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die es sogar zu einem Eintrag in die großen allgemeinen Lexika und Enzyklopädien gebracht haben.<http://bbf. der neben dem eigentlichen Nachlass auch die Übernahme von Archivalien der Be rthold-Otto-Schule bestimmte. Ilka Lenze Gestaltung und Ausführung der Ausstellung: Angelika Dahm-Ritzi + Rainer von Braun Umschlaggestaltung: Angelika Dahm-Ritzi Ausstellungsdauer: 19.-7. Mai 2007 Ausstellungsort: Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung Warschauer Str. als uns E DZARD P AULSEN 1998 den Nachlass seines Großvaters B ERTHOLD O TTO angeboten hat.dipf. Januar bis 18.00 Uhr 3 Vorwort B ERTHOLD O TTO gehört zu jenen bede utenden Reformpädagogen des frühen 20.1998 wurde der Übereignungsvertrag unterschrieben.9.pdf#page =1&zoom=auto. die 1906 von O TTO . Jahrhunderts. Am 11.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.00 – 18.420> Verkleinern Vergrößern Bibliothek für Bildungsge schichtliche Forschung des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung Berthold Otto „Meine Schule war und ist die freiheitlichste in der Welt“ Berlin 2007 Herausgeber: Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung Ausstellungskonzeption: Ursula Basikow. Es war deshalb für die Biblio thek für Bildungsgeschichtliche Forschung (BBF) ein besonderer Glücksfall. Und selbstverständlich findet sich sein Name in allen übergreifenden pädagogischen Nachschlagewerken. 34 10243 Berlin Öffnungszeiten: Montag – Freitag: 10.

denn die Lehrerschaft stand dem Pressewesen zu jener Zeit noch weit überwiegend skeptisch. Darin wird über jugendliche ‚Zügellosigkeit’ sowie ‚Gemüts. das ja zumindest formal das Vorbild für Schülerzeitungen bildet und hätte des Weiteren die Schüler zur Zeitungslektüre geführt. Die Titel lauten: • Buntes Blatt • Nestkücken • Der Schmetterling • Das vierblättrige Kleeblatt • Immergrün • Das kleine Witzblatt • Die Allgemeine Dieser Fund ist durchaus bemerkenswert.“ 1 Und im Weiteren fährt sie fort: „Diese in unseren Zeitungen mill ionenfach ausführlich erzählten ‚bösen und schlechten Beispiele’ sind eine wahre Hochschule des Verbrechens und der Lasterhaftigkeit. um sich Anregungen für die eigene . und außerordentlich zahlreiche Schüler sind in ihr und durch sie schon ausgebildet worden. In diesem Bestand findet man auch eine ganze Reihe von Schülerzeitungen. ja ablehnend gegenüber. wird mit dem Ausruf eröffnet: „Kinder haben keine Zeitung zu lesen“.und Sittenverwilderung’ geklagt und als eine ihrer Ursachen identifizierte die Autorin die Tagespresse: „In unserer Zeit werden täglich Millionen von Blättern mit millionenfachen Beschreibungen von Mordtaten. von der großen ‚Times’ in London an. Denn dies hätte eine Beschäftigung mit dem professione llen Zeitungswesen im Unterricht erfordert. der 1898 in der Zeitschrift ‚Gymnasium’ erschien. nicht zuletzt.. Betrügereien. In der ‚Allgemeinen Deutschen Lehrerzeitung’ findet sich im Jahrgang 1880 ein Beitrag unter dem Titel: ‚Unsere Zeit ungen und unsere Jugend’.. bis zum Winkelblättchen eines deutschen Städtchens von 3000 Einwohnern.als Hauslehrerschule gegründet wurde. entsetzli4 cher und ekelhafter Schwurgerichtsverhandlungen gedruckt und gelesen. Schülerzeitungen an ihren Schulen zu initiieren und zu fördern.“ 2 Ein anderer Beitrag zu dem Thema. die ab 1906 von Schülern der Hauslehrerschule erstellt wurden. 3 Angesichts dieser weit verbre iteten ablehnenden Haltung gegenüber der Gattung ‚Zeitung’ find et sich bei der übergroßen Mehrheit der Lehrerschaft keine Motivation. .

Nr. über viele Jahre gesammelte Zeitungen. lag offenbar nicht an grundsätzlichen Identifikationsproblemen mit dem Beruf eines Journalisten. Sp. 32. Und es ist interessant zu beobachten. wie u. Ein wichtiger Hinweis dafür findet sich in seiner Biographie. 4 Die journalistische Arbeit beim ‚Hamburger Korrespondenten’ hat B ERTHOLD O TTO nachhaltig von der Bedeutung des Pressewesens überzeugt. 277. 5 belastet zu haben. wie er schreibt. ja – wie zahlreiche Anstreichungen belegen – durchgearbeitet hat.a. In: Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung 32 (1880). Was hat nun B ERTHOLD O TTO bewogen. W ELLMER : Unsere Zeitungen und unsere Jugend. in seiner Hauslehrerschule Schülerzeitungen zu begründen. Denn nach der Aufgabe seiner Tätigkeit als Privatlehrer ar beitete er. In seinem Nachlass befinden sich sechs. 16. die.Praxis zu holen. Damit verstand er eine Tageszeitung nicht nur als ein schnelles Informationsmittel. 2 Ebd. S. In: Gymnasium 16 (1898). einer der ältesten und einflussreichsten Zeitung in Deutschland. sondern als ein dauerhaft aufzubewahrendes Dokument. die Nerven vollständig ruiniert. Vielmehr scheint ihn die aufreibende Tätigkeit als Nachtredakteur 1 M. seine extensive Zeitungslektüre bezeugt. das sich am Ende d es Tages bereits überlebt hat. 545. Dass er nach wenigen Jahren diese Arbeit wieder aufgab. von 1887 bis 1890 beim ‚Hamburger Korrespondenten’. die O TTO nicht nur gelesen. sondern die er säuberlich in über 200 Bänden hat einbinden lassen. Angesichts dieser Einstellung wi rd die Einführung von Schülerzeitungen verständlich. dass er seine professionellen Erfahrungen in diese Projekte ein- . vermutlich durch Vermittlung seines Freundes P AUL P ETERSEN . 3 W IDMANN : Die Zeitungslektüre der Jugend und die Schule.

und Heftzählung sowie mit einem Tagesdatum versehen. so etwa Witze oder Rätsel. Jede Ausgabe war mit einem Impressumvermerk gekennzeichnet. so etwa über ein Automobilrennen. S. wobei in den Sommerferien die Arbeit ruhte. Wenn Sie von meiner Offerte Gebrauch zu machen belieben. B AUMANN : Berthold Otto. halbmonatlich. daß ich gern bereit wäre. Redaktion ergebenst das Anerbieten zu unterbreiten. was mir bedankend zur Ehr gereichen würde. Manche Texte waren zusätzlic . Aber auch Reportagen wurden g eschrieben. In einem ‚Bewerbungsschreiben’ von 1907. 2]. trotzdem wurde der in der professionellen Presse übliche Spaltendruck übernommen. Berlin 1958. [Bd. wie die große Presse. den zeitgenössischen Stil ge4 Vgl.oder maschinenschriftlich erstellt und im Hektogra phierverfahren vervielfältigt.fließen ließ. 6 schäftlicher Korrespondenz nachahmend. die zumind est in ihrem Selbstverständnis die presserechtliche Verantwortung trugen 5 . offerierte ein Schüler seine Dienste als ‚Setzer’: „Mit Gegenwärtigem beehre ich mich der löbl. meine Handschrift in den Dienst Ihres werten Blattes zu stellen und die Originale der Zeitungen zum Hekt ographieren anzufertigen. 5 Im Reichsgesetz über die Presse von 1874 wird in § 8 ausdrücklich bestimmt. Weiterhin wurde die Erscheinungsweise vermerkt (wöc hentlich. mit Jahrgangs. P. 11. Viel Raum nahmen feuilletonistische Textsorten ein wie Erzählungen. Der Mann – die Zeit – das Werk – das Vermächtnis. Diese mussten ohnehin über eine besonders gut leserliche Handsch rift verfügen um von der Redaktion für diese Aufgabe ausgew ählt zu werden. so wollen Sie mir gütigst davon Mitteilung machen. Zwar wurden die meisten Schülerzeitunge n nur hand. dass Minderjährige nicht verantwortliche Redakteure periodisch erscheinender Druckerzeugnisse sein dürfen. Alle Schülerzeitungen wurden. der eine Adres senangabe enthielt und die Namen der Schüler aufführte. Märchen und Gedichte. Nacherzäh lungen. Die Beiträge werden Artikel genannt unter denen sich am häufigsten Berichte finden etwa über Familienausflüge oder Ferienerlebnisse. monatlich). Auch der Unterhaltungsteil fehlte nicht. was für die ‚Schriftsetzer’ eine zusätzliche Herausforderung bedeutete.“ 6 Neben den formalen Äußerlichke iten wurde auch die inhaltliche Strukturierung der professionellen Presse übernommen.

Durch die Novemberrevolution wurde unser Kaiser gestürzt und verbannt nach Holland. Eher der Unterhaltung der Zeitungsmacher und ihrer Leser dienten die Anzeigen im ‚kleinen Witzblatt’. Ob jedoch tatsächlich. dass sich O TTO der aktuellen und weiter zunehmenden Bedeutung der Presse als Medium der gesellschaftlichen Kommunikation bewusst war. Tubenweise in allen Schuhcremgeschäften erhältlich. ist allerdings fraglich. Neben dem Einzelpreis wurde jeweils ein 6 BBF/DIPF-Archiv OT 594. das Vierteljahresabonnement kostete 1 Mark.a. Etwas unsagbar Schweres für den Herrscher Deutschlands. die eine drastische Preisreduktion . wie im Impressum dieser Schülerzeitung mitgeteilt. 7 Ebd. sondern es ist jeder Partei erlaubt zu schreiben“. Das ‚Bunte Blatt’ etwa war zum Einzelpreis von 10 Pfg. meistens Zeichnungen. der durch ein Unglück den Krieg verlor.“ 8 Die Hinführung der Schülerinnen und Schüler zur Arbeit mit einer Schülerzeitung zeigt. erhältlich.h um Illustrationen bereichert. Januar 1921’ – dem Kaisergeburtstag – ein längerer Artikel. Im ‚Nestkücken’ vom November 1906 wurde von der ‚Druckerei des Nestkücken’ etwa die Ausführung von Schreibarbeiten einschließlich des Druckens in be liebiger Exemplarzahl angeboten. Sie sparen enorm! Keine Seife mehr nötig. Weiterhin wurden in einigen Ausgaben am Ende Werbeanzeigen aufgenommen. 1921 heißt es: „Wir vertreten keine besondere Parteirichtung.1910 heißt es: „Neu! Fleischfarbene Uebertünchfarbe zum Ueberstreichen schadhaft gewordener und schmutziger Stellen am Körper. Allerdings hinterließ die monarchistische Haltung des Schulleiters bei den Schülerzeitungsredakteuren ihre Spuren. In der Ausgabe vom 22. Febr.: „Noch vor ungefähr 4 Jahren war es ein Tag des Jubels. Die im Nachlass erhaltenen Ausgaben lassen dies eher bezweifeln. 7 Abonnementpreis angegeben. die angesi chts der Vervielfältigungsmöglichkeiten besondere Sorgfalt erforderten. In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg tauchten erstmals dezidiert politische Äußerungen auf.1. eine Erscheinungsweise von wöchentlich einer Ausgabe über einen längeren Zeitraum durchgehalten wurde. Darin heißt es u.“ 7 Auch das Geschäftsgebahren der professionellen Presse wurde nachzuahmen versucht. Seit den späten 1880er Jahren führte die Erfindung von Holzschliff und Zellulose zur großindustriellen Papierfertigung. In der ‚Allgemeinen’ vom 1. In der gleichen Ausgabe findet sich unter dem Titel ‚Zum 27.

Diese Entwicklung vor allem führte zu den besorgten Äußerungen vieler Lehrer und zu ihren Warnungen. Durch die praktische Arbeit mit Schü8 Ebd.des wichtigsten Grundstoffs der Zeitungsherstellung zur Folge hatte. Aus de m früheren ‚Honoratiorenpublikum’ der Zeitungen wurde ein Massenpublikum. 8 lerzeitungen sollte jedoch eine kritische Haltung gegenüber der professionellen Presse erzeugt werden. der Sprachen Hebräisch und Arabisch . der seinen Text erstmals in einer Schülerzeitung gedruckt sah. Studium der Philologie und Philosophie. Weiterhin bot die Mitarbeit an Sc hülerzeitungen eine Möglichkeit zur Entwicklung von sprachliche m Gestaltungshandeln. deren Themen aus dem unmittelbaren Lebensumfeld der Schüler stammten. Erstmals wurden Blätte r mit Auflagen von über 100 000 Exemplaren gedruckt. Vieles davon ist in die Ausstellung eingegangen. wie etwa benotete Aufsätze. deren Berichterstattung durch die Produktionsbedingungen (schnelle Recherche. Abiturexamen Herbst 1878 Immatrikulation an der Universität Kiel. schnelles Schreiben) ebenso wie durch wirtschaftliche Gegebenheiten (Rentabilität durch Verkauf und Anzeigen) mitbestimmt wird. Es ist leicht vorstellbar. Die Massenpresse orientierte sich aus wirtschaftlichen Erwägungen an den Lesebedürfnissen ihrer Käufer. Berlin im Januar 2007 Christian Ritzi 10 Lebenslauf von Berthold Otto 06. und zwar durch die Erarbeitung von Texten. wie viel Stolz den Autor eines Artikels erfasste. Die Schülerzeitungen sind nur eines jener pädagogischen Experimente. B ERTHOLD O TTO dagegen verkannte die Gefahren der Massenpresse sicherlich nicht.1859 auf dem Rittergut Bienowitz in Niederschlesien geboren 1867 – 1873 Rendsburger Gymnasium 1873 – 1878 Schleswiger Domschule. sondern an die Schulö ffentlichkeit gerichtet.08. Schüler von Presseerzeugnissen fernzuhalten. an den bedeutenden Reformpädagogen und seine Schule zu erinnern. Das hundertste Jahr ihres Bestehens ist uns ein Anlass. Diese Texte waren zudem nicht für den Lehrer bestimmt. die die Berthold-Otto-Schule auszeichnete und die sich aus dem Nachlass B ERTHOLD O TTO s rekonstruieren lassen.

02.03.1887 Geburt der Tochter Helene (Lene) 14.1879 Studium in Berlin (Philosophie.1907 behördliche Genehmigung der privaten Hauslehrerschule 17.01.06.1899 Nr.12. Finanzwissenschaft) 1883 ohne Abschluss Universität verlassen Frühjahr 1883 – Hauslehrerstelle bei Gräff (GeneralSommer 1884 direktor der Bergwerkgesellschaft „Hibernia und Shamrock“) in Herne/ Westfalen 1884 – 1887 Privatlehrer in Berlin 1887 – 1890 Nachtredakteur beim „Hamburger Korrespondenten“ 15. 1 von Berthold Ottos eigener Zeitschrift „Der Hauslehrer – Wochenschrift für den geistigen Verkehr mit Kindern“ erscheint im Verlag Th. 1890 – 1902 Redakteur im Verlag Brockhaus Leipzig 18.1887 Heirat mit Friederike (Frida) Mann 14. Arabisch. Scheffer Leipzig Frühjahr 1902 Berufung durch das Preußische Kultusministerium nach Berlin 1904 Übernahme der Zeitschrift „Der Haus lehrer“ in den eigenen Verlag Berthold Ottos 1906 Eröffnung der Hauslehrerschule in GroßLichterfelde (Dürerstraße). Jahrhundert“ beim Landesverband Sachsen-Thüringen des Deutschen Schriftstellerverbandes 11 1898 Schriftleiter von „Die Deutsche Schulreform – Wochenschrift für psychologische Politik und Pädagogik“ mit der Beilage „Lehrgang der Zukunftsschule“.1888 Geburt der Tochter Franziska (Fränze) 25. klassische Philologie.1892 Geburt der Tochter Felicitas (Lice) 27.1890 Geburt des Sohnes Richard Nov. 1899 von Arthur Schulz übernommen 24. Nationalökonomie. Syrisch.12.1911 Bezug des Neubaus der Schule 1914 Sohn Richard fällt im 1.02.1893 Geburt der Tochter Irmgard 03.06. Weltkrieg 1917 Umwandlung des „Hauslehrers“ in „Deutscher Volksgeist – Wochenschrift zur Verständigung zwischen allen Schichten des Volkes“ 27.01.12.1908 Geburt der Tochter Helga 09.01.04. an der Berthold Otto als Leiter und Lehrer tätig ist 25.1921 Ehefrau Friederike Otto stirbt 1929 Berthold Otto er hält vom Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht die Kerschensteiner-Medaille 29.1897 Vortrag „Die Schulreform im 20.11.1933 in Berlin-Lichterfelde gestorben 12 Dietrich Benner .

die sich ausdrücklich dazu bekennt. weder in allzu großer Abhängigkeit vom Staate noc h im unmittelbaren Einflussbereich der Familien. Herbart verstand hierunter eine Organisationsform der pädagogisch en Praxis. In ihr wurde die Schule im Haus des Lehrers in stitutionalisiert. sondern eine selbständige Gemeinde war. H ERBART im Kontext der ersten pädagogischen Bewegung entwarf. Jahrhunderts noch kein Stadtteil von Berlin. . sondern als Schule. die J. zugleich private 1 Bei dem hier abgedruckten Text handelt es sich um Auszüge aus dem B ERTHOLD O TTO gewidmeten Kapitel in: D. B ENNER /H. vergleichbar mit demjenigen des Arztes. die auf die Initiative einer einzelnen Person zurückgehen. welche diese nicht nach dem Modell einer ländlich organisierten Internatserziehung oder dem Muster einer städtischen Lebensgemeinschaftsschule. sondern durch Neugründung einer Einrichtung reformiert. sondern als ei ne kommunale.Berthold Otto und die Hauslehrerschule 1 Die „Hauslehrerschule” gehört zu jenen Versuchen der Pädagogischen Bewegung. Wie schon der Name zum Ausdruck bringt. F. lassen sich bis in die Anfänge des 19. mit denen O TTO in seiner Hauslehrerschule experimentierte. Schul e zu sein. das Anfang des 20. Einige der konzeptionellen Vorstellungen. Jahrhunderts zurückverfolgen und weisen eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Schulreformvariante auf. Sie wurde von B ERTHOLD O TTO in Großlichterfelde gegründet. wenn man den Lehrerberuf als einen freien Beruf konzipiere. die Entstehung staatlicher „Unterrichtsfabriken” ließe sich vielleicht verm eiden. Mit ihr wollte er eine Alternative zu de n als „Unterrichtskasernen” geführten staatlichen Schulen entwic keln. konzipierte O TTO die neue Erziehungseinrichtung nicht als Heim. die den Lehrerberuf. als er die Hoffnung äußerte.

2 Vgl. 2: Die Pädagogische Bewegung von der Jahrhundertwende bis zum Ende der Weimarer Republik. der nicht wie ein Wissenschafter an einer neuen Theorie arbeitet. Von seinen Neigungen und Interessen her strebte O TTO eine wissenschaftliche Karriere an. 2 Ganz in diesem Sinne definierte O TTO die von ihm neu gegründete Einricht ung als eine Stadtschule.K EMPER : Theorie und Geschichte der Reformpädagogik. 174-181. sondern leitete er autodi daktisch aus eigenen Erfahrungen in der unterrichtlichen Gesprächsführung ab. Nachdem er beide Ziele auf von ihm zunächst eingeschlagenen Wegen nicht erreichte. sondern vollzog sich schrittweise und eher zu fällig. glaubte er schließlich. sondern bereits über eine fertig ausgearbeitete Lehre verfügt und diese in der Praxis umzusetzen versucht. Die Gründung der Hauslehrerschule war nicht das Ergebnis eines vorher sorgfältig ausgearbeiteten Plans. Weinheim 2003. als Weltverbesserer die kapitalistische Gesellschaft durch eine „sozialistische Monarchie” reformieren. Als Wissenschaftler wollte er die historisch en und hermeneutischen Geisteswissenschaften auf eine empirische Grundlage stellen. B ENNER . T. Gelegentlich trat er jedoch auch in der Rolle eines Weltverbesserers auf. welche Schüler im Haus des Lehrers unterrichtet. S. sondern zur Bezeichnung einer Einrichtung. Den Begriff Hauslehrerschule gebrauchte er somit nicht im Sinne des älteren Begriffs eines Hauslehrers. seine Intentionen in einem pädagogischen Schulversuch zusammenführen zu können. Dessen Konzeption gründete er jedoch weder auf wissenschaftlic he noch auf Weltverbesserungsideen. hierzu J. der Heranwach sende im Haus der Familie erzieht. nämlich im Haus e des Lehrers auszuübende Tätigkeit institutionalisiert. In: D. Für die Weiterentwicklung seiner Vorstellung hielt er jedoch eine begleitende Schulforschung für unerlässlich. H ERBART : Über Erziehung unter öffentlicher Mitwirkung (1811). 165–166 u. 13 und öffentliche. S. die im Haus ihres Gründers untergebr acht war. F.

Die pädagogische Bewegung von der Aufklärung bis zum Neuhumanismus. dass er den Beruf eines Hauslehrers nicht nur – nach Beendigung seines Universitätsstudiums – gegenüber fremden Kindern ausübte. B ENNER /H. Die pädagogische Bewegung von der Aufklärung bis zum Neuhumanismus. Mittag. 14 Die Hauslehrerschule als Ort pädagogischer Experimente Wichtige Hinweise zur Geschichte und Konzeption der Hauslehrerschule finden sich in einer von O TTO selbst verfassten Denkschrift aus dem Jahre 1922. Aber immerhin war das eigentlich schon der richtige Anfang meiner Versuchsschule. die es ihm erlaubte. in den Jahren 1887– 1893 geboren. 1.): Quellentexte zur Theorie und Geschichte der Reformpädagogik. 309 ff. die nicht den systematischen Kern der Pädagogik O . T.): Theorie und Geschichte der Reformpädagogik.” 3 O TTO s Pädagogik ist von diesem selbst – die Sekundärliteratur folgt dieser Sichtweise weitgehend bis heute – als eine Pädagogik „vom Kinde aus” beschrieben worden./H. T. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch. siehe auch D. 1. seine Kinder regelmäßig selbst zu unterrichten: „Es waren ihrer zunächst 5.und Abendessen sowie Spaziergänge mussten d azu herangezogen werden. K EMPER (Hrsg. O TTO verdiente damals den Lebensunterhalt seiner Familie durch eine Tätigkeit beim Brockhaus-Verlag. Weinheim 2000. während die Versuc he der achtziger Jahre nur als Vorbereitungen aufzufassen sind. das mittelste ein Sohn. deren Gründung darauf zurückgeht. Weinheim 2001. K EMPER (Hrsg. In dieser stellt O TTO seine Hauslehrerschule als eine Ei nrichtung zur Durchführung pädagogischer Experimente dar. 432–437. S. dass es sich bei dieser Selbstbeschreibung um eine Kennzeichnung in der Termi nologie der Pädagogischen Bewegung handelt. S. Bei einer Bürozeit von 9– 12 und 3–7 war das nicht ganz le icht. sondern dass er nach Gründung einer eigenen Familie auch zum Hauslehrer seiner Kinder wurde.

Mehr Informationen Weniger Informationen Schließen . K EMPER (Hrsg. 221–230.TTO s erfasst. Dieser liegt nicht in einer „aseptischen” Pädagogik des „Wachsenlassens”. sondern ist wesentlich interaktiv strukturiert und auf eine Einübung und „Bewusstmachung der Kategorien des Denkens” ausgerichtet. T. S. erstmals veröffentlicht in: D.): Quellentexte zur Theorie und Geschichte der Reformpädagogik. 222. B ENNER /H. 2: Die Pädagogische Bewegung von der Jahrhundertwende bis zum Ende der Weimarer Republik. O TTO : Denkschrift über Entstehung. BBF/DIPF-Archiv OT 616. Weinheim 2001. S. Zu den systematisch be3 B. Zweck und Entwicklungsmöglichkeiten der Berthold-Otto-Schule (1922).