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Entstehungsgeschichte:

Der Faust stellt das Lebenswerk Goethes, der sich zirka sechzig Jahre seines Lebens mit diesem Stoff auseinandersetzte, dar. Auf Grund dieser langen Entstehungszeit spiegelt das Werk alle Stilwandlungen (Sturm und Drang, Weimarer Klassik) Goethes wider. Goethe lernte schon als Kind den Fauststoff in Form eines Puppenspieles kennen. Spter las er das Volksbuch Historia von Doktor Johann Fausten und Lessings Faust-Fragment. Goethe begann schon 1772 mit seinem Urfaust. Er schrieb jedoch nicht mit der Intention spter den Faust zu schreiben. Er hatte 1771 grundlos Friedericke Brion verlassen und wurde spter von Schuldgefhlen geplagt, die er mit Schriften zu bekmpfen versuchte. Eines dieser schriftlichen Werke war der Urfaust, der Goethe spter als Grundlage fr seinen Faust diente. Eine weitere Quelle war die Verurteilung der Kindesmrderin Susanna Margarete Brand, die ihn zur Gretchenhandlung anregte. Goethe brachte aber auch sein eigenes Schicksal in sein Lebenswerk ein, denn die Verzweiflung des Faust spiegelt Goethes existentielle Not wider. Nach seiner Italienreise 1790 schrieb Goethe Faust - Ein Fragment, konnte sich aber nicht dazu durchringen weiterzuschreiben. Erst auf Betreiben Friedrich Schillers nahm er 1797 die Arbeit am Faust, die sehr stark von der Weimarer Klassik geprgt wurde, wieder auf und beendete 1808 der Tragdie 1. Teil, der 1829 in Braunschweig uraufgefhrt wurde. Inzwischen hatte Goethe aber schon mit der Arbeit am 2. Teil begonnen, die er 1831 abschloss.