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4 | 2012 August | août Berner Wald Forêt Bernoise

4 | 2012

August | août

Berner Wald

Forêt Bernoise

74 Inhalt

SommaIre

Nr. 4, 43 Jahrgang

N°4, 43

ème

année

75 Waldgesetzrevision 2012 – 88 Révision de la loi sur la forêt 2012 – Würdigung
75
Waldgesetzrevision 2012 –
88
Révision de la loi sur la forêt 2012 –
Würdigung der vorgeschlagenen Änderungen
88
76
Berner Wald - Fragen zum Staatswald …
Appréciation à leur juste valeur des changements
proposés
77
Inwertsetzung von Waldleistungen
89
Cinq nouveaux forestiers-bûcherons diplômés
77
Notwendigkeit und Instrumente
90
78
28 neue Forstwarte im Kanton Bern
Nouveaux forestiers-bûcherons dans la partie
alémanique du canton de Berne
80
Exkursion des Waldbesitzerverbandes
90
Arrachage au Valanvron
80
Gantrisch im Forstrevier Huttwil
91
Belle fête pour le 30ème anniversaire du
81
Regierungsrat Rickenbacher besucht
seinen Bergwald
91
triage forestier Tavannes - Reconvilier
92
Gustave Maeder nous a quittés
83
Eigentumsübergreifendes
92
Concours de bûcheronnage à Reconvilier
83 Schutzwaldpflegeprojekt
93
10ème Championnat suisse du
85
Holzversorgung der Energiezentrale
93
STIHL TIMBERSPORTS SERIES
85
Forsthaus Bern
94
Où il y a de la gêne, il n’y a pas de plaisir
86
Energie direkt aus dem Wald -
Eröffnung des Aufarbeitungsplatzes Rehhag
94
Journée d’exposition sur le thème du
94
bois-énergie
87
Agenda
94
Soirées Apéros-bois 2012
87
Politik
95
Agenda
IMPRESSUM
Berner Wald
Mitteilungsblatt
der Berner Waldbesitzer BWB
des Verbandes Berner Forstpersonal
des Bernischen Forstvereins
Forêt Bernoise
Journal
des Propriétaires de forêts bernois PFB
l‘association des forestiers du Jura bernois
la société forestière bernoise
Redaktion
Berner Waldbesitzer BWB
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3273
Kappelen
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Nächste Nummer
Redaktionsschluss: 30. September 2012
Erscheint ca. Ende: Ende Oktober 2012
Prochaine édition
clôture de rédaction 30 septembre 2012
parution env. fin octobre 2012
Erscheint jährlich sechsmal
Paraît six fois par an
Titelbild: Ueli Steiner

75

E ditorial

Waldgesetzrevision 2012 – Würdigung der vorgeschlagenen Änderungen

Stefan Flückiger, Geschäftsführer BWB

Liebe Leserin, lieber Leser Gemäss Bundesgesetz haben die Kan- tone einen Kernauftrag: Die Erhaltung des Waldes sicher zu stellen. Die Revisi- on des kantonalen Waldgesetzes wurde der Öffentlichkeit mit dem Titel: „Keine strengeren Vorschriften zum Reiten und Velofahren im Wald“ vorgestellt. Die Bi- ker und Reiter freut‘s.

Das in den Medien breit aufgenomme- ne „Unheil“, das Reitern und Bikern drohte – war im Grundanliegen ein ers- ter Schritt Richtung Wiederherstellung der Nachhaltigkeit im Berner Wald ge- wesen – und damit ein Beitrag zur lang- fristigen Walderhaltung. Hintergrund des Gesetzesartikels war es denn auch, nicht das Reiten und Biken im Wald zu verbieten, sondern Rahmenbedingun- gen zu schaffen, um eine Beteiligung dieser Nutzniessern an den Kosten der genutzten Waldleistung zu erreichen. Heute erfolgt eine finanzielle Beteili- gung mit wenigen ideellen Ausnahmen nur durch den Holzverkauf oder öffent- liche Beiträge. Die wertmässig weit hö- her ausfallenden Waldleistungen wie Grundwasserschutz, Lebensraum für Wildtiere, Erholung usw. erbringt der Waldbesitzer auf eigene Kosten.

Der Berner Wald erfüllt die internati- onalen Nachhaltigkeitskriterien nicht. Die ökonomische Nachhaltigkeit steht in einem gravierenden Missverhältnis zu den ökologischen und gesellschaft- lichen Nachhaltigkeitszielen. Eine Ver-

schlechterung der Situation ist aufgrund der Marktaussichten absehbar. Wald- eigentümer können darauf mit zwei Handlungsweisen reagieren:

1. Verzicht auf Waldpflege oder

2. starke Intensivierung der Holznut- zung mit rationellsten Methoden.

Wichtige echte Nachhaltigkeitsanlie- gen, für die in der vorbereitenden Ar- beitsgruppe Lösungen erarbeitet wurden, fanden keinen Eingang im ak- tuellen Gesetzesentwurf. So insbeson- dere klare Regelungen für den Umgang

mit Wildschäden, invasiven Neophyten, Schadloshaltung von Waldeigentümer bezüglich Haftung durch Waldbesucher und die Inwertsetzung der „Nichtholz- Leistungen“ der Waldeigentümer. Es ist offensichtlich, dass in diesen Fragen bei den verantwortlichen Stellen in der Ver- waltung die Problemerkennung noch nicht eingesetzt hat.

Das vorgelegte Waldgesetz weist in ei- nigen Teilen auch Chancen auf:

Die Ermöglichung der Verbesserung von Bewirtschaftungsbedingungen.

Die Beteiligung an der Bildung.

Die Möglichkeit zur Einschränkung der Zugänglichkeit für bestimmte Zwecke.

Die Erhöhung der Handlungskom- petenz des Regierungsrates in Kri- sen (z.B. Orkan).

Die Möglichkeit zur Finanzierung von Tatbeständen ohne Bundesmit- tel. Neben den Chancen bestehen aber auch Risiken. Denn das vorliegende Waldge- setz ist in ausgeprägtem Ausmass ein Rahmengesetz, das die Umsetzung an die Waldverordnung delegiert.

Die vielfache Betonung von Handlungs- spielräumen für die Wahrung öffentli- cher Interessen wirft die Frage auf, was abschliessend als öffentliche Interessen

bezeichnet werden und wer diese defi- niert. Im Bereich der Schutzleistung des Waldes vor Naturgefahren ist das öf- fentliche Interesse unbestritten und die Finanzierung ist gut gelöst. Öffentliche Interessen unterliegen jedoch auch dem gesellschaftlichen Wertewandel. Aus Sicht der Waldeigentümer besteht darin das Risiko, dass inflationäre Ansprüche unter dem Titel öffentliches Interesse zu weiteren Eigentumseinschränkun- gen führen. Entscheide und Haltun- gen, die in kürzlich beantworteten po- litischen Vorstössen gemacht wurden, stimmen zurückhaltend bei der Gewäh- rung von Handlungsspielraum und dem damit verbundenen Verzicht auf politi- sche Steuerungsmöglichkeit.

Abschliessend kann festgestellt werden, dass die einzige wirklich grosse Verän- derung zum alten Gesetz im kantonalen Waldplan, als zusätzliche Planungsebe- ne, liegt. Welchen Nutzen diese Pla- nungsebene dem Wald zu bringen ver- mag, ist nicht ohne weiteres absehbar. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass mit jeder weiteren Planungsebene die An- sprüche an den Wald und damit die Kos- ten für die Waldeigentümer gestiegen sind und die Aufgaben der Verwaltung zugenommen haben. Die Nachhaltig- keit hat sich dadurch nicht verbessert – im Gegenteil.

und die Aufgaben der Verwaltung zugenommen haben. Die Nachhaltig- keit hat sich dadurch nicht verbessert –

76

F okus

Berner Wald - Fragen zum Staatswald …

Roger Schmidt, Leiter Staatsforstbetrieb

Die Volkswirtschaftsdirektion hat am 30. März 2012 über die Neuausrichtung der Staatswaldbewirtschaftung im Kan- ton Bern informiert (der „Berner Wald“ hat berichtet). Die klaren Entscheide sind auf die nachhaltige Staatswaldbe- wirtschaftung durch einen wirtschaft- lich erfolgreichen Betrieb ausgerich- tet. Die vermehrte Auslagerung von Arbeiten an private, gut qualifizierte Unternehmen dient der Zielerreichung. Und auch die Berufsbildung geniesst im Staatswald weiterhin einen hohen Stel- lenwert.

Der Kanton Bern hält am Staatswald und seiner nachhaltigen Bewirtschaf- tung fest Der Staatswald soll weiterhin nachhal- tig bewirtschaftet werden, so lautet das oberste Ziel. Das kantonale Waldvermö- gen ist für die Zukunft zu erhalten, zum Nutzen des Kantons und seiner Einwoh- ner. Dabei dürfen jedoch keine wach- senden Defizite entstehen. Zum einen erlaubt dies die Finanzlage des Kan- tons Bern nicht, zum anderen würde der grösste Waldbesitzer der Schweiz damit falsche Signale setzen. Die Neu- ausrichtung ist ein Bekenntnis zum Staatswald und seiner zukunftsfähigen Bewirtschaftung. Sie umfasst ein neues „Leitbild Staatswald“ 1 , eine angepass- te Unternehmensstrategie und konkre- te Massnahmen in verschiedenen Berei- chen.

Die Bewirtschaftung des Staatswaldes ist die Kernaufgabe des Staatsforstbe- triebes (SFB). Er folgt dabei einem ein- fachen Grundsatz: Der Kanton erbringt mit seinen zufällig verteilten Staatswäl- dern keinen Service public, den er nicht auch bei anderem Waldeigentum finan- ziert. Die Waldbewirtschaftung soll effi- zient erfolgen und durch die normalen Erlöse (Holzerlöse, forstliche Subventio- nen usw.) sowie die Beiträge der direk- ten Leistungsbesteller und Nutzniesser finanziert werden. Andernfalls würde der Kanton zum Beispiel in der Schutz- waldpflege mit allgemeinen Steuergel- dern jene bevorteilen, deren Anlagen oder Siedlungsgebiete zufällig unter-

halb eines Staatswaldes liegen. Staatlich bewirtschaftete Erholungswälder gibt es nicht, weil der Kanton Erholungsleis- tungen im übrigen Wald auch nicht fi- nanziert. Dank freiem Betretungsrecht

und umsichtiger Waldpflege kommen Berufsbildung gehen Arbeitssicherheit

die Erholungssuchenden auch in Nutz-, Schutz- und Naturschutzwäldern zu ih- rem Genuss. Daneben bestehen im Staatswald über 50 gut eingerichtete Er- holungsobjekte, bei denen Kosten und Haftungsrisiken weitgehend an lokale Partner übertragen sind. Diese betrei- ben „ihre“ Brätlistellen und sonstigen Einrichtungen stolz und mit Engage- ment nach vereinbarten Regeln. Klare Verantwortlichkeiten garantieren qua- litativ hochwertige Dienstleistungen für die Bevölkerung.

und Qualität vor Quantität. Mit durch- schnittlich drei bis vier jungen Berufs- leuten pro Jahr bildet der SFB – bezogen auf seine Waldfläche – weiterhin ange- messen aus.

nern weitergebildet. Die Zahl der Aus- bildungsplätze wird sich dennoch von heute ca. 20 (inkl. Vorstudienpraktika) auf etwa zehn bis zwölf Stellen redu- zieren. Denn gerade in der forstlichen

Die allgemeine Entwicklung der forst- lichen Berufsbildung beschäftigt auch den SFB. Eine längerfristig ausgerichtete Zusammenarbeit mit privaten Forstun- ternehmen kann es diesen erleichtern, sich in der Berufsbildung vermehrt zu engagieren. Es sind neue Zusammenar- beitsformen möglich, wie z.B. Verbund- lehren oder der Austausch von Lernen- den (Stages). Allerdings benötigen die Betriebe – ob öffentlich oder privat – Rahmenbedingungen, die eine erfolg- reiche Berufsbildung zu vertretbaren Kosten zulassen. Die Verbände definie- ren weitgehend die Anforderungen. Diese sind in den letzten Jahren gene- rell gestiegen. Noch bedeutender sind allerdings die strukturellen Defizite in der Forstwirtschaft. Die behördlichen Rahmenbedingungen der Waldwirt- schaft und die betrieblichen Strategien vieler Waldeigentümer favorisieren be- stehende Strukturen. Nötige Kooperati- onen unter den Waldeigentümern und mit privaten Waldunternehmen haben es oft schwer. Forstunternehmen wer- den teilweise sehr kurzfristig und nur für Spitzenlasten (z.B. nach Sturmschä- den) benötigt. Wer keinen Zugriff auf die Waldfläche hat und nicht ganzjährig qualifizierte Forstarbeiten zu fairen Be- dingungen ausführen kann, kann auch keine neuen Fachkräfte ausbilden. Der Schlüssel für die Berufsbildung liegt in der Veränderungs- und Zukunftsfähig- keit einer unternehmerisch ausgerichte- ten Branche, nicht in der Schaffung oder Erhaltung eines staatlichen Angebots.

1 KAWA/VOL 2012: siehe www.be.ch/sfb

Der SFB nimmt die Verantwortung für den Staatswald wahr Der restrukturierte SFB wird auch in Zu- kunft mit seinen Förstern und Mitar- beitern auf der Fläche präsent sein. Er nimmt seine dispositive Verantwortung für den Staatswald umfassend wahr:

Er überwacht den Waldzustand, plant, zeichnet die Holzschläge an und organi- siert die nötigen Arbeiten. Mit der ope- rativen Ausführung werden die eigenen Mitarbeiter oder professionelle Forstun- ternehmen beauftragt. Letztere werden nach strengen Kriterien ausgewählt. Leistung, Qualität, Fristen und Preise werden vertraglich vereinbart. Die Aus- führung wird überwacht und das Ar- beitsergebnis wird abgenommen. Forst- unternehmen, die qualitativ gute Arbeit zu konkurrenzfähigen Preisen erbrin- gen, werden längerfristig in die betrieb- lichen Prozesse integriert. Ebenso soll die Zusammenarbeit mit anderen Forst- betrieben verstärkt werden.

Neue Strukturen ermöglichen neue Wege Der Staatsforstbetrieb hat von 2005 bis 2012 eine Forstwartin und 54 Forst- warte erfolgreich ausgebildet. Auch in Zukunft wird der SFB in allen sieben Stützpunkten des Betriebs Lernende ausbilden. Vier erfahrene Mitarbeiter werden 2012 zusätzlich zu Berufsbild-

77

F okus

Inwertsetzung von Waldleistungen Notwendigkeit und Instrumente

Stefan Flückiger, Geschäftsführer Berner Waldbesitzer

Mit dem Entscheid des Regierungsrates im Vernehmlassungsentwurf, das Biken und Reiten im Berner Wald etwas rest- riktiver und damit eigentumsfreund- licher zu regeln, wurde die Thematik der Inwertsetzung von Waldleistungen ins Zentrum der öffentlichen Wahrneh- mung gerückt. Das Rückkommen auf diesen Entscheid im Gesetzesvorschlag an den Grossen Rat zeigt vor allem ei- nes: Die Bereitschaft, die tatsächliche Nachhaltigkeitsherausforderung an- zugehen, ist selbst auf Exekutivebene nicht vorhanden.

Unabhängig der politischer Haltung und Taktik bezüglich der bevorstehen- den Wiederwahlen liegt es aus nach- folgenden Gründen im öffentlichen In- teresse, die Eigentumsrechte im Berner Wald zu stärken:

– Ein hochwirksamer Erholungswald ist ein bewirtschafteter Wald. Die Bewirt- schaftung kann nur gesichert werden, wenn es dem Bewirtschafter möglich ist, die Kosten zu decken und Reserven für künftige Investitionen zu schaffen. – Wertschätzung und damit Anerken- nung für die verschiedenen Waldleis- tungen kann nur durch den Preis er- zielt werden.

Der Verzichtsentscheid des Regierungs- rates schafft weder eine bessere noch eine schlechtere Situation als bis anhin. Eine nachhaltige Waldbewirtschaftung würde im Interesse aller Anspruchsgrup- pen liegen. Die vorliegende Lösung ist nach wie vor nicht nachhaltig - sie ver- nachlässigt die ökonomische Dimension. Der Berner Wald ist aufgrund mangeln- der Eigenwirtschaftlichkeit seit Jahren nicht nachhaltig bewirtschaftet. Interes- sant ist die Frage, wer davon profitiert, dass der Berner Wald durch rechtliche Rahmenbedingungen nicht zurück in die Eigenwirtschaftlichkeit gelangt.

Verschiedentlich wird angeführt, es gäbe keine tauglichen Instrumente für die Inwertsetzung der Erholungsleistun- gen. Nachstehende Übersicht zeigt, dass

solche Aussagen nur Vorwände sind. Das Instrumentarium ist relativ breit und würde bei sinnvollem Einsatz zum Vorteil der öffentlichen Finanzen, der Waldbesucher und der Waldbesitzer ge- reichen.

Nachholinvestitionen, aus öffentlichem Interesse notwendig werden. Dieser Ef- fekt tritt vielleicht nicht heute ein - aber nach Ablauf von zwei, drei Legislaturen. Für Waldbesitzer, die mit Erholungs- wünschen konfrontiert werden, gibt es heute eine zwingende Devise: keine Vereinbarungen mit Organisationen, die ohne Haftungsübernahme wieder verschwinden können (z.B. Vereine). Bleiben nämlich Anlagen bestehen steht der Waldeigentümer in der Werk- eigentümerhaftung. Waldeigentümer können sich beispielsweise vor solchen Forderungen schützen, in dem sie die Haftungsübernahme oder Bürgschaft z.B. der Einwohnergemeinde zur Vor-

Als Diskussionsbeitrag hat die Geschäfts- stelle BWB eine Stärken-Schwächen/ Chancen-Risiken-Analyse (SWOT-Analy- se) der verschiedenen heute existieren- den Möglichkeiten vorgenommen. Die Analyse ist nicht abschliessend und wird weiter vertieft werden. Klar ist jedoch, dass jeder Aufschub der Herstellung nachhaltiger Rahmenbedingungen das Risiko beinhaltet, dass der Wald nicht

gepflegt wird, sich dadurch die Erho- aussetzung machen. lungswirkung verschlechtert und später

Instrumente zur Inwertsetzung von Erholungsleistungen

Erho - aussetzung machen. lungswirkung verschlechtert und später Instrumente zur Inwertsetzung von Erholungsleistungen

78 Forstliche NeuigkeiteN

28 neue Forstwarte im Kanton Bern

Séverine Haldi, Leiterin forstliche Bildung, Amt für Wald des Kantons Bern

Wimmis, BE: Lehrabschlussfeier 2012 der Forstwarte aus den Berufsfach- schulklassen von Lyss und Interlaken. 27 Berner sowie je 9 Oberwalliser und So- lothurner durften am 29. Juni das eidge- nössische Fähigkeitszeugnis in Empfang nehmen. 5 angetretene Kandidaten ha- ben die Prüfung leider nicht bestanden. Im Berner Jura ist ebenfalls ein erfolg- reicher Lehrabschluss zu verzeichnen.

Unter guten Bedingungen wurde das diesjährige Qualifikationsverfahren in den Waldungen der Burgerbäuerten Faulensee und Spiezwiler/Einigen so- wie der Waldgemeinde Wimmis durch- geführt. Im März fand der erste Teil, be- stehend aus Holzernte sowie Pflanzung/ Wildschutz und Forstschutz, bei Faulen- see und Spiezwiler statt. Für den zwei- ten Teil im Juni (Berufskenntnisse, Wald- pflege und andere Forstarbeiten) wurde in Wimmis ein geeignetes Prüfungsob- jekt gefunden.

Am 29. Juni versammelten sich dann auf Einladung der Waldbesitzerverbän- de aus den Kantonen BE, SO und VS und des Amtes für Wald des Kantons Bern die Lehrabgänger, deren Angehörige und Berufsbildner sowie weitere gela- dene Gäste in Wimmis, BE, zur Lehrab- schlussfeier 2012 der Forstwarte. In der Aula der Schulanlage Chrümig konnte Rudolf von Fischer, Kantonsoberförster BE, über 220 Personen begrüssen. Ein weiteres Grusswort wurde den neuen Berufsleuten von Stefan Flückiger, Ge- schäftsführer der Berner Waldbesitzer, überbracht.

Beeindruckend war die Festrede von Mario Schnidrig, zurzeit Forstwartler- nender beim Forst Goms. Schnidrig schil- derte den aufmerksamen Zuhörern auf eine überaus lebendige Art und Wei- se seinen bisherigen, bemerkenswerten Werdegang und machte den frischgeba- ckenen Forstwarten Mut, ihren persönli- chen Weg unbeirrt fortzuführen.

Feierlich verabschiedet und geehrt wur- den ausserdem die beiden langjähri- gen Experten Gottfried Bossi und Dani- el Rohrer.

Musikalisch umrahmt wurde die Lehrab- schlussfeier durch die eingängigen Lie- der des Jodelduetts Regina Schneider und Stephan Wüthrich, an der Handor- gel begleitet von Hans Röthlisberger.

Name

Vorname

Ausbildungsbetrieb

Kanton

Aeschimann

Michael

Burgergemeinde Büren a.A.

BE

Amman

Daniel

Staatsforstbetrieb (SFB)

BE

Amstutz

Cyrill

Burgergemeinde Biel

BE

Bärtschi

Markus

Burgergemeinde Niederbipp

BE

Binninger

Julien

Burgergemeinde Wattenwil

BE

Bolli

Stefan

Forstbetrieb Unteres Bürenamt

BE

Eggen

Karl

Einwohnergemeinde Lenk

BE

Fankhauser

Martin

Burgergemeinde Bönigen

BE

Flückiger

Martin

Staatsforstbetrieb (SFB)

BE

Kappeler

Niklaus

Burgergemeinde Reutigen

BE

Lanz

Mathias

Burgergemeinde Burgdorf

BE

Marti

Patrick

Bäuertgemeinde Hasliberg

BE

Näpflin

Timm

Einwohnergemeinde Lauterbrunnen

BE

Oppliger

Stefan

Burgergemeinde Sumiswald

BE

Römer

Jakob

Staatsforstbetrieb (SFB)

BE

Ryter

Jonathan

Forstrevier Thunersee-Suldtal

BE

Seiler

Samuel

Staatsforstbetrieb (SFB)

BE

Suplin

Seth Kaempfer

Forstverwaltung Lyss

BE

Wegmüller

Thomas

Staatsforstbetrieb (SFB)

BE

Wyss

Peter

Staatsforstbetrieb (SFB)

BE

Wyss

Reto

Forstbetrieb Sigriswil

BE

Zähner

Kevin

Burgergemeinde Roggwil

BE

Zaugg

Andreas

Forstbetrieb Herzogenbuchsee-Thunstetten

BE

Zaugg

Lukas

Staatsforstbetrieb (SFB)

BE

Zürcher

Christoph

Burgergemeinde Bern

BE

Zurbuchen

Alexander

Staatsforstbetrieb (SFB)

BE

Zürcher

Dominik

Geissbühler Alfred SA

BE

Kernen

Nicolas

freier Kandidat (Reutigen)

Berner Jura

Bichsel

Simon

Forstbetrieb Wasseramt AG

SO

Gisiger

Pascal

Bürgergemeinde Olten

SO

Gribi

Roger

Forstbetriebsgemeinschaft Hinters Thal

SO

Lisser

Michi

FBG Balsthal/Mümliswil-Ramiswil

SO

Nussbaum

Micha

FBG HInteres Thal

SO

Probst

Stefan

FBG Laupersdorf/Matzendorf

SO

Steiner

Andreas

Forstbetrieb Wasseramt AG

SO

Stevenson

NIgel

Bürgergemeinde Stadt Solothurn

SO

Stöckli

Lukas

Bürgergemeinde Grenchen

SO

Albrecht

Alexander

Forst Goms

VS

Arnold

Flavio

Forstrevier Simplon Süd

VS

Bellwald

Raphael

Forstbetrieb Lötschental

VS

Fux

Marciano

Forstbetrieb Inneres Nikolaital

VS

Hasler

Carlos

Forstrevier Leuk und Umgebung

VS

Holzer

Claudio

Forstbetrieb Brigerberg/Ganter

VS

Meyer

Jeremias

Forstrevier Brig-Glis

VS

Schmidhalter

Lars

Forstrevier Brig-Glis

VS

Schmidt

Robin

Forstrevier Saastal

VS

79 Forstliche NeuigkeiteN

Von den 50 im deutschsprachigen Teil des Kantons Bern angetretenen Kan- didaten konnte 45 Lehrabgängern das wohlverdiente Fähigkeitszeugnis EFZ überreicht werden. In diesem Jahr zum letzten Mal mit dabei waren die Solo- thurner, welche nun in Liestal die Be- rufsfachschule besuchen.

3 Berner sowie je ein Solothurner und ein Oberwalliser konnten die Lehre lei- der noch nicht erfolgreich abschliessen. Die Besten wurden von Verbandsvertre- tern aus den beteiligten Kantonen aus- gezeichnet. Sehr erfreulich war in die-

sem Jahr die grosse Dichte an hohen Durchschnitts-Abschlussnoten bei den Bernern. Die höchste Gesamtnote im Kanton Bern erreichte Patrick Mar- ti (Lehrbetrieb Bäuertgemeinde Hasli- berg) mit dem hervorragenden Durch- schnitt von 5.5. Ebenfalls mit einer 5.5 abschliessen konnte Alexander Zur- buchen (SFB). Weitere ausgezeichne- te Ergebnisse erzielten Reto Wyss (FB Sigriswil; 5.4), Jakob Römer (SFB; 5.4), Christoph Zürcher (BG Bern; 5.4), Timm Näpflin (EG Lauterbrunnen; 5.4), Mar- kus Bärtschi (BG Niederbipp; 5.3), Samu- el Seiler (SFB; 5.3), Seth Kaempfer Suplin

5.3), Samu- el Seiler (SFB; 5.3), Seth Kaempfer Suplin Forstwarte EFZ Kanton Bern Forstwarte EFZ Oberwallis

Forstwarte EFZ Kanton Bern

(SFB; 5.3), Seth Kaempfer Suplin Forstwarte EFZ Kanton Bern Forstwarte EFZ Oberwallis (v.l.): Lars Schmidhalter, Claudio

Forstwarte EFZ Oberwallis

Suplin Forstwarte EFZ Kanton Bern Forstwarte EFZ Oberwallis (v.l.): Lars Schmidhalter, Claudio Holzer, Flavio Arnold;

(v.l.): Lars Schmidhalter, Claudio Holzer, Flavio Arnold; die 3 besten Oberwalliser

Claudio Holzer, Flavio Arnold; die 3 besten Oberwalliser Forstwarte EFZ; Abschlussklasse BWZ Lyss Forstwarte EFZ;

Forstwarte EFZ; Abschlussklasse BWZ Lyss

besten Oberwalliser Forstwarte EFZ; Abschlussklasse BWZ Lyss Forstwarte EFZ; Abschlussklasse BZI Interlaken

Forstwarte EFZ; Abschlussklasse BZI Interlaken

(Forstverwaltung Lyss; 5.3) und Andreas Zaugg (FB Herzogenbuchsee-Thunstet- ten; 5.2). Die besten Abschlüsse bei den Solothurnern sicherten sich Pascal Gis- iger (Bürgergemeinde Olten) und An- dreas Steiner (FB Wasseramt AG) mit je einer 5.1 sowie Lukas Stöckli (Bürgerge- meinde Grenchen; 5.0). Im Oberwallis schnitten drei Kandidaten mit der Best- note 5.0 ab: Flavio Arnold (Forstrevier Simplon Süd), Claudio Holzer (FB Bri- gerberg/Ganter) und Lars Schmidhalter (Forstrevier Brig-Glis). Herzliche Gratula- tion zu diesen Leistungen!

Brig-Glis). Herzliche Gratula- tion zu diesen Leistungen! (v.l.): Alexander Zurbuchen, Patrick Marti, Reto Wyss; die 3

(v.l.): Alexander Zurbuchen, Patrick Marti, Reto Wyss; die 3 besten Berner

Zurbuchen, Patrick Marti, Reto Wyss; die 3 besten Berner Forstwarte EFZ Kanton Solothurn (v.l.): Lukas Stöckli,

Forstwarte EFZ Kanton Solothurn

Wyss; die 3 besten Berner Forstwarte EFZ Kanton Solothurn (v.l.): Lukas Stöckli, Andreas Steiner, Pascal Gisiger;

(v.l.): Lukas Stöckli, Andreas Steiner, Pascal Gisiger; die 3 besten Solothurner

80 Aus bern und den regionen

Exkursion des Waldbesitzerverbandes Gantrisch im Forstrevier Huttwil

Erwin Munter

110 Manne mit Tanne besuchten das Forstrevier Huttwil und Umgebung. Im Zentrum des Ausflugs stand der Em- mentaler Plenterwald.

Die traditionelle Exkursion der im Vor- jahr zum Waldbesitzerverband Gant- risch umgetauften Vereinigung führ- te diesmal ins hügelige Emmental. Erster Treffpunkt war die zum Forstre- vier Huttwil und Umgebung zählende Waldhütte Fluhwald. Revierförster Wer- ner Schütz gab zunächst einen Über- blick auf die mannigfachen Strukturen des insgesamt 900 Hektaren messenden Forstreviers. Der überwiegende Teil hie- von, nämlich 600 Hektaren, gehört 550 Waldbesitzern mit über 1200 Parzellen. Die übrigen Waldeigentümer sind die Rechtsame- Gemeinde Eriswil mit 127 -, die Herdgemeinde Eriswil mit 105- und die Einwohnergemeinde Eriswil mit 82 Hektaren. Eine früher einmal diskutier- te Zusammenlegung von Waldparzel- len kam nie zustande. Die Holzerei wird grösstenteils durch ortsansässige Land-

wirte ausgeführt. Überwacht und Ge- pflegt werden die Wälder in erster Linie durch den Revierförster Werner Schütz sowie zwei Bannwarten, die im Neben- amt arbeiten. „Ungeachtet der nicht ganz einfachen Strukturen sind wir bis- lang gut über die Runden gekommen. Wir sind in der glücklichen Lage, dass der Grossteil der privaten Waldbesitzer gut zu ihren Wäldern schauen“, erteil- te Schütz ein Lob an deren Adressen. Schütz legt grossen Wert darauf, die seit Jahren gehegte und gepflegte Wirt- schaftsform Plenterwald nach densel- ben Vorgaben weiter zu pflegen. (ste- tig sich verjüngender Dauerwald mit Bäumen aller Dimensionen) Dank einer weitsichtigen Planung wurden die öf- fentlichen Wälder schon ab des zweiten Weltkrieges bis Ende der achtziger Jahre wohlüberlegt erschlossen.

Gemeinsame Vermarktung Beat Zaugg, Geschäftsführer der Em- mentaler Wald und Holz GmbH, verwies auf die gemeinsame, nicht immer einfa-

che Vermarktung des anfallenden Sag- und Energieholzes. „Wichtig für uns sind der gemeinsame Auftritt mit eben- falls gemeinsamer Vermarktung. Und:

„Nebst den mit jährlich 5000 Kubikme- ter Schnitzelholz belieferten Kunden wären wir in der Lage, viel mehr Holz in dieser Form aufzubereiten“, verlieh der Geschäftsführer seinem Wunsch Aus- druck. Zaugg weiter: „Wer glaubt, Ener- gieholz dürfte in ferner Zukunft knapp werden, irrt sich“. Er verwies auf die im- mer besseren Isolationen der Gebäude- hüllen und die neuen Techniken bei den Heizungen.

Verarbeitungsbetrieb Der zweite Teil des Ausflugs galt dem Besuch der Holzbaufirma Kühni AG in Ramsei. Das in die drei Abteilungen ge- gliederte Unternehmen (Zimmerei, Schreinerei, Bodenbeläge) erzielt einen Jahresumsatz von 20 Millionen Franken. Dies mit 130 Mitarbeitenden, darunter 35 Lernende.

Bodenbeläge) erzielt einen Jahresumsatz von 20 Millionen Franken. Dies mit 130 Mitarbeitenden, darunter 35 Lernende.
Bodenbeläge) erzielt einen Jahresumsatz von 20 Millionen Franken. Dies mit 130 Mitarbeitenden, darunter 35 Lernende.
Bodenbeläge) erzielt einen Jahresumsatz von 20 Millionen Franken. Dies mit 130 Mitarbeitenden, darunter 35 Lernende.

81 Aus bern und den regionen

Regierungsrat Rickenbacher besucht seinen Bergwald

Matthias Kurt

Tschärziswald – Feutersoey Östlich vom idyllischen Arnensee liegt an der nach Norden gerichteten Talflan- ke der Tschärziswald. Während vieler Waldgenerationen brachte er als Nutz- wald mit seinem qualitativ starken Berg- holz wirtschaftlichen Nutzen. Die Stür- me Vivian und Lothar, zum Dessert ein intensiver Borkenkäferbefall und der Waldwirtschaftliche Zeitgeist haben dieses nachhaltige Erfolgsmodell unter- brochen. Seit gut 10 Jahren sind Ernst B. Frautschi und Hanspeter Tinner Besit- zer vom Tschärziswald. Sie setzen sich als Waldbesitzer engagiert für eine starke Zukunft ein, auch wenn die Rendite sch- mal ist „heute sind wir für eine schwar- ze Null schon dankbar“. Die Waldbesit- zer stellen sich immer wieder gerne zur Verfügung, um die breite Öffentlich- keit für das Thema Bergwald zu sensibi- lisieren. Mit der IG Gebirgswald, die nur wenige Personen umfasst, gelingt ih- nen dies gut. So erhielten 2003 vor dem Rathaus in Bern alle Grossrätinnen und Grossräte eine Urkunde, die diese zum symbolischen Besitzer eines Quadrat- meters Tschärziswald machte. Besitzer wurde auch der damalige Grossrat And- reas Rickenbacher. Bei dieser Aktion ver- suchte die IG für eine Borkenkäfer-Mo- tion vom damaligen Grossrat Erich von Siebenthal zu werben. 2004 organisierte die IG einen Bergwald-Tag im Tschärzis mit hochdotierten Referenten. Und nun war es höchste Zeit, dass Regierungs- ratspräsident Andreas Rickenbacher sei- nen Quadratmeter Bergwald besuchte. Der „Walddirektor“ hatte ein reich be- frachtetes Programm mit Tschärzis am Vormittag und am Nachmittag in Bern der Präsentation der Revision des Berni- schen Waldgesetzes. Im Tschärzis durf- te Andreas Rickenbacher auf ein starkes Präsentationsteam zählen. Die Ober- försterin von der Waldabteilung 2, Eve- lyn Coleman Brantschen, zog geschickt die Moderationsfäden. Christian von Grünigen gab eine gut verständliche Einführung zu Geologie, Bodenquali- tät und Leistungspotential des Tschärzis- waldes. An Revierförster Arthur Haldi,

der schon 1977 als Lehrling in diesem Wald gewirkt hat, war es dann die tägli- che Arbeit an der Front zu präsentieren. Arthur Haldi hat Andreas Rickenbacher tief beeindruckt und gut sensibilisiert. Er zeigte, wie die Flächen nach Vivi- an gut im Schuss sind. Eindrücklich war zu hören, welch grosses Schadensmass der Borkenkäfer nach Lothar angerich- tet hat. Bei der Waldverjüngung galt es nicht der Natur, die im Tschärzis üppig gedeiht, freien Lauf zu lassen, sondern aktiv mit Pflanzungen den Artenmix zu steuern. Das ist harte Arbeit für eine gu- te Sache. Schmerzen tut es Arthur Haldi, wenn „seine Sprösslinge“ wegen Verbiss eingehen. Der Hirsch wird im Tschärzis ein Problem, war eine der vielen guten Botschaften vom Revierförster. Seine Botschaften hat dann Nationalrat Erich von Siebenthal noch einmal gestärkt. Er war sichtlich froh, draussen in der Na- tur und nicht in einem Sitzungszimmer auf die Herausforderungen der Wald- besitzer hinweisen zu können. Sachlich kompetent und überzeugend hat dies der Präsident der Bernischen Waldbe- sitzer gemacht. Im Tschärzis konnte Eve- lyn Coleman Brantschen modellhaft zei- gen, wie wichtig eine gute Erschliessung ist. Die neue Strasse durch den Wald hi-

nauf zur Alp Hinteri Walig wurde sanft nach Möglichkeit auf alten Wegstücken gebaut und ist ein echter Gewinn für die Waldbewirtschaftung. In diesem Um- feld war es für Regierungsrat Ricken- bacher schon fast ein „schönes Muss“ über das allgemeine Politische Wirken zu philosophieren, um dann die Leis- tungen im Tschärziswald zu loben. Mit dem Hinweis auf seine Kinder bewies er, dass im ein vitaler Bergwald am Her- zen liegt und es aber auch den Spagat mit dem Einsatz knapper Staatsmittel zu meistern gilt. Dankbar ist er dabei für engagierte Waldbesitzer, wie im Tschär- ziswald. Ernst B. Frautschi übergab dem „Quadratmeter-Besitzer“ mit Haue und Wedele symbolische Geschenke und lud den Walddirektor ein, mit seiner Familie öfters mal seinen Wald pflegen zu kom- men. Als der Regierungsrat schon lan- ge wieder auf dem Weg nach Bern war, nahmen sich Forstleute und Waldbesit- zer bei einem feinen Brunch im Stafel ob dem Wald Zeit, um über die Zukunfts- chancen des Bergwaldes offen und fei zu diskutieren. Hier waren auch die his- torischen Erkenntnisse von Rudolf von Fischer, Amtsvorsteher Bernisches Amt für Wald, sehr informativ. Denn auch im Wald gilt „Zukunft braucht Herkunft“.

Fischer, Amtsvorsteher Bernisches Amt für Wald, sehr informativ. Denn auch im Wald gilt „Zukunft braucht Herkunft“.

82 Aus bern und den regionen

Medienmitteilung vom 9. August 2012

bern und den r egionen Medienmitteilung vom 9. August 2012 CO 2 -Verordnung: Waldwirtschaft fordert Abgeltung

CO 2 -Verordnung:

Waldwirtschaft fordert Abgeltung für CO 2 -Reduktionen

Waldwirtschaft Schweiz (WVS), der Verband der Schweizer Waldeigentümer und Forstbetriebe, hat im Rahmen der soeben abgeschlossenen Anhörung zum Entwurf der CO 2 -Verordnung Stellung genommen. Der WVS fordert dass die Waldeigentümer für die Senkenleistung ihres Waldes abgegolten werden. Da die Grundsatzfrage, wem die Senkenrechte zustehen, den engen Rahmen einer technischen Verordnung sprengt, ist der WVS mit seinem Anliegen nun auch direkt an die zuständige Departementsvorsteherin Bundesrätin Doris Leuthard gelangt.

Ein Wald ist eine sogenannte «CO 2 -Senke», wenn er über einen bestimmten Zeitraum mehr CO 2 aus der Atmosphäre aufnimmt und bindet, als er freisetzt. Diese Senkenleistung kann durch die Bewirtschaftung beeinflusst werden. Nach Schätzungen des Bundesamts für Umwelt BAFU, könnten die Schweizer Wälder jährlich über eine Million Tonnen CO 2 binden.

In der nationalen CO 2 -Bilanz lässt sich der Bund die Senkenleistung der Schweizer Wälder bekanntlich anrechnen und in der 2007 vorgesehenen Waldgesetzesrevision anerkannte der Bundesrat die Waldeigentümer als berechtigte Eigner dieser Leistung. Mit Befremden stellt der WVS nun fest, dass die Waldleistung und damit das Recht auf deren Abgeltung im Verordnungsentwurf explizit ausgeschlossen wurden. Erst die Senkenleistungen von verbauten Holzprodukten sind anrechenbar, während die Waldeigentümer für ihre Leistungen im «lebendigen» Wald leer ausgehen.

Waldwirtschaft Schweiz fordert deshalb, dass der Bundesrat die rechtlichen Voraussetzungen schafft, damit die Inwertsetzung der Waldsenkenleistung möglich gemacht wird. Mit dieser grundsätzlichen Forderung der Anerkennung der Senkenrechte als Anrecht der Waldeigentümer ist der WVS nun auch direkt an Bundesrätin Leuthard gelangt, weil sie alleine im Rahmen der technischen Verordnung kaum befriedigend diskutiert und erfüllt werden kann.

Die Mehrheit der Schweizerischen Forstbetriebe ist aufgrund immer neuer Auflagen, des schwierigen Holzmarkts und der Anpassungen an den Klimawandel wirtschaftlich in einer prekären Situation. Zusätzliche Wettbewerbsnachteile drohen, da in den Nachbarländern zurzeit Klimafonds zur Stützung der Waldwirtschaft geschaffen oder ernsthaft diskutiert werden. In dieser Situation erscheint es dem WVS nichts als recht, dass die Waldeigentümer für die Leistungen zugunsten der Öffentlichkeit entschädigt werden.

83 Aus bern und den regionen

Eigentumsübergreifendes

Schutzwaldpflegeprojekt

Text: Peter Bieri, Bild: Hansjörg Habegger / Peter Bieri

Ausgeführtes Schutzwaldpflegeprojekt und eigentumsübergreifende mecha- nisierte Holzernte mit überzeugenden Resultaten. An der Fachexkursion der Konolfinger Waldbesitzer vom 21. Juni 2012 unter Leitung von Oberförster Walter Marti und Förster Hansjörg Habegger, konn- ten sich die Exkursionsteilnehmer an Hand von 2 ausgeführten, und einem im Bau befindlichen Objekt überzeugen, dass mit gut geplanten Projekten auch in Gebieten, wo wegen erschwerten Be- dingungen während vielen Jahren

wo wegen erschwerten Be- dingungen während vielen Jahren Seilkran im Einsatz keine Holzernte mehr durchgeführt

Seilkran im Einsatz

keine Holzernte mehr durchgeführt wurde, dies mit modernen Methoden, mehr als nur kostendeckend möglich ist. Ebenso wurde erkannt, dass eine bes- sere Erschliessung unter den heute ge- gebenen Bedingungen unbedingt ein „Muss“ ist. Es fehlen auf vielen land- wirtschaftlichen Betrieben mit Wald- besitz, die früher vorhandenen Arbeits- kräfte und Pferde, mit welchen über die ungenügend befestigten, im Winter ge- frorenen Wege, oder durch Bachläu- fe das Rundholz an Strassen oder direkt zur örtlichen Sägerei gerückt wurde.

Schutzwaldpflegeprojekt Brüggbach Auf einer Fläche von rund 22 Ha wur- de hier ein Schutzwaldpflegepro- jekt durchgeführt bei welchem 3600 m3 Holz geerntet wurde, mit dem Ziel den unternutzten Schutzwald (Vorrat 600m3/Ha) zu verjüngen, die Verklau- sungsgefahr des Wasserlaufes zu min- dern und den Waldbesitzern ein finan- ziell positives Schlussergebnis zu liefern. Sämtliche Ziele wurden mit diesem Pro-

jekt erreicht, und die Erwartungen der Waldbesitzer sogar übertroffen.

Auch die Sicherheit, der unter diesem Gebiet liegenden Liegenschaften, wur- de durch die ausgeführten Arbeiten we- sentlich verbessert wie der ebenfalls an der Exkursion anwesende Gemeinde- ratsvertreter der Gemeinde Walkrin- gen in seinen Ausführungen bestätigen konnte. Im Bereich der Bachläufe wur- den die schweren Bäume gefällt und im Einzugsgebiet der Gewässer die Ver- klausungsgefahr durch Entfernen der gefährlichen Objekte weitgehend beho- ben. Dies konnte, kombiniert mit dieser Seilbahnholzerei viel rationeller gesche- hen.

mit dieser Seilbahnholzerei viel rationeller gesche- hen. Gesäuberter Graben Einzugsgebiet Biglebach

Gesäuberter Graben Einzugsgebiet Biglebach

Eigentumsübergreifende mechanisierte Holzernte Hautiwald 10 Waldbesitzer führten im Hautiwald bei Richigen eine gemeinsame mecha- nisierte Holzernte durch. Ein durchaus gangbarer Weg in der heutigen Zeit. Leider sind heute immer weniger Waldbe- sitzer noch in der Lage ihren Wald selber zu bewirtschaften. Oft fehlen die Ausbil- dung und / oder die Zeit um Holzschläge selber durchzuführen. Dazu kommt, dass oft wegen den tiefen Rundholzpreisen ei- ne Holzernte nicht mehr lohnend durch- geführt werden kann. Immer mehr kom- men deshalb, wie hier im Hautiwald gut ausgerüstete Forstunternehmer zum Ein- satz. Es ist wichtig, dass vor Beginn eines Holzschlages in einem einfachen schriftli- chen Vertrag die Angelegenheit klar ge- regelt wird, und nach Abschluss der Arbei- ten soll nach Vorgabe der Zertifizierung ein Abnahmeprotokoll erstellt werden.

An einigen Orten fehlt, wie im regi- onalen Waldplan Konlfingen (RWP) festgestellt wurde, auch die nötige Erschliessung um eine rationelle Wald- bewirtschaftung durchzuführen. Die 10 Waldbesitzer im Hautiwald ha-

durchzuführen. Die 10 Waldbesitzer im Hautiwald ha- Gut plazierte Lagerplätze an Lastwagen-Strassen im Wald
durchzuführen. Die 10 Waldbesitzer im Hautiwald ha- Gut plazierte Lagerplätze an Lastwagen-Strassen im Wald

Gut plazierte Lagerplätze an Lastwagen-Strassen im Wald verkleinern Rückedistanzen und Rü- ckekosten.

ben zusammen eine sehr erfolgreiche Holzernte durchgeführt und setzen nun noch ein Erschliessungsprojekt um, da- mit auch künftige Holzernten sowohl in finanzieller wie auch in waldbaulicher Hinsicht erfolgreich durchgeführt wer- den können.

Die Waldabteilung 4 Emmental oder die Förster in ihrer Region geben Aus- kunft über, durchgeführte oder geplan- te Objekte und sind gerne bereit, mit in- teressierten Gruppen, Besichtigungen vor Ort unter Einbezug der beteiligten Waldbesitzer durchzuführen und allen- falls Lösungen für weitere Gebiete zu erarbeiten. Es braucht, wie die Exkursi- onsteilnehmer in den besichtigten Ge- bieten feststellen konnten, einen, oder auch mehrere Initianten welche die Pro- bleme anpacken um dauerhafte Struk- turverbesserungen zusammen mit dem Forstdienst zu erreichen.

84 Aus bern und den regionen

Amt für Wald des Kantons Bern

Stabsabteilung

Forstliche Bildung

Ausschreibungstext

Office des forêts du canton de Berne

Etat-major

Formation forestière

Amt für Wald des Kantons Bern

Die Waldabteilungen 1 Oberland Ost, 2 Frutigen-Obersimmental/Saanen und 3 Thun- Niedersimmental An die Waldbesitzer und forstlichen Arbeitskräfte des Kantons Bern

Waldbesitzer und forstlichen Arbeitskräfte des Kantons Bern Ausschreibung forstliche Weiterbildungskurse 2012 Kurs

Ausschreibung forstliche Weiterbildungskurse 2012

Kurs

Holzerkurs 2, für Fortgeschrittene (5 Tage)

Ort / Datum

Latterbach, Gemeinde Erlenbach iS

29.10. 02.11.2012

Zielgruppe

Teilnehmer mit absolviertem Kurs im Bereich „Grundlagen der Holzhauerei“

Kursrestkosten

Kursrestkosten Waldarbeiter/Waldbesitzer

ca. Fr. 600 – 1‘000.

Kurskosten Nichtforstpersonal

ca. Fr. 1850 – 2‘000.

Anmeldung

bis 15. September an die Waldabteilung 3, Krattigstrasse 48, 3700 Spiez, Tel.033 655 53 00, E-Mail: :waldabteilung3@vol.be.ch

Ausschreibungstext

Amt für Wald des Kantons Bern An die Waldbesitzer und forstlichen Arbeitskräfte des Kantons Bern

Ausschreibung forstlicher Kurs 2012

Wer im Wald gegen Entgelt Holzernte- oder Motorsägerarbeiten ausführt, muss über eine fachliche Grundausbildung von mindestens 5 Tagen verfügen. Dieser Kurs gilt als obligatorische Grundaus- bildung und wird für Personen angeboten, die als Angestellte oder Waldbesitzer in der Bewirt- schaftung des Berner Waldes tätig sind. Für diese Personen können finanzielle Unterstützungen durch Bund und Kanton Bern in Aussicht gestellt werden.

Kurs Ort / Datum

Motorsägekurs (5 Tage) Waldabteilung 3, Kursort: Latterbach/Oey

12.11. 16.11.2012

Kursrestkosten

Kursrestkosten Waldarbeiter/Waldbesitzer

ca. Fr. 600. - 1‘000.-

Kurskosten Nichtforstpersonal

ca. Fr. 1‘850. -- - 2‘000.--

Anmeldung

bis 15. Oktober an die Waldabteilung 3, Krattigstrasse 48, 3700 Spiez, Tel.033 655 53 00, E-Mail: :waldabteilung3@vol.be.ch

85 Aus bern und den regionen

Holzversorgung der Energiezentrale Forsthaus Bern

A. Stauffer, Projektleiter

Nach mehrjähriger Vorbereitungszeit wird das Holzheizkraftwerk in der Ener- giezentrale Forsthaus Bern in diesen Tagen den Probebetrieb aufnehmen. Das Werk benötigt bei Vollbetrieb rund 75‘000 Tonnen Holz. Die komplexe Holz- versorgung wird durch die Lignocalor Seeland AG sichergestellt. Die not- wendigen Strukturen für die dauernde Versorgung stehen bereit. Auch für kri- tische Situationen wurden geeignete Vorkehrungen getroffen.

Der Bau des Holzheizkraftwerkes (HHKW) in der neuen Energiezentrale Forsthaus von Energie Wasser Bern tritt in die Schlussphase. Das Gebäude ist er- stellt, die Verbrennungseinheiten mon- tiert, die Verkabelung ist gelegt und die Steuerungsprogramme werden zurzeit installiert. Anfangs Juni 2012 wird mit der Warminbetriebnahme begonnen. Im August folgt der Probebetrieb und somit auch die kontinuierliche Beliefe- rung mit Holzschnitzeln.

Das Holzheizkraftwerk liefert Energie in die gleiche Dampfturbine wie der Ab- hitzekessel der Gasturbine. Mit dieser Dampfturbine und derjenigen der KVA wird Strom erzeugt und die Restwär- me in das Wärmenetz der Stadt Bern ge- spiesen. Dieses Wärmenetz wird laufend optimiert und erweitert, so dass der Wir- kungsgrad der Gesamtanlage noch ge- steigert werden kann. Im Sommer wird

Fernwärme auch vermehrt für die Pro- duktion von Klimakälte gebraucht. Die Energiezentrale Forsthaus wird über ei- ne Dampfleitung mit der ARA Neubrück verbunden. Dort wird anstelle des von der ARA selber produzierten Methan- gases Heissdampf für die Prozesswärme der ARA genutzt. Dadurch steht mehr Methangas für den Betrieb der Stadt- busse zur Verfügung.

Die mit der Holzversorgung des HHKW betraute Lignocalor Seeland AG hat die für eine ganzjährige Belieferung not- wendige Holzmenge vertraglich gesi- chert. Rund 75‘000 Tonnen Holz müs- sen pro Jahr bei Vollbetrieb angeliefert werden. Die Holzschnitzel werden aus einem Mix von 70% naturbelassenem Holz aus dem Wald, der Landschafts- pflege und Sägereien (Restholz) sowie 30% streng kontrolliertem Altholz be- stehen.

Bedenken, das vorhandene Energie- holzpotenzial reiche für die Versorgung des HHKW und der bereits bestehenden Heizungsanlagen nicht aus, sind unbe- gründet. Das Potenzial an Waldenergie- holz hat in den vergangenen Jahrzehn- ten stark zugenommen. Bei steigendem Laubholzangebot aus dem Wald ist die Nachfrage für die höherwertigen Ver- wendungen als Industrieholz und Sä- gerundholz zurückgegangen. Laub- holz hat pro Kubikmeter einen höheren Energieinhalt als Nadelholz und löst da-

her auch als Energieträger interessan- te Preise. Der Energieholzanteil ist beim Laubholz in den vergangenen Jahren ständig angestiegen und liegt zurzeit bei rund 70%.

Die Lignocalor AG ist als Holzversorge- rin nicht nur verantwortlich für die ver- tragliche Absicherung und Bereitstel- lung der benötigten Holzmenge. Sie hat auch die kontinuierliche Anliefe- rung von Holzhackschnitzeln zur Befül- lung der beiden Silos mit je 2‘000 Schüt- traummeter (SRm) Fassungsvermögen zu steuern. Die Füllung der beiden Silos reicht für den Betrieb von 4 bis 6 Tagen, wobei natürlich nur an Werktagen an- geliefert werden kann. Die Lieferanten werden nach angelieferter Energie ent- schädigt. Diese errechnet sich aus dem Gewicht des Holzes und seinem Wasser- gehalt. Je tiefer der Wassergehalt, um- so höher der Brennwert des Holzes. Die Lignocalor ist schliesslich auch verant- wortlich für die Abrechnung mit den Holzlieferanten.

Waldholz soll im HHKW Forsthaus Bern möglichst direkt aus dem Wald angelie- fert werden. Das Landschaftspflegeholz wird über einen Aufarbeitungsplatz in der ehemaligen Ziegelei Rehhag im Wangental angenommen. Dieser Auf- arbeitungsplatz ermöglicht für die Ge- meinden und Gärtnereien die laufen- de Anlieferung von Holz aus Gärten und aus der Landschaftspflege. Das dort auf-

meinden und Gärtnereien die laufen- de Anlieferung von Holz aus Gärten und aus der Landschaftspflege. Das

86 Aus bern und den regionen

bereitete Holz bildet zugleich eine stra- tegische Reserve für die kontinuierliche Belieferung des HHKW auch in Ausnah- mesituationen. So könnte man sich et- wa schwierige Strassenverhältnisse nach mehreren Feiertagen vorstellen. Am Aufarbeitungsplatz Rehhag kann Holz an allen Werktagen angeliefert werden, es wird nach Gewicht angenommen und je nach Holzqualität verrechnet.

Für die Annahme von Altholz – dieses wird von den Lieferanten in Form von Holzschnitzeln direkt ins Holzheizkraft- werk geführt - gelten strenge Quali- tätsvorschriften, welche dauernd kon- trolliert werden. Es wird vorwiegend Altholz aus dem Raum Bern angenom- men. Da dieses Altholz sonst nach Itali-

en oder Deutschland exportiert würde, können Tausende von Tonnenkilome- tern eingespart werden. Altholz wird wegen der hohen Marktvolatilität nur zu Tagespreisen entgegen genommen. Die Inbetriebnahme des HHKW Forst-

Die Lignocalor Seeland AG Die Lignocalor Seeland AG wur- de im Jahr 1992 von den Holzpro- duzentenverbänden Aarberg-Büren und Biel-Seeland, der Holzvermark- tungsgenossenschaft Schüpfen und dem Sägereiverband Kreis Seeland gegründet. Ihr Zweck besteht dar- in, moderne Holzschnitzelfeuerun- gen zu fördern und deren kontinuier- liche Versorgung sicher zu stellen. Im

haus Bern ist ein Meilenstein in der Ge- schichte des Energieholzes im Raum Bern. Erstmals darf mit einem hohen Ausschöpfungsgrad des vorhandenen Energieholzpotenzials gerechnet wer- den.

Hinblick auf die Versorgung des neu- en Holzheizkraftwerkes in der Ener- giezentrale Forsthaus Bern wurde im März 2011 der Kreis der Aktionäre er- weitert und das Aktienkapital der Ge- sellschaft aufgestockt. Neben meh- reren Waldbesitzern, wie etwa der Burgergemeinde Bern, ist neu auch Energie Wasser Bern beteiligt. ewb hält heute 35% des Aktienkapitals. Ne- ben dem HHKW Bern versorgt Ligno- calor aktuell 16 mittlere Anlagen.

Energie direkt aus dem Wald - Eröffnung des Aufarbeitungsplatzes Rehhag

Medienmitteilung Lignocalor Seeland AG

spricht mit maximal 4‘000 Schüttraum- metern (rund 4‘000 MWh) einem Bedarf von vier bis sieben Tagen, abhängig vom jeweils aktuellen Wärmebedarf. Natur- belassenes Holz soll im Wald gelagert, bei Bedarf gehackt und direkt ins Holz- heizkraftwerk geliefert werden. Diese Verarbeitungskette kann bei schwieri- gen Witterungsbedingungen auch ein- mal unterbrochen sein, vor allem wäh- rend oder nach mehreren Feiertagen. In solchen Situationen ist eine weitgehend

verarbeitetes Land-schaftspflegeholz, witterungsunabhängige Anlieferung Wasser Bern (ewb) transportiert gros-

vom Areal Rehhag aus via Autobahn in die Energiezentrale Forsthaus möglich.

Die bisherige Halle an diesem Ort diente dem Lehmabbau. Neu werden hier un-

Nach einer langen Planungs- und einer etwa fünfmonatigen Investitionspha- se eröffnet die Lignocalor Seeland AG nun ihren Aufarbeitungsplatz Rehhag in Niederwangen bei Bern. Von dort be- liefert das Unternehmen unter anderem das Holzheizkraftwerk der Energiezen- trale Forsthaus in Bern mit Holzhack- schnitzeln.

Damit sich die Anlage gemäss Konzept betreiben lässt, waren erhebliche Inves- titionen nötig. Die rund 25 lange und 80 Meter breite Halle erhielt einen Beton- boden, die Wände wurden stabilisiert und Boxen für die Lagerung eingerich- tet. Eine neue Fördereinrichtung – sie führt von der Lagerfläche in den Anlie- ferungs- und Abfuhrbereich – erlaubt ein weitgehend automatisiertes Bela- den der Last-wagen mit Hackschnitzeln. Ein Hackengerät-Fahrzeug von Energie

Sägerei-Restholz und Schwemmholz an- geliefert. Aus diesen Holzsortimenten werden Hackschnitzel erzeugt, vorü- bergehend gelagert und bei Bedarf ins Holzheizkraftwerk in Bern oder an eine der 17 übrigen mittelgrossen Anlagen geliefert, welche die Lignocalor Seeland AG versorgt.

Der Aufarbeitungsplatz Rehhag er- füllt für die Belieferung des Holzheiz- kraftwerks in Bern eine wichtige Re- serve- und Ausgleichsfunktion. Die Lagerkapazität für Holzhackschnitzel in der Energie-zentrale Forsthaus ent-

se Holzmengen vom Areal Rehhag zur Verwertung ins Holzheizkraftwerk der Energiezentrale Forsthaus.

Kapazität schrittweise erhöhen Seit dem 20. August 2012 wird das Holz- heizkraftwerk sukzessive in Betrieb ge- nommen. Frühestens ab dem Jahres- wechsel kann in den Normalbetrieb übergegangen werden. Diese zeitliche Abfolge erlaubt es der Lignocalor See- land AG, auch die Verarbeitungsmen- ge auf dem Aufarbeitungsplatz Rehhag sukzessive hochzufahren.

Grosses Potenzial nutzen Der Aufarbeitungsplatz Rehhag soll zum Anziehungspunkt für Landschafts- pflegeholz aus dem Raum Bern werden. Namentlich Holz aus Gartenunterhalt lässt sich hier zu günstigen Konditionen anliefern. Neue Studien zeigen, dass im Wald immer noch erhebliche Mengen an Energieholz verfügbar sind. Die Lig- nocalor Seeland AG erachtet es als sinn- voll, auch das Potenzial an Landschafts- pflegeholz zu nutzen.

87

Agend A

Agenda

Datum/ Zeit

Anlass / Zielpublikum

Organisator, Ort

26.

Oktober 2012

Hauptversammlung Berner Waldbesitzer

Berner Waldbesitzer Schlossgut, Münsingen

13.00

- 15.00 Uhr

(Mitglieder und geladene Gäste)

8. November 2012

Stand der forstlichen Forschung an

Bernischer Forstverein Bernische Fachhochschule (HAFL), Zollikofen

17.00

- 19.00 Uhr

der Berner Fachhochschule (öffentlich)

 

Kommissionssitzung BHFF : Finanzierungs-

Berner Holzförderungsfonds

12.

November 2012

gesuche bis 30. Oktober eintreffend (BHFF Kommission)

16.

Dezember 2012

Präsidentenkonferenz BWB

Berner Waldbesitzer Ort: noch offen

13.00

- 16.00 Uhr

(Mitglieder und geladene Gäste)

Hier könnten Ihre Termine stehen. Teilen Sie uns Veranstaltungstermine mit: redaktion@bernerwald.ch

Berner Wald Redaktionstermine

Nummer

erscheint

Redaktions- /Inserateschluss

Nummer

erscheint

Redaktions- /Inserateschluss

05/2012

31.

Oktober 2012

30.

September 2012

02/2012

30.

April 2013

31.

März 2013

06/2012

31.

Dezember 2012

30.

November 2012

03/2012

30.

Juni 2013

31.

Mai 2013

01/2012

28.

Februar 2013

31.

Januar 2013

04/2013

31.

August 2013

31.

Juli 2013

Politik

Interpellation: Aufgabe der Nachhaltigkeit im Berner Wald; Opfert der Regierungsrat Biodiversität und Nachhaltigkeit (Ruchti SVP, Riem BDP, Lehmann Grüne)? Der Vorstoss stellt zentrale Fragen zur aktuellen Wildtierma- nagementpolitik des Regierungsrates. Die Antwort des Re- gierungsrates geht weder auf die gestellten Fragen noch auf die Probleme ein. Fazit der Geschäftsstelle BWB: Den zustän- digen Behörden fehlt es an Problemerkennungsbereitschaft und -kompetenz. Vorstoss und Antwort des Regierungsrates auf: http://goo.gl/

BF1x6

Interpellation: Kann der Staatsforstbetrieb seine Aufgaben noch wahrnehmen (Burkhalter SP)? Die Interpellation will Transparenz in die Zielsetzung der Re- organisations- und Finanzierungsmassnahmen beim Staats- forstbetrieb bringen. Die Antwort ist ausstehend. Vorstoss auf: http://goo.gl/vvPzH

Postulat: Erhebung der Gesamtkosten in Zusammenhang mit der Schliessung von Verladebahnhöfen (von Siebenthal SVP). Das Postulat fordert eine Gesamtbetrachtung, die insbeson- dere die indirekt anfallenden Kosten durch die Schliessung von Verladebahnhöfen mit den Einsparungen vergleicht. Der Bundesrat sieht keine Notwendigkeit zu einer solchen Ab-

klärung und will an den Instrumenten für den übrigen Gü- terverkehr festhalten. Dies obwohl die Waldwirtschaft nach dem Baustellenprinzip produziert und somit vollständig an- dere Rahmenbedingungen hat. Die Folgekosten der Schlies- sung von dezentralen Verladebahnhöfen werden sich nicht in der Verkehrspolitik sondern in andere Politikbereichen wi- derspiegeln. Vorstoss und Antwort des Bundesrates auf: http://goo.gl/

DRZ3x

Fragestunde: Der Asiatische Laubholzbockkäfer ist eine Grosse Gefahr (von Siebenthal SVP). Der Fragesteller erkundigt sich nach der Verantwortlichkeit und Möglichkeiten zu einem Verbot von Verpackungsmate- rial aus gefährlichen Herkünften. Die Antworten von Bundes- rätin Leuthard sind wenig versprechend, sollten die in Aus- sicht gestellten verdichteten Kontrollen nicht genügen. Frage auf: http://goo.gl/Mxc8s Antwort auf: http://goo.gl/soqzx

Interpellation: Wie ernst nimmt der Bundesrat Nachhaltig- keitsdefizite wie Probleme mit Wald und Wild (von Sieben- thal SVP)? Fragen und Antworten auf: http://goo.gl/gXbJ2

88 Aus bern und den regionen

Révision de la loi sur la forêt 2012 – Appréciation à leur juste valeur des changements proposés

Stefan Flückiger

Chère lectrice, cher lecteur, Selon la loi fédérale, les cantons ont la tâche basique d’assurer le maintien de la forêt. La révision de la loi cantonale sur la forêt à été présentée au public sous le titre: « …pas de prescriptions plus rigoureuses pour les cavaliers et la circulation des vélos », ceci à la joie des bikers et des cavaliers.

Des requêtes importantes et réelles, pour lesquelles des solutions ont été conçues par le groupe de travail prépa- ratoire, ne trouvèrent pas de place dans le projet de loi actuel. Tout spécialement une règlementation claire pour le traite- ment des dégâts faits par le gibier, par des néophytes invasifs, l’absence de la

La loi sur la forêt telle qu’elle est pro-

prestations de protection contre les dan- gers naturels de la forêt l’intérêt public n’est pas discuté et le problème du fi- nancement est bien résolu. L’intérêt pu- blic est néanmoins soumis aux fluctua- tions des valeurs sociales. Du point de vue des propriétaires de forêts il existe le risque qu’une inflation de demandes

En conclusion on peut constater que le

Les menaces faites à l’égard des cava- liers et des bikers, telles qu’elles ont été largement relevées dans la presse, re- présentaient en principe le rétablisse- ment à longue échéance de la durabilité et le maintien de la forêt. L’idée derrière la loi n’étant pas d’interdire de chevau- cher et de biker dans la forêt, mais bien de créer des conditions cadres permet- tant à ces utilisateurs de participer fi- nancièrement aux coûts de ces presta-

prise en charge de la responsabilité ci- vile par l’état pour les propriétaires de forêt envers les visiteurs de la forêt et la mise en valeur des „prestations non- bois“ des propriétaires de forêts. Visi- blement la prise de conscience de ces problèmes n’a pas encore eu lieu auprès de l’administration.

posée semble néanmoins aussi montrer quelques chances :

au titre de l’intérêt public conduisent à encore plus de restrictions aux droits de propriété. Les décisions et les positions prises dernièrement en réponse à des in- terventions politiques ne justifient pas une grande marge de manœuvre à la di- rection politique.

seul grand changement par rapport à l’ancienne loi cantonale sur la forêt est la création d’une nouvelle planification

tions de la forêt. Aujourd’hui, mis à part

La possibilité d’amélioration des

(plan cantonal). L’utilité que ce nouveau

quelques prestations idéelles, des pres- tations financières ne peuvent être ob-

conditions d’exploitation. La participation à la formation.

niveau de planification apportera n’est pas visible à priori. Le passé à démontré

tenues que par la vente du bois ou par des prestations publiques. Les presta-

La possibilité de limiter l’accès dans certains cas.

qu’avec chaque nouveau niveau de pla- nification les demandes à la forêt, et de

tions beaucoup plus importantes faites par la forêt, par exemple la protection de la nappe phréatique, l’environne-

Augmentation des compétences du Conseil d’état en cas de crise (p.ex. ouragan).

ce fait aux propriétaires de forêts ont augmentées ainsi que les tâches de l’ad- ministration. La durabilité ne s’est pas

ment pour le gibier, les lieux de délas-

La

possibilité de financement lors

améliorée de ce fait…bien au contraire.

sement, etc sont mis a disposition… aux frais du propriétaire de la forêt.

de situations ne prévoyant pas de moyens financiers au niveau fédé- ral.

La forêt bernoise ne remplit pas les cri- tères de durabilité internationaux. La durabilité économique est absolument en porte-à-faux par rapport aux buts de la durabilité écologiques et sociale. Une dégradation de la situation est prévi- sible en raison du développement mar- ché. Les propriétaires de forêts peuvent répondre de deux manières à cette si- tuation:

1. Renoncer aux soins à la forêt

2. Exploitation plus intensive de la fo- rêt par des méthodes rationnelles.

Mis à part les chances, restent encore les risques. La loi sur la forêt en discus- sion est dans une grande mesure une loi cadre laquelle en délègue l’application aux directives sur la forêt.

L’accent mis, à de nombreuses reprises, sur les marges de manoeuvre pour la défense des intérêts publics, soulève la question de savoir finalement comment ceux-ci sont déterminés, quels sont-ils et qui les définis. Dans le domaine des

89

Communi C ations

Cinq nouveaux forestiers-bûcherons diplômés

Texte de F. Girardin, collaborateur scientifique à l‘Office de l’environnement du canton du Jura et P.Y. Vuilleumier

Lors d’une conviviale cérémonie tenue au début juillet à la cabane du Fahy au-dessus de Porrentruy, cinq jeunes forestiers-bûcherons du Jura et du Jura bernois ont reçu leur certificat fédéral de capacité. Cette réussite couronne trois années de formation en entreprise.

Pour respecter le rythme de la nature, les examens pratiques de bûcheronnage se sont déroulés en mars dernier, alors que les examens consacrés aux connais- sances professionnelles et aux soins à la jeune forêt ont eu lieu à fin juin. Organi- sés en alternance entre le Jura bernois et le Jura, les examens ont eu pour cadre, cette année, la forêt domaniale du Fahy. Comme le veut la tradition, plusieurs prix offerts par les différentes associa- tions liées à la forêt et les instances en charge de la formation professionnelle ont récompensé les lauréats méritants. Au total, dix candidats se sont présen- tés à cette session d’examens. On dé- nombre malheureusement cinq échecs, soit le 50% de l’effectif. Cette propor- tion est élevée par rapport à la moyenne de ces dernières années. Pour obtenir un CFC, il ne faut pas sous-estimer sa va- leur, cette reconnaissance n’est pas déli- vrée de la même manière qu’une simple attestation de cours… Il est à souhaiter que les prétendants qui ont été privés de CFC cette année en tireront la leçon et feront le nécessaire pour l’obtenir à la prochaine occasion.

Le chef expert Michel Monnin passe le témoin Bien connu dans le monde forestier, tout particulièrement dans le Jura et le Jura bernois, Michel Monnin, ingénieur forestier dans le Domaine Forêts à l’Of- fice de l’environnement du canton du Jura, va prendre une retraite bien mé- ritée. Depuis de très nombreuses an- nées et avec de grandes compétences et une gentillesse particulière, il a occupé le poste d’expert et par la suite de chef expert aux examens de fin d’apprentis- sage des forestiers-bûcherons de la ré-

d’apprentis - sage des forestiers-bûcherons de la ré- Michel Monnin, Chef expert pour la dernière fois

Michel Monnin, Chef expert pour la dernière fois aux examens de forestiers-bucherons

gion. Une petite attention lui a été of- ferte lors de la cérémonie de clôture.

Les apprentis forestiers-bûcherons changent d’école Après près de quarante-sept années passées à l’Ecole professionnelle de Tra- melan (nom de l’établissement longue- ment utilisé), la partie de la formation

théorique des apprentis forestiers-bû- cherons sera déplacée au Ceff de Mou- tier. Ce changement intervient dans le cadre d’un regroupement des apprentis et apprenties par genre de formation. D’une manière générale, cette décision est bien accueillie par les jeunes qui se rendront dans cette école, étant don- né que son accès y est aisé depuis l’en- semble du Jura et du Jura bernois.

Des bases solides pour l’avenir Les cinq jeunes diplômés peuvent dé- sormais aborder le monde profession- nel avec toutes les compétences requises dans un métier exigeant, dangereux, mais hautement diversifié. Ce premier CFC est la clé indispensable au jeune pour se voir ouvrir des portes dans le monde du travail et pour accéder à des spécialisations dans le large éventail que propose la filière de la formation pro- fessionnelle actuelle. Nous souhaitons aux heureux lauréats une vie professionnelle exaltante et pleine de succès.

une vie professionnelle exaltante et pleine de succès. Les Lauréats 2012 (de gauche à droite) :

Les Lauréats 2012 (de gauche à droite) :

Ottet Bastien, Fontenais (Foresterie Pidoux, Alle); Peluso Michael, Courrendlin (Triage forestier du Rai- meux, Francis Unternährer, Vermes); Cortat Loris, Courtételle (Entreprise forestière Georges Chalverat, Châtillon); Mischler Alex, Bonfol (Triage forestier Les Chênes, Pascal Girardin, Bonfol) et Kernen Nicolas, La Chaux-de-Fonds (candidat libre).

90

Communi C ations

Nouveaux forestiers-bûcherons dans la partie alémanique du canton de Berne

Par Pierres- Yves Vuilleumier

Dans la partie alémanique du canton de Berne, les examens pour l’obtention du CFC de forestier-bûcheron se sont déroulés en deux temps.

Les postes de récolte du bois, plantation et protection ont été examinés du 13 au

29 mars à Faulensee, près de Spiez.

Pour le reste, soit les soins culturaux, les connaissances des moyens techniques et professionnelles, ils ont eu lieu du 12 au

20 juin à Wimmis.

Au total, 50 candidats se sont présentés

à cette session 2012, la gente féminine n’y était pas présente !

Canton

Nombre

Ont

Echecs

de can-

obtenus

ditats

leur CFC

inscrits

Berne

30

27

3

Soleure

10

9

1

Haut-Valais

10

9

1

Les prétendants du canton de Berne, de Soleure et du Haut-Valais ont participé à ces examens (voir le tableau ci-dessous) :

En principe, c’est l’avant-dernière fois que se déroulaient les examens sur le système en vigueur depuis de nom- breuses années.

Dès 2014, il est prévu que la nouvelle or- ganisation ORTRA FORET BE/VS prenne les commandes de la mise sur pied des

examens et des cours pour les apprentis forestiers-bûcherons.

Arrachage au Valanvron

Par Mathieu Eggler, stagiare au Parc naturel régional du Doubs

Durant la dernière semaine du mois de juin et la première du mois de juil- let, l’Association pour le Parc naturel régional du Doubs a organisé quatre journées de lutte contre les plantes in- vasives, dites plantes néophytes enva- hissantes.

Les travaux ont eu lieu en collaboration avec des classes d’écoles de la Chaux-de- Fonds et se sont déroulés dans la Combe du Valanvron, à cheval sur le canton de Neuchâtel, Berne et Jura. Cet endroit magnifique souffre en effet de l’enva- hissement de l’impatiente glanduleuse, plante venant de l’Himalaya. Sa capaci- té à coloniser de grands espaces et son

expansion rapide en font un grave dan-

ger pour la biodiversité. Et, poussant le plus souvent aux abords des rivières, ses racines très courtes ne retiennent pas la terre, les berges ayant donc tendance

à s’effondrer. Par chance, chaque jour-

née s’est déroulée sous un ciel clément, avec à chaque fois une classe d’école dif- férente. Arrivés en train à la gare de la Ferrière, les enfants sont descendus à pied jusqu’au lieu de travail, soit une pe- tite marche de 30 minutes. De quoi les échauffer pour l’arrachage. Ensuite, une introduction sur les plantes néophytes envahissantes leur a permis de se rendre compte de cette problématique. Puis, après un travail de reconnaissance de la

plante à arracher, les élèves ont sillonné

le lit et les berges de la rivière à la re-

cherche de la malvenue. Les plantes dé- couvertes ont été déracinées à la main, puis cassées en deux et laissés sur place afin qu’elles pourrissent. Même les élèves les plus jeunes (6 ans) ont pu tra- vailler avec plaisir et efficacement, cette plante étant très facile à sortir du sol.

A dix heures, les jeunes travailleurs ont

eu droit à une petite collation très ap- préciée au vu de la chaleur : une glace, offerte par M. Heimberg gérant des fo- rêts de la société Monsilva, à qui ap- partient la majeure partie de ce mas- sif forestier. Puis les travaux ont repris jusqu’au pique-nique. Après s’être ras- sasiés, les enfants ont réenfilé leurs gants et se sont remis au travail. Quel plaisir de pouvoir arracher des plantes immenses à tire-larigot, sans risque de se faire gronder par les parents ou la maîtresse !

de se faire gronder par les parents ou la maîtresse ! En milieu d’après-midi, afin d’être

En milieu d’après-midi, afin d’être cer- tains que le soir venu chacun dorme bien, les élèves sont remontés à pieds jusqu’à la gare. Mais cette fois… sans rien arracher !

91 Nouvelles Forestières

Belle fête pour le 30ème anniversaire du triage forestier Tavannes - Reconvilier

Par Pierre-Yves Vuilleumier

Le triage forestier Tavannes – Reconvi- lier a fêté ses 30 années d’existence au mois de juin passé, avec la mise sur pied de diverses activités, le plus souvent ouvertes au public. Le clou de la mani- festation était sans conteste la meu- le à charbon et sa carbonisation. Une journée officielle avec l’allumage de la meule a marqué le coup d’envoi de la manifestation, suivie une semaine plus tard d’un concours de bûcheronnage organisé en collaboration entre le tria- ge et l’Association des forestiers du Jura bernois.

Le triage forestier Tavannes - Reconvi- lier Ce triage forestier du canton de Berne se situe au centre de la Division fores- tière 8, dont il fait partie. Il a été avalidé le 11 mars 1982 lors d’une séance consti- tutive.

Le triage comprenait toutes les forêts situées sur les bans communaux de Ta- vannes et de Reconvilier, y compris les forêts privées et les forêts de l’Etat de Berne. En 2005, les forêts appartenant à l’Etat de Berne ont été soustraites du triage forestier pour être rattachées au triage cantonal EFD.

Son territoire est situé entre 770m et 1285 m d’altitude. Les associations végé- tales que l’on y rencontre à Montoz sont la hêtraie pure entre 800 et 950 m et la hêtraie à sapin au-dessus. Dans la forêt de Chaindon, la pessière est dominante. Actuellement, la surface forestière du triage de 1’339 ha est divisée comme suit :

Forêts publiques (Bourgeoisies) : 572 ha de forêts et 696 ha de pâturages Forêts privées : 35 ha de forêts et 36 ha de pâturages Le volume de bois moyen exploité ces 6 dernières années est de l’ordre de 5’130

m3.

ces 6 dernières années est de l’ordre de 5’130 m3. Le charbonnier Yvan Geissbühler en compagnie

Le charbonnier Yvan Geissbühler en compagnie du forestier de triage Toni Oppliger

La présidence et gestion du triage La présidence du triage a été assurée par M. Jean Moeschler de 1982 à 2009. De- puis cette date, M. Gino Guerne a re- pris le flambeau, il peut bénéficier des conseils et du soutien de son garde fo- restier Toni Oppliger, qui a succédé à Raymond Chopard en 2006.

L’ingénieur forestier de secteur qui est délégué de la DF8, Rénald Queloz, offre ses services depuis 2011. Il a remplacé Gérald Montandon, parti à la retraite. Le clou de la manifestation, la meule à charbon Du 7 au 9 juin, le charbonnier Yvan Geissbuhler, aidé du forestier de triage, des équipes forestières qui œuvrent dans le triage, dont celle de Pascal Ros- sé, de l’équipe forestière de Tavannes et de celle d’Alfred Geissbühler, ainsi que d’autres personnes, ont mis en place la meule à charbon.

La journée du 10 juin a été marquée par la journée officielle de la manifestation et l’allumage de la meule.

Il aura fallu attendre le 22 juin pour pou- voir procéder à l’ouverture de la meule, en laissant le temps nécessaire au bois pour se carboniser. Pendant toute la pé- riode, de jour comme de nuit, mises à part de toutes petites exceptions, notre charbonnier n’a pas quitté des yeux ce gros tas fumant, un peu comparable à une grosse taupinière…

Pour réussir à obtenir un charbon de bonne qualité, chaque détail compte.

De la manière d’empiler les 28 stères de bois, de bien recouvrir le bois avec de la terre et de gérer la vitesse de carbonisa- tion, jusqu’à la bonne gestion des prises d’air installées à différents endroits.

L’ouverture de la meule prévue le soir du 21 juin a finalement dû être reportée d’un jour, en raison d’un gros orage. Au final, 280 sacs de 8 à 10 kilos de char- bon d’excellente qualité ont été mis en vente.

char - bon d’excellente qualité ont été mis en vente. Depuis la gauche : Gino Guerne

Depuis la gauche : Gino Guerne président du triage et de la Bourgeoisie de Tavannes, Toni Oppliger, Yvan Geissbühler, Marcel Lüthi, vice- président de la Bourgeoisie de Tavannes, Beat Neukomm, président de Bourgeoisie de Reconvi- lier, avec au 1er rang le petit Fankhauser

Grande satisfaction des organisateurs Bien que l’affluence du public était un peu moins élevée que prévu, il y avait toujours quelques personnes sur la place de la meule. Les organisateurs sont très satisfaits des festivités vécues sur ce pâ- turage de l’Envers de Reconvilier. L’expérience a permis à environ 180 élèves de la région de découvrir tous les secrets de fabrication du charbon de bois. Dans le cadre de la manifestation et en collaboration avec l’Association des fo- restiers du Jura bernois, un concours de bûcheronnage a départagé, le 16 juillet, les meilleurs bûcherons de la région. Le jour de la mise en sac du charbon, les signes de fatigue étaient bien percep- tibles sur le visage des travailleurs et or- ganisateurs, tout en laissant entrevoir une mine réjouie ! Il reste du charbon à vendre. Il est dispo- nible auprès du forestier Toni Oppliger, N° de portable 079 252 82 86

92 Nouvelles Forestières

Gustave Maeder nous a quittés

Texte de Gérald Montandon, ancien ingénieur forestier de la DF8

Gustave Maeder dit «Gusti» nous a quittés en avril 2012, dans sa 85ème année. Avant de prendre sa retraite en 1992, Gusti occupait depuis 1986 le poste de forestier du triage Moron (comprenant les communes de Loveresse, Pontenet, Malleray, Bévilard et Champoz). Très jeune déjà, Gusti avait la passion de la Nature et du plein air. Après ses années scolaires, ses quelques tentatives d’inté- grer les ateliers de mécanique ou d’hor- logerie se sont soldées par des échecs. Son bonheur, il le trouvait en forêt ou en compagnie du bétail. Il fut d’ailleurs

en forêt ou en compagnie du bétail. Il fut d’ailleurs de nombreuses années berger-bûcheron auprès de

de nombreuses années berger-bûcheron auprès de la Bourgeoisie de Bévilard, avant de se décider à suivre le cours de garde forestier en 1963. Marié et père de 2 enfants, c’est auprès de la Bour- geoisie de Court qu’il exercera son nou-

veau métier. Il y formera de très nom- breux apprentis. Gusti était une figure charismatique, une vraie référence du forestier praticien, qui dégageait une certaine sagesse. Ce n’est d’ailleurs pas par hasard si les enfants appréciaient beaucoup les excursions en forêt qu’il animait dans le cadre du passeport-va- cances. Nous garderons de Gusti le sou- venir d’un homme emblématique, dé- voué, travailleur et consciencieux. Merci Gusti pour tout ton travail et pour tous les rêves que tu as su faire naître auprès de nos jeunes.

Concours de bûcheronnage à Reconvilier

Par Pierre-Yves Vuilleumier

L’Association des forestiers du Jura bernois,,l en collaboration avec la com- mission du triage forestier Tavannes – Reconvilier ont organisé un concours de bûcheronnage le samedi 16 juin dans le cadre des festivités mises sur pied pour marquer les 30 années d’existence du triage forestier.

marquer les 30 années d’existence du triage forestier. Bien que les conditions météorolo- giques 2012 ne

Bien que les conditions météorolo- giques 2012 ne favorisent en principe pas les activités en plein air, un soleil ra- dieux est venu briller de tous ses feux le jour de la compétition, ce qui a permis de gonfler à bloc le moral et la condition physique des courageux forestiers-bû- cherons inscrits à la compétition. Bien que non officiel, ce concours ré- gional a réuni 15 professionnels et 6 apprentis. Les cinq postes étaient les mêmes pour tous les participants, avec le tourné du plateau, la coupe de ron- delles, la coupe à la hache d’une grosse bûche de hêtre, l’ébranchage et le lancé de la tronçonneuse !

Certains participants ont particulière- ment souffert au poste de la hache où une grosse bûche de hêtre devait être sectionnée de part en part. Plusieurs minutes étaient nécessaires, en tapant coup après coup, pour arriver à ses fins. Et même lorsqu’il ne restait plus qu’une minuscule esquille, des coups supplé- mentaires étaient encore indispensables étant donné que dans les derniers cen- timètres, le bois faisait un effet de res- sort…

Classement Pros (15 classés)

Rang

Prénom et nom

Points

 

1. David Burkhalter

63

 

2. Sébastien Grosjean

57

 

3. David Grosjean

56

Classement Apprentis (6 classés)

Rang

Prénom et nom

Points

 

1. Mattia Gertsch

21

 

2. Bastien Ottet

21

 

3. Dylan Gattra

20

2. Bastien Ottet 21   3. Dylan Gattra 20 Ce concours organisé quasiment sur le pouce,

Ce concours organisé quasiment sur le pouce, a permis à bon nombre de pro- fessionnels de la région de se retrou- ver et de partager de nombreuses anec- dotes.

Organisé par plusieurs volontaires, il faut souligner la grande implication

de la famille de David Grosjean dans ce concours, qui n’est certainement pas étrangère au beau succès de cette belle journée.

93 Nouvelles Forestières

10 ème Championnat suisse du STIHL TIMBERSPORTS SERIES

Par Pierre-Yves Vuilleumier

Selon la tradition, le championnat suisse du STIHL TIMBERSPORTS SERIES, s’est déroulé les 16 et 17 juin derniers à Flumserberg dans les Préalpes du can- ton de Saint-Gall. Pour cette 10ème édi- tion, une météo généreuse en soleil et en chaleur est venue donner un coup de pouce bienvenu aux organisateurs. Ces épreuves acrobatiques et spectacu- laires ont été très disputées jusqu’à la dernière épreuve et personne ne pou- vait présager de qui monterait sur les marches du podium.

Après une semaine d’entrainements, les vingt-huit meilleurs compétiteurs se

sont qualifiés pour participer à la demi- finale qui a eu lieu au même endroit le samedi 16 juin. Au terme de cette jour- née, quatorze prétendants ont passé la barre des qualifications pour la finale dans l’espoir de conquérir le lendemain,

le titre de champion suisse 2012 de bû-

cheronnage sportif de STIHL TIMBERS- PORTS SERIES.

de bû- cheronnage sportif de STIHL TIMBERS- PORTS SERIES. Le régional d’Orvin Laurent Perrin au Standing

Le régional d’Orvin Laurent Perrin au Standing Block Chop

A ce stade de la compétition, aucune er-

reur n’est permise. Avant les épreuves, la concentration des athlètes est à son comble. Celui qui a envie du titre ne peut pas se permettre de faire une

grosse erreur.

Le grand favori, le vaudois Christophe Geissler, a très bien débuté le concours avec le meilleur résultat de la première épreuve. A la suivante, il n’a obtenu que 6 points sur quatorze, ce qui l’a mis en

difficulté pour la suite. Enfin, dans les quatre dernières épreuves, il a récol- té régulièrement assez de points pour remporter le titre de champion de suisse 2012 de la spécialité, avec 68 points sur un maximum de 84.

Pour le suisse établi au Canada, Her- mann Schönbächler, la compétition s’est déroulée d’une manière identique à C. Geissler. Egalement peu de points à la deuxième épreuve et une bonne réussite pour les disciplines suivantes qui l’ont

plaçé au deuxième rang du classement final, avec 63 points.

D’une manière générale, il y a une mon- tée en puissance du niveau des compé- tences des compétiteurs, ce qui ne man- quera pas de pimenter les compétitions de ces prochaines années.

Soulignons la présence d’un jeune ap- prenti de dix-neuf ans, David Knecht d’Aigle. Le fait est assez rare pour être signalé, car il est le seul apprenti à s’être qualifié pour la finale du dimanche. Il bénéficie d’excellentes conditions d’en- trainement puisqu’il suit l’exemple et les conseils de Christophe Geissler.

Comme à l’accoutumée organisée sans faille, cette finale s’est déroulée devant un nombreux public acquis à sa cause.

déroulée devant un nombreux public acquis à sa cause. Le Bernois Thomas Gerber de Rohrbachgraben, n’est

Le Bernois Thomas Gerber de Rohrbachgraben, n’est pas passé très loin de la victoire finale

Norvège. Quatre bernois en finale Les bernois se sont très bien défendus lors de la finale, alors que de s’y qualifier était déjà un petit exploit en soi. Avant la dernière épreuve du Hot Saw, impressionnante par les monstres de machines utilisées pour la coupe de trois rondelles, le Bernois Thomas Gerber, se trouvait provisoirement en tête de la compétition. Malheureusement pour lui, la dernière épreuve ne s’est pas pas- sée tout à fait selon ses prévisions ou il n’a récolté que trois points sur quatorze. En effet, sa grosse et puissante tronçon- neuse ne s’est mise en marche qu’au troisième essai ! Il a donc dû se conten- ter de la troisième place du classement final avec 63 points. Le régional Laurent Perrin d’Orvin, a pris une magnifique 10ème place. Il est en progression constante depuis l’année dernière et nous osons espérer que cela continue…

Pour la deuxième année consécu- tive, le romand Christophe Geiss- ler défendra les couleurs helvé- tiques au Cham- pionnat du monde du STIHL TIMBERS- PORTS SERIES indi- viduel. Cette com- pétition de grand spectacle aura lieu les 7 et 8 sep- tembre prochains à Lillehammer en

Rang

Concurrent

 

points

1.

Christophe Geissler

Aigles (VD)

68

2.

Hermann Schönbächler

Terrace (CAN)

63

3.

Thomas Gerber

Rohrbachgraben (BE)

63

7.

Toni Flückiger

Grünenmatt (BE)

47

10.

Laurent Perrin

Orvin (Jb)

31

11.

Geoffrey Ryser

Ipsach (BE)

30

Classement de la finale avec les concurrents du canton de Berne Quatorze concurrents sélectionnés et classés (84 points) maximum

94

Agend A

Où il y a de la gêne, il n’y a pas de plaisir

Par Rémy Jacot et Pierre-Yves Vuilleumier

Au petit matin du mois de juin dernier à environ six heures, un malendrin sans scru- pule s’est autorisé à volatiliser une « loupe » au pied d’un épicéa sur pied.

Au Bambois de Pérouse, en bordure de la route qui mène de Moutier au Petit Cham- poz, le prélèvement a été fait très rapidement à l’aide d’une tronçonneuse, en es- tropiant du même coup le malheureux épicéa.

Etant habitués à toutes sortes de vols, celui-ci fait néanmoins partie des inédits !

de vols, celui-ci fait néanmoins partie des inédits ! Journée d’exposition sur le thème du bois-énergie

Journée d’exposition sur le thème du bois-énergie

Dans le cadre de ses activités annuelles, l’Association Energie-bois INTERJURA, a décidé de mettre sur pied une journée d’expo- sition et d’information concernant le « BOIS-ÉNERGIE ». Cette exposition ouverte à toutes et à tous, permettra d’y découvrir les nouvelles technologies en relation avec le bois-énergie, par exemple des entreprises forestières, des installations de chauffages, la fourniture de pellets, etc… Il sera possible de se restaurer sur place.

Lieu : la Loge de la Chaux au Cernil (Tramelan / Les Reussilles en direction de Saignelégier). Date : samedi 22 septembre de 10h à 16h www.energiebois-interjura.ch

Soirées Apéros-bois 2012

Claude Gassmann, secrétaire de Lignum Jura bernois

Comme chaque année à pareille époque, Lignum Jura bernois organise ses soirées Apéros-bois. Cette année, deux soirées de conférence sont prévues. Elles se dérouleront au Café-Théâtre Le Royal à Tavannes.

Ouverte à toutes et à tous, l’entrée est libre, mais l’inscription est souhaitée : info@lignum-jurabernois.ch ou à M. Claude Gass- mann par tél. ou par fax au 032 941 34 49 www.lignum-jurabernois.ch

Jeudi 4 octobre 2012, 18h00, Café-théâtre Le Royal à Tavannes Soirée-conférence Apéro-bois sur le thème :

“Compagnonnage: mythe ou réalité” Deux à trois orateurs animeront la soirée.

Jeudi 1er novembre 2012, 18h00, Café-théâtre Le Royal à Tavannes Soirée-conférence Apéro-bois sur le thème :

“labels FSC, PEFC, COBS et AOC Bois du Jura, à quoi servent-ils ”. Trois orateurs animeront la soirée :

M. Markus Mooser, Ingénieur EPFL/SIA, architecte EIG, Directeur de l’Office romand de Lignum - Cedotec, Le Mont-sur-Lau- sanne

M. Didier Rérat, ingénieur forestier EPFZ, PROXYLON Sàrl, Le Landeron

95

Agend A

Activités, manifestations ouvertes au tout public

Année 2012

Activité, manifestation

Organisation, lieu

 

22

septembre

Journée d‘exposition sur le thème du bois-énergie

Energie-bois INTERJURA à la Loge de La Chaux au Cernil Tramelan / Les Reussilles

4

octobre

Soirée Apéros-bois : “Compagnonnage: mythe ou réalité”

Lignum Jura bernois à 18 h au Café-théâtre le Royal de Tavannes

   

1er novembre

Soirée Apéros-bois :“Labels FSC, PEFC, COBS et AOC Bois du Jura à quoi servent-ils ”

Inscription souhaitée info@lignum-jurabernois.ch ou au tél./fax 032 941 34 49

8

– 11 novembre

11ème Foire Suisse Maison et Energie

BERNEXPO AG, Berne www.hausbaumesse.ch

   

Société forestière bernoise, lieu:

8

novembre

Soirée d’information: Etat de la recherche forestière à la Haute école spécialisée bernoise

haute école des sciences agrono- miques, forestières et alimentaires (HAFL) à Zollikofen à 17h

Activités, manifestations pour public-cible

Année 2012

Activité, manifestation

Organisation, lieu

10 au 14 septembre

Cours «Bases de bûcheronnage» E28

DF8 et EFS, lieu à définir

11

décembre

Réunion de service

DF8

Les dates des activités mentionnées nous sont fournies par les organisateurs. La rédaction décline toute responsabilité en cas d’annulation ou de report de ladite activité.

Echéancier pour la prochaine parution :

Prochaine parution Forêt bernoise no 5 – 2012 : fin octobre 2012

Dernier délai pour la réception des articles : 29 septembre 2012

Renseignements pour la partie francophone de la Forêt bernoise :

Division forestière 8 :

tél. :

032 – 481 11 55

divisionforestiere8@vol.be.ch

Pierre-Yves Vuilleumier :

pierre-yves.vuilleumier@vol.be.ch

portable :

079 – 222 45 86

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