Miniaturansichten Dokumentstruktur <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =1> <http://bbf.dipf.

de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =2> <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =3> <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =4> <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =5> <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =6> <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =7> <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =8> <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =9> <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =10> <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =11> <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =12> <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =13> <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =14> <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =15> <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =16> <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =17> <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =18> <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =19> <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =20> <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =21> <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =22> <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =23> <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =24> <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =25> <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =26> <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =27> <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =28> <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =29> <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page

pdf#page =35> <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =47> <http://bbf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =38> <http://bbf.dipf.pdf#page =49> <http://bbf.dipf.pdf#page =50> UmschlagVorderseite.dipf.pdf#page =1> Katalog <http://bbf.dipf.dipf.dipf.pdf#page =2> UmschlagRueckseite <http://bbf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =36> <http://bbf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf <http://bbf.pdf#page =41> <http://bbf.dipf.dipf.pdf#page =31> <http://bbf.dipf.pdf#page =43> <http://bbf.pdf#page =44> <http://bbf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =50> Suchen: Zurück Weiter Alle hervorheben Groß-/Kleinschreibung beachten Sidebar umschalten Suchen Zurück Vor Seite: von 50 Präsentationsmodus Öffnen Drucken Speichern Aktuelle Ansicht .dipf.pdf#page =39> <http://bbf.dipf.dipf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =42> <http://bbf.pdf#page =48> <http://bbf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =32> <http://bbf.pdf#page =40> <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.dipf.pdf#page =46> <http://bbf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.dipf.pdf#page =33> <http://bbf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =37> <http://bbf.pdf#page =34> <http://bbf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.pdf#page =45> <http://bbf.=30> <http://bbf.dipf.dipf.dipf.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto.dipf.

die es sogar zu einem Eintrag in die großen allgemeinen Lexika und Enzyklopädien gebracht haben. Und selbstverständlich findet sich sein Name in allen übergreifenden pädagogischen Nachschlagewerken.00 – 18.de/publikationen/ausstellungskataloge/pdf/bertholdotto. Januar bis 18. Ilka Lenze Gestaltung und Ausführung der Ausstellung: Angelika Dahm-Ritzi + Rainer von Braun Umschlaggestaltung: Angelika Dahm-Ritzi Ausstellungsdauer: 19. als uns E DZARD P AULSEN 1998 den Nachlass seines Großvaters B ERTHOLD O TTO angeboten hat.1998 wurde der Übereignungsvertrag unterschrieben.dipf.<http://bbf.9.pdf#page =1&zoom=auto. 34 10243 Berlin Öffnungszeiten: Montag – Freitag: 10.420> Verkleinern Vergrößern Bibliothek für Bildungsge schichtliche Forschung des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung Berthold Otto „Meine Schule war und ist die freiheitlichste in der Welt“ Berlin 2007 Herausgeber: Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung Ausstellungskonzeption: Ursula Basikow. der neben dem eigentlichen Nachlass auch die Übernahme von Archivalien der Be rthold-Otto-Schule bestimmte.00 Uhr 3 Vorwort B ERTHOLD O TTO gehört zu jenen bede utenden Reformpädagogen des frühen 20. Mai 2007 Ausstellungsort: Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung Warschauer Str. die 1906 von O TTO . Jahrhunderts. Am 11.-7. Es war deshalb für die Biblio thek für Bildungsgeschichtliche Forschung (BBF) ein besonderer Glücksfall.

Schülerzeitungen an ihren Schulen zu initiieren und zu fördern. die ab 1906 von Schülern der Hauslehrerschule erstellt wurden. und außerordentlich zahlreiche Schüler sind in ihr und durch sie schon ausgebildet worden.als Hauslehrerschule gegründet wurde.“ 1 Und im Weiteren fährt sie fort: „Diese in unseren Zeitungen mill ionenfach ausführlich erzählten ‚bösen und schlechten Beispiele’ sind eine wahre Hochschule des Verbrechens und der Lasterhaftigkeit.. Betrügereien.“ 2 Ein anderer Beitrag zu dem Thema.und Sittenverwilderung’ geklagt und als eine ihrer Ursachen identifizierte die Autorin die Tagespresse: „In unserer Zeit werden täglich Millionen von Blättern mit millionenfachen Beschreibungen von Mordtaten. denn die Lehrerschaft stand dem Pressewesen zu jener Zeit noch weit überwiegend skeptisch. bis zum Winkelblättchen eines deutschen Städtchens von 3000 Einwohnern. entsetzli4 cher und ekelhafter Schwurgerichtsverhandlungen gedruckt und gelesen. Denn dies hätte eine Beschäftigung mit dem professione llen Zeitungswesen im Unterricht erfordert. In diesem Bestand findet man auch eine ganze Reihe von Schülerzeitungen. von der großen ‚Times’ in London an. um sich Anregungen für die eigene . In der ‚Allgemeinen Deutschen Lehrerzeitung’ findet sich im Jahrgang 1880 ein Beitrag unter dem Titel: ‚Unsere Zeit ungen und unsere Jugend’. ja ablehnend gegenüber. Die Titel lauten: • Buntes Blatt • Nestkücken • Der Schmetterling • Das vierblättrige Kleeblatt • Immergrün • Das kleine Witzblatt • Die Allgemeine Dieser Fund ist durchaus bemerkenswert. das ja zumindest formal das Vorbild für Schülerzeitungen bildet und hätte des Weiteren die Schüler zur Zeitungslektüre geführt. 3 Angesichts dieser weit verbre iteten ablehnenden Haltung gegenüber der Gattung ‚Zeitung’ find et sich bei der übergroßen Mehrheit der Lehrerschaft keine Motivation. Darin wird über jugendliche ‚Zügellosigkeit’ sowie ‚Gemüts. nicht zuletzt. . wird mit dem Ausruf eröffnet: „Kinder haben keine Zeitung zu lesen“.. der 1898 in der Zeitschrift ‚Gymnasium’ erschien.

die Nerven vollständig ruiniert. Angesichts dieser Einstellung wi rd die Einführung von Schülerzeitungen verständlich. von 1887 bis 1890 beim ‚Hamburger Korrespondenten’. W ELLMER : Unsere Zeitungen und unsere Jugend. Damit verstand er eine Tageszeitung nicht nur als ein schnelles Informationsmittel. In: Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung 32 (1880). sondern die er säuberlich in über 200 Bänden hat einbinden lassen. die O TTO nicht nur gelesen. in seiner Hauslehrerschule Schülerzeitungen zu begründen. dass er seine professionellen Erfahrungen in diese Projekte ein- . ja – wie zahlreiche Anstreichungen belegen – durchgearbeitet hat. die. Und es ist interessant zu beobachten. Nr. 16. Ein wichtiger Hinweis dafür findet sich in seiner Biographie. S. 3 W IDMANN : Die Zeitungslektüre der Jugend und die Schule. 277. In seinem Nachlass befinden sich sechs. Was hat nun B ERTHOLD O TTO bewogen. das sich am Ende d es Tages bereits überlebt hat. Sp. Denn nach der Aufgabe seiner Tätigkeit als Privatlehrer ar beitete er.a. wie u. sondern als ein dauerhaft aufzubewahrendes Dokument. Dass er nach wenigen Jahren diese Arbeit wieder aufgab. 2 Ebd. über viele Jahre gesammelte Zeitungen. vermutlich durch Vermittlung seines Freundes P AUL P ETERSEN . 4 Die journalistische Arbeit beim ‚Hamburger Korrespondenten’ hat B ERTHOLD O TTO nachhaltig von der Bedeutung des Pressewesens überzeugt. 545. wie er schreibt. Vielmehr scheint ihn die aufreibende Tätigkeit als Nachtredakteur 1 M. 32. seine extensive Zeitungslektüre bezeugt. einer der ältesten und einflussreichsten Zeitung in Deutschland. In: Gymnasium 16 (1898).Praxis zu holen. 5 belastet zu haben. lag offenbar nicht an grundsätzlichen Identifikationsproblemen mit dem Beruf eines Journalisten.

Nacherzäh lungen. 6 schäftlicher Korrespondenz nachahmend. B AUMANN : Berthold Otto. Weiterhin wurde die Erscheinungsweise vermerkt (wöc hentlich. der eine Adres senangabe enthielt und die Namen der Schüler aufführte. In einem ‚Bewerbungsschreiben’ von 1907.“ 6 Neben den formalen Äußerlichke iten wurde auch die inhaltliche Strukturierung der professionellen Presse übernommen. Auch der Unterhaltungsteil fehlte nicht. Diese mussten ohnehin über eine besonders gut leserliche Handsch rift verfügen um von der Redaktion für diese Aufgabe ausgew ählt zu werden. 2].und Heftzählung sowie mit einem Tagesdatum versehen. Märchen und Gedichte. wobei in den Sommerferien die Arbeit ruhte. so wollen Sie mir gütigst davon Mitteilung machen.fließen ließ. S. Viel Raum nahmen feuilletonistische Textsorten ein wie Erzählungen. wie die große Presse. meine Handschrift in den Dienst Ihres werten Blattes zu stellen und die Originale der Zeitungen zum Hekt ographieren anzufertigen. trotzdem wurde der in der professionellen Presse übliche Spaltendruck übernommen. daß ich gern bereit wäre. 5 Im Reichsgesetz über die Presse von 1874 wird in § 8 ausdrücklich bestimmt. Die Beiträge werden Artikel genannt unter denen sich am häufigsten Berichte finden etwa über Familienausflüge oder Ferienerlebnisse. was für die ‚Schriftsetzer’ eine zusätzliche Herausforderung bedeutete. die zumind est in ihrem Selbstverständnis die presserechtliche Verantwortung trugen 5 . dass Minderjährige nicht verantwortliche Redakteure periodisch erscheinender Druckerzeugnisse sein dürfen. Der Mann – die Zeit – das Werk – das Vermächtnis. so etwa Witze oder Rätsel. halbmonatlich. so etwa über ein Automobilrennen. Manche Texte waren zusätzlic . Wenn Sie von meiner Offerte Gebrauch zu machen belieben. Alle Schülerzeitungen wurden. Jede Ausgabe war mit einem Impressumvermerk gekennzeichnet. Redaktion ergebenst das Anerbieten zu unterbreiten. offerierte ein Schüler seine Dienste als ‚Setzer’: „Mit Gegenwärtigem beehre ich mich der löbl. [Bd. den zeitgenössischen Stil ge4 Vgl. Berlin 1958. mit Jahrgangs.oder maschinenschriftlich erstellt und im Hektogra phierverfahren vervielfältigt. Aber auch Reportagen wurden g eschrieben. was mir bedankend zur Ehr gereichen würde. Zwar wurden die meisten Schülerzeitunge n nur hand. P. 11. monatlich).

erhältlich. Eher der Unterhaltung der Zeitungsmacher und ihrer Leser dienten die Anzeigen im ‚kleinen Witzblatt’. 1921 heißt es: „Wir vertreten keine besondere Parteirichtung.“ 8 Die Hinführung der Schülerinnen und Schüler zur Arbeit mit einer Schülerzeitung zeigt. Neben dem Einzelpreis wurde jeweils ein 6 BBF/DIPF-Archiv OT 594. sondern es ist jeder Partei erlaubt zu schreiben“. dass sich O TTO der aktuellen und weiter zunehmenden Bedeutung der Presse als Medium der gesellschaftlichen Kommunikation bewusst war. Allerdings hinterließ die monarchistische Haltung des Schulleiters bei den Schülerzeitungsredakteuren ihre Spuren. Januar 1921’ – dem Kaisergeburtstag – ein längerer Artikel. Das ‚Bunte Blatt’ etwa war zum Einzelpreis von 10 Pfg.h um Illustrationen bereichert. Etwas unsagbar Schweres für den Herrscher Deutschlands. Tubenweise in allen Schuhcremgeschäften erhältlich.a.: „Noch vor ungefähr 4 Jahren war es ein Tag des Jubels. 7 Abonnementpreis angegeben. Darin heißt es u. meistens Zeichnungen. die angesi chts der Vervielfältigungsmöglichkeiten besondere Sorgfalt erforderten. Die im Nachlass erhaltenen Ausgaben lassen dies eher bezweifeln. Im ‚Nestkücken’ vom November 1906 wurde von der ‚Druckerei des Nestkücken’ etwa die Ausführung von Schreibarbeiten einschließlich des Druckens in be liebiger Exemplarzahl angeboten. ist allerdings fraglich. das Vierteljahresabonnement kostete 1 Mark.“ 7 Auch das Geschäftsgebahren der professionellen Presse wurde nachzuahmen versucht. 7 Ebd. Weiterhin wurden in einigen Ausgaben am Ende Werbeanzeigen aufgenommen. In der gleichen Ausgabe findet sich unter dem Titel ‚Zum 27. Durch die Novemberrevolution wurde unser Kaiser gestürzt und verbannt nach Holland. Febr. Seit den späten 1880er Jahren führte die Erfindung von Holzschliff und Zellulose zur großindustriellen Papierfertigung. die eine drastische Preisreduktion .1910 heißt es: „Neu! Fleischfarbene Uebertünchfarbe zum Ueberstreichen schadhaft gewordener und schmutziger Stellen am Körper. der durch ein Unglück den Krieg verlor.1. In der ‚Allgemeinen’ vom 1. eine Erscheinungsweise von wöchentlich einer Ausgabe über einen längeren Zeitraum durchgehalten wurde. Sie sparen enorm! Keine Seife mehr nötig. In der Ausgabe vom 22. wie im Impressum dieser Schülerzeitung mitgeteilt. Ob jedoch tatsächlich. In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg tauchten erstmals dezidiert politische Äußerungen auf.

Berlin im Januar 2007 Christian Ritzi 10 Lebenslauf von Berthold Otto 06. Das hundertste Jahr ihres Bestehens ist uns ein Anlass. Die Schülerzeitungen sind nur eines jener pädagogischen Experimente.des wichtigsten Grundstoffs der Zeitungsherstellung zur Folge hatte. 8 lerzeitungen sollte jedoch eine kritische Haltung gegenüber der professionellen Presse erzeugt werden. wie viel Stolz den Autor eines Artikels erfasste.1859 auf dem Rittergut Bienowitz in Niederschlesien geboren 1867 – 1873 Rendsburger Gymnasium 1873 – 1878 Schleswiger Domschule. Die Massenpresse orientierte sich aus wirtschaftlichen Erwägungen an den Lesebedürfnissen ihrer Käufer. Aus de m früheren ‚Honoratiorenpublikum’ der Zeitungen wurde ein Massenpublikum. Es ist leicht vorstellbar. Studium der Philologie und Philosophie. der seinen Text erstmals in einer Schülerzeitung gedruckt sah. Durch die praktische Arbeit mit Schü8 Ebd. Vieles davon ist in die Ausstellung eingegangen. Abiturexamen Herbst 1878 Immatrikulation an der Universität Kiel. Diese Texte waren zudem nicht für den Lehrer bestimmt. die die Berthold-Otto-Schule auszeichnete und die sich aus dem Nachlass B ERTHOLD O TTO s rekonstruieren lassen. Schüler von Presseerzeugnissen fernzuhalten. schnelles Schreiben) ebenso wie durch wirtschaftliche Gegebenheiten (Rentabilität durch Verkauf und Anzeigen) mitbestimmt wird. Weiterhin bot die Mitarbeit an Sc hülerzeitungen eine Möglichkeit zur Entwicklung von sprachliche m Gestaltungshandeln. Diese Entwicklung vor allem führte zu den besorgten Äußerungen vieler Lehrer und zu ihren Warnungen. deren Themen aus dem unmittelbaren Lebensumfeld der Schüler stammten.08. an den bedeutenden Reformpädagogen und seine Schule zu erinnern. und zwar durch die Erarbeitung von Texten. deren Berichterstattung durch die Produktionsbedingungen (schnelle Recherche. sondern an die Schulö ffentlichkeit gerichtet. B ERTHOLD O TTO dagegen verkannte die Gefahren der Massenpresse sicherlich nicht. der Sprachen Hebräisch und Arabisch . wie etwa benotete Aufsätze. Erstmals wurden Blätte r mit Auflagen von über 100 000 Exemplaren gedruckt.

12.1892 Geburt der Tochter Felicitas (Lice) 27. Finanzwissenschaft) 1883 ohne Abschluss Universität verlassen Frühjahr 1883 – Hauslehrerstelle bei Gräff (GeneralSommer 1884 direktor der Bergwerkgesellschaft „Hibernia und Shamrock“) in Herne/ Westfalen 1884 – 1887 Privatlehrer in Berlin 1887 – 1890 Nachtredakteur beim „Hamburger Korrespondenten“ 15. Jahrhundert“ beim Landesverband Sachsen-Thüringen des Deutschen Schriftstellerverbandes 11 1898 Schriftleiter von „Die Deutsche Schulreform – Wochenschrift für psychologische Politik und Pädagogik“ mit der Beilage „Lehrgang der Zukunftsschule“.06.01.06.02.1897 Vortrag „Die Schulreform im 20. 1 von Berthold Ottos eigener Zeitschrift „Der Hauslehrer – Wochenschrift für den geistigen Verkehr mit Kindern“ erscheint im Verlag Th.02.1921 Ehefrau Friederike Otto stirbt 1929 Berthold Otto er hält vom Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht die Kerschensteiner-Medaille 29.1887 Geburt der Tochter Helene (Lene) 14. Scheffer Leipzig Frühjahr 1902 Berufung durch das Preußische Kultusministerium nach Berlin 1904 Übernahme der Zeitschrift „Der Haus lehrer“ in den eigenen Verlag Berthold Ottos 1906 Eröffnung der Hauslehrerschule in GroßLichterfelde (Dürerstraße).1887 Heirat mit Friederike (Frida) Mann 14.1907 behördliche Genehmigung der privaten Hauslehrerschule 17.01. an der Berthold Otto als Leiter und Lehrer tätig ist 25. klassische Philologie.1893 Geburt der Tochter Irmgard 03.1890 Geburt des Sohnes Richard Nov.1899 Nr.04.1879 Studium in Berlin (Philosophie.1933 in Berlin-Lichterfelde gestorben 12 Dietrich Benner .1911 Bezug des Neubaus der Schule 1914 Sohn Richard fällt im 1. 1899 von Arthur Schulz übernommen 24.1888 Geburt der Tochter Franziska (Fränze) 25.01.03.1908 Geburt der Tochter Helga 09. Arabisch. 1890 – 1902 Redakteur im Verlag Brockhaus Leipzig 18.12.11. Nationalökonomie. Weltkrieg 1917 Umwandlung des „Hauslehrers“ in „Deutscher Volksgeist – Wochenschrift zur Verständigung zwischen allen Schichten des Volkes“ 27. Syrisch.12.

weder in allzu großer Abhängigkeit vom Staate noc h im unmittelbaren Einflussbereich der Familien. die sich ausdrücklich dazu bekennt. als er die Hoffnung äußerte. . Schul e zu sein. In ihr wurde die Schule im Haus des Lehrers in stitutionalisiert. Wie schon der Name zum Ausdruck bringt. Herbart verstand hierunter eine Organisationsform der pädagogisch en Praxis. mit denen O TTO in seiner Hauslehrerschule experimentierte. F. die auf die Initiative einer einzelnen Person zurückgehen. vergleichbar mit demjenigen des Arztes. sondern durch Neugründung einer Einrichtung reformiert. sondern als ei ne kommunale. die Entstehung staatlicher „Unterrichtsfabriken” ließe sich vielleicht verm eiden. H ERBART im Kontext der ersten pädagogischen Bewegung entwarf. B ENNER /H. die J. sondern als Schule. lassen sich bis in die Anfänge des 19. wenn man den Lehrerberuf als einen freien Beruf konzipiere. Einige der konzeptionellen Vorstellungen. sondern eine selbständige Gemeinde war. Sie wurde von B ERTHOLD O TTO in Großlichterfelde gegründet. welche diese nicht nach dem Modell einer ländlich organisierten Internatserziehung oder dem Muster einer städtischen Lebensgemeinschaftsschule. Mit ihr wollte er eine Alternative zu de n als „Unterrichtskasernen” geführten staatlichen Schulen entwic keln. zugleich private 1 Bei dem hier abgedruckten Text handelt es sich um Auszüge aus dem B ERTHOLD O TTO gewidmeten Kapitel in: D. konzipierte O TTO die neue Erziehungseinrichtung nicht als Heim. Jahrhunderts zurückverfolgen und weisen eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Schulreformvariante auf. Jahrhunderts noch kein Stadtteil von Berlin. das Anfang des 20. die den Lehrerberuf.Berthold Otto und die Hauslehrerschule 1 Die „Hauslehrerschule” gehört zu jenen Versuchen der Pädagogischen Bewegung.

T. der Heranwach sende im Haus der Familie erzieht. 2: Die Pädagogische Bewegung von der Jahrhundertwende bis zum Ende der Weimarer Republik. die im Haus ihres Gründers untergebr acht war. H ERBART : Über Erziehung unter öffentlicher Mitwirkung (1811). hierzu J. Gelegentlich trat er jedoch auch in der Rolle eines Weltverbesserers auf. sondern bereits über eine fertig ausgearbeitete Lehre verfügt und diese in der Praxis umzusetzen versucht.K EMPER : Theorie und Geschichte der Reformpädagogik. sondern vollzog sich schrittweise und eher zu fällig. Nachdem er beide Ziele auf von ihm zunächst eingeschlagenen Wegen nicht erreichte. 174-181. welche Schüler im Haus des Lehrers unterrichtet. glaubte er schließlich. Den Begriff Hauslehrerschule gebrauchte er somit nicht im Sinne des älteren Begriffs eines Hauslehrers. B ENNER . Die Gründung der Hauslehrerschule war nicht das Ergebnis eines vorher sorgfältig ausgearbeiteten Plans. nämlich im Haus e des Lehrers auszuübende Tätigkeit institutionalisiert. Als Wissenschaftler wollte er die historisch en und hermeneutischen Geisteswissenschaften auf eine empirische Grundlage stellen. S. 165–166 u. Für die Weiterentwicklung seiner Vorstellung hielt er jedoch eine begleitende Schulforschung für unerlässlich. Von seinen Neigungen und Interessen her strebte O TTO eine wissenschaftliche Karriere an. 2 Ganz in diesem Sinne definierte O TTO die von ihm neu gegründete Einricht ung als eine Stadtschule. Dessen Konzeption gründete er jedoch weder auf wissenschaftlic he noch auf Weltverbesserungsideen. Weinheim 2003. 13 und öffentliche. als Weltverbesserer die kapitalistische Gesellschaft durch eine „sozialistische Monarchie” reformieren. sondern leitete er autodi daktisch aus eigenen Erfahrungen in der unterrichtlichen Gesprächsführung ab. der nicht wie ein Wissenschafter an einer neuen Theorie arbeitet. sondern zur Bezeichnung einer Einrichtung. seine Intentionen in einem pädagogischen Schulversuch zusammenführen zu können. F. 2 Vgl. In: D. S.

siehe auch D. K EMPER (Hrsg.” 3 O TTO s Pädagogik ist von diesem selbst – die Sekundärliteratur folgt dieser Sichtweise weitgehend bis heute – als eine Pädagogik „vom Kinde aus” beschrieben worden. Die pädagogische Bewegung von der Aufklärung bis zum Neuhumanismus. Mittag. B ENNER /H. 14 Die Hauslehrerschule als Ort pädagogischer Experimente Wichtige Hinweise zur Geschichte und Konzeption der Hauslehrerschule finden sich in einer von O TTO selbst verfassten Denkschrift aus dem Jahre 1922. O TTO verdiente damals den Lebensunterhalt seiner Familie durch eine Tätigkeit beim Brockhaus-Verlag. T. Die pädagogische Bewegung von der Aufklärung bis zum Neuhumanismus. deren Gründung darauf zurückgeht.): Quellentexte zur Theorie und Geschichte der Reformpädagogik. S. 432–437. T. Aber immerhin war das eigentlich schon der richtige Anfang meiner Versuchsschule.): Theorie und Geschichte der Reformpädagogik. 1. dass es sich bei dieser Selbstbeschreibung um eine Kennzeichnung in der Termi nologie der Pädagogischen Bewegung handelt. 309 ff. Weinheim 2001. Weinheim 2000. Bei einer Bürozeit von 9– 12 und 3–7 war das nicht ganz le icht./H. 1. die nicht den systematischen Kern der Pädagogik O . die es ihm erlaubte. K EMPER (Hrsg.und Abendessen sowie Spaziergänge mussten d azu herangezogen werden. das mittelste ein Sohn. S. sondern dass er nach Gründung einer eigenen Familie auch zum Hauslehrer seiner Kinder wurde. während die Versuc he der achtziger Jahre nur als Vorbereitungen aufzufassen sind. in den Jahren 1887– 1893 geboren. seine Kinder regelmäßig selbst zu unterrichten: „Es waren ihrer zunächst 5. dass er den Beruf eines Hauslehrers nicht nur – nach Beendigung seines Universitätsstudiums – gegenüber fremden Kindern ausübte. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch. In dieser stellt O TTO seine Hauslehrerschule als eine Ei nrichtung zur Durchführung pädagogischer Experimente dar.

B ENNER /H.): Quellentexte zur Theorie und Geschichte der Reformpädagogik. erstmals veröffentlicht in: D. sondern ist wesentlich interaktiv strukturiert und auf eine Einübung und „Bewusstmachung der Kategorien des Denkens” ausgerichtet. Weinheim 2001. 221–230.TTO s erfasst. T. 222. BBF/DIPF-Archiv OT 616. O TTO : Denkschrift über Entstehung. S. Mehr Informationen Weniger Informationen Schließen . K EMPER (Hrsg. S. 2: Die Pädagogische Bewegung von der Jahrhundertwende bis zum Ende der Weimarer Republik. Zweck und Entwicklungsmöglichkeiten der Berthold-Otto-Schule (1922). Dieser liegt nicht in einer „aseptischen” Pädagogik des „Wachsenlassens”. Zu den systematisch be3 B.

Sign up to vote on this title
UsefulNot useful