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Wie viel Vorbild braucht das Kind?

Auf das Vorbild kommt es an und zwar nicht mehr und nicht weniger als auf das aktive Lernen. Wenn wir wollen, dass aus Kindern kritische und selbstkritische, selbstndige und reife Erwachsene werden, aus Schlern leistungsfhige und engagierte Jugendliche, die sich auch durch Widrigkeiten nicht unterkriegen lassen, dann liegt es nicht nur daran, was wir ihnen in Schule und Elternhaus an Wissen und Knnen vermitteln, sondern in exakt gleichgewichtiger Weise auch an uns selbst, an unserer Haltung und unserem Verhalten, an unserem Tun oder Unterlassen, an unseren Vorbildern, die wir ihnen tglich liefern. Erst wenn uns, den erwachsenen Bezugspersonen von Kindern und Jugendlichen, in aller Konsequenz klar ist, dass Vorbilder genauso wirksam sind, wie Selbsterleben und Selbsterlernen, dann ist damit erst der Nhrboden fr eine fruchtbare Erziehung und Schulpdagogik gelegt. Dass es nicht nur die Kinder selbst sind, die mit Ihren Fhigkeiten und Mglichkeiten, die Weichen fr ihre Zukunft stellen, sondern in nachhaltiger Weise auch wir, die erwachsenen Bezugspersonen mit unseren Haltungen und Verhaltensweisen in Gegenwart und gegenber den Kindern entscheidend dazu beitragen. Hierzu einige Beispiele, die zum Nachdenken anregen sollen: Das Kind soll viel lesen - Die Eltern lesen auer Zeitschriften so gut wie gar nichts, anstelle von Bchern stehen Videos in den Regalen. Das Kind soll sich viel bewegen - Die Eltern fahren auch kleinste Strecken mit dem Auto. Schler sollen allein ihre Schulaufgaben machen - Eltern funken bereits bei kleinsten Schwierigkeiten dazwischen. Wann immer und wie immer wir, die Erwachsenen, uns in Gegenwart von Kindern verhalten, lernen sie daraus - ja sie knnen gar nicht anders. Schaffen wir unseren Kindern ein Umfeld in Schule und Elternhaus durch unsere Haltung, unser Verhalten und Tun, sodass Kinder das lernen knnen, was wir vorgeben, das sie lernen sollen!

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