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Aufgabe 1: Definitionen (je 0,5 Punkt für eine richtige Antwort, insgesamt 5 Punkte)

(1)

Für Eventualschulden besteht nach IFRS lediglich eine Angabepflicht (Antwort: wahr/unwahr).

(2)

Wie sind selbsterstellte Filmrechte nach IFRS planmäßig abzuschreiben?

(3)

In welchem Standard finden sich die Regelungen zu den als Finanzinvestition gehaltene Immobilien?

(4)

Rücklagen sind Bestandteil des Eigenkapitals (Antwort: wahr/unwahr).

(5)

In welchem Standard ist die Bilanzierung von Fremdkapitalkosten geregelt?

(6)

In welchem Standard ist die Bilanzierung von Immateriellen Vermögenswerten geregelt?

(7)

Bei der Kapitalflussrechnung werden die Erträge den Aufwänden gegenübergestellt (Antwort:

(8)

wahr/unwahr). Wofür steht die Abkürzung IFRS?

(9)

Wofür steht die Abkürzung LIFO?

IFRS? (9) Wofür steht die Abkürzung LIFO? (10) Nennen Sie drei Methoden der Abschreibung. Aufgabe 2:

(10) Nennen Sie drei Methoden der Abschreibung.

Aufgabe 2: Aktienoption (10 Punkte)

Ein Unternehmen legt am 01.01.20X1 einen Aktienoptionsplan fest, der 5 Führungskräften je 10.000 Ak- tienoptionen einräumt. Der Bezugskurs sowie der Börsenkurs bei Gewährung der Optionen betragen jeweils € 10 je Aktie. Das gezeichnete Kapital umfasst 5.000.000 Stückaktien zu je € 1. Die Laufzeit der Optionen endet zum 31.12.20X5. Als Sperrfrist wird der 31.12.20X3 festgesetzt. Das Erfolgsziel beruht auf einer 10%igen Steigerung des Aktienkurses seit Auflegung des Aktienoptionsplans. Des Weiteren sei angenom- men, dass sämtliche im Unternehmen verbliebenen Führungskräfte ihre Optionen nach Beendigung der Sperrfrist ausüben.

Zur Bewertung der Optionen soll ein Binomialmodell genutzt werden, für das folgende Annahmen bzw. Bewertungsprämissen getroffen werden:

der Kurs liege an jedem Bilanzstichtag mit je 40%iger Wahrscheinlichkeit über und 60%iger Wahr- scheinlichkeit unter dem Kurs des vorigen Bilanzstichtags;

bei Kurssteigerungen wird davon ausgegangen, dass der neue Kurs bei 140 Prozent des alten liegt (der proportionale Aufwärtsfaktor beträgt 1,4);

bei Kursrückgängen wird davon ausgegangen, dass der neue Kurs bei 70 Prozent des alten liegt (der proportionale Abwärtsfaktor z beträgt 0,7);

der Kalkulationszinssatz r liegt bei 8 Prozent.

(1) Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für drei aufeinander folgende Kurssteigerungen? (1 Punkt) (2) Welchen Wert hat die Option, wenn der Aktienkurs drei Mal fällt? (1 Punkt) (3) Welcher Aktienendkurs ergibt sich bei zwei Kurssteigerungen und einem -rückgang? (1 Punkt) (4) Welchen Wert hat eine Option zum Zeitpunkt der Gewährung? Hinweis: Runden Sie auf zwei Nach- kommastellen! (7 Punkte)

Aufgabe 3: Wahlrechtsausübung (20 Punkte)

Der Vorstandsvorsitzende der Berlin AG weist den Leiter des Rechnungswesens an, Wahlrechte im Ge- schäftsjahr 2010 so auszuüben, dass ein möglichst niedriger Periodengewinn ausgewiesen wird. Wie sollte der Leiter des Rechnungswesens die folgenden Geschäftsvorfälle erfassen? Finden Sie eine nach IFRS regel- konforme Lösung!

(1) Anfang des Geschäftsjahres 2010 wurde eine Maschine für € 2.000.000 beschafft. Es bestehen die Mög- lichkeiten, die Maschine zeitlich-linear oder arithmetisch-degressiv abzuschreiben, jeweils über 10 Jahre auf einen Restwert von € 200.000. (a) Welche Methode sollte im Hinblick auf das bilanzpolitische Ziel angewandt werden? (1 Punkt)

(b)

Wie hoch ist der Abschreibungsaufwand bei der gewinnminimierenden Lösung im Jahr 2010? (2 Punkt)

(c)

Wie lautet der Buchungssatz bei direkter Erfassung der Abschreibung? (2 Punkt)

(d)

Welcher Abschreibungssatz ergibt sich bei der arithmetisch-degressiven Abschreibung im letzten Jahr (2019)? (2 Punkte)

(e)

Welcher Abschreibungsbetrag wird in der ersten Nutzungsperiode (2010) bei geometrisch- degressiver Abschreibung erfasst? (4 Punkt)

(2) Ende 2009 beginnt die Berlin AG mit dem Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes. Die Fertigstellung des Gebäudes soll voraussichtlich drei Jahre dauern. Anfang 2010 hatten die aktivierten Herstellungskosten des Gebäudes 0 betragen, am Jahresende betragen diese € 850.000. Die Berlin AG bedient sich zur Fi- nanzierung des Bauvorhabens eines eigens dafür aufgenommenen Darlehens in Höhe von € 400.000, das sich mit 10 Prozent p.a. verzinst. Ansonsten finanziert sich die Berlin AG über Anleihen, die im Durch- schnitt mit 8 Prozent p.a. verzinst werden.

(a)

Der Assistent des Leiters des Rechnungswesens weist darauf hin, dass nach IFRS Fremdkapitalkos- ten aktiviert werden dürfen. Wäre eine Aktivierung im Hinblick auf die bilanzpolitische Motivation sinnvoll? (Antwort: ja/nein) (1 Punkt)

(b)

Um welchen Betrag fällt bzw. steigt der Gewinn in 2010 (unter sonst gleichen Bedingungen), wenn die Fremdkapitalkosten aktiviert werden? Geben Sie den Betrag an! (4 Punkte)

(c)

Wenn die Berlin AG für den Bau der Anlage kein Fremdkapital aufgenommen hätte und sich auch sonst nur aus Eigenmitteln finanzieren würde, könnten in diesem Fall auch Kapitalkosten für den Bau des Gebäudes aktiviert werden? (Antwort: ja/nein). (1 Punkt)

(3) Abweichend von der obigen Annahme möchte der Vorstandsvorsitzende durch mögliche Bilanzpolitik den Periodengewinn so hoch wie möglich ausweisen. Nehmen Sie anhand dieser Vorgabe Entscheidun- gen in den nachfolgenden Fällen vor.

(a)

Eine Reparatur des Daches der Lagerhalle ist zum Ende des Geschäftsjahres 2010 fällig, muss aber wegen technischer Probleme in das Jahr 2011 verschoben werden. Die Kosten belaufen sich auf 250.000, wovon € 200.000 innerhalb der ersten drei Monate in 2011 anfallen werden. Beurteilen Sie, in welcher Höhe in diesem Fall ggf. eine Rückstellung zu bilden ist und geben Sie dann den Betrag an. (1 Punkt)

(b)

Die Berlin AG hat für ein assoziiertes Unternehmen eine Bürgschaft übernommen, die sich auf eine Höhe von € 550.000 beläuft. In welcher Höhe ist eine Rückstellung zu bilden? (2 Punkte)

(c)

Für die abgesetzten Produkte des Jahres 2009 sollen Garantierückstellungen gebildet werden. Erfah- rungsgemäß ist mit Kosten von ca. 2,3 Prozent des Umsatzes für Garantiefälle und 0,75 Prozent des Umsatzes für übliche Kulanzfälle zu rechnen. Der Umsatz belief sich auf 10 Mio. Euro. Beurteilen Sie, in welcher Höhe in diesem Fall eine Rückstellung zu bilden ist und geben Sie den Betrag an. (2 Punkte)

Aufgabe 4: Wertminderung (13 Punkte)

Die Bohlen AG besitzt eine Wohnanlage auf Mallorca. Diese Anlage besteht aus einem zusammenhängenden Wohnblock, den sie Anfang 2002 zu einem Kaufpreis von € 16 Millionen gekauft hat. Das Gebäude sollte 12 Jahre genutzt werden, wobei die Bohlen AG einen Restwert von 1 Millionen Euro am Ende der Nutzung erwartet. Die Abschreibung erfolgt linear. Die Mieterträge aus diesem Gebäude belaufen sich jährlich auf € 1.500.000. Zum Bilanzstichtag 2010 erfährt die Bohlen AG, dass die benachbarten Grünflächen ab sofort als Gewerbegebiet freigegeben werden soll. Die Bohlen AG erwartet daher, dass der Marktwert ihres Gebäudes auf 35 Prozent des Buchwertes am Bilanzstichtag sinkt. Außerdem kann das Mietniveau nicht mehr gehalten werden und die zu erwartenden Mieteinkünfte reduzieren sich auf € 450.000 pro Jahr. Der erwartete Rest- wert am Ende der Nutzungszeit wird auf € 700.000 geschätzt. Der momentane Marktzins liegt bei 5 Prozent.

(1)

Ermitteln Sie den erzielbaren Betrag zum Bilanzstichtag 2010 (6 Punkte).

(2)

Wie hoch ist die Wertminderung des Gebäudes? (2 Punkte)

(3)

Mit welchem Betrag wird das Gebäude nach der Wertminderung jährlich abgeschrieben (linear)

(4)

(3 Punkte) Wie wird die Abschreibung auf den neuen Buchwert im Jahr 2010 erfasst (Buchungssatz)? (2 Punkt)

Aufgabe 5: Kapitalflussrechnung (12 P)

Gegeben sind folgende Bilanzen zweier aufeinander folgender Jahre:

Bilanzposition

2008

2009

Aktiva

 
 

Sachanlagen

1.000.000

1.200.000

Kum. Abschreibungen

- 200.000

- 400.000

Vorräte

200.000

240.000

Forderungen

40.000

50.000

Zahlungsmittel

20.000

50.000

Summe Aktiva

1.060.000

1.140.000

Passiva

 
 

Stammkapital der AG

400.000

400.000

Einbehaltene Gewinne

160.000

400.000

Verbindlichkeiten

500.000

340.000

Summe der Passiva

1.060.000

1.140.000

Erstellen sie aus den beiden Bilanzen nach der indirekter Methode die Kapitalflussrechnung, wobei folgen- de Nebenbedingungen gelten sollen: (a) die Änderungen der Verbindlichkeiten werden nicht als operativer Cashflow erfasst; (b) es wurden keine Sachanlagen verkauft; es werden keine Dividenden ausgeschüttet (d.h., der Periodengewinn wird vollständig einbehalten); es wurden keine (Unternehmens-) Steuern bezahlt. Achten Sie beim Eintragen der Ergebnisse auf das Lösungsblatt, bei der entsprechenden Nummer, auf die Vorzeichen! (je 1,5 Punkte)

Kapitalflussrechnung

Periodenergebnis

(1)

Abschreibungen

(2)

Vorräte

(3)

Forderungen

(4)

Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit

(5)

Netto- Cashflow aus Investitionstätigkeit

(6)

Netto- Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

(7)

Netto-Cashflow (gesamt)

(8)