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12 2012
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Liebe Leserin, lieber Leser,

in dieser Ausgabe findet ihr einen Artikel zur aktuellen Lage im Nahen-Osten und über die vorerst beendete Militäroffensive Israels. Dann haben wir für euch den Aufruf des [3A] * Re- volutionäres Bündnis zur Luxemburg-Liebknecht-Lenin Gedenkdemonstration im Januar 2013. Außerdem noch einen kurzen Bericht mit einer Auswertung zu den Aktivitäten gegen das geplan- te Factory Outlet Center in Duisburg-Hamborn und einem diesbezüglichen Solidaritätscamp. Und wir haben für euch einen Bericht von der in Essen stattgefundenen Jubeldemo über die vor kurzem vom Essener Stadtrat beschlossenen Kürzungen im Kultur- und Sozialbereich. Viel Spaß beim lesen ...

// Nah-Ost-Konflikt //

Die »Säulen der Verteidigung« gegen die palästi- nensische Bevöl- kerung

Am 14. November begann das israelische Militär seine erneute Militäroffensive ge- gen den Gaza-Streifen mit der gezielten Ermordung des Hamas-Militärführers Ah- med al Dschabari. Dieser befand sich in sei- nem Auto, welches von einem israelischen Kampfjet in die Luft gesprengt wurde.

In der einwöchigen Offensive flogen die

israelischen Luftstreitkräfte nach eigenen Angaben mehr als 1500 Kampfeinsätze gegen von ihnen ausgemachte Ziele im Gaza-Streifen. Das sind mehr als doppelt so

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viele Einsätze wie bei dem letzten großen blutigen Angriff Israels im Jahr 2008/2009 (Operation „ Gegossenes Blei“). Über 150 Menschen (davon mehr als die Hälfte Zivi- listen) verloren durch diese Angriffe bisher ihr Leben über 1200 wurden verletzt, auch vier israelische Zivilisten und ein israeli- scher Soldat wurden bei Angriffen der Ha- mas und anderer bewaffneter Gruppen mit selbstgebauten Raketen getötet und rund 100 verletzt. Dabei ist die Zahl der paläs- tinensischen Opfer lediglich so „gering“ geblieben, da sich die Angriffe erneut vor

12 2012 Liebe Leserin, lieber Leser, in dieser Ausgabe findet ihr einen Artikel zur aktuellen Lage
allem auf die Zerstörung der seit 2008 wie- der aufgebauten Infrastruktur konzentrierte, so vor allem die

allem auf die Zerstörung der seit 2008 wie- der aufgebauten Infrastruktur konzentrierte, so vor allem die Verwaltungsgebäude und Ministerien der Hamas und die an der Gren- ze zu Ägypten angelegten Tunnelsysteme, durch die ein großer Teil der Lebensmittel, Benzin und Baumaterialien in den Gaza- Streifen geschmuggelt werden, da Israel und Ägypten seit fünf Jahren die Einfuhr von fast allen notwendigen Gütern massiv verhindert. Das durch solche Tunnel auch Waffen geschmuggelt werden, nutzt Israel immer wieder als Legitimation diese zu zer- stören.

Bereits vor den ersten Bombeneinschlä- gen startete die israelische Regierung eine gigantische Medienoffensive um ihre völ- kerrechtswidrigen Angriffe zu legitimie- ren. Das es hierbei keinesfalls darum geht, lediglich Raketenstellungen an der Grenze zu den von Israel besetzten Gebieten zu zer- stören, wie die Presseinformationen verlaut- baren lassen, zeigen die eigenen Aussagen der israelischen Regierungsvertreter. So for- derte Transportminister Israel Katz, Gaza so schwer zu bombardieren, „dass die gesam-

te Bevölkerung nach Ägypten flieht“, Avi

Dichter, Minister für die Verteidigung der

Heimatfront, riet den israelischen Streitkräf- ten, Gaza „neu zu formatieren“ und es „mit Bomben sauberzuwischen“. Innenminister Eli Yishai sagte, „Infrastruktur, öffentliche Gebäude und Regierungsgebäude“ müssten zerstört werden, dass Ziel der Operation sei, „Gaza ins Mittelalter zurückzuschicken, nur dann wird Israel für die nächsten 40 Jahre in Ruhe leben“.

Der bekannte und preisgekrönte israelische Autor Tzvi Fishman geht auf einem Blog der Zeitung „The Jewish Press“ sogar noch weiter: „[…] In der Zwischenzeit, an unsere Soldaten – Holt sie euch boys! Bombt die Hölle aus ihnen heraus! Denkt an den gu- ten alten „American way“ in Vietnam! Er- innert euch an die Befehle die Uncle Sam seinen Truppen gab: „Tötet alles, was sich bewegt!“ Geronimo!“

Zudem war diese Offensive keine Reakti- on auf einen Angriff von palästinensischen Gruppen, sondern eine von langer Hand geplante Militäroffensive. Seit Monaten drängen die israelischen Militärs die Politi- ker dazu und betrieben Lobbyarbeit. So war es ein leichtes für die israelische Regierung diesem Plan wohlwollend zuzustimmen.

allem auf die Zerstörung der seit 2008 wie- der aufgebauten Infrastruktur konzentrierte, so vor allem die

Die am 21.11. geschlossene Waffenruhe steht noch auf sehr wackeligen Beinen und viele wunderten sich über ein so schnelles einlenken Israels. Bedenkt man jedoch, dass in Israel im Januar 2013 Parlamentswahlen sind ist dies kaum verwunderlich. Ein kurzer Überfall auf den Gaza-Streifen ohne große eigene Verluste ist da der beste Wahlkampf den sich der amtierende Präsident Netanja- hu und seine Regierung vorstellen können. Zudem kann man dadurch von innenpoliti- schen Problemen und massiven Protesten gegen die Kürzungs- und Sparpolitik im ei- genen Land ablenken.

// LLL Gedenkdemo 2013 //

Damals wie heute:

Dem deutschen Imperialismus in den Rücken fallen -Der Hauptfeind steht im eigenen Land!

Wenn am 13. Januar 2013 wieder Tausen- de in Berlin auf die Straße gehen, erinnern sie an die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht durch die Reaktion am 15. Januar 1919. Nach dem sich beide über Jahre innerhalb der SPD für die Interessen der ArbeiterInnenklasse eingesetzt hatten,

mussten sie im August 1914 miterleben wie sich die internationale Sozialdemokra- tie für den Krieg und gegen die Interessen der Menschheit entschied. Führten sie den Kampf gegen diese Politik anfangs inner- halb der SPD, so wurde immer deutlicher, dass auf den Verrat auch ein organisatori- scher Bruch erfolgen musste. Dieser war die Gründung der Kommunistischen Partei, nach dem Vorbild Lenins und der russischen KommunistInnen.

Wir Gedenken ihrer und all den unzähligen GenossInnen, die im Verlauf der letzten hundert Jahre für ihre Überzeugung starben, dass ein menschenwürdiges Leben nur jen- seits kapitalistischer Verwertungs- und Kon- kurrenzlogik zu organisieren ist und deshalb ein revolutionärer Bruch nötig ist, um eine radikal andere Art des menschlichen Zu- sammenlebens zu organisieren.

Aber auch aus ihren Ideen und Theori- en können wir heute, 93 Jahre nach ihrer Ermordung, noch immer eine Menge Er- kenntnisse gewinnen, die für die aktuellen Kämpfe gegen die sozialen Verwüstungen des deutschen Krisenimperialismus in Euro- pa, die steigende Militarisierung im Inneren

Die am 21.11. geschlossene Waffenruhe steht noch auf sehr wackeligen Beinen und viele wunderten sich über
Die am 21.11. geschlossene Waffenruhe steht noch auf sehr wackeligen Beinen und viele wunderten sich über

und Äußeren und den wachsenden Nationa- lismus und Chauvinismus wichtig sind. Als marxistische Theoretiker beschäftigten sich Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg mit der Krisenhaftigkeit des Kapitalismus, dem Zusammenhang von Krieg und Kapital und der besonderen Aggressivität des deutschen

Imperialismus und Nationalismus. Fragen, die im Deutschland des Jahres 2013 für eine radikale Linke, die mehr als eine subkultu- relle Nische oder ein Verein zur Traditions-

pflege sein will, von zentraler Bedeutung

sein werden.

„The Big Bang Theory“

Es war im September 1898, als Rosa Lu- xemburg Krisen als den „periodischen Zu- sammenstoß der einander widerstrebenden Kräfte der kapitalistischen Wirtschaft“ be- zeichnete. Diese Formulierung könnte ohne Abstriche auch heute, 115 Jahre später, ge- schrieben werden. Hat uns doch die Welt- wirtschafts- und Finanzkrise seit dem Jahr 2007 wieder einmal vor Augen geführt, dass ein krisenfreier Kapitalismus eine Unmög- lichkeit ist.

Es war 2007/2008, als sich unterschiedli- che krisenhafte Prozesse in der globalen kapitalistischen Ökonomie zu einer „gro- ßen“ Krise bündelten, die sich von den US-Immobilienmärkten über die gesamte Finanzwirtschaft und die wichtigsten Zwei- ge kapitalistischer Industrie erstreckte. Die herrschenden Klassen der besonders hoch entwickelten imperialistischen Nationen antworteten mit massiven Umverteilungs- projekten „von unten nach oben“, indem sie Bankenrettungs- und Konjunkturpakete in Billionenhöhe auflegten, um den ganz gro- ßen Crash wenn schon nicht zu vermeiden, dann wenigstens hinauszuzögern. Die Aus- wirkungen des keineswegs abgeschlossenen Krisenprozesses sind dennoch äußerst weit- reichend: Massive Vernichtung von Kapital und Einkommen, Unternehmens- und Ban- kenpleiten (oder -übernahmen), drastischer Rückgang der weltweiten Industrieproduk- tion, wachsende Massenarbeitslosigkeit (die International Labour Organisation sprach schon im Dezember 2009 von 20 Millionen durch die Krise vernichteten Arbeitsplät- zen), Kurzarbeit, massenhafte Verelendung von bestimmten Bevölkerungsteilen (in den USA betrifft dies insbesondere die latein-

und Äußeren und den wachsenden Nationa- lismus und Chauvinismus wichtig sind. Als marxistische Theoretiker beschäftigten sich

amerikanischen und afroamerikanischen Teile der ArbeiterInnenschaft), massive Umverteilung von Vermögen von „unten“ nach „oben“, Niedergang ganzer Volkswirt- schaften, Hungerkrisen in der sogenannten 3. Welt (auch als Ergebnis unbezahlbarer Nahrungsmittel- und Treibstoffpreise).

„Call of Duty“

Es war im November 1914, als Karl Lieb- knecht betonte, dass ein „Wesenszug des Imperialismus“ sei, durch „wirtschaftliches und politisches Expansionsstreben“ immer „stärkere politische Spannungen“ zu erzeu- gen. Auch diese Formulierung könnte ohne Abstriche heute, 99 Jahre später, geschrie- ben werden. Im Ergebnis der Weltwirt- schafts- und Finanzkrise spitzen sich in den letzten Jahren mit zunehmender Tendenz zwischenimperialistische Widersprüche als Ergebnis einer verstärkten Staatenkon- kurrenz auf internationaler Ebene zu. Die Kriegstendenz verschärft sich weiter: Zu Afghanistan, dem Irak, der Elfenbeinküste, dem Horn von Afrika und zahlreichen ande- ren Schauplätzen imperialistischer Aggres- sion kamen Libyen und Syrien neu hinzu. Das Säbelrasseln gegen den Iran wurde wei- ter verstärkt. Während Libyen per NATO- Intervention auf das Niveau eines „Failed State“ zerbombt wurde, wird in Syrien ein brutaler Stellvertreterkrieg der westlichen Staaten samt deren Vasallen in der Region, u.a. der Türkei, die gleichzeitig Krieg ge- gen die Kurden führt, gegen den russischen Imperialismus geführt. Die USA verstärken

ihre Militärpräsenz im Pazifik-Raum und

überziehen Pakistan mit einem lang anhal- tenden Drohnenkrieg. Der Imperialismus trägt den Krieg in sich, wie die Wolke den

amerikanischen und afroamerikanischen Teile der ArbeiterInnenschaft), massive Umverteilung von Vermögen von „unten“ nach „oben“, Niedergang ganzer

Regen.

„Guess whos back“

Es war im August 1917, als Rosa Luxem- burg den deutschen Imperialismus das „stärkste Bollwerk der Reaktion in Europa“ charakterisierte. Diese Formulierung könnte ohne Abstriche auch heute, 96 Jahre spä- ter, verwendet werden. Im Zuge der Wirt- schafts- und Finanzkrise hat Deutschland seine ökonomisch wie politisch dominie- rende Stellung innerhalb der Europäischen Union und der Euro-Zone ausgebaut. Das deutsche Kapital braucht die Europäische Union als Vehikel, um sich international eine Rolle als „Global Player“ zu sichern. Um in der Konkurrenz mit den außereuro- päischen kapitalistischen Staaten bestehen zu können, wollen die deutschen Imperialis- ten in Europa ein flächendeckendes Billig- lohnregime, die massenhafte Deregulierung und Prekarisierung von Arbeitsverhältnis- sen und die Zerschlagung der letzten Reste von Sozialstaatlichkeit durchsetzen.

Eine staatlich gesteuerte Hartz IV- und Agenda 2010-Politik für ganz Europa — das sind die Pläne der deutschen Banken und Konzerne sowie ihrer politischen In- teressenvertreter. Um diese Strategie der Umverteilung im Sinne einer Abwälzung

amerikanischen und afroamerikanischen Teile der ArbeiterInnenschaft), massive Umverteilung von Vermögen von „unten“ nach „oben“, Niedergang ganzer

der Krisenlasten umzusetzen und dem Ka-

pital weiter seine Profite sichern zu können,

haben sie, ihre Kollegen in Brüssel und die Eliten der jeweiligen europäischen Länder

ein autoritäres Zwangsregime über Spa- nien, über Portugal, Italien und über Grie- chenland verhängt. Ein Zwangsregime, das für Hunderttausende Menschen den Verlust von Arbeitsplätzen, Lohnkürzungen, Armut, Obdachlosigkeit und Perspektivlosigkeit be- deutet. Es lässt sich klar konstatieren, es ist nicht nur, aber vor allem der deutsche Staat, in dem wir leben, der mithilfe einer massi- ven Konkurrenz- und Exportstrategie die- se Länder niederkonkurriert hat und ihnen jetzt ein Zwangsregime zur Verbilligung der Ware Arbeitskraft aufzwingen will.

„Know your Enemy“

Und es war 1915, als Karl Liebknecht schrieb, dass der Hauptfeind „im eigenen

Land“ zu finden sei. Wir müssen ihn hier

nicht lange suchen. Es sind das deutsche Großkapital und seine politischen Interes- senvertreter, die er damit inmitten des Ers- ten Weltkrieges meinte. Ihnen auch heute – in Wort und Tat – in den Rücken zu fallen, wenn sie die europäischen Peripheriestaa- ten einem Verelendungsdiktat unterwerfen, wenn sie hierzulande Sozialleistungen und Löhne drücken, wenn sie Waffen in alle Welt exportieren und Kriege führen – das ist die Aufgabe, die unsere Generation zu leisten hat.

Von Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg und Tausenden anderen Gefallenen des Kampfes um eine vernünftigere Gesellschaftsord- nung lässt sich auch lernen, dass den Kampf in Würde kämpfen, auch heißt, ihn kompro-

misslos zu kämpfen. Diese Kompromiss- losigkeit, das richtige Tun höher als das eigene Leben zu werten, macht ihre Bei- spielhaftigkeit für kommende Generationen aus — während Personen wie Gustav Nos- ke, welcher der erste SPD-Minister mit Zu- ständigkeit für das Militär in der Geschichte war und der sich selbst als gegenrevolutio- närer „Bluthund“ bezeichnete, und Walde- mar Pabst, ein Freikorps, der die Ermordung Luxemburgs und Liebknechts veranlasste, sowie der Rest ihrer Mörder im Gedächt- nis der Menschheit nur als feige Verbrecher weiterleben.

Im Gedenken an Luxemburg und Liebknecht wollen wir am 13. Januar 2013 gemeinsam auf die Straße gehen. Dabei stehen für uns heute wie zu Zeiten der beiden Revolutionä- rInnen der gemeinsame Kampf aller revolu- tionären Linken für eine Gesellschaft ohne Unterdrückung und Ausbeutung im Mittel- punkt. Es ist auch heute noch gültig, was vor fast hundert Jahren bereits aktuell war: Nur in der sozialistischen Revolution kann die alltägliche kapitalistische Ausbeutung über- wunden werden.

Der Kampf geht weiter — Für den Kom- munismus!

der Krisenlasten umzusetzen und dem Ka- pital weiter seine Profite sichern zu können, haben sie, ihre
der Krisenlasten umzusetzen und dem Ka- pital weiter seine Profite sichern zu können, haben sie, ihre

// FOC gegen Zinkhüttensiedlung //

Erfahrungen aus zwei Wochen So- lidaritätscamp in Duisburg

// FOC gegen Zinkhüttensiedlung // Erfahrungen aus zwei Wochen So- lidaritätscamp in Duisburg wovon eine verstarb.

wovon eine verstarb.

Am 7.11.12 errichtete Young Struggle zu- sammen mit der Roten Antifa ein Solidari- tätscamp in der Zinkhüttensiedlung in Duis- burg-Hamborn.

Die Zinkhüttensiedlung soll aufgrund eines Parkplatzes für ein geplantes Factory Out- let Center (FOC) abgerissen werden. Viele BewohnerInnen wurden mit dem billigen Angebot weggelockt, dass sie eine neue 500 Euro Küche bekommen und ein (unterbe- zahltes) Umzugsunternehmen den Umzug übernimmt. Die BewohnerInnen die noch verblieben sind und an ihren Wohnungen festhalten, in denen sie nun teilweise seit 45 Jahren oder mehr leben, sollen nun mit dreckigen Morddrohungen vertrieben wer- den. Viele der gebliebenen engagieren sich nun in der gegründeten Bürgerinitiative Zinkhüttenplatz. Eine ältere Bewohnerin begrüßte die Presse und damit uns auch mit den Worten ``Halleluja jetzt sind sie endlich da´´. Auch von den anderen Be- wohnern kam eine großherzige und offene Begrüßung da viele dem stetigen Druck der Morddrohungen nicht mehr stand hielten, drei BewohnerInnen versuchten sich bereits aufgrund des hohen Druckes umzubringen

Wir wollten mit dem Camp zudem ein Zei-

chen setzen, da es in Duiburg an 50.000 Sozialbauwohnungen mangelt. Nun sollen weiter 400 Abgerissen werden für das FOC, einen Konsumtempel der die anliegenden Einkaufsstraßen ruinieren würde, Marx- loh den Scharm nimmt und Auszubildene, RentnerInnen und GeringverdienerInnen

die Chance nimmt eine Wohnung zu finden.

Das Camp selber lief gut die großherzige Solidarität und die schönen Tage mit den Bewohnern ließen uns auch die kältesten Tage überstehen und förderte unsere Ar- beit, so dass wir in den 2 Wochen die wir dort blieben eine Menge erreichen konnten. Flyer wurden verteilt, Transparente gemalt, Kundgebungen abgehalten. Viele Anwohne- rInnen beteiligten sich an den Aktionen oder planten und führten eigene durch.

Am 17.11.12 wurde das Camp offiziell zur

Grillfeier der Anwohner beendet. Die Grill- feier war schön und gut organisiert, hier wurde einem wieder bewusst wie man mit Solidarität und Hilfsbereitschaft ein Mehr- generationenwohnen leben kann.

Friede den Hütten, Krieg den Palästen!

// FOC gegen Zinkhüttensiedlung // Erfahrungen aus zwei Wochen So- lidaritätscamp in Duisburg wovon eine verstarb.

// Sparpolitik //

Jubeldemo zum Ratsbeschluss über massive Kür- zungen in Essen

Am Mittwoch, dem 28. November 2012 fand in Essen aufgrund der massiven Kürzungen im Bildungs-, Kultur- und Sozialbereich des Rates der Stadt Essen eine Demonstration gegen eben jene Kürzungen statt.

Musikschulen und Bibliotheken angewiesen sei.

Die BürgerInnen Essens fanden diese De- monstrationsform sehr interessant und ha- ben gerne die Flyer angenommen, auch wenn einige im ersten Moment nichts mit uns „scheiß Kapitalisten“ zu tun haben wollten.

Allerdings wissen wir, dass die Kürzungs- politik nicht mit ein paar Parolen aufgehal- ten werden kann und deshalb müssen wir uns weiterhin organisieren und gegen das kapitalistische System kämpfen.

Gut 20 - 30 AktivistInnen mehrerer Organi- sationen gingen formell gekleidet ins Rat- haus und störten die Ratssitzung mit der Pa- role „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft geklaut!“. Parallel dazu wurden Flyer in den Ratssaal geworfen und ein Transparent mit der Aufschrift „Bürger begehren auf gegen Kürzungen!“ den Parla- mentariern vorgeführt.

Kurz darauf wurde vor dem Rathaus von Kindern ein Lied gegen die Essener Spar- politik gesungen sowie Fotos für die Presse gemacht.

Rund 30 AktivistInnen zogen nach dem „Fotoshooting“ durch die Innenstadt, wo- bei man dabei die oberen 10.000 Essens darstellte und bekundete, dass man die Kür-

zungen als den richtigen Schritt empfinde,

da man selbst ja nicht auf Schwimmbäder,

Termine

Cafe Roter Oktober

  • 28.12. | 19 Uhr | Essen | Ground Zero

Luxemburg- Liebknecht-Lenin Ge- denkdemonstration

  • 13.01. | 10 Uhr | Berlin