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Chemie 12/1

1) Geschichtliches
Altertum:
Feuer, Wasser, Erde, Luft -> 4 Elemente
Mittelalter:
Mineralchemie:
– Man Experimentierte vorrängig mit Mineralien.
– Falls man einen Versuch nich t rational erklären konnte, brachte man ihn in Verbindung mit
Religion & Mystik (Bsp: Sublimation von Iod).
– Die bekannten Elemente wurden Planeten zugeordnet
– Glaube: Einfluss des Geistes auf Reaktionen
– Beispiel: Liebestränke
– Alchimisten versuchten Gold herzustellen und suchten nach dem Stein der Weisen
17.- 18. Jahrhundert:
– Tier- und Pflanzenkörper werden untersucht
– Mit Kohlenhydraten, Eiweißen, Fetten gelangen nur Analysen, keine Synthesen
--> Folgerung: „vis vitalis“ haust in Lebewesen, nur damit gelingen Synthesen
– Vertreter dieser Theorie bis 1847: „Borzelius“ ( Chemie-Papst)
1777: Bergmann unterteilte in organische und anorgansiche Chemie, weil er glaubte, dass in
Lebewesen andere Prozesse ablaufen.
1828: Wöhler konnte synthetisch Harnstoff herstellen aus Ammoniumcyanat durch Erhitzung.

[formel]
1847: Abschaffung der Vitaltheorie --> Genauere Unterteilung zwischen organisch und anorganisch
nötig.
--> Organische Chemie wird zur Chemie der Kohlenstoffverbindungen.
Organische Chemie Anorganische Chemie

Alle C-Verbindungen mit H2, O2, N2, P, S, Chemie der anderen 109 Elemente
Halogene bis auf:
CO, CO2, H2CO3, CO32-, Graphit, Diamant,
Metallcarbide

2. Das C-Atom
2.1.Atombau
• Ordnungszahl 6
• Atommasse 12
• 4. Gruppe: --> 4 Valenzelektronen
• 2. Periode --> 2 Schalen

K2, L4
(2 auf der K-Schale und 4 auf der L-Schale)
1s2 2s2 2p2
2.2.Bindungsverhalten
Das Element muss eine hohe Elektronenaffinität haben damit C 4 Elektronen abgibt bzw. Es muss
eine niedrige Elektronenaffinität haben damit C 4 Elektronen aufnimmt.
(Die Elektronenaffinität ist bestimmbar über Elektronenegativität)
Elektronegativität nimmt von F bis Cs ab (oben-unten und rechts-links)
EN von C: 2,5
Bei  EN 1,8 sind Ionen bildbar
Bei  EN 1,8 sind keine Ionen bildbar
Frage: Mit welchen Elementen bildet C Ionen?
a) Reaktion mit Flour
EN F −EN C =4,0−2,5=1,5
b)
EN C −EN Cs =2,5−0,7=1,8
--> Wahrscheinlichkeit der Ionenbildung liegt bei 47%
--> Kohlentoff geht keine Ionenbindungen ein, und kann somit nur kovalente bzw. Atombindungen
ausbilden.
Kohlenstoff sit streng 4-Bindig/Wertig
3) Grundgerüste organischer Verbindungen
Aliphatische Verbindungen
Arten: Ketten (acyclisch) und Ringe (cyclisch)
a) acyclische Verbindungen
unverzweigte Ketten
| | | | | | |
-C–C–C–C–C–C–C-
| | | | | | |
verzweigte Ketten
| | | |
-C–C–C-C-
| | | |
-C- -C-
| |
unverzweigte Kette mit C=C
\ | | /
C=C-C=C
/ \
verzweigte Ketten mit C=C
| | | /
-C-C-C=C
| | \
-C-
|
unverzweigte Ketten mit C≡C
| |
-C- C≡C -C-
| |

verzweigte Ketten mit C≡C


| | |
-C- C≡C -C-C-
| | |
-C-
|
b) cyclische Verbindungen
Einfachbindungen:

(C-Atome immer an den Ecken)


Es gibt keine 3-Ringe, da da de Winkelspannung zu groß wäre und diese zu Ketten aufbrechen
würden.
Doppelbindung:

Dreifachbindungen:

3.2.Aromatische Verbindung
1. Muss cyclisch sein
2. Im Ring immer Wechsel Einfach-/Doppelbindungen
3. Zahl der Doppelbindungen muss 3, 5 oder 7 sein
a) Homoaromaten

Benzol Naphthalin
b) Heteroaromaten

N
Pyridin

4.) Charakteristische Eigenschaften organsicher Verbindungen


4.1.Zersetzbarkeit
a) Hitze
[V] Weißer, kristallisierter Feststoff wird erhizt (Zucker)
[B] siedet und wird schwarz
Alle organsichen Stoffe sind durch Hitze zersetzbar. Die Reaktion ist irreversibel
b) Chemikalien
[V] Zucker + dest. Wasser + Konz. Schwefelsäure
[B] Langsam ablaufende Reaktion, Zucker wird schwarz, CO2 entsteht und bläht das Zuckergebilde
auf
--> Chemikalien zersetzen organische Verbindugen
4.2.Löslichkeit
[V] Glycerin + Wasser
[B] Zuerst Trennschicht zwischen den beiden Stoffen, auch nach Schütteln bildet sich diese wieder
aus.
--> Alle organischen Verbindungen sind in polaren Lösungsmittelnnicht löslich
4.3.Brennbarkeit
Alle Organischen Verbindungen sind brennbar
4.4.Geruch
komplette Bandbreite von stinken bis aromatisch
Beispiele: Buttersäure, Essigsäureethylen
4.5.Schmelzpunkt
Wegen der kovalenten Bindungen sind die Schmelzpunkte relativ niedrig
4.6.Reaktionsgeschwindigkeit
Wegen fehlen der Ionen laufen die Reaktionen langsam ab
4.7.Leitfähigkeit
Nein, da keine Ionen vorhanden

5. Einführung is die Orbitallehre


5.1.Energiestufen
Gesamtenergie eines Elektrons:
E Ges=E KinE Pot
Elektronen auf der inneren Schale haben eine hohe kinetische Energie (aufgrund der Anziehung des
Kerns) aber eine niedrige potentielle. Die Elektronen auf der äußersten Schale haben eine hohe
Potentielle Energie, aber eine niedrige kinetische, und sind somit am Energiereichsten.
Wird einem Atom Energie zugeführt springen die Elektronen auf eine höhere Schale. Wird die
Energiezufuhr unterbrochen, so fallen sie wieder auf die ursprüngliche Schale zurück und geben
Licht ab.
Bohrsche Atommodell war falsch --> Orbitaltheorie
K² --> 1s²
L8 --> 2s²; 2p6
M18 --> 3s²; 3p6; 3d10
N32 --> 4s²; 4p6; 4d10; 4f14
50
O --> 5s²; 5p6; 5d10
Weil der Energieinhalt nicht stimmt, kommt das Elektron bei Kalium statt auf 3d auf eine
höherliegende Schale, 4s.
5.2.Heisenberg'sche Unschärferelation
Es is unmöglich, Ort und Geschwindigkeit eines sich bewegenden Elektrons gleichzeituig zu
bestimmen.
– Man kann nur die Wahrscheinlichkeit des Aufhaltens bestimmen.
– Orbitale sind Aufenthaltswahrscheinlichkeitsräume
5.3.„Form“ der Orbitale
S-Orbiale:

p-Orbitale:
y

px-Orbitale
y

x
py-Orbitale

pz-Orbitale
5.4.Pauli-Prinzip
In einem Orbital haben maximal 2 Elektronen Platz

He: 1s²
5.5.Hund'sche Regel
Alle Orbitale werden zunächst einfach besetzt
5.6.Ausbildung kovalenter Bindungen

+ --->

H(1s1) H(1s1) Überlappungsraum


H2 (1s²)

Atomorbital Molekülorbital

[Orbitalmodell von H2O]

Je weiter sich die Prbitale überlappen, desto stärker ist dei Bindung
5.7.Sigma-BIndung
Koaxial
a) y

z
+ -->
x
back lope
b)

+ -->

6. Grundzustand des C-Atoms


Den Zustand des Atoms, wenn keine äußeren Einflüsse einwirken --> Grundzustand
1s², 2s², 2p²

2px 2py 2pz

2s²
1s²

R (Reaktionskoordinate := Zeit)
Grundzustand des C

Problem: C ist nur 2-bindig auf dem Papier, in Versuchen allerdings 4-bindig
--> Spinentkoppeling im 2s-Orbital, ein Elektron dreht bei Energiezufuhr (Aktivierungsenergie)
seinen Spin um und wird in das freie 2pz Orbital gehoben.
Promotion: Man hebt etwas an --> Elektron in höhere Schale
2px 2py 2pz

2s²

1s²

angeregter Zustand

s-p3-Hybridisierung

q1 q2 q3 q4 <- Hybridorbitale

1s²

Hybrid/Valenz – Zustand

Promotionsenergie = Anhebungsenergie

Alle 4 Bindungselektronen sind Energiegleich


--> Energetische Durchmischung:
p-Elektrinen geben ab, s-Elektronen nehmen auf
Form der Hybridorbitale

+ + +

s-Orbitale p-Orbitale

4
sp3-Hybridorbitale
q-Orbitale

Winkel im Tetraeder: 109,7°


Die 4 q-Orbitale bilden einen Tetraeder
7. Aliphatische, acyclische Kohlenstoffverbindungen
7.1.Gesättigte Kohlenwasserstoffe = Alkane ( = Paraffine)
gesättigte Kohlenwasserstoffe tragen immer AN als Endung
7.1.1.Homologe Reihe
Haltstrukturformel: Bsp CH3 – CH2 – CH3

CH4 Methan

CH3 – CH3 Ethan

CH3 – CH2 – CH3 Propan

CH3 – CH2 – CH2 – CH3 Butan


- CH2 – Gruppe: Methylengruppe
Angehörige einer Reihe von Verbindungen, die sich nur durch dne Mehrgehalt einer
Methylengruppe unterscheiden nennt man homolog, sie bilden eine homologe Reihe
CH3 – CH2 – CH2 – CH2 – CH3 Pentan

C6H14 Hexan

C7H16 Heptan

C8H18 Oktan

C9H20 Nonan

C10H22 Dekan
Allgemeine Strukturformel:
CnH2n+2
7.1.2.Nomenklatur
Radikale = Alkylreste
CH3 Methylrest („an“ wird druch „hyl“ ersetzt)

Gruppierungen innerhalb eines Moleküls

CH3 CH3

CH3 CH2 CH C CH3


Methylgruppe Methylengruppe Methingruppe
Primäres C- Sekundäres C- CH3
tertiäres C-Atom
Atom Atom quartäres C-Atom

8. Isomerie
Def.: Isomere Verbidungen:
– Bindungen identisch
– gleiche Art
– selbe Summenformel
– gleiche Anzahl
– selbe Masse
Aber: Unterscheiden sich in mindestens einer phyiskalischen Eigenschaft

Konstitutionsisomere:

C–C–C–C C–C–C
|
C
Nur die Art, wie die C-Atome aneinandergehängt werden, ist unterschiedlich
Konformationsisomere:
Ergeben sich durch die Dregund der Molekülteile um die C – C Verbindungsgruppe
Konfigurationsisomere:
Verhalten sich zwei isomere Verbindungen wie Bild und Spiegelbild, so heißen sie
Konfigurationsisomere
8.1.Konstitutionsisomere
CH3 – CH2 – CH2 – CH3
Normales Butan
n-Butan

CH3 – CH – CH3
|
CH3
Iso-Butan
i-Butan

n-Pentan:
CH3 – CH2 – CH2 – CH2 – CH3

Iso-Pentane:

CH3 – CH – CH2 – CH3


|
CH3

CH3
|
CH3 – C – CH3
|
CH3
8.2.Genfer-IUPAC-Nomenklatur
International Union of pure and applied Chemistry

Nomenklaturregeln:
C
|
C
|
C–C–C–C–C–C–C–C
|
C
|
C
|
C

Regel 1: Man sucht die längste Kette, egal ob geknickt oder gerade
Regel 2: ;am scjait macj der moedrogstem Zahö an einem Verzweigungspunkt, und wählt je nach
dem die Kette
Regel 3: Verzweigungen benennen, Bsp: Diethyl (Anzahl der Ketten + Name)
Regel 4: Schauen an welchem C-Atom die Ketten hängen
Regel 5: Gruppennamen alphabetisch ordnen
Regel 6: An einer Verzweigung darf nie noch ein sitzen

4,4 – Diethylnonan
C–C–C–C
|
C
2- Methylbutan
C
|
C-C–C
|
C
2,2-Dimethylpropan
C
|
C
|
C–C–C–C–C–C–C–C
| |
C C–C
|
C–C
|
C
4,4-Diethyl-2,3,5-trimethylnonan

C C
| |
C–C–C–C–C–C
|
C
|
C
3-Ethyl-2,3-dimethylhexan
C
|
C C
| |
C–C–C–C–C–C–C
|
C
|
C
|
C
|
C–C
|
C
7-Ethyl-2,6-dimethyl-6-prophylnonan (Quersumme 21)
3 – Ethyl-4,8-dimethyl-4-prophylnonan (Quersumme 19, somit richtig da kleiner)+

Protokoll vom 14.10.05


Protokollant: Max-Josef Kell
Fehlende Kollegiaten: -
Abgefragte Kollegiaten: Zech Sebastian, Purrucker Lisa
Stoff der Abfrage: Genfer-IUPAC-Nomenklatur
Stoff der Stunde: Konstitutionsisomere

Übungen:
C C
| |
C–C–C–C–C–C–C
| | |
C C C
|
C
|
C
6-Ethyl-2,2,4-trimethylnonan
C
|
C C C
| | |
C–C–C–C–C–C–C–C
| | |
C C C
| |
C C

4,6-Diethyl-2,2,6-trimethyldekan

C C
| |
C C C
| | |
C–C–C–C–C–C–C–C
| | |
C C C
|
C
|
C

5-Ethyl-2,2,4-trimethyl-6-propyldekan

C C
| |
C–C–C–C–C–C
| | |
C C C
| |
C C
|
C

3-Ethyl-4,5-dimethyl-4-propylheptan

Konstitutionsisomere: Hexane

1) n – Hexan
C–C–C–C–C–C
2) 2-Methylpentan
C–C–C–C–C
|
C
3) 3-Methylpentan
C–C–C–C–C
|
C
4) 2,2-Dimethylbutan
C
|
C–C–C–C
|
C
5) 2,3-Dimethylbutan
C
|
C–C–C–C
|
C
Konstitutionsisomere: Heptane
1) n-Heptan
C–C–C–C–C–C–C
2) 2-Methylhexan
C–C–C–C–C–C
|
C
3) 3-Methylhexan
C–C–C–C–C–C
|
C

4) 3-Methylpentan
C–C–C–C–C
|
C
|
C
5) 2,3-Dimethylpentan
C–C–C–C–C
| |
C C
6) 3,3-Dimethylpentan
C
|
C–C–C–C–C
|
C
7) 2,4-Dimethylpentan
C–C–C–C–C
| |
C C
8) 2,2-Dimethylpentan
C
|
C–C–C–C–C
|
C
9) 2,2,3-Trimethylbutan
C C
| |
C–C–C–C
|
C
Bennenung substituierter Kohlenwasserstoffe
Substituierte KW:
Ein oder mehrere Wasserstoffatome ersetzt durch Fremdatome
Beispiel:
CH3 – CH – CH3 --> Substituition (-H/+Cl) CH3 – CH – CH3
| |
H ∣Cl∣
(Propan) ^Substituent
Benennungsregel:
Substituenten werden wie Nebengruppen behandelt
--> 2-Chlorpropan
CH3 – CH – CH3 CH3 – CH – CH3 CH2 – CH2 – CH3
| | |
CH3 ∣Cl∣ ∣Cl∣
(2-)Methylpropan 2-Chlorpropan 1-Chlorpropan

Übungsbeispiele:
C5H11Br
a)
CH2Br – CH2 – CH2 – CH2 – CH3 1-Brompentan
CH3 – CHBr – CH2 – CH2 – CH3 2-Brompentan
CH3 - CH2 – CHBr – CH2 – CH3 3-Brompentan
b)
C–C–C–C
| |
Br C

Br
|
C–C–C–C 1-Brom-2-methylbutan
|
C
Br
|
C–C–C–C 2-Brom-2-methylbutan
|
C
Nur bei gleicher Quersumme kommen die Alkylreste vorne hin.

Halbstrukturformel:
CH3 – CH2 – CH – CH2 – CH3
|
CH2Cl
1-Chlor-2-ethylbutan

CH2Cl – CH2 - CBr2 - CH - CH2 – CH3


|
CH3
3,3-Dibrom-1-chlor-4-methylhexan

Aufgabe: Finde die am meisten verzweigten C6H14 Isomere und schreibe alle Möglichkeiten, ein Br-
Atom hinzuhängen auf!
a)
1)
CH2Br – CH – CH – CH3
| |
CH3 CH3

2)
Br
|
CH3 – C – CH – CH3
| |
CH3 CH3

b)
1)
CH3
|
CH2 – C – CH2 – CH3
| |
Br CH3

2)
CH3
|
CH2 – C – CH2 – CH3
| |
CH3 Br
3)
CH3
|
CH2 – C – CH2 – CH3
| |
CH3 Br

Alkane:
– Keine Doppelbindungen: --> gesättigte Kohlenwasserstoffe
Alkane: Methan
Herstellung von Methan im Labor:
a) Aus Aluminiumcarbid
Al4C3 + 12 H2O --> 4 Al(OH)3 + CH4
^heißer Wasserdampf
b) aus Natriumacetat
organische Salze
|O| |O|
|| ||
CH3 – C −O - H --> CH3 – C - O |(-) Na(+) + NaOH --> CH4↑ + Na2CO3
Essigsäure Natriumacetat
Verbrennungsgleichung:
CH4 + 2 O2 --> CO2 + 2 H2O + E
Großtechnische Herstellung von Methan
a) aus Elementen
C + H2 --> CH4↑
Temperatur: 200°C; Katalysatoren: Ni od. Pt
b) aus Wassergas
CO + H2 --> CH4 ↑ + H2O
Natürliches Vorkommen:
– Erdöl gewinnung
– Bei allen Prozessen wenn pflanzliches Material unter Luftausschluss durch Bakterien zersetzt
werden, entsteht Methan
Verwendung von Methan:
a) als Heizgas
b) Wasserstoffherstellung

Verhalten der KW gegenüber Halogenen


[V] Br2: braun + flüssiges Alkan
Durchsichtige Glasschale, in die das Hexan reinkommt und das Br2 hinzugetröpfelt wird
Nach kurzem Warten & Lichteinfluss
– farblos
– Gas entwickelt sich
Gas wird in Silbernitrat (1) und in eine Schale mit Lackmus geleitet (2).
(1) gelber Niederschlag --> AgBr
(2) rote Färbung --> Sauer
Erklärung:
Nur Br2 ist braun.
Trennung von Br2 in Atome/Ionen durch Licht
Was ist passiert?
H H
| |
H – C – H + | Br - Br | --> H – C - Br | + H - Br |
| |
H H
Substitutionsprodukt

Substitution, Licht
AgNO3 + Hbr --> AgBr↓ + HNO3
^unlöslich, gelb
Konzentrationserhöhung:
1)
H H
| |
H – C - Br | + | Br - Br | ----> H – C - Br | + H- Br |
| |

H |Br|
2)
H H
| |
H–C- Br | + | Br - Br | ----> | Br –C- Br | + H- Br |
| |
|Br| |Br|
3)
H ∣Br∣
| |
| Br –C- Br |+| Br - Br | ----> | Br – C - Br | + H- Br |
| |
|Br| |Br|
Bennennung der Substituionsprodukte
Formel Genfer Nomenklatur Trivialname

CH3-Cl Chlormethan Methylchlorid

CH2-Cl2 Dichlormethan Methylenchlorid

CH-Cl3 Trichlormethan Methinchlorid/Chloroform

CCl4 Tetrachlormethan Tetrachlorkohlenstoff: „Tetra“


(Lösungsmittel)
Reaktionsmechanismus: Schritt-für-Schritt Beschreibung
Reaktionsmechanismus der Halogenisierung
Zuerst muss Br2 aufgespalten werden --> Möglichkeiten der Spaltung kovalenter Bindungen:
Kennzeichen einer kovalenten Bindung: Teilen sich ein Elektronenpaar
a1) heterolyse = ionische Spaltung
A – B --> A|- + B+

Ionen
a2) Homolyse = radikalische Spaltung (nur bei Licht)
A – B --> A- + -B (- für einen Punkt, ein Elektron)

Radikale

Ablauf des Mechanismuses


1) Schritt: Spaltung der Cl2- Moleküle in Radikale
|Cl −Cl | ------------> |Cl⋅|Cl⋅
2) Schritt: Zusammenstoß der |Cl⋅ mit andern Molekülen
a) Cl2-Molekül
|Cl −Cl || Cl⋅ ----------> |Cl⋅|Cl Cl |
wahrscheinlich, aber erfolglos
b) Methan-Molekül:
CH 4|Cl⋅ ----------> CH 3⋅H −Cl |
^Methylradikal
wahrscheinlich und erolfgreich
3) Schritt: Zusammenstoß der CH3-Radikale mit anderen Molekülen
a) mit CH4-Molekülen
CH 4CH 3⋅ ---------------> ⋅CH 3 CH 4
wahrscheinlich, aber erfolglos
b) Cl2 – Moleküle
|Cl −Cl |⋅CH 3 -----------> ⋅Cl ||Cl−CH 3
wahrscheinlich und erfolgreich
c) Hcl – Moleküle
H −Cl |⋅CH 3 ----------> H −CH 3|Cl⋅
H −Cl |⋅CH 3 ----------> |Cl −CH 3⋅H (passiert nicht, man weiß nicht genau
weshalb nicht, Vermutun: zu geringe Hcl
Konzentration)

Immer reagiert das Molekül mit dem Energie-günstigeren Partner/Energie tiefer


4) Schritt: Zusammenstoß der Radikale untereinandern
a) ⋅CH 3 ⋅CH 3 ------> CH 3−CH 3
b) ⋅Cl |⋅Cl | --------> |Cl −Cl |
c) ⋅CH 3 ⋅Cl | --------> CH 3−Cl |
Die Substitution verläuft nach dem Radikal-Kettenmechanismus:
1) Kettenstart
2) Kettenfortsetzung
3) Kettenabbruch (wenn nur Radikale miteinander reagieren)
Zusammenfassung des Radikalkettenmechanismuses
Kettenstart:
∣Cl−Cl∣ ---------------> ⋅Cl |⋅Cl |
Kettenfortsetzung:
CH 4|Cl⋅ -----------------> ⋅CH 3 H −Cl |
⋅CH 3 ∣Cl−Cl∣ ---------------> CH 3−Cl |⋅Cl |
Kettenabbruch:
⋅CH 3 ⋅CH 3 -------> CH 3CH 3
⋅Cl |⋅Cl | ----------> Cl 2
⋅Cl |⋅CH 3 ----------> CH 3 Cl
Nebenprodukte:
Hcl
CH3 – CH3
Cl2
(CH3-Cl)

|Cl −Cl | --------------> ⋅Cl |⋅Cl |


CH 3−Cl⋅Cl | -------------> ⋅CH 2 ClHCl
⋅CH 2 ClCl 2 -----------> CH 2 Cl 2⋅Cl
|Cl⋅⋅Cl -------------> Cl 2
⋅CH 2 Cl⋅Cl | -----------------> CH 2 Cl 2 Dichlormethan
⋅Cl−CH 2⋅CH 2−Cl | ------------> |Cl −CH 2 −CH 2−Cl | 1,2-Dichlorethan

Radikalkettenmechanismus
1) Kettenstart: ∣Cl−Cl∣ ---------------> ∣Cl⋅⋅Cl∣
2) Kettenfortsetzung: CH 3−CH 3⋅Cl | ---------> CH 2−CH 3⋅HCl
⋅CH 2−CH 3Cl 2 ---------> ClCH 2−CH 3⋅Cl |
3) Kettenabbruch: ∣Cl⋅⋅Cl∣ ---------> Cl 2
CH 3−Ċ H 2CH 3−Ċ H 2 --------> CH 3−CH 2−CH 2−CH 3
CH 3−Ċ H 2⋅Cl | -----------> CH 3−CH 2 Cl
Radikalkettenmechanismus für Propan
Kettenstart: ∣Cl−Cl∣ ----------> ∣Cl⋅⋅Cl∣
Kettenfortsetzung:
CH 3−CH 2−CH 3| Cl⋅ (1)--------> ⋅CH 2−CH 2−CH 3HCl
(2)--------> CH 3−Ċ H −CH 3HCl
CH 3−CH 2−Ċ H 2∣Cl−Cl∣ --------> CH 3−CH 2−CH 2 Cl⋅Cl |
CH 3−Ċ H −CH 3∣Cl−Cl∣ ---------> CH 3−CHCl−CH 3⋅Cl |
Kettenabbruch:
|Cl⋅| Cl⋅ -----------> Cl 2
CH 3−Ċ H −CH 3|Cl -------> CH 3−CH Cl−CH 3
CH 3−CH 2−Ċ H 2|Cl⋅ ------> CH 3−CH 2−CH 2 Cl
2 CH 3−CH 2−Ċ H 2 ---------> CH 3−CH 2−CH 2−CH 2−CH 2−CH 3
2 CH 3−Ċ H −CH 3 ----------> CH3 – CH – CH3
|
CH3 – CH – CH3
2,3-Dimethylbutan
CH 3−CH 2−Ċ H 2CH 3 −Ċ H −CH 3 -----> 2-Methylpentan

HA:
Radikalkettenmechanismus von butan machen!
Siehe Blatt Ch-01
Lass Methylbutan mit Chlor reagieren

Siehe Blatt Ch-02


Weitere Alkylhalogenide

Formel Genfer Trivialnamen Aggregartsz. Verwendung


Nomenklatur

CHBr3 Tribrommethan Bromoform flüssig früher gegen


Keuchhusten
Formel Genfer Trivialnamen Aggregartsz. Verwendung
Nomenklatur

CHJ3 Trijodmethan Jodoform Feststooff Wundanti-


septikum

CF4 Tetraflourmethan Tetraflourkohlen- gasförmig Kältemittel


wasserstoff

CH3-CH2Cl Chlorethan Ethylchlorid flüssig Vereisungsmittel

CF2Cl2 Dichlordiflourmet Freon 12 gasförmig Kühlflüssigkeit


han

CFCl3 Trichlorflourmeth Frigen flüssig Treibgas


an

Synthese langkettiger Alkane


Wurtz'sche Synthese
Allgmein:
2 CH 3 Cl2 Na -----------> 2 NaClCH 3−CH 3
a) geradkettige Alkane aus gleichen Alkylhalogeniden
2 CH 3−CH 2−Cl |2 Na ------> CH 3−CH 2−CH 2−CH 32 NaCl
b) geradlinige Alkane aus ungleichen Alkylhalogeniden
CH 3−Cl |CH 3−CH 2−Cl |2 Na ---------> CH 3−CH 2−CH 2−CH 32 NaCl
c) verzweigte Alkane
CH3 – CH – CH3
CH 3 ClCH 3−CHCl−CH 32 Na --------> | + 2 NaCl
CH3
Nebenprodukte:
Cl2

CH3 – CH – CH3
|
CH3

CH3 – CH3

CH3 – CH – CH3
|
CH3 – CH – CH3
2,3-Dimethylbutan

Physikalische Eigenschaften der Alkane


1) Aggregatszustand, Farbe, Geruch
C-Zahl Aggregatszustand Farbe Geruch

C1
.
gasförmig farblos geruchlos
.
C4

C5 flüssig (leicht)
. benzinartig
farblos
.
C15 flüssig (zäh) geruchlos

ab C16 fest Weiß geruchlos

2. Zusammenhang zwischen Molekülen und Physikalischen Eigenschaften organischer


Verbindungen
2.1.Vorgänge beim Übergang einer Festsubstanz in den Dampfzustand
2.1.1.Bei ionogen gebauten Molekülen
a) fester Zustand
Beispiel NaCl
Koordiantionszahl: 6
Schmelzpunkt: 800°C
Ionengitter
b) flüssiger Zustand
Gitter brechen auf, allerdings bleiben sie partiell erhalten
c) gasförmiger Zustand
Einzelne Ionen als Gas oder Ionenpaare
2.1.2.Bei kovalent gebauten Molekülen
a) fester Zustand
Auch bei kovalenten Molekülen gibt es Gitterkräfte die wirken:
– Zwischenmolekulare Kräfte
– Elektronegativität spielt eine große Rolle
– Element mit größerer EN zieht Elektronenpaar zu sich -> permanenter Dipol
a1) Permanetner Dipol
δ+ δ- δ+ δ- δ+ δ-
H −Cl | H −Cl | H −Cl |

Wasserstoffbrückenbindungen (Sonderfall)
nur zwischen:
– H&F
– H&O
– H&N

Wegen hoher EN-Differenz


H −O | H −O | H −O |
| | |
H H H

elektrostatische polare Atombindung


Anziehungskräfte
a2) induzierter Dipol

CH4 CH4

Anhäufung von Elektronen


Verschiebt sich immer Ungleichmäßig
dissoziiert: Flüssigkeiten mit induzierten Dipolen
b) Flüssig
Hohe Energie bei permanenten Dipolen
Geringe Energie bei induzierten Dipolen
(um zu shcmelzen erforderlich)
c) Gasförmig
siehe b)

Kräfte zwischen induzierten Dipolen:


Van-der-Waal'sche Kräfte
Assoziierte Flüssigkeiten: Flüssigkeiten mit Wasserstoffbrückenbindungen
2. Siedepunkte bei Alkanen
a) unverzweigte
– Mit steigender C-Zahl steigt der Siedepunkt
– Je größer die Oberfläche eines Moleküls desto höher der Siedepunkt
b) verzweigte
– haben grundsätzlich geringeren Siedepunkt als die unverzweigten
– je verzweigter desto niedriger der Siedepunkt
– je kugelförmiger ein Molekül, desto kleiner ist dei Oberfläche
– > niedrigerer Siedepunkt
Siedepunkte wichtig für Klausur!!
Auch abhängig von der Zahl der C-Atome
Je verzweigter ein Molekül, dest eher nähert es sich der kugelform, desto kleiner ist dei Oberfläche
desto niedriger ist der Siedepunkt

1) C – C – C – C – C

C
|
2) C – C – C
|
C
3) C – C – C – C
|
C

C C
| |
4) C – C – C – C
| |
C C

Ordnen sie die Moleküle nach steigendem Siedepunkt

Niegrigster -> 2 – 3 – 1 – 4 <- Höchster

4) Schmelzpunkt der Alkane


a) unverzweigte Alkane
Je mehr C- Atome, desto höher der Schmelzpunkt (Oberflächenzunahme)
b) verzweigte Alkane
Ungeradzahlige sieden niedriger als Geradzahlige

Entropie
Entropie: Unordnungszustand eines Systems
Bsp.: NaCl fest: Entropie ist gering, wegen Gitterstruktur
NaCl gasförmig: Entropie am höchsten
Bei Alkanen
Bsp.: Kugelförmige Alkane haben schon etwas Entropie weil sich die Kugeln leicht in einem Gitter
einfügen lassen, sich aber in diesem etwas bewegen können
--> Man muss realtiv viel Energie aufwenden, denn es hat schon Entropie und will nicht mehr
davon.

Das verzweigteste Alkan hat den höchsten Schmelzpunkt, da es sich der Kugelform nöhert,
demzufolge leicht in ein Gitter einbauen lässt, demzufolge bereits im festen Zustand eine gewisse
Entropie besitzen, um dieses Isomere in den flüssigen Zustand zu bringen (höhere Etropie) ist viel
Energie notwendig --> hoher Schmelzpunkt
Unregelmäßig verzweigte verhaken sich --> wenig Entropie im festen Zustand --> niedriger
Schmelzpunkt

1)
C–C–C–C–C
2)
C
|
C–C–C
|
C
3)
C–C–C–C
|
C
4)
C C
| |
C–C–C–C
| |
C C

Siedepunkte:
Niedrigster: 2 - 3 – 1 – 4 Höchster

Schmelzpunkt:
niedrigster: 3 – 1- 2 – 4 Höchster

1)
C–C–C

2)
C–C–C–C–C–C

3)
C C C
| | |
C–C–C–C–C–C–C

4)
C C C
| | |
C–C–C–C–C–C–C
| | |
C C C

Siedepunkt:
Niedrig: 1 – 2 – 3 – 4 Höchster

Schmelzpunkt:
Niedrig: 1 – 2 – 3 – 4 Höchster

Bei 1 bis 2 C-Atom unterschied hat Kugelform Vorrang! Ansonsten ist die Anzahl der C-Atome
entscheidend.
Lösungsverhalten der Alkane
a) Festsubstanz in Flüssigkeit

a1) Auflösen der Gitterkräfte des Lösestoffes

+ + + +

a2) Auflösen der Gitterkräfte des Lösungsmittels

+ + + +
a3) Solvatation ( Umgebung der Moleküle durch Wasser)

+ +
E 1E 2 E 3 nur dann löst sich der Stoff

1) Polar-polar
NaCl + H2O

2) Unpolar-polar
I2 + H2O
Keine Lösung, da H2O nicht an den kovalenten Bindungen von I2 angreifen kann /
keine lösung, weil Jod eine kov. Bindung (EN gleich), keine Pole, Wim Wasser sind Dipole die
Dipole suchen, da es keine gibt, findet die Lösung nicht statt
3) Unpolar-unpolar
Benzol + I2 --> Mischung

--> Polares lößt sich nur in Polarem, Unpolares nur in Unpolarem

b) Lösung von Flüssigkeiten in Flüssigkeiten

1) polar polar
Methanol (Methan statt einem H eine O-H-Gruppe) + Wasser jeweils
Wasserstoffbrückenbindung
die Lsg findet statt
2) polar – unpolar
Methanol + Hexan
keine Lösung
3) unpolar – unpolar
Benzol + Hexan
lösbar
Einfach ungesättigte KW-Alkene (Olefine)
– eine C – C Doppelbindung

1. Homologe Reihe der Alkene

CH2 = CH2 Ethen; Ethylen


CH2 = CH – CH3 Propen; Propylen
CH2 = CH – CH2 – CH3 Buten; Butylen
CH2 = CH – CH2 – CH2 – CH3 Penten

allgemeine Formel: CnH2n


2. Nomenklatur

C=C–C–C
|
C

2-Methyl-(1)-Buten
1. Längste Kette, in der die Doppenbindung enthalten ist
2. C-Atome mit Doppelbindung müssen die kleinere Zahl erhalten
3. Kleinere Zahl der Doppelbindung kommt vor dem Grundnamen
4. Bei beidseitiger Durchnummerierung mit gleicher Quersumme, erhalten die Verzweigungen
(Seitenketten) Vorrang

3. Konstitutionsisomere

a) Konstitutionsiomere Butene
CH2 = CH – CH2 – CH3 (1)-Buten
CH3 – CH = CH – CH3 (2)-Buten
CH2 = C – CH3
|
CH3
b) Konstitutionsiomere Pentene
CH2 = CH – CH2 – CH2 – CH3 (1)-Penten
CH3 – CH = CH – CH2 – CH3 (2)-Penten
CH2 = C – CH2 – CH3 2-Methyl-(1)-buten
|
CH3
CH2 = CH – CH – CH3 3-Methyl-(1)-buten
|
CH3
CH3 – C = CH – CH3 2-Methyl-(2)-buten
|
CH3

Radikalnomenklatur
CH2 = Ċ H Ethenyl-
Vinyl- Radikal

CH2 = CH −Ċ H 2 Propenyl-


Radikal
Allyl-

C C
| |
C–C=C–C–C–C
| | |
C C Br
|
C
|
C
5-Brom-3,4-dimethyl-4-propyl-(2)-hepten

CH2 = C – CH2 – CH2 – CH3


|
CH3
2-Methyl-(1)-penten

CH2 = CH – CH – CH2 – CH3


|
CH3

3-Methyl-(1)-penten

CH3
|
CH3 = C – C – CH3
|
CH3
2,3-Dimethyl-(1)-buten
Physikalische Eigenschaften der Alkene
Aggregatszustand:
Erste 3 gasförmig, dann wie Alkane
Siedepunkte:
Steigt mit Zunehmender C-Zahl, nicht linear (siehe Alkane)
Durch Verzweigung erniedrigt sich der Siedepunkt (siehe Alkane)
Schmelzpunkt
Geradzahlig siehe Alkane
Löslichkeit
wie die Alkane
Das Wesen der C = C
– Sigma Bindung: Immer wenn q-Orbitale beteiligt sind
– Kohlenstoff ist auch in den Alkenen 4-bindig
--> Zwischen C-Atomen müssen sigma-Bindungen wirken
Widerspruch mit
1) Bindungsdissoziationsenergie
C–C C=C
83 Kcal/mol je Spaltung 147 kcal/mol

2) Bindungsabstand
C–C C=C
1,54⋅10−10 m 1,34⋅10−10 m

E E

2px 2py 2pz


2px 2py 2pz
2s² 2s²

1s² 1s²
Grundzustand t angeregter Zustand t
E

2pz
q1 q2 q3

1s²
sp2-Hybridzustand t

Bindungsabstand wird geringer, da die beiden p-Orbtale


überlappen müssen
Ethenmolekül

π σ
σ
σ

σ σ
π

H H
\ /
π
C=C
σ
/ \
H H

In Wirklichkeit überlappen sich die Hantelförmigen p-Orbitale


Je Energiereicher eine Verbindung, desto instabiler ist sie
--> σ-π-BIndung ist instabiler als σ-σ-Bindung (Erklärung für Dissoziationsenergie)
Stärke der π-Bindung
π-Bindung ist instabil, da man für das annähern der Atome Energie aufwenden muss
Folgen der π-Bindung
Keine freie Drehbarkeit weil sonst die π-Bindung aufreißt.
Cis-trans-Isomerie

|Cl Cl |
\ /
C=C
/ \
H H
cis-1,2-Dichlorethan
µ=1,86 (Dipolmoment)
Höherer Siedepunkt, da Dipolcharakter und der Stoff ordnet sich im Gitter an --> Hohe Oberfläche

H Cl |
\ /
C=C
/ \
|Cl H

trans-1,2-Dichlorethan
µ=0
H H H
\ | |
C=C–C-H
/ |
H H

Propen (Halbstruktur)

(2)-Buten
H H H
| | |
H–C–C=C–C–H
| | |
H H H

cis
CH3 CH3
\ /
C=C
/ \
H H

trans
CH3 H
\ /
C=C
/ \
H CH3

(1)-Buten

H H H H
\ | | |
C=C–C–C–H
/ | |
H H H

Nachweis der C = C
Benötigt: Bromwasser (Br2 gelöst ind Wasser -> braunfarbige Lösung)
[V] Bromwasser + Hexen
[B] Bromwasser entfärbt sich
1) Entfärbung von Bromwasser
CHBr = CHBr + H2
x
CH2 = CH2 + Br2
CH2Br – CH2Br
Addition
Bei Substitution müssten zuerst Radikale entstehen!

Wird an die Aome, die durch C = C Doppelbindung verbunden sind, durch Aufbrechen der  -
Bindung weitere Atome angelagert, so spricht man von Addition
2) Baeyer-Probe
Entfärbung einer angesäuerten Kaliumpermagnat-Lösung
Oxidationszahl: Doe Ladung, die ein Atom tragen würde, wenn die Verbindung aus Ionen
aufgebaut wäre
KMnO4 violett
MnO2 Braunstein (braun)
Mn2+ farblos
– Metalle immer positiv, außer bei Verbindung mit H
– F hat immer -I
CuH 2 SO 4 CuSO 4SO 2H 2 O
Ox: Cu  Cu2 2 e −
2− − 
Red: SO 4 2e 4H  SO 22 H 2 O
Redox: Cu + SO42- + 4H+ -----> Cu2+ + SO2 + 2 H2O

K2Cr2O7 + HCl ----> KCl + CrCl3 + Cl2 + H2O


Red: Cr2O72- + 6e- + 14 H+ -------> 2 Cr3+ + 7 H2O
Ox: 2 Cl- ---> Cl2 + 2 e-
Redox: Cr2O72- + 14H+ + 6Cl- ----> 2 Cr3+ + 7H2O + 3Cl2
Stoffgl.: K2Cr2O7 + 14HCl ---> 3 Cl2 + 7H2O + 2CrCl3 + 2 KCl
(notiert: 6H+; 2 K+; 14 CL-)
Red.: MnO4- + 5e- + 8H+ ----> Mn2+ + 4 H2O
Ox: CH2 = CH2 ---> CH2 - CH2 + 2e-
Gesamtoxzahl: - IV | |
|O – H |O – H
Gesamtoxzahl: -II

(unpolar, deswegen gleich aufgeteilt, C hat höhere EN --> zieht Elektronenpaar von H an --> 6
elektronen --> aber nur 4 bindig --> ox-Zahl -II)

[V] KMnO4 + Hexen in NaOH


Red.: 2 H2O + MnO4- + 3 e- -----> MnO2 + 4 OH-
Ox: CH2 = CH2 + 2 OH- -----> CH2OH – CH2OH + 2e-
Redox: 4 H2O + 2 MnO4- + 3 CH2 = CH2 + 6 OH- -----> 2 MnO2 + 8 OH- + 3 CH2OH – CH2OH
Stoff: 2 KMnO4 + 4 H2O + 3 CH2 = CH2 -----> 2 MnO2 + 2 KOH + 3 CH2OH – CH2OH

K2Cr2O7 --> Cr3+


Reaktionsmechanismus der Addition
a) Hydrierung
CH2 = CH2 + H2 --------> CH3 – CH3
(300°C, Katalysatoren: Pt, Ni, Pd)
b) Halogenierung
1. Schritt: Heterolyse des Br2 Moleküls
 −
| Br−Br || Br | Br |

Bromoniumion Bromidion
+I +VI -II -II -I -III +III
K2Cr2O7 + CH2 = CH – CH3 ------------> Cr3+

Red.: Cr2O72- + 6e- + 14H+ ------------> 2Cr3+ + 7H2O


H H H
| | |
Ox: CH2 = CH – CH3 + 2 H2O --------> H – C – C – C – H + 2e- + 2H+
| | |
|O-H |O-H H

Cr2O72- + 14H+ + 3 CH2 = CH – CH3 + 6 H2O -----> 2Cr3+ + 7H2O + 3CH2OH – CHOH – CH3 + 6H+

2. Schritt: Bildung des ¿ -Komplexes und Addizion des Bromoniumions

\ / \ / |
C C δ+
δ - - C - Br |
|| | Br−Br | ---------> | | | Br−Br | ---> | + | Br | − 
C C C(+)
/ \ / \ / \

δ-Komplex
 -Komplex - Carboniumion
- Carbeniumion
- Carbokation
3.Schritt: Addition des Bromidions
H H
| |
H – C - Br | H – C - Br |
| + | Br | (-) -------------> |
(+)
C | Br - C – H
/ \ Rückseiten- |
angriff H

Schema des Reaktionsmechanisums


H H H H
\ / \ /
(+) (-)
C=C + | Br−Br | ---------> C = C + | Br + | Br |
/ \ / \
H H H H

elektrophiles Teilchen
elektrophil nucleophiles Teilchen
Nucleophil
H H H H
\ / elektrophiler | |
(+)
C=C ---------------------------> C – C - Br |
/ \ Angriff | |
H H H H
Carbokation

H H H H
| | nucleophiler | |
(+)
C–C- Br | ----------------------------> | Br - C – C - Br |
| | Angriff | |
H H H H

Wird als Elektrophile Addition bezeichnet, weil die RG von dem elektrophilen Angriff abhängt.

Beweise für den Ionenmechanismus

a) Interhalogenverbindung
| Br Cl |
b) Halogenmoleküle + andere Ionen
Immer mindestens ein Bromatom
(Flouridionen, Bromidionen, Bromidiumion)
Bloß positive an  -Bindung

Elektronenverteilung im Molekül einer organischen Verbindung


Induktiver Effekt
| | | | | δ + δ-
-C–C–C–C–C Cl |
| | | | |
Zwischen 4. und 5. C-Atom wird nichts mehr verschoben
Schlüsselatom = Auslöser des Effekts
(in diesem Fall: Cl)
Wirkung und Stärke des I-Effekts
H
|
C–C–C–H
|
H
Zwischen C und H: I-Effekt ist null (Zur Vereinfachung)
„-I“-Effekt: angezogen (OH—Gruppen)
„+I“-Effekt: wird weggestoßen (CH3-Gruppen)
Den +-I-Effekt von Alkylgruppen auf sp2-hybridisierte C-Atome

sp2-Orbital sp3-Orbital
33,3% s-Anteil 25% s-Anteil

q2 p q3 q4 q3

+
δ- C C δ
q2
q1
q1

Mitte
C-C
Abstand
Stärke des I-Effekts:
CH3 tert. CH3 sek. H prim.
| | |
-C CH3 - C CH3 - C CH3 H -C O -H -C Hal
| | | |
CH3 CH3 H 0

+I Effekt - I Effekt

Addition von Halogenwasserstoff an die C = C


a) symmetrische Alkene
H
elektrophiler |
H2C = CH2 + H - Br | H3C – C (+)
angriff |
H
Carbokation

H
nucleophiler |
H3C – C - Br |
angriff |
H
CH3
|
CH3 – CH = C – CH3 ---------->
x CH3 – CHBr – CH - CH3
| CH3
CH3 |
\----------> CH3 – CH2 – C – CH3
|
Br

CH2 = CH -CH3 + HBr -------------> CH2Br – CH2 – CH3


--------------> CH3 – CHBr – CH3

Markownikow Regel
Das Wasserstoffatom geht immer an das Atom, wo schon mehr Wasserstoffatome vorhanden sind.

b) unsymmetrische Alkene
CH2 = CH – CH3 + Hbr --------> CH3 < CH(+) > CH3 + Br(-)
--> Carbokation wird stabilisiert
Erklärung für Markownikow
H
|
G > C(+) ---> Elektronen werden von C-Atom abgezogen
| --> G: Elektronen-akzeptor
H
Folge: Carbokation wird noch positiver pos. Ladung wird verstärkt
Carbokation verliert an Stabilität
H
|
G < C(+)
|
H
G: Elektronendonator
Folgen:
– Positive Ladung abgeschwächt
– Carbokation Stabilisiert

Bei der elektrophilen Addition von Halogenwasserstoff an dei C-C- Doppelbindung wird beim
ersten Reaktionsschritt das Stabilere Carokation gebildet. An dieses lagert sich das nucleophile
Teilchen an
Stabilität verschiedener Carbokationen
H H H H
| | | ↓
H – C(+) R < C(+) R < C(+) R < C(+)
| | ↑ ↑
H H R H
------------------------------------------->
Stabilitätszunahme
ein Tertiäres Carbokation ist das Stabilste!

HF HCl HBr HI
<---------------------------
Zunahme der RG

CH3 – C(+) - CH3 Stabiler


|
Cl

CH2(+) - CH – CH3
|
Cl

CH2 – C(+) -CH2 – CH3 Stabiler


| |
Br CH3

CH(+) - CH – CH2 – CH3


| |
Br CH3

Herstellungmethode für Alkene


a) Dehydratisierung von Alkoholen (= Wasserentzug)
350°C Al2O3
|---------> H2O + H2C = CH2
H2C – CH2 ------|
H2SO4
| | |---------> H2O + H2C = CH2
|O – H H 130°C

Elemenierung: Bildung der Doppelbindung


b) Aus Dihalogeniden

Zink
H2C – CH2 ----------> H2C = CH2 + Br2
| |
Br Br

Elemenierung

Alkine
1) Homologe Reihe

HC≡CH Ethin
HC≡C−CH 3 Propin
HC≡C−CH 2−CH 3 1-Butin
H 3 C−C≡C−CH 3 2-Butin

2) Nomenklatur

– Regeln wie bisher


– Am Ende „in“
3) Konstituitonsisomere
a) Pentine
HC≡C−CH 2−CH 2−CH 3 1-Pentin
H 3 C−C≡C−CH 2−CH 3 2-Pentin
HC≡C−CH −CH 3 3-Methyl-1-butin
|
CH3
b)Hexine
C≡C−C−C−C−C 1-Hexin
C−C≡C−C−C−C 2-Hexin
C−C−C≡C−C−C 3-Hexin
C≡C−C−C−C 3-Methyl-1-pentin
|
C

C≡C−C−C−C 4-Methyl-1-pentin
|
C

C−C≡C−C−C 4-Methyl-2-pentin
|
C

C
|
C≡C−C−C 3-Dimethyl-1-butin
|
C

Acetylen
Carbide: Kohlenstoff direkt mit Metallverbindungen
CaC2 <-- Richtige Formel, usere Vermutung war: Ca2C
- -
Ca2+ ∣C≡C∣

Acetylidion
Calciumcarbid
CaC2 + 2 H2O ------------------> C2H2 + Ca(OH)2
unvollständige Verbrennung von Methan
Carbidschlamm
4 CH4 + O2 ----------> C2H2 + 2 CO + 7H2

Bindungsverhältnisse im Ethin
a) Bindungsabstand
−10
C–C 1,54⋅10 m
−10
C=C 1,34⋅10 m
H −C≡C−H

1,20⋅10−10 m 1,09⋅10−10 m
b) Bindungsdissoziationsenergie
kcal
H3C – CH3 83
mol
kcal
H2C = CH2 147
mol
kcal
HC≡CH erwarteter Wert: 211
mol
kcal
tatsächlicher Wert: 193
mol

sp-Hybridisierung

↑ ↑ ↑ ↑ ↑
2px2py2pz 2px2py2pz
↑↓ ↑
2s2 2s2
↑↓ ↑↓
1s2 1s2
angeregter Zustand
↑ ↑
2py2pz
↑ ↑
q1 q2
↑↓
1s2
sp-Hybridzustand

p p
p p

q q q
q
p p
p p

Aromatische Kohlenwasserstoffe
Wenn sich einfach und Doppelbindungen abwechseln: konjugierte Doppelbindung
1) Benzol
a) physikalische Eigenschaften
1. Löslichkeit
unlösbar in polarem
löslich in unpolarem
--> Benzol muss unpolar sein
2. Brennbarkeit
Brennt mit gelber Flamme, stark rußend
b) Die Benzolformel
Verhältnisformel: C:H = 1:1
Summenformel: C6H6
Halbstrukturformel:
H 2 C=C=C=C=CH −CH 3
H 2 C=CH −CH =C=C=CH 2
H 2 C=C=CH −CH =C=CH 2
HC≡C−CH 2−CH 2−C≡CH
HC≡C−C≡C−CH 2−CH 3
H 2 C=CH −C≡C−CH =CH 2
Nachweisreaktion für Doppelbindung:
– Bromwasser entfärbt sich
– Kaliumpermagnat wird zu Braunstein
Beide Reaktionen schlagen bei Benzol fehl!
(Keine Addizion bzw. Oxidation)
Schlussfolgerungen:
Eigentlich dürfen keine Doppel bzw. Dreifachbindungen existieren
Benzol
1) Addiert nicht, sondern substituiert
2) Zeigt nur ein Monosubstitutionsprodukt
Dann kam Kékulé
Er hat alle Versuche nachvollzogen, kam zum selben Ergebnis
Er hatte jedoch ein sehr großes Vorstellungvermögen
So träumte Kékulé eines Tages von 6 Affen, die sich untereinander die Arme reichten. 3 Affen
verbanden zusätzlich ihre Schwänze. Er wachte sofort auf und ihm wurde klar: Die Affen mussten
Benzol geschnüffelt haben!
1) Substitutionsprodukte
a) Monosubstitutionsprodukte

b) Disubstitutionsprodukte

Cl Cl Cl

Cl

Cl Cl
1,2-Dichlorbenzol 1,3-Dichlorbenzol 1,4-Dichlorbenzol
oder: -meta- -para-
-ortho- -m- -p-
-o-

c) Trisubstitutionsprodukte
Cl Cl Cl

Cl Cl Cl

Cl Cl Cl
1,2,3-Tri. 1,2,4-Tri. 1,3,5-Tri.
-vicinal- -unsymm.- -symm.-
aber: Es muss 2 ortho-Dichlorbenzole geben
Kékulé sagte jedoch, dass sich die Elektronen komplett über den Ring verteilen

Mesomere Grenz-Strukturen

Wenn es sich um konjugierte Doppelbindungen handelt, kann es zu Grenzstrukturen kommen,


Elektronen pendeln (=oszillieren) zwischen den Atomen
-> Man kann es zeichnerisch nicht fassen
Oszillationstheorie von Kékulé
Benzol in der Orbitalvorstellung
a) Bindungslänge
−10
C–C 1,54⋅10 m
−10
C=C 1,34⋅10 m
C≡C −10
1,20⋅10 m
Vermutung: Hypothetisches Cyclohexatrien
- Bindungslängen alternierend,  -Elektronene lokalisiert

kurz
lang lang

kurz kurz
lang
--> Hätte Dipolmoment

Aber:

1,40⋅10−10 m alle Bindungen sind gleich lang


Benzol
Bindungslängen gleich groß,
π-Elektronen delokalisiert
Mesomere Grenzstrukturen
Film über Kekulé
Beweise fpr die Delokalisation der π-Elektronen des Benzols
-> Freie Beweglichkeit der Elektronen -> stabiler, energieärmer

H2 28,6 Kcal/mol
Kat.

Cyclohexen Cyclohexan

2 H2
57,2 Kcal/mol
Kat.

Cyclohexadien Cyclohexan

erwarteter Wert: 85,8


tatsächlicher Wert: 49,8
3 H2 -------------------
Kat. 36

Hypoth.
Cyclohexan
Cyclohexatrien

-> Mesomerieenergie des Benzols: 36 kcal/mol

бπ
Energiediagramm

36 kcal/mol

Delokalisation der Elektronen


1. Ringverbindung
4n + 2 л – Elektronen müssen vorhanden sein (n ist eine kleine ganze Zahl
2. Konjungierte Doppelbindung
3. Planar gebaut

Warum substituiert Benzol=?


Weil sobald es addiert wären die Elektoronen nicht mehr delokalisiert -> Der Zustand wäre
energiereicher, die Atome wollen aber einen möglichst energiearmen Zustand
Sustitutionsreaktion am Benzol
1) Halogenierung

1. Schritt: Elektrophile Addition

δ+ δ-
+ | Br−Br | ------------------> + | Br−Br | + FeBr3 (Kataly.)

H
Br
---------> + + FeBr4-
H
Carbokation

H H H
Br Br Br
+

+
H H H
+
mesomere Grenzsturkturen

2. Schritt: nucleophiler Angriff H


Br
H addition
Br
Br |--x-->
|
H
+ + FeBr4- -------------|
|
H |
| Br
|-----> + HBr + FeBr3
eleminierung
H

Addition + Eleminierung = Substitution


Elektrophile aromatische Substitution

Zusammenfassung
Hal Hal
+ Hal2 -----------------> + ------------> + H-Hal

Energiediagramm Übergangszustand
pi-komplex

Hal
E +

Zwischenstufe

Hal
+Hal2

Edukt
Produkt

t
2) Nitrierung von Benzol
Nitriersäure: Konz Schwefelsäure 8 : 7 konz. Salpetersäure Gemisch
Salpetersäure wirkt in diesem Falls als Base
H2SO4 + HNO3 ---------> HSO4- + H2NO3+
H2NO3+ ---------> H2O + NO2+
H2SO4 + H2O ---------> H3O+ + HSO4-
2 H2SO4 + HNO3 ---------> 2 HSO4- + H3O+ + NO2+
^da schon positiv kein Kat erforderlich

+ NO2+ ------> NO2+ ------>


H H
H H
pi-Komplex

---> +
H H H
+
NO2 NO2 NO2
+
H H H

sigma-Komplex

H
----> + H+
NO2
+ NO2
H H

+ NO2+ + 2 HSO4- + H3O+ --------> + H2SO4 + HSO4-


NO2
H
Nitrobenzol
+ H3O+

+ HNO3 ------------> + H2O


NO2
H

3) Sulfonierung von Benzol


H2SO4 + H2SO4 S-B-Reaktion

H2SO4 + H2SO4 ----> H3SO4+ + HSO4-


H3SO4+ ----> H2O + HSO3+
HSO3+ + H2O ----> H3O+ + SO3
2 H2SO4 ----> HSO4- + H3O+ + SO3 (formale innere Ladung) H -
SO3

+
+ SO3 --------> SO3 ------> + H +H

SO3H Carbokation

--->

Benzolsulfonsäure (= Koservationsmittel)

Sauerstoffhaltige organische Verbindungen


I. Alkohole
1. Definition
Alkohole sind Verbindungen, die an einem parafinartigen (einefach Bindung) C-Atom eine
Hydroxidgruppe besitzen
allgemeine Formel:
R−O−H
Alkylrest Hydroxilgruppe
(sp3) funktionelle Gruppen (bestimmen die Eigenschaften)
2. Gruppeneinteilung
a) nach Art des Restes R
a1) gesättigete Alkohole

H |O -H
| |
H – C - O - H; H–C- O -H
| |
H H
Kein Alkohol, da 2 Hyrodilgruppen vorhanden sind
a2) ungesättigte Alkohole
CH2 = CH – CH2 - O -H CH3 – CH = CH - O - H
Enol, kein Alkohol
a3) aromatische Alkohole
|O−H CH 2−O−H

b) nach Anzahl der Hydroxilgruppen


b1) einwertige Alkohole
CH 3−CH 2−O−H Trink-Alkohol
b2) mehrwertige Alkohole
α) Zweiwertige Alkohole
CH2 - CH2
| |
|O –H |O – H

Glykol

β) Dreiwertige Alkohole
CH2 – CH – CH2
| | |
|O –H |O –H |O –H

Glycerin

Einteilung der einwertigen Alkohole

CH 3 OH  nullärer Alkohol ; R−CH 2 OH  primärer Alkohol ;


RR−CH OH sekundärer Alkohol  ; RRR−C OH tertiärer Alkohol 

Nomenklatur
a) Genfer Nomenklatur
C−C −C−C 3-Methylbutan – 2 – ol
C OH
b) Halbtrivialname

Akanrestnahme + Alkohol, also zB Methylalkohol

Einwertige gesättigte Alkohole = Alkanole

1) homologe Reihe der Alkonole

CH3OH Methanol Methylalkohol Holzgeist

CH3-CH2OH Ethanol Ethylalkohol Weingeist

CH3-CH2-CH2OH Propan-1-ol Primäres Propanol

CH3CHOH-CH3 Propan-2-ol Sekundäres Propanol

Butan-1-ol Prim. Butanol

Butan-2-ol Sek. Butanol

2-Methylpropan-2-ol Tert. Butanol


2. Kontitutionsisomere
Pentanole

Pentan-1-ol
Pentan-2-ol
Pentan-3-ol
2-Methylbutan-1-ol
2-Methyl-butan2-ol
3-Methylbutan-2-ol
3-Methylbutan-1-ol
2,2-Dimethylpropan-(1)-ol