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„Was soll ich tun?

Ist der „Suff“ der richtige Weg zur Lösung?

Macintosh N. (1994): Management Accounting and Control System

Fach: Controlling
LV-Bezeichnung: Sozialer u. organisationaler Kontext /
Instrumente des Controlling –
Gruppe 2 (Zusatzstunde)

LV-Code: 433133
Semester: 7
Eingereicht bei: DDr. Strickner Jakob

Vorgelegt von: Dietmar Lengauer


Matrikelnummer:
Studienkennzahl: C-151

Leopold-Franzens-Universität , am 04.04.2008
Inhaltsverzeichnis:

1.) Gespräch im Park Seite 2


2.) Kritische Zitate zum Gesprächthema Seite 3
3.) Fazit Seite 3
4.) Literaturverzeichnis Seite 4
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1.) Gespräch im Park


…Wir schreiben das Jahr 1772 an einem warmen Sommertag im August. Ich gehe wie jeden
Tag mit meinem Hund eine Runde im naheliegenden Park spazieren und sehe einen Mann
mit einer Flasche Schnaps am Teichufer stehen und sehe, wie dieser sich schön langsam im
Suff (Rauschzustand) in Richtung Wasser und wahrscheinlich in weiter Folge in Gefahr
begibt. Der Mann redete die ganze Zeit mit sich selbst und ich hörte in leise schwafeln,
immer wieder schwafeln „Was soll ich tun?“, „Was soll ich tun?“. Mir gefiel die Situation nicht
mehr und da ich alleine mit diesem angetrunkenen fremden Mann in diesem Park war, rief
ich beim Vorbeigehen zu, was ist den los – ist alles in Ordnung oder brauchen sie Hilfe?
Der Mann drehte sich sehr wackelig um, machte nebenbei bemerk keinen besonderen
glücklichen, sicheren und stabilen Eindruck. Ich rief noch einmal zu ihm, was ist den los? Der
Mann verstört und im Zustand eines Kleinkindes fragte mich: Was soll ich tun? Was immer
sie für richtig, fair und angemessen halten, sollten sie tun, war meine Antwort auf seine
Frage! Dass kann nicht alles sein, kam als Gegenantwort vom Mann am Teich und ich sagte
darauf, jetzt kommen sie vom Wasser weg und erzählen sie mir, was den los sei?
Wir gingen gemeinsam zur nächst gelegenen Parkbank und setzten uns nieder. Meinen
Hund lies ich laufen und der Betrunkene fing an sich ein wenig zu öffnen, lallte zwar aber
sprach: „Ich habe mich und mein Unternehmen vor der „internen Zerstörung“ gerettet!“. Na
das ist doch gut und nicht von Nachteil, wenn sie das geschafft haben würde ich meinen.
Nein, nein nicht das was ich geschafft habe, macht mich so fertig, sondern wie es dazu kam.
Hm, dass versteh ich jetzt nicht, war meine Antwort! Na schauen sie her, in meinem Betrieb
untersuchte ich die Kosten für Personal und sonstige Kosten, kalkulierte die Preise für meine
Produkte sowie errechnete mir die Gewinnspanne aus. Aha, interessant und weiter, denn
das kann wahrlich nicht das Problem ihres heutigen Verfassungszustandes sein, wenn es so
super gelaufen ist? Ist es ja auch nicht, war die frosche Antwort, des stark alkoholisierten
Mannes!
Und warum nicht, war meine erwidernde und vertiefende Frage? Ja weil, ja weil, ach um
„Herr Gotts Willen“, so ein Scheiß, was ich da erfahren musste und auf was ich da so alles
daraufgekommen bin! Ja was haben sie erfahren müssen, nun sagen sie schon, fragte ich

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mit Nachdruck! Ach sie fremder Mann, ich hab herausgefunden einer meiner Mitarbeiter hat
in meinem Unternehmen gestohlen und daraufhin hab ich diesen Mitarbeiter hinausgeworfen
und es gab einige Entlassungen, in weiter Folge. Dass klingt nicht gut, sie fühlen sich
missbraucht, ausgenutzt und betrogen von ihren Mitarbeitern - ODER? Ja genau, was haben
die getan mit mir und warum? Wenn ich nicht selber daraufgekommen wäre, würden sie es
immer noch tun und ich musste tun, was zu tun war und habe meine Entscheidung der
Entlassungen getroffen und umgesetzt, fertig und aus mit der Diskussion! Für mich als
Außenstehender hat es den Eindruck, dass dies sicher keine einfache Situation war und ist
und ich weiß nicht, was ich an ihrer Stelle getan hätte. Wie fahren sie als Unternehmer nun
weiter fort, wenn ich fragen darf? Ja, dass ist genau der Grund warum ich mich heute so
richtig „volllaufen“ lasse und mir dauernd die Frage stelle: „Was soll ich tun?“ (Stille)
Ich dachte intensiv einige Minuten darüber nach und schaute ihn an und sagte: „Rein durch
die Frage Was sie tun sollen haben sie für sich schon das Problem gelöst, es stellt sich für
ihr weiteres Vorgehen nur mehr die Frage Wie sie es tun sollen und warum das ALLES so
weit kommen musste ?“ Stimmt das?
Der Mann nahm einen schluck Schnaps, schluckte, schaute mich an, nickte mit den Kopf
und sagte zu mir, genau, sie haben recht, ich werde ab jetzt ein wöchentliches Cash Report
System einführen, denn das haben sie nun ALLE davon. Er bat mir auch einen schluck
Schnaps an und sagte zu mir, darf ich mich vorstellen: „Josiah Wedgood mein Name!“ Wer
sind sie …?

2.) Kritisch ausgewählte Zitate zum Gesprächthema


„Banks would close, factories would produce goods at random, supermarkets would be out of
many products and overstocked an others, police would arrest and release the wrong
people, and military people would not have a clue which way to point their missiles“
(Macintosh, 1994, S.1).
“Moreover, there is no guarantee that different persons, even though they on they rely a the
same framework, will reach an identical understanding” (Macintosh, 1994, S.8).

3.) Mein Fazit


Vieles im Leben lässt sich im Rausch leichter verstehen, verarbeiten und ertragen. Diesen
Zustand sollte man aber nicht all zu oft in Anspruch nehmen, da es auf Dauer
Nebenwirkungen mit sich ziehen kann und nur in Ausnahmefällen wirklich weiter hilft. Ein
Controller sollte schon gar nicht auf Sucht- und Rauschmittel zurückgreifen und sich nicht
von einer (Unternehmer-) Organisation zurückziehen, sondern als wichtiges Teil im System
zwischen den Bereichen nüchtern aber menschlich agieren.
“People are not for organization; organization are for people” (Macintosh, 1994, S.6).

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4.) Literaturverzeichnis

Macintosh N. (1994): Management Accounting and Control System – An Organizational and


Behavioural Approach, Chichester, John Wiley & Sons.

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