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Energie-Broschüre verhöhnt Bundesbürger

Dank Energiewende und Ökostromumlage steigen die Strom- und Heizkosten in Deutschland in den Himmel. Statt den energiepolitischen Unsinn zu stoppen, spendet die schwarz-gelbe Bundesregierung lieber mit einer "neuen" Energiespar-Broschüre vermeintlichen Trost. Viele Menschen, die nun erst recht jeden Euro zweimal umdrehen müssen, dürften sich sich ob der altbackenen und längst bekannten "Tipps" von Merkel & Co. verhöhnt fühlen.

Beispiel: "Möbel oder Gardinen vor Heizkörpern verhindern, dass die Wärme ungehindert in den Raum geht. Die Heizung muss dann mehr arbeiten als nötig." Ach, da wären wir gar nicht drauf gekommen! Oder folgender Absatz: "Kunststoffdichtungen in Fenstern und Türen werden im Laufe der Zeit porös und damit undicht. Schaumdichtungsband oder Gummidichtungen können Abhilfe leisten." Wer hätte das gedacht?

Fehlen eigentlich nur noch solche Hinweise, wie "Bitte stellen Sie den Kühlschrank nicht in die Sonne" oder "Beim Heizen bitte Fenster schließen".

Angesichts solch hilflos-naiven energiepolitischen "Krisenmanagements" von Schwarz-Gelb kann jeder halbwegs mündige Bundesbürger nur noch den Kopf schütteln.

Kommentar zum obigen Text:

Günter Thiele, 26.10.2012 22:30 Noch ein Stromspartipp

Was wären wir ohne sie – die Polit- Aristokraten aus dem Elfenbeinturm mit ihrem grenzenlosen Fundus an Energiespartipps. Fast stündlich stolpere ich in den Medien über diese Schlaumeiereien, eigentlich sollte mir vor solch überwältigender Fürsorge ganz warm ums Herz werden. Und dann kann man ja auch noch Googeln. „Stromspartipps im Haushalt“ eingeben und mit einem Klick fliegen ihnen 18.000 Treffer um die Ohren.

Der bisher Dreisteste ist mir nun am vergangenen Donnerstag untergekommen. Da gibt es doch in der Provinz die fesche Eveline. Nachdem sie schon einmal ein Haus öko- energiesparend saniert hatte und dann ein Öko- Haus baute, hat sie jetzt in einem Energiesparhaus vielleicht ihre endgültige Bleibe gefunden. Als Tief- GRÜNE investiert sie ihr frei verfügbares Geld, was man bei einem monatlichen Eingang von 11.300 € aus Steuergeldern verstehen kann, natürlich in Form von Anteilen (her Altmaier hat es ja wärmstens empfohlen) an einer Bürgerenergiegenossenschaft in die Erneuerbare- Energien- Zukunft. Und nomen est omen, im Kühlschrank (wahrscheinlich A+++++++++++) des Energiesparhauses befinden selbstverständlich fast ausschließlich Bioprodukte und Produkte aus regionaler Herstellung.

Diese fesche Eveline hat also, getrieben von ihrer aufdringlich, peinlichen Fürsorge, mir am 11.10.12 im SWR- Fernsehen empfohlen, in Anbetracht der über uns wieder mal

hereinbrechenden Strompreisexplosion öfter mal das Licht auszumachen.

http://www.swr.de/landesschau-aktuell-rp/-

/id=233240/did=10435752/pv=video/nid=233240/g14ved/index.html

Hier der volle Wortlaut ihrer Aussage, anzusehen und anzuhören ab Minute 1:40 auf vorstehendem Link:

„Wer die 50 €, die für einen vierköpfigen Haushalt an Steigerungen Energiekosten in einem Jahr auf ihn jetzt zukämen, kompensieren will, der sollte öfters mal das Licht ausschalten.“

Nachzulesen auch in der Mitteilung des Bundespresseportals vom 12.10.12

(http://bundespresseportal.de/nordrhein-westfalen/item/5129-stromspar-tipps-der-

wirtschaftsministerin-danke-frau-lemke.html).

Abgesehen davon, dass ich dieses moralgesättigte Hineingequatsche in mein Leben grundsätzlich nicht mag, schlägt mir diese Unverfrorenheit einer Funktionärin der menschenverachtenden und fortschrittsfeindlichen Partei DIE GRÜNEN doch gehörig auf den Magen.

Frau Lemke, für sie noch einmal ganz langsam: Als Privatverbraucher zahle ich bisher für die Zwangsabgabe für ineffiziente, regenerative Energien nicht 3,59 sondern 4,27 Cent/kWh und ab Januar 2013 nicht 5,30 sondern 6,21 Cent/kWh zusätzlich. Damit wird eine vierköpfige Familie bei einem Verbrauch von 3.500 kWh/a nicht mit 50 € sondern mit 71,40 €/a zusätzlich belastet. Und zusätzlich bedeutet, dass diese Belastung zu der derzeitigen, in Höhe von 149,45 €/a hinzukommt. Schon mit dieser wurden bisher Millionen Haushalte für eine sinnbefreite Energiewende gezwungen, sich in vielen Lebensbereichen einzuschränken. Dass dies bisher schon zu existenzbedrohenden Situationen führte und sich diese Tendenz durch das Fortbestehen der sogenannten Energiewende, die in Wirklichkeit ein Meilenstein auf dem Weg zur Deindustrialisierung Deutschlands ist, noch massiv verstärken wird, kann sich jeder selbst ausmalen.

Danke, Frau Lemke!