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Wir werden subtil belogen


Albrecht Müller war unter den Bundeskanzlern Willy Brandt und Helmut
Schmidt Leiter der Planungsabteilung des Bundeskanzleramtes. Der
Volkswirt arbeitet als freier Autor.

Die Unsicherheit ist groß. Das Grundgefühl: Ohnmacht. Wenn ich höre,
10 Milliarden Steuergelder für die IKB, 18,2 Milliarden für die
Commerzbank, 102 Milliarden für die Hypo Real Estate usw., hunderte
von Milliarden zur Begleichung der Wettschulden und der fortlaufenden
Boni für Investmentbanker, die die Misere angerichtet haben, dann
kommt zur Ohnmacht Wut. Aber eine Mehrheit gibt bei Umfragen immer
noch an, den politisch Verantwortlichen über den Weg zu trauen.
– Vertrauen ist eigentlich schön und ohne dieses geht es auch in
der Politik nicht gut zu. Aber im konkreten Fall der Finanzkrise ist
Misstrauen angesagt. Andernfalls geht es nämlich einfach so weiter.
Die Menschen müssen wieder zweifeln lernen. Es geht um ihr Geld und um
ihre Zukunft.

Es wurde uns erzählt, die Krise sei aus den USA über uns gekommen. Das
ist nicht richtig. So zeigt die wahnsinnig teure Pleite der Hypo Real
Estate in München beispielhaft, dass hierzulande selbst arrangierte
Zockereien stattgefunden haben.

Spitzenbanker haben uns erzählt, 25 Prozent Kapitalrendite seien


normal. Sie haben damit den Wettlauf um riskante Operationen
angeheizt. Und sind immer noch im Amt. Und sie sind immer noch die
Berater unserer Bundeskanzlerin.

Die politisch Verantwortlichen haben uns erzählt, sie seien von der
Finanzkrise überrascht worden. Er sei wie von einem
Wpringinsfeldteufel ohne Vorankündigung von Risiken aus neuartigen
Finanzprodukten angegriffen worden, meinte Bundesfinanzminister
Steinbrück im April 2008. Tatsächlich waren zu diesem Zeitpunkt die
Milliarden-Verluste der Industriekreditbank (IKB) in Düsseldorf schon
fast ein ganzes Jahr bekannt. Und fünf Jahre vorher, so berichtete das
Handelsblatt am 24. Februar 2003, hatte Steinbrücks Vorgänger Hans
Eichel zusammen mit seinem Kollegen Clement und Bundeskanzler Schröder
schon mit den Spitzen der Banken und Versicherungen zusammengesessen,
um eine Lösung für die Milliarden schlechter Risiken zu suchen, die
damals schon unsere ehrenwerten Banken und Versicherungen angehäuft
hatten.

Man tat dann überrascht, als Josef Ackermann von der Deutschen Bank im
Dezember 2008 die Gründung einer so genannten Bad Bank vorschlug, auf
der die faulen Kredite zulasten der Steuerzahler abgeladen werden
sollten. Genau dieser Vorschlag war aber schon beim erwähnten
Spitzentreffen Anfang des Jahres 2003 von den Spitzen der
Finanzwirtschaft gemacht worden. Damals wurde die Bad Bank offiziell
nicht gegründet, weil das Handelsblatt vom Gespräch und der
beabsichtigten Auslagerung schlechter Risiken berichtet hatte. Die
"Üblen Banken", wie ich sie nenne, wurden dann höchstwahrscheinlich
mit dem Segen der Bundesregierung auf indirekte Weise gegründet. Die
HypoVereinsbank lud schlechte Risiken bei ihrer Neugründung HRE ab.

Auch die IKB hat ihre riskanten Geschäfte in ausgelagerten


Zweckgesellschaften versteckt. Und die Dresdner Bank ist
offensichtlich so etwas wie die Bad Bank der Allianz AG. Sie wurde aus
nicht durchschaubaren Gründen von der Commerzbank übernommen. Und
schon komisch! Kaum war dieser Deal in trockenen Tüchern, meldete die
Commerzbank Finanzierungsbedarf beim Bund an. Die Übernahme der
Allianztochter Dresdner haben wir Steuerzahler daraufhin mit 18,2
Milliarden finanziert.

Hier ist niemand überrascht worden. Das ist von langer Hand
eingefädelt. Übrigens ist unser Bundesfinanzminister auch nicht von
den neuen Finanzprodukten angesprungen worden. Er und sein jetziger
Staatssekretär haben aktiv an der Entwicklung und Einführung der
Schrottpapiere mitgearbeitet. Die Verpackung von schlechten
Forderungen in besser klingenden Wertpapieren wurde erleichtert.
Hedgefonds wurden in Deutschland im Jahre 2004 zugelassen. Die
Plünderung deutscher Unternehmen durch deutsche und ausländische so
genannte Investoren wurde ab dem 1. Januar 2002 steuerlich gefördert.

Die politisch Verantwortlichen tun so, als würden sie sorgfältig mit
unserem Geld umgehen. Zu diesem Zweck allein inszenieren sie eine
Debatte um die so genannte Schuldenbremse. Sachlich ein verrücktes
Projekt. Es dient nur der Verschleierung. Tatsächlich gehen die
etablierten Politiker großzügig mit unserem Geld um. Angela Merkel
bittet die Banker inständig, endlich unser Geld zu nehmen. Und ihr
Finanzminister schreitet zur Rettung der HRE mit staatlichem Geld
genau einen Tag, nachdem die Haftung des früheren Eigentümers
HypoVereinsbank am 28. September 2008 ausgelaufen ist. Ein Geschenk
für diese Bank. Ein Geschenk des Himmels? Nein, ein Geschenk von uns.

Steinbrück schwärmte vom "Finanzplatz Deutschland" und den so


genannten Investoren. Wenn man jedoch genauer hinschaut, dann sieht
man, dass viele dieser"Investoren&" gar keine sind. Eine Welt voller
Lügen. Ihre hohen Renditen erzielen sie dadurch, dass sie mit einem
minimalen Anteil von circa 20 Prozent Eigenkapital ein Unternehmen
übernehmen, Schulden mit hohen Zinsen zulasten des Unternehmens
aufnehmen und es mit Beratungsverträgen zusätzlich belasten. So in
Variationen bei Märklin, Hugo Boss, Altana alias Nycomed und vielen
anderen Unternehmen.

Die politisch Verantwortlichen quer durch alle etablierten Parteien


haben dabei mitgemacht. Heute erzählen sie uns, wir bräuchten mehr
Transparenz und mehr Regulierung. Auch das klingt wiederum schön und
beeindruckt wohl viele. Wir brauchen aber nicht nur Transparenz und
nicht nur Regulierung. Es ist dringend notwendig, das Spielcasino zu
schließen. Also Schluss für Hedgefonds in Deutschland, Schluss für die
unseriöse Übernahme intakter Unternehmen. Schluss mit der Erfindung
neuer Finanzprodukte.

Artikel-URL:
http://www.suedkurier.de/news/wirtschaft/wirtschaft/Wirtschaft;art410950,3642256,0

Was es nicht gab kann nicht verschwinden!


Mindmail versteht das so:

da die Banken vom Umsatz prozentual ihre Provision berechnen, fing man
an ein virtuelles Geld sich gegenseitig zu zuschieben und eventuell
als Immobilienfonds usw. zu verbuchen.
All die Jahre kassierte man kräftig das reelle Geld das die Kunden dem Bank anvertraut
haben ab.
Man hat also fiktive Umsätze generiert um die Umsätze in die Höhe zu
schießen. Nur so war möglich, dass Banken Gewinne von über 20%
ausgewiesen haben und dafür Provisionen kassierten. Jeder der schon
was im Leben selbständig bewegt hat weiss, das Gewinne von 5% ein
super Ergebniss sind und dass höhere Gewinne nur durch Betrug des
Kunden möglich sind (Angenommen es gibt Konkurrenz auf dem Markt). Das
Spiel hat so lange gedauert, dass die Banken noch mehr abgezogen haben
als die Kunden einbezahlt haben. Das war der Betrug Nr.1.

Jetzt geht es weiter mit dem Betrug Nr.2:


Bei dem Ersten gingen diejenigen ihr Geld, die es den Banken anvertrauten. Jetzt kommt es
besser: Der Staat gibt Geld (das er gar nicht hat) den Banken und den
Unternehmern. Zuerst holt der Staat das Geld bei den Banken (die ja
kein Geld haben)also macht er Schulden. Lustig: für Erteilung der
Kredite und Burgschaften werden selbstverständlich die Banken
natürlich Provisionen kassieren.

Die Schulden des Staates sind wieder reale Schulden das heißt sie
MÜSSEN zurückgezahlt werden. Und wer wird das Geld aufbringen? Ja
richtig: der arbeitender Teil der Gesellschaft! Diese Masche ist
PERFEKT jeder, auch ohne Bankkonto wird nämlich des Wertes seiner
Arbeit beraubt und zwar für Jahrzehnte. Das ist eine wahre
Konterrevolution, so werden Verhältnisse aus dem achtzehnten
Jahrhundert zurückgeholt. Folgen: wachsendes Reichtum der wenigen, und
Armut der Lohnarbeiter. Ohne Produktionsmittel und ohne sozialer
Absicherung, denn mit einem Schlag wurden auch die Rentenkassen
ausgeplündert.

Sie haben bekanntlich die Rentenbeiträge bei den Banken "sicher


angelegt".

Na dann prosit FDP-CDU-CSU-SPD-Wähler! Die Renten sind sicher, die


Banken sind sicher die Rechte der Bürger sind sicher!

Ach ja und die Frage bleibt: warum keiner erstattet eine Anzeige
gegen (zumindest) Unbekannt?

WEM gehört Deutschland ???

Eine kleine Erinnerung aus 2002….als wär´s heute…:


http://www.youtube.com/watch?v=_4FzvwtHKLs

Die Finanzkrise wirft einige Fragen


auf
Warum bitte kann sich der Staat über die Banken, die er angeblich wg.
Liquiditätsengpässen unterstützen muß, Geld leihen, nachdem er vorher
für genau dieses Geld garantiert hat?

Das klingt wie Subventionsschwindel in der EU, wo der Steuerzahler


seine Weihnachtsbutter auch schon dreimal bezahlt hatte.

Ich erinnere noch drei Phasen der Geldgenerierung der Mächtigen:

1. Krisengerede: Globalisierung, Sozialabbau, Rationalisierung,


Heuschreckenalarm
2. der Aufschwung kommt: allerdings nicht zum kleinen Mann

3. Finanzmarktkrise: alles hält den Atem an, Aktionismus der


Marionetten in Berlin

Irgendwie ist das die Dreifelderwirtschaft der unbekannten und


verborgenen Obergurus und in jeder Phase haben sie bestens verdient
und jetzt den Turbo eingelegt, um das Letzte aus den Märkten
herauszusaugen. Bin gespannt, ob sie sich irgendwann als neue
Eigentümer der globalisierten Welt zu erkennen geben.

Ja, das klingt nach Verschwörungstheorie, aber genauso sieht es von


außen aus, wenn man die darunterliegenden Strukturen nur schemenhaft
erkennen kann und die Normalmedien geflissentlich den bestellten Nebel
werfen. Hat man bisher immer die Wallstreet für alles verantwortlich
gemacht, wird jetzt deutlich, daß dahinter noch einige weitere
Eskalationsstufen geben muß.

..die Freiheit die ich meine geht anders...


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Vieleinlader geraten unter


Verdacht
Datenschützer, Hochschulen und Wirtschaft warnen vor der geplanten
Visa-Datei, die zudem überflüssig sei

Bei Einzelpersonen und Organisationen, die häufig beruflich oder


privat Menschen aus dem Ausland nach Deutschland einladen, geht die
Angst um. Sie befürchten (1), in einer Art Vorratsdatenspeicherung
zentral registriert zu werden Der Grund der Besorgnis ist ein
Gesetzesentwurf (2) aus dem Bundesinnenministerium, der die Bildung
einer Visa-Datei zum Ziel hat. .Sie soll dem Bundesverwaltungsamt (3)
in Köln zugeordnet werden und den Botschaften die Prüfung der Einlader
erleichtern, sowie Tricksereien bei der Visa-Vergabe erschweren.

Es handelt sich um eine Doppeldatei. Sämtliche Einladungsvorgänge


sollen in einer Datei gespeichert werden. Daneben soll es eine
"Warndatei" geben, in der Personen registriert werden, die in der
Vergangenheit schon einmal mit Visa-Missbrauch, Terror- oder schweren
Drogendelikten aufgefallen sind.

Nach dem Gesetzesentwurf sollen Hinweise aus der Warndatei


routinemäßig weitergegeben werden. Informationen über bisherige
Einladungen hingegen sollen die Botschaften nur erhalten, wenn eine
Person in den vergangenen 2 Jahren mindestens fünf Einladungen
ausgesprochen hat. Falls die einladende Person als "Vieleinlader"
eingestuft wurde oder in die Warndatei aufgenommen wurde, soll die
Botschaft den Visumsantrag besonders gründlich prüfen. Eine
Visa-Ablehnung wäre sicher eine häufige Folge.

Kontakte erschwert?

Genau hier setzt die Kritik vieler Verbände und interkultureller


Organisationen an. Sie befürchten eine Diskriminierung von Menschen,
die viel Kontakt zu Menschen in aller Welt haben und daher auch häufig
Einladungen aussprechen.

Marei Pelzer von Pro Asyl befürchtet (4), dass die Datei gesetzestreue
Bürger mit dem Stigma des Visa-Missbrauchsverdacht überzieht, nur weil
sie Vieleinlader sind. . Auch der Sprecher der Neuen
Richtervereinigung (5), Mario Cebulla, hält die Visadatei für
überflüssig (6):

--Es gibt keinen Grund für ein neues Gesetz. Dieses Jahr geht das neue
Visa-Informationssystem (7) der EU in Betrieb. Darin werden alle
Visa-Anträge und Entscheidungen in den EU-Mitgliedsstaaten erfasst.
Dieses System dient der Einreisekontrolle. Dennoch wird parallel ein
deutsches Gesetz gemacht, dass sogar noch darüber hinausgeht. Es fehlt
jegliche Untersuchung, ob diese Maßnahme erforderlich ist. Es werden
wieder einfach nur Daten gesammelt und unbescholtene Bürger durch eine
weitere Art der Vorratsdatenspeicherung unter Generalverdacht
gestellt.-- Mario Cebulla

Der Verband binationaler Familien (8) hält die Massenspeicherung für


unverhältnismäßig (9).. Auch das VIS wird seit Jahren von
Datenschützern kritisiert (10).

Kritik auch aus der Wirtschaft

Mittlerweile haben sich auch aus Wirtschaft und Wissenschaft Kritiker


der Visadatei zu Wort gemeldet. So warnt ein Sprecher des Deutschen
Industrie- und Handelskammertages (11) davor, dass durch die Datei
Unternehmen und deren Geschäftspartner in die Nähe von Kriminellen
gerückt werden könnten. Eine ähnliche Kritik kommt der
Hochschulrektorenkonferenz (12), die daran erinnert, dass
Universitäten wegen ihrer umfangreichen internationalen
Wissenschaftskontakte schnell in der Datei gespeichert werden könnten.
Eine Sprecherin der Hochschulrektorenkonferenz nannte diese Datei
"hinsichtlich ihrer Effektivität zweifelhaft und hinsichtlich ihrer
Auswirkungen auf hochschulpolitische Anliegen verfehlt".

Wenn das Bundesinnenministerium auch diese Kritik bisher zurückweist,


ist es sicher nicht unwahrscheinlich, dass bei der konkreten
Ausgestaltung der Datei verstärkt nach dem Grundsatz gefahren wird,
der auch von konservativen Politikern akzeptiert wird. Es gibt
Einreisende, die Deutschland nutzen, nämlich die Wissenschaftler und
Geschäftsleute, und andere, die "uns" nach konservativer Lesart
ausnutzen. Gegen sie richtet sich dann der Verdacht. Deshalb warnen
auch antirassistische Gruppen vor der Argumentation, dass durch die
Datei die internationalen Wissenschafts- oder Wirtschaftsbeziehungen
beeinträchtigt werden könnten, weil sie ganz in dieser konservativen
Logik bleiben.

Ob sich das Bundeskabinett, das sich demnächst mit der geplanten Datei
befassen wird, einigen kann, wird auch davon abhängen lassen, ob die
SPD ein Interesse hat, das Gesetz noch in dieser Legislaturperiode zu
verabschieden oder auf die lange Bank zu schieben. Letzteres scheint
aber unwahrscheinlich. Zumindest Justizministerin Zypries hat anfangs
für eine begrenzte Überwachungsdatei plädiert, sich aber später dem
SPD-Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier angeschlossen, der die
Pläne des Bundesinnenministeriums unterstützt.

LINKS

(1) http://www.forum-interkultur.net/Single-News.21+M5e4536a3db1.0.html
(2)
http://www.bmi.bund.de/cln_145/sid_818D5740BC32776C453C583D9538C7FA/DE/H
ome/startseite_node.html
(3)
http://www.bva.bund.de/cln_108/sid_D7680D9368D3A247D565B2D391A718FC/DE/H
ome/home-node.html?__nnn=true
(4)
http://www.migazin.de/2009/02/23/vorratsdatenspeicherung-daten-von-visum
spflichtigen-auslandern-sollen-gespeichert-werden/
(5) http://www.nrv-net.de/
(6) http://www.neues-deutschland.de/artikel/144910.daten-ohne-grund.html
(7) http://europa.eu/scadplus/leg/de/lvb/l14516.htm
(8) http://www.verband-binationaler.de
(9)
http://www.verband-binationaler.de/seiten/file/home/Stellungnahme%20Visa
warndatei-Gesetz.pdf
(10)
http://www.heise.de/newsticker/EU-Datenschuetzer-kritisiert-geplantes-Vi
sa-Informationssystem--/meldung/69172
(11) http://www.dihk.de
(12) http://www.hrk.de

Artikel-URL: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29868/1.html
Scheinenteignung
Der Korruptionsforscher Werner Rügemer über unbekannte Gläubiger,
maßgeschneiderte Gesetze und Sonderrechte für Manager

Mit 102 Milliarden Euro (1) ist der Staat bereits für die Hypo Real
Estate in die Bresche gesprungen, ohne das ein Ende der Bankmisere
abzusehen wäre. Eine radikales Mittel diesen Finanztransfer zu
stoppen, wäre die Enteignung des Unternehmens nach den Maßgaben des
Grundgesetzes. Jedoch stellt das von der amerikanischen Großkanzlei
Freshfields abgefasste Finanzmarkt-Stabilisierungs-Ergänzungsgesetz
(2), welches von der Bundesregierung am 18. Februar vorgelegt wurde,
eher die Summe der Mittel dar, gerade dies nicht zu tun. Telepolis
sprach darüber mit Werner Rügemer, dem Vorsitzenden von Business Crime
Control (3).

Herr Rügemer, der ehemalige HRE-Chefs Georg Funke (4) hat dieser Tage
durch seinen Anwalt (5) mitteilen lassen, dass es sich bei den
Vorständen der Bank "eher um Opfer der internationalen Finanzkrise"
handelt als um deren Urheber. Stimmen Sie mit dieser Einschätzung
überein?

Werner Rügemer:
Obwohl dieser Befund bei den Chefetagen der Banken und anderer
Finanzakteure sehr verbreitet ist, stimme ich damit überhaupt nicht
überein. Auf eine ähnlich gängige Formel hat es übrigens auch der
Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann gebracht, als
er sagte, es wäre das "Marktumfeld" gewesen, welches die Probleme
hervorgerufen hat, die die Finanzkrise ausgelöst haben. Nein. In
Wirklichkeit gibt es nach allen rechtlichen und faktischen
Voraussetzungen, die für Banken und Unternehmen überhaupt gelten,
niemand anderen, der dafür verantwortlich zu machen ist als eben genau
diese Vorstände. Niemand hat soviel Macht und Verfügungsgewalt über
Sachen und Beschäftigte wie die Mitglieder des Vorstandes,
insbesondere natürlich die Vorstandvorsitzenden.

Nun wurde von Seiten der Bundesregierung ein Gesetzentwurf zur


"Enteignung" der HRE auf den Weg gebracht. Wie bewerten Sie dieses
Vorhaben?

Werner Rügemer:
In der Öffentlichkeit wird gern von einem "Enteignungsgesetz"
gesprochen, jedoch im Gesetz selber kommt dieser Begriff überhaupt
nicht vor. Dort heißt der Begriff: Rettungsübernahme. D.h. man
vermeidet offensichtlich den Begriff der Enteignung, um sich den
entsprechenden Vorschriften des Grundgesetzes zu entziehen, die für
eine Enteignung gelten. Dabei sind diese Vorschriften im Grundgesetz
ohnehin schon sehr allgemein gefasst. Im Grundgesetz heißt es
beispielsweise, "zum Wohle der Allgemeinheit" kann eine Enteignung
stattfinden, aber in dem Gesetzentwurf ist, wie gesagt, von Enteignung
überhaupt keine Rede.

Enteignung soll unterbunden werden

Und der Gesetzentwurf stellt, wenn man genau hinsieht, tatsächlich


auch kein Enteignungsbestreben dar, sondern er ist zunächst mal ein
Einschreiten des Staates, das von vornherein zeitlich begrenzt ist.
D.h., dass sich der Staat nach möglichst kurzer Zeit, wenn die Bank
einigermaßen wieder auf den Beinen ist, wieder zurückziehen soll.
Zudem ist in diesem Gesetzentwurf überhaupt nichts enthalten, was
darauf hindeutet, dass der Staat bestimmte Finanzpraktiken, die zur
Krise und auch zur hoffnungslosen Überschuldung der Bank geführt
haben, ändern oder gar verbieten wird.

Wie kommt es dann, dass der Begriff "Enteignung" in den Medien so oft
fällt?

Werner Rügemer:
In der Tat ist dies etwas auf den ersten Blick Erstaunliches. Ich
interpretiere das so, dass von Seiten der Medien, die ja bisher auch
tendenziell auf der Seite der Banken gewesen sind und die Bankenkrise
selber immer wieder beschönigt haben, die Angst vor einer drohenden
Enteignung immer wieder geschürt wird, um den Staat noch weiter weich
zu klopfen, damit dieser überhaupt nichts mehr macht, was auch nur im
Entferntesten einer Enteignung nahekäme. - Und dass obwohl der Staat
in dem Gesetzentwurf bereits händeringend beschwört, dass er überhaupt
keine Enteignung machen möchte. Aber offensichtlich wollen die
privatwirtschaftliche Lobby und auch die großen Medien, die zu dieser
Lobby gehören, die kleinste Regung in Richtung einer wirklichen
Enteignung bereits im Keim ersticken.

Warum lässt man die HRE nicht einfach Pleite gehen?

Werner Rügemer:
Sowohl nach den gesetzlichen Vorgaben, die wir hier in Deutschland
haben, als auch nach den erklärten Prinzipien der freien
Marktwirtschaft und dem, was jahrzehntelang als Wirtschaftsdoktrin
verbreitet worden ist, müsste eigentlich eine ordentliche
Insolvenzabwicklung gemacht werden. Ich halte das auch für sowohl
einzelbetrieblich als auch volkswirtschaftlich vernünftig.

Keine Gründe für staatliche Hilfe

Eine Insolvenzabwicklung bedeutet ja nicht, dass ein Unternehmen


vollständig plattgemacht wird, sondern bei einer Insolvenz muss der
Insolvenzverwalter so vorgehen, dass er die gesunden Teile eines
Unternehmens weiter fortbestehen lässt und - das wäre im Sinne einer
reinigenden Wirkung für ein niedergehendes Unternehmen auch geboten.
Welche Interessen stecken dann dahinter, die HRE nicht in die Insolvenz
gehen zu lassen?

Werner Rügemer:
Offensichtlich ist es so, dass an den hochspekulativen Finanzpraktiken
der HRE die ganze Riege der großen deutschen Banken beteiligt war.
Diese, allen voran die Deutsche Bank und die Commerzbank, sind
Gläubiger der HRE. Sie haben dieser Bank für ihre spekulativen
Geschäfte bis zum bitteren Ende möglichst viele Kredite gegeben, weil
sie als Kreditgeber selber darauf spekuliert haben, an deren erhofften
überdurchschnittlichen Gewinnen zu partizipieren.

Warum überprüft der Staat nicht die Verbindlichkeiten der Banken?

Werner Rügemer:
Das ist ja nicht nur bei der HRE, sondern auch bei dem ganzen 500
Milliarden schweren Bankenrettungspaket der Bundesregierung nicht der
Fall: Die Banken wollen das nicht und leider geht der Staat darauf
ein. Die Ursachen für die Verschuldung der Banken soll nicht genau
geprüft werden, weil dabei sicherlich in vielen Fällen herauskäme,
dass es weder nach volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten noch nach dem
Grundgesetz, in dem es heißt "nach dem Wohle der Allgemeinheit" von
öffentlichem Interesse wäre, die finanziellen Verpflichtungen der
Banken zu übernehmen. Wie wir zumindest ganz allgemein wissen, sind
hier sehr dubiose Finanzwetten zwischen den Banken gemacht worden, die
immer weiter hochgeschraubt wurden. Wenn man das genau untersuchen
würde, käme wohl heraus, dass es gar keine Gründe gibt, diese
Verpflichtungen anzuerkennen und mit staatlichen Mitteln erfüllen zu
helfen.

Großkanzleien als Interessenvertreter

Und es käme natürlich auch das konkrete Verschulden der einzelnen,


jeweils dafür verantwortlichen Manager heraus, die dann möglicherweise
nach den Strafgesetzbestimmungen der Untreue, des Betruges, des
Insiderverhaltens, der Dokumentenfälschung etc. strafrechtlich und
zivilrechtlich zur Verantwortung gezogen werden könnten.

Wie beurteilen Sie die Rolle der Bundesregierung in diesem Spiel?

Werner Rügemer:
Die Bundesregierung ist sozusagen mit im Komplott. Denn sie hat ja -
wie schon vorher die rot-grüne Regierung, aber auch die Regierung Kohl
- für diese enthemmten Finanzpraktiken die rechtlichen und politischen
Voraussetzungen geschaffen: Die Zulassung der Hedgefonds, die
gesetzliche Ermöglichung der Verbriefung von Krediten in einem
endlosen Schneeballsystem, die rechtliche Anerkennung von sogenannten
außerbilanziellen Zweckgesellschaften etc., all diese Praktiken sind
durch diese Regierungen politisch begründet, gesetzlich ermöglicht und
in der Öffentlichkeit durchgesetzt worden. D.h. die Regierung ist
selbst Akteur bei der Durchsetzung der Praktiken, die zur Finanzkrise
geführt haben. Deswegen sehen auch die Rettungsmaßnahmen sowohl im
Allgemeinen über die Soffin (der Sonderfond Finanzmarktstabilisierung)
als auch im Speziellen für die HRE so aus, dass offensichtlich völlig
ungebrochen den Wünschen der Banker entsprochen wird.

Den Entwurf für das Finanzmarkt-Stabilisierungs-Ergänzungsgesetz hat


die US-Kanzlei Freshfields (6) verfasst. Können Sie uns etwas über
diese Kanzlei erzählen?

Werner Rügemer:
Freshfields ist eine der ganz großen einflussreichen amerikanischen
Wirtschaftskanzleien. Amerikanische Großkanzleien sind ja nicht nur
Zusammenschlüsse von Anwälten, sondern auch ganz prinzipiell Vertreter
von Unternehmensinteressen. Sie gestalten Recht im Sinne ihrer
Mandanten, sind auch als Lobbyisten für diese tätig und wirken ganz
massiv auf die Politik in den USA ein.

Täter rechtlich geschützt

Großkanzleien sind z.B. die größten Spendensammler für die Kandidaten


der republikanischen und demokratischen Partei in den großen
Wahlkämpfen. Auch für Obama waren ja mehrere dieser amerikanischen
Kanzleien tätig. Und da steht Freshfields eben ganz vorne mit in der
Reihe.

Hat diese Kanzlei bereits Verträge in Deutschland ausgearbeitet?

Werner Rügemer:
Seit einem guten Jahrzehnt wirkt Freshfields nun auch in der
Bundesrepublik Deutschland. Sie hat von der Bundesregierung wichtige
Aufgaben übertragen bekommen. Bei großen Privatisierungen ist die
Kanzlei dabei, so hat sie nach dem Muster von Public Private
Partnership den 17.000-Seiten-Vertrag zu Toll Collect verfasst, also
zum Mautsystem für LKWs auf deutschen Autobahnen. Ebenso stammt der
Gesetzentwurf zur Privatisierung der Berliner Sparkasse von
Freshfields. Ganz vorne mit dabei war Freshfields auch beim dubiosen
Finanzprodukt Cross Border Leasing (7).

Die Machenschaften der Manager scheinen einem größeren juristischen


Toleranzspielraum zu unterliegen als die Vergehen abhängig
Beschäftigter. Können Sie uns dafür Gründe nennen?

Werner Rügemer:
Die Manager haben nicht nur einen enormen Freiraum in ihrem
unternehmerischen Verhalten, sondern besitzen auch einen sehr großen
rechtlichen Freiraum. Das bedeutet, die Gerichte haben nach den
geltenden Gesetzen fast keine juristische Zugriffsmöglichkeit, um
führende Manager tatsächlich strafrechtlich zu sanktionieren. Das
stellt natürlich eine enorme Diskrepanz dar gegenüber der Mehrheit der
normal Beschäftigten, für die bekanntlich das nicht gilt, was die
Manager, die mit Straftatbeständen konfrontiert werden, weidlich für
sich in Anspruch nehmen: Die Unschuldsvermutung bis zuletzt. Für
normal Beschäftigte in deutschen Unternehmen gilt diese
Unschuldsvermutung gerade nicht. Denn nach dem geltenden Arbeitsrecht
ist hier der sogenannte Betriebsfrieden ausschlaggebend. Wenn z.B.
abhängig Beschäftigte eine strafrechtlich relevante Tat irgendeines
Managers beim Betriebsrat oder Staatsanwalt anzeigen, kann das zu
hundert Prozent den Fakten entsprechen, aber wenn sie nach der
Auffassung des Vorstands den Betriebsfrieden stören, dann können sie
völlig legal gekündigt werden. Die Vorstände und Manager, die sich
heute gerne als Opfer darstellen, sind weder wegen der Verschuldung
von Milliarden noch wegen Störung des Betriebsfriedens belangbar. Wenn
es überhaupt in unserem Wirtschaftssystem Täter gibt, dann sind sie
es, aber sie sind rechtlich weitestgehend geschützt.

Business Crime Control veranstaltet am Samstag, 14. März 2009 - 10.00


bis 18.00 Uhr Bürgerhaus Stollwerk (Raum 416), Dreikönigenstraße 23,
50678 Köln eine Konferenz (8) zu Arbeits-Unrecht in Deutschland.

LINKS

(1)
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Unternehmen-Finanzkrise-Banken-HRE
;art129,2728366
(2)
http://ef-magazin.de/2009/02/23/972-finanzmarktstabilisierungsergaenzung
sgesetz-jetzt-kommt-die-enteignungsbehoerde
(3) http://businesscrime.de/
(4) http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29864/1.html
(5) http://www.sueddeutsche.de/finanzen/890/460523/text/
(6) http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22880/1.html
(7) http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29005/1.html
(8) http://businesscrime.de/?p=1#more-1

Artikel-URL: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29871/1.html

EUROJUST
Hat Skype doch lieb
Die EU entschuldigte sich bei der Betreiberfirma der Voip-Software
Skype für die Behauptung, diese würde nicht mit den
Ermittlungsbehörden kooperieren.

Um die Verschlüsselung von Voip-Gesprächen zu überwinden, will die EU


in Zukunft verstärkte Anstrengungen unternehmen. Dies wurde
insbesondere auf Wunsch Italiens vor kurzem beschlossen (gulli:news
berichtete). Die Ermittlungsbehörden Italiens (und vieler anderer
EU-Länder) sehen das Abhören von Telefongesprächen als wichtiges
Werkzeug bei der Bekämpfung von Kriminalität, insbesondere
organisiertem Verbrechen und Terrorismus. In dem entsprechenden
Dokument der EU-Justizbehörde Eurojust hieß es, Skype würde nicht mit
den Ermittlungsbehörden kooperieren. Dem widersprachen die Betreiber
der wohl beliebtesten Voip-Software, die mittlerweile zu eBay gehört,
entschieden.

Sie ließen verlauten, sie wären zur Kooperation, also zur Herausgabe
der Schlüssel an die Ermittlungsbehörden, durchaus bereit, die EU habe
lediglich nicht bei ihnen angefragt. Gegenüber US-Medien sagte man
sogar, man habe Eurojust längst eine Kooperation angeboten. Eurojust
bestätigte nun die Darstellung der Skype-Chefetage und entschuldigte
sich bei ihnen für die abweichende Darstellung.

In einer Stellungnahme teilt Eurojust nun sogar mit, es habe bereits


im Jahr 2006 eine Konferenz gegeben, an der auch Vertreter von Skype
beteiligt gewesen seien. "Es gab während des Treffens einen positiven
Bescheid von Skype-Repräsentanten, der ihre Entschlossenheit zeigt,
mit den Ermittlungsbehörden im Kampf gegen ernste,
grenzüberschreitende organisierte Kriminalität zu kooperieren."

Das offenbar vorliegende Missverständnis erklärte ein


Eurojust-Sprecher gegenüber britischen Medien damit, man habe Skype in
der ursprünglichen Erklärung nur als Beispiel genannt, da es sich
dabei um den bekanntesten Anbieter von Internet-Telefonverbindungen
handele. Skype begrüßte die Richtigstellung und kündigte an, auch
künftig mit Eurojust und Ermittlungsbehörden der EU-Länder
zusammenzuarbeiten, soweit dies rechtlich und technisch möglich sei.

Für Skype-Nutzer sind angesichts solcher Töne die Fragen, die seit
langem um diese Software kursieren, wohl beantwortet: Skype kann nicht
mehr als sichere Kommunikationsmöglichkeit betrachtet werden. Wer
seine Privatsphäre zuverlässig schützen will, sollte auf Alternativen
ausweichen. Leider sind diese meist noch umständlicher in der
Bedienung und die meisten von ihnen benötigen, im Gegensatz zu Skype,
einen Voice-Server. Möglicherweise wird ja in näherer Zukunft jemand
den Bedarf nach einer quelloffenen, mit guter Kryptographie und per
Peer-to-Peer arbeitenden Skype-Alternative entdecken und ein
entsprechendes Projekt ins Leben rufen. (Annika Kremer)

Artikel-URL: http://www.gulli.com/news/eurojust-hat-skype-doch-lieb-2009-03-01/

...ein Fass ohne Boden scheint dagegen eine recht geschlossene Sache
zu sein....
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Frist läuft ab
HRE braucht weitere zehn Milliarden
Der Bundesregierung bleiben laut Medienberichten nur noch sechs
Wochen, um einen Kollaps der Hypo Real Estate zu verhindern. Die Bank
brauche kurzfristig weitere zehn Milliarden Euro vom Staat, um eine
Insolvenz zu vermeiden.

München - Stichtag sei der 24. April, berichtete die "Süddeutsche


Zeitung" (SZ). An diesem Tag werde sich der HRE-Aufsichtsrat mit der
Bilanz für das Geschäftsjahr 2008 befassen.

Weiter hieß es in dem Bericht, in HRE-Kreisen werde mit einem Verlust


in Höhe von mehreren Milliarden Euro gerechnet, der bis zur
Aufsichtsratssitzung ausgeglichen werden müsse, um eine Insolvenz zu
vermeiden. Die nötige Kapitalzufuhr werde in Finanzkreisen mit zehn
Milliarden Euro beziffert.

Ein Sprecher der krisengeschüttelten Hypo Real Estate wollte den


Bericht am Donnerstag nicht kommentieren. Auch zum genannten Termin
für die Aufsichtsratssitzung wollte er nichts sagen.

"Deadline" bis zum 24. April - Eigenkapital schmilzt ab

Laut "SZ" geht man auch im Bundestag davon aus, dass die
Finanzprobleme der HRE bis zum 24. April gelöst sein müssen. "Das ist
die Deadline", zitierte die Zeitung den CDU-Abgeordneten Otto
Bernhardt.

Bis zu diesem Tag müsse der Bund die Großbank mit neuem Kapital
versorgen und unter seine Kontrolle bringen. Ansonsten bestehe die
Gefahr, dass das Eigenkapital der HRE zu stark abschmelze "und die
Bankenaufsicht Bafin gezwungen wird einzuschreiten", warnte Bernhardt.

Die Hypo Real Estate hatte in den ersten neun Monaten 2008 mehr als
drei Milliarden Euro abschreiben müssen. Ihr droht die Pleite, weil
ihre Tochter, die Pfandbriefbank Depfa, langfristige Kredite
kurzfristig refinanziert hatte und dieses riskante Modell mit der
Finanzmarktkrise und dem Austrocknen der Kapitalmärkte
zusammengebrochen ist.

11. März 2009, 08:36 Uhr


URL: http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,612573,00.html

Kurze anmerkung….:
„...der kleine Unterschied:

Der Kommunismus verstaatlicht Firmen und ruiniert sie dann;


der Kapitalismus ruiniert Firmen und verstaatlicht sie dann.

Wer bezahlt???“

Studie zu belastetem Mineralwasser aus


Plastikflaschen
Hormone aus der Plastikflasche
Die Universität Frankfurt hat in einer Studie nachgewiesen, dass
Mineralwasser aus Plastikflaschen mit hormonell wirksamen Substanzen
belastet ist. Die Werte liegen deutlich höher als bei Wasser aus
Glasflaschen. Experten warnen in Anbetracht der Ergebnisse vor
möglichen Schäden für die Gesundheit. Besonders gefährdet seien
Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder. Behörden halten sich mit
Wertungen bislang zurück.

Von Stefan Keilmann, tagesschau.de

Wasserkästenschleppen ist wahrlich keine Freude. Umso willkommener


sind da die leichten und schier unzerstörbaren Plastikflaschen
(PET-Flaschen). Wurden sie früher vor allem für Limonaden verwendet,
dominieren sie heute große Teile des Getränkemarktes. Nicht einmal ein
Drittel des deutschen Mineralwassers wird noch in Glasflaschen
verkauft. Der Anteil der Plastikflaschen liegt bei rund 60 Prozent.

Frühere Warnungen ignoriert

Gesundheitliche Bedenken gegenüber den Flaschen gibt es schon länger.


Doch Zulieferer aus der chemischen Industrie, Interessenverbände und
die großen Nahrungsmittelkonzerne wehren sich seit Jahren gegen
kritische Stimmen und berufen sich auf gesetzliche Grenzwerte. So
betont der Sprecher des zuständigen Verbandes Deutscher
Mineralbrunnen, Arno Dopychai: "Dass es Stoffübergänge gibt, ist ganz
normal. Aber wir bewegen uns innerhalb der gesetzlichen Schranken."
Bei dem auf Grenzwerten basierenden System der Behörden können
allerdings unbekannte Stoffe durch das Raster fallen. Auch
Wechselwirkungen oder hormonelle Aktivität können so bislang nicht
erfasst werden. Weder das Bundesamt für Risikobewertung noch das
politisch zuständige Bundesverbraucherministerium sahen bislang
Handlungsbedarf.

Höher belastet als Abwasser


Dass die bisherigen Warnungen berechtigt waren, behauptet eine nun
vorgestellte Studie der Universität Frankfurt. Die Biologen stellten
dabei in Mineralwasser aus Plastikflaschen eine deutlich erhöhte
Konzentration an hormonähnlichen Substanzen fest. In manchen Proben
fanden sich bis zu 75 Nanogramm pro Liter an östrogenähnlichen
Substanzen. Dies sind höhere Werte als in manchem Abwasser, das unter
anderem durch die Antibabypille als zum Teil stark belastet gilt.
Insgesamt war das Wasser aus PET-Flaschen etwa doppelt so hoch
östrogenbelastet wie jenes aus Glasflaschen.

"Alle Befürchtungen übertroffen"

Die Ergebnisse basieren auf einem neuen Forschungsansatz des


Frankfurter Forschers Martin Wagner und des Leiters der
Ökotoxikologie, Prof. Dr. Oehlmann. So fahndeten bisherige Studien
nach einzelnen bereits bekannten Schadstoffen. Wagner erklärt den
alternativen Ansatz: "Wir haben quasi das Pferd von hinten aufgezäumt:
Wir suchten nicht einzelne Substanzen, sondern haben gemessen, wie
stark die gesamte hormonähnliche Belastung ist." Dazu verwendete er
einen weltweit etablierten Biotest, der unter anderem für die
Abwasseranalyse eingesetzt wird, und untersuchte damit das
Mineralwasser. "Und was wir so an Aktivität gefunden haben, hat alle
Befürchtungen übertroffen."

Grenzwerte erfassen Belastung nicht

Um zu bestätigen, dass es sich um östrogenähnliche Substanzen


handelte, bedienten sich die Forscher tierischer Helfer. Die
Neuseeländische Zwergdeckelschnecke reagiert besonders empfindlich auf
östrogenähnliche Verbindungen, und ihr Einsatz gilt daher als sichere
Methode. Die Tiere, die die Forscher in die Plastikflaschen setzten,
bildeten deutlich mehr Embryonen. Für die Forscher stand damit fest,
dass die Flaschen Stoffe abgeben, die wie das weibliche
Geschlechtshormon Östrogen wirken. Besonders kritisch für Wagner:"Wir
konnten mit unseren Schnecken zeigen, dass es trotz Einhaltung der
Grenzwerte zu erheblichen hormonellen Belastungen kommt." Daher müsse
das gesamte Bewertungssystem der Behörden überdacht werden. Und sein
Professor ergänzt: "Wenn sich herausstellt, dass das Auslaugen aus
Kunststoffverpackungen ein generelles Phänomen ist, würde dies
bedeuten, dass nahezu die gesamte Bandbreite unserer Lebensmittel
hormonell belastet ist." Bundesumweltamt will Studie nicht
kommentieren

Das Umweltbundesamt will die Ergebnisse nicht kommentieren, obwohl es


die Studie größtenteils finaziert hat. Stattdessen verweist es auf das
Bundesamt für Risikobewertung (BfR). Dieses interessiert sich sehr für
die Ergebnisse: "Dass da etwas im Wasser ist, was nicht sein sollte,
ist unumstritten", so BfR-Sprecher Jürgen Thier-Kundke. Allerdings
werfe die Studie mehr Fragen auf als sie beantworte. "Wir müssen das
nun erst einmal überprüfen." So lange sehe er auch keinen
Handlungsbedarf. Ähnlich äußert sich der Verband der Deutschen
Mineralbrunnen. "Die Studie ist wissenschaftlich interessant, aber
solange wir nicht wissen, was das bedeutet, wollen wir dies nicht
bewerten," so Sprecher Dopychai. "Säuglinge sind besonders gefährdet"

Komplett anderer Meinung ist Professor Dr. Ibrahim Chahoud, Mediziner


an der Charité in Berlin. Er gilt als der deutsche Experte auf diesem
Feld. "Gefahren sehe ich für Risikogruppen." Betroffen seien vor allem
Schwangere, Säuglinge oder Kleinkinder. "Für diese würde ich raten:
Lieber einen weiten Bogen um Plastikflaschen machen." Bereits frühere
Untersuchungen hätten gezeigt, dass Belastungen mit hormonähnlichen
Stoffen Entwicklungsstörungen verursachen können. Dennoch werben viele
Mineralwasserproduzenten explizit auf ihren Produkten mit dem Hinweis,
dass das Wasser für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet sei.

Besorgniserregende Ergebnisse bei Tierversuchen

Der Mediziner kritisiert auch die Behörden. "Eigentlich haben sie doch
alle die selbe Aufgabe: Sie sollen dafür sorgen, dass die Bürger vor
möglichen Schäden bewahrt werden." Chahoud selbst beschäftigte sich
bereits in mehreren Studien mit den Auswirkungen von hormonähnlichen
Substanzen auf die Entwicklung und Fortpflanzungssysteme. In
Tierversuchen an Ratten zeigten sich schon bei niedrigen Dosen
ernstzunehmende Folgen: Abnahme der Fruchtbarkeit, verzögerter oder
verfrühter Eintritt der Pubertät und Verhaltensstörungen bei
Jungtieren, die im Mutterleib der Substanz ausgesetzt waren. Ähnliches
will er für den Menschen nicht ausschließen.

"Nicht mehr Stand der Forschung"

"Wir sollten Plastik meiden wo wir können." ]


Dieser Ansicht ist auch Professor Andreas Kortenkamp. Er leitet das
Zentrum für Toxikologie an der School of Pharmacy, Universität London.
"Wir werden in unserem Alltag mit so vielen hormonell belasteten
Stoffen bombardiert, dass wir sie vermeiden sollten, wo wir können."
Zudem kritisiert Kortenkamp das bisher gängige Kontrollsystem. "Die
Industrie beruft sich immer auf das Einhalten einzelner Grenzwerte."
Diese "veraltete Sichtweise" vernachlässige aber die hormonelle
Wirksamkeit von Stoffen, vor allem wenn diese gemischt auftreten.
"Diese können schon in sehr niedrigen Konzentrationen an
Hormonrezeptoren andocken. Und was das für den Körper bedeutet, kann
noch niemand abschätzen."

URL: http://www.tagesschau.de/inland/wasserflaschen100.html
Sea rise 'to exceed projections'
The global sea level looks set to rise far higher than forecast
because of changes in the polar ice-sheets, a team of researchers has
suggested.

Scientists at a climate change summit in Copenhagen said earlier UN


estimates were too low and that sea levels could rise by a metre or
more by 2100.

The projections did not include the potential impact of polar melting
and ice breaking off, they added.

The implications for millions of people would be "severe", they warned.

Ten per cent of the world's population - about 600 million people -
live in low-lying areas.

The UN's Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), in its 2007


Fourth Assessment Report, had said that the maximum rise in sea level
would be in the region of 59cm.

Professor Konrad Steffen from the University of Colorado, speaking at


a press conference on Tuesday, highlighted new studies into ice loss
in Greenland, showing it has accelerated over the last decade.

Professor Steffen, who has studied the Arctic ice for the past 35
years, told me: "I would predict sea level rise by 2100 in the order
of one metre; it could be 1.2m or 0.9m.

"But it is one metre or more seeing the current change, which is up to


three times more than the average predicted by the IPCC."

"It is a major change and it actually calls for action."

Dr John Church of the Centre for Australian Weather and Climate


Research added: "The most recent research showed that sea level is
rising by 3mm a year since 1993, a rate well above the 20th century
average."

Ice flow

Professor Eric Rignot, a senior research scientist at Nasa's Jet


Propulsion Laboratory, said that results gathered since the IPCC
showed that melting and ice loss could not be overlooked.

"As a result of the acceleration of outlet glaciers over large


regions, the ice sheets in Greenland and Antarctica are already
contributing more and faster to sea level rise than anticipated," he
observed.

Professor Stefan Ramstorf of the Potsdam Institute for Climate Impact


Research said: "Based on past experience, I expect that sea level rise
will accelerate as the planet gets hotter."

The forecasts by the team of scientists are critically important for


coastal communities.

At Lowestoft, on the UK's east coast, the Environment Agency official


in charge of coastal protection, David Kemp, said that even small
rises in sea level could be overwhelming.

"Put bluntly, if it's 10cm below the height of the defence, then
there's no problem," he told me.

"But if it's 10cm above the defence, then we could be looking at


devastation.

"It looks very benign today but the North Sea can turn into a very
ferocious beast."

By David Shukman
Environment correspondent, BBC News, Copenhagen
Story from BBC NEWS:

http://news.bbc.co.uk/go/pr/fr/-/2/hi/science/nature/7935159.stm

Hi Chap,

Here are some major facts that I would like to discuss with you one followed by the other.
Some major points from reports and other facts from research.
We are now in the midst of global warming. The signs are already ominous. We can now feel
the immediate effects of global warming through the climatic changes around its. Our
summers are getting hotter, while the typhoons during the rainy season are increasingly
getting to be fewer, but more feracious.

Recently, former U.S. Vice-President Al Gore, made a report on global warming, entitled An
Inconvenient Truth, a product of 20 years of research by experts. In his report, he said that
experts estimate that we have as little as 10 years to reverse the damage caused by global
warming. Proof of global warming is that 10 of the hottest years in history were in the last 12
years. The year 2005 was the hottest year in history. Global warming is the biggest crisis
mankind faces today. If we do not act immediately, the damage would be irreversible.

In another Global Warming special report by Newsweek, it was indicated that if temperatures
rise further (an additional 3-4°C), not even the trees can save us. At that point, trees will be
producing more carbon dioxide than it can absorb, leaving us with no viable means to
sequester the green house gases already in the atmosphere. This means we have to act now,
for we have so little time left!
Trees absorb greenhouse gases and release oxygen for us to breathe. The moisture they release
also creates clouds which reflect the harmful rays from the sun. At the same time, they help
control soil erosion and enrich the topsoil with the decomposing leaves and branches that
trees produce regularly.

Green activists have been successful in their media campaigns on the reduction of greenhouse
gases - mainly carbon dioxide and methane gases - by cutting down on the emission of gases
and related activities. The reuse and recycling of industrial raw materials such as plastic,
metal, paper, and glass also have the combined effect of reducing the release of greenhouse
gases into the atmosphere.

However, the cutting down on the release of greenhouse gases has its limits. Every time we
start our car, cook our meals, switch on our aircon or refrigerator, turn on our computer. we
are already contributing to global warming. The fact is, all of us, are guilty of releasing
greenhouse gases, one way or another. While we can reduce such activities, we cannot totally
eliminate some of the machines that our livelihoods and lifestyle depend on. No matter what,
man spews out greenhouse gases in order to maintain his lifestyle.

So dear chap! I have performed my duty by sending you this information & now being the
inhabitant of Earth you obligation starts i.e. to forward this knowledge to all of your contacts
n friends as well. I would like you to be a strong clasp of my chain to bind Global Warming
from going at dangerous level. Hope you will do struggle with me as I can’t do it individually
at mass level. Plzzzzz don’t consider it mere a newsletter. I want to spread consciousness
among people and for this cause I need your help at every step so plzzzzzzzzzzzzzzzz invite
your contacts at my platform n forward them my message with the following link:

http://www.facebook.com/n/?group.php&gid=19970271730&aref=820072

Hope to see you standing with me at my platform in this cause.

for further details about Global Warming and for the previous newsletters you can visit my
website

http://www.mesmarty.com

It will provide you knowledge about many other topics of your interest as well.

Regards,

Sana Khan