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S icherheitsgerichtete Steuerungen Steuerungsbeispiele Prozesstechnik Die anwendungsspezifische Norm für die
S icherheitsgerichtete Steuerungen Steuerungsbeispiele Prozesstechnik Die anwendungsspezifische Norm für die

Sicherheitsgerichtete Steuerungen

Steuerungsbeispiele Prozesstechnik

Die anwendungsspezifische Norm für die Prozessindustrie IEC 61511 setzt die IEC 61508 für die Prozessindustrie um. Im Wesentlichen dient sie als Richtlinie für das Planen, Realisieren und Betreiben von sicherheitstechnischen Systemen in Prozessanlagen.

Beispiel 1: Dispersionsanlage

Zuluft Zuluft
Zuluft
Zuluft
Opt. Voralarm Opt. Voralarm - - max. Füllstand max. Füllstand Einfüllstutzen Einfüllstutzen LZV LZV LZV
Opt. Voralarm
Opt. Voralarm
-
-
max. Füllstand
max. Füllstand
Einfüllstutzen
Einfüllstutzen
LZV
LZV
LZV
-
-
leicht erh. Gaskonz.
leicht erh. Gaskonz.
(manuell)
(manuell)
006
006
006
-
-
Absaugung defekt
Absaugung defekt
LZA+
LZA+
LZA+
003
003
003
LI
LI
LI
001
001
001
SZA
SZA
SZA
008
008
008
Gassensor
Gassensor
LI
LI
LI
002
002
002
Hauptalarm
Hauptalarm
LZ-
LZ-
LZ-
-
-
gefährl. Gaskonz.
gefährl. Gaskonz.
004
004
004
-
-
Räumung des Bereiches
Räumung des Bereiches
SZA
SZA
SZA
M
MM
007
007
007
009009
009
005
005005
Strömmungssensor
Strömmungssensor
Abluft
Abluft
Ventilator
Ventilator
Füllstandsmessung
Füllstandsmessung

Das High Integrity Pressure Protection System ist die spezifische Anwendung eines Safety Instrumented Systems für den Schutz gegen Überdruck. Es kann alternativ zu Druckminderern eingesetzt werden (gemäß API 521 und ASMECode 2211, Abschnitt VIII, Absatz 1 und 2). Alarmkonzept überwacht Füllstand und Gaskonzentration und unterstützt bei der Aufdeckung der während des Prozesses auftretenden gefährlichen Fehler. Der Alarm gehört zur geplanten Überwachungsebene und trägt als sicherheitstechnische Funktion im Sinne der DIN EN 61511 zur Reduzierung des Prozessrisikos. Das Alarmsystem meldet einen Voralarm, wenn der maximale Füllstand überschritten wurde. In der Folge schließt der Zulauf und der Austritt gefährlicher Stoffe wird verhindert. Wird der minimale Füllstand unterschritten, schaltet der Motor ab und ein Trockenlaufen wird verhindert. Meldet der Detektor eine leichterhöhte Gaskonzentration, fährt die Lüftung hoch und ein akustischer Alarm fordert das Bedienpersonal zum Verlassen des Raums auf und warnt vor dem Betreten. Ein Hauptalarm tritt ein, sofern der Detektor die Konzentration eines gefährlichen Gases feststellt, die oberhalb der unteren Zündschutzgrenze liegt. Das Bedienpersonal akustisch und optisch gewarnt. Betriebsart:

- Low demand

GPM/VM

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31.05.10

Sicherheitsfunktion: - Füllstandüberwachung im Tank und dementsprechende Prozessteuerung abhängig von der
Sicherheitsfunktion: - Füllstandüberwachung im Tank und dementsprechende Prozessteuerung abhängig von der

Sicherheitsfunktion:

- Füllstandüberwachung im Tank und dementsprechende Prozessteuerung abhängig von der Füllstandüberfüllung oder -unterfüllung inkl. Alarmierung im Gefahrenfall

- Gaskonzentrationsüberwachung und dementsprechende Prozessteuerung inkl. Personenalarmierung im Gefahrenfall

Warnsignal P1 Diagnose- Steuereinheit Einrichtung K1 G1
Warnsignal
P1
Diagnose-
Steuereinheit
Einrichtung
K1
G1

Sensor 1

Füllstand

S1

Einrichtung K1 G1 Sensor 1 Füllstand S1 Sensor 2 Gaskonzentration S2 S1 – Sensor 1 (Füllstand

Sensor 2

Gaskonzentration

S2

Sensor 1 Füllstand S1 Sensor 2 Gaskonzentration S2 S1 – Sensor 1 (Füllstand im Tank) S2

S1 – Sensor 1 (Füllstand im Tank) S2 – Sensor 2 (Gaskonzentration im Anlagenraum) K1 – Steuereinheit P1 – optisches und akustisches Warnsignal G1 – Diagnoseeinrichtung für Signalgeber

Funktionsbeschreibung:

Der laufende Prozess einer Dispersionsanlage wird sowohl durch Überfüllsicherungen im Tank der Anlage als auch durch Gasdetektoren im Anlagenraum überwacht. Weicht sowohl der Füllstand im Tank oder/und Gaskonzentration im Anlagenraum vom „Normalwert“ ab, wird mit optischen und akustischen Signalgeräten ein Alarm ausgelöst und die Anlage in den sicheren Zustand geschaltet.

Bemerkungen:

a) Eine Dispersion ist in der Chemie ein heterogenes Gemisch aus mindestens zwei Stoffen,

die sich nicht oder kaum ineinander lösen oder chemisch miteinander verbinden. In einer Dispersionsanlage werden mehrere chemische Stoffe miteinander verbunden.

b) Ein Gaswarnsystem besteht aus:

miteinander verbunden. b) Ein Gaswarnsystem besteht aus: - Fühler / Gasmonitor, - Auswertegerät, - entsprechenden

- Fühler / Gasmonitor,

- Auswertegerät,

- entsprechenden peripheren Geräten wie Ventile, Lüfter und – Warnlampen

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c) Überfüllsicherungen sind Einrichtungen, die rechtzeitig vor Erreichen des zulässigen Füllungsgrades im Behälter
c) Überfüllsicherungen sind Einrichtungen, die rechtzeitig vor Erreichen des zulässigen Füllungsgrades im Behälter

c) Überfüllsicherungen sind Einrichtungen, die rechtzeitig vor Erreichen des zulässigen Füllungsgrades im Behälter den Füllvorgang unterbrechen oder rechtzeitig akustischen und optischen Alarm auslösen damit Maßnahmen getroffen werden können und der zulässige Füllungsstand nicht überschritten wird. Signale der Meldeeinrichtungen von Überfüllsicherungen müssen eindeutig von anderen Informationen über den Füllstand zu unterscheiden sein. Hupen und Lampen die den Alarm auslösen müssen hinsichtlich Ihrer Funktionsfähigkeit leicht überprüfbar sein.

Ihrer Funktionsfähigkeit leicht überprüfbar sein. Anschlussbilder Überfüllsicherung und Systeme: Siemens
Ihrer Funktionsfähigkeit leicht überprüfbar sein. Anschlussbilder Überfüllsicherung und Systeme: Siemens

Anschlussbilder Überfüllsicherung und Systeme: Siemens GmbH und Pepperl+Fuchs GmbH

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