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Die Letzten Tage von

Atlantis

von Jon Peniel

Titel der Originalausgabe


The Last Days of
Atlantis
© 1997 Network
ISBN # 0-9710740-0-3

Erhältlich auf http://www.thegoldenrule.net und https://www.lulu.com/spotlight/thegoldenrule

Übersetzung ins Deutsche: Shirley Gracey


2. Ausgabe: ISBN 978-3-00-030056-1
© 2021 by Shirley Gracey.
Alle Rechte vorbehalten.

Es dürfen jedoch Teile der Deutschen Übersetzung ohne Genehmigung des Verlegers bei Angabe der Quelle unter Verwendung
elektronischer Systeme vervielfältigt oder verbreitet werden, wenn damit keine Ertragsabsicht verbunden ist.

Druck: www.lulu.com
Anmerkung des Übersetzers

Diese Übersetzung soll dazu beitragen, den Inhalt des amerikanischen Originals, von
dem es bis dato keine mir bekannte Übersetzung ins Deutsche gibt, auch an diejenigen
zu übermitteln, die keine oder nur wenig Englischkenntnisse haben. [Für diejenigen mit
guten Englischkenntnissen empfehle ich, das Original auf Englisch zu lesen.]
Jon Peniel (siehe bezüglich des Namens auch das Edgar Cayce Reading #3976-15)
wurde in erster Linie bekannt durch sein Buch „The Lost Teachings of Atlantis‰ [Die
Verlorenen Lehren von Atlantis]. Er schildert darin u. a. wie er in seiner Jugend zu
einem legendären vor-Buddhistischen Kloster geleitet wurde, das sich in einem
abgelegenen Tal in Tibet befand. Er präsentiert darin erstaunliche Enthüllungen aus
unserer persönlichen Vergangenheit, die ihm von den dortigen Mönchen gelehrt
wurden, und erzählt auch über einige seiner Erlebnisse, nachdem er das Kloster nach
seiner Initiation als Adept Mönch wieder verlassen hatte. Doch lies es selbst⁄
Manche Leute halten das ÂVerlorene LehrenÊ-Buch für eine Fiktion. Was eigentlich
keine Rolle spielt. Aber wenn du Jon P. beim Schreiben von Fiktion in Aktion sehen
willst, hast du hier einen echten Leckerbissen vor dir. In den letzten Jahrzehnten schrieb
Jon eine Reihe von fiktiven Büchern über Atlantis, die von den letzten Tagen von
Atlantis, von der Abwanderung ins alte Ägypten etc. handeln. Sie machen nicht nur
großen Spaß, indem sie damit beginnen, den Abenteuern unserer atlantischen Helden
Isis und Osirus, Toth und vielen anderen zu folgen, sondern sie stimmen sowohl mit den
Verlorenen Lehren von Atlantis, als auch mit den Edgar Cayce Readings überein. Mit
anderen Worten, sie sind ähnlich wie die Star-Wars-Serie, denn diese spannenden
Abenteuergeschichten lehren auch geistige und moralische Prinzipien.
Ich übersetze dieses ÂFiktionsbuchÊ und auch die anderen seiner Bücher/Booklets
[erhältlich auf https://www.lulu.com/de/spotlight/shirleygracey] nicht für Geld. Ich
übersetze sie, weil mir seine Bücher/Booklets sehr dabei geholfen haben, mein
Bewusstsein zu erweitern, und ich hoffe, ich kann dir durch diese Übersetzung den
Inhalt des englischen Originals auf verständliche Weise vermitteln. Die Einnahmen aus
dem Verkauf werden verwendet, um Humanitäre- und/oder Naturschutzorganisationen
zu unterstützen und um diese Lehren zu fördern.
Ich habe mich bemüht, diesen „Schreibstil‰ so gut wie möglich rüberzubringen und
habe mich nahe an das Original gehalten. Zusätzlich, damit man bestimmte Termini
(Fachausdrücke) besser versteht oder darüber nachlesen kann, habe ich manchmal
Anmerkungen [und Hyperlinks in der E-Book-Version] oder das englische Wort oder
Verweise auf bestimmte Edgar Cayce Readings in geschweiften Klammern hinzugefügt.
Es erleichtert es, das Verständnis dafür zu vertiefen. Als Recherchequelle diente mir dazu
das Internet (wie etwa Wikipedia oder andere Websites – beachte allerdings, dass nicht
alles, was dort geschrieben steht, unbedingt der Wahrheit entsprechen muss oder
vielleicht nur Halbwahrheiten sind).

„⁄ verstehst du, der Tod ist nicht das Grab, wie viele Leute glauben. Es ist eine andere
phänomenalisierte Form des Lebens. ⁄‰ – Zitat aus dem Edgar Cayce Reading 136-18

ii
Inhaltsverzeichnis

KAPITEL EINS – Es War Eines von Diesen Jahren .................................................... 1


Sidome ................................................................................................................. 3
Auf Meine Gesundheit............................................................................................ 4
Beobachten und Warten ......................................................................................... 7
Zwei Pfade ............................................................................................................ 8
Wer Glaubst Du Dass Du Bist? ............................................................................... 9
„Das Ankommen⁄Zuhause‰. ............................................................................... 15
KAPITEL ZWEI ...................................................................................................... 16
Mir Obliegt das zu Wissen .................................................................................... 16
KAPITEL DREI ...................................................................................................... 24
KAPITEL VIER ...................................................................................................... 29
Ein Penny Für Deine Gedanken. ........................................................................... 29
KAPITEL FÜNF ..................................................................................................... 32
Ritter auf Weißem Satin ....................................................................................... 32
KAPITEL SECHS................................................................................................... 37
Ritter des Delfins ................................................................................................. 37
KAPITEL SIEBEN .................................................................................................. 41
Möge der echte Wächter sich bitte erheben ........................................................... 41
KAPITEL ACHT .................................................................................................... 46
Ein Harter Rittertag.............................................................................................. 46
WÄHRENDDESSEN, BEI UNS ZUHAUSE .......................................................... 47
WIEDER BEI ATLANTIS BEL – ........................................................................... 47
OSIRUS UND HOTEP MACHEN SICH AUF DEM WEG ZU DER ANLAGE......... 47
KAPITEL NEUN .................................................................................................... 54

Selbst-Hilfe, Spirituelle Wachstums, & Gesundheitsartikel ......................................... 60

iii
KAPITEL EINS
Es War Eines von Diesen Jahren
Bitte Doktor
Der Himmel war unheilvoll Grau, als ich mein Transpondschiff nach Atros City
hineinsteuerte. Ich konnte den aufziehenden Sturm in meinen Knochen „fühlen‰. Ich
hatte schon 3 extragroße Gewitterwolken der „Kategorie A‰ überflogen. Er würde
sicherlich zu einer weiteren Welle der seltsamen und heftigen Wetteranomalien werden,
die Atlantis in den letzten Jahren heimgesucht hatten. Doch eine ganz andere Art von
Sturm war ebenfalls auf seinem Weg, einer, den nur einige von uns kommen sehen
konnten – und er würde noch verheerender werden, als es sich die meisten Menschen
jemals vorgestellt hatten – selbst in ihren schlimmsten Albträumen. {Anm. d. Übers.: Ein
Transpondschiff [im Orig. als “tran(s)ship” bezeichnet] ist ein terrestrisches Fluggerät, das seine Energieversorgung über spezielle
Laserstrahlen mittels eines Empfängerkristalls [ähnlich wie ein (Trans)ponder] bezog (wird später im Buch noch ausführlicher erklärt). Diese
Fluggeräte konnten sich ähnlich wie “fliegende Untertassen” durch die Luft schwebend bewegen und auch durch das Wasser gleiten. Siehe dazu
auch die vielen Edgar Cayce Readings über die damalige Technologie, Wissenschaft & Architektur. Man kann es darin nachlesen! Mehrere
Auszüge aus einigen dieser Readings (ins Dt. übersetzt) findet man im Buch “Das Atlantis-Geheimnis”; wie etwa die Readings 2157-1 (S. 72-73)
und 440-5 (S. 81-83).}
Als ich zum Endanflug auf den Tempel von Thera überging, füllte die große
Pyramide, um die das riesige Heilungszentrum gebaut war, meinen Sichtschirm aus. Ich
musste meinen Schirm auf Weitwinkel stellen, um den gesamten Tempelkomplex zu
sehen. Als ich es alles drauf hatte, seufzte ich. Es war ein erstaunlicher Anblick. Mit fast
10 Kilometer Länge war er der prachtvollste von allen Atlantischen Strukturen. Die
große, weiß schimmernde Pyramide war von einem weitläufigen Netzwerk aus
lichtdurchlässigen Kuppeln umgeben. Die Art und Weise, wie sich die Kuppeln mit der
Pyramide in ihrem Zentrum künstlerisch verbanden, erzeugte einen wunderschönen
Mandala-ähnlichen Effekt, wenn man aus der Luft direkt auf sie herabblickte. Es hat
mich immer wieder verblüfft und beeindruckt, allein schon durch sein Design, ganz zu
schweigen von der Tatsache, dass es das fortgeschrittenste Heilungszentrum war, das
die Welt je gekannt hatte.
Ich flog viel schneller als die zulässige Höchstgeschwindigkeit, die für Städte galt
(wegen des unvermeidlichen donnernden Lärms, der auftrat, wenn ein Transpondschiff
schneller als die Schallgeschwindigkeit flog). Aber da ich dies als einen „medizinischen
Notfall‰ ansah, hatte ich eine gute Entschuldigung – das redete ich mir zumindest ein.
Die Wahrheit war, ich liebte es, schnell zu fliegen, besonders in Canyons (natürliche
oder solche, die durch die Strukturen in einer großen Stadt entstanden sind). Und dieses
Mal könnte ich vermutlich damit davon kommen, auch wenn ich verfolgt würde. Doch
andererseits war Verfolgungsjagd ohnehin nicht wirklich eine Sorge. Nicht einmal ein
Belialisches Abfangschiff könnte mich jemals einholen – nicht nach den
Leistungsveränderungen, die ich vorgenommen hatte (insbesondere die Erweiterungen
der mentalen Steuerungskontrolle). Und selbst wenn ich gefasst werden sollte, hatte ich
politische Immunität, die mich vor solch trivialen rechtlichen Angelegenheiten schützte.
Innerhalb eines Augenblicks war ich über die Außenbezirke der Stadt hinweg, um am
wunderschönen Tempel in der Innenstadt anzukommen. {Anm. d. Übers.: bzgl. des “Temple Beautiful”, siehe
z. B. Reading 281-25} Ein Kinderspiel. Natürlich war das Parken eine andere Sache. Die
Parkplatzsituation brachte mich immer wieder dazu, dass ich mich „erzürnte‰ und
darüber vor mich hin schimpfte. Extreme Schmerzen zu haben und zu einem
Therapisten {im Orig. mit “Thera-Minister” bezeichnet} zu einer Untersuchung gehen zu müssen war
schon schlimm genug, was aber das Ganze noch verschlimmerte, war, dass ich kein
offenes Transschiffdock irgendwo in der Nähe dieses „großen Heilungszentrums‰ finden
konnte. Was nützt es, eine therapeutische Einrichtung zu haben, wenn jene, die sie
brauchen, nicht mal irgendwo Parken können, um dort hineinzukommen!? Ich stellte die
Steuerung so ein, dass ich auf 15 Kilometer stieg und umkreiste den Tempel, um mir
1
einen besseren Überblick über die Situation zu verschaffen. Oy Vav! {was so viel wie “Oh Mann”
Noch immer kein einziger Andockplatz in Sicht! Woran liegt es,
bedeutet; abgel. von Jod-He-Vav-He}
dass niemand ausreichend Andockschächte für die Menge an Verkehr, den sie haben,
zur Verfügung stellt? Na gut, nur eine weitere Sache zum Hinzufügen auf meine
„Nörgelliste‰. Wenn ich nicht am Entwurf und am Bau des Tempels beteiligt gewesen
wäre (einschließlich der Andockbereiche), würde ich noch mehr genervt sein!
Nachdem ich alle Ebenen dreimal umrundet hatte, gab ich auf und beschloss, am
öffentlichen Ladezonendock auszusteigen und einfach zum Diagnose- und
Heilungszentrum zu laufen. Ich landete mein Schiff, humpelte aus der Luke und
schickte es mittels Fernsteuerung los, um irgendwo über dem Tempel in eine per
Autopilot gesteuerte Schwebeform zu gehen.
Ja, dies schien sich zu einem klassischen Fall von „einer jener Tage‰ zu
entwickeln. Ich wusste es noch nicht, aber es war gerade der erste in einer langen Reihe
davon. Schon bald würden sie zu „einem jener Jahre‰ werden.
Isis hatte mich gewarnt, dass in diesem Monat und in den kommenden Monaten
viele Herausforderungen für mich in den Sternen geschrieben standen, aber bis heute
hatte ich es geschafft, bequem in der Verleugnung dessen zu leben. Ich bin nicht der
Typ, der wegen jedem kleinen Wehwehchen zu einem Therapisten rennt. Aber Schmerz
hat eine Art, dich zu einem Check-up zu überreden, die weitaus effektiver ist, als wenn
deine Frau dich zu überreden versucht. Vor allem wenn du dich bei deiner
morgendlichen Dusche vor Schmerzen krümmst.
Ich hatte unsere physischen Körper schon immer als absolut schmerzhaft
empfunden (in meinem Fall jetzt gerade wortwörtlich). Sie waren noch viel schlimmer,
wenn sie nicht ordnungsgemäß funktionierten oder in Zeiten von Krankheit. Es waren
Zeiten wie diese, wo ich mich nach den alten Tagen sehnte, als wir nicht so physikalisch
gebunden waren, nicht so verstrickt in diese langsamer schwingenden Bereiche der
Erdebene. Aber hier waren wir, steckten in physischen {körperlichen} Formen fest, die zu
dieser groben animalischen {tierischen} Ebene der Existenz passen.
Mein Körper hatte neulich „verrückt gespielt‰, aber ich schenkte dem keine große
Aufmerksamkeit, weil ich mich dem mittleren Lebensalter näherte und dachte, dass
gelegentliche Wehwehchen einfach dazugehören. Letzten Endes kann ein Mensch,
dessen körperliche Form 823 Mal die 4 Jahreszeiten vorübergehen sah, nicht erwarten,
sich die ganze Zeit wie ein Kind zu fühlen – vermute ich. Aber zur Hölle noch mal, ich
war nach wie vor ein „junger‰ 823er und war generell in gutem Zustand. Gewiss. Ich
sagte mir das einfach immer wieder selbst, als ich zu einer Komplettuntersuchung in den
Tempel hinkte.
Nach dem scheinbar erforderlichen unnötigen Warten in der Empfangshalle und
dem Zu-Ende-Lesen mehrerer Zeitschriften, für die ich keinen Bedarf oder Wunsch
hatte, sie zu lesen, wurde ich zu einem Behandlungsraum gewiesen. Es war eine sterile
Umgebung, man hatte aber Versuche unternommen, Farbe, Licht, Klang und Form
einzusetzen, um sie komfortabel und entspannend zu gestalten. Trotzdem war es nie für
jemanden entspannend, der aus medizinischen Gründen dort sein musste. Widerwillig
unterzog ich mich den Standardscans, dem Herumstochern und dem eher
„persönlichen Sondieren‰, das eine allgemeine körperliche Diagnose begleitet. Mein
Ganzkörperauragraph zeigte ein Energieflackern und eine Meridianblockade in meinem
Bauchbereich an. Der zuständige Therapist, Re-Te, war Arzt für Allgemeinmedizin und
ein Freund.
„Osirus, nachdem ich jetzt über deine Scans geschaut habe, schlage ich vor, du
veranlasst, dass ein Spezialist eine sofortige Komplettuntersuchung mit einer
Diagnosematrix an dir vornimmt.‰
„Warum Ret? Was denkst du, dass du siehst?‰
„Nun, ich sehe alle möglichen Dinge, aber das ist jetzt nicht wichtig, worüber wir
hier reden, ist, wie deine Scans aussehen.‰
„Wie bitte???‰
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„Entschuldige, nur ein bisschen Klinikhumor.‰
„Ein bisschen ist gut.‰
„Jetzt weißt du, warum ich in die Therapeutik gegangen bin und nicht zum Kabarett.
Jedenfalls weißt du jetzt, wen du sehen solltest. Und schieb es nicht hinaus.‰ Ich wusste
Bescheid. Ich nahm eine Transfermatte {im Orig. transmat} zum Westflügel und bemühte mich
bei meiner stets schwer erreichbaren Seelenverwandten, Sid-Ome, „um einen Termin‰.
Sie war zweifelsohne eine der besten Chirurgietherapisten in ganz Atlantis.
Bedauerlicherweise bedeutete das auch, dass sie eine der beschäftigtsten davon war.
Aber ich wusste, sie würde meine Scans sofort sehen wollen. Und zur Hölle noch mal,
es würde vermutlich der einzige Weg sein, wie es mir möglich wäre, sie den ganzen
Monat zu sehen.

Sidome
Neben ihrer Arbeit als Therapistin, war Sidome auch eine Höchste Mutter der
Kinder von dem Gesetz des Einem. Sie war mit großen Talenten des Herzens & des
Verstandes ausgestattet – ihre psychischen Kräfte waren oftmals erstaunlich, wenn es
um die Betreuung von anderen ging (dieselben Eigenschaften kamen auch bei ihrer
Arbeit als Therapistin zum Tragen). Ihre innere Schönheit stellte die Bereiche der Sinne
in den Schatten und machte sie so lieblich anzusehen wie die Erd-Mutter während ihrer
Frühlingszeiten. Und wie die Erd-Mutter kümmerte sich Sidome um alle Wesen und
ernährte sie im Namen von Yod, mit einem Mitgefühl und Auffassungsvermögen, das
selbst für eine Person von ihrer Stellung außergewöhnlich war. (Wie du vielleicht schon
erraten hast, mag ich sie ein bisschen mehr als nur ein bisschen).
„Siddy‰ und ich waren uns sehr nahe, jedoch sahen wir uns gegenseitig nicht sehr
oft. Sie und ich Teilten vor ungefähr 3 Jahren erstmals Wasser und gingen eine
Bindung ein (eigentlich, jetzt, da ich darüber nachdenke, könnte es auf den Tag genau
vor 3 Jahren gewesen sein). Jedenfalls vollzogen wir an diesem Tag auch die
Vereinigungsriten und wurden im Wesentlichen wie Ein Wesen (für immer, solange wir
nicht Trennung wählten). In vielerlei Hinsicht waren unsere Herzen und Gedanken jetzt
ein und dasselbe.
Uns war beiden bewusst, dass wir in früherer Zeit wie Eins waren und dass wir
uns gegenseitig brauchten, um so zu sein, wie wir einst waren, aber nichtsdestotrotz
fühlte ich mich noch immer sehr glücklich. Meine Bindung mit Sidome hatte mich in
vielerlei Hinsicht erweitert. Ich wusste, ich versorgte sie mit Dingen, die sie ebenfalls
wollte und brauchte, aber ich empfand immer eine besondere Wertschätzung für das,
was sie in mein Leben brachte.
Unsere Zusammenführung gab uns ebenfalls eine psychische Verbindung, die es
uns gestattete, gemeinsam viele Dinge gleichzeitig zu erfahren. Doch während unsere
unterbewussten Gedanken ständig synchron waren, machten die Lebensumstände die
Verbindung zwischen unseren bewussten Gedanken inkonsistent. Wir hatten ständig
getrennt zu funktionieren, um unsere individuellen Aufgaben zu erfüllen. Dies erforderte
das Fokussieren unserer Gedanken in unterschiedliche Richtungen, und während solcher
Perioden waren wir nicht in bewusstem Kontakt zueinander. Es schien, dass wir in
letzter Zeit mehr denn je bewusst getrennt waren. Daher war ich sehr erfreut, dass wir
uns einander sehen würden, selbst wenn es nur deshalb war, weil mein Körper aus dem
Lot war und sie mich nur „beruflich‰ sehen würde – und nur für ein paar Minuten.

3
Auf Meine Gesundheit
Sidome betrat leise die Heilungskammer und warf mir einen liebevollen, sexy
Blick zu. Wir sprachen kein Wort – wir brauchten das nicht – unsere Gedanken waren
eins. Aber auch wenn wir nicht mit Worten kommunizieren mussten, taten wir es oft,
einfach wegen des puren Genusses an der Kunst.
Sidome war gerade bei einem Patienten und war erst jetzt aus ihrem tiefsten
Heilungszustand herausgetreten. Sie zog es vor, direkt nach einer intensiven Heilungs-
sitzung schweigsam zu bleiben. Ich inspizierte sie, während sie mich als Patienten
inspizierte. Ihre großen katzenförmigen Augen hatten eine entrancierende {in Trance
versetzende} Eigenschaft. In sie hineinzublicken war, als würde man sich in einen
traumartigen Trancezustand versetzen und bei Morgengrauen auf den Horizont des
Atlantischen Meeres hinausstarren – hypnotische Strömungen von Blau und Grün, die
mit den goldfarbenen Reflexionen der früh aufgehenden Sonne glitzerten. Als sie sich
anschickte, mich in Scanposition zu bringen, konnte ich ihr außer zu lächeln, nicht
helfen – ihre Bewegungen flossen mit der Anmut eines Meditationstanzes, und es war
eine schiere Freude, ihr einfach zuzusehen, wie sie sich bewegte, während sie arbeitete.
Die Kristalle in der Matrix gaben ein wunderschönes, warmes Glühen ab,
während sie meinen Oberkörper gründlich analysierten. Sidome ließ den
Primärscannerkristall über meinen Körper laufen. Ich bemerkte, wie ihre Hand leicht
zitterte, wenn sie den Kristall in der Nähe meines Bauchnabels bewegte, als ob der
Kristall in ihrer Hand vibrierte. Plötzlich versetzte sie sich in einen analytischeren
Geisteszustand und brach das Schweigen.
„Dort sind sie‰, sagte sie, als sie es mit dem Scino-Kristall quer-abbildete. Sie
hatte die Stellen der bösartigen Tumore, die im Bereich meines Solarplexus
heranwuchsen, genau lokalisiert.
„Krebs?‰, fragte ich.
„Ja!‰, sagte sie strahlend.
Ich atmete erleichtert auf.
„Deshalb habe ich diese starken Schmerzen gehabt und mich in letzter Zeit so
müde gefühlt‰.
Sie sah mich angespannt an,
„Nur teilweise. Es ist da drin ziemlich verstimmt, doch die eigentliche Frage ist...
wie oder warum wurde es so verstimmt?...‰
Ich wusste, sie schalt mich dafür, weil ich meine physische Form in einen solchen
Zustand kommen ließ, und wegen des Geisteszustands der dazu führte. Als ich die
Wahrheit bei dem was sie sagte betrachtete, antwortete ich auf ihre Frage in meiner
besten satirischen Manier, „Nett, dich auch zu sehen, Siddy.‰.
Sie lächelte über meinen Kommentar, dann wurde aus dem Lächeln ein Blick von
besorgtem Schmerz.
„Wir leiden in letzter Zeit so viel mein Liebling – lass mich dir bei diesen Dingen,
die so schwer lasten helfen‰.
Sowohl sie als auch ich wussten, dass Tumore nur das Ergebnis von anderen
Problemen waren. Ich war in der letzten Zeit mental so aufgebracht und ich wusste, dass
dies zu meinem schlechten Gesundheitszustand beigetragen hatte. Ich litt, und das
zutiefst, doch es kam nicht von meiner Krankheit, und da gab es wirklich nichts, was
Sidome tun konnte, um mir zu helfen. Genau wie Toth es mir so viele Male erzählt
hatte, lag die Zukunft in meinen Händen. Aber da waren so viele Dinge falsch, und so
viele beunruhigende Anzeichen – und das war die eigentliche Ursache meines Leidens.
Sie alle fraßen sich in mich hinein – zerfetzten mich weit brutaler als allein die Tumore,
die sich in meinen Magen fraßen. Meine Erkrankung wurde zum Teil durch mein
Unbehagen verursacht.

4
Während Siddy an mir arbeitete, schwirrten die Dinge, die mich plagten wie ein
Tornado durch meinen Kopf. Da waren meine Sitzungen mit Toth, mit seinem
strengen, aber liebevollen Unterricht, der die Seele durch Feuer reinigte. Seine
Vorhersagen über das Schicksal, das Atlantis ereilen sollte, waren furchteinflößend. Und
zu sehen, wie die ersten seiner Vorhersagen eintraten, wie die tausenden von kleinen
Beben in Poseidia, hat die Wahrheit seiner Visionen verdeutlicht. Ich fing jetzt an, meine
eigenen Visionen über die künftigen Ereignisse zu haben, einschließlich der Endresultate
vom sozialen Verfall, der jedes Jahr schlimmer wurde. Ein Teil von mir hätte gerne
geglaubt, dass es alles nur psychotische Paranoia war, die von Toth und mir geteilt
wurde. Jedoch konnte ich der Tatsache nicht entkommen, dass es allzu real war, und
ich konnte nicht einen Moment lang damit aufhören, darüber nachzudenken.
Tief im Inneren war ich voller Furcht über diese schrecklichen Dinge, die sich bald
ereignen würden, und es fing an, meine Gesundheit zu beeinträchtigen. Aber der größte
Schaden für meine Gesundheit kam von meiner Vorahnung über die Rolle, die ich in
dieser großen Saga, die sich vor meinen Augen entfaltete, zu spielen hatte. Die
Belastung, mit all dem mental umzugehen, war größer, als meine physische Form es im
Augenblick verarbeiten konnte.
Der ferne Klang von SiddyÊs Stimme rief mich von meiner mentalen
Wanderschaft zurück.
„Willkommen zurück, Liebling. Na ja, wenigstens kann ich dir ein bisschen
physische Linderung geben. Sobald wir daheim wieder zusammenkommen, werde ich
dir auch noch ein paar andere Arten der Linderung anbieten.‰ Sie blickte mit einem
schiefen Lächeln auf mich, während ich als Antwort darauf meine Augenbrauen
hochzog. Sie setzte ihren Satz fort, ohne zu zögern, „Und sieh zu, dass du deine
Emotionen besänftigst und deinem Geist die dringend benötigte Ruhe verschaffst. Doch
fürs Erste habe ich die Schwingungssignatur vom gesunden Solarplexusgewebe deines
Körpers eingegrenzt‰, sagte sie, als sie einige der Kristalle in der Heilungsmatrix
platzierte. Sie zeigte auf den großen Kristall im Zentrum der Matrix. „Lass uns auf den
primären Verteilerkristall gemeinsam konzentrieren‰. Sie wollte, dass ich mich ihr bei
der Visualisierung anschließe und meine Energie der ihrigen hinzufüge, um dadurch die
Heilung zu beschleunigen und weiter zu stärken. Meine eigenen Fähigkeiten waren
gewachsen und hatten sich noch schneller entwickelt seit Groß-Meister Toth anfing,
mich durch den Grenzüberschreitungsprozess meines selbst-limitierten Bewusstseins zu
führen. Folglich, selbst wenn das Heilen eine von SidomeÊs Spezialisierungen war,
machte das Hinzufügen meiner individuellen Energie sowie die Effekte unseres Daseins
als vertraute „gleichgestimmte‰ Seelenverwandte, unsere kombinierten Kräfte weitaus
kraftvoller als die Energie, die sie separat handhabte. Die Wichtigkeit und volle Kraft
davon sollten in den Karten unserer Zukunft noch aufgedeckt werden. Sidome legte eine
Hand auf die Matrix und eine Hand über meinen Solarplexus. „Visualisiere es jetzt mit
mir‰, sagte sie, als sie sich über mich lehnte und anfing, die Energie durchzuleiten. Ihr
langes seidiges Haar fiel auf meinen Brustkorb – es fühlte sich weich und wohlig an ( –
und ziemlich erotisch). Ich fing an, Gedanken und Gefühle von anderen Energien zu
haben, und war nicht mehr auf unsere bevorstehende Aufgabe konzentriert. Sidome
unterbrach und sah mich mit einem „spielerisch verärgerten‰ Stirnrunzeln eindringlich
an.
„O sirus... du sollst das mit mir machen. Konzentrier dich jetzt‰.
„Tut mir leid, ich wurde abgelenkt. Ist ein Weilchen her, weißt du‰.
„Ich weiß, glaub mir, ich weiß schon. Aber jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt‰.
Ich sah, wie das Licht und die Farben tief in meinem Körper funkelten, um so die
Zellen mit der Universalen Lebenskraft zu verjüngen. Es hatte dieses „kribbelnde‰
Gefühl, das du bekommst, wenn ein Körperteil von dir, nachdem er eingeschlafen ist,
wieder aufwacht. Es war alles in allem irgendwie ein gutes Gefühl.

5
„Das warÊs!‰, sagte sie. „Normales Gewebe ist wieder hergestellt, du bist fertig –
raus mit dir und lass dich von mir hier drin nicht noch mal blicken – es sei denn, es ist,
um mich zu diesem Mittagessen abzuholen, das du mir vor zwei Wochen versprochen
hast.‰ Sie grinste mit einem niedlichen, halbscherzhaften Lächeln.
„Es tut mir leid, Siddy. Ich hab versucht, etwas Zeit einzuplanen, um dich zu
sehen, doch zwischen dem verrückten Terminplan, den diese seltsame Epidemie dir
auferlegt hat, und all den Meetings, an denen ich wegen der Arbeitskrise teilnehmen
musste, ... und ...in letzter Zeit hatte ich so viel im Kopf... die Meetings mit Toth, weißt
du?‰
Sidome wickelte ihre weiche, schlanke Hand um die meine, und ihr Gesicht
bekam diesen Ausdruck – dem von einer Mutter, die zärtlich ihr Kind tröstet, „Ich
verstehe Osirus, ich sprach gestern ebenfalls mit Toth. Aber besonders jetzt musst du
dich um dich selbst kümmern. Toth sagte, dass dir wichtige Dinge bevorstehen, die
viele andere beeinflussen werden. Er sagte, du musst dich auf einen ziemlichen Ruck
gefasst machen, der dich auf deine abschließende Initiation vorbereiten wird, und ich
spür es ebenfalls.‰
Das gab mir ein gutes Gefühl – sozusagen. Aber ich war etwas perplex und
besorgt, was das wohl bedeuten könnte.
„Ich werde ihn darüber fragen müssen. Aber wie auch immer, wie wärÊs, wenn
ich dich am Freitag nach deiner Schicht abhole, und du, ich und Isis verbringen das
Wochenende zusammen im Rückzugsort in Eden‰?
„Klingt toll. Wir haben alle eine Menge zu besprechen (ganz zu schweigen von
anderen Dingen, die zu tun sind). Du weißt, es ist heute drei Jahre her, dass wir
verbunden wurden.‰
„Ich weiß. Ich erinnere mich doch bekanntlich immer an so was.‰
„Oh gewiss, genauso wie du dich daran erinnert hast, die Juju-Pflanze {Entada rheedii –
afrikanisches Traumkraut} zu Hause in der Eingangshalle zu gießen, oder?‰
„Es ist nicht meine Schuld, dass sie einging, sie mochte bloß die Umgebung ohne
direkte Sonne in dem Raum nicht. OK, vielleicht hätte ein bisschen Wasser geholfen...
Doch ich habe keine Zeit mehr für so was Siddy.‰
„Ich weiß, Liebling. Ich scherze nur.‰
„Was sagst du dazu, wenn wir dieses Wochenende bei einer Wasserteilungs-
zeremonie unsere Bindungen noch mal eingehen?‰
„Das würde so schön sein, Osirus...‰ Sie driftete für einen Augenblick in
Glückseligkeit ab, dann fing sie sich und ging in einem Bewusstseinszustand über, der
teils Therapistin, teils Mutter und teils Geliebte war. „Doch bis dahin achte darauf, dass
du täglich 30 Minuten lang ein Farbklangbad in Gold # 3, mit einem Ton Cis nimmst,
sonst muss ich dir den Hintern versohlen!‰
„Ist das ein Versprechen?‰
Sie kniff mich und machte weiter, um ihren „kleinen Jungen‰ zu tadeln, ohne
dabei aus dem Takt zu kommen, „Und du musst täglich deine Verjüngungs-
visualisierungen machen!‰
„OK, OK.‰
„Und Stressmeditationen!‰ ermahnte sie mich ein letztes Mal, bevor sie aus der
Tür eilte, um ihren nächsten Patienten zu treffen.

6
Beobachten und Warten
Ich rief mein Transschiff über mein neues mentales Fernsteuerungssystem herbei,
es dauerte aber ein bisschen länger als sonst, um es zu mir zu bringen. Anstatt wie
üblich die internen Andockplätze mit schnellem Zugang zu nutzen, die jetzt überfüllt
waren, wurde mein Transschiff im Schwebezustand geparkt – festgemacht auf 5
Kilometern über der höchsten Spitze des Tempels. Auch all die zum Festmachen
vorgesehenen äußeren Plätze waren mit schwebenden Transschiffen bis hin zur 70.
Ebene voll. In Anbetracht des Verkehrs, der Tatsache, dass es nicht in einen internen
Abschnitt angedockt war, und den atmosphärischen Energieflussproblemen, die in
letzter Zeit alle Fernstromübertragungen geplagt hatten, konnte ich froh sein, wenn ich
mir kein Zimmer mieten und dort übernachten müsste. OK, also das war eine
Übertreibung – ich beschloss allerdings, während ich wartete, eine Tasse Koka zu
trinken. Der Verkehr und das Warten störten mich nicht wirklich, aber was mich
beunruhigt hat, war der Grund, warum der Verkehr so stark war. Es war nicht bloß
Zufall. Dort gab es so viel Verkehr, der sich auf den Parkplätzen des Heilungstempels
staute, weil es in letzter Zeit immer mehr körperliche Formstörungen gab, alles aufgrund
der Auswirkungen von so vielen Leuten, die nicht-im-Einklang waren mit dem Einem
und folglich mit sich selbst. Und die rasche Verbreitung dieser neuen
Immunschwächekrankheit war mit das Schlimmste von solchen Auswirkungen. Die
Gezeiten der Krankheit waren Bestandteil von den Gezeiten der Zeit. Und dies war noch
nichts. Das war erst der Anfang, und die Therapisten wurden von Patienten bereits
nahezu überrannt. Es waren nur weitere jener verdammten Zeichen der kommenden
Katastrophen. Während ich meinen Koka schlürfte, bewunderte ich die bemerkenswerte
Architektur des Tempels mit seinen weißen Wänden und Säulen auf weißem Alabaster.
Als das Stimulans mein Blut erreichte, wurde ich wacher und aufmerksamer, und meine
Erinnerung kehrte wieder zurück zu meinem letzten Besuch mit Toth.
„Osirus‰, sagte er, „Der Tag bricht über uns an. Jene von dem Einem müssen
sich ganz von den Söhnen der Belial trennen. Wir werden jenseits unseres einst
schönen Atlantis reisen und werden unter, aber getrennt von, den Söhnen der
Menschen leben. Dort werden wir unsere Aufgaben in Sachen Befreiung vollenden.
Lass die Belialians mit der Augenbinde ihrer Gier die Omen ignorieren – sie werden das
gleiche Schicksal erleiden wie das Land. Unser Schicksal ist nicht so.‰
Es fiel mir schwer, die Vorstellung, dass Atlantis wirklich zerstört werden würde -
und für immer verschwunden wäre - in meine Denkweise zu integrieren. Ich ging noch
immer durch den Schmerz des Loslassens. Des Loslassens von allem, was ich je
gekannt habe, Menschen, Orte, Erinnerungen, meine Heimat. Aber tief unten im Innern
wusste ich, es muss sein. Die massive Korruption und die Verachtung und Missachtung
der Einsheit mit dem Universalen Geist und des Befolgens von Universalem Gesetz, all
das lief darauf hinaus, sich zu rächen. Das Gesetz von Ursache & Wirkung würde uns
hart mit den Folgen unserer eigenen Handlungen treffen – in gewaltigem Ausmaß. Der
Punkt, an dem es kein Zurück mehr gab, war jetzt überschritten. Niemand konnte es
jetzt noch aufhalten. Die Katastrophen wurden somit in Stein gemeißelt. Die Erd-Mutter
selbst hatte keine andere Wahl als zu reagieren, und alles, was wir tun könnten, ist
beobachten, wie es kommt. Das Wetter wurde Jahr für Jahr immer seltsamer. Dürre
und Feuer waren die Erbschaft mancher Länder, Überflutung war das Los der anderen.
Wir konnten nur zuschauen, wie alles brannte und absoff. Die Atmosphäre veränderte
sich. Die Erde bebte. Vulkane spien ihre flüssigen Feuer, als ob sie auf unsere
Respektlosigkeit böse wären. Die Gesellschaft zerbröselte – die Wirtschaft befand sich
am Abgrund – du konntest dich nicht mehr umdrehen, ohne über den Tisch

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gezogen zu werden, entweder von den Business GmbHs oder auf eine direktere,
vielleicht ehrlichere Art – von manch einer verzweifelten Person, die mit einem
Todesstrahl auf deinen Kopf zielte. {A.d.Ü.: Bzgl. des Todesstrahls, siehe auch das Cayce Reading 262-39.} Jeder
war nervös. Jeder schien wirklich zu wissen, dass etwas schrecklich schief lief – manche
waren sich dessen bewusst – manche zogen es vor zu heucheln, und versteckten sich
vor der Kenntnis, doch tief in ihrem Inneren – könnte man sagen, wussten sie es
trotzdem. Selbst als ich in der Lounge saß, sah ich es überall um mich herum. Was für
ein Schlamassel.

Zwei Pfade
In Atlantis waren Religion und Politik ein und dasselbe. Die Macht war seit
Tausenden von Jahren in zwei Gruppen aufgeteilt, Die Kinder von dem Gesetz des
Einem, und die Söhne von Belial. {Anm. d. Übers.: Siehe dazu auch die Cayce Readings; wie bspw. Nr. 1792-2 im Buch “das
Atlantis-Geheimnis” auf Seite 79.} Und die zwei Philosophien und Lebensweisen könnten nicht
polarisierter, nicht gegenteiliger gewesen sein. In letzter Zeit hatte sich die Feindseligkeit
zwischen ihnen richtig aufgeheizt. In der Großen Halle argumentierten Vertreter von
Den Kindern von dem Gesetz des Einem (manchmal auch die Große Lichtbruderschaft
genannt), dass die Söhne von Belial (manchmal auch die „Dunkle Bruderschaft‰
genannt) die Quelle von all unseren Problemen waren. Sie wiesen darauf hin, dass der
Mangel an Mitgefühl und die extreme Gier der Belialians der Grund dafür waren, dass es
massive Arbeitsstreiks gab, die das Land lähmten, dass unsere Umwelt zerstört wurde
und dass es die sozialen Unruhen gab. Sie führten deren anhaltende Versklavung der
Animatauren als beitragende Ursache für die Arbeitskämpfe an und zeigten anhand von
Schaubildern auf, wie die bereitgestellten freien Arbeitsanimatauren die Standards für
alle senkten und einige ganz arbeitslos machten. {Anm. d. Übers.: Die Animatauren waren die damaligen Mensch-
Tierwesen; siehe bspw. das Edgar Cayce Reading # 364-10; Abs. 11} Sie verwiesen auch auf deren profitorientierte
Handhabung der natürlichen Ressourcen als den Hauptfaktor bei der ökologischen
Zerstörung der Erd-Mutter.
Die Söhne von Belial bestritten natürlich die Vorwürfe der Kinder von dem
Gesetz des Einem. Sie argumentierten, dass die von den Kindern vorhergesagten
Umweltzerstörungen übertrieben und unbegründet wären. Und dass es keinen Beweis
gäbe, dass es wirklich irgendein ernsthaftes Problem mit der Erd-Mutter gab. Beim
Versuch, den Spieß bezüglich der Arbeitsprobleme umzudrehen, behaupteten sie, dass
es die von dem Gesetz des Einem seien, die schuld wären an den sozialen Unruhen,
den Arbeitsstreiks und an den wirtschaftlichen Schwierigkeiten, in denen wir steckten.
Die Belialians beharrten darauf, dass die Seelen der Animatauren für immer verloren
wären und dass sie jetzt nur noch Tiere wären, nicht intelligent oder von „menschlicher‰
Gattung und deshalb nur genauso behandelt werden sollten wie jedes andere Lasttier.
Für die Kinder war das ein dürftiges Argument – in mehrfacher Hinsicht. Erstens,
selbst WENN sie nur Lasttiere waren, vertraten die Kinder nicht die Auffassung, Tiere
zu missbrauchen oder zu benutzen. Zweitens, die Kinder wussten, dass die Seelen der
Animatauren nicht „verloren‰ waren, und auch die Belialians wussten das. Sie waren
nun einmal unsere unglücklichen Brüder und Schwestern – diejenigen, die den Fehler
machten, dass sie zu tief in physische Materie eintauchten und halb tierische, halb
menschliche Formen annahmen, als wir erstmals auf der Ebene der Erde manifestierten.
Seit Jahrhunderten hatten Animatauren spezielle bewusstseinssteigernde und thera-
peutische Programme durchgemacht, die sie radikal „menschlicher‰ machten.
Zumindest „menschlich‰ in dem Sinne, dass es UNSEREM jetzigen entarteten Zustand
entspricht. Und vor Kurzem erzielten Verbesserungen bei den Programmen spannende

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Ergebnisse und hielten das Versprechen von vollständiger Bewusstseinsrückgewinnung.
Die Belialians sahen einfach darüber hinweg und weigerten sich, es zuzugeben – ihre
edle Macht und ihr Reichtum standen auf dem Spiel.
Neulich führten einige von dem Gesetz des Einem „Überfälle‰ durch, um die von
den Belialians kontrollierten Animatauren zu befreien – und nahmen sie mit zu
geheimen Tempeln, wo sie chirurgisch verändert wurden, um ihre tierischen Merkmale
in menschlichere umzuwandeln, und wo sie gleichzeitig beraten wurden im Bemühen,
ihr Bewusstsein zu erhöhen. Belialians sahen dies als kriminell an und sagten, wenn die
'Weichherzigen‰ aufhören würden, ihren privaten Besitz (die Animatauren) „zu stehlen‰
und aufhören würden, darauf zu beharren, ihnen freien Willen und Selbstbestimmung zu
erlauben, würden wir reichlich billige Arbeitskräfte und keine Rezession haben.

Wer Glaubst Du Dass Du Bist?


Seit über 300 Jahren waren sowohl ich als auch mein Bruder Sett, Mitglieder des
Hohen Rates, der die Kinder von dem Gesetz des Einem repräsentierte. Mein Bruder
hingegen war nicht so urteilsfähig wie ich, wenn es darum ging, unseren spirituellen
Pflichten gerecht zu werden. Er war ein professioneller Schlichter mit starken politischen
Ambitionen. Sett war bestens nach den Regeln der Schiedsgerichtslogik ausgebildet -
und dafür ausgebildet, angeblich „beide Seiten zu sehen‰, wenn es um Ansprüche
zwischen den Kindern und den Belialians ging. Er „sah die Belialische Seite‰ allerdings
ein bisschen zu gut, weil er Belialischen Lobbyisten seit vielen Jahren gestattet hatte (sie
„eingeladen‰ wäre eigentlich akkurater) ihn mit „Geschenken‰ zu „beeinflussen‰. Sie
wollten ihm sogar mit wilden tierisch-primitiven Orgien (für die er eine ziemliche
Vorliebe entwickelte) aus dem Konzept bringen. Von Sett wurde natürlich erwartet, die
„Gefälligkeiten‰ während der Schlichtungs- und Ratssitzungen zu erwidern. {Randbemerkung d.
Übers.: siehe dazu auch den Osirismythos}
SettÊs Nachgiebigkeiten trübten sein Empfindungsvermögen über die Streitpunkte
und ließen ihm die Abstimmung zu ihren Gunsten rational begründen. Und bei jedem
Votum, das er abgab, wo er seinem Gewissen den Rücken zukehrte, verdunkelte er ein
weiteres Stückchen von sich selbst. Zu SettÊs Leidwesen war ich beim Streitpunkt über
die Animatauren immer voller Leidenschaft. Wie alle bei den Kindern von dem Gesetz
des Einem, empfand ich Mitleid für ihre missliche Lage. Doch über die Jahre wurde ich
eher ein „Aktivist‰. Jetzt mit der Zufuhr von IsisÊ und SidomeÊs Essenz, hatte uns die
Stärke und die Kraft unserer Einsheit neue Energie gegeben, um sie in unseren
Aktivismus einzubringen – wir wurden zu dem, was die Belialians „terroristische
Radikale‰ nannten und was wir „Freiheitskämpfer‰ nannten. In letzter Zeit hatte ich
mich ziemlich verändert, und ich fühlte mich immer wohler in meiner Haut. Ich könnte
auch sagen, dass Dinge am Hochkommen waren, die mich zwingen würden,
Entscheidungen zu treffen – Entscheidungen, die mich klar gegen die mächtigsten
Belialischen Fraktionen aufbringen würden und die einen tieferen Keil zwischen Sett &
mich treiben würden. Aber ich war bereits früher Gefahr gegenübergestanden und das
war nicht der Zeitpunkt, um sich zurückzuhalten und den Pazifisten zu spielen. Die
Zeiten waren dafür viel zu ernst. Ich hatte bereits einige persönliche moralische
Selbstverpflichtungen gemacht. Ich hatte seit ein paar Jahren heimlich mit
Befreiungsaktionen für Animatauren weitergemacht und führte sie jetzt an. Doch bald
schon wusste ich, ich würde öffentlich Stellung beziehen müssen und auch beruflich.
Als ich mit meinem Getränk fertig war, hörte ich eine vertraute, jedoch
irritierende Stimme.
„Osirus! Hey, wie gehtÊs dir Kumpel?‰.
Es war Merek TÊ, einer von den Belialischen Top-Angestellten und ein
bedeutender Lobbyist.

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„Hey – wir werden heute AbendÙin Lu-JacÊs Haus Êne höllische Party feiern... Sett
wird dort sein, und ich könnte es für dich arrangieren, auch daran teilzunehmen, weißt
du – und könnte ein paar unserer Mädels dazu bewegen, dir ein paar neue Tricks
beizubringen... Wie wärÊs damit Osirus? Willst du kommen?‰
Die Belialians wollten meinen Kopf wieder mit ihrer Propaganda füllen, aber ich
war nicht in der Stimmung, um höflich zu sein. Ich wollte soeben gehen, um Toth noch
mal aufzusuchen. Sobald mir der Gedanke in den Sinn kam, war ich froh, den Klang
meines Piepsers zu hören, der losging und mir die Ankunft meines Transschiffs
signalisierte. Als ich zu den Türen hinaus sprintete, wurde ich noch einmal der Diplomat.
„Tut mir leid Merek – muss mich beeilen!‰.
„Aber Osirus....‰
Ich kletterte an Bord meines Schiffs und betrat den Cockpitraum. Noch bevor ich
mich hinsetzte, hatte ich den Primärantrieb warmlaufen lassen – ich hatte ihn, sobald ich
an Bord ging, mit meinem Verstand eingeschaltet, und setzte meine neue Erfindung ein,
die Transschiff-Gedankensteuerung.
Ich war in gewisser Hinsicht der Erfinder. Ich hatte eine Begabung für
angewandte Wissenschaftsmagie, um die mich die Söhne von Belial und ihre Business-
Korporationen immer beneidet haben. Ich werde mich stets daran erinnern, wie sie
meine Erkenntnisse auf dem Gebiet der Gehirnwellenübersetzung stahlen, sobald ich sie
veröffentlichte. Sie setzten es derart abscheulich ein – wie etwa um ihnen behilflich zu
sein, ihre Gedankenkontrolle über Animatauren aufrechtzuerhalten welche versuchten,
ihren freien Willen auszuüben. Nie wieder würde ich erlauben, dass so etwas passiert.
Von nun an würden meine Erfindungen geheim bleiben, angefangen bei meiner neuen
Transschiffgedankensteuerung. Ich hatte sie gerade in meinem Transschiff installiert und
war begierig darauf, sie auszuprobieren. Ich machte es, indem ich eine Schnittstelle
zwischen dem EEG-Decoder und dem Gehirnwellenübersetzer mit dem Computer
meines Schiffes verband. Theoretisch könnte ich die Computerfunktionen des ganzen
Schiffes kontrollieren, einschließlich der manuellen Eingabe oder der des Autopiloten,
nur durch Denken von dem, was ich tun wollte – der EEG-Decoder würde meine
Gehirnwellen lesen, die Muster decodieren, um sie den entsprechenden Wörtern
zuzuordnen, und sie automatisch in den Computer eingeben. Ich hatte es am Boden
mehrmals getestet. Doch heute war ich in einer Art „zur Hölle, was sollÊs...‰-Laune,
deshalb entschloss ich mich auf dem Weg zum Großen Tempel einen Testlauf zu
wagen. Ich lehnte mich zurück und befahl via Gedanken die Luke zu schließen {Luke.
schließen.}. Die Luke schloss sich langsam und verriegelte sich mit dem typischen
„Zisch‰-Klang einer Druckausgleichsschleuse selbst. Soweit ganz gut. {„Autopilot-
Computer – An‰}, der Computer leuchtete auf, - - - ORTSANGABE - - -, lautete die
Eingabeaufforderung. {„Großer Tempel‰} befehligte ich via Gedanken. Wir hoben
sofort ab und waren auf unserem Weg. Mein Experiment war ein Erfolg. So schien es
zumindest. Ich entschied mich zu einer ÂGedankenkommunikationÊ mit Isis, während ich
auf dem Weg zu Toth war. Doch als ich an Isis dachte, dachte ich gleichzeitig an zu
Hause. Sofort, als mir der Gedanke kam, ruckte das Schiff heftig herum, änderte abrupt
seinen Kurs in Richtung unseres Zuhauses (über das ich nur NACHDACHTE) und riss
mir dabei fast den Hals ab. Offensichtlich waren noch nicht alle Fehler im Programm
des Steuerungscomputers behoben. Meine Nerven waren durch den überraschenden
Kurswechsel so am Flattern, dass es mir schwer fiel, mich zu konzentrieren. Und wenn
dein Schiff auf 4000 Füßen fliegt {im Orig.: ‘4000 legs’, womit die Flughöhe in Feet gemeint ist}, unter der
Kontrolle eines gedankengesteuerten Computers, kannst du dir keinen Moment eines
Aussetzers bei der Konzentration leisten. Aber als Reaktion auf die radikale
Kursänderung hatte ich einen anderen Gedanken, welcher ein anderes Problem
erzeugte. Kaum hatte das Schiff seine hohe G-Kursänderung vollzogen, dachte ich mir
„Was zur Hölle war das? Brr!‰ Na ja, weißt du, „Brr‰ ist ein Slangausdruck für „Stopp‰,
und der Computer war nicht darauf programmiert, zwischen dem mentalen Befehl für
das Stoppen und irgendeinem Gedanken welcher nahe war, zu unterscheiden... und
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deshalb wurde bedauerlicherweise das Gehirnwellenmuster für den Gedanken „Brr‰ vom
Schiff als Muster zum „abrupten Stopp‰ erkannt. Das Schiff stoppte so abrupt, dass
meine physische Gestalt gegen den vorderen Anzeigebildschirm flog. Du hättest meinen
Körper irrtümlich für eine zerquetschte Riesen-Botho-Motte halten können, die auf das
vordere Sichtschild {im Orig.: ‘visi-shield’} geprallt war. Es hatte jedoch nicht ernsthaft wehgetan,
was ich allerdings für meine angewandte Wissenschaftsmagie-Würde nicht behaupten
konnte. Nachdem meine physische Gestalt vom Anzeigebildschirm heruntergeglitten
war, stellte ich den Computer des Schiffes wieder auf Tastatursteuerung zurück.
Es war für mich normalerweise erforderlich, dass ich bei der ÂGedankenkommu-
nikationÊ mit Isis einen sehr klaren Kopf hatte – wir konnten es nicht hinkriegen, wenn
wir angespannt oder aufgeregt waren. Die Adrenalen {Glandula adrenalis – Nebennieren} meines
Körpers pumpten durch dessen Aufprall auf den Bildschirm noch wie wild, sodass ich
beschloss, mich mit einer 10-minütigen Stressmeditation zu entspannen, bevor ich
versuchte, sie zu kontaktieren. Während ich meine normalen Adrenalinwerte
wiedererlangte, genoss ich es, mir ein paar Erinnerungen über Isis und mich noch
einmal vor Augen zu führen.
Isis hatte eine zierliche physische Form, aber sie war intensiv und sehr kraftvoll –
in vielerlei Hinsicht. Mein Körper hingegen war viel weiter von zierlich entfernt, als du
es dir vorstellen kannst – er war hoch, groß, schlank und kantig, gut proportioniert. Mit
einem vollen Meter Unterschied zwischen uns in der Höhe, und mit unserem ziemlich
auffälligen Äußeren, gaben wir einen tollen Anblick ab. Nach unseren physischen
Formen zu schließen, würdest du niemals vermuten, dass wir als Bruder und Schwester
geboren wurden. Als Isis ein Kind war, war ihr dunkelbraunes Haar mit silbernen
Strähnen gefärbt – ein Zeichen der Macht. Ihr Haar war inzwischen dauerhaft silbern
geworden – ein Zeichen des Alters (ich scherze nur Isis). Mein Haar dagegen war
eigentlich fast verschwunden – bis auf die langen silbernen Strähnen, die wie frisierte
Wasserfälle aus meinen Schläfen sprossen. Wie ich schon sagte – ein toller Anblick. In
IsisÊ Fall aber wären Intensität und Kraft bessere Beschreibungen von ihr als ihr
Aussehen.
Ich erinnere mich noch an IsisÊ erste politische Kundgebung. Es dauerte nicht
lange, bis der Menge ihr dynamisches Verhalten auf Anhieb bewusst wurde. Sie sprach
zu Tausenden von Studenten und debattierte dabei mit einem jungen Belialian –
„Wie kannst du nur deine Macht und das Horten deines Vermögens rechtfertigen,
wenn es aus dem Blut von Wesen kommt, die du missbrauchst und versklavst!? Da gibt
es jene, die deinetwegen kaum überleben! Da „leben‰ Kinder (wenn man es so nennen
kann) im Ödland voller Hunger, Krankheit und Tod! Deine gierigen, engstirnigen
Handlungen werden eines Tages dein eigenes Leid zur Folge haben.‰
Der junge Belialian sah sie finster an, während andere Belialians in der Menge
zischelten. Aber einer von ihnen ließ sich dazu hinreißen, über die bloße verbale
Missbilligung hinauszugehen – er bückte sich und hob einen großen schroffen Stein auf
und schleuderte ihn nach ihr, Isis streckte die Hand aus und machte eine kreisförmige
Bewegung, als ob sie ein Fenster sauberwischen würde. Augenblicklich kehrte der Stein
seinen Kurs um und schlug auf den Kopf des Idioten mit dem Echsen-Mundgeruch, der
ihn warf. Ich war beeindruckt, gelinde gesagt – erstaunt... in Ehrfurcht würden
vermutlich die besseren Worte sein, um es zu beschreiben. Ich fing an, in einen
traumartigen Trancezustand überzugehen, als ich die Ausstrahlung des Einem in ihr
beobachtete, und den Einem in all jenen in der Menge berührte, deren Seelen nicht an
die Finsternis verloren waren. Ich dachte mir, „Was für eine unglaubliche Frau. Und was
für eine unglaubliche Teamkollegin sie für jemanden abgeben würde.‰ Auf einmal hatte
ich eine Vision – eine „Durch-den-Schleier‰-Erinnerung an Isis. {Randbemerkung d. Übers.: Isis war lt.
Cayce Reading 5748-6 eine Tochter von Ra} Damals hatte ich erstmals realisiert, dass sie mehr als meine
Schwester war. Ich wusste, wir waren Seelenverwandte, und wir waren dazu bestimmt,
auf ewig zusammen zu sein.
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Isis war inzwischen die Allerhöchste Priesterin der Schwestern von den Kindern
von dem Gesetz des Einem geworden, und ihre Kraft bei den äußeren Ausdrucksformen
der Meta-Wissenschaftsmagie war im ganzen Land gut bekannt. Sie besaß nicht die
heilenden Fähigkeiten von Sidome, doch bei allen anderen Ausdrucksformen übertraf
sie sie. Ihr Erinnerungsvermögen war auch ziemlich verblüffend, sie zeichnete jedes
Detail von allem, mit dem sie jemals in Berührung war auf, und speicherte es.
{Randbemerkung d. Übers.: Die Cayce Readings besagen, dass die gesamte Historie einer jeden Seele seit Anbeginn der Schöpfung
aufgezeichnet wird. Siehe dazu die Readings zu den Akasha Aufzeichnungen (Buch des Lebens), wie bspw. 1650-1, 281-33, 2533-8; 2533-8; 294-
19} Ich habe oft mit ihr gescherzt, dass sie ein „sexy menschlicher Aktenschrank‰ sei. Isis
war immer in der Lage, wortgetreu meine Gedanken zu „lesen‰, ebenso konnte ich ihre
lesen. Und anders als bei meiner psychischen Verbindung mit Sidome, mussten unsere
Geister nicht gänzlich ruhig sein, um die Gedanken des anderen zu kennen. Unsere
Fähigkeiten waren fast genauso wie in den alten Tagen, als unsere Formen eher geistig
als körperlich waren. Toth & Re-sha, und Ra-Ta waren mit ihr die einzigen anderen
Wesen, von denen mir bewusst war, dass sie noch solch umfangreiche mentale
Fähigkeiten hatten, und die von Toth gingen weit über die von allen anderen hinaus.
{A.d.Ü.: Ra-Ta war ein Höchster Priester. Aus Cayce’s Readings geht hervor, dass er eine frühere Reinkarnation von Cayce war.}
Isis und ich hatten uns vor 440 Jahren verbunden. Es waren wunderbare und
erfüllende Jahre voller Wachstum und Liebe. Und jetzt, mit dem Hinzufügen von Siddy
zu unserer Essenz, wurde all das nur noch weiter verstärkt. Die Erweiterung war größer
denn je, und die Freude, die wir alle empfanden, war von einer neuen Art und fast
unbeschreiblich.
Sidome lernte Isis kennen, bevor sie mich kennenlernte. Sie lernten sich im
Tempel während einer von SidomeÊs Initiationen kennen. Die beiden wurden
augenblicklich Freunde und wurden unzertrennlich. Sie waren wie Zwillingsschwestern –
nicht, dass sich ihre körperlichen Formen wirklich so sehr ähnelten. Doch ihre
Ähnlichkeiten und sich ergänzenden Eigenschaften machten sie wie zwei Seiten von
derselben Münze. Und sie teilten alles. Eigentlich war es Isis, die mich mit Siddy bekannt
machte.
Ich erinnere mich noch so deutlich an den Tag, als wäre es erst wenige
Augenblicke her. Isis kannte Siddy erst seit ein paar Tagen, und ich war gerade erst
durch die wenigen kurzen Gedankenwechsel, die ich in dieser Woche mit Isis hatte, auf
sie aufmerksam geworden. Wie auch immer, Siddy hat Isis in unserem Haus in Eden
besucht. Ich war in der Bibliothek am Aufzeichnen von Chroniken, als die beiden durch
die Tür kamen, als würde das Haus in Flammen stehen. Ich wusste, es musste wichtig
sein, denn Isis würde mich normalerweise während des Aufzeichnens nicht stören. Und
ich vermutete, es musste etwas mit Sidome zu tun haben, sonst würde Isis sie nicht
mitgebracht haben. Ich unterbrach sogleich und schaute zu ihnen auf, in Erwartung der
schweren Nachricht, die so offensichtlich bevorstand. Zuerst standen sie nur still da und
warfen sich hin und wieder einander einen Blick zu – sie sahen aus wie kleine Kinder,
die sich darauf vorbereiten einen Streich auszuführen. Dann brach Isis schlussendlich
das Schweigen.
„Osirus, als ich und Sidome uns näherkamen – hat es sich gezeigt, dass wir von
der gleichen ursprünglichen Seelen-Essenz sind – einst waren wir ein Wesen innerhalb
des Einem. Es wird jetzt Zeit, dass wir die Rückreise beginnen und mit ihr die Bindung
eingehen. Wir möchten dies heute Abend tun.‰
Sie sprach mit dem Manierismus einer Hohepriesterin und war dabei todernst.
„Ich nehme an, du willst mir sagen, dass du denkst, dass diese Frau eine
Seelenverwandte von uns ist?‰
„Ja, und wir möchten Wasser teilen und die Bindung eingehen. Willst du das
heute Abend auch tun?‰

12
„Heute Abend? Heute Abend? Isis, dies ist kein Tempel. Heute Nacht oder
heute Abend wird es schon gehen.‰
„Entschuldige Osirus, es ist nur so, dass das hier sehr wichtig und sehr heilig ist.‰
Isis hatte auch diese Tempel-„Miene‰ aufgesetzt. Sie wusste einfach, dass sie
recht hatte und das warÊs dann. Und daher wusste sie, dass auch ich wissen würde, dass
sie recht hatte. Und das wusste ich natürlich. Aber obgleich ich ihren intuitiven Beitrag
respektierte und schätzte, und ihrem Urteilsvermögen in den meisten Angelegenheiten
vertraute, konnte ich einfach nicht widerstehen, sie zu necken, wenn sie so ernst war.
Ich blickte sie streng an und sagte, „Diese Stunde ist nicht geeignet, um solche Dinge
heute Abend zu konsumieren.‰
Isis schaute perplex. Dann stieg eine kräftige rote Energie um ihren Kopf und um
ihre Schultern herum auf. {A. d. Ü.: Bzgl. der Energie, siehe dazu Edgar Cayce’s Abhandlung über die Bedeutung der Farben.}
„Ich hab mir nur einen Spaß mit dir erlaubt Isis, versenge dir nicht die
Augenbrauen.‰
Isis & ich sprachen die ganze Zeit, Siddy lächelte schüchtern und streifte
abwechselnd mit ihrem Blick zwischen mir und dem Boden.
„Und, Isis, erlaubst du, dass ich ihr zuerst in die Augen sehe, bevor ich eine ewige
Verpflichtung eingehe?‰
Isis lächelte und nickte zustimmend. Ich stand auf und ging rüber zu Sidome, und
schaute ihr lange und tief in die Augen. Bilder erfüllten meinen Verstand. Ich sah, wer
sie wirklich war und wer sie gewesen ist. Danach wusste ich sofort, wie Isis bereits, dass
sie zu uns gehörte. Obwohl ich Sidome noch nicht lange gekannt hatte (zumindest in
diesem Zeit-Raum), wusste auch ich intuitiv, dass es richtig war. Immer noch in
SidomeÊs Augen schauend, sprach ich leise und bedächtig, „Natürlich will ich Wasser
mit dir teilen. Und die Bindung eingehen. Es wäre mir eine Ehre.‰ Und so geschah es.
Später, in der Wanne vom Wasser des Lebens, machte Isis noch einen anderen
Vorschlag. „Ich habe in den letzten paar Tagen SiddyÊs ganze Zeit in Anspruch
genommen. Warum macht ihr zwei nicht für ein paar Tage einen Ausflug an die
Lemurischen Küstenspitzen?‰
Sidome sprach zum ersten Mal an diesem Abend, „Klingt gut für mich!‰
Ich rief dazwischen und tat so, als sei ich entrüstet, „Hey, dürfte ich vielleicht auch
ein Wort dazu sagen?‰.
„Oh fang nicht wieder damit an, Osirus.‰ Scherzte Isis liebevoll.
Wir lachten alle. In der darauffolgenden Woche lernten Siddy und ich uns dann so
richtig kennen und konnten feststellen, wie richtig IsisÊ erster Instinkt war. Wir gehörten
alle zusammen.
Mein Transschiff kündigte an, dass wir soeben die Küste von Alta überquerten,
was mein sentimentales Tagträumen beendete. Ich würde jetzt bald zu Hause sein. Ich
beschloss meine Gedankenkommunikation mit Isis einzuleiten, also „rief‰ ich sie an. Als
Isis antwortete, erschien ihr Bild vor meinem geistigen Auge.
{{Hallo, Liebling. Hast du aufgehört, mit dem Transschiff zu spielen?}}, dachte sie.
{{Ja, Isis. Ich nehme an, du hast wieder meinen Kristallkugel-Fernbetrachter
verwendet, um nach mir zu sehen.}}
{{Na ja, du hast mich gebeten, eine Diagnose drüber laufen zu lassen Darling,
und ich dachte gerade zufällig an dich, während ich ihn testete und⁄}}
{{Und es erschien darin und du hast meinen Testlauf von meiner
Transschiffgedankensteuerung gesehen. Mensch, du testest diesen Kristall aber häufig,
nicht wahr? Eigentlich war ich gerade auf dem Weg zum Großen Tempel, um Vater zu
sehen, daher dachte ich, dass ich dich anrufen sollte, um dich wissen zu lassen, was ich
mache – als wenn du das nicht wüsstest.}}
{{Na ja, du solltest mit diesen Erfindungen von dir vorsichtiger sein, du könntest
dich verletzen!}}
{{Tja. Also ich denke, ich sollte jetzt zumindest für den Testpiloten-Rentenfond
qualifiziert sein.}}
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{{Zur Hölle mit dem Rentenfond, dir könnte so manches beträchtliche Kleingeld
durch die Lappen gehen, wenn du dich im Inneren eines Transschiffs selbst so herum
schüttelst. Und was ist, wenn dich jemand sieht. Du könntest erreichen, dass alle
Initiierten des 32sten Grades Flugverbot bekommen oder⁄}}
{{Sehr lustig, aber du solltest dir deine wertvollsten Witze besser für die
Amateurnacht in der Tempel-Lounge aufheben. {Anm. d. Übers.: Mit Amateurnacht ist eine Unterhaltungs-
veranstaltung mit Laiendarstellern gemeint; oft im Wettbewerb um Preise.} Bevor ich es vergesse, weshalb ich anrief,
Siddy wird das Wochenende zu Hause verbringen können.}}
{{Oh gut, sie war in letzter Zeit so beschäftigt, dass wir sie fast nie sahen. Ich
habe sie so vermisst, besonders in den letzten Tagen. Wir können dieses Wochenende
alle gemeinsam Wasser teilen!}}
{{Klingt gut für mich! Ich werde sie Freitagnachmittag abholen.}}
{{Es verlief im Heilungstempel gut?}} Isis halb-fragend, halb-erzählend zu mir.
{{Gut. Nur einige Tumore, die Siddy mit ihrer Handbewegung erledigt hat,
verstehst du?}}
{{Das ist gut. Wie war dein Getränk?}}
{{Isis... Verschon mich!}} Wir lachten mental miteinander.
Ich hatte ein merkwürdiges Gefühl und beschloss, dem mit einer Frage
nachzugehen.
{{Wie ist es bei dir heute gelaufen, Isis?}}
{{Gut, aber es gab eine seltsame Nachricht von Keph. Er sagte, er hat einige
Informationen ausgegraben, die du umgehend hören müsstest, aber er könne auf keiner
Kommunikationsleitung darüber reden, abgesichert oder nicht. Er sagte, er würde später
anrufen, um dir zu sagen, wo er zu treffen ist.}}
{{Das klingt seltsam. Ein bisschen nach Mantel und Degen Drama, hä?}}
{{Keph sieht zu viel Visicom, weißt du}}
{{Stimmt – aber mir schwant da etwas – etwas weniger Gutes – vielleicht sollte
ich doch besser nach Hause fliegen (Ich erschauderte für eine Sekunde, als ich sagte
„nach Hause‰ – und erinnerte mich an das vorherige abrupte Manöver des Schiffes). Ich
kann mich später mit Toth treffen}}.
{{Was immer du für das Beste hältst. Hast du Hunger? Ich habe einen schönen
Lebenssalat zubereitet und ein herrliches 7-Korn/7chakragizer Brot gemacht – klingt
das gut?}} {Anm. d. Übers.: Lebenssalat ist Salat aus Gemüse, das unmittelbar zuvor von Hand gepflückt/geerntet wurde. Das Wort
“Chakragizer” ist zusammengesetzt aus den Worten Chakra und (Ener)gizer}
{{Lecker! Wir sehen uns dann in ein paar Wochen, Isis.}}
{{Was meinst du damit!?}}
{{Vergiss es. Tschüss, meine Liebe.}}
Keph war manchmal überaus reizbar und dramaturgisch. Er war ein Moderator
bei den lokalen Nachrichten, er hielt sich aber für einen Enthüllungsreporter. Zuletzt war
er sehr engagiert bei Umweltbelangen. Das letzte Mal, als er „auf der Stelle mit mir
sprechen musste!‰, war über eine Story, bei der es um die Zerstörung der blauen
Kartoffelfrüchte durch zu viel Regen ging. Aber er war im Großen und Ganzen ein guter
Kerl. Ich liebte Keph wie einen nahestehenden Bruder. Wir waren miteinander durch
das Ersttraining gegangen und durch die ersten 10 Initiationen der Bruderschaft. Aber
meine Weiterentwicklungen beschleunigten sich nach der Bindung mit Isis, und ich bin
in den Initiationsstufen seitdem weit vor ihm gewesen. Aber nichtsdestotrotz sind wir
Assoziierte des ersten Grades geblieben und würden alles füreinander tun. Wir waren
beide ebenfalls Mitglieder des Untergrunds, und wir waren zusammen auf vielen
Animataur-Befreiungsmissionen gewesen. Da hat es mehr als eine Gelegenheit gegeben,
bei der einer von uns letztendlich dem anderen den Hintern rettete.
{Anm. des Übers.: Hinsichtlich der Abenteuer unseres Helden in diesem Roman, siehe dazu auch folgenden Link: “Die Reise des Helden”.}

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„DAS ANKOMMEN⁄ZUHAUSE‰.
Mein Schiff alarmierte mich, dass wir im Endanflug auf Zuhause waren. Die
Parkplatzkuppel nahm unsere Anwesenheit wahr, und ihre Tore taten sich langsam auf
und bereiteten sich darauf vor, um uns wie ein riesiges mechanisches Monster in ihren
dunklen unterirdischen Kammern zu verschlingen. Das schlechte Gefühl, das ich
bekommen hatte, als Isis mir von Keph erzählte, quälte mich noch immer. Als ich in die
Parkplatzkuppel hinabsank, gingen die Lichter an und verdrängten die Schatten der
Parkschächte, aber nicht den Schatten, der auf meinen Emotionen lastete. Als sich die
Tür des Transschiffs öffnete, verstärkte sich mein ungutes Gefühl – zu einem
bauchzerreißenden Gefühl. Mein Solar-Plexus pulsierte, und ich wusste, es kam nicht
von der Heilung, der ich mich gerade unterzogen hatte – etwas stimmte nicht. Ich war
in Alarmbereitschaft, als ich das Schiff verließ und durch den Zugang ging, und auf die
Transfermatte des Tunnels trat, der zum Haus führte. Als ich im Innenhof ankam, kam
mir Isis rennend entgegen. Ihre Aura war stark zerrissen und ihre Augen schienen sich
an mir festzuklammern. „Was ist los?‰, sagte ich ängstlich. „Es geht um Keph...Ich
bekam gerade einen Anruf... Seine physische Form wurde zerstört...‰
„Wie?! Wer hat das gesagt?‰
„Die Tempelwächter erzählten es mir... Er wurde mit einer Art Todesstrahl-Waffe
angegriffen...sie sagten, da ist nicht viel von ihm übrig.‰

15
KAPITEL ZWEI
Mir Obliegt das zu Wissen
KephÊs Tod untermauerte überdies meine Bedenken darüber, was auf Atlantis
zukam. Ich wusste, es war nur sein Körper, der starb, und dass er immer noch in
anderen Bereichen des Schwingungsspektrums existierte, aber jene Bereiche waren für
mich nicht zugänglich, während ich in der physischen Form lebte. Also in praktischer
Hinsicht war er für mich weg. Und meine Trauer kannte gewiss keinen Unterschied. Ich
wünschte, ich wäre jenseits des Physischen, damit ich ihn noch einmal sehen und ihm
erzählen könnte, wie ich empfinde. Aber trotz all meiner Kräfte und Fähigkeiten konnte
ich nicht bewusst in beiden Bereichen gleichzeitig sein. Es würde einen ganzen Tag
dauern, bis man genügend erhöht ist, um seine Ebene zu erreichen. Vielleicht würde ich
bald die Zeit haben, jenseits des Schleiers zu gehen, und ihm noch einmal begegnen.
Aber ich hatte fürs erste zu viele Dinge, die ich im Physischen erledigen musste. {Anm. d.
Übers.: Bzgl. der anderen Bereiche im Schwingungsspektrum siehe z. B. das Edgar Cayce Reading # 294-19}
Es schien, als ob die Tränen nie aufhören würden. Aber die Flut, die aus meinen
Augen entsprang, war nichts im Vergleich zu dem Angstgefühl, das mein Herz
überschwemmte. Eine Million Gedanken schienen mir durch den Kopf zu gehen – so
schnell, dass es mich schwindlig machte. Ich musste mich konzentrieren. So viele
Empfindungen... so viele Fragen... Isis gab mir eine liebevolle Umarmung.
„Komm mit rein, Osirus.‰
„Aber nur kurz, Isis... ich benötige etwas, und dann muss ich Toth aufsuchen.‰
„Du solltest zuerst eine Stressentlastung machen.‰
„Aber er könnte ein paar Antworten haben. Er weiß vermutlich mehr darüber,
warum sich diese Sache ereignet hat. Ich muss zu ihm gehen... Ich hab so ein Gefühl,
dass dies etwas anderes nach sich zieht... dass ich irgendwas tun muss... Sidome
erzählte mir vorhin einige Dinge... Ich werde es dir später erzählen... Ich muss mich jetzt
gerade nur konzentrieren.‰
„So sei es, mein Liebling. Geh und such Toth auf. Aber sei vorsichtig, denn
KephÊs Ermordung hatte wahrscheinlich etwas mit einer Story zu tun, an der er
gearbeitet hat – oder mit was auch immer das war, was er dir persönlich erzählen
wollte. Wer auch immer ihn getötet hat, weiß vielleicht, dass er versucht hat, dich zu
kontaktieren, und könnte denken, dass er das bereits getan hat.‰
„Du sagtest, die Wächter glaubten, es war ein professioneller Mord. Nur
Vollstrecker von der Belialischen Security Agency {vglb. mit einer Sicherheitsbehörde} könnten so
etwas einem Wesen wie Keph antun. Und wenn die BSA dahinter steckt – werden sie
wahrscheinlich durch das Zurückverfolgen der Kommunikationsaufzeichnungen wissen,
dass er hier anrief... und wenn sie es wissen, werden sie versuchen jeden zu
„neutralisieren‰, der auch nur geringfügig mit unserem Haushalt in Verbindung steht.
Sie könnten sogar wissen, dass er speziell mit dir sprach, Isis. Schalte die
Hausverteidigungsanlagen ein, bitte die Delfine Ausschau zu halten, und bleib auf der
Hut.‰
„Mach dir keine Sorgen um mich, Liebster. Jeder, der hier mit scheußlichen
Absichten hereinkommt, den wird das gleiche Schicksal treffen, das sie für mich
beabsichtigt haben. Erinnerst du dich an mein ÂSpiegel-des-LichtsÊ-Feld? Ich kann das
um mich herum sofort visualisieren, und jeder Angriff wird mit einer Kraft- und
Energiesignatur zurückreflektiert, der das Spiegelbild von dem ist, was auf mich
abgeschossen wurde.‰
Für einen Moment vergaß ich, wozu Isis in der Lage war. „Ich weiß, du kannst auf
dich selbst aufpassen, ich schätze, ich denke gerade über zu viele andere Dinge nach...
oder nicht genug nach.‰

16
„Ist schon gut, Osirus. Du brauchst nur etwas Zeit. Und du passt besser auf dich
selbst auf. Vergiss nicht, du bist ebenso zu diesem kleinen Energiespiegeltrick fähig wie
ich, und zu mehr als das. Und du solltest besser bereit sein, ihn einzusetzen, wenn es
um die BSA geht.‰
„Es sieht so aus, als ob ich das vielleicht muss. Ich habe auch noch ein paar
andere Tricks in meinem Ärmel. Du weißt ja, nicht alle meine Sitzungen mit Vater
waren nur über die Philosophie.‰
Wir gingen in mein Arbeitszimmer, und als ich mich dem Bücherregal an der
Ostwand näherte, faltete ich meine Hände und machte die Lichtpyramidengeste. Das
Bücherregal glitt langsam auf und enthüllte einen verborgenen Raum, der meine
Sammlung von Partikelstrahl- und Laserwaffen enthielt. Ich suchte mir ein kleines, aber
leistungsfähiges Strahlengerät aus, das ich in meiner Tasche tragen konnte.
„Aber manchmal muss man Feuer auch mit Feuer bekämpfen. Also mach dir
keine Sorgen um mich, ich bin seit ich gelandet bin in Alarmbereitschaft und bin mental
auf Ärger vorbereitet – und ich habe nie gezögert zu handeln, wenn ich angegriffen
wurde. Ich bin eher um dich besorgt. Ich werde versuchen, soweit ich kann, mit dir in
mentalem Kontakt zu bleiben, aber...‰
„Ich weiß Darling. Es wäre mir aber lieber, wenn du auf das achten würdest, was
du tust, anstatt mir deine Aufmerksamkeit zu widmen.‰
„Wir sehen uns nach meiner Sitzung.‰
Als ich in Richtung Tunnelzugang eilte, um zum Schiff zurückzukehren, fasste Isis
meinen Arm und drehte mich herum. Sie schaute mir in die Augen und gab mir einen
Kuss, der einen Belialischen Pit-Dancer {eine Art Go-go-Tänzerin in einem Spielcasino} zum Erröten
gebracht hätte. Sie gab mir allerdings nicht nur einen wilden Kuss – sie hatte
irgendetwas vor. Im Denken, sie sei „ach, so klug‰ – fuhr sie mir insgeheim mit ihrer
Hand über die Stirn. Mein Kopf bekam eine „verschwommene‰ Empfindung. Die
erstaunliche kleine Heimlichtuerin tat etwas von ihrem „Zeug‰ auf mich, während sie
mich gleichzeitig küsste! Plötzlich fühlte ich mich ruhiger, mehr zentriert. Sie blickte mir
tief in die Augen und schickte mich dann mit einem Klaps auf den Po auf meinem Weg.
Ich stellte den Autopiloten wieder neu auf den Großen Tempel ein – mir war
aber nicht zum Weiterfliegen zumute. Es war wichtig, dass ich gerade jetzt vorsichtig
handle. Ich musste sorgfältiger überlegen als je zuvor und hatte keinen Spielraum, mir
die Zeit zu nehmen, angemessen um Keph zu trauern. Ich musste meine Gedanken
zusammenhalten und sie weiterhin in konstruktive Kanäle lenken. Was hatte Keph
entdeckt, das so wichtig war, dass jemand seinen Tod wollte? Was war...? Es machte im
Moment keinen Sinn, Vermutungen anzustellen... Ich könnte auch warten, um zu hören
was Toth darüber zu sagen hat, und von da aus anfangen. Er würde mehr darüber
wissen als jeder andere und wüsste, wie man hier am besten vorgehen sollte.
Ich entschied mich, bis zur Ankunft am Großen Tempel eine Stress-Meditation zu
machen. Ich schaltete mein Meditationsbesinnungsgerät {im Orig.: medimind unit} ein und stellte
es so ein, dass die Hirnfrequenzen von meinem gegenwärtig reichlichen Beta-Zustand
allmählich auf Alpha-Theta Zustand verlangsamt wurden. Ich gab für das Meditations-
besinnungsgerät einen Befehl ein, damit es sich automatisch abschaltet, wenn wir die
Tempelgrenze erreichten. Bald schon manövrierten mich die beruhigenden
Energiewellen vorsichtig in einen tiefen, geistesklaren Kontemplationszustand hinein.
{A.d.Ü.: Kontemplation ist abgeleitet vom lat. contemplari: anschauen, betrachten}
Meine Gedanken gingen unmittelbar zu Toth.
Der vollständige Geburts- (und Alias-) Name des Großmeisters war Hermes
Trismegistos Thoth. In seiner Gegenwart hingegen, nannte ich ihn normalerweise
Vater, und bezeichnete ihn als Meister, aber in der Öffentlichkeit bezeichnete ich ihn als
Toth, Megustis oder Megus. {Anm. d. Übers.: Siehe dazu auch die Hermetischen Schriften, wie auch die Smaragdtafeln von
Thoth. In einer späteren Inkarnation (seiner letzten) war er lt. Cayce Readings, wie z. B. 281-10, 364-7, bekannt als Jesus.} Und die

17
Belialians hatten ebenfalls ein paar besonders farbenfrohe Namen für ihn. Aber wie
auch immer du ihn nennst, er ist ohne Zweifel das weiseste, das mächtigste und am
wichtigsten – das fürsorglichste Wesen auf Erden. Aber in den Tagen, bevor ich sein
Schüler wurde, fand ich ihn höchst beängstigend. Seine Intensität ist so groß, dass ich
üblicherweise innerlich erzitterte, wenn er sprach – und wenn er seine Stimme erhob,
vibrierte einem buchstäblich der Solarplexus! Und er kann so ernst sein – Isis ist im
Vergleich dazu ein Bühnenkomiker – er ist definitiv nicht der Kerl, den du zu einer Party
mitbringst, die du ein bisschen beleben willst. Aber wenn du darüber nachdenkst, ist
Komödie nur von Belang, weil es so viel Leid auf der Erde gibt, und die Präsenz von
Toth hier galt nicht den Zweck, eine Komödie zu uns zu bringen, um unseren Schmerz
ein bisschen zu lindern – der Grund seiner Anwesenheit hier galt dem Eliminieren des
Leids, indem er uns von der Gebundenheit befreite, die durch unsere Abtrennung von
dem Einem herbeigeführt wurde. TothÊs Größe war weit und breit anerkannt, und seine
Stellung als Anführer der Kinder von dem Gesetz des Einem war nicht gewählt, sie war
es einfach – und jedes bisschen davon war völlig verdient.
TothÊs physische Form reflektierte seine Intensität. Genau wie ich ist er ziemlich
groß und ragt über die meisten Leute empor. Seine strahlend blauen Augen sind
eingerahmt in einem Behang von langem rotbraunen Haar und Bart. Du wusstest, wenn
er dich ansah, dass du für ihn ziemlich transparent warst. Nichts konnte vor ihm
verborgen oder ihm vorgetäuscht werden. Er konnte ziemlich einschüchternd sein für
jemanden, der ihn nicht gut kannte. Hatte aber derlei Freundlichkeit und Mitgefühl.
Darin war ihm keiner ebenbürtig, auch nicht bei seiner Aufrechterhaltung seines
Bewusstseins. Keiner sah die Dinge objektiver – die Dinge von den Höhen aus sehend
und vom allumfassenden Blickwinkel des Einem. Er war wahrlich mein Ideal, und mit
viel Nachahmung, harter Arbeit und Zeit hatte ich die Leiter der Initiation erklommen,
um einer seiner fortgeschrittensten Schüler zu werden. Ich war nur noch eine
abschließende Initiation davon entfernt, um genau dort mit ihm zu sein.
Als sich mein Schiff dem Tempel näherte, schaltete sich das Meditations-
besinnungsgerät abrupt aus und beendete seinen entspannenden Einfluss auf meine
Gehirnwellen. Meine Gedanken wandten sich dem grün aufblinkenden Landeindikator
zu, als ich zu den vertrauten Gefühlen meines normalen „Wach‰-Bewusstseins
zurückkehrte. Zur vollen Aufmerksamkeit zurück-„streckend‰, erinnerte ich mich daran,
was ich tat. Ich musste an der Schwelle des Großen Tempels angekommen sein. Kaum
hatte ich das festgestellt, machte das Schiff auch schon seine Durchsage,
„ANKUNFT...GROSSER TEMPEL - - - ÜBERNAHME DER STEUERLEITSYSTEME
DURCH DIE TEMPEL-BODENKONTROLLE‰. Die Tempelwächter hatten die
Computerkontrolle meines Schiffs übernommen und leiteten mich zum Ostschacht des
Tempels – TothÊs Wohnquartier. Auch wenn ich nicht in bester Laune war, so erfüllte
mich der Anblick der 600 Meter hohen, gleißend weißen Pyramide doch wie immer mit
Ehrfurcht.
Drei Wächter empfingen mich an der Luke, einschließlich des obersten
Wächters, En-Gel. „Meister Toth erwartet eure Anwesenheit.‰ Sagte Engel in
hastigem Ton. Wir betraten die große Galerie durch einen Geheimgang, von dem ich
gar nicht geahnt hatte, dass er existierte, und passierten den Eingang zur Halle der
Initiation. Auf halbem Weg nach dort, was ich für das Ende des Gangs hielt (von dem
was ich sehen konnte), blieb Engel stehen und sagte in seinem feierlichsten Ton „Ihr
dürft ab hier alleine gehen.‰.
„Ich wünsche euch ebenfalls einen angenehmen Tag!‰, sagte ich mit so einer Art
halb-scherzendem/halb-verwundertem Blick. Der Pfad endete nicht dort, wo ich dachte,

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dass er es würde. Er war mit Spiegeln versehen – seltsam geformte Spiegel, die
verzerrte Bilder zurücksandten – manche erweiternd – manche schmälernd. Ich fühlte
mich schwindlig und begann mich zu fühlen, als könne ich nicht mehr länger sagen,
welche Bilder real waren und welche Illusionen waren. Dann erinnerte ich mich an mein
letztes Gespräch mit Toth und realisierte, dass sie alle Illusionen waren. Genau in
diesem Moment schob sich einer der Spiegel auf – der Pfad hatte mich direkt zu TothÊs
Meditationskammer geführt, wo er wartete. Er saß in der Position der Blume des Landes
Om {A.d.Ü.: womit der Lotossitz gemeint ist}, und trug seinen goldenen Umhang der Initiation.
Ich näherte mich mit viel Besorgnis. Ich musste dringend die Antworten auf so
viele Dinge finden. Mir graute aber davor, was das Finden der Antworten bedeuten
könnte.
„Toth...‰
„Ja, Osirus.‰
„Keph wurde ermordet.‰
„Das weiß ich, Osiris. Es ist ein großer Verlust für diese Welt.‰
„Weißt du, wer ihn getötet hat!?‰
„Ja, Osirus.‰
Ich wartete auf nähere Angaben – die fehlenden Teile des Puzzles, die nötig
waren, um es zusammenzufügen – Worte der Weisheit, damit sie zusammenpassen.
Fünf Minuten lang wurde nichts gesagt!
Mein Verstand raste. Warum sagte er nicht irgendetwas?!
„Nun, wer und warum?‰, rief ich schließlich heraus.
„Das obliegt mir wissen und dir, es herausfinden.‰ Sagte Toth.
Ich dachte mir, {{na toll, jetzt wird er mir unergründlich. Das obliegt mir zu
wissen und dir, es herauszufinden! – Der war gut, Toth!}}
Ich dachte mir sarkastisch, {{Es hätte all den Elan von einem dieser Sprüche, die
wirklich Anklang finden würden – igitt! Welch großartiges Zitat für die Nachwelt!
Verschon mich!}}
„Im Ernst Toth, ich brauche Hilfe, ich brauche einige Antworten.‰
„Höre mich, Osirus, Hilfe lasse ich dir zuteilwerden. Antworten musst du finden
innerhalb und außerhalb.‰
„Was meinst du damit?‰
„Osirus, viele Jahre lang gingst du mit den Söhnen von Belial, du schliefst mit den
Töchtern von Belial. Dennoch spieltest du bei dem Gesetz des Einem. Immer diese
Verwirrtheit bei dir. Immer dieses Zwischendrin bei dir. Nun ist dein Überschreiten,
Osirus. Nun musst du die dunkle Nacht der Seele erfahren, und du musst das neue Licht
des Einem finden, das innerhalb und mittels deiner Seiendheit geboren worden ist. Das
Finden dieser Antworten wird das Erreichen des Endes deiner Verwirrung über
Verpflichtung sein. Und das Finden dieser Antworten wird dein Erreichen der
abschließenden Initiation sein. Mit 21 weißt du alles. Mit 22 sollst du den vollen Kreis
durchlaufen und ein Narr werden, der nichts weiß, und sollst dich deinen Brüdern und
Schwestern anschließen, die zurückgekehrt sind. Viel musst du lernen. Viel musst du in
Einklang bringen. Deine Beiträge zu Belial haben diesen Planeten krank gemacht und
die Wesen, die innerhalb seiner Grenzen leben. Langfristige Zerstörung der Umwelt
haben wir. Warum? Für den persönlichen Gewinn und Komfort von einigen wenigen.
Dies hast du unterstützt. Wir, welche von dem Gesetz des Einem sind, haben schon
immer als Eins mit der Erd-Mutter gelebt. Wir leben auf eine Weise, die der Natur
zuträglich ist. Die Belialians geben so – Öko-Propaganda von sich, die von ihren Zungen
trieft, doch haben sie nicht schon immer die Ressourcen der Erd-Mutter für Profit

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benutzt, ohne einen Gedanken in Bezug auf Erneuerung und Konsequenzen? Hast du
nicht im Hohen Rat Stimmen abgegeben, um dies zu erlauben? Es wird Zeit, dass du
wahre Antworten auf diese Dinge findest – geh in dich! Belialians leben nicht nach dem
Gesetz des Einem, nur nach einem Gesetz – füttern jedes deiner Begehren und denken
nicht an irgendjemand oder sonst etwas. Deren Regel wurde sowohl auf die Leute als
auch auf das Land angewandt, zum Versklaven unserer Brüder und Schwestern und
zum Unterdrücken der Primitiven, die in anderen fernen Ländern leben. Folgst du
diesem Pfad?! Du schwankst zwischen zwei Gesetzen, zwischen zwei Pfaden. Siehe
wohin sie führen, Osirus! Siehe die Selbstzerstörung, die die Belialische Kurzsichtigkeit
kennzeichnet. Aber führt dieser Pfad etwa nur zur Selbst -Zerstörung? Oder zur
Vernichtung der ganzen Existenz der Welt und ihrer Bewohner? Das sind die Kosten
von diesem Leben, und die Zahlung wird jetzt fällig. Haben sie nicht eine unbewohnbare
Welt voller Leid geschaffen, alles im Tausch gegen Macht und Reichtum! Sind dies deine
Freunde, Osirus? Du fragst mich, wer Keph getötet hat, Osirus? Du weißt es bereits,
nicht wahr? Du suchst nach Gründen, während du den Gründen blind gegenüberstehst.‰
Ich konnte es nicht glauben – Toth erzählte mir, dass auch ich irgendwie zum
Teil an KephÊs Ermordung mitverantwortlich war! Das war schwer für mich zu
akzeptieren oder zu verstehen.
„Aber Toth, selbst wenn ich einst für die Belialische Sichtweise mehr Verständnis
aufbrachte, versank ich niemals so gänzlich in meiner Nachgiebigkeit, dass ich jegliche
Bewusstheit für unsere Verbindung zu dem Einem oder die Bedeutung und
Verantwortung, die unserer Existenz hier zugrunde liegt, verlor.‰ Argumentierte ich.
„Ich biete keine Argumente an, Osirus. Ich lege nur die Aufzeichnungen dar. Es
liegt ganz an dir, für welche Wahrheiten du dich entscheidest, du hast Ohren, um zu
hören. Wenn die Worte dich beleidigen, die ich für dich habe, werde ich still sein und du
kannst von meiner Gegenwart Abschied nehmen.‰
„Entschuldige – ich weiß, du sprichst die Wahrheit, manchmal hat mein Ego es
einfach schwer. Bitte mach weiter.‰
Toth stand auf und streckte seine Hände hoch in die Luft. Ein schmerzerfüllter
Ausdruck durchzog sein Gesicht. „Weltweite Katastrophen kommen jetzt – Vergeltung
für den Missbrauch der Erd-Mutter. Die vielschichtigen Störungen in ihr haben großen
Tribut gefordert und sind über den Punkt hinaus, an dem es kein Zurück mehr gibt. Die
Erd-Mutter und Kosmische Kräfte werden feindselige Bedingungen für unsere
Lebensformen erschaffen – sie sind bereits dabei, auch jetzt während wir sprechen! Sie
tun dies nicht aus Aversion oder Bosheit uns gegenüber, sie sind im Fluss mit dem
Gesetz des Einem. Ihr Angriff ist eine natürliche Reaktion – es dient dazu, uns von
ihrem Wesen zu entfernen – genauso wie unsere Körper an Temperatur zunehmen, sich
schütteln und sich erbrechen, damit sie sich von ungesunden eindringenden Organismen
befreien können. Der Einsatz von psychischen Kräften, um die Natur und Universale
Strömungen außer Kraft zu setzen, anstatt sie zur Unterstützung des Flusses zu nutzen,
wird die schwerwiegendsten Repressalien nach sich ziehen. Kataklystische
Umwälzungen werden die ÂAuswirkung des VergehensÊ für das Brechen Universaler
Gesetze sein. Falls das nicht genug ist, Osirus, lass uns über die Versklavung der
Animatauren durch Gedankenkontrolle {mind-control} sprechen. Dies alles hast du
unterstützt, Osirus – du hast in ihrem Namen Stimmen abgegeben – Stimmen, von
denen du wusstest, dass sie tief im Inneren falsch waren. Nun musst du bei all dem die
Verantwortung mittragen. Für all das wirst du bezahlen in deinem abgetrennten Leben
und in unseren Leben zusammen als Eins.‰ Er senkte seine Arme und schaute mich
durchdringend an „Ich kann dir jetzt nicht mehr als diese Worte geben, mein lieber
Osirus. Der Pfad bleibt dir überlassen. Möge der Eine dir den Weg weisen. So lass es
geschrieben sein. So lass es geschehen. So Soll Es Sein.‰

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Ich wusste, er würde heute nichts weiter zu mir sagen, egal was ich tat oder wie
viel ich bettelte. Als er diese „so lass es...‰-Phrase sagte – war es das. Er war fertig
damit. Ich war erfüllt mit Scham – und mit Schuldgefühl. Toth hatte recht. Ich war für
viele der Probleme verantwortlich, die Atlantis jetzt plagten. Ich hatte mich allerdings
verändert und würde es anders machen, wenn ich die Chance bekäme, die
Vergangenheit noch mal zu durchleben. Ich schätze Toth wusste das auch. Er musste
wissen, dass noch Hoffnung für mich besteht, sonst hätte er sich wohl nicht die Mühe
gemacht, mit mir zu reden. Über die Jahre war ich gewachsen, um zu verstehen, dass
Nachgiebigkeit einen unersättlichen Kreislauf erzeugte. Für die Söhne von Belial gab es
kein Ende, keine Grenzen – kein Preis war zu groß für eine Vergnüglichkeit oder für
Selbst-Verherrlichung – solange jemand anders den Preis dafür zahlte. Erst als ich
begann, die letztendlich zerstörerische Auswirkung ihrer Gewohnheiten zu realisieren,
kehrte ich allmählich zum Gesetz des Einem zurück. Allerdings nicht, bevor ich dazu
beitrug, anderen ernsthaft zu schaden – und mir selbst. Seitdem habe ich mit TothÊs
und IsisÊ Hilfe größere Fähigkeiten an Selbstdisziplin und Selbstbestimmung in Harmonie
mit den Universalen Strömungen erlangt. Doch nach TothÊs Vortrag heute verstand
ich, dass ich noch einen langen Weg vor mir hatte. In der Vergangenheit hatten mich
die Belialians zu oft ausgenutzt... ich sollte vielleicht eher sagen, ich gewährte den
Belialians zu oft einen Vorteil – ich wusste im Grunde aber immer, was ich tat. Doch
DAMIT IST JETZT SCHLUSS! Ich schwöre es.
Ich verließ TothÊs Meditationskammer und machte mich auf den Weg durch das
Labyrinth von Gängen, die zur Kammer vom Feuer in der Mitte führten. Ich wollte dort
für eine Weile darüber nachsinnen {kontemplieren}, und vielleicht würde das Eintauchen in die
Energie der Erd-Mutter, die dort konzentriert war, mir einen Hinweis dazu geben, was
als Nächstes zu tun ist. Ich verstand intuitiv, was Toth mir erzählte. Auch wenn es nicht
das war, was ich wollte – es war das, was ich brauchte.
Die Kammer vom Feuer in der Mitte war ein Ort von enormer Kraft. Kraft aller
Art. Sie war bei der Architektur des Tempels eines der Hauptanliegen und das Ding,
nach dem die Konstruktion benannt wurde [pyr-a-mid] {Pyr=Feuer a-mid=inmitten}. Die
Konstruktion entnahm und fokussierte die verschiedenen Energien der Erd-Mutter: die
Lebenskraft; die Rohenergie, welche unsere Fahrzeuge und Gebäude mit Strom versah;
und das Bewusstsein und die Intelligenz des ganzen Wesens der Erd-Mutter. Hier in der
Kammer des Feuers (in der Mitte) fand auch die letzte Stufe der Initiation statt.
Ich betrat die Kammer und stoppte beim Brunnen des ewigen Feuers, das an der
Schwelle brannte. Ich sammelte ein paar Knospen von dem Heiligen Shin-Kraut auf,
das in einem Behälter neben dem Feuer lag. {A.d.Ü.: Shin-Kraut ist ein Heidekrautgewächs wie bspw. Wintergrün
oder Scheinbeeren} Ich segnete das Shin mit meiner Lebensenergie, warf die Knospen ins
Feuer und dankte der Erd-Mutter für ihr Geschenk, während sie verbrannten. Der große
Energiewirbel der Kammer gab seine Konturen zu erkennen, als der Rauch die Luft
erfüllte. Im Sarkophag der Initiation liegend, begann ich den Rauch und die Energie in
der vorgeschriebenen Methode (Atem des Feuers) in mir aufzunehmen. Mein Körper
begann zu kribbeln. Nach meiner letzten Initiation hatte mir Toth die Schlüssel für die
Loslösung vom Körper und für den Empfang von Visionen gegeben. Ich beschloss, die
Techniken jetzt zur Unterstützung bei meiner Orientierungskontemplation anzuwenden.
Ich visualisierte, wie mein Körper mit einer Sphäre von Licht umgeben ist (die ihn
während meiner Abwesenheit vor einem Übergriff schützte). Als Nächstes verlagerte ich
innerhalb meines Körpers mein Zentrum der Bewusstheit und bewegte es langsam von
meinem Kopf nach unten zu meinen Zehen und wieder zurück. Ich wiederholte die
Technik, bis ich „gelockert‰ war. Letztendlich löste ich mich los – ich war frei vom

21
Körper! Was für ein wunderbares Gefühl. Ich bat um Orientierungshilfe vom Großen
Einem. Augenblicklich „flog‰ ich zu einer Örtlichkeit, mit der ich vertraut war. Es war
die Solar/Geothermale Stromerzeugungsanlage, etwa 10 Meilen von meinem Zuhause
entfernt. Sie explodierte plötzlich mit einer Sprengkraft, wie ich sie niemals für möglich
gehalten hätte. Es riss die Erde weit auf, Lava spie meilenweit in die Höhe. Danach fing
die Erde an zu beben, so stark, dass alles, was ich wahrnehmen konnte, dem Erdboden
gleichgemacht wurde. Dann geschah es – weit entfernt am Horizont konnte ich sehen,
dass das Land anfing unterzutauchen. Es setzte sich fort, bis das ganze Land in allen
Richtungen unter den Wellen verschwand... ohne eine Spur, dass es überhaupt jemals
existierte. Die Vision endete abrupt, und ich folgte der silbernen Schnur zurück zu
meinem Körper. Die Zerstörung, die ich gerade vorhergesehen hatte, musste eines von
den Ereignissen sein, vor denen uns Toth warnte. Aber warum hat die Hierarchie es
mir gezeigt? Vielleicht war es ein Hinweis zu KephÊs Tod und dem Pfad der
Entdeckung, von dem Toth mir erzählte, dass ich ihm folgen müsse. {Anm. d. Über.: Bzgl. der o. g.
Zerstörung siehe die Cayce Readings über den “Tuaoi Stone” oder “firestone crystal”.}
Die Wächter kehrten zurück, um mich zu meinem Transschiff zu geleiten.
Während wir die Hallen hinunter gingen, dachte ich über all das nach, was gerade
geschehen war. Irgendwie⁄beantwortete Toth keine meiner Fragen. Dennoch hatte er
die Frage, was ich tun musste, beantwortet. Meine Vision warf mehr Fragen auf, als sie
beantwortete. Ich musste noch über vieles nachsinnen und noch viel enthüllen, aber ich
fühlte mich, als ob ich viel gelernt hatte, allerdings wenn ich darüber
nachdachte...dachte ich nicht, dass ich das hatte??
Der Computer meines Schiffes forderte Koordinaten an. Ich musste mich nach
Alta aufmachen, um nach Antworten auf den Mord an Keph zu suchen. Aber es
machte keinen Sinn, mich jetzt selbst voranzutreiben – nichts könnte das bereits
Geschehene wieder rückgängig machen. Es war schon spät, und zu behaupten, dies
wäre ein langer Tag gewesen, würde eine böse Untertreibung sein. Ich benötigte
Regeneration, bevor ich klar denken könnte. Eine Infusion sexueller Energie von Isis
und eine gute Nachtruhe waren genau das, was die Ärztin anordnete (oder zumindest
angeordnet hätte, wenn sie hier wäre). Oh, nein! – Sidome! Ich hatte vergessen, sie vor
der Gefahr durch die BSA zu warnen! Als ich versuchte, sie anzurufen, „platzte‰ Isis in
meinen Kopf rein.
„Keine Sorge Osirus, ich hab Sidome bereits über die Lage kontaktiert – ihr geht
es gut.‰
„Danke, Liebling, ich weiß manchmal nicht, was ich ohne dich tun würde.‰
„Du würdest es nicht tun.‰
Meine Gedanken hatten mich zu einer Verbindung mit Sidome geleitet. Und als
mein Schiff geräuschlos durch den mitternächtlichen blauen Himmel nach Hause eilte,
verbrachten sie und ich gemeinsam ein paar ruhige Momente. Eingeschlossen in Seelen-
umarmung, was mit Sprache (oder auch selbst mit Gedanken) nicht richtig beschrieben
werden kann, teilten und berührten wir einander, wo es unmöglich ist, sich zu berühren.
Sidome musste ihre Verbindung mit mir zeitig abbrechen, um einen Patienten zu
pflegen. Doch übermorgen würden wir ein paar wirklich schöne Stunden miteinander
haben. Wir alle sahen dem mit kindlicher Vorfreude entgegen.
Es würde noch ein paar Minuten dauern, bevor ich zu Hause ankam – ich war
noch fast 1000 Kilometer entfernt. Ich entschloss mich, die Nachrichten anzusehen.
Beide Nachrichtensendungen hatten keinen Bericht über KephÊs Ermordung. Selbst
KephÊs eigene Sendung bot keine Erklärung für seine Abwesenheit. Die Vertuschung
musste auf den höchsten Ebenen der Belialischen politischen Machtstrukturen
ausgeheckt worden sein.
Ich freute mich wirklich darauf, nach Hause zu kommen. Es war bereits mein

22
Heiligtum geworden in dieser immer verrückter werdenden Welt... es war so ziemlich
der einzige Ort, an dem ich wirklich noch sein mochte. Und jetzt... wurde es mehr wie
ein Zufluchtsort für einen verzweifelten Flüchtling.

23
KAPITEL DREI
Unser Haus war am Randbezirk von Eden-Stadt, direkt an der Küste des
Atlantischen Meeres. Isis, Sidome und ich liebten alle das Wasser – sowohl für seine
Schönheit an der Oberfläche als auch für seine Wunder unter den Wellen. Um unseren
Ort eine besondere Note zu geben, bauten wir einen Teil des Hauses an den Strand und
erweiterten es um ca. 300 Meter hinaus vor die Küste. Ein Flügel war unterirdisch und
unter Wasser, er reichte den ganzen Weg hinaus bis an den Rand des berühmten
Garden Reefs.
Unser Haus war wahrlich ein „Traum‰-Haus, da ich einen Computer-Gedanken-
scan unserer gemeinsamen Vorstellungen verwendete, um es zu entwerfen. Wie die
meisten Gebäude wurde es mittels moderner Materieprojektionsbauverfahren gebaut,
allerdings war unser Haus bei Weitem einzigartiger als die meisten anderen (wie könnte
es auch anders sein, wenn es von den Vorstellungen dreier so exzentrischer Menschen
kommt?). Jedes Detail unserer Gedankenkonzeptionen für ein Haus wurde repliziert und
durch molekulare Synthese manifestiert.
Das synthetische Baumaterial, das durch Materie-Projektion erschaffen wurde,
nannte man Tels. Es hatte eine glatte, seidige Beschaffenheit und eine wunderschöne
weiße Ausstrahlung. Die Anregung des Materials mit Elenergie bewirkte ein sanftes
Leuchten, das im gesamten verdrahteten Segment hindurchschimmerte, und die Farbe
des Lichts, das es abgab, konnte durch Veränderung der Frequenz der Elenergie
verändert werden. Die enge molekulare Bindung der Tels stieß buchstäblich alle fremden
Substanzen ab. Schmutz wurde einfach durch Ansaugschienen entfernt, die an den
Sockelleisten entlang liefen (in unserem Haus wurde dies automatisch 6 Mal am Tag
gemacht). Es war ein unglaublich omni-wandlungsfähiges Material mit variabler Dichte
und Spannkraft. Folglich wurde es für nahezu alles von der Struktur des Gebäudes selbst
bis hin zu seinen Einrichtungsgegenständen eingesetzt – Toiletten, Geschirr, Wände,
Betten, Stühle, Türen, Fußböden, Pools, Podeste, 3-D Skulpturen, Überdachung – so
ziemlich alles, was nicht essbar war, konnte mit Tels gemacht werden!
Die generelle Form von unserem Haus war wie ein langer gewölbter Korridor, der
die gesamte Strecke vom Strand bis zum Riff überspannte. An jedem Ende gab es dort
die typische Halb-Kuppelform, die die Bogengänge abgerundete und dem Haus
exzellente Festigkeit gegen die mächtigen saisonalen Stürme gab, die gelegentlich auf
die Küste von Eden trafen. Diese Stürme erzeugten manchmal monströse Wellen von
über 9 Metern Höhe – doch selbst ihr unaufhörliches Schlagen konnte unserem
Kuppelbogen-Domizil nichts anhaben. Unser Hauptaufenthaltsbereich war zum Meer
hin. Die Fenster umgaben das vordere oberirdische Kuppelsegment. Auf dieser Ebene
plätscherten die Wellen an die unteren Kanten der Fenster, sodass es aussah, als ob du
in einem Transschiff wärst, das zu tauchen begann. Ich konnte mich an seinem Anblick
nie sattsehen oder vom dortigen Ausblick. Im Zentrum des Wohnbereichs war ein Pool.
Dieser Pool hatte freien Gezeitenzugang zum Meer und war speziell designt, damit sich
unsere gelegentlichen Gäste und lieben Freunde von der Delfin-Gemeinschaft
wohlfühlten. Eine Zwischenwand trennte unseren durchlüfteten Wärmetherapie-Pool {eine
Art Whirlpool} von dem Gezeitenpool ab (unserem Lieblingsplatz zum Entspannen während
eines Besuches der Delfine). Unsere Schlafgemächer und der Raum zur
Nahrungszubereitung befanden sich unterhalb der Wohnbereiche und lagen unter dem
Wasserspiegel. Die Fenster der unteren Räume blickten direkt auf das Riff hinaus. Die
üppigen Korallenblätter dort erklärten sofort jedem Beobachter, warum es das Garden
Reef von Eden genannt wurde. Exotische Formen und Farben schufen einen

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Stil und eine Atmosphäre, die sich kein Dekorateur je erhoffen könnte zu erreichen. Die
180-Grad-Aussicht durch die umlaufenden Fenster vermittelte den Eindruck, als würde
man tatsächlich im Riff leben, ein Gefühl, das wir alle enorm genossen.
Zu Hause angekommen, gab ich all das an Isis weiter, was während meines
Besuchs bei Toth im Tempel durchgesickert war. Sie hörte geduldig zu und nickte
gelegentlich. Ich hoffte, es würde zumindest einen Teil von der Story geben, den sie
nicht schon kannte – du wusstest das bei ihr aber nie – sie ließ die Leute gerne im
Ungewissen, einschließlich mir.
Ich ging nach unten ins Schlafgemach und schlief sofort ein. Allerdings war es ein
unruhiger Schlaf, zurückzuführen auf die Kombination von der Energie eines
zunehmenden Vollmonds und unerbittlichen Albträumen. Es war die Art von Nacht, in
der du unentwegt von einem Gefühl der Niedergeschlagenheit ÂüberzogenÊ wirst. Du
willst, dass die Morgendämmerung anbricht, weil sie der Nacht ein Ende macht,
gleichzeitig aber graut es dir vor ihrem Anbruch, weil du überdies verdammt müde bist.
Doch statt des scheinbar unausweichlichen Aufrichtens mit der Morgendämmerung fand
ich mich beim „Aufrichten‰ durch die warmen, sanften Liebkosungen von IsisÊ Händen,
die meinen inneren Oberschenkel streichelten, wieder. Schon bald waren wir mit den
intensiven Umarmungen des tantrischen Zusammenspiels beschäftigt und vereinten
unsere Energien in ätherischer Ekstase. Für die nächsten paar Stunden waren wir
vollkommen in einem Spiralwirbel orgasmischer Energie {orgenergy} versunken. Mit jeder
ihrer wogenden Ausschüttungen wurde eine neue Welle an Energie zu unserem Wirbel
der Einsheit hinzugefügt – sie floss erst durch sie in mich und dann durch mich zu ihr,
ohne einen Anfang und ohne ein Ende wie das Unendlichkeitssymbol. Auch wenn
Sidome physikalisch nicht bei uns war, konnten wir dennoch ihre Präsenz fühlen, und
schon bald verbanden wir uns mit ihrer Essenz. Unser tantrischer Tanz wurde zu einer
gemeinsamen triunalen {dreieinigen} Zelebration von den Energien der Lebenskraft. Für
diesen Zeitraum waren wir in Zeitlosigkeit- wir waren pure Energie, Außerhalb-des-
Körpers, vollkommen von einem Verstand, ein Wesen. Wir teilten nach Belieben die
Erfahrung des jeweils anderen Körpers als Ganzes. Wir wurden erneuert in Körper und
Geist, durch die Kraft, die von unserer Liebe und durch das kostbare Geschenk der
Lebenskräfte entfesselt wurde. {Anm. d. Übers.: Siehe dazu auch „Sex und der Spirituelle Kerl…}
Letztendlich kam der Sonnenaufgang. Das weiche, diffuse Licht der Sonne, das
durchs Riff hindurchstrahlte, tauchte den Raum in ein wunderschönes blau-grünes
Leuchten. Ich war wieder bei klarem Verstand und zentriert. Als ich im Bett lag und
durch halb-wache Augen auf die wässrigen Reflexionen an der Decke starrte,
betrachtete ich noch mal die gestrigen Ereignisse und erwog die heutigen Erfordernisse.
Wo sollte ich als Nächstes hingehen? Wo anfangen? KephÊs Landkuppel könnte einige
Hinweise haben – normalerweise schrieb er dort seine „Enthüllungs‰-Berichte, und er
hatte einen Computeranschluss zum Büro seiner Nachrichtenredaktion.
Ich stieg aus dem Bett und machte mich auf ins Bad. Es war ebenfalls von
Riffblicken umgeben – leider. Es war wahrscheinlich der einzige Teil von meinem
Design, den ich bereute. {{Herrje!...}}, dachte ich mir, {{Ich hasse es, wenn sich die
Fische ringsum versammeln, wenn du auf die Toilette gehst! Ach, zur Hölle, was sollÊs,
vielleicht werd ich mich eines Tages doch noch daran gewöhnen}}. Ich machte die
Dusch-Visi-Com an und schaltete um auf die Morgennachrichten – immer noch keine
Meldung über Keph. Typisch. Während nach der Dusche der Körpertrockner die
Feuchtigkeit von meiner Haut verdunstete, wechselte ich zum Kanal von der
Drehkamera auf unserem Dach. Es war ein schöner Tag, die Wellen mild und das
Wasser einladend. Fürs Tauchen würde heute allerdings keine Zeit sein. Isis war bereits
im Nahrungszubereitungsraum {womit die Küche gemeint ist} und gestaltete das Frühstück.
„Ich habe heute Morgen keine Zeit zum Essen, Schatz.‰

25
„Osirus, du musst deine Stärke aufrechterhalten – überspring nicht das Essen.‰
„Ich würde es sowieso nicht verdauen, Isis. Das wäre noch schlimmer als nicht zu
essen, denkst du nicht?‰
„Neiiin.‰
„Wir sehen uns später – ich werde zu KephÊs Landkuppel fahren, um zu sehen,
ob ich irgendetwas finden kann, das etwas Licht darauf werfen könnte, warum er
getötet wurde.‰
„Gibt es nichts, was ich tun kann, um deine Meinung zu ändern?‰, sagte sie, als
sie wie ein Belialischer Kunstschützen-Bauchyogi ihren Körper um mich schlängelte.
„Über das Frühstück? Nein!‰
„Über etwas anderes?‰
Später an diesem Morgen schaffte ich es dann schließlich zu meinem Transschiff,
um aufzubrechen. Unser Frühstücks-Tantra bescherte mir einen späten Start, aber in
Anbetracht dessen, wie der gestrige Tag verlaufen war und wie der heutige
wahrscheinlich für mich verlaufen wird, würde sich die zusätzliche Energie vermutlich als
nützlich erweisen. Ich entschied mich dazu, die Gehirnwellen-Übersetzungssteuerung
einzuschalten, und versuchte mein Schiff wieder mental zu lenken. Ich war nicht
lebensmüde, wohlgemerkt, ich würde einfach extrem vorsichtig sein, dass ich dieses Mal
meine Gedanken nicht umherwandern lasse. (Ich konnte es mir jetzt gerade vorstellen –
Unfälle mit Gedankengesteuerten Transschiffen übersähen das Land, und dann fängt die
Aufklärungskampagne an – eine Dame erscheint auf der Visicom {Sichtkommunikation} und
sagt, „Wir müssen die Leute vom ÂTräumen und SteuernÊ abhalten‰. Schwebeschilder
und Verkehrssperren überall. Was für ein seltsamer Gedanke... Ich muss von dem Shin
in der Feuerkammer gestern wohl noch ein bisschen high sein! Wie auch immer, dann
mal los – {Luke schließen}. {Autopilot, an}. {KephÊs Landkuppel}. Großartig. Wir
sind unterwegs. Aber um ganz sicherzugehen, stellte ich, bevor ich irgendetwas anderes
dachte, die Gedankensteuerung ab. Es würde während des Flugs das Beste sein, es als
Standardprozedur auf diese Art zu belassen.
KephÊs Ort war nur 10 Kilometer von unserem entfernt, daher kamen wir fast
augenblicklich an. Ich schaltete zum Landen meines Schiffes den Autopiloten zurück auf
Gedankensteuerung, und es lief sehr gut. KephÊs Haus war eine Einzelkuppel mit
mehreren Lichtpaneelen {sky panels}. Es war klein, aber wunderschön und mehr als
ausreichend für einen ungebundenen Mann wie Keph. KephÊs Schwäche für Belialische
Frauen hielt ihn, genauso wie mich vor nicht allzu langer Zeit, seit vielen Jahren ziemlich
angeregt und beschäftigt. Ich hatte dem Sex ohne Hingabe und ohne die feineren
Energien einer Bindung inzwischen abgeschworen, doch Keph versuchte sich noch
immer darin. Ich wusste, dass Keph einen Reserve-Schallschlüssel {spare soni-key} unter
einem Felsbrocken versteckt hielt. Er war noch da. Als ich anfing, die Tür zu entsperren,
entdeckte ich, dass sie bereits offen war. Das war, gelinde gesagt, nicht KephÊs Art.
Jemand anders als Keph und seine Freundinnen musste hier gewesen sein – und könnte
noch hier sein. Im Haus war alles verwüstet! Jemand hatte es regelrecht
auseinandergenommen, um nach etwas zu suchen – vermutlich die gleiche Sache, die
ich zu finden hoffte – irgendetwas, das Keph mit etwas so Großem in Verbindung
bringen würde, dass es vielleicht sein Leben in Gefahr brachte.
Sein Schlafgemach war mit Kleidung übersät, die aus dem Wandschrank
geworfen und in Fetzen zerrissen war – es waren ziemlich viele Frauensachen dabei,
natürlich nicht unerwartet, und ein paar heiße kleine hauchdünne... {{nicht ablenken
lassen, Osirus}} (Ich war mir nicht ganz sicher, ob das die Stimme meines Bewusstseins
war oder die Stimme meiner Isis.) Sein Computer war an – jemand hatte seine Dateien
durchsucht. All seine optischen Speicherplatten {opti-disks} waren weg. Aber sein
Computer hatte noch eine Verbindung zum Büro seiner Nachrichtenredaktion. Wer
auch immer dies tat, konnte anscheinend sein Passwortsystem nicht knacken. Das
bedeutete, dass sie als Nächstes sein Büro heimsuchen würden, sofern sie das nicht

26
schon getan hatten. Keph hat mir einmal von seinem System für das Computer-
Passwort erzählt. Was war das, was er verwendete...? Ich erinnere mich. Es basierte auf
einer seiner Lieblingsbeschäftigungen und auf seiner Vorstellung vom physischen Ideal
für eine weibliche Figur. Also, was war das... 36-24-36? Ich gab es in den Computer
ein. Kein Zugang. 38-24-36? Kein Zugang? 40-22-34? BINGO! Ich hatte Zugriff!
„Keph du bist ein seltsamer Welpe – wo auch immer du bist!‰ Was nun? Ich konnte
nicht hierbleiben, während ich all diese Dateien durchging, immerhin drang ich formal
unerlaubt ein, und es könnte schwer sein, den Zustand des Hauses zu erklären. Welch
ein Glück! Mir fiel gerade ein, dass ich ja noch eine kleine optische Speicherplatte in
meiner Hosentasche hatte, die übrig geblieben war, als ich am Klimasteuerungs-
programm meines Schiffes arbeitete. Ich beschloss alle Dateien von der
Nachrichtenredaktion auf die Platte herunterzuladen, um sie dann zu Hause zu prüfen.
Fertig. Jetzt war es an der Zeit, sich schnellstmöglich von hier zu verziehen.
Als ich an Bord meines Transschiffs zurückkam, wartete dort eine Überraschung
auf mich. Aber nicht die Art von Überraschung, die dir das Gefühl gibt zu sagen „Oh
prima!‰. Es waren zwei Vollstrecker von der Belialischen Security Agency mit den
größten verdammten Pulsarwaffen, die ich je gesehen hatte.
„Kann ich Ihnen helfen?‰ Sagte ich unschuldig.
„Gewiss, wir wollen nur diese hübsche kleine Platte, die du da in deiner Hand
hast.‰
„Oh, diese hier... warum würden Sie die wollen? Das ist nur ein
Steuerungsprogramm für den Garten. Ich bin hier der Gärtner, verstehen Sie, und ich
komme jeden Donnerstag, um zu überwachen, ob Änderungen bei der Steuerung der
Landschaftspflege notwendig sind.‰ {{schnell denken, Osiris}} dachte ich mir, als ich
mir selbst mental auf den Rücken tätschelte.
„Dieses Haus hat keinen Garten. Und wir wissen, wer du bist.‰
„Wer denkt ihr, dass ich bin?‰
„Os-Irus. Und wir wissen, dass Keph dich angerufen hat. Jetzt übergib uns
einfach die Platte, damit wir dies hinter uns bringen können. Wir müssen dich noch
auflösen, verstehst du, und wir müssen langsam zum Mittagessen aufbrechen.‰ Ich
erinnerte mich, dass meine Gedankensteuerung noch an war!
{Luke-schließen}
„Huh???‰
Die Vollstrecker waren erschrocken und nahmen an, dass jemand außerhalb des
Transschiffs sein muss und die Luke mit der externen Steuerung bedient. Doch bevor
sie durchatmen konnten...
{300 Meter vertikal steigen – volle Fahrt}.
Ich ergriff meinen Pilotensitz und klammert mich daran fest, als hinge mein Leben
davon ab. Das Schiff kippte auf die Seite und beschleunigte gleichzeitig auf
Höchstgeschwindigkeit – direkt nach oben – dann stoppte es unbeweglich in der
Schwebe. Die Vollstrecker waren völlig überrumpelt. Sie hatten keine Ahnung, dass ich
es bewirkte, dass sie wie verwelkter Gartensalat (mit Croûtons) gegen die Kabine
geschleudert wurden. Es gelang mir in meinen Sitz zu kommen und meinen Gurt zu
verschließen.
{Horizontal, 300 Meter, volle Fahrt}
Wuuusch, BAMMM! Uups, sie schmetterten auf den Boden. Ich machte dieses
Manöver sicherheitshalber noch ein paar Mal. Als die ehemaligen Vollstrecker von einer
Seite des Schiffes auf die andere knallten, wurden sie geschüttelt, nicht gerührt, und
gründlich bewusstlos geschlagen (obgleich ich sie nicht als sehr bewusst erachtete,
während sie noch „bewusst‰ waren !).
Ich stabilisierte das Schiff, öffnete die Luke und schaufelte meine zwei unliebsamen
Besucher aus der Lukenöffnung. Toth würde wahrscheinlich meine Entsorgung dieser

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Idioten nicht gutheißen, aber ein wenig länger auf die abschließende Initiation zu warten
war es Wert, Atlantis von diesem Abschaum zu befreien. So soll es sein. „Habt ein
gutes Mittagsmahl, ihr Burschen‰, sagte ich, als ich mich beeilte, den Boden unter mir
zu erreichen). Ich kehrte heim und fand Isis vor, die auf mich wartete – und finster auf
mich blickte. „Tut mir leid...‰ Ich zuckte die Achseln. „Aber es fühlte sich gut an.‰
Sie sah mich fortdauernd nur missbilligend an.

28
KAPITEL VIER
Ein Penny Für Deine Gedanken.
„Du weißt... du hättest diese Vollstrecker zum psychischen Scannen {Abtastung der
in den Tempel bringen können.‰ Sagte Isis tadelnd.
Psyche}
„Ja. Aber es hätte nicht so viel Spaß gemacht.‰
„Nun, ich bin zumindest froh, dass es dir gut geht.‰
„Na so was, danke.‰
„Also, was willst du jetzt tun?‰
„Ich hab mir alle Dateien von KephÊs Nachrichtenredaktion auf eine meiner Opti-
Platten {optische Speicherplatte} kopiert. Ich werde sofort damit anfangen, sie nach allem zu
durchsuchen, was so aussieht, als könnte es eine Sache sein, für die es sich zu töten
lohnt.‰
„Ich hab so ein Gefühl, das es Datei 13 ist, Osirus. Vielleicht möchtest du das
zuerst überprüfen.‰
„OK.‰
Ich verlor keine Zeit dabei zum Datenarchiv zu gehen und die Datei 13
hochzuladen. Isis hatte meist recht mit ihren „Vermutungen‰. Am Bildschirm leuchteten
die Dateinamen auf. Datei dreizehn... ah, da war es. Hmm, nur eine Story über die
Elenergie-„Brownouts‰ auf der Ostseite von Eden-Stadt. {A.d.Ü.: Unter Brownout versteht man sowohl einen
unbeabsichtigten kurzzeitigen Spannungsabfall im Stromnetz als auch eine beabsichtigte lokale Stromversorgungsunterbrechung zur
Lastreduzierung, um einen Blackout zu vermeiden.} Nichts Ungewöhnliches für Keph. Beim Durchlesen
konnte ich nichts finden, das als „ernste‰ Besonderheit erachtet werden könnte. Zur
Hölle, da war überhaupt nichts, das jemand prekär finden könnte, geschweige denn ein
Bedürfnis verspüren könnte, um dafür einen Mord zu begehen. Es sah aus, als ob Isis
hierbei daneben lag... seltsam. Ich fing an, jede Datei zu lesen – dreiunddreißig im
Ganzen. Doch nichts schien irgendwelche Anhaltspunkte zu enthalten. Sie alle waren
dem Anschein nach harmlose Geschichten: Gartenarbeit unter trockenen Bedingungen;
Transschiff Rückrufaktionen {wegen technischer Mängel}; häusliche Sicherheitstipps etc. – KephÊs
übliche Zuteilung. Entweder mir entging etwas, oder jemand war bereits an die Datei,
die ich wollte, rangekommen und hatte sie gelöscht. Ich erinnerte mich vage daran, dass
mir jemand auf einer Party erzählte, dass Computer die Dateien nicht wirklich löschten.
Isis war an diesem Abend bei mir – vielleicht würde sie sich an mehr erinnern. Ich fand
sie in der Meditationskammer vor, kopfüber an den Umkehrungsstangen hängend.
„Isis, erinnerst du dich an etwas von einer Diskussion, die während einer Party im
Gange war, die wir letztes Jahr hatten – es ging um das Löschen von
Computerdateien?‰
„Nur eine Sekunde, Osirus. Lass mich zugreifen. –............Ja. Ich hab ein Bild
eines grauhaarigen Mannes. Er kam mit Tel-Us, Ri-Va und Ju-Ti. Ich denke, er war
hauptsächlich mit Telus und Riva befreundet. Sein Name war...Shi...Ro ....Ta.‰
„Ich ruf bei ihnen an und besorg mir seine Nummer. Danke, Isis.‰
„Lass einfach einen halben Gold-Chip {Jeton} auf dem Schminktisch.‰
Ich befahl der Visi-Com bei Telus anzurufen. {{Komm schon... geh an das
verdammte Telefon....!}}
„Ja?‰
„An {A.d.Ü.: Kommando, um die Kamera bei der Visi-Com zu aktiveren}, Juti, ich bin froh, dass du zu Hause
bist. Ich brauche einige Informationen. Sind die Kerle daheim?‰
„Nein. Telus und Riva gingen auf eine Nachtwanderung. Ich konnte nicht
mitgehen, weil ich mein Knie verletzt habe.‰
„Tut mir leid, das zu hören, wie hast du das angestellt?‰
„Naja...es geschah im Bett. Es ist bescheuert – du willst davon nichts hören.‰

29
„Nun, ich bin in Eile. Aber ich hoffe, es wird bald besser, vielleicht solltest du
Siddy besuchen.‰
„Nein, es wird schon alles gut werden... solang ich diese Jungs für ein oder zwei
Wochen von mir fernhalten kann.‰
„Ooohh. Ich verstehe. Na ja, vielleicht könntest du mir trotzdem die Information
geben, die ich brauche.‰
„Was ist es, Osirus?‰
„Information? Es bedeutet Inhalt – Sachen über ein Thema, die erklären oder
beschreiben. Aber das ist jetzt nicht wichtig.‰
„OK Schlaumeier. Was...ist...es...was...du...wissen...willst? Ist das besser?‰
„Bedeutend besser. Hast du die Nummer von TeluÊs Freund Shi-ro-ta?‰
„Sicher. Nur eine Sekunde. Hier ist sie. 2 Baker Alpha Zero, in Alta.‰
„Danke Juti – Tschüss.‰
„(?)... Tschüss, Osirus. Grüß Isis und Si (klick).?‰
Ich wählte die Nummer und wartete mit meiner gewohnten Geduld darauf, dass
er antwortet. {{Komm schon!}} Ein grauhaariger Mann erschien auf dem Schirm.
„Ja.‰ Er kam mir bekannt vor, aber es war schon lange her.
„Shirota?‰
„Ja.‰
„Ich traf dich auf einer Party letztes Jahr in meinem Haus. Du kamst mit Telus,
Riva und Juti?...‰
„Oh ja. Ich erinnere mich an dich. Os-Trus, nicht wahr?"
„Os-Irus.‰
„Oh, das stimmt. Wie geht es dir, Osirus?‰
„Ganz OK. Hör mal, Shirota, ich brauch deine Hilfe. Erinnerst du dich daran,
dass du mir etwas über Dateien erzählt hast, die von einer Computerspeicherplatte
gelöscht werden, aber nicht wirklich gelöscht sind?‰
„Nein. Tu ich nicht.‰
„Na toll.‰
„Aber das ist wahr.‰
„Ist es das?! Fantastisch. Weißt du, ob es da eine Möglichkeit gibt, auf sie
zuzugreifen, wenn sie einmal ÂgelöschtÊ wurden?‰
„Ja. Die Dateien selbst werden nicht gelöscht, nur der Dateiname und die
Nummer im Inhaltsverzeichnis. Das macht eine Datei unzugänglich – und es Âsieht so
ausÊ, als ob sie weg sei. Ich habe ein Programm, das ÂgelöschteÊ Dateien manchmal
wiederauffinden kann, aber da gibt es keine Garantien und es ist schwierig und
zeitaufwendig zu bedienen.‰
„Hier geht es um die Ermordung eines Freundes von mir, Shirota. Es ist sehr
wichtig für mich und möglicherweise für viele andere. Willst du mir dabei helfen?‰
„Natürlich Osirus. Möchtest du, dass ich vorbeikomme?‰
„So bald wie möglich.‰
„Ich werde mich, sobald ich mein Programm finde, auf den Weg machen.‰
„Danke Shirota. Wir sehen uns in wenigen Minuten.‰ Shirota kam schon bald –
nicht nur mit seinem Programm, sondern auch mit einem neuen Supercomputer in
seiner Aktentasche. Sie wurden Compulatoren genannt, und sie waren im Vergleich zu
normalen Computern so fortgeschritten, dass sie die Datenverarbeitung revolutionierten.
„Dies wird uns eine Menge Zeit ersparen.‰ Sagte er, als er sein winziges
hochgeschätztes technisches Gerät {Gadget} am Deckel tätschelte.
„Nochmals danke für deine Hilfe, Shirota. Ich kann dir nicht sagen, wie viel mir
das bedeutet.‰

30
„Gern geschehen, Osirus. Lass einfach einen viertel Gold-Chip auf meiner
Aktentasche.‰
{{Junge, Junge! Zwei große Komiker an einem Tag! – Das hab ich nicht
verdient!}}
„Ähm, richtig, Shirota. – Der war gut.‰
„OK, wo ist die Speicherplatte, die du abgescannt haben wolltest?‰
„Hier ist sie."
„Gut. Ich werde nur diesen Parameter einstellen und...‰
„Wie lange dauert es, um das ganze Ding zu scannen?‰
„Normalerweise würde es bei so vielen Daten ca. 2 Stunden dauern, wenn du
Glück hast. Aber mit diesem kleinen Baby – 2 Minuten – wenn wir wirklich Glück
haben. Ich hatte vergessen, dass ich den hier erst kürzlich bekam. Ich dachte erst daran,
nachdem du angerufen hattest.‰
„Ich habe von diesen neuen Compulatoren gehört, aber dies ist das erste Mal,
dass ich einen in Aktion sehe. Beeindruckend.‰
„Ja, das sind sie. Er ist fertig. Ah, da war nur eine Datei gelöscht – sie ist jetzt
beim Hochladen. Hier bitte schön.‰ Es war eine andere harmlose, dumme Story.
Fehlerhafte Bauprojektoren erzeugen Wände, die sich verfärben. Ich kapierte es nicht!
Was war mir entgangen?
„Könnte dies die Datei 13 gewesen sein, Shirota?‰
„Das könnte sie gewesen sein, das kann man nicht sagen, weil die Dateien
automatisch neu nummeriert werden, wenn man sie löscht. Ich hoffe, dass dir das hilft.‰
„Danke Shirota. Ich bin sicher, das wird es....irgendwie. Ich muss jetzt alles in
Betracht ziehen und versuchen, daraus schlau zu werden. Ich werde dich zu deinem
Transschiff begleiten.‰
Wäre da nicht diese „Einstellung‰ von Toth, wüsste ich bereits, worum es hier
geht! Na gut. Ich ging zurück zur Meditationskammer, um eine Stressentlastung zu
machen. Ich musste dies mit einem klaren Verstand überdenken. Isis war noch da.
„Wie läuftÊs, Osirus?‰
„Du weißt es.‰
„Hast du auf die Datei 13 geachtet?‰
„Ja. Aber es war nur ein Haufen langweiliger Berichte über die Brownouts im
Zentrum von Eden. Dieses Mal hast du es nicht mitgekriegt, Kleines.‰
„Was besagten sie denn darüber?‰
„Es ging darin nur um die typische Ineffizienz von Belialischen Kraftwerken und
die übliche Erklärung für die zeitweiligen Stromkreisabschaltungen. Alles, was bereits
Millionen Male zuvor gesagt wurde.‰
„Sagtest du nicht, du hattest im Tempel eine Vision, die eine Kraftwerksanlage
hier in der Nähe mit einbezog. War es ein Belialischer Anlagentyp?‰
„... das stimmt! Warum habe ich nicht schon vorher daran gedacht?!"
„Beruhige dich, mein Lieber.‰
„Jaah. OK.‰
„Warum machst du nicht eine Stressentlastung, und ich werde etwas Abendessen
gestalten.‰
„Danke Isis. Das klingt gut. Tut mir leid, dass ich an deinen Fähigkeiten
zweifelte.‰
„Ist schon in Ordnung, Osirus. Leg einfach einen halben Gold-Chip auf den
Tisch, wenn du gehst.‰
„Ohh Neiiin! Werde ich das jemals überleben?!‰

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KAPITEL FÜNF
Ritter auf Weißem Satin
{Knights on White Satin}
Seit vielen Jahren hatte es nun schon zwei völlig unterschiedliche Typen von
Stromerzeugungsanlagen in Atlantis gegeben. Daraus ergaben sich als Folge davon
Streitigkeiten zwischen den Kindern von dem Gesetz des Einem und den Söhnen von
Belial. Ursprünglich hatten wir alle nur den gleichen Typ von passiven
Erzeugungsanlagen, den die Bruderschaft noch immer verwendet. Doch diese Art von
Anlage erzeugt nicht so viel Strom wie die Belialische Art. Da die Belialians
energiegefräßig und verschwenderisch sind, verlangten sie ihrem extravaganten
Lebensstil entsprechend größere Mengen an Energie.
Die Anlage im alten Stil harmoniert mit Universalen Strömungen und hatte
praktisch keine Auswirkungen auf die Umwelt. Sie basierte auf der Pyramidenform.
Diese Form fokussiert in ihrem Zentrum, wenn sie ordnungsgemäß auf das
elektromagnetische Feld der Erd-Mutter ausgerichtet ist, Energie. Im Zentrum war eine
Lade platziert, die etwa die Größe einer Reisetruhe hatte. Diese Lade war innen und
außen mit Schichten aus Goldplattierung isoliert, daher verlieh es ihr die Eigenschaften
der Elenergieaufnahmefähigkeit {so eine Art Kondensator}. Die Lade baute aus dem, was auf sie
fokussiert wurde, El-Energie auf und setzt sie dann in elektrischen Stoßwellen frei. Die
Kristalle an der Spitze der Stromerzeugungspyramiden veränderten dann die Frequenz
der Elenergie, sodass sie durch die Luft übertragen werden konnte. {Anm. d. Übers.: siehe auch
Drahtlose Energieübertragung nach Nikola Tesla} Die Energie war daher für jeden verfügbar, der auf
seinem Haus, Bürogebäude oder Transschiff einen Konverterkristall hatte. Der
Konverterkristall wandelte die Frequenz in eine nutzbare Form von Elenergie zurück,
und „Presto‰... hattest du Strom, wo auch immer du ihn brauchtest. {Presto ist ein Ausdruck, der
von manchen Illusionisten/Magiern verwendet wird, um anzudeuten, das etwas vollendet wird.} Doch diese Form der
Stromerzeugung konnte nur begrenzte Mengen an Strom hervorbringen, und aufgrund
der Beschaffenheit der Stoßwellenfreisetzungen aus der Lade war es kein gleichmäßiger,
kontinuierlicher Strom. Nach der Konvertierung zu Hause musste er zum Beispiel an
Speichermodule gesendet werden und dann von denen abgezapft werden, um einen
gleichmäßigen kontinuierlichen Elenergiefluss zu erreichen. {Anm. d. Übers.: Siehe dazu auch die Edgar
Cayce Readings 2072-10 und 440-5 auf S. 80-83 im Buch “Das Atlantis-Geheimnis”.}
Das Belialische System hatte eine viel höhere Leistung und einen direkten,
gleichmäßigen, kontinuierlichen Fluss, aber auf Kosten einer großen Störung für die
Erd-Mutter. Und im Gegensatz zu den älteren Pyramidenanlagen, die wartungsfrei
gewesen sind, waren die Belialischen Anlagen wartungsintensiv, erforderten sowohl
Animatauren für die händische Arbeit als auch Belialische Angestellte für die ständige
Überwachung und Regulierung. Das System beinhaltete eine Kombination aus solarer
Laserenergie (sowie stern-angetriebener Laserenergie bei Nacht) und geothermaler
Erzeugung. Von der Sonne angetriebene Laser bohrten sich tief in das Fleisch der Erd-
Mutter und erreichten die Orte von flüssigem Feuer, wo Spulen voll mit
Wärmeübertragungsflüssigkeit ultrahoch erhitzt wurden. Die Hitze verwandelte die
Flüssigkeit in ein sich schnell ausdehnendes Gas, das dann benutzt wurde, um riesige
Elenergie erzeugende Turbinen anzutreiben. Die Elenergie die sie erzeugten, wurde
dann in mit Elenergie geladenen Laser-Übertragungsstrahlen umgewandelt, die per
Computer auf Strom-Empfänger/Wandler auf den Häusern etc., ausgerichtet waren.
Transschiffe wurden per Computer getrackt und per Computer gelotst, um sie innerhalb
der Sichtlinienkurse zu halten. Ihr großer Nachteil war diese Notwendigkeit der
Sichtlinie. Die Laserstrahlen konnten Tausende von Kilometern zurücklegen, und ihre
Transschiffe konnten vorübergehenden Unterbrechungen standhalten (mit Reserve-
Stromspeichermodulen), aber im Grunde musstest du dennoch innerhalb des Strahls

32
bleiben. Solange du aber darin warst – war er leistungsstark. Ein Belialisches Transschiff
konnte einem typischen Bruderschaftstransschiff locker davonfliegen. Bevor Atlantis die
Belialischen Generatoren zuließ, gab es über Jahrzehnte hitzige politische Debatten.
Jene, die auf der Seite der Kinder von dem Gesetz des Einem waren, kämpften heftig
gegen ihre Entwicklung und ihren Einsatz an, unter Berufung auf den Missbrauch der
natürlichen und Universalen Kräfte, dem Schaden für die Erd-Mutter und den weiteren
Missbrauch von Animatauren als Sklaven. Das Risiko eines Unfalls – so eine Art
Kernschmelze bei einer fehlgesteuerten Laserbohrung, war ebenfalls ein großes Thema.
Aber die Belialians behaupteten, es wären so viele Reserve-Sicherheitssysteme
vorhanden, dass dafür niemals eine Gefahr bestünde. Aber die Weisen sagten voraus,
dass der Zorn der Natur unvermeidlich sein würde, selbst wenn es dort keine Unfälle
gäbe, weil die Art und Weise, wie die Anlagen betrieben wurden, disharmonisch mit
dem Fluss des Ökosystems war. Letztendlich wurde durch viel Lobbyismus und
Korruption ein Kompromiss getroffen. Den Belialians wurde es gestattet, eine begrenzte
Anzahl dieser Anlagen zu bauen, aber sie sollten unter der Aufsicht einer neuen
Regierungsbehörde stehen. Bedauerlicherweise wurde diese Behörde schon bald mit
Belialians und jenen bestückt, „die auf der Belialischen Gehaltsliste standen‰. Die
Öffentlichkeit durfte auf individueller Basis entscheiden, von wem sie ihren Strom
beziehen wollte. Diejenigen, die sich strikt an die Grundsätze der Kinder von dem
Gesetz des Einem hielten, zogen das natürlich überhaupt nicht in Betracht, aber
diejenigen, die nicht so engagiert waren, gingen beide Wege. Viele jedoch waren gerne
bereit, sich mit ihrer Stromnutzung zurückzuhalten, um zu verhindern, dass der
Missbrauch der Animatauren unterstützt wird. Wir hatten ein computerüberwachtes
Stromschaltpult in unserem Haus installiert. Es überprüfte, wie viele Geräte und welche
Geräte zu einem bestimmten Zeitpunkt in Betrieb waren, um unseren Strom optimal zu
nutzen. Es überwachte auch die Beleuchtung und schaltete sie in Bereichen des Hauses
aus, in denen niemand anwesend war.
Die Bauart des Kraftwerks, das ich in meiner Vision sah, war Belialisch, und es
war nicht weit von hier. Da es bei KephÊs Story um die Stromausfälle auf dieser Seite
von Eden-Stadt ging, war das die einzige Anlage, die darin verwickelt sein konnte.
KephÊs Tod hatte irgendwas damit zu tun. Aber was? Ich musste denken wie ein
Reporter. Was würde Keph tun, um über seine „Brownouts‰-Story zu berichten? Zum
einen würde er Fragen stellen (offensichtlich). Mit wem würde er wohl reden? Natürlich
mit den Führungskräften des Stromkonzerns. Und vermutlich würde er auch mal zur
Anlage hinausgehen, um das Management zu interviewen.
Ich beschloss in KephÊs Fußstapfen zu treten, um seine Recherche
nachzuvollziehen. Wenn ich mich selbst als Reporter tarnen könnte, würde ich vielleicht
über die gleichen Dinge stolpern, die er entdeckte. Ich würde etwas Hilfe benötigen, um
eine brauchbare „Tarnung‰ aufzubauen. Mal sehen – wen hat er bei dem Sender gut
gekannt? Und noch wichtiger, wem könnte ich bei dem Sender vertrauen? Es war Zeit,
um Siddy vom Heilungstempel abzuholen. Als ich abflog, befahl ich meinem Transschiff,
einen hohen langsamen Vorbeiflug an der Kraftwerksanlage zu machen. Ich wollte einen
besseren Blick auf dieses Ding bekommen, das jetzt allem Anschein nach im Mittelpunkt
von so vielem in meinem Leben stand. Als wir sie überflogen, dachte ich mir, „Herrje,
das schaut wirklich nicht nach viel aus. Gewiss nichts Ungewöhnliches. Nur dieses
unsichtbare Zeug.‰ Ich wusste, dass die meisten Leute niemals KephÊs Blutflecken
überall auf dem ganzen verdammten Ding sehen würden – aber ich schon.

33
Sidome erwartete mich am Zugang. Ich erzählte ihr von meinem neuen
Gedankengesteuerten Transschiffcomputer, und wie mein kleines Spielzeug während
meines Abenteuers mit den Vollstreckern mir das Leben rettete (Ich änderte die
Geschichte jedoch ein bisschen ab – um den Unschuldigen zu schützen – hauptsächlich
meinen Arsch). Ich wusste das Sidome wahrscheinlich denken würde, dass meine
Aktionen brutal waren, und ich wollte ihr nicht haargenau erzählen, wie es ablief.
„Was geschah als nächstes Osirus? Was hast du mit ihnen gemacht? Brachtest du
sie zu den Tempelwächtern?‰
„Na ja... Oh, wir sollten einen Zwischenstopp machen und etwas Oolang {Chinesische
Teesorte} für nachher aufsammeln.‰ Ich wechselte geschickt das Thema.
{{Erzähl es ihr, Osirus}} Daran bestand dieses Mal kein Zweifel. Das war Isis,
nicht meine Gewissen.
„Na ja, Siddy...weißt du...ich war ziemlich aufgeregt. Mein Adrenalin war ganz
außer Kontrolle, du weißt ja? Ich hab sie wohl irgendwie geschubst.‰
„Was meinst du mit, sie geschubst? Wohin hast du sie geschubst?‰
„Aus meinem Schiff...‰
„Während du noch in der Luft warst?!‰
„Mehr oder weniger.‰
„Ach, Osirus.........manchmal bist du komisch.‰
„Manchmal komisch?‰ Und manchmal konnte Siddy wirklich komisch auf mich
wirken. Manchmal überraschte sie mich wirklich – wie jetzt eben.
„Ja. Hast du gedacht, ich würde wütend auf dich sein oder von dir enttäuscht
sein, oder was?‰
„Na ja, du bist so freundlich, so fürsorglich und mitfühlend... und die große
Heilerin und alles.‰
„Ja, aber diese Männer haben versucht dich zu töten, mein Liebling. Sie hatten
nicht annähernd etwas an sich, das es Wert war zu retten, soweit es mich betrifft.‰
„Ich bin froh, dass du so empfindest, Siddy. Ich hatte Angst, du würdest schlecht
von mir denken.‰
„Das ist unmöglich, Osirus.‰ Sagte sie mit einem Grinsen auf ihrem Gesicht.
„Hey...Was meinst du damit?‰
„Nichts, Dummerchen. Ich hab dich nur geneckt.‰
„Oh.‰
Als wir nach Hause kamen, wartete Isis an der Tür. Wir hatten eine lange
Dreifachumarmung, und eine Energie-/Bindungstechnik, die uns allen ein ziemliches
„High‰ bescherte. Schon bald schlüpften wir aus unseren Klamotten und glitten in den
durch Warmluftzufuhr beheizten Pool {heat-aeration pool – so eine Art Whirlpool}.
„Siddy, Liebster, kann ich euch etwas zu trinken bringen?‰, fragte Isis.
„Ja, Schatz. Etwas von dem Oolang das klingt prima!‰
Wir hatten eine Wet-Bar, die auf einem Felsvorsprung stand, der über den Pool
hinausragte. {Anm. d. Übers.: Eine Wet-Bar ist eine Theke mit Spüle zum Mixen von Drinks.}
„Du, Osirus?‰
„Ja. Einen Doppelten, bitte.‰
„Ach, armer Osirus. Das war eine harte Woche für ihn, Siddy. Du wirst dich gut
um ihn kümmern müssen.‰ Schmunzelte sie.
„Oh, das werde ich, Isis. Und du ebenfalls.‰ Sie hatte das teuflischste kleine
Grinsen aufgesetzt.
„Oooooo!‰, erwiderte Isis. Genau in diesem Moment schnellten die Köpfe von
dreien unserer Delfinfreunde im Gezeitenpool aus dem Wasser.

34
„ 2. b .. F s *... h J . h.. s..wW..μ I .. m x B. !!! ‰
„Es ist so schön, euch auch zu sehen!‰, sagte Sidome zu ihnen. Es waren Nur-
ree, Sur-ree und Neph-toon. Nephtoon war ein großer männlicher Delfin und der
Anführer der gesamten Meeressäugergemeinschaft, die im Gebiet des Atlantischen
Meeres lebte. Nurree und Surree waren zwei seiner Gefährtinnen. Sie waren alle sehr
enge Freunde von uns. Isis und Sidome konnten sie verstehen, aber ich hatte die
Fähigkeit noch nicht ganz entwickelt, obwohl ich es versuchte. Alle Delfine hingegen
schienen kein Problem zu haben, uns zu verstehen.
„ R.. 4 9. &. J a. . Rl ..8 2c ... & R.. &2 3 ? ‰ Sie haben gefragt, ob wir ein Spiel
mit ihnen spielen wollen. Wir hatten wasserfeste Plastikkarten, die wir hauptsächlich
zum Spielen mit ihnen verwendeten. Ihr Lieblingsspiel war eines, bei dem wir versuchen
mussten, abwechselnd zu erraten, welche Karte jemand anders in der Hand hatte (bzw.
Flosse, wie es der Fall sein konnte). Wenn derjenige, der an der Reihe war, die Karte in
der Hand eines anderen richtig erraten hatte, bekam er die Karte. Wenn die Vermutung
falsch war, musste derjenige einen Fisch essen. Das Spiel machte den Delfinen viel
mehr Spaß. Und weil ich der schlechteste Hellseher war, endete ich in der Regel mit
den meisten Fischen – aber sie wussten, dass ich ihnen meinen Fisch geben würde,
anstatt ihn zu essen.
„Nein, nicht jetzt meine Lieblinge, aber vielleicht später. Wir haben zuletzt nicht
viel Zeit miteinander verbringen können und wollen einfach nur entspannen und noch
ein schönes Tantra haben.‰
„a d wi ..93 8 3 ..g a k j 8 ....d g 2 9 nha .c. .c . 2‰ Damit sprangen sie hoch
die Luft, tauchten zurück in den Pool und waren im Nu weg, ich schätze, sie verstehen
das ganz gut. Isis bereitete schon mal das Schlafgemach vor, während Sidome und ich
weitermachten, um unter dem warmen, sprudelnden Wasser zu kuscheln.
„Ich bin im Schlafgemach, wenn ihr zwei soweit seid.‰
„Wir sind in ein paar Minuten da, Liebling.‰
Wir stiegen aus dem Pool und nahmen ein kurzes Bad im Gezeitenpool. Das
kühle Salzwasser war erfrischend und fühlte sich so lebensspendend an. Als wir
gemeinsam zum Schlafgemach gingen, nahm Sidome meinen Arm und lehnte ihren
Kopf an meine Schulter.
„Es fällt mir schwer, so oft weg zu sein, Osirus. Ich weiß, es ist meine Pflicht und
ich habe meine Rolle zu erfüllen – und ich fühle mich gut dabei, Menschen zu helfen,
aber... ich sollte mehr mit dir und Isis zusammen sein, vor allem jetzt.‰
„Was meinst du mit, vor allem jetzt.‰
„Hat Isis es dir nicht erzählt. Ich will schwanger werden.‰
„Wasss? Nein, sie hat es mir nicht erzählt. Du weißt doch, wie Isis es liebt,
Geheimnisse zu bewahren.‰
„Ich vermute ich bin auch ein bisschen geheimnisvoll.‰ Sie sah mich mit diesen
großen sanften Kätzchenaugen an. Sie hatte den Blick, als würde sie um Zustimmung
bitten.
„Nun, wann soll das denn passieren?‰
„Heute Nacht.‰
„Na danke, dass du es mir erzählst!‰
„Bist du mir böse?‰
„Nein. Ich schätze, ich hab es einfach nur satt, so außen vor zu sein, dass ich hier
immer der Letzte bin, der irgendwas erfährt. Aber ich bin dir nicht böse, mein Liebling.
Ich denke, dass es wunderbar ist. Und ich werde mich sicherlich darauf freuen,

35
mehr von dir hier zu sehen. Alles, was ich zurzeit ständig anblicken muss, ist Isis (sagte
ich scherzend)
{{Das habe ich gehört!}}
{{Gut. Das hat man davon, wenn man die ganze Zeit Gedanken anzapft!}}
„Allerdings Siddy, denke ich nicht, dass wir noch sehr lange hier sein werden.‰
Sie blickte sehnsüchtig und sagte, „Ich weiß. Ich spür es auch. Ich hatte gehofft, die
Geburt des Kindes würde hier sein, mit uns allen und den Delfinen in der Nähe, um
seine Ankunft zu zelebrieren.‰
„Seine?‰
„Ich weiß, er wird ein gutes und machtvolles Wesen. Toth erzählte mir, dass es
eine ÂWartelisteÊ bei mir gäbe. Kannst du dir das vorstellen?‰
„Wie könnte es anders sein bei jemandem, der so liebevoll ist wie du.‰
Als wir das Schlafgemach erreichten, lag Isis verführerisch quer über dem Bett.
Sie hatte die Matratze mit weißen Satinbettlaken neu bezogen und hatte weiße Satin-
„Donuts‰ auf ihren Nippeln. Sie hatte erotische schwarz-genetzte Reizwäsche an (wenn
du „etwas anhaben‰ so nennen könntest), und einen Stimulationsstab in ihrer Hand.
„Au Backe. Es sieht so aus, als ob uns jetzt was blüht, Siddy‰
„Osirus, du legst dich einfach hier hin und hältst den Mund, oder ich muss dir
Fesseln anlegen. Siddy, für dich hab ich auch ein paar hübsche neue Sachen besorgt –
dort drüben auf der Kommode.‰
„Ähmmm, die sind hübsch, Schatz. Danke. Oooo, für was ist das denn?‰
Ich blickte auf das seltsame Objekt. Dann schaute ich zu Isis rüber und sagte, „Ich
weiß, ich weiß. Dies obliegt dir zu wissen und mir, es herauszufinden, richtig?‰
Später an diesem Abend, war die Zeit zur Empfängnis gekommen. Dies sollte
eine bewusste Empfängnis werden, wie es bei der Schwesternschaft und den Hohen
Initiierten der Bruderschaft üblich war. Als die Zeit kam (und auch für mich [ich weiß,
ich weiß]), waren wir alle in den tiefsten Ebenen der Tantrischen Bindung. Unsere
Seelen waren eins miteinander und mit dem Universalen Einem. In unseren Gedanken
beschlossen wir alle gleichzeitig, {{„Der Wille des Einem geschehe in uns‰}}. Dann
brachen wir in einen wundersamen gegenseitigen Orgasmus aus, der sich anfühlte, als
ob die Erd-Mutter mit uns zusammen einen Orgasmus hätte. In gewisser Weise,
vermute ich, hatte sie einen. Eine große Seele hatte sich zu uns gesellt, und er würde ein
Segen für alle sein – auch für die Erd-Mutter. Siddy und Isis konnten die Aura und die
Essenz des Neuankömmlings sehen. Ich konnte es nur empfinden. Ich konnte erkennen,
dass er männlich war, und er fühlte sich für mich sehr vertraut an.
„Wisst ihr, wer das ist?‰, sagte ich.
Isis antwortete, „Natürlich Osirus.‰ Und sie inspizierte Sidome und grinste dabei
wie die Katze, die gerade den Kanarienvogel verschlungen hat. Sidome lächelte mich
zärtlich an und sagte „Es ist dein Vater, Osirus. Ho-rus von Alta.‰
Ich konnte nichts mehr sagen. Mir klappte der Mund auf. Ich war begeistert! Mein
Vater und ich waren uns sehr nahe. Er war ein vollständig Initiierter der Bruderschaft
und saß einmal zur rechten Hand von Toth. Wieder zusammen zu sein wäre eine
solche Freude, und sich um ihn als Kind zu kümmern, würde eine große Ehre sein. Wir
saßen alle zusammen in einem Kreis mit der Essenz von Horus in der Mitte und
begrüßten ihn mit dem heiligen Chant der Mannigfaltigkeit des Einem, dem
Tetragrammaton {JHVH – siehe LTA Kap. 19}. Und natürlich mit unserer Liebe.
H

36
KAPITEL SECHS
Ritter des Delfins
BUM!.....BUM!.....BUM!.....
„Was zur Hölle ist das für ein Geräusch?!‰, murmelte ich zu mir, als ich mich aus
meinem tiefen Schlummer kämpfte. Ich richtete mich auf und lauschte. Nichts. Ich
schaute auf die Uhr – 3 Uhr morgens. {{Na prima – Jetzt kann ich wahrscheinlich nicht
mehr einschlafen.}} Ich legte mich wieder hin und hoffte entgegen aller Hoffnung, dass
ich zu meinem Traum an die gleiche Stelle zurückkehren würde, wo ich ihn verließ.
BUM!....BUM!....BUM! Da war es wieder!
„ R.3.3E. .μ. I w. . . q Q. !!!! ‰ Ein Delfingespräch! Ich richtete mich wieder auf
und sah mich durch meine verschlafenen Augen um. Ich stand auf und schaltete die
Riffbeleuchtung ein. Es waren Delfine! Was zur Hölle haben die vor?
„Isis! Sidome! Wacht auf!‰
„Was gibtÊs, Osirus?‰, sagte Isis widerwillig.
„Die Delfine pochen heftig mit ihren Nasen an das Fenster. Sie sagen etwas, aber
ich verstehe es nicht."
„OK, OK. Ich werde den Visi-Com-Anruf entgegennehmen...‰
„Halb so wild, Isis.‰
„Siddy, kannst du mir erzählen, was zur Hölle die da sagen?‰
„Ja, mein Lieber...beruhige dich. Ich werd mal nachsehen, was sie wollen.‰
Sie schloss ihre Augen und kommunizierte auf psychische Art mit ihnen. Nach nicht mal
einer Minute schlug sie ihre Augen wieder auf und sprach plötzlich, „Osirus. Sie sagten,
es sind Taucher da draußen, die auf dem Weg zum Haus sind.‰
„Wie viele?‰
„Ähm...‰ Sie schloss wieder für eine Sekunde ihre Augen, „Zwei.‰
„Klingt nach einem weiteren Vollstrecker-Killerkommando. Sie werden wohl
planen, unsere Abwehr zu umgehen, indem sie durch den Zugangstunnel des
Gezeitenpools kommen. Verdammt! Ich wusste, ich hätte das in unsere
Hausverteidigungspläne miteinbeziehen müssen.‰
„Isis! Wach auf!‰
Sidome war sofort am Außenschaltpult des Sicherheits-Visi-Com-Monitors.
„Da wird etwas erfasst, etwa 300 Meter vom Zugangstunnel entfernt.‰
„Einen Todesstrahl hat vermutlich niemand zur Hand?‰
„Wir brauchen keinen, Osirus. Wir haben mich.‰ Isis war nur halb wach, aber in
vollem Umfang prahlend.
„Jaah, aber was ist, wenn man dich überrascht?‰
„Wen...mich? Ich verfolge sie doch bereits. Niemand stiehlt mir mein Transschiff
und kann ungestraft davonkommen.‰ Sie war immer noch ein bisschen weggetreten.
„Ähm...Jaah...Sicher, Isis. Ich würde mich mit einem Todesstrahl trotzdem besser
fühlen. Ich steige in meinen Tok-Ri Kampfanzug und erwarte sie am Gezeitenpool.
Sowie sie ihre hässlichen kleinen Köpfe aus dem Wasser stecken, werde ich sie mir
krallen.‰
„Sie mit was krallen?‰, sagte Isis sarkastisch.
„Mit einer meiner Tok-Ri Waffen – etwas mit einer schönen scharfen Spitze.‰

37
„Wie? Mit deinem Kopf? Entschuldige – ich scherze nur.‰
„Nicht jetzt, Isis. Das ist ernst. Wach doch mal auf?! Sidome, sobald sie am
Gezeitenpool ankommen, begibst du dich in die Tauchschleuse. Wenn sie an mir vorbei-
kommen, benutzt du den Notausstieg – die Delfine werden dir von dort aus helfen.‰
„Aber Osirus...‰
„Keine Ausreden, Siddy. Du hast jetzt an ein Kind zu denken. Tu es einfach –
widersprich mir nicht.‰
„Na gut.‰ Sagte sie widerwillig. „Ihr passt aber besser auf euch auf, sonst werd ich
euch beide killen!‰
„Isis, du bleibst...Isis?‰ Isis war zum Ende des Korridors gegangen während ich
sprach. Sie wollte es mit dem Eindringling alleine aufnehmen. Suree erschien wieder am
Fenster, „ f w.0 f n.. a nf 3 92....3 .. X‰.
„Was hat sie gesagt Sidome?‰
„...Sie versuchten die Taucher zu stoppen. Nuree wurde mit einem Todesstrahl
erschossen. Nephtoon hat einen von ihnen ausgeschaltet, aber der mit dem Todes-
strahl kam davon.‰
„Schnell Siddy, benutz die Riff-Gegensprechanlage. Warne alle Delfine, damit sie
einen Sicherheitsabstand einhalten. Ich gehe Isis hinterher.‰
„Osirus – jemand befindet sich am Eingang des Tunnelzugangs. Oh, Nein! Einer
der Delfine kommt hinter dem Taucher hoch. Es ist Nephtoon.‰ Nephtoon war ein
treuer Freund und hartnäckig. Es war klar, dass er unsere Warnung ignorieren würde.
„Er hat das Bein des Tauchers gepackt. OHHhhh! Er hat Nephtoon erschossen!‰
„Behalte deine Augen auf dem Monitor – ich hol meine Tok-Ri Ausrüstung und
leg meinen Waffengurt an. Halt mich über jede Bewegung auf dem Laufenden.‰
„Osirus, der Taucher ist jetzt im Tunnel! Ich schalte auf die Innenkameras. Der
Taucher kommt aus dem Gezeitenpool – legt seine Aqua-Ausrüstung ab. Ich sehe Isis
nirgendwo. Ich habe hier eine Bewegung in der Hauptlounge – er bewegt sich auf die
Vorderseite des Hauses zu. Er ist an der Vordertreppe. Geht hinunter – vermutlich in
Richtung unseres Schlafgemachs.‰
„Wo zur Hölle ist Isis?‰
„Ich weiß nicht. Sie ist immer noch nirgends zu sehen!‰
„Los, geh in die Tauchschleuse, JETZT SOFORT!‰
Sidome eilte zur Schleuse – „Schalte auf Infrarot-Scan, Osirus – wenn Isis ein
Tarnfeld benutzt, müsste es dir noch möglich sein, etwas auf Infrarot zu bekommen.‰
Ich reagierte schnell auf SidomeÊs Vorschlag. „Da ist sie.‰ Ich konnte IsisÊ Kontur
jetzt auf dem Monitorschirm sehen – sie war fast am vorderen Treppenabsatz... wie
auch das „Spiegel-des-Lichts‰-Feld, aber ich war mir nicht sicher. Sie sagte nichts zu
mir, sie schlich sich einfach davon. Was, wenn sie es nicht war?! Sie hatte schon immer
ein Problem damit, schnell wach zu werden – doch was für mich noch beunruhigender
war... sie hatte auch ein Problem mit Schlafwandeln. Es war zu spät, ihr
hinterherzurennen. Ich schnallte es... das Anzeigeschaltpult für die Stromverteilung des
Hauses war genau hier in unserem Schlafgemach. Vielleicht könnte ich Isis zumindest
ein bisschen Hilfe geben – indem ich für unseren tödlichen Eindringling eine kurzzeitige
Ablenkung erzeuge. Ich stellte den Computer für die Stromverteilung von automatisch
auf manuell um. Jetzt konnte ich jedes Licht im Haus kontrollieren. Vielleicht könnte ich
den Eindringling glaubend machen, dass jemand hinter ihm im Obergeschoss ist.

38
Ich schaltete das Licht am oberen Treppenabsatz ein. Der erstaunte Eindringling drehte
sich schnell um und feuerte die Treppe hinauf. Genau in diesem Moment kam Isis in
Sicht, streckte ihre Arme in Richtung des Eindringlings und ließ eine solche
Energieexplosion heraus, dass es ihn den halben Weg zurück die Treppe hinauf warf.
Ich gab Sidome zur Entwarnung ein Zeichen, und sie rannte von der Tauchschleuse
zurück.
„Es sieht so aus, als hätte Isis beim Kochen des Frühstücks heute einen
Vorsprung bekommen.‰ Sagte ich zu Sidome, „...Und da kritisiert sie mich, weil ich
jemanden aus meinem Schiff rausgeworfen hab!‰
„Dem Himmel sei Dank für die Delfine. Wir würden alle ÂFrühstückÊ sein, wenn
es nicht deren Wachsamkeit und selbst-aufopfernde Hilfe gegeben hätte. Ich seh mal, ob
ich irgendetwas für sie tun kann.‰
Sidome benutzte die Riff-Gegensprechanlage, um die Delfine zu bitten, die Körper
von Nephtoon und Nuree zum Gezeitenpool zu bringen.
Ich traf Isis im Korridor am unteren Ende der Treppe. Sie war durch das
Verbrauchen von so vielen ihrer Lebensenergien ein wenig benommen.
„Setz dich Isis. Es ist jetzt alles vorbei. Das hast du gut gemacht, Kleines.‰
„Mir geht es wieder gut, Osirus. Ich habe überhaupt nicht darüber nachgedacht,
was ich tat. Vielleicht war ich noch im Schlaf. Oder vielleicht sind es meine Ersatz-
ÂMamaÊ-Abwehrkräfte, die automatisch angegangen sind.‰
„Vermutlich! Er hat nicht einmal deinen ÂSpiegel-des-LichtsÊ-Trick mitbekommen,
so schnell hast du ihn weggepustet!‰
„...Ich....Ich glaube nicht, dass ich ihn angewendet habe, Osirus.‰
„Oh, Isis!‰
Der Brustkorb des Kerls qualmte noch. Seltsam, er kam mir bekannt vor. Er sah
mir nicht nach einem gewöhnlichen Vollstreckerkiller aus.
„Isis, würdest du die Wächter telepathisch kontaktieren, und sie bitten, dass sie
umgehend hierher kommen?‰
„Sicher.‰
Sidome rannte an uns vorbei, nahm gleich zwei Stufen die Treppe hoch und
sprang mit einem weiten Satz direkt über den Körper unseres Eindringlings. Während
sie vorbeilief, schrie sie, „Osirus – hol meinen Medizinkoffer aus dem Schiff!‰
„Gleich Siddy!‰
„Die Wächter werden in wenigen Minuten hier sein.‰ Sagte Isis, die noch immer
benommen aussah.
„Gut. Du gehst dich hinlegen, Schatz. Siddy und ich kommen ab hier schon klar.
Ich muss jetzt sofort gehen, um ihr bei den Delfinen zu helfen.‰
„Ohhh, die armen, lieben süßen Dinger. Welch edle Wesen...Ich hoffe Siddy kann
etwas tun.‰
Ich holte SiddyÊs Koffer und eilte zum Gezeitenpool. Siddy war bereits im Wasser,
um die Verletzungen an den leblosen Körpern der Delfine abzuschätzen.
„Es sind ernsthafte Verbrennungen durch die Strahlen, hätte ich doch nur eine...‰
Sie fing an, sich durch ihren Koffer zu wühlen, und suchte verzweifelt nach etwas.
„Oh, dank sei dem Einem! Ich habe meine Wiederherstellmatrix für Tiefengewebe
bei mir. Wenn es jetzt nur nicht zu spät für sie ist, um zu ihren Körpern zurückzukehren...‰
„Kann ich irgendwas tun?‰
„Ja. Hol Isis und hol sie so schnell du kannst wieder her.‰
„Ich kann sie rufen.‰
{{Isis!}}

39
{{Ja, Osirus.}}
{{Sidome braucht uns für die Delfine.}}
{{Ich komme.}}
„Sie ist unterwegs, Siddy.‰
„OK. Wenn sie hier ankommt, müssen wir unsere Energien vereinen und sie auf
die Körper der Delfine fokussieren. IsisÊ große Kraft ist unsere einzige Hoffnung. Wenn
sie genügend von ihrer Energie zur unsrigen hinzufügen kann, könnten wir sie
zurückbekommen.‰
„Sie ist allerdings furchtbar angeschlagen, Sidome.‰
„Ich weiß.‰
Isis kam ganz außer Atem in den Raum gerannt.
„Bist du OK? Sidome möchte, dass wir unsere Energien verbinden und auf die
Delfine fokussieren.‰
„Mir geht es gut.‰
„Sie sagte sie braucht all deine Kraft, bist du dir sicher, dass du dich ohne
Schaden zu nehmen entleeren kannst?‰
„Kein Problem. Selbst wenn es gefährlich wäre, die Delfine gaben ihr Leben, um
uns zu helfen. Ich würde ebenso viel für sie tun. Aber keine Angst, mein Lieber. Mir
wird es gut gehen.‰
Wir standen im Kreis und fassten uns an den Händen. Sidome lenkte die Energie
mit ihrer Gedankenkraft und bewegte sie im Kreis herum. Während sie dies tat, füllten
Isis und ich das glühende Rad mit unseren Energien an. Der immer größer werdende
Kreis an Kraft brachte die Möbel um uns herum zum Vibrieren. Als sie schließlich
ausreichend intensiv geworden waren, leitete Sidome sie in einen Lichtbogen, der durch
die Körper der beiden Delfine schlug. Ausgelaugt fielen wir zu Boden. Die Körper der
Delfine sahen erbärmlich aus und verkrampften sich. Lebensenergie durchdrang jetzt
ihre geheilten Körper. Wenn nur der Lebensfunke zurückkehren würde – die Seelen von
Nuree und Nephtoon.
„ f no..3.t u . .6 93 ..7 .3 u .r g. f 8 9 2..f f ..‰ Sie waren wieder da! Es hatte
geklappt!
„Isis! Schau! Es geht ihnen gut! Isis?...‰ Isis war gegangen. Ihr Körper war
da...aber sie war gegangen.
„Siddy! Was ist mit Isis geschehen?‰
„Ich weiß es nicht, Osirus. Sie scannt sich okay an. An ihrem Körper ist nichts zu
beanstanden. Alles, was wir tun können, ist warten. Sie wird zu ihm zurückkommen,
Osirus. Mach dir keine Sorgen.‰
Doch ich konnte erkennen, dass sie besorgt war. Sehr besorgt.
Ich brachte IsisÊ Körper runter zum Schlafgemach und legte ihn auf meinem Bett
nieder. Er atmete noch, sehr langsam. Aber das Leben, das einst dort lebte, war
gegangen. Die Delfine waren alle draußen vor dem Fenster am Beobachten. Es ist
schon komisch, sie schauen immer so, als würden sie lächeln, ganz gleich, was sie
fühlen. Aber ich konnte erkennen, dass sie jetzt nicht lächelten.

40
KAPITEL SIEBEN
Möchte der echte Wächter sich bitte erheben
{{Toth?}}.....{{Toth?.....}}
{{Ich hörte dich beim ersten Mal, Osirus.}}
{{Irgendwas ist mit Isis geschehen. Sie verließ ihren Körper, nachdem sie
während der Auferweckung von zwei Delphinen enorme Energiemengen
hindurchgeleitet hatte. Sie ist nicht zurückgekehrt}}
{{Nimm dir die Wächter und bring ihren Körper zu mir.}}
{{Ja. Danke, Meister Toth.}}
Kurz nach meiner Gedankenkommunikation mit Toth trafen die Wächter ein. Ich
empfing sie am Flugsteig. Der erste Wächter rannte aus dem Schiff auf mich zu und
sagte: „Der Hohe-Wächter erhielt einen Gedankenkommunikationsnotruf von hier.
Was ist los?‰
„Wir hatten ein paar unliebsame Besucher. Sie brachen gegen 3 Uhr in das Haus
ein. Sie hatten Todesstrahlen. Ich glaube, es war ein Vollstrecker-Killerkommando. Sie
haben zwei Delfine getötet, die versucht haben, uns zu schützen.‰
„Wo sind sie jetzt?‰
„Sie kamen durch einen Delfin-Zugangstunnel zu unserem Indoor-Gezeitenpool.
Die Delfine erwischten einen von ihnen, Isis erwischte den anderen.‰
„Isis erwischte den anderen?‰
„Ja. Sie „schaltete ihn aus‰ mit einer Energiewoge.‰
„Einer Energiewoge, von was?‰
„Von ihren inneren Ressourcen.‰
„Ich verstehe. Wo ist der Vollstrecker jetzt?‰
„Folgt mir.‰
Ich geleitete sie hinunter zu der Stelle, wo der Körper unseres Möchtegern-Killers
lag. Sein Körper qualmte immer noch. Einer der Wächter sah auf den „gebratenen‰
Vollstrecker hinunter und witzelte, „Hey – weißt du nicht, dass Rauchen schlecht ist für
deine Gesundheit?‰ Wächterhumor nehme ich an.
Chef-Wächter Engel kreuzte ein paar Minuten später auf. Er war zusammen mit
seinem Team von Elite-Wächtern separat gekommen. Ich traf sie im Obergeschoss.
Engel sah sich kurz um, dann sah er mich mit einem Lächeln an und sagte „Niedliches
Outfit, Osirus.‰ (Ich trug immer noch mein Tok-Ri Gewand)
„Sieht aus, als ob es eine hübsche Party war.‰ Sagte Engel.
„Party. Huh! Jaah, irgendeine Party.‰
„Was ist los?‰ Ich führte ihn die Treppe hinunter und erzählte ihm die Geschichte
von den Ereignissen der Nacht.
„Dieser Kerl kommt mir bekannt vor Engel. Ich würde gerne die Ergebnisse des
ID-Scans {Identitätsfeststellung} erfahren, sobald du sie hast.‰
Engel hob das Gesicht des Mannes an, damit er es sehen konnte. „Heiliger...! Du
musst nicht auf den ID-Scan warten, Osirus. Ich kann dir jetzt schon sagen, wer das ist
– aber ich kann es fast nicht glauben.‰

41
„Also wer zur Hölle ist das?!‰
„Es ist Tu-Kam. Er ist ein ... Wächter.‰
„Ein Tempelwächter?! Bist du dir sicher?!‰
„Ich würde bei so etwas nie Vermutungen anstellen, wenn ich mir nicht sicher
wäre.‰
„Was bedeutet das?‰
„Mehr, als ich überhaupt in Betracht ziehen möchte.‰
Engel ordnete an, den Körper an Bord ihres Schiffes zu bringen, dann fing er an,
die abgeworfene Aqua-Ausrüstung des Attentäters sorgfältig zu durchsuchen.
„Das ist Spezialzeug – du kannst Ausrüstung wie diese nicht in jedem Laden
kaufen. Und es ist keine BSA-Standardausfertigung.‰
„Was sagt dir das?‰
„Es sagt mir, dass er von jemandem sehr weit oben in der Regierung ausstaffiert
wurde. Was hat es mit all dem eigentlich auf sich, Osirus? Warum war er hinter dir
her?‰
Ich informierte ihn über die ganze Geschichte mit Keph und die Verbindung zum
Kraftwerk.
„Du solltest besser echt aufpassen, Osirus. Das ist nicht nur ein Mord – es ist eine
heiße Regierungssache. Du, Isis und Sidome bleibt besser auf der Hut, bis wir etwas
darüber herausfinden.‰
„Ich fürchte, es ist nicht so einfach, Engel. Ich muss das persönlich weiter-
verfolgen – Toth sagte, es wäre meine Suche nach abschließender Initiation. Und
Isis,... wegen Isis muss ich auch noch mit dir reden. Toth sagte, du sollst ihren Körper
zu ihm bringen.‰
„Ihren Körper ?!!‰
„Ja. Ich will es jetzt nicht diskutieren. Frag Toth, ob er es erklären will.‰
„Sicher, Osirus. Es tut mir sehr leid.‰
„Jaah. Mir auch‰
Ich brachte IsisÊs Körper zum Schiff der Wächter. Es war ironisch, dass sie Seite
an Seite mit dem Körper des Mörders flog, den sie erst kurz zuvor „geräuchert‰ hatte.
Ich wollte mich nicht von ihr trennen und musste mich immer wieder daran erinnern,
dass es nur ihr Körper war, und dass sie noch am Leben war...irgendwo. Und dass dies
ihre einzige Hoffnung auf eine Rückkehr zu ihrem irdischen Vehikel sein könnte. Ich
küsste sanft ihre Lippen, vielleicht zum letzten Mal. Ich blieb bei ihr, bis die Wächter mir
sagten, sie müssten jetzt aufbrechen. Sidome war soeben mit Nephtoon und Nuree
fertig geworden.
„Osirus...Ich schätze, ich hätte nicht sagen sollen, mit Isis wäre alles in Ordnung.
Es tut mir leid.‰
„Es ist nicht deine Schuld, Siddy. Niemand ist schuld. Wir hätten nichts anderes
tun können als das, was wir taten.‰
„Ich fühle mich aber schrecklich, dabei zu helfen, ein Leben auf Kosten eines
anderen zu retten, das geht gegen alles, wofür ich stehe, persönlich und beruflich.‰
„Da gab es aber nicht viel Auswahl, zumindest moralisch. Toth wird vermutlich
aber in der Lage sein etwas zu tun, Siddy. Es liegt jetzt in den Händen der Hierarchie,
und wenn irgendein Wesen auf dieser Erde die Fähigkeit hat, Isis zurückzubringen, dann
ist es Toth. Wir müssen das Haus wieder absichern, Siddy. Ich bezweifle zwar, dass
heute Nacht noch jemand etwas anderes versuchen wird, aber nur für den Fall...‰
„Nephtoon hat für eine Gruppe Orcas Vorbereitungen getroffen, den
Zugangstunnel zu bewachen. Er patrouilliert ebenfalls in der Nähe mit etwa zwei
Dutzend großen Delfinen.‰
„Dank ihm doch bitte mal von mir.‰

42
„Sicher Schatz. Lass uns versuchen, jetzt endlich etwas Ruhe zu bekommen,
OK?‰
Am nächsten Morgen wachte ich zum Gepiepe der Visi-Com auf.
„Ja.‰ Sagte ich müde. Es war Engel auf dem Bildschirm. „Osirus, wir fanden
über Tukam ein paar Dinge heraus, und ich dachte, du würdest es sofort wissen
wollen.‰
„Ja, das tu ich, Engel. Danke. Was ist es?‰
„Erstens, es stellte sich heraus, dass er ein verdeckter Agent für die Vollstrecker
war. Das Seltsame ist – er hat es nicht einmal gewusst. Sein Gehirn war chemisch-
elenergetisch verändert, sodass seine Bewusstheit darüber für die BSA ein Agent zu sein
und auch seine grundlegenden Belialischen Überzeugungen und Gefühle in einer tiefen
Nische seines unterbewussten Verstandes verschlossen gehalten wurden. Selbst Toth
hätte keine Probleme bei ihm wahrnehmen können. Nur durch physikalische
Rückänderung seines Gehirns konnte er sich an seine wahre Loyalität erinnern und an
die Tatsache, dass er ein Vollstrecker war. Er war eine ganz hohe Karte, die jemand
ausspielte. Dich zu töten ist für jemanden SEHR wichtig. Außerdem erinnerte ich mich
daran, dass ich Tukam mal zu einer Hausparty bei dir mitgebracht hatte, zusammen mit
ein paar anderen Wächtern. Deshalb wurde er vermutlich aus der tiefen Deckung
herausgeholt – er kannte dein Haus von innen.‰
„Das ist unglaublich, Engel. Was nun?‰
„Na ja, weil er von IsisÊ Energieexplosion so beschädigt wurde, können wir keines
seiner synaptischen Erinnerungsmuster rekonstruieren – daher wissen wir nicht, wer
seine Kontakte waren. Aber jetzt, wo wir wissen, worauf zu achten ist, machen wir
unangemeldete Kontrollen bei allen Wächtern. Falls es da noch mehr von diesen
verdeckten BSA-Wächtern gibt, werden wir sie aufdecken. Wenn wir nur einen von
ihnen lebend fassen können, werden wir in der Lage sein, ihre Kontakte auszuloten und
finden heraus, wer hinter dem Ganzen steckt. Herrje, Osirus, ich hoffe wirklich, dass ich
nicht einer von diesen BSA-Geheimagenten bin!‰
„Ich denke nicht, dass du dir Sorgen machen musst, Engel. Du hast nicht die Art
von Nerv, den es braucht, um ein BSA-Agent zu sein.‰
„....Oh, danke. Für das Kompliment.‰
„Hast du etwas Näheres über Isis?‰
„Nein, aber ihr Körper liegt in der Feuerkammer. Meister Toth platzierte ihn
dort. Aber er hat seitdem zu niemandem etwas gesagt.‰
„Wir bleiben in Verbindung, ja?‰
„Natürlich Osirus.‰
Ich beschloss weiterzumachen und stand auf. Ich musste noch die Führungskräfte
des Kraftwerks „interviewen‰. Sidome gesellte sich zu mir, und ich gestaltete das
Frühstück.
„Nächstes Mal, Liebster...lässt du mich das Frühstück gestalten, ja?‰
„Was, du magst kein Schwarzbrot?‰
„Nicht wenn es anfängt weiß zu werden.‰
„Du musst dich damit anfreunden. Man gewöhnt sich nach einer Weile dran.‰
„Genau davor fürchte ich mich.‰
„Sidome, hast du irgendwelche Patienten, die Reporter sind?‰
„Nein. Aber ich hab eine Schulfreundin, die eine Reporterin ist. Sie ist beim
Chronicle.‰
„Ist sie eine vom Gesetz dem Einem oder eine Belialische?‰
„Gesetz des Einem – sehr streng. Warum?‰
„Ich muss jemanden finden, dem ich vertrauen kann, um mir eine Tarnung als
Reporter zu geben – so kann ich über das Kraftwerk ohne Verdacht Recherchen
anstellen.‰
„Dann wäre sie doch perfekt. Sie ist in der Nachrichtenredaktion.‰

43
„Fragst du sie für mich?‰
„Ich ruf sie jetzt an, wenn du willst.‰
„Nein. Lass uns das Frühstück beenden. Und den Augenblick der Ruhe
genießen.‰ Sie lächelte und drückte meinen Arm.
„Ist schon OK, ich ruf sie jetzt an.‰ Sagte sie, als sie mit einer Grimasse auf ihren
Frühstücksteller blickte.
Der Name der Reporterin war Re-Aht. Reaht war von meiner Story fasziniert
und willigte sofort ein, um zu helfen. Wir trafen uns in ihrem Appartement, um die
Details unserer verdeckten Ermittlung zu besprechen.
„Denk daran Reaht, du musst dies alles streng vertraulich behandeln. Mein Leben
könnte davon abhängen.‰
„Mach dir keine Sorgen, Osirus. Ich versteh das vollkommen. Außerdem würde
es auch das Ende mein Lebens bedeuten, wenn das jemals irgendjemand herausfindet –
zumindest im Nachrichtengeschäft.‰
„Danke Reaht.‰
Nach unserer Heimkehr ÂschliefenÊ Sidome und ich auf dem Sofa Âvor
Erschöpfung einÊ. Der Stress der letzten paar Tage zehrte noch immer an uns. Sie
erinnerte mich daran, meine Stress-Meditationen zu machen, und schloss sich mir
hierbei an. Nachdem ich mich entspannt und wieder zentriert hatte, begann ich damit,
mich auf meinen Tag als Reporter vorzubereiten. Ähnlich einem Schauspieler, der sich
darauf vorbereitet, eine Rolle zu spielen, „versetzte‰ ich mich „in den Charakter‰ – ich
setzte einen Hut mit breiter Krempe auf, faltete ihn auf der Rückseite in typischer
Reportermanier hoch – klappte meinen Kragen um und schleuderte eine Visi-Dat-
Kamera über meine Schulter. Endlich war ich soweit. Ich tätigte meinen Anruf bei der
Atlantis-Belenergie-Company.
„Hallo, hier ruft Roo-tee für den Eden- Chronicle an, wir würden gerne eine Story
über die jüngsten Brownouts machen, mit wem soll ich sprechen?‰
„Einen Moment bitte ...‰
Die Vermittlung war für fast fünf Minuten aus der Leitung.
„Hier spricht Ho-Tep, was kann ich für Sie tun?‰ Ich erklärte es erneut.
Nach meinem Geschwafel gab es am anderen Ende der Leitung eine Pause von
10 Sekunden, bevor Hotep schließlich das Schweigen brach.
„...Wir...hatten doch erst letzte Woche eine Story darüber gemacht? Warum
wollen Sie so schnell eine andere darüber machen?...Wie sagten Sie war ihr Name?‰
„Oh, der Name ist Rootee, es dreht sich um Zeitungen. Wir wollten die Story von
einem anderen Blickwinkel aus angehen, weißt du? Von diesen Brownouts sind sehr
viele Leute betroffen, und sie sind ganz gierig nach den Storys. Es verkauft sich gut,
weißt du? Ich kann versprechen, euren Konzern in einem guten Licht zu zeigen, wenn
es das ist, worüber du dich sorgst.‰
„Ach, jetzt versteh ich. Rootee, nicht wahr? Über welche Art von Blickwinkel
sprechen Sie?‰
„Geschichten aus dem Leben, weißt du? Solche Dinge. Die Leute sind ganz gierig
danach, weißt du?‰ Ich bluffte spitzenmäßig, aber ich hatte das Gefühl, dass ich besser
schnell mitdenken sollte, denn dieser Kerl hatte nicht vor, allgemeine Äußerungen als
Antworten zu akzeptieren.
„Geschichten aus dem Leben? Was für Geschichten aus dem Leben?‰
„Ach, weißt du, die Leute, die in der Anlage arbeiten, helfen doch anderen
Leuten, die helfen doch den kommunalen Unterstützungsprogrammen, nicht wahr?‰
{{Das ist es Osirus – dreh den Spieß beim Instant Messaging um!}} Konnte ich es im
Hintergrund flüstern hören. {Anm. d. Übers.: Instant Messaging (kurz 'im) steht für “sofortige Nachrichtenübermittlung”}
„Oh, ja, natürlich. Ich werde einen Termin mit unserer Vizepräsidentin für
Öffentlichkeitsarbeit für Sie vereinbaren, damit sie sich morgen um 14 Uhr hier mit
ihnen trifft. Sie wird Sie runter in die Anlage führen, um den Werksleiter und einige der
Arbeiter zu interviewen.‰
44
„Du meine Güte, toll. Ich werde da sein. Danke.‰
„Ach, nichts zu danken. Wir arbeiten immer gerne mit der Presse zusammen.
Also auf Wiedersehen.‰
Junge, seine Einstellung veränderte sich wirklich schnell. Na ja, so weit, so gut.
Nach Auflegen des Hörers nahm ich meinen Hut ab und wandte mich an Sidome. Ich
sprach mit ihr mit der Zuversicht eines Starreporters.
„Siddy, es sieht so aus, als ob ich startklar bin!‰ Sie sah mich zuversichtslos an –
in Bezug auf meine Fähigkeiten als Reporter – oder vielleicht als Ermittler – oder beides.
„Du solltest besser umgehend Reaht anrufen, damit sie an deiner Story in vollem
Umfang mitwirken kann.‰
„Genau. Gute Idee.‰
„Grüß dich, Reaht. Ich hab das Interview bekommen. Es ist für morgen um 14
Uhr angesetzt.‰
„Ich weiß. Die riefen bereits hier an, um es zu bestätigen. Zum Glück bekam ich
den Anruf.‰
„Ich denke, es war mehr als Glück, Reaht. Gut. Wir sind dann startklar.
Nochmals vielen Dank.‰
„Keine Ursache, Osirus. Viel Glück.‰
„Wünsch mir mehr als Glück. Ich werd es brauchen.‰

45
KAPITEL ACHT
Ein Harter Rittertag
{A Hard day’s Knight}
Ich landete auf dem Dach des Atlantis-Bel-Gebäudes. {A.d.Ü.: Bel steht hier als Akronym für
“Belialian Electricity”.} Ich muss zugeben, ich war mehr als ein bisschen nervös, als ich der
Lebensröhre {der Nase} folgend zu den Vorstandsbüros runter ging. Ich war darüber
besorgt, ob ich meinen „Schwindel‰ durchziehen könnte oder nicht. Als ich durch die
riesigen opulenten Doppeltüren trat, stand ich der Vorstandssekretärin aus der Hölle
Auge in Auge gegenüber. Sie musterte mich von oben bis unten und senkte nie den
Winkel ihrer Nase auf weniger als den gleichen Neigungsgrad, der zurecht einer
Pfeilspitze zusteht, die zum Angriff bereit war. Schließlich sprach sie – mit einem derart
nasalen Ton, dass ich, wenn ich so klingen würde, zum Heilungstempel rennen würde.
„Kann ich Ihnen helfen, mein Herr?‰
Ich versetzte mich voll in den Charakter und antwortete, „Hallo, ich bin Rootee.
Hotep vereinbarte einen Termin für mich, um mich mit eurer Vizepräsidentin zu
treffen, weißt du?‰
„Oh, ja mein Herr. Bitte nehmen Sie Platz. Ich werde ihnen Bescheid sagen, dass
Sie hier sind.‰
„Ihnen?‰
„Oh – ich meine, ihr.‰ Sie spazierte zum Ende des Flurs und ging in das Zimmer
auf der linken Seite. Nach ein paar Minuten kehrte sie zurück und sah ein wenig verwirrt
aus.
„Ähm, ich fürchte, sie wird nicht in der Lage sein, Sie heute zu sehen.‰
„Aber wir hatten einen Termin.‰
„Es tut mir leid, mein Herr. Sie hat sich plötzlich krankgemeldet und ist bereits
nach Hause gegangen.‰ Ich hatte niemanden rein oder raus gehen sehen.
„Aber Hotep kann Ihnen helfen. Möchten Sie, dass ich Sie hereinführe?‰
„Klar. Warum nicht.‰
Wir spazierten zum Ende des Korridors und betraten das Zimmer auf der linken
Seite – das gleiche Zimmer, zu dem die Empfangsdame gerade gegangen war – um
angeblich der mysteriös verschwundenen Vizepräsidentin meine Ankunft zu melden.
Das Schild an der Tür besagte ÂHo-Tep – ÖffentlichkeitsarbeitÊ. Etwas war sehr seltsam
hier.
„Ach, Rootee nehme ich an?‰ Er streckte seinen Arm aus, um mir die Hand zu
schütteln. Ich hatte gehofft, er würde nicht bemerken, wie verschwitzt meine Handfläche
war.
„Jaah. Hotep?‰ Er nickte und wischte seine Hand „ach so beiläufig‰ an seinem
Jackett ab. Komisch war allerdings – dass seine Hände verschwitzter als die meinen
waren.
„Nun Rootee, wollen Sie loslegen?‰
„Jaah. Begeben wir uns zur Anlage?‰
„Oh, ja gewiss doch. Wir können unser Firmenluxusschiff {corporate luxship} nehmen.‰
„Ähm, ich habe mein eigenes Transschiff bei mir.‰
„Das geht schon in Ordnung. Lassen Sie es einfach hier. Ich werde Sie
zurückbringen – keine Sorge.‰ Er lachte und patschte mir dabei wie einem alten Kumpel
auf den Rücken. Doch für etwas, das ein Witz sein sollte, schepperte es bei mir im
Solarplexus ganz schön – abgesehen davon hat es bewirkt, dass sich meine
Nackenhaare aufstellten.
„OK, gut.‰ Sagte ich. Ich begann mich zu fragen, ob dies die berühmten letzten
Worte sein würden.

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WÄHRENDDESSEN, BEI UNS ZUHAUSE
„Sidome!‰ Die Stimme an der Visi-Com war klar, aber da war kein Bild.
„Ja? Wer spricht da?‰
„Ich binÊs, Reaht. Hol Osirus! Ich muss sofort mit ihm sprechen!‰
„Er ist nicht hier, Reaht. Was ist denn los? Warum gibt es keine Bildübertragung
von deinem Telefon?‰
„Ich hab jetzt keine Zeit, um es zu erklären! Du musst mit Osirus Kontakt
aufnehmen und ihn warnen – sag ihm, er soll nicht zu der Anlage gehen – sie wissen,
dass er kein Reporter ist!‰
„Oh, nein! Er ist bereits dort! Er rief mich kurz an, bevor er landete, damit eine
Visi-Com Aufzeichnung vorhanden sein würde, falls ihm etwas zustößt. Wie haben sie es
herausgefunden?!‰
„Sie riefen zurück, um den Termin zu verschieben – aber sie bekamen dieses Mal
den Lokalredakteur anstatt mich, und er sagte ihnen, er wisse nicht, worüber zur Hölle
sie sprachen – und dass da kein Rootee für den Chronicle gearbeitet hat.‰
„Oh, Schwester! In was ist er da nur reingeraten. Ich frage mich, ob sie wissen,
dass er Osirus ist?‰
„Ich weiß es nicht. Ich denke nicht. Sie könnten denken, dass er ein Undercover-
Wächter ist.‰
„Ich hoffe es. Wenn das der Fall ist, versuchen sie vielleicht nur ihn zu bluffen.
Wenn sie wirklich denken, dass es sich hierbei um die Ermittlung eines Wächters
handelt, werden sie sicher eine ÂShowÊ abziehen, um was immer es ist, dass sie dort tun
zu verdecken. Sie würden das Risiko der politischen Konsequenzen für die Tötung eines
Wächters nicht wagen. Doch wenn sie wissen, dass er Osirus ist... Ich sollte besser auf
der Stelle Toth anrufen. Tschüss. (Klick)

WIEDER BEI ATLANTIS BEL – OSIRUS UND HOTEP


MACHEN SICH AUF DEN WEG ZU DER ANLAGE
Deren Transschiff war unglaublich. So etwas hatte ich noch nie gesehen. Eine
Wet-Bar; Ein Heat-Aeration Pool; sogar Schlafkammern mit Sex-Arbeiterinnen.
„Einen Drink?‰, sagte er, als er sich selbst einen eingoss.
„Nein, danke. Nicht während der Arbeit.‰
„Ja.‰ Schlussfolgerte er auf sonderbare Art. Das warÊs dann wohl wieder mit
meinem Solarplexus! Wir waren in 30 Sekunden bei der Anlage. Gerade genug Zeit für
den großen, fetten Belialian, um seinen Drink auf ex runterzukippen.
„Nun, hier sind wir. Möchten Sie mit dem Interviewen des Kraftwerksleiters
beginnen?‰
„Sicher doch. Klingt ganz gut für mich.‰
Das Büro des Werksleiters war direkt am Haupteingang von der Anlage. Er war
ein großer, gut aussehender Mann, gar nicht das, was ich erwartet hatte. Er sah eher
wie ein Hauptdarsteller von einer Seifenoper aus.
„Rootee, ich möchte ihnen Yo-Seph vorstellen, unseren Kraftwerksleiter.‰ Er war
offensichtlich angespannt. Nein – mehr als angespannt. Er hatte Angst.
„Schön, dich kennenzulernen Yoseph.‰
„Gleichfalls.‰
„Nun, wie wärÊs, wenn wir einen Rundgang durch die Anlage machen, während
ich dir ein paar Fragen stelle.‰
Er sah rüber zu Hotep, der sehr subtil nickte.
„Sicher doch. Ja. Natürlich. Gut, dann lasst uns gleich hier runter zum
Hauptgenerator gehen.‰ Er ging in die falsche Richtung. Selbst ich wusste so viel.

47
„Oh – ich meine den Hauptschaltraum.‰ Er ertappte sich selbst. Doch was mich
anbelangte, merkte er es zu spät. Er hatte es vermasselt – sich selbst bloßgestellt. Dieser
Kerl war ein Schwindler. Aber warum? Hotep und ich folgten unserem falschen
Tourführer durch das Labyrinth von Korridoren – und verliefen uns gelegentlich – bei
einer Besichtigung von allen wichtigen Anlagenbesonderheiten. Zumindest allen
wichtigen Anlagenbesonderheiten, die ich sehen sollte. Ich spielte ihr Spiel und meine
Rolle mit aller „Angemessenheit‰, wobei ich die „richtigen‰ Fragen stellte und die
„richtigen‰ Antworten bekam. Als wir den Kontrollraum für den Tracking-Laser
erreichten, lernte ich einen der Hauptakteure in diesem Spiel kennen.
„Rootee, das ist Da-Tera, der Chefingenieur hier.‰
„Entzückend.‰ Witzelte ich mit meiner stumpfsinnigen Reporter-„Einstellung‰.
Dieser Kerl hatte auch Angst. Es handelte sich aber nicht um dieselbe Art von Angst wie
bei dem falschen Werksleiter. Seine Augen waren tief liegend, hohl, wie bei jemandem,
der zu viel Kampfgeschehen im Lemurischen Krieg gesehen hatte. Als meine „Führer‰
sich für einen Moment von uns abwandten, um mir die Verdienste ihrer Einrichtung
aufzuzeigen, „steckte‰ mir Datera „heimlich‰ eine Notiz zu. Ich ließ sie in meine Tasche
gleiten und nickte ihm dann leicht zu. „Habt ihr hier irgendwo ein Stübchen für kleine
Jungs?‰, sagte ich zu meinen Eskorten. Yoseph blickte wegen einer Antwort zu Hotep
rüber – er fragte sich jetzt vermutlich das Gleiche! Hotep reagierte schließlich darauf
und sagte „Ähm, sicher. Gleich da drüben, hinter den Schächten.‰ Ich tauchte hinter
den Schächten unter (ich konnte nicht anders) und entzifferte hastig die Notiz. „Ich muss
mit Ihnen sprechen.‰ Besagte sie. Was denn – hätte er mir in der Notiz nicht einfach
etwas erzählen können?! OK, gut, ich müsste mich nur lange genug von meinen
„Wärtern‰ loseisen, um zum Kontrollraum zurückzukommen und um zu hören, was
Datera mir zu erzählen hatte. Ich kehrte von meinem scheinbaren Ausflug zur Toilette
zurück und sagte, „Das war ein ganz weicher, weißt du?‰
„Bereit, um weiterzugehen?‰
„Jaah.‰
Wir machten uns auf zum geothermalen Schacht. Wir mussten Hitzeschutz-
anzüge für diesen Ort anziehen – er war heiß. Sehr heiß. Diese Anzüge waren mit
aktiver Kühlausstattung so dick, dass man sich in ihnen kaum bewegen konnte. Man
brauchte auch gut 10 Minuten, um rein oder raus zu kommen. Perfekt! Das war meine
Chance. Während wir in unsere sperrigen Outfits stiegen, zögerte ich es hinaus und
erzählte dabei schlechte Witze, während sie sich in den Anzug zwängten. Sie waren
vollständig im Anzug, bevor ich überhaupt meine Hosen anbekam. Ich sah rüber zu
Hotep und sagte „Junge, das ist die Hölle. Aber jemand muss es ja tun – hah!‰ Er und
Yoseph sahen sich einander nur verblüfft an. Dann kam mein kluger Schachzug, um
zum Trackinglaser-Kontrollraum zurückzukommen. „Ach du meine Güte, ich vergaß im
Stübchen für kleine Jungs meinen Notizrekorder – ich bin gleich wieder da.‰
Sie schauten sich beide nur wieder an – dann ergriff Hotep das Wort, „Nein, ich
denke Sie sollten besser nicht allein dorthin zurückgehen, Sie könnten sich verirren.
Geben Sie uns nur eine Minute und wir werden gleich bei Ihnen sein.‰
„Hey, ich verirre mich nie. Ich hab eine Nase für solche Dinge, weißt du?‰
Ich drückte mich an ihnen vorbei wie ein Mungo, der sich an zwei Elefanten
vorbeidrängt.
„Warte!‰, rief Hotep.
„Nein – es ist schon OK. Macht euch keine Sorgen um mich – ich komm gleich
wieder.‰ Ich war weg, noch bevor sie ein anderes Wort sagen konnten. Datera war
noch im Kontrollraum. Da waren allerdings zwei weitere Belialische Angestellte bei ihm

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und ein halbes Dutzend Animatauren. Das war merkwürdig...in diesem Abschnitt der
Anlage sollten gar keine Animatauren sein. Die Tätigkeiten hier waren zu heikel. Datera
sprach mich an, während seine Mitarbeiter es mit begierigen Augen beobachteten.
„Kann ich Ihnen helfen Rootee? Haben Sie sich verirrt?‰
„Nein, ich kam bloß zurück, weil ich hinten in der Turlette meinen Notizrekorder
vergaß.‰
„Nun, erlauben Sie mir, dass ich Sie zurückbegleite, bloß um sicherzustellen, dass
Sie sich nicht verirren.‰
„Jaah. Gute Idee.‰
Wir machten uns am Ende des Flurs in Richtung des geothermischen Schachts
auf – aber sobald wir außer Sichtweite waren, bogen wir in einen Quertunnel ab.
„Also, was geht hier vor? Warum die Notiz?‰
„Ich konnte vor denen nicht reden.‰
„Warum?‰
„Sie haben Angst, dass ich mit der Presse rede. Und sie haben Angst, dass ich
nicht mehr zurückkomme. Sie wollen mich überhaupt nicht mehr aus der Anlage
herauslassen.‰
Wir machten einen anderen Umweg durch ein Labyrinth von Röhren mit 2
Metern Durchmesser. Ich hatte das Gefühl, wir würden zu einem bestimmten Ziel
gehen.
„Sehen Sie, wegen all der Streiks, die im ganzen Land im Gange sind, ist es für
die Belialische Arbeiterklasse nicht möglich gewesen, an die meisten unserer
lebensnotwendigen Güter ranzukommen. Wir haben es jetzt sogar schwer,
Nahrungsmittel zu bekommen. Wir müssen uns manchmal tagelang anstellen, und selbst
dann bekommen wir vielleicht nichts. Deshalb entschlossen wir uns dazu, in Streik zu
treten. Es macht keinen Sinn zu arbeiten, wenn du für dein Geld nicht einmal mehr
Lebensmittel kaufen kannst. Da fing der große Ärger an.‰
„Moment mal. Willst du mir damit sagen, ihr Leute wollt von diesen
geothermischen Kraftwerken einfach fortgehen und wollt sie unbeaufsichtigt lassen?‰
„Ja.‰
„Du egoistisches Arschloch! Du weißt, was passieren könnte!‰
„Aber Sie müssen das verstehen. Es muss etwas geschehen, und es gibt keine
andere Möglichkeit, wie wir es anstellen können.‰
„Da muss es doch andere Möglichkeiten geben. Du kannst nicht einfach Millionen
von Leuten sterben lassen.‰
„Das ist einer der Gründe, warum ich mit Ihnen reden wollte. Sie sind ein
Reporter. Wenn Sie die Story rausbringen können, wird die Regierung vielleicht
reagieren.‰
„Ich denke, das könnte eines der Probleme sein – ich denke, die Regierung hat
bereits reagiert. Aber du hast recht – vielleicht können wir das noch wenden, wenn wir
es an die Öffentlichkeit bringen. Aber ich bin eigentlich kein Reporter...‰
„Was?! Wer sind Sie dann? BSA? Von den Wächtern?‰
„Weder noch. Ich weiß, es ist ungewöhnlich – doch ich bin auf einer spirituellen
Suche, und ich versuche herauszufinden, weshalb ein Freund von mir von der BSA
getötet wurde. Jetzt schätze ich, weiß ich es.‰
„Sie werden gleich noch mehr wissen.‰ Er brachte mich zu einem Korridor, von
dem aus die Innenseite einer doppelten Mauer zugänglich war. Wir betraten den engen,
hohlen Wandraum und er gestikulierte mir ruhig zu sein. Da war ein kleines Loch in der
Wand an der Innenseite. Er sah durch das Loch, trat dann zurück und gestikulierte mir,
dass ich hindurchschauen solle. Ich konnte meinen Augen kaum trauen. Dort waren
Dutzende von Leuten – Männer, Frauen – die nackt an den Wänden, am Boden und an
Stahltischen angekettet waren. Man hatte sie offensichtlich schwer gefoltert.
„Das sind diejenigen, die sich weigerten zu arbeiten.‰ Flüsterte er mir vorsichtig
zu.
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„Die Führungskräfte besitzen Animatauren, die den Großteil der Arbeit verrichten, die
einst jene Leute verrichtet haben. Und jene von uns, die arbeiten wollen, sind
gezwungen, doppelt und dreifach Schichten abzuleisten. Wenn einer von diesen
Animatauren Mist baut – sind wir alle tot. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie es
tun – sie können mit den Entscheidungskompetenzen, die zur Ausübung ihrer neuen
Tätigkeiten erforderlich sind, nicht umgehen.‰
„Ich muss dich von hier rauskriegen, damit du all dies in den Visi-Com
Nachrichten bloßstellen kannst. Kannst du zum Büro des Kraftwerksleiters neben dem
Haupteingang kommen?‰
„Ich denke schon.‰
„Gut. Du versteckst dich dort in der Nähe. Ich werde mit Hotep zu den
Vorstandsbüros zurückkehren und mein Transschiff holen. Ich werde zurückkommen
und direkt über dem Eingangstor schweben. Wenn du mich siehst, rennst du zu meinem
Schiff.‰
„OK. Ich werde da sein.‰
Wir teilten uns auf und ich kehrte zum geothermalen Bereich zurück. Aber bevor
ich dort ankam, wurde ich von Kraftwerkswachen abgefangen – mit gezogenen Todes-
strahlen. Sie brachten mich in das Büro des Werksleiters, wo Yoseph und Hotep
warteten.
„Tut mir leid, dass es so lange gedauert hat. Ich musste noch mal „gehen‰,
während ich dort war. Das müssen wohl diese Ozischen Bohnenwhips gewesen sein,
die ich letzte Nacht hatte, hah!‰ Es lag ein dickes Schweigen in der Luft. „Wie ich sehe,
seid ihr aus euren Hitzeanzügen raus, gehen wir nicht noch runter zur Grube?‰ {Anm. d. Übers.
bzgl. “Ozisch”. Im atlantischen Zeitalter gab es neben Mu (Lemuria) auch ein Land, das als Oz bezeichnet wurde. Siehe auch Edgar Cayce Reading 5750-1
10}
„Du schon, Rootee – oder wie auch immer dein richtiger Name ist. Wir aber
nicht.‰
„Was meinst du damit?‰, sagte ich, noch immer den Unschuldigen spielend.
„Wir wissen, dass du kein Reporter bist. Wer bist du wirklich?‰
„Ich weiß nicht, wovon ihr sprecht! Habt ihr Kerle euch über den Kaktussaft
hergemacht oder wie?‰
„Du kannst mit dem Quatsch aufhörÊn, Kumpel. Wir haben dein Gespräch mit
unserem ehemaligen Chefingenieur aufgezeichnet. Wir hatten gedacht, dass du ein
Ermittlungswächter wärst. Wir hatten gehofft, du würdest nur eine nette Tour durch die
Anlage machen und verschwinden, aber es scheint, dass du jetzt nirgendwo mehr
hingehen wirst, außer zur Grube.‰
„Was werdet ihr mit mir machen?‰
„Du wirst einen tragischen Unfall haben. Dein Hitzeanzug wird nicht richtig
funktionieren, und du wirst bei lebendigem Leib gekocht werden. Zu schade, dass ich
schon gegessen habe!‰, sagte Hotep, während er gluckste wie nur eine fettleibige
Belialische Echse es kann.
„Aber zuerst wollen wir dich unterhalten.‰ Er wandte sich an eine der Wachen
und gestikulierte. Der Wachmann brachte Datera herein. Er wurde bereits geschlagen –
ziemlich schlimm.
„Wir wollen hier niemanden töten. Wie du bereits weißt – sind wir ein bisschen
knapp an Personal. Es ist schwer, in diesen Tagen gute Hilfskräfte zu bekommen. Aber
wir wollen unseren ehemaligen Chefingenieur daran erinnern, dass sein Leben unser
Leben ist. Dass es da weiterhin nichts für ihn außerhalb dieser Anlage gibt.‰
Mit diesen Worten holte Hotep einen automatischen Truthahn-Ketten-
transchierer heraus. Er näherte sich Datera und befahl den Wachen seine Hose
runterzuziehen. Dann begann Hotep schon mal so langsam in das Unterteil von
DateraÊs Leiste zu schneiden. Datera schrie vor Qualen und schrie um Gnade. Doch die
Schreie waren für die Ohren der fetten Echse eine Wonne – quasi das Sahnehäubchen
auf dem Kuchen. Der Job war erledigt. Sie verwendeten ein heißes Brenneisen und
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verödeten DateraÊs blutsprudelnden Stumpf. Er fiel endlich in Ohnmacht – dank sei dem
Einem für die Gnade des Schocks. Obgleich sie ihn sicherlich am Leben erhalten
würden – denn wie Hotep sagte, brauchten sie ihn noch zum Arbeiten. Hotep zog den
Kopf des bewusstlosen Mannes an den Haaren hoch und sagte, „So. Jetzt gibt es
keinen Grund mehr für dich noch irgendwo hinzugehen – oder?‰ DateraÊs Leiden hatte
erst begonnen. Es sah danach aus, als wäre meines bald zu Ende.
„Lasst uns nun unseren „Reporter‰-Freund hier zum Thermalschacht bringen und
ihm seine Tour beenden.‰ Sagte Hotep zu einer der Wachen. Sie brachten mich zum
Schacht und banden mich an den Arm eines Laserausrichtungskrans.
„Senkt ihn hinein – langsam.‰ Sie glucksten allesamt.
Als der Kran anfing, mich anzuheben, geschah etwas. Etwas, wie ich es zuvor
niemals erfahren hatte. Mein Leben begann vor meinen Augen aufzublitzen. Ich sah die
vergeudete Zeit, die vertanen Bestrebungen, den Schmerz, den ich bei anderen
verursacht hatte. Mit manch neu entdeckter Super-Klarheit sah ich wie das Böse, an
dem ich mich beteiligt hatte, andere Leute verletzte – ich konnte die gesamte Kette von
Ursache und Wirkung sehen, selbst von meinen einfachsten Gedanken und Handlungen
– und ich sah, wie jedes Mal, wenn meine Handlungen den Leuten nicht aktiv halfen, sie
dazu beitrugen, diese zu verletzen – selbst wenn ich nichts absichtlich Verletzendes tat.
Eine schreckliche Kreatur erschien vor mir – der Hüter [an] der Schwelle. Die Kreatur
war ich! Es war das Monster von meinem Ego und meiner Selbstsucht in all seiner
gierigen Pracht. Es war erschreckend, solche Hässlichkeit, solcher Hass, solche
Gefühllosigkeit, Negativität und Dunkelheit. Und der „Clou‰ war, dass ich ein Monster
meiner eigenen Schöpfung war – und ich erkannte, dass ich mein eigener schlimmster
Feind war. Ich war in einer dunklen Leere, wo nichts existierte außer ihr, und ein Faden
des Lichts. Toth hatte mir von diesem Phänomen erzählt. Er nannte es „Die dunkle
Nacht der Seele‰. Er sagte, es könnte für den Körper den Tod bedeuten und für die
Seele Gefangenschaft. Doch das Bestehen der Prüfung würde Erleuchtung von gleicher
Größenordnung bedeuten. Toth lehrte mich, dass der Weg, um zu überleben und um
durchzugehen, der war, dass man sich vor nichts fürchtet, den Bewohner liebt und
ständig auf das Licht schaut. Ich reagierte auf TothÊs Lehren fast intuitiv. Mein Herz
füllte sich mit einem Mitgefühl, von dem ich gar nicht wusste, dass es existiert. Ich folgte
dem Faden des Lichts, bis er sich zu einem Pfad verwandelte, und dann zu einer alles
umgebenden Sphäre, die mich mit solch einer Schönheit des Verstandes und Geists
einhüllte, dass es nicht beschrieben werden kann. Ich wurde wahrlich Eins mit dem
Universum, und alle Dinge wurden mir klar. Ich wusste, dass ich nie mehr derselbe sein
würde. {Anm. d. Übers. bzgl. des letzten Absatzes: Sofern du (noch) keine eigenen Erfahrungen dazu hast, siehe evtl. das Buch von Raymond
A. Moody - Leben nach dem Tod}
Doch bevor meine Transformationsreise zu einem natürlichen Ende kam, wurde
ich wieder auf die Erde zurückgerufen, zurück zu meinem Körper. Es schien, als ob eine
Ewigkeit vergangen war, doch in der zeitlichen Illusion der Erdebene war nur ein
Bruchteil einer Sekunde vorbeigetickt. Ich wurde noch immer vom Kran angehoben. Ich
konnte von meiner „heiklen‰ Position aus den Kranleitstand sehen. Der Kranführer war
ein Animataur {ein anthropozoomorphes Mischwesen} – ein großer Ziegenköpfiger mit Hufen statt
Händen. Ich entschloss mich zu einem Versuch, das Biest mit meinen Gedanken zu
dirigieren. Ich war niemals zuvor imstande gewesen, es zu tun, aber sowohl Sidome als
auch Isis waren Genies beim mentalen Beeinträchtigen von sowohl Tieren wie auch
Animatauren, und hatten mir erzählt, wie sie es machen. Plötzlich kam der Kranarm
komplett zum Stillstand.
„Was ist los da oben?!‰ Schrie Hotep zum Kranführer hoch.
Einer der Wachen suggerierte, „Vielleicht liegt es daran, dass dumme Hufe sich
selbst im Weg stehÊn.‰
Aber Hufe waren nicht das Problem – die Bedienelemente des Krans waren dafür
angepasst – er reagierte einfach nicht auf Befehle. Hotep konzentrierte sich auf den

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Animataur, um seine Handlungen telepathisch zu erzwingen. Keine Antwort. Ich
blockierte die Befehle. HotepÊs Fähigkeiten waren meinen neu entdeckten multi-
vibrationalen Fähigkeiten nicht gewachsen. Hotep konnte sich keinen Reim darauf
machen. Er war nicht mehr in der Lage, einen Animataur zu kontrollieren. Belialians
waren Experten darin – sie machten das jeden Tag in ihren Leben. Doch dieses Mal war
es anders. Eigentlich bekam Hotep genau die gegenteilige Reaktion von dem, was er
erwartete. Ich kommunizierte wieder mit dem Animataur – der Kran schwang herum
und stieß drei von den Wachen in den Schacht! Dann beeinflusste ich meinen
Animataur-Freund, um den Kranarm auf den Boden herabzulassen. Als er mich
absetzte, umzingelten mich die Wachen. Dann geschah etwas, das ich nicht erwartet
hatte – als ein Wachmann die Hand ausstreckte, um meinen Arm zu greifen, sprang ein
Energieblitz von meinem Körper zum Brustkorb des Wachmanns. Er flog etwa drei
Meter zurück und schlug völlig bewusstlos auf dem Boden. Mit dem knisternden Klang
des Elenergielichtbogens auf Metall brannten sich meine Handgelenke und mein
Brustkorb durch meine Fesseln. Ein weiterer Wachmann bewegte sich auf mich zu und
bekam die gleiche Behandlung wie der erste. Was zur Hölle war hier los? Hotep fuhr
dazwischen und zog aus der Westentasche seines glänzenden dreiteiligen Anzugs einen
kleinen Todesstrahl „Modell Führungskraft‰ heraus.
„Ich weiß nicht, was du vorhast Rootee, aber du wirst diesem Todesstrahl nicht
entgehen.‰
Ein neuer Schub an Wachen hastete herbei. Einer griff wieder nach mir und
bekam wieder die Schockbehandlung. Mit Blick auf ihre qualmenden, bewusstlosen
Kameraden beschlossen die verbleibenden Wachen mir nicht zu nahe zu kommen. Einer
der Wachen erkannt mich. „Ich kenne diesen Mann. Er ist Osirus. Früher sah ich ihn
auf Orgien, aber jetzt ist er ein stinkender oberer Initiierter vom Gesetz der Einsener. Er
steht Toth angeblich sehr nahe.‰
Hotep lächelte und sagte „Soooo. Das ist sehr interessant. Ich weiß von dem da.
Er ist uns schon allzu lang ein Dorn im Auge gewesen. Das wird mir mehr Vergnügen
bereiten, als ich dachte.‰
Er erhob seinen Todesstrahl und zielte auf meine Leiste. Dann drückte er langsam
die Feuertaste und genoss dabei jeden Moment. „Bwwaaaasshhhh!‰ Der Todesstrahl
wurde ausgelöst. Doch anstatt dass meine Leistengegend in Rauch aufging – tat es
seine. Er war total überrascht. Er war so überrascht, dass er den Schmerz nicht fühlte –
im ersten Augenblick. Dann wurde er wirklich (im wahrsten Sinn des Wortes) stink-
sauer. Noch bevor er darüber nachdachte, was geschah – und über die Tatsache, dass
der Strahl ihm das angetan hatte, was er versuchte, mir anzutun – feuerte er erneut.
Dieses Mal auf meinen Kopf. Nachdem sie sahen, was mit HotepÊs Kopf geschah, als
er mich angriff, suchten die Wachen das Weite. Ich konnte es ihnen nicht verübeln. Es
verblüffte mich ebenso sehr wie sie. Was ging hier vor? Es war beinahe wie IsisÊ
„Spiegel-des-Lichts‰-Feld, aber ich hatte nie gelernt, wie man es macht.
Ich machte mich auf zum Büro des Werksleiters und zu den Haupttoren. Es gab
entlang des Wegs keine Anzeichen einer Wache, aber als ich in die Nähe des Eingangs
kam, stieß ich auf den falschen Kraftwerksleiter. Er kauerte zitternd in einer Ecke des
Außenbüros – er hatte anscheinend meine vermeintliche Ermordung auf dem dortigen
Überwachungsschirm beobachtet.
„Bitte tu mir nichts!‰ Schluchzte er, „Ich bin keiner von denen, ich arbeite hier
nicht mal! Ich bin ein Schauspieler – sie haben mich entführt und mir gesagt, sie würden
meine Familie töten, wenn ich nicht kooperiere.‰
„Entspann dich. Wenn das, was du sagst, wahr ist, hast du von mir nichts zu

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befürchten. Allerdings hast du etwas mit deinem eigenen Gewissen und Inneren-Wesen
in Einklang zu bringen. Weil du dich an diesem schrecklichen Übel beteiligst hast, aus
welchem Grund auch immer, hat es deine Seele krank gemacht. Du solltest beim
Tempel einen Beratungsdienst aufsuchen. Möge die Liebe des Einem deine Schritte
leiten.‰
{{Gut gesagt, mein Liebling.}} Ich konnte meinen psychischen Ohren kaum
glauben – es klang wie Isis!
{{Isis! Kann das wahr sein?!}}
{{Ein Wächterschiff ist auf dem Weg zu dir, Osirus. Sei bloß da, sonst ist was
los.}}
{{Wie nett, Isis. – Isis, ich bin so glücklich, deine Stimme zu hören, ich meine
deine Gedanken! Ich hatte schon Angst, ich würde dich nie mehr sehen, hören oder
spüren! Also du hast hinter meinem Schutzfeld gesteckt, hä? Wo zur Hölle warst du
überhaupt?!!}}
{{Ich war bei dir, mein Liebling. Ich war es schon immer, und ich werde es
immer sein.}}
{{Ich kann es kaum erwarten, dich zu sehen... – du bist im Körper... nicht
wahr?}}
{{Nein, Osirus. Aber du solltest jetzt wissen, dass es wirklich keinen Unterschied
macht. Ich bin noch immer lebendig und noch immer bei dir.}}
{{Ich versteh das jetzt Liebling. Vor einer Stunde noch hätte ich das nicht, aber
ich hatte dahinten wirklich eine Erfahrung...und ich weiß jetzt Dinge, die ich zuvor nur
geglaubt habe. Vielen Dank.}}
{{Ich war die ganze Zeit bei dir, Osirus. Ich weiß, was du durchgemacht hast, und
es hat dich verändert – es hat uns verändert...wir profitieren alle davon. Jetzt kann uns
nichts mehr trennen, ob wir nun im Körper sind oder nicht. Aber sei getrost, Geliebter.
Toth hat meinen Körper haltbar gemacht, und er glaubt, es gäbe eine gewisse Chance
für eine Wiederbelebung. Und warte, bis du siehst, was mein Körper trägt!}}
{{Genau das, was ich brauche – ewiges Heimsuchen von einem perversen Geist!
Hast du nichts Besseres zu tun?}}
{{Nein. Jedenfalls nichts, was so lustig ist.}}

53
KAPITEL NEUN
Ich betrat das Büro des Werksleiters, um zu sehen, ob ich irgendwas für Datera
tun könnte. Er lag dort in einer Lache seines eigenen Bluts am Boden und begann, was
bedauerlich für ihn war, das Bewusstsein wiederzuerlangen. Als er „zu sich kam‰, kehrte
sein Leid mit voller Kraft zurück. Er wog sich am Boden hin und her und krümmte sich
vor lauter Schmerz – ein Schmerz, der nicht nur körperlich war, sondern auch
emotional. Ich musste etwas tun, DateraÊs Zustand erforderte eine sofortige Behandlung –
es blieb keine Zeit, ihn zu einem Heiler zu bringen. „Ich schätze, falls ich es jemals
schaffen sollte, heilende Kräfte zu erzeugen, wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, um damit
anzufangen.‰ Sagte ich zu mir selbst. Ich legte meine Hände auf seine Wunden, ging in
mich und rezitierte die Anrufung {Invokation}, die ich von Sidome, die es so viele Male zuvor
tat, gehört hatte. „Sei es der Wille des Einem, so lass mich ein Instrument des Lichts
sein.‰ Plötzlich sah ich weiße Energie aus meinen Händen in DateraÊs Körper strömen.
Sie spaltete sich in Farben auf – in viele unterschiedliche Farben, und jede ging zu
einem bestimmten Bereich seines Körpers. Zum ersten Mal konnte ich tatsächlich
fühlen, dass sich etwas ereignete. Ich wusste, dass es eine Wirkung hatte. Er beruhigte
sich sogleich ein bisschen – es schien, dass zumindest einige seiner Schmerzen
nachließen. Zu meinem völligen Erstaunen waren seine Wunden teilweise geheilt.
Datera blutete nicht mehr so stark, aber dennoch musste ich ihn von hier
rausbekommen und so bald wie möglich zum Heilungstempel bringen – sein Leben war
noch immer in Gefahr – nicht nur durch seine Verletzungen, sondern auch durch unsere
jetzt gemeinsamen Gegner. Die Wächter waren noch nicht angekommen, und für uns
war es hier zu unsicher, um noch einen Moment länger zu warten. Auch wenn es
nirgendwo ein Anzeichen von den Wachen gab, wusste ich, dass sie zurückkommen
würden – sobald sie Verstärkung bekämen. Es gäbe keinen günstigeren Zeitpunkt als
jetzt, um ihnen zu entfliehen.
Ich beschloss, das Belialische Transschiff, mit dem Hotep & ich zu dem
Kraftwerk gekommen waren zu „requirieren‰ (er würde sicherlich keine Verwendung
mehr dafür haben). Ich habe versucht, es Datera so angenehm wie möglich zu machen,
aber viel mehr konnte ich ohne Ausrüstung nicht tun. Ich legte ihn auf die Couch und
bedeckte ihn – ironischerweise bedeckte ich ihn mit HotepÊs Mantel (er war groß
genug, um einen guten Ersatz für eine Decke abzugeben). Ich eilte aus dem Büro des
Werksleiters und durch den Haupteingang. Um dort hinzukommen, wo das Schiff
geparkt war, musste ich die Zufahrtsstraße zur Anlage überqueren und dann zwei
weiträumige Parkplätze - alles leicht überblickbar von irgendwelchen Wachen, die überall
lauern könnten. Wie ein gewissenhafter Schuljunge schaute ich in beide Richtungen, als
ich die Straße neben den Haupttoren der Anlage überquerte. Aber anders als ein
Schuljunge hielt ich nicht Ausschau, um vor Bodenvehikeln auf der Hut zu sein, sondern
vielmehr um vor den Dingen auf der Hut zu sein, die weit tödlicher waren – Echsen, die
als Menschen umherwandelten.
HotepÊs Pilot war am Flugsteig in der Nähe des Vorstandslandeplatzes gemütlich
eine rauchen. Er hatte offenbar nichts davon bemerkt, was im Inneren der Anlage vor
sich ging. Ich schlich mich verstohlen heran, bis ich genau hinter ihm war – meine Güte,
er hatte gar nichts bemerkt! Ich kam so nah an ihn heran, dass ich seinen Atem hören
konnte, aber er wusste noch nicht, dass ich da war! Ich klopfte ihm auf die Schulter,
und als er sich mit einem dummen/überraschten Gesichtsausdruck umdrehte, vollzog
ich einen sehr schönen Tok-Ri Nervenschlag zur Seite seines Halses. Er war blitzartig
bewusstlos. Ich tätschelte mir mental auf den Rücken – während ich mir meine
schmerzende Hand rieb. Ich kehrte zum Büro des Werksleiters zurück und hob Datera

54
auf meine Schulter. Ihn zum Schiff rauszubringen würde eine Aufgabe sein, die es in
sich hat. Er war ein großer Mann und sein Stöhnen würde uns gewiss nicht helfen,
unauffällig zu sein. Als wir den ersten Parkplatz überquerten, bekamen wir die
Aufmerksamkeit, vor der ich Angst hatte (die wir wohl aber verdienten), von ein paar
Wachen, die vom Nebengenerator des äußeren Zugangsschachts hervordrangen.
„Bwwaaasshh!‰, „Bwwaaasshh!‰ Todesstrahlstößen auszuweichen ist niemals lustig,
aber mit diesem schweren Mann auf meinem Rücken bekam das ganze Szenario einen
Hauch von Absurdität – wie eine lächerliche Slapstickkomödie. Ich meine damit, ich
rannte hier in Schlangenlinien mit einem Mann auf mir, doppelt so groß wie ich, im
Zickzack links und rechts quer über den Platz wie ein riesiger Pilz, der in einem
Zeichentrickfilm tanzt. Es traf sich gut, dass die verdammten Wachen so lausige
Schützen waren – ein Nebeneffekt von nicht vorhandenem Training aufgrund der
berühmten Echsen-Faulheit. Oder vielleicht wurde ich noch immer von „oben‰
beschützt. Jedenfalls kamen wir durch. Aber kaum hatten wir es in die Luke geschafft,
erlebte ich eine weitere Überraschung. Da stand eine Wache am Ende des Einstiegs –
Todesstrahl in der Hand, aber nicht auf mich gerichtet.
„Was machst du da?‰ Fragte die Wache. Die Kombination aus seiner leicht
abwehrenden Haltung und seiner Frage sagte mir sofort zwei Dinge: Dass er Verdacht
hatte wegen mir; und dass er wusste, dass etwas nicht stimmte, aber nicht wirklich
wusste, was im Inneren der Anlage geschehen war. Also beschloss ich, mich wieder
durchzubluffen.
„Haben sie dich nicht benachrichtigt!?‰ Sagte ich selbstbewusst.
„Das ist der Chefingenieur – er hatte einen sehr schweren Unfall im geo-
thermalen Schacht. Hotep möchte, dass du ihn umgehend zu einem Heiler bringst.‰
„Sie haben mir nichts gesagt.‰ Sagte er immer noch etwas misstrauisch, aber zu
diesem Zeitpunkt sich nicht wirklich sicher über irgendetwas.
„Alle sind jetzt gerade in Panik. Sie vergaßen es offensichtlich oder waren zu
beschäftigt, als sie versuchten, die geothermalen Reaktoren unter Kontrolle zu bringen.‰
„Die Reaktoren?! Da stimmt etwas nicht mit den Reaktoren?!‰ Nun war er
besorgt – es war sein eigener Hintern, der in Gefahr sein könnte. In der Tat, er war so
erschrocken, dass er fast unter Schock stand – er stand bloß da mit offenem Mund.
„Jetzt mach schon Mann! Siehst du denn nicht, dass er verletzt ist?! Hilf mir mal!‰
„Die sagen mir nie etwas.‰ Murmelte er klagend vor sich hin.
Er steckte seine Waffe ins Holster und ergriff DateraÊs Beine, um mir beim
Transportieren von ihm zu helfen.
„OK – legen wir ihn auf eines der Betten im hinteren Abteil.‰
Wir schafften Datera rauf aufs Bett. Der Wachmann beugte sich über ihn – in
genau die perfekte Position für einen Ellenbogenstoß gegen seinen Hinterkopf. Just in
diesem Moment – piepte sein Kommunikator und eine Mitteilung folgte sogleich.
„Alle Wachen in Alarmbereitschaft wegen des Reporters Rootee, er hat Hotep
ermordet – bei Sichtkontakt schießen, ich wiederhole – bei Sichtkontakt schießen!‰
Er schaute mich an – ein bisschen verwirrt, ein bisschen überrascht und mehr als
ein bisschen erschrocken. Er griff nach seiner Waffe, aber ich war ihm einen Schritt
voraus. Ich trat sie mit dem Fuß aus seiner Hand, noch bevor er sie ganz aus seinem
Holster herausbekam. Dann setzte ich mit mehreren Tok-Ri-Kombinationsbewegungen
nach. Er wurde mit einem Gewirr von Schlägen und Fußtritten getroffen, wodurch er
bewusstlos wurde, noch bevor er anfing zu fallen. Es schien, dass sich sogar meine
Tok-Ri-Fähigkeiten seit meiner „Dunklen-Nacht-der-Seele‰-Erfahrung signifikant
verbessert hatten. Innerhalb kürzester Zeit war ich bei den Bedienelementen des riesigen
Luxusschiffs. Während ich über der Anlage in die Lüfte stieg, atmete ich als Zeichen

55
der Erleichterung tief durch. Es war mehr als eine Erleichterung von dort weg zu sein. Es
war alles wie ein Albtraum, der zum Leben erwachte – und dann erhielt ich inmitten des
Albtraums ein wunderbares neues Leben. Aber als ich darüber nachdachte, realisierte
ich, dass die Albtraumsequenz, obgleich mein neues Leben gerade eben begonnen
hatte, noch lange nicht abgeschlossen war.
Ich machte mich auf den Weg nach Hause, um Sidome abzuholen. Sie wurde
heute für zwei Funktionen benötigt. Als Heilerin für Datera, und um zu helfen, unser
Transschiff vom Dachparkplatz der Atlantis-Bel-Vorstandsbüros zurückzuholen. Ich
dachte mir, dass Siddy unser Schiff steuern könnte, während ich diesen behemothischen
Belialischen Kreuzer flog. Aber wie Pläne es in der Regel tun, war dieser dabei, sich zu
ändern. {Anm. d. Übers.: Behemoth ist der Name eines Ungeheuers in der jüdisch-christlichen Mythologie.}
Ich konnte es nicht bei unserem Haus landen, das Schiff war einfach zu groß für
die Abstellflächen, deshalb schwebte ich im Strandbereich knapp über dem Sand. Ich
hatte Siddy bereits angerufen, um ihr zu sagen, was los war. Als sie dem Schiff
entgegenrannte, ließ ich die Behelfsfluchtleiter herab. Sie stieg an Bord mit einer kleinen
Umhängetasche.
„Hast du alles, was du brauchst?‰, fragte ich.
„Ja – zumindest nach deiner Beschreibung.‰
Sie ging sofort nach hinten, um in der Schlafkammer an Datera zu arbeiten. Ich
dachte nicht, dass es heute noch mehr Feindseligkeiten geben würde, aber ich lag total
falsch. 3 BSA-Schiffe warteten auf uns. Sie schwebten genau über dem Dach der
Verwaltungsbüros.
„Siddy.‰ Schrie ich. „Komm raus hier...Ich brauch deine Hilfe!‰ Siddy kam aus
der Schlafkammer.
„Wie geht es ihm?‰
„Er ist stabil und hat im Moment keine Schmerzen.‰
„Gut. Es sieht so aus, als ob uns die BSA eine Falle gestellt hat. Ich habe eine
Idee, aber damit es funktioniert, musst du dieses Schiff steuern.‰
„Oh toll! Hast du vor mich anzubrüllen, während ich steuere?‰
„Komm einfach mal in den Co-Pilotensitz, ja?‰
„OK, es ist deine Beerdigung – schätze ich. Was ist dein Plan?‰
„Ich hab vielleicht meine Transschiffgedankensteuerung angelassen. Sie wurde
zwar entworfen, um nur Gedanken innerhalb der Schiffswände abzutasten, aber wenn
sie noch an ist...könnte ich vielleicht meine Gedanken mittels Funkübertragung senden.‰
Die BSA-Schiffe begannen mit der Verfolgungsjagd. Sie waren bis an die Zähne
mit Todesstrahlen bewaffnet. Ich übergab Sidome widerwillig die Steuerung, während
ich ein Gehirnwelleninterface mit dem Funkgerät verkabelte. Sie war (gelinde gesagt)
nicht gerade der beste Transschiff-Pilot in der Gegend, und ich hatte ihr das Fliegen
gerade erst vor etwa 2 Jahren beigebracht. Glücklicherweise standen die Super-
Ionenantriebe in unserem „ausgeliehenen‰ Vorstandsluxusschiff den Fluggeräten der
BSA in nichts nach.
„Bleib einfach über den ganzen Himmel auf einer Zickzack-Route Siddy. Flieg in
Schlangenlinien! Flieg in Schlangenlinien!‰
„Ich versuchÊs ja. Ich versuchÊs ja. Glaub mir, ich versuchÊs. Schrei mich bloß
nicht an. Es macht mich nervös.‰
„Ich schrei dich nicht an, Siddy.‰
„Dann beeil dich halt mal, ja?‰
„Ich versuchÊs ja, ich versuchÊs ja.‰ Ich fand den Kabelbaum für die Hilfsstrom-
übertragung und stellte einen Querschluss zum Funkgerät und meinem Taschen-EEG
her. „Ich habÊs!‰ Ich nahm Kontakt mit meinem Schiff auf und befahl ihm an uns
vorbeizufliegen. Unser armes kleines mit Pyramidenstrom angetriebenes Schiff war nicht
so schnell wie die Belialischen Ausführungen – wir mussten ihm etwas Hilfe geben.

56
„Siddy – flieg zurück über den Atlantis-Bel-Tower. Wir müssen näher an unser
Schiff herankommen, damit es einen Vorbeiflug an uns machen kann.‰
„Alle Systeme OK General!‰ Sagte Sidome, als sie die Übung in Präzisionsfliegen
durchführte.
„Mein Gott Siddy! Du hast gerade unser Schiff um etwa einen Meter verfehlt! Ich
werde wieder übernehmen!‰
„Wenn du nicht willst, dass ich ein Kampfpilot werde, Osirus, hättest du mir das
Fliegen nicht beibringen sollen.‰
Als die BSA-Agenten mein Schiff abheben sahen, teilten sie sich auf und
schickten dann 1 Schiff ihm hinterher und die anderen 2 uns hinterher. Es muss für sie
eine ziemliche Überraschung gewesen sein, es wegfliegen zu sehen – sie wussten nicht,
was sie davon halten sollten. Sie konnten ja nicht ahnen, dass es gedankengesteuert war
– sie wussten ja nicht, dass es so was gab. Alles, was sie gewusst haben, ist, dass sie
dort waren, um mich zu fangen, falls ich versuchen würde, zu meinem Schiff zu
kommen. Sie müssen gedacht haben, dass entweder ich oder jemand, der mit mir
arbeitet, es geschafft hat, an ihnen vorbeizuschlüpfen.
Ich kehrte an die Steuerung zurück und gab den Super-Ionenantrieben volle Kraft.
„Ich sollte dieses Ding einfach behalten.‰ Sagte ich zu Sidome, als wir unsere Verfolger
in den Wolken weit hinter uns ließen.
Siddy lehnte sich zurück in den Sitz und entspannte sich von ihrer Tortur hinter
dem Steuer. „Übrigens Osirus, da hinten sind zwei heiße kleine Sexarbeiterinnen – ich
nehme nicht an, dass du etwas darüber weißt?‰
„Nun, ja. Zumindest hat Hotep etwas darüber erwähnt. Wir sollten sie wohl an
Bord behalten. Schließlich ist dies nicht unser Schiff, weißt du – wir sollten den Hausrat
nicht durcheinanderbringen.‰
„Ja. Wir sollten mit dem Hausrat auch nicht herumspielen, oder sollten wir?‰
„Nein. Ich glaube nicht.‰
Sie blickte mich mit einem leichten Schmunzeln an, „Du solltest dich besser auf
das eigentliche Thema konzentrieren.‰
„Mach ich doch.‰ Sagte ich, während ich rüberlangte und ihren Oberschenkel
drückte. Sie blickte mich erneut an, noch tiefer. Ein perplexer Blick durchzog für einen
Moment ihr Gesicht, dann veränderte er sich in ein Lächeln. „Du bist durch etwas
gegangen, nicht wahr, mein Liebling?‰
„Das könnte man so sagen. Ja.‰
„Was ist passiert?‰
„Ach, nicht viel. Nur das ich ganz knapp dem Tod entronnen... und mir selbst
von Angesicht zu Angesicht begegnet bin.‰ Ich erklärte, was im Einzelnen geschehen
war.
„Ich freue mich sehr für dich und für uns alle.‰
„Ich weiß nicht, ob ich mich per se glücklich fühle, aber ich fühle mich friedvoller
als jemals zuvor, und es fühlt sich gut an.‰
„Wohin geht es jetzt?‰
„Zum Tempel. Ich möchte Toth wegen Isis sehen.‰
Wir trafen Toth in der Großen Halle und machten uns mit ihm auf den Weg zur
Kammer des Feuers, wo IsisÊ Leichnam lag.
„Du hattest Recht, Toth. Ich denke, ich brauchte all das, um die vollen Realitäten
der Belialischen Art wirklich zu verstehen.‰
„Ich habe immer recht. Du solltest das inzwischen wissen, Osirus.‰

57
„Das sollte ich auch, aber manchmal komme ich mir selbst in die Quere, weißt
du?‰
„Warum sprichst du so sonderbar, Osirus?‰
„Es ist eine lange Geschichte.‰ Er stand da und wartete auf eine Antwort.
„Es hat mit der Rolle zu tun, die ich spielte, um die Belialische Kraftwerksanalage
zu infiltrieren.‰
„Spielst du immer noch die Rolle?‰
„Nein – es war ein Scherz... irgendwie... verstehst du?‰
„Ah, ja. Sehr witzig, Osirus. Ich hoffe, dass du meinen Grad an Humor bald
verstehst und dich mir anschließt.‰
„Du hast einen Grad an Humor? Wie würde der sein?‰
„Du würdest es an diesem Punkt in deiner Entwicklung nicht verstehen, Osirus.
Nimm meine Frau...Bitte.‰
„Hä, entschuldige... was hast du gesagt?‰
„Nichts.‰
„Toth, ich habe die Dunkle Nacht der Seele erfahren. Ich habe mich irgendwie
verändert – sehr stark.‰
„Ja. Du hast dich verändert, mein Sohn. Doch du hast deine Reise nicht beendet.
Du bist von deinem Erlebnis zurückgekehrt, bevor dessen Zyklus abgeschlossen war.‰
„Ich weiß⁄ das konnte ich erkennen. Was also kann ich dagegen tun? Muss ich
wieder beinahe sterben?‰
„Ja. Allerdings auf eine andere Weise, als du es erwartest. Ich war es, der beim
Abschluss deines Zyklus eingegriffen hat. Es ist besser so, denn nun wirst du während
deiner Abschließenden Initiation durch die dunkle Nacht gehen.‰
„Ich soll mich jetzt der Abschließenden Initiation unterziehen? Ich fühle mich
geehrt. Aber was ist mit Isis? Wie geht es ihr? Wirst du ihr helfen können, in ihren
Körper zurückzukehren?‰ Während ich sprach, kamen wir vor der Kammer des Feuers
an.
„Es mag innerhalb des Flusses für Isis sein, zu ihrer Irdischen Form zurückzu-
kehren. Doch so ist es zu diesem Zeitpunkt nicht bestimmt. Sie hat viele der physischen
Organe in ihrem Körper geopfert, die den Körper an die Essenz von ihr binden.‰
„Geopfert? Was meinst du mit geopfert?‰
„Sie trennte absichtlich ihre physisch-ätherischen Bindungen, um einen anderen
Körper vollständig zu bewohnen – einen Körper aus Licht, der es ihr ermöglichte, auf all
ihre Kräfte in einer astralen Form zuzugreifen – damit sie jederzeit bei dir sein kann, um
dich zu beschützen – aber ungesehen und unvermutet von deinen Feinden.‰
„Sie tat dies für mich?‰
„Ja. Aber sie tat dies auch im Dienst des Einem – für das Wohl aller. Sie beging
diese Trennung während der Energieinfusion, die du, sie und Sid-Ome durchführten, um
das Leben in die Körper der Delfine zurückzubringen. Dies erzeugte den Anschein des
Todes oder der Bewegungsunfähigkeit. Dies hat sie getan, um die Agenten der
Dunkelheit in die Irre zu führen, die Söhne von Belial. Isis verstand, dass wenn sie an ihr
Ableben glaubten, würden sie nicht wachsam sein, würden sie leicht erkennbar sein und
würden einen weiteren Angriff auf dich einleiten. Auf diese Weise konnte sie es dann
vereiteln und verfolgte dann die Echsen zurück zu ihrem Schlupfwinkel. Diejenigen, die
sich im Schatten verstecken, müssen ans Licht gebracht werden. Das wusste sie. Das
hat sie versucht. Ohne sich mit mir zu beraten, tat sie es, denn es war bestimmt, dass du
diejenigen entdecken würdest, die die jüngsten Gewaltaktionen initiiert haben.
Ich fühlte Traurigkeit, Demut, Liebe – eine Mischung aus Emotionen. Ich ging in

58
die Kammer und streute etwas Heiliges Shin auf das Feuer, als ich daran vorbeiging.
Ich schaute nieder auf ihr Gesicht, oder besser gesagt, auf das Gesicht ihres Körpers.
„Bald schon werden wir auf der gleichen Ebene existieren mein Liebling, auf die eine
oder andere Weise, auf der einen oder anderen Ebene.‰ Sagte ich weinend in den
Sarkophag.

59
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& Visualisierung anwendet)
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9 – Kraftnickerchen (fühlt sich an wie 3 Stunden Schlaf in 28 Min.)
10 – Gewichtsabnahme.
11 – Emotionale Heilung. (Knüpft an viele Dinge an wie z. B. Essstörungen, sexuelle
Störungen, Rauchen, Drogenmissbrauch, Selbstwertgefühl, Co-Abhängigkeit etc. – fast
jeder braucht das. Gut für jene geeignet die eine Vorgeschichte mit emotionalem oder
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12 – Intuitionsentwicklung. Verleih deiner „Inneren Stimme‰ mehr Gewicht
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14 – Sehkraft
15 – Selbstlose Zuversicht
16 – Blühende Kreativität
17 – Beschleunigtes Mega-Lernen
18 – Fantastisches Gedächtnis
19 – Beziehungen mit Anderen Verbessern
20 – Entwicklung einer Dynamischen Erfolgsorientierten Persönlichkeit
21 – Kraftvolles Immunsystem
22 – Problemlösungsfähigkeit Steigern
23 – Effektive Kommunikationsfähigkeiten
24 – Besser werden beim Organisations-/Zeitmanagement
25 – Willenskraft
26 – Traumabewältigung für Opfer von Kindesmissbrauch
27 – Chakra Aktivierung
FDA Haftungsausschluss: Diese Angaben & Produkte wurden nicht von der FDA bewertet. Sie
sind nicht zum Diagnostizieren, Behandeln, Kurieren oder Verhindern einer Krankheit oder eines
Leidens bestimmt. Konsultiere immer deinen Arzt, bevor du sie anwendest. Dies gilt für alle
Produkte, Informationen, Meditationen oder Ratschläge, die wir anbieten. {A.d.Ü.: FDA ist die US Food
and Drug Administration}
Diese sollten NUR angewendet werden, wenn man in normalen Meditationshaltungen sicher sitzt
oder liegt.

VIBRATIONSKLÄNGE FÜR PAARE


(Erfordert zwei identische Stereo-Kopfhörer, und einen „Splitter‰ [erhältlich bei Radio Shack])
28 – Entwicklung einer seelischen Bindung mit deinem Partner
29 – „Rainbow Bridge‰ {auf Dt. Regenbogenbrücke} – Erzeuge eine „Chakraverbindung‰
30 – Spirituelle Sexualität CLO Tantra Guided Imagery (1ste Ausbildungsstufe. Zur
Verwendung mit JonÊs Sakralen Sexualitäts-/Tantra-Büchern „Sex & der Spirituelle Kerl
(oder Frau)‰, und „Aktives Zölibat‰). {Unter Guided Imagery versteht man: geführte Bildsprache; imaginative
Psychotherapie}

61
Version (A), mit Vibrationsklängen im Hintergrund
Version (B), mit Klassischer Musik im Hintergrund (Bolero & anderes)

VIBRATIONSKLÄNGE – MUSIKTHERAPIE
Meditationsmusik mit subtil im Hintergrund gemischten Vibrationsklängen.
31 – Kristall Gong Chakra Meditation
32 – Kristall Gong Gruppen Meditation
33 – Didgeridoo MönchÊs Meditation
34 – Didgeridoo & Kristall Gong MönchÊs Meditation
35 – Transformation
36 – Erlesene Klassik
Ineffektive „Plagiate‰ von JonÊs Originalarbeit können für Hunderte verkauft werden.
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Schmerzlinderung & Energie schwärmen. Besser als
Magnetfeldtherapie, Jon sagte, diese Armbänder filtern
negative Energien aus und stellen das Gleichgewicht wieder
her. Attraktiv verdrilltes Band aus chirurgischem Edelstahl mit
goldplattierten Kugeln. Leicht anzulegen/abzunehmen. Im
Vergleich zu einem, das $180 kostet, auf unserer Seite gerade mal. $49.95.

Korallen Kalzium – Unseres ist im Gegensatz zu vielen anderen Marken


und Quellen aus einer oberirdischen Mine. Dies versichert, dass es nicht mit
verschmutztem Wasser kontaminiert ist, und diese Korallenriffe wurden
beim Ernten nicht beschädigt. Es ist auch mit Ozon behandelt worden, um
sicherzustellen, dass es keine bakterielle Kontamination gibt. Wir können
nicht all die verblüffenden gesundheitsbezogenen Angaben diskutieren aber
du kannst bei der Suche im Internet vieles finden. Wir können sagen, dass
es auch großartig für Haustiere ist. Wir begannen es unserer betagten sich
selten bewegenden Tibetdogge zu geben und sie fing an, sich innerhalb
eines Tages wie ein Welpe zu benehmen. Ruf an oder erkundige dich auf unserer Webseite
nach optionalen Rezepturen {Kapseln oder Puder} und Preisangaben.

Die Musik von Peniel & Freunden, & CLO Mönchen


Jon & andere Mönche beeinflussten die Lyriken & Musik
Hunderter Hits, und waren Produzenten, Arrangeure, &
professionelle Musiker. Jon gründete die erste voll digitale
Plattenfirma in den 80ern, und entwickelte 3-D Sound (auf
einigen seiner Alben verwendet). Er „beeinflusste‰ auch die
Entstehung von mancher der großartigen positiven Pop &
Rock Musik der 60er & 70er. Schließlich gibt es noch seine
persönlichen Aufnahmen, die von klassischer Musik über Meditationsmusik, „New Age‰-
Musik, Musik für Kinder, leichtem Jazz bis hin zu Pop & Rock Musik reichen. Es gibt
mehr als zwei Dutzend, über die du auf unserer Webseite nachlesen kannst. Hier sind
nur ein paar. Regulär $17.95, unsere Leser und Webbesucher, bekommen (zum jetzigen
Zeitpunkt) ein Einführungsangebot von $9.95 für jede.
Sampler – Eine Auswahl aus einer Vielzahl unserer CDs, mit angesagtem Titel zwischen
den Liedern.
Erlesene Klassik – NICHT das spießige „für das Königtum gemachte‰ Zeug, sondern die
schönsten und inspirierendsten Stücke, die jemals komponiert wurden. Gespielt und
leicht modifiziert von Jon.
Die Traumweber – Diese CD für Kinder hat 2 halb-stündige „positive‰ & auf Erfolg
bauende Geschichten, die von „Sternenäuglein der Guten Fee‰ erzählt werden. Mittels
verbaler und musikalischer Entspannungstechniken bringt sie die Kinder sanft in einem
meditativen Zustand, wo sie ruhig liegen & schlafen, während sie gute Affirmationen
bekommen. Glaub mir, Kinder wollen ins Bett gehen oder ein Nickerchen machen,
sobald sie sie einmal gehört haben.
Transformation – Eine „New Age‰ CD, die ein paar Minuten von den tatsächlichen
Klängen beinhaltet die von der Raumsonde Voyager aufgenommen wurden, als sie in
die Ringe des Saturn eintrat, und dem Planeten Saturn passierte.
Singende Bäume – Auf CNN für 10 Minuten vorgestellt, als sie das erste Mal vor Jahren
herauskam, sie hat ein paar Lieder mit „Indianischer Stimmung‰. Aber all die Musik
wurde aus Aufzeichnungen gemacht von den Klängen der Bäume an Orten wie Sedona
64
& Yosemite. Die Baumklänge wurden mit dem Computer bearbeitet um
Baumstammtrommelklänge {log drum}, Flöten, und andere Instrumente zu reproduzieren.
Sie wurden dann in JonÊs Synthesizer abgelegt, womit er einiges an toller Musik
komponierte. Einschließlich anderer Instrumente, und einen Sioux Chant {Gesang}.
Tibetisch – Wenn deine Geschmacksrichtungen zu Licht, zu sanfter Jazz-Fusion neigen,
könntest du diese versuchen. Unter Verwendung spezieller Technologie spielte Jon
unter Einsatz seiner Gitarre Klavier, Flöte, etc. und spielte Gitarre unter Einsatz seines
Synthesizers!
Kristall Gong – Ein Meditationsalbum, auf dem Mönche speziell gestimmte Tibetische
Quarzkristallschüsseln reibend und klopfend verwenden. Aufgenommen draußen in
einem Canyon am Ort des neuen Klosters.
Didgeridoo – Ein weiteres Meditationsalbum mit Australischem Aborigine Einfluss, mit
Mönchen die mehrere auf verschiedenen Tonhöhen gestimmte Didgeridoos spielen.
Auch vor Ort aufgenommen.
Sentimental – Diese CD ist vornehmlich schön, wahre Liebeslieder, gesungen auf
folkloristische Art oder orchestral. Setzt meistens eine weibliche Leadsängerin ein, die
ihre eigenen Kompositionen mit einem leichten Irischen Akzent und in einem
wiegenliedartigen Stil singt. Wir haben Leute gesehen, die bei einigen der Songs auf
dieser CD in Tränen ausbrachen.

GENIESE SHARGUNG-LA TEES – HERGESTELLT VON


UNSEREN EIGENEN MÖNCHEN.
DAS NÄCHSTBESTE UM IN „SHANGRI-LA‰ TEE
ZU TRINKEN!
Meditation & Mehr Vermischtes – Exotische Kräuter
sorgfältig gemischt, um spirituelle/psychische/intuitive
Sensibilität & Entwicklung zu unterstützen, und für tiefe
Entspannung. 1 oz. {ca. 31,1 gr.} $7.99
Zitrushain Traum – Eine entzückende & erfrischende
Mischung die beinahe wie Limonade oder ein Zitronenpunsch
schmeckt! Man kann ihn eisgekühlt oder heiß genießen. 2 oz. $3.49
Minze Vergnügen – Köstliche Mischung mit Minzgeschmack, die die Leute lieben, um
sie wie einen vor/nach dem Essen Tee zu genießen. Auch eine wunderbare Mischung für
die Verdauung. 2 oz. $3.49
Super Beruhiger – Leckerer, feiner, ausgeklügelter Geschmack, der dich zu unserem
Blumengarten wegträgt, wo du deinen Tee in Frieden schlürfen, und entspannen
kannst. Wird auch angewendet, um den Unterleib zu beruhigen. 2 oz. $4.49
Super Aufputscher – Schmackhafte Mischung aus köstlichen kräftigenden Gewürzen,
kombiniert mit der gesunden Stimulierung von Brasilianischem Mate (beinhaltet
natürliches „Maffein‰ von dem wir glauben, dass es gesünder ist als Koffein) 2 oz.
$3.49
Tee Bälle – Die hier angebotenen Tees sind Teebündel, die einen Teeball oder ein Sieb
erfordern, oder Teekannen, wo eines eingebaut ist. Wir fanden einen Teeball aus
Qualitätsedelstahl für, $4.95.

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Andere Bücher von J. Peniel
DIE KINDER VON DEM GESETZ DES EINEM
&
DIE VERLORENEN LEHREN VON ATLANTIS
Dies ist der Bericht eines amerikanischen Teenagers, der in Tibet ein Kloster entdeckte,
das die Inspiration für die Legende von „Shangri La‰ war. Es könnte als ein „New Age‰
oder Philosophie Buch kategorisiert werden, ähnlich wie Die Celestin Prophezeiung,
denn es konzentriert sich in einem romanartigen Format auf seine spirituelle Ausbildung
und auf ihre Lehren. Schwer zu glauben, doch interessanterweise wurde die sub-
tropische Region zwischen den Himalajas, welche er auffindend beschreibt, später
durch Forscher vom National Geographic dokumentiert und dann „verdeckt‰ (es gibt
noch Beweise davon). Interessant ist auch, dass der Autor offenbar in den Edgar Cayce
Readings erwähnt wurde (der berühmte amerikanische Hellseher, dessen Bücher
millionenfach verkauft wurden), als jemand, der eines Tages eine wichtige Botschaft auf
die Welt bringen würde.
Schau auf unsere Webseite, um die Taschenbuch- oder die eBook Version
(Elektronisches/Digitales Buch) zu bestellen. E-Books sind preiswerter und
umweltfreundlich, weil kein Drucken involviert ist.
„Ein inspirierendes und leicht zu lesendes Buch, das brillante Klarheit auf die Bedeutung
von wahrer Spiritualität wirft, wie sie erreicht werden kann und wie sie unser Leben
verändern kann‰
JEFF RENSE, MODERATOR VON SIGHTINGS
„Ein Muss für alle, die sich für Atlantis interessieren, für alternative Theorien über die
Entstehung und die Prähistorie oder für legendäre antike Zivilisationen‰
DAVID CHILDRESS, ARCHÄOLOGE
„Dieses faszinierende, amüsante und sehr lesenswerte Buch bietet eine Unterrichtung
von solcher Reinheit und Verheißung, dass es einen Pfad öffnet, um einen Leser in die
individuelle Wahrheit hineinzuführen, welche ohne Ausnahme innerhalb eines jeden
von uns liegt.‰
ROBERT WATTS, PRODUZENT/FILMEMACHER

The Golden Rule Workbook


{Das Goldene Regel Übungsbuch - GRW}
Eine Schritt-für-Schritt Anleitung für ein besseres Leben & eine bessere Welt.
Erziele Wachstum, verbessere Beziehungen (sogar mit Fremden) zu Hause, in der Öffentlichkeit
oder in unabhängigen Gruppen. Sogar unsere Mönche verwenden den Übungsbuchabschnitt.
Zusammen mit Jon Peniel geschrieben, ist das GRW eine große Hilfe zum Verändern. Deshalb
propagieren und nutzen wir es. Nicht jeder möchte (oder ist dafür bereit) einem Kloster
beizutreten oder möchte einen Lehrer haben, um die konstruktive Kritik & Disziplin zu
bekommen, die nötig ist, damit sie ihre Ziele erreichen. Und manche Leute sind richtig
„abgetörnt‰ von Dingen wie den Legenden, der Prä-Historie, etc., die man in den „Verlorenen
Lehren von Atlantis‰ {Lost Teachings of Atlantis} (LTA) findet. Daher dient das „Golden Rule
Workbook‰ (GRW), einem doppelten Zweck. Es hat nichts, das jemand als „fremd‰ erachten
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könnte, jedoch hat es wichtige Techniken für Selbst-Verbesserung – solche die dabei helfen die
Fundierung von wahrer Spiritualität zu erreichen – als wirklich gute Person kannst Du ohne
eine solche Fundierung nicht auf einem Pfad sein, wie die CLO {CLO = The Children of The Law of One – Die
Kinder von Dem Gesetz des Einem}. Du musst nicht an unsere Überzeugungen über die Schöpfung, über
die Menschtiere, etc. glauben, um eine bessere Welt zu erschaffen und um zu Gott
zurückzukehren. Solche Dinge wurden eigentlich nur in dieses Buch eingefügt, um es
interessanter und vermarktbarer zu machen, damit es mehr Leute von einer bestimmten Art
erreichen würde, mit seinen wahrlich wichtigen Botschaften. Bedauerlicherweise denken viele
„spirituelle‰ Leute, dass die Goldene Regel keine große spirituelle Sache ist, sie sind nicht
wirklich interessiert, und Bücher wie die LTA verkaufen sich besser.
Selbst diejenigen von euch, die die LTA gelesen haben und wachsen wollen, benötigen
eigentlich die Werkzeuge aus dem GRW. Und außerdem wurde das GRW auf eine Art &
Weise erstellt, dass damit jeder einverstanden sein kann, solange sie nicht stark selbstsüchtig
sind, oder religiöse Überzeugungen haben, die negativ und hasserfüllt sind.
Du kannst jetzt (und andere, wenn sie wollen) auf eigene Faust an wirklich spirituellem
Wachstum oder Selbst-Verbesserung arbeiten, direkt in eurem eigenen Zuhause, mit oder ohne
einen Lehrer. Wir hoffen, dass du mit Hilfe des GRW wachsen kannst, in welchen
Lebensumständen auch immer du dich befindest, und das GR Prinzip in deinem täglichen
Leben anwenden kannst. Die Praktiken im Umgang mit Idealen/Ängsten/Affirma-
tionen/konstruktiver Kritik können alleine angewendet werden oder mit gleichgesinnten
Freunden, Familie, und sogar Fremden. Erinnere dich daran, versuche es nicht bei anderen zu
erzwingen – es bist DU, der es nötig hat demütig zu sein, und der wahrlich konstruktive Kritik
WILL. Dein selbstsüchtiges Selbst wird es hassen, also hüte dich davor, negativ oder
nachtragend zu werden.
Das GRW umfasst verschiedene mögliche Lebensszenarios – das Leben zu Hause mit
der Familie, die Bildung einer „Studiengruppe‰, eines assoziierten Kirchenvereins,
Wohngemeinschaften, und das Gründen einer zielgerichteten Wohngemeinschaft als „Halb-
Mini-Kloster‰.
Wie mit allem bedeutet das nicht, dass das GRW eine „Wunderpille‰ ist, du musst
WIRKLICH wollen dich zu verändern, SEI AUFRICHTIG und mach mehr als nur „schöne
Reden zu schwingen‰. Und selbst dann, werden all jene die es anwenden nicht „perfekt‰,
werden keine „Heiligen‰, oder die ganze Zeit über selbstlos liebend – doch wenn du aufrichtig
„daran arbeitest‰, wirst du schließlich dein Ziel erreichen, so wie in der alten Kindergeschichte
„Der kleine Zug der könnte‰. Setz einfach einen Fuß vor den anderen, mach einen Schritt
nach dem anderen. {A.d.Ü.: In der dt. Ausgabe heißt sie "Die kleine blaue Lokomotive" - Watty Piper}
Wie du bereits gelesen hast, fördern wir die Transzension {Überschreitung} der Selbstsucht,
und direkte Erfahrung von Einsheit mit dem Universalen Geist/Gott. Die große Heraus-
forderung ist diese Abtrennung von Gott, wenn du Freiheit willst vom Leid und der Zerstörung
das die selbstsüchtigen Selbsts als Resultat davon erzeugt haben. Diese zu überwinden
erfordert viele Dinge – Klärung deiner Ziele, Verwendung von Affirmationen, Meditation,
Verständnis von & Fließen mit Universalem Gesetz, doch ohne Demut, und ohne das
Anwenden von Kritik als Spiegel um dich selbst zu sehen, und ohne diese „Reflexion‰ dann für
das Verändern zu benutzen, ist all das oben erwähnte nutzlos um die Abtrennung zu
durchbrechen. Wenn das erreicht ist, kannst du die negative Programmierung, die du nicht
gewählt hast, mit den positiven Tugenden die DU gewählt hast ersetzen, und kannst deinen
inneren Geist/deine Seele hervortreten lassen und Eins werden mit, und ein Diener sein von,
dem Universalen Geist/Gott.

Die Antiken Lehren über, & Meine Persönlichen


Erfahrungen mit, Aliens und UFO’s.
Zum Zeitpunkt, als dies geschrieben wurde, waren diese Booklets {Beihefte} nur als
„eBooks‰ verfügbar (per E-Mail versendete Bücher). Schau bitte auf die Webseite, um zu
bestellen, oder kontaktiere uns, um zu sehen, ob sie schon in Druck sind.
Es umfasst die antiken CLO Lehren und Prophezeiungen über Außerirdische,
JonÊs Reisen mit einer UN-Botschafterin im Auftrag von Außerirdischen, inner-Irdische
Tunnel und eine Karte die ein UCLA {University of California, Los Angeles} Archäologe entdeckte,
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antike terrestrische UFOÊs, nahe Begegnungen Prominenter, und viel, viel mehr. Vol. 1,
2, und 3. $5.95 (für die eBook Version bei Bestellung über unsere Webseite). eBooks
sind preiswerter und öko-freundlich, weil kein Drucken involviert ist.

Die Serie über Spirituelle Sexualität


Zum Zeitpunkt, als dies geschrieben wurde, waren diese Booklets nur als „eBooks‰
verfügbar (per E-Mail versendete Bücher). Schau bitte auf die Webseite, um zu bestellen,
oder kontaktiere uns, um zu sehen, ob sie schon in Druck sind.
Vol. 1 – Sex & der Spirituelle Kerl (oder Frau). Das 1ste aus der Serie von kleinen
Booklets. Die Themen sind u. a.: Das menschliche Dilemma – „Engel‰ in physischen
Körpern; Innerer Konflikt & Schuldgefühl; Die sexuellen Aspekte der Natur/des
Universums; Die verschiedenen Arten wie Leute mit Sexualität & Spiritualität umgehen
(und die Resultate). Dieses Buch untersucht alle Standpunkte und bietet einzigartige
Lösungen, um spirituelle Sexualität in Beziehungen zu erreichen. Es ist eine
Voraussetzung für JonÊs Booklets über traditionelles Sexualitätstraining seines Ordens
(„Aktives Zölibat‰, „Magischer Sex‰, „Heilige Beziehungen‰, und „Seelenverwandte‰).
Wir empfehlen dringend, du liest die Serie der Reihe nach.
Vol.2 – Aktives Zölibat. Aktives Zölibat {im Orig. Active Celibacy} gilt als die höchste Form von
spiritueller Sexualität, und wird als effektiver für die spirituelle Entwicklung und zur
Erhöhung des Bewusstseins angesehen als normales herkömmliches Zölibat, oder
andere Formen von Tantra. Und außerdem ermöglicht es, dass sexuelle Ekstase und
spirituelle Glückseligkeit zu einem einzigen Ganzen werden, und jene, welche es
meistern, werden „die größten Liebhaber der Welt‰, während sie zurückkehren zur
E insheit mit dem Universalen Geist. Dieses Booklet ist die grundlegende
Instruktionsanleitung für die positive tantrische Sexmethode gelehrt und praktiziert
durch die CLO. Wir empfehlen dringend, du liest die Serie der Reihe nach. {Anm. d. Übers.: Es
wird jetzt auch "Primal Power Tantra" (Ur-Kraft Tantra) genannt.}
Demnächst Kommt!
A. Jon PenielÊs Buch darüber, wie man positive, erfolgreiche, gehorsame Kinder aufzieht.
B. Das Goldene Regel Arbeitsbuch wird mit neuen spannenden Ergänzungen bearbeitet,
welche auch verwandte Arbeiten von Benjamin Franklin beinhalten.

KONTAKT, WEB, & BESTELLINFORMATION:


Unsere Webseite Bietet Tolle Dinge wie:
Eine inspirierende Seite mit Zitaten (such dir was aus von – den Antiken Lehren, Cayce,
oder den Gründungsvätern – erhalte ein tägliches Zitat oder „sofortige Antworten‰ auf
„gedachte Fragen‰ mit nur einem Mausklick), einen kostenlosen Jon/CLO Rundbrief,
wichtige Kurznachrichten, Artikel von Jon, kostenlose Buchkapitel, Alarmierung bei
Neuigkeiten, und spirituell orientierte Produkte. Wir offerieren bei Bestellungen auch
„Gratisgeschenke‰ wie Astrologie Geburts-/Kompatibilitätstabellen, Edelsteine &
Schmuck, etc., (für weitere Details schau auf die Webseite). Adresse der Webseite:
www.atlantis.to (das ist „.to‰, nicht „.com‰)
Der beste Weg uns zu kontaktieren ist via E-Mail. Anmerkung: manchmal ist unsere E-
Mail auf dem Laufenden, aber manchmal bekommen wir sie, wenn sich viel ansammelt
um Tage, und sogar Wochen verzögert.
E-Mail: caring@atlantis.to {A.d.Ü.: Falls diese Adresse nicht erreichbar ist, kannst du es auch über die Webseite versuchen.}
Telefonische Bestellungen: 1-800-845-7991. Dies ist eine Bestelltelefonnummer von
Windsor Hill, es können uns aber auch kurze Mitteilungen hinterlassen werden. Wenn
geschlossen ist oder die Leitung besetzt ist, hinterlasse bitte deinen Namen, deine
68
Nummer & die beste Zeit um dich zu erreichen. Aufgrund der Meditationszeitplanungen
und unseres Lebensstils nehmen wir keine Anrufe an. Aber falls du telefonisch mit
einem Mönch sprechen musst, kauf einfach eine Prepaid-Telefonkarte (entweder von
unserem Versandgeschäft, oder woanders), dann sende eine E-Mail oder ruf beim
Bestelltelefon an, um einen Termin zu vereinbaren. Falls du sie woanders gekauft hast,
gib die Info deiner Prepaid-Telefonkarte an, deine Telefonnummer, und mehrere
Kalendertage/Zeiten, die für dich passen würden. Wir werden einen Termin einstellen,
und rufen dich zurück. Dieser Service verzögert sich normalerweise um ein paar
Wochen, wenn sich viel ansammelt.
Postanschrift: Du kannst Bestellungen oder Briefe zu uns senden an: GRO c/o
Windsor-Hill, 7450 W. 52nd Ave. M241, Arvada, CO 80002. (Anmerkung: Post wird
an uns weitergegeben und kann nach Erreichen der obigen Postanschrift eine oder zwei
Wochen zusätzlich brauchen, und dann wer weiß wie lange, um anzukommen und sie zu
lesen.)
(Wenn du schreibst oder eine E-Mail schickst, bitte spezifiziere genau, wozu du schreibst
– es spart uns Zeit – danke. Wenn du Lust hast, uns etwas über dich selbst zu erzählen,
bitte tu es!)

Hast du keinen Computer oder Weißt du Nicht wie man Einen Benutzt
um auf unsere Webseite zu Schauen oder um uns eine E-Mail zu
schicken?
Bibliotheken, KinkoÊs Copies {jetzt FedEx Office} und ÂInternet CafésÊ bieten öffentlichen
Zugang zu Computern an und werden dir oftmals zeigen wie du sie für E-Mail & Internet
benutzt – es ist leicht! Einige sind in den Gelben Seiten unter Internet Services. Du
kannst auch deine eigene E-Mail Adresse bekommen, die du von jedem Computer
überall benutzen kannst. Noch besser, du bekommst deinen eigenen Computer, und
Internetzugang, sie kommen üblicherweise mit kostenlosen E-Mail-Konten. Wir hatten
viel Glück mit EarthLink, am schlimmsten war AOL. Denk bitte daran, dass wir
unterbesetzt sind, und dass sich unsere Korrespondenz, einschließlich E-Mails, Post, und
Telefon aufstauen kann. Hab bitte Geduld, aber du kannst es noch mal versuchen, wenn
du denkst, unsere Verbindung ist nicht zustande gekommen (manchmal können E-Mails,
sprachliche Mitteilungen, und Briefe verloren gehen).
Geschenke
Falls du uns ein Geschenk in Form von Geld oder was auch immer machen möchtest,
füge bitte eine Notiz hinzu, die uns wissen lässt, ob du willst, dass wir es für irgendwas
verwenden sollen das wir wünschen, oder nur für einen bestimmten Zweck.

Wir sind hier draußen, deshalb erinnere dich immer daran,


jemand hier draußen liebt dich wirklich. Es war schon immer,
und wird immer sein.

GWBD (GodÊs Will Be Done)


{Gottes Wille Geschehe}

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