Sandra Stelmach

Weblogs für den Spanischunterricht
– Grundlagen, Bedingungen und Möglichkeiten des Weblog-Einsatzes im Fremdsprachenunterricht Spanisch zur Förderung von Fachkompetenzen und Schlüsselqualifikationen für das Leben in der Wissensgesellschaft

MaSterarbeit

Gutachterinnen: Prof. Dr. Christiane Neveling Melanie Bächer
Adresse: Matrikelnummer: E-Mail-Adresse: Wilhelm-Sammet-Straße 4 04129 Leipzig 1042062 S.Stelmach@gmx.de

inhaltsverzeichnis
1 Ausgangspunkt und Motivation der Auseinandersetzung mit dem Thema sowie Darstellung des Argumentationsverlaufs 2 Von der Industrie- zur Wissensgesellschaft
2.1 Wissen – konstruktiv, situativ und sozial 2.2 Die Wissensgesellschaft 2.3 Das digitalisierte Wissen: Chancen und Risiken 2.4 Der Mensch in der Wissensgesellschaft 2.5 Wo muss der Weg hingehen? – JIM-Studie 2011 sowie Bildungsund Wissensdelphi 1996/98

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3 Neue Medien = Neues Lernen im Fremdsprachenunterricht Spanisch
3.1 Kompetenzen für ein lebenslanges Lernen
3.1.1 Medienkompetenz 3.1.2 Kooperationskompetenz 3.1.3 Selbststeuerungskompetenz

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3.2 Förderung von Lernkompetenzen im Fach Spanisch
3.2.1 Direkte oder indirekte Förderung 3.2.2 Die Verknüpfung der Lernkompetenzen im Spanischunterricht

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3.3 Implikationen für den Fremdsprachenunterricht Spanisch
3.3.1 Aufgabenorientierung 3.3.2 Handlungsorientierung 3.3.3 Komponeneten handlungs- und aufgabenorientierter Lernumgebungen

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4 Weblogs – Was ist das?
4.1 Die Geschichte der Weblogs 4.2 Bestandteile von Weblogs 4.3 Kategorisierung von Weblogs 4.4 Weblogs: Eine Definition

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5 Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch
5.1 Gegenüberstellung webbasierter Internettools für den Fremdsprachenunterricht
5.1.1 Synchrone und asynchrone webbasierte Kommunikationstools 5.1.2 Content Management Systeme (CMS) und Learning Management Systeme (LMS) 5.1.3 WebQuests 5.1.4 Vergleich von Weblogs mit Kommunikationstools und (Learning) Content Management Systemen

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5.2 Aspekte bei der Weblog-Arbeit im Fremdsprachenunterricht Spanisch
5.2.1 Motivationale Aspekte 5.2.2 Schulung von Lernkompetenzen 5.2.3 Förderung funktionaler kommunikativer Kompetenzen

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5.3 Möglichkeiten des Weblog-Einsatzes 5.4 Risiken und Bedingungen des Weblog-Einsatzes
5.4.1 Erfahrungsberichte: Risiken beim Weblog-Einsatz zu Bildungszwecken 5.4.2 Bedingungen des Weblog-Einsatzes im Spanischunterricht

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6 Die Simulation eines Weblog-Projekts für den Fremdsprachenunterricht Spanisch: Los sucesores de Colón
6.1 Die Vorbereitungsphase – Antes de la aplicación
6.1.1 Die Projektidee: Lerngruppe, Thema und Weblog-Modell 6.1.2 Organisatorischer Rahmen: Ressourcen, Lernziele und Strukturierung 6.1.3 Vermittlung: Technische und sprachliche Mittel und Lerntechniken

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6.2 Die Durchführungsphase – Durante la aplicación del blog
6.2.1 Weblogs: Anbieter und Einstellungen 6.2.2 Der Lehrer-Blog 6.2.3 Die Schüler-Blogs 6.2.4 Integration in den laufenden Unterricht

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6.3 Die Nachbereitungsphase – Después de la aplicación del blog
6.3.1 Erstellung und Präsentation des Lernprodukts 6.3.2 Bewertung und Evaluation des Weblog-Projekts

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7 Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch? – Resümee und Ausblick 8 Literaturverzeichnis 9 Anhang 10 Eidesstattliche Erklärung

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Seitdem Computer und Internet auch in die heimischen Zimmer vorgedrungen sind. wert ist. h. Hier werden auch für das Fach Spanisch an Gymnasien Zielformulierungen für die Vermittlung fächerübergreifender Kompetenzen. Auch auf bundesdeutscher Ebene wurde die Bedeutung der Medienbildung für die Chancengleichheit. aber auch CD-Roms und Musik-CDs mit Hörtexten und Arbeitsaufträgen sind mittlerweile grundlegender Bestandteil. WebQuests (Grünewald 2004 & 2008. Doch der Einsatz moderner Medien im fremdsprachlichen Unterricht ist keine Neuheit. So wird das Schülerbuch im Klett-Verlag durch ein Arbeitsheft und grammatisches Beiheft ergänzt. gelernt zu werden. Insbesondere die Entstehung des Web 2. definiert und miteinander verknüpft. die grundlegend für das Leben in einer zukunftsorientierten Gesellschaft sind (2005). sondern befördern auch die Umwertung der Bedeutung deklarativen Wissens. In einer Broschüre der OECD werden Schlüsselqualifikationen ausgewählt. fortan: OECD) thematisiert. d. sondern kann. Empathie und Perspektivwechsel sowie Informationsbeschaffung und -verarbeitung (vgl. was heutzutage noch wissenswert ist. Eine wichtige Rolle wird dabei der „interaktiven Anwendung von Medien und Mitteln“ zugeschrieben. wie Medienkompetenz. In Arbeitsaufträgen wird darüber hinaus zunehmend zur Internetrecherche angeleitet. solche Medien für den eigenen Unterricht zu funktionalisieren. dessen Funktionsprinzip die Partizipation aller an den digitalen Inhalten ermöglicht. Vor einem bildungspolitischen Hintergrund stellt sich die Frage. Problematisch erweist sich für Schulbuchverlage jedoch die Adaption von Web 2. Daraufhin formulierte Empfehlungen haben längst Einzug in Curricula und Lehrpläne der Länder gefunden. In den Fremdsprachendidaktiken wurden solche Anwendungen für schulische Zwecke instrumentalisiert. Das authentische Material wirkt nicht nur modellbildend. hat die Verschiebung von einer Wissensvermittlung hin zu einem Kompetenzerwerb befördert.0-Anwendungen. die eine mehrkanalige Verarbeitung von Informationen und die interaktive Anwendung derselben ermöglichen. SMK Sachsen 2011:XIII f) verfasst. Diese können nicht als materielles Medium einem Lehrwerk beigefügt werden. gesellschaftliche Teilhabe und persönliche Entwicklung erkannt (Bundesministerium für Bildung und Forschung. auch zur Vermittlung eines kritischen Medienbewusstseins beitragen. Steveker 4 .1 Ausgangspunkt und Motivation der Auseinandersetzung mit dem Thema sowie Darstellung des Argumentationsverlaufs Die Weiterentwicklung innovativer Technologien hat sich seit der Industrialisierung rapide beschleunigt. Die Notwendigkeit multimodaler Präsentationen.0 im Jahr 2001. durch die Vielfalt modaler Repräsentationen. rücken vor allem diese Medien in den Fokus des Interesses fachdidaktischer Publikationen. Das moderne Lehrwerk integriert zahlreiche herkömmliche und digitale Medien. So finden sich Publikationen zur Verwendung von Podcasts (Kraus 2003). Dieses ist in Form von Daten unkompliziert und schnell weltweit jederzeit durch jedermann abrufbar. Auf internationaler Ebene wurde dieses Thema bereits 2005 von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Organisation for Economic Co-operation and Development. Es ist daher an der am Lehrenden selbst. fortan: BMBF 2010). Spätestens seit der kommunikativen Wende in den 1960er Jahren kann für den fremdsprachlichen Unterricht ein verstärkter Einsatz moderner Medien festgestellt werden. Die schnelle und unkomplizierte Verarbeitung von Wissen durch die digitalen Medien Computer und Internet ermöglichen nicht nur eine starke Verdichtung der Informationen. wurde in neuster Zeit auch von Schulbuchverlagen erkannt.

Im Anschluss wird untersucht.1). de Hauf Quintero 2009.und Lernarrangements aus einer bildungspolitischen Perspektive beleuchtet. Hieraus sollen letztendlich Implikatio- . Dabei werden auch Schwierigkeiten (Kapitel 2. In die vorliegende Arbeit sind folglich persönliche Erfahrungen und Erkenntnisse aus bisherigen Projekten mit eingeflossen. der Lernplattform moodle (Steveker 2004. Grundlage der vorliegenden Arbeit ist die intensive Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Gegebenheiten in die schulisches Fremdsprachenlernen eingebettet ist. welche Modelle des kompetenzorientierten Fremdsprachenunterrichts bereits existieren (Kapitel 3.I Ausgangspunkt & Motivation der Auseinandersetzung mit dem Thema sowie Darstellung des Argumentationsverlaufs 5 2004.5) Aufschluss geben. Sie hat sich mit Weblogs schon zur Präsentation künstlerischer Produkte und der Möglichkeit zur Kontaktknüpfung mit anderen Kunstschaffenden auseinandergesetzt und ist selbst Autorin eines Weblogs. Um näher zu beleuchten.0-Anwendung.und Wissensdelphis von 1996/98 (Kapitel 2. deren wichtigste Ressource Wissen und Bildung geworden sind (Kapitel 2. Thaler 2008). Heckmann 2011a).1).5) wird unterstützend die Notwendigkeit neuer Lehr. wie diese allgemeinen Lernkompetenzen im Unterrichtsfach Spanisch an Gymnasien gefördert werden können bzw. da den Weblogs im bisherigen fachdidaktischen Diskurs für das Fremdsprachenlernen kaum Bedeutung beigemessen wird.3). So wurde die Entwicklung dieser Arbeit durch einen Weblog (www.wordpress. Mit der Untersuchung der Ergebnisse des Bildungs. Im Rahmen einer Projektarbeit wurde bereits im Wintersemester 2011/12 ein Entwurf eines Weblogs (www.wordpress.2). An dieser Stelle liegt das Hauptaugenmerk auf der Rolle des Menschen (Kapitel 2. Über diese Umstände soll vor allem die Auswertung der JIM-Studie 2011 (Kapitel 2. für den fremdsprachlichen Spanischunterricht untersucht werden. Dabei steht der Begriff der „Wissensgesellschaft“ im Zentrum des Interesses. Wikis (Thaler 2008.com) reflektierend begleitet.paellaconmarisco. Anschließend wird ein kurzer Blick geworfen auf die Entwicklung hin zu einer Gesellschaft. der sich in einer solchen Gesellschaft orientieren muss. Legutke 2008. dem Audioforum voxopop (2011b).com) für den Spanischunterricht entwickelt. die zwangsläufig durch die digitale Verarbeitung von Informationen in der heutigen Gesellschaft auftreten.4) thematisiert.2). Ausgehend von den Forderungen an Bildungseinrichtungen. wird der Begriff “Wissen“ zunächst aus konstruktivistischer Sicht betrachtet (Kapitel 2. Zudem schreibt die Verfasserin dieser Arbeit aus persönlicher Erfahrung diesem Medium eine große Bedeutung für fremdsprachliche Lernprozesse zu. was sich dahinter verbirgt. Da jedoch im Kontext von Schule nicht nur die Entwicklung der Gesellschaft im Mittelpunkt steht. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit soll die Eignung von Weblogs. Grünewald 2011) und vielen weiteren Anwendungen. die aus den Studien abgeleitet werden können widmet sich Kapitel 3 den für das Leben in einer Wissensgesellschaft notwendigen Lernkompetenzen. ebenfalls eine Web 2. sondern auch die Individualinteressen der Schülerinnen und Schüler. aber auch auf dem von der OECD (2005) aufgestellten Modell zur Auswahl und Definition von Schlüsselkompetenzen (Kapitel 3. Hutz 2008. Das Thema ist dadurch besonders reizvoll. liegt ein besonderes Augenmerk auf dem Leben der Jugendlichen in unserer Wissensgesellschaft und ihrem Umgang mit den digitalen Medien.aealterego. Dabei stützt sich die Darstellung vor allem auf lernpsychologische Erkenntnisse der Autoren Heinz Mandl und Ulrike-Marie Krause (2001).

um Vorzüge von Weblogs gegenüber diesen herauszustellen.3 gewonnen Erkenntnissen soll in Kapitel 4. werden in Kapitel 4 Weblogs thematisiert. Die vorliegende Arbeit kann daher als kleiner Stein auf dem Weg zur Exploration des Weblog-Einsatzes für schulische Zwecke verstanden werden.3).2) und zuletzt erfolgt eine Vorstellung der Möglichkeiten der Weiterverarbeitung der mit den Weblogs gewonnen Ergebnisse (después) (Kapitel 6. Schweizer Medieninstitut für Bildung und Kultur 2011). Der Einstieg in Kapitel 5 erfolgt über den Vergleich von Weblogs mit anderen Internetmedien (Kapitel 5. . Bei der Darstellung erfolgt ein Rückgriff auf ein bewährtes Schema zur Veranschaulichung der Phasierung der Arbeit mit Medien: Zuerst werden Maßnahmen und Festlegungen beschrieben. Im Anschluss hieran werden Weblogs im Hinblick auf die Vermittlung der allgemeinen Lernkompetenzen und der funktionalen kommunikativen Kompetenzen im Fachunterricht Spanisch (Kapitel 5. Ausgehend von den in den Kapitel 4. um am konkreten Beispiel aufzuzeigen.3.1) wird gefolgt von der Beschreibung der Bestandteile von Weblogs (Kapitel 4.2). Das behandelte Feld ist bisher nur wenig erforscht und empirische Studien zum Einsatz von Weblogs im schulischen Fremdsprachenunterricht existieren bisher im deutschsprachigen Raum nur vereinzelt (Raith 2008.I Ausgangspunkt & Motivation der Auseinandersetzung mit dem Thema sowie Darstellung des Argumentationsverlaufs 6 nen für die Gestaltung von Lernarrangements für den Fremdsprachenunterricht Spanisch abgeleitet werden (Kapitel 3. Anschließend erfolgt die Beschreibung des Projektverlaufs und des Weblog-Konzepts (durante) (Kapitel 6. die noch vor dem Beginn der Weblog-Arbeit (antes) getroffen werden müssen (Kapitel 6. wie Schlüsselqualifikationen und fachliche Kompetenzen des Spanischunterrichts mit Weblogs gefördert werden können.2) untersucht sowie Einsatzmöglichkeiten (Kapitel 5. Ein kurzer geschichtlicher Abriss über die Entstehung der Weblogs (Kapitel 4.1 bis 4.1).1).4 eine Definition dieses Mediums abgeleitet werden.und fachdidaktische Konzepte des kompetenzorientierten Unterrichtens in den Fokus genommen wurden. Nachdem nun allgemein.4).3) und Bedingungen für die Weblog-Arbeit abgeleitet (Kapitel 5.2) und dem Versuch einer Kategorisierung derselben. In Kapitel 6 wird schließlich der Verlauf eines Weblog-Projekts simuliert.

der sprachliche Informationen verarbeitet und dabei sowohl auf sein Welt. Diesen zufolge ist der Menschen ein „informationell geschlossenes Wesen“ (Grünewald 2009:63). 7 2. dass die digitalen Technologien bereits eine große Rolle im Alltag der Jugendlichen spielen. sondern durch Wissen und Fertigkeiten erworbene Positionen die Gesellschaft strukturieren sollen. so lässt sich mit Recht behaupten. Grünewald:62).und Lernprozesse von Dieter Wolff (1993 apud Grünewald 2009:62). die zunehmend von digitalen Technologien geprägt ist. sondern nur subjektiv verarbeiten kann. als vielmehr Kompetenzen und Fähigkeiten zu vermitteln.als auch sein Sprachwissen zurückgreift. . wird von den Menschen erwartet. Selbstverständlich wird auch deklaratives Wissen bereitgestellt. In diesem Zusammenhang spielen die Theorien des radikalen und gemäßigten Konstruktivismus eine Rolle.und Bildungsdelphi von 1996/98 geben sie einen Ausblick auf die Entwicklungstendenzen unserer Gesellschaft sowie die Notwendigkeit der Anpassung von Lehr. flexibel und in der Lage sind. Dabei umfasst das deklarative Wissen die zu verarbeitenden Informationen. Bewertung und Koordination dieser zuständig ist.2 Von der Industrie.und Lernformen an die veränderten Rahmenbedingungen.zur Wissensgesellschaft Um eine Annäherung an den Begriff „Wissensgesellschaft“ zu erreichen. Die Ergebnisse der JIM-Studie 2011 lassen erkennen. angeordnet und miteinander verknüpft – das prozedurale Wissen (vgl. dass wissenschaftliche Rationalität und Argumente. während das prozedurale für die Anordnung. da dies nach wie vor zwingende Voraussetzung ist. Diese beiden Wissensspeicher werden unterteilt in deklaratives und prozedurales Wissen (ebd. Daher rücken vor allem individuelle Lernprozesse und die Bedeutung der Metakognition zur Überwachung des Lernens in den Mittelpunkt. die den Gebrauch der Fremdsprache ermöglichen. Grünewald 2009:62). dass sie anpassungsfähig. verarbeitet. Ebenso wie die Ergebnisse des Wissens. situativ und sozial Die Kognitionswissenschaften prägten die Erkenntnisse über fremdsprachliche Lernprozesse spätestens seit dem Modell sprachlicher Verarbeitungs. Einsicht und Kenntnisse. sich viel deklaratives Wissen über eine Sprache anzueignen. Dieser hat seit der Renaissance einen starken Bedeutungswandel erfahren. Heutzutage ist es weniger das Ziel von Fremdsprachenunterricht. Hiernach wird der Mensch als „informationsverarbeitendes System“ (Grünewald 2009:62) verstanden. wie Erwerbsprozesse beim Fremdsprachenlernen optimiert werden können. wie einem Textverarbeitungsprogramm.1 Wissen – konstruktiv. um ein höheres Sprachniveau zu erreichen. soll im Folgenden zunächst eine Auseinandersetzung mit dem Begriff „Wissen“ erfolgen. (de Haan 2003:6f) In dieser Gesellschaft. welches die Realität nicht objektiv erfassen. Heutzutage wird er als Grundlage und Ressource unserer modernen Gesellschaft verstanden: Wenn auch die Rede von der „Wissensgesellschaft“ erst mit den 1960er Jahren beginnt.). Diese werden von einer Software. dass wir seit der Aufklärung in wissensorientierten Gesellschaften leben. sich selbst neues Wissen anzueignen. Denn seither gilt. Welchen Stellenwert das Sprachwissen für den Fremdsprachenerwerb hat ist jedoch bisher ungeklärt (vgl. Grünewald zieht zur Untermalung eine Computermetapher heran: Beim Tippen auf der Tastatur stellen die einzelnen Buchstaben die Informationen dar – das deklarative Wissen. Im Fokus des Interesses steht die Frage. nicht vererbte Privilegien.

Nur auf diese Weise können gleiche Entwicklungschancen erhalten werden und einzelne Personen ihre individuelle Persönlichkeit entfalten. „Wissen“. so André Gorz. spiele „im gesellschaftlichen Produktionsprozess bereits die bei weitem wichtigste Rolle“ (2001:2).oder Soll-Zustand beschreibt. In der Wissensgesellschaft sollen neue (technische) Möglichkeiten reflektiert. Die Frage danach. dass alle Menschen gleichberechtigt am Prozess der Erarbeitung von Wissensbeständen partizipieren können.zur Wissensgesellschaft 8 Auf Grundlage von individuellen Erkenntnissen und sozialen Aushandlungsprozessen mit anderen Individuen. Sie ermöglichen die schnelle. situativer und sozialer Prozess“ (2001:5).und Informationsbestände durch die Entwicklung neuer Informationstechnologien rasant zunehmen. Dabei hilft ihm metakognitives Wissen. inwieweit die Wissensgesellschaft einen Ist. wird eine subjektive Realität konstruiert. Daraus lässt sich die Erkenntnis ableiten.1 Heutzutage kann Wissen in Form von CDs. de Haan 2003:6). . muss in einer demokratisch ausgerichteten Gesellschaft sichergestellt werden. sich seinen Lernprozess bewusst zu machen und diesen zu optimieren. E. Nachdem ein kurzer Einblick in das dieser Arbeit zugrunde liegende Konzept des Wissensbegriffs gegeben wurde. Durch die Innovation des Buchdruckverfahrens ermöglichte er die Verbreitung des in Büchern gesammelten Wissens. unlimitierte und zugleich unkomplizierte Verbreitung von Informationen. Lane geprägt (vgl. DVDs oder in Form digitaler Texte gespeichert und über Internetanwendungen verbreitet und verviel1 Dieser Prozess wurde bereits 1450 durch Gutenberg in Gang gesetzt. Der Fokus liegt bei dieser Sichtweise auf der ethisch verträglichen Handhabung von Wissen und Technologien (Mandl & Krause 2001:3 f). also Wissensbeständen. die in einen situativen Kontext eingebettet sind. Um dieser letzten Auffassung gerecht zu werden. bewusst und lebenserleichternd sowie sozial unschädlich eingesetzt werden. sondern sich der Lernende vielmehr aktiv und kreativ in seinen Lernprozess einbringen muss.2 Die Wissensgesellschaft Der Strukturwandel hin zu einer Wissensgesellschaft ist bereits in den 60er Jahren des 20. dass die Wissens. 2. dass Wissen nicht passiv durch Instruktionen erworben werden kann. In Anbetracht der gegenwärtigen Bedeutung des Wissens als wichtige wirtschaftliche und persönliche Ressource. soll nun auf den Begriff der „Wissensgesellschaft eingegangen werden. Moderne Technologien und die digitalen Medien spielen hierfür in der heutigen Zeit eine besondere Rolle. Jahrhunderts festgestellt worden.II Von der Industrie. da gedruckte Texte bis dato nur in geringen Auflagen und sehr kostenaufwendig produziert werden konnten und entsprechend nur wohlhabenden Bürgern zugänglich waren. Mandl und Krause fassen die Erkenntnisse des Konstruktivismus über den Erwerb von Wissen zutreffend zusammen als „aktiver. konstruktiver. Ein anderes Verständnis des Begriffs Wissensgesellschaft beschreibt diesen jedoch als Soll-Zustand. Diese Feststellung wird gestützt durch die Tatsache. kann bereits von einer Wissensgesellschaft gesprochen werden (Mandl & Krause 2001:3). Auslöser war der sich anbahnende Bedeutungswandel von Wissen seit den 1950er Jahren. Der Begriff knowledge society wurde 1966 vom Soziologen R. ist verbunden mit unterschiedlichen Verständnissen des Begriffs. selbstgesteuerter.

0 abgeleitetes Retronym. Dadurch werden gewohnte Dichotomien in Frage gestellt. Jahrhunderts bezeichnet (Web 2. welches die Griechen durch das wissenschaftlich fundierte Wissen. Lehrern und Politikern nimmt man ihre Allwissenheit nicht länger ungefragt oder „unge-google-d“ ab. Ärzten. Jedoch muss beachtet werden.) bzw. die Episteme. die Hauptrolle: Aus passiven Konsumenten werden höchst aktive Produzenten“ (ebd. zu mehr Vernetzung. Ausgangspunkt für die heute das Internet kennzeichnende Produsage war der Umbruch des Internets vom Web 1.at/ mediamanual/editorial/index.0 .3 Das digitalisierte Wissen: Chancen und Risiken Mit der steigenden Nutzung des Internets vermehrt sich auch der darin aufbereitete Wissensvorrat. deren Ziel die korrekte und objektive Darstellung der in den Artikeln verarbeiteten Fakten ist. sondern auch digital bzw.0 ist ein aus dem Begriff Web 2.php) in der mit Artikeln zu Medienerziehung und der Beschreibung von Medienprojekten auf die „digitale Wende“ in adäquater Weise reagiert wird. dass Wikipedia eine vollkommen andere Funktionsweise zugrunde liegt. 6 Die Bezeichnung stammt vom Interneterfinder Tim O‘Reilly. Wikipedia ist nur ein Beispiel für die Demokratisierung des Internets: „In diesem neuen Web-Zeitalter spielen die Nutzer. wie die von Konsum und Produktion oder Experte und Laie. 5 Web 1. produser4. welcher im Oktober 2004 in San Francisco eine von ihm organisierte Konferenz über die neuesten Internettrends so benannte (Hornig 2006a:70). sie werden zu „eigensinnig Wissenden“ (Hornig 2006b: 69).Die Zukunft?! 2008a).“ (Hornig 2006b:69). sondern vielmehr die „Veränderung der Internetkultur hin zu mehr Beteiligung der Internetnutzer an der Gestaltung von Inhalten. wie sie im Zusammen mit dem Web 2. Fachliteratur wird teilweise nicht nur gedruckt veröffentlicht. 2.05 zum Web 2. welcher durch das Zerplatzen der Dot-Com-Blase im Jahr 2001 eingeleitet wurde (Web 2. laufen rege Diskussionen ab. welches mit dem Expertenwissen konkurriert. Die Menschen werden zunehmend selbstbewusster und überzeugter von ihrem Wissen. einer Ansammlung weltweiten Laienwissens. ob sich die steigende Quantität auch auf die Qualität des online verfügbaren Materials auswirkt.06. welches den Zustand des Internets in den 90er Jahren des 20.0 bezeichnet werden. Statt eines Zusammenbruchs wurden neue interessante Anwendungen entwickelt. Es ist jedoch fraglich.0 „keine einzelne Software oder einen konkret fassbaren Vorgang“ (Grünewald 2011:4). ablösen wollten (Hornig 2006b:68). zu neu2 Ein gutes Beispiel ist das österreichische Online-Magazin Medienimpulse (http://www. 4 Produser ist eine Zusammensetzung aus den englischen Worten producer (Produzent) und user (Nutzer) und beschreibt die Rolle des Menschen im Web 2. Dennoch erscheint der Vergleich mit der Doxa3 naheliegend. an Legitimität“. in den Foren. In einem Interview mit der spiegel bemerkt der Kommunikationswissenschaftler Norbert Bolz zur Online-Enzyklopädie Wikipedia: „[Sie] kriegen natürlich niemals so wunderbar hoch abstrahierte Beiträge wie etwa im Historischen Wörterbuch der Philosophie. sogar ausschließlich für das Internet geschrieben. Dessen Artikel sind mitunter 25 Jahre alt.Die Zukunft?! 2008a).mediamanual. aber sie sind durchreflektiert und stimmig. „Die Expertokratie verliert an Boden.zur Wissensgesellschaft 9 fältigt werden.0 . 3 Bolz beschreibt die Doxa als das reine Meinungswissen.2 Selbstverständlich bringt die Digitalisierung und rapide Verbreitung von Wissen via Internet auch Probleme mit sich. . weshalb im Folgenden auf die Chancen und Gefahren der digitalen Repräsentation und Verbreitung von Wissensinhalten eingegangen werden soll. Dieser Aussage Bolz‘ ist formal zuzustimmen. Lehrerinnen bzw. Hinter den Kulissen. Dabei bezeichnet der Begriff Web 2. erklärt Bolz (Hornig 2006b:68 f).0. die user.II Von der Industrie.

Wahrheit von Halbwahrheit.und Arbeitsformen.8 Erstaunlich ist.“ schreibt der spiegel (Hornig 2006a:62).300 Suchergebnisse bei Google..2012).zur Wissensgesellschaft 10 en Kommunikations. Der aktuelle Rechtsstreit zwischen Bettina Wulff und dem Suchmaschinenanbieter Google9 veranschaulicht eine weitere Problematik: Daten die einmal im Internet gespeichert werden. Diese machen marktführenden Konzernen wie Microsoft und Apple starke Konkurrenz. Dass dieses nicht nur theoretischer Natur ist. wie das Betriebssystem Linux oder die Office-Anwendungen OpenOffice und LibreOffice. die ihre Meinungen im Internet verbreiten. Anatomiebeschreibungen und vermeintlichen Fotografien führt (42. Aufgrund der Benutzerfreundlichkeit und der intuitiven Bedienbarkeit kann nun jeder in kurzer Zeit mit den neuen Funktionen vertraut werden und an deren Gestaltung partizipieren (vgl. sich vernetzen und dadurch zu einflussreichen Fronten formieren können. kann am folgenden Beispiel verdeutlicht werden.). Heckmann 2011b:13 f). Im April 2005 startete das Magazin c‘t einen Wettbewerb. Verstehen von Verdrehen.07. Wenn nur immer Information von Desinformation zu trennen wäre. wie Webseiten von Suchmaschinen bewertet und sortiert werden. Die kollektive Intelligenz der Produser überragt die der herkömmlichen Printmedien in vielen Bereichen: „Unter den richtigen Umständen sind Gruppen bemerkenswert intelligent . Mit den Web 2. Angelhinweisen. bei dem dazu aufgerufen wurde. die durchaus detailliert und glaubwürdig aufbereitet sind. sehr schnell verbreitet. Ein solcher Fisch existiert nicht und der Begriff wurde gewählt. dass der Suchbegriff noch heute zu zahlreichen Internetseiten mit Kochrezepten.II Von der Industrie. wie schwierig es ist. Das Internet bietet einen Nährboden für radikale Splittergruppen. Die Meldungen kursierten auf den Seiten zahlreicher Blogger und hatten sich. um keinen „Flurschaden“ bei den Suchmaschinen anzurichten. Internetseiten zur „Hommingberger Gepardenforelle“ zu erstellen.. die kostenlos zur Verfügung gestellt wird und von einer Gemeinschaft von Programmierern immer weiter verbessert wird. Informationen aus dem Internet zu bewerten. „Ist Bürgerjournalismus eine neue Chance für weltweite Demokratie?“. Stand: 25.0-Anwendungen verwirklicht sich auch die von Bertolt Brecht in seiner Radiotheorie geforderte Partizipation des Empfängers: Die vielen Empfänger sollen nicht von einem Sender belehrt werden.. Das Projekt verdeutlicht. können nicht ohne Weiteres wieder gelöscht werden. sondern diese sollen den „Zuhörer […] auch sprechen [. zum anderen weil sie den Markenprodukten hinsichtlich Qualität und verfügbaren Funktionen nichts nachstehen. „Der Urtraum der Aufklärung scheint wahr zu werden.. Die Selbstorganisation von Gemeinschaften hat jedoch nicht ausschließlich positive Effekte. (Kaiser apud Franzmann 2006:28) Ulrike Kaiser umreißt mit dieser Aussage ein weiteres Problemfeld des Internets.] isolieren“ (Brecht apud Hornig 2006a:64). Wenn sich nicht Möchtegerne. über Verlinkungen.] machen und ihn nicht [.“ (ebd. Wichtigtuer und multiple Mogler mit ins informative Getümmel stürzen und kräftig drauflos fabulieren könnten. Ein hervorragendes Beispiel hierfür ist die Entwicklung von Open Source-Software7.und oft klüger als die Gescheitesten in ihrer Mitte“ (James Surowiecki apud Hornig 2006a:63). fragt Cornelia Lange 7 Als open source wird Software bezeichnet. einmal weil sie kostenlos zur Verfügung stehen. 9 Die Frau des ehemaligen deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff fordert die Löschung von Gerüchten über eine Vergangenheit im Rotlichtmilieu. 8 Das Computermagazin wollte auf diese Weise herausfinden. .

4 Der Mensch in der Wissensgesellschaft Die Wissensgesellschaft ist durch die rapide Entwicklung der Technologien im ständigen Wandel begriffen.und Nachteile des digitalisierten Wissens treffend zusammen: The Web has [. die sonst zu schüchtern wären oder denen Mittel und Wege fehlen. weniger vermögende. wie die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen.. Doch insbesondere die dargestellten Probleme zeigen. die im Beruf verbracht wird. from the patently false. (Davidson & Goldberg 2009:24 f) Zusammenfassend kann festgehalten werden. 2. ist Chance und Herausforderung zugleich. Im Hinblick darauf fasst Davidson und Goldberg die Vor. Während man früher noch an einen vorgeschriebenen Lebenslauf nach dem Schema Schule – Ausbildung – Familie – Ruhestand gebunden war und nach dem Motto „Lernen fürs Leben“ agierte. Das Schlagwort „lebenslanges Lernen“ avanciert zum zentralen Credo der Wissensgesellschaft: In dieser Gesellschaft wird der Anteil der Lebenszeit.0.. Arbeitseifer. . Menschliche Fertigkeiten und Kenntnisse. Daher soll im anschließenden Abschnitt auf die Rolle der Menschen als Nutzer dieser digitalisierten Welt eingegangen werden. i. Die Innovationskraft der digitalen Medien führt zur schnellen Alterung der Informationen und damit verbunden zu einer Entwertung (deklarativer) Wissensbestände. um z. important. from the inane and banal to the esoteric and profound. even (potentially) dangerous and destructive to the compelling. auf dem Arbeitsmarkt noch wettbewerbsfähig zu sein. die für Bildung aufgewandt wird.zur Wissensgesellschaft 11 (2007:8) und spielt damit auf ein weiteres Problemfeld an: Es beteiligen sich vor allem die industrialisierten Staaten und deren Bevölkerungen an der Mitgestaltung des Web 2. (Poltermann 2001:13) Es steht folglich der Erwerb von Kompetenzen und nicht das Abrufen von Fakten im Zentrum.] (de Haan 2003:7 f). dass die Entwicklung des Internets und der digitalen Partizipation nicht mehr aufzuhalten sind. auch kein wünschenswertes Ziel sein. die früher für den Produktionsprozess wichtig waren. B. wie sie die Welt. Hierbei wird ein besonderes Augenmerk auf die Herausforderungen gelegt. dass der unaufgeklärte Umgang mit den modernen Medien unter Umständen Gefahren birgt. können heute mittels der neuen Medien „zu einem rapide wachsenden Teil von den Menschen getrennt. müssen die Menschen heutzutage eine hohe Flexibilität zeigen. misleading. (noch) nicht in dem Umfang an der digitalen Welt partizipieren. mit denen der einzelne konfrontiert wird.II Von der Industrie. gegenüber dem Anteil der Lebenszeit.] facilitated the proliferation of information. müssen verbunden werden mit emotionalen und volitionalen Faktoren. während andere. Andererseits kommen durch die digitale Anonymität jedoch gerade diejenigen zu Wort. Dies kann. um das Wort zu ergreifen. neue Kompetenzen zu erwerben sowie bestehende Kompetenzen zu erhalten und sie kontinuierlich an neue Anforderungen anzupassen. Das Erfordernis. and (potentially) life-enhancing and life-saving. in Software gespeichert und als Maschinen-Wissen wieder abgerufen werden. O. Diese Kompetenzen. ihre Lebensverhältnisse gestalten wollen“ [Hv. Wissbegierde und Offenheit gegenüber Neuem: Die Menschen „haben die Möglichkeit und müssen sich mit der Frage befassen. angesichts der beschriebenen Auswirkungen und Chancen. Für solche Produktionsprozesse wird die Umorientierung hin zu neuen Wissensformen notwendig. steigen. […] ohne von einem einzigen Menschen noch „gewusst“ zu sein“ (Gorz 2001:10).

Alle Haushalte. Auf diesen Erkenntnissen aufbauend kann die Lernumgebung und Unterrichtsgestaltung adäquat entworfen werden. dass sich die Nutzungsdauer von durchschnittlich 80 Minuten bei den 12.und Wissensdelphi 1996/98 Insbesondere für den schulischen Kontext ist es wichtig zu Wissen.zur Wissensgesellschaft 12 2. besitzen einen Computer/ Laptop (100 %) und einen Internetzugang (99 %). Mithilfe der Ergebnisse der JIM-Studie (Jugend. dass Computer und Internet für die Jugendlichen bereits alltägliche Hilfsmittel geworden sind und daher die Bezeichnung „neue“ Medien aus Sicht der Heranwachsenden nicht mehr zutreffend zu sein scheint (MPFS 2011:66). 10 Die JIM-Studie 2012 erscheint voraussichtlich am 30. während etwa die Hälfte (45 %) von ihnen auch einen Internetzugang vom eigenen Zimmer aus hat (MPFS 2011:5 ff). dass Computer und Internet aus dem Alltag der 12.und Internetkompetenz gute gesellschaftliche Aufstiegschancen und bessere Aussichten auf Arbeit (vgl.:31). Betrachtet man dahingegen die Ergebnisse der JIM-Studie 2011. zumindest in Bezug auf die Medienausstattung. in denen Jugendliche dieser Altersgruppen wohnen. Bereits 60 Prozent der Jugendlichen aus der jüngsten Altersgruppe (12-13 Jahre) sind mit einem eigenen PC ausgestattet. in was für einer Welt die Jugendlichen aufwachsen. Die meiste Zeit (mit 44 Prozent beinahe die Hälfte) wird auf Kommunikation.bis 19-Jährigen nicht mehr wegzudenken sind und keine Besonderheit mehr darstellen. nur unter den Jüngsten gibt es noch 5 Prozent Nicht-Nutzer (ebd. Der Zugang zu einem Computer oder Laptop ist also für die meisten Jugendlichen gegeben. sind es bei den Jugendlichen ab 18 Jahren schon 81 Prozent (MPFS 2011:30 f).II Von der Industrie. dass diese Unterschiede sich beinahe. womit sie sich in ihrer Freizeit beschäftigen und welchen Einfluss neue Technologien auf sie haben.205) im Alter von 12 bis 19 Jahren befragt wurden. Information. zumindest selten das Internet zu nutzen. ein weiteres Viertel mehrmals pro Woche. Beinahe alle Jugendlichen (99 %) geben an. Mit einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von 134 Minuten an Werktagen wird das Internet sogar länger genutzt als das Fernsehen. Hinsichtlich des Bildungshintergrundes bestehen keine signifikanten Unterschiede in der Medienausstattung. Insbesondere Jugendliche aus benachteiligten sozialen Verhältnissen hätten gerade durch Computer. Immerhin vier Fünftel (79 %) der Jugendlichen können einen Computer/Laptop ihr Eigen nennen. dass Jugendliche andere Internetfunktionen als Erwachsene nutzen. (Multi-) Media) 2011 vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (fortan: MPFS).:30). Logisch erscheint. soll ein Einblick in das Mediennutzungsverhalten der Schülerinnen und Schüler gegeben werden. in der Jugendliche (n = 1. angesichts der Medienausstattung. Auffällig ist. täglich online zu sein. Nutzungsfrequenz und -dauer.bis 13-Jährigen auf 168 Minuten bei den Volljährigen mehr als verdoppelt (ebd. so dass die Nutzungsfrequenz sehr hoch ist.).bis 13-Jährigen angeben. November 2012.11 Zwei Drittel der Befragten sind täglich im Internet. so lassen sich hieraus positive Prognosen für bessere gesellschaftliche Aufstiegschancen ableiten. Aus den Ergebnissen der Studie lässt sich ableiten. Beim Alter lassen sich diesbezüglich jedoch starke Unterschiede erkennen: Während 39 Prozent der 12. und ab 14 Jahren haben schon 80 Prozent einen eigenen Rechner (ebd. BMBF 2004:23). aus der hervorgeht. Die Auswertung des Nutzungsverhaltens ergab. aufgelöst haben. .5 Wo muss der Weg hingehen? – JIM-Studie 201110 sowie Bildungs. 11 Noch 2004 bemängelt das BMBF die gravierenden Unterschiede hinsichtlich der Medienausstattung zwischen den sozialen Gruppen.

Auffällig ist auch. dass Jungen und Mädchen unterschiedliche Internetfunktionen präferieren. verbringen die Jungen mehr Zeit mit Onlinespielen (MPFS 2011:32 f). Während die Mädchen das Internet vor allem zur Kommunikation nutzen.0-Inhalten beteiligen und immerhin 72 Prozent geben an. Das Verfassen von Weblogs (3 %). Videos. Chat. Zahlen wie diese zeigen. dass die digital natives eine hohe Bedienkompetenz vorweisen. Etwa die Hälfte (51 %) der 12. dass schon einmal Falsches oder Beleidigendes über sie im Netz verbreitet wurde bzw. überhaupt schon einmal daran mitgewirkt zu haben. Weitere wichtige Aspekte bei der Arbeit mit Computer und Internet ist der Umgang mit den Daten anderer und der eigenen Repräsentation im Internet.:66 f). Eine andere Perspektive erlauben die Ergebnisse der Bildungs.bzw. das Bearbeiten von Wikipedia-Artikeln (1 %) und das Erstellen von Podcasts (1 %) wird nur von den wenigsten 12. dass sich die Jugendlichen auch jederzeit über die Konsequenzen und Gefahren ihres Handels bewusst sind. beklagt ein Fünftel (22 %). wie mit der Suche nach Informationen (15 %). Fast ein Viertel der Internetzeit (24 %) nutzen die Jugendlichen zur Unterhaltung (Musik.II Von der Industrie. 13 Seit den späten 1960er Jahren nutzt man Delphi-Studien um Entwicklungstrends mit einem Zeithorizont von etwa fünf bis 25 Jahren zu antizipieren. als erwartet (ebd. Auffällig ist auch. Doch bedeutet ein selbstverständlicher Umgang mit den neuen Medien nicht zugleich.). dass sie generell recht präzise Ergebnisse hervorbringen. dass die Verbreitung von Unwahrheiten über andere im Internet allgegenwärtig zu sein scheint. doch bei weitem nicht so intensiv. Mehr als zwei Drittel (67 %) der Befragten geben an über das Thema Datenschutz (sehr) gut informiert zu sein. Bilder). Shell-Jugendstudie (Shell in Deutschland 2010) kam auch die JIM-Studie 2011 zu dem Ergebnis. Im Rahmen einer systematischen Kommunikation zwischen Experten auf einem spezifischen Feld können Informationen gewonnen werden. . Nur 8 Prozent der Jugendlichen stellen Fotos und Videos ins Netz. Ebenso wie die 16. erfasst die JIM-Studie nicht. denn in der Regel treten die vorhergesagten Innovationen später ein. Sounddateien einstellen und bei Twitter schreiben. Allerdings nutzen nur 8 Prozent der Befragten Computer und Internet zur Vorbereitung von Referaten und Präsentationen (MPFS 2011:36 f). Immerhin ein Fünftel (22 %) arbeitet regelmäßig in der Schule mit diesen Medien. die als Grundlage von Steuerungsprozessen dienen können (de Haan & Poltermann 2002:13). Mit einem Anteil von 14 Prozent ist das Schreiben eigener Beiträge in Newsgroups oder Foren die häufigste Web 2. während nur 5 Prozent Musik. dass schon einmal Bekannte im Internet „fertig gemacht“12 wurden (ebd.bis 19-Jährigen in Angriff genommen. E-Mail und Instant-Messenging. In diesen Studien 12 In wie viel Prozent der angegebenen Fälle es sich per definitionem um Cyber-Mobbing gehandelt hat. Mit Onlinespielen (16 %) wird etwa so viel Zeit verbracht. Es handelt sich hier lediglich um die Selbstauskünfte der Jugendlichen. Lediglich in der Bestimmung des Zeitpunktes des Eintritts einer Entwicklung neigen die Experten dazu sich zu verschätzen. dass etwa zwei Drittel der Befragten sich regelmäßig (einmal oder mehrmals wöchentlich) an der Gestaltung von Web 2. verwendet.und Wissensdelphis13 von 1996/98 mit dem Titel „Potentiale und Dimensionen der Wissensgesellschaft“.bis 19-Jährigen lernt und zwei Fünftel (39 %) suchen zu Hause Informationen für Schule oder Ausbildung mit Computer und Internet.0-Tätigkeit. Immerhin sagen 14 Prozent. Vorteil der Delphi-Studien ist. Zwar wird das Internet auch für schulische und außerschulische Recherchen genutzt.zur Wissensgesellschaft 13 also die Nutzung von Communities.

„mobiler Kommunikation“ und „Computer in der Bildung“ sowie die Folgewirkungen von Medien auf „Kommunikation und Sozialbeziehungen“ und „Erziehung“ (vgl. „sondern auf der Basis eigener Motivationen und Aktivitäten zu Lernerfolgen führen“ (ebd. Konkrete Unterrichtsvorschläge wurden unterbreitet.sowie fachdidaktischen Zeitschriften. Rosa 2008:1). doch oftmals handelt es sich hierbei um kleinere Phasen und weniger um komplexe Unterrichtsszenarien. Darunter befindet sich unter anderem das Themengebiet „Informationstechnik/Medien“ mit den Teilgebieten „Anwendungen von Multimedia“. die nicht durch externe Instruktion gesteuert und primär leistungsorientiert“ ausfallen. in der das Internet das Kommunikationsmedium schlechthin geworden ist (vgl. deren Vermittlung staatlicher Bildungsauftrag ist“ (2010:5).und Lernprozesse auseinandersetzen (vgl. auf denen in den kommenden Jahren erhebliche Wissenszuwächse zu erwarten sind.0-Anwendungen im Jahr 2001 finden sich in allgemein.:26 ff) die Erforderlichkeit neuer Lehrund Lernformen. die sich mit dem Thema der Integration neuer Medien in Lehr. die digitalen Medien einen starken Einfluss ausüben und dass hieraus der Anspruch auf eine neue Lernkultur abzuleiten ist. Es komme darauf an. . de Haan & Poltermann 2002:19).zur Wissensgesellschaft 14 wurde erhoben. um lebenslanges Lernen zu ermöglichen. Schule muss neben Fachwissen vor allem zur Persönlichkeitsbildung und einer fächerübergreifenden Lernkompetenz beitragen. Kapitel 1). dass „digitale Medien […] von jedem Einzelnen stetig wachsende und sich ändernde Kompetenzen [verlangen]. Tatsächlich sind aus aktueller Sicht die vorhergesagten Tendenzen zu erkennen. Schulische Einrichtungen müssen die Lernenden auf das Leben in einer digitalen Wissensgesellschaft vorbereiten. de Haan & Poltermann 2002:17 f). Fest steht jedoch.:31). „individuelle Lernstrategien zu entwickeln. dass. Die Studien ergaben. dass sechs besonders dynamische Wissensgebiete bestehen. Zusammenfassend lässt sich in den Worten des BMBF sagen. Die Autoren nennen als eine von „Zehn Thesen zu den Perspektiven zukunftsfähiger Bildung“ (ebd.II Von der Industrie. angesichts der Ergebnisse der dargestellten Untersuchungen. Kongressbänden und Monographien zahlreiche Artikel. welche Wissensgebiete in der Zukunft von besonderem Gewicht sein werden und was den gebildeten Menschen in 25 Jahren (also etwa im Jahr 2020) ausmachen sollte (vgl. Spätestens seit dem Boom von Web 2.

die „zu wertvollen Ergebnissen für die Gesellschaft und die Menschen“ (OECD 2005:6) beitragen und ihnen dabei helfen soll. Nicht zuletzt muss der Unterricht „seinen Beitrag zur anwendungsorientierten informatorischen Grundbildung“ leisten. also zur Erreichung von Lernleistungen eingesetzt werden können (vgl. Wenn also vom Aufbau von Kompetenzen gesprochen wird. So heißt es im Sächsischen Lehrplan für das Fach Spanisch an Gymnasien. Mandl & Krause 2001:7). wird von der OECD als Schlüsselkompetenz bezeichnet. und die Schülerinnen und Schüler gelangen zu eigenständigen Lösungen von Lernaufgaben.1 Kompetenzen für ein lebenslanges Lernen Kompetenzen sind als als komplexes Gefüge aus Voraussetzungen zu verstehen. Umgekehrt bauen sich Kompetenzen aber auch im Verlaufe der Zeit wieder ab. die Fähigkeit.) fördern. Das was Mandl und Krause „Lernkompetenz“ nennen.und prozessorientiert die Ausbildung von Lernkompetenz und Problemlösestrategien“ (ebd. welches Mandl und Krause als „Fähigkeit zum erfolgreichen Lern-Handeln. 15 3. Festzuhalten ist also. indem „[bei] der Produktion von Sprachleistungen und für ihre Präsentation […] moderne Medien genutzt“ (SMK Sachsen 2011:5) werden. Der im sächsischen Lehrplan auftauchende Begriff „Lernkompetenz“ (vgl. d. dass der Unterricht sich am Lerner orientieren soll. Fähigkeiten und Dispositionen ernst nehmen muss. Als Beispiele werden hier die Nutzung von Computer und Internet zur Recherche und Aufbereitung des Wissens mithilfe von Textverarbeitungsprogrammen aufgeführt. Laut Mandl und Krause konstituiert sich die Lernkompetenz aus den drei Teilkompetenzen. die der Kooperation und die des reflexiven Umgangs mit neuen Medien (2001:10). fortan: SMK Sachsen 2011:4). dass der Spanischunterricht auf die Förderung der Lernkompetenz und von Problemlösestrategien ausgerichtet sein soll. . Der Ansatz lässt sich als theoretischer Rahmen für die Anforderungen einer Wissensgesellschaft zu Grunde legen. denn „[dadurch] wird das selbständige Lernen ebenso begünstigt wie die Interaktion in der Lerngruppe. Weinert 1999 apud Mandl & Krause 2001). Kapitel 2.). Kompetenzen sind also Voraussetzung dafür.“ (Sächsisches Staatsministerium für Kultus und Sport. die Schülerinnen und Schüler zu selbst gesteuertem Lernen und zur Kooperation. also zur Kommunikation und Interaktion. die der Selbststeuerung.3 Neue Medien = Neues Lernen im Fremdsprachenunterricht Spanisch Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Kultusministerkonferenz der Länder haben die gewachsenen Anforderungen der Wissensgesellschaft an die Menschen und ihre Fähigkeiten bereits erkannt und versuchen lebenslanges Lernen ermöglichende didaktische Prinzipien in den Lehrplänen zu verankern. Sie sind grundlegend für erfolgreiches. bei der der Lerner selbst aktiv und selbstgesteuert sowie in Interaktion mit anderen prozessual sein Wissen erwirbt (vgl. wenn sie nicht gezeigt. h.1). Ziel dabei ist es. unter Nutzung der modernen Medien zu befähigen. h. ihn als Individuum mit Interessen. eine Lernleistung zu erbringen“ (2001:8) definieren. d. „wichtige Anforderungen unter verschiedenen Rahmenbedingungen zu erfüllen“ (ebd. SMK Sachsen 2011:4) ist ein der allgemeinen Didaktik entnommenes Konzept. zielerreichendes Handeln (vgl. dass bestimmte Leistungen erbracht werden können. so ist eine Modellierung und Erweiterung von Wissensstrukturen im konstruktivistischen Sinne gemeint. Des Weiteren soll der Unterricht „problem.

Damit sind zumindest die technischen Rahmenbedingungen gegeben. B. Radio und Fern- .1. um die Notwendigkeit der Teilkompetenzen zu begründen und diese näher zu beschreiben. die einen Referenzrahmen bilden: Erstens sollten Menschen in der Lage sein. sondern vor allem die Vernetzung dieser (vgl. Hilfsmittel oder Werkzeuge (Tools) wie z. die in verschiedenen Kontexten und Lebensbereichen. Bereits in den 90er Jahren wurden Schulen bundesweit mit Computerkabinetten ausgestattet. um die Vermittlung von Kompetenzen zu ermöglichen. ihr Leben im größeren Kontext zu situieren und eigenständig zu handeln. OECD 2005:10) und deren reflektierter und kontextgemäßer Einsatz für unterschiedliche Handlungssituationen (vgl. Bilder. Zweitens sollten Menschen in einer zunehmend vernetzten Welt in der Lage sein. haben die neuen Medien bereits in die Jugendzimmer Einzug gehalten. dass die Medien auch reflektiert. um sie für ihre eigenen Zwecke anzupassen – interaktiv nutzen zu können. Sie sollten diese „Tools“ gut genug verstehen. Lehrende können sich auf der Online-Plattform „Lehrer online“ über den Einsatz der neuen Medien im Unterricht informieren.1 Medienkompetenz „Lesen und Schreiben finden heutzutage in einem medial vielfältigen Kontext statt“.] (OECD 2005:7) Der von der OECD vorgestellte Referenzrahmen stellt er ein geeignetes Instrument dar. Drittens sollten Menschen befähigt sein. Kenntnisse und Fähigkeiten zu besitzen. Sounds) wird die Trennung von realen und fiktiven Inhalten immer schwieriger und „Wirklichkeitsbezüge dürfen nicht vorbehaltlos angenommen werden“ (SMBK 2006:4f). um mit Medien umzugehen. Zeitung. Informationstechnologien oder die Sprache wirksam einzusetzen. OECD 2005:7). einen messbaren Nutzen haben. Doch technische Expertise impliziert in diesem Falle nicht. Politik und Gesellschaft. Verantwortung für ihre Lebensgestaltung zu übernehmen. transversaler Kompetenzen“ (OECD 2005:9). Dabei ist nicht so sehr die einzelne Kompetenz bedeutsam. Dieser Umstand begünstigt den selbstverständlichen und souveränen Umgang mit der neuen Technik. Videos. S. also solchen. verschiedene Medien. Es sollen nun die einzelnen Kompetenzbereiche des Referenzrahmens für Schlüsselkompetenzen dargestellt werden.5) gezeigt hat. Dabei sind auch traditionelle Medien (Bücher. wie Wirtschaft. Wie die JIM-Studie 2011 (vgl.III Neue Medien = Neues Lernen im Fremdsprachenunterricht Spanisch 16 Die drei genannten Kompetenzbereiche werden bei der OECD als ineinandergreifende Elemente beschrieben. Medienkompetenz zu haben bedeutet zunächst. Die Funktionsweise der digitalen Medien stellt Bildungseinrichtungen vor neue Herausforderungen: Durch die Mitgestaltung aller an den multimedialen Inhalten des World Wide Web (Texte. Kapitel 2. St. [Hv. verantwortungsvoll oder gar gesellschaftlich wertvoll eingesetzt werden. Die Initiative „Schulen ans Netz“ sorgte für die Verbindung der Bildungseinrichtungen mit dem Internet. Ihr Hauptaugenmerk legt die OECD auf die Auswahl „übergreifender bzw. gibt das Schweizer Medieninstitut für Bildung und Kultur (fortan: SMBK 2006:5) zu bedenken. mit Menschen aus verschiedenen Kulturen umzugehen und innerhalb sozial heterogener Gruppen zu interagieren. die einen selbst gesteuerten sowie „reflektierten und verantwortungsbewussten Umgang mit Medien und Medieninhalten“ (SMBK 2006:5 f) zum Gegenstand haben. 3.

die nachweisen konnten. . doch im Kontext der Wissensgesellschaft geht es insbesondere um die digitalen Medien Computer und Internet. 2-C) zu besitzen. Dabei liegt der Schwerpunkt des kollaborativen Lernens eher in der Planungs. 1-B). dem Piagets und dem Vigotskys. die Lernenden auf Situationen vorzubereiten. welches nur erreicht werden kann. also die kritische Reflexion der durch das Medien zur Verfügung gestellten Informationen (vgl. ihre Potenziale und Möglichkeiten zu ergründen. „gute und tragfähige Beziehungen zu unterhalten“ (OECD 2005:14. In der Alltagspraxis liegt zumeist eine Mischform vor. Die Verbindung der unterschiedlichen narrativen Codizes zu multimedialen Texten. in denen sie in Teamarbeit den Lernprozess aushandeln. Nach Grünewald heißt Medienkompetenz „[d]ie Medien nutzen zu können – kritisch. wenn sich alle an dessen Erfüllung beteiligen.1. Ein weiterer Aspekt ist die Auswahl und Bewertung von Informationsangeboten. OECD 2005:13. 14 Eine genaue Darstellung der relevanten Theoriestränge findet sich bei Breuer (2001:94ff). Von kollaborativem Lernen kann gesprochen werden. OECD 2005:13. wenn Ziele. Um Medien verantwortungsvoll einzusetzen. „Fähigkeiten zur Kooperation“ (OECD 2005:15. Dazu ist es notwendig Lese. z. Prozesse und Ergebnisse kollaborativ ausgehandelt werden müssen. B.III Neue Medien = Neues Lernen im Fremdsprachenunterricht Spanisch 17 sehen) mit eingeschlossen. dass Lernen also immer in einem sozialen Kontext stattfindet. Aufgaben zu verteilen und dadurch den Lernprozess mithilfe von Rollen zu strukturieren. Das Konzept des kooperativen Lernens basiert auf zwei theoretischen Ansätzen. selbstbestimmt und reflektiert“ (2004:6).und Ideenfindungsphase. ist es nötig. wenn ein gemeinsames Ziel vorliegt. Die in der Wissensgesellschaft zu bewältigenden Aufgaben. machen es notwendig. um selbst aktiv interagieren zu können (vgl.und Schreibkompetenzen zu beherrschen. gilt es zu entschlüsseln. sondern vor allem eine Interaktion in pluralistischen Gesellschaften und die Fähigkeit zu Perspektivwechsel und Empathie mit einschließt. In Abgrenzung dazu geht es beim kooperativen Lernen darum.14 Karlhuber und Wageneder differenzieren die Begriffe des kooperativen und des kollaborativen Lernens (2011:2). 1-C). Bei beiden Lernformen liegt ein gemeinsames Ziel vor. die Technik in die eigene Alltagspraxis zu integrieren. die der Informationsbeschaffung. 1-A). während kooperatives Lernen zur Durchführung des Plans und zur Zielerreichung notwendig sein wird.2 Kooperationskompetenz Die Bezeichnung des zweiten Kompetenzbereiches „Interagieren in heterogenen Gruppen“ (OECD 2005:14) gibt Aufschluss darüber. um sie selbst mitgestalten zu können (vgl. OECD 2005:12. Die Kompetenz beschränkt sich nicht auf die bloße Mediennutzung. dass Kooperationskompetenz nicht nur die Fähigkeit zur Kommunikation mit anderen meint. an dessen Erreichung allen Lernenden gelegen ist. Nicht zuletzt hat Medienkompetenz auch gesellschaftspolitische Aspekte. bzw. 2-A). Dazu ist es wichtig. 2-B) und „Fähigkeiten zur Bewältigung und Lösung von Konflikten“ (OECD 2005:15. dass kognitive Entwicklungen durch die Interaktion mit anderen Menschen stattfinden. 3. die komplexe Symbolsysteme bilden.

Damit wird selbstgesteuertes Lernen im Kontext dieser Arbeit als übergeordnetes Ziel verstanden. Es ist allerdings anzumerken. die Aufgabe des Lernenden ist. durchzuführen und zu evaluieren. dass sich immer wieder selbständig Wissen angeeignet wird (vgl.1 beschriebenen Schlüsselkompetenzen für das Leben in einer digitalisierten Welt. 3-A). Interessen.. inwieweit sich die Förderung der Lernkompetenzen im Fach Spanisch anbietet. (Grünewald 2009:226) Dabei trifft der Lernende Entscheidungen bzgl. sondern sie bezieht sich auf jegliches Handeln im gesellschaftlichen. als einem methodisch-didaktischen Ansatz. insbesondere aber die in Kapitel 3. 3-C) als konstituierende Teilkompetenzen dieses Kompetenzbereichs angesehen. als einer Fähigkeit. 3. Dies schließt die Auswahl von Methoden und Arbeitstechniken sowie die Gestaltung und Evaluation des Lernprozesses (Ort. Zeit. Rhythmus) mit ein (vgl. auf das die Lernenden im schulischen Kontext vorbereitet werden sollen. 15 Die unterschiedlichen Definitionen schwanken zwischen Autonomie als allgemeinem Erziehungsziel. Breuer 2001:87). Wolff 2007:322). in der Schule allgemein gefördert werden können. Des Weiteren erfordert die schnelle Wissensalterung. wie Kompetenzen. die der Lernende mitbringt. um einen individuellen Lebensweg planen zu können. der nun auf schulisches Lernen übertragen werden muss. Der Begriff des selbstgesteuerten Lernens wurde im deutschsprachigen Raum von Weinert geprägt. Dabei muss die Frage nach den praktischen Möglichkeiten der Implementierung in den Schulalltag geklärt werden. die einer humanistischen Tradition verpflichtetet ist: Autonomie kann [. der Lernziele. Es werden die „Fähigkeit zum Handeln im größeren Kontext“ (OECD 2005:16f. Grenzen und Bedürfnissen“ (OECD 2005:17. den zu gestalten.2 Förderung von Lernkompetenzen im Fach Spanisch Zunächst stellt sich die Frage. dass die Begriffe „selbstgesteuertes Lernen“ und „Lernerautonomie“ in den fachdidaktischen Diskussionen nicht trennscharf verwendet werden (vgl.III Neue Medien = Neues Lernen im Fremdsprachenunterricht Spanisch 18 3. Anschließend soll geklärt werden. Die Beschreibung der Schlüsselkompetenz ist hier allerdings nicht nur auf Lernprozesse im engeren Sinne begrenzt.. Im Referenzrahmen der OECD ist die Selbststeuerungskompetenz als „eigenständiges Handeln“ (2005:16) eingeordnet.1. Wolff 2007:321f). politischen und wirtschaftlichen Sinne. der Inhalte und der Progression.] verstanden werden als Fähigkeit des Menschen. 3-B) sowie die „Fähigkeit zur Wahrnehmung von Rechten. Die Expertenkommission der OECD gibt mit der Beschreibung der für das Leben in einer digitalisierten Welt benötigten Schlüsselqualifikationen einen guten Rahmen vor. den aber der Lehrende fördern kann (vgl. selbständig für einen bestimmten Lerngegenstand und/oder für ein bestimmtes Lernziel eine Lernhandlung zu entwerfen.15 Es soll sich in dieser Arbeit auf die Definition von Lernerautonomie nach Grünewald bezogen werden. die „Fähigkeit. und als einem Prozess.3 Selbststeuerungskompetenz In der modernen Wissensgesellschaft ist es zunehmend von übergeordneter Bedeutung sich zu orientieren und zu informieren. . Lebenspläne und persönliche Projekte zu gestalten und zu realisieren“ (OECD 2005:17. Eigenverantwortliches Handeln und Selbstorganisation prägen dabei den Charakter der Autonomie. Wolff 2007:321f).

ebenso wie isolierte Lerntipps. die für ein lebenslanges Lernen benötigt werden und nicht auf einen speziellen Fach. ausprobiert werden (vgl. Die Strategien bzw. dass diese nach einem anfänglichen Training wieder „verkümmern“. die eine Kompetenz ausmachen. erfolgt ein solches Kompetenztraining nach Klippert an 6 Tagen über das gesamte Schuljahr verteilt. Andererseits kann es notwendig sein. Sachsen) bspw. wie z. dass allerdings das Training von Einzelkomponenten zumeist nicht zu einer breiten Disposition für selbstgesteuertes Lernen und Denken führt“ (1997 apud Mandl & Krause 2001:15). . Zu jedem Zeitpunkt werden unterschiedliche Kompetenzen gefördert. ehe sie in einer problemorientierten Lernumgebung genutzt werden können.oder Anwendungsbereich. Friedrich und Mandl konnten „[i]m Bereich des selbstgesteuerten Lernens“ feststellen. Ein isoliertes Strategietraining zu Beginn eines Schuljahres erweist sich im Fremdsprachenunterrichts als eher ineffektiv. Dabei bezieht sich der Begriff der Kompetenz eher auf allgemeine Fähigkeiten. 16 In der fachdidaktischen Literatur werden die Begriffe Technik. Grünewald 2009:113). wieder verkümmern und sich die Kompetenz dadurch zurückbildet (Mandl & Krause 2001:15). Strategien und Fähigkeiten erst gezielt aufzubauen. das Nachschlagen im Wörterbuch. Strategie und Kompetenz oder Fähigkeit nicht trennscharf verwendet. B. Rampillon 2007:340). 17 Am Freien Gymnasium Borsdorf (bei Leipzig. die vor allem durch einen reflexiven Einsatz gekennzeichnet sind. Kompetenzen wiederum sind komplexe Gefüge aus kognitiven und metakognitiven Strategien.17 Es sollte daher Aufgabe der Fachbereiche sein. um ein Problem zu lösen und ein Ziel zu erreichen. Beide Ansätze sind weniger exklusiv als ergänzend zu verstehen. Bei einer Strategie werden unterschiedliche Techniken miteinander systematisch kombiniert. So können kontinuierlich nicht nur fachspezifische. Wann und Wie die jeweilige Strategie eingesetzt werden kann) und zudem sollten die Lernenden vielfältige Möglichkeiten zur Erprobung der Strategien erhalten (Tönshoff 2007:333). „dass zwar viele Komponenten der Selbststeuerung durch Training gefördert werden können. Dabei ist eine Technik eher eine Einzelmaßnahme.III Neue Medien = Neues Lernen im Fremdsprachenunterricht Spanisch 19 3. Auf diese Weise wird auch das Zusammenwirken der unterschiedlichen Strategien von den Lernenden erfahren und somit die Kompetenzen erweitert. wenn sie nicht gezeigt werden können.2. wie zum Beispiel beim Erschließen eines Textes in der Fremdsprache (vgl. Techniken werden explizit gemacht und durch den direkten Einsatz gezielt geübt. da diese von den Lernenden nur selten wahrgenommen bzw. Dahingegen wird beim indirekten Ansatz die Lernumgebung so gestaltet. dass Fähigkeiten und Strategien. Für den fremdsprachlichen Unterricht ist also eine Kombination aus integriertem (indirektem) und explizitem (direktem) Strategietraining zu empfehlen. der Lernkompetenz (Mandl & Krause 2001) gibt es in der allgemeinen Didaktik unterschiedliche Ansätze (vgl. die mit steigender Klassenstufe erweitert werden. Beim direkten Ansatz werden Strategien und Techniken16. dass Schülerinnen und Schüler die erworbenen Kompetenzen in problemorientierten Lernumgebungen anwenden können.1 Direkte oder indirekte Förderung Zur Förderung der Schlüsselkompetenzen für das Leben in der Wissensgesellschaft (OECD 2005) bzw. Mandl & Krause 2001:15). dass bestimmte Strategien angewendet werden müssen. Für eine integrierte Vermittlung der Strategien plädiert auch Tönshoff. in einem Training gefördert. sondern auch übergreifende Kompetenzen gefestigt werden und es wird verhindert. Denn einerseits ist nachgewiesen worden. Dazu müssen die Strategien im Fachunterricht bewusst gemacht werden (Warum. Ein allgemeines Kompetenztraining ist bereits in den Konzepten vieler Schulen enthalten.

1 geschilderten Lernkompetenzen. um Konflikte zu bewältigen. zur Förderung der in Kapitel 3. zur Empathiefähigkeit und auch zur Schulung interkultureller Kompetenzen.2. Zudem fordern die Inhalte des Spanischunterrichts zum Nachdenken über andere Kulturen heraus und leisten hierbei einen großen Beitrag für die Fähigkeit zum Perspektivwechsel.und Bilderverarbeitungsprogrammen. Grammatik und Wortschatz lassen sich nicht losgelöst von gesprochenen und geschriebenen Texten erlernen. Dabei ist der Wortschatz und die Grammatik lediglich Mittel zur Schulung der allgemeinen Lernkompetenz. Nicht zuletzt bieten Funktionen und Tools des Internets die Möglichkeit zur Beteiligung am interaktiven Diskurs über die Inhalte des Spanischunterrichts. Müller-Hartmann 2007:270). Vorstellbar sind Recherchearbeiten zur Beschaffung von Informationen über Länder des hispanophonen Raumes sowie zur Aufbereitung der gefunden Informationen in Text. wie interkulturelle Kompetenz. die Sprechanlässe schaffen. Wie im muttersprachlichen Deutschunterricht können authentische Diskussionsrunden geschaffen werden. Andersherum ermöglicht die Arbeit mit Computer und Internet die Schulung der allgemeinen Lernkompetenzen sowie der fachlichen Kompetenzen.III Neue Medien = Neues Lernen im Fremdsprachenunterricht Spanisch 20 3. muss er diese auch fördern. In solchen Situationen können die Lernenden ihre fremdsprachliche Kooperations.2 Die Verknüpfung der Lernkompetenzen im Spanischunterricht Der fremdsprachliche Unterricht im Allgemeinen und insbesondere der Spanischunterricht eignet sich. aus Gründen die an dieser Stelle dargestellt sein sollen. Das Internet ist eine Fundgrube für authentische Texte und erlaubt den Kontakt zu zielsprachlichen Kommunikationspartnern. So können bspw. wie Texterschließungsstrategien. In einer Präsentation kann dann das gesammelte Wissen einer größeren Gruppe zugänglich gemacht werden. aber auch die Lernkompetenzen. Ganz nebenbei werden dabei die technischen Fähigkeiten im Umgang mit den neuen Medien geschult. Da der Fremdsprachenunterricht auf Kommunikation basiert. . Damit fördern die neuen Medien einmal die fachlichen Fertigkeiten. die es im Spanischunterricht zu erwerben gilt. seien es andere Spanischlerner oder Muttersprachler. was wiederum kommunikative und kooperative Fähigkeiten fördert. Informationskompetenz und Empathiefähigkeit. in denen für Jugendliche und die Allgemeinheit relevante Themen. Vereinbarungen zu treffen und Toleranz zu üben gegenüber den Ansichten anderer. E-Mail-Projekte mit einer Partnerschule durchgeführt oder einfach die Schreibfähigkeiten in einem Chat erprobt werden. Am besten erfolgt dies über die Auswahl bestimmter Themen und Inhalte. Auch kann es in bestimmten Lernumgebungen erforderlich sein. Artikel für ein Wiki geschrieben. arbeitsteilig vorzugehen oder sich über die Möglichkeiten der Zielerreichung zur Bewältigung einer Aufgabenstellung auszutauschen. wie Drogenmissbrauch oder Umweltschutz. Beiträge in Diskussionsforen geleistet. die es im Spanischunterricht zu erwerben gilt. Fremdsprachenerwerb ist ohne Kommunikation nicht denkbar. ausgehandelt werden. Kommunikationskompetenz. Zugleich geben die Inhalte und die Aufgabenkultur des Faches Anlässe zur begründeten Arbeit mit Computer und Internet. Durch die Speicherfunktion des Computers können Texte festgehalten und einer intensiven Sprachanalyse unterzogen werden (vgl.und Kommunikationskompetenz anwenden.

gute Grundbedingungen zur Förderung der Kompetenzen.III Neue Medien = Neues Lernen im Fremdsprachenunterricht Spanisch 21 Zuletzt ermöglicht die zunehmend selbständige Arbeit mit Computer und Internet im Spanischunterricht das eigenständige Handeln. Schreiben. wie Spanischunterricht gestaltet sein muss. Sie können durch den Einsatz primär authentischer und natürlicher Sprache gelöst werden. S. In einem komplexen Gefüge beeinflussen. wenn also anwendungsorientiert gelernt wird.3. Die Aufgaben sind vorwiegend inhaltsorientiert und werfen Probleme auf. Methoden und Ziele selbst getroffen werden. h. in der erworbenes Wissen nur angewendet wird. nicht konstruiert. so dass Entscheidungen über Inhalte. 3.1 Aufgabenorientierung Das Prinzip der Aufgabenorientierung bzw.3 Implikationen für den Fremdsprachenunterricht Spanisch Hallet kritisiert die Ausrichtung des Fremdsprachenunterrichts auf die Kompetenzen Lesen. die enfoque por tareas. 3. das der Vielfalt mediatisierter. woraus sich idealerweise ein real empfundenes Lernbedürfnis entwickelt. Die Notwendigkeit von Wortschatz und Grammatik zum Erreichen des Lernziels wird von den Lernenden eigenständig erkannt. Grünewald 2009:116). d. sind. Entsprechend der Konzeption der enfoque por tareas sollen die Lernenden bei der Bearbei- . sondern sie folgt einer natürlichen Reihenfolge.2 dargelegt. in zunehmend komplexen Aufgabenstellungen und in unterschiedlichen Sozialformen. dass sie einen kompetenzorientierten Unterricht noch besser ermöglichen: Insgesamt ist Spanischunterricht dann kompetenzfördernd. Die tarea ist nicht zu verwechseln mit einer Übung. welche Komponenten notwendig sind. die möglichst selbständiges Lernen ermöglichen (Grünewald 2009:132). die natürlich gegeben. wie sie in der spanischen Fachdidaktik genannt wird. d. h. Es bleibt also zu klären. sich die Kompetenzbereiche im Rahmen des Spanischunterrichts und im Umgang mit den neuen Medien Computer und Internet einander (vgl. Zwar bietet der fremdsprachliche Spanischunterricht. Es sollen also zunächst die Begriffe der Handlungs. wenn er die Anforderungen eines […] handlungsorientierten. um kompetenzorientiert zu unterrichten und damit in diesem Fach einen Beitrag zum lebenslangen Lernen zu leisten. Anhang I. Sprechen und Hören: „Die de facto-Fortschreibung der skills-Orientierung in den Bildungsstandards ist ein restringiertes Projekt. dass sich die Vermittlung der fremdsprachlichen Inhalte nicht mehr an einer künstlich geschaffenen grammatischen Progression orientiert. verbindet die funktionalisierte Strukturorientierung mit der kommunikativen Methode (vgl. 65).und Aufgabenorientierung beleuchtet werden. wie in Kapitel 3. fordern und fördern. um anschließend die Beschaffenheit der Komponenten handlungsorientierter und aufgabenzentrierter Lernumgebungen zu bestimmen. Die Bearbeitung der Aufgabe erfolgt vorwiegend selbständig und die Instruktion des Lehrenden beschränkt sich auf die Vermittlung der formalen sprachlichen Aspekte. Das bedeutet. globalisierter und multilingualer Migrationsgesellschaften nicht mehr angemessen ist“ (Hallet 2008b:170). aufgabenzentrierten Unterrichts erfüllt. Allerdings müssen bestimmte Aspekte von Lernumgebungen so gestaltet werden.2.

B. hinsichtlich seiner inhaltlichen.3.3. die durch Ausprobieren und Variieren. Es ist daher notwendig durch die Veränderungen einzelner Unterrichtsaspekte gute Bedingungen für eine optimale Kompetenzförderung zu schaffen. Dazu ist eine „Öffnung“ des Unterrichts. sollen die Lernenden in einem handlungs. wobei affektive und kognitive Faktoren zusammenspielen. Lernziele sollen durch ein aufgaben. erhalten aber gleichzeitig mehr Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess.3 Komponenten handlungs. die Ergebnisse zu strukturieren und verständlich aufzuarbeiten. da in eher lockeren. Zudem macht es die teilweise zu geringe Computerausstattung an den Schulen notwendig. organisatorischen. Die Lernenden werden an der Unterrichtsplanung beteiligt und mit ihren Interessen und Eigenschaften ernst genommen. Bei der Arbeit mit Computer und Internet. Im Prozess der Auseinandersetzung mit einer Aufgabe werden Probleme erkannt. bewältigt werden können. Die Aufgaben und Lernaktivitäten haben für die Lernenden eine hohe Relevanz und sind vor allem anwendungsbezogen. Handlungsorientierung zieht die Öffnung von Unterricht und Schule nach sich. z. Durch die Beschäftigung mit einem Thema oder Inhalt werden mittels learning by doing bzw. entdeckenden Lernens Fähigkeiten und Kompetenzen erworben. Typische Merkmale eines handlungsorientierten Spanischunterrichts (Grünewald 2009:116) sind ganzheitliche Methoden. Kompetenzerwerb und Lernhandlungen fest (vgl. Schon Klippert stellte einen engen Zusammenhang zwischen nachhaltigem Wissens.bzw. Kapitel 2.und prozessorientiertes Vorgehen der Lernenden erreicht werden. Daher muss der Frontalunterricht. Müller-Hartmann 2007:271). durch Gruppen. z. dass die Lernenden in kommunikativen Situationen in der Fremdsprache erfolgreich sind.III Neue Medien = Neues Lernen im Fremdsprachenunterricht Spanisch 22 tung des Arbeitsauftrages auch Neues kennenlernen. Aufgaben in kooperativen bzw. oft im Austausch mit anderen Lernenden. zugunsten individualisierender Lernprozesse. wie dies im Klassenverband oft der Fall ist (Wolff 2007:325). Ziel der enfoque por tareas ist.und aufgabenorientierter Lernumgebungen Ansetzend am konstruktivistischen Wissensbegriff (vgl. bei der Informationsbeschaffung. 3. Die Verantwortung des Einzelnen bei der Arbeit in Kleingruppen erhöht sich. niemand kann sich mehr vor der Arbeit drücken. B. 3. die Möglichkeit erhalten Lernkompetenzen und fachliches Wissen zu erwerben.1).und aufgabenorientierten Spanischunterricht. sondern auch notwendig. weniger instruktionalen Lernumgebungen gelernt wird. Sie bearbeiten vor allem authentische Unterrichtsinhalte und erstellen Handlungsprodukte als Ergebnisse ihres Lernprozesses. ist es notwendig.2 Handlungsorientierung Handlungsorientierung ist in diesem Zusammenhang unter dem Methodenaspekt zu verstehen. Aus dieser Unterrichtsorganisation ergeben sich natürlich auch Vorteile. Grünewald 2009:115). ist Arbeitsteilung nicht nur wichtig. kommunikativen Sozialformen zu bearbeiten. Da die Gruppenergebnisse dem ganzen Klassenverband zugänglich gemacht werden müssen. der sinnvoll den Einsatz digitaler Medien integriert.oder Partnerarbeit sowie auch Einzelarbeit abgelöst werden (vgl. methodischen und sozialen Aspekte vonnöten. Die Lernenden erfahren somit die Bedeutung ihres persönlichen Beitrags zur Erreichung des gemeinsamen Gruppenziels. im Bereich der Grammatik. .

Die Inhalte und Probleme der Aufgaben müssen sich einerseits an den Interessen und Bedürfnissen der Lernenden orientieren und andererseits den Einsatz von Kompetenzen bzw. Strategien und Fertigkeiten fordern und fördern. Unter dem Begriff Prozessmaterialien versteht er Zusammenstellungen prozeduralen Wissens. Computer und Internet. Neuner 2007:402). Für die Lehrperson enthält es Anregungen und dient als Aufgabenpool zur Gestaltung offener Lernumgebungen. Grünewald 2009:130). Eine Konsequenz der Verwendung neuer Medien im Unterricht ist natürlich. Als Inhaltsmaterialien bezeichnet er das Rohmaterial.III Neue Medien = Neues Lernen im Fremdsprachenunterricht Spanisch 23 Nicht zuletzt stellt die Arbeit in Kleingruppen sowie die Präsentationssituation eine Möglichkeit zum authentischen Gebrauch der Zielsprache dar (vgl. Unter Leistung ist nicht nur die Verinnerlichung von Unterrichtsinhalten und fremdsprachlichen Strukturen zu verstehen. dass die Lernenden den Einsatz von Methoden und Strategien reflektieren und diese bewusst auswählen können. WebQuests gehören noch nicht zum Repertoire moderner Lehrwerke. Dabei darf nicht vergessen werden. wie authentische Texte. Wolff unterscheidet hier zwischen Inhalts. gemeinsame Produkte zu erstellen (vgl. auch in offenen Lernumgebungen. als Orientierung in den Inhalten und den fremdsprachlichen Strukturen dient. die als Orientierung . als Teil des Lehrwerks.und Selbstkompetenz mit in die Bewertung einbezogen werden. zugunsten einer offeneren Unterrichtsgestaltung zurückgedrängt wird (vgl. B. wie z. Produktmaterialien und Prozessmaterialien (vgl.1 beschriebenen Lernkompetenzen. sollten die Lernenden auch Zugriff auf andere Materialien haben. wie Wörterbücher und Grammatiken. die zum Bearbeiten der Aufgabe benötigt und herangezogen werden können (ebd. Wolff 2007:325). Abgesehen von den zur Bearbeitung zur Verfügung gestellten neuen Medien. Entsprechend der enfoque por tareas lenken die Aufgaben die Interaktion. Medien-. leiten die Aushandlungsprozesse an und sind darauf ausgerichtet. dass das Schülerbuch. Hierzu bieten sich vor allem problemorientierte Aufgabenstellungen an. Zudem müssen auch die unter Kapitel 3. Die Aufgaben sollten so angelegt sein. Kooperations. dass sie kommunikatives und kooperatives Arbeiten erfordern. doch komplexe problemlösende Aufgabenstellungen. die Bezug zum Lernen der fremden Sprache haben (vgl. sondern auch die Fähigkeit.). indem die Lernenden aus einem Aufgabenspektrum selbst wählen bzw. da es die Vorgaben des Lehrplans in ein Unterrichtskonzept umsetzt und hierbei strukturgebend ist. Müller-Hartmann 2007:270). aber auch Nachschlagewerke. wie z. die Teilaufgaben in der Gruppe selbständig verteilen können. Die Eigenverantwortlichkeit wird außerdem gesteigert.und Lernsystems und des pädagogischen Prozesses“ (Neuner 2007:399) anzusehen ist. dass das Schülerbuch. B. Lernund Arbeitstechniken und Anregungen. Einige Schülerbücher nehmen bereits Internetrecherchen oder E-Mail-Projekte in ihr Aufgabenrepertoire mit auf. Natürlich muss die organisatorische Öffnung der Lernumgebung sowie ein auf Kompetenzerwerb ausgerichteter Unterricht auch ein Umdenken in der Bewertungspraxis nach sich ziehen. Grünewald hat kompetenzorientierte Bewertungskriterien in einer Übersicht zusammengestellt. Wolff 2007:325). Das Schülerbuch dient den Lernenden. Wolff 2007:325). Maßgebendes Kriterium ist hierbei.bzw. also nicht didaktisierte Arbeitsmaterialien. dieses Wissen sinnvoll und eigenständig anzuwenden (Sachkompetenz) (vgl. als „vergegenständlichtes Modell des Lehr.

Arbeitspartner und Arbeitswege als im herkömmlich gestalteten Unterricht. soll hier zunächst auf die Geschichte der Weblogs. die Lehrerin selbst zum Lernenden wird.und Fremdeinschätzung von Arbeitsergebnissen und -prozessen Fähigkeit zur Selbstmotivation und zur Würdigung der eigenen Erfolge konstruktiver Umgang mit Schwierigkeiten (vgl. bei Problemen eigene Lösungsideen zu entwickeln Fähigkeit und Bereitschaft. da „Lernprozesse nicht mehr planbar“ (Müller-Hartmann 2007:271) sind. Bei der Arbeit mit Computer und Internet kann es anderenfalls aber auch vorkommen. in denen Aufgaben unter Verwendung der neuen Medien bewältigt werden müssen. Beobachter und Diagnostiker ebenso wie als Wissensquelle und Experte des Lernens von Fremdsprachen (vgl. Die Lernenden hingegen haben größere Entscheidungsfreiheit hinsichtlich der Inhalte. sondern auch der Lernprozess. . die vernetzten Lernumgebungen zu entwickeln und die Interaktion der Lernenden vorzustrukturieren. ihre Bedeutung in der Wissensgesellschaft sowie Bestandteile und Möglichkeiten einer Kategorisierung eingegangen werden. Während des Arbeitsprozesses agiert er vor allem als Berater und Moderator. Authentische Kommunikationssituationen mit anderen Lernern und Experten (authentische Sprecher im Internet) unabhängig vom Lehrenden werden möglich. dass die Lernenden eine größere technische Expertise im Umgang mit den Medien haben. so dass sie selbst zu Lehrenden und der Lehrer bzw. Die Lehrperson ist dafür zuständig. Komplexe vernetzte Unterrichtsumgebungen. bei Problemen Hilfe einzuholen Fähigkeit zur Kommunikation und Kooperation in der Gruppenarbeit Fähigkeit zur Selbst. Im Rahmen dieser Arbeit wird der Weblog diesbezüglich auf seine Tauglichkeit für den Spanischunterricht hin überprüft. Anschließend wird hieraus eines Definition abgeleitet. Zur Begleitung des Lernprozesses bieten sich Lerntagebücher oder Portfolios ebenso an wie Selbstevaluationsbögen. Doch bevor konkrete Unterrichtsszenarien unter Verwendung von Weblogs vorgestellt werden. wovon sich eine erhöhte Motivation zu versprechen ist. Wie bereits angedeutet zieht eine organisatorische Umstrukturierung des Unterrichts auch Veränderungen der Lehrer. Wolff 2007:326).und Schülerrollen nach sich. vor allem die Reflexion und Evaluation des Lernprozesses durch den Lernenden wichtig. Dadurch erhalten sie eine größere Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess. Dazu ist eine minuziöse didaktisch-methodische Planung erforderlich. Hierzu sind neben den diagnostischen Fähigkeiten der Lehrkraft. Zudem wird von den Lehrenden eine höhere Flexibilität verlangt. Grünewald 2009:237) Es wird also nicht nur das Produkt in die Bewertung miteinbezogen. können mittels unterschiedlicher Internettools aufgebaut werden. die vom Lehrenden vorbereitet werden und eine schrittweise angeleitete Reflexion unterstützen. Der Lehrende wird zum Mitgestalter der Klassenzimmeraktivitäten. Probleme zu erkennen und Fragen zu stellen Eigenständigkeit und Kritikfähigkeit bei der Erschließung und Auswertung von Informationen Eigeninitiative beim Lernen und Kooperieren in Gruppen Fähigkeit. weshalb viel Zeit für die Vorbereitung aufgewendet werden muss.III Neue Medien = Neues Lernen im Fremdsprachenunterricht Spanisch 24 herangezogen werden kann: • • • • • • • • • Fähigkeit.

die das Internet neu definieren sollte: „By writing a few lines each day.com (heute portal. Protokoll) (vgl. oder aus solchen. Die mit Datum und Uhrzeit versehenen Einträge sind Grund für diese Namensgebung. die regelmäßig in Weblogs schreiben werden im Jargon als „Blogger“ bezeichnet. Im Laufe des Jahres 1999 publizierte Brigitte Eaton21 dann eine Liste mit den ihr bekannten Weblogs. einen Multi-User-Weblog.1 Die Geschichte der Weblogs Gibt man bei der Online-Suchmaschine Google den Suchbegriff „Weblog“ ein. Das ist vor allem in der Hinsicht bemerkenswert. dass Garrett und Blood miteinander verheiratet sind. die beruflich schon mit der Generierung von Websites zu tun hatten.com) war Eaton die erste. Verwendet man für seine Suche den gekürzten Begriff „Blog“. Die Blogger lösten mit ihren Aktivitäten eine Veränderung aus. da Weblogs erst gegen Ende der 1990er Jahre einer breiteren Masse bekannt wurden. Zu dieser Zeit wurde unter Bloggern auch noch diskutiert. „Netz“. die er zu einer Liste aus Links zusammenfügte und an Cameron Barrett20 sendete. die Weblogs nach einer bestimmten Klassifizierung sammelte. Es stellt sich heraus. die ähnliche Seiten unterhielten. weblog editors begin to redefine media as a 18 Weblog-Administratoren bzw. Adäquat hierzu bedeutet „bloggen“ (als Verb) das Schreiben/Erstellen eines Weblog-Beitrags. . welche Kriterien eine Website überhaupt als Weblog charakterisieren. Kommentare und einige persönliche Anmerkungen oder Abhandlungen zu einem den Blogger interessierenden Thema (ebd. ihre URLs zu.). Im Folgenden werden die Bestandteile von Weblogs dargestellt.eatonweb. (vgl. 19 Garrett arbeitete in den 1990ern als Programmierer und Entwickler für Benutzeroberflächen. Die Bloggerin18 Rebecca Blood schreibt in einem Artikel über die Geschichte und Perspektiven von Weblogs: „In 1998 there were just a handful of sites of the type that are now identified as weblogs“ (Blood 2000). um hieraus anschließend eine Definition des Begriffs ableiten zu können. damit er diese seiner Liste hinzufügen konnte (ebd. die sie nach einem Merkmal auswählte: Die Seite musste aus datierten Einträgen bestehen. die sich die HTML-Sprache selbst beigebracht hatten. so erhält man sogar mehr als 13 Milliarden Suchergebnisse (Stand: 6. dass eine Seite nicht komplett neu geladen werden musste. Garrett 2000-2006) 20 Als einer der ersten Blogger rief Barrett 2003 den Watchblogs ins Leben. Zu diesem Zeitpunkt bestand die Gemeinschaft vor allem aus Leuten. der in drei politische Lager untergliedert war. Er prägte den Begriff „Ajax“. Dieser wiederum veröffentlichte die Liste auf seiner Website und von diesem Zeitpunkt an sendeten ihm Leute. die vermieden. Gebräuchlich ist auch die Abkürzung „Blog“. und beschrieb die hinter aufstrebenden Unternehmen wie Google Maps stehenden Mechanismen.). Internet) und log (Tagebuch. Juli 2012). Blood 2000) 21 Auf dem Meta-Blog EatonWeb. Noch heute werden hier die besten Blogs in Sparten sortiert gesammelt (vgl. Netz 2003:1). Zunächst soll ein kurzer Einblick in die erst junge Geschichte der Weblogs gegeben und die aktuelle Popularität des Mediums in unterschiedlichen Bereichen dargestellt werden. 25 4. diejenigen. Jesse James Garrett19 suchte im Web nach ähnlich konzipierten Seiten. so erhält man 274 Millionen Ergebnisse.4 Weblogs – Was ist das? Der Begriff „Weblog“ ist eine Wortkreuzung aus dem englischen web (World Wide Web. um sich zu aktualisieren. Die meisten Weblogs enthielten Links zu interessanten Seiten. Die Liste enthielt Anfang 1999 gerade einmal 23 Weblogs. Blood 2000). (vgl.

We can‘t seriously compare the creation of the World Wide Web itself with the availability of free technology that allows anyone with a web browser to express their unique.0. Minutenaktuell kann man von jedem Internetzugang auf der Welt Handyvideos oder Beiträge von Betroffenen über aktuellste Ereignisse und deren Einordnung einsehen. Artikel. Nachdem die Plattform blogger. Gerade in Ländern mit autoritären Regierungen (z.de..]“ (Plikat 2011:28) sprechen. Fersehkritik. Plikat 2011:28). irreproducible vision to the rest of the world.tv) werden Artikel und mediale Beiträge kritisch betrachtet und diskutiert. and argue in public. möglicherweise. ihre Nützlichkeit für den Spanischunterricht ableiten zu können.2 Bestandteile von Weblogs23 Um eine passende Definition von Weblogs entwerfen zu können. Das aktuelle politische Geschehen im Rahmen des „Arabischen Frühlings“ belegt dies wiederholt. B. weshalb sie im Rahmen dieser Arbeit als Grundelemente bezeichnet werden. mitverfolgen und selbst gestalten. dream. um ihre Funktionsweise.. von einem Bürgerjournalismus [.can we? (Blood 2000) Durch den Weblog-Boom und die vereinfachte Bedienung waren Weblogs nun nicht mehr nur „a list of links with commentary and personal asides“ sondern vielmehr „a website that is updated frequently.IV Weblogs – Was ist das? 26 public. Pitas. aber auch. dass die Blogger-Gemeinschaft schneller reagieren konnte als die traditionellen Medien. S.com online ging. Mittlerweile publizieren vermehrt Journalisten in Weblogs (z. September 2001 lieferten und auch Hilfe organisierten (2002:87f). weil die traditionellen Medien nach den Terror-Anschlägen am 11. China. and all the rest have given people with little or no knowledge of HTML the ability to publish on the web: to pontificate. as easily as they send an instant message. Franzmann bemerkt die gestiegene politische und gesellschaftliche Bedeutung von Weblogs: In den USA erreichten Weblogs sehr schnell auch eine politische Bedeutung.und Pressefreiheit dienen Weblogs und ausländische Berichterstatter als Quelle für nicht staatlich gefilterte Informationen (vgl. In so genannten Watchblogs (z. Die mediale Berichterstattung ist ihrerseits wiederum auch Gegenstand von kritischen Blogs. war es nun jedermann möglich kostenlos einen eigenen Weblog im Internet einzurichten: Blogger. B. Laut Reichmayr waren Blogger die ersten.. beschreibt Blood (2000) die Geburtsstunde des Web 2. 4. Cuba) und eingeschränkter Meinungs. Gewalt. sollen hier die Elemente beschrieben werden aus denen Weblogs bestehen (können).. Blogroll und Kommentare sind die ursprünglichsten Elemente und charakterisieren alle Weblogs. participatory endeavor“. Stefan Niggemeier) und auch die öffentlich-rechtliche Berichterstattung (z. und anschließend. remember. Bildblog. 23 Eine beschriftete Übersicht der Bestandteile von Weblogs befindet sich im Anhang (II. 66) . with new material posted at the top of the page“ (Blood 2000). September 200122 dem übergroßen Informationsbedürfnis nicht gerecht wurden und Blogs zudem im folgenden „Krieg gegen den Terror“ für offene journalistische Berichterstattung genutzt wurden. B. Alle weiteren Elemente. die Kommentare zu den Geschehnissen des 11. B. (Franzmann 2006:11) Insbesondere in den westlichen Ländern haben Weblogs einen großen Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung. die sich 22 Es zeigte sich. so „dass manche vom Entstehen einer 5. ARD) bedient sich des Mediums oder bietet selbst Weblog-Funktionen (Kommentarfunktion) auf ihrer Webpräsenz an.

Hier hat jeder Leser die Möglichkeit.26 Contreras Contreras bezeichnet die Kommentarfunktion als „parte más interactiva entre el autor y sus lectores“ (2004:4f). aber nicht auf grundsätzlichen Eigenschaften. die für den Autor interessant erscheinen. Zudem ermöglichen es Permalinks. sie sind aber entweder standardmäßig vorhanden und können ausgeschaltet oder 24 Die Darstellungen basieren auf allgemeinen. über die ein Artikel oder Weblog-Eintrag verlinkt und dauerhaft gefunden werden kann. lässt sich der Blog so konfigurieren.24 Bei seinem Besuch sieht der Leser somit sofort. angezeigt und es erscheint ein Link zum „Weiterlesen“. ob neue Artikel erschienen sind. Anregungen. B. seine eigene Meinung. Das Erscheinungsbild eines solchen Permalinks ist recht unterschiedlich. Der Artikel ist mit seinem Publikationsdatum und dem Titel versehen. Klickt man diesen an. Blogroll: Während die als Blogroll bezeichnete Linksammlung noch gegen Ende des letzten Jahrtausends ein konstituierendes Merkmal von Weblogs war. WordPress). also die ersten Zeilen bzw. dass Artikel von Suchmaschinen gefunden werden. So ist es gerade bei journalistischen Blogs typisch. er kann den Titel des Beitrags oder das Datum der Veröffentlichung enthalten. so kommt man zum vollständigen Text. Es ist für jeden veröffentlichen Artikel standardmäßig vorgesehen. Dieser erlaubt es Besuchern des Weblogs auf genau diesen Artikel mit seiner Internet-Adresse (URL) zu verweisen (und nicht nur auf die übergeordnete Webseite). die die (individuelle) Internetpräsenz lediglich ergänzen können. Dabei stellt der Hyperlink einen Knotenpunkt eines thematischen Netzwerkes dar. Bei vielen Weblog-Anbietern können (neuerdings) auch Tags (Schlagworte) ergänzt werden. dass hier mehrere Autoren vorkommen. ist diese eher zu einem begleitenden Bestandteil geworden. Gewöhnlich setzt der Autor an dieser Stelle direkt einen Hyperlink zum Ausgangsartikel/der Primärquelle.IV Weblogs – Was ist das? 27 auf Weblogs finden lassen werden hier als Erweiterungen verstanden. Kommentare: Das Kommentarfeld ist das Hauptmerkmal von Weblogs. oftmals ohne dass diese im Netzwerk registriert sein oder selbst einen Weblog haben müssen. dass zu Beginn eine statische Seite erscheint und nicht die neuesten Artikel. nachgefragt. die es erleichtern. Oftmals wird nur die Kurzform des Artikels. Jeder Artikel erhält bei seiner Erstellung einen Permalink25. die im Folgenden beschrieben werden.“ (Franzmann 2006:68) 26 Es gibt Anbieter (z. den Artikel über Suchmaschinen zu finden. Hier werden Links zu anderen Weblogs und Internetseiten hinterlegt. Sie erlaubt den Dialog zwischen Autor und Lesern oder zwischen den Lesern untereinander. . Oft werden andere Internetquellen in einem Artikel verlinkt oder die Artikel anderer Autoren diskutiert. Es muss folglich nicht erst lange nach den gewünschten Informationen gesucht werden. Mittels der Kommentarfunktion kann diskutiert. Die ergänzenden Elemente. bei denen es möglich ist die Kommentarfunktion für einzelne Seiten abzuschalten. Zudem wird die Vernetzung der Weblogs untereinander gefördert. die Zusammenfassung des Textes. widersprochen oder auch ergänzt werden. müssen nicht in Weblogs enthalten sein. Artikel (Posts): Die vom Autor verfassten Beiträge erscheinen in chronologisch umgekehrter Reihenfolge auf der Startseite des Weblogs. Gedanken oder auch weiterführende Links zum Inhalt des Artikels zu hinterlassen. Interessierte können so schnell auch auf andere Seiten und Weblogs weitergeleitet werden. die Beiträge schreiben können bzw. 25 Ein Permalink ist „[e]ine unveränderliche Internet-Adresse.

die aktualisierten Inhalte eines Weblogs direkt an dessen Abonnenten zu senden. so dass sie individuelle. Archive: Die veröffentlichten Posts werden automatisch archiviert. Dieses Widget bietet sich insbesondere bei Weblogs mit mehreren Autoren an. wie das Archiv konfiguriert sein soll: nach Thema. insbesondere für den Spanischunterricht. persönliche Ausdrucksformen 27 Wie das funktioniert und inwieweit das für den Fremdsprachenunterricht. Franzmann zieht einen treffenden Vergleich: „In der wissenschaftlichen Fachliteratur könnte man sich Trackback etwa so vorstellen wie eine Primärquelle. So haben einige aufgrund des Zweifels an der herkömmlichen Berichterstattung das Bedürfnis nach direkter und ungefilterter Kommunikation und Information über aktuelle Geschehnisse. wenn sich auf dem Weblog etwas verändert hat. ob sein Artikel in anderen Weblogs kommentiert bzw. Wenn man stärker in einer Community wahrgenommen werden möchte. die sich beliebig ergänzen. Sie dienen dazu. Am häufigsten kommen Archive mit zugewiesenen Kategorien oder nach Monaten geordnet vor. Auf der Webseite des Ursprungsartikels erscheint der Trackback am unteren Ende der Seite bei den Kommentaren als Link zusammen mit einer Kurzfassung des bezugnehmenden Artikels. der Anliegen und Beweggründe für das Bloggen wurde von Reichmayr durchgeführt. kurz zur Kommunikation eines Anliegens dienlich ist. dass der Reiz für sie darin bestehe. Zum Beispiel kann so der Newsticker einer Online-Zeitung oder eines Nachrichtensenders in die eigene Webseite integriert werden.3 Kategorisierung von Weblogs Eine Umfrage bzgl. Trackback: Die Trackback-Funktion dient dazu. auf der Seite anordnen oder entfernen lassen. Autoreninformation: Name. Der Administrator kann zuvor festlegen. Handlungsantriebe zu entnehmen (vgl. An dieser Stelle sollen einige nützliche und häufig verwendete Widgets vorgestellt werden. Reichmayr 2002:87f).“ (2006:62). Den Eigenangaben der Blogger sind sehr vielfältige Motivationen bzw. Blogger gaben auch an. Die zur Verfügung gestellten Widgets variieren je nach Betreiber der Weblog-Software. Kampagnen oder Proteste. verlinkt worden ist. Wohnort und Beruf sind affektive Elemente. Autor oder dem Publikationsdatum. den Autor eines Blogs zu informieren. So erfahren alle Interessierten sofort. Andere wiederum schätzen die rasche und effektive Organisation. . sollte man andere Weblogs in den eigenen Artikeln verlinken. die den Autor eines Weblogs für seine Leser greifbarer machen können. RSS (Really Simple Syndication): RSS-Feeds sind für Weblos standardmäßig vorgesehen. die zur Mobilmachung für Aktionen.IV Weblogs – Was ist das? 28 zusätzlich aktiviert werden.2. ihre eigene Meinung öffentlich kundzutun und sich für sie konventionelle Ausdrucksarten als zu restriktiv bzw. ineffektiv erwiesen haben. die sich mit dem gleichen Thema beschäftigt. Mithilfe eines Archivs lassen sich Artikel schneller auffinden.3 beschrieben. nützlich sein kann.27 4. Widgets/Apps: Neben den beschriebenen Bestandteilen können Blogs verschiedene erweiterte Funktionen haben. wird in Kapitel 6. Das System ermöglicht eine starke Vernetzung unter den Weblogs. die automatisch über Zitierungen in anderen Quellen informiert wird. Allerdings lassen sich auch fremde RSS-Feeds in den eigenen Blog einbauen.

Musik und Filme können auf einfachste Weise integriert werden. So dienen Weblogs als persönliche Tagebücher. Schmidt 2005). aus ihrer Region. Reichmayr kategorisiert Weblogs zudem hinsichtlich der Art des Bloggens. Auf einem Weblog erscheinen die Artikel als datierte Einträge in chronologisch umgekehrter Reihenfolge. B. 4. nur eben audio-visuell. Doch es gibt auch regelmäßig erscheinende Audioblogs bzw. Podcasts. Des Weiteren gibt es einen breiten Bürgerjournalismus.und Sportblogs) oder aber auch zur Organisation des eigenen Wissens (Lerntagebücher). in der Kunstszene auffallen oder ein Feedback bekommen wollen. Bilder. zur Anpreisung ihrer Produkte. Auch haben Medien und Journalisten den Weblog für sich entdeckt.4 Weblogs: Eine Definition In den Kapiteln 4. Vielmehr interessieren die Einsatzzwecke (Reichmayr 2002. dem anderen als Seismograph der „Banalität des Alltags“ im wieder ein Stück lauter gewordenen Medienrauschen […]. bzw.IV Weblogs – Was ist das? 29 mithilfe von Weblogs entwickeln. die durch andere Elemente. Weblogs oder auch Blogs bestehen aus den Grundelementen: Artikel. WordPress) bieten auch schon benutzerfreundliche Apps hierfür an. die ähnlich wie Podcasts. die darin entweder ihre alltäglichen Erlebnisse festhalten oder den Weblog während eines längeren Auslandsaufenthaltes dazu nutzen. Blogger unterhalten quasi-journalistische Weblogs. . Andere wiederum wollen sich privat oder müssen sich beruflich über ein bestimmtes Thema aktuell informieren und nutzen Weblogs als Wissensspeicher. immer aktuelle Nachrichten zu kommunizieren. (Schmidt 2005:2) Aufgrund der großen Themenvielfalt wäre eine inhaltliche Kategorisierung nicht sinnvoll. z. die ihre schönsten Bilder zeigen bzw. Demzufolge wird in Weblogs über verschiedene Modi kommuniziert: Texte. So genannte Moblogs28 werden von einem Mobiltelefon. einem Smartphone beschickt.3 wurde die historische Entwicklung betrachtet. Nicht zuletzt dienen Weblogs als Medium der Kommunikation unter Experten (z. B. Organisationen und Unternehmen nutzen wiederum so genannte Corporate Blogs (Reichmayr 2006:4) zur Kommunikation ihres Anliegens bzw.1 bis 4. ihre Freunde und Familie in der Heimat zu informieren. insbesondere für Privatpersonen. Kommentaren und einer Linkliste. Ausgehend hiervon soll nun eine Definition für den Weblog entworfen werden. also welches Medium der Kommunikation dient (Reichmayr 2005:2). ihr Anliegen kommunizieren. zusammengesetztes Substantiv. erweitert werden können. die aus gesprochenen Tonbeiträgen zum Herunterladen auf Mp3 verfügbar sind. Schmidt fasst zusammen: Weblogs gelten dem einen als Werkzeug verstärkter demokratischer Partizipation („digital idealism“). Vblogs (Reichmayr 2005:2). Widgets. medizinische und religiöse Blogs oder Literatur. eine inhaltliche Charakterisierung dargestellt sowie der Versuch einer Kategorisierung unternommen. Weblogs 28 Aus dem Englischen von mobile blogs. 29 Einige Anbieter (z. Fotoblogs werden gerne von professionellen sowie von Hobby-Fotografen geführt. So nutzen beispielsweise der ard oder der spiegel Weblog-Funktionen (Kommentar- funktion) um ihre Print-Ausgaben zu ergänzen bzw. B. Die wohl gängigste Form ist der textbasierte Weblog.29 Zudem gibt es zahlreiche Videoblogs bzw. zu berichten. um über aktuelle politische oder gesellschaftliche Ereignisse.

Durch eine intuitive Bedienung kann jeder (anyone). eine Linkliste enthalten und von Lesern kommentiert werden können. das bedeutet es werden mithilfe verschiedener modaler Codes (Text. . Trackbacks und RSS-Feeds mit anderen Internetseiten und Weblogs vernetzt. Video.0-Anwendungen. Bild.IV Weblogs – Was ist das? 30 sind mittels Links. Die Artikel sind aufgrund von Schlagworten und Permalinks mithilfe von Suchmaschinen leicht auffindbar. Weblogs ermöglichen die Partizipation an der demokratischen Mitgestaltung gesellschaftlicher Prozesse. Hieraus lässt sich die folgende Definition ableiten: Weblogs bestehen aus einer Mehrzahl von in chronologisch umgekehrter Reihenfolge angeordneten Artikeln eines oder mehrerer Autoren. Damit sind Weblogs echte Web 2. zeit. mithilfe derer jeder demokratisch an der Gestaltung gesellschaftlicher Prozesse partizipieren kann. die regelmäßig erscheinen. Ton) Informationen und Inhalte verschlüsselt. Lesern und auch der Leser untereinander möglich.(anytime) und ortsungebunden (anywhere) seine Anliegen kommunizieren. Kommunikation und Interaktion erfolgen multimodal. Jedermann kann durch sie jederzeit und an jedem Ort multimodal diverse Anliegen kommunizieren und mit anderen interagieren. der einen Internetanschluss hat. Weblogs sind stark vernetzt und leicht auffindbar. Sie dienen vor allem der Kommunikation diverser Inhalte. Durch die Kommentarfunktion wird eine Interaktion mit anderen Weblog-Autoren.

deren Nutzung nur mithilfe des Internets ermöglicht wird. Im Anschluss erfolgt eine kritische Betrachtung der Risiken bei der Arbeit mit Weblogs. weil sie zur Umsetzung eines Ziels wie ein Werkzeug verwendet werden können. dass die Lernenden schnell und adäquat auf die Äußerungen des Gegenübers reagieren. LM-Systeme und des WebQuests dargestellt. Hierzu ist große Flexibilität. um anschließend deren Eignung für Bildungszwecke abzuleiten.0-Ära. Der Vorzug dieser Kommunikationsart für den Fremdsprachenunterricht ist. Sie werden mit den Eigenschaften und Funktionen von Weblogs im Hinblick auf den Einsatz in fremdsprachlichen Lernarrangements verglichen. Für eine flüssige Kommunikation ist erforderlich. 5. Der Blick wird in diesem Zusammenhang auf die motivationale Komponente der Weblog-Arbeit gerichtet sowie auf deren Nutzen zur Förderung der in Kapitel 3. Die synchrone Kommunikation ist dadurch gekennzeichnet.5 Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch Seit dem Boom der Computertechnologien Anfang der 90er Jahre wurden einige dieser auch für den Fremdsprachenunterricht adaptiert. Fehlertoleranz und ein hohes Sprachniveau vonnöten. . dass zur gleichen Zeit mindestens zwei Kommunikationspartner an einer Diskussion beteiligt sind. In einem Chat kommunizieren mindestens zwei Nutzer miteinander über geschriebene Texte.1. 31 5. Sie heißen Tools. teilweise sogar nur Wörter bzw. Allerdings werden bei synchronen Kommunikationsformen im Internet oftmals nur kurze Texte. An dieser Stelle sollen die Eigenschaften und Möglichkeiten des Einsatzes von Weblogs im Fremdsprachenunterricht mit denen der anderen Internettools verglichen werden. aber auch in Videokonferenzen und die Nutzung eines Chatbots. Emoticons (smileys) ausgetauscht. Darunter sind vor allem Chats.1 Gegenüberstellung webbasierter Internettools30 für den Fremdsprachenunterricht Im Folgenden werden Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten synchroner und asynchroner Kommunikationsmedien sowie der CM. Foren und E-Mail-Projekte. 30 Als Internettools werden im Rahmen der vorliegenden Arbeit diejenigen Anwendungen bezeichnet.bzw. die in eine Maske auf einer Webseite oder in einen Messenger (MSN. Aber auch Internettools der Web 2. wie Wikis und die Lernplattform moodle werden seither für Sprachlernzwecke eingesetzt. Darüber hinaus sollen unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten von Weblogs im Fremdsprachenunterricht vor dem Hintergrund der Schülerpartizipation und dem zu erreichendem Lernziel vorgestellt werden. ICQ) eingegeben werden. Zu den synchronen webbasierten Kommunikationsmedien gehören zunächst Chats. Hieraus werden schließlich Bedingungen für einen lernförderlichen Einsatz von Weblogs für den fremdsprachlichen Spanischunterricht abgeleitet. dass diese der gesprochenen Sprache am nächsten kommt. Dabei erfolgt zunächst eine Abgrenzung von Weblogs zu anderen Internettools.1 beschriebenen Lernkompetenzen und der im fremdsprachlichen Spanischunterricht zu fördernden kommunikativen Kompetenzen.1 Synchrone und asynchrone webbasierte Kommunikationstools Bei der Unterteilung webbasierter Kommunikationsinstrumente wird allgemein zwischen synchroner und asynchroner Kommunikation unterschieden (Grünewald 2009:176).

soweit ersichtlich. Sie dienen zum Meinungsaustausch und.32 Spanischsprechende Chatbots (zumindest für Unterrichtszwecke) sind. noch nicht entwickelt.33 Die asynchrone Kommunikation ist demgegenüber durch einen zeitversetzten Austausch gekennzeichnet.E (Artificial Linguistic Internet Computer Entity). der sprachlichen Norm das bereits zur Chat-Kommunikation Gesagte. Auch das Schreiben von E-Mails erfolgt asynchron. die Foren in ihre Webpräsenzen integrieren. Geschriebene Texte können vor dem Absenden zur Qualitätssteigerung nach Belieben überarbeitet werden. Entscheidender Vorteil für den Fremdsprachenlerner ist hierbei die zeitliche Flexibilität beim Erstellen des Textes. So können zwar Antworten und Fragen ausgetauscht werden.C. Foren sind zumeist thematisch gegliedert und beinhalten Beiträge einer Vielzahl von Nutzern. sondern dem Nutzer helfen sollen. 33 Es gibt zahlreiche Chatbots im Servicebereich von Unternehmen. Dieses reagiert zwar in menschlicher Sprache. was wiederum die Durchdringung und das Verständnis des Textes fördert. ausgedruckt und durchgearbeitet werden. Websprache bestehen. 2004:7). da insbesondere beim Spanischen große Diskrepanzen zwischen der Standardnorm und der Jugend. die allerdings nicht auf die Reproduktion natürlicher Sprache programmiert sind. doch gilt bzgl. auch bei Jugendlichen. gesuchte Informationen schnell zu finden. Empfangene Texte können gespeichert. Merkmale asynchroner Kommunikation tragen der Austausch in Foren und das Schreiben von E-Mails. Insbesondere im Rahmen des schulischen Fremdsprachenunterrichts erfreuen sich E-Mail-Projekte großer Beliebtheit zur Begleitung von Austauschprojekten.I. Die Nutzer erstellen Fragen zu einem bestimmten Problem. Zwar erfolgt der Austausch in Foren zeitversetzt und bietet Vorteile der asynchronen Kommunikationsform. Die textbasierte Kommunikation erfolgt hierbei über eine Texteingabe. wie bei einem Messenger. sondern ein auf künstlicher Intelligenz basierendes System. Eine dem Chat ähnliche Möglichkeit zur Anwendung der Fremdsprache ist die Arbeit mit Chatbots31. Thaler 2008:148 f). Derzeit erfreuen sich vor allem Hilfsforen großer Beliebtheit.V Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch 32 Vielen Jugendlichen sind die technischen Abläufe von Chats bereits aus dem Alltag vertraut. Hier kann die Kommunikation mit Muttersprachlern bzw. für Ankündigungen von redaktioneller Seite. So lernen die Schülerinnen und Schüler beide Sprachnormen kennen. worauf andere Mitglieder des Forums antworten können. aber ein der menschlichen Kommunikation gleichartiger Austausch von Inhalten erfolgt nicht (vgl. bei Online-Magazinen. die den Lernenden die maschinelle Seele des Gegenübers erahnen lassen. . Allerdings antwortet hier keine lebende Person.bzw. Für den fremdsprachlichen Spanischunterricht müssen die Lernenden unter Umständen jedoch erst in die Chatsprache eingeführt werden. womit eine stärke Reflexion des Verfassten einhergeht.L. Grünewald empfiehlt Chats begleitend zu E-Mail-Projekten mit anderen Fremdsprachenlernern oder Muttersprachlern der Zielsprache einzusetzen (vgl. Jabberwacky und Prelude@.und Ausgabemaske. anderen Fremdsprachenlernern in einem geschützten Bereich mit der Schulung von Medienkompetenz verbun31 Der Begriff ist eine Verbindung aus chat und robot. 32 Die für den englischen Fremdsprachenunterricht bekanntesten Chatbots sind A. doch treten schnell Kommunikationsschleifen auf.

1. wie Datenbanken. Web Content Management Systemen (WCMS) und. Foren. abgesehen von der Textformatierung und dem Einstellen von Bildern. Kapitel 4. multimodale bzw. Die Lernenden müssen sich einen E-Mail-Account anlegen und diesen verwalten bzw. Sie dienen dazu. Ziel von Wikis ist es. als Lern-Tagebuch und als Reiseführer vor (vgl. Foren. Grünewald 2004:7). Datenbanken.1 beschriebenen Instrumente in asynchrone und synchrone Kommunikationsmedien unterscheiden. die Richtigkeit und Darstellung der Inhalte diskutiert. Durch das Übersenden von Tondokumenten im Anhang der E-Mail können auch das Fähigkeitenpaar Sprechen/Hören gefördert werden (vgl. welche wiederum unmittelbar online von anderen Nutzern verändert werden können (vgl. Umfragen und Links. eine Kommentarfunktion und Webservices wie RSS (vgl. E-Mail-Projekte lösen das Schreiben von Briefen im schulischen Kontext mittlerweile ab. die in Foren. sondern auch kostengünstiger sind. die Erfahrungen und das Wissen unterschiedlicher Autoren kollaborativ in Texten auszudrücken.V Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch 33 den werden (vgl. als „Volks-Enzyklopädie. wie die in Kapitel 5. Sie lassen sich jedoch nicht ohne Weiteres. . Dabei muss es nicht beim Austausch von geschriebenen Texten bleiben.2). Ebenso wie bei CM-Systemen werden bei Learning Content Mannagement Systemen (LMS) mehrere Funktionen miteinander kombiniert. Im Kontext des Fremdsprachenunterrichts gibt es bisher kaum Erfahrungsberichte. Wikis. Grünewald 2011:8). Grünewald 2004:7). 2011:9). die ebenfalls für Sprachlernzwecke eingesetzt werden können. Es sind insbesondere keine Programmierkenntnisse vonnöten. Mangels Redaktion im eigentlichen Sinne erscheinen die Beiträge ohne Verzögerung auf der Plattform. 5. Aufgaben. bedienen können.1. Grünewald 2011:6. moodle. Der Vorteil dieser Tools besteht darin. Schnell und unkompliziert können Nutzer Artikel schreiben.2 Content Management Systeme (CMS) und Learning Management Systeme (LMS) Wikis. Wikis34 zählen zu den weniger komplexen CM-Systemen. Ein solches LM-System stellt die Lernplattform moodle (Modular Object-Oriented Dynamic Learning Environment) dar. Die Plattform integriert zahlreiche Funktionen. Eine Besonderheit bei Wiki-Artikeln sind die zahlreichen Querverweise in Form von Hyperlinks. des Layouts der Plattform. -mediale Inhalte auf Webseiten zu organisieren. Dazu gehören meist Chats. Durch das Anklicken dieser gelangen die Leser zu weiterführenden Beiträgen. 34 Die Namensgebung – aus dem Hawaiianischen wikiwiki.0 – Die Zukunft?! 2008a). Web2. im Fall von moodle. dass sie sehr anwenderfreundlich sind. da E-Mails nicht nur schneller übermittelt. was soviel wie „schnell“ bedeutet – bezieht sich auf die Programmatik der Wiki-Software (vgl. Tests. Sie sind den Content Management Systemen (CMS) bzw. Im Vergleich zu komplexeren CM-Sytemen haben Wiki-Nutzer. den Learning Content Management Systemen (LMS) zuzuordnen (vgl. Thaler 2008:148. da sie neben der Kommunikation auch andere Funktionen umfassen. Dennoch schlägt Grünewald den Einsatz von Wikis zur Präsentation von Gruppenergebnissen. die auch vom Volk geschrieben wird“ (Hornig 2006a:61) bezeichnet werden. kaum Gestaltungsmöglichkeiten bzgl. Grünewald 2009:178). WebQuests und Weblogs sind Internettools. in denen auch die Versionsgeschichte eines Artikels einzusehen ist. Insbesondere Wikipedia kann daher. Als Redaktion im weiteren Sinne kann jedoch die Autorenschaft selbst gesehen werden.

stellen auch andere WebQuest-Abläufe vor. im Grunde werden aber immer die gleichen Phasen verwendet. komplexe Sachverhalte unter Auswahl zielführender Problemlösestrategien analysiert und beurteilt sowie Überlegungen zur Ergebnispräsentation angestellt werden (vgl. Informationskompetenz entwickelt worden. was er als Cyberhunts bezeichnet. Hutz 2008:353). die den Lernprozess der Schülerinnen und Schüler vorstrukturiert und steuert. Hutz (2008:253). 2008). Ihr Nutzen für den Fremdsprachenunterricht propagieren zahlreiche Autoren aus dem Bereich der Fachdidaktik (vgl. Präsentation – Exposición 6. Lediglich die Reihenfolge kann variieren. de Hauf Quintero 2009:38 f). . zugleich aber Platz für kreative Lösungen lässt: 1. webbasierte Lernumgebung ist der WebQuest.bzw. Einführung – Introducción 2. Eine umfangreiche offene Aufgabenstellung wird vom Lehrenden auf einer Webseite veröffentlicht. die problemlösend von den Lernenden mithilfe vorgegebener Internetquellen bearbeitet werden muss. wie z.1. wie einer Jahreszahl oder einem Namen. die mit bestimmten Nutzungsrechten verbunden sind.2 vorgestellten Internettools integrieren WebQuests keine webbasierten Kommunikationsfunktionen. Probleme diskutieren und Fragen aufwerfen (vgl. WebQuests folgen einer ganz bestimmten Struktur. Ziel von WebQuests ist nicht nur die Aneignung deklarativen Wissens. Hutz 2008). Dokumente einsehen. 5. Administrator. 2008:354). Im Gegensatz zu WebQuests sind solche Cyberhunts stark vorstrukturiert und lassen keinen Platz für kreative Problemlösungen. Thaler 2008. Im Gegensatz zu den in den Kapiteln 5. Legutke 2008. Steveker 2002. …). Evaluation – Evaluación (Steveker 2004:15)35 Durch bereits vorausgewählte Quellen wird dem Problem des getting lost in hyperspace vorgebeugt (vgl. Aufgabenstellung – Tareas 3. Die registrierten Nutzer können. Sie sind explizit zur Schulung von Medien. Informationsquellen – Sitios Web 4. Hutz 2008:352). die anschließend auf einem Arbeitsblatt eingetragen oder angekreuzt werden muss (vgl. 35 Andere Autoren. 2004. Grünewald 2008:340). es müssen auch eigene Zielsetzungen entwickelt.1.3 WebQuests Eine ebenfalls für didaktische Zwecke entwickelte. die 1995 von Bernie Dodge entwickelt wurde (vgl. einstellen. Grünewald 2006.1.V Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch 34 Im schulischen Kontext kann sie als virtuelles Klassenzimmer verstanden werden. B. Letzteres umfasst lediglich die Suche nach einer konkreten Information. Hutz unterscheidet zwischen den durch eine offene Aufgabenstellung gekennzeichneten WebQuest und dem.1 und 5. das die Unterrichtsorganisation unterstützt und erleichtert. in einem geschützten Bereich. Schüler. Verlauf – Proceso 5. Ein WebQuest ist eine spezielle Variante der Internetrecherche. Grünewald 2004. Grünewald konnte die positiven Auswirkungen auf die Motivation der Lernenden empirisch nachweisen (vgl. Ihnen werden Rollen zugewiesen (Lehrer.

Zusammenfassend lässt sich konstatieren. Insbesondere wenn Schülerinnen und Schüler selbst an der Erstellung von Weblogs beteiligt sind kann dies ein wichtiger affektiver Faktor sein. die Aufgabenstruktur von dieser für die Arbeit mit Weblogs zu übernehmen. Die von den Lernenden erstellten Inhalte können so Reaktionen von einem weltweiten Publikum erhalten. Dateien können hochgeladen. er hat die meisten Berechtigungen. Damit verbinden Weblogs die Vorzüge von Wikis und der Lernplattform moodle.1. Damit weisen auch Weblogs Elemente auf.und Lernzwecke soll aus diesem Grund im Folgenden dargestellt werden. sondern einen öffentlichen Weblog handelt. sowohl bei der Textformatierung. die der webbasierten Kommunikation und Interaktion dienen. 20092012).38 Es besteht die Möglichkeit schüleraktivierende Aufgaben in Form von WebQuests in die Weblog-Arbeit zu integrieren bzw. S. ebenso wie Wikis zu den CM-Systemen. sofern nicht passwortgeschützt. Abgabetermine eingerichtet und Wikis erstellt werden. In Artikeln können längere und kürzere Texte einer begrenzten oder offenen Nutzergruppe zugänglich gemacht werden. und bieten zahlreiche Funktionen. . Weblogs sind. Wie bei moodle erhalten die Nutzer Rollen.1) mit sich.V Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch 35 5. Tondokumente) eingebunden werden können. Eine Anpassung und der Einsatz für schulische Zwecke ist jedoch möglich. 68) befindet sich im Anhang dieser Arbeit. dass Weblogs Vorzüge unterschiedlicher webbasierter Anwendungen und Kommunikationsmedien miteinander verbinden. Für den Fremdsprachenunterricht bringen Weblogs die Vorteile asynchroner Kommunikation (vgl. Dabei ermöglicht die Kommentarfunktion den Kontakt mit realen Sprechern der Zielsprache (wie bei Chats und Foren). S. als auch beim Erscheinungsbild seines Weblogs.bzw. 37 Dem Administrator gehört die Weblog-Domain. 67) sowie der Vergleich von Weblogs mit anderen CM. Zudem steht dem Administrator37 eine Vielfalt von Gestaltungsmöglichkeiten. LM-Systemen (Anhang IV. Ihr Wert für fremdsprachliche Lehr. 36 Eine tabellarische Übersicht der Gegenüberstellung von Weblogs und anderen Kommunikationstools (Anhang III. so dass sich über die Kommentarfunktion jedermann am Diskurs beteiligen kann. Lehrerin und Lernende können den Gruppen Feedback geben. Als weiterer entscheidender Vorteil gegenüber den beiden genannten Systemen muss hervorgehoben werden. die mit bestimmten Berechtigungen verbunden sind. Im Unterschied zu dem LM-System moodle sind diese aber nicht speziell für Unterrichtszwecke entwickelt worden. Lisa Rosa veranschaulicht einer Übersicht die mit den verschiedenen Rollen verbundenen Berechtigungen (vgl.4 Vergleich von Weblogs mit Kommunikationstools und (Learning) Content Management Systemen36 Weblogs zählen. Die Kommentarfunktion erlaubt es Lesern diese Artikel zu kommentieren. Videos. dass unkompliziert und ästhetisch ansprechend vielfältige Multimedia-Inhalte (Fotos. für jedermann zugänglich.1. In Kombination mit den interaktiven Funktionen von Weblogs wird eine hohe Transparenz des Arbeitsprozesses ermöglicht und Lehrer bzw. Kapitel 5. 38 Insofern es sich nicht um einen passwortgeschützten. zur Verfügung.

dass Computer und Internet zwar in der Anfangsphase der Aufgabenbearbeitung einen großen Motivationsfaktor darstellen können.2 Aspekte bei der Weblog-Arbeit im Fremdsprachenunterricht Spanisch Nachdem in Kapitel 5. Schwierigkeitsgrad und . Es ist somit festzuhalten. • Die optische Aufbereitung des Lernmaterials sowie die unterschiedliche multimediale Darstellung der Inhalte und deren Authentizität beförderten das mehrkanalige und ganzheitliche Lernen. 5. • Die veränderte Rolle des Lehrenden war für die Lernenden ein bedeutender Motivationsfaktor. Grünewald konkludiert. Generell messen die Lernenden den Medien aber eine Bedeutung für das eigenverantwortliche Lernen bei und empfinden ihre Freiheit im Lernprozess als positiv. • Die Lernenden profitierten von den Möglichkeiten der Individualisierung (Einteilung der Lernzeit. konnte Grünewald (2006) für Computer und Internet einen signifikanten Motivationsfaktor nachweisen. sei sie positiv oder negativ. • Einige Lernende empfanden die Rolle des Lehrenden als zu passiv und hätten sich mehr Steuerung und Instruktion gewünscht. Aufgabenformat. das Fehlen von kommunikativen Plenumsphasen und schriftlichen Aufzeichnungen. • Für viele Lernende war die Arbeit mit dem Medium Computer per se ausschlaggebend für ihre Motivation.und Leistungsmotivation der Lernenden sowie die Berücksichtigung ihrer Vorlieben bzgl. dass die Begeisterung aber schnell wieder abfällt. Grünewald 2006:302 f): • Durch die offene Aufgabenstellung konnten die Lernenden selbständig und flexibel ihren Lernprozess organisieren. Inhalt.1 Motivationale Aspekte In einer Studie zum Motivationsverlauf bei der Arbeit mit WebQuests und computergestützten Lernumgebungen. • Technische Probleme oder mangelnde technische Fähigkeiten gaben Anlass zur Frustration. Die grundlegende Einstellung der Schülerinnen und Schüler zu den Medien. • Die Medien Computer und Internet an sich waren für einige Mitschüler Anlass zur Demotivation. Grünewald 2008:339 ff). wird durch deren Einsatz im Unterricht verstärkt (vgl. Für die Arbeit mit WebQuests konnten die folgenden motivierenden Faktoren feststellt werden (vgl. Die dabei empfundene Verantwortung für das eigene Lernen wurde als motivierend empfunden. 2006:302 f): • Einige Lernende bemängelten die fehlende produktive Arbeitsatmosphäre.1 die funktionalen Unterschiede von Weblogs im Vergleich mit anderen Kommunikationsmedien und Internettools hervorgehoben wurden.2. Als persistent positiv erweisen sich dahingegen die Lern. • Die Lernenden bemängelten die schlechte Passung der webbasierten Arbeit in den herkömmlichen Unterricht. Allerdings konnte Grünewald ebenso demotivierende Faktoren bei der Bearbeitung von WebQuests feststellen (vgl. wird im Rahmen dieses Kapitels untersucht. da Mitschüler nicht mit dem eigenständigen Lernen umgehen konnten. • Viele bemerkten bei sich durch die Arbeit mit dem Computer eine höhere Müdigkeit und geringere Konzentrationsfähigkeit als im herkömmlichen Unterricht. Auswahl von Aufgaben und Materialien). inwieweit die Arbeit mit Weblogs die Motivation der Lernenden unterstützen und die funktionalen kommunikativen Fähigkeiten des fremdsprachlichen Spanischunterrichts sowie der Lernkompetenzen fördern kann.V Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch 36 5. dass die Lernenden die Arbeit mit den webbasierten Medien nicht per se als motivierend empfinden.

V Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch

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Art der Bearbeitung (vgl. Grünewald 2008:339 ff). Zudem sieht der Autor die Notwendigkeit eines vorbereitenden bzw. begleitenden Methodentrainings zur Lernprozessgestaltung. Auch während der Internetarbeit muss der fremdsprachliche Lernprozess bewusst gemacht werden. Zudem ist es notwendig, die Arbeit mit den Medien sinnvoll in den laufenden Unterricht zu integrieren, d. h. die Phasen der computergestützten Arbeit mit kommunikativen Plenumsphasen abzuwechseln. Hier werden Lernfortschritte sichtbar gemacht und Rückmeldungen gegeben. Grünewalds Studie und die Ergebnisse, die er zum Motivationsverlauf bei der Arbeit mit WebQuests erhalten hat, sind auf die Arbeit mit Weblogs übertragbar. Beide Hilfsmittel verbinden das Arbeiten im virtuellen Raum mit stark autonomen Lernarrangements. Ebenso wie bei WebQuests arbeiten die Lernenden mit Weblogs stark selbstgesteuert und müssen anhand von Links geleitete Internetrecherchen am Computer durchführen.

5.2.2 Schulung von Lernkompetenzen
Inwieweit die Arbeit mit Weblogs die Förderung der in Kapitel 3 beschriebenen Lern- bzw. Schlüsselkompetenzen unterstützen kann, soll im folgenden Abschnitt untersucht werden. Das eigenständige Lernen kann durch Weblogs implizit gefördert werden. Generell gilt, dass sich das selbstgesteuerte Lernen intensiviert, je mehr die Schülerinnen und Schüler selbst über Inhalte, Aufgaben, Zeit, Ort, Personen und Mittel dezidieren können, die sie zur Erreichung eines Lernziels benötigen. Für die Arbeit mit Weblogs bedeutet das, dass sie umso selbstgesteuerter erfolgt, je aktiver die Lernenden sich selbst einbringen können. Reichmayr unterteilt zwei grundlegende Weblog-Konzeptionen, den Lehrer-Blog als virtuelle Lernplattform und den eigenständigen Schüler-Blog: Auf einer unterrichts- oder wissensorganisatorischen Ebene kann ein Weblog ein Fixpunkt in Form einer Plattform im Internet darstellen, zu bestimmten Zwecken aufgesucht – um Entwicklungen zu verfolgen (also nur zu lesen und zu kommentieren), Aufträge zu bekommen oder selbst aktiv tätig zu werden und zu veröffentlichen. (Reichmayr 2006:5) Auf dem Lehrer-Blog finden die Lernenden Hausaufgaben, individualisierende Arbeitsaufträge, Lernhilfen und Ankündigungen organisatorischer Art. Solche Maßnahmen erlauben die Verlagerung eines Großteils der Arbeitszeit auf die außerunterrichtliche Zeit: [...] [T]he interaction between students and between students and teacher is not limited to the face-to-face time that has been scheduled. The weblog is there 24/7 and when creativity flows students (or teachers) can put it ‘out there’, even at 3 in the morning. (Wijnia 2005:49) Der Weblog als Lernplattform fördert das zeitunabhängige Lernen (vgl. Tholen 2006:2), da die Schülerinnen und Schüler rund um die Uhr auf das Material zugreifen können. Sie übernehmen eine größere Verantwortung für ihr eigenes Lernen, da die nötigen Informationen selbst eingeholt müssen. Den Lehrenden stellt das vor die Herausforderung, das Material stets zu aktualisieren und mit etwas Vorlauf einzustellen sowie schnell auf Schülerkommentare zu reagieren. Bei der Gestaltung eines eigenen Weblogs werden die Lernenden selbst aktiv, indem sie Texte erstellen und verlinken. Für einen Weblog im Rahmen eines Projektes mit festen Vorgaben (z. B. Schreibfrequenz, Textumfang) hat dies zur Folge, dass sie ihren Arbeitsprozess selbständig organi-

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sieren müssen. Es muss ein Arbeitsplan entworfen, Lernfortschritte überwacht und gegebenenfalls Korrekturen vorgenommen werden. Den Erfolg von Schüler-Blogs kann gewährleistet werden, indem die Lernenden ein persönliches Interesse an der Weblog-Arbeit entwickeln. Um dies sicherzustellen sollten die Lernenden innerhalb eines thematischen Rahmens selbst einen Teilaspekt bestimmen oder auswählen dürfen. So werden auch die Vorlieben und Interessen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt. Auch die Kommunikations- und Interaktionskompetenz kann im Rahmen einer Weblog-Arbeit gefördert werden. Die Kommunikation erfolgt dabei auf zwei Ebenen, der virtuellen im Netz und der realen im Klassenzimmer. Um Artikel zu publizieren, müssen die Lernenden zunächst in der virtuellen Welt eine intensive Internetrecherche betreiben und sich mit unterschiedlichen Aspekten ihres Themas auseinandersetzen. Ideen und Links können als kurze Notizen gebloggt und später zu umfangreicheren Essays verarbeitet werden. Die Kommentarfunktion erlaubt es Mitschülern ihre eigene Sichtweise auf das Thema darzustellen. So können durch den kommunikativen Austausch im Weblog zwischen den Lernenden Inhalte ausgehandelt werden. Die Konfrontation mit den Meinungen anderer verlangt von allen Lernenden Empathiefähigkeit, aber auch soziale Intelligenz und die Fähigkeit zum Perspektivwechsel. Selbstverständlich können auch Konflikte auftreten, die konstruktiv zu lösen sind. Sollte die Weblog-Arbeit in Gruppen durchgeführt werden, müssen die Lernenden in der realen Welt des schulischen Klassenzimmers auch kooperativ und kollaborativ vorgehen. Rollen müssen festgelegt und Aufgaben verteilt werden. Die Zusammenarbeit in der Gruppe ist von großer Bedeutung für das Arbeitsergebnis. Nicht zuletzt wird auch die interaktive Anwendung von Medien und Mitteln im Rahmen der Weblog-Arbeit gefördert. Die Lernenden müssen, zumindest bei der eigenaktiven Arbeit, den Umgang mit dem Weblog beherrschen. Das beinhaltet das Wissen darüber, wie die Texteingabe und -formatierung funktioniert, wie Bilder hochgeladen werden und wie Seiten neu angelegt und deren Hierarchie bestimmt wird. Bei der Arbeit mit dem Weblog erkennen die Lernenden, dass dieser ein Instrument zur aktiven Teilhabe an öffentlichen Diskursen ist. Die Internetrecherche als Teil der Weblog-Arbeit stellt die Lernenden vor die Herausforderung in einem Überfluss an Informationen solche zu identifizieren, die von inhaltlicher Relevanz sind. Durch die Bereitstellung einer Auswahl an tauglichen Beispielen durch die Lehrkraft lernen sie die Qualität von Internetquellen einzuschätzen, was wiederum die Informationskompetenz fördert. In Plenumsphasen wird die Funktionsweise und das gesellschaftliche Potenzial von Weblogs reflektiert. Die Erkenntnisse können anschließend auf andere Internettools und Web 2.0-Anwendungen, die eine große Rolle im Alltag der Jugendlichen spielen (Facebook, Twitter und Flickr), transferiert werden.

5.2.3 Förderung funktionaler kommunikativer Kompetenzen
Durch die „kommunikative Wende“ Anfang der 70er Jahre wurden die Grundlagen modernen Fremdsprachenunterrichts geschaffen, dessen Ziel vor allem die Förderung kommunikativer und

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interaktiver Kompetenzen in der Zielsprache ist (vgl. Grünewald 2009:185). Im Zentrum des Ansatzes stehen die Kommunikationsabsichten des Sprechers bzw. Fremdsprachenlerners: Zur sprachlichen Realisierung dieser Redeabsichten, braucht er kommunikative Fertigkeiten und Fähigkeiten wie Hörverstehen, Sprechen, Leseverstehen, Schreiben und Vermitteln in zweisprachigen Situationen sowie sprachliche Mittel wie Wortschatz und Grammatik, Aussprache und Orthografie. (Grünewald 2009:186) Bei der Arbeit mit Weblogs können einige dieser Fähigkeiten und Fertigkeiten unterschiedlich stark gefördert werden. Zeitgleich werden auch Strategien, die nicht nur für den fremdsprachlichen Spanischunterricht wichtig sind, sondern auch im größeren Kontext gesehen auf die Anforderungen der Wissensgesellschaft vorbereiten, vermittelt (vgl. Grünewald 2004:8). Insbesondere kommunikative Fertigkeiten, wie Leseverstehen und Schreiben, werden geschult, da die Internetrecherche und Weblog-Arbeit die Verarbeitung und Produktion von geschriebenen Texten beinhaltet. Weblogs erlauben das Einbinden vielfältiger medialer Formen, so auch Bilder, Videos und Tonmaterial, die im Internet kostenlos zur Verfügung stehen. Daher ist auch die Förderung des Hör- bzw. Hör-/Sehverstehens mittels Weblogs nicht ausgeschlossen. Leseverstehen: Für Recherchearbeiten im Internet ist ein Repertoire an Texterschließungsstrategien und Lesetechniken, wie kursorisches, orientierendes und suchendes Lesen (vgl. Steveker 2004:16 f), Voraussetzung. Das sonst zur Bearbeitung kurzer Lesetexte angewendete detaillierte und analytische Lesen (vgl. Grünewald 2009:196) ist demgegenüber von nachrangiger Bedeutung. Auch kommt, laut Steveker, der „unbedingte Wille zum Detailverstehen“ (2004:16 f) bei digitalen Texten nur eingeschränkt zum Tragen. Dies lässt sich auf die enorme Masse der im Internet verfügbaren Informationen zurückführen. Um dem Phänomen des getting lost in hyperspace vorzubeugen, müssen die Lernenden vor allem die Lesetechniken skimming und scanning beherrschen (vgl. Grünewald 2004:8, Steveker 2004:16 f). Beim skimming handelt es sich um extensives bzw. überfliegendes Lesen großer Textmengen, was dazu dient, sich einen Überblick über den Inhalt des Textes zu verschaffen. Scanning bezeichnet das Absuchen eines für relevant befundenen Textabschnitts nach Informationen, die zur Lösung einer Aufgabe benötigt werden. Diese Lesetechniken werden bei der Internetrecherche von den Lernenden wie selbstverständlich angewendet (vgl. Steveker 2004:16 f). Dennoch ist es ratsam die Techniken in einem vorbereitenden Methodentraining bewusst zu machen und zu üben. „Insgesamt“, so Steveker, „wird […] bei der Arbeit mit dem Internet die Sprachbarriere erheblich gesenkt“ (2004:17). Schreiben: Die Arbeit mit Weblogs hat insbesondere produktorientiertes Schreiben zum Gegenstand (vgl. Grünewald 2009:198). Informationen müssen recherchiert, geordnet und zusammengefasst werden, um sie in eigenen Artikeln zu verarbeiten. Beim produktorientierten Schreiben wird nochmals zwischen kreativem und kommunikativem Schreiben unterschieden (ebd.). Kommunikative Schreibformen sind auf die Aufnahme und die Aufrechterhaltung einer Kommunikation mit Spanischsprechern oder anderen Lernern ausgerichtet. Darunter fällt die Kommentarfunktion, die das Analysieren und Kommentieren von Beiträgen anderer Lernender ermöglicht. Beim kreativen

Beim Schreiben von Artikeln kommt der typische dreiphasige Ablauf bei der Textproduktion zum tragen: Planungsphase. Darüber hinaus kann der Lehrende ein Mindestvokabular im zu bearbeitenden Themenfeld vorgeben. Andersherum fördert der Schreibprozess die tiefere Durchdringung und Festigung der Themen und Inhalte. der neue Wortschatz strukturiert und durch Übungen gefestigt werden. welches auf Weblogs nicht nur verlinkt sondern auch direkt eingebunden werden kann. Semantisieren) und top down (Antizipieren. weiterverarbeitet werden. Bei der Menge von Texten ist es insbesondere von großer Bedeutung.und Hör-/Sehverstehen schulen. An dieser Stelle müssen Worterschließungsstrategien angewendet werden. das durch die Lernenden individuell erweiterbar ist. Im Rahmen des Präsenzunterrichts kann dann. Weit verbreitet sind außerdem spanischsprachige Podcasts. Diese werden heutzutage durch zahlreiche Hörtexte und Videomaterial ergänzt. Auf Plattformen wie Vimeo und Youtube findet sich eine Vielfalt geeigneten authentischen Ton. Dazu gehören a) affektive Ziele. c) allgemeines Wissen über Kultur und Kommunikation und d) Strategien zur Bewältigung von Kommunikationssituationen mit Partnern anderer Kultu39 Dies ist abhängig von den die Weblog-Arbeit begleitenden Aufgabenstellungen. wie einer Zeitung. Darunter sind nicht nur Lieder und Musikvideos. einem Plakat oder einer Präsentation.und Hör-/Sehverstehen: In den 90er Jahren basierte das Internet vor allem auf geschriebenen Texten. so lassen sich mit den entsprechenden Aufgabenstellungen auch Hör. Formulierungsphase und Überarbeitungsphase (vgl. sondern auch Nachrichten. Das Vorgehen muss den Lernenden im Vornherein und auch während der Weblog-Arbeit immer wieder bewusst gemacht werden. Bezieht man diese auditiven und audio-visuellen Medien bei der Weblog-Arbeit mit ein. .V Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch 40 Schreiben werden Eindrücke und persönliche Erfahrungen gestalterisch kreativ in einem Text verarbeitet. also zur Herstellung eines Produktes. um die Schreibfähigkeit optimal zu fördern und am Ende qualitativ hochwertige Texte vorliegen zu haben. Wortschatz: Die Lernenden werden bei ihrer Internetrecherche notwendigerweise mit unbekanntem Wortschatz konfrontiert. Dies kann zum Beispiel mithilfe eines Online-Glossars erfolgen. b) kulturspezifisches Wissen. Grünewald 2009:198). die sich mit den unterschiedlichsten Themen beschäftigen. Ein Beispiel für eine kreative Schreibaufgabe in Weblogs ist zum Beispiel das Tagebuch einer fiktiven Persönlichkeit (Protagonist eines Textes oder Films) zu führen.und Videomaterials. dass die mentalen Prozesse bottom up (Diskriminieren. Hör. Interkulturelle Kompetenz: Die unterschiedlichen Dimensionen der interkulturellen Kompetenz werden durch die Arbeit mit Weblogs und Internetrecherchen gefördert. Schlussendlich können die Beiträge und Artikel später zur kreativen Weiterarbeit. Auch diese Fähigkeit kann durch die Weblog-Arbeit geschult werden. Selbstverständlich sollten die Lernenden bei der Arbeit mit Weblogs bereits einen soliden Grundwortschatz beherrschen. Inferieren) beherrscht werden und nicht etwa jedes unbekannte Wort übersetzt wird. Werbespots und Talkshows aus dem hispanophonen Raum zu finden. aber auch des neu erworbenen Wortschatzes.39 Bei Kommentaren können auch wenige Sätze sein.

die Hypothesenbildung. Reichmayr 2006. eine cultural awareness (vgl. d) In Kommunikationssituationen mit Sprechern anderer Kulturen müssen die Lernenden über Strategien verfügen. 5. So kann z. Dazu gehört die Aktivierung von Vorwissen. Dies ist die Grundlage dafür. beseitigt werden können (vgl. um die Sprechfähigkeit implizit zu fördern. Es ist allerdings möglich und auch notwendig Präsenzphasen zu nutzen. Netz 2006. dass die Lernenden die fremde Kultur mit ihrer eigenen Situation in Beziehung setzen und reflektieren. kultureller Codes verfügen. aber auch das Analysieren und Bewältigen von critical incidents. sollte das Spanische als Arbeitssprache eingesetzt werden. 2011. ein Muttersprachler ihren Artikel kommentiert hat. aber auch deklaratives Wissen über die Zielkultur und landeskundliche Gegebenheiten. Das Internet ist zwar zum einen Fundgrube für vermeintliche Stereotypen. Steveker 2004:17). wie z. die die Weblog-Arbeit ergänzen. gegenüber der fremden Sprache und Kultur positive Emotionen aufzubauen. c) Zum allgemeinen Verständnis von Kultur und Kommunikation gehört das Wissen über den Zusammenhang von Kultur und Sprache. Je nach Thema und Lernziel können die Aufgaben unterschiedlich konzipiert sein und unterschiedlichen Zwecken dienen. aufgeschlossen und tolerant gegenüber dem Unbekannten und für sie Ungewöhnlichen zu sein. Dies umfasst sowohl Komponenten der persönlichen Einstellung. Im Plenum besteht außerdem die Möglichkeit grammatische Strukturen. kann aber andererseits auch zur Überprüfung der Schüler-Hypothesen und Vorurteile genutzt werden. wie Missverständnisse vermieden bzw. müssen die Lernenden adäquat auf die Äußerung reagieren und wissen. sich in andere hineinzuversetzen. um unbekannten Wortschatz zu erschließen (vgl. Buchem et al. Wenn bspw. Im Rahmen von Weblogs kann durch unterschiedlichste Aufgabenformate der Blick auf die fremdsprachliche Kultur sensibilisiert bzw.3 Möglichkeiten des Weblog-Einsatzes Die Möglichkeiten des Weblog-Einsatzes im Spanischunterricht sind vielfältig. Reichmayr (2006) und Netz (2006) haben eine Auflistung für . B. Zum Beispiel berichtet Steveker. Generell gilt es also. Grünewald 2009:216). Daraus resultieren differente Klassifizierungen (Rosa 2012. Die Sprechfähigkeit und Grammatik können mit Weblogs nicht direkt gefördert werden. zu explizieren und zu besprechen. Tholen 2006). die bei der Internetrecherche gefunden wurden. Sie müssen also lernen. aber auch strategisches Handeln. b) In konkreten Kommunikationssituationen müssen die Lernenden über Wissen bzgl. Krumm 2007:142). durch den Vergleich von Konnotationen bestimmter Begriffe in der Fremd. Grünewald 2009:217). gefördert werden.V Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch 41 ren (vgl. also Konfliktsituationen zwischen Vertretern des Zielsprachenlandes und Spanischlernenden.und Muttersprache ein Beitrag zur Sensibilisierung für die fremde Kultur geleistet werden (vgl. dass bei Internetrecherchen englische Seiten aufgerufen werden. a) Durch das authentische digitale Material kommen die Lernenden mit kulturell geprägten Meinungen und Ansichten der Vertreter des Zielsprachenlandes in Kontakt. So wird ihnen zudem ihre eigene kulturelle Prägung bewusst. In kooperativen und kollaborativen Gruppenphasen. Grünewald 2009:218). B. Frustrationstoleranz und Empathiefähigkeit.

Mit 40 Institutsexterne Blogs werden an dieser Stelle nur der Vollständigkeit halber aufgeführt. Arbeiten die Lernenden und der Lehrer gemeinsam an den Weblog-Inhalten (III c). Aufgaben. Blogs werden instituts. S. auf dem er beispielhafte Arbeitsergebnisse der Lernenden einstellt (III b). Oftmals werden hier Veranstaltungen bekannt gegeben. Rosa 2012:3).3 dargestellten funktionalen kommunikativen Kompetenzen ausgegangen werden. Lisa Rosa (2009-2012) bietet ein Stufenmodell der Schülerpartizipation an. Aus den unterschiedlichen Quellen konnte eine Unterteilung entworfen werden (vgl. So dienen Schulblogs vor allem der Transparenz und Kommunikation mit Eltern. Zudem können organisatorische Fragen außerhalb der Unterrichtszeit geklärt werden (ebd. . z.V Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch 42 mögliche Schüleraktivitäten und Lernziele zusammengestellt. Hilfsmittel) bereitgestellt werden (vgl. Zudem sind sie in Kapitel 4. Tholen (2006) setzt sich vor allem mit dem Aspekt der Zeitoptimierung durch die Weblog-Arbeit auseinander. Dies ist vor allem dadurch bedingt.2. schulintern sowohl auf organisatorischer Ebene als auch im Unterricht verwendet. Organisationen.2.3 bei der Erfassung möglicher Inhalte und Funktionen von Weblogs mit aufgeführt.). Rosa 2012:1 f) so erfolgt die Partizipation zu gleichen Anteilen. Auf einem Lehrerblog mit Unterrichtsbezug (III a) (vgl.2 beschrieben Lernkompetenzen und der in Kapitel 5. die Lehrerin einen Blog. Zum Beispiel können die Eltern und andere Mitschüler die Ergebnisse kommentieren und diskutieren. Rosa 2012:1) als Plattform können Materialien unterschiedlichster Art (Arbeitsblätter. nämlich in der Erstellung der Arbeiten. 69 und V b. eine aktive Beteiligung an der Unterrichtsgestaltung erfolgt hingegen nicht. II institutsinterne Weblogs und III Unterrichtsblogs) berücksichtigt und unterschiedliche Beispiele aus Schule. Möglichkeiten und Voraussetzungen gekennzeichnet sind. die durch bestimmte Merkmale. Bei zunehmender Schülerpartizipation kann von einer stärkeren Forderung und Förderung der in Kapitel 5. Dabei wurden die unterschiedlichen Einsatzbereiche (I institutsexterne Weblogs40. Dadurch wird zeitunabhängiges Lernen gefördert und die Anzahl fehlender Hausaufgaben unter Umständen minimiert. B. Die Schüleraktivität im Weblog ist auch hier noch immer sehr auf das Kommentieren der Arbeiten begrenzt und findet vor allem vor der Präsentation auf dem Weblog statt. Tholen 2006:2). Zwar besteht für die Lernenden jederzeit die Möglichkeit auf die Lernplattform zuzugreifen und Kommentare schreiben (sofern dies vorgesehen ist). dass die Lehreraktivitäten im Weblog kontinuierlich abnehmen und die Schülerinnen und Schüler zunehmend selbst aktiv werden müssen und für die Erstellung der Inhalte verantwortlich sind. S. spielen aber für die folgenden Betrachtungen keine weitere Rolle. Ausbildung. Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern und sind dabei noch sehr repräsentativ (vgl. Anhang V a. Sequenzplanung. bei einem Projekt. Wie bei einer normalen Webpräsenz ist die Pflege des Schulblogs sehr zeitintensiv. 70). Hochschule und Vorschule zusammengestellt.oder Fachblog (vgl. so dient dies vor allem repräsentativen Zwecken. Musterlösungen. so dass die Schülerinnen und Schüler ein schnelles Feedback auf ihre Arbeiten erhalten. zu Versammlungen aufgerufen und Abstimmungen durchgeführt. Grundlage der weiteren Betrachtung sollen allerdings die Unterrichtsblogs (III a-d) und deren Unterteilung in vier Stufen der Schülerpartizipation (nach Rosa 2009-2012) sein.bzw. Führt der Lehrer bzw.

3. wenn die Lernenden eigene Blogs führen. Dabei reflektiert jeder Schüler und jede Schülerin bzw. Betrachtet man die Ausführung des Kapitel 5. Die Autoren des Studentenweblogs „Web 2. Sie können nicht nur kommentieren. Aufgabe ist es hierbei. dass die Lernenden auch nach Beendigung des Projekts jederzeit Zugriff auf die erarbeiteten Ergebnisse haben. Auf den Weblogs können die Lernenden z. Netz 2006:2) genutzt werden. Web 2. Als „Surftagebuch“ (Reichmayr 2006:5) dienen hiernach Weblogs der Sammlung interessanter Links und Ideen im Rahmen der Internetrecherche. Die höchste Stufe der Partizipation wird erreicht. Der Einsatz des Weblogs als „Rollenspiel“ zur Begleitung eines Buch. . Ähnlich funktioniert das so genannte Projekttagebuch (vgl. Insbesondere bei der höchsten Stufe der Schülerpartizipation (III d) muss der oder die Lehrende regelmäßig die Blogs der Schüler lesen und kommentieren. als Gruppe oder alleine (III d). Die Projektgruppen präsentieren ihre Lernfortschritte und Arbeitsergebnisse auf dem Weblog und können auf den Projekt-Weblogs der anderen Gruppen kommentieren. desto höher ist der Vorbereitungsaufwand und desto wichtiger ist die Vorstrukturierung des Lernprozesses. sich gegenseitig über ihre Heimatorte informieren und sich als Klasse vorstellen. Netz schlägt außerdem den Einsatz von Weblogs für Austausch-Projekte mit einer Partner-Klasse vor (2006:2). Portfolio (Reichmayr 2006) zu führen. eine Rolle aus einem Buch oder Film zu übernehmen. dass je stärker die Funktionen des Weblogs genutzt werden. eine Gruppe von Lernenden die eigenen Lernfortschritte und Ergebnisse.0 im Fremdsprachenunterricht – Die Zukunft?! 2008a). so lässt sich feststellen.) bzw. Darüber hinaus ist es möglich den Weblog als öffentliches oder passwortgeschütztes Lerntagebuch (ebd. Natürlich können auch unterschiedliche Weblog-Arten miteinander kombiniert werden. Ein Vorteil hierbei ist. diese zur Vorbereitung von Klassenarbeiten nutzen und den Eltern präsentieren können.0 im Fremdsprachenunterricht – Die Zukunft?! 2008a). B. Web 2. sondern selbst Artikel und Seiten erstellen sowie Links hinzufügen. Fragen stellen und Tipps geben (vgl. Durch das Aufsuchen unterschiedlicher Webseiten können sich die Lernenden einen Überblick über unterschiedliche Gesichtspunkte eines Themas verschaffen und zu einem späteren Zeitpunkt in einem Projekt darauf zurückgreifen und diese weiterverarbeiten (vgl. Netz 2006:2). So kann es vielleicht einen Lehrerblog mit Unterrichtsbezug (Rosa 2012:1) geben und gleichzeitig führen die Lernenden in einem eigenen Schülerblog (Rosa 2012:2) ein Lerntagebuch. sich in den Charakter hineinzuversetzen und aus dessen Perspektive ein Tagebuch zu führen. einen Schüleraustausch vorbereiten.V Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch 43 dieser Art von Weblogs ist ein Mehr von Rechten und Pflichten bei der Bearbeitung der Inhalte verbunden. Generell können Weblogs zur Präsentation und Veröffentlichung von Projektarbeiten (vgl. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse kann der Lehrende im Folgenden als Grundlage zur Bewertung von komplexeren Lernaufgaben heranziehen.0 im Fremdsprachenunterricht“ haben die Einsatzmöglichkeiten von Weblogs nach Lernziel gegliedert (2008a).oder Filmprojektes (Netz 2006:2) bietet den Lernenden die Möglichkeit. den ersten Kontakt aufnehmen. Dafür erlaubt die hohe Komplexität eine stärkere Schülerpartizipation und damit eine intensivere Förderung des selbständigen Lernens.

In webbasierten Lernarrangements ist die Kontrolle der Schülertätigkeiten weitaus schwieriger als im herkömmlichen Unterricht. berichtet in seinem Essay „When Blogging Goes Bad: A Cautionary Tale About Blogs. 5.4. dass Erfahrungsberichte von Lehrkräften an Schulen und Hochschulen erkennen lassen. eine Studentin zur Problemlösung auf den für den Kurs eingerichteten E-Mail-Verteiler zurück. I-Pads oder Computer-Kabinette vorzuweisen haben. So griff bspw. Die Ausstattung mit Computern ist auch an öffentlichen Schulen sehr unterschiedlich. dass die Lernenden sich unbeobachtet fühlen und daher Ausflüge auf unangemessene Seiten im Internet unternehmen. Discussion. Die zwangsläufig eintretende Entpersonalisierung von Unterricht schwächt die emotionale Bindung zwischen den Beteiligten.und Lernarrangements vorantreibt. Ein Anstieg oder Abfall individueller Schülerleistungen ist folglich schwerer zu ermitteln und wird zudem später erkannt.und Lernformen präsentiert werden. Eine Intensivierung sozialer Unterschiede und schlimmstenfalls die Ausgrenzung ist zu befürchten. die grundlegend für den Erfolg der Weblog-Arbeit sind. dass eine Vielzahl von individuellen Weblogs eingerichtet und keine . Dozent an der Eastern Michigan University. Er musste in diesem Zusammenhang feststellen. wird im Folgenden auf Probleme bei der Arbeit mit Weblogs aufmerksam gemacht. Diese Schilderungen sollen im Folgenden analysiert werden. jedoch von den Studierenden nicht als Kommunikationsmedium genutzt werden (vgl. dass sich Weblogs zwar durchaus zum Publizieren elaborierter Texte eignen. Zum anderen erhöht sich das Risiko von Cyber-Mobbing (Oxbridge Essays 2004).1 Erfahrungsberichte: Risiken beim Weblog-Einsatz zu Bildungszwecken Zunächst soll die allgemeine Problematik beim Einsatz webbasierter Lehr. dass der Einsatz von Weblogs für Bildungszwecke an bestimmte Bedingungen gebunden ist.und Schreibseminar mit Weblogs als Publikationsund Kommunikationsmedium zu arbeiten. Krause. Dass kann einmal dazu führen. Während die bisher beschriebenen Risiken allgemein für alle webbasierten Lernangebote gilt.V Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch 44 5.4 Risiken und Bedingungen des Weblogs-Einsatzes Vor dem Hintergrund der dargestellten positiven Aspekte darf jedoch nicht außer Acht gelassen werden. Zuerst ist die Anschaffung von Hardware und Software sehr kostenintensiv. sind andere gerade einmal mit einen (internetfähigen) Computer je Klasse ausgestattet. während einige Bildungseinrichtungen mehrere Klassensätze Laptops. Negativ wirkte sich des Weiteren aus. Krause 2004). Dies gilt vor allem für Schülerinnen und Schüler. dass die Konzentration der finanziellen Mittel auf die Anschaffung neuester Technik und das damit verbundene „Wettrüsten“ der Schulen die Verdrängung bewährter herkömmlicher Lehr. Nicht zu unterschätzen ist auch die Abnahme kommunikativer face-to-face-Situationen zwischen Lehrendem und Schülerinnen bzw. and Interaction“ (2004) von seinem Versuch in einem Literatur. Email Lists. Steven D. Anschließend werden aus den ermittelten Risiken Bedingungen für den schulischen Einsatz des Mediums abgeleitet. Schülern sowie der Lernenden untereinander. die noch keinen Computer oder Internetzugang besitzen. Der Lehrende bekommt außerdem keine sofortige Rückmeldung über die Leistungen und den Fortschritt der Lernenden. Außerdem besteht die Gefahr.

noch vertraten sie einen individuellen Standpunkt zu relevanten Themen. dass alle Lernenden zuhause oder zumindest in der Schule einen Internetzugang haben. geschweige denn verstanden worüber berichtet werden könnte (ebd. Aufgrund der Unübersichtlichkeit und des enormen Zeitaufwandes fand keine intensive und kritische Auseinandersetzung mit den Inhalten der jeweils anderen Weblogs statt (vgl.V Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch 45 Festlegungen bzgl. wortwörtlich und ohne Auskunft über die Herkunft aus anderen Internetquellen übernommen.). Senior Research Officer am Institute for Information Technology des National Research Council in Moncton. 2004:22). Texte werden oftmals unkommentiert.1). Ist allerdings das Kommentieren Grundlage der Bewertung. Auch besteht die Gefahr.5). Zum Teil wurde schon der Sinn des Weblog-Projekts nicht erfasst. daran erkennen. widernatürlich künstlich wird (Downes 2004:22 ff). die das Scheitern des Weblog-Einsatz für Bildungszwecke vermeiden können. Krause 2004). des Inhalts. Kapitel 3. Die Motivation einen anspruchsvollen Text zu publizieren und mit diesem eine weltweite Leserschaft zu erreichen weicht unter Umständen vollständig dem Anspruch. einen methodisch-didaktischen und einen inhaltlichen Aspekt aufteilen. Organisatorisch: In der Bundesrepublik Deutschland sind alle Schulen mit Computer und Internet ausgestattet (vgl. den Lehrenden und anderen Lernenden kann für Konfliktstoff sorgen. JIM-Studie 2011. unter Umständen haften muss.2 Bedingungen des Weblog-Einsatzes im Spanischunterricht Die Bedingungen eines schulischen Weblog-Projektes lassen sich in einen organisatorischen. dass Weblogs von Schülern aufgegeben wurden. Zudem bloggten viele Schülerinnen und Schüler kaum Inhalte von persönlicher Relevanz. Dies ließ sich u. Sofern die Lernenden in Gruppen zusammenarbeiten ist es auch nicht notwendig. einen personellen. auf dem Gebiet des Urheberrechts und des Datenschutzes (vgl. dass die allermeisten Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 19 Jahren zumindest Zugriff auf einen PC zuhause haben (vgl. a. Insbesondere wenn es sich dabei um ungerechtfertigte Anschuldigungen und Mobbing handelt. Ist dieses Kriterium nicht erfüllt. für welche die Institution. sobald diese nicht mehr Grundlage einer Unterrichtseinheit oder Bewertung waren (Downes 2004:24). Schule oder Universität. 5. so kann das Weblog-Pro- . Auch offene und geschäftsschädigende Kritik an Unternehmen. Zusätzlich kann davon ausgegangen werden.4. der Schule. Kapitel 2. durch die institutionelle Kontrolle in Form von Richtlinien und Kontrollen. dass jedes Gruppenmitglied einen privaten Internetzugriff hat. so ist sicherzustellen. Artikel können auch offline verfasst und später online publiziert werden. ausschließlich den Vorstellungen des Lehrenden gerecht zu werden. dass Bloggen.1. Aus den dargestellten problematischen Aspekten beim Einsatz webbasierter Medien und Weblogs lassen sich Konsequenzen ziehen und Bedingungen ableiten. der Schreibfrequenz und der Art und Weise der Artikel getroffen wurden. Daraus ergeben sich rechtliche Probleme. Ein weiteres wesentliches Risiko für die Arbeit mit Weblogs sieht Stephen Downes. Kanada.

entweder alle Lernenden oder eine Lerngruppe einen E-Mail-Account besitzen. kann ein solcher ebenfalls kostenlos bei zahlreichen Anbietern (GMX. MonitorRemote). Abwechslung im Unterricht. dass die Lernenden während der Weblog-Arbeit im Unterricht jugendgefährdende Seiten aufrufen.V Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch 46 jekt nicht stattfinden. Personell: Sowohl Lehrende und Lernende müssen eine aufgeschlossene und positive Einstellung gegenüber den digitalen Medien und dem Weblog-Tool haben.1). da es hierfür andere Anlaufstellen gibt (Sprechzeiten von Lehrkräften und Schulleitung). sondern ist. Googlemail) angelegt werden.1) zwingend notwendig. Sollte dies ausnahmsweise nicht der Fall sein. Um zu vermeiden. die es der Lehrerin bzw. UserMonitor. damit sie dieses Wissen an die Lernenden weitergeben kann und naheliegenden Gefahren auf diesem Gebiet vorgebeugt wird (vgl. Ihr Einsatz muss vielmehr durch den zu behandelnden Inhalt. die es zu aktivieren gilt. bietet sich der Einsatz von Schulfiltersoftware an. Sollte dies (noch) nicht der Fall sein. dass Kritik an Institutionen. die online kostenlose Software zur Verfügung stellen. inhaltsbezogene Kritik. Yahoo.1).2.welche sich in einer erhöhten Einstiegsmotivation ausdrücken (vgl. dem Lehrer erlauben. im institutionellen Rahmen des Schulunterrichts. die Arbeitsweise und die Lernziele gerechtfertigt sein. Kapitel 5. Das Aufstellen verbindlicher Verhaltensregeln widerspricht nicht dem Ethos von Weblogs. ist von einem Weblog-Projekt abzuraten. dass vertiefte Kenntnisse hinsichtlich des Einsatzes und Umgangs mit Weblog-Tools vorhanden sind. hinsichtlich der beschriebenen Gefahren (vgl. die diese Seiten blockiert. in den herkömmlichen Unterricht eingebunden werden. dass. erfolgen. Von entscheiden- . Um ein Weblog-Projekt durchzuführen. Hieraus lässt sich eine gemeinsame „Netiquette“ zusammenstellen. Bildschirmaktivitäten der Lernenden nachzuverfolgen (z. je nach Konzeption. dass die Lehrperson sich mit den Themen Datenschutz und Urheberrecht auskennt. Kapitel 5. mit anderen Worten. Die Weblog-Arbeit sollte also. Weblogs bieten die Möglichkeit der Bereicherung bzw. Methodisch-didaktisch: Webbasierte Lernarrangements sind nicht per se den herkömmlichen Unterrichtsmethoden vorzuziehen. Es gibt zahlreiche Weblog-Anbieter. In diesem Fall gibt es einfacher zu handhabende und weniger komplexe Möglichkeiten im Fremdsprachenunterricht Individualisierung und Kommunikation zu unterstützen und mit Medienerziehung zu verbinden.4. die andere nicht persönlich angreift. Selbstverständlich müssen Regeln bzw. kann diesen aber nicht ersetzen. Auch die Lernenden haben oftmals Vorstellungen von Verhaltensregeln. der Schule und anderen Lehrkräften nicht Gegenstand der Weblog-Arbeit sein kann. muss keine Software heruntergeladen werden. Dazu gehört auch.4. So sollte ein Appell an konstruktive sowie themen. Ausflügen auf nicht themenbezogene Seiten kann durch Einsatz von Programmen vorgebeugt werden. Zudem muss gegenüber den Lernenden klargestellt werden. Speziell auf Seite der Lehrenden ist Voraussetzung.bzw. Diese Richtlinien sind Teil institutioneller Zusammenarbeit und haben ihren gerechtfertigten Platz im Unterricht. Des Weiteren ist Voraussetzung. Kapitel 5. Richtlinien aufgestellt werden. B.

der Inhalte. in dessen Zusammenhang Beispiele für richtiges Zitieren von Text. Diese müssen den Lernenden gegenüber offengelegt werden. Artikel und Kommentare erst nach Freigabe durch den Administrator offen zugänglich zu machen. Es bietet sich im Folgenden an. Neben Plenumsphasen und der heimischen Einzelarbeit dürfen auch kommunikative Elemente nicht vernachlässigt werden. die ursprünglich für universitäre oder Fernstudienzwecke entworfen wurden. Funktionen und Einstellungen müssen besprochen und erprobt werden. für das derzeit allerdings noch keine Ergebnisse vorliegen (vgl. Boeckmann 2008:121 f). der zu erreichenden Lernziele und der Verfügbarkeit geeigneter Quellen für die Internetrecherche zu treffen. wie ein E-Mail-Verteiler eingerichtet werden. Online-Lernen ist nur in hybriden Unterrichtsarrangements. Grünewald 2006:83). Heckmann beschreibt ein schulisches Blended Learning-Projekt mit der Lernplattform moodle. gibt es die Möglichkeit. Zusätzlich zum Weblog sollte kein konkurrierendes digitales Kommunikationsmedium. das Thema grob eingrenzen. dass in Plenumsphasen Zeit für die begleitende Reflexion des Weblog-Projekts eingeplant wird. Das Weblog-Projekt erfordert vom Lehrenden eine genaue Planung von Ablauf. außerhalb des Unterrichts abrufbar. Heckmann 2011a:84 f). dass zumindest vorläufig der lebendige Mensch.und Bildquellen bereitgestellt werden sollten. Zudem sind Erwartungen bzgl. Qualität und Umfang der zu schreiben Artikel. oder „Traditionen in Spanien“. damit sichergestellt ist. Speziell zum Thema Datenschutz und Urheberrecht hat eine Unterrichtung der Lernenden vor Beginn des Weblog-Projektes zu erfolgen. 41 Blended Learning bedeutet. Um unangenehme Vorkommnisse diesbezüglich zu vermeiden. den Lernenden die Entscheidung über konkrete Themen und Inhalte zu überlassen. ein größeres Engagement und eine Unterstützung der Persönlichkeitsbildung der Lernenden gewährleistet. erfolgreich (vgl.und Mittelamerika“. der korrigiert und aufmuntert. 42 „Festzustellen bleibt ferner.42 Zum Einstieg in die Unterrichtseinheit sind die Lernenden auf die Arbeit mit dem Weblog vorzubereiten.] durch eine Maschine nicht ersetzt werden [kann]“ (Stockinger 1996 apud Grünewald 2006 : 83). Dauer und zu erreichenden Lernzielen. . Inhaltlich: Die Lehrkraft sollte zunächst eine Vorauswahl zu bearbeitender Themen treffen. Erwartungen und Anpassungswünsche mit den Schülerinnen und Schülern zu klären. um Fragen. blended learning41. Somit wird eine längere Motivationspersistenz. dass damit im Hinblick auf die Kontrolltätigkeit zusätzliche Arbeit für den Lehrenden und eine Einschränkung der Selbstbestimmung der Lernenden hinsichtlich der Inhalte einhergeht. schlichtete oder provoziert [. wie Verbundlernszenarien bzw. Präsenzphasen und Online-Phasen gibt. „Länder in Süd. dass ein jeder das Tool bedienen kann. Im besten Fall sind alle Materialien online. die einander abwechseln (vgl. z. etwas vormacht und Feedback gibt. dass es bei webbasierten Unterrichtsarrangements. der widerspricht. bzw... Die Entscheidung ist auf Grundlage der Lehrplanvorgaben. die Schreibfrequenz sowie die Bewertungskriterien klar verständlich darzulegen. B. Bei Wahl dieser Alternative ist jedoch zu beachten.V Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch 47 der Bedeutung ist.

Der folgende Abschnitt widmet sich der Simulation eines konkreten Weblog-Projekts zum Einsatz für den fremdsprachlichen Spanischunterricht. Es soll gezeigt werden. Dies gilt mehr oder weniger letztlich jedoch für alle Unterrichtsarrangements.V Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch 48 Zwar ist das Gelingen des Weblog-Einsatzes im Spanischunterricht wie dargestellt an bestimmte Bedingungen gebunden. wie die in diesem Kapitel beschriebenen Lernziele durch die Weblog-Arbeit verfolgt werden können und wie der Weblog im herkömmlichen Unterricht verankert sein kann. .

So können die Lernenden im Verlaufe der 10. Eine Alternative stellt Línea verde 3 (fortan: LV 3) für Spanisch als dritte Fremdsprache dar. dass frühestens ab der 10. Um der Zielformulierung des sächsischen Lehrplans gerecht zu werden. Klasse „längere und komplexe. welche Länder in Lateinamerika sie persönlich interessieren und in welche gesellschaftlichen und landeskundlichen Aspekte sie sich vertiefen wollen. Ausgangsbasis für die Planung des Projekts und des Weblog-Konzepts ist der von Grünewald vorgestellte Ablaufplan für Projektarbeiten (vgl. 6. sollte das Weblog-Projekt erst am Ende des Schuljahres anberaumt werden. weshalb es sich anbietet die Weblog-Arbeit mit der Lektion im Schülerbuch verbindet. dass die Schülerinnen und Schüler bereits mit authentischen Texten gearbeitet haben. die auch unbekanntes Vokabular enthielten. Demokratisch wird sich auf die Bearbeitung von vier Ländern geeinigt.43 Die Lernenden sind nun aufgerufen Vorschläge anzubringen. Grünewald 2009:139). 49 6. Außerdem müssen die Lernenden über grundlegende Strategien verfügen. Grundlage hierfür ist. SMK Sachsen 2011:27 und 42). .6 Die Simulation eines Weblog-Projekts für den Fremdsprachenunterricht Spanisch: Los sucesores de Colón Die Weblog-Arbeit soll in ein Projekt zu einem festgelegten Thema eingebettet werden. Laut den Angaben des sächsischen Lehrplans für das Fach Spanisch an Gymnasien sollen die Schülerinnen und Schüler am Ende der 10. Ebenfalls in Unidad 8 wird der Themenbereich Hispanoamérica unter dem Titel Chile: Literatury y política aufgegriffen. der für den Weblog-Einsatz noch einmal in drei Grob-Phasen unterteilt wird: die Vorbereitungsphase (antes de la aplicación del blog). Klasse mit authentischen Texten im Rahmen von selbständigen Internetrecherchen gearbeitet werden kann.1 Die Vorbereitungsphase – Antes de la aplicación del blog In der Vorbereitungsphase werden die ersten drei Punkte von Grünewalds Phasenmodell situiert: (1) Entwicklung der Projektidee. Sie müssen bereits Erfahrungen mit stark selbstgesteuerten Lernszenarien und Projektarbeit gemacht haben und Strategien der Lernprozesskontrolle beherrschen. Hieraus lässt sich ableiten. Klasse (für Spanisch als zweite und als dritte Fremdsprache) einen großen Themenkomplex (vgl. (2) Festlegung der Lernziele und der Projektplanung sowie (3) Erarbeitung und Einübung der benötigten sprachlichen und technischen Fertigkeiten und Lerntechniken. Dies gilt sowohl für das Spanische als zweite als auch als dritte Fremdsprache. zu geläufigen Themen lesend und hörend verstehen. Lateinamerika bildet in der 10. Entsprechend des sächsischen Lehrplans wird Hispanoamérica für die folgende Simulation als Rahmenthema festgelegt. die (Weblog-)Durchführungsphase (durante la aplicación del blog) und die (Produkt-)Nachbereitungsphase (después de la aplicación del blog). die ihnen die Erarbeitung der virtuellen Texte ermöglichen. Für die Simulation wurden die Länder Ar43 Für Spanisch als zweite Fremdsprache ist das Lehrwerk Línea amarilla 3 (fortan: LA 3) des Klett-Verlags zu empfehlen. festigen. auch authentische Texte. die im Wesentlichen frequenten Wortschatz enthalten“ (SMK Sachsen 2011:23 und 39). Hier wird in Unidad 8 das Thema Viaje a Guatemala behandelt.1. Das Thema wird zudem in den gängigen Spanisch-Lehrwerken behandelt. Thema und Weblog-Modell Die Lernenden werden im Rahmen von Internetrecherchen mit komplexen authentischen Texten arbeiten müssen.1 Die Projektidee: Lerngruppe. Klasse den nötigen Grundwortschatz und die erforderlichen Lerntechniken sukzessiv erlernen bzw.

dass die intensive Schreibarbeit auf die Gruppenmitglieder verteilt wird und nicht alle Schülerinnen und Schüler auf einen Internetzugang angewiesen sind. Außerdem muss die Lehrerin bzw. den Erwerb kommunikativer Kompetenzen in der Fremdsprache Spanisch mit der Schulung allgemeiner Schlüsselkompetenzen mithilfe von Weblogs zu verbinden. S.1. 6. Sollte dies nicht der Fall sein. Jede Arbeitsgruppe wird sich intensiv mit einem Land Lateinamerikas auseinandersetzen. Lernziele und Strukturierung44 Grundlegende Voraussetzung ist zunächst. Die Lernenden sind dazu aufgerufen sich kritisch-reflektierend mit den publizierten Texten der anderen Gruppen auseinanderzusetzen. dass die Lernenden eine positive Einstellung gegenüber Computer und Internet an den Tag legen. Die Aufgaben sollten unterschiedliche Genres bzw. Ist hingegen die grundlegende technische Ausstattung mit einem Computer auf Seite der Schülerinnen und Schüler nicht gegeben. Mexiko. Bei der Internetrecherche nutzen und vertiefen sie 44 Eine tabellarische Übersicht zum Ablauf des Weblog-Projekts befindet sich im Anhang dieser Arbeit (Anhang VI. Idealerweise verfügen alle Lernenden zuhause über einen Zugang zu einem internetfähigen Computer. In den Gruppen-Blogs werden alle Lernergebnisse und darüber hinaus interessante Links zum Thema festgehalten. Dabei werden unterschiedliche Aufgabentypen und Schwierigkeitsgrade unter Einbeziehung der verschiedenen Lerntypen zur Verfügung gestellt. müssen zumindest Computerarbeitsplätze in der Schule außerhalb der Unterrichtszeit für die Bearbeitung zur Verfügung stehen.2 Organisatorischer Rahmen: Ressourcen. Die Schülerinnen und Schüler erlernen den Umgang mit den grundlegenden Funktionen von Weblogs und erkennen diesen als Werkzeug zur Publikation. 71) . Kolumbien und Cuba ausgewählt. Die Schülerinnen und Schüler bilden nun anhand der Länder Gruppen. regelmäßig einen schulischen Computerraum zu reservieren. Ein Lehrer-Blog dient während der gesamten Ausarbeitungszeit als Ausgangsplattform für Recherchen. sondern auch Musik. Die Lehrkraft sollte auch darauf achten. Filme und Bilder einbinden. also nicht nur die Bearbeitung von Texten umfassen. Um möglichst eigenständig arbeiten zu können.VI Die Simulation eines Weblog-Projekts für den Fremdsprachenunterricht Spanisch: Los sucesores de Colón 50 gentinien. der es ihnen erlaubt sich zu diesen Aspekten zu positionieren. Grundlegend ist es das Ziel des Weblog-Projekts. Das gewählte Weblog-Modell verbindet hohe Schülerpartizipation mit optimierter Unterrichtsorganisation. denen etwa gleich viele Schüler angehören. gesellschaftliche und landeskundliche Aspekte eines Landes in Lateinamerika erwerben und sich einen themenspezifischen Wortschatz aneignen. Der Vorteil eines Gruppen-Blogs besteht darin. soll jede Arbeitsgruppe an einem eigenen Schüler-Blog arbeiten. Fundgrube für Lernmaterialien und -hilfen und soll Organisationshilfe bei der Unterrichtsplanung sein. damit dieser im Rahmen des Unterrichts und für die Gruppenarbeit genutzt werden kann. Modi berücksichtigen. Auf Grundlage der Interessen der Lernenden erstellt die Lehrkraft eine Auswahl von Arbeitsaufträgen. Die Lernenden sollen grundlegende Kenntnisse über diverse kulturelle. können die Texte auch in einem Textprogramm erstellt und dann vom Gruppenleiter auf dem Weblog publiziert werden. Diskussion und Partizipation an der öffentlichen Meinungsbildung. Werbung. der Lehrer nur vier Blogs im Auge behalten und bewerten.

der mit der . In deren Rahmen findet ein Strategietraining statt. und erfordert eine umfassende Anleitung und Begleitung durch die Lehrperson. in denen die Lernenden die gewählten Themenaspekte bearbeiten und dazu die erworbenen bzw. Die Unterrichtszeit wird vor allem für die Gruppenarbeit und Textproduktion verwendet. Diese Phase erstreckt sich über 6 Wochen.3). der die Verfolgung des Zeitplans überwacht.1.3 Vermittlung: Technische und sprachliche Mittel und Lerntechniken Wie bereits erwähnt. die von den Schülerinnen und Schülern selbst erstellt und dann auf dem Lehrer-Blog veröffentlicht werden sollte. Anhang VII. auf 9 Wochen am Schuljahresende der 10. ausgehend von 3 Unterrichtswochenstunden á 45 Minuten. dass es einen leitenden Redakteur gibt. Es bietet sich an. hat diese nun stattzufinden. 6. Es wird vorgeschlagen. Heckmann 2011:84. Die Schülerinnen und Schüler werden über die Themen Urheberrecht und Datenschutz im Internet aufgeklärt. Dabei sollen unterschiedliche Bereiche Berücksichtigung finden. die in der anschließenden Nachbereitungsphase weiterverarbeitet werden können. Es werden die für die Internetrecherche bedeutsamen Wort.2. widmet sich die erste Woche des Projekts dem vorbereitenden Strategietraining.und Worterschließungsverfahren. In diesem Zusammenhang hat auch die Aufklärung hinsichtlich der Gefahren und Möglichkeiten des Interneteinsatzes zu erfolgen. In der kooperativen und kollaborativen Gruppenarbeit können die Lernenden soziale und kommunikative Kompetenzen zeigen und mithilfe von Kontrollstrategien den Lernfortschritt der Gruppe überwachen. dass innerhalb der Gruppen unterschiedliche Rollen verteilt werden. In Plenumsphasen können die Lernenden Fragen stellen und der Lehrende bekommt einen Überblick über den Stand der Gruppenarbeit. gemeinsame Ziele und Aufgabenteilung verständigt und ein Zeitplan aufgestellt werden. vorstellbar. S. dass den Lernenden ein Repertoire an Texten zur Verfügung steht. Falls die Gruppenbildung nicht schon vor Beginn des Projekts erfolgt sein sollte. dass das Weblog-Projekt. Schließlich folgt dann die Evaluation und Bewertung der Projektergebnisse durch die Lehrkraft und die Lernenden. Sobald die Gruppen gebildet worden sind. Klasse stattfindet. Insbesondere für die Vermittlung der technischen Bedienfähigkeit sowie der Aufklärung über rechtliche Hintergründe der Weblog-Arbeit bietet sich der fächerverbindende Unterricht mit dem Fach Informatik an.und Texterschließungsverfahren. 72). Im Folgenden muss der technische Umgang mit dem Weblog vermittelt werden. aufgefrischten Fähigkeiten und Strategien anwenden. Kapitel 5. Des Weiteren sollen die Lernenden ihr Wissen zur Textproduktion auffrischen und davon ausgehend Kriterien für die Bewertung von Texten erstellen. Dies dient als Grundlage für die Erarbeitung einer Netiqueta (vgl. sollte sich über die allgemeine Vorgehensweise.VI Die Simulation eines Weblog-Projekts für den Fremdsprachenunterricht Spanisch: Los sucesores de Colón 51 außerdem Text. und einen technischen Assistenten. Anschließend beginnt die Arbeit mit den Weblogs. Ziel der Weblog-Phase ist. So ist bspw. skimming und scanning (vgl. Die erste Woche ist einer Vorbereitungsphase gewidmet. das Publizieren von Artikeln und das Kommentieren. wiederholt und geübt. Dieser Themenbereich umfasst das Anlegen von Seiten. Dieser finale Abschnitt erstreckt sich über die letzten zwei Wochen des Projekts. Für die Projektarbeit ist im Hinblick auf die Einstiegsmotivation der Lernenden die Zusammenarbeit in interessenhomogenen Gruppen zu bevorzugen.

.45 Eine Übersicht zu kostenlosen Weblog-Providern geben Reichmary (2006:2) und Rosa (2008:2). 47 Die „Mediathek“ (Online-Datenbank) von WordPress bietet einen Speicherplatz von 3072 MB.VI Die Simulation eines Weblog-Projekts für den Fremdsprachenunterricht Spanisch: Los sucesores de Colón 52 Arbeit am Computer und im Internet vertraut ist und diese Medien auch von zuhause aus bedienen kann.46 Aus diesem Grund wird für die Zwecke der vorliegenden Simulation wurde sich für diesen Anbieter entschieden.de. Kapitel 4. um es in einem weiteren Schritt zu einem qualitativ hochwertigen Text zusammenzustellen und zu publizieren. Gestaltungsmöglichkeiten werden über die Auswahl zahlreicher Hintergründe und Layouts zur Verfügung gestellt. Unter den allgemeinen Einstellungen kann „Spanisch“ als Blog-Sprache und für die Bedienoberfläche eingestellt werden. Es erscheint naheliegend einen kostenlosen und werbefreien Weblog-Anbieter auszuwählen. während der Lehrer-Blog vor allem Quelle für Material ist. wenn eine relativ große Datenmenge zur Verfügung steht. 6.und Aufgabendifferenzierung. In einem Vergleich unterschiedlicher Weblog-Anbieter stellte sich heraus. eine vorgegebene Online-Plattform zu nutzen. Einstellungen und Funktionen von WordPress vorgestellt werden. Der Anbieter ist kostenlos und dazu noch werbefrei. Es muss geordnet und bearbeitet werden. damit zahlreiche Dokumente und Fotos hochgeladen werden können. 6. Over-Blog und Beepworld miteinander verglichen (Hönes 2011). Das Konzept zum Weblog-Projekts kann im Anhang dieser Arbeit eingesehen werden (Anhang VIII. I den folgenden Abschnitten sollen zunächst allgemeine Überlegungen bzgl. Die restlichen Schülerinnen und Schüler betätigen sich als Redakteure und sind vorwiegend mit der Erstellung der Texte und der Informationssuche betraut. Anschließend (5) erfolgt die Analyse des Materials.2) verfügt und auch umfangreiche Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Für Unterrichtszwecke ist es außerdem von Vorteil. dass WordPress das beste Angebot hat (Hönes 2011). damit die Lernenden mit der spanischen Bedienoberfläche arbeiten können. Ein Großteil der Aktivitäten findet auf den Schüler-Blogs statt. Zudem ist darauf zu achten. Trotz dessen es sich bei WordPress um einen US-amerikanischen Anbieter handelt. 46 Es wurden die 5 Weblog-Provider WordPress. Blogger. für die Zwecke des spanischen Fremdsprachenunterrichts nützliche.1 Weblogs: Anbieter und Einstellungen Es gibt eine Vielzahl von benutzerfreundlichen Weblog-Anbietern im Internet. Gerade für den Fremdsprachenunterricht bietet es sich an. S.47 Im Folgenden sollen einige. um eine solche nicht erst programmieren zu müssen.2. Insbesondere für den fremdsprachlichen Spanischunterricht sollte auch die Sprache einstellbar sein. ist die Übersetzung 45 An dieser Stelle würde sich wiederum die Zusammenarbeit mit dem Fach Informatik anbieten. Er erfüllt die beschriebenen maßgeblichen Kriterien und zudem ist die Bedienoberfläche leicht zu verstehen und intuitiv bedienbar.2 Die Durchführungsphase – Durante la aplicación del blog Schwerpunkt der Durchführungsphase ist es (4) Informationen zu sammeln. gezielte Internetrecherchen durchzuführen und Bild-/Ton-/Videomaterial zusammenzustellen. 73). Über diese Rollenverteilung erfolgt bereits eine erste Interessen. des Weblogs und seiner Einstellungen angestellt werden und anschließend die Funktionen der Schüler-Blogs und des Lehrer-Blogs vorgestellt werden. dass der Weblog über alle Grundfunktionen (vgl. Blog.

48 6. So können zum Beispiel schnelle Abstimmungen organisatorischer Art oder grobe und anonyme Auswertung des Weblog-Projekts eingebunden werden. Hinweise). hierauf reagiert. Für das Ziel dieses speziellen Weblog-Projekts bietet sich aus Motivationsgründen ein öffentlicher Weblog an. Andersherum besteht die Möglichkeit. sobald der Administrator des Blogs.VI Die Simulation eines Weblog-Projekts für den Fremdsprachenunterricht Spanisch: Los sucesores de Colón 53 korrekt und fehlerfrei. dass diejenigen. Es wirkt sich positiv auf die Grundeinstellung der Lernenden aus. Die Einladung der Teilnehmer zum Weblog erfolgt per E-Mail. Für den Lehrer-Blog bietet sich an. sobald sich eine Seite ändert oder ein neuer Artikel erschienen ist. Es wird insofern zwischen dem Administrator. Im Hauptbereich des Weblogs erscheinen von links nach rechts die vier neuesten Artikel der Lehrkraft (z. Zudem lässt sich auch an anderer Stelle (Einstellungen > Email Post Changes) festlegen. In diesem Rahmen werden auch die Bedienrechte vergeben. die sie zur Projektplanung. Im zweiten Menü werden die Links zu den Schüler-Blogs und weitere allgemeine Links angezeigt. zu den Aufgabenstellungen und dem Glossar führen. Des Weiteren kann unter „Privatsphäre“ bestimmt werden. d. B. sind Redakteure dazu befugt. Es ist empfehlenswert. dass die Lehrkraft eine E-Mail-Benachrichtigung erhält. ohne dabei Layout und andere Einstellungen verändern zu können. Ästhetisch ansprechend wirkt der Lehrer-Blog vor allem wegen der die Artikel begleitenden Bilder. Ankündigungen. Umfragen durchzuführen. dass die Lehrkraft als Administrator die Lernenden als Autoren einlädt. die mit den verschiedenen Rollen bei WordPress verbunden sind. dass an einen eingerichteten E-Mail-Verteiler Nachrichten versendet werden.2. In der ersten Menüleiste finden die Schülerinnen und Schüler die Links zu Unterseiten des Lehrer-Blogs. Artikel zu veröffentlichen sowie Material in die Mediathek hochzuladen.2 Der Lehrer-Blog Für den Lehrer-Blog wurde eine Formatvorlage (Theme) gewählt. Grundüberlegung hierbei ist die Übersichtlichkeit und erleichterte Bedienbarkeit zu gewährleisten. passwortgeschützt ist. Während der Administrator alle Einstellungen vornehmen kann. ob der Weblog von Suchmaschinen gelistet werden soll und ob er privat. h. Autoren und Mitarbeitern unterschieden. sobald jemand einen Kommentar geschrieben hat und dieser freigeschaltet werden muss (auswählbar unter Einstellungen > Diskussion). Redakteuren. löschen und verändern. Es gibt des Weiteren die Möglichkeit. während Mitarbeiter darauf beschränkt sind Artikel anzulegen. dass unter Einstellungen > Lesen eingestellt wird. Dieses Menü kann durch die Lehrkraft während des Projekts ständig erweitert werden. die alle Inhalte selbst gestalten. B. Im dritten Menü erscheinen die Titel der neuesten Einträge der Lehrkraft auf dem Blog. zu Arbeitsmaterialien. die einen Kommentar zu einem Artikel geschrieben haben. eine E-Mail erhalten. Online-Wörterbücher. Webpräsenz des Cervantes-Instituts). Am un48 Eine gute Übersicht über die Berechtigungen. dessen Aussage verstärken. stellt Lisa Rosa (2009-2012) zur Verfügung . Seiten zu erstellen. die das Anliegen illustrieren bzw. die für die Lernenden relevant sein können (z. Im oberen Bereich sind drei Menüleisten angeordnet. in diesem Fall die Lehrkraft. Auf den Schüler-Blogs sind die Lernenden Redakteure. Autoren können hingegen nur ihre eigenen Artikel publizieren. die an einen journalistischen Blog erinnert. Im selben Schritt erfolgt auch die Zuteilung von Rollen. dass ihr Blog weltweit für Interessierte zugänglich ist. diese aber ohne Zustimmung des Administrators nicht veröffentlichen können.

aber auch eine Anleitung zur Erstellung eines Eintrages in das Glossar. So ist es den Lernenden möglich sich über Ereignisse ihres ausgewählten Landes zu informieren und. ohne dass diese sprachlich elaboriert sein müssen. Hierzu gehört z. Insbesondere die Artikel können als Sammelmappe funktionieren. Jeder Lernende soll je Woche eine Vokabel bearbeiten. Es wurden unterschiedliche Aufgabenformate gewählt und es stehen Optionen zur Verfügung. . XY). seitdem 2007 das Telemediengesetz erstmals inkraftgetreten ist.und Rollenaufteilung sowie grundlegende Kriterien für die Bewertung. B. indem bei den Weblogeinstellungen das Widget „RSS“ in die Seitenleiste integriert und ein Link zu einem RSS-Feed einer Nachrichtenseite einfügt wird. Ein Klick auf die Meldung führt dann zum Ausgangsartikel auf der Onlinepräsenz des Nachrichtenkanals. Die Lernenden müssen diese Seiten durch eigene Inhalte erweitern und selbst Unterseiten anlegen. S. a. Auf der Startseite ist des Weiteren eine Spalte zu sehen. Eine der themenunabhängigen/ übergreifenden Aufgaben der Gruppen wird es sein. Erst auf den Unterseiten müssen dann ausgearbeitete Texte zu den Aspekten erscheinen. also im vorliegenden Fall die des Lehrenden. Dadurch wird gewährleistet. Der Link Tareas führt die Schülerinnen und Schüler zu den Arbeitsaufträgen. die Vokabeln in spanischer Sprache zu erklären und mit anderen Einträgen zu verlinken. Am oberen Rand befindet sich eine Menüleiste mit den zu bearbeitenden Aspekten.2. so dass urheberrechtliche Verstöße auch im Internet verfolgt werden können. wie viele Meldungen angezeigt werden sollen. dass sich etwas geändert hat. dass der Lektionswortschatz abgedeckt ist und die Lernenden eigene Vokabeln ergänzen. Auf der Startseite findet sich neben einem großen Bild aus dem Land der Projektgruppe ein RSS-Feed zu einer Nachrichtenseite des Ziellandes. des Schwierigkeitsgrades und des Umfangs der Aufgaben ermöglicht. der die Bedienung des Weblogs erleichtern soll. wichtige Termine. Unter dem Link ¡Ojo! finden die Lernenden Erläuterungen zum Ablaufplan.49 6. von denen die Lernenden mindestens vier bearbeiten sollen. Auf diese Weise wird eine Leistungsdifferenzierung bzgl. die gemeinsam erarbeitete Netiqueta (vgl. Der Link Sobre el blog erklärt schließlich das Anliegen des Weblog-Projekts für Außenstehende und enthält außerdem die Kontaktdaten des Weblog-Inhabers.VI Die Simulation eines Weblog-Projekts für den Fremdsprachenunterricht Spanisch: Los sucesores de Colón 54 teren Rand stehen den Lernenden zwei Archive zur Verfügung: eines nach Datum und eines nach Kategorien geordnet. diese Meldungen auch in Artikeln 49 Dies ist notwendig. Es regelt u. Es kann an dieser Stelle noch eingestellt werden. Das Glosario beinhaltet Wortschatz. die rechtlichen Rahmenbedingungen des Internets und sieht auch für Weblogs eine Impressumspflicht vor. Anhang XY. sowie die Vokabeln der Unidad 8 aus dem Schülerbuch (LA 3 oder LV 3). Diese können dann auch von den anderen Mitschülern bewertet und kommentiert werden. So kann die Lehrkraft stets erkennen. Außerdem soll für relevant gehaltenes Vokabular ergänzt werden. in der zunächst auch nur Links oder Gedanken publiziert werden. Diese sind in fünf thematische Bereiche untergliedert. die Gruppen. Unter Materiales stehen den Schülerinnen und Schülern Lernmaterialien zur Verfügung. als Zusatzaufgabe. in der die neuesten Artikel untereinander erscheinen. Der Feed lässt sich einbinden.3 Die Schüler-Blogs Der Schüler-Blog hat ein einfaches Layout.

um die Bedienung nicht unnötig zu erschweren. oder ob die angedachte Arbeitsteilung gestört ist. jedoch spätestens ab der dritten Woche sollen die Recherchearbeiten und das Verfassen der Texte für den Weblog auf die Heimarbeit verlagert werden. Außerdem können die Themen bzw. B.VI Die Simulation eines Weblog-Projekts für den Fremdsprachenunterricht Spanisch: Los sucesores de Colón 55 zu kommentieren und kritisch zu hinterfragen.1) geht hervor. Texte der Lernenden im Unterricht als Diskussionsgrundlage herangezogen werden. Es sollten jedoch mindestens 10 Minuten während der Unterrichtszeit weiterhin für Fragen und Probleme technischer Art zur Verfügung stehen. Diese gruppenorganisatorischen Prozesse erfolgen zur Verbesserung der Kommunikationsfähigkeiten in spanischer Sprache. ebenso wie aus der Studie zur Arbeit mit Weblogs und computergestützter Lernsoftware von Grünewald (2006) (vgl. dass diese Szenarien ihre volle Wirkung nur entfalten können. Dies eröffnet der Lehrkraft die Möglichkeit. Spalten und Menüs enthält. Kapitel 5.4 Integration in den laufenden Unterricht Aus Studien zu Blended Learning-Projekten und E-Learning im Hochschulbereich (vgl. Ab der zweiten. dass während der Weblog-Phase die Unterrichtszeit kommunikativ genutzt wird. wird vorgegeben. ob die Gruppe ausgewogen arbeitet. im Gruppen-Puzzle). dass wöchentlich eine Aufgabe eingereicht werden muss.50 Zu beachten ist. dass die Lerngruppen sich gegenseitig über den Stand ihrer Projekte austauschen (z. Das Hauptaugenmerk wird sich nun zunehmend auf die Weblog-Inhalte richten. Kapitel 5. Vor diesem Hintergrund ist im Rahmen des Weblog-Projekts vorgesehen.2). Die Lehrkraft erhält in diesem Zusammenhang einen ersten Eindruck von der Zusammenarbeit der Gruppen und kann gegebenenfalls Hinweise zur Planung und Überwachung des Arbeitsprozesses geben. Die Unterrichtszeit dient in dieser Phase dazu. So lässt sich schnell wahrnehmen. wenn regelmäßige Präsenzphasen eingeplant werden. da im Fremdsprachenunterricht die gesprochene Sprache und der Kontakt zu anderen von großer Bedeutung ist.2.4.2. sondern in die Textproduktion und Interaktion auf dem Weblog investiert werden. wird den Lernenden vor Augen geführt. So wird sichergestellt. sowie die Aufteilung der Aufgaben verständigen. Um zu vermeiden. im laufenden Unterricht auf die bereits erstellten Texte zurückzugreifen. den Lernenden Freiraum für Interaktion und Kommunikation zu geben. dass die Lernenden erst gegen Ende der Bearbeitungszeit aktiv werden. Der Großteil des Arbeitsaufwandes soll schließlich nicht auf die Organisation der Inhalte entfallen. Durch die Verwendung der Weblog-Inhalte als Grundlage des laufenden Unterrichts. dass der Schüler-Blog für den Einstieg nicht zu viele Elemente. Schwerpunkt in der ersten Woche ist. dass die Lernenden ihre Fragen zu Bedienschwierigkeiten des Tools direkt an den Lehrenden richten und allgemeine Probleme im Plenum behoben werden können. 6. Auch für die Arbeit mit Weblogs ist es wichtig. dass ihre Arbeit sowohl für die Lerninhalte 50 Vorausgesetzt natürlich alle Gruppen-Mitglieder haben einen PC mit Internetzugang zuhause. . dass die Lernenden in ihren Arbeitsgruppen zusammensitzen und sich über die Rollenverteilung. Am unteren Seitenrand des Weblogs befindet sich schließlich ein Archiv sowie eine Liste der beteiligten Autoren und ihrer publizierten Artikel. In der ersten und zweiten Woche der Durchführungsphase wird während des Unterrichts noch viel mit dem Weblog gearbeitet und recherchiert.

Dabei spielt es eine Rolle. da die Texte nach der sprachlichen Korrektur in einem Textverarbeitungs. dass die Lernenden ein Lernprodukt erstellen. Anschließend erfolgt (7) die Präsentation der Ergebnisse sowie (8) die Evaluation des Weblog-Projekts. dass der Lehrende sich intensiv mit den Inhalten der Schüler-Weblogs beschäftigt. 6. Zunächst muss jede Gruppe ihre Texte noch einmal einer Kontrolle unterziehen und gegebenenfalls nötige Ausbesserungen vornehmen. nicht-digitalen Welt handelt. Für den Autor des ausgezeichneten Artikels kann ein kleiner Preis ausgeschrieben werden. da sie bei der Stundenvorbereitung von Inhalt und Umfang der Schülerbeiträge abhängig ist. um das Schülerengagement aufrechtzuerhalten. was einen positiven Effekt auf die Motivation der Lernenden haben sollte. jede Woche Artikel zu nominieren. loben und unterstützen.oder Radioreportage. Landes-Ratgeber weiterverarbeitet werden. mit einer Umfrage auf dem Lehrer-Blog). womit jedoch ein größerer Zeitaufwand verbunden ist. Hierbei bietet sich auch der fächerverbindende Unterricht mit dem Fach Kunst an. verbessert und optisch aufbereitet. In Kommentaren sollte er Feedback und Anregungen geben. Auf Seiten der Lehrkraft erfordert dieses Vorgehen starke Flexibilität. 6.1 Erstellung und Präsentation des Lernprodukts Es bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten der Weiterarbeit und Aufbereitung der erstellten Texte an. was sie auch zu einem späteren Zeitpunkt ansehen und vorzeigen können. Bei der Bewertung der Schülerarbeiten müssen mehrere Aspekte beachtet und möglichst alle von den Lernenden erbrachten Leistungen in das Ergebnis mit einbezogen werden. die Präsentation der Reiseführer im Rahmen einer (fiktiven) Tourismusmesse für den Fachbereich Lateinamerika vorstellbar. wären die Erstellung einer Fernseh. Im Anschluss ist bspw. Aufgrund des . Hierzu werden die Texte der Weblogs noch einmal überarbeitet.3.(Word.2 Bewertung und Evaluation des Weblog-Projekts Aufgrund des Arbeitsaufwands und der Dauer des Projekts ist eine intensive Evaluation und eine vielschichtige Bewertung desselben von großer Bedeutung. Dabei sind insbesondere die Kommentierungen der Mitschüler und des Lehrenden auf dem Schüler-Weblog zu berücksichtigen. dass es sich bei Computer und Internet um nützliche Instrumente zur Verwirklichung von Projekten und Ideen in der realen.3 Die Nachbereitungsphase – Después de la aplicación del blog Die Nachbereitungsphase dient dazu. Die Lehrkraft kann in diesem Rahmen persönlich Rückmeldungen zu den Inhalten geben. die besonders gut gelungen sind (z. Die Weiterverarbeitung der Texte und deren Verarbeitung zu kleinen Heften betonen den Fakt. (6) das Lernprodukt zu erstellen. B. die den Aspekt der Ganzheitlichkeit berücksichtigen. Andere Möglichkeiten der Weiterarbeit. Scribus) gesetzt und formatiert werden. Die Texte werden außerdem durch Zeichnungen und Bildmaterial ergänzt. Im vorliegenden Beispiel sollen die Texte zu einem Reiseführer bzw. LibreOffice Writer) oder Layoutprogramm (InDesign. Als Option bietet sich auch an. 6.VI Die Simulation eines Weblog-Projekts für den Fremdsprachenunterricht Spanisch: Los sucesores de Colón 56 des schulischen Unterrichts als auch für den außerschulischen Bereich eine hohe Relevanz hat.3. Während der Weblog-Arbeit in der außerunterrichtlichen Lernzeit ist es wichtig. Eine solche könnte dann als Podcast zur Verfügung gestellt werden.

kritische Auseinandersetzung mit den im Internet gefundenen Informationen). Anhang IX. Die Lernenden haben so die Möglichkeit Feedback zu geben und Probleme offenzulegen. Bei der Bewertung der Gruppen-Ergebnisse sollten auch die anderen Gruppenmitglieder miteinbezogen werden. Als Gerüst für die Bewertung werden die von Encina Alonso (2007 apud Grünewald 2009:130f) vorgeschlagenen kompetenzorientierten Kriterien herangezogen und für das vorliegende Projekt entsprechend angepasst (vgl. Schülern und Lehrendem zu konzipieren. nicht nur die Sachkompetenz im Sinne der sprachlich korrekten Verschriftlichung des Themas (inhaltlich und sprachlich korrekte Textproduktion) berücksichtigt. mögliche Ursachen hierfür gefunden. Zeit. die (bis zum Schluss) nicht beseitigt werden konnten. um mögliche Probleme schnellstmöglich zu beseitigen und den Projektverlauf (z. 74). B.VI Die Simulation eines Weblog-Projekts für den Fremdsprachenunterricht Spanisch: Los sucesores de Colón 57 Umfangs und des Arbeitsaufwandes ist die Vergabe mehrerer Noten gerechtfertigt. Die Lehrkraft erhält auf diese Weise ein Feedback über den Erfolg des Projekts aus Schülerperspektive. Schlüsse für kommende Weblog-Projekte gezogen und problematische Elemente beseitigt oder verändert werden. Zudem werden mehrere Kompetenzen. Zusammenarbeit. S. wie Methodenkompetenz (Überwachung und Fortschritt des Arbeitsprozesses) und Medienkompetenz (korrekter Einsatz des Weblogs. so können derartige Aspekte im Dialog mit den Lernenden angesprochen. Sollten Probleme aufgetreten sein oder Unzufriedenheit über den Projektverlauf herrschen. Das Bewertungskonzept beachtet und würdigt sowohl individuelle als auch kooperative Aspekte. Die Abschluss-Evaluation51 ist als Kooperation zwischen Schülerinnen bzw. 51 Das Projekt sollte auch während des Arbeitsprozesses immer wieder evaluiert werden. Die Sozialkompetenz (Gruppenarbeit. Aufgabenschwierigkeit) anpassen zu können. Gruppenaktivität) wird ebenso in die Bewertung miteinbezogen. .

and I began to feel that my perspective was unique and important. In composing my link text every day I carefully considered my own opinions and ideas. [. • Die Arbeit mit Weblogs veranlasst die Lernenden zum kritischen Umgang mit Informationen und Inhalten und befähigt sie dazu. Weblogs sind dabei nur ein Medium unter vielen. • Bei der Weblog-Arbeit werden die Lernenden dazu angeregt ihre eigenen Ideen und Gedanken zu verbalisieren und diese einem (weltweiten) Publikum zu präsentieren. die den Einsatz webbasierter Medien mit Fremdsprachenunterricht verbinden können. Trotz der zahlreichen positiven Aspekte des Einsatzes von Weblogs im fremdsprachlichen Spanischunterricht sind einige Voraussetzungen und Gefahren zwingend zu beachten. wenn das Medium sinnvoll eingesetzt. vonnöten. die grundlegend für den modernen Fremdsprachenerwerb sind. dass ihr das Bloggen zu Entdeckung der eigenen Interessen verhalf: First.und kompetenzorientierte Fremdsprachenlernen mit Weblogs ist nachhaltiger und fundierter. Die vorteilhaften Aspekte des Einsatzes von Weblogs für fremdsprachliche Lernarrangements können wie folgt zusammengefasst werden: • Durch den Einsatz von Weblogs in fremdsprachlichen Lernarrangements kann der reflektierte und verantwortungsvolle Umgang mit Medien und Informationen ermöglicht werden. • Der Lehrende wird in die Lage versetzt durch das Medium gemeinsam mit seinen Schülerinnen und Schülern zu lernen. dass ihnen die demokratische Teilhabe am öffentlichen gesellschaftlichen Diskurs ermöglicht. Filme. • Insgesamt wird den Lernenden durch die Arbeit mit Weblogs ein Instrument an die Hand gegeben. eigene Interessen und Bedürfnisse zu erkennen und wahrzunehmen. I discovered my own interests. • Vor dem Hintergrund einer modernen Wissensgesellschaft können die Lernenden Schlüsselqualifikationen bzw. die sowohl lebensweltlichen Bezug zum Alltag und Erleben der Jugendlichen haben als auch von inhaltlicher Relevanz für das Unterrichtsfach Spanisch sind. • Der Einsatz von Weblogs in prozessorientierten Lernarrangements ermöglicht die Ausbildung von funktional kommunikativen Fähigkeiten und Fertigkeiten (Text. nicht aber ersetzen können. Bücher. Sie entfalten unter Umständen eine motivierende Wirkung und eröffnen neue Möglichkeiten des Fremdsprachenerwerbs. wie das Medium Weblog im Fremdsprachenunterricht Spanisch eingesetzt werden kann. Lernkompetenz ausbilden. Das auf aufgaben. Es ist jedoch zu beachten. letztlich ergänzen. Suchstrategien). die es ihnen ermöglichen eigenständig kreativ und im Austausch mit anderen moderne Medien reflektiert und verantwortungsvoll einzusetzen. das Lernen der Schülerinnen und Schüler didaktisch und methodisch begleitet sowie die Arbeit mit den Weblogs bedacht in den herkömmlichen Unterricht integriert wird. (Blood 2000) 58 . 52 Die Bloggerin Rebecca Blood stellte für sich fest.7 Weblogs für den Fremdsprachenunterricht Spanisch? – Resümee und Ausblick Anhand der Simulation des Weblog-Projekts Los sucesores de Colón konnte beispielhaft veranschaulicht werden. I began to value more highly my own point of view.] More importantly. den Lernenden die Fremdsprache näher zu bringen. So ist die Einbettung in didaktische Konzepte.und Lernarrangements.. er ist ein „guide on the side“ anstatt eines „sage on the stage“ (Center for Media Literacy 2011). • Webbasierte Lernarrangements mit Weblogs im Spanischunterricht vereinen lebensnahes Lernen und Medienerziehung. Tonaufnahmen.und Worterschließungsstrategien. Damit verändert der Einsatz von Weblogs herkömmliche Lehr. dass webbasierte Medien die traditionellen Medien (Bilder. die im Rahmen der Weblog-Arbeit auf die Anforderungen der Wissensgesellschaft vorbereiten. Zeitungen) bei der Aufgabe.52 • Die Arbeit mit Internet und Weblogs erlaubt die Integration aller denkbaren Inhalte..

Vor diesem Hintergrund ist die vorliegende Arbeit als Ansatz zur Erforschung des Weblog-Einsatzes für den fremdsprachlichen Spanischunterricht zu verstehen. 2011:2). Die Vielfalt der Medien verhindert nicht zuletzt auch eine festgesetzte. Buchem et al. . wozu die Forderung nach einem Textpluralismus im Spanischunterricht praktisch umgesetzt wird. Grünewald 2009:51). in dem sich Ziel.VII Weblogs für den Spanischunterricht? – Resümee und Ausblick 59 Ausgehend von Wolfgang Hallets Konzept des „Interplay[s] der Texte und Kulturen“ (Hallet apud Grünewald 2009:51) muss der Fremdsprachenunterricht sich im Hinblick auf die „didaktischen und pädagogischen Konzepte vom Schreiben verändern“ (Hallet 2008a:2). In diesem Kontext kann der Einsatz eines Weblogs für fremdsprachliche Lernzwecke eine bedeutende Rolle spielen. dass sich in diesem überaus interessanten Medium großes Potenzial von besonderer Bedeutung für fremdsprachliche Lernzwecke verbirgt und aus diesem Grunde weitergehende Nachforschungen anbieten. allgemeingültige Sichtweise auf Texte und fördert das Verständnis und die Auseinandersetzung mit vielfältigen Deutungen (vgl. Anzustreben ist die empirische Erforschung der konkreten Erfolge durch die Arbeit mit Weblogs in Bezug auf Schlüsselqualifikationen und funktional kommunikative Fremdsprachenkompetenz. der Ausgangspunkt für weitere Untersuchungen sein kann. Fest steht. Es konnten bereits zahlreiche Einsatzmöglichkeiten für Weblogs im Spanischunterricht identifiziert und klassifiziert werden. Eine lange Phase der wissenschaftlichen Erprobung und Forschung gibt es jedoch bisher nicht (vgl.und Muttersprache und deren kulturelle sowie sprachliche Evokationen miteinander verbinden. Bei diesem Medium verschmelzen Texte aller Art zu einem System aus Hypertexten. Des Weiteren erweist sich die Untersuchung des Mediums unter dem Aspekt der Diskursivität des Fremdsprachenunterrichts im Sinne Hallets als interessant. Hallet versteht das fremdsprachliche Klassenzimmer als Schmelztiegel.

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4. 42) a) Tabelle: Möglichkeiten. S.2. 35) V Möglichkeiten des Weblog-Einsatzes (Kapitel 5.2. S.1.2. 57) X Daten-CD: Inhalte und Materialien des Weblog-Projekts Los sucesores de Colón 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 .4. Merkmale und Voraussetzungen des Weblog-Einsatzes b) Tabelle: Beispiele für den Weblog-Einsatz VI Übersicht: Strukturierung und Ablauf des Weblog-Projekts Los sucesores de Colón (Kapitel 6.2. 26) iii Tabelle: Gegenüberstellung webbasierter synchroner und asynchroner Kommunikationstools mit Weblogs (Kapitel 5.1.3. S. S. 52 iX Tabelle: Bewertungskriterien für das Weblog-Projekt Los sucesores de Colón (Kapitel 6.3. 51) VIII Übersicht: Konzept des Weblog-Projekts – Übersicht über die Weblogs (Kapitel 6. S. S.3.2. S. 50) VII Beispiel: Spanische Netiqueta (Kapitel 6.1. 21) ii Übersicht: Bestandteile von Weblogs (Kapitel 4.1.2. 35) IV Tabelle: Gegenüberstellung von (Learning) Content Management Systemen mit Weblogs (Kapitel 5. S.9 Anhang i Schema: Verknüpfte Forderung und Förderung der Lernkompetenzen im Fremdsprachenunterricht Spanisch (Kapitel 3. S.

Aussprache & Intonation.3. diskutieren • Vereinbarungen treffen ✳ & Mitteln • Authentisches Material aus dem Internet • (Videos. Sprechen. Ort. a nw en d un gv M on e d ie n . Grammatik.2. Themen & Inhalte ✳ Schema: Verknüpfte Forderung & Förderung der Lernkompetenzen im Fremdsprachenunterricht Spanisch (Kapitel 3. Texte) • Kontakt zu spanischen Muttersprachlern und anderen Spanischsprechern • Speichern und Bearbeiten von Texten in Textverarbeitungsprogrammen • Präsentieren • Veranschaulichen • Recherchieren Fremdsprachenunterricht Spanisch: Leseverstehen. Wissen über Sprache und Kultur(en). Ziele. Wortschatz. Ortografie. Hör. tolerieren • Inhalte aushandeln. S. Aufgaben. Bilder.& Hör-/ Sehverstehen.anhang i 65 au om to n e Handlungsfähig kei t i n t er a g ie r en in he te ro g ene • Authentische Kommunikationssituationen • Selbständige Entscheidungen über Inhalte. interkulturelle Kompetenz. Zeit. 21) in t e r a k t. Schreiben. Tonmaterial. Personen und Hilfsmittel n G r up p en • Austausch über relevante Themen und Inhalte des hispanophonen Raumes • Konflikte bewältigen.

Widget: Meilenstein (Bsp. 26) .) Kommentarfeld Archiv: Kategorien Der Administrator und alle Mitarbeiter des Weblogs können sich über die Links bei WordPress anmelden und auf ihren Account zugreifen. die diesem zugeordnet wurden. In Klammern steht die Anzahl der Artikel. S. In Klammern steht die Anzahl der Artikel. Gedanken. die diesen Begriff enthalten. einem Publikationsdatum (b) und Schlagworten (c). denen die Kategorie zugewiesen wurde. Alle angelegten Kategorien werden angezeigt. Suchfunktion b a Hier erscheinen Links zu Internetseiten. Widget: Meta (Bsp.) archiv: Monate Grundelemente ergänzungen (optionale Elemente) Übersicht: Bestandteile von Weblogs (Kapitel 4. die im entsprechenden Monat publiziert wurden.anhang ii 66 Menü (Hauptseiten des Weblogs) Bei Eingabe eines Begriffs werden die Weblog-Inhalte nach diesem durchsucht und alle Seiten/Artikel angezeigt. Links und Grüße für den Autor des Artikels hinterlassen. An dieser Stelle können Weblog-Besucher Anmerkungen. mit einer Kurzbeschreibung. blogroll c Artikel Der Artikeltext wird begleitet von einem Titel (a). die den Administrator interessieren oder die dieser empfiehlt. Zeigt einene Countdown bis zu einem eingegebenem Datum an.2.

Besonderheiten der Web. zwei reale Kommunikationspartner oder (nicht) begrenzte Nutzergruppe Diskussionsverästelungen sind möglich. bleibt unverbindlich. oft nur ein Wort oder Emoticons Registrierung ist notwendig → keine Registrie.4. mit E-Mail-Adresse (Nutzung der rung notwendig Kommentarfunktion bei Weblog ohne Registrierung möglich) Organisation Online-Funktion → SuS sind bereits mit Funktionen und Bedienung aus Alltag vertraut (vgl.und Jugendsprache künstliche Intelligenz mind. 2. können nicht gespeichert werden kurz. 35) . S. Thunderbird) notwendig Online-Funktion → Schulung im Umgang mit Benutzeroberfläche und Einweisung in Funktionen notwendig Auffinden von Inhalten erfolgt schnell durch chronologische Ordnung auf Startseite/in thematischen Archiven keine Registrierung notwendig Online-Funktion → SuS sind bereits mit Funktionen und Bedienung aus Alltag vertraut Programm muss heruntergeladen und installiert werden Besonderheiten Kein spanischer Chatbot mit natürlicher Sprachverwendung bekannt Tabelle: Gegenüberstellung webbasierter synchroner und asynchroner Kommunikationstools mit Weblogs (Kapitel 5. Texte erlöschen kurz nach dem Schreiben.5) Schulung im Umgang mit E-Mail-Verwaltungsprogramm (Outlock.anhang iii 67 Forum Kommunikationsform Kommunikationspartner Kommunikationsverlauf Textumfang E-Mail Weblog Chat Chatbot Asynchron → Zeit über Beiträge zu reflektieren Synchron → steht der gesprochenen Sprache näher. bearbeitet und ausgedruckt werden lang bis mittellang mittellang bis kurz Komm. Texte können im Medium gespeichert.bei E-Mail-Anbieter bzw. Kap.1.

4. für Bildungszwecke entworfen Funktionen nicht didaktisiert.Layoutanpassung lich über Formatvorlagen oder selbst erstellte Layouts didaktisiert. 35) . S.1. die mit bestimmten Rechten verbunden sind Gestaltungsmöglichkeiten Textformatierung keine Gestaltung des Layouts möglich nur wenig Textformatierung freie Gestaltung von kaum Möglichkeiten der Layout und Design mög. B. Multiple Choise. müssen erst für Bildungszwecke angepasst werden Hypertextsystem → Webseiten mit Querverweisen in Form von Hyperlinks vereinfachtes CMS können Wikis enthalten Grundfunktionen und Datenbanken Umfragen Widgets können so eingesetzt werden. freie Texteingabe Tabelle: Gegenüberstellung von (Learning) Content Management Systemen mit Weblogs (Kapitel 5. Kommentarfunktion kann öffentlich oder geschlossen sein Moodle Forum. passwortgeschützt Nutzern können Rollen zugewiesen werden. die diese Aufgaben anbieten (z. dass Abgabetermine diese Funktionen genutzt werden können kann über Links mit Seiten/Software verbunden werden. Chat geschlossen. Hot Hotatoes) Aufgaben in Form von WebQuests können integriert werden Aufgabenformate: Lückentexte.Anhang IV 68 Wiki Kommunikationsmöglichkeiten Öffentlichkeit Forum für jedermann zugänglich und veränderbar Weblog Artikel.

4.3) persönlich-subjektiver Schreibstil Dient der internen wie externen Kommunikation Repräsentation nach außen Möglichkeiten Kann wichtige Informationsquelle zu aktuellen Themen sein Signalisiert hohe Transparenz Erhöhung der (Schul-)Demokratie „Hohes Aktivierungspotential für Lehrer. als Lerntagebuch.und InternetGroßer Zusammenhalt zugang für Schüler oder zu erforderlich regelmäßigen Zeiten von der Schule aus Anhang V a Muss festen Platz im Unterrichtsgeschehen haben Lehrer muss regelmäßig alle Blogs lesen und kommentieren Muss für alle SuS verbindlich sein SuS haben eigene E-Mail-Adresse Persönlichkeit der Lernenden schützen (nicht Bild und Name verbinden) Netiquette festlegen 69 Tabelle: Möglichkeiten. Forschungsblog Merkmale Beschäftigung mit besonderen Thema (Schule. S. Hinweise. Eltern“ (vgl. sondern auch Experten werden explizit zur Diskussion eingeladen Sorgfältigere und engagiertere Arbeit SuS haben eigene E-Mail-Adresse Persönlichkeit der Lernenden schützen (nicht Bild und Name verbinden) Netiquette festlegen Intensive Förderung der Medienkompetenz Höchster Aktivierungs-/Individualisierungsgrad Voraussetzungen Hoher Aufwand. …). Lisa Rosa 2012:1) hohe Verbindlichkeit & Verantwortung Computer mit Netzzugang vom Klassenzimmer aus Kontinuierliche Pflege notwendig Intensive Zusammenarbeit. Kommentierung Leistungen können nicht nur von Lehrer. Unterrichtsplanung. die heruntergeladen/ eingesehen werden können Unterrichtsmaterial.Stufenmodell der Schülerpartizipation in Unterrichtsblogs (Rosa 2009-2012) I institutsexterne Blogs III Unterrichts-/Seminar-/Vorleungsblogs II institutsinterne Blogs a) Lehrer bloggt – SchülerInb) Lehrer stellt Inhalte der c) Lehrer und SchülerInnen d) SchülerInnen haben eigenen kommentieren SchülerInnen als Blogbeitrag ein arbeiten gemeinsam im Blog ne Blogs (allein/Gruppe) Plattform mit Materialien (Aufgaben. Schüler. ggs. Journalismus) (vgl. zeitintensiv Privater PC. sondern auch gute Schülerarbeiten. B. Hausaufgaben können jederzeit/ jederorts abgeholt werden → weniger vergesse Hausaufgaben. Seiten erstellen Kann andauernd oder nur für Lernprojekt angelegt werden Blog wird von einem einzelnen Schüler oder einer Gruppe geführt. mehr Verantwortung bei den Lernenden Transparenz für Eltern Hohe Transparenz Unterstützt Entwicklung der Klassengemeinschaft Nicht nur Plattform für Materialien. Reisen. Merkmale und Voraussetzungen des Weblog-Einsatzes (Kapitel 5. Schüler. Eltern kommentiert werden. Informationen. können selbst Artikel veröffentlichen. Kap. Organisatorisches. Projektarbeit. Unterrichtsprotokolle Schüler haben „Mitarbeiter“-Rechte am Blog. 42) .3. z.

Rosa 2012:3) http://steuergruppe. 2011:5) http://medialogy. Rosa 2012:2) http://indablogbuch.lippeblogs.eph. Buchem et al. Rosa 2012:3) http://svteam. 2011:5) (vgl. Rosa 2012:1) Kurs.blogspot. Buchem et al.de/ blogs/medien-bildung/ http://blogs. Buchem et al. 2011:5) http://ixsi.uni-hamburg.de/kategorien/einstieg-und-karriere/ Azubi-Blogs (vgl.com/ http://herrlarbig. Buchem et al.com/ Schülervertretungsblog Projektblogs (vgl.de/ http://www.wolf-klasse.com/ Steuergruppenblog (vgl.blogspot.de http://www. Reiseblogs 70 (vgl.anna-lena-schmauck. Rosa 2012:3) http://gymnasium-blomberg.com/schuelerblogs/ Schulblog (vgl.roehe. de/lyotard/ Gruppenblogs Universität/Hochschule http://uni-leipzig. Rosa 2012:2f) http://kunst-humboldt. 2011:5) http://riverso. Buchem et al. Rosa 2012:1f) http://loewenklasse.uni-hamburg. com/ Weiterbildungsblog Unternehmensblog (Corporate Blog) (vgl.wordpress. 2011:5) http://blog.wordpress.3.wordpress.wordpress.de/schule/8d Blogs von Lehrern (vgl. Rosa 2012:3) http://elternblog-kaestnerschule.wordpress.com/ (vgl. wordpress.bzw.com/ Schule (vgl. http://kskbsblog.bzw.de/ Anhang V b Vorschule Kindergartenblog (vgl. Buchem et al. Buchem et al.de/ Dozentenblog Vorlesungs. Buchem et al. de/ Lehrerblog mit Unterrichtsbezug (vgl. 2011:5) http://lernenzweinull.com/ beispiele Instituts. Seminarblog (vgl.blogspot.de/ privat Private Blogs. 2011:5) http://fobikom. 2011:5) http://mms.posterous. Fachbereichsblog (vgl.de/lena Tabelle: Beispiele für den Weblog-Einsatz (Kapitel 5.(vgl.de/~studart/ blog/gebrauchsgrafik/ (vgl. 2011:5) http://blog. S.Fachblog Klassenblog Lernblogs Schülerblogs (Schul-)Fachschaftsblog (vgl. 2011:5) http://blog. 42) .de/ elternratsblog (vgl. com/ com/ (vgl.com/ http://migrationintegration. Rosa 2012:1) http://bbstphysik12.wordpress. Buchem et al.kindergarten-montessori. Buchem et al. Rosa 2012:2) http://ewgprojektblog.bzw.daimler.de/ Unternehmen/ ausbildung (vgl.

Recherchen durchführen (5) Analyse des Materials (6) Herstellen des Produkts (7) Präsentation (8) Evaluation 9 Arbeit am Reiseführer: • Auswahl und Überarbeitung der Texte. Scanning) • Schulung im techn. fächerverbindende Zusammenarbeit. Zugang zu PC & Internet der SuS) Strategietraining: • Wiederholung & Festigung von Wort. dann Diskussion im Plenum sowie Verbesserungsvorschläge Übersicht: Strukturierung und Ablauf des Weblog-Projekts Los sucesores de Colón (Kapitel 6. Geografía. Personajes. Videos. Bilder • Formatierung und Aufbereitung der Texte & Bilder im Textbzw. Auswahl der Materialien. Cultura. Texten • Bearbeitung je einer Aufgabe je Thema (5 Aufgaben verteilt auf 6 Wochen): Noticias. Fähigkeiten 2 3 durante 4 5 6 7 8 (4) Informationen sammeln. Musik. Texte.1. Turismo. 50) después . Mittel und techn.Anhang VI 71 Woche Projekt-Phase (nach Grünewald 2009:139) (1) Entwicklung der Projektidee (2) Festlegung der Ziele & Strukturierung des Projekts Aktivitäten • Festlegung & Beschreibung der Lerngruppe unter Berücksichtigung des Vorwissens • Festlegung eines Rahmenthemas (Absprache mit SuS möglich) und der Teilthemen (Wahl durch SuS) → Gruppenbildung • Wahl eines Weblog-Modells • Überprüfung der verfügbaren Ressourcen (Computerräume. Arte & Cine Arbeit am Lehrer-Blog: • Erstellung des Glosario Abnahme der Weblog-Arbeit während des Unterrichts (bei gleichzeitiger Zunahme kommunikativer Lernarrangements) antes 1 (3) Erarbeitung & Einübung der benötigten sprachl. Bildern. Umgang mit dem Weblog • Aufklärung über Datenschutz & Urheberrecht • Erarbeitung einer Netiqueta Arbeit an den Schüler-Blogs: • Sammeln von Ideen.und Texterschließungsstrategien (Skimming.und Gruppennoten • SuS in Bewertung mit einbezogen Evaluation: • Austausch von SuS und Lehrer • mglw. S.2. Layoutprogramm • Vorstellung der Ergebnisse auf der „Tourismusmesse“ Bewertung: • Einzel. Zitaten. erst Fragebogen.

Anhang VII 72 Los sucesores de Colón ¡Explora Hispanoamérica! Sandra Stelmach • Weblogs für den Spanischunterricht (Oktober 2012) Netiqueta Netiqueta es un compuesto de “internet” y “etiequta”. después escribir: estructurar bien los argumentos/las ideas Derechos de propiedad intelectual •  Nombrar y enlacar fuentes •  Citar correctamente Beispiel: Spanische Netiqueta (Kapitel 6. Se necesita un mínimo de reglas para que la comunicación sea mejor y más amable para todos los usuarios.3. En general •  Cada uno es responsable de sus artículos y comentarios •  Usar el nombre real y no un pseudonimio o la identidad de otra persona •  No publicar informaciones y datos sobre otras personas si ellos no la han permitido explicítamente Reglas de comunicación •  Tratar otros como se quiere ser tratado por ellos •  Argumentar factualmente y cordialmente •  Ser cortés y amable •  No atacar a otros personalmente •  No están permitidos insultos y afimaciones discriminadores •  Cada uno tiene derecho a tener su propio opinión. Es una guía que presenta reglas como se debe comportar en blogs. 51) . S.1. por eso no se intenta a imponer la opinión propia a otros •  Responder a preguntas/comentarios de otros Ortografía •  No escribir sólo en mayúscula/en minúscula •  Escribir frases completos con comas y puntos •  Primero pensar.

Themenbereich HISPAduktion und Rezeption von folgender NOAMÈRICA Gebrauchstexte Lerngruppe: SuS der Klasse 10 (Spanisch als 2.wordpress. oder als 3. FS) LB 1: Anwenden von Verstehens.com Allgmeine Informationen: • Ablauf. Links Material: • Netiqueta • ¿Cómo crear una página en el glosario? • ¿Cómo escribir un artículo? Gruppen-Blog 1 Los sucesores de Colón en México www.wordpress.und Sachwissen Anwenden von auf das Lernen bezogezum Themenbereich historia de HISPAnen Strategien NOAMÈRICA Sich positionieren zu Sprach.wordpress.sucesoresdecolon.sucesoresdecolonencolombia. 3. FS) Lehrwerk: Línea Amarilla 3.wordpress.com Gruppen-Blog 2 Los sucesores de Colón en Cuba www.2. Lección 8 „Viaje a Guatemala“ (Alternative: Línea Verde. Nachrichten. com Gruppen-Blog 3 Los sucesores de Colón en Colombia www. S.sucesoresdecolonencuba. 52) . 10 (2.sucesoresdecolonenargentina. Werbematerial) Texten) Kennen von Sprach.und Übertragen des Wissens zur Rezeption Texterschließungsstrategien von Gebrauchstexten (populärwissenAnwenden von Strategien zum produkschaftliche Texte.sucesoresdecolonenmexico. od. Lección 8 „Chile: Literatura y política) Lehrer-Blog (Virtuelles Klassenzimmer) Los sucesores de Colón www.und LB 3: Anwenden des Wissens zur ProSachwissen zu. Interviews.Anhang VIII 73 Lehrplan Spanisch an Gymnasien Sachsen (2011): Kl. Reportativen Sprachgebrauch (Produktion von gen. Bewertung • Aufgabenstellungen.com Gruppen-Blog 4 Los sucesores de Colón en Argentina www.wordpress.com Übersicht: Konzept des Weblog-Projekts Los sucesores de Colón – Übersicht über die Weblog (Kapitel 6.

gut recherchiert.anhang iX 74 Bewertungselement Kriterium • Aktivität bei der Erstellung des Glosario • Gruppenorganisation (fristgerechte Einreichung der Aufgaben. Rollenverteilung) • Zusammenarbeit (Aufgabenverteilung. themenspezifisches Vokabular Gruppennote(n) Gruppenarbeit Produkt (Reiseführer) Präsentation Weblog-Arbeit Einzelnote(n) Textproduktion Tabelle: Bewertungskriterien des Weblog-Projekts Los sucesores de Colón (Kapitel 6. 57) .2. Kommunikation in der Gruppe) • Originalität • Gesamteindruck • Sprachliche Richtigkeit • Medieneinsatz • Richtige Nutzung des Weblogs als Werkzeug • Persönliches Engagement (Kommentierung von Beiträgen anderer. Herausstellen wichtiger Aspekte) • kritische Auseinandersetzung mit den Inhalten • sprachliche Richtigkeit.3. S. Ausdruck. Beteiligung an Unterrichtsdiskussionen) • Inhalte (inhaltliche Richtigkeit.

anhang X Lehrer-Blog: www.wordpress.de masterarbeitsst 75 Daten-CD: Inhalte und Materialien des Weblog-Proejkts Los sucesores de Colón .com Zugangsdaten auf www.sucesoresdecolonenargentina.sucesoresdecolonencolombia.wordpress.wordpress.wordpress.com Schüler-Blog 3: www.sucesoresdecolon.com Nutzername: Passwort: masterarbeit_sst@gmx.com Schüler-Blog 4: www.wordpress.wordpress.com Schüler-Blog 2: www.sucesoresdecolonenmexico.com Schüler-Blog 1: www.sucesoresdecolonencuba.

die aus fremden Quellen stammen und direkt oder indirekt übernommen worden sind. dass ich keine andere. Diese Versicherung bezieht sich sowohl auf Textinhalte sowie alle enthaltenden Abbildungen.10 Eidesstattliche Erklärung Hiermit versichere ich. Die Arbeit wurde bisher keiner Prüfungsbehörde vorgelegt und auch noch nicht veröffentlicht. der 22. 76 Leipzig.2012 . an Eides statt und durch meine Unterschrift. Sandra Stelmach. Inhalte und Passagen. ohne fremde Hilfe angefertigt worden ist. Skizzen und Tabellen. außer der im Literaturverzeichnis angegebenen Literatur verwendet habe. Ferner versichere ich. dass die vorliegende Arbeit von mir selbstständig. wurden als solche kenntlich gemacht.10.