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Lendesnsuptstadt Stuttgart Amt far 6ffentliche Ordnung Langetauncac Sungan, Art tr atentehe Orta 508s Sumer v An alle Personen, die sich aut dem in dem beigafiigten Pian (Anlage 1) gekennzeich- nete Gelande des Mittleren SchloRgartens in 70173 Stuttgart aufhalten oder authal- ten wollen und a as .o STUTTGART | &y Hausadresse EberhardstraGe 35, 70173 Stuttgart Teleion (07 11) 2 16-0 Telefax (07 11) 2 16-28 00 Sicherheit@stuttgant de G2: 32-21 an alle Verfligungsberechtigten der cam- pingartigen Behausungen und einge- brachten Gegenstande im Wittleren Schlossgarten in 70178 Stutigart (Plan Aniage 2) Stuttgart, 22. Dezember 2011 Aligemeinverfiigung zur Anordnung eines Aufenthalts- und Betretungsverbots und zur Réumung des Zeltlagers fir Teile der Mittleren Schlossgartenanlagen in Stuttgart Sehr geshrte Damen und Herren, aufgrund von §§ 1,3, 4, 5, 6, 7, 8, 27a Abs. 2, 33, 49 ff §§ 1 Abs. 4, 3 Abs. 4 Zif. 1u. 2, Ziff. 9 §§ 35 und 44 § 80 Abs. 2 Nr. 4 §§ 2, 18, 19, 20, 25, 26, 27, 29 und 31 §7 ergeht folgende Polizeigeselz Saden-Wirttemberg (PolG) Strafsen- und Anlagen-Polizeiverordnung (StrAniPolvO) Landesverwaltungsverfahrensgesetz (LvwViG) Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) Landesverwaltungsvollstreckungsgesetz (Lywve) Volistreckungskostenordnung (LVwVGKO) 1A. 4.2. 1.3. 1.4 241. 2.2, 23, Aligemeinverfdgung Aufenthalts- und Betretungsverbot Alte Personen, die sich in dem in dem beigefligten Plan (Aniage 1) gekennzeichneten Bereich des Mittleren Schlossgartens in 70173 Stuttgart aufhalten, ohne hierzu besonders berechtigt zu sein, haben diesen Bereich spatestens ab Beginn/Bekanntgabe der Einsatzmafnahmen der Polizei im Mittieren Schlossgarten unverziiglich zu verlassen Darliberhinaus wird es allen Personen ohne besondere Berechtigung untersagt, ab Beginn/Bekanntgabe der Einsatzmafnahmen der Polizei im Mittleren Schlossgarten den in dem beigeftigten Plan (Anlage 1) gekennzeichneten Bereich bis zu dessen Freigabe durch den Polizeivollzugsdienst zu betreten oder sich dort aufzuhalten. Fur den Fall, dass Sie den in Anlage 4 genannten Bereich nicht fristgerecht verlassen oder diesen Bereich nach dem Beginn/der Bekanntgabe der Einsatzmafnahmen der Polizei im Mittleren Schiossgarten betreten oder sich dort authaften wollen, ohne hierzu berechtigt 2u sein, wird Ihnen hiermit die Anwendung unmitteloaren Zwangs angedroht. Die Kosten hierfur milssen Sie tragen. Als besonders berechtigt gelten insbesondere die Einsatzkrafte der Polizei, die Einsatzkréfte der Rettungsdiensie und der Feuenwehr sowie beauftragte Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG und der von ihr mit den Bauarbeiten oder der Sicherung des Baugelandes beaufiragten Firmen. Als besonders berachtigt gelten auBerdem die beauftragien Mitarbeiter des Landes Baden-Wurttemberg oder der von den zustandigen Landesbehdrden beauftragten Firmen. Die 8erechtigung ist bei Kontrolien nachzuweisen Raumung Alls campingartigen Behausungen (Zelte, Planen, Unterstéinde und dergieichen), Baumhéuser, Plattiormen auf Baumen sowie allo eingebrachten Sachen (Schlafsacke, Kochgeraischaften, Tische, Matten, Bekleidung, persénliche Gegenstéinde, Liegen, Stiihle und dergleichen), die sich im Mittleren Schlossgarten in 70173 Stuttgart (siehe Plan Anlage 2) befinden, missen unverziglich nach Bekanntgabe dieser Allgemeinverigung, spatestens jedoch bis Donnerstag, den 12.04.2042, 08,00 Uhr entfernt werden Fur den Fall, dass Sie die campingartigen Behausungen sowie die anderen unter 2.1 genannten Sachen trotz dieser Anordnung nicht unverziglich, spatestens jedoch bis Donnerstag, den 12.01.2012, 08.00 Uhr freiwillig entfemen, werden diese auf Ihre Kosten im Wege der Ersatzvornahme durch den Polizeivollzugsdienst abgeréumt oder durch beauftragte Dritte entfernt. Im Einzelfall knnen ftir die Ersatzvornahme Kosten bis zu 5000 Euro entstehen. Der Polizeivollzugsdienst kann gaf. die vorgenannten Sachen beschlagnahmen, 3. Anordnung der sofortigen Voliziehung Die sofortige Vollziehung der Ziffem 4.1, 1.2 und 2.1 dieser Allgemeinverfgung wird angeordnet. Begrindung: 1. Die Deutsche Bahn AG ist Projektiragerin des Bauvorhabens , Stuttgart 21", zu dem insbesondere die Errichtung eines Tiefbahnhois und der dazu notwendigen unterirdischen Zulaufstrecken in Tunnels gehéren. Teile des Bauvorhabens wer- den in unmittelbarer Nahe des bestehenden Kopfbahnhofs verwirklicht. Zur Rea- lisierung dieses Bauvorhabens ist vorgesenen, den sog. Siidfliigel des Bahn- hofsgebaudes abzureiRen und in Teilen des Mittleren Schiossgartens ein Baufeld einzurichten, Die bisherigen Baumafinahmen wurden von zahlreichen Versammlungen, aber auch Axtionen sog. ,zivilen Ungehorsams’ wie Blockaden, Baumbesetzungen, Sachbeschadigungen, Nisdereifien der Bauzaune und Besetzungen des Bauge- landes begleitet; zudem sind gréRere campingartige BSehausungen im Mittleren Schlossgarten entstanden. Das planfestgestelite Projelt ist durch Gerichtsentscheidungen und zuletzt durch das Ergebnis der Volksabstimmung vom 27.11.2011 legitimiert, Die Ausfihrung des Projekts ist somit durch die Rechtsordnung geschitzt. Nach der Volksabstimmung haben die Projektgegner angekindigt, die Bauarbei- ten weiterhin zu behindem sowie Blockaden und andere Aktionen durchzufiihren, um den Weiterbau zu erschweren oder zu unterbinden. Dies gilt auch fir den ak- uelten Bauabschnitt. Sowohl das Land Baden-Wiirttemberg ais Eigentmer des Baugelandes als auch die Deutsche Bahn AG als Nutzungsberechtigte des Gelandes und Bautragerin haben die Stadtverwaltung Stuttgart als zustandige Polizeibehérde aufgefordert, die Raumung des Baugelandes durchzusetzen, 2. Nach § 1 Abs. 1 Polizeigesetz hat die Polizei die Aufgabe, Gefehren fur die &ffentliche Sicherheit abzuwehren, soweit dies im éffentlichen Interesse geboten ist. Zur dffentlichen Sicherheit zahlen insbesondere die Unverletzlichkeit der objektiven Rechtsorcnung sowie die subjektiven Rechte und Rechtsgilter des Einzelnen. Die Polizei hat innerhalb der durch das Recht gesetzten Schranken zur Wahmehmung ihrer Aufgaben diejenigen MaSnahmen zu treffen, die ihr nach pilichtgemaRem Ermessen erforderlich erscheinen. 2.4 Gem. § 3 Abs. 4 Ziff. 1,2 und 9 der StraRen-und Anlagen-Polizeiverordnung (StrAnIPolVO) vom 15.07.1999 ist u.a. im gesamten Schlossgarten das Nachti- gen in der Zeit von 20.00 Uhr bis 08.00 Uhr, sowie autserhalb der dafiir beson- ders freigegebenen und aekennzeichneten Fla4chen ua das Zelten verhaten.