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MÄRZ 2007

GEMEINDE KÖNIZ

KÖNIZER ZEITUNG

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DER SENSETALER

Vorwärtsdrang im Bildungswesen

Aktive Schulentwicklung in der Gemeinde Köniz

KÖNIZ – Die Abteilung Bildung und Sport der Gemeinde Köniz setzt sich im Rahmen verschiedener Projekte mit der Weiter- entwicklung des Könizer Schulwesens auseinander. So werden beispielswei- se beim Schulversuch Basisstufe wertvolle Er- fahrungen gesammelt, auf Stufe Volksschule an einem Integrationskonzept und aufgrund des neuen Bildungsreglements an Leistungsvereinbarungen gearbeitet.

Seit dem 1. August 2006 läuft an den Schulen Köniz-Buchsee und Niederscherli der Schulver- such «Basisstufe» des Kantons Bern. In der Basisstufe wird der Übergang vom Kindergarten in die Volksschule iessend gestal- tet. Der Schulversuch wird von einer wissenschaftlichen Evalu- ation der Erziehungsdirektoren- konferenz begleitet. Diese soll im Jahre 2010 abgeschlossen sein. «Die Erfahrungen, die bis- her gesammelt werden konnten, sind ausnehmend gut», ist von der Abteilung Bildung und Sport (Direktion Bildung und Sozi- ales) der Gemeinde Köniz zu erfahren: Die Eltern äusserten sich sehr zufrieden, die Lehr- kräfte könnten individuell auf die Kinder eingehen und sie ih- rem Entwicklungsstand entspre- chend fördern, die älteren Kinder würden den jüngeren helfen, die Jüngeren von den Älteren lernen und die Integration aller Kinder bewähre sich.

Integration in der Volksschule Auch auf Stufe Volksschule ar- beitet Köniz aktiv an der Schul- entwicklung: Im Januar hat der Grosse Rat des Kantons Bern einen Bericht der Erziehungsdi- rektion über die Integration der Schüler/innen in die Volksschule und die geplante Umsetzung von

in die Volksschule und die geplante Umsetzung von Mit dem Schulversuch «Basissurfe» hat die Gemeinde Köniz

Mit dem Schulversuch «Basissurfe» hat die Gemeinde Köniz bisher nur gute Erfahrungen gemacht.

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Art.17 des Volksschulgesetzes behandelt. Nun soll in der Ge- meinde Köniz ein Konzept «In- tegration Köniz» erstellt werden. Das Projekt wird in drei Phasen gegliedert: Als erstes sollen die Beteiligten bis zu den Sommer- ferien 2007 eine Ist-Analyse er- stellen. Diese solle das Thema Integration aus verschiedenen Blickwinkeln (Situation der Re- gelklassen; Kleinklassen D; inte- grative Arbeit an Könizer Schu- len aus Sicht der Schulleitung; Zusammenarbeit Lehrkräfte der Integrativen Förderung, Schul- sozialarbeit und Fachstellen; integrative KKB; Kleinklassen A, Status A, Klassen für Fremd- sprachige) beleuchten. In der zweiten Phase soll die Zentrale Schulkommission im Sinne der strategischen Führung Leitsätze formulieren. Auf dieser Basis soll schliesslich ein Integrationskon- zept erarbeitet werden.

Leistungsvereinbarungen Das neue Bildungsreglement sieht LeistungsvereinbarungenimSinne von Zielvereinbarungen zwischen der Zentralen Schulkommission und den Schulkommissionen der

Schulbezirke vor. Aus diesem An- lass wurde in einem ersten Schritt an einer Klausur der Kommis- sion über die Inhalte diskutiert. Eine Arbeitsgruppe hat nun einen Entwurf vorbereitet. Dieser wird in der Zentralen Schulkommis- sion beraten und verabschiedet. Anschliessend wird er mit den Schulkommissionen und den Schulleitungen diskutiert. In diese Diskussionen sollen auch die El- tern einbezogen werden.

Die Arbeitsgruppe wünscht sich eine schlanke Vereinbarung, die sich auf acht Ziele beschränkt. Diese umfassen die Themen:

Weiterbildung der Schulkommis- sionsmitglieder, Integration und Begabtenförderung, Berufswahl, Übergänge und Übergaben, Schu- le und Elternhaus, Kommunika- tionskonzept, besondere Anlässe und Feedback. In der Abteilung Bildung und Sport ist man sich sicher: «Der Entwurf der Lei- stungsvereinbarungen setzt inner- halb der Gemeinde Akzente und steht neben den grossen Projekten auf schweizerischer und kanto- naler Ebene.»

BI

Rückläu ge Schüler- und Klassenzahlen BI. Dem gesamtschweize- rischen Trend entsprechend, werden auch in der Gemein- de Köniz die Schülerzahlen voraussichtlich abnehmen. Nach Angaben der Direktion Bildung und Soziales ist bis zum Schuljahr 2012/2013 mit einem Rückgang um ungefähr 14 Klassen zu rechnen. In den einzelnen Schulbezirken ist die Prognose allerdings sehr unterschiedlich:

- Im Spiegel, in Wabern und im Wangental wird mit unge- fähr gleich bleibenden Klas- senzahlen gerechnet.

- Im Liebefeld gibt es voraus- sichtlich eine Zunahme.

- Eine Abnahme gibt es wahr- scheinlich im Gebiet Köniz- Schliern.

- In der oberen Gemeinde ist mit einem spürbaren Rück- gang zu rechnen; an der Primarschule Niederscherli beispielsweise von heute 13 auf 8 Klassen oder in Mit- telhäusern von heute 6 auf 4 Klassen.