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Das Adjektiv

Das Adjektiv (das Eigenschaftswort, lat. Nomen adiectivum = »beigefügtes No- men«) ist nach dem Substantiv und dem Verb die drittgrößte Wortart. Die Adjektive machen etwa ein Sechstel des Gesamtwortschatzes der deutschen

Gegenwartssprache aus. In manchen Grammatiken wird das Adjektiv auch

Bei -
Bei
-
aus. In manchen Grammatiken wird das Adjektiv auch Bei - wort oder Eigenschaftswort genannt. In den

wort oder

manchen Grammatiken wird das Adjektiv auch Bei - wort oder Eigenschaftswort genannt. In den traditionellen

Eigenschaftswort genannt. In den traditionellen Grammatikkonzep-

tionen wird das Adjektiv semantisch definiert:

Adjektive bezeichnen Merkmale, Eigenschaften oder Relationen, die man an Gegenständen oder Erscheinungen beobachten kann.

Man übersieht dabei, dass die gleiche semantische Funktion nicht selten durch andere sprachliche Mittel, z.B. durch ein vorangestelltes Substantiv: z.B. Direk- tor Meier oder durch Wortgruppen, z.B. der Ritter ohne Furcht und Tadel, aus- gedrückt werden kann. U. ENGEL definiert daher die Wortart Adjektiv nach formalen Kriterien:

Adjektive sind Wörter ohne konstantes Genus, die zwischen Deter- minativ und Nomen stehen können. (Engel: 1996: 556)

Adjektive dienen prototypisch als Attribute, als Modifikatoren des zentralen Elements (eines Substantivs, substantivierten Adjektivs oder substantivierten Verbs) einer Nominalphrase. Das Adjektiv wird im Bereich des Verbs als Satzadjektiv gebraucht und bleibt in der Regel undekliniert (prädikativ oder adverbial).

Der Schüler ist fleißig. Der Schüler lernt fleißig.

Im Bereich des Substantivs wird das Adjektiv als Attribut gebraucht und fast immer dekliniert. Es kongruiert mit dem Bezugssubstantiv in Numerus, Kasus und Genus.

der fleißige Student die fleißigen Studenten

Adjektive können auch kompariert werden. Durch Komparation werden die Dinge oder Erscheinungen in Bezug auf Eigenschaften oder Relationen vergli- chen.

der fleißigere Student Er ist fleißiger als sein Freund.

4.1

Klassifikation der Adjektive

4.1.1 Lexikalisch-semantische Klassifikation

Man unterscheidet

schen den beiden Arten liegen in folgenden Bereichen.

1. Qualitative Adjektive bezeichnen ein charakteristisches Merkmal eines Lebe- wesens, Gegenstandes oder Sachverhaltes. Relative Merkmale geben das Verhältnis eines durch das Beziehungswort bezeichneten Dinges zu einem anderen an:

qualitative
qualitative

und

relative
relative

Adjektive. Die Unterschiede zwi-

qualitativ:

grüner Wald, herrliches Wetter, hohes Haus

relativ:

väterliches Haus, philosophische Frage

Qualitative Adjektive sind meist komparierbar, relative nicht.

3. Relative Adjektive sind meistens Ableitungen von Substantiven oder Adver- bien.

Die qualitativen Adjektive lassen sich nach ihrer Bedeutung in folgende Klassen einteilen:

Bezeichnungen der Form: eiförmig, ellipsenförmig, krumm, oval, viereckig,

Bezeichnungen der Farbe: rot, grün, gelb, braun, lila,

Bezeichnungen der räumlichen Ausdehnung: hoch, tief, lang, hoch gewachsen,

Bezeichnungen des Geschmacks: süß, sauer, herb, gallenbitter, pikant,

Wertangaben: billig, bitter, edel, teuer.

Relative Adjektive bezeichnen folgende Beziehungen:

Beziehungen zu Personen:

Geographische Beziehungen:

Schiller'sche Dramen, Goethische Gedichte

französische Weine, deutsches Bier, ungarische Sala-

mi

Beziehungen zu Abstrakta:

eine dichterische Frage, ein philosophisches Problem

Anmerkung: Den slowakischen Adjektiven, die Beziehungen zu Lebewesen, wie etwa líščí, zajačí, býčí; otcov, matkin u.a. ausdrücken, entsprechen im Deutschen Komposita bzw. Konstruktionen mit dem Genitiv, vgl.: líščí brloh Fuchsbau, zajačí chrbát Hasenrücken, vtáčie hniezdo Vogelnest, vtáčí spev Vogelgesang; otcov priateľ Vaters Freund; matkin syn Mutters Sohn, der Sohn der Mutter. Vielen Relativadjektiven entsprechen ebenfalls Zusammensetzungen, vgl.: denné svetlo Tageslicht, poľná kvetina Feldblume, hydinová farma Geflügelfarm, zajatec- ký tábor Gefangenenlager, dievčenská postava Mädchengestalt u.a.

4.1.2

Morphologisch-syntaktische Subklassen

Nach ihrer syntaktischen Verwendung und morphologischen Gestaltung (Flek- tierbarkeit, Graduierbarkeit) können wir drei Gruppen von Adjektiven unter- scheiden:

1.

Adjektive, die attributiv, prädikativ und adverbial verwendbar sind. Hier gibt es weitere drei Untergruppen:

a)

Adjektive, die graduierbar und deklinierbar sind, z.B.:

klein, groß, fest, gut, hoch, billig, schmal, fremd, böse

b)

Adjektive, die deklinierbar, aber nicht graduierbar sind. Es sind vor allem qualitative Adjektive, z.B.:

fertig, heilbar, stimmhaft, tödlich

c)

Adjektive, die weder graduierbar noch deklinierbar sind. Dazu gehören viele Farbadjektive und Zahladjektive:

lila, rosa, beige b ], orange [΄Rã]; zwei, drei, mancherlei, ein bisschen

2.

Adjektive, die nur attributiv verwendbar sind:

der innere, der äußere, der heutige, der gestrige, der morgige, der hiesige, der dortige, der Vorige

Hier kann man zwei Gruppen unterscheiden:

a)

Adjektive, die deklinierbar und graduierbar sind. Dazu gehören einige Lokal- adjektive, die in der Regel nur den Superlativ bilden können, z.B.:

äußerer (Rand) – äußerster (Rand) untere (Teile) – die untersten (Teile)

b)

Adjektive, die deklinierbar, aber nicht graduierbar sind. Hierzu gehören vor allem relative Adjektive, z.B.:

gesellschaftlich, staatlich, polnisch, heutig, gestrig

3.

Adjektive, die nur prädikativ verwendbar sind. Hierzu gehören nur Adjek- tive, die weder flektierbar noch graduierbar sind, z.B.:

Angst, einerlei, eingedenk, egal, feind, gram, schade, schuld

Die Wortpaare: recht und billig, null und nichtig

Sie war/blieb ihm noch lange feind. = feindlich gesinnt Es ist schade, dass sie nicht kommen kann.

aber: Er ist ihr Freund.

Es soll dein Schade (Schaden) nicht sein.

Im Unterschied zum Slowakischen ändert sich das deutsche Adjektiv beim prädikativen Gebrauch nicht:

Der Tag ist schön. Die Rose ist schön. Das Fenster ist schmutzig. Die Männer sind stark. Er fühlt sich gesund Wir fühlen uns gesund.

De ň je pekný. Ru ža je pekná. Okno je špinavé. Mu ži sú silní. Cíti sa zdravý. Cítime sa zdraví.

Von dieser Regel gibt es einige Ausnahmen:

1.

Wenn das Adjektiv im prädikativen Gebrauch mit dem bestimmten Artikel steht:

Diese Lösung war richtig

aber: Diese Lösung war die Richtige.

2. Wenn das Adjektiv im Superlativ oder mit am erscheint:

Diese Lösung war die richtigste. Diese Lösung war am richtigsten.

3. Wenn im prädikativen Gebrauch eine Ordinalzahl – meist mit dem bestimm- ten Artikel versehen – erscheint:

Hans war heute wieder der erste.

aber: Hans war Erster/Zweiter/Dritter. (etwa bei öffentlichen Wettkämpfen)

4.2 Deklination der Adjektive

Die attributiven Adjektive können je nach dem syntaktischen Zusammenhang zu mehreren Deklinationstypen gehören. Traditionell unterscheidet man:

a) starke oder pronominale Deklination (Deklination nach Nullartikel) b) schwache oder nominale Deklination
a)
starke
oder pronominale
Deklination (Deklination nach Nullartikel)
b)
schwache oder
nominale
Deklination

c)

Deklination nach Nullartikel

Deklination nach unbestimmtem Artikel

 

Singular

Maskulinum

Femininum

Neutrum

N.

großer

Erfolg

große

Stadt

großes

Fenster

G.

großen

Erfolgs

großer

Stadt

großen

Fensters

D.

großem

Erfolg

großer

Stadt

großem

Fenster

A.

großen

Erfolg

große

Stadt

großes

Fenster

 

Plural

N.

große

Erfolge

Städte

Fenster

G.

großer

Erfolge

Städte

Fenster

D.

großen

Erfolgen

Städten

Fenstern

A.

große

Erfolge

Städte

Fenster

Adjektive, die nach deren, dessen stehen, werden ebenso

flektiert.

Adjektive nach einige, etliche, mehrere folgen im Plural ebenfalls diesem Typ,

also:

einige große Städte mehrere neue Bücher

Deklination der Adjektive nach dem bestimmten Artikel

Singular

 

Maskulinum

 

Femininum

 

Neutrum

 
N. G. D. A.
N.
G.
D.
A.

der

des

dem

den

große

Erfolg

die

große

Stadt

das

große

Fenster

großen

Erfolgs

der

großen

Stadt

des

großen

Fensters

großen

Erfolg

der

großen

Stadt

dem

großen

Fenster

großen

Erfolg

die

große

Stadt

das

große

Fenster

 

Plural

 
N. G. D. A.
N.
G.
D.
A.

die

großen

Erfolge

Städte

Fenster

 

der

großen

Erfolge

Städte

Fenster

den

großen

Erfolgen

Städten

Fenstern

die

großen

Erfolge

Städte

Fenster

Adjektive nach derjenige, derselbe, dieser, jener, mancher, welcher und im Plu- ral irgendwelche, alle, solche folgen diesem Deklinationstyp.

derjenige gute Schüler; derselbe bekannte Student; mancher historische Hintergrund, in manchem schwierigen Fall; welches berühmten Schriftstellers gedenken wir heute? So mancher deutscher Reisebüromanager weiß darum noch nicht, wie er es seinen Kunden

erklären soll, dass

Die Zeit 25.11.1999

Nach manche, (irgend)welche, solche werden die Adjektive im Plural wie nach dem Nullartikel im Plural flektiert.

Beispiele: der Titel mancher neuer Bücher die Meinung mancher älterer (oder älteren) Leute

Deklination der Adjektive nach dem unbestimmten Artikel

N. G. D. A.
N.
G.
D.
A.

ein

großer großen großen großen
großer
großen
großen
großen

Erfolg

eine

große großen großen große
große
großen
großen
große

Stadt

ein

großes großen großen großes
großes
großen
großen
großes

Fenster

eines

Erfolgs

einer

Stadt

eines

Fensters

einem

Erfolg

einer

Stadt

einem

Fenster

einen

Erfolg

eine

Stadt

ein

Fenster

Deklination im Plural: wie nach Nullartikel.

Adjektive, die nach manch (ein), solch (ein), welch (ein), irgendein stehen, wer- den im Singular ebenso flektiert.

manch großer Baum, manch schlechte Erfahrung, manch unbedachtes Wort; in manch schwierigem Fall; die Meinung manch berühmter Leute

4.2.1 Besonderheiten bei der Deklination

1. Zwei oder mehr aufeinander folgende Adjektive haben die gleichen Deklina- tionsendungen:

der gute, fleißige und zuverlässige Student ein guter, fleißiger und zuverlässiger Student mit gutem, kühlem Wein

2. Adjektive nach kein, mein, dein, sein, unser, euer werden im Singular stark (wie nach dem unbestimmten Artikel), im Plural aber schwach (wie nach dem bestimmten Artikel) dekliniert:

Singular:

 

Plural:

 

kein

guter

Wein

keine

guten

Weine

deine

neue

Freundin

deine

neuen

Freundinnen

ihr

neues

Buch

ihre

neuen

Bücher

3. Nach manch, solch, welch, viel, wenig wird das folgende Adjektiv regel- mäßig stark dekliniert:

welch schöner Tag; viel gutes Sortiment; mit wenig guter Qualität

4. Nach alle, beide, keine werden die Adjektive und Partizipien in der Regel schwach dekliniert:

alle neuen Bücher; beide guten Freunde; keine neuen Ideen

, wenn du keine dumme Streiche machtest

[Arnim]

5. Nach andere, einige, etliche, mehrere, verschiedene, viele, wenige werden Adjektive im Nominativ und Akkusativ fast nur noch stark, im Genitiv vor- wiegend schwach dekliniert:

viele wertvolle Bücher andere/einige/mehrere/verschiedene/neue Bücher

der Besitz mehrerer/einiger/verschiedener neuer Bücher die Angehörigen verschiedener ethnischer Gruppen die Meinung einiger führender Klimaforscher

6. Im Genitiv Plural kann das Adjektiv nach beide sowohl stark als auch schwach dekliniert werden:

der Wert beider bekannten/bekannter Bilder die Gruppen beider politischen Lager

7. Nach irgendwelche, manche, sämtliche, solche, welche werden die folgenden Adjektive immer häufiger schwach dekliniert:

mancher berühmte Koch manche neuen Zeitungen auch: manche neue Zeitungen manche ängstliche herzzerreißende Ereignisse [Armin] sämtliche politischen Initiativen Gebühren für fast sämtliche öffentliche Dienstleistungen bei solcher guten Qualität

8. Die Wörter derartig, einzeln, einzig werden wie Adjektive behandelt. Die nachfolgenden Adjektive werden daher auf gleiche Weise (stark) dekliniert:

einzelne gute Leistungen ein einziges großes Talent

9. Wenn das Adjektiv mit dem Substantiv eine enge Einheit bildet (z.B. ungari- scher Wein, französischer Kognak), wird das weitere Adjektiv dieser Gruppe untergeordnet und das zweite Adjektiv wird im Dativ Singular Maskulinum/Neutrum stark dekliniert:

mit gutem ungarischen Wein bei ausgezeichnetem französischen Kognak

10. Nach den Personalpronomen mit Ausnahme von wir, ihr wird das Adjektiv wie nach dem unbestimmten Artikel dekliniert:

ich armer Student dir armem Studenten

11. Nach wir und ihr wird das Adjektiv im Nominativ wie nach dem bestimm- ten, im Akkusativ wie nach dem Nullartikel dekliniert:

Wir armen Menschen! [Herder] Lebt wohl, ihr armen Kinder! [Brentano] Predigen lassen sie gegen uns arme Kriegsleute,

[G. Keller]

In vielen Fällen sind endungslose Formen der Adjektive erhalten, z.B.:

in geographischen Namen: Alt Töplitz, Altwien oder Alt-Wien, Klein Au- heim, Neu-Ulm, Neustrelitz, Neusiedlersee

in erstarrten Wendungen: schön Wetter, auf gut Glück (naverímboha!), Köl- nisch Wasser

bei nachgestelltem, attributiven Gebrauch: Campari bitter, Röslein rot. Ge- legentlich auch: Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern [Schiller]

bei prädikativ und adverbial gebrauchten Adjektiven: das Essen war gut, sie sieht gut aus

Eine Orientierung zur Ermittlung der Pluralendungen soll folgende Tabelle erleichtern:

alle

 

všetci

beide

obidvaja

keine

jungen Leute

ž

iadni

diese

títo

meine, unsere

moji, naši

viele wenige zwei, drei, zehn

fleißige Studenten

veľ a málo dvaja, traja, desiati

manche

 

niektorí

solche

junge(n) Männer

 

takí

welche

ktorí

4.3 Komparation (Graduierung) der Adjektive

Durch die morphologische Kategorie der Komparation des Adjektivs werden mehrere Dinge, Begriffe oder Wesen, Zustände oder Tätigkeiten miteinander verglichen. Im Deutschen werden folgende Komparationsstufen unterschieden:

die Grundstufe oder der

die erste Steigerungsstufe oder der

Positiv: schön, hoch, gut
Positiv: schön, hoch, gut

Komparativ: schöner, höher, besser

die zweite Steigerungsstufe oder der

Superlativ (auch Meist- oder Höchst-

stufe): (der, die, das) schönste, höchste, beste

Die einzelnen Komparationsformen werden durch folgende morphologische Mittel gebildet:

Positiv

Komparativ

Kennzeichnung

Superlativ

Kennzeichnung

hell

heller

Morphem -er

hellst-

Morphem -st

dunkel

dunkler

Morphem -er,

dunklest-

Morphem -st

e-Ausstoßung

lang

länger

Morphem -er

längst-

Morphem -st,/

Umlaut

-e-Ausstoßung

Umlaut

 

heißest-

Morphem -est

Der Positiv bezeichnet die Grundstufe des Adjektivs. Er ist unmarkiert und hat keine spezielle Endung. Er drückt die Gleichheit zweier Größen aus. Als Vergleichsgrößen werden die Konjunktionen so (ebenso/genauso) – wie verwendet:

Peter ist fleißig. Fritz ist auch fleißig. Peter ist so (ebenso/genauso) fleißig wie Fritz.

Durch den Positiv kann auch ein negativer Vergleich ausgedrückt werden:

Peter ist nicht so fleißig wie Fritz. (Er ist eventuell faul)

Der Komparativ (1. Steigerungsstufe) wird durch Anhängen der Endung -er an dem Plural gebildet und dient zum Ausdruck der Ungleichheit zweier miteinander verglichenen Größen. Hochsprachlich erscheint als zur Einfüh- rung des Vergleichsmaßes:

Peter ist fleißiger als Fritz. Ich bin älter als du.

Der Komparativ kann sowohl Steigerung als auch Minderung gegenüber dem „normalen“ Wert ausdrücken. Vgl.:

Er ist fleißiger als sein Freund. (Steigerung) Es ist eine leichtere Aufgabe. (Minderung)

Der Komparativ kann noch durch Wörter wie weit, bei weitem, immer, noch (viel), weitaus u.a. verstärkt werden:

Er ist weit älter als seine Frau. Der Schaden ist viel größer Es ist weitaus ansehnlicher

Der Superlativ (2. Steigerungsstufe) drückt den höchsten Grad des Verglei- ches aus. Er wird mit -est (nach d, t, s, ß, x, tz, z, st) oder -st gebildet.

Er ist der größte Champion. Juli ist der heißeste Monat des Jahres.

Für den Umlaut gibt es keine allgemeinen Regeln. Umlaut im Komparativ und Superelativ haben die folgenden Adjektive:

alt: älter, am ältesten

arg: ärger, am ärgsten; ärgsten arm: ärmer, am ärmsten dumm: dümmer, am dümmsten fromm: frömmer, am frömmsten (selten ohne Umlaut) gesund: gesünder, am gesündesten (selten ohne Umlaut) groß: größer, am größten grob: gröber, am gröbsten groß: größer, am größten hart: härter, am härtesten hoch: höher, am höchsten jung: jünger, am jüngsten kalt: kälter, am kältesten klug: klüger, am klügsten krank: kränker, am kränksten kurz: kürzer, am kürzesten lang: länger, am längsten nah: näher, am nächsten scharf: schärfer, am schärfsten schwach: schwächer, am schwächsten schwarz: schwärzer, am schwärzesten stark: stärker, am stärksten warm: wärmer, am wärmsten

Mit oder ohne Umlaut werden die Komparationsformen zu folgenden Adjek- tiven gebildet:

bang: bänger, am bängsten neben banger, am bangsten blass: blässer, am blässesten neben blasser, am blassesten karg: kärger, am kärgsten neben karger, am kargsten krumm: krümmer, am krümmsten neben krummer, am krummsten nass: nässer, am nässesten neben nasser, am nassesten krumm: krümmer, am krümmsten neben krummer, am krummsten rot: röter, am rötesten neben roter, am rotesten schmal: schmäler, am schmälsten neben schmaler, am schmalsten

Die Graduierung kann durch das Präfix aller- verstärkt werden:

Er ist der allerfleißigste von euch. Mit den allerbesten Empfehlungen

Weitere Besonderheiten bei der Graduierung

Die Adjektive mit umlautfähigem Stammvokal werden gewöhnlich im Kompara- tiv und Superlativ ohne Umlaut gebraucht. Nur einige einsilbige Adjektive haben im Komparativ und Superlativ Umlaut (siehe oben!)

Bei Adjektiven auf -el, -en und -er fällt oft im Komparativ das -e- aus:

dunkel

dunkler

aber: dunkleste [auch: dunkelste]

bescheiden

bescheidener/bescheidner

offen

offener/offner

teuer

teuerer/teurer

Unregelmäßig werden gebildet:

gut

besser

(der, die, das) beste

hoch

höher

(der, die, das) höchste

nah(e)

näher

(der, die, das) nächste

viel(e)

mehr

(der, die, das) meiste

Bei zusammengesetzten Adjektiven wird gewöhnlich der zweite Teil gesteigert:

die altmodischsten Kleider

Hat das zweite Glied relative Selbständigkeit bewahrt, werden zusammenge- setzte Adjektive im ersten Glied gesteigert:

das dichtestbevölkerte Land die höchstgelegene Stadt

Einige Lokaladjektive können in der Regel nur den Superlativ bilden, z.B.:

Positiv

Komparativ

Superlativ

der äußere

ø

der äußerste

der innere

ø

der innerste

der vordere

ø

der vorderste

der hintere

ø

der hinterste

der untere

ø

der unterste

der obere

ø

der oberste

4.3.1 Deklination der Adjektive im Komparativ und Superlativ

Adjektive im Komparativ und Superlativ werden nach denselben Regeln flektiert wie ihre Grundformen:

N.

der

kleinere

Schüler

ein

kleinerer

Schüler

G.

des

kleineren

Schülers

eines

kleineren

Schülers

D.

dem

kleineren

Schüler

einem

kleineren

Schüler

A.

den

kleineren

Schüler

einen

kleineren

Schüler

N.

die

kleinere

Schülerin

eine

kleinere

Schülerin

G.

der

kleineren

Schülerin

einer

kleineren

Schülerin

D.

der

kleineren

Schülerin

einer

kleineren

Schülerin

A.

die

kleinere

Schülerin

eine

kleinere

Schülerin

N.

das

kleinere kleineren kleineren kleinere
kleinere
kleineren
kleineren
kleinere

Kind

ein

kleineres kleineren kleineren kleineres
kleineres
kleineren
kleineren
kleineres

Kind

G.

des

Kinds

eines

Kinds

D.

dem

Kind

einem

Kind

A.

das

Kind

ein

Kind

4.4

Rektion der Adjektive

 

Adjektive können auf Grund ihrer Bedeutung und syntaktischen Funktion mit anderen Wörtern in Verbindung treten. Hier ergeben sich folgende Möglichkei- ten:

1. Adjektiv mit Genitiv:

bewusst

byť si vedomý čoho

Der Politiker ist seiner Aufgabe bewusst. oder: der seiner Aufgabe bewusste Politiker

fähig

byť schopný čoho

Er war dieser Tat fähig. oder: der dieser Tat fähige

froh

tešiť sa z čoho

Mensch Er ist seines Sieges/über seinen Sieg froh.

gewiss

byť si istý čím

Der Gelehrte ist seiner Sache gewiss.

kundig

znalý, skúsený

Er ist des Slowakischen kundig.

ledig

oslobodený

Wir sind aller Schulden ledig.

mächtig

ovládajúci

Er ist des Slowakischen mächtig.

müde

byť unavený od

Er ist des Wartens müde.

schuldig

čoho byť vinný čím

Der Mann ist des Diebstahls schuldig.

sicher, (sich)

byť si istý čím

Er ist seines Lebens nicht sicher.

überdrüssig

unavený z

Ich bin deiner überdrüssig. U ž si ma omrzel.

verdächtig

byť vinný čím

Er ist des Diebstahls verdächtig.

wert

hodný čoho

Sein Entschluss ist aller Achtung wert.

würdig

hodný čoho

Dieser Schüler ist der Auszeichnung würdig.

2. Adjektiv mit Dativ:

abhold

neprajný

Er ist großen Versprechungen immer abhold ge- wesen.

ähnlich

byť podobný

Er ist dem Vater ähnlich.

behilflich

nápomocný

Der Student war der alten Frau (beim Aussteigen) behilflich.

bekannt

známy Der mir bekannte deutsche Künstler; die allen be- kannte Tatsache

böse

nahnevaný na koho

Er ist mir böse.

egal

jedno, rovný

Mir ist es völlig egal.

eigen

vlastný, osobitý

Dies ist ihm eigen.

ergeben

oddaný, verný

Er ist dem Herrscher ergeben.

fremd

byť cudzí komu

Er ist mir fremd.

geläufig

bežný, obvyklý

Dieses Sprichwort ist mir geläufig.

gemäß

primeraný

Das wäre euch nicht gemäß.

gemeinsam

spoločný

ein allen Bürgern gemeinsamer Wille

gerecht

zvládnuť čo

Er ist den Aufgaben nicht gerecht geworden. Nez-

gram

nahnevaný na koho

vládol úlohy. Man kann ihm nicht gram sein.

hold

byť naklonený

Er ist dem Rechnen nicht hold.

hörig

byť oddaný

Er ist einem Dogma/dem Marxismus hörig.

recht

byť po vôli

Es ist mir recht.

treu

byť verný komu

Der Mann ist seiner Frau treu.

überdrüssig

mať dosť čoho

Ich bin des Suchens/das Suchen überdrüssig.

überlegen

mať prevahu nad

Sie ist ihm überlegen.

willkommen

kým byť vítaný

Ihr seid hier immer willkommen.

wohlgesinnt

naklonený

Der Chef war ihr immer wohlgesinnt.

zugetan

oddaný, naklonený

Er ist seiner Frau zugetan.

zuwider

protivný

Diese Art der Politik ist mir zuwider.

3. Adjektiv mit Akkusativ:

breit

široký tlstý byť navyknutý na čo vysoký vysoký dlhý mať hodnotu

Die Tür ist einen Meter breit. Es ist einen Meter dick. Der alte Mann ist die tägliche Pflege gewohnt. Der Mann ist 2 m groß. einen Zoll hoch, keine 10 m hoch eine Elle lang, einen guten Meter lang Die Halskette ist keinen Pfifferling/keine Mark wert.

dick

gewohnt

groß

hoch

lang

wert

4. Adjektiv mit Dativ und Akkusativ:

dlžný

schuldig

Der Sohn ist dem Vater Dank schuldig. oder: der seinem Vater Dank schuldige Sohn

5. Adjektiv und präpositionale Gruppe:

an + Akkusativ:

gebunden

an seine Schwester

viazaný na

gewöhnt

an die Arbeit

zvyknutý na

an + Dativ:

arm

an Vitamin

chudobný na

gesund

an Leib und Seele

zdravý na

interessiert

an diesem Konzept

zainteresovaný

irr(e)

an diesem Mann

pochybovať o kom

jung

an Jahren

mladý vekom

krank

an Herz

chorý na

reich

an Kohlenhydrat

bohatý na

schuld

an allem

všetkému na príčine

auf + Akkusativ:

angewiesen

auf seine Hilfe

byť odkázaný na

aufmerksam

auf die Geschichte

dávať pozor na

begierig

auf neue Informationen

žiadostivý; zvedavý

böse

auf ihre Nachbarin

nahnevaný na

eifersüchtig

auf ihren Mann

byť žiarlivý na

gefasst

auf die Änderungen

byť pripravený na

gespannt

auf deine/Ihre Meinung

zvedavý na

neidisch

auf seinen Erfolg/seinen Freund

závidieť komu čo

neugierig

auf den neuen Roman

byť zvedavý na

stolz

auf seinen Erfolg

byť pyšný na

wild

auf Schokolade

byť divý za čím

wütend

auf seinen Nachbarn

zúrivý, rozzúrený

auf + Dativ:

blind

auf einem Auge

slepý na čo

lahm

auf einem Bein

krivý na

taub

auf beiden Ohren

hluchý na čo

aus + Dativ:

ersichtlich

Die Erlebnisse sind aus dieser Darstellung ersichtlich

zjavný, zrejmý z

rodený, pochádza z

gebürtig

aus Passau

bei + Dativ:

behilflich

bei Exportgeschäften

pomôcť, byť nápomocný pri

beliebt

bei seinem Volk

obľúbený

unbeteiligt

(an)/bei dieser Sache

nezúčastnený

für + Akkusativ:

empfänglich

Der Wissenschaftler ist für eine An-

prístupný čomu

geeignet

erkennung/für ein Lob empfänglich. Der Stoff ist für einen Vortrag geeignet.

vhodný na čo

reif

eine Neuerung

zrelý na čo

gegen + Akkusativ:

ausfällig

Der Junge wurde in letzter Zeit sehr ausfäl- lig gegen seinen Lehrer.

útočný, arogantný

beständig

Der Stoff ist gegen Hitze beständig.

odolný voči

empfindlich

Der Stoff ist gegen Bestrahlung empfind- lich.

citlivý na

fest

Der Mantel ist gegen die stärkste Kälte

pevný, odolný

gefeit

fest. gegen eine Versuchung

chránený, obrnený proti

gleichgültig

gegen alle Vorschläge

ľahostajný voči

grausam

Die Krieger waren gegen den eroberten Stamm grausam.

krutý

immun

Er ist gegen ständige Beschimpfungen sei- ner Gegner immun.

imúnny

nachsichtig

Die Mutter ist gegen ihre Kinder oft nach- sichtig.

benevolentný

unerbittlich

Gegen Betrüger ist er unerbittlich.

neúprosný

gegenüber + Dativ:

gleichgültig

Die Frau ist ihrem Mann gegenüber gleichgültig.

ľahostajný k/voči

zurückhaltend

gegenüber seinen Kollegen

zdržanlivý

voreingenommen

gegenüber berufstätigen Frauen

zaujatý voči

vorteilhaft

gegenüber kommerziellen Fluglinien

výhodný

in + Akkusativ:

verliebt

Die Studentin ist in ihren Lehrer verliebt.

zamilovaný do

in + Dativ:

bewandert

in Computertechnik

zbehlý v čom

einig

in dieser Sache

jednotný, svorný

erfahren

in der Behandlung schwieriger Kinder

skúsený

geschickt

in allen handwerklichen Arbeiten

šikovný

gewandt

in Fechten

obratný v čom

nachlässig

in seiner Kleidung

nedbalý

mit + Dativ:

befreundet

mit ihm, diesem Mann

spriatelený

behaftet

Sie ist mit einem schlechten Ruf/mit einem Makel behaftet.

postihnutý čím

böse

mit der Nachbarin, mit ihr

byť rozhnevaný s kým

einverstanden

mit dem Vorschlag, mit dir

súhlasiť s kým/čím

fertig

mit der Arbeit

hotový s čím

vergleichbar

mit ähnlichen Projekten

porovnateľný

verheiratet

mit einem jungen Mann, mit ihr/ihm

ženatý/vydatá

zufrieden

mit deiner Leistung

spokojný s čím

nach + Dativ:

durstig

Der Student ist nach Wissen/ Unterhaltung durstig.

smädný po čom

hungrig

nach Liebe

hladný po čom

über + Akkusativ:

ärgerlich

über dieses Ereignis, darüber

byť nahnevaný na

einig

über den Preis

jednotný

erfreut

über deinen Besuch

mať radosť z čoho

erstaunt

über seine Taten

čudovať sa čomu

froh

über diese Lösung, darüber

tešiť sa z čoho

glücklich

über seine Erfolge

byť šťastný z čoho

traurig

über sein Schicksal

byť smutný

trostlos

über seine Verluste

zúfalý, bezútešný

untröstlich

über den Tod des Freundes

zúfalý

verbittert

über die Entscheidung

strpčený

zornig

über seinen Freund

hnevať sa na

um + Akkusativ:

besorgt

um das Kind

byť ustarostený o

schade

um die vielen Anstrengungen

škoda čoho

verlegen

um eine Antwort, um eine Ausrede

byť v pomykove pre

von + Dativ:

abhängig

von der Industrie

závislý od

begeistert

von seiner Mannschaft

nadšený čím

benommen

von dem Schrecken, dem Unfall

omámený z

besessen

von den neuen Ideen

posadnutý z

entzückt

von ihrer Schönheit

nadšený čím

fern

von der Straße

ďaleko od

frei

Er ist von Vorurteilen frei.

zbavený čoho

krank

von Sehnsucht

byť chorý od

müde

der Arbeit

unavený z

überzeugt

von seinem Recht

presvedčený

voll

von Menschen

plný kým/čím

vor + Dativ

rot

vor Neid

červený od

blass

vor Ärger

bledý od

steif

vor Kälte

nehybný, stuhnutý

zu + Dativ:

aufgelegt

Mein Freund ist zum Scherzen aufgelegt.

mať náladu na čo

bereit

oder: Mein zum Scherzen aufgelegter Freund. zur Abfahrt

pripravený na čo

entschlossen

zum Kampf

odhodlaný k

fähig

zu dieser Tat, dazu

schopný na

geeignet

Er ist zum Schauspieler geeignet.

vhodný na

gehörig

Die Felder sind zu seinem Hof gehörig. patriaci k čomu

geneigt

zu seinem Schüler

byť naklonený

freundlich

zu allen Menschen

priateľský

5. Adjektiv und Adverb: heimisch, (sich) befindlich

Er ist hier/da/dort heimisch. das sich dort befindliche Lager

Verschiedene Adjektive, die den Dativ regieren, können alternativ mit für er- scheinen:

angenehm, heilsam, interessant, klar, möglich, nützlich, peinlich, unbegreiflich, un- entbehrlich, verständlich

Nach der Anzahl der obligatorischen und fakultativen Ergänzungen kann man die Adjektive in folgender Weise klassifizieren:

nullwertige
nullwertige

1. Adjektive

kalt, bedeckt, finster, dunkel, …

2. obligatorisch

einwertige
einwertige

Adjektive

charakterfest, schwindlig, …

einwertige Adjektive charakterfest, schwindlig, … 3. zweiwertige Adjektive 3.1. Adjektive mit zwei

3. zweiwertige Adjektive

3.1. Adjektive mit zwei obligatorischen Ergänzungen

abträglich, ähnlich, gewärtig, ledig, …

3.2.

Adjektive mit einer obligatorischen und einer fakultativen Ergänzung

liebenswürdig, interessiert, bange, …

4.

4.1. obligatorisch dreiwertige Adjektive

dreiwertige
dreiwertige

Adjektive

schuldig, überdrüssig, müde

4.2. Adjektive mit einer obligatorischen und zwei fakultativen Ergänzungen

dankbar, einverstanden, …

4.3. Adjektive mit zwei obligatorischen und einer fakultativen Ergänzung

behilflich, wert, einig, …

5

Zahladjektive

Numeralien (Zahlwörter) bezeichnen Mengen oder einen Platz in einer Reihe und werden auf Grund dieser Gemeinsamkeit in ihrer Bedeutung zu einer Wort- art zusammengefasst. Nach der Verwendung im Satz und Merkmalen der Flexi- on kann man

 Zahladjektive (fünf, fünfte Klasse),  Zahlsubstantive (die Eins, ein Drittel, eine Milliarde), 
Zahladjektive
(fünf, fünfte Klasse),
Zahlsubstantive
(die Eins, ein Drittel, eine Milliarde),
Zahladverbien (fünfmal, fünftens) und
Indefinitpronomen (alle, viele, wenige, manche)

unterscheiden, also Numeralien anderen Wortarten zuordnen.

Man unterscheidet:

1.

 

Kardinalzahlen (Grundzahlwörter)

2.

 

Ordinalzahlen (Ordnungszahlwörter)

3.

Bruchzahlen

 

4.

Vervielfältigungszahlen

 

5.

Gattungszahlen

 

6.

Distributivzahlen

 

5.1 Kardinalzahlen

Die Kardinalzahlen (Grundzahlen) bezeichnen eine Menge oder Anzahl von Per- sonen oder Sachen. Sie sind eigentlich Zahladjektive, von denen die anderen Zahlwörter abgeleitet werden. Die Kardinalia sind:

0-9

10-19

20-90

100-900

0

null

10

zehn

20

zwanzig

100

(ein)hundert

1

eins

11

elf

30

dreißig

200

zweihundert

2

zwei

12

zwölf

40

vierzig

300

dreihundert

3 drei

13 dreizehn

50

fünfzig

400

vierhundert

4 vier

14 vierzehn

60

sechzig

500

fünfhundert

5 fünf

15 fünfzehn

70

siebzig

600

sechshundert

6 sechs

16 sechzehn

80

achtzig

700

siebenhundert

7 sieben

17 siebzehn

90

neunzig

800

achthundert

8 acht

18 achtzehn

 

900

neunhundert

9 neun

19 neunzehn

 

Höhere Kardinalia sind:

(ein)tausend

1000

zweitausend

2000

zehntausend

10 000

hunderttausend

100

000

zweihunderttausend

200

000

eine Million

1 000 000

eine Milliarde

1 000 000 000

eine Billion

= 1000 Milliarden

eine Billiarde

= 1000 Billionen

eine Trillion

= 1000 Billiarden

eine Trilliarde,

eine Quadrillion

usw.

Verbindung der Zahlen 1-9 mit den Zahlen über 20:

21

einundzwanzig

87

siebenundachtzig

99

neunundneunzig

101

(ein)hundert(und)ein(s)

222

zweihundertzweiundzwanzig

1996 (ein)tausendneunhundertsechsundneunzig

Als Jahreszahl wird 1996 allerdings folgendermaßen gelesen:

1996 neunzehnhundertsechsundneunzig

Die Kardinalia bleiben in der Regel unflektiert; nur zwei und drei haben im Genitiv die Endung -er, wenn kein Artikel davor steht.

Wir begrüßen die Anwesenheit zweier/dreier Präsidenten. aber: Wir begrüßen die Anwesenheit der zwei /der drei Präsidenten. Die Erlebnisse dreier Freunde.

aber: Die Erlebnisse seiner drei Freunde.

Die Kardinalia von zwei bis zwölf erhalten im Dativ die Endung -en, wenn kein Artikel davor steht:

Das Kind ist auf allen vieren gekrochen. Dieťa liezlo po štyroch. Ich habe mit zweien aus meiner Gruppe gesprochen.

Der unbestimmte Artikel ein, eine, ein kann als Zahlwort gebraucht werden. Er wird dann beim Sprechen betont.

Nur einer von zehn Schülern war anwesend.

Die Kardinalzahlen werden attributiv und prädikativ gebraucht.

5.1.1 Deklination der Kardinalia

Vollständig wird nur ein dekliniert, und zwar wie ein Adjektiv s t a r k , wenn es ohne Artikel und Pronomen steht, s c h w a c h , wenn ein Artikel oder ein Prono- men dabeisteht:

einer, der eine eines, das eine mit Hilfe des einen

Die Form ein(e)s wird verwendet:

als allein stehendes Wort:

eins plus zwei zwei Augen sehen mehr als eins

am Ende einer Zahlgruppe:

bei Zeitangaben ohne den Zusatz Uhr:

hundert(und)eins

um eins, gegen eins

Die Form ein gebraucht man:

vor Zehnern: einundzwanzig

vor Bruchzahlen:

ein Viertel, dividiert durch ein Viertel

gewöhnlich vor bis und oder: auf ein bis zwei Tage

vor Uhr:

es ist ein Uhr

Zwei und drei

Sie werden im Genitiv dekliniert, wenn nicht ein vorangehendes Wort den Kasus kennzeichnet:

aus dreier Mund

aber: die Aussage dieser drei Zeugen

Kardinalzahlen werden groß geschrieben, wenn sie als Substantive gebraucht werden.

Eine Null hinter einer Ziffer bedeutet einen Zehnerabstand. Der Schüler bekam eine Eins für seine Arbeit. Endlich schlug die Glocke Zwölf.

Ebenfalls groß geschrieben werden:

(die, eine) Million, -en, Milliarde, -n, Billion, -en Bei dem Geschäft hat er drei Millionen verdient.

Die Kardinalzahlen bilden Substantive auf -er und entsprechende attributiv ge- brauchte unbeugbare Adjektive ebenfalls auf -er.

die Einer, Zehner; in den dreißiger Jahren, der vierziger Jahrgang, eine 64er Bildröhre

Mit dem Suffix -er werden z.B. Bezeichnungen für Geldstücke, Geldscheine ge- bildet (ein Zwanziger ist z.B. ein Zwanzig-Mark-Schein, ein Zehner ist ein Zehn-Mark-Schein, gelegentlich Zehnpfennigstück.)

Hunderte, Tausende stovky, tisícky

Hundert und tausend werden manchmal als Substantive gebraucht und stark de- kliniert:

Seit dem Erdbeben leben noch Hunderte in Baracken.

Million, Milliarde, Billion milión, miliarda, bilión

werden immer als Substantive gebraucht und als solche schwach (wie Feminina) dekliniert:

Auf der Erde leben über fünf Milliarden Menschen.

Null nula

die Zahl 0 wird ebenfalls als Substantiv gebraucht und als solche schwach (wie Feminina) 1 dekliniert:

Das Thermometer steht auf Null. Er ist eine Null.

aber: null Fehler im Diktat, null Grad (= Gefrierpunkt), null Uhr zehn Minuten (10 Minuten( nach 24 Uhr, Der Vertrag ist null und nichtig.

1 Merke: Die Bezeichnung eines Kartenspiels ist der oder das Null. Z.B.: Null spielen.

Zahlen mit der festen Endung -er sind deklinierbar:

Man spricht oft von dem raschen Wirtschaftswachstum in den Fünfzigern. (= in den 50er Jahren) Bewundernswert war die sportliche Leistung eines Achtzigers. (= eines Mannes zwi- schen 80 und 90 Jahren)

beide, beides oba, obidva, obidvaja, obe, obidve

entspricht der Zahl zwei, bezieht sich aber zurück auf schon erwähnte Personen oder Sachen (beide) oder Zusammenhänge (beides). Die Endungen sind die des bestimmten Artikels:

Ich habe mit dem Personalchef und dem Abteilungsleiter gesprochen; beide haben mir die Stellung zugesagt.

ein Paar pár

bedeutet zwei Personen oder Sachen, die zusammengehören:

Die beiden heirateten heute; sie sind ein hübsches Paar.

ein paar niekoľko

bedeutet einige Personen oder Sachen.

Ich habe ein paar Blumen gekauft.

ein Duzend tucet

bedeutet zwölf gleichartige Personen oder Sachen:

Ein Duzend Eier sind zwölf Eier.

ganz und halb celý; pol, polovica, polovička

Sie werden nur nach dem bestimmten Artikel dekliniert. Mit Namen von Städten oder Ländern bleiben sie undekliniert:

die ganze Welt Ganz Nitra war anwesend. in halb Böhmen

Mathematische Grundoperationen werden wie folgt gelesen:

3 + 4 = 7

drei und /plus vier ist (gleich) sieben

5 – 4 =

1

fünf minus/weniger vier ist (gleich) eins

5 x 3 = 15 6 : 2 = 3

fünf mal drei / fünf multipliziert mit drei ist (gleich) fünfzehn sechs geteilt/dividiert durch zwei ist (gleich) drei; sechs durch zwei ist

5 2 = 25

(gleich) drei fünf hoch zwei / fünf zum Quadrat ist (gleich) fünfundzwanzig

3 3 = 27 = 5 25 3 25 =3 1,21 drei hoch drei ist
3 3 = 27
= 5
25
3
25 =3
1,21
drei hoch drei ist siebenundzwanzig
zweite Wurzel/Quadratwurzel aus fünfundzwanzig ist (gleich) fünf
dritte Wurzel/Kubikwurzel aus siebenundzwanzig ist (gleich) drei
eins Komma einundzwanzig
5.2
Ordinalzahlen

a) Ordinalzahlen (Ordinalia, Ordnungszahlwörter) kennzeichnen die Reihen- folge. Sie werden von zwei bis neunzehn mit der Nachsilbe -te, von zwanzig an mit der Nachsilbe -ste gebildet.

b) Man schreibt die Ordinalzahlen entweder in Ziffern und Punkt (der 2.) oder in Buchstaben (der zweite). Sie werden immer mit der entsprechenden Ad- jektivendung gesprochen und gelesen. c) Die Frage nach einer Ordinalzahl lautet der wie vielte?

der, die, das erste

 

zweite

dritte

vierte

siebente

neunzehnte

zwanzigste

tausendste

million[s]te

5.2.1 Deklination der Ordinalia

Ordinalzahlen werden wie ein Adjektiv dekliniert.

Ich habe heute mein zweites Examen bestanden. Beim Pferderennen wurde er Erster. Der 1. Januar/Jänner (Der erste Januar) ist ein Feiertag. Karl I. (= Karl der Erste) wurde im Jahre 800 zum Kaiser gekrönt.

der erste = am Anfang einer Reihe der letzte = am Ende einer Reihe

Die ersten Besucher bekamen gute Plätze, die letzten mussten stehen.

Wenn in einem vorhergehenden Zusammenhang zwei Personen oder Sachen gleichen Geschlechts erwähnt werden, gebraucht man zur besseren Unter- scheidung der erstere und der letztere:

Der Geselle und der Meister stritten sich. Der erstere fühlte sich unterdrückt, der letztere (fühlte sich) ausgenutzt.

5.3

Bruchzahlen

Sie dienen zur Benennung von gleichen Teilen, bzw. Mengen von gleichen Tei- len. Bruchzahlen werden aus Ordinalzahlen in der Regel mit dem Suffix -el ge- bildet und bezeichnen einen Teil eines Ganzen. Sie können als Adjektive und als Substantive gebraucht werden:

½ – ein halb, das Halbe ¼ – ein Viertel 1 / 8 – ein Achtel, ein achtel Kilo 1/ 102 – Hundertzweitel,

Gemischte Zahlen, d.h. Verbindungen von ganzen Zahlen mit Bruchzahlen, werden folgendermaßen geschrieben und gelesen:

5 3 / 5 – fünf drei Fünftel 3 5 / 8 – drei fünf Achtel

Aus größeren Zahlen, die auf 1 enden, kann man immer einen Nenner bilden. Wenn dieses Element als letztes gesprochen wird, heißt es Eintel:

1 / 101 – ein (Ein)hundert(und)eintel

Als Maßeinheiten gebrauchten Bruchzahlen werden im Plural nicht dekliniert:

ein Gewinn von drei Zehntel des Gesamtbetrages

5.4 Vervielfältigungszahlen

Vervielfältigungszahlen bezeichnen Angaben, die in gleicher Weise immer wieder vorkommen. Man bildet sie aus den Kardinalzahlen durch das Suffix -fach.

drei

dreifach

anderthalb + fach =

anderthalbfach

viel

vielfach

Sie können als Adverb (undekliniert) oder als Adjektiv (dekliniert) verwendet werden:

als Adverb: Die Tür ist dreifach gesichert. als Adjektiv: Man muss den Antrag in fünffacher Ausfertigung vorlegen.

doppelt dvojitý, dvojnásobný, dvakrát

d.h. etwas ist doppelt vorhanden.

Als Adjektiv: doppelte Buchführung podvojné účtovníctvo doppelte Sorgen dvojnásobné starosti

als Adverb:

Er sieht alles doppelt všetko vidí dvojmo

Zweifach und doppelt sind oft bedeutungsgleich.

ein zweifaches/doppeltes Verbrechen

5.5 Gattungszahlen

Gattungszahlen bezeichnen die Zahl der Eigenschaften, die einer Größe zuge- ordnet ist. Sie werden aus der Kardinalzahl mit dem Suffix -erlei gebildet.

zweierlei dreierlei
zweierlei
dreierlei

dvojaký

trojaký

auf dreierlei Art und Weise. Das Geschäft führte zweierlei Arten von Sesamöl. Dies ist mir einerlei. (= egal) [Wilhelm Busch]

5.6 Distributivzahlen

Die Distributivzahlen bezeichnen einzelne Elemente numerisch definierter Teil- menge. Man bildet sie mit je, zu + Kardinalzahl.

po tri jednotlivo, po jednomTeil- menge. Man bildet sie mit je, zu + Kardinalzahl. eine Mark je Stück kus za

eine Mark je Stück kus za (jednu) marku Ihr bekommt je sieben Bücher.

aber: Geht zu zweit, zu dritt, zu viert! Choďte spolu (po dvoch, v dvojiciach)…! usw.

6 Das Pronomen

Mit der Bezeichnung Pronomen (auch Fürwort, lat. pro nomine = »für ein Nomen«) werden verschiedene Arten von Stellvertretern von Substantiven zu- sammengefasst. Die Wortart Pronomen realisiert folgende Funktionen:

1. Pronomen verweisen auf bestimmte Lebewesen, Gegenstände und Sachver- halte. Diese Beziehungen werden aus Satz- bzw. Textzusammenhängen so- wie aus der Sprechsituation sichtbar.

2. Die Pronomen können die Rolle von Verbindungselementen im Text ausüben.

3. Pronomen funktionieren als Stellvertreter oder Begleiter eines Nomens, bzw. einer Nominalgruppe.

Pronomen unterscheiden sich von anderen Wortarten durch folgende grammati- sche Merkmale:

sie sind deklinierbar

sie sind nicht artikelfähig

sie sind nicht komparierbar

6.1

Klassifizierung der Pronomen

Auf Grund ihrer Bedeutung und Form werden die Pronomen in folgende Arten eingestellt:

1. Personalpronomen (persönliche Fürwörter): ich, du er, wir

2. Possessivpronomen (besitzanzeigende Fürwörter): mein, dein, sein, unser

3. Indefinitpronomen (unbestimmte Fürwörter): man, jemand, niemand, man- cher, etwas, kein

4. Demonstrativpronomen (hinweisende Fürwörter): dieser, jener, der, die, das

5. Relativpronomen (bezügliche Fürwörter): der, die, das, welcher, welche, welches, was

6. Interrogativpronomen (Fragefürwörter): wer?, was?, wie?, welche?, was für ein?

7. Reflexivpronomen (rückbezügliche Fürwörter): sich

Die meisten Pronomina werden dekliniert:

Sie (meine Freundin) besucht mich heute. Ich kaufe ihr Blumen und bedanke mich für ihren Besuch. Die Uhr, die ich gestern gekauft habe, ist schon kaputt.

6.1.1 Personalpronomen

Die Personalpronomen oder Partnerpronomen „bezeichnen die unmittelbar an einem Gespräch Beteiligten.“ (ENGEL 1996: 649) Im Singular und im Plural un- terscheidet man drei Personalpronomen:

Singular

ich du er, sie, es
ich
du
er, sie, es

(1. Person Singular) bezeichnet in der Regel den Sprecher selbst. (2. Person Singular) bezeichnet in der Regel die angesprochene Person.

bezeichnen die dritte Person im Singular.

Plural

(1. Person Plural) bezeichnet eine Personengruppe, für die gesprochen wird. bezeichnet die 2. Person im Plural. bezeichnet die dritte Person im Plural.Person. bezeichnen die dritte Person im Singular. Plural In der dritten Person Singular richten sich die

In der dritten Person Singular richten sich die Personalpronomen nach dem Ge- nus des Substantivs (er – sie – es). Die Höflichkeitsform wird durch die 3. Person Plural gekennzeichnet (sie – Sie).

Deklination der Personalpronomen

Singular:

 

1.

Person

2. Person

3. Person

 

N.

ich

du

er

sie

es

G

meiner

deiner

seiner

ihrer

seiner

D. mir

dir

ihm

ihr

ihm

A. mich

dich

ihn

sie

es

Plural:

 
 

1.

Person

2. Person

3. Person

Höflichkeitsform

N.

wir

ihr

sie

Sie

G

unser

euer

ihrer

Ihrer

D.

uns

euch

ihnen

Ihnen

A.

uns

euch

sie

Sie

Anmerkung: In der Standardsprache werden statt wegen und willen + Personal- pronomen folgende Formen gebraucht:

meinetwegen

meinetwillen

kvôli mne, pre mňa kvôli tebe, pre teba kvôli nemu, pre neho kvôli nej, pre ňu kvôli nám, pre nás kvôli vám, pre vás kvôli nim, pre nich

deinetwegen

deinetwillen

seinetwegen

seinetwillen

ihretwegen

ihretwillen

uns(e)retwegen

uns(e)retwillen

euretwegen

euretwillen

ihretwegen

ihretwillen

Die Formen wegen mir, wegen uns usw. sind allgemein umgangssprachlich, die Form wegen meiner usw. ist landschaftlich und veraltet.

6.1.1.1 Zur Verwendung des Personalpronomens »es«

Das Pronomen es hat verschiedene Verwendungsweisen.

a)

Das Pronomen es dient als Stellvertreter eines Substantivs:

Das Fenster ist schmutzig. Wir müssen es putzen.

b)

Das Pronomen es kann Adjektive oder ganze Satzteile vertreten:

Er spricht sehr leise. Man kann es kaum verstehen.

c)

Das Pronomen es ist

Platzhalter (vorgesetztes Subjekt) eines Satzgliedes

Platzhalter (vorgesetztes Subjekt) eines Satzgliedes

(Subjekt, Objekt) und kann am Anfang des Satzes stehen. Dadurch ermög- licht es eine besondere betonte Endstellung anderer Satzglieder und zugleich eine Zweitstellung der finiten Verbformen:

Es war einmal ein König. Es kommen noch schwere Zeiten.

d) Das Pronomen es als

(Platzhalter) steht im Hauptsatz eines Satzge-

füges und verweist auf einen nachgestellten Nebensatz oder eine satzwertige Infinitivkonstruktion:

Korrelat
Korrelat

Mich hat es sehr enttäuscht, dass du mich nicht angerufen hast. Der Dozent sah es als gutes Zeichen an, dass die Studenten zufrieden waren.

e)Es ist ein rein formales Subjekt in Sätzen, die Witterungserscheinungen, Ge- räusche, Zeitangaben u.a. bezeichnen:

Es schneit. Es nieselt. Es ist kalt, neblig, trübe. Es klopft, klingelt. Es ist Abend, Nachmittag. usw.

6.1.2 Possessivpronomen

Das Possessivpronomen (lat. possessivus – »den Besitz anzeigend«) deutet auf den Besitzer im weitesten Sinne hin. Es wird aus dem Genitiv des entsprechen- den Personalpronomens abgeleitet:

ich mein, du dein, er sein, sie ihr wir unser, ihr euer, sie ihr

Das Possessivpronomen weist darauf hin, dass etwas jemandem gehört:

Hans – sein Buch; Inge – ihr Heft; wir – unsere Bücher; ihr – eure Freunde; die Schüler – ihre Lehrerin

Wenn grammatisches und natürliches Geschlecht nicht übereinstimmen, kann die Wahl des Possessivpronomens schwanken:

Das Mädchen besucht seine / ihre Freundin.

In der 3. Person Singular wird nach dem Genus (sein, ihr) des Besitzers unter- schieden. Possessivpronomen werden überwiegend wie Adjektive gebraucht und dekli- niert. Ihre Deklination entspricht der Deklination des unbestimmten Artikels:

 

Singular

Plural

Maskulinum

Femininum

Neutrum

N.

mein

Vater

meine

Mutter

mein

Kind

meine

Kinder

G.

meines

Vaters

meiner

Mutter

meines

Kindes

meiner

Kinder

D.

meinem

Vater

meiner

Mutter

meinem

Kind

meinen

Kindern

A.

meinen

Vater

meine

Mutter

mein

Kind

meine

Kinder

Das Possessivpronomen wird gelegentlich mit dem vorangehenden bestimmten Artikel verwendet:

Wie geht es deinem Bruder / deiner Schwester? - Dem meinen /der meinen geht es gut.

Das Possessivpronomen kann im prädikativen Gebrauch dekliniert oder undekli- niert verwendet werden:

Der Mantel ist mein. Nein, das ist meiner.

Das slowakische Possessivpronomen svoj, svoja, svoje, svoji wird im Deutschen durch die entsprechenden Possessivpronomina ausgedrückt:

ich – mein du – dein er – sein sie – ihr es – sein wir – uns ihr – euch sie – ihr

Ich lese

 

mein Buch.

svoju knihu

Du grüßt

deinen Freund.

svojho priateľa

Er nimmt

seinen Koffer.

svoj kufor

Sie grüßt

 

ihren Freund.

svojho priateľa

Es putzt

seine Schuhe.