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19. April 2013 | Nr. 1531 | 39. Jahrgang | www.cbn.es | 2,00 € Service
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Service

Wie Bäume wachsen Was die mächtigen Exemplare an der Küste über ihr Alter verraten

mächtigen Exemplare an der Küste über ihr Alter verraten Ausflugstipp Malerische Grotten Nerjas Höhlen bieten

Ausflugstipp

Malerische Grotten Nerjas Höhlen bieten Besuchern bizarre Felsformationen und kulturelle Highlights

bizarre Felsformationen und kulturelle Highlights TV-Beilage Jeden Freitag mit Sat-TV-

TV-Beilage

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Programm

Jeden Freitag mit Sat-TV- Programm Talentierte Jungköche arrangieren Köstlichkeiten aus der

Talentierte Jungköche arrangieren Köstlichkeiten aus der Region beim Wettbewerb der „Gamba Roja“ in Dénia.

Foto: Ángel García

Kluger Kopf

Wissenschaftler, Schiffsinge- nieur, Spion und Reformer:

Der aus Novelda stammende Jorge Juan y Santacilia war ein Universalgenie und eine der wichtigsten Persönlich- keiten Spaniens im 18. Jahr- hundert. Zu jener Zeit war sein Name in ganz Europa bekannt. Vor genau 300 Jah- ren wurde Jorge Juan geboren. Thema der Woche, Seite 34

Für Top-Service

Ein valencianisches Erfolgsmodell: „Centro de Turismo“ als Kaderschmiede

„CdT“ – so lautet die Abkürzung für die bislang sieben Tourismus- zentren des Landes Valencia. Dort lernen angehende Köche, Kellner und Sommeliers die hohe Kunst ihres Handwerks. Ob Gourmet- küche, Weindegustationen, die per-

fekte Tischdeko oder Feinheiten im Service – wer einen der Kurse am „CdT“ absolviert hat, findet eher Arbeit. 235.000 Auszubilden- de haben die „Centros de Turis- mo“ bislang als Sprungbrett für die Karriere im Tourismus genutzt.

„Wir wollen das Talent als Leis- tungsmerkmal für den Tourismus in Valencia nutzen“, erklärt Valen- cias Tourismusminister Máximo Buch. Die Investitionen in die CdTs sollen erhöht werden. Costa Blanca, Seite 4

Beten und trinken

erhöht werden. Costa Blanca, Seite 4 Beten und trinken Ob auf der Suche nach Erleuch- tung

Ob auf der Suche nach Erleuch- tung oder Amüsement – 270.000 Pilger marschieren einmal im Jahr nach Santa Faz. Der religiöse Hin- tergrund der gut 500 Jahre alten Tradition bewegt einige zutiefst. Anderen wiederum ist die Traditi- on egal. Sie nutzen das Spektakel zum Trinken. Reportage, Seite 32

Costa Blanca

Abriss unnötig

Vermeidbares Drama: Jávea hätte das Serrano-Anwesen

genehmigen müssen

Seite 11

Tío Sánchez will dich

Mit Hilfe von Uncle Sam: Calp

startet Kampagne zur Anmeldung

von Ausländern

Seite 13

Schatten über Gold

Bitterer Sieg in Boston: Athlet Sanz rollt über Ziellinie, als

die Bomben explodieren

Seite 22

rollt über Ziellinie, als die Bomben explodieren Seite 22 JACUZZI OUTLET - MORAIRA Höchste Qualität zum
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4 Costa Blanca

Costa Blanca Nachrichten I Nr. 1531, 19. April 2013

CostaBlanca

Blanca Nachrichten I Nr. 1531, 19. April 2013 CostaBlanca Auszubildende im CdT Torrevieja unter Leitung von

Auszubildende im CdT Torrevieja unter Leitung von Pedro Barrios, Ricardo Cases und Michel Gérard: „Wir unterrichten nicht Rezepte, wir lehren Techniken.“ Fotos: M. Allhoff

Hohe Schule im Service

In den valencianischen „Centros de Turismo“ (CdT) lernen Köche, Kellner und Sommeliers ihre Kunst

(C dT) lernen Köche, Kellner und Sommeliers ihre Kunst Michael Allhoff Torrevieja Hier einen Raumteiler aufstellen.

Michael Allhoff

Torrevieja

Hier einen Raumteiler aufstellen. Dort fehlt die Tischdeko. Sehr gut, das Arrangement passt! Ricardo Cases hetzt die Lehrlinge durch den Saal. Der Ausbilder achtet pe- nibel auf die Inszenierung der Festtafel im Centro de Turismo (CdT) von Torrevieja. Angehende Kellner polieren Kristallgläser auf Hochglanz. Verteilen Blüten auf den Tischen. Und richten Gabel, Messer und Löffel exakt neben den Tellern aus. Auf die Mise-en-scène komme es an, sagt Ricardo Cases, auf die Inszenierung. Das Auge esse schließlich mit. Als renommierter Wirt und preisgekrönter Somme- lier weiß der dynamische Spanier um die Verführungen des schönen Scheins. Heute ist der Gastronom als Ausbilder des CdT im Einsatz. Er lobt hier, tadelt dort und mahnt zur Eile: „Es kommen heute noch 20 VIP-Gäste in den Salon.“ Man spürt an seinem Elan, dass es dem Profi Spaß macht, sein Wissen weiterzugeben. In der Küche organisiert Mi- chel Gérard die Jungköche und Pa- tisserie-Chefs. Der Franzose war

als anerkannter Chefkoch tätig im Elsass, auf Korsika und in der Schweiz. Es riecht nach Olivenöl, Thymian, Rosmarin, Chili und Zi- trone. Am Herd rührt ein Schüler das Pesto für Lachsfilets an. Alltag im CdT. „Früher oder später findet je- der, der bei uns war, einen Job.“ Pedro Barrios sitzt an der Kaffee- Bar des CdT. Als Leiter der Kader-

schmiede für Köche, Kellner und Sommeliers schätzt der Manager die Arbeit der Tourismuszentren

900 Kurse, 17.000 Schüler, 38.000 Stunden Unterricht im Jahr

des Landes Valencia. „Service ist unsere Stärke in Spanien“, sagt er.

Valencia brauche gut ausgebildete Kräfte in der Hotellerie und in der Gastronomie. Vorbei die Zeiten, als Laien und Autodidakten in der Küche von Restaurants oder hin- term Tresen einer Bar standen. „Die neue Generation ist gut aus- gebildet.“ Und den nachhaltigen Erfolg der Fachkräfte im Touris- mus garantiere eben wie nichts an- deres ein Abschluss des CdT.

garantiere eben wie nichts an- deres ein Abschluss des CdT. Centro de Turismo (CdT) in Torrevieja:

Centro de Turismo (CdT) in Torrevieja: 1.200 Kursteilnehmer in einem Jahr.

Die Plätze an jedem der sieben CdTs des Landes Valencia sind begehrt – ob in Torrevieja, Dénia, Castellón, Valencia, Gandía, Beni- dorm oder Alicante. Auf jeden Ausbildungsplatz kommen bis zu 500 Bewerbungen. Pedro Barrios vom CdT Torrevieja freut sich:

„Unsere Schüler stehen heute selbst am Herd, Seite an Seite mit Martín Berasategui.“ Der legen- däre baskische Koch ist ausge- zeichnet mit drei Michelin-Sternen und berühmt für seine innovative Küche.

Sprungbrett für die Karriere

Seitdem die „Centros de Turis- mo“ vor 17 Jahren vom Land Va- lencia ins Leben gerufen worden sind, haben 235.000 Auszubil- dende die Institution als Sprung- brett für ihre Karriere im Touris- mus, in der Hotellerie oder der Gastronomie genutzt. Cesáreo Hernández zum Beispiel, dieses Jahr ausgezeichnet als bester Sommelier des Landes Valencia beim 22. Wettbewerb „Nariz de Oro“. Der junge Alicantiner vom Restaurant Berenguer-Antón in Santa Pola hat am CdT Torrevie- ja gelernt und wird Mitte Juni beim Finale in Madrid antreten.

Nr. 1531, 19. April 2013 I Costa Blanca Nachrichten

Costa Blanca 5

19. April 2013 I Costa Blanca Nachrichten Costa Blanca 5 Jungköche in der Patisserie: 850 Stunden,

Jungköche in der Patisserie: 850 Stunden, neun Monate, dauert die Ausbildung.

Patisserie: 850 Stunden, neun Monate, dauert die Ausbildung. Frisch aus dem Ofen. Das Kursprogramm der sieben

Frisch aus dem Ofen.

Das Kursprogramm der sieben valencianischen CdTs, eine Initia- tive mit Pioniercharakter in Spa- nien, ist umfassend. Die Statistiken des Tourismusministeriums von Valencia sprechen für sich. Allein im vergangenen Jahr wurden 876 Kurse abgehalten, an denen 17.089 Schüler teilgenommen haben. Die international renommierten Aus- bilder der valencianischen Touris- muszentren erteilten 37.731 Stun- den Unterricht.

Learning by doing

Wer an einem der renommierten Institute einen Ausbildungsplatz ergattert hat, kann sich glücklich schätzen. José Manuel Cerdá zum Beispiel. Früher, in den Boomzei- ten des Immobilienrauschs, hat er sein Geld auf dem Bau verdient, heute macht er eine Ausbildung zum Koch und Kellner. „Mir ge- fällt der Service, der Umgang mit den Gästen.“ Rafael Valero ist Goldschmied. Sein Schmuckgeschäft in dritter

Generation in Orihuela hat er schließen müssen. „Die Leute ge- ben in der Krise kein Geld mehr aus für Schmuck.“ Jetzt will er Maître und Sommelier werden. Seit sieben Monaten drückt er wieder die Schulbank. Sein Plan? „Ich will ein Restaurant aufmachen, hier im CdT lerne ich alles, was ich dafür brauche.“ Denn neben der fach- männischen Verkostung von Wei- nen und dem rechten Umgang mit dem Gast sind auch Marketing und Informatik, Kassenabrechnung und Buchführung Teile des Programms. „Ich glaube an die Zukunft im Tourismus“, sagt der junge Spa- nier, „die Location für mein Res- taurant habe ich schon gefunden.“ Rund 15.000 Euro investieren das Land Valencia und der Sozial- fonds der EU derzeit in die jeweils neunmonatige Ausbildung eines Kochs, etwa 10.000 Euro in das Kursprogramm zum Kellner. Im Vergleich kostengünstig: Die Aus- bildung im Baskenland ist um bis zu 30 Prozent teurer.

Aus- bildung im Baskenland ist um bis zu 30 Prozent teurer. Tischgestaltung fürs perfekte Dinner: Das

Tischgestaltung fürs perfekte Dinner: Das Auge isst mit.

Wie wichtig die Schlüsselrolle der Tourismuszentren im Land Valencia ist, daran lässt Máximo Buch keinen Zweifel. Der Mi- nister für Wirtschaft, Handel, Ar- beit und Tourismus im Land Va- lencia erklärt im Gespräch mit der CBN: „Der Tourismussektor ist mit über 21 Millionen Übernach- tungen im vergangenen Jahr eine solide Industrie.“

Gerade im Tourismus bestehe an der Mittelmeerküste ein großes Potenzial für weiteres Wachstum. Die größte Herausforderung in Zu- kunft sei die Steigerung der Wett- bewerbsfähigkeit. Und eine her- vorragende Ausbildung, so sein Credo, spiele dabei die entschei- dende Rolle, um jeglichen Service gegenüber Touristen noch profes- sioneller zu gestalten. „Wir wollen

das Talent als besonderes Allein- stellungsmerkmal des Tourismus nach Valencia fördern.“

Investition in Ausbildung

Mehr kostenlose Kurse, mehr Aus- zubildende, eine steigende Zahl an Unterrichtsstunden, weitere Tou- rismuszentren und ein noch breiter gefächertes Kursangebot – Touris- musminister Buch skizziert ein ehrgeiziges Programm für die Ent- wicklung des valencianischen Netzes der „Centros de Turismo“. Waren es in 2012 rund 2,48 Mil- lionen Euro, davon 1,6 Millionen Euro Subventionen vom Sozial- fonds der Europäischen Union, so beziffert Máximo Buch das Bud- get für 2013 auf 4,48 Millionen Euro. Rund 80 Prozent, erwar- tungsgemäß 3,6 Millionen Euro, sollen aus Brüssel für das Aus- bildungs- und Fortbildungspro- gramm der valencianischen CdTs fließen. Sein Fazit: „Wir werden die Investitionen in den Ausbau der Tourismuszentren erhöhen.“

CdTs fließen. Sein Fazit: „Wir werden die Investitionen in den Ausbau der Tourismuszentren erhöhen.“

46 Meinung

Costa Blanca Nachrichten I Nr. 1531, 19. April 2013

Meinung

pressespiegel

I Nr. 1531, 19. April 2013 Meinung pressespiegel Die Zeitung „El Mundo“ zu den Ausuferungen der

Die Zeitung „El Mundo“ zu den Ausuferungen der „Escraches“:

Personen bei sich zu Hause aufzu- suchen, kommt einem totalitären Regime gleich. Jede „Escrache“ ist eine Hetzjagd auf die Demokratie. Ich habe noch nie die Volkspartei gewählt, doch es sind meine Ver- treter. Wenn sie zu ihren Häusern gehen, ist es, als ob sie zu meinem kommen würden. Ihre Freiheit ist meine Freiheit, und jede Aggres- sion, die sie erleiden, ist eine Ag- gression an die Gesellschaft.

sie erleiden, ist eine Ag- gression an die Gesellschaft. Die Zeitung „El País“ zum Papstbesuch von

Die Zeitung „El País“ zum Papstbesuch von Rajoy:

Vielleicht ist der Besuch so etwas wie das öffentliche Zeugnis einer kindlichen Frömmigkeit, doch er lässt Angelegenheiten von höchs- ter Relevanz im Schatten. Den Austausch von Geschenken wie dem Fußballtrikot der „Roja“ hät- te man sich lieber für einen ande- ren Tag aufsparen sollen, wenn man die gegenwärtige Situation der Armut und der sozialen Aus- grenzung im Auge behält.

der Armut und der sozialen Aus- grenzung im Auge behält. Die Zeitung „Las Provincias“ zu dem

Die Zeitung „Las Provincias“ zu dem Urteil von Isabel Pantoja:

Man las das Urteil von Isabel Pan- toja, und der Präsident des Saals wies an, das Ausbuhen zu unterlas- sen. Die Leute hinten im Saal wussten, dass sie mit 24 Monaten nicht ins Gefängnis gehen würde. Es wäre egal gewesen, wenn man sie für schuldig erklärt hätte. Viele hätten sich gewünscht, dass der Henker nach der Enthauptung durch die Guillotine ihren Kopf geholt und ihn geohrfeigt hätte.

die Guillotine ihren Kopf geholt und ihn geohrfeigt hätte. Die Sportzeitung „Marca“ zum Formel-1-Sieg von Fernando

Die Sportzeitung „Marca“ zum Formel-1-Sieg von Fernando Alonso in China:

Mit mehr Kraft als in keiner ande- ren Episode der letzten drei Jahre setzte Fernando Alonso einen Mei- lenstein von denen, die zeigen, wie eine Saison aussehen kann. Der unbestreitbare Sieg des Spaniers in dem stärksten und komplettesten Ferrari der jüngeren Vergangenheit lässt erahnen, wie hoch das Ross ist, auf dem er reitet.

Tourismus als Joker

hoch das Ross ist, auf dem er reitet. Tourismus als Joker El turismo es clave El

El turismo es clave

El turismo es el sector económico clave en la región valenciana. Hoy más que nunca, tras haberse pasado de moda el desdichado modelo de construcción y venta masiva de residencias vacaciona- les. Más de 21 millones de pernoctacio- nes se registraron en la Comunidad Va- lenciana en 2012, cifras que ofrecen una base sólida para hoteleros y gastrónomos. Allí, don- de el cliente es recibido con una sonrisa y mimado con un servicio perfecto, es a donde le gustará vol- ver. „It’s about the people!“, es el lema placativo en EE.UU. Y es que, no sólo sol y playa o paella y san- gría hacen felices a los turistas en la Costa del Aza- har o en la Costa Blanca. La gente y su hospitalidad en combinación con la creatividad profesional, ésa es la mezcla que marca la diferencia. En este con- texto, bienvenida sea la iniciativa de los Centros de Turismo (CdT) valencianos orientada en el modelo del afamado „Culinary Institute of America“. Y la al- ta escuela de servicio y gastronomía ya va dando resultados. El servicio en la costa va mejorando de manera progresiva y el cliente siente que cada vez es mejor tratado. Así que, ¡felicidades a todos los instructores y diplomados en los CdTs!

Tourismus ist der entscheidende Wirt- schaftszweig im Land Valencia. Heute mehr denn je, seitdem sich das unselige Modell des massiven Baus und Verkaufs von Ferien- häusern überlebt hat. Über 21 Millionen Übernachtungen zählte das Land Valencia in 2012 – das sind solide Zahlen, auf denen Ho-

Michael Allhoff

teliers, Wirte und Gastronomen aufbauen können. Dort, wo man als Gast mit einem freundlichen Lä- cheln empfangen und mit perfektem Service verwöhnt wird, geht man gern wieder hin. „It’s about the people!“, heißt es plakativ in den USA. Denn weder allein Sonne und Strand noch Paella und Sangría machen Urlauber glücklich an der Costa del Azahar und der Costa Blanca. Es sind die Menschen und ih- re Gastfreundschaft, gepaart mit professioneller Schaffens- kraft, die den Unterschied markieren. In diesem Kontext ist die Initiative der valencianischen „Centros de Turismo“ (CdT) nach dem Vorbild des renommierten „Culinary Institute of America“ sehr zu begrüßen. Die hohe Schule in Gastronomie und Ser- vice zeigt Resultate. Zunehmend wird man an der Küste gut bedient und bekommt das Gefühl vermittelt, als Gast König zu sein. Chapeau an die Ausbilder und Absolventen der CdTs!

Zur falschen Zeit am falschen Ort

Der Prophet im eigenen Land - gilt nicht viel. Auf Jorge Juan y Santacilia trifft dies zu. Aber nicht nur. Der begnadete Wissenschaftler, dem wir das metrische System mitverdanken und der den Schiffsbau revolutionierte, gilt auch im Ausland nicht viel. Über ihn gibt es nicht einmal einen Wikipedia-Eintrag auf

Thomas Liebelt

Deutsch. Dabei hatte er zu Lebzeiten im 18. Jahrhundert sehr wohl einen Namen in Europa. Warum die Nachwelt so nachlässig mit dem Gedenken an einen großen Spanier selbst zu seinem 300. Geburtstag umgeht, darüber lässt sich nur spekulieren. Möglicherweise lebte er zur fal- schen Zeit am falschen Ort. Die Aufklärung hatte in Spanien nie Fuß fassen können. Er musste noch die Inquisition fürchten. Wis- senschaft, Technik, modernes Denken - das alles spielte sich woanders ab. Als Jorge Juan starb, wurde bereits mit Dampf- booten experimentiert. An Spanien ging die Entwicklung vorbei. Als Engländer wäre ihm ein Platz unter den bedeutenden Per- sönlichkeiten jener Epoche sicher gewesen. In Spanien durfte Jorge Juan für kurze Zeit den 10.000-Peseten-Schein zieren. Bis der Euro kam. Den hätte er verdient.

zieren. Bis der Euro kam. Den hätte er verdient. En el sitio equivocado Nadie es profeta

En el sitio equivocado

Nadie es profeta en su tierra. Jorge Juan y Santacilia no lo es. Pero hay más. A este genial científico, a quien debemos parte del sistema métrico y que además revolu- cionó la construcción naval, tampoco se le valora en el extranjero. En Wikipedia ni si- quiera goza de un registro en alemán. Y eso que durante su vida, en el siglo XVIII, sí que era co- nocido en toda Europa. Sólo cabe especular sobre el porqué de un trato tan negligente con la memoria de un gran personaje español en su 300 aniversario. Pro- bablemente vivía en el momento equivocado, en el lu- gar equivocado. La Ilustración no había podido conso- lidarse en España y aún había que temer a la Inquisici- ón. Ciencia, tecnología, filosofía moderna - todo eso ocurría en otra parte. Cuando murió Jorge Juan, ya se experimentaba con navíos de vapor. España se quedó al margen del desarrollo. Como ciudadano británico, hubiera tenido asegurado su sitio entre las grandes personalidades de aquella época. En España, su retra- to decoró durante un tiempo los billetes de 10.000 pe- setas. Hasta que llegó el euro en el que también me- recería estar.

pressespiegel ausland

el que también me- recería estar. pressespiegel ausland Die FAZ zur deutsch-spanischen Champions League: Die

Die FAZ zur deutsch-spanischen Champions League:

Die Champions League bleibt also im Halbfina- le ein internationaler Wettbewerb. Und das ist gut so. Der Europapokal soll so lange wie mög- lich ein Ländervergleich bleiben. Die Duelle zwischen Bayern München und dem FC Barce- lona sowie zwischen Borussia Dortmund und Real Madrid sind zwei neuerliche reizvolle Vergleiche zwischen dem Fußball deutscher und spanischer Prägung.

BILD zur deutsch- spanischen Cham- pions League:

BILD legt sich fest: Hurra, wir kriegen am 25. Mai im Londoner Wembley-Stadion ein deut- sches Finale! Klar, da müssen mit Barça-Titan Lionel Messi (25/diese Saison acht Champions- League-Tore) und Real-Riese Cristiano Ronal- do (28/Top-Torjäger mit elf Treffern) vorher zwei echte Giganten aus dem Weg geräumt werden. Aber diesmal sind die Spanier, die uns die EM 2008 und WM 2010 versauten, fällig!

die uns die EM 2008 und WM 2010 versauten, fällig! Die Süddeutsche zur deutsch-spanischen Champions League:
die uns die EM 2008 und WM 2010 versauten, fällig! Die Süddeutsche zur deutsch-spanischen Champions League:

Die Süddeutsche zur deutsch-spanischen Champions League:

Die Halbfinal-Paarungen in der Champions League stehen fest, und Erinnerungen werden wach – an das 0:4 des FC Bayern 2009 in Barce- lona. Doch aus der chancenlosen Klinsmann- Reisegruppe sind ganz andere Bayern geworden. Vielleicht nicht der schlechteste Zeitpunkt, sich mal wieder mit Messi & Co. zu messen. Bayern gilt diesmal fast schon als Favorit – gegen Barce- lona! Das ist die Ausgangslage. Und die Fallhöhe.