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Ermäßigungskarten und Jugendtarife Die Kasse mit einem Lächeln verlassen Eine kleine Auswahl der interessantesten

Ermäßigungskarten und Jugendtarife

Die Kasse mit einem Lächeln verlassen

Eine kleine Auswahl der interessantesten Schnäppchen

VON NINO MEESE

Die Jugend ist als Zielgruppe hart umkämpft und kann sich über zahl- reiche Ermäßigungen und andere finanzielle Vorteile freuen. So gibt es mittlerweile eine wahre Fülle an speziell zugeschnittenen Tarifen und Aktionen, die helfen können, die leider oftmals schon chronische Ebbe in den Portemonnaies zumin- dest hinauszuzögern. Man muss nur wissen, wo es sich zu suchen lohnt

Beim Friseurbesuch ist man es ja schon seit längerem gewohnt, nach Alter abgerechnet zu werden und auch an der Kino-Kasse spürt man die Zuwendung zur jüngeren Zielgruppe. Mittlerweile machen die anfänglich zarten Triebe der Jugendvergünstigungen einen be- achtlichen Teil des Tarifdschun- gels aus und kommen in immer mehr Bereichen zum Einsatz. So bietet heutzutage jede grö- ßere Bank ein auf die Bedürfnisse der jungen Kunden zugeschnitte- nes Girokonto zum Nulltarif an. Für Jugendliche bis Mitte zwanzig entfallen somit meist die Ge- bühren für Kontoführung, Bank- karten, Kontoauszüge, Online- Banking und sie erhalten auf Wunsch auch kostenlos eine „Visa Classic“ - oder „Mastercard Blue“- Kreditkarte. Sobald ein weiterführendes Stu- dium ansteht, bieten die Finanzin- situte in Zusammenarbeit mit dem „Ministère de l'Enseignement su- périeur“ ein staatlich gefördertes Studiendarlehen an. Bei einigen Banken wie der „Spuerkeess“ oder Fortis können Studenten in die- sem Zusammenhang zudem von Extravorteilen wie etwa einer um- fassenden kostenlosen Versiche- rung (OptiStudent bei Fortis) oder einer bestimmten Anzahl kosten- loser Abhebungen im europäi- schen Ausland (axxess UNIF bei der „Spuerkeess“) profitieren.

Die (Plastik-)Karten zum Glück Es gibt sie in tausendfacher Aus- führung, als Kunden-, Eintritts- oder Kreditkarten und sie gehören damit zum Standard-Inventar un- serer Portemonnaies. In einigen Fällen kann speziell für Jugendli- che das Plastik Gold wert sein und den Weg zu attraktiven Ermäßi- gungen eröffnen. Ein wahres Multitalent ist bei- spielsweise die „axxess“-Bank-

Multitalent ist bei- spielsweise die „axxess“-Bank- Die „Euro<26“-Karte ermöglicht in ganz Europa

Die „Euro<26“-Karte ermöglicht in

ganz Europa attraktive Vergünsti-

gungen.

(FOTO: WWW.EURO26.LV)

Europa attraktive Vergünsti- gungen. (FOTO: WWW.EURO26.LV) Damit nach der Schule der Kon- takt nicht ab- reißt,

Damit nach der Schule der Kon- takt nicht ab- reißt, gibt es spezielle After- School-Tarife.

(FOTO: ALAIN VAN DEN BOSSCHE)

karte der „Spuerkeess“, die neben ihren traditionellen Aufgaben, wie dem Geldabheben, auch Vergüns- tigungen in zahlreichen Geschäf- ten und bei einigen großen Veran- staltungen ermöglicht. Freunde klassischer Musik, die noch nicht älter als 26 Jahre sind, erhalten mit der „Crescendo“- Karte für einmalige 15 Euro wäh- rend einer gesamten Saison freien Eintritt zu den entsprechend ge- kennzeichneten Konzerten. Wei- tere Informationen sind auf www.jeunessesmusicales.lu er- hältlich. Wer auch im europäischen Aus- land von Ermäßigungen profitie- ren möchte, kommt um die „Euro<26“-Karte nicht herum. Sie bietet zahlreiche finanzielle Vor- teile und deckt von Shopping über Transport bis Freizeitaktivitäten alle erdenklichen Bereiche ab. Eine komplette und übersichtliche Liste der Vergünstigungen sowie weitere Informationen zur Karte können auf www.euro26.org ein- gesehen werden. Die von der CFL angebotene „Jumbo“-Karte hat sich schon des Öfteren als gute Investition erwie- sen. Für 50 Euro können Jugendli- che unter 21 Jahre das komplette öffentliche Verkehrsnetz Luxem- burgs, egal ob Bus oder Bahn, für ein Jahr unbeschränkt kostenlos nutzen. Wer über 21 Jahre alt ist und noch zur Schule geht, kann trotzdem eine „Jumbo“-Karte be- antragen. Nicht erst seit Jamba & Co. stellt das Handy besonders bei Jugendlichen einen nicht zu unter- schätzenden Kostenfaktor dar. Mit

den neuen Freizeit-Tarifen könnte die Telefonrechnung zumindest ein wenig ihren Schrecken ver- lieren. So bietet etwa VOXmobile einen „After School“-Tarif an, der die Kosten pro SMS wochentags im Zeitraum von 16 Uhr bis Mitter- nacht sowie während der Schulfe- rien ganztägig auf 8 Cent (in alle Netze) purzeln lässt. Einen ähnlichen Ansatz gibt es bei Luxgsm, die vor kurzem mit „Youz“ eine neue Prepaid-Karte lanciert hat. Dieses Angebot rich- tet sich an Jugendliche im Alter zwischen 12 und 26 Jahren und bietet zwischen 20 und 8 Uhr kos- tenlose Gespräche in das Luxgsm- Netz. SMS kosten wochentags zwischen 16 Uhr und 7 Uhr sowie während der Schulferien ganztä- gig 5 Cent ins Luxgsm-Netz und 10 Cent in alle anderen Netze. Besit- zer einer „axxess“-Karte können sich zudem beim Kauf eines „Youz-Packs“ über eine Preiser- mäßigung freuen.

The sky is the limit – die Preise bleiben am Boden Neben der bekannten „Jumbo“- Karte, die ein (legales) kostenloses Reisen innerhalb des Großherzog- tums ermöglicht, bietet die CFL noch zahlreiche andere Jugendta- rife für ihr Bahnnetz an. Hervorzuheben wäre dabei die „Pass'Campus“-Karte, die es lu- xemburgischen Studenten unter 26 Jahren, die in Lothringen ihr Studium absolvieren, ermöglicht, unbegrenzt und vor allem kosten- frei zwischen Luxemburg und ih- rer Universität zu pendeln. Leider

gibt es für andere Unis kein ver- gleichbares Angebot. Wer mal wieder Urlaub braucht, auf dem Weg zum Zielort die Wolken aber lieber von oben betrachtet, kann mit den Jugendta- rifen von Luxair sein Reisebudget überschaubar halten. Europäische Metropolen wie London, Paris oder Barcelona sind für 12 bis 24-

jährige im One-Way-Ticket recht günstig zu erreichen. Die Preise reichen von 25 Euro, unter ande- rem für London und Paris, bis 45 Euro für Städte wie Rom und Bar- celona. Allerdings sind Zusatzkos- ten wie Steuern und Gebühren nicht eingerechnet. Die Endpreise sind zwischen 45 und 80 Euro angesiedelt.

AUF EINEN BLICK
AUF EINEN BLICK

Ermäßigungen: Schnäppchen für Jugendliche

2

Capoeira: Selbstverteidigung auf Brasilianisch

3

Ferienjobs: Arbeitswelt als Schnupperkursus

4

Freizeit: Was beim Zelten beachtet werden muss

5

Luxemburg: Musikszene mit Rückenwind

6

Ashcan Records: Schüler gründen eigenes Musiklabel

7

Computerspiele: Die Rückkehr der Antike

8

Multimedia: Handys, die mehr können als telefonieren

9

Ernährung: Geistig und körperlich fit

10

Gesundheit: Asthma durchs Qualmen

11

Lynn Muller: „Beim Sport kann ich mich auspowern“

12

Stockholm: Heiße Nächte im kühlen Norden

13

Sommer 2006: Festivals, Konzerte und Events

14

Reise: Auch Billigflieger haben ihren Preis

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Redaktion: Jean-Louis Scheffen (verantwortlich), Françoise Hanff, Michel Thiel. Redaktionelle Mitarbeit: Nino Meese Layout: Michel Rottigni, Peggy Marques-Conrardy Anzeigen: saint-paul luxembourg, régie-publicité-annonces