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EIN WARNSIGNAL AM BRENNER

Am 27.10.2007 bringt ein LKW-Unfall bei Wattens die Schwerverkehrslawine durch


Nord- und Südtirol zum Erliegen. Das enorme Ausmaß des Transitverkehrs über Brenner
verdeutlicht sich in den Folgen dieses Unfalls. Innerhalb eines halben Tages bildet sich eine
über 80 Kilometer lange LKW-Kolonne von Schönberg bis Klausen.
Diese Momentaufnahme zeigt eindrücklich, welcher Belastung die Menschen in den
Transittälern Tag für Tag ausgesetzt sind. Die etwa 8000 täglich über den Brenner rollenden
Sattelzüge ergeben – im Abstand von drei Metern aneinandergereiht – eine LKW-Kolonne
von etwa 160 Kilometern Länge. Mit den in einem Jahr über den Brenner rollenden
Sattelzügen könnte man so die gesamte Erdkugel umspannen.
Und hier der Anstieg der Schadstoffkonzentration (NO2) in Sterzing, als sich die
LKW-Kolonne am 27.10.2007 gegen 17 Uhr wieder in Gang setzt.
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Samstag, 27.10.2007 Sonntag, 28.10.2007

Quelle: Landeslabor für physikalische Chemie

Ohne Schwerverkehr (vor 17 Uhr und am darauffolgenden Sonntag mit LKW-


Fahrverbot) liegen die Werte in einem für ländliche Gegenden typischen Bereich. Mit
Schwerverkehr werden in der Sterzinger Margarethenstrasse ähnliche
Luftverschmutzungswerte gemessen wie an einer Großstadtkreuzung.

aw