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Impressum:

Herausgeber:

Berufsgenossenschaft

der Bauwirtschaft

Hildegardstraße 29–30

10715 Berlin

Internet: www.bgbau.de

Konzeption und Gestaltung:

COMMON Gesellschaft für Kommunikation

und Öffentlichkeitsarbeit mbH,

60486 Frankfurt

Internet: www.common.de

E-Mail: info@common.de

Druck:

© Berufsgenossenschaft

der Bauwirtschaft

überarbeitete Auflage

07/2008

Abruf-Nr. BGI 656

Dach-

arbeiten

Sicher arbeiten – gesund bleiben

Dach- arbeiten Sicher arbeiten – gesund bleiben Vorschriften- und Regelwerk Berufsgenossenschaftliche Vorschrift (BGV)

Vorschriften- und Regelwerk

Berufsgenossenschaftliche Vorschrift (BGV)

(auch: Unfallverhütungsvorschrift)

Berufsgenossenschaftliche Vorschriften legen Schutzziele fest und formulieren Forderungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes.Sie sind rechtsverbindlich.

Berufsgenossenschaftliche Regeln für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit (BGR) Bei den berufsgenossenschaftlichen Regeln handelt es sich um allgemein anerkannte Regeln für Sicherheit und Gesundheitsschutz.Sie beschreiben jeweils den aktuellen Stand des Arbeitsschutzes und dienen der praktischen Umsetzung von Forderungen aus den Vorschriften.

Berufsgenossenschaftliche Informationen (BGI) In den berufsgenossenschaftlichen Informationen werden spezielle Hinweise und Empfehlungen für bestimmte Branchen, Tätigkeiten, Arbeitsmittel oder Zielgruppen zusammengefasst.

Staatliche Gesetze und Verordnungen Arbeitschutzgesetz, Betriebssicherheitsverordnung, Gefahrstoffverordnung u.a.

Technische Regeln für Betriebssicherheit (TRBS) Die Technischen Regeln für Betriebssicherheit geben dem Stand der Technik, Arbeitsmedizin und Hygiene entsprechende Regeln und sonstige gesicherte arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse für die Bereitstellung und Benutzung von Arbeitsmitteln sowie für den Betrieb überwachungsbedürftiger Anlagen wieder.

Technische Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) Die Technischen Regeln für Gefahrstoffe geben den Stand der Technik, Arbeitsmedizin und Arbeitshygiene sowie sonstige gesicherte wissenschaft- liche Erkenntnisse für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen, einschließlich deren Ein- stufung und Kennzeichnung, wieder.

Technische Regeln für Biologische Arbeitsstoffe (TRBA) Die Technischen Regeln für biologische Arbeitsstoffe geben den Stand der sicherheitstechnischen, arbeitsmedizinischen, hygienischen sowie arbeitswis- senschaftlichen Anforderungen zu Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen wieder.

Gleichwertigkeitsklausel Die in diesen Bausteinen enthaltenen technischen Lösungen und Beispiele schließen andere, mindestens ebenso sichere Lösungen nicht aus, die auch in technischen Regeln anderer Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder anderer Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschafts- raum ihren Niederschlag gefunden haben können.

des Abkommens über den Europäischen Wirtschafts- raum ihren Niederschlag gefunden haben können. 07/2008

07/2008

Inhalt

Inhalt Allgemeines Baustein-Nr. Baustein-Titel Seite Gefährdungsbeurteilungen A 209 7 A 38 9 A 174 11

Allgemeines

Baustein-Nr.

Baustein-Titel

Seite

GefährdungsbeurteilungenInhalt Allgemeines Baustein-Nr. Baustein-Titel Seite A 209 7 A 38 9 A 174 11 A 7

A 209

7

A 38

9

A 174

11

A 7

Kennzeichnung/Beschäftigungsbeschränkungen

13

A 181

Gefahrstoffe

15

A 211

17

A 212

19

Lagerung von Druckgasflaschen in GebäudenA 181 Gefahrstoffe 15 A 211 17 A 212 19 Lagerung von Druckgasflaschen im Freien Gefahrstoffe

Lagerung von Druckgasflaschen im FreienA 212 19 Lagerung von Druckgasflaschen in Gebäuden Gefahrstoffe Grundanforderungen/Maßnahmen Schimmelpilze bei

Gefahrstoffein Gebäuden Lagerung von Druckgasflaschen im Freien Grundanforderungen/Maßnahmen Schimmelpilze bei der

Grundanforderungen/MaßnahmenLagerung von Druckgasflaschen im Freien Gefahrstoffe Schimmelpilze bei der Gebäudesanierung Verunreinigungen

Schimmelpilze bei der Gebäudesanierungim Freien Gefahrstoffe Grundanforderungen/Maßnahmen Verunreinigungen durch Tauben Arbeitsmittel Baustein-Nr.

Verunreinigungen durch TaubenSchimmelpilze bei der Gebäudesanierung Arbeitsmittel Baustein-Nr. Baustein-Titel Seite Elektrische

Arbeitsmittel

Baustein-Nr.

Baustein-Titel

Seite

Elektrische Anlagen und Betriebsmittel auf Bau- und Montagestellendurch Tauben Arbeitsmittel Baustein-Nr. Baustein-Titel Seite B 10 21 B 11 23 B 12 25 B

B

10

21

B

11

23

B

12

25

B

13

27

Elektrische Anlagen und Betriebsmittel Wiederholungsprüfungen21 B 11 23 B 12 25 B 13 27 Bohrmaschinen Handbetriebene Scheren und Stanzen

BohrmaschinenAnlagen und Betriebsmittel Wiederholungsprüfungen Handbetriebene Scheren und Stanzen Baustein-Nr.

Handbetriebene Scheren und Stanzenund Betriebsmittel Wiederholungsprüfungen Bohrmaschinen Baustein-Nr. Baustein-Titel Seite Kraftbetriebene Scheren B

Baustein-Nr.

Baustein-Titel

Seite

Kraftbetriebene ScherenScheren und Stanzen Baustein-Nr. Baustein-Titel Seite B 14 29 B Rundmaschinen/Walzen 31 B

B

14

29

B

Rundmaschinen/Walzen

31

B

Abkantbänke

33

B

Schleifmaschinen

35

B

20

37

B

44

39

B

Handkettensägen

41

B

Schwenkarmaufzüge

43

B

Anlegeaufzüge

45

B

Hubarbeitsbühnen

47

B

Autokrane

49

B

8

51

B

Fanggerüste

53

B

Dachfanggerüste

55

B

198

57

B

205

59

B

Dachschutzwände

61

B

Schutznetze

63

B

203

65

1661 B Schutznetze 63 B 203 65 18 19 Handtrennschleifmaschinen

1861 B Schutznetze 63 B 203 65 16 19 Handtrennschleifmaschinen

1961 B Schutznetze 63 B 203 65 16 18 Handtrennschleifmaschinen

Handtrennschleifmaschinen61 B Schutznetze 63 B 203 65 16 18 19 Baustellenkreissägen/Handkreissägen 132 26 47 50 60

Baustellenkreissägen/Handkreissägen63 B 203 65 16 18 19 Handtrennschleifmaschinen 132 26 47 50 60 Absturzsicherungen auf Baustellen

132Baustellenkreissägen/Handkreissägen 26 47 50 60 Absturzsicherungen auf Baustellen

26Baustellenkreissägen/Handkreissägen 132 47 50 60 Absturzsicherungen auf Baustellen

47Baustellenkreissägen/Handkreissägen 132 26 50 60 Absturzsicherungen auf Baustellen

50Baustellenkreissägen/Handkreissägen 132 26 47 60 Absturzsicherungen auf Baustellen

60Baustellenkreissägen/Handkreissägen 132 26 47 50 Absturzsicherungen auf Baustellen Seitenschutz/Absperrungen

Absturzsicherungen auf Baustellen Seitenschutz/AbsperrungenBaustellenkreissägen/Handkreissägen 132 26 47 50 60 9 156 Dachgerüste für den Hausschornsteinbau

9Absturzsicherungen auf Baustellen Seitenschutz/Absperrungen 156 Dachgerüste für den Hausschornsteinbau

156auf Baustellen Seitenschutz/Absperrungen 9 Dachgerüste für den Hausschornsteinbau

Dachgerüste für den Hausschornsteinbauauf Baustellen Seitenschutz/Absperrungen 9 156 Flachdach-Absturzsicherungssysteme 41 42 Handbetriebene

Flachdach-Absturzsicherungssystemeauf Baustellen Seitenschutz/Absperrungen 9 156 Dachgerüste für den Hausschornsteinbau 41 42 Handbetriebene Arbeitssitze

419 156 Dachgerüste für den Hausschornsteinbau Flachdach-Absturzsicherungssysteme 42 Handbetriebene Arbeitssitze

429 156 Dachgerüste für den Hausschornsteinbau Flachdach-Absturzsicherungssysteme 41 Handbetriebene Arbeitssitze

Handbetriebene ArbeitssitzeSeitenschutz/Absperrungen 9 156 Dachgerüste für den Hausschornsteinbau Flachdach-Absturzsicherungssysteme 41 42

Baustein-Nr.

Baustein-Titel

Seite

22Baustein-Nr. Baustein-Titel Seite 45 46 B Anlegeleitern 67 B Fassadengerüste 69 B Schutzdächer

45Baustein-Nr. Baustein-Titel Seite 22 46 B Anlegeleitern 67 B Fassadengerüste 69 B Schutzdächer

46Baustein-Nr. Baustein-Titel Seite 22 45 B Anlegeleitern 67 B Fassadengerüste 69 B Schutzdächer

Baustein-Nr. Baustein-Titel Seite 22 45 46 B Anlegeleitern 67 B Fassadengerüste 69 B Schutzdächer

B

Anlegeleitern

67

B

Fassadengerüste

69

B

Schutzdächer

71

B

Schuttrutschen

73

B

51

75

B

68

77

B

Flüssiggasanlagen

79

B

Schmelzöfen

81

83

Dachdeckerstühle/AuflegeleiternB Flüssiggasanlagen 79 B Schmelzöfen 81 83 Arbeitskörbe/Arbeitssitze/Arbeitsbühnen 39 28 Persönliche

Arbeitskörbe/Arbeitssitze/ArbeitsbühnenB Schmelzöfen 81 83 Dachdeckerstühle/Auflegeleitern 39 28 Persönliche Schutzausrüstung Baustein-Nr.

39Arbeitskörbe/Arbeitssitze/Arbeitsbühnen 28 Persönliche Schutzausrüstung Baustein-Nr.

28Arbeitskörbe/Arbeitssitze/Arbeitsbühnen 39 Persönliche Schutzausrüstung Baustein-Nr. Baustein-Titel

Persönliche Schutzausrüstung

Baustein-Nr.

Baustein-Titel

Seite

Schutzausrüstung Baustein-Nr. Baustein-Titel Seite C 43 Persönliche Schutzausrüstungen gegen Absturz 83

C 43

Persönliche Schutzausrüstungen gegen Absturz

83

Arbeitsverfahren

Baustein-Nr.

Baustein-Titel

Seite

Gasschweißen/Brennschneiden/Hartlöten83 Arbeitsverfahren Baustein-Nr. Baustein-Titel Seite D 31 85 D 33 87 D 34 89 D

D

31

85

D

33

87

D

34

89

D

36

91

D

53

93

D

54

95

Weichlöten89 D 36 91 D 53 93 D 54 95 Transport von Druckgasflaschen Anschlagen von Lasten

Transport von Druckgasflaschen36 91 D 53 93 D 54 95 Weichlöten Anschlagen von Lasten Dachdeckung mit Profilblechen

Anschlagen von LastenD 54 95 Weichlöten Transport von Druckgasflaschen Dachdeckung mit Profilblechen Dachdeckung mit Wellplatten

Dachdeckung mit ProfilblechenTransport von Druckgasflaschen Anschlagen von Lasten Dachdeckung mit Wellplatten Baustein-Nr. Baustein-Titel

Dachdeckung mit WellplattenAnschlagen von Lasten Dachdeckung mit Profilblechen Baustein-Nr. Baustein-Titel Seite Dachdeckung mit Reet D

Baustein-Nr.

Baustein-Titel

Seite

Dachdeckung mit Reetmit Wellplatten Baustein-Nr. Baustein-Titel Seite D 52 97 D 55 99 D 204 101 D

D

52

97

D

55

99

D

204

101

D

Ladungssicherung

103

D

Asbestzementprodukte

105

Abbruch/Sanierung

D

80

107

D

169

Mineralwolle-Dämmstoffe

109

123

Arbeiten in der Nähe elektrischer Freileitungen107 D 169 Mineralwolle-Dämmstoffe 109 123 Arbeiten in der Nähe von Funkanlagen 37 Schwach gebundene

Arbeiten in der Nähe von Funkanlagen109 123 Arbeiten in der Nähe elektrischer Freileitungen 37 Schwach gebundene Asbestprodukte

Freileitungen Arbeiten in der Nähe von Funkanlagen 37 Schwach gebundene Asbestprodukte

37Freileitungen Arbeiten in der Nähe von Funkanlagen Schwach gebundene Asbestprodukte

Schwach gebundene Asbestproduktein der Nähe elektrischer Freileitungen Arbeiten in der Nähe von Funkanlagen 37 Glaswolle/Steinwolle/Schlackenwolle

Glaswolle/Steinwolle/SchlackenwolleArbeiten in der Nähe elektrischer Freileitungen Arbeiten in der Nähe von Funkanlagen 37 Schwach gebundene Asbestprodukte

Gefährdungsbeurteilungen

Gefährdungsbeurteilungen A 209

A 209

Gefährdungsbeurteilung – Vorgehensweise (Handlungsschritte)

1
1
Festlegen und Abgrenzen der Arbeitsbereiche und Tätigkeiten Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen überprüfen, ggf.
Festlegen und Abgrenzen
der Arbeitsbereiche und
Tätigkeiten
Wirksamkeit der
Schutzmaßnahmen
überprüfen, ggf. anpassen
Gefährdungen
ermitteln
Ziel:
Festgelegte
Schutzmaßnahmen durch-
und umsetzen
Sicheres und
gesundheitsgerechtes
Arbeiten
Gefährdungen
beurteilen, Risiken
bewerten
Geeignete
Schutzmaßnahmen
auswählen und festsetzen

Die Beurteilung von Gefährdun- gen ist die Voraussetzung von wirksamen und betriebsbezoge- nen Arbeitschutzmaßnahmen. Sie ist Pflicht für jeden Unternehmer.

Vorgehensweise

Festlegen/Abgrenzen der zu untersuchenden Arbeitsbereiche,

z.B. Betriebsorganisation, Objekt, Baustelle, Werkstatt, und der dort auszuführenden Tätigkeiten. Ermitteln von Gefährdungen

– objekt-/baustellenunabhängig, z.B. Einsatz nicht regelmäßig geprüfter elektrischer Betriebs- mittel, unzureichende Unter- weisung der Beschäftigten.

– objekt-/baustellenspezifisch (systematisch) nach Gewerken und Tätigkeit, z.B. Mauer- arbeiten, Erdbauarbeiten, Reinigungsarbeiten.

z.B. Mauer- arbeiten, Erdbauarbeiten, Reinigungsarbeiten. 07/2008 ● Beurteilen der Gefährdungen, z.B. Risiko eines

07/2008

Beurteilen der Gefährdungen,

z.B. Risiko eines Absturzes,

Risiko verschüttet zu werden

Abschätzen und bewerten des

Risikos anhand vorgegebener

Schutzziele, z.B. in Vorschriften und Regeln, bzw. nach Ermittlung mit geeigneten Methoden.

Geeignete Schutzmaßnahmen

auswählen und festlegen, wo erforderlich/notwendig,

z.B. Seitenschutz, Verbau, PSA.

Festgelegte Schutzmaßnahmen

durch- und umsetzen, z.B. Anbrin- gen des Seitenschutzes, Einbau

von Grabenverbauelementen, Bestimmen des Verantwortlichen, Benutzen der persönlichen Schutzausrüstungen.

Wirksamkeit der Schutz-

maßnahmen überprüfen und ggf. anpassen.

Durchführung

Bei gleichartigen Tätigkeiten

oder Arbeitsplätzen (z.B. in Werk- statt, Büro) nur eine Tätigkeit bzw. Arbeitsplatz musterhaft beurteilen.

Bei wechselnden Arbeitsbe-

dingungen und Arbeitsabläufen (z.B. auf einer Baustelle) die musterhafte Anwendung prüfen und ggf. Gefährdungen für die

jeweilige Baustelle ermitteln und beurteilen.

Wiederholung

bei Änderungen im Betriebs-

ablauf,

bei neuen Arbeitsverfahren,

nach Unfällen und Beinahe-

unfällen.

7

 

Mögliche Gefährdungen

 
2
2

Mechanische

Elektrische

Schall

Schwingungen

Gefahrstoffe

Brand/

Gefährdungen

Gefährdungen

Explosion

• Absturz

• Stromschlag

Lärm

• Hand-Arm-

• Asbestfasern

bei Verwendung

• stolpern, rutschen

• gefährliche

 

Schwingung, z.B. durch

• Lösemittel

von Flüssiggas

 

stürzen

 

Körperströme

• Isocyanate

Funkenflug,

erfasst/getroffen

elektrostatische

Abbruchhammer

• Säuren, Laugen

z.B. bei Schweiss-

werden

Aufladungen

• Ganzkörper- Schwingung, z.B. bei Fahrer- plätzen (Stapler u.a.)

• PAK, PCB

arbeiten

unkontrolliert

 

• Benzol

Staubexplosionen

bewegte Teile

• Dieselmotor-

 

umstürzende/

Emissionen

kippende Teile

• schneiden

 

in Form von

• stechen

- Flüssigkeiten

- Gasen

- Dämpfen

- Stäuben

Biologische

Körperliche

Klima

Strahlung

Psychosoziale

Organisation

Arbeitsstoffe

Überlastungen

Belastungen

Infektionen durch Keime, z.B. bei Kanalarbeiten,

• Heben und

• Hitze

• Elektromagne-

• Überforderung

• Arbeitsablauf

 

Tragen

• Kälte

tische Felder,

• Unterforderung

• Arbeitszeit

• Zwangs-

• Zugluft

z.B. Nähe zu

• Stress

• Qualifikation

Krankenhaus-

 

haltungen

• Luftfeuch-

Funkmasten

• Soziale

• Unterweisung

reinigung

   

tigkeit

• Infrarot-/UV-

Beziehungen,

• Verantwortung

 

(Nieder-

Strahlung, z.B.

z.B. Mobbing

schläge)

Sonneneinstrah-

 

• Ozon

lung, Lichtbogen, beim Schweißen

Sonstige

Gefährdungen

• Laserstrahlung, z.B. bei der Vermessung

Arbeiten in Über- und Unter- druck, in feuchtem

Milieu, mit heißen

Medien/Ober-

flächen u.a.

Dokumentation

Ergebnis der Gefährdungs- beurteilung, festgelegte Schutz- maßnahmen und Überprüfung

schriftlich dokumentieren.

8

Unterstützung

Sicherheitsfachkraft, Sicher- heitsbeauftragten, Betriebsarzt und/oder Betriebsrat bei der Durchführung der Gefährdungs- beurteilung hinzuziehen. Handlungshilfen der BG BAU verwenden, z.B. CD-ROMs zur Gefährdungsbeurteilung.

Weitere Informationen:

BGV A1 „Grundsätze der Prävention“ BGR A1 „Grundsätze der Prävention“ Arbeitsschutzgesetz Betriebssicherheitsverordnung TRBS 1111 „Gefährdungsbeurteilung und sicherheitstechnische Betreuung“ Verordnung zum Schutz vor Gefahrstoffen (GefStoffV)

Lagerung von Druckgasflaschen in Gebäuden

Lagerung von Druckgasflaschen in Gebäuden A 38

A 38

6 3 4 5 6 1 5 2 7
6
3
4
5
6
1
5
2
7

Unzulässig ist die Lagerung in:

– Räumen unter Erdgleiche (Keller)

– Treppenräumen

– Fluren

– engen Höfen

– Durchgängen und

Durchfahrten

– Garagen

– Arbeitsräumen

Ausnahme:

Eine Lagerung unter Erdgleiche ist zulässig, wenn der Fußboden des Lagers nicht tiefer als 1,5 m unter Geländeoberfläche liegt und bei natürlicher Lüftung des Raumes der Lüftungsgesamt- querschnitt 10% der Raumgrundfläche ist und nicht mehr als 50 gefüllte Flüssiggas- flaschen gelagert werden. Bei Lagerung von Druckgasflaschen

ist Folgendes zu beachten:

Lagerung von Druckgasfla schen ist Folgendes zu beachten: 10/2006 Lagerräume ● Betreten des Lagers durch Unbefugte

10/2006

Lagerräume

Betreten des Lagers durch

Unbefugte ist untersagt. Ein ent-

sprechendes Hinweisschild ist

am Zugang zum Lager anzu-

bringen.

Es muss ein Feuerlöscher leicht

erreichbar vorhanden sein .

Druckgasflaschen möglichst

stehend lagern. Bei liegender

Lagerung Flaschen gegen Fort- rollen sichern. Ausnahme: Flüssiggasflaschen müssen stehend gelagert werden.

Stehende Druckgasflaschen

gegen Umfallen und Herabfallen sichern .

Ventile mit Schutzkappen und

ggf. Verschlussmuttern sichern.

Das Umfüllen von Druckga-

sen in Lägern ist unzulässig.

Decken, Trennwände und

Außenwände von Lagerräumen

müssen mindestens feuerhem- mend ausgeführt sein .

Dächer müssen widerstands-

fähig gegen Flugfeuer und strah- lende Wärme sein.

Lagerräume, die an einen öf-

fentlichen Verkehrsweg angren- zen, sind an dieser Seite mit

einer Wand ohne Türen und,

bis zu einer Höhe von 2,00 m, ohne öffenbare Fenster oder

sonstige Öffnungen auszuführen.

Lagerräume müssen durch

selbstschließende feuerhemmen-

de Türen gegenüber anschließen- den Räumen abgetrennt sein .

Lagerräume, in denen mehr

als 25 gefüllte Druckgasflaschen mit brennbaren Gasen gelagert werden, dürfen nicht unter oder über Aufenthaltsräumen liegen.

In Lagerräumen dürfen keine

Gruben, Kanäle, Bodenabläufe

und Schornsteinreinigungsöff- nungen vorhanden sein.

Lagerräume für Druckgasfla-

schen mit brennbaren Gasen

müssen mindestens einen Aus- gang ins Freie haben.

Lagerräume müssen ausrei-

chend be- und entlüftet werden.

Natürliche Lüftung ist ausrei- chend, wenn unmittelbar ins

Freie führende Zu- und Abluft- öffnungen mit einem Mindest- querschnitt von jeweils 1/100 der Bodenfläche des Raumes vorhanden sind .

In Lagerräumen für brennbare

Gase dürfen nur elektrische Anla-

gen und Betriebsmittel in explo- sionsgeschützter Ausführung verwendet werden .

Für einen sicheren Stand der

Behälter durch ebene und feste

Fußböden sorgen. Fußbodenbe- läge müssen aus schwer ent-

flammbarem Material bestehen .

9

Abmessungen der Schutzbereiche f ü r Druckgasflaschen mit 8 brennbar en Gasen bei der Lagerung
Abmessungen
der
Schutzbereiche
f
ü
r
Druckgasflaschen
mit
8
brennbar
en
Gasen
bei
der
Lagerung
in
Gebäuden
Gase, leichter als Luft
h
≥ 2,00
m
r
≥ 2,00 m
Abmessungen der Schutzbereiche f ür Druckgasflaschen mit 8 brennbar en Gasen bei der Lagerung in
Abmessungen
der
Schutzbereiche
f ür
Druckgasflaschen
mit
8
brennbar
en
Gasen
bei
der
Lagerung
in
Gebäuden
Gase, schwerer als Luft
r
h
≥ 1,00
m
≥ 2,00
m
● Gefüllte Druckgasflaschen
nicht in unmittelbarer Nähe von
Wärmequellen lagern.
– die Gesamtzahl 150 Druck-gas-
flaschen nicht übersteigt,
– untereinander ein Abstand von
● Bei Räumen mit einer Grund-
fläche < 20 qm ist der gesamte
Raum Schutzbereich.

Der Abstand von Druckgasfla-

schen zu Heizkörpern u.a. muss

mindestens 0,50 m betragen.

Druckgasflaschen nicht mit

brennbaren Stoffen, z.B. Holz, Papier, brennbaren Flüssigkeiten,

zusammen lagern.

Druckgasflaschen mit brenn-

baren Gasen (Acetylen, Flüssig- gas) und brandfördernden Gasen (Sauerstoff) dürfen zusammen gelagert werden, wenn

10

mindestens 2,0 m eingehalten wird.

Schutzbereich

Druckgasflaschen mit brenn-

baren Gasen müssen von einem Schutzbereich umgeben sein . Im Schutzbereich dürfen sich keine Zündquellen befinden. Es muss ein Warnschild vorhanden sein.

Feuer- und Explosionsgefahr! Rauchen und Umgang mit offenem Licht oder Feuer verboten!

Weitere Informationen:

Technische Regeln Druckgase TRG 280 DVS*-Merkblatt 0212 *DVS = Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren

Lagerung von Druckgasflaschen im Freien

Lagerung von Druckgasflaschen im Freien A 174

A 174

1
1

Unzulässig ist die Lagerung in:

– engen Höfen

– Durchgängen und Durchfahrten

– in der Nähe von Gruben Kanä-

len, Abflüssen und tiefer

genden Räumen

lie-

Betreten des Lagers durch Un-

befugte ist untersagt. Ein entspre- chendes Hinweisschild ist am Zu- gang zum Lager anzubringen .

Es muss ein Feuerlöscher

leicht erreichbar vorhanden sein.

Druckgasflaschen möglichst

stehend lagern. Bei liegender Lagerung Flaschen gegen Fort- rollen sichern.

Bei liegender Lagerung Flaschen gegen Fort- rollen sichern. 07/2008 Ausnahme: Flüssiggasflaschen müssen stehend

07/2008

Ausnahme: Flüssiggasflaschen

müssen stehend gelagert wer-

den.

Stehende Druckgasflaschen

gegen Umfallen und Herabfallen sichern.

Ventile mit Schutzkappen und

ggf. Verschlussmuttern sichern.

Das Umfüllen von Druckgasen

in Lägern ist unzulässig.

Läger auf nicht umfriedeten

Grundstücken im Freien sind ein-

zuzäunen.

Sicherheitsabstand 5,00 m

zu benachbarten Anlagen und Einrichtungen einhalten, wenn hiervon Gefahren, z.B. gefährli- che Erwärmungen, ausgehen können.

Bei Druckgasflaschen mit

brennbaren Gasen dürfen sich im Schutzbereich keine Zünd-

quellen, Gruben, Kanäle, Boden-

abläufe, Kellerniedergänge befin- den.

Der Schutzbereich darf sich

nicht auf Nachbargrundstücke

und öffentliche Verkehrsflächen erstrecken.

Schutzbereich nur an max.

zwei Seiten durch mindestens 2,00 m hohe öffnungslose

Schutzwände aus nicht brenn- barem Material einengen.

11

Abmessungen der Schutzbereiche für Druckgasflaschen mit brennbaren Gasen bei der Lagerung im Freien 2 Gase,
Abmessungen der Schutzbereiche für Druckgasflaschen mit
brennbaren Gasen bei der Lagerung im Freien
2
Gase, leichter als Luft
h
≥ 1,00 m
r
≥ 1,00 m
Abmessungen der Schutzbereiche für Druckgasflaschen mit brennbaren Gasen bei der Lagerung im Freien 3 Gase,
Abmessungen der Schutzbereiche für Druckgasflaschen mit
brennbaren Gasen bei der Lagerung im Freien
3
Gase, schwerer als Luft
r
h
≥ 0,50 m
≥ 1,00 m

12

Weitere Informationen:

Technische Regeln Druckgase TRG 280 DVS*-Merkblatt 0212 * DVS = Deutscher Verband für Schwei- ßen und verwandte Verfahren

Gefahrstoffe

Kennzeichnung

Beschäftigungsbeschränkung

1 2 3 4 5
1
2
3
4
5

Ermittlungspflicht

Es muss festgestellt werden,

ob es sich um einen Gefahrstoff

im Sinne der Gefahrstoffver- ordnung handelt: Gefahrstoffe

verfügen über bestimmte Eigen- schaften (Tabelle).

Kennzeichnung

A 7 Verwendungsverbote
A 7
Verwendungsverbote

Für bestimmte Stoffe gibt

es Verwendungsverbote oder -beschränkungen:

– Benzol

– Asbest

– quarzhaltige Strahlmittel

– Teer

 

Beschäftigungs-

Gebinde oder Verpackungen

beschränkungen

müssen eine Kennzeichnung tra- gen, bestehend aus:

– Bezeichnung des Stoffes oder der Zubereitung

– Gefahrensymbol und zuge- hörige Gefahrenbezeichnung

Jugendliche dürfen Gefahrstof-

fen nur ausgesetzt sein, wenn

– dies zur Erreichung des Ausbil-

dungszieles erforderlich ist,

– die Aufsicht eines Fachkundi-

Gefahrenhinweisen

gen gewährleistet ist,

Sicherheitsratschlägen

– der Arbeitsplatzgrenzwert

Hersteller, Einführer (Impor-

unterschritten ist,

teur) oder Lieferant

– betriebsärztliche oder sicher-

Gefährliche Stoffe und Zube-

heitstechnische Betreuung

Werdende oder stillende

reitungen nur in zugelassenen Behältnissen aufbewahren und

sichergestellt ist.

lagern.

Mütter dürfen mit Gefahrstoffen

ist. lagern. Mütter dürfen mit Gefahrstoffen 07/2008 ● Beim Umfüllen von Original- gebinden in andere

07/2008

Beim Umfüllen von Original-

gebinden in andere Behälter müssen diese wie das Original- gebinde gekennzeichnet sein.

Sicherheitsdatenblatt

Das Sicherheitsdatenblatt ent-

hält weitere Angaben zu – Erster Hilfe,

– Schutzmaßnahmen,

– Verhalten bei Störfällen u.a.

Das Sicherheitsdatenblatt

muss auf der Baustelle vorhanden sein.

nur Umgang haben, wenn der Arbeitsplatzgrenzwert unter- schritten ist.

Gebärfähige Arbeitnehmerin-

nen dürfen mit Blei oder Quek- ksilber nur Umgang haben, wenn

der Arbeitsplatzgrenzwert einge- halten wird.

Werdende Mütter dürfen krebs-

erzeugenden, fruchtschädigen- den oder erbgutverändernden

Stoffen nicht ausgesetzt sein.

Vorsorgeuntersuchungen

Bei Überschreiten der

Arbeitsplatzgrenzwerte sowie

bei bestimmten Tätigkeiten sind spezielle arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen durch-

zuführen. Diese können beim Betriebsarzt erfragt werden.

13

Symbolanwendung – Auszug

Gefahren-

Kenn-

Gefahren-

 

symbol

buch-

stabe

bezeichnung

(Eigenschaften)

Begriffsbestimmung

nach Gefahrstoffverordnung

      äußerst schwere, akute oder chroni-
     

äußerst schwere, akute oder chroni-

T+

sehr giftig

sche Gesundheitsschäden oder Tod

T giftig erhebliche akute oder chronische Gesundheitsschäden oder Tod

T

giftig

erhebliche akute oder chronische Gesundheitsschäden oder Tod

  X   gesundheits- akute oder chronische Gesundheitsschäden oder Tod
 

X

 

gesundheits-

akute oder chronische Gesundheitsschäden oder Tod

n

schädlich

C ätzend bewirkt in Berührung mit lebendem Gewebe dessen Zerstörung

C

ätzend

bewirkt in Berührung mit lebendem Gewebe dessen Zerstörung

X i reizend bewirkt Entzündung bei Berührung mit Haut und Schleimhäuten

X

i

reizend

bewirkt Entzündung bei Berührung mit Haut und Schleimhäuten

  E   explosions-  
 

E

 

explosions-

 

gefährlich

Explosionsgefahr ohne Luftsauerstoff

      a) schnellerer Abbrand brennbarer
     

a)

schnellerer Abbrand brennbarer

O

brandfördernd

Stoffe durch Sauerstoff-Abgabe

b)

organische Peroxide

      flüssig
     

flüssig

F+

hochentzündlich

Flammpunkt <0°C

Siedepunkt <35°C

  F     flüssig
 

F

   

flüssig

Flammpunkt <21°C

      fest
     

fest

F

leicht entzündlich

nach kurzzeitiger Einwirkung einer Zündquelle leicht entzündlich

    selbstentzündlich
   

selbstentzündlich

F

Selbsterhitzung an Luft und Entzündung

    bei Berührung mit Wasser oder feuch-
   

bei Berührung mit Wasser oder feuch-

F

 

ter Luft, Bildung hochentzündlicher Gase

     

flüssig

entzündlich

Flammpunkt

21…55°C

  N   umwelt- Veränderung der Beschaffenheit des Naturhaushaltes
 

N

 

umwelt-

Veränderung der Beschaffenheit des Naturhaushaltes

gefährlich

Quelle: Kühn-Birett

14

Weitere Informationen:

BGV A1 „Grundsätze der Prävention“ BGR A1 „Grundsätze der Prävention“ BGV A4 „Arbeitsmedizinische Vorsorge“ Verordnung zum Schutz vor Gefahrstoffen (GefStoffV) Gesetz zum Schutz der arbeitenden Jugend (J-Arb.Sch.G) Betriebssicherheitsverordnung Techn. Regeln Gefahrstoffe (TRGS) Verordnung zum Schutz der Mütter am Arbeitsplatz

Gefahrstoffe

Grundanforderungen/Maßnahmen

Gefahrstoffe Grundanforderungen/Maßnahmen A 181 Während der Arbeit ● Nicht essen, trinken, rauchen. ●
A 181 Während der Arbeit
A 181
Während der Arbeit

Nicht essen, trinken, rauchen.

Hautkontakt vermeiden.

Beim Umfüllen in kleinere

Gebinde nur bruchfeste und beständige Behältnisse, z.B. Kunststoffbehälter, benutzen

und diese wie das Originalge- binde kennzeichnen.

Spritzer beim Umfüllen ver-

meiden (z.B. durch Heber oder Pumpen). Körperschutzmittel benutzen.

Benetzte Kleidungsstücke

sofort ausziehen.

Verschmutzte Arbeitskleidung

einschließlich des Schuhwerks muss getrennt von Straßen-

kleidung aufbewahrt und regel- mäßig gereinigt werden.

Hautschutz beachten:

Vor der Arbeit und nach den Pausen gezielter Hautschutz, nach der Arbeit und vor den Pausen richtige Hautreinigung, nach der Reinigung und am Arbeitsende Hautpflegemittel verwenden.

Vor der Arbeit

Feststellen, ob es sich um

einen Gefahrstoff handelt und prüfen, ob ein anderer, gesund-

heitlich ungefährlicherer Stoff verwendet werden kann. (Infor- mationen beim Hersteller oder Fachhandel einholen.)

Falls ein Gefahrstoff verwen-

det werden muss, Produktinfor- mation und Sicherheitsdaten-

blatt beim Hersteller, Lieferan- ten oder Importeur anfordern.

Enthält das Sicherheitsdaten-

blatt nur unzureichende Angaben, sind beim Hersteller ergänzende

nur unzureichende Angaben, sind beim Hersteller ergänzende 10/2006 Hinweise zu den Gefahren und Schutzmaßnahmen zu

10/2006

Hinweise zu den Gefahren und Schutzmaßnahmen zu erfragen.

Beispiel: Wenn der Gefahrstoff unter speziellen Bedingungen

vom Verwender eingesetzt wird.

Betriebsanweisung erstellen

(Muster einer Betriebsanweisung

siehe Rückseite). Hierbei ist Ihre Berufsgenossenschaft behilflich.

Beschäftigte anhand der

Betriebsanweisung vor Arbeits- einsatz, mindestens jedoch einmal jährlich und vor Einsatz

eines neuen Produktes, über die

Gefahren unterweisen.

Beschäftigte über Erste-Hilfe-

Maßnahmen unterrichten.

Vorsorgeuntersuchungen

Bei Überschreitung von

Arbeitsplatzgrenzwerten sind arbeitsmedizinische Vorsorge-

untersuchungen erforderlich.

Weitere Informationen:

BGV A1 „Grundsätze der Prävention“ BGR A1 „Grundsätze der Prävention“

BGV A4 „Arbeitsmedizinische Vorsorge“ Verordnung zum Schutz vor Gefahrstoffen (GefStoffV) Technische Regeln Gefahrstoffe (TRGS)

15

Betriebsanweisung Nr. Gem. §14 GEFSTOFFV

Betrieb: MUSTER

Baustelle/Tätigkeit:

Druckdatum:

Betrieb: MUSTER Baustelle/Tätigkeit: Druckdatum: Stark lösemittelhaltige Klebstoffe/ Vorstriche,

Stark lösemittelhaltige Klebstoffe/ Vorstriche, toluolhaltig

GISCODE: S 6

Klebstoffe/ Vorstriche, toluolhaltig GISCODE: S 6 Gefahren für Mensch und Umwelt Einatmen, Verschlucken

Gefahren für Mensch und Umwelt

Einatmen, Verschlucken (Essen, Trinken, Rauchen mit beschmutzten Händen) oder Aufnahme

durch die Haut können zu Gesundheitsschäden führen. Kann reizen. Kann Schwindel und

Kopfschmerzen hervorrufen. Dauerhafte Schäden möglich. Kann zu Allergien führen. Bei durch- tränktem Material (z.B. Kleidung, Putzlappen) besteht erhöhte Entzündungsgefahr. Wassergefährdend – Eindringen in Boden, Gewässer und Kanalisation vermeiden!

Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln

Arbeiten nur bei Frischluftzufuhr, vor allem im Bodenbereich! Nur ex-geschützte Ventilatoren

einsetzen! Auf keinen Fall rauchen, von Zündquellen (auch elektrischen Geräten ohne Ex-Schutz)

fernhalten, offene Flammen vermeiden, kriechende Dämpfe können in größerer Entfernung zur

Entzündung führen! Arbeitsbereich absperren! Warnschild „Explosionsgefahr“! Vorratsmenge auf

einen Schichtbedarf beschränken! Gefäße nicht offen stehen lassen! Berührung mit Augen, Haut

und Kleidung vermeiden! Produktreste von den Händen entfernen! Nach Arbeitsende und vor jeder

Pause Hände gründlich reinigen! Hautpflegemittel verwenden! Verunreinigte Kleidung wechseln!

Nach Arbeitsende Kleidung wechseln!

Augenschutz: Bei Spritzgefahr: Schutzbrille!

Atemschutz: Nur umgebungsluftunabhängiges Atemschutzgerät verwenden!

Hautschutz: Für alle unbedeckten Körperteile fettfreie oder fettarme (Öl-in-Wasser-Emulsion)

Hautschutzsalbe verwenden!

Handschutz: Schutzhandschuhe aus Nitril oder Butylkautschuk.

Verhalten im Gefahrenfall

Mit Spachtel aufnehmen, aushärten lassen und entsorgen! Reste z.B. mit Sand abstreuen und mechanisch entfernen. Produkt ist brennbar, geeignete Löschmittel: Kohlendioxid, Löschpulver, Schaum oder Wasser im Sprühstrahl (kein Vollstrahl)! Bei Brand in der Umgebung Behälter und Gebinde mit Sprühwasser kühlen! Zuständiger Arzt oder Klinik:

Fluchtweg:

Unfalltelefon:

Erste Hilfe

Bei jeder Erste-Hilfe-Maßnahme: Selbstschutz beachten und umgehend Arzt verständigen. Nach Augenkontakt: 10 Minuten mit Wasser oder Augenspüllösung spülen. Nach Hautkontakt: Verunreinigte Kleidung sofort wechseln. Mit viel Wasser und Seife reinigen. Nach Einatmen: An die frische Luft bringen! Atemwege freihalten: Zahnprothesen, Erbrochenes entfernen. Bei Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlage. Bei Atem- oder Herzstillstand: sofort künst- liche Beatmung und Herzdruckmassage. Nach Verschlucken: Kein Erbrechen herbeiführen. Bei Bewusstsein sofort in kleinen Schlucken

viel Wasser trinken lassen. Ersthelfer:

Sachgerechte Entsorgung

Abfälle nicht vermischen, sondern zur ordnungsgemäßen Beseitigung bzw. Wiederverwertung getrennt sammeln!

16

Schimmelpilze bei der Gebäudesanierung

Schimmelpilze bei der Gebäudesanierung A 211

A 211

Schimmelpilze bei der Gebäudesanierung A 211 Allgemeine Hinweise ● Schimmelpilze, besonders deren Sporen, können

Allgemeine Hinweise

Schimmelpilze, besonders deren

Sporen, können bei Aufräum-,

Viele Schimmelpilze bilden toxi-

sche (giftige) Stoffe, so genannte

Mykotoxine.

Toxine können sich auch in den

Fachkundige Beratung ist

nötig, wenn keine erforderlichen Kenntnisse vorliegen.

Abbruch- und Sanierungsarbeiten

Baustoffen anreichern und bei

freigesetzt werden und in die

staubintensiver Bearbeitung (z.B.

Allgemeine

Atemluft gelangen.

Schleifen, Fräsen) freigesetzt

Schutzmaßnahmen

Schimmelpilze zählen entspre-

chend der Biostoffverordnung zu den Biologischen Arbeitsstoffen.

Gefährdung

– Atemwege

– Mund

– Haut/Schleimhäute

Schimmelpilze können sensi-

bilisierend wirken und in der Folge allergische Reaktionen auslösen. Symptome einer Allergie sind:

– Augenjucken und -tränen

– Fließschnupfen

– trockener Husten

– Atemnot

– Entzündliche Rötung der Haut

Aufnahmepfade:

Atemnot – Entzündliche Rötung der Haut Aufnahmepfade: 07/2008 werden. Sie können z.B. Nieren, Leber, Blut, das

07/2008

werden. Sie können z.B. Nieren, Leber, Blut, das Nerven- oder das Immunsystem schädigen.

Das Infektionsrisiko spielt bei

Schimmelpilzen eine untergeord-

nete Rolle.

Gefährdungsbeurteilung

Die Gefährdung ist abhängig

von der Staub- und Sporenkon- zentration sowie von der Tätig-

keitsdauer . Entsprechend der

zu erwartenden Gefährdung

erfolgt eine Einstufung in vier

Gefährdungsklassen, aus denen

sich entsprechende Schutzmaß- nahmen ergeben.

Grundsätzlich sind in allen

Gefährdungsklassen die Mindest-

anforderungen der Allgemeinen Hygienemaßnahmen durchzuführen.

Technische und organisato- rische Schutzmaßnahmen

Vermeidung der Verschleppung

z.B. durch Abdeckung von Mobi-

liar, staubdichte Abtrennung des Arbeitsbereiches.

Entsprechende Betriebsanwei-

sung erstellen und Beschäftigte unterweisen.

Belüftung: Bei Gefährdungs-

klasse 3 technische Be- und Ent-

lüftung.

17

1 Sporen- und Staubkonzentration Schwach Mittel Stark z.B. Fugen, z.B. Putzfräse z.B. Abstemmen Dichtungen,
1
Sporen- und Staubkonzentration
Schwach
Mittel
Stark
z.B. Fugen,
z.B. Putzfräse
z.B. Abstemmen
Dichtungen, Tapeten
mit Absaugung,
entfernen
Entrümpelung
Dauer der Tätigkeit
< 2 Stunden
> 2 Stunden
Ohne
Gefährdungs-
Gefährdungs-
Gefährdungs-
besondere
klasse 1
klasse 2
klasse 3
Gefährdung
Schwarz-Weiß-Trennung:
– Gefährdungsklasse 2 und 3:
Gefährdungsklasse 1:
Getrennte Aufbewahrung von
Arbeits- und Straßenkleidung.
Partikeldichte, luftdurchlässige
Einwegschutzkleidung der
Kategorie III, Typ 5 mit Kapuze
Gefährdungsklasse 2:
Abdichtung des Übergangs
vom Schwarz- in den Weiß-
bereich, Kennzeichnung des
kontaminierten Bereichs, Reini-
gung z.B. von Werkzeugen im
Schwarzbereich.
tragen. In Einzelfällen wasser-
dichte Schutzkleidung.
● Handschutz:
Bei Feuchtarbeit flüssigkeits-
dichte Handschuhe tragen.
Gefährdungsklasse 3:
Vorsorgeuntersuchungen
Ein- oder Mehrkammer-
Schleuse.
Spezielle arbeitsmedizinische
Atemschutz:
Vorsorgeuntersuchungen veran-
Gefährdungsklasse 1: P2-Filter
(Empfehlung: TM2P).
lassen. Neben der erforderlichen
arbeitsmedizinischen Vorsorge
Gefährdungsklasse 2:
P2-Filter (Empfehlung: P2 mit
Gebläse TH2P).
aufgrund der eingesetzten PSA
sind obstruktive Atemwegserkran-
kungen, Hautbelastungen, insbe-
Gefährdungsklasse 3:
TM3P und staubdichte Schutz-
brille oder Vollmaske.
sondere durch Feuchtarbeit,
sowie bei Kontakt zu fäkalhalti-
gem Abwasser Infektionsgefahren
Augenschutz:
zu berücksichtigen.
Gefährdungsklasse 1 und 2:
Nur bei Spritzwasserbildung
oder Arbeit über Kopf.
Gefährdungsklasse 3: Augen-
schutz immer erforderlich.
Schutzkleidung:
Gefährdungsklasse 1:
Empfehlung: Partikeldichte,
luftdurchlässige Einwegschutz-
kleidung der Kategorie III, Typ
5 mit Kapuze.
Weitere Informationen:
Biostoffverordnung
TRBA 500 „Allgemeine Hygiene:
Mindestanforderungen“
BGI 858: „Gesundheitsgefährdung
durch biologische Arbeitsstoffe bei der
Gebäudesanierung“
18

Verunreinigung durch Tauben

Verunreinigung durch Tauben A 212

A 212

Allgemeine Hinweise

Verwilderte Tauben leben in leer

stehenden Gebäuden, Dachböden,

Mauervorsprüngen, Fensternischen, Brücken und Industrieanlagen.

Verunreinigungen bestehen aus

dem ausgeschiedenen Kot, Nest- resten, Federn und verendeten Tieren.

Verunreinigungen können ver-

schiedene Infektionen verursachen:

– Lungenentzündungen, z.B. Papageienkrankheit

– Durchfallserkrankungen.

Bei Reinigungs-, Wartungs-

und Reparaturarbeiten können Beschäftigte mit diesen gesund- heitsschädlichen Verunreinigun- gen in Kontakt kommen.

heitsschädlichen Verunreinigun- gen in Kontakt kommen. Gefährdungsbeurteilung ● Infektionen über verschiedene

Gefährdungsbeurteilung

Infektionen über verschiedene

Aufnahmewege:

– Mund

– Atemluft (Infektionserreger in Stäuben)

– Haut oder Schleimhäute

Mögliche allergisierende oder

toxische Wirkungen durch:

– Parasiten (Taubenzecken und -milben)

-– Staub (Ausscheidungen, Haut- bestandteile, Federpartikel, Schimmelpilze)

Ätzende Wirkung des

Taubenkots.

Fachkundige Beratung ist

nötig, wenn keine erforderlichen Kenntnisse vorliegen.

Vor Pausen und nach Beendi-

gung der Tätigkeiten Hände waschen.

Maßnahmen zur Vermeidung

oder Reduktion von Aerosolen,

Stäuben und Nebel ergreifen.

Technische und organisato-

rische Schutzmaßnahmen

Je nach Größe der Sanierung

Schwarz/Weiß-Anlage mit Schleuse.

Wasch-, Umkleide- und Aufent-

haltsmöglichkeiten bereitstellen.

Nicht mit dem Besen reinigen.

Zur Reinigung verunreinigter

Flächen Industriesauger mit Filter-

patronen der Kategorie H ent- sprechend DIN EN 60335-2-65 oder vergleichbare Geräte ver- wenden.

Um keinen Staub freizusetzen,

Allgemeine

Taubenkot vor dem Absaugen

Schutzmaßnahmen

anfeuchten, wenn er vom Unter- grund gelöst werden muss.

Waschgelegenheiten zur Verfü-

gung stellen.

muss. ● Waschgelegenheiten zur Verfü- gung stellen. 07/2008 ● Bei Tätigkeiten mit Spritz- wasserbildung

07/2008

Bei Tätigkeiten mit Spritz-

wasserbildung gebläseunter- stützte Vollmasken verwenden.

Bei erhöhter Exposition

Vollmaske der Schutzstufe TM3P einsetzen.

In abgeschlossenen Räumen,

z.B. Brückenkästen, kann auch umgebungsluftunabhängiger Atemschutz notwendig sein.

Entsprechende Betriebsanwei-

sung erstellen und die Beschäf- tigten unterweisen.

Vorsorgeuntersuchungen

Beratung zu speziellen Vorsor-

geuntersuchungen durch den

Betriebsarzt.

Weitere Informationen:

BGV A1 „Grundsätze der Prävention BGR A1 „Grundsätze der Prävention“ Biostoffverordnung

TRBA 500 „Allgemeine Hygiene:

Mindestanforderungen“ BGI 892 „Gesundheitsgefährdung durch Taubenkot“

19

20

Elektrische Anlagen und Betriebsmittel auf Bau- und Montagestellen

Elektrische Anlagen und Betriebsmittel auf Bau- und Montagestellen B 10

B 10

Diese Einrichtungen dürfen auch über Steckvorrichtungen in Haus- installationen betrieben werden.

Schutzmaßnahmen bei indirektem Berühren

1
1

Errichtung

regelmäßig entsprechend den

Steckdosen in Hausinstalla-

und Instandsetzung

Prüffristen.

tionen dürfen nicht verwendet werden.

TT-System und TN-S-System

– Stromkreise mit Steckvorrich- tungen AC 32 A über Fehler- strom-Schutzeinrichtungen (RCD) mit einem Bemessungsfehler- strom I N 30 mA betreiben.

– Andere Stromkreise mit Steck-

vorrichtungen über Fehlerstrom- Schutzeinrichtungen (RCD) mit einem Bemessungsfehlerstrom I N 500 mA betreiben.

IT-Systeme nur mit Isolations-

überwachung betreiben.

Weitere Schutzmaßnahmen:

Als Schutzmaßnahme hinter Spei- sepunkten ist auch zulässig:

– Schutzkleinspannung (SELV)

– Schutztrennung

– Betrieb von Ersatzstromversor- gungsanlagen

Zusätzliche Hinweise für frequenzgesteuerte Betriebsmittel

Frequenzgesteuerte Betriebs-

mittel können Schutzmaßnahmen

beeinträchtigen oder unwirksam machen. Dies kann verhindert werden, wenn:

– frequenzgesteuerte einphasige Betriebsmittel AC 230 V/16 A, z.B. Rüttler, HF-Werkzeuge,

Elektrische Anlagen und

Betriebsmittel dürfen nur von Elektrofachkräften oder von elek- trotechnisch unterwiesenen Per- sonen unter Leitung und Aufsicht von Elektrofachkräften errichtet, verändert und instand gehalten werden

Prüfung

Elektrische Anlagen und

Betriebsmittel sind zu prüfen – nach Errichtung, Veränderung und Instandsetzung,

– nach Errichtung, Veränderung und Instandsetzung, 07/2008 Speisepunkte ● Elektrische Betriebsmittel müs

07/2008

Speisepunkte

Elektrische Betriebsmittel müssen von besonderen Speise-

punkten aus mit Strom versorgt werden. Als besondere Speise- punkte gelten z.B.:

– Baustromverteiler

– der Baustelle zugeordnete Ab- zweige ortsfester elektrischer Anlagen

– Transformatoren mit getrenn- ten Wicklungen

– Ersatzstromversorgungs- anlagen

Speisepunkt für kleine Baustellen

Werden elektrische Betriebs-

mittel nur einzeln benutzt bzw. sind die Bauarbeiten geringen

Umfangs, dürfen als Speise-

punkte auch

– Kleinstbaustromverteiler,

– Schutzverteiler,

– ortsveränderliche Schutzein- richtungen

verwendet werden.

über pulsstromsensitive Fehler- strom-Schutzeinrichtungen (Typ

A) mit I N 30 mA betrieben

werden,

– frequenzgesteuerte Betriebs-

mittel mit Steckvorrichtungen AC 400 V mit I N 32 A nur über allstromsensitive Fehler-

strom-Schutzeinrichtungen (Typ

B) mit I N 30 mA oder über

einen Trenntransformator be-

trieben werden,

– frequenzgesteuerte Betriebs- mittel, die über Steckvorrich- tungen AC 400 V mit I N > 32 A

bis 63 A angeschlossen

werden, über allstromsensitive

21

22

Fehlerstrom-Schutzeinrichtun- Leuchten

gen (Typ B) mit I N 500 mA oder über einen Trenntransfor- matoren betrieben werden,

Bauleuchten müssen mindes-

tens sprühwassergeschützt aus-

geführt sein. Sie sollen für rauen Betrieb geeignet sein.

Hand-/Bodenleuchten,ausge-

nommen solche für Schutzklein- spannung, müssen schutzisoliert und strahlwassergeschützt aus- geführt sein.

Symbole auf elektrischen

Betriebsmitteln

elektrische Spannungaus- geführt sein. Symbole auf elektrischen Betriebsmitteln Gefährliche Schutzisoliert (Schutzklasse II) –

Gefährliche

Schutzisoliert Betriebsmitteln elektrische Spannung Gefährliche (Schutzklasse II) – frequenzgesteuerte Betriebs- mittel

(Schutzklasse II)

– frequenzgesteuerte Betriebs- mittel durch Festanschluss oder über Sondersteckvorrich- tungen angewendet werden,

die Abschaltbedingungen ein-

gehalten sind und nachgeschaltete Stromkreise keine Steckvorrichtungen ent- halten,

– Stromkreisen mit allstromsen-

sitiven Fehlerstrom-Schutzein- richtungen (Typ B) keine puls- stromsensitiven Schutzeinrichtungen (Typ A) vorgeschaltet sind.

Elektrische Leitungen

Als bewegliche Leitungen sind

Gummischlauchleitungen HO7RN-

F oder gleichwertige Bauarten zu

verwenden.

Anschlussleitungen bis 4 m

Länge von handgeführten

Elektrowerkzeugen sind auch in der Bauart HO5RN-F zulässig.

Leitungen, die mechanisch

besonders beansprucht werden, sind geschützt zu verlegen,

z.B. unter festen Abdeckungen.

Leitungsroller sollen aus Iso-

lierstoff bestehen. Sie müssen eine Überhitzungs-Schutzeinrich- tung haben. Die Steckdosen

müssen spritzwassergeschützt ausgeführt sein.

Installationsmaterial

Steckvorrichtungen sind nur

mit Isolierstoffgehäuse und nach folgenden Bauarten zulässig:

– Steckvorrichtungen, zweipolig mit Schutzkontakt

– CEE-Steckvorrichtungen,

5-polig

Schalter und Steckvorrichtun-

gen müssen mindestens spritz-

wassergeschützt ausgeführt sein und eine ausreichende mechani- sche Festigkeit besitzen.

Schutzkleinspannung und eine ausreichende mechani- sche Festigkeit besitzen. (Schutzklasse III) Trenntransformator (Schutztrennung)

(Schutzklasse III)

Festigkeit besitzen. Schutzkleinspannung (Schutzklasse III) Trenntransformator (Schutztrennung) baumustergeprüfte

Trenntransformator

(Schutztrennung)

baumustergeprüfte Betriebs-(Schutzklasse III) Trenntransformator (Schutztrennung) Explosionsgeschützte, mittel Für rauen Betrieb

Explosionsgeschützte,

mittel

Für rauen Betriebbaumustergeprüfte Betriebs- Explosionsgeschützte, mittel Staubgeschützt Regengeschützt (Sprühwassergeschützt)

Staubgeschützt Betriebs- Explosionsgeschützte, mittel Für rauen Betrieb Regengeschützt (Sprühwassergeschützt)

Regengeschützt mittel Für rauen Betrieb Staubgeschützt (Sprühwassergeschützt) Spritzwassergeschützt

(Sprühwassergeschützt)

SpritzwassergeschütztStaubgeschützt Regengeschützt (Sprühwassergeschützt) Strahlwasser- geschützt Weitere Informationen: BGV A3

(Sprühwassergeschützt) Spritzwassergeschützt Strahlwasser- geschützt Weitere Informationen: BGV A3

Strahlwasser-

geschützt

Weitere Informationen:

BGV A3 „Elektrische Anlagen und Betriebs- mittel“ mit Durchführungsanweisungen

BGI 608 „Auswahl und Betrieb elektrischer

Anlagen und Betriebsmittel auf Bau- und Montagestellen“

BGI 600 „Auswahl und Betrieb ortsver- änderlicher elektrischer Betriebsmittel“ BGI 594 „Einsatz von elektrischen Betriebsmitteln bei erhöhter elektrischer Gefährdung“ Elektrotechnische Regeln (DIN VDE-Bestim- mungen) Betriebssicherheitsverordnung TRBS 2131 „Elektrische Gefährdungen“

Elektrische Anlagen und Betriebsmittel

Wiederholungsprüfungen

Elektrische Anlagen und Betriebsmittel Wiederholungsprüfungen B 11

B 11

Elektrische Anlagen und Betriebs- mittel sind regelmäßig durch Elektrofachkräfte zu überprüfen und durch Prüfetikett, Banderole o. Ä. zu kennzeichnen. Die Prüfun- gen sind nachzuweisen.

Ortsfeste elektrische Anlagen und Betriebsmittel

Ortsfeste elektrische Betriebs- mittel sind fest angebrachte Be- triebsmittel oder Betriebsmittel, die keine Tragevorrichtung haben und deren Masse so groß ist, dass sie nicht leicht bewegt werden können. Dazu gehören auch elektrische Betriebsmittel, die vorübergehend fest ange- bracht sind und über bewegliche Anschlussleitungen betrieben werden. Für ortsfeste elektrische Anlagen und Betriebsmittel sind die Forderungen hinsichtlich Prüffrist und Prüfer erfüllt, wenn die gemäß der Tabelle 1A (BGV A3) genann- ten Festlegungen eingehalten werden.

Wiederholungsprüfungen ortsfester elektrischer Anlagen und Betriebsmittel nach Tabelle 1A, BGV A3

Anlage/Betriebsmittel

Prüffrist

Art der Prüfung

Prüfer

Elektrische Anlagen und ortsfeste Betriebsmittel

4

Jahre

auf ordnungs-

Elektrofachkraft 3 )

 

gemäßen

 

Zustand

Elektrische Anlagen und ortsfeste elektrische Be- triebsmittel in „Betriebs- stätten, Räumen und Anla- gen besonderer Art“, z.B. Baustellen

1

Jahr

Schutzmaßnahmen mit

1

Monat

auf

Elektrofachkraft oder elektrotech- nisch unterwiesene Person bei Verwen- dung geeigneter Mess- und Prüf- geräte 3 )

Fehlerstrom-Schutzein-

 

Wirksamkeit

richtungen in nichtsta-

tionären Anlagen 2 )

Fehlerstrom-, Differenz- strom und Fehlerspan- nungs-Schutzschalter in stationären Anlagen 1 ) – in nichtstationären Anla- gen 2 )

 

auf einwand-

Benutzer

freie Funktion

durch Betätigen

der Prüfein-

6

Monate

richtung

arbeitstäglich

1) Stationäre Anlagen sind solche, die mit ihrer Umgebung fest verbunden sind, z.B. Installationen in Gebäuden, Baustellenwagen, Containern und auf Fahrzeugen.

2) Nichtstationäre Anlagen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie entsprechend ihrem bestimmungs- gemäßen Gebrauch nach dem Einsatz wieder abgebaut (zerlegt) und am neuen Einsatzort wieder aufgebaut (zusammengeschaltet) werden. Hierzu gehören z.B. Anlagen auf Bau- und Montagestel- len, fliegende Bauten.

3) Die Verantwortung für die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfungen obliegt einer Elektro- fachkraft. Stehen für die Mess- und Prüfaufgaben geeignete Mess- und Prüfgeräte zur Verfügung, dürfen auch elektrotechnisch unterwiesene Personen unter Leitung und Aufsicht einer Elektrofach- kraft prüfen.

Wiederholungsprüfungen ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach Tabelle 1B, BGV A3

Anlage/Betriebsmittel

Prüffrist Richt- und Maximal- werte

Art der Prüfung

Prüfer

ortsveränderliche elek-

Richtwert 6 Monate, auf Baustellen 3 Monate 5 ). Wird bei Prüfungen eine Fehlerquote < 2 % erreicht, kann die Prüffrist entspre- chend verlängert werden. Maximalwert:

auf ordnungs-

Elektrofachkraft bei Verwendung geeigneter Mess- und Prüfgeräte, auch elektrotech- nisch unterwie- sene Person 4 )

trische Betriebsmittel

gemäßen

(soweit benutzt)

Zustand

Verlängerungs-

und Geräteanschluss- leitungen mit Steck- vorrichtung

Anschlussleitungen mit

 

Stecker

Auf Baustellen, in Fertigungsstätten oder unter ähnlichen Bedingungen 1 Jahr. In Büros oder unter ähnlichen Bedingun- gen 2 Jahre.

bewegliche Leitungen mit Stecker und Festan- schluss

4) Die Verantwortung für die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfung ortsveränderlicher elektri- scher Betriebsmittel darf auch eine elektrotechnisch unterwiesene Person übernehmen, wenn geeig- nete Mess- und Prüfgeräte verwendet werden.

5) Unternehmer, die diese variable Regelung nicht in Anspruch nehmen wollen, erfüllen die Anforde- rungen auch, wenn die Prüffristen in der nachfolgenden Tabelle eingehalten werden.

Betriebsspezifische Wiederholungsprüfungen ortsveränderlicher Betriebsmittel auf Baustellen nach BGI 608

Betriebsbedingungen

Beispiele/Baustelle

Frist

Betriebsmittel, die sehr hohen Bean- spruchungen unterlie- gen

Schleifen von Metallen (Aluminium, Magnesium und gefetteten Blechen), Verwendung in Bereichen mit leit- fähigen Stäuben

wöchentlich

Nassschleifen von nichtleitenden Mate- rialien, Kernbohren, Stahlbau, Tunnel- und Stollenbau

3

Monate

normaler Betrieb

Hochbau,

6

Monate

Innenausbau,

 

allgemeiner Tiefbau,

Elektroinstallation,

Sanitär- und

Heizungsinstallation,

Holzausbau

Sanitär- und Heizungsinstallation, Holzausbau 07/2008 Als Kriterium zur Festlegung der Prüffristen gilt

07/2008

Als Kriterium zur Festlegung der Prüffristen gilt Tabelle 1B der Durchführungsanweisung zur BGV A3. Das Maß zur Orientierungs- hilfe ist die bei der Prüfung aufge- tretene Fehlerquote. Liegt diese unter 2%, darf die Prüffrist ver- längert werden. Die Fehlerquote ermittelt sich aus dem Anteil der

Betriebsmittel mit Mängeln an der

23

24

Gesamtzahl der geprüften Betriebsmittel.

Ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel

Ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel sind solche, die während des Betriebes bewegt werden oder die leicht von ei- nem Platz zum anderen gebracht werden können, während sie an dem Versorgungsstromkreis angeschlossen sind.

Weitere Informationen:

BGV A3 „Elektrische Anlagen und Betriebs- mittel“ mit Durchführungsanweisungen BGI 608 „Auswahl und Betrieb elektrischer Anlagen und Betriebsmittel auf Bau- und Montagestellen“ BGI 600 „Auswahl und Betrieb ortsver- änderlicher elektrischer Betriebsmittel“ Elektrotechnische Regeln (DIN VDE-Bestim- mungen) Betriebssicherheitsverordnung TRBS 1201 „Prüfungen von Arbeitsmitteln“ TRBS 1203 Teil 1 „Befähigte Personen – Besondere Anforderungen – Elektrische Gefährdungen“

Bohrmaschinen

Bohrmaschinen B 12

B 12

1 3 2
1
3
2

Betrieb

Auf Verkleidung des Antriebs

Nur Spannvorrichtungen mit

verdeckten oder versenkten

Schrauben benutzen.

Vorsorgeuntersuchungen

Spezielle arbeitsmedizinische

achten .

Ringe, Ketten, Armbanduhren

Vorsorgeuntersuchungen veran-

Eng anliegende Kleidung

tragen, Ärmel nach innen

oder ähnliche Gegenstände vor Arbeitsbeginn ablegen.

lassen, wenn die Beschäftigten gehörschädigendem Lärm aus-

umschlagen .

Geeignete Spänehaken und

gesetzt sind.

Langes Haar schützen.

ggf. Handfeger benutzen.

Werkstücke beim Bohren

Niemals bei laufender

sicher festspannen bzw. auf-

Maschine ein- oder ausspannen.

Hinweise für

legen . Lange Werkstücke

Beim Bohren spröder Werk-

Ständerbohrmaschinen

unterstützen.

stoffe Schutzbrille benutzen.

Niemals Handschuhe tragen.

Schutzbrille benutzen. ● Niemals Handschuhe tragen. 10/2006 ● Nicht an laufender Bohr- spindel vorbeigreifen.

10/2006

Nicht an laufender Bohr-

spindel vorbeigreifen.

Maschine nur bei Stillstand

säubern.

Nur standsichere Bohrständer

mit auf das Gewicht der Bohr-

maschine abgestimmter Rück- stellfeder benutzen.

Maschinentisch nach Höhen-

verstellung wieder feststellen.

25

4
4

Hinweise bei der Verwendung von Kühlschmierstoffen

Zum Kühlen möglichst Wasser

oder nichtwassermischbare Kühl- schmierstoffe, z.B. Bohr- oder Schneidöle, verwenden.

Bei der Verwendung von was-

sergemischten Kühlschmier-

stoffen, z.B. Emulsionen, Nitrit- gehalt und pH-Wert mindestens wöchentlich überprüfen.

Hautkontakt mit Kühlschmier-

stoffen vermeiden. Schutzbrillen oder Gesichtsschutz, wenn die Kleidung benetzt werden kann, auch Schutzschürzen benutzen. Hautschutzmittel verwenden.

Nicht mehr verwendungs-

fähige Kühlschmierstoffe in Behäl- tern sammeln, kennzeichnen und fachgerecht als Sonderabfall ent- sorgen.

Hinweise

Hinweise für

für Magnetständer-

Handbohrmaschinen

bohrmaschinen

Auf einwandfreie magnetische

Ankopplung des Ständerfußes achten (Werkstückoberflächen

müssen frei von Rost, Farbe, Spänen usw. sein).

An hoch gelegenen Arbeits-

plätzen sowie bei Vertikal- und Überkopfbohrarbeiten Bohrma- schine mit Seil oder Kette gegen Herabfallen bei evtl. Stromausfall

sichern.

26

Maschine mit beiden Händen

halten.

Zusatzhandgriffe benutzen .

Beim Bohren spröder Werk-

stoffe in Augenhöhe und über

dem Kopf Schutzbrille benutzen.

Bohrmaschine nur im Still-

stand ablegen.

Bohrarbeiten nicht von der

Anlegeleiter ausführen.

Vor Bohrerwechsel Netz-

stecker ziehen.

Weitere Informationen:

Betriebssicherheitsverordnung BGR 500 „Betreiben von Arbeitsmitteln“ BGV A3 „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“ BGR 143 „Tätigkeiten mit Kühlschmier- stoffen“

Handbetriebene Scheren und Stanzen

Handbetriebene Scheren und Stanzen B 13

B 13

1 2 3
1
2
3

Betrieb

Zulässige Schnittleistung

beachten, verschlissene Messer austauschen.

Bei der Handhabung von

Blechen Handschuhe tragen.

Handhebelscheren und Handhebelstanzen

Hochgestellte Hebel in Ruhe-

stellung und gegen unbeabsich-

tigtes Herabfallen sichern .

Bei der Aufstellung von Hebel-

Geeignete Blechhebezeuge

scheren auf eventuelle Quetsch-

verwenden.

und Scherstellen, auch während des Schneidvorganges, achten.

Werkstück durch Niederhalter

Schlagscheren

gegen Hochkanten sichern.

Gegengewicht am Messer-

balken so ausbalancieren und

unverschiebbar feststellen, dass das bewegliche Obermesser nicht selbsttätig niedergehen kann .

Schnittlinie auf ganzer Länge

durch Schutzleiste oder Balken- niederhalter abdecken .

durch Schutzleiste oder Balken- niederhalter abdecken . 10/2004 ● Arbeitsplatz von Abfällen frei- halten. ●

10/2004

Arbeitsplatz von Abfällen frei-

halten.

Maschinen sicher und leicht

zugänglich aufstellen.

Weitere Informationen:

Betriebssicherheitsverordnung BGR 500 „Betreiben von Arbeitsmitteln“

27

28

Kraftbetriebene Scheren

Kraftbetriebene Scheren B 14

B 14

1 2 1 2
1 2
1
2

Betrieb

Zulässige Schnittleistung

beachten, verschlissene Messer austauschen.

Bei der Handhabung von

Blechen Handschuhe tragen.

Geeignete Blechhebezeuge

verwenden.

Tafelscheren

Schnittlinie sowie Stempel-

oder Balkenniederhalter auf

ganzer Länge durch Schutzleiste oder Schutzgitter abdecken .

Hub der Niederhalter so

gering wie möglich einstellen und der jeweils zu schneidenden Materialdicke anpassen .

und der jeweils zu schneidenden Materialdicke anpassen . 10/2004 ● Unter dem Tisch liegende Gegen- stänge

10/2004

Unter dem Tisch liegende Gegen-

stänge gegen unbeabsichtigtes

Betätigen und Einrücken sichern.

Auf ordnungsgemäße Funktion

der Nachschlagsicherung achten.

Bei unumgänglichen Arbeiten

an oder von der Rückseite auch

hier entsprechende Schutzvor- richtung anbringen. Gefahrenbe-

reiche absperren und Einrückhebel festlegen oder Maschine aus- schalten.

Umrüst- und Reparaturarbeiten

niemals an laufender Maschine durchführen. Einrückhebel festle- gen oder Auslöseschaltersichern.

Zusätzliche Hinweise für Rundscheren

Kraftbetriebene Rundscheren

an der Einlaufseite des Ober- messers mit Fingerabweiser ausrüsten .

Zusätzliche Hinweise für Universalscheren

Werden beim Auslösen des

Schneidevorgangs mehrere Werk-

zeuge gleichzeitig betätigt, sind die nicht benutzten Werkzeuge gegen unbeabsichtigtes Hinein- greifen zu sichern .

Lange Werkstücke unter-

stützen.

29

1 3 4
1
3
4
. ● Lange Werkstücke unter- stützen. ➭ 29 1 3 4 Weitere Informationen: Betriebssicherheitsverordnung BGR

Weitere Informationen:

Betriebssicherheitsverordnung BGR 500 „Betreiben von Arbeitsmitteln“

30

Rundmaschinen

Walzen

Rundmaschinen Walzen B 16

B 16

2 1 4 5
2
1
4
5
3
3
Rundmaschinen Walzen B 16 2 1 4 5 3 10/2004 ● Verkleidung der Antriebszahn- räder nicht

10/2004

Verkleidung der Antriebszahn-

räder nicht entfernen .

Bei Rundmaschinen mit aus-

schwenkbaren Oberwalzen darf

die Verkleidung der Zahnräder schwenkbar sein .

Bei handbetriebenen Rundma-

schinen muss das Zahnradpaar

neben der Handkurbel mit einer Abdeckung versehen sein .

Kraftbetriebene Rundmaschi-

nen sind mit Handschutzeinrich- tungen in Form von Schaltern ohne Selbsthaltung und Not-Aus-

Schalter auszurüsten (Betätigung evtl. über Reißleine oder Fuß- schalter .)

Soweit möglich, Handab-

weiser, z.B. Stangen, Abdeck- bleche usw., vorsehen.

Bei der Aufstellung von Rund-

maschinen auf mögliche Quetsch- und Scherstellen – auch während

des Biegevorganges – achten.

Niemals Handschuhe tragen.

Weitere Informationen:

Betriebssicherheitsverordnung BGR 500 „Betreiben von Arbeitsmitteln“

31

32

Abkantbänke

Abkantbänke B 18

B 18

Abkantbänke B 18 2 2 3 1 ● stellen. ● dass während des Abkantvor- ganges keine
2 2 3 1
2
2
3
1

stellen.

dass während des Abkantvor- ganges keine Quetsch- und Scherstellen entstehen.

Bei handbetriebenen Abkant-

bänken müssen das Gegenge-

wicht und dessen Bahn verkleidet sein .

Bei kraftbetriebenen Abkant-

bänken sind mögliche Quetsch- und Scherstellen zwischen Maschinenständer und Biege- wange mit Abweisblechen zu verkleiden .

Kraftbetriebene Abkantbänke

Maschinen standsicher auf-

Die Maschinen so aufstellen,

Maschinen standsicher auf- Die Maschinen so aufstellen, ● Zulässige Biegeradien beachten. ● Zum Verstellen

Zulässige Biegeradien

beachten.

Zum Verstellen der Werkstück-

auflagen nicht unter das Werk- zeug greifen.

Weitere Informationen:

Betriebssicherheitsverordnung BGR 500 „Betreiben von Arbeitsmitteln“

sind mit Sicherheitseinrichtun- gen, z.B. Fußschalter ohne Selbsthaltung und Not-Aus- Schalter, auszurüsten .

Für komplizierte Biegevorgän-

ge Arbeitsabläufe planen und festlegen, um Handverletzungen zu vermeiden.

Für komplizierte Biegevorgän- ge Arbeitsabläufe planen und festlegen, um Handverletzungen zu vermeiden. 10/2004 33 34

10/2004

33

34

Schleifmaschinen

Schleifmaschinen B 19

B 19

1 Hersteller, Lieferer, 2 Einführer oder deren gesetzl. geschütztes Warenzeichen Benennung: Abmessungen:
1
Hersteller, Lieferer,
2
Einführer oder deren gesetzl.
geschütztes Warenzeichen
Benennung:
Abmessungen:
Prüfzeichen
oder Nummer
der Konformitäts-
Bindung:
erklärung
Härte:
m/s=
Korn:
U/min.
3
bei
mm
Ø
Raum für zusätzl. vorgeschriebene
Eintragung z. B. Verwendungs-
einschränkungen (VE)

Nur gekennzeichnete Schleif-

maschinen und Schleifkörper verwenden .

Kennzeichnung für erhöhte

Umfangsgeschwindigkeit beach-

ten: zusätzlicher Farbstreifen .

Schleifkörper mit Magnesit-

bindung sind mit einem weißen Farbstreifen gekennzeichnet.

Entsprechend der auszuführen-

den Arbeit den richtigen Schleif-

körper auswählen.

Schleifwerkzeuge, die nicht

für alle Einsatzzwecke geeignet

sind, müssen mit entsprechenden Verwendungseinschränkungen (VE) gekennzeichnet sein.

Drehzahl der Maschine mit der

zulässigen Umdrehungszahl des Schleifkörpers vergleichen; sie darf nicht höher sein als die des Schleifkörpers .

sie darf nicht höher sein als die des Schleifkörpers . 10/2006 ● Schutzbrille bzw. Schutz- haube

10/2006

Schutzbrille bzw. Schutz-

haube und Gehörschutz benutzen.

Wechseln bzw. Aufspannen

von Schleifkörpern nur von unter- wiesenen Personen ausführen

lassen.

Vorsorgeuntersuchungen

Spezielle arbeitsmedizinische

Vorsorgeuntersuchungen veran- lassen, wenn die Beschäftigten gehörschädigendem Lärm aus- gesetzt sind.

Kennzeichnung von Schleif- körpern für erhöhte Arbeits-

höchstgeschwindigkeiten

Arbeitshöchst-

Farbstreifen

geschwindig-

(Anzahl und

keiten (m/s)

Kennfarbe)

50

blau

63

gelb

80

 

rot

100

grün

125

blau + gelb

140

blau + rot

160

blau + grün

180

gelb + rot

200

gelb + grün

225

 

rot

+ grün

250

2

x blau

280

2

x gelb

320

2

x rot

360

2

x grün

Zusätzliche Hinweise für stationäre Schleifmaschinen

Schleifkörper ordnungsgemäß

aufspannen und gleich große, zur Schleifmaschine gehörende Spannflansche verwenden. Der Mindestdurchmesser der Spann- flansche richtet sich nach dem Bohrungsdurchmesser im Schleif-

körper. Gegebenenfalls elastische

Zwischenlagen verwenden.

Vor dem Aufspannen Klang-

probe vornehmen.

Schleifkörper und Spannwerk-

zeuge auf erkennbare Mängel überprüfen. Probelauf durchfüh- ren; dabei sich seitlich außerhalb

des Gefahrenbereiches aufhalten.

Schleifkörperbohrungen nicht

durch Reduzierringe oder Vergie- ßen verkleinern.

Schutzhaube und Werkstück-

auflage entsprechend der Schleif- körperabnutzung regelmäßig

nachstellen .

35

körperabnutzung regelmäßig nachstellen . ➭ 35 Zusätzliche Hinweise für Handschleifmaschinen ≤ 5 mm

Zusätzliche Hinweise für Handschleifmaschinen

≤ 5 mm ● 6 ≤ 65° ● ≤ 90° ≤ 3 mm ● 6
≤ 5 mm
6
≤ 65°
≤ 90°
≤ 3 mm
6

Zum Aufspannen nur gleich

große, zur Maschine gehörende Spannflansche verwenden und

mit Spezialschlüssel aufspannen. Probelauf durchführen.