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Kreistag

des

Main-Taunus-Kreises

XVI.Wahlperiode
Drucksache ausgegeben am:
Abteilung II a Nr. 83 24.10,2008

8 519 Qrkumgehung Hofieim


Planfeststellungsverfahren nach dem Bundesf~rnstrabngesetz(FStrG)
Anh6nrngsverfahren

Anlacren: Stellungnahme des Kreisausschusses


Übersichtslageplan, Übersichtshßhenplan

Vorbemerkung:

Mit Verftigung vom 01.09.2068 hat das RegieningsprBsidium Damstadt den Kreisausschuss
(als Trager QffentlicherBelange) aufgefordert, zu dem Vorhaben nach den 55 17 ff Fern-
straßengeseiz (FSffi) i.V.m. §§ 72 ff des Hess. Verwaltungsverfahrensgesetzes ( W f g )
.zu dem PIan Stellung zu nehmen, soweit Ihr Aüfgabenbereich berClhrt wri-d..,*

Der Kreiaausschms und seine Fach-Abteilungen haben nach sorgfältiger Prüfung der Unter-
lagen eine Stellungnahme mit ausfflhrlichen Anregungan sowie Bedenken formuliert und be-
schlossen.

Gemäß der Beschlusslage im Kreistag des Main-TaunusKreises vom 15.09.2008 (siehe TOP
12) sowie das Beschlusses vom 27.09.1993 in Sachen .Z ustandigkeitsregelungin Bau- und
PlanungsangelegenheRena(Anlage) legt der Kreisausschuss diese Stellungnahme dem
Kreistag vor.

Der Kreistag stimmt der beiliegenden Stellungnahme des Kreisausschussesals Trager offent-
licher Belange rum Planfeststeltungsantwurf B 51Q Ortsumgehung Hofheim zu.
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Das RegieningspräsidiumDamstadt hat mit Verfügung vorn 1.9.2008 das Planfeststeflungs-


verfahren nach dem Bundesfernstraßengesetzfür die Maßnahme ,Neubau der Ortsumgehung
Hofheim (Osturngehung) im Zuge der B 519" eingeleitet.
Die Behörden und Stellen, die Trager öffentlicher Belange sind, zu denen auch der Kreisaus-
schuss zähit, kßnnen bis zum 30.A 1.2008 zu dem Plan Stellung nehmen.

Eine im Hinblick auf den Sitzungstermin des Kreistages am 10.12.2008 beantragte


Fristverlängerung hat das Regiemngspr3sidium nicht eingeriiumt.
Die Stellungnahme muss demnach fristgernäß zum 30.11.ZOO8 abgegeben werden. Im Hin-
blick auf die kratung in den Kreistagsgremien erfolgt dies unter Vorbehalt der Beschluss-
fassung des Kreistages.

11. Prolekünhalt

11.1 Historie

1861 wurden erste Planungsüberlegungen zu einer Umgehungsstraße Hofheim angestellt.


Damals war die jetzige Bundesstraße 519 noch als Landesstraße 3012 eingestuf!.
1967 wurde erstmals ein Ptanfeststellungsverfahrenseingeleitet.

Weiterfahrung des Verfahrens als 4-spurige Bundesstraße 519 ab 1973.


Die Gemeinde Kriftel und Privatleute widersprachen der Planung. Es erfolgte eine
Anderung der Planung auf 2 Spuren.
Zu dem auf dieser Grundlage erarbeiteten Entwurf erteilte der Kreisausschusses mit Be-
schluss vom 20.8.1979seine Zustimmung mit Anregungen zu einzelnen Planinhalten @.B:
Einplanung eines Radweges,Reduzierung des Anschlussknotens L 3018)

Es folgten weitere Detail-Plananderungen, die in sog. Nachtragsverfahren 1081 und 1988


verfahrensrechtlich bearbeitet wurden.
Auch diesen Änderungen stimmte der Kreisausschuss zu.

lrn anschließend durchgeführten An höningsverfahrenbekräftigte die Gemeinde Kriftel ihre


Einwendungen.

In den Folgejahren erfolgte eine Absümrnung der Planung mit dem Bund.
7995 wird die Planung wieder aufgegriffen. Ing. BUro Heinz U. Fder erarbeitet im Auftrag des
Landes Hessen eine Verkehrsuntersuctiung B 519 Hoßeim I Kriflel.
Im Zuge dieser Verkehrsuntersuchung wurde eine Arbeitskreis .B 519' gebildet, in dem so-
wohl die Stadt Hofheim a k auch die Gemeinde KMel vertreten wareh.

Im Zuge dieser Vetkehrsuntersuchung wurde insbesondere die Wechselwirkung der Ver-


andenrngen im Gesambtraßennetz- u.a. Ausbau der BA8 A 86 - zur Planung B 519 gaprüfi.
1998 wurde der Schlussberlcht zur Verkehrsuntersuchung mit der Empfehlung vorgelegt, die
Planfeststellungsva~nte weiterzubetreiben.

Es folgte eine weitere aktualisierende Verkehrsunbrsuchung durch PlanungsbUro P N AG -


PlanungsbUro Transport und Verkehr - herausgegeben im Februar 2008, die zu dem Schluss
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kommt, dass die Planf~shtellungsvariantezu eheblichen Verklehrsentlastungen in Teilen der


Ortsdurchfahrt Hofheim der B 519 Ehren wird (bis zu 43 %)

Einleitung des P~anfest&llungsverfahrens durch Regierungspriisidium Darmstadt arn


1.9.2008

Oie Maßnahme ist im Bedarfsplan für die Bundesstraßen in der Stufe .vordringlicher Bedaf
eingeordnet.
Zu der Planfeststellungsvariantewurden 5 Trawnvadanten untersucht, de i aufgrund ihrer
geringen verkehriichen Entlastungswirkung oder höherer Eingriffe in Siedlungsbereiche und in
die Landschaft verworfen wurden.

11.2 Umfang der Planung (siehe beiliegender Übersichklageplan und Übercichtsh~henplan)

1. Trasse liegt ostlich der Stadt Hofheim, TrassenIfinge4,7 km


2. Ansch IusspunM Süd Hofheirn - Mancheirn Höhe Ahornstraae (L3264)
3. Anschluaapunkt Nord in der Nahe des FKE Bus-Betriebshofes
4. VerknUpfungcpunIcte mit dem bestehenden Stadtstraßen- und Landesstraknnetz
a.) Anschluss RheingausZraße I Ahornstraße (L 3264) in Hofheim-Mamheim
b.) Anschluss geplantes Wohhgebiet Marxheim
C.) Anschtuss &n Hochfeld"
d.) Anschluss L 3071 neu
e.) Anschluss Hattersheimer Straße und Hofheimer Straße in Kr'iftel
f,) Anschluss t 3018 (Zeilshsimer Straße)
g.) Anschluss Niederhofneimer Straße (FKE Busbetriebshof)

5. Bauwerke
a.) Feldwegübeduhmng ,Flahegn
b.) Rad I Gehwegübefihrung verlängerte RörnerstraBe
C.) BTtick0 L 301 1 neu, Hattersheimer Wage (Schwanbachtalbdjcke) 259 m lang
d.) UnterfU hmng Schwaiabach I Hofheimer Straße Krifiel
e.) Urrterfahrung Sportplatz Kriftel 188 m lang
f.) uberführung LindenstraBe Kriftel
g.) Überfühning L 3018

Baukosten 36,205 Mia


Gtundenverbskasten 8,596Mio €

Gesamtkosten: 44,801 Mio £


Kostenträger Bund 43,640 Mio E,Antell Stadt t-lofheim I,
I61 Mio 6
Baukeit 3 4 Jahre

W.Verkehrllche Wlrkunol des Vorhabens


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? . Berechnete Belastung der B 51 9 neu 16 24.600 Kfz 1 24 h
2, Berechnete Entlastung der B 5 19 alt bis zu ca, 8.200 Kfz / 24 h
3. Vebleibende Belastung der 0 518 an 7 bis .14+000Kfz I 2 4 h
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4. RedMon der Verkehrsbelsstung auf der Ortsdurchfahrt Hofheim der B 519


rwischen 17,6 und 44,8 % im Vergleich zum sog. Prognose-Nultfall im Jahre
2020

1. Lämschützsintichtungen:
L~mschutzwallin einer Höhe von 8 m (11) im Bereich ManRteim
Lämschutrwand jn einer Höhe von 5 m an der Lindenstraße rechts und
von 6 m an der Fichtestrak links (bedingt durch den angrenzenden
Geschoßwohnungsbau)
2. Brückenbauwerk .Schwarzbachtal* mit Vedmilpfung L3011,
Hattersheimer Stral3e und Holbeimer Straße / Überf~hrungSchwanbach.
BrUcke mit Lämischutzwand HBhe 2 m, Rampen mit Neigung von bis
zu 6,5 %,
3. Tunnel Sportplatz Kriffel mit einer Länge von 200 m, Einfahrtstrdge Nord
und Sud.
Lange 45 rn (Sud) 79 m (Nord), Tiefe 2,80m (Stid) 4,70 rn (Nord)

4. Relativ geringe verkehrliche Gesamtentlashing, die max. 45 % betragt bei


hohem baulichen A h n d und erheblichen Eingriffen im Bereich Krifiel (Sport-
platz, Anschluss Hofheimer I Hattersheirner Straße).Gesamt Flachenbedarf 7 8
ha.

VI. Stdlungnrhmen der Fachabte[luncwndes Hauses


(ausführliche Fomuliening siehe Stellungnahme des Kreisausschusses)

I. Umweltamt - Immissionsschufz

Grundsätzlich keine Bedenken. Hinweis auf etwaige Entacti8digungspfiicht an


Hautieigentllmer bzw.Obemahme der Kosten fiir passive S c h a l l s c h u ~ ~ s -
nahme (Schallschutrfenster)

2. Umwebmt- Untere Wasserbehörde-

Forderung nach Ergtinzung der Unterlagen hinsichtlich Überschwemmungs-


gebiet des S~hwanbachesim Bereich der Anschlussstelle Hattersheimer
Straße.

3. Amt Mr Brancfschutz- und Rettungswesen


Abs&lir;lßer~deBewertung nicht magiich, da ein Gesamtsicherungskonzept
sowie ein Gefahrenabwehrplan fUr den Spornlatztunnel fehlt.
4. Untere Dankmaisctiukbehörde

Hlnweis auf das im Trassanhreich vorhanden rornische Kastell mit


rdmiher Siedlung. kteiligungspfiichtdes Landesamtes fnr Denkmalpflege.

5. Umweltamt - Untere Naturschutzbeharde -


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Detaillierte Bewertung des landschafbpfkgerischen Begleitplanes mit zahl-


reichen Hinweisen auf Ändenings-, Erganzungs- und Ktarstellunprfordemisse.

6. Amt für Jugend, Schulen und Sport

Sicherstett Ung der fußlufigen Erreichbarkeit der Sportanlagen in Kiiffel auch


nach Bau der B 519.

Keine Bedenken. Auf Abstirnmungsbedarf hinsichtlich Beschilderung,


Markiening und Lichtsigmlanlagen wird hingewiesen.

8. Amt fQrSchulbau und Gebaudewirtschaff

Hinweis auf die Notwendigkeit ausreichenden LElmschutzes für die Schulen In


Hofheim und Kriftet.
Auaerdem wird ein Beweissbheningsverfahrenfür dia Kreissporthalleaufgrund
der geplantan Untertunnelung des Kriffeler Sportpfatzes gefordert.

9. Gesundheitsamt

Keine Bedenken

VII. Schlussfolsrerungen

Der Ptanung wird gmndaatzlich zugestimmt da sie erhebliche Verbesserungen ftlr die
Stadt Hofheim herbeiführen wird.

Die mit der Planung verbundenen Nachteils Insbesondere fUr Teile des Gemainde-
gebietes der Gemeinde Kriftel sind durch weitere planerische MaBnahrnen zu reduzieren
(Änderung der LamschutzeinrichhingIm Berei~hHofheim-Marxheim,AufrechterhaRung
der Straßenverbindiing Hofheimer Straße einschliefilich Ergan~ungdar Radwegever-
bindungen, Verldngerung der Sportplatzunterfahning Kriftel dar& oberen Abschluss der
EinlAusfahrtstroge).

FachbehBrdlche Hinweise und Anregungen sind bei der Weiterbearbeitung des Planes zu
berlicksichtigen und werden zur Opthiening der Planung führen.

(8erthold R. Gall)
Landrat
KREISTAG . MAIN-TAUNUS-KREIS
XI11. Wahlperiode Kreistagssitzung

in Hofhelrn am Taunus
KREISTAGSBI~RO im Kreishaus

20. Antrag der Kreistagsfraktionen CDU, SPD, GRONE,F.D.P., FWG beb,Zustandigkeit in Bau-
und Planungsfmgen
- DnicksacM Abteilung I Nr. 33 -

Der Kreistag beschließt folgende Zust4ndigkeilsregelung in Bau- und Planungs-


angelegenhelten:

1. In den Sitzungen des Rau- und Verkehnausichusses wird seitens des Kreisausschusses

- regelmdilig über den Stand der kreiseigenen Baumaßirahmen Auskunft orte1t;

- .Ober baureife Planungen von Neubaumaßnahmen des Kreises mit einem Volumen ab
500.000,- OM vor Aussctireibuhg informiert;

- vor Bes&lußfassung aber den Haushaltsplan die Liste der beabsichtigten


Bauunterfiaihngsmaanahmen mit einem Volumen von mehr als 50.000,- DM zur
Steltungnahme gegenüber dem Haupt- und Flnanzsussctiuß vorgelegt.

2. Der Bau- und Veikehrsausschuil besdilieflt endgültig (iber

- Festiegung der Aufgabenbesbreibung bei plan&sdien W~ttbewerben,soweit'der


Kreistag sich die Entscheidung nicht selbstim Hmelfall vorbehgk .
- Maßnahmen von "Kunst am ~ a u mit
" einem Volumen Ober 30.000,-DM.

3. Der Kreisfag entscheidet nach Beratung im Bau- und Verkehrsausschuß sowie im


I. Planungs- und Umweltausschuß - Ober
- die Fortsüireihng des Regionalen Raumordsiungsplanes Südhessen;
- Stellungnahmen zur FlBch,ennutzungsplanungund Generatverkehrspleinung das
Umlandvemandes Frankfurt am Main;
- Stellungnahmen ru PlanfectsteltungsverFahmngemäß 5 38 BauGB von gnind-
s%dicher Bedeutung. *

. .
Ftlr die Richtigkeit der Beschlul3ausfertigung: Verteiler: BL, 11.1, 10, 13, 1.4,20,
08.10.93 30,32,41.81,63
Entwurfsbearbeitung: Datum Zeichen
bearbeitet 02/2008 Schwartze
Ingenieurbüro Dipl.-Ing. H. Vössing GmbH gezeichnet 02/2008 Schultz
Brunnenstraße 29-31
40223 Düsseldorf geprüft 02/2008 Ivanoff
Tel.: 0211/90 54 -5
Plan-/Dateicode
Düsseldorf, den 03.03.2008

Hessische Straßen- und Verkehrsverwaltung HESSEN 4


Amt für Straßen- und Verkehrswesen Wiesbaden 1
B 519 Str.-km 0.660 (zw. NK 5916/051 u.
Straße: NK 5916/089) bis Str.-km 1.501
( nächster Ort ): (zw. NK 5916/081 u. NK 5816/007)
Hofheim / Kriftel

Verlegung B 519
Umgehung Hofheim
Übersichtshöhenplan
- Planfeststellungsentwurf - 1: 5000 / 500

Aufgestellt: Geprüft:

17.03.2008
Wiesbaden, den .................................. 19.03.2008
Wiesbaden, den ..................................
Amt für Straßen- und Verkehrswesen Wiesbaden Amt für Straßen- und Verkehrswesen Wiesbaden

gez. Heußer
i.A. ........................................................................ gez. Fried
i.A. ........................................................................
( Dipl, Ing.) ( BOR)

Genehmigt:

20.03.2008
Wiesbaden, den ..................................
Amt für Straßen- und Verkehrswesen Wiesbaden

gez. Etienne
i.A. ........................................................................
( Baudirektorin)
Der Kreisausschuss ENTWURF e n i r l n - t a u n u r - k r e i s

ms- vomiatrgs
M W -
8.00 12.00 Uhr -T
m
kllttuioeh
-
8.00 12.00 Uhr
8.00-1200Uhr W
-
15.30 18.30 Uhr
-T
An das D c n m T-baning 13.30 - 17.30 Uhr
Regieningspräsidiurn Damstadt F e -
8.W 12.00 Uhr

Wilhetminenstraße 1-3

Ihre Naehrleht AkmmMwl -Pa-) Oatum


I1 1 33.1 - 66 a 04/01 (2) - 63.54.05.00 B 519 Herr Sachs .11.2008
04/08 OU Hoftieim
Planfesktellung gemäß 55 77 ff FStrG i.V. mit 55 72 ff HVwVfG für den Neubau der Ortsum-
gehung Hofheim arn Taunus (Ostumgehung) im Zuge der B 519 von sUdlich des Stadtteils
Mantheim (Bau-km 0+120) bis zum Anschluss an die bestehende B 519 nordßstlich des Ge-
werbegebietes Hoftieirn-Nord (Bau-km4+820) einschlieL3tich notwendiger Folgemaßnahmen
und der Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege in den Gemarkungen
Maixheim und Hofhetm der Stadt Hofhelm und der Gemarkung Kriftel sowie weiterer trassen-
ferner Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege in den Gemarkungen Die-
denbergen und Wallau der Stadt Hofheim

lhre VerFUgung vom 1.9.2008

Sehr geehrte Damen und Hemen,

w dem PEanfeststellungsentwurffUr die obengenannte Strai3enbaumaßnaRme nehmen wir


fristgamaß atsf der Grundlage des kschlusses des Kreisauaschusses vom 22.10.2008 nach-
folgend Stellung.
Dime Stellungnahme steht unter dem Vorbehalt der Beschlussfasaungdes Kreistages, die fUr
den 15.12,2008 vorgesehen ist:
Eine Barsiitung und Seschlussfassung in den Fachausschüssen des Kraistaw fand bereits
stak

Vorbemerkung

Erste Planungsilbedegungenzum Bau einer Ortsumgehung Hofheim Im Zuge der Bundes-


- -
straße 519 frliher Landesstraße 3012 wurden bereits vor über 4 Jahnehnten angestellt.
Dieser lange Planungsprozess ist auch ein Beleg für die Komplexitst des Vorhabens.
Einerseih gilt es die dringend notwendige verkehdiche Entlastung der Ortslage .HofheimU
durch die geplante Strabnbaumaßnahme harbeirufUhren, andererseits ist mit dieser Maß-
nahme eine h i n m h t i g u n g von Siedlungsgebieten insbesondere in Kriftel, aber auch des
Umfeldes von Wohnglebiaten in Hufheim festzustetlen.

Der Main-Taunus-Kreis hat sich bei alten bisherigen Stellungnahmen zu den verschiedenen
PlanungsUbedegungen von der Grundüberfegung leiten lassen, sowohl das Interesse der
Stadt Hofheim an einer Lösung des Verkehrsproblems ,Ortsdurchfahrt B 519"gewahrt zu se-
hen aber auch die Belange der Gemeinde K M e l in grtißtmöglichen Umfang zu berllck-
sichtigen.

Die im lauf^ der Jahre durchgefufirten vielfältigen Verkehrstrntersuchungen und Planungs-


studien fOhrten letztlich immer wieder zu dem Ergebnis, dass die sog. Ostumgehung die ver-
kehrllch wirksamste und arn wenigsten in Natur, Landschaft und Siedlungsgebiete eingrei-
fende Planungsverfante darstellt.
Hierbei ist festzustellen, dass die nunmehr geplante Urrtertunnelung des Sportplatzes in KMet
eine entscheidende PtanungsCindening gegenUhr den bisherigen Lösungen darstellt, um die
Beeinmchtigungen Klr Siedlungsgebiete in m e l so gering wie möglich zu halten.
Dem Kreisausschuss ist hierbei bewusst, dass auch bei dieser Planungstthung BeeintrElchti-
gungen aus städtebaulicher, lämischutrtechnlscher, naturschutzfachlicher Sicht nicht ver-
meidbar sind, die jedoch aufgnind der positiven Wirkung der Gesarnlmaßnahrne auf die Ver-
kehrsabl&ife im gesamten Raum Haheim / Kriffel hingenommen werden müssen.

Der Kreisausschuss stimmt aus diesem Grunde dem vorgelegten Planfesktellungsentwurf für
den Neubau der Ortgumgehung Hofhsim im Zuge der B 519 mit allen Folgemaßnahen
gtrinWtzlfch zu und trffgt aus dem Blickwinkel der von ihm zu vertretenden tlffentlichen Be-
lange namolgende Anmgungen vor:

I.Fachbereich Schulen I Sport I Radwegeverbindungen


Die Auknsportsnlagen im Bereich der Kreissporthale in Kriftel werden im Rahmen des
Schukpo&s von floateimer und W l e r Schulen genutzt Es muss gewährleistet sein, dass
diese Spartanlagen auch nach Bau der B 5%9 von beiden Gemeinde aus zu Fuß zu enelchen
slnd.
Die Trennung der Hofheimer Straße in Kriffel, die SidfungsgeMete in Ktinel aber den
Schmelzweg hinaus mit dem Schulgelände ,BrüRMesenUin HoBieim verbindet, ist aus dte-
sem Grunde negativ zu bewerten.
Wir wen deshalb an, die Hofheimer Straße filr den Fußgänger- und Radverkehr offen zu hal-
ten. Dies kllnnt zum Beispiel im Bereich der Schwa~achunbrfühwngerfolgen.
In diesem Zusammenhang ist die Furt U h r die Aumfirt zur B 519 auf der westllchen Seite des
Kreisve&ehssplatzes kritisch zu beurteilen. üer querende VetkehrsbiIn&rner Ist dort im Brll-
drenbereilch schlecht zu efkennen. Eine Verbindung Ober die Huffieimer Strsi13e Nrde dieses
ProbIm IUsen.

Allgemeine Anrnwkungen zu den RadveFkehrsanlagen:

Der Radweg parallel zur B 519 sollte Uber den Anschluss Hochfeld hinaus bis zur Ver-
knapfung mit der bestehenden B 519 (Bauanfang) verlängert werden.
Ein Radweg sollte auch irn Bereich des Anschlusses an die bestehende B 51 9 am Bauende,
ndrdlich Rhein-Main-Thme bis zu den AnschlUs~nan das Feldwgenetz Richtung Lieder-
bach etngepiant werden.
FClr die hbspmthalle ist vor Ehbeginn zu hsten des Straiknbaulasttragers ein Beweis-
sicheningsverfahren durcfizufflhren, da das Auftreten von Bauschaden aufgnind des in gerin-
gem Abstand vorgesehenen Tunnetbaw&es nicht auszuschließen ist.
Die Erhaltung der Sportanlage Kri5tel durch das vorgesehene Tunnetbauwerk mit den Trsgen
an der sUdlichen und nBrdlichen Ein-/Ausfahrt wird ausdrücklich begrüßt.
Um jedoch die Beeinträchtigungen fOr den Sportbetrieb durch Lam- und Abgasimmissionen
zu reduzieren wird vorgeschlagen die Einfahrtstroga auf eine möglichst lange Strecke zu
schiiehn. Hierbei kann U. E. auch eine geringe Uberhllhung des Gelandes durch einen Bau-
werksteil in Kauf genommen werden.

2. Bmndschutz und Rettung~swesen


Eine abschliaBende Bewertung des Vorhabens durch den Kreisbrandinspektor ist aufgrund
unzureichender Entwurfsunterlagen nicht maglich.

FUr die Beurteilung des Vorhabens hinsichtlich der Notwendigkeit des abwehrenden Brand-
schutzes und des Rettungsdienstes ist die Vorlage eines Gesamtsicherheitskonteptes (GSK)
sowie eines Gefahrenabwehrplanes (AGAP) filr den Tunnel ,Unterfahrung Sportplatz" erfor-
derfich.

Die in den Planfeststellungsunterlagen enthaltenen schallschutztechnbchen Berechnungen


ergeben, das's bei 19 Gebauden in Hofheim und Marxheirn die Immissionsgrenzwerteder
Verkehrslämschu~rordnung(i 6. BlmSchV) trok aktiver SchaHschutzmaßnahmen über-
schritten werden. In diesen Fallen müssen passive Schallschutzmaßnahmen (Schallschutz-
fenster) durchgemhrt werden. Gernaß 5 42 Bundes-lmmissionsschutzgesek hat eine Ent-
schädigung an die Betroffenen für deren Aufwendungen ff3r passive Schallschutzmaßnahmen
zu erfolgen.
Die geplante aMive Schallschutsmaßnahme (Larmschutzwali) im Bereich Hofheim Mantheim
mischen Bau-km 0+709,50 (Flakweg) und Bau-km 2.1 21,00 (Anschluss Hochfeld) stellt mit
einer Hdhe von 6,00m Uber der Fahrbahn und einer Lange von über 1,4 km einen erheblichen
Eingriff in das Orts-und Landschabbild dar.
Es sollte durch planeriachttecbnische Maßnahmen versucht werden, die Hohe dleser -
notwendigen - LärmsctiutzeiniSchtungzu vermindern; 2.B. durch Tieferiegung der Trasse und
Kombination einer AufschMung mit einem geringeren Neig ungsverhältnis (Gambionen) mit
einer Liirnschutmand. Dadurch kbnnte u.U. auch die Fl&cheninanspmchnahmevermindert
werden.

4. Fachhemich untere Den kmalschutrbeR6rde

Die Trasse der geplanten B 519 verMtift in Nahe eines r6rnischen Kastells mit dazugehöriger
Römischer Siedlung.
Auf die Notwendigkeit der Beteiligung des Landesamtes für Denkmalpflege, Abteilung Archao-
logische Denkmalpflege, SchloR Biebnch, Wiesbaden wird verwiesen.

Das Vorhaben mhrt funktionsbedingt zu einer erhebfichen Fl&&enversiegelung. ZusWich


wird das Orls- und Landschabbild von Hofhaim und Wel durch die zahlreichen Bauwerke
(Brtlcken und LämschutzwEWe w~chiedenerHöhe) negativ bwhtriict-itigt
Die naturschuhfachlichen Eingriffe liegen hauptsdchlich in der Zerschneidung der Freiraum-
flächen sadlich und tlstlich von Manheim, dem Eingriff in das LandschaBsbiki durch die Ober-
flihrungsbauwetke im Außenkreich und dem Vetiust von Hecken und Streuobstwiesen sowie
FeldgehCSkan (12.240 mq. Auch fUr die fui3läufige Nahertiolung hat das Gebiet eine große
Bedeutung. Die Ertrolungsfunktion dieses Areals wird durch den Bau der Straße nachhaiüg
und dauemaiff beelnträch~tigt.
Wefterhin wird in den Gehdlzsaum am Schwatzbach eingegriffen. Es handelt sich um einen
Lebensraum, der nach § 31 des hsischen Hatumcbukgesetzesbesunders geschützt ist.
Zahlreiche in dem Gebiet vorkommends Tierarten werden von der Maßnahme betroffen. Es
wurden 48 Vogelarten erfasst, von denen Mr 33 Arten Brutverdacht besteht. b r Bereich &st-
lich von Marxheirn weist bezOglich der Vogehlt den gr6ß!en Artenreichtum (35 Arten) auf,

Weiterhin bedeutsam im Plangebiet sind europarechttich geschUtzb Arten nach der FFH-
Richtlinie (Richtiinie 9214WEWG). Sind LebenssMtten dimer Arten durch Baumaßnahmen b e
troffen, m[lsen durch die Bereitstellung neuer Leberisraumts bzw. durch ehe ggf. mdgliche
Umsiedlung der Tiere d18 irn Bundesnaturschukgemtz fetstgerssWen Zugdffsverbote (5 42
BNafSchG) Oberwunden werden. FUr seltene ecrropaische Vugdartsn mll-n Brutplatze
ebenfalls neu geschaffen werden, damit sich der ErRabngazustand der lokalen Population
nicht vemchlecMert.

Im vorliegtmden Fall sind dar Feldhamster, die Zauneidechse und sechs Ftedennausarten in
der FFH-Richtlinie aufgefohrt.

Sowohl fUr den Feldhamster als auch filr die Zauneidechse werden Umsiedlungen vorge-
sehen und neue Lebensrgume geplant. Die sechs Flederrnausarten kommen nur in geringer
AnzahI vor. Sie werden durch die Baumaanahme laut Gutachter nicht negativ kintrachtigt.
Auch wenn die art~nsctiutuechtlichenProbleme im Rahmen der Planung Oknniundan werden
kUnnen, steitt die Baumaßnahme fllr viele Tierarten eine Verkleinerung und damit deutliche
Beeintdohtigung des tebensraumes dar. Weiterhin werden NahmngsstiittannIr die Tiara a r -
stort.

FUr die Bauwerke irn Außenbereich (ÜbarHihrungsbauwerke und Lärmschufzwande bm.


Lärmschutrwatle) ist eine Jusatzbewertung Landschaftsbild"durchzuführen. Hierru sind alte
uberfühningsbauwerkejewejls in Schnitten mit den entsprechenden Hbhenangaben darzu-
stellen.

5.2 Tiewelt (Ordner 3, Artemchutzrechtlieher Fachbeitrag, Kapitel 12)

Feldharnst8r

Noch 2001 wurdm laut UVS 54 Hamskrbauten innerhalb des Untersuchungsgebietesder


Trasse festgestellt, 2007 nur noch acht Baue. Trotz des allgemeinen RUckgangs von Hams-
tervorkommen ist dfese Diskrepanz kaum zu erklaren. Evtl. klinnte sie auch durch die alljahrli-
chen Schwankungen der FeldhamsbrbesHnde zurlldauführen sein. Da die Anzahl der Bau-
ten Gnindlage ftlr die Bamchnung des Ausgleichd~chenbedarfsist, muss bei der vor einer
Umsiedlung durchzuffihrenden Feinkartientng die Anzahl der betroffenen Baue Oberprllft wer-
den, um die Berechnung mindestens durch ein zweites Untersuchungsjahr zu mitteln und
dementsprechend anzupassen.
Die AusglelchsRächen sollten einen Mindestabstand von 200 m zu Straßen aufweisen.
FCSr die Anlage von Nacherntestreifensollen 1,75 ha Ackerfikhe far 30 Jahre gesichert wer-
den. In der Kostenschatzung (Ordner 3, S. 98, 99)ist alierdings nur Mr drei Jahre eine Aus-
gleichszahlung an die von der Maßnahme betroffenen Landwirte vorgesehen. Theoretisch
könnten die Nachamtestreifen nach drei Jahren wieder abgeschafft werden.
Auch das Monitoring ist nur Mr fUnf Jahre vorgesehen. Im sechsten Jahr ist die Vorlage des
Berichtes geplant. Dann soll nach drei Jahren eine erneute Kontrolle stattfinden. Das Monito-
ring sollte ebenfalls auf einen Zeitraum von mindestens I5 Jahren ausgedehnt werden.

Fledermäuse

Laut UVS ist eine Quartiersuctiemr Fledermäuse nicht edorderiich, da keine Quartiere auf der
Trasse zu erwarten sind. Da einige A h n auch in SpechthöhlenlNaturh6h1en abr Obstbaume
zu finden sind (u.a. Bechsteinfledermaus), ist eine Bmintmchtigung der Fortpflanzungs- und
Ruhestätten durch die Beseitigung von Beurnen im Zuge der Baumal3nahmen möglich und
kann nur durch eine vorherige Unbrsuchung der Naturhöhlen ausgeschlossen werden.

Die Streuobstwiesen um Hofheim-Marxheim stellen einen Schwerpunkt der Verbreitung des


Steinkauz= im Maln Taunus Kreis dar. Insbesondere sudlich von Mantheim sind in künst-
lichen Nisthilf~nvier Bnrtpaara des Steinkauzes bekannt. Auf der Trasse der OU Hofheim be-
finden sich keine Nisthilfen, deshalb sind hier Bruten schwer nachzuweisen. Vorkommen der
Steinkäuze lassen sich insbesondere während der Bakeit (Schwerpunkt FebruarlMdt-z)
nachweisen, nach der Verpaarung ist dies nur mit großem Aufwand erreichbar.
Aufgrund der Begehungen ApriUMai 2008 kann eine Etfassung der Steinkauzbrutpaare auf
der Trasse nicht vollständig sein. Im Methodenteil ist zudem nicht beschrieben, ob die Be-
gehungen zur Erfassung der Eulen in die Abend- und Nachtstunden gelegt wurden.
Eine Nachsuche mittels Klangattrappe im Winter ist dazu zwingend notwendig.
FClr wegfaflende bzw. beeinträchtigte Brutplatze sind geeignete Ersakmaßnahmen vorzu-
sehen, die im Mindestabstand von 200 m von der Straße durchzuführen sind.

.
Im Artenschutzmhtlichen Fachbeitrag zum Rebhuhn ist ein Fehler vorhanden. Unter 3.1 soll
es wohl eher lntensivieningaals .Extensivient ng' heißen.

Zauneidechse

Die durchgefahrten zwei Begehungen sind nIr eine Baumaßnahme in der geplanten G W n -
ordnung nicht ausmichend, um dem Schutzstatus der Zauneidechse gerecht zu werden.
Imbewndem im Bereich der Kleingarten ist aufgnind der gmignetm Strukturen mit Vor-
kommen der ZauneiMsen zu rechnen. Auch Zuwandeningen aus benachbart liegenden
Vorkommen k6nnen nicht ausgeschtossen werden, so dass vor Baubeginn der Trassen-
bereich erneut mindestens mit zwei Begehungen auf bislang unerkannte VorIrommen der
Zauneidechse tlberprüff werden muss.
Die ,halbquanthävaa E*ssung der Reptilien erlaubt zudem keine Abschatzung der Populati-
a ~ g r 6 ß der
e betroffenen Zauneidechsenvorkommen. Um die Ausgleichsflächen für die Um-
siedlung optimieren zu Mnnen, i6t eine Schätzung der lndividuenzahl notwendig.

Zu Flschvorkommen ist im LPB keine Aussage getroffen worden. Im Schwarzbach ktSnnten


Gmppe und Bachneumuge (Geschllkt nach Anhang 1V der FFH-Richtlinie) vertreten sein. Ob
sie durch dls ~aplan&nBaumaBnahmen negativ beeintrachtigt werden kdnnen, wurde nicht
untersucht.

5.3 AuaglekhJEmaMachen ( W n e r 3, ErlQuterungeberiehtLandschaftspflegerischet


Begloltpkn, KapRel12)
4elte - 6 - m Schmbm vom ....11.2008

Die Anlage der großen Streuobstwiese incl. Anbringen von Steinkauzbrutröhren in direkter
Trassennälhe wird kritisch gesehen,da der Lebensraum durch die direkte Nähe zur Bundes-
strah immer durch Drm und das erhebliche Kollisionsrisiko beeinträchtigt bleiben wird.

Das Anbringen der Steinkauzbrutröhre in einer Entfernung von 60 m zur Bundesstraße ist oh-
ne eine breite Abpfianzung kontrapmduktiv,
Da sich nördlich der Ortsumgehung gute Jagdgebiete mr den Steinkauz befinden, stellen die
Rlihren insbesondere Mr die unerfahrenen Jungvogel eine Todesfalle dar. Vorn Anbringen der
RlShre in diesem Bereich wird dringend abgeraten. Besser geeignet sind Obstwlesen, die sieh
mindestens in einer Enifemung von 200 m befinden. In Frage kamen u.a.die Flächen östlich
des Kassernbacfies, die ohnehin für die AnlagelErg4nzung einer Streuobstwiese vorgesehen
sind oder Streuabstpa~eltenin genugendem Abstand zur OU südlich von Manheim.
Mabnahme AB [S. 72)

Das Anbringen von speziellen Nistkästen für Spechte in einem voll entwickeltem Gehölz-
bestand ist nicht sinnvoll, da Spechte Nistkästen erfahrungsgemäß selten annehmen. Durch
den Erhait alter und hier insbesondere abgängiger Obstbäume bleibt genugend geeignetes
Substrat zur Anlage neuer Naturhöhlen durch die Spechte selbst erhalten. Bei der Ent-
buscfiung sollten gezielt solche ,Baumnrineng stehen gelassen werden, die fUr Spechte als
potentielle Höhlenbäume geeignet sind.
3.2. ..TraasenferneU E r s a M i c hen am Kassernbach
Die .trassenfernenUKornpensationsfidchen befinden sich allesamt im Bereich des Kassem-
haches mischen Diedenbergen und Wallau.
Vorgesehen ist die W iesen-Elnsaat auf Ackerßachen, die Extensivierung von Grünland sowie
Gehtjlzanpfianzungen (Streuobst, Auwald, Allee). GenereH werden die Vorschlage begrüßt
(Ausnahme Streuabstanlage in der Aue siehe E 5).

Maßnahme E I (8.73)
Umwandlung Acker in Grünland

Das Saatgut für siimtliche Grünlandneuanlagen sollte aus regional gewonnenem Saatgut von
im Main Taunus Kreis standortgerechten Arten der Glatthaferwiesen stammen, z.B. von Rie-
ger-Hoffmann. Dadurch konnte auch ggf. ein Biotopwertaufschiag von 2 Wertpunkten g e
genOber der Einsaat mit herkomrnlichem Saatgut begründet werden. Es sollten definitiv keine
Ansaatmischungen des Garten- und Landschaftsbaus venvendet werden.
In den ersten 3-5 Jahren nach der Einsaaf muss das Gdnland mindestens 2-3-mal jährlich
gemäht werden, um dem Boden Nahrstoffe zu entziehen und damit die Artenvieifalt zu f6r-
dem. Anschließend kann die Mahdhaufigkeit auf 1-2 Termine pro Jahr reduziert werden.

Pfienehinweise:
DauemafferVerzicht auf Dllngung sowie den Einsatz von Herbiziden und Umbruchs-und B e
weidungsverbot. Evtl. Nachbeweidung nach erstem Mahddurchgang möglich.

Siati0.nvor Qrf:
Die auf der Karte vmzeichneten Ackerstandorte werden aktuejl tatskhlich als Acker genutzt.
Lediglich das Flu WO& 66, Flur 39 in Diedenbergen wird nicht voHst#ndig, sondern nur auf der
Seite- 7 - pim Cctidben vom .... 11.2008

Hälfte der Flache als Acker genutzt, da die Nutzungsgrenze nicht der FlurstUcksgrenze ent-
spricht. Die andere HMte befindet sich in GrOnlandnuizung.

MaBnaRme E2 (S. 74)


Nutzungsextans~vkrungGdntand

Situation vor Ort


Das von den Maßnahmen betronene Gr[lntand ist vom Ausgangszustand meist als Frisch-
wiese mittlerer Nutzungsintensitat einzustufen und liegt damit zwischen Biotoptyp 06.310 und
06.320. Die MahdhWiikeii liegt bereits jeizt bei maximal zwei Mahdterminen pro Jahr, dies
ist weiterzuführen.
FUr diese Jahreszeit ist ein relativ guter Artenbestand mit Schafgarbe, Wiesenstorchen-
schnabel, Labkraut, Flockenblume und Wiesenknopf ausgeprägt.
Teilbereiche sind eher als Intensiv-IWirtsctiaftJgrünlandeinstufen, hier sind die Bestande
deutlich artenBmer, das Gras ist dichter und Mher gewachsen. Bespiele hierHlr sind die
Flurstücke 69 und 70 (Flur 39, aktuell Rindenueide) oder FlurstUck 66 (Flur 40, Intensiv ge-
nutzte Wirtschaftswiese).
Daher liegt die Bestandsbewertung des ASV sogar in Teilen über der aktuellen Werügkeit.
Hier sind Korefcturen vorzunehmen.

Ffiwahinweise: Dauerhafier Venichf auf DLingung und Ein& von Herbiziden sowie Um-
bruchsverboi
Eine extensive Beweidung ist auf eine Nachbeweidung nach einem erfdgten ersten Mahd-
durchgang zu beschranken, eine alleinige Beweidung (2.8. durch Pferde oder Rinder) ist ab-
zulehnen.

Malinahme E4 (S. 76)


Vorschlag: Ergdnzung der Pfianzliste durch Weiden, die später als Kopfbaum erzogen werden
(u.a. Bnrtplatz Rjr Steinkauz).

Maßnahme E5 (S. 77)


Anlage Stmuokt
An der A66 ist in der Kassembachaue sowie arn Osthang die Anlage bm. Ergänzungs-
pfianzung von Streuobst vorgesehen.

In der Aue des Kassernbactis (FlurstOcke 5417-62)Ist dle Anlage von Streuobstwiesen nicht
angebracht, (Ziel it. L-Phn: 6kologisch bedeutsames Gttlnland). Hier ist die weitere Extensi-
viening brw. die Festschreitiung der bereits ausgefllhrten extensiven Nutzung analog M a k
nahm8 E2 sinnvoller.

Auf dem Osthana deaKassembachs (FIurst11cke 10-13) ist die Erggnzung von sehr lacken-
haften BesWnderi vorgesehen, die SMhier audrtlcklich anbietet.
Wetterhin sollten dfe vorhandenen Baume, bei denen es noch sinnwill Ist, einen Sanieningc-
schnitt erhalten, um dne Ianwre Lebnwrwartung zu emichen.
Bei den Hinweisen zur Pflege fehlt die Festiegung der Jungbaumpflege in den ersten
5 Jahren (Verbfssschutz, Pflanzpfahl, Anßindung, Baumscheibe, FfIanz- und anschließend
Eniehungsscbn~).In der KosknschaGFung sind nur drei Jahre aufgelistet, die als nicht aus-
reichend erachtet werden.
S s b - 8 - mrn Schreiben vom ... .f 1.2008

3.2.1. Bilanzieruna der externen AusaleichsrnaBnahmen arn Kasaembach

Blatt 7 (S. 96)


Bestand ,Streuobstwiesen extensiv ist ohne weitere Erkldning nur mit 40 anstelle von 50
Wertpunkten angeseizt. Als Ziel werden die Flachen dann mit 50 Punkten bewertet.
,Neuanlag8 Streuobst" (Biotop-Typ Nr. 03.120) wird fälschlicherweise mit 47 Punkten anstelle
von 23 Punkten bewertet.

Blatt 8 (S. 97)


Zusatzbewertunq
VemetrunalZerschneidunq

Eine Aufwertung fllr den Biotopverbund Kacsernbachtal um 2 Punkte ist angemessen. Aber
die durch den Neubau entstehende Zerschneidungswirkung zwischen den ortsnahen Be-
reichen und den sUdUch der Trasse liegenden Flachen muss durch einen Abschlag ebenfalls
berücksichtigt werden.Dies gilt insbesondere für naturschukfachlich hochwertige Flachen
(z.B. Streuobstwiesen, die z.T. in ihrer Funktion als Lebensraum beeinträchügt werden.

3.2.2. Allaemeine Erl,auteruncienzur Bilanzieningder iibrigen Flachen nach der Kom-


pensationsvemrdnun~[ErfauterunasberfchtLandschaftspflerreriseher BealeiQlan, Ka-
pitel 121
Der Geltungsbereich für die Berechnung der Bilanzienrng nach der Kompensationsverordnung
ist in einem gesonderten Plan (Obercichtsplan) darzustellen.
W e e h i n ist aufgefallen, dass der in Anlage 1 (Luftbild) gelb markierke Bereich in den Karten-
werken .Bestands- und KonfliMplannsowie .MaßnahmenplanUinnerhalb des Landschafts-
pfiegeflschen Begleitplans (Ordner 4) nicht vorhanden ist, obwohl er innerhalb des 200 m brei-
ten Untersuchungskomdors (Hdhe Eddersheimer StraßelRheingaushße am Ortseingang
Mamheim) liegt. Das Areal befindet sich im obergangsbereich zwischen den Bhttern t und 2,
Die Bestands- und MaßnahmenplBne sowie ggf. die Eingriffs-IAusgIeichsbilan~emng nach
der Kompensationsverordnungsind entsprechend zu vervollstiindigen.

Seite 65, Maßnahme GIA 4:


Die Artenliste sollte erweitert werden um folgende Baumarten: Hainbuche (Carpinus betulus),
Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus) und W interlinde (Tilia cordata),

Seite 74, Maßnahme €2:


Wieso besteht ein Flachenbedarf von nur 13.500 statt 36.900 mz? Ist die restliche Fltiche be
reib verfugbat?
Seite 90:
Den im Bestand aufgeführten Biotoptyp .Streuebstwiesen mittlerer NutzungsintensitW mit 41
Punkten gibt es nicht in der Kompensationsverordnußg.

Seite W:
Die Bewertung des Ufergehölrcaumes am Schwarzbach mit 50 Wertpunkten ist wegen der
st6rungsintensiven Mafheimer Straße und dem Bolzplatz zu hoch. Eine Abwertung von 5-10
Biotopwertpunkten ist angemessen.
- -
Seife g nim Gchrdbn vom ....11.2008

Seite 07:
Den Biotoptyp ,8.315, Frischwiesen rniftlerer Nutzungsintensitaf mit 36 Biotopwertpunkten
gibt es in der Kompensationsverordnung nicht. Es ist nicht davon auszugehen, dass die b e
troibnen WiesengrundstUcke seit Jahrzehnten extensiv bewirtschaftet worden sind, sondern
vielmehr im Wechsel mit Ackerbau. Daher ist ein gewisser mittlerer bis höherer Nährstoff-
gehalt anzunehmen, weswegen hinsichtlich dar Artenvielfalt und Artenzusammensetzung eine
Punktebewertungvon unter 30 angemessen ist. Jedenfalls sind die vergebenen 36 Biotop-
wertpunkte anhand der Artenzusammensetzung zu begrllnden. Zum Teil fanden sich auf den
Wiesen Nahrstoffreiger wie Kratzdisteln.

Seite 91 und 94:


Aus 9.971 mz bewirtschaftetem Ackerland entsteht in 3 Jahren sicherlich keine ausdauernde
RuderaMache, welche mit 39 Biotopwertpunktenbewertet werden könnte. Dimer Wert ist zu
hoch bemessen. Wenn Biotoptyp 9.210 zutreffen sollte, dann ist ein Abschlag von 8-10 Bio-
topwertpunMen angebracht. Auf intensiv genutzten Äckern mit starken Nahrstoffeintagsn
entwickelt sich erst nach mehreren Jahren eine Artenvielfatt, filr die dann der Maximalwert von
39 Biotopwertpunkienangesetzt werden kann.
S. 95
Zusatzbewertum ZEtuneidechse. besondere Ortliche Situation:

Die Au'fweptung des zukonftigen Lehnsraums für die Zauneidechse auf 2 ha Flache um 10
Punkte kann nicht anerkannt werden, da man dann konsequenterweise auch beim Bestand
den Lebensmurn der Zauneidechse mit einer Zusatzbewertung belegen müsste. Die Möglich-
keit der ZumWbewerlung ist ausdrllcklich gegeben, 2.0. bei der Anlage von SteinhauFen, d e r
Steinmaaißm, abat nicht bei RudernMuren &C. und nicht mit 70 Punkten.
Im Ohmen rnilswn neue Lebansräume fUr Zauneidechse und auch den Feldhamster ange
legt w h n , um das arten~chutirmchtllcheVehot der Beeint&cMigung und Zerst6rung des
Lebensmumes zu Oberwinden.

Seite 86:
Es ist nicht nachvollziehbar, wanirn extensive Streuobstwiesen nur mit 47 Bidopwertpunkten
bewertet werden, statt mit 50, wie es dle Kompensationsverordnungvorgibt.
Seite 96:
Im Marxfieimer Raum gibt es keine extensiv bewirtschafteten Frischwiesen, dls eine Ein-
stufung mit # Biotopwertpunkten rechtFertigen. Die genannte Bewertung is2 zu hoch benes-
Sen, vielmehr handelt es sich um intensive Frischwiesen (Typ 6.320),nIr die m6gllchennreise
ein Zuschlag gegeben werden kann.

3.2.3. FlumWchbezoaene Erläuterunaen zur Bilanzierunpi des BESTANDES einzelner


Grundstücke in der Gemarkung Mamheirn (Bestands- und Konfiiktpläne, Ordner 4)

Flur 16,Flurstück 23:


Bestandsbewertung laut Planunterlagen: n6rdIictie Hälfte Streuobstwiesenbrache
mit 46 Biotopwertpun+den(Typ 9.250); südliche Hälfte extensive Streuobstwiese mit
50 BJotopwertpunkten (Biotoptyp 3.130);
Tatsächlicher Bestand: Streuobshviesenbrache fnr das gesamte Flurstück (Typ 9.250,
46 Biotopwertpunkte);
Anmerkung: der Biotoptyp sowie die Bilanzisning sind entsprechend zu korrigieren.

Flur 24, Flurstück 24:


Bestandsbewertung laut Planunterlagen: Grilnlandeinsaat bzw. Grasacker mit t 6
Biotopwertpunkten (Typ 6.920);
Seiie - I 0 - mCchnrben vom ....11.2008

Tatsachlicher Bestand: sowohl Grasacksr (Typ 6.920) als auch extensive Streuobst
wiese (EEiotoptyp 3.130,50Biotopwertpunkte);
Anmerkung: die genaue Flache der Obshlviese ist zu errechnen; Biotoptyp mwla Bilan-
tiarung sind entsprechend zu korrigieren.
Flur 24, Flurstück 41:
Bestandsbewertunglaut Planunterlagen: Streuobstwiese mittlerer Nuizungsintensit#t
mit 41 Biotopwertpunkten (Typ ,3.115');
Tatsachlicher Bestand: Streuobstwiesenbrache (Typ 9.250);
Anmerkung: Wegen der geringen Flächengröße von etwa I000 m2und dar einge
schrlnkten VitalMt der 8 HochsMmme kann eine Abwertung von 40 Biotopwertpunkten
auf 40 Biotopwertpunkte vorgenommen werden.

Flur 24, FIurstUcke 3212 und 15 [Regen~€ickhaitebecken]:


Bestandsbwrtung laut Planunteriagen: Extensiv geriukte Frischwiese mit 44 Bio-
topwertpunkten (Biotoptyp 8.31 0);
Tatsächlicher Bestand: intensiv genutzte Frischwiese mit 27 Biotopwertpunkten
(BioZoptyp 6.320)
Je nach Artenvorkommen kann ein Punkteaufschlag durchgefilhrt werden; dies ist an-
hand der Artenliste zu belegen. Biotoptyp und Bilanziening sind entsprgchend zu koni-
gteren.

Flur 24, Flurstllcke 13,35, 36 (bt1icRe HBifk):


Bestandsbewertung laut Planunterlagen: Frischwiese mimerer Nutrungsintensitat
mit 36 Biotopwertpunkten (Typ .6.315');
TatsCiichlicher Bestand: Intensiv genutzte Frischwiese mit 27 Biotopwertpunkten
(Biotoptyp 6.320)
Anmerkung: Es liegen in Grünland umgewandelte Äcker vor; die Nutzung ist eher in-
tensiv ausgeprägt. Je nach Artenspektrum kann ein Punkteaufschlag durchgeführt wer-
den; dies ist anhand der Artenlisie zu belegen. Biotoptyp und Bilanziemng sind ent-
sprechend zu komgieren.
Flur 25, FlurstCIck 50:
Bestandsbewertung laut Planunterlagen: Streuobstwiesenbra~henach Verbuschung
mit 40 Biatapwertpunbn (Typ 9.260);
Tatsächlicher Bestand: Faldgehölz (Typ 4.600,56 Biotopwertpunkte);
Anmerkung: Da sich das FeldgehBlz in e i m frühen Entwidclungsstadium befindet und
das Arteninventar recht gering ist, kann ein Abschlag von 10 Biotopwertpunktenvorge-
nommen werden.

Flur 25, Flurstlick 55 (nur nordwestliche Teilfläche):


Bestandsbewertung laut Planunterfagen: Streuobstwiese mittlerer Nutzungsintensitat
mit 41 Biotopwertpunkten (Typ ,3.115");
Tatsachlicher Bestand: extensive Streuobstwiese (Typ 3.130, 50 bio top wert punkte^
Anmerkung: extensiv genutzte Streuobshnrime;eine Abwertung ist nicht gerechtfertigt;
Biotoptyp und Bilanziening sind entsprechend zu korrigieren.

Flur 25, Flumck 62:


B~standsbmerbnglaut Planunterlagen: Acker mit 16 Biotopwertpunkten (Typ
11,191);
Tatsächlicher Bestand: Wrtschaftswiese vyp 3.130,50 Biotopwrtpunke) sowie
befestigte Fläche mit Regenwassenrersickemng CTyp 10.715,6 Biotopwertpunkte);
Anmerkung: Biptyp und Bllanzlerung sind entsprechend w konigieren.
- .
Seite 11 - arm Schreiben vom , ..I
1.2008

Flur 25, Flurstück 83:


Bestandsbewertung laut Planunterlagen: Intensiv genutzte Frischwiese mit 27 Biotop-
wertpunkten (Typ 6.320);
Tatsächlicher Bestand: verhuschte Streuobstwiese (Typ 9.260,40 BiotopwertpunMe);
Anmerkung: Biotoptyp und Bilanzierung sind entsprechend m korrigieren.

Flur 25, Flu18tWc 85 Streuobstwi'ese:


Bestandsbwrfung laut Pl anunterfagen: Streuobstwiese mittlerer Nutzungsintensitat
mit 41 Biotopwrtpunkten (Typ ,3.t 15");
Tatsächlicher Bwtand: Obstwhu mit Gemenge aus verschiedenen Obstsorten
und Starnmhgh~n;
Anrnakurrg: Hier ist der Mblwert aus den Biotoptypen 3.130 (Streuobstwiese extensiv
bwhtshchafbt, 54) Biotopwertpunkte) und 3.222 (Obstplantagen mit Untersaat, 23 Bi&
fupwertpunM) anzusetzen, woraus sich ein Wert von 37 BlotopwertpunMen ergibt.

Ffur 25, ~iufsallck:6W4 ( w ü h e Hab):


Bestandsbewetkinglaut Planuntarlagen: extensive Streuobstwiese (Typ 3.130,50
Biotopwettpunkte);
TaWchIfdwr &stand: Obstplantage mit Untersaat (Typ 3.222,23Biotopwertpunkte);
Anmerkung: D a s gesamte Flurstlick wird als intensive Obstplantage genutzt. Biotoptyp
und Bilanrierung sind entsprechend zu korrigieren.

Flur 25, Fiutatück 73/i und 74:


& s & n d s M u n g laut Planuntertagen: Shuobstwiese mittlerer Nutrungsintensität
mit 41 Biotopwertpwiktan (Typ m3.1157;
Tatsachlicher Bestand: Extensive Streuobstwiese (Typ 3.130,50 Biotopwertpunkte);
Anmerkung: Siotoptyp und Bilanziening sind entsprechend zu korrigieren.
Flur 25 Flurstllck 110142:
Bestandsbewertung laut Planuntertagen: Streuobstwiese mittlerer Ntitzungsintensitiit
mit 41 Biotopwertpunkten vyp ,3.115*);
Tatsachlicher Bestand: etwa 15 Jahre a b extensive Streuobstwiese (Typ 3.130,50
Biotopwertpunkte);
Anmerkung: Biotoptyp und Blanriening sind entsprechend zu konigiemn.

Flur 26, FlurstIlcke 39:


Bestandsbewerhinglaut Planunterlagen: Streuobstwiese mrttlerer Nukungsjntensität
mit 41 Biotopertpunkten (Typ .3.f 7 5');
TatsAehlicher Bestand: Obshnriese mit Hoch- und Niederstammen
Anmerkung: Hier ist der Mittelwert aus den Biotoptypen 3.130 ptreuobsMes~extensiv
bewirtschaftet, 50 Biotopwertpunkte] und 3.222 [Obstplanlagen mit Untersaat, 23 Bio-
topwertpunktel anzusetzen,woraus sich ein Wert von 37 Biotopwettpunkten ergibt. Bio-
toptyp und Bilahzierung sind entsprechend zu komgieren.

Flur 30, Flu~ttlck41 :


Bestandshrtung laut PlanUnter!agen: Frlschwlese mittlerer Nutzungsintensitat.
mit 30 Biotopwe@unk&en(Typ .8+315");
Tatsachlicher Bestand: Intensiv bewirtschafteter Acker (Typ 11-191; 16 Biotopwert-
punb);
Anmerkung: Bioluptyp und ßilamierung sind entsprechend zu korrigieren.

Flur 26, FlursUck 42:


Bestandsbewertung laut PIanuntedagen: StreuobWiese mittlerer Nutzungsintensität
mit 41 Bfotopwrtgunlden (Typ .3.175');
-
Seih 12 -zum Schreiben wim ....11.2008

Tatsächlicher B a n d : Obstwiese mit Gemenge verschiedener Obstbaumarten und


Stammhtihen (Nieder-, Halb und Hochstamm [Nussbäume]). A u k d m befindet sich
auf dem Flurstack eine landwirtschaftliche Haue mit einer Fläche von ca. 200 m2.
Anmerkung: Hier ist der Mittelwert aus den Biotoptypen 3.130 [50 Biotopwrtpunkb]
und 3.222 123 Biotopwertpunkte] anzusetzen, woraus sich ein Wert von 37 Biotopwert-
punkten ergibt. FUr die bebaute Flache ist der Biotoptyp 10.715 (befestigte Flache mit
Regenwassarversickeningmit 6 Biotopwertpunkten)anzusetzen.

f lur 30, FlursÄlck 43:


Bestandsbewertunglaut Pianuntedagen: Streuobstwiese mittlerer NutzungsintensHt
mit 41 Biotopwertpunkten (Typ ,3.1157;
Tatsächlicher Bestand: Streuobstwiese v y p 3.130, 50 Biotopwertpunkte);
Anmerkung: typische extensiv ganulste Strauobstwiese; eine Abwertung ist nicht
gerechtfertigt; Biotoptyp und Bilanzierurag sind entsprechend zu komigieren.

Flur 26, FlursMck 5411 südwestliche Teilffache:


mtandsbewertung des gesamten Flurstücks laut Planuntedagen: Intensiv-Acker
mit 16 Biotopwertpunkten (Typ 1I.191);
Tatsächlicher Bestand der TeiMäche: extensive Streuobstwiese (Typ 3.130,50 Bio-
topwertpunkte);
Anmerkung: Biotoptyp und Bilanziening sind entsprechend zu konigieren.

Flur 26, FlurstUck 80:


Bestandsbewertung laut Planuntedagen: Ackerbrache mit 23 Biotopwertpunkten
(Typ 9.1 10);
191,16 Biotopwertpunkte);
Tatsachlicher Bestand: bewirtschafteterAcker (Typ 1I.
Anmerkung: Biotoptyp und Bilanziening sind entsprechend zu korrigieren.

Flur 31, Flurstück 59134:


Bestandshwerking laut Planuntedagen: Streuobstwiese rnittierer Nutzungsintens'Mt
mit 41 Biotopwertpunkten (Typ ,3.11 F ) ;
Tatsgchlicher Bestand: Streuobstwiese (Typ 3.1 30,50 Biotopwertpunkte);
Anmerkung: Es tiagt eine extensive Streuobstwiese mit BesHnden von Birken und Fich-
ten vor. Wegen der .standortfremdenUGehölzeuist ein AbschIag von 5 Biotopwert-
punkten auf 45 Biotopwertpunkte vorzunehmen. Bbtoptyp und Bilanzierung sind ent-
sprechend zu korrigieren.

Bllanzleruna des Bestandes einzelner Grundstücke in der Gemarkung Hofheim:

Flur 32, Flurstück 9:


Bestandsbewertung laut Planunterlagen: Frischwiese mittlerer NutaungsintensMt
mit 36 Biotopwertpunkten (Typ ,6.315"};
Tatsächlicher Bestand: Intensiv genutzte Frischwiese mit 27 BiotopwertpunMen
(Biotoptyp 6.320)
Anmerkung: Es liegen in GrOnland umgewandelte Äcker vor; die Nutzung ist eher in-
tensiv ausgeprägt. Je nach Artenvorkommen kann ein Punkteaufschlag durchgefUhrt
werden;dies ist anhand der Artentiste zu belegen. Biotoptyp und Bilanzienrng sind ent-
sprechend zu korrigieren.

Flur 33, Flurstück 58:


Bestandsßewertung laut Planunterlagen: Streuobstwiese nach V~i"ousch urig mit 40
Biotopwertpunkten r y p 9.260);
Tatsächlicher Bestand: Einrelgarten in der LandschaW Kleingarten mit 14 Biotopwert-
punkten (Biotoptyp 1; 1.211)
Anmerkung: Biotoptyp und Bilanziening sind entsprechend zu korrigieren.
- -
Seite 73 zum Schreiben vom ....11JW18

Flur 33, FlurstUck 86/39 und Flur 32, FiurstUck 10219 (Straknrand B 519, jeweils TeiiflBctien)
Bestandsbewertung laut Planuntedagen: Straßenbegleitende i-ieckenpflanzung mit
20 Siotopwerlpunkten (Typ 2.600);
Tamchlicher Bwtand: Basenreiche voll entwickelte Hecken (Baumhecke) mit 41
Biotopwertpunkten (Biotoptyp 2.200)
Anmerkung: Wegen der unmfttelbaren Nähe zur B 519 kann ein Abschlag von 5
Biotopwertpunktenvorgenommen werden. Biotoptyp und Bilanrierung sind entspre
chend zu konigiemn.

Flur 38, FlurstIlck t 5:


Bestandsbewertunglaut Planunterlagen:Ackerbrache mit 23 Biotopwertpunkten
(Typ 9.110);
Tatsachlicher 6estand: bewirtschafleter Maisacker (Typ 11,191, 18 Biotopwertpunkte);
Anmerkung: Biotoptyp und Blanzierung sind entsprechend zu korrigieren.
Flur 38, Flurstück 47 und 48:
BestandsbeweFtunglaut Planunteiiagen:Streuobstwiesenbmche nach Vertiuschung
mit 40 Biotopwertpunkten (Typ 9,260);
Tatsächlicher Bestand: Verbusctite Streuobstwiese im Ubergangsstadium zum Feld-
gahtilz
Anmerkung: Hier ist der Mittelwert aus den Biotoptypen 9.260 verbuchte Streuobst-
wiese mit 40 Biotopwertpunkten]und 4.600 [Feldgehölz mit 56 Biotopwertpunkten] an-
zusetzen, woraus sich ein Mittelwert von 48 Biotopwertpunktenergibt. Biotoptyp und BZ-
lanzierung sind entsprechend zu korrigieren.

Flur 36,FlustOck 49:


Bestandsbewertung laut Planunterlagen:Streuobstwiese mittlerer Nutrungsintensitat
mit 41 BioZopwertpunMen (Typ.3.115');
Tatsächlicher Bestand: Streuobstwiese (Typ 3.130,50 Biotopwertpunkte);
Anmerkung: FUs dieses GnindstUck kann ein Abschlag von 10 Biotopwertpunkten vor-
genommen werden, da etwa ein Drittel der Baume aus Niederstämmen besteht.
Biotoptyp und BilanzEenrng sind entsprechend zu korrigieren.

Flur 36, Flurstück 87:


Bestandsbewertung laut Pianunterlagen: Obstplantage mit Untersaat mit 23 Biotop
wertpunkten (Typ 3.222);
Tatsächlicher Bestand: Erwerbsgartenbaul Sonderkulturen [Johannisbeeren] mit 16
Biotopwertpunkten (Biotoptyp 3.211)
Anmerkung: Blotoptyp und Bilaridemng sind entsprechend zu korrigieren.

Flur 36, Flurstück 7411:


Bestandsbewertung taut Planunterlagen: Obstplantage mit Unt~rsaatmit 23 Biotop-
wertpunkten (Jyp 3 -222);
Tatsächlicher Bestand: Obshiviese mit größtenteils Halb- und einigen Hochstämmen
Anmerkung: Hier ist der Mittelwert aus den Biotoptypen 3,130 [W Biotopwertpunkte]
und 3.222 123 Biotopwertpunkte] anzusetzen, woraus sich ein Wert von 37 Biotopwert-
punkten ergibt. Biotoptyp und Bilanziemng sind entsprechend zu komigieren.
Flur 37, Flursülck 9011 (westliche Halft@):
Bestandsbewertung laut Planunterlagan: Extensiv genuizle Frischwiese mit 44 Biotop-
wertpunkten (Typ 6.310);
TaWchlicher m n d : Wiesenbrache, ruderde Wiese (Tfl9.130,39Biotopwert-
punkte);
Anmerkung: Biotoptyp und Biianziening sind entsprechend zu korrigieren.
Flur 37, furstück 9011 (,gesamte'ästliehe Harne):
Bestandsbewertung laut Planunterlagen: Extensive Streuobstwiese (Typ 3.130,50Bio-
topwertpunkte) und Streuobstwiesenbrachenach Verbuschung mit 40 Biotopwert-
punkten (Typ 9.260);
Tatsachlicher Bestand: Extensive Streuobstwiese (Typ 3.130,50 Biotopwertpunkte)
Anmerkung: Nur ein geringer Anteil diam Flurstückes ist verhuscht, der Rest wird ex-
tensiv bewirtschaftet. Daher ist ein Abschlag von 3 Biotopwertpunkten gerechtfertigt.
Biotaptrp und Bilanzierung sind entsprachend zu korrigieren.

Flur 37, FlurstUck 17111 und 174/2 (rhomßusfUmige Teiifidche):


Bestandsbwertung laut Planunterlagen: Ausdauernde RudernMuren meist frischer
Standorte mit 39 Biotopwertpunkten (Typ 9.210);
Tatsachticher Bestand: Ruderalfhr der Biotoptypen 9.110 und 9.210
Anmerkung: Diese Flache wird als Lageffläche für Stallmist, landwirtschaftiiche Geräte
und Baumaterial (Mastersteine) genutzt. Hier ist der Mittelwert aus den Biotoptypen
9.1 10 (Kurzlebige Ruderalflur mit 23 Biotopwertpunkten] und Ausdauernde Rudaratflur
meist frischer Standorte mit 39 Biotopwertpunkten (Typ 8.210)anzusetzen, woraus sieh
ein Mittelwert von 31 Biotopwertpunkten ergibt. Biotoptypen und Bifanzierung sind ent-
sprechend zu komgieren.
Flur 25, Flurstück 8717:
Der fm Rahmen der Baumaßnahrne zu beseitigende Baum existiert bereits nicht mehr.

Es wird far unabdingbar gehalten, dass d5e überplanten Flglchen für die beabsichtigten
Kompensationsmaßnahmen rigentumsrechtiichzur Verfügung stehen. Die geplanten
Maßnahmen sind dauerhafi Uber eine Grundbucheintragung zu sichern

5 4 Betatungsergebnls des Uretsnatumchuizbeimtes

Der Kreisnaturschutzbeirat hat sich in seiner Sikung am 9.10.2008 mit der Planung befasst.
Er lehnt die Planung wegen der Auswirkungen auf das LandSchaftsbild und die vorhandene
Tierwelt ab, zumal die verkehrliche Entlastung lediglich ca. 40 % W g t .

Um den Verkehr von Norden umzulenken, könnte mit geringerem Eingriff eine Abzweigung
nördlich der ElisabethenstraBe von der aiten B 519 auf die Elisabethenstraße erfolgen. (sog.
Urnspannwefksvariante)

Dk untere Naturschukbeh6rda teilt diese Auffassung nicht und verweist auf die umfassenden
oben m h n t e n Anregungen.
Der Maturschutzbeirattegt allerdings f i r den Fall der Realisierung der Maßnahme an, die im
Suden geplante Teilentsisgelung der alten Trasse dadurch zu optimieren, dass der geplante
verbleibende WIrtschaftsweg nur durch 2 Fahrspumn befestigt wird.
Im Obrigen schließt sich der Naiurschuttbeirat der Stellungnahme der unteren Naturschutz-
behörde hinsichtlich dar Bearbeitung der artenschukmcMiichen Problematik an.

8. Fachbereich Untere Wasserbehorde

Aus den Enhivurfsunterlagen geht nicht henror, ob die aktuellen Anforderungen an Hoch-
wasser- und Gewdsserschutz ausreichend berUcksichtigt werden.
Durch die Shßenbaumaßnahrne sollen zwei Vodutgräben (Kastengrund- und Seegraben)
sowie der Schwambach [jberbaut werden. Genauer Angaben zur Sauausführung fehlen
(noch).
Es ist geplant die Bauwerke 4 und 5 (UnterHlhrungen Schwatzbach und Anschluss Hatters-
heimer Straße)innerhalb des Obenchwemmungsgebietesdes Schwarzbaches zu errichten.
Nach Auskunft des Regierungspräsidiums Darm~tadt,Abteilung Arbeitsschutz und Umwelt,
Wiesbaden, erfolgt die Festsetzung des ~berschwernmungsgebietesdes Schwanbaches in
KBrze.
In den Unterlagen sind kein Angaben zu HochwasserRtShen, entstehendem Retentionsmum-
verlust und dessen notwendigen Ausgleich enthalten. Ob die Hochwasserdurchgäingigkeitdes
Schwanbaches auch während der Bauzeit gewährleistet ist, ist nicht prclffähig.
Nachweise zur hydraulischen Leistungsfahigkeit der VorRuter (insbesondere des Sdiwanba-
ches) in die das Oberfl4chenwasser der B 519 neu eingeleitet werden soll, fehlen. Aucrei-
&ende RegenwasserrClckhaltung ist nachzuweisen. Bei den Planungen ist der .Leitfaden für
das Erkennen ökologisch kritischer Gewasserbelastung durch Abwassereinleitung"zu berück-
sichtigen.
Vor der notwendigen Überarbeitung des wassertechnischen Entwurfs mit hydraulischen B e
rechnungen sollte eine Abstimmung mit der unteren Wasserbehorde erfolgen.

Auf die Stellungnahmen des Regieningsprasidim Damstadt, Abteilung Arbeitsschutz und


Umwelt, Wiesbaden sowie des Abwassernerbandes Main Taunus zum gleichen Themen-
bereich wird verwiesen.

Seitens der unteren Wasserbehorde wird aus den vorenivahnten Gründen insbesondere der
Mittelteil der Trasse (Unterftlhrungen Schwarrbach, Ansct.ilusssteHe L 301 1- alt -) als prob-
lematisch angesehen.

Die irn Zuge des Neubaus der B 518 geplanten Beschilderungs- und Markierungsmaßnahmen
sowie Lichtsignalanlagen rnlissen vor Bauausfihrung dem Straknverkehrsamt ausführlich
erörtert werden.

Mit freundlichen Grtißen

Berthold R. Gall
(Landrat)

Anlage: Luftbild b&. Zier 5-4Abschnitt 3.2.2der Stellungnahme


Anlage 1 zur naturschutzfachlichen Stellungnahme:
Dieser im Luftbild gelb markierte Bereich liegt innerhalb des 200 m breiten
Untersuchungskom'dorc (Hähe Eddersheimer Straße1 Rheingaustraße am
Ortseingang Mamheim). Allerdings ist dieses Areal in den Kartenwerken
Bestands- und Konfiiktplan" sowie .MaßnahmenplanU [Ordner Nr. 41
hnema~bd e s Landschaftspflegerischen Begleitplanes nicht vorhanden. Das
Areal liegt im Übergangsbereich zwischen den Blattern 1 und 2. Die
Bestands- und Maßnahrnenpläne sowie ggf. die Eingriffs-/
Ausgleichsbilanzierung nach der Kompensationsverordnung sind
entsprechend zu venrsllständigen. (siehe Hinweis unter 3.2.2 Allgemeine
Eriauterungen zur Bilanzierung...)