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Sandra Stelmach

Weblogs für den Spanischunterricht
– Grundlagen, Bedingungen und Möglichkeiten des Weblog-Einsatzes im Fremdsprachenunterricht Spanisch zur Förderung von Fachkompetenzen und Schlüsselqualifikationen für das Leben in der Wissensgesellschaft

MaSterarbeit

Gutachterinnen: Prof. Dr. Christiane Neveling Melanie Bächer
Adresse: Matrikelnummer: E-Mail-Adresse: Wilhelm-Sammet-Straße 4 04129 Leipzig 1042062 S.Stelmach@gmx.de

inhaltsverzeichnis
1 Ausgangspunkt und Motivation der Auseinandersetzung mit dem Thema sowie Darstellung des Argumentationsverlaufs 2 Von der Industrie- zur Wissensgesellschaft
2.1 Wissen – konstruktiv, situativ und sozial 2.2 Die Wissensgesellschaft 2.3 Das digitalisierte Wissen: Chancen und Risiken 2.4 Der Mensch in der Wissensgesellschaft 2.5 Wo muss der Weg hingehen? – JIM-Studie 2011 sowie Bildungsund Wissensdelphi 1996/98

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3 Neue Medien = Neues Lernen im Fremdsprachenunterricht Spanisch
3.1 Kompetenzen für ein lebenslanges Lernen
3.1.1 Medienkompetenz 3.1.2 Kooperationskompetenz 3.1.3 Selbststeuerungskompetenz

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3.2 Förderung von Lernkompetenzen im Fach Spanisch
3.2.1 Direkte oder indirekte Förderung 3.2.2 Die Verknüpfung der Lernkompetenzen im Spanischunterricht

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3.3 Implikationen für den Fremdsprachenunterricht Spanisch
3.3.1 Aufgabenorientierung 3.3.2 Handlungsorientierung 3.3.3 Komponeneten handlungs- und aufgabenorientierter Lernumgebungen

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4 Weblogs – Was ist das?
4.1 Die Geschichte der Weblogs 4.2 Bestandteile von Weblogs 4.3 Kategorisierung von Weblogs 4.4 Weblogs: Eine Definition

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5 Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch
5.1 Gegenüberstellung webbasierter Internettools für den Fremdsprachenunterricht
5.1.1 Synchrone und asynchrone webbasierte Kommunikationstools 5.1.2 Content Management Systeme (CMS) und Learning Management Systeme (LMS) 5.1.3 WebQuests 5.1.4 Vergleich von Weblogs mit Kommunikationstools und (Learning) Content Management Systemen

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5.2 Aspekte bei der Weblog-Arbeit im Fremdsprachenunterricht Spanisch
5.2.1 Motivationale Aspekte 5.2.2 Schulung von Lernkompetenzen 5.2.3 Förderung funktionaler kommunikativer Kompetenzen

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5.3 Möglichkeiten des Weblog-Einsatzes 5.4 Risiken und Bedingungen des Weblog-Einsatzes
5.4.1 Erfahrungsberichte: Risiken beim Weblog-Einsatz zu Bildungszwecken 5.4.2 Bedingungen des Weblog-Einsatzes im Spanischunterricht

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6 Die Simulation eines Weblog-Projekts für den Fremdsprachenunterricht Spanisch: Los sucesores de Colón
6.1 Die Vorbereitungsphase – Antes de la aplicación
6.1.1 Die Projektidee: Lerngruppe, Thema und Weblog-Modell 6.1.2 Organisatorischer Rahmen: Ressourcen, Lernziele und Strukturierung 6.1.3 Vermittlung: Technische und sprachliche Mittel und Lerntechniken

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6.2 Die Durchführungsphase – Durante la aplicación del blog
6.2.1 Weblogs: Anbieter und Einstellungen 6.2.2 Der Lehrer-Blog 6.2.3 Die Schüler-Blogs 6.2.4 Integration in den laufenden Unterricht

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6.3 Die Nachbereitungsphase – Después de la aplicación del blog
6.3.1 Erstellung und Präsentation des Lernprodukts 6.3.2 Bewertung und Evaluation des Weblog-Projekts

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7 Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch? – Resümee und Ausblick 8 Literaturverzeichnis 9 Anhang 10 Eidesstattliche Erklärung

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Spätestens seit der kommunikativen Wende in den 1960er Jahren kann für den fremdsprachlichen Unterricht ein verstärkter Einsatz moderner Medien festgestellt werden. definiert und miteinander verknüpft. solche Medien für den eigenen Unterricht zu funktionalisieren. Steveker 4 . Das moderne Lehrwerk integriert zahlreiche herkömmliche und digitale Medien. In Arbeitsaufträgen wird darüber hinaus zunehmend zur Internetrecherche angeleitet. die grundlegend für das Leben in einer zukunftsorientierten Gesellschaft sind (2005).0-Anwendungen. Diese können nicht als materielles Medium einem Lehrwerk beigefügt werden. wurde in neuster Zeit auch von Schulbuchverlagen erkannt. Seitdem Computer und Internet auch in die heimischen Zimmer vorgedrungen sind.1 Ausgangspunkt und Motivation der Auseinandersetzung mit dem Thema sowie Darstellung des Argumentationsverlaufs Die Weiterentwicklung innovativer Technologien hat sich seit der Industrialisierung rapide beschleunigt. Eine wichtige Rolle wird dabei der „interaktiven Anwendung von Medien und Mitteln“ zugeschrieben. Vor einem bildungspolitischen Hintergrund stellt sich die Frage. dessen Funktionsprinzip die Partizipation aller an den digitalen Inhalten ermöglicht. SMK Sachsen 2011:XIII f) verfasst. WebQuests (Grünewald 2004 & 2008. h. gelernt zu werden. Insbesondere die Entstehung des Web 2. Empathie und Perspektivwechsel sowie Informationsbeschaffung und -verarbeitung (vgl. Die Notwendigkeit multimodaler Präsentationen. sondern kann. auch zur Vermittlung eines kritischen Medienbewusstseins beitragen. Das authentische Material wirkt nicht nur modellbildend. was heutzutage noch wissenswert ist. durch die Vielfalt modaler Repräsentationen. Daraufhin formulierte Empfehlungen haben längst Einzug in Curricula und Lehrpläne der Länder gefunden. aber auch CD-Roms und Musik-CDs mit Hörtexten und Arbeitsaufträgen sind mittlerweile grundlegender Bestandteil. In den Fremdsprachendidaktiken wurden solche Anwendungen für schulische Zwecke instrumentalisiert. wert ist. So wird das Schülerbuch im Klett-Verlag durch ein Arbeitsheft und grammatisches Beiheft ergänzt. gesellschaftliche Teilhabe und persönliche Entwicklung erkannt (Bundesministerium für Bildung und Forschung. Problematisch erweist sich für Schulbuchverlage jedoch die Adaption von Web 2. d. Dieses ist in Form von Daten unkompliziert und schnell weltweit jederzeit durch jedermann abrufbar. hat die Verschiebung von einer Wissensvermittlung hin zu einem Kompetenzerwerb befördert. Hier werden auch für das Fach Spanisch an Gymnasien Zielformulierungen für die Vermittlung fächerübergreifender Kompetenzen. Es ist daher an der am Lehrenden selbst. fortan: BMBF 2010). Auf internationaler Ebene wurde dieses Thema bereits 2005 von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Organisation for Economic Co-operation and Development. Doch der Einsatz moderner Medien im fremdsprachlichen Unterricht ist keine Neuheit. sondern befördern auch die Umwertung der Bedeutung deklarativen Wissens.0 im Jahr 2001. Die schnelle und unkomplizierte Verarbeitung von Wissen durch die digitalen Medien Computer und Internet ermöglichen nicht nur eine starke Verdichtung der Informationen. So finden sich Publikationen zur Verwendung von Podcasts (Kraus 2003). wie Medienkompetenz. fortan: OECD) thematisiert. die eine mehrkanalige Verarbeitung von Informationen und die interaktive Anwendung derselben ermöglichen. Auch auf bundesdeutscher Ebene wurde die Bedeutung der Medienbildung für die Chancengleichheit. rücken vor allem diese Medien in den Fokus des Interesses fachdidaktischer Publikationen. In einer Broschüre der OECD werden Schlüsselqualifikationen ausgewählt.

Thaler 2008).I Ausgangspunkt & Motivation der Auseinandersetzung mit dem Thema sowie Darstellung des Argumentationsverlaufs 5 2004. Über diese Umstände soll vor allem die Auswertung der JIM-Studie 2011 (Kapitel 2. dem Audioforum voxopop (2011b).3). Heckmann 2011a). Legutke 2008. Im Rahmen einer Projektarbeit wurde bereits im Wintersemester 2011/12 ein Entwurf eines Weblogs (www. Dabei steht der Begriff der „Wissensgesellschaft“ im Zentrum des Interesses. Im Anschluss wird untersucht.1). Sie hat sich mit Weblogs schon zur Präsentation künstlerischer Produkte und der Möglichkeit zur Kontaktknüpfung mit anderen Kunstschaffenden auseinandergesetzt und ist selbst Autorin eines Weblogs. Mit der Untersuchung der Ergebnisse des Bildungs. der sich in einer solchen Gesellschaft orientieren muss.2). An dieser Stelle liegt das Hauptaugenmerk auf der Rolle des Menschen (Kapitel 2. sondern auch die Individualinteressen der Schülerinnen und Schüler. ebenfalls eine Web 2.com) für den Spanischunterricht entwickelt. Hieraus sollen letztendlich Implikatio- . da den Weblogs im bisherigen fachdidaktischen Diskurs für das Fremdsprachenlernen kaum Bedeutung beigemessen wird.2). der Lernplattform moodle (Steveker 2004. So wurde die Entwicklung dieser Arbeit durch einen Weblog (www. wie diese allgemeinen Lernkompetenzen im Unterrichtsfach Spanisch an Gymnasien gefördert werden können bzw. Zudem schreibt die Verfasserin dieser Arbeit aus persönlicher Erfahrung diesem Medium eine große Bedeutung für fremdsprachliche Lernprozesse zu. was sich dahinter verbirgt.aealterego. die aus den Studien abgeleitet werden können widmet sich Kapitel 3 den für das Leben in einer Wissensgesellschaft notwendigen Lernkompetenzen. liegt ein besonderes Augenmerk auf dem Leben der Jugendlichen in unserer Wissensgesellschaft und ihrem Umgang mit den digitalen Medien.paellaconmarisco. die zwangsläufig durch die digitale Verarbeitung von Informationen in der heutigen Gesellschaft auftreten. Ausgehend von den Forderungen an Bildungseinrichtungen. aber auch auf dem von der OECD (2005) aufgestellten Modell zur Auswahl und Definition von Schlüsselkompetenzen (Kapitel 3. für den fremdsprachlichen Spanischunterricht untersucht werden. Anschließend wird ein kurzer Blick geworfen auf die Entwicklung hin zu einer Gesellschaft. Grünewald 2011) und vielen weiteren Anwendungen.und Wissensdelphis von 1996/98 (Kapitel 2. deren wichtigste Ressource Wissen und Bildung geworden sind (Kapitel 2. Wikis (Thaler 2008. Dabei werden auch Schwierigkeiten (Kapitel 2.und Lernarrangements aus einer bildungspolitischen Perspektive beleuchtet. wird der Begriff “Wissen“ zunächst aus konstruktivistischer Sicht betrachtet (Kapitel 2.5) wird unterstützend die Notwendigkeit neuer Lehr. de Hauf Quintero 2009. Hutz 2008.wordpress. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit soll die Eignung von Weblogs.1).com) reflektierend begleitet. welche Modelle des kompetenzorientierten Fremdsprachenunterrichts bereits existieren (Kapitel 3. Da jedoch im Kontext von Schule nicht nur die Entwicklung der Gesellschaft im Mittelpunkt steht. Dabei stützt sich die Darstellung vor allem auf lernpsychologische Erkenntnisse der Autoren Heinz Mandl und Ulrike-Marie Krause (2001).wordpress.4) thematisiert. Um näher zu beleuchten. Das Thema ist dadurch besonders reizvoll. Grundlage der vorliegenden Arbeit ist die intensive Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Gegebenheiten in die schulisches Fremdsprachenlernen eingebettet ist.0-Anwendung. In die vorliegende Arbeit sind folglich persönliche Erfahrungen und Erkenntnisse aus bisherigen Projekten mit eingeflossen.5) Aufschluss geben.

um Vorzüge von Weblogs gegenüber diesen herauszustellen. wie Schlüsselqualifikationen und fachliche Kompetenzen des Spanischunterrichts mit Weblogs gefördert werden können.I Ausgangspunkt & Motivation der Auseinandersetzung mit dem Thema sowie Darstellung des Argumentationsverlaufs 6 nen für die Gestaltung von Lernarrangements für den Fremdsprachenunterricht Spanisch abgeleitet werden (Kapitel 3. Bei der Darstellung erfolgt ein Rückgriff auf ein bewährtes Schema zur Veranschaulichung der Phasierung der Arbeit mit Medien: Zuerst werden Maßnahmen und Festlegungen beschrieben. Schweizer Medieninstitut für Bildung und Kultur 2011). Im Anschluss hieran werden Weblogs im Hinblick auf die Vermittlung der allgemeinen Lernkompetenzen und der funktionalen kommunikativen Kompetenzen im Fachunterricht Spanisch (Kapitel 5. Nachdem nun allgemein. werden in Kapitel 4 Weblogs thematisiert.1) wird gefolgt von der Beschreibung der Bestandteile von Weblogs (Kapitel 4.3) und Bedingungen für die Weblog-Arbeit abgeleitet (Kapitel 5.3. um am konkreten Beispiel aufzuzeigen. Ausgehend von den in den Kapitel 4.2) und zuletzt erfolgt eine Vorstellung der Möglichkeiten der Weiterverarbeitung der mit den Weblogs gewonnen Ergebnisse (después) (Kapitel 6. Der Einstieg in Kapitel 5 erfolgt über den Vergleich von Weblogs mit anderen Internetmedien (Kapitel 5.4 eine Definition dieses Mediums abgeleitet werden.2).1 bis 4. . Ein kurzer geschichtlicher Abriss über die Entstehung der Weblogs (Kapitel 4. die noch vor dem Beginn der Weblog-Arbeit (antes) getroffen werden müssen (Kapitel 6.3 gewonnen Erkenntnissen soll in Kapitel 4.und fachdidaktische Konzepte des kompetenzorientierten Unterrichtens in den Fokus genommen wurden.2) untersucht sowie Einsatzmöglichkeiten (Kapitel 5. In Kapitel 6 wird schließlich der Verlauf eines Weblog-Projekts simuliert. Die vorliegende Arbeit kann daher als kleiner Stein auf dem Weg zur Exploration des Weblog-Einsatzes für schulische Zwecke verstanden werden. Anschließend erfolgt die Beschreibung des Projektverlaufs und des Weblog-Konzepts (durante) (Kapitel 6.3).1).4).2) und dem Versuch einer Kategorisierung derselben.1). Das behandelte Feld ist bisher nur wenig erforscht und empirische Studien zum Einsatz von Weblogs im schulischen Fremdsprachenunterricht existieren bisher im deutschsprachigen Raum nur vereinzelt (Raith 2008.

Ebenso wie die Ergebnisse des Wissens. sondern durch Wissen und Fertigkeiten erworbene Positionen die Gesellschaft strukturieren sollen. nicht vererbte Privilegien. wie einem Textverarbeitungsprogramm. dass die digitalen Technologien bereits eine große Rolle im Alltag der Jugendlichen spielen. Hiernach wird der Mensch als „informationsverarbeitendes System“ (Grünewald 2009:62) verstanden. Grünewald zieht zur Untermalung eine Computermetapher heran: Beim Tippen auf der Tastatur stellen die einzelnen Buchstaben die Informationen dar – das deklarative Wissen. Dieser hat seit der Renaissance einen starken Bedeutungswandel erfahren. Diese beiden Wissensspeicher werden unterteilt in deklaratives und prozedurales Wissen (ebd. dass wir seit der Aufklärung in wissensorientierten Gesellschaften leben. Die Ergebnisse der JIM-Studie 2011 lassen erkennen. Heutzutage wird er als Grundlage und Ressource unserer modernen Gesellschaft verstanden: Wenn auch die Rede von der „Wissensgesellschaft“ erst mit den 1960er Jahren beginnt. dass sie anpassungsfähig.als auch sein Sprachwissen zurückgreift. sich selbst neues Wissen anzueignen. 7 2. Grünewald:62). Grünewald 2009:62). Selbstverständlich wird auch deklaratives Wissen bereitgestellt. situativ und sozial Die Kognitionswissenschaften prägten die Erkenntnisse über fremdsprachliche Lernprozesse spätestens seit dem Modell sprachlicher Verarbeitungs. Einsicht und Kenntnisse. dass wissenschaftliche Rationalität und Argumente.zur Wissensgesellschaft Um eine Annäherung an den Begriff „Wissensgesellschaft“ zu erreichen. (de Haan 2003:6f) In dieser Gesellschaft. um ein höheres Sprachniveau zu erreichen. wie Erwerbsprozesse beim Fremdsprachenlernen optimiert werden können. Diesen zufolge ist der Menschen ein „informationell geschlossenes Wesen“ (Grünewald 2009:63). wird von den Menschen erwartet. Heutzutage ist es weniger das Ziel von Fremdsprachenunterricht. flexibel und in der Lage sind. Denn seither gilt. angeordnet und miteinander verknüpft – das prozedurale Wissen (vgl. die zunehmend von digitalen Technologien geprägt ist. als vielmehr Kompetenzen und Fähigkeiten zu vermitteln. da dies nach wie vor zwingende Voraussetzung ist. Bewertung und Koordination dieser zuständig ist. . der sprachliche Informationen verarbeitet und dabei sowohl auf sein Welt. In diesem Zusammenhang spielen die Theorien des radikalen und gemäßigten Konstruktivismus eine Rolle. Daher rücken vor allem individuelle Lernprozesse und die Bedeutung der Metakognition zur Überwachung des Lernens in den Mittelpunkt. verarbeitet. sich viel deklaratives Wissen über eine Sprache anzueignen.). Welchen Stellenwert das Sprachwissen für den Fremdsprachenerwerb hat ist jedoch bisher ungeklärt (vgl. soll im Folgenden zunächst eine Auseinandersetzung mit dem Begriff „Wissen“ erfolgen. Im Fokus des Interesses steht die Frage. sondern nur subjektiv verarbeiten kann. so lässt sich mit Recht behaupten. Dabei umfasst das deklarative Wissen die zu verarbeitenden Informationen.und Lernformen an die veränderten Rahmenbedingungen.2 Von der Industrie.und Lernprozesse von Dieter Wolff (1993 apud Grünewald 2009:62).1 Wissen – konstruktiv. die den Gebrauch der Fremdsprache ermöglichen.und Bildungsdelphi von 1996/98 geben sie einen Ausblick auf die Entwicklungstendenzen unserer Gesellschaft sowie die Notwendigkeit der Anpassung von Lehr. Diese werden von einer Software. welches die Realität nicht objektiv erfassen. während das prozedurale für die Anordnung.

Nur auf diese Weise können gleiche Entwicklungschancen erhalten werden und einzelne Personen ihre individuelle Persönlichkeit entfalten. Durch die Innovation des Buchdruckverfahrens ermöglichte er die Verbreitung des in Büchern gesammelten Wissens. ist verbunden mit unterschiedlichen Verständnissen des Begriffs. situativer und sozialer Prozess“ (2001:5). bewusst und lebenserleichternd sowie sozial unschädlich eingesetzt werden. so André Gorz. Moderne Technologien und die digitalen Medien spielen hierfür in der heutigen Zeit eine besondere Rolle. In Anbetracht der gegenwärtigen Bedeutung des Wissens als wichtige wirtschaftliche und persönliche Ressource. Jahrhunderts festgestellt worden. Der Fokus liegt bei dieser Sichtweise auf der ethisch verträglichen Handhabung von Wissen und Technologien (Mandl & Krause 2001:3 f). dass Wissen nicht passiv durch Instruktionen erworben werden kann. dass die Wissens. Die Frage danach. DVDs oder in Form digitaler Texte gespeichert und über Internetanwendungen verbreitet und verviel1 Dieser Prozess wurde bereits 1450 durch Gutenberg in Gang gesetzt. Dabei hilft ihm metakognitives Wissen. also Wissensbeständen. Der Begriff knowledge society wurde 1966 vom Soziologen R.2 Die Wissensgesellschaft Der Strukturwandel hin zu einer Wissensgesellschaft ist bereits in den 60er Jahren des 20. Daraus lässt sich die Erkenntnis ableiten. inwieweit die Wissensgesellschaft einen Ist. sich seinen Lernprozess bewusst zu machen und diesen zu optimieren. Nachdem ein kurzer Einblick in das dieser Arbeit zugrunde liegende Konzept des Wissensbegriffs gegeben wurde. Ein anderes Verständnis des Begriffs Wissensgesellschaft beschreibt diesen jedoch als Soll-Zustand. spiele „im gesellschaftlichen Produktionsprozess bereits die bei weitem wichtigste Rolle“ (2001:2). dass alle Menschen gleichberechtigt am Prozess der Erarbeitung von Wissensbeständen partizipieren können. 2. de Haan 2003:6).und Informationsbestände durch die Entwicklung neuer Informationstechnologien rasant zunehmen. soll nun auf den Begriff der „Wissensgesellschaft eingegangen werden. Mandl und Krause fassen die Erkenntnisse des Konstruktivismus über den Erwerb von Wissen zutreffend zusammen als „aktiver. da gedruckte Texte bis dato nur in geringen Auflagen und sehr kostenaufwendig produziert werden konnten und entsprechend nur wohlhabenden Bürgern zugänglich waren. konstruktiver. In der Wissensgesellschaft sollen neue (technische) Möglichkeiten reflektiert. E. Diese Feststellung wird gestützt durch die Tatsache. sondern sich der Lernende vielmehr aktiv und kreativ in seinen Lernprozess einbringen muss. unlimitierte und zugleich unkomplizierte Verbreitung von Informationen. wird eine subjektive Realität konstruiert. die in einen situativen Kontext eingebettet sind. kann bereits von einer Wissensgesellschaft gesprochen werden (Mandl & Krause 2001:3). Um dieser letzten Auffassung gerecht zu werden. muss in einer demokratisch ausgerichteten Gesellschaft sichergestellt werden. Lane geprägt (vgl. selbstgesteuerter. .zur Wissensgesellschaft 8 Auf Grundlage von individuellen Erkenntnissen und sozialen Aushandlungsprozessen mit anderen Individuen. Auslöser war der sich anbahnende Bedeutungswandel von Wissen seit den 1950er Jahren.1 Heutzutage kann Wissen in Form von CDs.II Von der Industrie. „Wissen“. Sie ermöglichen die schnelle.oder Soll-Zustand beschreibt.

0 bezeichnet werden.Die Zukunft?! 2008a). in den Foren. Es ist jedoch fraglich. sondern vielmehr die „Veränderung der Internetkultur hin zu mehr Beteiligung der Internetnutzer an der Gestaltung von Inhalten. 5 Web 1.0 ist ein aus dem Begriff Web 2.II Von der Industrie.0 „keine einzelne Software oder einen konkret fassbaren Vorgang“ (Grünewald 2011:4).) bzw. ablösen wollten (Hornig 2006b:68). 2. Lehrerinnen bzw. 4 Produser ist eine Zusammensetzung aus den englischen Worten producer (Produzent) und user (Nutzer) und beschreibt die Rolle des Menschen im Web 2. Wikipedia ist nur ein Beispiel für die Demokratisierung des Internets: „In diesem neuen Web-Zeitalter spielen die Nutzer. weshalb im Folgenden auf die Chancen und Gefahren der digitalen Repräsentation und Verbreitung von Wissensinhalten eingegangen werden soll. Dabei bezeichnet der Begriff Web 2. deren Ziel die korrekte und objektive Darstellung der in den Artikeln verarbeiteten Fakten ist. aber sie sind durchreflektiert und stimmig. die user. Die Menschen werden zunehmend selbstbewusster und überzeugter von ihrem Wissen. zu mehr Vernetzung. welches den Zustand des Internets in den 90er Jahren des 20. Dieser Aussage Bolz‘ ist formal zuzustimmen. ob sich die steigende Quantität auch auf die Qualität des online verfügbaren Materials auswirkt. einer Ansammlung weltweiten Laienwissens. Lehrern und Politikern nimmt man ihre Allwissenheit nicht länger ungefragt oder „unge-google-d“ ab.mediamanual.06. an Legitimität“. Dadurch werden gewohnte Dichotomien in Frage gestellt. Jahrhunderts bezeichnet (Web 2. Ausgangspunkt für die heute das Internet kennzeichnende Produsage war der Umbruch des Internets vom Web 1. „Die Expertokratie verliert an Boden. Hinter den Kulissen. Ärzten.0 abgeleitetes Retronym.Die Zukunft?! 2008a). laufen rege Diskussionen ab. welches mit dem Expertenwissen konkurriert. Statt eines Zusammenbruchs wurden neue interessante Anwendungen entwickelt.php) in der mit Artikeln zu Medienerziehung und der Beschreibung von Medienprojekten auf die „digitale Wende“ in adäquater Weise reagiert wird. erklärt Bolz (Hornig 2006b:68 f). sie werden zu „eigensinnig Wissenden“ (Hornig 2006b: 69). wie die von Konsum und Produktion oder Experte und Laie. sondern auch digital bzw.2 Selbstverständlich bringt die Digitalisierung und rapide Verbreitung von Wissen via Internet auch Probleme mit sich. welches die Griechen durch das wissenschaftlich fundierte Wissen.3 Das digitalisierte Wissen: Chancen und Risiken Mit der steigenden Nutzung des Internets vermehrt sich auch der darin aufbereitete Wissensvorrat. wie sie im Zusammen mit dem Web 2.05 zum Web 2. 6 Die Bezeichnung stammt vom Interneterfinder Tim O‘Reilly. Dessen Artikel sind mitunter 25 Jahre alt. welcher durch das Zerplatzen der Dot-Com-Blase im Jahr 2001 eingeleitet wurde (Web 2. welcher im Oktober 2004 in San Francisco eine von ihm organisierte Konferenz über die neuesten Internettrends so benannte (Hornig 2006a:70).0. produser4.0 . 3 Bolz beschreibt die Doxa als das reine Meinungswissen. Fachliteratur wird teilweise nicht nur gedruckt veröffentlicht. In einem Interview mit der spiegel bemerkt der Kommunikationswissenschaftler Norbert Bolz zur Online-Enzyklopädie Wikipedia: „[Sie] kriegen natürlich niemals so wunderbar hoch abstrahierte Beiträge wie etwa im Historischen Wörterbuch der Philosophie. die Hauptrolle: Aus passiven Konsumenten werden höchst aktive Produzenten“ (ebd. Jedoch muss beachtet werden. . die Episteme. dass Wikipedia eine vollkommen andere Funktionsweise zugrunde liegt. sogar ausschließlich für das Internet geschrieben. zu neu2 Ein gutes Beispiel ist das österreichische Online-Magazin Medienimpulse (http://www.zur Wissensgesellschaft 9 fältigt werden. Dennoch erscheint der Vergleich mit der Doxa3 naheliegend.0 .“ (Hornig 2006b:69).at/ mediamanual/editorial/index.

. Die Selbstorganisation von Gemeinschaften hat jedoch nicht ausschließlich positive Effekte. die durchaus detailliert und glaubwürdig aufbereitet sind.“ (ebd. wie Webseiten von Suchmaschinen bewertet und sortiert werden.300 Suchergebnisse bei Google. Stand: 25.] machen und ihn nicht [. Angelhinweisen.“ schreibt der spiegel (Hornig 2006a:62). über Verlinkungen. Verstehen von Verdrehen.] isolieren“ (Brecht apud Hornig 2006a:64). Wahrheit von Halbwahrheit. können nicht ohne Weiteres wieder gelöscht werden. die ihre Meinungen im Internet verbreiten. Die kollektive Intelligenz der Produser überragt die der herkömmlichen Printmedien in vielen Bereichen: „Unter den richtigen Umständen sind Gruppen bemerkenswert intelligent .zur Wissensgesellschaft 10 en Kommunikations. 8 Das Computermagazin wollte auf diese Weise herausfinden.2012). Diese machen marktführenden Konzernen wie Microsoft und Apple starke Konkurrenz. Heckmann 2011b:13 f). „Ist Bürgerjournalismus eine neue Chance für weltweite Demokratie?“.. Dass dieses nicht nur theoretischer Natur ist. sich vernetzen und dadurch zu einflussreichen Fronten formieren können. Das Projekt verdeutlicht. sehr schnell verbreitet.07. zum anderen weil sie den Markenprodukten hinsichtlich Qualität und verfügbaren Funktionen nichts nachstehen.8 Erstaunlich ist. Aufgrund der Benutzerfreundlichkeit und der intuitiven Bedienbarkeit kann nun jeder in kurzer Zeit mit den neuen Funktionen vertraut werden und an deren Gestaltung partizipieren (vgl. wie schwierig es ist. Wichtigtuer und multiple Mogler mit ins informative Getümmel stürzen und kräftig drauflos fabulieren könnten. dass der Suchbegriff noch heute zu zahlreichen Internetseiten mit Kochrezepten.II Von der Industrie. Informationen aus dem Internet zu bewerten. Der aktuelle Rechtsstreit zwischen Bettina Wulff und dem Suchmaschinenanbieter Google9 veranschaulicht eine weitere Problematik: Daten die einmal im Internet gespeichert werden. 9 Die Frau des ehemaligen deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff fordert die Löschung von Gerüchten über eine Vergangenheit im Rotlichtmilieu. Internetseiten zur „Hommingberger Gepardenforelle“ zu erstellen. Die Meldungen kursierten auf den Seiten zahlreicher Blogger und hatten sich.und Arbeitsformen. Das Internet bietet einen Nährboden für radikale Splittergruppen. bei dem dazu aufgerufen wurde.0-Anwendungen verwirklicht sich auch die von Bertolt Brecht in seiner Radiotheorie geforderte Partizipation des Empfängers: Die vielen Empfänger sollen nicht von einem Sender belehrt werden. Anatomiebeschreibungen und vermeintlichen Fotografien führt (42. kann am folgenden Beispiel verdeutlicht werden. Mit den Web 2.. Ein hervorragendes Beispiel hierfür ist die Entwicklung von Open Source-Software7. Ein solcher Fisch existiert nicht und der Begriff wurde gewählt. die kostenlos zur Verfügung gestellt wird und von einer Gemeinschaft von Programmierern immer weiter verbessert wird. .. (Kaiser apud Franzmann 2006:28) Ulrike Kaiser umreißt mit dieser Aussage ein weiteres Problemfeld des Internets. sondern diese sollen den „Zuhörer […] auch sprechen [. um keinen „Flurschaden“ bei den Suchmaschinen anzurichten.). wie das Betriebssystem Linux oder die Office-Anwendungen OpenOffice und LibreOffice. Im April 2005 startete das Magazin c‘t einen Wettbewerb. Wenn nur immer Information von Desinformation zu trennen wäre. „Der Urtraum der Aufklärung scheint wahr zu werden. fragt Cornelia Lange 7 Als open source wird Software bezeichnet. Wenn sich nicht Möchtegerne.und oft klüger als die Gescheitesten in ihrer Mitte“ (James Surowiecki apud Hornig 2006a:63). einmal weil sie kostenlos zur Verfügung stehen.

Im Hinblick darauf fasst Davidson und Goldberg die Vor. misleading. Für solche Produktionsprozesse wird die Umorientierung hin zu neuen Wissensformen notwendig. die früher für den Produktionsprozess wichtig waren. Das Erfordernis. um das Wort zu ergreifen. from the patently false. mit denen der einzelne konfrontiert wird.. müssen verbunden werden mit emotionalen und volitionalen Faktoren. müssen die Menschen heutzutage eine hohe Flexibilität zeigen. Menschliche Fertigkeiten und Kenntnisse. O. die für Bildung aufgewandt wird. i.und Nachteile des digitalisierten Wissens treffend zusammen: The Web has [.0. angesichts der beschriebenen Auswirkungen und Chancen. (Davidson & Goldberg 2009:24 f) Zusammenfassend kann festgehalten werden.II Von der Industrie. neue Kompetenzen zu erwerben sowie bestehende Kompetenzen zu erhalten und sie kontinuierlich an neue Anforderungen anzupassen. Während man früher noch an einen vorgeschriebenen Lebenslauf nach dem Schema Schule – Ausbildung – Familie – Ruhestand gebunden war und nach dem Motto „Lernen fürs Leben“ agierte. wie sie die Welt. in Software gespeichert und als Maschinen-Wissen wieder abgerufen werden. die sonst zu schüchtern wären oder denen Mittel und Wege fehlen. gegenüber dem Anteil der Lebenszeit. B. weniger vermögende. steigen. even (potentially) dangerous and destructive to the compelling. ist Chance und Herausforderung zugleich. Doch insbesondere die dargestellten Probleme zeigen. Diese Kompetenzen. die im Beruf verbracht wird. dass der unaufgeklärte Umgang mit den modernen Medien unter Umständen Gefahren birgt. um z. Arbeitseifer. from the inane and banal to the esoteric and profound. (noch) nicht in dem Umfang an der digitalen Welt partizipieren. and (potentially) life-enhancing and life-saving. Andererseits kommen durch die digitale Anonymität jedoch gerade diejenigen zu Wort.] facilitated the proliferation of information.zur Wissensgesellschaft 11 (2007:8) und spielt damit auf ein weiteres Problemfeld an: Es beteiligen sich vor allem die industrialisierten Staaten und deren Bevölkerungen an der Mitgestaltung des Web 2. während andere. können heute mittels der neuen Medien „zu einem rapide wachsenden Teil von den Menschen getrennt. auf dem Arbeitsmarkt noch wettbewerbsfähig zu sein. ..4 Der Mensch in der Wissensgesellschaft Die Wissensgesellschaft ist durch die rapide Entwicklung der Technologien im ständigen Wandel begriffen. Die Innovationskraft der digitalen Medien führt zur schnellen Alterung der Informationen und damit verbunden zu einer Entwertung (deklarativer) Wissensbestände. ihre Lebensverhältnisse gestalten wollen“ [Hv. Daher soll im anschließenden Abschnitt auf die Rolle der Menschen als Nutzer dieser digitalisierten Welt eingegangen werden. (Poltermann 2001:13) Es steht folglich der Erwerb von Kompetenzen und nicht das Abrufen von Fakten im Zentrum. Hierbei wird ein besonderes Augenmerk auf die Herausforderungen gelegt. auch kein wünschenswertes Ziel sein. 2. […] ohne von einem einzigen Menschen noch „gewusst“ zu sein“ (Gorz 2001:10). important. wie die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen. Dies kann. dass die Entwicklung des Internets und der digitalen Partizipation nicht mehr aufzuhalten sind. Das Schlagwort „lebenslanges Lernen“ avanciert zum zentralen Credo der Wissensgesellschaft: In dieser Gesellschaft wird der Anteil der Lebenszeit. Wissbegierde und Offenheit gegenüber Neuem: Die Menschen „haben die Möglichkeit und müssen sich mit der Frage befassen.] (de Haan 2003:7 f).

Beim Alter lassen sich diesbezüglich jedoch starke Unterschiede erkennen: Während 39 Prozent der 12.II Von der Industrie.bis 13-Jährigen angeben. November 2012. so dass die Nutzungsfrequenz sehr hoch ist.). Mit einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von 134 Minuten an Werktagen wird das Internet sogar länger genutzt als das Fernsehen.bis 13-Jährigen auf 168 Minuten bei den Volljährigen mehr als verdoppelt (ebd. nur unter den Jüngsten gibt es noch 5 Prozent Nicht-Nutzer (ebd. sind es bei den Jugendlichen ab 18 Jahren schon 81 Prozent (MPFS 2011:30 f). Alle Haushalte. während etwa die Hälfte (45 %) von ihnen auch einen Internetzugang vom eigenen Zimmer aus hat (MPFS 2011:5 ff). aufgelöst haben. 11 Noch 2004 bemängelt das BMBF die gravierenden Unterschiede hinsichtlich der Medienausstattung zwischen den sozialen Gruppen. ein weiteres Viertel mehrmals pro Woche. in was für einer Welt die Jugendlichen aufwachsen. Die meiste Zeit (mit 44 Prozent beinahe die Hälfte) wird auf Kommunikation. dass Computer und Internet aus dem Alltag der 12. dass Computer und Internet für die Jugendlichen bereits alltägliche Hilfsmittel geworden sind und daher die Bezeichnung „neue“ Medien aus Sicht der Heranwachsenden nicht mehr zutreffend zu sein scheint (MPFS 2011:66). soll ein Einblick in das Mediennutzungsverhalten der Schülerinnen und Schüler gegeben werden. und ab 14 Jahren haben schon 80 Prozent einen eigenen Rechner (ebd. Insbesondere Jugendliche aus benachteiligten sozialen Verhältnissen hätten gerade durch Computer. Auffällig ist. angesichts der Medienausstattung.und Internetkompetenz gute gesellschaftliche Aufstiegschancen und bessere Aussichten auf Arbeit (vgl. Nutzungsfrequenz und -dauer. . Logisch erscheint.5 Wo muss der Weg hingehen? – JIM-Studie 201110 sowie Bildungs.:31). in der Jugendliche (n = 1.bis 19-Jährigen nicht mehr wegzudenken sind und keine Besonderheit mehr darstellen. Hinsichtlich des Bildungshintergrundes bestehen keine signifikanten Unterschiede in der Medienausstattung. zumindest selten das Internet zu nutzen. dass Jugendliche andere Internetfunktionen als Erwachsene nutzen. Bereits 60 Prozent der Jugendlichen aus der jüngsten Altersgruppe (12-13 Jahre) sind mit einem eigenen PC ausgestattet.und Wissensdelphi 1996/98 Insbesondere für den schulischen Kontext ist es wichtig zu Wissen. Beinahe alle Jugendlichen (99 %) geben an. dass diese Unterschiede sich beinahe. so lassen sich hieraus positive Prognosen für bessere gesellschaftliche Aufstiegschancen ableiten.11 Zwei Drittel der Befragten sind täglich im Internet. zumindest in Bezug auf die Medienausstattung. in denen Jugendliche dieser Altersgruppen wohnen. Die Auswertung des Nutzungsverhaltens ergab. Auf diesen Erkenntnissen aufbauend kann die Lernumgebung und Unterrichtsgestaltung adäquat entworfen werden. Betrachtet man dahingegen die Ergebnisse der JIM-Studie 2011. womit sie sich in ihrer Freizeit beschäftigen und welchen Einfluss neue Technologien auf sie haben. Immerhin vier Fünftel (79 %) der Jugendlichen können einen Computer/Laptop ihr Eigen nennen. Information. BMBF 2004:23). Mithilfe der Ergebnisse der JIM-Studie (Jugend. Der Zugang zu einem Computer oder Laptop ist also für die meisten Jugendlichen gegeben. aus der hervorgeht. 10 Die JIM-Studie 2012 erscheint voraussichtlich am 30. dass sich die Nutzungsdauer von durchschnittlich 80 Minuten bei den 12. täglich online zu sein. Aus den Ergebnissen der Studie lässt sich ableiten.205) im Alter von 12 bis 19 Jahren befragt wurden.zur Wissensgesellschaft 12 2. besitzen einen Computer/ Laptop (100 %) und einen Internetzugang (99 %).:30). (Multi-) Media) 2011 vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (fortan: MPFS).

Etwa die Hälfte (51 %) der 12. Im Rahmen einer systematischen Kommunikation zwischen Experten auf einem spezifischen Feld können Informationen gewonnen werden. Mit Onlinespielen (16 %) wird etwa so viel Zeit verbracht.0-Tätigkeit. Immerhin sagen 14 Prozent. Auffällig ist auch. verbringen die Jungen mehr Zeit mit Onlinespielen (MPFS 2011:32 f). die als Grundlage von Steuerungsprozessen dienen können (de Haan & Poltermann 2002:13). dass etwa zwei Drittel der Befragten sich regelmäßig (einmal oder mehrmals wöchentlich) an der Gestaltung von Web 2. dass sie generell recht präzise Ergebnisse hervorbringen. doch bei weitem nicht so intensiv. Fast ein Viertel der Internetzeit (24 %) nutzen die Jugendlichen zur Unterhaltung (Musik. Ebenso wie die 16. Chat.zur Wissensgesellschaft 13 also die Nutzung von Communities. Auffällig ist auch. Mehr als zwei Drittel (67 %) der Befragten geben an über das Thema Datenschutz (sehr) gut informiert zu sein. Zwar wird das Internet auch für schulische und außerschulische Recherchen genutzt. als erwartet (ebd. verwendet.:66 f). dass die Verbreitung von Unwahrheiten über andere im Internet allgegenwärtig zu sein scheint. Shell-Jugendstudie (Shell in Deutschland 2010) kam auch die JIM-Studie 2011 zu dem Ergebnis. Während die Mädchen das Internet vor allem zur Kommunikation nutzen. Es handelt sich hier lediglich um die Selbstauskünfte der Jugendlichen.bis 19-Jährigen in Angriff genommen. denn in der Regel treten die vorhergesagten Innovationen später ein. 13 Seit den späten 1960er Jahren nutzt man Delphi-Studien um Entwicklungstrends mit einem Zeithorizont von etwa fünf bis 25 Jahren zu antizipieren. Bilder).bzw. dass schon einmal Falsches oder Beleidigendes über sie im Netz verbreitet wurde bzw. Weitere wichtige Aspekte bei der Arbeit mit Computer und Internet ist der Umgang mit den Daten anderer und der eigenen Repräsentation im Internet. Doch bedeutet ein selbstverständlicher Umgang mit den neuen Medien nicht zugleich. Das Verfassen von Weblogs (3 %). dass schon einmal Bekannte im Internet „fertig gemacht“12 wurden (ebd. Immerhin ein Fünftel (22 %) arbeitet regelmäßig in der Schule mit diesen Medien. E-Mail und Instant-Messenging. beklagt ein Fünftel (22 %).und Wissensdelphis13 von 1996/98 mit dem Titel „Potentiale und Dimensionen der Wissensgesellschaft“. Sounddateien einstellen und bei Twitter schreiben. Nur 8 Prozent der Jugendlichen stellen Fotos und Videos ins Netz. dass sich die Jugendlichen auch jederzeit über die Konsequenzen und Gefahren ihres Handels bewusst sind. wie mit der Suche nach Informationen (15 %). . erfasst die JIM-Studie nicht. Vorteil der Delphi-Studien ist. während nur 5 Prozent Musik. Eine andere Perspektive erlauben die Ergebnisse der Bildungs.). das Bearbeiten von Wikipedia-Artikeln (1 %) und das Erstellen von Podcasts (1 %) wird nur von den wenigsten 12. In diesen Studien 12 In wie viel Prozent der angegebenen Fälle es sich per definitionem um Cyber-Mobbing gehandelt hat. Lediglich in der Bestimmung des Zeitpunktes des Eintritts einer Entwicklung neigen die Experten dazu sich zu verschätzen. überhaupt schon einmal daran mitgewirkt zu haben.II Von der Industrie.bis 19-Jährigen lernt und zwei Fünftel (39 %) suchen zu Hause Informationen für Schule oder Ausbildung mit Computer und Internet. Zahlen wie diese zeigen. Allerdings nutzen nur 8 Prozent der Befragten Computer und Internet zur Vorbereitung von Referaten und Präsentationen (MPFS 2011:36 f).0-Inhalten beteiligen und immerhin 72 Prozent geben an. Videos. dass die digital natives eine hohe Bedienkompetenz vorweisen. dass Jungen und Mädchen unterschiedliche Internetfunktionen präferieren. Mit einem Anteil von 14 Prozent ist das Schreiben eigener Beiträge in Newsgroups oder Foren die häufigste Web 2.

„sondern auf der Basis eigener Motivationen und Aktivitäten zu Lernerfolgen führen“ (ebd. um lebenslanges Lernen zu ermöglichen. Schulische Einrichtungen müssen die Lernenden auf das Leben in einer digitalen Wissensgesellschaft vorbereiten. dass „digitale Medien […] von jedem Einzelnen stetig wachsende und sich ändernde Kompetenzen [verlangen]. welche Wissensgebiete in der Zukunft von besonderem Gewicht sein werden und was den gebildeten Menschen in 25 Jahren (also etwa im Jahr 2020) ausmachen sollte (vgl. Schule muss neben Fachwissen vor allem zur Persönlichkeitsbildung und einer fächerübergreifenden Lernkompetenz beitragen. Kapitel 1).sowie fachdidaktischen Zeitschriften. Es komme darauf an.:26 ff) die Erforderlichkeit neuer Lehrund Lernformen. Spätestens seit dem Boom von Web 2.zur Wissensgesellschaft 14 wurde erhoben. auf denen in den kommenden Jahren erhebliche Wissenszuwächse zu erwarten sind.und Lernprozesse auseinandersetzen (vgl. Darunter befindet sich unter anderem das Themengebiet „Informationstechnik/Medien“ mit den Teilgebieten „Anwendungen von Multimedia“. „individuelle Lernstrategien zu entwickeln. Tatsächlich sind aus aktueller Sicht die vorhergesagten Tendenzen zu erkennen.0-Anwendungen im Jahr 2001 finden sich in allgemein. deren Vermittlung staatlicher Bildungsauftrag ist“ (2010:5). Konkrete Unterrichtsvorschläge wurden unterbreitet. Rosa 2008:1). Kongressbänden und Monographien zahlreiche Artikel.II Von der Industrie. Fest steht jedoch.:31). dass sechs besonders dynamische Wissensgebiete bestehen. doch oftmals handelt es sich hierbei um kleinere Phasen und weniger um komplexe Unterrichtsszenarien. de Haan & Poltermann 2002:17 f). die sich mit dem Thema der Integration neuer Medien in Lehr. de Haan & Poltermann 2002:19). Die Studien ergaben. die digitalen Medien einen starken Einfluss ausüben und dass hieraus der Anspruch auf eine neue Lernkultur abzuleiten ist. die nicht durch externe Instruktion gesteuert und primär leistungsorientiert“ ausfallen. „mobiler Kommunikation“ und „Computer in der Bildung“ sowie die Folgewirkungen von Medien auf „Kommunikation und Sozialbeziehungen“ und „Erziehung“ (vgl. Zusammenfassend lässt sich in den Worten des BMBF sagen. Die Autoren nennen als eine von „Zehn Thesen zu den Perspektiven zukunftsfähiger Bildung“ (ebd. angesichts der Ergebnisse der dargestellten Untersuchungen. in der das Internet das Kommunikationsmedium schlechthin geworden ist (vgl. dass. .

So heißt es im Sächsischen Lehrplan für das Fach Spanisch an Gymnasien. so ist eine Modellierung und Erweiterung von Wissensstrukturen im konstruktivistischen Sinne gemeint. dass der Spanischunterricht auf die Förderung der Lernkompetenz und von Problemlösestrategien ausgerichtet sein soll. zielerreichendes Handeln (vgl. Weinert 1999 apud Mandl & Krause 2001). dass der Unterricht sich am Lerner orientieren soll. Als Beispiele werden hier die Nutzung von Computer und Internet zur Recherche und Aufbereitung des Wissens mithilfe von Textverarbeitungsprogrammen aufgeführt. die der Kooperation und die des reflexiven Umgangs mit neuen Medien (2001:10).) fördern. die „zu wertvollen Ergebnissen für die Gesellschaft und die Menschen“ (OECD 2005:6) beitragen und ihnen dabei helfen soll. SMK Sachsen 2011:4) ist ein der allgemeinen Didaktik entnommenes Konzept. Festzuhalten ist also.“ (Sächsisches Staatsministerium für Kultus und Sport. unter Nutzung der modernen Medien zu befähigen. Wenn also vom Aufbau von Kompetenzen gesprochen wird.3 Neue Medien = Neues Lernen im Fremdsprachenunterricht Spanisch Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Kultusministerkonferenz der Länder haben die gewachsenen Anforderungen der Wissensgesellschaft an die Menschen und ihre Fähigkeiten bereits erkannt und versuchen lebenslanges Lernen ermöglichende didaktische Prinzipien in den Lehrplänen zu verankern. also zur Kommunikation und Interaktion. eine Lernleistung zu erbringen“ (2001:8) definieren. Der im sächsischen Lehrplan auftauchende Begriff „Lernkompetenz“ (vgl. welches Mandl und Krause als „Fähigkeit zum erfolgreichen Lern-Handeln. h. „wichtige Anforderungen unter verschiedenen Rahmenbedingungen zu erfüllen“ (ebd. die der Selbststeuerung.). d. Nicht zuletzt muss der Unterricht „seinen Beitrag zur anwendungsorientierten informatorischen Grundbildung“ leisten. Kompetenzen sind also Voraussetzung dafür. und die Schülerinnen und Schüler gelangen zu eigenständigen Lösungen von Lernaufgaben. 15 3. die Fähigkeit. . denn „[dadurch] wird das selbständige Lernen ebenso begünstigt wie die Interaktion in der Lerngruppe. Der Ansatz lässt sich als theoretischer Rahmen für die Anforderungen einer Wissensgesellschaft zu Grunde legen. Umgekehrt bauen sich Kompetenzen aber auch im Verlaufe der Zeit wieder ab.1). h. Mandl & Krause 2001:7). Fähigkeiten und Dispositionen ernst nehmen muss. also zur Erreichung von Lernleistungen eingesetzt werden können (vgl. indem „[bei] der Produktion von Sprachleistungen und für ihre Präsentation […] moderne Medien genutzt“ (SMK Sachsen 2011:5) werden. d. fortan: SMK Sachsen 2011:4). Ziel dabei ist es. die Schülerinnen und Schüler zu selbst gesteuertem Lernen und zur Kooperation. Das was Mandl und Krause „Lernkompetenz“ nennen.und prozessorientiert die Ausbildung von Lernkompetenz und Problemlösestrategien“ (ebd. Laut Mandl und Krause konstituiert sich die Lernkompetenz aus den drei Teilkompetenzen. Des Weiteren soll der Unterricht „problem. wenn sie nicht gezeigt. Sie sind grundlegend für erfolgreiches. bei der der Lerner selbst aktiv und selbstgesteuert sowie in Interaktion mit anderen prozessual sein Wissen erwirbt (vgl. dass bestimmte Leistungen erbracht werden können. Kapitel 2. ihn als Individuum mit Interessen. wird von der OECD als Schlüsselkompetenz bezeichnet.1 Kompetenzen für ein lebenslanges Lernen Kompetenzen sind als als komplexes Gefüge aus Voraussetzungen zu verstehen.

OECD 2005:10) und deren reflektierter und kontextgemäßer Einsatz für unterschiedliche Handlungssituationen (vgl.III Neue Medien = Neues Lernen im Fremdsprachenunterricht Spanisch 16 Die drei genannten Kompetenzbereiche werden bei der OECD als ineinandergreifende Elemente beschrieben. Zeitung. Die Funktionsweise der digitalen Medien stellt Bildungseinrichtungen vor neue Herausforderungen: Durch die Mitgestaltung aller an den multimedialen Inhalten des World Wide Web (Texte. gibt das Schweizer Medieninstitut für Bildung und Kultur (fortan: SMBK 2006:5) zu bedenken. Hilfsmittel oder Werkzeuge (Tools) wie z. dass die Medien auch reflektiert. haben die neuen Medien bereits in die Jugendzimmer Einzug gehalten. Kenntnisse und Fähigkeiten zu besitzen. um die Vermittlung von Kompetenzen zu ermöglichen. die einen Referenzrahmen bilden: Erstens sollten Menschen in der Lage sein. Videos. Wie die JIM-Studie 2011 (vgl. einen messbaren Nutzen haben. Politik und Gesellschaft. die in verschiedenen Kontexten und Lebensbereichen.] (OECD 2005:7) Der von der OECD vorgestellte Referenzrahmen stellt er ein geeignetes Instrument dar. Dabei sind auch traditionelle Medien (Bücher. St. [Hv. Dieser Umstand begünstigt den selbstverständlichen und souveränen Umgang mit der neuen Technik. mit Menschen aus verschiedenen Kulturen umzugehen und innerhalb sozial heterogener Gruppen zu interagieren. 3. um die Notwendigkeit der Teilkompetenzen zu begründen und diese näher zu beschreiben. Die Initiative „Schulen ans Netz“ sorgte für die Verbindung der Bildungseinrichtungen mit dem Internet. Kapitel 2. Verantwortung für ihre Lebensgestaltung zu übernehmen. verantwortungsvoll oder gar gesellschaftlich wertvoll eingesetzt werden. S. Zweitens sollten Menschen in einer zunehmend vernetzten Welt in der Lage sein. Dabei ist nicht so sehr die einzelne Kompetenz bedeutsam. OECD 2005:7). transversaler Kompetenzen“ (OECD 2005:9). Drittens sollten Menschen befähigt sein.5) gezeigt hat. um mit Medien umzugehen. Sounds) wird die Trennung von realen und fiktiven Inhalten immer schwieriger und „Wirklichkeitsbezüge dürfen nicht vorbehaltlos angenommen werden“ (SMBK 2006:4f).1. also solchen. Radio und Fern- . verschiedene Medien. Medienkompetenz zu haben bedeutet zunächst. Doch technische Expertise impliziert in diesem Falle nicht. die einen selbst gesteuerten sowie „reflektierten und verantwortungsbewussten Umgang mit Medien und Medieninhalten“ (SMBK 2006:5 f) zum Gegenstand haben. Bilder. ihr Leben im größeren Kontext zu situieren und eigenständig zu handeln. Damit sind zumindest die technischen Rahmenbedingungen gegeben. wie Wirtschaft. Bereits in den 90er Jahren wurden Schulen bundesweit mit Computerkabinetten ausgestattet. um sie für ihre eigenen Zwecke anzupassen – interaktiv nutzen zu können. B. Es sollen nun die einzelnen Kompetenzbereiche des Referenzrahmens für Schlüsselkompetenzen dargestellt werden. sondern vor allem die Vernetzung dieser (vgl. Lehrende können sich auf der Online-Plattform „Lehrer online“ über den Einsatz der neuen Medien im Unterricht informieren. Informationstechnologien oder die Sprache wirksam einzusetzen. Ihr Hauptaugenmerk legt die OECD auf die Auswahl „übergreifender bzw. Sie sollten diese „Tools“ gut genug verstehen.1 Medienkompetenz „Lesen und Schreiben finden heutzutage in einem medial vielfältigen Kontext statt“.

2 Kooperationskompetenz Die Bezeichnung des zweiten Kompetenzbereiches „Interagieren in heterogenen Gruppen“ (OECD 2005:14) gibt Aufschluss darüber. OECD 2005:13. die komplexe Symbolsysteme bilden. während kooperatives Lernen zur Durchführung des Plans und zur Zielerreichung notwendig sein wird.1.14 Karlhuber und Wageneder differenzieren die Begriffe des kooperativen und des kollaborativen Lernens (2011:2). . in denen sie in Teamarbeit den Lernprozess aushandeln. Ein weiterer Aspekt ist die Auswahl und Bewertung von Informationsangeboten. dass kognitive Entwicklungen durch die Interaktion mit anderen Menschen stattfinden. Aufgaben zu verteilen und dadurch den Lernprozess mithilfe von Rollen zu strukturieren. In der Alltagspraxis liegt zumeist eine Mischform vor. „gute und tragfähige Beziehungen zu unterhalten“ (OECD 2005:14. Die in der Wissensgesellschaft zu bewältigenden Aufgaben. z. 1-B). 2-B) und „Fähigkeiten zur Bewältigung und Lösung von Konflikten“ (OECD 2005:15. Dabei liegt der Schwerpunkt des kollaborativen Lernens eher in der Planungs. gilt es zu entschlüsseln. Um Medien verantwortungsvoll einzusetzen. 2-C) zu besitzen. Dazu ist es wichtig. sondern vor allem eine Interaktion in pluralistischen Gesellschaften und die Fähigkeit zu Perspektivwechsel und Empathie mit einschließt. dass Kooperationskompetenz nicht nur die Fähigkeit zur Kommunikation mit anderen meint. also die kritische Reflexion der durch das Medien zur Verfügung gestellten Informationen (vgl.und Ideenfindungsphase. die Technik in die eigene Alltagspraxis zu integrieren.und Schreibkompetenzen zu beherrschen. ihre Potenziale und Möglichkeiten zu ergründen. Das Konzept des kooperativen Lernens basiert auf zwei theoretischen Ansätzen. die nachweisen konnten. machen es notwendig. In Abgrenzung dazu geht es beim kooperativen Lernen darum. wenn ein gemeinsames Ziel vorliegt. dass Lernen also immer in einem sozialen Kontext stattfindet. Die Kompetenz beschränkt sich nicht auf die bloße Mediennutzung. an dessen Erreichung allen Lernenden gelegen ist. 2-A). 1-C). selbstbestimmt und reflektiert“ (2004:6). welches nur erreicht werden kann. 3. Dazu ist es notwendig Lese. wenn Ziele. ist es nötig. bzw. doch im Kontext der Wissensgesellschaft geht es insbesondere um die digitalen Medien Computer und Internet. OECD 2005:12. Nicht zuletzt hat Medienkompetenz auch gesellschaftspolitische Aspekte. Prozesse und Ergebnisse kollaborativ ausgehandelt werden müssen. OECD 2005:13. die Lernenden auf Situationen vorzubereiten. um sie selbst mitgestalten zu können (vgl. B. dem Piagets und dem Vigotskys.III Neue Medien = Neues Lernen im Fremdsprachenunterricht Spanisch 17 sehen) mit eingeschlossen. Die Verbindung der unterschiedlichen narrativen Codizes zu multimedialen Texten. 1-A). Bei beiden Lernformen liegt ein gemeinsames Ziel vor. um selbst aktiv interagieren zu können (vgl. wenn sich alle an dessen Erfüllung beteiligen. Nach Grünewald heißt Medienkompetenz „[d]ie Medien nutzen zu können – kritisch. 14 Eine genaue Darstellung der relevanten Theoriestränge findet sich bei Breuer (2001:94ff). Von kollaborativem Lernen kann gesprochen werden. die der Informationsbeschaffung. „Fähigkeiten zur Kooperation“ (OECD 2005:15.

der nun auf schulisches Lernen übertragen werden muss. Anschließend soll geklärt werden. Die Expertenkommission der OECD gibt mit der Beschreibung der für das Leben in einer digitalisierten Welt benötigten Schlüsselqualifikationen einen guten Rahmen vor. der Inhalte und der Progression. der Lernziele.] verstanden werden als Fähigkeit des Menschen.III Neue Medien = Neues Lernen im Fremdsprachenunterricht Spanisch 18 3. Zeit. Dabei muss die Frage nach den praktischen Möglichkeiten der Implementierung in den Schulalltag geklärt werden. inwieweit sich die Förderung der Lernkompetenzen im Fach Spanisch anbietet. 3. . den aber der Lehrende fördern kann (vgl.15 Es soll sich in dieser Arbeit auf die Definition von Lernerautonomie nach Grünewald bezogen werden. Die Beschreibung der Schlüsselkompetenz ist hier allerdings nicht nur auf Lernprozesse im engeren Sinne begrenzt. 15 Die unterschiedlichen Definitionen schwanken zwischen Autonomie als allgemeinem Erziehungsziel.1 beschriebenen Schlüsselkompetenzen für das Leben in einer digitalisierten Welt. Dies schließt die Auswahl von Methoden und Arbeitstechniken sowie die Gestaltung und Evaluation des Lernprozesses (Ort. dass sich immer wieder selbständig Wissen angeeignet wird (vgl. 3-A). um einen individuellen Lebensweg planen zu können. wie Kompetenzen.3 Selbststeuerungskompetenz In der modernen Wissensgesellschaft ist es zunehmend von übergeordneter Bedeutung sich zu orientieren und zu informieren. dass die Begriffe „selbstgesteuertes Lernen“ und „Lernerautonomie“ in den fachdidaktischen Diskussionen nicht trennscharf verwendet werden (vgl. als einer Fähigkeit. den zu gestalten. Lebenspläne und persönliche Projekte zu gestalten und zu realisieren“ (OECD 2005:17. Damit wird selbstgesteuertes Lernen im Kontext dieser Arbeit als übergeordnetes Ziel verstanden. durchzuführen und zu evaluieren. Eigenverantwortliches Handeln und Selbstorganisation prägen dabei den Charakter der Autonomie. Grenzen und Bedürfnissen“ (OECD 2005:17. Wolff 2007:321f). auf das die Lernenden im schulischen Kontext vorbereitet werden sollen. Es werden die „Fähigkeit zum Handeln im größeren Kontext“ (OECD 2005:16f. und als einem Prozess. Der Begriff des selbstgesteuerten Lernens wurde im deutschsprachigen Raum von Weinert geprägt. Interessen. sondern sie bezieht sich auf jegliches Handeln im gesellschaftlichen. (Grünewald 2009:226) Dabei trifft der Lernende Entscheidungen bzgl. selbständig für einen bestimmten Lerngegenstand und/oder für ein bestimmtes Lernziel eine Lernhandlung zu entwerfen. 3-B) sowie die „Fähigkeit zur Wahrnehmung von Rechten. Wolff 2007:321f).. die der Lernende mitbringt. Wolff 2007:322). Im Referenzrahmen der OECD ist die Selbststeuerungskompetenz als „eigenständiges Handeln“ (2005:16) eingeordnet.1. Es ist allerdings anzumerken. Des Weiteren erfordert die schnelle Wissensalterung. die „Fähigkeit. insbesondere aber die in Kapitel 3. die einer humanistischen Tradition verpflichtetet ist: Autonomie kann [. politischen und wirtschaftlichen Sinne. in der Schule allgemein gefördert werden können.. Rhythmus) mit ein (vgl.2 Förderung von Lernkompetenzen im Fach Spanisch Zunächst stellt sich die Frage. 3-C) als konstituierende Teilkompetenzen dieses Kompetenzbereichs angesehen. Breuer 2001:87). die Aufgabe des Lernenden ist. als einem methodisch-didaktischen Ansatz.

Strategien und Fähigkeiten erst gezielt aufzubauen. wie z. Kompetenzen wiederum sind komplexe Gefüge aus kognitiven und metakognitiven Strategien. sondern auch übergreifende Kompetenzen gefestigt werden und es wird verhindert. erfolgt ein solches Kompetenztraining nach Klippert an 6 Tagen über das gesamte Schuljahr verteilt. die für ein lebenslanges Lernen benötigt werden und nicht auf einen speziellen Fach. Die Strategien bzw. dass allerdings das Training von Einzelkomponenten zumeist nicht zu einer breiten Disposition für selbstgesteuertes Lernen und Denken führt“ (1997 apud Mandl & Krause 2001:15). 16 In der fachdidaktischen Literatur werden die Begriffe Technik. die eine Kompetenz ausmachen. Beim direkten Ansatz werden Strategien und Techniken16.2. das Nachschlagen im Wörterbuch. wie zum Beispiel beim Erschließen eines Textes in der Fremdsprache (vgl. der Lernkompetenz (Mandl & Krause 2001) gibt es in der allgemeinen Didaktik unterschiedliche Ansätze (vgl. Strategie und Kompetenz oder Fähigkeit nicht trennscharf verwendet. Bei einer Strategie werden unterschiedliche Techniken miteinander systematisch kombiniert. wieder verkümmern und sich die Kompetenz dadurch zurückbildet (Mandl & Krause 2001:15). . Mandl & Krause 2001:15). Friedrich und Mandl konnten „[i]m Bereich des selbstgesteuerten Lernens“ feststellen. Dahingegen wird beim indirekten Ansatz die Lernumgebung so gestaltet. Dazu müssen die Strategien im Fachunterricht bewusst gemacht werden (Warum. Auf diese Weise wird auch das Zusammenwirken der unterschiedlichen Strategien von den Lernenden erfahren und somit die Kompetenzen erweitert. dass diese nach einem anfänglichen Training wieder „verkümmern“. Denn einerseits ist nachgewiesen worden. die vor allem durch einen reflexiven Einsatz gekennzeichnet sind. Ein allgemeines Kompetenztraining ist bereits in den Konzepten vieler Schulen enthalten. ebenso wie isolierte Lerntipps. Sachsen) bspw. Wann und Wie die jeweilige Strategie eingesetzt werden kann) und zudem sollten die Lernenden vielfältige Möglichkeiten zur Erprobung der Strategien erhalten (Tönshoff 2007:333).oder Anwendungsbereich.1 Direkte oder indirekte Förderung Zur Förderung der Schlüsselkompetenzen für das Leben in der Wissensgesellschaft (OECD 2005) bzw. dass Schülerinnen und Schüler die erworbenen Kompetenzen in problemorientierten Lernumgebungen anwenden können. dass bestimmte Strategien angewendet werden müssen. B. Ein isoliertes Strategietraining zu Beginn eines Schuljahres erweist sich im Fremdsprachenunterrichts als eher ineffektiv. ehe sie in einer problemorientierten Lernumgebung genutzt werden können. ausprobiert werden (vgl. Andererseits kann es notwendig sein. „dass zwar viele Komponenten der Selbststeuerung durch Training gefördert werden können. die mit steigender Klassenstufe erweitert werden. wenn sie nicht gezeigt werden können.III Neue Medien = Neues Lernen im Fremdsprachenunterricht Spanisch 19 3. Für eine integrierte Vermittlung der Strategien plädiert auch Tönshoff. Techniken werden explizit gemacht und durch den direkten Einsatz gezielt geübt. Dabei bezieht sich der Begriff der Kompetenz eher auf allgemeine Fähigkeiten. Zu jedem Zeitpunkt werden unterschiedliche Kompetenzen gefördert. da diese von den Lernenden nur selten wahrgenommen bzw. Rampillon 2007:340). Für den fremdsprachlichen Unterricht ist also eine Kombination aus integriertem (indirektem) und explizitem (direktem) Strategietraining zu empfehlen.17 Es sollte daher Aufgabe der Fachbereiche sein. dass Fähigkeiten und Strategien. um ein Problem zu lösen und ein Ziel zu erreichen. Beide Ansätze sind weniger exklusiv als ergänzend zu verstehen. 17 Am Freien Gymnasium Borsdorf (bei Leipzig. So können kontinuierlich nicht nur fachspezifische. in einem Training gefördert. Grünewald 2009:113). Dabei ist eine Technik eher eine Einzelmaßnahme.

Nicht zuletzt bieten Funktionen und Tools des Internets die Möglichkeit zur Beteiligung am interaktiven Diskurs über die Inhalte des Spanischunterrichts. So können bspw. Wie im muttersprachlichen Deutschunterricht können authentische Diskussionsrunden geschaffen werden. Am besten erfolgt dies über die Auswahl bestimmter Themen und Inhalte. zur Förderung der in Kapitel 3. Damit fördern die neuen Medien einmal die fachlichen Fertigkeiten. aber auch die Lernkompetenzen. wie interkulturelle Kompetenz. zur Empathiefähigkeit und auch zur Schulung interkultureller Kompetenzen.2. ausgehandelt werden. Beiträge in Diskussionsforen geleistet.und Bilderverarbeitungsprogrammen. Durch die Speicherfunktion des Computers können Texte festgehalten und einer intensiven Sprachanalyse unterzogen werden (vgl. Artikel für ein Wiki geschrieben. Müller-Hartmann 2007:270). Informationskompetenz und Empathiefähigkeit. Fremdsprachenerwerb ist ohne Kommunikation nicht denkbar. In einer Präsentation kann dann das gesammelte Wissen einer größeren Gruppe zugänglich gemacht werden. die es im Spanischunterricht zu erwerben gilt. muss er diese auch fördern.1 geschilderten Lernkompetenzen. Da der Fremdsprachenunterricht auf Kommunikation basiert. was wiederum kommunikative und kooperative Fähigkeiten fördert. In solchen Situationen können die Lernenden ihre fremdsprachliche Kooperations. die Sprechanlässe schaffen. Vorstellbar sind Recherchearbeiten zur Beschaffung von Informationen über Länder des hispanophonen Raumes sowie zur Aufbereitung der gefunden Informationen in Text.III Neue Medien = Neues Lernen im Fremdsprachenunterricht Spanisch 20 3. wie Texterschließungsstrategien. aus Gründen die an dieser Stelle dargestellt sein sollen. Zudem fordern die Inhalte des Spanischunterrichts zum Nachdenken über andere Kulturen heraus und leisten hierbei einen großen Beitrag für die Fähigkeit zum Perspektivwechsel. in denen für Jugendliche und die Allgemeinheit relevante Themen. E-Mail-Projekte mit einer Partnerschule durchgeführt oder einfach die Schreibfähigkeiten in einem Chat erprobt werden.2 Die Verknüpfung der Lernkompetenzen im Spanischunterricht Der fremdsprachliche Unterricht im Allgemeinen und insbesondere der Spanischunterricht eignet sich. um Konflikte zu bewältigen. Das Internet ist eine Fundgrube für authentische Texte und erlaubt den Kontakt zu zielsprachlichen Kommunikationspartnern. Zugleich geben die Inhalte und die Aufgabenkultur des Faches Anlässe zur begründeten Arbeit mit Computer und Internet. . Auch kann es in bestimmten Lernumgebungen erforderlich sein. Vereinbarungen zu treffen und Toleranz zu üben gegenüber den Ansichten anderer. Dabei ist der Wortschatz und die Grammatik lediglich Mittel zur Schulung der allgemeinen Lernkompetenz. Andersherum ermöglicht die Arbeit mit Computer und Internet die Schulung der allgemeinen Lernkompetenzen sowie der fachlichen Kompetenzen. die es im Spanischunterricht zu erwerben gilt. arbeitsteilig vorzugehen oder sich über die Möglichkeiten der Zielerreichung zur Bewältigung einer Aufgabenstellung auszutauschen.und Kommunikationskompetenz anwenden. Kommunikationskompetenz. Ganz nebenbei werden dabei die technischen Fähigkeiten im Umgang mit den neuen Medien geschult. seien es andere Spanischlerner oder Muttersprachler. wie Drogenmissbrauch oder Umweltschutz. Grammatik und Wortschatz lassen sich nicht losgelöst von gesprochenen und geschriebenen Texten erlernen.

Methoden und Ziele selbst getroffen werden. Die Bearbeitung der Aufgabe erfolgt vorwiegend selbständig und die Instruktion des Lehrenden beschränkt sich auf die Vermittlung der formalen sprachlichen Aspekte. In einem komplexen Gefüge beeinflussen. Die tarea ist nicht zu verwechseln mit einer Übung. gute Grundbedingungen zur Förderung der Kompetenzen. die möglichst selbständiges Lernen ermöglichen (Grünewald 2009:132).III Neue Medien = Neues Lernen im Fremdsprachenunterricht Spanisch 21 Zuletzt ermöglicht die zunehmend selbständige Arbeit mit Computer und Internet im Spanischunterricht das eigenständige Handeln. d. Es bleibt also zu klären. sind.1 Aufgabenorientierung Das Prinzip der Aufgabenorientierung bzw. sich die Kompetenzbereiche im Rahmen des Spanischunterrichts und im Umgang mit den neuen Medien Computer und Internet einander (vgl.3 Implikationen für den Fremdsprachenunterricht Spanisch Hallet kritisiert die Ausrichtung des Fremdsprachenunterrichts auf die Kompetenzen Lesen. Die Aufgaben sind vorwiegend inhaltsorientiert und werfen Probleme auf. Zwar bietet der fremdsprachliche Spanischunterricht. in zunehmend komplexen Aufgabenstellungen und in unterschiedlichen Sozialformen. in der erworbenes Wissen nur angewendet wird. 65). das der Vielfalt mediatisierter. wenn er die Anforderungen eines […] handlungsorientierten. Allerdings müssen bestimmte Aspekte von Lernumgebungen so gestaltet werden.2. um kompetenzorientiert zu unterrichten und damit in diesem Fach einen Beitrag zum lebenslangen Lernen zu leisten. dass sich die Vermittlung der fremdsprachlichen Inhalte nicht mehr an einer künstlich geschaffenen grammatischen Progression orientiert. wie sie in der spanischen Fachdidaktik genannt wird. aufgabenzentrierten Unterrichts erfüllt. wenn also anwendungsorientiert gelernt wird. wie in Kapitel 3. um anschließend die Beschaffenheit der Komponenten handlungsorientierter und aufgabenzentrierter Lernumgebungen zu bestimmen. Schreiben. Die Notwendigkeit von Wortschatz und Grammatik zum Erreichen des Lernziels wird von den Lernenden eigenständig erkannt. wie Spanischunterricht gestaltet sein muss. Es sollen also zunächst die Begriffe der Handlungs. die natürlich gegeben. S.3.2 dargelegt. nicht konstruiert. h. fordern und fördern. die enfoque por tareas. h. 3. Sie können durch den Einsatz primär authentischer und natürlicher Sprache gelöst werden. woraus sich idealerweise ein real empfundenes Lernbedürfnis entwickelt. Grünewald 2009:116). welche Komponenten notwendig sind. verbindet die funktionalisierte Strukturorientierung mit der kommunikativen Methode (vgl. d. globalisierter und multilingualer Migrationsgesellschaften nicht mehr angemessen ist“ (Hallet 2008b:170). Anhang I. Entsprechend der Konzeption der enfoque por tareas sollen die Lernenden bei der Bearbei- . 3. Sprechen und Hören: „Die de facto-Fortschreibung der skills-Orientierung in den Bildungsstandards ist ein restringiertes Projekt. so dass Entscheidungen über Inhalte. sondern sie folgt einer natürlichen Reihenfolge. Das bedeutet. dass sie einen kompetenzorientierten Unterricht noch besser ermöglichen: Insgesamt ist Spanischunterricht dann kompetenzfördernd.und Aufgabenorientierung beleuchtet werden.

Müller-Hartmann 2007:271). B. Schon Klippert stellte einen engen Zusammenhang zwischen nachhaltigem Wissens. bewältigt werden können.oder Partnerarbeit sowie auch Einzelarbeit abgelöst werden (vgl.3. Die Lernenden erfahren somit die Bedeutung ihres persönlichen Beitrags zur Erreichung des gemeinsamen Gruppenziels. Zudem macht es die teilweise zu geringe Computerausstattung an den Schulen notwendig. 3. die Ergebnisse zu strukturieren und verständlich aufzuarbeiten. sondern auch notwendig. der sinnvoll den Einsatz digitaler Medien integriert. Die Aufgaben und Lernaktivitäten haben für die Lernenden eine hohe Relevanz und sind vor allem anwendungsbezogen. oft im Austausch mit anderen Lernenden. z. . Daher muss der Frontalunterricht. dass die Lernenden in kommunikativen Situationen in der Fremdsprache erfolgreich sind.und aufgabenorientierter Lernumgebungen Ansetzend am konstruktivistischen Wissensbegriff (vgl. Durch die Beschäftigung mit einem Thema oder Inhalt werden mittels learning by doing bzw. erhalten aber gleichzeitig mehr Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess. niemand kann sich mehr vor der Arbeit drücken.2 Handlungsorientierung Handlungsorientierung ist in diesem Zusammenhang unter dem Methodenaspekt zu verstehen. organisatorischen. B. die durch Ausprobieren und Variieren. bei der Informationsbeschaffung.und aufgabenorientierten Spanischunterricht. Grünewald 2009:115). Aus dieser Unterrichtsorganisation ergeben sich natürlich auch Vorteile. Sie bearbeiten vor allem authentische Unterrichtsinhalte und erstellen Handlungsprodukte als Ergebnisse ihres Lernprozesses. durch Gruppen. sollen die Lernenden in einem handlungs.3.1). Handlungsorientierung zieht die Öffnung von Unterricht und Schule nach sich. z. ist Arbeitsteilung nicht nur wichtig. Es ist daher notwendig durch die Veränderungen einzelner Unterrichtsaspekte gute Bedingungen für eine optimale Kompetenzförderung zu schaffen. Da die Gruppenergebnisse dem ganzen Klassenverband zugänglich gemacht werden müssen. Ziel der enfoque por tareas ist. Typische Merkmale eines handlungsorientierten Spanischunterrichts (Grünewald 2009:116) sind ganzheitliche Methoden.bzw. methodischen und sozialen Aspekte vonnöten. Lernziele sollen durch ein aufgaben. Dazu ist eine „Öffnung“ des Unterrichts. ist es notwendig.III Neue Medien = Neues Lernen im Fremdsprachenunterricht Spanisch 22 tung des Arbeitsauftrages auch Neues kennenlernen. wobei affektive und kognitive Faktoren zusammenspielen. da in eher lockeren. entdeckenden Lernens Fähigkeiten und Kompetenzen erworben. kommunikativen Sozialformen zu bearbeiten.und prozessorientiertes Vorgehen der Lernenden erreicht werden. zugunsten individualisierender Lernprozesse. Kompetenzerwerb und Lernhandlungen fest (vgl. Kapitel 2. hinsichtlich seiner inhaltlichen. Aufgaben in kooperativen bzw. Die Verantwortung des Einzelnen bei der Arbeit in Kleingruppen erhöht sich. 3. weniger instruktionalen Lernumgebungen gelernt wird. Im Prozess der Auseinandersetzung mit einer Aufgabe werden Probleme erkannt. Die Lernenden werden an der Unterrichtsplanung beteiligt und mit ihren Interessen und Eigenschaften ernst genommen.3 Komponenten handlungs. wie dies im Klassenverband oft der Fall ist (Wolff 2007:325). Bei der Arbeit mit Computer und Internet. die Möglichkeit erhalten Lernkompetenzen und fachliches Wissen zu erwerben. im Bereich der Grammatik.

Lernund Arbeitstechniken und Anregungen. Wolff 2007:325). also nicht didaktisierte Arbeitsmaterialien. Das Schülerbuch dient den Lernenden. dieses Wissen sinnvoll und eigenständig anzuwenden (Sachkompetenz) (vgl. dass das Schülerbuch. Dabei darf nicht vergessen werden. B. die als Orientierung . wie z.und Selbstkompetenz mit in die Bewertung einbezogen werden. wie authentische Texte. Einige Schülerbücher nehmen bereits Internetrecherchen oder E-Mail-Projekte in ihr Aufgabenrepertoire mit auf. dass die Lernenden den Einsatz von Methoden und Strategien reflektieren und diese bewusst auswählen können. da es die Vorgaben des Lehrplans in ein Unterrichtskonzept umsetzt und hierbei strukturgebend ist. Strategien und Fertigkeiten fordern und fördern. Unter Leistung ist nicht nur die Verinnerlichung von Unterrichtsinhalten und fremdsprachlichen Strukturen zu verstehen. Grünewald 2009:130).und Lernsystems und des pädagogischen Prozesses“ (Neuner 2007:399) anzusehen ist. indem die Lernenden aus einem Aufgabenspektrum selbst wählen bzw. wie z. dass sie kommunikatives und kooperatives Arbeiten erfordern. Hierzu bieten sich vor allem problemorientierte Aufgabenstellungen an. Produktmaterialien und Prozessmaterialien (vgl. Wolff unterscheidet hier zwischen Inhalts. Entsprechend der enfoque por tareas lenken die Aufgaben die Interaktion.). dass das Schülerbuch. Grünewald hat kompetenzorientierte Bewertungskriterien in einer Übersicht zusammengestellt. Zudem müssen auch die unter Kapitel 3. Medien-. wie Wörterbücher und Grammatiken. die Teilaufgaben in der Gruppe selbständig verteilen können.III Neue Medien = Neues Lernen im Fremdsprachenunterricht Spanisch 23 Nicht zuletzt stellt die Arbeit in Kleingruppen sowie die Präsentationssituation eine Möglichkeit zum authentischen Gebrauch der Zielsprache dar (vgl. sondern auch die Fähigkeit. die Bezug zum Lernen der fremden Sprache haben (vgl. WebQuests gehören noch nicht zum Repertoire moderner Lehrwerke. doch komplexe problemlösende Aufgabenstellungen. Computer und Internet. Als Inhaltsmaterialien bezeichnet er das Rohmaterial. leiten die Aushandlungsprozesse an und sind darauf ausgerichtet. Unter dem Begriff Prozessmaterialien versteht er Zusammenstellungen prozeduralen Wissens.bzw. B. Kooperations. Natürlich muss die organisatorische Öffnung der Lernumgebung sowie ein auf Kompetenzerwerb ausgerichteter Unterricht auch ein Umdenken in der Bewertungspraxis nach sich ziehen. Die Eigenverantwortlichkeit wird außerdem gesteigert. Müller-Hartmann 2007:270). gemeinsame Produkte zu erstellen (vgl. Für die Lehrperson enthält es Anregungen und dient als Aufgabenpool zur Gestaltung offener Lernumgebungen. die zum Bearbeiten der Aufgabe benötigt und herangezogen werden können (ebd. aber auch Nachschlagewerke. als „vergegenständlichtes Modell des Lehr. Wolff 2007:325). sollten die Lernenden auch Zugriff auf andere Materialien haben.1 beschriebenen Lernkompetenzen. Eine Konsequenz der Verwendung neuer Medien im Unterricht ist natürlich. auch in offenen Lernumgebungen. Die Inhalte und Probleme der Aufgaben müssen sich einerseits an den Interessen und Bedürfnissen der Lernenden orientieren und andererseits den Einsatz von Kompetenzen bzw. Wolff 2007:325). zugunsten einer offeneren Unterrichtsgestaltung zurückgedrängt wird (vgl. als Orientierung in den Inhalten und den fremdsprachlichen Strukturen dient. Maßgebendes Kriterium ist hierbei. als Teil des Lehrwerks. Neuner 2007:402). Die Aufgaben sollten so angelegt sein. Abgesehen von den zur Bearbeitung zur Verfügung gestellten neuen Medien.

Arbeitspartner und Arbeitswege als im herkömmlich gestalteten Unterricht. Probleme zu erkennen und Fragen zu stellen Eigenständigkeit und Kritikfähigkeit bei der Erschließung und Auswertung von Informationen Eigeninitiative beim Lernen und Kooperieren in Gruppen Fähigkeit. die vom Lehrenden vorbereitet werden und eine schrittweise angeleitete Reflexion unterstützen. Anschließend wird hieraus eines Definition abgeleitet. Grünewald 2009:237) Es wird also nicht nur das Produkt in die Bewertung miteinbezogen. ihre Bedeutung in der Wissensgesellschaft sowie Bestandteile und Möglichkeiten einer Kategorisierung eingegangen werden. Wie bereits angedeutet zieht eine organisatorische Umstrukturierung des Unterrichts auch Veränderungen der Lehrer. bei Problemen eigene Lösungsideen zu entwickeln Fähigkeit und Bereitschaft. dass die Lernenden eine größere technische Expertise im Umgang mit den Medien haben. die Lehrerin selbst zum Lernenden wird. Der Lehrende wird zum Mitgestalter der Klassenzimmeraktivitäten. in denen Aufgaben unter Verwendung der neuen Medien bewältigt werden müssen. vor allem die Reflexion und Evaluation des Lernprozesses durch den Lernenden wichtig. Beobachter und Diagnostiker ebenso wie als Wissensquelle und Experte des Lernens von Fremdsprachen (vgl. die vernetzten Lernumgebungen zu entwickeln und die Interaktion der Lernenden vorzustrukturieren.III Neue Medien = Neues Lernen im Fremdsprachenunterricht Spanisch 24 herangezogen werden kann: • • • • • • • • • Fähigkeit.und Schülerrollen nach sich. Bei der Arbeit mit Computer und Internet kann es anderenfalls aber auch vorkommen. Komplexe vernetzte Unterrichtsumgebungen. sondern auch der Lernprozess. da „Lernprozesse nicht mehr planbar“ (Müller-Hartmann 2007:271) sind. Zur Begleitung des Lernprozesses bieten sich Lerntagebücher oder Portfolios ebenso an wie Selbstevaluationsbögen. Die Lernenden hingegen haben größere Entscheidungsfreiheit hinsichtlich der Inhalte.und Fremdeinschätzung von Arbeitsergebnissen und -prozessen Fähigkeit zur Selbstmotivation und zur Würdigung der eigenen Erfolge konstruktiver Umgang mit Schwierigkeiten (vgl. können mittels unterschiedlicher Internettools aufgebaut werden. Authentische Kommunikationssituationen mit anderen Lernern und Experten (authentische Sprecher im Internet) unabhängig vom Lehrenden werden möglich. wovon sich eine erhöhte Motivation zu versprechen ist. Hierzu sind neben den diagnostischen Fähigkeiten der Lehrkraft. Die Lehrperson ist dafür zuständig. . so dass sie selbst zu Lehrenden und der Lehrer bzw. Dadurch erhalten sie eine größere Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess. soll hier zunächst auf die Geschichte der Weblogs. weshalb viel Zeit für die Vorbereitung aufgewendet werden muss. bei Problemen Hilfe einzuholen Fähigkeit zur Kommunikation und Kooperation in der Gruppenarbeit Fähigkeit zur Selbst. Zudem wird von den Lehrenden eine höhere Flexibilität verlangt. Dazu ist eine minuziöse didaktisch-methodische Planung erforderlich. Während des Arbeitsprozesses agiert er vor allem als Berater und Moderator. Wolff 2007:326). Im Rahmen dieser Arbeit wird der Weblog diesbezüglich auf seine Tauglichkeit für den Spanischunterricht hin überprüft. Doch bevor konkrete Unterrichtsszenarien unter Verwendung von Weblogs vorgestellt werden.

oder aus solchen. Die Liste enthielt Anfang 1999 gerade einmal 23 Weblogs. die vermieden. Garrett 2000-2006) 20 Als einer der ersten Blogger rief Barrett 2003 den Watchblogs ins Leben. diejenigen. die beruflich schon mit der Generierung von Websites zu tun hatten. um hieraus anschließend eine Definition des Begriffs ableiten zu können. Im Folgenden werden die Bestandteile von Weblogs dargestellt. Adäquat hierzu bedeutet „bloggen“ (als Verb) das Schreiben/Erstellen eines Weblog-Beitrags. Im Laufe des Jahres 1999 publizierte Brigitte Eaton21 dann eine Liste mit den ihr bekannten Weblogs. dass Garrett und Blood miteinander verheiratet sind. so erhält man 274 Millionen Ergebnisse. welche Kriterien eine Website überhaupt als Weblog charakterisieren.1 Die Geschichte der Weblogs Gibt man bei der Online-Suchmaschine Google den Suchbegriff „Weblog“ ein. ihre URLs zu. so erhält man sogar mehr als 13 Milliarden Suchergebnisse (Stand: 6. Jesse James Garrett19 suchte im Web nach ähnlich konzipierten Seiten.4 Weblogs – Was ist das? Der Begriff „Weblog“ ist eine Wortkreuzung aus dem englischen web (World Wide Web. Juli 2012). die das Internet neu definieren sollte: „By writing a few lines each day. die er zu einer Liste aus Links zusammenfügte und an Cameron Barrett20 sendete. die regelmäßig in Weblogs schreiben werden im Jargon als „Blogger“ bezeichnet. Netz 2003:1). Gebräuchlich ist auch die Abkürzung „Blog“.eatonweb. Blood 2000) 21 Auf dem Meta-Blog EatonWeb. „Netz“. damit er diese seiner Liste hinzufügen konnte (ebd. einen Multi-User-Weblog. Protokoll) (vgl.). Die Bloggerin18 Rebecca Blood schreibt in einem Artikel über die Geschichte und Perspektiven von Weblogs: „In 1998 there were just a handful of sites of the type that are now identified as weblogs“ (Blood 2000). die Weblogs nach einer bestimmten Klassifizierung sammelte. Die Blogger lösten mit ihren Aktivitäten eine Veränderung aus.). um sich zu aktualisieren. (vgl. Kommentare und einige persönliche Anmerkungen oder Abhandlungen zu einem den Blogger interessierenden Thema (ebd. die sich die HTML-Sprache selbst beigebracht hatten. Internet) und log (Tagebuch. . Er prägte den Begriff „Ajax“. Zu diesem Zeitpunkt bestand die Gemeinschaft vor allem aus Leuten. Noch heute werden hier die besten Blogs in Sparten sortiert gesammelt (vgl. und beschrieb die hinter aufstrebenden Unternehmen wie Google Maps stehenden Mechanismen. Verwendet man für seine Suche den gekürzten Begriff „Blog“.com (heute portal. Die mit Datum und Uhrzeit versehenen Einträge sind Grund für diese Namensgebung. die ähnliche Seiten unterhielten. (vgl. Es stellt sich heraus. weblog editors begin to redefine media as a 18 Weblog-Administratoren bzw. da Weblogs erst gegen Ende der 1990er Jahre einer breiteren Masse bekannt wurden. Das ist vor allem in der Hinsicht bemerkenswert. Dieser wiederum veröffentlichte die Liste auf seiner Website und von diesem Zeitpunkt an sendeten ihm Leute. Die meisten Weblogs enthielten Links zu interessanten Seiten. Zu dieser Zeit wurde unter Bloggern auch noch diskutiert. der in drei politische Lager untergliedert war. 19 Garrett arbeitete in den 1990ern als Programmierer und Entwickler für Benutzeroberflächen. dass eine Seite nicht komplett neu geladen werden musste. Blood 2000). 25 4. Zunächst soll ein kurzer Einblick in die erst junge Geschichte der Weblogs gegeben und die aktuelle Popularität des Mediums in unterschiedlichen Bereichen dargestellt werden.com) war Eaton die erste. die sie nach einem Merkmal auswählte: Die Seite musste aus datierten Einträgen bestehen.

Minutenaktuell kann man von jedem Internetzugang auf der Welt Handyvideos oder Beiträge von Betroffenen über aktuellste Ereignisse und deren Einordnung einsehen. and argue in public. and all the rest have given people with little or no knowledge of HTML the ability to publish on the web: to pontificate. B. as easily as they send an instant message.. Plikat 2011:28). September 2001 lieferten und auch Hilfe organisierten (2002:87f). with new material posted at the top of the page“ (Blood 2000)..0. participatory endeavor“. S. Das aktuelle politische Geschehen im Rahmen des „Arabischen Frühlings“ belegt dies wiederholt. In so genannten Watchblogs (z. Stefan Niggemeier) und auch die öffentlich-rechtliche Berichterstattung (z. und anschließend. B. Die mediale Berichterstattung ist ihrerseits wiederum auch Gegenstand von kritischen Blogs. die sich 22 Es zeigte sich.tv) werden Artikel und mediale Beiträge kritisch betrachtet und diskutiert.]“ (Plikat 2011:28) sprechen. 4.2 Bestandteile von Weblogs23 Um eine passende Definition von Weblogs entwerfen zu können. Fersehkritik. ARD) bedient sich des Mediums oder bietet selbst Weblog-Funktionen (Kommentarfunktion) auf ihrer Webpräsenz an. weshalb sie im Rahmen dieser Arbeit als Grundelemente bezeichnet werden. möglicherweise. Nachdem die Plattform blogger.de. B..IV Weblogs – Was ist das? 26 public. Blogroll und Kommentare sind die ursprünglichsten Elemente und charakterisieren alle Weblogs. Pitas. mitverfolgen und selbst gestalten. B. Bildblog.. Gewalt. Alle weiteren Elemente. We can‘t seriously compare the creation of the World Wide Web itself with the availability of free technology that allows anyone with a web browser to express their unique. remember. ihre Nützlichkeit für den Spanischunterricht ableiten zu können. Franzmann bemerkt die gestiegene politische und gesellschaftliche Bedeutung von Weblogs: In den USA erreichten Weblogs sehr schnell auch eine politische Bedeutung. um ihre Funktionsweise. beschreibt Blood (2000) die Geburtsstunde des Web 2. 66) . September 200122 dem übergroßen Informationsbedürfnis nicht gerecht wurden und Blogs zudem im folgenden „Krieg gegen den Terror“ für offene journalistische Berichterstattung genutzt wurden. dream. von einem Bürgerjournalismus [. China.can we? (Blood 2000) Durch den Weblog-Boom und die vereinfachte Bedienung waren Weblogs nun nicht mehr nur „a list of links with commentary and personal asides“ sondern vielmehr „a website that is updated frequently. Gerade in Ländern mit autoritären Regierungen (z. Artikel. so „dass manche vom Entstehen einer 5. sollen hier die Elemente beschrieben werden aus denen Weblogs bestehen (können). 23 Eine beschriftete Übersicht der Bestandteile von Weblogs befindet sich im Anhang (II. (Franzmann 2006:11) Insbesondere in den westlichen Ländern haben Weblogs einen großen Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung. Cuba) und eingeschränkter Meinungs. war es nun jedermann möglich kostenlos einen eigenen Weblog im Internet einzurichten: Blogger. irreproducible vision to the rest of the world. Mittlerweile publizieren vermehrt Journalisten in Weblogs (z. Laut Reichmayr waren Blogger die ersten. weil die traditionellen Medien nach den Terror-Anschlägen am 11.und Pressefreiheit dienen Weblogs und ausländische Berichterstatter als Quelle für nicht staatlich gefilterte Informationen (vgl. die Kommentare zu den Geschehnissen des 11. aber auch. dass die Blogger-Gemeinschaft schneller reagieren konnte als die traditionellen Medien.com online ging.

seine eigene Meinung. ob neue Artikel erschienen sind. Klickt man diesen an. widersprochen oder auch ergänzt werden. Gedanken oder auch weiterführende Links zum Inhalt des Artikels zu hinterlassen. Bei vielen Weblog-Anbietern können (neuerdings) auch Tags (Schlagworte) ergänzt werden. die Beiträge schreiben können bzw. er kann den Titel des Beitrags oder das Datum der Veröffentlichung enthalten. den Artikel über Suchmaschinen zu finden.24 Bei seinem Besuch sieht der Leser somit sofort. aber nicht auf grundsätzlichen Eigenschaften. Artikel (Posts): Die vom Autor verfassten Beiträge erscheinen in chronologisch umgekehrter Reihenfolge auf der Startseite des Weblogs. Die ergänzenden Elemente. über die ein Artikel oder Weblog-Eintrag verlinkt und dauerhaft gefunden werden kann. dass zu Beginn eine statische Seite erscheint und nicht die neuesten Artikel. angezeigt und es erscheint ein Link zum „Weiterlesen“. Hier werden Links zu anderen Weblogs und Internetseiten hinterlegt. Es ist für jeden veröffentlichen Artikel standardmäßig vorgesehen.26 Contreras Contreras bezeichnet die Kommentarfunktion als „parte más interactiva entre el autor y sus lectores“ (2004:4f). lässt sich der Blog so konfigurieren. WordPress). die die (individuelle) Internetpräsenz lediglich ergänzen können. dass hier mehrere Autoren vorkommen. Kommentare: Das Kommentarfeld ist das Hauptmerkmal von Weblogs. Der Artikel ist mit seinem Publikationsdatum und dem Titel versehen. die Zusammenfassung des Textes. bei denen es möglich ist die Kommentarfunktion für einzelne Seiten abzuschalten. B. Zudem wird die Vernetzung der Weblogs untereinander gefördert. Blogroll: Während die als Blogroll bezeichnete Linksammlung noch gegen Ende des letzten Jahrtausends ein konstituierendes Merkmal von Weblogs war. die für den Autor interessant erscheinen. dass Artikel von Suchmaschinen gefunden werden. Oftmals wird nur die Kurzform des Artikels. sie sind aber entweder standardmäßig vorhanden und können ausgeschaltet oder 24 Die Darstellungen basieren auf allgemeinen. So ist es gerade bei journalistischen Blogs typisch. Oft werden andere Internetquellen in einem Artikel verlinkt oder die Artikel anderer Autoren diskutiert. Hier hat jeder Leser die Möglichkeit.IV Weblogs – Was ist das? 27 auf Weblogs finden lassen werden hier als Erweiterungen verstanden.“ (Franzmann 2006:68) 26 Es gibt Anbieter (z. Dabei stellt der Hyperlink einen Knotenpunkt eines thematischen Netzwerkes dar. also die ersten Zeilen bzw. Anregungen. Interessierte können so schnell auch auf andere Seiten und Weblogs weitergeleitet werden. Dieser erlaubt es Besuchern des Weblogs auf genau diesen Artikel mit seiner Internet-Adresse (URL) zu verweisen (und nicht nur auf die übergeordnete Webseite). ist diese eher zu einem begleitenden Bestandteil geworden. Sie erlaubt den Dialog zwischen Autor und Lesern oder zwischen den Lesern untereinander. Gewöhnlich setzt der Autor an dieser Stelle direkt einen Hyperlink zum Ausgangsartikel/der Primärquelle. Es muss folglich nicht erst lange nach den gewünschten Informationen gesucht werden. nachgefragt. 25 Ein Permalink ist „[e]ine unveränderliche Internet-Adresse. Jeder Artikel erhält bei seiner Erstellung einen Permalink25. müssen nicht in Weblogs enthalten sein. die im Folgenden beschrieben werden. . Mittels der Kommentarfunktion kann diskutiert. so kommt man zum vollständigen Text. oftmals ohne dass diese im Netzwerk registriert sein oder selbst einen Weblog haben müssen. die es erleichtern. Zudem ermöglichen es Permalinks. Das Erscheinungsbild eines solchen Permalinks ist recht unterschiedlich.

die sich beliebig ergänzen. wird in Kapitel 6. ob sein Artikel in anderen Weblogs kommentiert bzw. auf der Seite anordnen oder entfernen lassen. Am häufigsten kommen Archive mit zugewiesenen Kategorien oder nach Monaten geordnet vor. Zum Beispiel kann so der Newsticker einer Online-Zeitung oder eines Nachrichtensenders in die eigene Webseite integriert werden. Autoreninformation: Name. . der Anliegen und Beweggründe für das Bloggen wurde von Reichmayr durchgeführt. Reichmayr 2002:87f). Kampagnen oder Proteste. Dieses Widget bietet sich insbesondere bei Weblogs mit mehreren Autoren an.3 beschrieben. Sie dienen dazu. Blogger gaben auch an. Handlungsantriebe zu entnehmen (vgl. wenn sich auf dem Weblog etwas verändert hat. nützlich sein kann. sollte man andere Weblogs in den eigenen Artikeln verlinken.3 Kategorisierung von Weblogs Eine Umfrage bzgl. Autor oder dem Publikationsdatum. ihre eigene Meinung öffentlich kundzutun und sich für sie konventionelle Ausdrucksarten als zu restriktiv bzw. die aktualisierten Inhalte eines Weblogs direkt an dessen Abonnenten zu senden. Das System ermöglicht eine starke Vernetzung unter den Weblogs. Der Administrator kann zuvor festlegen. Franzmann zieht einen treffenden Vergleich: „In der wissenschaftlichen Fachliteratur könnte man sich Trackback etwa so vorstellen wie eine Primärquelle. Mithilfe eines Archivs lassen sich Artikel schneller auffinden. die zur Mobilmachung für Aktionen. An dieser Stelle sollen einige nützliche und häufig verwendete Widgets vorgestellt werden. Andere wiederum schätzen die rasche und effektive Organisation. Allerdings lassen sich auch fremde RSS-Feeds in den eigenen Blog einbauen. kurz zur Kommunikation eines Anliegens dienlich ist. Den Eigenangaben der Blogger sind sehr vielfältige Motivationen bzw. Auf der Webseite des Ursprungsartikels erscheint der Trackback am unteren Ende der Seite bei den Kommentaren als Link zusammen mit einer Kurzfassung des bezugnehmenden Artikels. die sich mit dem gleichen Thema beschäftigt. Widgets/Apps: Neben den beschriebenen Bestandteilen können Blogs verschiedene erweiterte Funktionen haben.2. Die zur Verfügung gestellten Widgets variieren je nach Betreiber der Weblog-Software. Wohnort und Beruf sind affektive Elemente. verlinkt worden ist. den Autor eines Blogs zu informieren. Wenn man stärker in einer Community wahrgenommen werden möchte. so dass sie individuelle. RSS (Really Simple Syndication): RSS-Feeds sind für Weblos standardmäßig vorgesehen. So erfahren alle Interessierten sofort.“ (2006:62).IV Weblogs – Was ist das? 28 zusätzlich aktiviert werden. So haben einige aufgrund des Zweifels an der herkömmlichen Berichterstattung das Bedürfnis nach direkter und ungefilterter Kommunikation und Information über aktuelle Geschehnisse. Archive: Die veröffentlichten Posts werden automatisch archiviert. die automatisch über Zitierungen in anderen Quellen informiert wird.27 4. ineffektiv erwiesen haben. persönliche Ausdrucksformen 27 Wie das funktioniert und inwieweit das für den Fremdsprachenunterricht. dass der Reiz für sie darin bestehe. Trackback: Die Trackback-Funktion dient dazu. insbesondere für den Spanischunterricht. wie das Archiv konfiguriert sein soll: nach Thema. die den Autor eines Weblogs für seine Leser greifbarer machen können.

Kommentaren und einer Linkliste. Auch haben Medien und Journalisten den Weblog für sich entdeckt. Auf einem Weblog erscheinen die Artikel als datierte Einträge in chronologisch umgekehrter Reihenfolge. z. die ihre schönsten Bilder zeigen bzw. 4. Demzufolge wird in Weblogs über verschiedene Modi kommuniziert: Texte. B. Musik und Filme können auf einfachste Weise integriert werden. Organisationen und Unternehmen nutzen wiederum so genannte Corporate Blogs (Reichmayr 2006:4) zur Kommunikation ihres Anliegens bzw. Vielmehr interessieren die Einsatzzwecke (Reichmayr 2002. Bilder. erweitert werden können. WordPress) bieten auch schon benutzerfreundliche Apps hierfür an. Vblogs (Reichmayr 2005:2).und Sportblogs) oder aber auch zur Organisation des eigenen Wissens (Lerntagebücher). 29 Einige Anbieter (z. aus ihrer Region. B. Widgets. (Schmidt 2005:2) Aufgrund der großen Themenvielfalt wäre eine inhaltliche Kategorisierung nicht sinnvoll. zu berichten. zur Anpreisung ihrer Produkte. medizinische und religiöse Blogs oder Literatur. ihre Freunde und Familie in der Heimat zu informieren. in der Kunstszene auffallen oder ein Feedback bekommen wollen. Weblogs oder auch Blogs bestehen aus den Grundelementen: Artikel. . So genannte Moblogs28 werden von einem Mobiltelefon. immer aktuelle Nachrichten zu kommunizieren. Ausgehend hiervon soll nun eine Definition für den Weblog entworfen werden. Podcasts. So nutzen beispielsweise der ard oder der spiegel Weblog-Funktionen (Kommentar- funktion) um ihre Print-Ausgaben zu ergänzen bzw. nur eben audio-visuell. Weblogs 28 Aus dem Englischen von mobile blogs. Doch es gibt auch regelmäßig erscheinende Audioblogs bzw.4 Weblogs: Eine Definition In den Kapiteln 4. insbesondere für Privatpersonen. die durch andere Elemente. Schmidt fasst zusammen: Weblogs gelten dem einen als Werkzeug verstärkter demokratischer Partizipation („digital idealism“). eine inhaltliche Charakterisierung dargestellt sowie der Versuch einer Kategorisierung unternommen.29 Zudem gibt es zahlreiche Videoblogs bzw. B. Andere wiederum wollen sich privat oder müssen sich beruflich über ein bestimmtes Thema aktuell informieren und nutzen Weblogs als Wissensspeicher. die ähnlich wie Podcasts. um über aktuelle politische oder gesellschaftliche Ereignisse. Die wohl gängigste Form ist der textbasierte Weblog. Fotoblogs werden gerne von professionellen sowie von Hobby-Fotografen geführt. also welches Medium der Kommunikation dient (Reichmayr 2005:2). Reichmayr kategorisiert Weblogs zudem hinsichtlich der Art des Bloggens.IV Weblogs – Was ist das? 29 mithilfe von Weblogs entwickeln. Des Weiteren gibt es einen breiten Bürgerjournalismus. Schmidt 2005). Blogger unterhalten quasi-journalistische Weblogs. zusammengesetztes Substantiv. einem Smartphone beschickt. ihr Anliegen kommunizieren.1 bis 4. die aus gesprochenen Tonbeiträgen zum Herunterladen auf Mp3 verfügbar sind. So dienen Weblogs als persönliche Tagebücher. die darin entweder ihre alltäglichen Erlebnisse festhalten oder den Weblog während eines längeren Auslandsaufenthaltes dazu nutzen. bzw.3 wurde die historische Entwicklung betrachtet. dem anderen als Seismograph der „Banalität des Alltags“ im wieder ein Stück lauter gewordenen Medienrauschen […]. Nicht zuletzt dienen Weblogs als Medium der Kommunikation unter Experten (z.

der einen Internetanschluss hat. Jedermann kann durch sie jederzeit und an jedem Ort multimodal diverse Anliegen kommunizieren und mit anderen interagieren. . die regelmäßig erscheinen. zeit. das bedeutet es werden mithilfe verschiedener modaler Codes (Text. Durch eine intuitive Bedienung kann jeder (anyone). Kommunikation und Interaktion erfolgen multimodal. Sie dienen vor allem der Kommunikation diverser Inhalte. Trackbacks und RSS-Feeds mit anderen Internetseiten und Weblogs vernetzt. eine Linkliste enthalten und von Lesern kommentiert werden können. Durch die Kommentarfunktion wird eine Interaktion mit anderen Weblog-Autoren.IV Weblogs – Was ist das? 30 sind mittels Links. Lesern und auch der Leser untereinander möglich. mithilfe derer jeder demokratisch an der Gestaltung gesellschaftlicher Prozesse partizipieren kann.0-Anwendungen. Die Artikel sind aufgrund von Schlagworten und Permalinks mithilfe von Suchmaschinen leicht auffindbar. Weblogs ermöglichen die Partizipation an der demokratischen Mitgestaltung gesellschaftlicher Prozesse. Damit sind Weblogs echte Web 2. Hieraus lässt sich die folgende Definition ableiten: Weblogs bestehen aus einer Mehrzahl von in chronologisch umgekehrter Reihenfolge angeordneten Artikeln eines oder mehrerer Autoren.(anytime) und ortsungebunden (anywhere) seine Anliegen kommunizieren. Video. Weblogs sind stark vernetzt und leicht auffindbar. Ton) Informationen und Inhalte verschlüsselt. Bild.

dass diese der gesprochenen Sprache am nächsten kommt. Der Blick wird in diesem Zusammenhang auf die motivationale Komponente der Weblog-Arbeit gerichtet sowie auf deren Nutzen zur Förderung der in Kapitel 3. die in eine Maske auf einer Webseite oder in einen Messenger (MSN.1 Synchrone und asynchrone webbasierte Kommunikationstools Bei der Unterteilung webbasierter Kommunikationsinstrumente wird allgemein zwischen synchroner und asynchroner Kommunikation unterschieden (Grünewald 2009:176). Dabei erfolgt zunächst eine Abgrenzung von Weblogs zu anderen Internettools. dass zur gleichen Zeit mindestens zwei Kommunikationspartner an einer Diskussion beteiligt sind. Sie werden mit den Eigenschaften und Funktionen von Weblogs im Hinblick auf den Einsatz in fremdsprachlichen Lernarrangements verglichen. In einem Chat kommunizieren mindestens zwei Nutzer miteinander über geschriebene Texte. teilweise sogar nur Wörter bzw.1 beschriebenen Lernkompetenzen und der im fremdsprachlichen Spanischunterricht zu fördernden kommunikativen Kompetenzen. ICQ) eingegeben werden.1 Gegenüberstellung webbasierter Internettools30 für den Fremdsprachenunterricht Im Folgenden werden Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten synchroner und asynchroner Kommunikationsmedien sowie der CM. 5. Der Vorzug dieser Kommunikationsart für den Fremdsprachenunterricht ist.5 Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch Seit dem Boom der Computertechnologien Anfang der 90er Jahre wurden einige dieser auch für den Fremdsprachenunterricht adaptiert. um anschließend deren Eignung für Bildungszwecke abzuleiten. Sie heißen Tools. Foren und E-Mail-Projekte.0-Ära. Emoticons (smileys) ausgetauscht. Darunter sind vor allem Chats. Allerdings werden bei synchronen Kommunikationsformen im Internet oftmals nur kurze Texte. Für eine flüssige Kommunikation ist erforderlich. 30 Als Internettools werden im Rahmen der vorliegenden Arbeit diejenigen Anwendungen bezeichnet. 31 5. Im Anschluss erfolgt eine kritische Betrachtung der Risiken bei der Arbeit mit Weblogs. Hierzu ist große Flexibilität. aber auch in Videokonferenzen und die Nutzung eines Chatbots. dass die Lernenden schnell und adäquat auf die Äußerungen des Gegenübers reagieren.1. Die synchrone Kommunikation ist dadurch gekennzeichnet. Zu den synchronen webbasierten Kommunikationsmedien gehören zunächst Chats. wie Wikis und die Lernplattform moodle werden seither für Sprachlernzwecke eingesetzt. deren Nutzung nur mithilfe des Internets ermöglicht wird. Hieraus werden schließlich Bedingungen für einen lernförderlichen Einsatz von Weblogs für den fremdsprachlichen Spanischunterricht abgeleitet.bzw. An dieser Stelle sollen die Eigenschaften und Möglichkeiten des Einsatzes von Weblogs im Fremdsprachenunterricht mit denen der anderen Internettools verglichen werden. LM-Systeme und des WebQuests dargestellt. Darüber hinaus sollen unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten von Weblogs im Fremdsprachenunterricht vor dem Hintergrund der Schülerpartizipation und dem zu erreichendem Lernziel vorgestellt werden. . Aber auch Internettools der Web 2. weil sie zur Umsetzung eines Ziels wie ein Werkzeug verwendet werden können. Fehlertoleranz und ein hohes Sprachniveau vonnöten.

33 Die asynchrone Kommunikation ist demgegenüber durch einen zeitversetzten Austausch gekennzeichnet. Geschriebene Texte können vor dem Absenden zur Qualitätssteigerung nach Belieben überarbeitet werden. doch treten schnell Kommunikationsschleifen auf. Die Nutzer erstellen Fragen zu einem bestimmten Problem. die den Lernenden die maschinelle Seele des Gegenübers erahnen lassen. sondern dem Nutzer helfen sollen. auch bei Jugendlichen. gesuchte Informationen schnell zu finden. doch gilt bzgl. Allerdings antwortet hier keine lebende Person. 33 Es gibt zahlreiche Chatbots im Servicebereich von Unternehmen. Thaler 2008:148 f).V Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch 32 Vielen Jugendlichen sind die technischen Abläufe von Chats bereits aus dem Alltag vertraut. Insbesondere im Rahmen des schulischen Fremdsprachenunterrichts erfreuen sich E-Mail-Projekte großer Beliebtheit zur Begleitung von Austauschprojekten. was wiederum die Durchdringung und das Verständnis des Textes fördert.E (Artificial Linguistic Internet Computer Entity). soweit ersichtlich. ausgedruckt und durchgearbeitet werden. Empfangene Texte können gespeichert. sondern ein auf künstlicher Intelligenz basierendes System. die allerdings nicht auf die Reproduktion natürlicher Sprache programmiert sind. Jabberwacky und Prelude@. womit eine stärke Reflexion des Verfassten einhergeht. Für den fremdsprachlichen Spanischunterricht müssen die Lernenden unter Umständen jedoch erst in die Chatsprache eingeführt werden. anderen Fremdsprachenlernern in einem geschützten Bereich mit der Schulung von Medienkompetenz verbun31 Der Begriff ist eine Verbindung aus chat und robot.32 Spanischsprechende Chatbots (zumindest für Unterrichtszwecke) sind. noch nicht entwickelt.L. So können zwar Antworten und Fragen ausgetauscht werden. . Eine dem Chat ähnliche Möglichkeit zur Anwendung der Fremdsprache ist die Arbeit mit Chatbots31. Derzeit erfreuen sich vor allem Hilfsforen großer Beliebtheit. Auch das Schreiben von E-Mails erfolgt asynchron. bei Online-Magazinen. da insbesondere beim Spanischen große Diskrepanzen zwischen der Standardnorm und der Jugend.I. Websprache bestehen. Zwar erfolgt der Austausch in Foren zeitversetzt und bietet Vorteile der asynchronen Kommunikationsform.bzw. Merkmale asynchroner Kommunikation tragen der Austausch in Foren und das Schreiben von E-Mails. 2004:7). 32 Die für den englischen Fremdsprachenunterricht bekanntesten Chatbots sind A. Dieses reagiert zwar in menschlicher Sprache.und Ausgabemaske. Foren sind zumeist thematisch gegliedert und beinhalten Beiträge einer Vielzahl von Nutzern. Sie dienen zum Meinungsaustausch und. für Ankündigungen von redaktioneller Seite. Grünewald empfiehlt Chats begleitend zu E-Mail-Projekten mit anderen Fremdsprachenlernern oder Muttersprachlern der Zielsprache einzusetzen (vgl. wie bei einem Messenger. So lernen die Schülerinnen und Schüler beide Sprachnormen kennen. worauf andere Mitglieder des Forums antworten können. aber ein der menschlichen Kommunikation gleichartiger Austausch von Inhalten erfolgt nicht (vgl.C. der sprachlichen Norm das bereits zur Chat-Kommunikation Gesagte. die Foren in ihre Webpräsenzen integrieren. Hier kann die Kommunikation mit Muttersprachlern bzw. Die textbasierte Kommunikation erfolgt hierbei über eine Texteingabe. Entscheidender Vorteil für den Fremdsprachenlerner ist hierbei die zeitliche Flexibilität beim Erstellen des Textes.

Sie dienen dazu. Ebenso wie bei CM-Systemen werden bei Learning Content Mannagement Systemen (LMS) mehrere Funktionen miteinander kombiniert. Als Redaktion im weiteren Sinne kann jedoch die Autorenschaft selbst gesehen werden. Grünewald 2004:7).2 Content Management Systeme (CMS) und Learning Management Systeme (LMS) Wikis. Ein solches LM-System stellt die Lernplattform moodle (Modular Object-Oriented Dynamic Learning Environment) dar. bedienen können.2). kaum Gestaltungsmöglichkeiten bzgl. abgesehen von der Textformatierung und dem Einstellen von Bildern. Durch das Anklicken dieser gelangen die Leser zu weiterführenden Beiträgen. Durch das Übersenden von Tondokumenten im Anhang der E-Mail können auch das Fähigkeitenpaar Sprechen/Hören gefördert werden (vgl. Foren. da E-Mails nicht nur schneller übermittelt. als Lern-Tagebuch und als Reiseführer vor (vgl. die ebenfalls für Sprachlernzwecke eingesetzt werden können. sondern auch kostengünstiger sind. dass sie sehr anwenderfreundlich sind. Wikis34 zählen zu den weniger komplexen CM-Systemen. Tests. E-Mail-Projekte lösen das Schreiben von Briefen im schulischen Kontext mittlerweile ab. Dennoch schlägt Grünewald den Einsatz von Wikis zur Präsentation von Gruppenergebnissen. wie Datenbanken.V Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch 33 den werden (vgl. -mediale Inhalte auf Webseiten zu organisieren.1 beschriebenen Instrumente in asynchrone und synchrone Kommunikationsmedien unterscheiden. da sie neben der Kommunikation auch andere Funktionen umfassen. den Learning Content Management Systemen (LMS) zuzuordnen (vgl. . Sie sind den Content Management Systemen (CMS) bzw. im Fall von moodle. Es sind insbesondere keine Programmierkenntnisse vonnöten. Eine Besonderheit bei Wiki-Artikeln sind die zahlreichen Querverweise in Form von Hyperlinks. Kapitel 4. Grünewald 2009:178). eine Kommentarfunktion und Webservices wie RSS (vgl.1. Mangels Redaktion im eigentlichen Sinne erscheinen die Beiträge ohne Verzögerung auf der Plattform. des Layouts der Plattform. die auch vom Volk geschrieben wird“ (Hornig 2006a:61) bezeichnet werden. moodle. Thaler 2008:148. Grünewald 2004:7). was soviel wie „schnell“ bedeutet – bezieht sich auf die Programmatik der Wiki-Software (vgl. Aufgaben. die Richtigkeit und Darstellung der Inhalte diskutiert. 5. Ziel von Wikis ist es. Die Lernenden müssen sich einen E-Mail-Account anlegen und diesen verwalten bzw. Datenbanken. Web Content Management Systemen (WCMS) und. Grünewald 2011:6. Schnell und unkompliziert können Nutzer Artikel schreiben. Dabei muss es nicht beim Austausch von geschriebenen Texten bleiben. Die Plattform integriert zahlreiche Funktionen. Der Vorteil dieser Tools besteht darin. Wikis. 2011:9). Im Kontext des Fremdsprachenunterrichts gibt es bisher kaum Erfahrungsberichte. wie die in Kapitel 5. die Erfahrungen und das Wissen unterschiedlicher Autoren kollaborativ in Texten auszudrücken. Grünewald 2011:8). Foren. Web2. Umfragen und Links. Im Vergleich zu komplexeren CM-Sytemen haben Wiki-Nutzer. die in Foren. WebQuests und Weblogs sind Internettools. multimodale bzw. 34 Die Namensgebung – aus dem Hawaiianischen wikiwiki.0 – Die Zukunft?! 2008a). in denen auch die Versionsgeschichte eines Artikels einzusehen ist. Insbesondere Wikipedia kann daher. welche wiederum unmittelbar online von anderen Nutzern verändert werden können (vgl.1. Sie lassen sich jedoch nicht ohne Weiteres. Dazu gehören meist Chats. als „Volks-Enzyklopädie.

Lediglich die Reihenfolge kann variieren.1. Ihr Nutzen für den Fremdsprachenunterricht propagieren zahlreiche Autoren aus dem Bereich der Fachdidaktik (vgl. die mit bestimmten Nutzungsrechten verbunden sind. die problemlösend von den Lernenden mithilfe vorgegebener Internetquellen bearbeitet werden muss.1. die den Lernprozess der Schülerinnen und Schüler vorstrukturiert und steuert. 2008:354). Hutz 2008:352). WebQuests folgen einer ganz bestimmten Struktur. Thaler 2008. Probleme diskutieren und Fragen aufwerfen (vgl. Hutz (2008:253).1. einstellen. wie einer Jahreszahl oder einem Namen. Schüler. Hutz 2008:353). Administrator. Grünewald 2008:340). Grünewald 2006. . was er als Cyberhunts bezeichnet. B. Präsentation – Exposición 6. Sie sind explizit zur Schulung von Medien. 2008). Die registrierten Nutzer können. Legutke 2008. Im Gegensatz zu WebQuests sind solche Cyberhunts stark vorstrukturiert und lassen keinen Platz für kreative Problemlösungen.V Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch 34 Im schulischen Kontext kann sie als virtuelles Klassenzimmer verstanden werden. das die Unterrichtsorganisation unterstützt und erleichtert. in einem geschützten Bereich. Grünewald 2004. 2004. Ein WebQuest ist eine spezielle Variante der Internetrecherche. Dokumente einsehen.bzw. die 1995 von Bernie Dodge entwickelt wurde (vgl. im Grunde werden aber immer die gleichen Phasen verwendet. Verlauf – Proceso 5. Einführung – Introducción 2. Informationskompetenz entwickelt worden. Evaluation – Evaluación (Steveker 2004:15)35 Durch bereits vorausgewählte Quellen wird dem Problem des getting lost in hyperspace vorgebeugt (vgl. die anschließend auf einem Arbeitsblatt eingetragen oder angekreuzt werden muss (vgl. Letzteres umfasst lediglich die Suche nach einer konkreten Information. wie z. Ziel von WebQuests ist nicht nur die Aneignung deklarativen Wissens. zugleich aber Platz für kreative Lösungen lässt: 1. Ihnen werden Rollen zugewiesen (Lehrer. Hutz 2008). Grünewald konnte die positiven Auswirkungen auf die Motivation der Lernenden empirisch nachweisen (vgl.1 und 5.2 vorgestellten Internettools integrieren WebQuests keine webbasierten Kommunikationsfunktionen. Aufgabenstellung – Tareas 3. komplexe Sachverhalte unter Auswahl zielführender Problemlösestrategien analysiert und beurteilt sowie Überlegungen zur Ergebnispräsentation angestellt werden (vgl. …). Hutz unterscheidet zwischen den durch eine offene Aufgabenstellung gekennzeichneten WebQuest und dem. webbasierte Lernumgebung ist der WebQuest. Steveker 2002.3 WebQuests Eine ebenfalls für didaktische Zwecke entwickelte. es müssen auch eigene Zielsetzungen entwickelt. 5. de Hauf Quintero 2009:38 f). Eine umfangreiche offene Aufgabenstellung wird vom Lehrenden auf einer Webseite veröffentlicht. stellen auch andere WebQuest-Abläufe vor. Informationsquellen – Sitios Web 4. 35 Andere Autoren. Im Gegensatz zu den in den Kapiteln 5.

Weblogs sind. In Artikeln können längere und kürzere Texte einer begrenzten oder offenen Nutzergruppe zugänglich gemacht werden. Wie bei moodle erhalten die Nutzer Rollen. die der webbasierten Kommunikation und Interaktion dienen.V Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch 35 5. 37 Dem Administrator gehört die Weblog-Domain. Zusammenfassend lässt sich konstatieren. dass Weblogs Vorzüge unterschiedlicher webbasierter Anwendungen und Kommunikationsmedien miteinander verbinden. sowohl bei der Textformatierung.1) mit sich. Für den Fremdsprachenunterricht bringen Weblogs die Vorteile asynchroner Kommunikation (vgl. für jedermann zugänglich. so dass sich über die Kommentarfunktion jedermann am Diskurs beteiligen kann. als auch beim Erscheinungsbild seines Weblogs. Als weiterer entscheidender Vorteil gegenüber den beiden genannten Systemen muss hervorgehoben werden. S. Ihr Wert für fremdsprachliche Lehr. zur Verfügung. Die Kommentarfunktion erlaubt es Lesern diese Artikel zu kommentieren. Abgabetermine eingerichtet und Wikis erstellt werden. die Aufgabenstruktur von dieser für die Arbeit mit Weblogs zu übernehmen. Videos.und Lernzwecke soll aus diesem Grund im Folgenden dargestellt werden. Zudem steht dem Administrator37 eine Vielfalt von Gestaltungsmöglichkeiten. 38 Insofern es sich nicht um einen passwortgeschützten. Lisa Rosa veranschaulicht einer Übersicht die mit den verschiedenen Rollen verbundenen Berechtigungen (vgl.4 Vergleich von Weblogs mit Kommunikationstools und (Learning) Content Management Systemen36 Weblogs zählen. Im Unterschied zu dem LM-System moodle sind diese aber nicht speziell für Unterrichtszwecke entwickelt worden. Dabei ermöglicht die Kommentarfunktion den Kontakt mit realen Sprechern der Zielsprache (wie bei Chats und Foren). die mit bestimmten Berechtigungen verbunden sind. Damit verbinden Weblogs die Vorzüge von Wikis und der Lernplattform moodle. 36 Eine tabellarische Übersicht der Gegenüberstellung von Weblogs und anderen Kommunikationstools (Anhang III. In Kombination mit den interaktiven Funktionen von Weblogs wird eine hohe Transparenz des Arbeitsprozesses ermöglicht und Lehrer bzw. sondern einen öffentlichen Weblog handelt.38 Es besteht die Möglichkeit schüleraktivierende Aufgaben in Form von WebQuests in die Weblog-Arbeit zu integrieren bzw. Tondokumente) eingebunden werden können. Damit weisen auch Weblogs Elemente auf. Insbesondere wenn Schülerinnen und Schüler selbst an der Erstellung von Weblogs beteiligt sind kann dies ein wichtiger affektiver Faktor sein. Die von den Lernenden erstellten Inhalte können so Reaktionen von einem weltweiten Publikum erhalten. und bieten zahlreiche Funktionen.bzw. sofern nicht passwortgeschützt. Lehrerin und Lernende können den Gruppen Feedback geben. er hat die meisten Berechtigungen. 68) befindet sich im Anhang dieser Arbeit. LM-Systemen (Anhang IV. dass unkompliziert und ästhetisch ansprechend vielfältige Multimedia-Inhalte (Fotos. S. 20092012). Dateien können hochgeladen. . 67) sowie der Vergleich von Weblogs mit anderen CM. Kapitel 5. ebenso wie Wikis zu den CM-Systemen.1. Eine Anpassung und der Einsatz für schulische Zwecke ist jedoch möglich.1.

Für die Arbeit mit WebQuests konnten die folgenden motivierenden Faktoren feststellt werden (vgl. inwieweit die Arbeit mit Weblogs die Motivation der Lernenden unterstützen und die funktionalen kommunikativen Fähigkeiten des fremdsprachlichen Spanischunterrichts sowie der Lernkompetenzen fördern kann. Auswahl von Aufgaben und Materialien).1 die funktionalen Unterschiede von Weblogs im Vergleich mit anderen Kommunikationsmedien und Internettools hervorgehoben wurden. wird im Rahmen dieses Kapitels untersucht. sei sie positiv oder negativ. • Für viele Lernende war die Arbeit mit dem Medium Computer per se ausschlaggebend für ihre Motivation. konnte Grünewald (2006) für Computer und Internet einen signifikanten Motivationsfaktor nachweisen. • Die Medien Computer und Internet an sich waren für einige Mitschüler Anlass zur Demotivation. Allerdings konnte Grünewald ebenso demotivierende Faktoren bei der Bearbeitung von WebQuests feststellen (vgl. Grünewald konkludiert. das Fehlen von kommunikativen Plenumsphasen und schriftlichen Aufzeichnungen. • Die veränderte Rolle des Lehrenden war für die Lernenden ein bedeutender Motivationsfaktor. Grünewald 2008:339 ff). dass Computer und Internet zwar in der Anfangsphase der Aufgabenbearbeitung einen großen Motivationsfaktor darstellen können. Es ist somit festzuhalten. • Die Lernenden profitierten von den Möglichkeiten der Individualisierung (Einteilung der Lernzeit.1 Motivationale Aspekte In einer Studie zum Motivationsverlauf bei der Arbeit mit WebQuests und computergestützten Lernumgebungen.V Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch 36 5. • Die Lernenden bemängelten die schlechte Passung der webbasierten Arbeit in den herkömmlichen Unterricht. Die dabei empfundene Verantwortung für das eigene Lernen wurde als motivierend empfunden. Als persistent positiv erweisen sich dahingegen die Lern. Inhalt. Die grundlegende Einstellung der Schülerinnen und Schüler zu den Medien. 5.2 Aspekte bei der Weblog-Arbeit im Fremdsprachenunterricht Spanisch Nachdem in Kapitel 5. dass die Lernenden die Arbeit mit den webbasierten Medien nicht per se als motivierend empfinden. Aufgabenformat.2. da Mitschüler nicht mit dem eigenständigen Lernen umgehen konnten. • Technische Probleme oder mangelnde technische Fähigkeiten gaben Anlass zur Frustration.und Leistungsmotivation der Lernenden sowie die Berücksichtigung ihrer Vorlieben bzgl. 2006:302 f): • Einige Lernende bemängelten die fehlende produktive Arbeitsatmosphäre. Generell messen die Lernenden den Medien aber eine Bedeutung für das eigenverantwortliche Lernen bei und empfinden ihre Freiheit im Lernprozess als positiv. dass die Begeisterung aber schnell wieder abfällt. • Die optische Aufbereitung des Lernmaterials sowie die unterschiedliche multimediale Darstellung der Inhalte und deren Authentizität beförderten das mehrkanalige und ganzheitliche Lernen. wird durch deren Einsatz im Unterricht verstärkt (vgl. Grünewald 2006:302 f): • Durch die offene Aufgabenstellung konnten die Lernenden selbständig und flexibel ihren Lernprozess organisieren. • Viele bemerkten bei sich durch die Arbeit mit dem Computer eine höhere Müdigkeit und geringere Konzentrationsfähigkeit als im herkömmlichen Unterricht. • Einige Lernende empfanden die Rolle des Lehrenden als zu passiv und hätten sich mehr Steuerung und Instruktion gewünscht. Schwierigkeitsgrad und .

V Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch

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Art der Bearbeitung (vgl. Grünewald 2008:339 ff). Zudem sieht der Autor die Notwendigkeit eines vorbereitenden bzw. begleitenden Methodentrainings zur Lernprozessgestaltung. Auch während der Internetarbeit muss der fremdsprachliche Lernprozess bewusst gemacht werden. Zudem ist es notwendig, die Arbeit mit den Medien sinnvoll in den laufenden Unterricht zu integrieren, d. h. die Phasen der computergestützten Arbeit mit kommunikativen Plenumsphasen abzuwechseln. Hier werden Lernfortschritte sichtbar gemacht und Rückmeldungen gegeben. Grünewalds Studie und die Ergebnisse, die er zum Motivationsverlauf bei der Arbeit mit WebQuests erhalten hat, sind auf die Arbeit mit Weblogs übertragbar. Beide Hilfsmittel verbinden das Arbeiten im virtuellen Raum mit stark autonomen Lernarrangements. Ebenso wie bei WebQuests arbeiten die Lernenden mit Weblogs stark selbstgesteuert und müssen anhand von Links geleitete Internetrecherchen am Computer durchführen.

5.2.2 Schulung von Lernkompetenzen
Inwieweit die Arbeit mit Weblogs die Förderung der in Kapitel 3 beschriebenen Lern- bzw. Schlüsselkompetenzen unterstützen kann, soll im folgenden Abschnitt untersucht werden. Das eigenständige Lernen kann durch Weblogs implizit gefördert werden. Generell gilt, dass sich das selbstgesteuerte Lernen intensiviert, je mehr die Schülerinnen und Schüler selbst über Inhalte, Aufgaben, Zeit, Ort, Personen und Mittel dezidieren können, die sie zur Erreichung eines Lernziels benötigen. Für die Arbeit mit Weblogs bedeutet das, dass sie umso selbstgesteuerter erfolgt, je aktiver die Lernenden sich selbst einbringen können. Reichmayr unterteilt zwei grundlegende Weblog-Konzeptionen, den Lehrer-Blog als virtuelle Lernplattform und den eigenständigen Schüler-Blog: Auf einer unterrichts- oder wissensorganisatorischen Ebene kann ein Weblog ein Fixpunkt in Form einer Plattform im Internet darstellen, zu bestimmten Zwecken aufgesucht – um Entwicklungen zu verfolgen (also nur zu lesen und zu kommentieren), Aufträge zu bekommen oder selbst aktiv tätig zu werden und zu veröffentlichen. (Reichmayr 2006:5) Auf dem Lehrer-Blog finden die Lernenden Hausaufgaben, individualisierende Arbeitsaufträge, Lernhilfen und Ankündigungen organisatorischer Art. Solche Maßnahmen erlauben die Verlagerung eines Großteils der Arbeitszeit auf die außerunterrichtliche Zeit: [...] [T]he interaction between students and between students and teacher is not limited to the face-to-face time that has been scheduled. The weblog is there 24/7 and when creativity flows students (or teachers) can put it ‘out there’, even at 3 in the morning. (Wijnia 2005:49) Der Weblog als Lernplattform fördert das zeitunabhängige Lernen (vgl. Tholen 2006:2), da die Schülerinnen und Schüler rund um die Uhr auf das Material zugreifen können. Sie übernehmen eine größere Verantwortung für ihr eigenes Lernen, da die nötigen Informationen selbst eingeholt müssen. Den Lehrenden stellt das vor die Herausforderung, das Material stets zu aktualisieren und mit etwas Vorlauf einzustellen sowie schnell auf Schülerkommentare zu reagieren. Bei der Gestaltung eines eigenen Weblogs werden die Lernenden selbst aktiv, indem sie Texte erstellen und verlinken. Für einen Weblog im Rahmen eines Projektes mit festen Vorgaben (z. B. Schreibfrequenz, Textumfang) hat dies zur Folge, dass sie ihren Arbeitsprozess selbständig organi-

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sieren müssen. Es muss ein Arbeitsplan entworfen, Lernfortschritte überwacht und gegebenenfalls Korrekturen vorgenommen werden. Den Erfolg von Schüler-Blogs kann gewährleistet werden, indem die Lernenden ein persönliches Interesse an der Weblog-Arbeit entwickeln. Um dies sicherzustellen sollten die Lernenden innerhalb eines thematischen Rahmens selbst einen Teilaspekt bestimmen oder auswählen dürfen. So werden auch die Vorlieben und Interessen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt. Auch die Kommunikations- und Interaktionskompetenz kann im Rahmen einer Weblog-Arbeit gefördert werden. Die Kommunikation erfolgt dabei auf zwei Ebenen, der virtuellen im Netz und der realen im Klassenzimmer. Um Artikel zu publizieren, müssen die Lernenden zunächst in der virtuellen Welt eine intensive Internetrecherche betreiben und sich mit unterschiedlichen Aspekten ihres Themas auseinandersetzen. Ideen und Links können als kurze Notizen gebloggt und später zu umfangreicheren Essays verarbeitet werden. Die Kommentarfunktion erlaubt es Mitschülern ihre eigene Sichtweise auf das Thema darzustellen. So können durch den kommunikativen Austausch im Weblog zwischen den Lernenden Inhalte ausgehandelt werden. Die Konfrontation mit den Meinungen anderer verlangt von allen Lernenden Empathiefähigkeit, aber auch soziale Intelligenz und die Fähigkeit zum Perspektivwechsel. Selbstverständlich können auch Konflikte auftreten, die konstruktiv zu lösen sind. Sollte die Weblog-Arbeit in Gruppen durchgeführt werden, müssen die Lernenden in der realen Welt des schulischen Klassenzimmers auch kooperativ und kollaborativ vorgehen. Rollen müssen festgelegt und Aufgaben verteilt werden. Die Zusammenarbeit in der Gruppe ist von großer Bedeutung für das Arbeitsergebnis. Nicht zuletzt wird auch die interaktive Anwendung von Medien und Mitteln im Rahmen der Weblog-Arbeit gefördert. Die Lernenden müssen, zumindest bei der eigenaktiven Arbeit, den Umgang mit dem Weblog beherrschen. Das beinhaltet das Wissen darüber, wie die Texteingabe und -formatierung funktioniert, wie Bilder hochgeladen werden und wie Seiten neu angelegt und deren Hierarchie bestimmt wird. Bei der Arbeit mit dem Weblog erkennen die Lernenden, dass dieser ein Instrument zur aktiven Teilhabe an öffentlichen Diskursen ist. Die Internetrecherche als Teil der Weblog-Arbeit stellt die Lernenden vor die Herausforderung in einem Überfluss an Informationen solche zu identifizieren, die von inhaltlicher Relevanz sind. Durch die Bereitstellung einer Auswahl an tauglichen Beispielen durch die Lehrkraft lernen sie die Qualität von Internetquellen einzuschätzen, was wiederum die Informationskompetenz fördert. In Plenumsphasen wird die Funktionsweise und das gesellschaftliche Potenzial von Weblogs reflektiert. Die Erkenntnisse können anschließend auf andere Internettools und Web 2.0-Anwendungen, die eine große Rolle im Alltag der Jugendlichen spielen (Facebook, Twitter und Flickr), transferiert werden.

5.2.3 Förderung funktionaler kommunikativer Kompetenzen
Durch die „kommunikative Wende“ Anfang der 70er Jahre wurden die Grundlagen modernen Fremdsprachenunterrichts geschaffen, dessen Ziel vor allem die Förderung kommunikativer und

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interaktiver Kompetenzen in der Zielsprache ist (vgl. Grünewald 2009:185). Im Zentrum des Ansatzes stehen die Kommunikationsabsichten des Sprechers bzw. Fremdsprachenlerners: Zur sprachlichen Realisierung dieser Redeabsichten, braucht er kommunikative Fertigkeiten und Fähigkeiten wie Hörverstehen, Sprechen, Leseverstehen, Schreiben und Vermitteln in zweisprachigen Situationen sowie sprachliche Mittel wie Wortschatz und Grammatik, Aussprache und Orthografie. (Grünewald 2009:186) Bei der Arbeit mit Weblogs können einige dieser Fähigkeiten und Fertigkeiten unterschiedlich stark gefördert werden. Zeitgleich werden auch Strategien, die nicht nur für den fremdsprachlichen Spanischunterricht wichtig sind, sondern auch im größeren Kontext gesehen auf die Anforderungen der Wissensgesellschaft vorbereiten, vermittelt (vgl. Grünewald 2004:8). Insbesondere kommunikative Fertigkeiten, wie Leseverstehen und Schreiben, werden geschult, da die Internetrecherche und Weblog-Arbeit die Verarbeitung und Produktion von geschriebenen Texten beinhaltet. Weblogs erlauben das Einbinden vielfältiger medialer Formen, so auch Bilder, Videos und Tonmaterial, die im Internet kostenlos zur Verfügung stehen. Daher ist auch die Förderung des Hör- bzw. Hör-/Sehverstehens mittels Weblogs nicht ausgeschlossen. Leseverstehen: Für Recherchearbeiten im Internet ist ein Repertoire an Texterschließungsstrategien und Lesetechniken, wie kursorisches, orientierendes und suchendes Lesen (vgl. Steveker 2004:16 f), Voraussetzung. Das sonst zur Bearbeitung kurzer Lesetexte angewendete detaillierte und analytische Lesen (vgl. Grünewald 2009:196) ist demgegenüber von nachrangiger Bedeutung. Auch kommt, laut Steveker, der „unbedingte Wille zum Detailverstehen“ (2004:16 f) bei digitalen Texten nur eingeschränkt zum Tragen. Dies lässt sich auf die enorme Masse der im Internet verfügbaren Informationen zurückführen. Um dem Phänomen des getting lost in hyperspace vorzubeugen, müssen die Lernenden vor allem die Lesetechniken skimming und scanning beherrschen (vgl. Grünewald 2004:8, Steveker 2004:16 f). Beim skimming handelt es sich um extensives bzw. überfliegendes Lesen großer Textmengen, was dazu dient, sich einen Überblick über den Inhalt des Textes zu verschaffen. Scanning bezeichnet das Absuchen eines für relevant befundenen Textabschnitts nach Informationen, die zur Lösung einer Aufgabe benötigt werden. Diese Lesetechniken werden bei der Internetrecherche von den Lernenden wie selbstverständlich angewendet (vgl. Steveker 2004:16 f). Dennoch ist es ratsam die Techniken in einem vorbereitenden Methodentraining bewusst zu machen und zu üben. „Insgesamt“, so Steveker, „wird […] bei der Arbeit mit dem Internet die Sprachbarriere erheblich gesenkt“ (2004:17). Schreiben: Die Arbeit mit Weblogs hat insbesondere produktorientiertes Schreiben zum Gegenstand (vgl. Grünewald 2009:198). Informationen müssen recherchiert, geordnet und zusammengefasst werden, um sie in eigenen Artikeln zu verarbeiten. Beim produktorientierten Schreiben wird nochmals zwischen kreativem und kommunikativem Schreiben unterschieden (ebd.). Kommunikative Schreibformen sind auf die Aufnahme und die Aufrechterhaltung einer Kommunikation mit Spanischsprechern oder anderen Lernern ausgerichtet. Darunter fällt die Kommentarfunktion, die das Analysieren und Kommentieren von Beiträgen anderer Lernender ermöglicht. Beim kreativen

Schlussendlich können die Beiträge und Artikel später zur kreativen Weiterarbeit. weiterverarbeitet werden. Beim Schreiben von Artikeln kommt der typische dreiphasige Ablauf bei der Textproduktion zum tragen: Planungsphase. c) allgemeines Wissen über Kultur und Kommunikation und d) Strategien zur Bewältigung von Kommunikationssituationen mit Partnern anderer Kultu39 Dies ist abhängig von den die Weblog-Arbeit begleitenden Aufgabenstellungen. Bezieht man diese auditiven und audio-visuellen Medien bei der Weblog-Arbeit mit ein. Weit verbreitet sind außerdem spanischsprachige Podcasts. Im Rahmen des Präsenzunterrichts kann dann. welches auf Weblogs nicht nur verlinkt sondern auch direkt eingebunden werden kann. Selbstverständlich sollten die Lernenden bei der Arbeit mit Weblogs bereits einen soliden Grundwortschatz beherrschen. Dazu gehören a) affektive Ziele. Ein Beispiel für eine kreative Schreibaufgabe in Weblogs ist zum Beispiel das Tagebuch einer fiktiven Persönlichkeit (Protagonist eines Textes oder Films) zu führen. Grünewald 2009:198). Das Vorgehen muss den Lernenden im Vornherein und auch während der Weblog-Arbeit immer wieder bewusst gemacht werden. Wortschatz: Die Lernenden werden bei ihrer Internetrecherche notwendigerweise mit unbekanntem Wortschatz konfrontiert. Diese werden heutzutage durch zahlreiche Hörtexte und Videomaterial ergänzt. Bei der Menge von Texten ist es insbesondere von großer Bedeutung.und Hör-/Sehverstehen schulen.V Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch 40 Schreiben werden Eindrücke und persönliche Erfahrungen gestalterisch kreativ in einem Text verarbeitet. Darunter sind nicht nur Lieder und Musikvideos. so lassen sich mit den entsprechenden Aufgabenstellungen auch Hör. Auf Plattformen wie Vimeo und Youtube findet sich eine Vielfalt geeigneten authentischen Ton. Auch diese Fähigkeit kann durch die Weblog-Arbeit geschult werden. einem Plakat oder einer Präsentation. aber auch des neu erworbenen Wortschatzes. Werbespots und Talkshows aus dem hispanophonen Raum zu finden. b) kulturspezifisches Wissen. An dieser Stelle müssen Worterschließungsstrategien angewendet werden.39 Bei Kommentaren können auch wenige Sätze sein. wie einer Zeitung. Andersherum fördert der Schreibprozess die tiefere Durchdringung und Festigung der Themen und Inhalte. der neue Wortschatz strukturiert und durch Übungen gefestigt werden. Hör. . Interkulturelle Kompetenz: Die unterschiedlichen Dimensionen der interkulturellen Kompetenz werden durch die Arbeit mit Weblogs und Internetrecherchen gefördert. die sich mit den unterschiedlichsten Themen beschäftigen. Inferieren) beherrscht werden und nicht etwa jedes unbekannte Wort übersetzt wird. also zur Herstellung eines Produktes.und Hör-/Sehverstehen: In den 90er Jahren basierte das Internet vor allem auf geschriebenen Texten. dass die mentalen Prozesse bottom up (Diskriminieren. sondern auch Nachrichten. Semantisieren) und top down (Antizipieren. Dies kann zum Beispiel mithilfe eines Online-Glossars erfolgen. Formulierungsphase und Überarbeitungsphase (vgl. das durch die Lernenden individuell erweiterbar ist. um die Schreibfähigkeit optimal zu fördern und am Ende qualitativ hochwertige Texte vorliegen zu haben.und Videomaterials. Darüber hinaus kann der Lehrende ein Mindestvokabular im zu bearbeitenden Themenfeld vorgeben.

sollte das Spanische als Arbeitssprache eingesetzt werden. So kann z. Reichmayr 2006. Steveker 2004:17). um die Sprechfähigkeit implizit zu fördern. die die Weblog-Arbeit ergänzen. aufgeschlossen und tolerant gegenüber dem Unbekannten und für sie Ungewöhnlichen zu sein. So wird ihnen zudem ihre eigene kulturelle Prägung bewusst. Dies ist die Grundlage dafür. ein Muttersprachler ihren Artikel kommentiert hat. aber auch strategisches Handeln. Im Rahmen von Weblogs kann durch unterschiedlichste Aufgabenformate der Blick auf die fremdsprachliche Kultur sensibilisiert bzw. wie z.und Muttersprache ein Beitrag zur Sensibilisierung für die fremde Kultur geleistet werden (vgl. dass bei Internetrecherchen englische Seiten aufgerufen werden. a) Durch das authentische digitale Material kommen die Lernenden mit kulturell geprägten Meinungen und Ansichten der Vertreter des Zielsprachenlandes in Kontakt. Grünewald 2009:218). aber auch deklaratives Wissen über die Zielkultur und landeskundliche Gegebenheiten. eine cultural awareness (vgl. Sie müssen also lernen. um unbekannten Wortschatz zu erschließen (vgl. Dies umfasst sowohl Komponenten der persönlichen Einstellung. Im Plenum besteht außerdem die Möglichkeit grammatische Strukturen. die bei der Internetrecherche gefunden wurden. beseitigt werden können (vgl. Daraus resultieren differente Klassifizierungen (Rosa 2012. 5. gegenüber der fremden Sprache und Kultur positive Emotionen aufzubauen. d) In Kommunikationssituationen mit Sprechern anderer Kulturen müssen die Lernenden über Strategien verfügen. Es ist allerdings möglich und auch notwendig Präsenzphasen zu nutzen. wie Missverständnisse vermieden bzw. kann aber andererseits auch zur Überprüfung der Schüler-Hypothesen und Vorurteile genutzt werden. Je nach Thema und Lernziel können die Aufgaben unterschiedlich konzipiert sein und unterschiedlichen Zwecken dienen. die Hypothesenbildung. Netz 2006. Krumm 2007:142). In kooperativen und kollaborativen Gruppenphasen.V Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch 41 ren (vgl. müssen die Lernenden adäquat auf die Äußerung reagieren und wissen. 2011. also Konfliktsituationen zwischen Vertretern des Zielsprachenlandes und Spanischlernenden. Grünewald 2009:216). Tholen 2006). Zum Beispiel berichtet Steveker. Frustrationstoleranz und Empathiefähigkeit. Das Internet ist zwar zum einen Fundgrube für vermeintliche Stereotypen. Reichmayr (2006) und Netz (2006) haben eine Auflistung für . gefördert werden. dass die Lernenden die fremde Kultur mit ihrer eigenen Situation in Beziehung setzen und reflektieren. zu explizieren und zu besprechen. B. durch den Vergleich von Konnotationen bestimmter Begriffe in der Fremd. sich in andere hineinzuversetzen. B. Wenn bspw. Grünewald 2009:217). Buchem et al. b) In konkreten Kommunikationssituationen müssen die Lernenden über Wissen bzgl. kultureller Codes verfügen. Die Sprechfähigkeit und Grammatik können mit Weblogs nicht direkt gefördert werden. Generell gilt es also. aber auch das Analysieren und Bewältigen von critical incidents.3 Möglichkeiten des Weblog-Einsatzes Die Möglichkeiten des Weblog-Einsatzes im Spanischunterricht sind vielfältig. c) Zum allgemeinen Verständnis von Kultur und Kommunikation gehört das Wissen über den Zusammenhang von Kultur und Sprache. Dazu gehört die Aktivierung von Vorwissen.

Rosa 2012:1 f) so erfolgt die Partizipation zu gleichen Anteilen. Hilfsmittel) bereitgestellt werden (vgl. Möglichkeiten und Voraussetzungen gekennzeichnet sind. B. Dadurch wird zeitunabhängiges Lernen gefördert und die Anzahl fehlender Hausaufgaben unter Umständen minimiert. schulintern sowohl auf organisatorischer Ebene als auch im Unterricht verwendet. Bei zunehmender Schülerpartizipation kann von einer stärkeren Forderung und Förderung der in Kapitel 5.V Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch 42 mögliche Schüleraktivitäten und Lernziele zusammengestellt. auf dem er beispielhafte Arbeitsergebnisse der Lernenden einstellt (III b). Grundlage der weiteren Betrachtung sollen allerdings die Unterrichtsblogs (III a-d) und deren Unterteilung in vier Stufen der Schülerpartizipation (nach Rosa 2009-2012) sein. so dient dies vor allem repräsentativen Zwecken. 70). Blogs werden instituts. bei einem Projekt. Anhang V a. Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern und sind dabei noch sehr repräsentativ (vgl. Sequenzplanung. Rosa 2012:1) als Plattform können Materialien unterschiedlichster Art (Arbeitsblätter. Hochschule und Vorschule zusammengestellt.2. Dies ist vor allem dadurch bedingt. Dabei wurden die unterschiedlichen Einsatzbereiche (I institutsexterne Weblogs40. Tholen (2006) setzt sich vor allem mit dem Aspekt der Zeitoptimierung durch die Weblog-Arbeit auseinander. Organisationen. z.2. Lisa Rosa (2009-2012) bietet ein Stufenmodell der Schülerpartizipation an. Aufgaben. Oftmals werden hier Veranstaltungen bekannt gegeben. Mit 40 Institutsexterne Blogs werden an dieser Stelle nur der Vollständigkeit halber aufgeführt. Zum Beispiel können die Eltern und andere Mitschüler die Ergebnisse kommentieren und diskutieren. die Lehrerin einen Blog. Wie bei einer normalen Webpräsenz ist die Pflege des Schulblogs sehr zeitintensiv. S.). Tholen 2006:2).2 beschrieben Lernkompetenzen und der in Kapitel 5. So dienen Schulblogs vor allem der Transparenz und Kommunikation mit Eltern. Führt der Lehrer bzw. Ausbildung. spielen aber für die folgenden Betrachtungen keine weitere Rolle. Zudem können organisatorische Fragen außerhalb der Unterrichtszeit geklärt werden (ebd. 69 und V b. zu Versammlungen aufgerufen und Abstimmungen durchgeführt. . Auf einem Lehrerblog mit Unterrichtsbezug (III a) (vgl. nämlich in der Erstellung der Arbeiten. die durch bestimmte Merkmale. Die Schüleraktivität im Weblog ist auch hier noch immer sehr auf das Kommentieren der Arbeiten begrenzt und findet vor allem vor der Präsentation auf dem Weblog statt.oder Fachblog (vgl. Zwar besteht für die Lernenden jederzeit die Möglichkeit auf die Lernplattform zuzugreifen und Kommentare schreiben (sofern dies vorgesehen ist).3 bei der Erfassung möglicher Inhalte und Funktionen von Weblogs mit aufgeführt. II institutsinterne Weblogs und III Unterrichtsblogs) berücksichtigt und unterschiedliche Beispiele aus Schule.3 dargestellten funktionalen kommunikativen Kompetenzen ausgegangen werden.bzw. S. Aus den unterschiedlichen Quellen konnte eine Unterteilung entworfen werden (vgl. eine aktive Beteiligung an der Unterrichtsgestaltung erfolgt hingegen nicht. Rosa 2012:3). Arbeiten die Lernenden und der Lehrer gemeinsam an den Weblog-Inhalten (III c). dass die Lehreraktivitäten im Weblog kontinuierlich abnehmen und die Schülerinnen und Schüler zunehmend selbst aktiv werden müssen und für die Erstellung der Inhalte verantwortlich sind. Musterlösungen. so dass die Schülerinnen und Schüler ein schnelles Feedback auf ihre Arbeiten erhalten. Zudem sind sie in Kapitel 4.

Durch das Aufsuchen unterschiedlicher Webseiten können sich die Lernenden einen Überblick über unterschiedliche Gesichtspunkte eines Themas verschaffen und zu einem späteren Zeitpunkt in einem Projekt darauf zurückgreifen und diese weiterverarbeiten (vgl. So kann es vielleicht einen Lehrerblog mit Unterrichtsbezug (Rosa 2012:1) geben und gleichzeitig führen die Lernenden in einem eigenen Schülerblog (Rosa 2012:2) ein Lerntagebuch. den ersten Kontakt aufnehmen. Dabei reflektiert jeder Schüler und jede Schülerin bzw. Fragen stellen und Tipps geben (vgl. Der Einsatz des Weblogs als „Rollenspiel“ zur Begleitung eines Buch.0 im Fremdsprachenunterricht – Die Zukunft?! 2008a). dass je stärker die Funktionen des Weblogs genutzt werden. Die Autoren des Studentenweblogs „Web 2. Generell können Weblogs zur Präsentation und Veröffentlichung von Projektarbeiten (vgl. Insbesondere bei der höchsten Stufe der Schülerpartizipation (III d) muss der oder die Lehrende regelmäßig die Blogs der Schüler lesen und kommentieren. als Gruppe oder alleine (III d). eine Rolle aus einem Buch oder Film zu übernehmen. . Netz 2006:2) genutzt werden.0 im Fremdsprachenunterricht“ haben die Einsatzmöglichkeiten von Weblogs nach Lernziel gegliedert (2008a). Auf den Weblogs können die Lernenden z. Aufgabe ist es hierbei. Portfolio (Reichmayr 2006) zu führen. Die Projektgruppen präsentieren ihre Lernfortschritte und Arbeitsergebnisse auf dem Weblog und können auf den Projekt-Weblogs der anderen Gruppen kommentieren. B. desto höher ist der Vorbereitungsaufwand und desto wichtiger ist die Vorstrukturierung des Lernprozesses. einen Schüleraustausch vorbereiten. Ähnlich funktioniert das so genannte Projekttagebuch (vgl. Darüber hinaus ist es möglich den Weblog als öffentliches oder passwortgeschütztes Lerntagebuch (ebd. sich in den Charakter hineinzuversetzen und aus dessen Perspektive ein Tagebuch zu führen. sondern selbst Artikel und Seiten erstellen sowie Links hinzufügen. Ein Vorteil hierbei ist.0 im Fremdsprachenunterricht – Die Zukunft?! 2008a). Betrachtet man die Ausführung des Kapitel 5. Web 2. Dafür erlaubt die hohe Komplexität eine stärkere Schülerpartizipation und damit eine intensivere Förderung des selbständigen Lernens. Sie können nicht nur kommentieren. sich gegenseitig über ihre Heimatorte informieren und sich als Klasse vorstellen.V Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch 43 dieser Art von Weblogs ist ein Mehr von Rechten und Pflichten bei der Bearbeitung der Inhalte verbunden.3.oder Filmprojektes (Netz 2006:2) bietet den Lernenden die Möglichkeit. eine Gruppe von Lernenden die eigenen Lernfortschritte und Ergebnisse. wenn die Lernenden eigene Blogs führen. dass die Lernenden auch nach Beendigung des Projekts jederzeit Zugriff auf die erarbeiteten Ergebnisse haben. diese zur Vorbereitung von Klassenarbeiten nutzen und den Eltern präsentieren können. Netz 2006:2). Die höchste Stufe der Partizipation wird erreicht. Netz schlägt außerdem den Einsatz von Weblogs für Austausch-Projekte mit einer Partner-Klasse vor (2006:2).) bzw. so lässt sich feststellen. Web 2. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse kann der Lehrende im Folgenden als Grundlage zur Bewertung von komplexeren Lernaufgaben heranziehen. Natürlich können auch unterschiedliche Weblog-Arten miteinander kombiniert werden. Als „Surftagebuch“ (Reichmayr 2006:5) dienen hiernach Weblogs der Sammlung interessanter Links und Ideen im Rahmen der Internetrecherche.

Steven D. sind andere gerade einmal mit einen (internetfähigen) Computer je Klasse ausgestattet. Ein Anstieg oder Abfall individueller Schülerleistungen ist folglich schwerer zu ermitteln und wird zudem später erkannt. Nicht zu unterschätzen ist auch die Abnahme kommunikativer face-to-face-Situationen zwischen Lehrendem und Schülerinnen bzw. Dies gilt vor allem für Schülerinnen und Schüler.4. and Interaction“ (2004) von seinem Versuch in einem Literatur. jedoch von den Studierenden nicht als Kommunikationsmedium genutzt werden (vgl. Die zwangsläufig eintretende Entpersonalisierung von Unterricht schwächt die emotionale Bindung zwischen den Beteiligten.V Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch 44 5. dass der Einsatz von Weblogs für Bildungszwecke an bestimmte Bedingungen gebunden ist. Zum anderen erhöht sich das Risiko von Cyber-Mobbing (Oxbridge Essays 2004). In webbasierten Lernarrangements ist die Kontrolle der Schülertätigkeiten weitaus schwieriger als im herkömmlichen Unterricht.und Schreibseminar mit Weblogs als Publikationsund Kommunikationsmedium zu arbeiten. Email Lists. wird im Folgenden auf Probleme bei der Arbeit mit Weblogs aufmerksam gemacht. Discussion. während einige Bildungseinrichtungen mehrere Klassensätze Laptops. Dozent an der Eastern Michigan University. dass eine Vielzahl von individuellen Weblogs eingerichtet und keine . 5. Negativ wirkte sich des Weiteren aus. Zuerst ist die Anschaffung von Hardware und Software sehr kostenintensiv. Eine Intensivierung sozialer Unterschiede und schlimmstenfalls die Ausgrenzung ist zu befürchten.und Lernformen präsentiert werden. Während die bisher beschriebenen Risiken allgemein für alle webbasierten Lernangebote gilt. Die Ausstattung mit Computern ist auch an öffentlichen Schulen sehr unterschiedlich. dass die Konzentration der finanziellen Mittel auf die Anschaffung neuester Technik und das damit verbundene „Wettrüsten“ der Schulen die Verdrängung bewährter herkömmlicher Lehr. Dass kann einmal dazu führen. die grundlegend für den Erfolg der Weblog-Arbeit sind. Er musste in diesem Zusammenhang feststellen. I-Pads oder Computer-Kabinette vorzuweisen haben.1 Erfahrungsberichte: Risiken beim Weblog-Einsatz zu Bildungszwecken Zunächst soll die allgemeine Problematik beim Einsatz webbasierter Lehr. Krause 2004). Schülern sowie der Lernenden untereinander. eine Studentin zur Problemlösung auf den für den Kurs eingerichteten E-Mail-Verteiler zurück. dass Erfahrungsberichte von Lehrkräften an Schulen und Hochschulen erkennen lassen.und Lernarrangements vorantreibt. dass sich Weblogs zwar durchaus zum Publizieren elaborierter Texte eignen.4 Risiken und Bedingungen des Weblogs-Einsatzes Vor dem Hintergrund der dargestellten positiven Aspekte darf jedoch nicht außer Acht gelassen werden. dass die Lernenden sich unbeobachtet fühlen und daher Ausflüge auf unangemessene Seiten im Internet unternehmen. Diese Schilderungen sollen im Folgenden analysiert werden. Anschließend werden aus den ermittelten Risiken Bedingungen für den schulischen Einsatz des Mediums abgeleitet. Außerdem besteht die Gefahr. Krause. So griff bspw. berichtet in seinem Essay „When Blogging Goes Bad: A Cautionary Tale About Blogs. Der Lehrende bekommt außerdem keine sofortige Rückmeldung über die Leistungen und den Fortschritt der Lernenden. die noch keinen Computer oder Internetzugang besitzen.

Zusätzlich kann davon ausgegangen werden. 5. Schule oder Universität. Auch besteht die Gefahr.). noch vertraten sie einen individuellen Standpunkt zu relevanten Themen. die das Scheitern des Weblog-Einsatz für Bildungszwecke vermeiden können. Zum Teil wurde schon der Sinn des Weblog-Projekts nicht erfasst. 2004:22). Organisatorisch: In der Bundesrepublik Deutschland sind alle Schulen mit Computer und Internet ausgestattet (vgl. Texte werden oftmals unkommentiert. Dies ließ sich u. Ein weiteres wesentliches Risiko für die Arbeit mit Weblogs sieht Stephen Downes.1. den Lehrenden und anderen Lernenden kann für Konfliktstoff sorgen. Aus den dargestellten problematischen Aspekten beim Einsatz webbasierter Medien und Weblogs lassen sich Konsequenzen ziehen und Bedingungen ableiten. so kann das Weblog-Pro- . Senior Research Officer am Institute for Information Technology des National Research Council in Moncton. einen methodisch-didaktischen und einen inhaltlichen Aspekt aufteilen. für welche die Institution. Zudem bloggten viele Schülerinnen und Schüler kaum Inhalte von persönlicher Relevanz. geschweige denn verstanden worüber berichtet werden könnte (ebd. dass alle Lernenden zuhause oder zumindest in der Schule einen Internetzugang haben. ausschließlich den Vorstellungen des Lehrenden gerecht zu werden. dass Bloggen. Kapitel 2. Kapitel 3. Die Motivation einen anspruchsvollen Text zu publizieren und mit diesem eine weltweite Leserschaft zu erreichen weicht unter Umständen vollständig dem Anspruch.1). Ist dieses Kriterium nicht erfüllt. so ist sicherzustellen. sobald diese nicht mehr Grundlage einer Unterrichtseinheit oder Bewertung waren (Downes 2004:24). durch die institutionelle Kontrolle in Form von Richtlinien und Kontrollen. Aufgrund der Unübersichtlichkeit und des enormen Zeitaufwandes fand keine intensive und kritische Auseinandersetzung mit den Inhalten der jeweils anderen Weblogs statt (vgl. Insbesondere wenn es sich dabei um ungerechtfertigte Anschuldigungen und Mobbing handelt. einen personellen. auf dem Gebiet des Urheberrechts und des Datenschutzes (vgl. Artikel können auch offline verfasst und später online publiziert werden.V Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch 45 Festlegungen bzgl.2 Bedingungen des Weblog-Einsatzes im Spanischunterricht Die Bedingungen eines schulischen Weblog-Projektes lassen sich in einen organisatorischen. JIM-Studie 2011. widernatürlich künstlich wird (Downes 2004:22 ff). der Schreibfrequenz und der Art und Weise der Artikel getroffen wurden. des Inhalts. dass jedes Gruppenmitglied einen privaten Internetzugriff hat.4.5). dass die allermeisten Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 19 Jahren zumindest Zugriff auf einen PC zuhause haben (vgl. a. dass Weblogs von Schülern aufgegeben wurden. Kanada. Sofern die Lernenden in Gruppen zusammenarbeiten ist es auch nicht notwendig. Krause 2004). daran erkennen. wortwörtlich und ohne Auskunft über die Herkunft aus anderen Internetquellen übernommen. unter Umständen haften muss. der Schule. Auch offene und geschäftsschädigende Kritik an Unternehmen. Ist allerdings das Kommentieren Grundlage der Bewertung. Daraus ergeben sich rechtliche Probleme.

die es der Lehrerin bzw. Speziell auf Seite der Lehrenden ist Voraussetzung. Sollte dies ausnahmsweise nicht der Fall sein. Die Weblog-Arbeit sollte also. MonitorRemote).4. im institutionellen Rahmen des Schulunterrichts.2.1). die andere nicht persönlich angreift. kann ein solcher ebenfalls kostenlos bei zahlreichen Anbietern (GMX. Von entscheiden- .bzw. da es hierfür andere Anlaufstellen gibt (Sprechzeiten von Lehrkräften und Schulleitung). UserMonitor. In diesem Fall gibt es einfacher zu handhabende und weniger komplexe Möglichkeiten im Fremdsprachenunterricht Individualisierung und Kommunikation zu unterstützen und mit Medienerziehung zu verbinden. Des Weiteren ist Voraussetzung.1). Bildschirmaktivitäten der Lernenden nachzuverfolgen (z. Weblogs bieten die Möglichkeit der Bereicherung bzw. Selbstverständlich müssen Regeln bzw. Richtlinien aufgestellt werden. Um ein Weblog-Projekt durchzuführen. So sollte ein Appell an konstruktive sowie themen. Kapitel 5.V Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch 46 jekt nicht stattfinden. in den herkömmlichen Unterricht eingebunden werden. Dazu gehört auch. entweder alle Lernenden oder eine Lerngruppe einen E-Mail-Account besitzen. Methodisch-didaktisch: Webbasierte Lernarrangements sind nicht per se den herkömmlichen Unterrichtsmethoden vorzuziehen. Hieraus lässt sich eine gemeinsame „Netiquette“ zusammenstellen. inhaltsbezogene Kritik. Um zu vermeiden. Googlemail) angelegt werden. die es zu aktivieren gilt. Diese Richtlinien sind Teil institutioneller Zusammenarbeit und haben ihren gerechtfertigten Platz im Unterricht. hinsichtlich der beschriebenen Gefahren (vgl. Das Aufstellen verbindlicher Verhaltensregeln widerspricht nicht dem Ethos von Weblogs. Kapitel 5.4. dass. dass die Lernenden während der Weblog-Arbeit im Unterricht jugendgefährdende Seiten aufrufen. die Arbeitsweise und die Lernziele gerechtfertigt sein. kann diesen aber nicht ersetzen. Kapitel 5. Sollte dies (noch) nicht der Fall sein. der Schule und anderen Lehrkräften nicht Gegenstand der Weblog-Arbeit sein kann. mit anderen Worten. die diese Seiten blockiert. Abwechslung im Unterricht. damit sie dieses Wissen an die Lernenden weitergeben kann und naheliegenden Gefahren auf diesem Gebiet vorgebeugt wird (vgl. dass die Lehrperson sich mit den Themen Datenschutz und Urheberrecht auskennt. dass vertiefte Kenntnisse hinsichtlich des Einsatzes und Umgangs mit Weblog-Tools vorhanden sind. bietet sich der Einsatz von Schulfiltersoftware an. je nach Konzeption. Es gibt zahlreiche Weblog-Anbieter. Personell: Sowohl Lehrende und Lernende müssen eine aufgeschlossene und positive Einstellung gegenüber den digitalen Medien und dem Weblog-Tool haben. muss keine Software heruntergeladen werden. dem Lehrer erlauben. dass Kritik an Institutionen. die online kostenlose Software zur Verfügung stellen. ist von einem Weblog-Projekt abzuraten. erfolgen. Ausflügen auf nicht themenbezogene Seiten kann durch Einsatz von Programmen vorgebeugt werden.1) zwingend notwendig.welche sich in einer erhöhten Einstiegsmotivation ausdrücken (vgl. Auch die Lernenden haben oftmals Vorstellungen von Verhaltensregeln. B. Ihr Einsatz muss vielmehr durch den zu behandelnden Inhalt. Zudem muss gegenüber den Lernenden klargestellt werden. sondern ist. Yahoo.

Boeckmann 2008:121 f). dass es bei webbasierten Unterrichtsarrangements. dass damit im Hinblick auf die Kontrolltätigkeit zusätzliche Arbeit für den Lehrenden und eine Einschränkung der Selbstbestimmung der Lernenden hinsichtlich der Inhalte einhergeht. für das derzeit allerdings noch keine Ergebnisse vorliegen (vgl.. Qualität und Umfang der zu schreiben Artikel. Heckmann beschreibt ein schulisches Blended Learning-Projekt mit der Lernplattform moodle. Funktionen und Einstellungen müssen besprochen und erprobt werden. Präsenzphasen und Online-Phasen gibt. um Fragen. Artikel und Kommentare erst nach Freigabe durch den Administrator offen zugänglich zu machen. Heckmann 2011a:84 f). Online-Lernen ist nur in hybriden Unterrichtsarrangements. Neben Plenumsphasen und der heimischen Einzelarbeit dürfen auch kommunikative Elemente nicht vernachlässigt werden.und Bildquellen bereitgestellt werden sollten. in dessen Zusammenhang Beispiele für richtiges Zitieren von Text. Die Entscheidung ist auf Grundlage der Lehrplanvorgaben. Es bietet sich im Folgenden an. Erwartungen und Anpassungswünsche mit den Schülerinnen und Schülern zu klären.42 Zum Einstieg in die Unterrichtseinheit sind die Lernenden auf die Arbeit mit dem Weblog vorzubereiten. ein größeres Engagement und eine Unterstützung der Persönlichkeitsbildung der Lernenden gewährleistet. „Länder in Süd. die ursprünglich für universitäre oder Fernstudienzwecke entworfen wurden. dass ein jeder das Tool bedienen kann. oder „Traditionen in Spanien“. die Schreibfrequenz sowie die Bewertungskriterien klar verständlich darzulegen. Somit wird eine längere Motivationspersistenz. schlichtete oder provoziert [. Um unangenehme Vorkommnisse diesbezüglich zu vermeiden. erfolgreich (vgl. der zu erreichenden Lernziele und der Verfügbarkeit geeigneter Quellen für die Internetrecherche zu treffen.. bzw. B. blended learning41.V Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch 47 der Bedeutung ist. Das Weblog-Projekt erfordert vom Lehrenden eine genaue Planung von Ablauf. dass in Plenumsphasen Zeit für die begleitende Reflexion des Weblog-Projekts eingeplant wird. 42 „Festzustellen bleibt ferner. gibt es die Möglichkeit. die einander abwechseln (vgl. den Lernenden die Entscheidung über konkrete Themen und Inhalte zu überlassen. Inhaltlich: Die Lehrkraft sollte zunächst eine Vorauswahl zu bearbeitender Themen treffen. der Inhalte. Bei Wahl dieser Alternative ist jedoch zu beachten. etwas vormacht und Feedback gibt. Dauer und zu erreichenden Lernzielen. z. der korrigiert und aufmuntert. wie Verbundlernszenarien bzw. Speziell zum Thema Datenschutz und Urheberrecht hat eine Unterrichtung der Lernenden vor Beginn des Weblog-Projektes zu erfolgen.und Mittelamerika“. Diese müssen den Lernenden gegenüber offengelegt werden. dass zumindest vorläufig der lebendige Mensch. Im besten Fall sind alle Materialien online. 41 Blended Learning bedeutet. Zudem sind Erwartungen bzgl. der widerspricht. Grünewald 2006:83). . wie ein E-Mail-Verteiler eingerichtet werden.] durch eine Maschine nicht ersetzt werden [kann]“ (Stockinger 1996 apud Grünewald 2006 : 83). damit sichergestellt ist. Zusätzlich zum Weblog sollte kein konkurrierendes digitales Kommunikationsmedium. außerhalb des Unterrichts abrufbar. das Thema grob eingrenzen.

Es soll gezeigt werden. Dies gilt mehr oder weniger letztlich jedoch für alle Unterrichtsarrangements. . Der folgende Abschnitt widmet sich der Simulation eines konkreten Weblog-Projekts zum Einsatz für den fremdsprachlichen Spanischunterricht.V Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch 48 Zwar ist das Gelingen des Weblog-Einsatzes im Spanischunterricht wie dargestellt an bestimmte Bedingungen gebunden. wie die in diesem Kapitel beschriebenen Lernziele durch die Weblog-Arbeit verfolgt werden können und wie der Weblog im herkömmlichen Unterricht verankert sein kann.

43 Die Lernenden sind nun aufgerufen Vorschläge anzubringen. festigen. Dies gilt sowohl für das Spanische als zweite als auch als dritte Fremdsprache. Das Thema wird zudem in den gängigen Spanisch-Lehrwerken behandelt. Demokratisch wird sich auf die Bearbeitung von vier Ländern geeinigt. Entsprechend des sächsischen Lehrplans wird Hispanoamérica für die folgende Simulation als Rahmenthema festgelegt.6 Die Simulation eines Weblog-Projekts für den Fremdsprachenunterricht Spanisch: Los sucesores de Colón Die Weblog-Arbeit soll in ein Projekt zu einem festgelegten Thema eingebettet werden. die ihnen die Erarbeitung der virtuellen Texte ermöglichen. Thema und Weblog-Modell Die Lernenden werden im Rahmen von Internetrecherchen mit komplexen authentischen Texten arbeiten müssen. sollte das Weblog-Projekt erst am Ende des Schuljahres anberaumt werden. Hieraus lässt sich ableiten. 6. die im Wesentlichen frequenten Wortschatz enthalten“ (SMK Sachsen 2011:23 und 39). dass frühestens ab der 10. Grundlage hierfür ist. Klasse mit authentischen Texten im Rahmen von selbständigen Internetrecherchen gearbeitet werden kann.1 Die Projektidee: Lerngruppe. Ebenfalls in Unidad 8 wird der Themenbereich Hispanoamérica unter dem Titel Chile: Literatury y política aufgegriffen. zu geläufigen Themen lesend und hörend verstehen. Klasse (für Spanisch als zweite und als dritte Fremdsprache) einen großen Themenkomplex (vgl. Um der Zielformulierung des sächsischen Lehrplans gerecht zu werden. So können die Lernenden im Verlaufe der 10. weshalb es sich anbietet die Weblog-Arbeit mit der Lektion im Schülerbuch verbindet.1. welche Länder in Lateinamerika sie persönlich interessieren und in welche gesellschaftlichen und landeskundlichen Aspekte sie sich vertiefen wollen. SMK Sachsen 2011:27 und 42). Außerdem müssen die Lernenden über grundlegende Strategien verfügen. die (Weblog-)Durchführungsphase (durante la aplicación del blog) und die (Produkt-)Nachbereitungsphase (después de la aplicación del blog). . Grünewald 2009:139). Hier wird in Unidad 8 das Thema Viaje a Guatemala behandelt. Klasse „längere und komplexe. Sie müssen bereits Erfahrungen mit stark selbstgesteuerten Lernszenarien und Projektarbeit gemacht haben und Strategien der Lernprozesskontrolle beherrschen. Laut den Angaben des sächsischen Lehrplans für das Fach Spanisch an Gymnasien sollen die Schülerinnen und Schüler am Ende der 10. 49 6. (2) Festlegung der Lernziele und der Projektplanung sowie (3) Erarbeitung und Einübung der benötigten sprachlichen und technischen Fertigkeiten und Lerntechniken. Für die Simulation wurden die Länder Ar43 Für Spanisch als zweite Fremdsprache ist das Lehrwerk Línea amarilla 3 (fortan: LA 3) des Klett-Verlags zu empfehlen.1 Die Vorbereitungsphase – Antes de la aplicación del blog In der Vorbereitungsphase werden die ersten drei Punkte von Grünewalds Phasenmodell situiert: (1) Entwicklung der Projektidee. der für den Weblog-Einsatz noch einmal in drei Grob-Phasen unterteilt wird: die Vorbereitungsphase (antes de la aplicación del blog). dass die Schülerinnen und Schüler bereits mit authentischen Texten gearbeitet haben. Eine Alternative stellt Línea verde 3 (fortan: LV 3) für Spanisch als dritte Fremdsprache dar. Ausgangsbasis für die Planung des Projekts und des Weblog-Konzepts ist der von Grünewald vorgestellte Ablaufplan für Projektarbeiten (vgl. die auch unbekanntes Vokabular enthielten. Lateinamerika bildet in der 10. Klasse den nötigen Grundwortschatz und die erforderlichen Lerntechniken sukzessiv erlernen bzw. auch authentische Texte.

Auf Grundlage der Interessen der Lernenden erstellt die Lehrkraft eine Auswahl von Arbeitsaufträgen. damit dieser im Rahmen des Unterrichts und für die Gruppenarbeit genutzt werden kann. Um möglichst eigenständig arbeiten zu können. Kolumbien und Cuba ausgewählt. S. Ein Lehrer-Blog dient während der gesamten Ausarbeitungszeit als Ausgangsplattform für Recherchen. den Erwerb kommunikativer Kompetenzen in der Fremdsprache Spanisch mit der Schulung allgemeiner Schlüsselkompetenzen mithilfe von Weblogs zu verbinden. Dabei werden unterschiedliche Aufgabentypen und Schwierigkeitsgrade unter Einbeziehung der verschiedenen Lerntypen zur Verfügung gestellt. Ist hingegen die grundlegende technische Ausstattung mit einem Computer auf Seite der Schülerinnen und Schüler nicht gegeben. Bei der Internetrecherche nutzen und vertiefen sie 44 Eine tabellarische Übersicht zum Ablauf des Weblog-Projekts befindet sich im Anhang dieser Arbeit (Anhang VI.1. Fundgrube für Lernmaterialien und -hilfen und soll Organisationshilfe bei der Unterrichtsplanung sein. Sollte dies nicht der Fall sein. Der Vorteil eines Gruppen-Blogs besteht darin. denen etwa gleich viele Schüler angehören. Grundlegend ist es das Ziel des Weblog-Projekts. Das gewählte Weblog-Modell verbindet hohe Schülerpartizipation mit optimierter Unterrichtsorganisation. 6. gesellschaftliche und landeskundliche Aspekte eines Landes in Lateinamerika erwerben und sich einen themenspezifischen Wortschatz aneignen. Idealerweise verfügen alle Lernenden zuhause über einen Zugang zu einem internetfähigen Computer. dass die Lernenden eine positive Einstellung gegenüber Computer und Internet an den Tag legen. regelmäßig einen schulischen Computerraum zu reservieren. Die Lernenden sollen grundlegende Kenntnisse über diverse kulturelle. können die Texte auch in einem Textprogramm erstellt und dann vom Gruppenleiter auf dem Weblog publiziert werden. Die Aufgaben sollten unterschiedliche Genres bzw. Mexiko. Die Lernenden sind dazu aufgerufen sich kritisch-reflektierend mit den publizierten Texten der anderen Gruppen auseinanderzusetzen. also nicht nur die Bearbeitung von Texten umfassen. Modi berücksichtigen.2 Organisatorischer Rahmen: Ressourcen.VI Die Simulation eines Weblog-Projekts für den Fremdsprachenunterricht Spanisch: Los sucesores de Colón 50 gentinien. müssen zumindest Computerarbeitsplätze in der Schule außerhalb der Unterrichtszeit für die Bearbeitung zur Verfügung stehen. In den Gruppen-Blogs werden alle Lernergebnisse und darüber hinaus interessante Links zum Thema festgehalten. Lernziele und Strukturierung44 Grundlegende Voraussetzung ist zunächst. der es ihnen erlaubt sich zu diesen Aspekten zu positionieren. Diskussion und Partizipation an der öffentlichen Meinungsbildung. Filme und Bilder einbinden. der Lehrer nur vier Blogs im Auge behalten und bewerten. Werbung. dass die intensive Schreibarbeit auf die Gruppenmitglieder verteilt wird und nicht alle Schülerinnen und Schüler auf einen Internetzugang angewiesen sind. Die Lehrkraft sollte auch darauf achten. Die Schülerinnen und Schüler bilden nun anhand der Länder Gruppen. Jede Arbeitsgruppe wird sich intensiv mit einem Land Lateinamerikas auseinandersetzen. sondern auch Musik. soll jede Arbeitsgruppe an einem eigenen Schüler-Blog arbeiten. 71) . Die Schülerinnen und Schüler erlernen den Umgang mit den grundlegenden Funktionen von Weblogs und erkennen diesen als Werkzeug zur Publikation. Außerdem muss die Lehrerin bzw.

In diesem Zusammenhang hat auch die Aufklärung hinsichtlich der Gefahren und Möglichkeiten des Interneteinsatzes zu erfolgen. und einen technischen Assistenten. skimming und scanning (vgl. Die Unterrichtszeit wird vor allem für die Gruppenarbeit und Textproduktion verwendet. auf 9 Wochen am Schuljahresende der 10. So ist bspw. hat diese nun stattzufinden. Heckmann 2011:84.und Texterschließungsverfahren. Anschließend beginnt die Arbeit mit den Weblogs. Dabei sollen unterschiedliche Bereiche Berücksichtigung finden. In deren Rahmen findet ein Strategietraining statt. In Plenumsphasen können die Lernenden Fragen stellen und der Lehrende bekommt einen Überblick über den Stand der Gruppenarbeit. vorstellbar. der mit der . S. Insbesondere für die Vermittlung der technischen Bedienfähigkeit sowie der Aufklärung über rechtliche Hintergründe der Weblog-Arbeit bietet sich der fächerverbindende Unterricht mit dem Fach Informatik an. das Publizieren von Artikeln und das Kommentieren.und Worterschließungsverfahren. Anhang VII. Falls die Gruppenbildung nicht schon vor Beginn des Projekts erfolgt sein sollte. Es bietet sich an. Für die Projektarbeit ist im Hinblick auf die Einstiegsmotivation der Lernenden die Zusammenarbeit in interessenhomogenen Gruppen zu bevorzugen. Sobald die Gruppen gebildet worden sind. Des Weiteren sollen die Lernenden ihr Wissen zur Textproduktion auffrischen und davon ausgehend Kriterien für die Bewertung von Texten erstellen. dass den Lernenden ein Repertoire an Texten zur Verfügung steht. gemeinsame Ziele und Aufgabenteilung verständigt und ein Zeitplan aufgestellt werden. Schließlich folgt dann die Evaluation und Bewertung der Projektergebnisse durch die Lehrkraft und die Lernenden. 6. wiederholt und geübt.1. ausgehend von 3 Unterrichtswochenstunden á 45 Minuten. Kapitel 5. Dieser Themenbereich umfasst das Anlegen von Seiten. Es werden die für die Internetrecherche bedeutsamen Wort.2. Es wird vorgeschlagen. dass innerhalb der Gruppen unterschiedliche Rollen verteilt werden. in denen die Lernenden die gewählten Themenaspekte bearbeiten und dazu die erworbenen bzw.3). Die erste Woche ist einer Vorbereitungsphase gewidmet. In der kooperativen und kollaborativen Gruppenarbeit können die Lernenden soziale und kommunikative Kompetenzen zeigen und mithilfe von Kontrollstrategien den Lernfortschritt der Gruppe überwachen. sollte sich über die allgemeine Vorgehensweise. Die Schülerinnen und Schüler werden über die Themen Urheberrecht und Datenschutz im Internet aufgeklärt. aufgefrischten Fähigkeiten und Strategien anwenden. der die Verfolgung des Zeitplans überwacht. 72). dass es einen leitenden Redakteur gibt. Dieser finale Abschnitt erstreckt sich über die letzten zwei Wochen des Projekts. Klasse stattfindet.VI Die Simulation eines Weblog-Projekts für den Fremdsprachenunterricht Spanisch: Los sucesores de Colón 51 außerdem Text. die in der anschließenden Nachbereitungsphase weiterverarbeitet werden können. Im Folgenden muss der technische Umgang mit dem Weblog vermittelt werden. Diese Phase erstreckt sich über 6 Wochen. die von den Schülerinnen und Schülern selbst erstellt und dann auf dem Lehrer-Blog veröffentlicht werden sollte. und erfordert eine umfassende Anleitung und Begleitung durch die Lehrperson. Ziel der Weblog-Phase ist. Dies dient als Grundlage für die Erarbeitung einer Netiqueta (vgl. dass das Weblog-Projekt. widmet sich die erste Woche des Projekts dem vorbereitenden Strategietraining.3 Vermittlung: Technische und sprachliche Mittel und Lerntechniken Wie bereits erwähnt.

und Aufgabendifferenzierung. 47 Die „Mediathek“ (Online-Datenbank) von WordPress bietet einen Speicherplatz von 3072 MB. um eine solche nicht erst programmieren zu müssen. dass WordPress das beste Angebot hat (Hönes 2011).de. ist die Übersetzung 45 An dieser Stelle würde sich wiederum die Zusammenarbeit mit dem Fach Informatik anbieten. für die Zwecke des spanischen Fremdsprachenunterrichts nützliche. 73). Er erfüllt die beschriebenen maßgeblichen Kriterien und zudem ist die Bedienoberfläche leicht zu verstehen und intuitiv bedienbar. 6. Zudem ist darauf zu achten. Die restlichen Schülerinnen und Schüler betätigen sich als Redakteure und sind vorwiegend mit der Erstellung der Texte und der Informationssuche betraut. Over-Blog und Beepworld miteinander verglichen (Hönes 2011).2 Die Durchführungsphase – Durante la aplicación del blog Schwerpunkt der Durchführungsphase ist es (4) Informationen zu sammeln. Gerade für den Fremdsprachenunterricht bietet es sich an.VI Die Simulation eines Weblog-Projekts für den Fremdsprachenunterricht Spanisch: Los sucesores de Colón 52 Arbeit am Computer und im Internet vertraut ist und diese Medien auch von zuhause aus bedienen kann. Einstellungen und Funktionen von WordPress vorgestellt werden. 6. Ein Großteil der Aktivitäten findet auf den Schüler-Blogs statt. Unter den allgemeinen Einstellungen kann „Spanisch“ als Blog-Sprache und für die Bedienoberfläche eingestellt werden. Trotz dessen es sich bei WordPress um einen US-amerikanischen Anbieter handelt. Insbesondere für den fremdsprachlichen Spanischunterricht sollte auch die Sprache einstellbar sein.1 Weblogs: Anbieter und Einstellungen Es gibt eine Vielzahl von benutzerfreundlichen Weblog-Anbietern im Internet. damit zahlreiche Dokumente und Fotos hochgeladen werden können. Das Konzept zum Weblog-Projekts kann im Anhang dieser Arbeit eingesehen werden (Anhang VIII.2. Gestaltungsmöglichkeiten werden über die Auswahl zahlreicher Hintergründe und Layouts zur Verfügung gestellt. S.47 Im Folgenden sollen einige. Blogger.46 Aus diesem Grund wird für die Zwecke der vorliegenden Simulation wurde sich für diesen Anbieter entschieden. Es muss geordnet und bearbeitet werden. Für Unterrichtszwecke ist es außerdem von Vorteil. während der Lehrer-Blog vor allem Quelle für Material ist. . 46 Es wurden die 5 Weblog-Provider WordPress. In einem Vergleich unterschiedlicher Weblog-Anbieter stellte sich heraus. Kapitel 4. Blog. des Weblogs und seiner Einstellungen angestellt werden und anschließend die Funktionen der Schüler-Blogs und des Lehrer-Blogs vorgestellt werden. damit die Lernenden mit der spanischen Bedienoberfläche arbeiten können. Über diese Rollenverteilung erfolgt bereits eine erste Interessen.2) verfügt und auch umfangreiche Gestaltungsmöglichkeiten bietet. I den folgenden Abschnitten sollen zunächst allgemeine Überlegungen bzgl. Der Anbieter ist kostenlos und dazu noch werbefrei. wenn eine relativ große Datenmenge zur Verfügung steht. Anschließend (5) erfolgt die Analyse des Materials. Es erscheint naheliegend einen kostenlosen und werbefreien Weblog-Anbieter auszuwählen. eine vorgegebene Online-Plattform zu nutzen. dass der Weblog über alle Grundfunktionen (vgl. um es in einem weiteren Schritt zu einem qualitativ hochwertigen Text zusammenzustellen und zu publizieren. gezielte Internetrecherchen durchzuführen und Bild-/Ton-/Videomaterial zusammenzustellen.45 Eine Übersicht zu kostenlosen Weblog-Providern geben Reichmary (2006:2) und Rosa (2008:2).

sobald jemand einen Kommentar geschrieben hat und dieser freigeschaltet werden muss (auswählbar unter Einstellungen > Diskussion). sobald sich eine Seite ändert oder ein neuer Artikel erschienen ist.2. dessen Aussage verstärken. dass die Lehrkraft eine E-Mail-Benachrichtigung erhält. Hinweise). Es wirkt sich positiv auf die Grundeinstellung der Lernenden aus. Autoren und Mitarbeitern unterschieden. Es wird insofern zwischen dem Administrator. in diesem Fall die Lehrkraft. stellt Lisa Rosa (2009-2012) zur Verfügung . Zudem lässt sich auch an anderer Stelle (Einstellungen > Email Post Changes) festlegen. Für den Lehrer-Blog bietet sich an. dass unter Einstellungen > Lesen eingestellt wird. während Mitarbeiter darauf beschränkt sind Artikel anzulegen.VI Die Simulation eines Weblog-Projekts für den Fremdsprachenunterricht Spanisch: Los sucesores de Colón 53 korrekt und fehlerfrei. die einen Kommentar zu einem Artikel geschrieben haben. Online-Wörterbücher. diese aber ohne Zustimmung des Administrators nicht veröffentlichen können. Im zweiten Menü werden die Links zu den Schüler-Blogs und weitere allgemeine Links angezeigt. die das Anliegen illustrieren bzw. passwortgeschützt ist. eine E-Mail erhalten. Es ist empfehlenswert. Grundüberlegung hierbei ist die Übersichtlichkeit und erleichterte Bedienbarkeit zu gewährleisten. Artikel zu veröffentlichen sowie Material in die Mediathek hochzuladen. zu Arbeitsmaterialien. löschen und verändern. Während der Administrator alle Einstellungen vornehmen kann. Im dritten Menü erscheinen die Titel der neuesten Einträge der Lehrkraft auf dem Blog. Für das Ziel dieses speziellen Weblog-Projekts bietet sich aus Motivationsgründen ein öffentlicher Weblog an.48 6. Am un48 Eine gute Übersicht über die Berechtigungen. Die Einladung der Teilnehmer zum Weblog erfolgt per E-Mail. sind Redakteure dazu befugt. Andersherum besteht die Möglichkeit. Autoren können hingegen nur ihre eigenen Artikel publizieren. dass die Lehrkraft als Administrator die Lernenden als Autoren einlädt. hierauf reagiert. In der ersten Menüleiste finden die Schülerinnen und Schüler die Links zu Unterseiten des Lehrer-Blogs. Redakteuren. Ästhetisch ansprechend wirkt der Lehrer-Blog vor allem wegen der die Artikel begleitenden Bilder. Des Weiteren kann unter „Privatsphäre“ bestimmt werden. ob der Weblog von Suchmaschinen gelistet werden soll und ob er privat. h. zu den Aufgabenstellungen und dem Glossar führen. Ankündigungen. B. Auf den Schüler-Blogs sind die Lernenden Redakteure. Webpräsenz des Cervantes-Instituts). Im selben Schritt erfolgt auch die Zuteilung von Rollen. B. Im oberen Bereich sind drei Menüleisten angeordnet. Im Hauptbereich des Weblogs erscheinen von links nach rechts die vier neuesten Artikel der Lehrkraft (z. die für die Lernenden relevant sein können (z.2 Der Lehrer-Blog Für den Lehrer-Blog wurde eine Formatvorlage (Theme) gewählt. die an einen journalistischen Blog erinnert. d. sobald der Administrator des Blogs. dass diejenigen. die mit den verschiedenen Rollen bei WordPress verbunden sind. So können zum Beispiel schnelle Abstimmungen organisatorischer Art oder grobe und anonyme Auswertung des Weblog-Projekts eingebunden werden. die sie zur Projektplanung. Umfragen durchzuführen. Es gibt des Weiteren die Möglichkeit. Dieses Menü kann durch die Lehrkraft während des Projekts ständig erweitert werden. die alle Inhalte selbst gestalten. ohne dabei Layout und andere Einstellungen verändern zu können. In diesem Rahmen werden auch die Bedienrechte vergeben. dass ihr Blog weltweit für Interessierte zugänglich ist. Seiten zu erstellen. dass an einen eingerichteten E-Mail-Verteiler Nachrichten versendet werden.

Es kann an dieser Stelle noch eingestellt werden. Unter Materiales stehen den Schülerinnen und Schülern Lernmaterialien zur Verfügung. seitdem 2007 das Telemediengesetz erstmals inkraftgetreten ist.3 Die Schüler-Blogs Der Schüler-Blog hat ein einfaches Layout. Insbesondere die Artikel können als Sammelmappe funktionieren.und Rollenaufteilung sowie grundlegende Kriterien für die Bewertung. in der die neuesten Artikel untereinander erscheinen. aber auch eine Anleitung zur Erstellung eines Eintrages in das Glossar. S. die gemeinsam erarbeitete Netiqueta (vgl. wichtige Termine. wie viele Meldungen angezeigt werden sollen. Diese können dann auch von den anderen Mitschülern bewertet und kommentiert werden. So kann die Lehrkraft stets erkennen. Die Lernenden müssen diese Seiten durch eigene Inhalte erweitern und selbst Unterseiten anlegen. Auf der Startseite ist des Weiteren eine Spalte zu sehen. die rechtlichen Rahmenbedingungen des Internets und sieht auch für Weblogs eine Impressumspflicht vor.2. dass der Lektionswortschatz abgedeckt ist und die Lernenden eigene Vokabeln ergänzen. Der Feed lässt sich einbinden. Auf der Startseite findet sich neben einem großen Bild aus dem Land der Projektgruppe ein RSS-Feed zu einer Nachrichtenseite des Ziellandes.VI Die Simulation eines Weblog-Projekts für den Fremdsprachenunterricht Spanisch: Los sucesores de Colón 54 teren Rand stehen den Lernenden zwei Archive zur Verfügung: eines nach Datum und eines nach Kategorien geordnet. Anhang XY. die Vokabeln in spanischer Sprache zu erklären und mit anderen Einträgen zu verlinken. Der Link Tareas führt die Schülerinnen und Schüler zu den Arbeitsaufträgen. . die Gruppen. Jeder Lernende soll je Woche eine Vokabel bearbeiten. Dadurch wird gewährleistet. von denen die Lernenden mindestens vier bearbeiten sollen. indem bei den Weblogeinstellungen das Widget „RSS“ in die Seitenleiste integriert und ein Link zu einem RSS-Feed einer Nachrichtenseite einfügt wird. Der Link Sobre el blog erklärt schließlich das Anliegen des Weblog-Projekts für Außenstehende und enthält außerdem die Kontaktdaten des Weblog-Inhabers. Am oberen Rand befindet sich eine Menüleiste mit den zu bearbeitenden Aspekten. diese Meldungen auch in Artikeln 49 Dies ist notwendig. Erst auf den Unterseiten müssen dann ausgearbeitete Texte zu den Aspekten erscheinen. so dass urheberrechtliche Verstöße auch im Internet verfolgt werden können. Unter dem Link ¡Ojo! finden die Lernenden Erläuterungen zum Ablaufplan. in der zunächst auch nur Links oder Gedanken publiziert werden. Eine der themenunabhängigen/ übergreifenden Aufgaben der Gruppen wird es sein. Hierzu gehört z. der die Bedienung des Weblogs erleichtern soll.49 6. Das Glosario beinhaltet Wortschatz. Diese sind in fünf thematische Bereiche untergliedert. a. Es wurden unterschiedliche Aufgabenformate gewählt und es stehen Optionen zur Verfügung. So ist es den Lernenden möglich sich über Ereignisse ihres ausgewählten Landes zu informieren und. Ein Klick auf die Meldung führt dann zum Ausgangsartikel auf der Onlinepräsenz des Nachrichtenkanals. als Zusatzaufgabe. sowie die Vokabeln der Unidad 8 aus dem Schülerbuch (LA 3 oder LV 3). also im vorliegenden Fall die des Lehrenden. des Schwierigkeitsgrades und des Umfangs der Aufgaben ermöglicht. dass sich etwas geändert hat. Es regelt u. XY). Außerdem soll für relevant gehaltenes Vokabular ergänzt werden. Auf diese Weise wird eine Leistungsdifferenzierung bzgl. B. ohne dass diese sprachlich elaboriert sein müssen.

50 Zu beachten ist. Die Lehrkraft erhält in diesem Zusammenhang einen ersten Eindruck von der Zusammenarbeit der Gruppen und kann gegebenenfalls Hinweise zur Planung und Überwachung des Arbeitsprozesses geben. dass die Lerngruppen sich gegenseitig über den Stand ihrer Projekte austauschen (z. Am unteren Seitenrand des Weblogs befindet sich schließlich ein Archiv sowie eine Liste der beteiligten Autoren und ihrer publizierten Artikel. Es sollten jedoch mindestens 10 Minuten während der Unterrichtszeit weiterhin für Fragen und Probleme technischer Art zur Verfügung stehen. . den Lernenden Freiraum für Interaktion und Kommunikation zu geben.2. sondern in die Textproduktion und Interaktion auf dem Weblog investiert werden. dass der Schüler-Blog für den Einstieg nicht zu viele Elemente. Das Hauptaugenmerk wird sich nun zunehmend auf die Weblog-Inhalte richten. So lässt sich schnell wahrnehmen. Schwerpunkt in der ersten Woche ist. ob die Gruppe ausgewogen arbeitet. Die Unterrichtszeit dient in dieser Phase dazu. Außerdem können die Themen bzw. B. Spalten und Menüs enthält. jedoch spätestens ab der dritten Woche sollen die Recherchearbeiten und das Verfassen der Texte für den Weblog auf die Heimarbeit verlagert werden. Der Großteil des Arbeitsaufwandes soll schließlich nicht auf die Organisation der Inhalte entfallen.2. dass während der Weblog-Phase die Unterrichtszeit kommunikativ genutzt wird.4. im laufenden Unterricht auf die bereits erstellten Texte zurückzugreifen. dass die Lernenden ihre Fragen zu Bedienschwierigkeiten des Tools direkt an den Lehrenden richten und allgemeine Probleme im Plenum behoben werden können. Um zu vermeiden. In der ersten und zweiten Woche der Durchführungsphase wird während des Unterrichts noch viel mit dem Weblog gearbeitet und recherchiert. Texte der Lernenden im Unterricht als Diskussionsgrundlage herangezogen werden. um die Bedienung nicht unnötig zu erschweren. Diese gruppenorganisatorischen Prozesse erfolgen zur Verbesserung der Kommunikationsfähigkeiten in spanischer Sprache. So wird sichergestellt. Kapitel 5. ebenso wie aus der Studie zur Arbeit mit Weblogs und computergestützter Lernsoftware von Grünewald (2006) (vgl. wenn regelmäßige Präsenzphasen eingeplant werden. dass ihre Arbeit sowohl für die Lerninhalte 50 Vorausgesetzt natürlich alle Gruppen-Mitglieder haben einen PC mit Internetzugang zuhause. dass wöchentlich eine Aufgabe eingereicht werden muss.VI Die Simulation eines Weblog-Projekts für den Fremdsprachenunterricht Spanisch: Los sucesores de Colón 55 zu kommentieren und kritisch zu hinterfragen. da im Fremdsprachenunterricht die gesprochene Sprache und der Kontakt zu anderen von großer Bedeutung ist. dass die Lernenden in ihren Arbeitsgruppen zusammensitzen und sich über die Rollenverteilung. 6. oder ob die angedachte Arbeitsteilung gestört ist. dass die Lernenden erst gegen Ende der Bearbeitungszeit aktiv werden. Ab der zweiten. Vor diesem Hintergrund ist im Rahmen des Weblog-Projekts vorgesehen. Auch für die Arbeit mit Weblogs ist es wichtig. Durch die Verwendung der Weblog-Inhalte als Grundlage des laufenden Unterrichts. Dies eröffnet der Lehrkraft die Möglichkeit.2). wird den Lernenden vor Augen geführt. wird vorgegeben.4 Integration in den laufenden Unterricht Aus Studien zu Blended Learning-Projekten und E-Learning im Hochschulbereich (vgl. Kapitel 5.1) geht hervor. sowie die Aufteilung der Aufgaben verständigen. dass diese Szenarien ihre volle Wirkung nur entfalten können. im Gruppen-Puzzle).

3. Eine solche könnte dann als Podcast zur Verfügung gestellt werden.oder Radioreportage. was einen positiven Effekt auf die Motivation der Lernenden haben sollte. dass die Lernenden ein Lernprodukt erstellen. dass der Lehrende sich intensiv mit den Inhalten der Schüler-Weblogs beschäftigt. Die Lehrkraft kann in diesem Rahmen persönlich Rückmeldungen zu den Inhalten geben. Bei der Bewertung der Schülerarbeiten müssen mehrere Aspekte beachtet und möglichst alle von den Lernenden erbrachten Leistungen in das Ergebnis mit einbezogen werden. Hierbei bietet sich auch der fächerverbindende Unterricht mit dem Fach Kunst an. Die Texte werden außerdem durch Zeichnungen und Bildmaterial ergänzt. Zunächst muss jede Gruppe ihre Texte noch einmal einer Kontrolle unterziehen und gegebenenfalls nötige Ausbesserungen vornehmen. mit einer Umfrage auf dem Lehrer-Blog).1 Erstellung und Präsentation des Lernprodukts Es bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten der Weiterarbeit und Aufbereitung der erstellten Texte an. 6. Die Weiterverarbeitung der Texte und deren Verarbeitung zu kleinen Heften betonen den Fakt. da die Texte nach der sprachlichen Korrektur in einem Textverarbeitungs. Scribus) gesetzt und formatiert werden. was sie auch zu einem späteren Zeitpunkt ansehen und vorzeigen können. B. In Kommentaren sollte er Feedback und Anregungen geben. Für den Autor des ausgezeichneten Artikels kann ein kleiner Preis ausgeschrieben werden. dass es sich bei Computer und Internet um nützliche Instrumente zur Verwirklichung von Projekten und Ideen in der realen. Im vorliegenden Beispiel sollen die Texte zu einem Reiseführer bzw. nicht-digitalen Welt handelt. (6) das Lernprodukt zu erstellen.2 Bewertung und Evaluation des Weblog-Projekts Aufgrund des Arbeitsaufwands und der Dauer des Projekts ist eine intensive Evaluation und eine vielschichtige Bewertung desselben von großer Bedeutung. 6.3. LibreOffice Writer) oder Layoutprogramm (InDesign. da sie bei der Stundenvorbereitung von Inhalt und Umfang der Schülerbeiträge abhängig ist. die Präsentation der Reiseführer im Rahmen einer (fiktiven) Tourismusmesse für den Fachbereich Lateinamerika vorstellbar. wären die Erstellung einer Fernseh. Auf Seiten der Lehrkraft erfordert dieses Vorgehen starke Flexibilität. um das Schülerengagement aufrechtzuerhalten.(Word. loben und unterstützen. Während der Weblog-Arbeit in der außerunterrichtlichen Lernzeit ist es wichtig. Anschließend erfolgt (7) die Präsentation der Ergebnisse sowie (8) die Evaluation des Weblog-Projekts. Landes-Ratgeber weiterverarbeitet werden. die besonders gut gelungen sind (z. Im Anschluss ist bspw. Hierzu werden die Texte der Weblogs noch einmal überarbeitet. womit jedoch ein größerer Zeitaufwand verbunden ist.VI Die Simulation eines Weblog-Projekts für den Fremdsprachenunterricht Spanisch: Los sucesores de Colón 56 des schulischen Unterrichts als auch für den außerschulischen Bereich eine hohe Relevanz hat. jede Woche Artikel zu nominieren. Andere Möglichkeiten der Weiterarbeit. verbessert und optisch aufbereitet.3 Die Nachbereitungsphase – Después de la aplicación del blog Die Nachbereitungsphase dient dazu. Aufgrund des . die den Aspekt der Ganzheitlichkeit berücksichtigen. Als Option bietet sich auch an. Dabei spielt es eine Rolle. 6. Dabei sind insbesondere die Kommentierungen der Mitschüler und des Lehrenden auf dem Schüler-Weblog zu berücksichtigen.

Die Sozialkompetenz (Gruppenarbeit. Als Gerüst für die Bewertung werden die von Encina Alonso (2007 apud Grünewald 2009:130f) vorgeschlagenen kompetenzorientierten Kriterien herangezogen und für das vorliegende Projekt entsprechend angepasst (vgl. kritische Auseinandersetzung mit den im Internet gefundenen Informationen). Zeit. Das Bewertungskonzept beachtet und würdigt sowohl individuelle als auch kooperative Aspekte. Anhang IX. die (bis zum Schluss) nicht beseitigt werden konnten. Zudem werden mehrere Kompetenzen. Die Abschluss-Evaluation51 ist als Kooperation zwischen Schülerinnen bzw. . 51 Das Projekt sollte auch während des Arbeitsprozesses immer wieder evaluiert werden.VI Die Simulation eines Weblog-Projekts für den Fremdsprachenunterricht Spanisch: Los sucesores de Colón 57 Umfangs und des Arbeitsaufwandes ist die Vergabe mehrerer Noten gerechtfertigt. 74). Zusammenarbeit. mögliche Ursachen hierfür gefunden. Bei der Bewertung der Gruppen-Ergebnisse sollten auch die anderen Gruppenmitglieder miteinbezogen werden. Schülern und Lehrendem zu konzipieren. Schlüsse für kommende Weblog-Projekte gezogen und problematische Elemente beseitigt oder verändert werden. nicht nur die Sachkompetenz im Sinne der sprachlich korrekten Verschriftlichung des Themas (inhaltlich und sprachlich korrekte Textproduktion) berücksichtigt. um mögliche Probleme schnellstmöglich zu beseitigen und den Projektverlauf (z. Aufgabenschwierigkeit) anpassen zu können. wie Methodenkompetenz (Überwachung und Fortschritt des Arbeitsprozesses) und Medienkompetenz (korrekter Einsatz des Weblogs. so können derartige Aspekte im Dialog mit den Lernenden angesprochen. Die Lernenden haben so die Möglichkeit Feedback zu geben und Probleme offenzulegen. Die Lehrkraft erhält auf diese Weise ein Feedback über den Erfolg des Projekts aus Schülerperspektive. S. Sollten Probleme aufgetreten sein oder Unzufriedenheit über den Projektverlauf herrschen. B. Gruppenaktivität) wird ebenso in die Bewertung miteinbezogen.

dass webbasierte Medien die traditionellen Medien (Bilder.] More importantly. (Blood 2000) 58 . die den Einsatz webbasierter Medien mit Fremdsprachenunterricht verbinden können. nicht aber ersetzen können. Das auf aufgaben. die im Rahmen der Weblog-Arbeit auf die Anforderungen der Wissensgesellschaft vorbereiten. Die vorteilhaften Aspekte des Einsatzes von Weblogs für fremdsprachliche Lernarrangements können wie folgt zusammengefasst werden: • Durch den Einsatz von Weblogs in fremdsprachlichen Lernarrangements kann der reflektierte und verantwortungsvolle Umgang mit Medien und Informationen ermöglicht werden. Es ist jedoch zu beachten. dass ihnen die demokratische Teilhabe am öffentlichen gesellschaftlichen Diskurs ermöglicht. Lernkompetenz ausbilden. • Webbasierte Lernarrangements mit Weblogs im Spanischunterricht vereinen lebensnahes Lernen und Medienerziehung. • Die Arbeit mit Weblogs veranlasst die Lernenden zum kritischen Umgang mit Informationen und Inhalten und befähigt sie dazu. Bücher.und kompetenzorientierte Fremdsprachenlernen mit Weblogs ist nachhaltiger und fundierter. In composing my link text every day I carefully considered my own opinions and ideas. das Lernen der Schülerinnen und Schüler didaktisch und methodisch begleitet sowie die Arbeit mit den Weblogs bedacht in den herkömmlichen Unterricht integriert wird. • Der Einsatz von Weblogs in prozessorientierten Lernarrangements ermöglicht die Ausbildung von funktional kommunikativen Fähigkeiten und Fertigkeiten (Text. • Vor dem Hintergrund einer modernen Wissensgesellschaft können die Lernenden Schlüsselqualifikationen bzw. • Der Lehrende wird in die Lage versetzt durch das Medium gemeinsam mit seinen Schülerinnen und Schülern zu lernen. Filme. Weblogs sind dabei nur ein Medium unter vielen. Zeitungen) bei der Aufgabe.. Sie entfalten unter Umständen eine motivierende Wirkung und eröffnen neue Möglichkeiten des Fremdsprachenerwerbs. I discovered my own interests.. and I began to feel that my perspective was unique and important. die grundlegend für den modernen Fremdsprachenerwerb sind. Trotz der zahlreichen positiven Aspekte des Einsatzes von Weblogs im fremdsprachlichen Spanischunterricht sind einige Voraussetzungen und Gefahren zwingend zu beachten. dass ihr das Bloggen zu Entdeckung der eigenen Interessen verhalf: First. So ist die Einbettung in didaktische Konzepte. wenn das Medium sinnvoll eingesetzt. die es ihnen ermöglichen eigenständig kreativ und im Austausch mit anderen moderne Medien reflektiert und verantwortungsvoll einzusetzen.52 • Die Arbeit mit Internet und Weblogs erlaubt die Integration aller denkbaren Inhalte. Suchstrategien). letztlich ergänzen. die sowohl lebensweltlichen Bezug zum Alltag und Erleben der Jugendlichen haben als auch von inhaltlicher Relevanz für das Unterrichtsfach Spanisch sind. [. Damit verändert der Einsatz von Weblogs herkömmliche Lehr. eigene Interessen und Bedürfnisse zu erkennen und wahrzunehmen. I began to value more highly my own point of view.und Lernarrangements. • Bei der Weblog-Arbeit werden die Lernenden dazu angeregt ihre eigenen Ideen und Gedanken zu verbalisieren und diese einem (weltweiten) Publikum zu präsentieren. 52 Die Bloggerin Rebecca Blood stellte für sich fest. • Insgesamt wird den Lernenden durch die Arbeit mit Weblogs ein Instrument an die Hand gegeben.und Worterschließungsstrategien.7 Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch? – Resümee und Ausblick Anhand der Simulation des Weblog-Projekts Los sucesores de Colón konnte beispielhaft veranschaulicht werden. er ist ein „guide on the side“ anstatt eines „sage on the stage“ (Center for Media Literacy 2011). Tonaufnahmen. den Lernenden die Fremdsprache näher zu bringen. wie das Medium Weblog im Fremdsprachenunterricht Spanisch eingesetzt werden kann. vonnöten.

Es konnten bereits zahlreiche Einsatzmöglichkeiten für Weblogs im Spanischunterricht identifiziert und klassifiziert werden. Hallet versteht das fremdsprachliche Klassenzimmer als Schmelztiegel. wozu die Forderung nach einem Textpluralismus im Spanischunterricht praktisch umgesetzt wird. In diesem Kontext kann der Einsatz eines Weblogs für fremdsprachliche Lernzwecke eine bedeutende Rolle spielen. Vor diesem Hintergrund ist die vorliegende Arbeit als Ansatz zur Erforschung des Weblog-Einsatzes für den fremdsprachlichen Spanischunterricht zu verstehen. Fest steht. 2011:2). in dem sich Ziel. dass sich in diesem überaus interessanten Medium großes Potenzial von besonderer Bedeutung für fremdsprachliche Lernzwecke verbirgt und aus diesem Grunde weitergehende Nachforschungen anbieten. Anzustreben ist die empirische Erforschung der konkreten Erfolge durch die Arbeit mit Weblogs in Bezug auf Schlüsselqualifikationen und funktional kommunikative Fremdsprachenkompetenz. Buchem et al.VII Weblogs für den Spanischunterricht? – Resümee und Ausblick 59 Ausgehend von Wolfgang Hallets Konzept des „Interplay[s] der Texte und Kulturen“ (Hallet apud Grünewald 2009:51) muss der Fremdsprachenunterricht sich im Hinblick auf die „didaktischen und pädagogischen Konzepte vom Schreiben verändern“ (Hallet 2008a:2). Die Vielfalt der Medien verhindert nicht zuletzt auch eine festgesetzte.und Muttersprache und deren kulturelle sowie sprachliche Evokationen miteinander verbinden. . Eine lange Phase der wissenschaftlichen Erprobung und Forschung gibt es jedoch bisher nicht (vgl. allgemeingültige Sichtweise auf Texte und fördert das Verständnis und die Auseinandersetzung mit vielfältigen Deutungen (vgl. der Ausgangspunkt für weitere Untersuchungen sein kann. Grünewald 2009:51). Des Weiteren erweist sich die Untersuchung des Mediums unter dem Aspekt der Diskursivität des Fremdsprachenunterrichts im Sinne Hallets als interessant. Bei diesem Medium verschmelzen Texte aller Art zu einem System aus Hypertexten.

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S. 57) X Daten-CD: Inhalte und Materialien des Weblog-Projekts Los sucesores de Colón 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 .2. S. 35) V Möglichkeiten des Weblog-Einsatzes (Kapitel 5. 26) iii Tabelle: Gegenüberstellung webbasierter synchroner und asynchroner Kommunikationstools mit Weblogs (Kapitel 5. S.2.4.3. S.3. S.1. S.2. 52 iX Tabelle: Bewertungskriterien für das Weblog-Projekt Los sucesores de Colón (Kapitel 6. S. S.1.3. Merkmale und Voraussetzungen des Weblog-Einsatzes b) Tabelle: Beispiele für den Weblog-Einsatz VI Übersicht: Strukturierung und Ablauf des Weblog-Projekts Los sucesores de Colón (Kapitel 6.2. 21) ii Übersicht: Bestandteile von Weblogs (Kapitel 4.1.9 Anhang i Schema: Verknüpfte Forderung und Förderung der Lernkompetenzen im Fremdsprachenunterricht Spanisch (Kapitel 3. 51) VIII Übersicht: Konzept des Weblog-Projekts – Übersicht über die Weblogs (Kapitel 6.1. 35) IV Tabelle: Gegenüberstellung von (Learning) Content Management Systemen mit Weblogs (Kapitel 5. 50) VII Beispiel: Spanische Netiqueta (Kapitel 6.2.2. S.4. 42) a) Tabelle: Möglichkeiten.

Texte) • Kontakt zu spanischen Muttersprachlern und anderen Spanischsprechern • Speichern und Bearbeiten von Texten in Textverarbeitungsprogrammen • Präsentieren • Veranschaulichen • Recherchieren Fremdsprachenunterricht Spanisch: Leseverstehen. Hör. Ziele. Ort. Zeit. tolerieren • Inhalte aushandeln. Personen und Hilfsmittel n G r up p en • Austausch über relevante Themen und Inhalte des hispanophonen Raumes • Konflikte bewältigen. Themen & Inhalte ✳ Schema: Verknüpfte Forderung & Förderung der Lernkompetenzen im Fremdsprachenunterricht Spanisch (Kapitel 3. interkulturelle Kompetenz. 21) in t e r a k t.2. Schreiben. S. Grammatik.3. Wortschatz. Bilder.& Hör-/ Sehverstehen. Aufgaben. Wissen über Sprache und Kultur(en). Aussprache & Intonation. Ortografie. Tonmaterial. a nw en d un gv M on e d ie n . diskutieren • Vereinbarungen treffen ✳ & Mitteln • Authentisches Material aus dem Internet • (Videos.anhang i 65 au om to n e Handlungsfähig kei t i n t er a g ie r en in he te ro g ene • Authentische Kommunikationssituationen • Selbständige Entscheidungen über Inhalte. Sprechen.

Widget: Meta (Bsp. Gedanken.) Kommentarfeld Archiv: Kategorien Der Administrator und alle Mitarbeiter des Weblogs können sich über die Links bei WordPress anmelden und auf ihren Account zugreifen. Suchfunktion b a Hier erscheinen Links zu Internetseiten. Zeigt einene Countdown bis zu einem eingegebenem Datum an. S. mit einer Kurzbeschreibung. die diesen Begriff enthalten. einem Publikationsdatum (b) und Schlagworten (c). die den Administrator interessieren oder die dieser empfiehlt. 26) . Alle angelegten Kategorien werden angezeigt.2. Widget: Meilenstein (Bsp. die diesem zugeordnet wurden. In Klammern steht die Anzahl der Artikel. denen die Kategorie zugewiesen wurde. An dieser Stelle können Weblog-Besucher Anmerkungen. In Klammern steht die Anzahl der Artikel. die im entsprechenden Monat publiziert wurden. Links und Grüße für den Autor des Artikels hinterlassen. blogroll c Artikel Der Artikeltext wird begleitet von einem Titel (a).) archiv: Monate Grundelemente ergänzungen (optionale Elemente) Übersicht: Bestandteile von Weblogs (Kapitel 4.anhang ii 66 Menü (Hauptseiten des Weblogs) Bei Eingabe eines Begriffs werden die Weblog-Inhalte nach diesem durchsucht und alle Seiten/Artikel angezeigt.

1.4. Besonderheiten der Web.anhang iii 67 Forum Kommunikationsform Kommunikationspartner Kommunikationsverlauf Textumfang E-Mail Weblog Chat Chatbot Asynchron → Zeit über Beiträge zu reflektieren Synchron → steht der gesprochenen Sprache näher. 2. können nicht gespeichert werden kurz. Thunderbird) notwendig Online-Funktion → Schulung im Umgang mit Benutzeroberfläche und Einweisung in Funktionen notwendig Auffinden von Inhalten erfolgt schnell durch chronologische Ordnung auf Startseite/in thematischen Archiven keine Registrierung notwendig Online-Funktion → SuS sind bereits mit Funktionen und Bedienung aus Alltag vertraut Programm muss heruntergeladen und installiert werden Besonderheiten Kein spanischer Chatbot mit natürlicher Sprachverwendung bekannt Tabelle: Gegenüberstellung webbasierter synchroner und asynchroner Kommunikationstools mit Weblogs (Kapitel 5. Texte können im Medium gespeichert. oft nur ein Wort oder Emoticons Registrierung ist notwendig → keine Registrie.5) Schulung im Umgang mit E-Mail-Verwaltungsprogramm (Outlock.und Jugendsprache künstliche Intelligenz mind. S. bearbeitet und ausgedruckt werden lang bis mittellang mittellang bis kurz Komm. bleibt unverbindlich. Kap.bei E-Mail-Anbieter bzw. Texte erlöschen kurz nach dem Schreiben. zwei reale Kommunikationspartner oder (nicht) begrenzte Nutzergruppe Diskussionsverästelungen sind möglich. 35) . mit E-Mail-Adresse (Nutzung der rung notwendig Kommentarfunktion bei Weblog ohne Registrierung möglich) Organisation Online-Funktion → SuS sind bereits mit Funktionen und Bedienung aus Alltag vertraut (vgl.

Multiple Choise. B.4. für Bildungszwecke entworfen Funktionen nicht didaktisiert. dass Abgabetermine diese Funktionen genutzt werden können kann über Links mit Seiten/Software verbunden werden.Anhang IV 68 Wiki Kommunikationsmöglichkeiten Öffentlichkeit Forum für jedermann zugänglich und veränderbar Weblog Artikel. S. müssen erst für Bildungszwecke angepasst werden Hypertextsystem → Webseiten mit Querverweisen in Form von Hyperlinks vereinfachtes CMS können Wikis enthalten Grundfunktionen und Datenbanken Umfragen Widgets können so eingesetzt werden. freie Texteingabe Tabelle: Gegenüberstellung von (Learning) Content Management Systemen mit Weblogs (Kapitel 5.1. Chat geschlossen. die diese Aufgaben anbieten (z. Hot Hotatoes) Aufgaben in Form von WebQuests können integriert werden Aufgabenformate: Lückentexte. 35) .Layoutanpassung lich über Formatvorlagen oder selbst erstellte Layouts didaktisiert. Kommentarfunktion kann öffentlich oder geschlossen sein Moodle Forum. passwortgeschützt Nutzern können Rollen zugewiesen werden. die mit bestimmten Rechten verbunden sind Gestaltungsmöglichkeiten Textformatierung keine Gestaltung des Layouts möglich nur wenig Textformatierung freie Gestaltung von kaum Möglichkeiten der Layout und Design mög.

Reisen. Unterrichtsprotokolle Schüler haben „Mitarbeiter“-Rechte am Blog. z. Projektarbeit. 4. Kommentierung Leistungen können nicht nur von Lehrer. Hausaufgaben können jederzeit/ jederorts abgeholt werden → weniger vergesse Hausaufgaben. Organisatorisches. Schüler. 42) . Schüler. Lisa Rosa 2012:1) hohe Verbindlichkeit & Verantwortung Computer mit Netzzugang vom Klassenzimmer aus Kontinuierliche Pflege notwendig Intensive Zusammenarbeit. Unterrichtsplanung. S. die heruntergeladen/ eingesehen werden können Unterrichtsmaterial. Informationen.Stufenmodell der Schülerpartizipation in Unterrichtsblogs (Rosa 2009-2012) I institutsexterne Blogs III Unterrichts-/Seminar-/Vorleungsblogs II institutsinterne Blogs a) Lehrer bloggt – SchülerInb) Lehrer stellt Inhalte der c) Lehrer und SchülerInnen d) SchülerInnen haben eigenen kommentieren SchülerInnen als Blogbeitrag ein arbeiten gemeinsam im Blog ne Blogs (allein/Gruppe) Plattform mit Materialien (Aufgaben.3. Hinweise. sondern auch Experten werden explizit zur Diskussion eingeladen Sorgfältigere und engagiertere Arbeit SuS haben eigene E-Mail-Adresse Persönlichkeit der Lernenden schützen (nicht Bild und Name verbinden) Netiquette festlegen Intensive Förderung der Medienkompetenz Höchster Aktivierungs-/Individualisierungsgrad Voraussetzungen Hoher Aufwand. mehr Verantwortung bei den Lernenden Transparenz für Eltern Hohe Transparenz Unterstützt Entwicklung der Klassengemeinschaft Nicht nur Plattform für Materialien.3) persönlich-subjektiver Schreibstil Dient der internen wie externen Kommunikation Repräsentation nach außen Möglichkeiten Kann wichtige Informationsquelle zu aktuellen Themen sein Signalisiert hohe Transparenz Erhöhung der (Schul-)Demokratie „Hohes Aktivierungspotential für Lehrer. Merkmale und Voraussetzungen des Weblog-Einsatzes (Kapitel 5. Eltern“ (vgl. ggs. …). Eltern kommentiert werden.und InternetGroßer Zusammenhalt zugang für Schüler oder zu erforderlich regelmäßigen Zeiten von der Schule aus Anhang V a Muss festen Platz im Unterrichtsgeschehen haben Lehrer muss regelmäßig alle Blogs lesen und kommentieren Muss für alle SuS verbindlich sein SuS haben eigene E-Mail-Adresse Persönlichkeit der Lernenden schützen (nicht Bild und Name verbinden) Netiquette festlegen 69 Tabelle: Möglichkeiten. Kap. können selbst Artikel veröffentlichen. Seiten erstellen Kann andauernd oder nur für Lernprojekt angelegt werden Blog wird von einem einzelnen Schüler oder einer Gruppe geführt. Journalismus) (vgl. zeitintensiv Privater PC. Forschungsblog Merkmale Beschäftigung mit besonderen Thema (Schule. als Lerntagebuch. sondern auch gute Schülerarbeiten. B.

com/ Schülervertretungsblog Projektblogs (vgl. Rosa 2012:3) http://gymnasium-blomberg. 2011:5) http://lernenzweinull.uni-hamburg. http://kskbsblog.wordpress. Buchem et al. 2011:5) http://medialogy. Buchem et al. Rosa 2012:1) http://bbstphysik12. Fachbereichsblog (vgl. 2011:5) (vgl. 2011:5) http://fobikom.blogspot.wolf-klasse.com/ (vgl.de/ blogs/medien-bildung/ http://blogs.wordpress. Rosa 2012:1) Kurs.de/ Anhang V b Vorschule Kindergartenblog (vgl. Rosa 2012:2f) http://kunst-humboldt. Reiseblogs 70 (vgl.de/ elternratsblog (vgl. Buchem et al. Rosa 2012:2) http://ewgprojektblog. S. 2011:5) http://blog.(vgl. 2011:5) http://ixsi.com/ Schule (vgl.blogspot. 2011:5) http://riverso.de http://www.com/ http://migrationintegration.com/ http://herrlarbig. Buchem et al.bzw. 42) . Seminarblog (vgl.wordpress.de/ privat Private Blogs. wordpress. Buchem et al.bzw.de/ Dozentenblog Vorlesungs.de/kategorien/einstieg-und-karriere/ Azubi-Blogs (vgl. Rosa 2012:1f) http://loewenklasse.kindergarten-montessori.de/schule/8d Blogs von Lehrern (vgl.de/ http://www.uni-hamburg. 2011:5) http://mms. 2011:5) http://blog.daimler.com/ beispiele Instituts.wordpress.de/~studart/ blog/gebrauchsgrafik/ (vgl. Rosa 2012:2) http://indablogbuch. com/ com/ (vgl. com/ Weiterbildungsblog Unternehmensblog (Corporate Blog) (vgl.de/ Unternehmen/ ausbildung (vgl. Buchem et al. de/lyotard/ Gruppenblogs Universität/Hochschule http://uni-leipzig.anna-lena-schmauck.com/ Steuergruppenblog (vgl.eph.3. Buchem et al.wordpress.roehe. Buchem et al. de/ Lehrerblog mit Unterrichtsbezug (vgl. Rosa 2012:3) http://steuergruppe.wordpress. Rosa 2012:3) http://svteam. Rosa 2012:3) http://elternblog-kaestnerschule.blogspot. Buchem et al.posterous.de/lena Tabelle: Beispiele für den Weblog-Einsatz (Kapitel 5. 2011:5) http://blog.com/schuelerblogs/ Schulblog (vgl.Fachblog Klassenblog Lernblogs Schülerblogs (Schul-)Fachschaftsblog (vgl. Buchem et al.lippeblogs.bzw.

Recherchen durchführen (5) Analyse des Materials (6) Herstellen des Produkts (7) Präsentation (8) Evaluation 9 Arbeit am Reiseführer: • Auswahl und Überarbeitung der Texte. Geografía. Personajes. Fähigkeiten 2 3 durante 4 5 6 7 8 (4) Informationen sammeln. Turismo. Texte. Bildern. Auswahl der Materialien.und Gruppennoten • SuS in Bewertung mit einbezogen Evaluation: • Austausch von SuS und Lehrer • mglw. Umgang mit dem Weblog • Aufklärung über Datenschutz & Urheberrecht • Erarbeitung einer Netiqueta Arbeit an den Schüler-Blogs: • Sammeln von Ideen. Scanning) • Schulung im techn. erst Fragebogen. dann Diskussion im Plenum sowie Verbesserungsvorschläge Übersicht: Strukturierung und Ablauf des Weblog-Projekts Los sucesores de Colón (Kapitel 6. fächerverbindende Zusammenarbeit. 50) después . Cultura. Layoutprogramm • Vorstellung der Ergebnisse auf der „Tourismusmesse“ Bewertung: • Einzel.und Texterschließungsstrategien (Skimming.Anhang VI 71 Woche Projekt-Phase (nach Grünewald 2009:139) (1) Entwicklung der Projektidee (2) Festlegung der Ziele & Strukturierung des Projekts Aktivitäten • Festlegung & Beschreibung der Lerngruppe unter Berücksichtigung des Vorwissens • Festlegung eines Rahmenthemas (Absprache mit SuS möglich) und der Teilthemen (Wahl durch SuS) → Gruppenbildung • Wahl eines Weblog-Modells • Überprüfung der verfügbaren Ressourcen (Computerräume.2. Musik. Texten • Bearbeitung je einer Aufgabe je Thema (5 Aufgaben verteilt auf 6 Wochen): Noticias. Arte & Cine Arbeit am Lehrer-Blog: • Erstellung des Glosario Abnahme der Weblog-Arbeit während des Unterrichts (bei gleichzeitiger Zunahme kommunikativer Lernarrangements) antes 1 (3) Erarbeitung & Einübung der benötigten sprachl. Mittel und techn. Zitaten. S.1. Bilder • Formatierung und Aufbereitung der Texte & Bilder im Textbzw. Videos. Zugang zu PC & Internet der SuS) Strategietraining: • Wiederholung & Festigung von Wort.

después escribir: estructurar bien los argumentos/las ideas Derechos de propiedad intelectual •  Nombrar y enlacar fuentes •  Citar correctamente Beispiel: Spanische Netiqueta (Kapitel 6. Es una guía que presenta reglas como se debe comportar en blogs.3.1.Anhang VII 72 Los sucesores de Colón ¡Explora Hispanoamérica! Sandra Stelmach • Weblogs für den Spanischunterricht (Oktober 2012) Netiqueta Netiqueta es un compuesto de “internet” y “etiequta”. S. 51) . Se necesita un mínimo de reglas para que la comunicación sea mejor y más amable para todos los usuarios. por eso no se intenta a imponer la opinión propia a otros •  Responder a preguntas/comentarios de otros Ortografía •  No escribir sólo en mayúscula/en minúscula •  Escribir frases completos con comas y puntos •  Primero pensar. En general •  Cada uno es responsable de sus artículos y comentarios •  Usar el nombre real y no un pseudonimio o la identidad de otra persona •  No publicar informaciones y datos sobre otras personas si ellos no la han permitido explicítamente Reglas de comunicación •  Tratar otros como se quiere ser tratado por ellos •  Argumentar factualmente y cordialmente •  Ser cortés y amable •  No atacar a otros personalmente •  No están permitidos insultos y afimaciones discriminadores •  Cada uno tiene derecho a tener su propio opinión.

Lección 8 „Viaje a Guatemala“ (Alternative: Línea Verde.sucesoresdecolonenargentina. Reportativen Sprachgebrauch (Produktion von gen. Nachrichten.wordpress. Bewertung • Aufgabenstellungen.com Gruppen-Blog 2 Los sucesores de Colón en Cuba www.wordpress.und LB 3: Anwenden des Wissens zur ProSachwissen zu.wordpress.com Gruppen-Blog 4 Los sucesores de Colón en Argentina www.wordpress. oder als 3.und Sachwissen Anwenden von auf das Lernen bezogezum Themenbereich historia de HISPAnen Strategien NOAMÈRICA Sich positionieren zu Sprach.sucesoresdecolonenmexico. com Gruppen-Blog 3 Los sucesores de Colón en Colombia www. Lección 8 „Chile: Literatura y política) Lehrer-Blog (Virtuelles Klassenzimmer) Los sucesores de Colón www. Interviews.sucesoresdecolon. FS) LB 1: Anwenden von Verstehens.wordpress.com Allgmeine Informationen: • Ablauf.com Übersicht: Konzept des Weblog-Projekts Los sucesores de Colón – Übersicht über die Weblog (Kapitel 6. od. Werbematerial) Texten) Kennen von Sprach. 10 (2. 3.sucesoresdecolonencuba.sucesoresdecolonencolombia.Anhang VIII 73 Lehrplan Spanisch an Gymnasien Sachsen (2011): Kl. 52) . S. FS) Lehrwerk: Línea Amarilla 3. Themenbereich HISPAduktion und Rezeption von folgender NOAMÈRICA Gebrauchstexte Lerngruppe: SuS der Klasse 10 (Spanisch als 2. Links Material: • Netiqueta • ¿Cómo crear una página en el glosario? • ¿Cómo escribir un artículo? Gruppen-Blog 1 Los sucesores de Colón en México www.und Übertragen des Wissens zur Rezeption Texterschließungsstrategien von Gebrauchstexten (populärwissenAnwenden von Strategien zum produkschaftliche Texte.2.

Ausdruck. 57) . Kommunikation in der Gruppe) • Originalität • Gesamteindruck • Sprachliche Richtigkeit • Medieneinsatz • Richtige Nutzung des Weblogs als Werkzeug • Persönliches Engagement (Kommentierung von Beiträgen anderer.anhang iX 74 Bewertungselement Kriterium • Aktivität bei der Erstellung des Glosario • Gruppenorganisation (fristgerechte Einreichung der Aufgaben.3. gut recherchiert. themenspezifisches Vokabular Gruppennote(n) Gruppenarbeit Produkt (Reiseführer) Präsentation Weblog-Arbeit Einzelnote(n) Textproduktion Tabelle: Bewertungskriterien des Weblog-Projekts Los sucesores de Colón (Kapitel 6. Rollenverteilung) • Zusammenarbeit (Aufgabenverteilung. Beteiligung an Unterrichtsdiskussionen) • Inhalte (inhaltliche Richtigkeit.2. S. Herausstellen wichtiger Aspekte) • kritische Auseinandersetzung mit den Inhalten • sprachliche Richtigkeit.

wordpress.com Nutzername: Passwort: masterarbeit_sst@gmx.wordpress.anhang X Lehrer-Blog: www.com Schüler-Blog 2: www.sucesoresdecolonencuba.com Zugangsdaten auf www.wordpress.com Schüler-Blog 3: www.wordpress.sucesoresdecolonenmexico.sucesoresdecolonenargentina.wordpress.wordpress.sucesoresdecolon.sucesoresdecolonencolombia.com Schüler-Blog 4: www.com Schüler-Blog 1: www.de masterarbeitsst 75 Daten-CD: Inhalte und Materialien des Weblog-Proejkts Los sucesores de Colón .

Ferner versichere ich. die aus fremden Quellen stammen und direkt oder indirekt übernommen worden sind.10 Eidesstattliche Erklärung Hiermit versichere ich. der 22. Die Arbeit wurde bisher keiner Prüfungsbehörde vorgelegt und auch noch nicht veröffentlicht. außer der im Literaturverzeichnis angegebenen Literatur verwendet habe. dass ich keine andere. 76 Leipzig. Diese Versicherung bezieht sich sowohl auf Textinhalte sowie alle enthaltenden Abbildungen. wurden als solche kenntlich gemacht. Sandra Stelmach. an Eides statt und durch meine Unterschrift. Skizzen und Tabellen. ohne fremde Hilfe angefertigt worden ist.2012 .10. dass die vorliegende Arbeit von mir selbstständig. Inhalte und Passagen.