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CO 2 -Fussabdruck Fish & More Dosenthunfisch Mit der vorliegenden Berechnung wurde der CO 2

CO 2 -Fussabdruck Fish & More Dosenthunfisch

Mit der vorliegenden Berechnung wurde der CO 2 e-Fussabdruck von Dosenthunfisch berechnet. Ziel ist es, diese Produkte klimaneutral anzubieten. Aus Gründen des Aufwands wurden Kompromisse beim Detaillierungsgrad eingegangen, d.h. der Fokus liegt auf den wichtigsten Prozessen. Gleichzeitig wurde darauf geachtet, dass durch die Berechnung der CO 2 e-Wert nicht zu tief geschätzt wird (konservative Annahmen). Die Berechnung eignet sich daher nicht als detaillierte Produkt- oder Betriebsökobilanz z.B. zum genauen Vergleich von Konkurrenzprodukten, sondern stellt einen soliden Überblick dar. Sämtliche Angaben über die benötigten Aufwände stammen vom Auftraggeber und wurden von myclimate auf Plausibilität geprüft, aber nicht auditiert.

31.01.2012

Auftraggeberin:

Fish & More GmbH Allmandstrasse 8 88045 Friedrichshafen Deutschland

Auftragnehmerin:

Stiftung myclimate - The Climate Protection Partnership Sternenstrasse 12 8002 Zürich Schweiz (+41) 044 500 43 50 www.myclimate.org

Verfasst von:

Interner Review:

Andy Eigenmann

1

Methode für den CO 2 e-Fussabdruck

Zur Feststellung des CO 2 e-Fussabdrucks wird die Klimabelastung des betreffenden Produkts über den ganzen Lebenszyklus betrachtet, umfasst also Rohstoffgewinnung, Herstellung, Weiterverarbeitung und Transporte in den jeweiligen Lebensphasen, sowie Entsorgung der Produkte.

Die Methode ist damit eng an Ökobilanzen angelehnt. Aus Aufwandgründen können einzelne Bereiche, die erfahrungsgemäss wenig zur Klimabelastung beitragen, unberücksichtigt bleiben.

Die Resultate dieser Berechnung gelten für in den Malediven gefangene und verarbeitete Dosenthunfische der Fish & More GmbH, welche in Deutschland vertrieben werden. Dabei werden zwei Produktvarianten betrachtet: Thunfisch in Olivenöl und Thunfisch in Wasser.

1.1 Funktionelle Einheit

Die funktionelle Einheit beschreibt, wofür die Klimabelastung ausgewiesen wird. In der vorliegenden Klimabilanz bezieht sich die Klimabelastung auf 1 kg Thunfischfleisch (Abtropfgewicht) in der Dose.

1.2 Messung der Klimabelastung

Das bekannteste Treibhausgas ist Kohlendioxid (CO 2 ), es entsteht z.B. bei der Verbrennung fossiler Rohstoffe. Neben CO 2 werden bei vielen Prozessen auch andere Treibhausgase ausgestossen, etwa Methan (CH 4 ) oder Lachgas (N 2 O). Die Wirkung dieser Gase kann mit einer gleichwertigen Menge CO 2 ausgedrückt werden. Die CO 2 e 2 - 1 .

Die Hintergrunddaten zur Ermittlung der Klimabelastung der einzelnen Prozesse stammen aus Ecoinvent Version 2.2 2 . Ecoinvent ist die weltweit grösste und am meisten genutzte Inventardatenbank für Ökobilanzen.

1 2e Treibhauspotential einen Zeitraum von 100 Jahren (THP 100a) gemäss IPCC 2007. pitel 2, online verfügbar.

2 Siehe www.ecoinvent.ch.

2

Prozessbeschrieb und Sachinventar

Im Inventar werden die Mengen der benötigten Stoffe, Energien und Dienstleistungen für die Herstellung von Thunfisch aufgeführt. Die Angaben stammen vom Auftraggeber.

Thunfischfang

thode handelt es sich um eine für die Malediven typische und seit hunderten von Jahren angewendete nachhaltige Fischfangmethode. In Fischerbooten mit einer Besatzung von also lebendige Köderfische, gefangen. Danach wird nach Thunfisch respektive nach Indizien, welche auf Thunfisch-Schulen schliessen lassen, Ausschau gehalten. Ein Indiz für Thunfisch-Schulen sind beispielsweise Vogelschwärme dicht über dem Wasser. Die Thunfischschwärme werden angefahren, und die Thunfische werden mittels der Köderfische in ein Jagdfieber versetzt, bei dem die Thunfische wild nach den Ködern schnappen. Dies wird von den Fischern genutzt, und die Tiere können mittels Angelruten in grosser Zahl gefangen werden (Abbildung 1). Danach werden die Fische entweder von den Fischerbooten direkt zum Hafen gebracht, oder an ein Sammelschiff geliefert. Sämtliche Angaben zur Fangmethode sowie zu den Energieverbräuchen wurden von Fish & More direkt auf den Malediven erhoben. Es handelt sich dabei um Durchschnittsangaben, wobei der Fangerfolg relativ stark schwanken kann. Bei schlechten Touren werden lediglich 2 Tonnen Fisch gefangen, an guten Tagen können es auch 20 Tonnen sein.

Abbildung 1: Fischfang nach der Methode "pole & line" Tabelle 1 listet die Aufwände für

Abbildung 1: Fischfang nach der Methode "pole & line"

Tabelle 1 listet die Aufwände für den Thunfischfang auf.

Tabelle 1: Fischfang

Menge pro Trip

Fischerboot Durchschnittliche Fangmenge

10 t

Dieselverbrauch

400 L

Sammelschiff Anteil Fisch per Sammelschiff

30 %

Kapazität

40 t

Dieselverbrauch

1200 L

Thunfischverarbeitung

In der Fabrik werden die Fische filetiert. Die Fischfilets entweder mit Wasser oder mit Olivenöl in Portionen à 130 g Fisch sowie 50 g Wasser oder Olivenöl in Dosen abgepackt und gekocht.

Der Stromverbrauch war nur für die ganze Insel bekannt. Auf der Insel gibt es nebst der Dosenthunfischfabrik keine weitere Industrie. Allerdings leben noch rund 250 Personen auf der Insel. Eine Zuordnung des Stromverbrauchs zwischen Einwohnern und Fabrik war nicht möglich, weswegen für die Einwohner der durchschnittliche pro-Kopf- Stromverbrauch der Malediven abgezogen wurde. Dieser betrug gemäss Weltbank im Jahr 2008 813 kWh.

Für Diesel waren fabrikspezifische Daten vorhanden, ebenso für die Inhaltsstoffe sowie die Produktionsmengen. Gemäss Fish & More ist die Energieeffizienz dieser Produktionsanlage generell als eher schlecht zu beurteilen, da die Fabrik auf eine viel höhere Produktionskapazität ausgelegt ist.

Nebst Thunfisch in Dosen wird auch Tierfutter produziert. Um die Emissionen der Fische diesen beiden Produkten zuzuordnen, wurde eine ökonomische Allokation basierend auf dem Preisverhältnis und der Ausbeute dieser beiden Produkte vorgenommen. Die Energieaufwände wurden zu 100% dem Dosenthunfisch zugeordnet, da nicht bekannt ist, ob für die Tierfutterproduktion ein wesentlicher Energieaufwand nötig ist. Diese Allokation kann somit als sehr konservativ betrachtet werden.

Tabelle 2 listet die Aufwände der Produktion von Dosenthunfisch in den Malediven auf.

Tabelle 2: Verarbeitung

Menge

Jahresproduktion und Energie Produzierte Menge Thunfisch (Abtropfgewicht) Stromverbrauch Diesel Ausbeute Fisch Fischfleisch für Dose Tierfutter Preisverhältnis Fischfleisch/Tierfutter Inhaltsstoffe pro kg Fischfleisch Olivenöl (ES) oder Wasser Verpackung pro kg Fischfleisch Dose Etikette Karton

Inhaltsstoffe pro kg Fischfleisch Olivenöl (ES) oder Wasser Verpackung pro kg Fischfleisch Dose Etikette Karton
Inhaltsstoffe pro kg Fischfleisch Olivenöl (ES) oder Wasser Verpackung pro kg Fischfleisch Dose Etikette Karton
Inhaltsstoffe pro kg Fischfleisch Olivenöl (ES) oder Wasser Verpackung pro kg Fischfleisch Dose Etikette Karton
Inhaltsstoffe pro kg Fischfleisch Olivenöl (ES) oder Wasser Verpackung pro kg Fischfleisch Dose Etikette Karton
Inhaltsstoffe pro kg Fischfleisch Olivenöl (ES) oder Wasser Verpackung pro kg Fischfleisch Dose Etikette Karton

3000 t / a 4 796 750 kWh / a

35 %

65 %

7:1

0.385 kg / kg

0.250 kg / kg 0.006 kg / kg 0.002 kg / kg

Logistik und Transporte

Die Thunfischdosen werden in Deutschland in einem Logistikzentrum nochmals umverpackt und für die Auslieferung an den Detailhandel vorbereitet. Für diesen Prozessschritt sind keine Angaben verfügbar. Es wurde daher für den Energieverbrauch mit Daten eines anderen Logistikzentrums gerechnet. Allfälliges weiteres Verpackungsmaterial (neue Kartonverpackungen, Stretchfolien etc.) wurde vernachlässigt.

Emissionen, welche in der Verkaufsstelle entstehen, wurden vernachlässigt.

Die Transporte wurden sowohl für die Anlieferung der Rohstoffe (z.B. Olivenöl) als auch für die Transporte der Dosen zum Logistikzentrum in Deutschland sowie für die Auslieferung der Dosen bis zur Verkaufsstelle in Deutschland berücksichtigt. Für alle Überseetransporte wurde gemäss Angabe von Fish & More mit Seetransporten gerechnet, für alle Landtransporte wurde mit einem LKW gerechnet.

Nutzungsphase und Entsorgung

Da es sich bei Thunfisch in Dosen um ein bereits gekochtes Produkt handelt, dass weder gekühlt gelagert noch für den Konsum gekocht werden muss, wurde die Nutzungsphase vernachlässigt.

Für die Entsorgung ist anzunehmen, dass die Dose am Ende des Lebenszyklus recycliert wird. Dennoch wurde im Sinne einer Worst-Case-Analyse mit der Entsorgung in einer Kehrichtverbrennung gerechnet. Eine allfällige Entsorgung von nicht-konsumiertem Fisch wird nicht berücksichtigt.

3

Resultate

Abbildung 2 zeigt die Emissionen der Produktion von Dosenthunfisch auf den Malediven pro kg Thunfischfleisch. Dabei weist der Thunfisch in Olivenöl höhere Emissionen auf als jener in Wasser. Der grösste Anteil der Emissionen ist auf die Produktionsaufwände zurückzuführen. Die Produktion ist sehr energieaufwendig. Der Thunfisch selbst weist vergleichsweise geringe Emissionen auf, da pro Bootstrip innert relativ kurzer Zeit sehr viel Fisch gefangen wird.

7 6 5 4 3 2 1 0 kg#CO2e#/#kg#Thunfisch#in#Dose #
7
6
5
4
3
2
1
0
kg#CO2e#/#kg#Thunfisch#in#Dose #

Thunfischdose4mit4Olivenöl

Thunfischdose4mit4Wasser

Anlieferung4Rohstoffe

Verpackung# Thunfischdose4mit4Olivenöl Thunfischdose4mit4Wasser Anlieferung4Rohstoffe Produktion Weitere4Zutaten Thunfisch

Produktion# Thunfischdose4mit4Olivenöl Thunfischdose4mit4Wasser Anlieferung4Rohstoffe Verpackung Weitere4Zutaten Thunfisch

Weitere4Zutaten# Thunfischdose4mit4Olivenöl Thunfischdose4mit4Wasser Anlieferung4Rohstoffe Verpackung Produktion Thunfisch

Thunfisch# Thunfischdose4mit4Olivenöl Thunfischdose4mit4Wasser Anlieferung4Rohstoffe Verpackung Produktion Weitere4Zutaten

Abbildung 2: Anteil der Rohstoffe, Produktion, Verpackung und Anlieferungstransporte an den Emissionen von 1 kg Thunfisch in Dose, ab Werk (cradle to gate).

Abbildung 3 zeigt die Emissionen, welche entlang des gesamten Lebenszyklus der Thunfischdose entstehen. Es wird deutlich, dass die Transporte von den Malediven nach Deutschland, aber auch das Umverpacken einen sehr geringen Anteil an den Gesamtemissionen haben. Auch die Entsorgung ist von geringer Bedeutung. Die Produktion in den Malediven trägt mit Abstand am meisten zu den Gesamtemissionen bei.

8 7 6 5 4 3 2 1 0 kg#CO2e#/#kg#Thunfisch#in#Dose #
8
7
6
5
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2
1
0
kg#CO2e#/#kg#Thunfisch#in#Dose #

Thunfischdose4mit4Olivenöl

Thunfischdose4mit4Wasser

Entsorgung# Thunfischdose4mit4Olivenöl Thunfischdose4mit4Wasser Umverpacken Transport4Schiff Transport4LKW Thunfisch4in4Dose

Umverpacken# Thunfischdose4mit4Olivenöl Thunfischdose4mit4Wasser Entsorgung Transport4Schiff Transport4LKW Thunfisch4in4Dose

Transport4Schiff# Thunfischdose4mit4Olivenöl Thunfischdose4mit4Wasser Entsorgung Umverpacken Transport4LKW Thunfisch4in4Dose

Transport4LKW# Thunfischdose4mit4Olivenöl Thunfischdose4mit4Wasser Entsorgung Umverpacken Transport4Schiff Thunfisch4in4Dose

Thunfisch4in4Dose# Thunfischdose4mit4Olivenöl Thunfischdose4mit4Wasser Entsorgung Umverpacken Transport4Schiff Transport4LKW

Abbildung 3: Anteil des Thunfischs in Dose, der Transporte, des Umverpackens sowie der Entsorgung an den Emissionen von 1 kg Thunfisch in Dose. Betrachtung des gesamten Lebenszyklus (cradle to grave).

4 Klimaneutraler Dosenthunfisch

Der CO 2 -Fussabdruck von Thunfisch in Olivenöl beträgt 6.81 kg CO 2 e pro kg Thunfischfleisch (Abtropfgewicht). Jener von Thunfisch in Wasser beträgt 5.36 kg CO 2 e pro kg Thunfischfleisch. Da die Berechnung des Carbon Footprints systembedingt mit Unsicherheiten behaftet ist und gewisse Annahmen getroffen werden mussten, wird diese Unsicherheit im Falle der Kompensation zum Resultat hinzuaddiert. Dadurch wird gewährleistet, dass keine Unterdeckung in der Kompensation besteht und die

Die zu kompensierende Menge an CO 2 e ist Tabelle 3 zu entnehmen.

Tabelle 3: Kompensationsmenge je kg Thunfischfleisch (Abtropfgewicht)

kg CO 2 e

Thunfisch in Olivenöl

8.16

Thunfisch in Wasser

6.44

5 Vergleich mit anderen Studien zur Thunfischproduktion

Die Daten der vorliegenden Studie sind mit grosser Unsicherheit behaftet, vor allem im Bereich des Energieverbrauchs für die Verarbeitung auf den Malediven, aber auch für den Fischfang selbst. Daher wurde ein Vergleich mit ähnlichen Studien vorgenommen. myclimate liegen zwei weitere Studien zur Thunfischproduktion vor:

- Tan R.R., Culaba, A.B. (n.d.): Estimating the Carbon Footprint of Tuna Fisheries 3

3 http://www.worldwildlife.org/what/wherewework/coraltriangle/WWFBinaryitem17870.pdf

- Hospido A. (n.d.): Carbon footprint analysis case study of Spanish canned tuna 4 , basierend auf Hospido A., Tyedmers P. (2005): Life cycle environemtal impacts of Spanish tuna fisheries 5 und Hospido A., Vazquez M.E., Cuevas A., Feijoo G., Moreira M.T. (2006):

Environmental assessment of canned tuna manufacture with a life-cycle perspective 6

Tabelle 5 und Tabelle 5 stellen die fraglichen Daten gegenüber. Es wird deutlich, dass beim eigentlichen Fischen die Daten von Fish & More deutlich tiefer sind als jene der Vergleichsstudie. Wie zulässig ein solcher Vergleich ist, kann nicht abschliessend beantwortet werden. Die Fischfangmethoden der betrachteten Studien sowie jene, die bei den Fish & More-Thunfischen angewendet wird, sind hierfür zu unterschiedlich. Da der von Fish & More gelieferten Verbrauchsdaten im Rahmen dieser Studie nicht möglich. Gemäss Hospido & Tyedmers sind jedoch schon die 0.37-0.53 L Diesel pro kg Thunfisch als äusserst effizient anzusehen.

Tabelle 4:Vergleich der Inventardaten für den Fischfang

L Diesel pro kg gefangenen Thunfisch

Fish&More ohne Sammelboot

0.04

Fish&More mit Sammelboot

0.07

Tan & Culaba, Purse Seine

0.37 - 1.70

Tan & Culaba, Long Line

2.14 - 2.86

Tan & Culaba, Large Pump Boats

0.68 - 1.52

Tan & Culaba, Small Pump Boats

1.05 - 1.40

Hospido, Purse Seine

0.37 - 0.53

Im Gegensatz dazu ist der Energieverbrauch bei der Produktion sowohl für den Stromverbrauch als auch für den Wärmebedarf deutlich höher als bei den Vergleichsstudien. Dies deckt sich mit der Aussage von Fish & More, dass die betrachtete Fabrik auf den Malediven derzeit nicht ihre volle Produktionskapazität erreicht hat und daher auf relativ ineffizientem Niveau arbeitet.

Tabelle 5:Vergleich der Inventardaten für die Produktionsenergie

Elektrizität (kWh / kg Frischfisch)

Nutzwärme (MJ / kg Frischfisch)

Fish&More

0.56

6.37

Hospido

0.23 - 0.25

3.58 - 4.15

4 http://www.carbonlabelthaifood.sci.ku.ac.th/Files/6_CF_Spanish_canned_tuna_Almudena.pdf

5 http://www.usc.es/biogrup/sites/default/files/2005-FishResearch-Tuna.pdf

6 http://www.usc.es/biogrup/sites/default/files/2006-ResConRec-Canned20Tuna.pdf

Betrachtet man die Resultate der einzelnen Studien, zeigt sich, dass das Ergebnis der CO 2 e-Bilanzen sehr stark variieren kann. Ganz besonders auffällig ist dies bei der Studie von Tan & Culaba. Die hier zugrunde liegenden Unterschiede kommen vor allem aufgrund der verschiedenen betrachteten Fischfangmethoden zustande. Dadurch wird deutlich, wie wichtig es ist, insbesondere in diesem Bereich eine besonders gute Datengrundlage zu erhalten.

Tabelle 6:Vergleich der Resultate der Studien

 

Fish&More

Tan & Culaba

Hospido

kg CO 2 e / kg Thunfisch in Dose

5.36 - 6.81

2.64 33.97

3.68

Hinweise zur Kommunikation

CO 2 e-Bilanzen bergen u.a. zwei Herausforderungen, welche bei der Kommunikation der Studien berücksichtigt werden müssen:

Naturgegebene Unsicherheiten: Im Unterschied zur Finanzbuchhaltung ist die Buchhaltung von CO 2 e oder anderen Umweltauswirkungen mit statistischen Unsicherheiten behaftet. Resultate müssen deshalb aufgrund der Signifikanz von Unterschieden betrachtet werden.

Datenlücken: Fehlende Daten werden z.B. mit Annäherungen in der Studie abgebildet. Ob Annäherungen zulässig und vertretbar sind, oder eine fahrlässige Vereinfachung mit verzerrender Wirkung auf die Resultate darstellen, hängt von den jeweiligen Umständen ab.

Bei der vorliegenden Studie handelt es sich um eine vereinfachte Berechnung der CO 2 e- Emissionen von Dosenthunfisch. Diese hat primär zum Ziel eine Menge an CO 2 e- Emissionen für die Kompensation des Dosenthunfisches zu ermitteln sowie eine Vermarktung der Produkte als klimaneutrale Produkte zu ermöglichen. Bei einer solchen Betrachtung werden aus Gründen des Aufwands Kompromisse beim Detaillierungsgrad eingegangen. Zudem mussten für einige Produktionsschritte Annahmen getroffen.

Durch diese Eigenschaften wird die Kommunikation der Resultate anspruchsvoll. Im Hinblick auf eine allfällige Publikation der Resultate empfiehlt es sich, den Daten für die Fischerboote sowie für die Produktion nochmals genauer nachzugehen. Ohne eine genauere Überprüfung dieser Daten ist eine Kommunikation der durch diese Studie ermittelten Resultate nur möglich, wenn explizit auf die Problematik der Datenunsicherheit sowie auf den vereinfachenden Charakter dieser Studie hingewiesen wird. Eine Aussage darüber, wie gut der hier betrachtete Thunfisch im Vergleich zu anderen Thunfischprodukten abschneidet, ist in diesem Zusammenhang nicht möglich.

myclimate macht die Auflage, dass die Kommunikation von Resultaten gegen aussen immer mit myclimate abgesprochen werden muss.

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