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17. Juli 2012 Nr. 26/2012 NewsletterNewsletter Newsletter TirolTirol Tirol ‐‐ ‐ BüroBüro Büro BrüsselBrüssel

17. Juli 2012 Nr. 26/2012

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Themen in dieser Ausgabe

Thema der Woche:

 

Zypern übernimmt EU Ratsvorsitz

 

2

Neues aus den Institutionen

 
 

Europäisches Kommission:

EU investiert Milliarden in Forschung und Wachstum

5

EUKommission stellt 35 Mio. EUR für Katastrophenvorsorge bereit

6

Kommission ruft Innovationspartnerschaft „Intelligente Städte und Gemeinschaften“ ins Leben

7

EUKommission will Missbrauch von EU Geld stoppen

8

Europäisches Parlament:

 

Weitere Reduzierung der CO2 Emissionen von Pkws und Kleintransportern

9

Ein anderes Bild von Griechenland vermitteln

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EUKohäsionsfonds gezielt als Wachstumsmaschine nutzen

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Sonstiges

Urlaubszeit: nützliche Tipps für einen sorgenfreien Sommer 12

nützliche Tipps für einen sorgenfreien Sommer 12 Vertretung der Europaregion Tirol ‐ Südtirol ‐

Vertretung der Europaregion Tirol Südtirol Trentino bei der EU

Tirol Büro Brüssel Rue de Pascale 45 B 1040 Brüssel

Alpeuregio Summer School 2012

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Tel.: 0032 2 743 27 00

“Fotowettbewerb „Europa in meiner Region“

15

Fax: 0032 2 742 09 80 EMail: info@alpeuregio.eu

 “Fotowettbewerb „Europa in meiner Region“ 15 Fax: 0032 2 742 09 80 E ‐ Mail:

Newsletter 26/2012

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ThemaThemaThema derderder Woche:Woche:Woche:

2 ThemaThema Thema derder der Woche:Woche: Woche: Zypern übernimmt EU ­ Ratsvorsitz Zypern hat am

Zypern übernimmt EU­ Ratsvorsitz

Zypern hat am 1.7.2012 zum ersten Mal den Ratsvorsitz der EU für ein halbes Jahr

übernommen. Erst vor kurzem beantragte das Land Milliardenhilfen des Euro

Rettungsschirms. Trotzdem hat es für seine Ratspräsidentschaft hohe Ziele: Zypern will

das Vertrauen in Europa zurückgewinnen und den Europäern Hoffnung geben.

Zur Info:

Zypern ist eine Inselrepublik mit nicht einmal einer Million Einwohner. Zypern ist

auch ein Land, das seit 38 Jahren geteilt ist: Im Süden leben griechische Zyprer, im Norden türkische Zyprer beide getrennt durch eine

aus Stacheldraht, Minen und Barrikaden. Zypern ist nun auch das erste Land, das den EUVorsitz führt und gleichzeitig un ter den Rettungsschirm schlüpfen muss.

Grenze

Allgemeines

Wenn Zypern im Juli von Dänemark erstmals die EURatspräsidentschaf t übernimmt, tut das Land das genau genommen außerhalb der EU: Der Vorsitz startet mit einem Festakt im griechisch römischen Theater von Kourion, das auf dem Gebiet der britischen Militärbasis Akrotiri liegt und diese gehört als Überseegebiet formal gar nicht zur Europäischen Union. Der bizarre Umstand scheint bezei chn end für die Unsicherheiten zu sein, die den Vorsitzwechsel begleiten:

Denn das gespaltene Land reihte sich mit seinem offiziellen Hilfsansuchen an seine Euro Partnerländer am Montag in die Riege der finanzmaroden EUSorgenkinder Griechenland, Spanien und Co. ein. Die Wirtschafts und Finanzkrise hatte Zypern nicht zuletzt wegen der engen Verflechtung seiner Banken mit dem griechis chen Bankensektor hart getroffen. Die Arbeitslosenr ate kletterte nach jahrelangem Tiefstand auf 9,7 Prozent

in die Nähe des EUDurchschnitts. Ungelöst sind auch die Entwicklungen in Zypern im Hinblick auf das Problem der Vereinigung, ebenso wie Drohungen aus der Türkei gegen Vorhaben Zyperns, Erdgasfelder in der zyprischen Zone des Mittelmeeres auszubeu te n. Auch der Umstand, dass dort im Februar 2013 Präsidentschaftswahlen stattfinden, ist nicht unproblematisch. Das finanziell notleidende Zypern löst auch gleich zu Beginn seines EUVorsitzes Ärger aus. Die Regierung in Nikosia will die Brüsseler Reformforderungen mit Milliardenkrediten aus Russland aushebeln. In Arbeitsgesprächen zur Ratspräsidentschaftsübernahme durch Zypern bezog Vizepräsident de s Europäische n Parlaments Oth mar Karas Stellung: "Zypern übernimmt in einer für die EU wichtigen Phase das Ruder im Rat. Die Zyprioten haben eine große Verantwortung in den nächsten Monaten"

wichtigen Phase das Ruder im Rat. Die Zyprioten haben eine große Verantwortung in den nächsten Monaten"

Newsletter 26/2012

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Newsletter 26/2012 3 Ziele Andreas Mavroiannis, Vize ‐ Minister, der die EU ‐ Ratspräsidentschaft seines

Ziele

Andreas Mavroiannis, Vize Minister, der die EURatspräsidentschaft seines

Landes vorbereitete, fasst das Ziel der Ratspräsidentschaft in 3 Worte:

"Wachstum, Arbeitsplätze und Hoffnung Das ist für uns das Wichtigste wir müssen den Menschen in Europa wieder Hoffnung geben, vor allem der jungen Generation."

Andreas Mavroiannis

allem der jungen Generation." Andreas Mavroiannis Mavroiannis, Vize ‐ Minister Zyperns Der Präsident der

Mavroiannis, VizeMinister Zyperns

Der Präsident der Republik Zypern Demetris Christofias präsentierte am 4.7.2012, in der Plenarsitzung des Europäischen Parlaments in Straßburg, die Prioritäten der Zyprischen Präsidentschaft des Rates. Sie beziehen sich auf folgende Schwerpunkte:

Erste Priorität: Ein effizienteres und nachhaltiges Europa. Die Zyprische Präsidentschaft wird unter anderem den Schwerpunkt auf den Mehrjährigen Finanzrahmen (2014 – 2020) legen, mi t dem Ziel die Verhandlungen abzuschließen.

Zweite Priorität: Ein Europa mit einer leistungsfähigeren Wirtschaft, die sich auf Wachstum gründet. Die Zyprische Präsidentschaft engagiert sich für einen neuen, verstärkten Rahmen der Wirtschaftssteuerung, um die finanzpolitische Stabilität zu gewährleisten. Wichtig in dieser

Hinsicht ist die Überwachung der Umsetzung der Strategie Europa 2020.

Dritte Priori tä t: Ein Europa, das seinen Bürgern mehr bedeutet, mit Solidarität und sozialem Zusammenhalt. Die Ratspräsidentschaft wird Wert auf die weitere Beteiligung und Einbeziehung der Sozialpartner, NRO und lokalen Behörden bei der Formulierung und Umsetzung der Strategie Europa 2020 legen. Darüber hinaus ist eines der Ziele der Präsidentschaft die Schaffung des Gemeinsame n Europäischen Asylsystems bis Ende 2012.

Vierte Priorität: Europa in der Welt, seinen Nachbarn näher

Ein besonderer Schwerpunkt wird auf der südlichen Dimension der europäischen Nachbarschaftspolitik liegen. Die Ratspräsidentschaft wird auch alle Prozesse im Zusammenhang mit der Erweiterung unterstützen.

Newsletter 26/2012

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Zehn grüne Prüfsteine für Zypern:

Das Europäische Umweltbüro (EEB) hat seine traditionellen zehn grünen Prüfsteine für die zyprische Ratspräsidentschaft veröffentlicht. Anhand dieser "10 Green Tests" will es die umweltpolitische Arbeit der zyprischen Ratspräsidentschaft nach Ablauf der sechs Monate beurteilen.

die

Dabei

Ratspräsidentschaft vor allem bei den großen Debatten und Reformen in der

Pflicht. Sie so ll die Ökolo gisierung des EUBudgets vorantreiben und die

sieht

das

EEB

Debatten über

die

Reformen der

Gemeinsamen

Agrar

und

Fischereipolitik umdrehen.

Weitere prioritäre Umweltthemen für die Ratspräsidentschaft sind aus Sicht

des EEB die internationalen Klimaverhandlungen sowie die "Rettung" des Emissionshandels, die EUWasserpolitik, das Drängen auf EU Regelungen für Nanonmaterialien, eine Einigung in der festgefahrenen Verordnung zum Anbau vo n Gen pflanze n, die EUweite Umsetzung des Nagoya Abkommens und die Wiederbelebung der Richtlinie über den Rechtszugang.

Weitere Informationen: hier

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Rechtszugang. Weitere Informationen: hier hier Zurück zum Inhaltsverzeichnis Demonstration gegen ACTA in Innsbruck
Demonstration gegen ACTA in Innsbruck
Demonstration gegen ACTA in
Innsbruck

Newsletter 26/2012

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NeuesNeuesNeues ausausaus dendenden InstitutionenInstitutionenInstitutionen KommissionKommissionKommission

EU investiert Milliarden in Forschung und Wachstum

EU investiert Milliarden in Forschung und Wachstum Die EU ‐ Kommission hat am 9. Juli 2012

Die EUKommission hat am 9. Juli 2012 die letzten Aufrufe zur Einreichung von Projektideen innerhalb des 7. Forschungsrahmenprogramms gestartet.

Mit über acht Milliarden Euro für innovative Projekte soll Europa für den globalen Wettbewerb gestärkt werden. Neben Innovation liegt der Fokus auf Gesundheit, Umweltschutz, Verstädterung und Abfallentsorgung.

"Wissen ist das, was in der globale n Wirtschaft zählt. Wenn Europa im 21. Jahrhun dert wettbewerbsfähig bleiben will, müssen wir die Forschungs und Innovationsprojekte unterstützen, die jetzt und in Zukunft Wachstum und Arbeitsplätze sichern. Die starke Konkurrenz bei der Beantragung von EUFördermitteln stellt sicher, dass das Geld der Steuerzahler für die besten Projekte verwendet wird, die sich mi t Fragen befassen, die uns a lle betreffen", sagte die für Forschung, Innovation und Wissenschaft zuständige Kommissarin Máire GeogheganQuinn.

Damit Europa treibende Kraft in Forschung und Innovation bleibt, sind an die drei Milliarden Euro durch Einzelzuschüsse des Europäischen Forschungsrats (1,75 Mrd. EUR) und durch MarieSkłodowska Curie Maßnahme n (963 Mio. EUR) für Ausbildung und Mobilität in der Forschung vorgesehen. Aber auch für kleine und mittlere Unternehmen ist

das Programm attraktiv. Hier gibt es eine Förderung von knapp über eine Milliarde Euro.

Die Förderung steht Organisationen und Unternehmen in allen EUMitgliedstaaten und Partnerländern gleichermaßen offen. Sie stellt den Löwenanteil des v orgeschlagenen Forschungsh aushalts der EU für 2013 dar, der insgesamt 10,8 Milliarden Euro beträgt. Zu den thematischen Forschungsprioritäten des 7. Forschungsrahmenprogramm gehören:

"Der Ozean von morgen" mit etwa 155 Millionen Euro zur Unterstützung des nachhaltigen Wachstums in der Meereswirtschaft; "Intelligente Städte und Gemeinden" mit etwa 365 Millionen Euro für Tech nologien zur Förderung der Nachhaltigkei t städtischer Gebie te; die Bekämpfung der Zunahme antibiotikaresistenter Bakterien mit etwa 147 Millionen Euro und innovative Lösungen zur

der

Bewirtschaftung

Süßwasserressourcen mit nahezu 100 Millionen Euro.

Weitere Informationen: hier

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Süßwasserressourcen mit nahezu 100 Millionen Euro. Weitere Informationen: hier Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Süßwasserressourcen mit nahezu 100 Millionen Euro. Weitere Informationen: hier Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Newsletter 26/2012

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Newsletter 26/2012 6 EU ­ Kommission stellt 35 Mio. EUR für Katastrophenvorsorge bereit Das Programm zur

EU ­ Kommission stellt 35 Mio. EUR für Katastrophenvorsorge bereit

Das Programm zur Katastrophenvorsorge der Europäischen Kommission (DIPECHO) unterstützt

in diesem Jahr die am stärksten gefährdeten und ärmsten Bevölkerungsgruppen der Welt mit

einer Investition von 35 Millionen Eur o.

Die neuen Mittel werden zur

Unterstützung folgender besonders stark

von Naturkatastrophen bedrohter

Regionen eingesetzt: 10 Mio. EUR für

Zentralamerika (Costa Rica, El Salvador,

Guatemala, Honduras, Nicaragua,

Panama), 11 Mio. EUR für Südostasien

(Kambodscha, Indonesien, DVR Laos, die

Philippinen, Osttimor und Vietnam,

Burma/Myanmar und Thailand), 8 Mio.

EUR für Zentralasien (Kasachstan,

Kirgisistan, Tadschikistan, Turkm e nistan

und Usbekis tan) und die Kaukasusregion

(Armenien, Aserbaidschan, Georgien)

und 6 Mio. EUR für das südliche Afrika

(Madagaskar, Mosambik, Malawi und

Namibia). Mit dem Programm DIPECHO

sollen

die

Katastrophenabwehrkapazitäten von

lokalen Gemeinschaften und nationalen

Behörden gestärkt und so die

Auswirkungen von Naturkatastrophen

wie Überschwemmungen, Wirbelstürme,

Dürren, Erdbeben, Flutwellen/Tsunamis,

Vulkanausbrüche, Waldbrände un d

Stürme gemi ndert werden. Die Projekte

umfassen Maßnahmen zur Stärkung der

Infrastruktur, Schulungen und

Aufklärungskampagnen, die Einrichtung

oder Verbesserung von lokalen

Führwarnsystemen und die

Notfallplanung.

Weitere Informationen: hier

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Zur Info:

Das 1996 eingerichtete Programm DIPECHO wird derzeit in der Karibik, in Zentralamerika und Südamerika, Zentralasien, der Kaukasusregion, Südasien, Südostasien und im Pazifischen und Indischen Ozean durchgeführt. Hauptziel ist die Verbesserung der Katastrophenabwehrkapazitäten und der Resilienz der Gemeinschaften und öffentlichen Institutionen in den Risikoregionen.

DIPECHO wird über eine eigene Haushaltslinie finanziert, die von 1998 bis 2012 von ursprüng lich 8 Mio . EUR jährlich auf nun 35 Mio. EUR aufgestockt wurde.

DIPECHO Projekte können Leben retten, wie letztes Jahr (2011) in der salvadorianischen Stadt San Antonio, als ein tropisches Tiefdruckgebiet (12 E) mit heftigen Regenfällen über Zentralamerika hinwegzog. Durch entsprechende Schulungen im Rahmen eines DIPECHOProjekts waren di e Bewohner de r Stadt in der Lage, selbst die Evakuierung zu organisieren, als die Lage lebensbedrohlich wurde. 600 Menschen konnten so gerettet werden.

Newsletter 26/2012

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Newsletter 26/2012 7 Kommission ruft Innovationspartnerschaft „Intelligente Städte und Gemeinschaften“ ins

Kommission ruft Innovationspartnerschaft „Intelligente Städte und Gemeinschaften“ ins Leben

Eine der größten Herausforderungen der EU ist es, bestmögliche Wege zur Entwicklung

von Städten zu intelligenten und nachhaltigen Lebensräumen zu ermitteln.

Fast drei Viertel der Menschen in Europa

70 % des

Energieverbrauchs in der EU fällt dort an.

Staus verursachen in Europa jährlich

Kosten in Höhe von ca. 1 % des BIP, und

auch davon sind vor allem städtische

Gebiete betroffen. Intelligente städtische

Technologien können einen wichtigen

Beitrag zur Bewältigung vieler dieser

Herausforderungen leisten. Mit der

Gründung einer Europäischen

Innovationspartnerschaft für Intelligente

Städte und Gemeinschaften („Smart Cities

and Communities“, SCC) möchte die

Europäische Kommission die Entwicklung

intelligenter städtischer Technologien

vorantreiben. Dazu sollen

Forschungsre ssourcen in den Bereichen

Energie, Verkehr und Informations und

Kommunikationstechnologien (IKT)

gebündelt und auf eine begrenzte Zahl von

Demonstrationsprojekten konzentriert

werden, die in Partnerschaften mit Städten

umgesetzt werden. Allein im Jahr 2013 sind

EUMittel in Höhe von 365 Mio. EUR für

Demonstrationsprojekte zu solchen

technischen Lösungen vorgesehen. Die

leben in Städten,

Erschließung des Potenzials innovativer,

intelli genter Tech nologien wird derzeit

durch zahlreiche Hindernisse erschwert,

darunter ein hohes technisches Risiko,

unsichere Investitionsrenditen oder

aufsichtsrechtliche Schwierigkeiten. In

wirtschaftlich schwierigen Zeiten schrecken

viele Unternehmen und Städte zudem vor

einem umfassenden und raschen Einsatz

innovativer Technologien zurück, auch

wenn sie dadurch möglicherweise Kosten

sparen und l angfristig Emissionen senken

könnte n. Darüber hinaus nähern sich die

und

Dienstleistungs

Wertschöpfungsketten in den Bereichen

Verkehr, Energie und IKT einander immer

mehr an. Die EU engagiert sich bereits seit

vielen Jahren für die Förderung und

Umsetzung städtischer Projekte in diesen

Bereichen. Diese Bemühungen sollen nun

ebenfalls miteinander gebündelt werden,

um in allen Sektoren ein „neues Denken“

zu fördern.

Weitere Infor mationen: hi er

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Zur Info:

Die Initiative „Intelligente

und

Gemeinschaften“ wurde

2011 eingeleitet. Für das

Jahr 2012 wurden ihr

Mittel in Höhe von 81 Mio. EUR zugewiesen, die ausschließlich für die Bereiche Verkehr und Energie bestimmt sind. Ab

2013 werden die Mittel

von 81 Mio. EUR auf 365 Mio. EUR erhöht, und das Programm deckt nu n nich t nur die Bereiche Energie und Verkehr, sondern auch die Informations und Kommunikationstechnolog ien ab. Alle geförderten Demonstrationsprojekte müssen nun einen Zusammenhang mit allen drei Bereichen aufweisen. Durch die Bündelung der Ressourcen werden auch Synergien geschaffen. Mit der Partnerschaft

„Intelligente Städte“ trägt

bei,

die EU dazu

strategische Partnerschaften zwischen

den relevanten Branchen

und europäis chen Städten aufzubaue n, um städtische

und

Systeme

Infrastrukturen von morgen zu entwickeln und

umzusetzen.

Städte

Newsletter 26/2012

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Newsletter 26/2012 8 EU ­ Kommission will Missbrauch von EU ­ Geld stoppen Die Europäische Kommission

EU ­ Kommission will Missbrauch von EU­Geld stoppen

Die Europäische Kommission will dem kriminellen Missbrauch von EUGeld stoppen und hat

dafür am 11. Juli 2012 EUweite Regeln für die Strafverfolgung und Bestrafung bei Vergehen

gegen den EUHaushalt und ein Mindestmaß an Sanktionen vorgeschlagen.

Das von der EU verfolgte Ziel, mehr Arbeitsplätze und Wachstum zu schaffen und die L ebensbedingungen zu verbes sern, wird gefährdet, wenn EUMittel zu kriminellen Zwecken missbraucht werden. Die Europäische Kommission hat am 11. Juli 2012 einen Richtlinienvorschlag unterbreitet, der neue Regeln für die strafrechtliche Bekämpfung von gegen den EUHaushalt gerichtetem Betrug vorsieht, durch die das Geld der Steuerzahler besser geschützt werden soll. Durch die Ri chtl inie soll ein einheitlicherer Rahmen für die Verfolgung und die Ahndung von gegen den EUHaushalt gerichteten Straftaten geschaffen werden, so dass sich Kriminelle nicht länger die bestehenden Unterschiede zwischen den nationalen Rechtsordnungen zunutze machen können. Zu diesem Zweck sieht der Vorschlag einheitliche Definitionen von gegen den EUHaushalt gerich teten Straftatbeständen sowie einhei tliche Mindestsanktionen von sechs Monaten Haft für schwere Fälle vor und einheitliche Bedingungen in Bezug auf die möglichen Untersuchungs und

in Bezug auf die möglichen Untersuchungs ‐ und Strafverfolgungszeiträume (Verjährungsfristen) vor. Auf

Strafverfolgungszeiträume (Verjährungsfristen) vor. Auf diese Weise sollen potenzielle Betrüger abgeschreckt, wirksamere rechtliche Maßnahmen auf nationaler Ebene ermöglicht und Einziehungen ausgefallener EUMittel

erleichtert werden.

Gesamtschadensvolumen der von den Mitgliedstaaten gemel deten Betrugsfäl le im

Jahr 2010 belief sich auf 600 Millionen Euro. Dabei handelte es sich hauptsächlich um Fälle, in denen beispielsweise im Bereich Landwirtschaft und regionale Entwicklung Personen bei der Beantragung von EUFinanzhilfen falsche Angaben gemacht hatten oder in denen nationale Beamte unter Verletzung der Vorschriften für das öffentliche Auf tragswesen für die Vergabe eines öffentlichen Auftrags Geld angenommen hatten.

Das

Weitere Informationen: hier und hier

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Zur Info:

Die bestehenden Ansätze

der

Mitgliedstaaten für den Schutz von EUGeldern unterscheiden sich von Land zu Land teils erheblich. Der Begriff „Betrug zu Lasten des EU Haushalts“ wird von Land zu Land unterschiedlich ausgelegt, und auch die betreffenden Strafen sind von Land zu Land verschieden. Durch die einheitlichen Definitionen soll zu einer einhei tli chen

einzelnen

EUweiten Anwendung durch die zuständigen Justizbehörden beigetragen werden, denn gegenwärtig schwankt die Verurteilungsquote bei den in Mitgliedstaaten aufgedeckten Fällen von Betrug beim Vollzug des EUHaushalts je nach Land zwischen 14 und 80 % (EU Durchschnitt: 41 %).

Newsletter 26/2012

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Newsletter 26/2012 9 Weitere Reduzierung der CO2 ­ Emissionen von Pkws und Kleintransportern Die Europäische

Weitere Reduzierung der CO2 ­ Emissionen von Pkws und Kleintransportern

Die Europäische Kommission hat am 11. Juli Vorschläge zu Zielvorgaben vorgelegt,

durch die die Kohlendioxid(CO2 )Emissionen neuer Pkws und leichter Nutzfahrzeuge

bis 2020 weiter erheblich reduziert werden sollen.

Nach den Vorschlägen sollen die durchschnittlichen Emissionen neuer Pkws bis 2020 auf 95 g CO2/km gesenkt werden. 2011 betrug dieser Wert 135,7 g, die verbindliche Zielvorgabe für 2015 liegt bei 130 g. Die Emissionen von Kleintransportern sollen von 181,4 g im Jahr 2010 auf 147 g CO2/km im Jahr 2020 verringert werden, wobei das verbindliche Ziel bei 175 g im Jahr 2017 liegt. Die verbindlichen Zielvorgaben für 2020 sind in den bestehenden Rechtsvorschriften berei t s vorgesehen, müssen aber noch um gesetzt werden. Die am 11. Juli vorgeschlagenen Verordnungen beruhen auf eingehenden technischen und wirtschaftlichen Analysen durch die Kommission und legen die Modalitäten zur Erreichung der Zielvorgaben fest. Die Analyse der Kommission zeigt, dass die Zielvorgaben für 2020 erreichbar, wirtschaftlich sinnvoll und rentabel sind: Die erforderliche Te chnologie ist verfügbar und ihr e Kosten fallen erheblich geringer aus, als zunächst angenommen. Durch ihre Einführung könnten Arbeitsplätze geschaffen und das Bruttoinlandsprodukt erhöht werden, was wiederum den Verbrauchern und der Industrie zugute käme. Durchschnittlich wird jeder neue Pkw seinem Besitzer im ersten Jahr eine Ersparnis von rund 340 EUR bei de n Kraftstoffkosten einbrin g en. Auf die Lebenszeit eines Pkws (13 Jahre) hochgerechnet, beläuft sich diese

Summe schätzungsweise auf insgesamt 2904 – 3836 EUR verglichen mit der Zielvorgabe für 2015. Durch die Zielvorgaben für 2020 wird ein klarer und stabiler rechtlicher Rahmen für Investitionen geschaffen; des Weiteren werden Innovationen durch Fahrzeughersteller und Zulieferer weiter stimulier t und somit die Wettbewerbs vorteile der EUIndustrie noch ausgebaut. Die Einführung ähnlicher Standards bei den CO2 Emissionen oder der Kraftstoffeffizienz in Drittländern sollte zu einer stärkeren Nachfrage nach CO2 reduzierenden Technologien und effizienteren Fahrzeugen „Made in Europe“ führen.

Erhaltung

und Schaffung von

Arbeitsplätzen

Die Notwendigkeit, neue Technologi en zu entwickel n und die Kraftstoffeffizienz zu erhöhen, wird auch die Nachfrage nach Zubehörteilen ankurbeln. Darüber hinaus dürfte sich Kraftstoffeffizienz positiv auf die Beschäftigung auswirken, denn sie erhöht den Wert der hergestellten Fahrzeuge und führt zu einer vergleichsweise größeren Nachfrage nach Arbeitskräften, da der Fahrzeugbau sehr arbeitsintensiv ist.

Weitere Informationen: hi er

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da der Fahrzeugbau sehr arbeitsintensiv ist. Weitere Informationen: hi er Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Newsletter 26/2012

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Newsletter 26/2012 10 ParlamentParlament Parlament Ein anderes Bild von Griechenland vermitteln Europaabgeordnete

ParlamentParlamentParlament

Ein anderes Bild von Griechenland vermitteln

Europaabgeordnete präsentierten gemeinsam mit Parlamentspräsident Martin Schulz den

Dokumentarfilm "Griechenland blüht" der europäischen Öffentlichkeit

Im Rahmen der Filmpräsentation "Griechenland blüht" am 11. Juli 2012 im Europäischen Parlament in Brüssel diskutierten unter der Leitung von SPÖEUDelegationsleiter Jörg Leichtfried die Filmemacher Fabian Eder und Katharina Stemberger mit dem Publikum. "Der Dokumentarfilm 'Griechenland bl üht' ist ein wichtiger Kontrapunkt zur gleichförmigen Griechenlandberichterstattung in den Medien. Es geht dabei um den ehrlichen und direkten Blick auf die Griechen und ihre Lebensbedingungen. Der Film ist ein mutiger und klarer Blick auf die Betroffenen selbst und blendet dabei konsequent Phrasen und gängige Vorurteile aus" so Jörg Leichtfried, Delegationsleiter der SPÖEuropaabgeo r dnete n. Hannes Swoboda, Präsident der sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament: "Ich habe mich in Gesprächen mit den Filmemachern sehr rasch auch auf eine europäische Öffentlichkeit für diesen Film stark gemacht. Griechenland blüht' stellt sich den Fragen der Jugendarbeitslosigkeit und der Armut in Europa in aufrüttelnden Bildern vor Ort auf einer Rei s e von Kreta nach Westgrieche nland." Der Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Othmar Karas betonte, dass man die Menschen hinter der Krise nicht vergessen dürfe. "Wir haben in Europa viel zu viel übereinander gesprochen und zu wenig miteinander. Anstatt Vorurteile zu wiederholen und zu verstärken, müssen wir einander helfen, den schwier igen Weg der Reforme n zu gehen . Die Menschen, die heute in Griechenland die unmittelbaren

Auswirkungen der Schuldenkrise zu spüren bekommen, sind die Leidtragenden der Fehler von mehreren Politikergenerationen aller Parteien", erklärt Karas. Er hofft, dass der Film zu einer Differenzierung der Diskussion über Griechenland beiträgt. Für Ulrike Lunacek, Europasprecherin der Grüne n und Delegationsleiterin der Grünen im Europaparlament, ist dieser Film gleich aus mehreren Gründen sehenswert: "Das Filmprojekt 'Griechenland blüht' macht das, was Kommission und Troika bisher verabsäumt haben: den Griechinnen und Griechen zuhören, mit ihnen diskutieren, so wie das im alten Griechenland bei der Agora geschah (heute natürlich mit Frauen und Männer n!). Der Film ist eine tolle Initiative und eine gute Möglichkeit die Menschen in Griechenland zu Wort kommen lassen. Wir erfahren, wie sie von der Krise betroffen sind und welche Auswege sie vorschlagen. Das ist enorm wichtig, denn alle Rettungspakete müssen letztlich darauf zielen, den Griechinnen und Griechen eine neue, bessere Zukunft jenseits des Bankrotts zu ermögli che n. Während der letzten Jahre ist in Griechenlands Politik und Gesellschaft sehr viel falsch gemacht worden quer durch die Reihen der Parteien, die an der Macht waren jetzt ist es Zeit für einen Neuanfang, in Griechenland und in der Europäischen Union getragen von den Prinzipien Solidarität und Solidität."

Weitere Infor mationen: hi er

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Karas, Stemberger, Eder, Leichtfried, Lunacek

Newsletter 26/2012

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Newsletter 26/2012 11 EU ­ Kohäsionsfonds gezielt als Wachstumsmaschine nutzen Am 11. ‐ 12. Juli stimmte

EU ­ Kohäsionsfonds gezielt als Wachstumsmaschine nutzen

Am 11. 12. Juli stimmte der Ausschuss für regionale Entwicklung gegen den Vorschlag der Kommission, Gelder aus dem Kohäsionsfonds an makroökonomische Auflagen zu knüpfen. Gerade Länder mit finanziellen Schwierigkeiten seien auf diese Investitionen angewiesen, erklärten die Abgeordneten.

„Wir müssen die EU Kohäsions und Regionalfonds gezielt als Wachstumsmaschine für Europa nutzen. Deshalb ist eine Kürzung des EU Budgets in diesem Bereich kontraproduktiv und im Widerspruch zum Bekenntnis der österreichischen Bundesregierung zu mehr Wachstumsförderung.“ Seeber MEP Richard Seeber

Ein Drittel des EUHaushalts fließt in die Kohäsionspolitik, mit der Wirtschafts und Lebensstandards in Europa angeglichen werden sollen. Für die Jahre 2014 2020 plant die EUKommission hier Ausgaben von 336 Milliarden Euro. Geht es nach den Kommissionsbeamten sollen Gelder aus diesem wichtigsten europäischen Investitionsfonds in Zukunft an strenge Bedingungen geknü pft werden. In einer zweitägi gen Marathonabstimmung entschieden sich die EUAbgeordneten des Regionalausschusses jedoch gegen zwei zentrale Vorhaben der Kommission. So wollen die Abgeordneten der Kommission nicht erlauben, Gelder einzubehalten, sollte ein EUStaat nicht gegen makroökonomische Ungleichgewichte vorgehen. Gerade finanziell angeschlagene Länder, die Investitionen benötigen, seien auf Zahlungen aus dem Kohäsionsfonds angewiese n. Abgelehnt wurde auch die von der Kommission geforderte leistungsgebundene Reserve von 5 % für Länder, die ihre Ziele im Rahmen der EU2020 Strategie vollständig erreicht haben. Entgegen

den Empfehlungen des Berichterstatters schlossen die Abgeordneten Infrastrukturprojekte für Öl und Gas von den Fördermöglichkeiten aus. Förderfähig sollen nur Projekte für Stromnetze sein.

Die Parlamentarier starten mit der nun festgelegten Position in die Trilog Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten. Der Regionalausschuss wird die noch ausstehenden Parlamentspositionen im Herbst festlegen. Das Legislativpaket zur Regionalpolitik ist dabei ein Teil der Verhandlung über den Mehrjährigen Finanzrahmen 2014 bis 2020. Die Mitgliedsländer wollen sich bis Ende des Jahres mit de m Parlament auf einen Kompromiss einigen. Insgesamt fließt etwa ein Drittel des EUHaushalts in die Regional und Kohäsionspolitik. Für die Jahre 2014 bis 2020 plant die EU Kommission hier Ausgaben von 336 Milliarden Euro. Der Großteil der Mittel geht daher an ärmere Gebiete.

Weiter Informationen: hier und hier

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Newsletter 26/2012

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Newsletter 26/2012 12 Urlaubszeit: nützliche Tipps für einen sorgenfreien Sommer Die Urlaubszeit steht vor

Urlaubszeit: nützliche Tipps für einen sorgenfreien Sommer

Die Urlaubszeit steht vor der Tür, und Millionen Europäerinnen und Europäer schicken sich an, innerhalb und außerhalb der Europäischen Union zu verreisen. Dabei gibt es einiges, was jeder europäische Bürger beim Reisen beachten sollte. Folgende Hinweise geben einen nützlichen Einblick in die Art und Weise, wie die EU den Reisenden in der Europäische n Uni on Hilfe und Unterstützung bietet.

Wen kontaktiere ich im Notfall?

Die europaweite Notrufnummer 112 ist innerhalb der EU kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Darüber hinaus wird die 112 auch außerhalb der EU verwendet, z. B. in Kroatien, Montenegro und der Türkei.

Weitere Informationen: hier

An wen wende ich mich, wenn mein Kind vermisst wird?

Die EU hat eine Notrufnummer für vermisste Kinder eingerichtet, die überall in den 27 EU Mitgliedstaaten erreichbar ist. Die Notrufnummer lautet: 116 000.

Weitere Informationen: hier

Während meines Urlaubs hatte ich Probleme mit einer Fluggesellschaft, einer Autovermietung oder einem Reiseveranstalter. Wer kann mir helfen?

Flugannullierungen:

Bei Problemen mit einer Linien oder

Sie

bestimmte Rechte im Rahmen der EUFluggastrechteVerordnung.

Charterfluggesellschaft

und

Bei

Flugverspätungen

genießen

Weitere Informationen: hier

Bei Änderungen des Zugfahrplans oder gestrichenen Zügen:

Es gelten bestimmte Reche im Rahmen der Verordnung über Fahrgastrechte im Eisenbahnverkehr. Bei Reisen im grenzüberschreitenden Eisenbahnverkehr gelten innerhalb der EU gemeinsame Regeln.

Weitere Informationen: hier

Bei Problemen mit Bus oder Schiffsreisen:

Die neuen EUVorschriften zu Fahrgastrechten bei Bus und Schiffsreisen wurden bereits angenommen und werden im Dezember 2012 bzw. im März 2013 in Kraft treten. Im nächsten Sommer werden Sie daher voraussichtlich ähnliche Rechte genießen wie im Flug oder Eisenbahnverkehr.

Weitere Informationen: hier

Weitere Auskunft: hier

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Flug ‐ oder Eisenbahnverkehr. Weitere Informationen: hier Weitere Auskunft: hier Zurück zum Inhaltsverzeichnis

N ewsletter 26/2012

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Alpeuregio Summer School 2012

N ewsletter 26/2012 13 Alpeuregio Summer School 2012 Nach dem Erfolg des Vorjahres veranstaltete die

Nach dem Erfolg des Vorjahres veranstaltete die gemeinsame Vertretung der Europaregion Tirol Südtirol Trentino in Brüssel, auch heuer wieder die Alpeuregio Summer School von 2. bis 12. Juli. 30 HochschulabsolventInnen aus der Europaregion, darunter neun TirolerInnen, erhielten so durch Vorträge namhafter Experten aus EUInstitutionen einen vertiefenden Einblick in die Europa Politik.

einen vertiefenden Einblick in die Europa ‐ Politik. Österreichs EU ‐ Botschafte r Walter Grahammer

Österreichs EUBotschafte r Walter Grahammer begeisterte die Jungakademiker aus der Europaregion mit mitreißenden Schilderungen seiner bemerkenswerten beruflichen Laufbahn. Der Vorarlberger, der Französisch und Italienisch in Salzburg studierte, schlug ursprünglich die Lehrerlaufbahn ein. Angetrieben vom Wunsch, mehr von der Welt zu entdecken, zog es Grahammer nach Algier, wo er für die Außenhandelsstelle vier Jahre lang tätig war. Begeistert vom Tätigkeitsbereich der internationalen

Beziehungen entschied sich Grahammer für eine Diplomatenkarriere.Wie intensiv die diplomatische Arbeit in Brüssel ist, schildert der Botschafter am Beispiel der längsten Sitzung, die je von einem Ausschuss der Ständigen Vertreter absolviert wurde: der Verhandlungsmarathon dauerte von Freitag 9:00 Uhr bis Samstag früh um 6:10 Uhr. Auf die Frage, was denn ei ne n guten Diplomaten ausmache, führt der EU Botschafter die Art und Weise, wie Anliegen am internationalen Bankett vertreten werden, an.

Newsletter 26/2012

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Botschafter Grahammer
Botschafter Grahammer

Weder die Holzhammermethode, noch Schüchternheit seien zielführend. Vielmehr komme es auf die richtige Mischung aus Höflichkeit und Freundlichkeit an, kombiniert mit Durchsetzungsvermögen und Bestimmtheit beim Vorbringen seiner Anliegen und Forderungen. Für einen kleinen Staat wie Österreich sei es eine besondere Herausforderung, in bedeutsamen Dossiers möglichst viele Verbündete zu gewinnen. Je nach Politikberei ch können das unterschiedliche Mitgliedsstaaten sein.

Einen ganzen Abend widmeten die drei Europaparlamentarier der Europaregion Eva Lichtenberger, Richard Seeber (beide Tirol) und Herbert Dorfmann (Südtirol, Trentino) den TeilnehmerInnen der Alpeuregio Summerschool. In kurzen Statements erklärten die Abgeordneten die Arbeit in der europäischen Volksvertretung. Einhellig waren sie der Auffassung, dass auf europäischer Ebe n e eine them enbezogenen Kooperation auch über die Parteigrenzen hinweg gut funktioniere. „Wir müssen konstruktiv

hinweg gut funktioniere. „Wir müssen konstruktiv MEPs: Seeber, Lichtenberger, Dorfmann und
MEPs: Seeber, Lichtenberger, Dorfmann
MEPs: Seeber, Lichtenberger, Dorfmann

und lösungsorientiert arbeiten, um uns gegen Kommission und Rat durchzusetzen“, hieß es von den Politikern. Die Entscheidungsfindung in Brüssel sei ein komplexer Prozess, wo es gilt, die unterschiedlichsten Meinungen zu akkordieren und einen Kompromiss zu finden. Beim anschließenden Abende mpfa ng, zu dem die Parlamentarier luden, nützten die Jungakademiker die Möglichkeit zu spannenden und angeregten Diskussionen mit „ihren“ Vertretern im Europäischen Parlament. Bei der abschließenden Diplomverleihung zogen die JungakademikerInnen begeistert Bilanz über die Veranstaltung: Eine solche Initiative biete nicht nur eine theoretisch und praktisch ausgerichtete anspruchsvolle Weiterbildung zu EUInstitutionen und EUP o litik, sonde rn auch die Möglichkeit, zu Gleichgesinnten aus der Europaparegion über die Grenzen hinweg Kontakte zu knüpfen.

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Newsletter 26/2012

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Newsletter 26/2012 15 “Fotowettbewerb „Europa in meiner Region“ Möchten Sie eine Digitalkameraausrüstung

“Fotowettbewerb „Europa in meiner Region“

Möchten Sie eine Digitalkameraausrüstung im Wert von bis zu 1.000 Euro und eine Reise nach Brüssel für zwei Personen gewinnen? Dann nehmen Sie diesen Sommer am Fotowettbewerb „Europa in meiner Region" teil!

Der Wettbewerb wird auf der Facebook Seite der Europäischen Kommission durchgeführt. Die Teilnehmer können Fotos in zwei Kategorien einreichen:

„Mein Pro j ekt" steht allen Organisationen offen, die regionale EUFördermittel erhalten haben (d. h. Projekte mithilfe des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung oder des Kohäsionsfonds durchgeführt haben). „Augenzeuge" steht allen offen, die in der EU leben und entweder in der eigenen Region oder beim Besuch einer anderen Region ein Projekt entdecken.

Um ei ne Chance auf de n Gewinn zu haben, müssen die Teilnehmer lediglich ein Foto von einem Projekt machen, in dem der Beweis zu sehen ist, dass es sich um ein mit regionalen EU Fördergeldern

finanziertes Projekt handelt (das Bild muss z. B. ein Hinweisschild oder eine Erinnerungstafel mit der EUFlag ge und den Investitionshinweisen enthalten). In jeder Kategorie werden zwei Gewinner ausgewählt; einen wählen die FacebookUser aus , den zweiten wählt eine Jury aus den übrigen beliebtesten Einsendungen. Die Fotos werden nach ihrer Ästhetik, Kreativität und Bedeutung für die EURegionalpolitik ausgewählt.

Projekte den Vorzug erhalten sollten.

Auskunft zum Wettbewerb auf de r

Facebookseite der Kommission: hier

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Europäischen

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auf de r Facebookseite der Kommission: hier Mehr Informationen: hier Europäischen Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Newsletter 26/2012

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Europäische Kommission

Die Tagesordnung der wöchentlichen Sitzung der Europäischen Kommission finden Sie hier .

der Europäischen Kommission finden Sie hier . Europäisches Parlament Die nächste Plenartagung findet

Europäisches Parlament

Die nächste Plenartagung findet am 10.Juli bis 13. September 2012 in Strassburg statt. Die Tagesordnung finden Sie hier. Den Video Stream der letzten Plenarsitzung finden Sie hier .

Rat der Europäischen Union

Die aktuellen Ratssitzungen finden Sie hier .

Europäischer Gerichtshof

Zum Kalender des Europäischen Gerichtshofs für die folgende Woche gelangen Sie hier .

Stellenausschreibungen: http://www.eurobrussels.com/

Impressum

Vertretung des Landes Tirol bei der EU Rue de Pascale 45 47 B 1040 Brüssel

Tel.: 0032 2 743 27 00 Fax: 0032 2 742 09 80 E Mail: info@alpeuregio.eu Homepage: www.alpeuregio.info/

Redaktion und Bearbeitung:

Dr. Florian Mast, Katharina Dollinger, Lea Gopp

Abbildungsverzeichnis

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