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Glossar

Glossar Accredited Independent Vom →JI Supervisory Committee (JISC) akkreditierte Entities (AIE)
Accredited Independent Vom →JI Supervisory Committee (JISC) akkreditierte Entities (AIE) Prüfungsorganisation, die
Accredited Independent
Vom →JI Supervisory Committee (JISC) akkreditierte
Entities (AIE)
Prüfungsorganisation, die JI-Projekte validiert und zur Registrierung
anmeldet sowie evtl. auch Emissionsminderungen aus
Klimaschutzprojekten verifiziert und zertifiziert.
Anlage
Im Sinne der → EU-Emissionshandelsrichtlinie ist eine Anlage eine
ortsfeste technische Einheit, in der eine oder mehrere der in Anhang
I genannten Tätigkeiten sowie andere unmittelbar damit verbundene
Tätigkeiten durchgeführt werden, die mit den an diesem Standort
durchgeführten Tätigkeiten in einem technischen Zusammenhang
stehen und die Auswirkungen auf → Emissionen und
Umweltverschmutzung haben.
Annex I
Anhang zur Klimarahmenkonvention (→ UNFCCC) mit einer Liste von
Industrie- und Transformationsländern, die sich grundsätzlich zur
Senkung von Treibhausgasemissionen verpflichtet haben.
Annex B
Anhang zum → Kyoto-Protokoll mit einer Liste von Ländern, die sich
zu konkreten, rechtlich verbindlichen Emissionsreduktionen in der
Periode 2008–2012 gegenüber 1990 verpflichtet haben. Diese
Länderliste weicht leicht von → Annex I ab.
Assigned Amount Unit
Einheit für Emissionszertifikate, die den Vertragsstaaten (→ Annex B)
(AAU)
gemäß ihren → Emissionsbegrenzungen zur Verfügung stehen. Ein
AAU entspricht 1 t CO 2 e.
Banking
Als Banking wird die Möglichkeit des Ansparens nicht benötigter
Emissionszertifikate aus dem laufenden Jahr für kommende Jahre
bezeichnet. Im europäischen Emissionshandelssystem ist vorerst
Banking von →Emissionsberechtigungen (EUA)von einer auf die
nächste →Verpflichtungsperiode vorerst nicht erlaubt. Lediglich
Emissionsgutschriften aus →CDM-Projekten (→CER) können von 2007
auf 2008 übertragen werden.
Baseline /
Referenzszenario, das für die Bestimmung der → „Zusätzlichkeit“ von
Referenzszenario
Emissionsminderungen durch ein → JI-/CDM-Projekt zugrunde gelegt
wird. Es beschreibt innerhalb der gleichen Systemgrenzen die
wahrscheinliche Entwicklung der Treibhausgasemissionen für den
Fall, dass das Projekt nicht durchgeführt wird (Business as usual).
Basiszeitraum
Auch: Basisperiode oder Base Period: Zeitraum, dessen Emissionen
die Grundlage für eine Zertifikatszuteilung nach
dem→Grandfathering-Prinzip bilden.
Benchmark
Ein Benchmark im Sinne des Emissionshandelssystems ist ein für
eine Anlagenkategorie spezifischer Emissionswert, welcher in Form
von Emissionen pro Output angegeben wird und sich entweder an
einem Durchschnitt oder am Stand der Technik (→BAT) der
jeweiligen Kategorie orientiert.
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Berechnung von CO 2 - Die Formel für die Berechnung von CO 2 -Emissionen nach
Berechnung von CO 2 - Die Formel für die Berechnung von CO 2 -Emissionen nach
Berechnung von CO 2 -
Die Formel für die Berechnung von CO 2 -Emissionen nach Anhang IV
Emissionen
EU-Richtlinie lautet:
Emissionen = Tätigkeitsdaten × Emissionsfaktor × Oxidationsfaktor
Alternative zur Berechnung: Messung.
Berichterstattung /
Bis zum 31. März jeden Jahres muss jedes am Emissionshandel
Reporting
teilnehmende Unternehmen folgende Daten für jede bzw. Anteile an
Betriebsstätten an die zuständige Behörde berichten: Elektrizitäts-
und Wärmeproduktion, Brennstoffverbrauch und CO 2 -Emissionen
sowie umgesetzte oder geplante Reduktionsmaßnahmen.
Betreiber
Im Sinne der → EU-Emissionshandelsrichtlinie ist der Betreiber die
natürliche oder juristische Person, die eine → Anlage betreibt oder
besitzt oder der – sofern in den nationalen Rechtsvorschriften
vorgesehen – die ausschlaggebende wirtschaftliche Verfügungsmacht
über den technischen Betrieb einer → Anlage übertragen worden ist.
Borrowing
Nutzung von Emissionsberechtigungen des kommenden Jahres für
Verpflichtungen im laufenden Jahr. Im Kyoto-Protokoll ist Borrowing
zwischen den Verpflichtungsperioden nicht erlaubt und auch im
europäischen Emissionshandelssystem vorerst auch nicht
vorgesehen.
Börse
Die Börse ist ein organisierter, anonymisierter Markt für Wertpapiere,
Devisen, bestimmte Waren oder ihre Derivate. Im Gegensatz zum →
OTC-Markt wird börslicher Handel börsenaufsichtsrechtlich durch
Handelsüberwachungsstellen überwacht.
Bundling
Bündelung von Projektaktivitäten zu einem einzigen Großprojekt. Der
Vorteil liegt v.a. darin, dass zahlreiche Einzelprozesse und –kosten
eingespart werden können. Der Begriff findet Verwendung für JI- und
CDM-Projekte.
Burden Sharing
Die im Kyoto-Protokoll für die EU festgelegte Reduzierung der
Treibhausgase um 8 % im Zeitraum 2008-2012 im Vergleich zu 1990
wurde im sogenannten EU Burden Sharing (Lastenverteilung) auf die
einzelnen Länder der EU15 aufgeteilt. Die Spanne reicht dabei von
einer Reduktion der Emissionen um 28 % für Luxemburg bis zu einer
erlaubten Zunahme der Emissionen für Portugal um 27 %.
Deutschland muss seine Emissionen um 21 % reduzieren.
Cap
→ Emissionsbegrenzung
Carbon Capture and
Als Carbon Capture and Storage (CCS) werden chemische,
Storage (CCS)
physikalische und biologische Verfahren bezeichnet, mit denen CO 2 -
Emissionen bei der Verbrennung fossiler Energieträger abgetrennt
und danach eingelagert werden, ohne in die Atmosphäre zu
gelangen. Als mögliche CO 2 -Speicher gelten geologische Formationen
wie Erdöl- und Erdgaslagerstätten, salzhaltige Grundwasserleiter
oder Kohleflöze sowie Lagerstätten in der Tiefsee.
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CDM Executive Board UN-Gremium, das für die Überwachung des CDM-Prozesses zuständig ist. Zu den wichtigsten
CDM Executive Board UN-Gremium, das für die Überwachung des CDM-Prozesses zuständig ist. Zu den wichtigsten
CDM Executive Board
UN-Gremium, das für die Überwachung des CDM-Prozesses
zuständig ist. Zu den wichtigsten Aufgaben zählen: Akkreditierung
von→DOE , Genehmigung von→Baseline— und →Monitoring-
→Methodologien, Registrierung bzw. Ablehnung der durch DOE
validierten CDM-Projekte, sowie die Ausgabe der aus CDM-Projekten
stammenden Emissionsminderungsgutschriften (→CER).
Certified Emission
Bezeichnung für Emissionsgutschriften, die durch → CDM-Projekte
Reductions (CER)
erzeugt werden. CER sind im Rahmen des EU-Emissionshandels zur
Erfüllung der Reduktionsverpflichtungen in der ersten
Verpflichtungsperiode 2005-2007 unbegrenzt, in der zweiten
Verpflichtungsperiode begrenzt einsetzbar.
Clean Development
Klimaschutzprojekte in Ländern, die sich nicht im → Kyoto-Protokoll
Mechanism (CDM) –
Mechanismus für
zu einer Begrenzung ihrer Treibhausgasemissionen verpflichtet
(Entwicklungs- und Schwellenländer), aber das → Kyoto-Protokoll
umweltverträgliche
ratifiziert haben. Sie haben die Erzeugung und den Transfer von →
Entwicklung
CER zum Ziel.
Clearing-Mitglied
Handelsteilnehmer mit Clearing-Lizenz. Nur Banken können Clearing-
Mitglied werden (Clearing-Bank). Sie bilden zusammen mit der Börse
das Clearing-Haus, vermitteln nach Geschäftsabschluss zwischen
Käufer und Verkäufer und übernehmen das Kontrahentenrisiko aus
den Termingeschäften.
Community
Europäisches Zentralregister zur Abbildung und Durchführung der
Independent
Transaktionen von Emissionszertifikaten.
Transaction Log (CITL)
Conference of the
Parties (COP),
Seit 1995 (COP 1 in Berlin) jährlich tagende Konferenz der
Vertragsstaaten der →Klimarahmenkonvention von1992. Die COP 12
Vertragsstaaten-
findet im November 2006 in Nairobi, Kenia, statt.
konferenz
CO 2 e
CO 2 e (CO 2 equivalent: CO 2 -Äquivalent): 1 metrische Tonne CO 2 oder
die Menge eines anderen → Treibhausgases, die in ihrer
Klimawirksamkeit 1 t CO 2 entspricht. Die Einheit ist das international
anerkannte Maß für die Klimawirksamkeit von Treibhausgasen.
Hintergrund ist, dass die sechs im Kyoto-Protokoll genannten
Treibhausgase eine unterschiedliche Klimawirksamkeit aufweisen.
Die Klimawirksamkeit von CO 2 wird dabei mit 1 CO 2 e definiert.
De-minimis-Quellen
Schwächere Emissionsquellen, die in den EU-Monitoring-Leitlinien
wie folgt definiert werden: Quellen, die höchstens 2,5 kt Emissionen
pro Jahr freisetzen oder die für höchstens 5 % der jährlichen
Gesamtemissionen verantwortlich sind. Für „de-minimis-Quellen“
gelten geringere Anforderungen beim Monitoring als sonst üblich.
Deutsche
Dem Bundesumweltministerium unterstehende Behörde, die in
Emissionshandelsstelle
Deutschland für alle Belange des europäischen und internationalen
(DEHSt)
Emissionshandels zuständig ist. Die DEHSt ist damit die deutsche
→“Designated National Authority“
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Designated Operational Authority (DNA) Die in den Vertragstaaten des Kyoto-Protokolls → Annex-B-Ländern für alle

Designated Operational

Authority (DNA)

Die in den Vertragstaaten des Kyoto-Protokolls Annex-B-Ländern

für alle Angelegenheiten des internationalen Emissionshandels

zuständigen nationalen Behörden.

Designated Operational

Vom CDM Executive Board akkreditierte Prüfungsorganisation, die

Entity (DOE)

CDM-Projekte validiert und zur Registrierung anmeldet sowie evtl.

auch Emissionsminderungen aus Klimaschutzprojekten verifiziert und

zertifiziert.

DEV 2012

Deutsche Verordnung, die die Ermittlung fehlender Daten zur

(Datenerhebungsverord

Bestimmung des Mengengerüsts für die zweite Handelsperiode des

nung 2012)

EU-Emissionshandelssystems erwirkt. Dies betrifft insbesondere die

CO 2 -Emissionen der Jahre 2003 und 2004.

Early Action

Der Begriff „Early Action“ bezeichnet frühzeitige, vor In-Kraft-Treten

des EU-Emissionshandelsregimes vorgenommene

Emissionsminderungen. In Deutschland gilt dies für Maßnahmen, die

im Zeitraum vom 1. Januar 1994 bis 31. Dezember 2002 durch über

technische und rechtliche Anforderungen hinausgehende Maßnahmen

erzielt wurden. Durch die Anerkennung von Early Action sollen

frühzeitige Emissionsminderungen angemessen berücksichtigt und

damit Wettbewerbsverzerrungen vermieden werden.

Emission

Im Sinne der EU-Emissionshandelsrichtlinie ist eine Emission die

Freisetzung von Treibhausgasen in die Atmosphäre aus Quellen in

einer Anlage.

Emissionsbegrenzung

(Cap)

Eine quantitativ festgelegte Emissionsbeschränkung, welche die

maximalen anthropogenen Treibhausgasemissionen umfasst, die innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens insgesamt in die
maximalen anthropogenen Treibhausgasemissionen umfasst, die
innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens insgesamt in die
Atmosphäre ausgestoßen werden dürfen.
→EU-Allowance
Der Emissionsfaktor gibt die CO 2 -Emission je Brennstoffeinheit an
(z.B. t CO 2 /MWh Hu ). Er ist entweder analytisch zu bestimmen oder
Standardlisten zu entnehmen. Der Emissionsfaktor für Biomasse ist
Null.
Im Rahmen von JI-/CDM-Projekten zertifizierte, handelbare
Emissionsminderung, die der Befugnis zur Emission von 1 t CO 2 e
entspricht.
Der Erfüllungsfaktor gibt das Maß an, um das die Gesamtmenge der
im →Basiszeitraum tatsächlich entstandenen CO 2 -Emissionen der
einzelnen → Anlagen (Bottom-up-Ansatz) reduziert werden müssen,
um die zur Erfüllung der Kyoto-Ziele ermittelte
→Emissionsbegrenzung einzuhalten. Ein EF = 1 oder = 100 %
bedeutet somit eine Emissionsminderung = 0. Der Erfüllungsfaktor
kann variiert werden, um nationale, sektorale und
branchenspezifische Besonderheiten zu berücksichtigen (z.B. → Early
Action, Reservenbildung, Minderungspotenzial).
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Emissionsberechtigung,

Emissionsrecht (EUA)

Emissionsfaktor

Emissionsgutschrift

Erfüllungsfaktor (EF)

Emission Reduction Unit (ERU) Bezeichnung für die Emissionsgutschriften, die durch → JI-Projekte erzeugt werden. Sie

Emission Reduction

Unit (ERU)

Bezeichnung für die Emissionsgutschriften, die durch JI-Projekte

erzeugt werden. Sie sind ab 2008 im Rahmen des EU-

Emissionshandels in gewissem Rahmen zur Erfüllung der

Reduktionsverpflichtungen einsetzbar.

Emission Reduction

Purchase Agreement

(ERPA)

Vertrag zwischen Käufer und Verkäufer von Emissionsgutschriften

aus Klimaschutzprojekten. Ein von der IETA entwickeltes

Standardvertragswerk umreißt alle Schritte von der Validierung der Projektidee bis zu Ausstellung und Lieferung von CER und ERU.

Emissions-Zertifikate

Handelbare Emissionsberechtigungen (EUA und AAU) oder

Emissionsgutschriften (CER, ERU, RMU, tCER/lCER, VER und

weitere). Alle Emissionszertifikate haben dabei den Wert von jeweils

1 t CO 2 e. VER sind unter dem Kyoto-Protokoll nicht anrechenbar.

EU-Allowance (EUA)

Emissionsberechtigung, die auf Antrag an die vom EU-

Emissionshandel betroffenen Unternehmen von den Regierungen der

EU-Mitgliedstaaten ausgegeben wird. Sie bedeutet die Befugnis zur

Emission von 1 metrischen t CO 2 in einem bestimmten Zeitraum im

Rahmen des europäischen Emissionshandels. Sie gilt nur für die Erfüllung der Anforderungen der EU- Emissionshandelsrichtlinie

und kann nach Maßgabe dieser Richtlinie übertragen werden.

EU Linking Directive

Am 13. November 2004 in Kraft getretene Ergänzung der EU-

Emissionshandelsrichtlinie zur Verknüpfung des EU-Emissionshandels mit den Projektmechanismen (JI, CDM) aus dem Kyoto-

Protokoll.

Richtlinie 2003/87/EG des europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Oktober 2003 über ein System
Richtlinie 2003/87/EG des europäischen Parlaments und des Rates
vom 13. Oktober 2003 über ein System für den Handel mit
Treibhausgasemissionszertifikaten (Allowances) in der Gemeinschaft
und zur Änderung der Richtlinie 96/61/EG des Rates. Mit dieser
Richtlinie wird ein EU-weites Emissionshandelssystem geschaffen,
um auf kosteneffiziente Weise eine Verringerung von →
Treibhausgasemissionen zu erzielen. In einer Änderungsrichtlinie soll
die Verknüpfung mit den projektbezogenen Kyoto-Mechanismen → JI
und → CDM erfolgen.
Im →ZuG 2007 vorgesehene nachträgliche Anpassung der Zuteilung
von → EUA in verschiedenen Fällen, in denen die tatsächlichen
Emissionen erheblich niedriger ausfallen als prognostiziert. Ob diese
Pflicht zur Rückgabe überzähliger Emissionsberechtigungen unter
dem EU-Recht zulässig ist, war bei Drucklegung noch nicht
gerichtlich geklärt.
→Kyoto-Mechanismen
Für die Erstellung der Emissionsberichte sowie des Zuteilungsantrags
stellt die DEHSt eine Softwarelösung zur Verfügung: das Formular-
Management-System (FMS). Es ist eine serverbasierte Anwendung,
auf die über das Internet zugegriffen wird und die die rechtlichen
Anforderungen an Inhalt und Struktur der Anträge bzw. der
Emissionsberichte umsetzt.
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EU-Emissionshandels-

richtlinie 2003/87/EG

Ex-post-Korrektur

Flexible Mechanismen

Formular-Management-

System (FMS)

Fuel Switch Brennstoffwechsel Grandfathering Methode zur Zuteilung von →EUA: Kostenlose Bereitstellung von
Fuel Switch Brennstoffwechsel Grandfathering Methode zur Zuteilung von →EUA: Kostenlose Bereitstellung von
Fuel Switch
Brennstoffwechsel
Grandfathering
Methode zur Zuteilung von →EUA: Kostenlose Bereitstellung von
Emissionsberechtigungen, wobei deren Umfang auf der in einem →
Basiszeitraum durchschnittlich emittierten Menge, vermindert um
einen →Erfüllungsfaktor, beruht. Der Begriff „Grandfathering“ spielt
damit auf eine dem Vererben ähnliche Situation an (Der Betreiber
„erbt“ die Berechtigung zur Emission aus einem früheren Zeitraum -
in einem um den Erfüllungsfaktor verringerten Umfang)
Gas-Kohle-Spread
Die Differenz zwischen Gas- und Kohlepreis - dabei werden die Preise
für die Menge an Brennstoff betrachtet, die jeweils für die Produktion
von 1 MWh Strom benötigt wird.
Genehmigung zur
Eine Genehmigung zur Emission von → Treibhausgasen, die an die
Emission von
gemäß Anhang I erfassten Anlagen nach Artikel 5 und 6 der → EU-
Treibhausgasen
Emissionshandelsrichtlinie erteilt wird.
HFC 23
HFC 23 ist ein hoch klimaschädliches Abfallgas, das bei der
Produktion des Kühlmittels HFC 22 entsteht, jedoch durch geeignete
Oxidationsverfahren fast vollständig abgebaut werden kann. Dies gilt
als Emissionsminderung.
Heizwert
Die Wärmemenge, die bei vollständiger Verbrennung eines
Brennstoffs frei wird (kJ/kg oder kJ/m 3 ), wenn der im
Verbrennungsprodukt enthaltene Wasseranteil als Wasserdampf
vorliegt.
Host Country
Gast(geber)land, in dem → JI- oder → CDM-Projekte durchgeführt
werden.
International Emissions
Einer der drei flexiblen → Kyoto-Mechanismen des → Kyoto-Protokolls.
Trading (IET) –
Emissionsrechtehandel ist zwischen den Ländern möglich, die sich zu
Internationaler
Emissionsrechtehandel
Emissionsminderungen verpflichtet (Industrie- und
Transformationsländer) und das → Kyoto-Protokoll ratifiziert haben.
International
Das ITL ist notwendig zur Übertragung der Kyoto-Zertifikate. Dies
Transaction Log (ITL)
sind zum einen die AAU, die Zertifikate auf Staatenebene. Aber auch
CER und ERU, Zertifikate aus den Projektmechanismen CDM und JI.
Erst wenn die nationalen Register über das ITL verbunden sind, wird
die Übertragung dieser Zertifikate möglich sein. Weitere
Voraussetzung ist, dass die teilnehmenden Staaten "eligible" sind.
JI Supervisory Board
Pendant zum →CDM Executive Board für JI-Projekte: Das JISC wird
(JISC)
als UN-Überwachungsgremium für den JI u.a. Methodologien
genehmigen bzw. ablehnen, geeignete Prüforganisationen (→AIE)
akkreditieren und zur Registrierung angemeldete JI-Projekte
zulassen bzw. zurückweisen.
Joint Implementation
Klimaschutzprojekte in Ländern, die sich im → Kyoto-Protokoll zu
(JI) – gemeinsame
Umsetzung
einer Begrenzung ihrer Emissionen verpflichtet (Industrie- und
Transformationsländer) und das → Kyoto-Protokoll ratifiziert haben.
Sie haben die Erzeugung und den Transfer von → ERU zum Ziel.
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Kapazität Die Größe „Kapazität“ wird im Rahmen des Emissionshandels als physikalische Arbeit bzw. allgemein als
Kapazität Die Größe „Kapazität“ wird im Rahmen des Emissionshandels als physikalische Arbeit bzw. allgemein als
Kapazität
Die Größe „Kapazität“ wird im Rahmen des Emissionshandels als
physikalische Arbeit bzw. allgemein als rechtlich und technisch
maximal mögliche Produktionsmenge betrachtet. Diese Angaben
beziehen sich dabei stets auf einen Zeitraum, in dem die jeweilige
Menge erzeugt wird bzw. wurde.
Klimarahmen-
Auf der Umweltkonferenz "Umwelt und Entwicklung" 1992 von 189
konvention (United
Staaten unterzeichnete und 1994 in Kraft getretenes
Nations Framework
Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über
Convention on Climate
Klimaänderungen mit dem Ziel, die Treibhausgase in der Atmosphäre
Change, UNFCCC)
auf einem Niveau zu stabilisieren, bei dem eine gefährliche, vom
Menschen verursachte Störung des Klimasystems verhindert wird.
Grundlage für das → Kyoto-Protokoll.
Kyoto-Mechanismen
Überbegriff für → IET, → JI und → CDM (auch: flexible Mechanismen).
Kyoto-Protokoll
Völkerrechtliches Abkommen von 1997, das verbindliche
Reduktionsziele für Industrie- und Transformationsländer (→ Annex
B) festlegt und die flexiblen Mechanismen regelt.
Leakage
Emissionen, die außerhalb der Systemgrenzen der JI-/CDM-
Projektaktivität auftreten, aber auf diese zurückzuführen sind.
Letter of Approval
Schriftliche Zustimmung der beteiligten Länder zu einem JI- oder
CDM-Projekt.
Long- Position
Überschuss in einer Handelsbilanz. Im Falle des Emissionshandels
dann gegeben, wenn ein Unternehmen mehr CO 2 -Zertifikate zur
Verfügung hat, als zur Erfüllung seiner Lieferpflichten benötigt. In die
Long-Position fließen zugeteilte wie zusätzlich erworbene Zertifikate
ein. Analog dazu. →Short-Position.
Marrakesh- Accords
Beschlüsse der 2001 auf der →COP 7 in Marrakesh zur Umsetzung
der Projektmechanismen JI und CDM
Meeting of the Parties
Jährliche Tagung der Vertragsstaaten des Kyoto-Protokolls. Mit dem
(MOP)
Inkrafttreten des Protokolls im Februar 2005 konnte die erste MOP
zusammen mit der COP 11 im Dezember 2005 in Montréal, Canada
stattfinden.
Merit Order
Die von den variablen Kosten der Stromerzeugung abhängige
Einsatzreihenfolge der Kraftwerke. Bei den im September 2006 am
Markt herrschenden Brennstoff- und CO 2 -Preisen: Zuerst
Braunkohlekraftwerke, gefolgt von Steinkohlekraftwerken, Gas- und
Dampf- (GuD-), Gas- und schließlich Ölkraftwerken. Durch den
Emissionshandel kann es bei sehr hohen CO 2 -Preisen zu einer
gewollten Verschiebung von emissionsintensiven auf
emissionsärmere Kraftwerke kommen.
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Methodologie Gibt bei der Entwicklung von JI- und CDM-Projekten vor, wie die →Baseline für einen
Methodologie Gibt bei der Entwicklung von JI- und CDM-Projekten vor, wie die →Baseline für einen
Methodologie
Gibt bei der Entwicklung von JI- und CDM-Projekten vor, wie die
→Baseline für einen speziellen Projekttyp festgestellt wird und wie die
Überwachung der tatsächlichen Emissionsminderungen
(→Monitoring)zu erfolgen hat. Neue Methodologien sind für CDM-
Projekte vom →CDM-Executive Board und für JI-Projekte künftig vom
→JI Supervisory Committee zu genehmigen.
Monitoring (Projekte)
Laufende Überwachung und Dokumentation der im → PDD
vorgegebenen Informationen zum Verlauf während der Laufzeit eines
JI-/CDM-Projekts. Ein lückenloses, nachvollziehbares Monitoring ist
Voraussetzung für die spätere → Verifizierung und Ausstellung von
Emissionsgutschriften.
Monitoring- und
EU-Leitlinien zur Überwachung und Berichterstattung von THG-
Reporting-Leitlinien
Emissionen vom 29. Januar 2004. Enthalten allgemeine und
branchenspezifische Vorgaben zu Genauigkeit und Art der Erfassung
von CO 2 -Emissionen.
Nationale (Ausgleichs-)
Projektkategorie, die die → THG-Minderungen innerhalb eines Lands
Projekte (Domestic
zum Gegenstand hat (ohne internationalen Bezug wie bei JI/CDM).
Offset Projects, DOP)
Methodik wie JI/CDM.
Nationaler
Auf nationaler Ebene verabschiedeter Plan der einzelnen EU-
Allokationsplan (NAP)
Mitgliedstaaten, aus denen hervorgeht, wie viele
Emissionsberechtigungen sie insgesamt innerhalb einer
Verpflichtungsperiode an die einzelnen Anlagen zuzuteilen
beabsichtigen und wie sie dies zu tun gedenken. Die Pläne sind auf
objektive und transparente Kriterien zu stützen, einschließlich der in
Anhang III der → EU-Emissionshandelsrichtlinie genannten Kriterien,
wobei die Anmerkungen der Öffentlichkeit angemessen zu
berücksichtigen sind.
Neuer Marktteilnehmer
Im Sinne der → EU-Emissionshandelsrichtlinie ist ein „neuer
(Newcomer, New
Marktteilnehmer“ eine → Anlage, die eine oder mehrere der in
entrant)
Anhang I aufgeführten Tätigkeiten durchführt und der nach
Übermittlung des nationalen Zuteilungsplans an die Kommission eine
Genehmigung zur Emission von → Treibhausgasen oder infolge einer
Änderung der Art oder Funktionsweise oder einer Erweiterung der
Anlage eine aktualisierte Genehmigung erteilt wurde.
Neuanlagenreserve
Rücklage aus der Gesamtzuteilungsmenge in einem →NAP für neu
(New Entrance Reserve,
Marktteilnehmer
NER)
Opt-in
Die EU-Mitgliedstaaten hatten für die Periode 2005–2007 die
Möglichkeit, Anlagen in das Emissionshandelssystem einzubeziehen,
die die Kapazitätsgrenzen der in Anhang I der EU-Richtlinie
aufgeführten Tätigkeiten unterschreiten. Ab 2008 können die
Mitgliedstaaten weitere nicht in Anhang I der EU-Richtlinie
aufgeführte Tätigkeiten, Anlagen und Treibhausgase verpflichtend in
das Emissionshandelssystem einbeziehen.
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Kosten, die nicht tatsächlich anfallen, aber aufgrund eines entgangenen Gewinns trotzdem in die Kostenrechnung einbezogen

Kosten, die nicht tatsächlich anfallen, aber aufgrund eines entgangenen Gewinns trotzdem in die Kostenrechnung einbezogen werden (müssen). Streitpunkt im EU-Emissionshandelssystem ist die (durchaus marktgerechte) Praxis der Energieversorgungs- unternehmen, die (kostenlos) zugeteilten Emissionsberechtigungen im Strompreis zu berücksichtigen, was zu einer Erhöhung des Strompreises durch den Emissionshandel geführt hat.

Opportunitätskosten

Opt-in

Möglichkeit, Anlagen in das Emissionshandelssystem verpflichtend einzubeziehen, die die Kapazitätsgrenzen der in Anhang I der EU- Richtlinie aufgeführten Tätigkeiten unterschreiten. Ab 2008 dürfen auch darüber weitere, nicht in diesem Anhang genannte Anlagen einbezogen werden.

Option

Bedingtes Termingeschäft. Der Käufer einer Option hat das Recht (nicht die Pflicht), eine bestimmte Menge des Handelsobjekts in einem bestimmten Zeitraum zu einem festgelegten Preis zu kaufen (Call-Option) oder zu verkaufen (Put-Option). Der Verkäufer hat die Pflicht, das entsprechende Handelsobjekt zu liefern oder vom Käufer abzunehmen. Er erhält dafür eine Prämie, deren Höhe von den Optionsparametern abhängt. Wird die Option zum Verfallstermin nicht ausgeübt, so verfällt diese wertlos.

OTC-Markt

Over-the-counter-Markt ist ein außerhalb von Börsen

stattfindender Freiverkehrshandel. Die dort gehandelten Kontrakte sind meist nicht standardisierte Geschäfte und somit individuellen Bedürfnissen angepasst. Oft werden Geschäfte durch Broker vermittelt.

Anteil des zu CO 2 umgewandelten Kohlenstoffs bei der Verbrennung. CDM-Projekte unter einem „programme of
Anteil des zu CO 2 umgewandelten Kohlenstoffs bei der Verbrennung.
CDM-Projekte unter einem „programme of activities“ (z.B. Förder-
programme, Anreizsysteme) können als ein Projekt registriert
werden, politische Ansätze und die Festlegung verbindlicher
Standards hingegen nicht. Weitere Konkretisierungen erfolgen durch
das CDM Executive Board und die nächste COP/MOP im November
2006.
Vor Umsetzung eines → JI-/CDM-Projekts zu erstellende
Projektunterlagen, die u.a. eine Projektbeschreibung, die → Baseline-
Studie sowie das → Monitoring- und das → Verification-Protokoll
umfassen. Das PDD ist Grundlage für → Validierung und späteres
Monitoring.
Im Sep. 2005 verabschiedetes Gesetz zur Einführung der
projektbezogenen Mechanismen nach dem Protokoll von Kyoto (CDM
& JI), zur Umsetzung der Richtlinie 2004/101/EG und zur Änderung
des Kraft-Wärme-Koppelungsgesetzes.
Alle Freisetzungen von CO 2 in die Atmosphäre, bei denen das CO 2 als
Produkt einer chemischen Reaktion entsteht, die keine Verbrennung
ist.
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Oxidationsfaktor

Programmatic CDM

Projekt Design

Dokument (PDD)

Projekt-Mechanismen-

Gesetz (ProMechG)

Prozess-Emissionen

Registrierung Formale Anerkennung eines validierten CDM-Projekts durch das CDM-Executive Board. Die Registrierung ist

Registrierung

Formale Anerkennung eines validierten CDM-Projekts durch das

CDM-Executive Board. Die Registrierung ist Voraussetzung für die Verifizierung, Zertifizierung und Ausstellung von CER.

Richtlinie 96/61/EG

Richtlinie des Rates vom 24. September 1996 über die integrierte

Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung (IVU- Richtlinie). In deren Rahmen können auch Genehmigungen für

Treibhausgasemissionen erteilt werden.

Scope

Englische Bezeichnung für „Projektkategorie“ von CDM-und JI-

Projekttätigkeiten. Für CDM-Projekte gibt es 15 Kategorien:

Energieerzeugung, Energieverteilung, Energienachfrage,

verarbeitende Industrie, Baugewerbe, Transport (Verkehr), Bergbau

und Mineralindustrie, Metallherstellung, flüchtige

Brennstoffemissionen (fest, flüssig, gasförmig), flüchtige Emissionen

aus Produktion und Nutzung von H-FKW und SF6,

Lösungsmittelgebrauch, Abfallbehandlung und –entsorgung,

Aufforstung und Wiederaufforstung, Landwirtschaft).

Senke

Prozess oder Aktivität, durch die der Atmosphäre CO 2 -Emissionen

entzogen werden, z.B. Umwandlung von CO 2 in Kohlenstoff und

Sauerstoff durch Pflanzenwachstum (Aufforstungsprojekte.)

Share of Proceeds

Pflichtabgabe auf die aus CDM-Projekten erwirtschafteten CER.

Diese soll zum einen dazu dienen, die Verwaltungskosten des

Kontrollprozesses zu decken (Höhe der Abgabe vorläufig) und den

Vertragsparteien, die besonders anfällig für Schädigungen durch

klimatische Veränderungen sind, helfen, einen Teil der sog.

Anpassungskosten zu tragen. Die COP 11/MOP 1 legte einen progressiven Ansatz fest: Auf die ersten
Anpassungskosten zu tragen. Die COP 11/MOP 1 legte einen
progressiven Ansatz fest: Auf die ersten 150.000 CER 0,10 US$/CER,
auf darüber hinaus gehende 0,20 US$/CER.
Unterdeckung in einer Handelsbilanz. Im Falle des Emissionshandels
dann vorhanden, wenn ein Unternehmen weniger CO 2 -Zertifikate zur
Verfügung hätte, als zur Erfüllung seiner Lieferpflichten benötigt. In
die Short-Position fließen u.a. die Abgabepflicht aufgrund des
Emissionshandelssytems, sowie Zertifikats-Verkäufe ein. Analog
dazu: → Long-Position.
So genannte „kleine CDM-Projekte“, für die vereinfachte Modalitäten
und Verfahren hinsichtlich → Baseline-Definition und → Monitoring
gelten. Unter diese Regelung fallen Projekte zur
• Nutzung erneuerbarer Energien bis max. 15 MW Kapazität,
• Verbesserung der Energieeffizienz bis max. 15 GWh/a,
• sonstigen Emissionsminderungen bis zu 25.000 t CO 2 e/a und
direkten Emissionen unter 15.000 t CO 2 e/a
• Aufforstung/Wiederaufforstung (Senkenprojekte) mit einer
Netto-CO 2 -Speicherung < 8.000 t/a.
Besondere Vorkommnisse im Basiszeitraum für die Zuteilung von →
Emissionsberechtigungen 2000–2002, die die Zuteilung verzerren
können (z.B. außergewöhnliche Betriebszustände, Stillstände).
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Short-Position

Small-Scale-Projekte

Sonderfaktoren

Supplementarität (Supplementarity) Zulässigkeitskriterium für → JI- und CDM-Projekte. Die Projekte müssen

Supplementarität

(Supplementarity)

Zulässigkeitskriterium für JI- und CDM-Projekte. Die Projekte

müssen zusätzlich oder ergänzend zu nationalen

Minderungsmaßnahmen (Domestic Action) sein. Dieser Grundsatz

soll verhindern, dass einzelne Staaten keinerlei

Emissionsminderungsmaßnahmen im eigenen Land durchführen. Es

gibt jedoch keineni quantifizierten Schwellenwert.

Tätigkeitsdaten

Informationen über den Stoffstrom, den Brennstoffverbrauch, das

Eingangsmaterial oder den Produktionsoutput.

Temporary CER

Zeitlich begrenzt gültige Emissionsminderungsgutschriften aus

(tCER/lCER)

Forstprojekten. Beide Zertifikatstypen tragen dem Umstand

Rechnung, dass der Wald den Kohlenstoff aus dem atmosphärischen

CO 2 nur temporär binden kann.

Treibhausgase (THG)

Als relevante Treibhausgase sind im Kyoto-Protokoll und in Anhang

II der EU-Emisisonshandelsrichtlinie festgelegt worden:

Kohlendioxid (CO 2 ), Methan (CH 4 ), Distickstoffoxid (N 2 O), H-FKWs,

FKWs und SF 6 . Eine Vergleichbarkeit wird durch Umrechnung in

Kohlendioxidäquivalente erreicht.

Treibhausgasemissions

handelsgesetz (TEHG)

Das TEHG dient der nationalen Umsetzung der EU-Richtlinie über das

EU-Emissionshandelssystem. Es ist am 15. Juli 2004 in Kraft

getreten.

Umsetzungsfaktor

Dem im Eingangsmaterial enthaltenen Kohlenstoff, der während des Prozesses (Prozessemissionen) nicht in CO 2 umgewandelt wird,

wird mit dem Umsetzungsfaktor Rechnung getragen.

Ex-ante-Bewertung eines JI-/CDM-Projektvorschlags auf Basis des → PDD. Sie ist Voraussetzung für eine Zulassung als
Ex-ante-Bewertung eines JI-/CDM-Projektvorschlags auf Basis des →
PDD. Sie ist Voraussetzung für eine Zulassung als JI-/CDM-Projekt
und erfolgt durch einen unabhängigen, akkreditierten Gutachter
(→DOE für CDM und →AIE für JI).
Regelmäßig wiederkehrende Ex-post-Überprüfung der im →
Monitoring erfassten tatsächlichen Emissionsminderungen aus einem
registrierten JI-/CDM-Projekt durch einen unabhängigen,
akkreditierten Gutachter (→ DOE für CDM und →AIE für JI).
Emissionsminderungsgutschrift über 1 metrische Tonne CO 2 e aus
einem freiwilligen Emissionsminderungsprojekt, das nicht oder noch
nicht als JI- oder CDM-Projekt anerkannt ist, aber nach den Regeln
des Kyoto-Protokolls von einem unabhängigen Prüfer validiert wurde.
VER sind für Verpflichtungen im EU-Emissionshandel sowie unter
dem Kyoto-Protokoll nicht anrechenbar. Die Abkürzung VER wird
häufig auch für →Voluntary Emission Reduction gebraucht.
Eine Verpflichtungsperiode ist ein Zeitraum, in dem → Annex-B-
Staaten ihre mit Ratifizierung des Kyoto-Protokolls verbindlichen
Emissionsreduktionsziele erreichen müssen. Die erste Kyoto-
Verpflichtungsperiode ist 2008–2012, der EU-Emissionsrechtehandel
hat für die EU-Mitgliedstaaten die Periode 2005–2007 vorgeschaltet.
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Validierung (Validation)

Verifizierung

(Verification)

Verified Emission

Reduction (VER)

Verpflichtungsperiode

(Commitment Period)

Voluntary emission Emissionsminderungsgutschrift über 1 metrische Tonne CO 2 e aus reductions (VER) einem freiwilligen
Voluntary emission Emissionsminderungsgutschrift über 1 metrische Tonne CO 2 e aus reductions (VER) einem freiwilligen
Voluntary emission
Emissionsminderungsgutschrift über 1 metrische Tonne CO 2 e aus
reductions (VER)
einem freiwilligen Emissionsminderungsprojekt, das nicht als JI- oder
CDM-Projekt anerkannt ist, und NICHT nach den Regeln des Kyoto-
Protokolls von einem unabhängigen Prüfer validiert wurde. VER sind
für Verpflichtungen im EU-Emissionshandel sowie unter dem Kyoto-
Protokoll nicht anrechenbar. Die Abkürzung VER wird häufig auch für
→Verified Emission Reduction gebraucht
Vermeidungskosten
Bei der Vermeidung CO 2 -Emissionen entstehende Kosten.
Windfall Profits
Mitnahmeeffekt in der Strombranche im Zusammenhang mit den
gestiegenen Strompreisen: Obwohl die Zuteilung der EU-
Emissionsberechtigungen weitestgehend kostenlos erfolgte, wurden
die Marktpreise für EUA ganz oder teilweise als Opportunitätskosten
bei der Strompreisbildung berücksichtigt.
Zertifizierung
Die Zertifizierung wird für CDM-Projekte von der → Designated
Operational Entity und für JI-Projekte von der → AIE vorgenommen.
Sie erfolgt auf Basis der Verifizierung und ist die schriftliche
Bestätigung, dass ein Projekt über den Prüfungszeitraum die
verifizierten Emissionsminderungen realisiert hat.
Zusätzlichkeit
Voraussetzung für die Annerkennung eines JI-/CDM-Projekts ist,
(Additionality)
dass das Projekt zu Emissionsminderungen führt, die ohne das
Projekt nicht entstanden wären, die also „zusätzlich“ (additional)
zum Business as usual erfolgen.
Zuteilungsgesetz 2007
Das ZuG 2007 legt die Gesamtmenge an CO 2 -
(ZuG 2007)
Emissionsberechtigungen für die erste Zuteilungsperiode 2005 bis
2007 fest und definiert die Regeln der Zuteilung. Es ist am
31.08.2004 in Kraft getreten.
Zuteilungsgesetz 2012
Das ZuG 2012 legt die Gesamtmenge an CO 2 -
(ZuG 2012)
Emissionsberechtigungen für die zweite Zuteilungsperiode 2008 bis
2012 fest und definiert die Regeln der Zuteilung. Das ZuG ist am 11.
08.2007 in Kraft getreten.
Zuteilungsverordnung
Die Zuteilungsverordnung (ZuV 2012) konkretisiert Anforderungen
2012 (ZuV 2012)
aus dem ZuG 2012. Sie gibt Regeln hinsichtlich der Bestimmung der
CO 2 -Emissionen vor sowie die inhaltlichen Erfordernisse der
Zuteilungsanträge. Die ZuV 2012 ist am 18.08.2007 in Kraft
getreten.
Quellen: EU-Emissionshandelsrichtlinie; Monitoring & Reporting Guidelines, TEHG; ZuG 2007, NAP
2008-2012, UNFCCC, FutureCamp GmbH
Weitere Informationen zum Emissionshandel finden Sie unter www.future-camp.de.
Sie können uns auch gerne direkt kontaktieren:
Email: info@future-camp.de
Tel.:
089 / 68008 - 330
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