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Alle Projekte sind ein Gewinn

ESCHWEGE. Bei der Preisverleihung für den Wettbewerb „Eschweger


Kunstwege II“ und „Karree-Projekte“ am Sonntag in der VR-Bank in
der Reichensächser Straße waren alle Verantwortlichen voll des Lobes
über den Ideenreichtum der Beteiligten. „Einfach klasse und mutig“
nannte es Stephan Fross, Vorstand der VR-Bank Werra-Meißner, die
gern die Preisgelder gesponsert habe, denn „diese Kunstwerke haben
Unterstützung verdient“.

Erster Stadtrat Thomas Große würdigte Ideen, Kreativität, Originalität


und die Visionen, die zu einer lebendigen Innenstadt beitragen.
Zusammen mit den Organisatoren Wolfgang Conrad und Heike
Bruchertseifer gab er die Sieger bekannt. Weil alle aus 70
Bewerbungen hervorgegangenen 14 Teilnehmer mit zusammen 15
Projekten überzeugten, einigte sich die Jury auf drei Gewinner und
zwei
Sonderpreise. Die Sieger:

Matthias Eule hat aufwändig und ausgesprochen publikumsaktivierend


einen Preis bekommen für sein „Leerstandslabor“ in der Forstgasse.
Dr. Vita Scholz gewann die Jury mit ihrem Projekt „zeitverstreicht“ in
Grünings Schaufenster, ein gelungenes Beispiel für punktgenaues
Treffen der vorgegebenen Thematik. Noel G. Lungay überzeugte mit
„Die Straßenkreuzung“ in der Deutschen Bank, wo auch Humor einfloss
in die Darstellung eines eher traurigen Phänomens.

Die Sonderpreise gingen an Stefan Diehl für seine Installation der Stille
„Die Oase“ in der Marktstraße und Jürgen Noltensmeier für seine
Malerei „Von Außerhalb“ in der Forstgasse 2.

Weil das Publikumsinteresse zum Ferienende immer größer wurde,


werden die meisten Kunstwerke noch bis zum Sonntag, 18.
September, an ihren Standorten verbleiben. Hauseigentümer und
Geschäftsleute spielen dankenswerterweise mit, nur wenige werden
wegen Terminen und anderen Verpflichtungen nicht mehr mit dabei
sein, kündigte Heike Brucherts-eifer unter Beifall die zweiwöchige
Verlängerung der viel beachteten Aktion an.
„Nur Gewinner“, so Wolfgang Conrad, habe es auch bei den „Karree-
Projekten“ gegeben, wo zufällig auch 15 Einzelprojekte zur Bewertung
standen, viel mehr als erwartet. Alle verdienten umgesetzt zu werden,
die Jury habe es schwer gehabt, so Conrad, und deshalb gibt es „Fünf
Beste“ auf einmal:

„Barrierefreies Wohnen“ (Grüner Weg) und „Karree Grüner Weg“


gehören zu den ausgezeichneten Visionen ebenso wie „Sophienhaus“
im neuen Steinweg, „Lichtlounge“ (Grüning und Heinemann) sowie
„Obermarkt“.

Bei allen Projekten, die nach wie vor im Innenhof des Rathauses
vorgestellt werden, handelt es sich um Pläne und Ideen, die noch
detaillierter Prüfung bedürfen. Zwei könnten sofort begonnen werden,
13 sind wie gesagt erst einmal angedacht im Sinne der
Aufgabenstellung des Wettbewerbes. Betrachter, in der Regel Anlieger
der betreffenden Projekt-Standorte, die sich vor vollendete Tatsachen
gestellt sehen, wie mehrfach zu hören war in den vergangenen
Wochen, können beruhigt sein, die Bagger rücken noch nicht an.

Laut Wolfgang Conrad soll jetzt versucht werden, die genannten „Fünf
Besten“ für weitere Bearbeitung in die Förderung „Stadtumbau West“
zu bringen.