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LIEBES CHRISTKIND Text: Frank Richter, frank@mannschaft-magazin.ch Illustration: Melanie Carrera, sarrera.ch Es ist wieder

LIEBES CHRISTKIND

Text: Frank Richter, frank@mannschaft-magazin.ch Illustration: Melanie Carrera, sarrera.ch

Es ist wieder diese Zeit des Jahres. Der Duft von Nüssen und Zimtsternen liegt in der Luft. Sternsin- ger gehen von Tür zu Tür, erfreuen Alte und Taube.

Die Läden sind voll mit Kunden, Oma ist voll vom

Eierlikör und du bist bald voll im Stress. Darum ein

kurzer Weckruf: Finger raus, Weihnachten steht vor der Tür! In Kürze belästigen dich wieder zahlreiche Erwachsene und Kinder mit ihren Wünschen. Frü-

hes Organisieren ist darum angesagt. Der geforderte

Kram soll ja termingerecht ausgeliefert werden.

Ich persönlich möchte mich dieses Jahr mit meinen

Wünschen zurückhalten. Im Grunde genommen ha-

be ich ja alles erreicht, was es zu erreichen gibt: Man lässt mich monatlich diese Kolumne schreiben, ich besitze alle Staffeln von «Lost» auf DVD und Mike Shiva folgt mir auf Twitter (@FrankMRichter). Ok,

das mit Shiva ist gelogen. Mir folgt ein Solariumbe-

sitzer mit Perücke, der ähnlich aussieht. Aber man wird ja wohl noch träumen dürfen. Leider gibt es je- doch viele Menschen, denen es nicht so gut geht wie mir. Für diese armen Individuen habe ich Wunsch- listen zusammengestellt, die du bitte erfüllen sollst.

allerdings David Guetta auf einen seiner Anrufe reagieren:

«Hello Mr. Guetta, sis is Gölä, sä Swiss Wörking-Kläss- Rocker.You and me, we do song for my görlfriend.You do piano and turn on sä Auto-tune, I do singing. Sä melody I leave up to you, I am not so kreativ.» Im Gegenzug wäre Gölä auch bereit, sich den Na- men des Songs tätowieren zu lassen. Auf der linken Pobacke neben den Ringier-Logo ist noch was frei.

NadineVinzens Für Nadine Vinzens lief es dieses Jahr super. Gleich in zwei Filmen durfte sie mitspielen: in «Das Missen- massaker» und in «Mary & Johny». Für letzteren gab es zwar keine Gage, dafür extrem viel Lob. Beim Missen- massaker hingegen war es genau umgekehrt. Nadine wünscht sich fürs kommende Jahr noch mehr Film- rollen, am liebsten solche, in denen sie Englisch spre- chen darf. Die Kurse in der Migros Klubschule sollen schliesslich nicht umsonst gewesen sein. Ganz oben auf Nadines Rollen-Wunschliste steht ein Auftritt bei «CSI». Also liebes Christkind, schau mal, ob du da was einfädeln kannst. Bei «CSI» brauchen sie ja ständig Wasserleichen, Schaufensterpuppen oder Leute, die mit einem Kaffeebecher im Hintergrund rumlaufen.

Grüsslichst

Frank

Florian Ast Flöru wünscht sich das Buch «Untreue als Chance». Der Arme musste dieses Jahr ja ziemlich unten durch. Kaum wurde bekannt, dass sein «Ast» auch gerne in fremden «Hecken» herumstochert, wollten sämtliche Zeitungen ein Interview mit ihm. Typisch

für die schreibende Zunft. Wenn Flöru seine geniale

CD bewirbt, interessiert das kein Schwein. Aber so-

bald dem armen Tropf einmal der Lümmel aus der Hose rutscht, stürzt sich das Journalistenpack auf ihn wie Lys Assia auf das Regal mit reduzierter Haft- creme. Jedenfalls möchte Flöru mit seiner neuen Flamme alles richtig machen. Über das «Untreue»-Buch würde er sich darum sehr freuen. Bedingung wäre allerdings, dass es ihm jemand vorliest. Falls es das Werk also nicht als Hörbuch gibt, wünscht sich Flö- ru stattdessen eine Packung Kondome und die neue Handynummer von Francine Jordi.

Packung Kondome und die neue Handynummer von Francine Jordi. Gölä Büezerrocker ist zurück. Mit neuer toller
Packung Kondome und die neue Handynummer von Francine Jordi. Gölä Büezerrocker ist zurück. Mit neuer toller
Packung Kondome und die neue Handynummer von Francine Jordi. Gölä Büezerrocker ist zurück. Mit neuer toller
Packung Kondome und die neue Handynummer von Francine Jordi. Gölä Büezerrocker ist zurück. Mit neuer toller

Gölä

Büezerrocker ist zurück. Mit neuer toller Musik

und

einem Supermarkt an der Kasse. Göläs Musik dürfte

ihr daher zu anspruchslos sein. Man will schliess-

lich keine Songs über Bier und Cervelats hören,

wenn man dergleichen den ganzen Tag verkaufen musste. Gölä möchte darum etwas Zeitgemäs- ses für seine Freundin produzieren. Dazu müsste

neuer toller Freundin. Diese arbeitete bis anhin in

Der

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