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Wie können wir die Verständlichkeit der forschungsorie n- tierten Kommunikation verbessern? Ein Ordnungs- rahmen für den Diskurs im Wissensmanagement

Dada Lin, Paul Kruse, Lars Hetmank, Peter Geißler, Eric Schoop, Stefan Ehrlich

Knowledge Research Center (KRC) e.V. Münchner Platz 3 01187 Dresden dada.lin@krc-dresden.de paul.kruse@krc-dresden.de lars.hetmank@krc-dresden.de peter.geissler@krc-dresden.de eric.schoop@tu-dresden.de stefan.ehrlich@krc-dresden.de

Abstract: Seit bereits über 20 Jahren beschäftigt das Thema Wissensmanagement die internationale Wissenschaft und Praxis. Jedoch ist das Forschungsfeld mit einer Reihe von Schwierigkeiten und tiefgehenden Missverständnissen konfrontiert. Ins- besondere fällt die mangelnde Kumulativität der Debatte auf [Ro00]. Statt von ei- ner interdisziplinär-synergetischen Betrachtung zu profitieren, liegt eine heteroge- ne Landschaft an Grundbegriffen, Modellen, Theorien und Instrumenten vor, wel- che in ihren Aussagen teilweise unvereinbar und konkurrierend zueinander stehen [Le09]. Diese Probleme sind deutliche Anzeichen einer geringen wissenschaftli- chen Reife des Forschungsfeldes – und das trotz extensiver Diskussionen und For- schungsaktivitäten.

In diesem Beitrag werden die Ursachen dieser Probleme erörtert, wobei ein Haupt- augenmerk auf die Komplexität der Grundbegriffe und die Multidisziplinarität im Forschungsfeld gelegt wird. Auf Basis dieser Analyse empfehlen die Autoren, eine explizite(re) Darstellung der Grundannahmen hinsichtlich des Wissensbegriffs so- wie des Interventionsverständnisses in Forschungsbeiträgen vorzunehmen, um durch diesen expliziten Kontext die Interpretation der jeweils vorgenommenen Be- grifflichkeit auf Empfängerseite sowohl auf semantischer als auch auf pragmati- scher Ebene zu erleichtern. Für diese Kontextanreicherung wird ein Ordnungsrah- men vorgeschlagen, der es Forschern, aber auch Praktikern erlaubt, die eigenen Positionen in die Gesamtheit der Domäne einzuordnen. Damit soll die Diskussion systematisiert bzw. fokussiert werden, um die notwendigen Grundannahmen besser voneinander abgrenzen zu können.

Für das Forschungsgebiet Wissensmanagement bedeutet das eine zielgerichtetere Diskussion, welche gegensätzliche Auffassungen besser vergleichbar macht. Aus Sicht der Praxis sollen Potenziale aufgezeigt werden, die in der stattfindenden Wissensmanagementdiskussion häufig vernachlässigt werden. Hier gilt es auch,

die Grundannahmen mit den Anforderungen der Anwender vergleichbar zu ma- chen, um analog zur wissenschaftlichen Perspektive eine einheitliche Diskussions- basis zu erreichen.

1 Anliegen

Das Thema Wissensmanagement blickt in der Wissenschaft und Praxis auf eine über 20-jährige Historie zurück. Dabei umspannt die Diskussion eine Reihe von Disziplinen, deren Reichweite sich von sehr technisch orientierten Gesichtspunkten (u. a. Ingenieur- wissenschaften, Informatik) über organisationalen (u. a. BWL, Ethik) und gesellschaftli- chen Aspekten (Soziologie) hin zu menschlichen Faktoren (u. a. Psychologie, Kommu- nikationswissenschaften) erstreckt. Vor diesem Hintergrund sollen in diesem Beitrag die Vorzüge, insbesondere aber auch die Problemfelder dieser Interdisziplinarität herausge- arbeitet werden, denn trotz der Zukunftsträchtigkeit und zunehmenden Bedeutung des Themas ist die Diskussion häufig zu ungerichtet und missverständlich.

Der Ausgangspunkt dieses Diskussionspapiers ist die Wahrnehmung der Autoren, die sich in den vergangenen Jahren auf vielen einschlägigen Konferenzen, u. a. auf der Eu- ropean Conference on Knowlege Management (ECKM), der International Conference on Knowledge Management and Knowledge Technologies (i-KNOW), der International Conference on Knowledge Management in Asia Pacific (KMAP), der Multikonferenz Wirtschaftsinformatik (MKWI), der Konferenz Professionelles Wissensmanagement (ProWM) sowie bei den Wissensmanagement-Tagen, eingestellt hat, dass die Teilneh- mer und Referenten im Diskurs häufig von sehr unterschiedlichen Standpunkten ausge- hen – wenn nicht gar aneinander vorbei diskutieren. Gleiches gilt auch verstärkt für den Austausch innerhalb des Kollegenkreises der Autoren. Ursache dafür ist meist die vor- herrschende Unklarheit oder mangelnde Übereinstimmung im Hinblick auf grundlegen- de Begriffe des Forschungsgebiets. Trotz der bereits angedeuteten Historie stehen auch heute noch viele Begrifflichkeiten weiterhin zur Diskussion. Ein substanzielles Feedback zu dem eigentlichen Inhalt von Beitrag oder Präsentation fällt daher nicht selten einer (wiederholten) Grundsatzdiskussion zum Opfer. Entsprechend dominieren im Ergebnis neben Anmerkungen oder Rückfragen zur Methode Diskussionsbeiträge, die den ge- wählten Wissensbegriff hinterfragen oder eine andere Sichtweise einfordern.

Diese Beobachtungen lassen vermuten, dass das Thema Wissensmanagement trotz viel- fältiger Diskussionen bis heute nicht die wissenschaftliche Reife anderer Bereiche (z. B. Service Engineering, Daten- und Prozessmodellierung, IS-Architekturmodelle) erlangen konnte. Die Harmonisierung des oft sehr unterschiedlichen Begriffsverständnisses wurde zwar immer wieder angestrebt, liegt aber unserer Ansicht nach bis dato nicht vor. Diese Beobachtung ist keineswegs neu und wurde in ähnlicher Form bereits von einer Reihe namhafter Autoren herausgestellt [Sc01], [SG03], [SG04].

Zur Problemlösung schlagen wir eine klar kommunizierte und transparente Ausrichtung von Forschungsarbeiten (z. B. wissenschaftliche Beiträge oder Abschlussarbeiten an Hochschulen) vor, die sich an dem in diesem Beitrag konzipierten Ordnungsrahmen orientierten könnte. Dieser versucht mit seinen unterschiedlichen Dimensionen nicht

etwa, eine komplette Neuausrichtung des Fachgebietes zu erreichen, sondern greift viel- mehr existierende Dichotomien und konzeptuelle Frameworks auf und stellt sie einander systematisch gegenüber, um eine zielgerichtetere Diskussion zu ermöglichen. Die vorge- schlagenen Einteilungsmöglichkeiten greifen dabei auf die existierende Wissensma- nagementliteratur sowie auf Werke von Autoren verwandter oder vergleichbarer Diszip- linen zurück.

Das Ziel des Beitrages besteht darin, vorhandene Einteilungsmöglichkeiten zu integrie- ren, um daraus einen übergreifenden Ordnungsrahmen zu entwickeln, der möglichst viele unterschiedliche Dimensionen vereint und somit umfangreiche Möglichkeiten der differenzierenden Positionierung in wissenschaftlichen Beiträgen bietet. Ausgehend von unserer intern geführten Diskussion stellt der vorgeschlagene Ordnungsrahmen zunächst nur unsere eigene Lösung für einen begrifflichen und inhaltlichen Konsens innerhalb der Autorengruppe dar. Damit können Lücken oder Fehler, die in der Diskussion zu Diffe- renzen führen, aufgedeckt werden. Durch wiederkehrende Diskussionen der vorgeschla- genen Dimensionen auch außerhalb unserer eigenen Gruppe erhoffen wir uns eine künf- tige Weiterentwicklung des Ordnungsrahmens und seine Anpassung an andere Kontexte außerhalb unseres internen Diskurses. Schlussendlich sollen dadurch die Kommunikati- on um das Thema Wissensmanagement vereinheitlicht und vereinfacht sowie die Ver- gleichbarkeit und Transparenz in der Diskussion erhöht werden.

Der Beitrag ist wie folgt strukturiert. In Kapitel 2 werden die Dysfunktionalitäten im Forschungsgebiet Wissensmanagement diskutiert, die Folgen der Multidisziplinarität und der Komplexität bzw. Abstraktheit des Themas beschrieben sowie die sich daraus ergebende Begriffsproblematik und -verwendungsvielfalt beleuchtet. Daraus lassen sich eine Reihe von Folgen für das Forschungsgebiet ableiten. Diesen soll durch den im drit- ten Kapitel vorgestellten Ordnungsrahmen begegnet werden, der es Autoren und For- schern, die sich mit dem Thema Wissensmanagement auseinandersetzen, erlaubt, die eigene eingenommene Position innerhalb der Domäne in die vorgeschlagenen, aus der Literatur und aus unseren eigenen interdisziplinären Erfahrungen abgeleiteten Dimensi- onen einzuordnen. Hierzu werden unterschiedliche Dimensionen vorgestellt und deren Ausprägungsrichtungen erläutert. Abschließend stellt Kapitel 4 Anwendungsmöglichkei- ten des Ordnungsrahmens vor und unterzieht ihn einer kritischen Bewertung. Es werden Perspektiven für die zukünftige Verwendung des vorgeschlagenen Rahmens entwickelt und Möglichkeiten für die Anschlussforschung aus dem vorgelegten Entwurf abgeleitet.

2 Dysfunktionalitäten im Fach Wissensmanagement

In der Literatur zum Thema Wissensmanagement gibt es bereits zahlreiche Beiträge, die sich kritisch zur Reife des Forschungsfeldes äußern und verschiedene Probleme benen- nen. Die nachfolgend vorgestellten Dysfunktionalitäten des Forschungsfeldes und der daraus resultierenden fehlenden wissenschaftlichen Reife sollen die Notwendigkeit des von uns konzipierten Ordnungsrahmens begründen. Die Erläuterungen basieren auf Erkenntnissen existierender Beiträge, welche sich kritisch mit dem Forschungsfeld Wis- sensmanagement auseinandergesetzt haben sowie auf eigenen Erfahrungen aus dem Forschungsalltag, welche das interdisziplinäre Team des Knowledge Research Cen-

ter (e. V.), bestehend aus Wirtschaftswissenschaftlern, Wirtschaftsinformatikern, Wis- sensarchitekten sowie praktizierenden Wissensmanagern, im Laufe der Zeit sammeln konnte. 1 Daraus resultiert eine eigene Sichtweise auf die Entwicklung der Dysfunktiona- litäten im Fach Wissensmanagement, welche schematisch in Abbildung 1 gezeigt und in den folgenden Abschnitten näher erläutert wird.

und in den folgenden Abschnitten näher erläutert wird. Abbildung 1: Dysfunktionalitäten und deren Ursachen im

Abbildung 1: Dysfunktionalitäten und deren Ursachen im Forschungsfeld Wissensmanagement

2.1 Multidisziplinarität der Forschenden

Ein wesentliches Merkmal des Forschungsfeldes Wissensmanagement ist die ausgepräg- te Multidisziplinarität. Als Forschungsfeld thematisch breit aufgestellt, tangiert Wis- sensmanagement eine Vielfalt an sozialen, technologischen, organisationalen bis hin zu gesellschaftlichen Themen und stößt daher auf das Interesse unterschiedlicher Wissen- schaftsdisziplinen, wie z. B. der Bibliothekswissenschaft, der Forschung für künstliche Intelligenz und Kerninformatik, der Organisations- und Managementforschung, der Pädagogik, der Kognitionspsychologie, der (Wissens-) Soziologie sowie der Wirt- schaftsinformatik [FS01]. Diese werden durch eine Vielzahl an Beiträgen aus der Praxis ergänzt.

1 Das Knowledge Research Center e. V. (KRC) hat zum Ziel, den Austausch und die Vernetzung zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung auf dem Themengebiet des Wissensmanagements zu fördern. Um Wissensarbeit und damit insbesondere die Zusammenarbeit in Organisationen von morgen zu gestalten, be- treibt das KRC interdisziplinäre Forschung, entwickelt Strategien und bringt die Erfahrungen in die Gesell- schaft ein. Dabei setzt sich das KRC mit neuen Technologien, neuen Managementphilosophien und veränder- ten kulturell-organisationalen Bedingungen auseinander. Die Arbeiten des KRC münden insbesondere in Publikationen, z. B. im Rahmen von Konferenzen, Ausschrei- bungen, Fachvorträgen, Workshops. Zusätzlich findet ein regelmäßiger regionaler und überregionaler Aus- tausch zu technologischen, organisationalen und gesellschaftspolitischen Entwicklungen auf dem interdiszipli- nären Gebiet des Wissensmanagements, Enterprise 2.0 und damit verbundener Organisationsentwicklung statt.

2.2 Komplexität und Abstraktheit des Subjekts

Neben der ausgeprägten Multidisziplinarität ist ein weiteres Merkmal des Forschungs- feldes Wissensmanagement die hohe Komplexität und Abstraktheit des Subjekts.

Da im Alltagsverständnis Wissen lediglich unscharf definiert wird, ist es Aufgabe der Wissenschaft, ein klares Begriffsverständnis zu schaffen [Am93]. Diese Aufgabe ist jedoch keineswegs trivial: Der Philosophie ist es in den letzten 2000 Jahren nicht gelun- gen, eine allgemein akzeptierte Definition des Begriffs „Wissen“ hervorzubringen [Me04]. Bei näherer Betrachtung wird ersichtlich, dass mit dem Begriff „Wissen“ ver- schiedene eigenständige Konzepte wie beispielsweise „Erinnerung“, „Erfahrung, „Fak- ten“, „Information“, „Kreativität“, „Meinung“ und „Wahrheit“ inhaltlich gebündelt, diese bei der Begriffsverwendung jedoch nur unzureichend differenziert werden. Zahl- reiche Beiträge im Wissensmanagement befassen sich daher mit der Frage nach dem Wesen des Wissensbegriffes und seiner Definition [NT95], [Pa89], [SR04], [Ro07],

[Sc12].

Ebenso schwierig ist die Interpretation des Terms „Management“ im Begriff „Wissens- management“. Hier stellen sich verschiedene grundlegende Fragen zu Subjekt, Objekt und Handlung: „Kann man Wissen als Objekt managen oder vielmehr nur seinen Entste- hungsprozess i. S. v. Lernprozess?“ – „Welche Rolle nimmt das Wissensmanagement ein?“ – „Wie ist Wissensmanagement organisational aufgehängt?“ – „Wer ist dafür ver- antwortlich?“ – „Greift Wissensmanagement aktiv in die Geschäftsprozesse ein oder stellt es einen passiven Unterstützungsprozess dar?“ – „Wer oder was wird gemanaged?“ – „Kann der Erfolg von Wissensmanagement gemessen werden? Wenn ja, wie?“ Schnell wird klar, dass eine hohe Zahl an Varianten existiert, wie Wissensmanagement intervenierend auf die Organisation bzw. auf das Wissen bzw. auf die Wissensträger einer Organisation wirken soll. Exemplarisch sei auf Al-Laham verwiesen, der eine synoptische Übersicht von Definitionen des Begriffes „Wissensmanagement“ in deutschsprachigen Publikationen zusammenstellt [Al03]:

a. Wissen soll bewegt werden

b. Wissensmanagement durch gezielte Planung, Steuerung & Kontrolle

c. Entwicklung der organisationalen Wissensbasis

d. Instrument des organisationalen Wandels (Lernbarrieren identifizieren / Lern- potentiale mobilisieren)

e. organisationales Lernen

2.3 Differierendes Begriffsverständnis

In Folge der ausgeprägten Multidisziplinarität und hohen Komplexitität des For- schungssubjekts entstanden vielfältige, miteinander konkurrierende Grundverständnisse und theoretische Modelle zum Wissensmanagement. So liegen insbesondere in primär technologisch-orientierten Wissensmanagement-Ansätzen reduktionistisch-objektivierte Wissensverständnisse vor, worin der Begriff „Wissen“ nicht bzw. nur wenig vom Begriff „Information“ abgegrenzt wird. Beispielsweise unterscheiden [RK96] zwar die Begriffe „Wissen“ und „Information“, indem sie Wissen als zweckorientierte Vernetzung von

Informationen definieren. Dennoch bleibt damit die unmittelbare Beziehung zum Infor- mationsbegriff erhalten.

Dem gegenüber steht das konstruktivistisch geprägte Wissensverständnis, in dem Wissen als jeweils individuelles Ergebnis eines sozialen Konstruktionsprozesses verstanden wird. Aus dieser Perspektive lässt sich Wissen nicht oder nur schwer objektivieren, da dieses untrennbar an die individuelle lebensweltliche Sicht gebunden ist [Sc01].

Diese differierenden Begriffsverständnisse stellen den Nährboden für eines der we- sentlichen Grundprobleme im Forschungsfeld Wissensmanagement dar – die mangelhaf- te Transparenz und Konsistenz in der forschungsorientierten Kommunikation. Abschlie- ßend lässt sich zum Grundbegriff des Forschungsfeldes feststellen, dass bis heute keine einheitliche, konsensuale Terminologie als theoretisches Fundament existiert. Hierzu merkt [Re01] an, dass es sogar kontraproduktiv sein kann, verstehen zu wollen, was Wissen ist, da man Wissen umso weniger versteht, je mehr man nach seinem Wesens- kern sucht. Viele der bisherigen Ansätze des Wissensmanagements scheitern jedoch gerade aufgrund der Verwendung eines reduktionistisch-objektivierten Wissensbegriffs, welcher spezifische Charakteristika der Ressource Wissen ausblendet [HKK04].

2.4 Vielfalt wissenschaftlicher Forschungsmethoden

Eine weitere Besonderheit des Forschungsfeldes „Wissensmanagement“ ist die hohe Vielfalt unterschiedlicher wissenschaftlicher Forschungsmethoden. Dieser ausge- prägte Methodenpluralismus ist dabei eine direkte Konsequenz der Multidisziplinarität, da in jedem Forschungsfach bevorzugt die „hauseigenen“ Forschungsmethoden zum Einsatz kommen [Ma07]. Beliebte Forschungsmethoden im Wissensmanagement sind unter anderem [WFD10]:

Case Studies,

Befragungen,

Literaturreviews,

mathematische Modelle,

Inhaltsanalysen sowie

Feldstudien.

Durch diese Vielfalt werden Forschungsfragen zum Wissensmanagement aus vielen, unterschiedlichen Perspektiven gestellt und methodisch unterschiedlich beantwortet – was eine besondere Qualität darstellt, da jede Forschungsrichtung mit ihren jeweils ver- trauten Methoden die eine oder andere Erkenntnis zum Wissensmanagement beiträgt [Te98]. Diese Vielfalt verunmöglicht jedoch weitgehend, einheitliche wissenschaftliche Qualitätsstandards zu definieren. Da Forschende oft wenig vertraut sind mit den Funkti- onsweisen und Prämissen fachfremder Forschungsmethoden, werden in der Fachkom- munikation häufig nicht vergleichbare Entwürfe gegeneinander positioniert und behin- dern eine gemeinsame Interpretation und das Verständnis der jeweils anderen Position.

2.5 Geringe Kumulativität der Debatte

Sowohl aus der differierenden Begriffsverwendung als auch aus der Vielfalt wissen- schaftlicher Forschungsmethoden resultiert eine insgesamt eher geringe Kumulativi- tät der Debatte zum Wissensmanagement [Ro00]. Statt von einer interdisziplinär- synergetischen Betrachtung zu profitieren, liegt eine heterogene Landschaft an Model- len, Theorien und Instrumenten vor, welche in ihren Aussagen teilweise unvereinbar und konkurrierend zueinander stehen [Le09]. Wissensmanagement als Forschungsfach weist damit insgesamt eine geringe wissenschaftliche Reife auf [Ro02].

3 Vorschlag eines Ordnungsrahmens für die Wissensmanagement- forschung

In Kapitel 2 wurde die geringe wissenschaftliche Reife des Forschungsgebietes Wis- sensmanagement anhand konkreter Dysfunktionalitäten systematisch begründet. Um dieser Problematik zu begegnen, haben wir für unsere Wissensmanagementforschung einen Ordnungsrahmen entwickelt, der eine Kategorisierung sowohl zukünftiger als auch bereits bestehender wissenschaftlicher Beiträge erlaubt (siehe Abbildung 2). Dabei sol- len Forschende angehalten oder zumindest ermuntert werden, diesen Ordnungsrahmen jedem Wissensmanagementbeitrag voranzustellen, um vorab verschiedene Grundan- nahmen und Prämissen, u. a. zum Begriffsverständnis, zur Zielgruppe oder zur For- schungsmethode, darzulegen. Der Ordnungsrahmen verfolgt das Ziel, zum einen die Forschenden zum Reflektieren der eigenen impliziten Grundannahmen bei der Wis- sensmanagementforschung anzuregen und zum anderen diese auch zu explizieren. Eine solche Vorabklärung der getroffenen Grundannahmen verschafft dem Leser einen schnellen Überblick zum jeweiligen Wissensmanagementverständnis in einem Beitrag und kann so die Kommunikation der Wissensmanagementdebatte beflügeln, weil sich Grundsatzdiskussionen erübrigen und sich die Kontingenz der Diskussion verringert. Damit steht mehr Raum für Erkenntnisgewinn zur Verfügung, ein gegenseitiges Ver- ständnis als Basis für die interdisziplinäre bzw. standortübergreifende Zusammenarbeit wird gefördert sowie die Kumulativität der Wissensmanagementforschung verbessert. In den nachfolgenden Abschnitten werden die einzelnen Elemente des Ordnungsrahmens näher erläutert.

Abbildung 2: Ordnungsrahmen für die Wissensmanagementforschung 3.1 Epistemologische Dimension Für den Wissensbegriff im

Abbildung 2: Ordnungsrahmen für die Wissensmanagementforschung

3.1 Epistemologische Dimension

Für den Wissensbegriff im Wissensmanagement wurden verschiedene epistemologische Betrachtungsebenen bereits ausführlich in der wissenschaftlichen Literatur diskutiert. In unserem Ordnungsrahmen wird daher als erstes und wichtigstes Element die Einordnung in die betrachtete epistemologische Dimension vorgesehen. Diese Einordnung orientiert sich stark an der durch Nonaka und Takeuchi im Wissensmanagement populär geworde- nen Unterscheidung zwischen explizitem und implizitem Wissen [NT95]. In dem hier vorliegenden Verständnis wird aber nicht von einer strikten Dichotomie ausgegangen, sondern von einem Kontinuum, an dessen einem Endpunkt die funktionale, objektive Sicht und am anderen Endpunkt die interpretative, subjektive, menschengebundene Sicht des Wissensbegriffes stehen [No05], [SC98], [AL01]. Für eine leichtere Einordnung werden folgende drei als wertfrei geltende Ankerpunkte innerhalb des Kontinuums ge- setzt:

In der Ausprägung Daten / Information wird Wissen als statisches Objekt ge- sehen, das leicht kodifizierbar und austauschbar ist. Bei diesem Verständnis ist das Ziel der Intervention vor allem die Verbesserung der Effizienz von Infor- mations- und Kommunikationsprozessen, um den Bedarf an (explizitem) Wis- sen der Unternehmung sicherzustellen [No05].

Zwischen den beiden Enden des Kontinuums wird eine Ausprägung eingeführt, die Wissen als etwas versteht, das aus sozialen Interaktionsprozessen zwischen den Wissensarbeitern entsteht. Dabei steht die Verbesserung dieser Prozesse im Vordergrund.

Die Ausprägung Erfahrungen / Skills schließlich umfasst das Verständnis von (implizitem) Wissen als etwas, das von individuellen Erfahrungen und Werten geprägt, personengebunden und hochgradig kontextspezifisch ist. Interventi- onsziele sind insbesondere die Förderung von menschlichen Fähigkeiten, Be- reitschaften, Austausch- und Gestaltungsprozessen [SR04].

3.2 Interventionsebene im „Management“-Begriff

Neben verschiedenen Interpretationen des Wissensbegriffes existieren auch unterschied- liche Sichten zum Managementverständnis. So kann einerseits durch ingenieurmäßige Planung und Gestaltung direkt auf bestimmte Wissensobjekte oder -prozesse Einfluss genommen werden [Sc96], [Sc01]. Oft zielt diese Denkweise auf eine Harmonisierung und Standardisierung der Wissensobjekte und -prozesse im Unternehmen ab. Anderer- seits kann auch indirekt die Wissensarbeit verbessert werden, indem die dafür notwendi- gen organisatorischen, technischen und räumlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Neben diesen beiden Ausrichtungen existieren zahlreiche theoretische und phi- losophische Artikel, die keine konkrete Interventionsrichtung vorgeben. Innerhalb des Ordnungsrahmens wird daher folgende Unterscheidung im Managementverständnis vorgeschlagen:

mechanistisch: Orientierung auf konkrete Wissensobjekte und -prozesse,

keine Intervention: Intervention ist nicht Gegenstand des Artikels,

systemisch: Orientierung auf das Schaffen von Rahmenbedingungen für eine effektive Wissensarbeit.

3.3 Ausrichtung des Wissensmanagements

Ideen- und Lösungsvorschläge für das Wissensmanagement einer Organisation oder eines Unternehmens lassen sich in zwei unterschiedliche Zielrichtungen unterteilen:

Wissensteilung (Knowledge Sharing) und Innovation [Sc01]. Wissensteilung spiegelt in diesem Kontext das klassische Verständnis des Wissensmanagements wider und bezieht sich vorwiegend auf die Aufrechterhaltung und Verfestigung der bestehenden Wissens- basis durch Multiplikation des vorhandenen Wissens. Im Mittelpunkt stehen dabei insbe- sondere die Optimierung der Informations- und Wissensflüsse sowie die Standardisie- rung, Formalisierung und Konsolidierung der Datenbestände durch IT-Unterstützung. Während Wissensteilung eher eine konservativ erhaltende, auf Effizienz ausgerichtete Sichtweise der organisationalen Wissensbestände einnimmt, liegt der Fokus der Innova- tion auf der kritischen Reflexion des bestehenden Wissens mit dem Ziel, neue Konzepte, Ideen und Produkte zu entwickeln. Zur evolutionären Erweiterung des impliziten und expliziten Wissens steht dabei meist nicht der IT-Einsatz, sondern das Bereitstellen krea- tiver Rahmenbedingungen für das individuelle und organisationale Lernen der Wissens-

arbeiter im Vordergrund [Jä04]. Für den Ordnungsrahmen ergeben sich somit zwei Ziel- setzungen von Wissensmanagementinterventionen, die auch parallel verfolgt werden können:

Wissensteilung: Multiplikation vorhandenen Wissens sowie

Innovation: Entwicklung neuen Wissens.

3.4 Betrachtetes Handlungsfeld

Mögliche Ansatzpunkte für die Gestaltung des Wissensmanagements stellen unter ande- rem die Unternehmenskultur, Routinen, Richtlinien, Systeme, Dokumente sowie die einzelnen Mitarbeiter des Unternehmens dar [AL01]. Je nach Wissenschaftsdisziplin gibt es dabei verschiedene Vorlieben, die im Ordnungsrahmen durch drei verschiede- ne Handlungsfeldern zusammenfassend abgebildet werden:

Mensch / Kultur (Psychologie, Soziologie, Pädagogik),

Organisation / Prozesse (Wirtschaftswissenschaften, insbesondere Organisati- ons- und Managementforschung, Wirtschaftsinformatik) sowie

Technologie (Informatik und andere Ingenieurwissenschaften).

Wissenschaftliche Beiträge zum Wissensmanagement, die einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen, adressieren vorzugsweise alle Handlungsfelder.

3.5 Betrachtete Domäne

In der Wissensmanagementforschung werden Frage- und Problemstellungen auf ver- schiedenen Abstraktionsebenen beantwortet. So werden in den Beiträgen zum Wissens- management nicht nur Themen aus Unternehmen und Organisationen diskutiert, sondern auch Aspekte zum persönlichen Wissensmanagement oder zu gesellschaftlichen Heraus- forderungen. Mandl und Reinmann-Rothmeier unterscheiden zwischen der individuel- len, der organisatorischen und der gesellschaftlichen Ebene, welche Wissensmanage- ment entweder als individuelle Kompetenz, als organisationale Methode oder als gesell- schaftliche Aufgabe mit sozialen, politischen und kulturellen Implikationen auffassen [MR00]. Diese Differenzierung zwischen:

individueller Ebene (Individuum / Wissensarbeiter),

organisationaler Ebene (Organisationen / Unternehmen) sowie

gesellschaftlicher Ebene (Gesellschaft / Internet).

soll auch in diesem Ordnungsrahmen Anwendung finden.

3.6 Zielgruppe

Arbeiten zum Wissensmanagement sprechen je nach Domäne und Betrachtungsebene unterschiedliche Zielgruppen an. Dabei richten sich die Beiträge sowohl an Fach- und Führungskräfte aus der Praxis als auch an Wissenschaftler. Im Sinne einer praxisorien-

tierten Forschung, wie sie insbesondere von der Wirtschaftsinformatik propagiert wird, sollten idealerweise jedoch beide Publikumsgruppen adressiert werden, um somit sowohl relevant für die wissenschaftliche Forschung als auch anwendungsorientiert zu sein. Die Einhaltung wissenschaftlicher Methoden und Arbeitsweisen stellt dabei die Qualität der praxisrelevanten Beiträge sicher. Im vorliegenden Ordnungsrahmen wird zwischen fol- genden beiden Adressatengruppen:

Praktiker und

Forschende

unterschieden.

3.7 Art der Forschung

Der Erkenntnisgewinn im Bereich des Wissensmanagements wird durch die Anwendung einer Vielzahl unterschiedlicher wissenschaftlicher Methoden sichergestellt. Diese Viel- falt an möglichen wissenschaftlichen Vorgehensweisen komplett in einen Ordnungsrah- men aufzunehmen, würde jedoch über das Ziel, eine praktikable Einordnungshilfe zu entwickeln, hinausgehen. Für den Ordnungsrahmen greifen wir daher auf ein überschau- bares Klassifikationsschema von Wieringa et al. zurück, welches die Forschungsmetho- den entsprechend Tabelle 1 in folgende sechs Forschungsarten gruppiert [Wi06]:

Forschungsart

Beschreibung

 

Beispiel

Validations-

konzentriert sich auf die systematische Untersuchung einer Lösung, die meist noch nicht in der Praxis umgesetzt wurde. Zu dieser Kategorie zählen Methoden wie das Durchführen von Experimenten, die Anwendung von Simulationen, die Ent- wicklung von Prototypen oder das Führen von mathematischen Beweisen.

Simulation

der

Wissensteilung

forschung

in

Kommunikationsnetzwerken

[CJ04]

Evaluations-

evaluiert eine implementierte Lösung mithilfe von Fallstudien, Feldstudien oder Feldversuchen und zeigt somit deren Nutzen sowie Einschränkungen auf.

Bestimmung der Auswirkungen beim Einsatz einer bestimmten Wissensmanagementmethode auf die Wettbewerbsfähigkeit und die wirtschaftliche Leis- tungsfähigkeit eines Unterneh- mens [AK12]

forschung

Lösungs-

schlägt eine neue Technik oder eine signifikante Erweiterung einer existieren- den Technik vor.

Entwicklung

eines

neuartigen

vorschlag

Wissensmanagementinstru-

ments,

z. B.

„micro

article“

 

[Wi11]

Philosophi-

beschreibt

eine

neue

konzeptuelle

Reflexion über die Sinnhaf- tigkeit des Begriffes “implizites Wissen” [SG03]

scher Beitrag

Denk-

oder

Sichtweise

auf

bestimmte

Dinge.

Meinungs-

berichtet über Meinungen, was gut oder schlecht an einer bestimmten Lösung oder an einem Konzept ist

Meinungen

zum

Nutzen

ver-

äußerung

schiedener Wissensmanagemen-

tinstrumente [Ir08]

 

Erfahrungs-

berichtet über persönliche Erfahrungen von ein oder mehreren realen Projekten bspw. in Form von Lessons Learned oder Best Practice-Beschreibungen.

Erfahrungen bei der Einführung von Wissensmanagementsyste- men in der Praxis, z. B. Eureka- Story des Xerox Palo Alto Research Center (PARC)

[BW02]

bericht

Tabelle 1: Forschungsarten im Wissensmanagement nach Wieringa et al. [Wi06]

4 Ausblick und Aufruf zur Diskussion

Den Nutzen des vorgeschlagenen Ordnungsrahmens sehen wir nicht nur in der Verbesse- rung der internen wissenschaftlichen Fachkommunikation und zielgerichteteren Diskus- sion von Forschungsbeiträgen zum Thema Wissensmanagement. Vielmehr richtet sich der Entwurf an zusätzliche Adressaten, die wir gern in die Diskussion mit einbeziehen wollen. So soll der Vorschlag helfen, die Selbstreflexion von Autoren zu unterstützen, indem wir Dimensionen zusammentragen, zu denen sich ein jeder Autor zu Beginn sei- nes Forschungsvorhabens positioniert, um die Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit der eigenen Ausführungen zu erhöhen. Gleichzeitig erhoffen wir uns mehr Transparenz und Vergleichbarkeit von Forschungsbeiträgen, die bspw. aufgrund einer ähnlichen Einordnung früher als verwandt bzw. vergleichbar oder auch als unvereinbar identifiziert wurden.

Neben dieser wissenschaftlichen Perspektive bietet der Ordnungsrahmen Orientierungs- punkte für die Praxis und liefert einen Überblick über Perspektiven, die in der aktuellen Diskussion zum Wissensmanagement häufig vernachlässigt werden. Auch hier sind Grundannahmen ein wesentlicher Bestandteil der Diskussion. Daher hilft der Ordnungs- rahmen, die Anforderungen der Anwender vergleichbar zu machen und schafft analog zur wissenschaftlichen Perspektive eine einheitliche Diskussionsbasis.

Auch wenn der Ordnungsrahmen bereits eine Reihe von Unterscheidungsmöglichkeiten und Einordnungsalternativen liefert, erhebt der Vorschlag keinen Anspruch auf Voll- ständigkeit. Aufgrund seines aktuellen Arbeitsstands bietet er jedoch bereits einen sys- tematischeren Zugang zu Forschungsbeiträgen zum Thema Wissensmanagement hin- sichtlich Einsatzgebiet, Zielgruppe, Forschungsart usw. Der vorgestellte Ordnungsrah- men ist somit nicht als finaler Stand einer Systematisierung des Forschungsgebietes zu verstehen, der alle denkbaren Facetten des Feldes abzudecken vermag. Dies ist in der bereits eingangs angesprochenen Vielfalt der Beiträge und Schulen begründet. Für unse- ren internen Gebrauch und im Kontext von betreuten Abschlussarbeiten an der Universi- tät haben sich die Einordnungsdimensionen allerdings bereits als praktikabel erwiesen.

Wir möchten den Ordnungsrahmen weiterentwickeln und um externe Diskussionsbeiträ- ge zum vorliegenden Entwurf ergänzen. Daher fordern wir die Wissensmanagement- Community auf, den Vorschlag kritisch aus der jeweils eigenen Positionierung gegenzu- lesen und um eigene Erfahrungen und Vorschläge zu ergänzen. Im Abgleich mit vorhan- denen wissenschaftlichen Werken sollen Lücken in der Dimensionierung aufgedeckt und nach Möglichkeit durch die Einführung zusätzlicher Unterscheidungsmöglichkeiten geschlossen werden. Diskussionsleitend können folgende Fragen sein, deren Beantwor- tung unter www.krc-info.de erfolgen kann:

Stellt der Ordnungsrahmen in seiner aktuellen Form für die Community- Mitglieder einen Nutzen dar?

Lassen sich die wissenschaftlichen Beiträge der Mitglieder nahtlos in den Ord- nungsrahmen einordnen?

Welche Dimensionen sind dafür essentiell, welche sind weniger wichtig und welche fehlen gegebenenfalls?

Sind die Ausprägungen der Dimensionen erschöpfend?

Welche Aspekte oder Inhalte sollte eine überarbeitete Version des Ordnungs- rahmens enthalten?

Bei grundsätzlicher Akzeptanz des Entwurfs in der Community könnte ein nächster Schritt auf die Ausgestaltung der Operationalisierung der Dimensionen des Ordnungs- rahmens fokussieren. Unter Verwendung eines abzuleitenden interaktiven Fragensets könnte die Einordnung von Forschungsbeiträgen technisch unterstützt werden. Auf Basis der unterschiedlichen Einordnungen von Forschungsbeiträgen sollen zudem Muster identifiziert werden, die Hinweise auf Zusammenhänge zwischen den Einordnungen in einzelne Dimensionen abbilden und mit deren Hilfe strittige oder fehlerhafte Einordnun- gen aufgedeckt werden können.

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