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Information zur Aufbaurichtlinie

Konturmarkierung nach UN ECE R48

Stand September 2011

Information zur Aufbaurichtlinie Konturmarkierung nach UN ECE R48 Stand September 2011
Information zur Aufbaurichtlinie Konturmarkierung nach UN ECE R48 Stand September 2011
HERAUSGEBER MAN Truck & Bus AG Abteilung SMTSE-ESC Engineering Services Consultation Dachauer Str. D -

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Anbringung von Konturmarkierungen gemäß UN ECE R48 bzw. 76/756 EWG Diese Beschreibung beinhaltet die wesentlichen

Anbringung von Konturmarkierungen gemäß UN ECE R48 bzw. 76/756 EWG

Diese Beschreibung beinhaltet die wesentlichen Forderungen zur Anbringung von Konturmarkierungen. Maßgeblich sind stets die einzelnen Vorschriften der ECE R48 bzw. der EG 76/756.

Verpflichtender Einführungstermin: 10.07.2011 für Erstzulassung

Anwendungsbereich:

Betroffen sind Kraftfahrzeuge zur Güterbeförderung und Anhänger mit einer Fahrzeugbreite von mehr als 2.100 mm, (dann ist eine Konturmarkierung hinten erforderlich) oder einer Fahrzeuglänge von mehr als 6.000 mm, (dann ist eine Konturmarkierung zu den Seiten erforderlich).

Nach Klassen:

Kraftfahrzeuge zur Güterbeförderung

Klasse

max. Gesamtmasse

erlaubt

verpflichtend

N1

≤ 3,5 t

ja

nein

N2

> 3,5 t <= 7,5 t

ja

nein

N2

> 7,5 t <= 12 t

ja

ja

N3

>

12 t

ja

ja

Anhänger

Klasse

max. Gesamtmasse

erlaubt

verpflichtend

O1

≤ 750 kg

nein

nein

O2

> 750 kg <= 3,5 t

ja

nein

O2

>

3,5 t <= 10 t

ja

ja

O4

 

>

10 t

ja

ja

Ausnahmen:

Sattelzugmaschinen, Fahrgestelle mit Fahrerhaus und unvollständige Fahrzeuge sind von der Beklebung ausgenommen.

Anbauvorschriften:

Zulässig sind nur retroreflektierende Folien mit Genehmigungszeichen nach UN ECE R104. Je Teilstück von 0,5 m muss ein Genehmigungszeichen zu sehen sein.

Bild 1:

Genehmigungszeichen

von 0,5 m muss ein Genehmigungszeichen zu sehen sein. Bild 1: Genehmigungszeichen Konturmarkierung UN ECE R48
Markierungsarten Hinten (Fahrzeug ist breiter als 2.100 mm) Voll-Konturmarkierung Bild 2: Voll-Konturmarkierung Eine

Markierungsarten

Hinten (Fahrzeug ist breiter als 2.100 mm) Voll-Konturmarkierung

Bild 2:

Voll-Konturmarkierung

mm) Voll-Konturmarkierung Bild 2: Voll-Konturmarkierung Eine Linienmarkierung ist möglich, wenn die Form des

Eine Linienmarkierung ist möglich, wenn die Form des Aufbaus, die Bauart oder die Betriebsbedingungen eine Voll-Konturmarkierung nicht ermöglichen.

Bild 3: Linienmarkierung
Bild 3:
Linienmarkierung
Zu den Seiten Teil-Konturmarkierung Eine Teilmarkierung ist die Kennzeichnung der Fahrzeuglänge und unten sowie der

Zu den Seiten Teil-Konturmarkierung Eine Teilmarkierung ist die Kennzeichnung der Fahrzeuglänge und unten sowie der oberen Ecken mit 2 rechtwinklig zueinander angebrachten Linien von mindestens je 250 mm Länge.

Bild 4:

Teil-Konturmarkierung

mindestens je 250 mm Länge. Bild 4: Teil-Konturmarkierung Eine Linienmarkierung ist möglich, wenn die Form des

Eine Linienmarkierung ist möglich, wenn die Form des Aufbaus, die Bauart oder die Betriebsbedingungen eine Teil-Konturmarkierung nicht ermöglichen.

Bild 5: Linienmarkierung
Bild 5:
Linienmarkierung
Anordnung: Möglichst horizontal und vertikal In Richtung der Breite - möglichst geringer Abstand zur äußeren

Anordnung:

Möglichst horizontal und vertikal

In Richtung der Breite

-

möglichst geringer Abstand zur äußeren Fahrzeugkante

-

horizontal angebrachte Teile müssen 80% der Gesamtbreite des Fahrzeugs erreichen

-

in Absprache mit dem technischen Dienst kann dieser Wert auf bis zu 40 % verringert werden.

In Längsrichtung

-

möglichst geringer Abstand von den Enden des Fahrzeugs höchstens 600 mm von jedem Ende des Fahrzeugs

-

die Gesamtlänge der am Fahrzeug horizontal angebrachten Teile muss bei Kraftfahrzeugen mindestens 80% der Länge des Fahrzeugs (ohne Fahrerhaus) sein

-

in Absprache mit dem technischen Dienst kann dieser Wert auf bis zu 40 % verringert werden

-

eine Markierung des Fahrerhauses kann von einzelstaatlichen Interpretationen abhängig sein.

In Richtung der Höhe

untere(r) Teil(e) so niedrig wie möglich, jedoch

Minimum:

-

nicht weniger als 250 mm über der Fahrbahn

Maximum:

-

nicht mehr als 1500 mm über der Fahrbahn, in Absprache mit dem technischen Dienst sind bis zu 2.500 mm möglich,

obere(r) Teil(e) Entfernung vom oberen Rand des Fahrzeugs maximal 400 mm, darüber hinaus so hoch wie möglich.

Sichtbarkeit:

- mindestens 80% der Markierungen müssen sichtbar sein (die Beobachtungsebenen sind in der ECE R48 ausführlich beschrieben).

Sonstige Vorschriften

- der Abstand der hinten am Fahrzeug angebrachten Konturmarkierung zu den Bremsleuchten soll mindestens 200 mm betragen

- Stellen an denen Konturmarkierungen angebracht werden, sollen eine Breite von mindestens 60 mm haben

- bei einer Teil-Konturmarkierung soll jede obere Ecke durch zwei Linien kenntlich gemacht sein, die einen Winkel von 90° bilden und von denen jede mindestens 250 mm lang ist. Ist dies nicht möglich, dann soll die Konturmarkierung so gut wie möglich der äußeren Form folgen.