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Liebe Leserin, lieber Leser, in dieser Ausgabe haben wir den 1. Mai als Schwerpunkt. Neben

Liebe Leserin, lieber Leser, in dieser Ausgabe haben wir den 1. Mai als Schwerpunkt. Neben einem Artikel über die Geschichte des 1. Mai, findet ihr den Aufruf des Bündnis gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai in Bonn. Auch haben wir einen Artikel über das europäische Forschungsprojekt INDECT und die einen Bericht über die Schließungspläne des Duisburger Schienenher- stellers TSTG. Außerdem möchten wir euch auf die neue Zeitung unserer GenossInnen der ARAB hinweisen und haben einen Artikel über untergetauchte Neonazis. Viel Spaß beim lesen

Widerstand auf die Straße tragen! Am 1. Mai erst recht!

Der 1.Mai gilt seit über 100 Jahren als Internationaler Kampftag der ArbeiterIn- nenklasse. Am 1. Mai 1886 versammel- ten sich in Chicago tausende streikende Arbeiter. Ihre Hauptforderung war der Achtstundentag. Nach zwei Tagen der Be- setzung eines Platzes, eskalierte die Situa- tion. Eine Bombe explodierte und Polizis- ten fingen an auf die Arbeiter zu schießen. Dabei starben mehr als ein dutzend Men- schen, über 100 wurden zum Teil schwer verletzt. Bei vier von acht dafür verant- wortlich gemachten Personen wurde dar- aufhin die Todesstrafe angewendet. Spä- ter stellte sich heraus, dass sie unschuldig wahren.

Im Juli 1889 wurde dieser Tag zum welt- weiten Kampftag des Proletariats erklärt. In allen Ländern dieser Welt gehen an die- sem Tag Menschen für ihre Rechte auf die Straße. Es ist ein Tag, an dem sich die Pro- teste der Arbeiter auf den Straßen zusam- men schließen. Ein Tag an dem wir für

bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen, Gleichberechtigung, Frieden, eine bessere Umweltpolitik und für Internationale So- lidarität die Faust heben und kämpfen.

Internationale So- lidarität die Faust heben und kämpfen. Leider wird der 1.Mai oft von Gewerk- schaften

Leider wird der 1.Mai oft von Gewerk- schaften auf kleine Feste mit Reden von reformistischen Politikern und Gewerk- schaftsbossen reduziert, anstatt tatsäch- lich in die Offensive zu gehen.

Ab dem Jahre 1889 bestand zudem die Forderung, dass der 1. Mai zum gesetzli- chem Feiertag werden sollte. In Deutsch- land haben die Nationalsozialisten den 1. Mai ab 1933 zum „Tag der deutschen Arbeit“ gemacht und den Tag für ihre na-

land haben die Nationalsozialisten den 1. Mai ab 1933 zum „Tag der deutschen Arbeit“ gemacht und

tionalistische und rassistische Propaganda missbraucht. Am 2. Mai 1933 stürmten dann SA-Truppen Gewerkschaftshäuser und verhafteten führende Gewerkschafts- funktionäre. Dieser Schlag gegen die Gewerkschaften gilt als entscheidender Schritt auf dem Weg in die Diktatur des deutschen Faschismus. Dies feiern die Nazis seit jeher und wollen dieses Jahr am 1. Mai in Bonn demonstrieren.

Aus diesem Grund werden wir am 1. Mai auf der Straße sein, um die Nazis zu blo- ckieren. Dabei sollen jedoch auch unsere

Inhalte nicht zu kurz kommen. Um dies zu verhindern werden wir, wie in den vergan- genen Jahren, wieder mit einem lautstar- ken und entschlossenem Demonstrations- zug durch Duisburg ziehen. Dieses Jahr, aufgrund des Naziaufmarsches, jedoch am Vorabend des 1. Mai.

30.04.2012 | 18.00 Uhr | Duisburg Hbf Revolutionäre Vorabenddemo

01.05.2012 | Bonn Widerstand auf die Straße tragen! Naziaufmarsch blockieren!

Stop INDECT!

Was ist INDECT? INDECT (Intelligent informatioen Sys- tem Supporting Observation, searching and detection for security of Citizens in Urban Enviroment), ist ein ,im Jahr 2009, von der Europäische Union in Auftrag gegebenes Forschungsprojekt mit dem Hintergrund sämtliche Überwachungs- technologien zu einem universellen Über- wachungsinstrument zu vereinen. Dieses System soll mittels flächendeckenden, biometrischen Kameranetzwerken und fliegender Kameradrohnen etc. auffälli- ge Personen bzw. auffälliges Verhalten orten und analysieren, um anschließend via behördlichen Daten- banken, Vorratsdaten- speicherung und (der Datenauswertung) sozi- aler Netzwerke etc. ein ausführliches Profil des/ der verdächtigen Person und dessen Umfeld zu erstellen. Des weiteren

kann INDECT mit Hilfe von Handyortung und fliegenden Kameradrohne die Verfol- gung der zu observierende Person vollau- tomatisch koordinieren. Genanntes gilt für die Realität ebenso wie für die virtuelle Welt. Dies bedeutet das posten eines un- gewöhnlichen Beitrags im Internet, alar- miert INDECT genauso wie ein nervöser Gang in der Einkaufspassage.

Wer ist beteiligt, Wer profitiert? INDECT wird von der Europäische Union mit rund 15 Millionen Euro Steuergeldern finanziert. Dieses Geld steht beteiligten Institutionen und Firmen, wie dem deut- schen Kamera und Drohnen Entwickler Inotect Date, dem Software Unternehmen

Institutionen und Firmen, wie dem deut- schen Kamera und Drohnen Entwickler Inotect Date, dem Software Unternehmen
Institutionen und Firmen, wie dem deut- schen Kamera und Drohnen Entwickler Inotect Date, dem Software Unternehmen

Psi AG Berlin, sowie der Uni Wuppertal, der AGH University of Science and Tech- nology in Krakau, dem Bundes Kriminal- amt und diverse private Sicherheitsfirmen zur Verfügung.

durchgewunken. Konkret soll die Über- wachung bereits zur EM 2012 in der Uk- raine und Polen möglich sein und auch zur Olympiade 2012 in London soll IN- DECT eingesetzt werden.

Olympiade 2012 in London soll IN- DECT eingesetzt werden. Wer in das Projekt nicht mit integriert

Wer in das Projekt nicht mit integriert bzw. eingeweiht ist, sind die Datenschutz- beauftragten der EU-Mitgliedsstaaten, zudem unterliegt INDECT der Geheim- haltung. Somit entzieht sich INDECT systematisch jeglicher offizieller außen- stehenden Kontrolle und Kritik. Ein Grund warum die EU dieses Projekt finanziert ist, wie soll es auch anders sein, der wirtschaftlicher Profit. Investoren re- den von einem Multimilliarden-Project. Rheiner Brüderle, ehemaliger Bundes- minister für Wirtschaft und Technologie (Oktober 2009 bis Mai 2011) meint, das die Ausfuhr solcher Projekte das Kernziel deutscher Exportpolitik sei. Auch der am- tierende Minister Philip Rösler äußert sich Inhaltlich entsprechend. Faktisch im Do- kument heißt es: „Man können mit solch einer Technologie „Made in Germany“ ein spezifisches deutsches Kompetenzpro-

nachhaltigen Internatio-

nalen Markterfolg erzielen [

fil entwickeln [

] dies gilt in

besonderem Maße für die als Zielmarktin- teresannten Schwellenländer[ ]“ Doch auch die Anwendung in Europa ist geplant, So wurde der Einsatz von Droh-

nen kürzlich im deutschen Bundestag

]

Gefahr ? Das Forschungsprojekt INDECT ist zu- geschnitten auf den urbanen (städtischen) Raum, der Bereich in dem wir uns täglich bewegen. Das ganze System dient dazu aus unverdächtigem Verhalten Verdachts- felle raus zu destilliere, die technische Umsetzung des Generalverdachts. Es ist massiver Eingreift in unsere tägliches Privatleben. Und es kann nicht von Prä- vention die Sprache sein, wenn dies be- inhaltet das wir alle potentielle Verdäch- tige sind, wir von modifizierten Drohnen überwacht werden die ursprünglich für den Militäreinsatz entwickelt wurden, wenn unsere „Regierung“ gezielt Despo- ten und Totalitäre Staaten als Absatzmarkt benennen. Dies hat nichts mit Prävention zu tun! Sei es INDECT sei es ACTA , es wird versucht (das Kapital mit aller Kraft zu verteidigen und) uns klein zu halten, da der angestrebte wirtschaftliche Erfolg an die Grenzen der menschlichen Effizi- enz, des menschen Mögliche stößt. Da das Proletariat bis aufs letzte ausgenützt und unterdrückt wurde, werden sich weiterhin immer mehr Proteste regen. Um dies zu unterbinden gewährleistet INDECT wei- terhin Die Kontrolle und Herrschaft der Bourgeoisie. Da dennoch der wirtschaftliche Wachs- tum erhalten bleiben bzw. sogar gesteigert werden muss, müssen wir neu „vermark- tet“ werden. Und wie geht das? Man ver- kauft einfach Unsere Sicherheit und unser Privatleben in einem Milliardengeschäft.

werden. Und wie geht das? Man ver- kauft einfach Unsere Sicherheit und unser Privatleben in einem

Um endgültig einen Überwachungsstaat im Deckmantel der Demokratie zu er- schaffe.

Da hat die Politik wohl die Forderung nach mehr Transparenz gänzlich missverstan- den! Also lasst uns aufstehen und dieses Missverständnis aus der Welt schaffen!

Neonazis im Untergrund

Ende der 90er Jahre gingen drei Neona- zis aus Thüringen in den Untergrund. Alle drei hatten zuvor Straftaten begannen und entzogen sich nun der Strafverfolgung. Diese drei Neonazis wurden Ende 2011 bekannt als Terrorzelle Nationalsozialis- tischer Untergrund (NSU). Durch Zufall flogen sie nach einem Banküberfall auf. Uwe Mundlos und Uwe Böhnhard star- ben am selben Tag, Beate Zschäpe sitzt im Gefängnis. Sie sind verantwortlich für die Neonazi-Mordserie in den Jahren 2000 bis 2006, dem Nagelbomben-Attentat in Köln 2004 und dem Polizistenmord von Heil- bronn im Jahr 2007. Nach und nach wur- de bekannt, dass sie einen breiten Sym- pathisanten- und Unterstützerkreis in der rechtsextremen Szene hatten. Ebenfalls flog auf, dass der Verfassungsschutz den Dreien beim Abtauchen half, sowie beim Überleben im Untergrund.

Da der Fall große Aufmerksamkeit auf sich zog und der Staat zunehmends in Er- klärungsnot geriet, sah er sich gezwungen nun einige Schläge gegen die rechtsex- treme Szene durchzuführen. So wurden bereits mehrere Waffenlager ausgehoben, wie beispielsweise Ende Februar in Ost- bayern, wo 200 Waffen beschlagnahmt wurden. Ebenso wurde das Aktionsbüro Mittelrhein als kriminelle Vereinigung eingestuft, was 33 Hausdurchsuchungen und 24 Festnahmen zur Folge hatte. Hier

drunter einigen Führungskader der Nazis.

Nun wurde bekannt, dass in Deutschland noch über 100 Neonazis im Untergrund leben und sich einer Strafverfolgung entziehen. Dem entsprechend groß muss hierfür das organisatorische Umfeld die- ser Abgetauchten sein. Das Leben im Un- tergrund ist nämlich finanziell und orga- nisatorisch nicht so leicht. Die Gefahr, dass sich hierbei weitere Zellen eines Terrornetzwerkes befinden oder entstehen ist groß. Einerseits haben diese Neonazis kaum legale Möglichkeiten aktiv zu wer- den, wie etwa der Teilnahme an einer De- monstration, andererseits liegt der Trend der weltweiten militanten Neonaziszene in der Schaffung von Terrorkommandos, die rassistische Attentate durchführen. So zumindest die Diskussionen in Neonazi- netzwerken wie „Blood and Honour“. Ob auch hierbei der Verfassungsschutz seine Hände im Spiel haben wird, wird man wahrscheinlich erst wieder wissen, wenn es zu spät ist.

der Verfassungsschutz seine Hände im Spiel haben wird, wird man wahrscheinlich erst wieder wissen, wenn es
der Verfassungsschutz seine Hände im Spiel haben wird, wird man wahrscheinlich erst wieder wissen, wenn es

Schließungspläne in einem Duisburger Schienenwerk und der Widerstand dagegen!

„Jetzt hol doch mal den Lügner da run- ter!“, „Das will doch keiner mehr hören!“ - das und einiges mehr hat der Konzern- vorstand Dr. Kainersdorfer von VoestAl- pine von den ArbeiterInnen und Ange- stellten im Tochterunternehmen Thyssen Schienentechnik (TSTG) in Duisburg zu hören bekommen, alser versuchte zu er- klären, warum es angeblich unvermeid- lich sei, dass ihr Arbeitsplatz geschlossen werden soll. Der Konzern VoestAlpine, der auch in Österreich Schienen produ- ziert hat für Ende 2012 die Stilllegung der Produktion angekündigt. Angeblich gibt es zu wenig Aufträge, und zuviele Produktionskapazitäten für die Nach- frage auf dem europäischen Markt. Viel entscheidender ist wahrscheinlich für die Manager von VoestAlpine, dass sie jetzt mehrere hundert Millionen Euro Strafe zahlen müssen, weil sie mit anderen eu- ropäischen Schienenherstellern jahrelang von 1998 bis 2008 Preisabsprachen ge- troffen haben, um die Preise in die Höhe zu treiben. Bei diesem so genannten „Kar- tell“ sollen auch Manager der Deutschen Bahn beteiligt gewesen sein. Für die Ver- brechen von einigen Managern sollen jetzt also die Beschäftigten bei TSTG mit ihren Jobs bezahlen.

Eigentlich glaubt keiner wirklich daran, dass in Duisburg keine Schienen mehr produziert werden können. Denn, um das Werk so schnell wie möglich abzuwi- ckeln, sollen jetzt sogar Überschichten an

Sam- und Sonntagen von verschiedenen Kollegen geleistet werden. Das zeigt ganz deutlich, dass es wohl kaum an Aufträgen mangelt und auch, dass die Beschäftigten jetzt noch mit ihrem Streik ein Druckmit- tel in der Hand haben. Seitdem herrscht viel Unruhe im Werk, es wird viel diskutiert, wie man sich gegen den Schließungsbeschluss wehren könnte und welche Perspektiven es für das Schie- nenwerk gibt.

Auf dem Betriebsparkplatz sind Karika- turen aufgehangen worden, mit denen der TSTG Geschäftsführer verspottet wird und an den Mauern um das Werk herum sind Parolen gesprayt worden.

den Mauern um das Werk herum sind Parolen gesprayt worden. Am 14. März, als die Werksschließung

Am 14. März, als die Werksschließung in der Betriebsversammlung bekannt gege- ben wurde, weigerte sich die Spätschicht weiter zu arbeiten.

Ob auf „ihre“ Betriebsräte wirklich Ver- lass ist wissen viele Beschäftigte nicht so genau. Noch hoffen eigentlich alle darauf, dass die Vertreter der Belegschaft einen Aktionsplan ausarbeiten, um das Werk ge- gen die Schließung zu verteidigen. Aber für die zahlreichen Ideen von den Arbei- terInnen wie zum Beispiel Demos, Streiks

die Schließung zu verteidigen. Aber für die zahlreichen Ideen von den Arbei- terInnen wie zum Beispiel

und gemeinsamen Protestreisen in Bussen zum Aufsichtsrat in Österreich werden vom Betriebsrat bisher keine konkreten Termine festgesetzt. Viele wissen nicht, warum nicht schon längst die Produktion still gelegt wurde andere vermuten hinter vorgehaltener Hand, dass der Betriebsrat vom Konzern gekauft wurde, damit er ihm keinen Ärger bereitet. Klar ist auf jedenfall, dass die Beschäftigten ihren Arbeitsplatz nur retten können, wenn sie

selbst dafür aktiv werden mit der Unter- stützung des Betriebsrats oder ohne. Eine Möglichkeit dazu ist die Internetseite www.netzwerkit.de/projekte/tstg auf der ihr auch mehr und aktuellere Informatio- nen zur Lage im Betrieb findet. Wenn ihr von außen die KollegInnen unterstützen wollt, aber noch nicht wisst wie, meldet

euch unter tstg@labournet.info .

Aufruf gegen den geplanten Aufmarsch von Neonazis am 1. Mai 2012

Für ein buntes, solidarisches und friedli- ches Bonn! Neonazis blockieren!

Neonazis aus den Reihen der sogenannten. „Autonomen Nationalisten“ wollen am 1. Mai durch Bonn marschieren. Es handelt sich um die gleichen Kreise, die immer wieder in den vergangenen Jahren in Dort- mund, Dresden, Stollberg und anderen Städten aufmarschiert sind und zum Um- feld des „Nationalsozialistischen Unter-

grunds“ (NSU) gehören. Sie sind bekannt durch Angriffe auf Gewerkschaftskund- gebungen und gewalttätige Übergriffe gegen Andersdenkende und alle, die nicht in ihr Bild passen. Dazu mobilisieren sie verstärkt auch im Bonner Umland, z. B. über das Nazizentrum „Braunes Haus“ in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Solche faschistischen Verbrecherinnen und Verbrecher dürfen nicht durch unsere Straßen marschieren!

Gegen den Neonazi-Aufmarsch werden wir Protest und Widerstand organisieren und diese Demonstration des Hasses ver- hindern. Wir wenden uns gegen jede Form von Neonazimus, Antise- mitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit.

Falls der Aufmarsch nicht verboten wird, sehen wir uns als Demokratinnen und Demokraten in der Pflicht, uns den Neonazis in den Weg zu stellen und ihre Demonstration mit gro- ßen Versammlungen und Blockaden zu verhindern.

uns den Neonazis in den Weg zu stellen und ihre Demonstration mit gro- ßen Versammlungen und
uns den Neonazis in den Weg zu stellen und ihre Demonstration mit gro- ßen Versammlungen und

Unser Widerstand wird kreativ, stark und eindeutig sein. Von uns geht dabei keine Eskalation aus. Wir werden friedlich für Demokratie und gesellschaftliche Vielfalt eintreten. Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich daran zu beteiligen.

Gegen den Neonazi-Aufmarsch am 1. Mai wird es in Bonn mindestens drei solida- risch miteinander verbundene Veranstal- tungen und Aktionen geben:

» 1. Mai-Demonstration des DGB und die Mai-Kundgebung auf dem Bonner Markt- platz

» Internationalistisches 1. Mai-Fest an der Marienschule in der Bonner Altstadt

» Versammlungen und Blockaden auf dem Aufmarschweg der Neonazis

Wir rufen alle Bonner Bürgerinnen und Bürger auf, durch Aushang von Plakaten, Transparenten und viele weitere eigene fantasievolle Aktivitäten Flagge zu zeigen und gemeinsam deutlich zu machen, dass Neonazis in Bonn auf Protest und Wider- stand stoßen.

dass Neonazis in Bonn auf Protest und Wider- stand stoßen. „Perspektive – Texte für den revolutionären

„Perspektive – Texte für den revolutionären Aufbauprozess“

Die Antifaschistische Revolutionäre Ak- tion Berlin [ARAB] feierte Anfang 2012 ihr fünfjähriges Bestehen. Pünktlich zu diesem Jubiläum erinnern sie uns an Le- nins berühmten Satz: „Ohne revolutio- näre Theorie kann es keine revolutionäre Bewegung geben.“ Und weil das nicht nur plausibel klingt, sondern auch stimmt, hat ARAB beschlossen uns zu grundsätzli- chen theoretischen Fragen Gedanken zu machen und die Ergebnisse ihrer kollek- tiven Diskussionen in regelmäßigen Ab- ständen in ihrer neuen Zeitschrift „Per-

spektive – Texte für den revolutionären Aufbauprozess“ zu veröffentlichen. Die Beiträge wollen sie ausdrücklich als Dis- kussionsangebote verstanden wissen, und weil sie sich eher als Revolutionär_innen denn als Theolog_innen verstehen und außerdem gelernt haben, dass ein Dogma weniger wert ist als ein Kuhfladen, stellen sie auch keinen Anspruch auf „absolute Wahrheit“.

Da einer ihrer Arbeitsschwerpunkte im letzten halben Jahr die Krisenproteste waren, dreht sich in der ersten Nummer alles um die kapitalistische Krise: Ist sie ein durch böswillige „Zocker_innen“ ver- ursachter Betriebsunfall, den man mit ein paar Regeln für den Finanzmarkt wieder

böswillige „Zocker_innen“ ver- ursachter Betriebsunfall, den man mit ein paar Regeln für den Finanzmarkt wieder

in den Griff bekommen kann? Was ist mit der „Euro-Krise“ – Wird in Europa nun endlich wieder „deutsch gesprochen“? Und was hat das Ganze überhaupt mit der radikalen Linken zu tun?

Neben einem längeren Text, der ihre Posi- tion zu Kapitalismus und Krise im Allge- meinen sowie den Ursachen und dem Ver- lauf der gegenwärtigen Krise in groben Zügen skizziert, enthält das vorliegende

Heft ein Interview mit zwei Aktivist_in- nen der ARAB zu den anstehenden Aktio- nen in Frankfurt und Berlin.

„Die widerspruchsvolle Bewegung der kapitalistischen Gesellschaft macht sich (…) am schlagendsten fühlbar in den Wechselfällen des periodischen Zyklus, den die moderne Industrie durchläuft, und deren Gipfelpunkt – die allgemeine Krise ist.“ (Karl Marx)

Gipfelpunkt – die allgemeine Krise ist.“ (Karl Marx) Termine 04.04. Gedenkkundgebung für Mehmet Kubaşık und

Termine

04.04. Gedenkkundgebung für

Mehmet Kubaşık und Vortrag zum

NSU und Geheimdiensten

05.-09.04. NRW: Antifa Genclik International CAMP | NRW

27.04. Cafe Roter Oktober

28.04. Pro NRW Wahlauftakt in

Essen Kray-behindern!

30.04. Revolutionäre Vorabendde-

mo in Duisburg

01.05. Nazidemonstration in Bonn

verhindern!

in Essen Kray-behindern! 30.04. Revolutionäre Vorabendde- mo in Duisburg 01.05. Nazidemonstration in Bonn verhindern!