Sie sind auf Seite 1von 5
ECOLTEC NEWSLETTER SEPTEMBER 2012
ECOLTEC
NEWSLETTER SEPTEMBER 2012
Solarenergie in der Atacama - Wüste
Solarenergie in der Atacama - Wüste

Ein deutscher Unternehmer will die Atacama-Wüste im Norden Chiles anzapfen und dort Solarenergie "ernten". Lesen Sie weiter auf Seite 2.

Trinkbares Salzwasser?
Trinkbares
Salzwasser?

Salzwasser in Trink- wasser umwandeln ist teuer und auf- wendig. Doch jetzt haben Wissenschaft- ler eine Alternative

Bakterien sind wundervoll!
Bakterien sind wundervoll!

Was denken Sie über Bakterien? Sie machen uns krank und erschweren unser Leben? Falsch gedacht! Erfahren sie mehr auf Seite 3.

gefunden. Mehr

Informationen finden Sie auf Seite 4.

unser Leben? Falsch gedacht! Erfahren sie mehr auf Seite 3. gefunden. Mehr Informationen finden Sie auf
ECOLTEC NEWSLETTER SEPTEMBER 2012
ECOLTEC
NEWSLETTER SEPTEMBER 2012

Solarenergie in der Atacama - Wüste

SEPTEMBER 2012 Solarenergie in der Atacama - Wüste Südamerikanische Farmer könnten bald Strom statt Trauben

Südamerikanische Farmer könnten bald

Strom statt Trauben ernten. "Chile hätte das Zeug zu einer grünen Großmacht", sagt der Energie-Experte Patrick McCully. "Nordchile hat das weltweit größte Potenzial an Sonnenenergie, aber trotz sinkender Kosten gibt es noch kaum Solaranlagen." Doch das ändert sich gerade. Die chilenische Regierung setzt auf den Solarboom. Hans Hall ist einer der Pioniere. "Doppelt so hoch wie in Deutschland" sei die Sonneneinstrahlung in der Atacama-Wüste, schwärmt der Mittelständler aus dem schwäbischen Weingarten. "Mit seinem Potenzial an erneuerbaren Energien könnte Chile ganz Südamerika versorgen." Aber noch ist Solarenergie ein zartes Pflänzchen in dem Land. Im Copiapó-Tal, einer riesigen Oase, deren Bewohner vor allem vom Anbau hochwertiger Tafeltrauben für den Export leben, hat Hall mit seiner Firma "Kraftwerk" eine Photovoltaik-Anlage installiert, die noch im Juni ans Netz gehen soll.

Es ist ein Pilotprojekt für die Atacama- Region, ja für ganz Chile. 40.000 US-

Dollar Startkapital hat die Regierung

beigesteuert, hinzu kamen günstige Darlehen von der Interamerikanischen Entwicklungsbank. Das sind Ansätze für "Grüne Wirtschaft" in einem Schwellenland, wie sie auf dem UN-Gipfel für nachhaltige Entwicklung vom 20. bis 22. Juni in Rio de Janeiro diskutiert wird: Investitionen in umweltfreundliche Technologien.

Allerdings sollen dabei auch

Subventionen etwa in den in Chile noch weit verbreiteten Kohle-Verbrauch gestrichen werden. Mit den Preissenkungen bei Solaranlagen könnten sie bald auch für ärmere Länder interessant werden. Derzeit haben 1,3 Milliarden Menschen weltweit keinen Strom. Rund 2,7 Milliarden sind auf Brennholz, Holzkohle oder Pflanzenreste

zum täglichen Kochen und Heizen angewiesen. Bereits jetzt hat Hans Hall weitere Aufträge von Agrarunternehmen in Chile und Peru in Aussicht. Noch attraktiver wird der Bau von Kleinanlagen, sobald das chilenische Parlament das geplante Gesetz zur Energieeinspeisung verabschiedet. Bis 2020 soll sich der Anteil der neuen erneuerbaren Energien an der Stromversorgung auf 20 Prozent verfünffachen, hat der rechtsliberale Präsident Sebastián Piñera als Ziel ausgegeben.

Stromversorgung auf 20 Prozent verfünffachen, hat der rechtsliberale Präsident Sebastián Piñera als Ziel ausgegeben.
ECOLTEC NEWSLETTER SEPTEMBER 2012
ECOLTEC
NEWSLETTER SEPTEMBER 2012

Bakterien sind wundervoll!

Nur wenige der winzigen Einzeller machen uns krank. Wissenschaftler entdecken

zurzeit ganz neue Seiten an den Bakterien:

Die Einzeller verfügen über Fähigkeiten, die sie zu wichtigen Helfern des Menschen machen könnten. Beispielsweise fressen bestimmte Bakterien pflanzliche und tierische Fette in Abwasserrohren nie wieder Verstopfung. Andere verdauen Essensreste zu Plastik, säubern mit Öl und Benzin verschmutze Erde oder holen radioaktives Uran aus dem

Trinkwasser. Die Mikroben können Strom

aus Zucker gewinnen, als Brennstoffzellen eingesetzt werden oder als kleinste elektrische Leiter dienen. Bakterien helfen auch beim Umweltschutz: In Fabrikschloten holen sie Kohlendioxid aus dem Abgas und eliminieren so ein gefährliches Treib- hausgas. Der Wissenschaftler William Hadley nutzt vor allem den Hunger der Bakterien: Zu den Mitarbeitern seines Unternehmens „Environmental Biotechim US-Bundesstaat Florida gehören Fett fressende Bakterien deren Name Betriebsgeheimnis ist. Hadley suchte sie aus rund 250 Stämmen aus, deren Vorliebe für schwere Kost bekannt ist. Dann trainierte er die Winzlinge darauf, besonders große Mahlzeiten zu verzehren. Wenn sie das 75fache herkömmlicher Bakterien zu sich nehmen können, sind sie

reif für den Einsatz: Hadley pumpt sie bei seinen Kunden regelmäßig in die Abflussrohre, um Verstopfungen vor- zubeugen.

Die Einzeller schmausen sich nämlich begeistert durch die Fettablagerungen,

sodass alles im Fluss bleibt ohne

Chemie. Environmental Biotech boomt: Zu den Kunden gehören McDonald’s und Tausende andere Restaurants. Weltweit forschen Hunderte Labors von Universitäten und Unternehmen nach neuen Einsatzmöglichkeiten von Bakterien. Doch die meisten der winzigen Lebewesen dienen uns bereits seit

Menschengedenken völlig unbemerkt.

»Die kleinen Gesellen sind überall«, sagt Mikrobiologin Kristien Mortelmans, »wir sollten sie nicht als Übeltäter einschätzen,

denn nur wenige machen uns krank.«

einschätzen, denn nur wenige machen uns krank.« Auf diesem Bild können Sie die fettfressenden Bakterien

Auf diesem Bild können Sie die fettfressenden Bakterien sehen, mit dem dazu gehörigen System von „Environmental Biotech

Bild können Sie die fettfressenden Bakterien sehen, mit dem dazu gehörigen System von „Environmental Biotech “
ECOLTEC NEWSLETTER SEPTEMBER 2012
ECOLTEC
NEWSLETTER SEPTEMBER 2012

Trinkbares Salzwasser?

ECOLTEC NEWSLETTER SEPTEMBER 2012 Trinkbares Salzwasser? Wie funktioniert technischer Fortschritt? Manchmal so: Eine

Wie funktioniert technischer Fortschritt? Manchmal so: Eine Behörde stellt Erfindern eine kaum lösbare Aufgabe und ködert sie mit einer Belohnung. So macht es Singapur. Singapur ist ein reiches, aber kleines Land.

Die Fläche reicht für die Wasserversorgung

der fünf Millionen Einwohner nicht aus. Meerwasser vom Salz zu befreien ist eine naheliegende Alternative. Doch die herkömmlichen Anlagen dafür fressen enorme Mengen fossiler Energie, denn sie erhitzen und verdampfen das Salzwasser. Pro Kubikmeter Wasser brauchen sie etwa 10 Kilowattstunden (kWh). Die Vision der "Singapore Challenge" war eine

Entsalzungstechnik, die nur 1,5 kWh

benötigt. Das liegt schon recht nah am theoretisch überhaupt denkbaren minimalen Wert: Das Rennen machte am Ende ein Konzept der Siemens AG. Es erfüllt den Wunschwert nicht ganz, kommt ihm aber mit 1,7 kWh pro Kubikmeter entsalztem Wasser sehr nah. Der Clou der Meerwasser- entsalzung à la Siemens ist die Verbindung

von zwei Methoden: Dem Meerwasser wird zunächst mit einer auf hohe Salzfrachten spezialisierten Elektrodialyse Salz entzogen. Danach folgt eine kontinuierliche Elektro- deionisation kurz CEDI , die kleinere Salzmengen entfernt. Dadurch lässt sich erreichen, dass beide Methoden jeweils

bei optimalen Bedingungen arbeiten. Vier Millionen Singapur-Dollar erhielt Siemens im Jahr 2008, um mit dem Konzept in Singapur eine Pilotanlage zu bauen. Im Dezember 2010 ist es Siemens nun gelungen einer größeren Pilotanlage zu bauen. „Diese neue Methode ist eine

die

Revolution

Meerwasserentsalzung“, sagt der

Entwicklungsleiter von Water Techno-

logies, Dr. Rüdiger Knauf. Bis Mitte 2012 sind Demonstrationsanlagen bei mehreren Kunden in Singapur, den USA und der Karibik geplant. Es soll gezeigt

werden, dass die neue, sparsame Entsalzungsmethode trotz des regional stark schwankenden Salzgehalts nicht nur in Singapur funktioniert, sondern überall. Knauf erklärt: „In 15 Jahren

erwarten wir weltweit einen um 40

Prozent höheren Wasserverbrauch, sodass eine nachhaltige Wasser- versorgung enorm wichtig wird. In Gebieten mit Süßwassermangel kann die elektrochemische Meerwasserentsalzung aufgrund ihrer hohen Energieeffizienz und der niedrigen CO2-Bilanz dazu einen wichtigen Beitrag leisten.

für

aufgrund ihrer hohen Energieeffizienz und der niedrigen CO2-Bilanz dazu einen wichtigen Beitrag leisten. “ für
ECOLTEC NEWSLETTER SEPTEMBER 2012
ECOLTEC
NEWSLETTER SEPTEMBER 2012

Kontakt

ECOLTEC NEWSLETTER SEPTEMBER 2012 Kontakt Av del Periodista 502 y calle Décima Este, Cdla Nueva Kennedy

Av del Periodista 502 y calle Décima Este,

Cdla Nueva Kennedy

Telf.: 593(4)2395624 2395486

www.ecoltec.com

Kontakt Av del Periodista 502 y calle Décima Este, Cdla Nueva Kennedy Telf.: 593(4)2395624 – 2395486