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Ilija Trojanow: Die fingierte Revolution. Bulgarien, eine exemplarische Geschichte

10. Mai 2007 in Literatur zum Them a

Wenn man sich intensiv mit der desolaten sozialen Lage der Roma in Bulgarien beschäftigt, läuft man manchmal Gefahr zu übersehen, dass auch viele “bulgarische Bulgaren” in tiefer Armut leben.

Gründe für den niedrigen Lebensstandard sind vor allem die systematische Plünderung des Landes durch alte “sozialistische” Seilschaften, die Allgegenwart einer brutalen Mafia, die sich aus ehemaligen Geheimdienstlern, Angehörigen der früheren Nomenklatur und ihrer als “Wachdienste” getarnten Schlägertrupps zusammensetzt und ein hohes Mass an Korruption in Politik und Wirtschaft.

Für sein Buch “Die fingierte Revolution” hat Ilija Trojanow intensiv die jüngste Geschichte Bulgariens recherchiert. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der

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Umbruchsphase von 1989 bis etwa 1998.

Es ist schwierig für Bulgarien, sich seiner historischen Altlasten zu entledigen, denn – so Trojanows zentrale Beobachtung – eine Revolution von unten hat 1989 nicht stattgefunden. Das postsozialistische Mehrparteiensystem wurde von oben verordnet und rekrutierte seine Funktionäre aus den Reihen des alten Machtapparats. Die “neuen alten” Mächtigen nutzten ihre privilegierte Position, um Milliarden ausser Landes zu schaffen und die verbleibende Wirtschaft unter sich aufzuteilen.

Bei der Lektüre dieses Buches, dessen erste Fassung bereits 1999 unter dem Titel “Hundezeiten” erschienen ist, fragt man sich unweigerlich, ob die entscheidenden EU-Politiker, wenn sie sich denn wirklich für mehr als nur eine Ausweitung der Absatzmärkte interessiert hätten und wenn sie mit solchen Informationen ausgestattet gewesen wären, den schnellen Beitritt Bulgariens ebenso vehement betrieben hätten.

Das Buch erschien 2006 bei dtv, München.

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