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ATJ Vordach LIVO Statischer Nachweis der Überkopfverglasung und Ermittlung der Dübellasten Projekt: P-25-02

ATJ Vordach LIVO

Statischer Nachweis der Überkopfverglasung und Ermittlung der Dübellasten

der Überkopfverglasung und Ermittlung der Dübellasten Projekt: P-25-02 Bericht: P-25-02 Datum:
der Überkopfverglasung und Ermittlung der Dübellasten Projekt: P-25-02 Bericht: P-25-02 Datum:

Projekt:

P-25-02

Bericht:

P-25-02

Datum:

10. Januar 2003

PSP Technologien im Bauwesen GmbH Lagerhausstraße 27 D-52064 Aachen Tel.: +49 241 80 29412 Fax: +49 241 80 22410 Email: mail@psp-tech.de

Inhalt

Seite

1 Anlass

2

2 Beschreibung der zu untersuchenden Glasbauteile

3

2.1

Vordach LIVO mit 2 Auslegern

5

2.2

Vordach LIVO mit 3 Auslegern

7

3 Lastannahmen

9

4 Lastfallkombinationen

10

5 Statischer Nachweis

10

5.1

Vordach LIVO mit 2 Auslegern

11

5.1.1 Verglasung aus 2 x 8 mm Float - Scheibenformat 1400 x 1200 [mm]

11

5.1.2 Verglasung aus 2 x 8 mm TVG - Scheibenformat 1800 x 1200 [mm]

12

5.2

Vordach LIVO mit 3 Auslegern

13

5.2.1 Verglasung aus 2 x 8 mm Float - Scheibenformat 2100 x 1200 [mm]

13

5.2.2 Verglasung aus 2 x 8 mm TVG - Scheibenformat 2900 x 1200 [mm]

14

6 Maximale Dübellasten

15

6.1

Berechnung der Dübellasten

15

6.1.1 Richtung des Winddrucks

15

6.1.2 Richtung des Windsogs

15

7 Zusammenfassung

17

Dipl.-Ing. M. Pilsl Dipl.-Ing. M. Baitinger Aachen, den 10. Januar 2003

ATJ Vordach LIVO Statischer Nachweis der Überkopfverglasung, Ermittlung der Dübellasten

Bericht P-25-02

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1

Anlass

Die Firma ATJ Jürgen Pauli Systembauteile GmbH in Ruppichteroth hat die Firma PSP- Technologien im Bauwesen GmbH in Aachen beauftragt, die Überkopfverglasung des Vordaches LIVO statisch nachzuweisen sowie die Dübellasten zu ermitteln.

Das Vordach LIVO ist mit 2 oder mit 3 Auslegern einbaubar. Je Ausführungsart werden zwei Scheibenformate untersucht. Die Verglasung ist rechteckförmig. Die kleinen Scheibenformate bestehen aus Verbundsicherheitsglas (VSG) aus 2 x 8 mm Float, die großen Scheibenformate aus VSG aus 2 x 8 mm TVG. Die Zwischenschicht muss aus vierfach PVB-Folie bestehen (entspricht 1,52 mm). Sowohl in Winddruck- als auch in Windsogrichtung werden die Scheiben vierfach punktgehalten (bei 2 Auslegern) bzw. sechsfach punktgehalten (bei 3 Auslegern). Die statische Berechnung wurde geführt für Bauwerkshöhen bis 8 m. Die Dachneigung beträgt 7°.

Im Folgenden werden weder die Unterkonstruktion noch die Halterungen nachgewiesen. Der Nachweis wurde geführt mit der Annahme einer ausreichend bemessenen Unterkonstruktion und Halterung. Glas/Stahl-Kontakte sowie Glas/Glas-Kontakte sind dauerhaft zu vermeiden. Bei dem Vordach LIVO handelt es sich um ein Zustimmungspflichtiges Bauprodukt. Das Resttragfähigkeitsverhalten wird hier nicht untersucht oder bewertet.

Das Vordach darf nicht betreten werden (auch nicht zu Reinigungszwecken).

Dem

technischen

Baubestimmungen zugrunde:

Standsicherheitsnachweis

liegen

insbesondere

die

folgenden

DIN 1055 Teil 1 (7.78), Teil 5 (6.75), Teil 4 (8.86)

ENV 1991-2-3:1994

Technische Richtlinie für die Verwendung von linienförmig gelagerten Verglasungen (TRLV, Fassung September 1998)

Australian /New Zealand Standard; DR 99419, Part 2: Wind actions (Draft)

Antragsteller:

ATJ Jürgen Pauli Systembauteile GmbH Schulstraße 38 53809 Ruppichteroth

Bauprodukt/Bauart: Überkopfverglasung des Vordachs LIVO (nicht betretbar)

Glasgutachter:

Prof. Dr.-Ing. G. Sedlacek Dipl.-Ing. M. Baitinger PSP Technologien im Bauwesen GmbH Lagerhausstraße 27 D-52064 Aachen

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2 Beschreibung der zu untersuchenden Glasbauteile

Im Folgenden wird ein Schnitt durch den Ausleger dargestellt (Bild 1). Ein Detail des vorderen Auflagers in Windsogrichtung ist in Bild 2 zu sehen, in Winddruckrichtung in Bild 3. Bild 4 zeigt das Detail des hinteren Auflagers in Winddruck- und Windsogrichtung.

Untersucht wurden insgesamt 4 Scheibenformate, die sich im Glasaufbau und in der Lagerungsart unterscheiden. Diese sind im Grundriss in den Bildern Bild 5 bis Bild 8 schematisch dargestellt.

den Bildern Bild 5 bis Bild 8 schematisch dargestellt. Bild 1 Längsschnitt des Auslegers Bild 2

Bild 1

Längsschnitt des Auslegers

schematisch dargestellt. Bild 1 Längsschnitt des Auslegers Bild 2 Schnitt und Detail vordere Halterung in
schematisch dargestellt. Bild 1 Längsschnitt des Auslegers Bild 2 Schnitt und Detail vordere Halterung in

Bild 2

Schnitt und Detail vordere Halterung in Windsogrichtung, Breite mind. 30 mm EPDM-Einlage zwischen Auflager und Glas muss mechanisch an der Unterkonstruktion befestigt sein

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Ermittlung der Dübellasten Bericht P-25-02 Seite 4 Bild 3 Schnitt und Detail vorderes Auflager in
Ermittlung der Dübellasten Bericht P-25-02 Seite 4 Bild 3 Schnitt und Detail vorderes Auflager in

Bild 3

Schnitt und Detail vorderes Auflager in Winddruckrichtung, EPDM-Einlage auf Unterkonstruktion geschraubt

EPDM-Einlage auf Unterkonstruktion geschraubt Bild 4 Schnitt und Detail hinteres Auflager in Winddruck-

Bild 4

Schnitt und Detail hinteres Auflager in Winddruck- und Windsogrichtung, EPDM-Einlage zwischen Auflager und Glas muss mechanisch an der Unterkonstruktion befestigt sein

Anmerkung: Da es sich bei dem Bauteil um ein nicht geregeltes Bauprodukt handelt, bedarf es einer Zustimmung im Einzelfall hinsichtlich des Resttragfähigkeitsverhaltens.

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Folgende Überkopfverglasung wird untersucht:

2.1 Vordach LIVO mit 2 Auslegern

Verglasung aus 2 x 8 mm Float - Scheibenformat 1400 x 1200 [mm]

Abmessungen

1400 x 1200 [mm] (Bild 5)

 

Dachneigung

α = 7°

Lagerung

in Winddruckrichtung:

an 4 Punkten aufgelegt (kreisförmige Fläche)

in Windsogrichtung:

an 4 Punkten geklemmt

 

16 mm VSG aus:

8 mm Float

Glasaufbau:

1,52 mm PVB

8

mm Float

Nachweis:

statische Berechnung

 

Tabelle 1

Zu untersuchende Verglasung Scheibenformat 1400 x 1200 [mm]

Zu untersuchende Verglasung Scheibenformat 1400 x 1200 [mm] Bild 5 Abmessungen und Aufbau der zu untersuchenden

Bild 5

Abmessungen und Aufbau der zu untersuchenden Überkopfverglasung Scheibenformat 1400 x 1200 [mm]

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Seite 6

Verglasung aus 2 x 8 mm TVG - Scheibenformat 1800 x 1200 [mm]

Abmessungen

1800 x 1200 [mm] (Bild 6)

 

Dachneigung

α = 7°

Lagerung

in Winddruckrichtung:

an 4 Punkten aufgelegt (kreisförmige Fläche)

in Windsogrichtung:

an 4 Punkten geklemmt

 

16 mm VSG aus:

8 mm TVG

Glasaufbau:

1,52 mm PVB

8

mm TVG

Nachweis:

statische Berechnung

 

Tabelle 2

Zu untersuchende Verglasung Scheibenformat 1800 x 1200 [mm]

Zu untersuchende Verglasung Scheibenformat 1800 x 1200 [mm] Bild 6 Abmessungen und Aufbau der zu untersuchenden

Bild 6

Abmessungen und Aufbau der zu untersuchenden Überkopfverglasung Scheibenformat 1800 x 1200 [mm]

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2.2 Vordach LIVO mit 3 Auslegern

Verglasung aus 2 x 8 mm Float - Scheibenformat 2100 x 1200 [mm]

Abmessungen

2100 x 1200 [mm] (Bild 7)

 

Dachneigung

α = 7°

Lagerung

in Winddruckrichtung:

an 6 Punkten aufgelegt (kreisförmige Fläche)

in Windsogrichtung:

an 6 Punkten geklemmt

 

16 mm VSG aus:

8 mm Float

Glasaufbau:

1,52 mm PVB

8

mm Float

Nachweis:

statische Berechnung

 

Tabelle 3

Zu untersuchende Verglasung Scheibenformat 2100 x 1200 [mm]

Zu untersuchende Verglasung Scheibenformat 2100 x 1200 [mm] Bild 7 Abmessungen und Aufbau der zu untersuchenden

Bild 7

Abmessungen und Aufbau der zu untersuchenden Überkopfverglasung Scheibenformat 2100 x 1200 [mm]

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Seite 8

Verglasung aus 2 x 8 mm TVG - Scheibenformat 2900 x 1200 [mm]

Abmessungen

2900 x 1200 [mm] (Bild 9)

 

Dachneigung

α = 7°

Lagerung

in Winddruckrichtung:

an 4 Punkten aufgelegt (kreisförmige Fläche)

in Windsogrichtung:

an 4 Punkten geklemmt

 

16 mm VSG aus:

8 mm TVG

Glasaufbau:

1,52 mm PVB

8

mm TVG

Nachweis:

statische Berechnung

 

Tabelle 4

Zu untersuchende Verglasung Scheibenformat 2900 x 1200 [mm]

Zu untersuchende Verglasung Scheibenformat 2900 x 1200 [mm] Bild 8 Abmessungen und Aufbau der zu untersuchenden

Bild 8

Abmessungen und Aufbau der zu untersuchenden Überkopfverglasung Scheibenformat 2900 x 1200 [mm]

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Seite 9

3

Lastannahmen

Eigengewicht nach DIN 1055 Teil 1:

g G = ρ G x t G

2 x 0,008 m x 25 kN/m³ x cos α = 0,4 x cos 7°

Gleichmäßig verteilte Schneelast nach DIN 1055 Teil 5:

für Schneelastzone

für Schneelastzone II, Geländehöhe über NN 500 m für Schneelastzone III, Geländehöhe über NN 400 m für Schneelastzone IV, Geländehöhe über NN 200 m

s = 1,0 kN/m² x cos 7°

Für Dachneigungen < 30° wird keine Abminderung der Regelschneelast vorgenommen.

g = 0,4 kN/m²

I, Geländehöhe über NN 600 m

s = 0,99 kN/m²

α vorh = 7° < 30° => keine Abminderung

Windlast:

Staudruck nach DIN 1055 Teil 4, für Bauwerkshöhen h 8 m:

Staudruck für h 8 m:

q = 0,5 kN/m²

Druck- und Sogbeiwerte nach Australian /New Zealand Standard; DR 99419, Part 2: Wind actions (Draft)

Druckbeiwerte für Vordachhöhen zwischen 100% und 20% der Bauwerkshöhe:

Windsog:

c p = -1,5

Winddruck:

c p = 0,7

Max. Windlast:

Windsog = c p · q = -1,5 · 0,5 =

Winddruck = 1,25 · c p · q = 1,25 · 0,7 · 0,5 =

w S = - 0,75 kN/m²

w D = 0,44 kN/m²

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4 Lastfallkombinationen

Die Lasten aus Eigengewicht, Schneelast und Windlast sind zu überlagern. Dafür müssen zwei Lastfallkombinationen untersucht werden.

Lastfallkombination 1 :

q LFK1

Lastfallkombination 2 :

q LFK2

Lastfallkombination 3:

q LFK3

= Eigengewicht + gleichmäßig verteilte Schneelast + ½Windlast

= 0,4 + 0,99 + ½ · 0,44 = 1,61 kN/m²

= Eigengewicht + ½gleichmäßig verteilte Schneelast + Windlast

= 0,4 + ½ · 0,99 + 0,44 = 1,34 kN/m²

nicht maßgebend

= Eigengewicht + Windsog

= 0,4 – 0,75 = -0,35 kN/m²

Nach TRLV (Fassung September 1998) darf bei Standsicherheits- und Durchbiegungsnachweisen von VSG ein günstig wirkender Schubverbund der Scheiben nicht berücksichtigt werden. Die Lasten werden je zur Hälfte auf die Einzelscheiben verteilt.

Die Lagerung der Scheiben unterscheidet sich in Druck- und Sogrichtung. Deshalb müssen sowohl Lastfallkombinationen 1 als auch Lastfallkombination 3 untersucht werden (LFK 2 ist nicht maßgebend).

5 Statischer Nachweis

Zur Berechnung der Hauptzugspannungen und der Durchbiegungen wird das FEM- Programm MEPLA verwendet. Die Glasscheibe wurde mit dreidimensionalen 9-Knoten- Schalenelementen diskretisiert. Die Glasscheiben der Überkopfverglasung sind in Winddruck- und Windsogrichtung vierfach punktgehalten.

Die Nachweise werden unter Beachtung der „Technischen Regeln für die Verwendung von linienförmig gelagerten Verglasungen“ (Fassung September 1998) geführt. Die zulässigen Spannungen werden diesen Regeln entnommen.

Die zulässige Zugspannung für Floatglas beträgt:

Die zulässige Zugspannung für TVG beträgt:

F zul = 15 N/mm² F zul = 29 N/mm²

Für punktförmig gelagerte Scheiben darf die maximale Durchbiegung

nicht überschreiten.

f max = L / 100

mit L: min. Stützweite zwischen den punktförmigen Lagerungen

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5.1

Vordach LIVO mit 2 Auslegern

5.1.1

Verglasung aus 2 x 8 mm Float - Scheibenformat 1400 x 1200 [mm]

5.1.1.1

Lastfallkombination 1

Belastung:

Eigengewicht

g

= 0,4 kN/m²

gleichmäßig verteilte Schneelast

s

= 0,99 kN/m²

½ Winddruck

½ w D = 0,22

kN/m²

Bei maximaler Belastung ergeben sich folgende Hauptzugspannungen.

Belastung ergeben sich folgende Hauptzugspannungen. Bild 9 2 x 8 mm Float, Format 1400 x 1200

Bild 9

2 x 8 mm Float, Format 1400 x 1200 [mm], max. Hauptzugspannungen LFK 1

F max = 14,7 N/mm²

=

F zul = 15 N/mm²

f max = 8,5 mm

f zul = 1200/100 = 12 mm

 

Nachweis erbracht

5.1.1.2

Lastfallkombination 3

Belastung:

Eigengewicht

g

=

0,4 kN/m²

Windsog

w S

= -0,75 kN/m²

Bei maximaler Belastung ergeben sich folgende Hauptzugspannungen.

Belastung ergeben sich folgende Hauptzugspannungen. Bild 10 2 x 8 mm Float, Format 1400 x 1200

Bild 10

2 x 8 mm Float, Format 1400 x 1200 [mm], max. Hauptzugspannungen LFK 3

F max = 3,6 N/mm² F zul = 15 N/ mm²

f max = -2,6 mm

f zul = 1200/100 = 12 mm

Nachweis erbracht

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5.1.2

Verglasung aus 2 x 8 mm TVG - Scheibenformat 1800 x 1200 [mm]

5.1.2.1

Lastfallkombination 1

Belastung:

Eigengewicht

g

= 0,4 kN/m²

gleichmäßig verteilte Schneelast

s

= 0,99 kN/m²

½ Winddruck

½ w D = 0,22

kN/m²

Bei maximaler Belastung ergeben sich folgende Hauptzugspannungen.

Belastung ergeben sich folgende Hauptzugspannungen. Bild 11 2 x 8 mm TVG, Format 1800 x 1200

Bild 11

2 x 8 mm TVG, Format 1800 x 1200 [mm], max. Hauptzugspannungen LFK 1

F max = 15,2 N/mm² < F zul = 29 N/mm²

f max = 9,6 mm

< f zul = 1060/100 = 10,6 mm

Nachweis erbracht

5.1.2.2 Lastfallkombination 3

Belastung:

Eigengewicht

g

=

0,4 kN/m²

Windsog

w = -0,75 kN/m²

Bei maximaler Belastung ergeben sich folgende Hauptzugspannungen.

Belastung ergeben sich folgende Hauptzugspannungen. Bild 12 2 x 8 mm TVG, Format 1800 x 1200

Bild 12

2 x 8 mm TVG, Format 1800 x 1200 [mm], max. Hauptzugspannungen LFK 3

F max = 4,8 N/mm² < F zul = 29 N/ mm²

f max = -2,9 mm

< f zul = 1060/100 = 10,6 mm

Nachweis erbracht

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5.2

Vordach LIVO mit 3 Auslegern

5.2.1

Verglasung aus 2 x 8 mm Float - Scheibenformat 2100 x 1200 [mm]

5.2.1.1

Lastfallkombination 1

Belastung:

Eigengewicht

g

= 0,4 kN/m²

gleichmäßig verteilte Schneelast

s

= 0,99 kN/m²

½ Winddruck

½ w D = 0,22

kN/m²

Bei maximaler Belastung ergeben sich folgende Hauptzugspannungen.

Belastung ergeben sich folgende Hauptzugspannungen. Bild 13 2 x 8 mm Float, Format 2100 x 1200

Bild 13

2 x 8 mm Float, Format 2100 x 1200 [mm], max. Hauptzugspannungen LFK 1

F max = 12,0 N/mm²

=

F zul = 15 N/mm²

f max = 3,0 mm

f zul = 800/100 = 8 mm

Nachweis erbracht

5.2.1.2

Lastfallkombination 3

Belastung:

Eigengewicht

g

=

0,4 kN/m²

Windsog

w S

= -0,75 kN/m²

Bei maximaler Belastung ergeben sich folgende Hauptzugspannungen.

Belastung ergeben sich folgende Hauptzugspannungen. Bild 14 2 x 8 mm Float, Format 2100 x 1200

Bild 14

2 x 8 mm Float, Format 2100 x 1200 [mm], max. Hauptzugspannungen LFK 3

F max = 3,9 N/mm²

F zul = 15 N/ mm²

f max = -1,7 mm

f zul = 800/100 = 8 mm

Nachweis erbracht

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5.2.2

Verglasung aus 2 x 8 mm TVG - Scheibenformat 2900 x 1200 [mm]

5.2.2.1

Lastfallkombination 1

Belastung:

Eigengewicht

g

= 0,4 kN/m²

gleichmäßig verteilte Schneelast

s

= 0,99 kN/m²

½ Winddruck

½ w D = 0,22

kN/m²

Bei maximaler Belastung ergeben sich folgende Hauptzugspannungen.

Belastung ergeben sich folgende Hauptzugspannungen. Bild 15 2 x 8 mm TVG, Format 2900 x 1200

Bild 15

2 x 8 mm TVG, Format 2900 x 1200 [mm], max. Hauptzugspannungen LFK 1

F max = 24,6 N/mm² < F zul = 29 N/mm²

f max = 5,1 mm

< f zul = 1060/100 = 10,6 mm

Nachweis erbracht

5.2.2.2 Lastfallkombination 3

Belastung:

Eigengewicht

g

=

0,4 kN/m²

Windsog

w = -0,75 kN/m²

Bei maximaler Belastung ergeben sich folgende Hauptzugspannungen.

Belastung ergeben sich folgende Hauptzugspannungen. Bild 16 2 x 8 mm TVG, Format 2900 x 1200

Bild 16

2 x 8 mm TVG, Format 2900 x 1200 [mm], max. Hauptzugspannungen LFK 3

F max = 7,5 N/mm² < F zul = 29 N/ mm²

f max = -2,2 mm

< f zul = 1060/100 = 10,6 mm

Nachweis erbracht

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6 Maximale Dübellasten

Im Folgenden werden die maximalen Dübellasten für die Lastfälle Eigengewicht (g), Winddruck (w + ), Windsog (w - ) und Schneelast (s) angegeben. Maßgebend ist die Dübellast des mittleren Trägers des Scheibenformats 4 (B x H = 2900 x 1200 [mm]). Dieser muss 46,2 % der gesamten Auflast abtragen.

Auf dem mittleren Träger wirken folgende Streckenlasten p:

g

=

0,4 kN/m² x 2,9 m x 0,462

= 0,53 kN/m

w + =

0,44 kN/m² x 2,9 m x 0,462

= 0,59 kN/m

s

= 0,99 kN/m² x 2,9 m x 0,462

= 1,33 kN/m

w - = -0,75 kN/m² x 2,9 m x 0,462 = 1,00 kN/m

6.1

Berechnung der Dübellasten

6.1.1

Richtung des Winddrucks

der Dübellasten 6.1.1 Richtung des Winddrucks Bild 17 Statisches System des mittleren Auslegers in

Bild 17

Statisches System des mittleren Auslegers in Winddruckrichtung

M Auflager = A x (990 + 30) + B x 30

6.1.2 Richtung des Windsogs

r = A x (990 + 30) + B x 30 6.1.2 Richtung des Windsogs Bild

Bild 18

Statisches System des mittleren Auslegers in Windsogrichtung

M Auflager = -A x (1170 + 15) – B x 15

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Bild 19

der Dübellasten Bericht P-25-02 Seite 16 Bild 19 Ansicht des Festhaltepunktes: Abstand der Dübel (vertikal)

Ansicht des Festhaltepunktes: Abstand der Dübel (vertikal) = 160 mm

Auszugkraft Dübel = (M Auflager / 160 mm) / 2

 

Auflager-

Streckenlast

Träger

Auflagerkraft

 

Auszug-

kraft

kraft

Punkthalter

Moment

gesamt

[kN]

[kNm]

 

[kN]

[kN/m]

A

B

M

[kN]

g

0,64

0,53

0,37

0,27

0,38

1,17

w

+

0,70

0,59

0,40

0,30

0,41

1,29

s

1,60

1,33

0,92

0,68

0,94

2,93

 

-

-1,21

-1,00

-0,60

-0,60

-0,72

-2,26

w

Tabelle 5

Berechnung der Auflagerreaktion (Einspannmoment und resultierende Auszugkraft)

 
 

Lastfall

 

Dübellasten

   
 

reines Abscheren

Auszugkraft

g

640/4

=

160 N

1170

N

w

+

700/4

=

175 N

1290

N

w

-

-1210/4 = -303 N

2930

N

s

1600 /4 = 400 N

2260

N

Tabelle 6

maßgebende maximale Dübellasten ohne Sicherheitsfaktoren in Abhängigkeit des Lastfalls

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7

Zusammenfassung

Untersucht wurde hier die Überkopfverglasung des ATJ-Vordaches LIVO. Aus der statischen Berechnung ergeben sich für alle Scheibenformate unter den üblichen Lasten sowohl für die Spannungen als auch für die Durchbiegungen der Scheiben kleinere Werte als zulässig sind. Es wurden die zwei maßgebenden Lastfallkombinationen untersucht. Die Scheibe erfüllt sowohl den Nachweis der Tragfähigkeit (F max < F zul ) als auch den Nachweis der Gebrauchstauglichkeit (f max < f zul ).

Die ermittelten Dübellasten sind Tabelle 6 zu entnehmen.

Bei der Bearbeitung der Glasstatik wurde davon ausgegangen, dass die Punktlager den Verwendbarkeitsnachweis erfüllen und die Unterkonstruktion ausreichend dimensioniert wurde. Glas/Stahl- sowie Glas/Glas-Kontakte sind dauerhaft zu vermeiden.

Da es sich bei dem Bauteil um ein nicht geregeltes Bauprodukt handelt, bedarf es einer Zustimmung im Einzelfall hinsichtlich des Resttragfähigkeitsverhaltens.