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Copiczeichnungen: Ausschnitte einer Modestrecke für die Marke American Apparel

Scherenschnitt/Collage Copic-Porsche Acryl auf Leinwand


Illustration MINI Cooper
Gestaltung eines Florida - Reiseführers
in Leporelloform
Homo-Fluggesellschaft Café/Weinbar
ANGEL
BOARDS
.com
COREAIR egypt airways

Snowboard-Marke Swatch Fluggesellschaft

Finanzdienstleister Piktogramme Coffé-Shop

KOHMANN Banken

KOHMANN Kredit Group

KOHMANN Versicherung
Logoentwicklung für ein fiktives Event der Marke MINI
MINI
E
Re-Design der Wort-Bildmarke Swatch
Einsatz der Wort-Bilmarke auf den folgenden
Werbemitteln
OF SWITZERLAND
A COMPANY OF THE

A COMPANY OF THE
OF SWITZERLAND

ND GMBH
THE SWATC H GROUP DEUTSCHLA
/TAUNUS
SE 7 65760 ESCHBORN
AND GMBH RUDOLF-DIESEL-STRAS
DEUTSCHL
THE SWATCH GROUP
TEL 06173 - 606 - 0
FAX 06173 - 606 500

POSTFACH 5780
65732 ESCHBORN
SE 7
RUDOLF-DIESEL-STRAS NUS
65760 ESCHBORN/TAU

Visitenkarte

ND
OF SWITZERLA
OF THE
A COMPANY

EL
A KRGÜMCANKAG
SANDR
MARKETIN
ER

GMBH
GERMANY
CH GOUP DIESEL-STRASSE 7
THE SWAT RUDOLPH- BORN
65760 ESCH
- 606 218
TEL 06173
- 606 125
FAX 06173
- 9120955
MOBIL 0170
GR OUP.COM
L@SWATCH
RA.KRÜCKE
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A COMPANY OF THE OF SWITZERLAND

A COMPANY OF THE OF SWITZERLAND

THE SWATCH GROUP DEUTSCHLAND GMBH RUDOLF-DIESEL-STRASSE 7 65760 ESCHBORN/TAUNUS THE SWATCH GROUP DEUTSCHLAND GMBH

TEL 06173 - 606 - 0


FAX 06173 - 606 500
Manfred Mustermann POSTFACH 5780
65732 ESCHBORN

Musterstr. 12 RUDOLF-DIESEL-STRASSE 7
65760 ESCHBORN/TAUNUS
12345 Musterhausen

597
WEEE-REG.-NR DE 81638
Briefumschlag KFURT AM MEIN HRB
41877 STEUER-NR.
040 225 83406 UST-ID
-NR. DE 11 38 77 821
Y. GAMARD AUFSICHTS
RATVORSITZENDER:
GEORG NICOLAS HAYE
K
8018 BLZ 500 400 00
US AMTSGERICHT: FRAN RER: PHILIPPE ROTEN YANN KFUR T AM MAIN KT. NR. 383
SITZ: ESCHBORN/TAUN GESC HÄFT SFÜH COMERZBA NK AG FRAN

Briefbögen
A COMPANY OF THE OF SWITZERLAND

Adressaufkleber
THE SWATCH GROUP DEUTSCHLAND GMBH

TEL 06173 - 606 - 0


Mit der Bitte um: FAX 06173 - 606 500

POSTFACH 5780
Erledigung Weiterleitung Kontrolle 65732 ESCHBORN

RUDOLF-DIESEL-STRASSE 7
Rückgabe Rücksprache 65760 ESCHBORN/TAUNUS
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POSTFACH 57806 5732 ESCHBORN
TEL 06173 - 606 500

Mit freundlichen Grüßen,

A COMPANY OF THE OF SWITZERLAND

Kurzmitteilung

compliment slip

mit freundlichen Grüßenwith compliments


THE SWATCH GROUP DEUTSCHLAND GMBH TEL 06173 - 606 - 0 FAX 06173 - 606 500

Webbanner
Ausarbeitung der gestalteten Werbemittel
Relaunch und Neupositionierung
der Fluggesellschaft PanAm.
Anzeige „Himmlischer Komfort“ Anzeige „Coming Out“

himmlischer Komfort beginnt beim Personal


himmlischer Komfort beginnt beim Personal
HIMMLISCHER KOMFORT BEGINNT BEIM PERSONAL 20% gra
HIMMLISCHER KOMFORT BEGINNT BEIM PERSONAL HIMMLISCHER KOMFORT BEGINNT BEIM PERSONAL 15% gra
FEIER MIT UNS DAS COMING OUT

himmlischer Komfort beginnt beim Personal himmlischer Komfort beginnt beim Personal
himmlischer Komfort beginnt beim Personal himmlischer Komfort beginnt beim Personal
HIMMLISCHER KOMFORT BEGINNT BEIM PERSONAL 20% grau HIMMLISCHER KOMFORT BEGINNT BEIM PERSONAL 20% grau
HIMMLISCHER KOMFORT BEGINNT BEIM PERSONAL 15% grau men, ready for take off
HIMMLISCHER KOMFORT BEGINNT BEIM PERSONAL
FEIER MIT UNS DAS COMING OUT
15% grau
FEIER MIT UNS DAS COMING OUT

himmlischer Komfort beginnt beim Personal himmlischer Komfort beginnt beim Personal
himmlischer Komfort beginnt beim Personal himmlischer Komfort beginnt beim Personal
HIMMLISCHER KOMFORT BEGINNT BEIM PERSONAL men, ready for take off
20% grau HIMMLISCHER KOMFORT BEGINNT BEIM PERSONAL men, ready for take off
20% grau
HIMMLISCHER KOMFORT BEGINNT BEIM PERSONAL 15% grau HIMMLISCHER KOMFORT BEGINNT BEIM PERSONAL 15% grau
FEIER MIT UNS DAS COMING OUT FEIER MIT UNS DAS COMING OUT Rondolo R
Rondolo Reg A4 Rondolo Reg A4

men, ready for take off men, ready for take off
men, ready for take of
off off
men, ready for take of

Rondolo Reg A4 Rondolo Reg A4


Website

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Member Cards

silver
member
purple
name: mario conzales
city: hamburg
member
dob: 26.02.87 gold
m.no: 289
exp:
name: mario conzales 31.12.2010 member
city: hamburg
dob: 26.02.87 name: mario conzales
m.no: 289 city: hamburg
exp: 31.12.2010 dob: 26.02.87
m.no: 289
exp: 31.12.2010

Give-away:
Crème+Verpackung
Flugzeug im Vordergrund/auf Rollbahn, an SFX:
dessen Front ein gespanntes Seil zu sehen ist. leise Turbinengeräusche und Funksprüche aus
Das Flugzeug bewegt sich von rechts nach links dem Hintergrund, Wind.
durch das Bild. Die rote Positionslampe im Vor-
dergrund blinkt.
Hintergrund: Flughafen

Ein muskulöser, schwitzender, gebräunter Mann, SFX:


nur mit Schuhen und knapper Hose bekleidet, ächtzende Geräusche des angestrengten
zieht an dem Seil das Flugzeug über die Roll- Mannes. Leises surren der Turbine.
bahn.

Storyboard

Das Flugzeug bewegt sich von unten nach oben SFX:


durch das Bild. Flughafengeräusche gehen über in Meeresrau-
Die Rollbahn wird in einer Metamorphose zu schen, Mövenschreie, Wind.
einem Strand mit bunten Sonnenschirmen, Pal-
men und Meer.

SFX:
Frontansicht des Flugzeugs aus dem ausschließ-
Meeresrauschen, Mövenschreie, Wind.
lich männliche Passagiere austeigen. Vor dem
Song: Kylie Minogue - Wow
Flugzeug ist ein Holzschild zu sehen, das am
Strand steht.
Blick auf den „Gay Beach“. Zu sehen sind aus- SFX: Meeresrauschen, Mövenschreie, Wind.
schließlich durchtrainierte Song: Kylie Minogue - Wow
Männer unter bunte Sonnenschirme, auf Strand-
liegen und am Strand sitzend und durch das Bild
laufend. Im Vordergrund ist ein sportlicher Mann
zu sehen.
Das Holzschild, aus der Frontansicht kennzeich-
net den „Gay Beach“.
Hintergrund: Meer und sonniger HImmel.

Der Slogan wird auf weißem Hintergrund einge- SFX:


blendet. Song: Kylie Minogue - Wow

Wir bringen Dich an dein Traumziel.. egal wie!

Das PanAm Logo wird eingeblendet. SFX:


Song: Kylie Minogue - Wow wird leiser und blen-
det aus.
Offstimme: „Pan Am“

Unter dem eingeblendeten Logo erscheint der SFX:


Slogan: Offstimme: „men, ready for take off“
„men, ready for take off“.

men, ready for take off


ANGEL
BOARDS ANGEL
.com BOARDS
.com Frauen-Logo

ANGEL ANGEL

ANGEL
BOARDS BOARDS
.com .com

BOARDS
.com Männer-Logo

ANGEL
BOARDS
.com
ANGEL
BOARDS
.com

ANGEL
BOARDS
.com

BOARDS
ANGEL
.com

BOARDS
ANGEL
.com
Männer T-Shirt

Männer-Board Frauen-Board

Frauen T-Shirt
Verpackung für das Männer-Snowboard
Gutschein
Website

Speisekarte
Flyer
Auftragsarbeit aus dem Jahr 2008:

Das Eppendorfer Café Magnolia


ehemals „Salutaris“ sollte mit dem
neuen Namen eine neues
Corporate Design erhalten.
Inhalt des Auftrags war die
Erstellung eines neuen Logos, sowie
die Gestaltung der Werbemittel

Außenkarte

Visitenkarte
FAZ2.NULL, das junge Magazin der FAZ:
Gestaltung von Titel, Bucheinheiten-Titel

01/09 und 3 folgenden Doppelseiten

Das junge Magazin

3.01 RUCKSACKLEBEN
Backpacker in Australien
3.07 SURFERS PARADISE
Gold Coast Australia
3.08 WILDS LEBEN
€ 2,20

Zwischen Wombats und Kangurus


3.10 LASS KNACKEN
Camping im Outback
3.10 UNTERWASSERWELT
Tauchen im Great Barrier Reef
RUCKSACK
HIN & WEG

LEBEN

Backpacker auf der Reise durch


das wohl aufregente Land auf der
anderen Sete der Erde.
AUSTRALIEN.
Städteleben und Wildlife in
Endlose Wanderwege durch
einer einzigartigen Kombination.
wundervolle Landschaften.

1. Doppelseite
HIN & WEG

LEBENZWISCHENWELT-
METROPOLEUND
ALTERTRADITION
F
reilebende Gummibärchen gibt es nicht. Freilebende Gummibärchen gibt es nicht. Man
Man kauft sie in Packungen an der Kino- kauft sie in Packungen an der Kinokasse. Dieser
kasse. Dieser Kauf ist der Beginn einer Kauf ist der Beginn einer fast erotischen und
fast erotischen und sehr ambivalenten Bezie- sehr ambivalenten Beziehung Gummibärchen-
hung Gummibärchen-Mensch. Zuerst genießt Mensch. Zuerst genießt man. Dieser Genuß
man. Dieser Genuß umfaßt alle Sinne. Man umfaßt alle Sinne. Man wühlt in den Gummi-
wühlt in den Gummibärchen, man fühlt sie. bärchen, man fühlt sie.
Gummibärchen haben eine Konsistenz wie Gummibärchen haben eine Konsistenz wie
weichgekochter Radiergummi. Die Tastempfin- weichgekochter Radiergummi. Die Tastempfin-
dung geht auch ins Sexuelle. Das bedeutet nicht dung geht auch ins Sexuelle. Das bedeutet nicht Eine Wanderung über die
unbedingt, daß das Verhältnis zum Gummibär- unbedingt, daß das Verhältnis zum Gummibär- weltbekannte Harbour-Bridge ist ein
chen ein geschlechtliches wäre, denn prinzipiell Muss für jeden Backpacker.
chen ein geschlechtliches wäre, denn prinzipiell Freilebende Gummibärchen gibt es nicht. Man Freilebende Gummibärchen gibt es nicht. Man
sind diese geschlechtsneutral. Nun sind Gum- sind diese geschlechtsneutral. Nun sind Gum- kauft sie in Packungen an der Kinokasse. Dieser kauft sie in Packungen an der Kinokasse. Dieser
mibärchen weder wabbelig noch zäh; sie stehen mibärchen weder wabbelig noch zäh; sie stehen Kauf ist der Beginn einer fast erotischen und Kauf ist der Beginn einer fast erotischen und
an der Grenze. genau an der Grenze. Auch das macht sie span- sehr ambivalenten Beziehung Gummibärchen- sehr ambivalenten Beziehung Gummibärchen-
Auch das macht sie spannend. Gummibärchen nend. Gummibärchen sind auf eine aufreizende Mensch. Zuerst genießt man. Dieser Genuß Mensch. Zuerst genießt man. Dieser Genuß
sind auf eine aufreizende Art weich. Und da Art weich. Und da sie weich sind, kann man sie umfaßt alle Sinne. Man wühlt in den Gummi- umfaßt alle Sinne. Man wühlt in den Gummi-
Aboriginis prägen das Bild des sie weich sind, kann man sie auch ziehen. Ich auch ziehen. Ich mache das sehr gerne. Ich sitze bärchen, man fühlt sie. bärchen, man fühlt sie.
australischen Outbacks und geben
mache das sehr gerne. Ich sitze im dunklen im dunklen Kino und ziehe meine Gummibär- Gummibärchen haben eine Konsistenz wie Gummibärchen haben eine Konsistenz wie
einen traditionellen Einblick.
Kino und ziehe meine Gummibärchen in die chen in die Länge, ganz ganz langsam. Man will weichgekochter Radiergummi. Die Tastempfin- weichgekochter Radiergummi. Die Tastempfin-
Länge, ganz ganz langsam. Man will sie nicht sie nicht kaputtmachen, und dann siegt doch dung geht auch ins Sexuelle. Das bedeutet nicht

Häufiger Treffpunkt für viele


kaputtmachen, und dann siegt doch die Neugier, die Neugier, wieviel Zug so ein Bärchen aushält. unbedingt, daß das Verhältnis zum Gummibär-
chen ein geschlechtliches wäre, denn prinzipiell VOMWILDWASSERDURCH
DASBRENNENDESYDNEY
Backpacker ist die Bonday Beach
sind diese geschlechtsneutral. Nun sind Gum-
bei Sonnenuntergang.
mibärchen weder wabbelig noch zäh; sie stehen
genau an der Grenze. Auch das macht sie span-
nend. Gummibärchen sind auf eine aufreizende dung gibt es nicht. Man kauft sie in Packungen
Art weich. Und da sie weich sind, kann man sie an der Kinokasse. Dieser Kauf ist der Beginn
auch ziehen. Ich mache das sehr gerne. Ich sitze einer fast erotischen und sehr ambivalenten
im dunklen Kino und ziehe meine Gummibär- Beziehung Gummibärchen-Mensch. Zuerst
chen in die Länge, ganz ganz langsam. Man will genießt man. Dieser Genuß umfaßt alle Sinne.
sie nicht kaputtmachen, und dann siegt doch Man wühlt in den Gummibärchen, man fühlt
die Neugier, wieviel Zug so ein Bärchen aushält. sie.
(Vorstellbar sind u.a. Gummibärchen-Expander Gummibärchen haben eine Konsistenz wie
für Kinder und Genesende). Forscherdrang und weichgekochter Radiergummi. Die Tastempfin-
gleichzeitig das Böse im Menschen erreichen dung geht auch ins Sexuelle. Das bedeutet nicht
den Climax, wenn sich die Mitte des gezerrten unbedingt, daß das Verhältnis zum Gummibär-
Bärchens von Millionen Mikrorissen weiß färbt chen ein geschlechtliches wäre, denn prinzipiell
und gleich darauf das zweigeteilte Stück auf die sind diese geschlechtsneutral. Nun sind Gum-
Finger zurückschnappt. Man hat ein Gefühl der mibärchen weder wabbelig noch zäh; sie stehen
Macht über das hilflose, nette Gummibärchen. genau an der Grenze. Auch das macht sie span-
Und wie man damit umgeht: Mensch erkenne nend. Gummibärchen sind auf eine aufreizende
dich selbst! Jetzt ist es so, daß Gummibärchen Art weich. Und da sie weich sind, kann man sie
ja nicht gleich Gummibärchen ist. Ich bevor- auch ziehen. Ich mache das sehr gerne. Ich sitze
zuge das klassische Gummibärchen, künstlich im dunklen Kino und ziehe meine Gummibär-
gefärbt und aromatisiert. Mag sein, daß es eine chen in die Länge, ganz ganz langsam. Man will
Sentimentalität ist. Jedenfalls halte ich nichts sie nicht kaputtmachen, und dann siegt doch
von neuartigen Alternativ-Gummibärchen die Neugier, wieviel Zug so ein Bärchen aushält. Die wichtigen Utensilien eines
ohne Farbstoff (»Mütter, mit viel Vitamin C«), (Vorstellbar sind u.a. Gummibärchen-Expander jeden Backpackers, die Kamera und
und auch unter den konventionellen tummeln für Kinder und Genesende). Forscherdrang und das Tagebuch um jede einzig-
sich schwarze Schafe: die schwarzen Lakritz- gleichzeitig das Böse im Menschen erreichen artige Erinnerungen festzuhalten.

3.04 FAZ 2.NULL 02/09 FAZ 2.NULL 02/09


3.05

2. Doppelseite
SURFERS
HIN & WEG

Gummibärchen haben eine Konsistenz wie


weichgekochter Radiergummi. Die Tastempfin-
dung geht auch ins Sexuelle. Das bedeutet nicht
unbedingt, daß das Verhältnis zum Gummibär-
chen ein geschlechtliches wäre, denn prinzipiell
haben eine Konsistenz wie weichgekochter. Die
Tastempfindung geht auch ins Sexuelle. Das
bedeutet nicht unbedingt, daß das Verhältnis
zum Gummibärchen ein geschlechtliches wäre,
denn prinzipiell sind diese geschlechtsneutral.
PARADISE
GOLD COAST AUSTRALIA
sind diese geschlechtsneutral. Nun sind Gum- Nun sind Gummibärchen weder wabbelig noch
mibärchen weder wabbelig noch zäh; sie stehen zäh; sie stehen genau an der Grenze. Auch das
genau an der Grenze. Auch das macht sie span- macht sie spannend. Gummibärchen sind auf sie auch ziehen. Ich mache das sehr ger-
nend. Gummibärchen sind auf eine aufreizende eine aufreizende Art weich. Und da sie weich. ne. Ich sitze im dunklen Kino und ziehe
meine Gummibärchen in die Länge, ganz
ganz langsam. Man will sie nicht kaputt-
machen, und dann siegt doch die Neu-
gier, wieviel Zug so ein Bärchen aushält.
(Vorstellbar sind u.a. Gummibärchen-Ex-
pander für Kinder und Genesende). For-

ZEICHEN scherdrang und gleichzeitig das Böse im


Menschen erreichen den Climax, wenn

DERNATUR-
sich die Mitte des gezerrten Bärchens
von Millionen Mikrorissen weiß färbt
und gleich darauf das zweigeteilte Stück

GEWALTUND
auf die Finger zurückschnappt. Man hat
ein Gefühl der Macht über das hilflose,
nette Gummibärchen. Und wie man da-

DERKRAFT Brian Peterson, Surfpro an seinem


Lieblingsstrand an der Gold Coast.
mit umgeht: Mensch erkenne dich selbst!
Jetzt ist es so, daß Gummibärchen ja nicht
gleich Gummibärchen ist. Ich bevorzuge
das klassische Gummibärchen, künstlich
gefärbt und aromatisiert. Mag sein, daß es
eine Sentimentalität ist. Jedenfalls halte ich

G
ummibärchen haben eine Konsis- nichts von neuartigen Alternativ-Gummi-
tenz wie weichgekochter Radier- bärchen ohne Farbstoff (»Mütter, mit viel
gummi. Die Tastempfindung geht Vitamin C«), und auch unter den konven-
auch ins Sexuelle. Das bedeutet nicht un- tionellen tummeln sich schwarze Schafe:
bedingt, daß das Verhältnis zum Gummi- die schwarzen Lakritz-Bärchen. Wenn ich
bärchen ein geschlechtliches wäre, denn mit Xao im Kino bin, red ich ihm so lange
Die Gold Coast ist das
prinzipiell sind diese geschlechtsneutral. ein, daß das die besten sind, bis er sie alle
Paradis für Einheimische und Surfer
Nun sind Gummibärchen weder wabbelig ißt. Sie schmecken scheußlich und fühlen aus allen Ländern dieser Erde.
noch zäh; sie stehen genau an der Gren- sich scheußlich an. Dagegen das schöne, Die Wellen mit ihren traumhaften
ze. Auch das macht sie spannend. Gum- herkömmliche Gummibärchen: allein wie Schaumkronen laden ein, zu
mibärchen sind auf eine aufreizende Art es neonhaft vom Leinwandleuchten il- einem rasanten Wellenritt zwischen
weich. Und da sie weich sind, kann man luminiert, aber ganz ohne die Kühle der dem felsigen Umfeld der Küste.

3.06 FAZ 2.NULL 02/09 FAZ 2.NULL 02/09


3.07

3. Doppelseite
Typografiekalender
1. Plakatentwurf
‚‚
RIESEN
2. Plakatantwurf

SECHS 20
‚‚ ‚‚
RIESEN ‚‚

‚‚
SECHS 20
FORTSATZ..
In Deutschland gibt es rund 120.000 Vermögens-
In Deutschland gibt es rund 120.000 Vermögens-
millionäre. Sie gelten als die Reichen im Lande.
millionäre. Sie gelten als die Reichen im Lande. Damit sind ihnen zwei Dinge ganz sicher: Neid
Damit sind ihnen zwei Dinge ganz sicher: Neid und immer neue Begehrlichkeiten des Fiskus.
und immer neue Begehrlichkeiten des Fiskus. Wer da glaubt, von einer Million als Bonvivant gut leben zu können, der kennt das deutsche Steuerrecht schlecht. Stellen wir uns den steuerehrlichen Herrn Michel vor, der eine Milli-
Wer da glaubt, von einer Million als Bonvivant gut on erarbeitet oder geerbt hat. Vielleicht ist er ein Winzer, der sich zur Ruhe gesetzt und die Weinberge verkauft hat, vielleicht ist er auch ein in die Jahre gekommener Handwerker oder
leben zu können, der kennt das deutsche Steuer- Zahnarzt. Jedenfalls will Herr Michel, da er keine weiteren Einkünfte hat, von dieser Million leben. Er beschliesst also: keine Segeljacht in Marbella und keine Villa im Tessin. Vielmehr
recht schlecht. Stellen wir uns den steuerehrli- legt er seine Million in festverzinslichen Wertpapieren an. Dazu wählt er zum Beispiel Bundesobligationen. Der Staat bietet ihm für diese fünfjährigen Papiere zur Zeit 6,09 Prozent.
chen Herrn Michel vor, der eine Million erarbeitet Herr Michel bekommt also 60.900 DM brutto im Jahr. Nun macht Herr Michel seine Steuererklärung, verrechnet den Zinsabschlag mit seiner Einkommensteuerbelastung, macht
oder geerbt hat. Vielleicht ist er ein Winzer, der Freibeträge geltend, nutzt abzugsfähige Sonderausgaben und den Altersentlastungsbeitrag. Mit einigem Geschick reduziert er sein zu versteuerndes Einkommen so auf nur mehr
sich zur Ruhe gesetzt und die Weinberge verkauft 45.000 DM. Darauf hat er dann knapp 10.500 DM Steuern zu zahlen. Es bleiben ihm von seinem Zinsertrag also 50.400 DM übrig. Doch damit nicht genug. Nun wird dem treuen Michel
hat, vielleicht ist er auch ein in die Jahre gekom- - er hat schliesslich ein Vermögen - noch Vermögensteuer abverlangt. Wieder nutzt er alle Freibeträge, reduziert sein steuerpflichtiges Vermögen auf 920.000 DM, und doch greift der
mener Handwerker oder Zahnarzt. Jedenfalls will Fiskus kräftig zu. Wenn es nach den neuesten Plänen der Regierung geht, muss Michel ein Prozent des Gesamtbetrages zahlen. Für ihn bedeutet das, noch einmal 9.200 DM an den

TYPOGRAFIEAUSSTELLUNG In Deutschland gibt es rund 120.000 Vermögensmillionäre. Sie gel-


ten als die Reichen im Lande. Damit sind ihnen zwei Dinge ganz
sicher: Neid und immer neue Begehrlichkeiten des Fiskus. Wer da
glaubt, von einer Million als Bonvivant gut leben zu können, der kennt das deutsche Steuerrecht schlecht. Stellen wir uns den steuerehrlichen Herrn Michel vor, der eine Million erarbeitet oder geerbt hat. Vielleicht ist er ein Winzer, der sich zur Ruhe
gesetzt und die Weinberge verkauft hat, vielleicht ist er auch ein in die Jahre gekommener Handwerker oder Zahnarzt. Jedenfalls will Herr Michel, da er keine weiteren Einkünfte hat, von dieser Million leben. Er beschliesst also: keine Segeljacht in
Marbella und keine Villa im Tessin. Vielmehr legt er seine Million in festverzinslichen Wertpapieren an. Dazu wählt er zum Beispiel Bundesobligationen. Der Staat bietet ihm für diese fünfjährigen Papiere zur Zeit 6,09 Prozent. Herr Michel bekommt
also 60.900 DM brutto im Jahr. Nun macht Herr Michel seine Steuererklärung, verrechnet den Zinsabschlag mit seiner Einkommensteuerbelastung, macht Freibeträge geltend, nutzt abzugsfähige Sonderausgaben und den Altersentlastungsbeitrag.
Mit einigem Geschick reduziert er sein zu versteuerndes Einkommen so auf nur mehr 45.000 DM. Darauf hat er dann knapp 10.500 DM Steuern zu zahlen. Es bleiben ihm von seinem Zinsertrag also 50.400 DM übrig. Doch damit nicht genug. Nun
wird dem treuen Michel - er hat schliesslich ein Vermögen - noch Vermögensteuer abverlangt. Wieder nutzt er alle Freibeträge, reduziert sein steuerpflichtiges Vermögen auf 920.000 DM, und doch greift der Fiskus kräftig zu. Wenn es nach den neu-
esten Plänen der Regierung geht, muss Michel ein Prozent des Gesamtbetrages zahlen. Für ihn bedeutet das, noch einmal 9.200 DM an den Staat zu überweisen. Seine Bilanz: Für die Million Anlagekapital in Bundesobligationen behält er am Ende
41.200 DM Zinsertrag übrig - genausoviel wie die Inflationsrate, die derzeit Michels D-Mark entwertet. Das Fazit: Der steuerliche Millionär muss unter den gegenwärtigen Umständen froh sein, wenn er keinen realen Vermögensverlust erleidet. In
Deutschland gibt es rund 120.000 Vermögensmillionäre. Sie gelten als die Reichen im Lande. Damit sind ihnen zwei Dinge ganz sicher: Neid und immer neue Begehrlichkeiten des Fiskus. Wer da glaubt, von einer Million als Bonvivant gut leben zu
können, der kennt das deutsche Steuerrecht schlecht. Stellen wir uns den steuerehrlichen Herrn Michel vor, der eine Million erarbeitet oder geerbt hat. Vielleicht ist er ein Winzer, der sich zur Ruhe gesetzt und die Weinberge verkauft hat, vielleicht ist
er auch ein in die Jahre gekommener Handwerker oder Zahnarzt. Jedenfalls will Herr Michel, da er keine weiteren Einkünfte hat, von dieser Million leben. Er beschliesst also: keine Segeljacht in Marbella und keine Villa im Tessin. Vielmehr legt er
seine Million in festverzinslichen Wertpapieren an. Dazu wählt er zum Beispiel Bundesobligationen. Der Staat bietet ihm für diese fünfjährigen Papiere zur Zeit 6,09 Prozent. Herr Michel bekommt also 60.900 DM brutto im Jahr. Nun macht Herr Michel
seine Steuererklärung, verrechnet den Zinsabschlag mit seiner Einkommensteuerbelastung, macht Freibeträge geltend, nutzt abzugsfähige Sonderausgaben und den Altersentlastungsbeitrag. Mit einigem Geschick reduziert er sein zu versteuerndes
Einkommen so auf nur mehr 45.000 DM. Darauf hat er dann knapp 10.500 DM Steuern zu zahlen. Es bleiben ihm von seinem Zinsertrag also 50.400 DM übrig. Doch damit nicht genug. Nun wird dem treuen Michel - er hat schliesslich ein Vermögen
- noch Vermögensteuer abverlangt. Wieder nutzt er alle Freibeträge, reduziert sein steuerpflichtiges Vermögen auf 920.000 DM, und doch greift der Fiskus kräftig zu. Wenn es nach den neuesten Plänen der Regierung geht, muss Michel ein Prozent
des Gesamtbetrages zahlen. Für ihn bedeutet das, noch einmal 9.200 DM an den Staat zu überweisen. Seine Bilanz: Für die Million Anlagekapital in Bundesobligationen behält er am Ende 41.200 DM Zinsertrag übrig - genausoviel wie die Inflationsra-
Herr Michel, da er keine weiteren Einkünfte hat,
von dieser Million leben. Er beschliesst also: keine
Segeljacht in Marbella und keine Villa im Tessin.
Vielmehr legt er seine Million in festverzinslichen
Wertpapieren an. Dazu wählt er zum Beispiel Bun-
desobligationen. Der Staat bietet ihm für diese

Zeugs aus Deutschland gibt es rund 120.000 Ver-


mögensmillionäre. Sie gelten als die Reichen im
Lande. Damit sind ihnen zwei Dinge ganz sicher:
Neid und immer neue Begehrlichkeiten des Fis-
kus. Wer da glaubt, von einer Million als Bonvivant
gut leben zu können, der kennt das deutsche Steu-
errecht schlecht. Stellen wir uns den steuerehrli-
chen Herrn Michel vor, der eine Million erarbeitet
oder geerbt hat. Vielleicht ist er ein Winzer, der
sich zur Ruhe gesetzt und die Weinberge verkauft
hat, vielleicht ist er auch ein in die Jahre gekom-
mener Handwerker oder Zahnarzt. Jedenfalls will
Herr Michel, da er keine weiteren Einkünfte hat,
von dieser Million leben. Er beschliesst also: keine
Segeljacht in Marbella und keine Villa im Tessin.
Vielmehr legt er seine Million in festverzinslichen
‚ Staat zu überweisen. Seine Bilanz: Für die Million Anlagekapital in Bundesobligationen behält er am Ende 41.200 DM Zinsertrag übrig - genausoviel wie die Inflationsrate, die derzeit
Michels D-Mark entwertet. Das Fazit: Der steuerliche Millionär muss unter den gegenwärtigen Umständen froh sein, wenn er keinen realen Vermögensverlust erleidet. In Deutschland
gibt es rund 120.000 Vermögensmillionäre. Sie gelten als die Reichen im Lande. Damit sind ihnen zwei Dinge ganz sicher: Neid und immer neue Begehrlichkeiten des Fiskus. Wer da
glaubt, von einer Million als Bonvivant gut leben zu können, der kennt das deutsche Steuerrecht schlecht. Stellen wir uns den steuerehrlichen Herrn Michel vor, der eine Million erar-
beitet oder geerbt hat. Vielleicht ist er ein Winzer, der sich zur Ruhe gesetzt und die Weinberge verkauft hat, vielleicht ist er auch ein in die Jahre gekommener Handwerker oder Zahn-
arzt. Jedenfalls will Herr Michel, da er keine weiteren Einkünfte hat, von dieser Million leben. Er beschliesst also: keine Segeljacht in Marbella und keine Villa im Tessin. Vielmehr legt
er seine Million in festverzinslichen Wertpapieren an. Dazu wählt er zum Beispiel Bundesobligationen. Der Staat bietet ihm für diese fünfjährigen Papiere zur Zeit 6,09 Prozent. Herr
Michel bekommt also 60.900 DM brutto im Jahr. Nun macht Herr Michel seine Steuererklärung, verrechnet den Zinsabschlag mit seiner Einkommensteuerbelastung, macht Freibe-
träge geltend, nutzt abzugsfähige Sonderausgaben und den Altersentlastungsbeitrag. Mit einigem Geschick reduziert er sein zu versteuerndes Einkommen so auf nur mehr 45.000
DM. Darauf hat er dann knapp 10.500 DM Steuern zu zahlen. Es bleiben ihm von seinem Zinsertrag also 50.400 DM übrig. Doch damit nicht genug. Nun wird dem treuen Michel - er
hat schliesslich ein Vermögen - noch Vermögensteuer abverlangt. Wieder nutzt er alle Freibeträge, reduziert sein steuerpflichtiges Vermögen auf 920.000 DM, und doch greift der Fis-
kus kräftig zu. Wenn es nach den neuesten Plänen der Regierung geht, muss Michel ein Prozent des Gesamtbetrages zahlen. Für ihn bedeutet das, noch einmal 9.200 DM an den Staat
zu überweisen. Seine Bilanz: Für die Million Anlagekapital in Bundesobligationen behält er am Ende 41.200 DM Zinsertrag übrig - genausoviel wie die Inflationsrate, die derzeit Michels
D-Mark entwertet. Das Fazit: Der steuerliche Millionär muss unter den gegenwärtigen Umständen froh sein, wenn er keinen realen Vermögensverlust erleidet. In Deutschland gibt es
rund 120.000 Vermögensmillionäre. Sie gelten als die Reichen im Lande. Damit sind ihnen zwei Dinge ganz sicher: Neid und immer neue Begehrlichkeiten des Fiskus. Wer da glaubt,
von einer Million als Bonvivant gut leben zu können, der kennt das deutsche Steuerrecht schlecht. Stellen wir uns den steuerehrlichen Herrn Michel vor, der eine Million erarbeitet
oder geerbt hat. Vielleicht ist er ein Winzer, der sich zur Ruhe gesetzt und die Weinberge verkauft hat, vielleicht ist er auch ein in die Jahre gekommener Handwerker oder Zahnarzt.
Jedenfalls will Herr Michel, da er keine weiteren Einkünfte hat, von dieser Million leben. Er beschliesst also: keine Segeljacht in Marbella und keine Villa im Tessin. Vielmehr legt er
seine Million in festverzinslichen Wertpapieren an. Dazu wählt er zum Beispiel Bundesobligationen. Der Staat bietet ihm für diese fünfjährigen Papiere zur Zeit 6,09 Prozent. Herr
Michel bekommt also 60.900 DM brutto im Jahr. Nun macht Herr Michel seine Steuererklärung, verrechnet den Zinsabschlag mit seiner Einkommensteuerbelastung, macht Freibe-
träge geltend, nutzt abzugsfähige Sonderausgaben und den Altersentlastungsbeitrag. Mit einigem Geschick reduziert er sein zu versteuerndes Einkommen so auf nur mehr 45.000
DM. Darauf hat er dann knapp 10.500 DM Steuern zu zahlen. Es bleiben ihm von seinem Zinsertrag also 50.400 DM übrig. Doch damit nicht genug. Nun wird dem treuen Michel - er
hat schliesslich ein Vermögen - noch Vermögensteuer abverlangt. Wieder nutzt er alle Freibeträge, reduziert sein steuerpflichtiges Vermögen auf 920.000 DM, und doch greift der Fis-
kus kräftig zu. Wenn es nach den neuesten Plänen der Regierung geht, muss Michel ein Prozent des Gesamtbetrages zahlen. Für ihn bedeutet das, noch einmal 9.200 DM an den Staat
zu überweisen. Seine Bilanz: Für die Million Anlagekapital in Bundesobligationen behält er am Ende 41.200 DM Zinsertrag übrig - genausoviel wie die Inflationsrate, die derzeit Michels
D-Mark entwertet. Das Fazit: Der steuerliche Millionär muss unter den gegenwärtigen Umständen froh sein, wenn er keinen realen Vermögensverlust erleidet. In Deutschland gibt es
rund 120.000 Vermögensmillionäre. Sie gelten als die Reichen im Lande. Damit sind ihnen zwei Dinge ganz sicher: Neid und immer neue Begehrlichkeiten des Fiskus. Wer da glaubt,
von einer Million als Bonvivant gut leben zu können, der kennt das de-
Steuerrecht schlecht. Stellen wir uns den steuerehrlichen Herrn Michel
vor, der eine Million erarbeitet oder geerbt hat. Vielleicht ist er ein Winzer,
der sich zur Ruhe gesetzt und die Weinberge verkauft hat, vielleicht ist er
auch ein in die Jahre gekommener Handwerker oder Zahnarzt. Jedenfalls
will Herr Michel, da er keine weiteren Einkünfte hat, von dieser Million le-
ben. Er beschliesst also: keine Segeljacht in Marbella und keine Villa im Tes-
sin. Vielmehr legt er seine Million in festverzinslichen Wertpapieren an.
Dazu wählt er zum Beispiel Bundesobligationen. Der Staat bietet ihm für
diese fünfjährigen Papiere zur Zeit 6,09 Prozent. Herr Michel bekommt
also 60.900 DM brutto im Jahr. Nun macht Herr Michel seine Steuererklä-

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‚‚DEICHTORHALLEN HAMBURG
te, die derzeit Michels D-Mark entwertet. Das Fazit: Der steuerliche Millionär muss unter den gegenwärtigen Umständen froh sein, wenn er keinen realen Vermögensverlust erleidet. In Deutschland gibt es rund 120.000 Vermögensmillionäre. Sie gelten Wertpapieren an. Dazu wählt er zum Beispiel Bun-
desobligationen. Der Staat bietet ihm für diese
als die Reichen im Lande. Damit sind ihnen zwei Dinge ganz sicher: Neid und immer neue Begehrlichkeiten des Fiskus. Wer da glaubt, von einer Million als Bonvivant gut leben zu können, der kennt das deutsche Steuerrecht schlecht. Stellen wir uns fünfjährigen Papiere zur Zeit 6,09 Prozent. Herr
den steuerehrlichen Herrn Michel vor, der eine Million erarbeitet oder geerbt hat. Vielleicht ist er ein Winzer, der sich zur Ruhe gesetzt und die Weinberge verkauft hat, vielleicht ist er auch ein in die Jahre gekommener Handwerker oder Zahnarzt.

Flyer
Michel bekommt also 60.900 DM brutto im Jahr.
Jedenfalls will Herr Michel, da er keine weiteren Einkünfte hat, von dieser Million leben. Er beschliesst also: keine Segeljacht in Marbella und keine Villa im Tessin. Vielmehr legt er seine Million in festverzinslichen Wertpapieren an. Dazu wählt er zum

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Beispiel Bundesobligationen. Der Staat bietet ihm für diese fünfjährigen Papiere zur Zeit 6,09 Prozent. Herr Michel bekommt also 60.900 DM brutto im Jahr. Nun macht Herr Michel seine Steuererklärung, verrechnet den Zinsabschlag mit seiner Ein-
kommensteuerbelastung, macht Freibeträge geltend, nutzt abzugsfähige Sonderausgaben und den Altersentlastungsbeitrag. Mit einigem Geschick reduziert er sein zu versteuerndes Einkommen so auf nur mehr 45.000 DM. Darauf hat er dann knapp
10.500 DM Steuern zu zahlen. Es bleiben ihm von seinem Zinsertrag also 50.400 DM übrig. Doch damit nicht genug. Nun wird dem treuen Michel - er hat schliesslich ein Vermögen - noch Vermögensteuer abverlangt. Wieder nutzt er alle Freibeträge,
reduziert sein steuerpflichtiges Vermögen auf 920.000 DM, und doch greift der Fiskus kräftig zu. Wenn es nach den neuesten Plänen der Regierung geht, muss Michel ein Prozent des Gesamtbetrages zahlen. Für ihn bedeutet das, noch einmal 9.200
DM an den Staat zu überweisen. Seine Bilanz: Für die Million Anlagekapital in Bundesobligationen behält er am Ende 41.200 DM Zinsertrag übrig - genausoviel wie die Inflationsrate, die derzeit Michels D-Mark entwertet. Das Fazit: Der steuerliche

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Millionär muss unter den gegenwärtigen Umständen froh sein, wenn er keinen realen Vermögensverlust erleidet. In Deutschland gibt es rund 120.000 Vermögensmillionäre. Sie gelten als die Reichen im Lande. Damit sind ihnen zwei Dinge ganz sicher:
Neid und immer neue Begehrlichkeiten des Fiskus. Wer da glaubt, von einer Million als Bonvivant gut leben zu können, der kennt das deusche Steuerrecht schlecht. Stellen wir uns den steuerehrlichen Herrn Michel vor, der eine Million erarbeitet oder
geerbt hat. Vielleicht ist er ein Winzer, der sich zur Ruhe gesetzt und die Weinberge verkauft hat, viel-
leicht ist er auch ein in die Jahre gekommener Handwerker oder Zahnarzt. Jedenfalls will Herr Michel,
da er keine weiteren Einkünfte hat, von dieser Million leben. Er beschliesst also: keine Segeljacht in
Marbella und keine Villa im Tessin. Vielmehr legt er seine Million in festverzinslichen Wertpapieren an.
Dazu wählt er zum Beispiel Bundesobligationen. Der Staat bietet ihm für diese fünfjährigen Papiere zur
Zeit 6,09 Prozent. Herr Michel bekommt also 60.900 DM brutto im Jahr. Nun macht Herr Michel seine
Steuererklärung, verrechnet den Zinsabschlag mit seiner Einkommensteuerbelastung, macht Freibe-

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träge geltend, nutzt abzugsfähige Sonderausgaben und den Altersentlastungsbeitrag. Mit einigem Ge-

TYPOTYPEN
In Deutschland gibt es rund 120.000 Vermögens-
TYPOGRAF
In Deutschland gibt es rund 120.000 Vermögens-
RUNDTOUR
In Deutschland gibt es rund 120.000 Vermögens-
millionäre. Sie gelten als die Reichen im Lande. millionäre. Sie gelten als die Reichen im Lande. millionäre. Sie gelten als die Reichen im Lande.
Damit sind ihnen zwei Dinge ganz sicher: Neid Damit sind ihnen zwei Dinge ganz sicher: Neid Damit sind ihnen zwei Dinge ganz sicher: Neid
und immer neue Begehrlichkeiten des Fiskus. und immer neue Begehrlichkeiten des Fiskus. und immer neue Begehrlichkeiten des Fiskus.

RIESEN
Wer da glaubt, von einer Million als Bonvivant gut Wer da glaubt, von einer Million als Bonvivant gut Wer da glaubt, von einer Million als Bonvivant gut
leben zu können, der kennt das deutsche Steuer- leben zu können, der kennt das deutsche Steuer- leben zu können, der kennt das deutsche Steuer-
recht schlecht. Stellen wir uns den steuerehrli- recht schlecht. Stellen wir uns den steuerehrli- recht schlecht. Stellen wir uns den steuerehrli-
chen Herrn Michel vor, der eine Million erarbeitet chen Herrn Michel vor, der eine Million erarbeitet chen Herrn Michel vor, der eine Million erarbeitet
oder geerbt hat. Vielleicht ist er ein Winzer, der oder geerbt hat. Vielleicht ist er ein Winzer, der oder geerbt hat. Vielleicht ist er ein Winzer, der
sich zur Ruhe gesetzt und die Weinberge verkauft sich zur Ruhe gesetzt und die Weinberge verkauft sich zur Ruhe gesetzt und die Weinberge verkauft
hat, vielleicht ist er auch ein in die Jahre gekom- hat, vielleicht ist er auch ein in die Jahre gekom- hat, vielleicht ist er auch ein in die Jahre gekom-
mener Handwerker oder Zahnarzt. Jedenfalls will mener Handwerker oder Zahnarzt. Jedenfalls will mener Handwerker oder Zahnarzt. Jedenfalls will
Herr Michel, da er keine weiteren Einkünfte hat, Herr Michel, da er keine weiteren Einkünfte hat, Herr Michel, da er keine weiteren Einkünfte hat,

SECHS 20
von dieser Million leben. Er beschliesst also: keine von dieser Million leben. Er beschliesst also: keine von dieser Million leben. Er beschliesst also: keine
Segeljacht in Marbella und keine Villa im Tessin. Segeljacht in Marbella und keine Villa im Tessin. Segeljacht in Marbella und keine Villa im Tessin.
Vielmehr legt er seine Million in festverzinslichen Vielmehr legt er seine Million in festverzinslichen Vielmehr legt er seine Million in festverzinslichen
Wertpapieren an. Dazu wählt er zum Beispiel Bun- Wertpapieren an. Dazu wählt er zum Beispiel Bun- Wertpapieren an. Dazu wählt er zum Beispiel Bun-
desobligationen. Der Staat bietet ihm für diese desobligationen. Der Staat bietet ihm für diese desobligationen. Der Staat bietet ihm für diese

Zeugs aus Deutschland gibt es rund 120.000 Ver- In Deutschland gibt es rund 120.000 Vermögens- In Deutschland gibt es rund 120.000 Vermögens-
mögensmillionäre. Sie gelten als die Reichen im millionäre. Sie gelten als die Reichen im Lande. millionäre. Sie gelten als die Reichen im Lande.
Lande. Damit sind ihnen zwei Dinge ganz sicher: Damit sind ihnen zwei Dinge ganz sicher: Neid Damit sind ihnen zwei Dinge ganz sicher: Neid
Neid und immer neue Begehrlichkeiten des Fis- und immer neue Begehrlichkeiten des Fiskus. und immer neue Begehrlichkeiten des Fiskus.
kus. Wer da glaubt, von einer Million als Bonvivant Wer da glaubt, von einer Million als Bonvivant gut Wer da glaubt, von einer Million als Bonvivant gut
gut leben zu können, der kennt das deutsche Steu- leben zu können, der kennt das deutsche Steuer- leben zu können, der kennt das deutsche Steuer-
errecht schlecht. Stellen wir uns den steuerehrli- recht schlecht. Stellen wir uns den steuerehrli- recht schlecht. Stellen wir uns den steuerehrli-
chen Herrn Michel vor, der eine Million erarbeitet chen Herrn Michel vor, der eine Million erarbeitet chen Herrn Michel vor, der eine Million erarbeitet
oder geerbt hat. Vielleicht ist er ein Winzer, der oder geerbt hat. Vielleicht ist er ein Winzer, der oder geerbt hat. Vielleicht ist er ein Winzer, der
sich zur Ruhe gesetzt und die Weinberge verkauft sich zur Ruhe gesetzt und die Weinberge verkauft sich zur Ruhe gesetzt und die Weinberge verkauft

TYPOGRAFIEAUSSTELLUNG
hat, vielleicht ist er auch ein in die Jahre gekom- hat, vielleicht ist er auch ein in die Jahre gekom- hat, vielleicht ist er auch ein in die Jahre gekom-
mener Handwerker oder Zahnarzt. Jedenfalls will mener Handwerker oder Zahnarzt. Jedenfalls will mener Handwerker oder Zahnarzt. Jedenfalls will
Herr Michel, da er keine weiteren Einkünfte hat, Herr Michel, da er keine weiteren Einkünfte hat, Herr Michel, da er keine weiteren Einkünfte hat,
von dieser Million leben. Er beschliesst also: keine von dieser Million leben. Er beschliesst also: keine von dieser Million leben. Er beschliesst also: keine
In Deutschland gibt es rund 120.000 Vermögensmillionäre. Sie gel- Segeljacht in Marbella und keine Villa im Tessin. Segeljacht in Marbella und keine Villa im Tessin. Segeljacht in Marbella und keine Villa im Tessin.
ten als die Reichen im Lande. Damit sind ihnen zwei Dinge ganz Vielmehr legt er seine Million in festverzinslichen Vielmehr legt er seine Million in festverzinslichen Vielmehr legt er seine Million in festverzinslichen
Wertpapieren an. Dazu wählt er zum Beispiel Bun- Wertpapieren an. Dazu wählt er zum Beispiel Bun- Wertpapieren an. Dazu wählt er zum Beispiel Bun-
sicher: Neid und immer neue Begehrlichkeiten des Fiskus. Wer da
desobligationen. Der Staat bietet ihm für diese desobligationen. Der Staat bietet ihm für diese desobligationen. Der Staat bietet ihm für diese
glaubt, von einer Million als Bonvivant gut leben zu können, der kennt das deutsche Steuerrecht schlecht. Stellen wir uns den steuerehrlichen Herrn Michel vor, der eine Million erarbeitet oder geerbt hat. Vielleicht ist er ein Winzer, der sich zur Ruhe fünfjährigen Papiere zur Zeit 6,09 Prozent. Herr fünfjährigen Papiere zur Zeit 6,09 Prozent. Herr fünfjährigen Papiere zur Zeit 6,09 Prozent. Herr
gesetzt und die Weinberge verkauft hat, vielleicht ist er auch ein in die Jahre gekommener Handwerker oder Zahnarzt. Jedenfalls will Herr Michel, da er keine weiteren Einkünfte hat, von dieser Million leben. Er beschliesst also: keine Segeljacht in Michel bekommt also 60.900 DM brutto im Jahr. Michel bekommt also 60.900 DM brutto im Jahr. Michel bekommt also 60.900 DM brutto im Jahr.
Marbella und keine Villa im Tessin. Vielmehr legt er seine Million in festverzinslichen Wertpapieren an. Dazu wählt er zum Beispiel Bundesobligationen. Der Staat bietet ihm für diese fünfjährigen Papiere zur Zeit 6,09 Prozent. Herr Michel bekommt Nun macht Herr Michel seine Steuererklärung, Nun macht Herr Michel seine Steuererklärung, Nun macht Herr Michel seine Steuererklärung,
also 60.900 DM brutto im Jahr. Nun macht Herr Michel seine Steuererklärung, verrechnet den Zinsabschlag mit seiner Einkommensteuerbelastung, macht Freibeträge geltend, nutzt abzugsfähige Sonderausgaben und den Altersentlastungsbeitrag.
Mit einigem Geschick reduziert er sein zu versteuerndes Einkommen so auf nur mehr 45.000 DM. Darauf hat er dann knapp 10.500 DM Steuern zu zahlen. Es bleiben ihm von seinem Zinsertrag also 50.400 DM übrig. Doch damit nicht genug. Nun
wird dem treuen Michel - er hat schliesslich ein Vermögen - noch Vermögensteuer abverlangt. Wieder nutzt er alle Freibeträge, reduziert sein steuerpflichtiges Vermögen auf 920.000 DM, und doch greift der Fiskus kräftig zu. Wenn es nach den neu-
esten Plänen der Regierung geht, muss Michel ein Prozent des Gesamtbetrages zahlen. Für ihn bedeutet das, noch einmal 9.200 DM an den Staat zu überweisen. Seine Bilanz: Für die Million Anlagekapital in Bundesobligationen behält er am Ende
41.200 DM Zinsertrag übrig - genausoviel wie die Inflationsrate, die derzeit Michels D-Mark entwertet. Das Fazit: Der steuerliche Millionär muss unter den gegenwärtigen Umständen froh sein, wenn er keinen realen Vermögensverlust erleidet. In
Deutschland gibt es rund 120.000 Vermögensmillionäre. Sie gelten als die Reichen im Lande. Damit sind ihnen zwei Dinge ganz sicher: Neid und immer neue Begehrlichkeiten des Fiskus. Wer da glaubt, von einer Million als Bonvivant gut leben zu
können, der kennt das deutsche Steuerrecht schlecht. Stellen wir uns den steuerehrlichen Herrn Michel vor, der eine Million erarbeitet oder geerbt hat. Vielleicht ist er ein Winzer, der sich zur Ruhe gesetzt und die Weinberge verkauft hat, vielleicht ist
er auch ein in die Jahre gekommener Handwerker oder Zahnarzt. Jedenfalls will Herr Michel, da er keine weiteren Einkünfte hat, von dieser Million leben. Er beschliesst also: keine Segeljacht in Marbella und keine Villa im Tessin. Vielmehr legt er
seine Million in festverzinslichen Wertpapieren an. Dazu wählt er zum Beispiel Bundesobligationen. Der Staat bietet ihm für diese fünfjährigen Papiere zur Zeit 6,09 Prozent. Herr Michel bekommt also 60.900 DM brutto im Jahr. Nun macht Herr Michel

fiktive Typografieausstellung in den Deichtorhallen:


seine Steuererklärung, verrechnet den Zinsabschlag mit seiner Einkommensteuerbelastung, macht Freibeträge geltend, nutzt abzugsfähige Sonderausgaben und den Altersentlastungsbeitrag. Mit einigem Geschick reduziert er sein zu versteuerndes
Einkommen so auf nur mehr 45.000 DM. Darauf hat er dann knapp 10.500 DM Steuern zu zahlen. Es bleiben ihm von seinem Zinsertrag also 50.400 DM übrig. Doch damit nicht genug. Nun wird dem treuen Michel - er hat schliesslich ein Vermögen
- noch Vermögensteuer abverlangt. Wieder nutzt er alle Freibeträge, reduziert sein steuerpflichtiges Vermögen auf 920.000 DM, und doch greift der Fiskus kräftig zu. Wenn es nach den neuesten Plänen der Regierung geht, muss Michel ein Prozent

Plakatentwürfe 420 mm x 594 mm, sowie


des Gesamtbetrages zahlen. Für ihn bedeutet das, noch einmal 9.200 DM an den Staat zu überweisen. Seine Bilanz: Für die Million Anlagekapital in Bundesobligationen behält er am Ende 41.200 DM Zinsertrag übrig - genausoviel wie die Inflationsra-
te, die derzeit Michels D-Mark entwertet. Das Fazit: Der steuerliche Millionär muss unter den gegenwärtigen Umständen froh sein, wenn er keinen realen Vermögensverlust erleidet. In Deutschland gibt es rund 120.000 Vermögensmillionäre. Sie gelten
als die Reichen im Lande. Damit sind ihnen zwei Dinge ganz sicher: Neid und immer neue Begehrlichkeiten des Fiskus. Wer da glaubt, von einer Million als Bonvivant gut leben zu können, der kennt das deutsche Steuerrecht schlecht. Stellen wir uns

Entwurf eines passenden Flyers als Wickelfalz


den steuerehrlichen Herrn Michel vor, der eine Million erarbeitet oder geerbt hat. Vielleicht ist er ein Winzer, der sich zur Ruhe gesetzt und die Weinberge verkauft hat, vielleicht ist er auch ein in die Jahre gekommener Handwerker oder Zahnarzt.
Jedenfalls will Herr Michel, da er keine weiteren Einkünfte hat, von dieser Million leben. Er beschliesst also: keine Segeljacht in Marbella und keine Villa im Tessin. Vielmehr legt er seine Million in festverzinslichen Wertpapieren an. Dazu wählt er zum

‚‚
Beispiel Bundesobligationen. Der Staat bietet ihm für diese fünfjährigen Papiere zur Zeit 6,09 Prozent. Herr Michel bekommt also 60.900 DM brutto im Jahr. Nun macht Herr Michel seine Steuererklärung, verrechnet den Zinsabschlag mit seiner Ein-
kommensteuerbelastung, macht Freibeträge geltend, nutzt abzugsfähige Sonderausgaben und den Altersentlastungsbeitrag. Mit einigem Geschick reduziert er sein zu versteuerndes Einkommen so auf nur mehr 45.000 DM. Darauf hat er dann knapp
10.500 DM Steuern zu zahlen. Es bleiben ihm von seinem Zinsertrag also 50.400 DM übrig. Doch damit nicht genug. Nun wird dem treuen Michel - er hat schliesslich ein Vermögen - noch Vermögensteuer abverlangt. Wieder nutzt er alle Freibeträge,
reduziert sein steuerpflichtiges Vermögen auf 920.000 DM, und doch greift der Fiskus kräftig zu. Wenn es nach den neuesten Plänen der Regierung geht, muss Michel ein Prozent des Gesamtbetrages zahlen. Für ihn bedeutet das, noch einmal 9.200
DM an den Staat zu überweisen. Seine Bilanz: Für die Million Anlagekapital in Bundesobligationen behält er am Ende 41.200 DM Zinsertrag übrig - genausoviel wie die Inflationsrate, die derzeit Michels D-Mark entwertet. Das Fazit: Der steuerliche

FEB23“APR28
Millionär muss unter den gegenwärtigen Umständen froh sein, wenn er keinen realen Vermögensverlust erleidet. In Deutschland gibt es rund 120.000 Vermögensmillionäre. Sie gelten als die Reichen im Lande. Damit sind ihnen zwei Dinge ganz sicher:
Neid und immer neue Begehrlichkeiten des Fiskus. Wer da glaubt, von einer Million als Bonvivant gut leben zu können, der kennt das deusche Steuerrecht schlecht. Stellen wir uns den steuerehrlichen Herrn Michel vor, der eine Million erarbeitet oder
geerbt hat. Vielleicht ist er ein Winzer, der sich zur Ruhe gesetzt und die Weinberge verkauft hat, viel-
leicht ist er auch ein in die Jahre gekommener Handwerker oder Zahnarzt. Jedenfalls will Herr Michel,
da er keine weiteren Einkünfte hat, von dieser Million leben. Er beschliesst also: keine Segeljacht in
Marbella und keine Villa im Tessin. Vielmehr legt er seine Million in festverzinslichen Wertpapieren an.
Dazu wählt er zum Beispiel Bundesobligationen. Der Staat bietet ihm für diese fünfjährigen Papiere zur
Zeit 6,09 Prozent. Herr Michel bekommt also 60.900 DM brutto im Jahr. Nun macht Herr Michel seine
Steuererklärung, verrechnet den Zinsabschlag mit seiner Einkommensteuerbelastung, macht Freibe-

DEICHTORHALLEN HAMBURG
träge geltend, nutzt abzugsfähige Sonderausgaben und den Altersentlastungsbeitrag. Mit einigem Ge-

3. Plakatantwurf
Entwicklung eines
Typografieplakates in
Form einer Collage
Mischlichtfotografie NYC cheezy wagons NYC Hard Rock Café NYC Chinatown
Hamburgs Reeperbahn Hamburg zu Rad

2 Menschen eine Geschichte Alster bei Nacht