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Bündnis 90/Die Grünen NRW -

LDK Hagen 20-22. März 2009

Gertrud Meyer zum Alten Borgloh

Liebe Freundinnen und Freunde,

das Prinzip einer solidarischen und auf Selbstbestimmung der Menschen gerichteten Sozialpolitik wird für eine Grüne Fraktion im LWL eines der wichtigsten Ziele bleiben. Dies muss sich niederschlagen in dem Bemühen, für Menschen mit Behinderungen ihren Bedarfen angemessene Standards zu erhalten oder zu schaffen und ihnen zu ermöglichen, in Selbstbestimmung am Leben teilzuhaben. Dies gilt auch in Zeiten knapper kommunaler Mittel.

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Dies gilt auch in Zeiten knapper kommunaler Mittel. W-LWL-11 Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen

Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung ist im Bundestag ratifiziert worden. Sie muss für den LWL Anlass zu Veränderungen werden:

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Das neue Paradigma heißt Inklusion. D.h. alle Bereiche des Lebens werden so gestaltet, dass Menschen mit Behinderungen Teilhabe ermöglicht wird. Der Slogan des LWL „Wir tun Gutes“ ist vom Fürsorgegesichtspunkt geprägt. Eine neue Philosophie sollte Einzug halten unter dem Motto: Wir ermöglichen den Menschen ein Leben in Selbstbestimmung.

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Diesem Recht kann in erster Linie zum Durchbruch verholfen werden, indem das Persönliche Budget vom LWL offensiv an die Betroffenen herangetragen wird.

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Das Selbstbestimmungsrecht der Menschen mit Behinderungen muss konsequent umgesetzt werden. Das bedeutet, dass Menschen, die einen hohen Unterstützungsbedarf haben, nicht aus Kostengründen im Heim bleiben, obwohl sie das ambulant unterstützte Wohnen in Anspruch nehmen möchten.

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Ein flächendeckendes Angebot an unabhängigen Beratungsstellen ist Voraussetzung für ein Leben in Selbstbestimmung

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Der bislang vorgezeichnete Weg der Aussonderung von der Elementarerziehung über die Förderschule in die Werkstatt für Menschen mit Behinderung muss so frühzeitig wie möglich durchbrochen werden. Der LWL kann einen Beitrag leisten durch den weiteren Ausbau der Plätze für behinderte Kinder in Regel- Kindertagesstätten und deren qualitative Verbesserung. Eltern müssen ein echtes Wahlrecht für ihre Kinder haben.

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Der LWL als Schulträger muss alles unternehmen, um Kindern den Zugang zum Regelschulsystem zu ermöglichen. Zwar gibt es seitens des Schulträgers keinen Einfluss auf die Zuweisung der SchülerInnen auf Schulen, dennoch kann durch freiwillige Maßnahmen (Modellprojekte/Sondertöpfe) der Ausbau des gemeinsamen Unterrichts auch durch die Landschaftsverbände vorangetrieben werden.

Zu meiner Person:

62 Jahre alt, 3 Söhne Dozentin für Deutsch als Fremdsprache Lektorin

Seit 1984 Mitglied der Grünen, diverse Funktionen im OV- Vorstand und in der Fraktion in Olfen und seit 1987 in Lüdinghausen, Kreis Coesfeld. 1999 Bürgermeister-Kandidatin von Bündnis90/Die Grünen in Lüdinghausen. Seit 1994 Mitglied der Fraktion Bündnis /Die Grünen in der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe, dort derzeit Grüne Vertreterin im Schulausschuss und stellvertretendes Mitglied im Sozialausschuss und Personalausschuss, seit 1999 Mitglied des Fraktionsvorstandes, sozialpolitische Sprecherin seit 2004, seit 2004 (stellvertretende) Fraktionssprecherin.