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Zwangsbehandlung durch die Hintertür?

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7. November 2012 21:37

Seltsam

reisender2011 (339 Beiträge seit 06.10.11) Wenn im ehemaligen Ostblock Oppositionelle gegen ihren Willen in geschlossene Anstalten verfrachtet wurden, um sie mundtot zu machen, gab es im Westen einen Aufschrei.

Aber wenn unsere Politiker darauf bestehen, die gleichen Instrumente an der Hand zu haben, dann shcert das hier niemanden. Offenbar braucht jegliche politische Willensbildung in diesem Land keine vernünftigen Argumente, sondern stattdessen dramatische Medieninszenierung

Zwangsbehandlung durch die Hintertür?

Startseite > Telepolis-Blogforen > Zwangsbehandlung durch die Hintertür? > In der Welt wird Heilung mit Funktionieren verwechselt

8. November 2012 03:38

In der Welt wird Heilung mit Funktionieren verwechselt

Chief Joseph (mehr als 1000 Beiträge seit 24.06.08) Heilung ist, wenn Heilströme (Licht, Liebe, Frieden, Freude,

Freiheit) einen durchfluten. Und wenn es immer beständiger wird. Heilung ist, wenn zwei sich lieben und immerzu einander sagen:

"Ich bin im Himmel". Denn so fühlt sich wahre Heilung an. Aber

die Welt

, funktioniert. Sie will Heilung möglichst lang hinauszögern.

sie will keine Heilung. Sie will, dass jeder

MLG

C.J.

Zwangsbehandlung durch die Hintertür?

Startseite > Telepolis-Blogforen > Zwangsbehandlung durch die Hintertür? > Scheißegal- Pillen

8. November 2012 11:43

Scheißegal-Pillen

Daelach (mehr als 1000 Beiträge seit 11.05.04) Ich entsinne mich noch, wie ich diesen Dreck als Kind vor OPs aufgezwungen bekam, und das auch noch als Spritze. Natürlich habe ich mich dagegen gewehrt, weil ich diesen Scheiß als vollkommen sinnlos empfand. Was dazu führte, daß ich von 5 Leuten festgehalten wurde, weil meine Gegenwehr ja "Beweis" war, daß die Beruhigungsspritze "notwendig" war.

Daß ich OHNE diese dämliche Spritze völlig ruhig geblieben wäre, und auch im OP-Saal bei der eigentlichen Betäubungsspritze schon als Kind kein Problem hatte (ich wußte ja, daß die notwendig war), fiel unter den Tisch.

Es war aber noch besser. Während ich vorher zwar nicht gerade bester Stimmung war (vor einer OP mit Aussicht auf stundenlanges Kotzen hinterher auch kaum zu erwarten), wurde das nach der Scheißegalspritze erst richtig schlimm. Völlig desorientiert durch lange Gänge geschoben, zwischendrin immer wieder völlige Aussetzer und "was ist hier überhaupt los?!"-Gefühl, aber auch unfähig, das zu äußern. Die Beobachter hielten das für "beruhigt".

Glücklicherweise konnte ich als Erwachsener dann frei entscheiden und habe bei OPs die Scheißegalpille (immerhin inzwischen keine Spritze mehr) natürlich abgelehnt. Das Ergebnis war, daß ich bei voller Klarheit durch Gänge geschoben wurde, aber das war nicht mehr unheimlich. Keine Realitätsverschiebungen, keine Aussetzer. Ein entspanntes Schwätzchen mit dem Narkosearzt, der dann das Betäubungsmittel etwas höher dosiert hat. Und das Beste, nach der OP lief das Hirn auch wesentlich schneller wieder an, weil da nicht ne Valium (oder so) noch in der Butbahn war, die mich den ganzen restlichen Tag noch weggedröhnt hätte.

ALso insofern kann ich das sehr gut verstehen, wieso man keine Zwangsmedikation haben will. Weil es dann u.U. erst richtig schlimm wird, aber man das nicht mehr äußern kann. Und dann völlig allein mit dem Horrortrip dasteht, während alle denken, sie hätten einem geholfen. Und sich dann auch noch wundern, wieso man ihnen nicht mehr glaubt, daß sie einem helfen. Sofern möglich, flüchtet man dann selbstverständlich, und zwar, solange man das noch kann.

In einer Psychoklinik würde das dann vermutlich als Paranoia diagnostiziert werden und gleich zur nächsten Zwangsmedikation führen, bis man WEGEN der "Behandlung" dermaßen Matsch im Kopf ist, daß man DANN tatsächlich in der Klapse richtig aufgehoben ist.

Plus daß es kein objektives Kriterium gib, wann man "geheilt" ist. Einmal drin und durch Dauerdröhnung immer meschugger gemacht, ist es nur noch Willkür des Arztes. Und die Ärzte werden garantiert nicht ihren Job gefährden, indem sie zuviele Leute entlassen.

Eine echte Indikation dafür, jemanden dennoch gegen seinen Willen einzuweisen, kann daher in einem Rechtsstaat nur sein, daß er andere gefährdet (und zwar konkret) oder gar bereits geschädigt hat, zugleich aber dafür wegen Schuldunfähigkeit der Strafvollzug ausscheidet. Auch ein Rechtsstaat kann eben nicht zulassen, daß z.B. ein psychotischer Messerstecher frei herumrennt. Da ist es auch egal, ob er Einsicht in das Problem hat oder nicht, denn sein Recht auf freie Entfaltung endet beim Grundrecht auf Unversehrtheit der Anderen.

Nur - wieviele Zwangseingewiesene sind denn wirklich solche Fälle?

Zwangsbehandlung durch die Hintertür?

Startseite > Telepolis-Blogforen > Zwangsbehandlung durch die Hintertür? > Freier Wille?

8. November 2012 14:28

Freier Wille?

Anutosho (200 Beiträge seit 15.06.04) Lt. dem Artikel soll die Zwangsbehandlung ja bei Menschen möglich sein, die krankheitsbedingt "keinen freien Willen" mehr haben. Was

ist denn das für eine Formulierung? Wenn jemand sagt "ich will keine Behandlung" äußert er doch ziemlich deutlich seinen Willen. Aber der ist dann nicht frei, oder was? Ehrlicher Weise müsste es ja wohl

heißen "

würde zumindest der Zynismus deutlich, den eine solche Formulierung enthält. Ganz abgesehen davon ist es ja nicht einmal endgültig entschieden, ob der Mensch ÜBERHAUPT einen freien Willen besitzt. Es wird Zeit, dass endlich mal jemand der Medizinindustrie ihre

keinen

dem Behandler genehmen Willen mehr hat

".

Dann

Grenzen aufzeigt. Aber solange sich die Politiker von denen hofieren und bestechen lassen (oder war's umgekehrt?) wird's damit wohl nichts.

Zwangsbehandlung durch die Hintertür?

Startseite > Telepolis-Blogforen > Zwangsbehandlung durch die Hintertür? > In diesem Land verliert man sienen freien Willen

8. November 2012 15:04

In diesem Land verliert man sienen freien Willen

Hypertec (707 Beiträge seit 01.11.11)

wenn

man öffentlich sein Misstrauen gegen das herrschende Regime

und seine Ablehnung gegen die bestehende materialistische Ordnung äußert. Oder zu einem Aufstand oder einem Generalstreik aufrufen will. Dann ist man im Verständnis dieses Systems "krank" und "behandlungsbedürftig" - das war nicht nur im Dritten Reich so. Übrigens schon lustig, dass eine solche Grütze mit den Scheißegal-Pillen heute noch eistiert, eine Pseudo-Wissenschaft ähnlich der Psychologie, die ihre Hochzeit in den KZs von Mengele & Co. erlebt hat.Da geht es nicht um Behandlung, sondern schlicht um Misshandlung und "Wiedereingliederung" durch Zerstörung von kritischem Denkvermögen aka Hirnzellen. Die meisten "Diagnosen" solcher "Ärzte" könnten genauso aus einem Hexenbuch oder aus dem Märchenbuch der Gebrüder Grimm stammen. Ganz davon ab, dass ein rein mchanistisches Menschenbild vertreten wird, wo jede Stimmungsschwankung etc. ihre Ursache in irgendwelchen STörungen im Hirnstoffwechsel haben soll.

Hypertec