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Marktreport Wirtschaft, Finanzen, Edelmetalle  12. Oktober 2012 Die „Große Inflation“ der 70er und 80er

Marktreport

Wirtschaft, Finanzen, Edelmetalle  12. Oktober 2012
Wirtschaft, Finanzen, Edelmetalle  12. Oktober 2012

Die „Große Inflation“ der 70er und 80er Jahre. Ein Lehrstück.

Gegen Ende der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts stieg die Inflation in

vielen Volkswirtschaften drastisch an. Der Geldwert verfiel. So sank zum Beispiel

die Kaufkraft des US-Dollar allein von 1968 bis Ende 1985 um etwa 70 Prozent!

Die „Große Inflation“ in den USA vom Ende der 60er bis Mitte der 80er Jahre Jahresanstieg der US-Konsumentenpreise in Prozent

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Quelle: Thomson Financial, eigene Berechnungen.

Die steigende Inflation ging einher mit sinkender oder gar schrumpfender Pro-

duktion und steigender Arbeitslosigkeit. Für viele keynesianisch gesinnte Öko-

nomen war das „überraschend“: Schließlich sahen sie in der Inflation ein Mittel,

um die Konjunkturen zu beleben.

Mit der „Großen Inflation“ kam die hohe Arbeitslosigkeit Arbeitslosenquote (sa) in Prozent

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80 Kurzfristig senkte die 70 Inflationspolitik die Arbeitslosigkeit, 60 danach trieb sie sie in die
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Kurzfristig senkte die
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Inflationspolitik
die Arbeitslosigkeit,
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danach trieb sie
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Quelle: Thomson Financial.

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Quelle: Bloomberg. Tageswerte.

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Quelle: Bloomberg. Tageswerte.

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Quelle: Bloomberg. Tageswerte.

IN DIESER AUSGABE

Seite 1:

Die „Große Inflation“ der 70er und

80er Jahre. Ein Lehrstück.

Seite 6:

Wirtschaftspolitischer Kommentar:

Inflation ist ruinös für Arbeitnehmer

und Sparer

Seite 7:

Edelmetallmarkt-Bericht: US-Dollar bald wieder um Aufwind?

Seite 14: Marktdaten

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2 12. Oktober 2012

12. Oktober 2012

Ölpreis in USD pro Barrel in nominaler und realer (d. h. inflations- bereinigter) Rechnung 140
Ölpreis in USD pro Barrel
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bereinigter) Rechnung
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Quelle: Thomson Financial.
Die Kaufkraft des US-Dollar Kaufkraft auf Basis der Konsumentenprei- se und des Goldpreises 120 100
Die Kaufkraft des US-Dollar
Kaufkraft auf Basis der Konsumentenprei-
se und des Goldpreises
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Auf Basis des Goldpreises (USD pro
Feinunze)
Auf Basis der Konsumentenpreise
Quelle: Thomson Financial, eigene Berechnungen. Die
Kaufkraft wurde errechnet, indem 100 durch den US-
Konsumentenpreisindex beziehungsweise den Goldpreis
(USD pro Feinunze) dividiert wurde. Dezember 1967 =
100).

Bis heute machen die viele Ökonomen vor allem den „ersten Ölpreisschock“

(ab Herbst 1973, ausgelöst durch den Jom-Kippur-Krieg) und den „zweiten Öl-

preisschock“ (1979/1989 im Zuge der Islamischen Revolution in Iran) für die

weltweit hohe Inflation der 70er und 80er Jahre verantwortlich.

Die Verteuerung des Ölpreises hätte „Lohn-Preis-Spiralen“ ausgelöst, so ist viel-

fach zu lesen, und das wiederum hätte die Preise auf breiter Front steigen las-

sen. Die starke Lohn-Verhandlungsmacht der Gewerkschaften hätte ein Übri-

ges getan.

Wenngleich der Hinweis auf diese „Kostenschübe“ nicht unbedeutend ist,

reicht er natürlich nicht aus, um die Inflation zu erklären. Zur Inflation konnte

es nur kommen, weil die Zentralbanken die Geldmengen immer stärker ver-

mehrt haben.

Hoher Geldmengenzuwachs führt zu hoher Inflation Jahreswachstum der US-Geldmenge M2 in Prozent

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80 Unterliegender 70 „Trend“ der Geldmen- genentwicklung. 60 50 40 30 Bereits in den frühen
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Unterliegender
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„Trend“ der Geldmen-
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Quelle: Thomson Financial, eigene Berechnung und Trendschätzung.

Denn Inflation ist stets und überall ein monetäres Phänomen. Ohne dass die

Geldmenge übergebührlich steigt, können nicht alle Preise dauerhaft in die

Höhe steigen.

Die US-Regierung hatte in der Tat bereits in den 50er und 60er Jahren begon-

nen, die Geldmenge stark auszuweiten, um die Kosten des Korea- und später

auch des Vietnam-Krieges zu finanzieren.

Etwa mit Beginn der 70er Jahre verbreitete sich dann eine „neue“, nachfol-

gend einflussreiche ökonomische Theorie, um den Inflationsprozess zu erklä-

ren: Die „Theorie der rationalen Erwartungen“.

Sie besagt im Kern, dass sich Menschen nicht dauerhaft von der Zentralbank

täuschen lassen. Die Handelnden passen ihre Inflationserwartungen nach oben

an, wenn sie meinen, dass sie (bald) von den Geldpolitikern betrogen werden.

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3 12. Oktober 2012

12. Oktober 2012

Goldpreis (USD pro Feinunze, inde-

xiert) 1967 bis Anfang 1985 sowie 2001 bis

 

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Die Entwicklung des Goldpreises seit März 2001 bis heute
Die Entwicklung des
Goldpreises seit
März 2001 bis heute

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Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen. Die Serien sind indexiert (Dezember 1967 = 100). Die helle Linie zeigt den Goldpreis in der Zeit März 2001 bis Oktober

2012.

Bereits gegen Ende der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts begann der Marktpreis des Goldes (in USD pro Feinunze) über seinen offiziellen Preis in Höhe von 35 USD pro Feinunze zu steigen. Der Grund: Anleger fürchteten zusehends, die Inflationspolitik der amerikanischen Regierung würde den US-Dollar früher oder später gegen- über dem Gold abwerten beziehungs- weise die Goldeinlösepflicht des Greenbacks würde aufgehoben. Genau das geschah am 15. August 1971, als US-Präsident Richard Nixon das „Goldfenster“ schloss. Von da ab wurden der US-Dollar und de facto auch alle anderen Währungen zu nicht einlösbarem Papiergeld. Der Goldpreis stieg von da ab stark an – vermutlich vor allem getrieben von der wachsenden Furcht vor dem Wert- verfall der Papierwährungen. So stieg er allein ab August 1971 von 42 USD pro Feinunze in der Spitze auf 850 USD pro Feinunze am 21. Januar 1980. Vergleicht man die Goldpreisentwick- lung in den 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit der Goldpreisentwicklung seit März 2001 bis heute, so erscheint der bisherige Preiszuwachs (in nominaler Rechnung) immer noch relativ gering.

Meist stellt sich dieser Lerneffekt jedoch erst nach einer schlechten Erfahrung

ein: Das heißt, die Markakteure beginnen, die von der Zentralbank versproche-

ne (niedrige) Inflation nicht mehr zu glauben und erwarten eine höhere Inflati-

on, nachdem sie von der Zentralbank getäuscht worden sind.

Genau das bringt besondere Probleme. Denn steigt die erwartete Inflation an,

wird sich die Zentralbank aus politischen Erwägungen genötigt sehen, die von

den Marktakteuren erwartete hohe Inflation auch zu „liefern“.

Ansonsten sind nämlich eine scharfe Rezession und steigende Arbeitslosigkeit

vorprogrammiert, weil sich die Kalkulationsgrundlage der Unternehmer, Ar-

beitnehmer und Konsumenten als falsch entpuppt.

Heute wird vielfach bezweifelt, dass es wieder zu hoher Inflation kommen kann

wie in den 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. So seien die

Konjunkturen derzeit zu schwach, so ist zu hören, und auch die Preisüberwäl-

zungsspielräume der Unternehmen und die Lohn-Verhandlungsmacht der Ar-

beitnehmer und Gewerkschaften seien zu gering.

Zudem seien die Zentralbanken ja – anderes als noch in den 70er und 80er Jah-

ren – politisch unabhängig, würden also nicht wie damals von den Regierun-

gen auf eine Inflationspolitik gedrängt werden können.

Bei genauerer Überlegung erweisen sich jedoch all diese Erwägungen als trüge-

risch.

Mittlerweile sind die Zentralbanken wieder ganz und gar in den Dienst der Re-

gierungen gestellt worden. Ihr Auftrag ist es, Staats- und Bankenpleiten zu

verhindern, indem sie unbegrenzt neues (Basis)Geld bereitstellen.

Dieses Bestreben wird früher oder später auch auf die Stützung der Konjunktu-

ren hinauslaufen: also mit einer Geldmengenausweitung einer drohenden Re-

zession-Depression entgegenzuwirken.

Vor allem aber das mittlerweile doch klar erkennbare das politische Bestreben,

die Inflation zur Überschuldungsreduktion einzusetzen, wird sich als Treibsatz

für steigende Inflationserwartungen und letztlich steigende Preise erweisen –

so dass sich so etwas wie in den frühen 70er und 80er Jahren des vergangenen

Jahrhunderts wiederholen kann: zweitstellige Inflationsraten.

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4 12. Oktober 2012

12. Oktober 2012

Finanz- und Wirtschaftsausblick und die Entwicklungen auf den Edelmetallmärkten Auszüge aus dem Pressegespräch vom 11. Oktober 2012

Zusammenfassung

Die Weltwirtschaft kühlt sich stark ab; Rezession im Euroraum in 2012 und 2013; Deutschland glei- tet 2013 in die Rezession.

Zentralbanken treiben Inflation gezielt nach oben, die Realzinsen verbleiben im negativen Bereich.

Exkurs: Der Bankenapparat ist ein zentraler Krisenherd in der Euro- (Über)Verschuldungskrise.

Prognose: Der Goldpreis steigt auf 1.948 USD pro Feinunze bis Jah- resende (beziehungsweise 1.623 Euro pro Feinunze).

Weltwirtschaft kühlt sich stark ab In den großen Volkswirtschaften – USA, China, Europa und Japan – wei- sen die Zeichen für das kommende Jahr auf Konjunkturabkühlung bezie- hungsweise bisweilen sogar Rezession hin.

Die entwickelten Volkswirtschaften leiden nach wie vor unter den Folgen eines geplatzten „Papier-“ bezie- hungsweise „Kreditgeld-Booms“, dessen eigentliche Kernursache, näm- lich das aus dem Nichts produzierte Kreditgeld, bislang keine „Wurzelbe- handlung“ erfahren hat.

Vielmehr erschöpfen sich die Ret- tungsmaßnahmen -wie zum Beispiel die Null-Zinspolitik der Zentralbanken, die Basisgeldmengenausweitung, Plä- ne zur verschärften Regulierung und

die Schulden-Vergemeinschaftung- darin, lediglich an den Symptomen herumzukurieren (wie zum Beispiel die Finanzierung von in Schieflage ge- ratenen Staaten und Banken zu ge- währleisten).

Die Aussicht auf sich weiter ausbrei- tende Staatseingriffe und die damit verbundene Deformierung marktwirt- schaftlicher Prinzipien weltweit trägt zu einer steigenden Unsicherheit im Unternehmenssektor bei. Darunter leiden insbesondere die Investitionstä- tigkeit und der Beschäftigungsaufbau.

Rezession im Euroraum in 2012 und 2013 Im Euroraum der 17 Nationen zeigen die Signale auf Rezession. Im laufen- den Jahr sollte das Bruttoinlandspro- dukt (BIP) um 0,5 Prozentpunkte ge- genüber dem Vorjahr abnehmen, im kommenden Jahr um etwa 1,0 Pro- zent J/J.

Im laufenden Jahr ist mit rückläufigen Wachstum vor allem in Griechenland (-8,0% J/J), Italien (-2,0% J/J), Portu- gal (-2,0% J/J) zu rechnen.

Auch das deutsche Wirtschaftswachs- tum wird sich merklich verlangsamen, von einem BIP-Wachstum in Höhe von 0,4 Prozent im laufenden Jahr auf -0,3 Prozentpunkte im kommenden Jahr. Gründe hierfür sind vor allem die sich abschwächende Konjunktur in den europäischen Exportmärkten.

Die steigende Unsicherheit über die Zukunft des Europrojektes, die auch nicht durch den Europäischen Stabili- sierungs-mechanismus (ESM) oder ei- ne anvisierte „Bankenunion“ aus der Welt geschaffen werden kann, wird die relative Attraktivität des Euro als internationale Anlagewährung schmälern.

Mit Blick auf das zweite Quartal des kommenden Jahres sollte sich der Eu- ro, so erwarten wir, bis auf 1,10 ge- genüber dem US-Dollar abwerten.

Akuter Krisenherd: Der Euro- Bankenapparat Ein nach wie vor akuter und ungelös- ter Krisenherd im Euroraum ist der über-große Bankenapparat. In aggre- gierter Rechnung beläuft sich die Bankbilanz im Euroraum auf nunmehr mehr als 34.000 Mrd. Euro – das sind etwa 360 Prozent des Bruttoinlands- produkts im Euroraum.

Der Euroraum-Bankensektor ist damit absolut und relativ betrachtet deutlich größer als der Bankensektor in den USA. Zum Vergleich: Der US- Bankensektor hat eine Bilanzgröße von etwa 12.000 Mrd. US-Dollar, und er beläuft sich auf etwa 80 Prozent des US-Volkseinkommens.

Investoren haben vielen Banken das Vertrauen entzogen. Viele Banken sind betriebswirtschaftlich nicht mehr in der Lage, sich über Zinssätze, wie

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12. Oktober 2012

sie am freien Markt gebildet werden, zu refinanzieren.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat daher (einen Teil) der Kapitalmarktfi- nanzierung der Banken übernommen. Das mag zwar kurzfristig Linderung verschaffen, löst aber die zugrunde- liegende Problematik nicht.

Viele Euroraum-Banken leiden unter einer geringen Eigenkapitaldecke. Sie werden dazu übergehen (müssen), ihre Risikoaktiva, das heißt vor allem Kredite und Wertpapiere, abzubauen relativ zum vorhandenen Eigenkapital – also ein „De-risking“ und „De- leveraging“ betreiben. Das hat vor allem zwei Effekte: (1) Rezessions- druck und (2) Depressionsdruck.

Eine schrumpfende Geldmenge – also Folge einer Rückzahlung von Bank- krediten – führt früher oder später zu fallenden Preisen und Löhnen auf breiter Front; es kommt zur Deflation. Kreditfinanzierte Investitionen rech- nen sich dann nicht mehr, Unterneh- men machen Verluste, die Lohnein- kommen sinken. Schuldner sehen sich steigenden realen Schuldenlasten ge- genüber. Die allgemeine Kreditquali- tät verschlechtert sich, die Verluste der Banken steigen, und das Kre- ditangebot wird weiter reduziert.

Aus einer Kreditklemme im Fiat- Geldsystem kann folglich durchaus eine Deflation erwachsen – wäre da nicht die (verlockende) politische Möglichkeit, dass die Zentralbank die Fiat-Geldmenge vor dem Schrumpfen bewahrt beziehungsweise noch wei- ter ausweitet.

Inflationäre Geldpolitiken Deflation wird allgemein mehr ge- fürchtet als Inflation. Daher wurde auch die Europäische Zentralbank (EZB) bereits beauftragt, Staaten und Banken zahlungsfähig zu halten – gewissermaßen um jeden Preis.

Der EZB-Rat hält den Bankenapparat zahlungsfähig, indem er ihm jede gewünschte Basisgeldmenge bereit- stellt – und zwar zu „Vorzugskonditi- onen“ (wie etwa im Zuge der jüngs- ten „LTROs“).

Der EZB-Rat drückt zudem die Markt- zinsen für die Anleihen strauchelnder Staaten künstlich herab, um so deren Refinanzierung zu verbilligen, wie be- reits geschehen etwa durch Käufe ita- lienischer, spanischer und portugiesi- scher Staatsanleihen.

Mit dem am 6. September 2012 an- gekündigten Aufkaufprogramm für Staatsanleihen erreicht die Geldpolitik der Basis-Geldmengenausweitung ei- ne neue Dimension.

Inflationär wird es vor allem dann, wenn der EZB-Rat beginnt, Wertpa- piere von Nichtbanken (Versicherun- gen, Pensionsfonds etc.) aufzukaufen und mit neuem Geld zu bezahlen. Das neu geschaffene Geld gelangt dann nämlich direkt auf die Konten der Verkäufer – und das erhöht den umlaufenden Zahlungsmittelbestand (M1 bis M3) unmittelbar.

Inflation“, um auf diese Weise die Schuldenlasten zu reduzieren – um also eine Vermögensumverteilung zu Gunsten der Schuldner und zu Lasten der Gläubiger zu erzwingen.

Das Inflationskarussell Doch bekanntlich bleibt ein plötzli- ches Anheben der Inflation im „lau- fenden Spiel“ – also eine Brechung des Inflationsversprechens seitens der Zentralbanken – nicht folgenlos. Vielmehr passen sich die Inflationser- wartungen nach oben an, und die Zentralbank ist dann gezwungen, die Erwartung einer höheren Inflation auch zu erfüllen, damit es zu keiner allzu scharfen Rezession kommt.

Das Inflationskarussell beginnt sich zu drehen: Die Inflationserwartungen steigen weiter an, die Zentralbank weitet die Geldmenge (etwa durch Kauf von Staats- und Bankanleihen) immer weiter aus. Eine solche Entwicklung zeigte sich besonders eindrucksvoll in den frühen 70er bis frühen 80er Jahren des ver- gangenen Jahrhunderts. Wir halten es für sehr wahrscheinlich, dass sich so etwas Ähnliches wiederholt: dass also die Inflationsraten – gemessen an den Verbraucherpreisen – in den kom- menden Jahren zweistellige Jahresra- ten aufweisen werden.

Regierungen, ihre Zentralbanken und vor allem die einflussreiche Banken- und Finanzbranche liebäugeln bereits mit einer Politik der „etwas höheren

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Der wirtschafts- politische Kommentar

6 12. Oktober 2012 Der wirtschafts- politische Kommentar Quelle: Ludwig von Mises Institute, Auburn, US Alabama

Quelle: Ludwig von Mises Institute, Auburn, US Alabama

Dieser Beitrag wurde im September auf Einladung eines Gewerkschafts-Magazins geschrieben. Er sollte im Zuge einer Öko- nomen-Debatte in einer Rubrik erschei- nen, in der das „Für“ und „Wider“ der ge- planten Anleihekäufe durch die Europäi- sche Zentralbank erörtert wird. Er ist je- doch nicht abgedruckt worden.

Das Vorhaben, den Euro um jeden Preis zu erhal- ten, wird ruinös für Ar- beitnehmer und Sparer

Die Entscheidung zur Inflationierung

des Euro ist längst gefallen: Die Regie-

renden und die von ihnen begünstig-

ten Gruppen (vor allem die Großin-

dustrie und die Banken- und Finanz-

branche) wollen Pleiten von Staaten

und Geschäftsbanken mit der Ausga-

be von immer mehr Geld abwehren.

Dazu wird der Rat der Europäischen

Zentralbank (EZB) Anleihen von strau-

chelnden Staaten aufkaufen, wenn

nötig in unbegrenztem Umfang, und

die Käufe mit neu geschaffenem Geld

bezahlen.

Die Inflation wird offen zutage treten,

wenn der EZB-Rat Staatsanleihen

kauft, die sich im Besitz von Nicht-

banken (wie Versicherungen, Pensi-

onskassen und private Sparer) befin-

den. Denn dadurch wird die umlau-

fende Geldmenge direkt erhöht – und

früher oder später steigen dann ab-

sehbar auch die Preise (für Vermö-

gensgegenstände wie Aktien, Grund-

stücke und Häuser, aber auch die Le-

benshaltungskosten), und das Geld

verliert an Kaufkraft.

Leidtragende dieser bewusst herbei-

geführten Inflationspolitik werden vor

allem Arbeitnehmer und Sparer sein.

Bekanntlich passen sich die Löhne nur

zeitverzögert an steigende Preise an,

so dass die realen Arbeitseinkommen

sinken werden. Und das Sparvermö-

gen – in Form von zum Beispiel Ter-

min- und Spareinlagen, Anleihen und

Lebensversicherungen – wird entwer-

tet. Das Vorhaben, den Euro um je-

den Preis zu erhalten, wie es auch die

deutsche Bundesregierung will, wird

ruinös für Arbeitnehmer und Sparer.

Die Entwertung des Geldes und der Ersparnisse Inflationsbereinigter Kurzfristzins im Euroraum in Prozent

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Quelle: Thomson Financial, eigene Berechnun- gen. EZB-Leitzins minus laufende Teuerungsra- te.

Dass die EZB-Geldpolitik das Geld in

Form von Bargeld und Giroguthaben

entwertet, ist mittlerweile offensicht-

lich: Der Zins auf diese Geldformen ist

null Prozent und die offizielle Inflation

beträgt mehr als 2,0 Prozent pro Jahr.

Dadurch ist nun aber auch der Real-

zins, also der inflationsbereinigte Zins,

negativ geworden, so dass auch Ter-

min- und Sparguthaben, aber auch

Geldmarktfonds und kurzlaufende

Anleihen von noch vergleichsweise

gut eingestuften Schuldnern dem An-

leger eine negative reale Verzinsung

bescheren.

Thorsten Polleit

++49 (0) 69 860 068 287

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Gold (USD pro Feinunze) 1780 1740 1700 1660 1620 1580 1540 Jul 12 Aug 12
Gold (USD pro Feinunze)
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Quelle: Bloomberg. Tageswerte.

Gold-ETFs (Mio. Feinunzen)

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Quelle: Bloomberg. Tageswerte.

Silber (USD pro Feinunze) 36 34 32 30 28 26 Jul 12 Aug 12 Sep
Silber (USD pro Feinunze)
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Quelle: Bloomberg. Tageswerte.

Silber-ETFs (Mio. Feinunzen)

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Quelle: Bloomberg. Tageswerte.

Edelmetallmarkt-Bericht

US-Dollar bald wieder im Aufwind?

In den Handelstagen seit Ende letzter Woche haben die Edelmetallpreise nach- gegeben, insbesondere die Platin-Metalle. Nach wie vor erweist sich der Gold- preis in Euro gerechnet jedoch als recht stabil. Mit derzeit etwa 1.365 Euro pro Feinunze liegt sogar mittlerweile deutlich oberhalb der Marke von 1.288 Euro pro Feinunze vor einem Jahr.

Goldpreis in Euro pro Feinunze

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Feinunze 1400 1300 1200 1100 1000 900 800 700 600 500 400 07 07 08 09

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Quelle: Bloomberg.

Entwicklung in der letzten Woche

 

Gold

Silber

Platin

Palladium

In USD (pro Feinunze) Aktuell Änderung gegenüber Vorwoche:

1769,5

34,0

1679,0

650,5

 

-5,5

0,0

-15,5

-8,0

in USD

-5,5

0,0

-15,5

-8,0

in %

-0,6

-1,6

-1,7

-1,7

Höchster Preis

1775,0

34,0

1694,5

658,5

Niedrigster Preis

1762,4

33,9

1673,8

649,8

In Euro (pro Feinunze) Aktuell Änderung gegenüber Vorwoche:

1364,6

26,2

1294,8

501,7

 

in Euro

-10,7

-0,7

-25,7

-15,7

in %

-0,8

-2,6

-1,9

-3,0

Höchster Preis

1370,4

26,4

1311,2

510,7

Niedrigster Preis

1364,6

26,2

1294,8

501,7

Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen auf Basis der Schlusskurse.

Der US-Dollar zeigt seit etwa Ende des letzten Jahres Anzeichen einer Aufwer- tung seines handelsgewichteten Außenwertes. Obwohl das nicht einem trend- mäßigen Ansteigen der Edelmetallpreise entgegensteht, kann es ihnen doch zumindest kurzfristig einen Dämpfer geben beziehungsweise einem weiteren raschen Anstieg entgegenstehen.

Bei einer weiteren Zuspitzung der Krisenherde im Nahen Osten würde zudem der US-Dollar sicherlich wieder durch seine Stellung als „sicherer Hafen“ profi- tieren – und aufwerten gegenüber anderen wichtigen Währungen, möglicher- weise kurzfristig auch gegenüber Gold (in USD).

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12. Oktober 2012

Platin (USD pro Feinunze) 1770 1720 1670 1620 1570 1520 1470 1420 1370 Jul 12
Platin (USD pro Feinunze)
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Jul 12
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Sep 12
Okt 12

Quelle: Bloomberg. Tageswerte.

Platin-ETFs (Millionen Feinunzen)

1,6

 

1,5

1,4

     

1,3

       

1,2

Jan 11

Jul 11

Jan 12

Jul 12

Quelle: Bloomberg. Tageswerte.

Palladium (USD pro Feinunze) 700 680 660 640 620 600 580 560 Jul 12 Aug
Palladium (USD pro Feinunze)
700
680
660
640
620
600
580
560
Jul 12
Aug 12
Aug 12
Sep 12
Okt 12

Quelle: Bloomberg. Tageswerte.

Palladium-ETFs (Millionen Feinunze)

2,4

2,2

2

1,8

1,6

Jan 11

Jul 11

Jan 12

Jul 12

Quelle: Bloomberg. Tageswerte.

Außenwert des USD vor Aufwertung Realer handelsgewichteter USD-Außenwert*

120

110

100

90

80

70

60

handelsgewichteter USD-Außenwert* 120 110 100 90 80 70 60 99 00 01 02 03 04 05

99

00

01

02

03

04

05

06

07

08

09

10

11

12

13

Quelle: Bloomberg. *Ein Ansteigen (Fallen) der Zeitserie bedeutet ein Aufwerten (Abwerten) des US-Dollar gegenüber den anderen Handelswährungen.

Ein weiterer Faktor, der kurzfristig für Preiskorrekturen sorgen könnte, ist die

sich mittlerweile weltweit eintrübende Konjunkturstimmung – die prinzipiell

natürlich vor allem die stark konjunkturabhängigen Platin-Metalle trifft. In der

Tat verbreitet sich die Einschätzung, dass sich die Weltwirtschaft erheblich ab-

kühlen könnte im kommenden Jahr.

Trotz dieser kurzfristigen „Störfeuer“ bleibt der Aufwärtspfad der Edelmetall-

preise intakt – dies gilt insbesondere für die Preise in Euro gerechnet.

Die Investitionsnachfrage nach Gold war in den letzten Tagen weiter aufwärts

gerichtet. Die Goldbestände der „Exchange Traded Funds“ (ETFs) lagen bei

83,0 Millionen Feinunzen, ein Plus in Höhe von 0,43 Millionen Feinunzen ge-

genüber Ende vergangener Woche. Die Silber-ETF-Bestände stabilisierten sich

bei 594,7 Millionen Feinunzen, ein Plus in Höhe von 0,03 Millionen Feinunzen

gegenüber noch der Vorwoche.

Auch die Platin-ETF-Bestände blieben nahezu unverändert gegenüber der Vor-

woche und beliefen sich auf 1,52 Millionen Feinunzen. Die Palladium-ETF-

Bestände hingegen sanken auf 1,91 Millionen Feinunzen nach 1,92 Millionen

Feinunzen Ende letzter Woche. Die Auswirkungen aufgrund der jüngsten Vor-

kommnisse bei der Platin-Förderung in Südafrika bleiben folglich recht be-

schränkt – dies mag vor allem auf das nach wie vor reichliche Platinangebot zu-

rückzuführen sein. Die tendenziell rückläufigen Palladium-ETF-Bestände blieben

nahezu unverändert gegenüber der Vorwoche bei 1,91 Millionen Feinunzen.

9

9 12. Oktober 2012

12. Oktober 2012

Edelmetallpreise, aktuell und Schätzungen (pro Feinunze)

In US-Dollar

 

Gold

Silber

Platin

Palladium

I. Aktuell

1769,5

34,0

1679,0

650,5

II. Gleitende Durchschnitte

5 Tage

1767,7

34,0

1682,5

653,5

10 Tage

1773,7

34,3

1688,5

655,5

20 Tage

1770,5

34,3

1664,2

654,8

50 Tage

1707,2

32,1

1575,5

638,0

100 Tage

1650,7

29,9

1504,5

617,1

200 Tage

1659,4

30,9

1547,1

642,2

III. Prognosen

Q4 2012

1948

37

1813

703

Q1 2013

2104

41

1958

717

Q2 2013

2293

46

2115

731

Q3 2013

2523

53

2242

760

Q4 2013

2825

62

2376

791

In Euro

 

Gold

Silber

Platin

Palladium

I. Aktuell

1364,6

26,2

1294,8

501,7

II. Gleitende Durchschnitte

5 Tage

1367,2

26,3

1301,3

505,4

10 Tage

1370,2

26,5

1304,3

506,3

20 Tage

1366,7

26,5

1284,7

505,4

50 Tage

1343,0

25,2

1238,8

501,9

100 Tage

1314,0

23,8

1197,0

491,1

200 Tage

1294,0

24,1

1205,4

500,3

III. Prognosen

Q4 2012

1623

31

1511

585

Q1 2013

1829

36

1703

623

Q2 2013

2085

42

1923

664

Q3 2013

2402

50

2135

724

Q4 2013

2825

62

2376

791

Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen und Prognosen (jeweils für das Quartalsende).

10

10 12. Oktober 2012

12. Oktober 2012

Goldpreis (pro Feinunze) in nationalen Währungen

   

Vor einer

Änderung

Vor einem

Änderung

Vor drei

Änderung

Vor sechs

Änderung

Vor einem

Änderung

Vor zwei

Änderung

Aktuell

Woche

in %

Monat

in %

Monaten

in %

Monten

in %

Jahr

in %

Jahren

in %

US-Dollar

1.767,55

1.780,60

-0,7

1730,80

2,1

1.571,95

12,4

1675,77

5,5

1.676,03

5,5

1.350,35

30,9

Euro

1.363,47

1.365,59

-0,2

1343,06

1,5

1.281,71

6,4

1271,21

7,3

1.216,17

12,1

971,62

40,3

Chinesischer Renminbi

11.076,65

11.278,12

-1,8

10954,23

1,1

9.965,25

11,2

10559,82

4,9

10.682,14

3,7

8.991,48

23,2

Japanischer Yen

138.601,44

140.087,70

-1,1

134783,70

2,8

123.995,30

11,8

135520,77

2,3

129.978,13

6,6

110.250,91

25,7

Britisches Pfund

1.101,31

1.103,59

-0,2

1074,73

2,5

1.013,88

8,6

1049,62

4,9

1.065,69

3,3

853,25

29,1

Schweizer Franken

1.648,87

1.655,52

-0,4

1623,25

1,6

1.539,10

7,1

1527,49

7,9

1.499,76

9,9

1.289,92

27,8

Indische Rupie

93.299,28

92.366,03

1,0

95738,50

-2,5

87.107,94

7,1

85917,35

8,6

82.227,11

13,5

60.172,72

55,1

Russischer Rubel

54.797,27

55.222,13

-0,8

54475,87

0,6

51.155,81

7,1

49284,44

11,2

52.203,91

5,0

40.500,35

35,3

Australischer Dollar

1.721,58

1.748,19

-1,5

1.655,57

4,0

1.544,48

11,5

1.605,15

7,3

1.648,07

4,5

1.368,95

25,8

Kanadischer Dollar

1.730,02

1.742,68

-0,7

1688,85

2,4

1.596,79

8,3

1666,05

3,8

1.704,30

1,5

1.362,45

27,0

Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen.

Aktien ausgewählter Goldproduzenten

 

Währung

Preis

Marktkapi-

% 1-Monat

% 3-Monate

% 1-Jahr

Kurs-Gewinn-

Dividenden-

talisierung,

Verhältnis

Rendite (%)

Mrd.

Barrick Gold

USD

39,9

39,9

0,5

15,5

-17,2

9,3

1,6

Freeport McMoRan

USD

40,8

38,7

1,6

25,9

13,5

11,2

2,8

Goldcorp

USD

44,2

36,0

2,6

33,4

-7,7

26,3

1,1

Newmont Mining

USD

55,4

27,6

5,3

21,8

-13,6

13,6

2,4

Newcrest Mining

USD

28,9

22,1

5,2

31,7

-20,8

19,1

1,3

AngloGold Ashanti

USD

34,4

13,3

0,9

6,2

-17,6

9,2

1,9

Polyus Gold

USD

3,4

10,3

-2,0

6,6

5,9

16,0

Kinross Gold

USD

10,3

11,8

8,2

31,4

-28,3

14,2

1,9

Gold Fields

USD

12,4

9,0

0,3

1,2

-20,7

9,3

3,6

Agnico-Eagle Mines

USD

52,7

9,0

8,9

41,9

-11,2

37,3

0,8

IAMGOLD

USD

16,0

6,0

14,5

47,2

-19,9

16,8

1,6

Harmony Gold

USD

8,2

3,5

-2,9

-10,9

-35,2

12,8

0,0

Hui Index

USD

503,9

503,9

213,4

5,0

26,4

-8,3

16,1

1,4

S&P 500

USD

1432,8

13257,5

-0,3

7,3

18,7

14,5

2,1

Quelle: Bloomberg.

Stand: 12. Oktober 2012.

 
Gold Forward Offered Rates (%) 6 5 4 3 2 1 0 07 08 09
Gold Forward Offered Rates (%)
6
5
4
3
2
1
0
07
08
09
10
11
12
1-Monat
3-Monate
6-Monate
12-Monate
Gold Lease Rates* in Basispunkten 350 300 250 200 150 100 50 0 -50 -100
Gold Lease Rates* in Basispunkten
350
300
250
200
150
100
50
0
-50
-100
07
08
09
10
11
12
1-Monat
3-Monate
6-Monate
12-Monate

*Libor-Zins abzüglich Gold Forward Offered Rates.

Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen.

Silber Forward Offered Mid-Rates (%) 6 5 4 3 2 1 0
Silber Forward Offered Mid-Rates (%)
6
5
4
3
2
1
0
07 08 09 10 11 12 1-Monat 3-Monate 6-Monate 12-Monate Silber Lease Rates* in Basispunkten
07
08
09
10
11
12
1-Monat
3-Monate
6-Monate
12-Monate
Silber Lease Rates* in Basispunkten
300
250
200
150
100
50
0
-50
-100
07
08
09
10
11
12
1-Monat
3-Monate
6-Monate
12-Monate

*Libor-Zins abzüglich Silber Forward Offered Mid-Rates.

11

11 12. Oktober 2012

12. Oktober 2012

Weitere wichtige Wirtschaftsdaten, aktuell und Schätzungen

 

Aktuell

Q4 12

Q1 13

Q2 13

I. Notenbankzinsen (in %)

 

US Federal Reserve EZB Bank of England Bank of Japan

 

0,00

0,00 - 0,25 0,00 - 0,25

0,00 - 0,25 0,00 - 0,25

0,00 - 0,25 0,00 - 0,25

0,75

0,50

0,50

0,50

0,50

0,10

0,10

0,10

0,10

II.

Staatsanleihen (in %)

US Treasury 10-J Bund 10-J UK Gov't 10-J JGBs 10-J

 

1,68

1,80

1,80

1,90

1,48 1,50 1,60 1,70

1,48

1,50

1,60

1,70

1,75

1,70

1,80

1,90

0,77

0,90

1,00

1,00

III.

Währungen

EURUSD

 

1,30

1,20

1,15

1,10

EURJPY

101,8

101,0

98,0

108,0

EURGBP

0,81

0,86

0,84

0,84

IV.

Öl

Ölpreis (Brent, Fass)*

 

114,6

120,3

126,4

132,7

Quelle: Bloomberg, eigene Prognosen. Stand: 12. Oktober 2012.

Wertentwicklung verschiedener Anlageklassen seit Jahresanfang in Prozent

-10 -5 0 5 10 15 20 25 30 35 S&P 500 Nasdaq Euro STOXX
-10
-5
0
5
10
15
20
25
30
35
S&P 500
Nasdaq
Euro STOXX 50
FTSE 100
DAX
Swiss MI
Nikkei
Hang Seng
Bovespa
Russia
CRB Index
Gold
Silber
Rohöl
EURUSD
USDJPY
EURGBP
EURCHF
USDCAD
USDGBP
USDJPY
US-Staatsanleihe 7-10 J.
US-Staatsanleihe 1-3 J.
Euro-Staatsanleihe 1-3 J.
Euro-Staatsanleihe 7-10 J.
UK-Staatsanleihe 7-10 J.
UK-Staatsanleihe 1-3 J.
Japan-Staatsanleihe 7-10 J.
Japan-Staatsanleihe 1-3 J.
2,8
17,1
7,2
4,5
23,4
12,3
0,9
14,7
4,2
0,8
1,2
13,1
21,7
6,5
0,1
2,1
-3,2
0,6
-4,3
3,5
1,9
2,1
0,3
11,5
3,7
4,9
0,6
3,1
0,2

Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen. Stand: 12. Oktober 2012.

12

12 12. Oktober 2012

12. Oktober 2012

Marktdaten

Deutscher „Target-2-Saldo“ sinkt im September auf 695 Mrd. Euro

Target-2-Salden im Euroraum, ausgewählte Länder, in Mrd. Euro 1000 800 600 400 200 0 -200
Target-2-Salden im Euroraum, ausgewählte Länder, in Mrd. Euro
1000
800
600
400
200
0
-200
-400
-600
99
00
01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
Deutschland
Griechenland
Irland
Portugal
Spanien
Italien
Frankreich

Quelle: Universität Osnabrück.

US-Bankkreditwachstum schwächt sich ab

Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Prozent

25

20

15

10

5

0

-5

-10

-15

-20

dem Vorjahr in Prozent 25 20 15 10 5 0 -5 -10 -15 -20 80 82

80

82

84

86

88

Bank credit

90

92

94

96

98

Loans & leases in bank credit

00

02

04

06

08

Commercial & industrial loans

10

12

Quelle: Thomson Financial, eigene Berechnungen.

Agrarpreise im Aufwind S&P Agrarproduktpreis-Index

600

550

500

450

400

350

300

250

200

150

100

600 550 500 450 400 350 300 250 200 150 100 00 01 02 03 04

00

01

02

03

04

05

06

07

08

09

10

11

12

Quelle: Bloomberg.

13

13 12. Oktober 2012

12. Oktober 2012

Beiträge in bisher erschienen Ausgaben

Ausgabe

Inhalt

5.

Oktober 2012

Die Entwertung des Papiergeldes – ist noch lange nicht vorbei Wirtschaftspolitischer Kommentar: Cantillons Erkenntnisse Edelmetallmarkt-Bericht: Steigende Edelmetallpreise im 4. Quartal

27.

September 2012

Das Gold hat die Bilanz der EZB vor noch Schlimmerem bewahrt. Wirtschaftspolitischer Kommentar: Was Sie immer schon über Geld wissen wollten … (Teil 6) Edelmetallmarkt-Bericht: Korrektur im Aufwärtstrend

21.

September 2012

Auch der westeuropäische Sozialismus ist zum Scheitern verurteilt. Wirtschaftspolitischer Kommentar: Geldschaffen „aus dem Nichts“ führt zur Krise Edelmetallmarkt-Bericht: Leichte Preiskorrekturen stehen dem Aufwärtstrend nicht entgegen

14.

September 2012

Mit der Ratifizierung des ESM ist der Weg frei in die Euro-Inflationsgemeinschaft. Wirtschaftspolitischer Kommentar: Was Sie immer schon über Geld und Gold wissen wollten … (Teil 5) Edelmetallmarkt-Bericht: Markt- und Umfeldbedingungen deuten auf weiter steigende Edelmetallpreise

7. September 2012

Zentralbanken können falsche Entscheidungen treffen – und zwar auch absichtlich. Wirtschaftspolitischer Kommentar: Was Sie immer schon über Geld und Gold wissen wollten … (Teil 4) Edelmetallmarkt-Bericht: Zurück auf den langfristigen „Bull-Markt-Trend“

31.

August 2012

Die Rufe, Amerika zurück zum Goldstandard zu führen, werden lauter. Wirtschaftspolitischer Kommentar: Was Sie immer schon über Geld und Gold wissen wollten … (Teil 3) Edelmetallmarkt-Bericht: Investitionsnachfrage nach Edelmetall steigt weiter

23.

August 2012

Der EZB-Rat liebäugelt mit einer Zinskontrollpolitik – einer Politik, die die Ersparnisse entwertet. Wirtschaftspolitischer Kommentar: Was Sie immer schon über Geld und Gold wissen wollten … (Teil 2) Edelmetallmarkt-Bericht: Gold und Silber werden im Zuge der weltweiten Konjunkturabschwächung steigen

17.

August 2012

Staatsschulden, die niemand zurückzahlen kann und will Wirtschaftspolitischer Kommentar: Was Sie immer schon über Geld und Gold wissen wollten … (Teil 1) Edelmetallmarkt-Bericht: Das Umfeld begünstigt die Aussicht auf wieder ansteigende Edelmetall-preise

10.

August 2012

Die EZB macht ernst. Die „Lirarisierung des Euro“ hat begonnen. Wirtschaftspolitischer Kommentar: Die Zentralbankräte werden immer mehr Geld drucken Edelmetallmarkt-Bericht: Bodenbildung bei der Preiskonsolidierung; über das „Gold-Alpha“

3. August 2012

Über das Geldvermehren, den Goldpreis und den Euro-Wechselkurs Wirtschaftspolitischer Kommentar: Die Fehler der EZB Edelmetallmarkt-Bericht: Preiskonsolidierung dauert weiter an

27.

Juli 2012

„Depression“ – die unentrinnbare Folge eines Papiergeldbooms Wirtschaftspolitischer Kommentar: Die Krise des Interventionismus Edelmetallmarkt-Bericht: Aufbruch, aber noch kein Ausbruch

20.

Juli 2012

Wie die Zentralbanken die Zinsmärkte manipulieren Wirtschaftspolitischer Kommentar: Was Inflation wirklich ist Edelmetallmarkt-Bericht: Erstarkender US-Dollar macht Edelmetallpreisen zu schaffen

13.

Juli 2012

Die Zentralbanken sind auf Inflationskurs Wirtschaftspolitischer Kommentar: Kollektive Korruption Edelmetallmarkt-Bericht: Kein Grund zur Euphorie

6. Juli 2012

Gold versus Aktien – ein kurzer Blick auf die Periode 1920 bis 2012 Wirtschaftspolitischer Kommentar: Aus dem Ruder gelaufen Edelmetallmarkt-Bericht

29.

Juni 2012

ESM: ein Trojanisches Pferd zur finanzpolitischen Entmachtung der nationalen Parlamente Die EZB wird die Zinsen senken. Die Politik der Euro-Entwertung schreitet voran Das Fiasko des Fiatgeldes Edelmetallmarkt-Bericht

22.

Juni 2012

Im Euroraum spielt sich eine „fast unsichtbare“ Währungskrise ab „Target2“-Salden ganz einfach erklärt 100 Jahre „Die Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel“ Edelmetallmarkt-Bericht

15.

Juni 2012

Ein Ausscheiden Griechenlands wird die Euro-Krise nicht beenden Renaissance der Kapitalverkehrskontrollen? Zur Euro-Krise – ein Diskussionsbeitrag Edelmetallmarkt-Bericht

Der wöchentliche Degussa Marktreport ist zu beziehen unter:

www.degussa-goldhandel.de/de/marktreport.aspx Alle bisherigen Ausgaben des Degussa Marktreports stehen dort auch zum Download zur Verfügung.

14

14 12. Oktober 2012

12. Oktober 2012

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Impressum Der Marktreport erscheint wöchentlich freitags und ist eine kostenlose Serviceleistung der Degussa
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Redaktionsschluss dieser Ausgabe: 12. Oktober 2012
Herausgeber: Degussa
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Redaktion: Dr. Thorsten Polleit, Julia Kramer
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