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Prüfung Baustofflehre II – Teil II Fragen – Juli 2009

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SG: .....................

HTWK Leipzig Fakultät Bauwesen Lehrgebiet Baustofflehre

Juli 2009

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Prüfung Baustofflehre II (BIB 2008)

Teil II:

Fragen (ohne Unterlagen)

  • 1. Erläutern Sie die Begriffe einschließlich Berechnung der

elastischen Verformung und

Temperaturdehnung

bei einem Baustoff?

Elastische Verformungen: geht nach Belastung in Urzustand zurück (reversibel) Dehnung= Spannung / E-Modul

Temperaturdehnung:

hängt

von

der

Wärmedehnzahl

der

Gesteinskörnung des

Zementsteines,

der

Temperaturdifferenz und von Feuchtigkeitszustand

des Betons ab. Längenänderung Temperatureinwirkung.

bei

Spannung = Wärmeleitzahl * Temperaturdifferenz

  • 2. Erläutern Sie am Beispiel eines Ziegels die Kenngröße offene Porosität! Auf welche Weise kann der Kennwert ermittelt werden?

Offene Porosität bedeutet Kapillarporen, die beim Herstellungsprozess entstanden sind. Ziegel werden nur bis zur Sintergrenze gebrannt und dadurch entweicht Wasser und hinterlässt Poren. Poren,die bis zur Oberfläche reichen. Wird in V-% angegeben.

WA= (m feucht – m trocken )/ m trocken * 100

Messung durch Wasseraufnahmefähigkeit (m trocken = Ziegel wird im Darrschrank getrocknet, m feucht = 24h unter Wassergelagert)

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  • 3. Welchen Einfluss hat das Kriechen des Betons auf den Spannbeton? Kriechen: zeit- und temperaturabhängige, plastische Verformung (Volumenänderung) unter Last (Platzwechsel von Wassermolekülen im Zementstein-Gel) Spannbeton muss

nachgespannt

berücksichtigt werden.

werden

und

es

muss

bei

Berechnung

  • - entscheidende Einflussgröße ist Wassergehalt des Betons bei Belastung

  • - beginn und möglicher Wasserverlust während der Belastung

  • - kommt mit steigender Belastungsdauer nahezu zum Stillstand

  • - ungünstige Auswirkungen sind zunehmende Durchbiegungen und ab- nehmende Vorspannkraft

  • 4. Mit welchem Verfahren würden Sie die Betonkonsistenz weich auf der Baustelle überprüfen (Kurzbeschreibung)? Welche Empfehlung würden Sie aussprechen, wenn eine steifere Konsistenzahls gewünscht festgestellt wird?

Ermittlung des Ausbreitmaßes mit Ausbreittisch. Ist nur geeignet für flüssige Mischungen, sonst keine genügende Ausbreitung. Andere Variante zum ermitteln der Konsistenz ist das Verdichtungsmaß (geeignet für festere Mischungen, da sich flüssige Mischungen nicht verdichten lassen).

Beton bei der Anlieferung nicht annehmen oder Verwendung von FM oder BV.

  • 5. Begründen Sie an einem Beispiel die Notwendigkeit des Einsatzes von LH- Zement im Bauwesen!

Bei

massigen

Bauteilen

zur

Vermeidung

von

Rissbildung

durch

Spannungen

,welche

durch

die

Temperaturdifferenz

zwischen

Kern

und

Oberfläche

auftreten

können.

Die

Wärme

entsteht

bei

dem

Hydratationsprozesses.

Gute Nachhärtung des Betons da nicht so hohe Temperaturen bei der Anfangserhärtung keine Rissbildung

  • 6. PCC-Mörtel haben eine gute Haftung an mineralischen Untergründen. Begründen Sie diese Eigenschaft!

Kunststoffdispersion + Zement; gute Zugfestigkeit und Adhäsion zum Zementstein; gute Haftzugfestigkeit zu einem Untergrund; Verwendung als Reparaturmörtel

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- Kunstharzzusätze reichern sich in den Porenräumen und im Zementgel an und bilden bei Wasserentzug durch Zementhydratation einen Dispersionsfilm im Mörtel. Verbessert die Adhäsionseigenschaften beim Zementmörtel zu anderen Materialien sehr stark.

  • 7. Warum korrodiert im Zementbeton eingebetteter Bewehrungsstahl nicht ? Kann man aus dem Verlauf der zeitlichen Änderung der Karbonatisierungstiefe an einem Stahlbetonbauteil auf den Eintritt einer Korrosionsgefährdung der Bewehrung schließen ? Beton hat hohe Alkalität (pH- Wert > 12,5 , alkalisches Milieu) passiviert Korrosion tritt nur bei Depassivierung des Betons ein. Nein, ist abhängig vom Ort des Bauteils und Feuchtigkeit. Bedingungen (CO2 + Wasser) müssen gegeben sein, damit Depassivierung stattfindet. Karbonatisierungstiefe ist abhängig von der Dichtigkeit des Zementsteins (w/z- Wert). Mindestmaß: Betondeckung darf an keiner Stelle unterschritten werden (Brand, Korrosion) Karbonatisierungstiefe messen Phenolphtaleintest (Bruchfläche in gewünschter Tiefe hergestellt und der frisch gebrochene Beton mit der Indikatorlösung besprüht. Der nicht karbonatisierte Bereich verfärbt sich rotviolett, während der karbonatisierte Bereich farblos bleibt.) (passivierter Stahl kann bei Chlorideindringung korrodiert)

  • 8. Beschreiben Sie die Herstellung von „Floatglas“. Welche Eigenschaften besitzt es ? Zur Herstellung welcher Glasprodukte wird es verwendet ?

Glasschmelze wird über Zinnbad geführt, dabei entstehen zwei spiegelglatte planparallele Flächen, die Dicke des Glases wird über ein Wehr vor dem Zinnbad gesteuert. Wärme von oben.

Eigenschaften:

Planparallel,

Fehler (einschlüsse).

spiegelglatte

Flächen und Oberfläche ohne

Produkte: ESG, TVG, VSG, Spiegel

  • 9. Für welche Eigenschaften des Zementsteins ist ein hoher Hydratationsgrad vorteilhaft? Welche Maßnahmen sind dafür betontechnologisch erforderlich?

Hydratationsgrad gibt an, wie weit der Beton erhärtet ist. Spannungen sind zu vermeiden, daher muss Hydratation gleichmäßig ablaufen, da es sonst zu

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Rissen führen kann. Daher Nachbehandlung von Beton, er ist vor Einflüssen zu schützen. Durch einen hohen Hydratationsgrad wird die Festigkeit, Dauerhaftigkeit, Dichtigkeit höher und Kriechen und Schwinden wird kleiner.

10.Skizzieren

Sie

die

Strukturen

von

haufwerksporigen

und

gefügedichten

Leichtbetonen. Erklären Sie die Herstellung dieser Betone! Wie ist dabei bewehrter Leichtbeton zu beurteilen?

Prüfung Baustofflehre II – Teil II Fragen – Juli 2009 4 Rissen führen kann. Daher Nachbehandlung

Bei haufwerksporiger Leichtbeton, Verwendung von leichter Gesteinskörnung von nur einer Größe und nur so viel Zement zugeben, dass sie punktweise verklebt werden. Bei gefügedichtem Leichtbeton wird genug Zementleim zugegeben, um alle Zwischenräume zu füllen.

Haufwerksporiger Leichtbeton: unbewehrte Wände (da keine Passivierung des Stahles)

Gefügedichter Leichtbeton: Stahl-und Spannleichtbeton

11.Nennen

Sie

die

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wichtigsten

verändern können! Begründen Sie Ihre Aussage!

Einflussfaktoren, die die Betonfestigkeit

  • - w/z- Wert

  • - Zementgehalt

  • - Gesteinskörnung

(schwere/leichte,

gebrochene/nicht gebrochen)

  • - Nachbehandlung

  • - Zusatzstoffe und Zusatzmittel

günstige/ungünstige

Kornform,

12. Woran erkennen Sie pilzgeschädigtes Holz ? Welche Besonderheiten sind bei Feststellung des „Echten Hausschwammes“ im Vergleich zu anderen Fäulepilzen zu beachten ?

Erkennung: Geruch, Farbe, Deformationen, Myzel und Fruchtkörper, Braunfäule (Würfelbruch), Weißfäule (faserig)

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Echte Hausschwamm:

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Mauerschwamm, am Anfang versteckte Lebensweise unter Dielen, Paneelen, Fliesen - geringer Feuchtigkeitsanspruch (Holzfeuchte 35-55%) - optimale Wachstumstemperatur 20 bis 23 Grad - meterlanges Durchwachsen von Fugen und rissigen Ziegeln im Mauerwerk und unter dem Putz - weiterleiten von Wasser über sein Mycel und dadurch Befall und Zerstörung auch von trockenem Holz - eine rasche und völlige Zerstörung befallenen Holzes - jahrelanges Überleben nach Feuchtigkeitsentzug in einer Art Trockenstarre - schnelle Ausbildung von Fruchtkörpern und dadurch Verbreitung der Sporen) machen ihn besonders gefährlich für alle Gebäude und aufwendig in der Sanierung im Vergleich zu allen anderen Holz zerstörenden Pilzen. Positiv gesehen zeigt also das Vorhandensein von Holz zerstörende Pilzen deren gute Lebensbedingungen an. Er zwingt dazu, die Ursache der Durchfeuchtung zu finden und zu beseitigen, Hausschwammbefall deshalb meldepflichtig

13.Erläutern Sie die Wirkung von LP-Mitteln im Beton! Welche Kenngrößen sind am Frischbeton zu prüfen und welche Festbetonkennwerte sind am Festbeton im Rahmen der Betonüberwachung nachzuweisen ?

LP Beton bedeutet das Luftporen im Beton produziert werden. Diese Luftporen haben eine definierte Größe und Abstand zueinander. Bei Frosteinwirkung wird das gefrorene Wasser aus den Kapillarporen in die Luftporen gedrückt und es kommt nicht zu Frostschäden.

Frischbeton: (Konsistenz) Verdichtungsmaß, Ausbreitmaß, Frischbetonrohdichte, LP- Gehalt, Setzmaß, Frischbetontemperatur, Größtkorn

Festbeton: Druckfestigkeit, Biegezugfestigkeit, Spaltzugfestigkeit, Dichte vom Festbeton, Wassereindringtiefe unter Druck

14.Skizzieren Sie das Spannungs-Dehnungs-Diagramm eines Spannstahles und tragen Sie 0,2 %-Dehngrenze, Zugfestigkeit und Bruchdehnung ein!

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Prüfung Baustofflehre II – Teil II Fragen – Juli 2009 6 15. Charakterisieren Sie die Prüfmethode

15.Charakterisieren

Sie

die

Prüfmethode

bei

Bitumen

zur

Beurteilung

des

Verhaltens in der Wärme! Welche Vor- und Nachteile haben

Bitumenemulsionen beim Einsatz im Bautenschutz?

Wärme: Ring und Kugel: Festlegung der Temperatur bei der sich die Kugel um 25,4±0,2 Millimeter nach unten durchgebogen hat. (Mehrmalige versuche)

Vorteile: können auf matt- feuchtem Untergrund aufgebracht werden

Nachteile: durch verdunsten des Wassers entstehen Poren, daher mehr als eine Lage Bitumenemulsion muss aufgebracht werden

16.Welche Prinzipien werden zur Herstellung von Sicherheitsgläsern genutzt?

Zwischen den Glasscheiben wird eine hoch elastische Folie eingelegt welche die Stabilität und die totale Zerstörung des Glases verhindert. Weiterhin werden keine Scharfkantigen Splitter abgestoßen. Die PVB- Folie leitet auch die Aufprallenergie weiter.

  • - Rot und Weiß

  • - (nicht Kriechen Beton sondern Kunststoffe)

  • - Was sind Ausblühungen

  • - Sanierputze?

  • - Porenbeton bewehrung, Vorgänge

  • - Gassilkasteine feuchte aufnahme

  • - Porenbeton und Mauerzeigel

  • - Destilationsbitumen und Polymerbitumen/Eigenschaften bei Erwärmung

  • - ÜK 2 warum

  • - Betonite

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- VSG und ESG herstellung

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