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Arch Linux

Die Grundinstallation und mehr

Farid Mésbahi

Arch Linux: Die Grundinstallation und mehr

Farid Mésbahi

Version 1.0

Veröffentlicht 03.07.2011 Copyright © 2008, 2009, 2010, 2011 Farid Mésbahi

Zusammenfassung

Eine Sammlung eigener Notizen rund um Arch Linux und anderen Themen.

Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND

[http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/] gestellt, davon ausgenommen sind die Codebeispiele, die unter der Creative Commons-Lizenz BY [http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/] stehen.

Das

Buch

ist

unter

der

Widmung

Für meine Frau Andrée.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

vii

I. Einleitung

1

1. Der Internetzugang

3

2. Für welche Rechnertypen ist Arch Linux geeignet?

4

3. Fingerarbeit

5

4. Aufbau

6

5. Dialog

7

6. Eltern haften für Ihre Kinder

8

II. Arch Linux

9

7. Die Grundinstallation von Arch Linux

11

7.1. Das Installationsmedium

11

7.2. Der erste Bootvorgang

11

7.3. Das Setup

13

7.3.1. Willkommen

13

7.3.2. Das Setup-Hauptmenü

14

7.4. Ergänzungen zur Grundinstallation von Arch Linux

33

7.4.1. Die Festplattenvorbereitung mit Hilfe von GPT fdisk (gdisk) 33

 

7.4.2. Der Einsatz von grub2

36

8. Die Arch Linux-Administration

39

 

8.1. Die deutsche Lokalisierung mit UTF-8 Unterstützung

39

8.2. Die Kernel-Module

41

8.3. Das Netzwerk

42

8.3.1. Ein einfaches Netzwerkkonzept

42

8.3.2. Die Netzwerkkonfiguration

43

8.4. Die Dienste

47

8.5. Die Benutzerverwaltung

48

8.6. Der Paketverwalter Pacman

49

8.6.1. Pacman konfigurieren

50

8.6.2. Mit Pacman arbeiten

53

8.7. Der Bootloader grub2

55

8.7.1. Voraussetzungen für grub2

55

8.7.2. Die Installation von grub2

55

8.7.3. Die Konfiguration von grub2

56

8.8. Die Systemzeit

64

8.8.1. Setzen der Uhrzeit mit dem Befehl date

64

8.8.2. Setzen der Uhrzeit mit dem Befehl ntpdate

65

8.9. Der Umgang mit Festplatten

65

8.9.1. Festplatten mit GUID Partitionstabellen (GPT)

65

8.9.2. Der Einsatz von Dateisystemen

69

8.9.3. Das Arbeiten mit UUIDs

70

III. Anwendungsbereiche

73

9.

Der eigene Arbeitsplatzrechner

75

9.1. X.org

75

9.1.1. Die Installation von X.org

75

9.1.2. Die Konfiguration der X.org-Umgebung

78

9.1.3. Stapellauf

81

9.2. Die Desktop-Umgebung

82

9.2.1. Die Gnome-Installation

82

9.2.2. Die KDE-Installation

83

9.2.3. Die Xfce-Installation

84

9.3. Starten der Desktop-Umgebungen

85

9.3.1. startx

86

9.3.2. Login-Manager

87

10. Ein einfacher Dateiserver

91

10.1. Die Serverausstattung

91

10.1.1. Eine Festplatte im System

91

Arch Linux

 

10.1.2.

Mehrere Festplatten im System

92

10.2.

Die notwendigen und hilfreichen Softwarepakete

95

IV. Dienstprogramme

 

97

11. Iptables

98

11.1.

Die Installation von Iptables

99

11.2.

Firewall für einen Arbeitsplatzrechner

99

11.3.

Firewall für einen Server

101

11.4.

Kurze Zusammenfassung

103

11.5.

Regeln speichern und prüfen

104

11.5.1. Dateiarbeit

104

11.5.2. Skript ausführen

104

11.5.3. Ketten prüfen

105

11.5.4. Finale Arbeit

105

11.6.

Logbuch führen

106

11.6.1.

Anpassen der Iptables-Konfiguration für Ulogd

106

11.7.

Iptables als Dienst

108

12. Samba

109

12.1.

Ein Beispiel - Die Agentur "Alpenglas"

109

12.2.

Die Installation von Samba

109

12.3.

Die Konfiguration von Samba

110

12.4.

Die Vorbereitungen

114

12.5.

Die Samba-Benutzerverwaltung

118

12.6.

Der Samba-Stapellauf

118

12.7.

Der Zugriff auf die Samba-Freigaben

119

12.7.1. Unter Apple Mac OS X

119

12.7.2. Unter Linux (Gnome)

121

12.7.3. Unter Linux (Shell)

123

12.7.4. Unter Windows

127

12.8.

Der Nachschliff

128

13. SSH (Secure-Shell)

 

129

13.1.

Die Installation von SSH

129

13.2.

Die Vorbereitungen auf dem Zielrechner (Server)

130

13.2.1. Die Konfiguration des SSH-Dienstes

130

13.2.2. Den Systemzugriff erlauben

132

13.2.3. Vorbereiten einer Firewall

133

13.2.4. Der richtige Benutzer

133

13.3.

Die Vorbereitungen auf dem Arbeitsplatzrechner (Client)

133

13.3.1. Die Konfiguration des SSH-Clients

133

13.3.2. Der Schlüsselbund

134

13.4.

Zusammenfassung und Ergänzungen

135

13.4.1.

Kopieren des öffentlichen Schlüssels per Datenträger

(USB-Speicherstick)

136

13.4.2. Kopieren des öffentlichen Schlüssels per Secure Copy (SCP)

 

137

 

13.4.3. Die Eigentumsverhältnisse

139

 

13.5.

Der Verbindungsaufbau

139

14. Ulogd

141

 

14.1. Die Installation von Ulogd

141

14.2. Ulogd und Iptables

141

14.3. Ulogd als Dienst

141

V. Programme und Werkzeuge

142

15.

Der Editor Nano

144

A. Kurzreferenz - Linux-Befehle

145

A.1. Befehle

145

B. Kurzreferenz - Berechtigungen bei Verzeichnissen und Dateien

148

B.1. Der oktale Weg

148

B.1.1. Von Objekten, Kategorien und Attributen

148

B.1.2. Weitere Steuer-Attribute

149

B.1.3. Über Dateien

150

B.1.4. Die Werkzeuge

150

Literaturverzeichnis

152

Arch Linux

Stichwortverzeichnis

153

Abbildungsverzeichnis

7.1. Bootvorgang

12

7.2. Erste Eingabeaufforderung

12

7.3. Willkommen

14

7.4. Hauptmenü

14

7.5. Installationsquelle

15

7.6. Netz-Installation

16

7.7. TCP/IP-Adressen

17

7.8. Server

18

7.9. Partitionsbeispiel

20

7.10. Richtige Festplatte auswählen

21

 

7.11. cfdisk

23

7.12. Zugriffsmethode

24

7.13. Dateisystem und Einhängepunkt 1

25

7.14. Dateisystem und Einhängepunkt 2

25

7.15. Dateisystem und Einhängepunkt 3

26

7.16. Dateisystem und Einhängepunkt 4

26

7.17. Software-Pakete auswählen

27

7.18. Auswahl der Softwarepakete

28

7.19. System-Konfiguration

29

7.20. Bootloader Grub

30

7.21. Grub-Konfiguration

31

7.22. Grub und der MBR

32

7.23. Partitionsbeispiel für grub2

34

8.1.

Netzwerkkonzept

42

8.2.

Partitionsschema mit einer BIOS-Boot-Partition

57

8.3.

grub2 Boot-Menü mit Hintergrundbild

61

8.4.

gdisk - Kommandoliste

67

8.5.

gdisk - Partitionen

69

8.6.

UUIDs von Partitionen

71

9.1.

Window-Manager twm

81

9.2.

Gnome

82

9.3.

KDE

83

9.4.

Xfce

84

10.1.

Serverpartitions-Beispiel 1

91

10.2.

Serverpartitions-Beispiel 2

92

11.1.

iptables

98

11.2.

Firewall-Skriptdatei

104

11.3.

Iptables Ausgabe

105

12.1.

Samba-Symbiose

114

12.2.

List (/mnt)

115

12.3.

List (/mnt/fbase)

116

12.4.

Mac OS X - Finder

119

12.5.

Mac OS X - Mit dem Server verbinden

120

12.6.

Gnome - Dialog 1

121

12.7.

Gnome - Dialog 2

122

12.8.

Shell - Mount-Vorbereitung

123

12.9.

Shell - Mount-Ergebnis

125

12.10. Gesetzte Attribute (Beispiel)

125

13.1.

dmesg Ausgabe

136

B.1. Berechtigung - Verzeichnis/Datei

148

B.2. Berechtigungsdarstellung

150

Tabellenverzeichnis

7.1.

Übersichtstabelle - Dateisysteme und Einhängepunkte

27

7.2.

Übersichtstabelle - Partition, Einhängepunkte und Dateisysteme

35

8.1.

Gruppen-Übersicht

48

8.2.

Kleine Parameter-Übersicht zu Pacman

53

8.3.

Grub2-Farbtabelle

59

8.4.

Grub2-Grafikformate

60

8.5.

Dateisystem-Übersicht

70

10.1.

fstab Aufbau

94

12.1.

Samba-Freigaben-Parameter

113

12.2.

Kleine pdbedit-Übersicht

118

12.3.

Mount - Parameter

124

13.1.

SSH-Verzeichnis

135

Vorwort

Warum ich gerade Arch Linux benutze ist einfach zu sagen. Es war Zufall. Ich suchte einfach eine Linux-Distribution, die für meine Belange eine Installation zur Verfügung stellt, wo ich von Vornherein Einfluß habe. Ein Linux von grundauf aufbauen zu können, allerdings aus Zeitgründen nicht gleich von ganz unten starten zu müssen. Keine ballastbehafteten vorinstallierten Prozesse, keine vorinstallierte grafische Oberfläche. Einfach ein schnelles Basissystem, welches ich selbst erweitern kann. Und einfach sollte es sein.

Der hier vorliegende Inhalt zu Arch Linux, also zur Grundinstallation und weiteren Möglichkeiten entsammte aus einer Schulungs-Dokumentation von mir, die nun quasi ein Teil von diesem Buch geworden ist. Viele kleine ergänzende Notizen habe ich im Laufe der Jahre hier einfach mal zusammen getragen, um den Einstieg zu erleichtern aber auch den einen oder anderen Anwendungsfall zu beschreiben. Und damals hätte ich mir eine solche Dokumentation gewünscht.

Also viel Spaß

Teil I. Einleitung

Inhaltsverzeichnis

1. Der Internetzugang

3

2. Für welche Rechnertypen ist Arch Linux geeignet?

4

3. Fingerarbeit

5

4. Aufbau

6

5. Dialog

7

6. Eltern haften für Ihre Kinder

8

Kapitel 1. Der Internetzugang

Im Zeitalter der Kommunikation ist ein Internetzugang kaum noch weg zu denken. Auch für die beschriebenen Beispiele werden oftmals ganze Softwarepakete herunter geladen. In weiteren Kapiteln wird kurz der Netzwerkbetrieb beschrieben, bei dem sich mehrere Personen zu Hause oder in einem kleinen Büro einen Internetzugang teilen. Daher kann ich eine schnelle Anbindung zum Internet (z.B. per DSL oder Kabel) nur empfehlen. Achten Sie bitte auch darauf, dass Sie bei großen Paketen auch mal leicht einen Volumentarif sprengen könnten, denn für die eine oder andere Vorgehensweise werden gleich mehrere Megabytes verschlungen. Planen Sie daher auch ein, wieviele Personen den Zugang zum Internet nutzen und wie groß das Volumen sein könnte. Eine Flatrate ist dann oftmals sehr zu empfehlen.

Kapitel 2. Für welche Rechnertypen ist Arch Linux geeignet?

Arch Linux ist für i686 CPUs optimiert, also etwa erst lauffähig ab Pentium Pro von Intel und entsprechenden Alternativen. Das bedeutet wiederum einen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber gängigen Linux-Distributionen, dessen Softwarepakete auch für ältere CPU-Generationen kompiliert wurden. Aktuell werden also Installations-CDs für i686 und x86 mit 64 Bit Unterstützung zur Verfügung gestellt.

Kapitel 3. Fingerarbeit

Für die Installation gibt es eine Installationsroutine. Für weitere Konfigurationen am System selbst und für viele Softwarepakete gibt es keine Konfigurationsprogramme. Hier muss dann der klassische Weg genommen werden: Mit einem Editor die entsprechende Konfigurationsdatei zu öffnen, um bestimmte Parameter zu setzen. Man-Pages, die zu Programmen gehörende Hilfe in Textform, geben das notwendige Wissen weiter. Dies soll keine Abschreckung sein, sondern eine Ermutigung. Denn ich selbst habe auf diesen Weg viel gelernt. Also nur Mut.

Kapitel 4. Aufbau

Der Aufbau dieses Buches ist Modular gestaltet, um schnell das Eine oder Andere zum Nachschlagen wieder zu finden. Das Auflisten oder Zitieren aller Parameter zu bestimmten Programmen ist nicht mein Ziel. Eher verfolge ich einen praktischen Bezug, um die notwendigen EInstellungen besser zu verstehen. Ich habe mal irgendo wo den Satz gehört: "Im Wort Begreifen steckt das Greifen", also einen praktischen Bezug zu etwas haben, um das Theoretische zu verstehen.

Bedingt durch eine feste Seitenbreite dieses Buches in Papierform, sind mache Konfigurationszeilen mit einem Zeilenumbruch gekennzeichnet. Erscheint also am Ende einer Zeile ein "==>" so muss in der Praxis die Folge-Zeile einfach dahinter gesetzt werden.

Beispiel:

Aus: Hallo Welt, das ==> ==>ist ein Beispiel.

Wird: Hallo Welt, das ist ein Beispiel.

Kapitel 5. Dialog

Auch ich bin nicht vor Fehlern gefeit. Einige Lösungen können zu Diskussionen führen, warum gerade dieser oder jener Weg favorisiert wurde. Oder ich habe weitere Fragen bei Ihnen angestoßen. Tragen Sie mir einfach Ihr Anliegen per Mail (mes/ät/schreibdichte/punkt/de) zu. Haben Sie bitte Verständnis, dass ich Fragen außerhalb dieser Zusammenstellung nicht beantworten kann. Hier dient das Internet als große Hilfestellung in Form von Foren (http://www.archlinux.de oder http://www.archlinux.org), Newsgroups und dergleichen.

Kapitel 6. Eltern haften für Ihre Kinder

Wer hat nicht schon solch eine Warnung vor Baustellen gesehen? Ich möchte dieses Beispiel als Aufhänger dafür benutzen, dass sämtliche Projekte und Bespiele zwar von mir getestet sind, allerdings zum Teil Einfluss auf das System nehmen. Auf die Gefahren und Folgen weise ich hiermit ausdrücklich hin. Und daher gilt:

Warnung

Alles was Sie umsetzen, geschieht auf eigene Gefahr !

Teil II. Arch Linux

Inhaltsverzeichnis

7. Die Grundinstallation von Arch Linux

11

7.1. Das Installationsmedium

11

7.2. Der erste Bootvorgang

11

7.3. Das Setup

13

7.3.1. Willkommen

13

7.3.2. Das Setup-Hauptmenü

14

7.4.

Ergänzungen zur Grundinstallation von Arch Linux

33

7.4.1. Die Festplattenvorbereitung mit Hilfe von GPT fdisk (gdisk)

33

7.4.2. Der Einsatz von grub2

36

8. Die Arch Linux-Administration

39

8.1. Die deutsche Lokalisierung mit UTF-8 Unterstützung

39

8.2. Die Kernel-Module

41

8.3. Das Netzwerk

42

8.3.1. Ein einfaches Netzwerkkonzept

42

8.3.2. Die Netzwerkkonfiguration

43

8.4. Die Dienste

47

8.5. Die Benutzerverwaltung

48

8.6. Der Paketverwalter Pacman

49

8.6.1. Pacman konfigurieren

50

8.6.2. Mit Pacman arbeiten

53

8.7.

Der Bootloader grub2

55

8.7.1. Voraussetzungen für grub2

55

8.7.2. Die Installation von grub2

55

8.7.3. Die Konfiguration von grub2

56

8.8.

Die Systemzeit

64

8.8.1. Setzen der Uhrzeit mit dem Befehl date

64

8.8.2. Setzen der Uhrzeit mit dem Befehl ntpdate

65

8.9.

Der Umgang mit Festplatten

65

8.9.1. Festplatten mit GUID Partitionstabellen (GPT)

65

8.9.2. Der Einsatz von Dateisystemen

69

8.9.3. Das Arbeiten mit UUIDs

70

Kapitel 7. Die Grundinstallation von Arch Linux

Das Ziel ist eine komplette Neuinstallation des Systems unter Berücksichtigung der physischen Trennung von Betriebssystem, Anwendungsprogrammen sowie den persönlichen Daten. Also der Idealfall ohne das parallele Vorhandensein eines anderen Betriebssystems.

7.1. Das Installationsmedium

Aktuelle Installations-Medien können am schnellsten von http://www.archlinux.de oder http://www.archlinux.org als ISO-Image kostenlos herunter geladen werden.

Dabei werden zwei Varianten für die Rechnertypen mit 32 und 64 Bit angeboten, wobei die 32 Bit Version auch auf einem Rechnertyp mit 64 Bit installiert werden kann:

• Die Netinstall-Installation ist das kleinste Medium von wenigen Megabytes Größe. Hierbei wird das Installationgerüst zur Verfügung gestellt. Alle weiteren Softwarepakete für ein Grundsystem werden wärend der Installation über das Internet herunter geladen.

• Die Core-Installation beinhaltet alle Basis-Softwarepakete, die also während der Installation nicht mehr herunter geladen werden müssen. Als ISO-Image entsprechend größer. Eine Netinstall-Installation ist aber auch mit dieser Variante möglich.

Anmerkung

Alle ISO-Images können mit einem beliebigen Brennprogramm unter Mac OS X, Linux oder Windows gebrannt werden. Zum Zeitpunkt dieser Beschreibung wurde die Version 2010.05 benutzt.

Zusätzlich wird die 32Bit- zusammen mit der 64 Bit-Version von Arch Linux, jeweils als Netinstall- und Core-Installation, als Dual-Medium angeboten. So hat man ein Installationsmedium für beide Rechnerarchitekturen greifbar, das ISO-Image ist aber dafür am größten.

Da hier die Installation mit Hilfe der Core-Installation (32 Bit) beschrieben wird, um auch ohne einer Internet-Verbindung Arch Linux installieren zu können, sollte mindestens dieses Installationsmedium fertig vor liegen.

7.2. Der erste Bootvorgang

Damit von CD gebootet werden kann, ist es notwendig, dass im BIOS des Rechners die Bootreihenfolge stimmt. Oftmals ist das CD/DVD-Laufwerk als Letztes in der Kette aufgelistet. Beim Versuch zu booten wird evtl. noch ein Altsystem von der Festplatte gestartet, anstatt jetzt direkt von der neuen CD zu booten. Bei einer neuen oder leeren Festplatte wird vom BIOS sowieso jedes erdenkliche Boot-Medium abgeklappert. Dennoch sollte, um den ersten geschilderten Fall zu umgehen, das CD/DVD-Laufwerk an erster Stelle im BIOS gesetzt werden.

Nach erfolgreichem Bootvorgang sollte der folgende Startbildschirm erscheinen.

Die Grundinstallation von Arch Linux

Abbildung 7.1. Bootvorgang

Grundinstallation von Arch Linux Abbildung 7.1. Bootvorgang An dieser Stelle stehen verschiedene Punkte für den

An dieser Stelle stehen verschiedene Punkte für den Installationsstart, Tools (z.B. ein Speichertest) und weitere Möglichkeiten zur Verfügung. Interessant ist hier der Erste, wobei Im Normalfall allerdings eine Bestätigung mit der Enter-Taste ausreicht, damit der Vorgang mit "Boot Arch Linux" fortgesetzt wird. Am Ende der Prozedur mit Hardwareerkennung, Laden der entsprechenden Treibermodule u.s.w., sollte eine Aufforderung erscheinen, welcher Benutzer angemeldet werden soll. Für eine Installation wird hier root eingegeben und mit Enter bestätigt. Der ersten richtigen Eingabe eines Befehles steht nun nichts mehr im Weg.

Abbildung 7.2. Erste Eingabeaufforderung

Die Grundinstallation von Arch Linux

Die Grundinstallation von Arch Linux 7.3. Das Setup Damit die nächsten Eingaben etwas einfacher werden, sollte

7.3. Das Setup

Damit die nächsten Eingaben etwas einfacher werden, sollte man vom amerikanischen zum deutschen Tastaturlayout wechseln. Dazu einfach das Programm Keyboardmanager, kurz km in der Eingabeaufforderung eingeben und mit Enter bestätigen:

km

Der darauf folgende Dialog bezieht sich darauf, das entsprechende Tastaturlayout zu wählen. Für ein deutsches Tastaturlayout wird i386/qwertz/de-latin1.map.gz mit den Pfeiltasten gewählt und mit OK bestätigt. Der nächste Dialog zur Auswahl eines Konsolenfonts kann mittels Skip übersprungen werden. Nun sollten sämtliche Tastatureingaben, besonders das "z" und "y" richtig dargestellt werden.

Das eigentliche Setup-Programm zum Installieren von Arch Linux wird über die Eingabe von:

/arch/setup

gestartet.

7.3.1. Willkommen

Auch hier darf ein Willkommenbildschirm nicht fehlen. Und es werden gleich ein paar Hinweise mit geliefert. Ein kleiner aber wichtiger Hinweis von mir, es wird eine Installation beschrieben ohne eine Parallelanwesenheit wie z.B. von Windows. Im Prinzip wird die Festplatte gelöscht, falls dies noch nicht der Fall ist.

Warnung

Die Grundinstallation von Arch Linux

Daher wenn notwendig hier die Installation abbrechen, um wichtige Daten vorher zu sichern.

Abbildung 7.3. Willkommen

wichtige Daten vorher zu sichern. Abbildung 7.3. Willkommen Interessant ist die Information über die Bildschirmausgabe.

Interessant ist die Information über die Bildschirmausgabe. Verschiedene Ausgaben werden nicht nur im Installationsdialog gezeigt, sondern auf der Konsole Nr. 7 ausgegeben. Im Prinzip entgeht Ihnen in der Standardprozedur nichts, detaillierte Angaben sind dann über die Tastaturkombination ALT+F7 erreichbar. Der Standardbildschirm ist wieder über ALT+F1 vorhanden.

Das Prinzip ist wohl erkannt. Die einzelnen Konsolen (im Standard VC1 bis VC6) sind durchnummeriert und mit der entsprechenden Tastaturkombination erreichbar. Das ist ein ganz hilfreicher Punkt, der das spätere Arbeiten mit der Shell unterstützt. Denn hierbei kann die Multitaskingfähigkeit von Linux besser genutzt werden. Wird z.B. in der ersten Konsole ein längerer Prozess gestartet, kann in der Zweiten weiter gearbeitet werden.

7.3.2. Das Setup-Hauptmenü

Das Hauptmenü gibt eine strukturierte Installation in acht Hauptschritten vor.

Abbildung 7.4. Hauptmenü

Die Grundinstallation von Arch Linux

Die Grundinstallation von Arch Linux 7.3.2.1. Die Installationsquelle (1) Es gibt zwei Wege, die zur Wahl

7.3.2.1. Die Installationsquelle (1)

Es gibt zwei Wege, die zur Wahl stehen. Der eine Weg geht davon aus, dass sämtliche Software-Pakete vom Datenträger stammen (CD-Installation). Der Andere, dass alle notwendigen Pakete aus dem Internet zum Zeitpunkt der Installtion selbst herunter geladen werden (Netz-Installation). Beides hat Vor- und Nachteile und die Wahl selbst wird vermutlich durch die eigene aktuelle Situation bestimmt sein.

Vermutlich sofort erkennbar ist, dass mit der Netz-Installation aktuelle Software-Pakete genutzt werden, als bei der CD-Installation. Da das Alter der Pakete vom Veröffentlichungszeitpunkt der Installations-Images abhängt. Ein weiterer Vorteil ist, dass bestimmte Werkzeuge, die wärend der Installations nicht zur Verfügung stehen, aus dem Internet nachgereicht werden können.

Hat man allerdings keinen Internet-Zugang, kommt man an der CD-Variante wohl nicht vorbei. Eine komplette Arch Linux Installation selbst ist aber mit wenigen Handgriffen auf den aktuellen Stand gebracht, auch wenn erst später der Internet-Zugang zur Verfügung steht. Dies ist nach einer erfolgreichen Grundinstallation von Arch Linux ein Thema und wird später mit berücksichtigt (siehe Kapitel: Die Arch Linux-Administration).

Wurde also der Punkt der Installtionsquelle gewählt, hat man also die Wahl.

Abbildung 7.5. Installationsquelle

Die Grundinstallation von Arch Linux

Die Grundinstallation von Arch Linux 7.3.2.1.1. Die CD als Installationsquelle Dieser Punkt ist schnell erledigt und

7.3.2.1.1. Die CD als Installationsquelle

Dieser Punkt ist schnell erledigt und bedarf keiner weiteren Einstellung. Wurde die Wahl getroffen, wird sofort nach einer Bestätigung des Hinweises in das Hauptmenü zurück gesprungen.

7.3.2.1.2. Das Internet als Installationsquelle

An dieser Stelle wird schon etwas von der Administration von Arch Linux vorweg genommen, da hier ein kompletter Internet-Zugang Voraussetzung ist. Die folgenden Schritte beziehen sich daher also auf Inhalte, wie sie im Netzwerk-Kapitel insbesondere zum Konzept (siehe Kapitel: Ein einfaches Netzwerkkonzept) beschrieben sind.

Liegen alle Daten (einzusetzende TCP/IP-Adressen für das eigene Netzwerk) vor, beginnt der Einstieg mit einem Hinweis zur manuellen Konfiguration der entsprechenden Netzwerkkarte. Wurde dieser Hinweis mit OK quittiert, erscheint ein Untermenü mit den Punkten laut Abbildung:

Abbildung 7.6. Netz-Installation

Die Grundinstallation von Arch Linux

Die Grundinstallation von Arch Linux Die eigentliche Konfiguration beschreibe ich in der vorgegebenen Reihenfolge: 1.

Die eigentliche Konfiguration beschreibe ich in der vorgegebenen Reihenfolge:

1. Konfigurieren des eigenen Netzwerkes.

Nach Auswahl des Menüpunktes wird das erkannte Netzwerkgerät (in der Regel eth0) für ein kabelgebundenes Netzwerk angezeigt. Wurde diese Meldung mit OK bestätigt, lautet die Wahl DHCP einzusetzen (für die automatische Vergabe von TCP/IP-Adressen von einem entsprechenden Server im eigenen Netzwerk) oder auch nicht.

Ich beschreibe den Weg bei der Nutzung von festen Adressen, wie es in der Abbildung zum Netzwerkkonzept (siehe Kapitel: Ein einfaches Netzwerkkonzept) dargestellt wird. Entsprechend wird der Einsatz eines DHCP-Servers verneint.

Daraus resultierend wird dirkt in den Folgedialogen nach der eigenen TCP/IP-Adresse des Rechners, der Netmask, der Broadcast-Adresse, die Adresse des Gateways und des Domain-Name-Servers (DNS) abgefragt. Proxy-Server werden hier im Konzept nicht genutzt und sollten natürlich bei Bedarf hier mit eingetragen werden. Als Zusammenfassung werden alle Adressen erneut angezeigt, um ggf. Fehler zu erkennen.

Abbildung 7.7. TCP/IP-Adressen

Die Grundinstallation von Arch Linux

Die Grundinstallation von Arch Linux 2. Wahl des Servers mit den Software-Paketen. An dieser Stelle wird

2. Wahl des Servers mit den Software-Paketen.

An dieser Stelle wird der Server ausgewählt, der sämtliche Softwarepakete für Arch Linux bereit stellt. Es sollte ein Server sein, der zumindest aus dem gleichen Land stammt, um ein wenig die Last aller Arch Linux Installateure zu verteilen.

Abbildung 7.8. Server

Arch Linux Installateure zu verteilen. Abbildung 7.8. Server 3. Rücksprung zum Hauptmenü. Sind alle Einstellungen

3. Rücksprung zum Hauptmenü.

Sind alle Einstellungen getätigt, kann nun mit dem nächsten Schritt im Hauptmenü begonnen werden.

7.3.2.2. Einstellen der Uhr (2)

Zu diesem Zeitpunkt wird die Systemzeit eingestellt. Im Dialog erfolgt dies in drei Schritten.

Die Grundinstallation von Arch Linux

Zuerst über die Region und Zeitzone (1), z.B. mit Europa und Berlin für eine deutsche Umgebung.

Danach das eigentliche Einstellen der Uhrzeit zusammen mit dem Datum (2). Bedingt durch die alleinige Vorherschaft von Linux (ohne Windows) als Installationsziel, wird als Uhrzeit die UTC (Universal Time, coordinated) ausgewählt. Entweder sieht die vorgegebene Einstellung gut aus, oder nicht. Im Falle einer Nacharbeit kann dies über einen Zeitserver (NTP) oder manuell erfolgen. Da sich die vorherige Auswahl der Installations-Quelle auf eine Installations-CD bezog, werden keine Netzwerkparameter abgefragt, die einen Zugang zum Internet ermöglichen und somit auch nicht auf einen Zeitserver. Also bleibt in diesem Fall nur die manuelle Bearbeitung übrig.

Abhängigkeiten zwischen Zentraler-Europäischen-Sommer-Zeit (CEST), Zentraler-Europäischen-Zeit (CET, Winterzeit) und der koordinierten Weltzeit (UTC) werden im Kapitel: Die Systemzeit) weiter erläutert. Hier im Einstellungsdialog wird die aktuelle lokale Zeit eingetragen.

7.3.2.3. Die Festplattenvorbereitung (3)

Ein wichtiger Schritt, denn hier wird die Festplatte nicht nur in Partitionen aufgeteilt, sondern zum Verwalten der eigentlichen Daten im entsprechenden Dateisystem formatiert. Der Dialog zeigt insgesamt vier Einstellungsmöglichkeiten an:

1. Automatische Vorbereitung der Festplatte.

2. Festplatte partitionieren (manuell).

3. Filesystem und Mountpoints festlegen (manuell).

4. Zurücksetzen der letzten Festplatteneinstellungen.

In unserem Fall würde ich das Zepter nicht aus der Hand geben wollen. Denn wir möchten unter ganz bestimmten Voraussetzungen die Partitionen anlegen. Daher kommt der Menüpunkt eins nicht in Frage. Also betreten wir den nächsten Dialog über den Punkt zwei: Festplatte partitionieren.

In der nächsten Übersicht werden alle im System vorhandenen Festplatten und deren Kapazität angezeigt.

Anmerkung

Festplatten werden unter Linux mit den Gerätenamen sda für die Erste, sdb für die Zweite, sdc für die Dritte u.s.w. eingebunden, und dies unabhängig des Controllersystems. Analog bei optischen Laufwerken mit den Gerätenamen sra z.B. für ein DVD-ROM-Laufwerk.

Grundsätzlich kann Linux dank des später beschriebenen Bootloaders Grub von einer beliebigen Festplatte gebootet werden. Im Normalfall wird hier die erste Festplatte im System für das Betriebssystem gewählt. Für eine Partitionierung sollte dann vorweg eine Planung gemacht werden. Dazu ein Beispiel:

Laut des beschriebenen Zieles, ergibt sich folgende Lösung:

Definiert werden insgesamt vier Partitionen. Da maximal vier primäre Partitonen pro System erlaubt sind, wird dies auch genau ausgeschöpft. Die ersten drei Partitionen werden nach einigermaßen festen Größen fest gelegt. Die Restgröße der vierten Partition ist laut Partitionsbeispiel nur noch von der Gesamtkapazität der Festplatte abhängig.

1. Auf der ersten Partition soll der Linuxkern zusammen mit dem Bootloader-Teil abgelegt

Die Grundinstallation von Arch Linux

werden. Beide sind nicht sehr groß, daher kann für diese Partition eine Größe von ca. 100 MB reserviert werden (/boot).

2. Die zweite Partition beinhaltet später das gesamte System einschließlich der Anwendungsprogramme. Die Erfahrung hat gezeigt, dass für ein Arbeitsplatzsystem durchschnittlich 10-20 GB ausreichen. Wem das zu wenig erscheint, der kann nach eigenem Ermessen die Partion definieren (/, Rootverzeichnis oder auch Wurzelverzeichnis genannt).

3. Der dritte Bereich ist für die Swap-Partition gedacht. Hierbei handelt es sich um eine Erweiterungsmöglichkeit für das System, Daten bei Hauptspeicherengpässen entsprechend auszulagern. Als Richtgröße hat sich das Doppelte des Hauptspeichers etabliert. Sollten also 512 MB RAM als Hauptspeicher im System vorhanden sein, so kann die SWAP-Partition auf ein Gigabyte gesetzt werden. Maximal zwei Gigabyte reichen im Normalfall aus. Sollte das System wirklich in die Situation kommen, die Swap-Partition in solch einer Größe (2 GB) komplett zu nutzen, gibt es eher einen Flaschenhals auf ganz anderer Seite (zu wenig Hauptspeicher im Verhältnis der zu nutzenden Programme). Das System verhält sich dann sehr langsam.

4. Die vierte und letzte Partition ist für private Daten zuständig (/home). Im Home-Verzeichnis werden die späteren Benutzer-Verzeichnisse angelegt, in denen separiert alle benutzer- und programmspezifischen Daten abgelegt sind. Die Größe entspricht dem was übrig geblieben ist.

Diese Aufteilung hat den Sinn, wichtige Komponenten von einander zu trennen. Besonders an den eigenen Daten ist es vielleicht besser zu erkennen. Denn würde alles in einer Partition liegen, wären bei einem Systemfehler die eigenen Daten evtl. nicht mehr erreichbar. So bleibt bei einem Defekt oder Systemwechsel die Datenpartition (/home) unberührt. Hat die gesamte Festplatte einen physischen Defekt, stellt die weltbeste Partitionierung auch keine Hilfe mehr dar. Da könnte eine zweite oder dritte Festplatte im System diesen Umstand aufheben.

Bei Linux/Unix gibt es keine Laufwerksbuchstaben, wie unter Windows. Die später erstellten Partitionen werden als Verzeichnis sichtbar (bis auf die Swap-Partition, diese wird direkt vom System angesprochen) in den Verzeichnisbaum eingehängt. Dabei ergibt sich eine Struktur mit den für uns wichtigen Verzeichnissen, denen die Partitionen zugewiesen werden.

Abbildung 7.9. Partitionsbeispiel

Die Grundinstallation von Arch Linux

Die Grundinstallation von Arch Linux Anmerkung Es ist Hilfreich sich eine Notiz zu machen, wie in

Anmerkung

Es ist Hilfreich sich eine Notiz zu machen, wie in der Abbildung zu sehen. So kann mit Bleistift und Papier im Vorfeld eine Partitionierung und deren Zuweisung in dem Verzeichnisbaum geplant werden.

Im Installationsdialog wird die Festplattenübersicht mit OK bestätigt und im Folgedialog die erste Festplatte ausgewählt (in unserem Beispiel /dev/sda). Das "/dev/sda" zeigt, dass Festplatten, oder allgemein gesagt sämtliche Geräte als "Systemdatei" im Verzeichnisbaum verwaltet werden. Das Slash (/) ist kein Tippfehler, unter Linux/Unix gibt es kein Backslash (\) wie unter Windows.

Abbildung 7.10. Richtige Festplatte auswählen

Die Grundinstallation von Arch Linux

Die Grundinstallation von Arch Linux Nach der Bestätigung kommt ein Hinweis, dass jetzt das Konfigurationsprogramm cfdisk

Nach der Bestätigung kommt ein Hinweis, dass jetzt das Konfigurationsprogramm cfdisk gestartet wird. Dies ist ein einfach zu bedienendes Programm, um eine Partitionierung vorzunehmen. Mit Hilfe der Pfeiltasten auf der Tastatur, wird im Menübereich navigiert.

Wichtig

Wer z.B. bedingt durch Festplattenkapazitäten jenseits der zwei Terabyte arbeiten möchte, neue Sektorgrößen mit 4096 Bytes berücksichtigen muss, kommt an den Einsatz von GUID Partitionstabellen (GPT) und entsprechenden Werkzeugen (cfdisk unterstützt keine GPT) nicht vorbei. Hierzu gibt es ein gesondertes Kapitel (siehe Kapitel: Die Festplattenvorbereitung mit Hilfe von GPT fdisk (gdisk)), um genau an dieser Stelle einen anderen Weg der Partitionierung während dieser Installation einzuschlagen. Aber dann nach getaner Arbeit hier wieder zurück zu kommen.

Zu Beginn steht der Balken in der Mitte und zeigt den frei verfügbaren Platz der Festplatte an, sofern keine alten Partitionen vorhanden sind. Alte Partitionen werden mit dem Menüpunkt Delete gelöscht (wurden vorher Daten gesichert?). Da wir eine neue Partition anlegen wollen, wird dies über den Menüpunkt New erreicht. Im nächsten Schritt wird abgefragt, ob eine primäre oder logische Partition angelegt werden soll. Nach unserer Planung sollen primäre Partitionen angelegt werden, also den Punkt Primär bestätigen.

Anmerkung

Der Linuxkern kann nur von einer primären Partition gebootet werden, dies sollte auf jeden Fall in die Planung mit einbezogen werden. Logische Partitionen werden in einer erweiterten Partition angelegt. Diese erweiterte Partition ist eine Möglichkeit, um die maximale Anzahl von vier primären Partition zu umgehen. Dabei hat die erweiterte Partition den Stellenwert einer Primären. Werden also drei primäre und eine erweiterte Partitionen angelegt, können zusätzlich mehrere logische Partitionen in der Erweiterten angelegt werden.

Danach wird die Größe in Megabyte (MB) abgefragt. Hier laut Planung den Zahlenwert 100 (MB) eintragen. Cfdisk ist in der Lage, den Bereich der Partition auf der Festplatte zu bestimmen. Hier bitte den Anfang des freien Bereiches bestätigen.

Der erste Partitionseintrag ist fast fertig. Zur Erinnerung: Dies soll die Boot-Partition werden, entsprechend muss dies deklariert werden. Dazu gibt es den Menüpunkt Bootable mit dem die neue Partition ein Bootflag erhält. Was jetzt noch fehlt, ist das Format dieser Partition. Dazu den Menüpunkt Type wählen. Es erscheint eine Tabelle mit den zur

Die Grundinstallation von Arch Linux

Verfügung stehenden Formaten. Für uns wichtig sind die Formate 83 für Linux und 82 für die Swap-Partition.

Nun die Schritte:

1. Neue Partition anlegen [New].

2. Größe in MB angeben.

3. Partitionstyp beschreiben (Primary/Logical)

4. Schreibposition der Partiton (Beginning)

sooft wiederholen, bis alle notwendigen Partitionen definiert wurden. Zum Schluss werden die Eingaben mit dem Punkt Write finalisiert. Das Schöne bei cfdisk ist, dass Partitionen angelegt, definiert und wieder gelöscht werden können, bis alles stimmt. Erst mit Write werden die Partitionen nach einer Abfrage, die mit dem ausgeschriebenen Wort "yes" bestätigt wird, geschrieben. Anschließend sollte das Ergebnis, bis auf die vierte Partition (da größenabhängig) in etwa wie in der nächsten Abbildung aussehen. In dieser Übersicht ist auch gut zu erkennen, dass hier die Partitionen von eins bis vier durch nummeriert sind und den entsprechenden Namen (Erste Spalte: sda1 bis sda4) besitzen.

Abbildung 7.11. cfdisk

Spalte: sda1 bis sda4) besitzen. Abbildung 7.11. cfdisk Mit Quit wird cfdisk verlassen. Danach den

Mit Quit wird cfdisk verlassen. Danach den Installationsdialog mit Done beenden. Nun sollte man sich wieder im Vormenü befinden, wo es mit dem Punkt 3 Manually Configure block devices, filesystems and mountpoints weiter geht.

7.3.2.3.1. Zuweisen der Dateisysteme und Mountpunkte

Ziel der nächsten Aktion ist, die zuvor erstellten Partitionen dem späteren Linux-System bekannt zu machen. Also welche Partition wie eingesetzt und ggf. im System(-Verzeichnis-)baum eingehängt wird (Mountpoint). Dazu sind die Notizen, aus dem Partitionsbeispiel sehr hilfreich. Denn in den Folgedialogen werden genau diese Partitionen abgefragt, um das entsprechende Dateisystem und deren Einhängepunkt im

Die Grundinstallation von Arch Linux

System zu bestimmen.

Der erste Dialog für die Zugriffsmethode der Partitionen, hat auf das spätere System einfluss.

Abbildung 7.12. Zugriffsmethode

spätere System einfluss. Abbildung 7.12. Zugriffsmethode Im vorherigen Verlauf, habe ich mich auf den klassischen

Im vorherigen Verlauf, habe ich mich auf den klassischen Zugriff der Festplatten und Partitionen über die Gerätenamen (/dev/sda, /dev/sdb u.s.w.) bezogen. Das bleibt auch so. Es gibt aber Situationen, wo eine konkrete Eindeutigkeit notwendig wird. Hierzu dienen die UUIDs (Universally Unique Identifier, z.B. UUID=1d4732ce-b13b-4b14-b2a7-8adcb3c30816), die einen eindeutigen Zugriff auf jede Partition erlaubt. Der Umgang mit UUIDs ist ein Thema für sich und wird daher im Kapitel Das Arbeiten mit UUIDs näher beschrieben. Das Benutzen von UUIDs kann auf jeden Fall im Nachhinein erfolgen.

Label, also eine Bezeichung im Klartext für jede Partition, ist im Vergleich zu den anderen Techniken weit aus schwächer, was die sichere Eindeutigkeit betrifft und ist daher hier nicht zu empfehlen. Denn ein Label kann mehrfach mit der gleichen Bezeichnung vergeben sein.

Nun zusammenfassend zielt dieser Dialog darauf ab, welches Verfahren (Gerätenamen, Label oder UUID) zur Ansteuerung der Partitionen in den späteren Konfigurationsdateien genutzt werden soll. Da jede Methode für sich, direkten Einfluss auf die Parameterschreibweise in den Systemdateien hat.

Wie schon geschrieben, verfolge ich hier weiterhin den Weg über die Gerätenamen.

Die Auswahl des Dateisystems und des Einhängepunktes erfolgt für jede einzeln aufgelistete Partition. Daher beschreibe ich exemplarisch einen Lauf und zeige am Ende das gesamte Ergebnis. Im ersten Dialog kommt eine Benachrichtigung, dass bestehende Partitionen vorhanden sind (klar, haben wir ja auch zuvor angelegt) und man sich vergewissern sollte, ob diese auch eingesetzt werden dürfen. Sind keine Zweifel vorhanden, wird dieser Dialog mit Yes bestätigt.

1. Nun laut Planung gibt es vier Partitionen, die hier auch aufgelistet sind.

Die Grundinstallation von Arch Linux

Abbildung 7.13. Dateisystem und Einhängepunkt 1

Arch Linux Abbildung 7.13. Dateisystem und Einhängepunkt 1 Die noch nicht zugeordnete Partition wird dann einfach

Die noch nicht zugeordnete Partition wird dann einfach ausgewählt.

2. Es folgt dann eine Abfrage, welches Dateisystem aus der Liste für diese Partition eingesetzt werden soll

Abbildung 7.14. Dateisystem und Einhängepunkt 2

werden soll Abbildung 7.14. Dateisystem und Einhängepunkt 2 Die gängingsten Dateisysteme für eine Linux-Installation

Die gängingsten Dateisysteme für eine Linux-Installation sind wohl das Second- und Third-Extended-Filesystem (Ext2 und Ext3) bzw. das Fourth-Extended-Filesystem (Ext4) und Reiser3. Dies sind nicht alle und auch nicht die Aktuellsten. Sie sind jedoch erprobt und im Notfall leicht zu erreichen. Ich beziehe mich hier nur auf das Ext2 und Ext4.

3. Im letzten Schritt wird nach dem Einhängepunkt im Verzeichnisbaum gefragt.

Die Grundinstallation von Arch Linux

Abbildung 7.15. Dateisystem und Einhängepunkt 3

Arch Linux Abbildung 7.15. Dateisystem und Einhängepunkt 3 Die wichtigsten und auch für unsere Zwecke notwendigsten

Die wichtigsten und auch für unsere Zwecke notwendigsten Einhängepunkte sind schon vorbereitet. Individuell kann aber der Einhängepunkt mit der Option Custom bestimmt werden. Nach der Auswahl des richtigen Ortes, erscheint eine kleine Abfrage nach weiteren Parametern für den Formatierungsprozess. Diese kann aber für unsere Zwecke leer gelassen werden. Ebenso habe ich auf die Vergabe von Labeln verzichtet.

Zusammenfassend ergibt sich nach diesen Zuordnungsläufen folgende Übersicht.

Abbildung 7.16. Dateisystem und Einhängepunkt 4

Übersicht. Abbildung 7.16. Dateisystem und Einhängepunkt 4 Die folgende Tabelle zeigt etwas übersichtlicher die

Die folgende Tabelle zeigt etwas übersichtlicher die Partitionierung samt Dateisystemen

Die Grundinstallation von Arch Linux

und Einhängepunkte.

Tabelle 7.1. Übersichtstabelle - Dateisysteme und Einhängepunkte

Partition

Einhängepunkt

Dateisystem

Information

/dev/sda1

/boot

ext2

Diese Partition ist für den Linux-Kern und Teile des Bootloaders gedacht.

/dev/sda2

/

ext4

Für diesen Fall, ist das Dateisystem Ext3 zu wählen, da es eine Erweiterung (Journaling) zum Ext2 besitzt und im Arbeitsbetrieb eine weitere Sicherheit mit bringt.

/dev/sda3

Swap

Swap

Auslagerungspartition

mit

eigenem

Dateisystem.

/dev/sda4

/home

ext4

Die letzte Partition wird nun für unser Home-Verzeichnis benötigt. Dort werden später das oder die verschiedenen Benutzerverzeichnis(se) angelegt.

Zur Bestätigung der vorherigen Schritte wird dieser Installationspunkt mit OK verlassen. Anschließend folgt automatisch die Formatierungsprozedur wie definiert. Diese wird zum Schluss mit einem hoffentlich positivem Hinweis beendet.

Es wurden nun alle notwendigen Schritte zum Vorbereiten der Festplatte vorgenommen. Im Installationsmenü wird mit Punkt 5 zurück zum Hauptmenü gesprungen, damit mit dem nächsten Schritt begonnen werden kann.

7.3.2.4. Softwarepakete selektieren (4)

Im nächsten Schritt werden die notwendigen Softwarepakete zu einer Grundinstallation gewählt.

Abbildung 7.17. Software-Pakete auswählen

Die Grundinstallation von Arch Linux

Die Grundinstallation von Arch Linux Wurde der Menüpunkt Select Packages bestätigt, folgt ein Hinweis, dass die

Wurde der Menüpunkt Select Packages bestätigt, folgt ein Hinweis, dass die Installation der Software in Gruppen erfolgt. Keine Angst es sind nur zwei, die Basis-Gruppe mit der wichtigen Grundausstattung für das spätere Linux-System (ganz wichtig) und die Entwicklungsbasis-Gruppe mit den Werkzeugen zur Programmerstellung (z.B. die Gnu Compiler Collection).

Abbildung 7.18. Auswahl der Softwarepakete

Collection). Abbildung 7.18. Auswahl der Softwarepakete Insgesamt erfolgt die Paketauswahl in zwei Schritten: 1.

Insgesamt erfolgt die Paketauswahl in zwei Schritten:

1. Auswahl (mit der Leer-Taste) der entsprechenden Software-Pakete (base-devel ist hierbei noch zu empfehlen).

2. Und die folgende Bestätigung der zu den Paketen gehörenden Software.

Die Grundinstallation von Arch Linux

Ein Feintuning ist zwar in der Programm-übersicht der einzelnen Pakete möglich, also das selektive Herausstreichen und Hinzufügen von Programmen. Das im Moment geschnürte Paketangebot kann aber ohne Weiteres so übernommen werden.

7.3.2.5. Installieren der Softwarepakete (5)

Das Installieren der zuvor gewählten Softwarepakete ist nun kein großer Schritt mehr. Nach Bestätigen des Hinweises, erfolgt die Installation von der CD. Danach geht es zum Hauptmenü zurück.

7.3.2.6. Systemkonfiguration (6)

Die Systemkonfiguration ist einer der wichtigsten Punkte, der extra in einem separaten Administrationskapitel beschrieben ist. Daher werden während dieser Installation nur die notwendigsten Elemente behandelt.

Zur Auswahl des passenden Text-Editors, zum Bearbeiten der unterschiedlichen Konfigurationsdateien, kann ich die Vorgabe "Nano" empfehlen. Fals dies der erste Kontakt mit dem Editor Nano ist, reicht ein Blick in das Kapitel "Der Editor Nano", um die wichtigsten Tastaturkombinationen zum Speichern und Beenden kennen zu lernen.

Für die spätere Bearbeitung der einzelnen Konfigurationsdateien nach dem ersten Neustart, ist zumindest an dieser Stelle das Bearbeiten der Datei rc.conf hilfreich. Denn zu Beginn der Installation half der Keyboardmanager (km), um die entsprechende Tastatur mit Länderkennung auszuwählen. Und damit das Suchen bestimmter Zeichen auf einem voreingestellten amerikanischen Tastaturlayout nicht ganz zur Verzweiflung führt, nehme ich hier schon ein wenig Bezug zur (deutschen) Lokalisierung.

Also die Datei /etc/rc.conf aus dem Dialog auswählen, wie folgt die Parameter setzen bzw. vergleichen und anschließend speichern:

#

--------------------------------------------------------------

#

LOCALIZATION

#

--------------------------------------------------------------

.

LOCALE="de_DE.utf8"

.

.

.

KEYMAP="de-latin1"

.

Danach wird die Konfiguration mit dem Vergeben des Root-Kennwortes (Set the root password) fortgesetzt.

Abbildung 7.19. System-Konfiguration

Die Grundinstallation von Arch Linux

Die Grundinstallation von Arch Linux Der User root ist der wichtigste User in einem Linux/Unix System.

Der User root ist der wichtigste User in einem Linux/Unix System. Er besitzt sämtliche Berechtigungen. Damit nicht jeder sich gleich als root anmelden kann, sollte ein nicht leicht zu erratendes Kennwort gewählt und im entsprechenden Dialog eingetragen werden.

Im Zusammenhang mit den restlichen Konfigurationsdateien möchte ich auf das Kapitel "Arch Linux-Administration" hinweisen. Dort beschreibe ich im einzelnen die wichtigsten Konfigurations-Dateien. Es kann also hier das restliche Konfigurieren mit dem Punkt Done gestoppt werden, um dies später nach dem ersten Booten Schritt für Schritt zu vervollständigen.

Mit der letzten Aktion, mit dem Menüpunkt OK den Konfigurations-Dialog zu verlassen, folgt der Eintritt in die automatische Systemkonfiguration. Zusammen mit der Vorkonfiguration der Dateien rc.conf (u.a. notwendig für die Ländereinstellung des Systems, wie weiter oben schon erfahren) und mkinitcpio.conf (für die Konfigurtaion der RAM-Disk mit den notwendigen Treibermodulen für den Systemstart) mittels des Hardwareerkennungsprogramms hwdetect, wird so die Arch Linux-Umgebung geschaffen.

Wurde die Konfiguration beendet, wird automatisch in des Hauptmenü zurück gesprungen.

7.3.2.7. Der Bootloader (7)

Sehr praktisch, vielleicht nicht gleich logisch bei einem einzigen Betriebssystem, ist ein Bootloader. Dieser kann (wenn vorhanden) verschiedene Betriebssysteme zu Beginn des Rechnerstarts zur Wahl anbieten. Auch bei einer einzelnen Linux-Installation ist dies sinnvoll, um z.B. mehrere Linux-Kerne (Fallback-Kernel!) verwalten zu können.

Wird dessen Installation mit Hilfe des Menüpunktes Install Bootloader aus dem Hauptmenü gestartet, werden zwei Punkte angeboten. Entweder wird Grub als Bootloader genommen oder es liegt einem frei, einen anderen zu installieren.

Abbildung 7.20. Bootloader Grub

Die Grundinstallation von Arch Linux

Die Grundinstallation von Arch Linux Grub ist wohl der bekannteste Bootloader für Linux, daher wird dieser

Grub ist wohl der bekannteste Bootloader für Linux, daher wird dieser auch von meiner Seite empfohlen und hier weiter beschrieben. Wer aber schon direkt grub2, den Nachfolger von grub, einsetzen möchte oder sogar muss, sollte an dieser Stelle die Installation mit dem Punkt None abbrechen. Da grub2 noch nicht in der Installationsroutine berücksichtigt wird, gibt es ein ergänzendes Kapitel, um die Installation entsprechend manuell abzuschließen (siehe Kapitel: Der Einsatz von grub2).

Nach der Bestätigung, dass grub installiert werden soll, wird dessen Konfiguration mit Hilfe des Editors nano zur Bestätigung geöffnet. Die Angaben in dieser Datei beruhen auf der Hardware-Erkennung des vorherigen Kapitels.

Abbildung 7.21. Grub-Konfiguration

des vorherigen Kapitels. Abbildung 7.21. Grub-Konfiguration Hier sollten die Angaben mit den eigenen Notizen zur

Hier sollten die Angaben mit den eigenen Notizen zur Partitionierung verglichen werden. Besonders die Einträge wie in der Abbildung. Exemplarisch habe ich den ersten Block genommen, der später nach Starten des Rechners unter grub als Menüoption mit dem Titel "Arch Linux" zur Verfügung gestellt wird.

Die Grundinstallation von Arch Linux

# (0) Arch Linux title Arch Linux root (hd0,0) kernel /vmlinuz26 root=/dev/sda2 vga=775 ro initrd /kernel26.img

/vmlinuz26 root=/dev/sda2 vga=775 ro initrd /kernel26.img Diese Zeile dient nur als Infotext, wird also nicht von
/vmlinuz26 root=/dev/sda2 vga=775 ro initrd /kernel26.img Diese Zeile dient nur als Infotext, wird also nicht von
/vmlinuz26 root=/dev/sda2 vga=775 ro initrd /kernel26.img Diese Zeile dient nur als Infotext, wird also nicht von
/vmlinuz26 root=/dev/sda2 vga=775 ro initrd /kernel26.img Diese Zeile dient nur als Infotext, wird also nicht von
/vmlinuz26 root=/dev/sda2 vga=775 ro initrd /kernel26.img Diese Zeile dient nur als Infotext, wird also nicht von

Diese Zeile dient nur als Infotext, wird also nicht von Grub ausgewertet./vmlinuz26 root=/dev/sda2 vga=775 ro initrd /kernel26.img Der Titel später im Menü. Hier wird die Festplatte und

Der Titel später im Menü.nur als Infotext, wird also nicht von Grub ausgewertet. Hier wird die Festplatte und Partition beschrieben,

Hier wird die Festplatte und Partition beschrieben, wo der Linuxkern zu finden ist. Da nach der exemplarischen Installation von der ersten Festplatte (0) und Partition (0) alles beschrieben wurde, stimmen hier die Einträge (hd0,0). Der Zählstartpunkt ist hierbei nicht beginnend bei Eins, sondern bei Null.also nicht von Grub ausgewertet. Der Titel später im Menü. Der Linux-Kern-Dateiname (vmlinuz26) und die Partition

Der Linux-Kern-Dateiname (vmlinuz26) und die Partition die dem Root-Verzeichnis zugeordnet ist; hier mit dem Eintrag root=/dev/sda2. Zusätzlich wird der Framebuffer-Parameter (vga) eingesetzt, um gleich die Auflösung laut der angegebenen Tabelle zum verwendeten Monitor auf 1280x1024 Bildpunkte bei 256 Farben zu setzen.ist hierbei nicht beginnend bei Eins, sondern bei Null. Da der Linux-Kern modular vorgegeben wird, befinden

Da der Linux-Kern modular vorgegeben wird, befinden sich durch die Installation (Hardwareerkennung) ermittelten Treiber als Modul in einer RAM-Disk (kernel26.img). Beim Startvorgang werden die notwendigen Treibermodule von dieser RAM-Disk geladen.Monitor auf 1280x1024 Bildpunkte bei 256 Farben zu setzen. Stimmt soweit alles, kann der Editor nano

Stimmt soweit alles, kann der Editor nano wieder beendet werden. Mussten Änderungen vorgenommen werden, so speichern Sie diese bitte vorher ab.

Nach dieser kleinen Exkursion verlangt die Installation den Ort, in dem der Master-Boot-Record (MBR) geschrieben werden soll. In diesem Bereich wird der Ladeteil von grub geschrieben, da der MBR automatisch durch das PC-System bei einem Neustart gelesen und somit auch grub geladen wird. Hier wird nicht von einer vorher angelegten Partition ausgegangen, sondern von der Festplatte selbst. Daher sollte der erste und identische Eintrag zu dieser Installationsbeschreibung (/dev/sda) gewählt werden.

Abbildung 7.22. Grub und der MBR

/dev/sda ) gewählt werden. Abbildung 7.22. Grub und der MBR Wurde der MBR erfolgreich geschrieben, wird

Wurde der MBR erfolgreich geschrieben, wird dies von einer Information angezeigt.

7.3.2.8. Installation beenden (8)

Die Grundinstallation von Arch Linux

Ja, es ist so gut wie alles fertig. Und sind keine Probleme zu erwarten, sollte der erste Bootvorgang positiv verlaufen. Vorher allerdings muss das Installationsmenü mit Exit Install verlassen werden. Durch die Eingabe von reboot wird ein Neustart initiiert.

reboot

Danach sollte automatisch der Rechner neu starten und grub sich melden; vorausgesetzt die Installations-CD wurde vorher aus dem optischen Laufwerk heraus genommen.

Nach einigen Sekunden wird der erste Eintrag "Arch Linux" von grub ausgewählt, oder es wird mit ENTER der Abbruchen des Countdowns herbei geführt. Was dann abläuft sind verschiedene Initialisierungsprozesse, bis Linux auf die Eingabe des Benutzernamens und dessen Kennwort wartet.

Bitte melden Sie sich als root gefolgt mit dem Kennwort, das Sie während der Installation vergeben haben an.

Anschließend sollten Sie mit der Administration von Arch Linux (Kapitel: Arch Linux-Administration) weiter machen, um die Grundinstallation abzuschließen. Hierzu folgen Sie bitte den Konfigurationsschritten:

1. Einstellen der entsprechenden Sprachumgebung (Lokalisierung) des Systems (Kapitel:

Die deutsche Lokalisierung mit UTF-8 Unterstützung).

2. Wichtige Kernel-Module abgleichen (Kapitel: Die Kernel-Module).

3. Das Netzwerk einrichten (Kapitel: Das Netzwerk).

4. Überprüfen, ob die Standard-Dienste eingerichtet sind (Kapitel: Die Dienste).

5. Einen Benutzer für die tägliche Arbeit einrichten (Kapitel: Die Benutzerverwaltung).

6. Das System auf den aktuellen Softwarestand bringen (Kapitel: Der Paketverwalter Pacman).

7.4. Ergänzungen zur Grundinstallation von Arch Linux

Verschiedene Aspekte haben sich in der Zwischenzeit "eingeschlichen". Da ist zum einen der Einsatz von Festplatten größer zwei Terabyte, mit einer Sektorgröße von 4096 Byte zu nennen. Und damit gleich verbunden die Nutzung von grub2.

Beide Faktoren mit entsprechenden Werkzeugen, werden so nicht direkt aus dem Installationsprogramm heraus unterstützt. Einiges mehr an Handarbeit ist daher während der Installation notwendig, um auch diese Bereiche abzudecken.

Die folgenden Kapitel sind daher nur Ergänzungen zum "normalen" Installationsablauf, laut Kapitel "Die Grundinstallation von Arch Linux".

7.4.1. Die Festplattenvorbereitung mit Hilfe von GPT fdisk (gdisk)

Im Kapitel "Die Festplattenvorbereitung" wird cfdisk eingesetzt, um Partitionen einzurichten. Cfdisk selbst kann aber nicht mit GUID Partitionstabellen (GPT) umgehen, die zwar nicht nur für Festplatten größer zwei Terabyte gedacht sind, aber ab solch einer Größe notwendig werden. Das leicht zu bedienende Programm hierzu lautet gdisk. Dieses

Die Grundinstallation von Arch Linux

ist leider noch nicht auf den Installationsmedien berücksicht und muss daher nachträglich während der Installationsprozedur nachinstalliert werden.

Kommt man also an dem Punkt in der Installation, wo die Partitionen manuell eingerichtet werden sollen, sind folgende Schritte zu berücksichtigen, um mit gdisk arbeiten zu können:

1. Eine Netzwerkumgebung einrichten.

Wichtig ist zu erwähnen, dass jetzt ebenfalls eine generelle Installation aus dem Netz erfolgen muss, um nicht nur die Software-Pakete entsprechend während der Installation herunter zu laden, sondern um im eigentlichen Sinn die Netzwerkumgebung eingerichtet zu haben, welche die Voraussetzung bildet, gdisk manuell herunter zu laden und installieren zu können.

Sollte dies noch nicht berücksichtigt sein, ist es am einfachsten den aktuellen Prozess abzubrechen, um über das Hauptmenü die Netz-Installation (siehe Kapitel: Die Installationsquelle) einzurichten. Danach wird dann das Installationsprogramm beendet.

2. Den Datenbankbestand aktualisieren.

Nach dem Beenden des Installationsprogramms steht das Prompt für die nächsten Eingaben bereit. Notwendig ist nun das Herunterladen und Installieren von gdisk. Da zum Zeitpunkt keine Datenbankbestände über alle zur Verfügung stehenden Software-Pakete vorhanden sind, muss dies mit:

pacman -Sy

nachgeholt werden. Etwaige Aktualisierungsmeldungen zu pacman können zum Zeitpunkt vernachlässigt werden.

3. Berücksichtigen eines angepassten Partitionsbeispiels.

Bevor es zur Installation von gdisk geht, wird das Partitionsbeispiel um eine Partition für grub2 ergänzt, wenn ein normales BIOS (keine EFI-Umgebung) im PC die Arbeit verrichtet.

Abbildung 7.23. Partitionsbeispiel für grub2

Die Grundinstallation von Arch Linux

Die Grundinstallation von Arch Linux 4. Einrichten der Partitionen. Jetzt ist es Zeit gdisk zu installieren.

4. Einrichten der Partitionen.

Jetzt ist es Zeit gdisk zu installieren. Zusätzliche Informationen zu GPT und die Arbeit (einschließlich die Installation) mit gdisk sind ab dem Kapitel "Festplatten mit GUID Partitionstabellen (GPT)" nachzuschlagen. Zusammenfassend gibt die folgende Tabelle alle Informationen wieder, die für Partitionen, Größen, Typ und späteren Gebrauch laut dem neuen Partitionsbeispiel notwendig sind.

Tabelle 7.2. Übersichtstabelle - Partition, Einhängepunkte und Dateisysteme

Partition

Einhängepunkt

Partitionstyp

Größe

/

Information

 

(gdisk)

Dateisystem

 

/dev/sda1

kein

ef02

Ein

Megabyte

/

Diese Partition ist für grub2. Ein Einbinden in das System ist nicht notwendig. Diese Partition wird bei der Installation von

grub2

kein

berücksichtigt.

/dev/sda2

/boot

0700

100 Megabyte /

Diese

Partition

ext2

ist

für

den

Linux-Kern

und

Teile

des

Bootloaders

gedacht.

/dev/sda3

/root

0700

ca. 10

bis

20

Für diesen Fall,

Gigabyte / ext4

 

ist

das

Die Grundinstallation von Arch Linux

       

Dateisystem

Ext4 zu wählen,

da

es

eine

Erweiterung (Journaling) zum Ext2 besitzt und

im Arbeitsbetrieb

eine

weitere

Sicherheit

mit

bringt.

/dev/sda4

kein

8200

Doppelter

 

Auslagerungspartition

Arbeitsspeicher

mit

eigenem

als

Größe

Dateisystem.

(Richtwert)

/

Eigenes

Dateisystem

/dev/sda5

/home

0700

Die

restlich

zur

Die

letzte

Verfügung

Partition wird für das

stehende

Festplatten-Kapazität

Home-Verzeichnis

/ ext4

 

benötigt.

Dort

 

werden

später

das

oder

die

verschiedenen

Benutzerverzeichnis(se)

angelegt.

5. Fortführung der Installation.

Wurden alle Partitionen angelegt, kann das Installationsprogramm erneut gestartet werden, um an der Stelle weiter zu machen, wo es zuletzt abgebrochen wurde.

Denn jetzt geht es weiter mit dem Erstellen der Dateisysteme und Definieren der Einhängepunkte (Kapitel: Zuweisen der Dateisysteme und Mountpunkte). Bitte berücksichtigen Sie hierbei auch das geänderte Partitionsschema mit der Übersichtstabelle aus dem Punkt vier. Ist dies erfolgt, werden ganz normal alle weiteren Schritte umgesetzt.

Anmerkung

Ein erneutes Beginnen im Installationsprogramm ab dem Punkt Zuweisen der Installationsquelle ist leider vorher erneut notwendig, da beim Verlassen der Installationsumgebung alle Einstellungen vergessen werden.

7.4.2. Der Einsatz von grub2

Grub wird nicht mehr weiter entwickelt. Hinzu kommen weitere Anforderungen, die grub nicht unterstützt. Um z.B. die Unterstützung von GUID Partitionstabellen (GPT) zu erhalten, ist grub2 aus meiner Sicht die beste Alternative.

Wichtig hierbei ist, dass eine Partition bei der Nutzung von GPT berücksichtigt wird, wie es im Kapitel "Die Festplattenvorbereitung mit Hilfe von GPT fdisk (gdisk)" beschrieben ist.

Grub2 während der Grundinstallation von Arch Linux zu installieren, ist mit Handarbeit verbunden, da dieser Bootloader noch nicht in der Installationsroutine von Arch Linux berücksichtigt ist. Der Zeitpunkt grub2 während der Installation manuell zu installieren, kann genau bestimmt werden. Nämlich zum Zeitpunkt, wo grub installiert werden soll

Die Grundinstallation von Arch Linux

(siehe Kapitel: Der Bootloader), wird der entsprechende Dialog für die Wahl für grub verneint und die Installation beendet. Im Prinzip wurde schon alles für eine Arch Linux Grundinstallation installiert, nur der letzte Schritt hier nun einen Bootloader (grub2) zu installieren fehlt.

Folgende Schritte sind notwendig, um die Grundinstallation von Arch Linux mit grub2 zu beenden:

1. Eine Netzwerkumgebung einrichten.

Wie im Fall der manuellen Installation von gdisk (siehe Kapitel: Die Festplattenvorbereitung mit Hilfe von GPT fdisk (gdisk)), ist eine konfigurierte Netzwerkumgebung mit Zugang zum Internet notwendig. Bevor also das Installationsprogramm verlassen wird, sollte eine Netz-Installation (siehe Kapitel: Die Installationsquelle) definiert sein, falls noch nicht geschehen, um über diesen Weg die Netzwerkumgebung zu definieren.

2. Wechseln der Installationsinstanz (chroot).

Durch das Booten vom Installationsmedium (z.B. von einer CD), wird die Installationsinstanz im Speicher platziert. Das heißt, das ein gesamtes Arch Linux dort vorgehalten wird, um über die Installationsprogramme ein Arch Linux auf die Ziellaufwerke zu installieren. Hierzu werden wärend der Installationsschritte eingerichtete Festplatten und Partitionen unter /mnt gemountet, um dort hin alle notwendigen Dateien und Verzeichnisse zu bringen.

Ein sofortiges manuelles Installieren von grub2, würde also nicht die neue eigene Installation berücksichtigen, sondern die Arch Linux Instanz, die sich für die Installation im Speicher befindet. Damit nun die neue Installation berücksichtigt werden kann, gibt es ein Werkzeug mit dem Nanem chroot, welches ein Wechseln der Instanzen während eines aktiven laufenden Linux-Systems erlaubt. Um den "Absprung" vorzubereiten sind folgende Schritte notwendig:

1.

Das

Umlenken

wichtiger

System-

und

Prozess-Umgebungen

zur

Verzeichnisstruktur der Zielinstanz:

 

mount -t proc proc /mnt/proc/

 

mount -t sysfs sysfs /mnt/sys/

und

mount -o bind /dev/ /mnt/dev/

 

2.

Jetzt das eigentliche Wechseln in die Zielinstanz:

 

chroot /mnt/ /bin/bash

3. Den Datenbestand aktualisieren.

Da die neue Instanz keine Software-Paketbestände kennt, müssen diese mit dem Paketmanager pacman zuerst nachgereicht werden:

pacman -Sy

Die Grundinstallation von Arch Linux

4. Das Installieren und Konfigurieren von grub2.

Hierzu gibt es ein gesondertes Kapitel (siehe: Der Bootloader grub2). Bitte

Installation und die

Grundkonfiguration von grub2, um sicher zu gehen, dass der erste Start soweit funktioniert.

berücksichtigen

Sie

hierbei

im

ersten

Schritt

die

5. Das Verlassen der Instanz (chroot) und Neustart.

Die Installationsinstanz wird einfach mit dem Befehl exit verlassen. Somit sollten Sie sich wieder auf der Ebene der Installations-CD-Instanz befinden. Ein Neustart wird mit dem Befehl reboot durchgeführt, um nun endgültig die Grundinstallation von Arch Linux abzuschließen. Bitte berücksichtigen Sie aber noch die Tips zur Administration von Arch Linux, die im letzten Kapitel der Grundinstallion aufgelistet sind (siehe Kapitel: Installation beenden).

Kapitel 8. Die Arch Linux-Administration

Die gesamte Administration von Arch Linux bezieht sich eigentlich auf wenige Dateien, die mit dem Editor nano (siehe Kapitel "Der Editor Nano") oder einem anderen Lieblings-Editor (z.B. vi) bearbeitet werden. Hinzu kommt der Paketmanager pacman von Arch Linux, mit dessen Hilfe nicht nur Softwarepakete installiert werden, sondern auch das gesamte System auf dem aktuellen Stand gebracht wird.

Die Konfigurationsdateien, die wärend der Installation evtl. nicht angetastet wurden, werden in den folgenden Kapiteln mit einbezogen.

Anmerkung

Bitte bedenken Sie, dass Sie hierbei als root angemeldet sein müssen, oder Alternativen (sudo oder su) einsetzen, um überhaupt die entsprechende Berechtigung zu erhalten systemwichtige Dateien zu verändern.

8.1. Die deutsche Lokalisierung mit UTF-8 Unterstützung

Linux unterstützt so gut wie alle Weltsprachen. Wer möchte kann zur englischen Sprachumgebung die Deutsche hinzufügen und sämtliche Meldungen von Programmen entsprechend umstellen.

Zentral hierzu wird die Datei /etc/rc.conf bearbeitet. Diese wird noch öfters für verschiedene andere Belange genutzt; aber dazu später mehr. Also zum Bearbeiten folgende Eingabe tätigen:

nano /etc/rc.conf

Die Datei ist in vier Blöcken aufgeteilt und dokumentiert, wovon der Erste für die Lokalisierung des Linuxsystems wichtig ist.

#

#

/etc/rc.conf - Main Configuration for Arch Linux

#

#

#

-----------------------------------------------------------------

#

LOCALIZATION

#

-----------------------------------------------------------------

#

# LOCALE: available languages can be listed with the 'locale -a'

# command

# HARDWARECLOCK: set to "UTC" or "localtime", any other

value will

# result in the hardware clock being left untouched (useful for

# virtualization)

# TIMEZONE: timezones are found in /usr/share/zoneinfo

Die Arch Linux-Administration

#

KEYMAP: keymaps are found in /usr/share/kbd/keymaps

#

CONSOLEFONT: found in /usr/share/kbd/consolefonts (only needed

#

for non-US)

#

CONSOLEMAP: found in /usr/share/kbd/consoletrans

#

USECOLOR: use ANSI color sequences in startup messages

#

LOCALE="de_DE.UTF-8"

HARDWARECLOCK="UTC" TIMEZONE="Europe/Berlin"

KEYMAP="de-latin1"

CONSOLEFONT="lat9w-16"

CONSOLEMAP=

USECOLOR="yes"

CONSOLEMAP= USECOLOR="yes" Vielleicht steht hier noch die US-Einstellung, daher den
CONSOLEMAP= USECOLOR="yes" Vielleicht steht hier noch die US-Einstellung, daher den
CONSOLEMAP= USECOLOR="yes" Vielleicht steht hier noch die US-Einstellung, daher den
CONSOLEMAP= USECOLOR="yes" Vielleicht steht hier noch die US-Einstellung, daher den
CONSOLEMAP= USECOLOR="yes" Vielleicht steht hier noch die US-Einstellung, daher den

Vielleicht steht hier noch die US-Einstellung, daher den Eintrag für die deutsche Umgebung entsprechend übernehmen. Neben den Parametern für eine landesspezifische Kennung (de_DE), wird mit dem gleichen Eintrag auf eine UTF-8-Zeichenkodierung bezogen.CONSOLEMAP= USECOLOR="yes" Die Interpretation der Hardware-Uhr wird über zwei

Die Interpretation der Hardware-Uhr wird über zwei Parameter gesteuert. Entweder mit "localtime" oder "UTC" (Universal Time, coordinated). Linux/Unix-Systeme ohne eine Parallelinstallation von Windows verwenden UTC. Ist Windows parallel auf dem Rechner installiert, sollte man "localtime" als Parameter benutzen, da Windows nicht mit einer UTC-Umgebung arbeitet. Mehr zum Thema wird im Kapitel "Die Systemzeit " beschrieben. Die Systemzeit" beschrieben.

Die Zeitzone ist hier sehr wichtig, wenn der unter Punkt zwei beschriebene Fall zu "UTC" verwendet wird. Für deutsche Einsatzorte bietet sich der Wert "Europe/Berlin" an.wird im Kapitel " Die Systemzeit " beschrieben. Das Tastaturlayout wird mit "de-latin1" oder

Das Tastaturlayout wird mit "de-latin1" oder "de-latin1-nodeadkeys" (für eine Sonderbehandlung der Eingabe von Sonderzeichen z.B. für das "á") eingerichtet.Einsatzorte bietet sich der Wert "Europe/Berlin" an. Um Darstellungsprobleme bei einer UTF8-Zeichenkodierung im

Um Darstellungsprobleme bei einer UTF8-Zeichenkodierung im Konsolenbereich zu umgehen, kann ich einen entsprechenden Konsolenzeichensatz (lat9w-16) empfehlen.von Sonderzeichen z.B. für das "á") eingerichtet. Eine "Consolemap" wird benötigt, wenn eine

Eine "Consolemap" wird benötigt, wenn eine bestimmte Zeichensatz-Unterstützung nach UTF-8 (z.B. 8859-1_to_uni) übersetzt werden soll. Da die meisten Programme heute UTF-8 unterstützen, ist eine entsprechende Umwandlung nicht notwendig.entsprechenden Konsolenzeichensatz (lat9w-16) empfehlen. ANSI-Farbausgaben in der Konsole werden hier mit einem

ANSI-Farbausgaben in der Konsole werden hier mit einem einfachen "yes" zum Paramter USECOLOR unterstützt.ist eine entsprechende Umwandlung nicht notwendig. Mit der Variable "Locale" in der Konfigurationsdatei

Mit der Variable "Locale" in der Konfigurationsdatei rc.conf, werden systemweit bestimmte Umgebungsvariablen für die entsprechende Sprachumgebung, ergänzt um die jeweilige Zeichenkodierung für das System und Anwendungsprogramme gesetzt (in unserem Fall mit "de_DE.UTF-8"). Eine dieser Umgebungsvariablen lautet z.B. LC_MESSAGES, sie bestimmt die Ausgabesprache für Programme. Vorausgesetzt das Programm wertet diese (Locale-)Variable aus.

Neben der Bestimmung der entsprechenden "Locale" in den Umgebungsvariablen, muss in der Regel für die entsprechende Sprache die Locale-Datenumgebung auch für Systembibliotheken (glibc) generiert werden. Dies erfolgt mit der Datei locale.gen im Verzeichnis /etc. Sie wird mit:

nano /etc/locale.gen

bearbeitet, um das Generieren der "Locale" vorzubereiten. Dazu einfach das Rautensymbols (#) vor der entsprechenden (Sprach-)Zeile entfernen.

.

.

#de_CH.UTF-8 UTF-8 #de_CH ISO-8859-1 de_DE.UTF-8 UTF-8 de_DE ISO-8859-1 de_DE@euro ISO-8859-15

Die Arch Linux-Administration

#de_LU.UTF-8 UTF-8 #de_LU ISO-8859-1

.

.

Anschließend wird das Generieren mit dem Befehl:

locale-gen

gestartet. Eine Übersicht der zur Verfügung stehenden Datenumgebungen für Locale und eine gleichzeitige Überprüfung, ob alles erfolgreich angelegt wurde, wird mit:

locale -a

ausgegeben. Ob die Umgebungsvariablen nun ebenfalls gesetzt sind, wird einfach mit der Eingabe:

locale

angezeigt. Ein Neustart des Systems ist jetzt notwendig, damit alle Änderungen wirksam werden. Dazu folgende Eingabe:

reboot

8.2. Die Kernel-Module

Arch Linux ist so ausgerichtet, dass es keinen monolithischen Linux-Kernel gibt, in dem wie sonst üblich genau passend zum System alle notwendigen Treibermodule enthalten sein müssen. Vielmehr liegen sämtliche Treiber als externe Module vor und werden, abhängig der Hardwareumgebung, geladen. Für die Modulverwaltung ist der Abschnitt "Hardware" in der Datei rc.conf zuständig:

Anmerkung

Der folgende Ausschnitt aus der Datei rc.conf zeigt eine Momentaufnahme (m)eines Systems und wird mit großer Wahrscheinlichkeit bei Ihnen anders aussehen. Das hängt damit zusammen, dass wärend der Arch Linux-Installation die Datei rc.conf abhängig von der Hardwareumgebung generiert wurde. Die Modulverwaltung unter "Hardware" braucht in der Regel nicht verändert zu werden.

nano /etc/rc.conf

#

----------------------------------------------------------------

#

HARDWARE

#

----------------------------------------------------------------

#

#

MOD_AUTOLOAD: Allow autoloading of modules at boot and when

#

needed

#

MOD_BLACKLIST: Prevent udev from loading these modules

#

MODULES: Modules to load at boot-up. Prefix with a ! to

#

blacklist.

#

#

NOTE: Use of 'MOD_BLACKLIST' is deprecated. Please use ! in the

#

MODULES array.

#

deprecated. Please use ! in the # MODULES array. # MOD_AUTOLOAD="yes" #MOD_BLACKLIST=() #deprecated 41

MOD_AUTOLOAD="yes" #MOD_BLACKLIST=() #deprecated

deprecated. Please use ! in the # MODULES array. # MOD_AUTOLOAD="yes" #MOD_BLACKLIST=() #deprecated 41

Die Arch Linux-Administration

MODULES=()

# Scan for LVM volume groups at startup, required if you use LVM USELVM="no"

at startup, required if you use LVM USELVM="no" Hier ist ein "yes" notwendig, damit wärend der
at startup, required if you use LVM USELVM="no" Hier ist ein "yes" notwendig, damit wärend der

Hier ist ein "yes" notwendig, damit wärend der Bootphase das Hardware-Scannen aktiviert wird.at startup, required if you use LVM USELVM="no" Das Nutzen von MOD_BLACKLIST wurde abgekündigt. Um

Das Nutzen von MOD_BLACKLIST wurde abgekündigt. Um bestimmte Module nicht zu laden, reicht als Vorzeichen zum Modulnamen in MODULES ein "!".wärend der Bootphase das Hardware-Scannen aktiviert wird. Wichtige Option, um während der Startphase des

Wichtige Option, um während der Startphase des Linux-Systems die Treiber-Module (in den runden Klammern) anzugeben, die ggf. durch die automatische Hardwareerkennung nicht ermittelt werden. Klassischer Fall wäre ein wichtiger und notwendiger Treiber für einen (neuen) Festplatten-Controller.als Vorzeichen zum Modulnamen in MODULES ein "!". Mit dieser Variable und der Wertzuweisung "yes" oder

Mit dieser Variable und der Wertzuweisung "yes" oder "no" wird fest gelegt, ob der "Logical Volume Manager" mit entsprechenden Festplatten/Partitions-Gruppen genutzt werden soll.Treiber für einen (neuen) Festplatten-Controller. 8.3. Das Netzwerk Ein wichtiger Punkt - nicht nur für ein

8.3. Das Netzwerk

Ein wichtiger Punkt - nicht nur für ein Linux-System.

8.3.1. Ein einfaches Netzwerkkonzept

Hierbei verfolge ich das Konzept einen Internetzugang für mehrere Anwender zu Hause, in einem kleinen Büro oder einer Agentur zur Verfügung zu stellen.

Abbildung 8.1. Netzwerkkonzept

zur Verfügung zu stellen. Abbildung 8.1. Netzwerkkonzept Als Protokoll-Duo werden TCP (Transmission Control Protocol)

Als Protokoll-Duo werden TCP (Transmission Control Protocol) und IP (Internet Protokoll) zusammen als TCP/IP für die netzweite Kommunikation eingesetzt. Beide sorgen dafür,

Die Arch Linux-Administration

dass Datenpakete zwischen identifizierbaren Rechnern mit einer eindeutigen IP-Adresse unabhängig vom Betriebssystem ausgetauscht werden. Für den Einsatz eines (privaten) Netzwerkes stehen - laut einer internationalen Definition - folgende IP-Adressbereiche frei zur Verfügung, um genau jedem Rechner in einem (privaten) Netzwerk eine eigene IP-Adresse zu vergeben, ohne dass es zu einer Kollision mit dem Internet kommt:

1. 192.168.0.0 bis 192.168.255.255 (Class C Netz)

2. 172.16.0.0 bis 172.31.255.255 (Class B Netz)

3. 10.0.0.0–10.255.255.255 (Class A Netz)

Etabliert hat sich der Bereich zwischen 192.168.0.0 und 192.168.255.255 (Class C Netz). Wichtig hierbei ist, dass man sich auf die ersten drei Werte (Oktetts) der späteren IP-Adresse einigt, um jedem Rechner (egal ob Workstation, Server und Router) eine eindeutige IP-Adresse aus dem entstandenen Verbund (z.B. 192.168.1.x) zu geben, sonst funktioniert die Kommunikation unter allen Rechnern nicht bzw. dann ist weiterer Aufwand notwendig. Die IP-Adressen mit .0 und .255 in der letzten Wertigkeit spielen eine Sonderrolle und sind vom System reserviert. Somit sind maximal 254 Rechner untereinander erreichbar. Zwecks einer besseren Übersicht, kann ich eine Gruppierung der IP-Adressen empfehlen (wie in der Abbildung zu sehen), um z.B. Router und Server von normalen Arbeitsplatzrechnern zu trennen.

Auf DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol), also den Dienst für die dynamische Vergabe von sich wechselnden IP-Adressen aus einem bestimmten IP-Adressraum, würde ich bei diesem Konzept für vier Rechner komplett verzichten. Besonders bei Server sollte von einer Eindeutigkeit ausgegangen werden, was auf jeden Fall das Finden von Fehlern erleichtert. Bei mehreren Rechnern lohnt sich dann evtl. schon eine kleine Dokumentation. Ein Schaubild, wie bei der Abbildung zum Netzwerk-Konzept veranschaulicht die Thematik.

Ein einfacher Router (heute von einigen Internet-Providern als kostenlose Beigabe, in der Regel mit einem eingebauten Switch für den Anschluss für vier Rechner per Kabel), verwaltet einen Internetzugang dynamisch bei Bedarf über ein internes oder externes Modem (z.B. per xDSL- oder Kabelanschluss). Hierbei wird der Datenverkehr zwischen zwei unterschiedlichen Netzwerken, dem eigenen (privaten) LAN (Local Area Network) und dem WAN (Wide Area Network) geroutet. Der Router stellt daher ein Gateway (Verbindungstor) zwischen beiden "Netzwelten" her.

Anmerkung

Es ist schon aus sicherheitstechnischen Gründen sinnvoll, schon bei nur einem Rechner einen Router einzusetzen. Aus der Sicht des Internets ist der Partner der Router und nicht der oder die Rechner hinter dem Selbigen. Zusätzlich existiert in den meisten Fällen als erweiterte Funktion in den Routern eine Firewall. Somit werden einfache Angriffsversuche aus dem Internet zum internen Netzwerk blockiert.

Zusätzlich Als Tip kann ich eine IP-Adresse für den Router empfehlen, die von der Werkseinstellung abweicht, um etwaige Angriffe von Innen (z.B. per Mail, Stichwort Trojaner) zu erschweren.

8.3.2. Die Netzwerkkonfiguration

Bei Arch Linux erfolgt die Netzwerkkonfiguration über wenige Dateien; vorausgesetzt der Netzwerkadapter wurde erfolgreich im System eingebunden. Mit dem Befehl:

ifconfig

Die Arch Linux-Administration

wird eine Übersicht der vorhandenen Adapter ausgegeben. Für die erste Netzwerkkarte eth0, für die Zweite eth1 und so weiter. Auf jeden Fall sollte das sogenannte Loopback-Interface als lokaler Netzwerkadapter mit der Bezeichnung lo aufgelistet sein, dass für die programm- und systeminterne, netzwerkprotokollbasierende Kommunikation notwendig ist.

Die IP-Adressenzuordnung zu den Adaptern erfolgt mit Hilfe der Datei rc.conf im Abschnitt "Networking", die nun entsprechend des Beispielkonzeptes bearbeitet wird.

nano /etc/rc.conf

#

---------------------------------------------------------------

#

NETWORKING

#

---------------------------------------------------------------

#

HOSTNAME: Hostname of machine. Should also be put in /etc/hosts HOSTNAME="fasolt"

#

Should also be put in /etc/hosts HOSTNAME="fasolt" # # Use 'ifconfig -a' or 'ls

#

Use 'ifconfig -a' or 'ls /sys/class/net/' to see all available

#

interfaces.

#

#

Interfaces to start at boot-up (in this order)

#

Declare each interface then list in INTERFACES

#

- prefix an entry in INTERFACES with ! to disable it

#

- no hyphens in your interface names - Bash doesn't like it

#

#

DHCP:

Set your interface to "dhcp" (eth0="dhcp")

#

Wireless: See network profiles below

#

#Static IP example lo="lo 127.0.0.1" eth0="eth0 192.168.1.120 netmask 255.255.255.0 broadcast ==>

192.168.1.120 netmask 255.255.255.0 broadcast ==> ==>192.168.1.255" INTERFACES=(lo eth0) #

==>192.168.1.255"

==>192.168.1.255"

INTERFACES=(lo eth0)

INTERFACES=(lo eth0)

#

Routes to start at boot-up (in this order)

#

Declare each route then list in ROUTES

#

- prefix an entry in ROUTES with a ! to disable it

#

gateway="default gw 192.168.1.10"

ROUTES=(gateway)

# gateway="default gw 192.168.1.10" ROUTES=(gateway) # Enable these network profiles at boot-up. These are
# gateway="default gw 192.168.1.10" ROUTES=(gateway) # Enable these network profiles at boot-up. These are

#

Enable these network profiles at boot-up. These are only

#

useful

#

if you happen to need multiple network configurations

#

(ie, laptop users)

#

- set to 'menu' to present a menu during boot-up

#

(dialog package required)

#

- prefix an entry with a ! to disable it

#

#

Network profiles are found in /etc/network.d

#

# This now requires the netcfg package #NETWORKS=(main)

Der Hostname entspricht dem Rechnernamen. Ich halte mich hierbei mal an die Nibelungensage und deren Protagonisten. Daher fällt die Wahl für diesen Linux-Rechner auf fasolt (ein kräftiger Riese). fasolt (ein kräftiger Riese).

In dieser Zeile erhält der lokale Adapter lo die entsprechende Standard-IP-Adresse lo die entsprechende Standard-IP-Adresse

(127.0.0.1).

Für den Adapter eth0 wird die IP-Adresse 192.168.1.120 wie im Beispiel-Konzept vergeben. Die Netmask kann zur Unterteilung der eth0 wird die IP-Adresse 192.168.1.120 wie im Beispiel-Konzept vergeben. Die Netmask kann zur Unterteilung der IP-Adressen in Teilnetze (Subnets) dienen, um Datenvolumen (und damit den entsprechenden Datenpakettransport) innerhalb großer Netzwerke kontrolliert verwalten zu können. Bei einem Class C Netz,

Die Arch Linux-Administration

wie hier im Einsatz, ist daher als Netmask 255.255.255.0 zu benutzen. Somit wird die schon erwähnte Anzahl von maximal 254 Rechnern in diesem Netzwerk angesprochen. Die Broadcast-Adresse ist eine der reservierten Adressen mit dem Wert 255 als letztes Oktett. Da alle Rechner im Verbund somit die gleiche IP-Adresse erhalten, sind sie für einen Broadcast (Rundruf, nach dem Motto "ich bin da wer noch") erreichbar. Zusammen mit den ersten drei Oktetts aus dem Verbund, ergibt sich dann als Broadcast-Adresse die 192.168.1.255. So wie in diesem Fall von eth0, können nach gleichem Schema weitere vorhandene Netzwerkadapter (z.B. eth1) konfiguriert werden. Sollen keine statischen IP-Adressen benutzt, sondern der Dienst DHCP (ist oft als Serverdienst bei Routern vorhanden) in Anspruch genommen werden, ist zum entsprechenden Netzwerkadapter in Anführungsstriche die Abkürzung "DHCP" zu setzen.

An dieser Stelle wird definiert, welche Netzwerk-Adapter während der Bootphase berücksichtigt werden sollen, und zwar in der Reihenfolge wie angegeben.Anführungsstriche die Abkürzung "DHCP" zu setzen. Als voreingestelltes Gateway kommt die IP-Adresse zum

Als voreingestelltes Gateway kommt die IP-Adresse zum Einsatz, die dem Router vergeben wurde.werden sollen, und zwar in der Reihenfolge wie angegeben. Die unter Punkt 5 gemachten Angaben, werden

Die unter Punkt 5 gemachten Angaben, werden hier für das Routing gesetzt. Vor der Variable "gateway" ist zu Beginn als Vorzeichen ein Ausrufezeichen gestellt. Dieses muss entfernt werden, wenn die Einstellungen aktiviert werden sollen.die IP-Adresse zum Einsatz, die dem Router vergeben wurde. Anmerkung Ab ca. mitte Juni 2011 gibt

Anmerkung

Ab ca. mitte Juni 2011 gibt es eine Änderung in der Datei rc.config selbst. Hiervon betroffen ist auch die Netzwerkkonfiguration, was sich damit bemerkbar macht, dass nach der Grundinstallation mit der Version 2010.05, die obere Umgebung noch Gültigkeit besitzt, aber nach einem System-Update mit pacman nicht mehr; jeder Bootvorgang erhält einen Hinweis zur Netzwerkumgebung, dass diese Form der Konfiguration abgesagt ist. Die eigentlichen Zusammenhänge wie oben beschrieben bleiben zwar gleich, nur die Zuweisung hat sich geändert. Zur Orientierung folgende neue Formatierung:

#

-----------------------------------------------------------------------

#

NETWORKING

#

-----------------------------------------------------------------------

#

# HOSTNAME: Hostname of machine. Should also be put in /etc/hosts

#

HOSTNAME="fasolt"

# Use 'ip addr' or 'ls /sys/class/net/' to see all available interfaces.

#

#

Wired network setup

#

- interface: name of device (required)

#

- address: IP address (leave blank for DHCP)

#

- netmask: subnet mask (ignored for DHCP)

#

- gateway: default route (ignored for DHCP)

#

#

Static IP example

#

interface=eth0

#

address=192.168.0.2

#

netmask=255.255.255.0

#

gateway=192.168.0.1

#

#

DHCP example

#

interface=eth0

#

address=

#

netmask=

#

gateway=

interface=eth0

address=192.168.1.120

netmask=255.255.255.0

Die Arch Linux-Administration

gateway=192.168.1.10

# Setting this to "yes" will skip network shutdown.

# This is required if your root device is on NFS. NETWORK_PERSIST="no"

# Enable these netcfg profiles at boot-up. These are useful

if you happen to

# need more advanced network features than the simple network service

# supports, such as multiple network configurations (ie,

laptop users)

# - set to 'menu' to present a menu during boot-up (dialog package required)

#

- prefix an entry with a ! to disable it

#

#

Network profiles are found in /etc/network.d

#

#

This requires the netcfg package

#

#NETWORKS=(main)

Als nächstes wird die Namensauflösung (z.B. für www.archlinux.de) unterstützt. Also das Übersetzen von Klartextnamen in die entsprechende IP-Adresse. Die Steuerung dazu erfolgt mit Hilfe der Datei resolv.conf:

nano /etc/resolv.conf

#

#

/etc/resolv.conf

#

#serch <yourdomain.tld> #nameserver <ip>

domain nibelungen.local

domain nibelungen.local

search nibelungen.local

search nibelungen.local

nameserver 192.168.1.10

nameserver 192.168.1.10

# End of file

Das eigene LAN bekommt einen übergeordneten eigenen Namen, der als Domäne (Domain) bezeichnet wird. Diese Domäne beinhaltet alle Rechner, die über die Netmask zusammen gefasst werden. In unserem Beispiel also maximal 254 Rechner.nibelungen.local nameserver 192.168.1.10 # End of file Zusammen mit dem Domänennamen aus (1), wird ein

Zusammen mit dem Domänennamen aus (1), wird ein unvollständiger Rechnername entsprechend zur Namensauflösung um den Domänennamen zur Suche ergänzt. Aus der Anfrage z.B. an den Rechner sieglinde wird dann sieglinde.nibelungen.local gebildet. Die Suche wird dann auf die eigene Domäne eingeschränkt, was evtl. die Antwortzeit verkürzt, wenn dieser Rechner nicht gefunden wird.werden. In unserem Beispiel also maximal 254 Rechner. Der Internetprovider betreut in der Regel einen oder

Der Internetprovider betreut in der Regel einen oder mehrere Domain-Name-Server (DNS), um Klartextnamen in notwendige IP-Adressen zu übersetzen. In unserem Konzept erhält der Router bei der automatischen Einwahl vom Internet-Provider alle notwendigen IP-Adressen zurück. Neben der für die eigene eindeutige Erreichbarkeit aus dem Internet, auch die des oder der DNS. Somit wird als Eintrag die IP-Adresse des Routers gewählt, der die Anfragen vom eigenen Rechner entsprechend weiter reicht.verkürzt, wenn dieser Rechner nicht gefunden wird. Anmerkung Die Bearbeitung der Datei resolv.conf ist nur

Anmerkung

Die Bearbeitung der Datei resolv.conf ist nur bei der Verwendung von statischen IP-Adressen notwendig. Bei der Nutzung von DHCP brauchen keine Änderungen vorgenommen werden.

Die Arch Linux-Administration

Die letzte der zu bearbeitenden Dateien ist hosts. Sie muss nicht zwingend geändert werden und es macht auch keinen Sinn, wenn keine statischen IP-Adressen für die Rechner genutzt werden. Die Datei hosts stellt quasi einen eigenen Namen-Service auf dem eigenen Rechner her, um Klartextnamen in IP-Adressen zu übersetzen. Als Beispiel um zu prüfen ob der Mac Rechner (laut Netzwerk-Konzept) im Netz erreichbar ist, bräuchten Sie lediglich

ping fafner

als Kommando einzugeben. Das Betriebssystem schaut als erstes in die Datei hosts, um die entsprechende IP-Adresse zu ermitteln. Danach würde der Befehl ping Datenpakete an den Rechner mit der IP-Adresse 192.168.1.110 senden und auf die Antwort warten.

Das Format der Datei ist selbsterklärend. Im Prinzip handelt es sich um eine Tabelle, beginnend mit der eigentlichen IP-Adresse, der Domäne und dem Hostnamen als Spalten. Als Domainnamen habe ich mich wieder an dem "Ring der Nibelungen" orientiert, analog zur Datei resolv.conf um dem LAN einen übergeordneten Namen zu vergeben.

Wird die Datei zum ersten mal geöffnet, befindet sich dort der erste Eintrag zum Loopback-Interface (lo). Analog sind die Einträge laut Netzwerk-Konzept hinzugefügt.

nano /etc/hosts

#

#

/etc/hosts: static lookup table for host names

#

#<ip-adress> <hostname.domain.org>

<hostname>

127.0.0.1

localhost.nibelungen.local

localhost

192.168.1.110

fafner.nibelungen.local

fafner

192.168.1.120

fasolt.nibelungen.local

fasolt

192.168.1.130

hagen.nibelungen.local

hagen

192.168.1.20

wotan.nibelungen.local

wotan

# End of file

8.4. Die Dienste

Mit Dienste (oder auch Daemons genannt) sind Programme gemeint, die nicht unbedingt im Vordergrund mit einer Benutzeroberfläche arbeiten, sondern im Hintergrund tätig sind. Die Wichtigsten für ein Linuxsystem, z.B. zum Protokollieren der Systemergeignisse oder der zeitlichen Steuerung von Aktivitäten, werden schon wärend der Arch Linux-Installation berücksichtigt. Zu finden sind diese namentlich in der Konfigurations-Datei rc.conf in der Rubrik Daemons:

nano /etc/rc.conf

#

#

----------------------------------------------------------------

#

DAEMONS

#

----------------------------------------------------------------

#

#

Daemons to start at boot-up (in this order)

#

- prefix a daemon with a ! to disable it

#

- prefix a daemon with a @ to start it up in the background

#

DAEMONS=(syslog-ng network netfs crond)

Alle Dienste, die während der Startphase geladen werden sollen, werden nacheinander in

Die Arch Linux-Administration

den runden Klammern durch ein Leerzeichen getrennt aufgelistet.

Wie in der Kurzbeschreibung zu lesen, wird ein Dienst deaktiviert, in dem ein Ausrufezeichen vor dem Namen gesetzt wird. Ein Löschen des Namens hätte den gleichen Effekt, nur wäre für eine spätere Reaktivierung die genaue Schreibweise notwendig, die dann vielleicht nicht mehr vorliegt. Das Ad-Zeichen vor dem Namen bewirkt bei jedem Programm ein Starten im Hintergrund.

8.5. Die Benutzerverwaltung

Linux/Unix ist ein Mehr-Benutzersystem. Den wichtigsten User (root) haben Sie schon während der Installation angelegt. Da dieser die absolute Macht über das gesamte System hat, sollte er nicht für die alltägliche Arbeit genutzt werden.

Ein neuer Benutzer für die tägliche Arbeit wird mit dem Befehl useradd dem Linux-System wie folgt hinzu gefügt:

useradd -m -G users,wheel,audio,video,optical,games,storage,power -s /bin/bash neuerBenutzer

Der Parameter "-m" bewirkt, dass ein Heimatverzeichnis unter /home mit dem entsprechenden Benutzernamen angelegt wird. Mit "-G" (bitte Groß- und Kleinschreibung beachten) wird der Benutzer den entsprechenden Gruppen zugeordnet. Linux/Unix verwaltet Berechtigungen einzelner Benutzer der Einfachheit halber übergeordent mittels Gruppen. Hinter jeder Gruppe liegen Berechtigungen für bestimmte Gegebenheiten, in der Regel die Zugriffsberechtigung für eine bestimmte Hard- und Software und/oder einer administrativen Tätigkeit.

Tabelle 8.1. Gruppen-Übersicht

Gruppe

Kurzbeschreibung

 

users

Standard-Gruppe für jeden Benutzer.

 

wheel

Erweiterte Berechtigung, um zu substituieren (su), also sich als ein anderer Benutzer (einschließlich als root) mit Hilfe des jeweiligen Kennwortes auszugeben/anzumelden. Oder den Befehl sudo für das Auführen von Programmen mit der Hoheit von root zu benutzen.

audio

Eine Soundunterstützung erhalten.

 

video

Erweiterte

Grafikeigenschaften

(2D/3D)

nutzen.

optical

Zugriff auf optische Laufwerke wie CD/DVD erhalten.

games

Spiele benutzen.

 

storage

Zugriff auf Laufwerke wie (externe) Festplatten, USB-Sticks u.s.w.

power

Notwendig, um später in einer Desktop-Umgebung als normaler Benutzer den Rechner herunter fahren oder neu starten zu dürfen.

Weitere Gruppen werden dem System ggf. mit dem Installieren von bestimmten Programmen hinzugefügt. Funktioniert z.B. eine bestimmte Gegebenheit nicht, sollte

Die Arch Linux-Administration

überprüft werden, ob der Benutzer der entsprechenden Gruppe zugeordnet wurde.

Das kann auf verschiedenen Wegen funktionieren. Entweder wird der Befehl:

groups

eingebenen, wenn der Benutzer gerade angemeldet ist. Oder die Datei /etc/group wird geöffnet, unabhängig davon ob der Benutzer gearde angemeldet ist oder nicht, um sich eine Übersicht zu verschaffen.

Das nachträgliche Hinzufügen eines Benutzers zu einer Gruppe erfolgt mit:

gpasswd -a Benutzer Gruppe

Entfernt wird ein Benutzer aus einer Gruppe mit:

gpasswd -d Benutzer Gruppe

Eine völlig neue Gruppe für eigene Bedürfnisse zu erstellen erledigt der Befehl:

groupadd neueGruppe

Im nächsten Teil übernimmt der Parameter "-s" die Zuordnung einer Shell zum neuen Benutzer, daher folgt dem Parameter das entsprechende Shell-Programm. Sehr weit verbreitet und eigentlich Standard ist die Bourne-Again-Shell, kurz bash. Daher als Folgeparameter "/bin/bash". Sobald sich der Benutzer am System anmeldet, wird diese entsprechend geladen.

Und zuguter Letzt der eigentlich neue Benutzername.

Wurde der neue Benutzer erfolgreich angelegt, sollte sofort ein Kennwort vergeben werden. Hierzu dient der Befehl:

passwd Benutzer

Sämtliche hier beschriebenen administrative Aktionen sind dem root vorbehalten, auch das Löschen von Benutzern mit:

userdel -r Benutzer

8.6. Der Paketverwalter Pacman

Unter Arch Linux arbeitet Pacman quasi als Schweizer Messer, was die Verwaltung der Softwarepakete betrifft. Softwarepakete werden mit Pacman gesucht, herunter geladen, installiert und bei Bedarf wieder gelöscht. Mit einem Handgriff kann das gesamte Arch Linux-System auf den aktuellen Stand gebracht werden. Bei jeder Installation eines Softwarepaketes werden Abhängigkeiten berücksichtigt und entsprechend zur Installation vorgeschlagen.

Die Installationspakete werden in Ablagen (Repositories) verwaltet, dabei verhält es sich ein wenig wie bei Aschenputtel. Die absolut notwendigen Softwarepakte für ein Arch Linux-Grundsystem befinden sich in der Ablage "Core". Weitere, aktuelle und stabile Pakete (z.B. Samba) in der Ablage "Extra". Daneben gibt es noch als Ablage "Unstable" mit Softwarepaketen, die noch in der Erprobung sind. Diese genannten Ablagen werden von den Arch Linux-Entwicklern betreut. Zusätzlich gibt es noch einen "Community" Bereich, mit einer Vielzahl von weiteren Paketen, die von als vertrauenswürdig eingestuften Anwendern gepflegt werden.

Die Arch Linux-Administration

Alle Softwarepakete sind kompiliert und liegen entsprechend den Ablagen sortiert als Archivdateien auf (gespiegelte) FTP-Servern auf der ganzen Welt bereit. Welche Software nun zur Verfügung steht, wird mit Pacman lokal geklärt. Dazu existiert auf dem eigenen Rechner eine Datenbank.

Natürlich können Softwarepakete aus anderen Quellen direkt kompiliert und eingesetzt werden. Sofern diese noch nicht vom Arch Linux-Team zur Verfügung gestellt sind, können Installationspakete nach einer APS-Vorgabe (Arch Packaging Standard) selber erstellt und als AUR (Arch Linux User-Community Repository), also der Community-Ablage für andere Benutzer zur Verfügung gestellt werden.

8.6.1. Pacman konfigurieren

Konfiguriert wird pacman mit der Datei pacman.conf:

nano /etc/pacman.conf

#

#

/etc/pacman.conf

#

#

See the pacman manpage for option directives

#

#

GENERAL OPTIONS

# GENERAL OPTIONS

#

[options]

 

# The following paths are commented out with their default values

# listed.

# If you wish to use different paths, uncomment and update the

# paths.

#RootDir

=

/

#DBPath

= /var/lib/pacman/

#CacheDir

= /var/cache/pacman/pkg/

#LogFile

= /var/log/pacman.log

HoldPkg

= pacman glibc

# If upgrades are available for these packages they will be asked

# for first

SyncFirst

#XferCommand = /usr/bin/wget --passive-ftp -c -O %o %u

#XferCommand = /usr/bin/curl -C - %u > %o #CleanMethod = KeepInstalled Architecture = auto

# Pacman won't upgrade packages listed in IgnorePkg and members

# of IgnoreGroup

#IgnorePkg = #IgnoreGroup =

NoUpgrade

#NoExtract =

# Misc options (all disabled by default) #UseSyslog #ShowSize #UseDelta #TotalDownload

= pacman

#UseSyslog #ShowSize #UseDelta #TotalDownload = pacman = /etc/rc.conf # # REPOSITORIES # - can be

= /etc/rc.conf

#

#

REPOSITORIES

# REPOSITORIES

#

- can be defined here or included from another file

#

- pacman will search repositories in the order defined here

#

- local/custom mirrors can be added here or in separate

Die Arch Linux-Administration

#

files

#

- repositories listed first will take precedence when

#

packages have identical names, regardless of version number

#

#

- URLs will have $repo replaced by the name of the current

# repo

#

#

Repository entries are of the format:

#

[repo-name]

#

Server = ServerName

#

Include = IncludePath

#

#

The header [repo-name] is crucial - it must be present and

#

uncommented to enable the repo.

#

#

The testing repositories are disabled by default. To enable,

#

uncomment the repo name header and Include lines. You can add

#

preferred servers immediately after the header, and they will

#

be used before the default mirrors.

#[testing]

# Add your preferred servers here, they will be used first #Include = /etc/pacman.d/mirrorlist

[core]

# Add your preferred servers here, they will be used first Include = /etc/pacman.d/mirrorlist

[extra]

# Add your preferred servers here, they will be used first Include = /etc/pacman.d/mirrorlist

[community]

# Add your preferred servers here, they will be used first Include = /etc/pacman.d/mirrorlist

# An example of a custom package repository. See the pacman

# manpage for tips on creating your own repositories.

#[custom] #Server = file:///home/custompkgs

Die Konfigurationsdatei wird in zwei Bereiche aufgeteilt. Die Hauptoptionen (General Options) und die Ablageoptionen (Repositories). In den Hauptoptionen wird u.a. beschrieben, welche Dateien (z.B. durch ein komplettes System-Update) nicht aktualisiert (NoUpgrade) werden sollen. Sehr gut zu zeigen an der Zeile, wo die Datei rc.conf ausgeschlossen wird, denn in dieser Datei sind einige schwer erarbeitete Konfigurationen enthalten, die nicht rc.conf ausgeschlossen wird, denn in dieser Datei sind einige schwer erarbeitete Konfigurationen enthalten, die nicht überschrieben werden sollten.

Pacman besitzt einen eigenen FTP-Client, um die Softwarepakete herunter zu laden. Wer allerdings nicht auf wget verzichten möchte, muss dies über die Variable "XFerCommand" steuern: einfach das Rautensymbol vor der vorgeschriebenen Zeile entfernen und schon wird wget eingebunden.enthalten, die nicht überschrieben werden sollten. In der Beschreibung zu pacman habe ich über die Verwaltung

In der Beschreibung zu pacman habe ich über die Verwaltung der Softwarepakete geschrieben. Sämtliche (gespiegelte) Server zu einer Ablage (Core, Extra u.s.w.) werden aktuell in einer Datei lokal aufgelistet. Diese Datei mit dem Namen mirrorlist befindet sich im Verzeichnis /etc/pacman.d und sollte so angepasst werden, dass die zur Verfügung mirrorlist befindet sich im Verzeichnis /etc/pacman.d und sollte so angepasst werden, dass die zur Verfügung stehenden Server am besten zu erreichen sind. Dazu werden entweder die Serverpositionen in der Datei gelöscht oder mit dem Rautensymbol (#) auskommentiert.

nano /etc/pacman.d/mirrorlist

#

# $repo: Arch Linux @REPO@ repository

#

Die Arch Linux-Administration

# United States

#Server = ftp://ftp.archlinux.org/$repo/os/i686 #Server =

ftp://ftp.nethat.com/pub/linux/archlinux/$repo/os/i686

#Server =

ftp://locke.suu.edu/linux/dist/archlinux/$repo/os/i686

#Server = ftp://mirrors.unixheads.org/archlinux/$repo/os/i686 #Server = ftp://ftp-linux.cc.gatech.edu/pub/linux/distributions/==>

==>archlinux/$repo/os/i686

#Server = ftp://mirror.cs.vt.edu/pub/ArchLinux/$repo/os/i686 #Server =

http://mirrors.easynews.com/linux/archlinux/$repo/os/i686

#Server = ftp://ftp.ibiblio.org/pub/linux/distributions/==>

==>archlinux/$repo/os/i686

#Server = http://holmes.umflint.edu/archlinux/$repo/os/i686

# South America

# - Brazil

#Server = http://archlinux.c3sl.ufpr.br/$repo/os/i686 #Server = ftp://archlinux.c3sl.ufpr.br/archlinux/$repo/os/i686

# Europe

# - Austria

#Server =

ftp://gd.tuwien.ac.at/opsys/linux/archlinux/$repo/os/i686

# - Belgium

#Server =

ftp://ftp.belnet.be/mirror/archlinux.org/$repo/os/i686

# - Czech Republic

#Server = ftp://ftp.sh.cvut.cz/MIRRORS/arch/$repo/os/i686

# - Estonia

#Server = ftp://ftp.estpak.ee/pub/archlinux/$repo/os/i686

# - Finland

#Server = ftp://ftp.sixnix.net/pub/archlinux/$repo/os/i686

# - France

#Server = ftp://mir1.archlinuxfr.org/archlinux/$repo/os/i686

#Server = ftp://mir2.archlinuxfr.org/archlinux/$repo/os/i686 #Server = ftp://distrib-coffee.ipsl.jussieu.fr/pub/linux/==>

==>archlinux/$repo/os/i686

#Server = http://mir.archlinux.fr/$repo/os/i686 #Server =

ftp://ftp.free.fr/mirrors/ftp.archlinux.org/$repo/os/i686

# - Germany

Server = ftp://ftp.tu-chemnitz.de/pub/linux/sunsite.unc-mirror/==>

==>distributions/archlinux/$repo/os/i686

Server = ftp://ftp.hosteurope.de/mirror/ftp.archlinux.org/==>

==>$repo/os/i686

Server = ftp://ftp.uni-bayreuth.de/pub/linux/archlinux/$repo/==>

==>os/i686

Server = ftp://ftp.uni-kl.de/pub/linux/archlinux/$repo/os/i686 Server = ftp://ftp5.gwdg.de/pub/linux/archlinux/$repo/os/i686 Server = ftp://ftp.archlinuxppc.org/i686/$repo/os/i686

# - Great Britain

#Server = http://www.mirrorservice.org/sites/ftp.archlinux.org/==>

==>$repo/os/i686

# - Greece

#Server = ftp://ftp.ntua.gr/pub/linux/archlinux/$repo/os/i686

# - Hungary

#Server = ftp://ftp.mfa.kfki.hu/pub/mirrors/ftp.archlinux.org/==>

==>$repo/os/i686

# - Ireland #Server = ftp://ftp.heanet.ie/mirrors/ftp.archlinux.org/$repo/==>

Die Arch Linux-Administration

==>os/i686

# - Italy

#Server =

ftp://mi.mirror.garr.it/mirrors/archlinux/$repo/os/i686

# - Netherlands

#Server = ftp://ftp.nluug.nl/pub/metalab/distributions/==>

==>archlinux/$repo/os/i686

#Server = ftp://ftp.surfnet.nl/pub/os/Linux/distr/archlinux/==>

==>$repo/os/i686

# - Poland #Server = ftp://ftp.icm.edu.pl/pub/Linux/sunsite/==>

==>distributions/archlinux/$repo/os/i686

#Server = ftp://mirror.icis.pcz.pl/archlinux/$repo/os/i686

# - Portugal

#Server = ftp://cesium.di.uminho.pt/pub/archlinux/$repo/os/i686

# - Romania

#Server = ftp://ftp.iasi.roedu.net/mirrors/archlinux.org/==>

==>$repo/os/i686

# - Russia

#Server = ftp://archlinux.org.ru/pub/archlinux/$repo/os/i686 #Server = ftp://mirror.yandex.ru/archlinux/$repo/os/i686 #Server = http://archlinux.freeside.ru/$repo/os/i686

# - Sweden

#Server =

ftp://ftp.ds.hj.se/pub/os/linux/archlinux/$repo/os/i686

#Server = ftp://ftp.gigabit.nu/$repo/os/i686

# - Switzerland

#Server = ftp://archlinux.puzzle.ch/$repo/os/i686

# - Turkey

#Server = http://server.elsistech.com/archlinux/$repo/os/i686

# - Ukraine

#Server = ftp://hell.org.ua/archlinux/$repo/os/i686 #Server = ftp://ftp.linux.kiev.ua/pub/Linux/ArchLinux/==>

==>$repo/os/i686

# Asia

# - Israel

#Server = http://mirror.isoc.org.il/pub/archlinux/$repo/os/i686

# Australia

#Server = ftp://mirror.pacific.net.au/linux/archlinux/==>

==>$repo/os/i686

#Server =

ftp://mirror.aarnet.edu.au/pub/archlinux/$repo/os/i686

Alle nicht kommentierten Server werden von pacman von oben nach unten gelesen, wenn der Vorherige nicht erreichbar ist.

8.6.2. Mit Pacman arbeiten

Pacman wird von einer Vielzahl von Parametern gesteuert. Die Wichtigsten sind hier in einer Tabelle zusammen gefasst:

Tabelle 8.2. Kleine Parameter-Übersicht zu Pacman

Parameter

Kurzbeschreibung

 

-Sy

Aktualisieren der lokalen Datenbank.

-Ss

Nach einer Software suchen.

 

-S

Ein bestimmtes Softwarepaket mit ggf. notwendigen abhängigen Paketen installieren.

-Su

Ein

Update

der

schon

installierten

Die Arch Linux-Administration

 

Softwarepakete vornehmen.

 

-R

Ein bestimmtes Softwarepaket entfernen.

-Rs

Ein Bestimmtes Softwarepaket zusammen mit abhängigen Paketen entfernen. Dabei werden die Abhängigkeiten deinstalliert, die nicht durch andere Softwarepakete benutzt werden.

-Scc

Löschen

der

herunter

geladenen

Paket-Archive,

welche

im

Verzeichnis

/var/cache/pacman/pkg liegen.

Hier einige Beispiele:

1. Systemupdate:

Die Parameter sind kombinierbar. Um also in einem Schritt nicht nur die lokale Softwarepaketdatenbank zu aktualisieren, sondern gleich das ganze System mit allen schon installierten Paketen, reicht folgende Eingabe:

pacman -Syu

Anmerkung

Dies ist besonders nach einer neuen Installation von Arch Linux zu empfehlen, wenn die Installation z.B. über eine CD vorgenommen wurde. Da zwischen dem Veröffentlichen der Installationsmedien und des Installationszeitpunktes Monate vergehen können, sind evtl. die Software-Pakete auf dem Datenträger entsprechend alt.

2. Softwarepaket-Installation:

Der Serverdienst samba soll installiert werden, also erst einmal schauen, ob dieser zur Verfügung gestellt wird:

pacman -Ss samba

Was ist passiert? Die Suche in der lokalen Datenbank hat verschiedene Ergebnisse ausgegeben. Abhängig vom Ablageort (in diesem Fall "extra" und "community"), wurde nicht nur das zu samba passende Paket angezeigt (samba 3.3.1-1), sondern auch einige andere Pakete, die für andere Zwecke in Bezug zu samba stehen und vielleicht interessant sind. In diesem Beispiel ist nur das eigentliche Paket notwendig, daher folgende Eingabe:

pacman -S samba

Pacman löst dann die Abhängikeiten auf und stellt die für samba notwendigen Softwarepakete vor (sofern sie noch nicht installiert sind). Wird die Abfrage mit J bestätigt, werden die Pakete vom Server herunter geladen und installiert.

Anmerkung

In diesem Beispiel war es sehr einfach, da eindeutig. Unter Umständen werden verschiedene Versionen, bzw. Varianten zu einem Softwarepaket zur Verfügung gestellt. Dann ist eine genaue Angabe des Paketnamens , unter Umständen mit dem gesamten Ablagepfad notwendig:

pacman -S extra/samba 3.3.1-1

Die Arch Linux-Administration

Um weitere Parameter für andere Funktionen zu pacman zu benutzen, weise ich auf die Man-Page (also die Linux/Unix interne Beschreibung) zu pacman hin:

man pacman

Anmerkung

Auch pacman selbst wird weiter entwickelt. Daher ist es in einigen Fällen notwendig, dass die bestehenden Datenbanken ebenfalls angepasst werden müssen. Sollte also nach einer Aktualisierung von pacman selbst, bei dem anschließenden Versuch ein Programm zu installieren, die Prozedur mit einen Fehler quittiert werden, reicht i.d.R. das Anpassen der Datenbanken selbst mit:

pacman-db-upgrade

aus.

8.7. Der Bootloader grub2

Der Bootloader grub wurde ja schon während der Installation von Arch Linux kurz behandelt. Da grub aber nicht mehr weiter entwickelt wird, liegt der Schwerpunkt des Entwickler-Teams nun auf grub2.

Auch wenn sich grub2 noch im Beta-Stadium befindet, kann dieser Bootloader schon eingesetzt werden. Insbesondere dann, wenn bestimmte Funktionen benötigen werden, die bei grub fehlen. Wie z.B. die Unterstützung von GUID Partitionstabellen (GPT) (siehe Kapitel: Festplatten mit GUID Partitionstabellen (GPT)).

8.7.1. Voraussetzungen für grub2

Die Voraussetzungen sind die gleichen, wie für grub auch, sofern keine GUID Partitionstabelle (GPT) eingesetzt wird. Ist dies der Fall, muss eine eigene Partition in der Größe von ca. einen Megabyte für grub2 vorgesehen werden. Allerdings nur dann, wenn ein normales BIOS im PC vorhanden ist und keine EFI-Umgebung. Die offiziellen Quellen sprechen hier von einer BIOS-Boot-Partition. Wird diese Partition während der Grundinstallation von Arch Linux mit berücksichtigt, kann dies sehr einfach in das eigene Partitionsschema mit eingeflochten werden (siehe Kapitel: Die Festplattenvorbereitung mit Hilfe von GPT fdisk (gdisk)).

Grub2 unter einer EFI-Umgebung konnte ich noch nicht testen, um hierzu genaue Ergebnisse zu beschreiben.

Die BIOS-Boot-Partition im Nachhinein zu berücksichtigen wird etwas steiniger, da vermutlich erst Platz geschaffen werden muss, um noch eine zusätzliche Partition für grub2 erstellen zu können.

Hierfür wird vermutlich gparted helfen, welches neben dem Erstellen von Partitionen auch das Verschieben, Verkleinern und das Vergrößern versteht. Zwei Projekte zu gparted habe ich im Kapitel "GPT fdisk - kurz gdisk" erwähnt, wo ich auch das Arbeiten mit gdisk beschreibe.

In beiden Fällen, also während einer Grundinstallation von Arch Linux oder erst später, ist darauf zu achten, dass der Partitionstyp "ef02" (bei gdisk) gewählt wird, damit grub2 beim eigentlichen installieren diese Partition identifizieren kann.

8.7.2. Die Installation von grub2

Die Arch Linux-Administration

Anmerkung

Bevor grub2 installiert wird, ist es auf jeden Fall sicherer sich vorher eine Kopie der bisherigen Konfiguration von grub zu erstellen, damit im Falle eines Falles darauf zurück gegriffen werden kann.

Die Installation von grub2 erfolgt als erstes mit:

pacman -S grub2

Um danach den Bootloader selbst, z.B. auf die erste Festplatte im System zu installieren:

grub-install /dev/sda

8.7.3. Die Konfiguration von grub2

Obwohl die Konfigurationsdatei grub.cfg im Verzeichnis /boot/grub/ manuell bearbeitet werden kann, wird ein anderer Weg zur Konfiguration dieser Datei empfohlen. Vielmehr gibt es nun Skript- und eine Konfigurations-Datei, die die verschiedenen Systeminterna berücksichtigen, um "intelligent" eine Konfigurationsdatei zu erstellen.

Der Einfluss auf diese Skripte ist eigentlich sehr flexibel, allerdings kommt man nicht drum herum, auch mal manuell direkt in die Konfiguration einzugreifen. Auch wenn es nur die Neugier ist, die einem dazu verleitet ;-)

Die folgenden Kapitel beschreiben eigentlich, wie ich mich Schritt für Schritt an die Konfiguration heran gewagt habe, um so die neue Arbeitsweise von grub2 kennen zu lernen.

8.7.3.1. Die Grundkonfiguration

Mit der Installation selbst, wird eine schon funktionierende Konfigurationsdatei erstellt. Anhand dieser Datei, werden die ersten Gegebenheiten gezeigt:

nano /boot/grub/grub.cfg

#

Config file for GRUB2 - The GNU GRand Unified Bootloader

#

/boot/grub/grub.cfg

#

DEVICE Name CONVERSIONS

#

#

Linux

Grub

#

-------------------------

#

/dev/fd0

(fd0)

#

/dev/sda

(hd0)

#

/dev/sdb2

(hd1,2)

#

/dev/sda3

(hd0,3)

#

# Timeout for menu set timeout=5

# Set default boot entry as Entry 0 set default=0

# (0) Arch Linux

menuentry "Arch Linux" { set root=(hd0,1)

linux /vmlinuz26 root=/dev/sda1 ro initrd /kernel26.img

Arch Linux menuentry "Arch Linux" { set root=(hd0,1) linux /vmlinuz26 root=/dev/sda1 ro initrd /kernel26.img } 56

}

Arch Linux menuentry "Arch Linux" { set root=(hd0,1) linux /vmlinuz26 root=/dev/sda1 ro initrd /kernel26.img } 56

Die Arch Linux-Administration

## (1) Windows #menuentry "Windows" { #set root=(0,3) #chainloader +1 #}

Direkt im ersten Menüblock, welcher später beim Starten des Rechners als voreingestellter Menüpunkt zu sehen ist, wird definiert, an welcher Stelle der Linux-Kern zu finden ist (die eigene Partition für den Linux-Kern, die später unter /boot eingehangen wird). Dabei wird bei der ersten Festplatte ab Null hoch gezählt und bei /boot eingehangen wird). Dabei wird bei der ersten Festplatte ab Null hoch gezählt und bei der ersten Partition ab eins. Laut diesem Eintrag, würde sich dann der Linux-Kern auf der ersten Festplatte, der ersten Partition (hd0,1) befinden.

Nimmt man sich aber das Partitionsschema der Grundinstallation von Arch Linux als Beispiel vor Augen, und dann noch unter der Berücksichtung einer BIOS-Boot-Partition (Stichwort: GUID Partitionstabelle (GPT)):

Abbildung 8.2. Partitionsschema mit einer BIOS-Boot-Partition

8.2. Partitionsschema mit einer BIOS-Boot-Partition Dann verschiebt sich das ganze Konstrukt um eine Partition.

Dann verschiebt sich das ganze Konstrukt um eine Partition. Die Festplatte bleibt gleich, nur die Partition hat sich geändert. Das Ergebnis wäre dann:

.

.

set root=(hd0,2)

.

.

Analog zum Punkt 1, verschiebt sich ebenfalls die Partitionsreihenfolge für die Zuordnung des Root-Verzeichnisses (root=/dev/sda1), zusammen mit der Bezeichnung des Linux-Kern-Dateinamens (vmlinuz26):Die Festplatte bleibt gleich, nur die Partition hat sich geändert. Das Ergebnis wäre dann: . .

.

Die Arch Linux-Administration

.

linux /vmlinuz26 root=/dev/sda3 ro

.

.

Sind also alle Laufwerke und Partitionen richtig berücksichtigt, kann im Prinzip mit dieser Grundkonfiguration Arch Linux gebootet werden.

8.7.3.2. Die erweiterte Konfiguration (Auflösung)

Wurde die Grundkonfiguration noch manuell direkt im Editor geändert, wird hier der erste Einfluss auf die Auflösung von grub2 selbst (grafische Konsole) und "unabhängig" der Shell, über die erweiterten Funktionen von grub2 vorgenommen.

Es wird also nicht mehr die eigentliche Konfigurationsdatei grub.cfg direkt bearbeitet, sondern die hierfür vorgesehenen Dateien zusammen mit dem Gebrauch bestimmter Programme, die als Ergebnis eine neue Grub-Konfiguration bauen.

Um nun allgemein die Auflösung zu verändern, wie es damals unter grub mit dem Parameter vga (z.B. vga=792) erfolgte, wird die Datei grub im Verzeichnis /etc/default/ bearbeitet. Diese Datei ist generell wichtig, da mit ihr nicht nur das Aussehen von grub2 verändert wird.

Anmerkung

Zur Sicherheit kann ich empfehlen, eine Kopie der bestehenden Datei grub.cfg zu machen, da diese vermutlich schon prima funktioniert.

nano /etc/default/grub

.

.

#

The resolution used on graphical terminal

# note that you can use only modes which your graphic card supports via VBE

# you can see them in real GRUB with the command 'vbeinfo'

GRUB_GFXMODE=1024x768x24

# Uncomment to allow the kernel use the same resolution used by grub GRUB_GFXPAYLOAD_LINUX=keep

.

.

GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="quiet"

.

.

Dieser Parameter setzt die Auflösung und die Farbtiefe für das grafische Terminal von grub2. Also die Umgebung, die nach Starten des Rechners geladen wird. Ich denke, dass hier das Prinzip nachvollziehbar ist. Sollte es Darstellungsprobleme geben, oder es wird nicht die gewählte Auflösung angezeigt, reicht es in der Regel aus, die Farbtiefe zu entfernen und nur die Auflösung anzugeben. . GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="quiet" . . (GRUB_GFXMODE=1024x768). An dieser Stelle wird eine

(GRUB_GFXMODE=1024x768).

An dieser Stelle wird eine Auflösung dem Kernel übergeben, also wie die spätere Shell auszusehen hat. Der Wert "keep" sagt aus, dass hier die Einstellung vom Parameter "GRUB_GFXMODE" übernommen wird. Wer eine andere Auflösung wünscht, kann hier unabhängig eine Andere wählen.und nur die Auflösung anzugeben (GRUB_GFXMODE=1024x768). Sollte der Parameter "GRUB_GFXPAYLOAD_LINUX" nicht

Sollte der Parameter "GRUB_GFXPAYLOAD_LINUX" nicht vom System unterstützt werden, können alternativ mit dem Parameter "GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT" Übergabewerte dem Linux-Kern übergeben werden (vga), wie es mit grub schon praktiziert wurde (als Beispiel: GRUB_CMDLINE_LIN