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Presseinformation

Stuttgart, 18. Juli 2012

von Michael Beck

Die Marktmeinung aus Stuttgart

Konjunkturprogramm Euro

Beck Die Marktmeinung aus Stuttgart Konjunkturprogramm Euro Der Euro-Devisenkurs scheint nur noch eine Richtung zu

Der Euro-Devisenkurs scheint nur noch eine Richtung zu kennen

– gen Süden. Argumente für den Rückgang des Euro-Kurses

gegenüber den wichtigsten Weltwährungen gibt es genug: die

stetig schwelende Schuldenkrise, Rezessionen in den südlichen

EU-Peripherieländern und keine sichtbare Entschlossenheit der

Politiker am Horizont erkennbar, Rahmenbedingungen zu

gestalten, die an diesen Tatsachen etwas ändern. Manche

Marktteilnehmer gehen bereits von einem Test der 1,1875 USD,

dem Tief der letzten Schwächephase des Euros in 2010, aus.

Dies ist dennoch kein Grund, in Depressionen zu verfallen. Für

die europäische Wirtschaft bedeutet dies eine direkte Stützung

der Exportwirtschaft. Die jüngsten Zahlen belegen auch, dass am

deutschen Export der Anteil von Kunden außerhalb der Euro-

Zone steigt. Von einer überaus schwachen Währung zu

sprechen, ist vor dem Hintergrund eines Einführungskurses des

Euros von 1,18 USD in 2002 nicht zielführend. Im Anschluss fiel

der Euro sogar bis auf knapp über 80 US-Cent. Aktuell scheint

der Euro-Kurs wohl nur seine Kaufkraftparität zum USD erreicht

zu haben. Eine deutliche Erholung des Euros kann wiederum erst

dann eintreten, wenn eine einheitliche europäische

Bankenaufsicht und Bankenunion eingeführt wird und glaubhafte

Schritte zur Eindämmung der EU-Schuldenkrise unternommen

werden. Dies kann dauern und der US-Greenback wird erst

gegen Jahresende, spätestens Anfang 2013, unter Druck

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geraten, wenn nach der US-Präsidentenwahl die überaus desolate Haushaltssituation der USA auf die Tagesagenda der

geraten, wenn nach der US-Präsidentenwahl die überaus desolate Haushaltssituation der USA auf die Tagesagenda der Märkte kommt. Bis dahin wird die europäische Wirtschaft von einem schwachen Euro-Kurs profitieren können.

Den Aktienmärkten dürfte das eine gewisse Unterstützung bieten. Die US-Berichtssaison für Unternehmensgewinne verläuft uneinheitlich mit leicht negativem Anklang. Aber zu den befürchteten massiven Enttäuschungen ist es auch nicht gekommen. Die Aktienmärkte sind somit im Niemandsland angekommen – die Befürchtungen nachlassender Konjunkturverläufe werden durch Hoffnungen auf geldpolitische Stützungsmaßnahmen der Zentralbanken ausgeglichen. Die Chancen auf einen ruhigeren Aktien-Sommer als im letzten Jahr sind daher gegeben.

Bei den vorliegenden Informationen handelt es sich um allgemeine Informationen, nicht um eine Anlageberatung oder Empfehlung oder eine Finanzanalyse. Für eine individuelle Anlageempfehlung oder Beratung stehen Ihnen unsere Berater gerne zur Verfügung.

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