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Betriebswirt/in (Fachschule) - Hotel-, Gaststättengewerbe

Kurzbeschreibung

Tätigkeit

Arbeitsumgebungen
Arbeitsgegenstände
Arbeitsbedingungen
Tätigkeitsbezeichnungen
Verdienst/Einkommen
Zugang
Beschäftigungs-/Besetzungsalternativen
Spezialisierung
Weiterbildung
Exisstensgründung

Ausbildung

Lernorte
Ausbildungsbedingungen
Finanzielle Aspekte
Ausbildungsdauer
Ausbildungsform/-aufbau
Ausbildungsabschluß/Prüfung
Zugangsvorraussetzung
Wichtige Schulfächer
Perspektiven nach der Aubildung
Ausbildungsalternativen

Interessen und Fähigkeiten

Interessen
Arbeitsverhalten

Kompetenzen

Rechtliche Regelungen

Informationsquellen

Ausblick

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Betriebswirt/in (Fachschule) - Hotel-, Gaststättengewerbe

Die Tätigkeit im Überblick

Betriebswirte und -wirtinnen im Hotel- und Gaststättengewerbe übernehmen


qualifizierte Fach- und Führungsaufgaben in Gastronomiebetrieben.

Betriebswirte und Betriebswirtinnen im Hotel- und Gaststättengewerbe arbeiten in


mittleren oder größeren Hotels und Gastronomiebetrieben wie z.B. Restaurants. Aber
auch in Kantinenbetrieben oder bei Caterern können sie tätig sein. Darüber hinaus
eröffnen betriebseigene Verpflegungseinrichtungen in Krankenhäusern oder
Altenheimen geeignete Tätigkeitsfelder. Beschäftigungsmöglichkeiten finden sie z.B.
auch in Warenhäusern mit Restaurantbetrieb.

Die Ausbildung im Überblick

Betriebswirt/in im Hotel- und Gaststättengewerbe ist eine landesrechtlich oder durch


Vorschriften der jeweiligen Bildungsträger geregelte Weiterbildung an Fachschulen
oder privaten Bildungseinrichtungen.
Wenn der Unterricht in Vollzeit stattfindet, dauert die Weiterbildung 2 Jahre, bei
Teilzeit- und Fernunterricht 2-4 Jahre.

Aufgaben und Tätigkeiten (Kurzform)

Betriebswirte und -wirtinnen im Hotel- und Gaststättengewerbe assistieren in


größeren Unternehmen z.B. der Geschäfts- bzw. Abteilungsleitung bei Ein- und
Verkaufsverhandlungen. Zudem können sie auch Stellvertreterfunktionen bei der
Planung, Steuerung und Kontrolle der Unternehmensabläufe im Rahmen von
Managementaufgaben übernehmen. Dazu gehört vor allem eine wirtschaftlich
sinnvolle Organisation aller Betriebsabläufe, aber auch die Sicherstellung einer
ordnungsgemäßen Buchführung und die Qualitätskontrolle. Außerdem erstellen sie
Bedarfsanalysen, beobachten den Markt, organisieren Werbeaktionen, verfolgen
Umsatz und Kosten und berechnen entsprechende Kennzahlen. In der Beschaffung
führen sie beispielsweise Einkaufsverhandlungen mit Lieferanten und vergleichen
Einkaufspreise, Konditionen und Qualität.

Betriebswirte und -wirtinnen im Hotel- und Gaststättengewerbe können aber auch für
die ökonomische Leitung von gastgewerblichen Betrieben verantwortlich sein. Dabei
projektieren sie vor allem Geschäftsstrategien, führen
Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen durch, planen neue Investitionen und kalkulieren
Kosten. Des Weiteren gestalten sie die Öffentlichkeitsarbeit, entwickeln
Werbestrategien und übernehmen die Organisation von Veranstaltungen oder
Banketts. Darüber hinaus betreuen sie die Gäste während ihres Aufenthaltes und
verhandeln z.B. mit Reisebüros, Reise- und Fluggesellschaften. Sie planen außerdem
den Personalbedarf, weisen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an und kümmern sich um
die Ausbildung der Beschäftigten.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Betriebswirte und -wirtinnen im Hotel- und Gaststättengewerbe haben folgende


Aufgaben:

• die Planung und Organisation im Hotel- und Gaststättengewerbe übernehmen


‣ Korrespondenz erledigen
‣ Reservierungen durchführen
‣ Gäste bzw. Besucher/innen empfangen und während ihres Aufenthaltes
betreuen
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Betriebswirt/in (Fachschule) - Hotel-, Gaststättengewerbe

‣ Dienstleistungen des Hotels vermarkten und verkaufen


‣ Bankette, Sonderveranstaltungen planen, organisieren und durchführen
‣ Hygiene und Reinigung sicherstellen, gegebenenfalls Reinigungspersonal
anweisen, anleiten und überwachen
‣ Dienst- und Organisationspläne erstellen
‣ Einkauf organisieren und mit Lieferanten verhandeln
‣ bei der Ausbildung von Auszubildenden mitwirken, neue Mitarbeiter/innen
einweisen bzw. anweisen

• Rechnungswesen/Controlling/Finanzbuchhaltung durchführen
‣ das Rechnungswesen leiten und überprüfen, Kassen verwalten und abrechnen
‣ Geschäftsvorgänge buchen, Buchungskonten führen
‣ Budgets planen und erstellen
‣ Lohn- und Gehaltsabrechnung erstellen
‣ Kosten- und Leistungsrechnungen, Rentabilitätsberechnungen u.Ä.
durchführen bzw. überprüfen
‣ Zahlungsvorgänge bearbeiten und überwachen
‣ Preise kalkulieren
‣ Waren- und Materialbedarf ermitteln
‣ Inventuren planen und durchführen
‣ Warenannahme, Warenkontrollen, Verkaufs- und Erlöskontrollen durchführen
oder sicherstellen

Arbeitsbereiche/Branchen

Betriebswirte und Betriebswirtinnen im Hotel- und Gaststättengewerbe arbeiten in


mittleren oder größeren Hotels und Gastronomiebetrieben wie z.B. Restaurants. Aber
auch in Kantinenbetrieben oder bei Caterern können sie tätig sein. Darüber hinaus
eröffnen betriebseigene Verpflegungseinrichtungen in Krankenhäusern oder
Altenheimen geeignete Tätigkeitsfelder. Beschäftigungsmöglichkeiten finden sie z.B.
auch in Warenhäusern mit Restaurantbetrieb.

Branchen im Einzelnen

• Gastronomie, Catering
‣ Restaurants, Gaststätten, Imbissstuben, Cafés, Eissalons u. Ä.
‣ Caterer und Erbringung sonstiger Verpflegungsdienstleistungen, z.B. Kantine
• Hotellerie
‣ Hotels, Gasthöfe und Pensionen
‣ Ferienunterkünfte und ähnliche Beherbergungsstätten, z.B. Erholungs- und
Ferienheime

Darüber hinaus bieten sich Beschäftigungsmöglichkeiten in folgenden


Arbeitsbereichen/Branchen:

• Gesundheitswesen
‣ Krankenhäuser, z.B. Kantinen in Krankenhäusern, Sanatorien und
Rehabilitationseinrichtungen
• Einzelhandel
‣ Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (in Verkaufsräumen), z.B.
Restaurants in Warenhäusern und Verbrauchermärkten

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Betriebswirt/in (Fachschule) - Hotel-, Gaststättengewerbe

Arbeitsorte

Ihre organisatorischen und betriebswirtschaftlichen Aufgaben erledigen sie am


Computer in Büroräumen. Mit Dienstleistern, z.B. Zulieferern, verhandeln sie in
Besprechungsräumen, Gäste betreuen sie in den Hotel- oder Gasträumen. Je nach
aktueller Aufgabenstellung halten sie sich in den unterschiedlichen Abteilungen der
Hotel- und Gaststättenbetriebe auf, z.B. am Empfang oder in den Lager- und
Funktionsräumen. Wenn sie Verhandlungen führen oder den Betrieb nach außen
repräsentieren, sind sie auch im Außendienst unterwegs.

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Für ihre betriebswirtschaftlich-kaufmännischen sowie organisatorisch-verwaltenden


Funktionen nutzen Betriebswirte bzw. Betriebswirtinnen im Hotel und Gaststättengewerbe
Einrichtungen der modernen Büro-, Daten- und Kommunikationstechnik, z.B. Computer
mit spezifischer Buchungssoftware. Anhand von Statistiken und Übersichten, die sie in
Textverarbeitungs- und Tabellenkalkulationsprogrammen erstellen, ermitteln sie
beispielsweise die Anzahl der Gäste oder Kunden sowie den Umsatz oder den Bedarf an
Lebensmitteln. Broschüren, Prospekte und Kataloge sind für sie wichtiges Werbe- und
Informationsmaterial. Über Internet und E-Mail haben sie Kontakt zu Banken,
Reiseveranstaltern oder auch zu Kunden und Gästen, wobei sie das Internet und
Funktionen des Web 2.0 vor allem auch für Marketingaktivitäten nutzen.
Personaleinsatzpläne und Checklisten für die Organisation von Veranstaltungen gehören
ebenfalls zu ihrer Arbeit. Stellen sie Mitarbeitern, Vorgesetzten oder Kooperationspartnern
neue Konzepte vor, arbeiten sie häufig mit Präsentationsprogrammen und Beamer.

Arbeitsbedingungen

Betriebswirte und Betriebswirtinnen im Hotel- und Gaststättengewerbe beschäftigen sich


z.B. mit Buchhaltung, Personalwesen und der Kontrolle von Abläufen, planen
Veranstaltungen und organisieren Wareneinkauf, -lagerung und -prüfung. Dabei handelt es
sich zumeist um Einzelarbeit, die von ihnen ein hohes Maß an Selbstständigkeit und
organisatorischem Geschick verlangt. Mit Kunden, Gästen und Mitarbeitern stehen sie in
persönlichem, telefonischem oder schriftlichem Kontakt. Im Umgang mit Lieferanten
beweisen sie Verhandlungsgeschick, bei der Anleitung und Führung von Mitarbeitern ihre
Kommunikationsstärke. Im Gespräch mit Interessenten oder Gästen
sind sie kompetente Ansprechpartner für die von ihrem Betrieb angebotenen
Dienstleistungen. Dabei kommt ihnen ihre Serviceorientiertheit zugute, die sie auch bei
Beschwerden und Reklamationen gleichbleibend höflich und zuvorkommend sein lässt. Auf
ihre Fremdsprachenkenntnisse greifen sie z.B. zurück, wenn sie mit ausländischen
Gästen zu tun haben.

Einen großen Teil ihrer Arbeitszeit nehmen Planungs- und Kontrollaufgaben in Anspruch,
die sie am Computer erledigen. Darüber hinaus sind sie häufig inner- und außerhalb ihres
Betriebes unterwegs, z .B. um Arbeitsabläufe zu kontrollieren oder Verhandlungen mit
Großkunden oder Lieferanten zu führen.

In Betrieben der Hotellerie und des Tourismus zu arbeiten, bedeutet, sich nach saisonalen
oder wetterbedingten Schwankungen im Arbeitsaufkommen zu richten und Überstunden,
Abend- und Wochenendarbeit in Kauf zu nehmen.

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Betriebswirt/in (Fachschule) - Hotel-, Gaststättengewerbe

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

• Bildschirmarbeit (z.B. mit Tabellenkalulations- und Textverarbeitungsprogrammen den


Bedarf an Lebensmitteln und die Anzahl der Gäste ermitteln)
• Arbeit in Büroräumen (betriebswirtschaftlich-kaufmännische und organisatorisch-
verwaltende Aufgaben erledigen)
• wechselnde Arbeitsorte (z.B. im Außendienst Verhandlungen führen; je nach aktueller
Aufgabenstellung Aufenthalt in den unterschiedlichen Abteilungen der Hotel- und
Gaststättenbetriebe)
• Kundenkontakt (bei der Gästebetreuung)
• unregelmäßige Arbeitszeiten (Arbeit am Wochenende und in den Abendstunden)

Tätigkeitsbezeichnungen

Auch übliche Berufsbezeichnung/Synonym

• Gastronomiebetriebswirt/in

Verdienst/Einkommen

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen und einen Eindruck von der
Bandbreite der Einkommen vermitteln. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet
werden.

Das Einkommen ist wesentlich von den jeweiligen Anforderungen abhängig. Daneben
werden in der Regel Berufserfahrung und Verantwortlichkeit berücksichtigt.

Neben einer Grundvergütung werden teilweise Zulagen und Sonderzahlungen wie 13.
Monatsgehalt, Urlaubsgeld und vermögenswirksame Leistungen gezahlt. Es treten
regionale und branchenabhängige Einkommensunterschiede auf.

Bei dieser Tätigkeit kann die tarifliche Bruttogrundvergütung beispielsweise € 2.461 bis
€ 2.699 im Monat betragen.

Quellen:

• Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung,


Familie und Frauen

Informationen über Einkommensmöglichkeiten geben auch folgende Internet-Seiten:


• LohnSpiegel.de
• Tarifspiegel.de

Zugang zur Tätigkeit

In der Regel wird für den Zugang zur Tätigkeit eine abgeschlossene Weiterbildung als
Betriebswirt/in im Hotel- und Gaststättengewerbe gefordert.

Zugangsberufe/Zugangstätigkeiten

• Betriebswirt/in im Hotel- und Gaststättengewerbe


• Betriebsleiter/Betriebsleiterin - Hotel/Gaststätten
• Geprüfter Fachwirt/Geprüfte Fachwirtin im Gastgewerbe

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Betriebswirt/in (Fachschule) - Hotel-, Gaststättengewerbe

Zugangsberufe der ehemaligen DDR:

• Ökonom/Ökonomin - Gaststätten- und Hotelwesen


• Wirtschaftler/Wirtschaftlerin Fachrichtung Gaststätten- und Hotelwesen

Unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum


Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf
keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können
Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle
im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.

Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere


erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.

Job- und Besetzungsalternativen

für die Gesamttätigkeit (i.d.R. ohne Einarbeitung):

• Betriebsleiter/Betriebsleiterin - Hotel/Gaststätten

für berufliche Schwerpunkte (i.d.R. kurze Einarbeitung):

• Geprüfter Fachwirt/Geprüfte Fachwirtin im Gastgewerbe


• Staatlich geprüfter Gastronom/Staatlich gepüfte Gastronomin

für Teiltätigkeiten und Spezialisierungsformen (mit/ohne Einarbeitungszeit):

• Bankettleiter/Bankettleiterin
• Bankettleiterassistent/Bankettleiterassistentin
• Catering-Manager/Catering-Managerin
• Empfangschef/Empfangschefin (Hotel)
• Food and Beverage Assistant/Food and Beverage Assistant
• Food and Beverage Manager/Food and Beverage Managerin
• Gastwirt/Gastwirtin
• General Manager/General Managerin (Gastronomie)
• General Manager/General Managerin (Hotellerie)
• Herbergswirt/Herbergswirtin
• Hoteldirektor/Hoteldirektorin
• Kantinenleiter/Kantinenleiterin
• Leiter/Leiterin eines Schullandheimes
• Night Auditor/Night Auditorin
• Pensionsleiter/Pensionsleiterin
• Reservierungssachbearbeiter/Reservierungssachbearbeiterin (Hotel)
• Restaurantleiter/Restaurantleiterin
• Rooms Division Manager/Rooms Division Managerin

in angrenzenden Berufen:

• Betriebswirt/Betriebswirtin (Fachschule) für Catering/Systemverpflegung


• Hotelmeister/Hotelmeisterin
• Geprüfter Restaurantmeister/Geprüfte Restaurantmeisterin

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Betriebswirt/in (Fachschule) - Hotel-, Gaststättengewerbe

mit niedrigerem Qualifikationsniveau:

• Staatlich geprüfter Assistent/Staatlich geprüfte Assistentin für Hotelmanagement


• Staatlich geprüfter Assistent/Staatlich geprüfte Assistentin in der Systemgastronomie
• Fachmann/Fachfrau für Systemgastronomie
• Hotelfachmann/Hotelfachfrau
• Hotelkaufmann/Hotelkauffrau
• Restaurantfachmann/Restaurantfachfrau

Weitere Beschäftigungsalternativen aus der Sicht eines Bewerbers

Die genannten Bereiche und Berufe basieren auf gemeinsamen Kenntnissen, Fertigkeiten
und Erfahrungen. Ggf. erfordern die genannten Jobalternativen eine längere Einarbeitung
oder eine Zusatzausbildung.

Jobalternativen im Bereich Hotel- und Gaststättengewerbe

• Barmeister/Barmeisterin
• Küchenmeister/Küchenmeisterin

Gemeinsame Aufgabenfelder: Verantwortliche Leitung von Betrieben bzw.


Betriebsabteilungen im Gastgewerbe. Arbeitsabläufe organisieren, Einkauf durchführen,
Bedarfsanalysen ausarbeiten, Personaleinsatz planen.

Jobalternativen im Bereich Lebensmittelindustrie

• Industriemeister/Industriemeisterin Fachrichtung Lebensmittel


• Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung
Lebensmitteltechnik Schwerpunkt Systemgastronomie

Gemeinsame Aufgabenfelder: Arbeitsorganisation und Planung, Einhaltung der


hygienischen Bestimmungen überwachen, Mitarbeiterführung und -anleitung.

Weitere Besetzungsalternativen aus der Sicht eines Arbeitgebers

Arbeitnehmer/innen der hier genannten Bereiche besitzen durch ihre Ausbildung und
Berufstätigkeit Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen, die für die Ausübung der
Tätigkeit als Betriebswirt/in im Hotel- und Gaststättengewerbe von Vorteil sind. Ggf. ist
eine Einarbeitung erforderlich, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.

Besetzungsalternativen im Bereich Hotel- und Gaststättengewerbe

• Barmeister/Barmeisterin
• Küchenmeister/Küchenmeisterin

Vergleichbare Tätigkeiten: Verantwortliche Leitung von Betrieben bzw. Betriebsabteilungen


im Gastgewerbe. Arbeitsabläufe organisieren, Einkauf durchführen, Bedarfsanalysen
ausarbeiten, Personaleinsatz planen.

Besetzungsalternative im Bereich Lebensmittelindustrie

• Industriemeister/Industriemeisterin Fachrichtung Lebensmittel

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Betriebswirt/in (Fachschule) - Hotel-, Gaststättengewerbe

Vergleichbare Tätigkeiten: Arbeitsorganisation und Planung, Einhaltung der hygienischen


Bestimmungen überwachen, Mitarbeiterführung und -anleitung.

Spezialisierungsformen

Staatlich geprüfte Betriebswirte und -wirtinnen im Hotel- und Gaststättengewerbe


spezialisieren sich vor allem auf Fach- und Führungsaufgaben in Bereichen wie
Organisation und Planung, Einkauf, Marketing, Finanz- und Rechnungswesen oder auf die
Leitung des gastgewerblichen Gesamtbetriebs. Darüber hinaus können sie auch in der
Aus- und Weiterbildung oder im Personalwesen tätig werden.

Beschreibungen im BERUFENET liegen z.B. für folgende Berufe vor:

• Bankettleiter/Bankettleiterin
• Bankettleiterassistent/Bankettleiterassistentin
• Catering-Manager/Catering-Managerin
• Empfangschef/Empfangschefin (Hotel)
• Food and Beverage Assistant/Food and Beverage Assistant
• Food and Beverage Manager/Food and Beverage Managerin
• Gastwirt/Gastwirtin
• General Manager/General Managerin (Gastronomie)
• General Manager/General Managerin (Hotellerie)
• Guest Relations Manager/Guest Relations Managerin
• Hausdame
• Herbergswirt/Herbergswirtin
• Hoteldirektor/Hoteldirektorin
• Kantinenleiter/Kantinenleiterin
• Leiter/Leiterin eines Schullandheimes
• Pensionsleiter/Pensionsleiterin
• Restaurantleiter/Restaurantleiterin
• Rooms Division Manager/Rooms Division Managerin
• Betriebsleiter/Betriebsleiterin - kaufmännisch
• Einkäufer/Einkäuferin
• GeschaÅNftsführer/GeschaÅNftsführerin
• Kalkulator/Kalkulatorin
• Kostenrechner/Kostenrechnerin
• Leiter/Leiterin des Einkaufs
• Leiter/Leiterin - Finanz- und Rechnungswesen
• Leiter/Leiterin der Kostenrechnung
• Leiter/Leiterin des Personalwesens
• Personalsachbearbeiter/Personalsachbearbeiterin

Funktions- und Aufgabenbereiche

Als Betriebswirt/in im Hotel- und Gaststättengewerbe arbeitet man vorwiegend in


folgenden betrieblichen Funktions und Aufgabenbereichen:

• Einkauf, Beschaffung
• Finanz- und Rechnungswesen
• Management, Unternehmensführung
• Marketing, Werbung
• Organisation, Planung
• Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung

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Betriebswirt/in (Fachschule) - Hotel-, Gaststättengewerbe

Darüber hinaus kann sich die Tätigkeit auch auf folgenden Bereich erstrecken:

• Personalwesen

Weiterbildung im Überblick

Perspektiven

Wer die Weiterbildung als Betriebswirt/in in der Tasche hat, steht erst am Anfang: Eine
Voraussetzung für den beruflichen Erfolg ist es, fachlich auf dem Laufenden zu bleiben und
das eigene Fachwissen laufend zu ergänzen, zu vertiefen und an neue Entwicklungen
anzupassen sowie sich als Führungskraft zu etablieren. Andere Perspektiven im
Berufsleben können sein, sich zu spezialisieren, beruflich voranzukommen oder sich
selbstständig zu machen.

Wer internationale Erfahrungen sammeln und im Ausland arbeiten möchte, kann seine
Fremdsprachenkenntnisse ausbauen und internationale Qualifikationen erwerben.

Qualifizierung für Führungskräfte

Nicht nur die Weiterentwicklungen im Bereich der Gastronomie, auch die Veränderungen
im Kundenverhalten sind Herausforderungen, denen sich Betriebswirte und -wirtinnen im
Hotel- und Gaststättengewerbe immer wieder neu stellen müssen. Doch es geht nicht nur
um fachliche Anforderungen - sie werden sich auch als Führungskraft etablieren bzw.
weiterentwickeln wollen.

Das Themenspektrum für eine fachliche Anpassungsweiterbildung ist breit und reicht von
Kundengewinnung über Projektmanagement bis hin zu Mitarbeiterführung. Seminare und
Kurse bieten die Möglichkeit, auf dem Laufenden zu bleiben, Innovationskraft zu
entwickeln und somit auch konkurrenzfähig zu sein.

Studium

Wer nach seiner Prüfung als Betriebswirtwirt/in im Hotel- und Gaststättengewerbe


studieren möchte, kann, sofern die schulische Hochschulzugangsberechtigung vorhanden
ist, beispielsweise einen Bachelorabschluss im Bereich Hotelmanagement erwerben. Unter
bestimmten Voraussetzungen ist übrigens auch ohne schulische
Hochschulzugangsberechtigung ein Studium möglich. Vorausgesetzt werden je nach
Bundesland verschiedene berufliche Qualifikationen.

Existenzgründung

Wer sich selbstständig machen möchte, kann z.B. als Unternehmensberater/in tätig
werden oder ein eigenes Restaurant bzw. einen eigenen Hotelbetrieb eröffnen.

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Betriebswirt/in (Fachschule) - Hotel-, Gaststättengewerbe

Weiterbildung (berufliche Anpassung)

Anpassungsweiterbildung

Qualifizierungslehrgänge (Auswahl)

• Hotel, Gaststätten (in KURSNET)


• Marketing, internationales Marketing - Hotel, Gaststätten, Tourismus (in KURSNET)
• Direktmarketing (in KURSNET)
• Servicepolitik, Kundenservice, Reklamation und Beschwerden (in KURSNET)
• Einkauf, Beschaffung - branchen- und produktbezogen (in KURSNET)
• Personal- und betriebliches Sozialwesen (in KURSNET)
• Finanz- und Rechnungswesen, Kostenwesen und Kalkulation - Hotel, Gaststätten (in
KURSNET)
• Controlling - Hotel, Gaststätten (in KURSNET)
• Kennzahlen, Inventur (in KURSNET)
• EDV-Anwendungen im Fremdenverkehrswesen, Tourismus (in KURSNET)
• EDV-Anwendungen in Marketing und Vertrieb (in KURSNET)
• Qualitätssicherung, Qualitätsmanagement (in KURSNET)
• Hygiene (in KURSNET)
• Vertragsrecht und Recht der allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) (in KURSNET)
• Arbeits- und Sozialrecht (in KURSNET)
• Führungsstile, -techniken in der Mitarbeiterführung (in KURSNET)
• Management, Unternehmensplanung, Projektmanagement - Hotel, Gaststätten,
Tourismus (in KURSNET)
• Betriebliche Organisation - Hotel, Gaststätten (in KURSNET)
• Mitarbeitermotivation, Leistungssteigerung in der Mitarbeiterführung (in KURSNET)
• Projektmanagement (in KURSNET)

Weitere Angebote zur beruflichen Anpassungsweiterbildung bietet die Datenbank


KURSNET.

Weiterbildung (beruflicher Aufstieg)

Studium

• Hochschulbildungsgänge (Auswahl)
• Betriebswirt/Betriebswirtin (Hochschule) für Hotelmanagement
• Betriebswirt/Betriebswirtin (Hochschule) für Touristik
• Betriebswirt/Betriebswirtin (Hochschule) für Dienstleistungsmanagement
• Betriebswirt/Betriebswirtin (Hochschule) für allgemeine Betriebswirtschaft

Eine Übersicht über das Angebot an Studiengängen mit Links auf die einzelnen
Hochschulen enthält die Datenbank KURSNET.

Existenzgründung

Betriebswirte und Betriebswirtinnen im Hotel- und Gaststättenwesen können sich z.B. mit
einem eigenen Hotelbetrieb, einem eigenen Restaurant oder als Unternehmensberater/in
selbstständig machen.

Wer sich selbstständig machen möchte, sollte sich umfassend beraten lassen,
beispielsweise bei den Beratungsstellen der Kammern, Agenturen für Arbeit oder
Kommunalverwaltungen.

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Betriebswirt/in (Fachschule) - Hotel-, Gaststättengewerbe

Eine kostenlose Informationsbroschüre zu allen Fragen der Existenzgründung ist unter


dem Namen BERUF, BILDUNG, ZUKUNFT - Heft 9 bei den Berufsinformationszentren (BiZ)
der Agenturen für Arbeit erhältlich.

Weitere Informationen:

• Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)


• KfW Mittelstandsbank
• Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V. (DEHOGA)
• Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW)

Darüber hinaus empfehlen sich Weiterbildungsmaßnahmen zum Thema Existenzgründung,


die den Übergang in die Selbstständigkeit unterstützen, z.B.:

• Existenz- und Unternehmensgründung (in KURSNET)

Ausbildungsinhalte

Die Weiterbildung zum Betriebswirt/zur Betriebswirtin im Hotel- und Gaststättengewerbe


setzt sich aus folgenden Bereichen zusammen:

• allgemeinbildender Teil
‣ Deutsch/Kommunikation
‣ Sozialkunde
‣ Fremdsprache, z.B. Englisch, Französisch
‣ Mathematik
• fachübergreifender Teil
‣ Betriebswirtschaft
‣ Volkswirtschaft
‣ betriebliches Rechnungswesen
‣ Recht, Steuerwesen
‣ Datenverarbeitung
• fachbezogener Teil
‣ Technologie des Hotel- und Gaststättengewerbes
‣ Hotel- und Gaststättenorganisation
‣ Hotelmarketing
‣ Fremdenverkehrslehre
‣ Personalwirtschaft
• Zusatzlehrgänge
‣ traditionelles Gastgewerbe
‣ Systemgastronomie
‣ Catering-Management
‣ Tagungs- und Touristikmanagement

Rechtsgrundlagen

Rechtsgrundlagen siehe Rechtliche Regelungen

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Betriebswirt/in (Fachschule) - Hotel-, Gaststättengewerbe

Lernorte

Weiterbildungslehrgänge zum Betriebswirt/zur Betriebswirtin im Hotel- und


Gaststättengewerbe finden in der Regel in den Schulungsräumen der jeweiligen
Bildungseinrichtung statt. In der Regel arbeiten die angehenden Betriebswirte und -
wirtinnen im Hotel- und Gaststättengewerbe während ihrer Vorbereitung weiter in ihrer
normalen Arbeitsumgebung und verbringen den Samstag in der Schule. Teilweise wird der

Unterricht auch während der Woche abends durchgeführt. Vollzeitlehrgänge werden


ebenfalls angeboten.

Neben dem theoretischen Unterricht absolviert man praktische Übungen (z.B. Waren
annehmen und kontrollieren).

Absolviert man die Weiterbildung in Form eines E-Learning-Kurses, arbeitet man den
Unterrichtsstoff vor allem zu Hause am eigenen Computer durch. Aber auch hier sind in
der Regel Präsenzphasen an der Bildungseinrichtung in die Lehrgänge integriert. Das
heißt, dass bestimmte Unterrichtseinheiten sowie die Prüfungen an der jeweiligen
Schule durchgeführt werden.

Die Weiterbildungslehrgänge werden nicht immer in Wohnortnähe angeboten. Ggf. müssen


die zukünftigen Betriebswirte und Betriebswirtinnen längere Fahrtzeiten und vielleicht
auch eine auswärtige Übernachtung in Kauf nehmen.

Ausbildungsbedingungen

Worauf man sich einstellen sollte

Wenn man eine Weiterbildung zum Betriebswirt/zur Betriebswirtin im Hotel- und


Gaststättengewerbe absolviert, arbeitet man in der Regel unter der Woche tagsüber
weiterhin im Betrieb und lernt am Wochenende oder in den Abendstunden mit anderen
Lehrgangsteilnehmern im Klassenverband. Die Teilnahme an Vollzeitkursen ist ebenfalls
möglich. Um auf die Weiterbildungsprüfung gut vorbereitet zu sein, müssen die Inhalte zu
Hause vor- und nachbereitet werden. Durchhaltevermögen, Selbstdisziplin und eine gute
Zeitplanung bilden die Voraussetzung, wenn man Prüfungsvorbereitung, Berufstätigkeit
und Privatleben vereinbaren will.

Zum Teil werden Weiterbildungslehrgänge auch in Form von E-Learning angeboten. Dann
arbeitet man zu den üblichen Arbeitsstunden im Betrieb und erarbeitet sich das große
Lernspektrum selbstständig zu Hause am PC. Das bedeutet, dass man sich die Zeit freier
einteilen kann. Allerdings werden noch höhere Anforderungen an Selbstverantwortung und
Eigeninitiative gestellt. Auch hier sind die Lehrgangsteilnehmer nicht auf sich allein
gestellt: Fachtutoren stehen ihnen bei Fragen zu bestimmten Zeiten telefonisch oder im
geschützten Chatroom zur Verfügung. Daneben gibt es Präsenztage in der
Bildungseinrichtung, an denen man sich auch mit den anderen Lehrgangsteilnehmern
austauschen kann.

Da die Lehrgänge häufig nicht am Wohnort angeboten werden, fallen evtl. auch längere
Anfahrtswege an, bei größeren Entfernungen unter Umständen auch eine auswärtige
Übernachtung.

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Betriebswirt/in (Fachschule) - Hotel-, Gaststättengewerbe

Ausbildungsvergütung

Eine Vergütung wird nicht gezahlt.

Ausbildungskosten

Staatliche Fachschulen erheben in der Regel keine Lehrgangsgebühren. An privaten


Bildungseinrichtungen können dagegen Lehrgangsgebühren anfallen. Darüber hinaus
muss man an allen Schulen mit Anmelde- und Prüfungsgebühren rechnen. Hinzu kommen
ggf. Kosten für Eignungsprüfungen. Außerdem können während der
Weiterbildung für die Teilnehmer/innen Lernmittelkosten (z.B. Arbeitsmaterialien,
Fachliteratur), Kosten für Lehrgänge und Exkursionen, Fahrtkosten und ggf. auch Kosten
für auswärtige Unterbringung entstehen. Die Höhe dieser Kosten ist sehr verschieden.
Angaben hierzu enthält die Datenbank KURSNET.

Förderungsmöglichkeiten

Die Vorbereitungslehrgänge auf die Weiterbildungsprüfung zählen zur beruflichen


Aufstiegsfortbildung, die finanziell gefördert werden kann, z.B. durch einen Beitrag zu den
Lehrgangs- und Prüfungsgebühren. Darüber hinaus können Teilnehmer monatliche
Beiträge zum Lebensunterhalt erhalten. Weitere Informationen unter:

Das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG)

Besonders begabte junge Fachkräfte können unterstützt werden durch:

Begabtenförderung berufliche Bildung

Ausbildungsdauer

Die Weiterbildung dauert, sofern der Unterricht in Vollzeit stattfindet, 2 Jahre, bei Teilzeit-
bzw. Fernunterricht 2-4 Jahre.

Verkürzungen/Verlängerungen

Verkürzung der Weiterbildungsdauer

An Fachschulen

Weiterbildungsverkürzungen sind in den Fachschulordnungen der Bundesländer geregelt.


Eine Aufnahme in den zweiten Weiterbildungsabschnitt (bei Vollzeitunterricht in das zweite
Weiterbildungsjahr) ist beispielsweise möglich für:

• Bewerber/innen, die die allgemeinen Zugangsvoraussetzungen für die zweijährige


Fachschule erfüllen und erfolgreich an einem Eignungsgespräch teilgenommen haben
• Bewerber/innen, die eine Meisterausbildung der entsprechenden Fachrichtung gemäß
Berufsbildungsgesetz oder Handwerksordnung erfolgreich abgeschlossen haben und an
einem Zusatzunterricht in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und Politik,
Wirtschaft, Recht und Umwelt mit Erfolg teilgenommen haben
• Bewerber/innen, die einjährige Fachschulen der entsprechenden Fachrichtung mit Erfolg
besucht haben

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Betriebswirt/in (Fachschule) - Hotel-, Gaststättengewerbe

An privaten Bildungseinrichtungen

Verkürzungen der Weiterbildung werden vom Lehrgangsträger intern geregelt.

Verlängerung der Weiterbildungsdauer

An Fachschulen

• Wurde die Versetzung in den nächstfolgenden Schuljahrgang nicht erreicht, ist je nach
Bundesland die ein-bis zweimalige Wiederholung möglich. Teilweise ist eine
Höchstausbildungsdauer festgelegt.
• In den meisten Schulordnungen sind Verlängerungen der Weiterbildung für besondere
Fälle vorgesehen, z.B. bei Mutterschaft.
• Die zur Aufnahme der Fachschulweiterbildung geforderte Berufstätigkeit kann z.T.
während der Weiterbildung abgeleistet werden, beispielsweise in Form eines gelenkten
Praktikums. Weiterbildungen in Vollzeitform, die eine solche Möglichkeit vorsehen,
dauern dann entsprechend länger.

An privaten Bildungseinrichtungen

Verlängerungen der Weiterbildung (z.B. wegen nicht bestandener Abschlussprüfungen)


werden vom Lehrgangsträger intern geregelt.

Ausbildungsform

Diese Weiterbildung findet an Fachschulen und privaten Bildungseinrichtungen statt. Die


einzelnen Bundesländer regeln die Weiterbildung in ihren Schul- bzw. Fachschulordnungen
auf der Grundlage der Rahmenvereinbarung der Kultusministerkonferenz über
Fachschulen. Die Weiterbildung an privaten Bildungseinrichtungen wird durch interne
Vorschriften der Bildungsträger geregelt.

Die Weiterbildung wird in der Regel berufsbegleitend absolviert, am Wochenende oder


auch einmal bis mehrmals wöchentlich am Abend. Auch E-Learning-Kurse mit
Präsenzveranstaltungen und Vollzeitlehrgänge werden angeboten. Übergänge von der
Vollzeit- zur Teilzeitform und umgekehrt sind möglich.

Einen Überblick über das Lehrgangsangebot bietet die Datenbank KURSNET.

Ausbildungsaufbau

Beispiel für die Stundentafel einer Weiterbildung zum Betriebswirt/zur Betriebswirtin im


Hotel- und Gaststättengewerbe

Fächer Stundenzahl pro Woche

Unterstufe

Unternehmensführung (mit Wirtschaftsrecht) 6

Controlling (mit Rechnungswesen, EDV-FiBu und Steuerrecht) 4

Betriebsorganisation/IT 4

Personalwirtschaft/Human Resource Management (inkl. Arbeitsrecht) 4

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Betriebswirt/in (Fachschule) - Hotel-, Gaststättengewerbe

VWL 2

Sprache und Kommunikation (Deutsch) 4

Englisch Grundstufe (Threshold Level) oder Advanced Course (Vantage Level) 4

2. Fremdsprache Französisch oder Spanisch 4

Wahlpflicht (eine Vielzahl von Kursen zu den Bereichen Sprachen 4


und Kommunikation,Wirtschaft und Informationstechnologie stehen zur Auswahl)

Summe 36

Oberstufe

Unternehmensführung (mit Wirtschaftsrecht) 4

Controlling (mit Rechnungswesen, EDV-FiBu und Steuerrecht) 6

Betriebsorganisation/IT 2

Personalwirtschaft/Human Resource Management (inkl. Arbeitsrecht) 2

Schwerpunkt (Cateringmanagement oder Management in der 8


Systemgastronomie oder Marketingmanagement im Gastgewerbe oder
Tourismusmanagement und International Hotel Management)

VWL 2

Englisch Grundstufe (Threshold Level) oder Advanced Course (Vantage Level) 4

2. Fremdsprache Französisch oder Spanisch


als Wahlpflichtkurs wählbar mit 2

Wahlpflicht (eine Vielzahl von Kursen zu den Bereichen Sprachen 4


und Kommunikation, Wirtschaft und Informationstechnologie stehen zur Auswahl)

Summe 34

Angebote der einzelnen Schulen können hiervon abweichen. In der Regel gliedert sich die
Weiterbildung in Grundstufe (bei Vollzeitlehrgängen erstes Jahr) und Fachstufe (bei
Vollzeitlehrgängen zweites Jahr).

Einen Überblick über das Angebot der einzelnen Bildungseinrichtungen bietet die
Datenbank KURSNET.

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Betriebswirt/in (Fachschule) - Hotel-, Gaststättengewerbe

Ausbildungsabschluss, Nachweise und Prüfungen

Weiterbildungsabschluss

Die Prüfung wird auf der Grundlage von folgenden Regelungen durchgeführt:

• Rahmenvereinbarung über Fachschulen


Fundstelle: 2002 (KMK-Beschlusssammlung) Internet
• Fachschulordnung des jeweiligen Bundeslandes
• interne Regelungen des Lehrgangsträgers

Zulassung zur Prüfung

Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung sind vorgeschriebene Leistungsnachweise,


die während der Weiterbildung erbracht werden müssen.

Unter bestimmten Voraussetzungen können Bewerber/innen, die nicht Schüler/innen einer


staatlichen/staatlich anerkannten Fachschule sind, zu einer Externenprüfung zugelassen
werden. Informationen hierzu finden sich i.d.R. in den Verordnungen der Bundesländer.

Abschlussprüfung

Am Ende der Weiterbildung wird eine Abschlussprüfung durchgeführt, die i.d.R. aus einem
schriftlichen und einem mündlichen Teil besteht.

Die schriftliche Prüfung besteht z.B. aus den Prüfungsteilen Allgemeine Grundlagen der
Personalwirtschaft, Investitionen, erste Fremdsprache, Hotelbetriebswirtschaftslehre,
Buchführung, Kosten- und Leistungsrechnung und Controlling.

Bei Fernlehrgängen wird jeweils am Semesterende eine Prüfung durchgeführt. Diese


besteht, wie auch die Abschlussprüfung, in der Regel aus einer schriftlichen
Einsendearbeit.

Prüfungswiederholung

Nicht bestandene Abschlussprüfungen können i.d.R. einmal wiederholt werden. Für die
Wiederholung der Prüfung gelten die Bestimmungen der Länder bzw. der Lehrgangsträger.

Prüfende Stelle

Die Prüfung wird durch einen Prüfungsausschuss der zuständigen Schulaufsichtsbehörde


oder vor einem internen Prüfungsausschuss abgenommen.

Erwerb von Zusatzqualifikationen

In einigen Bundesländern wird mit dem Weiterbildungsabschluss auch die


Fachhochschulreife erworben, in anderen Bundesländern ist dafür eine Zusatzprüfung
nötig. Je nach Angebot der einzelnen Schulen sind auch weitere Zusatzqualifikationen wie
die Ausbildereignungsprüfung möglich.

- 16 -
Betriebswirt/in (Fachschule) - Hotel-, Gaststättengewerbe

Abschlussbezeichnung

Die Abschlussbezeichnungen lauten:

• Gastronomiebetriebswirt/Gastronomiebetriebswirtin
• Hotelbetriebswirt/Hotelbetriebswirtin
• Hotel- und Gastronomiemanagement-Ökonom/Hotel- und Gastronomiemanagement-
Ökonomin
• Staatlich geprüfter Betriebswirt/Staatlich geprüfte Betriebswirtin
• Staatlich geprüfter Hotelbetriebswirt/Staatlich geprüfte Hotelbetriebswirtin
• Staatlich geprüfter Hotel- und Gaststättenbetriebswirt/Staatlich geprüfte Hotel- und
Gaststättenbetriebswirtin
• Staatlich geprüfter Betriebswirt/Staatlich geprüfte Betriebswirtin - Fachrichtung Hotel-
und Gaststättengewerbe
• Staatlich geprüfter Betriebswirt/Staatlich geprüfter Betriebswirtin, Fachrichtung
Hotelbetriebswirtschaft und Hotelmanagement
• Staatlich geprüfter Betriebswirt/Staatlich geprüfte Betriebswirtin für Hotel- und
Gaststättengewerbe
• Staatlich geprüfter Betriebswirt/Staatlich geprüfte Betriebswirtin in der Fachrichtung
Hotel- und Gaststättengewerbe

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Für die Aufnahme in die zweijährige Fachschule der Fachrichtung Hotel- und
Gaststättengewerbe werden mindestens eine abgeschlossene Ausbildung in einem Beruf
des Hotel- und Gaststättengewerbes und eine Berufspraxis von mindestens einem Jahr
sowie der Abschluss der Berufsschule (soweit während der Berufsausbildung die Pflicht
zum Berufsschulbesuch bestand) oder alternativ der Abschluss der Berufsschule oder
ein gleichwertiger Bildungsstand und eine einschlägige Berufstätigkeit von mindestens 5
Jahren (der Besuch einer einschlägigen Berufsschule kann angerechnet werden)
vorausgesetzt.

Die Zugangsvoraussetzungen für die Weiterbildung bei privaten Bildungseinrichtungen


werden durch interne Vorschriften der Bildungsträger geregelt.

Die Anforderungen an das Personal beim Umgang mit Lebensmitteln nach dem
Infektionsschutzgesetz müssen erfüllt sein.

Berufliche Vorbildung - rechtlich

Nach der Rahmenvereinbarung über Fachschulen wird vorausgesetzt:

• der Abschluss in einem einschlägigen anerkannten Ausbildungsberuf sowie eine


Berufstätigkeit von mindestens einem Jahr (die geforderte Berufstätigkeit kann während
der Fachschulausbildung abgeleistet werden, auch in Form eines gelenkten Praktikums)
und der Abschluss der Berufsschule, soweit während der Berufsausbildung die Pflicht
zum Berufsschulbesuch bestand
oder
• der Abschluss der Berufsschule oder ein gleichwertiger Bildungsstand und eine
einschlägige Berufstätigkeit von mindestens 5 Jahren. Hierauf kann der Besuch einer
einschlägigen Berufsfachschule angerechnet werden.

Wer durch Vorlage von Zeugnissen oder auf andere Weise glaubhaft macht, dass er über
die nötigen Kenntnisse und Erfahrungen verfügt, kann ebenfalls zugelassen werden.

- 17 -
Betriebswirt/in (Fachschule) - Hotel-, Gaststättengewerbe

Private Bildungsanbieter:

Die Zugangsvoraussetzungen für die Weiterbildung bei privaten Bildungseinrichtungen


werden durch interne Vorschriften der Bildungsträger geregelt.

Berücksichtigung ausländischer Vorqualifikationen

Bei der Zulassung zur Prüfung können ausländische Bildungsabschlüsse und Zeiten der
Berufstätigkeit im Ausland berücksichtigt werden.

Wichtige Schulfächer

Gute Voraussetzungen für das erfolgreiche Bestehen der Weiterbildungsprüfung bilden


vertiefte Kenntnisse und Erfahrungen in den Bereichen

Wirtschaft/Recht

Um Prüfungsaufgaben z.B. aus Wirtschaftsrecht oder Personalwesen zu beantworten, sind


gute Kenntnisse in diesem Bereich erforderlich.

Im Berufsleben muss man beispielsweise die Kosten für das Personal, für
Lebensmitteleinkauf und -lagerung, für Betriebsreinigung oder Marketingstrategien
ermitteln sowie Bestimmungen zu Arbeitsrecht und Hygiene einhalten.

Mathematik

Mathematisches Wissen ist während der Prüfung erforderlich, um beispielsweise Aufgaben


aus dem Bereich der Finanzmathematik lösen zu können.

Um im späteren Berufsalltag Kostenkalkulationen und Abrechnungen vornehmen zu


können, benötigen Betriebswirte und Betriebswirtinnen im Hotel- und Gaststättengewerbe
vertiefte Kenntnisse in Mathematik.

Fremdsprachen

Bereits während der Weiterbildung wird Wert auf das Erlernen von Fremdsprachen gelegt,
die auch Prüfungsbestandteil sind.

Englisch ist im späteren Berufsalltag hilfreich beim Umgang mit internationalen Gästen.

Datenverarbeitung

Während der Weiterbildung arbeiten angehende Betriebswirte und Betriebswirtinnen im


Hotel- und Gaststättengewerbe die Inhalte auch zu Hause am PC auf. Sie recherchieren im
Internet, lösen beispielsweise interaktive Übungsaufgaben und bereiten Präsentationen
vor.

Im Berufsleben führen sie viele ihrer Aufgaben wie z.B. Rentabilitätsberechnungen,


Organisationsplanungen oder die Konzeption von Werbestrategien am Computer durch.

- 18 -
Betriebswirt/in (Fachschule) - Hotel-, Gaststättengewerbe

Perspektiven nach der Ausbildung

Ein Beruf - viele Möglichkeiten

Beschäftigung finden Betriebswirte und Betriebswirtinnen im Hotel- und


Gaststättengewerbe vorwiegend in Hotels und Gastronomiebetrieben.

Nach ihrer Weiterbildung müssen sich die Betriebswirte und -wirtinnen im Hotel- und
Gaststättengewerbe meist entscheiden, welche Einsatzgebiete für sie in Frage kommen
und worauf sie sich spezialisieren möchten. Das Spektrum reicht von Einkauf und
Beschaffung bis hin zu Verkauf und Marketing.

Am Ball bleiben durch lebenslanges Lernen

Um den Anforderungen des Berufsalltags gerecht zu werden, müssen Betriebswirte und


Betriebswirtinnen im Hotel und Gaststättengewerbe ihr Fachwissen stets aktuell halten
und ihre Fachkenntnisse erweitern.

Informationen zu möglichen Anpassungsweiterbildungen bietet die Datenbank BERUFENET


in der Rubrik "Weiterbildung" unter dem Navigationspunkt "Tätigkeit".

Auf der Karriereleiter nach oben?

Wer beruflich vorankommen will, kann ein Studium in Betracht ziehen.

Informationen zu konkreten Aufstiegsweiterbildungen bietet die Datenbank BERUFENET in


der Rubrik "Weiterbildung" unter dem Navigationspunkt "Tätigkeit".

Selbstständigkeit

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich: Betriebswirte und Betriebswirtinnen
im Hotel- und Gaststättengewerbe können z.B. einen eigenen Hotelbetrieb gründen oder
als Unternehmensberater/in tätig sein.

Ausbildungsalternativen

Zu diesem Weiterbildungsberuf gibt es folgende Alternativen:

Gastronomie

• Betriebswirt/Betriebswirtin (Fachschule) für Catering/Systemverpflegung


• Staatlich geprüfter Gastronom/Staatlich gepüfte Gastronomin
• Geprüfter Fachwirt/Geprüfte Fachwirtin im Gastgewerbe
• Betriebsleiter/Betriebsleiterin - Hotel/Gaststätten

Vergleichbare Weiterbildungs- bzw. Tätigkeitsinhalte: betriebswirtschaftliche Steuerungs-


und Führungsaufgaben im Hotel- bzw. Gaststättengewerbe, Personalplanung, Finanz- und
Rechnungswesen, Kostenplanung und -kontrolle, Kundenberatung, Materialwirtschaft,
Einkauf, Arbeitsvorbereitung.

- 19 -
Betriebswirt/in (Fachschule) - Hotel-, Gaststättengewerbe

Meisterausbildung

• Geprüfter Restaurantmeister/Geprüfte Restaurantmeisterin


• Hotelmeister/Hotelmeisterin
• Küchenmeister/Küchenmeisterin
• Barmeister/Barmeisterin

Vergleichbare Weiterbildungs- bzw. Tätigkeitsinhalte: verantwortliche Leitung von


Betrieben bzw. Betriebsabteilungen im Gastgewerbe, Arbeitsabläufe organisieren, Einkauf
durchführen, Bedarfsanalysen ausarbeiten, Personaleinsatz planen.

Rechtliche Regelungen

Rechtsvorschriften und Empfehlungen zur Weiterbildung

Die Weiterbildungsprüfung zum Betriebswirt/zur Betriebswirtin im Hotel- und


Gaststättengewerbe ist nicht einheitlich geregelt. Je nach Weiterbildung gelten interne
Vorschriften der Bildungsanbieter, Vorschriften der Verwaltungs- und
Wirtschaftsakademien oder länderrechtliche Regelungen.

Regelungen für die Weiterbildung an Fachschulen

Regelungen auf Bundesebene

• Rahmenvereinbarung über Fachschulen


Fundstelle: 2002 (KMK-Beschlusssammlung) Internet
Hinweis: Der Beschluss der Kultusministerkonferenz über die Weiterbildung an
Fachschulen in Form einer Rahmenvereinbarung ist kein unmittelbar geltendes Recht.
Die einzelnen Bundesländer regeln die Weiterbildungen in ihren Schul- bzw.
Fachschulordnungen auf Grundlage der Rahmenvereinbarung.

• Gesetz zur Förderung der beruflichen Aufstiegsfortbildung


(Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz - AFBG)
Fundstelle: 2002 (BGBl. I S. 402), 2007 (BGBl. I S. 1970) Internet

Regelungen auf Landesebene

• Dies gilt nur für das Bundesland Baden-Würtemberg:

Verordnung des Kultusministeriums über die Ausbildung und Prüfung an den


zweijährigen
Fachschulen für Wirtschaft (Betriebswirtverordnung - BetriebswirtVO)
Fundstelle: 1998 (BW.GBl. S. 447), 2000 (BW.GBl. S. 541) Internet

• Dies gilt nur für das Bundesland Bayern:

Schulordnung für zweijährige Fachschulen (Fachschulordnung - FSO)


Fundstelle: 1985 (Bay.GVBl. S. 555, ber. S. 662), 1988 (Bay.GVBl. S. 310), 1991
(Bay.GVBl. S. 262, ber. S. 364), 1993 (Bay.GVBl. S. 572), 1994 (Bay.GVBl. 1995 S. 18),
2000 (Bay.GVBl. S. 567), 2001 (Bay.GVBl. S. 341), 2008 (Bay.GVBl. S. 787, 855)
Internet

- 20 -
Betriebswirt/in (Fachschule) - Hotel-, Gaststättengewerbe

• Dies gilt nur für das Bundesland Berlin:

Verordnung über die Abschlussprüfungen der Staatlichen Wirtschaftsfachschule für


Hotellerie und Gastronomie Berlin (PrüfVO – Hotelfachschule)
Fundstelle: 1985 (Ber.GVBl. S. 1165), 1992 (Ber.GVBl. S. 204) Internet

• Dies gilt nur für das Bundesland Brandenburg:

Verordnung über die Bildungsgänge der Fachschule Technik und Wirtschaft


(Fachschulverordnung Technik und Wirtschaft)
Fundstelle: 2005 (Bra.GVBl. S. 314) Internet

• Dies gilt nur für das Bundesland Hamburg:

Ausbildungs- und Prüfungsordnung der Fachschulen mit zweijähriger Ausbildungsdauer


der Fachbereiche Technik, Wirtschaft und Gestaltung (APO-FS TWG)
Fundstelle: 2002 (HmbGVBl. l S. 151), 2006 (HmbGVBl. S. 189) Internet

• Dies gilt nur für das Bundesland Hessen:

Verordnung über die Ausbildung und Prüfung an Ein- und Zweijährigen Fachschulen
Fundstelle: 2007 (Hess.ABl. S. 338) Internet

• Dies gilt nur für das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern:

Verordnung über die Ausbildung und Prüfung an den Fachschulen (Fachschulverordnung


- FSVO MV)
Fundstelle: 1999 (GVBl. M.-V. S. 341) Internet

• Dies gilt nur für das Bundesland Niedersachsen:

Verordnung über berufsbildende Schulen (BbS-VO)


Fundstelle: 2000 (Nds. GVBl. S. 178), 2001 (Nds. GVBl. S. 425), 2002 (Nds. GVBl. S.
343), 2003 (Nds. GVBl. S. 294), 2004 (Nds. GVBl. S. 256). 2005 (Nds. GVBl. S. 194),
2006 (Nds.GVBl. S.412), 2008 (Nds. GVBl. S. 263) Internet

• Dies gilt nur für das Bundesland Nordrhein-Westfalen:

Verordnung über die Ausbildung und Prüfung in den Bildungsgängen des Berufskollegs
(Ausbildungs- und Prüfungsordnung Berufskolleg - APO-BK)
Fundstelle: 2001 (GV. NRW. S. 66, ber. S. 766), 2002 (GV. NRW. S. 172), 2003 (GV.
NRW. S. 358, 413, 626, 751), 2004 (GV. NRW. S. 792), 2006 (GV. NRW. S. 222, 461),
2007 (GV. NRW. S. 223, S. 727), 2008 (GV. NRW. S. 674) Internet

• Dies gilt nur für das Bundesland Rheinland-Pfalz:

Fachschulverordnung für in modularer Organisationsform geführte Bildungsgänge in den


Fachbereichen Technik, Wirtschaft, Gestaltung sowie Ernährung und Hauswirtschaft
Fundstelle: 2003 (GVBl.Rh-Pf. S. 347) Internet

- 21 -
Betriebswirt/in (Fachschule) - Hotel-, Gaststättengewerbe

• Dies gilt nur für das Bundesland Sachsen:

Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus und des Sächsischen


Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft über die Fachschule im Freistaat
Sachsen (Schulordnung Fachschule - FSO)
Fundstelle: 2003 (SächsGVBl. S. 389), 2004 (SächsGVBl. S. 596), 2007 (SächsGVBl. S.
609), 2008 (SächsGVBl. S. 323) Internet

• Dies gilt nur für das Bundesland Sachsen-Anhalt:

Verordnung über Berufsbildende Schulen (BbS-VO)


Fundstelle: 2004 (GVBl. LSA S. 412), 2005 (GVBl. LSA S. 499), 2006 (GVBl. LSA S.
164), 2007 (GVBl. LSA S. 338) Internet

• Dies gilt nur für das Bundesland Schleswig-Holstein:

Landesverordnung über die Fachschule (Fachschulordnung - FSO)


Fundstelle: 2007 (NBl. MBWFK. Schl.-H. S. 166) Internet

• Dies gilt nur für das Bundesland Thüringen:

Thüringer Fachschulordnung (ThürFSO)


Fundstelle: 2004 (Thü.GVBl. S. 125), 2005 (Thü.GVBl. S. 347), 2008 (Thü.GVBl. S. 60)
Internet

Regelungen für die Weiterbildung an Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien

• Rahmenstudienordnung und Rahmenprüfungsordnung des Bundesverbandes Deutscher


VerwaltungsundWirtschafts-Akademien (VWA)
Fundstelle: Bundesverband Deutscher Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien (VWA)

Zuordnung Berufsfelder

Der Beruf Betriebswirt/in im Hotel- und Gaststättengewerbe ist folgenden Berufsfeldern


zugeordnet:

• Berufe im Hotel- und Gaststättengewerbe


• Berufe rund um Management und Unternehmensführung

Informationsangebote der Bundesagentur für Arbeit

• BBZ Beruf Bildung Zukunft - Gastgewerbe, Tourismus, Ernährung (Heft 12) Internet
Broschüre erhältlich im Berufsinformationszentrum (BiZ)

• BBZ Beruf Bildung Zukunft - Kaufmännische Berufe, Büro und Verwaltung (Heft 15)
Internet Broschüre erhältlich im Berufsinformationszentrum (BiZ)

• Berufsreportage Hotelfachleute: Viel Action mit Gästen aus aller Welt


abi 11/2007

- 22 -
Betriebswirt/in (Fachschule) - Hotel-, Gaststättengewerbe

Informationen von Ministerien, Verbänden und Organisationen

• café-future.net - Die Plattform für den Außer-Haus-Markt


• gastronomie.de
Gastronomie-Portal
• gast-star
Eine Information der INTERHOGA Gesellschaft zur Förderung des Deutschen Hotel- und
Gaststättengewerbes mbH

Fachzeitschriften

• Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung (AHGZ)


Verlag: Matthaes
Internet
Deutscher Hotel- und Gaststättenverband (Hrsg.)

• der hotelier
Verlag: Matthaes
Internet

• Gastronomie
Verlag: Huss-Medien
Internet
Das Unternehmer-Magazin für den Hotelier, Gastronomen und Küchenchef

• Gastronomie + Hotel
Verlag: WV-Verl.
Internet

• Gastronomie report
Verlag: Gastronomie Report
Internet

• Gastrotel
Verlag: GW-Verl.
Internet
Fachmagazin für Unternehmer und Manager in Hotellerie und Gastronomie

• Journal für Betriebswirtschaft


Verlag: Springer
Internet

• NGZ - Der Hotelier


Verlag: Deutscher Fachverl.
Internet
informiert monatlich über aktuelle Entwicklungen in der deutschen Hotellerie

• ZfB Zeitschrift für Betriebswirtschaft


Verlag: Gabler
Internet

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Betriebswirt/in (Fachschule) - Hotel-, Gaststättengewerbe

Auswahl an Büchern/Medien, die im Buchhandel erhältlich sind

• Basiswissen Betriebswirtschaft. Management, Finanzen, Produktion, Marketing


Verfasser: Volker Schultz
Verlag: Beck Juristischer Verl.
Erscheinungsjahr: 2008

• Gastgewerbliche Betriebslehre
Verfasser: Kurt Wolf
Verlag: Matthaes
Erscheinungsjahr: 2005

• Gesetze für das Gastgewerbe


Verfasser: Herbert Motz, Robert Fechteler
Verlag: Pfanneberg
Erscheinungsjahr: 2008

• Hotel - Theorie und Praxis (mit CD-ROM)


Verfasser: Harald Dettmer, Thomas Hausmann
Verlag: Handwerk und Technik
Erscheinungsjahr: 2007

• Management in der Hotellerie und Gastronomie


Verfasser: Karl Heinz Hänssler
Verlag: Oldenbourg
Erscheinungsjahr: 2007

• Marketing für Hotellerie und Gastronomie


Verfasser: Kurt Wolf u. Roland Heckmann
Verlag: Matthaes
Erscheinungsjahr: 2008

• Praktische Fälle aus der Betriebswirtschaftslehre


Verfasser: Jörg Bensch
Verlag: Kiehl
Erscheinungsjahr: 2007

• wbv-Studienführer Betriebswirt 2008


Verfasser: Benjamin Unger
Verlag: Bertelsmann
Erscheinungsjahr: 2007
Die Berufsinformationszentren (BiZ) der Agenturen für Arbeit sind mit dieser Publikation
ausgestattet.

• Wirtschaftslehre für Hotellerie und Gastronomie


Verfasser: H. Dettmer u.a.
Verlag: Handwerk und Technik
Erscheinungsjahr: 2007

- 24 -
Betriebswirt/in (Fachschule) - Hotel-, Gaststättengewerbe

Adressen für weiterführende Informationen

• Bundesverband Deutscher
Volks- und Betriebswirte e.V.
(bdvb)
Florastraße 29
40217 Düsseldorf
D Fon: +49.211.371022
Fax: +49.211.379468
Internet
E-Mail: info@bdvb.de

• Deutscher Hotel- und


Gaststättenverband e.V.
(DEHOGA)
Postfach 10873 Am Weidendamm 1a
10117 Berlin
D Fon: +49.30.7262520
Fax: +49.30.72625242
Internet
E-Mail: info@dehoga.de

• Deutscher Tourismusverband
e.V. (DTV)
Bertha-von-Suttner-Platz 13
53111 Bonn
D Fon: +49.228.985220
Fax: +49.228.9852228
Internet
E-Mail: kontakt@deutschertourismusverband.de
vormals: Deutscher Fremdenverkehrsverband

• Hotelverband
Deutschland (IHA)
Am Weidendamm 1A
10117 Berlin
D Fon: +49.30.590099690
Fax: +49.30.590099699
Internet
E-Mail: office@hotellerie.de

• Internationale Hotelier
Vereinigung (IHV)
Röntgenstraße 1
23701 Eutin
D Fon: +49.4521.808550
Fax: +49.4521.808555
Internet
E-Mail: IHV-BICKEL@web.de

- 25 -
Betriebswirt/in (Fachschule) - Hotel-, Gaststättengewerbe

• Verband der Serviermeister,


Restaurant- u. Hotelfachkräfte
e.V. (VSR)
Neanderstraße 5
28201 Bremen
D Fon: +49.421.870707
Fax: +49.421.875788
Internet
E-Mail: info@vsr-online.de

• Gewerkschaft
Nahrung-Genuss-Gaststätten
(NGG)
Haubachstraße 76
22765 Hamburg
D Fon: +49.40.380130
Fax: +49.40.3892637
Internet
E-Mail: hauptverwaltung@ngg.net

• INTERHOGA Ges. zur Förderung


d. Deutschen Hotel- und
Gaststättengewerbes mbh
Bornheimer Straße 135-137
53119 Bonn
D Fon: +49.228.820080
Fax: +49.228.366951
Internet
E-Mail: sekretariat@interhoga.de

• Schmalenbach-Gesellschaft
für Betriebswirtschaft e.V.
Bunzlauerstraße 1
50858 Köln
D Fon: +49.2234.480097
Fax: +49.2234.480005
Internet
E-Mail: sg@schmalenbach.org

• Confed. of Nat. Associations


of Hotels, Restaurants & Cafés
in the European Union
Boulevard Anspach 111, bte 4
1000 Brüssel
B Fon: +32.2.5136323
Fax: +32.2.5024173
Internet
E-Mail: main@hotrec.org

- 26 -
Betriebswirt/in (Fachschule) - Hotel-, Gaststättengewerbe

• European Economic
Association
Via P. Necchi 5
20123 Mailand
I Fon: +39.27.2343050
Fax: +39.27.2343051
Internet
E-Mail: eea@unicatt.it

Interessen

• Neigung zu planender und organisierender Tätigkeit (Planung und Organisation im Hotel-


und Gaststättengewerbe übernehmen, z.B. den Personalbedarf planen und den
Wareneinkauf organisieren)

• Neigung zu kaufmännischem Denken (Preise kalkulieren, Kosten- und


Leistungsrechnungen sowie Rentabilitätsberechnungen durchführen)

• Neigung zu prüfender und kontrollierender Tätigkeit (Qualitätskontrollen durchführen,


Zahlungsvorgänge überwachen)

• Neigung zu analysierendem Denken


• Interesse an Buchführung (z.B. die Finanzbuchhaltung durchführen)
• Neigung zu kundenorientierter Tätigkeit (Gäste und Besucher empfangen und betreuen)
• Neigung zu Tätigkeit, die Vorgesetztenfunktion/en einschließt

Arbeitsverhalten

• Planungs- und Organisationsfähigkeit (Betriebsabläufe wirtschaftlich sinnvoll


organisieren)
• analytische Arbeitsweise
• Selbstorganisation
• Kommunikationsfähigkeit (beim Umgang mit Gästen, Kunden und Lieferanten, dazu sind
Fremdsprachenkenntnisse erforderlich)
• Hygienebewusstsein (Hygiene und Reinigung im Betrieb sicherstellen)
• Freundlichkeit (z.B. auch beim Kontakt mit unzufriedenen Gästen)
• unternehmerisches Denken und Handeln (bei der Leitung eines gastronomischen
Betriebes: Geschäftsstrategien projektieren und neue Investitionen planen)

Kompetenzen

Die folgende Liste enthält eine Auswahl der für diesen Beruf wichtigsten Fertigkeiten und
Kenntnisse. Die Auswahl dieser Kompetenzen erfolgt auf Basis der jeweiligen Verordnung
sowie der Auswertung von Stellen- und Bewerberangeboten.

Kernkompetenzen, die man während der Weiterbildung bzw. Fortbildung erwirbt:

• Betriebswirtschaftslehre
• Gästebetreuung
• Gaststättenrecht
• Hotelmanagement
• Kalkulation
• Kosten- und Leistungsrechnung
• Marketing
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Betriebswirt/in (Fachschule) - Hotel-, Gaststättengewerbe

• Personalwesen
• Speisekarten, -pläne zusammenstellen

Weitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:

• Bankett (Veranstaltungsabteilung - Organis. und Service)


• Buchführung, Buchhaltung
• Catering
• Controlling
• Einkauf, Beschaffung
• Food and Beverage/Wirtschaftsbereich
• Hotelempfang
• Kundenberatung, -betreuung
• Magazinverwaltung (Hotel)
• Messen, Kongresse und Veranstaltungen planen und durchführen
• Reservierung (Hotel- und Gaststättengewerbe)
• Steuerrecht
• Systemgastronomie
• Vertrieb
• Werbung

Darüber hinaus enthält die folgende Kompetenzgruppe weitere relevante Fertigkeiten und
Kenntnisse für den vorliegenden Beruf:

• Kompetenzgruppe "Betriebswirtschafts-, Finanz- und Controllingsoftware"

Kompetenzkatalog

Der gesamte Kompetenzkatalog, der bei der Bundesagentur für Arbeit eingesetzt wird,
lässt sich unter folgender Adresse herunterladen:

http://infobub.arbeitsagentur.de/download/public/dkz_daten/kompetenzen/
Kompetenzenkatalog.xls (Download)

Hinweis:

Eine Übersetzung von beruflichen Qualifikationen und Kompetenzen in sieben europäische


Sprachen ermöglicht das Online-Wörterbuch DISCO (Dictionary of Skills and
Competencies). Es kann u.a. für die Erstellung von
Bewerbungsunterlagen für den EUROPASS genutzt werden.

Das DISCO-Wörterbuch findet sich unter:

http://www.disco-tools.eu

Ausblick - Trends und Entwicklungen

Patientenhotels

Patientenhotels liegen im Trend: Sie verbinden pflegerische und medizinische Betreuung


mit dem Komfort eines Hotels der gehobenen Kategorie. Entsprechende Angebote richten
sich vor allem an "Low-Care-Patienten", die nicht mehr unter ständiger medizinischer
Aufsicht stehen müssen - etwa an Ambulanz- und Rehapatienten, an Wöchnerinnen oder
an Patienten für die Kurzzeitpflege. Medizinische und pflegerische Leistungen bleiben

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Betriebswirt/in (Fachschule) - Hotel-, Gaststättengewerbe

meist in der Verantwortung der Klinik, während Gastronomie, Housekeeping und Service
von einem Hoteldienstleister übernommen werden können.

Für Betriebswirte und -wirtinnen im Hotel- und Gaststättengewerbe können sich hier neue
Arbeitsbereiche und Arbeitsorte ergeben. Dabei wird es wichtig sein, dass sie sich auf die
besonderen Bedürfnisse kranker oder pflegebedürftiger Menschen einstellen.

Wachstumsmarkt Wellness

Der Bereich Wellness gilt als schnelllebig und zukunftsträchtig, das Interesse an Health-
Care- und Wellness-
Urlauben steigt. Auf der Suche nach Fitness und Entspannung wächst die Nachfrage nach
sportlicher Betätigung im Urlaub ebenso wie nach Körperpflege und
Gesundheitsanwendungen. Zu diesem Trend gehört auch das neue Selfness-Konzept, das
über das Ziel des kurzfristigen Wohlfühlens und der vorübergehenden Entspannung
hinausgehen will. Angebote und Kurse in Bereichen wie Kreativität, Selbstreflexion und
Psychologie sollen Körper, Geist und Seele als Einheit ansprechen und eine dauerhafte
Selbstveränderung anstreben.

Um sich ihre Kunden zu erhalten oder um neue Gäste zu gewinnen, werden Betriebswirte
und -wirtinnen im Hotel und Gaststättengewerbe vermehrt entsprechende Angebote
organisieren und dafür sorgen, dass sie ihr Hotel durch imagefördernde
Marketingmaßnahmen im Wellness-Segment positionieren.

Luxushotels im Trend

Eine neue Art von Luxushotels entwickelt sich: Nicht mehr nur das Rankingsystem mit
Vergabe von Sternen ist der
wesentliche Maßstab von Qualität, sondern es geht zunehmend um die Erlebnisqualität
des einzelnen Gastes.
Service in Vollendung ist ein wesentliches Kriterium dieser neuen Wohlfühlorte. Dazu
gehören z.B. auch
themenorientierte Hotels, Luxusalmhütten mit Rundumversorgung oder das Nobel-
Märchenhotel mit dem besonderen Service für Familien. Wichtig ist vor allem, dass ein
Gefühl von Geborgenheit entsteht und sich der Gast ganz entspannt fühlen kann.

Betriebswirte und -wirtinnen im Hotel- und Gaststättengewerbe werden sich zusammen


mit der Geschäftleitung bzw. dem Inhaber überlegen, ob sie diesem Trend folgen wollen.
Dazu kalkulieren sie z.B. die erforderlichen Investitionen und Umbaumaßnahmen oder
analysieren die in Frage kommenden Zielgruppen. Fällt die Entscheidung positiv aus,
organisieren sie die Umsetzung der neuen Betriebsstrategien, initiieren ggf. entsprechende
Anbau- oder Umbaumaßnahmen, sorgen für neue Marketingkonzepte und verfolgen
Umsatz und Kosten

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Betriebswirt/in (Fachschule) - Hotel-, Gaststättengewerbe

mit freundlichem Dank an die

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