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HE Beeb 4 ATLY Y. 2JO~ 24} l | STATUS: PENDING 20110603 *78427077" BORROWER: JHE RECEIVE DATE: RENEWAL REQ: ‘NEW DUE DATE: LENDERS: *UP#, UPH TITLE: Melos Jahrbuch fur zeitgenossische Musik: ISSN; 0274-7207 IMPRINT: Mainz Melog-Verl. fruher ARTICLE: Erich von Horbostel: Die Binheit der sinne PAGES: 230-297 VBRIPIED: <1W:1160053> OCLC SHIP To: Tnseelibrary Services/Milton 8. Eisenhower Library/3400 N. Uhiversity/Saltimore, MD 21218 BILL TO: sane SHIP VIA: NATL OR UPS maxcost: TPM - 50.00 COPYRIGHT COMPLIANCE: CCl. ODYSSEY: 162,129,243.195/NSEL PAK: (410) 516-8596 ARIEL: 128.220.8.249 EMAIL: illejbu.edu PATRON: Schade, Johannes Charles st./Johns Hop! [00> ? octe #: 612512448 source: thidad DUE DATE SPCL MES: sakturder ‘Fonempfindung, des Scrallens-und Zufammenktangs————— gexehene .Vernchmen” ili chen dicidnige- Aktart des BewuBtleins, weldie mit dem Ver attinmnt bis auf die Gegenftindlichkeit, die dem Vernchmen fehle, , Man serficht etwas, aber min vernimmt ~ Akuflifches und dar dlen, unausdiickharen, unfagbaren, unbeweisbaren, mufikafifdren Sinn, Und nur das Hirhare’ ill das Vernehmbare, wodurd: es fich von allem tbaren, das erft als Bild fir die Empfindang und am_primitivfien zundch(t dusdrudkshaft-fymbolifch yerftindlich Winds Davon it die akuttiche Sphare ret aru Me ie Manik rer fren Siar BibT Tie in einePapdh vorfymbolifchen Weite jn uid d mit der Klangma und mit den Sinnes: a cemplinduingen ‘und, Das wit der $ hen uh ungegenftindlich Erich Mv. Hornbostel (Berlin) DIE EINHEIT DER SINNE L Far den Fauben gibt’s keine Musik. Das ,Selbstverstandliche” ist immer ver~ weifeln, Wenigstens cin hischen, probeweise; sich fragen: diidutigs man sollte esa warum eigentlich? "Ihre Mensdilidiktit. verschwand _____.iinzlich_in_dem_haushohen. wogenden Sdhleierkeldy, Fine Tanzerin hatte einen Tanz: Lil in tiefes Violett vérlosch spiralig, blendendes Wei8 jwuchs empor Gnd zu grenzenloser Weite. Das Jahrmarkietés des. Vorstaduheaters konnte dieser reinen Musik ‘nichts_anhuben. a nicht, Tne ge- “ Obertragene Rede? Uneigentliche Bedeutung? Ich chaupte sehn oder Farben gehért z haben, Ich bin.nicht taub und leidlich mu wa mit ,Musik” eigentlich gemeint ist, und habe eben dieses Figeneliche gemein st’ das kriinkend fir, Hin Negerstamm hat cin besonderes Wort fiir sehen’; fiir horen, Wenn einer den Delphin einen Fisch nennt, en Zoologen, aber keine Metapher gemeinsames, — durch welchen: Sinn ich metke, tasten, ricchen, schmecken’ aber Schweinestall ~ tasten’ und vempfinden’ aberhaupt daB ich im Dunkel in de aten bin, ist eigentlich gleichgilig. ran- zosisch sentir: heiBe ,riech in Kind, das = 20 $ ~ lichen Bedeutung des Worts zuriid, dic noch im Mittelhochdeutschen_cie ausschlieB- liche war. Uns gilt sie houte als yiabertragenn”, So. natirl Licht. De wie bei Licht, sondern dasselbe. ‘ ‘h war ie Chertragungaul noch yersteht jeder, was Helligkeit hei S chall meinty nicht Entsprechendes: Hier klingt eit Ton, hier sind cing Menge vergchiedener-grauer Papiere,,yon Schwarz bis Wei du sollst cins wablen, das chen so hell ist wie dex TonD: Caeser) vax dunkel!” Das? — fu hell!” Das? es geht —Noch etwas: a hell!” Usw. veicht, geht sche ena alle Leute — Varhenblinde ausgenonmen — so tnton rane Fa tassetbe- Grau Ferner We beare fedora tenr Rtas denselben Ton, der so héll klingt, wieHlieder duftet. (Gewéhnlich sagen sic erst; dic _— Aufgabe—seiamsinnig.—Aber—wenn—sie. sich: tiberhaupt-auf-der Ensinneintassen, geht’s trotzdem.) kt cheinbare Ausnahme zur Regel und man mu® nach ch , als Geschenes schlechthis,~ Es gibt also Sinnliches, das nicht auf cinen inzigen Sinn beschi t. da, n Zusehn wird die s Inen Si bei genauer dem Pri ~ selbst schon yerschiedene Pers heir. Die Ligentiimer sind treil ateigentum jedes eins 1 keinem Blinden und keinem sen Unters anders als.Gehértes, und nschaulich machen. Aber nicht alle Sinne sind so stark ausgepriigte: Indi- Pauben. sten willen, daB sie nicht mit Zunge und Gaumen das Arom \idualititen. Die Weni ch die Nase zuhaltch, der Ananas schmecken, and da8 es yerschwindet, sobald si 1 in den letzten weil sie es riechen. Noch sind ,die faint Sinne” sprichwortlich, dem Jahrzehnten-erst hat die Sonde der Wiflenschalt das ,Gefahl” der Haut in eine V yahl von Sinnen zerlegt. Aber Warm und Kalt erscheinen uns nach wie vor als Richtungen auf_ciner-cinzigen: Linie;. dutch. alle Stufen des Lau wid Kébl_mihlich \eibunden, nicht als Zweigrlet (ie Héren und Sehr) ~ trots kann man. spiiren, welche Schwingung heller sider. dunbler. 86; Oktaveiizwejitang file steh uch-auf der Haut honsonant an gegeniber einer Septime, Ob die Fische hibren wie ‘Awergwels dazu erzichen liBt, daB * der Haut, trot aller Verwandte ich dem Druicksinn nicierle’ Oganes Mit den Fingers selbst wenn nur-cin ,Ganzton” dazwischen liegt; und ei wit, bleibt unenischeidbar, wenn sich auch ci koihmt, wenn man pfeilt. | Uns erschicint das ,Hére schalt mit dem des Ohvs, der Ganse fiifschen bediirfigs weil es zug Jhivigheit der Vibrationsempfindang sparen verschwistert ist In dieser doppelten Zaz 2 » 201