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PRAKTIKANTENORDNUNG (TEILSTUDIENORDNUNG) für den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen AM FACHBEREICH WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFTEN DER TECHNISCHEN UNIVERSITÄT KAISERSLAUTERN

Ab 01.10.2006 gültige Zusammenfassung der

- Praktikantenordnung vom 10.07.1996 (StAnz. 1997, S. 73),

- Änderung vom 01.07.1998 (StAnz. 1998, S. 1771)

- Änderung vom 29.04.2002 (StAnz. 2002, S. 2031)

- Änderung vom 14.06.2006 (Senat am 14.06.2006)

I

N H A L T

§ 1 SINN UND ZWECK DES PRAKTIKUMS

§ 2 SACHLICHE GLIEDERUNG DES PRAKTIKUMS

§ 3 ZEITLICHE GLIEDERUNG DES PRAKTIKUMS

§ 4 DURCHFÜHRUNG DES PRAKTIKUMS, AUSBILDUNGSPLAN

§ 5 ERLÄUTERUNGEN ZUM PRAKTIKUM

§ 6 BERICHTERSTATTUNG

§ 7 AUSBILDUNGSBETRIEBE

§ 8 BETREUUNG DES PRAKTIKANTEN

§ 9 BEWERBUNG UM EINE PRAKTIKANTENSTELLE

§ PRAKTIKANTENVERTRAG, RECHTSVERHÄLTNISSE

10

§ ANERKENNUNG DES PRAKTIKUMS

§ 12 SONDERBESTIMMUNGEN

11

§ PRAKTIKUM BEI DER BUNDESWEHR

13

§ ANERKENNUNG VON ERSATZZEITEN

§ 15 INKRAFTTRETEN

14

§ 1 Sinn und Zweck des Praktikums

Das Praktikum ist ein Bestandteil der ordnungsgemäßen Ausbildung zum Diplom- Wirtschaftsingenieur. Die bei der praktischen Tätigkeit gesammelten Erkenntnisse und Erfahrungen bilden eine wichtige Grundlage zum Verständnis technischer und betriebswirtschaftlicher Vorgänge. Insofern ist das Praktikum eine wesentliche Voraussetzung für ein erfolgreiches Studium und für die spätere berufliche Tätigkeit.

Das Praktikum hat das Ziel, den Studenten mit den Grundlagen der technischen Fertigung und mit den Aufgaben im ökonomischen/kaufmännischen Bereich eines Betriebes bekannt zumachen.

Das Praktikum soll weniger dazu dienen, besondere Handfertigkeiten zu erlernen. Vielmehr ist eine in die Breite gehende Ausbildung sowie die Möglichkeit, sich einen Überblick über die einzelnen Bereiche sowie deren Zusammenwirken zu verschaffen, anzustreben.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt liegt im Erfassen der soziologischen Seite des Betriebsgeschehens. Der Praktikant muss den Betrieb auch als Sozialstruktur verstehen, sowie das Verhältnis der Führungskräfte und der Mitarbeiter im Unternehmen kennen lernen, um so seine künftige Stellung und Wirkungsmöglichkeit richtig einzuordnen.

Im Verlauf des Studiums dient das Praktikum als Ergänzung. Erworbene theoretische Kenntnisse sollen in ihrem Praxisbezug vertieft werden.

§ 2 Sachliche Gliederung des Praktikums

Das Praktikum gliedert sich in ein technisches und ökonomisch/kaufmännisches Praktikum.

Das technische Praktikum dient der Einführung in die industrielle Fertigung und damit dem Vermitteln unerlässlicher Elementarkenntnisse. Der Praktikant soll unter Anleitung fachlicher Betreuer Werkstoffe in ihrer Be- und Verarbeitung kennen lernen und einen Überblick über die Fertigungseinrichtungen und -verfahren erlangen. Der Ausbildungsgang ist in sachlicher und zeitlicher Aufteilung in § 4 Abs. 1 und Abs. 2 festgelegt.

Das ökonomisch/kaufmännische Praktikum soll einen Überblick über die kaufmännische Abwicklung von Geschäftsvorgängen vermitteln und schwerpunktmäßig in den für Wirtschaftsingenieure relevanten betriebswirtschaftlichen Bereichen abgeleistet werden. Der Ausbildungsgang ist in sachlicher und zeitlicher Aufteilung in § 4 Abs. 3 festgelegt.

§ 3 Zeitliche Gliederung des Praktikums

Die Gesamtdauer des Praktikums beträgt 26 Wochen. Von dieser Zeit entfallen 13 Wochen auf das technische und 13 Wochen auf das ökonomisch/kaufmännische Praktikum. Für bestimmte Praktikumsteile werden gemäß § 4 Mindestzeiten gefordert. Der technische Ausbildungsteil in der Studienrichtung Chemie entfällt.

Es wird dringend empfohlen, einen Teil des Praktikums bereits vor der Studienaufnahme abzuleisten. Während des Studiums bleibt erfahrungsgemäß wegen der Prüfungen, Hochschulpraktika, Exkursionen usw. in der vorlesungsfreien Zeit wenig Raum für die Ableistung der Praktika.

Ein Teil des Praktikums (insgesamt 13 Wochen) ist spätestens bei der Meldung zum letzten regulären Teil der Diplom-Vorprüfung nachzuweisen; in der Studienrichtung Chemie ist kein Praktikumsnachweis in Zusammenhang mit der Diplom-Vorprüfung erforderlich. Denjenigen Studierenden, die unmittelbar nach

Ableistung des Wehr- oder Ersatzdienstes ihr Studium aufgenommen und im zweiten Semester mit der Ablegung der Diplom-Vorprüfung begonnen haben, kann auf Antrag dieser nachzuweisende Teil auf acht Wochen verringert werden.

Das gesamte Praktikum ist spätestens bei der Meldung zum letzten regulären Teil der Diplom-Hauptprüfung nachzuweisen.

Die Ausbildungszeit in einem Betrieb soll nach Möglichkeit mindestens 4 Wochen betragen. Abschnitte von weniger als 2 Wochen sind nicht zugelassen.

§ 4 Durchführung des Praktikums, Ausbildungsplan

(1) Das technische Praktikum umfasst in der Studienrichtung Maschinenbau sowie Verfahrens- und

Umwelttechnik Tätigkeiten aus folgenden Gebieten bzw. Betriebsbereichen:

1.1.

Grundlegende Bearbeitungsverfahren,

1.2

Arbeiten an Werkzeugmaschinen,

1.3

Spanlose Fertigung,

1.4

Schweißen und Schneiden, Wärmebehandlung, Oberflächenbehandlung,

1.5

Montage, Instandhaltung und Reparatur,

1.6

Qualitätswesen (Messen, Prüfen und Kontrollieren),

1.7

Entwicklung und Konstruktion.

Aus mindestens fünf der genannten sieben Gebiete müssen praktische Tätigkeiten von

jeweils mindestens zwei, maximal vier Wochen nachgewiesen werden.

(2) Das technische Praktikum umfasst in der Studienrichtung Elektrotechnik und Informatik Tätigkeiten aus folgenden Gebieten bzw. Betriebsbereichen:

2.1 Grundlegende Metallbearbeitungsverfahren,

2.2 Arbeiten an Werkzeugmaschinen,

2.3 Spanlose Fertigung,

2.4 Thermische Bearbeitungsverfahren,

2.5 Grundlegende Elektrobearbeitungsverfahren,

2.6 Fertigung von elektrischen Geräten,

2.7 Fachnahe Tätigkeiten.

Das Metallpraktikum (Punkte 2.1 bis 2.4) erstreckt sich auf einen Zeitraum bis zu sechs Wochen, das elektro- und informationstechnische Praktikum (Punkte 2.5. bis 2.8) auf einen Zeitraum bis zu elf Wochen. Aus mindestens vier der genannten acht Gebiete müssen praktische Tätigkeiten von jeweils zwei, maximal vier Wochen nachgewiesen werden.

(3) Das ökonomisch/kaufmännische Praktikum kann in einer von drei alternativen Praktikumsformen absolviert werden:

3.1 Das allgemeine Praktikum

Das Praktikum umfasst Tätigkeiten aus folgendenden Gebieten:

3.1 Rechnungswesen, Unternehmensplanung,

3.2 Organisation und Datenverarbeitung,

3.3 Produktionsplanung und -steuerung, Arbeitsvorbereitung,

3.4 Einkauf und Materialwirtschaft, Logistik,

3.5 Verkauf, Vertrieb, Marketing, Marktforschung,

3.6 Personalwesen.

Aus mindestens zwei dieser sechs Gebiete müssen jeweils mindestens zwei Wochen

Tätigkeit nachgewiesen werden. Die Anforderungen ergeben sich aus $ 5 As. 1 Punkt 3.

3.2 Das betreute Schwerpunktpraktikum

Ein betreutes Schwerpunktpraktikum ist ein ökonomisch/kaufmännisches Praktikum, dessen inhaltliche Ausgestaltung sich an einem gewählten Wahlpflichtfach bzw. einen Vertiefungsblock (nach Anlage 2.6 Prüfungsordnung Wirtschaftsingenieurwesen) orientiert. Die Betreuung übernimmt der Hochschullehrer, der für das entsprechende Wahlpflichtfach bzw. den Vertiefungsblock verantwortlich ist, wobei die Inhalte des Praktikums zwischen dem Hochschullehrer und dem externen Betreuer abgesprochen werden. Nach Abschluss des Praktikums werden unter Anwesenheit des für den Vertiefungsblock zuständigen Dozenten (Pflicht) und, wenn möglich, eines Repräsentanten der Unternehmung ausgewählte Inhalte des Praktikums vorgestellt. Die Präsentation erfolgt spätestens drei Monate nach Beendigung des Praktikums. Der Foliensatz ist beim Praktikantenamt einzureichen. Alternativ kann auch ein ausformulierter Praktikantenbericht eingereicht werden.

3.3. Das Projektpraktikum

Ein Projektpraktikum kombiniert ein Projektseminar mit einem Praktikum. Ein Projektpraktikum gliedert sich in drei Abschnitte:

Abschnitt 1: Ein Projektseminar zum ausgewählten Themenbereich, das ggf. in Zusammenarbeit mit einem Kooperationspartner stattfindet, ist erfolgreich zu absolvieren.

Abschnitt 2: In einem anschließenden Aufenthalt bei dem Kooperationspartner soll die Implementierungsmöglichkeit des in Abschnitt 1 erzielten Projektergebnisses untersucht werden. Darüber ist ein Implementierungsbericht zu verfassen.

Abschnitt 3: Die Ergebnisse des Praktikums sind in einem Projektkolloquium in Anwesenheit des Leiters des Projektseminars, ggf. des externen Projektbetreuers sowie weiteren Teilnehmern des

Projektpraktikums zu präsentieren und zu diskutieren.

§ 5 Erläuterungen zum Praktikum

Die Kürze des Praktikums erfordert ein besonders intensives Bemühen des Praktikanten, sich im Laufe der Praktikantenzeit einen ausreichenden Überblick über die relevanten Teilbereiche eines Betriebes zu verschaffen. Der Ausbildungsplan berücksichtigt dies, indem er Teilbereiche nennt und damit der jeweiligen Struktur des Ausbildungsbetriebes angepasst werden kann.

Die folgende Beschreibung nennt beispielhaft Tätigkeiten als Inhalt der einzelnen Ausbildungsteile, von denen der Praktikant mehrere kennen lernen soll.

1.

Technischer Ausbildungsteil (Studienrichtung Maschinenbau sowie Verfahrens- und

Umwelttechnik)

1.1

Grundlegende Bearbeitungsverfahren (z.B. in der Lehrwerkstatt):

Feilen, Meißeln, Sägen, Bohren, Senken, Gewindeschneiden von Hand, Scharfschleifen.

1.2

Arbeiten an Werkzeugmaschinen:

Drehen (Revolver-, Automaten- und Bohrwerksdrehen), Hobeln, Fräsen, Schleifen,

Feinschleifen, Läppen, Räumen, Nachformen an Dreh- und Fräsmaschinen.

1.3

Spanlose Fertigung: Gießen, Schmieden, Blechbearbeitung.

1.4

Schweißen und Schneiden, Wärmebehandlung, Oberflächenbehandlung:

Autogen-, Lichtbogen- und Widerstandsschweißen, Brennschneiden, Normalisieren,

Weichglühen, Diffusionsglühen, Härten und Vergüten von Werkstücken und Werkzeugen,

Einsatz- und Nitrierhärten, Oberflächenbeschichtung (Lackieren, Galvanisieren,

Emaillieren, Wirbelsintern u.a.) einschließlich der Vorbehandlung.

1.5

Montage, Instandhaltung und Reparatur:

Teile- und Endmontage in Einzel- und Serienfertigung, Instandhaltung und Reparatur von

Betriebsmitteln und -anlagen.

1.6

Qualitätswesen (Messen, Prüfen, Kontrollieren):

Messen mit mechanischen, elektrischen, pneumatischen und optischen Meßverfahren,

Lehren, Oberflächenmeßtechnik, Sondermeßverfahren in der Massenfertigung,

Kennenlernen der fertigungsbedingten Toleranzgrößen sowie des Zusammenhangs von

Genauigkeit und Kosten, Qualitätskontrolle, Werkstoffprüfung.

1.7

Entwicklung und Konstruktion:

Einblick in die Tätigkeiten von Projekt-, Forschungs-, Planungs-, Entwicklungs- und

Konstruktionsabteilungen.

2.

Technischer Ausbildungsteil (Studienrichtung Elektrotechnik und Informatik)

2.1 Grundlegende Metallbearbeitungsverfahren (z.B. in der Lehrwerkstatt):

Feilen, Meißeln, Sägen, Bohren, Senken, Gewindeschneiden, Scharfschleifen.

2.2 Arbeiten an Werkzeugmaschinen:

Drehen (Revolver-, Automaten- und Bohrwerksdrehen), Hobeln, Fräsen, Schleifen, Feinschleifen, Läppen, Räumen, Nachformen an Dreh- und Fräsmaschinen.

2.3 Spanlose Fertigung:

Gießen, Schmieden, Stanzen, Blechbearbeitung.

2.4 Thermische Bearbeitungsverfahren:

Autogen-, Lichtbogen- und Widerstandsschweißen, Brennschneiden, Normalisieren, Weichglühen, Diffusionsglühen, Härten und Vergüten von Werkzeugen, Einsatz- und Nietrierhärten, Oberflächenbeschichtung (Lackieren, Galvanisieren, Emaillieren, Wirbelsintern u.a.).

2.5 Grundlegende Elektrobearbeitungsverfahren:

Löten, Verdrahten, Bestücken von Leiterplatten, Installationstechnik, SPSSteuerungstechnik.

2.6 Fertigung von elektrischen Geräten:

Erstellen von Baugruppen und Geräten der Elektronik, Hochfrequenz- und Nachrichtentechnik, Datenverarbeitung, Regelungs- und Meßtechnik, Montage von elektrischen Maschinen, Transformatoren und Anlagen.

2.7 Fachnahe Tätigkeiten:

in Entwicklungs-, Forschungs- und Projektierungsabteilungen sowie Prüffeldern; Betrieb elektrischer Anlagen.

2.8 Betrieblicher Einsatz moderner informationstechnischer Mittel und Verfahren:

EDV, Programmieren.

3. Ökonomisch/kaufmännischer Ausbildungsteil nach § 4 Abs. 3 Nr. 1

(1)

 

3.1

Rechnungswesen, Unternehmensplanung:

Mitarbeit bei der laufenden Kontrolle des gesamten Finanz- und Rechnungswesens;

Tätigkeiten im Rahmen der Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung;

Erlangung praktischer Kenntnisse der kurzfristigen Erfolgsrechnung; Mitarbeit bei der

Gewinnung, Verarbeitung und Auswertung von Informationen im Rahmen der gesamten

Unternehmensplanung.

3.2

Organisation und Datenverarbeitung:

Arbeits- und Aufgabenanalyse in personeller, räumlicher, zeitlicher und sachlicher

Hinsicht; Erarbeitung von Struktur- und Aufgabenplänen, Entwicklung und Aufbau von

Leitungs-, Stabs-, Kommunikations- und Kontrollsystemen; Abstimmung von

Organisation und EDV; optimaler Einsatz der EDV zur Automatisierung der

Arbeitsabläufe und Realisierung betrieblicher Informationssysteme.

3.3

Produktionsplanung und -steuerung, Arbeitsvorbereitung:

Planung und Steuerung des Material- und Arbeitseinsatzes sowie der Vorprodukte durch

die Produktion und ihre Weitergabe als Fertigprodukte; Prüfung der Zweckmäßigkeit des

Arbeitsablaufes und der Arbeitssicherheit.

3.4

Einkauf, Materialwirtschaft, Logistik:

Termingerechte Beschaffung von Werkstoffen und Vorprodukten, Überprüfung der

Quantität und Qualität, Analyse des Beschaffungsmarktes, Überwachung des

Materiallagers.

3.5

Verkauf, Vertrieb, Marketing, Marktforschung:

Planung, Organisation und Kontrolle des Vertriebs, Erstellung des Absatzplanes,

Verkaufsabschlüsse, Versanddisposition, Fakturierung und Mahnwesen, Bearbeitung von

Reklamationen, Zusammenarbeit mit der Marketing-Abteilung sowie dem

Produktionsbereich.

3.6

Personalwesen:

Beschäftigung mit Fragen der Personalplanung, -beschaffung und -verwaltung, Arbeitsplatzanalyse, Arbeitsplatzbewertung, Gehaltsfindung, Personalentwicklung und -betreuung, Ausbildung, Sozialwesen.

(2)

Die vorgeschriebenen 26 Wochen des gesamten Praktikums sind als Minimum zu betrachten. Es wird empfohlen, freiwillig weitere praktische Tätigkeiten in einschlägigen Betrieben durchzuführen. Empfehlenswert ist ein - häufig im Studentenaustausch gefördertes - Praktikum im Ausland; insbesondere auch zur Förderung der Fremdsprachenkenntnisse.

§ 6 Berichterstattung

(1)

Während oder unmittelbar nach Beendigung eines Praktikantenabschnittes sind über die jeweiligen Tätigkeiten und die dabei gemachten Beobachtungen Arbeitsberichte zu erstellen. Diese sollen das Grundsätzliche und Wesentliche der Verfahren aufzeigen. Es ist jedoch zu vermeiden, Gegenstände oder spezielle Einrichtungen und Verfahrensweisen zu beschreiben, die der Geheimhaltung unterliegen. Jeder Bericht muss dem zuständigen Ausbildungsleiter bzw. dem Betreuer vorgelegt und von diesem durch Unterschrift und Firmenstempel abgezeichnet werden. Da praktische Tätigkeiten, die im Berichtsheft nicht aufgeführt werden oder in diesem nicht abgezeichnet sind, auch nicht anerkannt werden, ist es empfehlenswert, die Ausführung der Berichte bereits bei Arbeitsbeginn mit der Firma abzustimmen.

(2)

Technisches Praktikum

Das Berichtsheft ist wie folgt zu gliedern:

Der erste Teil enthält eine Übersicht über das gesamte durchgeführte Praktikum, die Ausbildungsbetriebe und die Abteilungen, innerhalb derer die Ausbildung stattfand, aus der die Ausbildungszeiten zu ersehen sind. Der zweite Teil enthält die Wochenberichte mit jeweils einer Übersicht, in der für jeden Tag einer Woche die ausgeübten Tätigkeiten in Stichworten angegeben werden (Umfang ca. ½ DIN A 4-Seite pro Woche, vgl. Anlage 1), und einen technischen Bericht, in dem für jede Woche eine besonders interessante Arbeit in Form von Skizzen, Teilezeichnungen und einer knapp gefassten Beschreibung der Arbeitsgänge sowie der benutzten Maschinen, Werkzeuge und Vorrichtungen dargestellt wird (Umfang mindestens 1 ½ DIN A 4-Seiten pro Woche).

(3) Ökonomisch/kaufmännisches Praktikum nach § 4 Abs. 3 Nr. 1

Über die gesamte Praktikumszeit ist ein Bericht im Umfang von mindestens fünf DIN A 4-Seiten anzufertigen. Mögliche Inhalte sind erstens Probleme oder Aufgaben, mit denen sich der Student während seines Praktikums beschäftigt hat, zweitens ein Transfer zwischen der in der Universität vermittelten Theorie und der im Unternehmen erlebten Praxis sowie drittens Abläufe oder Strukturen, die das Unternehmens verbessern könnte Der Bericht ist maschinen- oder computergeschrieben (Schriftgröße 12; Zeilenabstand 1,5; Ränder max. 2,5 cm) zu erstellen und zusätzlich als Datei einzureichen.

§ 7 Ausbildungsbetriebe

Die im Praktikum zu vermittelnden Kenntnisse (z. B. bzgl. der Herstellungsverfahren, der kaufmännischen Inhalte sowie der sozialen Aspekte des Arbeitsprozesses) sollen bevorzugt in mittleren bzw. großen Industriebetrieben bzw. Handelsbetrieben erworben werden. Teile des ökonomisch/kaufmännischen Praktikums können auch bei Kreditinstituten oder Wirtschaftsprüfungsinstituten oder anderen Institutionen, die für Wirtschaftsingenieure arbeitsmarktrelevant sind, durchgeführt werden.

§ 8 Betreuung des Praktikanten

(1) Eine praxisnahe Ausbildung der Diplom-Wirtschaftsingenieure ist nicht allein Aufgabe der Hochschule. Es liegt auch im Interesse von Industrie und Wirtschaft, den Studenten während seiner Ausbildungszeit zu fördern und ihm eine vielseitige und lehrreiche Praktikantentätigkeit zu ermöglichen. Die Betreuung der Praktikanten wird daher in größeren Betrieben in der Regel von einem Ausbildungsleiter übernommen, der entsprechend den Ausbildungsmöglichkeiten des Betriebes und unter Berücksichtigung der Praktikantenrichtlinien für eine sinnvolle Ausbildung und angemessene Betreuung sorgt. Für Auskünfte

stehen außerdem die Mitarbeiter des Praktikantenamtes (siehe § 11) zur Verfügung.

§ 9 Bewerbung um eine Praktikantenstelle

(1) Vor Antritt seiner Ausbildung sollte sich der künftige Praktikant anhand dieser Richtlinien oder in Sonderfällen durch Anfrage bei den zuständigen Vertretern des FB Maschinenbau und Verfahrenstechnik bzw. der FB Elektrotechnik sowie Informatik oder des FB Wirtschaftswissenschaften genau mit den Vorschriften vertraut machen, die hinsichtlich der Durchführung des Praktikums, der Berichterstattung über die Praktikantentätigkeit usw. bestehen.

(2) Grundsätzlich obliegt die Suche nach einem geeigneten Ausbildungsbetrieb dem Praktikanten selbst. Geeignete und anerkannte Ausbildungsbetriebe können in erster Linie über das für den Ausbildungsort zuständige Arbeitsamt und die zuständige Industrie- und Handelskammer in Erfahrung gebracht werden. In Zweifelsfällen kann vor Antritt der Praktikantenstelle beim Praktikantenamt eine Entscheidung bezüglich der Eignung des entsprechenden Betriebes eingeholt werden.

§ 10 Praktikantenvertrag, Rechtsverhältnisse

(1) Das Praktikantenverhältnis wird rechtsverbindlich durch den zwischen dem Betrieb und dem Praktikanten abzuschließenden Praktikantenvertrag. Im Vertrag sind alle Rechte und Pflichten des Praktikanten und des Ausbildungsbetriebes sowie Art und Dauer des Praktikums festgelegt. Ein von den zuständigen Stellen erarbeitetes Vertragsmuster (Praktikantenvertrag) ist als Anlage 2 beigefügt.

(2) Wegen der besonderen Art des Praktikantenverhältnisses besteht kein Anspruch auf Vergütung. Üblicherweise erhalten die Praktikanten jedoch eine Ausbildungsbeihilfe, deren Höhe im Ermessen des Ausbildungsbetriebes liegt.

(3) Der Praktikant sollte darauf achten, dass er während seiner Praktikantenzeit ausreichenden Versicherungsschutz genießt. Eine Unfallversicherung besteht für jeden Praktikanten Kraft Gesetz, nicht dagegen eine Haftpflichtversicherung. Insbesondere haftet die Universität nicht für Schäden, die der Praktikant während seiner Praktikantentätigkeit verursacht.

(4) Wegen der Kürze der geforderten Ausbildungszeit wird Urlaub während des Praktikums nicht als Praktikumszeit angerechnet. Durch Krankheit oder sonstige Behinderung ausgefallene Arbeitszeit von mehr als zwei Tagen muß nachgeholt werden. Bei längeren Ausfallzeiten sollte der Praktikant den ausbildenden Betrieb um eine Vertragsverlängerung ersuchen, um den begonnenen Ausbildungsabschnitt in dem erforderlichen Maße durchführen zu können.

(5) Der Ausbildungsbetrieb stellt dem Praktikanten ein qualifiziertes Praktikumszeugnis oder eine Bescheinigung aus, in der die Ausbildungsdauer und -art in den einzelnen Abteilungen sowie die Anzahl der Fehltage vermerkt sind. Ein Muster ist als Anlage 3 dieser Praktikantenordnung beigefügt.

§ 11 Anerkennung des Praktikums

(1) Das technische Praktikum wird durch den zuständigen Vertreter (Leiter des Praktikantenamtes) des FB Maschinenbau und Verfahrenstechnik bzw. der FB Elektrotechnik sowie Informatik, das ökonomisch/kaufmännische Praktikum nach § 4 Abs. 3 Nr.1 durch den zuständigen Vertreter (Leiter des Praktikantenamtes) des FB Wirtschaftswissenschaften nach § 4 Abs. 3 Nr.2 durch den Verantwortlichen des

(2)

Wahlpflichtfaches bzw. Vertiefungsblocks und nach § 4 Abs. 3 Nr.2 durch den Veranstalter des Projektseminars beurteilt und anerkannt. Dem Leiter des Praktikantenamtes ist die Anerkennung mitzuteilen.

Der Praktikant hat selbst dafür Sorge zu tragen, dass die vollständigen Unterlagen frühestmöglich vorliegen, so dass eine rechtzeitige Anerkennung gewährleistet ist. Im eigenen Interesse empfiehlt es sich daher, die Unterlagen umgehend nach Praktikumsabsolvierung bzw. nach Wiederaufnahme des Studiums beim Praktikantenamt einzureichen. Die Anerkennung von Praktika, die länger als ein Jahr zurückliegen, ist gesondert zu beantragen.

§ 12 Sonderbestimmungen

(1)

abgeleistet worden sind. Die Berichte und der Tätigkeitsnachweis sind in deutscher oder englischer Sprache abzufassen. Ist dies nicht gewährleistet, muß eine amtlich beglaubigte Übersetzung vorgelegt werden. Praktikumsplätze im Ausland vermittelt insbesondere der DAAD, das Akademische Auslandsamt sowie AIESEC.

(2) Eine kaufmännische oder technische Ausbildung kann auf das Praktikum bis zur vollen Höhe von 13 Wochen angerechnet werden, wenn sie zu einem berufsqualifizierenden Abschluss (z.B. Gesellenprüfung) führte.

Im Ausland absolvierte praktische Tätigkeiten werden anerkannt, sofern sie nach diesen Richtlinien

§ 13 Praktikum bei der Bundeswehr

(1) Wehrpflichtige Abiturienten, die ein Studium der Fachrichtung Wirtschaftsingenieur wesen anstreben, können bei dem für ihren Wohnsitz zuständigen Kreiswehrersatzamt eine Verwendung in technischen Einheiten der Bundeswehr (Heer, Marine, Luftwaffe) beantragen. Dies sollte bei der Musterung geschehen. Dort erbrachte Ausbildungszeiten sind auf das Praktikum anrechenbar, wenn Tätigkeiten gemäß § 4 dieser Richtlinien durchgeführt werden. Zwecks Anerkennung sind die entsprechenden Berichte (§ 6) und Bescheinigungen (§ 10 Abs. 5) beim jeweiligen Praktikantenamt einzureichen. Der Bundesminister für Verteidigung hat mit Erlaß (siehe Ministerialblatt des Bundesministers für Verteidigung 1963, Seite 291, in der Fassung vom 12.07.1967, VMBl 1967, S. 213) die Führung von Praktikantenberichten und das Ausstellen der Praktikantenbescheinigung zugelassen.

(2) Im Rahmen des Berufsförderungsdienstes der Bundeswehr werden unter der Bezeichnung ”Arbeitsgemeinschaften” technische Kurse in der Freizeit (Abend- und Wochenendveranstaltungen) angeboten. Die Kurse ”Schweißen”, ”Grundfertigkeiten der Metallbearbeitung” und ”Aluminiumbearbeitung”, ggf. weitere nach Überprüfung ihrer Übereinstimmung mit § 4 dieser Richtlinien, sind ebenfalls auf das Praktikum anrechenbar, § 6 gilt entsprechend, anstelle von Praktikantenbescheinigungen können die ausgefertigten Maßnahmeblätter des Berufsbildungspasses vorgelegt werden. Auskünfte erteilt das für den jeweiligen Standort zuständige Kreiswehrersatzamt.

längerdienende Soldaten

(3) Diese Anrechnungsregel findet außer auf Grundwehrdienstleistende auch auf (Zeitsoldaten) Anwendung.

§ 14 Anerkennung von Ersatzzeiten

Das jeweilige Praktikantenamt kann Ausbildungszeiten und berufliche Tätigkeiten, Praktika der

Absolventen von Fachhochschulen, Tätigkeiten als Werkstudent sowie Ausbildungskurse anerkennen und entsprechend der dafür aufgewandten Zeit auf das Praktikum anrechnen, wenn sie mit den Vorschriften des § 4 übereinstimmen.

§ 15 Inkrafttreten

Diese Praktikantenordnung tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung im Staatsanzeiger

für Rheinland-Pfalz in Kraft.

Kaiserslautern, den 29. April 2002

Der Dekan des Fachbereichs

Sozial- und Wirtschaftswissenschaften

der Universität Kaiserslautern

Professor Dr. Michael v. Hauff

Anlage 1 (zu § 6 Abs. 2)

Wochenbericht

vom

bis

1996

Tag

Nachweis der geleisteten Arbeit

Stunden

Montag

   

Dienstag

   

Mittwoch

   

Donnerstag

   

Freitag

   
 

Gesamtstunden:

   

Arbeitsbericht

Unterschrift des

Praktikanten:

Unterschrift des

Ausbilders:

Datum:

Firmenstempel

Anlage 2

(zu § 10 Abs. 1)

PRAKTIKANTENVERTRAG

Zwischen der Firma

in

und

,

geb. am

in

,

wohnhaft in

- nachfolgend Praktikant genannt -

wird nachstehender Vertrag zur Ableistung eines Praktikums geschlossen. Das Praktikum dient der Vorbereitung auf das Studium an einer wissenschaftlichen Hochschule der Bundesrepublik Deutschland in der Studienrichtung Wirtschaftsingenieurwesen.

§ 1 Grundlagen des Praktikums

Das Praktikum wird auf der Grundlage der jeweils gültigen, fachrichtungsbezogenen Praktikantenordnung durchgeführt.

Das Praktikum dauert

§ 2 Dauer des Praktikums

Wochen, davon

Wochen technisches

Praktikum und

Wochen betriebswirtschaftlich/kaufmännisches Praktikum.

Es läuft vom

bis zum

Die ersten zwei Wochen gelten als Probezeit.

§ 3 Sachliche und zeitliche Gliederung

Das Praktikum wird gemäß dem in der Anlage beigefügten sachlichen und zeitlichen Gliederungsplan durchgeführt. Dieser entspricht der maßgeblichen Praktikantenordnung und ist Bestandteil dieses Vertrages.

§ 4 Pflichten des Betriebes

Der Betrieb verpflichet sich, den Praktikanten seiner Studienrichtung entsprechend zu unterweisen, die Berichterstattung zu überwachen und regelmäßig abzuzeichnen, nach Beendigung des Praktikums die für die Anerkennung durch das Praktikantenamt notwendigen Unterlagen (Praktikantenbescheinigung) auszustellen.

§ 5 Pflichten des Praktikanten

Der Praktikant verpflichtet sich, alle ihm angebotenen Ausbildungsmöglichkeiten wahrzunehmen, die ihm übertragenen Arbeiten gewissenhaft auszuführen, die Betriebsordnung, die Werkstattordnung und die Unfallverhütungsvorschriften zu beachten sowie Werkzeuge, Geräte und Werkstoffe sorgsam zu behandeln, das Praktikantenbuch sorgfältig zu führen und nach jedem Abschnitt des Praktikums, mindestens jedoch einmal im Monat, dem Ausbildungsleiter vorzulegen, die Interessen des Betriebes zu wahren und über Betriebsvorgänge Stillschweigen zu bewahren, bei Fernbleiben den Betrieb zu benachrichtigen, bei Erkrankung spätestens am dritten Tage eine ärztliche Bescheinigung vorzulegen.

§ 6 Praktikantenvergütung

Der Betrieb zahlt dem Praktikanten eine monatliche Praktikantenvergütung in Höhe von

EURO brutto.

§ 7 Tägliche Ausbildungszeit

Die regelmäßige, tägliche Ausbildungszeit richtet sich nach den jeweils gültigen Tarifvereinbarungen.

Der Praktikant erhält einen Urlaub von

§ 8 Urlaub*)

Tagen

§ 9 Auflösung des Vertrages

Der Vertrag kann nach Ablauf der Probezeit nur gekündigt werden: aus einem wichtigen Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist, vom Praktikanten mit einer Kündigungsfrist von 4 Wochen, wenn er die Praktikantenausbildung aufgeben oder sich für eine andere Berufstätigkeit ausbilden lassen will. Die Kündigung muß schriftlich und unter Angabe der Kündigungsgründe erfolgen.

§ 10 Sonstige Vereinbarungen

Für den Betrieb

,

den

19

Der Praktikant

*)

Gemäß § 10 Abs. 4 der Praktikantenordnung wird Urlaub nicht

als Praktikantenzeit angerechnet.

Anlage 3 (zu § 10 Abs. 5)

PRAKTIKUMSBESCHEINIGUNG

Herr/Frau

geboren am

in

wurde vom

bis

zu seiner/ihrer praktischen Unterweisung als Hochschulpraktikant wie folgt beschäftigt:

von

-

bis

Wochen

Art der Beschäftigung nach § 3

gesamte Wochenzahl technisches Praktikum

gesamte Wochenzahl betriebswirtschaftlich/ kaufmännisches Praktikum Fehltage während der Beschäftigungsdauer

davon

Ein Tätigkeitsbericht wurde von dem/der Praktikant/in abgefaßt.

Tage Urlaub,

Tage Krankheit ,

, Tage sonstige Abwesenheit.

Datum

Firmenstempel und Unterschrift