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Die R2P-Kontroverse Streitgesprch von Ramesh Thakur und Mary Ellen OConnell (Aufgabe: Arbeite aus dem Text

die Hauptgedanken der beiden Diskutanten heraus.)

Thakur: Pro R2P: Schutzverantwortung der internationalen Gemeinschaft! Die UN muss Zivilbevlkerung vor staatlichem Gewaltmissbrauch schtzen bzw. muss Schutzfunktion bernehmen, wenn der betreffende Staat dazu zu schwach ist. Nationale Souvernitt ist nicht absolut zu verstehen; innerstaatliches Handeln muss internationalen Standards entsprechen, die auch durchgesetzt werden mssen. Deshalb mssen nicht nur die Opfer geschtzt, sondern auch die Tter bestraft werden (>ICC). Gewaltanwendung im Sinne von R2P ist unter bestimmten Umstnden erlaubt bzw. sogar geboten.

OConnell Kontra R2P: neuer Militarismus!

Frieden ist als grtes, grundlegendes Menschenrecht anzusehen und wird durch neuen R2P-Militarismus / Interventionismus gefhrdet. (Umdeutung von R2P: Responsibility to Peace)

Gewalt als zweckdienliches Mittel zu betrachten heit die Gefahr des Gewaltmissbrauchs zu verkennen.

Die bei R2P-Einstzen entstehenden Kollateralschden werden zu stark ignoriert bzw. marginalisiert.

Militrische Gewaltanwendung wirkt oft kontraproduktiv und kann zur Verschrfung der Situation beitragen.

Ein zu schwaches, finanziell nicht ausreichend ausgestattetes Mandat gewhrleistet keine wirkliche Sicherheit, sondern erzeugt blo ein trgerisches Sicherheitsgefhl.

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