Sie sind auf Seite 1von 10

Schelling im Kontext II Zeittafel zu F. W. J. Schelling

ZEITTAFEL ZU FRIEDRICH WILHELM J OSEPH SCHELLING

Jahr

Lebensdaten und Werke

Ereignisse

1770

Kant wird Prof. in Königsberg.

1773

Goethe: Die Leiden des jungen Werther. Lenz: Der Hofmeister.

1775

Geburt am 27. Jan. in Leonberg (Württemberg) als ältester Sohn des Diakon, Predigers und ab 1777 Klosterprofessors Joseph Friedrich Schelling und seiner Ehefrau Gottliebin Marie, geb. Cleß.

Spinnmaschine und mechanischer Webstuhl in England.

1776

Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika. Adam Smith: An inquiry into the nature and causes of the wealth of nations. †Hume, David (*1711).

1777

Umzug der Familie nach Bebenhausen.

†Haller, Albrecht v. (*1708)

1778

(-1779) Bayrischer Erbfolgekrieg.

1779

†Voltaire (*1694). †Rousseau, Jean-Jacques (*1712). Lessing: Anti-Goeze. Lessing: Nathan der Weise.

1780

Lessing: Erziehung des

1781

Menschengeschlechts. Goethe: Tasso . Kant: Kritik der reinen Vernunft (2.

1782

Aufl. 1787). Voß: Odyssee. †Lessing, Gotthold Ephraim (*1729). F. Schiller: Die Räuber.

1783

Brüder Montgolfière starten den ersten Heißluftballon. †d’Alembert, Jean (*1717).

1784

Nach erstem Unterricht durch seinen Vater Besuch der Lateinschule in Nürtingen.

Herder: Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit. Schiller: Kabale und Liebe; Die

1785

Schaubühne als eine moralische Anstalt betrachtet. †Diderot, Denis (*1713). Moritz: Anton Reiser. Jacobi: Über die Lehre des Spinoza, in Briefen an Moses Mendelssohn. Mendelssohn: Morgenstunden.

1786

Da es für ihn »auf der Schule nichts mehr zu lernen« gäbe, zu Ostern zurück in Bebenhausen und Unterricht im Höheren Seminar des Klosters.

†Friedrich II. (*1712). †Mendelssohn, Moses (*1729).

1787

Verfassung der Vereinigten Staaten. Schiller: Don Carlos.

1788

Geschichte des Klosters Bebenhausen.

Kant: Kritik der praktischen Vernunft.

1789

Französische Revolution (Sturm auf die Bastille). George Washington erster Präsident

Schelling im Kontext II Zeittafel zu F. W. J. Schelling

1790

Okt.: Eintritt in das Tübinger Stift; zunächst Studium der Philosophie. Hegel, Hölderlin und Schelling bewohnen im Stift dasselbe Zimmer. Studium Rousseaus.

Elegie (zum Tode des pietistischen und theosophischen Seelsorgers Johann Michael Hahn).

der USA. Reinhold: Beiträge zur Berichtigung bisherig. Mißverständnisse der Philosophen. 1. Bd. Goethe: Metamorphose der Pflanze. W.v. Humboldt: Ideen zu einem Versuch, die Grenzen der Wirksamkeit des Staates zu bestimmen. Kant: Kritik der Urteilskraft.

1791

Fluchtversuch Ludwigs XVI.

scheitert.

Mozart: Die Zauberflöte. Klinger: Fausts Leben, Taten und

Höllenfahrt. †Lenz, Jakob Michael Reinhold

(*1751).

1792

26. Sept. Theolog. Magister-

Antiquissimi de prima malorum

-1797, erster Koalitionskrieg

Dissertation - unter Betreuung

origine philosophematis

Österreichs und Preußens gegen

von Chr. F. Schnurrer.

explicandi tentamen criticum.

Frankreich.

Aufnahme des Theologiestudiums.

J.G. Fichte: Versuch einer Kritik

aller Offenbarung.

1793

15. Mai: Revolutionärer Umtriebe beschuldigt muß sich Schelling vor dem Württembergischen Herzog Karl Eugen verantworten. Mai: Erste Begegnung mit Johann Gottlieb Fichte in Tübingen.

Über Mythen, historische Sagen und Philosopheme der ältesten Welt.

-1794, Terrorregiment des französischen Konvents. Hinrichtung von Ludwig XVI. Schiller: Über Anmut und Würde; Über das Erhabene. Voß: Ilias.

1794

Mai: Erneute Begegnung mit Fichte. Herbst: Hölderlin und Hegel

Über die Möglichkeit einer Form der Philosophie überhaupt.

Zusammenbruch der Verteidigungsfront der Koalition. Hinrichtung Dantons. Entmachtung

verlassen das Tübinger Stift.

u.

Hinrichtung Robespierres.

1795

März: Vom Ich als Prinzip der

Neue Deduktion des Naturrechts.

Abhandlungen zur Erläuterung

J.G. Fichte: Ueber den Begriff der Wissenschaftslehre. Preußen schließt Sonderfrieden mit

 

Theologische Abschlußarbeit

Philosophie oder über das

Frankreich.

in Tübingen. Nov.: Statt Pfarrer zu werden,

Unbedingte im menschlichen Wissen.

-1799, neue französische Verfassung, Direktoriumsherrschaft.

bis März 1796 Aufnahme einer Hauslehrerstelle bei den Baronen Ludwig und Friedrich von Riedesel in Stuttgart.

De Marcione Paullinarum epistolarum emendatore.

Philosophische Briefe über Dogmatismus und Kritizismus

Schiller: Über die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen. Schiller: Über naive und sentimentalische Dichtung

(1795/96).

 

(ersch. im Phil. Journal, hrsg. von

P.

J. Anselm von Feuerbach:

1796

In Begleitung der beiden Barone Reise über Weimar und Jena - mit Begegnung Schillers - nach Leipzig; bis 1798: Naturwissen- schaftliche, mathematische u. medizinische Studien.

Fichte u. F. I. Niethammer) . -1797, Allgemeine Übersicht der neuesten philosophischen Literatur. [ab 1809 als:

des Idealismus der Wissenschaftslehre] (In Abschrift Hegels:) Das sog. »Älteste Systemprogramm des Deutschen Idealismus«.

Versuch über den Begriff des Rechts . Goethe: Wilhelm Meisters Lehrjahre. Jean Paul: Quintus Fixlein; Siebenkäs.

1797

Intensiver Verkehr mit Eschenmayer.

Ideen zu einer Philosophie der Natur.

-1840: Friedrich Wilhelm III. wird preuß. König.

Schelling im Kontext II Zeittafel zu F. W. J. Schelling

April: Reise nach Potsdam und Berlin.

1798 April: Schelling begleitet seine beiden Schüler nach Berlin und macht im Dezember in Dresden, wo er die Kunstsammlungen (u. a. die Madonna Raffaels) studiert, die Bekanntschaft mit Frh. Friedrich Leopold von Hardenberg (Novalis). Mai: Gespräche mit Goethe. Aug.: Bekanntschaft mit A. W. und Caroline Schlegel und deren Kind aus erster Ehe, Auguste, geb. Böhmer, ferner mit Fr. Schlegel, dem norwegischen Naturwissenschaftler H. Steffens und L. Tieck (dem Jenenser Romantikerkreis), der ihm Jakob Böhme näherbringt. Auf Betreiben Goethes Berufung als außerordentlicher Professor und Okt.: Aufnahme der akademischen Lehrtätigkeit in Jena.

1799 - 1803: Vertrauter Umgang mit Goethe, Schiller, den Schlegels, Dorothea Veit (Tochter von M. Mendelssohn und Ehefrau Fr. Schlegels), des Jenaer Physikers Johann Wilhelm Ritter, ab 1801 des Mediziners Gotthilf Heinrich Schuberts, Freundschaft mit dem Philosophen und Mediziner Franz von Baader sowie Kontakte mit F. D. Ernst Schleiermacher. Nach Fichtes Entlassung befindet sich Schelling in hervorragender Stellung an der Jenaer Universität.

1800 Mai: Begleitung der erkankten Caroline und deren Tochter Auguste nach Bad Bocklet (bei Bamberg, Franken). Juli: Tod Augustes (Ursache:

Ruhr) und Gerüchte, Schelling habe bei der Behandlung dilettiert. In Bamberg medizinische Studien und Kontakt mit den

Einleitung zu: Ideen zu einer Philosophie der Natur als Einleitung in das Studium dieser Wissenschaft.

Von der Weltseele, eine Hypothese der höheren Physik.

-1798: Kongreß von Rastatt. Hölderlin: Hyperion; Empedokles. Schlegel, Fr.: Über das Studium der griechischen Poesie. Tieck: Der gestiefelte Kater. Schelling: Ideen zu einer Philosophie der Natur. -1799: Feldzug Napoleons in Ägypten. Atheismusstreit wegen Fichte und Konfiskation des Philosophischen Journals. Kant: Anthropologie in pragmatischer Hinsicht. J.G. Fichte: System der Sittenlehre. Schiller: Wallenstein (1798/99). Haydn: Die Schöpfung (Oratorium).

WS (Vorlesung): Die Elemente des transcendentalen Idealismus. Philosophie der Natur.

Erster Entwurf eines Systems der Naturphilosophie. Einleitung zu dem Entwurf eines Systems der Naturphilosophie. SS: Allgemeines System der transcendentalen Philosophie. WS: Vorlesung zur Philosophie der Kunst. Gedicht: Epikurisch Glaubensbekenntnis Heinz Widerporstens.

April: System des transzendentalen Idealismus. Über die Jenaische Allgemeine Literaturzeitung. Allgemeine Deduktion des dynamischen Prozesses. WS: Transcendental-Philosophie. Philosophie der Kunst. Philosophie der Natur.

-1802 Zweiter Koalitionskrieg Österreichs, Englands, Rußlands u.a. gegen Frankreich. Staatsstreich Napoleons (18. Brumaire). Schleiermacher: Über die Religion. -1804 Forschungsreisen A. v. Humboldts in Mittel- und Südamerika. †Lichtenberg, Georg Christoph

(*1742).

Französische Siege über Österreich. Jean Paul: Titan. Novalis: Hymnen an die Nacht. Schiller: Das Lied von der Glocke.

Schelling im Kontext II Zeittafel zu F. W. J. Schelling

Medizinern Adalbert F. Marcus und J. Andreas Röschlaub. Vorlesungen über sein System. Ab April (bis 1802): Redaktion der ›Zeitschrift für spekulative Physik‹. Okt.: Wiederaufnahme der Lehrtätigkeit in Jena.

1801 Wiederaufnahme des Kontaktes mit Hegel, der nach Jena übersiedelt.

1802 -1803. Mit Hegel Herausgeber des »Kritischen Journals der Philosophie«. April: Schelling reist Caroline, die ihren Mann in Berlin besucht, nach. Juni:

Ehrendoktor der Medizin durch die Universität Landshut.

1803 Juni: Vermählung mit der im Mai von A. W. Schlegel -geschiedenen Caroline. Zum WS Übersiedelung und Professur für Philosophie an die Universität Würzburg (dort u.a. L. Oken, Hufeland u. H. E. G. Paulus).

1804 Beschäftigung mit dem Neuplatonismus und der mystischen Theosophie Jacob

Ankündigung des Kritischen Journals. Über den wahren Begriff der Naturphilosophie und die richtige Art, ihre Probleme aufzulösen. Darstellung meines Systems der Philosophie. SS: Philosophische Propädeutik nach dem System des transzendentalen Idealismus. Gedichte im »Musenalmanach für das Jahr 1802« (Hg. v. A. W. Schlegel und L. Tieck), unter dem Pseudonym Bonaventura: Die letzten Worte des Pfarrers zu Drottning auf Seeland, Lied, Thier und Pflanze, Loos der Erde. WS: Allgemeines System der Philosophie. Bruno oder über das göttliche und natürliche Princip der Dinge. Fernere Darstellungen aus dem System der Philosophie. Über das Wesen der philosophischen Kritik überhaupt, und ihr Verhältnis zum gegenwärtigen Zustand der Philosophie insbesondere. Über das absolute Identitätssystem und sein Verhältnis zu dem neuesten (Reinholdischen) Dualismus. Über das Verhältnis der Naturphilosophie zur Philosophie überhaupt. Notizenblätter (Kritisches Journal). WS: Vorlesungen über die »Philosophie der Kunst«. Über die Konstruktion in der Philosophie. Über Dante in philosophischer Beziehung (Kritisches Journal). Vorlesungen über die Methode des akademischen Studiums. WS: Allgemeine Methodologie und Enzyklopädie der Wissenschaften. Das gesamte System der theoretischen und praktischen Philosophie. Immanuel Kant (Nachruf). Philosophie und Religion. System der gesamten Philosophie und der

Friedensschluß zwischen Frankreich und Österreich; das linke Rheinufer und (Mittel-) Italien werden französisch. Hegel: Differenz des Fichteschen und Schellingschen Systems der Philosophie. Schiller: Maria Stuart. †Novalis (Friedrich Leopold von Hardenberg) (*1772).

Friedensschluß zwischen Frankreich und England. Napoleon wird Konsul auf Lebenszeit. Schiller: Die Jungfrau von Orléans. Novalis: Heinrich von Ofterdingen (Nachlaß).

Deutschland wird neu aufgeteilt. †Klopstock, Friedrich Gottlieb

(*1724).

18. Dez.: †Herder, Friedrich Gottlieb (*1744).

†Kant, Immanuel (*1724) Kaiserkrönung Napoleons. Code Civil.

Schelling im Kontext II Zeittafel zu F. W. J. Schelling

 

Böhmes. Auseinander- setzungen u.a. mit Franz Berg, Kajetan Weiller, Jakob Salat.

Naturphilosophie insbesondere. Erster Teil. An das Publikum. SS: Das gesamte System der theoretischen und praktischen Philosophie. Philosophie der Kunst. WS: Kritik der Anwendung der Naturphilosophie auf die Medizin. Propädeutik der Philosophie.

Beethoven: Eroica. Schiller: Wilhelm Tell.

1805

Beschäftigung mit John Brown, Davy, Erxleben, Faraday, Galvani, Herschel, A. v. Humboldt, Kielmeyer, Lavoisier, Sömmering, Volta und C. Fr. Wolff.

-1808: Herausgabe mit A. F. Marcus: ›Jahrbücher der Medizin als Wissenschaft‹.

Bündnis Englands, Rußlands und Österreichs gegen Napoleon. (3. Koalition). Seeschlacht bei Trafalgar. †Schiller, Friedrich v. (*1759).

1806

Das Bistum Würzburg wird auf Veranlassung Napoleons der österreichischen Herrschaft unterstellt; protestantische Professoren müssen die Universität verlassen. März: bis 1820 die letzte gehaltene Vorlesung. April: Umzug nach München und Eintritt in den bayerischen Staatsdienst. Schelling wird unter deren Präsidenten F. H. Jacobi neben F. v. Baader, Niethammer u. A. W. Schlegel - Mitglied der Akademie der Wissenschaften.

Darlegung des wahren Verhältnisses der Naturphilosophie zu der verbesserten Fichte’schen Lehre. (bis 1808): Aufsätze in den »Jahrbüchern der Medizin«, u.a. Aphorismen über die Naturphilosophie.

Vierter Koalitionskrieg Preußens, Sachsens (bis 1806) und Rußlands gegen Frankreich. 14. Okt. Schlacht bei Auerstedt mit der Niederlage Preußens gegen Napoleon. Goethe: Faust I.

1807

Zusammenarbeit mit F. v. Baader sowie Johann Wilhelm Ritter. Bekanntschaft mit Madame de Staël und Benjamin Constant.

Über das Verhältnis der bildenden Künste zur Natur (Festrede zum Namenstag des Königs).

Im Frieden von Tilsit tritt Preußen alle linkselbischen Gebiete ab. -1814 Wiederaufbau Preußens u.a. mit Reformen vom und zum Steins, von Hardenbergs und zum

1808

Ehrenmitglied der Physikalisch- medizinischen Sozietät (Erlangen). Ritter des bayerischen Zivildienstordens. Mai: Bis 1823 Generalsekretär der Akademie der bildenden Künste. Wissenschaftlicher Sekretär der Philosophischen Klasse der Akademie der Wissenschaften, jedoch ohne Lehramt.

Bildungswesen von W. v. Humboldt. Hegel: Phänomenologie des Geistes. Kleist: Amphitryon. Preuß. Schul- (Humboldt) und Heeresreform (Gneisenau u. Scharnhorst). Erstes Konversationslexikon (F.A. Brockhaus) erscheint. J.G. Fichte: Reden an die deutsche Nation.

1809

Sammlung: ›Philosophische Schriften‹ (Vorrede) , darin

Erhebung Österreichs gegen Napoleon mißlingt.

 

Sept.: Caroline (*1763) stirbt in Maulbronn an Ruhr.

erstmals: Philosophische Untersuchungen über das Wesen der menschlichen Freiheit. Seit dieser Zeit: Tagebücher und kalendarische Aufzeichnungen.

1810

Jan. bis Okt.: Aufenthalt bei E.

Fragment: Clara oder über den

Kleist: Prinz Friedrich von

Schelling im Kontext II Zeittafel zu F. W. J. Schelling

 

F. Georgii in Stuttgart. Briefwechsel mit Pauline Gotter. Ab Sept: Arbeit an den Weltaltern .

Zusammenhang der Natur mit der Geisterwelt (ersch. 1861). ›Stuttgarter Privatvorlesungen‹.

Homburg. Einführung der Gewerbefreiheit in Preußen. Errichtung der Berliner Friedrich- Wilhelm-Universität. Fichte wird Dekan der Philosophischen Fakultät.

(1812-1816).

1811

Erste Begegnung mit Pauline Gotter. Vergebliche Bemühungen um Professur in Stuttgart.

-1813, Fragmente und unpublizierte Drucke der Weltalter (teilw. ersch. 1861 u. 1946, vervollständigt 1992).

Napoleon auf dem Gipfel seiner Macht. Einrichtung des ersten Turnplatzes in Berlin durch Friedrich Ludwig

12.

Okt.: Eröffnung einer von

Jahn.

Schelling vorbereiteten Ausstellung in der Akademie der Künste.

 

Maschinenstürmer in England. †Herder, Johann Gottfried (*1744). †Kleist, Heinrich v. (*1777). Jacobi: Von den göttlichen Dingen und ihrer Offenbarung. De la Motte Fouqué: Undine. Beethoven: Egmont-Ouvertüre.

1812

11.

Juni: Heirat mit Pauline

Denkmal der Schrift von den

Rußlandfeldzug Napoleons unter

Gotter (*1789), Tochter des Dichters F. W. Gotter.

göttlichen Dingen usw. des Herrn Friedrich Jacobi und der ihm in

Zwangsbeteiligung von Preußen und Österreich.

Okt.: Aufenthalt in Nürnberg und Wiedersehen mit Hegel.

derselben gemachten Beschuldigung eines absichtlich

Hegel: Wissenschaft der Logik

5.

Okt.: Tod des Vaters Joseph

täuschenden, Lüge redenden

Friedrich Schelling (*1735).

Atheismus.

1813

Okt.: Schelling verzichtet auf Tübinger Lehrstuhl.

Herausgabe der ›Allgemeinen Zeitschrift von Deutschen für

Beginn des Freiheitskrieges. Bündnis Preußens und Rußlands.

(*1733).

17.

Dez.: Geburt des Sohnes

Deutsche‹.

Aufstellung von Landwehr und

Paul.

Landsturm in Preußen.

 

Völkerschlacht bei Leipzig und Rückzug Napoleons. †Wieland, Christoph Martin

1814

Robert Owen: A new view of society. Niederlage Napoleons; Erster Pariser Friede; Rückkehr der Bourbonen. Wiener Kongreß. †Fichte, Johann Gottlieb (*1762).

1815

2.

Aug.: Geburt des Sohnes

Okt.: Akademie-Rede (geh. zum

Napoleons Herrschaft der 100 Tage:

Karl Friedrich August (Fritz).

Namenstag des Königs): Über die

Niederlage gegen Blücher und

Hegel besucht Schelling in München.

Gottheiten von Samothrake (Beilage zu den Weltaltern).

Wellington bei Waterloo. Wiener Kongreß: Restauration; deutscher Bund; heilige Allianz gegen liberale Strömungen. Hoffmann, E.T.A.: Die Elixiere des Teufels. Chamisso: Peter Schlemihl.

1816

Jan.: Berufung Schellings nach Jena scheitert auf Betreiben Goethes.

Beginn der Herausgabe einer schwedischen Gesamtausgabe von Schellings Werken.

Schopenhauer: Über das Sehn und die Farben.

1817

25.

März: Geburt der Tochter

Kunstgeschichtliche Anmerkungen

Okt.: Wartburgfest der Deutschen

Caroline. Bemühungen um Professur in Tübingen.

zu Johann Martin Wagners Bericht über die Aeginetischen Bildwerke.

Burschenschaft. Hegel: Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse.

1818

3.

Juli: Geburt der Tochter

Dampfschiff überquert Atlantik.

Clara.

 

Grillparzer: Sappho.

8.

Juli: Tod der Mutter

Schopenhauer: Die Welt als Wille

Schelling im Kontext II Zeittafel zu F. W. J. Schelling

Schellings (*1746). Bekanntschaft mit Victor Cousin.

1819 Sommer: Kur in Karlsbad. Dez.: Schelling erkrankt an Lungenentzündung.

1820 Begegnung mit Jean Paul in Bayreuth. Herbst bis 1827: in Erlangen.

1821 Honrarprofessur (u.a. neben Joseph Görres), erstmals wieder Vorlesungen; unter seinen Hörern u.a Justus Liebig.

20. Juli: Geburt der Tochter

Julie.

1822 Verleihung des ›Zivilordens der bayerischen Krone‹ und Erhebung in den bayerischen persönlichen Adelsstand.

1823 Aufgabe der Stellung als Generalsekretär der Akademie der Künste. Aug.: Besuch durch Jean Paul. P. U. Kernell unter seinen Zuhörern.

1824 Aufnahme der Arbeit an der

zweiten unveröffentl. Fassung der Philosophie der Mythologie.

19. April: Geburt des Sohnes

Hermann.

1825 Aug.: Begegnung A. I. Turgenjews und P.A. Tschaadajews in Karlsbad.

1826 Mit der Wiedereröffnung der Universität Berufung nach München als ordentlicher Professor.

1827 Mai: Ernennung zum Generalkonservator der wissenschaftlichen

SS: Methodologie des akademischen Studiums. Philosophie der Mythologie (später - WS 1828/29 in München -gelesen als Historisch-Kritische Einleitung in die Philosophie der Mythologie). WS: Einführung in die Philosophie (Privatvorlesung). Nachschriften: »Initia Universae Philosophiae, d.i. Grundzüge oder System der gesamten Philosophie«. Über die Natur der Philosophie als Wissenschaft. Zur Geschichte der neueren Philosophie (Erstfassung, später in München umgearbeitet). SS: Methodologie des akademischen Studiums. Philosophie der Mythologie. WS: Philosophisches Propädeutikum.

WS: Allgemeine Methodologie des akademischen Studiums, zugleich als Einleitung in das Studium der

und Vorstellung .

Ermordung Kotzebues. – Karlsbader Beschlüsse zur »Demagogenverfolgung«: Verbot der Burschenschaften; Überwachung von Presse und Universitäten. † F.H. Jacobi (*1743). In den USA wird die Sklaverei nördlich des 36. Breitengrades verboten. Hoffmann, E.T.A.: Lebensansichten des Kater Murr. -1829: Griechischer Unabhängigkeitskampf gegen die Türken. †Napoleon Bonaparte (*1769). Hegel: Grundlinien der Philosophie des Rechts. Weber: Der Freischütz.

†Hoffmann, E.T.A. (*1776).

Beethoven: Neunte Symphonie.

†Jean Paul (*1763).

†Voß, Johann Heinrich (*1751). †Hebel, Johann Peter (*1760). Eichendorff: Aus dem Leben eines Taugenichts. Heine: Buch der Lieder. Grabbe: Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung.

Schelling im Kontext II Zeittafel zu F. W. J. Schelling

 

Staatssammlungen und zum Ständigen Präsidenten der Akademie der Wissenschaften.

Philosophie. System der Weltalter.

1828

SS: Allgemeine und spezielle Methodologie des akademischen Studiums. Philosophie der Mythologie. WS: Philosophie der Mythologie.

Grillparzer: Ein treuer Diener seines Herrn.

1829

Aug.: Letztmalige Begegnung mit Hegel in Karlsbad.

SS: Philosophie der Mythologie. WS: Freisemester.

†Schlegel, Friedrich (*1772). Grabbe: Don Juan und Faust.

1830

Philosophie der Mythologie

SS: Einleitung in die Philosophie.

Julirevolution in Paris: Orleans wird

(3., unveröffentlichte Fassung).

WS: Philosophie der Mythologie.

»Bürgerkönig«.

1831

29. Dez.: Rede an die Studirenden. SS: Methodologie des

Eisenbahn Liverpool-Manchester. †Georg Wilhelm Friedrich Hegel

akademischen Studiums.

(*1770).

Philosophie der Mythologie.

†Klinger, Friedrich Maximilian

WS: Philosophie der Offenbarung.

(*1752).

1832

Sept.: Reise nach Venedig.

März: Akademie-Rede: Über Faraday’s neueste Entdeckung .

†Arnim, Achim v. (*1781). Grillparzer: Des Meeres und der Liebe Wellen. †Goethe, Johann Wolfgang v. (*1749). G. F. W. Hegel:

 

SS: Philosophie der Offenbarung. Entwicklung der neueren philosophischen Systeme von Cartesius bis auf die gegenwärtige Zeit als Übergang zum System der positiven Philosophie. WS: Das System der positiven Philosophie in seiner Begründung und Ausführung.

Vorlesungen über die Philosophie der Religion, hrsg. Ph. Marheineke.

1833

Durch Vermittlung Cousins, des Direktors der Pariser Ecole normale supérieure, Verleihung des Ordens der Ehrenlegion und neben Schleiermacher und Carl von Savigny korrespondierendes Mitglied der Pariser Akademie der Wissenschaften.

SS: System der Weltalter. Vortrag: Über die Bedeutung eines der neu entdeckten Wandgemälde von Pompeji. WS: Geschichte der philosophischen Systeme von Cartesius bis auf die gegenwärtige Zeit als Übergang zum System der positiven Philosophie (Nachschrift).

1834

Überarbeitung der Darstellung des philosophischen

Vorrede zu einer philosophischen Schrift des Hrn. Victor Cousin (die

†Schleiermacher, Fr. (*1768). Deutscher Zollverein.

Empirismus.

erste literarische

H.

Heine: Zur Geschichte der

 

Neuveröffentlichung seit 1815). SS: Philosophie der Mythologie. WS: Begründung der positiven Philosophie [d.i. Philosophie der Offenbarung]

Religion und Philosophie in Deutschland.

1835

bis 1840: Schelling übernimmt

SS: Freisemester.

Erste deutsche Eisenbahn.

die philosophische Erziehung

WS: Philosophie der Mythologie.

D.

F. Strauß: Das Leben Jesu,

des Kronprinzen und späteren Königs Maximilian.

kritisch bearbeitet.

1836

Herbst: Aufenthalt in Augsburg.

SS: Einleitung in die Philosophie. WS: System der positiven Philosophie - Zugleich als Resultat der Entwicklung der Philosophie seit Cartesius.

1837

Übernahme der Redaktion der

SS: Philosophie der Mythologie.

Schelling im Kontext II Zeittafel zu F. W. J. Schelling

 

Sparte für Philosophie der ›Gelehrten Anzeigen der kgl. bay. Akademie der Wissenschaften‹.

WS: Grundlage der positiven Philosophie. Philosophie der Mythologie.

1838

Ausgestaltung seines Spätsystems in vier Teilen:

SS: Über das Studium der Philosophie auf Universitäten.

Historische Einleitung, positive Philosophie, Phil. der Mythologie u. Phil. der Offenbarung. Karl Rosenkranz unter seinen Zuhörern.

Philosophie der Mythologie. WS: Philosophie der Offenbarung.

1839

SS: Allgemeine Einleitung in die Philosophie. WS: Freisemester.

1840

Schelling wird nach seit 1834 z.T. von W. v. Humboldt und Ch. K. J. Bunsen unternommenen Verhandlungen und nach dem Regierungsantritt Friedrich Wilhelms IV. auf den Berliner Lehrstuhl berufen, um die »Drachensaat des Hegelianismus auszureuthen«.

SS: Freisemester. WS: Einleitung in die Philosophie. Philosophie der Mythologie.

1841

Okt. Begegnung mit Arnold

WS: 15. Nov. Berliner

L.

Feuerbach: Das Wesen des

Ruge in Karlsbad. Okt.: Umzug nach Berlin. Nov. Preuß. Geheimer Rat. Unter seinen Zuhörern: S. Kierkegaard, F. Engels, M. Bakunin, Carl v. Savigny, F. A. Trendelenburg, A. v. Humboldt, F. Lassalle, J. G. Droysen, H. Steffens, J. Burckhardt u. L. v. Ranke.

Antrittsvorlesung, Philosophie der Offenbarung (Nachschrift).

Christentums. Wagner: Der fliegende Holländer.

1842

Mitglied der Preuß. Akademie des Wissenschaften. Entlassung aus dem bayerischen und Aufnahme in den preußischen Staatsdienst.

SS: Philosophie der Mythologie. 18. März: Ansprache anläßlich eines Fackelzuges der Studenten. WS: Philosophie der Mythologie.

1843

Gerichtliche Abweisung von

SS: Philosophie der Mythologie.

S.

Kierkegaard: Entweder-Oder. K.

Schellings Plagiatsklage gegen die Paulus-Veröffentlichung

WS: Prinzipien der Philosophie.

Marx: Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Proudhon: De la

einer Mitschrift seines Kollegs.

création de l’ordre dans l´humanité.

1844

SS: Philosophie der Offenbarung.

SS: Philosophie der Mythologie.

Weberaufstand.

1845

WS: Philosophie der Mythologie.

WS: Philosophie der Mythologie.

M. Stirner: Der Einzige und sein Eigentum. †Henrik Steffens (*1773)

1846

Arbeiten an der rationalen Philosophie.

April: Vorwort zu H. Steffens nachgelassenen Schriften.

1847

Eine für das WS 1847/48 angekündigte Vorlesung über Die neuere Philosophie seit Cartesius in ihrem Zusammenhang und Fortschritt wird nicht mehr gehalten.

-1852: Vorträge in der Berliner Akademie der Wissenschaften. Vortrag: Kants Ideal der reinen Vernunft (s. 11. u. 12. Vorlesung) .

1848

Rückzug in das Privatleben.

K. Marx u. F. Engels: Das

Schelling im Kontext II Zeittafel zu F. W. J. Schelling

kommunistische Manifest. Februarrevolution in Frankreich:

Louis Napoleon Präsident der Zweiten Republik. Märzrevolution in Deutschland:

Nationalversammlung in der Paulskirche.

1849

Jan.: Verleihung des Großkreuz des bayerischen Verdienstordens durch den bayrischen König Maximilian

II.

Aug.: Bekanntschaft mit Eliza

Tapp in Bad Pyrmont. Dez.: Gespräch mit Gustav

Schwab.

1850

Vortrag auf der Gesamtsitzung der Akademie der Wissenschaften zu Berlin:

Abhandlung über die Quelle der ewigen Wahrheiten .

1851

Schopenhauer: Parerga u.

1852

Paralipomena. Moleschott: Der Kreislauf des Lebens.

1853

Mitglied des Maximiliansordens für Kunst

Aufsetzung des Literarischen Testamentes.

L. Büchner: Kraft und Stoff.

und Wissenschaft. Juli: Reise nach Pyrmont und Wilhelmshöhe (Kassel, Okt.).

1854

20. Aug.: F.W.J. Schelling stirbt in Ragaz an einem katarrhischen Leiden. Am 31. Dez. verstirbt auch Pauline Schelling (*1786) in

-1856 Krimkrieg. Keller: Der grüne Heinrich.

Gotha.

1856

-1861: Schellings sämmtliche Werke erscheinen im Cottaschen Verlag Stuttgart, hrsg. von Schellings Sohn Karl Friedrich August, unter Beihilfe seines jüngeren Bruders Hermann und seines Schwagers Georg Waitz. Die Briefwechselausgabe in drei Bänden, hrsg. von G. L. Plitt, erscheint im Verlag von S. Hirzel

1869-1870.