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NEUE BÜCHER Warum die Menschen keinen Frieden halten – Eine Geschichte des Krieges Von Gerhard

NEUE BÜCHER

Warum die Menschen keinen Frieden halten – Eine Geschichte des Krieges

Von Gerhard Staguhn Carl Hanser Verlag, 2006 – ISBN 3446207066 – 15,65 Euro

„Seit es Menschen gibt, führen sie Krieg: um Nahrung und Land, um Ruhm und Ehre, Öl und Diamanten, im Namen des Vaterlandes und der Religion. Muss es also Kriege geben? Oder könnten die Menschen auch anders? Um diese großen Fragen geht es in diesem Buch.“ Diese Zeilen entnimmt man dem Buchrücken und ebenso wie bei den 255 Seiten zuvor trifft der Wissenschaftsjournalist Gerhard Staguhn damit den Nagel auf den Kopf. Auf der Suche nach den Antworten werden die unterschiedlichsten Aspekte des Krieges beleuchtet. Insgesamt ein hoch interessantes Buch, das das Problem des Krieges wohl nicht lö- sen wird, aber einen willkommenen Denkanstoß bietet.

Die visuelle Weltgeschichte des Mittelalters

Gerstenberg Verlag, 2005 – ISBN 380674594 – 36,75 Euro

Mit dem Begriff „Mittelalter“ verbinden wir die Vorstellung von kühnen Rittern und zar- ten Burgfräulein, von hochgetürmten Burgen und gewaltigen Kathedralen und nicht zu- letzt Geschichten von Ehre und Mut, Tap- ferkeit und Frömmigkeit. Anhand vieler sehr detaillierter Illustrationen und Ausgrabungs- stücken wird die Geschichte dieser Epoche lebhaft erzählt. Ähnlich wie in einem Mu- seum kommen hier die Massen an geborge- nen „Zeitzeugen“ zu Wort und verschwei- gen dabei nicht die düstere Seite mit ihren Kriegen, Seuchen und Folterkammern. Ins- gesamt ein sehr gelungenes Portrait des Mit- telalters sowohl aus europäischer als auch aus asiatischer Sicht.

Allgemeinbildung – Das musst du wissen

Von Martin Zimmermann Arena Verlag, 2005 – ISBN 3401054457 – 18,90 Euro

Arena Verlag, 2005 – ISBN 3401054457 – 18,90 Euro Mit dem Ziel, die durch „oftmals leblose

Mit dem Ziel, die durch „oftmals leblose Vermittlung langweiliger Fakten“ trockene Schulbildung aufzulockern und spannender zu ge- stalten, hat der Professor für Alte Geschichte Martin Zimmermann sich an dieses Buch zur Allgemeinbildung gesetzt. „Frei von Wissen- schaftsjargon, dennoch präzise und fundiert werden alle relevanten Wissensbereiche in ihren historischen und kulturellen Zusammenhän- gen dargestellt“, ist auf dem Buchrücken zu lesen. Das Nachschlage- werk schneidet die Themen dabei allerdings nur an und lässt durch seinen Verzicht auf Formeln und Definitionen einige Fragen offen. Als Appetithappen für tiefergehende Literatur geeignet.

Diese Bücher sind erhältlich unter anderem in den LIBO-Buchhandlungen.

„Ich finde mich so hässlich!“

Wenn der Körperkult zum Körperwahn wird

Die meisten Jugendlichen sind un- zufrieden mit ihrem Aussehen. Manchmal wird dies zu einer psy- chischen Krankheit, der Dysmor- phophobie: „Betroffene Jugendli- che beschäftigen sich fast nur noch mit ihrer Haut, ihren Haaren oder ihrem Gewicht“, erklärt Tho- mas Fendel vom deutschen Be- rufsverband der Kinder- und Ju- gendärzte (BVKJ). Die genauen Ursachen sind noch nicht geklärt, doch scheint eine Veränderung des Stoffwech- sels im Gehirn eine Rolle zu spie- len. Häufig tritt dieses psychische Problem in Zusammenhang mit einer Essstörung auf. „Bei Mäd- chen stehen häufig Brust und Beine im Vordergrund der Selbst- kritik, bei Jungen Genitalien, Kör- perbehaarung und Körpergröße“, erläutert Fendel. Oft macht sich der Leidens- druck in nachlassenden Schulleis- tungen, in einem Abkapseln von anderen Menschen und in einem

schwindenden Interesse an Hobbys bemerkbar. Für Eltern ist es laut Thomas Fendel schwierig, zu erkennen, ob die Sorgen und Gedanken rund um das äußere Erscheinungsbild zwanghaft oder nur eine Phase der Pubertät sind. In jedem Fall sollten die Eltern ihr Kind unterstützen und es in „altersgerechten Verhal- tensweisen“ bestärken, zum Bei- spiel in Unternehmungen mit Gleichaltrigen. Ein Kinder- und Jugendarzt kann dabei helfen, geeignete Schritte zur Erkennung und Be- handlung des Problems einzulei- ten. Ziel einer möglicherweise zu beginnenden Therapie ist es, die Jugendlichen wieder für andere Dinge zu interessieren, ihnen eine realistische Selbstwahrnehmung zu ermöglichen und damit auch die Angst vor der Beurteilung an- derer zu nehmen. (dpa/gms)

www.kinderaerzte-im-netz.de

Asthma durchs Qualmen Jugendliche Raucher haben stark erhöhtes Risiko Im Rahmen der International Study of
Asthma durchs Qualmen
Jugendliche Raucher haben stark erhöhtes Risiko
Im Rahmen der International
Study of Asthma and Allergies in
Childhood (ISAAC II) konnte eine
umfassende deutsche Studie zum
ersten Mal eindeutig nachweisen,
dass sich das Risiko für Asthma
durch Rauchen schon bei Jugend-
lichen im Vergleich zu nichtrau-
chenden Gleichaltrigen etwa um
den Faktor 2,6 erhöht. Darauf
weist der deutsche Berufsverband
der Kinder- und Jugendärzte
(BVKJ) auf seiner Website
www.kinderaerzteimnetz.de hin.
Diese Studie liefere ein weiteres
Argument für Jugendliche, mit
dem Rauchen aufzuhören, so der
Verband.
Das Ergebnis der deutschen
Teilstudie beruht auf der medizi-
nischen Untersuchung von etwa
3 000 Kindern aus Dresden und
München sowie der Auswertung
eines Fragebogens, den ihre Eltern
ausfüllten. Die erste Untersu-
chung und Befragung erfolgte
1995/96, als die Kinder zwischen 9
und 11 Jahre alt waren, eine wei-
tere Untersuchung und Befragung
folgte 2002/03. Zu diesem Zeit-
punkt waren die Jugendlichen
durchschnittlich 17 Jahre alt und
über die Hälfte der jugendlichen
Teilnehmer hatte noch nie ge-
raucht (ca. 66 Prozent).
Fast 13 Prozent der Jugendli-
chen hatte weniger als zwei Jahre
geraucht, fast 15 Prozent zwischen
zwei und vier Jahren und über fünf
Prozent sogar schon mehr als vier
Jahre.
Ausgedrückt am besten: Denn wer schon früh raucht, dem geht bereits als
Jugendlicher die Luft aus.
(FOTO: GUY WOLFF)
Auch die Intensität des Rau-
chens floss mit in die Auswertung
ein, die Prof. Dr. Stephan Weiland
und seine Kollegen von der Uni-
versität Ulm durchführten.
Im Verlauf der sieben Jahre ent-
wickelte sich bei den meisten Fäl-
len Asthma abhängig von der
Dauer und der Intensität des Niko-
tinkonsums: Unter den Nichtrau-
chern bekamen nur 1,6 Prozent
Asthma, bei den Rauchern mit
zweijährigem Nikotinkonsum
stieg der Anteil der Asthmatiker
auf 2,5 Prozent, bei zwei bis vier
Jahre langem Rauchen auf 5,7 Pro-
zent und bei mehr als vier Jahren
auf 7,3 Prozent. Laut den Ulmer
Forschern ist die Anzahl der Asth-
matiker bei den Teilnehmern ver-
mutlich noch höher als angegeben,
da Asthma in Europa häufig „un-
terdiagnostiziert“ ist – insbeson-
dere bei einer schwachen Ausprä-
gung.
Quelle: Berufsverband der Kinder- und Jugend-
ärzte e.V.
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