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Politik & Wirtschaft - 29.5.

2012

NSU-Terror

Terror-Braut Zschpe: Mysterise Spur ins Ministerium

Terror-Braut Beate Zschpe jagte ihre Wohnung in Zwickau in die Luft. Foto: dapd Von MAIK BAUMGRTNER und MARCUS BTTCHER Jahrelang hatten die Fahnder angeblich keine Ahnung, wo sich das Terror-Trio um Beate Zschpe aufhielt. Wirklich nicht? Nach KURIER-Informationen wurde Zschpe kurz nach der Explosion in Zwickau angerufen von einem Handy, das im schsischen Innenministerium gemeldet ist. Am 4. November 2011 ist der Terror des NSU vorbei. Mundlos und Bhnhardt sterben im Wohnmobil, Zschpe ist von da an vier Tage auf der Flucht. Etwas mehr als Stunde, nachdem sie ihre Wohnung in der Frhlingsstrae 26 in die Luft jagte, versuchte jemand Zschpe anzurufen. Das Pikante: Die anrufende Nummer ist im Schsischen Staatsministerium des Inneren registriert. Wer aus der Behrde in Dresden wollte Zschpe sprechen und vor allem warum? Kannte gar jemand die richtige Identitt der Rechtsextremen, die im Alltag unter Susann Eminger oder Lisa beziehungsweise Susann Dienelt auftrat? Kerstin Kditz (Die Linke), Mitglied des schsischen Landtages, will am Dienstag im Innenausschuss Klarheit ber die mysterise Spur. Dass der Chemnitzer Neonazi Jan W. laut abgehrten Telefonaten mehrfach ein auf einem im Innenministerium angemeldeten Handy angerufen hat, von dem aus ihm Waffen zugesagt wurden, musste ich aus dem thringischen Schfer-Bericht erfahren. Informationen aus Sachsen dazu hatte es nicht gegeben. Aufklrung der ffentlichkeit sieht anders aus. Stolpern die Behrden in einen Skandal? Der KURIER rief am Montag die Handynummer an, die Beate Zschpe am 4. November sprechen wollte. Und erntete eisiges Schweigen auf der anderen Gesprchsseite.

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