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24.03.

2009

Geschichts-Hausarbeit

Vergleiche die Verfassung aus dem Jahre 1791 und die Menschen- und
Bürgerrechte mit der absolutistischen Verfassung von Ludwig XVI.

1. In den Menschen- und Bürgerrechten von 1789 wurde folgendes


festgelegt:

Freiheit und Gleichheit

Kein Mensch kann auf Grund seines sozialen Umfeldes anders behandelt werden wie
andere Menschen, jeder Mensch muss vor dem Gericht gleich behandelt werden, es
spielt keine Rolle ob dieser Bauer oder König ist. Unter Ludwig XVI. hatte
beispielsweise ein Bauer kaum Rechte und hätte unter anderem nicht gegen einen
Adligen oder Geistlichen klagen können.

Freiheit, Eigentum, Sicherheit, Widerstand gegen Unterdrückung

Ein Staat ist nur dafür da, für die Einhaltung der natürlichen Menschenrechte zu
sorgen. Diese sind das Recht auf Freiheit, das Recht auf Eigentum, das Recht auf
Sicherheit sowie das Recht auf Gleichheit und auf Widerstand gegen Unterdrückung.

Das Volk hat die Macht

Keine einzelne Person hat das Recht, andere Personen zu unterdrücken und sich
deren Herrscher zu nennen. Das Volk soll seine Vertreter selbst wählen können.

Freiheit, bis zur Beeinträchtigung der Freiheit eines Anderen

Jeder Mensch hat das Recht zu tun und zu lassen was er will, solange er nicht die
Menschenrechte eines anderen verletzt oder gegen Gesetze verstößt.
Mitspracherecht in Politik

Das Gesetz soll den Willen der Mehrheit widerspiegeln und jeder Bürger soll das
Recht haben, entweder persönlich oder durch einen Vertreter, an diesem
mitzuwirken. Wie schon bei 1. erwähnt, muss vor dem Gesetz jeder gleich behandelt
werden

Freiheit des Glaubens

Kein Mensch darf wegen seiner Ansichten, auch nicht wenn sie religiös sind, bedrängt
werden, solange diese nicht die öffentliche Ordnung stören.

Meinungsfreiheit

Jeder Mensch darf in der Öffentlichkeit seine Meinung preisgeben, egal ob in


verbaler, gedruckter oder in geschriebener Weise. Ausnahmefälle sind durch das
Gesetz geregelt.

Gewaltenteilung

Eine Gesellschaft, in der es keine Garantie für die Einhaltung der Menschenrechte
gibt und in der die Teilung der Gewalten nicht festgelegt ist, hat keine Verfassung.

2. Mit der neuen Verfassung aus dem Jahre 1791 ergaben sich weitere
Veränderungen:

Als 1791 die neue Verfassung eingeführt wurde, wurde die absolutistische Monarchie
(Bezeichnung für die Epoche vom 16. Bis 18. Jahrhundert) in Frankreich von der
konstitutionellen Monarchie abgelöst.

Diese grenzte die Macht des absolutistischen Königs ein, da er sich nun an eine
Verfassung halten musste, die besagte, dass die drei Gewalten aufgeteilt werden
mussten. So besaß der König nur noch die ausführende Gewalt, leitete also die
Verwaltung und stimmte den neuen Gesetzen zu, die die Nationalversammlung
beschlossen hatte.
Die Nationalversammlung stimmte des Weiteren über Steuern und militärische
Entscheidungen ab, die richterliche Gewalt lag bei den Richtern.

Zu den Wahlen zugelassen waren jedoch nur die Aktivbürger, die die Wahlmänner
wählten. Diese wählten dann wiederum die Teilnehmer an der Nationalversammlung.
Die Tatsache, dass nur „Aktivbürger“ zur Wahl berechtigt waren, führte zu starkem
Protest der drei Millionen, die aufgrund ihres geringen Steueraufkommens nicht als
„Aktivbürger“ anerkannt wurden.

3. Die absolutistische Verfassung von Ludwig XVI.

Während seiner Amtszeit hatte Ludwig XVI. die uneingeschränkte Macht, eine
Gewaltenteilung war nicht vorhanden: Er hatte die Möglichkeit zeitgleich neue
Gesetze zu erstellen (gesetzgebende Gewalt), nach diesen Gesetzen zu handeln
(ausführende Gewalt) sowie nach diesen Gesetzen zu entscheiden (richterliche
Gewalt). Er konnte sich im Prinzip jederzeit alle Gesetze so auslegen, wie ihm es
grade passte. Er war ein absolutistischer Monarch.

Es gab eine absolutistische Monarchie, es gab keine Wahlen. Die Menschen- und
Bürgerrechte waren nicht vorhanden und alle Bürger waren Leibeigene des Königs.