bis in Waffenkunst und Dichtkunst seines ersten Zeiträume Entstehens zurück zu Ein- verfolgen. einem etwas vorspiegeln. die Stimmung wechseln. aber sie Hessen sich nicht darlegen scheinungen und führen. Die eines eventuellen. socialen und historischen Gesichtspunkte mit zu berücksichtigen. — deren Wurzeln wohl - Kampf und und Mythologie beziehungsweise von ihren Vertretern. Ausgehend von den beiden Grundmotiven zu suchen germanischer sind. Für mich boten die sprachlichen und litterarischen Er- zwar naturgemäss das Hauptund verstehen. culturgeschichtlich betrachtet aber not- wendig sich ergeben und als leicht begreiflich erweisen. in dem diese nicht zogenen.

und dabei zugleich auf noch weiterer Erforschungmeiner zugänglich sind und vielleicht nicht ganz wertlose Ergebnisse liefern könnten.und Sängerstandes in ihrem Umständen geschichtlichen Verlaufe einige Fragen dargestellt die hingewiesen. die rechtlichen und socialen Gesichts- sowie auf die gerichtet litterarischen hielt. einer besonderen Art der Gottesurteile. Sodann wurde das Auftreten Gerichtsbarkeit bei Kämpen im Zwei- Dienste der den gerichtlichen kämpfen. wobei ich mein Augen- merk besonders auf punkte. Bei der Geschichte des Fechterwesens dieser späteren Zeit habe ich etwas länger verweilt. teils zu Zwecken heiterer und festlicher Volksbelustigung erörtert. da ich mich Beantwortung competent genug der erachtete. Nur kurz wurde unter solchen einem den Übergang zum Hauptabschnitte bildenden Teile die dem Fechterwesen durchaus ähnliche Entwicklung des Spielleute. weil es noch weniger Bearbeitungen gefunden hat des höfischen Zeitalters als das häufig behandelte Leben und Treiben der Spielleute und fahrenden Sänger speciell und die Dichtkunst der bürgerlichen Meistergesangsperiode und ihre bekannten Vertreter. Weiter wurde dann die Pflege der Fechtkunst in den Städten durch das zünftige Handwerk nachgewiesen und ihre Verwendung teils als kriegerische Vorbereitung für den Ernstfall. Spielabsichtlich ihre und Schauspieler auf germanische Verhältnisse habe dabei für ich unberücksichtigt nicht für gelassen. Im letzten Teile Untersuchung habe ich sodann den geschichtlichen Zusammenhang dieser beiden niederen Volksklassen noch nach den verschiedensten Seiten hin eingehender betrachtet. so dass ich von einer eingehenderen Schilderung dieser letzterwähnten absehen in Verhältnisse dank der bereits starken Litteratur darüber hier füglich konnte. scheinungen erste überall nur gerade die und sprachlichen Erwurden natürlich fürs Hauptsachen berührt und der dabei . erwähnt und von den Fechtmeistern als Leitern der ritterlichen WaffenÜbungen an den Höfen des Mittelalters gesprochen.— flusses der leute 141 - römischen Tierkämpfer und Gladiatoren.

Hörant von Teneriche durch der vrouwen liebe vant man vil ofte gemelichen. Der vürste Hagene vrägte Waten und sine man. bereits Abschliessendes vielmehr möchte auf diesem zu er auf eine weitere Anregung zu diesen Studien und solchen ähnlicher Art mit seinem kleinen Beitrage abzielen. die snelle ritler balt.ueschozzen Des küneges ingesinde ze vil öf guote schilde. die jungen beide waren unverdrozzen. Teil. S. gevohten mit den swerten. Die Fechtprobe zwischen Hagen und Wate 81—86. Beilagen. ir beider grise locke sach man in golt gewunden. 1)5 sprach der helt von Stürmen . daz ich ez rehte künde. Halle 1872. miner miete ich im gerne gunde\ Dö sprach der künec zem gaste . 354 Nach si e in . . 356. hove Schilde truoc. 142 — Gebiete geleistet Verfasser wünscht nicht den Anspruch zu erheben. da von Wate gewan den künic ze einem vriunde. des ersmielte Wate versmähliche. Her Wate unde ouch Fruote. Nr. der aber mich ez 1er te. dar umbe waere ich hie bevollen ze einem järe. si ahten nicht so höhe als t scherinen under sc bilden. geschirmet wart genuoc. swer des meister waere. IV. vil nach in einer mäze die recken wären alt. 353.) aus (Strophe 358—371. kun ge 357. I. als a m i i i 1 1 1 t tan in J r r i c h 358.Irtan de vil ofte man began maneger hande frende. kiule und buckelaere. 355. 359. da waren ritter vunden si besunder maneger hande spil in dem brete zabelen.den besten meister min wil ich dich leren heizen durch die liehe diu.ich gesach ez nie. Ausgabe Martin. obe n in r lande waere schirmen also starke.i Vür den künec si gierigen.— etwas haben. vil. d. mit gabilöte . die sinen beide phlaegen. da wurden si gar ritterlichen vunden. man doch bete Hagenen den wilden. svvä man bedörfte recken. dem Kudrunliede.

waerez im niht an ere. Die liute sähenz gerne durch ihr beider kraft. daz er als ein begozzen brant riechen began der meist er vor dem junger. 366. Wate stuont in huote. begunde er zürnen. ob ich in m ü g e leren der ininen siege viere.Trolt sprach zem künege . 362. swaz man sach ir sterke. ich nie gesach des junger ich so gerne nach solher künste waere. Daz half dem schermmeister. Hagene dolte kume den kunstlosen man. 363. daz sin zer werkle nieman mohte trouvven. 143 — 1 36 1 . 364-. doch hete ir Hagene da bezeiget mere. ich hän der siege din gelernet nü wol viere.herre.— 860. ez vrumet dir ze etelicher zite Dö kam ein seh irmme ister. ich wil dirs gerne danken er lönte im sit so höhe sam einem wilden Sabsen oder Franken. 365. der wirt . i vil dicke daz schoene wäfen. Wate sprach zem künege . daz ir iueh habet versuochet. slüegest du mir wunden. sam er ein kemphe waere. daz in die swertes knöphe hine sprangen. vürste Hagene. an Waten hende erklanc . Sturmlant. 368. der wirt ouch sinem gaste siege unmaezlichen sluoc. Dö si den vride liezen beliben under wegen. 367. leren er hegan Waten den vil küenen. in möhte sin gelungen.läz äne vride sin unser beider schirmen. wir hän ez § gesehen . daz er w t e spranc alsam ein lebart wilde. daz du doch dri swanke künnest swä man strite in herten veitstürmen. der ktinec vil schiere erkante die Waten meisters chaft. da sit ir üf dein ringe lobebaere . daz die viurvanken dräten üz den Schilden. swä man phligt der dinge. des schämte ich mich vor vrouwen". der sal begunde diezen von ir beider siegen. da von er gewan des sines libes sorge. Sie giengen beide sitzen.ir zem gaste sprach 369. ir wellet lernen? ja waene 1 . des mohte t er sinem schermknaben gedanken. ein teil 1 . ja was er starc genuoc. Der gast sprach zem künege ich sol vride din haben. daz mirs der recke danke daz lobete dö der alte Wate schiere. Dö sprach der wilde Hagene ich wil kurzwilen mit gebt mir daz swert dem von 1 . Wate künde schirmen. als s schirmen was winde. des erlaehte dö vonTenen Fruote. ez ist geschehen gehet. enhant. daz du iht värest min. swaz ir si anders taeten.

of Rym-Spiegel.— 370. ich ensach nie junger lernen also swinde'.u llmn haben. Priester. dö würfen si die steine und befunden mit den scheiten schiezen. daz aller tege liehe phlegent sin ritt er unde knehte". So werd een twest vreselike. Tydtgenoot geweest. T'Amsterdam. Aeltere Fassung: (Nach dem Spiegel Historiaal. d'ander voer daer. 5. Die daer so euen dicke lopen 15. ich habe sie desshalb hier weggelassen. Ende die beesten storven mede. Gapittel Caplttel XXVIII— XXX. Hier folgen 2i Zeilen. *) Ende thans in die erde cropen. beoorloogt Trier. Tuscen Hoye ende Denanl. Geschichte der Kampffechter von Löwen. die Oostenryk und: . Van den Hertoge Twist tusschen Hertog Heinrike. Nr. so waer daz schirmwäfen niht komen in mine hant. Do erloubte er den gesten. Boek. van Lodewyk van Velthem. 10. wir habenz uns ze rehte. des volgten ime die sit von Ortlande. Ende daer dit alsoe gesciede. voor ruym 400 Jaaren A. In't ander iaer van Willems rike. Een tempeest quam oec mede säen Die menigen lede heeft gedaen. Rym-Chronyk. II. 371. Tuscen Ludeke ende Brabant.und haete ich daz erkant. Storven oec daer na die liede. en den Iiisschop van Luyk. der rede wart gelachet da von maneger edeler muoter kinde. door Isaac 1727. le Uitgegeven klaaringen opgeheldert. Eeen swaar onweer doedt veel schaade. swa mite si die zit hin getriben möhten.) XXVIII. Do sprach aber Hagene . ende den Biscop van Ludeke. zynde de nederlandsche in is Dichtmaat gebracht. Koning "Willem *) andere Ereignisse schildern (De Hertog van ondersteunt den Hertog van Oostenryk. 114 — in unsers Herren lande. Ende oec van Namen d'lant D'een voer hier.) und nichts mit unserer Begebenheil /. Ende verlieriden d'lant swaer.] [1248 — 1316 van welke de Schryver en met noodige verLong. Hendrik van Rrabandt. Keinet vorsce ende vesche in't lant. pag. I. 38—42. dö si begunde verdriezen.

op dit beheet. hi waende sonder waen te niewete gegaen. Hertog van Brabandt. Luyk af te doen. dat secg Capittel XXIX. te Ende si spraken om soen-dinc maken So waren altene d'Biscop saken. Die de Hertoge soude bringen. 30. Van hären Kempen. Aldus hi t'enen hantscoe vinc. Ende dit te vor wer ne of hi mach Elc met sinen Kempe gereet. Ende iiet liden. Nu was Dat sise altene Biscops atente Want Als't uit orloge beroepen wilden or campen? haddi die rampen. 35. Dus waendyt met campen beweren. Seiet daer elc van andren nv. 45. Ende te comen op ten viertechstea dach. si quamen te perlemente. Die Hertoge miete lettel hier op. schallen tusschen den Die twest iegen Ludeke met Hier werd een dach oec af geset. Die ne daer nv heeft ontfaen."><>. Die lettel wiste van desen dingen. XLste dach quam bi. te perlement quam die Heren. Ende men't in campe bescede echt Ende die onder bliue in't geuecht Hi sal beteren dan dese dinc. en den Bisschop van So dat 20. Mochti den Kemp verwinnen mede inaar de Hertoc. om de ver- Nu bord van den Hertoge Heinrike. Vraechden die heren Waer Enen Kempe had genomen V dal hi 10 . Zy besluyten om Kampen. Want Ende Syne Heeren spreeken .145 Voorslag. Den steresten die men iegeren weet Ende geloefd em grote rychede. Ende botene den Hertoge säen. niet. : Dat soude syn die hem daar over aan. 0p dit belof. ic v. De Bisschop maakt zieh tot den kamp gereedt. T'Sinen lande waerd. 25. Mar die Biscop Dede enen Kempe soeken gereet. 40.

So starc es hi.— 146 Die Biscop wilt Ende 55. Die waer so vtermaten groet. des syt gewes. ende ontboet doen säen Genen man. Die Hertoge: Dit's myn geuoech mede: bloethede. Ende hi seeen oec so starc mede. Die hem vermet in een parc Te kempe. Maer men soude niegeren vinden Blöderen man in geen lant. dat hi te hem quame? Die gene metter blöder name hem woude Es vor den Hertoge comen houde. heeft enen emmer te crite Kempe starr. Ghi behoeft Seldi daer v. Dat te Louen waer een man. Ende starc mede. ende so snel. behouden v pale Want mi dunet het werd v hard. Here ! te versien wale. Want alsi vernamen"t geens gedane. cornen. dat syns genoet Niegeren wäre nv ter stede 80. En trouwen (sprac die Hertoge säen). maar die geheel vree- Dat hi enen leu mocht binden sachtig was. zieh daar Laat na een Kamper 70. soeken. Hern wordt een grooten sterk 75. Ja hi. So ne dorst'er niemen comen ane. Dus quam die Hertoge sonder waen Te Louen. te Dan Ic hi es. Dat nem ic op mine leste vaerd. of berechten. camp emmer gescienV Hy Bedenkt over. wet ie wale. Jegen den genen. Ende also lanc. man aange- draagen. te sconfierne wel. Ende vraechde: Wat hi . Doe sprac op tie hant 85. Doen liet men den Hertoge verstaen dan. Hi ontboet hier ende daer Maer hi en vant niemant vorwaer Here dat Die den camp dorste vechten. Daer ne helpt weder gene tale. ic (Sprac die Hertoge) dat ne weet ? Waer mi een Kampe In sal syn gereet heb mi noch niet versien die ! Ende moet 65. es. 60. micke niet Indien dat hi groel De ELertog spreekt daar over: hem 90. So will ic mi hier op beraden gaen.

Ende dat 't dan gelaet coenlike Vore den Biscop. ende in v gelaet. Ende seien mi geuen al dat eysce. Here ! des mag ic niet doen kampen. ghi scynt so starc En sal niemen in een parc 115. 130. Ende stalpen. Quam En tie die Hertoge alse te houde Met sinen Kempe Ludike werd 10* Biscop mede ter vard . Here ! Daer toe helpt iegen geen porren. ende stouteliken. welke dese man 125.— 147 Hertoge sprac : 95. Dat sal belooft. Ende grote worden connen spreken. Ghi syt so groet. Maer ic wil. In v were. tyt. doch hy wilde niet Neen. ic wel doen sekerleken. Alse vor enen groten Baroene. dat hy soude veynsen te willen kampen. Hein sal versagen elc die 1 ! vereysce. AI souder al om genen Brabant om Vrient ! toren. v den Biscop tonen mach. Capittel XXX. ende in beger's oec niet In wil 120. Alse van v sien dese manieren. ende wagebarden met Maer in vecht's niet. Jegen u comen dorren. In vechte geen wat's gesciet. Doen't was so verre tie lertog en de Bisschop komen te Lnyk om te Dat tyt kampen. Die Ic heb uwes te done. Hoe De I die camp geuachten werd. In vechte niet 100. bi mire wet. Ende gelaet v alsoe valiant. Dat ic maer gi alse op desen dach. dat ghi vard recht Met mi alse een stout seriant. comen was genomen Alse dat men den camp vechten soude. De Hertog eyscht alleen. Goet man. Te bringen t'enen Kimpioen. Alse oft gi al met uwer daet Des Biscops liede sout scoffieren. 105. Wat Dat In secgdi ic ? syn verloren waendi nv ? wil doen vechten v wil niet dat gi yegeren om vecht 110.

Ende hout v stoutelike in 't gehare. liet. Gelaet vaste coenleec nv. Here hoe gaet in hant Herde wel. Neen gi niet. Ic sal hier ? hehhen Here ! al myn geuoegen. dat secg ic v. Wat eest. 145. die hem säen Die Hertoge Vragede Si : Hoe die saken gingen ? al gaen mi af trouwen ic mire dingen. Maer neen. 150. Sit hier noch. Si seien Dus 155. ende sal gaen . vrient! Wat wildi maken? enen voet vten crite. ic 175. Ginc die Hertoge dit heeft verstaen. en es geen noet Op dat ghi aldus vorwaerd doet.L48 Quam 135. Die Biscop men den camp en vochte hem wieken nient lii Doen 140. Wat v oec daeraue mesciet. daer men mede Die den 180. weder ten Heren comen camp gerne henomen Hadden daer. Seldtsaam gedrag van's Hertogs kamper Die t'sinen Kempe werd hem vragede altehant ! säen. tegen inet sinen te Kempe säen. Afgelecgen metten monde. laet v genoegen. quam daer weder gegaen T'sinen Kempe. es hi mi geuen dat ic begare. Want men Dat sloege v hier ter stont liooft af. dat si v cont. Die Kempen säen op sitten dede. Oft ic sal vten crite gaen Want Gin di in vechle in gere sake. 165. Bi mire trouwen in vecht's niet. 170. Daer syn die Heren rade gegaen Om Dat dese dinc. Helpt. ere. Sprac die gene. Die si Bi mi geloefden sculdich ben onsen Here. Of ghi wilt. het's om niet begonnen. haddense geconnen. maect pays saem. oft men conde niet. Ghi word dan uwes liues qnite. Die corden waren ginder geslagen En tie setele worden gedragen Binnen den crite.

goede liede Dat tu mi dus slaes hier nv? Wat hebb ic di mesdaen hier ter stede ? Ende in seide di heden lede Noch en inesdede noyt den man. Ende sprac den genen aldus toe ende wat meinstu Siet. 195. Ende worpen onder hem ter neder. . 205. Ende slaten metten vvosten weder. het sal v rouwen DienogtansdesBisschops Derwerd comt die gene gegaen: Ende tie ander sprinet op säen. En tie Hertoge bleef in die Ende van desen dage vord mere. ende nam säen om hals. Dit dede die gene .— 149 — si Besien wat Die ic hebben gedaen liet ouer die effeninge Ic sal't effenen wat's gesciet 180. Ende sael't ouer mit laten gaen. Van den liue heuet gedaen. Ay mi God geue v quaden dach! ! ! Sprac die gene. Alse noch te verbalen daer sine verd. Ende ginc ten andren werd te bant. Doe riep men daer in's Hertogen side (Die des waren herde blide . Ende gaf den genen noch enen slach. 200. Daer't menich toegesach. En tie ander spranc achter werd. mi meer. Dus es hi van daer gegaen. Ende die gene sat stille noch doe. Die gene quam noch vorwerd an. dat hi ne säen 210. Sloech men hem dat hoeft af daer. ende daer naer ere. Ende laet cloppel ende seilt vallen. Ende neemt den genen daer met allen. Die gene sprac: Sladi Bi mire trouwen.) Werpt ouer die corde vten crite. Ende gaf hem op hoeft enen slach. Ende alsoe vollyc es opgestaen Seilt Des Biscop kempe. 185. ende greep syn hoeft Met beide handen. So sidi dies alte male quite 215. des geloeft. ende cloppel in hant. kamper overwint. 190. So grote slage.

1837) pag. 220. Van desen es noch het gesiechte comen Te Louen. Tusschen Ludicke ende Brabant. welcher unsere Episode entAbtei Affligem. hoort van den hertoge Heinricke. Storven Nu l)H' hans vele liede. So wart een twiste vreeselijc 5. F. Ein Abdruck desjenigen Teiles. Een tempeeste quam mede säen. Also men te clare bescreven vant. Willems. Geschiedenis des Vaderlands uitgegeven noor J. des 14. findet sich nebst 3 zugehörigen Abbildungen nach den Belgisch alten Miniaturen der Handschrift in der Zeitschrift Museum voor Deel I de nederduitsche Tael. . «Jnt ander jaer. früher der dem Beichsarchiv von Brüssel angehörig. dat ic v wel soude noemen. Jüngere Fassung (Nach einer Papier-Handschrift vom Ende 4. (Te Gent. dander daer.— 150 — was niemen yet Alse lange alse leefde dese man. 26—32. Ende verheriden dlant swaer. Ende daer. worden voren Dat hi niemen 225. Dat menegen leede heeft gedaen: Tregenet vorsehe ende vischen int lanl. So ne so coene dan. ten jare 1236. na Willems rijc. B. na dat dit gesciede.Jahrhunderts. das Buch der «Brabantsche Yeesten» enthaltend. 10. jetzt hält. Die hem was hadde mesdaen. Hi ne wildene vloechs te Hi so coene te camp bestaen hier af gaf. dander was sekerlike.en Letterkunde en de ». Ich gebe die Stelle nach der durch Willems daselbst besorgten Reproduction. Ende ooc van Namen dlant: Deen voer hier. oder Beginn des 15. .) De leuvensche kampvechter.

Maer hine vant niemant voerwaer. Als te perlemente quamen soene die heeren. Den steresten die men ieweren weet. sonder waen. Ende beloofde hem grote rijchede. Want si alle vernamen sgeens gedane 55. Ende liet liden. Dus waende hijt met campe verweeren. Dit seidemen den hertoge wale. Die hertoge miete dein hier op Om 35. Dus seiet elc vanden anderen nu. Hi onlboot hier end daer. Dus hi tenen hantscoe vinc. Hi kreech enen kimpe sterc. So sterke was hi ende so fei. des bisscops attente Dat hine roepen soude te campe. int gevecht. Die hem vermat in een perc 45. Moet den campe ummer gescien. si quamen ten parlemente. Dien die hertoge soude bringen (Die luttel wist van desen dingen). 151 — Ende Daer So dat die twiste tusschen Ludike inet: wart een dachvaert op geset. «So willic mi beraden säen!» Sprac die hertoge. Ende die onder bleve. Diene aldaer heeft ontfaen. Ende voer te lande. si spraken om maken. Waren emmer des bisscops saken Dat men te campe besciede echt. of hi mach. 30. Shertogen kempe te scoffieren wel.— 15. Mocht hi den kemp verwinnen mede. men den hertoge verstaen dan . Daer en halp jegen geene tale. 50. maer die bisscop Dede enen kempioen sueken gereet. dit te verweren. Ende boeten den hertoge säen. Dat hi betere dan die dinc. 40. te Ende 25. En Doen dorster niemant liet comen ane. Dat hi come opten XLsten dach. Nu was 20. Des es die hertoge onversien. Want hi met orlogen hadde rampe. seggic u.

sekerleken. Dan ic u den bisscop tonen mach. Die waer so utermaten Ende so sterc. Jn uwen woorden ende u gelaet Als of gbi. waendi. 80. te Loven woonde een man. heer. Hi vroeg hem. AI soude al Brabant sijn verloren!' «ic t De hertoge sprac: «Wat Dat ic segdi.» Dus quam die hertoge. ende stoutelike. grote woorden spreken. nu wil doen vechten u? 85. al met uwer al daet. Sbisscops volc Als Sal soudt seoffieren: si van u sien die manieren. «Goetman.Dat sal ic wel doen.» . Mer 65.152 Dat 60. En vechte al om geenen toren. in en geen lant Dan Doe sprac te hant Die hertoge: «dits ongevoech groot mede. Alse voor eenen groten baroen Te brengen tenen campioen. En wille eis niet. ende entboet säen. Ende dat ghi daer gelaet coenlike. en vechte niet. Voer den bisscop. dat sijns genoot Niewer en waer. des sijt gewes. wat hi woude? 75. es. wats gesciet!» niet. ghi sijt so sterc. vrient. Mer conit met mi als een stout seriant. Maer en vechs niet. teeniger stede: Je segghe u wel die waerhede: Hi soude wel eenen beere binden. en begeers ooe 95. Ende 100.» Heer.» Neen. Jn micke niet op sine bloothede hi Jn dien dal hi groot 70. Ende gelaet u als coen ende vaeliant. !" Stalpen ende wagebaerden met. Ende sterc. Jegen t u coinen. bi mire wet . op dien dach. Dat hi quame yoor den hertoge boude. raen mochte nieweren vinden Bloeder man was. des mach ic niet doen. gi*oot. sonder waen. heb uwes te doen. Te Loven. niemen dorren in een perc 90.

Die tsinen kempe säen. Die forden worden daer geslagen.« . bisscop hem niet wiken lief.' ten es geen noet. of ghi wilt. daer men gerede Die kempen sitten in dede. in Wanl en vechte geenen saken. Die hertoge quam doe gegaen Tsinen kempe. Wat u ooe daer na «Neen. 140. So salics hebben mijn begeren. hoe die saken gingen V «Si gaen mi af al mine dingen.Trouwe ben sculdich onsen here (Sprac die gene). 135.» 120.» Dus es hi weder ten heren comen.' . here. Op Die den Ja. Ghino 115. 130. Met sinen kemp te Ludick waert Ende Daer die bisscop Quam met sinen mede kempe te ter vaert säen. Afgeleggen metten men den campe en vochte niet. gesciet. . Quam die hertoge also houde 105. ghi niet. hi Als die hertoge dit heeft verstaen. maect peis säen! Oft ic sal uten crite gaen. hets om niet begonnen. laet u genoegen! Bi rnire trouwen. al est. sijn die heren rade gegaen Om Dat Die dese dinc.Here. die doen säen Vraechde. Gene setelen waren daer gedragen Binnen den crite. .— 153 — Doet was so verre comen. hem vraechde. hoe gaet te hant?» «Herde wel. dat seggic u: Gelaet u wel ende coenlijc nu.Wat Je sal hebben mijn gevoegen. camp gherne [hadden] benomen. of men conde monde 110. hadden Maer neen geconnen. Die si mi beloofden ere. dat ghi dus vordaen doet Ende hout u stoutelic int geberen. en vechte niet. 125. Dat die tijt was genomen Dat men den camp vechten soude. te hant. si si.

Doe riepen si. Sit hier noch. uten crite. Ende sprac den anderen dus toe: . Gingdi 154 — maken? crite. wats gesciet. ende greep sijn hooft 170. 1 Sprac hi ten genen. Ende die gene sat stille noch doe. Ende sloegen met vuusten weder. Die doe waren herde blide: «Worpten over die coorde. ter neder. Ende gaf hem noch enen slach. 160. 150. Ende werpen onder hem. hei sal di rouwen! Derdewerf quam die gene gegaen. wat si ende ic sal gaen hebben gedaen. Ende dander spranc op säen. . ßesien sloege u hier ter stont u cont. 1 quam noch bat an. ' di gedaen noit ter stede? Je en seide di heden lede. Ende nemt den genen daer met allen. 180.Siet. mi meer. lijfs «Help vrient. des gelooft. Daer die menege toe saeh. in shertogen side. Om te verhalen sine vaert. Noch en mesdede Die ghene man.» Dus es hi wech gegaen. Sbisscops Seilt nam te liant om den hals. So sijdijs altemael quite!» . 185. ende Mettien stont op herde säen 155. cluppel in hant. Ende gaf hem opt hooft enen slach. Ende dander spranc achter waert. liet. Ende laet cluppel ende seilt vallen. wat meinstu Dattu mi dus slaets nu?- Wat hebbic 165. wat vvildi enen voet uten Ghi sond worden uwes dat si quite: Want men U hooft af. Die ic over die effeninge Je salt pointen.Bi Die gene sprac: Sladi mire trouwen! 1 175. goede liede. kemp.Ay mi! God geve di quaden dach! Met beiden handen. . So grote slagen dat hine säen Van den live heeft gedaen.— 145.

daz ich noch han. voort mere. Daz sie zesamen wolten gen. w. 195. Swer einen slegel oder einen stein vf hebet vber alle sin kraft. Do sprach ir einer: mohte ir mir geben Ein kempfe von siner kraft über Ein ander leben zv disem leben. leben veile s. Ringer und Springer etc. So en was niemant so coen voerdaen. «Der hat witze. Do daz volk sie mit fleizze pat. Ob Da er in wirffet von der stat. Stellen aus Hugo von Trimberg's „Renner" über Kämpen.— Dit 155 — dede die gene. Ich hete den leip vnd auch den mvt. Nv komen sie pede an ain stat. er mit fride gelegen hat . ist die «Daz ein vil mere von zwein kempfen. waget vf tvmmes rvmes wan. Hine wilden vlus te campe bestaen. dat ic wel soude noemen. Ende die hertoge bleef in dere. Des kraft man auch weiten erkande. vnd went. 190. denne di degen ! Die man ir siht iustierns pflegen. Van desen es noch geslachte comen Te Loven. vnd dirre mit kämpfe ienen besten.» No. ez sei grozze meisterschaft. Ende van desen dage. Der kempfe was weiser. ende daer naer Sloech hi hem thooft af daer. als ditz tvt. die sint dein. Ob ich daz leben. Daz ich der leben einez waget an in. treit.» v. De hem iet hadde mesdaen. Ditz wer aber gar ein tvmmer sin. III. Nv was ein ander in einem lande. ir584— ir603. levten was bekant manic lant. vnd manger ander Die affenheit. Daz als lange wert.

1671 enthält. Abdruck nach K. s. Danne. daz er nach vnselde v. we ! wie ein wurff sin gelider löblein pein. der mohte vil liber ein (ianlzes tar 1 ) sanft haben gelebt. No. Machet mangen torn vnsenfte wenn beginnen queln. Daz im di plose arm oder pein pristet. [aetatis] 41. ist (Ib. < Heidelberg. 11'610— H'628. «Von ringern vnd von Springern. Noch ist einez. w. u.) Feehtschuln-Reimen angefanngen Anno 1579. Teglich vnd er daz mvz heln. WassmannsdorlT's Wiedergabe in seiner Schrift Sechs Fechtschulen der Marxbrüder und Federfechler u. daz schaden bringet. strebt. IV. Ll'636—11'641. . 1870 pag. hin dan: dem durch Er hab in geworffen als ein helt So Mit levffet ir aber hin vnd quelt steine dem grozzen vi I vleisch vnd ander gebeine. Dirre erbeil Ion daz ditz man sprichet. w. 1458 des germanischen NationalMuseums von Nürnberg.) (la. Ein nutzer werk wolde ich im zeigen. Swer also ringet oder springet.) Der Todl gewiss.— an ein ander Sprichet zv stal 156 — spot ein man. Vngewiss der Tag Die slundt auch niemandt wissen mau' "i wohl Druckfehler für jar». (Nach der Papierhandschrift No. A°. vnd daz leihte ein ist. s. Die Nürnberger Fechtschul-Reime vom Jahre 1579. v. die auch das Wappen der Federfechter und das Kupferstichporträt des «Leonhard Schwab Jn Nürnberg verordneter Unterhauptmann der Federfechler AE. rippe prichet. 32 — 45.

) Mathes Greszman vom Hof Adj. b.) (2a. auch nit gern verliern mein Junges leben Gott wöll mich dann also heunt verlasszen Daz Jch mein haut vnnder der gefider mus lasszen Jedoch ist mir Gott zu eim schütz geborn So hoff Jch doch daz Spil sej noch nicht gar Verlorn. Die Anndern zum Schwerdt. Das yede stunndt die 1. Er sey gleich kurtz. Jch bin ein Junger fechter merckt mich eben. So licht Jch mit Jm on allen schertz. Frisch her lasz nit schnappen es gillt mir Vnnd dir ein guts bar kappen . Weis nit wol kan der Lerne es b) bas. Jn nit gelinngen. Ich schwinge mein schwert Jn Gottes glück Vor keinem fechter Jch erschrickh. wie thetens ein annder hüben Wie die püttner vmb daz fas. 1579. Die ersten Reimen zu der Stanngen. ein Peckenknecht vnnd Marxbruder May Ao. a.) Die Anndern zum Schwertt.) Gregorius Beer hefftleinmacher Ein Federfechter. vnnd thun sagen Sie wollen mich Stoffen vnnd schlagen Jch hoff aber ein Gott will es soll sein komen. Er sey gleich ein maister des lanngen schwerts Hoscha maidlein. Adj.— Darum b 157 vnnd dennck darbey letzte sey. 1579.» (2b.Ich wollt glück hat wird vf den abent sinngen. «Zu Frannckfurt an der Ader schlugen sich ein ßalbirer vnd ein pader Dartzu kamen die kürszners hüben Ey. Wer daz . Ey. Wie daz frembde federfechter von augspurg Die haben auszgeben. Apprillis Ao. [a die. furcht Gott. «Frisch her ich hab vernommen.) 3. scheisz Jn belcz. lanng oder dickh. Die ersten Reimen zur Stanngen.] a) 2(5.

i. Die Marxbrüder vertrieben Jr die federn gern Vnnd können doch nit enntbern Sie sein all nacht der federn fro sonnste müesten sie ligen auf dem Stro Vnnd sollen den Winntter wol erfrieren thut die feder zieren All Manschafft Zu der schreib Jch mich Jn Gottes namen Trotz euch Marxbrüdern allensammen Wems nit gefeilt mit dein will Ich b. a. Die Bruderschafft sich der Greift Wer Lust mit mir zu fechten hat der thus nur Vnnd thue sich nitt Lanng besinnen Mein feuer Thut dahaim Jm ofen brinnen Dasselbig hab Jch höeren Krachen Jcb nnis warlich haim. mein Löblich hanndwerck.) 158 — glider kappen seinnd Jm Winntter gut trag Jch ein frischen freyen mutt Drum Du Edler Löew thue auf dein Las dich den Greiffen nit trucken nider Weil er dann mit seinem hochmut vnd pracht Ob von sannt Marx Veracht. d.— die (3a.) (3b.) hie Ein Federfechter. Maij. Jch schlae dranff daz hercz Jm Leib kracht. Die ersten Reimen tzu der Stanngen. vnnd widerumb auszpachen. hiemit keiner veracht raus baldt auswürcken. .In der lufft thut herumbschwingen So thust du Edler Loew Jm Wald herumb springen ßey anndern Thierlein Jung vnnd alltt. einschiesszen. vnnd die herrn von der Den 'i scIilae -Ich auff feder Veracht den Kopff. 10. das Jm der halsz kracht.) vnd wolt mir daz weren mich munder beren 1 ) Die anndern zum Schwertt . .) Aszmus Aichler Schuster burger Adj. herumschlagen.» 3.Ich ficht gern aus knrezer Vnnd langer schneiden mein Kopff kan noch ein guten buff erleiden Wer mich.

17. Löewen brüeder muest mich die halb stanngen recht verstan Mein Kopff vnnd b.j mus am Die anndern zum Schwertt. Adj. bitt Euch desz Löewen brüeder Jch gar schon Wollt mir vff dieser meiner schul heut nichts than Jch förcht es werde on ein Strausz nicht gehen aus Drumb Jr des Jr Löewen brüeder kompt fein dicke munder vnnd ziecht euere wammester aus. May. b. «Du Edler Löew thue auf deine Lasz dich den falschen Greiffen nit trucken nider Weil er mit seinem Stolczen Hochmut vnd Pracht Die Kayserlich freiheit die Bruderschafft von Sannt Marx veracht Ob er sich gleich Jnn die Lufft thut Rumb schwingen So thust du Edler Low Jm Wallet herum b springen Mit Jm zu streiften ist er bereitt ist Frisch her vnnd dran dann es b.) 159 — vnnd ein (4a.) Georg Grumpach von Glochaw ein Kürszners gesell Marxbruder.) Hanns Schuler von Statt Eschenbach Federfechter. Daz hat mir meinen Cranntz gepunnden Vnnd darneben mich Jch solt .— 4.» . 24. ersten dran. a.In fleisszig gebetten keinem federfechter geben gevvehren Jrer bitt > Vnnd soll sie Dieweil sie haben kein frevheitt nitt.) ein Schuchmacher vnd Die ersten Reimen zu der Stanngen. a. Mit freuden aus frischem freyen mut thue ich mein schwertt schwingen Jch ficht gern aus Kurtzer vnnd lannger klingen ist Kein schönere kunst auf dieser Erdt Dann wann man ficht aus freyer kunst Jm Lanngen schwerdt.) Die ersten Reimen zu der Stanngen glider. Adj. May.) Zeitt Die anndern zum Schwerdt Ein schönes maidlein hab Jch gefunnden.

der mit seim Hochmut vjind Stolczen pracht Die Bruderschafft von Sannt Marx veracht.) 160 — ein Kanndelgiessersgesell. So scher Jch dir begert mich einer zuuerleczen Er raus mir souiel dran setzen. Frisch her zu mir alls Jch zu dir Neczt du nur. Die ersten Reimen zu der Stanngen.) ein annder schon empfanngen. .— 6.» (6a. Derhalben Will Jch mich heut zu Ehren Mit den federfechtern munder rumb Beren Drumb frisch her Jnn Gottes Namen Wir wolln b. vnnd Büff nim Jch dran Mit einem eisern Flederwisch kher Jch den Staub daruon.) Augustin Staidt ein Messerer 1 ) vnnd Federfechter. isl Adj. Wer mich vnd mein Loblich hanndwerck veracht Den schlag Jch auf den Kopff daz Jm daz hercz Kracht. J-i-.) Die anndern zum Schwertt.) Steffan Christan von ein a. «Jch bin ein Kaufman klein Straich mein gewin Schleg vnnd stösz die gib Jch hin.) Nürmberg vnnd Marxbruder. Junij. i. Frisch her es gillt ein federfechter an diesen Tanntz Ich hab mir ein pletzlein lassen schonen Rosen Kranntz Kheren Darauf wollen wir aneinander Rumb beren Ich hoff es soll mir heüt gelingen Darumb thue Jch mein schwertt auf schwingen. Die anndern Ir zum Schwertt. Schwing dich auf Loew du Edels Thier schaw dich für dem falschen Greiffen für. Messerschmied. (5a. b.» ') d.

Adj. «Ein Marxbruder bin Jch worn Daz thut den federfechtern Zorn Dann Jch gedennck was vmb ein gennszfeder mag sein Man Was Liehe mir nit drauf ein halb seidlein wein. Jnn meine hanndt nim Jch daz Schwert es der Marxbruder an mich begert Ficht Jch mit Jm on allen Zorn Wie Vnnd Vnnd Triffst schlags Daz sich die die schwertter munder zwischen die ohren zusammen schwingen Roten plumen vber die Nasen Rinnen du mich so lasz Jchs geschehen Fehl Jch dein du wirsts wol sehen. a.) (7b.» 9.) Die ersten Reimen zu der Stanngen. b.) (7a. vnnd Keckh ich hab vernommen Es seinnd freinbd fechter von Culmbach kommen Den Thut es so leden Zorn.) 161 — ein Deboldt Boll Schuchknecht von Niirmberg. «Frisch her Daz mir die heuttig schul ist worn Vnnd wollen mich drumb abpleyen . 23. ein Kiirszners gesell vnnd ein Marxbruder.) Christoff Jung von Presszlaw. federfechter.— 8. Adj. jetziger Zeit Churfürstlicher Sechssischer Trabannt. Juny.Ich gib nichts drumb es soll sie gereuhen •Ich licht Jn Lanng vnnd kurtzer schneidt Vnd wehr mich Mannlich meiner heutt Vnnd thue nichts nach mein feinden fragen Wie daz gemein Sprichwortt thut sagen Welcher da wilde Schwein will hetzen Der musz hundsköpff dran setzen.) Die anndern zum Schwertt. solt Jch dan haben der Gennszfedern ehr Schult vnnd heim ziern mich viel mehr Die Kayserlich Mayestat Marxbrüedern thut geben Die nach solcher Ritterlicher kunst streben 11 . 5. a) Julij. Die ersten Reimen zu der Stanngen.

«Auf diesem ganntzen Erden kraisz kein Edler Creatur Jch waisz Die Yedesmals geboren Alls nur ward den Edlen greifen zart Welcher mit seiner Manheit starck fleisz beczwingt sein feinndt den Loewen arck Erwirbt dardurch mit seinem der Edlen feder Lob vnnd preisz.) zum Schwertt.) (8b. 10.) Drumb hab Jch mich zu dir verpflicht. Die anndern b. Adj. July. Von deinet Wegen will Jchs Wagen Will manchen federfechter helffen zwagen Mit Stahl vnnd vngeprenndten Aschen Wollen wir einannder schmeisen auf die prott daschen. a) Die ersten Reimen zu den Stanngen.— Braucht Soll 162 — Dann Gennszfedern vnnd Khil man nit zum Ritterspil Dann hert federn dinn Pappier schwartze Dinnten man Jnn den Schreibstuben finnden. 12. Du Edler Marx bist preisens vol Weil dein Hauff klein vnnd hellt sich wol Auch von Kayserlich Mayestat ist auf gericht (8a.) zu treiben begert Der hab nur achtung auf mein schwertt er ein schwert Jn die hanndt vnnd sagt Jch Vor Mit Der stell mich für Jnn Gottes namen euch Marxbrüedern allen samen euch zu fechten Jnn allen wehren Edlen feder zu Lob vnnd Ehren .) Georg Lenncker Goldschmidt von Ludwigschargast Ein Federfechter. Drumb Edler Dann Jch Vnnd mit Mit Greif der feder zu ehren so Will Jch mich heut Mannlich wehren verhoff mit meiner hanndt hilff Gottes beystanndt der Tollen Marxbrüeder Muttwillen meinem schwertt gar w0] zll stillen Wer mich daruon Nach solchem nam (9a.

Auf den abent sieht Vnnd sagt wir sinndt erdicht von Kayserlich Mayestat aufgericht Daz hast du Reimen weisz ein her zogen.) Die anndern zum Schwertt.) Die ersten Reimen zu der Stanngen.— 163 — Durch eines Erbarn Raths Vergunst Ausz freyer Ritterlicher kunst. Julij. 19.) Georg Spiesz von München ein hafner vnnd Marxbruder. Aber Jch sprich es sej weit erlögen Jr federfechter seidt 11* . Die Marxbrüeder seinnd von Mennschen erdicht Göttliche Mayestat hat die federn aufgericht Jr (9b.) (10a.» Vnnd stunden vnnder seinnen «Wer briefen Diese Vers. a. Mich heutt zu freyen diesen Tag. b. Welcher mich nun Probirn mag Der komb herbej Vnnd heb frisch auf Jnn Gottes Namen schlag Jch drauf Nun Edler Greif da gelob Jch an Dir vnnd der federn bey zu stan So lanng dieweil Jch hab daz leben Vnnd mir Gott thut genade geben Das Jch mag füeren mit bestanndt Daz Löblich schwertt Jn meiner hanndt. «Frisch her vnnd dran man wers best hat than Der Goldtschmidt wollt mich am Sonntag fressen vnnd schlagen Vnnd hat selber die Büff von der schul weg tragen. Adj.) Lob Jst ausz zu sprechen nicht Jr verpflicht Drumb hab Jch mich zu Mit der federn wil Jchs auch hallten Vnnd es allain Got lassen wallten Sollt mir drob werden mein Kopff zuspallten Drauf thue Jch beut Mein erste schul ballten.» 11. diese Kunst will sehen gern Der komb hinauf zum gülden Stern Vngefehr zwo stunnd vor Mittag So finndt er platz souiel er mag.

Du b.— 164 — Drum Merck mich recht durchaus Zeuch mir den Freyheits hrief vnnd Sigel heraus. Jr federfechter es ist Zeitt Klöpper dich hafenscherber. a.) (10b. Julij. 26. Jch schwinng mein schwertt Jn diesem hausz Komj)t her.) (IIb. dumel dich Kürsznersknecht Kompt her. Mit Kurtzer scharpffer klingen Daz Vnns daz plutt vber die Ohren soll herab Rinnen federn. Jr federfechter reibt mich naus. Vnnd soll mich kein Mennsch daruon treiben. Jr federfechter treibt mich weg. Gleiehwol die rechten herrn vonn der federn hallt Jch mit Jrer schlifft vnnd annder kunst Jn ehren.» 12. vnnd die herrn Von der feder veracht. Aber auf die ein geflickten federfechter will Jch alle zeitt beren. Adj. Frisch her Jch hab vernommen Es seinnd frembde fechter kommen.) Von deinnet wegen schlag Jch Jch treff drauff oder werdt getroffen Auf Gottes beystanndt thue Jch hoffen. Die Edel federn schwinng Jch auff (12 a. I Vor mir habt Jr weder rast noch ruh schont mir der schwertter schlagt sonnst fein wacker zu. mein ehrlich Hanndwerck. Darbej will Jch auch pleiben. So kompt heut Jr Marxbrüeder vf meinen Tanntz Wir wollen fechten vmb ein Rosen Cranncz. du bist preissens Vol Daz hortt man an allen ortten wol. Ob Mit sich schon der greif Jn der lufft Unit aufschwingen So thut der Loew Jm ist waldt herumb Sprinngen er beredt Jm zu streiften Auf Auf.» .) < Die ersten Reimen zu der Stanngen. Den schlag Jch zwischen die Ohren das Jm der halsz kracht.) Thoma Han von Lübeckh ein Tuchferber vnnd federfechter. b.) Die anndern Reimen zum Schwertt.) Die anndern zum Schwertt. Wer mich.

) (13b) Wilhelm Aichler ein Schuchmacher vnnd Federfechter. Marxbrüeder troet mir ausz stoltzem mut Jr wolt mich schlagen daz mir der kopff platt so kompt nur her.) Vmhs fas. 2. der lerne es basz. Augustj. ein Altreisz*) vnd August j.) « Die ersten Reimen zu der Stanngen.» 14. (13 a.) « Die ersten Reimen zu der Stanngen. Die Marxbrüeder mit Jrer kunst haben bey Fürsten vnnd herrn gunst Auch bey Römisch Kayserlich Mayestat Freyheit vnnd ehr Daz Vberkommen die federfechter nimmer mehr.— 13. a. b.) setzen. Die anndern zum Schwertt. Frisch her Jr Marxbrüeder zu mir geschwinndt Souiel alls euer zu Nürmberg sinndt *) d. oder werde getroffen Auf Gottes beystanndt thue Jch hoffen Der Wolle mich auch heut beschützen Von wegen der Bruderschafft von Sannt Marx Lasz ich mich heut Nützen. (12b. Die anndern zum Schwertt. an diesen Tanntz Jr es soll nit gellten einen Rosen kranntz sonnder daz Rot plut auf dem Haupt Daz eim zu thail wirdt ders Jetzt nit glaubt Dann wer mich an meinem Leib will verletzen der mus nur ein dicken Marxbruderskopf daran b. nun schwinng dich Von deinel wegen schlag Jch drauf Jch dreff. a.) Du edler Loevv.) Cunradt Fridweg Adj. auf. 9. Drumb frisch her Jr federfechter on allen schertz Vnnd wer dann hat ein Mannsz hertz Der Kom herauf auf disen plan So wollen wir sehen weichers am pesten kan der Püttner Vnnd aneinannder vmb den Kopff gehen wie Wers nit wol kan.alter Schuhe und Stiefi . Adj. ein Flicket. i.) 165 — Marxbruder.

Will er dich Kratzen oder peissen So thue Jn Dapffer vf sein schnabel schmeissen So mus er wider fliehen Von dir.» 15. « Schwing dich auf du Edler Loew Jn deinem krausen dir desz greiffen nit Vnnd nim eben war. Ob sich gleich der Greiff thut Jm lufft herumb schwingen So thut der Low Jm waldt herumb sprinngen. Angustj. Frisch her. Das er dich thue Vnndertrucken Mit seinen argen böesen Stücken Der mit seinem grossen prall vnd Pracht Die frey Kayserlich Bruderschafft von Sannt Marx so gar veracht. har. 16.) Dieweil Jr stets naget an der Feder. 166 — Mit euch zu fechten steet mein begir Vnnd fecht dapffer mit mir So wollen wir einannder ausz klopfen daz Leder (14a.— Drumb hebt auf.) Es Jch gillt mir Vnnd euch ein schönen Rosen krantz mit euch aus kurtzer vnnd lanngen klinngen ficht die Roten plumen Vber die nasen rinnen. Jr federfechter an diesen Tanntz (15 a. b) Die anndern zum Schwertt. Das darüber laufft daz plutt Solche kappen seinndt euch Marxbrüedern gut. Vnnd wollt die gar zureissen So musz man euch auf die grossen meuller schmeisszen.» Daz Vnns . a. Meinem kunstreich Löblichen Handwerck zu ehren. Vnnd die Kayserlich Bruderschafft von Sannt Marx zu mehren.) (14 b. Adj.) Hainrich Doli von Puchholt ein Niderlendischer Tuchferber Vnnd Marxbruder.) Die ersten Reimen zu der Stanngen. Vnnd hast du Low den ganntzen waldt an dir [hallten Drumb Sollt will Jchs mit dir. Vnnd der Bruderschafft Von sannt Marx mir darob werden mein kopff zurspalten.

Frisch her All Jr Marxbrüeders Tropffen Wir wollen einannder die haut auszklopffen Vnnd fechten ausz kurczer vnnd lannger schneiden Mein kopff kan noch wol ein buff erleiden Trifft mich schon ein Marxbruder schalck Jch schlag Jn wider auf den palck Fecht Redlich. Frisch her vnnd dran secht was Jch vnnd mein Vorfechter kan Wer mich vnnd sie will vertreiben der Musz viel stösz vnnd büff erleiden. Jch schwing mich auf im Namen Jhesu Christ Jch förcht kein federfechter wie Ist willt er ist einer so willd alls ein Beer furcht So Jch Gott Jm Himel. 23. a) « Die ersten Reimen Jnn der Stanngen.) schaw. Ob Jch deiner fehlen thue.) Die anndern zum Schwertt.) Hanns Weysz ein Schuchmacher von Nürmberg vnnd Federfechter. 30. vnnd peltz dapffer zu (16 a. vnnd kein federfechter nimermehr Jch wil Ob der Vnnd sollt Bruderschafft von Sannt Marx hallten mir werden mein kopff zerspallten. du must heut Nunnder Die federn ist Leücht.» 17. Augustj. Vnnd Marxbruder. Du armer Marx. vnnd hellt sich munder Ob schon deine brüeder sich machen willdt Werdens doch offt von der federn gestillt.— 16.) Die anndern zum Schwert.) 167 ein (15b. b. Adj.) Wilhelm Seidenpanndt von Kempten ein Schwartzferber. b. Adj.) (16 b. a) « Die ersten Reimen Jnn der Stanngen.» . Drumb ehe Jch wollt ein Marxbruder sein Ehe wollt Jch nimmer drinncken Wein Wer mich drumb will verletzen Der Musz sein kopff an meinen setzen. Augustj.

Die Marxbrüeder lauften nur gern ein Vnnd schlagen wie die Trescher drein Der Fuchsschwenntz steckens souiel ein Das Jnen die Wammes werden zu klein Darauf sie khün sein.» alle Zeitt 19.) mein schutzer ist. Jr Frisch her feder fechter mit euerm grossen prallen vnnd prachten Jr thut die Marxbrüeder so gar Verachten Vnnd könnt. Die anndern zum Schwerdt. Adj. a. vnnd wagens drein Wie gering vnnd klein ire künst sein Jr Marxbrüeder habt Jr ein Mannszhertz So fecht nach Jnnhalt des Lanngen schwerts fein lang. So biegt sich mein sehwert Dannoch bleib Jch eins ehrlichen federfechters werth. steet wol Jn allen wehren Wer künstlich ficht den soll man ehren Frisch her. Wer die federn Vnehrt. Wasser.) (>. 13.) Die ersten Reimen Jnn der Stanngen. Das Kriegen die von der federn Nimmer mehr .) 168 — (17a. heim vnnd Ehr. bieg Jch mich nicht. Jhesu Christ Jch schwinng mich Jm Namen Der (17 b. Lufft vnnd Erdt besser glücken Wirdt auch von Fürsten vnnd herrn geehrt Drumb mus den Marxbrüedern Wölln sie die federn Vnndertrücken. Die ersten Reimen Jn der Stanngen.) Petter Fischer ein Holtzdrechssel vnnd Federfechter.) schwerdt soll füeren auf Erdt.— 18.) Caspar Bacher von Dreszen ein Marxbruder. a. September. «Die edle feder hat daz Lob Dem schwebt allen Ellemennten ob feuer. vnnd mögt doch dieselben mit vertreiben Daz ist mannchem federfechter ein grosses leiden Die Romisch Kayserlich Mayestat hat den Marxbrüedern geben schult. Die feder mus doch schweben ob Vnnd für Jnen behallten daz Lob. der ist nicht werdt Daz er ein b. September.) (18a. Adj.

» 21.Ichs geschehen Fehle Jch sein Man wirds wol sehen Meinem hanndwerckh. Die anndern zum Schwertt. Die ersten Reimen Jnn der Stanngen. 169 — Es thut sich auch mancher Von der feder nennen Vnnd kan kein Buchstaben schreiben. 20. dann es . Vnnd So will ich allen Marxbrüedern zu ehren mich heut diesen Tag Meiner heut dapffer wehren. Septemb(ri)s. 27. b.) Die ersten Reimen zu der Stanngen. 20.) Jm augenplickh. Adj.) Jacob Kreiser ein Kürsznersgesell von Dantzigk Adj.) (19b.) - ein Marxbruder. Christ Jch schwinng mich auf Jm Namen Jhesu (18b. September.) Die anndern zum Schwertt. a. «Du Edler Loew thue auf deine glider lasz dich den falschen Greifen nit trucken nider Weil er mit seinem stoltzen Hochmut vnd pracht Die Bruderschafft von Sannt Marx so gar veracht Ob sich schon der greif thut Jm lufft herumb schwinngen So Ihuest du edler Loew Jn dein Waldt herumb sprinngen Mi! Jm zu Streitten ist er bereit ist Zeill. «Jch schwinng mich auf Jn Gottes glückh vor keinem fechter Jch erschrick Er sej gleich kurtz ficht lanng oder dickh all So Jch mit b. lesen noch kennen Ein Marxbruder bin Jch worn Das thut Mannchem feder fechter zorn Vnnd wann Jn gleich prech hertz mut vnnd sin So pleib Jch ein Marxbrüder wie vorhin.) (19a.) Hanns Hagenmüller vom hoff ein Schreiner vnnd federfechter.— . Frisch her Jr federfechter.) Jch förcht kein federfechter zu aller frist Er sey gleich Lanng kurtz oder dick So ficht Jch mit Jm auf gut gluckh Trifft mich einer So lasz . a. Frisch her Jhr Marxbrüeder an diesen Tanntz Wir wollen fechten vrab ein Roten Rosen kranntz Das die schwertter klingen Vnnd die Roten Rosen vber die Nasen rinnen Wer daz Glückh hat wird vff den Abent sinngen.

Sey meszig.— b. Zedel. Meyer'schen Fechtbuche (Abdruck nach dem Fechtbüchlein von J. auch weiter hör. du mit Fleisz den Zedel hörn Ein Fechter soll sich halten fein.) Hainrich Müllner ein Goidschmidt Vnnd federfechter. . 4. Die anndern Frisch her lasz schnappen es gillt mir Vnnd dir ein guts bar kappen gleich trucken oder nasz Es sej Wie es ausz kurtzer vnnd lannger schneiden gerathen mag. still.) 170 — Jm Schwertt. Und dem Weibsbild. b. V. Auff das du dienen könnst mit ehren. Spiler. October.) Die anndern Jm Schwertt. Auch nit Goltslestern noch schweren. «Merck wiltu künstlich fechten lehrn. Alles tugendt ehr und manlichkeit. F.) Die ersten Reimen Jnn der Stanngen. a. Solt Und sich nit schemen zu lehren. Sauffer sein. Fürsten und Herren. Kufahl.) (20a. 10. züchtig. darzu Sonderlich den tag er fechten will. pag.» Nr. König. erzeig den Alten ehr. Gottsfürchtig.» 22. F. 96—98). «Frisch her Jch hab mir lassen sagen Wie mich die Marxbrüeder wollen stossen vnnd schlagen. Der sollt dich fleiszen allezeit. Keyser. Kein Rümer. darnach fragen So thue ich nit viel Wer weisz wer den anndern thut Jagen. Adj. 5. Leipzig 1894 [Reclam]. Jch schwinng mich auf mit meinem schwertt Jch ficht mit einem wie ers begertt Vnnd gib Daz thut all mich nit wie weissen hörn meinen feinnden zorn. Schmied-Kowarzik und H. Fechtzettel aus dem Joachim von 1570.

auch Schwech und Sterck. 25. Im Nach jhn triffst ausz freyem Muth. Hend hoch. . Schnellen werst jhn krencken. versteh mich recht. Zuck ab zur Blösz. Mit verfliegen lasz dich nit zu Auch schnell die schwech zum Rechten dar. Wiet jhn schwechst. Geschrenckt den ort wirff auff dein Hend. es sey Die theilung halt in guter Hut. 45. das wort. Krump und Zwer.— 15. und was mehr. Halt dein Den Zürkel lasz zur Rechten rühren. Und nicht der edlen Kunst ein Schandt. Kurtz. Bleib 55. Mit krump tritt wol. Ehe sich dein Mann Jndes legt. 35. Das Vor und nach auch fleiszig merck. Ausz den treib alle deine wunder. Als Schieler. Auch so du recht durchschieszen wilt. 20. Des Knopffs verführen sollt gedencken. 171 — Auch nützlich seyest dem Vatterlandt. recht den krieg thu führen. Merk so er dich mit Krump wolt jrren. Schauw das der erst seyst auff dem Blan. So du Krumphauwst. nimm war. Mit am Schwerdt. wiltu versetzen. wilt jhn verführen Wann du jhm hauwest Krump zur sterck. durchwechsle an sein Schilt. Es kom dir für was Leger gut. Trit mit streich. ehe er sein Leger schlecht. Brieff Weich und Hert. Krump. Scheidler. Winden. ferr. Durchwendt. 50. solt fleiszig mercken. Das jhr Bruch dir sey offenbar. Schneiden. fahr auff behend. Zu den vier Blösz dein arbeit treib. auch under. Zorn. Und was mehr stück nach deim beger. Der Hüten und der Häuw nim war. 30. Mit Zekrur. Als baldts rührt und glützet oben. nach oder fern. das fühlen lern. Jndes. 40. Vor groszem Zorn auch dich behut. Uberlauff damit merk. Ober. Jhn triff. Mittel. Krump zun flechen wilt dich stercken. Dein Häuw führ gewaltig von dem leib. wilt jhn betoben. Das uberschrencken thut jhm letzen. greiff jhn an.

Und 60.172 Zwifach schnellen. und schlag geschwind t. Den langenort durchstreich mit gwalt. vil. Verlasz dich nit zuvil auff d 1 Krön. soltu weiszlich machen. Schnit in die Wehr. Doppel solt den fehler machen. Wilt du auch wissen der Meister kern Zu allen stucken recht tieften lern. Tritt zwiefachen. Auch fehlest mit. Die hengen thu weiszlichen bringen. Jhm trauw die Zwürck bald wider wendt. damit begünne. 95. Damit 90. auch mit merck. Schlaudern. Damit gantz wirt dein kunst im Schwerdt. bring auch mit Die herten gfehrt weisz ab mit Schnit. Verführen. Jndes stos ab. 70. Jm angriff treib die feilen. Zwürch mit sterck. ist Zweymal oder Nachreisen Mit Schneiden. Verfliegen lasz. all Sich thu Hauw und stuck recht brechen. Greift' nit zur unzeit wiltu Ringen. noch wünschen rührt. Merck was für Zwürch mit sprang wird gfürt. Und zu allen wir enden treib die treffen. Abschneiden. Den Schielhauw Die Zwürch 65. solt du auch halten werdt. Die Zucken lern. Solchs dir die Zwürch versetzen mag. Mit Winden kannst jhn auch zwifachen. mit Schilt dich bewar. Zum Pflug und Ochszen sey behendt. deins Manns Schilt mit sterck verwindt. Dann alles was er ficht vom tag. Bey zweymal. damit verkehr. . ausbündig gut. 85. Darvor verwarndt dich Joachim Meyer. Vom Schwerdt zum Leih. 80. oder darinnen. Winden dich behut. Deszgleichen Schnitt und 75. all harte gfert aufmalt. Du bringst sonst von jhr spott und Hon. Ob du dich an deim part wilt rechen. wilt du sie effen. Versetzest nit ist desta freyer.

welch letzteres sich übrigens noch häufig in ähnlicher Art wiederholt. Dass du nit so blindt schlagest drein.) 1* «Warumb Spielleüth gehen vorn an. dünnen und leichten Holzschwert) kämpfende Fechter darstellend. pag. /wag einem gern des Kopffs grosse Haar. So einer mit andern fechten thut. Spruch und Bild. Derowegen ohn Lohn vnd Trunck. er sonst will Wann machen viel mäuss. Lahn sorgen. Abdruck nach dem Neudruck des Werkes von 1849 [Stuttgart]. 2 ** «Vetter Wendel gieb gute Acht. Wann Fechter wollen Schulen han. Wann Dann also tödt ich auch gleich das Blut springt zurück. 87. 1. **) Darüber ein Bild. « Mein Bruder thue recht fechten °. Vmb Jn Gelt. Wir jhn spielen selten genung. der an einem Stabe hängende runde Zeichen es sind wohl die als Preise für die Fechter geltenden Kränze damit gemeint in die Höhe hält. Dass es zwischen vns kein Zanck. Beuor einem zum Gesicht hinein. sind ein deutlicher Beweis für die enge Lebensgemeinschaft und das berufsmässige Zusammenwirken von Fechtern und Spielleuten. rechts einen Pauker und links einen Flijtenbläser darstellend. Vnd eins darüber aufm Kopff kriegest. tregt Wie der Knab dem Fechter Gelt am Schwerdte nemmen ein. Drumb. zwischen beiden steht ein junger Mann. Vnder dens trincken wir gern Wein. Gestiffelt im tretten wol bedracht. das zwei mit dem Stossrappier fechtende . Sonst wo du es vbersihest.Spielleute. Fordern darzu auch vnsern Lohn. zwei . VI. Schlag ich hin. da es dich nicht juckt.eb lang. oder ein scbönes Kräntzlein. das sie jhn machen ein Mutli. wo sie es her han.178 Nr. 35. So er seiner sachen nicht nimpt wahr. — — ***i Auch hierüber steht Kam] der veranschaulicht. zwei mit dem Dusack (einem breiten. *) Über dem Spruche befindet sich ein Bild. ein Bild. seyn. 3 i Sprüche aus dem Jacob Sutor'schen Fechtbuche von 1612. einem die Läuss.

Auch jhr Befreyhung. w. Anno . Ehren Tittel vnd Lobsprach der Ritterlichen Freyen Kunst der Fechter. 1589. Hab nun Hinfür letztlich diess komm wider. anderen. Wass- mannsdorffs Federfechter u. Gestellet durch Christoff Rösener Bürger in Dreszden. Wer die Fechtkunst hat angefangen. etc. Freyheiten vnd Keyserlichen Priuilegien. auch jhrer Ankunfft. Drumb thue ich dirs zuvor sagen. Christoff Rösener's: . Wo Nr. Meister des Schwerts. Schrift: s. doch — unter Weglassung der dort mitabgedruckten wechselnden Lesarten der verschiedenen Drucke. Wiltu vor Schaden gewarnet seyn: Oder mit werften vnd ringen. 46 58 findet. Der Fechter Kunst vnnd jhren Vrsprung." von 1589 und Hans Sachsen's: von 1545. Ankunfft und Freyheit der Kunst' - (Die beiden Gedichte sind. Solche Fechtkunst erfunden ist.174 — Auch im Rappier nicht lauffe ein.) Nr. s. vnd durch Keyserlicher Mayestät Freyheit. VII du nicht wahr nimbst deine Sachen. So was böss gschicht. zum Tranckgelt. vnd wie lang. . Fechtspruch. Der 5. das eine als Einschaltung des der sich in K. Dann er drinn schönen bericht hat. Welcher begert berichts genung.. list. hier wiedergegeben nach dem Abdrucke. w. VII. » «Sechs Fechtschulen der Marxbrüder und [Heidelberg 1870] auf pag.Ehrentittel und Lobspruch der Ritterlichen Freyen Kunst der Fechter u. lesz mit fleis dieses Tractat. thues nicht klagen. Steht alls hierinn. und VIII.. Sonst wirdts dir vbel gelingen. wer fleiszig . wann dirs gfellt. Will ich dirs noch besser machen.

175 - Was Der wird sich auch verwundern sehr. der das Fechten sehr wol kan. E. Mag hieruon 15. Geruhmet wird. E. diejenigen. Gn. ich sonst mit nichts bessers zu dem mahl zu vorehren . ist nicht in Druck gegeben vnnd Pu- ohn erhebliche vrsach geschehen. Denn die Fechtkunst bey grossen Herrn. Gnediger Herr. Gn. Meinem gnedigen Herrn. gantze Fundament Fechtkunst be- griffen. selbst diese Ritterliche 15. alle Fürsten vnd Herrn gebrauchen. lein.) Dann E. Sondern dieweil wie gemelt. das ich dieses Tractet- die Ritterliche vnnd weitberümbte (Der sich Kampff vnn König. was Marxtaten diese Ritterliche 10. das sie brüder sein (Die Feder-Fechter ausgeschlossen) einen offenen Helm. das E. Weil mir dann wissend. Herr auff Nacht vnd Quartz. vnd bringt zu Ehrn. das die jenigen. mit Prouision vnnd vnterhalt vorsehen vnd befordern) bliciren lassen. Kunst üben. vnd an derselben Hoff täglich durch Fechter brauchen lassen. Er kan bey grossen Potentatn. zu Ehren in Druck vorfertiget. Gn. Gottes gnad vnd segen durch Christum vnsern Erlöser. Also. so sich derer Kunst üben. werden jhr dieses lieb Tractetlein gnedigst gefallen vnd sein lassen (wie auch hierumb vuderthenig bitten thue. Herrn Wentzelao auff Schmirsitzky. Amen. vnterhaltung han. auch 5. von etlichen Keysern mit Priuilegien vnnd Freyheiten begnadet worden. Fechten bringt für grosze Ehr. Bin dem- nach ich in vntertheniger hoffnung. Gn. Den. welche diese Ritterliche Kunst gelernet vnnd gebrauchen. Hierdurch in grosse gnad gerahtn. Fechter Kunst betreffend Keyser. neben einem starken Lewen führen mügen. eigene Als hab ich dieses Tractetlein (neben einem angehengten Gesangk) darinn der löblichen das 20.— 10. grosse Herren vnnd PotenKunst ehren vnd fordern. Zu Ehren Dem Edlen vnd Wolgebornen Herrn. etc. Wolgeborner.

Christoff Rösener Meister des Schwerts. geht fürt 20. 15. einfach. E. digsl 176 — bisin vermutlichen. jmmer forth. schlicht. denn ich jhr sunst. Vnderthen. Eins mals gieng ich spatzieren weit. Gn. Welch jhr genandt. Da 10. Und bat jhn das er mir wolt sagn. Gottes 1. Ich gieng mit jhin eine gute Eck. Da sagt ich. Mich zu Franckfurt da lassen freyn. Balt trat er zu mir an die strassn. Dasselb er mich berichten Er sprach: Ich wil hin an den Meyn. d. da ich jetzt bin: : Da fieng ich an. im 1589. Bericht « vom Fechten. er ist gar schlecht*) Der wird euch bringen an den orth. wie sein hero geschehen. Ein hübschen Jüngling her spatziern. Da nam ich vrsach jhn zu fragn.lar. jhr Vrsprung. Er euch in die Stadt hinein. Gn. Franckfurt am Main. vnd grüsset jhn: Er daneket mir züchtiger massn. Denn ich vor lengest hab begert. Der Jüngling redet frisch vnd keck. 25. wo er hin wolt. E. den Julij. Der fraget mich Kan ich auch jrrn Auf diesem Weg. fragt ich jhn. 5.— 25. Ins ebne Feld. Ja jhr geht hie recht. Auch sunst in aller Fechter Wehrn. wollen also zu diesem mahl gnevor lieb nehmen. Wo Vnd *1 doch her kern: der Fechter Kunst. i. . Gn. Bleibt auff dem Weg. Da jhr hin wolt. Mein Gnediger Herr. Geben Dreszden. . Denn dadurch komm ich bald zu Ehm. Befehl in E. schütz vnd bleiben. vnd schirm. Meister zu sein im langen Schwerdt. vnd sah zur seidt. solt.

jr die ein biszlein essen danebn. 177 — auff hett gunst getragn. vnd thut euch aus. Wer die Fechtkunst erfunden hat. Von den Fechtern vnd jhrn geberdn. doch in 65. So würde ich durchaus vorgessn. ich dieses wer gewis. Kompt nur her vnd Namen Leget nur ab. Morgen wil ich bald. Ich mich hierzu vermügen lies. Jtzt sag ich euch was ich nur sol. 40. einfalt. mein bitt. Jhr habt mich recht wol angefürth. Morgen frü fahr ich in die Stadt. das ist Ja wenn 50. Was jhr mir sagt. Bleibt heut bey mir. 70. mügt euch heint mir gantz vertrawn. Gen Franckfurt hin. Ja wils Gott. Aber ich furcht. Ein guten Morgen mein Herr Wirth. Ich wil mit euch jetzt hinein gehn. Mich dünckt. ich möchts wol lern. Wann ich jetzund vorseumpt die Mess.— Von jugent 30. Seit mir willkommen in mein Haus. In kert bey mir ein. ist war. 45. Gotts. 55. Ja. Der Jüngling thet bald zu mir sagn. Das ich euch jetzundt sag. gleubt mir ohn allen spot. Man Auch sol euch ein Handwasser gebn. Ich sprach. Berichten recht. Vnd musz noch warten ein gantz Jar. Lest mich leben der liebe Gott. Ich hab geruhet mechtig wol. Ich wollt euch geben fein bericht. ey ich weis rhat. ich lass geschehn. Morgen wollen wir weiter redn. Ey mein Herr Wirt. den ich hab zeit. Da kan ich euch fein nehmen mit. 35. So fahr ich Morgen gwis hinein. 12 . ich komm zu spat. Jhr Esst jhr frey vnd last euch nicht grawn. spart müh. Jung Gesel ich hör es gern. der Weg sey zimlich weit. das ich hab Herberg hie 60. Ich sagt zu jhm. Ich danck. wenn ich hett mein sach verriebt. Ja.

auffkommen Hat jren ersten vrsprungk genommen Eh wann Troia zerstöret war Etwas mehr denn eilff hundert Jar 15. der ich suust Von Jugeudt auff' hett gunst getragen *) Da icardt er wider zu mir sagen] ist Die Ritterlich Kunst 10. Vor des Herrn Christi Geburt Von Hereule erfunden wurd Der Olimpische Kämpft' mit natu Ina dem Lande Arcadiam Bei/ Olimpo dem hohen Berg Irin diesem Ritterlichen Werck Kempfften zu Rosz nackende Hehlt Wie Herodotus vns erzeit Welcher denn Ritterlichen kemjiffet Die andern mit seim schwerdte dempffet Derselbig wurdt begäbet gantz 20. da dieselben sonst seine Entlehnung unliebsam verraten haben würden. VIII. sowie die später folgenden zwei Schlusszeilen bei der Aufnahme desselben in sein eigenes Werk wegfallen lassen. doch jr Bitterliche Kunst Hett jren vrsprungk. lob vnd preisz durch Heiries macht Vnd auff setzet den Kampff fürwar Zu halten den im fünfften Jar Mit grosser Herrligkeit allmal Nach dieser Olimpischen zal zeit Die Grieche» rechneten jr 30. Ankunfft vnd Freyheit der Kunst. . Fechtspruch.178 — Nr. Polidorus des vrkundt geit Als aber nun Hercules starb Dieser Olimpisch Kampff verdarb Das 35. er ein Zeitlang von den Alten wurd gehalten Den nach dem Iphitus sein Sohn Hat iciderumb auffrichten thon In Grieche nhi mit nit *) Rösener musste natürlich den Titel und die Eingangsverse des Hans Sachsischen Gedichtes. Von Ölbäumen mit einem Krantz Inn dem Kampff Hercules erfacht Grosz 25. .Eins Tages ich ein Fechter fragt Bat jn freundtlich das er mir sagt Wo 5.

Darinn mit grosser p> r ßchtigkeit Braucht man die Kampff spiel lange zeit Das auff ein Kampf der Kempfer war Offt mehr dann inn die tausend par Sie fachten aber alle scharff Einer den andern 75. stach vnd warff Mit scliwerdtern.- 179 — 40. Vnd Kampffweisz mit einander rangen Tun schrancken icettluffen vnd sprangen Nach dem erfandt König Pgrrhus grosz Den gewapneten Thurnier zu Eosz Vud wie man solt inn Ordnung reitten 50. Saturnus ein Theatrum baai Darinn des Volck dem Kampff zuschaut Auff Merbelstein seiden gesundert An der zal sechtzig vnd dreihundert Das aller gröste Werck genannt So ivard gemacht durch Menschen hand 70. Hat edso die erst Fechtschul ghalten Wie vns bezeugen denn die Alten Diodorus vnd ander mehr Es war die aller gröste Ehr Wellicher da ein Krantz erfacht 60. spiesz vnd pfeil hett ein schildtlein Jeder jm zu heil Darmit er sich schützt inn der not Vit blieben auff dem Kampffplatz todt Vit hart verwundt die sich ergaben 12* . Eben gleich in voriger art Nach dem Troia zerstöret icardt Der lang ist beg den Griechen bliebe» Wie Solimus vns hat beschrieben Nach dem sindt auch in Griechenlanden Mancherleg art Kampffspiel erstanden Etlich die nackend allenthalben Mit dem Baumöl sich theten salben 45. Für Inn alle Reichthumb. Genannt der Pgrrhisch Sprung vor zelten Zu solchem kempffn vor langer zeit bereit Hat Mercurius zu Die jungen Kempffer in Kampffstücken Au ff dasz jn thet der sieg gelückeu 55. kolben. givalt vnd pracht Dergleichen auch das Kampffspiel die mechtigen Stadt zu Born kam Da 65. hieb.

wilden Stiem 85. Als zu erlangen preisz Dergleich vor kurtzer zeit noch mehr War noch der Brauch beim Wo einer fandt am andern So erfordert er jn 110. Vnd ritten zamb in finster alt Wäldt Als Eck vnd der Hillebrant Laurein. dolch vnd spiesz Wo einer auff den andern stiesz Verwundet oder gar vmb bracht man scharff vnd nackend facht In Watnmas. Christlichem Gelauben kam Wurden abgelernt die Kampfspiel ril Dieweil es kostet Blutes Wider Christlich Ordnung vnd lieb Dennoch ein stück vom kämpf noch Vil Helt kempfften in freyem Feldt blieb 100. schwerd.— 80. Solchs als ist worden abgestilt Das solche Kempff verboten hat Römisch Keyserlich Mayestat . Hürnin Sewfriedt genannt König Fasolt vnd Dietrich von Bern Theten ein ander Kampf gewern vnd ehr teutschen tadl 105. Hembd. 180 — Mancher art sie auch kempffet haben Auch mit beyheln vnd Vischgarn Auch etlich Kempff bestellet warn Mit Elephanten. Gerüst einer den andern dempffet In drey wehren. Löwen. Adl zum kempften Da einer thet den andern dempffcn Ghrilst zu Bosz in Veldt oder schrancken Wer lag. Tyberij zeit spielhausz gar weit Das einfiel ein Zweintzig tausend Menschen erschlug So zusahen dem Kämpfte klug Nach dem aber die grosz Stadt Born Zu 95. Mit wilden Pferden vnd mit Bäm nicht ab An den mustens jr Kunst bewern sich eins begab On schaden gieng der Kämpft Beg F-idena Zu Keyser 90. mit einem schildt Dergleich 120. Thiegerthiern Mit Parden. der lag on alles zancken Zu fusz man auch der zeit noch kempffet 115.

Vnd ist nicht ohn gefehr geschehn. mit frölichem gsicht. S. 80. Gleich wie der Lew mit frischem muth. Schewen kein Kempffer oder Helt. Sanct Marxen Brüderschaf'ft genennt In Teutschem landt jetzt weit erkennt. . Marx brüder auch. Als ein vnchristenliche An Darausz denn kam gar vil vnrath Leib vnd auch an seel grosz schaden Vnd 130. Marcus ein sinn. Haben jetzo gleich diesen brauch. Also hatt S. Drumb führen sie Thun sich dessen ein starken Lewn. Marxen thut stehn. Der nehst der 95. Vnd schewet da gar niemand nicht. Klaw. Vmb sich schlan. Gottes Wort rein auslegen thut. Kein Thier nicht förcht. best. Ein Low. Sich nicht schewt. so S. es sey jung oder 85. Darumb 75. Denn. Predigt Gottes wort jmmer hin. Das er mit gar freudigem muth. Das sie auch gar mit frisschem muth. Wie der Lew. Auch zureist etliches gar bald. alt. jhn wol an. wie der Lewe thut. Marcus wird gepreist. sondern ohne schaw. weil bey S. Furcht sich auch nicht für keinen Man. Nemens mit einem jeden Nur frisch frölich thun für zu schlan. wie das die Schrifft beweist. Marcus thut. niemand schewn.— Aus 181 — Fewer That Maximilianus der Thewer Christenlicher liebe 125. Gleicher gestalt die 90. sie gefeit. hat mit Fret/heit thnn begnaden Fechten die Bitterlichen Kunst Darzu er denn hett sonder gunst Das er auch kundt zu guter masz Vnd hat Priuilegieret das Des die Meister von der Geschieht Ein Ordnung haben auffgericht 135. Erwischt er eins. mit seiner Er helts. Sieht durchaus kein Person nicht an.

Etlich häw rnd stück nennen will subtil Die meisterlich sind vnd . Wehrw im langen schicerdt mit ehrn Messer. Wo die Marx b rüder sein her komm n. Nach dem mag er auch Fechtschul Auch Schuler lehren vnd verwalten Inn allen Bitterlichen halten 150. Wie nennt man die stück vor gleicli dem Mann thu nennen Er sprach: Ob ich dirs Kanst du die stück ons Werck nit kennen Weil du nit hast gelehrt die Kunst Doch ich dir ctusz besonder gunst 175. Ich sprach: Wie sindt die stück genannt Die man musz man vnd lehren im anfangt Er sprach: Der Kunst zu eim eingang ober vnd vnterhaw fiügel hair Lehrt Mittel 165. Jedtlichs nach art mit seinen stücken in ehren So mag jm gelücken Wo er schul helt im gantzen Beich Inn Fürstenstädten der geleich Durchausz im gantzen Teutschenlandt 160. genaw Auch gschlossen vnd einfachen sturtz Den tritt darzu. Also habt jhr jetzt fein vernommn. 100. Ziech hin gen Franckfort an den Magn Alda wirdt er examiniert Von den Meistern des schicerds probiert Inn allen stückn hie vnberürt Was Kan einem Mei/ster zu gebürt 145. auch lehrt man ktirtz Den possen vnd ein auff heben Auszgeng vnd nider legen eben Ich bat: Lieber Meister zeigt au 170. Fechtens Kunst den verborgnen Kern er das meisterlich bewern Als denn man jn zum Meister schlecht Sanct Marxen Bruderschafft entpfecht. spiesz vnd der stangen warten In Tolchen vnd der Hellenparten Erstlich 155.— Welcher ivil 182 — schertz Meister sein des schwerdts Inn diesem Bitterlichen Derselb inn die Herbstmesz allein 140.

die vier blosz. Ist doch die Kunst löblich vnd fein Adelich. ehr vnd sieg Macht mit jm keck ander wol hundert On not des fechtens Kunst dich wundert Weil auch erlangt die ehrlich Kunst Bey Fürstn vnd Herrn gnad vnd gunst Prouision vnd dienst allzeit . Ziert mit ein lustig Spiegel fechten manchem artlichen sprungk Das erfrewet noch Alt vnd Jung Auch macht fechten wer es wol kan Hurtig vnd thätig ein jungen Mann Geschickt vnd rundt. Gelenck. Kün vnd groszmütig inn dem Krieg Zu gewinnen lob. Tag. hawen. flngerbrüch. Ochs vnd den pflüg Noch sindt der stück Das jmmer eines bricht das ander Doch inn dem alln ein Fechter merck An ff Der 190. singen. stich im winden Abschneiden. helt hin vier leger klug vil alle sancler Alber. quintiern Vor Frawen. schillerhaw. hengen vnd anbinden Die Kunst 185. Hodnstösz vnd armbrechen Mordstösz.— Wunder 183 — Der zornhaw vnd krumphaw schau Zwerchhaiv. Rittern vnd vor Knechten Wo man 205. durchwechsel etlich heissen Schneiden. wie stechn vnd Thurniern Als saitenspiel. auff schirech vnd sterck war nemb Sein zoren selber brech vnd zem Noch sindt vorhanden vil Kampfstück Wie man ein werffen soll an rück höchster rhur allmal Beinbruch. sagt mir auch Weil kempfen nit mehr ist im brauch Was ist die Kunst des fechtens nütz Er sprach: deiner frag bin ich vrdrütz Lasz Fechtn gleich nur ein Kurtzweil sein 200. Vberlauff. zum gsicht stechnn 195. Ich sprach: Ich bitt euch. leicht vnd gering 210. fertig zu allem ding Gen dem Feind t bhertzt vnd enuerzagt Tapffer vnd keck ders Mannlich wagt 215. scheitlerhaw versatzung vnd nachreisen 180.

i) -\ Diese Zeile lautet bei Die beiden Zeilen hat « Rösener: «Der Fechter Kunst. Sie In jhren Platz. Was helt man denn für einen brauch. 105.— 220. Erlanget gleich den Alten Ehrl) Kunst zu nemb hlü vnd ivachs In ehr vnd preisz das wünscht Hans Sachs'. 120. 115. Mein jung Gesell sagt mir doch auch. Zu Franckfurt in der werden Stad. So vorhindert mich denn nichts mehr. . vnd da Probirn. 184 — Auch tvirdt mancher Fechter gefreit Von Fürstn oder Köngklich Mayestat Das er macht Schul zu halten hat Samb er ein gschlagner Meister sey Mein Freundt nun hast vermercket heg Der löblichen Kunst vresprungl) Inn grosser ivirrd gehalten lang Auch wie sie jetzundt sey im gang Darmit mannicher Meister mehr 225. Daruon jhr mir viel gesagt hat. zum Meister erkorn.» *) Vergleiche die Anmerkung Seite 178. Wercl als dann 110. vnd Rösener folgendermassen geändert: jhrn vrsprung» Damit auch mancher Meister mehr. Mit hurtzen ivorten gar genttng 230. So zieh ich wider meine strassn. Durch die Fechtkunsl erlangt gros ehr. Wil mich da von den Fechtern werdt. Vnd thu mich des Fechtens an massn. 1545 am 25. Vnd wann ich jhnen hab geschworn. Vnd wenn ich gleich bin vnbekand. Dennoch brauch ich die Ritterkunst. die [Das — Drumb ]*) zieh ich jetznnd hin allein Auff die Messz. werden mich öffentlich führn. Wann ich da auff der Prob besteh. Tage Junij. gen Franckfurt am Mayn. Vnd krieg also durchs Land viel gunst. Lassen schlan zum Meister im Schwerdt. Mag das brauchen durchs gantze Landt. Anno Salutis.

So nimpt man jhn als dann zu handn. er nun dieses hat gethan. Vnd Mus für ein Meistr im Schwerd erkennen. Mus er sich bey ihm geben an. Was helt man denn für ein Proces. Wann 150. Sondern er wird da vorgestelt. Auff ewer Frag gut antwort gebn. Doch gebn mir Das: wann ein Fechter hinein kumpt. Vber seine Lenden Creutzweis: Geschlagen. Keiner lest jhn für über gehn. Mein lieber Wirth. ich wil euch ebn. alle Meister. 145. die Alten bericht. Er mus auch wie die andern pflegn. Der jhn kan zu eim Meister schlan. er in der Prob ist bestandn. Da wird er mit dein Parat Schwerdt. Die werden jhn alsbald heissen. Wann 160. Da wird Für er denn mit nicht vorgessn. wie ein Heldt. So wird die sach da auff geschobn.— Wann nun 185 — kompt hinein. Das er die zeit bey seinem lebn. sein. 125. er besteht in solcher Prob. Vnd mus werben zun Vier Meistern. Vnd lest jhn knien auf die Erdt. er antreffe Wo 135. Die mus er da alle bestehn. 155. Bis auff den Sontag in der Messz. wers nur an jhn begert. Er mus mit jedem aus dem Schwert Fechten. Die Fünft thun jhm alle zuschawn. auch schweren dem Hauptman. auffs Hauptmans geheis. den Hauptman. Tax. Vnd derselb den bericht ein nimpt. ' Franckfurt in der grossen Messz. er Sein Meistrschafft nicht wil vbergebn. ichs schon selbst gesehen nicht. Ob 130. ein Fechter Wolt gern ein Meister im Schwerdt Bey wehm mus er sich geben an. Zween Goltgülden auff das Schwerd legn. Da thut man jhn ein Fechter nennen. . Das er mus thun die Proben haw. Wann 140.

Mein grobheit mit gedult Vortrag Weil man die Kunst rhümet so sehr. sie bis zur Approbation ihren Schülern vorenthaltene Kniffe und Kunsthiebe der Fechtkunst. Den Siebn vnd zwantzigstn September. wie vor gesagt *Nach Friederich Maximilian *Nam sich der Marxbrüder widr an. bleibt also Meister Vnd 175. *Durch Maximilion der thewern. lautete nach dem . ich meld hie. Dis Priiiilegium thun vernewrn. 3 ) Als man Tausent fünffhundert zalt Vnd zwölff Jar. Jch möcht wohl selbest dabey sein. Auch diese Zeile ist über den alten Druck geklebt. 170. 185.— Wann 165. Nun werdt jhr habn vernommen rechl. Zu Collen in der grossen Stadt. ') Da* sind gewisse besondere und von den Fechtmeistern geheim gehaltene. Wie das denn sonst kein Keyser mehr. im Schwerdt. Sieben vnd achtzig dis war Am Zu Nüremberg. Die Keyserliche Mayestat. Weimarer Kxemplare früher: «Nach Maximilian dem tliewrn sie . Das der loblich Keyser Friedrich Wie 3 i ich euch geb ietzo bericht» u. 180. Mein halt mir noch zu gut ein frag. 2 ) lauteten nach dem Exemplare Denn der thewr Maximilian. Maximilian genennet wird. ) er nun durchaus Druff er die heimligkeit 1 empfeht. ich euch nicht verhalt. *Das der löblich Keysr Maximilion *Wie ich mit warheit sagen kan 2 ) Jrn Tausent vnd Vierhundert ist Jar. Nach dem thewren Maximilian. Hat auch mit lust ohn all beschwer. 190. f. Ja ich habs recht genommen ein. s. Diese sechs Zeilen sind über den ersten Druck übergeklebt: der Weimarer Hofbibliothek ursprünglich: «Die Marxbrüder befreyen kan. 186 — so besteht. Hat sichs vngefehr zugetragn. Wie man einen zum Meister schlecht. wie zehenden Monats tag May. *Die Marxbrüder befreyet macht Dann Friederich. Die Fechter halten jhn Lieb vnd werdt. Die Marxbrüdr auch Priuilegirt.

Das wil ich thun zu jeder zeit. Weil sies haben vor wenig Gesucht in vnderthenigkeit. So richtigen bescheid hat gebn. was ich euch sag. im Monat Mey Den sechsten. Drumb merckt mit fleis. 187 — hat gezalt. Wann Weil 225. Gar ein wenig anleitung gebn. Zv dem. auff diesen tag. sie bringt Ehr vnd grosse gunst. Wie ich mich drein vorhalten soll. Euch 230. Vnd lernets heut. folgen mit bescheidenheit. Hieraus künd jhr nun schliessen fein. Die ersten Brieff 210. zeit. Das die Fechtkunst geehrt raus sein. Weil jhr mir denn auff mein frag ebn. wolt jhr nu fein. Den Zehenden tag Julij. 215. Jhr werdet aber zuuor ebn. 205. vnd als bald. Auff des Keysers Burg der Stad Prag. Sechs vnd sechtzig. new Confirmirt. was ich euch sag. . Das hab ich müssen melden hie. ich euch sag hierbey. Was ich euch weise gehorsam sein. Fünff hundert. Dis thu ich gern. Merckt nur fleiszig. Priuilegiret Vom Wie noch ein mahl. Jst in Augsburg der Stad geschehn. Das ich die Fechtkunst lerne wol. Jetzt nun mehr hat Rudolff der Keys? Den Marxbrüdrn die gnad thun bewisn. So dörfft jhr mich bereden bald. Weil jhr denn dis jetzt thut begern So wil ich euch hierein gewern! 235. ich nun mehr nicht weer zu Das ich lernet die Fechterkunst. als man auch Tausent. 200. Wie menniglich da hat gesehn. alt. Vnd sie wieder Priuilegirt. Keyser Maximilian. Sind die Marxbrüder nach der Wahl. Geschach im Neun vnd siebntzigsten Jar. Der weniger Zahl sag ich fürwar. 220.— 195. ich euch jetzo zeige an.

Damit euch grosse Herren ehrn. Oder nach erkentnis der Massn. Vnd gar nichts auff dem Heupte han. jhr wolt gehen zu der Lehr. Wann auch nun frembde Schuler kemn. 255. Herr Gott vorley vns Gnad vnd Gunst. 250. seid bdacht in alln. Solt jhr mit fleis fürsehen euch. Wolt jhr lernen Fechten künstlich. 245. lasz keine falln. Falt auch selbst nicht. 265. Auff den Lehrplatz. Umb Das jhr keinen verspotten wollt. Zvm Wenn Sondern thut ersten schempt euch nicht zu lernn.— Jn Gottes gwalt 240. Nempt keinem aus der Hand sein Wehr. Oder vmb einen schönen Crantz. ein par straich jhr Fechten sollt. Das jhr dieselbe mögt wol lern. Rit erst vorlöbnis vom Meister. Halt fest die Wehr. Jn seim 188 — Gott geb vns Glück zur Fechter Kunst. Auch Der solt jhr keinen blutig schlan. Namen zu Fechten anhebn. . Solt auch durch aus keins andern spottn. Recht zu gebrauchen die Ritterkunst. Macht euch nur her an diesen Tantz. au ff die Schule kompt. 275. Auch kein Dolch an der Seiten dran. stetts Übung begern. Auch mit vngstüm kein Wehr Mit sittn ewr arbeit vortragt. Halt jhr euchs Fechten nemet an. solt jhr vornemn. Von Meistr vnd Schuh euch straffen lassn. 260. verbottn. vnd Schüler. Der pack sich von der Schule bald. es ist zerschlagt. Wer nicht wil ein gehn den inhalt. erst zu fechten fehet an. Er kan denn ein Schulrecht bestehn. Dann sie bey grossen Herrn hat gunst. Mit dem Meister drey Genge gehn. So grüst die Meister Vnd wann jhr Kein Nestel sol sein zugethan. Schawt das kein frembder mit euch kümpt. 270. vvolln wir vns gebn. In der Übung.

310. . Durch aus ich mich nun euch vorpflicht. Ich möchte sonst zu lange sein. Meister ich durch aus gar nicht weich. Wil euch Mein Schwerd thu ich jetzt auff heben. wie mans begert von mir. Auch aus der rechten Künsten krafft. Weil jhr denn nun gar fort wolt. scharff. Jetzt habt jhr Ihr nun mehr gantz vnd gar. Aus recht artlicher Meisterschafft. Sol euch gereichet werden schon. Ey ich bin jetzt nun fein bericht. sprecht mich widr an. 295. Ich wil euch jetzt noch mehr stück weisn. Der Weg ist lang bis bin an Meyn. Stumpff. Nempt auch für gut was ich euch gthan. werd nun geben mir mein Lohn. Schul zu halten anschlahen sol. Ilaw durch aus vnten oder oben. 315. Damit thu ich mein Feinde putzen. ich. 285.— Er sol die 189 — man nicht leidn. da habt jhr ewren Solt. 280.!) Lernt mich das Fechten nur gewis. 300. i. Verdruss. Im zurück ziehn. 305. auch meinen Meister nenn. wie ich zu mahl. Ihr werdt des Fechtens haben Ehr. Wolt mich für ewren Schuler kenn. Das springen steht mir zimlich an. Vneinig Gselschafft sol Werd jhr euch halten nach der Lehr. Doch sagt mir vor. Was jhr als denn begert fürs lohn. Nun wie gefeit euch jetzt der streich. Ich wil forth. Ich wil euch thun gar kein vordreis. 290. Meister. Wil aber sonst künstlich zuschlan. sag ich vorwar. Das man euch sol ein Fechter preisn. i) d. Vnd auch mein Leib damit zu schutzn. Die Fechtkunst weg. Schuler vnd Platz meiden. Hierzu brauch ich auch das Rappir. Denn gar recht Fechter brauch treib Vnd könt also probieren mich. denn ich mus daruon.

Nvn hierauff Wann So wil ich euch jetzt sagn. Frisch her. So bleibn wir Marxbriidr wol in ehm. 355. Denn Marcus der Eu angelist. ich wils euch zu sagn. Beschreibt Gotts Wort ohn arge list. Nenten vns Marxbrüder die fromn. Wil bleibn bey der Marxbrüderschaffi. Bleibt nur in vnser Brüderschaft!. Durch Bitters that von jhn bekomn. Damit die Feder Fechter rürn. Vor kein Fedr Fechter trag ich schew. Die Marcusbrüder thun begabn. Mit Schild vnd Helm. Dieselben haben allzumahl. 335. 340. Das ich alle mein lebe tagn. solt jhr diese Beimen führn.— . Ich gebe euch hierauff meine handt. jhr wolt eine Schul anschlagn. jhr Fedr Fechter last euch sagn. Er halt auch durchaus nichts dauon. Das aber S. Ich wil stehen gleich wie der Lew. Auff die Frag richtig antwort gebn. Vnd meinen Eydt. Hett er durchaus gefunden nicht. . Ich thu euch aber jetzo eben. Marx ein Fechtr sey gwesn. Denn Wann haben durch den Lewen krafft. habt euch zu pfandt. Marx wer vnser Patron. 360. die sie 325. Kein Fedr Fechter an mir nicht hafft. Kein Fedr Fechter last euch jrr machn. Er hielt es nur für ein Getichl. schon wider euch anschlagn. 350. 190 — Ich wil eucli fein berichten der sachn. Ein Buchdruckr hat nechst an geschlagn. 330. Die Marxbrüder Priuilegiret hat Vnd nach dem andre Keyser mehr. So thut mit wenig worton sagn. Ja Meister. Das S. Vnd wird dem stareken Lewen vorgleicht. Dieweil sein Lehr so weit ausreicht. 345. Ettliche Keyser an der Zahl. die wir noch habn. 320. Weil Keyserliche Mayestat. Er hett Bücher gsetzt vnd gelesn.

Weil 375. Wer hat dich gewapnet. 4 ) Ich schwing 390. 380. Vnd auch den Lewen wol bericht Das erlangt kein Fedr Fechter nicht. 365. Führen den in jhrem anschlag. zwei Muster zu Fechtschulreimen. Vnd sonst kein Feder Fechter mehr. den starcken Lewn.— S. Marx zu führn mit schönem pracht. 3) *) «in Ruhe. Das sie sich abr des Greiffen rhümn. Wo her ist dir die macht gegebn. 370. dis merck. Vnd sind nicht Priuilegirt. Wann jhr nun aus rufft ewre Schul. ungestört». für «einem». sie hierein haben gejrrt. Nempt jhn nur recht in sinn hinein. Wir Marx brüdr sein fein frisch vnd muntr. Lassen ein offnen Helm machen. mus heint herunter. Ob man mir gleich wolt jamer sagn. Geben den Greiff. Last jhr den Lewen vngeheidt. die heiden folgenden Anschnitte sind ich solche bereits aus einer Nürnberger Handschrift 156 ff. jhr Fedr Fechter es '395. Du wirst nun mehr mit keinem Newn. Denn ein Hertzog von Meckelnbergk. Mein Feder Fechter dis mir sag. dir ein i. Noch mehr thun sie sich vnderstahn. ist zeit. Denn er hat Keyserliehe freyt. s. Wappen verliehen. 1 ) Hat nicht mehr denn einen. J ) ) wohl Druckfehler 2 = d. platz offt mich Kampff auff in Gottes glück. Lernt diese Vers. wie (vgl. Frisch her. In diesem vnd dick. 3 ) 385. Vns vortreiben. vnd braucht sie wol.) mitgeteilt habe . 191 — Gaben vns auch die grosse macht. den er führen sol. Also habt jhr den anschlag fein. Mit euch zu Fechten ist mein frewd. Des Greiffen Gschlecht. Habn nun mehr des Greiffs kleine Ehr. Der sich im Fechtn gehalten wol. Wie jhr mir wolt stossen vnd schlagn. Sind sie hierin gar viel zu kühn. 2) sag mirs ebn.

So Vnd zu mir Jch will Wil ewer durchaus nicht vorgessn. euch hieuor jetzt danck sagn. Nvn Kutzsch. Ich wil nun mehr auff vnd dauon. Vnd seit zum Meister wordn geschlan. Zur notlurfft geben trinckn vnd essn. jhr in 430. >) Wohl Druckfehler Kutscher. Die gfreyte Marxhrüdr 405. vnd fahr nur sacht. Ein anders. Ich furcht nicht. 420. Da farth jhr mit mir in Hab ichs euch doch vor zugesagt. 410. Ich hab lan fertig machn den Wagn. GOTT Hört. Die wolln wir auch auff die Köpff schlagn. jhr solts wol sehn. Dv edler Lew schwing dein Kraus haar. Gott behütf Euch. voracht. Werd ich ewer fehin. euch Herbrigen vnd ehm. Wir kommen doch wol nein vor nacht. So fahre ich mit euch dauon. Ich gdenck jhr werdt zu frieden sein. für «fein». Itzundt wolln wir seini) auff die farth. Braucht nur die Kunst fein 415. Ich thu Ich ziehe dahin.— Ist 192 — mügt sein. all Der mit seim stoltzen muth vnd pracht. die Stad. Trinckgelt zu lohn. wann es denn ja hinein. ich lass geschehn. Vnd zu reissen all sein gefidr. Vnd geb dem KutzschnS) 425. Werd jhr mich treffn. mein Haus einkern. sol sein. wie wilt jhr doch ewer Haut so weich als mein. 2 ) . span an. Wir fahren gar geschwind Ey nun. mögt mich frey sprechen an. Ritterlich. Den soltu für dir hawen nidr. 400. fein. wann jhr werdt zihen zu rück. Nim dir des Greiften ehen war. Ihr dürfft ja eilen nicht so hardt. geb vns auff die Reis vil glück. Mit der Lehr die ich euch gethan. Das jhn sein Gsellen müssen weg Jetzund seid jhr berichtet tragn.

Als bald ich wider zieh 440. 358 f. Singen mit der Fechter günste wie ichs gelernet han.i) M. nach Künsten Meisterlich. Über letzteres vergleiche man Das Gedicht ist im Originaldruck fortlaufend gedruckt. so wil ich heben an. und wohl mit Recht.Ihr auch jhr Meister last alle. vnd begriff aller heimligkeit In der Henne weis W olfframs . Jch sag euch nun mehr grossen danck. Mein Schwerd hab ich erhaben. Meister des Schwerdts.» Christoff Rösener. J. Darnach euch in ein gut Bett legn. Vrsprung.ren der Ritterlichen Fechtkunst.Z) «Von Ritterlicben Künsten. . So kehr ich wider bey vom Meyn. die Verse in einzelne Strophen gegliedert und abgeteilt. Haw vnten oder oben. i das sich auch in dem ersten gedruckten Fechtbuche von die Paumfeindt erschienen Wien 1516) vorfindet. Fundament. 10. wolt mich recht vorstan. den rechten brauch treib ich. euch ein. Vnd was euch nicht misfallen. So heften Schaff vnd Rindr. aus rechter Meisterschafft. S. Bitt . Wil ewer so warten 193 vnd — pflegn. erst Wassmannsdorff hat in seiner Ausgabe. Nun folget der Gesang jb. 13 Deutsche Turnzeitung von 18f>£. All Jar ein guten Wintr. oder Pentzenaicers Tlion.— 435. Wann wüchsse Laub vnd Gras So gschwind als Neit vnd Hass. 5. 15. F. Für ewer Fuhrwerg. Speis vnd Tranck. ich getichtet han. i| Ein altes Sprüchwort. 2) Eine Art Meisterlied der Fechterkunst. aus rechter Künsten krafft. Schweche vnd sterck vorführen. Vnd wil dich auch probiren.

Dabey soltu auch mercken. den Flügel ins hangend orth. denn es übel anstath.— Wem der 194 — muth zu fechten were. ") •) lern. die zwey vor vnd nach. Wiltu von dannen tragen. Das Wort 20. Von Dach 3) auch >) nicht vornicht. . lauft. (in des) schneit sehre. Tag. so soltu sein bericht. Dein Schwerd zu beiden henden. des Püffels nicht erwart. Die wil ich dir jetzt nennen. zu . = = huoten. Scheitelhaw der Kunst ortte. Aus Gülden kunst ich treibe. 40. Ocbs. gehören auch an Tantz. Darzu schweche vnd stercke. Zornhavv der geht mit orte. auff. neme sein Schwerd in die band. Vnd wer erschrickt gerne.hüten' gehörig: es sind Paradeauslagen oder Defensivhiebe. Vier hutten2) mustu haben. Alber. das ist mein bester Rath. Das er nicht Fechten lehme. Pflug. Jm Triangel nicht bleibe. Kunst an ligt. den Schilhaw nicht durch Vnd die eiserne Pforte. Benutzung eines alten Fechtersprüchwortes «Ersehrick. 35. so findestu jhn blos.stu gern Kein Fechten durch den Verfasser des Liedes. den Meisterlichen Krantz. lern kennen. behend aus langer schneid. dem es ist recht bekandt. einlauffen sey dir nicht jach. fürbas so merck 45. Treib die stück behende. 30. Die Zeckruhr nicht verlass. 25. 50. 1 ) Nun merckt da alle (in des) das Worte.

trit nahend an den Bund. Das sprechfenster so drate.» == Blossen. 5) *. Weiter daiffst du nicht fragen. = Finten.wild» zu lesen. 5) Ob man wird weiter fragen. 60. zwerch vnd auch der schnit. 3 ) Die viere auch sehre letzen. 195 — Die viere soltu fechten. Nach reisen auch sehr letzet. der gegen dir ist mildt. Durch fehler 4) ich dir rathe. 13* . 65. vnd dauon halten allein. ein stück heist man die Krön. Mittlren nim auch mit. die Von beidn sein seittn absetze. = verletzen. hengen hab in Hutt. Der die 75. wer das gedichtet hat. So hastu die Gerechten. ihm den Schnid für die Hand. Viere sind die vorsetzen.— 55. Das darff man jhm nachsagen. einwinden ist auch gut. Vgl. Trughiebe. schwerd mit deinem Schild. Krumphaw ist noch binden. Wiltu dieselb vortreiben. vnd pfleg die in gemein. 80. ist > Dafür wohl besser . Nürnberg vom Jahre 1389) die Reime über die Auslagen mit dem Schwerte: 1 in «Vier leger allein Dauon Ochs haltu. wiltu nicht werden wund. dazu aus L iecht enauer's Fechtregeln (Handschrift des gerni. *> vnd vier blos2) an den man. Mus. Durch wechssei ich dir sage. Im Dupliren lerne finden. fleuch die gemein pflüg alber Vom -) tag sein dir mit (nitVi vnmer. ist dir der Schnit bekand. Die Krön mag nicht lang bleiben. 70.

der nams von jhin vor gut. glauffen ein. So. las die fliegen. zucken. darzu recht trit. macht offenbar. 90. 5.-t ein mii ganz wenigen und geringfügigen Veränderungen 1">70 dem Joachim Meyer'schen Fechtbuche vom Jahre eine Anleitung zum Feehlen mit dem Dussack. Das Lied das thut er schencken. Mit greiffen. Ob er jhn nicht thet rechte. Zu Jn all vier enden. ') Dieses Siiick i. die blas. entnommener Fechtzettel. in der Kunst mag Sein Kopff möcht er zerbrechen. Merck feiszig auff die rechte zeit. Mit der schirech za gleich jhn L0. der erst Der sterck vnd schwech nim eben nur. die sterck soltu vorsetzen. Er bitt die Edelen Fechter. Jm vor. vnd nach.196 Er heist der l'au us R o I l li. darzu ferr. Vnd las dich bald erschrecken nicht! \) Ende. letzen. sampt dem gantzen Fundamen im Dusacken. jhn von dir. ringn. . 95. Mit geberden. er nicht lichten kan. treibt Das vorder orth. Jn des. Vnderrichtungen auch nützliche anweisungn des Fechtens. so/t sein. woln jhm nicht für übel han. sein. Kint Fechter wolgemuth. tritt Mit deinem Leib. I Mit dieser Wehr reich weit vnd lang.» dann E n (1 e. Audi neher soltu kommen nicht Dann das jhn langest mit eim tritt Wann er dir wolt eirilauffen schier. Wer er dir aber iö. Christoff Rösener zu gedencken. Vnd was soll er alles rechnen. Dein Naiv führ giraltig vnib jhm her. Dem Haw für sich vberhang. haust jhn btriegen. Er trinckl gerne Wein.

«Ein Fechter. gelert. 1589. durch G m e Bergen. Wie er die Kunst hett wol Hub an vnd Vnd bot jm seinen Meister hassl. in wehrn must. Was man zum ernst auch brauchen Das thet der Mann on alle arg. Am Wie morgen kamens auff den platz. jm verbarg. welch jm selb beliebt leib alt Des sich der Sähe. . (Vgl. Ausgabe von H. gefasst. allen Das er jn wolt Als leren. IX. Bd. war einr von den Alten. Die Fechterfabel aus Burkhard Waldis' Fabelsammlung . auss vor Herrn vnd Knechten.— [Auf 197 — Wappen der dem nächsten. vnd leben mit jm zfechten wehren. Legten sich zamen in den hatz. Vmb In 20.]: Das vierdte Buch der Fabeln Esopi. TL s. Zu fertig jm mit lauffen. Fabel. Der het lang ir viel offne Schul gehalten.Esopus". Meister bgern.. sie theten den ersten gang. Nr. Von zweien Fechtern. Kurz [Leipzig 1862. Der thet der Kunst fleissig nachstellen. 72. Die vnterrichtet er mit fleiss Des het er grossen lob vnd preiss. 5. hat Hundert newer Fabeln. Da war einr von denselben Gsellen. das er Mann sehr betrübt. 176/7. ringen war vnd mit dem springen.) Die LXX1I. Nichts vberall vor 15. sich willig darinn begab. letzten Blatte des Druckes steht das kurfürstlichen Stadt Dresden in Holzschnitt mit der Jahreszahl 1584 darunter stehen die Worte:] Gedruckt in der Churfuerstlichen Stad Dreszden. Jedoch dorfft ers nit Vnd 25. was er selber wüst. Vnd an denselben 10. Der jung Gsell auff den alten drang. welch waren lerig Vnd derselbigen Kunst begerig. i 1 ANNO Nr. schlagen ab.

.98
Ein scharpffes schwere! gegen
30. Der alt

jm zuckt;

Mann

vber ein seiten ruckt,
ist

Vnd sprach: «das

vor nie geschehen.

35.

Habs auch nie auff keiner Schul gesehen, Ward auch so nit bewilligt nechlen. Das ich gegen ewr zwen solt fechten. Hercules solt gnug zschaffen lian.

Wenn

er solt

zwen zugleich bestahn.»

Der Gsell wendt sich on als gfehr, Wolt sehen, wer sein helffer wer; Baldt war der alt Mann nahe bey
40.

Vnd schlug jm seinen

kopff entzwey.

Wer
Ist

einen zucht vnd Künste lehrt,

werdt, das

man

jn wid'er ehrt.

Wenn man
45.

auch auffs höchst befleisst. All wolthat, zucht vnd ehr heweisst, Doch kan man nimmer oder selten
sich

Eim trewen Lehrer widergelten.

Man
Ob

sol,

wie die Gesetz anzeigen,

Die knie vor einem alten beygen.
gleich ein junger

Mann

mit sterck

50. Aussrichten

kan

gross, herrlich werck,

Dennoch Bey den

er stets ein guten rath
alten zu suchen hat.»

Nr. X.

2 Fechtergeschichten

aus Johann Paulis Schwanksammlung „Schimpf*) und Ernst". (1519.)
Bibl.

Vgl.

Ausgabe von H. Österley,

des Stuttg.
s.

Litt.

Ver..

Bd. S5.

[Stuttgart 1866.]
1-)

198/9.)

Von schimpff das CCCXi.
«Es was ein schirmeister der het
halten,
in vil stetten schul ge-

vnd gute schuler gemacht, schirmeister, ab einer was vberusz gut, vnd erhob sich mit Lucifer. er wolt seinem meister
nichtz entfor geben,
5. ie

das sie einander vszbutten,
blatz züsamen,

vmb

das leben

zu fechten, vnd solt ieglicher brachen was er künt, vnd alle seine
kunst.
Sie

kamen

vff

dem

fechten, wie

man dan

thiit,

da

sie

schier

vnd machten ir spiegelzüsamen kamen, da

'
)

il.

h.

Spass, Scherz.


hielt der

199

10.

stil, vnd sprach zu seinem schüler. worden das ich mit zweien sol fechten. Dieser lügt hindersich wer im helffen wolt. vnd dieweil er hindersich lügt, da sprang der meister herzu, vnd schlug im den kopff ab, vnd sprach, den streich hab ich dich noch nit gelert. Diser

meister sein schwert
geret

Es

ist nit

meister hat gethon wie der in

dem nechsten
sol

gesagten

exempel,

das ein

meister

im ahvegen

etwas behalten das er seine

schüler nit leren sol.»

2.)

Von ernst das CCCXii.
«Vf ein mal betten

zwen meister auch etwas mit

ein ander

zu schaffen, das einer den andern vsz bot zu kempfen. vnd mit

5.

Der ander sprach, meines brüders so wil ich dich beston. Da der tag des kampffs kam, da kam der ein mit seinem gewer, vnd bracht
gottes hilff wolt er in beston das er recht het.

mit

hilff

10.

15.

seinen brüder mit im. Der erst sprach, das ist nit geret worden nach des lands sitten noch gewonheit das zwen sollen fechten wider ein vnd einer wider zwen, heisz dein brüder ab tretten. Da sprach er nein, euwer sein zwen so sein vnser auch zwen, es ist got vnd du so ist es mein brüder vnd ich, vnd sein zwen wider zwen, wan du hast gesprochen, du woltest mich mit gotes hilff beston, da sprach ich, ich wolt dich beston mit meins brüders hilff. Also aber, vbergib du gotes hilff, der dein gesel ist, Er wolt so wil ich meines brüders hilff auch vbergeben. gottes hilff nit vbergeben, da wolt der ander seins gesellen hilff auch nit vbergeben. Also giengen sie wider heim, vnd ward
nichtz darusz.»

>—

200

Anhang.
Verzeichnis der benutzten Schriften und Werke.

Abi.

Fech (.erspiele

und Fechtschulen

in
u.
s.

Deutschland.
w., Bd.
III,

Vgl.

J.

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Breslau 1817.

Ambros.
J.

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Breslau 1864.
St.

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Geschichte des Kantons

Gallen.

St.

Gallen 1810.
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Beneke.
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16.

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17.

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geschichtliche Forschungen. Bd. XII,
K.

Hamburg

Burda eh.

Reinmar der

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und Walther von der Vogelweide.
mediae
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Leipziu 1880.

Du Cange-Henschel.
Niort 1883. Tom.

Glossarium
II.

intimae

latinitatis.

III.

Diez.

201
2.


2.


K.

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Auflage von Bartsch. Leipzig 1883.

Leben

und Werke

der

Troubadours.

Auflage

von Bartsch.

Leipzig 1882.

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litt.

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Geschichte.
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Alsatia 1853.


A.

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182J).

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1855.

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den Stand berufsmässiger Sänger im nationalen Epos germanischer Völker. Germania Bd. XV.
Mittelhochdeutsches Wörterbuch.

Über

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Zur Volkskunde.

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187!'.

Nürnberg. .">. Schlosser. II. Sträss- burg 1893. 1864. Studien zur deutschen und schweizerischen Bechtsgeschichte. Sachsenspiegel. Antiquitates Italicae medii aevi. E. 2).und Litteraturbilder. London 1856. 202 in Zur Geschichte der Fechtschulen Germ. Zeitschrift für Geschichte des Oberrheins. Die Gesetze der Angelsachsen. Dissertatio etc. Zur Waffenkunde des älteren Die deutschen Mittelalters.loh. Strass- burg 1882. 1) Bd. Märchen und Lieder aus Schleswig-Holstein. Leipzig 1867. Bd. Wien 1870. Berlin 1871. Schwäbisches Wörterbuch. — H. IX. Müllenhoff. Leipzig v. Meistersänger von Sirassburg. Geschichte der schweizerischen Eidgenossenschaft. Die Spielmannsdichtung. etc. Mus. Berlin 1887.Deutsche Studien. Schmeller. Muratori. III. Bd. Berlin 1840. Mone. Bd. 1881. 11. Berlin 184-0. San Marte..— Lochher. 1868. 0. W. Grundriss der germanischen Philologie. Geschichte der ürdalien. Homeyer). ßardes Friesische Bechtsquellen. A. VIT. Scheid. E. I. Daniel Georg Morhofen's Unterricht von der teutschen Sprache und Poesie K. Strassburg 1888. Paul. Sc hm id. Beliques of ancient english poetry. Die unterbrochene Fechtschule. Anzeiger Fr. . Sagen. A. 11. Slöber's Alsatia. Scherer. Caen 1834. Geschichte der deutschen Dichtung im hundert. Glossarium germanicum. Christoph v. La Bue. Piper. Osenbrüggen. Die Kunstausdrücke der Meistersinger. und 12. Wien 1879.1853. Neue kulturhistorische Bilder aus der Schweiz. Schmidt. Illustrierte Beissmann. Schneegans.loh. 2) Stutt. Scherz-Oberlin. et Jongleurs. singulari inauguralis de jure in musicos Jahr- germanico Argentorati 1719. Bayerisches Wörterbuch. Martin. Geschichte der deutschen Musik. von Müller. Festgaben für Homeyer. Kiel 1845. Lübek 1700. A. Strassburger Studien. Job. Tom. d. Majer. . Plate. 1860. Östreichische Cultur. Jena 17i>. L. — Über den Schwerltanz. (Vortrag). Bd. Percy. Bichthofen. gart 1844. (Ed. Friedr. München 1872.

187(>. alter. Weinhold. Wilda. Teil. Bd. IL in des deutschen Berlin 1872. Stutt- Stephens. Halle 1876. IL Die deutschen Frauen im Mittelalter. J. Vgl. 2) 1889. K. gart 1858. Wien 1875. Halle 1874. Aufschlüsse über Fechthandschriften und des 16. De Sacri Romani Imperii libera Civitate Noribergensi Commentatio. Geschichte der wälschen Litteratur. München 1794. History of English Poetry. Philologische Studien. XIII. A. Schnorr von Carolsfeld. der IUI. Geschichte der deutschen Litteratur. Alwin Schultz. Spielmannsleben im alten Frankreich. Wassmannsdorff. Leben und Dichten der deutschen Spielleute im Mittel(Vortrag). Meistersinger Bd. Germania. Das Streitgedicht. 203 — Zur Geschichte Bartsch. Lais. V. W. L IL Sechs K. K. Akademie der Wissenschaften. London 1840. Germanistische Studien. Fr. Liber dativus. L. 2) historische Beiträge. . Zur Geschichte der Dichtung und Sage. Basel 1879. [. Jahrhunderts. Tobler. Festschrift für E. SitzungsPhil. Halle 1896. Wittstock. (Ed. Höfisches Leben zur Zeit der Minnesinger. Bde. Meistergesanges. Price. ('her die Zappert. Wackerna gel). edited by Vol. Schweizer-Sidler. Fechtschulen der Marxbrüder und Heidelberg 1870. Wackernagel-Martin. in Versuch einer Geschichte der theatralischen Vorstellungen Augsburg. Westenrieder's Bd. Uhland. Das Strafrecht der Germanen. Wien 1854. Der Hofdienst der Spielleute im deutschen Mittelalter.lasse. bist. Berlin 1881. Altorf 1697. gedruckte Fechtbücher und 17. Vgl. — Von der Meistersinger holdseligen Kunst etc. Berlin 1888. Wilmanns. St ose h. Strobel. Simrock. 1875. Wolf. -\ Joh. 0. — K. Christoph Wagenseil. Über berichte C. I. Der Wartburgkrieg. Bd. Geschichte des Elsasses. Über den Schwerttanz der Siebenbürger Sachsen. V. Wien 1882. Im Neuen Deich.— Fr. Schroer. Vogt. Altorf 1697. Tacitus. Schwabenspiegel. Strassburg 1841. Witz. eines das Fragment kais. G. IL III. v. Federfechter etc. Bonn 1882. Warton. Sievers. Leben und Dichten Walther's von der Vogelweide. Ostreich. Leiche und Sequenzen.


Fr.

204


Berner
Jubiläumsschrift.

Za rucke.

Sebastian ßrant's Narrenschiff.

A. Zeerlecler.

Die
Die

Berner

Handveste.

Bern 1891.
J.

v.

Zingerle.

Wiltener

Meistersänger] landschrift.

Sitzungs-

Akademie der Wissenschaften. Phil. hist. Classe. Bd. 37, Heft 4 Wien 1861. Die Beiserechnungen Wolfger's von Ellenbrechtskirchen. Heilbronn
berichte der
1877.

205

Inhalts-Übersicht
Einleitung
I.

S.

5

ff.

Teil.

Die

Kämpen und

Fechter.

S.

13

ff.

a) Kampfui'teil

bezeugt.

S.

13 ff.

b)

und Schwerttanz in Tacitus «Germania» bereits Kampfurteil und Gottesgericht bei verschiedenen
S. S.

deutschen Stämmen überliefert.

17 ff.

c)

Verschiedene RechtsbestimDie Institution des Königs-

mungen über das Kampfgericht.
fechters. S. 23
f.

19

ff.

d)

Der gerichtliche Zweikampf im Tierepos. S. 25 ff. fi Zweikampf und Gottesurteil in der deutschen Heldensage und die sprachlichen Ausdrücke für diese. S. 27 ff. g) Schilderung eines gerichtlichen Zweikampfes in der niederländischen Litteratur. S. 31 f. h) Das Fechten und Schirmen als ritterliche Kunstübung und die höfischen Fechtmeister. S. 33 ff. i) Fechten und Schirmen im ernsthaften Streit. S. 38 ff. k) Tierkämpfe als Überreste römischen Gladiatorentums.
e)

S.

41

ff.

1)

Katzenritter.
S.
-47
ff.

S.

44ff.

Mittelalters.

n)

Die

Federfechter
S.

m) Das Fechterwesen des späteren und die Herkunft ihres
ßl
ff.

Namens.
S.

S.

51

ff.

o) Die

Fechtschulen.

p) Verfall

des Fechter-

wesens. Klopffechtertum. Spuren desselben in der späteren Litteratur.
65 ff.
q)

liehenen Privilegien.
betreffend.

Zusammenstellung der den Fechterbrüderschaften verS. 68 f. r) Weitere Urkunden, das Fechterwesen
Fechtschulen,
t)

S. 70 ff. s) Übersicht über abgehaltene Schwerttänze und ähnliche Schaustellungen. S. 73 ff.

Verzeichnis

der wichtigsten Fechterschriften.

S.

76 f. u) Werke, die Beschreibungen

und Berichte über Fechtschulen enthalten. S. 77 ff. v) Litterarische Verwertungen des Fechterwesens. S. 79 ff. w) Die zwischen Fechtscliulen und Schweittänzen bestehenden Beziehungen. S. 81 ff.

II.

Teil.
a)

Die Spielleute und das fahrende Volk.
Spielmannes einst und
jetzt. S. S.

S.

86ff.

Begriff des

87 f.
c)

b)

Lebens-

weise und sociale Stellung der Spielleute. Auffassung des « guot umb ere nemen's».

88 ff.

Die Frage der

S.

93 f.

d)
e)

Verschiedene

Rangstufen

der

Spielleute

unterschieden.
S.

S. 94f.

Die Spielleute-

verbände und Pfeifferbrüderschaften.

96 f.


III.

206

Der zwischen den Fechtern und Kämpen einerseits Spielleuten und Fahrenden andererseits bestehende, entwicklungsgeschichtliche Parallelismus und seine verschiedenen Aus drucksformen im Rechts wesen und in socialen Verhältnissen, in Litteratnr und Sprache.
Teil.

und den

S.

97 ff.

a)

Rechtliche

Zeugnisse für die gleichartige Behandlung der

und Spielleute als Zeugen Urkunden auftretend. S. 105 ff. c) Spielleute als Besitzer von Grundstücken und Häusern. S. 107 f. d) Vergleichung des Kampflebens mit dem Treiben der Spielleute. S. 109 f. e) Minnelieder und Meistergesänge mit Anspielung auf Zweikampf oder Fechterwesen. S. 111 ff. f) Parallelausdrücke in der Kunstsprache der Fechter und der MeisterSpielleute. S. 98 ff. b) Fechter
in

Kämpen und

singer.
S. 130f.

S.

126 ff.
131

g)

Gleichartige Organisationen

der beiden Stände.

h)
S.

Die Eigennamen
ff.

der Fechter, Spielleute und fahrenden

Sänger.

i)

Ihre Berufsbezeiehnungen als Geschlechtsnamen

Verwendung derselben zur Benennung von Strassen und Ortlichkeiten. S. 135. 1) Gemeinsame Bereicherung des Sprachschatzes durch die Kunstausdrücke der Fechter und Spielleute.
erhalten. S.

134

k)

S.

136

ff.

et)

der

Spielleute

Ausdrücke des Fechterwesens. und Fahrenden. S. Jo9f.

S.

13Sf.

ß)

Ausdrücke

Abschliessende
Untersuchung.
S. 14-0
ff.

Zusammenfassung

der

Hauptergebnisse

der

IV.

Teil.

Beilagen.

1) liede. S. 2)
S.

Die Fechtprobe zwischen Hagen und

Wate aus dem Kudrun-

142 ff.

Geschichte der Kampffechter von Löwen. A) Altere Fassung.
B) Jüngere Fassung.
Stellen aus
S.

144 ff.
3)

150ff.
<

Hugo von Trimberg's

Renner

>

über die

Kämpen
(Abdruck

etc.

S.

155 f.
4)

Die Nürnberger Fechtschulreime
S.

vom

Jahre 1579.

nach Wassmannsdorff.)
5) Fechtzettel

156 ff.
Fechtbüchlein.) S. 170ff.

aus dem Joachim Meyer'sehen Fechtbuche von

1570. (Abdruck nacli
6) Drei

dem

Dil

2.

Sprüche aus dem Jakob Sutorschen Fechtbuche von (Abdruck nach dem Neudrucke von 1849.) S. 173 f. 7) Christoff Rösener's: Ehrentittel und Lobspruch der RitterFechter
u.
s.

lichen Freyen Kunst der

w. von 1589.

(Abdruck nach

Wassmannsdorff.)

S.

174—177 und 184—197.


8)

207



1

Hans Sachsen's: Fechtspruch. Ankunfft und Freyheit der

Kunst von 1545. (Abdruck nach Wassmannsdorff.) S. 178 184. Fabelsammlung aus Burkhard Waldis 9) Die Fechterfabel
,Esopus". S. 197
10)
f.

Zwei Fechtergeschichten aus Johann sammlung .Schimpf und Ernst' von 1519. S. 198 f.

Pauli's

Schwank-

Anhang.
S.

Verzeichnis

der

benutzten

Schriften

und Werke.

200 ff.

Inhaltsübersicht.

S. 205ff.

LIBRfl

14
1981

/

jetzigen ordentlichen Sohn des damaligen Apothekenbesitzers daProfessors der Pharmacie an i. J. E. M. Leumann. München Bänke. Windelband und Ziegler meinen herzlichsten Dank auszusprechen für das grosse Interesse und das hebenswürdige und beratende Wohlwollen. l\. H. die Herren E. E. München. Koeppel. Martin. A. an den Universitäten Berlin. Am 3. Kaibel. P. Henning. in v. L. Betz. Eduard Schaer Vogel aus aus Bern. DuMont-Schauberg. der Universität Strassburg E. Baehmatm. in H. geb. Zunächst besuchte ich die Schulen meiner Vaterstadt und nach der im Herbste 1892 erfolgten Übersiedelung meiner Eltern nach Strassburg das dortige protestantische Gymna- sium und hernach das Pädagogium zu Basel. Oktober 1874 als Zürich selbst. ist mir eine angenehme Pflicht. M. und R. Morf. März 1900 bestand ich an der Universitäl Strassburg das philosophische Doctorexamen. an dieser Stelle meinen hochverehrten Lehrern. Lipps. Strassburg die Herren Bresslau. Neumann. Rüdiger. wurde ich im Frühjahr und der 1894- mit Von letzterem dem Zeugnis der Reife der neueren ich entlassen und wandte mich nun dem Studium zu. R. und seiner Gattin Anna Zürich. Muncker. Martin. Vetter. M. Rahn. das sie mir und meinen Es allen Arbeiten während der ganzen Studienzeit so freundlich entgegengebracht haben. Sprachen Philosophie welchem oblag. Ich reformirter Gonfession. Frey. . Varrentrapp. Brandl. Schick Woerner. Stiefel und Tb.. Strassburg i. Fr. Weinhold: Paul. Hermann. evangelischam 10. bin geboren in Wilhelm Eduard Alfred Schaer. J. H. Koeppel. Windelband und Ziegler: in Zürich die Herren A. folgender Herren Professoren teil: In Berlin hörte ich bei den Herren A. Dr. Hensel. Strassburg und Zürich vorn Frühjahr 1894 bis Zeit zum Frühjahr 1901 Während dieser nahm ich an den Vorlesungen oder Seminarübungen Schmidt. Joseph.Lebenslauf. besonders aber den Herren Professoren Henning.

.

.

Alfred Die altdeutschen fechter und spielleute .PLEASE DO NOT REMOVE CARDS OR SLIPS FROM THIS POCKET TORONTO LIBRARY UNIVERSITY OF DD 64 S3 190] Schaer.

: :- *r.: .m. :LO : i &- ...*j £Iü* M m s ...