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polnische_grammatik_GdPDasWort

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Sections

  • 1.1. Morphematik
  • 1.2. Grundprinzipien der Wortbildung
  • 1.3.1. Substantive
  • 1.3.2. Adjektive
  • 1.3.3. Verben
  • 1.3.4. Adverben
  • 1.3.5. Funktionswörter
  • 1.4.1. Zur Beschreibung von Kategorien der Morphologie
  • 1.4.2. Die morphologischen Kategorien
  • 1.4.3. Die anderen morpho-grammatischen Kategorien
  • 2.1.1. Appellativa
  • 2.1.2. Eigennamen
  • 2.2.1. Nomina actionis ‚ucieczka’
  • 2.2.2. Nomina essendi ‚sk!onnos´c´’
  • 2.2.3. Nomina agentis und Berufsbezeichnungen ‚biegacz’
  • 2.2.4. Nomina instrumenti ‚kruszarka’
  • 2.2.5. Nomina obiecti ‚wk!adka’
  • 2.2.6. Nomina attributiva ‚g!upiec’
  • 2.2.7. Nomina loci ‚pracownia’
  • 2.2.8. Nomina collectiva ‚rycerstwo’
  • 2.2.9. Herkunftsbezeichnungen ‚Chin´czyk’
  • 2.2.10. Nomina feminativa ‚nauczycielka’
  • 2.2.11. Nomina expressiva ‚kobietka’
  • 2.2.12. Präfigierte Substantive ‚nadinspektor’
  • 2.2.13. Komposita
  • 2.2.14. Abkürzungen
  • 2.3.1. Deklination der femininen Substantive
  • 2.3.2. Nicht-feminine Deklination: Deklination der neutralen Substantive
  • 2.3.3. Nicht-feminine Deklination: Deklination der maskulinen Substantive
  • 2.4.1. Genus
  • 2.4.2. Differenzierung der maskulinen Substantive im Genitiv Singular -a vs. -u
  • 2.4.3. Numerus
  • 2.4.4 Kasus
  • 2.5.1. Kasus und Präpositionen
  • 2.5.2. Genus und Sexus
  • 3.1. Lexikalisch-grammatische Kategorien der Adjektive
  • 3.2.1. Deverbale Adjektive
  • 3.2.2. Desubstantivische Adjektive
  • 3.2.3. Deadjektivische Adjektive
  • 3.2.4. Adjektivkomposita
  • 3.3.1. Singular
  • 3.3.2. Plural
  • 3.3.3. Übersicht zu den Endungen der Adjektivdeklination
  • 3.3.4. Substantive, die wie Adjektive flektieren
  • 3.4. Syntaktische Funktion der Adjektive
  • 3.5.1. Die Formen
  • 3.5.2. Die Funktionen
  • 4.1. Bestand und Wortartenzugehörigkeit
  • 4.2. Kardinalia
  • 4.3. Kollektiva
  • 4.4. Ordinalia
  • 4.5. Bruchzahlen
  • 4.6. Ableitungen
  • 5.1.1. Kategorien und Bestand
  • 5.1.2. Deklination
  • 5.1.3. Die Funktionen
  • 5.2.1. Gebrauch von sie±
  • 5.2.2. Gebrauch von sobie
  • 5.3.1. Kategorien und Bestand
  • 5.3.2. Deklination
  • 5.4.1. Deklination
  • 5.4.2. Funktion als Interrogativpronomen
  • 5.4.3. Funktion als Relativpronomen
  • 5.4.4. Pronomen mit Abtönungspartikel -z˙
  • 5.5.1. Reihe um ktos´
  • 5.5.2. Reihe um ktokolwiek
  • 5.5.3. Reihe um byle kto
  • 5.5.4. Reihe um nieco
  • 5.5.5. Spezielle Pronomen pewien, jeden, inny
  • 5.5.6. Spezielle pronominale Kombinationen
  • 5.6.1. Demonstrativpronomen
  • 5.6.2. Determinativpronomen
  • 6.1. Kopulae
  • 6.2. Tempusalauxiliare
  • 6.3. Diathese-Tempus-Aspekt-Auxiliare
  • 6.4. Modalauxiliare
  • 6.5. Phasenauxiliare
  • 6.6.1. (nicht) brauchen – nie musiec´/nie potrzebowac´
  • 6.6.2. dürfen – wolno/mo´c/moz˙na
  • 6.6.3. können – mo´c/moz˙na
  • 6.6.4. möchten – chcia!by/wolec´
  • 6.6.5. mögen – lubic´/mo´c
  • 6.6.6. müssen – musiec´/trzeba
  • 6.6.7. sollen – miec´/powinien
  • 6.6.8. wollen – chciec´
  • 6.6.9. Übersichtstabelle zu den wichtigsten Äquivalenten
  • 7.1.1. Derivation von Verben
  • 7.1.2 Wichtige lexikalische Präfixe und deren Funktionen
  • 7.1.3 Lexikalisches Suffix -ywa-, -a- ohne und mit Präfix
  • 7.1.4 Deadjektivische und desubstantivische Derivation
  • 7.2.1. Typen von Verballexemen (lexikalisch-grammatische Aktionalitäten)
  • 7.2.2. Rektionsmodelle
  • 7.3.1. Die grammatischen Kategorien
  • 7.3.2. Partizipien, Adverbialpartizipien
  • 7.4.1. Konjugation -m/-sz
  • 7.4.2. Konjugation -e±/-isz
  • 7.4.3. Konjugation -e±/-esz
  • 7.4.4. Außerhalb der Konjugationen: Der Einzelfall BYC" ‚sein’
  • 7.4.5. Verteilung der Verben auf die Konjugationen
  • 7.5.1. Diathese
  • 7.5.2. Genus verbi
  • 7.5.3. Subjektlose Formen ‚czyta sie±’ und ‚czytano’
  • 7.6.1. Aspektualität
  • 7.6.2. Die Ebenen der Aspektbeschreibung
  • 7.6.3. Die lexikalische Ebene
  • 7.6.4. Die morphologische Ebene
  • 7.6.5. Morphologische Kombinatorik: Aspekt mit Imperativ oder mit Modalauxiliar
  • 7.6.6. Die syntaktische Ebene
  • 7.7.1. Zeitliche Lokalisierung
  • 7.7.2. Tempus-Morphologie
  • 7.7.3. Die Tempora im Kontext
  • 7.7.4. Vorgangs- und Zustandspassiv als temporale Varianten
  • 7.7.5. Überblick über die Funktionsvarianten der Tempora im Aktiv
  • 7.7.6. Überblick über die Funktionsvarianten der Tempora im Passiv
  • 7.8.1. Indikativ
  • 7.8.2. Konditional
  • 7.8.3. Imperativ
  • 7.9. Person
  • 7.10.1. Partizip Aktiv
  • 7.10.2. Partizip Passiv
  • 7.11.1. Adverbialpartizip der Gleichzeitigkeit
  • 7.11.2. Adverbialpartizip der Vorzeitigkeit
  • 7.12.1. Formen
  • 7.12.2. Funktionen
  • 7.13.1. Form
  • 7.13.2. Funktion
  • 8.1. Semantische Subkategorien von Adverben
  • 8.2.1. Motiviertheitsbeziehungen mit Adjektiven
  • 8.2.2. Motiviertheitsbeziehungen mit Partizipien
  • 8.2.3. Motiviertheitsbeziehungen mit Präpositionalphrasen
  • 8.2.4. Motiviertheitsbeziehungen mit Substantiven
  • 8.2.5. Adverben und ihre syntaktische Funktion
  • 8.2.6. Adjektive gleicher Form in Prädikatsfunktion
  • 8.3.1. Formen
  • 8.3.2. Funktion der gesteigerten Adverben
  • 9.1. Primäre Präpositionen
  • 9.2. Sekundäre Präpositionen
  • 9.3.1. Präpositionen mit Genitiv
  • 9.3.2. Präpositionen mit Dativ
  • 9.3.3. Präpositionen mit Akkusativ
  • 9.3.4. Präpositionen mit Instrumental
  • 9.3.5. Präpositionen mit Präpositiv
  • 10. Konjunktionen
  • 11.1. Abtönungspartikeln
  • 11.2. Epistemische und evidentiale Partikeln
  • 11.3. Gliederungspartikeln
  • 12.1. Interjektionen in emotiver Funktion
  • 12.2. Interjektionen in lautnachahmender Funktion
  • 12.3. Interjektionen zur Hörerrückmeldung

Das Wort

1. Grundlagen

Der Teil ‚Das Wort’ enthält im Wesentlichen das, was außerhalb der Polonistik und zunehmend auch in der Polonistik als ‚Morphologie’ bezeichnet wird. Sie bildet zusammen mit der Syntax, der hier der Abschnitt ‚Der Satz’ entspricht, die Grammatik im engeren Sinne. Im Teil ‚Das Wort’ wird jedoch auch die lexikalische Wortbildung behandelt, die traditionell meist als eigener Bereich außerhalb der Morphologie und damit der Grammatik angesiedelt wird. Nicht behandelt wird die polnische Lexikologie, die sich mit nicht formal markierten Bedeutungsbeziehungen innerhalb der Vokabel (Polysemie) und zwischen den Vokabeln (Synonymie, Antonymie usw.) beschäftigt. Generell geht es hier um die Kategorien und die regelmäßigen Veränderungen im Bereich zwischen dem Phonem einerseits und dem Satz andererseits, insbesondere um die Prozesse, in denen aus Inhaltswörtern Wortformen werden. Der Teil ‚Das Wort’ ist im Wesentlichen entsprechend den traditionellen Wortarten gegliedert, im ersten Kapitel ‚Grundlagen’ werden Probleme der Unterscheidung von Lexik und Grammatik diskutiert und grundlegende Begriffe erläutert: In der Morphematik (auch: Morphemik) wird mit dem Morphem, der kleinsten bedeutungstragenden Einheit, eine Kategorie behandelt, die unabhängig von der Unterscheidung zwischen Lexik und Grammatik ist. In der Wortartenlehre werden Wörter einerseits unter dem Gesichtpunkt ihrer lexikalischen Eigenschaften, andererseits unter dem Gesichtspunkt ihrer allgemeinsten grammatischen Eigenschaften kategorisiert. Im Abschnitt über Kategorien werden die Kategorien vorgestellt, die dann in den Kapiteln zu den einzelnen Wortarten beschrieben werden. 1.1. Morphematik Morphematik (morfematyka) ist die Lehre von den Morphemen und Allomorphen. Unter Allomorphen verstehen wir minimale Teile grammatischer Wortformen mit mindestens einer Bedeutung bzw. grammatischen Funktion. Wir fassen diejenigen Allomorphe zu einem Morphem zusammen, die a. die gleiche Bedeutung bzw. Funktion haben und b. im Phonembestand und in der Phonemabfolge z.T. übereinstimmen. Nach diesem Verständnis bestehen Wortformen aus aneinander gereihten Allomorphen. Wir sprechen auch dann von Morphemgrenzen, wenn grammatische Wortformen sich sowohl durch das Anfügen eines Morphems als auch durch die Änderung des Stamms unterscheiden.
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1. Grundlagen

Die Kriterien zur Bestimmung des Morphemtyps sind: • gebunden oder ungebunden (an andere Morpheme); czyt- vs. dzis´ • lexikalisch oder grammatisch; grammatisch heißt regelmäßig kombiniert mit tendenziell allen Vertretern einer Wortart; begrenztes Inventar von Oppositionen. czyta- vs. -! -e -m • Verhältnis zwischen lexikalischem Stamm und grammatischen oder Wortbildungsfunktionen: a. flexivisch: der Stamm impliziert nicht die Kategorie, diese ist bei gleichem Stamm veränderbar; zielon -y, zielon -ego, zielon -ych b. derivational: der Stamm impliziert eine Subkategorie, ein Affix eine andere; Aspekt: robic´ (imperfektiv), z- robic´ (perfektiv) • Stellung innerhalb der Wortform bezüglich der Wurzel; prze- czyt- a- !- e- m • referenziell vs. syntaktisch; beziehen sich die Morpheme auf die außersprachliche Wirklichkeit oder haben sie rein sprachinhärente – sprich syntaktische Funktionen.
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Morphem

ungebunden

gebunden

lex. Wurzel a

gramm. Wurzel b lexikalisch grammatisch

Wurzel c

deriv. Affix d

deriv. Affix e

flekt. Affix f

a) ungebundene lexikalische Wurzeln (niezwia±zane rdzenie leksykalne) Hierzu zählen Morpheme, die selbstständig, also ohne weitere Morpheme auftreten können; es handelt sich um die offene Klasse der unflektierbaren Substantive, z.B.: mini ‚Minirock’, kakao, hobby, lobby

1.1. Morphematik

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und alle nichtflektierbaren Wortarten, d.h. Partikeln, Konjunktionen u.v.a. chyba ‚wahrscheinlich’, nawet ‚sogar’, bo ‚denn’, poniewaz˙ ‚weil’ b) ungebundene grammatische Wurzeln (niezwia±zane rdzenie gramatyczne) Dies sind Morpheme, die grammatische Wortformen oder syntaktische Konstruktionen bilden, aber nicht fest an das Bezugswort gebunden sind: • • • • Fragepartikel czy Reflexivpronomen sie± Imperativmarker niech, prosze± Komparationsmarker bardziej, mniej, najbardziej, najmniej.

Eine Zwischenstellung zwischen b) und e) nimmt das grammatische Morphem des Konjunktivs by ein; einerseits ist es nicht fest an das Prädikat gebunden, andererseits lehnt es sich klitisch an ein Wort an. Darüber hinaus erfordert das Morphem eine Personalendung aus der Reihe -m, -s´, -Ø, -s´my, -s´cie, -Ø. c) gebundene lexikalische Wurzeln (niezwia±zane rdzenie leksykalne) Der Teil einer Wortform abzüglich der Affixe und der Endung; tritt in den Wortformen der Wortfamilie auf und bezeichnet den Konzeptbereich. przeczyta!em ! -czytd) derivationale lexikalische Affixe (derywacyjne afiksy leksykalne) Die Affixe, die zur Bildung neuer Wörter (Vokabeln) dienen. Sie bezeichnen keinen eigenen Konzeptbereich. Wortbildungsaffixe bilden offene Klassen und keine geschlossenen Oppositionsreihen; wir unterscheiden nach der Position zur Wurzel bzw. zur Endung: • Präfix (prefiks/przedrostek) steht vor der Wurzel doczyta!em ! do• Suffix (sufiks/przyrostek) steht hinter der Wurzel domisko ‚Riesenhaus’ ! -isk(-o) • Postfix (postfiks) steht hinter der Endung komus´ ! -s´, kogokolwiek ! -kolwiek e) derivationale grammatische Affixe (derywacyjne afiksy gramatyczne) Affixe, die zur Bildung von Formen einer Vokabel dienen. Diese grammatischen Wortformen bilden Oppositionsreihen, in denen eine Subkategorie vom lexikalischen Stamm ohne formale Markierung enthalten ist und andere formal durch ein Affix markiert sind. Derivationale grammatische Affixe verbinden sich regelmä-

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1. Grundlagen

ßig mit tendenziell allen Vertretern einer Wortart. Wir unterscheiden Affixe, die eigenständig Wortformen konstituieren, von denen, die zur Bildung eines grammatischen Stamms auftreten. Die Morpheme sind entweder Träger einer Funktion oder gehen in Konstruktionen ein, die in ihrer Gesamtheit eine Funktion übernehmen. A. Eigenständig • -a±c (Adverbialpartizip der Gleichzeitigkeit) czytaja±c ! -a±c • -wszy/-!szy (Adverbialpartizip der Vorzeitigkeit) przeczytawszy ! -wszy • -c´/-s´c´ (Infinitiv) przeczytac´ ! -c´ • -ej, naj-…-ej (Komparation des Adverbs) lepiej ! -ej, najlepiej ! naj-…-ej • -e (Adverb) dobry ! dobrze B. Stammbildend • -a±c- (Partizip der Gleichzeitigkeit) czytaja±cy ch!opczyk ! -a±c• -n-/-t-/-on- (Partizip Passiv, Unpersönliche Verbform Präteritum) przeczytano ! -n- , zaje±ty ! -t- , mo´wiony ! -on• -ni- (Verbalnomen) przeczytanie ! -ni• -l-/!- (Präteritum, Futur, Konjunktiv) • Aspektaffixe: w-, po-, z-, prze-, u-, na-, wy-, -a(j)-, -ywa(j)-, -wa(j)(Aspekt) z-robic´, prze-czytac´, u-szyc´, rozmy-wa-c´, sprawi-a-c´ • -sz-/-ejsz, naj-…-sz-/-ejsz- (Komparation des Adjektivs) wie±kszy ! -sz-, naj • -Ø/-j (Imperativ) f) flexivische Affixe; Endungen (afiksy fleksyjne; kon´co´wka) Affixe, deren Funktion unabhängig von der Bedeutung des lexikalischen Stammes ist und die im Prinzip innerhalb der gegebenen Paradigmen ausgetauscht werden können; die Endung ist das letzte bzw. einzige flexivische Affix. przeczyta!em ! -e- + -m

1.2. Grundprinzipien der Wortbildung

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g) Weitere Analyseeinheiten In der Morphematik des Verbs spielt der lexikalische Stamm (temat) eine wichtige Rolle: Teil der Wortform abzüglich der flexivischen Affixe. Es handelt sich somit in der Regel um eine Kombination verschiedener Morpheme. przeczyta!em ! przeczyta! In der Konjugation spielen die stammbildenden Einheiten eine wichtige Rolle. Es sind Formeinheiten, denen kombinatorische Funktionen zukommen. • Einheiten im Verbalstamm czytac´ ! -a-, czytaja± ! -aj• Bindevokale zwischen zwei Wurzeln krwiodawca ‚Blutspender’ ! -o1.2. Grundprinzipien der Wortbildung Die Hauptquelle der Bereicherung des Wortschatzes ist die Bildung neuer lexikalischer Einheiten mit Hilfe von Wortbildungsverfahren. Die morphologische Wortbildung besteht in der Zusammenfügung bestimmter Einheiten zu bedeutungshaltigen neuen Elementen. Zu diesen Einheiten zählen die Stämme bereits vorhandener Lexeme und Affixe, also Suffixe und Präfixe. Der Stamm trägt die lexikalische Bedeutung der Worteinheit. Affixe dienen der Bildung neuer Wörter auf der Basis vorhandener Wörter. Das häufigste Verfahren ist die Affigierung (affixale Derivation), bei der einer Wurzel ein Präfix oder ein Suffix oder beides zugleich (Zirkumfix) angefügt wird: bieg-acz ‚Läufer’, prze-pie±kny ‚wunderschön’, u-powszechn-ic´ ‚verbreiten’ Neue Wörter können aber auch auf andere Weise gebildet werden, nämlich durch das Abtrennen bestimmter Elemente des Ausgangsworts. Hier sprechen wir von affixloser oder negativer Derivation: czo!gac´ sie± ‚kriechen’ ! czo!g ‚Panzer’ dz´wigac´ ‚heben’ ! dz´wig ‚Kran’ Neue Wörter entstehen nicht nur auf dem Wege der Derivation, sondern auch durch Komposition, d.h. durch die Verbindung zweier Wurzeln. Das Resultat der Komposition sind zusammengesetzte Ausdrücke, also Komposita: woda – cia±gna±c´ ! wodocia±g ‚Wasserleitung’ rzecz – znac´ ! rzeczoznawca ‚Sachverständiger’
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nennen wir ‚strukturelle Bedeutung’ (znaczenie strukturalne). weil das neue Lexem hier durch das Fehlen eines Oberflächenelements von dem Ausgangswort unterschieden wird. von dem der neue Ausdruck gebildet wird. Seine Grundfunktion der Schaffung neuer Strukturen haben wir als ‚strukturell’ bezeichnet. Stamm und Formativ stehen in einer bestimmten Wechselbeziehung. das das neue Wort vom alten unterscheidet. sondern nur derjenige. biegacz ‚Läufer’ ist nicht jeder. Eine zentrale Rolle bei der Bildung der Formation spielt das Formativ. Die Substantive domek ‚Häuschen’ und nosek ‚Näschen’ geben nicht nur an. kto´ry biega’ Diese Bedeutung. die es in anderen. nennen wir ‚Formativ’ (formant). das auf alle Ausdrücke mit verwandter Struktur anwendbar ist. kto´ry bada’. heißt ‚Wortbildungsbasis’ (podstawa s!owotwo´rcza). dass die Gegenstände klein sind. Die Funktion der Zuordnung in eine allgemeine semantische Kategorie nennen wir ‚Bedeutungsfunktion’. die den allgemeinen Rahmen für die mögliche Bedeutung der Formation bestimmt. der regelmäßig läuft wie ein Sportler. Das Element. Entsprechend beinhalten die Ausdrücke domisko ‚Riesenhaus’ und nosisko ‚Riesennase’ eine negative Einstellung des . s!uchacz ‚Hörer’ ‚ten.100 1.: badacz ‚Forscher’ ‚ten. In den folgenden Ausführungen werden die Formative zur besseren Erkennbarkeit mit der Nominativendung Singular Maskulin gezeigt. Ihre Bedeutung ergibt sich aus den Einzelteilen. z. kto´ry s!ucha’. Das Ausgangswort. deren Bedeutungen an andere in der Sprache existierende Lexeme anknüpfen. Sie bildet den Rahmen der möglichen Verwendungen der lexikalischen Einheit. bereits vorhandenen Ausdrücken mit analoger Struktur spielt.B. Grundlagen a) Formation und Wortbildungsbasis plus Formativ 47 Die unter dem Aspekt der Wortbildung teilbaren Einheiten mit transparentem Aufbau nennen wir ‚Formation’ (formacja). In der eigentlichen lexikalischen Bedeutung wird nur ein Teil dieser Möglichkeiten realisiert. Diese Beziehung wird normalerweise in einem bestimmten Schema erfasst. In den negativen Derivaten haben wir es jedoch mit einem Nullformativ zu tun. Einige Formative können pragmatisch markierte Ausdrücke bilden. Der Stamm bezieht sich auf die Bedeutung des Basislexems und das Formativ auf die Funktion. b) Wortbildungsformation 48 Wortbildungsformationen (formacja s!owotwo´rcza) sind motivierte Ausdrücke. z.B. sondern auch dass der Sprecher eine bestimmte emotionale Beziehung zu ihnen hat. Meist ist das Formativ ein Affix. Beispielsweise weist das Suffix -acz in den Ausdrücken badacz ‚Forscher’. biegacz ‚Läufer’ ‚ten. sondern auch zur Klasse der Nomina agentis (Handlungsausführenden) hin. der läuft. Darüber hinaus kann das Formativ auch weitere Funktionen erfüllen. biegacz ‚Läufer’ und s!uchacz ‚Hörer’ auf die Zugehörigkeit nicht nur zur Klasse der Substantive. die sich aus der Struktur des Ausdrucks ergibt.

die im Haus getragen wird’ atmosfera domowa ‚die Atmosphäre. Es gibt jedoch auch Formationen. z. vgl. zwijarka ‚Wickelmaschine’ u. sternik ‚Steuermann’ – nauczyciel ‚Lehrer’. p!ywak ‚Schwimmer’ – kierownik ‚Leiter’. bilden ‚Wortbildungstypen’ (typ s!owotwo´rczy). Auf die Auswahl wirken sich verschiedene Faktoren aus. dore±czyciel ‚Bote’ Je nach außersprachlich bedingtem Bedarf werden bestimmte Wortbildungskategorien durch immer neue Ausdrücke erweitert.ä. Produktivität kommt sowohl Formativen als auch Wortbildungsmodellen zu. die aus einer größeren Anzahl von identischen Strukturen abstrahiert wurden. Das bedeutet. c) Wortbildungstypen Neue Ausdrücke entstehen nach bestimmten Schemata.B. Dies liegt an der Bedeutung des Wortbildungsformativs -alny. die in einem Haus herrscht oder eine Atmosphäre wie in einem Haus’ k!opoty domowe ‚häusliche Probleme’ 50 49 .2. das/den man bemerken kann’ ein. Nomina agentis: badacz ‚Forscher’. erlaubt eine Präzisierung der Bedeutung.: ubranie domowe ‚Kleidung. die zu verschiedenen Wortbildungstypen gehören. Erst der Kontext. wiederholt sich in der Gruppe koparka ‚Bagger’. in den das Adjektiv eingebettet ist. Die Formative -ek und -isko erfüllen hier eine expressive Funktion. Sie bilden eine Wortbildungskategorie (kategoria s!owotwo´rcza).B. spawarka ‚Schweißgerät’ und spre±z˙arka ‚Kompressor’ das gleiche Schema: Verbstamm (kop-. dass bestimmte Affixe in einer gegebenen Epoche neue Ausdrücke bilden können und dass hierzu bestimmte Modelle verwendet werden. So geht die Ausgangsbedeutung von zauwaz˙yc´ ‚bemerken’ in recht genauer Art in die Bedeutung von zauwaz˙alny ‚das-/derjenige. z. an dem Gegenstand die vom Stamm bezeichnete Handlung auszuführen. Zum einen ist die Bedeutung der Ausgangskomponenten zu nennen. d) Wortbildungskategorie Die gleiche strukturelle Bedeutung können auch Lexeme haben. Grundprinzipien der Wortbildung 101 Sprechers zu den bezeichneten Gegenständen. die nach einem einheitlichen Schema gebildet sind und durch eine gemeinsame strukturelle Bedeutung verbunden sind. sie sind somit produktiv. biegacz ‚Läufer’ – s´piewak ‚Sänger’. Die Ausdrücke. spaw-. das die Möglichkeit angibt. deren strukturelle Bedeutung weniger klar ist. Solch ein Modell lässt sich vervielfältigen und es können neue Ausdrücke gebildet werden wie kruszarka ‚Brecher’. das man paraphrasieren könnte als: ‚eine Beziehung zu Haus oder Garten habend’. spre±z˙-) + Formativ -arka"="Bezeichnung für eine Maschine.1. Die Ausdrücke domowy ‚Haus-’ und ogrodowy ‚Garten-’ lassen sich durch ein recht diffuses Schema erklären.

-ak. ob es sich um ein mono. ist der Grad der Regelmäßigkeit ihrer Bildung. Dies hängt mit den Beschränkungen der Verbindbarkeit der Wortbildungselemente zusammen. während in der Umgangssprache Strukturen mit eher unbestimmter Bedeutung dominieren. die meisten sind jedoch unregelmäßig.a. Ein weiterer Faktor. e) Zur Regelmäßigkeit 51 In der polnischen Wortbildung gibt es kein einziges Modell. Nomina attributiva (ponurak ‚Griesgram’. sie operieren nicht nur auf der Basis der Wortart des Ausgangslexems. Ein Teil der Modelle verfügt über eine relative Regelmäßigkeit. die einander stärker ähneln. Beispielsweise tritt das Formativ -arka in der Bedeutung . p!ywak ‚Schwimmer’). f) Spezialisierung der Wortbildungsformative 52 Die Wortbildungsformative sind in unterschiedlichem Grad spezialisiert.B. das zur Bildung von Nomina agentis (s´piewak ‚Sänger’. Eine Voraussetzung ist das Vorhandensein eines entsprechenden Musters. Andere können verschiedene Kategorien realisieren. Produktiv sind Konstruktionen sowohl mit einer sehr spezifischen Bedeutung als auch solche mit unbestimmter struktureller Bedeutung. das total regelmäßig funktioniert. lexikalischen und semantischen Merkmalen. Wielkopolanin). Wenn man den Grad der Spezialisierung des Formativs kennt. sondern auch auf anderen wie morphologischen. Gewöhnlich hängt dies mit der Veränderbarkeit der Bedeutungen der einzelnen Formationen zusammen. der bei der Produktivität von Formationstypen eine Rolle spielt. Grundlagen Neben diesen im Grad der semantischen Diffusität sehr verschiedenen Formationen gibt es auch Strukturen. Adjektiven und Substantiven treten. Dadurch sind einige Wortbildungstrukturen stilistisch beschränkt. z. d.h. kann man die entsprechenden Ausdrücke korrekt verwenden. Eine Beschränkung liegt in der ‚Wortbildungsbasis’ des Formativs. Auch die Verbindbarkeit der Formative mit den Stämmen der Ausgangswörter hängt mit der genannten Spezialisierung zusammen. Wortbildungsregeln sind nämlich bei weitem nicht so allgemein gültig wie Flexionsregeln. dient. durch die Präferenz für Strukturen mit maximaler Informativität geprägt. die mit exakten Termini operiert. deren Verbindbarkeit nicht auf eine Wortart beschränkt ist. Als ‚regulär’ sehen wir solche Formationen an. So ist die Wissenschaftssprache. Ländern und Regionen bezeichnet (warszawianin. das Bewohner von Städten. Einige Formative verbinden sich ausschließlich mit Basislexemen einer bestimmten Wortart.oder polyfunktionales Element handelt. andere wie das Suffix -ak können an die Stämme von Verben. die nur eine Bedeutung haben und von allen Mitgliedern einer Klasse in gleicher Weise gebildet werden. wenn man weiß.102 1. Dies kann auch vom Funktionsbereich abhängen. Einige bilden jeweils nur eine Wortbildungskategorie wie -anin. ciemniak ‚Hohlkopf’). Amerykanin. Stadtbewohnern (warszawiak) u. Es gibt jedoch auch Formative mit einer einzigen spezialisierten Bedeutung.

spre±z˙arka ‚Kompressor’) als auch bei desubstantivischen Formationen auf (kartoniarka ‚Kartonagenmaschine’). wpadnie±cie ‚Hereinfallen’) während der andere stilistisch beschränkt ist (wywo´zka ‚Abtransport’. wirkt sich auf den Gebrauch beider aus. Grundprinzipien der Wortbildung 103 ‚Maschine’ sowohl bei deverbalen (spawarka ‚Schweißgerät’. dass die Bildung eines stilistisch neutralen Ausdrucks nicht möglich ist. neue Modelle zu verwenden. cz!owiek ! cz!owieczy ‚menschlich’ Die Unregelmäßigkeiten in den Wortbildungsmodellen sind nicht zuletzt durch die Tradition bedingt. Die stilistische oder emotionale Markiertheit kann auch durch den Stamm der Formation bedingt sein. Parallele Einheiten. andere werden häufiger oder seltener gebraucht und es tauchen neue Modelle auf. Ihre Wahl hängt gewöhnlich vom Auslaut des Basisstamms ab: dom-ek ‚Häuschen’ vs. Das parallele Auftreten von Ausdrücken. dass zur Bildung eines Typs mehrere Modelle gebraucht werden. wpadka ‚Reinfall’). upo´r ‚Starrsinn’. was sich ebenfalls hemmend auf das reguläre Funktionieren des Modells auswirkt. talerzyk ‚Kuchenteller’. g) Lexikalisierung (leksykalizacja) Neben den unterschiedlichen Verschiebungen im Wortbildungssystem vollziehen sich auch Veränderungen in der motivierten Lexik.2. Im Laufe der Geschichte kam es zu Veränderungen im Bestand der Modelle und auch in ihrer Produktivität. die die Lexeme wspo´lnota ‚Gemeinschaft’. verbleiben in der Sprache und sind durch den Usus eindeutig akzeptiert. die nach einem alten Modell gebildet worden sind. Die Ausdruckseinheiten. walczenie.1. upartos´c´.ä. Es kommt vor. Meistens sind sie stilistisch differenziert. Einige sind gänzlich außer Gebrauch gekommen. die nach unterschiedlichen Modellen gebildet sind. walka ‚Kampf’ u. verhindert die Verbreitung des regelmäßigen Typs wspo´lnos´c´. Solche Veränderungen betreffen gleichermaßen die Formative. Die feste Position. Beschränkungen in der formalen Verbindbarkeit einzelner Formative können bewirken. Solche Beispiele finden sich bei der Bildung von weiblichen Personenbezeichnungen aus den entsprechenden männlichen Lexemen. die trotz der systemischen Korrekheit in der Norm nicht akzeptiert werden. So werden maskuline Deminutiva nach zwei Mustern gebildet: mit dem Formativ -ek oder -ik (-yk). denn nicht alle Vertreter der Kategorie sind mit dieser Markierung kompatibel. Die Stabilität dieser Einheiten hemmt die Möglichkeit. im Lexikon des Polnischen einnehmen. der eine gehört allen Stilen an (wywoz˙enie ‚Ausfuhr’. Bei der Verschmelzung des Formativs mit dem Stamm kommt es bisweilen zum Ausfall von lautlichen Elementen des Stamms: barbarzyn´ca ! barbarzyn´stwo ‚Barbarei’ mieszkaniec ! mieszkanka ‚Bewohnerin’ Ein Stamm kann bestimmten lautlichen Alternationen unterliegen: portret ! portrecik ‚kleines Portrait’. die ur53 .

andere dagegen unterliegen der semantischen Spezialisierung und treten in Abhängigkeit vom Kontext in der eigentlichen Bedeutung des Stamms oder in einer spezialisierten Bedeutung auf. Der Lerner sollte deshalb keine selbständigen Bildungen vornehmen.a. dann sprechen wir von ‚Lexikalisierung’. vs. Die Ausführungen dienen im Wesentlichen dem passiven Verständnis der entsprechenden Strukturen. Die von der Lexikalisierung betroffenen Einheiten bewahren die oberflächliche Teilbarkeit im Sinne der Wortbildungsmuster. zebranie partyjne ‚Parteiversammlung’ Die Eigenarten der polnischen Wortbildung zeigen recht klar. beginnen sich in einem langsamen Prozess semantisch auszudifferenzieren. wieczorowy ‚Abend-’). zebranie siana ‚Heuernte’. Dazu zählen u. das aus einem beliebigen Material beschaffen sein kann. Einige Ableitungstypen entstehen hingegen aus rein syntaktischen Gründen.104 1. Ihre Bedeutungen stellen nämlich immer eine Realisierung der Ausgangselemente dar. heute ist ein Waschbecken gemeint. abendlich. Grundlagen sprünglich synonym waren. der schreibt ! einer. bo chodzi!am przez ca!y dzien´. die die Bedeutung motivieren. wodurch sich die Möglichkeit ergibt. Die Ausdrücke können immer weniger in den gleichen Kontexten eingesetzt werden. owocowy ‚Obst-’) oder sie stimmen nur noch in einzelnen Bedeutungen überein (wieczorny ‚1. dass die unregelmäßigen Bildungen bei weitem überwiegen. Die Veränderungen im Wortschatz beruhen auch auf dem Verschwinden des offensichtlichen Zusammenhangs zwischen den Wortbildungsformationen und den Basiswörtern. Nichtlexikalisierte Formationen hingegen können trotz spezifischer Bedeutung auf der Grundlage der strukturellen Bedeutung der entsprechenden semantischen Kategorie zugeordnet werden. pustak ‚etwas Leeres ! Hohlziegel’ pisarz ‚einer. 2. Schließlich verlieren sie jeglichen Zusammenhang (owocny ‚fruchtbar’. Je länger ein Ausdruck ‚lebt’. vgl. Jestem zme±czona chodzeniem przez ca!y dzien´. Zum einen muss ein gewisser Benennungsbedarf befriedigt und der Sprecher mit einem angemessenen Inventar an Ausdrucksmitteln ausgestattet werden. Aus diesem Grund sollte ein Fremdsprachenlerner unbedingt das Wörterbuch zu Rate ziehen. der literarische Werke schreibt’ Wortbildungsformationen werden zu verschiedenen Zwecken geschaffen. den gleichen Sachverhalt durch eine andere syntaktische Konstruktion darzustellen. desto eher kommt es zur Auflösung des Zusammenhangs. Jestem zme±czona. die sich in keiner Weise aus den Komponenten ableiten lässt. Abend-’. die Verbalsubstantive mit dem Formativ -nie mit deren Hilfe ein Verbalstamm in eine andere Wortart transponiert wird.’ Ein Teil dieser Formationen behält die gleiche Bedeutung. denn ich bin den ganzen Tag gelaufen. So bezeichnete miednica ursprünglich ein Gefäß aus Kupfer (= miedz´ ). Dieser Prozess kann in unterschiedlichem Maße fortgeschritten sein. . haben jedoch eine Bedeutung. ‚Ich bin müde.

Genus und die Komparation. Auxiliare). jedoch nicht vollständig gleiche Kategorien im Sinne von Mengen von Wörtern. Als das vorrangig geeignete Kriterium der Zugehörigkeit eines Wortes zu einer Wortart haben sich die syntaktischen Eigenschaften herausgestellt. In diesen drei Eigenschaften unterscheiden sich sowohl die meisten der einzelnen Wortarten (manche in weniger Eigenschaften). entgegen ihrer syntaktischen Funktion (z. Konjunktionen. student. Wortarten 105 1. Personalpronomen syntaktisch wie Substantiv. Pronominaladverb wie Adverb).h. Funktionswörter nicht. So verhalten sich Personalpronomen. wobei aber verschiedene Kriterien zu verschiedenen Zuordnungen führen können. die substantivierten Adjektive wie bia!os´c´ ‚das Weiß’ haben deren lexikalische Bedeutung. Diese Termini werden hier wegen ihrer weiten Verbreitung verwendet. Adjektive z. Adjektive. Jerzy. Zakopane haben ebenfalls die syntaktische Funktion typischer Substantive. kot. die typisch oder einzigartig für eine bestimmte Wortart sind. morphologische sowie semantische bzw. Interjektionen. die Inhaltswörter (Substantive. eine symbolische Bedeutung. vgl. werden im Folgenden nur Eigenschaften genannt. die sich aus der Verkettung von Wortfügungen ergibt und auf der die Kategorisierung in Satzglieder beruht. Wortarten Den Wortarten (cze±s´ci mowy) werden traditionell drei Arten von Eigenschaften zugeschrieben: syntaktische. Heute finden wir das Resultat der Kategorisierung in den entsprechenden Vermerken der Wörterbücher. …. ja. aber nicht immer die typischen Flexionsendungen. 54 . Adverben haben typischerweise nur grammatische Morpheme für die Komparation. auch Funktionswörter haben einen Inhalt und Inhaltswörter haben Funktionen. d. Inhaltswörter bilden oppositive grammatische Paradigmen. als auch die beiden großen Wortartgruppen. …. (andere Flexionsparadigmen) und nicht deren typische semantische Eigenschaft. Funktionswörter nicht. sklep. Verben) und die Funktionswörter (Präpositionen. ty. auch wenn sie rein konventionell sind.3. sie haben aber nicht die morphologischen Eigenschaften typischer Substantive wie matka. die eine inhaltliche Repräsentation des bezeichneten Objekts ermöglicht. Diesen Kennzeichen entsprechen im Kern. Numerus. sie sind – verkürzt gesagt – syntaktisch Substantive. Das wichtigste allgemeine Kriterium ist die syntaktische Ordnungsrelation (Überordnung/Unterordnung). haben typischerweise grammatische Morpheme für Kasus.B. Demonstrativpronomen wie Adjektiv. pragmatische.B.1.3. Personalpronomen werden in den meisten älteren Grammatiken und in den Wörterbüchern als Pronomen. Janowa. Wiederum vor allem aus praktischen Gründen werden bestimmte Unterkategorien der Inhaltswörter zu Pronomen und Numeralia zusammengefasst und als Sonderwortarten behandelt. Partikel. Inhaltswörter sind satzgliedfähig. Adverben. syntaktisch weitgehend wie Substantive. Als morphologische Eigenschaften der Wortarten wird hier die Bildung von oppositiven grammatischen Paradigmen mithilfe grammatischer Morpheme genannt. Substantivierte Adjektive wie s!uz˙a˛cy und viele Eigennamen wie Z"eromski. Da sie sehr vielfältig sind. on. nach lexikalischen Kriterien aufgeführt. die für eine Abgrenzung von Wortarten ausreichen.

Grundlagen abgesehen von den meisten Auxiliaren. ohne Kombination mit einem anderen Wort auf etwas zu referieren. weil sie satzgliedfähig (und autosemantisch) sind. dass die syntaktischen. nicht aber jedem einzelnen Wort zukommen. aber nicht satzgliedfähig (und nicht autosemantisch) sind. Die Wörter einer Wortart bilden je nach gemeinsamer syntaktischer. wiederum bei Dominanz der Letzteren. vgl. und aus dem gleichen Grund die nicht flektierbaren Pronominaladverben. morphologischer und lexikalischer Eigenschaft verschiedene Mengen. die meist flektiert. dzisiaj.106 1. Rousseau. statt. morphologischen und syntaktischen Eigenschaften. die RestbeFunktionswörter nicht satzgliedfähig (Hauptkriterium) bilden keine oppositiven grammatische Paradigmen nicht autosemantisch Präpositionen Konjunktionen Partikeln Interjektionen Auxiliare . Der Abgleich führt u. zu den Substantiven zu rechnen. In der folgenden Tabelle sind die genannten Eigenschaften und Wortarten der beiden Wortartgruppen noch einmal zusammengestellt: Inhaltswörter satzgliedfähig (Hauptkriterium) bilden oppositive grammatische Paradigmen autosemantisch Substantive Adjektive Adverben (Voll-)Verben Pronomen Numeralia Mit der Definition der einzelnen Wortarten und der Zuordnung der einzelnen Wörter zu den Wortarten findet ein Abgleich der lexikalischen. Mit ihnen kann auf Weltausschnitte verwiesen werden und sie sind relevant für den logischen Wahrheitswert einer Aussage. die sich jedoch sehr weitgehend überschneiden. als Adverben und die Auxiliare.a. vgl. die die Endungen von Verben haben und morphologisch gesehen somit ‚Verben’ sind (wenn die satzgliedfähigen Verben davon abgesetzt werden sollen. indeklinable Substantive.und Funktionswörter unterscheidende. Der Überschneidungsbereich bildet das Zentrum der Wortart. kakao. lexikalische Eigenschaft bezieht sich auf die Fähigkeit. morphologischen und lexikalischen Eigenschaften dem jeweiligen Typ. Wie für die Wortartgruppen gilt also auch für die einzelnen Wortarten. Die allgemeinste Inhalts. dazu. jak. können diese als ‚Vollverben’ bezeichnet werden). als eigene Wortart anzusehen.

Die stärksten Diskrepanzen zwischen diesen eigenschaftsbestimmten Mengen bestehen zwischen den syntaktisch und den lexikalisch definierten Teilmengen. So haben also z. Eigennamen mit adjektivischer Endung. z.1. Objekte zu bezeichnen. bei den Substantiven z. czytanie.B. genauso wie bia!y ‚weiß’. czytanie ‚das Lesen’ oder bia!os´c´ ‚das Weiß’. alle lexikalischen Substantive zum einen die gemeinsame lexikalische Eigenschaft ‚Objekt oder als Objekt konzipierte Entität’. matka. Zur morphologischen Peripherie der Substantive gehören z.B.B. vgl. Zu einer anderen Peripherie gehören die Wörter. und Eigenschaften.B. zum anderen hat nur ein Teil der Substantive die Funktion. vgl. Ein Grund dafür ist die Möglichkeit. bia!os´c´. intensyfikacja ‚Intensivierung’. Der andere Teil bezeichnet Nicht-Objekte. vgl. ohne dass dabei eine entsprechende semantische Verändung passiert. vgl. die Kreuzklassifikation in der folgenden Tabelle: . Hinsichtlich ihrer syntaktischen und morphologischen Eigenschaften verteilen sie sich auf mehrere andere Wortarten. Mit der Rekategorisierung ergibt sich auch eine Diskrepanz zwischen Bedeutung und Bezeichnungsfunktion: czytanie hat die Bedeutungs-Funktion ‚als Objekt konzipierte Situation’. bia!os´c´ ‚das Weiß’. vor allem aktionale Situationen. Einen weiteren Anlass für das Auseinanderklaffen von syntaktischer und morphologischer Kategorisierung einerseits und lexikalischer andererseits bieten die traditionellen Wortarten der Pronomen und Numeralia.3. Wörter von einer syntaktischen Wortart in eine andere zu transponieren. Wortarten 107 reiche deren Peripherien. in denen sie wegen bestimmter Beschränkungen meist der Peripherie angehören. kot etc. die einer Wortart durch Transposition angehören. durch die Derivation von Abstrakta wie czytanie ‚das Lesen’. Ihre gemeinsamen Eigenschaften sind lexikalisch. cho-dzenie ‚das Gehen’. sklep. analog entspricht bei bia!os´c´ ‚das Weiß’ der Bedeutung ‚als Objekt konzipierte Eigenschaft’ die Funktion. Eigenschaften zu bezeichnen. bezeichnet aber genauso wie czytac´ aktionale Situationen. student.

Personalpronomen. morphologischen und syntaktischen Gemeinsamkeiten bzw.a schwer mit Attributen zu verwenden sind. Im Folgenden werden zunächst die Inhaltswortarten. Numerus.a. dann die Funktionswortarten besprochen. das (u. Morphologisch gesehen sind Substantive deklinierte Wörter mit spezifischen Endungen für Kasus.3.a. der lexikalischen. Bei appellativischen Substantiven etwa entspricht der referenzsemantischen Funktion ein symbolischer Bedeutungscharakter. . Eigenschaften u. 1. Personalpronomen sind nicht und Eigennamen zum Teil wie Adjektive flektiert (Peripherie der Wortart).1.).108 1. Substantive 55 (rzeczowniki) Syntaktisch gesehen ist das Substantiv (Appellativa. Lexikalisch gesehen bezeichnen Substantive Objekte oder als Objekt konzipierte Entitäten (aktionale Situationen. Eigennamen. Kardinalia sind deklinierte Wörter mit spezifischen Endungen für Kasus. Genus.) einem finiten Verb-Prädikat als 1. weil sie u. Grundlagen Grammatisch definierte Wortarten Substantive Pronomen (deiktische / anaphorische Semantik) Personalpronomen (on) Reflexivpronomen (siebie) Interrogativpronomen (kto) Indefinitpronomen (ktos´) Numeralia (Zahl-Semantik) Substantiv-Kardinalia (pie±c´) Kollektivnumeralia (dwoje) Adjektive Possessivpronomen (mój) Demonstrativpronomen (ten) Interrogativpronomen (jaki) Indefinitpronomen (jakis´) Determinative Pronomen (wszelki) Ordinalia (pia±ty) Adjektiv-Kardinalia (jeden) Adverben Temporaladverben (dzisiaj) Lokaladverben (tutaj) Interrogativpronomen (jak) Zugehörigkeit der Pronomen und Numeralia zu den grammatisch definierten Wortarten (mit Beispiel) Aufgrund der klassischen Grammatikgliederungen. Pronominalsubstantive gehören zur syntaktischen Peripherie der Substantive. Argument untergeordnet sein kann. bestimmte Numeralia) ein Inhaltswort. Besonderheiten und des häufig peripheren Status in den ‚echten’ Wortarten enthält auch die vorliegende Grammatik Kapitel über Pronomen und Numeralia.

3. Modalauxiliare. dobrze. Morphologisch gesehen verfügen Verben über paradigmatische Oppositionen für Tempus. Phasenauxiliare) markieren zusammen mit nicht finiten Wortformen von Inhaltswörtern (Adjektiven. für den logischen Wahrheitswert nicht relevante 59 58 57 56 . Lexikalisch sind Adverben in aller Regel entweder transponierte Adjektive wie tanio. mit pragmatischer und ohne semantische.4. in Prädikatsfunktion) und dabei ohne Auxiliar auftreten kann. Morphologisch verfügen Adverben in der Regel über Komparationsparadigmen. Genus und grammatischen Morphemen für die Komparation. die Möglichkeit der Repräsentation. Adjektive (przymiotniki) Syntaktisch gesehen ist das Adjektiv ein Wort. Wortarten 109 d.3. Konjunktionen (spo´jniki) und Auxiliare (s!owa posi!kowe). Genus verbi. Diatheseauxiliare. Auxiliare wie móc verfügen meist über paradigmatische Oppositionen der Vollverben. das im einfachen Satz ohne Unterordnung unter ein Inhaltswort (d. Morphologisch ist das Adjektiv ein dekliniertes Wort mit spezifischen Endungen für Kasus.2.3. d. Funktionswörter gliedern sich in grammatische und pragmatische Wörter: Die grammatischen Wörter sind Präpositionen (przyimki).3. Die pragmatischen Wörter sind Funktionswörter ohne satzgliedrelationale. Temporalauxiliare. das einem Substantiv ohne Begleiter untergeordnet sein kann und dem ein Verb nicht übergeordnet sein kann. das einem Verb untergeordnet und nicht dessen erstes Argument sein kann. bei Eigennamen besteht diese Möglichkeit nicht. siedem kotów. po polsku. Vollverben bezeichnen aktionale Situationen (="Vorgänge und Zustände). Person. Adjektive bezeichnen Eigenschaften oder als Eigenschaft konzipierte Entitäten.3. vgl. Adverben (przys!o´wki) Das Adverb ist syntaktisch ein Wort. Modus.5. 1. sind aber nur morphologisch ‚Verben’. entweder als Begleiter verschiedenartiger Konstituenten und regierendes Wort eines Substantivs (Präpositionen) oder als Begleiter gleichartiger Konstituenten (Konjunktionen). Genus und Numerus. … oder Pronomen. Substantiven. gehören jedoch nicht zur Wortart Verb.h. tutaj. Auxiliare (Kopulae wie byc´. also Pronominaladverben wie teraz. 1. 1. Die grammatischen Wörter sind Funktionswörter für Relationen zwischen Satzgliedern oder Teilsätzen. Bei Substantiv-Kardinalia besteht sie in der Zählung von Objekten. Bei den Pronominalsubstantiven entspricht der referenzsemantischen Funktion eine deiktische und/oder anaphorische lexikalische Bedeutung. des Sich-Vorstellens der Entität.h. Verben (czasowniki) Syntaktisch ist ein (Voll-)Verb ein Inhaltswort.h. Numerus. jak.1. Aspekt. dies gilt jedoch nicht für Pronominaladverben. Infinitiven) das Prädikat des Elementarsatzes. 1.3.

tak der Fall ist. ist die sichtbare Folge der sprachlichen Entwicklungsprozesse. wie dies bei pragmatische Formeln wie czes´c´. bzz und sie haben dann meist keinen Bezug zu anderen Äußerungen. dass sich lexikographi- . Kategorien 1. ist als weitere klassische. Das Funktionswort nie ‚nicht’ steht außerhalb der Wortarten (traditionell wird es zu den Partikeln gezählt. dzie˛kuje. Adverben mit anaphorischer oder taxischer Funktion wie potem ‚dann’. brr oder eine lautmalende (‚onomatopoetische’) Form.110 1. bestimmte illokutive Akte oder die Realisierung pragmatischer Maximen relevant. weil’. chyba ‚wahrscheinlich’. Partikeln sind syntaktische Wörter mit pragmatischer Relation zur gegebenen oder zu anderen Äußerungen. ‚denn’. ciach.1. Stämme und Bedeutungen einmalige oder zumindest eher individuelle Einheiten darstellen. mit ihnen werden expressive Akte vollzogen. Neben den erwähnten Wortarten der Pronomen und Numeralia. w kon´cu ‚letzendlich’) haben.4. Grundlagen Funktion. es hat jedoch keine pragmatische. oj. moz˙e ‚vielleicht’. aber heute nur noch selten beachtete Wortart das Nomen zu erwähnen. z.4. oczywis´cie ‚natürlich’. als Minimum gehören dazu Konjunktionen wie bo. Konnektive Funktion können darüber hinaus auch Formeln (po pierwsze ‚erstens’. was eigentlich als grammatisch regelmäßig angesehen werden kann. Die daraus resultierenden Übergangsphänomene manifestieren sich in den Schwierigkeiten bei der Anwendung des Begriffs der Regelmäßigkeit bzw. Sie verbinden Elemente eines Textes ab Satzgröße (‚transphrastische Funktion’) und tragen dadurch zu dessen Kohärenz bei. Sie können eine affektive expressive Funktion haben. wprawdzie ‚tatsächlich’. Zur Beschreibung von Kategorien der Morphologie Lexikalischer und grammatischer Status 60 Während die lexikalischen Morpheme. wird Grammatisches vor allem unter dem Gesichtspunkt sprachlicher Regelmäßigkeit betrachtet. Interjektionen bilden immer eine autonome Äußerung.B. Als neuere Wortart ist die Kategorie der Konnektoren zu nennen. vgl. wie˛c 1. Die Grenzziehung zwischen Beiden ist aber problematisch. vgl. sondern semantische Funktion). die ihre Konstitution gemeinsamen lexikalischen Eigenschaften verdanken. vgl. Insbesondere Wörter ohne Flexion können mehreren Wortarten angehören. das die Substantive und Adjektive aufgrund ihrer gemeinsamen morphologischen Eigenschaften umfasst (unter angelsächsischem Einfluss wird in der Germanistik gelegentlich ‚Nomen’ (<"‚noun’) auch für ‚Substantiv’ gebraucht. 1. Sie sind für Einstellungen. Das Problem. ‚denn. dlatego ‚deshalb’ und Partikel wie wie˛c 2. In der Kategorie werden Einheiten verschiedener Wortarten mit gemeinsamer syntaktischer einschließlich textlinguistischer Funktion zusammengefasst. ist oczywis´cie Partikel ‚offensichtlich’ oder Interjektion ‚Sicher! (als Antwort)’. der Grammatizität. die von Lexikalischem zu Grammatischem verlaufen. was sich auch daran erkennen lässt.

z. Daher gibt es in jeder lebenden Sprache neben Einheiten mit einem deutlich ausgeprägten lexikalischen oder grammatischen Charakter eine große Anzahl von Einheiten. !adny ‚schön’ > !adnie ‚schön’. lexikalische Eigenschaften eher schwach ausgebildet sind. als Bestandteil eines anderen grammatische Funktion haben können. Aber aus der traditionellen Grammatik ist lange bekannt. Bei der Bildung von Aspektpartnern wird ein neues Wort abgeleitet. Formenbildung) aufzuteilen. … durch ein Flexionsparadigma einer anderen Deklination. in denen grammatische bzw. Das Gleiche gilt für die Bildung des Passivs mit sie˛: budowac´ ‚bauen’ > buduje sie˛ ‚wird gebaut’. . Ähnliche Zwischeneffekte ergeben die (selteneren) Degrammatikalisierungen. das die Bedeutung ‚Logiker’ hat. also von Morphemen mit grammatischer Funktion. vgl. die zur (lexikalischen) Wortbildung und solche. Das dazu verwendete Mittel (Formativ) ist aber ein Paradigma von Flexionsaffixen. prze. polski ‚polnisch’ > po polsku ‚auf polnisch’ wird ebenfalls ein neues Wort gebildet. also (logik)-Ø. zwiedzac´ von zwiedzic´ ‘besichtigen’. Dieser Prozess wird als Grammatikalisierung bezeichnet (vgl.in przepisac´ ‚abschreiben’ (lexikalisch) und in przeczytac´ ‚lesen’ (grammatisch. lexikalische Wortbildung) und grammatische (Flexion. odkrywac´ von odkryc´ ‚entdecken’. dabei wird aber ein Affix mit grammatischer und nicht mit lexikalischer Funktion angefügt. dann besteht der Ableitungsvorgang in folgendem: Ersetzt wird das Flexionsparadigma einer Deklination. Lehmann 1995 ist ein Standardwerk). w rezultacie ‚schließlich’ oder auch in Morphemen. Formenbildung gehören. also (logik)-a. dass ein Affixparadigma zugleich der Wortbildung und der Formenbildung dienen kann. Aspekt-Präfix).B. Dem ist jedoch keineswegs so.1. (logik)-a. einen Überblick bei Diewald 1997. z. Bei der Ableitung von Adverbien aus Adjektiven. in transparenten Funktionswörtern wie jednym s!owem ‚mit einem Wort’. (logic)-e. die zur (grammatischen) Flexion bzw. (logik)-owi.4. die als Bestandteil eines Wortes lexikalische. als seien die Morpheme eindeutig in lexikalische (Wurzeln. dass per Wortbildung aus logika ‚Logik’ das Wort logik ‚Logiker(in)’ abgeleitet wird.B. aber lexikalisch nichts geändert. zbudowac´ von budowac´ ‘bauen’. Grammatische Einheiten entstehen in der Regel in einem kontinuierlichen Übergang aus lexikalischen Einheiten. Kategorien 111 sche Beschreibungen (Wörterbücher und Vorarbeiten dazu) mit grammatographischen großflächig überschneiden. analog zur Ableitung (Derivation) des Wortes studentka ‚Studentin’ von student ‚Student’. bei denen der sprachlichen Einheit nicht problemlos der lexikalische oder der grammatische Status zugeschrieben werden kann. wird der Eindruck erweckt. Zwar sind Flexionsaffixe eindeutig grammatische Affixe. und ebenso eindeutig gehört die Ableitung von smaz˙-alnia ‚Grillstube’ aus smaz˙yc´ ‚braten’ zur Wortbildung. … Mit der Ersetzung des einen Flexionsparadigmas durch das andere wird also ein neues Wort gebildet. Der Übergang von Lexikalischem zu Grammatischem zeigt sich z. Mit der Unterscheidung von Affixen in solche. Wenn man sagt.B. (logik)-i.

je nach Funktion und Kontext des Wortes. Bei der Affigierung können sich lexikalische und grammatische Prozesse überschneiden. von den anderen grammatischen Affixen und auch von klassifikatorischen Kategorien wie der des Genus des Substantivs erfasst wird. Da dem Unterschied zwischen lexikalischen und grammatischen Funktionen nicht immer formale Unterschiede entsprechen. in diesem Fall mit dem Aspektpartner podzielac´. is´c´ ‚gehen’ > pf.und Formbildung ist noch enger. und zur Bildung von Wörtern mit anderer lexikalischer Bedeutung wie in na-jechac´ ‚auf (etwas) auffahren’ verwendet werden kann. Aus der geschilderten Situation können folgende Konsequenzen gezogen werden: 1. Zu den so definierten ‚Funktionen mit grammatischem Status’ gehören alle Bedeutungen der grammatischen Kategorien. Obligatorische und fakultative Kategorien 61 Das am weitesten verbreitete Kriterium grammatischer Kategorien ist die Obligatheit. Es können aber auch neue Wörter mit geänderter lexikalischer Bedeutung gebildet werden und gleichzeitig kann die grammatische Funktion sich ändern. aber eben darüber hinaus eine Reihe anderer.112 1. Immerhin könnte dann die affixale Veränderung bei napisac´ als Formbildung. aufteilen’. mit der gemeinsamen Standardbedeutung ‚zer-. Vgl. Daher soll zunächst eine Definition von ‚grammatischer Funktion’ im Sinne von ‚Funktion mit grammatischem Status’ gefunden werden. mit der die Gemeinsamkeit der Funktion von Flexionsmorphemen. przebudowac´ ‚umbauen’ oder ipf. die einen angemessenen Platz in der Morphologie brauchen. ist die Unterscheidung zwischen lexikalischem und grammatischem Status anhand der Funktionen zu definieren. Mit diesem Begriff wird üblicherweise der grammatische Status von Flexionsparadigmen defi- . Dagegen führt die Präfigierung mit po. zur neuen lexikalischen Bedeutung von podzielic´ ‚(die Meinung.in podzielic´ ‚aufteilen’ kann einerseits eine grammatische ohne eine lexikalische Funktion haben und andererseits eine lexikalische. in denen ein Präfix in ein und demselben Wort. 2. Die Veränderung ist rein grammatisch. eine grammatische oder eine lexikalische und grammatische Funktion besitzen. Es gibt jedoch auch genügend Fälle. dass ein und dasselbe Präfix zur Bildung von grammatischen Aspektpartnern. Auffassung u. wie es bei der Derivation von ipf. Grundlagen Soweit die Bildung neuer Wörter ohne Änderung der lexikalischen Bedeutung. napisac´ zu ipf. Die Verschränkung von Wort. sie überlappen sich vielmehr. budowac´ ‚bauen’ > pf. przejs´c´ ‚über (etwas) hinübergehen. Wortbildung und Formenbildung sind daher keine komplementären Bereiche. verbunden mit einer grammatischen. überqueren’ geschieht. vgl. pisac´ ‚schreiben’. pf.a. Das Präfix po.) teilen’. das Beispiel podzielic´: Als Derivat von dzielic´ ‚teilen’ ist podzielic´ ‚aufteilen’ dessen Aspektpartner. Ein Morphem oder eine Morphemkombination kann eine lexikalische. bei najechac´ als lexikalische Wortbildung angesehen werden.ä. grammatische oder lexikalische Funktion hat.u. Es ist nicht nur so.

Adverbialpartizipien oder abgeleiteten Adverbien wie mocno ‚stark. Als morphologisch bezeichnen wir oppositive grammatische Funktionskategorien von Wortformen. Auch z. die aufgrund einer allgemeinen Regel für beliebige Wörter einer Wortart und für Kombinationen von Wortarten vorausgesagt werden können. Als grammatisch bezeichnen wir Funktionskategorien. Dieser Begriff der Obligatheit ist sehr eng. denn man muss sie nicht spezifizieren. denn er wurde ausgehend von Deklinationen und Konjugationen entwickelt. sondern seines Stammes gesehen wird (was die Regel ist. Bei den Aspektpartnern gibt es immer ein Partnerverb. Dieser Terminus kann jedoch verschieden interpretiert werden. hat demgegenüber aber keine im konventionellen Sinne syntaktische Funktion.4. im Paar odkrywac´ – odkryc´ ‚entdecken’ ist Letzteres – obwohl nicht durch Affix markiert – ein Verb des pf.B. Wird er z. Aber auch damit wären die Funktionen von adjektivischen Partizipien. weil sie nicht obligatorisch mit dem Verb verwendet werden. jedoch auch nicht obligatorische wie die des adjektivischen Partizips oder des Adverbialpartizips erfasst werden. vgl. die aufgrund einer allgemeinen Regel für Kombinationen . Danach ist eine Bedeutung grammatisch in einer Sprache L. wenn der Sprecher nicht wählen kann.B. so dass er entsprechend dem Kriterium der syntaktischen Funktion keine grammatische Kategorie wäre. Der Aspekt z. die das Genus festlegen.B. wenn man ein Verb bzw. Die Numerusendungen der Adjektive erfüllen eine rein syntaktische Funktion. dann sind viele in der Grammatik-Literatur als grammatisch angesehene Morpheme nicht obligatorisch. wenn ein Wort verwendet wird. polscy studenci ‚polnische Studenten’. dass Morpheme zwangsweise verwendet werden müssen. ob er sie unspezifiziert lässt. weil es bei sehr vielen Substantiven keine obligatorisch verwendeten Morpheme gibt. ohne dass damit nicht auch ein Aspekt spezifiziert würde. 12). Lehmann (1995. Man kann kein Verb verwenden. Kategorien 113 niert. die in der Tat obligatorisch zu realisieren sind. Adjektiv benutzt. Wenn das Genus des Substantivs nicht als Funktion der Flexionsmorpheme. die solche Funktionen von Wortformen und Kombinationen von Wortformen enthalten. s. kräftig’ nicht grammatisch.1. die aufgrund einer allgemeinen Regel für beliebige Wörter einer Wortart vorausgesagt werden können.). Als syntaktisch bezeichnen wir Funktionskategorien von Kombinationen von Wortformen. Eine weniger enge Definition erwähnt Ch. indem sie die Kongruenz mit Substantivendungen anzeigen. Ein geläufiges Kriterium der Grammatizität ist die (morpho-)syntaktische Funktion einer Einheit. dass die obligatorischen Funktionen eingeschlossen sind. Grammatische Funktionskategorien enthalten morphologische oder syntaktische Funktionskategorien. die Morpheme der Adverbialpartizipien wären nicht grammatisch. bei dem kein aspektuelles Morphem den Aspekt markiert. Aspekts.u. dann wäre bei diesem Obligatheits-Begriff das Genus der Substantive keine grammatische Kategorie. In der vorliegenden Grammatik werden grammatische Funktionen so definiert. in dem Sinne verstanden. Das ist zum Beispiel beim Aspekt der Fall.

dass es eine Genusfunktion ausübt.h. (b) Die Ausnahme beruht auf einer sprachhistorisch begründeten Norm. als auch syntaktische Funktion haben. Aber auch bezüglich anderer Affixe als Endungen besteht Voraussagbarkeit: Bezüglich eines beliebigen Verbs kann vorausgesagt werden. Mit dem vorliegenden Begriff der grammatischen Funktion wird nicht nur die Grammatizität von flexivischen und bestimmten derivationalen ‚grammatischen Kategorien’ erfasst. dass es die Derivationsbasis für ein Adverbialpartizip sein kann. die traditionell zu den ‚grammatischen Kategorien’ gezählt werden. Auch hier gilt: Eine sprachliche Einheit kann sowohl morphologische. die zu den traditionellen grammatischen Kategorien gehören. er ist funktional obligatorisch. was morphologische Funktionskategorien sind. Betrachten wir einige Beispiele. Pluralwörter wie fusy ‚Fusseln’. das Genus des kongruierenden Adjektivs determiniert. Ein Morphem für das Adverbialpartizip hingegen ist weder formal noch funktional obligatorisch. die obligatorischen grammatischen Kategorien angehören: Flexionsmorpheme sind formal und funktional obligatorisch. sondern auch die der ad- .114 1. kosztowac´ ‚kosten’ keine Ableitung von Aspektpartnern. Die Funktionskategorien können dementsprechend vorausgesagt werden: Für ein beliebiges Adjektiv gilt die Voraussage. Mit dem Verb muss eine der Bedeutungen des Aspekts realisiert werden. Mit der Definition sind zunächst einmal jene grammatischen Funktionen erfasst. wobei zwei Arten der Ausnahmen unterschieden werden können: (a) Die Ausnahme ist semantisch begründet. d. als Prinzip. Flexionsmorpheme sind immer Affixe mit morphologischer. mit einem Verb muss weder die Funktion noch die Form des Adverbialpartizips realisiert werden. sind nur eine Untermenge der grammatischen Funktionen. d.B. dass mit ihm die Kategorien Kasus. die das Kriterium der Obligatheit erfüllen und über deren grammatischen Status kein Zweifel besteht. mit einem Substantiv muss eine Endung aus einem bestimmten Paradigma mit den entsprechenden Funktionen realisiert werden. Numerus und Genus realisiert werden. Wird ein Substantiv gebraucht. Ausnahmen im Einzelfall stören nicht die auf einer Regel basierende Voraussagbarkeit.B. Ausnahmen gibt es bereits bei den Kategorien. nosze ‚Trage’. geht im Umfang (in der Extension) deutlich über die Menge der Funktionen hinaus. dass es einem Aspekt angehört. und diese Voraussage ist für Substantive oder Adjektive nicht zulässig. wie sie hier definiert wurden. und damit grammatischer. Für ein beliebiges Verb kann jedoch vorausgesagt werden. vgl. wino ‚Wein’) erlauben keine Pluralbildung oder stative Verben wie znaczyc´ ‚bedeuten’. Die Definition dessen. Funktion. Anders gesagt: Die Bedeutungen. drzwi ‚Tür’. dass bei der Anwendung der Regel Spielraum für Ausnahmen gelassen werden muss. ‚Regelgegründet’ bedeutet. so kann vorausgesagt werden.h. Substantive bestimmter lexikogrammtischer Kategorien wie die Stoffnamen (z˙elazo ‚Eisen’. Die Definition soll in dieser Form gelten. woda ‚Wasser’. z. dass es z. die Tempora. das Ausnahmen zulässt. Grundlagen von Wortarten vorausgesagt werden können.

sei es in ein und demselben Wort wie das erwähnte po. die wie erörtert je nach Funktion und Umgebung sowohl grammatischen als auch lexikalischen Status haben können. wie smaz˙alnia ‚Grillstube’. Flexionsmorpheme. {-alnia}. Verb auch die Kombination mit der Funktion des ipf. Grammatisch: Morpheme. budowac´ > zbudowac´ ‚bauen’ und po. Es gibt damit Affixe. der auch die grammatische Funktion ‚maskulinpersonal’ trägt. die eine oder mehrere lexikalische Funktionen haben. nicht aber mit allen Verben. Aspekts gibt. in der der vom motivierenden Wort genannte Vorgang stattfindet’. dass es im Polnischen zu einem beliebigen pf. Als lexikalisch bezeichnen wir Funktionskategorien von Wortformen. Die Funktionskategorien sind eben morphologisch und damit grammatisch. Deshalb ist die Funktion dieses Affixes als lexikalische zu klassifizieren. Das Gegenstück zum grammatischen Status von Affixfunktionen ist der lexikalische. oder dass es zu einem transitiven Aktiv-Verb auch die Passiv-Funktion gibt. Folgende Bezeichnungen für Morpheme sollen hinsichtlich ihres Status gelten: Lexikalisch: Morpheme.in podzielic´ oder sie˛ wie in otwierac´ sie˛ (sie können hinsichtlich des Status ‚ambivalent’ genannt wer- . Kategorien 115 jektivischen Partizipien oder Adverbialpartizipien und der lexiko-grammatischen Kategorien wie ‚Stoffname’ oder ‚Transitivität’. auch wenn mit den Affixen Wörter gebildet werden.1. Man kann also nicht anhand einer allgemeinen Regel voraussagen. sypialnia ‚Schlafzimmer’. Zu den lexikalischen Funktionen gehören neben den Funktionen der Wurzeln von Inhaltswörtern die von Stämmen und von Wortbildungsaffixen.B. Da hier die gegenseitige Ausschließung des lexikalischen und grammatischen Status nur bezüglich der Funktionen angesetzt wird. dass Formen von Morphemen und Morphemkomplexen zugleich lexikalische und grammatische Funktionen zugeordnet sein können. Dem muss auch die Klassifizierung von Form-Funktions-Einheiten. Das Suffix {-alnia} wird nur mit einigen semantisch geeigneten Verben kombiniert. die eine oder mehrere grammatische Funktionen haben. von Morphemen und Stämmen in lexikalische und grammatische Rechnung tragen. ist die oben besprochene Tatsache berücksichtigt. sei es in verschiedenen Wörtern (najechac´ und na-pisac´). längstens bekannt und wurde oben im Zusammenhang mit der lexikalischen und zugleich grammatischen Aspekt-Präfigierung. dass es zu einem beliebigen Verb ein Derivat gibt mit der Bedeutung ‚Räumlichkeit. vgl.in podzielic´ ‚teilen’ erläutert. Dies ist hinsichtlich eines lexikalischen Stammes wie dem von me˛z˙czyzna ‚Mann’.4. s. die nicht aufgrund einer allgemeinen Regel für beliebige Wörter einer Wortart vorausgesagt werden können. z. denn Wörter wie *pisalnia ‚Schreibzimmer’ gibt es nicht. Man kann demgegenüber anhand einer allgemeinen Regel voraussagen.o.

przebudowawszy. Aber es gibt sehr verschiedene Ansichten darüber. ist nicht alleine auf die Polonistik beschränkt. die nur grammatische Funktion haben. Und wenn man den Aspekt als ‚nichtflexivische’ grammatische Kategorie auffasst. In den Wörterbüchern jedenfalls bilden z. wie die russische Akademiegrammatik von 1980. das neben der Bildung von Possessiva. die lexikalische Funktion haben. pisac´ > napisac´ .a. vgl. ob z.B. wie die polnische Akademiegrammatik von 1998. zbudowany und przebudowa(X). budowac´ sie˛. ohne dass damit an der grammatischen Natur etwa des Aspekts gezweifelt würde. mit der Bildung von Aspektpartnern.B. oder teilweise als zur Wortbildung gehörend. der Wörter przebudowac´. Sie werden sowohl im Rahmen der (lexikalischen) Wortbildung als auch in der Morphologie beschrieben. weil diese neben der lexikalischen Bedeutung fast immer auch grammatische Funktionen haben. also die Wortform ohne die Morpheme.schreiben’.‚bau-’ den lexikalischen Stamm u. zbudowac´. Grundlagen den).‚umbau-’ den lexikalischen Stamm u. Diminutiva und Ordinalia auch Komparativa umfasst. nur die Flexion ist ausgeschlossen. Dieses weitergehende Verständnis von Wortbildung. also durch das Anfügen grammatischer Affixe. dann handelt es sich um grammatische Wortbildung und damit auch um grammatische Derivation. Als lexikalischen Stamm haben wir die Summe der Allomorphe der Wortform(en) eines Inhaltswortes bezeichnet. In den älteren polnischen Grammatiken werden daher Affigierungen wie die Bildung des Aspekts oder der Adverbien meistens der Wortbildung zugerechnet. Bei lexikalischen Stämmen müssen wir definitorisch anders verfahren. przebudowywac´. Traditionelle Kategorienbildung in der Morphologie 63 Der Ausdruck ‚Kategorie’ wird in der neueren linguistischen Literatur meist im Sinne von ‚Menge’ gebraucht. Grammatische Morpheme werden in den Grammatiken üblicherweise in Form von zwei verschiedenen Arten von Kategorien beschrieben: .a. Wortbildung und Flexion 62 Die traditionelle polonistische Grammatikschreibung unterscheidet nur Flexion als zur Grammatik gehörigen Bereich und Wortbildung. Aspektpartner eigene Lemmata (= Stichwörter). mit der Flexion (fleksja) die Veränderung im grammatischen Affixbestand eines Wortes. neue Wörter oder nur neue Wortformen entstehen. Nach diesem Verständnis wird in der Wortbildung (s!owotwórstwo) die Bildung von Wörtern aus anderen Wörtern rekonstruiert. Wortbildung erstreckt sich hier tendenziell auf die Affigierung insgesamt.116 1. teilweise auch im ursprünglichen Sinne ‚allgemeiner Begriff/allgemeine Bedeutung’. der Wörter budowac´. Demnach bildet budowa(X). budowac´ > zbudowac´ ‚bauen’. so dass aus dieser Sicht zwischen ihnen Wortbildungsbeziehungen bestehen.

wird explizit von einem ‚Formenparadigma’ oder der ‚Funktionskategorie des Aspekts’ oder ‚grammatischen bzw. die nicht immer zu den grammatischen Kategorien gerechnet werden. (b) als Mengen grammatischer Bedeutungen wie Numerus oder Tempus. (b) als funktionsorientierte Beschreibung.h. denen bestimmte Formenparadigmen entsprechen. Um der Vieldeutigkeit dieses Ausdrucks zu entgehen. die in der vorliegenden Grammatik alle Form-Funktionskategorien mit morphologischen oder syntaktischen Funktionen sind. verwendet. Grammatische Morpheme wie die des adjektivischen Partizips und Adverbialpartizips oder diejenigen. Der Ausdruck grammatische Kategorie wurde im Laufe der Zeit für alle möglichen Kategorien in den grammatischen Beschreibungen verwendet. Damit verbunden ist das Problem. Grundsätzlich müssen also erst einmal Funktionskategorien (Menge von Funktionen). die zu Formenparadigmen führt. pie˛kny > pie˛knie ‚schön’. Kategorien 117 (a) als Flexionsparadigmen. die zwar als grammatisch angesehen werden. verstanden als Form-Funktionskategorie. die Adjektive zu Adverbien machen. dem Kontext überlassen. wie man mit den Kategorien umgehen soll. deren formale Entsprechung aber schwer oder gar nicht als Flexion angesehen werden kann. die zu Funktionskategorien führt. Sie sind nicht die einzigen Kategorien. als Deklinationen der Substantive. Sie alle haben grammatische Funktionen.1. wird heute. bezeichnen. Formenkategorien (Menge von Formen) und Form-Funktionskategorien (Menge von Form-Funktionseinheiten) unterschieden werden.). morphologischen Bedeutungen’ gesprochen. denen bestimmte Formen entsprechen. Beim Gebrauch der Termini für die morphologischen Kategorien wird der Unterscheidung. werden vom traditionellen System der grammatischen Kategorien nicht erfasst. geht. s. bilden aber keine ‚grammatischen Kategorien’. Das gleiche gilt für die lexiko-grammatischen Kategorien der Transitivität der Verben oder der Homogenität (‚Zählbarkeit’) der Substantive. die morphologische Funktion haben. der Ausdruck ‚morphologische Kategorie’ (kategoria morfologiczna) für ‚grammatische Kategorie im engeren Sinne’. Es ergibt sich folgendes Bild der traditionellen Kategorisierung grammatischer Morpheme: • Grammatische Suffixe. (a) und (b) beziehen sich auf das gleiche sprachliche Material. Adjektive und der Konjugationen der Verben.u.4. (a) kann man als formorientierte Beschreibung. die bestimmte Funktionen wie ‚Singular’ oder ‚Präteritum’ markieren. Wenn nötig. Diese gehören zu den grammatischen Kategorien. d. ob es sich jeweils um die Formen mit bestimmten Funktionen oder die Funktionen. vgl. Ein zentrales Problem ist die Auswahl der als ‚grammatisch’ bezeichneten Kategorien. bilden aber den Kern der hier als morpho-grammatisch bezeichneten Kategorien (s. . sind Affixe für den Komparativ und Elativ/Superlativ. so auch hier.

przeczytany ‚gelesen’. vgl. czytaja±cy ‚lesend’. najcieplej ‚am wärmsten’. zrobiony ‚gemacht’. ob und inwieweit die Kategorie eine Implikation der Wortart im folgendem Sinne ist: ‚Wenn ein Wort der Wortart W gebraucht wird. po niemiecku ‚auf deutsch’. czytany. und ipf. przeczytawszy. najcieplejszy . cieplejszy . wenn beide nicht kongruieren sollten. Sie hat also eine funktionale und eine formale Dimension. und ipf. grammatisch derivationaler. Entsprechend der obigen Definition des grammatischen Status (‚die Kategorie kann ausgehend von der Wortart vorausgesagt werden’) kann zur Feststellung des grammatischen Status der Funktion eines Morphems oder einer Morphemkombination die Frage formuliert werden. Aspektpartnern. wobei die funktionale Dimension Vorrang hat. Die Feststellung des grammatischen Status vorausgesetzt. kann die funktionale Struktur des Kategorientyps – flexivischer. vgl. die Kategorien der Morphologie entsprechend ihrem morphogrammatischen Typ einschließlich der Stärke ihrer Grammatizität zu systematisieren und sie als morpho-grammatische Kategorien zu bezeichnen. der Art. • Grammatische Suffixe. Grundlagen cieplej ‚wärmer’. die nicht zu den grammatischen Kategorien gerechnet werden. grammatisch klassifikatorischer und erweiterter morphologischer Typ – mit folgenden Fragen ermittelt werden: . sind die Affixe für pf. Die Unterscheidung der verschiedenen morpho-grammatischen Kategorientypen beruht auf der Art der Träger der grammatischen Funktion. zbity ‚geschlagen’. adjektivische Partizipien. czytaja±c ‚lesend’. kann dann auch die Funktionskategorie K als Teil beliebiger Wortformen von W realisiert werden?’ Antwort NEIN: lexikalischer Status der Funktionskategorie. vgl. Die Typen morpho-grammatischer Kategorien 64 Wir schlagen vor.wärmer’.118 1. Adverbialpartizipien. vgl. deren grammatischer Status zweifelhaft ist. • Affixe. wie diese die grammatische Opposition bilden und wie die Opposition markiert wird. die Affixe für pf. pisac´ > napisac´ ‚schreiben’. ciep!o ‚warm’.am wärmsten’ und Präfixe zur Bildung von pf. sind Affixe der Adverbableitung. robiony. !adnie ‚schön’. bity. Antwort JA: grammatischer Status der Funktionskategorie.

. ob die Markierung. in der Regel in Kombination mit grammatischen Affixen.B. kann das feminine Genus eines Substantivs wie kobieta nicht durch ein grammatisches Morphem geändert werden JA: ! flexivische Kategorie z.1. vgl.B.B.B.4.B. das Futur be˛de˛ czytac´ bzw. be˛de˛ czyta!(a) ‚ich werde lesen’. Wir können dementsprechend von synthetischer und analytischer grammatischer Markierung sprechen. die aus mindestens zwei Wortformen bestehen. wird diese als synthetisch bezeichnet. d.kann der pf. Analytische Markierungen ergeben im Polnischen Wortformen morphologischer oder erweiterter morphologischer Kategorien. impliziert der lexikalische Stamm eines Verbs eine bestimmte Aspektbedeutung oder der lexikalische Stamm eines Substantivs ein bestimmtes Genus ‚Kann die implizierte funktionale Subkategorie durch ein grammatisches Morphem geändert werden?’ JA: ! derivationale Kategorie z. Nicht selten werden grammatische Funktionen aber durch zusätzliche Funktionswörter. Derartige grammatische Wortformen. Kategorien 119 ‚Impliziert der lexikalische Stamm der Wörter aus der Wortart {W} eine bestimmte funktionale Subkategorie der grammatischen Kategorie {K}?’ NEIN: z. muss mit einem Verb nicht eine bestimmte epistemische Modalität realisiert werden Ermittlung der funktionalen Struktur der morpho-grammatischen Kategorientypen Diesen funktionalen Kriterien der Kategorientypen entsprechen per Default. aber keineswegs gesetzmäßig. der Gebrauch eines gebundenen Morphems (ausnahmsweise auch mehrerer Morpheme) mit grammatischer Funktion synthetisch oder analytisch ist. bestimmte formale Arten der Markierung. werden als analytisch (auch: periphrastisch) bezeichnet. markiert. Aspekt eines Verbs wie otworzyc´ durch ein Suffix geändert werden NEIN: ! klassifikatorische Kategorie z.h.B. muss mit einem Substantiv ein Kasus realisiert werden NEIN: ! erweiterte morphologische Kategorie z. Der zentrale Unterschied ist dabei. Ist die Markierung Bestandteil einer aus nur einem Wort bestehenden Wortform. impliziert der lexikalische Stamm eines Substantivs nicht eine bestimmte Kasusbedeutung oder ein Verb nicht eine bestimmte Modalbedeutung ‚Ist die grammatische Funktionskategorie obligatorisch?’ JA: z.

der Plural ludzie zum Singular cz!owiek oder mówic´ als Aspektpartner zu powiedziec´ ‚sagen’. Synthetische und analytische Markierungen sind direkte Markierungen. Bei einer indirekten Markierung wird die grammatische Funktion von einem Morphem angezeigt. ein Verb mit Passiv-Morphemen zu versehen. Eine andere Ausnahme mit formaler Ersatzfunktion sind Suppletiva. Bei Suppletiva werden Wortformen mit einer anderen Wurzel als der des Ausgangsparadigmas verwendet. meist einem Morphem außerhalb der synthetischen oder analytischen Wortform. Ihre Funktion gehört zur entsprechenden morphologischen Kategorie (vgl. Die analytische Markierung in morphologischen Kategorien ist als Ausnahme zu werten. wobei es der Stamm des Verbs ist. Grundlagen Funktionx Stammx Affixx Funktiony [Funktionsworty "(Stammx) Affixy] Schema der analytischen Markierung Analytische grammatische Wortformen wie das ipf. daneben kann es wie in profesor przysz!a. profesor przyszed! durch die Flexion des Verbs angezeigt werden. Die Möglichkeit. Analytische Wortformen können als ein Ersatz in morpohologischen Paradigmen angesehen werden. Futur werden von den meisten Autoren zur Flexion gezählt. wie z. Der oben gezeigten funktional begründeten Unterscheidung von Typen entsprechen auf der formalen Seite folgende Markierungsarten: morpho-grammatische Markierungsarten synthetisch: flexivisch synthetisch: derivational synthetisch: klassifikatorisch analytisch Träger der grammatischen Bedeutung Affixe Stamm oder Affix Stamm Funktionswort Markierung der grammatischen Opposition Affix-Substitution Affix-Addition indirekte Markierung analytisch Beispiel pan-Ø : pan-a : pan-u : … zakryc´ : zakry-wa-c´ (m!ody) me˛z˙czyzna moz˙na otworzy-c´ .B. das nicht Träger dieser Funktion ist. der Träger der Funktion ‚transitiv’ ist. dass das Verb transitiv ist. Sie sind Bestandteile von Flexionsparadigmen und bilden keine eigenen grammatischen Paradigmen. die Opposition der Tempus-Funktionen in be˛de˛ otwierac´ bzw.120 1. So wird das Genus des Substantivs in m!ody me˛z˙czyzna durch die Flexion des kongruierenden Adjektivs angezeigt. be˛de˛ otwiera!(a) ‚ich werde öffnen’ – otwieram ‚ich öffne’). zeigt (im Prinzip) an. da das markierende Morphem ein Bestandteil der markierten Wortform ist.

be˛dzie czytac´. hinzu.1. m!odziez˙-. dom-. m!od-. das von unten (lexikalische Ebene) nach oben zu lesen ist: morpho-grammatischer Typ Gebrauchseinheiten Produkt der Markierung markierende Einheit erweiterte Wortform moz˙na / zaczyna czytac´. przeczyta(j)-. Funktionswörter.4. Die Derivationsmorpheme sind in der Regel die nächsten Nachbarn des lexikalischen Stammes. prozie. desto höher ist sein Grammatizitätsgrad. Je weiter in einer synthetischen Wortform ein Morphem vom lexikalischen Stamm entfernt ist. Mit der Erweiterung morphologischer Kategorien schließlich kommen andere Wörter. naczytac´ sie˛. o prozie erweiterte morphologische Kategorie flektierte Wortform czytam. czytaja±c-(…). {t!¥ta} + lexikalische Morphem(e) Position der morpho-grammatischen Markierungen und Kategorien (plus Wortbildung) . Diese Positionierung ist im folgenden Schema abgebildet. m!oda + Auxiliar. {m!od}. Präposition flexivische Kategorie grammatischer Stamm czytaja˛c. Kategorien 121 Die Markierungen sind im Hinblick auf ihre lokale Position in der Wortform gestuft: die grammatische Klassifikation bezieht sich auf den Stamm selbst (er wird indirekt markiert und kann aus einer Wurzel allein bestehen oder lexikalische Wortbildungsmorpheme enthalten). während die Flexion sich rechts anschließt. m!odsz-(…) + Flexionsaffix derivationale Kategorie klassifikatorische Kategorie lexikalischer Stamm (von Vokabeln / von Lexemen) czyta(j)-. domek- + grammatisches Derivationsaffix + andere Morpheme lexikalische Wortbildung Wurzel {dom}.

B. Genus des Substantivs 3.B. Aspekt 2. ModalPhrasen wie moz˙na zakryc´). Zu diesen gehören neben den morphologischen Kategorien solche mit schwächerer Grammatizität: die morphologischen Transpositionskategorien (z. und die erweiterten morphologischen Kategorien (z. flexivische Kategorien z. Damit soll jedoch kein prinzipiell neues Kategoriensystem für die Morphologie aufgestellt werden.B. Modalphrasen System der morpho-grammatischen Kategorien grammatische Derivation grammatische Klassifikation erweiterte morphologische Kategorien . Morphologische Kategorien Flexion 1.B.B. Diese enthalten prinzipiell synthetische Wortformen.3 Erweiterte morphologische Kategorien. Sie gehören neben den derivationalen Kategorien wie dem Aspekt und dem klassifikatorischen Genus des Substantivs zu den morphologischen Kategorien (2). Partizip 3.122 1. Partizipien). in/transitive Verben). in/transitive Verben 3.B. Im inneren Zentrum befinden sich die – maximal grammatischen – Flexionskategorien (1).B. in dem geläufige Einteilungen definitorisch fundiert und soweit es geht in terminologischer Kontinuität fortgeführt werden können. z. Morpho-grammatische Kategorien 2. z.2 Transpositionskategorien. Vielmehr soll ausgehend von der traditionellen Kategorienlehre ein einigermaßen konsistentes Kategoriensystem formuliert werden. Die morphologischen Kategorien sind wiederum das Zentrum der morpho-grammatischen Kategorien (3). z.1 derivationale Kategorien. die keine strengen oppositiven Paradigmen bilden. Kasus 2. Grundlagen Mit den genannten Arten der funktionalen Struktur und der morpho-grammatischen Markierung werden die Typen morpho-grammatischer Kategorien ermittelt. Das Verhältnis zwischen den morpho-grammatischen Kategorien untereinander entspricht der Struktur konzentrisch angeordneter Flächen. die lexiko-grammatischen Kategorien (z. z. welche die Wortart verändern. deren grammatische Funktionen die Wortart nicht verändern. deren Funktion lexikalisch fundiert ist. Die morphologische Grammatizität nimmt in dieser Anordnung von innen nach außen ab.B. Das Verhältnis der Kategorientypen ist im folgenden Diagramm abgebildet: Art der Kategorie 3.1 lexiko-semantische Kategorien.2 klassifikatorische Kategorie. z.B.

Infinitiv . Modus.B. des Genus.4. des Numerus. dass sie mehrere grammatische Funktionen verschiedener grammatischer Kategorien zugleich markieren können. Funktion(en)x. Numerus. Person. Typisch für flexivische Affixe ist. des Tempus. die des Akkusativs der Adjektive. Der ipf. Kasus Tempus. des Modus. … (Stammz)+Affixy 65 Allgemeines Schema der flexivischen Kategorien Da die flexivischen Kategorien unten näher behandelt werden. Kasus Genus. durch verschiedene Endungen ausgedrückt werden. in Opposition dazu steht der ipf. Es gibt jedoch auch Ausnahmen: das Flexionssuffix {-!-} hat nur die Tempusbedeutung ‚präterital’.1.4. Die morphologischen Kategorien Die flexivischen Kategorien Bei den flexivischen Kategorien entspricht dem Austausch der Funktionen typischerweise die Substitution von grammatischen Morphemen. Die derivationalen morphologischen Kategorien Der pf. Seine Funktion ist die Markierung der Abwesenheit der anderen flexivischen Funktionen des Verbs – der Person. Morphologisches Paradigma Substantiv-Flexion Adjektiv-Flexion Verb-Flexion Teilparadigmen (Träger der grammatischen Funktionen) Substantiv-Deklinationen Adjektiv-Deklinationen Verb-Konjugationen Die Flexionen im Polnischen Der Infinitiv ist in die Verbflexion aufzunehmen. und dass umgekehrt die Funktionen. Ersatzweise kann die Markierung analytisch – durch Funktionswort und Affix – geschehen. Die markierenden Morpheme sind formal und funktional obligatorisch. zählen wir in der folgenden Tabelle nur die Kategorien und ihre Bedeutungen auf. Aspekt. markiert durch das Suffix in odkrywac´. z. die im Polnischen entsprechend der Definition flexivisch sind. Kategorien 123 1. Aspekt wird von der lexikalischen Bedeutung von odkryc´ ‚entdecken’ impliziert. … (Stammz)+Affixx Funktion(en)y. Numerus. As66 Morphologische Kategorien Numerus.2. weil er funktional in Opposition zu den anderen flexivischen Kategorien steht.

hier verändert das Präfix z. und dass das Suffix eine Variante von {-iwa-. In der Komparation ist nicht die Adjektiv-Endung der Träger der Positiv-Funktion. -a-} ist. Die vom Derivationsaffix getragenen grammatischen Funktionen der morphologischen Kategorien wie des Aspekts stehen in Opposition zu grammatischen Funktionen von Stämmen innerhalb derselben Wortart. Funktionx lexikalischer Stammx Funktiony (lexikalischerStammx)+Affixy Allgemeines Schema der derivationalen Kategorien Derivationale Strukturen entsprechen zwei verschiedenen Arten von derivationalen grammatischen Kategorien. Es sind also bei den derivationalen morpho-grammatischen Kategorien morphologische Kategorien und Transpositionskategorien zu unterscheiden. und ipf. Lexikalische Stämme sind also Träger grammatischer Aspektfunktionen. Das Suffix ist die derivationale Markierung des ipf. Aspekts. Adverbialpartizipien. Es ist aufgrund einer allgemeinen Regel voraussagbar.B. welches zu einem Derivat mit der Funktion ‚imperfektiv’ führt. Träger von grammatischen Funktionen ist auch das grammatische Affix. Komparativ und Elativ/Superlativ. den Stamm in eine andere Wortart zu überführen. dass der Stamm des pf. Aspekt. Stammfunktion in die Funktion des pf.die ipf. im Unterschied z. Aspekts impliziert und dass durch das Suffix diese Funktion in eine oppositive Funktion verändert wird. -wa-. z. es ist Träger der Funktion ‚verändere das perfektive Verb zu einem imperfektiven Verb’. Bei der aspektuellen oder der Passiv-Affigierung sowie der Komparation findet kein Wechsel der Wortart statt. -ywa-. bilden die grammatischen Funktionen eine morphologische (im engeren Sinne grammatische) Kategorie. mit dem von einem Stamm ein Derivat abgleitet wird. – das Genus verbi mit Aktiv und Passiv.B. Aspekts. Grundlagen pekt ist eine semantische Implikation des lexikalischen Stammes von budowac´´ ‚bauen’. Das liegt daran. zu adjektivischen Partizipien. die von Verben zu Adjektiven transponiert sind oder den zu Adverben transponierten Adverbialpartizipien. – die Komparation mit Positiv. Beim Genus verbi entspricht dem Stamm ohne derivationales Affix das Aktiv. Beim synthetischen Kompara- .124 1. die der Transpostionskategorien. dass der lexikalische Stamm von Verben wie odkryc´ ‚entdecken’ die Funktion des pf. die ja auch in den anderen Formen der Komparation auftritt. besteht darin. Bei Verben wie budowac´ ‚bauen’ ist es umgekehrt. dem Derivationsaffix das Passiv. Aspekts. als auch des ipf. Nur wenn die Opposition innerhalb derselben Wortart verbleibt. Im Polnischen gibt es drei derivationale morphologische Kategorien: – der Aspekt des Verbs mit pf. Verbs mit einem Suffix kombiniert werden kann. Im Unterschied dazu gibt es beim Aspekt eine Überkreuzbeziehung zwischen Stämmen und Affixen: Träger sowohl des pf. Aspekts sind sowohl Stämme als auch Affixe.

So indizieren die Endungen von kongruierenden Adjektiven die Genuszugehörigkeit von Substantiven.‚Wand’. Die Indeklinabilia wie kakao könnten dann als Ausnahmen angesehen werden.Dicke’ das feminine Genus und mit okn. für die Wortart geltende klassifikatorische Regeln vorausgesagt wird. ob die Regel ‚Bestimme das Genus eines unbelebten Substantivs anhand des . Aber auch eine Beschränkung auf unbelebte Substantive macht deren Endungen nicht zu vollgültigen Indikatoren des Genus. muss man festgestellt haben. s´ciana ‚Wand’. dass die grammatische Funktions-Kategorie durch allgemeine. bzw.‚Vater’. und diese Information entnimmt man der lexikalischen Bedeutung. silnik. s´cian.‚Mann’. bei der Elativ-Funktion ist es das Affix {naj-}. wyjs´ci. Diese grammatischen Funktionen der Stämme bilden untereinander Oppositionen. maskulin-personal ist. von stó! ‚Tisch’. stó!.Krüppel’. Wenn man wissen will. Denn ehe man die Frage stellen kann: Welches Genus indiziert das Endungsparadigma des Substantivs N. sierota ‚Waise’.. grubos´c´.‚Tisch’. hierzu Lehmann 2001). kakao ‚Kakao’ oder me˛z˙czyzna ‚Mann’ (s. kaleka . bei denen syntagmatisch verbundene Einheiten K die Kategorienzugehörigkeit einer anderen Einheit indizieren. profesor ‚Professor’ usw.4. so steht das maskuline Genus fest. Kategorien 125 tiv der Adjektive ist das Suffix {-sz-} bzw. Funktionx lexikalischer Stammx Funktiony lexikalischer Stammy 67 Allgemeines Schema klassifikatorischer Kategorien Neben den kongruierenden Adjektiven indizieren bei den unbelebten Substantiven auch die Endungsparadigmen das jeweilige Genus des Substantivs. bei den maskulin-personalen Substantiven ist dies schwieriger.‚Fenster’. Klassifikatorisch sind Regeln.1. ob das Substantiv belebt.‚Motor’. Die klassifikatorischen Funktionsoppositionen werden also nicht durch austauschbare oder anfügbare Affix-Paradigmen wie bei flexivischen oder derivationalen Paradigmen markiert. zwierz‚Tier’ das neutrale Genus fest. zumindest bei den unbelebten Substantiven. Träger der grammatischen Funktion ist prinzipiell der lexikalische Stamm: Haben wir den Stamm ojciec. Die klassifikatorische morphologische Kategorie Genus des Substantivs Dieser morpho-grammatische Typ ist dadurch gekennzeichnet. ob nicht die Endungen selbst als Träger der Genusfunktionen der Substantive angesehen werden sollten.‚Mädchen’. ganz zu schweigen von semi-ambigenen Bezeichnungen wie boa ‚Boa’.‚Ausgang’. entsprechend steht mit dziewczyn. deren Träger wiederum der lexikalische Stamm ist. doktor ‚Doktor’. hier sind Ausnahmen wie me˛z˙czyzna ‚Mann’ recht zahlreich. {-ejsz-} Träger der grammatischen Funktion. Hier entscheidet die lexikalische Bedeutung über das Genus. Ausgehend von Kempgen (1981) oder praktischen Grammatiken kann man die Frage stellen. okno ‚Fenster’. me˛z˙czyzn.

3. die Adverbialpartizipien. die deadjektivischen Adverben und die Ordinalnumeralia. diese hat bei Substantiven der lexikalische Stamm. Dort wird auch begründet. 1. über die unten mehr gesagt wird. Klassifikatorisch sind auch die lexiko-grammatischen Kategorien. Die oder eine grammatische Funktion des Derivationsaffixes zeigt an.a. so wie andere kontextuelle Wortformen. als durch Auslautformen oder Deklinationsparadigmen). belebt oder unbelebt ist und die Regel anwendbar ist oder nicht. während die Voraussagbarkeit des Genus anhand der lexikalischen Bedeutung (des lexikalischen Sexus / natürlichen Geschlechts) nur in beschränktem Maße besteht (wobei die Voraussage durch kongruierende Adjektive u. in deutlich größeren Umfang möglich ist. seien es Pronomina oder die Endungen von Präterita. muss man erst einmal die lexikalische Bedeutung dieser Wörter kennen. Sie haben aber nicht die Funktion des Trägers der Genusfunktion bei Substantiven. bei den morphologischen klassifikatorischen Kategorien nicht. Man kommt ohne die lexikalische Bedeutung also auch hier nicht aus. warum das Genus mit allen seinen Subkategorien (auch den maskulin-personalen und den nicht maskulin-personalen Substantiven mit deren Subkategorien der maskulin-belebten und maskulin-nicht belebten Substantive) nicht zu den lexiko-grammatischen Kategorien zugerechnet wird. weil sie weitgehend vollständig durch indirekte Markierung (durch kongruierende Adjektive u. Grundlagen Endungsparadigmas’ anwendbar ist.126 1.4. dann gehört die Kategorie nicht zu den morphologischen Kategorien. Wenn das Affix eine solche transpositive Funktion hat.) vorausgesagt werden kann. Endungen haben bei den unbelebten Substantiven ebenfalls eine Funktion als eine Art ‚Klassifikatoren’. Zusammenfassend gesagt: Die Kategorie Genus des Substantivs ist eine morphologische Kategorie. so dass die einfachste Regel zur Feststellung des Genus von Substantiven die geltende normative Regel ist. Die anderen morpho-grammatischen Kategorien Die Transpositionskategorien 68 Die morpho-grammatischen Transpositionskategorien umfassen die Adjektiv-Partizipien. ob das Substantiv maskulin-personal. weil diese einer bestimmten Wortart angehören. . dass der Stamm in eine andere grammatische Wortart überführt ist.a. Erst diese gibt darüber Auskunft. Bei ihnen kann die grammatische Subkategorie ausgehend von der lexikalischen Bedeutung vorausgesagt werden. also die Kongruenz mit dem Adjektiv.

vgl. 2. Erweiterte morphologische Kategorien Während die flexivischen analytischen Wortformen Bestandteil von morphologischen Kategorien sind. sowie Affixe der Ableitung von substantivierten Verben (Nominalisierungen. Ihre Wortformen werden nach folgenden Schemata gebildet: Funktionx Stamm x otworzyFunktiony ModAuxy"[(Stammx)Infinitivy] moz˙-esz otworzy-c´ trzeba otworzy-c´ … Analytische Markierung durch Modalauxiliar in erweiterten Wortformen . silnie ‚stark’. rzeczowniki ods!owne. miejski ‚Stadt-’. czytanie. bilden erweiterte Wortformen selbstständige analytische morpho-grammatische Kategorien. Lexikalischen Status haben jedoch die mit diesen Derivaten sehr oft verbundenen metonymischen und anderen sekundären Bedeutungen. vgl. czytanie 1. nomina actionis). przeczytanie ‚das Lesen’. zbicie ‚das Schlagen’ nicht zur grammatischen Wortbildung gerechnet. bicie. po polsku ‚auf polnisch’ Suffixe vgl. diese Derivate abzuleiten. ‚Lesung’. 2. robienie. Deren Transpositionsfunktion ist grammatisch. pia˛ty ‚fünfter’ Ordinalnumeralia von Substantiv (Kardinalnumeralia) zu Adjektiv Traditionell werden die Affixe der Ableitung von Beziehungsadjektiven. trzeci ‚dritter’. hamburski ‚Hamburger’. ‚Läuten’.4. vgl. ‚Schlagen’. Kategorien 127 Kategorie der Transponate Adjektiv-Partizip Adverbialpartizip deadjektivische Adverben Wortartwechsel von Verb zu Adjektiv von Verb zu Adverb von Adjektiv zu Adverb Träger der Transpositionsfunktion Paradigma der Partizipialsuffixe Paradigma der Suffixe des Adverbialpartizips Affix/ analytische Wortform vgl. bicie 1. zrobienie ‚das Machen’. ksia˛z˙kowy 1. 2. ‚Buch-’.1. da die Möglichkeit. ‚Lesen’. grubo ‚dick’. ‚buchsprachlich’. ausgehend von der Wortart im Polnischen jeweils prinzipiell vorausgesagt werden kann.

stimmen mit bestimmten Aspektfunktionen überein. denn sie haben fast immer eine syntaktische Funktion (die Präpositionen regieren Kasus. Auch byc´ ‚sein’ kann ebenfalls Auxiliar oder Vollverb sein. kon´czyc´ lekcje˛ ‚die Stunde beenden’. persönliche und unpersönliche Verben. sie verfügen auch sonst über eine ausgeprägte Grammatizität.128 1. vgl. vgl. ‚Er schlief ohne Pyjama / auf dem Sofa. grammatische Funktion. moz˙e (pisac´) ’er/sie/es kann (schreiben)’. vgl. Grundlagen Funktionx Stamm x otwierapisa- Funktiony Phas.Verby" [(Stammx)Infinitivy] zacze˛-!-a otwiera-c´ skon´czy-!-a pisa-c´ … Analytische Markierung durch Phasenverb in erweiterten Wortformen Die analytische Markierung von Kasusfunktionen durch Präpositionen in Präpositionalphrasen (na kanapie ‚auf dem Sofa’) geschieht auf analoge Weise. von der Wortart Substantiv kann vorausgesagt werden. transitive und intransitive Verben. So hat das Verb kon´czyc´ nur in Verbindung mit einem Infinitiv./ Zwróci! na niego uwage˛.u. zacze˛!a mówic´ ‚sie begann zu sprechen’. kon´czy!a sie± ubierac´ ‚sie hörte auf sich anzuziehen’.). einem Verb (Auxiliare).a. konczyc´ pisac´ ‚aufhören zu schreiben’. die Modalauxiliare markieren das Satzprädikat u.’ • Die Modalauxilare. dass sie mit Präpositionalphrasen auftreten können. Lexiko-grammatische Kategorien 69 Hierzu gehören geläufige Kategorien wie Stoffnamen.) der Modalität an und markieren das Satzprädikat. trzeba (otworzyc´) ‚man muss (öffnen)’. Sie bestehen aus . Zwróci! mu uwage˛. ergänzen diese und differenzieren sie syntagmatisch. vgl. telische und nicht telische Verben. vgl. ‚Er hat ihn zurechtgewiesen.’ Spa! bez piz˙amy / na kanapie. Regiert es ein substantivisches Objekt. Ausgehend z. / Er hat ihn beachtet. • die Phasenverben.B. • Die Präpositionen gehören zur Peripherie der Kategorie der Kasusfunktionen. dann ist es Vollverb. Zusammengesetzte Phasenausdrücke wie zacze˛!a mo´wic´ ‚sie begann zu sprechen’ oder Präpositionalphrasen wie do je˛zyko´w ‚zu den Sprachen’ werden also nicht erst auf der syntaktischen. Manche der Wörter dieser Paradigmen haben nur in bestimmten Verwendungen eine grammatische Funktion. zaczyna pisac´ ‚er/sie/es fängt an zu schreiben’. Die erweiterten Kategorien sind nicht nur voraussagbar mit einem Substantiv (Präpositionen) bzw. Die analytischen Kategorien mit Präpositionen und Auxiliaren haben grammatische Funktionen auf der morphologischen Ebene. wolno (palic´) ‚man darf (rauchen)’ gehören der funktional-semantischen Kategorie (s. sondern schon auf der morphologischen Ebene beschrieben.

tendenziell mit – ohne paarigen Aspektpartner). ausführlich Lehmann 2001): Eine Kategorie. Naturerscheinungen und innere Vorgänge beim Menschen. czytac´ ‚lesen’ – brakuje mi czasu ‚mir fehlt die Zeit’. weil hier das Genus nicht anhand der lexikalischen Bedeutung vorausgesagt werden kann. powietrze ‚die Luft’. Kategorien 129 Mengen von Wörtern. die als von einer Person nicht beeinflussbar dargestellt werden. vgl.B.a. zamieszkac´ ‚bewohnen’. kommen mit einem direkten Objekt vor und können prinzipiell das Passiv bilden.a. • die Transitivität mit den transitiven – intransitiven Verben (mit – ohne Passiv. vgl.1. v. genauer Wortstämmen. bei persönlichen Verben können die Personalendungen verändert werden. Problematisch ist die Zuordnung einiger Subkategorien des Genus der Substantive. sie bezeichnen Situationen mit – ohne logisches Objekt. deren Teile oder Vermehrung mit dem gleichen Substantiv benannt werden können. Kontinuativa bezeichnen homogene Objekte. Bei den belebten Feminina und den maskulin-personalen Substantiven hingegen stimmt die Klassifizierung durch das kongruierende Adjektiv (m!oda . intransitive nicht. vgl. metal ‚das Metall’. transitive Verben z. was für Individuativa nicht gilt. Mengen dieser Art werden in manchen slavistischen Grammatiken als ‚lexiko-grammatische Paradigmen’ aufgeführt. während telische Verben Situationen mit innerer Grenze bezeichnen.: • die Kategorie-Homogenität mit den Individuativa wie student oder sto´! und den Kontinuativa (auch: Stoffnamen. als auch aufgrund der lexikalischen Bedeutung für ein beliebiges Wort der betreffenden Wortart vorausgesagt werden kann. • die persönlichen – unpersönlichen Verben (czasowniki osobowe – nieosobowe). rzeczowniki materia!owe) wie glina ‚der Ton’. ist eine lexiko-grammatische Kategorie. die unpersönlichen Verben beziehen sich auf Vorgänge.B. Dazu gehören u. die atelischen Verben bezeichnen als lexikalische Einheiten Situationen ohne innere Grenze.4. bei unpersönlichen gibt es nur die 3. Die lexiko-grammatischen Kategorien können von den morphologischen klassifikatorischen Kategieren anhand folgender Definition abgegrenzt werden (vgl. Sie gehören zum klassifikatorischen Kategorientyp. Bei den unbelebten Substantiven aller Genera besteht kein Zweifel über die Zuordnung zu den morphologischen Kategorien. der transitiven und intransitiven Verben werden nicht als morphologische (grammatische) Kategorie angesehen. mit bestimmten grammatischen und lexikalischen Gemeinsamkeiten. Person Singular (neutrum). so dass bei deren Teilung oder Verlängerung das Verb weiterhin verwendet werden kann. Die Mengen z. odkryc´ ‚entdecken’ – spac´ ‚schlafen’). deren Funktionen sowohl aufgrund der klassifikatorischen Markierung. obwohl auch sie Träger von grammatischen Funktionen sind. • die Telizität mit den telischen und nicht telischen Verben (czasowniki teliczne – nieteliczne. s´nieg ‚der Schnee’. otworzyc´-otwierac´ ‚öffnen’.

bei der die Übereinstimmung zwischen grammatischer Funktion und lexikalischer Bedeutungskomponente verloren geht: Neben den Tiernamen mit maskulin-belebter lexikalischer Bedeutung wie byk ‚Bulle’.a. usw. Grundlagen kobieta. andererseits solche Kategorien. V – Verb): Lexikogrammatische Kategorien u. in lexikalischen Stämmen. mit denen keine belebten Objekte bezeichnet werden: für Automarken (mercedes. m!ody poeta. Besonders bei den maskulin-belebten Substantiven gibt es aber Tendenzen zur Ausweitung der Kategorie.130 1. die deren Funktionen oder Formen in einem bestimmten Format. bielinek ‚Kohlweißling’) usw. sowie auf hinsichtlich des natürlichen Geschlechts (Sexus) sprachlich nicht unterschiedene Arten von Tieren wie Insekten (mól ‚Motte’. polonez ‚Polonaise’) u. Adv. . – Adverb. fiat). m!ody ojciec) mit der lexikalischen Bedeutung (dem natürlichen Geschlecht/Sexus) tendenziell überein. Homogenität N Transitivität V Un-/Persönliche V telische – nicht telische V Transpositionskategorien AdjektivPartizipien Adj Adverbialpartizipien Adv Deadjektivische Adverben Adv Ordinalnumerale Adj Klassifikatorische Kategorien Flexivische Kategorien Derivationale Kategorien Erweiterte morphologische Kategorien Erweiterte morphologische Kategorien Präpositionalphrasen N Modalphrasen V Phasenausdrücke V Morphologische Kategorien Genus N Genus Adj V Numerus N Adj V Kasus N Adj Person V Tempus V Modus V Infinitiv V Aspekt V Diathese V Komparation Adj Tabelle der morpho-grammatischen Kategorien Korrespondierende Kategorien: Kategoriale Korrespondenzen Korrespondierende Kategorien sind einerseits die morphologischen Kategorien und die morphologischen Transpositionskategorien. In der folgenden Tabelle wird eine Übersicht über die morpho-grammatischen Kategorien gegeben. – Adjektiv.h. d. wobei diese mit der obersten Tabellenzeile den morphologischen und den anderen morpho-grammatischen Kategorien zugeordnet werden. Tänze (walc ‚Walzer’. komar ‚Mücke’) Schmetterlinge (motyl ‚Schmetterling’.a. Angesichts dieser Situation rechnen wir den ganzen Komplex zu den morphologischen klassifikatorischen Kategorien. pies ‚Hund’. verbreitet sich die maskulin-belebte Funktion auch auf Substantive. mit der untersten Tabellenzeile dem Kategorientyp (Abkürzungen für die Wortarten: N – Substantiv. Adj.

die weder auf ein Format noch auf einen grammatischen oder lexikalischen Status festgelegt sind. d. Elementarsatz (Syntax) und Text (Textlinguistik) hin zu den funktional-semantischen Kategorien. deren Bedeutungen ein und derselben semantischen oder pragmatischen Kategorie angehören. Im Zentrum befindet sich meist eine morphologische Kategorie. Im Folgenden wird kurz auf Kategorien eingegangen. in der viele dieser Kategorien keinen klassischen Gegenstand bilden.und Textfunktionen der morphologischen und der morpho-grammatischen Transpositionskategorien. Für die Definition solcher Kategorien und die Klassifikation der Einheiten wird nur die funktionale Seite herangezogen. Sätzen u.4.1. deren Zentrum von morphologischen und von morpho-grammatischen Transpositionskategorien gebildet wird. – diejenigen funktional-semantischen Kategorien (s. eine ausführlichere Behandlung findet sich im Kapitel zum Kasus und zu den Verbkategorien. Das entspricht der gegenwärtigen Grammatikforschung und -schreibung. So gehören zur funktional-semantischen Kategorie der Temporalität neben den Tempora auch temporale Adverbien wie dzis´.. Funktional-semantische Kategorien haben eine gestufte innere Struktur. dzisiaj ‚heute’. Sie werden auch im vorliegenden Abschnitt nur erwähnt mit dem Ziel. Substantive wie rok ‚Jahr’ und Adjektive wie m!ody ‚jung’.und Textfunktionen werden an dieser Stelle nicht weiter erwähnt. So gibt es z. ‚wenn’. Dieser Ort ist die dem Format der Kategorienelemente entsprechende Sprachebene: Die obige Aufzählung verläuft vom Format lexikalischer Stamm (Ebene der Lexik) über die Formate Wortform (Morphologie). Funktional-semantische Kategorien Als funktional-semantische Kategorien werden Mengen von sprachlichen Form-FunktionsEinheiten aus den Inventaren verschiedener Ebenen und Paradigmen bezeichnet.u. z. – die erweiterten morphologischen Kategorien.a. Diese anderen korrespondierenden sind im Wesentlichen: – die lexiko-grammatischen Kategorien. – die Kategorien der Satz. in denen sich neben einer morpholo70 . zum Tempus keine korrespondierende lexiko-grammatische Kategorie. Korrespondierende Kategorien werden im weiteren Text des Teils ‚Das Wort’ in verschiedenem Umfang behandelt. in der Temporalität die Kategorie Tempus. Präpositionen und Konjunktionen wie przed ‚vor’. Kategorien 131 Wortformen. enthalten.B.h. in aller Regel mindestens ein Zentrum und eine oder mehrere Peripherien. diesen Kategorien einen systematischen Ort zuzuweisen.B.). Die Satz. kiedy ‚als’. Ohnehin gibt es nicht zu jeder morphologischen oder morpho-grammatischen Transpositionskategorie korrespondierende Kategorien aller Formate.

Daneben gehören z. Ein Zentrum der Modalität ist der Modus. Grundlagen gischen Kategorie als Zentrum auch die entsprechenden erweiterten morphologischen Kategorien befinden. Beispiele für Korrespondenzkategorien finden sich in den folgenden Tabellenzeilen (ohne syntaktische und textlinguistische Kategorien): lexiko-grammatische Kategorien Telizität Transitivität Argumentbedeutungen Graduierbarkeit morphologische Kategorien Tempus Aspekt Modus Genus verbi Kasus Komparation Phasenausdrücke Modalphrasen – Präpositionalphrasen – erweiterte morphologische Kategorien funktional-semantische Kategorien Temporalität Aspektualität Modalität Diathese semantische Kasusrollen Komparativität Ausgewählte morphologische und korrespondierende Kategorien .132 1. Bei der Aspektualität bildet der Aspekt das Zentrum und die Phasenverben (zaczynac´ ‚beginnen’. zawsze ‚immer’ oder nagle ‚plötzlich’ zu dieser Kategorie. auch Adverben wie cze˛sto ‚oft’. die Präpositionen die wichtigste Peripherie. Eine wichtige Peripherie sind Modalauxiliare wie trzeba ‚man muss’. kon´czyc´ ‚enden’) eine wichtige Peripherie. wolno ‚man darf’.B. Bei semantischen Kasusrollen bilden die Kasusendungen mit ihren Funktionen einen Kern der funktional-semantischen Kategorie. moz˙na ‚man kann’.

’ In diesem Satz ist vom Haus als solchem die Rede. der Sprecher hat keinen einzelnen. Die zentrale Eigenschaft von Appellativa ist ihre Fähigkeit.’ Sprzedalis´my dom w zesz!ym roku. Beide Kategorien sind sehr groß und offen für neue Mitglieder. Orthografie. das er in der Situation eindeutig identifizieren kann. Ihnen entspricht eine überindividuell gleich abgespeicherte Bedeutung. So haben alle Polnisch Sprechenden eine in etwa übereinstimmende Vorstellung davon. Hierzu gehören typische Substantive wie dom ‚Haus’.1. sondern ein einzelnes. Substantive 2. In diesem Falle benutzt er manchmal zusätzlich zeigende Wörter wie z. Lexikalisch-grammatische Kategorien des Substantivs In der Wortart der Substantive (rzeczowniki) lassen sich neben den Personalpronomen zwei Subkategorien ausmachen. Eine noch andere Art der Referenz des Substantivs dom liegt vor.2. wenn der Sprecher zwar einen konkreten Repräsentan72 71 .1.’ Hier weiß der Hörer. die ständig hinzukommen: Appellativa wie samocho´d und Eigennamen wie Kowalski. die mit Hilfe einer beschreibenden Paraphrase (="Explikation) explizit gemacht werden kann.B. was ein typisches samocho´d ‚Auto’ ist. Possessivpronomen oder im Deutschen den bestimmten Artikel der: Sprzedalis´my w zesz!ym roku swo´j dom. Appellativa Die eine Klasse bilden die Appellativa – auch Gattungsnamen (nazwy pospolite) genannt. dass nicht die Klasse der Häuser an sich gemeint ist. Morphologie und auch Syntax unterscheiden.1. mi!os´c´ ‚Liebe’ und cz!owiek ‚Mensch’. In der konkreten Kommunikation wird die Referenz dann mit Hilfe anderer sprachlicher Mittel und der Einwirkung der Sprechsituation näher festgelegt. Er kann mit dem gleichen Substantiv aber auch ein bestimmtes Haus meinen. sich sowohl auf Kategorien von Objekten. als auch auf konkrete Einzelobjekte zu beziehen. ‚Ein eigenes Haus ist immer eine gute Investition. Dies können wir an dem typischen Appellativum dom demonstrieren: es kann einmal auf die Klasse der Häuser und somit auf alle denkbaren Häuser referieren. sondern einen allgemeinen Prototypen vor Augen. ‚Wir haben im vorigen Jahr das Haus verkauft. konkreten Repräsentanten der Kategorie. 2. das der Hörer eindeutig identifizieren kann. wie in diesem Satz: W!asny dom zawsze jest dobra± inwestycja±. ‚Wir haben im vorigen Jahr unser Haus verkauft. die sich in Semantik.

auf verschiedene Art zu referieren.B.h.o. ‚Wir haben ein neues Haus gekauft. z. der Hörer diesen aber nicht eindeutig identifizieren kann. Bezug auf ganze Kategorie. Kupilis´my nowy dom. Orthografie. 2. d. Sie unterscheiden sich von den Appellativa dadurch. der Flussname Odra aus vorslawischer Zeit. vor allem bei ausländischen Namen • abweichende Aussprache: Zimmermann [‘t⁄s¥m™rmÅn] statt ["i…]. a) orthografische Abweichungen. Diese Merkmale sind aber sehr viel abstrakter als die semantischen Komponenten. dass ihnen eine überindividuell gleich abgespeicherte Bedeutung fehlt. Aussprache haben.’ Appellativa haben also die Möglichkeit. Morphologie und Syntax. ist der Eigenname typischerweise nur in Referenz auf konkrete Einzelobjekte verwendbar. Es handelt sich in der Regel um in der jeweiligen Gemeinschaft unikale Einheiten. Aus diesem Grunde weichen Eigennamen häufig von den Appellativa insofern ab. b) morphologische Abweichungen.2. sie unterliegen den in dieser Grammatik dargestellten Regeln der Aussprache. auf identifizierbares Einzelobjekt.134 2. weil er in der gegebenen Sprechsituation das erste Mal von ihm hört.a.B.: • einige (u. als sie eine besondere Schreibweise bzw. Die meisten Eigennamen werden groß geschrieben. Die einzige überindividuelle Vorstellung. die mit Hilfe einer beschreibenden Paraphrase (="Explikation) erfasst werden kann. Eigennamen können sich nicht auf Klassen oder nichtidentifizierbare Objekte beziehen. deutsche) Ortsnamen werden nicht flektiert: .1. je nachdem welche Erfahrung er mit Menschen dieses Namens gemacht hat. Substantive ten im Auge hat. Appellativa verhalten sich sprachlich im Prinzip regulär. Eigennamen entstehen auf verschiedensten Wegen und sind ganz unterschiedlichen Alters. lässt sich darstellen als: Name eines polnischen Mannes. HOLBEX Ltd. Während erstere mehrere Möglichkeiten haben (s. auf nichtidentifizierbares Objekt). die man einem samocho´d zuschreiben kann. Eigennamen 73 Die andere offene Subkategorie der Substantive in jeder Sprache bilden die Eigennamen (nazwy w!asne). die mit einem solchen Namen verbunden ist. In diesem Sinne hat jeder Muttersprachler des Polnischen unterschiedliche Vorstellungen bzw. • nur Großbuchstaben: ORBIS • seltene Buchstaben: Violetta. Ein zentraler Unterschied zwischen Appellativa und Eigennamen liegt in den Referenzfunktionen. So stammt z. In diesem Falle handelt es sich um einen neuen Gegenstand (im Deutschen steht der unbestimmte Artikel ein). Assoziationen zu dem Personennamen Jerzy Kowalski. sich morphologisch anders verhalten und gewissen syntaktischen Restriktionen unterliegen.

) Bank S#l$ski.) Burek.T. ‚Ich bin Piotr Kowalski. Lexikalisch-grammatische Kategorien des Substantivs 135 By!em w Bonn.’ • die weiblichen Familiennamen außer denen auf -ska bzw. ‚Ich habe Ma!gorzata Sztop getroffen. grammatische Kategorien wie der Plural: ORBIS ! *ORBISY.2.. -cka werden nicht flektiert: Spotka!em Ma!gorzate± Sztop. Kowalski. obligatorisch ist Joanna – Asia. ‚DAEWOO ist zum Spiel mit dem Rest der Welt bereit.1. Mruczek b) Namen von Personengruppen und Institutionen (Firmen u. deren Gebrauch z. Piotr Kowalski ! *Piotrzy Kowalscy • Besonderheiten im Genus DAEWOO zdecydowa!a sie± na mecz z reszta± s´wiata.ä. PSL (Polskie Stronnictwo Ludowe) ‚Polnische Volkspartei’ . Ba±k. Misio. Piotr – Piotrus´ • Nachnamen (nazwisko). mit denen sie eine neue Einheit bilden. ORBIS. aber: *w Bonnie ‚Ich war in Bonn. Katze etc.’ • es fehlen u. Uniwersytet Warszawski. Die wichtigsten sind: a) Namen belebter Einzelwesen: • Vornamen (imie±). Strutyn´ska • Tiernamen (Hund. Kleszczyn´ski.’ Im Polnischen gibt es die gleichen Typen von Eigennamen wie im Deutschen. Wiedza Powszechna.U. ‚Ich bin Student’ aber: Jestem Piotr Kowalski. Einige Namen sind zusammengesetzt aus einem ursprünglichen Eigennamen und einem Appellativum. Sie werden nach der Kategorie des benannten Objekts klassifiziert. das besondere des polnischen Vornamensystem liegt in der großen Spannbreite von Koseformen.’ • syntaktische Abweichungen im Prädikatsnomen: Jestem studentem.

Gesondert behandelt .’ zählt man zu den Appellativa. Ma!opolska. Substantive c) Geographische Namen • Ländernamen (manchmal pluralisch) Polska. Babia Go´ra. einordnen. ‚Ich habe mir einen Fiat gekauft. Londyn. Beskidy d) Ereignisnamen powstanie listopadowe ‚Novemberaufstand’. Zag!e±bie Ruhry • Städtenamen und andere Siedlungsnamen Warszawa. Mazury.h. Go´ry S#wie±tokrzyskie. Morze Ba!tyckie. in denen wiederum spezifische Formationen erfasst werden können. Titel von künstlerischen Werken bilden einen Zwischenbereich Pan Tadeusz). Pa!ac Kultury i Nauki. Dar M!odziez˙y (Schiff). aleja Kos´ciuszki. druga wojna s´ w iatowa ‚der zweite Weltkrieg’. Pomorska 55 80-952 Gdan´sk Polska • Gewässernamen Odra. al.%Ujazdowskie 18/16 Adresse: Piotr Kowalski ul. Substantivische Wortbildungsformationen 74 Die gängigste Art der Schaffung neuer Substantive ist die suffixale Derivation. Wis!a. Rena • Bergnamen Tatry. rozbiory Polski ‚die Teilungen Polens’ e) Gegenstandsnamen (nur Namen von Einzelobjekten!. Wortbildungskategorien. bitwa pod Grunwaldem ‚Schlacht bei Grunwald’. Pomorzanin (Zug) 2. Szwajcaria. die Präfigierung oder die Komposition auf. Plätze etc. Adressen werden wie in Deutschland geschrieben ulica Che!mska. Bonn.2. Niemcy. d. Moskwa.). Sehr viel seltener treten die suffixlose Derivation. &aba. Unabhängig von ihrer Entstehung können wir alle substantivischen Derivate auf der Basis ihrer strukturellen Bedeutung in wenige Gruppen. Narew.136 2. Kaszuby. Produktbezeichnungen wie in Kupi!em sobie fiata. Mokoto´w • Straßennamen und Namen anderer Objekte in der Stadt (Häuser. W!ochy • Landschaftsnamen (manchmal pluralisch) Wielkopolska. Parks. hotel Hevelius.

2) die Beziehung zwischen den Formativen mit gemeinsamer Funktion. was als verkürzte Redeweise für ‚Formativ -acj. -enie) und -cie. Typ ‚orientacja’ Das Formativ -acja wurde von einer Reihe entlehnter Lexeme abstrahiert.und Umgangssprache auftreten und schließlich das umgangssprachlich gefärbte Muster mit -anina. intensyfikowac´ ! intensyfikacja ‚Intensivierung’. ekranizowac´ ! ekranizacja ‚Verfilmung’. festzustellen. die im Polnischen mit den entsprechenden Verben verbunden sind. Dies hängt u. damit zusammen. 3) die Bedeutungsveränderungen der einzelnen Formationen und 4) den Einfluss.a. nämlich die Nomina actionis und die Nomina essendi. die ausgehend von einem Verb eine Handlung bezeichnen.B.1. Nomina actionis ‚ucieczka’ (nazwy czynnos´ci) Hierbei handelt es sich um die Bildung von Substantiven. pasteryzowac´ ! pasteryzacja ‚Pasteurisierung’. bisweilen auch von Bedeutungsaspekten.plus Endung -a’ zu verstehen ist.2. Der Realisierung dieser Wortbildungskategorie dienen mehrere Modelle. elektryfikowac´ ! elektryfikacja ‚Elektrifizierung’.2. die über eine einzelne Kategorie hinausgeht. In der Wortbildung des Substantivs unterscheiden wir zwei Gruppen mit abstrakter Bedeutung. den die sprachliche Tradition auf die Stabilisierung der Ausdrücke bestimmter Struktur innerhalb des Wortschatzes spielt. während alle anderen Wortbildungskategorien zu den Konkreta zählen. dass die Bildung mit -acja einfach ist und auf keine formalen Hindernisse stößt. von den Verben auf -fikow(ac´) ist die Bildung fast regelmäßig. sprechen wir vom Formativ -acja. z.2. Substantivische Wortbildungsformationen 137 werden präfixale Derivate und Komposita. das zur Verwaltungssprache zu rechnen ist. Zu den produktiven Wortbildungsmodellen zählen: das Muster mit dem Formativ -acja. orientowac´ sie± ! orientacja ‚Orientierung’ Im heutigen Polnischen ist es bisweilen schwierig. mistyfikowac´ ! mistyfikacja ‚Mystifizierung’ In der Norm verbindet sich das Formativ -acja nicht mit genuin polnischen Verben. die beide eher in der Fach. mit dem Formativ -ka oder dem Nullformativ. da die hier verwendeten Modelle häufig eine Reichweite haben. Bei der Beschreibung der Wortbildung des Substantivs und der anderen Wortarten muss man auf folgende Punkte achten: 1) den Grad der Regelmäßigkeit der betreffenden Formation. 76 75 . In den folgenden Abschnitten werden die jeweiligen Wortbildungsmorpheme immer gemeinsam mit einer Endung notiert. welche Lexeme entlehnt und welche auf polnischer Basis neu gebildet worden sind. 2. Die Wahl hängt wesentlich von stilistischen Faktoren ab. Neutral und stilistisch nicht markiert sind die grammatischen Formationen des Verbalsubstantivs aus einem Verb mit dem Formativ -nie (-anie.

Substantive Im Prinzip können alle Einheiten. sowohl -acja als auch das regelmäßige -nie aufweisen. Dies gilt nicht für Ausdrücke mit terminologischem Charakter. die durch ein Lehnwort motiviert sind. przeprac´ ! przepierka ‚kleine Wäsche’. wywro´cic´ sie± ! wywrotka ‚Kippwagen’. klasyfikacja ‚Klassifikation’ – klasyfikowanie ‚Klassifizierung’ Für welches Lexem sich der Sprecher entscheidet. Typ ‚bieg’ 78 Unter den unregelmäßigen Formationen stellt die Nullderivation den produktivsten Typ dar. In syntaktischer Hinsicht unterscheiden sich beide Lexemtypen nicht. bieg ‚Lauf’. da sie mit einer spezifischen Bedeutung gekoppelt sind. przesiadac´ sie± ! przesiadka ‚Umsteigen’ Einige Ausdrücke dieses Typs gehören zum Slang. koordynacja ‚Koordination’ – koordynowanie ‚Koordinieren’. hängt davon ab. Typ ‚ucieczka’ 77 Das Formativ -ka wird seit alters her zur Bildung von Nomina actionis gebraucht und ein Großteil dieser Einheiten gehört heute zum stilneutralen Grundwortschatz des Polnischen wie ucieczka ‚Flucht’. emigracja ‚Emigration’ – emigrowanie ‚Emigrieren’. andere zur Fachsprache. przechadzka ‚Spaziergang’ Im heutigen Polnisch ist seine Produktivität jedoch auf die Umgangssprache und fachsprachliche Varietäten beschränkt. Ähnlich wie die regelmäßig gebildeten Nomina actionis treffen sie auf keine formal bedingten Beschränkungen. Daneben gibt es recht viele Lexeme dieses Typs im expressiven Wortschatz der Umgangssprache. zlot ‚Treffen’ Die größte Produktivität entfaltet dieser Typ in der Fachterminologie der Technik und des Sports. up!yw ‚Abfluss’.138 2. Die Bildungen auf -acja treten vorwiegend in den Bereichen Kunst und Wissenschaft sowie zunehmend in der technischen Terminologie auf. przejaz˙dz˙ka ‚Spazierfahrt’. ob er sich auf eine aktuell verlaufende Handlung oder die Handlung in ihrer Allgemeinheit beziehen möchte. Im Allgemeinen werden die stilistisch markierten Lexeme durch die entsprechenden unmarkierten regelmäßig gebildeten Lexeme ersetzt. In der Umgangssprache ist dies eher der Fall: . So bezeichnet obro´bka ‚Bearbeitung’ und obrabianie ‚Bearbeiten’. ubaw ‚Spaß’ In der jeweiligen Fachterminologie sind diese Nomina actionis nicht durch die regelmäßig gebildeten Formen austauschbar. Es gibt präfigierte und präfixlose Substantive: cia±g ‚Zug’.

Die übrigen Modelle sind sehr viel seltener. strzelanina ‚Schießerei’.2. Sie treten typischerweise in der Umgangssprache auf und werden in den anderen funktionalen Stilen durch die regelmäßige Formation ersetzt. aber gemeinsame semantische Merkmale haben. die morphologisch zerlegbar sind. Alle Formationen der Wortbildungskategorie Nomina actionis können neben der Hauptbedeutung sekundäre Bedeutungen enthalten. krza±tanina ‚Geschäftigkeit’. Am produktivsten sind die beiden folgenden Wortbildungstypen mit den Formanten -os´c´ und -stwo.2. odprawa ‚Abfertigung’ 2.2. 82 81 80 79 . ‚upadek’ oder ‚namowa’ Im Wortschatz des Polnischen finden sich Nomina actionis. -ek: poste±pek ‚Tat’. wyjazd ‚Abfahrt’ Typ ‚bieganina’ Das Formativ -anina sticht unter den Nomina actionis durch eine spezifische Semantik hervor. groz´ba ‚Drohung’. aber heutzutage unproduktive Formative enthalten. enthalten meist eine negative Beurteilung durch den Sprecher. deren strukturelle Bedeutung sich in der Explikation ‚etwas oder jemand Sein’ fassen lässt. upadek ‚Fall’.2. nagranie ‚das Aufnehmen’ oder ‚das Aufgenommene’ Unproduktive Typen wie ‚pros´ba’. Es versprachlicht chaotisch verlaufende und sich wiederholende Handlungen. -ba: pros´ba ‚Bitte’. Nomina essendi ‚sk!onnos´c´’ Zur Wortbildungskategorie der Nomina essendi (nazwy cech) zählen Formationen. Substantivische Wortbildungsformationen 139 ubaw%=%ubawienie sie± Nicht alle Vertreter des Typs ‚bieg’ werden von der Sprachpflege gutgeheißen.und Hergelaufe’. Typ ‚sk!onnos´c´’ Das Formativ -os´c´ dient der Bildung von substantivischen Eigenschaftsbezeichnungen aus Adjektiven. Die Formationen haben expressiven Charakter. tupanina ‚Getrampel’ Das Formativ verbindet sich mit nichttransitiven und gleichzeitig imperfektiven Verben auf -ac´. rozlew ‚Überfließen’. bieganina ‚Hin. Nullformativ: namowa ‚Zureden’. Durchgesetzt haben sich dagegen gegenüber dem regelmäßigen Typ folgende Lexeme: przelew ‚Vergießen/Überweisung’. wylew ‚Ausguss’. die formal unterschiedlich gebildet sind.

osobliwos´c´ ‚Sonderbarkeit"="eine Sache. nach heute unproduktivem Muster gebildete Nomina essendi gibt.als auch aus syntaktischen Gründen verwendet. Substantive sk!onny ! sk!onnos´c´ ‚Neigung’. die nicht immer von der Norm akzeptiert werden. die selten ist’. Neben den desubstantivischen sind die deverbalen Adjektive von der Bildung eines Nomen essendi ausgeschlossen wie we±drowny ‚Wander-’. die sich aus der Struktur ergibt. nämlich die Existenz eines Zustandes oder einer Haltung auf der Grundlage des Besitzens des durch das Adjektiv genannten Merkmals. pracowity ! pracowitos´c´ ‚Fleiß’ Es handelt sich um Qualitätsadjektive. die von Adjektiven abgeleitet sind: lenistwo ‚Faulheit’. nicht um Beziehungsadjektive. die sonderbar ist’ Typ ‚lenistwo’ 83 Das Formativ -stwo (-ctwo) bildet Nomina essendi. zdrowie statt *zdrowos´c´ ‚Gesundheit’.140 2. bohaterstwo – bycie bohaterem ‚Heldenhaftigkeit’ – bohaterska postawa ‚Heldenmut’ Es gibt nur wenige Lexeme dieses Typs. können die Substantive mit -os´c´ weitere Komponenten aufweisen. keine Bildung von: ojcowski ‚väterlich’.B. bia!y ! bia!os´ c ´ ‚Weiße’. wenn im Laufe der Übertragung der Bedeutung quasi eine Qualität entsteht: papierowos´c´ postaci ‚Künstlichkeit der Figur’ (z. die durch den Bezug zu einem Substantiv oder zu einem Substantiv und gleichzeitig einem Adjektiv motiviert sind. Das Formativ -os´c´ verbindet sich demnach nicht mit adjektivischen Stämmen. in der Literatur) Einen häufigen Gebrauch dieser von der Norm nicht immer akzeptierten Bildung bei ursprünglich reinen Beziehungsadjektiven findet man vor allem bei Termini aus den Bereichen der Wissenschaft und der Technik. ciep!o statt *ciep!os´c´ ‚Wärme’. Die Sprachpflege versucht. Beziehungsadjektive bezeichnen eine Eigenschaft in Beziehung zu einem anderen Gegenstand. pustka statt *pustos´c´ ‚Leere’. die ihrerseits wiederum von Substantiven abgeleitet sind. Trotz der genannten Einschränkungen werden die Formationen mit -os´c´ ziemlich regelmäßig gebildet. setzen sich die regulären Bildungen nicht durch: dobroc´ statt *dobros´c´ ‚Güte’. Wenn es bereits ältere. drewniany ‚hölzern’ Adjektive dieses Typs können nur dann als Basis für eine Bildung mit -os´c´ dienen. rzadkos´c´ ‚Seltenheit"="eine Sache. Sie erfreuen sich einer großen Produktivität und werden sowohl aus Benennungs. !akomstwo ‚Naschhaftigkeit’ . dem das besagte Merkmal zukommt. Häufig können sie den Gegenstand bezeichnen. wiejski ‚dörflich’. vor allem die Bildungen mit -os´ciowy zu unterbinden. smutek statt *smutos´c´ ‚Traurigkeit’ Neben der Bedeutungskomponente. Es gibt eine große Anzahl von individuellen Bildungen.

edytor ! edytorstwo ‚Herausgeberschaft’ In Verbindung damit hat sich das Formativ -stwo inzwischen spezialisiert auf Bezeichnungen von Berufen.kommt es zu Lautalternationen. !upiez˙ca ! !upiestwo ‚Plünderung’ In Verbindung mit Stämmen. Insofern ist -stwo auch polysemer als -os´´c´. Substantivische Wortbildungsformationen 141 Bei den neueren Bildungen handelt es sich meist um die Bezeichnung von Trägern bestimmter Merkmale (Nomina attributiva): rutyniarz ! rutyniarstwo ‚Routiniertheit’. zwycie±zca ! zwycie±stwo ‚Sieg’. die gleichzeitig zwei Kategorien angehören. die auf die Konsonanten -k-. gleichzeitig Nomen essendi und Nomen actionis: kres´larstwo ‚Zeichnerberuf’ – ‚Zeichnen’ Bezeichnung eines Kollektivs: pi!karstwo ‚Fußball’ – ‚Fußballer’ Diese Polyfunktionalität ergibt sich aus der Möglichkeit. kres´larz ! kres´larstwo ‚Zeichnerberuf’ – ‚Zeichnen’ . pro´z˙niak ! pro´z˙niactwo ‚Müßiggang’ In den Stämmen auf -n. Sportdisziplinen. chuligan ! chuligan´stwo ‚Rowdytum’. Einige Bildungen gehören ausschließlich zu den Nomina essendi. ryzykant ! ryzykanctwo ‚Waghalsigkeit’ oder von Berufen: fryzjer ! fryzjerstwo ‚Friseurberuf’. aber ebenso zahlreich sind Lexeme. Stanis!awostwo ‚Stanis!aw und seine Frau’ Bei der Verschmelzung des Suffixes -stwo mit dem Stamm der Basis kommt es oft zur Verkürzung. -arstwo. -actwo und -alnictwo auftreten. Industriezweigen. Dabei ist -ostwo auf die Bezeichnung von Ehepaaren spezialisiert (vgl. hutnictwo ‚Hüttenwesen’. pi!karstwo ‚Fußball’. pamia±tkarstwo ‚Andenkenindustrie’ Das Suffix -stwo ist durch eine recht breit gefächerte Polysemie gekennzeichnet.und -rz.B.2. stryjostwo ‚Onkel und Tante’. finden wir die Form -ctwo. sich mit Substantiven unterschiedlicher Struktur und Herkunft zu verbinden.2. z.auslauten. Das Formativ des Typs ‚lenistwo’ kann auch in den erweiterten Morphen -ostwo. Nomina collectiva). -an´stwo. hutnik ! hutnictwo. zbieracz ! zbieractwo ‚Sammeln’. -cz oder -t.ä. Kunstbereichen u.

krzywica ‚Rachitis’. Towian´ski ! towianizm Die Mehrheit der Ausdrücke auf -izm ist durch Substantive mit den Affix -ista oder -ik oder anderen motiviert. Psychologie u. Hier wären die Formationen mit -ica (-yca) zu nennen. die nur selten in der Funktion eines typischen Nomens essendi auftreten und meist eine sehr spezielle Bedeutung haben. cukrzyca ‚Zuckerkrankheit’ . Z"eromski ! z˙eromszczyzna. Diese Nomina essendi werden meist von Substantiven fremder Herkunft gebildet. Erscheinungen aus der Medizin. die im Hinblick auf die emotionale Einstellung des Sprechers unmarkiert sind. ‚das Französische’ Typ ‚krzywica’ 86 Ferner gibt es Nomina essendi. Anders ist die Bedeutung bei der Verbindung mit Stämmen. die semantisch stärker spezialisiert sind. Im Wesentlichen handelt es sich um die Bezeichnung für verschiedene geistige Richtungen in den Gebieten Philosophie. francuszczyzna ‚die französische Kultur’. Hegel ! heglista ‚Hegelianer’ ! heglizm ‚Hegelianismus’ Typ ‚dostojewszczyzna’ 85 Das Wortbildungsaffix -izna (-yzna) ist heutzutage nur noch schwach produktiv. Im Gegensatz zu den semantisch ähnlichen Konkurrenten auf -izm. Norwid ! norwidyzm. die auf der Basis von Adjektiven oder Substantiven manchmal auch Verben gebildet sind und Krankheiten bezeichnen. Dostojewski ! dostojewszczyzna.ä. die Länder bezeichnen. ‚das Englische’. Towian´ski ! towian´szczyzna Die Personennamen sind dabei adjektivischen Baus. Haltungen und Ansichten. Es hat sich herauskristallisiert aus einer ganzen Reihe von entlehnten Ausdrücken mit diesem Formativ. Kunst oder für Haltungen bzw. Einige dieser Formationen bezeichnen geistige Strömungen. können aber auch von genuin polnischen Lexemen vor allem von Eigennamen gebildet werden. die für die in der Basis genannte Person typisch sind. die in der Mehrheit der europäischen Sprachen vorhanden sind. Substantive Typ ‚komunizm’ 84 Das Formativ -izm (-yzm) gehört ebenfalls zu den produktiven Suffixen zur Bildung von Nomina essendi. Es bildet deadjektivische Derivate. Hier wird die Gesamtheit der Eigenschaften einer auf einem bestimmten Territorium verbreiteten Kultur oder auch die entsprechende Sprache benannt.142 2. enthalten die Derivate auf -izna eine emotionale Färbung. Gesellschaft. meist negativer oder ironischer Art. angielszczyzna ‚die englische Kultur’.

Eine ähnliche Regel gilt für die Suffixe -os´c´ und -stwo . powielacz ‚Kopierer’ praczka ‚Wäscherin’.2. Typ ‚s!uchacz’ Das Formativ -acz bildet Nomina agentis von imperfektiven Verben auf -ac´.2. -aczka und -nik. nazwy wykonawco´w zawodo´w) Bei dieser Kategorie haben wir es mit der strukturellen Bedeutung ‚derjenige. metaforycznos´c´ – metaforyzm ‚Metaphorizität’. elitarnos´c´ – elitaryzm ‚Elitarität’ Austauschbarkeit ist nur dann gegeben. Substantivische Wortbildungsformationen 143 Typ ‚opanowanie’ Dieser Typ von Nomina essendi bezieht sich auf Handlungen. Die produktivsten Affixe sind -os´c´. zme±czenie ‚Müdigkeit’ Der Verwendungsbereich sämtlicher Nomina essendi ist durch die jeweilige semantische Spezialisierung bedingt. der eine bestimmte Handlung ausführt’ zu tun. biegacz ‚Läufer’. zacofanie ‚Zurückgezogenheit’. Einige bilden belebte und gleichzeitig unbelebte Nomina agentis (auch zu bezeichnen als Nomina instrumenti): dazu zählen -acz. biegac´ ! biegacz ‚Läufer’ 89 88 87 . wenn die jeweiligen Formationen nicht semantisch spezialisiert sind. Einige Formationen auf -os´c´ und -izm sind semantisch identisch und damit austauschbar. dramatycznos´c´ – dramatyzm ‚Dramatik’. wykonawca ‚Ausführender’. Sie treten in allen funktionalen Stilen des Polnischen auf. trzepaczka ‚Teppichklopfer’ rysownik ‚Zeichner’. wynalazca ‚Erfinder’ imad!o ‚Schraubstock’. wahad!o ‚Pendel’ Keiner dieser Wortbildungstypen fungiert regelmäßig.3. Zur Bildung von Nomina agentis und von Berufsbezeichnungen werden verschiedene Formative verwendet. -stwo und -izm. s!uchac´ ! s!uchacz ‚Hörer’.2. Eine stilistische Beschränkung ist außer bei den schriftsprachlichen Formationen auf -izm nicht festzustellen. zuchwa!os´c´ ‚Frechheit als Eigenschaft’ – zuchwalstwo ‚Frechheit als Tat’ 2. die sich in ihrer Polyfunktionalität und der Produktivität stark unterscheiden. Er ist durch das Partizip Passiv motiviert (beherrschen ! beherrscht sein ! Beherrschung) opanowanie ‚Beherrschung’. powie±kszalnik ‚Vergrößerer’ Andere Formative gehören nur einer Wortbildungskategorie an: -ca für Nomina agentis. Sie konkurrieren teilweise miteinander. Nomina agentis und Berufsbezeichnungen ‚biegacz’ (nazwy wykonawco´w czynnos´ci. -d!o für Nomina instrumenti.

kierowca ‚Leiter’. pracownik ‚Arbeiter’. zawiadowca ‚Stationsvorsteher’. rysownik ‚Zeichner’ Es verbindet sich auch mit substantivischen und adjektivischen Stämmen. wzdychacz ‚Seufzender. stalownia ! stalownik ‚Stahlarbeiter’. dostarczyc´ ! dostarczyciel ‚Lieferant’ Andere Verben sind sehr selten. Typ ‚k!amca’ 91 Das Suffix -ca ist spezialisiert auf die Bildung von Nomina agentis. Es entstehen auch Berufsbezeichnungen. kierownik ‚Leiter’. odste±pca ‚Abtrünniger’ Häufiger kommt es in Komposita vor.B. pocieszacz ‚Tröster’. Sehnsüchtiger' Typ ‚pracownik’ 90 Dieses Formativ hat eine sehr viel geringere Produktivität als -acz. gracz ‚Spieler’. wydawca ‚Herausgeber’. z. Es kann sich auch um den Beruf der Person handeln. die die Handlung gerade aktuell ausführt. oblatywacz ‚Testflieger’ Sehr selten sind Formationen dieses Typs bei der Bezeichnung einer Person. Substantive Sehr selten sind Bildungen mit Verben anderer Struktur. rzeczoznawca ‚Sachverständiger’. spawacz ‚Schweißer’. . Es tritt fast nur an Verben auf -ic´ (-yc´): krzewic´ ! krzewiciel ‚Verkünder’. krzykacz ‚Schreiende‘. Es fügt sich an unterschiedliche Verben. zleceniobiorca ‚Beauftragter’. tritt heute jedoch nur noch selten auf.144 2. die die angegebene Handlung regelmäßig ausüben und durch diese quasi kategorisiert werden. mit Verben auf -ic´: palic´ ! palacz ‚Raucher’ (auch: ‚Heizer’) Diese Formationen bezeichnen Personen. zleceniodawca ‚Auftraggeber’ Typ ‚nauczyciel’ 92 Das Formativ -iciel (-yciel) formt wie -ca ausschließlich Nomina agentis. Es bildet Lexeme vor allem aus Verben auf -owac´. litera ! liternik ‚Schriftkünstler’ Das Formativ kann in den Morphen -alnik und -ownik auftreten. k!amca ‚Lügner’. obron´ca ‚Verteidiger’.

wenn dieses perfektiv ist. saneczkarz ‚Schlittenfahrer’ Typ ‚naukowiec’ Wie -arz kann -owiec sowohl Berufe als auch Nomina attributiva bilden. tyczkarz ‚Stabhochspringer’. z˙ a bka ‚Brustschwimmen’ ! z˙ a bkarz ‚Brustschwimmer’. oskarz˙yciel ‚ten. dies ist der Fall. Meist handelt es sich um desubstantivische Derivate. gemeint sein. nauczyciel ‚ten. kto´ry oskarz˙a’ ‚Kläger’ -iciel wird als Wortbildungsaffix sehr selten verwendet und die entsprechenden Derivate sind auf nichtumgangssprachliche funktionale Stile beschränkt. die Ausführende bestimmter Berufe bezeichnen. windziarz ‚Liftboy’. kioskarz ‚Kioskverkäufer’ Außerdem können Spezialisten auf einem bestimmten Gebiet. truc´ ! truciciel ‚Giftmörder’ Einige der Derivate stehen nur in formaler Beziehung zu dem ursprünglichen Verb. Bei der Bildung von deverbalen Nomina agentis taucht es nicht sehr häufig auf. Typ ‚pisarz’ Dieses Suffix zählt zu den hoch produktiven und polyfunktionalen Elementen. 95 94 93 . Beide sind im heutigen Polnisch sehr produktiv. motylkarz ‚Schmetterlingsschwimmer’. naftowiec%=%pracownik przemys!u naftowego ‚Arbeiter der Ölindustrie’. dojarz ‚Melker’ Im Wesentlichen kommt es zur Bildung von Nomen. das Derivat sich jedoch semantisch auf das imperfektive Verb auf -ac´ bezieht. stoczniowiec%=%pracownik przemys!u stoczniowego ‚Werftarbeiter’ Typ ‚szeregowy’ Neben den rein substantivischen Nomina agentis gibt es die substantivierten Adjektive auf owy. kto´ry naucza’ ‚Lehrer’. Neben Nomina agentis kann es Nomina attributiva (Träger von Eigenschaften) bilden. beruhen. nudziarz ‚Langweiler’. pisarz ‚Schriftsteller’.2. das den zentralen Gegenstand der beruflichen Tätigkeit benennt.2. vor allem in Sportdisziplinen. die auf einem Substantiv. Die Mehrheit der Formationen auf -owiec haben eine doppelte Motivation: durch Substantive und Adjektive auf -owy: nauka – naukowy – naukowiec ‚Wissenschaftler’ Diese Formationen sind oft synonym zu Umschreibung der Art pracownik przemys!u. Substantivische Wortbildungsformationen 145 mys´ l ec´ ! mys´ l iciel ‚Denker’. okazic´ ! okaziciel ‚Inhaber’. futrzarz ‚Kürschner’. kres´larz ‚Zeichner’.

Die Basis sind meist Verben verschiedenen Typs. 2. Handlungsausführenden sowie Spezialisten verschiedener Art dient das entlehnte Suffix -ista. tauchen neue Formative auf. gibt es spezialisierte Affixe. das inzwischen als Wortbildungsaffix fungiert. Da die typischen Formative im Prinzip auf deverbale Stämme beschränkt sind. grzbiecista ‚Rückenschwimmer’. Typ ‚kruszarka’ 99 Das Formativ -arka gehört zu den Affixen mit der stärksten Spezialisierung auf Nomina instrumenti. Es verbindet sich mit entlehnten und als genuin polnisch empfundenen Ausdrücken. wagowy ‚Waagemeister’ Das Suffix ist in der Fachterminologie für Berufsbezeichnungen verschiedener Industriezweige sehr beliebt. Genuin polnische Stämme sind ausgeschlossen. dz´wigowy ‚Kranführer’. Es bildet im Wesentlichen Bezeichnungen für Maschinen. die sich auch mit desubstantivischen und deadjektivischen Stämmen verbinden können.146 2. die sowohl Nomina agentis als auch Nomina instrumenti bilden. . demonstrowac´ ! demonstrator ‚Vorführer’. So erweitern sich die sprachlichen Möglichkeiten zur Bildung immer neuer Nomina agentis. Nomina instrumenti ‚kruszarka’ 98 Bei den Nomina instrumenti (nazwy narze±dzi) geht es um das Werkzeug oder Mittel. informowac´ ! informator ‚Auskunftsperson/Wegweiser’. szablista ‚Säbelfechter’. die direkt von Substantiven abgeleitet sind.2. Neben den Formativen -acz und -nik. instalowac´ ! instalator ‚Installateur’ Die angegebene Vielfalt von Möglichkeiten zur Bildung von Nomina agentis ist durch äußere Faktoren bedingt. diese Wortbildungskategorie ständig weiter aufzufüllen. mit dem eine Handlung ausgeführt wird. piecowy ‚Heizer’. Typ ‚rowerzysta’ 96 Der Bezeichnung von Berufen. wieloboista ‚Mehrkämpfer’ Am häufigsten tritt -ista jedoch in Nomina attributiva auf. So existiert die Notwendigkeit. Typ ‚informator’ 97 Entlehnte Verben bilden Nomina agentis gewöhnlich mit dem Element -ator. Substantive z˙o!nierz szeregowy ! szeregowy ‚Gemeiner (Soldat)’ Sehr produktiv ist -owy bei Berufsbezeichnungen. rowerzysta ‚Radfahrer’.4.

ist jedoch wesentlich produktiver. jarzyny ! jarzyniak ‚Gemüsemesser’ 102 101 100 . wia±zad!o ‚Band’ Typ ‚pisak’ Dieses Suffix tritt in der gleichen Funktionen wie -d!o auf. zmywac´ ! zmywarka ‚Spülmaschine’ Seltener kommen Bildungen mit desubstantivischen Stämmen vor. !adowaczka ‚Lademaschine’. die eine bestimmte Tätigkeit ausüben. karton ! kartoniarka ‚Kartoniermaschine’ Typ ‚!adowaczka’ Das Formativ -aczka wird heute zusehends verdrängt durch -arka. Wir haben es ausschließlich mit deverbalen Formationen zu tun.2. Substantivische Wortbildungsformationen 147 kruszyc´ ! kruszarka ‚Brecher’. badacz ! badaczka ‚Forscherin’ Daneben gibt es direkt von Verben abgeleitete Ausdrücke. spre±z˙ac´ ! spre±z˙arka ‚Kompressor’. Es verbindet sich mit deverbalen und desubstantivischen Stämmen. die durch unvollendete Verben auf -ac´ motiviert sind. die von den entsprechenden maskulinen Substantiven auf -acz abgeleitet sind und durch das zusätzliche Formativ -ka gebildet sind. kopaczka ‚Gräberin/Roder’. Einige dieser Lexeme sind polysem und beziehen sich auf Frauen oder auf Maschinen bzw. mieszad!o ‚Mischgerät’. Werkzeuge. prac´ ! praczka ‚Wäscherin’. Wir finden es in einigen Formationen.2. pakowaczka ‚Packerin/Packmaschine’ Die Mehrheit der Formationen auf -aczka hat die personale Bedeutung. cerowac´ ! cerowaczka ‚Frau. wahad!o ‚Pendel’. s!uchacz ! s!uchaczka ‚Hörerin’. cedzic´ ! cedzak ‚Durchschlag’. drut ! druciarka ‚Drahtmaschine’. pisac´ ! pisak ‚Filzstift’. biegacz ! biegaczka ‚Läuferin’. die sich mit Stopfen beschäftigt’ Typ ‚wahad!o’ Das Formativ -d!o dient der Bildung von Substantiven für einfache Werkzeuge oder für Bestandteile größerer Maschinen. Es handelt sich dann meist um Derivate. Diese finden sich vor allem in der technischen Terminologie. die die Trägerin einer typischerweise von Frauen ausgeführten Tätigkeit bezeichnen. przecinaczka ‚Säge’ Das Affix -aczka tritt auch bei Bezeichnungen von Frauen auf.

dorobek ‚Ertrag’.2. pijak ‚Trinker’ Neue Einheiten der Wortbildungskategorie der Nomina instrumenti entstehen vor allem im Bereich der Terminologie der Technik.5.6. s´piewak ‚Sänger’. Es handelt sich um Bildungen mit -nie. die semantische Spezialisierung . dopisek ‚Anmerkung’ Meistens entstehen die Nomina obiecti durch semantische Verschiebungen bei Vertretern der Kategorie der Nomina actionis. Die entsprechenden Lexeme gehören einer älteren Wortschatzschicht des Polnischen an. Substantive Als Formativ zur Bildung von Nomina agentis hat es seine Produktivität verloren. Die häufigsten sind -ka und -ina. das heute nicht mehr produktiv ist. wstawiac´ ! wstawka ‚Einsatz’. okleic´/oklejac´ ! okleina ‚Furnier’ Typ ‚dorobek’ 106 Unter den älteren Bildungen der genannten Wortbildungskategorie finden sich Lexeme mit dem Formativ -ek.148 2. oft von deren Partizip Passiv. ihre Grundlage bilden. wk!adac´ ! wk!adka ‚Einlage’.2. tkac´ – tkany ! tkanina ‚Stoff’. Nomina obiecti ‚wk!adka’ 103 (nazwy przedmioto´w czynnos´ci) Im Gegensatz zu den Wortbildungskategorien unter 74 – 102 enthält diese Kategorie weniger Elemente. Nomina attributiva ‚g!upiec’ 107 Die Wortbildungskategorie der Nomina attributiva (nazwy nosicieli cech) ist sehr differenziert im Hinblick auf die Anzahl der verwendeten Modelle. Außerdem fehlt es an spezialisierten Formativen. Jedoch bedient sich auch die Allgemeinsprache der aufgeführten Wortbildungsverfahren. werden polyfunktionale Formative verwendet. mroz˙ony ! mroz˙onka ‚Tiefkühlware’ Typ ‚tkanina’ 105 Das Formativ -ina bildet Resultatssubstantive von Partizipien oder anderer Verbformen. die durch eine bestimmte Handlung geschaffen werden (effizierte Objekte) oder einer Handlung unterliegen (affizierte Objekte) bzw. dac´ ! danie ‚Gericht (Essen)’. wycinac´ ! wycinanka ‚Scherenschnitt’. wypiekac´ ! wypiek ‚Gebäck’ 2. Typ ‚wk!adka’ 104 Das Formativ -ka bildet Resultatssubstantive von transitiven Verben. Zur Bildung von Bezeichnungen für Gegenstände. 2. -cie oder dem Nullformativ. zadrasna±c´ ! zadras´nie±cie ‚Kratzer’. p!ywak ‚Schwimmer’.

die aufgrund ihrer Ansichten oder ihrer Anhängerschaft von einer bestimmten Richtung charakterisiert werden. ideowy ! ideowiec ‚Idealist’ Unter den zweifach motivierten Bildungen befinden sich viele Derivate. s´wiatowy ! s´wiatowiec ‚Mann von Welt’. Es sind Bezeichnungen belebter wie unbelebter Einheiten. Es kann sich um qualitative Merkmale auf der Basis von Qualitätsadjektiven oder um Beziehungen zu anderen Entitäten handeln. die durch ihre Mitgliedschaft in einer gesellschaftlichen Organisation charakterisiert werden Partia ludowa ! ludowiec.2.2. Es bildet sowohl belebte als auch nichtbelebte Lexeme. die durch Adjektive oder gleichzeitig durch desubstantivische Adjektive und Substantive motiviert sind. samolot odrzutowy ! odrzutowiec ‚Düsenflugzeug’. galeriowiec ‚Haus mit Außengalerie’ 108 . der/das eine bestimmte Eigenschaft hat’ fassen. AZS (Akademickie Zrzeszenie Sportowe) ! azetesowiec • Personen. cz!owiek jaskiniowy ! jaskiniowec ‚Höhlenbewohner’ Die Substantive mit dem Formativ -(owi)ec bilden eine Reihe semantischer Gruppen: • Personen. Substantivische Wortbildungsformationen 149 der Formative und ihre stilistische Färbung. zuchwa!y ! zuchwalec ‚dreister Kerl’. Die strukturelle Bedeutung lässt sich in der Explikation ‚derjenige oder dasjenige. Typ ‚g!upiec’ Das Formativ -ec. Lenin ! leninowiec ‚Leninanhänger’ • Personen eines bestimmten Berufs oder Ausführende einer Handlung (="Nomina agentis) nauka – naukowy ! naukowiec ‚Wissenschaftler’ Unter den unbelebten Substantiven mit dem Formativ -(owi)ec unterscheiden wir folgende Gruppen: • Schiffe drobnicowiec ‚Frachtschiff’ • Flugzeuge odrzutowiec ‚Düsenflugzeug’. s´mig!owiec ‚Hubschrauber’ • Gebäude biurowiec ‚Bürogebäude’. die aus Adjektiven und Substantiven zusammengesetzte Ausdrücke ersetzen. g!upi ! g!upiec ‚Dummkopf’. die durch eine bestimmte Eigenschaft charakterisiert werden. ist ein sehr produktives Affix. das manchmal zu -owiec erweitert wird. Keiner der Wortbildungstypen funktioniert regelmäßig.

dass den Substantiven auf -izm Adjektive mit einer anderen Struktur entsprechen. kre±gowiec ‚Wirbeltier’ In diese Klassifikation lassen sich nicht alle Nomina mit -ec einordnen. optymizm ! optymista ‚Optimist’ Der Ausschluss des Formativs -owiec aus diesem Bereich hängt damit zusammen.150 2.h. Die Wortbildungsbasis bilden dabei ausschließlich Adjektive. Diese haben nicht das Formativ -owy. . Substantive mit dem Suffix -owiec sind stilistisch unmarkiert. Es dient im Wesentlichen der Derivation von Beziehungsadjektiven. Typ ‚ponurak’ 109 Wie -owiec bildet das Suffix -ak sowohl belebte als auch unbelebte Nomina attributiva. Dies gilt für substantivische Stämme auf -izm. dom poprawczy ! poprawczak ‚Besserungsanstalt’ Belebte wie unbelebte Nomina attributiva auf -ak gehören der Umgangssprache an. Sie enthalten immer eine bestimmte emotionale Bewertung. Trotz der hohen Produktivität gibt es Stämme. • Ironie: waz˙niak ‚Wichtigtuer’ • Abneigung: ponurak ‚Griesgram’ • Scherz: starszak ‚Kind. Die Bezeichnungen unbelebter Einheiten ersetzen feste Wortfügungen aus Adjektiv und Substantiv. sie kommen in allen schriftlichen und mündlichen Stilen vor. powies´c´ produkcyjna ! produkcyjniak ‚Produktionsroman’. waciak ‚Wattejacke’ Typ ‚kresko´wka’ 110 Das Formativ -ka ist bei der Bildung von Nomina attributiva ebenso produktiv wie das Suffix -owiec. drewniak ‚Holzpantoffel’. Nicht vorkommen können Adjektive auf -owy. d. Substantive • Vertreter einer Gattung (Botanik und Zoologie) lasecznikowiec ‚Bakterie’. Sie bilden Nomina attributiva mit dem ebenfalls entlehnten Suffix -ista. hauptsächlich solche auf -ny. mit denen sich dieses Formativ nicht verbinden kann. pesymizm ! pesymista ‚Pessimist’. das als Bindeglied zwischen den Formationen auf -owiec und den entsprechenden Ausgangssubstantiven dient. das zur Gruppe der älteren im Kindergarten oder der Krippe gehört’ Bei der Bildung von unbelebten Nomina attributiva kann sich -ak auch mit substantivischen Stämmen verbinden.

pocztowiec – poczciarz ‚Postangestellter’. Nomina attributiva mit diesem Suffix charakterisieren eine Person im Hinblick auf ihre Neigungen: kawiarz ‚jemand. narze±dziowiec – narze±dziarz ‚Werkzeugmacher’. der gerne und häufig Kaffee trinkt’. Diese enthalten fast immer ein Substantiv femininen oder neutralen Genus. kosztorysowiec – kosztorysiarz ‚Spezialist für Kostenvoranschläge’ 111 . droz˙dz˙o´wka ‚Hefegebäck’. szko!a wieczorowa ! wieczoro´wka ‚Abendschule’. Folglich sind sie auch umgangssprachlich markiert. szcze±s´ciarz ‚Glückspilz’. 74 – 80 ). Einige Substantive benennen einfach nur eine Eigenschaft der jeweiligen Person. wenn sie mit Berufsbezeichnungen auf -owiec konkurrieren. Diese Bedeutung kommt jedoch nicht allen Vertretern dieses Wortbildungstyps zu. Sie haben expressiven Charakter und gehören der Umgangssprache an. dom agronoma ! agronomo´wka ‚Haus des Agronomen’ Bisweilen sind die Formationen auf -ka (-o´ w ka) durch ein Adjektiv und ein Substantiv motiviert.2. zupa kartoflana ! kartoflanka ‚Kartoffelsuppe’. die ersterem eigen ist. Stare Miasto ! Staro´wka ‚Altstadt’ Maskuline Substantive sind recht selten. kann das Formativ die Gestalt -o´wka annehmen und sich an substantivische Stämme anfügen. narciarka ‚Schirmmütze’ Wie -owiec dient es dem Ersatz von festen Wortfügungen aus zwei Elementen. proces poszlakowy ! poszlako´wka ‚Indizienprozess’ Die Verwendung des Suffixes -ka statt -owiec ist meist bedingt durch die stilistische Markierung. Substantivische Wortbildungsformationen 151 blaszanka ‚Blechbüchse’. ubranio´wka%="we!na ubraniowa – we!na na ubranie ‚Anzugsstoff’ Typ ‚szcze±s´ciarz’ In der Bildung von Nomina attributiva ist das Formativ -arz weniger produktiv als in der Bildung von Berufsbezeichnungen (s. Da viele der betreffenden Derivate auf Adjektive mit dem Suffix -owy zurückgehen. auto wys´cigowe ! wys´cigo´wka ‚Rennwagen’. Die Lexeme gehören der Umgangssprache oder sozial begrenzten Stilen des Polnischen an.2. film kreskowy ! kresko´ w ka ‚Zeichentrickfilm’. spryciarz ‚schlauer Kopf’ Die Nomina attributiva mit dem Formanten -arz werden nur von Substantiven gebildet.

!ysek ‚Glatzkopf’ Ähnliches gilt für das Formativ -acz.152 2. bezwstydnik ‚schamloser Mensch’ Auf ein Adjektiv anderer Struktur geht das Lexem m!odzik ‚Jugendlicher’ zurück. nieszcze±s´nik ‚Pechvogel’. das aus Adjektiven auf -ny Nomina attributiva bildet. Typ ‚nieszcze±s´nik’ 113 Recht geringe Produktivität ist dem Suffix -ik eigen. okrutnik ‚grausamer Mensch’. brzuchacz ‚Fettwanst’. hier liegt eine expressive Bewertung vor karierowicz ‚Karrierist’. Wir finden es nur noch in älteren Ausdrücken wie weso!ek ‚Spaßvogel’. s´mia!ek ‚Draufgänger’. go´wniarz ‚Scheißer’ Der scherzhafte Charakter des Formativs -owicz macht den Gebrauch der entsprechenden Derivate im öffentlichen Bereich des Polnischen unmöglich. Unproduktive Typen 114 Ein inzwischen nicht mehr produktives Formativ zur Bildung von Nomina attributiva ist das Suffix -ek. Substantive Typ ‚karierowicz’ 112 Das Formativ -owicz bildet auf der Basis von Substantiven Personenbezeichnungen. das zweite umgangssprachlich gefärbt. majsterkowicz ‚Bastelfritze’ • Merkmale einer Situation. sondern auch durch die Gebrauchssphäre. in der sich die Person gerade befindet. wa±sacz ‚Mann mit Schnurrbart’. die folgende Komponenten enthalten: • übertriebene Vorlieben oder Neigungen. urlopowicz ‚Urlauber’ Die Derivate mit -owicz unterscheiden sich von denen mit -arz nicht nur durch die Aktualität des zugeschriebenen Merkmals. umgangssprachliche Ausdrücke (selten stilistisch neutral) plaz˙owicz ‚Strandbesucher’. zählen die Bildungen mit -arz eher zu den sozial begrenzten Schichten des Lexikons. brodacz ‚Mann mit Bart’ . dzia!kowiec – dzia!kowicz ‚Kleingärtner’ Die Lexeme sind synonym: das erste ist stilistisch neutral. Hier wird die Bildung mit dem parallelen Suffix -owiec vorgezogen. das in Formationen mit substantivischem Stamm vorkommt. meist scherzhafte. Während erstere der gesamtpolnischen Umgangssprache angehören.

poradnia ‚Beratungsstelle’. zajezdnia ‚Depot’. terpentyna ! terpentyniarnia ‚Terpentinfabrik’ Viele dieser Nomina loci sind durch die entsprechenden Nomina agentis auf -arz motiviert. das auf offene Räume spezialisiert ist. Die Kategorie verfügt über zwei spezialisierte Suffixe: zum einen das Formativ -nia (erweiterte Varianten: -alnia. Die Mehrheit der Nomina loci gehört in den Bereich der technischen Fachterminologie. Substantivische Wortbildungsformationen 153 Die Beschränkungen hinsichtlich der Produktivität sind eng mit der semantischen Spezialisierung verbunden. przymierzac´ ! przymierzalnia ‚Umkleidekabine’ jadac´ ! jadalnia ‚Speisesaal’ prac´ ! pralnia ‚Wäscherei’ -arnia bildet desubstantivische Formationen. das aufgrund der Bedeutung ‚Fleisch von’ eine sehr kleine Gruppe von Lexemen umfasst.7. przychodnia ‚Ambulanz’. ciep!o ! ciep!ownia ‚Heizanlage’. oddzia! wysy!kowy ! w ysy!kownia ‚Versandabteilung’ Von dieser Struktur wurde -ownia abgeleitet. lakierowac´ ! lakierownia ‚Lackierwerkstatt’ oder von Adjektiven auf -owy: hala montaz˙owa ! montaz˙ o wnia ‚Montagehalle’.2. spawac´ ! spawalnia ‚Schweißwerkstatt’. das der Bildung von desubstantivischen Formationen dient. Typ ‚pracownia’ Das Formativ -nia tritt seltener als seine erweiterten Varianten -alnia. mebel ! meblarnia ‚Möbelfabrik’. cukier ! cukrownia ‚Zuckerfabrik’ Das Formativ -nia tritt nur selten mit anderen Verbstämmen auf. Nomina loci ‚pracownia’ Die strukturelle Bedeutung der Wortbildungskategorie der Nomina loci (nazwy miejsc) können wir beschreiben als ‚Räumlichkeit. die in der Bezeichnung einer Person aufgrund bestimmter Teile des Körpers besteht. Es verbindet sich mit Verben auf -owac´ pracowac´ ! pracownia ‚Arbeitsstätte’. gaz ! gazownia ‚Gaswerk’. baranina ‚Hammelfleisch’. ciele±cina ‚Kalbsfleisch’. portiernia ‚Pförtnerloge’ Das Suffix -alnia tritt bei deverbalen Nomina loci auf. -arnia und -ownia). wo!owina ‚Rindfleisch’ 2. die auf eine Handlung hinweisen. Ein paralleler Fall liegt in den Formationen mit dem Suffix -ina vor. rozlewnia ‚Abfüllanlage’. in der sich ein bestimmter Gegenstand befindet oder in dem eine Tätigkeit stattfindet’. 116 115 . -arnia und -ownia auf.2. mleko ! mleczarnia ‚Molkerei’.2. das geschlossene Räumlichkeiten bezeichnet und zum anderen -isko (-ysko).

grzybowisko ‚Ort. palic´ ! palarnia ‚Raucherraum’ Zu diesen Bildungen kommt es aus phonetischen Gründen. dzwonnica ‚Glockenturm’ . ka±pielisko ‚Badeort/-anstalt’. die sich durch eine starke semantische Differenzierung auszeichnen. Bei der Verbindung eines Stammes mit dem Suffix -arnia kommt es zu morphonologischen Alternationen. rozlewisko ‚Hochwassergebiet’. kartoflisko ‚Kartoffelacker’ Dies sind abkürzungsähnliche Bildungen. ro´wnina ‚Ebene’. aber feste Umrisse aufweisen. narciarnia ‚Skilager’. Substantive s´lusarz ! s´lusarnia ‚Schlosserei’. kwiaciarnia ‚Blumenladen’. s´mietnik ‚Müllhalde’. für etwas bestimmt oder es findet in ihnen eine bestimmte Tätigkeit statt. lotnisko ‚Flughafen’. ciemnica ‚Dunkelzelle’. narze±dziarnia ‚Werkzeugkammer’ Bildungen mit -arnia finden wir manchmal auch bei Ableitungen von Verben. die normalerweise mit -alnia gebildet werden. usypisko ‚Aufschüttung = ein aufgeschütteter Ort /das Aufgeschüttete’ Unproduktive Typen 118 Zu den inzwischen unproduktiven Typen im Bereich der Nomina loci zählen -nik. ksie±g arnia ‚Buchhandlung’. letnisko ‚Sommerfrische’. kurnik ‚Hühnerstall’. wysypisko ‚Halde’ oder Adjektive wczasowisko ‚Ferienanlage’ oder – das ist die häufigste Variante – Substantive. verkauft oder aufbewahrt wird. cies´nina ‚Meerenge’. Die deverbalen Derivate kommen bisweilen in die Nähe von Nomina obiecti. stolarz ! stolarnia ‚Tischlerei’ Meist handelt es sich um Bezeichnungen für Werkstätten oder Betriebe. Ihre Basis bilden entweder Verben !owisko ‚Fanggründe’. kres´ l ic´ ! kres´ l arnia ‚Zeichenwerkstatt’. in denen der im Stamm genannte Gegenstand hergestellt. wo Pilze wachsen’. lodowisko ‚Eisbahn’. -ina und -(n)ica. powielac´ ! powielarnia ‚Vervielfältigungsstelle’.154 2. den Laut -laus dem Stamm zu wiederholen. Diese Räumlichkeiten sind durch etwas besetzt. Typ ‚lotnisko’ 117 Das Suffix -isko (erweitert auch -owisko und -nisko) bildet Bezeichnungen für Räumlichkeiten. es wird vermieden. die nach außen offen sind.

profesorostwo ‚der Professor und seine Frau’. Tieren. rycerstwo ‚Ritterstand’. ‚Onkel und Tante sind gekommen. Adamowie ‚Adam und seine Frau’. Hier treten Bezeichnungen für Titelträger. die auch in anderen Kategorien wirken. mieszczan´ s two ‚Bürgertum’. Die mit ihnen kongruierenden Ausdrücke stehen immer im Singular.’ Typ ‚Adamowie’ Auch das Formativ -owie. ptactwo ‚Vögel’ Einige dieser Ausdrücke sind gleichzeitig Nomina attributiva. ziemian´ s two ‚die Gutsbesitzer’. 83 ). denn es liegt pluralische Kongruenz vor. Als Basis sind nur Eigennamen einschließlich der Kosenamen möglich.2. Die erweiterte Variante auf -ostwo hat sich auf die Bezeichnung von Ehepaaren spezialisiert (vgl. Stasiowie ‚Stas´ und seine Frau’. -owie und weitere Elemente. Kollektive oder Gesamtheiten von im Stamm genannten Personen bzw.2. 121 120 119 . Nomina collectiva ‚rycerstwo’ Die Wortbildungskategorie der Nomina collectiva (nazwy zbiorowe) ist nicht sehr produktiv. marsza!kostwo ‚der Marschall und seine Frau’. Wujostwo przyszli. Substantivische Wortbildungsformationen 155 2. Rycerstwo ruszy!o do walki. Adamostwo ‚Adam und seine Frau’ Diese Formationen fallen in den Bereich inoffizieller Kommunikation. die unter dem Aspekt der Wortbildung teilbar sind und ein Formativ für Nomina collectiva aufweisen. wujostwo ‚Onkel und Tante’. Verwandte und Eigennamen auf.2. Typ ‚rycerstwo’ Das Formativ -stwo tritt in Ausdrücken auf für Gruppen.8.’ Von den Nomina collectiva zu unterscheiden ist das formal ähnliche Personalpronomen pan´stwo. ‚Die Ritter zogen in den Kampf. Staszkowie ‚Staszek und seine Frau’ Diese Bildungen sind in der Umgangssprache sehr beliebt. mieszczan´stwo ‚Bürgerlichkeit’ Die Kollektiva mit diesem Suffix haben keinen Plural. Es handelt sich um -stwo (-ctwo). Berufsangehörige. Es gibt jedoch recht viele Lexeme. kann Ehepaare bezeichnen. Im Hinblick auf die Syntax verhalten sie sich anders als die anderen genannten Lexeme. das auch als Marker des Plurals männlich-persönlicher Substantive fungiert. -ostwo.

9. paryz˙anin ‚Pariser’. Provinzen. Typ ‚Chin´czyk’ 123 Das Formativ -czyk (Erweiterungen: -ijczyk. d.2. Londyn ! londyn´czyk ‚Londoner’. Die Wahl des Formativs ist häufig durch die Struktur des – oft ausländischen – Ausgangsworts bedingt. krakowiak – krakowianin ‚Krakauer’ Seine Derivationsbasis bilden polnische Ortsnamen. Chiny ! Chin´czyk ‚Chinese’.und Ländernamen. Rosjanin ‚Russe’. Daneben haben sich einige andere Bildungen erhalten. Substantive 2. Ländern. Wieden´ ! wieden´czyk ‚Wiener’. warszawianin ‚Warschauer’. Pomorzanin ‚Pomoraner’. Sie werden gebildet durch geografische Namen und die spezialisierten Suffixe -anin und -czyk sowie das polyfunktionale -ak.h. wie Regionen. das . von Städten. Pakistan ! Pakistan´czyk ‚Pakistani’ Daneben können auch Bewohner bestimmter nichtpolnischer Städte bezeichnet werden. S#la±sk ! S#la±zak ‚Schlesier’. Chile ! Chilijczyk ‚Chilene’. Wielkopolanin ‚Großpole’ Es gibt aber auch einige Nationalitätsbezeichnungen. Die jeweilige Bezeichnung wird von eigens zu diesem Zwecke konstituierten Kommissionen festgelegt. Sofia ! s ofijczyk ‚Sofioter’ Die Stammerweiterung ist durch die formale Verschmelzung von Stamm und Formativ bedingt.156 2. Herkunftsbezeichnungen ‚Chin´czyk’ 122 (nazwy ods´rodowiskowe) Zu dieser Wortbildungskategorie zählen die Bezeichnungen von Bewohnern verschiedener Territorien. Typ ‚warszawiak’ 125 Die Bildungen dieses Typs haben umgangssprachlichen Charakter und konkurrieren oft mit den neutralen Bildungen auf -czyk oder -anin. Dörfern. Amerykanin ‚Amerikaner’ Sowohl -czyk als auch -anin taucht in offiziellem Gebrauch auf. -an´czyk) verbindet sich im Wesentlichen mit Ländernamen. Typ ‚warszawianin’ 124 Das Formativ -anin tritt häufiger bei Bewohnern von Städten und Regionen auf. und von Angehörigen bestimmter Völker. warszawiak – warszawianin ‚Warschauer’. Japonia ! Japon´czyk ‚Japaner’. Austria ! Austriak ‚Österreicher’ Das parallele Auftreten beider Formative und das Fehlen eindeutiger Unterschiede in der Semantik und der Verbindbarkeit haben nicht zuletzt formale Gründe.

ironische oder abwertende Färbung mit aus. mistrz ! mistrzyni ‚Meisterin’ Substantive auf -(owi)ec sind recht selten Basis für Nomina feminativa. Rusin ‚Rusine’. egoista ! egoistka ‚Egoistin’ Nicht möglich ist die Bildung von Nomina feminativa bei Substantiven auf -ca. -(owi)ec und -log. pisarz ! pisarka ‚Schriftstellerin’. Litwin ‚Litauer’. Anglik ‚Engländer’. Francuz ‚Franzose’. Bezieht man sich mit einem solchen Substantiv auf eine Frau. bo´g ! bogini ‚Göttin’. So gibt es eine ganze Reihe von Lexemen mit anderer Struktur. badacz ! badaczka ‚Forscherin’. die sich schon vor langer Zeit im Wortschatz des Polnischen etabliert haben. Ukrainiec ‚Ukrainer’. Nicht alle Herkunftsbezeichnungen werden mit den genannten Formativen gebildet. p!ywak ! p!ywaczka ‚Schwimmerin’. Das Formativ -ka verbindet sich mit substantivischen maskulinen Stämmen verschiedener Struktur.2. Ein weiterer Faktor. odkrywca ! odkrywczyni ‚Entdeckerin’. Norweg ‚Norweger’. Trägerinnen von Eigenschaften. Es handelt sich um Ausführende von Tätigkeiten oder Berufen. So ist sporto´wka ‚Sportlerin’ recht stark abwertend.2. Die wichtigsten Formativa sind -ka und -ini (-yni). nauczyciel ! nauczycielka ‚Lehrerin’. 126 . der die Unregelmäßigkeit der Bildungen in diesem Bereich bewirkt. weil diese Verbindung zum Formativ -o´wka führt. so drückt man eine scherzhafte. Das einzige neutrale Lexem dieser Reihe ist cyrko´wka ‚Zirkusartistin’. Szwed ‚Schwede’ 2. Substantive auf -ca bilden die Lexeme ausschließlich mit dem Suffix -ini. die durch die entsprechenden Substantive maskulinen Genus motiviert sind (vgl. Nomina feminativa sind durch eine hohe Produktivität gekennzeichnet. Nomina feminativa ‚nauczycielka’ Zur Wortbildungskategorie der Nomina feminativa (nazwy z˙en´skie pochodne od me±skich) zählen Bezeichnungen für Frauen.2. ist die sprachliche Tradition. wynalazca ! wynalazczyni ‚Erfinderin’. Bewohnerinnen von Orten und Ländern u.ä. zbobywca ! zdobywczyni ‚Gewinnerin/Eroberin’ Das Affix -ini ist auf diese Stämme beschränkt. also nicht auf eine männliche Bezeichnung zurückgehen wie praczka ‚Wäscherin’. Nicht in die Kategorie gehören weibliche Personenbezeichnungen. Substantivische Wortbildungsformationen 157 nur einige Formative zulässt und andere ausschließt. Ausnahmen bilden lediglich einige sehr alte Bildungen. das – eher typisch für unbelebte Nomina attributiva wie z˙aglo´wka ‚Segelboot’ – emotional markierte Bezeichnungen bildet. die direkt von einem Stamm abgeleitet sind.10. 210– 214).

powierniczka/powiernica ‚Vertraute’ Bei dem aktiven Gebrauch der Lexeme ist zu berücksichtigen. diablica ‚Teufelin’. ulubieniec ! ulubienica ‚Liebling’. !otrzyca ‚Schelmin’ Neutral ist das Suffix dagegen bei Bezeichnungen weiblicher Tiere. Psychologin nicht äquivalent! Gewisse Unregelmäßigkeiten finden sich in der Ableitung von Substantiven auf -nik. straz˙nica ‚Wache’ – straz˙niczka ‚Aufseherin’. Außerdem tritt es in negativ bewertenden Substantiven auf. über deren jeweiligen Gebrauch nur der Usus entscheidet. psycholoz˙ka/psychlogini ‚Psychologin’ Diese Bildungen sind durch die expressive Färbung den deutschen Formen Philologin bzw. republikanin ! republikanka ‚Republikanerin’ Von den Substantiven auf -log werden keine neutralen femininen Pendants gebildet. czytelnik ! czytelniczka ‚Leserin’. Entsprechende Bildungen mit -ka oder -ini haben eine stark scherzhafte Färbung und sind auf die Umgangssprache beschränkt. ‚Warschauerin’. rysownica ‚Zeichenbrett’ – rysowniczka ‚Zeichnerin’ Das Formativ -ica kommt nur selten in neutralen Nomina feminativa vor. warszawianin ! warszawianka. mieszkaniec ! mieszkanka ‚Bewohnerin’. Durch einen ähnlichen Austausch entstehen Nomina feminativa auf der Basis von Substantiven mit dem Suffix -anin. Dazu zählen Ausdrücke. pracowniczka/pracownica ‚Arbeiterin’. wygnaniec ! wygnanka ‚Vertriebene’ Häufiger als -ka tritt in diesen Fällen -ica auf. mit deren Stämmen sich die Affixe -ka oder -a (mit der Alternation k : c) verbinden. . filoloz˙ka/filologini ‚Philologin’. zwolennik ! zwolenniczka ‚Anhängerin’. sondern Gegenstände bezeichnen und sich dann in der Kernbedeutung unterscheiden. die von Substantiven auf -ec abgeleitet sind. dass die Formationen auf -nica in vielen Fällen nicht Personen.158 2. da es kein neutrales Formativ gibt. robotnik ! robotnica ‚Arbeiterin’. siostrzeniec ! siostrzenica ‚Nichte’ In diesen Formationen wird der maskuline Formant -ec durch einen femininen ausgetauscht. kierownica ‚Steuerrad’ – kierowniczka ‚Leiterin’. z!os´nik ! z!os´nica ‚Hausdrachen’ In dieser Gruppe gibt es eine Reihe von Dubletten. spo!eczniczka/spo!ecznica ‚Gesellschafterin’. Substantive Relativ regelmäßig ist die Ableitungsbeziehung bei männlichen Personenbezeichnungen auf -ec.

127 .’ 2. domek ‚Häuschen’. Die inzwischen veralteten Elemente -owa und -o´wna verbinden sich mit Stämmen mit konsonantischem und vokalischem Auslaut. Baryczka ! Baryczkowa – Baryczko´wna Die Formative -ina und -anka verbinden sich gewöhnlich mit Substantiven auf -a. Behält eine Frau den unveränderten Namen des Mannes bei. dann wird dieser indeklinabel. Die Formative informieren über die emotionale Haltung des Sprechers gegenüber der versprachlichten Entität (Person. Allen diesen Lexemen ist die expressive Färbung gemein.2. denn Deminutiva und Augmentativa werden meist dazu gebraucht. dann in scherzhaften Kontexten. domisko ‚Riesenhaus’ Auch in diesem Fall ist von einer emotionalen Bewertung auszugehen. Porozmawia!em z profesor Nowak. Nowak gesprochen. wojewoda ! wojewodzina – wojewodzianka Wenn diese Bildungen auch heute noch auftreten. aptekarz ! aptekarzowa – aptekarzo´wna. Substantivische Wortbildungsformationen 159 lew ! lwica ‚Löwin’. wilk ! wilczyca ‚Wölfin’ Zu den Nomina feminativa zählen wir gleichermaßen Nachnamen von Frauen: Nachnamen von Ehefrauen auf -owa oder -ina und von Töchtern auf -o´wna oder -anka. eine positive oder negative Einstellung zur Entität auszudrücken.11. kobiecina dagegen drückt Mitleid gegenüber dieser Frau aus. Sie gelten als veraltet. ‚Ich habe mit Frau Prof. Kulesza ! Kuleszyna – Kuleszanka Mit dem gleichen Wortbildungsmodell wurden früher auch Bezeichnungen für die Ehefrauen und Töchter der Vertreter bestimmter Berufe abgeleitet.2. Es handelt sich um deminutive (Verkleinerungen). Nowak ! Nowakowa – Nowako´wna. kobietka ist eine Frau. so dass sie in der Tat einer Wortbildungskategorie zugerechnet werden können. Moniuszko ! Moniuszkowa – Moniuszko´wna. Grundsätzlich werden die weiblich markierten Nachnamen mit Ausnahme der adjektivischen immer seltener verwendet. die gewöhnlich als einzelne Kategorien angesehen werden. Daneben kann man sich auch auf andere Eigenschaften der Entität wie Größe beziehen. hypokoristische (Koseformen) und augmentative (Vergrößerungen) Lexeme. niedz´wiedz´ ! niedz´wiedzica ‚Bärin’. Gegenstand oder Erscheinung). Nomina expressiva ‚kobietka’ (nazwy ekspresywne) Zu dieser Klasse zählen wir einige Wortbildungsmodelle. dies gilt vor allem für die Namen der Töchter.2. profesor ! profesorowa – profesoro´ w na. der der Sprecher mit Sympathie begegnet. Zare±ba ! Zare±bina – Zare±bianka.

zupa ! zupka ‚Suppe’. Es handelt sich ausschließlich um Gegenstände. die auf cz.160 2. stolik ‚kleiner Tisch’. drzewo ! drzewko ‚Bäumchen’. grosz ! grosik ‚Groschen’ (mit der Alternation sz : s´). sondern kann u. nett bei so einem Regenwetter zu Haus zu sitzen. ‚Ich habe mir einen richtig schönen Mantel gekauft. Der Gebrauch eines Deminutivums signalisiert eine emotionale Einstellung nicht nur zum genannten Gegenstand. klucz ! kluczyk ‚(kleiner) Schlüssel’. Diese Funktion ist den deutschen Deminutiva fremd. jedoch lassen sich Tendenzen zur Verteilung auf verschiedene Stämme beobachten. grejpfrut ! grejpfrucik ‚Pampelmuse’ Unter älteren Formationen mit einem Stammauslaut auf -t findet sich neben -ik das Suffix -ek. dzionek ‚Tag’ Die Verkleinerungsformen von Personen. Feminine Substantive werden mit Hilfe des Suffix -ka und neutrale mit -ko gebildet. kwiatek ‚Blume’. Substantive Deminutiva und Hypokoristika ‚kroczek’ 128 Nur ein ganz kleiner Teil der Deminutiva bezeichnet in neutraler Weise kleine Gegenstände ohne jegliche emotionale Markierung. kotek ‚kleiner Kater’. Mi!o siedziec´ w domku. pa!ac ! pa!acyk ‚(kleiner) Palast’ Mit dem Suffix -ik lassen sich auch Deminutiva von Stämmen auf ursprünglich -t bilden. Auf die Wahl des Wortbildungsformativs wirkt sich das Genus der substantivischen Basis aus. ko!o ! ko´!ko ‚kleiner Ring’ Für maskuline Substantive stehen zwei Formative zur Verfügung: -ik (-yk) und -ek.U. sz. g!owa ! g!o´wka ‚Köpfchen’. Ihr Funktionsbereich ist nicht klar voneinander abgegrenzt. mostek ‚Steg’ . torebka ‚Tasche’. s!oneczko ‚Sonne’. aparat ! aparacik ‚kleiner Apparat’. ‚Es ist doch richtig. daszek ‚Schutzdach’ Die weitaus meisten Deminutiva können jedoch in Abhängigkeit vom Kontext auch eine expressive Bedeutungskomponente aufweisen.und Tierbezeichnungen haben immer expressive Funktion. kiedy na dworze taka ulewa. Das Formativ -ik (-yk) verbindet sich mit Stämmen.’ Kupi!am bardzo pie±kny p!aszczyk. z˙ (rz) oder c auslauten. talerz ! talerzyk ‚Kuchenteller’. no´z˙ ! noz˙yk ‚(kleines) Messer’. da sie sich bezüglich ihrer Größe überhaupt nicht charakterisieren lassen. die allgemeine Stimmung des Sprechers wie gute Laune anzeigen. wiersz ! wierszyk ‚(kleines) Gedicht’.’ Einige der auf nichtbelebte Dinge bezogenen Substantive haben ausschließlich expressive Funktion.

Bei Ausdrücken mit den Suffixen -ka und -ko kommt es zu folgenden Alternationen: k : cz. wa± s ! wa±sik ‚kleiner Schnurrbart’. sie treten auch in anderen Wortbildungskategorien auf. teatr ! teatrzyk ‚kleines Theater’. d. Das Suffix -ek hingegen bewirkt solche Veränderungen nur bei den Velaren k. wird die Variante -(rz)yk gebraucht.2. die der Funktion der Bildung von Verkleinerungsformen dienen. teoria ! teoryjka ‚lächerliche Theorie’. dass Deminutiva recht regulär zu bilden sind. o : o´. ko!o ! ko´!ko/ko´!eczko ‚kleiner Ring’ Nicht alle Deminutiva und Koseformen sind in den Wörterbüchern verzeichnet. So treten die Suffixe -ik und -ek bisweilen bei völlig analog strukturierten Stämmen auf. mucha ! muszka ‚kleine Fliege’. telewizor ! telewizorek ‚(kleiner) Fernseher’. z˙elazo ‚Eisen’ – z˙elazko ‚Bügeleisen’ . auch wenn nicht alle Lexeme ihre Bildung zulassen. obcas ! obcasik ‚kleiner Absatz’ vs. dass sich die einander ähnlichen Lexeme u. die sich mit -ik verbinden. ser ! serek ‚Käse’ Wenn vor dem r ein anderer Konsonant steht. Wenn ein Deminutivum von einem Abstraktum gebildet wird. sa!ata ‚Salat (Pflanze)’ – sa!atka ‚Gemüsesalat’. ch. -iciel. las ! lasek ‚kleiner Wald’ vs. piero´g ! pieroz˙ek ‚Pirogge’. g. kommt es immer zu Veränderungen des auslautenden Konsonanten. ch : sz. robota ! robo´tka ‚kleine Arbeit’. Dies gilt zum einen für Ausdrücke auf -ec. s´piewak ! s´piewaczka ‚kleiner Sänger’. entstehen Formationen mit stark ironischer oder scherzhafter Färbung. sind polyfunktional. die auf die Konsonanten k. g. cukierek ‚Bonbon’ Es ist zu beachten.h. ch oder – wenn ein Vokal vorausgeht – auf r auslauten. denn viele dieser Ausdrücke werden spontan für bestimmte Zwecke gebildet.2.U. orzech ! orzeszek ‚(kleine) Nuss’. noga ! no´z˙ka ‚Beinchen’. pisanie ! pisanko ‚albernes Geschreibe’ Die Suffixe. Daher kann man sagen. semantisch sehr weit auseinander entwickelt haben. ogon ! ogonek ‚Schwänzchen’ In den Stämmen. nos ! nosek ‚Näschen’. -ista und zum anderen für Abstrakta. wiatr ! wietrzyk ‚Windhauch’ (auch wiaterek) Bezüglich der Verbindbarkeit mit anderen Stämmen lassen sich kaum Regeln formulieren. Substantivische Wortbildungsformationen 161 Das Formativ -ek bildet Deminutiva von Substantiven. -ca. Nicht zu den Deminutiva gehören: m!ynek ‚Kaffeemühle’. g : z˙. krok ! kroczek ‚(kleiner) Schritt’.

kurcza±tko ‚Küken’. palto ! palcisko ‚Riesenmantel’ Dabei kommt es zum Wechsel im Genus. ko´!eczko ‚kleiner Ring’. Henryk ! Henrys´.h. d. -unia. weshalb man sie bisweilen nicht im Wörterbuch findet. dom ! domisko ‚Riesenhaus’. babka ! babcia/babunia/babusia. -is´. Anna ! Anusia/Anula. sie werden oft spontan gebildet. Typ ‚domisko’ 130 Das Formativ -isko (-ysko) bildet Augmentativa von Substantiven aller drei Genera. Unter den erweiterten Suffixen ist das Formativ -a±tko auf die Bezeichnung von jungen Lebewesen einer Klasse spezialisiert. -ula. wobei immer eine negative expressive Färbung vorliegt. pokoiczek ‚winziges Zimmer’.162 2. serduszko ‚kleines Herz’ Diese Ausdrücke haben eine ständige oder kontextabhängige hypokoristische Funktion. -iczek. Dafür werden die Suffixe -eczek. die in drei Genera realisiert werden. lampeczka ‚Lämpchen’. die Hypokoristika von Eigennamen und Verwandtschaftsbezeichnungen bilden. -cia. Das Formativ -isko tritt nicht an abstrakte Lexeme und an Deminutiva. vor allem in Verbindung mit den Adjektiven dobry ‚guter’. die kongruierenden Elemente stehen im Neutrum. -cio. ro´z˙yczka ‚Röslein’. dziadek ! dziadunio Die Verwendung dieser Koseformen ist durch die menschliche Nähe zum Angesprochenen bestimmt. Die Formationen haben meist einen wenig stabilen Charakter. Substantive Durch den Verlust der deminutiven Bedeutung in vielen Lexemen bilden sich sekundäre Verkleinerungen. czerwone domisko ‚rotes Riesenhaus’. lwia±tko ‚Junglöwe’ Sehr reich ist der Bestand an Formativen. d. Tieren und konkreten Gegenständen. Bogus!aw ! Bogus´. paczuszka ‚Päckchen’. -ulo. In bestimmten Kontexten. Sie bezeichnen große Entitäten einer Kategorie. poczciwy . Diese Formative treten in verschiedenen Genera auf und bewirken meist eine Kürzung des Stamms: -us´.h. -unio. die eine Beziehung des Widerwillens oder der Verachtung im Hinblick auf die Entität ausdrückt. domeczek ‚Häuschen’. czarne palcisko ‚schwarzer Riesenmantel’ Zu den Ausgangslexemen zählen Bezeichnungen von Personen. Augmentativa werden im Wesentlichen durch die Formative -isko (-ysko) oder -id!o (-yd!o) gebildet. -uszek verwendet. kwiatuszek ‚Blümchen’. kochany ‚geliebter’. Augmentativa und Pejorativa ‚domisko’ 129 Im Gegensatz zu den Formationen der Deminutiva und Hypokoristika sind die Augmentativa (Vergrößerungsformen) niemals neutrale Bezeichnungen.

poczciwe kobiecisko ‚nette Frau’ In den Stämmen der mit -isko affigierten Substantive kommt es zu Alternationen.B. Viele dieser Ausdrücke gelten als vulgär. Die Formationen mit -id!o bringen eine negative Beurteilung durch den Sprecher. ciacho ‚leckerer riesiger Kuchen’. stellt czytad!o ‚Buch aus der Unterhaltungsliteratur’ dar. wiersz ! wierszyd!o ‚erbärmliches Gedicht’ Das einzige Lexem. Andere Typen Augmentativa werden auch mit Hilfe anderer Formationen gebildet. besonders unter der städtischen Jugend sehr verbreitet. filmid!o ‚lausiger Film’. dobre psisko ‚braver Hund’. das nicht von einem Substantiv. seine ablehnende Haltung gegenüber dem versprachlichten Gegenstand zum Ausdruck. verlieren die Augmentativa ihre negative Färbung und stellen ein Signal für die positive Einstellung des Sprechers dar.2. weitschweifige Filme oder Bücher angewendet. Meist werden sie auf langatmige. cie±z˙aro´wka ! cie±z˙aro´wa ‚Riesen-LKW’ Dieses Ableitungsverfahren kann von Alternationen des Auslauts auf -ch begleitet sein. sztuka ! sztuczyd!o ‚Machwerk’. Sie enthalten das semantische Element einer gewissen Nachsicht. Meist handelt es sich um einzelne Ausdrücke aus diesem Bereich. Zum einen durch die Nullsuffigierung. sondern von einem Verb abgeleitet ist.ä. ciastko ! ciacho ‚leckerer riesiger Kuchen’. kie!basa ! kie!bacha ‚Riesenwurst’ Diese Formationen haben insofern einen spezifischen Charakter. kochane ch!opaczysko ‚geliebter Lausbengel’. Dieser Derivationstyp ist in der Umgangssprache. dass es Augmentativa von Bezeichnungen für literarische Werke und andere Kunstwerke bildet.. Typ ‚filmid!o’ Das Formativ -id!o (-yd!o) ist durch die Spezialisierung gekennzeichnet. Substantivische Wortbildungsformationen 163 ‚lieber’ u.2. als in ihnen neben der augmentativen Bedeutung eine besondere Färbung vorliegt. powies´c´ ! powies´cid!o ‚Schundroman’. sondern seine allgemeine Einstellung zur Wirklichkeit als nonchalant oder als herablassend markiert. Das Anfügen des Suffixes -id!o kann Alternationen im Stamm bewirken. die nicht nur die Beziehung des Sprechers zum versprachlichten Gegenstand ausdrückt. Nur wenige haben sich fest im Wortschatz des Polnischen als scherzhafte Ausdrücke etabliert wie z. szpilka ! szpila ‚große Nadel’. 132 131 .

-ica (-yca) bei Nomina feminativa. alle anderen sind feminin.164 2. So gehören nur diejenigen Derivate von Adjektiven den Pejorativa an. straszna mies´cina ‚schreckliches Kaff’. aktorzyca ‚Schmierenschauspielerin’. die eine im Allgemeinen als negativ bewertete Eigenschaft ausdrücken. Eines der häufigsten Formative ist das Suffix -ina (-yna). mi!a kobiecina ‚nette kleine Frau’ Die Bildung der entsprechenden Formationen ist mit lautlichen Alternationen verbunden. seiner Gewöhnlichkeit oder Minderwertigkeit bewertet. Die Ausdrücke mit pejorativer Bedeutungskomponente können Suffixe mit geringer Produktivität enthalten. Es sind im Prinzip attributive Formationen. ma!y ! maluch ‚Kleiner (Fiat 126)’. also keine neuen Bedeutungskomponenten hinzukommen. haben dagegen eine scherzhafte oder ironische Färbung. haben die Formationen dieses Typs kein einheitliches Genus. Als Stamm dienen Substantive aller drei Genera. der Geringschätzung oder gar der Verachtung entsteht. wodurch die Markierung mehr oder weniger im Rahmen der Ausgangsbedeutung verbleibt. wodurch die Färbung des Mitleids. ch!opak ! ch!opczyna ‚armer kleiner Junge’. Es bildet Derivate mit folgender Bedeutung: Eine Person oder ein Gegenstand werden hinsichtlich ihrer bzw. Expressive deadjektivische Bildungen ‚maluch’ 134 Die deadjektivischen Derivate stellen sowohl in Bezug auf den Wortbildungstyp. niedba!y ! niedbaluch ‚schlampiger Kerl’ Die Adjektive. Substantive Pejorativa ‚kobiecina’ 133 Die übrigen Vertreter dieser Wortbildungkategorie bilden Lexeme mit unterschiedlichen Typen der negativen Bewertung (Pejorativa). porza±dny ! porza±dnis´ ‚ordnungsliebender Mensch’ . die eine neutral bewertete Eigenschaft ausdrücken. die sämtlich das neutrale Genus aufweisen. z.B. szefica ‚Bossin’ oder -al bei nos ! nochal ‚Zinken’ (Nase) Einige dieser Ausdrücke haben einen scherzhaften Charakter. Es gilt: maskulin-personale Substantive behalten dieses Genus. die die Bedeutung des adjektivischen Stammes verstärken. kobieta ! kobiecina ‚arme kleine Frau’ Im Gegensatz zu den Formationen auf -isko. miasto ! mies´ c ina ‚elendes Nest’. als auch auf die Art der Expressivität eine eigene Gruppe dar. g!upi urze±dniczyna ‚blöder Beamter’. urze±dnik ! urze±dniczyna ‚kleiner mieser Beamter’.

chytry ! chytrus ‚Geizkragen’. -t. jagnie± ! jagnia±tko ‚Lamm’ Im heutigen Polnischen ist der Typ auf -e± jedoch nicht mehr produktiv. dziki ! dzikus ‚Wilder’. s!on´ ! s!onia±tko ‚Elefantenkind’. also Adjektive. pie±kny ! pie±knis´ ‚Schönling’. stary ! staruch/starucha ‚alter Knacker/alte Schachtel’. Substantivische Wortbildungsformationen 165 Als Wortbildungsbasis fungieren Qualitätsadjektive. 135 .a. tygrys ! tygrysia±tko ‚Tigerjunges’ Diese Formationen sind nicht emotional neutral. lew ! lwia±tko ‚Löwenjunges’. dowcipny ! dowcipnis´ ‚Witzbold’ Die Suffixe -uch und -och (-ucha. denn sie sind immer mit dem Ausdruck einer gewissen Zärtlichkeit verbunden. Bildungen dieses Typs gehören heute eher in den Bereich der Schriftsprache. die nicht von Substantiven abgleitet sind. -ocha) verbinden sich mit Stämmen auf -!-. gruby ! grubas ‚dicker Kerl’ Die entsprechenden femininen Lexeme werden mit Hilfe des Suffixes -ka gebildet. niedba!y ! niedbaluch/niedbalucha ‚schlampiger Kerl/Schlampe’ Die Formationen auf -is´ haben eine eher ironische und diejenigen auf -uch und -och eine verächtliche Färbung. ciele± ! ciela±tko ‚Kalb’. Die Formative -us und -as treten auch in verschiedenen deadjektivischen Derivaten auf.2.u. während sich in der Umgangssprache die Bildungen auf -a±tko durchsetzen. grubaska ‚dicke Frau’ Bezeichnungen von jungen Lebewesen ‚s!onia±tko’ Die Bezeichnungen von jungen Lebewesen des Typs s!onia±tko ‚Elefantenkind’ werden unter der Rubrik der Nomina expressiva behandelt. chytruska ‚Geizkragen (Frau)’. uparty ! uparciuch/uparciucha ‚sturer Kopf’.2. In diesem Zusammenhang beginnen sie auch die hypokoristische Komponente abzubauen. da ihr Formativ -a±tko auch gleichzeitig Hypokoristika von weiblichen Vornamen bildet. Zosia ! Zosia±tko. Das Suffix -is´ ist das Pendant zum weiblichen Suffix -isia und wird von Adjektiven auf -ny gebildet. prosie± ! prosia±tko ‚Ferkel’. -r-. Krysia ! Krysia±tko Das Formativ -a±tko verbindet sich hauptsächlich mit den Stämmen von Substantiven. Es handelt sich ursprünglich um deminutive Ableitungen von Bezeichnungen für Jungtiere auf -e±. t!usty ! t!us´cioch/t!us´ciocha ‚Fettwanst’. die Tiere bezeichnen und bildet aus ihnen Bezeichnungen für die entsprechenden Jungtiere.

nadprodukcja ‚Überproduktion’. Das häufigste Präfix mit dieser Funktion ist nie-. podsekretarz ‚Untersekretär’. das eine niedrigere Position in der Hierarchie oder eine Unterordnung bezeichnet. psiak ‚Hündchen’ 2. wicedyrektor ‚Vizedirektor’. antypowies´c´ ‚Antiroman’. cielak ‚Kalb’. Eigenschaften usw. kontrnatarcie ‚Gegenangriff’ Das Formativ nad. kociak ‚Kätzchen’. Fügt man an ein Substantiv ein Präfix an. arcydzie!o ‚Meisterwerk’.auf. das auf das Fehlen oder das Gegenteil des im Stamm Genannten hinweist. nie!ad ‚Unordnung’. les´niczy ! nadles´niczy ‚Oberförster’. Präfigierte Substantive ‚nadinspektor’ 136 (rzeczowniki prefiksalne) Die Präfigierung von Substantiven ist im Polnischen sehr selten. superforteca ‚fliegende Festung’ Das Antonym zu nad. przedbieg ‚Vorlauf’ . podinspektor ‚Unterinspektor’. Das Präfix modifiziert nur die Bedeutung des Stamms.ist das Präfix pod-.tritt in zwei Formationstypen auf.und super. In der letzten Zeit sind unter dem Einfluss anderer Sprachen einige neue Präfixe hinzugekommen. In Verbindung mit Substantiven. podzbio´ r ‚Untermenge’. nadwaga ‚Übergewicht’ In der gleichen Funktion treten die entlehnten Präfixe arcy. kontratak ‚Gegenangriff’.12. nadcis´ n ienie ‚Überdruck’. wiceminister ‚Vizeminister’ Weniger häufig trifft man Formationen mit dem Präfix przed-. nieprzyjaciel ‚Feind’ In ähnlicher Funktion treten Präfixe fremder Abstammung auf wie anty. Sie kommen meist bei Lehnwörtern vor. benennen sie eine höhere Position in der Hierarchie. podtyp ‚Untertyp’ Eine ähnliche Funktion erfüllt das entlehnte Präfix wice-. inspektor ! nadinspektor ‚Oberinspektor’ In abstrakten Substantiven wird die Überschreitung einer gewissen Norm hinsichtlich des durch das Ausgangssubstantiv ausgedrückten Zustands bezeichnet.oder kontr-.166 2.2. Das Lexem bleibt ein Ausdruck für Handlungen. so ändert sich nichts an der Zugehörigkeit des Ausgangslexems zu einer semantischen Klasse. die Ausführende bestimmter Berufe bezeichnen. Substantive In der Gruppe der Bezeichnungen für junge Lebewesen gibt es einige umgangssprachliche Bildungen auf -ak oder -ek. wieprzak/wieprzek ‚Ferkel’.

pod g!owa± ! podg!o´wek ‚Keilkissen’. a) Syntaktische Komposita (rzeczowniki pochodne od wyraz˙en´ syntaktycznych) Es handelt sich um Formationen. Als Basis für diese Formationen können Phrasen mit verschiedenen Präpositionen und Substantiven auftreten. b) eigentliche Komposita.13. Formative dieser Gruppe sind -ek. wspo´!autor ‚Koautor’.2. deren Wortbildungsstamm durch die Verbindung zwischen einer Präposition und einem Substantiv entsteht. Deshalb sind bei weitem nicht alle Komposita in den Wörterbüchern verzeichnet. Substantivische Wortbildungsformationen 167 Eine weitere semantische Spezialisierung liegt in dem Formativ niedo. przedwios´ n ie ‚Vorfrühling’. gehören im Hinblick auf die strukturelle Bedeutung zu den unter 74 bis 136 aufgeführten Wortbildungskategorien. die durch die in der Präpositionalphrase genannten Merkmale charakterisiert werden. nadburcie ‚Schanzkleid um das Schiffsdeck’. die zum Teil noch nicht in die Gesamtsprache eingedrungen sind und sich nur im Usus gefestigt haben. Sie bezeichnen Gegenstände. wspo´!mieszkaniec ‚Mitbewohner’ 2. bezdroz˙e ‚unwegsame Gegend’. Das entscheidende Merkmal der Komposita ist das Vorhandensein von zwei Wurzeln.vor. Es versprachlicht. podgo´ r ze ‚Vorgebirgsland’. -ka oder -e. Die Komposition erfreut sich im heutigen Polnischen großer Produktivität. 138 137 . da die Bedeutung des Stamms sehr stark verändert wird. unterscheiden sich jedoch in ihrer Semantik.2. na ramieniu ! naramiennik ‚Achselklappe’ Unter formalen Gesichtspunkten nähern sie sich den präfigierten Substantiven an. Somit zählen sie zu den Nomina attributiva. niedowaga ‚Untergewicht’ Zu den recht produktiven Formativen zählt das Präfix wspo´!-. dass das genannte Merkmal gemeinsam mit einem anderen auftritt. Wir unterscheiden zwei Grundtypen von Komposita: a) auf syntaktischen Verbindungen beruhende. vor allem im Bereich der Fachterminologie. Der große Benennungsbedarf führt zur Abkehr von traditionellen Kompositionsmustern und zur Entstehung immer neuer Formationen. -nik. Sie werden gesondert behandelt. die auf dem Wege der Komposition entstehen. bez ludzi ! bezludzie ‚Einöde’. da hier ganz andere Wortbildungsverfahren vorliegen als in den vorher genannten Kategorien.2. Komposita (rzeczowniki z!oz˙one) Wortbildungsformationen. niedorozwo´j ‚Unterentwicklung’. das das Nichtausreichen oder den geringen Grad des Genannten bezeichnet. naroz˙nik ‚Eckhaus’.

ausgeführt wird. krwiodawca ‚Blutspender’. Bisweilen tritt als zweites Glied eine Form auf. Das erste Glied ist eine nähere Bestimmung dieser Handlung. Diese beiden Elemente werden mit dem Interfix -o. die durch die Person oder den Gegenstand. die als solche auch selbständig vorkommen kann.oder ein Substantivstamm. b) Eigentliche Komposita 139 Formationen dieser Art beruhen auf zwei autosemantischen Stämmen. drogowskaz ‚Wegweiser’. krwiodawca ‚Blutspender’ um Nomina obiecti drzeworyt ‚Holzschnitt’ oder um Nomina actionis. Abweichungen von der Grundstruktur sind relativ selten. . Adverben oder Numeralia auftreten. den das Kompositum bezeichnet. Substantive mie±dzywojnie ‚Zeit zwischen den Weltkriegen’. d!ugopis ‚Kugelschreiber’ Das zweite Glied verweist auf die Handlung. Neben diesem Morphem tritt gleichzeitig die Nullaffigierung oder ein weiteres Suffix auf. winobranie ‚Weinlese’ Unter semantischen Gesichtspunkten handelt es sich um belebte und unbelebte Nomina agentis. Aus der Beziehung beider Glieder zueinander ergibt sich die strukturelle Bedeutung. winobranie ‚Weinlese’ Typ ‚d!ugopis’ Adverbialstamm + o + Verbalstamm 141 Dieser Typ bildet meist Nomina agentis oder Nomina instrumenti. zarzecze ‚Land jenseits des Flusses’ Diese Ausdrücke gehören zum allen funktionalen Stilen gemeinsamen Wortschatz des Polnischen. Typ ‚mro´wkojad’ Substantivstamm + o + Verbalstamm 140 In den Formationen dieses Typs verweist das zweite Glied auf eine Handlung und das erste auf das Objekt dieser Handlung. piorunochron ‚Blitzableiter’. Dieser Typ ist nicht besonders produktiv.miteinander verbunden.168 2. im ersten Glied können auch Stämme anderer Wortarten wie Adjektive. mro´wkojad ‚Ameisenbär. Die Wortbildungsbasis des zweiten Gliedes des Kompositums ist entweder ein Verbal. dalekowidz ‚Weitsichtiger’.

Dieses bestimmt das zweite Glied näher oder bezeichnet mit ihm zusammen den Träger eines bestimmten Merkmals. sondern durch -i-/-y-. Typ ‚meblos´cianka’ Substantivstamm + o + Substantivstamm Im Hinblick auf die Beziehung zwischen den beteiligten Gliedern lassen sich zwei Typen unterscheiden. Substantivische Wortbildungsformationen 169 Typ ‚dusigrosz’ Verbalstamm + o + Substantivstamm Dieser Kompositionstyp ist heute nur schwach produktiv. die zu den Nomina attributiva zählen. Dieser Effekt entsteht durch die Charakterisierung einer Person. ca!okszta!t ‚Gesamtgestalt’ Das zweite Glied kann sowohl eine potenziell selbstständige Einheit wie ca!o-kszta!t. Hier bezeichnet das zweite Glied eine Person. czarnoziem ‚Schwarzerde’. Typ ‚dziesie±ciolecie’ Numeralstamm + o + Substantivstamm In diesen Formationen ist das erste Glied ein Numerale – Kardinale. insbesondere in der Fachterminologie.verbunden. cudzoziemiec ‚Ausländer’ b) Formationen. Zum einen solche. denn die beiden Glieder werden nicht durch das Interfix -o. in denen das erste Glied das zweite näher bestimmt: ksie±gozbio´r ‚Büchersammlung’. Ordinale oder Kollektivum. in denen beide Glieder gleichberechtigt sind. bawidamek ‚Salonlöwe’ Von den anderen Komposita weicht dieser Typ in formaler Hinsicht ab. die auf das im zweiten Glied genannte Objekt gerichtet ist. dziesie±ciolecie ‚Jahrzehnt/zehnjähriges Jubiläum’. Typ ‚cudzoziemiec’ Adjektivstamm + o + Substantivstamm Bei den Komposita dieses Typs kann man zwei Grundtypen feststellen: a) Formationen.2. Die Mehrheit der Lexeme dieser Gruppe gehört zu den expressiven Ausdrücken und weist eine scherzhafte Färbung auf. die durch das erste Glied näher bestimmt werden. in denen beide Glieder gleichberechtigt nebeneinander stehen: meblos´cianka ‚Wandschrank/Schrankwand’ Beide Typen sind heute recht produktiv. gwiazdozbio´r ‚Sternbild’ Zum anderen solche. einen Gegenstand oder einen Begriff. czworono´g ‚Vierbeiner’ 145 144 143 142 .2. seltener eines Gegenstandes auf der Grundlage der Neigung zu der im ersten Glied genannten Tätigkeit. als auch bloße Stämme wie czarno-ziem enthalten. dusigrosz ‚Geizhals’.

Substantive In den Formationen mit Numeralia tritt nicht immer das Interfix -o. Nach diesen Modifikationen können wir die Abkürzungen unterteilen. Das erste Glied enthält eine auf die syntaktische Beziehung hinweisende Flexionsendung. die ihre Aussprache erleichtern. UW Uniwersytet Warszawski Ausdrücke dieser Art.170 2.2. In der mündlichen Rede unterliegen die Abkürzungen bestimmten Modifikationen. aus deren Anfangsbuchstaben oder -silben neue zusammengesetzte Ausdrücke entstanden sind. 2. Die Zusammenrückung ist von einer syntaktischen Fügung durch den Akzent zu unterscheiden. In einem heute sehr produktiven Typ entsteht die Formation durch die alleinige Kombination der beiden Glieder. die bei der Deklination des Kompositums mitflektiert: Bia!ystok – do Bia!egostoku ‚nach Bia!ystok’ oder nicht mitflektiert: Wielkanoc – od Wielkanocy ‚seit Ostern’. die aus der Verkürzung einzelner Ausdrücke entstanden sind.14. stulecie ‚Jahrhundert/Hundertjahrfeier’. Bia!ystok – bia!y stok ‚weißer Abhang’ Die Zusammenrückung ist im heutigen Polnisch nicht produktiv. Buchstabentyp ‚ONZ’ 148 Die Buchstabentypen (literowce) sind charakterisiert durch die Aussprache jedes einzelnen Buchstabens entsprechend der Buchstabenlautung im Alphabet. dwuszereg ‚Zweierreihe’. ONZ [o™nz™t] Organizacja Narodo´w Zjednoczonych ‚Die Vereinten Nationen’ PKS [p™kÅ™s] Pan´stwowa Komunikacja Samochodowa ‚Staatlicher Busverkehr’ BMW [b™™mvu] ‚BMW’ . sind im heutigen Polnisch recht häufig. die Institutionen bezeichnen. die keine formalen Kompositionsmittel aufweisen. c´wierc´fina! ‚Viertelfinale’ Einige Numeralia haben die Form des Genitivs oder eine spezifische Form. tro´jskok ‚Dreisprung’ Typ ‚Wielkanoc’ Zusammenrückung (zrost) 146 Zu den Zusammenrückungen zählen Substantive.auf. po´!etat ‚halbe Planstelle’. Abkürzungen 147 Als Abkürzungen (skro´towce) werden Lexeme bezeichnet.

der ein Substantiv in verschiedenen syntaktischen Umgebungen unterliegt. z!oz˙eniowce) befinden sich die Anfangssilben der Lexeme. Die Substantive des Polnischen werden nach Kasus und Numerus flektiert. Pafawag [pÅfÅvÅk] Pan´stwowa Fabryka Wagono´w ‚Staatliche Waggonfabrik’ Mischtyp ‚CPLiA’ Dieser Typ stellt eine Kombination aus dem Buchstaben.h.3.3. Die Einteilung in verschiedene Klassen ergibt sich aus dem Vergleich der Paradigmen. PAN [pÅn] Polska Akademia Nauk ‚Polnische Akademie der Wissenschaften’ GUS [gus] G!o´wny Urza±d Statystyczny ‚Zentralamt für Statistik’ NATO [nÅtC] ‚NATO’ Silbentyp ‚Pafawag’ In den Silbenabkürzungen (sylabowce. Deklinationen 171 Lauttyp ‚PAN’ In diesen Abkürzungen werden die einzelnen Buchstaben nicht entsprechend der Nennform im Alphabet ausgesprochen. da sich unter den Buchstaben immer ein Vokal befindet. sondern als Lautverbindung wie bei einem gewöhnlichen Lexem (g!oskowce).und dem Lauttyp dar (skro´towce mieszane). 152 151 150 149 .2. Dies ist möglich. der Gesamtheit der Flektionsformen eines Substantivs. d. die die Entität bezeichnen. Deklinationen Unter Deklination (deklinacja) verstehen wir die formale Veränderung. Die Flektionsformen der Substantive hängen von ihrer Zugehörigkeit zu den einzelnen Deklinationsklassen ab. CPLiA [t‡s™p™l#jÅ] Centrala Przemys!u Ludowego i Artystycznego ‚Verband des Kunsthandwerks’ 2. Wir unterscheiden sieben Kasus: Nominativ (Mianownik) Genitiv (Dope!niacz) Dativ (Celownik) Akkusativ (Biernik) Instrumental (Narze˛dnik) Präpositiv (Miejscownik) Vokativ (Wo!acz) Beim Numerus stehen sich Singular (liczba pojedyncza) und Plural (liczba mnoga) gegenüber.

z. erhalten wir eine Hierarchie. c. während andere ganz unterschiedliche Formen haben. dass manche Klassen sich in vielen Kasus-Numerusformen decken. von denen die erste mit einem Rahmen versehen als ein regelmäßiges typisches Paradigma anzusehen ist. auf die der Lerner besonders achten sollte. In Relation dazu lassen sich die Deklinationsklassen in einander ähnliche und in einander völlig verschiedene einteilen. Bei der Darstellung der Deklinationsklassen werden zu Beginn die typischen. z. von vielen Klassen lässt sich eindeutig auf das Genus schließen. häufigen und regelmäßigen Paradigmen genannt. Eine Tabelle enthält immer mehrere Vokabeln. Am oberen Ende sind die Klassen mit maximal verschiedenenen Paradigmen und am unteren diejenigen mit einem Paradigma. weil sie früher einmal palatalisiert waren. dass sich diese Stämme morphologisch genauso verhalten wie die palatalen. Substantive Dabei ist zu sehen. Schraffiert werden Formen. z˙.B. Die Deklinationsklasse hängt mit dem Genus des Substantivs zusammen. kot ‚Kater’ • Stammauslaut auf palatelen oder historisch palatalisierten Konsonanten. dz. so´l ‚Salz’ • Stammauslaut auf g. unproduktive bzw. sehr seltene werden später eigens als solche aufgeführt. das sich nur in einem Kasus unterscheidet. In dieser Grammatik gehen wir von folgender Ordnung aus: Substantiv feminin neutral nicht-feminin maskulin maskulin-personal maskulin-nichtpersonal nichtpersonal-unbelebt nichtpersonal-belebt Neben der ausschlaggebenden Zuordnung in die Deklinationsklassen nach dem syntaktischsemantisch definierten Genus wirken phonologische Gesichtspunkte bei der Auswahl der Form der jeweiligen Endung. ge±s´ ‚Gans’. worek ‚Sack’ Mit historisch palatalisiert ist gemeint. Dazu zählen sz.B. z. k.172 2. . Es gibt drei Stammauslauttypen: • Stammauslaut auf nichtpalatalen Konsonanten. dz˙ und l.B. rzecz ‚Sache’. aber nicht umgekehrt. cz. durch die sich die einzelnen Klassen unterscheiden. Wenn wir die Anzahl der Kasus ansehen.

Wir unterscheiden lediglich drei formale Typen an femininen Deklinationsklassen: • mit der Endung -a im Nominativ Singular • mit der Endung -i im Nominativ Singular (Einzelfälle) • mit der Endung -Ø im Nominativ Singular a) Feminine Substantive auf -a (‚barwa’) Wie bei den anderen Genera nimmt ein Stamm unterschiedliche Endungen an in Abhängigkeit davon. nichtpalatalen Konsonanten Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt. Deklinationen 173 Vokabel 1 Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ Vokabel 2 Vokabel 3 2. Auslaut auf nichtpalatalisierten bzw. barwa barwy barwie barwe± barwa± barwie Farbe g!owa g!owy ´g!owie g!owe± g!owa± g!owie Kopf tas´ma tas´my tas´mie tas´me± tas´ma± tas´mie Band baza bazy bazie baze± baza± bazie Base klasa klasy klasie klase± klasa± klasie Klasse !za !zy !zie !ze± !za± !zie Träne 154 153 .1.3. ob der Auslaut palatalisiert ist oder nicht.3.2. Deklination der femininen Substantive (odmiana rzeczowniko´w z˙enskich) Anders als das maskuline Genus zeigt das feminine keine semantisch-syntaktisch bestimmte Deklinationsklassenbildung.

klasa – klasie z : zi. • • • • m : mi. baza – bazie . sondern in orthografischer Schreibung angeführt.174 2. kobieta kobiety kobiecie kobiete± kobiecie kobieto! Frau kole±da kole±dy kole±dzie kole±de± kole±da± kole±dzie kole±do! Weihnachtslied pszczo!a pszczo!y pszczole pszczo!e± pszczo!a± pszczole pszczo!o! Biene ko!dra ko!dry ko!drze ko!dre± ko!dra± ko!drze ko!dro! Bettdecke zmiana zmiany zmianie zmiane± zmiana± zmianie zmiano! Veränderung Instrumental kobieta± Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv Vokativ kobiety kobiet kobietom kobiety kobietach kobiety! kole±dy kole±d kole±dom kole±dy kole±dami kole±dach kole±dy! pszczo!y pszczo´! pszczo!om pszczo!y pszczo!ami pszczo!ach pszczo!y! ko!dry ko!der ko!drom ko!dry ko!drami ko!drach ko!dry! zmiany zmian zmianom zmiany zmianami zmianach zmiany! Instrumental kobietami Im Dativ und im Präpositiv Singular kommt es zu einer Reihe von konsonantischen Alternationen. zmiana – zmianie s : si. Diese werden aus Gründen der Anschaulichkeit nicht in phonetischer oder phonologischer. Substantive Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv barwy barw barwom barwy barwami barwach g!owy g!o´w g!owom g!owy g!owami g!owach tas´my tas´m tas´mom tas´my tas´mami tas´mach bazy baz bazom bazy bazami bazach klasy klas klasom klasy klasami klasach !zy !ez !zom !zy !zami !zach Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv Vokativ dt. tas´ma – tas´mie n : ni.

g!owa – g!owie t : ci. g!owa – g!o´w. apteka – aptece g : dz.3. ko!dra – ko!drze k : c. bieda – biedzie ! : l. !za – !ez. mucha – musze Außerdem gibt es Vokalalternationen: • o : o´.2. Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt. noga – nodze ch : sz. noga – no´g • e : Ø. ulica ulicy ulicy ulice± ulica± ulicy Straße te±cza te±czy te±czy te±cze± te±cza± te±czy Regenbogen cisza ciszy ciszy cisze± cisza± ciszy Stille wiez˙a wiez˙y wiez˙y wiez˙e± wiez˙a± wiez˙y Turm fala fali fali fale± fala± fali Welle . pszczo!a – pszczole r : rz. apteka apteki aptece apteke± apteka± aptece Apotheke noga nogi nodze noge± noga± nodze Bein/Fuß 156 155 Plural apteki aptek aptekom apteki aptekami aptekach nogi no´g nogom nogi nogami nogach Auslaut auf historisch palatalen Konsonanten Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt. kobieta – kobiecie d : dzi. ko!dra – ko!der Substantive auf -g und -k Sie haben im Genitiv Singular sowie im Nominativ und Akkusativ Plural statt eines -y ein -i. Deklinationen 175 • • • • • • • • w : wi.

-cz. chwila – chwili ‚Moment’. -z˙ (=%rz) die Endung -y. Nur nach -l tritt die Endung -i auf. cebula – cebuli ‚Zwiebel’ 157 56 Auslaut auf palatalisierten Konsonanten Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv Vokativ dt. Im Genitiv und im Präpositiv Singular erscheint nach den Konsonanten -c. fala – fali ‚Welle’. -sz. ziemia ziemi ziemi zimie± ziemi ziemio! Erde armia armii armii armie± armia± armii armio! Armee lekcja lekcji lekcji lekcje± lekcja± lekcji lekcjo! Lektion Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv Vokativ ziemie ziem ziemiom ziemie ziemiach ziemie! armie armii armiom armie armiami armiach armie! lekcje lekcji lekcjom lekcje lekcjami lekcjach lekcje! szyje szyj szyjom szyje szyjami szyjach szyje! ciocie cioc´ ciociom ciocie ciociami ciociach ciocie! szyja szyi szyi szyje± szyja± szyi szyjo! Hals ciocia cioci cioci ciocie± ciocia± cioci ciociu! Tante Instrumental ziemia± Instrumental ziemiami .176 2. Substantive Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv ulice ulic ulicom ulice ulicami ulicach te±cze te±cz te±czom te±cze te±czami te±czach wiez˙e wiez˙ wiez˙om wiez˙e wiez˙ami wiez˙ach fale fal falom fale falami falach In dieser Deklinationssubklasse kommt es zu keinen Alternationen.

armia – armii ‚Armee’. sesja – sesji ‚Sitzung’ Nach anderen Konsonanten wird der gleiche Halbvokal als i geschrieben. aleja – alei ‚Allee’ Ähnlich werden entlehnte Substantive wie idea ‚Idee’ flektiert: idea – idei ‚Idee’.Statue’ Wenn der Laut j am Auslaut eines Stamms entlehnter Wörter nach den Konsonanten s. gospodyni gospodyni gospodyni gospodynie± gospodynia± gospodyni gospodyni! Gastgeberin pani pani pani pania± pania± pani pani Frau Plural gospodynie gospodyn´ gospodyniom gospodynie gospodyniami gospodyniach gospodynie! panie pan´ paniom panie paniami paniach panie! 158 c) Feminine Substantive auf -Ø (‚kolej’) Die weitaus meisten Vertreter dieser recht großen Klasse gehören zu den Stämmen mit Auslaut auf palatale Konsonanten. lekcja – lekcji ‚Lektion’. Dativ und Präpositiv Singular sind hier eher orthografisch als real lautlich bedingt. szyja – szyi ‚Hals’. bleibt die Schreibung mit j in allen Kasus erhalten. historia – historii ‚Geschichte’ b) Feminine Substantive auf -i (‚gospodyni’) Diese Klasse ist bei weitem nicht so verbreitet wie diejenige auf -a. Deklinationen 177 Die Unterschiede der Formen im Genitiv. Überall tritt hier die Endung des Lauts -i auf.3. die sich nach Vokalen mit dem j verbindet. Sie enthält nur eine Handvoll Substantive und das Personalpronomen pani. Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt. 159 . Arabia – Arabii ‚Arabien’. Dania – Danii ‚Dänemark’.2. c und z auftritt. statua – statui .

178 2. kolej kolei kolei kolej kolei Bahn d!on´ d!oni d!oni d!on´ d!onia± d!oni Handfläche ga!a±z´ ga!e˛zi ga!e±zi ga!a±z´ ga!e˛zia± ga!e±zi Ast Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv koleje kolei kolejom koleje kolejach d!onie d!oni d!oniom d!onie d!oniami d!oniach ga!±e±zie ga!e±zi ga!e±ziom ga!e±zie ga!e˛ziami ga!e±ziach nici nici niciom nici nic´mi niciach wsie wsi wsiom wsie wsiami wsiach nic´ nici nici nic´ nicia± nici Faden wies´ wsi wsi wies´ wsia± wsi Dorf Instrumental koleja± Instrumental kolejami Auslaut auf historisch palatalisierten Konsonanten Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt. Substantive Auslaut auf palatalen Konsonanten Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv dt. pore±cz pore±czy pore±czy pore±cz pore±cza± pore±czy – Lehne m!odziez˙ m!odziez˙y m!odziez˙y m!odziez˙ m!odziez˙a± m!odziez˙y m!odziez˙y! Jugend noc nocy nocy noc noca± nocy nocy! Nacht so´l soli soli so´l sola± soli – Salz .

-i. diejenigen auf einen palatalen Konsonanten oder auf -l. -e Fett gedruckt sind die zentralen. g!owa ‚Kopf’. -y -om -y. -Ø -a± -e. -i. -y . Nominativ Singular -a (-Ø. -u. -i) Die überwiegende Mehrheit der femininen Substantive hat im Nominativ Singular die Endung -a. Plural -y. fala – fali ‚Welle’. -y. -k nehmen -i. praca ‚Arbeit’. noga – nogi ‚Bein’. -e±. -i. -e -ami. -g. unabhängig von der Palatalität des Stammkonsonanten. Genitiv Singular -y. re±ka – re±ki ‚Hand’ . -i. -i. -i -e. g!owa – g!owy ‚Kopf’. -i. -y. -Ø. -i Substantive auf einen nicht palatalen oder historisch palatalisierten Auslaut nehmen die Endung -y. Deklinationen 179 Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv pore±cze pore±czy pore±czom pore±cze pore±czami pore±czach noce nocy nocom noce nocami nocach sole soli solom sole solami solach 160 d) Übersicht zu den Endungen der regulären femininen Deklinationsklassen Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ -o. häufigsten Endungen. -mi -ach -y.3. -i -y. ziemia – ziemi ‚Erde’. -e -Ø. -i ist auf einige wenige Einzelfälle beschränkt wie bogini ‚Göttin’. praca – pracy ‚Arbeit’. 20% aller femininen Substantive lauten hingegen auf einen palatalen oder historisch palatalisierten Konsonanten aus (Endung -Ø). ziemia ‚Erde’ Ca.-i -o.2.

ciocia – ciociu! ‚Tante’. -y. kobieta – kobiecie ‚Frau’. Kasia – Kasiu! ‚Kasia’. szosa – szosie ‚Chaussee’. -i) Alle Substantive auf -a mit Ausnahme der Mehrheit der palatalen Stämme verfügen über die Vokativendung -o. ciocia – cioci ‚Tante’. matka – matko! ‚Mutter’. zweitere -y. re±ka – re±ke± ‚Hand’. Substantive Dativ Singular -e. -i weisen die Endung -e± auf. noc – noc ‚Nacht’. ciocia – cioci ‚Tante’. -y. -y. kobieta – kobiecie ‚Frau’. gospodyni – gospodynie± ‚Gastgeberin’ Bei den Substantiven auf -Ø ist der Akkusativ Singular gleich dem Nominativ. noga – nodze ‚Bein’ Bei den palatalen und historisch palatalisierten Stämmen ist die Endung identisch mit dem Genitiv Singular: erstere haben -i. re±ka – re±ka± ‚Hand’. szosa – szosie ‚Chaussee’. (-u. ziemia – ziemio! ‚Erde’ Die Mehrheit der palatalen Stämme. z˙ona – z˙ono! ‚Ehefrau’. Marysia – Marysiu! ‚Marysia’ . also auch -Ø. das von Alternationen des Auslauts begleitet ist.180 2. szko!a – szko!e± ‚Schule’. haben statt dessen -u. -i Die Formen des Präpositivs fallen mit dem Dativ Singular zusammen. dziewczyna – dziewczyno! ‚Mädchen’. -i Nichtpalatale Stämme haben das Morphem -e. wies´ – wies´ ‚Dorf’ Instrumental Singular -a± Alle Feminina ohne Ausnahme haben die Endung -a±. mamusia – mamusiu! ‚Mutti’. te±cza – te±czy ‚Regenbogen’ Vokativ Singular -o. noc – noca± ‚Nacht’ Präpositiv Singular -e. noga – nodze ‚Bein’. besonders die Koseformen von weiblichen Vornamen. te±cza – te±czy ‚Regenbogen’ Akkusativ Singular -e± (-Ø) Alle Substantive mit dem Nominativ Singular auf -a bzw.

noga – no´g ‚Füße’. Substantive auf -i nehmen die Endung -i. pralnia – pralni ‚Wäschereien’. !za – !ez ‚Tränen’ Bei den im Nominativ Singular endungslosen Wörtern tritt -y oder -i auf. historia – historii ‚Geschichten’. !o´dz´ – !odzie ‚Boote’. siostra – siostry ‚Schwestern’ Feminina auf palatalen und historisch palatalisierten Stamm nehmen -e. -y. droga – drogi ‚Wege’. -y Die überwiegende Mehrheit der Substantive hat im Genitiv Plural die Nullendung -Ø.2. re±ka – ra±k ‚Hände’. Deklinationen 181 Bei den Feminina auf -Ø hat der Vokativ die Form -i bzw. gospodynia – gospodynie ‚Gastgeberinnen’. -i. pani – pani! ‚Frau’ Nominativ Plural -y. rzecz – rzeczy ‚Sachen’. praca – prace ‚Arbeiten’ Feminina auf -g oder -k haben hingegen -i. brew – brwi ‚Augenbrauen’ Bei einigen wenigen Substantiven kommt es zu Schwankungen. nic´ – nici ‚Fäden’. apteka – apteki ‚Apotheken’ Bei den Substantiven auf -Ø treten die Endungen -e und -y bzw. sodass zwei Endungen möglich sind. g!owa – g!o´w ‚Köpfe’.3. d!on´ – d!onie ‚Handflächen’. -e Substantive auf nichtpalatalisierten Stammauslaut haben -y. lekcja – lekcji ‚Lektionen’ Dativ Plural -om Der Dativ Plural hat bei allen drei Genera die Form -om. postac´ – postacie oder postaci ‚Gestalt’ Genitiv Plural -Ø. mysz – myszy ‚Mäuse’. cukiernia – cukierni ‚Konditoreien’. m!odziez˙ – m!odziez˙y! ‚Jugend’. g!owa – g!owy ‚Köpfe’. ziemia – ziemie ‚Länder’. noc – nocy ‚Nächte’ Die Endung -i kommt außerdem bei palatalen Substantiven mit dem Suffix -nia und in einigen Lehnwörtern vor. -i. Dabei kommt es zu diversen Stammalternationen. . -i auf. pore±cz – pore±czy ‚Lehnen’.

-i.3. Einige wenige Ausnahmen bilden die Substantive mit der verkürzten Variante -mi.2. -i. kos´c´ – kos´c´mi ‚Knochen’. gospodyni – gospodynie ‚Gastgeberinnen’. nic´ – niciach ‚Fäden’ Vokativ Plural -y. -e Diese Formen sind identisch mit dem Nominativ Plural. -e Der Vokativ ist mit dem Nominativ identisch. ziemia – ziemie ‚Länder’. kobieta – kobietach ‚Frauen’. Die regelmäßigen Typen sind: • Nominativ Singular -o (nichtpalatale Stämme) • Nominativ Singular -e (palatale oder historisch palatalisierte Stämme) 162 a) Neutrale Substantive auf -o (‚drzewo’) Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv dt. siostra – siostry! ‚Schwestern’. sondern ausschließlich Stammtypen. Substantive Akkusativ Plural -y. nic´ – nic´mi ‚Fäden’ Präpositiv Plural -ach Es tritt ausnahmslos -ach auf. drzewo drzewa drzewu drzewo drzewie Baum gniazdo gniazda gniazdu gniazdo gniazdem gniez´dzie Nest mie±so mie±sa mie±su mie±so mie±sem mie±sie Fleisch b!oto b!ota b!otu b!oto b!otem b!ocie Schmutz okno okna oknu okno oknem oknie Fenster miasto miasta miastu miasto miastem mies´cie Stadt Instrumental drzewem .182 2. Nicht-feminine Deklination: Deklination der neutralen Substantive 161 (odmiana rzeczowniko´w nijakich) Bei den neutralen Substantiven unterscheiden wir keine syntaktisch-semantisch bedingten Subgenera. g!owa – g!owy ‚Köpfe’. kobieta – kobietami ‚Frauen’. gospodyni – gospodynie! ‚Gastgeberinnen’ 2. nic´ – nici ‚Fäden’ Instrumental Plural -ami (-mi) Die Form lautet für alle Klassen -ami.

-g. Daneben haben auch die Substantive mit weichem Stamm ein -u. miasto – mies´cie ‚Stadt’. oder -ch haben im Präpositiv ein -u. Im Präpositiv kommt es bei palatalem oder historisch palatalalisiertem Auslaut zu Alternationen.2. Deklinationen 183 Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv drzewa drzew drzewom drzewa drzewami drzewach gniazda gniazd gniazdom gniazda gniazdami gniazdach mie±sa mie±s mie±som mie±sa mie±sami mie±sach b!ota b!ot b!otom b!ota b!otami b!otach okna okien oknom okna oknami oknach miasta miast miastom miasta miastami miastach In den neutralen Deklinationsklassen fallen in beiden Numera grundsätzlich Nominativ und Akkusativ zusammen. das ohne Alternationen im Stamm auftritt. drzewo – drzewie ‚Baum’. Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt. gniazdo – gniez´dzie ‚Nest’ Substantive mit dem Stamm -k.3. Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv jab!ko jab!ka jab!ku jab!ko jab!kiem jab!ku Apfel jab!ka jab!ek jab!kom jab!ka jab!kami jab!kach echo echa echu echo echem echu Echo Plural echa ech echom echa echami echach radia (radio´w) radiom radia radiami radiach radio radia radiu radio radiem radiu Radio .

Substantive 163 b) Neutrale Substantive auf -e (‚pole’) Substantive auf -e unterscheiden sich von denjenigen auf -o im Präpositiv Singular.184 2. häufigsten Endungen. Nominativ Singular -o. pole pola polu pole polu Feld serce serca sercu serce sercem sercu Herz zboz˙e zboz˙a zboz˙u zboz˙e zboz˙em zboz˙u Getreide Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv pola po´l polom pola polach serca serc sercom serca sercami sercach zboz˙a zbo´z˙ zboz˙om zboz˙a zboz˙ami zboz˙ach zdje±cia zdje±c´ zdje±ciom zdje±cia zdje±ciami zdje±ciach dania dan´ daniom dania daniami daniach zdje±cie zdje±cia zdje±ciu zdje±cie zdje±ciem zdje˛ciu Aufnahme danie dania daniu danie daniem daniu Gericht Instrumental polem Instrumental polami 164 c) Übersicht zu den Endungen der regulären neutralen Deklinationsklassen Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ -o. -e Im Nominativ der regulären Substantive tritt nach nichtpalatalen Konsonanten -o und nach den anderen -e auf. -e Plural -a -Ø. -e. -u -o. -em -e. . -e -a -u -o. Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv dt. -y -om -a -ami -ach -a Fett gedruckt sind die zentralen. -i.

unabhängig von der Semantik der Vokabel. -y) Hier steht gewöhnlich eine Nullendung: pole – po´l ‚Feld’. serce – serc ‚Herz’ In einigen Substantiven mit palatalem oder historisch palatalisiertem Auslaut tritt -i oder -y auf. Deklinationen 185 Nominativ Plural -a Der Nominativ Plural ist immer -a. Akkusativ Singular -o.3. Genitiv Plural -Ø (-i. nare±cze – nare±czy ‚Arm voll’ Im Genitiv Plural kommt es zu Stammalternationen: • Ø : e jab!ko – jab!ek ‚Apfel’. okno – okien ‚Fenster’ • o : o´ pole – po´l ‚Felder’. Wir unterscheiden zwei Typen: 165 . Instrumental Singular -em und Instrumental Plural -ami Alle Neutra haben -em und -ami. d) Unregelmäßige neutrale Substantive (nieregularne rzeczowniki nijakie) Neutrale Substantive auf -e± (‚imie±’) Die Substantive auf -e± erweitern bei der Flexion ihren Stamm. Genitiv Singular -a Alle Neutra haben -a. narze±dzie – narze±dzi ‚Werkzeug’.2. -e und Akkusativ Plural -a Der Akkusativ fällt sowohl im Singular als auch im Plural mit dem Nominativ zusammen. ko!o – ko´! ‚Räder’ • e± : a± s´wie±to – s´wia±t ‚Feiertag’ Dativ Singular -u und Dativ Plural -om Alle Neutra haben im Dativ Singular -u und im Plural -om.

186 2. strzemie± ‚Steigbügel’. ciemie± ‚Scheitel’. als der Singular überhaupt nicht flektiert und der Genitiv Plural die maskuline Form -o´w annimmt. koz´le± ‚Zicklein’ 168 Neutrale Substantive auf -um Einige Substantive lateinischer Herkunft auf -um haben insofern ein spezifisches Paradigma. bydle± ‚Vieh’. jagnie± ‚Lamm’. ciele± ciele±cia ciele±ciu ciele± ciele±ciem ciele±ciu ciele± Kalb szczenie± szczenie±cia szczenie±ciu szczenie± szczenie±ciem szczenie±ciu szczenie± Welpe ciele±ta ciela±t ciele±tom ciele±ta ciele±tami ciele±tach ciele±ta! Plural szczenie±ta szczenia±t szczenie±tom szczenie±ta szczenie±tami szczenie±tach szczenie±ta! Nach diesem Muster flektieren die zum Teil veralteten Substantive: zwierze± ‚Tier’. . Substantive 166 Typ ‚imie±’ Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt. siemie± ‚Samen’ 167 Typ ‚ciele±’ Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt. kurcze± ‚Huhn’. plemie± ‚Volksstamm’. dziewcze± ‚Mädchen’. imie± imienia imieniu imie± imieniem imieniu Name ramie± ramienia ramieniu ramie± ramieniem ramieniu Schulter imiona imion imionom imiona imionami imionach Plural ramiona ramion ramionom ramiona ramionami ramionach Nach diesem Muster flektieren: znamie± ‚Banner’. brzemie± ‚Last’. z´rebie± ‚Fohlen’.

oko oka oku oko okiem oku oko! Auge ucho ucha uchu ucho uchem uchu ucho! Ohr Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ oczy oczu oczom oczy oczami/oczyma oczach oczy! uszy uszu uszom uszy uszami uszach uszy! dzieci dzieci dzieciom dzieci dziec´mi dzieciach dzieci! dziecko dziecka dziecku dziecko dzieckiem dziecku dziecko! Kind .3. Deklinationen 187 Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt.2. muzeum muzeum muzeum muzeum muzeum muzeum Museum stypendium stypendium stypendium stypendium stypendium stypendium Stipendium muzea muzeo´w muzeom muzea Plural stypendia stypendio´w stypendiom stypendia stypendiami stypendiach muzeami muzeach Weitere unregelmäßige Einzelfälle Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt.

die im Singular mit der femininen Deklination auf Vokal und im Plural mit dem Typus student zusammenfällt. student studenta studentowi studenta studencie Student ch!op ch!opa ch!opu ch!opa ch!opem ch!opie Bauer Francuz Francuza Francuzowi Francuza Francuzem Francuzie Franzose Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv Vokativ studenci studento´w studentom studento´w studentach studenci ch!opi ch!opo´w ch!opom ch!opo´w ch!opami ch!opach ch!opi Francuzi Francuzo´w Francuzom Francuzo´w Francuzami Francuzach Francuzi blondyni blondyno´w blondynom blondyno´w blondynami blondynach blondyni genera!owie genera!o´w genera!om genera!o´w genera!ami genera!ach genera!owie blondyn blondyna blondynowi blondyna blondynem blondynie Blonder genera! genera!a genera!owi genera!a genera!em generale General Instrumental studentem Instrumental studentami Diese Deklinationsklasse ist gekennzeichnet a) durch eine spezifische Endung im Nominativ Plural: -i oder -owie und b) den Zusammenfall von Akkusativ und Genitiv sowohl im Singular als auch im Plural (nichtpersonal-belebt nur im Singular!). Substantive 2.3. poeta 170 typisch maskuline Grundform (‚student’) Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv/ Vokativ dt. .3.188 2.B. Nicht-feminine Deklination: Deklination der maskulinen Substantive 169 (odmiana rzeczowniko´w me±skich) a) Maskulin-personal Bei der maskulin-personalen Deklination (odmiana me±sko-osobowa) unterscheiden wir zwei recht unterschiedliche Subtypen: • die typisch maskuline Grundform wie student • die sogenannte Mischform. z.

sogenannte Mischform (‚poeta’) Eine Gruppe maskulin-personaler Substantive hat im Nominativ Singular ein -a oder ein -o und flektiert im Singular wie feminine Substantive auf -a. 171 . aktor – aktorzy. Bei den Substantiven auf -o handelt es sich um Familiennamen des Typs Kos´ciuszko oder Koseformen wie wujcio ‚Onkel’. Deklinationen 189 Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv/ Vokativ dt.3. aktor aktora aktorowi aktora aktorem aktorze Schauspieler Polak Polaka Polakowi Polaka Polakiem Polaku Pole Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ aktorzy aktoro´w aktorom aktoro´w aktorami aktorach aktorzy! Polacy Polako´w Polakom Polako´w Polakami Polakach Polacy! biolodzy biologo´w biologom biologo´w biologami biologach biolodzy! Czesi Czecho´w Czechom Czecho´w Czechami Czechach Czesi! biolog biologa biologowi biologa biologiem biologu Biologe Czech Czecha Czechowi Czecha Czechem Czechu Tscheche Im Nominativ Plural kommt es zu einer Reihe von Alternationen: student – studenci.2. Polak – Polacy etc.

Substantive Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt. Als sicherer Marker des maskulin-personalen Subgenus fungiert durchgehend der Akkusativ Plural. b) Maskulin-nichtpersonal: belebt (me±sko-nieosobowy: z˙ywotny) 172 Auslaut auf nichtpalatalen Konsonanten (‚owad’) .190 2. poeta hat im Singular die gleichen Formen wie eine Gruppe femininer Substantive. von denen poeta der häufigste ist. poeta poety poecie poete± poeta± poecie poeto! Dichter kierowca kierowcy kierowcy kierowce± kierowca± kierowcy kierowco! Leiter Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ poeci poeto´w poetom poeto´w poetami poetach poeci! kierowcy kierowco´w kierowcom kierowco´w kierowcami kierowcach kierowcy! Kos´ciuszkowie Kos´ciuszko´w Kos´ciuszkom Kos´ciuszko´w Kos´ciuszkami Kos´ciuszkach Kos´ciuszkowie! Kos´ciuszko Kos´ciuszki Kos´ciuszce Kos´ciuszke± Kos´ciuszka± Kos´ciuszce Kos´ciuszko! Kos´ciuszko Angeführt sind vier verschiedene Typen.

sondern mit dem Genitiv Singular zusammenfällt.3. In einigen wenigen Fällen kann im Dativ statt -owi die Endung -u auftreten wie im Fall kotu. Auslaut auf palatalen oder historisch palatalisierten Konsonanten (‚paw’) Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv/ Vokativ dt. dass der Akkusativ Singular nicht mit dem Nominativ. owad owada owadowi owada owadzie/ Insekt ptak ptaka ptakowi ptaka ptakiem ptaku! Vogel kot kota kotu kota kotem kocie! Katze Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv Vokativ owady owado´w owadom owady owadach owady! ptaki ptako´w ptakom ptaki ptakami ptakach ptaki! koty koto´w kotom koty kotami kotach koty! tygrysy tygryso´w tygrysom tygrysy tygrysami tygrysach tygrysy! barany barano´w baranom barany baranami baranach barany! tygrys tygrysa tygrysowi tygrysa tygrysem tygrysie! Tiger baran barana baranowi barana baranem baranie! Hammel Instrumental owadem Instrumental owadami Nichtpersonal-belebte Substantive zeichnen sich dadurch aus.2. paw pawia pawiowi pawia pawiem pawiu Pfau karp karpia karpiowi karpia karpiem karpiu Karpfen wieprz wieprza wieprzowi wieprza wieprzem wieprzu Schwein kon´ konia koniowi konia koniem koniu Pferd !abe±dz´ !abe±dzia !abe±dziowi !abe±dzia !abe±dziem !abe±dziu Schwan 173 . Deklinationen 191 Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv/ Vokativ dt.

und von Nominativ und Akkusativ Plural. oferma ofermy ofermie oferme± oferma± ofermie ofermo! Waschlappen Plural ofermy oferm/ofermów ofermom ofermy/ofermów ofermami ofermach ofermy! niemowlak ‚Säugling’ sticht heraus durch den Zusammenfall von Genitiv und Akkusativ Plural. Te straszne ofermy nic nie umia!y.’ Ta straszna oferma nic nie umia!. sondern maskulin-belebte oder feminine Kongruenz. Substantive Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ Sonderfälle 174 pawie pawi pawiom pawie pawiami pawiach pawie! karpie karpi karpiom karpie karpiami karpiach karpie! wieprze wieprzo´w/wieprzy wieprzom wieprze wieprzami wieprzach wieprze! konie koni koniom konie kon´mi koniach konie! !abe±dzie !abe±dzi !abe±dziom !abe±dzie !abe±dziami !abe±dziach !abe˛dzie! Pejorative Lexeme wie oferma ‚Waschlappen’ bilden eine spezifische Gruppe. ‚Diese furchtbaren Waschlappen konnten einfach nichts. was eine Eigenschaft der maskulin-personalen Deklination ist. was eine Eigenschaft der maskulin-nichtpersonalen Deklination ist. denn sie bewirken beim Adjektiv und Verb trotz des möglichen Bezugs auf männliche Referenten nicht die maskulin-personale.’ Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt.192 2. ‚Der furchtbare Waschlappen konnte einfach nichts. .

2. Deklinationen 193 Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt.3. -k. sklep sklepu sklepowi sklep sklepem sklepie Laden nerw nerwu nerwowi nerw nerwem nerwie Nerv klub klubu klubowi klub klubem klubie Klub Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv sklepy sklepo´w sklepom sklepy sklepach nerwy nerwo´w nerwom nerwy nerwami nerwach kluby klubo´w klubom kluby klubami klubach atomy atomo´w atomom atomy atomami atomach akcenty akcento´w akcentom akcenty akcentami akcentach sady sado´w sadom sady sadami sadach atom atomu atomowi atom atomem atomie Atom akcent akcentu akcentowi akcent akcentem akcencie Akzent sad sadu sadowi sad sadem sadzie Garten 175 Instrumental sklepami . -ch (‚sklep’) Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt. niemowlak niemowlaka niemowlakowi niemowlaka niemowlakiem niemowlaku niemowlaku! Säugling Plural niemowlaki niemowlaków niemowlakom niemowlaków/niemowlaki niemowlakami niemowlakach niemowlaki! c) Maskulin-nichtpersonal: unbelebt (me±sko-nieosobowy: niez˙ywotny) Auslaut auf nichtpalatalen Konsonanten Auslaut nicht auf -g.

sad – sadzie s : si. Alle Substantive mit nichtpalatalem Auslaut. haben im Präpositiv Singular die Endung -e. ukrop – ukropie b : bi. welche folgende Alternationen begleitet: • • • • • • • • • • p : pi. -ch (‚kajak’) 176 Substantive dieses Genus mit dem Auslaut g.194 2. k. -k -ch. akcent – akcencie d : dzi. atom – atomie t : ci. außer Auslaut auf -g.. rozkaz – rozkazie n : ni. sodass keine Alternationen des Stamms auftreten. dass bei den Substantiven des maskulin-unbelebten Genus der Nominativ und der Akkusativ im Singular wie im Plural identisch sind (anders nichtpersonal-belebt und maskulin-personal). bar – barze Auslaut auf -g. adres – adresie z : zi. adres adresu adresowi adres adresie Adresse rozkaz rozkazu rozkazowi rozkaz rozkazem rozkazie Befehl plan planu planowi plan planem planie Plan Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv adresy adreso´w adresom adresy adresach rozkazy rozkazo´w rozkazom rozkazy rozkazami rozkazach plany plano´w planom plany planami planach artyku!y artyku!o´w artyku!om artyku!y artyku!ami artyku!ach bary baro´w barom bary barami barach artyku! artyku!u artyku!owi artyku! artyku!em artykule Artikel bar baru barowi bar barem barze Bar Instrumental adresem Instrumental adresami Aus den Paradigmen wird klar. oder ch haben im Präpositiv kein -e. artyku! – artykule r : rz.k. plan – planie ! : l. Substantive Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv dt. klub – klubie m : mi. sondern ein -u. .

-dz) oder auf -l endet. -dz´. brzegi). -c´. Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv dt. Auslaut auf palatalen oder historisch palatalisierten Konsonanten (‚piec’) Zu dieser Gruppe zählen wir alle Substantive. -n´. deren Stamm auf palatale (-s´. 185. -u s. -j ) oder auf historisch palatalisierte Konsonanten (-sz. -cz. piec pieca piecowi piec piecu Ofen mosia±dz mosia±dzu mosia±dzowi mosia±dz mosia±dzem mosia±dzu Messing klucz klucza kluczowi klucz kluczem kluczu Schlüssel kosz kosza koszowi kosz koszem koszu Korb pieprz pieprzu pieprzowi pieprz pieprzem pieprzu Pfeffer bagaz˙ bagaz˙u bagaz˙owi bagaz˙ bagaz˙em bagaz˙u Gepäck 177 Instrumental piecem . -z´. -rz.3. Deklinationen 195 Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt. Zum Genitiv Singular auf -a vs. -c.2. kajak kajaka kajakowi kajak kajakiem kajaku Kajak brzeg brzegu brzegowi brzeg brzegiem brzegu Ufer Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv kajaki kajako´w kajakom kajaki kajakami kajakach brzegi brzego´w brzegom brzegi brzegami brzegach orzechy orzecho´w orzechom orzechy orzechami orzechach orzech orzecha orzechowi orzech orzechem orzechu Nuss In der Flexion der Substantive auf -k und -g treten die Varianten -ki und -gi auf vor dem Instrumental Singular -em (kajakiem – brzegiem) und im Nominativ Plural (kajaki. -z˙.

Die häufigsten Alternationen sind: •e:Ø • o´ : o • a± : e± . Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv lis´c´ lis´cia lis´ciowi lis´c´ lis´ciem lis´ciu Blatt lis´cie lis´ci lis´ciom lis´cie lis´c´mi lis´ciach grzebien´ grzebienia grzebieniowi grzebien´ grzebieniem grzebieniu Kamm Plural grzebienie grzebieni grzebieniom grzebienie grzebieniami grzebieniach kraje krajo´w krajom kraje krajami krajach cele celo´w celom cele celami celach kraj kraju krajowi kraj krajem kraju Land cel celu celowi cel celem celu Ziel kosze koszy/koszo´w koszom kosze koszami koszach bagaz˙e bagaz˙y bagaz˙om bagaz˙e bagaz˙ami bagaz˙ach d) Vokalalternationen in den Substantivstämmen 178 (wymiany samog!oskowe w tematach rzeczowniko´w) Neben den konsonantischen Alternationen finden sich bei allen Deklinationsklassen der Substantive bisweilen Veränderungen des Vokals im Stamm.196 2. So hat der Stamm im Nominativ Singular eine andere Gestalt als in den anderen Formen. Substantive Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv piece pieco´w piecom piece piecami piecach klucze kluczy kluczom klucze kluczami kluczach Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt.

3. Deklinationen 197 Alternationen des Typs e : Ø (bewegliches e – e ruchome) Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv/ Vokativ dt. kotek kotka kotkowi kotka kotku Kätzchen majster majstra majstrowi majstra majstrem majstrze Meister pies psa psu psa psem psie Hund Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv Vokativ kotki kotko´w kotkom kotki kotkach kotki majstrowie majstro´w majstrom majstro´w majstrami majstrach majstrowie psy pso´w psom psy psami psach psy sny sno´w snom sny snami snach mchy mcho´w mchom mchy machami mchach sen snu snowi sen snem s´nie Schlaf mech mchu mchowi mech mchem mchu Moos 179 Instrumental kotkiem Instrumental kotkami Hier tritt der Vokal e nur im Nominativ Singular bzw. Alternationen des Typs o´ : o und a± : e± Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv/ Vokativ dt. In den anderen Kasusformen verflüchtigt er sich. beim maskulin-unbelebten Genus auch im Akkusativ Singular auf.2. sto´! sto!u sto!owi sto´! sto!em stole Tisch pro´g progu progowi pro´g progiem progu Schwelle ma±z˙ me±z˙a me±z˙owi me±z˙a me±z˙em me±z˙u Ehemann za±b ze±ba ze±bowi za±b ze±bem ze±bie Zahn go!a±b go!e±bia go!e±biowi go!e±bia go!e±biem go!e±biu Taube 180 .

Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt. o´ : e 181 sto!y sto!o´w sto!om sto!y sto!ami sto!ach progi progo´w progom progi progami progach me±z˙owie me±z˙o´w me±z˙om me±z˙o´w me±z˙ami me±z˙ach me˛z˙owie! ze±by ze±bo´w ze±bom ze±by ze±bami ze±bach go!e±bie go!e±bi go!e±biom go!e±bie go!e±biami go!e±biach go!e˛bie! Diese Alternationen treten im Präpositiv Singular und bisweilen im Nominativ Plural beim maskulin-personalen Genus auf.198 2. o : e. Substantive Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ Seltene Alternationen des Typs a : e. s´wiat s´wiata s´wiatu s´wiat s´wiatem s´wiecie Welt sa±siad sa±siada sa±siadowi sa±siada sa±siadem sa±siedzie Nachbar Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv s´wiaty s´wiato´w s´wiatom s´wiaty s´wiatami s´wiatach sa±siedzi sa±siado´w sa±siadom sa±siado´w sa±siadami sa±siadach anio!y/anieli/ anio!owie anio!o´w anio!om anio!y/ anio!o´w anio!ami anio!ach popio!y popio!o´w popio!om popio!y popio!ami popio!ach anio! anio!a anio!owi anio!a anio!em aniele Engel popio´! popio!u popio!owi popio´! popio!em popiele Asche .

-mi -ach -i. -y -Ø.2. -e -ami. -a. sind Substantive auf -o. -y treten in den sogenannten Mischklassen mit Nominativ Singular auf -a und -o in Erscheinung: me±z˙czyzna – me±z˙czyzny ‚Mann’. -o Plural -i. -a -a. -u. student ‚Student’. -y -e. Es handelt sich entweder um Nachnamen wie Feleszko oder um Koseformen des Typs Kazio.B. Es sind oft einsilbige Wörter des maskulin-belebten oder maskulin-personalen Subgenus: . -o) Der Nominativ Singular ist meist durch eine Ø-Endung an einem konsonantischen Stammauslaut angegeben. Letztere erhalten oft die Endung -u. Tadzio. In der Regel tritt die erstgenannte Endung auf. -y. weil auf Eigennamen beschränkt. Recht selten dagegen. -i. -y) Die Mehrheit der maskulinen Substantive weisen die Endung -a auf. aber -u hält sich in einer ganzen Reihe von Lexemen aus den ältesten Schichten des Wortschatzes. -e. -e. Daneben gibt es einige maskulinpersonale Substantive auf -a wie poeta ‚Dichter’. -i. -owie -o´w. Tendenziell gibt es eine semantisch motivierte Einteilung in Substantive mit einer ‚gestalthaften’ und ‚nichtgestalthaften’ Semantik.3. -u. -y. -owie 182 Die Tabelle und die folgenden Kommentare enthalten die zentralen Endungen der maskulinen Deklinationsklassen. -i. poeta – poety ‚Dichter’. -y) Der Dativ hat bei den Nichtmischformen im Singular zwei Konkurrenzformen: -owi und selten -u. Nominativ Singular: -Ø (-a-. s´wiat ‚Welt’. -i. -e. -y -om -o´w. -e± -em. -u. Kos´ciuszko – Kos´ciuszki ‚Kos´ciuszko’ Dativ Singular -owi (-u. z. strach – strachu ‚Angst’ -i bzw. -y. -i. Genitiv Singular -a (-u. -i. cies´la – cies´li ‚Zimmermann’. -i. kolega ‚Kollege/Freund’ etc. m!otek – m!otka ‚Hammer’. -a± -e. -y -owi. -o. -u. Deklinationen 199 e) Übersicht zu den Endungen der regulären maskulinen Deklinationsklassen Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ -Ø. Fettgedruckt sind die typischen und häufigsten Endungen. wujcio. -e.

diabe! – diab!u ‚Teufel’. aber sto!em. kierowca – kierowcy ‚Leiter’. piec – piecu ‚Ofen’. -i. Neben diesem regelhaften Vorkommen gibt es einige Ausnahmen: . rokiem. student – studenta ‚Student’ -e± tritt bei den sogenannten Mischtypen des maskulin-personalen Subgenus auf: kierowca – kierowce± ‚Fahrer’. Substantive ojciec – ojcu ‚Vater’. • -g. kon´ – koniu ‚Pferd’ • einen historisch palatalisierten Konsonanten. kwiat – kwiecie ‚Blume’. ma±z˙ – me±z˙u ‚Ehemann’. Die Endungen -e. poeta – poeta± ‚Dichter’ Präpositiv Singular -e. -y) -e und -u sind die Endungen aller maskulinen Deklinationsklassen mit Ausnahme der Mischtypen. -ch rok – roku ‚Jahr’. brat – bratu ‚Bruder’. kot – kotu ‚Katze’ Als einzige Ausnahme aus dem maskulin-unbelebten Genus ist s´wiat – s´wiatu ‚Welt’ zu nennen. die auslauten auf: • einen palatalen Konsonanten. -personalen mit dem Genitiv zusammen. lis´c´ – lis´ciu ‚Blatt’. poko´j – pokoju ‚Zimmer’. sto´! – sto´! ‚Tisch’. rok – rokiem ‚Jahr’.200 2. -e tritt in Substantiven mit nichtpalatalem Auslaut außer nach -g. pro´g – progu ‚Schwelle’. Instrumental Singular -em (-a±) Der Instrumental hat in der überwiegenden Mehrheit die Endung -em. lekarz – lekarzu ‚Arzt’. Bo´g – Bogu ‚Gott’. nos – nosie ‚Nase’. pan – panu ‚Herr’. cies´la – cies´li ‚Zimmermann’ Akkusativ Singular -Ø. pies – psa ‚Hund’. -y tauchen bei Substantiven des so genannten gemischten Typs auf: poeta – poecie ‚Dichter’. -ch auf und wird von Alternationen des auslautenden Konsonanten. ch!op – ch!opu ‚Bauer’. -u (-i. bisweilen auch des Stammvokals begleitet: kot – kocie ‚Katze’. -k. Nur die Substantive des sogenannten Mischtyps wie poeta nehmen -a± an. orze! – orle ‚Adler’ -u finden wir bei Substantiven. -a (-e±) Bei maskulin-unbelebten Substantiven fallen diese Endungen mit dem Nominativ und bei maskulin-belebten bzw. sa±siad – sa±siadem ‚Nachbar’. Vor diesem Morphem kommt es bei -k und -g zur Alternation: progiem. dach – dachu ‚Dach’. -k. pies – psu ‚Hund’.

Mischformen ist der Vokativ mit dem Präpositiv identisch. krawiec – krawcy ‚Schneider’.3. orzech – orzechy ‚Nüsse’. W!och – W!osi ‚Italiener’. -y tritt an maskulin-belebte und unbelebte Substantive auf einen nichtpalatalen Konsonanten außer -g und -k. konik – koniki ‚Pferdchen’) kot – koty ‚Katzen’. sa±siad – sa±siedzi ‚Nachbarn’. przechodzien´ – przechodnie ‚Passanten’. ch!op – ch!opi ‚Bauern’. ch!opiec – ch!opcze! ‚Junge’. nauczyciel – nauczyciele ‚Lehrer’. Ausnahmen sind u. student – studenci ‚Studenten’. Norweg – Norwedzy ‚Norweger’. Niemiec – Niemcy ‚Deutsche’. kraj – kraje ‚Länder’. klucz – klucze ‚Schlüssel’. stomatolog – stomatolodzy ‚Zahnärzte’ Außerdem taucht es nach dem Suffix -ec auf: ch!opiec – ch!opcy ‚Jungen’. stolarz – stolarze . lokaj – lokaje ‚Lakaien’. Polak – Polacy ‚Polen’. Diese haben die Endung -i (pro´g – progi ‚Schwellen’. da±b – de±by ‚Eichen’. syn – synu ‚Sohn’ Vokativ Singular -e. g!upiec – g!upcze! ‚Dummkopf’. cel – cele ‚Ziele’ Maskulin-personale Substantive verfügen über die Endungen -i. -e (-owie) Der Nominativ Plural weist eine ganze Reihe von Formen auf.2. -y. mo´wca – mo´wco! ‚Redner’ Nominativ Plural -y. -e und -owie.a. dyrektor – dyrektorzy ‚Direktoren’ -e ist Stämmen mit palatalem oder historisch palatalisiertem Auslaut eigen. pan – panie! ‚Herr’ -o als die für Feminina typische Vokativendung finden wir bei den Mischformen kierowca – kierowco! ‚Fahrer’. -u (-o) Bei allen Substantiven außer den sog. Palatale und historisch palatalisierte Stämme verbinden sich mit -e. towarzysz – towarzysze ‚Genossen’. pies – psy ‚Hund’. wobei es zu Alternationen kommt. pan – panu ‚Herr’. Oder nach r: aktor – aktorzy ‚Schauspieler’. -i. bagaz˙ – bagaz˙e ‚Gepäckstücke’. Die Endung -i verbindet sich mit nichtpalatalen Stämmen und bewirkt Alternationen. die mit dem Suffix -ec gebildeten Substantive: Bo´g – Boz˙e! ‚Gott’. Deklinationen 201 dom – domu ‚Haus’. anio! – anieli ‚Engel’ -y tritt bei Stämmen auf -g und -k auf.

202 2. wuj – wujowie ‚Onkel’. Jan – Janowie ‚die Jans’ • einige Nationalitätenbezeichnungen Arab – Arabowie ‚Araber’. genera! – genera!owie ‚Generäle’. lis´c´ – lis´ci ‚Blätter’. minister – ministrowie ‚Minister’. pan – panowie ‚Herren’. uczen´ – uczniowie ‚Schüler’. Tokarz – Tokarzowie ‚die Tokarzs’. kro´l – kro´lowie ‚Könige’. sa±siad – sa±siado´w ‚Nachbarn’. Ste±pien´ – Ste±pieniowie ‚die Ste±piens’. krawiec – krawco´w ‚Schneider’. p!ot – p!oto´w ‚Zäune’. ogro´d – ogrodo´w ‚Gärten’ • vielen Stammauslauten auf historisch palatalisierten Konsonanten. aber: brat – bracia ‚Brüder’. gos´c´ – gos´ci ‚Gäste’. Belg – Belgowie ‚Belgier’. Roman – Romanowie ‚die Romans’. Berufe u. kon´ – koni ‚Pferde’. uczen´ – ucznio´w ‚Schüler’. Pers – Persowie ‚Perser’ • einige Titel. wo´dz – wodzowie ‚Führer’. dzien´ – dni ‚Tage’ -y ist recht häufig bei Stämmen mit historisch palatalem Konsonanten. ojciec – ojcowie ‚Väter’. wuj – wujo´w ‚Onkel’. pos!ugacz – pos!ugacze ‚Diener’. -y) Die typische Endung -o´w tritt auf bei: • allen nichtpalatalen Stammauslauten. Mongo! – Mongo!owie ‚Mongolen’. Substantive ‚Tischler’. siostrzeniec – siostrzen´cy ‚Neffen’ • einige Familiennamen Nowak – Nowakowie ‚die Nowaks’. wie±zien´ – wie±z´niowie ‚Häftlinge’. kraj – krajo´w ‚Länder’ Die Endung -i verbindet sich mit Stämmen auf palatalen Auslaut. profesor – profesorowie ‚Professoren’. lekarz – lekarze ‚Ärzte’ Die Endung -owie tritt in verschiedenen semantischen Gruppen aus dem maskulinpersonalen Subgenus auf: • einige Verwandtschaftsbezeichnungen syn – synowie ‚Söhne’. widelec – widelco´w ‚Gabeln’ • einigen Stammauslauten auf palatalen Konsonanten.ä. Brun – Brunowie ‚die Bruns’ • einige Vornamen Tadeusz – Tadeuszowie ‚die Tadeuszs’. Serb – Serbowie ‚Serben’. s´wiadek – s´wiadkowie ‚Zeugen’ Genitiv Plural -o´w (-i. ch!opiec – ch!opco´w ‚Jungen’. las – laso´w ‚Wälder’. palec – palco´w ‚Finger’. Sienkiewicz – Sienkiewiczowie ‚die Sienkiewicz’s’. obywatel – obywatele ‚Bürger’. . dziadek – dziadkowie ‚Großväter’.

3. kon´ – kon´mi ‚Pferde’. lis´c´ – lis´ciom ‚Blätter’ Akkusativ Plural -i. -y. gos´c´ – gos´c´mi ‚Gäste’. -e . sto´! – sto!y ‚Tische’. kon´ – koniach ‚Pferde’. kon´ – koniom ‚Pferde’. Nur wenige Substantive auf palatalisierten Konsonanten stehen mit der verkürzten Endung -mi. pienia±dze – pienie±dzmi ‚Geld’ Präpositiv Plural -ach In allen drei Genera verwenden wir die Endung -ach. Nur einige wenige Ländernamen haben die Variante -ech. w Niemczech ‚in Deutschland’. lis´c´ – lis´c´mi ‚Blätter’. -e (-owie) Die Vokativformen der maskulinen Deklinationsklassen sind identisch mit dem Nominativ Plural.B. tysia±c – tysie±cy ‚Tausende’. profesor – profesorach ‚Professoren’. -o´w Der Akkusativ Plural ist mit dem Nominativ Plural identisch. gos´c´ – gos´ciom ‚Gäste’. pies – psach ‚Hunde’. uczen´ – uczniom ‚Schüler’. ch!opiec – ch!opcom ‚Jungen’.2. nauczyciel – nauczycieli ‚Lehrer’. We±gry – We±grzech ‚Ungarn’. przyjaciele – przyjaciele! ‚Freunde’. ch!opcy – ch!opcy! ‚Jungen’. außer beim maskulinpersonalen Genus. zaja±c – zaje±cy ‚Hasen’. aber: palec – palco´w ‚Finger’. W!ochy – W!oszech ‚Italien’ (aber: Czechy – Czechach! ‚Tschechien’) Vokativ Plural -i. widelec – widelco´w ‚Gabeln’ Dativ Plural -om Alle Deklinationsklassen des Polnischen unabhängig vom Genus nehmen im Dativ Plural die Endung -om an. profesor – profesoro´w ‚Professoren’ Instrumental Plural -ami (-mi) Alle Deklinationsklassen des Polnischen unabhängig vom Genus nehmen im Instrumental Plural -ami an. panowie – panowie! ‚Herren’ . z. klucz – kluczy ‚Schlüssel’. in dem er mit dem Genitiv Plural zusammenfällt. poko´j – pokoje ‚Zimmer’. -y. pisarz – pisarzy ‚Schriftsteller’. pan – panom ‚Herren’. Deklinationen 203 z˙o!nierz – z˙o!nierzy ‚Soldaten’. pienia±dz – pienie±dzy ‚Geld’. sa±siad – sa±siadom ‚Nachbarn’.

Einige Substantive weisen zwei recht unterschiedliche Stämme im Nominativ Singular einerseits und den anderen Kasus andererseits auf.204 2. . die relativ häufig vorkommen und von daher wichtig sind. ist ein Wörterbuch zu konsultieren. Bestehen bei der Zuweisung des Paradigmas weiterhin Probleme. Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv Vokativ dt. Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt. Daneben gibt es aber viele Ausnahmen und Abweichungen. brat brata bratu brata bratem bracie bracie! Bruder ksia±dz ksie±dza ksie±dzu ksie±dza ksie±dzem ksie±dzu ksie±z˙e! Priester bracia braci braciom braci brac´mi braciach bracia! Plural ksie±z˙a ksie±z˙y ksie±z˙om ksie±z˙y ksie±z˙mi ksie±z˙ach ksie±z˙a! Irreguläre Stammveränderungen finden wir auch bei przyjaciel ‚Freund’ und tydzien´ ‚Woche’. ojciec ojca ojcu ojca ojcu ojcze! Vater orze! or!a or!owi or!a or!em orle orle! Adler kwiecien´ kwietnia kwietniowi kwiecien´ kwietniem kwietniu kwietniu! April ojcowie ojco´w ojcom ojco´w ojcami ojcach ojcowie! Plural or!y or!o´w or!om or!y or!ami or!ach or!y! Instrumental ojcem Ganz besondere Paradigmen haben die Vokabeln brat ‚Bruder’ und ksia±dz ‚Priester’. In diesem Abschnitt werden einige irreguläre Substantive genannt. Substantive f) Unregelmäßige maskuline Substantive 183 (nieregularne rzeczowniki me±skie) Die oben dargestellten Deklinationstypen erfassen die große Mehrheit aller maskulinen Substantive. die nicht alle in einer Grammatik behandelt werden können.

3. d.2. Sie zeichnen sich durch zwei verschiedene Singular. Deklinationen 205 Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt.h. chrzes´cijanin chrzes´cijanina chrzes´cijaninowi chrzes´cijanina chrzes´cijaninie chrzes´cijaninie! Christ Amerykanin Amerykanina Amerykaninowi Amerykanina Amerykaninem Amerykaninie Amerykaninie! Amerikaner chrzes´cijanie chrzes´cijan chrzes´cijanom chrzes´cijan chrzes´cijanami chrzes´cijanach chrzes´cijanie! Plural Amerykanie Amerykano´w Amerykanom Amerykano´w Amerykanami Amerykanach Amerykanie! Instrumental chrzes´cijaninem Einige Substantive auf -an haben im Plural eine ähnliche Deklination. przyjaciel przyjaciela przyjacielowi przyjaciela przyjacielem przyjacielu przyjacielu! Freund tydzien´ tygodnia tygodniowi tydzien´ tygodniem tygodniu tygodniu! Woche przyjaciele przyjacio´! przyjacio!om przyjacio´! przyjacio´!mi przyjacio!ach przyjaciele! Plural tygodnie tygodni tygodniom tygodnie tygodniami tygodniach tygodnie! Personenbezeichnungen auf -anin bilden eine relativ große Gruppe von Substantiven.und Pluralstämme aus. Cygan – Cyganie ‚Zigeuner’ Die Substantive rok ‚Jahr’ und cz!owiek ‚Mensch’ bilden den Plural suppletiv. Hiszpan – Hiszpanie ‚Spanier’. sie haben im Plural einen gänzlich anderen Stamm.aus. . Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv Vokativ dt. Dabei fällt im Plural die Lautfolge -in.

Es gehört zur Klasse der feminin-maskulinen Mischformen. der Plural der maskulin-personalen Deklination. weist aber auch im Plural eine mit den Feminina zusammenfallende Forme auf. me±z˙czyzna me±z˙czyzny me±z˙czyz´nie me±z˙czyzne± me±z˙czyzna± me±z˙czyz´nie me±z˙czyzno! Mann Plural me±z˙czyz´ni me±z˙czyzn me±z˙czyznom me±z˙czyzn me±z˙czyznami me±z˙czyznach me±z˙czyz´ni! Ein weiterer Sonderfall liegt bei Substantiven vor. Der Singular entspricht der Adjektiv-. Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt. . Substantive Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt. rok roku rokowi rok rokiem roku roku Jahr cz!owiek cz!owieka cz!owiekowi cz!owieka cz!owiekiem cz!owieku cz!owieku! Mensch lata lat latom lata latami latach lata! Plural ludzie ludzi ludziom ludzi ludz´mi ludziach ludzie! Eine besondere Deklination weist auch das maskulin-personale Substantiv me±z˙czyzna auf.206 2. nämlich den Genitiv Plural: statt -o´w steht -Ø. die wie se±dzia ‚Richter’ oder ausländische Familiennamen wie Linde eine gemischt adjektivisch-substantivische Deklination aufweisen.

Numerales. Adjektivs und Verbs. Honululu. Bei der Kongruenz geht es um die Form der ein Substantiv begleitenden Lexeme wie Adjektive. ko!o sportowe ‚Sportkreis’ Das Genus unterteilt die Substantive in verschiedene Typen von Kongruenzklassen. Grammatische Kategorien des Substantivs 207 Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ dt. Pronomen. der Stamm des Lexems impliziert die Kategorie und diese ist bei gleichem Stamm nicht veränderbar (Sonderfälle: pejorative Verschiebung eines maskulinpersonalen Substantivs ins maskulin-belebte: rzemies´lniki statt rzemies´lnicy wie in t e przekle˛te rzemies´lniki ‚die verdammten Handwerker’).4. sportowa odziez˙ ‚Sportkleidung’. Verdun. Genus Das Genus (rodzaj) ist eine grammatische Kategorie des Substantivs (im traditionellen Sinne).2.4. ob das Adjektiv im Nominativ Singular die Endung -y. Numeralia und Verben. Tokio. Dumas. Grammatische Kategorien des Substantivs 2. -a oder -e annimmt: nowy samocho´d ‚ein neues Auto’ – bia!a s´ciana ‚eine weiße Wand’ – pie±kne miasto ‚eine schöne Stadt’ 184 . Delacroix. d.h. Pronomens. Dazu zählen auch einige Städtenamen. So bestimmt das Genus des Substantivs.h. d. se±dzia se±dziego se±dziemu se±dziego se±dzia± se±dzi se±dzio! Richter Linde Lindego Lindemu Lindego Lindem Lindem Linde! Linde Plural se±dziowie se±dzio´w se±dziom se±dzio´w se±dziami se±dziach se±dziowie! Lindowie Lindo´w Lindom Lindo´w Lindami Lindach Lindowie! Schließlich sei auf solche fremden Namen hingewiesen. Bei Substantiven und Personalpronomen ist Genus eine klassifizierende grammatische Kategorie. Oslo 2.1. sportowy styl ‚sportlicher Stil’. die aufgrund ihres vom Polnischen stark abweichenden Lautbestands nicht flektiert werden. mit dem sie kongruieren. Bonn. sie passen sich dem jeweiligen Substantiv an. Für die anderen Wortarten ist das Genus flexivisch.4.

karaluch ‚Kakerlake’ • maskulin-personal. aktor ‚Schauspieler’ Substantiv feminin neutral nicht-feminin maskulin maskulin-personal maskulin-nichtpersonal nichtpersonal-unbelebt nichtpersonal-belebt Als zentrales Kriterium für die Bestimmung der Genera werden in der Polonistik traditionell die Formen des Akkusativs herangezogen. Substantive Es gibt drei Grundgenera: a) maskulin.’ Singular tego ch!opca Widze˛ tego psa ten stó! to miasto te ksia˛z˙ke˛ Plural tych ch!opców te psy te sto!y te miasta te ksia˛z˙ki maskulin-personal maskulin-nichtpersonal-belebt maskulin-nichtpersonal-unbelebt neutral feminin (vgl. z.) . s´ciana ‚Wand’. pore±cz ‚Lehne’. pies ‚Hund’. 1998. z. Morfologia. kobieta ‚Frau’.B. dom ‚Haus’ b) maskulin-belebt. Der Testsatz lautet Widze± ten X ‚Ich sehe dieses X. Gramatyka wspo´!czesnego je±zyka polskiego. pole ‚Feld’ Das maskuline Genus unterscheidet weitere Subgenera (vgl. niemowle± ‚Säugling’. drzewo ‚Baum’. gospodyni ‚Gastgeberin’ c) neutrum. auch 152): • maskulin-nichtpersonal a) maskulin-unbelebt. pies ‚Hund’. ch!opiec ‚Junge’.208 2. 210f. Polak ‚Pole’. sto´! ‚Tisch’ b) feminin.B. sto´! ‚Tisch’.B. z.

poeta ‚Dichter’ • Substantive aus den femininen Deklinationsklassen sind feminin. die männliche Lebewesen bezeichnen. me±z˙czyzna ‚Mann’. ch!opiec ‚Junge’. (Genitiv) ‚Das sind Hüte dieser Jungen.’ (Genitiv) Widze± tego ch!opca. vgl. s´ciana ‚Wand’.’ Widze± te sto!y. ‚Das ist das Bein dieses Tischs’. drzewo ‚Baum’. die Menge der verschiedenen Flexionsformen eines Substantivs b) Sexus. sondern sich gegenseitig aufheben können.’ Der Zusammenfall des Akkusativs mit dem Genitiv tritt im Plural nur bei den maskulinpersonalen Substantiven auf. pole ‚Feld’ Gleichzeitig gilt das semantische Prinzip: • Substantive. ‚Das sind Beine dieser Tische. kobieta ‚Frau’. sierota (maskulin) ‚Waise’ • Substantive.2.’ Widze± te psy. pore±cz ‚Lehne’. niemowle± ‚Säugling’. To sa± kapelusze tych ch!opco´w. sonst ist der Akkusativ gleich dem Nominativ. semantische Merkmale finden keine Berücksichtigung. ‚Ich sehe diese Tische. sto´! ‚Tisch’. .’ An der Zuweisung des Genus sind morphologische und semantische Eigenschaften beteiligt. Die Zuordnung zu den drei Grundgenera geschieht aufgrund von folgenden Regeln.h. ‚Ich sehe diesen Jungen. Bei den Deklinationsklassen handelt es sich um den reinen Formenbestand eines Substantivs. ch!opiec ‚Junge’. profesor (deklinabel) ‚Professor’. vgl. d. die weibliche Lebewesen bezeichnen. pies ‚Hund’. kot ‚Kater’. (Akkusativ) ‚Ich sehe diese Jungen. ch!opiec ‚Junge’. die nicht absolut wirken. gospodyni ‚Gastgeberin’ • Substantive aus den neutralen Deklinationsklassen sind neutrum. Widze± ten sto´!. Das morphologische Prinzip: • Substantive aus den maskulinen Deklinationsklassen sind maskulin.’ To sa± nogi tych sto!o´w. ‚Ich sehe diesen Tisch. das natürliche Geschlecht des vom Substantiv bezeichneten Referenten. pies ‚Hund’ und sto´! ‚Tisch’. die eng interagieren: a) Deklinationsklassen der Substantive.’ (Akkusativ) To jest noga tego sto!u. ‚Das ist der Hut dieses Jungen. Grammatische Kategorien des Substantivs 209 Das Merkmal ‚Synkretismus (Zusammenfall) der Endungen des Akkusativs und des Genitivs im Singular’ erfasst die maskulin-personalen und die maskulin-belebten Substantive. pies ‚Hund’.’ Widze± tych ch!opco´w.4. sind feminin. ‚Ich sehe diese Hunde.h. sind maskulin.: To jest kapelusz tego ch!opca. d.

die überwiegende Mehrheit der Substantive des maskulin-unbelebten Genus bezeichnet unbelebte Gegenstände. ‚belebt’ und ‚unbelebt’ beziehen sich auf die Tatsache. die sich an der Form des Genitiv Singular festmacht: -a vs.’ Die Bezeichnungen der maskulinen Subgenera ‚personal’. Substantive mit gestalthafter Semantik haben tendenziell die Endung -a. auf den sich das Substantiv bezieht. gibt es semantische und formale Motivierungstendenzen. ‚Ich habe Walzer getanzt. nauczycielka ‚Lehrerin’. -u.2. Hier gilt das semantische Prinzip. haben personale Bedeutung wie niemowlak ‚Säugling’. Während Substantive des maskulin-personalen und des maskulin-belebten Subgenus immer die Endung -a haben (Ausnahmen wo!-u ‚Ochse’ und bawo!-u ‚Bison’). Dies erklärt die Genitivform -a von Bezeichnungen für • Werkzeuge m!ot – m!ota ‚Hammer’. Janek jest biednym sierota±. sind hier zwei Endungen vertreten. Im letztgenannten Genus gibt es eine weitere Aufteilung. bei weiblichen Berufsbezeichnungen des Typs profesor ‚Professorin’ (indeklinabel) oder bei den Substantiven des Genus communes. Die Gestalthaftigkeit ergibt sich aus der Individuierung oder Abgegrenztheit aus einer Masse. z. die gestaltlosen -u. Rozmawia!em z nasza± nowa± profesor / z naszym nowym profesorem. ‚Janek/Magda ist ein armes Waisenkind. ‚Ich habe mir einen neuen Mercedes gekauft. Das wichtigste semantische Merkmal ist die Gestalthaftigkeit bzw. -u 185 Die maskulinen Substantive teilen sich in die Subgenera ‚maskulin-personal’. die es erlauben. gewisse Faustregeln abzuleiten. Kupi!em sobie nowego mercedesa. profesor (indeklinabel) ‚Professorin’. bei denen das Genus bei gleicher Form wechseln kann.a. dziewczyna ‚Mädchen’. Substantive kobieta ‚Frau’.4. das eng mit der semantischen Komponente ‚Tier’ korreliert.210 2. In einigen Sonderfällen liegt jedoch eine andere Beziehung zwischen Deklinationsklasse und Genus vor.’ Tan´czy!em walca. Differenzierung der maskulinen Substantive im Genitiv Singular -a vs. kilof – kilofa ‚Spitzhacke’ . Gestaltlosigkeit (postaciowos´c – bezpostaciowos´c´) des Gegenstandes. Obwohl der Gebrauch von -a bzw. 2.h. Es gibt jedoch einige Ausnahmen: zu diesem Genus gehören auch Automarken und Tänze. ‚Ich habe mit unserer neuen Professorin / unserem neuen Professor gesprochen. -u nicht eindeutig umrissenen semantischen Klassen von Substantiven zuzuordnen ist. Magda jest biedna± sierota±. s´wider – s´widra ‚Bohrer’. dzieciak ‚Kind’ u.’ Einige Substantive des maskulin-belebten Genus. dass sie eng mit diesen semantischen Merkmalen korrelieren. sierota (feminin) ‚Waise’ In fast allen Fällen kann man von der Deklinationsklasse auf das Genus schließen.B. ‚maskulinbelebt’ und ‚maskulin-unbelebt’ auf. d.

wapien´ – wapnia ‚Kalk (vgl. sejm – sejmu ‚Sejm’. das auch bei belebten Substantiven vorkommt: u!amek – u!amka ‚Bruch’. naro´d – narodu ‚Volk’. Die Endung -u haben: • viele Lehnwörter tekst – tekstu ‚Text’. jelen´ – jelenia ‚Hirsch’) Zu beachten sind Deminutiva wie do!ek – do!ka ‚Kuhle’ trotz do´! – do!u ‚Grube’ und daszek – daszka ‚Schutzdach’ trotz dach – dachu ‚Dach’.4. kilogram – kilograma ‚Kilogramm’ • die meisten polnischen Städtenamen Gdan´sk – Gdan´ska. wstyd – wstydu ‚Schande’. piero´g – pieroga ‚Pirogge’. die Verteilung von -a/-u. numer – numeru ‚Nummer’. grudzien´ – grudnia ‚Dezember’ • Maße hektar – hektara ‚Hektar’. skoczek – skoczka ‚Springer’. gniew – gniewu ‚Wut’. pasztet – pasztetu ‚Pastete’. Poznan´ – Poznania. strach – strachu ‚Angst’ vs. Szczecin – Szczecina. krupnik – krupniku ‚Graupensuppe’. Torun´ – Torunia. Steht wider Erwarten die Endung -a. lokal – lokalu ‚Räumlichkeit’. d. kotlet – kotleta ‚Kotelett’ Substantive mit gestaltloser Semantik tendieren zu -u: • Substanzen budyn´ – budyniu ‚Pudding’. odsetek – odsetka ‚Prozent’ (vgl. smutek – smutku ‚Trauer’. Krako´w – Krakowa. litr – litra ‚Liter’. Radom – Radomia (aber: Bia!ystok – Bia!egostoku) • ‚individuierte’ Lebensmittel wie z.2. metr – metra ‚Meter’. cukier – cukru ‚Zucker’ • Abstrakta rozum – rozumu ‚Verstand’. Grammatische Kategorien des Substantivs 211 • Monate marzec – marca ‚März’. t!um – t!umu ‚Menschenmenge’. liegt meist eine andere Bedeutung vor. z˙al – z˙alu ‚Bedauern’.h. dramat – dramatu ‚Drama’. oddzia! – oddzia!u ‚Abteilung’ In diesen semantischen Feldern hält sich die Endung -u. sondern von morphologischen Eigenschaften ab. bo´l – bolu ‚Schmerz’ • Kollektiva pu!k – pu!ku ‚Regiment’. akcent – akcentu ‚Akzent’ 187 186 . las – lasu ‚Wald’.B. mio´d – miodu ‚Honig’. strach – stracha ‚Vogelscheuche’ Die andere Motivierungstendenz ist formal. kotek – kotka ‚Katze’). Wroc!aw – Wroc!awia. Die Endung -a tritt auf bei derivierten Substantiven mit einem Suffix. hängt nicht von semantischen. sok – soku ‚Saft’. teatr – teatru ‚Theater’.

bei Verb und Adjektiv handelt es sich um syntaktische Kongruenz. Kollektiva und Substanzen. dz´wig – dz´wigu ‚Fahrstuhl’. Lyon – Lyonu. Pakistan – Pakistanu. Wie im Deutschen gibt es zwei Subkategorien: a) Singular (liczba pojedyncza) b) Plural (liczba mnoga) Nur beim Substantiv hat der Numerus eine semantische Funktion. Irak – Iraku. dziewczyny. zbio´r – zbioru ‚Sammlung’.212 2. Luksemburg – Luksemburga) • viele Namen ausländischer Städte Madryt – Madrytu. skok – skoku ‚Sprung’.4. miasto ‚Stadt’! sto!y. Pronomens. Frankfurt – Frankfurtu (aber: Paryz˙ – Paryz˙a. Entitäten ohne feste Grenzen wie Abstrakta. Numerus 188 a) Allgemeines Der Numerus (liczba) ist eine flexivische Kategorie des Substantivs. Londyn – Londynu. dazu gehören alle Gegenstände und Lebewesen mit fest umrissenen Grenzen. bohomaz – bohomazu ‚mieses Bild’. 257– 272.3. korkocia±g – korkocia±gu ‚Korkenzieher’ • viele Ländernamen Egipt – Egiptu. Die Numerusform des Adjektivs und Verbs kongruiert mit dem Numerus des Substantivs. ist der Singular semantisch unmarkiert. Adjektivs und Verbs. Weitere Ausdrucksmittel zu Mengenangaben s. kann aber auch auf eine Menge von Gegenständen bezogen werden. napo´j – napoju ‚Getränk’. dziewczyna ‚Mädchen’. Berlin – Berlina) • flektierende Abkürzungen PAN – PAN-u Polska Akademia Nauk ‚Polnische Akademie der Wissenschaften’. sto´! ‚Tisch’. auch Komposita posto´j – postoju ‚Halt’. außerdem zweigeteilte Gegenstände. ok!ad – ok!adu ‚Belag’. . Substantive • deverbale Substantive mit Nullsuffix. Er bezeichnet zwar in der Regel einen einzelnen Gegenstand. PSL – PSL-u Polskie Stronnictwo Ludowe ‚Polnische Volkspartei’ 2. Iran – Iranu. b) Numerus und Substantivtypen Die Substantive lassen sich in Bezug auf ihr Verhalten im Numerus nach zwei Merkmalen einteilen: Regulärer Numerus: zählbar (policzalny). Rzym – Rzymu ‚Rom’. Während der Plural eine Menge von mehr als ‚eins’ bezeichnet. miasta Irregulärer Numerus: meist nichtzählbar (niepoliczalny). Wietnam – Wietnamu (aber: Izrael – Izraela. Tybet – Tybetu.

‚Im Laden werden verschiedene Weine (="Weinsorten) verkauft. Kollektiva. ‚Der Wal ist ein Säugetier. usta ‚Mund’.’ . pogarda ‚Verachtung’. Wypi!em trzy piwa (=%trzy butelki/szklanki piwa). dass der Singular semantisch unmarkiert ist: er kann auch die pluralische Bedeutung abdecken. Abstrakta.’ Auch: Angabe einer abgepackten bzw.4. drzwi ‚Tür’ a) Substantive im Singular mit defektivem Plural: • der Plural fehlt (singularia tantum). ‚Ich habe beim Tischler zwei neue Türen für mein Wochenendhaus bestellt. abgefüllten Menge.h. denn my ‚wir’ bedeutet nicht ‚der Sprecher"+"der Sprecher’. woda ‚Wasser’.’ • nichtzählbar. sanie ‚Schlitten’ Bei genauer Angabe der Menge werden obligatorisch die Kollektivnumeralia wie dwoje verwendet.%=%Wieloryby sa± ssakami. bei Substanzbezeichnungen: Angabe der Sorte. pogarda ‚Verachtung’. Zamo´wi!em u stolarza dwoje nowych drzwi do mojego domku weekendowego."="Wale sind Säugetiere. spoko´j ‚Ruhe’. in solchen Fällen sind beide Subkategorien gegeneinander austauschbar.2. Plural in allgemeinen Kontexten neutralisiert werden. ‚Zange’.’ b) Substantive im Plural ohne Singular (Pluralia tantum) • zählbar. d. obce±gi. listowie ‚Laub’. noz˙yczki ‚Schere’. c) Neutralisierung Wie im Deutschen kann die Opposition von Singular vs. ‚Ich habe drei Bier (="drei Flaschen/Gläser) getrunken. Eigennamen mi!os´c´ ‚Liebe’. Ähnliches gilt für die Pluralformen von Familiennamen wie Kowalscy ‚Herr Kowalski und seine Familie’. W sklepie sprzedaje sie± ro´z˙ne wina (=%ro´z˙ne gatunki wina). z˙elazo ‚Eisen’. drzwi ‚Tür’. Wieloryb jest ssakiem. Grammatische Kategorien des Substantivs 213 mi!os´c´ ‚Liebe’. Diese Fälle zeigen. die als aus zwei Teilen bestehend aufgefasst werden (im Deutschen oft regulärer Singular!) okulary ‚Brille’. sie bezeichnen einzelne Gegenstände. Krzyszstof Najderek • der Plural hat eine andere Bedeutung. Substanzen me±ty/fusy ‚Bodensatz’ Als Formen mit defektivem Plural lassen sich auch die Personalpronomen ansehen. sondern vielmehr ‚der Sprecher"+"der Hörer’ oder ‚der Sprecher"+"X’.

214 2. wie z. ‚Ich spreche über __. die hier mit den entsprechenden Testsätzen aufgelistet sind: Nominativ (Mianownik): To jest __. ‚Das ist/sind __. Pronomen.B.’ Dativ (Celownik): Nic nie mam przeciw __. die Beziehungen nominaler Elemente im Satz anzuzeigen. wieder ins Kino zu gehen. dem keinerlei Bedeutung eigen ist. z. Adjektiven.’ • semantische: In einzelnen Fällen kann der Kasus eine konkrete Bedeutung haben. ‚Ich bin Lehrer. Der polnische Terminus stellt eine direkte Übersetzung des lateinischen nominativus von nomen dar: von miano ‚Name.’ Es handelt sich um generelle Aussagen nicht über einzelne Vertreter einer Klasse. die Bezeichnung des Instruments durch den Instrumental: wbijac´ gwo´z´dz´ m!otkiem ‚einen Nagel mit einem Hammer einschlagen’ Nominativ 190 Der Nominativ (mianownik) ist ein rein grammatischer Kasus. zeigt der Gebrauch des Instrumentals nach der Kopula das Prädikatsnomen an: Jestem nauczycielem. Numeralia und Partizipien eigen.’ Vokativ (Wo!acz): Zmien´ sie˛. Das Polnische hat sieben Kasus. ‚Es gibt kein __.’ Akkusativ (Biernik): Widze˛ __. __!’ Alle Kasus außer Vokativ und Nominativ können sowohl mit als auch ohne Präpositionen stehen. 2.B.’ Genitiv (Dope!niacz): Nie ma __.4. ‚Ich beherrsche __. ‚Torun´ hat dem Touristen/Touristen eine Menge zu bieten. ‚Ich habe nichts gegen __. Sie ist den Substantiven. sondern über die ganze Klasse selbst. __! ‚Änder dich.’ Instrumental (Narze˛dnik): W!adam __. Im Wesentlichen dient der Kasus dazu. M!odzi ludzie znowu zacze˛li chodzic´ do kina. ‚Junge Leute haben angefangen.’ .’ Präpositiv (Miejscownik): Mo´wie˛ o __. Bei den Funktionen der Kasus lassen sich zwei Arten unterscheiden: • rein grammatische: Ein Kasus kann eine Relation zwischen zwei Elementen anzeigen. die rein relationeller Art ist. ‚Ich sehe __. Seine Funktion besteht im Anzeigen des grammatischen Subjekts des Satzes. /To sa˛ __. Titel’. Substantive Torun´ ma turys´cie/turystom duz˙o do zaoferowania.4 Kasus 189 Die Kategorie Kasus (przypadek) gehört zu den zentralen morphologischen Kategorien des Substantivs.

’) Gazu nie ma do tej pory.’ (vs. (vs.4. u. von dem das erstgenannte Substantiv ein Teil benennt: drzwi mieszkania ‚die Wohnungstür’ c) Subjekt einer Handlung: krzyk dziecka ‚der Schrei des Kindes’ d) Objekt einer Handlung: zabo´jstwo ksie˛dza Popie!uszki ‚der Mord an Pfarrer Popie!uszko’. Grammatische Kategorien des Substantivs 215 Genitiv In seiner grammatischen Funktion signalisiert der Genitiv (dope!niacz) primär den Gebrauch eines Substantivs in der Funktion einer abhängigen Nominalgruppe.) ‚Ich habe mir noch kein neues Wörterbuch gekauft. wenn das betreffende Substantiv nach einem anderen Substantiv steht.’ (vs.2. Pies uciek! w!as´cicielowi. In unpersönlichen Konstruktionen mit Verben des psychischen Erlebens bezeichnet der Dativ den Träger des Erlebnisprozesses. Dativ Der Dativ (celownik) zeigt als grammatischer Kasus das indirekte Objekt an. ‚Ich habe mir ein neues Wörterbuch gekauft. das der Entität im attribuierten Substantiv zukommt. Das vom Genitiv begleitete Substantiv kann dann eine Art Merkmal im weiteren Sinne ausdrücken.a. ab 5 der Genitiv Plural. 4 ksia˛z˙ki ‚vier Bücher’. Kupi!em sobie nowy s!ownik. 1730 czo!go´w ‚1730 Panzer’ Daneben kann der Genitiv auch gewisse semantische Funktionen haben. ist der Terminus ‚dope!niacz’ zu verstehen: dope!niac´ ‚hinzufügen’. ‚Mir ist kalt. das zusätzlich genannt wird. Im Deutschen verwenden wir hier dagegen den Nominativ. ‚Der Hund ist seinem Eigentümer weggelaufen. Nach den Numeralen 2 bis 4 steht der Nominativ Plural. bo w kasie pusto.’ 192 191 . ‚Es gibt Gas.) ‚Es gibt bis jetzt kein Gas. Gaz jest. denn die Kasse ist leer.’) Eine weitere obligatorische Gebrauchsbedingung des Genitivs besteht in der Verwendung nach Numeralen. Bei verneinten Verben hingegen erfüllt er die gleiche Funktion wie der Akkusativ oder in bestimmten Konstruktionen auch des Nominativs: Jeszcze nie kupi!em sobie nowego s!ownika.’ Zimno mi. a) Merkmal der Entität: syn kolejarza ‚der Sohn des Eisenbahners’ b) das Ganze. Im Sinne dieses Merkmals. (vs.

wie der erste Mensch entstand. Dzisiaj opowiem wam. ‚Stellvertretender Staatsekretär wird Radek"Sikorski.’ Akkusativ 193 Der Akkusativ (biernik) ist ein rein grammatischer Kasus. ‚Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen. Spo!eczen´stwo poprze prezydenta. ‚Berlin ist die Hauptstadt Deutschlands. Diese bestimmen seine Funktionen. Daher auch der polnische Terminus ‚celownik’ von cel ‚Ziel’. ‚Er öffnete die Wohnung mit einem Brecheisen. Substantive In bestimmten Kontexten kann der Dativ eine semantische Funktion erfüllen.216 2. Er geht auf das Wort bierny zurück. Otworzy! mieszkanie !omem. ‚Die Gesellschaft wird den Präsidenten unterstützen. Nie spa!em ca!a˛ noc. also eine Bedeutung haben. jak powsta! pierwszy cz!owiek. auf die die Handlung des Verbs gerichtet ist. das soviel wie ‚passiv’ bedeutet und auch tatsächlich die entsprechende grammatische Kategorie bezeichnet: ‚strona bierna’ ‚Passiv’.’ Der Terminus ‚biernik’ ist auf einer anderen Basis gebildet als der lateinische. Seine syntaktische Funktion besteht im Anzeigen des direkten Objekts. Dann markiert er die Entität.’ Präpositiv 195 Der Präpositiv (miejscownik) tritt ausschließlich nach Präpositionen auf. der keinerlei eigene Bedeutung annehmen kann.’ Podsekretarzem stanu zostaje Radek Sikorski.’ In seiner semantischen Funktion tritt die Bezeichnung – wie der Name schon sagt – für ein Instrument und ein Hilfsmittel im weiteren Sinne auf (narze˛dzie ‚Instrument’). ‚Im Wohnheim im Studentenzimmer läuft eine Party. Berlin jest stolica˛ Niemiec. W akademiku w pokoju studenckim trwa impreza. ‚Heute werde ich euch davon erzählen.’ Außerdem kann der Instrumental wie auch der Akkusativ in adverbiellen Bestimmungen auftreten. Nie spa!em ca!ymi nocami. ‚Ich habe ganze Nächte nicht geschlafen.’ . Instrumental 194 In einer seiner grammatischen Funktionen signalisiert der Instrumental (narze˛dnik) das Prädikatsnomen bei Kopulae.’ Daneben kann er auch adverbielle Bestimmungen versprachlichen.

eine lokativische Bedeutung haben. nie martw sie±! ‚Magda.2. Seine Funktion ist somit auch eine andere. warte!’ Wojtek. als er im Gegensatz zu allen anderen Kasus keine syntaktischen Beziehungen zwischen nominalen Elementen des Satzes anzeigt. ‚Dann haben sie den Wasserskiläufer ans Ufer gezogen.’ Kon´ biegnie. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 217 Po chwili wycia˛gne±li narciarza wodnego na brzeg. ‚Jurek ist ein begabter Student. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 2.1.5. mach dir keine Sorgen!’ Der Nominativ kann auch prädikative Funktion ausüben in zusammengesetzten Prädikaten mit der Kopula to: Ta pani to moja ciotka.5.’ 197 196 . dass die meisten Präpositionalkonstruktionen.’ 2. be±dzie) tritt hingegen der Instrumental auf: Ta pani jest moja± ciotka±. mein Ellbogen tut mir sehr weh. poczekaj! ‚Marek. ‚Die Erde ist rund. Vokativ Der Vokativ (wo!acz) fällt aus dem Kasussystem insofern heraus. in denen der Präpositiv vorkommt. przynies´ ksia±z˙ki! ‚Wojtek. ‚Diese Frau ist meine Tante.’ Bei der Kopula jest (by!. ‚Wo!acz’ geht auf das Verb wo!ac´ ‚rufen’ zurück. um ihn z. Aus diesem Grunde tritt er zumeist bei Eigennamen und Personenbezeichnungen auf. Das Nomen im Vokativ steht immer außerhalb jeglicher Satzstruktur und ist somit von anderen Nomen völlig isoliert.’ In der Umgangssprache wird die Form des Nominativs auch oft statt des Vokativs verwendet: Marek. Kasus und Präpositionen a) Syntaktische Funktionen des Nominativs Der Nominativ erfüllt meistens die Rolle des Subjekts: Stach p!ywa. ‚Stach schwimmt. Der Vokativ tritt bei der direkten Anrede an einen Hörer auf.’ Ziemia jest okra±g!a. ‚Herr Doktor. ‚Jurek ist ein begabter Student.’ Der Terminus ‚miejscownik’ rührt daher. ‚Diese Frau ist meine Tante. ‚Das Pferd läuft.5.B. bardzo boli mnie !okiec´.’ Jurek to zdolny student.’ Jurek jest zdolnym studentem. zum Zuhören zu bewegen. bring die Bücher!’ Magda. Panie doktorze.

‚Ich höre Musik. er bildet das Pendant zum Akkusativ in den nicht verneinten Sätzen: Czytam ksia±z˙ke±. b) Syntaktische Funktionen des Genitivs 198 ohne Präposition Der präpositionslose Genitiv kann bei 1) Verben. torebka siostry ‚die Tasche der Schwester’ • Angabe eines Teiles einer geteilten Ganzheit talerz zupy ‚ein Teller Suppe’. – Naczyta!em sie± gazet.’ S!ucham muzyki. Substantive Hinweis: beim Adjektiv erfüllt der Nominativ meist prädikative Funktion in zusammengesetzten Prädikaten.’ Czyta!em gazety. – Nie mam czasu.’ 2. p!aszcz ojca ‚Vaters Mantel’. Der präpositionslose Genitiv bei Verben tritt in folgenden Funktionen auf: • Genitiv der Negation drückt das direkte Objekt bei verneinten Verben aus. – Nazbiera!em grzybo´w.’ Mam czas. in Konstruktionen mit der Bedeutung einer nur teilweisen. ‚Ich habe keine Zeit. ‚Ich habe genug Zeitungen gelesen. kawa!ek chleba ‚ein Stück Brot’. s´ciany budynku ‚Wände eines Gebäudes’ • Bezeichnung des logischen Subjekts oder des Objekts einer Handlung bei von Verben abgeleiteten Substantiven .’ Die partitive Funktion tritt besonders oft bei Verben des perfektiven Aspekts mit dem Präfix na. 2) Substantiven und 3) Numeralia auftreten. ‚Ich will Verständnis. ‚Ich sehne mich nach Freiheit.auf: Zbiera!em grzyby. ‚Ich mag Sport nicht.’ Lubie± sport. – Nie czytam ksia±z˙ki. 1. nicht vollständigen Involvierung des Gegenstandes bei der Handlung: Genitiv obligatorisch: Napi!em sie± herbaty.’ Zapomnia!em re±kawiczek. – Nie lubie± sportu.’ Kupi!em chleba ‚Ich habe Brot gekauft. ‚Ich lese kein Buch. ‚Ich habe genug Pilze gesammelt. ‚Ich habe Tee getrunken.’ • Im Gegensatz zum Deutschen regieren einige Verben den Genitiv als direktes Objekt: Chce± zrozumienia.’ Pragne± wolnos´ci. ‚Ich habe die Handschuhe vergessen.’ Genitiv fakultativ: Zjad!em zupy.’ • Der Genitiv tritt als direktes Objekt in der Funktion des Partitivs auf.218 2. szklanka mleka ‚ein Glas Milch’. ‚Ich habe Suppe gegessen. pi!ka Jurka ‚der Ball von Jurek’. Der präpositionslose Genitiv bei Substantiven tritt in folgenden Funktionen auf: • Genitivus possessivus: Anzeige des Besitzes.

odp!yna±c´ od brzegu ‚vom Ufer fortschwimmen’ 199 . in Verbindung mit der Präposition do nach Verben: • Ort.2. adlativ. dwoje drzwi ‚zwei Türen’ Bei Bruchzahlen steht der Genitiv Singular: po´! bochenka ‚ein halber Laib (Brot)’. egzaminowanie studento´w (=%studenci sa± egzaminowani) ‚das Prüfen der Studenten’. dass sich etwas von einem Gegenstand wegbewegt: odejs´c´ od okna ‚vom Fenster weggehen’. jedzenie jab!ek (=%jab!ka sa± jedzone) ‚das Essen der Äpfel’ 3. wbiec do szko!y ‚in die Schule hineinlaufen’ In dieser Konstruktion treten auch Ortsnamen auf – Dörfer. pie±c´ lat ‚fünf Jahre’. auf den die Bewegung gerichtet ist. dwanas´cie miesie±cy ‚zwölf Monate’. do Europy ‚nach Europa’. Kontinente: przyjechac´ do Wo´lki ‚nach Wólka kommen’. po´!tora roku ‚anderthalb Jahre’ mit Präposition Mit Präposition bildet der Genitiv Konstruktionen dieser Bedeutungen: 1. odpowiedz´ ucznia (=%uczen´ odpowiada) ‚Antwort eines Schülers’ vs. dojechac´ do granicy ‚an die Grenze kommen’. dwie trzecie litra ‚zwei Drittel Liter’. wejs´c´ do pokoju ‚ins Zimmer hineingehen’. wro´cic´ do kraju ‚ins Land zurückkommen’ 2. ablativ • In Verbindung mit der Präposition od nach Verben der Bewegung bezeichnet der Genitiv. Länder.5. przyjs´c´ do tablicy ‚an die Tafel kommen’. podejs´c´ do okna ‚ans Fenster gehen’. do Warszawy ‚nach Warschau’. do Polski ‚nach Polen’. Der präpositionslose Genitiv bei Numeralia Bei Kardinalia ab 5 aufwärts und bei Kollektivzahlwörtern wie dwoje stehen die Substantive im Genitiv Plural: szes´c´ krzese! ‚sechs Stühle’. räumliche Grenze der Handlung. Städte. troje dzieci ‚drei Kinder’. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 219 rz˙enie konia (=%kon´ rz˙y) ‚Wiehern eines Pferdes’. przyp!yna±c´ do brzegu ‚am Ufer anlegen’ • das Innere einer Räumlichkeit als Zielpunkt der Ortsveränderung eines Gegenstandes (illativ) przyjechac´ do domu ‚nach Hause kommen’.

‚Am Weg entlang standen Gaslaternen. ‚Quer durch das Zimmer lag ein Läufer. Mieszka!em u siostry. ‚Wir verbrachten die Feiertage bei den Großeltern. ‚Meine Frau arbeitet bei einem Gärtner. die einen Ort bezeichen.220 2.’ • Ebenfalls eine lokative Bedeutung liegt in den Verbindungen mit wzd!uz˙ ‚parallel zu einem länglich geformten Objekt’. wyjechac´ z miasta ‚aus der Stadt herausfahren’. pochodzic´ z Krakowa ‚aus Krakau stammen’ 3. die die gegenwärtigen Umstände einer verlaufenden Handlung angeben.a.’ 4.’ Jutro musze± byc´ u dentysty. sich entfernt.’ Buty sa± u szewca. ‚Wir waren auf der Namenstagsfeier bei Kowalski. des Arbeitsplatzes u. ‚Ich habe bei meiner Schwester gewohnt. des Aufenthaltsorts. temporal • In Verbindung mit den Präpositionen za/podczas ‚während’ bildet der Genitiv Konstruktionen. ‚Unter der Herrschaft der ersten Piasten entstanden neue Burgen.’ Jedlis´my pa±czki u Bliklego. ‚Um das Haus herum wuchsen Bäume.’ Bylis´my na imieninach u Kowalskiego.’ Spe±dzalis´my s´wie±ta u dziadko´w. In der gleichen Funktion tritt u in den Ausdrücken u do!u ‚unten’ und u go´ry ‚oben’ auf.’ Z"ona pracuje u ogrodnika. Doko!a/woko´! domu ros!y drzewa. auf ganzer Breite’ und w poprzek ‚quer’ vor: Wzd!uz˙ ulicy sta!y latarnie gazowe. ‚Das Haus stand mitten unter Bäumen. wszerz ‚senkrecht zur Länge. Bewegung aus der Mitte eines Gegenstandes: wyjs´c´ z domu ‚aus dem Haus herausgehen’. ‚Morgen muss ich beim Zahnarzt sein.’ Nocowa!em u kolegi.’ W poprzek pokoju lez˙a! chodnik.’ • Die Relation ‚unterhalb vom Gegenstand’ wird durch die Kombination u + Genitiv ausgedrückt. Za panowania pierwszych Piasto´w powstawa!y nowe grody. ‚Wir aßen Krapfen bei Blikle. lokativ • In Verbindung mit den Präpositionen dooko!a/doko!a und woko´! benennt der Genitiv einen Ort von allen Seiten eines in der Mitte befindlichen Punktes. des Besuchs.’ Nie rozmawiaj podczas kon- . Substantive • In Verbindung mit der Präposition z bildet der Genitiv Konstruktionen. ‚Ich habe bei einem Freund übernachtet. • Die Präposition u + Genitiv von Personenbezeichnungen bilden Ausdrücke des Wohnorts. herstammt. ‚Die Schuhe sind beim Schuster.’ • Eine ähnliche Bedeutung hat die Verbindung des Genitivs mit der Präposition ws´ro´d: Dom sta! ws´ro´d drzew. von dem etwas ausgeht.

dostac´ list od siostry ‚einen Brief von der Schwester bekommen’.2. grac´ w tenisa dla rozrywki ‚zum Spaß Tennis spielen’ 6.’ . komparativ • Die Konstruktion od + Genitiv tritt nach Formen des Komparativs des Adjektivs und Adverbs auf: Ojciec jest starszy od matki ‚Der Vater ist älter als die Mutter’. Da±b ros´nie wolniej od topoli. rozchorowac´ sie± z przeme±czenia ‚aus Überanstrengung erkranken’. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 221 certu. oddac´ krew dla chorego dziecka ‚für ein krankes Kind Blut spenden’ 8. od und dla. krztusic´ sie± od kaszlu ‚sich beim Husten verschlucken’. final • In der Kombination Genitiv + dla erhalten wir eine Konstruktion mit Angabe des Zieles. ‚Rede nicht während des Konzertes. Jestem najstarszy z braci. ‚Eine Eiche wächst langsamer als eine Pappel. ‚Jerzy war im Aufstand verwundet worden.5.’ Jerzy by! ranny w czasie powstania.’ Do zobaczenia! Do widzenia! ‚Auf Wiedersehen !’ 5. kausal • Angabe des Grundes bei Kombination des Genitivs mit der Präposition z und od. 7. pracowac´ dla zdobycia s!awy ‚arbeiten für den Ruhm’. Indirektes Objekt • Der Genitiv bildet indirekte Objekte mit den Präpositionen do. napisac´ do rodzico´w ‚an die Eltern schreiben’. ‚Der Arzt hat Sprechstunde von fünf bis sieben Uhr.’ • In Verbindung mit den Präpositionen od und do bildet der Genitiv Konstruktionen mit terminativer Bedeutung. ‚Ich bin der älteste von meinen Brüdern.’ Nach dem Superlativ tritt der Genitiv Plural auf. zanosic´ sie± od p!aczu ‚schluchzen’ Diese Bedeutung ist in den Ausdrücken dlaczego? ‚warum’ und dlatego ‚darum’ erstarrt. pe±kac´ ze s´miechu ‚sich tot lachen’. Vor allem auch in gängigen Abschiedsformeln Lekarz przyjmuje od pia±tej do sio´dmej.

aus dem der Gegenstand besteht bzw.’ Diese Konstruktion kann wie im Deutschen auch das Gegenteil bedeuten (kompletiv). etwas nicht betrifft. powies´c´ dla m!odziez˙y ‚Jugendroman’. das Nichtvorhandensein von etwas wird mit Hilfe der Konstruktion bez + Genitiv ausgedrückt. ‚Wir fahren ohne Kinder zu Besuch. einzelne Bestandteile. Jh. abessiv • Das Fehlen. Opro´cz telewizora kupi!em sobie takz˙e radio. ‚Außer einem Fernseher habe ich mir auch ein Radio gekauft. chustka do nosa ‚Taschentuch’. ‚Statt Kowalski fährt Nowak nach Krakau. dzbanek z gliny ‚eine Kanne aus Ton’. Pojedziemy z wizyta± bez dzieci. wiersz z cyklu ‚Pejzaz˙e’ ‚ein Gedicht aus der Reihe ‚Landschaften’’. ‚Alle waren im Theater außer Zosia. ‚Ich habe das ganze Mittagessen bis auf den Nachtisch aufgegessen. Zamiast Kowalskiego pojedzie do Krakowa Nowak. myd!o do prania ‚Seife zum Waschen’. tritt die Konstruktion zamiast ‚statt’ + Genitiv auf. okulary od s!on´ca ‚Sonnenbrille’. kwiatki z w!asnego ogro´dka ‚Blumen aus dem eigenen Garten’ • mit der Präposition z Attribute des Materials. gramatyka dla cudzoziemco´w ‚Grammatik für Ausländer’. attributiv • Der Genitiv bildet mit den Präpositionen dla.’ 10. sweter z owczej we!ny ‚ein Pullover aus Schurwolle’. guzik od koszuli ‚Hemdknopf’.’ • In Situationen. ‚Statt eines Fernsehers habe ich mir ein Radio gekauft.’. Substantive 9. . jemand anders ersetzt wird.’ Wenn wir anzeigen. do und od Präpositionalattribute mit finaler Bedeutung.’ Zamiast telewizora kupi!em sobie radio. szczoteczka do ze±bo´w ‚Zahnbürste’. verwenden wir die Konstruktion pro´cz/opro´cz ‚außer’ + Genitiv: Wszyscy byli w teatrze opro´cz Zosi. wia±zanka z bia!ych ro´z ‚ein Strauß aus weißen Rosen’˙ • mit der Präposition u Attribute der Zugehörigkeit zu einem größeren Ganzen.’ Zjad!em ca!y obiad opro´cz deseru.222 2. kluczyki od samochodu ‚Autoschlüssel’ • mit der Präposition z Attribute der Herkunft zabytek z XVI wieku ‚ein Denkmal aus dem 16. jemand durch etwas anderes bzw. list z Ameryki ‚ein Brief aus Amerika’. dass die Handlung des Prädikats jemanden bzw. in denen etwas bzw.

poz˙yczyc´ ‚leihen’. wysta±pic´ w dyskusji przeciw referentowi ‚in der Diskussion gegen den Referenten auftreten’ Er bildet auch Konstruktionen mit der Bedeutung der Absicherung vor einer Gefahr. radzic´ ‚raten’. walczyc´ przeciw najez´dz´cy ‚gegen den Angreifer kämpfen’. zabrac´ ‚wegnehmen’.5. Die Konstruktion ku%+"Dativ hat buchsprachlichen Charakter. einen Gegenstand. ukras´c´ ‚stehlen’ + Dativ • Verben von Handlungen. jemanden. schaden pomo´c ‚helfen’. przeszkadzac´ ‚stören’ + Dativ • Verben des Sagens mo´wic´ ‚sprechen’. kierowac´ sie± ku wyjs´ciu ‚sich zum Ausgang wenden’. das Lenken der Sinne auf etwas oder die Folge einer Handlung. die jemandem nützen bzw. Poz˙ar szerzy! sie± ku przeraz˙eniu t!umu. palce u ra±k ‚Finger’. pokazywac´ ‚zeigen’ + Dativ mit Präposition Mit Präposition tritt der Dativ recht selten auf. falbanki u re±kawo´w ‚Rüschen an den Ärmeln’ c) Syntaktische Funktionen des Dativs ohne Präposition Der präpositionslose Dativ tritt in der Funktion des indirekten Objekts auf und bezeichnet meist eine Person bzw. przys!uchiwac´ sie± ‚zuhören’. sie bezeichnet die Bewegungsrichtung im Raum. ‚Der Brand breitete sich zum Schrecken der Menge aus. obiecywac´ ‚versprechen’ + Dativ • Verben des Lenkens der Wahrnehmungssinne przygla±dac´ sie± ‚ansehen’. przypatrywac´ sie± ‚betrachten’. szkodzic´ ‚schaden’. den die Handlung des Prädikats gerichtet ist. auf die bzw. zio´!ka przeciw gora±czce ‚Kräuter gegen Fieber’. Der präpositionslose Dativ verbindet sich mit Verben der folgenden Bedeutungen: • Verben des Gebens und Nehmens dac´ ‚geben’. szczepienia przeciw cholerze ‚Impfungen gegen Cholera’ 201 200 . skierowac´ wzrok ku niebu ‚den Blick himmelwärts richten’.’ In Verbindung mit der Präposition przeciw bildet der Dativ die Beziehung der Gegnerschaft gegen etwas bzw. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 223 palce u no´g ‚Zehen’.2. opowiadac´ ‚erzählen’.

‚Ola mag Katzen. 204 I. na pole ‚aufs Feld’.’ Außerdem kann der präpositionslose Akkusativ die Funktion einer adverbiellen Bestimmung des Maßes annehmen. es wird der Ort bezeichnet. do biura ‚zum Büro’). ‚Ich öffne das Fenster. na !a±ke± ‚auf die Wiese’ .’ To potrwa ca!y tydzien´. Ola czyta kia±z˙ke±.’ Przejechalis´my trzy kilometry. in dessen Richtung die Bewegung geht. ‚Warte einen Moment.’ Znaczek kosztowa! pie±c´ tysie±cy.’ Ola lubi koty. ‚Ein Pferd zieht den Wagen.’ Otwieram okno. ‚Wir haben dort drei Jahre gewohnt. ‚Das wird eine ganze Woche dauern.224 2.’ – ‚Ola mag keine Katzen. Widze± dom. przyjs´c´ na cmentarz ‚auf den Friedhof kommen’. – Ola nie czyta ksia±z˙ki. Adverbielle Bestimmungen des Ortes • adlativ. na dworzec ‚zum Bahnhof’. Adverbielle Bestimmungen 1. ‚Ich sehe ein Haus. In Kombination mit der Präposition na bildet der Akkusativ Konstruktionen. Während sich do + Genitiv auf Örtlichkeiten innerhalb geschlossener Räumlichkeiten bezieht (do domu ‚nach Haus’. zum grammatischen Subjekt im Nominativ.’ 203 mit Präposition In Verbindung mit Präpositionen bildet der Akkusativ verschiedene Konstruktionen mit sehr unterschiedlichen Funktionen. – Ola nie lubi koto´w.’ Sypie± so´l. die zu der Kombination do + Genitiv synonym sind. ‚Der Wagen wird von einem Pferd gezogen. das die Funktion des direkten Objekts ausübt. ‚Ich streue Salz.000 gekostet. ‚Ola liest ein Buch. na stadion ‚in das Stadion’. ‚Wir sind drei Kilometer gefahren.’ Nach Verneinung des Verbs wird der Akkusativ durch den Genitiv ersetzt. ‚Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen.’ – ‚Ola liest kein Buch.’ – Wo´z jest cia±gnie±ty przez konia. Substantive d) Syntaktische Funktionen des Akkusativs 202 ohne Präposition Der präpositionslose Akkusativ zeigt in erster Linie das direkte Objekt an.’ Mieszkalis´my tam trzy lata. Poczekaj chwile±.’ Bei der Umsetzung eines aktivischen Satzes ins Passiv wird das im Akkusativ stehende Nomen.’ Nie spa!em ca!a± noc. ‚Die Briefmarke hat 5. liegt bei na%+"Akkusativ meist eine nach außen offene Örtlichkeit ohne konkrete Begrenzungen vor. Kon´ cia±gnie wo´z.

B. na Sycylie±. aber pojechac´ do Pragi (Hauptstadt Tschechiens) Weiterhin bildet der Akkusativ mit folgenden Präpositionen Konstruktionen mit adlativer Bedeutung. po´js´c´ nad rzeke± ‚an den Fluss gehen’ w: zejs´c´ w do´! ‚nach unten kommen’. Wenn wir sagen Jedziemy na Krako´w ‚Wir fahren in Richtung Krakau’. na Rugie± Auch bei Landesteilen und Stadtteilen: pojechac´ na Mazowsze. przechodzic´ przez ulice± ‚über die Straße gehen’. udac´ sie± w inna± strone± ‚sich in eine andere Richtung begeben’.’ • perlativ. wygla±dac´ przez okno ‚zum Fenster herausschauen’. jechac´ na Mokoto´w. Die . na Pomorze. es wird die Richtung einer Bewegung angezeigt. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 225 Die Konstruktion na%+"Akkusativ wird ebenfalls bei Namen von Inseln und Halbinseln verwendet. nad: jechac´ nad morze ‚an die See’. auf der Landstraße.2. is´c´ przez las ‚durch den Wald gehen’. meinen wir nicht die Reise bis nach Krakau. nad jezioro ‚an den See’. na Prage± (Warschauer Stadtteil).5. schowac´ sie± za szafe± ‚sich hinter dem Schrank verstecken’ mie±dzy: samocho´d wjecha! mie±dzy drzewa ‚das Auto fuhr zwischen den Bäume hindurch’ pod: pies wszed! pod sto´! ‚der Hund ging unter den Tisch’ Die Konstruktion pod%+"Akkusativ drückt nicht nur eine unterhalb eines Gegenstandes befindliche oder durch etwas verdeckte Örtlichkeit aus. sondern auch eine Örtlichkeit in der Nähe eines Gegenstandes: Wyjedziemy do znajomych pod Warszawe± ‚Wir fahren zu den Bekannten in der Nähe von Warschau. Diese Bedeutung liegt in der Konstruktion przez + Akkusativ vor. z. patrzec´ w niebo ‚in den Himmel schauen’ przed: wyjs´c´ przed dom ‚vor das Haus hinausgehen’ za: s!on´ce zasz!o za chmury ‚die Sonne versteckte sich hinter den Wolken’. sondern die Fahrt in diese Richtung. sondern die Richtung der räumlich verstandenen Fahrt. przeskoczyc´ przez p!ot ‚über den Zaun springen’ Bei der Verbindung der Präposition na%+"Akkusativ von Städtenamen wird nicht eine auf die Stadt als Ziel der Reise gerichtete Bewegung verstanden. jechac´ przez most ‚über die Brücke fahren’. Sie antwortet auf die Frage kto´re±dy? ‚auf welchem Wege’. leciec´ na Krete±. Der Endpunkt der Reise kann auf dem Wege nach oder auch hinter Krakau liegen.

’ 2. ‚Aus Versehen bin ich in eine andere Straßenbahn eingestiegen. die auf die Fragen po co? ‚wozu?’ bzw. po gazete± do kiosku ‚zum Kiosk eine Zeitung kaufen’. po: ide± po pieczywo ‚ich gehe Backwaren holen’. umo´wi!em sie± na godzine± dziewia±ta± ‚ich habe mich für 9 Uhr verabredet’. is´c na grzyby ‚Pilze suchen (gehen)’. jechac´ na wscho´d ‚nach Osten fahren’. praca be±dzie gotowa na czwartek ‚die Arbeit wird am Donnerstag fertig sein’.226 2. zaprosic´ kogos´ na kawe± ‚jdn zu einer Tasse Kaffee einladen’. is´c´ na spacer ‚spazierengehen’. przyjde± za trzy godziny ‚ich komme in drei Stunden’ 3. Poznan´ lez˙y na zacho´d od Warszawy. Spo´z´nilis´my sie± przez Kowalskiego. po papierosy ‚Zigaretten holen’ na: jechac´ na polowanie ‚jagen fahren’. ‚Deinetwegen bin ich nicht ins Theater gegangen.’ Przez ciebie nie posz!am do teatru.’ Zgubi!em parasol przez roztargnienie. na koncert ‚ins Konzert (gehen)’. Adverbielle Bestimmungen der Zeit Der Akkusativ der Bezeichnungen für die Wochentage bildet mit der Präposition w adverbielle Bestimmungen der Zeit. Adverbielle Bestimmungen des Grundes In der Konstruktion przez%+"Akkusativ können in kausaler Bedeutung sowohl Personenbezeichnungen als auch Abstrakta auftreten. Adverbielle Bestimmungen des Ziels Der Akkusativ wird in Konstruktionen verwendet. mature± zdaje± za dwa lata ‚in zwei Jahren mache ich Abitur’.’ . n a przedstawienie ‚in die Vorstellung (gehen)’ 4. w niedziele± ‚am Sonntag’ In der Verbindung mit der Präposition na bei Substantiven des Zeitmaßes wird ein Termin versprachlicht. Mit der Präposition za tritt die Bedeutung einer zeitlichen Begrenzung auf. ‚Ich habe meinen Regenschirm aus Zerstreutheit verloren. ‚Wir haben uns wegen Kowalski verspätet.’ Przez nieuwage± wsiad!em do innego tramwaju. w jakim celu? ‚mit welchem Ziel?’ antworten. is´c´ na ryby ‚angeln gehen’. we czwartek ‚am Donnerstag’. od!oz˙ymy to na jutro ‚wir verschieben das auf morgen‘. Substantive Verbindung na%+"Akkusativ von den Bezeichnungen der Himmelsrichtungen können perlative und auch lokale adverbielle Bestimmungen bilden. wyjez˙dz˙am na dwa lata ‚ich fahre für zwei Jahre weg’. w poniedzia!ek ‚am Montag’. ‚Posen liegt westlich von Warschau.

chustka na g!owe± ‚Kopftuch’. prosic´ o herbate± ‚um Tee bitten’ Nach Verben des Kampfes. sonata na skrzypce i fortepian ‚Violin. Streits u. Adverbielle Bestimmungen der Art und Weise mo´wic´ przez nos ‚durch die Nase sprechen’.2. patrzec´ przez ro´z˙owe okulary ‚durch eine rosa Brille sehen’. bic´ sie± o dziewczyne± ‚sich um ein Mädchen prügeln’. siatka na zakupy ‚Einkaufsnetz’. tkwic´ po uszy w d!ugach ‚bis zu den Ohren in Schulden stecken’. po + Akkusativ (limitativ) woda sie±ga po kolana ‚das Wasser steht bis zu den Knien’. kupic´ d!ugopis za dziesie±c´ z!otych ‚einen Kugelschreiber für 10 Z!oty kaufen’ III.und Klaviersonate’ 206 205 .’ Z!oz˙ylis´my sie± po sto z!otych. mit Numeralia) P!aci!em za jajka po dwadzies´cia groszy. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 227 5.5. Adverbielle Bestimmungen des Maßes o"+"Akkusativ spo´z´ni! sie± o godzine± ‚er hat sich um eine Stunde verspätet’. In Verbindung mit o tritt er als ein Objekt von Verben des Fragens und Bittens auf.: walczyc´ o wolnos´c´ ‚für die Freiheit kämpfen’.’ II. pytac´ o zdrowie ‚nach der Gesundheit fragen’. buty o dwa numery za duz˙e ‚Schuhe um zwei Nummern zu groß’. Indirektes Objekt In Konstruktionen mit Präpositionen kann der Akkusativ auch die Rolle des indirekten Objekts einnehmen. Attribute Als Attribut kommt der Akkusativ in folgenden Präpositionalkonstruktionen vor: na"+"Akkusativ (final) lekarstwo na kaszel ‚ein Mittel gegen Husten’.ä. ‚Wir haben je 100 Z!oty beigesteuert. sprzeczac´ sie± o trase± wycieczki ‚sich um die Reiseroute streiten’ In Verbindung mit der Präposition na: patrzec´ na obraz ‚auf ein Bild schauen’. umiec´ na pamie±c´ ‚auswendig können’ 6. rozmawiac´ przez telefon ‚telefonieren’. od Tatr po Ba!tyk ‚von der Tatra bis zur Ostsee’ po"+"Akkusativ (distributiv. garnek na mleko ‚Milchtopf’. patrzec´ przez palce ‚durch die Finger sehen’. k!o´cic´ sie± o pi!ke± ‚sich um den Ball streiten’. czekac´ na tramwaj ‚auf die Straßenbahn warten’ In Verbindung mit der Präposition za: dzie±kowac´ za z˙yczenia ‚für die Wünsche danken’. ‚Ich habe 20 Groschen pro Ei bezahlt.

der auf die Frage kto´re±dy? ‚auf welchem Wege’ antwortet. dniem ‚am Tage’. ‚Jan ist mein Sohn’. z. jechac´ rowerem ‚Rad fahren’. bezeichnet die zeitlichen Umstände. po kolana ‚bis an die Knie’. bezeichnet den Umstand der Bewegung. Einige Formen des Instrumentals werden bereits als Adverben angesehen: wieczorem ‚abends’. p!yna±c´ !o´dka± ‚rudern’. zima± ‚im Winter’. . jesienia± ‚im Herbst’. uderzac´ m!otkiem ‚hämmern’.228 2. Maria jest nauczycielka±. suknia w kwiaty ‚Kleid mit Blumen’ e) Syntaktische Funktionen des Instrumentals 207 ohne Präposition Der präpositionslose Instrumental erfüllt im Satz folgende Funktionen: • prädikativ. zeszyt w linie ‚Schreibheft mit Linien’. leciec´ samolotem ‚mit dem Flugzeug fliegen’ • perlativ. wycierac´ sie± re±cznikiem ‚sich mit einem Handtuch abtrocknen’ Bei Verben der Bewegung steht der Instrumental auch bei den Bezeichnungen des Fortbewegungsmittels. cieszyc´ sie± z˙yciem ‚das Leben genießen’ • Angabe der Art und Weise. jechac´ szosa± ‚die Straße entlang fahren’ p!yna±c´ kana!em ‚durch den Kanal schwimmen’ • temporal. mit deren Hilfe die Handlung des Prädikats realisiert wird. is´c´ ulica± ‚die Straße entlang gehen’. Jan jest moim synem. • kausal. noca± ‚in der Nacht’. ‚Maria ist Lehrerin’. kopac´ !opata± ‚schaufeln’. polewac´ woda± ‚besprengen’. im Allgemeinen handelt es sich um historisch erstarrte Formen. • instrumentell. Angabe des Grundes: martwic´ sie± z!a± wiadomos´cia± ‚sich wegen einer schlechten Nachricht sorgen’. Substantive po"+"Akkusativ (limitativ) woda po pas ‚Wasser bis an die Hüften’. bezeichnet das Werkzeug oder Mittel. czasami ‚manchmal’.B. er markiert das Prädikatsnomen in zusammengesetzten nominalen Prädikaten. tymczasem ‚inzwischen’. (distributiv) bilety po sto z!otych ‚Karten zu je 100 Z!oty’ w%+"Akkusativ materia! w kratke± ‚karierter Stoff’.

’ Prezenty lez˙a!y pod choinka±.’ nad%+"Instrumental lokalisiert einen Gegenstand oder eine Handlung an einem Ort.’ Kot spa! pod fotelem. ‚Über der Stadt lagert Nebel. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 229 is´c´ wolnym krokiem ‚langsame Schritte machen’. ‚Warschau liegt an der Weichsel.’ Gdan´sk lez˙y nad morzem.’ pod%+"Instrumental lokalisiert einen Gegenstand oder eine Handlung unterhalb eines anderen Gegenstandes. ‚Die Geschenke lagen unter dem Weihnachtsbaum. p!ywac´ z˙abka± ‚brustschwimmen’ • direktes Objekt.’ za%+%Instrumental lokalisiert einen Gegenstand oder eine Handlung auf der Rückseite eines anderen Gegenstandes. Nad miastem unosi sie± mg!a. is´c´ pod parasolem ‚unter dem Schirm gehen’ 208 . der von etwas bedeckt ist. Warszawa lez˙y nad Wis!a±.2. spac´ pod ko!dra± ‚unter der Decke schlafen’. Adverbielle Bestimmungen • Adverbielle Bestimmungen des Ortes przed%+"Instrumental lokalisiert einen Gegenstand auf der Vorderseite eines anderen. in dieser Funktion tritt der Instrumental nur bei einer recht kleinen Gruppe von Verben auf. rza±dzic´ pan´stwem ‚den Staat regieren’. ‚Hinter dem Fenster regnet es. ‚Danzig liegt am Meer. ‚Unter dem Eis floss ein kleiner Fluß. Przed domem ros!y drzewa. patrzec´ nieprzyjaznym wzrokiem ‚unfreundlich ansehen’. der höher gelegen ist als der vom Nomen im Instrumental bezeichnete Gegenstand. kierowac´ fabryka± ‚eine Fabrik leiten’ mit Präposition I.’ Nad polana± kra±z˙y! soko´!.’ Die Verbindung der Präposition nad mit dem Instrumental von Gewässerbezeichnungen ist synonym mit der Konstruktion w pobliz˙u%+"Genitiv. mo´wic´ grubym g!osem ‚mit kräftiger Stimme sprechen’. ‚Über der Lichtung kreiste ein Falke.’ Parasol stoi za szafa±. Za oknem pada deszcz. ‚Der Schirm steht hinter dem Schrank. ‚Vor dem Haus wuchsen Bäume.5. ‚Die Katze schlief unter dem Sessel. Pod lodem p!yne±!a rzeczka.’ Diese Konstruktionen können auch einen Ort bezeichnen.

’ Mie±dzy polem a !a±ka± biegnie droga. ‚Die Soldaten marschierten mit Gesang. ‚Wir begrüßten uns mit Freude. Ulica± szed! uczen´ z tornistrem na plecach. ‚Zwischen dem Feld und der Wiese verläuft ein Weg. ‚Ich komme zwischen 7 und 8 Uhr nach Hause. Indirektes Objekt przed + Instrumental . ‚Zwischen den Bäumen stand eine Burg. ‚Kasia geht mit einer Tasche einkaufen.’ Kasia idzie z siatka± na zakupy. Substantive Die Verbindung pod%+%Instrumental kann – zumeist bei Ortsnamen auch in der Bedeutung w pobliz˙u%+%Genitiv auftreten. ‚Der Sessel steht zwischen dem Tisch und dem Fernseher. ‚Ein Schüler mit einem Ranzen auf dem Rücken ging die Straße entlang.’ • Adverbielle Bestimmungen der Zeit przed%+%Instrumental bedeutet so viel wie ‚früher als’.’ Wojsko maszerowa!o ze s´piewem. die einen Gegenstand bezeichnen.’ poza + Instrumental bildet Konstruktionen. die synonym sind zu opro´cz + Genitiv. po´js´c´ z wizyta± ‚zu Besuch gehen’ • Adverbielle Bestimmungen des Umstands Witalis´my sie± z rados´cia±. Poza dozorca± nikt wie±cej tu nie mieszka.’ In diesen Konstruktionen können neben Personenbezeichnungen auch Tierbezeichnungen auftreten. ‚Außer dem Hausmeister wohnt hier keiner. pod Warszawa± ‚in der Nähe von Krakau/Warschau wohnen’ mie± d zy%+%Instrumental a%+%Instrumental oder mie± d zy%+%Instrumental"+"Plural bestimmen einen Ort in der Mitte zweier Objekte: Fotel stoi mie±dzy sto!em a telewizorem. den jemand besitzt oder bei sich trägt. mieszkac´ pod Krakowem.’ z"+"Instrumental können auch bilden: • Adverbielle Bestimmungen des Ziels (final) przyjs´c´ z pomoca ± ‚zu Hilfe kommen’.’ II.’ Mie±dzy drzewami sta! zamek. przed up!ywem trzech lat ‚vor Ablauf von drei Jahren’ mie±dzy%+%Instrumental"+"a%+%Instrumental Wro´ce± do domu mie±dzy sio´dma± a o´sma±. • Ausdrücke.230 2. przed s´wie±tami ‚vor dem Fest’. przed wojna± ‚vor dem Krieg’.

pracowac´ nad soba± ‚an sich arbeiten’. f) Syntaktische Funktionen des Präpositivs Der Präpositiv wird im heutigen Polnisch – daher sein Name – nur mit Präpositionen gebraucht.’ III. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 231 wysta±pic´ przed publicznos´cia± ‚vor Publikum auftreten’.’ ‚Gra!em w tenisa z kolega±. ‚Man sieht die Ähnlichkeit zwischen Vater und Sohn. die semantisch den adverbiellen Bestimmungen entsprechen. die eine begleitende Person bezeichnen. ‚Ich sprach mit meinem Vater.5. schowac´ sie± przed deszczem ‚sich vor dem Regen schützen’ za + Instrumental te±sknic´ za rodzicami ‚die Eltern vermissen’. Es treten folgende Funktionen auf: 209 .2.’. zastanawiac´ sie± nad przysz!os´cia± ‚über die Zukunft nachdenken’ pod + Instrumental byc´ pod czyja±s´ opieka± ‚unter jemandes Schutz stehen’. ‚Ich gehe mit einer Freundin spazieren. ‚Ich spielte Tennis mit einem Freund. deszcz ze s´niegiem ‚Regen mit Schnee’. Ide± na spacer z kolez˙anka±.’ Mie±dzy pos!ami powsta!a ro´z˙nica zdan´. Attribute z + Instrumental bezeichnet ein begleitendes Element bzw. einen Bestandteil: torba z jab!kami ‚Tasche mit Äpfeln’. ‚Zwischen den Abgeordneten entstand eine Meinungsverschiedenheit. kawa ze s´mietanka± ‚Kaffee mit Sahne’ oder ein Merkmal: dziewczyna z niebieskimi oczami ‚ein Mädchen mit blauen Augen’ Mit anderen Präpositionen werden Attribute gebildet. die an der Handlung mitbeteiligt ist. Rozmawia!em z ojcem. z˙yc´ pod rza±dami ‚unter der Regierung leben’ mie±dzy + Instrumental%+a%+Instrumental oder mie±dzy + Instrumental"+"Plural Widac´ podobien´stwo mie±dzy ojcem a synem. nad robota± ‚über der Arbeit sitzen’. powtarzac´ za lektorem ‚nach dem Lektor nachsprechen’ nad + Instrumental siedziec´ nad ksia±z˙ka± ‚über dem Buch sitzen’.’ z + Instrumental bildet • Ausdrücke.

zajmowac´ poko´j w hotelu ‚ein Zimmer in einem Hotel haben’. ‚Die Perlen haben sich auf dem Fußboden zerstreut. ungerichtet: Chmury p!yne±!y po niebie.’. ‚Das Buch liegt auf dem Tisch. ‚Die Wolken zogen am Himmel vorüber. die sich an verborgenen Orten befinden: trzymac´ dokumenty w szufladzie ‚Dokumente in der Schublade aufbewahren’. byc´ w pokoju ‚im Zimmer sein’. po mies´ c ie ‚in der Stadt’. kupowac´ przy stoisku ‚bei dem Verkaufsstand kaufen’. na s´lizgawce ‚auf der Eisbahn’. mieszkac´ na wsi ‚auf dem Lande wohnen’.’. na przystanku ‚an der Haltestelle’.’ gerichtet: is´c´ ‚gehen’. po ulicach ‚auf den Straßen’. pisac´ na papierze ‚auf dem Papier schreiben’ przy + Präpositiv bezeichnet die räumliche Nähe zwischen der Handlung und dem Gegenstand. wchodzic´ po schodach ‚die Treppe hinaufgehen’. byc´ na stadionie ‚im Stadion sein’. miec´ zame±t w g!owie ‚verwirrt sein’ na + Präpositiv bezieht sich auf die Lage einer Person bzw. der von dem Substantiv im Präpositiv versprachlicht wird. miec´ w sercu ‚im Herzen haben’. eines Gegenstandes in einer offenen Räumlichkeit czekac´ na dworcu ‚auf dem Bahnhof warten’. po drabinie ‚die Leiter hinaufklettern’ . na cmentarzu ‚auf dem Friedhof’ oder auf der Oberfläche von etwas: Ksia±z˙ka lez˙y na stole. miec´ pienia±dze w kieszeni ‚Geld in der Tasche haben’ auch metaphorisch: przechowywac´ cos´ w pamie±ci ‚etwas im Gedächtnis bewahren’. schodzic´ ‚heruntergehen’. Adverbielle Bestimmungen • Adverbielle Bestimmungen des Orts (lokal) w/we + Präpositiv bezeichnet gewöhnlich die Lage eines Gegenstandes im Innern einer Räumlichkeit. siedziec´ na krzes´le ‚auf dem Stuhl sitzen’.’ Chodzilis´my po Warszawie ‚Wir sind in Warschau herumgegangen. auf der eine Bewegung in eine oder verschiedene Richtungen stattfindet. zatrzymac´ sie± przy poczcie ‚bei der Post anhalten’. Per!y rozsypa!y sie± po pod!odze. mieszkac´ przy ulicy Sienkiewicza ‚in der Sienkiewicz-Straße wohnen’ po + Präpositiv bezieht sich auf eine Örtlichkeit.232 2. Substantive I. mieszkac´ w starym domu ‚in einem alten Haus wohnen’. przebywac´ w Warszawie ‚sich in Warschau aufhalten’ auch über Gegenstände.

‚Kowalski ist im September ausgereist. ‚Ich bin nach sieben Unterrichtsstunden aus der Schule zurüchgekehrt.’ Wro´ci!em ze szko!y po siedmiu lekcjach. ‚Nach dem Mittagessen sind wir spazieren gegangen. Po obiedzie poszlis´my na spacer. na jesieni ‚im Herbst’. na pocza±tku lipca ‚Anfang Juli’ o + Präpositiv in Verbindung mit dem Substantiv godzina ‚Stunde’ und den Ordinalzahlwörtern. Chodzilis´my po sklepach. ‚Wir bummelten durch Geschäften. o dwunastej w po!udnie ‚um zwölf Uhr mittags’ und anderen Substantiven. November’. o godzinie o´smej ‚um acht Uhr’. der einer Handlung vorausgeht. listopada ‚am 11. ‚Nach dem Krieg hat man Warschau aus den Trümmern wiederaufgebaut. ‚Wir wanderten durch die Dörfer.’ Po wojnie odbudowano Warszawe± z gruzo´w. w lecie ‚im Sommer’ und mit anderen Substantiven zur Bezeichnung von Zeiträumen: w m!odos´ci ‚im Jugendalter’. o s´wicie ‚beim Anbruch des Tages’ po + Präpositiv bezeichnet den Zeitraum.’ mit den Bezeichnungen für Jahreszeiten: w zimie ‚im Winter’. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 233 Diese Konstruktion wird ebenfalls verwendet. We±drowalis´my po wsiach. die Handlung viele verschiedene Örtlichkeiten erfasst.’ po + Präpositiv in Verbindung mit Personenbezeichnungen benennt die Reihenfolge einer Handlung Wejde± do dentystki po tobie.’ • Adverbielle Bestimmungen der Zeit (temporal) w/we + Präpositiv in Verbindungen mit den Monatsnamen: Urodzi! sie± w lipcu.2. ‚Ich gehe nach dir zur Zahnärztin hinein. w czasie wojny ‚in der Kriegszeit’. w dniu 11.’ Kowalski wyjecha! we wrzes´niu. o dwudziestej drugiej ‚um zweiundzwanzig Uhr’. w roku 1918 ‚im Jahre 1918’ na + Präpositiv tritt sehr viel seltener auf als die Präposition w/we. die etwas mit Zeit zu tun haben: o po´!nocy ‚um Mitternacht’.5.’. ‚Er ist im Juli geboren.’ • Adverbielle Bestimmungen des Umstands przy + Präpositiv . po go´rach ‚durch die Berge’. wenn die Bewegung bzw.

marzyc´ o samochodzie ‚von einem Wagen träumen’ na + Präpositiv znac´ sie± na malarstwie ‚sich mit Malerei auskennen’ III. jajka na boczku ‚Eier mit Speck’ o + Präpositiv benennt das Thema eines Buches. des Textes bzw. die eine Handlung bezeichnen. Objekte o + Präpositiv nach Verben des Sagens und Denkens bezeichnet das Thema der Aussage. die mit dem Aussehen wie z.B. der Art und Weise kommen präpositionale Ausdrücke mit Substantiven nahe. ch!opak w okularach ‚ein Junge mit Brille’. grac´ w orkiestrze ‚im Orchester spielen’.234 2. me±z˙czyzna w kapeluszu ‚ein Mann mit Hut’. s´piewac´ przy akompaniamencie fortepianu ‚mit Klavierbegleitung singen’. staruszka w z˙a!obie ‚eine Oma in Trauer’ na + Präpositiv bezeichnet Merkmale von Gegenständen. grac´ na gitarze ‚Gitarre spielen’ Den adverbiellen Bestimmungen des Umstandes bzw. Kleidung zusammenhängen. opowiadac´ o podro´z˙y ‚von der Reise erzählen’. . Attribute w + Präpositiv bezeichnet Merkmale. Gespräches u. an der jemand teilnimmt: uczestniczyc´ w obradach ‚an einer Sitzung teilnehmen’. mys´lec´ o dzieciach ‚an Kinder denken’. Substantive rozmawiac´ przy obiedzie ‚beim Mittagessen reden’.ä. s!uz˙yc´ w wojsku ‚beim Militär dienen’. pantofle na obcasie ‚Schuhe mit Absätzen’. polec przy zdobywaniu Monte Cassino ‚bei der Eroberung von Monte Casino fallen’ • Adverbielle Bestimmungen der Art und Weise na + Präpositiv chodzic´ na palcach ‚auf Zehenspitzen gehen’. pani w czarnym p!aszczu ‚eine Frau im schwarzen Mantel’. zakochac´ sie± przy pierwszym spotkaniu ‚sich beim ersten Treffen verlieben’. byc´ w harcerstwie ‚bei den Pfadfindern sein’ II. jez´dz´ic´ na nartach ‚Ski fahren’. na rowerze ‚Rad fahren’. Gedankens: mo´wic´ o sa±siadach ‚über Nachbarn sprechen’. walczyc´ w powstaniu ‚in dem Aufstand kämpfen’ auch bei Institutionen und Personengruppen: s´piewac´ w cho´rze ‚im Chor singen’. fotel na biegunach ‚Schaukelstuhl’.

2. Der Sexus ist das sprachlich relevante Geschlecht der Referenten.5. auf die man sich mit Substantiven bezieht. von Bedeutung.) a) Natürliches Geschlecht: weiblich vs.5. Genus und Sexus (rodzaj gramatyczny i rodzaj naturalny) In dem Bereich der Substantive sind mehrere Ebenen zu unterscheiden.bzw. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 235 piosenka o mi!os´ci ‚ein Lied über die Liebe’. rozmowa o teatrze ‚eine Unterhaltung über das Theater’. wenn der Sprecher über Menschen spricht. morpho-syntaktischen Ebene angesiedelt. pierwiastek o cie±z˙arze atomowym ‚ein Element mit dem Atomgewicht’. dass auf weibliche Personen mit Hilfe femininer Substantive verwiesen wird: Rozmawia!em z twoja± siostra±. ksia±z˙ka o zwierze±tach ‚ein Buch über Tiere’. Im Polnischen kann der Sprecher Sexus auf vier Arten versprachlichen: • weiblich • männlich • gemischte Gruppe: weiblich und männlich • Sonderfälle Besonderheiten in der Kongruenz gibt es im Bereich der Numeralia. cz!owiek o go!e±bim sercu ‚ein Mensch mit gutem Herzen’ Im heutigen Polnischen tritt sie im wissenschaftlichen Stil auf zur Bezeichnung von Merkmalen oder Maßen einer Substanz. bajka o kro´lu ‚ein Märchen über einen König’ Wenn es um Eigenschaften von Menschen geht. In der Regel ist das Geschlecht der Personen. nimmt diese Konstruktion buchsprachliche Färbung an. Beim natürlichen Geschlecht handelt es sich im Gegensatz dazu um eine rein semantische Kategorie. substancja o temperaturze wrzenia ‚eine Substanz mit der Siedetemperatur’. die relevant wird. die eng miteinander interagieren: • Genera • Deklinationsklassen • Sexus Genus und Deklination sind auf der morphologisch. tkanina o szerokos´ci 2 metro´w ‚ein Stoff mit der Breite von 2 Metern’ 2. über die man spricht. dziewczyna o z!otych w!osach ‚ein Mädchen mit goldenem Haar’. männlich Generell gilt. ‚Ich habe mit deiner Schwester gesprochen.2.’ In bestimmten Kontexten kommt es zur Neutralisierung: 211 210 . (Folgende Darstellung beruht auf Weiss 1991a-c.

‚Die Studenten sind mit dem Seminar nicht zufrieden. wuj ‚Onkel’ vs. Ableitung durch Suffixe Wie im Deutschen können viele Personenbezeichnungen durch Suffixe weibliche Ableitungen bilden. kobieta-murarz ‚Maurerin’. psycholoz˙ka. ‚Torun´ hat den Touristen viel zu bieten. Achtung: Einige der weiblichen Formen gelten als abwertend bzw. das gleiche gilt für das Prädikatsnomen.’ Moja mama jest kierownikiem ma!ego przedsie±biorstwa. tritt immer die maskuline Form auf. ciocia ‚Tante’. grundsätzlich haben Ehefrauen die gleichen Nachnamen wie ihre Ehemänner. Vor Gebrauch sollte ein Lexikon konsultiert werden! • einige Nachnamen. Studenci nie sa± zadowoleni z seminarium. kobieta ‚Frau’ – me±z˙czyzna ‚Mann’. stark umgangsprachlich. um das Geschlecht einer Person zum Ausdruck zu bringen: Eigene Lexeme Das Geschlecht wird durch verschiedene Lexeme ausgedrückt. fryzjer ‚Frisör’ – fryzjerka ‚Frisöse’. pani profesor ‚Professorin’. profesorka. folgende Nachnamen haben auch feminine Formen: . weibliche Formen werden hier nicht so regelmäßig gebildet wie im Deutschen! Es gelten folgende Beschränkungen: je stärker der Beruf als typischer Frauenberuf angesehen wird. Außerdem: Je höher das gesellschaftliche Prestige des bezeichneten Berufs. ‚Meine Mutter ist Leiterin eines kleinen Unternehmens. wenn das Geschlecht keine große Rolle spielt. • Nationalität: Niemiec – Niemka ‚Deutscher – Deutsche’. babcia ‚Großmutter’ – dziadek ‚Großvater’ Komposita Bei einigen Berufsbezeichnungen können die Lexeme kobieta oder pani vorangestellt werden. Torun´ ma turystom duz˙o do zaoferowania.’ • Im Plural tritt ebenfalls häufig die maskuline Form auf. pan Nowak – pani Nowak. Rosjanin – Rosjanka ‚Russe – Russin’ • Berufsbezeichnungen. s.236 2. Substantive • In allgemeinen Aussagen. desto häufiger gibt es Ableitungen. desto häufiger ist das Fehlen eines weiblichen Pendants: minister ‚Minister’ – *ministerka. die einem Sprecher zur Verfügung stehen. mecenas ‚Mäzen’ – *mecenaska. 126.’ Es gibt folgende Mittel im Substantivbereich.

’ • Nachnamen. Die Lexeme nehmen dabei gänzlich das feminine Genus an. Rozmawia!em z pania± Nowak. Marian i Mariola spo´z´nili sie±. pan Kowalski – pani Kowalska. ‚Marian und Mariola haben sich verspätet. pan Kubicki – pani Kubicka. wechseln sie ihr Genus. pan Nowak – pani Nowakowa – panna Nowako´wna (auch -ina/-yna). • Berufsbezeichnungen. betrifft auf Konsonant auslautende Nachnamen. veraltete -o´wna die Tochter. b) auf Konsonant. denen sowohl Männer als auch Frauen angehören.’ 213 212 . besonders bei gesellschaftlich angesehenen Berufen.): Rozmawia!em z naszymi paniami profesor.’ Achtung: die genannten Personenbezeichnungen können nicht im Plural auftreten.5. wenn über Gruppen gesprochen wird. Rozmawia!em z nasza± profesor. Es gilt die feste Regel: Wenn sich in der Gruppe mindestens ein Mann befindet. ‚Ich habe mit Frau Nowak gesprochen.belebt) – Ta oferma wszystko przekre±ci!a! (fem. Wir finden die Alternationen feminin : maskulin-belebt. b) Personenbezeichnungen mit doppeltem Genus und Sexus Hierbei handelt es sich oft um expressiv gefärbte Lexeme. je nachdem. -owa bezeichnet die Ehefrau und das sehr seltene. Bedeutungen und Verwendung von Kategorien des Substantivs 237 a) auf -ski und -cki. ob sie sich auf eine Frau oder auf einen Mann beziehen. Hierbei handelt es sich um offizielle Nachnamen. Ten oferma wszystko przekre±ci!! (mask. Indeklinabilität Neben der eben genannten Ableitung kann ein feminines Nomen von einem maskulinen dadurch unterschieden werden. ist die maskulin-personale Form obligatorisch.) – Te ofermy wszystko przekre±ci!y! (mask. Diese Formen haben keine amtliche Geltung und werden nur umgangssprachlich verwendet.) ‚Diese Trantüte hat alles versaut! – Diese Trantüten haben alles versaut!’ c) Natürliches Geschlecht: gemischte Gruppen Hier geht es darum.2.o. Hier ist eine explizite Ausdrucksweise mit Hilfe des Lexems pani notwendig (s. mit Hilfe der Affixe -owa und -o´wna können Nachnamen gebildet werden. dass es nicht deklinierbar ist. ‚Ich habe mit unserer Professorin gesprochen. *Rozmawia!em z naszymi profesor. welche sprachlichen Mittel verwendet werden. sie sind defektiv.

diese Personenbezeichnungen benennen meist Kinder und Jugendliche (sonst: maskulin-belebt zumeist Tiere).’ (Mann und Frau) d) Sonderfälle 214 In einigen Fällen fehlt die übliche Übereinstimmung zwischen grammatischem Genus und semantischem Sexus. rein weibliche und gemischte Gruppen unterscheiden. niemowlak ‚Säugling’.’ c) maskulin-belebte Endung statt maskulin-personal.’ • Ableitungen mit dem Augmentativsuffix -(i)sko.’ (nur Männer) Przysz!o dwo´ch studento´w. ‚Es sind zwei Studenten gekommen. nastolatek ‚Jugendlicher’. ‚Es sind zwei Studentinnen gekommen. ‚Die heutigen Jugendlichen mögen keinen Rock’n Roll. popychad!o ‚Aschenbrödel’ b) Maskulin-belebt.’ • pejorative Bezeichnungen. alle maskulin-personalen Personenbezeichnungen können in emotionalen Kontexten nach maskulin-belebten Muster dekliniert werden. z. dziewcze± ‚Mädel’. przedszkolak ‚Kindergartenkind’.B. Substantive Unter den Personalpronomen gibt es das spezialisierte Pronomen pan´´stwo + maskulinpersonales Verb: Kiedy pan´stwo wro´cili z Ameryki? ‚Wann sind Sie aus Amerika zurückgekommen?’ Eine Besonderheit gibt es im Bereich der Numeralia. ‚Es sind zwei Studenten gekommen. Te rzemies´lniki by ca!y dzien´ tylko spa!y! ‚Diese Handwerker möchten den ganzen Tag nur schlafen!’ .238 2. die rein männliche. dziecko ‚Kind’. ‚Es sind zwei Studenten gekommen. z´rebie± ‚Fohlen’ Niemowle± g!os´no zakrzycza!o. z. einige wenige Personenbezeichnungen zur Bezeichnung von • Nichterwachsenen. Typ ‚domisko’ Biedaczysko nie wiedzia!o co robic´.B.’ (nur Männer) Przysz!y dwie studentki. das Lexem erhält dadurch eine stark pejorative Bedeutung. a) Neutra. ‚Der arme Teufel wusste nicht. Bei gemischten Gruppen treten die Kollektivzahlwörter auf: Przyszli dwaj studenci. ‚Der Säugling schrie laut auf.’ (nur Frauen) Przysz!o dwoje studento´w. chuchro ‚schwaches Geschöpf’. was er tun sollte. babsztyl ‚Frauenzimmer’ Wspo´!czesne nastolatki nie lubia± rock ‚n roll’a.

Lexikalisch-grammatische Kategorien der Adjektive Bei den Adjektiven (przymiotniki) kann man zunächst einmal zwei große Gruppen unterscheiden. Gradierbar heißt soviel. Die Grenze zwischen Qualitäts. Zu den ursprünglichen Adjektiven zählen die Qualitätsadjektive. die eine Normalmitte und zwei extreme Pole aufweist. Der Bezug auf die Skala bildet bei diesen Adjektiven einen festen Bestandteil der Bedeutung. Hierbei handelt es sich um eine semantische Veränderung: die Einführung der Vergleichsskala bewirkt eine 215 . we±drowac´ ! we±drowny ‚Wander-’ Sie bezeichnen meist eine Eigenschaft im Sinne ‚etwas mit X zu tun habend’. die zwar auch auf zwei entgegengesetzte Pole bezogen sind. weso!y ‚fröhlich’ u. sie benötigen dafür ganz spezifische Kontexte. Solche Adjektive verhalten sich im Hinblick auf die Komparation regulär. Sie sind nicht primär von anderen Wortarten abgeleitet und bezeichnen ein gradierbares Merkmal. sodass viele Wörter sich in die andere Kategorie ausweiten können. wobei die Skala zwischen diesen beiden Möglichkeiten aber keinen festen Bedeutungsbestandteil bildet.und Beziehungsadjektiven oder zwischen gradier. Diese Unterscheidung ist für die Verwendung insofern zentral. z˙ywy ‚lebendig’. dessen Größe den Normalwert eines typischen Hauses übersteigt. sondern im Kontext erschlossen wird. dass das Merkmal auf eine Skala bezogen wird. also Wörter des Typs duz˙y ‚groß’. wysoki – niski ‚hoch – tief’. als die grammatische Kategorie der Komparation hier unterschiedlich funktioniert. dobry – z!y ‚gut – schlecht’. In die zweite große Gruppe gehen die Beziehungsadjektive ein. noc ! nocny ‚Nacht-’ • von Verben mylic´ sie± ! mylny ‚fälschlich’. ein großes Haus ist ein Haus. samochodowy Y heißt soviel wie ‚Y hat etwas mit Auto zu tun’. Adjektive für räumliche Dimensionen und Bewertungen bilden antonymische Paare wie duz˙y – ma!y ‚groß – klein’. martwy ‚tot’. zum einen die ursprünglichen und zum anderen die aus anderen Wortarten transponierten Adjektive. domys´lac´ sie± ! domys´lny ‚scharfsichtig’.ä. g!uchy ‚taub’ o. Diese Adjektive sind nicht so leicht steigerbar.h. Es gibt aber auch andere Qualitätsadjektive. Sie sind per Wortbildungsverfahren von anderen Wortarten abgeleitet: • von Substantiven samocho´d ! samochodowy ‚Auto-’. rybak ! rybacki ‚Fischer-’. d. Adjektive 3. z.ä.3.1.und nichtgradierbaren Adjektiven ist nicht stabil.B. s´lepy ‚blind’. ma!y ‚klein’.

Adjektive semantische Verschiebung. bedeutet es nicht mehr ‚aus dem Material Papier bestehend’. drugi etc. kaz˙dy. – Interrogativ-Relativpronomen: kto´ry. die durch Verben motiviert sind. Wir unterscheiden: a) Stämme mit einer Wortbildungsbasis • deverbal – von Verben abgeleitet • desubstantivisch – von Substantiven abgeleitet • deadjektivisch – von Adjektiven abgeleitet b) Stämme mit mehr als einer Wortbildungsbasis 3. 3. sondern vielmehr ‚künstlich’: Najbardziej papierowa± postacia± w tej sztuce jest g!o´wny bohater. Zu den transponierten Adjektiven gehören neben den Beziehungsadjektiven auch die per regulärer Transposition gebildeten Partizipien (czytaja±cy). Daher sind die Derivate am sinnvollsten nach diesen formalen Kriterien einzuteilen. interesuja±cy ‚interessant’ . die im Zusammenhang mit der entsprechenden Handlung stehen und sich den Partizipien nähern. Die semantische Spezialisierung ist eng mit den grammatischen Eigenschaften des Stamms verbunden. Zur syntaktisch definierten Wortart der Adjektive zählen eine Reihe weiterer Vokabeln.a.a.240 3. Auch sie sind nicht komparierbar. Deverbale Adjektive 217 (przymiotniki odczasownikowe) Bei den Formationen.2. Aus praktischen Überlegungen heraus werden sie auch in dieser Grammatik an anderer Stelle behandelt: • Pronomen: – Possessivpronomen: mo´j.2. ‚Die papierenste (=!künstlichste) Gestalt des Stücks ist die Hauptfigur’.a. jaki und czyj – Indefinitpronomen: kto´rys´. pewien u. z˙aden u.1. • Numeralia: Ordinalia: pierwszy. – Demonstrativ. die traditionellerweise zu anderen Wortarten gezählt werden. two´j u. handelt es sich um Bezeichnungen von Eigenschaften. Adjektivische Wortbildungsformationen 216 Bei der Wortbildung der Adjektive sind nicht so viele verschiedene Bildungsmodelle und Bedeutungsfunktionen festzustellen wie beim Substantiv. Geht das Beziehungsadjektiv papierowy in ein Qualitätsadjektiv über. Der Unterschied zwischen beiden Kategorien ist bisweilen nur schwer zu erfassen.und Determinativpronomen ten. jakis´. weil viele Partizipien der kontextuellen oder ständigen Adjektivierung unterliegen.

hat sich wieder beruhigt. dass das Adjektiv ein ständiges und das Partizip ein vorübergehendes.a. zalez˙ec´ ! zalez˙ny ‚abhängig’ 218 . najemny pracownik – pracownik. Fähigkeit. das eben geweint hat.3. ‚Das Kind. kto´ry we±druje ‚Zugvogel’ mylny napis – napis. kto´ry zosta! umo´wiony ‚Vertragstermin’ So gibt es eine Beziehung zur grammatischen Kategorie des Genus verbi. kto´ry myli ‚falsche Aufschrift’ • die Eigenschaft wird demjenigen zugeschrieben. kto´ry zosta! naje±ty ‚Lohnarbeiter’ umowny termin – termin. Adjektive lassen diese im Gegensatz zu Partizipien nicht zu.oder Zustandsbezeichnung. Typ ‚mylny’ Das Formativ -ny bildet Derivate zweierlei Bedeutungen: • die Eigenschaft wird dem Handlungsträger zugeschrieben. die Person führt die Handlung ständig aus. in der Kombinierbarkeit mit adverbiellen Bestimmungen der Zeit. Der Gegenstand bzw. kto´re cze±sto p"acze’ – weinerliches Kind p!acza±ce dziecko ‚takie. Die einzelnen Formative sind in unterschiedlichem Maße auf den Ausdruck dieser Relationen spezialisiert. Enger spezialisiert sind die Formative -liwy und -alny. s!yna±c´ ! s!ynny ‚berühmt’. kto´ry sie± domys´la ‚scharfsinnig’ we±drowny ptak – ptak.2.’ Die vom deverbalen Adjektiv bezeichnete Eigenschaft wird dem Gegenstand bzw. sind die Derivate in Bezug auf das Genus verbi neutral. cz!owiek domys´lny – cz!owiek. Ist die Basis eine Prozess. Die adjektivischen Derivate werden in der Regel nur von transitiven Verben gebildet. der Person im Hinblick auf verschiedene Relationen zur zugrundeliegenden Handlung zugeschrieben. unterliegt ihr ständig oder hat diese Neigung bzw. p!aczliwe dziecko ‚takie. auf den die Handlung gerichtet ist. P!acza±ce przed chwila± dziecko juz˙ sie± uspokoi!o. kto´re p"acze w danym momencie’ – weinendes Kind Der Gebrauch der beiden sprachlichen Einheiten unterscheidet sich u. Die mit dem Formativ -ny gebildeten deverbalen Derivate sind in dieser Hinsicht am wenigsten semantisch festgelegt und unterliegen am ehesten einer Bedeutungsveränderung. kto´ry we±druje ‚Zugvogel’. nur momentan vorhandenes Merkmal benennt. Es gibt jedoch einige intransitive Wortbildungsbasen: we±drowny ptak – ptak. Adjektivische Wortbildungsformationen 241 Ein semantischer Unterschied besteht manchmal darin.

auf den die Handlung übergeht (passivisch).242 3. die dem Handlungsträger zugeschrieben werden. mieszkalny – taki. kto´ry wykonuje/zespo´! wykonawco´w ‚Ausführungsgremium’ Einige dieser Derivate bilden eine besondere Gruppe. kto´ry moz˙na zmyc´ ‚waschbar’ przyswajalny – taki. kto´ry !atwo podejrzewa ‚argwöhnisch’ Einige haben eine passivische Orientierung: draz˙liwy – taki. Es geht in Formationen ein. können auch mit dem Formativ -czy bzw. Typ ‚zmywalny’ 221 Unter den adjektivischen Wortbildungsformativen ist -alny das am weitesten spezialisierte. die einem Gegenstand im Hinblick auf die Neigung. -niczy gebildet werden. kto´rego !atwo jest pobudzic´ ‚erregbar’ Die Basis für die Bildungen auf -liwy wird vor allem von Verben gestellt. wykonawczy ‚Ausführungs-’. die zugrundeliegende Handlung auszuführen. w kto´rym moz˙na mieszkac´ ‚bewohnbar’ . oz˙ y wczy ‚belebend’. normy za!adowcze – dotycza±ce za!adowania ‚Ladenormen’ Typ ‚p"aczliwy’ 220 Das Formativ -liwy bildet Bezeichnungen von Eigenschaften. Intransitive sind selten. zespo´! wykonawczy – zespo´!. zugeschrieben werden. seinen Erweiterungen -awczy. kto´ry cze±sto p!acze ‚weinerlich’ uste±pliwy – ten. ostrzegawczy ‚warnend’. zadania wydobywcze – zwia±zane z wydobyciem ‚Förderaufgaben’. kto´ry !atwo uste±puje ‚nachgiebig’ podejrzliwy – ten. zmywalny – taki. weil sie unmittelbar von einem Nomen actionis abgeleitet sind. kierowniczy ‚Leitungs-’ Einige dieser Formationen sind sowohl durch ein Verb als auch ein Substantiv motiviert. kto´rego !atwo jest (roz)draz˙nic´ ‚reizbar’ pobudliwy – taki. die Zustände oder mentale Aktivitäten des Menschen bezeichnen. kto´ry moz˙na przyswoic´ ‚aufnehmbar’ Diese Adjektive sind zumeist Attribute zu nichtbelebten Substantiven. Sie werden im Wesentlichen von transitiven Verben gebildet. p!aczliwy – taki. die einem Gegenstand. potenzielle Merkmale zuschreiben. Adjektive Typ ‚oz˙ywczy’ 219 Adjektive zur Bezeichnungen von Eigenschaften.

Die Verwendung der einzelnen Suffixe überschneidet sich teilweise. was mit Auto zu tun hat’ – sichert die extreme Popularität dieser Adjektive. die sich nach einem Zustandswechsel ergeben haben. -arski. osiwia!y ‚ergraut’. Typ ‚samochodowy’ Das Formativ -owy gehört heute zu den produktivsten Wortbildungsaffixen des Polnischen. -owaty. -an´ski. gdzie sa± naprawiane samochody ‚Autowerkstatt’ Diese abkürzende Nennung eines ganzen Konzepts – im Sinne ‚alles. Typ ‚osiwia"y’ An der Grenze zu den deverbalen Adjektiven befinden sich bestimmte Formen auf -!(y). die Gegenständen zukommen im Hinblick auf eine allgemeine Beziehung zu anderen Gegenständen. aber auch in der Standardsprache sind sie weit verbreitet. -in´ski.3. jedes hat jedoch auch einen spezifischen Verwendungsbereich. iczy).2. oniemia!y ‚sprachlos’. os´lep!y ‚erblindet’ Sie benennen Eigenschaften oder Zustände. Nur das Formativ -alny ist auf potenziell passivische Bildungen beschränkt.2. 3. Die übrigen Affixe können tendenziell sowohl in passivischen als auch aktivischen Bildungen auftreten.2. -iczny). die Prozesse bezeichnen. -yjski). Adjektivische Wortbildungsformationen 243 Die Formationen mit dem Suffix -alny sind heute sehr produktiv. Die Bedeutungen der deverbalen Formationen sind im Großen und Ganzen nicht sehr stabil. Die ausgedrückten Beziehungen können verschiedener Art sein und werden oft erst in der Kombination mit dem attribuierten Substantiv präzisiert. die auch die Form des Präteritums bilden. og!uch!y ‚taub geworden’. Besonders häufig treten sie im Fachwortschatz auf. Sie werden auch Beziehungsadjektive genannt. -en´ski. -owy verbindet sich im Prinzip 224 223 222 . Desubstantivische Adjektive Unter den abgeleiteten Adjektiven bilden die desubstantivischen Adjektive (przymiotniki odrzeczownikowe) die größte. Es handelt sich um Derivate von Verben. Sie bezeichnen Merkmale. Als Formative treten auf: -owy. -ski (mit den Erweiterungen -owski. -ijski. Den Formationen entsprechen im Deutschen oft Komposita. -ny (mit den Erweiterungen -yjny. szyba samochodowa – nalez˙a±ca do samochodu ‚Autoscheibe’ kurs samochodowy – kurs prowadzenia samochodu ‚Fahrschulkurs’ warsztat samochodowy – warsztat. differenzierteste und produktivste Gruppe. -Ø (mit den Erweiterungen -czy.

rybak ! rybacki ‚Fischer-’ t ! c. -stwo und -owos´c´. Mit seiner Hilfe werden hauptsächlich Adjektive von zwei Basen gebildet: • maskulinen Personenbezeichnungen • Ortsnamen Zur ersten Gruppe gehören vorwiegend Substantive auf -arz und -ak: kres´larz ! kres´larski ‚Zeichner-’. die auf -acz. Die einzigen Ausnahmen bei -stwo sind: pan´stwo ! pan´stwowy ‚staatlich’. mocarstwo ! mocarstwowy ‚Macht-’ Formationen des Typs osobowos´ciowy kommen vor. Wenn die Elemente -acz. przysz!a Andrzejowa ‚Andrzejs Frau ist gekommen’ Typ ‚pi"karski’ 225 Das Formativ -ski zeichnet sich durch hohe Produktivität aus. auf -nik (nehmen -i). -arz (=!Nomina agentis) oder -stwo.244 3. !o´dz´ Piotrowa ‚die katholische Kirche’.von der Sprachpflege nicht gutgeheißen. -owiec. Es hat die Morphe -owski. die von Eigennamen gebildet werden. können sie ein Adjektiv auf -owy bilden. szybowcowy ‚Segelflug-’. gelten somit als schlechter Stil. poradnikowy ‚Ratgeber-’. -owiec. werden aber aufgrund der Wiederholung der Lautfolge -ow. -an´ski. haben eine stilistische Markierung. dope!niaczowy ‚Genitiv-’. powielaczowy ‚Kopierer-’. -nik. student ! studencki ‚Studenten-’ d ! dz. silnikowy ‚Motor-’ Derivate mit dem Suffix -owy. Adjektive mit allen Typen von Substantivstämmen. -owos´c´ enden. lodowcowy ‚Gletscher-’. rybak ! rybacki ‚Fischer-’. k ! c. -in´ski. partyzant ! partyzancki ‚Partisanen-’ Bei der Anfügung von -ski an Stämme. p!ywak ! p!ywacki ‚Schwimmer-’ Unter den Wortbildungsbasen nichtpolnischer Herkunft finden sich auch andere Stämme: inwestor ! inwestorski ‚Investoren-’. -arski. naiwniak ! naiwniacki ‚Naivling-’. -ijski. profesor ! profesorski ‚Professoren-’. Besonders stark ist das Verbindungsverbot bei Stämmen auf -arz (die adjektivischen Derivate nehmen -ski an). -yjski. student ! studencki ‚Studenten-’. kommt es zu Alternationen. pi!karz ! pi!karski ‚Fußballer-’. -t und -d auslauten. -nik bei unbelebten Substantiven auftreten. . die auf -k. Es gibt aber einige – in der Praxis nicht immer berücksichtigte – Beschränkungen in der Verbindbarkeit mit bestimmten Stammtypen. sa±siad ! sa±siedzki ‚Nachbar-’ An der Morphemgrenze können noch weitere Alternationen vorkommen. -en´ski.

PAN ! panowski ‚der polnischen Akademie der Wissenschaften’ mistrz ! mistrzowski ‚meisterhaft’. noc ! nocny ‚Nacht-’ In neueren Bildungen wird meist das erweiterte Morph -any gebraucht. Krosno ! kros´nien´ski. geologia ! geologiczny ‚geologisch’. elementarny ‚elementar’. auf -iczny oder auf -ijny. dekabrysta ! dekabrystowski Kopernik ! Kopernikowski. deren substantivische Basis auf -acja. -grafia und -izm (-yzm) verwendet. In der nicht erweiterten Form erfüllt es die Funktion. aus Nachnamen. -iczny kann es auch nicht entlehnte Beziehungsadjektive bilden. -yjny. aktualny ‚aktuell’. aus Abkürzungen und einigen anderen. aluzja ! aluzyjny ‚anspielend’ Das Suffix -iczny wird bei Stämmen auf -logia. dyskusja ! dyskusyjny ‚Diskussions-’. Kuba ! kuban´ s ki. seinen Erweiterungen bilden. Paryz˙ ! paryski. punktualny ‚pünktlich’ Mit den erweiterten Allomorphen -ijny. Die belegten Bildungen sind bereits sehr alt: pole ! polny ‚Feld-’. marksista ! marksistowski. Das Formativ -owski ist spezialisiert auf die Bildung aus Personenbezeichnungen auf -ista. Rosja ! rosyjski Die Auswahl des jeweiligen Allomorphs hängt nur zum Teil von der lautlichen Struktur des Ortsnamens ab und ist daher nicht unbedingt an feste Regeln gebunden. Che!mno ! che!min´ski. uczelnia ! uczelniany ‚Hochschul-’ Die größte Produktivität entfaltet das Suffix unter entlehnten Substantiven. dokumentacja ! dokumentacyjny ‚Dokumentations-’. popularny ‚populär’. entlehnte Adjektive ins Polnische einzupassen. Sienkiewicz ! Sienkiewiczowski ONZ ! oenzetowski ‚UNO-’. kawiarnia ! kawiarniany ‚Cafe´-’. ziemia ! ziemny ‚Erd-’. -zja auslautet. Das Suffix -ijny (-yjny) tritt regulär in Adjektiven auf. Adjektivische Wortbildungsformationen 245 Paryz˙ ! paryski. Warszawa ! warszawski. Ryga ! ryski. -cja. wirtuoz ! wirtuozowski ‚virtuos’ Typ ‚nocny’ Das Formativ -ny tritt heute nur relativ selten bei genuin slavischen Basen auf. Belgia ! belgijski. romantyzm ! romantyczny ‚romantisch’ Substantive auf -ia bilden die Basis für verschiedene Formationen. Olkusz ! olkuski Ortsnamen können ein entsprechendes Beziehungsadjektiv ausschließlich mit dem Suffix -ski bzw. 226 . -sja.2.3. kopalnia ! kopalniany ‚Gruben-’. abstrakcja ! abstrakcyjny ‚abstrakt’.

Andererseits sind sie auch in der Fachterminologie verbreitet. Adjektive chemia ! chemiczny ‚chemisch’. ruchy amebowate – ruchy. wo sie eine expressive Färbung aufweisen. tajemnica ! tajemniczy ‚geheimnisvoll’. obuwniczy ‚Schuh-’. wo sie keine expressive. podobny do haczyka ‚Hakennase’ Die Formationen dieses Typs treten recht häufig in der Umgangssprache auf. die die Ähnlichkeit des attribuierten Gegenstands zu dem in der Wortbildungsbasis genannten Gegenstand ausdrücken. ros´liny malwowate ‚malvenhafte Pflanzen’ . cha!upniczy ‚Heim-’ Typ ‚beczu"kowaty’ 228 Einen stark spezialisierten Typ stellen die Adjektive auf -owaty dar. marksizm ! marksistowski ‚marxistisch’ komunizm ! komunistyczny ‚kommunistisch’ Typ ‚tajemniczy’ 227 Das Element -y (genauer: Ø-Suffix) formt Adjektive aus Substantiven mit dem Auslaut -k oder -c. urze± d nik ! urze± d niczy ‚Beamten-’. kto´re wykonuje ameba ‚amöbenhafte Bewegungen’. familia ! familijny ‚familiär’ In der Bildung von Beziehungsadjektiven aus Substantiven mit den Suffixen -izm und -ista konkurriert das Formativ -czny mit -owski.246 3. sondern fachsprachliche Färbung aufweisen. beczu!kowata postac´ – postac´ przypominaja±ca beczu!ke± ‚fassförmige Figur’ haczykowaty nos – nos. je±zykoznawca ! je±zykoznawczy ‚sprachwissenschaftlich’ Formationen dieses Typs sind gleichzeitig durch das entsprechende Verb und das Nomen agentis motiviert. Es handelt sich um Bezeichnungen von Merkmalen. podobne do tych. miednica ! miedniczy/miednicowy ‚Becken-’ (anatomisch). Bei anderen Substantiven kann parallel das Suffix -owy gebraucht werden. nadawczy ‚Sende-/Sender-’ – nadawac´/nadawca. wykonawczy ‚Ausführungs-’ – wykonywac´/wykonawca Substantive auf -ca und -ec können Adjektive auschließlich mit dem Suffix -y bilden. osiedleniec ! osiedlen´czy ‚Siedler-’. die durch Nomina agentis auf -nik und gleichzeitig durch Abstrakta auf -stwo motiviert sind. obro´bka ! obro´bczy/ obro´bkowy ‚Bearbeitungs-’ Eine weitere große Gruppe unter den Adjektiven auf -y bilden diejenigen.

kuchnia polowa ‚Feldküche’ In der Kombination können sie nicht ausgetauscht werden. aber mit Hilfe verschiedener Suffixe gebildet sind. -i.2. nicht spezifizierte Beziehung zu dem in der substantivischen Basis genannten Gegenstand.3. Besitzrelationen werden gewöhnlich mit dem Genitiv ausgedrückt. prace polowe ‚Feldarbeiten’. ubranie Stasia Die Adjektive mit den Suffixen -asty. Daneben gibt es feine Bedeutungsunterschiede zwischen den Konkurrenzformen. die zwar von der gleichen Basis. Daneben gibt es auch Adjektive. ojcowski p!aszcz ‚Vaters Mantel’. Diese formal ähnlichen Wörter haben dabei bisweilen eine ganz andere Bedeutung: owocowy sad ‚Obstgarten’. rybny ‚mit Fisch zu tun habend’ gospodarstwo rybne ‚Fischereiwirtschaft’. -aty und -isty charakterisieren meist einen Gegendstand bezüglich des Besitzens dessen. -ski (-owski) und -owy können bei Personenbezeichnungen als Basis eine Besitzrelation ausdrücken. in denen die semantische Beziehung zum Ausgangsgegenstand weiter präzisiert ist. kwiat polny ‚Feldblume’ vs. 230 229 . p!aszcz ojca. Stasiowe ubranie ‚Stanislaws Kleidung’ Diese Bildungen sind selten und haben eine archaische Färbung. Die Adjektive mit den Suffixen -iny (-yny). samochodowy ‚irgendwie mit Auto zusammenhängend’. chustka matki. matczyna chustka ‚Mutters Tuch’. owocowy kompot ‚Fruchtkompott’ vs. was von dem Substantiv bezeichnet wird. rybi ‚zum Fisch gehörend’ rybi ogon ‚Fischschwanz’. Semantische Präzisierungen Die Mehrheit der Beziehungsadjektive bezeichnet eine Eigenschaft im Hinblick auf eine ganz allgemeine. Zur aktiven Verwendung ist unbedingt ein Wörterbuch zu konsultieren. rybia !uska ‚Fischschuppe’ vs. owocny wysi!ek ‚fruchtbare Bemühung’ bisweilen unterscheiden sie sich aber nur in der Verbindbarkeit mit den einzelnen Substantiven bei gleicher Bedeutung: mysz polna ‚Feldmaus’. owocny trud ‚fruchtbare Arbeit’. zupa rybna ‚Fischsuppe’ Derlei Konkurrenzformen gibt es im Polnischen recht viele. targ rybny ‚Fischmarkt’. Adjektivische Wortbildungsformationen 247 Konkurrenz der Suffixe Im Lexikon des Polnischen gibt es viele adjektivische Wortbildungsformationen.

leczenie uzdrowiskowe – leczenie w uzdrowisku ‚Kurbehandlung’ 3. Adjektive drzewo lis´ciaste – ‚ein Baum. Ihr Stamm zeigt auf die Materie. malutki kotek ‚winzige Katze’. Das Suffix -utki kann darüber hinaus auch in nicht expressiver Bedeutung auftreten. dass er sich gut fühlt’. die eine Intensivierung oder Abschwächung der genannten Eigenschaft oder eine antonymische Beziehung ausdrücken. a) Adjektive der Intensivierung Typ ‚malutki’ 232 Der Bildung von Adjektiven der Intensivierung dienen die Suffixe -utki. wo er herkommt. die sich in etwa wiedergeben lässt als ‚der Sprecher ist gegenüber X positiv eingestellt’ oder als ‚der Sprecher gibt zu erkennen. Deadjektivische Adjektive 231 (przymiotniki odprzymiotnikowe) Bei der Derivation von Adjektiven entstehen Bildungen.3. maluchny. teren go´rzysty ‚ein Gebiet.2. malus´ki ‚winzig + niedlich’ Diese Suffixe enthalten eine expressive Komponente. -sien´ki und -us´ki. wycieczka autokarowa – wycieczka autokarem ‚Bustour’. kierowca samochodowy – kierowca samochodu ‚Autofahrer’. tkanina ubraniowa ‚Bekleidungsstoff’. aus der der attribuierte Gegenstand hergestellt worden ist oder auf den Ort. prawa pracownicze – prawa pracowniko´w ‚Arbeiterrechte’. wa±ziutki pasek ‚ein sehr enger Gürtel’ . der Blätter hat’ ‚Laubbaum’. malusien´ki. -uchny. we!niana kurtka ‚Wolljacke’. -uten´ki. das Berge hat’ ‚bergiges Terrain’ Viele Bildungen auf -owy und -any drücken die Relation der Herkunft aus. ma!y ! malutki. dann drückt es ein hohes Ausmaß der genannten Eigenschaft aus. cz!owiek brodaty – ‚ein Mann.248 3. Die Wortbildungsbasis wird hierbei ausschließlich von Qualitätsadjektiven gebildet. miejsca staz˙owe ‚Praktikumsplätze’ Vor allem in der Presse und im offiziellen Stil verbreitet ist die Verwendung von Beziehungsadjektiven statt der entsprechenden substantivischen Attribute. maluten´ki. poziomki ogrodowe ‚Erdbeeren aus dem Garten’ Einige dieser Bildungen beziehen sich auf die Zielbestimmung des Gegenstandes – meist Suffix -owy: tas´ma magnetofonowa ‚Tonband’. der einen Bart hat’.

-owy und -awy können chemische Verbindungen unterscheiden. !ysawy ‚leicht kahl’ Das Formativ -awy verbindet sich auch mit substantivischen Stämmen von Bezeichnungen chemischer Elemente. im Sinne von ‚zu lang’. nad. nadczu!y ‚überempfindlich’ Neben arcy. przyciasny ‚zu eng’.kommt meist in der Fachsprache vor.2. liegt eine spezifische Markierung der Einstellung des Sprechers zum genannten Gegenstand vor: es handelt sich um Nachsicht.gibt es noch eine Reihe weiterer auch im Deutschen bekannter Präfixe: hiper-. przemi!y ‚allerliebst’. ‚zu eng’. 234 233 . bia!awy ‚weißlich’.und arcy-. die eine als negativ bewertete Eigenschaft bezeichnen. ekstramocny ‚extrastark’ b) Adjektive der Abschwächung Typ ‚grubawy’ Das wichtigste Formativ zur Bildung von Adjektiven. Adjektivische Wortbildungsformationen 249 Diese Formative verbinden sich in der Regel nicht mit Adjektiven. przezabawny ‚sehr unterhaltsam’. g!upi ! g!upiutki ‚Dummerchen’ ne±dzny ! ne±dzniutki ‚miserabel’ Typ ‚przepie±kny’ Intensivierte Adjektive können gleichermaßen mit folgenden Präfixen gebildet werden: prze-. Kommt es trotzdem zu einer solchen Verbindung. ultra. przyd!ugi ‚zu lang’. Das Formativ zeichnet sich durch eine große Produktivität aus und kann mit praktisch allen Qualitätsadjektiven verbunden werden. arcykomiczny ‚urkomisch’ Die Derivate mit prze. die die Abschwächung des genannten Merkmals ausdrücken. Sie bezeichnen die Überschreitung einer für den näher bestimmten Gegenstand angenommenen Norm. Hier wird zum Ausdruck gebracht. hiperpoprawny ‚hyperkorrekt’. ist das Suffix -awy. Mitleid oder auch Ironie. grubawy ‚dicklich’. Dagegen gehören die Bildungen mit przy. ultrakro´tki ‚Ultrakurz-’. przy-. Die Bildungen gehören im Großen und Ganzen der Umgangssprache an. superdoskona!y ‚superperfekt’. Sie verbinden sich mit Stämmen sowohl entlehnter als auch slavischer Wörter.sind meist buchsprachlich markiert. dass das Merkmal in einem nur geringem Maße ausgebildet ist: grubawy ‚ein klein wenig dick’ oder ‚dicklich’.eher der Umgangssprache an.und ekstra-. arcyzabawny ‚urkomisch’. gorzkawy ‚etwas bitter’.3. super-. brudnawy ‚schmuddelig’. nad.

-ski. niedookres´lony ‚unterspezifiziert’. Diese Bildungen sind jedoch sehr selten. Wie bei Substantiven lassen sich auch unter Adjektiven zwei Strukturtypen unterscheiden. die Derivate von Substantiven bilden. -ny. nieduz˙y heißt soviel wie ‚nicht ganz klein. die das in der Wortbildungsbasis genannte Element enthalten. aber fast klein’ oder niem!ody heißt nicht unbedingt ‚alt’. 3. Zu den häufigsten Formativen zählen -owy. Typ ‚przedwczesny’ 235 Weiterhin kann eine Abschwächung des Merkmals durch Präfixe versprachlicht werden. niedomyty ‚nicht fertig gewaschen’. niedokwas´ny ‚untersäuert’.in eine Art Antonym überführt werden. weisen sie eine spezifischere Semantik als desubstantivische Adjektive auf. a) Syntaktische Komposita 238 (przymiotniki pochodne od wyraz˙en´ syntaktycznych) Diese Klasse von Adjektiven stellt im heutigen Polnisch eine sehr produktive Klasse dar. przedwczesny ‚verfrüht’ Die Bildungen mit niedo. Adjektivkomposita 237 Im Gegensatz zu den Adjektivtypen aus 217 bis 236 gehen in die Komposita (przymiotniki z"oz˙one) mindestens zwei Wurzeln ein. podczerwony ‚Infrarot-’. duz˙ y ! nieduz˙ y ‚nicht groß’. Adjektive dieses Typs dienen oft euphemistischen Zwecken. niedotarty ‚nicht eingefahren (Auto)’ c) Antonymische Adjektive Typ ‚nieduz˙y’ 236 Adjektive können durch die Anfügung des Präfixes nie. die im Hinblick auf die in die Wortbildungsformation eingehenden Stämme bestimmt werden. m!ody ! niem!ody ‚nicht jung’ Im Gegensatz zu den echten lexikalischen Antonymen drücken diese Adjektive eher eine Abschwächung des genannten Merkmals aus und nicht unbedingt das Gegenteil. wird meist durch die Form des nichtsuffigierten desubstantivischen Adjektivs festgelegt. -i(-y) und diejenigen. Welches dieser Suffixe zum Tragen kommt. denn da sie in ihrer Struktur eine Präposition enthalten. .250 3.2. brzydki ! niebrzydki ‚nicht hässlich’. sondern ‚noch nicht ganz alt’. Adjektive siarka ! kwas siarkowy/siarkawy ‚Schwefelsäure/schwefelige Säure’ Es handelt sich um Bezeichnungen für Eigenschaften von chemischen Verbindungen.sind ursprünglich eher von Verben abgeleitet. niedorozwinie±ty ‚unterentwickelt’.4. nieg!upi ‚nicht dumm’.

pozaustawowy ‚außergesetzlich’ • przeciw przeciwlotniczy ‚Flugabwehr-’. ods´ r odkowy ‚zentrifugal’.2. domie±s´niowy ‚intramuskulär’ • mie±dzy mie±dzynarodowy ‚international’. Adjektivische Wortbildungsformationen 251 pan´ski ! bezpan´ski ‚herrenlos’. podziemny ‚unterirdisch’ • ponad ponadplanowy ‚außerplanmäßig’.3. przedpotopowy ‚vorsintflutlich’ • przy przydomowy ‚beim Haus’. • pod podmiejski ‚Vororts-’. nadwodny ‚Wasser-’ • od odautorski ‚vom Verfasser’. wojenny ! przedwojenny ‚Vorkriegs-’. dog!e±bny ‚tiefgründig’. mie±dzak!adowy ‚zwischenbetrieblich’ • na naziemny ‚Boden-’. bezprawny ‚rechtlos’. bezdeszczowy ‚regenlos’ • do docelowy ‚Ziel-’. zamiejscowy ‚auswärtig’ . przeciwalkoholowy ‚Antialkoholiker-’ • przed przedwojenny ‚Vorkiegs-’. nadpoziomowy ‚über Normal’. miejscowy ! zamiejscowy ‚auswärtig’ Es kommen verschiedene Präpositionen vor: • bez bezpan´ski ‚herrenlos’. podbramkowy ‚Tor-’ (Fußball). przedma!z˙en´ski ‚vorehelich’. naskalny ‚auf Felsen vorkommmend’ • nad nadziemny ‚überirdisch’. przybiblioteczny ‚bei der Bibiothek’ • za zagraniczny ‚ausländisch’. oddolny ‚von unten kommend’ • po pourazowy ‚Unfall-’. pokontrolny ‚nach der Kontrolle’. ponaddz´wie±kowy ‚Ultraschall-’ • poza pozaszkolny ‚außerschulisch’.

in Kombination mit einem Suffix auf. Adjektive diesen Typs treten vor allem in der Fachsprache recht häufig auf. Typ ‚czasoch"onny’ Substantivstamm!+!o!+!Verbalstamm 240 Das erste Teilglied bestimmt das zweite näher. Der Kreis von Verben. Adjektive b) Eigentliche Komposita 239 Eigentliche Komposita (z"oz˙enia w"as´ciwe) enthalten zwei volllexikalische Wurzeln. we± glopochodny ‚Kohlederivat-’. ist recht stark begrenzt. Gewöhnlich tritt das Interfix -o. Das Element -o. ch!onny ‚raubend’. rdzochronny ‚Rostschutz-’ Daneben treten recht häufig Adjektive auf.hat hier einen spezifischen Charakter: es kann entweder als Teil des Adverbs oder als Interfix angesehen werden. Es sind meist: • dawac´ z˙yciodajny ‚lebendsspendend’. cichobiez˙ny ‚geräuscharm’ . die in den Fachsprachen besonders häufig auftreten. indem es auf den Gegenstand hinweist. pracoch!onny ‚arbeitsaufwendig’ Typ ‚cichobiez˙ny’ Adverb + Verbalstamm 241 Auch hier wird das zweite Glied durch das erste näher bestimmt. czas-o-ch!on-ny ‚zeitraubend’ Im zweiten Teilglied kann – ähnlich wie bei den substantivischen Kompositionen – ein selbstständiges Element auftreten. auf den die im Verbalstamm genannte Handlung gerichtet ist. w!o´knodajny ‚faserspendend’ • tworzyc´ chorobotwo´rczy ‚krankheitserregend’. kwasoodporny – odporny na kwas ‚säurebeständig’ Die Bedeutung des Kompositums hängt vom grammatischen Charakter der Basis und der enthaltenen Wechselbeziehung ab. naftopochodny ‚Ölderivat-’. krwiotwo´rczy ‚blutbildend’ • rodzic´ kruszcorodny ‚erzhervorbringend’ • bic´ owadobo´jczy ‚Insektenvertilgungs-’. der Zeit raubt ‚zeitraubend’ Dieser Typ gehört zu den produktiven Bildungen.252 3. die diesen Typen bilden können. czasoch!onny – derjenige. chwastobo´jczy ‚Unkrautvernichtungs-’ • chronic´ ciep!ochronny ‚Wärmedämm-’. deren zweites Glied von einem Verb abgeleitet wurde: pochodny ‚abgeleitet’.

Er ist entweder in Fachsprachen oder in der Sprache der Schönen Literatur anzutreffen. Semantisch stellen sie eine Art Verkürzung der expliziten Konstruktion mit der entsprechenden Ordinalzahl dar. die dem Gegenstand aus dem zweiten Glied eigen ist. Typ ‚ptakokszta"tny’ Substantivstamm + o + Substantivstamm Dieser Typ ist im Gegensatz zu den eben genannten im heutigen Polnischen recht selten. in denen das erste Glied identisch ist. Weltkrieg’ • unbestimmte Beziehung. kilkurodzinny – przeznaczony dla kilku rodzin ‚Mehrfamilien-’ Typ ‚d"ugodystansowy’ Adjektivstamm + o + Substantivstamm In diesen Bildungen verweist das erste Glied auf eine Eigenschaft. ptakokszta!tny ‚vogelähnlich’.B. czteroko!owy – maja±cy cztery ko!a ‚vierrädrig’. na co wskazuja± cz!ony z!oz˙enia’ kro´tkowe!nisty ‚mit einem kurzen Fell’ • Zugehörigkeit ‚nalez˙a±cy do tego.2. dwupokojowy – sk!adaja±cy sie± z dwu pokoi ‚Zweizimmer-’. produkcja wieloseryjna ‚Serienproduktion’ Auf der Grundlage vorhandener Bildungen werden Reihen neuer Adjektive gebildet. d!ugodystansowy ‚Langstrecken-’ – d!ugoterminowy ‚langfristig’ kro´tkodystansowy ‚Kurzstrecken-’ – kro´tkoterminowy ‚kurzfristig’ ma!okaloryczny ‚kalorienarm’ – ma!oseryjny ‚Kleinserien-’ wielkoseryjny ‚Großserien-’ – wielkop!ytowy ‚Plattenbau-’ Adjektive dieses Typs bilden oft antonyme Paare. turkusooki ‚mit türkisenen Augen’ Stilistisch neutrale Vertreter sind selten. ciemnooki ‚dunkeläugig’ 244 243 242 . Adjektivische Wortbildungsformationen 253 Typ ‚dwupokojowy’ Ordinalzahlstamm + Substantivstamm Adjektive des Typs ‚dwupokojowy’ werden genauso gebildet wie die entsprechenden substantivischen Komposita des Typs ‚dziesie±ciolecie’. Sie können aufgrund ihrer Regelmäßigkeit frei gebildet werden. ähnlich den Beziehungsadjektiven d!ugodystansowy ‚Langstrecken-’ choroba wysokocis´nieniowa ‚Bluthochdruck’.: jasnow!osy ‚hellblond’. drugoplanowy – znajduja±cy sie± na drugim planie ‚zweitrangig’. In ihrer Gesamtheit fungieren diese Komposita als Ausdruck für: • Besitzverhältnis ‚maja±cy to. z.3. na co wskazuja± cz!ony z!oz˙enia’ szaroszeregowy ‚Szare Szeregi = Untergrundorganisation der Pfadfinder im 2.

meist fachsprachlich • Typ bia!o-czerwony ‚weiß-rot’: beide Glieder sind gleichberechtigt im Sinne von bia!y i czerwony. Numerus und Kasus des Adjektivs.3. dieses übergeordnete Lexem bestimmt Genus. dunklen Augen ergibt. przyjemny • Komparativ (stopien´ wyz˙szy). • Typ jasnoniebieski ‚hellblau’: das erste Glied bestimmt das zweite näher • Typ historycznoliteracki ‚literaturgeschichtlich’: ist gebildet aus einer attribuierten Form wie historia literatury. Typ ‚jasnoniebieski’ Adjektivstamm + o + Adjektivstamm 245 Dieser Typ weicht in semantischer Hinsicht von den oberen Komposita ab. diese Adjektive werden mit Bindestrich geschrieben 3. Das Kompositum benennt das Merkmal. Piotr mo´wi! o nowej ksia±z˙ce. das sich aus dem Besitz von z. die nur dem Adjektiv und einigen Adverben eigen ist. Kasus und Komparation. Dieses Phänomen bezeichnet man als Kongruenz. Es weist folgende grammatische Kategorien auf: Genus. najprzyjemniejszy Die Formen des Adjektivs sind im Singular stark nach Genus ausdifferenziert. sodass hier nur noch zwischen maskulin-personal und allen anderen Genera unterschieden wird. ‚Piotr sprach von einem neuen Buch. Die Komparation ist eine Kategorie. während im Plural viele Endungen zusammenfallen.B. .254 3. przyjemniejszy • Superlativ (stopien´ najwyz˙szy).’ Im Gegensatz zum Substantiv ist das Genus somit nicht vom Stamm festgelegt und ist somit flexivisch. Numerus. Deklinationen der Adjektive 246 Das Adjektiv gehört zu den flektierbaren Wortarten. Adjektive Wie bei Typ ‚d"ugodystansowy’ bestimmt das erste Glied das zweite näher. Adjektive treten typischerweise als Attribut eines Substantivs auf. Sie gliedert sich in die Subkategorien: • Positiv (stopien´ ro´wny).

‚Ich sehe einen großen Tisch. Abweichungen gibt es lediglich im Nominativ und Akkusativ. Neutrum Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv m!ode m!odego m!odemu m!ode/-ego m!odym m!odym duz˙e duz˙ego duz˙emu duz˙e/-ego duz˙ym duz˙ym obce obcego obcemu obce/-ego obcym obcym wysokie wysokiego wysokiemu wysokie/-go wysokim wysokim tanie taniego taniemu tanie/-go tanim tanim Die Formen im Neutrum sind weitgehend identisch mit denjenigen im maskulinen Genus. Deklinationen der Adjektive 255 3.1.3.3. Feminin Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv m!oda m!odej m!odej m!oda± m!oda± m!odej duz˙a duz˙ej duz˙ej duz˙a± duz˙a± duz˙ej obca obcej obcej obca± obca± obcej wysoka wysokiej wysokiej wysoka± wysoka± wysokiej tania taniej taniej tania± tania± taniej . Widze± duz˙y sto´!. Singular Maskulin Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dt. m!ody m!odego m!odemu m!ody/-ego m!odym m!odym jung duz˙y duz˙ego duz˙emu duz˙y/-ego duz˙ym duz˙ym groß obcy obcego obcemu obcy/-ego obcym obcym fremd wysoki wysokiego wysokiemu wysoki/-iego wysokim wysokim hoch tani taniego taniemu tani/-iego tanim tanim billig 247 Die Adjektive haben im Akkusativ Maskulin Singular je nach Genus des näher bestimmten Substantivs entweder die Form des Nominativs oder des Genitivs.’ vs.3. Widze± duz˙ego s!onia.’ Im Vokativ ist die Form immer identisch mit dem Nominativ. ‚Ich sehe einen großen Elefanten.

256 3. -y -ych. -im -ym. -im =!Nom Neutrum -e -ego -emu -e -ym. -ich -ym. Plural Maskulin-personal Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv m!odzi m!odych m!odym m!odych m!odymi m!odych duzi duz˙ych duz˙ym duz˙ych duz˙ymi duz˙ych obcy obceych obcym obcych obcymi obcych wysocy wysokich wysokim wysokich wysokimi wysokich tani tanich tanim tanich tanimi tanich nicht Maskulin-personal Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv m!ode m!odych m!odym m!ode m!odymi m!odych duz˙e duz˙ych duz˙ym duz˙e duz˙ymi duz˙ych obce obcych obcym obce obcymi obcych wysokie wysokich wysokim wysokie wysokimi wysokich tanie tanich tanim tanie tanimi tanich Im Plural wird nur in den Kasus Nominativ und Akkusativ unterschieden zwischen maskulin-personal und allen anderen Genera. -im -ych. -im -ym.3. Adjektive 248 3. -im =!Nom Feminin -a -ej -ej -a± -a± -ej =!Nom Plural Maskulin personal -i. 249 3. -imi -ych. -Ø -ego -emu =!Nom/Gen -ym. -ich =!Nom =!Nom -e andere -e .3.2.3. Übersicht zu den Endungen der Adjektivdeklination Singular Maskulin personal Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrum. Die übrigen Formen sind gleich. -ich -ymi. Präpositiv Vokativ -y. -i.

die ausschließlich im Prädikat und nicht als Attribut gebraucht werden. bei maskulin-unbelebt dagegen wie im Nominativ -y/-i auf. ‚Ich bin bereit schon morgen zu fahren. -a± Die Endung des Akkusativs hängt bei maskulinen Substantiven vom Subgenus des bestimmten Substantivs ab. m!ody. Deklinationen der Adjektive 257 Nominativ Singular: -y.(polskiego. -ego. Bei maskulin-personal und maskulin-belebt tritt -ego. nicht harten Stämmen – oder -i nach palatalisierten Stämmen bzw. Die Kurzformen auf -Ø sind insofern eingeschränkt verwendbare Dubletten der Langformen. Neutra haben durchweg -e. . -ej Der Dativ Maskulin und Neutrum hat im Singular die Form -emu. -i. Dativ Singular -emu. gotowy – goto´w ‚fertig’.und -ki. Bei Stammauslaut auf -k.und -g. ‚Er ist kerngesund. -ej Im Genitiv haben maskuline und neutrale Adjektive die Endung -ego. Feminin -ej. nach k und g auf.steht -im. ciekawy – ciekaw ‚neugierig’. -Ø. Dazu zählt eine kleine Klasse von Adjektiven.schreiben wir -ki. pe!ny – pe!en ‚voll’. sonst -ym. Einige wenige maskuline Adjektive haben im Nominativ die Ø-Endung.3.3. -k einen Übergang zu -gi. -a± In diesem Kasus tritt sowohl bei Maskulina als auch bei Neutra -ym/-im auf. -i. !askawy – !askaw ‚liebenswürdig’. -e. bei Feminina ist die Endung! -a±. Bei den femininen Adjektiven taucht unabhängig vom Stammauslaut -a auf.’ Ogro´d jest pe!en kwiato´w.’ Ebenfalls eine Ø-Endung haben das Numerale jeden ‚eins’ und das Indefinitpronomen pewien ‚ein gewisser/sicher’.(polskiemu. tani. Bei diesen kann es außerdem zu Alternationen des Stammvokals kommen: zdrowy – zdro´w ‚gesund’. -a Im Nominativ Singular tritt entweder -y – nach nichtpalatalisierten bzw. Nach palatalisiertem Stammauslaut und nach -g-/-k. Akkusativ Singular -y. Instrumental Singular -ym.und -gi.’ Jestem goto´w wyjechac´ choc´by jutro. drogiej). Bei Neutra ist die Endung identisch mit dem Nominativ (-e). On jest zdro´w jak ryba. Die feminine Endung ist -a±. ‚Der Garten ist voller Blumen. Genitiv Singular -ego. -im. drogiej). Auch gibt es bei -g bzw. wysoki. feminine die Endung -ej. Die Langformen auf -y und -i können hingegen sowohl prädikativ als auch attributiv stehen.-e.

ich Dativ Plural -ym. stary – starzy ‚alt’. Akkusativ Plural -ych. -im. ubogi – ubodzy ‚arm’. -im Der Dativ Plural hat immer die Endung -ym. Vor diesen Endungen kommt es zu Alternationen des auslautenden Konsonanten. . -ich. weso!y – weseli ‚fröhlich’. Präpositiv Plural -ych.258 3. obcy – obcy ‚fremd’. dz. -im. ochoczy – ochoczy ‚bereitwillig’). polski – polscy ‚polnisch’. -imi. -ich. rodzony – rodzeni ‚geboren’ In Adjektiven mit palatalisiertem Stammauslaut und nach den funktional-palatalisierten Lauten c. -ich Diese Endung ist für alle Genera gleich: -ych. Die mit den Buchstaben sz und z˙ realisierten Konsonanten unterliegen ebenfalls Alternationen: starszy – starsi ‚ältere’. Feminina haben wie im Genitiv und im Dativ die Form -ej. -y. cz treten diese Alternationen nicht auf (tani – tani ‚billig’. -imi Der Instrumental Plural hat immer die Endung -ymi. -e Der Akkusativ Plural fällt bei maskulin-personal mit dem Genitiv und bei den anderen Genera mit dem Nominativ zusammen. -y. mi!y – mili ‚lieb’. -e Maskulin-personale Adjektive haben -i bzw. cichy – cisi ‚ruhig’ Auch Alternationen des Stammvokals sind möglich. Genitiv Plural -ych. cudzy – cudzy ‚fremd’. Nominativ Plural -i. -ich Der Präpositiv Plural hat immer die Endung -ych. Adjektive Präpositiv Singular -ym. Instrumental Plural -ymi. -ej Die Endungen des Präpositivs fallen im Neutrum und Maskulinum mit dem Instrumental zusammen. Alle Adjektive außer den maskulin-personalen haben die Endung -e. duz˙y – duzi ‚groß’).

Piotr mo´wi! o nowej ksia±z˙ce. bratowa.’ Im Prädikat steht in allen Tempora die Form des Nominativs: Tamta ksia±z˙ka jest nowa. w Lubelskiem. Syntaktische Funktion der Adjektive 259 3. !askawy – !askaw ‚liebenswürdig’.4. ‚Dieses Buch war neu. s!uz˙a±cy • Vor. aber: gajowi. Wysokie Mazowieckie (Genitiv: Wysokiego Mazowieckiego). Substantive. Diese Substantive haben oft im Plural die Endung -owie: budowniczowie. ‚Dieses Buch ist neu. Batorowie • Ortsnamen wie Bia!a Podlaska (Genitiv: Bia!ej Podlaskiej). Tamta ksia±z˙ka jest nowa. -y: Antoni. Bielecka. s!uz˙a±cy ‚Diener’. die wie Adjektive flektieren Einige Substantive werden wie Adjektive dekliniert. Diese veralteten Namen bezeichnen die Ehefrau. -dzki (bei Männern) und auf -ska. ‚Das Buch ist neu. ciekawy – ciekaw ‚neugierig’. -dzka (bei Frauen). gotowy – goto´w ‚fertig’. Syntaktische Funktion der Adjektive Adjektive können als Attribut zur näheren Bestimmung eines Substantivs oder als Teil des Prädikats auftreten. Bielecki. Zawadzki. Zawadzka • Weibliche Nachnamen und einige Personenbezeichnungen auf -owa. Kowalska.4. Janowa. -cka. ‚Piotr hat von einem neuen Buch geredet. Bei neutralen Ortsnamen dieses Typs hat der Präpositiv Singular die Form -em und nicht wie erwartet -ym: w Zakopanem. ‚Dieses Buch ist neu. Orzeszkowa. Saloni.’ Eine kleine Gruppe von Adjektiven hat im Prädikat bei Maskulin Singular eine andere Form als im Attribut: zdrowy – zdro´w ‚gesund’. gajowy ‚Forsthüter’.’ vs. Dazu gehören folgende Gruppen: • Nachnamen auf -ski. les´niczy ‚Förster’.’ Tamta ksia±z˙ka by!a nowa. Jerzy. Im Plural tritt die Endung -owie auf: Antonowie.’ Tamte budynki sa± nowe.und Nachnamen auf -i. ‚Dieses Auto ist neu. 251 250 .4. -cki. Ähnliche Eigenschaften haben Bezeichnungen von Regionen wie Lubelskie: z Lubelskiego.’ Im Gegensatz zum Deutschen kongruiert das prädikative Adjektiv mit dem Subjekt nach Genus und Numerus: Tamta ksia±z˙ka jest nowa. Batory. 3. ‚Diese Gebäude sind neu. Zakopane (Genitiv: Zakopanego). synowa • Berufsbezeichnungen des Typs: budowniczy ‚Baumeister’. pe!ny – pe!en ‚voll’.3. Im Prädikat steht das Adjektiv gemeinsam mit der Kopula byc´. Saloniowie. Jerzowie. Kowalski. les´niczowie.3.’ Tamten samocho´d jest nowy.

5.’ Diese Formen auf -Ø sind auf die Prädikatsfunktion beschränkt.5. Auslaut: -od-. gruby ! grubszy ‚dick ! dicker’ Ebenfalls -sz. daleki. z. Komparation der Adjektive (stopniowanie przymiotniko´w) 3. Die Formen a) Die synthetischen Formen 252 Die eine Formenreihe besteht aus Suffix und einer Kombination aus Suffix und Präfix: • Komparativ: Adjektivstamm + -sz.1. deren Stamm auf eine Konsonantengruppe auslautet.gebildet von Adjektiven mit Stämmen. Die Langformen sind jedoch in beiden Funktionen einsetzbar. donios!y ! donios´lejszy/najdonios´lejszy ‚schwerwiegend ! schwerwiegender/schwerwiegendste’ Eine Ausnahme bilden einige ähnlich gebaute Adjektive. 3. Adjektive On jest zdro´w jak ryba.bzw. -eki.nehmen Adjektive auf -ki. twardy ! twardszy ‚hart ! härter’. !atwy ! !atwiejszy ‚leicht ! leichter’ • Superlativ: naj + Adjektivstamm + -sz. ‚Ich bin bereit schon morgen zu fahren.bei der Komparation ausfällt: s!odki ! s!odszy/najs!odszy ‚süß ! süßer/süßeste’. !adny ! !adniejszy/naj!adniejszy ‚schön ! schöner/schönste’ .oder + -ejszstary ! najstarszy ‚alt ! älteste’. die trotzdem mit dem Suffix -szstehen. -oki im Nominativ Singular Maskulin wie s!odki. stary ! starszy ‚alt ! älter’. -ub-: m!ody ! m!odszy ‚jung ! jünger’. !atwy ! naj!atwiejszy ‚leicht ! leichteste’ Die synthetische Form wird mit -sz. deren Auslaut nicht der Verbindung -sz. -ar-.’ Jestem goto´w wyjechac´ choc´by jutro.’ Ogro´d jest pe!en kwiato´w. dies sind Stämme mit einem einzelnen Konsonanten nach einem Vokal. Hierbei ist jedoch zu beachten. cze±sty ! cze±stszy ‚häufig ! häufigste’ . -ok. ‚Der Garten ist voller Blumen.entgegensteht.oder + -ejszstary ! starszy ‚alt ! älter’. !atwy ! !atwiejszy/naj!atwiejszy ‚leicht ! leichter/leichteste’. ‚Er ist kerngesund.B. können also nicht attributiv verwendet werden. szeroki ! szerszy/najszerszy ‚breit ! breiter/breiteste’ Die synthetischen Formen mit -ejsz. daleki ! dalszy/najdalszy ‚weit ! weiter/weiteste’.treten bei Adjektiven auf. dass die Gruppe -ek. szeroki. prosty ! prostszy ‚einfach ! einfacher’.260 3.

czerwony – czerwien´szy ‚rot – roter’ • a± : e±. bia!y – bielszy ‚weiß – weißer’ • o : e. t!usty ! t!ustszy/t!us´ciejszy ‚fettig ! fettiger’. wenn eine solche nach den oben genannten Regeln gebildet werden kann. Komparation der Adjektive 261 Einige Adjektive haben parallel beide Formen: czysty ! czystszy/czys´ciejszy ‚sauber ! sauberer’. bardziej/najbardziej z˙elazny charakter ‚eisernerer/eisernster Charakter. ma±dry ! me±drszy/ma±drzejszy ‚klug ! klüger’ Die kürzeren Formen wie czystszy gelten als gehobener. dass die synthetische Form zu benutzen ist. die längeren Formen czys´ciejszy als eher umgangssprachlicher Stil. bardziej/najbardziej b!yszcza±cy ‚glänzender/glänzendste’. Bei der synthetischen Komparation kann es neben den konsonantischen auch zu vokalischen Alternationen kommen: • a : e. 253 . bardziej/najbardziej jedwabiste w!osy ‚seidenere/seidenste Haare’ Außerdem bei adjektivierten Partizipien und einigen deverbalen Adjektiven. ge±sty ! ge±stszy/ge±s´ciejszy ‚dicht ! dichter’. bardziej/najbardziej poz˙a±dany ‚begehrter/begehrteste’. bardziej/najbardziej op!acalny ‚einträglicher/einträglichste’ Im heutigen Polnischen breitet sich die analytische Form auf Kosten der synthetischen aus.5. wa±ski – we±z˙szy ‚eng – enger’ • e : Ø. bardziej/najbardziej papierowa postac´ ‚künstlichere/künstlichste Gestalt’. lekki ! lz˙ejszy ‚leicht – leichter’ b) Die analytischen Formen Die analytischen Formen der Komparation sind: • Komparativ: bardziej + flektiertes Adjektiv im Positiv interesuja±cy ! bardziej interesuja±cy ‚interessant ! interessanter’ • Superlativ: najbardziej + flektiertes Adjektiv im Positiv interesuja±cy ! najbardziej interesuja±cy ‚interessant ! interessanteste’ Diese Formenbildung tritt in der Regel bei aus anderen Wortarten rekategorisierten Adjektiven auf. dazu zählen die Beziehungsadjektive.3. bardziej/najbardziej opalony ‚stärker/am stärksten sonnengebräunt’. In der Norm gilt jedoch die Regel. bardziej/najbardziej interesuja±cy ‚interessanter/interessanteste’. bardziej/najbardziej wypocze±ty ‚ausgeruhter/ausgeruhteste’.

przyjemny ! mniej przyjemny/najmniej przyjemny ‚angenehm ! weniger angenehm/am wenigsten angenehm’. Statt bardziej steht mniej und statt najbardziej steht najmniej. mit Hilfe eines anderen Stamms. d. ma!y. bardziej/najbardziej chory ‚kränker/kränkeste’. die sie für die synthetische Komparation qualifizieren würde. bardziej/najbardziej p!aski ‚flacher/flachste’. die analytische aufweisen. z!y. z!y ! gorszy/najgorszy ‚schlecht ! schlechter/schlechteste’. bardziej/najbardziej gorzki ‚bitterer/bitterste’. duz˙y. przero´z˙ny ! najprzero´z˙niejszy ‚verschieden ! verschiedenste’ Einige Adjektive bilden die Komparativformen suppletiv. wohl aber einen Superlativ. interesuja±cy ! mniej interesuja±cy/najmniej interesuja±cy ‚interessant ! weniger interessant/am wenigsten interessant’ . Dies wird ausschließlich analytisch ausgedrückt. bardziej/najbardziej !ysy ‚kahlköpfiger/kahlköpfigste’. die in ihrer Semantik nicht inhärent auf eine Skala bezogen sind. aber in bestimmten Kontexten auf eine solche bezogen werden können.262 3. ukochany ! najukochan´szy/najbardziej ukochany ‚geliebt ! am meisten geliebt’. op!akany ! najop!akan´szy/najbardziej op!akany ‚kläglich ! kläglichste’. duz˙y/wielki ! wie±kszy/najwie±kszy ‚groß ! größer/ größte’. bardziej/najbardziej mokry ‚feuchter/feuchteste’. bardziej/najbardziej rudy ‚rothaariger/rothaarigster’ Einige Adjektive haben keinen Komparativ. ‚weniger’ 255 Neben dem Ausdruck der Zunahme der Intensität eines Merkmals im Vergleich zu anderen Einheiten gibt es auch das Antonym: der Ausdruck der Abnahme der Intensität. bardziej/najbardziej zielony ‚grüner/grünste’. Dazu gehören die sehr häufigen Adjektive dobry. bardziej/najbardziej s´liski ‚glatter/glatteste’. rozmaity ! najrozmajtszy ‚verschiedenartig ! verschiedenartigste’. wygodny ! wygodniejszy – bardziej wygodny/najwygodniejszy – najbardziej wygodny ‚bequem ! bequemer/bequemste’ d) ‚mehr’ vs.h. ma!y ! mniejszy/najmniejszy ‚klein ! kleiner/kleinste’ Einige Adjektive verfügen sowohl über die synthetische als auch die analytische Form. Adjektive c) Besonderheiten 254 Als Ausnahme haben einige Qualitätsadjektive zu gelten. grzeczny ! grzeczniejszy – bardziej grzeczny/najgrzeczniejszy – najbardziej grzeczny ‚höflich ! höflicher/höflichste’. die trotz ihrer Form. dobry ! lepszy/najlepszy ‚gut ! besser/beste’. Es handelt sich um Adjektive.

3.5. Komparation der Adjektive

263

3.5.2. Die Funktionen Eine charakteristische Eigenschaft der Adjektive und der von ihnen abgeleiteten Adverben ist die grammatische Kategorie der Komparation oder Steigerung. Diese bringt zum Ausdruck, dass das genannte Merkmal bei einem Gegenstand bzw. einer Person im Vergleich zu anderen stärker oder schwächer ausgeprägt ist. Wir unterscheiden drei Subkategorien: • Positiv (stopien´ ro´wny); przyjemny • Komparativ (stopien´ wyz˙szy); przyjemniejszy • Superlativ (stopien´ najwyz˙szy); najprzyjemniejszy Der Positiv ist dabei die unmarkierte Subkategorie; d.h. sie steht in Opposition zu den anderen beiden, indem sie den gleichen Grad der Ausprägung eines Merkmals versprachlicht. Pawe! jest tak samo roztargniony jak Piotr. ‚Pawe" ist genauso zerstreut wie Piotr.’ Komparativ und Superlativ dagegen markieren den unterschiedlichen Grad der Ausprägung des Merkmals unter Hinweis auf eine einzelne bzw. eine Menge von Vergleichsgrößen. Ten obraz jest !adniejszy niz˙ tamten. ‚Dieses Bild ist schöner als das dort.’ Ten obraz jest naj!adniejszy ze wszystkich. ‚Dieses Bild ist das schönste von allen.’ Zur Form des Superlativs ist anzumerken, dass die genannte Funktion vor allem dann vorkommt, wenn die Vergleichsgrößen explizit genannt werden wie in der Formulierung naj!adniejszy ze wszystkich. Fehlt so etwas, liegt oft eine andere Bedeutung vor, die nicht mehr den konkreten Bezug zu einer Vergleichsgruppe enthält, sondern die starke Ausprägung eines Merkmals an sich ausdrückt. Diese als Elativ bezeichnete Funktion ist auch dem deutschen Superlativ nicht fremd; außerdem kann sie mit sehr wiedergegeben werden. To by!o najg!upsze, co mo´g! zrobic´. ‚Das war das Dümmste, was er machen konnte.’ (=!sehr dumm) Zum Ausdruck der absoluten Intensivierung eines Merkmals stehen dem Polnischen noch weitere wortbildende Verfahren zur Verfügung, z.B. malutki, przepie±kny, przyciasny. Die Komparation wird in den einzelnen Grammatiken des Polnischen unterschiedlich beschrieben. Wenn sie von den einen unter Flexion und bei den anderen unter Wortbildung des Adjektivs abgehandelt wird, dann hängt das mit einer Reihe von Irregularitäten zusammen. Einerseits sind die Formen nicht einheitlich; d.h. es gibt synthetische Formen, die mit Hilfe von Präfixen, Suffixen bzw. einer Kombination beider (Zirkumfixe) gebildet werden, und analytische, also mit Hilfe eines eigenständigen Worts gebildete, Formen. Andererseits ist die Kategorie der Komparation insofern nicht so stark grammatisch, als sie nur von einem recht kleinen Teil der Adjektive regulär gebildet wird. Viele Adjektive erlauben überhaupt keine Komparationsformen wie z.B.: *bardziej Warszawski. Auch kommt es zu semantischen Unregelmäßigkeiten bei der Komparation.
256

264

3. Adjektive

Grundsätzlich gesteigert werden können die Qualitätsadjektive, also die ursprünglichen Adjektive. Bei Beziehungsadjektiven und vor allem Partizipien sind Komparativ oder Superlativ nur erschwert zu bilden. Wenn solche Formen trotzdem gebildet werden, liegt eine semantische Verschiebung vor. Najbardziej papierowa± postacia± w tej sztuce jest g!o´wny bohater. ‚Die papierenste (=!künstlichste) Gestalt des Stücks ist die Hauptfigur. Die Steigerung von papierowy ‚papieren’ führt dazu, dass sich die Bedeutung von einer konkreten Materialbezeichnung zu einem abstrakten Merkmal verschiebt. Hierbei handelt es sich um eine Metapher.

4. Numeralia

4.1. Bestand und Wortartenzugehörigkeit Numeralia (liczebniki) bilden eine lexikalisch-semantisch motivierte Kategorie von Ausdrücken. Sie bezeichnen abgezählte und in einigen Fällen ungefähr gezählte Mengen und Größenangaben. Das Polnische verfügt über folgende Subkategorien: • Kardinalia (liczebniki g!o´wne): jeden, dwa etc. • Kollektiva (liczebniki zbiorowe): dwoje, troje etc. • Ordinalia (liczebniki porza±dkowe): pierwszy, drugi etc. • Bruchzahlen (liczebniki u!amkowe): jedna trzecia etc. Unter den Numeralia nehmen die Wörter für eindeutig bestimmte Zahlen den wichtigsten Platz ein. Es gibt aber auch Numeralia mit unbestimmten bzw. relativen Mengenangaben: kilka ‚einige’, kilkanas´cie ‚zig’, kilkadziesia±t ‚11 bis 19’, kilkaset ‚einige hundert’, pare± ‚ein paar’ u.a. Neben diesen semantischen Subkategorien besitzt die Kategorie der Numeralia Subkategorien abhängig von den syntaktischen Eigenschaften und damit ihrer Wortartenzugehörigkeit. Ein besonderes Problem stellen die Kardinalia dar, da sie zwar semantisch einheitlich sind, sich aber syntaktisch ganz unterschiedlich verhalten (s. folgende Tabelle). Ein Teil der Kardinalia weist gleichzeitig Eigenschaften von Adjektiven und von Substantiven auf. Das Zahlwort pie±c´ ‚fünf’ regiert den Genitiv Plural – pie±c´ sto!o´w ‚fünf Tische’. Diese Fähigkeit bringt es in die Nähe der Substantive. Andererseits verändert es seine Gestalt in Abhängigkeit vom Genus des regierten Substantivs; d.h. es kongruiert im Genus: pie±c´ sto!o´w aber pie±ciu me±z˙czyzn ‚fünf Männer’. Kongruenz im Genus ist nun wiederum eine für Adjektive typische Eigenschaft. Beide Phänomene – Rektion und Kongruenz sind den deutschen Numeralia fremd. Das Gleiche gilt für die Flektierbarkeit der Kardinalia nach Kasus: To sa± trzej panowie. – Mo´wimy o trzech panach. In dieser Grammatik gehen wir von folgender Verteilung der Numeralia auf die Wortarten aus:
257

266

4. Numeralia

syntakt. Adjektiv: nichtregierend, kongruierend Kardinalia jeden-jedna-jedno dwa-dwie-dwaj/ dwo´ch/dwu trzy-trzej/trzech cztery-czterej/czterech oba, obie, obaj

syntaktisches Substantiv: regierend kongruierend pie±c´-pie±ciu szes´c´-szes´ciu siedem-siedmiu osiem-os´miu dziewie±c´-dziewie±ciu dziesie±c´-dziesie±ciu jedenas´cie-jedenastu … dwadzies´cia-dwudziestu dwadzies´cia jedendwudziestu jeden … sto-stu dwies´cie-dwustu nicht kongruierend tysia±c, milion

Kollektiva

dwoje, troje, czworo, pie±cioro … pierwszy, pierwsza … drugi, druga … trzeci, trzecia … … dziesia±ty … setny tysie±czny

Ordinalia

Bruchzahlen

po´!tora-po´!torej

jedna druga, dwie trzecie, po´!

Hinweis: In der Tabelle steht der Querstrich ‚-’ für verschiedene Formen eines Wortes und der Schrägstrich ‚/’ für synonyme Varianten ein und derselben Form.

4.2. Kardinalia

267

4.2. Kardinalia Die Kardinalia (liczebniki g!o´wne) zeichnen sich durch eine ganze Reihe von Besonderheiten in Form und Syntax aus, die sie von anderen Adjektiven bzw. Substantiven abheben. Sie verfügen über zwei grammatische Kategorien, die über ihre Form entscheiden: • Genus: jeden-jedna-jedno • Kasus: jeden-jednego-jednemu etc. Dabei gilt tendenziell, dass die Anzahl der verschiedenen Genus- und Kasusformen nach oben hin immer weiter abnimmt; d.h. während jeden drei Genera und sechs Kasus formal unterscheidet, hat trzy noch zwei Genera mit sechs Kasus und schließlich sto nur noch zwei Genus-Kasusformen. In syntaktischer Hinsicht spielen der Kasus und der Numerus des Substantivs eine Rolle, dessen Referenten gezählt werden. Ausschlaggebend ist die syntaktische Funktion der Wortfügung, die mindestens aus Kardinalzahl plus Substantiv besteht; ist die gesamte Fügung nominativisch oder mit Einschränkungen akkusativisch, gelten folgende Regeln für den Kasus des ‚gezählten’ Substantivs: • 1 verändert den Kasus nicht: W pokoju sta! jeden sto´! ‚Ein Tisch stand im Zimmer.’ • 2 – 4 verändern den Kasus nicht, das Substantiv steht im Plural: W pokoju sta!y dwa sto!y, trzy sto!y, cztery sto!y. ‚Zwei, drei, vier Tische standen im Zimmer.’ • ab 5 ist der Genitiv Plural erforderlich: W pokoju sta!o pie±c´ sto!o´w. ‚Fünf Tische standen im Zimmer.’ Besonderheit: Die Kardinalia mit maskulin-personalen Substantiven haben ab der Zahl ‚2’ meist eine besondere Form (auf -u), regieren den Genitiv Plural und kongruieren im Prädikat nicht wie erwartet mit der dritten Person Plural maskulin-personal, sondern mit der dritten Person Singular Neutrum. Przysz!o dwu/dwo´ch pano´w. ‚Es sind 2 Herren gekommen.’ Przysz!o pie±ciu pano´w. ‚Es sind 5 Herren gekommen.’ Przysz!o jedenastu pano´w. ‚Es sind 11 Herren gekommen.’ Przysz!o pie±c´dziesie±ciu pano´w. ‚Es sind 50 Herren gekommen.’ Przysz!o stu pano´w. ‚Es sind 100 Herren gekommen.’ Steht die Fügung insgesamt in einem obliquen Kasus, nehmen sowohl das Zahlwort als auch das folgende Substantiv diesen Kasus an: Mo´wimy o jednym stole, dwu/dwo´ch sto!ach, pie±ciu sto!ach. ‚Wir sprechen über einen, zwei, fünf Tische.’
258

268

4. Numeralia

,1’
259

Maskulin Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv jeden jednego jednemu jeden/jednego jednym jednym

Feminin jedna jednej jednej jedna± jedna± jednej

Neutrum jedno jednego jednemu jedno jednym jednym

Das Zahlwort jeden flektiert nach drei Genera und nimmt dabei im Wesentlichen die Endungen des Adjektivs an. ,2’
260

dwa ist die Form in Begleitung von Substantiven des maskulinen Genus außer maskulinpersonal: dwa sto!y, dwa konie ‚zwei Pferde’, dwa okna ‚zwei Fenster’. dwie steht bei feminen Substantiven: dwie panie ‚zwei Damen’, dwie ksia±z˙ki ‚zwei Bücher’. dwaj ist das Zahlwort für Substantive des maskulin-personalen Genus: dwaj panowie ‚zwei Herren’. Die Ausdrücke dwu und dwo´ch sind formale Varianten, die jedoch nicht den Nominativ, sondern den Genitiv Plural regieren. Darüber hinaus steht im Prädikat die dritte Person Singular Neutrum. Tam ida± dwaj koledzy. – Tam idzie dwu/dwo´ch kolego´w. ‚Dort gehen zwei Kollegen.’ Tam szli dwaj koledzy. – Tam sz!o dwu/dwo´ch kolego´w. ‚Dort gingen zwei Kollegen.’ Maskulin personal Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dwu/dwo´ch dwa dwoma dwaj nichtpersonal dwa dwu/dwo´m dwie dwiema/dwoma dwo´ch/dwu dwa dwoma dwie dwu/dwo´ch dwa Feminin Neutrum

Ein ganz ähnliches Paradigma liegt bei dem Zahlwort obaj-oba-obie ‚beide’ vor:

4.2. Kardinalia

269

Maskulin personal Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv obu oba obu/oboma obu obaj nichtpersonal oba obu obu

Feminin obie

Neutrum oba

obie obu/oboma/obiema

oba obu/oboma

,3 und 4’ trzy und cztery stehen bei allen Substantiven außer bei maskulin-personalen. Diese haben trzej und czterej: trzy/cztery sto!y ‚drei/vier Tische’, trzej/czterej panowie ‚drei/vier Herren’. Für die maskulin-personalen Substantive gibt es wie bei dem Zahlwort für ‚zwei’ eine formale Variante mit abweichender Syntax: trzech/czterech pano´w przysz!o ‚Es sind drei/vier Herren gekommen.’ In den Kasusformen gibt es keine Unterschiede zwischen maskulin-personal und den anderen Genera. maskulin-personal Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv maskulin-personal Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv czterech czterema czterech czterej czterech czterem cztery trzech trzema trzech andere Genera cztery trzej trzech trzem trzy andere Genera trzy
261

. Die gleiche Form tritt im Akkusativ auf.5 bis 10’ 262 Die Zahlwörter von 5 bis 10 haben bei Substantiven aller Genera außer bei maskulinpersonalen im Nominativ und Akkusativ die folgenden Formen: 5 – pie±c´ 6 – szes´c´ 7 – siedem 8 – osiem 9 – dziewie±c´ 10 – dziesie±c´ Maskulin-personale Substantive in Funktion des Subjekts werden von der Genitivform begleitet: przysz!o pie±ciu pano´w. In allen anderen Kasus tritt ganz unabhängig vom Genus eine einzige Form auf -u auf. Im Instrumental gibt es auch die Endung -oma. Der Instrumental hat als Variante auch -oma. Numeralia .11 bis 19’ szes´ciu pano´w szes´ciu pano´w szes´ciu panom szes´ciu pano´w szes´ciu/szes´cioma panami szes´ciu panach andere Genera siedem koto´w siedmiu koto´w siedmiu kotom siedem koto´w siedmiu/siedmioma kotami siedmiu kotach 263 Die Zahlwörter von 11 bis 19 haben bei Substantiven aller Genera außer bei maskulinpersonalen im Nominativ und Akkusativ diese Formen: 11 – jedenas´cie 12 – dwanas´cie 13 – trzynas´cie 14 – czternas´cie 15 – pie±tnas´cie 16 – szesnas´cie 17 – siedemnas´cie 18 – osiemnas´cie 19 – dziewie±tnas´cie Die Formen für maskulin-personale Substantive und die aller obliquen Kasus lauten auf -u aus.270 4. maskulin-personal Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv .

.20. 30 trzydzies´ci und 40 czterdzies´ci haben in den obliquen Kasus die Formen dwudziestu. trzydziestu.4. Kardinalia 271 maskulin-personal Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv jedenastu pano´w jedenastu pano´w jedenastu panom jedenastu pano´w jedenastu/jedenastoma panami jedenastu panach andere Genera dwanas´cie koto´w dwunastu koto´w dwunastu kotom dwanas´cie koto´w dwunastu/jedenastoma kotami dwunastu kotach Neben der Alternation der Endung kommt es zu Änderungen im Stamm: 11 – jedenastu 12 – dwunastu 13 – trzynastu 14 – czternastu 15 – pie±tnastu 16 – szesnastu 17 – siedemnastu 18 – osiemnastu 19 – dziewie±tnastu . Die Formen auf -u verbinden sich auch mit maskulinpersonalen Substantiven: dwudziestu ludzi przyjecha!o. 30 und 40’ Die Zahlwörter für 20 dwadzies´cia. 80 und 90’ Die Zahlwörter für 50 bis 90 haben im Nominativ und Akkusativ diese Form: Nominativ und Akkusativ 50 60 70 80 90 pie±c´dziesia±t szes´c´dziesia±t siedemdziesia±t osiemdziesia±t dziewie±c´dziesia±t andere Kasus pie±c´dziesie±ciu szes´c´dziesie±ciu siedemdziesie±ciu osiemdziesie±ciu dziewie±c´dziesie±ciu 265 264 . 70.50. 60. czterdziestu (im Instrumental gibt es die Nebenform dwudziestoma).2.

23 …’ 266 Die Zahlwörter 21. znalaz! sie± w niebezpieczen´stwie. 22 bis 29 (31–39. ‚In der Nacht geriet ein Schiff in Seenot. die aus zwei oder drei Elementen bestehen. indem andere syntaktische Konstruktionen gewählt werden. sodass die Kardinalzahl im Nominativ oder Akkusativ steht. Numeralia Die Formen auf -u verbinden sich auch mit den maskulin-personalen Substantiven: pie±c´dziesie±ciu z˙o!nierzy maszeruje ‚es marschieren 50 Soldaten’ . kto´ry mia! tysia±c pie±c´set dwadzies´cia pie±c´ oso´b na pok!adzie.’ . werden alle flektiert. Unverändert bleibt nur das Endglied jeden.’ statt dessen: W nocy statek. dwadzies´cia jeden kobiet. W nocy statek z tysia±c pie±c´set dwudziestu/dwudziestoma pie±ciu/pie±cioma osobami znalaz! sie± w niebezpieczen´stwie.272 4. Besteht die Zahl aus mehr als drei Elementen werden nur die letzten beiden Elemente flektiert: ‚mit 1525 Personen’ z tysia±c pie±c´set dwudziestu pie±ciu osobami oder z tysia±c pie±c´set dwudziestoma pie±cioma osobami. das auch bei femininen und neutralen Substantiven auftritt: dwadzies´cia jeden domo´w.21. das 1525 Menschen an Bord hatte. 22. dwudziestu jeden ch!opco´w. ‚In der Nacht geriet ein Schiff mit 1525 Menschen an Bord in Seenot.) sind Zusammensetzungen: Andere Kasus (+maskulin-personal) dwudziestu jeden dwudziestu dwo´ch dwudziestu trzech trzydziestu siedmiu pie±c´dziesie±ciu os´miu stu jeden stu dwo´ch stu dwunastu stu dwudziestu jeden stu dwudziestu trzech Nominativ und Akkusativ 21 22 23 37 58 101 102 112 121 123 dwadzies´cia jeden dwadzies´cia dwa dwadzies´cia trzy trzydzies´ci siedem pie±c´dziesia±t osiem sto jeden sto dwa sto dwanas´cie sto dwadzies´cia jeden sto dwadzies´cia trzy In den Zusammensetzungen. 41–49 etc. dwadzies´cia jeden okien. In der Regel wird jedoch die Flexion dieser langen Kardinalia vermieden.

Kardinalia 273 . als nicht in Hundertern sondern in Tausendern gezählt wird: 1999 tysia±c dziewie±c´set dziewie±c´dziesia±t dziewie±c´ ‚neunzehnhundertneunundneunzig’. Sie variieren nicht nach dem Genus des Bezugssubstantivs: tysia±c kobiet. Außerdem haben sie Singular. Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv tysia±c tysia±ca tysia±cowi tysia±c tysia±cu milion miliona milionowi milion milionem milionie tysia±ce tysie±cy tysia±com tysia±ce tysia±cami tysia±cach Plural miliony miliono´w milionom miliony milionami milionach 268 Instrumental tysia±cem Die Zählung der Jahrhunderte weicht insofern vom Deutschen ab. tysia±c me±z˙czyzn ‚1"000 Frauen. Maskulin-personale Substantive verbinden sich im Subjekt und direkten Objekt mit den Formen auf -stu: c´wiczy!o pie±ciuset sportowco´w ‚es trainierten 500 Sportler’. Männer’. .und Pluralformen.4.pers) stu dwustu trzystu czterystu pie±ciuset szes´ciuset siedmiuset os´miuset dziewie±ciuset 267 In den Kardinalia pie±c´set bis dziewie±c´set verändert sich nur der erste Teil des Worts. tysia±c ist ein regelmäßig flektierendes Substantivs des Typs piec und milion des Typs plan (aber: Genitiv Singular auf -a). .100 bis 900’ Das Kardinale sto hat in allen obliquen Kasus und bei maskulin-personalen Substantiven die Form stu. Weitere Formen: Nominativ und Akkusativ 100 200 300 400 500 600 700 800 900 sto dwies´cie trzysta czterysta pie±c´set szes´c´set siedemset osiemset dziewie±c´set andere Kasus (+mask. Im Subjekt erfordern sie ein Substantiv im Genitiv Plural: tysia±ce kobiet ‚Tausende von Frauen’.2. widzia!em pie±ciuset sportowco´w ‚ich habe 500 Sportler gesehen’.1 000 und 1 000 000’ tysia±c und milion gehören zu den echten Substantiven. an den das unveränderte Morphem -set tritt.

einige’ – kilkoro .zwischen 11 und 19’ – kilkanas´cioro Die Flexion ist gekennzeichnet durch die Stammerweiterung mit Hilfe von -g-: Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv dwoje dwojga dwojgu dwoje dwojgiem dwojgu troje trojga trojgu troje trojgiem trojgu czworo czworga czworgu czworo czworgiem czworgu siedmioro siedmiorga siedmiorgu siedmioro siedmiorgiem siedmiorgu .274 4. czworo skrzypiec ‚vier Geigen’ Im Gebrauch sind nur die Kollektiva für die Zahlen 1 bis 10 und die unbestimmten Zahlwörter mit kilka-: 2 – dwoje 3 – troje 4 – czworo 5 – pie±cioro 6 – szes´cioro 7 – siedmioro 8 – os´mioro 9 – dziewie±cioro . sie benennen eine Anzahl von Einheiten. Kollektiva treten auf bei: • Gruppen von Personen unterschiedlichen Geschlechts. Kollektiva 269 Die Kollektiva (liczebniki zbiorowe) sind semantisch den Kardinalia ähnlich.h. Tür oder Hose. Numeralia 4. die aus zwei komplementären Teilen bestehen wie Schere.3. czworo studento´w ‚vier Studenten und Studentinnen’ • Zählung von Pluralia tantum. Syntaktisch gehören sie zu den Substantiven. dwoje drzwi ‚zwei Türen’. dwoje ludzi ‚zwei Leute (Mann und Frau)’. häufig bei Gegenständen. pie±cioro drzwi ‚fünf Türen’. d. die den Genitiv Plural regieren: dwoje studento´w ‚zwei Studenten’. Sie werden aber nur sehr eingeschränkt gebraucht und zusehends von den Kardinalia verdrängt. troje spodni ‚drei Hosen’.

– dwunasty 13. – czterdziesty 50. – tysia±c dziewie±c´set osiemdziesia±ty 270 . die durchgezählt wird. – drugi 3.4. – pierwszy 2. – dwudziesty 30. – dwusetny/dwo´chsetny 300. – trzeci 4. – trzechsetny 400. – czwarty 5. – sto dwudziesty pierwszy 1903. 1. – osiemsetny 900. Sie gehören zur Wortart der Adjektive. – sto dwunasty 121. – dziewie±tnasty 20. – trzydziesty 40. – pie±ciotysie±czny In mehrgliedrigen Zahlwörtern werden nur die letzten beiden Ziffern dekliniert. – jedenasty 12. – osiemdziesia±ty 90. – szes´c´dziesia±ty 70. – tysia±c dziewie±c´set trzeci 1914. – dziewie±c´setny 1000. – siedemdziesia±ty 80. – sio´dmy 8. 247– 249). – szes´c´setny 700. – tysia±c dziewie±c´set czternasty 1982.4. – dziewia±ty 10. – dziesia±ty 11. wie diese flektieren sie nach Genus und Kasus des Bezugssubstantivs (vgl. – czterechsetny 500. – pie±c´dziesia±ty 60. – pie±tnasty 16. 101. – siedemnasty 18.4. – czternasty 15. – trzynasty 14. – dziewie±c´dziesia±ty 100. – setny 200. Ordinalia Ordinalia (liczebniki porza±dkowe) bezeichnen nicht eine Anzahl. sondern ein Element aus einer Menge. – szesnasty 17. – pie±c´setny 600. – sto pierwszy 102. – pia±ty 6. – tysie±czny 2000. – siedemsetny 800. – dwutysie±czny 5000. – sto drugi 112. – o´smy 9. Ordinalia 275 4. – szo´sty 7. – osiemnasty 19.

pia±tka ‚der Fünfer. und Ordinalia. trzykroc´ ‚drei mal’. Ableitungen 272 Von Numeralia kann eine kleine Anzahl halbgrammatischer Ableitungen gebildet werden: • Adjektive: dwukrotny ‚zweimaliger’.6. die im Nenner stehen. die Zwei’. podwo´jny ‚doppelter’ • Adverben: dwukrotnie ‚zwei mal’. .3 trzy dziesia±te 0. dwutakt ‚Zweitakter’ u. dwupokojowy ‚Zweizimmer-’ u. die Drei’. dwojaki ‚zweierlei’.02 dwie setne In den obliquen Kasus werden beide Elemente dekliniert: pie±c´ setnych ! pie±ciu setnych. • Substantive: tro´jka±t ‚Dreieck’. 4. Daneben gibt es die nach Kasus unflektierten Formen für ‚ein Halb’ po´! 1/2 – po´! 1 + 1/2 – po´!tora (maskulin und neutrum) – po´!torej (feminin) Diese Bruchzahlen verbinden sich mit dem Genitiv Singular: po´! metra ‚ein halber Meter’. trojako ‚auf dreierlei Weise’ • Verben: podwoic´ ‚verdoppeln’. dwudziestolecie ‚zwei Jahrzehnte’. pie±ciu setnym. tro´jka ‚der Dreier. 1/2 jedna druga ‚ein halb’ 1/3 jedna trzecia ‚ein Drittel’ 3/4 trzy czwarte ‚drei Viertel’ 0. po´!tora roku ‚anderthalb Jahre’.Ä.Ä. po´!torej godziny ‚anderthalb Stunden’. die Fünf’ Daneben gibt es eine unbegrenzte Anzahl weiterer Bildungen: • Adjektive: dwukolorowy ‚zweifarbig’.276 4. Numeralia 4. potroic´ ‚verdreifachen’ • Substantive: dwo´jka ‚der Zweier.5. die den Zähler bilden.01 jedna setna 0. Bruchzahlen 271 Die Bruchzahlen (liczebniki u!amkowe) sind zusammengesetzt aus Kardinalia.

ona und ono.1. mo´j ‚mein’) oder Adverben (z. die den 274 . Der Gebrauch von ‚Du’ versus ‚Sie’ unterscheidet sich jedoch im Polnischen und Deutschen nicht prinzipiell. Sie sind wie im Deutschen als untypische Substantive anzusehen. wird ihnen in dieser Grammatik entsprechend alter Tradition ein eigenes Kapitel eingeräumt. *duz˙y ty ‚ein großes du’). Genus und Numerus sowie die nur teilweise als grammatisch anzusehende sogenannte Höflichkeit. dass sie in Abhängigkeit von der Äußerungssituation bzw.B. ja ‚ich’). Adjektiven (z. Kategorien und Bestand Die Personalpronomen (zaimki osobowe) sind eine kleine Klasse von Substantiven. Pronomen Die Wortklasse der Pronomen (zaimki) ist nicht syntaktisch oder morphologisch. Einige Personalpronomen lassen sich in Bezug auf das grammatische Genus unterscheiden. die nicht am Gespräch teilnehmen.1. Entitäten. wenn zwischen erwachsenen Sprechern und Hörern ein distantes persönliches Verhältnis herrscht. die auf die Teilnehmer des Gesprächs verweisen. Somit zählen sie zu den Substantiven (z. Aufgrund ihrer syntaktischen Heterogenität werden sie hier nach den im Kapitel Wortarten dargelegten Prinzipien nicht als eigene Wortart angesehen. Personalpronomen 5. da sie in der Regel keine adjektivische Attribute haben können (z. vom sprachlichen Kontext auf Personen. Da Pronomen von sehr hoher Frequenz sind. Gegenstände oder Sachverhalte verweisen. d. eine Gruppe. Ihre Besonderheit liegt darin. denn die hier zugrundegelegte Definition der Wortarten beruht im Wesentlichen auf dem syntaktischen Prinzip.5. eine Gruppe. Das polnische System der Personalpronomen fällt nur teilweise mit demjenigen des Deutschen zusammen. Person verweist auf den Sprecher bzw.1.B. • Die 3. Sie benennen nicht direkt.h.B. zu der auch der Hörer zählt. man verwendet die Siezform. Personalpronomen enthalten die grammatischen Kategorien Person. jak ‚wie’). Person verweist auf den Hörer bzw. zu der auch der Sprecher zählt. • Die 1. • Die 2. sondern lexikalisch-semantisch motiviert. sondern funktionieren typischerweise wie eine Art Zeigegeste. 273 5. es sind dies die Formen der dritten Person Singular: on.B. Person verweist auf eine Entität bzw.

Person nah 1. gebrauchen wir diese Ausgangsform pan. 2. es entsprechen.h. Somit verhalten sie sich wie die ihnen homonymen volllexikalischen Substantive. Pronomen deutschen Formen er. tritt die Form pani auf. Handelt es sich um eine Frau. one). . Die Basis dieser Pronomen bildet das ursprüngliche Substantiv pan. Die gleiche Unterscheidung gilt auch für den Plural. pani und pan´stwo ist.278 5. dass sie eine eigene Vokativform aufweisen: Prosze± pana! etc. Eine Besonderheit der Personalpronomen pan. Sprechen wir einen Mann an. Person aus. sie. Co pan robi? Co pani robi? Was machen Sie? (1 Mann) (1 Frau) Co panowie robia±? (mehr als 1 Mann) Co panie robia±? (mehr als 1 Frau) Co pan´stwo robia±? (mindestens 1 Mann + 1 Frau) Die distanten Formen des Singulars kongruieren mit einem Verb in der dritten Person Singular (robi) und diejenigen des Plurals mit einem Verb in der Form der dritten Person Plural (robia±). Dem deutschen Sie entsprechen fünf polnische Formen. Im Plural wird diese Opposition ersetzt durch die Gegenüberstellung maskulin-personaler und nichtmaskulin-personaler Formen (oni. Sind unter den Angesprochenen sowohl Männer wie Frauen. d. tritt das Pronomen pan´stwo auf. maskulin feminin neutrum maskulin-personal nichtmaskulin-personal Singular distant ja pan pani on ona ono oni one Plural distant my panowie panie pan´stwo nah ty wy Das Polnische zeichnet sich durch einen ausgesprochen ausdifferenzierten Pronominalbestand der distanten Formen für die 2. wenn mehr als eine Person angesprochen werden: panowie (mehrere Männer) und panie (mehrere Frauen). männlich weiblich männlich!+!weiblich 3. die nach Geschlecht und Anzahl der Angesprochenen differenziert werden.

1. werden sie auch substantivisch dekliniert. Person Singular Kasus Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Maskulin on jego/go/niego jemu/mu/niemu jego/go/niego nim nim Neutrum ono jego/go/niego jemu/mu/niemu je/nie nim nim Feminin ona jej/niej jej/niej ja±/nia± nia± niej pan pana panu pana panem panu prosze± pana! Singular pani pani pani pania± pania± pani prosze± pani! panowie pano´w panom pano´w panami panach prosze± pano´w! Plural panie pan´ paniom panie paniami paniach prosze± pan´! pan´stwo pan´stwa pan´stwu pan´stwa pan´stwem pan´stwu prosze± pan´stwa! ja mnie mnie/mi mnie/mie± mna± mnie Singular ty ciebie tobie/ci ciebie/cie± toba± tobie my nas nam nas nami nas Plural wy was wam was wami was 275 .2.5.1. und 2. Personalpronomen 279 5. Deklination Da die distanten Pronomen ursprünglich auf Substantive zurückgehen. Person distant Kasus Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Vokativ 3. Person nah Kasus Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv 2. 1. Die anderen weisen eigene Paradigmen auf.

B. sie können keinen Satzakzent tragen und ‚lehnen’ sich an das vorhergehende Wort an. dass ich hergekommen bin […]’ das Pronomen ja (zrobi!am). Ähnlich gestaltet sich der Plural.h. Dies ist möglich.280 5. przyjez˙dz˙aja˛c tutaj […] ‚Im übrigen. jemu. In den übrigen Kasus sind seine Formen mit den maskulinen identisch.’ c ) Die Personalpronomen im Nominativ unterscheiden sich vom Deutschen wesentlich dadurch. ‚Ich habe dir das Buch gegeben. um wen es sich handelt. Po´jde± do niego jutro. dla niej. deren Subjekt nicht durch ein Substantiv ausgedrückt wird. Pronomen 3. ‚Ich gehe morgen zu ihm. d. b) Die Formen mit dem Anlaut ni. ciebie und tobie treten auf. hier unterscheiden sich die nichtmaskulinpersonalen Formen ebenfalls nur im Nominativ und Akkusativ von den maskulin-personalen. moz˙e zrobi!am z´le.treten nach Präpositionen auf: do niego. nicht obligatorisch sind. Person Plural Kasus Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv maskulin-personal oni ich/nich im/nim ich/nich nimi nich andere Genera one ich/nich im/nim je/nie nimi nich Die Deklinationstabellen zeigen. So fehlt in dem Satz Zreszta". und nicht ihm. da wir ja durch die Endung des Verbs wissen. vielleicht war es nicht so gut. In vielen Fällen kann das Pronomen wegfallen. przypomnij-mi ‚denk an mich’. mie±.’ Die Formen go. z. dass sie in Sätzen. a nie jemu. Da!em ksia±z˙ke± tobie. dass das neutrale Pronomen nur im Nominativ und Akkusativ eine eigene Form aufweist. mit dem sie eine akzentuelle Einheit bilden: widze±-go ‚ich sehe ihn’. ci und cie± werden hingegen nur enklitisch gebraucht.1. Die Funktionen 276 a) Die Formen jego.3. Sie können nicht am Satzanfang stehen. Die Bedingung für das Weglassen des Pronomens ist in folgendem Textfragment sehr gut erkennbar: . mi. mu. 5. wenn sie den Satzakzent tragen.

ty spa!es´. Anders als der Mensch bricht sie niemals zusammen […]. Die eigentlich reflexive Grundfunktion besteht darin.2. Die Akademiegrammatik von 1998. mit dem Subjekt identisch ist. 508). od niego.B.2. andererseits gehört es verschiedenen halbgrammatischen Kategorien des Verbs im Bereich der Diathese an. W przeciwien´stwie do ludzi. dass der Referent der außersprachlichen Welt. Sie hat ein ausgezeichnetes Gedächtnis und eine außergewöhnliche psychische Widerstandskraft. do niego. 2. Sie kann vieles. dass der Referent eines syntaktischen Objekts identisch ist mit dem Subjekt. ‚Die Katze sieht sich im Spiegel. nie za!amuje sie± nigdy […] ‚Die Ratte ist dem Menschen ein angemessener Gegner. darunter auch die Funktion der Wortbildung. pani. auf den sich das Akkusativobjekt bezieht.’ werden die Personalpronomen immer gesetzt (s. wie z..5. Ma znakomita± pamie±c´ i niezwyk!a± odpornos´c´ psychiczna±. wen´ und zan´ sind rein schriftsprachliche Varianten mit einer archaischen Färbung für z niego. don´. na niego. hat der Grammatikschreibung seit jeher Probleme gemacht. das für die 1. zählt acht Funktionen auf. und in den folgenden bleibt sie im Zentrum der Aufmerksamkeit. im Satz Gdy ja pracowa!em. panie und pan´stwo. 277 . Ihr Gebrauch ist obligatorisch! d) Wollen wir hingegen die Person oder den Gegenstand in einer Gegenüberstellung betonen.’ identischer Referent Siebie markiert hier. nan´. und 3. das von dem transitiven Verb widziec´ ‚sehen’ gefordert ist. Im Unterschied zum Deutschen weist das Polnische nur ein Pronomen auf. Sie± hat einerseits pronominale Funktionen. I: 1991ff. hast du geschlafen. w niego und za niego. ‚Als ich gearbeitet habe. 5. und schließlich tritt es als Wortbildungselement auf. Aus diesem Grund genügt die bloße Form des Verbs. oden´.B. Reflexivpronomen 281 Szczur to godny cz!owieka przeciwnik. e) zen´. Reflexivpronomen Das Wort sie˛. Kot widzi siebie w lustrze.’ Im ersten Satz wird szczur ‚die Ratte’ als Subjekt eingeführt. anzuzeigen. Person sowie für Singular und Plural gleich ist. panowie. weil es sehr verschiedene Funktionen und Status haben kann. z. traditionell als Reflexivpronomen (zaimek zwrotny) bezeichnet. Diese Regel betrifft nicht die distanten Pronomen pan. Potrafi wiele.

’ Akkusativ: Kot widzi siebie w lustrze.’ Golicie sie±.’ Umyj sie˛! ‚Wasche dich!’ Ubra!em sie˛.’ Golisz sie±. ‚Janek hat sich nicht in die Liste eingetragen. ‚Die Katze sieht sich im Spiegel. Pronomen Gole± sie±. ‚Ich fürchte mich. so liegt man. ‚Sie rasieren sich.’ Das Reflexivpronomen tritt in allen Kasusformen außer dem Nominativ auf.’ Dativ: Jak sobie pos´cielesz. ‚Ich bin zur rechten Zeit fertig geworden mit dem Anziehen. Das Personalpronomen ist in ähnlichen Kontexten falsch (auch reflexives Possessivpronomen swo´j): *Gole± mnie. ‚Ich habe mich angezogen’. ‚Man braucht sich nicht zu fürchten.’ Golimy sie±. .’ Goli sie±. ‚Beschäftige dich vor allem mit dir selbst!’ Präpositiv: Zuzia najbardziej lubi opowiadac´ o sobie. ‚Ich rasiere mich.’ Zda˛z˙y!em sie˛ ubrac´.’ Ide˛ sie˛ umyc´. ‚Zuzia spricht am liebsten über sich selbst. tak sie± wys´pisz. ‚Wie man sich bettet.’ sobie und sie± können daneben auch anders verwendet werden. Achtung: der Gebrauch des Reflexivpronomens ist obligatorisch. ‚Er rasiert sich. Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Präpositiv Ø siebie sobie siebie/sie± o sobie Instrumental soba± In der rein reflexiven Funktion können alle Kasusformen des Reflexivpronomens auftreten: Genitiv: Janek nie umies´ci! siebie na lis´cie.’ Gola±± sie±.’ Instrumental: Zajmij sie± przede wszystkim soba±. ‚Ich gehe mich waschen. kann jedoch nicht am Anfang des Satzes stehen: Nie trzeba sie˛ bac´.’ aber: Boje˛ sie˛. ‚Ihr rasiert euch. ‚Wir rasieren uns. ‚Du rasierst dich. Das Lexem sie˛ steht im Satz im Prinzip vor dem zugehörigen Verb.282 5.

’ Marysia sie± ubiera. ‚Marysia zieht sich an und nicht ihre Tochter’ Bei den anderen Verben ist aber unabhängig von Kontrasten o. wenn das mit dem Objekt Bezeichnete mit dem Handelnden des Subjekts identisch ist. ‚Das Kind wäscht sich.1.’ auch: Zbigniew sie± buduje w Gdan´sku. Gebrauch von sie± sie± als Inhaltswort: reflexiv Als Inhaltswort tritt sie˛ in der syntaktischen Position des direkten oder indirekten Objekts auf und hat dann eigentlich-reflexive Funktion. Es handelt sich um eine Handlung.2.Ä. die von 280 279 278 . wenn das Pronomen besonders hervorgehoben wird.2.’ Marysia czesze sie± u zaprzyjaz´nionego fryzjera. a nie co´rke±. ‚Marysia zieht sich an.5.: Marysia ubiera siebie. ‚Karl kleidet sich bei einem guten Schneider ein. z. dass das Objekt der Handlung mit dem Subjekt identisch ist. Die transitiven Verben bic´#+"Akkusativ ‚schlagen’ oder ca!owac´#+"Akkusativ ‚küssen’ in Verbindung mit sie± drücken nicht aus. siebie ersetzt werden.’ Dziecko sie± myje.’ sie˛ als Inhaltswort: reziprok Das Element sie± kann die Position des direkten Objekts einnehmen und die Bedeutung ‚reziprok’ (="‚gegenseitig’) ausdrücken. Karol sie± goli. ‚Zbigniew baut in Danzig ein Haus.’ Diese Fälle erlauben auch die Verwendung der wortakzenttragenden Vollform siebie. bei denen sie± steht. ‚Karl rasiert sich. Karol ubiera sie± u dobrego krawca. Am häufigsten tritt die Akkusativform sie± auf. Alle Verben dieses Typs regieren ein Akkusativobjekt.’ sie± als Inhaltswort: vermittelt reflexiv Die Verben des Typs golic´ sie± ‚sich rasieren’ können in Verbindung mit der Präpositionalphrase u#+"Genitiv eine andere Bedeutung annehmen: das Substantiv im Genitiv gibt den eigentlichen Handlungsausführenden an. ‚Die Katze sieht sich im Spiegel.B. Es handelt sich um eine recht kleine Gruppe von Verben. Reflexivpronomen 283 5. ‚Die Katze leckt sich ab. ausschließlich die Form siebie zugelassen: Kot widzi siebie w lustrze.’ Kotka sie± liz˙e. ‚Marysia lässt sich bei einem befreundeten Frisör die Haare machen. In dieser Funktion kann es meist durch sobie bzw.

unproduktive Wortbildungsfunktion.’. uczyc´ ‚lehren’ – uczyc´ sie± ‚lernen’ sie± tritt oft bei Verben auf. Pies nazywa sie˛ Azor.’ Bei Verben für psychische und physische Zustände des Menschen ist die Bestimmung der Funktion des Pronomens sie˛ problematisch. Piasek sie˛ rozsypa!. als sie± die Bedeutung nicht zu verändern scheint. rozp!akac´ sie± ‚in Tränen ausbrechen’. ‚Der Teller ist zerbrochen. so dass man nicht mehr von Reflexivität sprechen kann. ‚Die Tür öffnet sich. martwic´ sie± ‚sich grämen’. ‚Der Sand ist verschüttet worden. rozsypac´ ‚verschütten’. d.’.’ Das gleiche gilt für einige intransitive Verben: Rodzice sie± k!o´ca±. Werden die gleichen Verben von sie± begleitet. Die Grenze zum Passiv mit sie± ist fließend.’.284 5. wyg!upiac´ sie± ‚herumalbern’. ‚Die Jungen schlagen sich (einander). dass sich eine bestimmte Aktion vollzieht. Talerz sie˛ st!uk!. ‚Die Kinder küssen einander. ‚Die Eltern streiten sich. die sich sonst mit einem Objekt verbinden: otworzyc´ ‚öffnen’. Suknia sie˛ gniecie. Ch!opcy sie± bija±. ‚Das Wasser läuft. nazywac´ ‚nennen’. Ein Pendant ohne sie± gibt es nicht.’ Dzieci sie± ca!uja±. z!os´cic´ sie˛ ‚sich ärgern’ Bei vielen Verben ist sie± ein obligatorischer Bestandteil.h. rozchorowac´ sie± ‚erkranken’. Sie haben eine kausative Bedeutung. Diese Konstruktion trägt insofern auch grammatische Züge. Drzwi sie˛ otwieraja˛. Pronomen mehr als einer Person ausgeführt wird und gegenseitig von einer Person auf die andere gerichtet ist.’ sie± als Wortbildungsformativ 281 Hier hat sie± lexikalische.’ Woda sie˛ leje. In einigen Fällen bewirkt sie± eine Bedeutungsverschiebung im Verb. sie werden auch Reflexiva tantum genannt. Es bildet Reflexivverben. psuc´ ‚kaputt machen’. ‚Das Spielzeug geht kaputt. ‚Der Hund heißt Azor.’. zakochac´ sie± ‚sich verlieben’ . gehen sie in intransitive Verben über und werden sozusagen ‚dekausativ’. bac´ sie± ‚sich fürchten’. denerwowac´ sie± ‚sich aufregen’. jemand veranlasst. spodziewac´ sie± ‚erwarten’. ohne einen Agens. ‚Das Kleid knittert. cieszyc´ sie± ‚sich freuen’. sie± modifiziert hier die eigentliche Bedeutung. Zabawki sie˛ psuja˛.’. Die Handlung geschieht wie von selbst.

czyta sie±’ (s.Hast du den Film schon gesehen? Ja.2. Zupa sie˛ gotuje. Es bildet synthetische Wortformen. ‚Dieser Stoff wäscht sich gut. moz˙na sobie darowac´.’ Owce sie± strzyz˙e raz w roku. Reflexivpronomen 285 sie± als Semi-Funktionswort: ständige Eigenschaft sie± besetzt die Stelle des Objekts und drückt eine Stativierung aus. Piotr sie± bije. Gebrauch von sobie Die Dativform sobie tritt in vielen Bedeutungsmodifikationen von Verben und Phraseologismen auf.’ Widzia!es´ juz˙ ten film? – Tak. Ziewna±!em. ‚Die Wäsche wäscht man in der Reinigung. ‚Ich musste gähnen.’ Ta tkanina dobrze sie± pierze.’ 5. Arguments in ein Dativobjekt (unpersönlich gebrauchte Verben).’ Von solchen Verbindungen mit dem Pronomen sobie gibt es sehr viele: 285 284 283 282 . ‚Die Suppe wird gerade gekocht. In diesen Fällen fungiert sobie nicht als Objekt. ‚Die Suppe macht man aus einem Gemüsesud.’ sie± als Funktionswort: subjektlose Konstruktionen Als Funktionswort hat sie˛ eine grammatische Funktion. Mo´g!bys´ sobie darowac´ te frazesy. darowac´ sobie ‚sich etwas schenken’. sondern bildet mit dem Ausgangsverb eine neue Bedeutung: darowac´ cos´ komus´ a) ‚etwas opfern’ b) ‚verzeihen’. .’ sie± als Funktionswort: Passiv sie± kann bei der Bildung des seltenen Passivs mit sie± auftreten (s.2. nichts besonderes. 382) auf: Zupe± sie± gotuje na wywarze z jarzyn. ‚Die Schafe werden einmal pro Jahr geschoren. sie± tritt im Präsens der subjektlosen Form .’ Bielizne± sie± pierze w pralni. eine bestimmte Gruppe von Verben erlaubt eine Deagentivierung durch die Umsetzung des 1.5. 379– 380). radzic´ sobie ‚sich zu helfen wissen’.’ Außerdem kann ein Verb mit dem Element sie± eine unbeabsichtigte Handlung bezeichnen. ‚Ich habe gegähnt. vgl radzic´ komu ‚jemandem raten’.’ ! Ziewne±!o mi sie±. nic nadzwyczajnego. Dieses Verfahren ist schwach grammatikalisiert und der Wortbildung recht nahe. Es entsteht die Zusatzbedeutung ‚Gewohnheit’. vs.2. den kann man sich schenken. ‚Diese Phrasen hättest du dir sparen können. ‚Piotr ist ein Schläger.

h. ‚Piotr nahm seinen Hut.3. powetowac´ sobie ‚sich schadlos halten’ Diese Bedeutung wird auch als Dativus commodi (Dativ des Vorteils) bezeichnet.a. przypominac´ sobie ‚sich erinnern’. d.’ Beziehung der Possessivität Das Paradigma der Possessivpronomen spiegelt in wesentlichen Teilen dasjenige der Personalpronomen wider. zugeordnet wird. die überhaupt nicht den Dativ regieren. Piotr wzia˛! swój kapelusz. Possessivpronomen 5.286 5. zaplanowac´ sobie ‚vorhaben’. Das Element sobie kann fakultativ auch bei Verben auftreten. der Nutznießer der Handlung steht im Dativ. postanowic´ sobie ‚sich entschließen’. Eine kleinere Gruppe von Verben nimmt auch das Element sobie fakultativ an. indem einer Einheit eine andere als Besitz u. uzurpowac´ sobie ‚usurpieren’. Diese Bedeutung kann nur mithilfe des Reflexivpronomens ausgedrückt werden. lekcewaz˙yc´ sobie ‚geringachten’. Sie zeigen auf eine Zuordnungsbeziehung.ä.B. marzyc´ sobie ‚sich erträumen’ kpic´ sobie ‚sich nichts machen aus’. Es handelt sich um solche Verben wie przyswajac´ sobie ‚sich aneignen’. Sie sind zur Wortart der Adjektive zu zählen. przyw!aszczac´ sobie ‚sich anmaßen’.’ 5. z˙artowac´ sobie ‚rumscherzen’ u. da es nicht durch ein Substantiv ersetzbar ist: *on bra! komus´ do serca. Pronomen !amac´ sobie g!owe± (nad czyms´) ‚sich über etwas den Kopf zerbrechen’ brac´ sobie do serca ‚sich etwas zu Herzen nehmen’ Moz˙na sobie je±zyk po!amac´ ‚Man kann sich die Zunge abbrechen’ In diesen Wendungen spielt sobie eine wichtige semantische Rolle.1. Ausdruck des Missfallens): Idz´ sobie! ‚Lass mich in Ruhe!’ Jak sobie chcesz. hat aber nicht die Bedeutung des Dativs des Vorteils: wyobraz˙ac´ sobie ‚sich vorstellen’. Kategorien und Bestand 286 Possessivpronomen (zaimki dzierz˙awcze) gehören zu den mit den Substantiven in Kasus. . ‚Wie du willst. Genus und Numerus kongruierenden Wörtern. In einigen Verbindungen erfüllt sobie eine expressive Funktion (z.3.

pana*/ distant pan´ski jego* männlich Singular weiblich mój twój pani* jej* swój männlich Plural weiblich nasz wasz pan´stwa* 3. (Die mit * gekennzeichneten Possessiva sind nicht flektierbar). ‚Ich habe meinen Hut genommen. der dem Referenten des grammatischen Subjekts in einem Besitzverhältnis zugeordnet wird. ‚Er hat seinen Hut genommen. In diesen Fällen ist also das Subjekt der Besitzer des bestimmten Objekts. also der sogenannten Höflichkeitsform für die 2.’ Achtung: Handelt es sich um ein Possessivpronomen in Objektposition. . Es kann sich auf die Formen aller Personen und Numeri beziehen und wird gebraucht. das dem Reflexivum sie± entspricht. Czy wzia±!es´ swo´j kapelusz? ‚Hast du deinen Hut genommen?’ Wzia±!em swo´j kapelusz. Eine weitere Besonderheit liegt in dem Zusammenfall der Genera in der 3. wenn es einen Gegenstand bestimmt.’ vs. ob der Besitzende mit dem Subjekt identisch ist oder nicht. pan´ski.’ Im Gegensatz zu den Personalpronomen fallen die Formen für Maskulin und Neutrum zusammen: on/ono ! jego. muss der Sprecher immer berücksichtigen. pani. familiär 2. pan´stwa auf.5. Ist dies der Fall.: Wzia±! swo´j kapelusz. Possessivpronomen 287 Numerus Person 1. Es treten die Formen pana. Person Plural: oni/one ! ich. wird obligatorisch die reflexive Form swo´j verwendet vgl. Person. ‚Ich habe das in Ihrem (mindestens zwei Männer) Buch gelesen.3. Eine Besonderheit des Possessivsystems ist das reflexive Possessivpronomen swo´j. Wie auch bei den Personalpronomen finden wir hier eine Ausdifferenzierung der distanten. Czy to jest pana samocho´d? ‚Ist das Ihr Auto?’ Czy to jest samocho´d pana? ‚Ist das das Auto des Herrn?’ Besonderheit: Die Formen pan´ und pano´ w sind sehr selten und werden meist hinter das Bezugsnomen gestellt: Czyta!em o tym w ksia±z˙ce pano´w. Das Possessivum ist normalerweise vorangestellt und das Substantiv nachgestellt. Von den homonymen Genitivformen der Nomen und Personalpronomen sind sie durch ihre Wortstellung unterschieden.

pan´skie ‚Ihr’ (Mann). moje ‚mein’ und two´j. [nur umgangssprachlich: Sprzeda!em mo´j samocho´d. Alle diese Formen werden durch sämtliche Kasus dekliniert. des Interrogativpronomens czyj und Negationspronomens niczyj. twoje ‚dein’ bzw. feminin und neutrum: mo´j. ‚Gestern habe ich meine Mutter angerufen.: Sprzeda!em swo´j samocho´d. ‚Er hat dessen Hut genommen.’ 5.’ – nicht seinen eigenen Das gilt für alle Personen.’ Spotka!em sie± z jego co´rka±. Oft wird der Besitzbezug auch durch den Kontext klar: Wczoraj zadzwoni!em do matki. und 2. Person und die distanten der zweiten Person pana. twoja. und pan´stwa hingegen sind indeklinabel (oben mit * versehen). pani.’ Generell gilt.3. ‚Das sind ihre Töchter. sie verändern ihre Form weder nach Genus noch Kasus. moja. Pronomen der Höflichkeit pan´ski wird genau wie ein Adjektiv dekliniert. ‚Ich habe mich mit seiner Tochter getroffen. Person entsprechen im Singular die Possessivpronomen für die drei Genera maskulin. d. pan´ski. To jest jego kapelusz.’ Czy to jest pana kapelusz? ‚Ist das Ihr Hut?’ Die Deklination stimmt in großen Teilen mit derjenigen der Adjektive überein.’ To sa± ich co´rki. Pronomen Wzia±! jego kapelusz. und 2. Die Pronomen der 3. Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Maskulin two´j twojego (twego) twojemu (twemu) twojego (twego) two´j twoim (twym) twoim (twym) twoje (twe) Neutrum twoje (twe) Feminin twoja (twa) twojej (twej) twojej (twej) twoja± (twa±) twoja± (twa±) twojej (twej) . Folgende Tabellen zeigen die Deklination der Possessiva mo´j. Das sog.h. Deklination 287 Den Formen der 1.2.] ‚Ich habe mein Auto verkauft. ‚Das ist sein Hut. Die Pluralformen sind nasz ‚unser’ und wasz ‚euer’. two´j. also auch für die 1.288 5. swo´j. pan´ska. dass im Polnischen Possessiva seltener verwendet werden als im Deutschen.

gibt es neben den Vollformen auch zusammengezogene (in Klammern angegeben). Während die Vollformen stilistisch unmarkiert sind. Possessivpronomen 289 Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Maskulin-personal twoi twoich (twych) twoim (twym) twoich (twych) twoimi (twymi) twoich (twych) Nichtmaskulin-personal twoje (twe) twoich (twych) twoim (twym) twoje (twe) twoimi (twymi) twoich (twych) Wie die Tabellen zeigen.3. nasz naszym naszym Maskulin-personal nasi naszych naszym nasze nasze Neutrum nasze Feminin nasza naszej naszej nasza± nasza± naszej andere Genera nasze . sind die Kurzformen buchsprachlich gefärbt.5. Die Paradigmen der pluralischen Pronomen nasz und wasz: Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv naszych naszymi naszych Maskulin nasz naszego naszemu naszego.

ile ‚wieviel’ b) Eigenschaften. auch nikt =#Negationspronomen) Das adjektivische Pronomen jaki wird wie taki (="Demonstrativpronomen) und czyj wie mo´j (="Possessivpronomen) dekliniert. dopo´ki ‚bis wann’ . odka±d ‚seit wann’. ktokolwiek bzw. ihm dieses fehlende Element zu nennen. Er kann fragen nach: a) Personen. wenn der Sprecher ein Element der Situation nicht kennt und den Hörer auffordert. 5. adverbial: • Art und Weise: jak ‚wie’ • Zeit: kiedy ‚wann’. Nominativ Plural bei Maskulin-personal kto´rzy. co ‚was’. czyj ‚wessen’ c) Umstände. cos´. Sie werden gebraucht.4.4. cokolwiek =#Indefinitpronomen. Deklination 289 Die substantivischen Pronomen kto ‚wer’. co auch ktos´. Ile kobiet by!o na zebraniu? ‚Wieviele Frauen waren auf der Versammlung?’ Ilu me±z˙czyzn by!o na zebraniu? ‚Wieviele Männer waren auf der Versammlung?’ (wie kto bzw. 5. co ‚was’ und ile/ilu ‚wieviel’ haben folgende Flexionsformen: Kasus Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv kto kto kogo komu kogo kim kim co co czego czemu co czym czym ile ilu/iloma ilu ile ile ilu ilu ilu ilu ilu ile ist die nicht-maskulin-personale und ilu die maskulin-personale Form (tyle hat die gleiche Deklination).2. kto´ry wird wie ein Adjektiv mit hart auslautendem Stamm flektiert. Funktion als Interrogativpronomen 290 Interrogativpronomen (zaimki pytajne) sind eine rein lexikalisch-semantisch bestimmte Kategorie.4. adjektivische und adverbiale Elemente unterscheiden. Formal lassen sich substantivische.290 5. Interrogativ-Relativpronomen 288 Die Klasse der Interrogativ-Relativpronomen (zaimki pytajno-wzgle±dne) lässt sich in zwei verschiedenen Funktionen verwenden: zum einen in der Funktion von Interrogativ-.1. substantivisch: kto ‚wer’. adjektivisch: kto´ry/jaki ‚welcher’. Pronomen 5. Gegenständen und Mengen. zum anderen von Relativpronomen.

taki-jaki. to-co.’ Zgubi!em te± ksia±z˙ke±. ‚Ich habe soviele Brötchen gekauft. 293 . was du mir geraten hast. A z kimz˙e tak d!ugo rozmawia!es´? ‚Mit wem hast du denn so lange gesprochen?’ Doka±dz˙e pe±dzisz? ‚Wo willst du denn so schnell hin?’ A gdziez˙ ty by!es´? ‚Wo warst du denn?’ 292 291 5. Sie weisen z. taki syn. ‚Ich habe gemacht. kto´re±dy ‚wohin’.5. ‚Wie der Vater. tyle-ile Kto szuka. so der Sohn.3. wie du mir gesagt hast. was ich brauche. Das Pronomen trägt in diesen Fällen immer die Satzintonation.4.bzw. Bestimmtheitsstatus der Personen. doka±d ‚wohin’ • Grund: dlaczego ‚warum’. Indefinitpronomen Indefinitpronomen (zaimki nieokres´lone) sind eine lexikalisch-semantisch bestimmte Kategorie. gdzie rosna± pie˛kne kwiaty. die der Sprecher.’ 5.4. ten-kto. ska±d ‚von wo’. Indefinitpronomen 291 • Ort: gdzie ‚wo’. ile kaza!as´. Mit Indefinitpronomen wird der Bekanntheits. ‚Ich habe das Buch verloren.’ Po´jdziemy tam. ten znajdzie. ten-kto´ry. wo schöne Blumen blühen. tam-gdzie.T.5. das du mir geschenkt hast. Im untergeordneten Satz verfügen sie über Satzgliedstatus. In diesem Falle dienen sie als Bindeglied zwischen zwei Sätzen (s.5. 568).’ Jaki ojciec. czego potrzebuje±.’ Kupi!em tyle bu!ek. Indefinit sind solche Einheiten.4. Pronomen mit Abtönungspartikel -z˙ An alle Interrogativpronomen kann die umgangssprachliche expressive verstärkende Abtönungspartikel -z˙ angehängt werden (bei Auslaut auf Konsonant -z˙e).’ To jest to. der findet. Sie drückt eine negativ bewertende Verwunderung aus. czemu ‚wieso’ (umgangssprachlich) 5. ‚Wer sucht. ‚Das ist das. Gegenstände und Umstände angegeben. kto´ra± ty mi podarowa!es´. aber nicht der Hörer oder keiner von beiden in dem besprochenen Weltausschnitt konkret identifizieren kann. ‚Wir gehen dorthin.’ Zrobi!em tak. jak mi radzi!es´. tak-jak. Korrelate im Hauptsatz auf. Funktion als Relativpronomen Fast alle Interrogativpronomen treten auch als Relativpronomen (zaimki wzgle±dne) auf.

jemand’). ilekolwiek • adjektivisch: kto´rykolwiek. doka±ds´. der Gegenstand oder der Umstand weder dem Hörer noch dem Sprecher selbst bekannt sind (. ska±dkolwiek. denk immer an die Zukunft!’ Daneben gibt es die seltenen Formen ba±dz´ und -kolwiek ba±dz´ mit gleicher Bedeutung: kto ba±dz´. ‚Er war mal sehr reich.5. dass die Person. dem Gegenstand oder dem Umstand keinen spezifischen Vertreter vor Augen hat (. nie byle co ‚nicht irgendetwas’ .292 5.’ 5. dass der Sprecher von der Person.’ • adjektivisch: kto´rys´.5. wir werden dir helfen. kto´re±dys´. kto´re±dykolwiek. gdziekolwiek. Pronomen Wie bei den Interrogativpronomen gibt es substantivische. czyjkolwiek • adverbial: jakkolwiek. jaki(s´)kolwiek. • substantivisch: ktos´. ska±d(e)s´ (auch ska±dsis´). pomys´l zawsze o przysz!os´ci.3. Reihe um ktos´ 294 Ausdrücke wie ktos´ geben an.’ • adverbial jakos´. • substantivisch: ktokolwiek. ‚Es ist jemand in die Wohnung eingebrochen.irgendjemand’).5. byle co ‚was auch immer’. kiedykolwiek. Kiedys´ by! bardzo bogaty. • substantivisch: byle kto ‚jeder x-beliebige’.2. nie byle kto ‚nicht irgendjemand’. jakis´. gdzies´. co ba±dz´. cokolwiek. iles´ Ktos´ w!ama! sie± do mieszkania. Es kann sich sowohl um real existierende als auch nicht existierende Einheiten handeln. doka±dkolwiek Cokolwiek postanowisz. Sie werden in konditionalen Kontexten verwendet. gdzie ba±dz´. ‚Was du auch beschließt. Po!o´z˙ to gdzie ba±dz´! ‚Leg das irgendwo hin!’ 5. ‚Ich suche einen Arzt. cos´. Reihe um ktokolwiek 295 Diese Formen geben an. czyjs´ Szukam jakiegos´ lekarza. be±dziemy ci pomagac´. adjektivische und adverbiale Indefinitpronomen. kiedys´. In der Negation dagegen kommt eine positive Bewertung zum Ausdruck (umgangssprachlich).’ Jakkolwiek posta˛pisz. 5. ‚Wie du auch verfährst.1. Reihe um byle kto 296 Diese Reihe enthält eine meist negativ bewertende Komponente im Sinne ‚jeder xbeliebige’.

jeden.4. ‚Sie freute sich über jedwede Kleinigkeit. dessen Identität dem Sprecher bekannt ist. Rozmawia!am dzis´ o tym z jedna˛˛ pania˛. ‚Er hat sich gewissermaßen mit dieser Situation abgefunden.5.’ Posprza±ta!as´ tu byle jak.’ 298 297 .einige’). byle jak ‚egal wie’. nie byle gdzie ‚nicht irgendwo’. ‚Es wehte ein anderer Wind. niejaki ‚ein gewisser’. Spezielle Pronomen pewien. • substantivisch: nieco ‚ein bisschen’ • adjektivisch: niekto´re/niekto´rzy ‚manche/einige’.’ 5.’ On zawsze k!adzie rzeczy byle gdzie.5. nie byle jak ‚nicht irgendwie’ Piotr nie zadaje sie± z byle kim. nie byle jaki ‚nicht von Pappe’ • adverbial: byle gdzie ‚egal wo’. ‚Manche mögen kein Fernsehen. niekiedy ‚manchmal’ Niekto´rzy nie lubia± telewizji. über den der Sprecher im weiteren Verlauf noch etwas erzählen möchte.’ Jeden ‚ein’ gibt in seiner unbetonten Form (wenn betont liegt ein Numerale vor) eine dem Hörer unbekannte Person oder einen Gegenstand an. ‚Er legt seine Sachen immer was weiß ich wohin.’ Niejeden nie da!by sobie rady. Indefinitpronomen 293 • adjektivisch: byle jaki ‚jeder x-beliebige’. ‚So mancher hätte sich nicht zu helfen gewusst. ‚Ich sprach heute darüber mit einer Frau. Die Reihe ist weniger produktiv und zum Teil lexikalisiert (.5. ‚Ein gewisser Diplomat hat einen Autounfall verursacht.’ Inny ‚der andere/ein anderer’: Powia! inny wiatr.5.’ 5. niejeden ‚manch einer’ • adverbial: niejako ‚gewissermaßen’. ‚Du hast hier nicht ordentlich aufgeräumt. Reihe um nieco Sie steht für eine kleine Menge von etwas. Pewien dyplomata spowodowa! wypadek samochodowy.’ Pogodzi! sie± niejako z taka± sytuacja±. einen Gegenstand.5. ‚Piotr gibt sich nicht mit jedem x-beliebigen ab.’ byle kann auch alleine stehen: Cieszy!a sie± byle drobnostka±. inny Pewien ‚ein gewisser’: es geht um eine real existierende Person bzw.

sie zeigen auf eine Person. was vorher gesagt worden ist bzw.6.und Determinativpronomen Demonstrativ.6. ‚Erst so und dann wieder so.’ 5. die sowohl der Hörer als auch der Sprecher in dem besprochenen Weltausschnitt konkret identifizieren können.5.6.’ Raz tak. Pronomen 5.h. bald gesagt werden wird. identifizieren.294 5. a) adjektivisch • ten ‚dieser’ in der Nähe des Sprechers • tamten ‚jener/der dort’ vom Sprecher etwas weiter entfernt • taki ‚solch ein’ • o´w (buchspr. Demonstrativpronomen 300 Demonstrativpronomen (zaimki wskazuja±ce) haben zeigende Funktion. Es handelt sich um eine recht heterogene Gruppe von Pronomen. ten tym tym Maskulin ten tego temu to Neutrum to Feminin ta tej tej te± ta± tej . d.und Determinativpronomen (zaimki wskazuja±ce i upowszechniaja±ce) sind eine lexikalisch-semantisch bestimmte Kategorie. Spezielle pronominale Kombinationen 299 Kombinationen aus Pronomen können eine andere Bedeutung annehmen: ten i o´w ‚dieser und jener’. Es sind dies Elemente. in der die Unterhaltung stattfindet oder in dem. Demonstrativ. Sie können sie entweder in der Situation. taki czy owaki ‚der eine oder andere’ (umgangssprachlich): obwohl aus zwei Demonstrativpronomen zusammengesetzt bezeichnet sie eine nicht identifizierbare Gruppe von Elementen. einen Gegenstand oder eine Eigenschaft.) ‚jener’ 301 ten – tamten Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv tego. ‚Dieser und jener erzählte etwas. 5.1. Ten i o´w cos´ powiedzia!. raz owak.

und Determinativpronomen 295 Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Maskulin-personal ci tych tym tych tymi tych andere Genera te te Achtung: die Form te± feminin Sg. Demonstrativ. taki takim takim Maskulin-personal tacy takich takim takie Maskulin taki takiego takiemu takie Neutrum takie Feminin taka takiej takiej taka± taka± takiej andere Genera takie 302 ten und tamten können auch als Pro-Formen des Substantivs verwendet werden (o´w nicht). Akkusativ weicht von der entsprechenden Adjektivform ab! (Wezme± te± czarna± sukienke±.’).).6.’ . ‚Ich nehme das schwarze Kleid dort. In der Umgangssprache wird statt te± in Anlehnung an die Adjektivdeklination häufig ta± verwendet (Wezme± ta± czarna± sukienke±.5. ‚Er holte sich Rat beim Professor. tamta wird hingegen auch in der Schriftsprache wie ein regelmäßiges Adjektiv flektiert: Wezme± tamta± czarna± sukienke±. Poszed! po rade± do profesora – ten wskaza! mu odpowiednia± lekture±. taki Singular Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv Plural Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv takich takimi takich takiego. Der gab ihm die entsprechenden Lektürehinweise.

‚Er wollte sie um jeden Preis retten. tak ‚so’. o´wdzie ‚hier’. Pronomen b) adverbial teraz ‚jetzt’.’ ca!y ‚ganz’: Vollständigkeit bei Gegenständen.’ • Substantivisch und adjektivisch: kaz˙dy ‚jeder’: bezieht sich auf die einzelnen Mitglieder einer bestimmten. also nicht identifizierbaren Menge. auch im Sinne ‚jeder nur mögliche’ Wszelkie prawa zastrzez˙one.’ • Adverbial: zawsze ‚immer’. Determinativpronomen (zaimki upowszechniaja±ce) a) Quantifizierende Pronomen 303 Quantifizierende Pronomen (zaimki kwantyfikuja±ce) geben den Umfang einer bestimmten Menge an.’ wszelki ‚jeglicher’: bezieht sich auf beliebige mögliche Mitglieder einer unbestimmten. wsze±dzie ‚überall’ . tam ‚dort’.’ 5. nur bei Substantiven für nichtzählbare Stoffe Wyla!o mi sie± wszystko mleko. ‚Janek ist zu allem fähig.’ By!em ca!y czas w swoim pokoju. ‚Ich war die ganze Zeit in meinem Zimmer. • Substantivisch: wszystko ‚alles’: Gesamtheit aller Dinge und Angelegenheiten in einem bestimmten Kontext Janek jest zdolny do wszystkiego. Sie können auf die einzelnen Elemente verweisen oder auf die Gesamtmenge.6. oto ‚dies’ Nie mam teraz czasu. ‚Mir ist die ganze Milch ausgelaufen. ‚Man war hier und dort. ‚Jeder von uns hat die Pflicht zu helfen. bei Substantiven für zählbare Dinge.’ Chcia! ja± za wszelka± cene± ratowac´. Zjedlis´my juz ca!y chleb. ‚Ich habe jetzt keine Zeit. te±dy ‚hierlang’. ‚Damals habe ich nicht so über ihn gedacht. zewsza±d ‚von überall’.2.’ Wtedy o nim tak nie mys´la!em. tu ‚hier’. also identifizierbaren Menge Kaz˙dy z nas ma obowia±zek pomo´c.’ • Adjektivisch: wszystek ‚ganz’: die Vollständigkeit einer Masse.’ Bywa!o sie± tu i o´wdzie. ‚Wir haben schon das ganze Brot aufgegessen. ‚Alle Rechte vorbehalten. auch Abstrakta. wtedy ‚damals’.296 5.

’ Deklination (vgl.ist nur begrenzt regelmäßig. • substantivisch: nikt ‚niemand’. niczyj ‚niemandes’ • adverbial: nigdzie ‚nirgends’.’ sam hat mehrere Funktionen in Abhängigkeit von dem Lexem. 305 .6.’ Nigdy sie± nie spo´z´nia!. ‚Ich fühle mich nicht besonders. ‚Sie verhalten sich gleich. ‚Es war kein Telefon dort. nijak ‚auf keine Weise’.’ Achtung: Das ähnlich aussehende Pronomen nijako und seine Derivate haben eine andere Bedeutung.und Determinativpronomen 297 b) Negativpronomen Mit Hilfe der Negativpronomen (zaimki przecza±ce) werden Elemente einer Situation verneint. ‚Er kam nie zu spät. c) Pronomen sam • substantivisch To ciasto zrobi!em sam.5. nic ‚nichts’.’ • adverbial Zachowuja± sie± tak samo. ‚Ich brauche niemandes Hilfe. ‚Den Kuchen habe ich selbst gemacht. mit Interrogativpronomen kto. z˙aden wie ein Adjektiv. ‚Er hielt direkt an der Tür inne. Demonstrativ.’ Nie potrzebuje± niczyjej pomocy. co 289) Kasus Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ Instrumental Präpositiv nikt nikt nikogo nikomu nikogo nikim nikim nic nic niczego niczemu nic niczym niczym 304 niczyj wird wie das Possessivpronomen mo´j dekliniert. nigdy ‚nie’. Czuje± sie± nijako.’ • adjektivisch Zatrzyma! sie± przy samych drzwiach. znika±d ‚von nirgendwoher’ Tam nie by!o z˙adnego telefonu. das es begleitet. Die Bildung mit ni. z˙aden ‚keiner’ • adjektivisch: z˙aden ‚kein’.

’ Kupi!y takie same sukienki. ‚Er hielt direkt an der Tür inne. meist ‚genau’ Zatrzyma! sie± przy samych drzwiach. ‚Sie haben an derselben Universität studiert. ‚Er spricht mit dem Präsidenten persönlich. ‚Er ist ganz allein auf der Welt. ‚Sie haben die gleichen Kleider gekauft. oft ‚selbst’ To ciasto zrobi!em sam.’ • Präzisierung. Pronomen • expressive Hervorhebung.’ Sam sobie przeczysz.) ‚derselbe/der gleiche’ Studiowali na tym samym uniwersytecie. ‚Er kam genau zur rechten Zeit.’ Przyszed! w sama± pore±.’ • Bedeutung ‚allein’ Zosta! sam na s´wiecie. ‚Den Kuchen habe ich selbst gemacht.’ Zostaw mnie sama±! ‚Lass mich allein!’ • Identifikation (in Kombinationen ten sam u. ‚Du widersprichst dir selbst.’ .a.’ Rozmawia z samym prezydentem.298 5.

6. die bisher entweder kaum beachtet verstreut in verschiedenen Kapiteln behandelt worden sind. Auxiliare hingegen bilden mit einer anderen Form.und Modusmarkierung bzw. byc´).h.’ . Sie haben keine referenzielle Funktion. auf das sie sich beziehen. es kann in folgenden syntaktischen bzw. Diese Wortart stellt im Verglaich zur traditionellen Grammatikschreibung eine Neuerung dar. Es handelt sich um Funktionswörter. weiter. Der Übergang vom Vollverb zum Auxiliar ist vor allem im Bereich der Modalität fließend. Wir unterscheiden folgende Typen von Auxiliaren: • • • • • Kopulae Tempusalauxiliare Diathese-Tempus-Aspekt-Auxiliare Modalauxiliare Phasenauxiliare 306 Extrem polyfunktional ist byc´. Vollverben können als eigenständiges Prädikat auftreten und Satzglieder unterordnen. andere grammatische Kategorien des Verbs. aber wie ein Affix fungieren. d. bisweilen allen Verbtypen verbindbar (im Falle der Kopula mit allen Typen von Substantiven und allen typischen Adjektiven). eine erweiterte Worform. Sie selbst haben den syntaktischen Status eines Funktionswortes und sind mit einer großen Anzahl. als sie an der Oberfläche wie Verben aussehen. Sie nehmen insofern eine Zwitterposition ein. Auxiliare haben eine Leerstelle bzw. Auxiliare In Bezug auf den syntaktischen Status lassen sich Verben und Auxiliare (wyrazy posi!kowe) unterscheiden. Auxiliare tragen typischerweise die Tempus. Sie transportieren die Argumentstruktur des Vollverbs.B. Auxiliare sind eigenständige Wörter. Ein Verb kann je nach Bedeutung verschiedenen Status haben (z. meist dem Infinitiv oder dem Partizip Passiv. ‚Dieses Buch gibt es im Buchladen. semantischen Verwendungen auftreten: • Vollverb: Existenzbehauptung Ta ksia±z˙ka jest w ksie±garni. Sie sind autosemantisch. die gemeinsam mit einem Inhaltswort in einem Prädikat auftreten. Argumentstelle für ein solches Inhaltswort – meist ein Verb – und eröffnen darüber hinaus keine eigenen Stellen (Kopulae haben zwei Leerstellen). Syntaktisch sind sie auch dadurch charakterisiert. haben referenzielle Funktion. dass sie sich bei Passivtransformationen nicht formal ändern und dass sie nicht unabhängig vom Vollverb durch Adverbien modifiziert werden können.

ausschließlich die prädikativen Kategorien ‚Tempus’ und ‚Modus’ bei einem adjektivischen oder substantivischen Prädikat auszudrücken. ‚Man muss warten. – Be±dzie widac´ plame±. Sie haben selbst keine lexikalische Bedeutung. d.’ Andere Strukturen stehen ebenfalls mit der Nullkopula im Präsens.’ • Tempusalauxiliar: Futur Be±dziemy czekac´ na swoja± kolejke±.’ • Diathese-Tempus-Aspekt-Auxiliar Ser Mozzarella jest wyrabiany z mleka krowiego. ‚Wir werden warten müssen. szkoda. ‚Jan ist Student. ‚Und das ist der neueste Roman dieses Autors.300 6. – Trzeba be±dzie poczekac´.’ – Trzeba by!o poczekac´. ‚Diese Sache ist zu erledigen. Folgende Fälle haben im Präsens Null. (falsch: *Trzeba jest poczekac´. Trzeba poczekac´. ‚Es ist ein Fleck zu sehen. erlauben jedoch die Setzung von byc´: .’ • Modalauxiliar Ta sprawa jest do za!atwienia. ‚Jan ist ein fähiger Lehrer’ Bei einigen Prädikatstypen tritt die Kopula als syntaktische Null auf. während in den anderen Tempora die Kopula byc´ auftritt: • die subjektlosen Modalauxiliare trzeba.1. 6.) • der unabhängige Infinitiv Widac´ plame±. ‚Es ist schrecklich daran zu denken. ‚Es ist Zeit nach Hause zu gehen. Die zentrale Kopula ist byc´. bis wir an der Reihe sind.’ • Demonstrativum oto (schriftsprachlich) A oto najnowsza powies´c´ tego pisarza. Czas wracac´ do domu.’ – By!o widac´ plame±.).) • prädikative Substantive wie strach. czas Strach pomys´lec´. moz˙na. ‚Mozzarella wird aus Kuhmilch hergestellt. (falsch: *´Jest widac´ plame±. im Satz steht nichts und eine Form von byc´ ist auch nicht einsetzbar.h.’ (falsch: *Strach jest pomys´lec´.’ Zur Konjugation von byc´ 373. Kopulae 307 Kopulae (!a±czniki) dienen dazu. Auxiliare • Kopula: Tempus und Modus Jan jest studentem. Jan jest zdolnym nauczycielem.

‚Es ist angenehm hier zu sitzen. beide Formen sind in Gebrauch. ‚Es ist besser. Pan Nowak to lekarz.’ aber: Pan Nowak jest lekarzem.6. Be±dziemy czekac´/czekali na swoja± kolej. wobei kein semantischer Unterschied feststellbar ist.2.’ Eine weitere Kopula des Polnischen ist das polyfunktionale Wort to. Tempusalauxiliare (wyrazy posi!kowe temporalne) Das Tempus ‚Futur’ und einige ‚Resultativkonstruktionen’ werden mit Hilfe der Temporalbegleiter byc´ bzw. Das Objekt ist ein Gegenstand. ‚Am besten man geht jetzt. diese sind vorwiegend buchsprachlich markiert: stanowic´. Najlepiej to wyjs´c´. ‚Wir werden warten. Tempusalauxiliare 301 • Adverben im Prädikat Przyjemnie (jest) tu siedziec´. Verbindet sich dieses Futurauxiliar mit einem Modalauxiliar ist nur die Form auf -l (be±dziemy musieli) zugelassen. dieses Gespräch zu beenden. ‚Ich habe das schon lange geschrieben. zrobic´ und einigen anderen (umgangssprachlich).2.’ Sytuacja firmy przedstawia sie± korzystnie. • Futur von byc´ + Präteritumstamm auf -!/-l oder + Infinitiv (be±dzie czeka!/be±dzie czekac´).’ 308 . Dieser Zustand hält bis zum Redemoment an. der auf einen Zustandswechsel zurückgeht. Mam to juz˙ dawno napisane.’ Be±dziemy musieli za!atwic´ to inaczej. sondern im Nominativ.’ 6. Im Gegensatz zur Kopula byc´ steht das Prädikatsnomen nicht im Instrumental. ‚Wir werden das anders erledigen müssen. miec´ gebildet.’ • miec´ + Partizip Passiv perfektiver Verben.’ Daneben gibt es einige Lexeme.’.’ • Angaben der Uhrzeit Kto´ra (jest) godzina? Szo´sta. Tlen stanowi istotny sk!adnik powietrza. da nur mit wenigen Verben gebildete. der sich im Besitz der durch das Subjekt versprachlichten Person befindet. diese relativ schwach grammatikalisierte. przedstawiac´ sie±. Die partizipiale Form auf -l ist in der Wortfolge festgelegt: byc´ + Verb. ‚Wieviel Uhr ist es? Sechs. Lepiej (jest) skon´czyc´ te± rozmowe±. Konstruktion drückt einen Zustand aus. ‚Sauerstoff ist ein wichtiger Bestandteil der Luft. die sich an der Grenze zum Vollverb befinden. Möglich mit den Verben napisac´. Es ist eine Art des Perfekts. bis wir an der Reihe sind. ‚Die Lage der Firma stellt sich günstig dar. ‚Herr Nowak ist Arzt.

‚Häuser werden bisweilen aus Holz gebaut. die einen Infinitiv regieren. Fähigkeit u. Gelegenheit. 380).4. z.3. es tritt in allen drei Tempora auf Dom jest zbudowany z ceg!y. ist die Grenze zu Vollverben. Diathese-Tempus-Aspekt-Auxiliare 309 (wyrazy posi!kowe diatetyczne) Das Passiv wird mit einem Auxiliar in Kombination mit dem Partizip Passiv gebildet (s. Modalauxiliare 310 Modalauxiliare (wyrazy posi!kowe modalne) sind polyfunktionale Ausdrücke der Möglichkeit und Notwendigkeit der Realisierung eines Sachverhalts.’ 6. Wir unterscheiden zwei syntaktische Typen von Modalauxiliaren: Der Typ NNominativ + AUXmod + VInfinitiv Das Modalauxiliar steht mit einem Verb im Infinitiv. Modalauxiliare eröffnen nur eine Argumentstelle. Es treten byc´. ‚Das Haus wurde vor fünf Jahren gebaut. Es gibt typische und weniger typische Modalauxiliare.a. Das erste Argument des Vollverbs wird als Subjekt im Nominativ realisiert. die vom infiniten Verb besetzt wird. Auxiliare 6.’ • bywac´ + Partizip Passiv (X bywa (z)budowany) Domy bywaja± budowane z drewna. sondern transportieren die Argumentstruktur des infiniten Verbs weiter. ‚Das Haus ist aus Ziegel gebaut. • kein Aspektpartner. • byc´ + Partizip Passiv (X jest (z)budowany) byc´ verbindet sich mit Verben sowohl des pf. Notwendigkeit versprachlicht werden können. Die Bedeutung ist abstrakt.’ • zostac´ + Partizip Passiv Perfektiv (X zosta! zbudowany) Dom zosta! zbudowany pie±c´ lat temu. als auch des ipf.302 6. sodass recht verschiedene Arten von Möglichkeit bzw. Aspekts. Sie eröffnen keine Leerstellen für nominale Argumente. Möglichkeit aufgrund von Erlaubnis. • miec´ ‚sollen’ Wie±c co mam robic´? ‚Was soll ich denn tun?’ . • kein Imperativ. Formal sind alle Lexeme der zentralen Modalauxiliare durch drei Merkmale gekennzeichnet: • obligatorische und alleinige Infinitivrektion. Sie haben somit modale und keine referenzielle Funktion. fließend. zostac´ und bywac´ auf. Da Modalauxiliare das Resultat eines schrittweisen Grammatikalisierungsprozesses sind.B.

’ • moz˙na ‚man kann’ Jak moz˙na mówic´ takie rzeczy! ‚Wie kann man nur sowas sagen!’ • wypada ‚man muss/soll’ (in seltenen Fällen kann auch ein Substantiv im Dativ auftreten) Nie wypada s´piewac´ przy jedzeniu.’ • nalez˙y ‚man muss/soll’ Nalez˙y myc ´owoce przed spoz˙yciem.4. Person powinnis´my powinnis´cie powinni andere Genera powinnys´my powinnys´cie powinny powinienem powinienes´ powinien Feminin powinnam powinnas´ powinna powinno Neutrum 311 . • trzeba ‚man muss/soll’ Trzeba sie± pogodzic´ z faktami.’ Eine besondere Flexion hat das Auxiliar powinien ‚sollte’: Präsens Singular Maskulin 1. ‚Meine Mutter wurde krank und ich musste einen Arzt suchen. Person 3. Person 3. Person 2. ‚Es gehört sich nicht. ‚Eine Tochter sollte ihrem Vater vertrauen. Person Präsens Plural Maskulin-personal 1. beim Essen zu singen. ‚Man muss sich mit den Tatsachen arrangieren.’ • musiec´ ‚müssen’ Matka mi zachorowa!a i musia!em szukac´ doktora. Diese Auxiliare erlauben nur Verben mit humanem ersten Argument und können nicht im Passiv auftreten.6. Person 2. ‚Obst muss man vor dem Verzehr waschen. Modalauxiliare 303 • móc ‚können’ Nie moge± mu tego powiedziec´! ‚Das kann ich ihm nicht sagen.’ • powinien ‚sollte’ Córka powinna ufac´ ojcu.’ Der Typ NNull + AUXmod + VInfinitiv Das erste Argument des Vollverbs wird als Null realisiert.

304 6. Person mia!em mia!es´ mia! Feminin mia!am mia!as´ mia!a mia!o Neutrum Präteritum Plural Maskulin-personal 1. Person 2. Person 3. Person 2. Person powinienem by! powinienes´ by! powinien by! Feminin powinnam by!a powinnas´ by!a powinna by!a powinno by!o Neutrum Präteritum Plural (selten) Maskulin-personal 1. Person 3. Person Präsens Plural Maskulin-personal 1. Person mielis´my mielis´cie mieli andere Genera mia!ys´my mia!ys´cie mia!y . Person mamy macie maja± andere Genera mamy macie maja± mam masz ma Feminin mam masz ma ma Neutrum Präteritum Singular Maskulin 1. Person 3. Auxiliare Präteritum Singular (selten) Maskulin 1. Person 2. Person 2. Person 3. Person 3. Person 312 andere Genera powinnys´my by!y powinnys´cie by!y powinny by!y powinnis´my byli powinnis´cie byli powinni byli miec´ Präsens Singular Maskulin 1. Person 3. Person 2. Person 2.

Person 3. Person 3. Person 3. Person 3. Person 3. Person be±dziemy mogli be±dziecie mogli be±da± mogli andere Genera be±dziemy mog!y be±dziecie mog!y be±da± mog!y be±de± mo´g! be±dziesz mo´g! be±dzie mo´g! Feminin be±de± mog!a be±dziesz mog!a be±dzie mog!a be±dzie mog!o Neutrum moglis´my moglis´cie mogli andere Genera mog!ys´my mog!ys´cie mog!y . Person moz˙emy moz˙ecie moga± andere Genera moz˙emy moz˙ecie moga± moge± moz˙esz moz˙e Feminin moge± moz˙esz moz˙e moz˙e Neutrum 313 Präteritum Singular Maskulin 1. Person 2. Person mog!em mog!es´ mo´g! Feminin mog!am mog!as´ mog!a mog!o Neutrum Präteritum Plural Maskulin-personal 1. Person Futur Plural Maskulin-personal 1. Person 3.6. Person Präsens Plural Maskulin-personal 1. Modalauxiliare 305 móc Präsens Singular Maskulin 1. Person 2. Person 2. Person 2. Person 2.4. Person Futur Singular Maskulin 1. Person 2.

Person 2. Person 3. Person 3.306 6. Person 2. Person Futur Plural Maskulin-personal 1. Auxiliare 314 musiec´ Präsens Singular Maskulin 1. Person 3. Person 3. Person Futur Singular Maskulin 1. Person Präsens Plural Maskulin-personal 1. Person 2. Person 3. Person musia!em musia!es´ musia! Feminin musia!am musia!as´ musia!a musia!o Neutrum Präteritum Plural Maskulin-personal 1. Person 2. Person musimy musicie musza± andere Genera musimy musicie musza± musze± musisz musi Feminin musze± musisz musi musi Neutrum Präteritum Singular Maskulin 1. Person 2. Person 3. Person be±dziemy mogli be±dziecie mogli be±da± mogli andere Genera be±dziemy mog!y be±dziecie mog!y be±da± mog!y be±de± mo´g! be±dziesz mo´g! be±dzie mo´g! Feminin be±de± mog!a be±dziesz mog!a be±dzie mog!a be±dzie mog!o Neutrum musielis´my musielis´cie musiali andere Genera musia!ys´my musia!ys´cie musia!y . Person 2.

sondern einem deverbalen Substantiv stehen. Piotr zacza±! s´piewac´. ‚Piotr hat die Arbeit begonnen. Die gleiche Bedeutung kann auch mit einem Präfix ausgedrückt werden.’ • przestac´/przestawac´ ‚aufhören’ (nur mit Infinitiv) Rzemies´lnicy przestali pracowac´. d. Mam cos´ do za!atwienia.’ • Futur: Trzeba be±dzie to zrobic´. Diese Konstruktion ist stark phraseologisch gebunden. = Piotr zas´piewa!.’ • kon´czyc´/skon´czyc´ oder zakon´czyc´ ‚beenden’ (als Auxiliar mit Infinitiv oder als Vollverb mit Akkusativobjekt) Rzemies´lnicy skon´czyli tynkowac´ dom/tynkowanie domu.5. sondern Vollverben vor.5.’ Daneben können die Auxiliare byc´ und miec´ auch in Verbindung mit einem deverbalen Substantiv im Genitiv plus Präposition do Möglichkeit und Notwendigkeit ausdrücken. ‚Das muss man machen. ‚Ich habe etwas zu erledigen.’ • Konjunktiv: Trzeba by to by!o zrobic´. 316 .’ Ta sprawa jest do za!atwienia.’ 315 6.6. In diesem Falle liegen keine Auxiliare. ‚Das musste man machen. die mit zacza±c´ synonym sind: ja±c´ und pocza±c´ + Verb im Infinitiv. ‚Das wird man machen müssen. nur mit bestimmten Verben erlaubt.’ – Piotr zacza±! prace±. wszcza±c´ + Substantiv (veraltet. ‚Piotr begann zu singen. ‚Das müsste man machen.h. ‚Piotr hat begonnen zu arbeiten.’ • Präteritum: Trzeba by!o to zrobic´.’ Weitere Vollverben. die nicht mit einem infinitivischen Verb.’ Die meisten Phasenauxiliare haben syntaktische Homonyme. juristische Fachsprache). ‚Die Sache ist zu erledigen. ‚Die Handwerker haben das Haus fertig verputzt. ‚Die Handwerker haben aufgehört zu arbeiten. Phasenauxiliare Phasenauxiliare (wyrazy posi!kowe fazowe) bezeichnen den Beginn oder das Ende von aktionalen Situationen. Phasenauxiliare 307 moz˙na und trzeba bilden folgende Tempus-Modusformen: • Präsens: Trzeba to zrobic´. • zacza±c´/zaczynac´ ‚beginnen’ (als Auxiliar mit Infinitiv oder als Vollverb mit Akkusativobjekt) Piotr zacza±! pracowac´.

können. Da ihre Bedeutungen und Verwendungen ausgesprochen komplex sind und sich erhebliche Unterschiede zum Polnischen ergeben. Die Modalverben sind semantisch miteinander verbunden. dürfen. In den konkreten Bedeutungen werden Möglichkeit und Notwendigkeit mit weiteren semantischen Komponenten angereichert. Exkurs: Wiedergabe deutscher Modalverben 317 (odpowiedniki niemieckich czasowniko´w modalnych) Im Deutschen bilden die sogenannten Modalverben eine geschlossene Klasse. Notwendigkeit und des Wollens • spezifische Flexion: er kann. er läuft • sie verbinden sich mit einem Infinitiv ohne zu: er will arbeiten vs.6. sollen. Standard Klaus braucht nicht zu kommen. – Studenci musza± brac´ udzia! w c´wiczeniach. Gebot oder Verbot bedingen eine Handlung Im Flur darf man nicht spielen. Diese Ausführungen stellen innerhalb der vorliegenden Grammatik eine Ausnahme dar. Die Studenten müssen an den Übungen teilnehmen. da es die genannten Merkmale nur in der schnell gesprochenen. • epistemische Modalität (modalnos´c´ epistemiczna): die Handlung wird bewertet im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit ihrer Realisierung Kowalski könnte der Mörder gewesen sein. was zu drei grundlegenden Modalitätstypen führt: • dynamische Modalität (modalnos´c´ dynamiczna): objektive Bedingungen ermöglichen oder erzwingen eine Handlung Die Tür ist zu.h. möchten. deshalb müssen wir den Hausmeister rufen. Auxiliare 6. Die Modalverben treten mit einem infinitivischen Verb auf und fungieren als grammatisches Wort in erweiterten Wortformen. – List musia! nie dojs´c´. er will vs. saloppen Umgangssprache aufweist. Die Klasse der Modalverben umfasst folgende acht Verben: (nicht) brauchen. Der Brief muss nicht angekommen sein. sie zählen prinzipiell nicht zu den Autosemantika. müssen. Umgangssprache: Klaus brauch nicht kommen. er arbeitet. mögen. indem sie verschiedene Arten von Möglichkeiten. sondern zu den Synsemantika. Notwendigkeiten oder des Wollens ausdrücken. – Morderca± mo´g! byc´ Kowalski. werden sie in diesem Abschnitt ausnahmsweise kontrastiv deutsch ! polnisch beschrieben. • deontische Modalität (modalnos´c´ deontyczna): Erlaubnis. wollen Diese extrem häufig auftretenden Wörter zeichnen sich durch drei Merkmale aus: • modale Semantik: Ausdruck der Möglichkeit. – Drzwi sa± zamknie±te. d. Aus diesem Grunde werden sie trotz ihrer typisch ver- .308 6. er beabsichtigt zu arbeiten Einen Sonderfall stellt das Verb (nicht) brauchen dar. – Nie wolno grac´ na korytarzu. dlatego musimy zawo!ac´ dozorce±.

Moz˙na wejs´c´. Ich mag keine Hunde. die den Wortartstatus der Modalverben ändern. einige Modalverben erlauben nämlich die Verbindung mit einem Objektsatz oder einem substantivischen Objekt.U. Moz˙emy wejs´c´.6. – Chce±. ‚deontisch’ und ‚epistemisch’ können einige von ihnen Bedeutungen aus anderen funktionalsemantischen Feldern wie Temporalität und Konditionalität ausdrücken. da es nur in seiner verneinten Form als ein solches anzusehen ist und sich auch formal anders verhält. 6. Ihr grammatischer Charakter bedingt. moz˙na oder wolno. z˙ebys´ jutro przyszed!. – Wir können hineingehen. dürfen – wolno/mo´c/moz˙na dürfen 1: Mit dem deontischen Modalverb dürfen wird eine Erlaubnis ausgedrückt. Du darfst keinen Wodka trinken. – Man kann hineingehen. Dem entsprechen im Polnischen ebenfalls mo´c. In der direkten Anrede in Form einer Frage bittet der Sprecher auf sehr höfliche Weise um eine Erlaubnis.6. Du brauchst morgen nicht zu kommen. Anders als im Deutschen gibt es nicht nur persönliche. 6. Exkurs: Wiedergabe deutscher Modalverben 309 balen Morphologie nicht zur Wortart der Verben gezählt: sie sind Auxiliare. dass sie sich in der Regel mit allen Typen von Verben verbinden können. Die polnischen Modalauxiliare haben weder eigene Formen noch eine spezifische Syntax. dass du morgen kommst. moz˙na. (nicht) brauchen – nie musiec´/nie potrzebowac´ Brauchen nimmt unter den deutschen Modalverben eine Sonderstellung ein. sondern auch unpersönliche Modalauxiliare. Wir übersetzen mit nie musiec´ oder mit nie potrzebowac´. Bei Fieber darf man keinen Alkohol trinken. Darf ich Sie um Feuer bitten? – Czy moge˛/moz˙na/wolno prosic´ o ogien´? 319 318 .6. vs. in diesem Falle liegt ein Vollverb vor. Modalverben zeichnen sich durch eine ausgespochene Polyfunktionalität aus. Neben den Modalitätstypen ‚dynamisch’. oder das spezifischere wolno./Nie potrzebujesz przychodzic´.1. Darüber hinaus finden sich funktionale Alternationen.6. das u. – Nie moz˙esz pic´ wo´dki.2. – Nie musisz przychodzic´ jutro. – Nie wolno ci pic´ wo´dki. – Przy gora±czce nie moz˙na pic´ alkoholu. – Nie lubie± pso´w. Im Polnischen steht entweder das allgemein eine Möglichkeit ausdrückende mo´c bzw. eine nichtmodale Bedeutung hat: Ich will. Es wird anstelle von müssen in verneinten Sätzen benutzt.

Die Passagiere können 20 kg Gepäck ins Flugzeug nehmen. können 2: Die epistemische Verwendung – oft im Konjunktiv II – ähnelt derjenigen des Modalverbs mögen. Die Wahrscheinlichkeit. – Nie potrafi! rozwia˛zac´ zadania. Es kann sich um objektive Bedingungen oder um eine Erlaubnis handeln. – Mo´g! po´js´c´ do domu.3. z˙e poszed! do domu. Man kann sich wirklich auf ihn verlassen. gebrauchen wir auch das Verb potrafic´ ‚in der Lage sein’. – Przypuszczam. 6. Er konnte die Aufgabe nicht lösen. dass’. die Partikel moz˙e oder explizite Mittel wie przypuszczam. – Moz˙na zabrac´ do samolotu 20 kg bagaz˙u. musiec´ und die Modalpartikeln chyba. . Er könnte nach Hause gegangen sein. zapewne. – Moz˙e poszed! do domu. Auxiliare dürfte 2: Der epistemische Gebrauch ist nur im Konjuktiv II möglich und bringt eine Vermutung zum Ausdruck. – Umiem p!ywac´. Ich kann da auch mit keinem Rat helfen. Er dürfte nach Hause gegangen sein. Da das Polnische kein spezielles Modalverb für diese Funktion zur Verfügung hat. Sprechen wir jedoch von dem Vermögen. dass die Handlung real ist. Gewöhnlich tritt das Verb mo´c auf. Ich kann schwimmen. eine bestimmte Handlung einmalig auszuführen. Im Polnischen haben wir mo´c. Er dürfte gleich kommen. dass dies oder jenes geschehen ist. Besteht die Möglichkeit zur Handlungsausführung aus einer auf Handlungswissen beruhenden Fähigkeit. eine mögliche Paraphrase ist ‚ich halte es für möglich. – Rzeczywis´cie moz˙na na nim polegac´. – Nie moge± nic na to poradzic´. – Powinien zaraz przyjs´c´. Weder wolno noch moz˙na können epistemisch verwendet werden./Chyba/pewno/przypuszczalnie/prawdopodobnie poszed! do domu. können – mo´c/moz˙na 320 können 1 drückt ganz allgemein eine Möglichkeit zur Ausführung der Handlung aus. deren Sicherheitsgrad dem konditionalen Gebrauch von müssen entspricht: der Sprecher ist aufgrund bestimmter Indizien veranlasst. Man kann 20 Kg Gepäck ins Flugzeug nehmen. kann als 50 zu 50 angesehen werden. Mit ihm wird der Handlungsträger ausgeblendet. na pewno. treten verschiedene Umschreibungen auf. z˙e poszed! do domu. Als Äquivalente fungieren powinien. sind also keine Übersetzungsäquivalente von dürfte 2. steht im Polnischen umiec´.310 6. – Podro´z˙ny moz˙e zabrac´ do samolotu 20 kg bagaz˙u. Die gleiche semantische Funktion hat das unpersönliche Auxiliar moz˙na.6. – Przypuszczam. mit Sicherheit anzunehmen.

6. kann im Polnischen ausnahmsweise das Futur stehen: Möchtest du einen Tee? – Napijesz sie± herbaty? Wenn wir etwas vergleichen. Er mochte 50 Jahre alt sein. . niczego nie dotrzymuje. sondern mit einem ganz konkreten Wunsch. – Moz˙liwe.6. möchtest. – Mo´g! miec´ 50 lat. mögen 4 benutzen wir. möchten – chcia!by/wolec´ Möchten (dieses Infinit-Konstrukt steht für das Paradigma möchte. Man bat ihn.4. In Fragesätzen. In dieser Verwendung tritt im Polnischen die Konditionalform von chciec´ auf: chcia!bym. eine mögliche Paraphrase ist ‚gerne haben’.5. im Polnischen: lubic´. sondern nur durch die Konjunktion z˙eby. Exkurs: Wiedergabe deutscher Modalverben 311 6. Ich möchte lieber nach Polen fahren. die als Angebot verstanden werden. mögen 2: Das Modalverb mögen kann auch eine subjektive Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Realisierung audrücken.. Ich mag Zugfahren. moz˙e. 6. z˙e jest chory. – Lubie˛ jez´dzic´ pocia˛giem. moz˙liwe. indem wir eine einmalige Handlung ‚lieber’ als eine andere ausführen ‚möchten’. Ich mag keine Hunde. was in einem bestimmten Kontext normalerweise immer eintritt. er möge doch seine Schuhe ausziehen.. z˙eby zdja±! buty. gebrauchen wir das Verb wolec´. Diese als ‚obwohl’ zu paraphrasierende Bedeutung ist ebenfalls nur in bestimmten syntaktischen Kontexten möglich. Dieser ist jedoch höflich abgemildert. Im Unterschied zu mögen haben wir es nicht mit einer allgemeinen Vorliebe für etwas zu tun. Übersetzungsäquivalent: Er mag vieles versprechen – er wird doch nichts zustande bringen. mögen – lubic´/mo´c mögen 1: Der Handelnde hat eine positive Einstellung zur Ausführung der Handlung oder zu einem Gegenstand.6. – Wola!bym raczej pojechac´ do Polski. Er mag krank sein.) ist ein Ausdruck des Wollens. in diesem Falle ist es synonym zu können 2. – Moz˙e jest chory. Im Polnischen wird dies meist nicht durch ein eigenes Verb ausgedrückt. – Nie lubie± pso´w. wenn etwas nicht eintritt. mögen 3 tritt vor allem in abhängigen Sätzen auf. Diese Bedeutung ist nicht modal.6. – Poproszono go. 322 321 . die von einem Verb des Aufforderns regiert werden. im Polnischen steht mo´c. – Mimo z˙e tak duz˙o obiecuje.

zu sagen ‚Ich soll. ob der Ausführende will oder nicht. Während trzeba stilistisch unmarkiert ist.7. – Matka mi zachorowa!a i musia!em szukac´ lekarza. trzeba sie± pogodzic´ z faktami. Sie muss ihn nicht gesehen haben. sind nalez˙y und das seltene wypada vor allem in der Schriftsprache vertreten. dass Peter kommt. Er muss gleich zurückkommen. das direkte Äquivalent ist musiec´: Maria muss heute zu Hause bleiben. – Na pewno go nie widzia!a. – Musia!a go nie widziec´. – Powinien zaraz wro´cic´.’ Es geht in der Regel um die Übertragung eines fremden Wollens auf den Handlungsausführenden. Als Äquivalente treten powinien. – Diesen Ausdruck muss man zu den Numeralia zählen. Wir haben es mit einem unumstößlichen Zwang zu tun. liegt eine Vermutung mit einem geringeren Grad an Überzeugtheit vor. – Przypuszczam. müssen – musiec´/trzeba 323 müssen 1 drückt eine strikte Notwendigkeit aus.312 6. zapewne auf. Wyrok zapad!. Tritt das epistemische Modalverb müssen im Konjunktiv II auf. – Chyba/pewno/przypuszczalnie/prawdopodobnie poszed! do domu. dass der Sprecher aufgrund bestimmter Indizien zu bestimmten Schlussfolgerungen gekommen ist (starke Vermutung). – Dzisiaj Maria musi zostac´ w domu. In ihnen bleibt die ausführende Person unausgedrückt. 6. Dabei steht dem Handelnden immer noch offen. z˙e poszed! do domu. – Das Urteil ist gefällt.’ Ten wyraz nalez˙y/wypada zaliczyc´ do liczebniko´w. In diesem Falle verfährt das Polnische explizit (s.6. man muss sich mit den Fakten arrangieren. aber ich kann nicht oder ich will nicht. Meine Mutter wurde krank und ich musste einen Arzt suchen. An der versprachlichten Situation Peter soll kommen sind drei Instanzen beteiligt: ‚Jemand äußert.’ Bei der Wiedergabe von sollen 1 tritt im Polnischen die Form miec´#+#Infinitiv auf. 319). miec´ bringt hier – ohne die Be- . Es spielt im Gegensatz zur Modalität des Sollens keine Rolle. musiec´ und die Modalpartikeln na pewno. Er müsste nach Hause gegangen sein. müssen 2: In seiner epistemischen Verwendung signalisiert dieses Modalverb. nalez˙y und wypada.6. musiec´ steht auch bei der Missbilligung von Handlungen wie in: Sie müssen aber auch immer widersprechen! – Pan(i) zawsze musi sie± sprzeczac´! Außerdem gibt es die unpersönlichen Modalverben trzeba. dass jemand will. sollen – miec´/powinien 324 sollen 1 drückt eine im Vergleich zu müssen abgeschwächte Verpflichtung aus. Auxiliare 6.6.

– Lekarz mo´wi.6. sollen 3 als Daseinszweck eines in der Regel von Menschenhand hergestellten Gegenstandes. sollte 5 steht für den Ausdruck der Konditionalität. – Ten program ma u!atwic´ ksie±gowanie. Keiner sollte etwas von diesen Dingen wissen. vom Hörensagen weiß. sollte 4 ist nicht modal. also nicht selbst erlebt hat. to zostaniemy w domu. Du solltest endlich zum Arzt gehen. du sollst Sport treiben. die sollen 1 recht ähnlich ist. dass Peter kommt gegeben hat oder geben wird. sondern powinien. dass er das. Das Programm soll die Buchhaltung erleichtern. dass der Sprecher mit Hilfe von sollen markiert. im Polnischen miec´. to zostaniemy w domu. was er gerade erzählt. Es geht um eine Art von Verhaltensgebot. – O tych sprawach nie powinien nikt wiedziec´. jedoch unabhängig von jeglichen Äußerungen Anderer. dass es eine Äußerung wie Ich will. In diesem Falle steht im Polnischen nicht miec´. Sollte die Sitzung länger dauern. dann …’. Sollte es regnen. – Gdyby mia!o padac´. beide oder mo´wia±. z˙e masz uprawiac´ sport. bringt es zum Ausdruck. Sowohl im Deutschen als auch im Polnischen ist diese halbgrammatische Tempus-AspektKonstruktion selten. Im Polnischen steht meist gdyby + mia!. sondern drückt Nachzeitigkeit in der Vergangenheit aus.6. Auch hier handelt es sich um eine abgeschwächte Verpflichtung. – " ia! jeszcze wiele przecierpiec´. In einem Konditionalsatz verwendet. sollen 6 zum Ausdruck des Hörensagens. Der Arzt sagt. . bevor er gesund wurde. – Jes´li spadnie deszcz. das auch der Sprecher mitträgt. musia!bym zadzwonic´ do z˙ony. – Gdyby posiedzenie trwa!o/mia!o trwac´ d!uz˙ej. polnisch miec´. podobno bzw. müsste ich meine Frau anrufen. bleiben wir zu Hause. – Powinienes´ po´js´c´ do lekarza. Exkurs: Wiedergabe deutscher Modalverben 313 teiligung des Sprechers zu markieren – zum Ausdruck. diese an die epistemische Modalität angrenzende Bedeutung besteht darin. zanim wyzdrowia!. man findet sie hauptsächlich in literarischen Texten. vs. Er sollte noch viel leiden. dass der Sprecher die Realisierung der genannten Bedingung für eher unwahrscheinlich hält im Sinne ‚sollte wider Erwarten p eintreten. Im Polnischen stehen miec´. bleiben wir zu Hause. Wenn es regnet. Wie soll ich das denn machen? – Ale jak mam to zrobic´? sollte 2: In der Konjunktivform mit präsentischem Charakter sollte (Du solltest endlich zum Arzt gehen) kann eine besondere Bedeutung auftreten.

.314 6. – Oskarz˙ony utrzymuje/twierdzi. wollen – chciec´ 325 wollen 1.8. er solle stehen bleiben. 6. In diesen Fällen steht im Polnischen z˙eby + Konditional oder z˙eby + mia!.6.6. Auxiliare Sie soll reich sein. pewno przypuszczalnie. wollen 3. (nie) musiec´. Übersichtstabelle zu den wichtigsten Äquivalenten 326 deutsches Modalverb (nicht) brauchen dürfen 1 dürfte 2 Beispiele polnische Äquivalente Du brauchst nicht zu kommen. wollen 2. z˙e by! wczoraj w barze. – Mo´wia±. Der Angeklagte will gestern in der Bar gewesen sein. Der Handlungsträger steht unmittelbar vor der Handlung. polnisch chciec´. dass diese nicht glaubwürdig ist: Der Angeklagte will zur Tatzeit in der Bar gewesen sein. Im Polnischen verwenden wir chciec´. z˙e jest bogata. moz˙na. – Podobno ma byc´ bogata. Das Gesagte wird als Zitat der handelnden Person gekennzeichnet. Der Polizist sagte. – Podobno jest bogata. Im Gegensatz zu möchten ist der Wunsch zur Durchführung der Handlung zu einem Entschluss geworden. woraus man in der Regel ableitet. chciec´ kann so nicht gebraucht werden. Du darfst keinen Wodka trinken. Dieses Modalverb bringt wie möchten eine innere Einstellung des Handelnden zum Ausdruck. Ich will in Polen studieren. Das Auto will nicht anspringen. – Policjant powiedzia! mu. sollen 7 steht in abhängigen Sätzen nach Verben des Aufforderns.9. Er dürfte gleich kommen. (nie) potrzebowac´ wolno/mo´c/moz˙na powinien. – Chce˛ studiowac´ w Polsce. die jedoch nicht einsetzt (selten). – Ma byc´ bogata. umiec´. z˙eby sie± zatrzyma!. prawdopodobnie mo´c. Im Polnischen verwenden wir explizite Verben des Behauptens. 6. chyba. – Samocho´d nie chce zapalic´. potrafic´ können 1 Wir können 20 kg Gepäck mitnehmen.

mo´c. Man bat ihn. Exkurs: Wiedergabe deutscher Modalverben 315 können 2 Er könnte nach Hause gegangen sein. er möge doch seine Schuhe ausziehen. bleiben wir zu Hause. Ich will in Polen studieren. Wir müssen einen Arzt holen. przypuszczalnie. moz˙e. moz˙e möchten mögen 1 mögen 2 mögen 3 mögen 4 chcia!by. prawdopodob-nie. Das Programm soll die Buchhaltung erleichtern. wypada. Er mochte 50 Jahre alt sein. Maria will im Kino gewesen sein. z˙e miec´ powinien miec´ miec´ gdyby mia! miec´.6. mo´wia± z˙eby sollen 1 sollte 2 sollen 3 sollte 4 sollte 5 sollen 6 sollen 7 Du sollst mehr Sport treiben. Er mag vieles versprechen. bis er gesund wurde.6. nalez˙y musiec´. pewno. przypuszczam. podobno. er solle stehen bleiben. Sie soll reich sein. er wird doch nichts halten. wollen 1 wollen 2 wollen 3 chciec´ utrzymywac´. Du solltest mehr Sport treiben. Er sollte noch viel leiden. twierdzic´ chciec´ . zapewne. trzeba. Ich mag keine Hunde. moz˙liwe z˙eby +Konjunktiv mimo z˙e müssen 1 müssen 2 musiec´. Das Auto will nicht anspringen. Der Brief muss nicht angekommen sein. wolec´ lubic´ mo´c. Ich möchte einen Hund kaufen. be˛dziesz. Sollte es regnen. powinien. chyba. Der Polizist sagte.

Derivation von Verben 327 Verben sind meist von anderen Verben abgeleitet (deverbale Derivation). wyjs´c´ – wychodzic´ ‚hinausgehen’) gibt es auch eine Reihe von Derivat-Typen. als die sie motivierenden Wörter. Die deverbalen Derivate dagegen können eine andere lexikalische Bedeutung haben. Verben 7. sie können sich aber auch nur in der grammatischen Funktion unterscheiden.1.1. . popracowac´ [12 godzin] ‚[12 Std. Desubstantivische und deadjektivische Derivate besitzen immer eine andere lexikalische Bedeutung. teilweise auch von Adjektiven oder Substantiven (deadjektivische.a.B. Es ist klar. Verb-Derivate deadjektivische u. lexikalische (powszechny (pisac´ ‚schreiben’ >) ‚allgemein’ >) podpisa´c ‚unterupowszechnic´ schreiben’ ‚verbreiten’ (is´c´ ‚gehen’ >) wyjs´c´ ‚hinausgehen’ (biegac´ ‚laufen’ >) wybiegac´ sie˛ ‚sich müde laufen’ desubstantivische (film ‚Film’>) filmowac´ ‚filmen’ deverbale grammatische (podpisac´-) podpisywac´ ‚unterschreiben’ (wyjs´c´-) wychodzic´ ‚hinausgehen’ (upowszechnic´ –) upowszechniac´ ‚verbreiten’ (filmowac´ –) sfilmowac ‚filmen’ (witac´ –) powitac´ ‚begrüßen’ (pracowac´ –) popracowac´ [12 godzin] ‚[12 Std.7. dass die Grenze zwischen lexikalischen und grammatischen Derivaten je nach Theorie verschiedenen angesetzt wird. die als Übergangsfälle zwischen lexikalischer und grammatischer Derivation anzusehen sind. Wortbildung der Verben (s!owotwórstwo czasowników) 7. desubstantivische Derivation).1. z.] arbeiten’.] arbeiten’ Neben eindeutigen Derivationen mit neuer lexikalischer Bedeutung (is´c´ ‚gehen’ > wyjs´c´ ‚hinausgehen’) oder rein grammatischer Veränderung unter Beibehaltung der lexikalischen Bedeutung (witac´ – powitac´ ‚begrüßen’.

‚einkochen’. > zagotowac´ > zagotowywac´). Zu lexikalischen Derivaten" werden meist Aspektpartner gebildet. im Beispiel unten gotowac´ 2. bildet also eine neue Vokabel. Beispiel gotowac´: • Aspektpartner (grammatische Derivate): gotowac´ 1.1.7. 328 . Ein Verb mit seinen Aspektpartnern gehört zu ein und derselben Verb-Vokabel.: gotowac´ 1. auch für mehrere grammatische Derivate. zagotowac´. Wortbildung der Verben 317 In dieser Grammatik werden periphere Aspektpartner als eher grammatische Derivate unterschieden von lexikalischen Derivaten. Ein Verb in einer bestimmten Bedeutung und sein(e) Aspektpartner (das Derivat bzw. sowie die Aspektpartner ugotowac´. die Präfigierung kann lexikalisch oder grammatisch sein. oder: gotowac´ 2. > wygotowac´ ‚aus-. z. bescheren’ (übertragene Bedeutung) – zgotowac´ • lexikalische Derivate zu gotowac´ 1.–3. die Kombination Präfigierung + sie˛ ist nur lexikalisch. Bedeutung abgeleitet. ergibt sich die Tatsache. Die Verteilung von lexikalischer und grammatischer Derivation ist je nach Art der Derivation verschieden: Die Suffigierung ist praktisch immer grammatisch. Ein Verb kann die Basis für sehr viele lexikalische und grammatische Derivate sein. von Simplizia) abgeleiteten Aspektpartner. zgotowac´. Ein Verb und seine lexikalischen Derivate sind verschiedene Verb-Vokabeln. wie gotowac´.: gotowac´ 1. rozgotowac´. zagotowywac´. z. > zagotowac´ 2. gotowac´ 1. abkochen’. ‚zum Kochen bringen’ – zagotowac´ (– zagotowywac´) gotowac´ 3. ‚kochen’ – ugotowac´ gotowac´ 2.B.h. die Derivate mit gleicher lexikalischer Bedeutung) bilden ein Verballexem der VerbVokabel. wobei die mit lokaler Präfix-Funktion am ausgeprägtesten lexikalisch sind. Sie bilden eine Wortfamilie (auch: ‚Wortnest’). Auf der grammatischen Seite stehen den peripheren Aspektpartnern die Standardpartner gegenüber. Grammatische Derivate sind die von lexikalischen Derivaten oder von nicht derivierten Verben (d.B. gotowac´ 1. das obige Beispiel ist ein Ausschnitt aus der Wortfamilie mit dem Basiswort gotowac´. Da ein großer Teil der Präfixe neben den mehr oder weniger grammatischen Funktionen auch eine räumliche sowie andere Funktion haben kann. ‚bringen. – zagotowac´ – zagotowywac´. > rozgotowac´ ‚zerkochen’. Von einem grammatischen Derivat kann in einer Reihe von Fällen ein weiteres grammatisches Derivat abgeleitet sein (vgl. In der Tabelle oben bilden die Derivate ein Kontinuum von lexikalischen (links) zu grammatischen Derivaten. wygotowac´. Zur Vokabel gotowac´ gehören die Bedeutungen gotowac´ 1. Vokabeln sind von einem motivierenden Wort meist in einer bestimmten Bedeutung abgeleitet. – ugotowac´. ist rozgotowac´ von gotowac´ in der 1.

In diesem Sinne wird der Begriff der Aktionsart vor allem dann gebraucht. wenn man eine scharfe Grenze ziehen will zwischen einem als Flexion verstandenen Aspekt und lexikalischen Derivaten. Vgl. ausgehend von einer Arbeit zu den polnischen ‚Aktionsarten’ (Agrell 1908) verbreitet. Daneben gibt es weitere ganz andere Definitionen des Terminus ‚Aktionsart’. werden hier zu den normalen oder auch zu den mehr oder weniger peripheren grammatischen Aspektpartnern gezählt (‚grammatische Aktionsarten’. Sie wurden meist als Gruppen von Derivaten mit bestimmten. vgl. welche Derivate als Aspektpartner zu gelten haben. Entsprechend den notwendigen Differenzierungen der Ebenen entspricht diesem Begriff das. zu pisac´´ ‚schreiben’) oder zaproponowac´ (pf. ‚schreiben’ (so genannte resultative Aktionsart) 329 Darüber. zu na-: – lokale Bedeutung: na-rzucic´ (cos´ na cos´) ‚etwas auf etwas werfen’ – nicht lokale Bedeutung (so genannte kumulative Aktionsart’): na-kupic´ (> nakupowac´ [prezento´w]) ‚eine Menge [Geschenke zusammen-]kaufen’ – grammatische Funktion na-pisac´ pf. Diese Konzeption ist in der Polonistik nicht heimisch geworden. aber auch keine relativ regelmäßigen Ableitungen wie die durch Suffigierung mit {-wa-. nicht lokalen Bedeutungen bestimmt. vor allem die ‚resultativen’. die auf irgendeine Weise zwischen diesen Polen angesiedelt sind. nakupic´ ‚(ein)kaufen’). dass einige Typen von Aktionsart-Verben bei den lexikalischen Derivaten beschrieben werden (‚lexikalische Aktionsarten’. Andere Typen von Aktionsart-Verben. gehen die Meinungen auseinander. vgl. was hier als Lexikalische Aktionale Funktion und als aspektuelle Satzfunktionen bezeichnet wird. Verben dass ein Präfix sowohl eine lexikalische lokale und lexikalische nicht lokale. Entsprechend einer lange verbreiteten Ansicht wurden neben – genaugenommen zwischen – dem grammatischen Aspekt und der lexikalischen Derivation so genannte Aktionsarten angenommen (rodzaj czynnos´ci). zu proponowac´ ‚anbieten’). Um Entsprechungen mit früheren Beschreibungen erkennen zu lassen. In der angelsächsischen Literatur wird der Terminus ‚Aktionsart’ vor allem in diesem Sinne verstanden. Zwei Traditionslinien sind besonders weit voneinander entfernt: Als funktionale Kategorie wurden die Aktionsarten von der indogermanistischen Lehre vom Verb begründet. -a-} abgeleiteten ‚Verbformen’. als auch eine grammatische aspektuelle Funktion haben kann. Als formal-funktionale Kategorie wurde sie in der strukturalistischen Slavistik. Die hier bevorzugte. Dies betrifft vor allem präfigierte Derivate wie napisac´ (pf. . wird jeweils der oder einer der üblichen Aktionsarttermini angeführt.318 7. Sie sind keine lexikalischen Derivate wie narzucic´ ‚werfen auf’ oder zajechac´ ‚ankommen’). Es gibt dann beträchtliche Probleme mit den Verben. funktional orientierte Darstellung führt dazu. teilweise auch als Derivate ohne eigenen Aspektpartner. -a}. napisac´´ ‚schreiben’). Aspektpartner sind bei dieser Konzeption nur die durch Suffigierung mit {-wa-.

wird inzwischen für die Bildung von Aspektpartnern auch zu (atelischen. ‚Ende’) in entsprechenden Kontexten reine Aspektfunktion sein kann. Auch mit der lexikalischen Präfigierung entsteht ein pf.1. Die Grenze zwischen lexikalischer und grammatischer Derivation wird im Abschnitt über den Aspekt durch eine operationalisierende Definition des Aspektpartners gesetzt. dass. doczytac´ ‚zu Ende lesen’. z. dokupic´ ‚hinzukaufen’. wird hier nicht aufgeführt. Schließlich kompliziert sich das Bild dadurch. doz˙yc´ ‚etwas (noch) erleben’ • die betreffende Handlung wird bis zu Ende geführt.) gleichkommen’ 330 . dolac´ ‚(zu)gießen’. die ein Präfix neben seiner lexikalischen Funktion haben kann. dass die grammatische Aspekt-Derivation das Ergebnis eines längerdauernden. 7. Das Präfix po-. Wortbildung der Verben 319 Die Existenz dieser Zwischen-Typen deverbaler Derivate ist ein Reflex der Tatsache.) Verben wie mo´´wic´ ‚sich (mit jemandem) unterhalten’ genutzt (> pomo´wic´ ).u. wie erwähnt. z.B. auch jetzt noch vor sich gehenden Grammatikalisierungprozesses ist. Diese grammatische Aspektfunktion. dostroic´ ‚(ab)stimmen’.2 Wichtige lexikalische Präfixe und deren Funktionen Die Wortbildung der Verben beruht vor allem auf der Präfigierung und trifft insofern auf eine Reihe von Schwierigkeiten. Aspektpartner wird durch Suffigierung davon abgeleitet. obwohl ihre spezifische Funktion (‚Anfang’. mithilfe der meisten Präfixe auch Aspektpartner abgeleitet werden können. an etwas anpassen: dopasowac´ ‚anpassen. Durch die Präfigierung wird meistens die Bedeutung des motivierenden Verbs nur modifiziert. vollschütten’ • etwas auf etwas anwenden. Außerdem gibt es für die einzelnen Verben eine beträchtliche Zahl von Präfixen mit verschiedener Bedeutung (die unten meist nicht aufgeführt werden können). weil die Präfixe stark polysem und allgemeine Bedeutungen oft schwer zu fassen sind.1. doro´wnac´ ‚(jdm. Die Funktionen der Präfixe können daher nicht vollständig aufgeführt werden. passend zusammenstellen’. Sein ipf. dosypac´´ ‚hinzu-. s. dopic´ ‚leer trinken’ • die betreffende Handlung wird zusätzlich. dogotowac´´ ‚zu Ende.B. Eingehendere Informationen zum Aspekt sind im entsprechenden Kapitel zu finden. komplementär ausgeführt. Teilweise ergeben sich aber auch nicht oder schwer rekonstruierbare Bedeutungen. dojechac´ ‚beim Fahren oder Reiten ans Ziel kommen’. do• die betreffende Handlung erreicht eine räumliche oder zeitliche Grenze: dobiec ‚beim Laufen das Ziel erreichen’.7. Im Verlaufe dieses Prozesses verlieren Präfixe mit ursprünglich lokaler Bedeutung bei bestimmten Verben diese konkrete Semantik und werden zu Derivaten mit verschiedenen Graden der Grammatikalisiertheit. Verb. Auch die Verben mit ingressiver und egressiver Funktion wurden als Aktionsart-Verben angesehen. das als Aktionsart-Präfix gilt. auf das hier nicht jeweils verwiesen wird. dieses ist hier angegeben. gar kochen’.

z. nazbierac´ ‚viel sammeln’.B. obe.und ob. nadleciec´ ‚herangeflogen kommen’ • den betreffenden Bestand verringern oder vergrößeren. nachodzic´ sie˛ ‚sich müde gehen’. vor einigen Konsonanten oft.B. z.B. z.B.B. omawiac´ ‚erörtern’ – obmawiac´ ‚verleumden’. opakowac´ ‚verpacken’. opic´ sie˛ ‚sich betrinken’. z.B. okleic´/obkleic´ ‚bekleben’.B. oberwac´ ‚abreißen. obostrzyc´ ‚verschärfen’. berauben’.auch in der gleichen Position auf.treten nebeneinander in der gleichen Funktion. p. belagern’ • sich nach unten bewegen. ob!owic´ sie˛ ‚sich eine goldene Nase verdienen’ o.heruntersinken. nad!oz˙ y c´ ‚hinzulegen. hinzuschütten’. pflücken’. nadjechac´ ‚angefahren kommen’. z. nadsypac´ ‚über das Maß. nadp!yna˛c´ ‚heranschwimmen’. z. z. (nieder)sinken’. . einer dünnen Eisschicht bedecken’. name˛czyc´ sie˛ ‚sich abplagen’ nad• sich räumlich (oder zeitlich) annähern.B. obmarzna˛c´ ‚sich mit Reif. nicht vor b. ob!amac´ ‚abreißen’ • mit der betreffenden Handlung etwas im Übermaß tun’. Manchmal entsprechen den beiden präfixalen Formen verschiedene Bedeutungen. oszukac´ ‚betrügen’ – obszukac´ ‚durchsuchen’. abarbeiten’.B. z. owina˛c´/obwina˛c´ ‚umwickeln’.320 7. z.tritt vor einigen Konsonantenkombinationen auf. nad!amac´ ‚an-. nicht ganz durchbrechen’. z. trocken werden’.B. nakleic´ ‚aufkleben’. -nagen’. z. abziehen. obe-drzec´ ‚abreißen. saturative Aktionsart): napracowac´ sie˛ ‚sich müde arbeiten. oborac´ ‚umpflügen’. obe-schna˛c´ ‚abtrocknen. genaue Regeln über die Anwendung der Varianten gibt es nicht. naprodukowac´ ‚viel produzieren’ • die betreffende Handlung wird bis zur (Über-)Sättigung durchgeführt (sog. osuna±c´ ‚ab. z. otoczyc´ ‚umgeben. ob!upac´ ‚abschälen’.und ob(e). nadpic´ ‚ein wenig abtrinken’. o.B.erscheint regelmäßig vor Vokalen. nadgnic´ ‚anfaulen’ o-/ob(e)• mit der betreffenden Handlung etwas von verschiedenen Seiten umgeben. ob. beschneiden’. ogrodzic´ ‚umzäunen’. nakres´lic´ ‚aufzeichnen’ • die betreffende Handlung wird intensiv durchgeführt. Verben na• die betreffende Handlung wird in Richtung auf die Oberfläche eines Gegenstands ausgeführt.B. z. narwac´ ‚viel pflücken’.B. -geben’ • die betreffende Handlung anfangen. nadgryz´c´ ‚anbeißen. obcia˛c´ ‚ab-. opadac´ ‚fallen’ • etwas von etwas abtrennen.

z. Po. podpisac´ ‚unterschreiben’. podp!yna˛c´ ‚heranschwimmen’. z. restaurieren’ odzyskac´´ ‚(zu)rückgewinnen’.1. pod• die betreffende Handlung wird unterhalb eines Gegenstands ausgeführt. odkroic´ ‚abschneiden’. ablegen’. Derivaten fast regelhaft. odpruc´ ‚(Genähtes) (ab)trennen’. z. pobolewac´ ‚kränkeln’.B. Verben gebildet. odratowac´ ‚(vor dem Tod) retten’. pop!akiwac´ ‚wiederholt leise weinen’ Diese Derivate werden besonders von ipf.B. podbiec ‚heranlaufen’. podmyc´ ‚unterhöhlen’ • die betreffende Bewegung wird von unten nach oben ausgeführt. beantwortet. podkopac´ ‚untergraben’. odp!acic´ ‚heimzahlen. z. pope˛kac´ (buty) ‚an mehreren Stellen platzen (Schuhe)’ • die betreffende Handlung wird mit geringem Intensitätsgrad wiederholt. odrysowac´ ‚abzeichnen’. z. odp!yna˛c´ ‚fortschwimmen. ods!onic´ ‚enthüllen’ odkryc´´ ‚ab-. podprowadzic´ ‚heranführen’ . podnies´c´ ‚hochklappen’.ist sonst vor allem ein grammatisches Aspektpräfix mit verschiedenenen Funktionen.B. häufig unter Rückführung in den ursprünglichen Zustand. z. z. z. odbudowac´ ‚wiederaufbauen. odpe˛dzic´ ‚wegjagen’ • ‚etwas entfernen’.B. odpisac´ ‚Brief beantworten’. z. pouciekac´ ‚nacheinander weglaufen’. odjechac´ ‚wegfahren’. odpisac´ ‚abschreiben’ po• die betreffende Handlung ist auf mehrere Beteiligte verteilt (sog.B.B. vergelten’ • die betreffende Handlung erfolgreich zuende bringen. odcia˛c´ ‚abtrennen’. podskoczyc´ ‚hochspringen’ • mit der betreffenden Bewegung nähert sich das Subjekt einem Ort. odk!onic´ sie˛ ‚Gruß erwidern’. distributive Aktionsart). Wortbildung der Verben 321 od(e)• ‚sich entfernen’. pozmywac´ (talerze) ‚(Teller) abwaschen’.B. aufdecken’. nie von pf. z. powybiegac´ ‚hinauslaufen (mehrere Personen)’. z. pobudzic´ ‚(mehrere Personen) aufwecken’.B.B.7.B. odgrzac´ ‚aufwärmen’ • die betreffende Handlung wird von einer anderen Person erwidert.B. odwapnic´ ‚entkalken’ • die betreffende Handlung wird wiederholt. odcierpiec´ ‚verbüßen’ • die betreffende Handlung nach einem Vorbild ausführen.

przes´wietlic´ ‚durchleuchten’ • mit der betreffenden Handlung werden Richtung oder Ort gewechselt. z.auf. przewidziec´ ‚voraussehen’.B. podsuszyc´ ‚ein wenig trocknen’. przyciemnic´ ‚ein wenig dunkler machen.B. z. przycichna˛c´ ‚ein wenig ruhiger werden’. z. u. przedrukowac´ ‚nachdrucken’.B.B. z. przybyc´ ‚eintreffen’ • mit der betreffenden Handlung wird etwas zu einer Ganzheit verbunden. przepisac´ ‚ab-. przebic´ ‚durchschlagen’. z. z. przyszyc´ ‚annähen’ • die betreffende Handlung wird nur teilweise ausgeführt. przykleic´ ‚ankleben’.B.B. verschwendet. przedstawic´ ‚vorstellen’. przes!odzic´ ‚zu stark süßen’ • mit der betreffenden Handlung wird etwas verloren.B. przenies´c´ ‚irgendwohin tragen’. poduczyc´ ‚einige Kenntnisse beibringen’ • die betreffende Handlung wird verborgen gehalten. attenuative Aktionsart). przy• die betreffende Handlung erreicht den Sprecher oder eine vorerwähnte Person als Ziel.) . z. prze!adowac´ ‚überladen’. przegrac´ ‚verlieren’.B.B. Verben • die betreffende Handlung erreicht nur teilweise das Ziel (sog. z. z. z. przepic´ ‚vertrinken’ • das betreffende Denken oder Tun bezieht sich auf etwas Bevorstehendes. przejechac´ ‚durchfahren. przebudowac´ ‚umbauen’. durchdrungen. meist in veränderter Form durchgeführt. pods!uchac´ ‚lauschen’ Beim Zusammentreffen einiger Konsonanten tritt das Präfix in der Variante pode. przesuna˛c´ ‚verschieben’. -reisen’ przeleciec´ ‚vorüberfliegen’ • mit der Handlung wird etwas durchgeteilt. przebiec ‚durchlaufen’. umschreiben’ • die betreffende Handlung wird mit übermäßiger Intensität realisiert. przyprowadzic´ ‚herbeiführen’. dämpfen’ (S.B.in Kombination mit Suffix. przywie˛dna˛c´ ‚ein wenig welken’. podpatrzyc´ ‚heimlich beobachten’. przepowiedziec´ ‚voraussagen’ przed• Die betreffende Handlung wird jemandem gegenüber gemacht. przed!oz˙yc´ ‚unterbreiten’. auch przy. przeczuc´ ‚vorausahnen’.B. prze• die betreffende Handlung durchläuft einen bestimmten Abschnitt. podleczyc´ ‚weitgehend gesund machen’. przybic´ ‚anschlagen. z. -nageln’. przecia˛c´ ‚durchschneiden’.B.B. z.322 7. przesadzic´ ‚umpflanzen’ • die betreffende Handlung wird erneut. z.B. z. pode-schna˛c´ ‚ein wenig trocken werden’.

rozgryz´c´ ‚zernagen. roze-s´miac´ sie˛ ‚in Gelächer ausbrechen’. rozkwitna˛c´ ‚aufblühen’ Bei der Kombination von Konsonanten tritt die Variante roze. z. austeilen’. wybiec ‚hinaus-/herauslaufen’. wyrzucic´ ‚hinaus-/herauswerfen’ . rozmnoz˙yc´ ‚vermehren’. z. wczytac´ sie˛ ‚sich einlesen’. wy• mit der betreffenden Handlung bewegt sich jemand bzw. zerstückelt. auch übertragen: wliczyc´ ‚zählen zu’ • die betreffende Handlung wird intensiver oder ist intensiv.7.B. roz!adowac´ ‚abladen’. ucia˛c´ ‚abschneiden’. z.B. z. uprowadzic´ ‚wegführen’. wyjechac´ ‚hinaus-/herausfahren’. wpatrzyc´ sie˛ ‚anstarren’ Bei der Kombination von Konsonanten tritt die Variante we. z. rozlac´ ‚verschütten. wepchna˛c´ ‚hineinstopfen’. z. rozkupic´ ‚aufkaufen’ • mit der betreffenden Handlung wird die Wirkung einer anderen rückgängig gemacht. wp!yna"c´ ‚hineinschwimmen’. verbreiten’. s. wejs´c´ ‚hineingehen’.B. u• mit der betreffenden Handlung wird etwas entfernt. zertrümmern’.B. uko!ysac´ ‚in den Schlaf wiegen’. usuna˛c´ ‚entfernen’. rozkruszyc´ ‚zerbröckeln. wbic´ ‚(etwas) einschlagen’. wird etwas bewegt von innen nach außen. z. rozdac´ ‚ver-. rozbiec sie˛ ‚auseinanderlaufen.B. z.auf. z.B. vergießen’ • mit der betreffenden Handlung wird etwas zerkleinert. ujs´c´ ‚weggehen’ • mit der betreffenden Handlung wird ein gewünschtes Ziel erreicht.auf.B.B. Wortbildung der Verben 323 roz• die betreffende Handlung wird in verschiedene Richtungen ausgeführt. vgl.B. -beißen’ • mit der betreffenden Handlung wird der Bestand an etwas erschöpft. w• mit der betreffenden Handlung bewegt sich jemand in etwas hinein oder wird in etwas bewegt.1. rozszerzyc´ ‚erweitern expandieren’ • mit der Handlung setzt ein Vorgang ein.B. wleciec´ ‚hineinfliegen’. sich zerstreuen’. roznies´c´ ‚umherreichen. rozmys´lic´ sie˛ ‚sich es anders überlegen’ • mit der betreffenden Handlung werden Umfang oder Intensität von etwas vergrößert.B. z. rozbudowac´ ‚ausbauen’. z.

ausradieren’. wyspac´´ sie˛ ‚lange schlafen. Verben • (mit sie˛) die betreffende Handlung wird bis zur Sättigung oder Übersättigung durchgeführt.steht ze-. wird etwas bewegt von oben nach unten.B. (Da die Funktion der Wiederho- . wybiegac´ sie˛ ‚sich müde laufen. dass die betreffende Handlung regelmäßig oder oft wiederholt wird (so genannte iterative Aktionsart. unproduktiv). zeskoczyc´ ‚abspringen’.B. zdrapac´ ‚abkratzen’. widywac´ ‚wiederholt sehen’. zsypac´ ‚zusammenschütten’. bebauen’. zetrzec´ ‚abreiben’. zbiec ‚hinunter-/herunterlaufen’. Bei einem nicht präfigierten Verb besagt es. zejs´c´ sie˛ ‚zusammenkommen’. zajs´c´ ‚ankommen. auslaufen’. chadzac´ ‚wiederholt gehen’.B. zmyc´ ‚abwaschen’. zamurowac´ ‚zumauern’. z.3 Lexikalisches Suffix -ywa-.. z. zagrzebac´ ‚vergraben’ • mit dem betreffenden Vorgang wird eine Grenze überschritten. z. zeskoczyc´ ‚hinunter-/herunterspringen’ • mit der betreffenden Handlung geschieht das (Sich-) Entfernen von einem Ort. z. Aspektpartner verwendet wird. sz und h. z. zuwachsen’. z. vorbeischauen’ • mit dem betreffenden Vorgang wird ein Hindernis errichtet. zarosna˛c´ ‚be-. ab-.B. z. vorbei-.B. zabiec (komus´ droge˛) ‚jemandem den Weg versperren’. -a.B. zajechac´ ‚ankommen. ausschlafen’. za• mit dem betreffenden Vorgang wird eine Grenze erreicht. grywac´ ‚wiederholt spielen’. unzugänglich gemacht. z. pisywac´ ‚wiederholt schreiben’. vgl. siadywac´ ‚sich wiederholt setzen’. zacia˛c´ ‚verletzen’ 7. zabudowac´ ‚zu-.B. zapracowac´ sie˛ ‚sich überarbeiten’. zagrodzic´ (komus´ przejs´cie) ‚jemandem den Weg versperren’ • mit dem betreffenden Vorgang wird etwas be-.B. z. kann auch lexikalische Funktion haben. zugedeckt.324 7. zjechac´ ‚hinunter-/herunterfahren’.ohne und mit Präfix 331 Dieses Suffix. zbiec sie˛ ‚zusammenrennen’ • mit der betreffenden Handlung bewegt sich jemand bzw.B. zejs´c´ sie˛ ‚zusammenkommen’. das vor allem zur Bildung ipf. zestawic´ ‚zusammenstellen’. zetrzec´ ‚abwischen. czytywac´ ‚wiederholt lesen’. znikna˛c´ ‚verschwinden’ Statt z. wycierpiec´ sie˛ ‚ausstehen. zestawic´´ ‚herunterstellen’. zasiedziec´ sie˛ ‚sich festsetzen’ • mit dem betreffenden Vorgang wird ein Teil erfasst zadrapac´ ‚aufkratzen’. ausleiden’ z• mit der betreffenden Handlung geschieht das Zusammenfügen zu einer Ganzheit oder das Zusammengehen oder Zusammenbringen an einen Ort.1. vorfahren’. mawiac´ ‚wiederholt sprechen’. außer vor Vokalen und stimmhaften Konsonanten sowie s.

4 Deadjektivische und desubstantivische Derivation Von Adjektiven. przys´piewywac´ ‚mit Gesang begleiten’. -owac´. können die Derivate vom Typ pisywac´ auch als Teil-Synonyme zu den motivierenden imperfektiven Verben gelten. perfektive Aspektpartner sind meist nicht vorhanden. srebrzyc´ sie˛ ‚silbern sein’.7.1. vgl. z. asfaltowac´ ‚asphaltieren’ • für Handlungen. wagarowac´ ‚die Schule schwänzen’ (< wagary ‚Schulschwänzen’) Dieser Wortbildungstyp ist sehr produktiv.B.B.B. seltener von Substantiven. in der Variante -niec´: ge˛stniec´ ‚dicht(er) werden’. bei denen das vom motivierenden Substantiv Bezeichnete auf andere Weise beteiligt ist. filmowac´ ‚(ver)filmen’. bei denen das vom motivierenden Substantiv Bezeichnete Resultat ist. Bei der Verb-Ableitung von Adjektiven für Farben und ähnlichen Eigenschaften kann die Komponente des Zustandswechsels fehlen. s´widrowac´ ‚bohren’. Teils liegen beide Formen vor: rzedniec´/rzedna˛c´ ‚sich verziehen. mit unproduktivem -na˛c´: chudna˛c´ ‚mager(er) werden’. chorowac´ ‚krank sein’. 332 . z. z. 7. bei denen der Beteiligte die betreffende Eigenschaft erhält. plaz˙owac´ ‚Zeit am Strand verbringen’. kucharzyc´ ‚Koch sein’. Selten von Substantiven. bei denen das vom motivierenden Substantiv Bezeichnete Instrument oder Material ist. z. bielec´ ‚weiß sein’.B.1. Wortbildung der Verben 325 lung einerseits und des Parallelvorgangs andererseits auch Funktionen des imperfektiven Aspekts sind. pi!owac´ ‚sägen’. deadjektivisch z. Die Verben sind immer ipf.: w oddali ciemnia! las ‚in der Ferne zeichnete sich ein düsterer Wald ab’. kolegowac´ sie˛ ‚Kollege sein’. z. paczkowac´ ‚(ab)packen’.) In Verbindung mit przy. können Verben durch Suffigierung allein oder durch gleichzeitige Prä.B. Vorsitzender sein’. ska˛pic´ ‚geizig sein’ • für Handlungen. sekretarzowac´ ‚Sekretär sein’. prezesowac´ ‚präsidieren. przygrywac´ ‚begleiten (musikalisch)’. przytupywac´ ‚mit dem Fuß den Takt angeben’. siwiec´ ‚ergrauen’. z. abschwächen’. z. s´lepna˛c´ ‚erblinden’. bei denen jemand das vom motivierenden Substantiv oder (selten) Adjektiv Bezeichnete darstellt. z. z. ciemniec´ ‚düster sein’.B. ma˛drzec´ ‚klüger werden’. Entsprechende Ableitungen sind auch von Substantiven möglich.begleitet die betreffende Handlung eine andere Handlung.und Suffigierung abgeleitet werden: -(ni)ec´. -na˛c´ werden verwendet für Vorgänge.B. dziwaczec´ ‚ein Sonderling werden’. gorzkniec´ ‚bitter werden’.B.B. liniowac´ ‚linieren’ • für Handlungen.B. Auch diese Derivate sind imperfektive Verben. -ic´/-yc´ • für Situationen.

den Ereignis-Lexemen (auch: telische Lexeme). Die Lexikalische Aktionale Funktion eines Lexems ist an der Beschreibung der lexikalischen Bedeutung zu erkennen: • Gilt die lexikalische Beschreibung für eine beliebige Phase einer Situation.bezeichnen das Bedecken mit der vom motivierenden Wort bezeichneten Erscheinung. im Derivat pop!akac´ ist die Eigenschaft der Mehrphasigkeit der Situation des Weinens überlagert durch die Funktion des perfektivierenden Affixes.h. vgl. vgl. der Episodizität. den Verlauf-Ereignis-Lexemen und den stativen Lexemen.B. Die Funktionen der Phasengestalt und ihre Subkategorien werden hier. Diese Kategorien besitzen Subkategorien. Sie gehören zur Kategorie der aktionalen (‚aktionsartlichen’) Funktionen.B. Verben mit -za (und do. z.2. polepszyc´ ‚schöner machen’. die auch als ‚Aktionalität’ bezeichnet wird und die eine Subkategorie der ‚Aspektualität’. zalesic´ ‚mit Wald bedecken’. p!akac´ ‚weinen’. als Lexikalische Aktionale Funktionen bezeichnet. • Gilt die lexikalische Beschreibung für genau eine Phase zwischen zwei Stadien. das Einphasigkeit vermittelt. dann hat das Lexem Verlaufsfunktion. die mit Komponenten der Aspektfunktionen übereinstimmen – die Phasengestalt der Situation.… -ic´/-yc´ hat meist die Funktion ‚etwas zu etwas machen’.… -ic´/-yc´ werden von Adjektiven oder Substantiven abgeleitet und referieren auf das Entfernen der vom motivierenden Stamm bezeichneten Erscheinung. die Einphasigkeit der Situation des Auswaschens wird durch die Funktion des imper- . z. ist ihnen auch die Lexikalische Aktionale Funktion gemeinsam. deren wichtigste sich in der Funktion ‚beobachtbarer Zustandswechsel’ unterscheiden. zab!ocic´ ‚beschmutzen’. der Menge der aspektuellen Funktionen ist (neben der anderen Subkategorie der Aspektualität. ods´niez˙yc´ ‚vom Schnee befreien’. Da die lexikalische Bedeutung allen Aspektpartnern eines Verballexems gemeinsam ist. soweit sie Komponenten der lexikalischen Bedeutung des Verbs sind. zmyc´ – zmywac´ ‚auswaschen’. uintensywnic´ ‚intensivieren’. Typen von Verballexemen (lexikalisch-grammatische Aktionalitäten) 333 Die lexikalischen Bedeutungen der polnischen Verben besitzen Komponenten. die Verben mit za.2. d.B.1. dann hat das Lexem Ereignis-Funktion. den Verlauf-Lexemen. Damit sind die Lexikalischen Aktionalen Funktionen auch die gemeinsamen Merkmale von Lexemtypen. Verben mit od.‚hinzu-’) werden von Substantiven abgeleitet. die Ableitung wird von Adjektiven vorgenommen. Verben Die präfixal-suffixale Derivation mit u-/po. der temporalen Definitheit). Lexikalisch-grammatische Subkategorien des Verbs 7.326 7. z. 7.

h. ‚Ich will. Dabei ist zu beachten.). wenn den Argumenten eine bestimmte morphologische oder syntaktische Form zugeordnet wird. Darunter verstehen wir hier die Fähigkeit sprachlicher Einheiten. die vom Verb dargestellte Situation ist dann mehrphasig. sie regieren ein direktes Objekt im Akkusativ bzw. przeszkadzac´ + Dativ – stören + Akkusativ Die meisten polnischen Verben sind transitiv (przechodni). dann hat das Lexem stative Funktion.ä. ‚Der Arzt operiert den Kranken.’ (Akkusativ) operowac´ 2: Autor zre±cznie operuje metafora±.2. d.2. d. Wir sprechen von Rektion. Der durch das Verb czytac´ ‚lesen’ ausgedrückte Sachverhalt hat zwei Partizipanten: eines für den Leser. dass oft keine syntaktische Äquivalenz zum Deutschen vorliegt.7. Entsprechend eröffnet das Verb czytac´ zwei Argumentstellen. ‚Der Autor geht geschickt mit der Metapher um. Lexikalisch-grammatische Subkategorien des Verbs 327 fektivierende Suffixes überlagert. ein-. wiedziec´ ‚wissen’. Die folgende Liste ausgewählter Rektionsmodelle bezieht sich auf einzelne Lexeme. die diese Leerstellen besetzen: gegenständlich vs.’ Die Grundklassifikation der Rektionsmodelle beruht auf folgenden Eigenschaften der Verben: • Anzahl der eröffneten Leerstellen: null-. propositional. Sie können im Prinzip ein Partizip Passiv bilden. z˙ebys´ studiowa! w Polsce. Argumente versprachlichen Partizipanten (Teilnehmer) des durch ein Prädikat ausgedrückten Sachverhalts.2.und drei-stellig • Art der sprachlichen Ausdrücke. operowac´ 1: Lekarz operuje chorego. wenn es die Aspektfunktion ‚episodischer Verlauf’ hat. ‚Ich will in Polen studieren. 7. 334 . denn verschiedene Bedeutungen können sich in der Rektion niederschlagen. Typischerweise wird der Kasus des gebundenen Worts festgelegt. und eines für das Leseobjekt (Buch o. dass du in Polen studierst. • Gilt die lexikalische Beschreibung für die ganze Situation ohne jeweils ein Stadium davor und danach. im Genitiv nach Verneinung.’ chciec´ + Nebensatz mit z˙eby: Chce±.’ (Instrumental) Außerdem kann ein und dieselbe Bedeutung mehr als ein Rektionsmuster aufweisen: chciec´ + Verb im Infinitiv: Chce˛ studiowac´ w Polsce. Rektionsmodelle Rektionsmodelle (modele !a±czliwos´ci) basieren auf den vor allem Verben eigenen Argumentstrukturen (struktury argumentowe).h. Leerstellen für andere Einheiten zu eröffnen und damit diese an sich zu binden. vgl. zwei. auf jeweils nur eine Bedeutung des Verbs.

‚Die Sonne blitzt hinter den Wolken hervor. Diese Verben werden auch als unpersönlich gebrauchte persönliche Verben bezeichnet. die in allen Bedeutungen null-stellig sind. das Verb zapomniec´ hat gleichfalls zwei Argumente.’ Swe±dzi mnie. Meist handelt es sich um Verben für Witterungen und Veränderungen in der Natur. die körperliche und psychische Empfindungen bzw. Das Verb czytac´ in Piotr czyta ksia±z˙ke± hat zwei gegenständliche Argumente: Piotr und ksia±z˙ka. das zweite hingegen propositional sein kann. ‚Es weht. die ausschließlich in der dritten Person Singular auftreten und weder Subjekt noch Objekt haben.328 7. für die dies nur in einer Bedeutung zutrifft.’ K!uje mnie w boku. ‚Es donnert die Schlacht. müssen diejenigen abgesondert werden. erleidet etwas. die ihrerseits wieder als Prädikate funktionieren. durch Verben oder ganze Sätze. sind also nicht vollständig. ‚Ich habe Schmerzen im Knie. ‚Ich bin dessen überdrüssig. propositionale Argumente. Verben Gegenständliche Argumente werden typischerweise durch Substantive realisiert. Ihnen entsprechen im Deutschen meist Verben mit dem semantisch leeren Subjekt es.’ Ebenfalls subjektlos sind die Verben.’ Sprzykrzy!o mi sie±. also solche. ‚Aus Norden wehte ein starker Wirbelsturm. a) Null-stellige Verben 335 Dies sind Verben. In Asystent zapomnia! odebrac´ wynik ‚Der Assistent vergaß das Ergebnis abzuholen’ ist die Stelle des ersten Arguments besetzt durch das Substantiv asystent.’ Wieje. Dieser Handlungsträger kann im Dativ als Objekt auftreten. Null-stellige Verben sind nicht passivierbar.’ – Wia! silny wicher z po´!nocy. ‚Ich habe ein Stechen in der Seite. von denen jedoch nur das erste gegenständlich ist.’ . Die Person ist kein aktiv Handelnder. ‚Es juckt mich. sondern empfindet bzw. Die folgenden Listen von Rektionsmodellen stellen jeweils eine Auswahl von Verben dar.’ b!yska ‚es blitzt’ – S!on´ce b!yska zza chmur. dnieje ‚es wird Tag’ s´wita ‚es wird Tag’ zmierzcha sie± ‚es dämmert’ s´ciemnia sie± ‚es wird dunkel’ ozie±bia sie± ‚es kühlt sich ab’ pada ‚es regnet/schneit’ cia±gnie ‚es zieht’ Von den Verben. Leiden versprachlichen. grzmi ‚es donnert’ – Grzmi bitwa. Boli mnie w kolanie. die des zweiten durch ein Verb im Infinitiv (odebrac´).

Diese Verben sind nicht passivierbar. ‚Mir dreht sich der Kopf. ‚Mir dröhnt der Kopf.’ b) Ein-stellige Verben mit gegenständlichem Argument Verben dieses Typs haben ein Subjekt. aus der nur einige zentrale Untergruppen aufgeführt werden: • unkontrollierte Vorgänge chudna±c´ ‚abnehmen (an Gewicht)’ oddychac´ ‚atmen’ tona±c´ ‚ertrinken’ drgac´ ‚zittern’ marzna±c´ ‚frieren’ chorowac´ ‚krank sein’ kwitna±c´ ‚blühen’ gnic´ ‚faulen’ kichac´ ‚niesen’ • Existenz istniec´ ‚existieren’ wyste±powac´ ‚auftreten’ pojawiac´ sie± ‚erscheinen’ zachodzic´ ‚vorkommen’ • Hervorbringung von Lauten chrapac´ ‚schnarchen’ gwizdac´ ‚pfeifen’ ha!asowac´ ‚lärmen’ beczec´ ‚blöken’ mruczec´ ‚brummeln’ piszczec´ ‚piepsen’ wyc´ ‚heulen’ warczec´ ‚knurren’ brze±czec´ ‚klirren’ brzmiec´ ‚klingen’ 336 .’ Szumi mi w uszach.’ Mdli mnie.2. Lexikalisch-grammatische Subkategorien des Verbs 329 Ulz˙y!o mi.’ Kre±ci mi sie± w g!owie. aber kein Objekt.7. Sie entstammen verschiedener semantischer Gruppen. ‚Mir ist schlecht. ‚Ich war erleichtert. Es handelt sich um eine offene Klasse.

330 7. przytrafic´ sie± ‚sich ereignen’ zdarzyc´ sie± ‚vorkommen’ przyja±c´ sie± ‚sich einbürgern’ utrzec´ sie± ‚üblich werden’ wystarczyc´ ‚ausreichen’ op!acac´ sie± ‚sich lohnen’ c) Zwei-stellige Verben 337 mit zwei gegenständlichen Argumenten • Verben mit Genitivobjekt bronic´ wolnos´ci ‚die Freiheit verteidigen’ dokonywac´ cudo´w ‚Wunder vollbringen’ dopilnowac´ budowy ‚den Bau überwachen’ dostarczac´ rozrywek ‚Spaß machen’ dotrzymywac´ s!owa ‚Wort halten’ dotykac´ rany ‚die Wunde berühren’ doznawac´ upokorzen´ ‚Demütigung erfahren’ nabierac´ dos´wiadczenia ‚Erfahrung sammeln’ naduz˙ywac´ alkoholu ‚zu viel Alkohol trinken’ pilnowac´ dziecka ‚ein Kind betreuen’ pos!uchac´ rad ‚Ratschläge befolgen’ poz˙a±dac´ z˙ony bliz´niego swego ‚deines Nächsten Frau begehren’ pro´bowac´ wina ‚Wein probieren’ przestrzegac´ przepiso´w ‚die Vorschriften einhalten’ unikac´ niebezpieczen´stw ‚Gefahren vermeiden’ uz˙ywac´ z˙ycia ‚das Leben genießen’ wys!uchac´ skarg ‚Beschwerden anhören’ zaz˙ywac´ swobody ‚die Freiheit genießen’ z˙a!owac´ pienie±dzy ‚mit Geld geizen’ do + Genitiv da±z˙yc´ do czegos´ ‚nach etwas streben’ dochodzic´ do czegos´ ‚etwas erreichen’ doprowadzic´ do czegos´ ‚zu etwas führen’ dopuszczac´ do czegos´ ‚etwas zulassen’ . Verben mit präpositionalem oder gegenständlichem Argument Einige ein-stellige Verben erlauben bei gleicher Bedeutung beide Arten von Argument.

7.2. Lexikalisch-grammatische Subkategorien des Verbs

331

dzwonic´ do kogos´ ‚jemanden anrufen’ nalez˙ec´ do czegos´/kogos´ ‚zu etwas/jemandem gehören’ odzywac´ sie± do kogos´ ‚jemanden anreden’ pasowac´ do czegos´ ‚zu etwas passen’ przemawiac´ do kogos´ ‚jemanden ansprechen’ te±sknic´ do czegos´ ‚sich nach etwas sehnen’ zmierzac´ do czegos´ ‚sich in Richtung auf etwas/jemanden bewegen’ z + Genitiv korzystac´ z czegos´ ‚etwas gebrauchen’ • Verben mit Dativobjekt ufac´ komus´ ,jemandem vertrauen’ ulegac´ czemus´ ‚etwas unterliegen’ • Verben mit Akkusativobjekt czytac´ cos´ ‚etwas lesen’ witac´ kogos´ ‚jemanden begrüßen’ z˙egnac´ kogos´ ‚jemanden verabschieden’ miec´ cos´ ‚etwas haben’ jes´c´ cos´ ‚etwas essen’ • Verben mit Instrumentalobjekt handlowac´ czyms´ ‚mit etwas handeln’ kierowac´ czyms´ ‚etwas leiten’ kiwac´ g!owa± ‚mit dem Kopf nicken’ rza±dzic´ czyms´ (krajem) ‚etwas regieren (Land)’ w!adac´ czyms´ ‚etwas beherrschen’ zajmowac´ sie± czyms´ ‚sich mit etwas beschäftigen’ witac´ sie± z kims´ ‚sich begrüßen’ • Verben mit Präpositionalobjekt siedziec´ w czyms´ ‚in etwas sitzen’ stac´ na czyms´ ‚auf etwas stehen’ lez˙ec´ w czyms´ ‚in etwas liegen’ mit einem gegenständlichen und einem propositionalen Argument Zu dieser Gruppe zählen zunächst die Verben mit obligatorischer und alleiniger Infinitivrektion. Sie drücken unterschiedliche Zusatzaspekte der versprachlichten Handlung aus. zdo!ac´ ‚schaffen’

332

7. Verben

potrafic´ ‚vermögen’ usi!owac´ ‚sich bemühen’ s´miec´ ‚wagen’ zamierzac´ ‚beabsichtigen’ raczyc´ (ironisch) ‚geruhen’ Viele Verben erlauben hingegen bei gleicher Bedeutung ein gegenständliches und ein weiteres Argument, das bei gleicher Bedeutung sowohl von einem verbalen Element, als auch – elliptisch – von einem Substantiv realisiert werden kann. a) Verben des Wünschens chciec´ cos´ zrobic´ / chciec´ nowego samochodu ‚etwas machen wollen / ein neues Auto wollen’ pragna±c´ cos´ zrobic´ / pragna±c´ zmian ‚etwas zu tun wünschen / Veränderungen wünschen’ b) Verben des Sagens im weiteren Sinne: powtarzac´ cos´ ‚etwas wiederholen’ propagowac´ cos´ ‚etwas propagieren’ szeptac´ cos´ ‚etwas flüstern’ wyg!aszac´ cos´ ‚etwas aufsagen’ wyk!adac´ cos´ ‚etwas vortragen’ wyraz˙ac´ cos´ ‚etwas ausdrücken’ krzyczec´‚ z˙e ‚schreien, dass’ zabraniac´ czegos´/cos´ / zabraniac´, z˙e ‚etwas verbieten/verbieten, dass’ wo!ac´‚ z˙e ‚rufen, dass’ stwierdzac´‚ z˙e ‚feststellen, dass’ zeznawac´‚ z˙e ‚aussagen, dass’ c) Verben für mentale Prozesse: Die mentalen Verben können nach der Form des propositionalen Arguments eingeteilt werden. • Akkusativobjekt oder Objektsatz przeczuwac´ cos´ / przeczuwac´‚ z˙e ‚etwas ahnen / ahnen, dass’ przewidywac´ cos´ / przewidywac´, z˙e ‚etwas vorhersehen / vorhersehen, dass’ rozumiec´ cos´/ rozumiec´, z˙e ‚etwas verstehen / verstehen, dass’ rozwaz˙yc´ cos´ / rozwaz˙yc´ czy ‚etwas abwägen / abwägen, dass’ oczekiwac´ czegos´/cos´ / oczekiwac´, z˙e ‚etwas erwarten / erwarten, dass’ przypominac´ sobie cos´ / przypominac´ sobie, z˙e ‚sich an etwas erinnern / sich daran erinnern, dass’

7.2. Lexikalisch-grammatische Subkategorien des Verbs

333

• Objektsatz wierzyc´‚ z˙e ‚glauben, dass’ sa±dzic´‚ z˙e ‚meinen, dass’ utrzymywac´‚ z˙e ‚behaupten, dass’ • Sonstige domys´lac´ sie± czegos´ / domys´lac´ sie±‚ z˙e ‚etwas vermuten / vermuten, dass’ mys´lec´ o czyms´ / mys´lec´‚ z˙e ‚an etwas denken / denken, dass’ marzyc´ o czyms´ / marzyc´‚ z˙e ‚von etwas träumen / träumen, dass’ d) Drei-stellige Verben mit gegenständlichen Argumenten Unter diesen Verben gibt es sehr viele verschiedene Typen, die sich durch die Kombination der einzelnen Kasus ergeben. Um nur einige zu nennen: Subjekt im Nominativ plus: • Genitiv- + Dativobjekt zazdros´cic´ komus´ czegos´ ‚jemanden um etwas beneiden’ • Genitiv- + Präpositionalobjekt wymagac´ czegos´ od kogos´ ‚etwas von jemandem fordern’ bronic´ kogos´ przed kims´ ‚jemanden vor jemandem verteidigen’ • Dativ- + Akkusativobjekt dawac´ komus´ cos´ ‚jemandem etwas geben’ poz˙yczyc´ komus´ cos´ ‚jemandem etwas leihen’ • Dativ- + Instrumentalobjekt imponowac´ komus´ czyms´ ‚jemandem mit etwas imponieren’ • Dativ- + Präpositionalobjekt dzie±kowac´ komus´ za cos´ ‚jemandem für etwas danken’ • Akkusativ- + Instrumentalobjekt zarazac´ kogos´ czyms´ ‚jemanden mit etwas anstecken’ straszyc´ kogos´ czyms´ ‚jemanden mit etwas erschrecken’ • Akkusativ- + Präpositionalobjekt dostac´ cos´ od kogos´ ‚von jemandem etwas bekommen’ budowac´ cos´ z czegos´ ‚etwas aus etwas bauen’ zapraszac´ kogos´ na cos´ ‚jemanden zu etwas einladen’ • Instrumental- + Präpositionalobjekt
338

334

7. Verben

bronic´ sie± czyms´ przed kims´ ‚sich vor jemandem mit etwas verteidigen’ mit gegenständlichen und propositionalen Argumenten grozic´, z˙e/komus´ czyms´ ‚drohen, dass/jemandem mit etwas drohen’ pomagac´ komus´ cos´ zrobic´ ‚jemandem helfen etwas zu tun’ przeszkadzac´ komus´ w czyms´ ‚jemanden stören bei etwas’ Verben des Sagens: Sie verfügen in der Regel über ein menschliches Subjekt und ein propositionales Argument in Objektposition. Die Rektionsmodelle lassen sich nach der formalen Realisierung des bei der Äußerung Angesprochenen klassifizieren. Der Angesprochene kann im Dativ, Akkusativ oder in einer Präpositionalkonstruktion realisiert sein. Oder er fehlt ganz. • Dativobjekt + Akkusativobjekt/Objektsatz mit z˙e powiedziec´ komus´ cos´ / powiedziec´´‚ z˙e ‚jemandem etwas sagen / sagen, dass’ meldowac´ komus´ cos´ / meldowac´‚ z˙e ‚jemandem etwas melden / melden, dass’ og!aszac´ komus´ cos´ / og!aszac´‚ z˙e ‚jemandem verkünden / verkünden, dass’ t!umaczyc´ komus´ cos´ / t!umaczyc´‚ z˙e ‚jemandem etwas erklären / erklären, dass’ wmawiac´ komus´ cos´ / wmawiac´‚ z˙e ‚jemandem etwas einreden / einreden, dass’ przyrzekac´ komus´ cos´ /przyrzekac´‚ z˙e ‚jemandem etwas zusagen / zusagen, dass’ • Dativobjekt + Infinitiv/Akkusativobjekt/Objektsatz polecac´ komus´ robic´/cos´/‚ z˙eby ‚jemandem etwas empfehlen/empfehlen, dass’ obiecywac´ komus´ robic´/cos´/‚ z˙e ‚jemandem versprechen, etwas zu tun/etwas versprechen/ versprechen, dass’ przysie±gac´ komus´ robic´/cos´/‚ z˙e ‚jemandem schwören, etwas zu tun/etwas schwören/schwören, dass’ radzic´ komus´ robic´/cos´/‚ z˙eby ‚jemandem raten, etwas zu tun/etwas raten/raten, dass’ • Dativobjekt + Objektsatz mit z˙e odpowiedziec´ komus´‚ z˙e ‚jemandem antworten, dass’ • Akkusativobjekt + Objektsatz prosic´ kogos´ o cos´ / prosic´‚ z˙eby ‚jemanden um etwas bitten / bitten etwas zu tun’ przekonywac´ kogos´ o czyms´ / przekonywac´, z˙e ‚jemanden von etwas überzeugen’ pytac´ kogos´ o cos´ /pytac´, czy ‚jemanden nach etwas fragen / fragen, ob’ • Instrumentalobjekt mit z dyskutowac´ z kims´ o czyms´ ‚mit jemandem über etwas diskutieren’ naradzac´ sie z kims´ ‚sich mit jemandem beraten’ k!o´cic´ sie± z kims´ o cos´ ‚sich mit jemandem über etwas streiten’

7.3. Der Bestand der grammatischen Kategorien des Verbs

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sprzeczac´ sie± z kims´ o cos´ ‚sich mit jemandem über etwas streiten’ • Präpositionalphrase upominac´ sie± u kogos´ o cos´ ‚jemanden zu etwas ermahnen’ zamawiac´ u kogos´ cos´ ‚bei jemandem bestellen’ zwracac´ sie± do kogos´ ‚sich an jemanden wenden’ z˙artowac´ z kogos´ ‚sich über jemanden lustig machen’

7.3. Der Bestand der grammatischen Kategorien des Verbs 7.3.1. Die grammatischen Kategorien Die Formen des polnischen Verbs gehören zu folgenden Kategorien: a) Flexivisch • • • • • • • Genus Verbi: Aktiv und Passiv, Tempus: Präsens, Präteritum und Futur, Modus: Indikativ, Imperativ und Konjunktiv, Person: erste, zweite und dritte, Numerus: Singular und Plural, bedingt – Höflichkeit: distant und familiär, Infinitiv.
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b) Derivational • Aspekt: perfektiv und imperfektiv, • Partizip, • Adverbialpartizip. Den einzelnen Tempora, Modi, grammatischen Personen und Numeri entsprechen in verschiedener Kombination gemeinsame Morpheme, es sind Morpheme mit synkreter Funktion wie die Deklinationsformen. Z.B. hat die Endung -m von czytam die grammatischen Funktionen des Tempus (,präsentisch’ bei ipf. Verben), des Modus (Indikativ), der 1. Pers. und des Numerus (Singular). Deswegen werden auch die Form-Funktions-Paradigmen nicht entsprechend dem Bestand der grammatischen Kategorien aufgezählt, sondern entsprechend der jeweiligen Funktionskombination. Die drei letztgenannten Kategorien sind Transpositionskategorien und bilden jeweils grammatische Oppositionen nicht innerhalb der Kategorie Verb, sondern mit der Kategorie Verb, die Partizipien bilden also die Opposition Verb – Adjektiv, die Adverbialpartizipien die Opposition Verb – Adverb.

336

7. Verben

7.3.2. Partizipien, Adverbialpartizipien
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Mit den Formen dieser grammatischen Kategorien werden neue grammatische Stämme gebildet. Insofern sind es Kategorien der Wortart Verb. Mit der Bildung der neuen Stämme werden die Wörter in eine andere Wortart transponiert (es handelt sich um Transpositonskategorien): Verb und • Affixe der Partizipien > Adjektive • Affixe der Adverbialpartizipien > Adverben. Die so gebildeten Adjektive, Adverben bzw. Substantive werden mit ihren lexikalischgrammatischen Eigenschaften und den entsprechenden Endungen im Kapitel dieser neuen Wortart dargestellt.

7.4. Konjugationen der Verben und kombinatorische Formtypen der Verbstämme a) Ansätze zur Beschreibung der Konjugationen
341

Die Vielzahl an Konjugationsformen des polnischen Verbs ist in der Polonistik auf verschiedene Arten behandelt worden. Im Hinblick auf die Klassifizierung der formalen Eigenschaften von Verben sind im Wesentlichen drei Ansätze zu unterscheiden. In vielen älteren Grammatiken und Wörterbüchern findet sich häufig die Klassifikation Szobers (1923). Den Ausgangspunkt bilden zwei Stämme des Verbs: zum einen der Präteritalstamm, der im Infinitiv, Präteritum, analytischen Futur, im Partizip Passiv und im Adverbialpartizip der Vorzeitigkeit auftritt; zum anderen der Präsenstamm, der im Präsens, Imperativ, Partizip Aktiv und dem Adverbialpartizip der Gleichzeitigkeit auftritt. Auf der Basis der stammbildenden Suffixe kommt Szober zu sechs Verbgruppen wie z.B. die Verben auf -a- (z.B. brac´ ), auf -e-/-a- (z.B. cierpiec´ ), auf -i- (z.B. bronic´ ), auf -na±- (z.B. zamkna±c´) und zwei Typen atematischer Verben (z.B. dac´, pas´c´). Diese Gruppen werden dann mit den Konjugationsendungen des Präsens kombiniert; Szober unterscheidet dabei vier Typen von Konjugationsparadigmen, den eigentlichen Konjugationen: 1. -e±, -esz, -e; 2. -e±, -isz, -i; 3. -am, -asz, -a; 4. -em, -esz, -e. Aus der Kombination der beiden Merkmale – Präteritalstamm und Präsensendung – ergeben sich dreizehn Verbtypen. Die Mehrheit der Wörterbücher verwendet einen weiteren Ansatz, der von Tokarski (20013) entwickelt wurde. Anders als Szober geht Tokarski nicht von verschiedenen Endungsparadigmen, sprich Konjugationen aus, sondern von einem einheitlichen Paradigma und Unterschieden in den Verbstämmen; d.h. die Unterscheidung -e±, -esz versus -e±, -isz spielt keine Rolle. Die Verben werden klassifiziert auf der Grundlage von den Stämmen: Präsens, Präteritum, Imperativ und Partizip Passiv. Im Gegensatz zu Szober berücksichtigt Tokarski auch die Alternationen zwischen den Personen im Präsens wie in czytam – czytasz – czytaja±. Auf der Basis der Stammreihen kommt Tokarski auf 11 Konjugationsklassen mit einigen weiteren Subtypen.

7.4. Konjugationen der Verben und kombinatorische Formtypen der Verbstämme

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Eine Art Kompromiss zwischen Szober und Tokarski bei gleichzeitiger Differenzierung bietet Laskowski (Akademiegrammatik 19982). Laskowski kehrt zu den auf unterschiedlichen Endungen im Präsens basierenden Konjugationsklassen zurück, wobei er jedoch Szobers vier auf drei Konjugationen reduziert. Diese bilden die Basis der Klassifikation. Der Beschreibung Tokarskis ähnelt wiederum die Idee der Einteilung der Verben nach Stammalternationen. Diese zweite Klassifikationsebene bilden die Paare von Stammalternationen wie -owa- : -uj- in kupowac´ und kupuje. In der Kombination beider Merkmale kommt Laskowski zu einer Einteilung, die sich in der Extension zu großen Teilen mit derjenigen Tokarskis deckt. b) Die angewandten Prinzipien der Klassifizierung der Verben Das Polnische zeichnet sich durch eine ausgesprochene Formenvielfalt im Bereich der Verben aus. Es existiert eine kleine Gruppe grundlegender Konjugationstypen, die über 80"% der polnischen Verben erfassen. Andere Flexionsmuster sind seltener, einige gar auf ein einziges Verb beschränkt. Unter diesen haben einige Verben eine extrem hohe Frequenz; daher werden in der folgenden Auflistung sowohl die vorherrschenden Grundtypen, als auch unikale Muster häufiger Verben aufgeführt. (In Zweifelsfällen sollte das Wörterbuch der Flexionsformen der polnischen Verben von Me±dak (1997) konsultiert werden.) Bei der Einteilung der polnischen Verben gehen wir von folgenden Prinzipien aus: • Die Konjugation wird bestimmt durch die Form der Personalendung. • Basis der weiteren Subklassifizierung ist die Art und Anzahl der Alternationen der Stämme des Infinitivs, Präsens und Präteritums. • Die Vielzahl der Subtypen wird nach dem Prinzip der Relevanz des jeweiligen Musters hierarchisiert. Hierbei ist die Häufigkeit und die Produktivität des Musters gemeint. Als Basis dienen die Häufigkeitsangaben zu den Flexionsmustern aus Saloni (1988). Die Hierarchie wird durch die Umrandung des Paradigmas gekennzeichnet:
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! HAUPTTYP: sehr häufiges und produktives Flexionsmuster; ein solcher Typ umfasst jeweils mindestens 5"% aller Verben des Polnischen. ! NEBENTYP mittlerer Häufigkeit: umfasst jeweils zwischen 3 und 5"% aller Verben des Polnischen.

die das Partizip Passiv bevorzugt. Sie umfasst ca. (Die Alternationen wurden der Gramatyka wspo´!czesnego je±zyka polskiego (19982) entnommen. . Plural: pan pisze – panowie pisza± ‚Sie schreiben’. Das Paradigma enthält folgende Formen: Präsens. unregelmäßige Formen erscheinen. zadac´ ‚aufgeben’ etc. 2. in denen nichterwartete bzw. Ps.4. Die Verbformen entsprechen jeweils der 3.) Aus Gründen der Übersichtlichkeit wird die distante 2. Ps. Verben ! SELTENER TYP (weniger als 3"%) und EINZELFÄLLE häufig verwendeter Verben (kursiv gesetzt) Innerhalb der Paradigmen werden diejenigen Felder schraffiert. Die Paradigmen der Einzelfälle stehen gleichzeitig für alle Ableitungen des aufgeführten Verbs. Imperativ und die unpersönliche -no-/ -to-Form (entgegen der Tradition. das jedoch auf die transitiven Verben beschränkt ist). 3. 25"% aller polnischen Verben. Unter den Paradigmen.h. Ps. Konjugation -m/-sz 343 Die Konjugation -m/-sz zeichnet sich durch eine hohe Regelmäßigkeit aus.1. also nicht für einen Einzelfall stehen. werden die charakteristischen morphonologischen Alternationen aufgeführt.338 7. die für einen Typ. Einige der aufgeführten -no/-to-Formen sind selten oder nur in speziellen Kontexten gebräuchlich. Singular 1. DAC$ ‚geben’ betrifft gleichermaßen oddac´ ‚abgeben’. Person Singular bzw. Präteritum. Auf sie gilt es besonders zu achten. d. -m -sz -Ø Plural -my -cie -a± Fast alle Verben dieser Konjugation entsprechen dem Typ CZYTAC#. Person in den folgenden Tabellen nicht eigens aufgeführt. 7.

czyta Imperativ 2. s´miec´ ‚wagen’. rozumia!o Unpersönliche Form rozumiano Pl. mask. *rozumiej! (potenziell) *rozumiejcie! (potenziell) Pl. rozumiemy rozumiecie rozumieja± Präteritum Sg. s´miec´ hat einen regulären Imperativ in der Verneinung: nie s´miej! Traditionell wird diese Verbklasse als die vierte Konjugation bezeichnet. rozumieli andere rozumia!y 345 Neben dem Haupttyp gibt es drei auf -ec´ auslautende Verben. rozumie Imperativ 2. die im Infinitiv. b) Seltener Typ ROZUMIEC# ‚verstehen’ Präsens Sg. czyta!a neutr. im Präteritum vom Haupttyp CZYTAC# abweichen: rozumiec´ ‚verstehen’. Ps. umiec´ ‚aufgrund von Übung können’. czytali andere czyta!y 344 Dieser Typ weist keine morphonologischen Alternationen auf.1. Alternation: e : a (rozumiec´ – rozumia!). czytam 2. 1.T. rozumia! fem. mask. mask. 1. rozumiesz 3.7.4. czyta!o Unpersönliche Form czytano Pl. czyta! fem. rozumiem 2. czytamy czytacie czytaja± Präteritum Sg.-pers. czytasz 3. Ps. rozumia!a neutr. Konjugation -m/-sz 339 a) Haupttyp CZYTAC# ‚lesen’ Präsens Sg.-pers. c) unregelmäßige Einzelfälle In der Konjugation -m/-sz finden sich folgende individuell flektierende Verben von großer Häufigkeit: 346 . mask. czytaj czytajcie Pl. Präsens und z.

340

7. Verben

DAC$ ‚geben’ Präsens Sg. 1. dam 2. dasz 3. da Imperativ 2. Ps. daj! dajcie! Pl. damy dacie dadza± Präteritum Sg. mask. da! fem. da!a neutr. da!o Unpersönliche Form dano Pl. mask.-pers. dali andere da!y

Die Besonderheit liegt hier ausschließlich in der 3. Person Plural dadza±. MIEC$ ‚haben’ Präsens Sg. 1. mam 2. masz 3. ma Imperativ 2. Ps. miej! miejcie! Pl. mamy macie maja± Präteritum Sg. mask. mia! fem. mia!a neutr. mia!o Unpersönliche Form miano Pl. mask.-pers. mieli andere mia!y

Das extrem häufige Verb zeichnet sich durch die folgenden Stammalternationen aus: miec´ – ma – maja± – mia!. WIEDZIEC$ ‚wissen’ Präsens Sg. 1. wiem 2. wiesz 3. wie Imperativ 2. Ps. wiedz! wiedzcie! Pl. wiemy wiecie wiedza± Präteritum Sg. mask. wiedzia! fem. wiedzia!a neutr. wiedzia!o Unpersönliche Form wiedziano Pl. mask.-pers. wiedzieli andere wiedzia!y

Auch wiedziec´ enthält eine ganze Reihe von Alternationen, sodass wir vier Stämme erhalten: wiedziec´– wie – wiedza± – wiedzia!.

7.4.2. Konjugation -e±/-isz

341

JES$C# ‚essen’ Präsens Sg. 1. jem 2. jesz 3. je Imperativ 2. Ps. jedz! jedzcie! Pl. jemy jecie jedza± Präteritum Sg. mask. jad! fem. jad!a neutr. jad!o Unpersönliche Form jedzono Pl. mask.-pers. jedli andere jad!y

jes´c´ weist im Präsens eine gewisse Ähnlichkeit zu wiedziec´ auf. 7.4.2. Konjugation -e±/-isz Die Konjugation -e±/-isz ist weniger einheitlich als -m/-sz. So sind zwei Haupttypen zu unterscheiden und einige Typen mit mittlerer bzw. geringer Häufigkeit. Darüber hinaus finden sich recht verschiedene Alternationen der Stämme. Ungefähr 25"% aller Verben gehören in diese Konjugation. Singular 1. Ps. 2. Ps. 3. Ps. a) Haupttypen MO#WIC# ‚sprechen’ Präsens Sg. 1. mo´wie± 2. mo´wisz 3. mo´wi Imperativ 2. Ps. mo´w! mo´wcie! Pl. mo´wimy mo´wicie mo´wia± Präteritum Sg. mask. mo´wi! fem. mo´wi!a neutr. mo´wi!o Unpersönliche Form mo´wiono Pl. mask.-pers. mo´wili andere mo´wi!y
348 347

Plural -imy -icie -a±

-e± -isz -i

Der wichtigste Typ ist MO#WIC#: er wird gemeinsam mit Typ PROSIC# von ca. 16% aller Verben realisiert und ist produktiv.

342

7. Verben

UCZYC# ‚lehren’ Präsens Sg. 1. ucze± 2. uczysz 3. uczy Imperativ 2. Ps. ucz! uczcie! Pl. uczymy uczycie ucza± Präteritum Sg. mask. uczy! fem. uczy!a neutr. uczy!o Unpersönliche Form uczono Pl. mask.-pers. uczyli andere uczy!y

Etwas seltener ist der ebenfalls regelmäßige Typ mit dem Infinitiv auf -yc´ statt auf -ic´. Sowohl beim Typ MO#WIC# als auch UCZYC# kann es zu Alternationen des Vokals im Stamm o : o´ kommen; also zrobic´ – zro´b! ‚mach!’, tworzyc´ – two´rz! ‚schaffe!’. b) Nebentyp
349

PROSIC# ‚bitten’ Präsens Sg. 1. prosze± 2. prosisz 3. prosi Imperativ 2. Ps. pros´! pros´cie! Pl. prosimy prosicie prosza± Präteritum Sg. mask. prosi! fem. prosi!a neutr. prosi!o Unpersönliche Form proszono Pl. mask.-pers. prosili andere prosi!y

PROSIC# ist ein produktiver und auch recht häufiger Nebentyp mit der Alternation des Stammkonsonanten: s´ : sz (prosic´ – prosze±), z´ : z˙ (grozic´ – groz˙e±), c´ : c (kopcic´ – kopce±) , dz´ : dz. (chodzic´ – chodza±). c) Seltene Typen
350

Die unproduktiven Typen S$YSZEC# und SIEDZIEC# sind unter den Verben nur mit ca. 1,6% vertreten. Darunter sind jedoch einige recht häufig auftretende Verben.

7.4.2. Konjugation -e±/-isz

343

S$YSZEC# ‚hören’ Präsens Sg. 1. s!ysze± 2. s!yszysz 3. s!yszy Imperativ 2. Ps. s!ysz! s!yszcie! Pl. s!yszymy s!yszycie s!ysza± Präteritum Sg. mask. s!ysza! fem. s!ysza!a neutr. s!ysza!o Unpersönliche Form s!yszano Pl. mask.-pers. s!yszeli andere s!ysza!y

351

Verben des Typs S$YSZEC# unterscheiden sich von den Haupttypen durch einen Infinitiv auf -ec´ und einige abweichenden Präteritalformen. Alternation: e : a (s!yszec´ – s!ysza!). SIEDZIEC# ‚sitzen’ Präsens Sg. 1. siedze± 2. siedzisz 3. siedzi Imperativ 2. Ps. siedz´! siedz´cie! Pl. siedzimy siedzicie siedza± Präteritum Sg. mask. siedzia! fem. siedzia!a neutr. siedzia!o Unpersönliche Form siedziano Pl. mask.-pers. siedzieli andere siedzia!y
352

Neben dem obligatorischen Stammablaut e : a wie bei S$YSZEC# kommt es bei Verben dieses Typs zur Alternation ‚palatal’ ! ‚nichtpalatal’: dz´ : dz (siedziec´ – siedze±), c´ : c (leciec´ – lece± ‚fliegen’), s´ : sz (musiec´ – musze± ‚müssen’), n : n´ (wspomniec´ – wspomne± ‚sich erinnern’) (vgl. PROSIC#). d) Einzelfälle STAC$ ‚stehen’ Präsens Sg. 1. stoje± 2. stoisz 3. stoi Imperativ 2. Ps. sto´j! sto´jcie! Pl. stoimy stoicie stoja± Präteritum Sg. mask. sta! fem. sta!a neutr. sta!o Unpersönliche Form *stano (potenziell) Pl. mask.-pers. stali andere sta!y
353

344

7. Verben

Das Verb stac´ weist im Präsens und im Imperativ abweichende Formen auf.; genauso: bac´ sie± ‚sich fürchten’ mit regulärer Form bano sie±. SPAC$ ‚schlafen’ Präsens Sg. 1. s´pie± 2. s´pisz 3. s´pi Imperativ 2. Ps. s´pij! s´pijcie! Pl. s´pimy s´picie s´pia± Präteritum Sg. mask. spa! fem. spa!a neutr. spa!o Unpersönliche Form spano Pl. mask.-pers. spali andere spa!y

7.4.3. Konjugation -e±/-esz
354

Zur Konjugation -e±/-esz zählen rund 50% aller Verben des Polnischen. Diese Klasse weist die größte Heterogenität unter den drei Konjugationen auf. Neben den regelmäßigen und produktiven Verben auf -owac´ bzw. -ywac´, die den großen Teil dieser Klasse ausmachen, finden sich sehr viele Verben mit einsilbigem Infinitiv. Diese sind ausgesprochen unregelmäßig. Singular 1. Ps. 2. Ps. 3. Ps. a) Haupttypen Die Typen KUPOWAC# und POKAZYWAC# bilden das Gros der Klasse. Beide Typen unterscheiden sich nur marginal. -e± -esz -e Plural -emy -ecie -a±

7.4.3. Konjugation -e±/-esz

345

KUPOWAC# ‚kaufen’ Präsens Sg. 1. kupuje± 2. kupujesz 3. kupuje Imperativ 2. Ps. kupuj! kupujcie! Pl. kupujemy kupujecie kupuja± Präteritum Sg. mask. kupowa! fem. kupowa!a neutr. kupowa!o Unpersönliche Form kupowano Pl. mask.-pers. kupowali andere kupowa!y

355

Dieser extrem häufige Typ (ca. 25% aller Verben) ist ganz regelmäßig; sein Erkennungsmerkmal ist die Alternation von Infinitiv- und Präsensstamm: -owa- ! -uj-; kupowac´ – kupuje. POKAZYWAC# ‚zeigen’ Präsens Sg. 1. pokazuje± 2. pokazujesz 3. pokazuje Imperativ 2. Ps. pokazuj! pokazujcie! Pl. pokazujemy pokazujecie pokazuja± Präteritum Sg. mask. pokazywa! fem. pokazywa!a neutr. pokazywa!o Unpersönliche Form pokazywano Pl. mask.-pers. pokazywali andere pokazywa!y
356

Gleichermaßen regelmäßig funktioniert der Typ POKAZYWAC#; hier liegt die Alternation ywa- ! -uj- vor. Entsprechend funktionieren die Verben auf -iwac´ wie wyszukiwac´: wyszukiwac´ – wyszukuje ‚heraussuchen’. Achtung: Verben der Typen KUPOWAC# und POKAZYWAC# sind von den Verben zu unterscheiden, in denen die Lautfolge -owa- bzw. -ywa- zur Wurzel gehört: uz˙ywac´ – uz˙ywam ‚gebrauchen’, nazywac´ – nazywam ‚nennen’. b) Nebentypen Die Nebentypen weisen eine geringe Ähnlichkeit zu den Haupttypen auf. Auch untereinander sind sie recht verschieden.

346

7. Verben

357

PISAC# ‚schreiben’ Präsens Sg. 1. pisze± 2. piszesz 3. pisze Imperativ 2. Ps. pisz! piszcie! Pl. piszemy piszecie pisza± Präteritum Sg. mask. pisa! fem. pisa!a neutr. pisa!o Unpersönliche Form pisano Pl. mask.-pers. pisali andere pisa!y

PISAC# gehört zu den Typen mittlerer Häufigkeit (ca. 4 %). Der Typ ist nicht produktiv. Alternationen: s : sz (pisac´ – pisze), zd : z˙dz˙ (gwizdac´ – gwiz˙dz˙e ‚pfeifen’), z : z˙ (mazac´ – maz˙e ‚schmieren’), r : rz (orac´ – orze ‚pflügen’).
358

MDLEC# ‚in Ohnmacht fallen’ Pl. 1. mdleje± 2. mdlejesz 3. mdleje Imperativ 2. Ps. (nie) mdlej! (nie) mdlejcie! mdlejemy mdlejecie mdleja± Präteritum Sg. mask. mdla! fem. mdla!a neutr. mdla!o Unpersönliche Form *mdlano (potenziell) Pl. mask.-pers. mdleli andere mdla!y

Bei diesem Typ gilt zu beachten, dass in den meisten Präteritalformen und in der unpersönlichen Form der Stamm mdla- auftritt (s. seltener Typ S#MIAC# SIE±). Alternation: e : a (mdlec´ – mdla!).
359

CIA±GNA±C# ‚ziehen’ Präsens Sg. 1. cia±gne± 2. cia±gniesz 3. cia±gnie Imperativ 2. Ps. cia±gnij! cia±gnijcie! Pl. cia±gniemy cia±gniecie cia±gna± Präteritum Sg. mask. cia±gna±! fem. cia±gne±!a neutr. cia±gne±!o Unpersönliche Form cia±gnie˛to Pl. mask.-pers. cia±gneli andere cia±gne±!y

Hier ist zu beachten, dass Verben des Typs CIA±GNA±C# im Imperativ statt des Ø-Suffixes ein -ij haben; cia±gna±c´ – cia±gnij!. Einige Verben dieses Typs haben jedoch regulär ein ØSuffix: suna±c´ – sun´! ‚gleiten’ (s. seltener Typ MOKNA±C#). Alternationen: a± : e± (cia±gna±c´ – cia±gne±!a), n : n´ (cia±gna±c´ – cia±gnie).

rwiemy rwiecie rwa± Präteritum Sg. s´mieje± sie± 2. mask. rwe± 2.4. mask.ausfällt: mokna±c´ – mo´k!. 1. Ps. rwiesz 3. mokniesz 3. s´mia!o sie± Unpersönliche Form s´miano sie± Pl.B. in denen das Element -na±. Ps. mo´k! fem. Ps. Bisweilen sind zwei Formen erlaubt: chryp! – chrypna±! ‚heiser werden’. mok!a neutr. rwa!o Unpersönliche Form rwano Pl. rwali andere rwa!y 360 Dieser nur eine Handvoll Verben umfassende Typ zeigt die Alternation: z.-pers. rwac´ – rwiesz. rwa! fem. MOKNA±C# ‚nass werden’ Präsens Sg. rwij! rwijcie! Pl. Alle Vertreter dieses Typs weisen das Imperativsuffix -ij auf. s´miejesz sie± 3. mokli andere mok!y 361 Diese Verben auf -na±c´ unterscheiden sich vom Typ CIA±GNA±C# durch die Präteritalformen. mask. s´miej sie±! s´miejcie sie±! Pl. 1. . S#MIAC# SIE± ‚lachen’ Präsens Sg. rwie Imperativ 2. 1. s´mia!a sie± neutr. mokniemy mokniecie mokna± Präteritum Sg. rwa!a neutr. s´mia! sie± fem.-pers. mask.7. Konjugation -e±/-esz 347 c) Seltene Typen und Einzelfälle RWAC# ‚reißen’ Präsens Sg. mok!o Unpersönliche Form *moknie±to (potenziell) Pl. s´miejemy sie± smiejecie sie± s´mieja± sie± Präteritum Sg. s´mieje sie± Imperativ 2. mask. mokne± 2.-pers. (nie) moknij! (nie) moknijcie! Pl. ferner ist das Imperativmorphem -ij zu beachten.3. s´miali sie± andere s´mia!y sie± 362 Im Gegensatz zum Typ MDLEC# alternieren hier die Vokale a : e (s´miac´ sie± – smieje sie±). moknie Imperativ 2. mask.

krad!o Unpersönliche Form (u-)kradziono Pl. my!o Unpersönliche Form *myto (potenziell) Pl. Andere individuelle Bildungen sind: cia±c´ – tnie/tna± ‚schneiden’. krad! fem. myje Imperativ 2. 365 WYJA±C# ‚herausnehmen’ Präsens Sg. wyjmij! wyjmijcie! Pl. myj! myjcie! Pl. my!a neutr. mask. 1. mask. wyja±! fem. kradnij! kradnijcie! Pl. Andere Verben dieses Typs: biec – biegnie/biegna± ‚laufen’. my! fem. Verben 363 MYC# ‚waschen’ Präsens Sg. mask. Ps. uciec – ucieknie/ uciek! ‚fliehen’. krad!a neutr. myje± 2. mask. 1. . wyjmie Imperativ 2. kradli andere krad!y Bei den Verben dieses Typs besteht eine Opposition zwischen dem Infinitiv und allen anderen Formen. mask. Ps. wyjmiesz 3. wyjme± 2. 1.348 7. wyje±!o Unpersönliche Form wyje˛to Pl. Ps. kradniemy kradniecie kradna± Präteritum Sg. kradnie Imperativ 2. myli andere my!y 364 KRAS#C# ‚stehlen’ Präsens Sg. wyjmiemy wyjmiecie wyjma± Präteritum Sg.-pers. myjemy myjecie myja± Präteritum Sg. kla±c´ – klnie/ klna± ‚fluchen’.-pers. kradne± 2. mask. myjesz 3. wyje±!a neutr.-pers. kradniesz 3. wyje±li andere wyje˛!y Das Kennzeichen dieses Typs ist das Erscheinen eines nasalen Lautes im Präsens und im Imperativ.

Ähnlich: wiez´c´ ‚transportieren’. bra!a neutr. nios!a neutr. Konjugation -e±/-esz 349 BRAC# ‚nehmen’ Präsens Sg. trzemy trzecie tra± Präteritum Sg. NIES$C$ ‚tragen’ Präsens Sg. bierzemy bierzecie biora± Präteritum Sg. trzesz 3. niesie Imperativ 2. tre± 2. mask. tar!a neutr. mask. Ps. biore± 2. niesiemy niesiecie niosa± Präteritum Sg. mask. mask. Ps. TRZEC$ ‚reiben’ Präsens Sg. niesiesz 3. bierz! bierzcie! Pl. niose± 2. bierzesz 3. mask. 1. Ps.7. bra! fem. trzyj! trzyjcie! Pl. brali andere bra!y 366 Neben der Alternation des Konsonanten kommt es zu einer Änderung in der Wurzel: brac´ – biore±. spezifisch ist vor allem der Wechsel trzec´ – tre± – tar!. nios!o Unpersönliche Form niesiono Pl.-pers. tar!o Unpersönliche Form *tarto (potenziell) Pl.4.-pers. bierze Imperativ 2. tarli andere tar!y 367 Auch hier kommt es teilweise zu ganz individuellen Formen. mask. tar! fem.3. . nio´s! fem. nies´li andere nios!y 368 Das Verb nies´c´ zeichnet sich durch eine extrem hohe Unregelmäßigkeit aus. bra!o Unpersönliche Form brano Pl. nies´! nies´cie! Pl. 1. trze Imperativ 2. 1.-pers.

mask. strzyg!a neutr. strzyg! fem. chcia!a neutr. piekli andere piek!y 371 CHCIEC$ ‚wollen’ Präsens Sg. mask. strzyz˙emy strzyz˙ecie strzyga± Präteritum Sg. chcieli andere chcia!y Hier finden wir die Besonderheit chciec´ – chce. Verben 369 STRZYC ‚scheren’ Präsens Sg. 1. strzyz˙esz 3. piecze Imperativ 2. strzygli andere strzyg!y 370 PIEC ‚backen’ Präsens Sg. piek!o Unpersönliche Form pieczono Pl. strzyg!o Unpersönliche Form – Pl. pieczesz 3. pieke± 2. chcia!o Unpersönliche Form chciano Pl. strzyz˙e Imperativ 2. 1. mask. . chce± 2. piek!a neutr. mask. Ps. mask. piek! fem. chcemy chcecie chca± Präteritum Sg. – – Pl. 1.-pers. chce Imperativ 2. chcia! fem. chciej! chciejcie! Pl. chcesz 3. Ps. mask. piecz! pieczcie! Pl.-pers. strzyge± 2. Ps. pieczemy pieczecie pieka± Präteritum Sg.-pers.350 7.

ja manchmal lässt sich die Klasse eindeutig am Auslaut erkennen.4.-pers.4. mask. be±de± be±dziesz be±dzie Pl.4. Verteilung der Verben auf die Konjugationen Auf der Basis des Auslauts des Infinitivs können wir einige Hypothesen über die Konjugationszugehörigkeit eines Verbs machen. be±dziemy be±dziecie be±da± Pl. 1. Außerhalb der Konjugationen: Der Einzelfall BYC" ‚sein’ byc´ kann Vollverb oder als Auxiliar Teil analytischer Verbformen sein. niech be±dzie ba±dz´my ba±dz´cie! niech beda± Pl. 1. jestem 2. 1. sz!o Unpersönliche Form – Pl.3. idzie Imperativ 2. jest Imperativ 1. 2.5. 2. Präsens Sg. szli andere sz!y 372 Das Verb is´c´ ist insofern gänzlich unregelmäßig. idziesz 3. jestes´my jestes´cie sa± Präteritum Sg. welcher Auslaut eines Infinitivs tendenziell in welcher Konjugation auftritt. mask. 3.-pers. Aufgrund seiner ausgesprochenen Unregelmäßigkeit wird ein erweitertes Paradigma aufgeführt. byli andere by!y 373 Wir finden Formen mit fünf verschiedenen Stämmen: byc´ – jest – sa± – be±dzie – ba±dz´. sz!a neutr. by!o Unpersönliche Form Futur Sg. 374 . mask. In der folgenden Tabelle wird gezeigt. idz´! idz´cie! Pl. Konjugation -e±/-esz 351 IS$C$ ‚gehen’ Präsens Sg. Ps. als in den Präteritalformen ein suppletiver Stamm aufftritt: is´c´ – szed!/sz!a. jestes´ 3. by!a neutr. ide± 2. szed! fem. 7. ba±dz´! 3. idziemy idziecie ida± Präteritum Sg. by! fem. mask.7. 7.4.

Es geht also um das Verhältnis der lexikalisch vorgegeben Argumentstellen eines Prädikators. Genus verbi und Diathese 7. Verben Auslaut -c -ac´ -awac´ -iwac´ -ywac´´ -owac´ -a±c´ -na±c´ -ec´ -ic´ -yc´ -s´c´ -z´c´ -m/-sz . mina±c´ mdlec´. chciec´ pic´ z˙yc´ ples´c´. Der durch das Verb czytac´ ‚lesen’ ausgedrückte Sachverhalt hat zwei Partizipanten: einen für den Leser. wiedziec´ krzyczec´ jez´dzic´.352 7.5. Argumente versprachlichen Partizipanten (Teilnehmer) des durch ein Prädikat ausgedrückten Sachverhalts. wzia±c´. Als Diathese bezeichnen wir hier die Umsetzung der Argumentstruktur in syntaktische Satzglieder und den referenziellen Bezug der Argumente. 7. Entsprechend eröffnet das Verb czytac´ zwei Argumentstellen: eine für denjenigen.e±/-isz -e±/-esz piec. kroic´. wlec. dawac´ wyszukiwac´ pokazywac´ rysowac´ zacza±c´. Sie bildet somit die Schnittstelle zwischen der Wort. und eine für das. biec. ihrer syntaktischen Realisierung und ihrer Referenz. kwitna±c´. cia±c´ zasna±c´. znalez´c´ dac´. trzec´. strzyc. jechac´. Werden die semantischen Argumente wie im Lexikoneintrag vorgesehen umge- .1. dostac´. s´miac´ sie˛ dostawac´. mlec´. der liest.ä. was gelesen wird. spas´c´. posy!ac´ stac´ kiwac´ uz˙ywac´ chowac´ miec´.und der Satzebene. Diathese 375 Das Genus verbi (strona) gehört in die funktional-semantische Kategorie der Diathese (diateza). sia±s´c´ wiez´c´.5.). Der grundlegende Begriff ist die Argumentstruktur. bronic´ waz˙yc´ Die Tabelle unterscheidet nicht zwischen den verschiedenen Morphemgrenzen. ähnliche Lautverbindungen können in der Wurzel oder im Suffix auftreten: also chowac´ ! chowam (-m/-sz-Konjugation) im Gegensatz zu rysowac´ ! rysuje± (-e±/-esz-Konjugation). umiec´. und einen für das Leseobjekt (Buch o. mies´cic´. mo´c s!ac´. uciec. trza±s´c´. przyja±c´.

Y) czytano Syntax: Referenz: Ø Objekt X und Y sind verschieden Ein anderer Fall liegt vor bei dziecko sie± myje ‚das Kind wäscht sich’. andernfalls von markierter Diathese. Das Zentrum der Diathese bilden diejenigen Elemente. Dies ist der Fall bei der Form czytano. die das 1. d. myje (X. die das Prädikat eines Satzes bilden. Argument syntaktisch nicht realisiert. dass der Referent des ersten Arguments X identisch ist mit demjenigen des zweiten Arguments Y (="reflexiv). die Hierarchie bleibt als solche unangetastet. Im unmarkierten Aktiv wird die Hierarchie der Argumente direkt in die syntaktische Strukturen umgesetzt. Genus verbi und Diathese 353 setzt.7. sprechen wir von unmarkierter.h. Hier zeigt sie± an. Unmarkierte aktivische Diathese: czyta (X. Y) X czyta Y Syntax: Referenz: Subjekt Objekt X und Y sind verschieden Eine besondere Form der aktivischen Diathese ist die Unterdrückung eines Arguments unter Beibehaltung der Hierarchisierung. Markierte aktivische Diathese: czyta (X.5. Y) X myje sie± Syntax: Referenz: Subjekt Objekt X und Y sind identisch .

oder 3. wie regelmäßig das jeweilige Verfahren funktioniert.’ Ten ch!opczyk lubi bic´ inne dzieci. sprechen wir von passivischer Diathese: Passivische Diathese: czyta (X. ! Gole± sie± co rano. ‚Die Firma Polifarb produziert moderne Lacke. Dieses Verfahren ist schwach grammatikalisiert und der Wortbildung recht nahe. Wird das zweite Argument zum Subjekt erhoben.. Reziprozität mit Gebrauch des Reflexivpronomens. Verben Die Argumente des Verbs können in ihrer syntaktischen Umsetzung aber auch unterschiedlich gewichtet und damit umgruppiert werden. Auf der Prädikatsseite entspricht dem die Unterscheidung von Typen mit variabler und invarianter grammatischer Person. ‚subjektlos’. in der Frage. Person). bei letzterem wird ein zweitrangiges Argument auf den Platz des Subjekts gehoben (hoch grammatisch).h. ! Ch!opczyk lubi bic´ sie±. Letztere sind schwächer grammatikalisiert und tendieren in den Bereich der Wortbildung. ! Nowe lakiery sa± produkowane przez firme± Polifarb. während andere auf wenige Verben beschränkt sind.’ • Stativierung durch Weglassen des zweiten Arguments. Y) Y jest czytany przez X Syntax: Referenz: Subjekt fakultatives Objekt X und Y sind identisch Die Hauptunterscheidung der sprachlichen Verfahren der Diathese liegt in der Opposition ‚subjekthaltig’ vs. Daneben ist zu unterscheiden. ‚ständige Eigenschaft. Firma Polifarb produkuje nowoczesne lakiery.’ • Reflexivität bzw. Folgende Ausdrucksmittel treten auf: • Genus verbi: Aktiv und Passiv.’ . 2.’ ! ‚Der Junge schlägt sich gerne.354 7.’ ! ‚Von der Firma Polifarb werden moderne Lacke produziert. ‚Der Junge schlägt gerne andere Kinder.’ ! ‚Ich rasiere mich jeden Morgen. ob ein Subjekt vorhanden ist oder nicht. Es entsteht die Zusatzbedeutung ‚Gewohnheit’ bzw. ein zweitrangiges Argument wird durch siebie oder sie± realisiert (weniger grammatisch). Einige Verfahren können regelmäßig auf große Gruppen von Verben angewendet werden. d. das vorgesehen ist für die Stelle des Objekts. ‚Der Frisör rasiert mich jeden Morgen. Subjekthaltige Diathese 376 Es ist ein Subjekt vorhanden und das Prädikat kann in der Regel bezüglich der grammatischen Person variieren (1. Fryzjer goli mnie co rano.

5. Es liegt eine Passivkonstruktion vor.’ ! ‚Piotr ist Raucher. ‚Ich musste gähnen. sondern das zweite.’ • Passiv (strona bierna) Miasto zosta!o spustoszone przez z˙o!nierzy. wenn ein Verb mindestens zwei Argumentstellen besitzt und nicht das erste Argument als Satzsubjekt im Nominativ auftritt. das erste Argument verschwindet. Person Plural mit Null-Subjekt Kazali to zrobic´. die Infinitiv. ‚Piotr raucht gerade eine Zigarette. Partizipien und Adverbialpartizipien bilden.7. 7. ‚Dieser Stoff wäscht sich gut. Produkowano/produkuje sie± nowe lakiery.’ • 3. ohne dass ein anderes Argument aufgewertet würde. ! Piotr pali. hoch grammatisch. eine bestimmte Gruppe von Verben erlaubt eine Deagentivierung durch die Umsetzung des 1.’ ! Ziewne±!o mi sie±. Genus verbi Das Genus Verbi ist eine morphologische Kategorie des Verbs aus dem Feld der Diathese.’ Diathese in nicht-finiten Verbformen Diathese ist auch relevant in nicht-finiten Verbformen. So ändern die Suffixe.’ Ta tkanina dobrze sie± pierze.2.5. ‚Die Stadt wurde von Soldaten verwüstet. die syntaktische Umsetzung der Argumente des Verbs.’ Subjektlose Diathese Es ist kein Subjekt vorhanden und das Prädikat ist auf eine bestimmte Wortform festgelegt.’ Bryndza jest wytwarzana z mleka owczego. ‚Schafskäse wird aus Schafsmilch hergestellt. Gleichzeitig wird diese syntaktische Realisierung regelmäßig am Verb markiert. • Formen ‚czyta sie±’ und ‚czytano’. Arguments in ein Dativobjekt. ‚Die Soldaten haben die Stadt verwüstet.’ • unpersönliche und unpersönlich gebrauchte Verben. Genus verbi und Diathese 355 Piotr pali papierosa. Ziewna±!em.’ 379 378 377 . da regelmäßig gebildet von allen Verben mit menschlichem ersten Argument. Man unterscheidet zwei Subkategorien: • Aktiv (strona czynna) Z%o!nierze spustoszyli miasto. ‚Man hat angeordnet dies zu tun. ‚Man produzierte/produziert moderne Lacke. ‚Ich habe gegähnt.

‚Wir haben diesen Stoff gewaschen.’ Passiv wird als zusammengesetzte Form gebildet mit den Diathese-Tempus-Aspektauxiliaren byc´. Ein Passiv gibt es nur bei transitiven Verben. Verben Bildung 380 Von beiden ist das Passiv die markierte Subkategorie. Argument p!acze (X) Wer? 1. • Typ byc´ + Partizip Passiv (X jest (z)budowany) byc´ verbindet sich mit Verben sowohl des perfektiven als auch des imperfektiven Aspekts. es tritt in allen drei Tempora auf. Argument Im Unterschied zum Deutschen können auch Verben mit einem Genitiv. zostawac´ bzw. ! To s!owo jest uz˙ywane bardzo cze±sto. zostac´.oder Instrumentalobjekt passiviert werden. Argument Was? 2.’ ! ‚Das Wort wird oft benutzt. Passivfähig: otwierac´ – Zdzis!aw otwiera okno. auf das die Handlung übergeht (Patiens). ‚Die Polen benutzen dieses Wort sehr oft. ! Ta tkanina dobrze sie± pierze.’ otwiera (X. ‚Der König regiert das Land.’ Kro´l rza±dzi krajem (Instrumental).’ ! ‚Das Land wird vom König regiert. ‚Zdzis!aw öffnet das Fenster’ Nicht passivfähig: p!akac´ – Dziecko p!acze. Polacy uz˙ywaja± tego s!owa (Genitiv) bardzo cze±sto. ! Kraj jest rza±dzony przez kro´la. . bywac´ und dem Partizip Passiv der Verben oder mit der Partikel sie±. die mindestens zwei Argumentstellen eröffnen: für den Handelnden (Agens) und dasjenige. Y) Wer? 1.’ ! ‚Dieser Stoff wäscht sich gut. also Verben.’ Dementgegen erlaubt der Passivtyp mit sie± nur Akkusativobjekte: Pralis´my te± tkanine˛. ‚Das Kind weint.356 7.

‚Der Präsident wurde seines Amtes enthoben. 2. zostaje zbudowany ist recht selten. ‚Der Präsident wird seines Amtes enthoben.7. • Typ bywac´ + Partizip Passiv Imperfektiv (X bywa budowany). Pl. Sg. jestem wyb(ie)rany jestes´ wyb(ie)rany jest wyb(ie)rany jestes´my wyb(ie)rani jestes´cie wyb(ie)rani sa± wyb(ie)rani ZOSTAC"-Passiv zostane± wybrany zostaniesz wybrany zostanie wybrany zostaniemy wybrani zostaniecie wybrani zostana± wybrani BYWAC"-Passiv (selten) bywam wybierany bywasz wybierany bywa wybierany bywamy wybierani bywacie wybierani bywaja± wybierani .’ Prezydent zostanie odsunie±ty od w!adzy. Opony bywaja± produkowane z naturalnego kauczuku. Der Lerner sollte diesen Typ nicht eigenständig bilden! Ta tkanina dobrze sie± pierze. ‚Reifen werden bisweilen aus natürlichem Kautschuk hergestellt. 3.’ Wszyscy byli/sa±/be±da± naraz˙eni na kule i bomby. 1.5. ‚Mozzarella wird aus Kuhmilch gemacht. ‚Alle waren/sind den Kugeln und Bomben ausgesetzt/werden ausgesetzt sein. Futur: BYC"-Passiv Sg. diese Form ist umgangssprachlich und unterliegt starken lexikalischen Restriktionen: nur wenige Verben können sie bilden. 1. 3.’ • Typ zostac´/zostawac´ + Partizip Passiv Perfektiv (X zosta! zbudowany) zostac´/zostawac´ steht nur mit Verben des perfektiven Aspekts.’ Präsens bzw. Pl. seltener Typ. 2. Genus verbi und Diathese 357 Ser mozzarella jest robiony z mleka krowiego.’ • Typ sie± + finites imperfektives Verb (X sie± buduje) sie± + imperfektives Verb.’ Aber: *Prezydent be±dzie zostawa! odsunie±ty od w!adzy. kein analytisches Futur! Prezydent zosta! odsunie±ty od w!adzy. Pl. ‚Dieser Stoff wäscht sich gut. Sg.

Das zweite Argument wird aufgewertet. 2. Pl. wenn der Handelnde. Argument = Objekt Passiv Passiv: Miasto zosta!o spustoszone (przez z˙o!nierzy). Dies kann der Fall sein. by!em wyb(ie)rany by!es´ wyb(ie)rany by! wyb(ie)rany bylis´my wyb(ie)rani bylis´cie wyb(ie)rani byli wyb(ie)rani ZOSTAC"-Passiv zosta!em wybrany zosta!es´ wybrany zosta! wybrany zostalis´my wybrani zostalis´cie wybrani zostali wybrani BYWAC"-Passiv bywa!em wybierany bywa!es´ wybierany bywa! wybierany bywalis´my wybierani bywalis´cie wybierani bywali wybierani Die Konjunktivformen lauten by!bym wyb(ie)rany. Teczka zosta!a ukradziona wczoraj wieczorem. im Satz ganz wegfällt. Sg. Argument 2. Argument = Subjekt Aktiv 2. Sg. ‚Die Tasche wurde gestern abend gestohlen. nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit steht bzw. das Agens. 1. 1. Das für die Stelle des Subjekts vorgesehene Argument wird abgewertet. Pl. indem es zum Subjekt erhoben wird. dass dasselbe Verb mit seinen Argumenten syntaktisch auf unterschiedliche Weise realisiert wird. 2. Argument 2.358 7. bywa!bym wyb(ie)rany. Pl. Grundfunktion 381 Im Passiv wird die Hierarchie der Argumente bei der syntaktischen Umsetzung geändert.3. 1. Aktiv: Z%o!nierze spustoszyli miasto. 3. Argument 1. Verben Präteritum: BYC"-Passiv Sg.’ . 1. indem es entweder ganz weggelassen wird oder zur Präpositionalphrase degradiert wird. Das Passiv wird verwendet. Argument = Objekt 1. zosta!bym wybrany. wenn er überhaupt nicht bekannt ist. Argument Subjekt Objekt Subjekt Objekt Der Unterschied zwischen den beiden Sätzen ist darin zu sehen. Argument = Subjekt 2.

Ukradziono mi teczke±. ‚Der Passant wurde von der Menge an die Wand gedrückt. Genus verbi und Diathese 359 In dieser Funktion steht das Passiv in Konkurrenz zu den subjektlosen Verbformen czytano. Typische Agentes wie Menschen und Tiere können durch przez#+"Akkusativ ausgedrückt werden. Ukradziono teczke±. ‚Fisch isst man mit der Gabel. ‚Die Stadt wurde von den Soldaten verwüstet. ‚Das Haus wurde überschwemmt./Mir wurde die Tasche gestohlen. Diese werden dem Passiv meist vorgezogen.’ Ten fakt zosta! potwierdzony przez fizyke±. ‚Man hat mir die Tasche gestohlen.’ Ukradli mi teczke±.’ Przechodzien´ zosta! przyparty do muru przez t!um. wird aber meist weggelassen.’ Formen: • Indikativ + sie±: meist im Präsens. Das polnische Passiv ist sehr viel seltener als im Deutschen.’ Dom zosta! zalany woda±.’ 382 . ‚Man hat die Tasche gestohlen. da es eine schriftsprachliche Färbung trägt.’ Pszenice˛ sia!o sie˛ na wiosne˛. Das Patiens steht hierbei wie im Aktivsatz im Akkusativ. Ihnen entsprechen im Deutschen entweder passivische Konstruktionen oder Bildungen mit man.’ Der Passivtyp willa sie± buduje erlaubt keinen Agensanschluss. Subjektlose Formen ‚czyta sie±’ und ‚czytano’ Die subjektlosen Verbformen sind Bildungen. bei denen das erste Argument wegfällt. steht dahingegen das Objekt im Instrumental: Nie jestem zaskoczony twoim sukcesem. ‚Ich bin von deinem Erfolg nicht überrascht. Die Verwendung dieser Formen ergibt sich in der Interaktion von Tempus und Aspekt (s. Das gilt auch für Gruppenbezeichnungen oder Vermenschlichungen: Miasto zosta!o spustoszone przez z˙o!nierzy.7. ‚Diese Tatsache wurde von der Physik bestätigt. 7. Präteritum eher selten (fast ausschließlich von imperfektiven Verben) Rybe± je sie± widelcem. ‚Weizen hat man im Frühling gesät.’ Das Agens kann mit dem Präpositionalobjekt przez#+"Akkusativ oder einem Instrumentalobjekt ausgedrückt werden. ‚Man hat mir die Tasche gestohlen.3. unbelebte Agentes. 427– 435).5.5.’ Handelt es sich um unbewusste.

P!acze sie±. Aspekts (aspekt dokonany i niedokonany) entsprechen Eigenschaften aktionaler Situationen./Chodzono. wypiec ! wypieczono ‚backen’ ! ‚man buk’ Zur Funktion der unpersönlichen Formen czyta sie± und czytano s. Aktionale Situationen sind Sachverhalte.a.1. rozumiec´ ! rozumiano ‚verstehen’ ! ‚man verstand’ • -to bei Infinitivstämmen auf Vokal und auf Nasal kryc´ ! kryto ‚verbergen’ ! ‚man verbarg’.6. ‚Der Kranke wurde ins Krankenhaus gebracht. przeczyta-n-o. .’. Diese werden an den Stamm des Partizips Passiv gehängt.’ Beide Formen treten jedoch nur bei Verben auf. Die Verbform czytano wird mit Hilfe der derivationalen grammatischen Suffixe -n-/-t-/-on. moknie±-t-o Zur Bildung: • -no bei Infinitivstämmem auf -a.360 7.6. Ausgeschlossen sind Verben wie szczekac´ ‚bellen’./P!akano. 7. cia±gna±c´ ! cia±gnie±to ‚ziehen’ ! ‚man zog’ • -ono bei geschlossenen Infinitivstämmen rozpalic´ ! rozpalono ‚anzünden’ ! ‚man zündete an’. ‚Man weint(e).’ Im Gegensatz zum Partizip Passiv können diese Formen von transitiven und intransitiven Verben gebildet werden. podnies´c´ ! podniesiono ‚heben’ ! ‚man hob’. denen die Bedeutungen von Verb-Vokabeln entsprechen.plus Genusendung Neutrum Singular auf -o gebildet. auch 382. Verben • -no/-to -Form: Präteritalform (sowohl von perfektiven wie imperfektiven Verben) Chorego przywieziono do szpitala. und des ipf. Chodzi sie±. mokna±c´ ! moknie±to ‚nass werden’ ! ‚man wurde nass’. s´witac´ ‚dämmern’.oder -episac´ ! pisano ‚schreiben’ ! ‚man schrieb’.ä. die ein menschliches Subjekt haben. trwac´ ‚dauern’ u. ‚Man läuft/lief herum. zacza±c´ ! zacze±to ‚beginnen’ ! ‚man begann’. Aspektualität 383 Den Funktionen des pf. Der Aspekt (aspekt) 7.). wolec´ ‚bevorzugen’ u. Das gleiche gilt für einige andere Verben (siwiec´ ‚grau werden’.

die bestimmten formalen Paradigmen auf der morphologischen Ebene zugeordnet ist. die wir als modale Definitheit bezeichnen. Aspektrelevante funktionale Kategorien (zentrale Kategorien fett. Ende). Die Funktionskategorie der aktionalen Gestalt umfasst drei Funktionen (Subkategorien): 384 . In der folgenden Tabelle sind die genannten Begriffe zusammengestellt: Aspektualität Aktionalität pragmatische Definitheit aktionale Gestalt: aktionale Häufigkeit temporale Definitheit modale Ereignis Situationsphasen (= Episodizität) Definitheit Verlauf Zustandswechsel stative Situation aktionale Dauer u. unabhängig von bestimmten formalen Bedingungen und Beschreibungsebenen. d. Letztere kann zusammen mit einer marginalen Funktion. Verlauf.6.a. – die aktionale Dauer. – der aktionale Zustandswechsel. Der Aspekt 361 Die Funktionen des Aspekts sind Elemente der funktional-semantischen Kategorie Aspektualität. Diese innere zeitliche Struktur kann am besten als Aufteilbarkeit der Situation in Phasen umschrieben werden.h.7. Zur Aktionalität gehören folgende Subkategorien: – die aktionalen Gestalten: Ereignis. Die aktionale Gestalt Während die unten behandelten Funktionen der temporalen Definitheit – ‚episodisch’ und ‚nicht episodisch’ – quasi ‚Außenbeziehungen’ der aktionalen Situation betreffen. stative Situation. Der Aspekt ist dagegen eine morphologische Kategorie. Sie gehören zur Kategorie der Temporalität und werden im Abschnitt über das Tempus besprochen. innere Phasen. Die aktionale Gestalt ist insofern eine ‚Phasenstruktur’. – die aktionalen Phasen (Anfang. die die semantische Kategorie Aktionalität und die pragmatische Kategorie der temporalen Definitheit (Episodizität) enthalten. Die Funktionen dieser Subkategorien treten bei einer Aspektverwendung gleichzeitig auf. Sehr wichtig sind die temporalen Funktionen des Aspekts. Die Aspektualität mit den Subkategorien der Aktionalität und temporalen Definitheit sind rein funktionale Kategorien. zur Kategorie der pragmatischen Definitheit zusammengefasst werden. zusammen mit einer Funktion der temporalen (gegebenenfalls modalen) Definitheit. – die aktionale Häufigkeit. zeigen die Funktionen der aktionalen Gestalt die ‚innere zeitliche Struktur’ der Situation an. ohne Temporalität) Nicht alle Funktionen sind für alle Beschreibungsebenen gleich relevant.

Verben ‚Ereignis’: Aktionale Situation. dort lesen sie den Brief’. z˙e … ‚Doroszewski sagt in dem Artikel. zobacz. sondern auch der Unterschied zwischen den Nicht-Ereignissen Verlauf und stativer Situation definiert werden kann. Aspekts’. z. für Ereignisse. ‚Stative Situation’: Aktionale Situation. der den der Grenze impliziert.362 7. znaczyc´ ‚bedeuten’. Der Begriff Zustandswechsel ist nur dann als Grundlagenbegriff geeignet. wie bei uns.a. die am Beginn der Herausbildung der konzeptuellen Kategorie Ereignis steht. kiedy mowili o …. ‚als sie über … sprachen.B. punktueller Ereignisse. Dies entspricht der Wahrnehmung konkreter. die als genau eine Phase zwischen Vor. die als Abfolge mehrerer Phasen zwischen Vor. Wenn ein Ereignis. dann heißt dies. przeczyta!em ten list ‚ich habe den Brief gelesen’. nicht der Begriff der Ganzheitlichkeit verwendet werden kann. vgl. dass …’ Stärker noch als der Begriff der Phase hat auch der Begriff der Grenze eine gewisse slavistische Tradition und eine Reihe verschiedener Interpretationen. …’ stative Situation: [---] z.und Nachstadium konzipiert wird. . ‚Verlauf’: Aktionale Situation. der sich mit dem Strukturalismus ausgebreitet hat.und Nachstadium konzipiert wird. die ohne Phase konzipiert wird. tam czytaja˛ ten list ‚guck. können die vielen Funktionen der Aspekte besser beschrieben werden und der Anschluss zu den kognitiven Grundlagen der Aspektualität hergestellt werden. pospac´ ‚schlafen’. … Verlauf: [–o…o…o–]. wenn er im Sinne von Phase oder Grenze interpretiert wird. Doroszewski mo´wi w artykule. In dieser Grammatik wird der Begriff Zustandswechsel in einem engeren Sinne gebraucht. otworzyc´ ‚öffnen’. cze˛sto zamyka!em drzwi ‚ich habe oft die Tür zugemacht’. Der Begriff Phase ist insofern brauchbarer. powiedziec´ ‚sagen’. przeczytac´ ‚lesen’. verstanden.B. Die Unterschiede in den aktionalen Gestalten können in Form von einfachen Schemata und Beispielen der lexikalischen und anderer Beschreibungsebenen verdeutlicht werden: Ereignis = [–o–]. In der Polonistik ist als Äquivalent zu den Begriffen Phase und Grenze oder Ganzheitlichkeit der Begriff Zustandswechsel weit verbreitet. z. dass die Situation als Ganzheit aufgefasst wird. juz˙ czyta!em ten list ‚ich habe den Brief schon gelesen’. Abgesehen hiervon wurde Ganzheitlichkeit im Strukturalismus als die ‚Gesamtbedeutung des pf. spac´ ‚schlafen’. Dem Begriff der Ganzheitlichkeit als Definiens für Ereignisse kann nur der Begriff der Nicht-Ganzheitlichkeit als Definiens für Nicht-Ereignisse gegenübergestellt werden. kocha!a ‚liebte’. als genau eine Phase konzipiert wird. die mehrfach auftreten. als damit nicht nur der Unterschied zwischen Ereignis und Nicht-Ereignis. so dass u. Dies gilt auch für den Begriff der Ganzheitlichkeit.B. Über einen solchen Begriff der Ganzheitlichkeit kann insofern der Anschluss an die geistigen Grundlagen der Aspektkategorie hergestellt werden. Mit dem hier bevorzugten Begiff der Phase.

dies ist der Standardfall. deren Anfang und Ende also nicht in ein und dasselbe reale Wahr385 . die länger dauern.: Antek podnosi! wiadra. pomachac´.7.6. 3 sec) nicht überschreiten. z. Ein Ereignis wiederum kann sein: – die ganze Situation. kann auch ein Ereignis mehrere Ereignisse enthalten. während Genowefa die Wäsche wusch. kiedy Genowefa pra!a bielizne˛ ‚Antek hob den Eimer hoch. – der Anfang einer Situation. wenn Situationen von relativ langer Dauer mehrere Situationen von relativ kurzer Dauer enthalten.’ Die aktionale Subkategorie der Dauer bezieht sich auf die reale Zeit. z. dann wird von der progressiven Funktion des ipf.’ Antek podnosi! wiadra i w kon´cu podnio´s!. Ein Verlauf kann aber auch mehrfache Ereignisse enthalten. ‚Antek versuchte die Eimer anzuheben und hob sie schließlich an (schaffte es). Verbs gesprochen: Antek unosi! wiadro. als ‚durativ’ solche Ereignisse oder Verläufe. als für ein entsprechendes Ereignis. dass Überlagerungen nur möglich sind.B. Ereignisse haben diese gerade nicht.’ Wenn also eine Situation nicht als ganze das Ereignis ausmacht. vgl.B. ale nie podnio´s!. dann ist der Anfang oder das Ende eines Verlaufs (oder der Anfang einer stativen Situation) profiliert und wird als Ereignis konzipiert. Das kann so vonstatten gehen. Da der Verlauf seinerseits als Ereignis darstellbar ist. Verläufe haben immer innere Phasen. In einer Verlaufssituation kann eine innere Phase profiliert werden. wie bei kiedy macha!a … ‚während sie winkte …’. – das Ende einer Situation. die Standardform für ein Ereignis dieser Art ist das pf. Hier wird ein anderer Aspekt verwendet. Der Aspekt 363 Verschiedene aktionale Gestalten können sich überlagern. die ein Ereignis oder ein Verlauf einnimmt und daher fast ausschließlich auf konkrete. dass der Aspekt sich nicht ändert: eine stative Situation kann mehrfache Verläufe implizieren. Solche Phasenprofilierungen können in einer regelmäßigen Wiederholung auftreten und sind dann Bestandteile von nichtepisodischen Situationen (er begann regelmäßig zu …). vgl. Phasenprofilierung. Die Phasen selbst unterscheiden sich auch durch ihre Position in der Situation. Prinzipiell kann festgehalten werden. Dauer Die Phasenstruktur in einer aktionalen Situation ist die Grundlage für die Unterscheidung der aktionalen Gestalten. die den Rahmen eines Beobachtungsintervalls (maximal ca. hob sie aber nicht an (schaffte es nicht). Verb machna˛c´ ‚winken’. die Gewohnheit zu lesen (wieczorem czytamy ‚abends lesen wir’). ‚Antek versuchte die Eimer anzuheben. Als ‚punktuell’ bezeichnen wir Ereignisse. beobachtbare Vorgänge. d.h.

‚Ich habe den Brief gelesen. Ereignisse mit beobachtbarem Zustandswechsel und die entsprechenden Lexeme bezeichnen wir als transformativ. Konklusive Ereignisse können einen sensumotorisch nicht beobachtbaren ‚Effekt’ haben.h. zyklische Dynamik 386 Ereignisse und Verläufe unterscheiden sich danach.’ Verläufe ohne beobachtbaren Zustandswechsel als ‚dekursiv’. ‚Der Ölfleck dehnt sich aus.’ Der Zustand der Gesamtsituation ist nach der dynamischen Phase einer transformativen Situation anders. Verben nehmungsintervall fallen. Verläufe mit beobachtbarem Zustandswechsel bezeichnen wir als ‚mutativ’: Chmura powie˛ksza!a ipf sie˛. Zustandswechsel. aber Ereignisse sind keineswegs immer punktuell. Effekt. Wenn jemand etwas verspricht. gleichartigen. d. sie können einen sozial relevanten Zustand als Nachstadium infolge der vorausgehenden dynamischen Phase besitzen. Verläufe wie z. wenn er sensumotorisch beobachtbar ist. die Vorgänge Platzen und Emigrieren.’ Plama ropy rozszerzaipf sie˛.364 7. vgl. Trampeln bilden durative Serien von punktuellen. Winken. Klingeln. also davor. wobei mehrere Ereignisse in diesen Rahmen passen. nacheinander geordneten Erscheinungen. so wird nach dem Versprechen erwartet. vgl. vgl. das Schreiben eines Wortes und das eines Buches.T. Blinzeln.: Jak spa!as´ ipf? ‚Wie hast du geschlafen?’ Von einem Zustandswechsel wird hier nur gesprochen. handelt es sich um die Dauer von prototypischen Situationen. die den zeitlichen Rahmen eines Beobachtungsintervalls überschreiten. vgl. ‚Die Wolke vergrößerte sich/dehnte sich aus. ist die Dauer vom Typ der Partizipanten abhängig. Wenn lexikalischen Bedeutungen eine Dauer zugeordnet wird. Ereignisse ohne beobachtbaren Zustandswechsel bezeichnen wir als ‚konklusiv’.’ Przeczyta!em pf list. vgl.’ Auch hier ist das Nachstadium der Situation ein anderes als das Vorstadium. Verläufe sind immer durativ. .: Zapomnia!em pf to. Z. ‚Das habe ich vergessen. ‚Ich habe die Tür geschlossen. dass der das Versprechen einlöst: Ty to obieca!es´ pf! ‚Du hast das versprochen!’ Stative Situationen (kocham ja˛ ‚ich liebe sie’) involvieren per definitionem keinen Zustandswechsel. ob sie einen beobachtbaren Zustandswechsel involvieren oder nicht. Punktuelle Vorgänge sind in realistischen Darstellungen immer Ereignisse. Bei der Verwendung der Verben im Satz hängt die Dauer meist vom Wissen über die involvierten Sachverhalte ab.B.: Zamkna˛!em#pf drzwi.

die vor dem Eintritt des Nachstadiums wieder rückgängig gemacht werden.’ Lato przejmuje pi!ke˛. Die Kategorie temporale Definitheit (="Episodizität) hat zwei Bedeutungen (Subkategorien). dort geht Jan. Der Aspekt 365 Eine Situation kann zwischen Vor.’ Teraz matka piecze kurczaka. podaje do Bon´ka. ‚Mutter brät oft Hähnchen.’ Die hier vorliegende ‚Annullierungsfunktion’ ist eine Variante der allgemeinfaktischen Satzfunktion. als eine der beiden spezifischen Funktionsparameter der grammatischen Kategorie Aspekt. ‚Jetzt brät die Mutter ein Hähnchen. im entsprechenden Satzkontext eine Situation mit zyklischer Dynamik bezeichnen: Otwiera!em"ipf drzwi. kle˛kne˛!a"pf ‚sie kniete’). die wie folgt definiert werden können: 387 . ‚Lato nimmt den Ball an. den Eindruck einer beobachtenden Anwesenheit beim Geschehen.’ Die Übertragung solcher Fälle der sprachlichen Wiedergabe direkter Beobachtungen bzw. informell gesagt. aktuelles Präsens: Patrz. Boniek strzela do bramki.6. ‚Ich habe die Tür auf. dass ein Folgezustand resultiert (vgl. Die zyklische Dynamik ist in der Regel der lexikalischen Bedeutung inhärent.’ (In einer Reportage) Solche Fälle stehen in Opposition zu den nicht episodischen Situationen im inaktuellen Präsens: Jan regularnie tam chodzi. Lexeme mit punktueller zyklischer Dynamik wie machna˛c´ – machac´ ‚winken’. manchmal wird von einer ‚Zwei-WegeHandlung’ gesprochen. Im Einzelfall kann eine zyklische Situation so unterbrochen werden.(und wieder zu-) gemacht. Kognitive Basis für die Funktion ‚episodische Situation’ ist die Wahrnehmung. Sprachlich entspricht dem ein sog. vgl. das konkrete Beobachten oder Erleben realer Situationen. von Situationen im inaktuellen Präsens auf andere Zeitstufen und die Nutzung aller Arten von Verben haben zum grammatischen Status der Kategorie der temporalen Definitheit geführt. ‚Guck.’ Matka cze˛sto piecze kurczaka. die eine zyklische Dynamik haben und Veränderungen involvieren. Realität oder Fiktivität des Geschehens sind dabei unerheblich. die Vorstellung dabei zu sein. Es sind Situationen.7. Umgekehrt und deutlich öfter können Situationen. gibt ihn weiter an Boniek. Temporale Definitheit (Episodizität) Konkrete episodische Situationen implizieren. ‚Jan geht regelmäßig dorthin.und Nachstadium eine relativ starke Dynamik besitzen und trotzdem keinen Zustandswechsel involvieren. bei denen die lexikalische Bedeutung einen Zustandwechsel denotiert. tam idzie Jan. der schießt aufs Tor.

als eine subjektive bzw. (2) – Wez´ wiadra i chodz´ ze mna˛ nad rzeke˛. Die zeitliche Lokalisierung ist zu verstehen als Herstellung einer bestimmten zeitlichen Relation (vor-. Episodische Situationen haben immer mindestens eine Phase. Lehmann 1994. zu erklären (s. der Zeit der Verarbeitung von Wahrnehmungen und sprachlichen Äußerungen. Der Aspekt bedient den Verbbereich. (9) – Czy ty mys´lisz o mnie. sie sind Träger von temporaler Kohärenz. nicht episodisch die in (9) und (10). Diese Definition der temporalen Definitheit ist der der referenziellen Definitheit analog. gleichzeitig) zu einer bestimmten anderen Situation. Gilt dies nicht. (5) – Co powiedza˛ robotnicy? (6) – Pomagasz mi. dass der Hörer die Situation im Diskursuniversum zeitlich lokalisieren kann. (1) Postawi!a wiadra na ziemi i odgarne±!a kosmyk z czo!a. wie die Definitheit des Artikels. (3) – Was wird dein Mann sagen? . d. und sie sind per Default einmalig. (3) – Co powie two´j ma˛z˙? (4) – Jest w pa!acu. der Artikel den des Substantivs.h. S$nisz mi sie˛. d. so dass sich der Aspekt im Hinblick auf die Episodizität als Analogon des Artikels erweist. gdy ty o mnie mys´lisz. dass die Situation im Diskursuniversum zeitlich zu lokalisieren ist. Nicht episodisch: Mit der Äußerung wird signalisiert. (8) – Zme˛z˙nia!es´ – powiedzia!a Genowefa. pragmatische Lokalisierung charakterisiert werden. ist die aktionale Situation nicht episodisch. stativer. (2) – Nimm die Eimer und komm mit mir an den Fluss. Episodisch sind die Prädikate in (1)–(8) außer in (4). omnitemporaler oder allgemeinfaktischer Satzfunktion. kiedy sie˛ nie widzimy? (10) – Mys´le˛ wtedy. Eine aktionale Situation ist also episodisch (oder: temporal definit) dann. nie odwracaja˛c sie˛. Codziennie. wie die Definition erkennen lässt.366 7. in einem zeitlichen Zusammenhang lokalisiert.h. (7) Eli chwyci! wiadra i ruszy! za nia˛ kamienista± dro´z˙ka˛. dass die Situation im Diskursuniversum nicht zeitlich zu lokalisieren ist. Hansen 1996) und kann daher. wenn der Sprecher anzeigt. sei es die Sprechsituation (deiktische Lokalisierung) oder eine andere aktionale Situation (taxische Lokalisierung). Verben Episodisch: Mit der Äußerung wird signalisiert. sie sind ein Ereignis oder ein Verlauf. Episodische Situationen sind. […] ‚(1) Sie stellte die Eimer auf den Boden und strich sich eine Strähne aus der Stirn. Nichtepisodische Funktion haben Prädikate mit iterativer. Temporale Definitheit ist über die Relation zum psychischen Jetzt. nach-.

Ich träume von dir.7. wenn der Sprecher den Hörer instruiert. In einem typischen Erzählzusammenhang geht dieser Vorstellung die Vorstellung einer anderen Situation voraus und es folgt die einer anderen Situation. wenn wir uns nicht sehen? (10) – Ich denke an dich. (9) – Denkst du an mich. s.’ (13) Pawe! siedzia! dalej. Das kann eine neue Situation sein. Deiktische temporale Definitheit besteht also darin. Anders gesagt: Gibt der Aspekt und sein Kontext zu verstehen. Täglich. Es kann aber auch die Sprechsituation sein. Pawe! przyszed!. (12) oder (13). es kann auch die Fortsetzungssituation der vorangegangenen Situation sein (14): (12) Pawe! wsta! wie˛c z fotela. ‚Pawe! stand daraufhin vom Sessel auf.’ In einer deiktisch orientierten aktionalen Situation. außerdem kann auch noch damit das sensumotorische Wahrnehmen zeitlich zusammenfallen. (7) Eli nahm die Eimer und ging hinter ihr auf dem steinigen Weg her. dass ein bestimmter zeitlicher Zusammenhang mit der Sprechzeit hergestellt wird. eine andere aktionale Situation sein. da kommt Pawe!. Somit kann. Dieses Zeitintervall kann. (14) Pawe! wszed! do pokoju i natychmiast usiad! w fotelu. dass ein bestimmter zeitlicher Zusammenhang der jeweiligen Situation mit einer anderen Situation verstanden wird. wenn du an mich denkst. (5) – Was werden die Arbeiter sagen? (6) – Dass du mir hilfst. (8) – Du bist zum Mann geworden – sagte Genowefa ohne sich umzudrehen. ‚Pawe! trat ins Zimmer und setzte sich sofort in den Sessel’. ‚Pawe! blieb sitzen’.6. . ‚Janek trat ins Zimmer. idzie Pawe!. Pawe! ist gekommen.’ gelesen und verarbeitet wird. (15) oder (16). dass es sich um eine episodische Situation handelt. Temporale Definitheit besteht hier also darin. in der Janek in das Zimmer tritt. ist der Hörer aufgefordert. wie in den zuletzt gebrachten Beispielen. analog zur Definition der Definitheit des Artikels. Dann ist die Relation deiktisch: (15) Zobacz. ‚Guck mal.’ (16) Zobacz. sie in einen zeitlichen Zusammenhang mit einem in seiner Diskurswelt gegebenen Zeitintervall zu setzen.’ Wenn der Satz (11) Janek wszed! do pokoju. fallen die Zeiten des Sprechens und die des Verstehens und Vorstellens der aktionalen Situation zeitlich zusammen. die vom Verb bezeichnete Situation zeitlich relativ zu einer anderen Situation zu lokalisieren. Der Aspekt 367 (4) – Er ist im Palast. dann wird eine Vorstellung der Situation aufgebaut. gesagt werden: Eine Situation ist episodisch. ‚Guck mal.

kiedy sie˛ nie widzimy? ‚Denkst du an mich. wenn wir uns nicht sehen?’ (10) – Mys´le˛ wtedy.’ Hier geht es um das bloße Faktum. Er hat in eurer Armee gekämpft.’ (20) Z przedpokoju schody prowadzi!y na pie˛tro. […] ‚Von der Diele ging die Treppe ins Obergeschoss. Verben Der zeitliche Zusammenhang. Auch hier können wir viele Übereinstimmungen mit den Verhältnissen beim deutschen Artikel feststellen. die Situation zeitlich in Zusammenhang mit einer anderen Situation zu bringen. dass der Sprecher in der Armee des Gesprächspartners gekämpft hat (sog. Ich träume von dir. ‚Genowefa stellte (dann immer) den Eimer auf den Boden und strich sich eine Strähne aus der Stirn. Walczy! w waszej armii. Aspekts). Hier gibt es wiederum zwei Gründe: I.’ Die einzelnen Ereignisse des Hinstellens bzw. der eine Situation zur Episode macht. ohne zeitlichen Zusammenhang mit einem Zeitintervall der gegebenen Diskurswelt dargestellt: (18) – To nasz ojciec. ‚Ich weiß. Codziennie. also ‚abgegrenzte’ Objekte und wird nicht mit . nicht gegeben. […]’ (21) – Wszystkim im tak sie˛ tylko wydawa!o. sie wird aber als zeitlich isoliert. der Verläufe des Denkens an jemanden sind Bestandteil der iterativen Situation. allgemeinfaktische Funktion des ipf. Zna wasz je˛zyk. ‚Das schien allen nur so. wenn du an mich denkst. die man auch als Sachlagen bezeichnen kann. Es ist eine iterative Situation: (22) Genowefa stawia!a wiadra na ziemi i odgarnia!a kosmyk z czo!a. kann auch durch die Relationierung mit einer öffentlichen Zeit hergestellt werden: (17) Pawe! wszed! oko!o szo´stej do pokoju. b) Die Situation ist für diese Operation nicht geeignet. wird die Instruktion. gdy ty o mnie mys´lisz. S$nisz mi sie˛.’ (9) – Czy ty mys´lisz o mnie. könnte also definit lokalisiert werden. Er kennt eure Sprache.’ Bei nicht episodischen Situationen. ‚Ich denke an dich. ‚Pawe! hat gegen 6 Uhr das Zimmer betreten. Täglich. Dies kann prinzipiell aus zwei Gründen geschehen: a) Die aktionale Situation hat zwar Ereignis.oder Verlaufsgestalt.’ II. Es ist eine stative Situation (also kein Ereignis oder Verlauf): (19) Wiem. Der unbestimmte Artikel ein setzt Individualisiertheit (und damit Zählbarkeit) des Referenten voraus.368 7. ‚Das ist unser Vater.

6.2. Der Aspekt 369 homogenen Referenten (Stoffnamen in der Standardbedeutung) kombiniert. Die Häufigkeit der Vorgänge in einer Situation hängt von der Beschaffenheit der Situation ab. Ich habe Äpfel gegessen.: *Ten pogla˛d cze˛sto odpowiada! prawdzie. Es können jedoch nur Ereignisse oder Verläufe ein. machac´ ‚winken’.h. ‚Diese Aussage hat oft der Wahrheit entsprochen. im zweiten um mehrere Realisierungen eines Vorgangs in einer Situation. vgl. vgl. Die Ebenen der Aspektbeschreibung Bei der Betrachtung der Funktionen des Aspekts müssen zwei Sachverhalte besonders bedacht werden: 389 388 . Jan nieraz czyta! te˛ ksia˛z˙ke˛ ‚Jan hat dieses Buch oft gelesen’. Oni (prze)czytali te˛ ksia˛z˙ke˛ ‚Sie haben dieses Buch gelesen’. Einschränkungen dieser Zusammenhänge zwischen aktionaler Häufigkeit und temporaler Definitheit werden im Abschnitt über die aspektuellen Satzfunktionen erwähnt. Eine feste Beziehung zwischen temporaler Definitheit und Einmaligkeit oder Mehrmaligkeit von Situationen besteht nicht. das sind pf. Vgl. ob eine Situation wiederholt wird oder ob es mehrere Realisierungen in einer Situation gibt. z. Stative Situationen werden selten quantifiziert und ergeben in entsprechenden Kontexten in der Regel bizarre Äußerungen. Im Plural können ‚abgegrenzte’. Verben mit nicht episodischer Funktion haben entweder die Funktion ‚mehrmalig’ oder sie vermitteln. Aktionale Häufigkeit Zeitliche Definitheit korreliert eng mit aktionaler Häufigkeit. d. die Häufigkeit von Situationen hängt mit der temporalen Definitheit zusammen. oder ob ein Buch von mehreren Personen gelesen wird. Im ersten Fall geht es um mehrere Situationen (iterative Funktion). Eine episodische ist per Default eine einmalige Handlung. *ich habe ein Mehl gegessen gegenüber ich habe einen Apfel gegessen. Eine Situation kann auch aus einer Serie von Vorgängen bestehen.oder mehrmalig sein. nur sie sind zählbar. haben per Default die Funktion ‚einmalig’. zählbare Objekte mit dem indefiniten Null-Artikel verwendet werden. Es ist ein Unterschied. ob jemand ein Buch mehrere Male liest.B.6.’ Folgende allgemeinen Aussagen zur aktionalen Häufigkeit können gemacht werden: Verben mit episodischer Funktion. vgl. Dem entspricht. keine aktionale Häufigkeit.7. Verben mit progressiver Funktion. 7. der Einmaligkeit oder Mehrmaligkeit von Situationen. vgl. was der nicht episodischen iterativen Verwendung von – zählbaren – Ereignissen und Verläufen entspricht. dass stative Verben nicht episodisch verwendet werden. mit der allgemeinfaktischen Funktion oder der stativen Funktion. Verben sowie ipf. Bei Stoffnamen wie Mehl wird der indefinite Null-Artikel verwendet.

deren Inhalt bestimmt ist von ihrer Umgebung. syntaktischen Ebene und der des Textes. das sind u. ein relativ klar begrenztes Paradigma von Endungsmorphemen. oder durch Kontext in ihrer Verwendung eingeschränkt oder verändert werden. Für den Aspekt wichtige Formate sind der lexikalische Stamm. . nämlich Morpheme derselben Wortform.und Tempus-Affixe. Einer Beschreibungsebene gehören ein oder mehrere Formate an. b) Die Funktionen dieser grammatischen Aspektträger können durch Umgebungsfaktoren. zamkna˛c´ – zamykac´ ‚schließen’. pisa(c´) + na-. die Wortform des Verbs. die kontextabhängig sind. die in der Wortform oder im Satz beibehalten oder aber verändert werden können. die unabhängig von den Ebenen für zentrale Aspektfunktionen verwendet werden und die so den begrifflichen Zusammenhang zwischen den Kategorien auf den verschiedenen Beschreibungsebenen gewährleisten. usw. Als ‚Formate’ werden hier die Typen von Gebrauchseinheiten im Hinblick auf den Umfang ihrer linearen Bestandteile bezeichnet.T bereits genannten aspektuellen Termini den entsprechenden Formaten und Funktionskategorien auf den zugehörigen Ebenen zugeordnet.a Aspekt. Funktionsangaben zum Aspekt unabhängig vom Kontext sind also Defaults (Voreinstellungen). erfordert ein größeres Format als das des Verbs. -!-. sondern die Menge der lexikalischen Stämme der Verben ohne Aspektaffix und Aspektaffixe mit rein grammatischer Funktion.B. vgl. Die grammatischen Funktionen beziehen sich auf die morphologische Ebene. Als ebenenübergreifende Begriffe werden die Begriffe für aktionale Gestalten und temporale Definitheit verwendet. z. Dabei wird die Konstituenz-Beziehung zwischen den Formaten übereinanderliegender Ebenen abgebildet: So besteht die Wortform des Verbs (Format der morphologischen Ebene) aus dem lexikalischen Stamm (Einheit der lexikalischen Ebene) und den grammatischen Affixen (Einheiten der morphologischen Ebene). vgl. zmyc´ – zmywac´ ‚waschen’.370 7. die Satzfunktionen auf die syntaktische. z. Im folgenden Schema werden die geläufigsten. -a > napisa!a ‚sie hat geschrieben’. Als allgemeiner Bezugsrahmen werden in der vorliegenden Theorie auch solche Begriffe definiert. wie z. Die Beschreibung von Funktionen der Aspekte. deiktische und narrative Textpassagen. beim Numerus des Substantivs. Dementsprechend wird die Beschreibung der Aspektfunktionen auf verschiedenen Ebenen vorgenommen: auf der lexikalischen. das Verb-Prädikat mit seinen Argumenten. morphologischen. Verben a) Träger der Aspektfunktionen ist nicht. Wichtige temporale Funktionen der Aspekte müssen auf der Ebene des Textes beschrieben werden. czytac´ – przeczytac´ ‚lesen’.B. für das Tempus oder das Genus verbi. Ihre Entsprechungen auf den Ebenen sind jeweils Ausprägungen dieser Begriffe.

Inzidenz. znaczyc´ ‚bedeuten’. z. werden durch die Ableitung von pomo´wic´ ‚(eine Zeit lang) .6. przejs´c´ ‚überqueren’ oder uznac´ ‚anerkennen’.B. Auf der morphologischen Ebene können Ereignisse durch grammatische Derivation konstituiert werden. Futur und Modalitäten Syntaktische (satzsemantische) Ebene Format: Elementarsatz Kategorie: aspekt. ‚nicht episodisch’ Textlinguistische Ebene Kategorie: aktionale Chronologie Format: Narrative Passage Format: Situative Passage narrative Sequenz. allgemeinfaktische. z. Vorzeitigkeit. Parallelismus. der Bedeutung von zamkna˛c´ ‚zumachen’. Satzfunktion Morphologische Ebene Formate: Vokabel – Derivat Kategorie: Aspekt Lexikalische Ebene Format: lexikalischer Stamm Kategorie: Lexikalische Aktionale Funktion konkret-faktische Funktion summarische. stative. exemplarische Funktion iterative. Ereignisse. Präsens. Verläufe und stative Situationen können auch auf der morphologischen und syntaktischen Ebene konstituiert werden. progressive Funktion perfektiver Aspekt imperfektiver Aspekt telische Lexembedeutung atelische oder diffuse Lexembedeutung Aspektkategorien und ihre Formate auf den Ebenen Auf der lexikalischen Ebene werden Ereignisse von der telischen lexikalischen Bedeutung impliziert.7. Der Aspekt 371 aktionale Gestalten: ‚Ereignis’. z.B. Z. von der atelischen lexikalischen Bedeutung von mo´wic´ ‚sprechen’. nichtepisodischer Hintergrund deiktisches Präteritum.B. von der atelischen lexikalischen Bedeutung von wiedziec´ ‚wissen’. ‚Verlauf’ ‚stative Situation’ Alle Ebenen temporale Definitheit: ‚episodisch’.B. und stative Situationen. analog Verläufe. s´miac´ sie˛ ‚lachen’.

es kann erst auf der syntaktischen Ebene einen Kontext erhalten. aber nicht aufgrund der lexikalischen Bedeutung allein. Wenn von jemand gesagt wird: er machte die Tür zu. ist auszuschließen. dass eine Verlängerung der von diesem Verb bezeichenbaren Situation um eine oder mehrere weitere Phasen. konstituiert werden können. die lexikalisch. die mit diesem Verb bezeichnet wird. die durch die lexikalische Bedeutung impliziert sein können. Allgemein gesagt impliziert eine telische Situation. patrz. vgl. In der Kombination czyta!a listy im Sinne von ‚las Briefe (indefinit)’ wird demgegenüber kein Ereignis. Grenzbezug. Die Konstitution einer Ereignis-Funktion kann auch auf der morphologischen und syntaktischen Ebene zugleich geschehen. die aber auch durch Derivation (zamkna˛c´ > zamykac´ ‚schließen’) in Verbindung mit einem entsprechenden Kontext. ‚innere Grenze’. uznawac´ ‚anerkennen’. mo´wic´ ‚sprechen’. die wir in . würde bei dem telischen usia˛s´c´ ‚sich hinsetzen’ eine Fortsetzung der Situation mit dem Verb sie-dziec´ ‚sitzen’ bezeichnet.372 7. nicht möglich ist. Ähnliches gilt für Verlaufsfunktionen. znaczyc´ ‚bedeuten’. dass er danach noch weiter im Zimmer herumlief. in der Sache liegende. und ebenso für stative Situationen. So kann czytac´ ‚lesen’ durch die Kombination mit einem Objekt wie list ‚Brief’ ein Ereignis bezeichnen (czyta!a list ‚las einen Brief’).Wenn dagegen von jemandem gesagt wird: er lief im Zimmer herum.a. vgl. sondern aufgrund der Kombination der lexikalischen Bedeutung mit einem bestimmten grammatischen Objekt. Die Fügung czyta!a list ‚las einen Brief’ bezeichnet ein Ereignis. dessen lexikalische Bedeutung nicht stativ ist. dass er die Tür danach noch weiter zumachte. dass eine Verlängerung der von diesem Verb bezeichenbaren Situation um eine oder mehrere weitere Phasen. Es würde sich dann nicht mehr um eine Situation handeln. Z. dann ist nicht auszuschließen. vgl. boundeness figuriert. Ein Verb muss nicht auf eine telische oder atelische lexikalische Bedeutung festgelegt sein. ohne eine andere Situation zu bezeichnen. mit dem diese Festlegung geschieht. damit morphologisch-syntaktisch. die in der Literatur u. Betrachten wir nun die Funktionen näher und beginnen mit der Kategorie Telizität. die wir in einem Gedankenexperiment vornehmen könnten. Sie enthält die Begriffe telisch. sondern ein Verlauf bezeichnet. s´miac´ sie˛ ‚lachen’ impliziert sein können. Verben sprechen’. Mit przeczyta!a list ‚las einen Brief’ liegt sowohl ein Derivat mit Ereignis-Funktion als auch ein Kontext mit Ereignis-Funktion vor. Wir sagen: es ist eine telische Situation.B. Grenze. Allgemein gesagt: Eine telische Situation impliziert. Bei dem telischen Verb zamkna˛c´ ‚zumachen’ ist eine Fortsetzung der Situation sachlogisch prinzipiell ausgeschlossen. zas´miac´ sie˛ ‚(auf)lachen’ die Bedeutungen der unmarkierten atelischen Verben auf bestimmte Weise so verändert. in kos´cio´! nie uzna! s´lubu ‚die Kirche erkannte die Ehe nicht an (die Anerkennung lag nicht vor)’. on zamyka drzwi ‚guck. oder die syntaktisch konstituiert sein können. er schließt gerade die Tür zu’. wie bei wiedziec´ ‚wissen’. auch unter den Termini predel’nost’. Eine von einem telischen Verb bezeichnete Situation hat eine echte. Diese von Verben mit atelischer lexikalischer Bedeutung abgeleiteten Derivate bezeichnen dann atelische Ereignisse. atelisch und diffus telisch-atelisch.

expliziert.7. Aspekts werden erst auf der syntaktischen Ebene durch Kontexte spezifiziert. Ohne Affigierungen behält es seine Ereignis-Funktion und gehört dem Paradigma des pf. welche die EreignisFunktion verändern könnten. Die telische lexikalische Bedeutung. Betrachten wir dann das Verb auf der morphologischen Ebene. bezeichnet wird. Auf der textuellen Ebene werden die Kombinationen von kontextuell spezifizierten Verb-Wortformen ohne und mit aspektbildendem Affix beschrieben. und des ipf. Im Hinblick auf die Funktionsseite stehen sich sehr allgemeine Bedeutungen des pf. d.u.B. beschrieben. von zamkna˛c´ ‚schließen’.B. dem Genus verbi u. Da ‚per Default’ heißt. Auf der morphologischen Ebene werden auch die Möglichkeiten und Beschränkungen der Kombination mit anderen Kategorien der morphologischen Ebene. Aspekts an. Die Funktionen des ipf. wäre nun zu schildern. dass die Handlung in Richtung auf die Erreichung der lexikalisch gesetzten ‚inneren Grenze’ verläuft. ist erst auf der syntaktischen Ebene entscheidbar. dem Tempus. morphologische Bedeutung (s. dass die Situation per Default ein Ereignis ist. ‚während sie gerade … schließen wollte’. den Zusammenhang zwischen Verbform und Verbfunktion auflösen würde. z. Durch die Suffigierung.h. weil erst auf dieser Ebene der Satzkontext einbezogen wird. welche die Ereignis-Funktion impliziert. Aspekts und erhält dessen allgemeine. zamkna˛c´ – zamykac´ ‚schließen’.a. Es würde sich dann nicht mehr um eine Situation handeln. kommt das Verb in das Paradigma des ipf. Verben bestimmte aspektuelle Funktionen haben können. Wir haben hier sozusagen eine Null-Umgebung. Auf dieser Ebene stehen sich die pf. Eine telische Situation impliziert. Ob das imperfektive Verb diese progressive oder eine andere Funktion hat. ist und dass ipf. und die ipf. Sehen wir uns also die Umgebungen je nach Ebene an. dass es ipf.und Verlaufsfunktion ist auf dieser Ebene besonders deutlich beim Erzählen zu erkennen: Da mit einem perfektiven Prädikat wie zamkna˛ ! ‚er machte zu’. Aspekts. zamykac´ ‚schließen’. wird unabhängig von Umgebungen. Sie äußert sich darin. aus einer Phase besteht. vgl. Die lexikalische telische Bedeutung bleibt dabei erhalten.B. vgl.6. Aspekts gegenüber. zu mo´wic´ ‚sprechen’: ‚sie war dabei zu sprechen’. der progressiven Funktion. wie sie nicht durch Umgebungsfaktoren revidiert wird. dass die entsprechende Funktion solange besteht.). z. es hat ‚perfektiv’ als grammatische Bedeutung. Mit einer der Satzfunktionen des ipf. zamkna˛c´ ‚zumachen’. zu chodzic´ ‚herumlaufen’: ‚während sie gerade … herumlief’. die mit diesem Verb. also z. Bei einer atelischen lexikalischen Bedeutung in dieser Funktion fehlt die Bewegung hin zu einer ‚inneren’ Grenze. wird die ererbte Ereignisfunktion des Verbs zamkna˛c´ ‚schließen’ durch die Verlaufsfunktion ersetzt. Verben mit gleicher lexikalischer Bedeutung als Aspektpartner gegenüber. Über das Verb zamykac´ ‚schließen’ auf der morphologischen Ebene kann nur gesagt werden. Der Aspekt 373 einem Gedankenexperiment vornehmen könnten. Die Wirksamkeit der Ereignis. pomo´wi! ‚er . wozu entsprechende Umgebungen führen können. Ihr entsprechen deutsche Äquivalente wie ‚sie war dabei … zu schließen’.

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7. Verben

sagte’ oder przeczyta! list ‚er las den Brief’ ein Ereignis bezeichnet wird, heißt das für den Hörer oder Leser, dass das, was im nächsten pf. Prädikat genannt wird, eine neue Situation ist, die der vorher genannten folgt. Daher wird eine Abfolge von Prädikaten wie zamkna˛! drzwi i przeczyta! list ‚schloss die Tür und las den Brief’ als Handlungssequenz verstanden. Demgegenüber wird eine Abfolge von ipf. Prädikaten mit (progressiver) Verlaufsfunktion, vgl. kiedy ona juz˙ mo´wi!a o gos´ciu, on jeszcze zamyka! drzwi ‚während sie schon über den Gast sprach, machte er noch die Tür zu’ als zeitlicher Parallelismus verstanden. Gehen wir noch einmal zur lexikalischen Ebene zurück und betrachten atelische Verben wie chodzic´ ‚herumlaufen’ oder mo´wic´ ‚sprechen (mit)’. Ihre atelische lexikalische Bedeutung impliziert einen Verlauf, also eine Situation, die aus mehreren Phasen besteht. Es ist ein atelischer Verlauf, einer, der nicht auf eine bestimmte sachliche ‚Grenze’ hinsteuert, wie wir das bei zamykac´ ‚zumachen’ gesehen haben. Durch Präfigierung mit po- erhält das ipf. mo´wic´ ‚sprechen’ den pf. Aspektpartner pomo´wic´ ‚(eine Zeit lang) sprechen (mit)’. (Wenn mo´wic´ die lexikalische Bedeutung ‚sagen’ hat, ist es telisch und hat einen anderen pf. Aspektpartner, powiedziec´.) Bei pf. Derivaten wie pomo´wic´ ist das Ereignis nicht lexikalisch, sondern grammatisch gesetzt. Die Ereignis-Gestalt ist nicht durch einen abgeschlossenenen Sachverhalt begründet, sondern als eine rein zeitliche zu verstehen. Das ipf. Verb mo´wic´ hat, wie das ipf. zamykac´, eine Reihe potenzieller Funktionen, darunter die progressive, die erst in ihrem Satzkontext, auf der syntaktischen Ebene, spezifiziert werden. Auf der textuellen Ebene spielt dann die Frage, ob das Verb telisch oder atelisch ist, keine wesentliche Rolle mehr, hier steht der Unterschied zwischen den syntaktischen Funktionen des pf. und ipf. Aspekts im Vordergrund. Die Ebenen sind auch wichtig für die Korrelierung von Aspektpartnern und -paaren. Dies zeigt sich deutlich zunächst bei diffuser, telisch-atelischer lexikalischer Bedeutung. Da sie im Hinblick auf die Telizität nicht eindeutig ist, ist erst mit Kontext zu erkennen, ob die dargestellte Situation telisch oder atelisch ist oder diffus bleibt. Wie gesehen, wird mit dem Objekt list in przeczyta! list ‚hat den/einen Brief gelesen’ eine sachliche Grenze geliefert. Ist der Brief gelesen, kann er nicht weiter gelesen werden, so wenig, wie die Tür im Falle von zamkna˛!em weiter geschlossen werden kann. Die dargestellte Situation ist damit telisch. Das diffuse telisch-atelische Verb czytac´ wird mit solchem Kontext, also erst auf der syntaktischen Ebene, ein telisches Prädikat. Erscheint ein Objekt listy mit indefiniter Funktion (czyta! listy ‚las Briefe’), dann wird mit dem Kontext keine sachliche Grenze gesetzt und wir haben es mit einem atelischen Prädikat zu tun. Während diese Konturierung der diffusen Bedeutung des ipf. Verbs czytac´ ‚lesen’ zu einem telischen oder atelischen Prädikat erst auf der syntaktischen Ebene geschieht, kann die Konturierung auch durch Präfigierung, damit auf der morphologischen Ebene, geschehen. Przeczytac´ ist der telische Aspektpartner, poczytac´ der atelische Aspektpartner zu czytac´. Przeczytac´ muss, da es telisch ist, einen entsprechenden, die ‚sachliche Grenze’ bezeichnenden, telischen Kontext haben, z.B. list ‚den Brief’; poczytac´ muss einen atelischen Kontext haben (der auch in der Abwesenheit eines Objekts bestehen kann). Wir ha-

7.6. Der Aspekt

375

ben hier also zu czytac´ ‚lesen’ mit der einen, lexikalisch diffusen, Bedeutung, mehrere Aspektpartner. Die Anwendung des Terminus Aspektpaar ist nicht nur für diffuse ipf. Verblexeme und ihrer pf. Partner auf die syntaktische Ebene zu beschränken. Sie gilt z.B. auch für die gar nicht seltenen Verbvokabeln, bei denen verschiedenen lexikalischen Bedeutungen verschiedene Aspektpartner entsprechen wie dies bei mo´wic´ – pomo´wic´ ‚sprechen (mit)’, mo´´wic´ – powiedziec´ ‚sagen’ der Fall ist. Denn welche lexikalische Bedeutung von mo´wic´ vorliegt, wird ja erst im Satzkontext klar. Damit wird auch erst im Satzkontext klar, mit welchem pf. Aspektpartner das ipf. mo´wic´ ein Aspektpaar bildet. Die Begriffe Ereignis, Verlauf und stative Situation erfassen nur einen Teil der funktionalen Unterschiede zwischen pf. und ipf. Aspekt. Ein anderer Teil betrifft die temporale Definitheit, die Funktionsopposition zwischen episodischen und nicht episodischen Situationen. Ein Verb wie zamkna˛c´ ‚schließen’ (lexikalische Ebene) oder eine Wortfügung wie przeczyta! list ‚er hat den Brief gelesen’ (syntaktische Ebene) vermitteln ein telisches Ereignis. Die genannten Verben sind perfektiv. Bei den imperfektiven Entsprechungen, also zamykac´ ‚schließen’, czyta! list ‚er hat den Brief gelesen’ können ebenfalls telische Ereignisse vermittelt werden, obwohl die Verben nicht pf. sind. Dies kann z.B. dann gegeben sein, wenn die jeweilige Handlung durch den Satzkontext als regelmäßig wiederholt und damit temporal indefinit lokalisiert ist, hier als ‚nicht episodisch’ dargestellt. Gleichgültig, welche Namen man für dieses Phänomen der zeitlichen Definitheit verwendet, es reicht jedenfalls nicht aus, nur Ereignisse und Verläufe zu unterscheiden, um die Opposition zwischen pf. und ipf. Verben zu beschreiben. Ereignisse können von ipf. Verben genauso wie von pf. Verben bezeichnet werden. Der Unterschied zwischen ipf. zamyka!a in der Bedeutung ‚schloss regelmäßig’ und pf. zamkne˛!a besteht nicht in der Ereignis-Gestalt, sondern darin, dass das ipf. Verb mit dieser Funktion eine nicht episodische, d.h. als zeitlich indefinite Situation darstellt, das pf. Verb eine episodische, zeitlich definite. Die Funktionen der temporalen Definitheit sind auf verschiedenen Ebenen anzusetzen: 1. Lexikalische Ebene: Die Explikationen der lexikalischen Bedeutungen implizieren bei den Lexemen mit stativer Bedeutung die Funktion ‚nicht episodisch’, vgl. kochac´ ‚lieben’, wiedziec´ ‚wissen’. Die anderen lexikalischen Bedeutungen implizieren oder enthalten nicht die Funktion ‚episodisch’ bzw. ‚nicht episodisch’. 2. Morphologische Ebene: Der pf. Aspekt impliziert per Default die Funktion ‚episodisch’, vgl. zamkna˛c´ ‚schließen’, przeczytac´ ‚lesen’. Dieser Default kann auf der syntaktischen Ebene aufgehoben werden. 3. Syntaktische Ebene: Hier wird beschrieben, wie die Funktionen ‚episodisch’ bzw. ‚nicht episodisch’ mithilfe des Kontextes konstituiert werden (wenn sie

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7. Verben

nicht von der lexikalischen oder morphologischen Ebene einfach übernommen werden). 4. Text-Ebene: Auf dieser Ebene wird die Konstituierung der temporalen Kohärenz beschrieben, u.a. auf der Basis der Unterscheidung episodischer und nicht episodischer Situationen. Das hinsichtlich der Verteilung und Veränderung der zentralen aspektuellen Funktionen Gesagte kann wie folgt zusammengefasst werden: Die Beschreibung der Funktionen besonders der ipf. Verben wird erst dann durchsichtig, wenn dabei die verschiedenen Ebenen beachtet werden. Verben wie znaczyc´ ‚bedeuten’ haben bereits auf der lexikalischen Ebene stative Funktion, die sie bis zur Textebene beibehalten. Dagegen können Verben wie zamykac´ ‚schließen’ episodische und nicht episodische Ereignisse und Verläufe, auch stative Situationen, bezeichnen. Erst im Satzkontext wird festgelegt, mit welchen aspektuellen Funktionen seine lexikalische Bedeutung ‚schließen’ kombiniert ist. Lexikalische Ebene: Implikation der aktionalen Gestalt (telische lexikalische Bedeutung ! Ereignis-Funktion; atelische lexikalische Bedeutung ! Verlauf- oder stative Funktion; diffuse telisch-atelische lexikalische Bedeutung ! diffuse EreignisVerlaufsfunktion). Morphologische Ebene: Grammatische Derivation von Partner-Verben mit Veränderung der aktionalen Gestalt und/oder der temporalen Definitheit. Syntaktische Ebene: Kontextuelle Spezifizierung von solchen aspektuellen Funktionen, die durch diffuse lexikalische Bedeutungen und/oder die Polyfunktionalität des ipf. Aspekts gegeben sind. Die aspektuelle Derivation führt immer zu einer Revision bestimmter gegebener Default-Funktionen von aspektuell unmarkierten Verben. Revisionen der aspektuellen Funktion sind auch durch den Satzkontext möglich. Neben den genannten Veränderungen auf der morphologischen und syntaktischen Ebene steht natürlich die einfache Übernahme der Funktionen von Einheiten der jeweils tiefer liegenden Ebene auf die nächst höhere, also z.B. die Übernahmen von EreignisFunktionen, die lexikalisch impliziert sind, auf die morphologische Ebene oder von Derivat-Funktionen auf die syntaktische Ebene. Die Übernahme der Funktionen der syntaktischen Ebene und ihre Kombination auf der Text-Ebene führen dann zu bestimmten Funktionskonstellationen, die typisch für Gespräche oder Erzählungen sind. Erst auf dieser Ebene ist in aller Regel erkennbar, worin überhaupt der kommunikative Sinn all der aspektuellen Funktionen der tiefer liegenden Ebenen besteht.

7.6. Der Aspekt

377

7.6.3. Die lexikalische Ebene Verb-Vokabeln und Verb-Lexeme Vokabeln wurden oben definiert als Wort-Typen ohne grammatische Affixe. VerbVokabeln sind damit Verben ohne partnerbildendes Aspektaffix (im Aktiv), wie ipf. pisac´ ‚schreiben’ oder pf. przepisac´ ‚abschreiben’. Sie haben in der Regel mindestens ein potenzielles Affix für mindestens einen Aspektpartner, vgl. napisac´ ‚schreiben’ bzw. przepisywac´ ‚abschreiben’. Der Ausdruck Lexem wird verwendet für die Verbindung der äußeren Form einer Vokabel mit genau einer lexikalischen Bedeutung gebraucht, sei es der einzigen, sei es, bei Polysemie, einer von mehreren Bedeutungen. Die lexikalischen Bedeutungen, besonders von ipf. Verben, können verschiedene Aspektfunktionen haben. Entsprechend den verschiedenen lexikalischen Bedeutungen kann eine Vokabel Lexeme mit verschiedenen Aspektpartnern haben, z.B. gotowac´ 1. > ugotowac´ 2. > zagotowac´ ‚kochen’ ‚zum Kochen bringen’
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Die Beschreibung eines Verb-Lexems enthält demgemäß in der Regel die Angabe des jeweiligen Aspektaffixes, mit dem der Aspektpartner gebildet wird (gegebenenfalls die Angabe mehrerer Affixe), vgl. z.B. das Lexem gotowac´ 2. mit der Angabe zur Bildung des Aspektpartners in der Klammer: gotowac´ ipf. 2. ‚zum Kochen bringen’ (pf. za-)

Genaugenommen müsste nicht, wie meist, von ‚Verbkategorien’, gesprochen werden, sondern von ‚Lexemkategorien’ bzw. ‚aspektrelevanten Kategorien lexikalischer Bedeutungen’. Die Lexemtypen Die zentralen Funktionen der aktionalen Gestalt werden hier, wenn sie Komponenten der lexikalischen Bedeutung des Verbs sind, als Lexikalische Aktionale Funktionen bezeichnet. Die Unterkategorien bildenden peripheren aktionalen Kategorien des Zustandswechsels usw. sind dann Subkategorien der Lexikalischen Aktionalen Funktion. Diese aktionalen Funktionen werden von der Verb-Vokabel auf die derivierten Aspektpartner vererbt. Sie können dort durch die grammatische Funktion des Aspektaffixes überlagert und auf der syntaktischen Ebene durch Kontext modifiziert werden. Verb-Lexeme werden entsprechend ihrer Lexikalischen Aktionalen Funktionen in Lexemtypen kategorisiert. Da die lexikalische Bedeutung allen Aspektpartnern eines Verballexems gemeinsam ist, ist ihnen auch die Lexikalisch Aktionale Funktion gemeinsam. Diese gemeinsamen Merkmale fundieren die Lexemtypen. Die Typen haben bestimmte
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7. Verben

lexikalische, morphologische und syntaktische Potenziale, die in verschiedenem Umfang im einzelnen Vorkommen des Lexems realisiert sind. Die Lexemtypen unterscheiden sich zunächst danach, wie die Funktion ‚Ereignis’ (einphasige Situation) im Lexem vertreten ist. Zur Feststellung kann das Auftreten der Ereignisfunktion bei ipf. Verben herangezogen werden, und zwar in solchen Kontexten, in denen die aktionale Gestalt, also die zentrale Lexikalische Aktionale Funktion, nicht durch kontextuelle Einflüsse verändert wird, sondern unverändert in den Satz vererbt wird. Das ist vor allem der Fall bei der iterativen Funktion in neutralem Kontext: (1) Genowefa stawia!a wiadra na ziemi i odgarnia!a kosmyk z czo!a. ‚Genowefa stellte (dann immer) die Eimer auf den Boden und strich sich eine Strähne aus der Stirn.’ Außerdem ist die lexikalische Ereignis-Funktion im historischen Präsens erkennbar. Wenn ein ipf. Verb im historischen Präsens durch ein pf. Verb mit gleicher Bedeutung ersetzt werden kann (durch seinen Aspektpartner), dann hat es offensichtlich ‚Ereignis’- Funktion, denn ein pf. Verb hat immer Ereignis-Funktion. Vgl.: (2) pf. Präteritum: Genowefa postawi!a wiadra na ziemi i odgarne±!a kosmyk z czo!a. ‚Genowefa stellte die Eimer auf den Boden und strich sich eine Strähne aus der Stirn.’ (3) ipf. historisches Präsens: Genowefa stawia wiadra na ziemi i odgarnia kosmyk z czo!a. ‚Genowefa stellt die Eimer auf den Boden und streicht sich eine Strähne aus der Stirn.’ Entsprechend diesem Kriterium gibt es folgende drei aktionalen Haupttypen von Verben (internationale Termini in runden Klammern, (…), Symbolisierung in geraden Klammern, […]): • Ereignis-Lexeme (telische Lexeme), [–o–], z.B. otworzyc´ ‚öffnen’, przeczytac´ ‚lesen’, powiedziec´ ‚sprechen’. • Lexeme ohne Ereignisfunktion (atelische Lexeme), d.h. mit Verlaufsfunktion, [o…o…o], z.B. spac´ ‚schlafen’, patrzyc´ ‚schauen’; oder mit stativer Funktion, [---], z.B. znaczyc´ ‚bedeuten’, wiedziec´ ‚wissen’. • Ereignis-Verlaufslexeme, (aktional diffuse Lexeme), [–(o…)o(…o)–], z.B. czytac´ ‚lesen’, tan´czyc´ ,tanzen’. Die Lexikalische Aktionale Funktion eines Lexems ist, ausgehend von den Definitionen für die aktionalen Gestalten, an der Beschreibung (Explikation) der lexikalischen Bedeutung zu erkennen. Gilt die lexikalische Beschreibung für genau eine Phase zwischen Vor- und Nachstadium einer Situation, dann hat das Lexem Ereignis-Funktion, vgl. zmyc´ – zmywac´ ‚auswaschen’. Die Einphasigkeit der Situation des Auswaschens wird durch die Funktion des

7.6. Der Aspekt

379

imperfektivierenden Suffixes überlagert, wenn es die syntaktische Aspektfunktion ‚episodischer Verlauf’ hat. Die vom Verb dargestellte Situation ist dann mehrphasig, vgl. kiedy zmywa!, … ‚als er am Auswaschen war, …’. Gilt die lexikalische Beschreibung für eine beliebige Phase einer aktionalen Situation, dann hat das Lexem Verlaufsfunktion, vgl. p!akac´ ‚weinen’. Im Derivat pop!akac´ ist die Eigenschaft der Mehrphasigkeit des Weinens überlagert durch die Funktion des perfektivierenden Affixes, das Einphasigkeit vermittelt. Gilt die lexikalische Beschreibung für die gesamte Situation und jeden Zeitintervall der Situation, jedoch nicht für eine Phase (weil die Situation nicht über eine solche verfügt, sondern nur ein Stadium besitzt), dann hat das Lexem stative Funktion, vgl. wiedziec´ ‚wissen’, znaczyc´ ‚bedeuten’. Die Bedeutung der aktional diffusen Lexeme impliziert ein Ereignis und/oder einen Verlauf. Im Satzkontext kann die Bedeutung zu einem Ereignis oder Verlauf konturiert werden, muss aber nicht. Die Explikation der lexikalischen Bedeutung enthält eine inklusive Disjunktion, sie gilt in Abhängigkeit vom Kontext (a) für genau eine Phase, (b) für eine beliebige Phase oder es bleibt unklar, ob (a) oder (b) zutrifft. Eines dieser durchaus zahlreichen Lexeme ist czytac´ ‚lesen’, dessen lexikalisch aktionale Funktion je nach Kontext zu einem Ereignis konturiert werden kann, vgl. czyta! ten list (mit dem Ende des gelesenen Briefs tritt das Ende der aktionalen Situation ein, mit czyta! ten list ‚er hat den Brief gelesen’ kann eine weitere Situationsphase nicht bezeichnet werden, eine Fortsetzung dieser Handlung ist nicht möglich). Oder die lexikalische Bedeutung wird zu einem Verlauf konturiert, vgl. kiedy czyta!, … ‚als er las …’. Die Handlung ist im Fortschreiten, es wird keine Phase bezeichnet, nach der die Fortsetzung dieser Handlung nicht mehr möglich ist. Die Diffusität der Bedeutung kann aber auch auf die syntaktische Ebene vererbt werden und die aktionale Situation kann unkonturiert im Satz erscheinen, vgl. Czy czyta!es´ listy? ‚Hast du (die) Briefe gelesen?’ Weiteres hierzu bei der syntaktischen Beschreibung. Als oberstes Unterscheidungsmerkmal der Lexem-Subtypen wird die Mehrphasigkeit des ipf. Verbs und der beobachtbare Zustandswechsel bei pf. und ipf. Verben herangezogen werden. Dass das ipf. Lexem lexikalisch mehrphasig ist, kann man daran erkennen, dass es in der progressiven Funktion auftreten kann. Vgl.: (4) Verlaufslexem: Kiedy Genowefa stawia!a wiadra na ziemi, odgarnia!a kosmyk z czo!a. ‚Als Genowefa die Eimer auf den Boden stellte, strich sie sich eine Strähne aus der Stirn.’ (5) Statives Lexem: *Kiedy Genowefa wiedzia!a to, odgarnia!a kosmyk z czo!a. ‚Als Genowefa das wusste, strich sie sich eine Strähne aus der Stirn.’ Für die Unterscheidung der atelischen Lexeme in Verlaufslexeme und stative Lexeme ist dieses Kriterium das geeigneteste. Weniger geeignet ist es für die weitere Unterscheidung

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7. Verben

der telischen und der diffusen Lexeme in Subtypen. Die Feststellung der Progressivität hängt bei den telischen Lexemen sehr davon ab, welche Kontexte man findet oder sich einfallen lässt. Daher wird hier dem Merkmal ‚beobachtbarer Zustandswechsel’ (s.o.) der Vorrang eingeräumt, zumal die Korrelation mit der Verwendung in progressiver Funktion hoch ist: Lexeme mit der lexikalischen Funktion ‚beobachtbarer Zustandswechsel’ sind progressionsfreundlich, solche ohne diese Funktion progressionsfeindlich. In der folgenden Tabelle sind für jeden Subtyp beide Kriterien aufgeführt (2. und 3. Spalte), das entscheidende befindet sich jedoch im grundierten Kasten. In Klammern gesetzt ist das mitlaufende Kriterium, das dann zwar ein typisches Merkmal erfasst, jedoch bei der Klassifizierung der einzelnen Verblexeme eine nachgeordnete Rolle spielt. Lexemtyp mit/ohne lexikalische EreignisFunktion telische Lexeme (Ereignis-Lexeme) Lexemsubtyp mit/ohne lexikaName lischen Zustandswechsel + transformative Ereignis-Lexeme (# accomplishment) zamkna˛c´/zamykac´ ‚schließen’ – konklusive Ereignis-Lexeme (# achievement) po-/chwalic´ ‚loben’ (–) dekursive Verlaufslexeme (# activity) po-/spac´ ‚schlafen’ (–) stative Lexeme (# state) znaczyc´ ‚bedeuten’/Ø + transformativ-mutative Lexeme po-/bielec´ ‚weiß(er) werden’ – dekursiv-konklusive Lexeme po-/prze-/czytac´ ‚(durch)lesen’

ipf. mit/ohne progressive Satzfunktion (+)

(–)

atelische Lexeme (Lexeme ohne Ereignisfunktion) diffuse Lexeme (EreignisVerlaufslexeme)

+

– (+/–) (+/–)

Tabelle der Lexemtypen und Lexemsubtypen Diese Typologie entfaltet ihre deskriptive Wirksamkeit in der Kombinatorik. Dies gilt zunächst für die morphologische Kombinatorik, wenn es also darum geht, mit welchen Formen und welchen funktionalen Veränderungen die grammatischen Derivationen verbunden sind und wie sich die Kombination mit den Tempora und dem Genus verbi auswirkt. Sie wirkt sich außerdem kräftig im Gebrauch auf Satzebene aus, nicht nur im Hinblick auf die Verwendbarkeit der progressiven Funktion. So ist die progressive Satzfunktion bei transformativen Lexemen eine ganz andere, als bei konklusiven. Bei den letzteren ist sie wiederum verschieden je nach Subtyp, d.h., je nachdem, ob soziale oder mentale Akte, vgl. mys´la!a ‚dachte’, punktuelle Situationen, vgl. miga!a ‚blinkte’, oder durative Situationen, vgl. chodzi!a ‚ging’, bezeichnet werden.

In dieser Grammatik können nur wichtige und exemplarische Fakten zum Verhalten der Lexeme auf den höheren Ebenen. (a) wie und mit welchen Ergebnissen die grammatische Derivation von Aspektpartnern abläuft. Schwierigkeiten bereitet gelegentlich die Trennung von stativen und dekursiven Lexemen. dass bei der Bildung von Aspektpartnern die transformativen Lexeme mit Suffigierung durch -(w)a. siedziec´ ‚sitzen’ – können delimitative Derivate abgeleitet werden. vgl. geboten werden. – könnte die Explikation durch ‚X beginnt zu …’. (c) wie und mit welchen Resultaten die Kombination mit anderen morpho-grammatischen bzw. ‚X fährt fort zu’. – besteht die Kontrollierbarkeit der Situation durch den Agens. kann gesagt werden: • stative und progressive Funktion sind unvereinbar. und mit der Präfigierung durch räumlich motivierte Präfixe gearbeitet wird. Verbs in Kombination mit mindestens einer anderen grammatischen Bedeutung in derselben Wortform. Diese sind Abstraktionen aus dem Gebrauch eines pf. Da lexikalische Verlaufsbedeutungen die Phasenstruktur der Situation implizieren. bei der grammatischen Derivation und im Satzkontext. oder eines ipf. Äquivalente ergänzt werden. ‚nachdenken’ (dekursiv).7. die keine innere Veränderung durchlaufen. während die nichttransformativen Lexeme das Präfix pobevorzugen. Sie bestehen also aus Komponenten mehrerer grammatischer Bedeutungen.B. ergibt die 392 . Der Aspekt 381 Hinsichtlich der morphologischen Ebene kann als ein Unterscheidungsmerkmal die grobe Tendenz genannt werden.usw.6. Diese komplexen morphologischen Funktionen müssen eigens beschrieben werden. Hieraus ergeben sich Funktionen. d. Die morphologische Ebene Aspektuelle Derivation und Kombination auf der morphologischen Ebene Auf der morphologischen Ebene wird beschrieben. da stative Lexeme immer und dekursive Lexeme oft Zustände bezeichen. • nur bei dekursiver Bedeutung (lexikalischer Verlaufsbedeutung) wie bei spac´ ‚schlafen’. Z. 7.4. weil es sich dabei nicht immer um die bloße Addition (kompositionale Kombination) von Funktionen handelt. Wichtig sind folgende Kombinationen: • Aspekt und Modalität • Aspekt und Diathese • Aspekt und Tempus.6. ‚X hört auf zu’ bzw. die aus der Beschreibungsperspektive des Aspekts als komplexe morphologische Aspektfunktionen bezeichnet werden können. ohne dass sich der Lexemtyp ändert. Situationen. (b) welche Art morphologischer Kategorie mit welchen grammatischen Bedeutungen durch die systematische Derivation konstituiert wird. mys´lec´ 1. ‚meinen’ (stativ) vs.h. funktionalen Kategorien des Verbs abläuft.

mit denen das Verhalten der Aspekte im Satz und im Text erklärt werden kann. ergibt sich bei jeder Verwendung ein umfangreicher Komplex aus Aspekt-Diathese-Tempus-Modus-Funktionen. Das Affix -(w)a-. Verben Kombination der Präsens-Futur-Endung mit dem ipf. Wenn die morphologische Funktion des pf. Dieser spielt freilich auch im Polnischen. Aspektpartnerschaften werden im Prinzip durch Suffigierung und Präfigierung gebildet. ipf. oder nur noch durch den Kontext. Verben haben diejenigen aspektuellen Funktionen. also dem jeweiligen Paradigma der pf. Die so abgeleiteten ipf. Diese Funktionen sind Hypothesen. ipf. Da in der Wortform ein Aspekt immer in Kombination mit einem Tempus. Stämme haben und umgekehrt. wie sie nicht durch die Kombination mit bestimmten Kontexten verändert werden. nicht möglich. vgl. Aspekts unverändert auf die Satzebene vererbt wird. Verben und jedem einzelnen pf. • Morphologische Funktion des ipf. einem Modus und einer Diatheseform auftritt. ist Folgendes: Man kann jetzt auf grammatische Weise (fast) alle lexikalischen Stämme und damit lexikalischen Bedeutungen mit (fast) allen aspektuellen Funktionen verwenden. mit dem pf.382 7. Aspekt eine präsentische Funktion (pisze˛ ‚ich schreibe’). Angesetzt werden hier folgende Funktionen: • Morphologische Funktion des pf. Im Deutschen werden die entsprechenden Funktionen entweder. zusammen mit dem Stamm und dem Affix. Die grammatische Derivation beruht also darauf. gelten sie nur solange.) ‚machen’. Aspekt eine futurische Funktion (napisze˛ ‚ich werde schreiben’). Genau das ist im Deutschen. Aspekts ist demgegenüber von der lexikalischen Ebene auf die morphologische . Verb als vom Satzkontext unabhängigem Typus. die allen Verben dieses Aspekts per Default zukommt. Die morphologischen Funktionen des Aspekts 393 Die morphologische Funktion eines Aspekts ist diejenige Funktion. die zugehörigen Derivate des oppositiven Aspekts abgeleitet werden. wie im Polnischen. erscheint sie dort unter der Bezeichnung ‚konkret-faktische Funktion’. Was durch die grammatische Affigierung erreicht wird. bzw. Aspekts"="‚Episodisches Ereignis’. welche die ipf.) ‚machen’. Aspekts"="Lexikalische Aktionale Funktion. durch den lexikalischen Stamm ausgedrückt. z. entstehen durch die Affigierung logischerweise Verben mit verschiedenen Aspekten: zmywac´ (ipf. robic´ (ipf. Da die Stämme verschiedene aspektuelle Funktion haben. bzw.hat die folgende grammatische Funktion: Es wandelt die aspektuelle Funktion des Stammes in eine oppositive aspektuelle Funktion um.) ‚auswaschen’. Die Funktion des ipf.) ‚auswaschen’ oder zrobic´ (pf. den aspektuell nicht markierten Verben eines bestimmten Aspekts. eine große Rolle. Da sie Default-Funktionen sind. das keinen grammatischen Aspekt hat. dass zu den Vokabeln ohne grammatisches Affix. zmyc´ (pf. Der Träger der Aspektfunktion ist also in zmyc´ – zmywac´ ‚auswaschen’ oder robic´ – zrobic´ ‚machen’ einmal der Stamm und einmal das Affix.

Aspekts gegeben ist. Der ipf. Ein Verb ohne grammatisches Aspektaffix wird als ‚aspektuell unmarkiert’ bezeichnet. und ipf. Da es sich hier um eine theorieabhängige Explikation des polnischen Aspekts als grammatische Kategorie handelt. Die morphologischen Aspektfunktionen sind also keine ‚Invarianten’. d. den eigentlich kommunikativ relevanten Funktionen. Verben verschiedenen Aspekts mit gleicher lexikalischer Bedeutung sind Aspektpartner und unterscheiden sich in der Regel durch das Vorhandensein bzw. Die funktionalen Veränderungen durch aspektuelle Derivation Der Verbalaspekt (aspekt czasownika) besteht aus zwei grammatischen Subkategorien. wenn die Funktionsbeschreibung negativ formuliert wird. Dazu wurde oben ein Vorschlag gemacht. dem perfektiven und dem imperfektiven Aspekt. Die vorliegende morphologische Beschreibung soll auf möglichst einfache Weise erklären. Die morphologischen Funktionen sind in der Abstraktionsstärke vergleichbar mit den so genannten invarianten Aspektbedeutungen. also als durch morphologische Umgebung und Kontext veränderbare Ausgangswerte. ein Verb mit grammatischem Aspektaffix als ‚aspektuell markiert’. Aspekt auch dann nicht formulierbar. wenn dieser Ausdruck besagen soll. wenn der ipf. die zugrunde liegenden lexikalischen und morphologischen Funktionen als Defaults anzusetzen. um die Komplexität der Aspektfunktionen und ihr Verhältnis zu den sprachlichen Formen zu erklären. bzw. Einige Hinweise auf alternative Definitionen der Aspekte seien angefügt. Präsens können telische Lexeme (="Ereignis-Lexeme) z. Das Verfahren. als die negative. im historischen Präsens die Funktion ‚episodisches Ereignis’ haben. Aspekt wird dann als ‚merkmallos’ expliziert. wie es zu den einzelnen Satz. die sowohl die negativ formulierte Bedeutung des ipf. Die angesetzten morphologischen Funktionen müssen sich auf mehreren Ebenen bewähren: auf der morphologischen Ebene selbst bei der Beschreibung der funktionalen und formalen Derivation und auf der syntaktischen Ebene bei der Beschreibung der auf Kontextbedingungen zurückzuführenden Satzfunktionen. kann festgestellt werden. Meist kann erst auf der Textebene begründet werden. Falls damit etwas wie ein Funktionsdefault gemeint ist.und Textfunktionen der Aspekte kommt.h. pf. Aspekts ‚nicht episodisches Ereignis’ als auch die Bedeutung des pf. die einfachste Ausgangsfunktion zu formulieren. aber noch weniger aussagekräftig. Sofern mit der invarianten Bedeutung eines Aspekts gemeint ist. Aspekts ‚episodisches Ereignis’ umfasst.6. als Bedeutung. Diese ist für den ipf. warum ein bestimmter Aspekt verwendet wird. dass die Bedeutung in allen Vorkommen erscheint. dass die Suche danach bisher ohne Erfolg geblieben ist und bleiben wird. dass eine bestimmte Funktion bei jeder Verwendung des ipf. Sie enthalten die pf. Diese wiederum sind die Grundlage der Textfunktionen. so geht es darum. Der Aspekt 383 vererbt und wird dann auf der Satzebene durch Kontexte in mehrere aspektuelle Satzfunktionen differenziert.B. Denn im ipf. Eine dritte Art. Verben. Aspekt also wie folgt definiert wird: ‚nicht-episodisches Ereignis’. eine ‚Invariante’ zu formulieren. ist zwar korrekt. ist ein ‚Beweis’ nicht ohne weiteres möglich. Das formal unmarkierte 394 . erscheint uns als das geeignetste.7. das Fehlen von Aspektaffixen.

Ein Beispiel: Das telische unmarkierte pf. Der formal markierte Aspektpartner wird per grammatische Derivation vom formal unmarkierten Verb abgeleitet. Im Satz- . die formal markierten Derivate bilden eine Aspektpartnerschaft. Verben. Verb zamykac´ ‚schließen’ gemacht. bzw. und dieses hat als morphologischer. delimitativ. zapominac´ ‚vergessen’) wird die Bedeutung des formal unmarkierten Verbs so verändert. In der folgenden Tabelle ist dies jeweils für die Lexemtypen abgebildet: morphologische Funktion des ipf. Diese wird dann mit dem Satzkontext zu den Funktionen der syntaktischen Ebene kombiniert. przeczytac´ ‚lesen’ usw. dass sich beim Derivat jeweils die morphologische Funktion des pf. Ausnahmecharakter. dass die morphologische Funktion ‚episodisches Ereignis’ herauskommt. dass nur die lexikalische Bedeutung übrig bleibt. Es wird durch Suffigierung zum ipf.) wird die Bedeutung des formal unmarkierten Verbs so verändert. zachrapac´ ‚schnarchen’. ingressiv kein morphologischer Aspektpartner atelisch ‚Verlauf’ oder ‚stative Situation’ diffus ‚Verlauf und/oder Ereignis’ > > po-/prze-/czytac´ ‚(durch)lesen’ pobielec´ ‚weiß(er) werden’ Formale und funktionale Veränderungen durch aspektuelle Derivation Bei der Imperfektivierung (zamykac´ ‚schließen’. Verben Verb und das formal markierte Derivat bzw. Verben kann es im Satz dann zu weiteren funktionalen Veränderungen kommen. popracowac´ ‚arbeiten’. Verb zamkna˛c´ ‚schließen’ hat als morphologischer. Bei der Perfektivierung (odseparowac´ ‚trennen’. Auch bei den pf. ganz im Gegensatz zu denen der ipf. Die dabei vonstatten gehenden funktionalen Veränderungen laufen so ab. kontextuell isolierter Typus nur noch die Funktion ‚Ereignis’. Sie haben aber. kontextuell unabhängiger Typus die Funktion ‚episodisches Ereignis’. Aspekts ergibt. Aspekts" =!Lexikalische Aktionale Funktion ‚Ereignis’ zamykac´ ‚schließen’ zapominac´ ‚vergessen’ separowac´ ‚trennen’ dzie˛kowac´ ‚danken’ ‚Verlauf’ pracowac´ ‚arbeiten’ chrapac´ ‚schnarchen’ ‚stative Situation’ znaczyc´ ‚bedeuten’ ‚Verlauf und/oder Ereignis’ czytac´ ‚(durch)lesen’ bielec´ ‚weiß(er) werden’ morphologische Funktion des pf.384 7. des ipf. Aspekts = ‚episodisches Ereignis’ Lexemtyp formale Derivation telisch ‚Ereignis’ < < > > > > zamkna˛c´ ‚schließen’ zapomniec´ ‚vergessen’ odseparowac´ ‚trennen’ podzie˛kowac´ ‚danken’ popracowac´ ‚arbeiten’.

‚dabei sein zu schließen’. Mit der Derivation des pf. auch im Urslavischen). Verb kann im Satzkontext die gleichen Satzfunktionen erhalten.7. im Französischen oder Italienischen. Das ipf. also z. Derivat kann daneben auch die progressive Funktion erhalten. Das neue Verb erhält in diesem Kontext außerdem die Funktion ‚nicht episodisch’. gotowac´ 1. Verb separowac´ ‚trennen’ hat ebenfalls die Lexikalische Aktionale Funktion ‚Ereignis’.h. Der Aspekt 385 kontext kann das Verb dann leicht die iterative Funktion erhalten. mit Wortbildungsmitteln. also die Funktion ‚mehrfach schließen’. das Verb ohne 395 . Daher stehen in den slavischen Sprachen nicht zwei grammatische Formen eines Verbs in grammatischer Opposition. Das telische unmarkierte ipf. die Funktion ‚iterativ’. so dass das Verb als morphologischer Typus die Funktion ‚episodisches Ereignis’ besitzt. z.h. d. Allgemein gesagt verändert die Rekategorisierung nur die Zugehörigkeit zur grammatischen Bedeutungskategorie. Dieses ipf. Als funktionaler Aspektpartner wird hier das Derivat bezeichnet. Das aspektuell unmarkierte Verb (d. Insofern bleibt die lexikalische Bedeutung des Verbs bei der grammatischen Derivation unverändert.B. czytac´ – przeczytac´ ‚lesen’. das sich vom formal unmarkierten Verb nur in der temporalen Definitheit oder durch Rekategorisierung oder Profilierung unterscheidet (sowie durch mit diesen Operationen eventuell involvierte funktionale Veränderungen). das schon erwähnte Beispiel gotowac´#ipf. vgl. die Funktion ‚episodisch’ ist dann kontextuell. wobei die Ereignis-Funktion regelhaft bestehen bleibt. wie zamykac´ ‚schließen’. Aspektpartner werden in der Regel von einem Verb in einer lexikalischen bestimmten Bedeutung abgeleitet. Verb odseparowac´ ‚trennen’ kommt zur Lexikalischen Aktionalen Funktion ‚Ereignis’ die Funktion ‚episodisch’ hinzu. Die formalen Veränderungen durch aspektuelle Derivation Die funktionalen Aspektpartner Die Kategorie des Verbalaspekts kann in anderen Sprachen mit Flexionsaffixen. markiert. teilweise zusammen mit Tempora ausgedrückt werden (z. ‚kochen’ – ugotowac´ pf gotowac´ 2. so wie in den anderen slavischen Sprachen. der Verbalaspekt derivational. das Schließen ist ein Ereignis. dann wird die Ereignisfunktion durch die Verlaufsfunktion überlagert. ‚zum Kochen bringen’ – zagotowac´ pf (– zagotowywac´"pf) Im Fall von zagotowac´ – zagotowywac´ ‚zum Kochen bringen’ ist vom Aspektpartner ein weiterer Aspektpartner abgeleitet.B. Im Polnischen wird. sondern ein Verb und sein grammatisches Derivat.B. Sie sind Aspektpartner.6. die Profilierung verändert das Verhältnis zwischen den hervorgehobenen und nicht hervorgehobenen Bestandteilen der lexikalischen Verbbedeutung.

denen aber immerhin -(w)a. die Opposition .386 7. So werden einige Verben mit aspektuellem Präfix traditionell als ‚Aktionsart’-Verben bezeichnet und oft von der Bildung von Aspektpartnern ausgeschlossen. – ugotowac´ oder gotowac´ ‚kochen’ 2. Demgegenüber wird in dieser Grammatik von folgenden Eigenschaften des Aspekts im Polnischen ausgegangen: 1. Die Nichtanerkennung dieser oder gar aller präfigierten Verben als Aspektpartner führt zur Annahme einer relativ großen Zahl sogenannter ‚aspektuell defektiver’ Verben. die eine bestimmte Phasen. die nur in bestimmten Kontexten eine Partnerschaft eingehen). 3. die z. Zu den peripheren Aspektpartnern gehören vor allem präfigierte Verben. die stativen Lexeme bestehen nur aus einem Verb. es gibt zum einen eine größere Anzahl an Präfixen und häufig gibt es innerhalb eines Verballexems mehrere Partner mit grammatischen Präfixen. In dieser Grammatik wird also die funktionale Seite der Aspektopposition als grundlegend angesehen und die Formen (Affixe) werden nach dem Gesichtspunkt zusammengestellt. s.. poczytac´ ‚eine Zeit lang lesen’. Peripher sind weiterhin die syntaktischen Partner eines Verbs (solche. Dabei ist er formal im Hinblick auf die Lexeme mit aspektueller Präfigierung schwächer grammatikalisiert. sind die Standardpartner das aspektuell unmarkierte Verb (z. Dabei ist er formal im Hinblick auf die Lexeme mit aspektueller Suffigierung stärker grammatikalisiert (es gibt viele formale Varianten. Daneben gibt es relativ viele formale Sonderfälle: Suppletiva und Imperfektiva/Perfektiva tantum. die keine Aspektpartnerschaft mit einem anderen Verb bilden. weil ihre Funktion zwar aspektverändernd. poczytac´). gehen die Meinungen z. – zagotowac´ – zagotowywac´ ‚zum Kochen bringen’. Enthält ein Lexem mehr als zwei Aspektpartner.gemeinsam ist). seine Aspektpartner) bilden ein Verballexem. zap!akac´ ‚anfangen zu weinen’. Er ist funktional stark. Darüber. gotowac´ 1. zabolec´ ‚anfangen weh zu tun’. Verben mit der delimitativen Funktion ‚eine Zeit lang’. z.oder deliminative Bedeutung haben. vgl. przeczytac´).T. Die anderen Aspektpartner sind peripher (zagotowywac´. czytac´ ‚lesen’) und das häufigste Partnerverb (zagotowac´. dass die aspektuellen Funktionsoppositionen bedient werden müssen (z.B. Dies sind vor allem pf. Verb manche ipf. weit auseinander. Aspektuell reguläre Verballexeme bestehen aus zwei Standard-Partnern.h. 2. relativ spezifische. solcher Verben. aber komplementäre Funktionen haben. mit welchem präfigierten pf. d.B. aber formal relativ schwach grammatikalisiert.u. posiedziec´ ‚eine Zeit lang sitzen’ und mit der ingressiven Funktion ‚anfangen zu’. Verben Aspektpartnerschaften bilden. 4.T.B. vgl. gotowac´ 2. Verben Aspektaffix) in einer bestimmten Bedeutung und sein Aspektpartner (bzw. aber funktional relativ spezifisch ist.

weil sie mehr als nur die in der Definition erlaubten Funktionsunterschiede aufweisen. Wegen der formalen Unregelmäßigkeit der aspektuellen Affigierung gibt es in Me˛dak (1997) ein vollständiges Verzeichnis der Verballexeme mit den zentralen Aspektpartnern (aber ohne die meisten peripheren Aspektpartner). Viele wichtige Funktionen haben jedoch alle Verben eines Aspekts unabhängig vom Typ des Verballexems gemeinsam. Deren Definition enthält also dieselben Bedingungen. Mit der Derivation von zamykac´ ‚schließen’ wurde also die Funktion des formal unmarkierten Verbs zamkna˛c´ ‚schließen’ ‚episodisches Ereignis’ zur Funktion ‚Ereignis’ geändert. meist mit Präfix prze-.6. wie die der morphologischen Aspektpartner.u. Sie können als morphologische Aspektpartner bezeichnet werden. Mit den im nächsten Abschnitt behandelten Typen von Verballexemen werden die jeweils mit dem Lexemtyp verbundenen Arten der Affigierung und die wichtigsten spezifischen Funktionen genannt. Die Veränderung beschränkt sich auf die temporale Definitheit und entspricht somit bereits auf der morphologischen Ebene der Definition des funktionalen Aspektpaars. Sie können als syntaktische Aspektpartner bezeichnet werden. vor allem vom lexikalischen Stamm (dem Typ des Verballexems). Genus verbi und dem Satzkontext. deren Beschreibung eigentlich die syntaktische Ebene betrifft. Der Aspekt 387 präsentische – futurische Funktion. Auch die funktionale Seite ist komplex insofern. setzt aber einen gemeinsamen Satzkontext voraus. Aus praktischen Gründen sollen in diesem Abschnitt über die funktionalen Aspektpartner auch solche behandelt werden. tendenziell für längere Zeiträume. die Funktion ‚Ereignis’ (die Satzfunktionen dieses Verbs. auch wenn damit eine geringere formale Regelmäßigkeit verbunden ist.).7. bestehen: . pisze˛ – napisze˛ ‚ich schreibe – ich werde schreiben’. in denen sich Verben nur in einer oder mehreren grammatischen Aspektfunktionen (also in der zeitlichen Definitheit oder durch Rekategorisierung oder Profilierung) erst im für beide Partner gleichen Satzkontext unterscheiden. Tempus. Das ipf. vgl. kommen. dann kann eine syntaktische Aspektpartnerschaft mit einem perdurativen Derivat. wie oben gesagt. durch die Interaktion dieser Funktionen mit dem Kontext zustande). Daneben gibt es jedoch Fälle. wie ‚iterativ’ oder ‚progressiv’. dass die aspektuelle Funktion des Derivats nur durch die grammatische Operation der Affigierung zustande kommt. als die Aspekte relativ viele verschiedene Funktionen haben und diese sehr stark von der Umgebung. Derivat zamykac´ ‚schließen’ besitzt auf der morphologischen Ebene nur die Lexikalische Aktionale Funktion des Lexems. s. Wenn dekursive Verben im Satz mit einer Zeitangabe kombiniert sind. Damit erhalten auch solche Verben den Status des Aspektpartners. die auf der morphologischen Ebene keine sind. beeinflusst werden. Bei den meisten bisher behandelten Aspektpartnern ist die lexikalische Bedeutung des formal nicht markierten Verbs so beschaffen.

z. Zu den Variantenpaaren vgl. Aspektpartnern durch Suffigierung: 396 Das Suffix tritt in Abhängigkeit von Verbklassen in verschiedenen Varianten auf. vgl. Verben ohne Aspektaffix strzelic´ opanowac´ zmyc´ kupic´ Suffixvarianten -a(j)-ywa-/ -uj-(w)a(j)-owa-/-ujpf. oder es tritt zum lexikalischen Stamm hinzu. beherrschen’ ‚abwaschen’ ‚kaufen’ Durch Suffigierung abgeleitete Aspektpartner Das Suffix tritt entweder an die Stelle des Stammsuffixes des pf. an. -a-/-aj.’ Funktionale Aspektpartner sind überwiegend morphologische.– zatykaj. Die ersten drei Variantenpaare des aspektbildenden Suffixes in der obigen Liste sind die häufigen. Pf. Verben sich von ihren pf. dass die auf Suffigierung zurückgehenden ipf. Stammes. das Variantenpaar des Suffixes bei einem Verb mit einem bestimmten Aspekt. Verben Bawi! ipf tu jedna˛ godzine˛. strzelac´ ‚schießen’. daneben gibt es einige andere seltenere Fälle. vgl. In verallgemeinernder Weise kann somit gesagt werden.’ Przebawi! pf tu jedna˛ godzine˛. die ja auch in zwei der häufigsten Variantenpaare auftauchen. a) Derivation von ipf. da sie komplementär sind (vgl. zmywac´ ‚abwaschen’. so dass dann zusätzlich zur derivationalen Opposition Stammalternationen bestehen. Verben sehen wir nicht als syntaktisch an. Partner diffuser ipf. Verben mit grammatischem Aspektsuffix (Derivate) strzelac´ opanowywac´ (opanowywa!em. die folgende Beispielliste (eine vollständige Aufzählung gibt Gramatyka wpó!czesnego je˛zyka polskiego 1998:566f). Aspektpartnern mindestens durch die Suffixphoneme /va/ oder /a/ unterscheiden. opanowuja˛) zmywac´ kupowac´ ‚schießen’ ‚erlernen. dass mindestens eine Form des Variantenpaares die Phoneme /va/ enthält. Jeder Aspektpartner gehört einem bestimmten Formtyp der Verbstämme im Sinne von 341– 342. ipf. ‚Er hat hier eine Stunde verbracht. czytac´ – prze-/po-/czytac´ ‚(durch)lesen’). ‚Er hat hier eine Stunde verbracht. für die hier als Beispiel das Variantenpaar von kupowac´ ‚kaufen’ aufgeführt ist.388 7.in zatka. syntaktische sind selten und zu den peripheren Aspektpartnern zu zählen. Die formale Opposition zwischen zwei durch Suffigierung korrelierten Aspektpartnern kann deshalb auch als Opposition zwischen zwei Formtypen der Verbalstämme bestimmt werden. Im Stamm des ipf. . genauer als Variantenpaar (vgl. Für letztere gilt.B. Verbs können sich mehr oder weniger umfangreiche morphonologische Änderungen ergeben.‚zustopfen’).

wie sie bei flexivischen Paradigmen. Derivate) z-robic´ prze-czytac´ na-pisac´ u-szyc´ po-jechac´ po-mo´wic ‚machen’ ‚lesen’ ‚schreiben’ ‚nähen’ ‚fahren’ ‚sprechen’ .: 397 imperfektive Verben ohne Aspektaffix robic´ czytac´ pisac´ szyc´ jechac´ mo´wic´ perfektive Verben mit grammatischem Aspektpräfix (gramm. sondern ersetzt ein Suffix des pf. Verb ohne solches Suffix. Verben. Aspektpartner nicht zum unmarkierten Verb hinzu. Verbs entspricht aber trotzdem der allgemeinen Suffigierungsregel für ipf. Die phonologische Form von suffigierten Aspektpartnern wird aber vom Lernenden nicht selbst abgeleitet. Das gleiche gilt für die anschließend behandelte Präfigierung. etwa den Personalendungen der Verben. Daneben kann vor allem das Suffix -na˛. vgl. vgl. Der Aspekt 389 Diese sehr allgemeine Regel kann dem Polnisch-Lernenden als Stütze bei der Unterscheidung der Aspektpartner dienen. ogar-na˛-c´ – ogarni-a-c´ ‚umgeben’ Hier könnte man von einer gegenseitigen Ersetzbarkeit der grammatischen Suffixe sprechen. gegeben ist. Hat ein Präfix lexikalischen Status.6. Aspekts aufgefasst werden. mi-na˛-c´ – mij-a-c´ ‚vorbeigehen’. also von Verben mit anderer lexikalischen Bedeutung und in der Regel eigenem Aspektpartner. Verbs. Wenn das Präfix grammatischen Status hat. rzuc-i-c´ – rzuc-a-c´ ‚werfen’. Das eine oder andere regelmäßige Ableitungverfahren kann jedoch als Behaltensstütze genutzt werden. dann dient es zur Bildung neuer Vokabeln. dann ist das Derivat Aspektpartner. Bei einigen Formtypen der Verbstämme tritt das Suffix der ipf. Aspektpartnern durch Präfigierung Die meisten Präfixe von Verben können im Polnischen lexikalischen oder grammatischen Status haben. die ebenfalls nicht anhand von Regeln vorausgesagt werden kann. Formal können diese Typen jedoch im Rahmen der Bildung von Aspektpartnern durch Suffigierung verbleiben: • ipf.als Markierung des pf. czyta-m – czyta-sz ‚ich lese – du liest’. Die Bildung des ipf.7. Verb mit Suffix mit /(v)a/ < pf. b) Derivation von pf.

za. Lexemtypen und Aspektparnerschaft 398 Es gibt keine festen. Lexemtyp telische Lexeme (Ereignis-Lexeme) Lexemsubtyp transformative Ereignis-Lexeme konklusive Ereignis-Lexeme Typische Art der formalen Partnerbildung Suffigierung (> ipf.h. przy-.390 7. vgl.B.(s-/s´-) am häufigsten. na-. oft: za-. d.und Suffigierung).) oder Präfigierung (> pf. mit Verlaufsfunktion: po. roz-. pisac´ > wypisac´ – wypisywac´ ‚ausschreiben’ pisac´ > przepisac´ – przepisywac´ ‚abschreiben. mit gleichzeitiger Prä. przygrywac´"ipf ‚aufspielen’ < grac´"ipf ‚spielen’. selten: od-.) Suffigierung (> ipf.) Standardpartner: mit po. Gramatyka wpó!czesnego je˛zyka polskiego 1998:565) Vgl. dass ipf.h. aber doch lockere Korrelationen zwischen der Lexikalischen Aktionalen Funktion und der Art der aspektuellen Affigierung. durch Präfigierung. wy-.‚anfangen zu …’ Beispiel zamkna˛c´ – zamykac´ ‚schließen’ zapomniec´ – zapominac´ ‚vergessen’ chwalic´ – pochwalic´ ‚loben’ spac´ – pospac´ ‚schlafen’ p!akac´ – po-/za-p!akac´ ‚weinen’ znaczyc´-Ø ‚bedeuten’ bielec´ – pobielec´ ‚weiß(er) werden’ atelische Lexeme (Lexeme ohne Ereignisfunktion) dekursive Verlaufslexeme stative Lexeme diffuse Lexeme (EreignisVerlaufslexeme) transformativmutative Lexeme dekursivkonklusive Lexeme czytac´ – prze(po-)czytac´ ‚(durch)lesen’ Korrelation zwischen Lexem(sub)typen und aspektueller Affigierung . Verben meist durch ein grammatisches Präfix.‚eine Zeit lang …’ Periphere Partner: mit za. mit Ereignisfunktion: verschiedene Präfixe Periphere Partner. Zunächst kann sehr allgemein gesagt werden.) Präfigierung (> pf. verschreiben’ pisac´ > odpisac´ – odpisywac´ ‚abschreiben’. die meistens eigene Aspektpartner haben. Auch im Gefolge dieser lexikalischen Derivation ergibt sich eine grammatische Änderung. u-. z. Derivate durch ein grammatisches Suffix.‚eine Zeit lang. pf. d. eine Perfektivierung (Ausnahmen sind minimal. wz-. o-.) Standardpartner. po-. (s.‚anfangen zu …’ kein morphologischer Partner Präfigierung (> pf. prze-. Verben Als grammatische Präfixe werden vor allem verwendet: z. durch Suffigierung markiert sind. usw. dazu die von dieser grammatischen Derivation zu unterscheidende lexikalische Bildung neuer Verb-Vokabeln.

B. (beim Lexemtyp der stativen Verben ist das Fehlen eines Partners regulär).h. synonyme Aspektpartner bestehen). vgl. kazac´ ‚anweisen’.B. vgl. ‚erblicken’. padac´ – pas´c´/upas´c´ ‚fallen’. Verben ohne Aspektpartner (Perfektiva tantum). handeln’. Verben sowohl mit pf. Partner zranic´. d) ipf. dzia!ac´ ‚aktiv werden. uczestniczyc´´ ‚teilnehmen’. ‚die Sprache verlieren’. miec´ ‚haben’. nicht dem Typus des jeweiligen Verballexems entsprechen. Keine regulären Verballexeme bilden folgende Verbgruppen: c) pf. die irreguläre Aspektpartnerschaften eingehen (d. meist räumlichem Präfix.7. zaniemo´wic´ pf. Funktion). … f) Verben.#zdo!ac´ pf. indem z. . amputowac´ ‚amputieren’. die Auxiliare byc´ ‚sein’. z. sypiac´´ ‚zu schlafen pflegen’. awansowac´ ‚befördern’. potrafic´ ‚können’. Der Aspekt 391 Sonderfälle Die oben unter a) – b) gegebenen Beispiele bilden Aspektpartner in regulären Verballexemen.h. ranic´ zweiaspektig und pf. vgl. Verben ohne Aspektpartner (Imperfektiva tantum). ‚vermögen’. mawiac´´ ‚zu sprechen pflegen’. g) suppletive Aspektpartner: imperfektive Verben brac´ k!as´c´ ogla˛dac´ mo´wic´ widziec´ odchodzic´ wynosic´ perfektive Verben wzia˛c´ po!oz˙yc´ obejrzec´ powiedziec´ zobaczyc´ odejs´c´ wynies´c´ ‚nehmen’ ‚legen’ ‚ansehen’ ‚sagen’ ‚sehen’ ‚weggehen’ ‚hinaustragen’ 399 Die beiden letztgenannten suppletiven Aspektpartner sind Beispiele für die wesentlich größere Zahl von Suppletiva bei den Verben der Fortbewegung mit lexikalischem.6. musiec´ ‚müssen’. poranic´ ‚verletzen’. ujrzec´ pf. daneben z˙yc´´ ‚leben’. e) zweiaspektige Verben (d. als auch ipf.

weil die Wiederholung in der Regel die Rückkehr impliziert. In der Bedeutung ‚Wer geht da?’ muss der Beobachter nicht wissen. Jeweils für eine der Arten der Fortbewegung.’ (in dieser Bedeutung ohne Aspektpartner) Jan nosi czarny p!aszcz. der im Deutschen ein Verb entspricht. wie sie sich einem Beobachter darstellt. Für Wiederholungen wird prinzipiell das nicht zielgerichtete Verb verwendet. Die wichtigsten sind: Typ is´c´ zielgerichtete imperfektive Verben is´c´ jechac´ nies´c´ leciec´ p!yna˛c´ wies´c´ wiez´c´ Typ chodzic´ nicht zielgerichtete imperfektive Verben chodzic´ jez´dzic´ nosic´ latac´ p!ywac´ wodzic´ wozic´ ‚gehen’ ‚fahren’ ‚tragen’ ‚fliegen’ ‚schwimmen’ ‚führen’ ‚(etwas) fahren’. Verben Verben der Fortbewegung Die so genannten Verben der Fortbewegung (czasowniki ruchu) weisen einige formale und funktionale Besonderheiten auf: 400 1. stehen im Polnischen zwei ipf. eine Bewegung auszuführen: Janek juz˙ chodzi/p!ywa. ‚transportieren’ Für bestimmte Funktionen wird jeweils eines der beiden Verben genommen. der Typ chodzic´ ist in dieser Bedeutung ohne Aspektpartner. Kto tam idzie? ‚Wer geht da/kommt da?’ Dies bezeichnet die Fortbewegung. ‚Jan geht im Wald umher. welches Ziel die gehende Person hat. Das zielgerichtete Verb wird immer dann verwendet. – Jan chodzi po lesie. Das Ziel muss dabei nicht genannt werden. Verben zur Verfügung. ‚Jan geht in die Schule’.’ (in dieser Bedeutung ohne Aspektpartner) . ‚Janek kann schon laufen/schwimmen. In der Bedeutung ‚Wer kommt da?’ sind Beobachter und Ziel mit dem Sprecher identisch. eines für zielgerichtete und eines für nicht zielgerichtete Bewegungen: Jan idzie do szko!y. Diese Verben werden auch gebraucht für die Fähigkeit oder Gewohnheit. ‚Jan geht zur Schule (ist Schüler)’.392 7. ‚Jan trägt einen schwarzen Mantel.’ Jan chodzi do szko!y. wenn die Fortbewegung auf ein Ziel hin bezeichnet wird.

Dass bei den präfigierten ipf. wie odchodzic´ (meist suppletive) Formen vorliegen. i poszed! dalej z opuszoczna˛ g!owa˛. Ib. und die zur Bildung von Vokabeln mithilfe von Präfixen mit räumlicher und davon abgeleiteter übertragener Bedeutung. ‚gehen/kommen’ (zielgerichtetes Verb) pf. die vom jeweiligen präfigierten pf. (‚in Pension u. odnosic´ ‚abgeben’. vgl. vgl. Ia./b. II..B. przenosic´ ‚eine bestimmte Zeitdauer etwas herumtragen’. ‚Jan ging nach Hause. neue Vokabel mit Bedeutungen wie 1. wenn ein Ziel angegeben ist: Telisch: Jan szed! – poszed! do domu. z. eigenem ipf.. (zielgerichtetes Verb) IIa.a.. Aspektpartner pochodzic´ ‚eine Zeit lang umhergehen’. przenosic´ ‚(irgendwohin) bringen’. kann nicht immer von der Standardfunktion abgeleitet werden und ist im Wörterbuch nachzuschlagen. abgeleitet von pf. wird mit lexikalischen Präfixen mit räumlicher oder davon abgeleiteter übertragener Bedeutung gebildet. Der Aspekt 393 Welches Verb in idiomatischen Verwendungen gebraucht wird. ‚umhergehen’ (nicht zielgerichtetes Verb) pf.’ Die Tatsache. > odejs´c´ pf. das pf.B. und ging mit gesenktem Kopf weiter. przechodzic´ ca!y dzien´ ‚den ganzen Tag herumlaufen’. dass die nicht zielgerichteten präfigierten Verben in der Regel ipf. vgl. ´ Die Unterschiede in der Ableitung sind funktional erklärbar: der Typ I. przychodzic´ ‚kommen’. anstelle eines Suffixes wird hier das nicht zielgerichetete Verb als Suppletivum eingesetzt. z.ä.. Der Typ II. einige aber pf. is´c´ > wejs´c´ ‚hineingehen’ > wchodzic´.B. Verb abgeleitet sind (und nicht durch Präfigierung des Typs chodzic´) zeigt u. Der Typ is´c´ kann telisch und nicht telisch verwendet werden. is´c´ ipf. Bei ihr stimmt die Stammvariante nicht mit dem Verb jez´dzic´ überein. pomys´la! o swoich grzechach. pop!ywac´ ‚eine Zeit lang schwimmen’. wenn jemanden der Zorn ergreift). is´c´ ipf. sind. ‚Jan ging auf der Jerusalemer Straße. przenies´c´. Zu unterscheiden ist die Präfigierung zur Bildung von Aspektpartnern. zegarek nie chodzi ‚die Uhr geht nicht’.B. z.: Ia. Die präfigierten Verben der Fortbewegung verhalten sich hinsichtlich ihrer Aspektfunktionen im Prinzip wie die anderen Verben. ponosic´ ‚ergreifen’ (z. Verben zu II. idzie/chodzi o … ‚es geht um …’. ‚weg-. Letzteres ist der Fall. ponosic´ ‚eine Zeit lang herumtragen’ (Derivat von nosic´ ‚herumtragen’) gegenüber dem ipf. ponies´c. abgeleitet von pf. fortgehen’. przyjez˙dz˙ac´ ‚ankommen’.7.6. kann mit Unterschieden in der Ableitung erklärt werden. zum oben erwähnten pf. chodzic´ ‚herumgehen’ > pochodzic´ 401 . chodzic´ ipf./b. das Derivat von nosic´ ‚tragen’ ist. wp!ywac´ ‚hineinschwimmen’ usw. Aspektpartner po´js´c´ ‚gehen’ und przyjs´c´ ‚kommen’ mit sekundärem Aspektpartner przychodzic´. Aspektpartner odchodzic´ ipf. 2.’ Atelisch: Jan szed! Jerozolimska˛. vgl. eine Form wie das ipf.. dachte an seine Sünden. gehen’) und IIb. IIa. 2. das ipf.

Hier wird nur das allgemeine Prinzip der Bildung und Verwendung der Verben der Fortbewegung erläutert. die ja über Variabeln für Aspektpartner verfügen.h. sondern eine zeitliche Bedeutung. ‚Aktionsarten’ 402 Der Ausdruck ‚Aktionsart’ wurde und wird für sehr viele unterschiedliche Phänomene gebraucht. die einzelnen Formen und Bedeutungen sind den (ausführlichen) Wörterbüchern zu entnehmen. Das. die Interaktion mit modalen Funktionen in diesem Abschnitt. was in diesem Sinne als ‚Aktionsartverben’ angesehen wird. prze. insbesondere stative. dass es sich meist um modifikative Derivate ohne Aspektpartner handelt.‚eine angegebene Zeit lang’ gebildet und hat keine räumliche oder davon abgeleitete. In der Slavistik ist er verbreitet als Ausdruck für Derivate. d. Letztere werden in den Abschnitten über Diathese bzw. Infinitiven. Im Westen bezeichnet er sehr oft die Lexikalischen Aktionalen Funktionen bzw. lexikalisches Präfix mit räumlicher oder übertragener Funktion). Lexemtypen. Tempus vorgestellt. Verben ‚eine Zeit lang herumgehen’. wejs´c´ – wchodzic´ ‚hineingehen’ (Imperfektivierung durch Suppletivierung.‚eine Zeit lang’ bzw. In den letzteren erscheinen die AktionsartVerben als präfigierte Standardpartner und als periphere Aspektpartner. also nicht um ‚vollwertige’ Vokabeln. Hinsichtlich der Verwendung der Verben im Infinitiv ist zunächst zu unterscheiden zwischen modalen Kontexten (Infinitiv nach Modalauxiliaren und modalen Inhaltswörtern) und nicht modalen Kontexten (abhängige Infinitive wie in zdecydowa!em sie˛ przyjs´c´ ‚ich habe mich entschieden zu kommen’).5. Das besondere ist dabei. grammatisches Präfix mit zeitlicher Funktion). und solche. Morphologische Kombinatorik: Aspekt mit Imperativ oder mit Modalauxiliar plus Infinitiv 403 Die Bedingungen und Resultate der Kombination eines Aspekts mit einer anderen grammatischen Bedeutung der Kategorien Tempus. und iterative Situa- .6. die allgemein gelten. chodzic´ – pochodzic´ (Perfektivierung durch Präfigierung. die spezifisch sind. atelische. wird mit dem grammatischen Präfixen po. Modalität können unterteilt werden in solche. die zur lexikalischen Wortbildung gehören und in der Terminologie der Wortbildung als ‚Modifikationen’ bekannt sind. relativ unabhängig von der morphologischen Umgebung in der Wortform sind. Letztere werden hier nicht behandelt und richten sich zu großen Teilen nach den allgemeinen Gebrauchstendenzen: Telische Situationen werden danach mit pf. ist in der vorliegenden Grammatik auf das Kapitel zur Worbildung einerseits und die vorangehenden Abschnitte andererseits verteilt. 7. Zusammenfassend nochmals die Aspektpartner am Beispiel von ‚gehen’: is´c´ – po´js´c´ (Perfektivierung durch Präfigierung. Diathese.394 7. grammatisches Präfix).

Bitten (natürlich kombiniert mit prosze˛ ‚bitte’ u. Pf. Für gleichzeitige Verläufe wird der ipf. schlaft bis zum Tod. ‚Legen wir uns hier hin und ruhen uns aus. z˙eby teraz spac´ ipf. Infinitiv verwendet. Verben wiedergegeben werden.’ Die ipf. wariatko! Chcemy spac´ ipf. Aspekt stehen. epistemische. Aspekt verwendet: Otwo´rz te drzwi! ‚Öffne die Tür!’ Po!o´z˙ tu re˛ke˛! ‚Leg deine Hand hierher!’ Zostaw tego psa! ‚Lass den Hund in Ruhe!’ Po!o´z˙my sie˛ tu i odpocznijmy. Außerdem ist es wichtig. um jetzt zu schlafen. Po co sie˛ by!o rodzic´.a. Infinitiven wiedergegeben.B. voluntative Funktionen). prosze˛! ‚Öffne diese Tür bitte immer leise!’ Ohne Negation a) Temporale Relationen Für nachzeitige Ereignisse wird der pf. eine deontische modale Funktion).ä. ‚Ruhe du Irre! Wir wollen schlafen. Beim Imperativ z. zacze˛!a pisac´ ‚sie hat angefangen zu schreiben’ / przepisywac´ ‚abzuschreiben’ / otwierac´ ‚aufzumachen’ / … In modalen Kontexten gibt es Funktionsunterschiede zwischen Verben. und solchen. dass iterative Situationen durch ipf. ebenfalls auf einen gleichzeitigen episodischenVerlauf bezogen: 404 . eine bereits im Verlauf befindliche Handlung fortzusetzen. Man ruft:] – Cicho. Befehle u. die nicht imperativische modale Kontexte haben (atelische/dynamische. ob das Prädikat bzw.’ – A s´pijcie"ipf sobie. Der Aspekt 395 tionen werden mit ipf. Otwieraj te drzwi zawsze cicho. der Satz negiert ist.). s´pijcie"ipf sobie do s´mierci. ‚Ruhe du Irre! Wir wollen schlafen!’ Die temporale Regel ‚ipf. Aspekt für Gleichzeitigkeit’ gilt auch für telische (grenzbezogene) Verbalphrasen. Wünsche. Verben beziehen sich auf den zur Sprechzeit bereits bestehenden Verlauf des Schlafens (gleichzeitiger episodischer Verlauf). ist die Aufforderung. Aspekt verwendet: [Nachts schreit jemand herum. vgl. Aspekt. ‚Ach schlaft doch.7.’ Je nach Kontext und Intonation können bei den hier besprochenen Aspektverwendungen ohne Negation verschiedene Varianten von Aufforderungen vorliegen. Verben würden auf die Zeit danach bezogen: – Cicho. Als allgemeine Defaultregel gilt außerdem. Warum ist man geboren worden. die imperativische Kontexte haben (daher eine direktive illokutive Funktion bzw. wariatko! Chcemy pospac´ pf. Unabhängig von allen Kontexten gilt: Phasenverben werden nur mit ipf. die hier sonst im pf. Standard ist der pf.6.

396 7. auf die Handlung eingestellt ist. die Tür zu öffnen. Aspekt verwendet werden. ‚Ja. Verben wird die Agens-Einstellung nicht vorausgesetzt: Otwo´rz te drzwi! ‚Öffne die Tür!’ . folgende Sprechakte zum Ausdruck gebracht werden: – eine Erlaubnis.’ Mit einer Erlaubnis geht der Sprecher davon aus. wenn sie vorher eine Frage oder Bitte geäußert hat. öffne (ruhig) diese Tür. b) ‚Modale Definitheit’ 405 Die Verwendung mit imperfektivem Aspekt bei Gleichzeitigkeit wurde in der Entwicklung des Aspektgebrauchs ausgeweitet auf solche Verwendungen mit imperativischem Kontext. Der Bezug ist jedoch nicht referenziell wie beim Artikel oder temporal wie bei temporaler Definitheit. der vom Verb bezeichneten Handlung auf das Öffnen der Tür eingestellt ist oder sein könnte. während Moz˙na otworzyc´ te drzwi. die handelnde Person.B.’ Mit pf.B. die handelnde Person. eine erwogene Handlung auszuführen ‚Mach diese Tür ruhig auf!’ Höfliche Einladungen beziehen sich ebenfalls auf die Einstellung des Agens: Niech pan wchodzi. denn es wird mit dem ipf. sondern modal.’ Dabei können z. Otwieraj te drzwi. in denen das Ereignis nachzeitig zur Sprechzeit lokalisiert ist. ‚Du darfst diese Tür aufmachen. Verb auf eine gegebene Einstellung Bezug genommen. dann.’. als Feststellung über die objektive Möglichkeit verstanden wird: ‚Es ist möglich. aber eben nur wenn der Sprecher auf die Einstellung des Agens bezüglich der bezeichneten Handlung ausdrücklich Bezug nehmen will oder diese Einstellung ausdrücklich unterstellt. Diese Einstellung hat diese Person. wird als Erlaubnis verstanden: ‚Diese Tür darf geöffnet werden. wenn er jemandem etwas erlaubt: Tak. otwieraj (spokojnie) te drzwi. prosze˛! ‚Bitte kommen Sie herein!’ Ein Satz Moz˙na otwierac´ te drzwi. Verben Otwieraj te drzwi. In solchen Kontexten können die Aspekte eine Art ‚modaler Definitheit’ markieren. aber das Agens. das Öffnen der Tür. ‚Öffne diese Tür. auf eine in der Diskurswelt vorausgesetzte Einstellung und insofern liegt eine Definitheit vor. ‚Mach ruhig weiter mit dem Aufmachen dieser Tür!’ Hier ist ein Lexem mit lexikalischer Ereignis-Funktion für einen episodischen Verlauf verwendet. In solchen Sätzen kann der ipf.’ – die Ermunterung. Das geschieht z. Der Sprecher bezieht die Situation. dass das Agens.

Aspekt obligatorisch: Nie otwierajipf tych drzwi! ‚Mach die Tür (bitte) nicht auf!’ Nie kopc´cie tu. ‚Komm. Idz´ ipf! für ‚Geh!’ Wstan´pf i idz´ipf. der Sprecher bezieht die imperativische Handlung auf die Sprechzeit.a. Der Aspekt 397 Die Markierung der Einstellung des Agens durch den ipf. kann diese Verwendung leicht als unhöflich verstanden werden. vor allem in imperativischen wie Verboten. d) Verbspezifische idiomatisierte Regeln können zu festen Verwendungen führen. wird der ipf. gehen wir nach Hause. ‚Es ist an der Zeit zu gehen. dass die Bedeutung der Rückkehr prinzipiell eine Agenseinstellung impliziert).B. im Kontext von czas ‚es ist an der Zeit’. ‚Du kannst sie nehmen. c) Wird mit einer imperativischen Äußerung die Erwartung vermittelt.’ Czas umierac´´. Vgl. In solchen Fällen ist der ipf. sondern temporale Definitheit vor. 408 407 406 . hier liegt dann keine modale. ‚Steh auf und geh!’ Chodz´"ipf.7. prosze˛! ‚Qualmt hier bitte nicht!’ Diese Äußerungen können je nach Kontext u. Aspekt wird keine Einstellung vorausgesetzt. fakultativ. wird auf die Einstellung des Agens Bezug genommen. vgl. Verbs kann auch dadurch erklärt werden.6. Aspekt ist. ‚Es ist Zeit zu sterben’. Verb auch ohne Agenseinstellung (die letztere Verwendung des ipf. wie gesagt. etwas nicht zu tun.’ Patrz"ipf! und Zobacz"pf! für ‚Schau!’ Wracajmy"ipf! ‚Kehren wir zurück!’ als Aufforderung mit ipf. die festen Wendungen Chodz´"ipf! für ‚Komm!’. dass die Handlung ohne Zeitverzug eintritt. z. sein • Verbot einer Handlung. idziemy"ipf do domu. die Erlaubnis mit pf. Die entsprechenden Äußerungen können also auch mit pf. Mit Negation In den allermeisten Kontexten mit Negation. Aspekt: Moz˙esz ja˛ wzia˛c´. Verben gemacht werden. • eine Bitte.’ Mit dem pf. Aspekt verwendet: Czas is´c´. Wenn der Agens nicht auf das Ereignis oder den Verlauf eingestellt ist.

eine bereits im Verlauf befindliche Handlung zu beenden. Kanonische Satzfunktionen 410 Für die in Sätzen und Texten auftretenden Kombinationen der Gestaltfunktionen des Aspekts. ‚Vergiss nicht. Vgl. Aus synthetischer Perspektive (Welche Formen für welche Funktionen?) gilt daher: Wenn der Kontext nicht etwas Gegenläufiges anzeigt.’ (hier liegt neben der imperativischen Negation ein gleichzeitiger Verlauf vor. Aspekt erfordert).: Nie otwo´rz (przypadkiem) tych drzwi! ‚Öffne nicht (aus Versehen) diese Tür!’ Nie zapomnij kupic´ chleba. ‚Mach die Tür nicht weiter auf. ‚Du brauchst sie nicht zu überzeugen. ‚So darf man nicht denken!’ Auch in volitiven (ein Wollen ausdrückenden) Kontexten mit Negation wird der ipf. Brot zu kaufen!’ 7. Aspekt wäre die negierte imperativische Äußerung als Warnung aufzufassen. alle anderen Situationen (nichtepisodische. darunter mehrmalige Ereignisse. Verben.398 7. Der Anwendung der Grundregel mit ihren Spezifizierungen oder ihrer Aufhebung entsprechen die kanonischen und nicht kanonischen Satzfunktionen des Aspekts. ‚Ich möchte die Tür nicht aufmachen. Aspekt verwendet: Nie chce˛ otwierac´#ipf tych drzwi. sowie Verläufe und stative Situationen) mit ipf. der temporalen Definitheit sowie der Funktionen der aktionalen Häufigkeit und teilweise der Funktionen chronologischer Relationen werden vor allem bei praktisch orien- .6. Eine Warnung setzt das Fehlen der Einstellung des Agens auf den Vorgang voraus.’ Mit dem pf. noch: Nie musisz jej przekonywac´"ipf. Vgl. Die syntaktische Ebene 409 Auf der syntaktischen Ebene bilden die morphologischen Funktionen der beiden Aspekte die Grundlage für die Default-Funktionen der Aspekte. der ohnehin den ipf. dann werden episodische/ einmalige Ereignisse mit pf. sondern wieder zu.’ Nie wolno tak mo´wic´"ipf! ‚So darf man nicht sprechen!’ Nie bluz´nij"ipf! ‚Lästere nicht!’ Nie martw"ipf sie˛! ‚Mach dir keine Sorgen!’ Niech sie± pani nie boi"ipf! ‚Fürchten Sie sich nicht!’ (aber: Niech pan nie pro´buje"ipf otworzyc´"pf ! ‚Sie sollten die Tür nicht aufzumachen versuchen!’) Nie moz˙na tak mys´lec´#ipf. Diese für neutrale Kontexte geltende Grundregel wird durch Kontexte spezifiziert oder sie wird aufgehoben. Verben ausgedrückt. • eine Aufforderung.6. Verben • ein Abraten von einer erwogenen Handlung: ‚Mach die Tür lieber nicht auf!’.

8c) und iterative (9-10) Funktion des imperfektiven Aspekts: [Genowefa trifft ihren Geliebten Eli. (2) – (a) Nimm die Eimer und (b) komm mit mir an den Fluss.6. (2) – (a) Wez´ wiadra i (b) chodz´ ze mna˛ nad rzeke˛. perfektiver Aspekt: • konkret-faktische Funktion (="morphologische Funktion des pf. (8) – (a) Du bist zum Mann geworden – (b) sagte G. (5) – Co powiedza˛ robotnicy? (6) – Pomagasz mi. progressive (6. 5. 7. Der Aspekt 399 tierten Beschreibungen fünf kanonische Satzfunktionen angesetzt. ‚(1) (a) Sie stellte die Eimer auf den Boden (b) und strich sich eine Strähne aus der Stirn. wenn wir uns nicht (b) sehen? . Eine ist dem perfektiven die anderen dem imperfektiven Aspekt zugeordnet. vor. Codziennie.oder nachzeitig)’ Beispiele für kanonische Funktionen: perfektiver Aspekt: Beispiel (1. ohne (c) sich umzudrehen. 8a-b).7. gdy ty o mnie (b) mys´lisz. (9) – Czy ty (a) mys´lisz o mnie. kiedy sie˛ nie (b)widzimy? (10) – (a) Mys´le˛ wtedy. (3) – Co powie two´j ma˛z˙? (4) – Jest w pa!acu. (7) Eli (a) chwyci! wiadra i (b) ruszy! za nia˛ kamienista± dro´z˙ka˛. (7) Eli (a) nahm die Eimer und (b) ging hinter ihr auf dem steinigen Weg her. Aspekts ‚episodisches Ereignis’) imperfektiver Aspekt: • progressive Funktion: ‚episodischer Verlauf (immer synchron)’ • iterative Funktion: ‚mehrmalige nichtepisodische Ereignisse oder Verläufe’ • stative Funktion: ‚stative (nichtepisodische) Situation’ • allgemeinfaktische Funktion: ‚nichtepisodisches Ereignis oder Verlauf (ohne Indizierung der Häufigkeit. 3. (9) – (a) Denkst du an mich. (5) – Was werden die Arbeiter sagen? (6) – Dass du mir hilfst.] (1) (a) Postawi!a wiadra na ziemi i (b) odgarne±!a kosmyk z czo!a. (c) S$nisz mi sie˛. nie (c) odwracaja˛c sie˛. (3) –Was wird dein Mann sagen? (4) – Er ist im Palast. (8) – (a) Zme˛z˙nia!es´ – (b) powiedzia!a Genowefa. 2a.

‚Von meinen Fenstern kann man die Mühle sehen.: (18) Kto tam wchodzi!"ipf? ‚Wer war da hereingekommen?’ Gefragt wird nach jemandem. In der folgenden Tabelle werden die einzelnen Funktionen der kanonischen Satzfunktionen aufgeführt: perfektiv imperfektiv konkretprogressiv stativ iterativ allgemeinfaktisch faktisch zeitliche episodisch episodisch nicht nicht nicht Definitheit: episodisch episodisch episodisch Gestalt: Ereignis Verlauf unphasisch phasisch phasisch (eine Phase) (mehrere (Ereignis/ (Ereignis/ Phasen) Verlauf) Verlauf) Häufigkeit: einmal einmal Ø mehrmals Ø chronologische alle gleichzeitig alle alle vor-/ Relation: nachzeitig Die Komponenten der kanonischen Satzfunktionen Die kanonischen Funktionen haben aufgrund der Kombination mit Tempus und Genus verbi und mit entsprechenden Kontexten diverse Varianten. ‚Ich weiß. einer Variante der allgemein-faktischen Funktion. Bekannt sind insbesondere die resultative Funktion als Variante der konkret-faktischen und ihr Gegenstück. ‚Das schien allen nur so. aktionale Häufigkeit. …]’ (14) Z przedpokoju schody prowadzi!y na pie˛tro. .’ (16) – Nawet nie walczyli.400 7. Zna wasz je˛zyk. Er hat in eurer Armee gekämpft. Verben (10) – (a) Ich denke an dich. chronologische Relation. ja jestem stara. der da war und wieder weg ist (Koschmieder 1934: 76). ‚Sie haben gar nicht gekämpft.’ (13) Wszystko nas dzieli: [Ty jestes´ m!ody.’ Stative Funktion: (11) Wiem. Täglich. die Funktion des annullierten Resultats. […]’ Allgemeinfaktische Funktion: (15) – To nasz ojciec. aktionale Gestalt. ‚Das ist unser Vater.’ (12) Z moich okien widac´ m!yn. Ich (c) träume von dir. dies wird in den Abschnitten zum Tempus und zum Genus verbi angesprochen. vgl.’ Die aspektuellen Satzfunktionen setzen sich aus jeweils einer Funktion der folgenden Kategorien zusammen: zeitliche Definitheit. Walczy! w waszej armii. Er kennt eure Sprache. […] ‚Von der Diele ging die Treppe ins Obergeschoss. …] ‚Alles trennt uns: [Du bis jung.’ (17) – Wszystkim im tak sie˛ tylko wydawa!o. ich bin alt. wenn du an mich (b) denkst.

6. Vgl. Aspekt: ‚episodisches Ereignis’ ! konkret-faktische Satzfunktion ipf. ohne sich umzudrehen’. ohne dass der Aspekt geändert wird: ‚Ereignis’ ! progressive telische Satzfunktion (besonders bei transformativen Verben). Aspekt bei otwiera! drzwi im Sinne von ‚er hatte die Gewohnheit. um Gewohnheiten. d. Der Zustand bildet jeweils den stativen Rahmen für mehrmalige Ereignisse oder Verläufe. Es ist auch möglich. Dabei sei daran erinnert.h. sondern können auch in Kombination auftreten. geht. telischen Verben wird im Satz verändert. vgl. wenn es z. die vorkommen (Gewohnheit) oder vermutlich vorkommen (Rechte. Am häufigsten ist noch die Kombination von ‚stativ plus iterativ’. Neigungen). bestimmte Pflichten. Der Aspekt 401 Kontextbedingungen für die kanonischen Satzfunktionen (a) Neutraler oder spezifizierender Kontext: Die von der morphologischen Ebene ererbten Funktionen werden in den Satz übernommen und meistens variiert. Pflichten. Aspekts in der Übernahme der Lexikalischen Aktionalen Funktion des Verbs besteht. Aspekt: – telisches Verb: ‚Ereignis’ ! iterative/allgemeinfaktische Funktion. Rechte usw.’ (c) Kombination kanonischer Funktionen Die kanonischen Funktionen schließen sich gegenseitig nicht prinzipiell aus. ‚Ereignis’ ! stative Satzfunktion (besonders bei konklusiven Verben). dass die morphologische Funktion des ipf. wenngleich das eher selten vorkommt. – atelisches Verb mit der Lexikalischen Aktionalen Funktion ‚Verlauf’ ! progressive/allgemein-faktische/iterative Funktion’ (diffuses. eine progressive Funktion zu wiederholen (progressiv-iterative Funktion). – atelisches Verb mit der Lexikalischen Aktionalen Funktion ‚stative Situation’ ! ‚stative Situation’. ‚Aus dem Vorzimmer ging die Treppe ins Obergeschoss. (b) Gegenläufiger Kontext: Die von der lexikalischen und morphologischen Ebene ererbte Funktion ‚Ereignis-Gestalt’ bei ipf.B. .. telischatelisches Verb: analog). powiedzia!a Genowefa.7. nie odwracaja˛c sie˛ ‚sagte G. Die aktionale Gestalt der Lexikalischen Aktionalen Funktion bleibt in folgenden Fällen erhalten: pf. den stativ-iterativen ipf. Ten rezultat potwierdza hipotezy … ‚Dieses Resultat bestätigt die Hypothesen (ist eine Bestätigung für …) ’. Z przedpokoju schody prowadzi!y na pie˛tro. vgl. die Tür zu öffnen’. die Pflicht/das Recht usw.

stative (progressive) Funktion zapominac´ ‚vergessen’ dzie˛kowac´ ‚danken’ progressive Funktion. Aspekts: . allgemein-faktische Ereignisfunktion. Verben Zwischen Lexemtypen und Satzfunktionen bestehen verschiedene Grade der Affinität. im Unterschied zu den umgekehrten Korrelationen. (zachrapac´ ‚schnarchen’< ingressiv) kein Derivat po-/przeczytac´ ‚lesen’< pobielec´ ‚weiß(er) werden’< Affinität zwischen Lexikalischer Aktionaler Funktion und kanonischer Satzfunktionen Nichtkanonische Satzfunktionen 411 Als nicht kanonisch werden hier Satzfunktionen bezeichnet.402 7. konklusiven Verben (die häufig ‚progressionsfeindlich’ sind). sowie zwischen konklusiven ipf. allgemein-faktische progressive. transformativen Verben und der stativen Satzfunktion (wenn diese nicht zugleich mit der iterativen kombiniert ist) und der progressiven Funktion mit ipf. Richtung der formalen Ableitung: >. bei denen kanonische Satzfunktionen eines Aspekts oder relevante Komponenten daraus einem Verb des oppositiven Aspekts zugeordnet sind. seltenere Funktionen in Klammern. Satzfunktionen iterative. In der folgenden Tabelle wird versucht. Funktion czytac´ ‚(durch)lesen’ bielec´ ‚weiß(er) werden’ konklusiv zapomniec´ ‚vergessen’> podzie˛kowac´ ‚danken’< atelisch dekursiv stativ diffus popracowac´ ‚arbeiten’< delimitativ. iterative Funktion pracowac´ ‚arbeiten’ (chrapac´ ‚schnarchen’) stative Funktion znaczyc´ ‚bedeuten’ iterative. Verben außer den stativen praktisch ohne Beschränkung mit der iterativen und der allgemeinfaktischen Funktion vereinbar. Satzfunktion: konkret-faktisch zamkna˛c´ ‚schließen’> odseparowac´ ‚trennen’< ipf. <): Lexemtyp telisch transformativ pf. progressive Funktion zamykac´ ‚schließen’ separowac´ ‚trennen’ iterative. allgemeinfaktische. also zwischen ipf. allgemein-faktische Ereignisfunktion. So sind alle ipf. Verben und der progressiven Satzfunktion. Demgegenüber besteht zwischen transformativen ipf. Verben und der stativen Satzfunktion eine relativ hohe Affinität. (a) Nicht kanonische Funktionen des pf. die Affinitäten zwischen Lexikalischen Aktionalen Funktionen und Satzfunktionen darzustellen (periphere Aspektpartner bzw.

z˙e on sie± nagle obro´ci. Aspekt entspricht. Stawia ipf wiadra na ziemi i odgarnia ipf kosmyk z czo!a. Aspekts Der ipf. Aspekts geändert (exemplarische Satzfunktion: ‚exemplarisches nichtepisodisches Ereignis’).’ Eine ähnliche Bedeutung ist implizit auch im folgenden Satz enthalten. Wydawa!o sie±. nicht vollständig beschreibbaren. dass pf. on nie odpowiada#ipf/odpowie pf. also jener. ‚Was du ihm auch sagst. die dem pf. Verben Einmaligkeit denotieren. Aspekt kann auch mit der Funktion ‚episodisches Ereignis’ auftreten. Kontexten möglich. dass er sich plötzlich umdreht. Dies wurde oben im Zusammenhang mit der Ersetzbarkeit von pf. ‚Er drehte sich mehrmals um. und ipf.’ On zrozumie kaz˙da˛ twoja˛ pros´be˛.’ In den meisten Konditionalsätzen können Verben beider Aspekte stehen. Verben mit Präsensendung vor: On ci otworzy kaz˙de/takie drzwi. dazu das Beispiel: Postawi!a"pf wiadra na ziemi i odgarne±!a"pf kosmyk z czo!a.’ (b) Konkret-faktische Funktion des ipf. er anwortet nicht. Verb jedoch mit einem Satzkontext für ‚mehrmals’ mit ‚nicht episodisch’ kombiniert wird. ‚Es schien. telischen (Ereignis-) Lexemen durch ipf. ‚Wenn in eine Papiertüte ein großer Stein gelegt wird.6. ‚Sie stellte/stellt die Eimer auf die Erde und strich/streicht sich eine Strähne aus der Stirn. Vgl. falls du sie äußerst). Aspekt als kanonische Satzfunktion zugeordnet ist. ‚Er versteht jede Bitte von dir (er würde jede Bitte verstehen. also ‚einmal’ in ‚mehrmals’ geändert (summarische Satzfunktion: ‚summarisches episodisches Ereignis’): Kilkakrotnie sie˛ obro´ci!"pf. wird nur der Häufigkeits-Default des pf. zerreißt sie.’ Wenn ein pf. Alle Kombinationen mit pf.’ Die Kombination der konkret-faktischen mit der Funktion ‚Fähigkeit/Können’ (also einer stativen Funktion) kommt bei pf. Aspekts. ebenfalls mit analoger freier Aspektkombination: Cokolwiek mu mo´wisz#ipf /powiesz pf. die der Funktion ‚iterativ’ des ipf. ‚Er kann dir jede/so eine Tür öffnen. Aspekt sind in folgenden Beispielen möglich: Jes´li wk!ada#ipf/w!oz˙y"pf sie˛ do papierowej torby duz˙y kamien´. entgegen der Default-Implikation. im historischen Präsens erwähnt.’ .7. Der Aspekt 403 Es ist möglich. Wenn dabei die temporale Definitheit bestehen bleibt. die dem perfektiven Aspekt zugeordnete Satzfunktion mit der Funktion ‚mehrmals’ zu kombinieren. Dies ist nur in spezifischen. dann wird auch der Default ‚episodisch’ des pf. torba rozrywa#pf/rozerwie#pf sie˛.

Die TempusAffixe bilden Paradigmen.1. so dass bei neutralem Kontext die Lexikalische Aktionale Funktion auftritt. Partner. Aspekt Standard. Verben auch in anderen Textumgebungen vorstellen. etwa in Bühnenanweisungen oder Direktreportagen. Bei telischen Lexemen ist es die Funktion ‚Ereignis’. 7. Polnische Muttersprachler geben für einen Kontext häufig beide Aspektmöglichkeiten an. dass im Präsens die Aspekt-Opposition aufgehoben ist. ‚Futur’ mit ihren einzelnen. im Prädikat zunächst durch bestimmte Kombinationen grammatischer Affixe. Man kann sich den vorgenannten Beispielsatz mit den ipf. b) der zeitliche Lokalisator – das. Verb verwendet wird. dann kann als generelle Präferenzregel für die Aspektverwendung – gerade auch für Deutschsprachige – Folgendes gelten: Wenn nicht wegen einer bestimmten Satz. Diese Beziehung wird auf der syntaktischen und textuellen Ebene noch verstärkt. Aspekt für Lexeme in Präsensfunktion) oder sind sie unbekannt. Gibt es nicht bestimmte Gründe für die Aspektsetzung (z. Bereits auf der morphologischen Ebene steht es jedoch in so enger Verbindung zu Aspekt und Genus verbi. bei Tempora und Aspekten sind es von einem Verb ausgedrückte aktionale Situationen. Verläufe und stative Situationen: ‚Aktionale Situation VOR / GLEICHZEITIG ZU / NACH xyz’). was zeitlich lokalisiert wird. Diese Lexeme weisen bei neutralem episodischem Kontext konkret-faktische Satzfunktion (‚episodisches Ereignis’) auf. Partner. in Bezug worauf die aktionale Situation zeitlich lokalisiert wird.B. bei nicht telischer Funktion den ipf.oder Textfunktion ein bestimmter Aspekt gebraucht werden muss. 7. die nicht selten auch im Widerspruch zueinander stehen. Die Frage. ob für eine bestimmte Redeabsicht ein pf. Hier ist es ebenfalls notwendig. im Präsens ist der ipf. dass morphologische Tempus-Paradigmen hier am besten in Kombination mit diesen beiden anderen Kategorien dargestellt werden. also Ereignisse.7. Verben Dieser Effekt der Aspektsynonymie beruht darauf. Tempusfunktionen in der Kombination mit den Aspekten und den Genera verbi zu beschreiben. hängt von vielen Faktoren ab. dann wähle bei telischer Funktion im Satz den pf. der ipf. Für die Beschreibung von zeitlichen Lokalisierungen sind mindestens drei Parameter notwendig: a) die lokalisierte Situation – das. umgebungsbedingten Funktionen zugeordnet werden. bei Tempora und Aspekten sind es . oder ein ipf.7. denen jeweils grammatische Bedeutungen wie ‚Präsens’. Das Tempus 412 Das Tempus (czas) ist eine flexivische Kategorie und insofern unabhängig von der lexikalischen Bedeutung des Verbs. Zeitliche Lokalisierung 413 Zeitliche Lokalisierungen werden durch viele verschiedene Faktoren im Text vermittelt.404 7.

Lokalisierungskonfigurationen haben in der Regel eine dominante zeitliche Lokalisierung (die dann auch für die Benennung der zeitlichen Funktion herangezogen wird). jeweils mit einer exemplarischen Flexionsendung für Person. Gleichzeitigkeit und Nachzeitigkeit: ‚Aktionale Situation VOR / GLEICHZEITIG ZU / NACH xyz’ Jede dem Text zu entnehmende zeitliche Lokalisierung enthält also eine lokalisierte Situation. einen zeitlichen Lokalisator und eine chronologische Relation. • das ‚psychische Jetzt’ (das ‚Jetzt’ in der Diskurswelt. die ‚Betrachtzeit’). Das Tempus 405 • die Sprechzeit (der Sprechzeitintervall. Eine TempusBedeutung ist hier diejenige allgemeine Bedeutung. hier sprechen wir von subjektiver Lokalisierung: ‚Aktionale Situation VOR / GLEICHZEITIG ZU / NACH psychischem Jetzt’. die gröbsten Unterscheidungen sind hier: Vorzeitigkeit. hier sprechen wir von deiktischer zeitlicher Lokalisierung: ‚Aktionale Situation VOR / GLEICHZEITIG ZU / NACH Sprechzeit’.7. der Redemoment). Genus. Tempus-Morphologie Tempora erscheinen immer mit einem bestimmten Aspekt und Genus Verbi und stehen funktional in enger Wechselbeziehung zu ihnen. Numerus.2. 414 . dann sprechen wird von taxischer Lokalisierung: ‚Aktionale Situation VOR / GLEICHZEITIG ZU / NACH anderer aktionaler Situation’. die zwischen dem lokalisierenden Zeitintervall und dem lokalisierten Zeitintervall besteht.7. • eine andere aktionale Situation.7. c) die chronologische Relation: die Art der Relation. wenn man sich in die erzählte Welt hineinversetzt. Die Tempusparadigmen markieren zugleich den Indikativ. das besonders beim Erzählen relevant ist. 7. die jedes Affix eines TempusParadigmas in Kombination mit einem bestimmten Aspekt und einem bestimmten Genus verbi hat. In den Tempus-Paradigmen werden die Funktionen der Verbformen daher jeweils in Kombination mit einem Aspekt und mit Aktiv oder Passiv dargestellt. Die grammatische Kategorie Tempus ist die Menge der einzelnen Tempora. Es liegen dann Konfigurationen zeitlicher Lokalisierungen vor. Bei Tempora sind an der zeitlichen Einordnung einer aktionalen Situation mehrere Lokalisatoren zugleich mit einer entsprechenden chronologischen Relation beteiligt.

Verben Tempus-Paradigmen im Aktiv Präsens-Paradigma (synthetisch: X (z)buduje) Präteritum-Paradigma (synthetisch: X (z)budowa!) Futur-Paradigma (analytisch: be˛dzie budowa!/budowac´) Tempus-Paradigmen im Passiv (analytisch) byc´-Paradigma byc´ + pf. pf. ‚Nach Ausbruch der Revolution wird der Präsident abgesetzt und das Parlament aufgelöst. und pf. Futur Globalpräteritum. pf. Tempus-Paradigmen Teilparadigmen der Tempora im Passiv Die 3. Die Übersetzung gibt bei einigen Formen nur eine der möglichen Funktionen wieder. Partizip Passiv (X zosta! zbudowany) bywac´-Paradigma (selten) bywac´ + ipf. Numeri und gegebenenfalls Personen und Genera. Person Singular (maskulin) steht für das Paradigma mit allen Personen. ipf.’ 2.’ . Partizip Passiv (X bywa budowany) sie˛-Paradigma: sie˛ + finites ipf. ausführlich zu den Funktionen weiter unten: zostac´-Paradigma (nur pf. Partizip Passiv (X jest (z)budowany) zostac´-Paradigma zosta(wa)c´ + pf. ‚Die Villa wurde gebaut. und pf. Teilparadigma zosta! + Partizip Passiv: Willa zosta!a zbudowana. Verb (selten) (X sie± buduje) Tempora Präsens. Futur. ipf. ipf.): 1. Teilparadigma zostanie + Partizip Passiv: Willa zostanie zbudowana. narratives Präteritum Präsens. Futur Globalpräteritum Futur Aspekte ipf. Präteritum. Präsens Präsens. ipf.406 7. Präsens. ‚Die Villa wird gebaut werden.’ 3. Globalpräteritum. Teilparadigma zostaje + Partizip Passiv Po wybuchu rewolucji prezydent zostaje odsunie±ty od w!adzy a parlament rozwia±zany.

Teilparadigma. z. bei czytam die präsentische Funktion der Präsens-Endung in der Umgebung des ipf. ‚An der Villa wurde drei Jahre lang gebaut. Die Tempora und ihre grammatischen Bedeutungen Grammatische Tempusbedeutungen beinhalten prinzipiell eine Relation zur Sprechzeit. Teilparadigma.h. jest + Partizip Passiv: Willa jest budowana od trzech lat. d. be˛dzie + Partizip Passiv: Willa be±dzie budowana przez trzy lata. Die Funktionen eines Tempus bilden eine komplexe Struktur.’ Das sie˛-Paradigma entspricht den Tempus-Paradigmen im Aktiv mit ipf. in den Hintergrund tritt oder ganz irrelevant ist.7. im Unterschied zu przeczytam mit Präsensendung und futurischer Funktion. ‚Die Villa wurde vor drei Jahren gebaut.’ 2. bei narrativer Lokalisierung einer Textpassage. von der hier 415 . ‚Die Villa ist schon gebaut. ‚An der Villa wird seit drei Jahren gebaut. bywa + Partizip Passiv: Wille bywaja˛ budowane.’ bywac´-Paradigma (nur ipf. Aspekts ohne weiteren verändernden Kontext. by! + Partizip Passiv: Willa by!a budowana przez trzy lata. Genaueres dazu unten. ‚Villen wurden gebaut. ‚An der Villa wird man drei Jahre lang bauen. Diese sind meist sehr abstrakte Konstrukte. Teilparadigma. byc´-Paradigma: 1. Das Tempus 407 pf.): 1.B. Teilparadigma.’ ipf.und Textkontext zu beschreiben. Das System der Funktionen mit der zentralen Opposition zwischen dominanten deiktischen und narrativen Tempusfunktionen ist im Satz. Verben. by! + Partizip Passiv: Willa by!a zbudowana trzy lata temu.’ 3.7.’ 3. byc´-Paradigma: 1.’ 2. ‚Villen werden gebaut. dem dann in der jeweiligen morphologischen und kontextuellen Umgebung bestimmte Funktionsvarianten entsprechen. bei denen der deiktische Bezug nicht dominant ist. Teilparadigma. jest + Partizip Passiv: Willa jest juz˙ zbudowana. Teilparadigma. ‚Die Villa wird gebaut werden. Sie selbst und ihre Varianten lassen sich auf zwei große Gruppen aufteilen: Tempusfunktionen mit Dominanz der deiktischen Lokalisierung (des Bezugs zur Sprechzeit) und solche.’ 2. jedoch nicht nur. bywa! + Partizip Passiv: Wille bywa!y budowane. Teilparadigma. be˛dzie + Partizip Passiv: Willa be±dzie zbudowana. Auf der morphologischen Ebene können nur grammatische Bedeutungen angesetzt werden. Letzteres gilt immer. am ehesten charakterisierbar als ‚grammatisches Funktionspotenzial’. Teilparadigma.

bereits auf der morphologischen Ebene. Die Tempora im Passiv (in Klammern gesetzte Formtypen sind selten) Präsens (ipf. Formtyp buduje. oder pf. bestehend aus grammatischen Tempusbedeutungen mit den entsprechenden Formparadigmen. Die einzelnen Funktionsvarianten werden relativ ausführlich im Abschnitt über die Tempora im Kontext dargestellt. In den folgenden beiden Tabellen sind die Tempora des Polnischen mit WortformBeispielen aufgeführt. Verben nur die Unterscheidung in zentrale und alternative.408 7. Aspekt und Präsens-Paradigma ! Futur-Bedeutung bestehen als Default-Funktionen unabhängig von Kontexten. Futur (synthetisches pf. Die Aspekt-Tempus-Kombinationen: ipf. mehr oder weniger periphere.h. pf. es sind daher grammatische Bedeutungen. budowa! zbudowa! Präsens buduje Futur be˛dzie budowa! zbuduje Die Tempora im Aktiv ipf. Global-Präteritum by! budowany Präsens jest (bywa) budowany (buduje sie˛) zostaje zbudowany Präsens-Perfekt jest zbudowany Futur be±dzie budowany (be˛dzie sie˛ budowa!/budowac´) zostanie zbudowany be±dzie zbudowany pf. zosta! zbudowany Präteritum-Plusquamperfekt by! (bywa!) zbudowany (budowa! sie˛) pf. also die Form-Funktions-Kategorien. der ipf. Funktionen abgebildet wird. Aspekt verwendet.): Die vom Verb bezeichnete aktionale Situation ist zeitlich gleichzeitig zur Sprechzeit lokalisiert (im Sinne einer zumindest partiellen Überschneidung). Für das Präsens. Denn die Kombination desselben Endungs- . unabhängig von der aktionalen Funktion des Prädikats. wird. während zur Charakterisierung der grammatischen Tempusbedeutungen im vorliegenden Abschnitt nur Verallgemeinerungen zentraler Funktionen angegeben werden. Global-Präteritum ipf. Aspekt und Präsens-Paradigma ! Präsens-Bedeutung pf. d. wobei ein Kriterium für die zentrale Stellung einer Funktion ihr Unterscheidungswert gegenüber anderen Tempora ist. oder analytisches ipf. Futur): Die vom Verb bezeichnete aktionale Situation ist zeitlich nach der Sprechzeit lokalisiert.

narrativ) lokalisiert.7. (‚Aktionale Situation VOR / GLEICHZEITIG ZU / NACH Sprechzeit’). vorerwähnten. (1) – (a) Wez´ wiadra i (b) chodz´ ze mna˛ nad rzeke˛.. […] (4) – Zme˛z˙nia!es´. aktionalen Situation und ist per Default vor der Sprechzeit lokalisiert. Passiv): Die vom Verb bezeichnete aktionale Situation ist zeitlich bezüglich der Sprechsituation (d. der Zeit einer vergegenwärtigenden Vorstellung. Im pf. mit peripheren Ausnahmen (alternativen Funktionen). Passiv gibt es zwei zusätzliche analytische Tempora. Deiktische Tempusfunktionen Bei Verbformen mit deiktischen Tempusfunktionen ist die Lokalisierung in Bezug auf die Sprechzeit dominant. Das Tempus 409 Paradigmas mit dem pf. relativer und narrativer Lokalisierung. die sich in der zeitlichen Lokalisierung unterscheiden: Präsens-Perfekt (pf. nicht dominant. s. Die Tempora im Kontext Die Tempusfunktionen sind grammatische Verfahren der zeitlichen Lokalisierung von aktionalen Situationen.3. Sie stehen in Opposition zu den deiktischen Funktionen. vorzeitig (Plusquamperfekt).): Die vom Verb bezeichnete aktionale Situation ist zeitlich vor der Sprechzeit lokalisiert.. Aspekt ergibt.. die beiden letztgenannten sind die zentralen taxischen Funktionen.7. d.u. Lokalisierung die dominante ist.h. und zwar je nach Kontext vor der Sprechzeit (Perfekt) oder gleichzeitig zur Sprechzeit (Präsens). die auf die Sprechzeit bezogene. dass die deiktische.h. für sie ist die dominante Lokalisierung die taxische: ‚Aktionale Situation VOR / GLEICHZEITIG ZU / NACH anderer aktionaler Situation’. ein Futur. Im Weiteren bedeutet ein Ausdruck wie ‚deiktisches Tempus / deiktisches Präteritum / deiktische Tempusfunktion’. oder ipf. Wir unterscheiden hier die Funktionen mit dominanter deiktischer. 417 416 . Dieses Tempus entspricht den deutschen Tempora Perfekt. (2) – Co powie two´j ma˛z˙? (3) – Jest w pa!acu. deiktisch) lokalisiert.7. Präteritum-Plusquamperfekt (pf. zeitlich bezüglich einer anderen. Präteritum und Plusquamperfekt. und zwar je nach Kontext gleichzeitig (narratives Präteritum) bzw. 7. Passiv): Die vom Verb bezeichnete aktionale Situation ist zeitlich dominant bezüglich dem ‚psychischen Jetzt’ (der Verarbeitungszeit. bei denen die deiktische Lokalisierung dominant ist: ‚Aktionale Situation VOR / GLEICHZEITIG ZU / NACH Sprechzeit’. Außerdem ist es. Vgl. Global-Präteritum (pf.

und dem analytischen ipf. gdy ty o mnie (b) mys´lisz. wenn du an mich denkst. Sie ist die Variante der allgemeinfaktischen Funktion im Futur. Ich träume von dir. man will eine bestimmte modale Funktion zum Ausdruck bringen. […] (4) – Du bist zum Mann geworden. Verben verwendet: Nieraz be˛dzie otwiera! te drzwi. ‚(1) – (a) Nimm die Eimer und (b) komm mit mir an den Fluss. Das insgesamt gesehen seltene ipf. wenn keine iterative. Aspekt mit konkret-faktischer und summarischer Funktion). Verben (5) – Czy ty (a) mys´lisz o mnie. 5. (5) – Denkst du an mich. Futur Hinsichtlich der Wahl zwischen dem synthetischen pf.410 7. (2) – Was wird dein Mann sagen? (3) – Er ist im Palast.’ b) Für iterative Situationen werden ipf. während für den Rest die im Aspekt-Abschnitt genannten aspektuellen Satzfunktionen gelten (ipf.’ Die von den Verben bezeichneten Situationen sind alle in Bezug auf die Sprechzeit lokalisiert: nach der Sprechzeit in (2). Verben verwendet. Typ zbuduje˛. progressive oder stative Satzfunktion vorliegt. davor in (4). Aspekt für iterative. ‚Er wird die Tür mehrfach öffnen. (Auch die Situationen der Imperative in (1) lokalisieren übrigens die Handlung bezüglich der Sprechzeit. Futur.’ Czy be˛dziesz spac´? ‚Wirst du schlafen?’ Pogrzeb be˛dzie kosztowa! dwa tysia˛ce. Als generelle Regel zum Futur kann gesagt werden. der pf. Für Prädikate mit futurischer Funktion gilt als allgemeine Default-Regel: a) Mit nicht telischen (nicht grenzerreichenden). pf. Typ be˛de˛ budowa!. gibt es besondere Regeln für allgemeinfaktische telische Prädikate. Futur wird also hierfür und für nicht telische Prädikate verwendet. sondern die pragmatische Funktion dominant. (c) S$nisz mi sie˛. aber hier ist nicht die zeitliche Lokalisierung. Futur. es sei denn. stative Situationen.) Pf.’ c) Mit telischen (grenzerreichenden) Prädikaten für einmalige Ereignisse werden pf. und ipf. gleichzeitig zur Sprechzeit in (3. nicht iterativen Prädikaten (für stative Situationen und Verläufe) werden ipf. kiedy sie˛ nie (b) widzimy? (6) – (a) Mys´le˛ wtedy. dass für telische Prädikate. ‚Die Beerdigung wird zweitausend kosten. ‚Ich werde warten. Be˛de˛ czeka!. Verben verwendet: . progressive. Täglich. Codziennie. 6). wenn wir uns nicht sehen? (6) – Ich denke an dich. Aspekt genommen wird.

‚Ich werde ein Haus bauen. ‚Ich werde diese Tür wohl (irgendwann mal) öffnen. der zweite Teil profiliert. ‚Ich gehe raus. bzw.’ gibt der Sprecher zu erkennen. Der Vorzukunft entspricht im Polnischen das pf. Futur solcher Verben eine entsprechende Unsicherheit markiert wird: Be˛de˛ otwierac´ te drzwi. ‚Ich heirate Ula.’ Zaraz wro´ce˛. ‚Ich komme gleich zurück. die Sprechereinstellung.7. Teils der Beschreibung.’ [– Pojdziemy do domu. ‚Ich werde diese Tür öffnen. ‚[– Gehen wir nach Hause. Verb in Otworze˛ te drzwi. zabiore˛ cie˛ do nas. d. Das Tempus 411 Ja wyjde˛. stative Funktion für Ereignisse verwendet werden. tato. Versprechen.’ Zur Opposition zwischen dem pf. Jak wyzdrowiejesz. Verb auch mit telischen Prädikaten ohne iterative. der zeitlichen Definitheit. Beim ipf. da die Vorzeitigkeit zur zweiten Situation (zabiore˛) nicht im Rahmen einer narrativen Lokalisierung (s.7. die implizite Lokalisierung ‚Aktionale Situation VOR anderer aktionaler Situation’ ist untergeordnet. Futurs. Wenn du gesund geworden bist. Futur und dem ipf. Präsens mit vorfuturischer Funktion (im Deutschen das Perfekt): A teraz s´pij.’ Kupie˛ kontrabas. zeitlich definit darstellt. u.h.’ Zbuduje˛ dom. nehm ich dich zu uns. dann schätzt er es auch hinsichtlich der Realität des Eintreffens als ‚definitiv’ ein’ wird anstelle des 1. Prophezeiung usw. die aus der Sicht des Sprechers nicht mit Sicherheit eintreten werden. zeitlich indefinit darstellt. . ohne Einschränkung gilt.’ Zabija˛ nas wszystkich.h. die Sicherheit über das Eintreffen des Ereignisses. ‚Ich werde einen Kontrabass kaufen.) besteht. dass die Illokution (hier: Ankündigung. während mit dem ipf. Futur mit allgemeinfaktischer. nie po´jde˛. modaler Funktion: Mit dem pf. d. ich gehe nicht. Insofern kann ein ipf. Drohung. Futur kann der entsprechende negative Schluss einer nicht mit Sicherheit in der Zukunft gegebenen Situation gezogen werden: ‚Wenn der Sprecher das Ereignis als nicht episodisch. ipf. ‚Sie werden uns alle töten.’ Diese Sprechereinstellungen sind Ableger der zeitlichen Definitheit des pf. progressive.] – Nie. Dominant ist die explizit durch Aspekt und Tempus markierte deiktische Lokalisierung ‚Aktionale Situation NACH Sprechzeit’ (futurisch).’ Diese Funktion der vorzeitigen Verbform (wyzdrowiejesz) ist auch deiktisch.] – Nein. ‚Jetzt schlaf aber.’ Wychodze˛ za Ule±. dann schätzt er es auch hinsichtlich der Realität des Eintreffens als nicht ‚definitiv’ ein’. Papa. In der Inferenz ‚Wenn der Sprecher das Ereignis als episodisch.) unvermindert.

Vgl. Gefühle oder Erfahrungen. z. also der syntaktischen Unterordnung unter Sprechakt-Verben. mit dem ein bestimmter Satzinhalt explizit oder implizit verbunden ist (powiedzia!. Verben Relative Tempusfunktionen 418 liegen vor. Ona powiedzia!a cos´. sie sei schon gekommen. ein Sprech. Denkakt o. ob die Situationen im Präsens oder im Präteritum dargestellt werden. also dann. Solche Akte werden bezeichnet mit Hilfe von Sprechaktverben. mys´le˛). Bei Direktreportagen wird der Hörer ebenso in die berichtete Welt versetzt wie im historischen Präsens.“’ Maria powiedzia!a. ‚Maria hat gesagt. Dies ist unabhängig davon. z˙e Jan nie przyjdzie.’ Narrative Tempusfunktionen 419 Von den relativen Tempusfunktionen sind zu unterscheiden die narrativen. wenn ein Sprecher über Vergangenheit im Präsens berichtet. Die für die relative Chronologie verwendeten grammatischen Formen sind deutlich einfacher als im Deutschen. Eli (a) chwyci! wiadra i ruszy! za nia˛ kamienista± dro´z˙ka˛. wobei der zeitliche Lokalisator ein propositionaler Akt ist. nie odwracaja˛c sie˛. wie in der entsprechenden direkten Rede.oder Denkakt. ‚Maria hat gesagt.’ Maria powiedzia!a. Während bei relativer Lokalisierung an die Stelle der Sprechzeit als dominanter Lokalisator ein Sprech-. wenn der Hörer oder Leser sich mit seiner Vorstellung zeitlich ‚gleichauf’ mit der dargestellten Situation. z˙e Jan nie przyjez˙dz˙a. ‚Maria hat gesagt.412 7. quasi in der dargestellten Welt befindet. die Zeit. z˙e Jan nie przyjecha!. in (Genowefa) postawi!a wiadra na ziemi i odgarne±!a kosmyk z czo!a. in der der Leser oder Hörer die erzählte Situation liest oder hört und verarbeitet.ä. Der Leser rezipiert . Verben für Gedanken.B. tritt bei der narrativen Lokalisierung an die Stelle der Sprechzeit als dominanter Lokalisator das ‚psychische Jetzt’. Narrative Tempusfunktionen liegen immer dann vor. der Konjunktiv verwendet werden soll: Er sagte.h.’ Maria powiedzia!a. dass Jan nicht gekommen sei. Im Polnischen werden in der indirekten Rede dieselben AspektTempusformen verwendet. wenn die aktionale Situation in Bezug auf eine andere aktionale Situation lokalisiert wird. tritt. das in der Regel die Form eines untergeordneten Nebensatzes oder Infinitivs hat. wo bei der indirekten Rede. dass Jan nicht komme (="kommen werde). dass Jan nicht zu kommen pflege. d.“ ‚Maria hat gesagt: „Jan kommt nicht/ist nicht gekommen/pflegt nicht zu kommen. Diese besitzen ein propositionales Argument. Diese Art der taxischen Lokalisierung bezeichnen wir als ‚relativ’ (‚Aktionale Situation VOR / GLEICHZEITIG ZU / NACH propositionalem Akt’). Romane benutzen demgegenüber als erzählendes Tempus normalerweise das Präteritum. zu Maria powiedzia!a: „Jan nie przyjdzie/przyjecha!/przyjez˙dz˙a.

Im narrativen Präteritum ist die Funktion ‚vorzeitig zur Sprechzeit’ nicht dominant (auch z.B. den Sinn (und den Wahrheitswert) völlig ändern. Science Fiction oder utopische Romane werden im narrativen Präteritum erzählt). Dabei ist das Präteritum durch das ipf. als sehe man sie. Demgegenüber fällt beim deiktischen Präteritum die subjektive und die deiktische Lokalisierung zusammen. dominant ist die Lokalisierung ‚gleichzeitig zum psychischen Jetzt’. . sie wird in der Vorstellung so reproduziert. Eli chwyta wiadra i rusza za nia˛ kamienista± dro´z˙ka˛. Eli chwyta wiadra i rusza za nia˛ kamienista± dro´z˙ka˛. wenn das Präteritum deiktisch. Nicht möglich ist eine solche Tempusersetzung.). fast immer ipf. Direktreportage/Mauer-schau.7. Der Grund dafür ist. Inhaltsangabe von Erzählungen. kann man sich klar machen. ganz anders als bei der Umwandlung des narrativen Präteriums in ein historisches Präsens. Mit einer kleinen Änderung des verbalen ‚Vorzeichens’ (postawi!a) kann der Rest des Ausschnittes auch als historisches Präsens gelesen werden: (Genowefa) postawi!a wiadra na ziemi i odgarnia kosmyk z czo!a. dass bei den narrativen Tempusfunktionen des Präteritum und Präsens die aktionale Situation subjektiv gleichzeitig lokalisiert wird. Szenisches Präsens u. nehme sie direkt wahr. wenn man den Inhalt von Erzählungen als Direktreportage liest (im Theater entspricht dem die sogenannte Mauerschau). ins Präsens gesetzt.a. Vorläufige Zusammenfassung zu den narrativen Tempusfunktionen: Narratives Präsens (Varianten: historisches Präsens.7. also relativ zur Sprechzeit lokalisiert ist (deutsch: Perfekt). dann würde das. Ona mo´wi cos´. Dass dies so ist. Aspekt: Dominante Lokalisierung: ‚Aktionale Situation GLEICHZEITIG ZU psychischem Jetzt’ Untergeordnete Lokalisierung bei historischem Präsens: ‚Aktionale Situation VOR Sprechzeit’. als ob der Erzähler ‚jetzt’ über etwas Gegenwärtiges spricht und stellt sich das Erzählte so vor. nie odwracaja˛c sie˛. bei Direktreportage: ‚Aktionale Situation GLEICHZEITIG ZU Sprechzeit’. das Präteritum hat hier die Funktion ‚vorzeitig (zur Sprechzeit und zum psychischen Jetzt)’. Das Tempus 413 die Textpassage so. Präsens zu ersetzen: (Genowefa) stawia wiadra na ziemi i odgarnia kosmyk z czo!a. Ona mo´wi cos´. nie odwracaja˛c sie˛. Würde – Zme˛z˙nia!es´. als erlebe er es direkt.

‚Genowefa (a) wusch die weiße Wäsche im Czarna(fluss). sie beruht auf Inferenzen.h. Sie ist implizit. Vor Kälte (b) wurden ihre Hände starr. als aufeinanderfolgende Vorgänge verstanden.414 7. ob der nächste Vorgang ein Verlauf ist wie in den Beispielsätzen oben oder ein Ereignis wie mit podnios!a"pf": Genowefa (a) pra!a"ipf bia!a˛ bielizne˛ w Czarnej. Das Ergebnis ist. Handelt es sich um ein Ereignis. Z zimna (b) dre˛twia!yipf jej re˛ce. wo sie die temporale Dynamik der Erzählung trägt. die dominante Lokalisierung ‚gleichzeitig zum psychischen Jetzt’ erlaubt auch die Erklärung für eine spezifische Art der taxischen Funktion.’ Die aktionale Chronologie ist eine zeitliche Lokalisierung. Beim narrativen Präsens ist diese Chronologie kommunikativ weniger relevant. Sie (c) hielt sie hoch zur Sonne. Sie (c) erhob sie hoch zur Sonne. aufgefasst wird. so ist er in der Vorstellung noch nicht abgeschlossen.: Genowefa (a) pra!a"ipf bia!a˛ bielizne˛ w Czarnej.h. Der Rezipient stellt sich jeweils beim Lesen des Elementarsatzes die vom Prädikat dargestellte Situation vor. dann beginnt er nach dem Abschluss des vorher vorgestellten Vorgangs. und wenn der nächste Vorgang ebenfalls ein Ereignis ist. die ‚aktionale Chronologie’. Die aktionale Chronologie des narrativen Präteritums tritt in . Eli (a) chwyci!"pf wiadra i ruszy!"pf za nia˛ kamienista± dro´z˙ka˛. Aspekt: Dominante Lokalisierung: ‚Aktionale Situation GLEICHZEITIG ZU psychischem Jetzt’ Untergeordnete Lokalisierung (Default): ‚Aktionale Situation VOR Sprechzeit’. also in aller Regel auf unbewussten Schlüssen. die zusätzlich zu den Lokalisierungen des narrativen Präteritum besteht (d. wenn der nächste Verlauf in die Vorstellung eintritt. werden als Sequenz. d. (c) Podnosi!a"ipf je wysoko do s!on´ca.h. Z zimna (b) dre˛twia!y"ipf jej re˛ce. dass der nächste Vorgang als gleichzeitig. die beim narrativen Präteritum aus den Aspektbedeutungen und beim narrativen Präsens aus den Lexikalischen Aktionalen Funktionen gezogen werden. Aktionale Chronologie 420 Die narrative. pf. so ist der vorgestellte Vorgang abgeschlossen.’ Durch den Aspekt kann unterschieden werden. oder ipf. d. Verben Narratives Präteritum. Ist der vorgestellte Vorgang ein Verlauf. Die Situationen in den Sätzen (Genowefa) postawi!a"pf wiadra na ziemi i odgarne±!a"pf kosmyk z czo!a. zur dominanten Lokalisierung bezüglich des psychischen Jetzt und zur nicht dominanten bezüglich der Sprechzeit). als beim narrativen Präteritum. Vgl. (c) Podnios!a"pf je wysoko do s!on´ca. als zeitlich parallel. Es entsteht die Vorstellung einer Abfolge von Situationen. Vor Kälte (b) wurden ihre Hände starr. ‚Genowefa (a) wusch die weiße Wäsche im Czarna(fluss).

Entscheidend für die zeitliche Lokalisierung vermittels der aktionalen Chronologie sind also die aktionalen Gestalten ‚Ereignis’ und ‚Verlauf’ des Prädikats. als sie den nicht episodischen Hintergrund für episodische Ereignisse und Verläufe bilden können. ‚Sie blieben eine Weile stehen. • der Parallelismus: ipf. Andere narrative Tempusfunktionen Das Rückgrat der narrativen Lokalisierung einer Textpassage ist die aktionale Chronologie mit der Lokalisierung ‚Aktionale Situation GLEICHZEITIG ZU psychischem Jetzt’. Die aktionale Chronologie ist auch in den narrativen Verwendungen futurischer Tempora theoretisch denkbar. die dem Text trotz der Konfiguration ipf. Beispiele oben): • die Sequenz: pf. pf. nur mit der Lexikalischen Aktionalen Funktion von Verblexemen zum Ausdruck gebracht werden.7. Verb + pf. im folgenden Beispiel eine Sequenz. Das Tempus 415 drei aspektuellen Konstellationen auf. entspringen. • die Inzidenz. und pf.7. weil sie nicht nur mit einer Hauptfunktion des Aspekts – seiner aktionalen Komponente – sondern auch ohne den Aspekt. Eli (b) podnio´s !"pf wiadra i ruszyli dalej.’ Die aktionalen Chronologie-Defaults können von verschiedenen Faktoren außer Kraft gesetzt werden. Verb. Daneben gibt es auch ungleichzeitige Relationen: 421 . Verb (d. Die mit dem Aspekt ausgedrückte aktionale Chronologie ist das Grundmuster in narrativen Passagen. d. Die stative Gestalt spielt hierbei keine Rolle. szenischen) Präsens auftreten. Die nicht episodischen Situationen sind aber für die zeitliche Struktur eines Textes insofern nicht irrelevant. kommt aber dort praktisch nicht vor.Verb + pf. Die Regeln der aktionalen Chronologie sind Defaults. weil die aktionale Chronologie nur bei episodischen Situationen auftritt und stative Situationen per definitionem nicht episodisch sind. durch nicht sprachliche Faktoren. Verb + ipf. vor allem durch die natürliche Chronologie. historischen. die in einer Erzählung miteinander kombiniert werden können (vgl. Eli hob die Eimer an und sie gingen weiter. Dies wird deutlich daran. denn die Aspektkombinationen haben keineswegs immer die angegebenen Funktionen.h. Verb.h. Verb + ipf. entnommen wird: Na chwile˛ (a) zatrzymywali sie˛"ipf. dass die zeitlichen Lokalisierungseffekte auch im narrativen (reportierenden. vgl. Verb oder ipf.: Eintritt vor episodischem Hintergrund) Die Konstellationen bezeichnen wir als ‚aktionale Chronologie’. Aspekt die Lexikalische Aktionale Funktion des Verbs per Default unverändert lässt. weil der ipf. die dem enzyklopädischen Wissen über chronologische Zusammenhänge wie Ursache–Wirkung usw.

tam gdzie zawsze sta!y wiadra z woda˛. narrativ mit dem präteritalen Paradigma von byc´. Vorgangs. die Tür ist/war geschlossen – die Tür ist/war geschlossen worden. dass alle Häuser zerstört worden waren. z˙e wszystkie domy zosta!y zniszczone.416 7. wo immer Eimer mit Wasser standen.und Zustandsfunktion werden im Polnischen wie gesagt kontextuell unterschieden. deiktisch mit dem Präsens-Paradigma von byc´. Wenn der Kontext ein narrativpräteritaler ist. ‚Nach der Rückkehr stellten wir fest. Verben (a) ‚Aktionale Situation VOR psychischem Jetzt’. wo sie den größten Erfolg ihres Lebens erleben würde. ‚Sie wohnten in der Küche mit der Kuh. (b) ‚Aktionale Situation NACH psychischem Jetzt’.7. 7. sie können je nach telischer Prädikatsfunktion und Satzkontext Vorgangsoder Zustandspassiv sein. kto´ra± obsadzi sadem i gdzie okna be˛da˛ wychodzic´ na cztery strony s´wiata. gdzie mia!a przez˙yc´ najwie˛kszy sukces swego z˙ycia. in einer Direktreportage.B.) Globalpräteritums: Mieszkali w kuchni z krowa˛. Wenn der Kontext ein narrativpräteritaler ist.und Zustandspassiv als temporale Varianten 422 Diese im Polnischen nur kontextuell unterschiedenen Passiv-Typen werden im Deutschen morphologisch markiert. Sie kommen mit deiktischer (ist) und narrativer (war) Lokalisierung vor. ‚Maria kam im Mai in Warschau an. Eine analoge futurische Verwendung ist auch in einer Direktreportage möglich. z. Im Deutschen erscheint typischerweise ein Konjunktiv: Maria przyjecha!a w maju do Warszawy. präsentisch. dann hat das vorzeitige Präteritum Perfekt-Funktion.’ Ist das kontextuelle Prädikat. dann kann die nachzeitige Situation mit miec´ oder durch ein Futur ausgedrückt werden. Im Polnischen kann Letzteres ebenfalls markiert werden.’ Jan budowa! wille˛. vgl. ‚Jan baute eine Villa. Für jest und für by! kann jeweils auch zosta! stehen: .4. die er mit Obstbäumen umpflanzen würde und in dem die Fenster in die vier Himmelsrichtungen gehen würden’. Vorgangs. Micha! hatte ihr ein Lager hinter der Tür gemacht. dann handelt es sich um eine plusquamperfektische Funktion des (pf. Micha! zrobi! jej legowisko za drzwiami. oder ipf.’ Po powrocie stwierdzilis´my.

: Die Villa war gebaut. liegt im Aktiv bei zbudowa! wille˛ mit der PerfektBedeutung ‚er hat eine Villa gebaut’ das profilierte Stadium vor der Sprechzeit.7.7.7. futurische Funktion. deiktische – narrative Lokalisierung. re˛ka re˛ke˛ myje ‚eine Hand wäscht die andere’). präsentische – präteritale – futurische Funktion. Vgl.: Die Villa [in der wir wohnten] war im vorangegangenen Jahr gebaut worden. Überblick über die Funktionsvarianten der Tempora im Aktiv In diesem und dem folgenden Abschnitt werden die funktionalen Varianten und alternativen Bedeutungen der einzelnen Typen der Aspekt-Tempus-Genus-verbi-Kombinationen zusammengestellt und um einige in 416– 421 nicht erwähnte Funktionen ergänzt. Vgl. Präsens: Typ buduje Beim Präsens werden üblicherweise viele Varianten mit Kombinationen aus folgenden Funktionstypen unterschieden: episodische – nichtepisodische Funktion.5.: Die Villa ist gebaut. • Präsens propheticum: alternative. bei telischen Prädikaten mit episodischer Funktion.: Die Villa wurde gebaut [und wir zogen sofort ein]. das nicht profilierte Nachstadium (Resultat) jedoch gleichzeitig zur Sprechzeit. 7. Vgl. z.B. Ipf. Narrative Lokalisierung Vorgangspassiv (das Vorgangsstadium ist profiliert) Perfekt-Funktion: Willa jest zbudowana w zesz!ym roku. z. Im Falle von Passiv Willa jest zbudowana ‚Die Villa ist gebaut’ ohne verändernden Kontext ist es umgekehrt: Das Nachstadium (Resultat) ist profiliert. byc´-Präterita Die Angaben zur zeitlichen Lokalisierung beziehen sich jeweils auf das profilierte Stadium einer aktionalen Situation. z. Plusquamperfektische Funktion: Willa by!a zbudowana w zesz!ym roku.B. die zeitlich davor liegende Vorgangsstadium ist nicht profiliert. Das Tempus 417 Deiktische Lokalisierung Zustandspassiv (das Nachstadium ist profiliert) Präsens-Funktion: Willa jest zbudowana.B. • Zentrale Variante: Präsentische Funktion (‚Gegenwart’): episodisch (auch: ‚aktuelles Präsens’) oder nicht episodisch (‚inaktuelles Präsens’. (Narrativ-)präteritale Funktion: Willa by!a zbudowana. pocia˛g zaraz rusza"ipf (=#ruszy"pf) ‚der Zug fährt 423 . (Narrativ-)präteritale Funktion: Willa by!a zbudowana. Vgl.: Die Villa ist voriges Jahr gebaut worden. iterativ on buduje wille ‚er baut Villen’) oder atemporal.B. Z. Vgl.

B. ‚Stell dir vor. s.’ Pf. • Performatives Präsens: auf einzelne ‚gefrorene’ Wortformen der 1. Jez˙eli ksia˛z˙ka nie znajdzie sie˛ w bibliotece (w cia˛gu trzech dni). die Hauptvarianten des narrativen Präsens durch verschiedene nicht dominante Bezüge zur Sprechzeit: mit präsentischer Funktion – Präsens der Direktreportage oder der Mauerschau. dt. ‚Wir laden dich zu uns zum Urlaub ein. das narrative Präsens der Inhaltsangabe einer Erzählung oder der Zeitungsüberschrift. • Konditionales und hypothetisches Präsens. mit alternativer. ohne Bezug zur Sprechzeit: Szenisches Präsens. Piotr przyjedzie jutro wieczorem. Übergang zu: • Modales Präsens: on ci otworzy kaz˙de/takie drzwi ‚Er kann dir jede/diese Tür öffnen’ (durch ipf.B. ide± wczoraj do banku po pienia±dze i nie moge± nigdzie znalez´c´ karty.’ • Exemplarisches (nicht episodisches) Präsens (durch ipf.. wenn wir den Bau des Hauses beenden. dass …’. z˙e … ‚ich gebe (hiermit) zu. Futur: Typ zbuduje 424 • Zentrale Variante: Futurische Funktion (‚Zukunft’): konkret-faktische Funktion. z.418 7. ich gehe gestern zur Bank Geld holen und kann nirgendwo meine Karte finden. Äquivalent: Perfekt. Person Präsens beschränkt. Koschmieder 1934: 97ff). die ‚Vergegenwärtigung’ der aktionalen Situation. ‚Wenn das Buch nicht innerhalb . Wyobraz´ sobie. dominant ist der Bezug zum psychischen Jetzt. • Narratives Präsens: episodisch. gdy wtem nagle Antek wpadnie"pf do pokoju. auch mit modaler Schattierung für atemporale Prädikate. z. z. Präsens. ojciec w tych dniach przyjez˙dz˙a"ipf (=#przyjedzie"pf) ‚Vater kommt dieser Tage (zu uns gefahren)’. Verb ersetzbar). jak skon´czymy budowe± domu. przyznam sie˛. auch summarische Funktion. ‚Ich saß am Schreibtisch und schrieb einen Brief an meinen Bruder.B. • Episodisches historisches Präsens (vgl. präteritaler Funktion – das historische Präsens. Verb (konkret-faktische Funktion).’ (durch ipf. Verb ersetzbar). ‚Piotr kommt morgen Abend an.o. Verb ersetzbar).B. z. kaz˙dy kon´ jez´dz´ca pozna ‚jedes Pferd erkennt den Reiter’. heute meist ipf. po polsku powie sie˛ zawsze … ‚auf Polnisch sagt man immer …’. d. Siedzia!em przy biurku i pisa!em list do brata. zap!acisz kare˛.h. besonders häufig in Sprichwörtern und in Verbindung mit dem historischen Präsens. als Antekt plötzlich ins Zimmer trat. Verben gleich los’.’ • Vorfuturische Funktion (‚Vorzukunft’): nur pf. Zaprosimy cie± do nas na wakacje.

A. kam nach Hause und las den Brief gleichzeitig zum psychischen Jetzt (zur Verarbeitungszeit) plusquamperfektische Funktion (Präteritalform mit narrativer Lokalisierung) vorzeitig zum Plusquamperfekt psychischen A. • Modale Zukunft bei telischen Prädikaten (eingeschränkte Sicherheit der Voraussage). & pf. und pf. Futur: Typ be˛de˛ budowa!/budowac´ • Zentrale Variante: Futurische Funktion (‚Zukunft’): iterative. ist zuhause’) A. bo nie spa!a"ipf. pisa! list. theoretisch auch die progressive Funktion. wro´ci!a do domu (! ‚A.. spa!a.’ (durch ipf. kiedy przyszed! brat.7. Inzidenz (ipf. Parallelismus (ipf. & ipf. wro´ci!a do domu i przeczyta!a list. hat geschlafen Präteritum A. wirst du eine Strafgebühr bezahlen müssen. przeczyta!a list dopiero wtedy. Ipf. oder umgekehrt): Czyta!em ksia˛z˙ke˛. Verb ersetzbar).kehrt / hatte nicht tungszeit) geschlafen. Ipf. Globalpräteritum: Typen budowa! und zbudowa! Varianten d. kiedy wro´ci!a"pf do domu.): A. & pf. Dominante Lokalisierung der aktuellen Situation vorzeitig zur Sprechzeit deutsche Entsprechung 426 425 Perfekt-Funktion (Präteritalform mit deiktischer Lokalisierung) Präteritale Funktion (Präteritalform mit narrativer Lokalisierung) Perfekt A.7. in erzählenden Kontexten Bezug zu anderer Handlung: Sequenz (pf. stative. ist nachhause gekommen/ A. auch allgemeinfaktische Funktion bei atelischen Prädikaten). by!a zme˛czona. Globalpräteritums (*) typische Kontextbedingung: Vermittlung des wichtigsten zeitlichen Bezugs der Handlung Bezug zur Sprechzeit (= deiktisch) A.): A. Das Tempus 419 von drei Tagen in der Bibliothek eintrifft. Die zentralen Funktionen des Globalpräteritums . in erzählenden Kontexten Bezug zu anderer Handlung A. czyta!a gazete˛ B. war nach Jetzt Hause zurückge(zur Verarbei.

’ oder: ‚An der Villa wird gebaut.’ Ser Mozzarella jest robiony tylko z mleka krowiego. ‚Die Suppe wird kochen. ‚(Die) Villen werden gebaut. nämlich einen sich wiederholenden Vorgang (iterative Funktion) oder einen Zustand (stative Funktion): Wybory bywaja± przek!adane z powodu sporo´w partyjnych.7. ‚Einige Produkte werden aus dem Ausland eingeführt. und bezeichnen eine nicht episodische Situation. ‚Die Suppe kocht.’ Niekto´re produkty bywaja± sprowadzane z zagranicy. 7. ‚aktuelles Präsens’). Alle Passiv-Formen sind analytisch.6.’ Te komputery sa± montowane w Irlandii. Verben (*) Gemeinsame nicht dominante Default-Funktionen der Varianten des Präteritum: ‚vor der Sprechzeit’. ‚Einige Produkte wurden aus dem Ausland eingeführt.’ / Zupa sie± gotowa!a. Nur wenige Verben mit einem unbelebten direkten Objekt sind zugelassen. ‚Mozzarella wird nur aus Kuhmilch hergestellt. Sie sind teilsynonym zu jest/by! budowany. Präsens: Typ jest budowany 428 Präsentische Funktion mit Vorgangspassiv • in progessiver Funktion (episodisch. Das Passiv des Typs Zupa sie± gotuje. ‚An dem Gebäude wird schon zehn Jahre gebaut. Willa jest budowana.’ . ‚Diese Computer werden in Irland montiert.’ • in iterativer und atemporaler Funktion (nichtepisodisch.’ Ipf. Darüber hinaus gibt es im Passiv weitere Funktionsvarianten und Tempora.420 7. Die Tempus-Bedeutungen der Formen mit bywac´ und sie˛ (s.’ (nicht zu verwechseln mit der unpersönlichen aktiven Konstruktion Wille± sie± buduje) unterliegen starken Bildungsbeschränkungen.’ Niekto´re produkty bywa!y sprowadzane z zagranicy. ‚Die Suppe kochte. Vorgestellt werden nur die Paradigmen mit zosta(wa)c´ und byc´. Diese werden hier nicht nochmals im Einzelnen aufgeführt.’ Ten budynek jest juz˙ budowany dziesie±c´ lat. Die Typen bywa budowany/bywa! budowany werden ebenfalls selten gebraucht. ‚Die Villa wird gerade gebaut. ‚inaktuelles Präsens’) Wille sa˛ budowane. ‚Bisweilen werden Wahlen wegen Streitigkeiten der Parteien verschoben. sind aber sehr selten. die Tempus-Paradigmen) verhalten sich jeweils analog.’ / Zupa be˛dzie sie± gotowa!a/gotowac´.o. Überblick über die Funktionsvarianten der Tempora im Passiv 427 Die Tempora haben im Passiv prinzipiell die gleichen Funktionen wie im Aktiv.

be±dzie zbudowany • Zentrale Variante: futurische Funktion. ‚Ein Marsmensch wird auf die Erde geschickt – genauer: nach Polen –. stative. Inhaltsangabe. Deutsch Perfekt: ‚Die Villa. by w moz˙liwie kro´tkim czasie sporza±dzic´ raport o stanie kultury polskiej. Do roku 2006 wszystkie oczyszczalnie zostana± zmodernizowane.’ • Allgemeinfaktische Funktion: Nowy prezydent be±dzie wybierany w przysz!ym roku.’ W przysz!ym roku prezydent be±dzie wybrany na pie±c´ lat.7.’ Marsjanin zostaje wys!any na Ziemie± – a s´cis´lej do Polski – z zadaniem. d. ‚Die Regierung hat ein neues Gesetz erlassen: vom Jahre 2005 an werden die Bürgermeister polnischer Städte alle fünf Jahre gewählt.’ • vorfuturische Funktion wie im Aktiv. podoba mi sie˛. Futur: Typ be±dzie budowany • Zentrale Variante: futurische Funktion (iterative. Globalpräteritum: Typ by! budowany Die Formen vom Typ by! budowany haben eine stark buchsprachliche Färbung. Das Tempus 421 Pf. ‚Der neue Präsident wird im nächsten Jahr gewählt.’ • Narrativ-präteritale progressive Funktion: Zur narrativen Vergegenwärtigung eines episodischen Verlaufs: 432 431 430 429 .’ Pf. die gegenüber gebaut worden ist.7. Zum ipf.’ Ipf. Typ (willa) by!a budowana gibt es folgende zentrale Funktionen: • Perfekt-Funktion (allgemeinfaktisch). Ipf. deiktisch: Willa.h. ‚Bis zum Jahr 2006 werden alle Kläranlagen modernisiert. gefällt mir. ‚Im nächsten Jahr wird der Präsident für fünf Jahre neu gewählt. historisches Präsens usw. um möglichst schnell Bericht zu erstatten über den Stand der polnischen Kultur.) verwendet: Pi!ka zostaje wykopana na out. Präsens: Typ zostaje zbudowany Dieser Typ wird nur in der Funktion des narrativen Präsens (Direktreportage. kto´ra by!a budowana na przeciwko. ‚Der Ball wird ins Aus gespielt. theoretisch auch die progressive Funktion). Urza±d wprowadzi! nowa± ustawe±: od roku 2005 prezydenci miast polskich beda± wybierani co pie±c´ lat. Futur: Typen zostanie zbudowany. die dominante Lokalisierung der Situation ist ‚vorzeitig zur Sprechzeit’.

/An der Villa wurde gebaut.oder Zustandspassiv). Die Villa war gebaut [und stand für unseren Einzug bereit]. .’ Pf. die zu diesem Zustand geführt hat.’ Willa by!a budowana. Wille by!y budowane. Es handelt sich um einen Zustand. Termin demonstracji administracyjnie zosta! przesunie±ty na wtorek.’ • Narrativ-präteritale Funktion (mit kontextbedingtem Vorgangs. Termin demonstracji zosta! przesunie±ty na wtorek.’ Budz˙et na rok 1999 zosta! uchwalony g!osami koalicji.’ Piele±gniarka zawsze sprawdza!a fartuchy lekarski. deutsch: Die Villa war gebaut worden. Deutsch Plusquamperfekt: ‚Die Villa. als Marek geboren wurde. Folgende temporale Funktionen sind für willa zosta!a zbudowana (konkret-faktische Funktion) zu unterscheiden: • Präsentische Funktion (mit kontextbedingtem Zustandspassiv). ‚Der Haushalt für 1999 wurde mit den Stimmen der Koalition angenommen.’ • Perfekt-Funktion (mit kontextbedingtem Vorgangsspassiv). ‚Der Haushalt für 1999 ist mit den Stimmen der Koalition angenommen worden. ‚Die Krankenschwester überprüfte immer die Arztkittel.422 7.’ • Plusquamperfektische Funktion (analog zum Perfekt mit kontextbedingtem Vorgangspassiv). Deutsch Präteritum: ‚Die Villa wurde gerade gebaut.’ • Plusquamperfektische iterative oder allgemeinfaktische Funktion.’ • Narrativ-präteritale iterative Funktion. kto´ra by!a budowana naprzeciwko. podoba!a mi sie˛. liegt vor der Gegenwart. deutsch: Die Villa wurde gebaut [und wir zogen sofort ein] bzw. deutsch: Die Villa ist [von der Firma X] gebaut worden.’ Willa. deutsch Präteritum: ‚Die Villa wurde mehrmals gebaut/Villen wurden gebaut. ‚Der Termin der Demonstration ist auf Dienstag verschoben. Verben Willa by!a w!as´nie budowana. ‚Der Termin der Demonstration wurde auf Dienstag verschoben. ‚Der Termin der Demonstration ist von der Verwaltung auf Dienstag verschoben worden. Die nicht profilierte Handlung. der zum Sprechzeitpunkt noch relevant ist.’ Budz˙et na rok 1999 zosta! uchwalony g!osami koalicji. Globalpräteritum: Typ zosta! zbudowany 433 Die Formen dieses zostac´-Paradigmas sind bei weitem die häufigsten für präteritale Funktionen. Bei Synonymie mit anderen Formen sind sie vorzuziehen. gdy urodzi! sie± Marek. Termin demonstracji zosta! przesunie±ty na wtorek. deutsch: Die Villa ist gebaut [Sie können sofort einziehen]. Deutsch: ‚Villen waren (mehrmals) gebaut worden. Deutsch: ‚Eine Villa war schon einmal gebaut worden. gefiel mir. die gegenüber gebaut worden war.

Präteritum-Plusquamperfekt: Typ by! zbudowany Die pf. • Narrativ-präteritale Funktion. ‚Nach der Rückkehr stellten wir fest. z˙e wszystkie domy by!y zniszczone w roku 1956.’ (Zustandspassiv). Ten budynek by! zbudowany w roku 1956 i potem … ‚Dieses Gebäude wurde 1956 gebaut und dann …’ (Vorgangspassiv) Po powrocie stwierdzilis´my. Paradigma des Typs willa by!a zbudowana entspricht dem narrativ orientierten zostac´-Paradigma und hat ebenfalls konkret-faktische Funktion. die Villa war gebaut (Zustandspassiv). dass alle Häuser zerstört worden waren. Dort steht es.7. deutsch: die Villa wurde gebaut (Vorgangspassiv) bzw. ‚Ihr Auto ist schon repariert. dass alle Häuser zerstört waren. Pana samocho´d jest zreperowany przez kolege˛.’ (Vorgangspassiv) 435 434 . bei dem die narrative Lokalisierung dominiert: Pf. Das Tempus 423 Termin demonstracji zosta! przesunie±ty na wtorek. ‚Ihr Auto ist von einem Kollegen repariert worden. Im Deutschen steht das Vorgangspassiv mit ist worden.’ • Perfekt-Funktion im Vorgangspassiv. Stoi tam. dass alle Häuser im Jahr 1956 zerstört worden waren. z˙e wszystkie domy by!y zniszczone. • Plusquamperfektische Funktion.’ Pf.7. ‚Nach der Rückkehr stellten wir fest. deutsch: Die Villa ist gebaut worden. Dieser Typ mit deiktischer Lokalisierung steht in Opposition zum Typ by! zbudowany. z˙e wszystkie domy zosta!y zniszczone.’ Beides ist konkret-faktisch und analog den entsprechenden Funktionen des zostac´-Paradigmas. I m Deutschen steht das Zustandspassiv mit ist: Pana samocho´d juz˙ jest zreperowany. ‚Der Termin der Demonstration war auf Dienstag verschoben worden. Präsens-Perfekt: Typ jest zbudowany Willa jest zbudowana mit • präsentischer Funktion im Zustandspassiv: deutsch: Die Villa ist gebaut.’ Po powrocie stwierdzilis´my. ‚Nach der Rückkehr stellten wir fest. deutsch: die Villa war gebaut worden Po powrocie stwierdzilis´my.

Modus 436 Der Modus (tryb) ist eine morphologische Kategorie des Verbs.’ Ach. Indikativ 437 Der Indikativ (tryb oznajmuja±cy) ist die unmarkierte Subkategorie.8. aby. in Verbindung mit hypotaktischen Konjunktionen z˙eby. Numerus und Person auf. er weist keine spezifische Form auf.B. der Sachverhalt wird als geltend dargestellt.h. sondern aller Ausdrücke. in dem Sinne.’ Jan pojecha! do Warszawy. ‚Jan ist nach Warschau gefahren. d. Somit kann der Konditional auch als Satzkategorie angesehen werden. Das Konditionalmorphem by kann – ganz im Gegensatz zu den deutschen Konjunktiven – nämlich auch bei Nichtverben bzw.1. Verben 7. Präteritum und Futur realisiert. Die Konditionalformen der Verben werden gebildet durch das Aneinanderfügen einer ganzen Reihe von Morphemen: an den Stamm kommt das auch für das Prä- .424 7. Er tritt obligatorisch in jedem Satz auf und stellt dadurch ein konstitutives Merkmal des Satzes dar.T. auch rein syntaktische Funktionen (z. Darüber hinaus bildet by keine feste grammatische Wortform. dass der Sprecher mit ihrer Hilfe die Geltung eines versprachlichten Sachverhalts markiert. Konditional 438 Der Konditional (tryb przypuszczaja±cy) weist aufgrund seiner Formeigenschaften und seinen Funktionen eine enge Beziehung zur Syntax auf. ‚Maria ist Lehrerin. Die einzelnen Modi bilden eine geschlossene Oppositionsreihe. Wir unterscheiden drei Modi: • Indikativ • Konditional • Imperativ Die Subkategorien haben sehr unterschiedliche Formen und Funktionen. (das) wäre nicht schlecht!’ Die Konditionalformen des Verbs weisen die grammatischen Kategorien Genus. infiniten Verbformen stehen. Trzeba by to jeszcze omo´wic´.8. napic´ by sie± teraz piwa! ‚Jetzt ein Bier zu trinken. Maria jest nauczycielka±. Der Indikativ wird durch die Tempora Präsens. dass jeweils nur eine Subkategorie realisiert werden kann. Mit den Modalauxiliaren und Modalpartikeln hat der Modus die Funktion gemein. by. Form Der Konditional kann von ausnahmslos allen Verben – perfektiven wie imperfektiven – gebildet werden. ‚Das müsste man noch besprechen.8. 7. Er bildet eine grammatische Kategorie nicht nur des Verbs.2. erfüllt z.’ 7. az˙eby). die die Prädikativität eines Satzes tragen.

nie przyszed!bym. Person 2. Jes´libym o tym wczes´niej wiedzia!. Person 2. diese bildet jedoch keine feste Einheit und kann in zwei Teile zerlegt werden.7.’ Eine formale Besonderheit liegt nach folgenden Konjunktionen vor: aby ‚um zu’.8. Jes´li wiedzia!bym o tym wczes´niej. Person 3. az˙ e by ‚damit’. Trzeba by to jeszcze omo´wic´. Bei anderen – nichtverbalen – Einheiten steht das Morphem by in der Regel hinter dem prädikativen Element.bzw. chociaz˙by ‚wenn auch’. Person -m -s´ – Singular maskulin 1. to bym nie przyszed!. -!-. . oby ‚wäre doch’. Person chodzi!bym chodzi!bys´ chodzi!by Plural maskulin-personal 1. gdyby ‚wenn’.Wenn ich eher davon gewusst hätte. jakz˙eby ‚wie’. wäre ich nicht gekommen. Modus 425 teritum und Futur verwendete -l. dann folgt die Genusendung. Person chodzilibys´my chodzilibys´cie chodziliby andere Genera chodzi!ybys´my chodzi!ybys´cie chodzi!yby feminin chodzi!abym chodzi!abys´ chodzi!aby chodzi!oby neutrum Plural -s´my -s´cie – Der verbale Konditional hat im Prinzip eine agglutinierte (="angeklebte) Form. dann das Morphem by und schließlich die auch für das Präteritum verwendeten Endungen c h o dzi+!+(a)+by+m: Singular 1. ‚Das müsste man noch besprechen. Es wird nicht zusammengeschrieben. z˙eby ‚dass’ .’ jes´li wiedzia!-bym Das Konditionalmorphem einschließlich Personalendung fügt sich enklitisch an das Ende des ersten Worts im Satz an. Person 3. byleby ‚wenn nur’. Person 2. Person 3. choc´by ‚wenn auch’. jakby ‚als ob’.

dass alle anwesend sind.h. Zwei virtuelle Situationen werden in Abhängigkeit voneinander gesehen. Verben Diese Konjunktionen stehen meist mit einem Verb im Konditional. aby wszyscy byli obecni.B. nie mielibys´my w tym z˙adnej zas!ugi. wenn es nicht regnen würde. Der Sprecher markiert. Es kommt zu keiner Doppelung: es stehen nur das stammbildende -!. Pojechalibys´my na wycieczke±. mo´c die Perspektive für den Übergang von der Nichtexistenz zur Existenz. damit er frei atmen kann. gäbe es keine Verdienste für uns. ‚Man muss den Kranken bequem hinlegen. sondern als virtuell (kontrafaktisch) anzusehen ist.aufweisen.’ Funktionen 439 Dem polnischen Konditional entspricht funktional in großen Teilen der deutsche Konjunktiv II.und Hauptsatz: Bedingungssätze Die wichtigste und häufigste Funktion ist die Verwendung in irrealen Konditionalsätzen.’ Mit Hilfe des Konditionals markiert der Sprecher. d. • Konditional tritt nur im Nebensatz auf. Jes´li mia!bys´ duz˙o pienie±dzy i mieszka! sam.’ . ‚Wenn ich eher davon gewusst hätte. Jes´libym o tym wiedzia! wczes´niej.’ Chorego nalez˙y po!oz˙yc´ wygodnie. da sie bereits das Element -by.’ Aufgrund seines satzbezogenen Charakters kann sich ein by + Personalendung gleichzeitig auf zwei Verben beziehen. also nicht real sind. ‚Wenn du viel Geld hättest und allein wohnen würdest. z˙eby mo´g! swobodnie oddychac´. wird dieses beim Konditional weggelassen. ‚Es ist notwendig. • Konditional tritt nur im Hauptsatz auf. ‚Wenn unsere Pflichten leicht zu erfüllen wären. to bym nie przyszed!. Gdyby nasze obowia±zki by!y !atwe do spe!nienia. Im Gegensatz zu dieser impliziten Negation der Existenz eröffnen die Modalauxiliare wie z. dass beide Situationen virtuell.und Nebensatz. wäre ich nicht gekommen.h. könntest du mir helfen. d. die Genusendung und die Personalendung: Konieczne jest. die Situation existiert nicht in der außersprachlichen Wirklichkeit. gdyby nie pada!o. Konditional im Neben. ‚Wir würden einen Ausflug machen.426 7. Wir unterscheiden: • Konditional tritt im Hauptsatz und gleichzeitig im Nebensatz auf. by + Personalendung braucht nur einmal gesetzt zu werden. mo´g!bys´ mi pomo´c. dass die versprachlichte Situation nicht gilt.’ Aber: *aby wszystcy byliby obecni. Die Funktionen des Konditionals differieren in Abhängigkeit vom Vorkommen im Haupt.

Diese Konstruktion kann in Konkurrenz zum Infinitiv stehen. zapowiedziec´ ‚ankündigen’. sondern auch syntaktisch gefordert. Chce±. mo´wic´ ‚sagen’. dass Oma nicht krank wird. martwic´ sie± ‚sich sorgen’ u. ‚Ich kümmere mich darum. • Ausdrücke für Modales und Bewertungen"+"z˙eby (auch z˙e) Nie wypada. die ‚mögliche Welten’ eröffnen.’ Dazu zählen u. sa±dzic´ ‚schätzen’. komm zurück nach Hause!’ Zu dieser Gruppe gehören die Verben b!agac´ ‚anflehen’. jez˙eli.’ B!agam. napisac´ ‚schreiben’.’ – B!agam cie±. zabiegac´ ‚sich bemühen’.7. ‚Ich flehe dich an. ‚Ich will.a. dass ein Gastgeber seine Gäste allein lässt. rozkazac´ ‚befehlen’. dessen Verb im Konditional – jedoch ohne Doppelung des -by – steht. wro´c´ do domu! ‚Ich flehe dich an. wenn sie als Willensäußerung verstanden werden. z˙eby babcia nie zachorowa!a. chciec´ ‚wollen’. ostrzegac´ ‚warnen’.8. zezwalac´ ‚erlauben’. • Verben der Willensäußerung"+"z˙eby. z˙ebys´ wro´ci! do domu. • Verben des Typs troszczyc´ sie± ‚sich kümmern’"+"z˙eby Troszcze± sie± o to. Lexikalisch bedingt: In diesem Fall hängt der Gebrauch des Konditionals von einem syntaktisch übergeordneten Verb bzw. Die markierte Form bezeichnet auch hier eine real nicht existierende Situation. zakazywac´ ‚verbieten’. einem anderen prädikativen Element ab. zurück nach Hause zu kommen. kazac´ ‚veranlassen’ napominac´ ‚ermahnen’. pragna±c´ ‚wünschen’.’ By!oby szkoda. z˙eby gospodarz opuszcza! gos´ci. dass du sofort nach Hause kommst. Modus 427 Das Konditionalelement tritt an die Konjunktionen gdy. dass er nach Hause kommen solle.’ Außerdem: pilnowac´ ‚aufpassen’. wzywac´ ‚auffordern’. • Verben des Sagens"+"z˙eby Powiedzia!em. Der Konditional ist nicht nur semantisch. upominac´ ‚ermahnen’. ‚Ich sagte. og!osic´ ‚bekanntgeben’. z˙eby wro´ci! do domu. prosic´ ‚bitten’. ‚Schade. Verben dieser Semantik können einen Objektsatz regieren. przestrzegac´ ‚ermahnen’. Konditional im Nebensatz: Subjunktiv Besonderheiten gibt es beim Gebrauch des Konditionals in bestimmten syntaktisch untergeordneten Kontexten. radzic´ ‚raten’. z˙eby nic z tego nie wysz!o.a. zache±cac´ ‚ermuntern’. z˙ebys´ od razu przyszed! do domu.’ 440 .a. z˙a±dac´ ‚auffordern’ u. ‚Es gehört sich nicht. dass nichts herausgekommen ist. jes´li. Es handelt sich um Verben.

’ • Negierte Attributsätze. Optativ: Wie der deutsche Konjunktiv II kann der polnische Konditional einen Wunsch des Sprechers zum Ausdruck bringen. Er sagte. ‚Es war. Posprza±ta!bys´ poko´j! ‚Wenn du doch mal dein Zimmer aufräumen würdest!’ . diese entsprechen dem deutschen als ob.’ Maria jakby sie± zawaha!a. ‚Ich habe ihn geschickt. also ob ich etwas vergessen hätte. z˙al ‚es ist schade’ u. der ihn nicht verehrt. Wys!a!em go. der eine explizite oder implizite Negation enthält.’ Piotr by mo´g! zdac´ ten egzamin. hier steht die konditionale Form im Nebensatz bei einem Hauptsatz. wenn verschiedene Subjekte im Haupt. die genannte Handlung auszuführen. Nie ma nikogo. sondern durch eine syntaktische Konstruktion bestimmt. ‚Ich hätte das nicht gemacht.428 7. ‚Er sah mich an. z˙eby naprawi! kran. Verben Außerdem: niepodobna ‚es ist unmöglich’.’ • Komparativsätze mit jak.a. ‚Piotr hätte die Prüfung geschafft. – Powiedzia!. Durch Konstruktionen bedingt: Hier ist der Gebrauch des Konditionals nicht durch ein einzelnes Lexem. nieprawda ‚es ist nicht wahr’. der ihn nicht verehren würde. ‚Es gibt niemanden. bo jest pilniejszy od ciebie. damit er den Wasserhahn in Ordnung bringt. Ja bym tego nie zrobi!. die jedoch keine Bedingung für die Existenz des virtuellen Sachverhalts nennen. kto´ry go nie szanuje. jakbym o czyms´ zapomnia!. Diese Bedingung wird implizit mitverstanden. Im Gegensatz zum Imperativ handelt es sich um eine Äußerung eines Wunsches ohne oder mit direkter Aufforderung an den Hörer. kto by go nie szanowa!. Konditional im Hauptsatz 441 Virtueller Sachverhalt: In semantischer Nähe zum Konditional in Konditionalsätzen steht der Gebrauch in bestimmten Hauptsätzen. denn er ist fleißiger als du. Spojrza! na mnie tak.’ Ähnlich wie im Deutschen ist eine Ersetzung mit dem Indikativ möglich. Nie ma takiego cz!owieka. strach ‚es ist schrecklich’.’ Dies ist eine zentrale Funktion des Konditionals.’ Anders als im Deutschen wird der Konditional nicht zur Markierung der indirekten Rede verwendet. • Finalsätze (Nebensätze)"+"z˙eby. ‚Es gibt niemanden. dass er komme/käme. als ob Maria zögerte. z˙e przyjdzie.und Nebensatz vorliegen.

8. Imperativ Der Imperativ (tryb rozkazuja±cy) weist folgende morphologische Kategorien auf: Person. dann versprachlicht er eine nachdrückliche Aufforderung. z˙eby.3. Genus und die sogenannte Höflichkeit. aby. napic´ by sie± teraz piwa! ‚Jetzt ein Bier zu trinken. ‚Ich würde gerne dieses Buch lesen.’ 7.’ Nalez˙a!oby o tym porozmawiac´ obszerniej. Modus 429 Im Optativ tritt das Morphem oft mit einem weiteren Element auf: gdyby. Der Imperativ ist in allen drei Personen vertreten.7. Gdybym/Z%ebym tak mia! duz˙o pienie±dzy! ‚Hätte ich doch viel Geld!’ Niechby sie± wreszcie pogodzili! ‚Würden sie sich doch endlich aussöhnen!’ Oby z˙y! sto lat! ‚Möge er hundert Jahre leben!’ Bodajby wszyscy byli tacy! ‚Wären doch alle so!’ In der optativischen Funktion können auch weitere Formen auftreten (ohne by oder ohne Verb auf -!): • by + Infinitiv Ach.’ Czy mog!aby mi pani poz˙yczyc´ parasolke±? ‚Könnten Sie mir einen Regenschirm leihen?’ Che±tnie przeczyta!bym te± ksia±z˙ke±. Nie chcia!bym kontynuowac´ tego tematu. Außerdem: veraltet buchsprachlich (oby. niechby. (das) wäre nicht schlecht!’ • byle + Infinitiv Byle dojechac´ do skrzyz˙owania! ‚Hoffentlich schaffen wir es zur Kreuzung!’ In der zweiten Person kann der Konditional auch als Imperativäquivalent fungieren.8. Der Konditional trägt neben anderen sprachlichen Mitteln wie Frage und Modalauxiliare zur Höflichkeit in der Kommunikation bei. Wir unterscheiden folgende Imperativformen: • czytaj: 2. Person Singular nah 442 . chce± – chcia!bym ‚ich will’ vs. bodajby und einige andere). Willens. Bei den Bedeutungen ‚müssen’ und ‚wollen’ kommt es zu einer Art Abschwächung des Zwangs bzw. byleby. ‚ich möchte’. Person Plural und Formen der dritten Person. Numerus. ‚Ich möchte dieses Thema nicht weiterführen. Z%ebys´ mi dzis´ nie wychodzi! z domu! ‚Dass du mir heute ja nicht rausgehst!’ Pragmatische Verwendungen: Bei den Modalauxiliaren hat der Konditional oft eine semantisch-pragmatische Funktion. ‚Darüber müsste man eingehender sprechen. Anders als im Deutschen gibt es eine Imperativform der 1.

T. z. Diese Form bildet die Basis für die Formen der 1. Er teilt dem Hörer mit. wer der Ausführende der Handlung sein soll und bemüht sich. die Ausführung der Handlung durch diese Mitteilung zu bewirken. nah 2. auch explizit markiert durch den Aspekt – verschiedene Sprechakte realisiert werden. Person distant • niech (pan/pani) czyta: 2. Person Plural • prosze± czytac´: 2. Sie wird vom Präsensstamm perfektiver wie imperfektiver Verben mit einem derivationalen Ø-Suffix gebildet. Person Singular wird vom Präsensstamm der 3. • Konjugation -m/-sz: die Imperativform der 2. Person Plural Ausführender der Handlung 1. Der Imperativ hat folgende Funktion: Der Sprecher hat den Wunsch. Person Plural distant • niech (X) czyta: 3. Person Singular • niech (X-owie) czytaja±: 3. Person Plural nah • czytajmy: 1.430 7. distant niech pan/pani czyta! niech X czyta! niech panowie/panie/ pan´stwo czytaja± prosze± czytac´! niech X czytaja±! Singular Plural czytajmy! czytajcie! czytaj! 3. Person Singular distant • niech (pan´stwo/panowie/panie) czytaja±: 2. Person Plural. • Aufforderung bzw. dass jemand eine bestimmte Handlung ausführt. Person Plural gebildet czytac´ ! oni czytaja± ! czytaj! biegac´ ! oni biegaja± ! biegaj! trzymac´ ! oni trzymaja± ! trzymaj! . Je nach Konstellation in der Äußerungssituation können – z. Person Plural und der 2. Person Singular. Verben • czytajcie: 2.B. Verbot Daj mi prosze± d!ugopis! ‚Gib mir bitte den Kugelschreiber!’ Nie krzycz tak g!os´no! ‚Schrei nicht so laut!’ • Wunsch Niech z˙yje sto lat! ‚Er lebe hoch!’ Typ czytaj – Form und Funktion 443 czytaj bildet die Imperativform der 2.

Poczekaj tu! ‚Warte hier!’ Pomo´z˙ mi! ‚Hilf mir!’ Typ czytajcie – Form und Funktion Die Imperativform der 2. Person Singular gebildet: pic´ ! on pije ! pij! brac´ ! on bierze ! bierz! prosic´ ! on prosi ! pros´! jechac´ ! on jedzie ! jedz´! gotowac´ ! on gotuje ! gotuj! • Ausnahmen: alle Verben der Typen MOKNA±C#. KRAS#C#. Person Plural czytajcie wird ganz regelmäßig gebildet durch das Anfügen der Endung -cie an die Imperativform der 2. cia±gna±c´ ! cia±gna± ! cia±gnij! rwac´ ! rwa± ! rwij! kras´c´ ! kradna± ! (nie) kradnij! wyja±c´ ! wyjma± ! wyjmij! wytrzec´ ! wytra± ! wytrzyj! In einigen Fällen kommt es zu der lautlichen Alternation o : o´: robi ! ro´b! pomoz˙e ! pomo´z˙! stoi ! sto´j! Die Imperativformen des Typs czytaj funktionieren wie die Entsprechungen im Deutschen. bierzcie! ‚Nehmt doch!’ . Es handelt sich um eine Aufforderung an einen einzelnen Angesprochenen.7.8. WYJA±C# sowie einige Vertreter des Typs CIA±GNA±C# haben statt des Nullsuffixes das Morphem -ij/-yj. dass der Hörer und eine oder weitere Personen die Handlung ausführen sollen. Nie zapomnijcie parasola! ‚Vergesst nicht den Schirm!’ No. Person Singular czytaj. Modus 431 • Konjugationen -e±/-isz und -e±/-esz: die Imperativform 2. Person Singular wird vom Präsensstamm der 3. RWAC#. trzymaj bierz jedz´ cia±gnij + -cie 444 ! trzymajcie! ! bierzcie! ! jedz´cie! ! cia±gnijcie! Mit der Form czytajcie bringt der Sprecher zum Ausdruck.

Typ czytajmy – Form und Funktion 445 Die Imperativform der 1. vgl. Person Singular verwechselt werden. Im Deutschen steht hier meist die mit dem Indikativ zusammenfallende Form Gehen wir! oder lassen + Infinitiv: Lass/Lasst uns gehen! Nie mo´wmy o tym! ‚Sprechen wir nicht davon!’ Die Imperativform czytajmy kann unabhängig davon gebraucht werden. der Sprecher schließt sich selbst mit ein. d. Die Form darf nicht mit der formal ähnlichen Indikativform 1. Prosze± czytac´! ‚Lesen Sie!’ Prosze± siadac´! ‚Setzen Sie sich!’ Im Satz können zwischen beiden Elementen weitere Satzglieder stehen. Deshalb wird prosze± + Infinitiv diesen in der Regel vorgezogen. Person Plural czytajmy wird ganz regelmäßig gebildet durch das Anfügen der Endung -my an die Imperativform der 2.h. . ob der Sprecher den oder die Hörer duzt oder siezt. zu denen der Sprecher in der Regel in einem Siezverhältnis steht. ist die Unmarkiertheit in den Kategorien Numerus und Genus. Prosze± zawiadomic´ o tym doktora Kowalskiego! ‚Informieren Sie bitte Doktor Kowalski darüber!’ Der Vorteil gegenüber den Konkurrenzformen niech pan czyta u. Verben Zwischen dem Hörer und dem Sprecher besteht die Relation des Duzens. Prosze± mi te± ksia±z˙ke˛ pokazac´! ‚Zeigen Sie mir bitte dieses Buch!’ prosze˛ + Infinitiv ist die häufigste Aufforderungsform. die an eine oder mehrere Personen gerichtet wird.: czytamy ‚wir lesen’ – czytajmy! ‚Lass/lasst uns lesen!’ mo´wimy ‚wir sprechen’ – mo´wmy ‚Lass/lasst uns sprechen!’ Typ prosze± czytac´ – Form und Funktion 446 Die distante Imperativform der zweiten Person wird gebildet durch den Infinitiv des Verbs und das freie unflektierbare Morphem prosze±. trzymaj bierz jedz´ cia±gnij + -my ! trzymajmy! ! bierzmy! ! jedz´my! ! cia±gnijmy! Bei der ersten Person Plural czytajmy handelt es sich um eine Aufforderung an einen oder mehrere Hörer. eine Handlung gemeinsam mit dem Sprecher auszuführen. Person Singular czytaj.432 7.ä.

Ausgeschlossen sind Aufforderungen. z˙ebym uwierzy! w to wszystko! ‚Verlangen Sie nicht von mir. dass wir das alles glauben!’ Funktional unterscheiden sich niech X czyta und niech X-owie czytaja± von den Formen der zweiten und ersten Person dadurch. z˙ebym uwierzy! w to wszystko! ‚Verlangen Sie nicht von mir. deren Realisierung nicht vom Angesprochenen abhängt: Wygraj samocho´d! ‚Gewinne ein Auto!’ – Aber: *Prosze± wygrac´ samocho´d! ‚Gewinnen Sie bitte ein Auto!’ Typ niech pan czyta – Formen und Funktion Diese zweite distante Imperativform der zweiten Person besteht aus dem unveränderlichen ungebundenen Morphem niech und der regulären Indikativform Präsens perfektiver wie imperfektiver Verben. An Stelle von pan´stwo können die anderen distanten Personalpronomen der 2. Das Personalpronomen pan´stwo steht. Modus 433 Im Gegensatz zu den anderen Imperativformen ist der Verwendungsbereich von prosze± + Infinitiv eingeschränkt: es handelt sich immer um Aufforderungen im engen Sinne. dass die Aufforderung nicht an den Hörer direkt gerichtet ist. Niech pan spro´buje tego pasztetu! ‚Probieren Sie von der Pastete!’ Niech pani nie wymaga ode mnie. wenn die Hörer mindestens eine Frau und einen Mann umfassen. Niech Piotr spro´buje tego pasztetu! ‚Piotr soll von der Pastete probieren!’ Niech nasi profesorowie nie wymagaja± od nas. Für die Aufforderung an eine dritte Person kann eine offene Klasse an Substantiven eingesetzt werden. Person Plural stehen: panowie (nur Männer) und panie (nur Frauen). Sie tritt immer in Kombination mit den distanten Personalpronomen der zweiten Person Singular pan und pani auf.8. dass ich das alles glaube!’ Typ niech (X) czyta und niech (X-owie) czytaja± – Formen und Funktion Mit den Imperativformen der dritten Person nennt der Sprecher eine oder mehrere Personen als Handlungsausführende.7. Niech pan´stwo spro´buja± tego pasztetu! ‚Probieren Sie von der Pastete!’ Niech panie nie wymagaja± ode mnie. sondern an nicht anwesende Personen. z˙ebys´my uwierzyli w to wszystko! ‚Unsere Professoren sollen nicht von uns verlangen. dass ich das alles glaube!’ Typ niech pan´stwo czytaja± – Formen und Funktion Dies ist die distante Imperativform der 2. Person Plural. Dem Hörer kommt eher die Rolle des 449 448 447 . die nicht an der Kommunikationssituation teilnehmen.

Typ niech mama czyta 450 Es gibt eine Reihe von Verwandschaftsbezeichnungen. Pers. die nicht am Gespräch teilnehmen. Wir unterscheiden drei Subkategorien mit folgenden Funktionen: • Die 1. belehre mich doch nicht ständig!’ Abtönung des Imperativs 451 Die Imperativformen können durch die Abtönungspartikeln -z˙e und no modifiziert werden. ono. pani.’ . pan. Indikativ stehen können. ‚Ich rasiere mich. nie przeszkadzaj mi! ‚Geh doch endlich.9. pan´stwo. zu der auch der Hörer zählt. wasz 3. jej. eine Gruppe. Ihre Funktion besteht in der Identifikation der Teilnehmer eines Gesprächsaktes. im Deutschen meist mit sollen zu übersetzen. Przestan´z˙e s´piewac´! ‚Hör doch auf zu singen!’ Idz´z˙e juz˙ sta±d. Verben Mittlers zwischen Sprecher und dem Handlungsausführenden zu. Person 452 Person (osoba) ist eine morphologische Kategorie der Pronomen und des Verbs. ich Im Unterschied zum Deutschen wird die Person bei Reflexiva nicht markiert: Gole± sie±. one. Person verweist auf eine Entität bzw.und Possessivpronomen: 1. panie. my. zu der auch der Sprecher zählt. Sie sind funktionale Äquivalente zur Form ‚czytaj’: Niech mnie mama cia±gle nie poucza! ‚Mutter. pana. • Die 3. – Golisz sie±. eine Gruppe. Entitäten. – Du rasierst dich. nasz 2. jego. Person: on. pani. panowie. oni. pan´stwa. twój. mój. Person: ja. die als Subjekt zu einem Imperativ des Typs niech"+"3. Person: ty. Dadurch wird der Aufforderungscharakter verstärkt (-z˙e) oder abgeschwächt (no) werden. Person findet ihren formalen Ausdruck zum einen in den Personal. stör mich nicht!’ Chodz´ no! ‚Komm doch mal!’ 7. ona.434 7. Person verweist auf den Hörer bzw. Person verweist auf den Sprecher bzw. pan´ski. • Die 2.

.9. Dazu gehören Sätze. Person: czytam 2. ‚Ich lese und du störst mich. beim Essen zu singen. ‚Der Leser wird in diesem Handbuch keine Beweisführungen theoretischer Art finden.’ Nie wypada s´piewac´ przy jedzeniu. wenn Hörer bzw. ist die dritte Person referenziell nicht festgelegt. ‚Die Wiese ist überschwemmt worden. ‚Ich habe meinen Hut genommen. ‚Es blitzt. die Sprechaktteilnehmer verweisen.’ Zum anderen wird Person in der Verbalflexion markiert (s.’ &a±ke± zala!o woda±. Person: czyta etc. ‚Es gehört sich nicht. auch 504).7.’ Die dritte Person fungiert als Defaultkategorie des Verbs und wird auch in subjektlosen Sätzen (zdania bezpodmiotowe) verwendet. auf personifizierte Gegenstände beziehen.’ oder b) die Identität der Teilnehmer des Gesprächaktes offen gelassen werden soll.’ Während sich die erste und die zweite Person auf Personen im eigentlichen Sinne bzw. 341– 342): 1. ‚Hier spricht Tomasz Kowalski. a ty przeszkadzasz. Dies ist der Fall. In den Sätzen Do miasteczka chodzi!o sie± przez las. ‚Alle Fluggäste werden gebeten jetzt das Rauchen einzustellen. Person 435 Czy wzia±!es´ swój kapelusz? ‚Hast du deinen Hut genommen?’ Wzia±!em swój kapelusz. ‚Zum Dorf ging man durch den Wald.’ können sich die Handlungen je nach Kontext auch auf den Sprecher und/oder den Hörer und/oder dritte Personen beziehen (s. Sie kann auch auf Gegenstände verweisen.: Lampa wisi nad sto!em. B!yska sie±. Sprecher mit Hilfe eines Namens oder einer definiten Beschreibung identifiziert werden: Tu mówi Tomasz Kowalski.’ Czytelnik nie znajdzie w tym podre±czniku uzasadnien´ o charakterze teoretycznym. Subjekt und Prädikat kongruieren: Ja czytam. in denen a) gar kein Referent vorhanden ist (unpersönlich). Entsprechend der Defaultfunktion kann die dritte Person in vielen Kontexten auch eindeutig auf den bzw. Person: czytasz 3. Die indirekte Anrede erklärt die Formenübereinstimmung der distanten zweiten Person mit der dritten Person: das Pronomen pan geht auf das homonyme Substantiv ‚Herr’ zurück. ‚Die Lampe hängt über dem Tisch.’ Wszyscy pasaz˙erowie proszeni sa± o zgaszenie papierosów. vgl.

In wissenschaftlichen Aussagen oder in Sprichwörtern kann aber auch die zweite Person des Verbs ohne das Pronomen auftreten: W je±zyku polskim rozróz˙niamy siedem form przypadkowych. bedeutet der Plural der ersten Person nicht eine Vielzahl von gleichen Entitäten: my referiert nicht auf ‚einen Sprecher und noch einen Sprecher etc. magst du etwas Kuchen?’ Die morphologische Kategorie der Person zeigt einige Besonderheiten im Numerus.’ sondern auf ‚einen Sprecher und jemand anders (der Hörer. panie und pan´stwo auf ‚den Hörer und noch jemanden (einen weiteren Hörer. also eine Verallgemeinerung trifft. Ähnlich beziehen sich die pluralischen Personalpronomen wy. die Hörer. ‚Im Polnischen unterscheiden wir sieben Kasusformen.’ . Während die dritte Person ein reguläres Verhältnis von Singular und Plural hat: on – oni = eine nicht am Gesprächsakt beteiligte Entität und noch solch eine Entität etc.’ Prawdziwych przyjació! poznaje sie± w biedzie. Verben Ein weiterer Fall indirekter Anrede sind die syntaktisch integrierten Verwandtschaftsbezeichnungen: Ciociu. moz˙e ciocia zje ciasteczko? ‚Tante.436 7. my % der Sprecher und noch ein Sprecher my = der Sprecher und jemand anders wy/panowie/panie/pan´stwo: der Hörer und noch jemand Neben den skizzierten zentralen Verwendungsbedingungen weisen die Subkategorien der Person einige Transpositionen auf. ‚Wir beginnen unsere Textanalyse mit deutschen Zitaten. wird in der Regel die dritte Person (Singular oder Plural) verwendet. ‚In der Not erkennt man seine Freunde. dass Ärzte und Krankenschwestern einzelne Patienten mit der ersten Person Plural anreden: A jak sie± dzisiaj czujemy? ‚Wie fühlen wir uns denn heute?’ 3) Generische Referenz: wenn der Sprecher sich auf eine Klasse in ihrer Gesamtheit bezieht. eine dritte Person. dritte Personen oder verschiedene Kombinationen aus diesen)’. 1) das my des Autors: Zum Ausdruck einer als höflich empfundenen Bescheidenheit wird vor allem in wissenschaftlichen Publikationen ja durch die Pluralform my ersetzt: Analize± tekstowa± rozpoczniemy od niemieckich cytatów.’ 2) das sprecherexklusive my: vor allem in Krankenhäusern kommt es vor. eine dritte Personen. weitere Hörer. panowie. dritte Personen oder verschiedene Kombinationen aus diesen)’.’ Vgl: ksia±z˙ka – ksia±z˙ki = ein Buch und noch ein Buch etc.

d. indem es ihnen eine Situation zuschreibt.’ Das Partizip Aktiv baut die Argumenthierarchie des Ausgangsverbs nicht um.’ 454 453 .10.7. Adjektiv-Partizipien Die Adjektiv-Partizipien (imies!owy przymiotnikowe) sind wie die Adverbialpartizipien Transpositionskategorien des Verbs. Chcemy powracaja±cym u!atwic´ aklimatyzowanie sie± w naszym kraju.h. sondern mit der Wortart Verb. das erste Argument des Verbs.10. sie bilden eine grammatische Opposition nicht innerhalb der Wortart Verb.plus die regulären Adjektivendungen angehängt (s. In bestimmten Fällen wird das Bezugssubstantiv weggelassen. Es sind ausschließlich imperfektive Verben möglich. d. Die Formen treten meist in attributiver Funktion auf und kongruieren mit dem Bezugssubstantiv in Genus. 7. Adjektiv-Partizipien 437 7. die Personalendung wird dabei abgestreift. sodass das Partizip auch in anderen Satzgliedpositionen auftreten kann. Wir unterscheiden Partizip Aktiv und Partizip Passiv. bleibt erhalten in der Position des Substantivs. czytac´/czytaj-a± ! czytaj#+ a±c + a [dziewczynka ‚lesendes Mädchen’] p!akac´/p!acz-a± ! p!acz + a±c + a [dziewczynka ‚weinendes Mädchen’] biec/biegn-a± ! biegn + a±c + y [pies ‚laufender Hund’] przejez˙dz˙ac´/przejez˙dz˙aj-a± ! przejez˙dz˙aj + a±c + e [auto ‚vorbeifahrendes Auto’] Funktionen des Partizips Aktiv: Das Partizip Aktiv ist eine reine Transpositionskategorie. An den Stamm wird das derivationale grammatische Affix -a±c.1. ‚Wir möchten den Heimkehrern die Eingewöhnung in unser Land erleichtern. Partizip Aktiv Das Partizip Aktiv (imies!o´w przymiotnikowy czynny) wird gebildet aus dem Stamm der 3. das für die Position des Subjekts vorgesehen ist. Es handelt sich um eine Substantivierung. Wybory bywaja± przerywane z powodu spieraja±cych sie± partii. Diese kann aktuell gerade vor sich gehen oder bei nichtepisodischen Ereignissen als gleichzeitig zur Haupthandlung gesehen werden. Die Affixe der Partizipien haben zwei Funktionen: einerseits transponieren sie Verben in die Wortart der Adjektive und etablieren die Opposition Verb vs. ‚Bisweilen werden Wahlen wegen sich streitender Parteien unterbrochen.h. Andererseits bilden sie Stämme von zusammengesetzten Verbformen. Numerus und Kasus. Deklination der Adjektive 247 Musterwort obcy). mit dem das Partizip kongruiert (dziewczynka p!acze ! p!acza±ca dziewczynka). das Partizip Aktiv charakterisiert Gegenstände oder Personen. Person Plural Präsens. Adjektiv.10.

bei offenen Infinitivstämmen auf -a. Sowohl der perfektive wie der imperfektive Aspekt sind vertreten. das Partizip kann vor. zapisac´ ! zapisany. wycia±gna±c´ ! wycia±gnie±ty. dass die Argumente des Verbs in ihrer syntaktischen Umsetzung umgruppiert werden. widziec´ ! widziany • -t. Das zweite Argument.’ Bei dem Satz mit den Partizipien handelt es sich um einen einfachen Satz. die an den verrückten Traum des Bibliografen erinnert.438 7.oder -on. 7. an den -n-. kryc´ ! kryty • -on. kto´re przypomina szalony sen bibliografa. kto´ry chce wypracowac´ uniwersalna± klasyfikacje± tematyczna±. tryb przypuszczaja±cy ‚Konditional’ Das Partizip Aktiv kommt besonders häufig in der Schriftsprache vor. kann der konkrete Bezug zu einer aktuell verlaufenden Handlung verloren gehen. der eine allumfassende Sachklassifikation erarbeiten will.: Jest to zadanie.bei geschlossenen Infinitivstämmen. Wie die Übersetzung zeigt. kann nicht jedes polnische Partizip Aktiv mit der entsprechenden deutschen Form übersetzt werden. wypiec ! wypieczony Funktionen des Partizips Passiv: Das Partizip Passiv bewirkt.10. Die Ausgangsbasis bildet der Infinitivstamm. Der Satz wird dadurch kürzer und kompakter. Welches der drei Affixe genommen wird. d. podnies´c´ ! podniesiony. Partizip Passiv 455 Das Partizip Passiv (imies!o´w przymiotnikowy bierny) kann nur von transitiven Verben. wo es der Kondensation von Sätzen dient. wird aufgewertet und das erste Argument abgewertet.plus reguläre Adjektivendung angefügt wird. also von Verben mit einem Argument (einer Leerstelle) für ein Akkusativobjekt.oder nachgestellt werden. gebildet werden. Das bei weitem häufigste ist -n-. ‚Das ist eine Aufgabe. das für die Objektposition vorgesehen ist. vgl. oft auf -i-/-yzrobic´ ! zrobiony. es tritt die Alternation e":"a auf. Ausgehend von dieser Grundfunktion tritt das Partizip Passiv in zwei Bereichen auf: a) Adjektivfunktion: Attribut zu einem Substantiv. Verben Wenn sich das Partizip semantisch verselbstständigt und zu einem Adjektiv wird. Jest to zadanie przypominaja±ce szalony sen bibliografa chca±cego wypracowac´ uniwersalna± klasyfikacje± tematyczna±. • -n.oder -e-. das die Stelle des zweiten Arguments besetzt. zmokna±c´ ! zmoknie±ty. 456 . beim zweiten hingegen um einen zusammengesetzten Satz. mit Hilfe des Partizips kann ein Relativsatz zu einem Attribut kondensiert werden.2.bei offenen Infinitivstämmen auf Nasal und -i-/-ywzia±c´ ! wzie±ty.h. -t. hängt von der Struktur des Verbstamms ab.

‚Einige Produkte werden aus dem Ausland eingeführt. ‚Besonders miese Aussichten haben die Arbeiten der solide ausgebildeten Polonisten.’ (perfektiv. ‚Er wurde von der Menge an die Wand gedrückt. ‚Die Schauspieler sind ausgezeichnet geführt und beherrschen die gespielten Rollen souverän. Adverb). ‚Die neuen Lacke werden von der Firma Polifarb produziert. ‚Die Disproportion zwischen dem Gefühl der Verantwortung. 380). On zosta! przygnieciony do s´ciany przez t!um. vorzeitig) Dysproporcja mie±dzy poczuciem odpowiedzialnos´ci. ‚Der mit einem fettgedruckten Wort anfangende Absatz symbolisiert genau so ein Wort. Wir unterscheiden Adverbialpartizipien der Gleichzeitigkeit und der Nachzeitigkeit.’ 7.’ Niekto´re produkty bywaja± sprowadzane z zagranicy.oder gleichzeitig sein. zmuszonego zaczynac´ wszystko od pocza±tku.7. cie±z˙arem i istotnos´cia± podejmowanych problemów jest uderzaja±ca. Akapit rozpocze±ty wyt!uszczonym s!owem symbolizuje takie w!as´nie s!owo. die Affixe der Partizipien transponieren Verben in die Wortart der Adverben (Opposition Verb vs.11. ‚Im Alter von 45 Jahren war ich wieder in der Situation eines Pfadfinders. gleichzeitig) b) Formbildung des Verbs: das Partizip Passiv bildet mit den Auxiliaren zostac´. Adverbialpartizipien 439 W wieku lat 45. d.’ (imperfektiv.h. die einer anderen zeitlich vorgelagert ist. raz jeszcze znalaz!em sie± w sytuacji harcerza.’ Nowe lakiery sa± produkowane przez firme± Polifarb.’ Zw!aszcza kiepskie szanse maja± dzie!a napisane przez solidnie wykszta!conych polonistów. byc´ und bywac´ Passivformen (s. 457 .11.’ Partizipialformen im perfektiven Aspekt stehen für eine Situation. die Situation kann vor. vorzeitig) Aktorzy sa± doskonale poprowadzeni i s´wietnie daja± sobie rade± z odtwarzanymi rolami. Adverbialpartizipien Das Adverbialpartizip (imies!o´w przys!o´wkowy) ist eine Transpositionskategorie des Verbs. der Belastung und dem Wesen der angegangenen Probleme ist frappant. der gezwungen war alles von vorn zu beginnen.’ (imperfektiv. Der imperfektive Aspekt verhält sich in dieser Hinsicht neutral.

lesend verwendet werden.2. Dabei wird an den Präsensstamm der 3. Idac± do domu spotka!em znajomych. przywiez´c´ – przywio´z! ! przywio´z!szy Bezüglich der Argumentstruktur gilt das Gleiche wie für das Adverbialpartizip der Gleichzeitigkeit: das erste Argument wird nicht genannt und ist referenzidentisch mit dem Subjekt des Satzes. przewróci!em sie± nieprzytomny. also das Subjekt. mo´wic´ – mo´wia± ! mo´wia±c Die Adverbialpartizipien haben im Prinzip die gleiche Argumentstruktur wie die finiten aktiven Verben. dass die Säkularisierung Europas bereits einige Jahrhunderte dauert. 7. czytac´ – czytaja± ! czytaja±c. Person Plural das Morphem -a±c angehängt. wird jedoch nicht ausgedrückt: es ist referenzidentisch mit dem Subjekt des Prädikats des Satzes. z˙e sekularyzacja Europy trwa juz˙ kilka stuleci. ‚Ich fiel in einen Schacht hinein. schlug gegen etwas Hartes und überschlug mich bewusstlos. Entsprechend der Funktion des imperfektiven Aspekts ist die im Adverbialpartizip genannte Situation zeitlich parallel zu derjenigen des Prädikats. odkryc´ – odkry! ! odkrywszy. Die Form -!szy steht bei Präteritalstämmen. przyjs´c´ – przyszed! ! przyszed!szy.’ Czytaja±c te artyku!y zapominamy chwilami. Adverbialpartizip der Vorzeitigkeit 459 Adverbialpartizipien der Vorzeitigkeit (imies!o´w przys!o´wkowy uprzedni) werden ausschließlich von perfektiven Verben gebildet. Objekte bleiben in der Regel erhalten. uderzywszy o cos´ twardego. ‚Beim Lesen dieser Artikel vergessen wir bisweilen. ‚Beim Nachhausegehen habe ich Bekannte getroffen. Wpad!em w g!a±b ciemnego szybu i.440 7.’ . is´c´ – ida± ! ida±c. die auf einen Konsonanten auslauten. Verben 7. zabic´ – zabi! ! zabiwszy przynies´c´ – przynio´s! ! przynio´s!szy. Adverbialpartizip der Gleichzeitigkeit 458 Adverbialpartizipien der Gleichzeitigkeit (imies!o´w przys!o´wkowy wspo´!czesny) werden ausschließlich von imperfektiven Verben gebildet.11. przeczytac´ – przeczyta! ! przeczytawszy.’ Es ist zu beachten. Dabei wird an den Stamm des Präteritums maskulin das Morphem -wszy/-!szy angehängt. die auf einen Vokal auslauten. dass die Adverbialpartizipien zwar schriftsprachlich sind. Die versprachlichte Situation ist der im Prädikat genannten zeitlich vorgelagert.11. -wszy tritt an die Stämme.1. Das erste Argument. aber sehr viel häufiger als die deutschen morphosyntaktischen Äquivalente wie gehend.

kupowa-c´ ‚kaufen’. ‚Man muss Bücher lesen. d.B. Infinitiv 441 Das Adverbialpartizip der Vorzeitigkeit wird hauptsächlich in der Schrift-.12. ‚Janek liest Bücher. • Infinitiv Aktiv. grammatische Wortartfunktionen) gehören. Dagegen unterscheiden wir Infinitiv Aktiv und Passiv. mo´ w i-c´ ‚sprechen’.’ vs. Infinitiv Der Infinitiv (bezokolicznik) ist die Form des Verbs. mit der die Bedeutung des Stamms unabhängig von der grammatischen Formenbildung verwendet werden kann. z. Formen Der Infinitiv wird regelmäßig gebildet durch den Infinitivstamm plus Morphem -c´. weniger in der Umgangssprache gebraucht. Typ KRAS#C# ‚stehlen’: kradne±/krad! ! kras´c´ • -t.12. vs. Janek czyta ksia±z˙ki. Der Infinitiv gehört gemeinsam mit den Partizipien und Adverbialpartizipien zu den nichtfiniten Formen des Verbs. 7. wioze±/wio´z! ! wiez´c´ ‚transportieren’ (vgl.h. czyta-c´ ‚lesen’. z. Einige weitere unregelmäßige Verben aus der Konjugation -e±/-esz haben statt des Morphems -c´ die Form -c: 461 460 . wobei zum Infinitivstamm dessen jeweilige grammatischen Funktionen (Aspekt. Das erste Argument kann entweder unausgedrückt bleiben oder in Kombination mit Auxiliaren als Subjekt im Nominativ auftreten. Modus und Person.7.wird zu -s´-. plote±/plo´t! ! ples´c´ ‚flechten’ • -s.’ Janek be±dzie czytac´ ksia±z˙ki. kochac´ ‚lieben’ • Infinitiv Passiv. NIES#C# ‚tragen’: niose±/nio´s! ! nies´c´ • -z. Der Infinitiv bildet die grammatische Opposition ‚Infinitiv-Suffix – flexivische Morpheme’ und ist daher eine funktional flexivische Kategorie.wird zu -s´-. indem er die syntaktische Realisierung des ersten Arguments beeinflusst.’ 7. z. pisa-c´ ‚schreiben’ Bei einigen unregelmäßigen Verben aus der Konjugation -e± / -esz kommt es zu Abweichungen. Trzeba czytac´ ksia±z˙ki. rozumie-c´ ‚verstehen’. NIES#C#) Als Einzelfall aus der Konjugation -m/-sz hat JES#C$ ‚essen’ ebenfalls diese Form (jad! ! jes´c´). Eine Besonderheit besteht darin. z.B.wird zu -z´-. er trägt nicht die Merkmale Tempus. dass der Konsonant im Stammauslaut einer irregulären Alternation unterliegt. byc´ kochanym ‚geliebt werden’ Der Infinitiv ändert die Argumentstruktur des Verbs.1.12.B.B. • -d. ‚Janek wird Bücher lesen.wird zu -s´-.

sondern von der Konstruktion bzw.442 7. Verben • Verben mit Auslaut des Präsensstamms auf -k. sieke± ! siec ‚mähen’ • Verben mit Auslaut des Präsensstamms auf -g. In dieser Form wird das erste Argument als reguläres Subjekt im Nominativ realisiert. Im Gegensatz zu den vorigen Verbindungen ist die Realisierung des ersten Arguments hier jedoch nicht einheitlich. Im Vergleich zu den finiten Formen des Verbs und auch den Partizipien und Adverbialpartizipien ist der Infinitiv syntaktisch flexibler. ‚Piotr wird hier warten. pomoge± ! pomo´c ‚können’. a) Infinitiv im Prädikat: mit Auxiliar oder ungebundenem grammatischen Morphem 463 Der Infinitiv kann sich in Konkurrenz zur Form auf -l mit dem Temporalauxiliar be±dzie verbinden (z. Funktionen 462 Die Funktionen des Infinitivs lassen sich im Hinblick auf den Zusammenhang zwischen der Satzgliedzugehörigkeit und der Realisierung des ersten Arguments des infinitivischen Verbs klassifizieren. ‚Pawe! versprach zu kommen. die das erste Argument des infinitivischen Verbs ‚verschlucken’. uciekne± ! uciec ‚fliehen’. sind die Modalauxiliare. t!uke±! t!uc ‚zerschlagen’. Piotr zacza±!/przesta! pracowac´. Die Realisierung hängt nicht vom Infinitiv selbst ab. legne± ! lec ‚fallen’.B. be±dzie czytac´ Tempus und Aspekt. ihm entspricht kein syn- . die das Argument neutral als Subjekt im Nominativ umsetzen und subjektdegradierende Auxiliare. als auch im Objekt auftreten kann. auch Auxiliar MO#C ‚können’: moge± ! mo´c strzege± ! strzec ‚behüten’. • im Prädikat mit einem Auxiliar oder als unabhängiger Infinitiv. strzyge± ! strzyc ‚scheren’. syntaktischen Umgebung. ‚Man muss sich mit den Fakten arrangieren.2.’ Außerdem kann der Infinitiv von Phasenauxiliaren begleitet werden. um Zigaretten zu kaufen. da er sowohl im Prädikat.’ Adam poszed! kupic´ papierosy. biegne± ! biec ‚laufen’.h. Piotr be±dzie tu czekac´. Wir unterscheiden subjektneutrale Modalauxiliare.12. Auch in diesem Fall wird das erste Argument des Verbs als Subjekt im Nominativ ausgedrückt. mit dem sich der Infinitiv verbindet. ‚Piotr hat angefangen/aufgehört zu arbeiten. Trzeba sie± pogodzic´ z faktami. rzekne± (veraltet) ! rzec ‚sagen’. d.’ Nie deptac´ trawniko´w! ‚Nicht die Rasenflächen betreten!’ • in anderen Satzgliedpositionen Pawe! obieca! przyjs´c´.’ Ein weiterer Auxiliartyp. z. PIEC ‚backen’: pieke± ! piec wloke±! wlec ‚schleppen’.B. Futur). przysie±gne± ! przysia±c ‚beeiden’ 7. ‚Adam ist losgegangen.

‚Adam ist losgegangen. In dem Satz Adam poszed! kupic´ papierosy. um Zigaretten zu kaufen. Infinitiv 443 taktisches Satzglied. mo´c ‚können’. nalez˙y ‚man muss’ und trzeba ‚man muss’. d. Dies ist der Fall bei defektiven Verben des Typs widac´ ‚es ist zu sehen’ und in Entscheidungsfragen. 522). ‚Ich muss arbeiten. Das erste Argument taucht an der Oberfläche nicht auf. Prosze± zaczekac´! ‚Warten Sie bitte hier!’ b) Infinitiv im Prädikat: unabhängiger Infinitiv Der Infinitiv kann in begrenztem Umfang allein das Prädikat eines Hauptsatzes bilden (s.h. Zu den ‚verschluckenden’ gehören moz˙na ‚man kann’. hängt dann vom Kontext ab. ‚Es ist ein Fleck zu sehen.’ 465 464 .’ kontrolliert das erste Argument von po´js´c´ ‚losgehen’. musiec´ ‚müssen’ und powinien ‚sollte’. ‚Adam ist losgegangen.7. wer oder was gemeint ist. um Zigaretten zu kaufen. Die Interpretation.’ Aber: *Trzeba mi pracowac´. nämlich ‚Adam’. der Kaufende ist identisch mit dem Losgehenden. ‚Piotr arbeitet. • Adverbial Adam poszed! kupic´ papierosy. Piotr pracuje. Der Infinitiv geht mit dem grammatischen Morphem prosze± in das Paradigma des Imperativs ein.’ Czy podac´ herbate±? ‚Soll ich Tee bringen?’ Rozejs´c´ sie±! ‚Auseinander!’ Nie deptac´ trawniko´w! ‚Nicht die Rasenflächen betreten!’ Ubic´ piane± z trzech bia!ek. Verboten oder Anleitungen vor. d. ! Piotr musi pracowac´. ! Piotr muss arbeiten.’ Trzeba pracowac´.’ c) Infinitiv in anderen Satzgliedern Verben im Infinitiv gehen auch in andere Satzglieder ein. Das erste Argument des Verbs taucht an der Oberfläche nicht auf. ‚Man muss arbeiten.’ Zu den Modalauxiliaren. Adam soll kommen. zählen miec´ ‚sollen’. hängt von der übergeordneten Einheit ab. wer der Handlungsträger ist.h. Widac´ plame±. das erste Argument von kupic´ ‚kaufen’. Der unabhängige Infinitiv kommt auch in Befehlen. die das erste Argument als Subjekt umsetzen.12. nicht Jan. In dem Satz Jan prosi! Adama przyjs´c´ na zebranie ‚Jan bat Adam zur Versammlung zu kommen’ kontrolliert hingegen das zweite Argument von prosic´ ‚bitten’ das nicht ausgedrückte erste Argument von przyjs´c´ ‚kommen’. ‚Drei Eiweiß zu Schaum schlagen.

‚Jeder irrt sich einmal. noszenie ‚das Tragen’ Es handelt sich um die Formen aus einem Verb mit dem Formativ -ni. -eni-) und -ci-.’ • Objekt Zdecydowa!em sie± pojechac´ do Warszawy. bieganie ‚das Laufen’.1.’ Przysz!o mi do g!owy.bildet man Deverbativa von Verben ohne Stammsuffix wie . -ka. czy jechac´. z˙eby kupic´ papierosy. ob ich fahre.’ • Attribut Mia!em okazje± z!oz˙yc´ wizyte± ministrowi. rozumiec´ ! rozumienie ‚das Verstehen’ Bei den Infinitivstämmen i/y (ø) tritt das Suffix -eni. czytanie ‚das Lesen’.13. Form 467 Das Morphem -ni-(e) bildet im Prinzip Verbalsubstantive von allen Verben mit Infinitiv auf -ac´ und -ec´. ‚Vater ist zum Kiosk gegangen.’ • Subjekt Kaz˙demu zdarzy sie± pomylic´. Im Deutschen entsprechen sie der Substantivierung durch das + Infinitiv. in der Regel tritt der Präteritalstamm auf. ‚Ich habe beschlossen nach Warschau zu fahren. ‚Ich überlege. ‚Ich hatte die Gelegenheit dem Minister einen Besuch abzustatten. kupic´ ! kupienie ‚das Kaufen’.auf: chodzic´ ! chodzenie ‚das Gehen’.’ Zastanawiam sie±.13. die ausgehend vom Verb eine Handlung bezeichnen. ‚Mir kam die Idee. Verben Ojciec wyszed! do kiosku. 7. z˙eby pojechac´ do Zakopanego. Deverbativum ‚czytanie’ 466 (rzeczowniki odczasownikowe) Polnische Verben können ganz regulär Substantive bilden. czytac´ ! czytanie ‚das Lesen’. mys´lec´ ! mys´lenie ‚das Denken’. pisac´ ! pisanie ‚das Schreiben’. nach Zakopane zu fahren. straszyc´ ! straszenie ‚das Erschrecken’ In diesen Stämmen kommt es zu Alternationen: chodzic´ ! chodzenie ‚das Laufen’. Diese Formen stehen in Konkurrenz zu den Nomina actionis mit den Formationen -acja. -anina und dem Nullformativ. um Zigaretten zu kaufen. w!oz˙yc´ ! w!oz˙enie ‚das Einfügen’.444 7.’ 7. nosic´ ! noszenie ‚das Tragen’ Mit Hilfe des erweiterten Formativs -eni.(-ani-.

! Ich hörte das Öffnen der Tür. wiez´c´ ! wiezienie ‚das Fahren’. ohne die Bedeutung zu verändern. Sie transformieren ein Verb in ein Substantiv. trzec´ – tar! ! tarcie ‚das Reiben’. Auf die Regelmäßigkeit der Bildung der genannten Bezeichnungen wirkt vor allem die Tradition ein. -eje bolec´ ! *bolenie • viele unpersönliche Verben brakna±c´ ! *braknienie • Modalauxiliare und einige Verben mit verwandter Semantik: mo´c ‚können’. Dadurch kann ein ganzer Satz in ein substantivisches Satzglied kondensiert werden. aber in neuerer Zeit kommt es zu einer Bedeutungsunterscheidung beider Einheiten. z˙e ktos´ otwiera! drzwi. ! S!ysza!em otwieranie drzwi. kuc´ ! kucie ‚das Schmieden’ oder deren Stamm veränderlich ist drzec´ – dar! ! darcie ‚das Zerreißen’. ‚Ich hörte. 7. wolec´ ‚bevorzugen’ Die Deverbativa werden wie Substantive des neutralen Genus dekliniert (Neutrale Substantive auf -e wie danie). dass jemand die Tür öffnete. denn es gibt keine formalen Gründe.13.ä.7.’ 468 . die die Bildung von allen Verben behindern würden. haben jedoch keinen Plural. gryz´c´ ! gryzienie ‚das Beißen’ Das Formativ -cie tritt mit einer gewissen Regelmäßigkeit bei Verbalsubstantiven auf. deren Ausgangsverb auf -a±c´. Sie hat heute nur noch die Bedeutung ‚Ziehung’ in Kontexten wie Lotto u. S!ysza!em.2.13. potrafic´ ‚vermögen’. Einige Verben auf -na±c´ nehmen das Formativ -enie: pragna±c´ ! pragnienie ‚das Wünschen’. Deverbativum ‚czytanie’ 445 nies´c´ ! niesienie ‚das Hintragen’. Funktion Die Deverbativa werden im Wesentlichen zu syntaktischen Zwecken gebildet. Von folgenden Elementen lassen sich keine Deverbativa bilden: • einigeVerben auf -ec´. musiec´ ‚müssen’. -na±c´ auslauten: zacza±c´ ! zacze±cie ‚das Beginnen’. !akna±c´ ! !aknienie ‚das Lechzen’ Manchmal kommen sie parallel zu den Lexemen auf -cie vor wie in cia±gnie˛cie – cia±gnienie ‚das Ziehen’. als reguläres Deverbativum zu fungieren. Die ältere Form auf -enie erhält eine engere Bedeutung und hört auf. stukna±c´ ! stuknie±cie ‚das Klopfen’ oder deren Wurzel auf einen Konsonanten auslautet: pic´ ! picie ‚das Trinken’.

! Bakterien bewirken das Verwesen organischer Körper. ‚Mutter regt sich darüber auf.’ • nicht gleichzeitig Matka denerwuje sie± wyrzuceniem syna ze szko!y. dass organische Körper verwesen. die sich auf vorhergehende oder folgende Handlungen beziehen. ‚Bakterien bewirken.446 7. ‚Wir möchten den Heimkehrern die Eingewöhnung in unser Land erleichtern. ‚Laufen ist nützlich für die Gesundheit.’ Bei den Deverbativa sind die Argumente der Ausgangsverben nicht mehr obligatorisch.’ Sie erlauben eine abstraktere Fassung der vom Verb ausgedrückten Handlung. z˙e cia!a organiczne gnija±. bewahren. Verben Bakterie powoduja±. . ! Bakterie powoduja± gnicie cia! organicznych. dass der Sohn von der Schule geflogen ist.’ Die Deverbativa bewahren in der Regel das Element sie±. während sie semantisch die Merkmale des Verbs wie Aspekt und Reflexivität u. aklimatyzowac´ sie± ! Chcemy powracaja±cym u!atwic´ aklimatyzowanie sie± w naszym kraju. • gleichzeitig Bieganie jest poz˙yteczne dla zdrowia.a. Die von imperfektiven Verben abgeleiteten Formen fungieren als Bezeichnungen aktuell verlaufender Handlungen im Gegensatz zu den perfektiven.

sondern verweisende Funktion. tam ‚dort’. ma!o ‚wenig’. zaraz ‚gleich’ c) Adverben der Art und Weise. a) Adverben des Orts. sie haben keine bezeichnende. za m!odu ‚in jungen Jahren’. rankiem ‚früh morgens’. prawie ‚fast’. takz˙e/tez˙ ‚auch’ f) Pronominaladverbien. Syntaktisch sind Adverben typischerweise auf das Verb bezogen. co dzien´ ‚jeden Tag’. sie modifizieren das Verb im Hinblick auf den Ort der versprachlichten Handlung. z powrotem ‚zurück’ ‚na wznak ‚auf dem Rücken’ b) Adverben der Zeit. tylko ‚nur’. daleko ‚weit’. krzywo ‚schief’. byle jak ‚notdürftig’ d) Adverben des Maßes und der Menge duz˙o ‚viel’. tak ‚ja’ 469 . dopiero ‚erst’. tu. -raum der Handlung an. Diese Klassifikation entspricht im Wesentlichen derjenigen der adverbialen Bestimmungen. Adverben Die Adverben (przys!o´wki) gehören zu den nichtflexivischen Wortarten und weisen bis auf die Pronominaladverbien eine morphologische Kategorie auf: die Komparation. sie geben gewisse der Handlung eigene Qualitäten an. bei Adjektiven und Adverben die Intensität einer Eigenschaft und bei einigen Pronomen eine emphatische Betonung des Umfangs. juz˙ ‚schon’. z bliska ‚von nahem’. wolno ‚langsam’. sie bezeichnen bei Verben die Intensität einer Handlung. zupe!nie ‚völlig’. jeszcze ‚noch’. wiele ‚viel’ e) Adverben des Grades. przynajmniej ‚wenigstens’.1. 8. ledwie ‚kaum’. tutaj ‚hier’. po´z´no ‚spät’. wczes´nie ‚früh’. dobrze ‚gut’. blisko ‚nah’. Semantische Subkategorien von Adverben Adverben lassen sich nach semantischen Kriterien klassifizieren.8. z lekka ‚kaum spürbar’. sie geben den Zeitpunkt bzw.

448 8. Ordinalia pie±c´ ! pia±ty ! *pia±to ‚fünfte’ Achtung: Im heutigen Polnisch lassen sich nur tendenzielle Regelmäßigkeiten aufzeigen. vom Adjektiv zum Adverb bei stary ! staro ‚alt’ vs. Jh. Es handelt sich ursprünglich um Formen der einfachen Adjektivdeklination: -o Nominativ Singular Neutrum und -e Lokativ Singular Neutrum.und -ow- . alle echten Beziehungsadjektive rower ! rowerowy ! *rowerowo ‚Fahrrad-’. von Adverben abgeleitete Adjektive tutaj ! tutejszy ! *tutejszo ‚hiesig’ d. wysoki ! wysoko ‚hoch’.1. gora±cy ! gora±co ‚heiß’. Die Motivation ist dabei nicht immer eindeutig.B. Deshalb muss das jeweilige Adverb immer auch in einem Wörterbuch nachgeschlagen werden! Während in früheren Sprachzuständen des Polnischen Dubletten recht häufig waren (z. -ast. 8. -ch drogi ! drogo ‚teuer’. nudno ‚langweilig’. welches Adverb mit den Suffixen -o oder -e gebildet wird. dobry ! dobrze ‚gut’ Bestimmte Gruppen von Adjektiven und Numeralia weisen keine entsprechenden Adverben auf: a. sind synonyme Dubletten heute eher selten: nudnie (selten) vs. pochmurno ‚trübe’ Es gelten folgende Tendenzen bei der Bildung von Adverben: • Suffix -o bei Stammauslaut auf palatalisierten oder funktional-palatalisierten Laut tani ! tanio ‚billig’.2. z. vom Adverb zum Adjektiv bei blisko ! bliski ‚nah’. Formen Außer bei solchen primären Adverben wie jeszcze ‚noch’ oder tez˙ ‚auch’ lassen sich im Hinblick auf die morphologische Struktur Beziehungen zu anderen Wortarten feststellen. Adverben 8. aber gora±co ‚heiß’ c.B. badawczy ! badawczo ‚prüfend’ • Suffix -o bei Stammauslaut auf -g. Motiviertheitsbeziehungen mit Adjektiven 470 Durch Adjektive motivierte Adverben werden hauptsächlich auf der Basis von Qualitätsadjektiven mit Hilfe der Suffixe -o oder -e gebildet.2. -owat-. kro´tki ! kro´tko ‚kurz’. urze±dowo – urze±dowie ‚amtlich’). aber papierowo ‚papieren’ (papierowo blada cera ‚papieren blasse Haut’) b. cichy ! cicho ‚leise’ • Suffix -o nach Suffixen -at-. viele von Partizipien abgeleitete Adjektive kochac´ ! kochany ! *kochano ‚geneigt’. im 19. -k. pochmurnie vs.

-!y.2. wobei die Form auf -o dem entsprechenden Adjektiv am nächsten steht. pilno – pilnie ‚dringend’ pilnie ist das mit dem Adjektiv pilny zusammenhängende Adverb in der Funktion einer adverbialen Bestimmung: pilny student ‚der fleißige Student’ ! On pilnie studiowa!. -iwy und -liwy dziecinny ! dziecinnie ‚kindlich/kindisch’.2. po ludzku ‚menschlich’. ‚Er hat fleißig studiert. aber: pe!ny ! pe!no ‚voll’ • po + Suffix -sku/-(dz)ku/-(c)ku bei Adjektiven auf -ski. -(dz)ki und -(c)ki po polsku ‚auf Polnisch’. po niemiecku ‚auf Deutsch’ Die Mehrheit der heutigen Dubletten zeigt bei unterschiedlicher Semantik auch ein unterschiedliches syntaktisches Verhalten: wysoko – wysoce ‚hoch’. im gleichen Maße’ hat: Postaraj sie˛ przeci'c´ to równo! ‚Versuche das gerade durchzuschneiden!’ Nie jad!em nic ro´wnie smacznego. papierowy ! papierowo ‚papieren’ • Suffix -e oft nach abgeleiteten Adjektiven auf -ny.’ Ähnliche Bedeutungsverschiebungen finden sich in den formalen Dubletten daleko – dalece und wysoko – wysoce. ‚Du weißt gar nicht wie sehr du dich irrst. g!upkowaty ! g!upkowato ‚dümmlich’. ‚Ich habe noch nie etwas so leckeres gegessen. Nie wiesz. dokuczliwy ! dokuczliwie ‚lästig’. twierdza±co ‚bejahend’. vgl.2. das die Bedeutung ‚das Gleiche. bieg!y ! biegle ‚fließend’. nach Hause zu kommen. nagla±co ‚dringend’ 471 . Formen 449 popielaty ! popielato ‚grau’. daleko – dalece ‚weit’. ‚Ich wohne weit von hier. ‚Wir hatten es eilig. prawdziwy ! prawdziwie ‚wahrhaftig’. sondern semantisch.’ Zachowa!es´ sie˛ wysoce nietaktownie.’ Das Lexem pilno tritt hingegen nur in prädikativer Funktion auf (pilno komu do czego): Pilno nam by!o do domu. ‚Du hast dich höchst taktlos benommen. jak dalece sie˛ mylisz.’ Die Dubletten ro´wno und ro´wnie sind nicht syntaktisch geschieden. Motiviertheitsbeziehungen mit Partizipien Auch Partizipien können als Ableitungsbasis für Adverben fungieren. po wariacku ‚verrückt’.’ 8.8.’ Mieszkam daleko st'd.’ Wspi'! sie˛ wysoko. nicht schief’ und steht dem Gradadverb ro´wnie gegenüber. Das Adverb ro´wno hat die Bedeutung ‚gerade. ‚Er kletterte hoch. aktive und passive Partizipien: gora±co ‚heiß’.

es ist einem Nicht-Substantiv untergeordnet. Es fungiert typischerweise als adverbiale Bestimmung.3.450 8. razem ‚zusammen’ Auch hier gilt. Adverben niezro´wnanie ‚unvergleichlich’. Es kann sich auf finite Verben beziehen: D!ugo czeka!em. nieodparcie ‚unbestritten’. wieczorem ‚abends’. wcale ‚ganz und gar’. lekko zarumieniony ‚leicht errötet’ Adverben des Grades können sich auch auf andere Adverben beziehen: Czuje± sie± bardzo z´le.5. teils auseinander geschrieben. Motiviertheitsbeziehungen mit Substantiven 473 Einige Adverben sind von erstarrten Kasusformen bestimmter Substantive abgeleitet. dass die Konstruktion nicht erweiterbar ist *z naszym powrotem. po polsku ‚auf Polnisch’.h.2. ‚Ich fühle mich sehr schlecht.’ bardzo dobry ‚sehr gut’. z powrotem ‚zurück’ Dass es sich hierbei nicht um reguläre Formen der entsprechenden Ausgangslexeme handelt. niespodziewanie ‚unerwartet’. die für den heutigen Sprecher kaum noch transparent sind. aber nicht von ihm regiert. Adverben und ihre syntaktische Funktion 474 Das Adverb erfüllt im Satz vorwiegend die Rolle einer näheren Bestimmung der durch das Verb ausgedrückten Handlung. 8. otwarcie ‚offen’ 8. ‚Ich habe lange gewartet. als auch Adjektive oder Partizipien bestimmen: Bardzo sie± stara!. od dawna ‚seit altersher’.’ oder auf Infinitive: Umiesz lekko tan´czyc´. Sie werden teils zusammen.’ oder auf Adverbialpartizipien: Mile sie± us´miechna±wszy poszed!. dass das Adverb im Gegensatz zum Ausgangsnomen nicht erweiterbar ist.’ Einige Adverben – es handelt sich um Adverben des Grades – können sowohl Verben. erkennt man entweder an der spezifischen Form wie bei od dawna oder daran.2.2.4.’ . 8. z daleka ‚von weitem’. Motiviertheitsbeziehungen mit Präpositionalphrasen 472 Hierbei handelt es sich um Bildungen. ‚Du kannst leicht tanzen. ‚Er bemühte sich sehr. d. Die Kasusform wird heute nicht mehr als solche wahrgenommen. ‚Er lächelte nett und ging weg.

8.’ Welche dieser Adjektive als Prädikative verwendet werden können. ‚Mir war kalt.’ Einige können im Präsens mit der Nullkopula auftreten und fungieren als alleiniges Prädikat ohne Begleiter (Prädikativ). Zimno mi. sondern mit der Kopula als Prädikat auftreten. Sie stammen vorwiegend aus folgenden Bereichen: a) Prädikative aus dem Bereich ‚schwer – leicht’ trudno ‚(es ist) schwierig’ cie±z˙ko ‚(es ist) schwer’ !atwo ‚es ist einfach’ lekko ‚(es ist) leicht’ b) Prädikative mit temporaler Komponente (za) po´z´no ‚es ist (zu) spät’ (za) wczes´nie ‚(es ist) (zu) früh’ pilno ‚(es ist) dringend’ s´pieszno ‚(es ist) dringend’ (za) d!ugo ‚(es ist) (zu) lang’ c) Prädikative der Quantität duz˙o ‚(es ist) viel’ ma!o ‚(es ist) wenig’ wiele ‚(es ist) viel’ niewiele ‚(es ist) nicht viel’ ska±po ‚(es ist) karg’ pe!no ‚(es ist) genug’ dosyc´/dos´c´ ‚(es ist) genug’ d) Prädikative für Gemütszustände 475 . By!o/jest nam ciep!o. Diese homonymen Adjektive werden in unpersönlichen Sätzen mit invarianter Person verwendet. In den anderen Tempora tritt wieder die Kopula byc´ auf. ‚Mir ist kalt.’ Ciemno tu. Formen 451 8. Adjektive gleicher Form in Prädikatsfunktion Einige der Adverben weisen homonyme Formen auf. ‚Wir müssen dringend nach Hause.2. Es handelt sich kategorial um Adjektive. die nicht als adverbiale Bestimmungen fungieren. ‚Es ist dunkel hier.2.’ neben: Jest mi zimno.6.’ Pilno nam do domu. By!o mi zimno. muss im Wörterbuch nachgeschlagen werden. die hier aber wegen der Formidentität im Abschnitt Adverb behandelt werden. ‚Uns war/ist warm.

obficiej ! najobficiej ‚am üppigsten’ Unregelmäßig werden diejenigen Adverben gesteigert. deren Stamm auf -k-. wygodnie ! wygodniej ‚bequemer’.vorangestellt wird: wygodniej ! najwygodniej ‚am bequemsten’. 8. verfügen die entsprechenden Adverben über die grammatische Kategorie der Komparation (stopniowanie).3. -ek.und -okauslautet. ma!o ! mniej ‚weniger’ . wysoko ! wyz˙ej ‚höher’. indem dem Adverb im Komparativ das Präfix naj. z´le ! gorzej ‚schlechter’.1. cie±z˙ko ! cie±z˙ej ‚schwerer’.3.h. Komparation 476 Wie dieQualitätsadjektive. grubo ! grubiej ‚dicker’ Der Superlativ wird gebildet. daleko ! dalej ‚weiter’. g!e±boko ! g!e±biej ‚tiefer’ Einige Adverben haben suppletive Komparationsformen (d. wa±sko ! we±ziej ‚enger’. lekko ! lz˙ej ‚leichter’.: nisko ! niz˙ej ‚niedriger’. ostro ! ostrzej ‚schärfer’. Adverben smutno ‚(es ist) traurig zumute’ nudno ‚(es ist) langweilig’ przykro ‚(es ist) unangenehm’ rados´nie ‚ist froh zumute’ e) Prädikative für physische Zustände zimno ‚(es ist) kalt’ duszno ‚(es ist) schwül’ f) Prädikative für äußere Eigenschaften einer Umgebung brudno ‚(es ist) schmutzig’ ciemno ‚(es ist) dunkel’ 8.452 8. obficie ! obficiej ‚üppiger’. Formen Synthetische Bildung Der Komparativ wird aus dem Adjektivstamm mit Hilfe des Affixes -ej gebildet. wczes´nie ! wczes´niej ‚früher’ Bei Adverben auf -o kommt es zu lautlichen Alternationen. ciep!o ! cieplej ‚wärmer’. verschiedene Stämme): dobrze ! lepiej ‚besser’. duz˙o ! wie±cej ‚mehr’. szeroko ! szerzej ‚weiter’. von denen sie abgeleitet sind.

‚Zosia singt besser als Jurek. die Komparation analytisch. szeroko ! mniej szeroko ! najmniej szeroko ‚am wenigsten breit’ 8. das das geringe Ausmaß des Vorhandenseins eines Merkmals ausdrückt.3. ‚Zosia singt am besten von allen.2. Diese Vergleichsgröße wird im Komparativ von der Konjunktion niz˙ begleitet: Dzis´ Zosia s´piewa lepiej niz˙ wczoraj.’ Auch od + Genetiv: Zosia s´piewa lepiej od Jurka.8. dann steht die Vergleichsgröße in der Form z(e) + Genitiv: Zosia s´piewa najlepiej ze wszystkich.’ Handelt es sich beim Superlativ um die originale vergleichende Hervorhebung aus einer Klasse. szeroko ! bardziej szeroko ! najbardziej szeroko = ! szerzej ‚breiter’ ! najszerzej ‚am breitesten’ Handelt es sich um ein Adverb.3. bei der negativen Komparation. ‚Zosia singt heute noch / wesentlich besser als gestern.’ 477 . Funktion der gesteigerten Adverben Beim Komparativ und Superlativ ist das Ausmaß der vom Adverb genannten Eigenschaft immer in Relation zu einer Vergleichsgröße gesehen. also in zwei selbstständigen Wörtern auszudrücken. Dies geschieht ganz regelmäßig mit Hilfe des ungesteigerten Adverbs und der Funktionswörter bardziej und najbardziej. d. Komparation 453 Analytische Bildung Im modernen Polnischen ist eine Tendenz zu beobachten. werden die Formen mniej und najmniej verwendet.’ Die komparierten Adverben können von weiteren Gradadverben bestimmt werden: Dzis´ Zosia s´piewa jeszcze / o wiele lepiej niz˙ wczoraj. ‚Zosia singt heute besser als gestern.h. Analytische und synthetische Formen sind synonym.

wobei sich auch rein syntaktische. Andere wiederum weisen ein sehr weites Gebrauchsspektrum auf.B. haben also keinen eigenen Satzgliedstatus. opro´cz ‚außer’. die in allen Verwendungsweisen mehr oder weniger stabil bleibt. also nicht semantisch motivierte Verwendungsweisen finden: lek na bo´l g!owy#=#lek od bo´lu g!owy#=#lek przeciw bo´lowi g!owy ‚Kopfschmerzmittel’ In diesen Fällen hängt der Gebrauch der Präposition nicht von der eigenen Semantik ab. Einige Präpositionen haben eine klare semantische Bedeutung wie z. zu denen es eine Reihe von Ausnahmen gibt: • geschlossene Räumlichkeit: w budynku ‚im Gebäude’ • offene Räumlichkeit: na stadionie ‚im Stadion’ • offene Landschaft: na Kaszubach ‚in Kaschubien’ • Inselnamen: na Kubie ‚auf Kuba’ • Ländernamen: w Polsce ‚in Polen’ Oder ‚Zeitpunkt’: • Stunde: o pia±tej ‚um fünf’ • Wochentag: w poniedzia!ek ‚am Montag’ • Monat: w czerwcu ‚im Juni’ • Jahr: w roku 1997 ‚im Jahre 1997’ • Jahreszeit: w lecie ‚im Sommer’ • Feiertag: na Wielkanoc ‚zu Ostern’ Präpositionen lassen sich nach ihrem morphologischen Bau und ihrer Verbindbarkeit mit verschiedenen Kasus klassifizieren. ‚räumliche Lage’ tendenziell nur mit bestimmten Substantiven bzw. die gemeinsam mit den Kasusformen der regierten Substantive die Relationen zwischen den einzelnen Teilnehmern einer versprachlichten Situation ausdrücken. Vgl. Ein Teil der primären Präpositionen verbindet sich bei sehr allgemeinen Bedeutungen wie z. sondern wird durch das regierende Verb oder das begleitete Substantiv bestimmt.B.9. die Grundregeln. . Präpositionen bilden erweiterte Wortformen von Substantiven. Präpositionen 478 Präpositionen (przyimki) gehören zu den nichtflexivischen Wortarten. -bedeutungen.

9. können u.1. przystana±c´ przy p!ocie ‚am Zaun innehalten’ zap!acic´ za mieszkanie ‚für die Wohnung bezahlen’ 9. die sich nicht immer aus den Einzelkomponenten ergibt. Primäre Präpositionen 455 9. sie haben keine gemeinsamen Bedeutungsbestandteile. die einsilbig sind und gewöhnlich einen weiten Verwendungskreis haben. d. dobiec do domu ‚zum Haus laufen’ odejs´c´ od sto!u ‚vom Tisch aufstehen’ Andere primäre Präpositionen sind homonym zu Präfixen. Im Gegensatz zu den primären Präpositionen ist die Verwendung stark semantisch motiviert.h.1. ‚bei’ przed +"Akkusativ/Instrumental ‚vor’ przez + Akkusativ ‚durch’ przy + Präpositiv ‚bei’ u + Genitiv ‚bei’ w + Akkusativ/Präpositiv ‚in’ z#+ Genitiv/Akkusativ/Instrumental ‚von/mit’ za + Genitiv/Akkusativ/Instrumental ‚hinter/um’ Einige ähneln in der Form und Bedeutung bestimmten Präfixen von Verben. auch gemeinsam mit solchen Verben auftreten. bez + Genitiv ‚ohne’ dla + Genitiv ‚für’ do + Genitiv ‚zu’ ku + Dativ ‚zu’ na + Akkusativ/Präpositiv ‚auf’ nad + Akkusativ/Instrumental ‚über’ o + Akkusativ/Präpositiv ‚über’ od + Genitiv ‚von’ po + Dativ/Akkusativ/Präpositiv/‚in … herum’ pod + Akkusativ/Instrumental ‚unter’.U. Primäre Präpositionen Zu den primären zählen die Präpositionen. Sekundäre Präpositionen Einige Präpositionen sind entweder aus zwei primären Formen oder Formen anderer Wortarten abgeleitet.2. Die wichtigsten: 480 479 . Die zusammengesetzten Formen weisen eine Bedeutung auf.

456 9. Präpositionen poprzez + Akkusativ ‚durch’ poza + Akkusativ/Instrumental ‚hinter/außer’ spod + Genitiv ‚aus hervor’ sponad + Genitiv ‚über hinweg’ spoza + Genitiv ‚aus hervor’ sprzed + Genitiv ‚von vor’ znad + Genitiv ‚von her’ zza + Genitiv ‚von her’ Andere sind erstarrte Formen aus anderen Wortarten wie z. Verwendung der Präpositionen 481 9. w + Akkusativ/Präpositiv ‚in’.1. .B. Substantiv mit primärer Präposition. • mit drei Kasus. dzie±ki + Dativ ‚dank’. Einige verbinden sich • mit einem Kasus. Sie werden heutzutage nicht mehr als solche empfunden. Präpositionen mit Genitiv bez ohne dla zum einmaligen Zweck/Nutzen von bez umiaru On to zrobi! dla matki/dla pienie˛dzy.B.a.3. 9. dzie±ki + Dativ ‚dank’ ko!o + Genitiv ‚neben’ mie±dzy + Akkusativ/Instrumental ‚zwischen’ naprzeciwko + Genitiv ‚gegenüber’ obok + Genitiv ‚neben’ oko!o + Genitiv ‚circa’ opro´cz + Genitiv ‚außer’ podczas + Genitiv ‚während’ wed!ug + Genitiv ‚nach. Die Präpositionen unterscheiden sich in Bezug auf die Verbindbarkeit mit verschiedenen Kasus.B. z. za + Genitiv/Akkusativ/Instrumental ‚hinter/um’.B. z. z.3. • mit zwei Kasus. laut’ wewna±trz + Genitiv ‚innerhalb’ wzd!uz˙ + Genitiv ‚entlang’ zamiast + Genitiv ‚statt’ u.

Haus) auch Adverb: daneben od a. Stadt. gegen d.3. bis zum Zeitpunkt ko!o a. räumlich: Lage neben etwas (Gegenstand. pro Einheit e. als beim Komparativ oko!o schätzungsweise opro´cz außer.9. ausschließlich =#pro´cz podczas zeitlich: während spod a. räumlich: Bewegung von etwas weg b. räumlich: Bewegung von unten hervor b. od godziny od bo´lu zakre˛tka od s!oika m!odszy od niej oko!o po!udnia oprócz/prócz ksi'z˙ek podczas wakacji spod sto!u spod Krakowa . zum generellen Zweck c. räumlich: aus der Gegend von etwas (Stadt) Pawe! poszed! do domu. do Gdan´ska. Verwendung der Präpositionen 457 do a. Land) b. zeitlich: seit c. Bewegung in Richtung auf etwas (Gebäude. do Polski krem do golenia do dzis´ chodzic´ ko!o dziecka ko!o Opola ko!o po!udnia mimo zakazów mimo drogi naoko!o/dooko!a domu naprzeciwko ulicy obok samochodu obok szko!y odejs´c´ od sto!u od pewnego czasu. in der räumlichen Nähe auch: Adverb ‚ringsherum’ mimo trotz =#pomimo alt auch Akkusativ auch Adverb: an etwas vorbei naoko!o räumlich: um etwas herum =#dooko!a auch Adverb: ringsherum naprzeciwko räumlich: gegenüber obok a. räumlich: um etwas herum b.

zeitlich: aus der Zeit vor (langer Zeitraum) u an. u mamy wed!ug przepisu wewna±trz budynku woko´! szko!y Woko´! panuje cisza. Akkusativ znad räumlich: Bewegung von etwas =#sponad oberhalb her zza räumlich: Bewegung von etwas Hinterem her spos´ród fal spos´ród moich przyjació! spoza gór spoza zasie˛gu wzroku Samocho´d odjecha! sprzed domu. räumlich: Bewegung von etwas weg b. bei wed!ug laut.458 9. räumlich: hinter etwas hervor b. ws´ród ludzi wzd!uz˙ rzeki z Niemiec. kausal: aus d. zeitlich: von auch Instrumental za in dem Zeitraum von auch Instrumental. nach #=#pod!ug wewna±trz räumlich: Lage innerhalb von etwas woko´! räumlich: um herum auch Adverb ‚ringsherum’ ws´ro´d räumlich: Lage mitten in etwas wzd!uz˙ räumlich: entlang auch: Adverb ~ i wszerz ‚in die Länge und Breite’ z(e) a. wieku za dnia za panowania króla znad morza zza góry wyjrza!o s!on´ce . ws´ród drzew. z dachu z we!ny z mi!os´ci najlepszy ze wszystkich z X. räumlich: aus etwas heraus b. Präpositionen spos´ro´d a. Qualität: aus c. räumlich: von außerhalb sprzed a. räumlich: aus einer Gruppe spoza a. nach Superlativ e. räumlich: Bewegung vor etwas weg b. sprzed wojny u boku.

zu einer räumlich offenen Entität c. pro (Einheit) f.3. räumlich: Bewegung in die Nähe (Gewässer) auch mit Instrumental rakieta wystrzeli!a nad miasto nad morze pomie˛dzy was Pomie±dzy nami panuje zgoda. na pamie±c´ dzie˛ki niemu. räumlich: Bewegung über etwas hinweg b. przeciw zdrowemu rozs'dkowi wbrew przepisom 482 483 . dzie˛ki pracy ku czci. in festen Fügungen naprzeciw räumlich: entgegen przeciw gegen wbrew gegen. räumlich: Bewegung auf etwas b.3. zum generellen Zweck g. na sto´! na zacho´d na Kaszuby na Kube± na l'd na dwa dni na Wielkanoc 100 km na godzine± rega! na ksia±z˙ki na bo´l g!owy na czysto. Insel. ku mojemu zdziwieniu.3. Verwendung der Präpositionen 459 9. zum Trotz 9. weiteres auch: Präpositiv nad a. Stadtteile). räumlich: Bewegung in Richtung auf etwas (Gebiet.2. gegen h. Präpositionen mit Akkusativ mie±dzy räumlich: Bewegung zwischen zwei #=#pomie±dzy Entitäten auch: Instrumental na a. zeitlich: für einen Zeitraum d. Halbinsel. Präpositionen mit Dativ dzie±ki dank ku zu. zeitlich: zu einem Zeitpunkt (Feiertage) e. Wyszed! jej naprzeciw.3.9.

przede mnie przez las przez mur przez deszcz przez noc zrobiony przez . räumlich: Bewegung nach außen auch Instrumental przed räumlich: Bewegung vor etwas auch Instrumental przez a. Vergleich: um auch Präpositiv po a. über. räumlich: Bewegung bis in die Nähe (Ort) b. ponad si!y poza mur poza miasto przed siebie. räumlich: Bewegung über etwas hinweg b. kausal: wegen d. Ziel: um zu (holen) auch Präpositiv pod a. räumlich: Bewegung hinter etwas b. zeitlich: eine Zeit lang e. zeitlich: gegen auch Instrumental ponad a. Bewegung in die Nähe von etwas (Stadt) c. wegen c. räumlich: an etwas heran b. räumlich: Bewegung über etwas hinweg c. Bewegung unter etwas b. Vergleich: mehr als auch Instrumental poza a. Passiv: von (nur przez) o s´ciane± gniewac´ sie± o m!odszy o rok (az˙) po rzeke± po 10 sztuk po lekarza zapas´c´ sie± pod ziemie± pod Warszawe± pod koniec ponad g!owe± ponad miare˛. pro (zählbarer Einheit) c. Präpositionen o a.460 9. räumlich: Bewegung durch etwas =#poprzez b.

B. zeitlich: vor auch Akkusativ z begleitendes mit auch Genitiv w do´!. w czwartek za ro´g za godzine˛ za kradziez˙ 484 mie˛dzy/pomie˛dzy kuchni' a pokojem mie˛dzy/pomie˛dzy nami mie˛dzy drug' a trzeci' (godzin') nad miastem nad Wis!a± nad ranem pod sto!em pod Warszaw' przed domem przed rokiem z koleg' z ironi' . räumlich: Lage in der Nähe von (Stadt) przed a. räumlich: Lage in einer Gruppe (spomie±dzy) c.3. Instrumental 9. w lewo. Verwendung der Präpositionen 461 w nur in festen Fügungen (z. zeitlich: zwischen auch Akkusativ nad a. räumlich: Lage über etwas b. räumlich: Lage in der Nähe von (Gewässer) c. für auch Genitiv. räumlich: Lage vor etwas b. Lage unterhalb von etwas b. w ten sposo´b.3. räumlich: Lage zwischen zwei pomie±dzy Entitäten b. räumlich: Bewegung hinter etwas b.4.9. zeitlich: nach c. Wochentage) auch: Präpositiv za a. ungefährer Zeitpunkt auch mit Akkusativ pod a. Präpositionen mit Instrumental mie±dzy = a.

na l'dzie mo´wimy o gramatyce o drugiej po mies´cie po ludziach. Zeitpunkt (Stunde) auch Akkusativ po a. zeitlich: während za domem krok za krokiem jestem za tym 485 na stole na zachodzie.5. po ca!ym kraju po miesi'cu po butelce po uszach przy stole przy ludziach przy s´wie˛cie . zeitlich: nach c. räumlich: Lage auf etwas b. bei Inhaltsverben: über b. jeweils eine (Einheit) e.3. Präpositionen za a. für auch Genitiv. räumlich: Lage in etwas (Gebiet. in der Anwesenheit von c. Insel).462 9. räumlich: Bewegung innerhalb von etwas b. in einer räumlich offenen Entität auch Akkusativ o a. verschiedenes auch Akkusativ przy a. na Mazowszu na Kubie. Akkusativ 9. neben b. zeitlich: nach (Monate) d. Präpositionen mit Präpositiv na a. räumlich: Lage hinter etwas b. räumlich: bei. räumlich: an verschiedenen Punkten einer Gruppe c.

Jahr) d. räumlich: Lage in etwas c. Verwendung der Präpositionen 463 w a. zeitlich: in einem Zeitabschnitt (Jahrenszeiten. räumlich: Lage innerhalb von etwas b. w 1997 w odro´z˙nieniu.3. w stanie . w dniu. verschiedenes auch Akkusativ w domu w Polsce w lecie.9.

für eine einzige semantische Beziehung stehen oft mehrere Konjunktionen zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es viele Konjunktionen. Konjunktion a aby aczkolwiek albo albowiem ale az˙ az˙eby bo byle chociaz˙ choc´ czy czyli dlatego dopo´ki dopo´ki … dopo´ty stilistische Markierung Ø Ø gehoben Ø gehoben Ø Ø gehoben umgangssprachlich gehoben Ø Ø Ø Ø Ø Ø Ø deutsch und um zu obgleich oder da aber bis um zu denn wenn obwohl obwohl ob das heißt deswegen bis bis . Die gebräuchlichsten Konjunktionen sind in der Liste fett markiert.10. Bezüglich der ausgedrückten syntaktischen Beziehung. die synonym sind. die sich in ihrer Bedeutung bzw. aber einen stilistischen Unterschied aufweisen. Konjunktionen 486 Konjunktionen (spo´jniki) gehören zu den nichtflexivischen Wortarten. Wortfügungen und Sätzen. Es gibt recht viele Dubletten. lassen sich nebenordnende (Parataxe) und unterordnende (Hypotaxe) Konjunktionen unterscheiden.h. Sie dienen der Herstellung syntaktischer Beziehungen zwischen einzelnen Wortformen. Verwendung in keiner Weise unterscheiden. d.

10. Konjunktionen 465 dopo´ki … dota±d dopo´ty … az˙ gdy gdyby gdyz˙ i ilekroc´ ilekroc´ … tyle kroc´ ilekroc´ … tyle razy ilekroc´ … zawsze ile razy … tylekroc´ ile razy … tyle razy ile razy … zawsze im … tym inaczej iz˙ jak jak gdyby jak tylko jakkolwiek jako z˙e jako iz˙ jakoby jednak jes´li jes´liby jez˙eli jez˙eliby kiedy Ø Ø gehoben Ø Ø Ø Ø Ø Ø Ø Ø Ø Ø Ø Ø gehoben Ø Ø Ø gehoben gehoben gehoben Ø Ø Ø Ø Ø Ø Ø bis bis als wenn weil und jedesmal. wenn jedesmal. wenn je – desto andernfalls dass wie als ob sobald obgleich da da als ob jedoch wenn wenn wenn wenn als . wenn jedesmal. wenn jedesmal. wenn jedesmal. wenn jedesmal. wenn jedesmal.

466 lecz lub mianowicie mimo iz˙ mimo z˙e mimo to natomiast niby niczym niz˙ oraz podczas gdy podczas kiedy poniewaz˙ po´ki po´ki nie skoro tedy tymczasem wie±c zanim zas´ zatem z˙e z˙eby gehoben gehoben Ø gehoben Ø Ø Ø Ø Ø Ø Ø gehoben Ø Ø Ø Ø Ø gehoben Ø Ø Ø gehoben gehoben Ø Ø jedoch oder und zwar obschon obschon obwohl hingegen als ob wie als sowie während während weil solange bis sobald als dann unterdessen also bevor hingegen daher dass um zu .

’ In den ersten beiden Beispielen geht es um ein und denselben Sachverhalt ‚Peter ist in der Schule.’ Mit chyba ändert der Sprecher daran nichts. Darüber hinaus macht sich der jeweils unterschiedliche syntaktische Status von Partikeln und Adverben darin bemerkbar. Diese Eigenschaften lassen sich an dem Beispiel chyba ‚wahrscheinlich’ illustrieren. es aber nicht sicher weiß. chyba unterscheidet sich von einem Adverb wie che±tnie darin. also das Verhältnis von Hörer und Sprecher. – Piotr chyba jest w szkole. sondern bringen zum Ausdruck. – Piotr che±tnie chodzi do szko!y. die keine referenzielle Funktion haben und weder ein eigenständiges Satzglied. So besteht in der Sachlage ein Unterschied.’ Darüber hinaus kann nach Adverben gefragt.’ Piotr nieche±tnie chodzi do szko!y. ‚Piotr geht ungern zur Schule. dass dieser Sachverhalt tatsächlich existiert. *Piotr nie chyba jest w szkole. gibt aber zusätzlich zu verstehen. dass er es aber für möglich hält. einschätzt. nach Pertikeln jedoch nicht: Czy Piotr che±tnie chodzi do do szko!y? ‚Geht Piotr gern zur Schule?’ *Czy Piotr jest chyba w szkole? ‚Ist Piotr vielleicht in der Schule?’ Es gibt folgende Typen von Partikeln: • Abtönungspartikeln • epistemische und evidentiale Partikeln • Gliederungspartikeln Es ist zu berücksichtigen. ‚Piotr ist nicht vielleicht in der Schule. 487 . ob Piotr gern in die Schule geht oder ob er in die Schule geht. wie der Sprecher den Sachverhalt oder die Gesprächssituation. dass dieses sehr wohl den Sachverhalt ändert. ‚Piotr ist (wahrscheinlich) in der Schule. dass einzelne Wörter mehrere Funktionen haben. Partikeln Partikeln (partyku!y pragmatyczne) sind eine Wortart von unflektierbaren Wörtern. noch eine abgeschlossene Äußerung bilden. Syntaktisch bilden sie Äußerungsglieder. ändert dies im Gegensatz zu Adverben den Sachverhalt nicht: Piotr jest w szkole. Wenn man in einem Satz die Partikel weglässt. dass Adverben näher bestimmt oder negiert werden können.’ Piotr chodzi do szko!y. In ihrer Bedeutung beziehen sie sich im Prinzip nicht auf Sachverhalte der außersprachlichen Umwelt. also polysem sein können.11. ‚Piotr geht (gerne) in die Schule.

’ Wie±c ska±d pan to wie? ‚Woher wissen Sie das denn?’ Przynajmniej Piotr przyszed!! ‚Wenigstens ist Piotr gekommen. Außerdem kann er den versprachlichten Sachverhalt bzw. z˙e jestem rzekomo agentem KGB. die Sprechsituation als positiv oder negativ bewerten.’ Ale sie˛ zmieni!as´! ‚Du hast dich aber verändert!’ Ales´ sie˛ zmieni!a! ‚Du hast dich aber verändert!’ Weitere Partikeln aus dieser Gruppe sind u. Im Deutschen stehen angeblich. aus der der Sprecher die versprachlichte Information erhalten hat: sie kann z. Diese Partikeln bringen in kompakter Weise so etwas wie ‚Man hat mir erzählt. Przestan´z˙e s´piewac´! ‚Hör doch auf zu singen!’ Chodz´ no tutaj! ‚Komm doch mal her!’ – Czy ona jest bardzo stara? – Bo ja wiem – odpar! ch!opak. oczywis´cie ‚natürlich’. Moz˙e by! tu dawniej. bodaj und rzekomo. -z˙e. nuz˙e. Im Polnischen sind dies: podobno. ‚Janek kommt offensichtlich nicht mehr. angeblich ein Spion des KGB zu sein.’ . hierher zu kommen.a.2. Eine andere Quelle ist der Augenschein (widac´/widocznie – offensichtlich).’ Maria widocznie nie mia!a che±ci tu przyjs´c´. niestety ‚leider’. antwortete der Junge.’ Zosta!em oskarz˙ony. Der Sprecher kann die Wahrscheinlichkeit gradieren von ‚vielleicht’ über ‚wahrscheinlich’ zu ‚sicherlich’: moz˙e – prawdopodobnie/chyba – na pewno u. ‚Ist sie sehr alt? – Was weiß ich denn. ‚Maria hatte offensichtlich keine Lust.’ On na pewno tu nie by!.’ Janek widac´ juz˙ nie przyjdzie. Abtönungspartikeln 488 Mit Abtönungspartikeln (partyku!y tonuja±ce) kann der Sprecher Aufforderungen abmildern oder verstärken: no. dass …’ zum Ausdruck.’ On prawdopodobnie tu nie by!.468 11.B. 11.1. Kowalski podobno/ponoc´ zmar!. ‚Ich wurde beschuldigt. Partikeln 11.a. ‚Er war wahrscheinlich nicht hier. ‚Er war ganz sicher nicht hier. sondern die Quelle.’ Evidentiale Partikeln (partyku!y imperceptywne) markieren nicht den Grad der Wahrscheinlichkeit. ponoc´. ‚Er war vielleicht früher hier. nareszcie ‚endlich’. ‚Kowalski soll (angeblich) gestorben sein. wohl oder sollen. Epistemische und evidentiale Partikeln 489 Epistemische Partikeln (partyku!y epistemiczne) drücken wie einige Modalauxiliare die Wahrscheinlichkeit der Realisierung des in der Prädikation genannten Sachverhalts aus. auf Hörensagen beruhen. bodaj ‚wenigstens’.

Zu ersteren zählen no.’ Piotr zachorowa!. andererseits bewertet sie diese als negativ (Abtönung). Poszed!bym przez ogro´d. Gliederungspartikeln Gliederungspartikeln (partyku!y parcelacyjne) dienen dazu. die Äußerungen in ihrer Abfolge zu strukturieren. alez˙. ‚Sind Sie sicher? – Aber ich bitte Sie.a. Musze± sie± widziec´ z Kowalskim! – No. wissen Sie. wie pan.’ Das Ende eines Redebeitrags kann durch nieprawda?/nieprawdaz˙? markiert sein. ale a nuz˙ ktos´ z gospodarzy mnie zobaczy? ‚Ich würde durch den Garten gehen. dass er nicht zu Hause ist. Wacku. gehst du zu den leichten Mädchen?’ A o kto´rej sie± spotkamy? ‚Und wann treffen wir uns?’ – Jest pan tego pewien? – Alez˙ drogi panie. Pracuje± w tym banku osiemnas´cie lat. czy ty chodzisz do dziewczyn lekkich obyczajo´w? ‚Wacek kommt zur Beichte: Sag mir mal.’ Mit den Partikeln a. Gliederungspartikeln 469 Eine besondere Bedeutung hat die Partikel a nuz˙: sie drückt einerseits eine Möglichkeit aus (epistemisch). Przeciez˙ mo´wie±. weichen Gesprächseinsatz. – A powiedz mi. Die Partikeln a und i schaffen einen sog. Wacek. z˙e go nie ma w domu. Wacek poszed! do spowiedzi. nicht war? 490 . a. ‚Piotr ist krank. ich habe doch gesagt. wenn mich jemand von den Besitzern sieht?’ 11.3. znaczy nie moz˙e przyjs´c´. Ich arbeite seit 18 Jahren in dieser Bank. dass er ein neues Thema anfängt.3. Przyjedziecie znowu w przysz!ym roku. i und alez˙ kann der Gesprächspartner das Gespräch an sich übernehmen und markieren. Diese Partikeln sind auf die Gliederung entweder des Dialogs oder des Monologs ausgerichtet.11. innymi s!owami. inaczej mo´wia±c u. eine Paraphrase anführen möchte oder dass er auf eine Antwort von Seiten des Hörers wartet. Der Sprecher kann mit ihrer Hilfe markieren. zu zweiteren znaczy. das heißt er kann nicht kommen. Ich muss Herrn Kowalski treffen! – Na. dass er Einiges zu erzählen hat. – Prosze± pani. ‚Ich bitte Sie. aber was ist. nieprawda/nieprawdaz˙? ‚Ihr kommt im nächsten Jahr wieder.

Geräusche nachzuahmen. Interjektionen Interjektionen (wykrzykniki) haben keine lexikalische Bedeutung und können ohne weitere Zusätze eine eigenständige Äußerung bilden. durch bestimmte Lautkombinationen nichtsprachliche Laute bzw. Boz˙e! • Freude: hura! • Anerkennung: brawo! • Schmerz: oj. Sie sind der mündlichen Sprache vorbehalten. Interjektionen in lautnachahmender Funktion 492 Einige Interjektionen dienen dazu. Im Polnischen gibt es salonfähige und vulgäre Flüche: • salonfähig Matko Boska! Do licha! O Boz˙e! O Jezu! • grob und vulgär Cholera jasna! Do cholery! • euphemisierte vulgäre Flüche Kurcze±! Kurcze± pieczone! Kurka wodna! O kurza twarz! Holender! (zu vergleichen mit: Scheibenkleister!) Einem Nicht-Muttersprachler ist vom Gebrauch dieser Flüche abzuraten. ojej • Wut: cholera jasna! • Abscheu: brr! u. • Verwunderung: a!. Es handelt sich um Satzäquivalente. Interjektionen in emotiver Funktion 491 Einige Interjektionen können. greift er zum Fluch.2. 12. in unmittelbarer Weise emotionale Zustände des Sprechers zum Ausdruck bringen. Wenn der Sprecher sich sehr wehgetan hat oder sich über die Maße ärgert. o!. och!. 12.1.a. vor allem in spontaner Kommunikation. ach!. . Dabei verlieren die Komponenten ihre ursprüngliche Bedeutung.12.

aha u.’ 12. dass der Hörer dem Sprecher zuhört.a. Sie können Verwunderung oder Zustimmung zum Ausdruck bringen oder als JaAntwort fungieren.’ Tak! ‚Ja!’. ‚Es geht mir um Kowalski – Hmm.’ Kaczka chlup do wody! ‚Die Ente sprang – platsch – ins Wasser. no. kici-kici bei Katzen. ‚Und sie dazu nur hi-hi-hi. tak. ‚Der Junge sprang – hopps – über den Zaun. – Chodzisz do szko!y? – Aha – zawo!a! ch!opak.’ – Chodzi mi o Kowalskiego! – No. Es treten auf tak. Nie! ‚Nein!’ 493 . Interjektionen zur Hörerrückmeldung Einige Interjektionen haben die Funktion zu signalisieren.’ Ch!opak hop przez p!ot. A ona na to chi-chi-chi. tas´-tas´ bei Enten • Nachahmung von Tierlauten Hund: hau hau! Katze: miau! • Nachahmung von anderen Geräuschen be±c! trach! szast-prast! chi-chi-chi! hop! Einige Interjektionen. ‚Und das Glas in der Hand knack.3.3. Interjektionen zur Hörerrückmeldung 471 • Laute zum Anlocken von Tieren.’ A szklanka trach! w re±ku. vor allem der Nachahmung von Geräuschen können in unflektierbarer Form in einen Satz eingebunden werden und die Funktion des Prädikats übernehmen. ‚Gehst du in die Schule? – Hmm – rief der Junge. ja klar. cip-cip bei Hühnern.12. Oczywis´cie.

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