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W. H. ROSCHER

Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen

VI

U-ZYRRATÊL

sowie Nachträge ABAIOS-ZWÖLFGÖTTER ACERBAS - TELEPHOS

GEORG OLMS

1965

VERLAGSBUCHHANDLUNG

HILDESHEIM

Alle Rechte seitens der B. G. Teubner

Stuttgart, vorbehalten

Verlagsgesellschaft,

Reprografischer

Nachdruck der Ausgabe Leipzig 1924-37

Mit Genehmigung der Verlagsgesellschaft B. G. Teubner, Stuttgart Printed in Germany Herstellung: fotokop, Reprografischer Betrieb GmbH, Darmstadt Best. Nr. 5100924

AUSFÜHRLICHES

LEXIKON

DER GRIECHISCHEN UND RÖMISCHEN

MYTHOLOGIE

IM VEREIN

MIT VIELEN

HERAUSGEGEBE N

FACHGELEHRTEN

VON

W. H. ROSCHER(t)

SECHSTEE

BAN D

U - Z

UND

NACHTRÄGE

ÜNTEE REDAKTION VON K. ZIEGLER

MIT

78 ABBILDUNGEN

IM

1924 —

193 7

VERLAG UND DRUCK VON B. G. TEUBNER

TEXT

IN LEIPZIG UND

BERLIN

U, 1) koptischer Dämonenname im demotischen

dern auch in fremden, wie keltischen Namen

Zauberpapyrus von London-Leiden (ed. Griffiih-

und Wörtern (s. Artikel Κ in Pauly- Wissowa-

Thompson

1 [1904], 121) col. 18,12, wo in einer

Kroll, Beal-Encyclopädie 10,2 , Sp. 1398

und

Anrufung

gesagt wird: 'Ich bin Ou, Ou ist

Dessau, Inscr. Lot. sei. Bd. 8, p . 823). Zur

Bil­

mein Name, Aou ist mein wirklicher Name.' Zu dem Namen bemerken die Herausgeber

O r ΟΎ: ïhe hieratie (?) symbole

uncertain meaning.' — 2) einer der fünf Plane- tendiener der Kore (des 'Kronos' sehr. Cruice), wie die ophitisch-gnostischen Peraten nach Hip- pel, adv. haer. (109, 9 ff. Wendl.) eine von zwölf- eckiger Pyramide umgebene Gestalt nennen. Die Diener, Χειτονργοί, hießen OS, 'Aoui, Oia, Oiaaß. Der fünfte Name alloi wohl verdor­ ben ; vgl. Fr. Dornseiff, Alphabet in Mystik und Magie (Στοιχεία 7) 1922, S. 53 und S. 170 Nachtrag Eislers, der schreibt τέταρτος Ovaat, πέμπτος Αααοι. [Preisendanz.]

below are of

Uallelos (OialäXog), böser Dämon der 22. Donnerstagsstunde, dem guten Geist Karaaël

(ΚαρααήΧ) entgegengesetzt. JHygrom. Salom. cod.

Mon. gr. 70. Cat. cod. astr.

[Preieendanz.] Ubaste , Name der Göttin Bast, kopt. BOY- BACTI im demotischen magischen Papyrus von

London-Leiden (ed. Griffith-Thompson 1 [1904], 163), wo col. 28, 2 eine Zauberformel gibt: 'Ich bin der Herr der Dämonen (Namen), ich bin Ubaste (Wbst-t)'; vgl. das demotische Glossar

de r Ausgabe (Bd. S [1909], 19) nr. 191. [Preisendanz.]

Ubelcae (Ubelkae), örtlicher Beiname der Matres (s. Ihm o. Bd. 2, 2, Sp. 2464 ff.) im Sü­ den der Gallia Narbonensis, nach einer bei dem Gehöft La Mouricaudo (Mauricaude) nahe bei Saint-Zacharie (zwischen diesem Ort und Auriol, im Département des Bouches du Rhône, Arrond. Marseille) gefundenen Weihinechrift, CIL 12, 333 mit Add. p. 809, auf einem Cippus :

Matribus UbeVcabus v(otum) s(olvit) l(ibens) m(erito) Sexftus) Licinius Successus. Die In­ schrift weist Hirschfeld etwa dem Anfang des

3. Jahrh . n. Chr. zu. Die Lesung von 0. Iullian

a. a. 0. : Ubelnabus, durch welche die Ablei­

tung des Beinamens von dem am Fundort vor- beifließenden Bach Huveaune (oder von dessen Quellen) durch Villeneuve, Statistique du dé­ partement des Bouches-du-Bhône 2 p. 182 eine

Stütze erhalten soll, ist irrig nach Hirschfeld,

Schreibung k statt c ist

häufig vor α, nicht bloß in lateinischen, son­

gr.

8,

2, 163.

CIL 12 p. 809. Die

dun g des Beinamens vgl. Nab-elcus, Holder a.

. 2, Sp. 670/671. — Literatur : C. Iullian,

Bull, épigr. 5 (1885), p . 74—76 mi t Abbildung

a. 0

p.

75 und

6 (1886), p . 171 § 6.

Ihm,

Bonn. Jahrb.

88

(1887), S. 17 und

S.

123 f.

nr.

123. Holder,

Altcelt.

stelle:

Sprachschatz 8, Sp. 6. — Lage der Fund­

CIL 12, Tab. I, Of und II, H g (St. Zacba-

rie und Umgebung ist Fundort von CIL 12, 331—835 i Le Plan d'Au(l)ps, südlich von St. Zacharie, ist Fundort der Weihinschrift CIL 12, 380: Matribufs] Almahabufs] usw.). Mit dem Steindenkmal wurden einige kleine Säu­ len und große durch Bisenklammem verbun­ dene Steinblöcke gefunden. — Die Gleichung Ubelka = Huveaune billigt auch Desjardins, Géoqr. de la Gaule rom. 1, p . 178/174. [Kenne.]

irrige Lesung statt TJbeVcae,

Ubelna e (Matres)

». Ubelcae.

[Keune.]

 

Uberca e (Matres)

ist irrige Lesung bei

d'An-

ville,

Notice

de l'ancienne

Gaule

(1760),

p . 840,

statt

Ubelkae,

s. Ihm,

Bonn.

Jahrb.

83, S.

124.

[Kenne.] Uber!tas, Ubertas, Personifikation der Er­ giebigkeit, Fruchtbarkeit auf römischen Kaieer- münzen. Umschrift Uber(i)tas Aug(usti) mi t Bild findet sich auf der Kehrseite von Geld­ stücken des Traianu s Decius , seiner Ge­ mahlin Etruscill a und ihrer Söhne, des He - renniu s Caesar und des Hostiiianu s Caesar

(Cohen* 5 p . 196 nr. 104—105, zu nr. 106 s. u.;

p.

212 nr. 31, zu nr. 32 s.u.; p. 221 nr. 40; p.232

nr.

63), sowie des Nachfolgers des Decius, Tre -

bonianu s Gallu e und seines Sohnes Volu-

sianu s Caesar (Cohen 3 5 p. 252 nr. 125 und

p. 278 nr. 125), auf Geldstücken, auch einem

Medaillon des Gallienu s (Cohen* 6 p . 438f.

nr. 1007—1013, nr. 1011

Fröhner, Les médaillons de l'Empire romain

p. 217) und seiner Gemahlin Salonin a (Cohen*

6 p. 508 nr. 109, s. u.), ferner auf Geldstücken

der Gegenkaiser Postumu s (Cohen* 6 p . 66 nr. 366?.), Piavonius Victorinu s (ebd. p . 82

vom J. 263 n. Chr.;

nr. 121—122) und Tetricu s (ebd. p . 110 nr. 177. 178, zu nr. 177 s.u.) mit seinem Sohn Tetricus

Caesar (ebd. p . 128 nr. 99—100), des

Kaisers

Claudiu s (II, Gothicus, Cohen* 6 p.

168 nr.

286f.) und

seines Bruders Quintillu s

(J. 270,

ebd. p . 172

nr. 69), des Aurelianu s (Cohen*

3

Uberitas,

Ubertas

6 p . 201 tir. 289), de» Tacitu e (Cohen* 6 p. 286 Dr. 147—118) und seines Bruders und Nach­

folgers Florianu s (276 n. Chr., Cohen 1 6 p. 250 nr. 90), schließlich des Kaisers in Britannien Carausiu s (287/298 n. Chr., Cohen' 7 p. 37 nr. 864—871). Die Schreibung Uberitas ist viel häufiger als Ubertas; denn sie findet sich allein oder (nachstehend durch * gekennzeichnet) neben Ubertas auf Münzen von Traianu s Deciue, Etrus- cilla, fierennius, Hostiiianus ; Trebonianua, Vo- lusianus ; 'Gallienus, 'Postumus, Tetricus Vater und 'Tetricus Sohn, 'Claudius II, Quintillus, Aurelianus, 'Tacitue, 'Carausius (s. u.). Cohen'

6

VEEITAS

ist irrige Lesung oder Prägung statt VBERITAS.

Uberitas (vom Adjectivum über, ergiebig, frucht­ bar) ist altertümliche Schreibung für die sonst allgemein übliche Schreibung ubertas, wie Li- beritas Aug. auf Münzen neben Liberias Aug., s. Cohen ' 8 p . 404 (Cohen ' 4 p. 417 nr. 146.

5 p. 396 nr. 686.

Zu den Münzen des Victorinus wird von Cohen'

8 p. 441, Anm. 1 als Yar. angegeben Ibertas Aug. Einmal ist Uberitas Augg. («= Augustorum) be­ legt mit einem Geldstück des Tetricus Vater, Cohen' β p. 110 nr. 177.

Mit Ausnahme der Geldstücke des Carau­ sius ist die Ubertas als Frau dargestellt stehend, nach links gewendet (nach links schreitend?:

Cohen' 6 p . 82 nr. 121), in der einen Hand hält :

p. 196

nr. 106

und

p .

212

nr. 32:

6 p. 144 nr. 147 f. p. 188 nr. 122).

sie ein Füllhorn, in der anderen einen Gegen­ stand, der gewöhnlich als Geldbeutel (bourse, gleich dem Abzeichen des Mercurius) oder als Weintraube (grappe de raisin) bezeichnet wird, jedoch von Cavedoni wohl zutreffend als Kuh­ euter (über als Substantivum bedeutet Euter, säugende Brust) gedeutet ist, s. Cohen' β p . 285, Anm. 1 ; vgl. auch Münzen des Carausius (s.u.). — Das Bild der Kehrseite der Münze der Sa­ lonina (Cohen' 6 p . 608 nr. 109) wird beschrieben als stehende Frau mit Haube (bonnet, d. h. Freiheitemütze, Pileus) und Füllhorn; es wäre dies also eine, doch nur teilweise Nachbildung der Libertas, denn diese wird mit Pileus und Zepter dargestellt (vgl. ζ. B. die Münzen des GallienuB bei Cohen' 5 p. 397 nr. 693—697 und oben Bd. 2, 2, Sp. 2083).

Die Kehrseiten der Münzen des Carausius mit Umschrift Uberitas Aug. oder Uberita Au.

oder Uberta Aug. zeigen zwei verschiedene Bil- ι der, entweder eine (nach rechte gewendete) Kuh, von einer Frau gemelkt (Cohen* 7 p . 87

nr. 364. 370. 871 mit Abbildung zu

nach nr. 364 und 371 eitzt die Frau auf einem

Schemel, 'espèce de tabouret'), oder eine (nach rechts gewendete) Frau, welche einem mit Lanze bewaffneten Krieger (d. i. dem Kaiser)

die Hand reicht (a. a.

369 hält der behelmte Krieger außer der Lanze auch einen Dreizack ? oder eine Harke, râteau), ι

Münzen des Kaisers Constantinus I (des Großen) und seines Sohnes, des Caesar Conetil n- tinus iunior haben auf der Kehrseite die Um­ schrift: Ubertas saeculi, jene als Beischrift zu dem Bild einer stehenden Frau mit Wage ('dee balances') und Füllhorn, diese (des Prinzen) zur Darstellung von drei stehenden Frauen, von welchen jede eine Wage und ein Füllhorn hält,

nr. 864f.;

O. nr. 367. 369 ; nach nr.

 

Ucuetis

 

4

Cohen'

7 p . 294

nr. 663 f.

(nr. 564

vom J. 807

n .

Chr.) und p. 887/388 nr. 188 (letztere Münze des

mit

Merkzeichen STB). Die Wag e ist Abzeichen der Aequitas (Cohen' 2 p. 9,1 . Wissowa, Belig. u. Kult. d. Böm.' S. 332 f.).

Caesar Constantinus in Trier geschlagen,

Literatur :

Cohen, Descript.

hist. des

mann,

frapp.

sous

l'Empire

rom. 1

8

p . 441.

Georges

Lafaye in Daremberg-Saglio,

3 tiquités,

Fase. 49 (1914) =

Lafaye

Begriffe

ist im

auf

röm.

Dictionn.

Halbband

a.

a.

0.)

9

p .

[der

Vorstehenden

Münzen.

an-

674

Ar­

verbes­

ab­

— Wesens­

des

mit Fig. 7200 (aus Fröhner

tikel von

sert und ergänzt]. W. Köhler, Personifikat.

strakter

verwandt sind Abundantia

und

Copia

(s. d.),

 

Wissowa, Belig.' S. 383. L. Deubner,

Personi­

fikationen

o. Bd. 8, 2, Sp. 2082. 2168.

[Keune.J

"

Ucellailcae ,

Beiname

der

Matronae

(Ihm

o. Bd. 2, 2, Sp. 2464 ff.) in einer Weihinschrift

) von Corbetta,

zwischen

Milano — Mailand

und

Novara,

in

Gallia

Cisalpina,

CIL

6, 6684

=

Dessau,

Inser.

Lot.

sei. 4822 : Sanciis Matronis

 

Ucellasicis Concanaunis Novellfijus Marcianufs

PJrimuli

filiufsj

votum

Masuonnum

Matronis

 

'

vfotum) s(olvit) l(ibens) m(erito). Ihm,

Bonn.

Jahrb. 83 S. 16. 16 und

S. 116

nr. 57.

Bolder,.

5, 2

Tab. II und Andrée, Handatlas 1 126/126, C 2. — Die, wie Gottheiten überhaupt , hier sanetae, verehrungswürdig (Höfer o. Bd. 4 , Sp. 308ff. r bes. Sp. 818 nr. 67 f. Link in Pauly- Wissowa-

Kroll-Witte,

1 A, 2, Sp. 2248 ff.) genannten Muttergöttinnen tragen drei verschiedene örtliche oder land­

schaftliche Bezeichnungen, zwei

Altcelt.

Sprachsch.

8, Sp. 18. Fundort:

CIL

Beal-Encyclop. d. Altertumstciss.

adjektivische

und eine genitivische {Keune, LoOir. Jahrb. 8 [1896], 1, S. 71); alle Beinamen sind keltischen

Ursprungs, s. Holder a. a. Ο. 1, Sp. 1091. 2, Sp.

467. 3, Sp. 18. Zu Uc-ell-as-icus vgl. Uc-etia,

Sp. 13n%

sowie Holder 1, Sp. 1416: -ello-; 1, Sp. 250. 247 und 8, Sp. 708. 707: -aso-, -asus, -asius; 2, Sp. 21 f.: -t'co. [Keune.l

Ucuetis , keltischer Name (Dativ: Ucuete, latinisiert: Ucueti; Akkusativ: Ucuetin) eines wohl örtlichen Gottes zu Alesia, im Gebiet der Mandubii, genannt in zwei Inschriften, welche gefunden sind in den Resten der unter römi­ scher Herrschaft neu erstandenen Stadt Alesia auf dem Mont Auxois bei Alise-Ste.-Reine, un­ weit vom Bahnhof Lee Laumes der Eieenbahn- strecke Dijon-Sens-Paris [Andrée, Handatlas'' 91/92. D 2. Kiepert, Form. orb. ant. XXV, Gkll. Zuerst war die Gottheit bekannt geworden durch

die keltische, lateinisch gefärbte Inschrift einer im J. 1839 gefundenen Steintafel aus dem Be­ ginn der römischen Kaiserherrschaft, CIL 13,

2880 [mit Add. (4) p . 32]. Holder, Altcelt.

Sprachsch. 3, Sp. 16, auch 1, Sp. 887.1866. 1481.

2031. 2, Sp. 29. 1619. Diese, in lateinischer

Schrift, lautet: Martialis Dannotali ieuruUcuete sosin celienon JJS etic gobedbi dugijontijo &

Uc-eium,

Uc-ellus

u.

a.,

Holder

8 ,

Alisija, d. h. Martialis des

Dannotalus (Sohn) hat geweiht dem Ucuetis

dieses Gebäude; das Folgende, von et»c(= atquel)

an

freute das Werk den Ucuetis in Alesia'. doch ist diese Deutung durchaus unsicher (s. Hirsch-

er­

Ucuetin in

besagt

nach

Stokes

ungefähr :

'un d

es

5 üdai a

a. a. 0.). Die Steintafel wa r als Weib -

über dem Eingang zum Heilig-

tum des Gottee angebracht. Der Wortlaut offen-

und Bauinschrift

feld,

CIL

6

lat. Udaeu«), ursprünglich

Erdboden, Erdoberfläche, also

auf dem Erdboden befindlich, dann unterirdisch,

adj., τοη οίδας,

Udaios

Udaio s

(Oiiatos,

bar t

römischen

Einfluß,

denn

der Stifter

führt

ganz

wie

Chthonios

(s. d.),

adj. χφόνιος,

dem

den lateinischen Namen Mariialis,

zu welchem

Boden

angehörig,

dann

=

χαίαχ&άνιοί.

der

keltische

Name

1,

Sp. 1128 f.

seines Yaters

Dannotalos

im lateini-

1) Oeog (fem.),

κόρη, d. i. Persepnone :

— Ly-

(Holder

2, Sp. 1711)

kophr.

49. 698 mi t Schol.

n. Tzetz.

2)

Zf* f ,

sehen Genitiv hinzugefügt

ist, wie häufig, mit

Κροτίδης,

der unterirdische Zeus, d. i.

Pluton :

Auslassung

Jalirb.

Wortes

9 [1897], S. 829,

des

filius

zu

(Keune,

CIL

Lothr.

13,4547);

Dion.

Per.

78»;

Anthol.

s. 10 Sodann

selbständiger

Pal.

14, 128,

Eigenname :

nämlich

14.

Pauly - Wissoua - Kroll, Beal-Encyclop., Suppl.-

8) ein Gigan t auf dem Pergamenischen Altar-

Bd. 8, Sp. 1199f., wo die Belege für ieuru be-

fries,

laut

Inschrift,

ebenso

wie

dort

ein

an-

sprochen

sind

(nachzutragen:

CIL

18, 4 p . 20

derer

Gigant

Chthonios

heißt ;

β.

Frankel,

zu nr. 1514 = Espérandieu, Becueil, 2 nr. 1609).

Inschr.

v.

Perg.

Bd.

1,

S.

86,

nr. 118;

S. 67,

Zur Deutung der Inschrift vgl. auch Bevue des

zeichnend; gelten doch die Giganten für Söhne der Ge, und auf ihren 'irdischen' oder unter­

weiblichen Gottheit ücuetis zu rechtfertigen irdischen Ursprung deuten namentlich die

études

sehr be-

nr. 128. Fü r beide sind die Namen

anc.

10 (1908), p . 353.

18 (1911), p . 467.

Während diese Inschrift die Annahme einer

schien, ha t ein späterer Fun d sie als mann-

lie

Auxois

la-

Schlangenfüße hin ; vgl. M. Mayer* Giganten

h erwiesen . Ei n i m J . 1908 au f de m Mon t so u. Titanen S. 262 f., sowi e di e Art . Giganten i n

Pauly*-

gefundenes

Bronzegefäß

träg t

die

diesem

Lexikon Bd. 1, Sp. 1644 u. bei

teinische Inschrift, Dessau, Inscr. Lat. sei. 9316

Wissowa-KroU,

Gigantennamen

8. Supplbd., S. 666. 759. — Die

= CIL 18(4), 11247: Dco Ucueti et Bergusiae

Chthonios,Echion,Pelor(os)oder

Bemus Primi fil(ius) donavit; v(otum) s(olvit)

Peloreus

und

Udaios

kehren

nun

aber

unter

l(ibens) m(erito). Der Zusatz von deus ist bei

den

thebanischen

Sparte n

(s. d.)

wieder;

es

unrömischen, provinzialen Götternamen allge-

steht

dahin,

ob nur

die Namen

entlehnt

oder

mein

üblich,

s. Bobert,

Epigraphie

de

la

Mo-

die

Sparten

selbst

als Teilnehmer

an der

Gi-

selle 1

p . 67/68

und

Biese,

Westd. Ztschr. 17

gantomachie

gedacht sind; vgl.

Preller-Bobert,

(1898), S. 16 ff. Der Gott

nur durch diese Inschrift bekannten einheimisch- so enor,

örtlichen

einer

Sp. 861 ligurisch); eine solche Paarung ist bei gallischen Gottheiten gewöhnlich, wie Borvo- Damona,Luxomus-Bricia,Sucellus-Nantosuelta,

Lenus

3,

ist gepaart

mit

vielleicht

(nach

auch

einer

Gr. Myth.

der

Sparten

die

aue

zahnen

Kadmos,

I 4 ,

nicht

72.

Zu ihnen kommt noch Hyper-

fünf

Männer,

Drachen-

vorherrschender

Artikel

Bd. 4,

fünf noch zwei nur

Sp. 827f.,

als

in

G. bezeugt

ißt.

dem

Kampfe

der

von

Kadmos

gesäeten

s. die

u. Sparten,

Diese

Göttin,

trägt ,

welche

den Namen

Holder

Apollo

bleiben

den

Quelle

(Mars)

Bergusia

usw.,

entsprossen sind, nach

allein

2 ,

am

Leben;

Überlieferung

Bd.

Sp. 1289f., wo außer jenen

-Ancamna

(GrannusJ-Sirona, Mercurius-Bosmerta. Der

einmal

erwähnte Männer

aus der

Drachensaat,

Bergusia ist die Auszeichnung als dea nicht

Kreon (Timagoras

fr. 1, Müller

4, 620 im

Schol.

gegeben, ebenso wie der Genossin des Gottes

Eur.

Phoen.

670) und Astakos (Phot.

bibl. p. 228

in

anderen Paarungen, s. Veraudunus.

Daß der

40 Bekker),

genann t

sind.

Es

ist

also

Udaios

Stifter

des

Gefäßes

ein

Einheimischer

war,

4) einer

der

Sparten :

Aischylos

fr. 316

Nck.*

bestätigt sein Name (Lothr. Jahrb. 9 [1897],

nach Schol. Eur.

Phoen.

942 (Naucks

Zweifel

an

S.

188).

einer namentlichen Aufzählung

der Sparten

er­

Literatu r

verzeichnet

Hirschfeld,

CIL a.

ledigen

sieb durch den Hinweis auf die langen

a.

0 .

(18,1, 1 p.44 1

und

13, 4

p . 32. 83).

Hier

Namenreihen in den Persern);

Pherekydes

fr

44

sei nur angeführt Léon Berthoud, Pro Alexia

u. Hellanikos

fr.

2 (Müller

1,83 u. 46) im

Schol.

S

(1908/09) und

4 (1909/10), Nr. 25—26 p. 886

Apoll.

Bhod.

3,1178;

ApoUodor.

Bibl.

8, 24. 6«;

—390 und

Nr. 27 p. 412—417, mit Tafeln LI—

Paus.

9,5,3 ; Hygin.

fab. 178; Schol. Stat.

Theb.

LI1I, sowie Nr. 89—40 p. 583—696, letztere Ab-

8, 286

(wo der

stark verstümmelte Name

nicht

handlung als Entgegnung auf die wenig wissen- so Tydeus, sondern Udaevs zu lesen ist);

Mythogr.

schaftliche Veröffentlichung von L. Morillot,

Vat.

1,149; 2,77

(hier

lautet der Name beide-

chanoine, Deux inscr. d'Alesia usw., Dijon 1909.

male

fälschlich

Idaeus).

Über

Udaio s

ist

C. Jullian,

Bevue

des

Etudes

anciennes

1908,

sonet

wenig

bekannt.

Doch

stammt

von

ihm

8,

p.

863. 360/361

(vgl. Pro

Alesia

3 , Nr. 28—29,

der

Sehe r Teiresia s

(s. d.)

ab : ApoUodor.

p.

448),

der

u.

a.

mit

dem

Namen

des

Gottes

69 (wahrscheinlich

nach Pherekyd.

fr. 50,

Mul­

den

Namen

der

Stadt

Ucetia

in

der

Narbo-

1er 1, 86). — Sonderbar

klingt,

was Steph.

Byz.

nensie vergleicht und daher die Gottheit nicht

möchte.

als

eine

örtliche

von

Alesia

fassen

s. Ιουδαία

dem

berichtet:

das Land ludaea ist nach

Mill-

Zeugnis

des Klaudios

Iolaos

(fr.

3,

Abbildungen

der

Steintafel

bieten,

abgesehen

1er 4 , 304)

benannt

ànb

von älteren

Veröffentlichungen,

auch

eine

der βσ (wofür zu lesen ist Σηαρτ&ν

τίνος),

der mit Dio-

Ansichtskarten

Alesia, 1 (1906/07),

'Pro

Pro

p . 77 und Mutruchot, Asso-

Alesiii',

S.

de Bicci,

nysos

ist wohl hier Udaios als Begleiter des Dionysos

Es

von

Theben

aus

in

die Ferne

zieht.

dation

franc,

pour

l'avancement

des sciences,

auf

dessen

Indischem

Feldzug

gedacht

un d

Compte-rendu

de la

36'

session,

1" partie

^907) ,

dem

Gleichklang

zuliebe, dami t

er

als

epony-

p.

15. — Das Bronzegefiiß

und

seine Inschrift

mer

Besiedler

des

Landes

erscheinen

kann,

sind

abgebildet

auf

den

Tafeln

zu Berthoud

sein Name in Ιουδαίος

verderbt worden ;

8. auch

a.

a.

0 .

[Keune.}

d. Art. Iudaios,

Bd.

2 ,

Sp. 673,

nr.

2.

Udai a

s. Udaios.

 

[Johannes

Schmidt.]

7 TJdravarinehae

Udravarinehae, niederrheinisch - örtlicher, wohl ubisch-germanischer Beiname de r Matro-

nae (Ihm o. Bd. 2, 2, Sp. 2464 ff.) in de r Weih­ inschrift eines Altars, welcher zu Köln, unter Fettenhennen, gegenüber dem Dom, mit zahl­ reichen anderen Matronendenkmälern gefunden ist (Klinkenberg, Das röm. Köln = Clemen, Kunstdenkmäler der Bheinprovinz 6,1/2, S. 228/ 229), jetzt im Kölner Museum, CIL 13, 8229:

Matronis Udravarinehis Iulia Prisci f(ilia) Al- lua v(otum) s(olvit) l(ibens) m(erito) [au f de n Seitenflächen ist, wie häufig, ein Baum dar­ gestellt! Die Namen erweisen die Stifterin als eineEinheimische. Kisa, Westd.Ztschr. 13(1894),

S. 318/814, berichtigt Westd. Korr.-Bl. 14 (1895),

§

1.

Siebourg,

Bonn.

Jahrb.

105, S. 87.

U. gehört zu den überaus zahlreichen ört­ lichen Beinamen der Muttergöttinnen mit den gleichwertigen Endungen -nehfijae, -neihfijae [auch -neue, -niae, -neiae, -hen(i)ae] (Ihm, Bonn.

Stein-

denkm. des Prov.-Mus. Bonn nr . 263 ff.), welche wohl alle germanischen Ursprungs sind; Schön­ feld, Wörterbuch der altgerman. Personen- und Völkernamen (1911) S. 245 nennt germanische Herleitung 'ungewiß'; Holder, Altcelt. Sprach­

schatz 3 , Sp . 17

aus. — Derselbe Name in wenig abweichender, gleichwertiger Schreibung, aber ohne die Be­ zeichnung Matronis un d mit einem zweiten örtlichen, bisher sonst noch nicht belegten Na­ men verbunden, liegt gewiß vor in der Inschrift eines verstümmelten Altars, gefunden 1905 in Thorr (Kreis Bergheim, Rgbz. Köln), CIL 13, 4, nr. 12069. Lehner, Steindenkm. des Prov.-Mus. Bonn (1918) nr. 347 : Udrovarfinehis et] Vana-

gibt de n Namen als keltisch

Jahrb. 83 , S . 31 ff. 107 , S . 288 f. Lehner,

mianfehis (es folgen Reste de r Namen de r Stif­ ter); auf der linken Schmalseite des Altars ein verstümmeltes Füllhorn mit Früchten. Zur Wei­ hung an zwei Matronengruppen mit verschie­ denen örtlichen Beinamen s. Lehner a. a. 0 .

S.

149 zu nr. 326, auch Ihm, Bonn. Jahrb. 83 ,

S.

71. Zur Schreibung Udrovar- statt Udravar-

vgl. ζ. B . Dessau, Inser. Lot. sei., nr . 2742:

leg. II Troianae (statt : Traianae), un d nr. 7420a :

Mithrodates (statt: Mithradates).

Ufebal, al s Dämon genannt i m demotischen Zauberpapyrus von London-Leiden (ed. Griffith-

Thompton 1 [1904], 111) zusammen mi t Iao, Ieou, Arponknouph, col. 16 , 6 (we-by). Weiterhin,

Z. 12 , wird angerufen: Ό god that lived

Takrtat, he of eternity, bring in Boel, Arbeth- abi, Outhio, 0 great great god.' Der erste Teil des Wortes , Oit-, findet sich öfters in magi­ echen Voces der Zauberpapyri. [Preisendanz.]

U e r (Oiirjp), Dämonenname, mi t de m Adonai angerufen wird in einer Beschwörung des Groß. Pariser Zauberpap. Z. 1560 ff. Der 'große Gott

Adonai ' heißt hier αντογινέτωρ, άείζων &ιός, Iao , Arbathiao , ό ώι» Οΰήρ (Zauberworte) , Sa - ι baoth, Άρονηρ, Χνονψ; vgl. Ermcm, Äg. Bel.*

24. Drexler o. Bd. 2,1 , Sp . 1250. Auch im ersten

Leid. Zauberpap. col.

me ανμορχα%ί Ούήρ, Ζ. 28 Ονιήρ. Vielleicht häng t mi t ih m auch zusammen Pap. Brit. Mus. 121,496: χομω&ι, Ύ Ιβι Σώ&ι : αονηρι (so abge­ teilt im P) ; vgl. Groß. Par. Zauberpap. 307 :

ovsç μηχαν, 1792: ovf(ncf un d den Namen

[Keune.]

10, 34 findet sich de r Na ­

Ukalegon

τονς Πάρ&ονς i m ersten Lei­

dener Zauberpap. col. 8,1 8 Ούερτω. De r Nam e

mi t dem Αοβιονηρι des Groß.

Par. Zauberpap. Z. 917, wo es sich u m eine verdorbene oder absichtlich variierte Form dee 'ίΐρ-βί-Οίβίρι von Z. 920 (Zauberformel in einer 'Entlassung' des dienenden Dämons) handelt.

[Preisendanz.] Ueros (Oifu/og), böser Dämon de r 3. Don- nerstagstunde, dem guten Geist Kisphaêl (Κια- ψαήΐ) entgegengesetzt. Hygrom. Salom. cod. Mon. gr. 70. Cot. cod. astr. gr. 8,2,162. [Preisendanz.] Uërto (OisQtm), nac h de m Leid. Zauberpap.

J 384, 8, 18 parthischer Name des Allgottes:

επικαλούμαι^ es κατά Πάρ&ονς' Όνερτω navxo- δννάοτα'. Ähnlich de r Anfang des Zauberwor­ tes ονερμηχαν, Großer Par. Zauberpap. 807. [Preisendanz.] Ilgios ? (Ugiusl), zweifelhafter Name eines örtlichen Gottes in der Gallia Narbonensis zu Serviere, in der Nähe (nordwestlich) von Uzès =Ucetia, in einer verstümmelten Weihinschrift, Berne épigraph. 1902, p . 277 (Holder, Altcelt.

Sprachschatz

bius Felixs v(otum) s(olvit) l(ibens) m(erito).

Der

als Zuname gegeben, dem überhaupt in galli- schen Landen einheimische, örtliche oder land-

schaftliche, Schutz- und Heilgötter mit Vorliebe

Statt des a. a. O. ergänzten wäre auch die Ergänzung

\?Bu]gio denkbar, derselbe Name, de r in einer Weihinschrift von Decempagi in der Civitas Mediomatricorum (Tarquinpol bei Dieuze in Lothringen) überliefert ist, CIL 13,4556: Bu- gio M. Monftjanius Magnus v. s. [I] m. [Gleich- namige, nacU örtlichkeiten (einschl. Quellen) benannte Schutzgeister verschiedener Land- schaften sind in Gallien öfter nachweisbar, so Vintius, Souconna u. a.]. — Verstärkung des

C. Bae-

8

des Allgotts χατά

ha t nichts zu tu n

3, Sp. 19): [Majrti

[1U]gio

einheimische Name is t dem römischen Mars

gleichgestellt sind. Beinamens [? U]gio

in X enthaltenen S-Lautee in Schreibungen wie Felixs ist sehr häufig, s. Belege bei Dessau,

Inscr. Lat. sei. Bd. 3, p . 837 f. — Serviers [CIL 12, Tab. II, Db , bei Uzes (nördlich von Nîmes)] ist als alte Ansiedlung auch durch mehrere Grabschriften erwiesen (CIL 12, 2947. 2949, vgl. 2932). Abbildung des kleinen Altars (hoch

22'/,

cm ) in Bévue épigr., Heft 107, Planche

XVIII

,

z u 4 ,

p . 277 f.,

nr . 1613 . Übe r 'di e kel -

tischen Epitheta des Mars ' handelt E. Win-

disch, Das kelt. Brittannien

Hist. Kl.

Leipzig 1912), S. 89—92. [Keune.]

Kgl. Sachs. Ges. d. Wiss. Bd. 29 , 6,

(Abhandl. Philol.-

einer de r Namen, be i denen

des cod.

par.

anderen Namen : Όρψων, Όχπή, Τομών, Ονλιόβ,

Βερίμ, Ονγράν, Σαρόμ, 'OârjX, Σιέτ, Σατάδ. [Preisendanz.]

173 ; die

Ugra n (Ονγράν),

Kronos beschworen wird in

gr. 2419.

Cat. cod. astr.

de r Ευχή

gr. 8 , 2 ,

Uistos (Ονίβτος), böser Dämon de r 15. Mon­ tagstunde, de m guten Geist Akinatiel ('Axivu-

TiiX) entgegengesetzt.

Hygrom.

Salom. cod. Mon.

8,2,150. [Preisendanz.]

Ukalego n

(Etym.

Μ. β. ν. άλέγειν:

Oixalé-

γων,

χνριον.

Ohnesorge '

Pape-Benseler,

'Unbekümmert '

Bobert;

über

de n Namen

A.

Ludwig,

S.-B. kgl. böhm. Ges. d. Wiss. 1897, 6 un d

Ukalegon

in

Ilias

und

Aeneis,

Gymn.-Progr.

θ

Ukisem

Ulixes

10

Fra g

1907 [beide Arbeiten

mir

nicht

zugäng­

Vainan, auch Vatnan: Eick, der in diesem

lich]): 1) einer der Demogeronten

um

Priamos

Namen eine Herkunftsbezeichnung sieht. Ex-

Horn. II. 8,118: ΟνχαΙέγων xs xal Άντήνωρ,

nt-

omnius ist ein keltischer Nam e (s. Holder 1,

&μφω, Sert). Dan.

zu Aen.

2, 811 :

Uca-

Sp. 1489 f.). Diese Weihinschrift gleicht in ihrem

αννμίνω legonem ., . quem

iuxta

Homerum

in

consiliis

et

zweiten Teil einer Grabschrift, wie CIL 13,

amicitia constat Priami fuisse.

Die Zerstörung

6076, vgl. auch CIL

3, 6145. — 'Substruktionen

seines Hauses beim

Brande Trojas

nennt

Verg.

von Gebäuden erstreckten eich über mehrere

Aen. 2, 311 f. : iam proximus

ardet

Ucalegon

(des

angrenzende Gärten, und in dem angehäuften

sprachlichen

Ausdrucke

wegen

oft

zitiert,

s.

Schutte fanden sich außer einer großen Masse

die Testimonia in Bibbecks

Apparat) ,

danach

von Ziegeln in allen Formen auch mehrere

typischer Name für

den

sterblichen

Besitzer

Urnen und andere Gefäße nebst einigen Kupfer­

einer brennenden Wohnung bei luv. sat.

8,199,

münzen von Septimius Severus, Sev. Alexander

wozu das Schal, den Vergil zitiert.

DaresPhryg.

6

und Constantin', doch hatte der Inschriftstein

nennt U. unter den amici

des Priamos und

läßt

sichtlich später als Baumaterial gedient: Eick.

ihn

e.

39

mit

Antenor,

 

Polydamas

und

Dolon

— Den Beinamen U. hat v. Grienberger, Eranos

auf Verrat

sinnen.

2) Gefährte

des

Achill

Vindobon. 1898, 8. 264 für germanisch erklärt,

auf

dem

rf.

Kantharos

des

Epigenes

(peri-

Holder, Altcelt. Sprachschatz 8, Sp. 22 dagegen

kleische Zeit): Ann.

d.

Inst.

1860,

tav.

H J

für keltisch; die Endung -nehae weist auf ger­

(L. Schmidt,

dazu 0. Jahn,

Arch.

Ztg.

11 (1863),

manischen Ursprung, s. den Art. Udravarinehae.

128, Schmidt,

Vorl.-Blätter

Arch.

Ztg.

Ser. B, Taf.

1853, 169 f.).

9, 2.

Wiener

Giraudon-Millet,

Literatur :

A. Eick,

Bonn.

Jahrb.

22, S. 181

Vas.

d.

Cabinet

d.

Méd.

90.

Klein,

Vasen

m.

Meistersign.*

durch

186 f.

Namen

Daß

'aie

dieser

eine von

U.

sich

Achill

des

schon

losge-

letzteren

Sp. 29,

den

löete

ausweist', wie Fleischer

personifizierte

Eigenschaft

oben

Bd.

1,

bis 133 (mit Berichtigung 23, S. 209). M. Ihm, Bonn. Jahrb. 83, S. 21. 70 und S. 142, nr. 254.

Schönfeld, "Wörterbuch der aligerman.

Pertonen-

und Völkernamtn S. 245. Holder führt den Na­ men nochmals auf Bd. 3, Sp. 421 unter VI-.

[Keune.]

Schmidts

Deutung

übernehmend,

sagt,

ist

ab­

Ullob (ΟίΙιόβ),

s. u. Ugran.

 

wegig ;

schon

Jahn

a.

a.

0 .

hatt e

vor

solchen

 

'Feinheiten'

gewarnt. — 8) Boioter, Vater

der

UlixfS, die lateinisch e Namensform für

Sphinx:

Schol.

Eurip.

 

Phoen.

26

(1 ,

S.

261

Odysseu s (s. d. Art., Bd. 3, Sp. 602f. n. bes.

Schwarte):

ol

<5f

 

Σ<ρίγγα

Maxaoéas

 

646 f.). Ihr und ihren italischen Abarten ist

γενέΰ&αι yvvatxa,

 

âh

zweierlei eigentümlich. Einma l haben sie

èvoe

εγχωρίων"

aie ersten Konsonanten das l. Das ihm ent­

τα Φίχειον,

s. llberg,

 

ob. Bd. 4,

Sp.

1364.

Ro­

sprechende λ ist in dem Namen des Helden

bert,

Scholion führt Müller, FHG

Oidipus

1, 496.

2,

166

u. 3, S. 836 und

A. 13

14.

Das

Schir-

allerdings auch dem Griechischen keineswegs fremd, nachweisbar freilich erst etwa vom

mtr

ob.

a.

Bd. 2,

Sp. 2290

zurück

Ο.

auf Lysimachos

mit

Unrecht,

wie

Θηβ.

Bo-

7.

0.

Jahrh. an auf Vaseninschrifte n (s. a. a.

Sp. 646), während die griechische Litera ­

bert

a.

A. 13 betont.

[Weinreich.]

t u r seit Homer ausschließlich die Schreibung

Ukisem (Oixieéu), böser Geiet der 23. Frei­ tagstunde , dem guten άγγελοι Σαατανιήλ ent­ gegengesetzt. Beleg wie bei Uistos, Cat. cod. asir. gr. 8, 2,163. [Preisendanz.] L'lauhinehae, niederrheinisch- örtlicher, wohl ubiech-germanischer Beiname der Maironae

mit δ kennt; sie ist denn auch für das Etrus- kische maßgebend geworden, nur daß hier die griech. Media durch die Tenuis oder die Aspi­ rata verdrängt und ersetzt worden ist (s. u.). Sodan n erscheint bei den lat. Namensfoimen durchgängi g de r Guttura l (in dem x); in den zahlreichen griech. Formen tritt er nir­

(o. Bd. 2, 2, Sp. 2464ff), bezeugt durch die ver­ schollene Weihinschrift einer Ara(?) aus Kalk­ stein, ausgegraben im J. 1854 in einem Garten zu Geich bei .Zülpich (zwischen Düren und Euskirchen, Bädeier, Bheinlande' 1 , Karte zu S. 270). Die Inschrift, CIL 13, 7932, ist über­ liefert durch zwei Abschriften, nach dem Stein

gends hervor, wenn man von einigen unsiche­ ren Belegen oder indirekten Zeugnissen (Bd. 3, Sp. 646 f.) abeieht, läßt sich jedoch auch für das Griechische voraussetzen. Die Etymologie dee Namens, aus der sich letzteres mit Wahr­ scheinlichkeit' ergibt, ist freilich noch viel um­ stritten, j a v. Wilamowitz (Die Ilias ». Homer,

Eick a. a. 0 . und nach einem Papierabklatsch von Brambach, CIBhen. 566: [MJatronis Vlau-

von

1916, S. 493) erklärt es für unfruchtbar, den Namen deuten zu wollen; auch nach M. Croiset

hinehfis] sacr(um), [e]x testamenftoj Pcm. Aci

(La légende primitive d'Ulysse, Memoire de

S. f. Vana

. Octaviufs EJxomnius h(eres) j(a-

l'Académie 38, 2) sind Laertes und Od. undeut­

ciendum) c(uravit). Die Inschrift bietet verschie­

bare prähistorische Namen, und Kretschmcr

dene Ligaturen, besonders in dem Beinamen U., in welchem Eick nicht AV, sondern AM ge­ lesen hat. Pom., ursprünglich vielleicht Pomp., da die Rundung des mit M verbundenen Ρ durch Verletzung des Steines verschwunden 6ein könnte, deutet Eick = Pompeius und S • F = Sexti filius; daß vor Pom. wie vor Octavius ein Praenomen infolge der Verstümmelung des Stei­ nes am Zeilenanfang verschwunden ist, ist mög­ lich. Vana mit folgendem unsicheren Bucb- stabenrest: Brambach; Vanan oder mit Ligatur

(Glotta 3, 331 f.) schließt seine (ablehnende) Re ­ zension der letzten Untersuchung, die den Na­ men Od. und Pénélope gewidmet ist, mit einem Non liquet. Sie rühr t her von Solmsen (Kuhns Zeitschr. 42, 207 f.), bezeichnet aber keinen Fort­ schritt, so bestimmt sie auch andere Erklärun­ gen, namentlich die in diesem Lexikon Sp. 660 f. versuchte Deutung, verwirft. Solmsen beharrt bei der in der Odyssee mehrmals wiederkeh­ renden Ableitung des Namens von όδΰαβεα&αι, grollen, die doch nur den Charakter einer, wenn-

11

Ulixes

schon sinnigen Volksetymologie hat (Kretschmer 8,883). Daß sich bei Homer überdies zwei ver­ schiedene Auffassungen des Namens einander gegenüberstehen, eine passive, nach der Od. der vom Groll anderer Verfolgte (a 62; e 340. 423; τ 276; vgl. auch α 21 mit Schal.; χ 74; αι 806, sowie Soph. fr. inc. 880 Sfck t ), und eine aktive, sprachlich immer noch zulässigere, nach der er selbst der Groller ist (r 407 f.), braucht dabei nicht einmal als ernster Widerspruch betont zu werden, eben weil beide Ableitungen nur poetische Wortspiele sind ; s. auch P. Cauer, Grundfr. d. Homerkrit. S . 40 7 f.* Al s wissen ­ schaftliche Erklärung hat diese der Autorität Homers zuliebe früher überwiegend anerkannte Etymologie wohl nur noch wenige Anhänger; vgl. Sedlmayer, ZeiUchr. f. österr. Gymn. 1910, S. 294. Doch gilt das δ auch bei einigen an­ deren Deutungen als der ursprüngliche Kon­ sonant. So schließt aus einer dem Text nach unsicheren Stelle bei Quintilian. 1,4,1 6 Döh- ring (Etymolog. Skizzen; Progr. d. Friedrichs- koll. Königsberg ». Pr. 1912) auf äol. 'TSvaasvt (vgl. Meister, Gr. D. 1, 54) und leitet es ab von ftaßiS-eevg, was der 'Wissende ' heißen soll (abgelehnt von Kretschmer, Glotta 6, 304). Wei t mehr Beachtung verdient die Erklärung Hö­ schen (Curtius' Stud. 4, 196f.), die gleichfalls den d-Laut festhält und, nach prothetischem -i5, die Wurzel duc- zugrunde legt, wonach also Od. 'Führer ' bedeutet (s. d. Art. Od. Sp. 649). Doch hat man sich auch bei ihr nicht beruhigt.

Vielmehr überwiegt bei neueren Auslegern die Ansicht, den Formen der λ-Grupp e ge­ bühre die Priorität; der Held habe von Haus aus ΌΧναβενς oder 'Olvtrsie geheißen; vgl. schon Heibig, Hermes 11 , 282, 6; Kretschmer, EM. in die Gesch. d. griech. Spr. 281. Nach dieser Anschauung ist das Erscheinen dieses l

keine

Neuerung, sondern bezeichnet das Festhalten

der im Volksmunde noch fortlebenden ur ­ sprüngliche n Namensform, die sich freilich der Autorität Homere gegenüber auf griechi­ schem Sprachgebiet nur vereinzelt, eben auf Vasen, hat behaupten können, aber ihre Le­ bensfähigkeit noch heute in dem neugriech.

Λυαβέαι (Bert Philol. Wochenschr. 1903, S. 1633) oder angeblich neulokr. Amatas (Gustav Meyer, Gr. Gramm. 8. 248 3 ) bekundet und überdies,

lat. Fassun g des

Worte s ausschließlic h beherrscht , es

müßte denn der Titel von Livius Andronicus'

Original zuliebe Ody -

s i a gelautet haben. Man wird es Solmsen (S. 230) nicht glauben, das l in der lat. Fassung sei von dem X der Vaseninschriften unabhängig und erkläre sich aus dem ' Messapischen ' !) ; vielmehr bilden die Erscheinungsformen der λ-Gruppe, wenn auch nicht eine zusammen­ hängende Kette, so doch eine sprachlich folge­ richtige Reihe, die sich in Neugriechenland bis auf die Gegenwart erstreckt, freilich durch die homerische Deutung des Namens oft jahr­ hundertelang verdunkelt worden ist. Gerade wenn Solmsen (S. 209 f.) die richtig e Ansicht vertritt, Od. sei ein im Peloponnes, speziell in Arkadien uransässiger Heros (Sooronos, Gaz.

auf Vaseninschriften seit dem 7. Jahrb

was schwerer wiegt, die

Oiysseeübersetzung dem

Ulixes

12

arch. 1888 , S . 25 7 f., vgl . Eduard Meyer, Hermes •SO, 241 f.), von dem früh schon bei den Eury- tanen in Aitolien, in Epeiros, besonders aber in seinem Inselreich erzählt worden sei, müßte es ihm leicht werden, den Helden unter seinem ursprünglichen Namen Όίνττεύς nach dem nahen Italien wandern und ihn hier, vielleicht noch unberührt vom ionischen Epos, heimisch wer­ den zu lassen. Jedenfalls ha t auch Solmsen den Beweis für die Ursprünglichkeit der homerischen Namensform nicht erbracht, noch weniger aber die hier (Bd. 3, Sp.650f.) versuchte Erklärung widerlegt, namentlich nicht durch Zweifel an

dem prothetischen 6-

auch nicht an ΌιΧενς un d Όβριάρκος, so doch an οδύρομαι, (vgl. χάνδνρτοί), άτρηρός, άτρύνω (vgl. auch άμ,έΧγω, άβτηρ, αλείφω, έρνίτρός, έΧα-

χΰι, έχίτες, Ιχτίς) hinreichend feste Stützen hat ; endlich erst recht nicht durch den Hinweis

auf Alas — Aia i (S. 230) zur

Gutturals. Dieser ergibt sich von selbst, wenn man dem Namen die Wurzel Xvx- zugrunde legt. So sei denn auf diesen Deutungsversuch nochmals hingewiesen. Er erübrigt sich zwar, wenn man mi t Wilamowitz auf jed e Erklärung des Namens verzichtet (s. o.), darf aber wohl unter den einmal vorhandenen etymologischen Ableitungen eine erneute Prüfung beanspruchen. Vürtheim (Mnemosyne 1904, S. 284 f.) scheint ihn nicht zu kennen, komm t jedoc h zu de m gleiche n Ergebnis , das von Solmsen a. a. O. natürlich ebenso verworfen wird; vgl. dagegen E. Hermann, Festschrift der Hansaschule zu Bergedorf 1908, S. 203f.; Menrad, Progr. des Theresiengymn. München 1910, S. 7 f. 17 f. Über­ dies wird die in Form einer Proportion her­ gestellte Beziehung von Όδναβεύς (Όλυττιύς) zu Πολυδεύκης (aus ΠολυΧενχηι) wieder aner­ kannt von Eitrem (Vidensk. skr. [1902], 2, 54);

vgl. schon Baunack, Mém. de la soc. lingu. (1884),

u. Brugmann, Gr. Gramm. § 60*; ebenso wie

die Verwandtschaft mit Λευχαλίιον (eig. "Λευχα- Χίαν, s. auch d. Art. Leukarion Bd. 2, Sp. 1985) bereits Lewy, Indog. Forschungen 1893, S. 446, vermutet hat ; doch vgl. Usener, Sintfluts. S. 66; Gruppe, Burs. Jahresb. 137, 456. Führt die Ab­ leitung vom Stamme Xvx- zu der Bedeutung 'de r Leuchtende', weshalb Vürtheim a. a. O.

den Namen mi t lucidus wiedergibt, so kann dahingestellt bleiben, ob ma n mit Steck, Be- loch u. a. den Od. als leuchtendes Gestirn oder ga r als Sonnengott fassen soll (β. d. Art. Sp. 65 t. 668 f.). Wi e die meisten astronomischen Erklärungen, ist auch diese bedenklich; sie genießt aber vollends kein Vertrauen mehr, seitdem Wilamowitz seine frühere Ansicht, als sei Od. ein göttliches Wesen, in öffentlicher Rede 1911 zurückgenommen und ihn ledig­ lich als Mensche n und Helden der Dichtung aufgefaßt hat ; s. auch Die Bios und Homer, 1916, S. 480 f. Über die Zugehörigkeit des Na­ mens zu λεύαβειν (Curtius, Grundz. d. Etym.'' 160) und seinen dadurch bedingten eigentlichen oder bildlichen Sinn s. d. Art. Sp. 650, 41 u. 651, 9f.; vgl. Od. ψ 124. Von dem gewagten Versuch Meloille Böllings (Amer. Journ. of Phil. 27, 65f.), den Namen Od. mit dem seines Groß­ vaters Autolykos in Zusammenhang zu bringen

5, 3

(S. 208), das ja , wenn

Begründung des

13

Uliies

Ulixes

U

und

enteren

als

Kurzform

von

17 (!).

Über

Od. bei

den Etruskern

und

seinen

(aus

Bd. 3,

Wörter vermutlich

1917,

vo n de r l-ßrupp e aus , vertrete n abe r selbstän - S. 17 8 f., de r auch , nac h briefliche r Mitteilung ,

Odysseus

dige Auffassungen.

Sp. 630 u. 6; über die Etruskisierung des griech.

etwas

1242 f.)

Λίτολν*ιοί)

zu

fassen,

übrig ,

daß

bleib t

immerhi n

nämlich beide

angebliche n Name n

s.

die Art. Od.

OSveaevi

jenen

Ν

a n

ο

s

(Teetz.

Lyk.

Wesentliches

und Nanot

Indog.

(oder Nonas)

Forschungen

den

Namen

stammverwandt

sind.

Zwei weitere Ableitungen

0. Roßbach,

gehen gleichfalls

Castrogiovanni

vgl. Herbig,

Bugges,

Versuch

(Leipzig 1912) S. 80, erklärt den

etve aus OUKHV und deutet ihn als 'Verder-

ber', indem

ten des Pergamenischen Altarfrieses, vergleicht;

s. d. Art. Bd. 8, Sp. 836. — Die Vermutung Grup-

Namen 'ΟΙνσ-

einem Gigan- ίο

er ihn mit 'ΟΙύχχα,ρ,

pe»,

Gr. Mythol.

624,4, dem Namen liege die

zu gründe, billigen,

Wurzel 61νγ- (vgl. iloX-νγή)

wenn auch mi t Vorbehalt, C. Theander, Eranos

aus dem Etruskischen _

Λ^ΐ ' Ϊ Ε

un

d

abzuleiten,

verwirft.

^B?*^™*"

^

Artlke

l

Odyaseu« ,

Bd. 8, Sp. 602-681.

602,45: mit Od. verschwäg'ii

immer

gefügiger

Beieeg

vgl. 205f.;

zwar

ihm

Eurylo-

μ ist er (nach späterer Sage)

Paus.

ist sein

führte

889f.;

nicht

chos («441 ,

278f.

10, 29,1), und

1915, S. 98f., und Kretschmer, Glotta 9, 228f.

der

Gatte

der

Ktimene

 

(Schol.

441 ;

 

868;

(1915);

darnach

wäre Od.

iv

xatf

μ,άχαις xf)

Eustath.

1664, 33; 1784, 29).

 

eXoXvyjj

χράμβνο;(1).

602, 46 :

über

Ithak

a

und

bes.

W.

Dorp-

Oer

mehrfach

erhobene Einwand,

als wäre

felde

Leukashypothese

s.

Bürchner»

Art.

bei

jene r Guttura l

i n

de r Mitt e

de s Worte s unver - so Pauly-Kroll

18 . Halbbd.

,

S. 288 9 f.,

sowi e

Ril-

einbar

durch

die offenkundige Tatsache, daß im Latein der

und 'OXvxeit

mit

den

(auf

Formen

Vasen),

'Oäveeve

erledigt

(bei

sich

Homer)

ter,

Progr.

603,1:

Domgymn.

Halberstadt

1911.

über Eurytos s. d. Art. 1, 1435f., nr. 3

11. Halbbd.,

u. b. Pauly'-Wissowa

S. 1369.

Guttural dem Worte von Anfang an eigentümlich

608,3:

unter

den

etwa

zehn

Städten

na-

ist. Gegenüber der homerischen

Etymologie, die

mens

oder

ÇSteph. Byt.

». ν. ;

den Guttural, wie j a auch das l verdrängt hat,

Ebeling,

Lex.

Horn.

». v.)

wird

als

Wohnsitz

zeig t

also

da s Latei n

de n

Name n

i n

al -

des Ilos, den

Od. aufsucht

und

vergeblich

um

terminlichere r

Prägung

,

al s

e r

selbs

t

Pfeilgift

angeht

(Od.

a 269, vgl. ß 828),

über-

b

e i Homer

vorliegt :

1 und χ sind für die lat.

wiegend

das thesprotieohe E. in Epeiros

(Schol.

For m charakteristisch und in ihr konstant (s. o). to EV

Der

a

Elis (Strab.

269; Schol.

M

ß 328), jedoch

in

Zwischen beiden

auch E .

Vokalismus

ist

dagegen

bunt

zu nennen.

8, 828) bezeichnet.

Denn statt

des

U, das

iL Jordan

(Krit.

Beitr.

Städten

schwanken

die

modernen

Erklärer ;

39

f.) au s italische r Verdumpfun g

erklärt , trit t

für

di e

antike n

komm t

sogar

die

berühmt e

noch vereinzelt das Ο auf;

so in dem am Hause

Stadt

auf

dem Isthmus,

das

spätere

Korinth,

derEumachia zu Pompeji angeschriebenen Verse

in Betracht, wofür

sie den dortigen

Aufenthalt

Verg.

Eclog.

des

8, 70:

Antoninus

dann

Olyxis;

Pius:

ferner

Olexius

Münze

Bd. 3, Sp. 832);

bei Diomed.

auf

(». d.

1,321

einer

Art.

Keil:

der mit giftigen Kräutern vertrauten Medeia

geltend machen p . 812).

(Eustath. 1416, 64; Eudok.

Olixes(7);

endlich bei Fredegar Scholasticus:

608,69:

auch

in

Delo s

landet

Od.

nach

ab

Olixo.

In jener Form Olyxis

erscheint,

un- M £ 162f.;

über

einen

anderen

dortigen

Besuch

ter der Nachwirkung des griech. », das y.

». 618,21.

 

Selten ist dies ersetzt durch u (Inschrift einee

612,9:

Od.

ist

ein

treffsicherer

Bogen -

ganz

überwiegend aber durch (wiedergegeben, wäh- rend e nur in Olexius nachweisbar iet (s. o.).

Sardonyxskarabftus: üluxe; JordanS.iO),

Uluxe

ist ein vereinzelter altlat. nom. ; Ulixeus

wird,

Charts.

cas. obl. zeigt sehe' Formen,

(Neue,

freilich

ohne

von

1, 28, 6) bezeugt; auch in den

bisweilen 'griechi-

literarischen

Ulixei

Beleg,

oder

im

1,10 (Keil

Lat

die Endsilbe

so

im

Forment.

gen.

TJlixi 60

aco.

1', 881. 834);

schütze :

266. 283. 292; bei Biet.

besten

68, 33. 612,34: hinzuzufügen

Schützen

* 161f.;

χ

462ί ;

3,1

419f.; χ

φ

wird

vgl.

X 867

8f.

81

den

Priapea

f.

er unter

auch

f.

genannt;

ist

613,14 : Od. ist Zeus ' Urenke l

auch nach

Lactant.

div.

618,37:

d.

Art. nr.

2.

inst.

über

1,23, 3.

Autolykos'

Mutter

Stilbe

s.

ülixen(Hor.

Sat. 2,8,197. 204; Ep.

1,2,18; Ov.

618, 61 : Sisyphoe ' Soh n ist Od. auch nach

Met. 13, 55. 65; 14,192. 241), während

Ulixeum

Soph. Phil.

384;

Tzetz.

Lyk.

1088; Schol.

Ov.

Ib.

(Enn.

Hect.

Lutr.

bei Bibbeck,

B.

Tr.

119) un-

275;

vielleicht

bezieht

sich

auf

ihn

auch

die

aicher

ist;

endlich

im

voc.

Ulixe:

Ov.

Met.

Benennung Sisyphides

{». d.) in Oxyrhynch.

 

Pap.

13, 88.

3, 70, nr. 421,13 ; s. ferner Immische

Art.

Sinon:

Da

die

vier

(oder

fünf)

etruskische n

4, 936,

sowie

den

Homerischen

Becher

aus

Namensforme n

Beisehriften zu mythologi-

Anthedon: Bobert,

50.

Berl.Winckelmannsprogr.

sehen Szenen sind, die ja auf das ionische Epos

1890,

S. 90, Abb.

S. 93

(mit

Beisehriften).

rarückgehen,

so

ist

es kein

Wunder,

daß

sie, so

614,40:

unter Helena s

Freier n

wird Od.

wenn

auch

mit

t

oder

th

geschrieben,

doch

genannt

in

Hesiod»

Katal.

fr.

94 Bz.",

nach

eben

zur ί-Gruppe gehören.

Den Namen Dtuze

einem

äg. Papyrus:

Berl.

Klassikertexte

5,

1,

mit dem etrusk. 'Aorist' utuse (?) in Verbindung

28 f.

81 f.

87 f.

Zur

Charakteristik

dient

hier,

ta bringen und

für

' echtetruskisch'

zu er-

daß er, der schon bei Homer

(x 288, vgl.

1858f.)

klaren (?),

'den Mann, der der Totenwelt geopfert hat ' (?),

als

Od.

selbst

aber

zu

bezeichnen

blieb vorbehalten Bugge

d

(und Torp),

(Straßburg

Verhältnis

S.

14.

EW.

zu

d.

Indog.

1909),

auf Besitz und Erwerb bedacht ist,

vater

in

daß

dem Braut-

um sich nicht

voraussieht,

an-

die

keine Geschenke

Unkosten

Menelaos

zu

stürzen,

als

anbietet,

weil

er

der reichste

Freier

15

TJlixes

deren ans dem Felde schlagen wird. Über Od.' Werbun g um Helena >. bes. d. Ait. Tyndareos Bd. 5, Sp. 1418 ; vielleicht gehört hierher Soph. fr.aHNci.'; vgl. aber ». Wilamowitz, Bert. Klassikertexte 5,2,68 . dl6, 16f.: weitere Belege für Od.'verstell ­ t e n Wahnsin n sind Lyk. AI. 816 f. mit Schol; Tzetz. Lyk. 884; Nikol. Progymn. c. 10 bei Wall 1,866; für seine Entlarvung durch Palame -

Atsch. Ag. 805 Kirchh.; Aelian. V.

H. 18,12. Falamedes bedroht den kleinen Te-

Apollod.

epit. 8, 7 ; vor den Pflug des Vaters legt er den

Knaben auch bei Tzetz. Lyk. 886 ; Eudok. p . 321. Od. pflügt mit ungleichen Zugtieren und säet Salz auch nach Myth. Vat. 1,86; 2,200, 616, 40f.: weitere Zeugnisse über Od.' Mit­ wirkung an der Heilun g des Telepho s 8.

des : Schal.

lemach

mi t

dem

Schwert

auch

nach

in diesem Art. Bd. 5, Sp. 284f.

Doch erledigt

sich das dort Sp. 280. 286 aus

einer didaska-

Ü8chen Inschrift von Ithodos zitierte Satyrspiel

Tel. des Soph. (Nauck,

Kaibcl, Hermes 23, 268 f.); denn wahrscheinlich ist gar kein Stück dee großen Tragikers ge­

meint ; vgl. Christ, Gr. Lit.-Gesch. I e , 843, 5; 818,1. Falls der von Hesych. 1, p . 68 bezeugte Tel. des Soph. mi t dessen Mvaol identisch wa r (Nauck p . 220*), so behandelte dieses Stück ein phantastisches Abenteuer aus TelephoB 1 Jugend ; e. d. Art. Tel. Bd. 6, Sp. 277 f. Dagegen hat, na­ mentlich auf Grund vorgefundener Verse (Berl. Klassikert. 6, 2, 64 f.), v. Wilamowitz, Soph.' Tra­ gödie Άχαι&ν evlXoyof (Nauck p . 161*) auf die zweite Versammlung der Griechen in Argos und die dortige Heilung des Tel. (Kypria nach Prokl.; Apollod. epit. 3,19 f.) bezogen und da ­ mit nicht nur dieses (gar nicht zügellose) Stück, das er von den Σννδειπνοι (s. u.) trennt, son­ dern auch Od.' Mitwirkung bei jenem Ereignis in ein wesentlich klareres Licht gerückt. Seine wirksame Vermittlerrolle ergibt sich mehr noch aus den parallelen Dramen des EUT. und na ­ mentlich der römischen Dichter (Bibheck, B. Tr.

107 f. 110 f. 346 f.) sowie aus Ου. Met. 18,171 f.

Trag. fr. Add. p. XXIV ! ;

u. Hygin. fab. 101; s. auch die Bildwerke Sp. 656 und d. Art. Ttlephos, Sp. 307. An Tel.' Ver­ wundung und Heilung war auch in Soph.' Eury- pylos erinnert, vgl. Arist. Poet. c. 23; in den

neuentdeckten Fragmenten (Oxyrhynch. Pap. 9, 86f.; v. Wilamowitz, N. Jahrb. 1912, S. 460 f.) wird jedoch Od. nicht erwähnt.

 

616, 67:

Od.

holt ,

ut

erat

astutissimus,

die

Iphigeni e

nach

Aulis,

und

zwar

nup­

tias simulons,

auch

nach

Myth.